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Full text of "Die Gross-Schmetterlinge der Erde : eine systematische Bearbeitung der bis jetzt bekannten Gross-Schmetterlinge"

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£vdr. 


Die 

Groß=Schmetterlinge 

der  Erde 


Eine  systematische  Bearbeitung  " 
der  bis  jetzt  bekannten  Großschmetterlinge 

In    Verbindung     mit     namhaftesten    Fachmännern     herausgegeben 


von 


Dr.  Adalbert  Seitz 


Direktor  des   zoologischen   Gartens  zu   Frankfurt  a.  M.;   correspondierendes, 
arbeitendes  und   ordentliches  Mitglied  vieler  wissenschaftlicher  Gesellschaften 


STUTTGART 

FRITZ    LEHMANN    VERLAG 
1908 


XIII 


XIII.  BAND: 


Die  Großschmetterlinge 


des 


Afrikanischen  Faunengebietes 


Alle  Rechte  vorbehalten. 


DIE 
GROSS-SCHMETTERLINGE 

DER  ERDE 


EINE  SYS'FEMA TISCHE  BEARBEITUNG  DER  BIS 
lE.TZl^  BEKANNTEN  GROSS-SCHMETTERLINGE 


IN  VERBINDUNG  MIT  NAMHAFTEN   FACHMÄNNERN 

herausgegI':bex  von 

Prof.  Dr.  AD  ALBERT  SEITZ 


I.  ABTEILUNG  —  PALAEARKTISCHE  FAUNA  —  BAND  1—4 
II.  ABTEILUNG  —  EXOTISCHE  FAUNA  —  BAND  5—16 


13.  BAND 


ALFRED  KERNEN  VERLAG  STUTTGART 

1925 


DIE 

AFRIKANISCHEN 
TAGFAETER 


MIT  8ü  TAFELN 


TEXT-BAND 


ALFRED  KERNEN  VERLAG  STUTTGART 

1925 


Alle  Rechte,  besonders  die  der  Uebcrsctzung, 
vorbehalten. 

Printed  in   Germany. 

Copyright  1925  by  Alfred  Kernen  Verlag,  Stuttgart. 


Druck  von  H.   I- a  ii  p  p  jr,  TUbiiigeil. 


aOf .  US. 


Vorwort. 


Als  zweiter  Exotenband  ist  mit  Band  13,  den  ich  hiermit  ücr  Oeffentlichkeit  übergebe,  die  Bearbeitung 
der  äthiopischen  Tagfalter  abgeschlossen  worden.  Für  diesen  Abschnitt  der  Groi3-Schmetterlinge  der  Erde  war 
es  dem  Herausgeber  gelungen,  den  in  unserer  Kenntnis  der  afrikanischen  Falterfauna  führenden  Entomologen, 
Herrn  Christoph  AuRiviLLius  in  Stockhohn  zu  gewinnen,  dessen  Bearbeitungen  und  Verzeichnisse  äthiopischer 
Falter  trotz  großer  Vielseitigkeit  ihres  Verfassers  als  klassische  Spezialarbeit  allgemeinste  Anerkennung  gefunden 
haben.  Die  erste  wirklich  umfassende  Zusammenstellung  afrikanischer  Rhopaloceren,  die  in  den  Swenska 
Vetenskaps  Akademiens  Handlingar  erschien  und  dann  als  selbständiges  Verzeichnis  weite  Verbreitung  fand, 
hat  hier  eine  ausführliche  und  vielfach  ergänzende  Durcharbeitung  erfahren,  der  eine  Ausarbeitung  der  äthio- 
pischen Gnjpocera  angefügt  worden  ist. 

Hierdurch  besitzt  der  13.  Band  vor  den  andern  den  Vorzug  größerer  Einheitlichkeit  und  Gleichartigkeit 
in  der  Ausführung,  wenn  auch  vielleicht  durch  Verteilung  der  einzelnen  Familien  an  mehrere  Bearbeiter  eine 
raschere  Erledigung  des  Bandes  denkbar  gewesen  wäre.  Daß  die  Zeitereignisse  eine  zehnjährige  Pause  in  die 
Fortfühnnig  dieser  Arbeit  bringen  würden,  konnte  bei  Festsetzung  des  Arbeitsprogramms  für  das  Gesamtwerk 
nicht  vorausgesehen  werden.  Die  Bearbeitung  dieses  Bandes  selbst  zog  sich  ja  nur  über  wenige  Jahre  hin,  indem 
von  wenigen  ersten  Bogen  abgesehen  die  hauptsächliche  Bearbeitung  in  die  Jahre  1911 — 13  und  dann  wieder 
in  die  Jahre  1923 — 24  fällt.  Daß  gerade  dieser  Band  besonders  durch  die  Kriegs-  und  noch  mehr  durch  die 
ersten  Nachkriegsjahre  gestört  werden  mußte,  war  eine  natürliche  Folge  des  durch  Unsicherheit  unterbrochenen 
inneren  und  äußeren  Verkehrs  des  Ursprunglandes  mit  dem  Auslande.  Wäre  die  lange  Dauer  dieser  Bedräng- 
nisse voraussehbar  gewesen,  so  würde  vielleicht  eine  gedrängte  und  mehr  gekürzte  Zusammenfassung  der  Materie 
durchgeführt  worden  sein.  Jetzt,  nachdem  die  Hindernisse  überwunden  sind,  wird  der  Benutzer  des  Werkes 
dankbar  sein,  daß  es  nicht  lückenhaft  oder  so  kursorisch  abgefaßt  ist,  wie  es  beim  Streben  nach  schneller 
Erledigung  hätte  geschehen  müssen.  Besonders  dankenswert  wird  der  Benutzer  des  Bandes  die  Einflechtung  von 
Bestimmungstabellen  finden,  die  der  Herr  Verfasser  in  selbstloser  Hingabe  für  alle  schwierigeren  Faltergruppen 
ausgearbeitet  hat  und  die  den  Gebrauch  und  die  Orientierung  wesentlich  erleichtern.  Sie  sind  darum  von  beson- 
derem Werte,  weil  gerade  die  äthiopische  Fauna,  die  doch  mehr  wie  die  andern  Faunen  erst  in  den  letzten  Zeit- 
epochen erforscht  werden  konnte,  der  Bestimmung  recht  eihebliche  Schwierigkeiten  entgegenstellt.  Die  exorbi- 
tante Variabilität  afrikanischer  Falterformen  und  die  Fähigkeit  ihrer  .\rten,  in  oft  einander  ganz  unähnlichen 
Formen  zu  erscheinen  —  man  denke  an  die  Teracolus,  an  Papilio  dardanus,  Hypolimnas  dubia  usw.  —  die  wir 
weder  aus  dem  amerikanischen  noch  aus  dem  paläarktischen  Gebiet  in  gleicher  Intensität  kennen,  ließ  diese 
Bestinnnungserleichterung  durch  beigegebene  Schlüssel  für  kleinere  Falter,  «ic  Lycaenidae  usw.  besonders 
erwünscht  erscheinen;  machte  ihre  Herstellung  zugleich  aber  auch  darum  sehr  schwierig,  weil  von  einer  großen 
Zahl  in  der  Neuzeit  aufgefiuidener  Arten  heute  noch  sehr  geringes  Material  vorliegt. 

Die  nahezu  3000  Abbildungen,  welche  zur  Illustration  des  Textes  beigegeben  sind,  dürften  hinreichen, 
sich  schnell  über  die  wesentlichen  Charakteristica  der  Hauptformen  sowohl,  wie  der  Artengruppen  und  der 
Gesamtfauna  zu  unterrichten.  Kunstwerke  wird  bei  dem  bis  zu  den  Kriegswirren  minimalen  Anschaffungs- 
preis der  Lieferungen  niemand  erwarten.  Solche  zu  liefern  ist  niem.als  versprochen  und  niemals  beabsichtigt 
worden;  hätte  ein  solches  Bestreben  doch  nicht  nur  den  Preis,  sondern  auch  den  schnellen  Fortgang  des  Gesamt- 
werkes in  nachteiligster  W'eise  beeinflussen  müssen.  Ebensowenig  wird  gefordert  werden  dürfen,  daß  von  den 
fast  anderthalb  tausend  Tafeln  des  Gesamtwerks  (von  denen  schon  über  800  erschienen  sind)  alle  in  gleicher  Weise 
geglückt  sind.  Zwar  sind  vom  Verlag  weder  Kosten  noch  Mühen  zu  ihrer  Vollendung  gespart  worden,  und  auch 
der  Herausgeber  glaubt  sein  Bestes  für  ihre  Förderung  getan  zu  haben;  aber  eine  höchst  nachteilige  für  die 
Farbenindustrie  fast  katastrophale  Beschränkung  der  Rohstoffeinfuhr  während  und  nach  dem  Kriege  mußte 
die  Anwendung  feinerer  Farben  zur  Herstellung  naturgetreu  kolorierter  Tafeln  in  Deutschland  beeinträchtigen. 
Noch  größere  Schwierigkeiten  entstanden  durch  die  Beschlagnahme  aller  gelernten  Arbeitskräfte  zur  Landes- 
verteidigung, sowie  durch  die  Störungen  während  und  nach  der  Revolution,  deren  Schäden  bis  heute  noch  nicht 
ganz  überwunden  sind.  Immerhin  wird  der  vorurteilslose  Beurteiler  herausfinden,  daß  nach  einer  unverkenn- 
baren Abnahme  der  künstlerischen  Leistung  in  den  Jahren  1920 — 21,  in  welcher  Zeit  einige  Lycaeniden-Tafeln 


VI  VORWORT. 

hergestellt  wurden,  ein  Wiederaufstieg,  entsprechend  der  zunehmenden  Gesundung  des  Entstehungslandes  deut- 
lich wahrnehmbar  wird. 

Eine  erhebliche  Schwierigkeit  für  die  Illustrierung  bildete  das  oft  völlige  Versagen  der  Post  in  der  Nach- 
kriegszeit. Die  Besetzung  der  höheren  wie  der  niederen  Stellen  durch  die  ungeeignetsten  Kräfte  war  eine  der 
nachteiligsten  Einflüsse  der  Revolution,  wodurch  der  Vensand  wertvoller  und  zugleich  empfindlicher  Objekte 
für  eine  ganze  Reihe  von  Jahren  ausgeschlossen  wurde.  Besonders  bei  Ausarbeitung  der  Lycaeniden-Tafeln 
konnten  daher  Abbildungen  dach  der  Xatur  weit  weniger  gebracht  werden,  als  bei  Herstellung  der  vorangehen- 
den Tafeln  und  manche  Jlängel  in  der  Illu.strierung  sind  daher  mehr  auf  das  Konto  unzulänglicher  Vorlagen  als 
auf  ungenaue  oder  fehlerhafte  Wiedergabe  denselben  durch  die  Kunstanstalt  zurückzuführen.  Der  Herr  Ver- 
fasser hat  darum  auch  keinen  Anstand  genommen,  im  Text  in  besonders  störenden  Fällen  auf  die  Mängel  solcher 
Illustration  hinzuweisen. 

In  den  meisten  Fällen,  wo  eine  Illustration  als  nicht  hinreichend  für  die  Fest.stelhmg  einer  Form  erkannt 
wurde,  sei  es  weil  manche  Spezies  zu  sehr  variieren,  um  durch  eine  Figur,  die  doch  immer  nur  ein  bestimmtes 
Individuum  wiedergeben  kann,  genügend  kenntlich  gemacht  zu  werden,  sei  es,  weil  Bedenken  bezüglich  der  Zu- 
verläs.sigkeit  der  Vorlage  oder  der  Wiedergabe  bestanden,  ist  versucht  worden,  durch  größere  Ausführlichkeit  des 
beschreibenden  Textes  einen  Ersatz  hierfür  zu  schaffen.  Der  umfassende  Ueberblick  des  Herrn  Verfassers  und 
seine  souveräne  Beherrschung  des  Stoffes  dürften  ihn  mehr  als  andere  Bearbeiter  befähigen,  die  unterscheidenden 
Merkmale  hervorzuheben  und  zu  präzisieren,  so  daß  der  vorliegende  Band  sich  ganz  besonders  zur  Unterlage 
monographi.'icher  Bearbeitungen  exotischer  Tagfaltergruppen  eignen  dürfte.  Rund  3700  äthiopische  Falter- 
formen sind  besprochen  und  zum  erstenmal  \\ird  es  jetzt  Sammlern  und  Museen  möglich  sein,  ihre  Sammlungen 
ohne  das  zeitraubende  Zusammensuchen  zerstreuter  Literatur  zu  bestimmen.  Wir  möchten  dies  besonders 
bei  diesem  Afrika-Band  hervorheben,  da  das  uns  zugesandte  Material,  wie  gering  dies  auch  sein  mochte,  den 
Beweis  lieferte,  daß  bei  keiner  Fauna  eine  solche  Unsicherheit  in  der  Determination  herrscht,  wie  wir  sie  selbst 
bei  großen  inid  sonst  gut  durchgearbeiteten  Sammlungen  hinsichtlich  der  Afrikaausbeuten  wahrnehmen  konnten. 

Es  ist  wohl  kaum  nötig,  auch  bei  diesem  Band  den  schon  mehrfach  gegebenen  Hinweis  zu  wiederholen,  daß 
so  wenig  wie  bei  den  andern  Bänden,  in  diesem  dreizehnten  eine  Zusammenstellung  erschöpfender  Monographien 
gegebenwerden  konnte,  wenn  auch  einige  bisher  wenig  geklärte  CJruppen  (z.  B.  Diestogyna)  eine  eingehendere  Aus- 
arbeitung erfuhren,  wie  sie  anderen,  leichter  verständlichen  Gruppen  zuteil  werden  konnte.  Zunächst  glaube 
ich,  bei  dem  Charakter  des  Gesamt  werks  als  Erstlingswerk  seiner  Art,  auf  Milde  der  Beurteilung  von  selten  der 
wissenschaftlichen  Welt  hoffen  zu  dürfen.  Bei  einem  Gebrauchswerk  kann  eine  in  allen  Fällen  richtige  Lösung 
aller  zweifelhaften  und  unsicheren  Punkte  der  weitschichtigen  Materie  unmöglich  angestrebt  werden.  Kritische 
Auseinandersetzungen  können  bei  der  Ausdehnung  der  Bearbeitung  aiif  alle  bekannten  Großschmetterlingsarten 
unmöglich  Platz  finden  und  der  Herr  Verfasser  hat  oft  auf  den  Wunsch  des  Herausgebers  Altes,  vermutlich 
Irriges  oder  Unerwiesencs  in  Anordnung  und  Gliederung  des  Stoffes  beibehalten,  um  nicht  zu  umfangreichen 
Auseinandersetzungen  genötigt  zusein,  die  außerlialb  des  Rahmens  des  Gesamtwerks  liegen.  Was  seither  fehlte 
und  hier  geschaffen  werden  soll,  ist  ja  nicht  ein  kritisch  gehaltenes  Kompendium,  sondern  ein  Orientierungswerk, 
das  leicht  in  den  fremden  Weltteil  mitgeführt  werden  und  dort  den  Sammler  belehren  kann,  wie  er  seine  Aus- 
beute schnell  erkennen  und  bewerten  kann.  Ein  solches  Werk  wurde  bisher  vermißt;  es  waren  lange  umständ- 
liche Auszüge  und  Notizen  aus  Spezial werken,  Kopien  faunistischer  Listen,  Separata  und  Skizzenbücher  nötig, 
weim  man  nicht  blind  darauf  lossammeln  oder  später  nach  der  Rückkehr  die  Enttäuschung  erleben  wollte,  viel- 
fach auf  L^nwürdiges,  lange  Bekanntes  seine  Aufmerksamkeit  gelenkt  und  das  Beachtenswerteste  übersehen 
zu  haben. 

Dieser  Endzweck  hat  dem  Herausgeber  stets  vor  Augen  gestanden,  uiul  wenn  trotzdem  infolge  der  Ge- 
wissenhaftigkeit und  hervorragenden  Sachkenntnis  des  Herrn  Verfassers  die  vorliegende  Bearbeitung  der  äthiopi- 
schen Tagfalterfauna  manchen  Fehler  der  seitherigen  Literatur  verbessert  und  die  neuesten  Forschungen  mit- 
berücksichtigt, wobei  für  die  früher  erschienenen  Familien  eine  Ergänzung  durch  ein  später  erscheinendes  Supple- 
mentheft  in  Aussicht  gestellt  wird,  so  bitten  wir  diese  Sonderleistung  als  einen  Ersatz  hinnehmen  zu  wollen  für 
so  manche  Mängel  der  Illustration,  besonders  auch  in  der  Tafelbezeichnung,  in  der  vielfach  die  Störungen  zum 
Ausdruck  kommen,  welche  die  für  Europa  so  betrübende  Weltlage  während  des  letzten  Jahrzehnts  mit  sich 
brachte. 

Auch  der  andere  Gesichtspruikt .  der  .seinerzeit  die  Inangriffnahme  der  ..Groß-Schmetterlinge"  veran- 
laßt hat  —  ihrem  Besitzer  ein  schnelles  Urteil  über  Angebote  oder  Erwerbungen  zu  ermöglichen  — ,  ist  im 
vorliegenden  Bande  keinen  Augenblick  außer  Augen  gelassen  worden.  Die  Schwierigkeiten,  sich  nach  den 
oft  weitschweifigen  Diagnosen  oder  ungenügenden  Darstellungen  alter  Technik  ein  deutliches  Bild  vieler  ätio- 
])ischer  Falter  zu  machen,  erschwerte  die  au.sreichend?  X'erwendrmg  faunistischer  Zusammenstelhmgen.  Wohl 
liegen  ausgezeichnete  Monographien  zahlreicher  Grupjjen  afrikanischer  Tagfalter  vor,  aber  bei  anderen  Gattungen 
fehlen  sie,  und  von  jeder  erscheinenden  faunistischen  Liste  konnte  erst  nach  Beschaffung  z.  T.  schwer  erhält- 
licher Werke  und  Zeitschriften  ein  abschließendes  Bild  gewonnen  werden.  Was  die  ,, Groß-Schmetterlinge" 
hierin  zu  nützen  vermögen,  könnte  der  Versuch  zeigen,  sich  über  die  Heterocerenfauna  Afrikas,  deren  Bearbei- 
tung erst  jetzt  richtig  einsetzt,  einen  Ueberblick  zu  verschaffen;  ein  solcher  kann  heute  nur  durch  mühsame 
und  zeitraubende  Arbeit  gewonnen  werden. 


VORWORT.  VII 

Es  bedarf  nur  noch  einer  Rechtfertigung  darüber,  daß  die  hier  bearbeitete  Fauna  häufiger  als  „afri- 
kanische" denn  als  äthiopische  bezeichnet  worden  ist.  Diese  Benennung  stimmt  mit  dem  behandelten  Stoff 
insofern  nicht  überein,  als  erstlich  das  große  Gebiet  nördlich  der  Sahara,  wiewohl  afrikanisch,  ausscheidet, 
und  zweitens  das  südlichere  Arabien,  ganz  besonders  der  Jemen  und  Hadi-amaut  noch  den  tj'pisch  äthiopischen 
Charakter  tragen.  Aber  bei  dem  gerade  neuerdings  wieder  hervortretenden  Bestreben  der  Abessinier,  den 
früher  ihrem  Lande  zugehörigen  Namen  des  ,, äthiopischen  Gebietes"  wieder  dem  Lande  von  ,,Habesch"  zuzu- 
eignen, konnte  die  Doppelbedeutung  der  Bezeichnung  ,,Aethiopien"  leicht  zu  Mißverständnissen  führen. 

So  übergeben  wir  denn  diesen  Band,  dessen  80  Tafeln  afrikanischer  Tagfalter  172  der  indischen  und 
203  der  amerikanischen  Rhopalocerenfauna  gegenüberstehen,  der  Oeffentlichkeit  in  dem  Vertrauen,  daß  der 
redliche  Wille,  alle  die  erwarteten  wie  die  unvorhergesehenen  Schwierigkeiten  zu  überwinden,  auch  in  den- 
jenigen Fällen,  wo  dies  nur  mangelhaft  zu  ermöglichen  war,  nicht  verkannt  werden  möge  und  daß  dem  Heraus- 
geber der  Dank  dafür,  die  Bearbeitung  des  Materials  in  die  bewährtesten  Hände  gelegt  zu  haben,  nicht  ver- 
sagt werden  möge. 

D  a  r  m  s  t  a  d  t  .  im  April   1925. 

Dr.  Adalbert  Seitz. 


Einleitung. 


Die  gewaltige  Ländermasse  Afrikas,  die  sich,  gänzlich  lialbinsellos,  über  drei  Zonen  hinlagert,  sullte 
kaum  vermuten  lassen,  dass  sich  in  ihr  zwei  einander  völlig  fremde  Faunen  begegnen.  Wie  schon  in  der 
Einleitung  ausgeführt  worden  ist,  bildet  die  in  ihrem  Innern  fast  tierlose  Sahara  den  Scheidegürtel,  und  ihre 
streckenweise  fast  vollkommene  Vegetationslosigkeit  gestattet  nur  ganz  wenigen,  vom  Klima  fast  unabhängigen, 
im  höchsten  Grade  fluggewandten  Arten  iln-e  Durchquerung. 

Bei  Abgrenzung  der  paläaiktischen  Region  nacli  Süden  hin  wurde  schon  erwähnt,  dass  die 
Atlasländer  mit  dem  übrigen  Afrika  faunistiscli  nichts  zu  tun  haben.  Sie  haben  es  auch  klimatisch  nicht. 
Bis  in  das  Herz  der  grossen  Wüste  hinein  herrscht  in  Nord-Afrika  gleichzeitig  mit  dem  europäischen  Winter 
eine  kalte  Jahreszeit,  wenn  auch  von  sehr  verschieden  langer  Dauer.  In  den  Auresbergen  von  Algerien 
dauert  diese  Winterszeit  in  höheren  Lagen  ß — 8  Monate  lang.  Anhaltendes  oder  oft  wiederholtes  Verschneien 
der  Bergtäler  ist  im  höheren  Atlas  keine  Seltenheit  und  bis  in  die  Zeit  liinein,  wo  in  Mitteleuropa  längst 
jede  Schneespur  verschwunden  ist ,  leuchten  die  Gipfel  des  marokkanischen  Atlas  und  die  mit  Cedern 
bestandenen  Auresberge  in  blendendem  Weiss. 

Aber  südlich  der  Sahara  kommt  ein  Winter  nicht  mehr  vor.  Wohl  kann  auch  in  Süd-Afrika  des 
Nachts  die  Temperatur  ganz  beträchtlich  sinken  nnd  kann  man  Mühe  haben ,  sich  gegen  die  empfindliche 
Kälte  zu  schützen:  das  hindert  aber  nicht,  dass  12  Stunden  später  die  Sonne  gewaltig  heruntersengt  und 
ein  Winterschlaf  der  Ptlanzenwelt  nicht  eintritt;  er  ist  einem  Sommerschlaf  gewichen,  indem  die  Vegetation 
in  der  heissen  Zeit  abdorrt  und  erst  nach  den  befruchtenden  Herbstregen  mit  Blüten  und  Jungtrieben  von 
neuem  hervorbricht. 

Im  eigentlicli  tropischen  Afrika  unterljleibt  die  Ruliepause  des  Ptlanzenlebens  ganz  und  eine  immer 
grüne  und  immer  belaubte  Pflanzendecke  schliesst  sich  hier  so  dicht  zusammen,  dass  stellenweise  die  Undurch- 
dringlichkeit indischer  oder  brasilianischer  Urwälder  erreicht  wird.  Aber  die  Region,  die  mit  solchen  Wäldern 
bedeckt  ist,  ist  nicht  so  sehr  gross  und  meist  von  Grasländern  durchln-ochen.  Im  ganzen  herrscht  in  Afrika 
der  Steppencharakter  vor. 

Die  geringe  Zahl  von  Hochgebirgen  scheint  der  Entwicklung  einer  abwechslungsreichen  Schmetterlings- 
fauna  wenig  günstig.  Nur  sehr  wenige  afrikanische  Landschaften  lassen  sich  in  einen  entfernten  Vergleich 
mit  dem  überaus  mannigfaltigen  Charakter  asiatischer  Gebirge,  wie  des  Himalaya,  der  Sunda-Bergkette  oder 
den  japanischen  Gebirgszügen  bringen,  ebenso  schwer  wie  mit  der  ungeheuren  Andenkette  Amerikas.  Nur 
Abyssinien,  der  Kilima-Ndjaro  und  Madagascar  zeigen  stärkere  Erhebungen  und  tiefer  eingeschnittene  Täler, 
zu  denen  etwa  noch  die  schon  sehr  weit  südlich  gelegenen  Drachenberge  gerechnet  werden  können.  Die 
Berge  von  Kamerun,  von  Togo,  Benguella  und  die  Nilgebirge  sind  nicht  hoch  genug,  um  faunistisch  mit 
dem  umgebenden  Tiefland  in  Kontrast  zu  treten,  und  die  der  Küste  naheliegenden  HUgelzUge,  die  Quer- 
ketten ,  welche  die  Steppen  und  W^üsten  des  ausgedehnten  Inneren  durchziehen ,  entfernen  sich  kaum  vom 
Dünen  Charakter . 

Der  phj'sikalische  Charakter  Afrikas  ist  kurz  folgender:  Das  Innere  ist  Hochland,  das  schnell,  oft 
in  Stufen,  zur  sandigen  Küste  ajjfällt.  Kurze  aber  energische  Jahresregen  schwemmen  gewaltige  Wasser- 
massen auf  das  Hochland,  die  sich  in  wenigen  aber  tief  bettigen  Flüssen  nach  dem  Meere  wälzen.  Diese 
überspringen  die  Stufen,  die  vom  Tafellande  zur  Küste  herabführen,  in  wilden  Katarakten,  bis  das  Küsten- 
tiefland erreicht  ist,  wo  die  Wassermasseii  die  oft  ungeheuren  Flusstäler  füllen,  sie  überschwemmen  und 
schliesshch  in  vielarmigem  Delta  das  Meer  erreichen.  Die  Cberschwemmungen  treten ,  als  eine  natürliche 
Folge  der  Hochlandregenzeiten,  regelmässig  und  sicher  auf,  so  dass  die  Natur,  besonders  auch  die  Tierwelt, 
ihnen  angepasst  ist,  ja  dass  selbst  der  Mensch,  wenn  er  es,  wie  die  alten  Ägypter,  versteht,  mit  den  Wassern 
zu  arbeiten,  sie  zu  nutzbringender  Berieselung  zu  stauen  und  eine  rationelle  Drainierung  zu  ijefi-eiben 
gelernt  hat. 

XIII  1 


2  EINLEITUNG.    Von  Dr.  A.  Seitz. 

Das  eigentliche  Waidgebiet  überdeckt  in  Afrika  nur  denjenigen  Teil  der  heissen  Zone,  der  von  10" 
Nord  bis  unget'ähr  '20"  Süd  reicht.  Aber  auch  hier  tritt  der  eigentliche  Uiwald  nur  an  einzelnen  Stellen 
bis  an  die  Küste  heran,  und  ebenso  erreicht  er  nicht  in  zusainmenhängeiuleni  Komplex  das  hochgelegene 
Innere  sondern  immer  häufiger  ziehen  mit  oft  riesenhohen  Gräsern  bestandene  Steppen  durch  seine  Fläciien 
iiindurch  die  sich  mehr  und  mehr  zu  dem  fast  ganz  Zentral-Afrika  in  unabsehbaren  Ebenen  überdeckenden 
(Grasland  zusammenfügen.  Innner  dürftiger  und  durchsichtiger  werden  nach  dem  Hochlande  zu  die  zuletzt 
nur  noch  streifenförmigen  Galleriewälder,  bis  schliesslich  nur  vereinzelte  Kandelaberbäume  wie  versprengte 
Findlinge  die  Einförmigkeit  der  Steppe  unterbrechen. 

Charakteristisch  für  Afrika  sind  die  Dornen  der  Vegetation.  Auch  in  Amerika  und  in  Indien  trifft 
man  Stachelgewächse  genug,  aber  doch  nur  vereinzelt,  eingesprengt  in  Dickichte  harmloser  Gewächse. 
Aber  in  Afrika  ist  unter  den  wildwachsenden  Pflanzen  kaum  ein  Kraut  oder  ein  Strauch,  der  nicht  sticht, 
ritzt,  hakt  oder  krallt,  in  einer  für  den  Wanderer  überaus  lästigen  Weise.  Selbst  die  hochwachsenden  Akazien 
und 'Mimosen  reifen  Dornen,  die  sie  zum  Überfluss  noch  abwerfen,  und  die  dann,  stets  zu  dreien  sparrig 
zusammengefügt,  unter  den  Bäumen  umherliegen  und,  da  infolge  der  nach  drei  Seiten  auseinanderstarrenden 
Stacheln  slets  ein  Dorn  nach  oben  gerichtet  sein  muss,  dieser  einer  Fussangel  gleich  wirkt. 

Diese  Unnahbarkeit    der   das  heutige  Afrika    überdeckenden  Pflanzen  lässt   uns  auf  eine  Charakter- 
eigentümiichkeit   der  Vegetation    schliessen ,    die   uns  wiederum    manches   tiergeographische  Rätsel  löst.     Die 
he"iitii,'e    Flora   Afrikas   ist   nämlich    ein    dürftiger   Rest,    ein    Überbleibsel    einer   einst   ungeheuren   Zahl   von 
Pflanzenarten,  von  denen  fast  sämtliche  geniessbaren  Laubpflanzen  ausgerottet  sind.    Ausgerottet  durch  den 
schier  i)hänomenalen  Reichtum  Afrikas    an   laubfressenden  Tieren:   einem  Reichtum   an  Herden  von  grossen 
Wiederkäuern,    Dickhäutern   und  Einhufern,    wie   ihn  kein  anderer  Weltteil  je  gekannt  hat.     Wenn  ich  zu- 
weilen sah,    wie,  noch  ehe  die  eine  Herde  am  Horizonte  verschwunden  war,   schon  wieder  die  nächste  auf- 
tauchte, um  Nachlese  zu  halten:   wenn  ich  sah,   wie  jedes  von  der  weichmäuligen  Gazelle  noch  verschonte 
Stachelkräutchen  sofort  von  einem   grösseren,   derberen  Wild  verzehrt  wurde,   da  war  mir  klar,  warum  so 
weit   das  Auge   reichte  nur  zähes  Stachelgras,    scharfdorniges  Gestrüpp,    nur  DistelblUten  und  ungeniessbar 
bittere  Wennut  oder  beissende  Salzkräuter  zu  erblicken  waren.     Da  wurde  mir  aber  auch  klar,  wie  dieser 
furchtbare  Kampf,  den  die  Vegetation  gegen  ihre  Vernichter  zu  kämpfen  hatte,  auf  die  Insekten-,  besonders 
die  Lepidopteren-Fauna,   wirken   musste.     Ein   fast   vollständiges  Fehlen   der   monophagen   Laubfresser,   die 
sich  nicht  dornen-    oder   giftführende  Pflanzen   zur  Nahrung  auserkoren  haben,    war  eine  notwendige  Folge 
davon:    ebenso    die   weite   Verbreitung   derjenigen    Steppenbewohner,    die   lange    Trockenzeiten    überstehen 
können:  ein  Überwiegen  derjenigen  Formen,  die  nur  eine  Generation  mit  schneller  Ablaufszeit  reifen  oder 
die  in  zweiter  Generation  völlig  andere  Vegetations-  und  Wetterveihältnisse  zu  ertragen  geeignet  sind  u.  s.  f. 
Ja,  ich  möchte  sagen,  dass  es  fast  keine  Fauna  der  Erde  gibt,  deren  Eigentümhchkeiten  sich  so  ungezwungen 
aus  dem  Charakter   des  Heimatlandes   herteiten.    wie  gerade  die  afrikanisclie :   und  diese  Eigentümlichkeiten 
hervorzuheben  wollen  wir  in  den  folgenden  Zeilen  versuchen. 

Eine  universelle  Verbreitung  \neler  Arten  innerhalb  des  ätliiopischen  Gebietes,  die  sich  fast  über 
das  ganze  Gei)iet  erstreckt,  ist  die  hervorragendste  Eigentümlichkeit.  In  keiner  andern  Fauna  kommt  in 
ähnlichem  Grade  vor,  dass  ein  Falter,  nennen  wir  z.  B.  für  Afrika  die  J)<()i<u>!  vhrysippua,  die  Pi/nnneis  cin/iii, 
Liicictia  bttetka,  Deiopein  piikheüa,  Cutopsiüa  florella,  Celerio  celerio  u.  v.  a.  an  der  Nord-  wie  an  der  Süd- 
grenze, im  äussersten  Westen,  wie  im  Osten  des  Gebiets  in  annähernd  gleicher  Häutigkeit  auftritt. 

Stark  ausgebildeter  Polymorphismus  ist  weiterhin  charakteristisch.  Er  resultiert  daraus,  dass  viele 
Species  sowohl  nach  Geschlecht,  wie  nach  Jahreszeit  und  dann  nochmals  nach  der  Lokalität  variieren. 
\'iele  Arten  haben  sowohl  für  das  o"  wie  für  das  V  eine  charakteristische  Regenform,  wie  Trockenform,  so 
dass  schon  für  jeden  Punkt  der  äthiopischen  Fauna  manche  Arten  in  4  gut  unterschiedenen  Formen  \or- 
kummeii.  .Mitunter  ändern  sich  diese  Fonnen  schon  in  nahegelegenen  Landschaften  vollständig,  und  es 
erklärt  sich  so,  dass  mitunter  für  eine  einzige  Art  über  30  verschiedene  Arten  aufgestellt  worden  sind,  die 
wir  heute  unter  dem  Begrifl"  einer  KoUektivart  zusammenzufassen  haben. 

Auch  die  Mimicry  spielt  hier  mit  herein,  und  zwar  in  einer  gerade  für  Afrika  charakteristischen 
Form.  Wir  haben  die  sogen.  »Uniformen*,  wie  wir  sie  z.  B.  in  Amerika  kennen  lernten,  auch  in  Afrika. 
Modeile  sind  hauptsächlich  die  Atiiaiiris-Arien  und  die  Acraeen.  Echt  afrikanisch  ist  dabei  aber  die  souveräne 
Ausseraclitlassung  der  Grössenverhältnisse.  Weit  mehr  als  dies  in  andern  Gebieten  der  Fall  ist,  finden  wir 
unzweifelhafte  Nachbildungen  und  Ähnlichkeiten  in  Farbe  und  Zeichnung,  wo  ein  so  gewaltiger  Grössen- 
unterschied  besteht,  dass  nian  jede  wirkungsvolle  Täuschung  als  von  vornherein  ausgeschlossen  betrachten 
sollte;  wer  aber  die  afrikanische  Fauna  genau  kennt,  hält  diese  Täuschung  nicht  für  ausgeschlossen,  sondern 
sogar  für  von  der  Natur  gewollt  und  für  sehr  möglich,  und  zwar  aus  folgendem  Grunde. 

Ein  grosser  Reichtum  an  Zwerg-  und  Kümmerformen  tritt  uns  bei  Besichtigung  reichhaltigeren 
afrikanischen'' Materials  entgegen.  Grosse,  tiefgeftirt)te  und  kräftig  gebildete  Regenzeitformen  können  als 
Trockeiiformen  winzige.  blassgefärt)te  und  fast  zeichinuigsiose  Falterchen  haben.  So  beobachtete  ich  bei 
tägliclien  Ausflügen ,  Wie  die  mir  vorfliegenden  Individuen  einer  'J'n-<ia>l i,s- Ar\  von  Tag  zu  Tage  kleiner 
waren ,   so   dass  die  Grösse  der  beobachteten  Tiere  binnen  kaum   6  Wochen  auf  weniger  als  die  Hälfte  des 


EINLEITUNG.     Von  Dr.  A.  Seitz.  '  3 

ursprünglichen   Masses   ziuiickging;    und   ich   besitze   afrikanische  Pieriden,    die    kaum   mehr   als   ein  Drittel 
gleichartiger  Individuen  aus  der  nämlichen  Gegend  messen. 

Dass  in  einem  Weltteil  wie  Afrika,  wo  in-  vielen  Gegenden  ständig,  in  fast  allen  wähi-end  der 
Sommerdürre,  das  Rotgelb  staubigen  un<l  felsigen  Untergrundes  die  Hauptrolle  unter  den  Landsciiaftsfarben 
spielt,  auch  die  Falterwelt  diese  Farben  in  allen  denkbaren  Mischungen  und  Nuancierungen  trägt,  ist  eine 
natürliche  Folge  der  Anpassung  in  der  Natur.  Gut  zwei  Drittheile  von  den  Tagfaltern  Afrikas  sind  rot- 
braun, gelb-  oder  dunkelbraun  gefärbt.  Die  Arraen ,  Danais,  Mi/ca/eifis,  Hcnotcsia,  Ypthiiiin,  die  Ldchnopteru, 
AteUii ,  manche  Precix,  Ci/iiinthoi',  ja  selbst  viele  Lycaeniden  {Miiiiacnwa  u.  a.)  haben  braune  oder  sandgelbe 
Grundfarbe.  Es  ist  bemerkenswert,  dass  dies  gerade  die  besonders  häufigen,  zuweilen  massenhaft  auf- 
tretenden Arten  sind,  während  die  andern,  oft  prächtig  gefärbten  Gattungen,  die  Chiiraxcs,  Pajiilio,  Neptis, 
lli/po/iiiiiias,  Eitphai'dra  etc.  wohl  vielfach  nicht  selten ,  aber  in  ihrem  Auftreten  doch  mehr  vereinzelt  sind, 
so  dass  man  sie  nicht  mit  so  viel  Recht  als  Charakterschmetterhng  Afrikas  bezeichnen  kann,  als  die 
vorerwähnten. 

Für  viele  Gegenden  Afrikas,  besonders  dessen  südlichen  Teil  chaiakteristisch,  und  durch  die  klima- 
tischen Eigentümlichkeiten  bedingt  ist  eine  kurze  Erscheinungs-  und  Flugzeit  der  einzelnen  Falterarten. 
Selbst  im  paläai-ktischen  Süden  gibt  es  eine  grosse  Anzahl  von  Faltern,  die  \\\v  in  kaum  wechselnder  Selten- 
heit das  ganze  Jahr  hindurch  antreffen;  so  z.  B.  ('/n-i/soji/iKiius  j>lil(ii/as,  Li/cariia  liadiai,  die  /^«/vor/r-Arten  u.  a.  m. 
Eine  Reihe  von  Generationen  löst  einander  ab  und  greift  so  ineinander,  dass  es  z.  B.  an  den  Mittelmeer- 
küsten kaum  einen  Tag  im  Jahr  gibt,  an  dem  uns  bei  Sonnenschein  nicht  beispielsweise  eine  Parai-ge  nier/era 
vorfliegen  könnte.  Das  gerade  Gegenteil  haben  wir  aber  in  gewissen  Gegenden  Afrikas,  so  z.  B.  am  Kap. 
In  einem  relativ  kleinen  Teil  des  Jahres  spielt  sich  die  ganze  Lebensgeschichte  einer  Art  ab,  bis  zu  dem 
dann  folgenden  Ei-  oder,  häufiger  noch,  Puppenzustande.  Diese  Puppe  aber  liegt  dann  den  ganzen  Rest 
—  oft  drei  Viertel  —  des  Jahres  leblos  und  ohne  verfolgbaren  Fortschritt  in  ihrer  Entwicklung,  bis  die 
kurze  Faltertlugzeit  naht.  Am  Ende  ilerselben  sterben  dann  die  Tiere  ganz  schnell  ab ,  so  dass  man  trotz 
der  schnell  mit  den  Leichen  aufräumenden  Ameisen  manchmal  die  abgestorbenen  Insekten  wie  gesät  umher- 
liegen sieht,  und  zwar  ohne  dass  ein  plötzlicher  Witterungsumschlag  eine  allgemein  wirkende  Todesursache 
abgegeben  hätte. 

Wenn  wir  den  enormen  Unterschied  bedenken,  der  die  dürren  Steppen  Afrikas  von  dessen  üppiger 
Waldregion  trennt,  so  erklärt  sich  leicht,  warum  die  Verteilung  der  äthiopischen  P'auna  eine  so  ungleich- 
massige  ist.  Dies  tritt  uns  besonders  deutlich  entgegen,  wenn  wir  die  Artenzahl  betrachten,  mit  der  die 
einzelnen  Schmetterlingsfamilien  im  äthiopischen  Gebiet  vertreten  sind. 

Die  Papilioniden  sind  mit  ca.  100  Formen  vertreten,  aber  so  ungleichmässig,  dass  es  grosse  Distrikte 
in  Afrika  gibt,  in  denen  Papilio-Arten  überhaupt  nicht  vorkommen.  Der  einzige  Distrikt  des  paläarktischen 
Gebietes  (kleinere  Inseln  ausgenommen),  wo  das  Genus  PapiUo  gänzlich  fehlt,  liegt  ja  ebenfalls  auf  afrika- 
nischem Boden,  in  Ägypten.  Aber  wenn  auch  die  Papilio-losen  Landstriche  in  Afrika  nicht  sehr  gross  sind, 
so  besitzen  ungeheure  Länderstrecken  des  äthiopischen  Gebietes  nur  eine  Species,  nämlich  den  einzigen, 
universell  verbreiteten  afrikanischen  Fapilio  dcntodocux.  Diesen  Papilio-armen  Gegenden  stehen  Gebiete  an 
der  tropischen  Westküste  gegenüber,  in  denen  man  an  einem  Tage  über  ein  Dutzeiul  P^z/wV/o-Formen  beob- 
achten kann,  die  also  in  ihrem  Segelfalter-Reichtum  mit  den  schmetterlingreichsten  Gebieten  von  Südost-Asien 
oder  Süd- Amerika  in  Vergleich  treten.  Immer  aber  bleibt  eine  Eigentümlichkeit  beachtenswert:  dass  dem 
afrikanischen  Kontinente  die  geschützten  Schwalbenschwänze,  die  Arist  olo  chi  enfalt  er,  völlig  fehlen. 
Es  gibt  deshallj  auch  in  Afrika  keine  PiipiUo,  die  anderen  PajJ/lio-Arten  nachgebildet  scheinen;  ein  Verhalten, 
das  in  Asien  und  Amerika  in  so  hohem  Masse  in  die  Erscheinung  tritt,  dass  sich  ganze  Falterreihen  bei  den 
PhuniiacoplKKjuK  und  den  l'apilin  k.  .s.  wiederholen.  —  Auf  der  Insel  Madagaskar  allein,  die,  besonders  in 
ihren  höheren  Tieren,  eine  so  überraschende  Hinneigung  zu  Indien  zeigt,  dass  darauf  allerhand  vorgeschicht- 
liche Hypothesen  basiert  wurden,  kommt  ein  Falter  vor  —  Papilio  antenov  —  der  zu  den  Pharmacopliagas 
gezogen  wurde.  Noch  muss,  als  eine  eigentümliche  Bildung  der  afrikanischen  Papilionen-Fauna  des  im 
männhchen  Geschlechte  riesenhaften  Pap.  (Dilininfhus  Erwähnung  getan  werden,  der  das  etwas  verzerrte 
Bild  einer  gigantischen  Acraea  zu  bieten  scheint.  Das  viel  kleinere  ?  aber  (für  welches  Geschlecht  die 
Nachahmung  besonders  Bedeutung  hat)  ähnelt  tatsächlich  einer  grossen  Acräe  der  Gattung  Planeiiia  und  es 
ist  daher  nicht  erforderlich ,  bei  der  Suche  nach  einem  Modell  für  P.  aiüiiiiarhus  an  ausgestorbene  Riesen- 
acräen  zu  denken.  Für  die  völlig  fehlenden  Aristolochienfalter  der  Gruppe  Oruithoptera  ist  in  einem  sehr 
grossen  Falter  der  Westküste,  dem  Pap.  zaliit<i.ris,  ein  Äquivalent  geboten.  Die  völlig  ungerechtfertigte  Hinzu- 
ziehung des  ziibiioxis  zur  Ormtho]>(eya-{ji'\i\i^Q  war  auf  rein  äusserhche  Gründe  hin  geschehen. 

Die  Pieriden  teilen  sich  mit  den  Acräen  in  Afrika  in  die  Herrschaft  über  das  Gebiet.  Für  alle 
waldlosen  Gebiete  Afrikas  sind  die  Pmiro/nft  charakteristisch,  die  in  recht  schnellem  Fluge  über  die  Sand- 
dünen und  Felsrücken  der  Wüste  hinsausen  und  selbst  da  noch  zahlreich  auftreten,  wo  schon  die  Wasser- 
losigkeit  einer  Gegend  der  Vegetation  eine  Grenze  gesetzt  zu  haben  scheint.  Indessen  bietet  ein  Kapernstrauch, 
eine  zwischen  Steinen  eingeklemmte  Gruzifere  immer  noch  Nahrung  genug  für  die  schmächtigen  Weiss- 
linge  dieser  Gattung.  —   Eine  höchst  sonderbare  Erscheinung  ist  auch  Pseudopontiü',  ein  zartes,  mit  breiten, 


4  EINLEITUNG.     Von  Di:  A.  Seitz. 

völlig  abgerundeten  Klügeln  versehenes  Tierchen.  Bei  ihm  ist  die  äussere  Gestaltung  des  Körpers  ebenso, 
wie  die  in  ihrem  .systematischen  Wert  vielfach  überschätzte  Flügeladerung  derart  abweichend  von  der  anderer 
Pieriden,  dass  man  über  die  Familienzugehöiigkeit  der  I'srii(/"ii()iil/a  \ielt'acii  im  Zweifel  war,  dass  sogar 
gezweifelt  wurde,  ob  man  es  hier  mit  einem  echten  Tagfalter  zu  tun  habe.  —  Je  mehr  eine  afrikanische 
Gegend  Vegetation  zeigt,  um  so  grösser  und  stattlicher  werden  die  sie  bewohnenden  Pieriden  und  die 
l'ieris-,  Ajipias-  und  Kronia-Fovmen  des  heissen  Afrika  gehören  schon  zu  den  imposanteren  Vertretern  der 
Familie  der  Pieriden. 

Die  Danaiden  spielen,  trotz  der  relativ  geringen  Formenzahl  infolge  ihres  Individienreichtums  eine 
grcsse  Rolle  in  .Afrika.  Nur  dem  nordwestlichen  Teil  des  Kontinents,  dem  noch  paläarktischen  Marokko 
und  .Mgerien,  fehlen  .sie  gänzlich;  sonst  sind  sie,  selbst  in  ptlanzenarmen  Wüsten,  fast  überall  zu  finden, 
zum  Teil  in  hervorragend  schönen  Formen.  Die  im  ganzen  indischen  Gebiet  als  Charaktertiere  heimischen 
Eiijtliii'ii  fehlen  in  Afrika  fast  gänzlich  und  sind  einigermassen  ersetzt  durch  die  weit  weniger  fornieiueiche 
Gattung  AiiKtiiris. 

Dil'  Satyriden  .stehen  in  dem  zum  grossen  Teil  in  den  Tropen  gelegenen  ätliio|)ischen  Gebiet  ziem- 
lich im  Hintergründe.  An  den  ca.  150  Arten  sind  die  kleinen  oiler  niittelkleinen  Gattungen  }^ijralexl>;  und 
Yplhiiiiii  am  stärksten  beteiligt.  In  der  Gattung  Meneris  erstehen  im  äussersten  Süden  noch  stattliche  Ge- 
stalten, imniei'liin  ein  ärmliches  Aipiivalent  gegen  die  artenreiche  Gattung  S<iti/nis  im  Norden  der  Alten  Welt 
und  die  llrtiroiiijiiiplKi  im  australischen  Süden.  Beziehungen  mit  den  Nachbarfaunen  werden  gegeben  durch 
die  versprengte  Form  Parurge  DKiderakal  von  Abbyssinien,  der  einzigen  nicht-paläarktischen  Pararrje ,  und 
gemeinsam  mit  der  indischen  Fauna  i.st  die  durch  den  ganzen  wärmeren  Teil  der  Alten  Welt  verbreitete 
Mr/iiiiilix  Icclii.  Die  Gattung  E/i/mnias,  deren  indische  Angehörige  Kuplafin-  oder  />''«(//.s-Formen  nachahmen, 
hat  für  ihre  afrikanischen  Formen  die  dort  heimische  Gattung  Amauris  zum  Modell. 

Vollständig  fehlen  in  Afrika  alle  nicht  zu  den  Satyriden  zählenden  Familien  der  Satyromorphen. 
Weder  die  Morphiden,  noch  die  Amatliusiiden,  oder  BrassoHden  haben  in  Afrika  Vertreter  odei'  Verwandte, 
die  man  als  ein  A(pii\alent  der  Riesenfalter  ansehen  könnte. 

Dif  Nymphaliden,  deren  relativ  gleichmässige  Verbreitung  über  die  Erde  wir  schon  an  anderer  Stelle 
(Bd.  IX,  ]).  4j  erwähnt  lml)en,  machen,  wenn  wir  die  den  Melitaeen  nahestehenden  Andia  mit  hereinnehmen,  genau 
ein  Di-ittteil  aller  bis  jetzt  bekannten  afrikanischen  Tagfalterformen  aus.  In  den  Chanixcs,  von  denen  man 
100  lein  afrikanische  Formen  kennt,  in  den  Ci/mol/ioi',  mit  über  50,  den  Kin-i/iiluiir,  Diesfoi/i/mi  und  Eujihacdra 
(den  alten  PiDiiiildcosoiiia)  mit  zusammen  100  Arten  ist  ein  reiches  Kontingent  ini])0santer  Tagfalter  gegeben,  das 
bei  der  gegenwärtigen  Zunahme  unsrer  Kenntnis  \on  Inner-Afrika  in  stetigem  Wachsen  begriffen  ist.  Be- 
merkenswert ist,  dass  die  ca.  :S00  grossen  Formen  afrikanischer  Nymphaliden  sich  fast  sämtlich  um  die 
.\(piatorialgegen(len  scharen,  der  Süden  des  Kontinentes  aber  ganz  arm  an  grösseren  Nymphahden  und  der 
(paläarktische)  Norden  Afrikas  gar  nur  wm  7  grösseren  und  fi  kleineren  Nymphalidenarten  bewohnt  ist. 

Die  Acraeen  zählen  in  Afrika  über  150,  z.  T.  ineinander  übergehende  Formen  und  man  trifft  im 
äthiopischen  Geliict  keinen  Hügel,  keine  Steppe,  kein  Flussufer,  wo  nicht  diese  dünnbeschuppten,  unbeholfenen, 
schwachen,  aber  durchaus  zählebigen  Falter  zu  beobachten  sind.  In  der  paläarktischen  Fauna  haben  sie  nur 
eine,  "kaum  das  Gebiet  erreichende  Art,  und  im  indischen  Gebiet  ebenso  nur  wenige  veisprengte  Vertreter.  Aber  in 
Amerika  hat  sich  ein  Parallelzweig  in  der  Gattung  Arliiiolc  entwickelt,  der  indes,  wie  gross  auch  seine 
Formenzahl  ist,  weder  nach  Süden  noch  nach  Norden  den  W^endekreis  nennenswert  überschreitet. 

Die  dritte  Gruppe  der  »Acraeomorphen  Nymphalinen« .  die  Maracuja-Falter  Fritz  Müi-lek's,  die  in 
den  indischen  Tropen  durch  die  <\ihoHici,  in  den  amerikanischen  durch  die  BclironiiiK  und  die  Nymphaliden  der 
Colaf'u/n-Gvnp\w  re|)räsentiert  sind,  haben  in  .\frika  keine  Verti-eter. 

Ganz  schwach  vertri'ten  sind  in  .\frika  auch  die  Libytheiden  und  die  Eryciniden.  Bei  ersteren 
fällt  dies  weniger  auf,  da,  wiewohl  die  L/hi/Ihru  fast  über  die  ganze  wärmere  Erde  verbreitet  und  meist  auch 
häutig  sind,  es  doch  kaum  ein  Land  gibt,  in  dem  man  nu'hr  als  eine  Form  dieser  meikwürdigen  Gattung  an- 
trifft. Was  die  Eryciniden  betrifft,  deren  Schwerpunkt  im  tropischen  Amerika  liegt,  so  erscheinen  sie  in 
Afrika  in  der  gleiclien  l'nscheinharkeit  luul  Dürftigkeit  der  Arten,  wie  im  paläarktischen  und  indoaustralischen 
Gebiet,   nändich   in   mir    10  Formen. 

Die  Lycaeniden  machen  ihrem  Formenreichtum  nach  etwa  ein  Drittteil  der  gesamten  Tagfalfer- 
fauna  des  äthiopischen  Gebietes  aus.  In  den  sandfai'benen,  z.  T.  mimetisch  ausgearteten  Ciattungen  Miniu- 
criK'o,  Psr)((lrrtHiii ,  fji/ilnifi,  l'rnli/a  etc.  bieten  sie  uns  völlig  fremde  Modifikationen  des  Ljcaenidentjpus, 
während  wir  in  Ajilniariis,  JJ/ai/is  u.  a.  Analogien  zu  aus  andern  Faunen  bekannten  Gruppen  {('igariiis,  Chnj- 
fiiijßlitniifs)  erblicken.  Li/rai)icstli<s ,  Ijumjiides,  Zizaru,  lohiiis,  Deudwix  bewahren  auch  im  äthiopischen  Afrika 
ihre  universelle  Verbreitung. 

Die  Grypocera,  durch  die  einzige  Familie  der  Hesperiden  gebildet,  leben  in  Afrika  in  etwa  350  Arten ; 
es  entspricht  dies  ungefähr  der  Verbreitung,  wie  sie  die  Gruppe  auch  im  wärmeren  Asien  besitzt.  Hinter  dem 
Heer  der  amerikanischen  Familiengenossen  steht  diese  Zahl  aber,  wenn  sie  auch  an  sich  nicht  unbeträcht- 
lich  scheint,   bedeutend  zurück.     Hervorragend  sind  die  Arten   der   Gattung  Rhoi)alocampla   in  Afrika  ein- 


EINLEITUNG.     Von  Dr.  A.  Seitz.  5 

heimisch,  die,  wievvnlil  den  näciitlichen  hmcnr  verwandt,  doch  auch  bei  Tage  fliegen.  Iilir)palociiiii}it((  forcs/aii, 
mit  schnurrendem  Nachtfaltertluge,  der  in  Afrika  weit  verbreitet  ist  und  oft  in  Unzalil  die  Idüiicnden  Bäume 
umschwirrt,  gehört  sogar  zu  den  Charaktertieren  vieler  afrikanischer  Landschaften.  Mit  Amerika  hat  das 
äthiopische  Afrika  nicht  eine  einzige  Hesperidenform  gemein,  mit  Europa  nur  ganz  wenige,  während  die 
Atlasländer  fast  ausschliesslicii  Nebenformen  europäischer  S])ecies  beherbergen.  Die  Celacnorvhbms,  ( 'yii(iiiidr><, 
Baorix,  Caenides  und  Farda/eodes,  sowie  die  oben  erwähnten  lihopalocaniptu  sind  die  am  stärksten  vertretenen 
Gattungen  Afrikas. 

Von  den  Heteroceren  tritt  uns  zunächst  die  Famihe  der  Zygaeniden  in  einer  Reihe  von  Formen 
entgegen,  die  unsrer  Gattung  Zt/f/dena  sehr  nahe  stehen  und  die  diese  sonst  ganz  paläarktische  Gattung  im 
äthiopischen  Gebiet  vertreten.  An  die  Stelle  des  Garmoisinrot  unsrer  europäischen  Zijgaena  ist  bei  den  süd- 
afrikanischen Verwandten  zumeist  Hochgelb  getreten;  sonst  sind  die  Zutulba,  Neurosymploca  und  Aric/ialcu 
in  Form  und  Grösse  nur  wenig  von  den  Europäern  abweichend.  Sehr  auffallend  ist,  dass  die  eigentlichen 
Chalcosimae,  die  artenreichste  Gruppe  der  Zygac'nidue,  in  Afrika  fast  nicht  vertreten  sind,  obwohl  tlie  Gattung 
Chulcosia  selbst  liis  nach  Aden  in  Arabien,  also  in  einen  Annex  des  äthiopischen  Gelnetes  hineinreicht.  Die 
\venigen  afrikanischen  Chalcosiinen-Gattungen  entfernen  sich  bereits  ziemlich  weit  von  dem  tj'pischen  Cha- 
rakter dieser  Subfamihe,  so  dass  man  ihre  völlige  Eliminierung  aus  derselben  wohl  in  Erwägung  ziehen 
kann.  —  Mit  einer  kleinen  Anzahl  von  Formen  ist  die  Subfamilie  der  ITimantopterinae  in  Afrika  vertreten, 
die  man  früher  unter  dem  Namen  TInjmaridac  für  eine  eigene  Familie  ansah.  Es  sind  Tei-mitenfreunde, 
deren  sonderbar  umgestaltete  Hinterflügel  zweifellos  eine  bestimmte  biologische  Bedeutung  haben. 

Die  Syntomidae  sind,  wie  in  allen  tropischen  Ländern,  so  auch  im  heissen  Afrika  gestalten-  und 
formenreich  in  ihrem  Vorkonunen.  Die  l'seudonadia  und  Sfidünudia  vertreten  die  paläarktischen  Bi/sdiuxs 
und  sehr  viele  Gattungen,  wie  Taxcia,  Etdomis,  Myopsijdie,  EpiUtxis,  Thyretex,  Apisa,  die  artenreiche  Metardia  u.  a. 
sind  ganz  auf  den  äthiopischen  Weltteil  beschränkt. 

Die  Lithosiidae,  durch  die  ganze  Welt  zerstreut,  haben  auch  in  Afrika  viele  Formen.  Als  un- 
scheinbare, von  den  Laiensammlern  wenig  beachtete  Nachtfalterchen,  sind  \iele  von  ihnen  eist  spät  bekannt 
geworden  und  gerade  für  Afrika  steht  zu  erwarten,  dass  die  jetzt  seit  kurzem  beginnende  intensivere  Durch- 
forschung viele  neue  Formen  zutage  fördern  wird. 

Von  den  Arctiidae  wurde  schon  in  den  Einleitungen  zu  Band  V  und  Band  IX  gesagt,  dass  ihre 
Hauptheimat,  wenigstens  was  die  typischen,  bunten  Gattungen  betrifft,  in  der  gemässigten  Zone  liegt.  In 
Afrika  sind  es  ganz  besonders  die  mehr  einfarbigen  Diacrisia  und  Kstiyii/cnr,  die  dort  die  Familie  repräsen- 
tieren. Dies  gilt  aber  nur  für  den  Teil  Afrikas,  der  das  äthiopische  Faunengebiet  ausmacht;  der  paläark- 
tische Norden  dokumentiert  durch  das  Voi'kommen  echt  nordisch-bunter  Bären,  wie  Ardiu  villk-a,  fuxdida, 
diilo,  seine  Zusammengehörigkeit  mit  Euro]>a. 

Zu  den  Hypsidae  hat  man  eine  Anzahl  Gattungen  gerechnet,  die  z.  T.  Afrika  eigentümlich  sind, 
wie  Efjybolis,  Caryath  u.  a.,  teils  durch  die  Tropen  der  Alten  Welt  zerstreut  sind,  wie  EliyiHn.  Solange  diese 
Gruppe,  die  wohl  nur  die  LTnterabteilung  einer  andern  Familie  bildet  und  aus  der  manche  Gattungen- ent- 
fernt werden  müssten,  nicht  genau  begrenzt  und  systematisch  bis  ins  Detail  bearbeitet  ist,  haben  faunistische 
Betrachtungen  der  ihr  zugerechneten  Formen  keinen  grossen  Wert. 

Für  die  Nyctemeridae  gilt  fast  das  gleiche,  wie  für  die  vorige  Gruppe.  Eine  ganze  Anzahl  der 
früher  hierher  gerechneten,  mitunter  ausschliesslich  äthiopischen  Gattungen,  hat  sich  als  falsch  untergebracht 
erwiesen.  Die  Gattung  Nydemera  selbst  ist  mit  einer  Reihe  von  Arten  vertreten,  wobei  sich  auch  mimetische 
Formen  befinden  (Nydemera  acracina),  die  das  beliebteste  Modell  Afrikas,  die  Acraea,  kopieren. 

Die  Liparidae  mit  ihrer  universellen  Verbreitung  haben  auch  im  äthiopischen  Gebiet  ihre  eigen- 
tümlichen Gattungen.  Zumeist  gehören  die  afrikanischen  Arten  weitverbreiteten  Gattungen  an,  wie  Oryyju, 
Lymantr'ia,  Dasydüra,  Aroa  usw. 

Die  Psychidae  sind  in  ihren  faunistischen  Beziehungen  zu  den  einzelnen  Ländern  und  Weltteilen 
schon  im  V.  Band  (p.  7)  charakterisiert  wor'den.  Von  der  Südhälfte  Afrikas,  bezw.  von  Madagaskar  sind  im 
ganzen  erst  wenige  Arten,  darunter  allerdings  auch  grössere  Formen,  publiziert;  es  steht  aber  zu  erwarten, 
dass,  wenn  geordnetere  Verhältnisse  in  Innerafrika  erst  die  Raupenzucht  gestatten,  die  Zahl  bekannter  afri- 
kanischer Psychiden  sehr  erheblich  steigt. 

Merkwürdig  ist  das  auffallende  Zurücktreten  der  Limacodidae  im  tiopischen  und  südlichen  Afrika. 
Neben  einigen  wenigen  Veitretern  allgemein  verbi-eiteter  Genera,  wie  Faram  (yeiiera),  Miresa  und  X(dada 
finden  sich  kaum  speziell  afrikanische  Formen  in  dieser  Familie.  Wenn  auch  die  Tatsache,  dass  von  dem 
bezüglich  seiner  Heterocerenfauna  besser  bekannten  Madagaskar  mehr  Formen  als  vom  Festlande  bekannt 
sind,  Hoffnung  auf  zahlreiche  bevorstehende  Neuentdeckungen  erregt,  so  ist  doch  unverkennbar,  dass  der 
Westen  der  Alten  Welt  von  dieser  sonst  fast  kosmopohtischen  Gruppe  gemieden  wird,  worauf  wir  ja  schon 
gelegentlich  der  Verbreitung  der  Limacodidae  in  Europa  hindeuteten. 

Die  Sammelgruppe  der  Notodontidae  ist  im  ganzen  sehr  schwach  vertreten.  Die  in  Afrika  ein- 
heimischen Gattungen  wie  Anaphc  und  AiUheua  sind  bemerkenswerterweise  solche,   die  den  typischen  Noto- 


6  KIXI.KITUNG.     Von  Dr.  A.  Seitz. 

dontidenformen  ferner  stehen,  während  gerade  die  sonst  verbreiteten  charakteristischen  Genera  fehlen,  so  z.  B. 
die  echten  Gabelschwänze,  die  doch  sonst  über  die  ganze  Erde  verbreitet  sind.  Es  ist  dieses  Fehlen  der  Cmim 
südlich  der  Sahara  um  so  auffallender,  als  nördlich  derselben  diese  Spinner  in  einer  Zahl  auftreten,  die  nur  in 
einzelnen  Distrikten  Ost-Asiens  annähernd,  in  Europa  aber  niemals  erreicht  wird.  Ich  sah  in  Nord-Afrika 
Gruppen  alter  I'a])peln,  die  nicht  mehr  den  geringsten  Rest  eines  Blättchens  aufwiesen;  so  gründlich  waren 
sie  von  den  J)innni(r(i-RAU])en  entlaubt.  Ob  die  kapische  Dkrunuropsis  vilis  FIdr.  den  Dicraimm  oder  Cemra 
sehr  nahesteht,  vermag  ich  nicht  zu  entscheiden.  —  Dass  die  in  der  Alten  Welt  verbreitete  Gattung  Plmh-vu 
in  Afrika  nicht  \ertreten  ist,  ist  eine  Farallelerscheinung  zu  obigem  Verhalten. 

Die  Sphingidae  zeigen  infolge  ihres  kräftigen  und  ausdauernden  Fluges  nicht  so  viele  auf  kleinere 
Distrikte  isolierte  Arten  als  dies  schwerfälligere  LepidopterenfamiHen  tun.  Das  äthiopische  Gebiet  hat  nicht 
ganz  ein  Vierteil  aller  bekannten  .S))hrngiden  zu  Einwohnern,  darunter  aber  .sehr  viele  ihm  eigentümliche 
Arten.  Auch  hier  zeigt  sich  wieder  das  merkwürdige  Verhalten,  dass  die  Sahara  selbst  für  tliese  leistungs- 
fähigen Flieger,  die  das  Mittelmeer  mit  Leichtigkeit  überfliegen,  eine  einschränkende  Barriere  bildet,  denn 
es  ist  nur  ganz  vereinzelt  gemeldet ,  dass  eine  der  zahlreichen  Schwärmerarten  des  tropischen  Afrika  als 
Irrgast  nördlich  der  Sahara  erschienen  wäre. 

Die  Saturnidae  zeigen  die  gleiche  Eigentümlichkeit.  Im  paläarktischen  Nord-Afrika  lebt  nur  eine, 
dem  Typus  nach  südeuroi)äische  Saturnide ,  tidturnht  id/initini ;  südlich  der  Sahara  aber  kommt  eine  lange 
Reihe  eigentümlicher  Arten  und  selbst  Gattungen  vor.  Wahrhafte  Riesengestalten,  wie  Philosmnid  plölzi, 
Hunnen  plutidiniii ,  Niidfiiar/id  Ixirnis  etc.  imponieren  durch  ihre  Grösse  und  die  enorm  lang  geschwänzten 
Eiidnniioniti  durch  ihre  Gestalt;  Buloccra  und  Ludia  täuschen  sitzend  ein  unscheinbares,  verschrumjtftes 
Blättchen  vor;  aber  von  allen  diesen  merkwürdigen  Formen,  wie  gute  Flieger  auch  manche  sein  mögen, 
hat  auch  nicht  eine  den  Weg  durch  die  grosse  Wüste  nach  Norden  gefunden.  So  hat  denn  das  äthiopische 
Afrika  aucli  hinsichtlich  dieser  universellen  Familie  seinen  besonderen  Gharakter  gewahrt  und  seine  Fauna 
den  Eigentümlichkeiten  des  Landes  angepasst.  Zu  letzteren  gehört  ein  enormer  Reichtum  an  alles  zer- 
störenden Insekten,  wie  Ameisen  und  Termiten,  und  wir  dürfen  es  wohl  als  eine  speziell  gegen  diese  Zer- 
störer gerichtete  Schutzmassregel  betiachten,  dass  viele  von  den  frei  in  der  Erde  ruhenden  äthiopischen 
Safurniden-Puppen  eine  Puppenschale  von  ganz  enormer  Härte  und  Widerstandsfähigkeit  haben;  so  sind  die 
Puppen  von  (rijnanisa,  yuddiirelhi,  Anthfmi'a  inddberf/i  u.  a.  geradezu  gepanzert. 

Die  Lasiocampidae  sind  gut  vertreten,  liesonders  der  Süden  des  Gebietes  und  Madagascar  ist  von 
zahlreichen  Arten  bewohnt.  Manche  der  hierhergehörigen  Falter  kommen  aus  ungewöhnlich  grossen  Raupen, 
von  denen  manche  durch  Entzündung  erregende  Haare  geschützt  sind. 

An  Cossidae  und  Hepialidae  ist  das  äthiopische  Gebiet  nicht  reich.  Einige  imposante  Formen  der 
A'/y^ew/cs-Gruppe  und  sehr  wenige  Arten  der  Gattungen  Pli/rlioloimi ,  Ikdam  und  Phassus  bilden  kein  aus- 
reichendes .Äcjuivalent  gegen  die  gigantigen  australischen  Gossiden  und  die  Hepialiden  Phassiis  f/i(jfintci(s  von 
Amerika  und  Pic/m  lii/dr(i<jirijtlius  von  Xeu-HoUand.  Dagegen  lebt  in  Südafrika  die  schönste  aller  Hepialidae,, 
sowie  die  schönste  Gosside;  erstere,  Leto  cenus,  hat  auf  dem  rotgelben  Vordertlügelgrunde  dichte  Reihen 
grosserSilbertropfen  und  die  Gosside  (oder  Zeuzeride,  wie  gewöhnlich  geschrieben  wirdi  Chalcidica  auvoejutlata 
ist  auf  blauem  Grunde  mit  goldgelben  Punkten  übersät. 

Die  hier  nicht  genannten,  kleineren  Gruppen  der  Bombvciden  tragen  nicht  so  viel  zur  Gharakteri- 
sierung  der  äthiopischen  Fauna  bei,  dass  sie  hier  bespioclien  werden  müssten;  nur  eine  Gruppe  nuiss  hier 
aufgeführt  werden,  obwohl  sie  nur  zwei  einander  nahesteiiende  Vertreter  in  der  afrikanischen  Fauna  hat. 
Es  ist  die  Familie  der  Uraniidae,  deren  südostafrikanische  Arten  T.  eroeaun  und  riphem  mit  grün-  und  gold- 
schillernden Bändern  vielleicht  die  schönsten  aller  bekannten  Lepidopteren  sind. 

Zu  den  Noctuen  bilden  eine  Übergangsfamilie  die  Agaristidae.  Ihre  vornehme  Färbung,  ihr  leichter, 
eleganter  Flug  und  die  gefällige,  aller  grotesken  Verzerrungen  entl)ehrende  Form  lassen  sie  als  eine  der 
bevorzugtesten  Gruppen  erscheinen  und  die  Angehörigen  ihrer  auf  das  äthiopische  Afrika  beschränkten  Gat- 
tungen Anapheld  und  Xardlmspiloptenjx  fallen  selbst  dem  Niclitentomologen  auf  Aber  in  den  meisten  Gegenden 
.\fiikas  sind  die  Agaristiden  nicht  häutig  und  da  sie  auch  meist  recht  scheu  sind,  wird  man  ihrer  nicht 
leicht  ansichtig. 

Die  Noctuen  selbst  sind  in  Afrika  ebenso  variabel  wie  in  den  andern  Faunen.  Besonders  lange 
Perioden  grellen  Sonnenscheins  und  absoluter  Regenlosigkeit  lassen  die  den  JJe/iot/ii.s  und  Äcontid  nahe- 
stehenden kleinen,  lebhaft  gefärbten  Tageulen  überwiegen,  gegenüber  den  in  der  gemässigten  Zone  zahlreicher 
auftretenden  Af/rotis  und  MnmeMrd.  Die  ddoeidd,  in  dem  nördlicli  \on  der  Sahara  gelegenen  Afrika  noch 
in  8  Arten  und  im  Sommer  in  Myriaden  von  Individuen  auftretend,  fehlen  dem  äthiopischen  Gebiet  total; 
Ophiderex  und  Ophiiisa  und  die  schönen  Miniodes  treten  an  ihre  Stelle.  Grosse  Dämmerungseulen  sind  stellen- 
weise nicht  selten,  aber  es  gibt  keine  Form,  die  der  gigantischen  .\merikanerin  Thijxdnia  dr/rijipina  nahe- 
kommt ;  höchstens  kleine  Exemplare  des  h'rcbiis  odoru  werden  ei'reicht  von  der  in  Indien  wie  in  Afrika 
unter  Brücken  nicht  seltenen  Patida  macrops. 


EINLEITUNG.     Von  Dr.  A.  Seitz.  7 

Die  Geometriden  bieten  ebensowenig  auffallende  Charakteristika  für  das  äthiopische  Gebiet,  wie 
die  Noctuidae.  Macaria  und  Boarmiiden,  letztere  besonders  im  Süden,  spielen  eine  ebenso  dominierende 
Rolle,  wie  in  anderen  Gebieten.  Im  tropischen  Afrika  treten  in  den  Vordergrund  grosse,  in  der  Zeichnung 
und  Färbung  an  Abnixaa  erinnernde  Tagspanner,  die  gewissermassen  die  Emchemon  des  orientalischen  Ge- 
biets ersetzen.  Manche  Arten  und  Gattungen  standen  früher  bei  den  Bombyciden  und  noch  jetzt  scheint 
bei  Unkenntnis  der  Raupe  manche  hierhergerechnete  Art  in  ihrer  systematischen  Stellung  ungewiss. 

Das  wäre  in  grossen  Zügen  ein  Bild  von  den  die  äthiopische  Fauna  zusammensetzenden  Falter- 
familien, so  wie  sie  sich  bei  einer  obertlächlichen  Betrachtung  ihrer  durch  Grösse,  Gestalt,  Arten-  oder  Indi- 
viduenanzahl hervorstechenden  Gattungen  darstellten.  Natürlich  ist  das  Bild  der  Schmetterlingsfauna  im  Ge- 
biet selbst  ausserordentlich  wechselnd;  in  welcher  Weise,  darüber  soll  das  Spezialstudium  der  folgenden 
Kapitel  Aufschluss  geben. 


TAGFALTER 


XIII 


Ausgegeben  21.  VJJI.  Of<. 


1.  Familie:  Papilionidae,  Segelfalter. 

Taster  bei  allen  äthiopischen  Formen  klein,  dem  Kopfe  dicht  anliegend.  Die  Vorderbeine  bei  beiden 
Geschlechtern  vollständig  entwickelt;  die  Vorderschienen  etwa  an  der  Mitte  ihrer  Innenseite  mit  einem 
flachen  Dorn  (»Schienenblatt«).  Die  Submediana  der  Vflgl  entsendet  aus  ihrer  Wurzel  nach  hinten  einen 
kurzen  Zweig,  welcher  in  dem  Hinterrande  des  Flügels,  vor  dessen  Mitte,  mündet.  Die  Hflgl  nur  mit  einer 
Innenrandrippe,  indem  die  Rippe  i  a  fehlt.  Die  Fussklauen  einfach.  —  Ei  gerundet  oder  etwas  flachgedrückt, 
ohne  deutliche  Skulptur.  —  Rp  ausgewachsen  unbewaffnet  oder  mit  Fleischzapfen  oder  einfachen,  paarweise 
gestellten  Dornen,  stets  zwischen  Kopf  und  erstem  RUckengliede  mit  einer  herausstUlpbaren ,  lebhaft  gelb 
oder  rot  gefärbten  Gabel,  die  einen  üblen  Geruch  an  sich  hat  und  wohl  als  ein  Verteidigungsmittel  dient. 
— •  Pp  mehr  oder  weniger  eckig,  an  der  Afterspitze  und  durch  einen  Gürtel  um  die  Mitte  befestigt. 

In  der  äthiopischen  Region  kommt  von  dieser  Famihe  nur  eine  einzige  Gattung  vor. 

1.  Gattung.     Papilio  L.,  Schwalbenscinväuze. 

Hinsichtlich  der  Unterschiede  zwischen  dieser  Gattung  und  den  übrigen  in  diesem  Faunengebiete 
nicht  vertretenen  Gattungen  der  Papilioniden  wird  auf  die  Darstellung  in  den  anderen  Abteilungen  des 
Werkes  *)  verwiesen. 

Die  Papilio- Alien  bilden  einen  wichtigen  Teil  der  Tagfalterfauna  Afrikas.  Einige  wie  /'.  (/emodonin, 
poHcenes,  dardiiiiits,  leoiiidas  und  iiireus  sind  über  den  grössten  Teil  des  Festlandes  verbreitet  und  fast  überall 
häufig,  andere  sind  auf  kleinere  Gebiete  beschränkt  und  auch  dort  selten.  Die  Raupen  scheinen  fast  alle 
auf  Bäumen  oder  Sträuchern  zu  leben  und  damit  hängt  wohl  zusammen,  dass  die  Falter  fast  ausschliesslich 
in  bewaldeten  Gegenden  vorkommen  und  auf  den  grossen  Gra.ssteppen  fehlen.  Die  Männchen  kommen  oft 
zusammen  mit  anderen  Tagfaltern,  besonders  Pieriden,  an  sandige  Ufer  und  setzen  sich  in  grossen  Scharen 
auf  den  Sand  nieder,  um  Wasser  zu  saugen.  Die  Weibchen  dagegen  werden  nie  auf  solchen  Plätzen  an- 
getroffen; sie  fliegen  weniger  umher  und  man  trifft  sie  meist  nur  die  Futterpflanze  der  Raupen  um- 
flatternd. Daraus  erklärt  sich ,  dass  die  \\'eibchen  selbst  ganz  häufiger  Arten  in  den  Sammlungen  noch 
sehr  selten  sind.  Sie  müssen  im  Walde  an  den  Futterpflanzen  gesucht,  oder  besser  noch  aus  den  Raupen 
erzogen  werden. 

Auch  die  äthiopischen  Schwalbenschwänze  können  in  drei  Untergattungen  eingeteilt  werden,  welche 
folgendermassen  leicht  zu  unterscheiden  sind: 

A.  Der  1.  Costalast  der  Vflgl  verläuft  ganz  frei  bis  zum  Vorderrande. 

a.  Die  Fühler  schwarz ,  ohne  Schuppen.  Der  Innenrand  der  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  flach 
oder  mehr  oder  weniger  rinnenförmig,  beim  <f  immer  ohne  Duftschuppen.    Rinnenfalter. 

ß.  Die  Fühler  rot  oder  rötlicii.  Der  Innenrand  der  Hflgl  beim  cf  nach  oben  umgebogen,  eine  Menge 
von  filzartigen  Schuppen  einschliessend.  Aristolochienfalter. 

B.  Der  1.  Gostalast  der  Vflgl  vereinigt  sich  bald  nach  seinem  Ursprünge  mit  der  Costaiis.  Der  Ird 
der  Hflgl  ist  beim  d"  nach  oben  umgeschlagen,  eine  Falte  bildend,  welche  lange  Strahlhaare  und 
mehr  oder  weniger  filzartige  Männchenschuppen  einschliesst.  Segelf  alt  er. 

A.  Rinnenfalter. 

Diese  Untergattung  umfaßt  die  grössten  der  afrikanischen  Papilio-Arien  und  überhaupt  die  grössten 
Tagfalter  Afrikas.  Von  den  zehn  hierher  gehörenden  Gruppen  sind  alle  ausser  der  letzten,  die  auch  in 
Asien  vertreten  ist,  auf  die  äthiopische  Region  beschränkt. 

Antimachus-Gruppe. 

Der  Hlb  lang  und  schlank,  den  Analwinkel  der  Hflgl  erreichend.  Die  Vflgl  sind  sehr  lang  und  schmal, 
wenigstens  beim  cf  doppelt  so  lang  wie  die  abgerundeten  schwanzlosen  Hflgl.  Taster  gelb.  Brust  gelb  gefleckt. 
Stirn,  Scheitel,  Halsschild  und  Schulterdecken  je  mit  zwei  kleinen  hellgelben  Flecken. 

P.  antimachus  Drunj  (1  a).    Einer  der  grössten  aller  bekannten  Tagfalter;  wurde  schon  im  Jahre  1782  antimc 
nach  einem  einzigen  männlichen  Stücke  aus  Sierra  Leone  beschrieben  und  abgebildet.     Erst  im  Jahre  1864 
kam  ein  zweites  Stück  nach  Europa.    Heute  ist  die  Art  in  den  Sammlungen  Europas  ziemlich  verbreitet.    Die 

*)  Vergi.  Bd.  I,  p.  7,  8;  Bd.  V,  p.  12;  Bd.  IX,  p.  9. 


12 


l'AIMIJd.     Von  Dr.  C.  Alirivilliüs. 


Vflgl  sind  srlnvarz  mit  zahli-eiclieii  eckii^i'ii  lotyclben  Kleckon.  Die  Htli;!  sind  (iheii  rnttjelh  mit  einem  grossen 
schwarzen  Reck  am  Ende  der  .Mittelzelle  und  6  7  gerundeten  schwarzen  Uiscaltlecken,  ferner  mit  einer 
nach  innen  tief  gezackten,  schwarzen  Randbinde,  die  an  den  Enden  der  Zwisclienadert'alten  mit  gelben 
Saumtlecken  geziert  ist.  Das  o"  erreicht  eine  Flügelspannung  von  200—230  mm,  das  sehr  seltene  ?  ist  viel 
kleiner  und  erreicht  nur  eine  Spannweite  von  150  mm.  Die  Kntwickiungsstadien  sind  leider  völlig  un- 
bekannt.    Das  cf  fliegt   hoch   und  schnell  und   ist  schwer  zu  erhaschen.  —  Westafrikanisches  Urwaldgebiet 

gigantea.  von  Sierra  Leone  bis  Aruwinii  und  Kassai.  —  Bei  ab.  gigantea  \\'<iH:.  sind  die  beiden  schwarzen  Ouertlecke 
in   der    Mitfelzelle   der   Htlgl    miteinander  vereinigt   und    die   schwarzen  Flecke   in    der   Mitte   der   Htlgl    fast 

plagiata.  doppelt  SO  gross  wie  bei  der  typischen  Form,  und  mehr  eckig;  Uabun.  —  ab.  plagiata  Stich,  hat  die  äusseren 
gelbbraunen  Discaltlecke  der  Felder  5,  <>  und  S  der  N'tlgl  vergrössert  und  zu  einer  (hierbinde  vereinigt; 
Kamerun. 

Rex-Gruppe. 

Der  Hlb  erreicht  bei  weitem  nicht  den  Analwinkel  der  Hflgl.  Vflgl  nur  wenig  verlängert;  Hflgl  abgerundet, 
ungeschwiinzt ,  wellenrandig.  Die  Flügel  von  schwarzer  Grundfarbe  mit  weissen  Flecken ,  welche  bei  allen 
Arten  ganz  ähnlich  angeordnet  sind.  Die  Vflgl  haben  zwei  solche  Flecke  in  der  Mittelzelle,  je  einen  Discalfleck  in 
den  Feldern  2—6  und  8,  von  denen  diejenigen  der  Felder  4  und  .5  klein  sind  oder  fehlen,  8  Submarginalflecke  in 
den  Feldern  1  b— 8  und  8  Saunitlecke  an  den  Spitzen  der  Zwischenaderfalten.  Die  Htlgl  haben  einen  grossen  Fleck 
in  der  INIittclzelle ,  welcher  diese  fast  ganz  ausfüllt,  je  einen  Fleck  in  der  Wurzel  der  Felder  Ib— 7,  von 
denen  diejenigen  der  Felder  3  und  1  klein  sind  oder  fehlen,  je  zwei  schiefgestellte  Submarginalflecke  der  Felder 
1  b— 7,  einen  Submarginalfleik  im  Felde  la  und  7  einfache  Sauniflecke.  Kopf,  Brust  und  Rücken  weiss  punktiert; 
Hlb  mit  weisslichem  Seitcustreifen.  Die  Arten  sind  selten,  ahmen  gewisse  Danaiden  in  Farbe  und  Zeichnung 
nach  und  scheinen  hauptsächlich  nur  in  Gebirgsgegenden  vorzukommen.     Entwicklungsstadien  unbekannt. 

rex.  P.  rex  Ohfifli.  (II)).     Beim  (f  haben  die  Vflgl   oben   zwei   breite   orangegelbe  ^Yurzelstriche.    in   der 

Mittelzelle  und  unter  derselben,  die  aber  die  weissen  Flecken  nicht  oder  kaum  erreichen.  Auf  der  Unter- 
seite sind  diese  Flecke  grösser  und  zusammengeflossen,  den  ganzen  Wurzelteil  bedeckend.  Grundfarbe  der 
Hflgl  oben  bis  zur  Wurzel  schwarz,  unten  an  der  "Wurzel  des  Vrds  (im  Felde  8)  orangegell).  Beim  ?  ist 
der  ganze  Wurzelteil  der  Vtlgloiierseite  wenigstens  bis  zu  den  ersten  weissen  Flecken  orangegelb.  Ahmt 
die  in  denselben  Gegenden  vorkommende  Danaida  fonnosa  Godm.  genau  nach,  ist  aber  gewöhnlich  viel 
grösser;  doch  kommen  auch  kleinere  Stücke  vor.  Die  Flügelspannung  kann  nämlich  zwischen  97  und 
140  mm    .schwanken.      Gebirgsgegenden    von   Deutsch-    und    Britisch- Ostafrika    bis    zur    nordöstlichen    Fcke 

mimetiats.  des  Victoria  Nyanza.  —  mimeticus  Hothsch.  (la)  weicht  in  lieiden  Geschlechtern  dadurch  von  rex  ab,  dass 
die  Wurzel  der  Vtlgl  bis  zu  ileii  hellen  Flecken  und  der  Wuizelteil  der  Hflgl  bis  über  die  Mitte  hinaus 
dunkel  rotbraun  sind.  Ahmt  Dunuida  meiredunia  Kar.icli  nach.  An  der  Nordwest-  und  Nordseite  des  Victoria 
Nyanza  bis  zur  nordöstlichen  Ecke  des  Sees.    Dort,  wo  Danaida  jornumt  und  merccdonia  einander  begegnen, 

coininixta.  kommt  auch  eine  Zwischenform  zwischen  nmncticiia  und  rer  vor,  commixta  Aurir.,  bei  welcher  die  Wurzel- 
sdiiiltzei.  färbe  der  Vflgl  ausgedehnter  als  bei  rex,  aber  nicht  so  dunkel  wie  bei  miinttictis  ist.  —  schultzei  Aiirir. 
Die  Flügel  auf  beiden  Seiten  bis  zur  Wurzel  mit  rein  schwarzer  Grundfarbe,  in  der  Wurzel  des  P'eldes  Ib 
der  Vflgl  ein  weisser,  geiiogener  Längsstreif.  Vflgl  küizer  und  breiter,  als  bei  den  vorhergehenden  Formen, 
ihre  Saumflecke  grösser.  Stellt  wohl  die  älteste  Form  dieser  Gruppe  dar  und  scheint  kaum  als  ein  Nach- 
ahmer Von  Danaida  pctinrana  betrachtet  werden  zu  können.  In  Nord-Adamaua  (Kamerungebiet)  an  Fels- 
wänden fliegend   xon   lieutmiul    A.   Schii.tze  entdeckt. 

Zaimoxis-Gruppe. 

Hlb  den  .Vnalwinkcl  nicht  erreichend,  kräftig  gebaut,  fast  einfarbig  gelli.  Hflgl  gleichniässig  abgerundet, 
ohne  Schwanz.  Kopf.  Urust  und  Hatsscliild  weiss  puuktiert.  Flügel  oben  von  hellblauer  Grundfarbe  mit  schwarzen 
Ripi)en  und  schwarzen  Zwischenaderstralilen.  Hflgl  in  jedem  Felde  mit  2  Saumflecken.  Wurzelzelle  der  Hflgl  gross, 
rh()nd)oidis(h.     Kntwieklungsstadien  unbekannt. 

zaimoxis.  P.    zalmoxis    Ihw.    (111).     Vflgl    beiderseits    am    \\\\    und   Aussenrd   schmal,    an    der   Spitze   breit 

schwarz,  unten  die  Grundfarbe  grauweisslich.  Hflgl  oben  mit  breiter,  schwarzer  Saumlnnde  und  blauen 
Saumflecken,  unten  mit  schmaler  Saumbinde  und  weissiichen  Saumflecken;  die  Grundfarbe  der  Unterseite 
rotbraun,  in  der  Mitte  weisslich  aufgehellt.  —  Im  Urwaldgebiet  West-Afrikas  von  Old  Calabar  bis  Aru- 
winii und  Lualuaburg  angetroffen.  —  ripponi  Eiib.  mit  dunkel  bronzefarbiger  Grundtarife  der  f)berseite, 
sowie  auch  die  dann  und  wann  in  den  Sannnlungen  vorkonnnenden  Stücke  mit  schmutziggrüner  tirundfarbe 
sind  nur  verfärbte  Stücke  und  kommen  in  der  Natur  nicht  vor. 


Dardanus-Gruppe. 

Hlb  den  Analwinkel  nicht  erreichend.  Vflgl  breit  und  kurz.  Hflgl  beim  (f  immer  an  der  Rijjjje  4  lang- 
geschwänzt, beim  ?  gewöhnlich  abgerundet  und  schwanzlos,  bisweilen  aber  wie  beim  cT  geschwänzt.  Mittelzelle 
der  Hflgl  bell  (gelb,  rotgelb,  rot  oder  weiss)  gefärbt,  selten  an  der  Wurzel  schmal  schwärzlich.  Hflgl  gewöhnlich 
mit  zwei  hellen  Submarginalflecken  in  jedem  der  Felder  Ib— 7.  Kopf  und  Thorax  wenigstens  bei  den  dunklen 
Formen  deutlich  weiss  punktiert.  Die  $$  sind  sehr  polj-morph  und  nicht  nur  von  den  d'd'  oft  ganz  verschieden, 
sondern  auch  einander  so  unähnlich,  dass  sie  lange  als  ganz  verschiedene  Arten  betrachtet  wurden.     Hierzu  kommt, 


PAPILIO.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  13 

dass  sowohl  die  cfcf  wie  die  i^  in  den  verschiedenen  Gegenden  der  äthiopischen  Region  als  verschiedene  (geo- 
graphische) Rassen  auftreten.  Es  entsteht  dadurch  eine  Menge  verschiedener  mehr  oder  weniger  ineinander  über- 
gehender Formen,  die  wohl  am  besten  alle  als  zu  einer  einzigen  Art  gehörig  betrachtet  w;erden.  Die  Mehrzahl  der 
Weibchenformen  sind  ausgezeichnete  „Nachahmer'-  von  Danaiden  und  Acräiden.  Diese  Ähnlichkeit  ist  zwar  eine 
unleugbare  Thatsache ,  ob  sie  aber  allein  durch  die  geläufige  Mimicry-Theorie  wissenschaftlich  erklärt  werden  kann, 
muss  ,  wenn  man  unparteiisch  sein  will,  als  sehr  zweifelhaft  betrachtet  werden.  Diese  Frage  ist  von  grösster  bio- 
logischer Tragweite  und  verdient  daium  auch  allseitig  untersucht  und  geprüft  zu  werden.  Eine  umfassende  Unter- 
suchung der  Formen  der  Dardanus-Gruppe  und  deren  Entwicklung  in  verschiedenen  Gegenden  der  äthiopischen 
Region  wird  ganz  sicher  von  grösster  Bedeutung  und  wissenschaftlichem  Interesse  sein  und  wird  allen  denen,  welche 
in  der  Lage  sind,  dazu  beitragen  zu  können,  dringend  empfohlen.  —  Rp  mit  zwei  kurzen  Hörnchen  am  ersten  und 
letzten  Gliede;  die  Glieder  3 — 5  breiter  und  dicker  als  die  übrigen;  der  Leib  demnach  sowohl  nach  vorn  wie  nach 
hinten  allmählich  verjüngt;  auf  dem  3.  Gliede  ein  kleiner  Augenfleck.  —  Die  Pp  in  der  Mitte  stark  erweitert;  oben, 
unten  und  an  den  Seiten  scharf  gekielt;  die  Kopfhörnchen  sind  parallel,  dicht  aneinander  liegend  und  gegen  die 
Rückenseite  umgebogen;  Mittelrücken  massig,  etwa  wie  bei  /'.  muchaun,  erhaben;  Hlb  ohne  Höckerchen. 

P.   dardanus.     cf   Flügel   oben   mit   hellgelber   Grundfarbe,    Vrd  der   Vtlgl  bis  zur  Mittelzelle   und 
Rippe    10  schwarz,   Spitze  und  Saum  breit  schwarz,   gewöhnlich   nur   im  Felde  7  mit  gelbem  Submarginal- 
fleck.     Hflgl   stets    bis   über   die   Mittelzelle   hinaus    einfarbig   hellgelb,    dann   entweder   nur   mit    schwarzen 
Flecken  am  Vrde  und  am  Analwinkel  oder  mit  einer  breiten  schwarzen  Saumhinde,  die  grosse  Submarginal- 
flecke  von  der  Grundfarbe  einschliesst.     Die  schwarzen  Zeichnungen   der  Oberseite  sind  auf  der  Unterseite 
rostbraun  bis  schwarzbraun  und  die  Hflgl  haben  drei  braune  Linien  in  der  Mittelzelle  und  rostbraune  Striche 
auf  den    Zwischenaderfalten.  —    Die   älteste   bekannte   Lokalrasse    dardanus    Broun   (2  a)   kommt   in    West-  dardanus. 
Afrika  von  Sierra  Leone  bis  Angola  und  Uganda  vor.    Beim  cf  (=  merope  Cr.)  ist  die  schwarze  Querbinde 
der    Hflgl    nie    zusammenhängend    und    das    Schwänzchen    ist    entweder    einfarbig    gelb    oder    hat    nur    eine 
schAvarze   Längslinie;    die   Fransen   und   die   Saumflecke   der   Hflgl   sind   hellgelb   wie   die   Grundfarbe.     Die 
Weibchen    sind   immer   ungeschwänzt.     Als  Weibchen  gehören  hierher  f.-?  hippOCOOn  F.  (2b),    bei  welcher  lüppocoon. 
alle  Zeichnungen  rein  weiss  sind  und  die  Saumbinde  der  Hflgl  die  Miltelzelle  fast  erreicht,  f.-?  heimsi  tiitff-,  lieimsi. 
welche  nur  durch  schmälere  Saumi)inde  der  Hflgl  abweicht;  f.-?  nioboides  Aurir.,  bei  welcher  der  Wurzel-  nioboides. 
teil   der  Hflgl  gelb,   die  Zeichnungen   der  Vflgl   aber  weiss   .sind,   f.-?  trophonissa  ÄKriv.  (2c),   bei   welcher  trophonissa. 
sowohl   der  Wurzelteil   der  Hflgl,   wie   auch   der  Hrdsfleck   der  Vflgl   rotgell),    die   Subapicalbinde  der  \"flgl 
aber  rein  weiss  ist,  f-?  benio  i^uff.,  bei  welcher  der  Wurzelteil  der  Hflgl  und  der  Hrdsfleck  der  Vflgl  hell-  henio. 
gelb,    die    Subapicalbinde    aber    weiss    ist,    und    f.-?  niobe    Aitiic,    bei    der    alle    Zeichnungen    rotgell)    bis  "'o^c- 
ziegelrot  sind.    Alle  diese  Formen  sind  einander  ganz  ähnlich  gezeichnet,  ausgenommen,  dass  bei  trophoniüsti 
der   Hrdsfleck    der  Vflgl   auch    einen   Teil   der   Mittelzelle   bedeckt;    ihnen   allen   gemeinsam    ist,    dass    das 
Feld  3  der  Vflgl  einfarbig  schwarz  ist.    Bei  einer  fünften  Wei])chenform  West-Afrikas,  f.-?  dionysus  DU.  &  Ileip.,  dionysns. 
hat  aucli  das  Feld  3  der  Vflgl  einen  weissen  Fleck,  welcher  die  Sui)ajiicalbinde  und  den  Hrdsfleck  zu  einem 
grossen   weissen   Felde,    das    auch    einen    grossen    Teil   der   Mittelzelle   bedeckt,    vereinigt;    der   Wurzelteii 
der  Hflgl  ist  bei  dieser  Form  goldgelb.  —  In  Süd -Afrika,  von  der  Ka])kolonie  l)is  nach  Delagoa,  kommt  die 
Rasse  cenea  Stoll  vor.    Beide  Geschlechter  sind  durchschnittlich  kleiner  als  Stücke  aus  West -Afrika.    Beim  o"  cenea. 
ist    die    schwarze    Querbinde    der    Hflgl    gewöhnlich    breit    und    zusammenhängend,    der    Schwanz    schwarz 
mit  gelber  Spitze  oder  gelben  Spifzenflecken  und  die  Fransen  ockergelb  bis  rostgelb,  dunkler  als  die  Grund- 
farbe; die  iAlittelzelle  der  Vflgl  ist  längs  dem  Vrde  schmal  schwarz.    Die  ??  haben  abgerundete,  ungeschwänzte 
Hflgl.     Die  typischen  ??  weichen  von  allen   anderen   dadurch   ab,   dass   der   heUe  Fleck   im  Felde  Ib  ganz 
oder  fast  gänzlich  fehlt,  wie  auch  der  Discalfleck  im  Felde  5;  der  Wurzelteil  der  Hflgl  ist  mehr  oder  weniger 
gelblich,  die  Flecke  der  Vflgl  sind  gewöhnlich  geljjlich,  bisw-eilen  aber  weiss,  dies  ist  f-?  acene  Suff.  (2b).  acene. 
Bei  f.-?  cephonius  Hopff.  ist  der  helle  Discalfleck  5  der  Hflgl  vorhanden  und  bildet  mit  den  Flecken  4  und  6  cephonius. 
eine  gelbe  Subapicalbinde.    Eine  vierte  Form,  f.-?  hippocoonoides  Iluase  (2  b),  ist  wie  Mppocoon  gezeichnet,  hippo- 
hat  aber  eine  schmälere,  nach  innen  scharf  begrenzte  Saumbinde  der  Hflgl,  kurze  oder  fehlende  Zwischen-  '■'oonoides. 
aderstrahlen  und  kleinere  Subapicalbinde  der  Hflgl.    Die  f.-?  trophotlius  Wedw.  weicht  nur  durch  schmälere  irophonius. 
Saumbinde  der  Hflgl,   kurze   oder   fehlende  Zwischenaderstrahlen  der  Hflgl   und   die   am  Hrde  nicht  rot  ge- 
färbte Mittelzelle  der  Vflgl  von  trophonissa  ab.  —  In  Ost -Afrika  von  der  Delagoa-Bay  bis  Britisch  Ost -Afrika 
fliegt   die   Rasse   tibulhis  Kirbi/  (2  a).     Die  cfcT  sind    kaum   von    den  Männchen   von   cenea   verschieden   und  tibnllns. 
gehen  im  Süden  ohne  scharfe  Grenze  in  diese  Form  über;  die  Fransen  der  Hflgl  sind  heUgelb  wie  die  Grund- 
farbe,  nicht   rostgelb.     Als  Aberrationen  gehören  hierher  ab.-cf  maculatus  Suff.,  bei  der  die  Vflgl  auch  in  mamlatus. 
den  Feldern  Ib— 6  einen  hellgelben  Subniarginalfleck  haben,  und  ab.-cf'  discopunctatus  Suff.,  bei  welcher  die  disco- 
Vflgl  einen  schwarzen  vStrich  am  Ende  der  Mittelzelle  haben.     Das  ungeschwänzte  ?  kommt  der  W^eibchen-  !>"'tctatus. 
form  hippocoonoides  äusserst  nahe,  hat  aber  eine  grössere  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  die  Zwischenaderstralden 
der  Hflgl  sind  kurz  oder  fehlen  ganz.     Die  f.-?  salaami  .s'«^'.  entspricht  der  westafrikanischen  f.  niobe  und  hat  salaami. 
alle  Zeichnungen   gelb   bis   ziegelrot.  —  In   den   hoher   gelegenen   Gegenden   des  Innern  von  Deutsch-    und 
Britisch-Ostafrika ,    an  der  Süd-    und   Ostseite   des  Victoria  Nyanza  bis  nach  Kavirondo  kommt  eine   vierte 
Lokalrasse    polytrophus    li.  &  J.    (=   boosi    Suff.)    vor.      Die    cfcf    stimmen     ziemlich    mit    den    cfd"    aus  polytrophas. 
West-Afrika    überein,    sind   aber   kleiner   und   dadurch   ausgezeichnet,    dass   der   grosse   schwarze  Fleck   im 
Felde  1  b  der  Hflgl  einen  deutlichen  hellgelben  Fleck  einschUesst.    Die  ??  sind  ungeschwänzt,  sonst  aber  so 
veränderlich,  dass  man  glauben  könnte,  dass  alle  ?$-Formen  von  dardanus  in  dieser  Gegend  einander  begegnet 


14  l'AI'ILK».     Von  Dr.  C.  Auiiivni.ii  s. 

äionysoides.  wären.  —  Die  f.-?  dionysoides  Anrir.  kimiiut  uiilei-  allen  ungescliwäiizteii  ?-P^ormen  dem  a'  iiiii  iiiiclisten :  die 
VAkI  haben  nändich  eine  hellgelbe  Unindfarbe,  die  den  grüssten  Teil  der  Felder  la — 3  und  den  inneren  Teil 
der  Felder  4—6  und  8  sowie  auch  einen  grossen  Teil  der  Mittelzelle  bedeckt;  dadurch  erhält  die  schwarze 
Farlie  fast  dieselbe  Ausdehnunp;  wie  beim  cf ;  in  den  Feldern  1  b,  2,  3  und  7  stehen  giosse  helle  Snbmargiuid- 
flecke.  Die  Htlgl  haben  eine  ähnliche  oder  eine  mehr  ockergelbe  (irundt'arbe  und  eine  sclnnale  sthvvarze 
Saumbinde  mit  grossen  Submarginalflecken ,  die  dem  Irde  der  Binde  näher  als  dem  Saume  stehen  und  bis- 
trimeni.  weilen  sogar  mit  der  Cirun(llarl)c  vereinigt  sind.  —  Die  f.-?  trimeni  I'onlt.  lud  eine  weissgelbe  oder  hell- 
geli)e  Grundfarbe  und  unterscheidet  sich  sofort  von  i/inni/siiii/is  dadurch,  dass  der  Hrdstleck  durch  einen 
schwarzen  Zwischenraum  von  der  Subapicalbinde  getrennt  ist ;    die  Submargiindtlecke  der  Htlgl  sind  kleiner 

pemptolipits.  und  liegen  näher  am  Saume.  —  Bei  einer  dritten  Fonii  f.-?  pemptolipus  Aiir/r.  bedeckt  der  Hrdsfleck  der 
Vflgl  nur  die  Felder   I  a,    Ib  und  2,    nicht    aber   den  Hrd   der   Milleizelie    und    der   helle   Fleck    im    Felde  5 

planemoides,  fehlt.  —  Bei  f-?  planemoides  Trim.  bilden  die  hellen  (gewöhnlich  rotgelben  oder  gelhen)  Flecke  der  Felder 
la — 6  und  S  der  Vtlgl  eine  zusanunenhängende  Querbinde,  die  jedoch  die  Wurzel  der  Felder  la— 3  nicht 
bedeckt  und  daher  nach  hinten  nicht  breiter  ist.  Die  Saumbinde  der  lltlgl  ist  sehr  breit  und  erreicht  oft 
iiüxta.  fast  die  Mittelzelle.  —  Die  i.-'i  mixta  Aurir.  weicht  von  planemoides  nur  dadurch  ab,  dass  der  helle  Fleck 
im  Felde  3  der  Vflgl  fehlt;  die  Querbinde  wird  also  wie  bei  triweni  in  zwei  Flecke  aufgelöst.  Von  Irinieni 
weicht  miaia  dadurch  ab,  dass  der  Hrilstleck  klein  ist  und  die  Wurzel  der  Felder  i  a- '2  nicht  erreicht. 
Ausser  diesen  Formen  hat  iM/i/li-Dphus  ??-Formen,  welche  kaum  von  liippocoon,  tihid/ns  und  cenea  unterschieden 
werden  können.  —  In  Abjssinien  und  den  angrenzenden  Teilen  des  Somalilandes  konmit  noch  eine  Lokal- 
antinoni.  rasse  antlnorü  Oberfli.  vor.  Das  cf('2a)  kommt  dem  cf  von  dardamts  und  fio/i/trojiliHs  nahe,  hat  aber  weit 
mehr  reduzierte  schwarze  Zeichnungen,  so  dass  die  Wurzel  des  Feldes  7  der  Vflgl  breit  gelb  ist.  Die  ?? 
sind  stets  wie  die  cfcT  geschwänzt  und  die  Hauptform  ('2  a)  stimmt  auch  in  Farbe  und  Zeichnung  nahe  mit  den 
cfcr'  iiberein,  ausser  dass  die  Mittelzelle  der  Vflgl  am  Vrde  einen  schwarzen,  an  der  Spitze  hakenförmig 
niavoides.  erweiterten  Strich  hat.  —  Die  f.-V  niavoides  Kheil  stimmt  in  Farbe  und  Zeichnung  mit  libi(niis-2  iiberein, 
ruspina.  bei  ?-f.  ruspina  Kheil  sind  dagegen  der  Wurzelteil  der  Hflgl  und  der  Hrdsfleck  der  Vtlgl  ziegelrot,  die 
übrigen  Flecke  der  Vflgl  sowie  die  grossen  Submarginalflecke  der  Hflgl  weiss;  der  Hrdsfleck  der  Vflgl  be- 
deckt wie  bei  fniphrniix^'a  auch  einen  Teil  der  Jlitfelzelle;  riispi)iii  weicht  also  hauptsächlich  nur  durch  die 
langen  Schwänze  der  Htlgl  von  trophonism  ali.  —  Bei  den  jetzt  folgenden  beiden  Inselformen  sind  die  Ge- 
schlechter einander  ähnlich  und  es  ist  davon  nur  eine  ??-Form  bekannt:  diese  ist  geschwänzt  und  nur  durcii 
einen  schwarzen  Streifen  am  N'rde  der  Mittelzelle  der  Vflgl,  wie  bei  ((iifiiiorii  2i2n),  von  den  d'd'  verschieden. 
meriones.  Die  Inselforinen  sind:  meriones  hldr.  von  Madagaskar:  fast  wie  /(7(»//(/.s-c/ gefärbt  und  gezeichnet;  die  Quer- 
binde der  Hflgl  ist  jedoch  in  Flecke  aufgelöst  und  der  Schwanz  schwarz,  an  der  Spitze  gelb:  von  allen  anderen 
ist  diese  Form  dadurch  verschieden ,  dass  die  Saumbinde  der  Vflgl  zwischen  den  Rippen  5  und  S  nach 
innen  fast  gerade  abgeschnitten  und  an  der  flippe  8  rechtwinkelig  gebrochen  ist,  die  Wurzel  <les  Feldes  7 
humbloti.  frei  lassend.  —  humbloti  Obuth.  |9bi  von  der  Insel  Gross-Gonioro  unterscheidet  sich  von  allen  anderen 
durd((iiiis-Yu\n\e\\  dadurch,  dass  die  Htlgl  eine  etwa  S  mm  breite,  ungefleckte  schwarze  Saumbinde  und  einen 
ganz  schwarzen  Schwanz  haben. 


&■■ 


Zenobia-Gruppe. 

Hlb  den  Analwinkel  der  Hflfi;]  nicht  erreichend.  Die  Flügel  oben  schwarz  mit  weissen  oder  gelben  Zeich- 
nungen. Die  IMittelzellc  der  Hllgl  oben  an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger  oft  bis  über  die  Mitte  hinaus  schwarz 
gefärbt.  Hffgl  abgerundet,  uiigescliwänzt  oder  an  der  Kippe  4  nur  kiu'z  geeckt,  unten  an  der  Wurzel  ockergelb  bis 
rotbraun  mit  schwarzen  Läng.'istralden.  Entwicklungsstadien  unbelvannt.  —  Die  Arten  können  in  zwei  scharf  getrennte 
Untergruppen  geschieden  werden. 

1.  Untergruppe. 

Der  schwarze  Wurzellängsstralil  im  Felde  7  der  Hilglunterseite  ist  verdickt  und  in  der  Mitte  unterbrochen, 
so  dass  er  2  Flecke  bildet.  Die  ??  bei  allen  Arten  ausser  der  letzten  von  den  (fcf  ganz  verschieden.  Hei  den  cfcf 
sind  die  Wurzeln  der  Felder  1  b  bis  4  (bis  0)  und  die  Rippen  '2  bis  5  der  Vflgloljerseite  mit  filzähubchen  Haaren 
dicht  bekleidet.  Die  Flügel  haben  beim  o'  eine  gemeinsame,  weisse  oder  gelbliche  Discalbinde,  die  auf  dem  Vflgl 
mehr  oder  wcnitrer  in  Flecke  aufgelöst,  auf  dem  Htlgl  alier  zusannnenhängend  und  oft  erweitert  ist. 

edierioides.  p.  echerioides  Trim.  (20  0")  Discalquerbinde  gelblich;  Discalflecke  2— 5  der  Vflgl.  mehr  oder  weiuger 

abgerundet,   nie  viereckig.     Vflgl   ohne   Submarginalflecke,    Hflgl  mit  6  Submarginalflecken,   die  dicht   am 
Saume   liegen  oder  sogar  mit  den  Saummöndchen  vereinigt  sind.    ?:    Vflgl  nur  mit  3  Di.scalllecken  in  2,    5 
und  6,    einem  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  5  Submarginalflecken  (in   1  b— 3,  5  und  8;   der  letzte  den  Saum 
berührend),  weiss;    Hflgl  mit  grossem  abgerundetem,    gelbem  Mittelfelde,   das  den  grössten  Teil  der  Mittel- 
zelle  und    die  Wurzel  der  Felder  Ic— 6  bedeckt,   und  mit  6—7  weissen  Submarginalflecken,    die    nahe  am 
ridesdti.  Saume  liegen.     Kapkolonie   bis    Deutsch-Ostafrika.  —  "ab.  cf  rideschi  Suff.     Der  Discalfleck  im  Felde  6  der 
wertheri.  Vflgl  fehlt:   Kiliuia  Ndjaro.  —  ab.  V  wertheri  Ktira<h.    Die  Hflgl  in  den  Feldern  5  und  6  mit  einem  weissen 
oscari.  Fleck   zwischen    der   .Miltelbinde    und   den   Submarginalflecken.     Deutsch-Ostafrika.    —    oscari  HntJiscJi.     Der 
schwarze  Wurzelteil  der  lltlgloberseite  des  o"  erstreckt    sich   bis   über  die  Wurzel   der  Rippe  2  hinaus,    die 
leucospilus.  helle  Querbinde  wird  dadurch  schmäler.     ?:  alle  Zeichnungen  der  Oberseite  gelblich.   Abyssinien.  —  leuco- 


PAPILIO.     Von  Dr.  G.  Aubivillius.  "  15 

spilus  Ilofhsch.  (f:  der  schwarze  Wurzelteil  der  Hflgloberseite  erreicht  gerade  noch  die  Rippe  2;  der 
schwarze  Wurzellängsstrahl  im  Felde  7  der  Hflglunterseite  fein.  ?:  alle  Zeichnungen  der  Oberseite  weiss. 
Abyssinien. 

P.  fülleborni  Karsch.  (2 c).  cf :  Mittelbinde  beider  Flügel  weiss ,  auf  dem  Vflgl  schmal ,  hinten  nur  fültebomi. 
G  nun  breit,  auf  dem  Hflgl  12  —  14  mm  breit  und  nach  aussen  abgerundet.  Beide  Flügel  ganz  ohne  Sub- 
marginalflecke  aber  mit  deutlichen  weissen  Saummöndchen.  ?:  Die  Vflgl  ol)en  mit  rein  weissen  Flecken, 
welche  wie  bei  Jacl.soiil  ?  angeordnet  sind,  ausgenommen  dass  der  Submarginalfleck  im  Felde  8  am  Saume 
liegt.  Der  grosse  Mittelfleck  der  Vflgl  gelblichweiss  bis  ockergelb;  alle  Submarginalflecke  am  Saume  liegend 
und  mit  den  weissen  Saummöndchen  vereinigt.  —  Deutsch  Ost-Afrika;  im  Inneren. 

P.  sjöstedti  Äiiriv.  cf :  Die  Flügel  oben  tiefschwarz  ohne  Submarginalflecke;  die  weisse  Mittelbinde  sjostedti. 
sehr  schmal,  auf  den  Hflgln  nur  3,5 — 5  mm  breit,  fast  gleichbreit,  auf  den  Vflgln  aus  8  kleinen,  weitgetrennten 
Flecken  gebildet;  die  weissen  Saummöndchen  besonders  auf  den  Htlgln  sehr  deutlich;  der  tief  braune  Wurzel- 
teil der  Hflgluntei'seite  erreicht  die  Spitze  der  Mittelzelle  und  ist  nach  aussen  durch  eine  feine  weisse  Linie 
begrenzt.  —  Das  ?  unterscheidet  sich  oben  von  jacksoni  ?  nur  dadurch,  dass  der  Submarginalfleck  8  der 
Hflgl  lang  strichförmig  ist  und  den  Saum  erreicht,  und  dass  die  Submarginalflecke  der  Hflgl  klein  und  völlig 
mit  den  Saunmiöndchen  vereinigt  sind.  In  der  Mitte  des  Feldes  5  der  Hflgl  kommt  ein  weisser  Fleck  vor; 
der  braune  Wurzelteil  der  Hflglunterseite  ist  viel  kleiner  als  beim  cf  und  nach  aussen  bogenförmig  begrenzt. 

—  Deutsch  Ost- Afrika:  Meruberg. 

P.  jacksoni  E.  Sh.  (cf  2d,  ?  3a).    Die  weisse  Mittelbinde  der  Hflgl  5—8  mm  breit;  ihre  Submarginal-  jadrsoni. 
flecke  4 — G  mm  vom  Saume  entfernt;  der  braune  Wurzelteil  der  Hflglunterseite  erreicht  nur  die  Wurzel  der 
Rippe  2.  —  ?:    Die  Submarginalflecke   sind    alle    vom  Saume  mehr  oder  weniger  entfernt  und  derjenige  im 
Felde  8  der  Vflgl  kurz  und  abgerundet,  vom  Saume  etwa  4  mm  entfernt.    Deutsch  Ost- Afrika:  Imbo-Urundi; 
Brit.  Ost- Afrika:  Kikuj'u,  Kavirondo,  Ruwenzori. 

P.  zoroastres.  Bei  den  cfcf  ist  die  Mittell)inde  gewöhnlich  rein  weiss,  am  Irde  der  Hflgl  10  — 13  mm 
breit,  beiderseits  fast  geradlinig  begrenzt  und  nach  vorn  allmiihlich  schmäler;  die  Flecke  der  Vflgl  sind  grösser 
als  bei  den  vorigen  Arten  und  der  Fleck  in  Ib  etwa  10  mm  breit;  die  Submarginalflecke  der  Hflgl  sind  fast 
immer  vorhanden  und  sind  nicht  mit  den  Saummöndchen  vereinigt.  Beim  ?  liegt  der  Submarginalfleck  8  der 
Vflgl  sehr  nahe  am  Saume  oder  erreicht  diesen  völlig.  Die  Submarginalflecke  der  Hflgl  sind  vorhanden  und 
alle  oder  fast  alle  vom  Saume  entfernt.  Bei  der  zuerst  besciu-iebenen  Form  zoroastres  Bruce,  sind  die  zoroastres. 
Zeichnungen  der  Oberseite  beim  cf  rein  weiss;  die  Vflgl  ohne  Flecke  im  Felde  6,  aber  mit  einem  kleinen 
Submarginalfleck  im  Felde  5 ;  die  Hflgl  mit  4  kleinen  freien  Submarginalflecken.  ?  unbekannt.  Fernando 
Po  und  Kamerun.  —  Bei  preussius  Karsch.  hat  das  cf  auf  der  Oberseite  eine  gelblichweisse  Mittelbinde;  preussius. 
die  Vflgl  mit  kleinem  Discalflecke  in  den  Feldern  6  und  8,  aber  ohne  Submarginalflecke;  die  Hflgl  mit  3 
freien  Submarginalflecken.  ?:  Die  Vtlgl  auch  im  Felde  6  mit  einem  kleinem  Submarginalflecke;  alle  Flecke 
der  Vtlgloberseite  sowie  der  grosse  Fleck  in  der  Wurzelzelle  der  Hflgl  gelltlichweiss.     Kamerunl)erg:    Buea. 

—  homeyeri   l'/öt:  (cf  2d,  ?  3a).     Das  cT  hat  die  Zeichnungen  rein  weiss;  die  Vflgl  im  Felde  6  mit  einem  fiomeyeri. 
länglichen  Wurzelfleck,    der   den  kleinen  Discaltleck   fast   erreicht,   und  mit  einem  Flecke  in  der  Mittelzelle 

nahe  an  deren  Spitze ;  die  Hflgl  mit  oder  ohne  Submarginalflecke.  Beim  ?  sind  die  Vflgl  ohne  Submarginal- 
flecke im  Felde  6;  das  Discalfeld  der  Hflgl  ist  gelb  oder  rein  weiss.  Angola;  Gongogebiet ;  Deutsch  Ost- 
Afrika;  Uganda. 

Die  beiden  jetzt  folgenden  Arten  sind  auch  dadurch  ausgezeichnet,  dass  die  $$  sehr  von  den  cfo'  abweichen, 
sie  sind  aber  von  den  ?$  der  vorliergehenden  Arten  ganz  verschieden.  Die  cf  cf  sind  dadurch  ausgezeichnet,  dass  die 
Binde  der  Vtlgl  viel  breiter,  im  Felde  1  b  '20 — '2i  mm  breit  ist,  nach  vorn  nur  allmählich  .schmäler  wird  und  aus  mehr 
rektangulären  nur  schmal  getrennten  Flecken  der  Felder  1  a — .5  besteht.  Zeichnungen  der  Oberseite  weiss  oder  beim 
?  hellgelblich. 

P.  cynorta  F.  (2d).     Beide  Flügel   oben   und  unten   ohne   Sub7narginalflecke.     cf.     Mittelbinde   der  cynorta. 
Hflgl   oben  12 — 15  mm   breit;    die  Vflgl   nn't   8  Flecken   in    2a— 7,    von   denen   die  Flecke   in    Ib  — 5   lang- 
gestreckt und  nach  aussen  quer  abgeschnitten  sind,  diejenigen  in  6  und  7  dagegen  viel  kürzer  und  kleiner; 
derjenige  im  Felde  7  liegt  näher  am  Saume  als  die  in  3—6.   —  Bei  der  cf  =  ab.  norcyta  >iuff.  (2d)  feiflt  norcyta. 
der  Fleck   im  Felde  6.     Das  ?,   von   dem  ein   kleines,    etwas   abweichendes  Stück  in  2d  abgebildet  ist,    hat 
eine  weisse  oder  weissliche,  nach  aussen  undeutlich  begrenzte  Mittelbinde  der  Hflgl,  einen  solchen  Hrdsfleck 
in  den  Feldern  la  — 2(-3)  der  Vflgl  und  eine  grössei'e  oder  kleinere  Subapicalbinde  der  Vflgl,    welche   aus 
5  Flecken  in  den  Feldern  4  -  6,  8  und  in  der  Spitze  der  Mittelzeüe  besteht.   West-Afrika,  von  Sierra  Leona 
bis  Angola  und  Uganda.   —   ?  f .  peculiaris  Neaee   weicht   dadurch  ab,    dass   die  Flecke   rahmgelb   sind  und  peculiaris. 
dass  die  Mittelbinde  der  Hflgl  fehlt  oder  nur  durch  einen  Fleck  im  Felde  7  angedeutet  ist.     Uganda. 

P.  plagiatus  Aiirir.     cf  dem  cf  von  ci/iiorfa  sehr  ähnlich ,   die  Mittelbinde  der  Hflgl  aber  beiderseits  plagiatus. 
fast  geradlinig  begrenzt,  die  Flecke  des  Feldes  la — 5  der  Vflgl  noch  länger  und  nach  aussen  abgerundet; 
der   Fleck   im    Felde  6   fehlt   und   der   Fleck    im    Felde   7    liegt   nicht   näher   am   Saume    als   diejenigen    der 
Felder  2 — 4.    Das  ?  zeigt  keine  hellen  Flecke  am  Hrd  der  Vflgl,  aber  ein  grosses  weisses  Mittelfeld,  welches 


16  PAPILIO.     Von  Dr.  C.  Airivillius. 

aus  einem  grossen  Fleck  in  der  Spitze  der  Mittelzelle,  drei  grossen  Flecken  in  den  Feldern  2—4  und  2 — 3 
kleinen  Flecken  der  Felder  5  und  6  besteht;  näher  am  Saume  linden  sich  bisweilen  4 — 5  kleine  weisse 
Submarginalpunkte.  Die  Hflgl  haben  ein  grosses  weisses  Mittelfeld ,  welches  wurzelwärts  geradlinig  ab- 
geschnitten, nach  aussen  aber  abgerundet  ist.     In  Kamerun  und  im  nördlichen  Teil  des  Congostaates. 

zenobia.  P.  zenobia  F.  (3b).     Beide  Geschlechter   ähnlich   gefärbt   und  gezeichnet.     Die    weisse   oder   weiss- 

liche  Mitlelbinde  ist  bis  zur  Rippe  6  der  Vtlgl  zusammenhängeiul  und  wurzelwärts  fast  geradlinig  begrenzt: 
die  Flecke  2 — 4  der  Vflgl   nach   aussen   scharf  zugespitzt ;    das  Feld  6  der  Vtlgl  gewöhnlich  einfarbig  ohne 

nobicea.  Fleck,  bisweilen  —  ab.  nobicea  !^uff\  —  mit  einem  Flecke,  der  den  stets  vorluindenen  kleinen  Fleck  im 
Felde  7  mit  der  Mittelbinde  vereinigt.  Beim  ?  findet  sich  auch  ein  kleiner  Fleck  in  der  Sj)itze  der  .Mittel- 
zelle der  Vflgl;  dieser  Fleck  kommt  bei  ab.  nobicea  auch  beim  cf  vor.  Die  JMittelbinde  der  Hflgl  ist  ge- 
odenatus.  wohnlich  12—15  mm  breit,  kamrjedoch  auch  nur  8—10  mm  breit  sein:  diese  Form  ist  odenatus  Weafir. 
benannt  worden. 

2.  Untergruppe. 

Der  schwarze  Zwischenaderlängsstrahl  im  braunen  Wurzelteil  des  Feldes  7  der  Hflglunterseite  ist,  wie  die 
Fitj.  Ic  zeigt,  liiiienföniiig  und  zusammenhängend.  Die  Geschlechter  sind  einander  ähnlich  gefärbt  und  gezeichnet. 
Die  Hflgl  ohne  SubmarginalHecke,  aber  mit  einer  weissen  oder  hellgelben  Mittelbinde,  die  gewöhnlich  die  Rippe  9 
oder  10  der  Vflgl,  bei  andronicus  aber  nur  die  Rippe  6  erreicht. 

andronicus.  P.  androniCUS   Ward.     Die   schneeweisse   Mittelbinde   erreicht   nur   die   Rippe   6   der   Vtlgl:    in   der 

Mitte  des  Fehles  7  der  Vflgl  ein  viereckiger  weisser  Fleck,  zu  dem  beim  ?  auch  ein  Fleck  in  der  Hinter- 
ecke der  Mittelzelle  tritt.    Beide  Hflgl  mit  kleinen  weissen  Saummöndchen  zwischen  den  Aderenden.    Kamerun. 

mechowianus.  P.  mechowlanus   Deir.  (=  andochdes  Gr.  8m.)   (3  a).     Saummöndchen   beider  Flügel   klein.     Mittel- 

binde breit,  in  der  :Mitte  der  Hflgl  13  —  16  mm  breit,  am  Vrde  der  Vflgl  deutlich  wurzelwärts  gebogen,  das 
Zellende  umfassend;  der  Fleck  im  Felde  7  liegt  an  der  Wurzel  des  Feldes,  ist  sehr  klein  und  erstreckt  sich 
nicht  näher  an  den  Saum  als  der  Fleck  im  Felde  6.  Beim  cf  sind  die  Flecke  der  Felder  1  a,  2,  3  und  4 
auf  der  Innenseite  durch  die  Filzhaare  breit  dreieckig  getrennt.     Gongogebiet  und  Angola. 

cypraeofila.  P.  cypraeofila  B)itL  (1  c).     Die  Saumflecke  der  Hflgl   sehr   gross,    viel   länger   als   am  Saume  breit, 

elliptisch    oder   kreisförmig;    Zeichnungen  der  Oberseite  gelbliclnveiss;    Hflgl   mit    abgerundetem  Saume   und 

8—10  nun   breiter  Mittelbinde.     Bei   der   zuerst  beschriebenen  Form   besteht  die  Mittelbinde  aus  9  Flecken 

filaprae.  in  2  a— 8.     Sierra  Leone  bis  Kamerun.    —    Bei    ab.  filaprae  Suff,  aus  Kamerun   fehlt  der  Fleck  im  Felde  8 

praecyola.  der  Vflgl  und  bei  ab.  praecyola  Snjf.  aus  Kamerun  findet  sich  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  ein  weisser  Fleck 

im  Felde  5  nach  aussen  von  der  Mittelbinde. 

gallientts.  P.  gallienus  Dist.  (1  c).    Saumflecke  der  Hflgl  so  gross  wie  bei  der  vorigen  Art  oder  noch  grösser; 

alle  Zeichnungen  der  Oberseite   hell   schwefelgelb;    Hflgl   mit   dem  Saume  an   der  Rippe  4  deutlich  geeckt; 

Mittelbinde  der  Vtlgl.  aus  9  Flecken  in  1  a— 8  gebildet,  der  Htlgl  nur  3—6  nun  breit.    Kamerun  und  Gongo- 
whitnalli.  gebiet.   —    whitnalli  Neave  aus  Uganda  hat  eine  etwas  breitere  Mittelbinde,   ist   aber   sonst    kaum    \on   der 

typischen  Form  verschieden.     Uganda. 

Nobiiis-Gruppe. 

Hll)  den  Analwiukel  der  Hflgl  nicht  erreichend.  Hflgl  an  der  Rippe  4  geschwänzt.  Körper  ohne  helle 
Punkte  oder  Flecke.  Flügel  oben  hell  ockergelblich  mit  rostbraunen  Zeichnungen  am  Saume.  Die  einzige  hierher 
gehörige  Art  zeigt  Beziehungen  sowohl  zu  der  rfa;Y/a««s-Gruppe  wie  zu  den  ersten  Arten  der  folgenden  Gruppe. 
Geschlechter  einander  ähnlich. 

nobilis.  P.  nobilis  lio(i.  (4c).    Die  rostbraune  Sauud)inde  der  Vtlgl  ist  vom   \orderraiule  wenigstens  bis  zur 

Rippe  3  zusammenhängend  und  schliesst  zwei  Flecke  der  Grundfarbe  in  den  Feldern  7  und  8  ein;  dann 
folgt  ein  Saumfleck  am  Ende  der  Rippe  2;  die  Wurzel  ist  ebenfalls  mehr  oder  weniger  gebräunt.  Die  Hflgl 
haben  gewöhnlich  rostbraune  Saundlecke  an  den  Aderenden  und  der  Schwanz  ist  ganz  rostbraun;  bisweilen 
kommen  auch  rostbraune  SubmarginalHecke  in  den  Feldern  2  und  3  vor.  Im  nördlichen  Teil  von  Deutsch 
Ost-Afrika  luul  in   Brit.  Ost -Afrika:  eine  ausgeprägte  Steppenform. 

Hesperus-Gruppe. 

Hlb  den  .\nalwinkel  der  Hfls'l  nicht  erreichend.  Die  Flügel  oben  schwarz  mit  weisslichen  oder  gelben 
Zeichnungen.  Hllgl  oben  an  der  Wurzel  schwarz  gefärbt,  am  Ende  der  Rijipe  4  lang  geschwänzt.  Geschlechter 
nicht  oder  nur  wenig  verschieden.     Kntwicklungsstadien  uubekannt. 

P.  hesperus.  Schwanz  der  Hflgl  einfarbig  schwarz.  Die  Flügel  mit  einer  gemeinsamen  weisslichen 
Mittelbinde,  welche  sich  von  der  Mitte  des  Irds  der  Hflgl  bis  zur  Ri]i])e  4  der  Vtlgl  erstreckt,  ihr  Fleck  im 
Felde  2  der  Vflgl  ist  wenigstens  doppelt  so  lang  wie  der  Fleck  im  Felde  t  b.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl 
bedeckt   weder   die  Spitze  der  Mittelzelle    noch    die  Wurzel   der  Felder  4  und  5;    ilne  Flecke    nach    aussen 


Ausgegeben  25.  VIII.  OS.  PAPILIO.      Von   Dr.   G.   AuRIVILLIlJS.  17 

quer  abgeschnitten.    Die  Vflgl  des  cf  ohne  Filzflecke;  das?  am  Anahvinliel  der  Hflgl  mit  1  —  2  roten  Flecken, 
welche  beim  cf  fehlen.    —   hesperus   Westw.   (4b).     Die  Hflgl  mit  je   einem   grossen  Submarginalfleck  in  3  hespems. 
und  4  und  viel  kleineren  in  6  (und  7),  also  ohne  fleck  im  Felde  5;   die  Vflgl  ohne  DiscalÜeck  im  Felde  4 
aber  mit  einer  Subapicalbinde  aus  3 — 4  Flecken  in  den  Feldern  5,  6,  8  (und  9)  und  einem  Submarginalfleck 
im  Felde  8.     West-Afrika,  von  der  ElfenbeinkUste  bis  Angola  und  Uganda.  —  Bei  ab.  maculatissima  Hnff.  macula- 
sind  die  Vorderflügel  mit  einem  Discalfleck  im  Felde  4  und  die  Hflgl  mit  einem  Submarginalfleck  im  Felde  2,  tissima. 
aber  ohne  Fleck  in  5.    Kamerun.  —  horribilis  Rtlr.     Die  Hflgl  mit  5  ziemlich  gleich  grossen  Submarginal-  horribitis. 
flecken  in  den  Feldern  3 — 7;  die  Vflgl  ohne  Discalfleck  im  Felde  4.    Ashanti,  und  im  Innern  von  Kamerun. 

P.  pelodurus  Btlr.  (4b).     Weiciit    von   JiMpcrus  hauptsächlich   nur  dadurch  ab,    dass  die  Mittel])inde  pelodums. 
der  Hflgl   sowohl   die  Spitze   der  Mitfelzelle   wie    auch   die  Wurzel   der  Felder  3  —  5  bedeckt;    die  Hflgl  mit 
5 — 6  Submarginalflecken   (in   den  Feldern  2 — 7),   von   denen   diejenigen   der  Felder  3 — 6  fast  gleich  gross 
sind.     Beide  Geschlechter  mit  rotem  Fleck   am  Analwinkel  der  Hflgl.     Nyassaland  und  Deutsch  Ost-Afrika. 

P.  euphranor  Trim.  (9  a).  Die  gelbliche  Mittelbinde  bedeckt  nicht  die  Spitze  der  Mittelzelle  der  euphranor. 
Hflgl  (ist  aber  dort  von  3  kleinen  Flecken  der  Felder  3 — 5  begleitet)  und  ist  auf  den  Vflgln  aus  9  Flecken 
(in  den  Feldern  la — 6,  8,  9)  zusammengesetzt;  ihr  Fleck  im  Felde  2  ist  nicht  grösser  als  der  Fleck  im 
Felde  Ib;  die  Hflgl  oben  in  jedem  Felde  mit  2  (cT)  oder  4  (?)  Submarginalflecken;  die  Stirn  mit  zwei 
hellen  Punkten;  die  Vflgl  beim  ?  oben  mit  einer  vollständigen,  leicht  S-förmig  gebogenen  Querreihe  von 
8  Submarginalflecken.     Vom  KafFernland  bis  zum  Transvaal. 

P.  constantinus  Ward.  (4  c).     Die   Flügel   unten   an   der  Wurzel   mit   deutlichen   schwarzen   Längs-  constaniimis. 
strahlen  in  der  JMittelzelle  und  im  Felde  7  der  Hflgl.    Beide  Flügel  oben  mit  gelblichen  Submarginalflecken, 
zwei  in  jedem  Felde.     Die  Vflgl   mit   einem   hellen  Fleck  in  der  Mittelzelle.     Die  Mittelbinde   schmal,   aber 
vollständig,  die  Spitze  der  Mittelzelle  der  Hflgl  nicht  bedeckend.    Die  Rippen  1 — 5  der  Vflgl  beim  o^  beider- 
seits mit  glänzenden  Filzhaaren  bekleidet.     Von  Natal  bis  A!)essinien. 

P.  mackinnoni  Em.  Sharpc  (4c).    Beide  Flügel  oben  nur  mit  einer  schmalen  gelben  Querbinde,  welche  mackinnoni. 
auf  dem  Hflgl  gegen  die  Spitze  der  Rippe  2  gerichtet  ist  und  weit  hinter  der  Mittelzelle  verläuft;  die  Vflgl 
bei  der  typischen  Form  auch  mit  einem  gelben  Fleck  in  der  Wurzel  des  Feldes  8.    Deutsch  (_)st-Afrika  (im 
Innern),   Brit.  Ost- Afrika,   Kuwenzori.  —  ab.  immaculatus  Sufj'.  hat   in    der  Wurzel  des  Feldes  8  der  Vflgl  immaculatus. 
keinen  Fleck.   —   Bei  ab.  bimaculatus  N«//'.  fuhren    die   Vflgl   sowohl   in    der   Wurzel  des   Feldes  8  wie  in  bimaculatus. 
derjenigen  des  Feldes  6  einen  gelben  Fleck. 

P.  delalandei  Gndf.  (dl)).  Der  Hflglsohwanz  mit  einem  hellen  Fleck  an  der  Spitze;  die  beim  (f  delalandei. 
weissliche,  beim  ?  gelbe  Mittelbinde  bedeckt  auf  den  Hflgln  nur  die  S])ilze  der  Mittelzelle,  ist  gegen  den 
Analwinkel  gerichtet  und  auf  den  Rijipen  nach  aussen  lang  gezackt;  die  Hflgl  haben  grosse  Saumflecke, 
aber  kei)ie  Submarginalflecke;  die  Vflgl  führen  eine  ganz  gerade  Reihe  von  8  kleinen,  gerundeten  oder 
ovalen  Submarginalflecken;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  vor  der  Spitze  mit  einem  Querfleck,  der  beim  d"  breit 
und  blaugrau,  beim  ?  schmal  und  gelblich  ist;  die  Rippen  1 — 4  der  Vflgl  beim  o''  sehr  breit  fllzartig  be- 
haart.    Madagaskar. 

Phorcas-Gruppe. 

Die  Flügel  oben  schwarz  mit  grünen  oder  grüiilichgelben  oder  hellen,  beim  ?  gelblichen  Zeichnungen.  Die 
Hflgl  an  der  Rippe  4  lang  geschwänzt.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl  bedeckt  nicht  die  äiisserste  Spitze  der  Mittel- 
zelle, ist  aber  oft  von  kleinen  Flecken  an  der  Wurzel  der  Felder  .S— 5  begleitet  und  erreicht  beim  cf  und  der  ihm 
ähnlichen  Weibchenform  fast  völlig  die  Wurzel  der  Zelle.  Die  Submarginalflecke  sind  beim  ?  auf  beiden  Flügeln 
vorhanden  und  oft  zwei  in  jedem  Felde,  beim  cf  ist  gewöhnlich  nur  der  Fleck  im  Felde  7  der  Vflgl  deutlich  und 
grün.  —  Vflgl  beim  cf  ohne  Filzhaare.  —  J  dimorph;  die  eine  Form  ist  dem  cf  ähnlich  und  hat  grüne  Zeichnungen, 
die  andere  schliesst  sich  den  Arten  euphranor  und  conntantintis  der  vorigen  Gruppe  eng  au:  sie  hat  gelbliche  Zeich- 
nungen und  eine  schmale  Mittelbinde,  welche  die  Wurzel  der  Hflgl  bei  weitem  nicht  erreicht.  Von  den  Arten  der 
vorigen  Gruppe  unterscheidet  sie  sich  durch  die  grossen  hellen  Seitenflecke  des  Schwanzanhanges. 

P.  phorcas.     Die  Mittelzelle  der  Vflgl  einfarbig  schwarz ,   ungefleckt.  —  phorcas  Cr.  (6  c).     Mittel-  phorcas. 
binde  breit   und  lebhaft  grün,    die  Wurzel  der  Hflgl   und    den   innersten  Teil  der  Felder  2—9  der  Vflgl  er- 
reichend,  ihr  Fleck  im  Felde  5  der  Vflgl  vorhanden,   nach  vorn   aber  durch  die  Falte  des  Feldes  begrenzt 
und    demnach    die    Rippe  fi    nicht     erreichend.      Die    Submarginalflecke    1 — 6    der    Vflgl    beim    cf    ganz 
fehlend.     Der  Discalfleck   im   Felde  4  der  Vflgl   nur  5 — 5'/„  mm   lang.     Sierra  Leone   bis   zum   Niger;   Ru- 
wenzori.  —  Die  ?-Forni  thersander  i''.  (6  c)  hat  eine  hellgelblichweisse  Mittelbinde,  die  auf  dem  Hflgl  nur  etwa  ^Acz-sanrfe/-. 
7  mm  breit,  dessen  Wurzel  und  die  der  Felder  2  und  3  auf  dem  Vflgl  frei  lässt;  Discalfleck  5  der  Vflgl  vor- 
handen. —  congoanus  Kothsch.  ist  grösser  als  phorcas  und  mit  breiterer  Mittelbinde,  deren  Fleck  im  Felde  4  congoanus. 
der  Vflgl  7 — 10  mm  lang  ist;  sonst  nicht  verschieden.    Kamerun,  Kongo  und  Uganda.  —  ansorgei  liothsch.  ansorgei. 
(=  tippelskirchi  Suff.)  (6  c)  weicht  von  phorcas  dadurch  ab,  dass  der  Discalfleck  im  Felde  5  der  Vflgl  völlig 
fehlt;  die  Submarginalflecke  sind  auch  beim  cf  deutlich.    Brit.  Ost -Afrika;  Uganda.  —  ?-Form  thersandroides  t/ier- 
Äiirir.     Entspricht  der  ?-Form  thersandcr  von  phorcas   und  unterscheidet  sich  von  ihm  nur  durch  das  Fehlen  sandroides. 
der  Discalflecke  im  Felde  5  der  Vflgl.  —  nyikanus  B.  u.  ./.  (?  =  leopoldi  Üu^'.  ?).     Discalfleck  im  Felde  5  nyikanus. 

xni  3 


i8  PAPILIO.     Von  Dr.  C.  AurivilUus. 

der  Vflgl  vorhanden,  aber  klein ;  dei-jenige  im  Felde  C  sehr  klein,  nicht  grösser  als  der  in  Feld  7.     Nyassa- 
casphor.  land   und   Deutsch  Ost- Afrika.  —  casphor  .S«//'.     Discalfleck   im   Felde  5   der  Vtlgl   gross,    die  Rippe  ß    er- 
reichend; die  Mittelbinde  also  ganz  zusammenhängend;  sonst  wie  phorais  und  congoaniis  gezeichnet.    Deutsch- 
Ost -Afrika:  Tabora. 

nandina.  P.  nandina  A'.  n.  .1.    Die  Vtlgl   mit   einem   grossen   hellen    Flecke   in   der  Mittelzelle,   der   sich   der 

Discalbinde  anschliesst;  die  DiscalJjinde  hellgelblich,  etwas  grünlich  angeflogen  und  mit  zwei  Flecken  im 
Felde  5  der  Vflgl;  sonst  ganz  wie  bei  phorcas  gebildet.     Brit.  Ost -Afrika. 

Nireus-Gruppe. 

Hlb  den  Analwinkel  der  llllgl  nicht  erreichend.  Die  Flügel  ohcn  .schwarz  mit  bhiueu  oder  griinliclien  Zeich- 
nungen. Die  Htlgl  an  der  Ri])pe  4  geeckt  oder  geschwänzt.  Der  Körper  unten  schwarz  mit  oder  ohne  weisse 
Puuktflecken.  Die  Stirn  weis.s  punktiert.  Die  cfcT  ohne  Filzfiecke.  Die  Mittelbinde,  welche  nur  beim  ?  von  phor- 
hanta  völlig  fehlt,  ist  gegen  den  Aiialwinkel  der  Hflgl  gerichtet  und  dort  fast  immer  durch  die  Rippe  Ib  begrenzt; 
sie  en-eicht  niemals  die  Wurzel  der  Htlgl.  Die  Rp  ist  am  dritten  Gliede  verdickt  und  von  dort  nach  vorn  schnell, 
nach  hinten  allmählich  verjüngt;  das  erste  und  letzte  Glied  liaben  jedes  zwei  weit  getrennte  Dornsi)itzcn.  Die  Pj)  hat 
einen  zwois])itzigen  Ko])f  und  eine  hohe  Erhabenheit  am  Mittelrücken,  von  oben  gesehen  ist  sie  am  zweiten  Hlb- 
gliede  Jederseits  stark  winkelig  verbi-eitert. 

1.  Untergruppe. 

Die  Hflgl  an  der  Rippe  4  mit  einem  deutlichen  freien,  wenigstens  (1  mm  langen  Schwanz,  welcher,  wenn 
nichts  anderes  angegeben  wird,  einfarbig  schwarz  ist. 

mangowa.  P.  mangoura  Hcir.     Schwanz  der  Htlgl  mit  weisser  Spitze;   die  Hflgl   unten  mit  heller  Mittelbinde, 

aber  ohne  Submarginaltlecke ;  die  beim  cT  blaue,  beim  ?  gelbe  Discalbinde  der  Oberseite  am  Vrde  der  Vflgl 
tief  gegabelt,  indem  sie  auch  einen  Fleck  nahe  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  hat;  die  Vflgl  mit  einer  fast 
geraden  Reihe  von  7  blauen  (cf)  oder  liellgelblichen  (?)  Submarginalflecken  in  den  Feldern  2—8;  die  Hflgl 
oben  ohne  Submarginaltlecke,  aber  mit  weissen  (cf)  oder  gelblichen  (?)  beim  ?  sehr  grossen  Saummöndchen. 
Schliesst  sich  dem  P.  delalandei  sehr  nalie  an.     Madagaskar. 

dwropus.  P.  charopus   Westir.  (fia).     Die  Spitze  der  Vflgl  ausgezogen  und  ihr  Aussenrd  darum  am  Ende  der 

Kippen  5  und  (j  deutlich  ausgeschnitten;  die  Vflgl  unten  mit  vier  grossen  gelblichen  Submarginalflecken  in 
den  Feldern  ib — 4:  die  blaue  Mittelbinde  der  Oberseite  nach  hinten  allmähhch  und  sehr  stark  erweitert,  so 
dass  die  Flecke  der  Felder  2  und  8  der  Hflgl  sehr  lang  sind  und  viel  mehr  als  die  Hälfte  ihrer  Fehler  be- 
decken ;  die  Submarginaltlecke  der  Hflglunterseite  von  der  Farbe  des  Grundes  und  darum  nur  durch  ihre 
silbernen  Ringe  angedeutet.     Ashanti  bis  Kamerun. 

hornimani.  P.  hornimani  J)ht.  ((Ja)  weicht  von  der  vorigen  Art  nur  dadurch  ab,  dass  die  Mittelbinde  der  Ober- 

seite nach  hinten  nur  wenig  erweitert  ist,  so  dass  die  Flecke  der  Felder  2  und  3  der  Hflgl  nur  ein  Drittel 
oder  ein  Viertel  iiirer  Felder  bedecken  und  kaum  doppelt  so  lang  wie  breit  sind;  die  Submarginalflecke  der 
Hflglunterseite  beim  cf  gelb,  scharf  hervortretend,  beim  ?  wie  bei  charopus.     Deutsch  Ost -Afrika. 

oribazus.  P.  oribazus  Bsd.  (6a).     Aussenrd  der  Vflgl  fast  gerade;  die  Vflgl  unten  mit  violetten  oder  weiss- 

liclien  Submarginalflecken  in  den  Feldern  Ib — 4;  die  Mittelbinde  der  Oberseite  fast  gleich  breit  und  wenig- 
stens bis  zur  Rippe  5  der  Hflgl  zusannnenhängend ;  der  Discalfleck  im  Felde  2  der  Hflgl  bedeckt  nicht  die 
innerste  Wurzel  des  Feldes  und  derjenige  des  Feldes  1  c  erreicht  nicht  die  Mittelzelle.     Madagaskar. 

epiphorbas.  P.  epiphorbas  Bsd.  (6  b)  weicht  von  oribazus  dadurch  ab,  dass  die  blaue  oder  grünliche  Mittelbinde 

der  Oberseite  in  den  Feldern  la  und  Ib  der  Vflgl  vöüig  fehlt  {&)  oder  wenigstens  im  Felde  Ib  (?)  unter- 
brochen ist,  und  dass  die  Vflgl  unten  keine  Submarginalflecke  haben.  Der  Discalfleck  im  Felde  2  der  Hflgl- 
oberseite  erreicht  die  Wurzel  des  Feldes  und  derjenige  des  Feldes  Ic  die  Mittelzelle;  beim  cf  kommen  auf 
der  Unterseite  der  Hflgl  wenigstens  1 — 2,  gewöhnlich  mehrere  scharf  hervortretende  gelbe  Submarginalflecke 
vor.     Die  Rp  soll  einfarbig  grün  ohne  Zeichnungen  sein.     Madagaskar. 

2.  Untergruppe. 

Die  Hflgl  zwischen  den  Rippen  2  und  4  breit  ausgezogen  und  au  der  Rippe  4  mehr  oder  weniger  scharf 
geeckt  oder  gelajipt,  nicht  aber  mit  einem  freien  Schwänze;  bei  phorlxintu,  wo  dieser  Lappen  am  längsten  ist,  misst 
er  nur  3  nun.  Die  Submarginalflecke  der  Hliglunterseite  sind  beim  c/'  scharf  begrenzt,  goldgelb  bis  weiss,  beim  ? 
undeutlich,  nebelig,  weisslich. 

phorbanta.  P.  phorbanta  L.  (=  dis])arilis  Bad)   (6  b  i).     Die   blaue   Mittelbinde    der   Oberseite   fehlt   entweder 

völlig  (?)  oder  wenigstens  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  "der  Vflgl  (cf) ;  sie  ist  beim  cf  gegen  den  Analwinkel 
der  Hflgl  spitz  ausgezogen ;  die  Submarginalflecke  der  Oberseite  sind  beim  tf  blau  und  fehlen  auf  dem  Vflgl, 
beim  ?  gross  imd  weisslich  und  auf  beiden  Flügeln  vorhanden.  Rp  oben  lebhaft  grün  mit  gell)er  Seiten- 
nana.  linie  und  gelber,  gebogener  Querlinie  am  Glied  3,  unten  siiberweiss.  Pj)  grünlich.  Bourbon.  —  nana  Oherlh. 
ist  eine  kleinere  Lokalrasse,  welche  auf  den  Seychellen  vorkommt. 


PAPILIO.     Von  Dr.  C.  Alrivillus.  lij 

P.  manlius  /'.   (=--  phorl)aiita  Bsd.).     Die  Discalbinde   der  Vflgl   bei  beiden   Geschlechtern  nur  aus  numlius. 
drei  Flecken  (in  den  Feldern  3,  4  und  in  der  Mittelzelle)  gebildet ;  diejenige  der  Hflgl  kurz,  nur  die  Wurzel 
der  Felder  2  und  3  bedeckend   und   dort   quer   abgeschnitten;   beide  Flügel   oben  mit   blauen  Submarginal- 
flecken;  die  Vflgl  des  o"  führen  jedoch  davon  nur  sehr  wenige.     Insel  Mauritius. 

P.  nireus.     Die  Vflgl  oben  höchstens  mit  zwei  blauen  Submarginalflecken  in  den  Feldern  7  und  8; 
selten   beim  ?  mit   mehreren   aber   gelben  Submarginalflecken;    die  blaue  (</)  oder  grünliche  (?)  Mittelbinde 
ist  am  Hrde   der  Vflgl  2-7  und   in    der  Mitte    der  Hflgl  4-12  mm    breit   und   nach   hinten   nur  wenig   er- 
weitert; der  Fleck  im  Felde  2  der  Hflgl  bedeckt  nicht  vöUig  die  Wurzel  des  Feldes  und  der  schmale  Fleck 
im   Felde  Ic   erreicht   nicht   die   Mittelzelle;   die  Vflgl   unten   fast   immer  ganz   ohne   Submarginalflecke.  — 
nireus  L.  (.5a).    Mittelbinde  der  Vflgloberseite  gut  entwickelt;  ihre  Flecke  der  Felder  2—4  nach  aussen  quer  nireus. 
abgeschnitten;   der  Discalfleck  im  Felde  2  der  Hflgl  ist  sehr  lang   und   analwärts   länger   als   der  Fleck  im 
Felde   Ic  ausgezogen.    Sierra  Leone  bis  Angola  und  Uganda.  —  lyaeus  IM.  (5  b).    Die' Mittelbinde  schmäler,  lyaeus. 
aber  vollständig;    ihr  Fleck   im  Felde  2    der  Hflgl   ist   kürzer   und   reicht   nicht   so  weit   analwärts,   wie   der 
Fleck    in    1  c.      Rp    oben    grün,    unten    weisshch,    auf   Ring    7    und   8   jederseits    mit    einem    weisshchen 
schiefen  Längsstriche  und  auf  dem  dritten  Ring  mit    einem  Gürtel  von  ringförmigen  Flecken.     Kap-Kolonie 
bis  Angola  und  Brit.  Ost -Afrika.  —  &  ab.  aelyus  .S«/f'.  weicht  von  lyaeus  nur  dadurch  ab,  dass  der  Discal-  ac/yus. 
fleck  im  Felde  la  der  Vflgl  völlig  fehlt   und   der  im  Felde  Ib  in  zwei  geteilt  ist.     Deutsch  Ost -Afrika.  — 
pseudonireus  Fldr.  (=  donaldsoni  Km.  Sharpe)  (6a).    Die  Jlittelbinde  fehlt  auf  den  Vflgln  völlig  oder  ist  nur  pseudonireus. 
durch    einige   sehr   kleine  Flecke  vertreten;    auf  den  Hflgln  ist  sie  wie  bei  lijacK»  gebildet.     Somaliland   und 
Abyssinia.   —   aristophontes  Obnih.     Das  cf  weicht  von  nireux  nur  dadurch  ab,   dass  die  Discalflecke  der  aristo- 
Felder  2  und  3  der  \'flgl  länger  und  nach  aussen  lang  zugespitzt  sind;  das  ?  dagegen  ist  ganz  verschieden,  phontes. 
die  Submarginalflecke  beider  Flügel  sind  ojjen  und  unten   gut   entwickelt   und  gelblich,    die  Mittelbinde  der 
Oberseite  ist  grünlichgelb  und  die  Grundfarbe  beider  Flügel  ist  braun.     Insel  Gross-Gomoro. 

P.  sosia  //.  u.  .7.    Die  Vflgl  oben  in  den  Feldern  Ib  — 8  mit  deutlichen,  kleinen,  gewöhnhch  doppelten  sosia. 
Submarginalpunkten,  unten  aber  ohne  grosse  Submarginalflecke;  die  Mittelbinde  fast  wie  bei  nircHü  gebildet, 
ihr  Fleck  im  Felde  2  bedeckt  jedoch  die  Wurzel  des  Feldes,   ist  aber  analwärts  länger  ausgezogen  als  der 
Fleck  in  1  c,  der  die  Mittelzelle  nicht  en-eicht.     Sierra  Leone  bis  zum  Kongogebiete  und  LIganda. 

P.  aethiops  li.  i<.  J.     Vflgl  oben  ohne  blaue  Submarginalpunkte  in  den  Feldern   1  b — 6,  unten  aber  aethiops. 
mit  grossen,   gelblichen  Submarginalflecken  in  den  Feldern   Ib — 4;    die  blaue  Mittelbinde  der  Oberseite  auf 
den  Vflgln  fast  gleich  breit   und   nach   aussen   an  den  Rippen   eingeschnitten,   auf  den  Hflgln  schmäler  als 
bei  hrontcs  und  die  Wurzel  des  Feldes  2  nicht  bedeckend,   ihr  Fleck  in  ic  ganz  kurz,  die  Mittelzelle   nicht 
erreichend.     Somaliland  und  Abessinien. 

P.  thuraui  Kavsch.    Beide  Flügel  oben  schwarzbraun  ohne  Mittelbinde,  aber  mit  blauen  Submarginal-  thnraui. 
flecken  und  die  Vflgl  noch  in  der  Mitte  zwischen  der  Spitze  der  Mittelzelle  und  dem  Saume  mit  drei  blauen 
Fleckchen   in  den  Feldern  3,  4  und  6 ;   die  Vflgl  unten   mit  vier  grossen   gelblichen  Submarginalflecken  in 
den  Feldern   ib — 4.     Deutsch  Ost-Afrika:  Ubena. 

P.  cyclopis  B.  11.  J.    Die  Mittelbinde  der  Oberseite  sehr  verschmälert  und  auf  den  Vflgln  in  Flecke  cyclopis. 
aufgelöst ;   ihr  Fleck  im  Felde  2  der  Hflgl  bedeckt  nicht   die  Wurzel  des  Feldes   und   der  Fleck  in   1  c  er- 
reicht nicht  die  Mittelzelle ;  die  Vflgl  unten  mit  grossen  gelben  Submarginalflecken  in  1  b — 4.    Vielleicht  nur 
eine  Form  von  thm-aid.     Nyassaland. 

P.   bromius.      Die    blaue    oder   grünliche   Mittelbinde    der  Oberseite   ist   breit,    am   Hrde   der  Vflgl 
10 — 14  mm,  in  der  Mitte  der  Hflgl  10-17  mm  breit  und  nach  hinten  deutlich  erweitert;  ihr  Fleck  im  Felde  2 
der  Hflgl  bedeckt  immer  vollständig  die  Wurzel  des  Feldes  und  der  Fleck  in   1  c  ist  sehr  lang  und  erreicht 
immer   die  Mittelzelle.    —   bromius  Dbl.  (5  b,  c).     Der  grünblaue  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgloberseite  bromius. 
erreicht  wurzelwärts  wenigstens  die  Mitte  des  Feldes  2 ;  die  Vflgl  unten  ohne  grosse  gelbliche  Submarginal- 
flecke,   höchstens   mit    einigen   kleinen  Punkten  nahe    am  Saume.     Sierra  Leone  bis  zum  Kongogebiete  und 
Äquatoria.  —  chrapliowsliii  Suff.  (5  c).    Der  blaue  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgloberseite  erreicht  würzet-  dirapkowskti. 
wärts    etwa    die    Mitte    des    Feldes  2;    die   Vflgl    unten    mit    grossen    gelblichen    Submarginalflecken    in    den 
Feldern  lb--4.     Brit.  Ost-Afrika:  Nairobi.  —  brontes  Godm.  (5a).     Die  blaue  Mittelbinde  der  Oberseite  ist  brontes. 
etwas  schmäler  als  bei  bromius  und  ihr  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  erreicht  wurzelwärts  höchstens  die 
Rippe  3 :    die  Vflgl   unten   mit   grossen  gelbhchen  Submarginalflecken  in  den  Feldern   1  b— 4.     Deutsch  und 
Britisch  Ost -Afrika. 

Demoleus-Gruppe. 

Hlb  den  Analwiukel  nicht  erreichend.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  am  Analwinkel  im  Felde  1  c  mit  einem 
schwarzen,  blauen  und  roten  Augenflecke  und  wenigstens  unten  auch  mit  einem  ähnlichen  Augenflecke  am  Vrd  im 
Felde  7.  Die  Flügel  schwärzlich  mit  hellgelber  Mittelbinde  und  hellgelben  Submargiual-  und  Saumflecken.  Rp  mit 
einem  kurzen  Dorn  auf  jeder  Seite  des  ersten  und  vorletzten  Ringes.  Die  Pp  mit  zweispitzigem  Kopfe  und  nach 
vorn  gerichtetem  Höcker  des  Mittelrückens. 


20  PAl'ILIO.     Von  Dr.  C.  Aikivillius. 

denwleus.  P.  demoleus  L.   (vgl.  Pars  I,   l^d.  1,   Taf.  6b).     Unterscheidet    sich    von    (hmodociis    unter    anderem 

dadurch,  dass  der  Augenfleck  am  Analwinkel  der  Hflgl  fast  ganz  rotbraun  ist.  Diese  im  indischen  Gebiete 
sehr  häufige  Art  kommt  auch  in  Arabien  bei  Muscat  vor. 

P.  demodocus.     Die  Flügel   oben   schwärzlich  mit  gelben  Zeichnungen,  welche  so,   wie   die  Figur 
(4a)  zeigt,    angeordnet   sind;   die  Wurzelhälfte  der  Mittelzelle  der  Vtlgloberseite  mit  Oiiorreihen  von  kleinen 
gelben  Punkten ;  die  Discaltlecke  der  Felder  2  und  S  dei'  Vflgl  unregelmässig  geeckt ;  der  rote  öubmarginal- 
tleck  im  Felde  1  c  der  Hflgl,  der  den  äusseren  Teil  des  Augenfleckes  bildet,  grenzt  unmittelbar  an  den  gelben 
demodocus.  Saumtleck  desselben  Feldes.  —  demodocus  I'-s}).  (4a).     Die  Hflgl  an   der  Rippe  4  nur  etwas  länger   als  an 
den  anderen  Rippen  geeckt;   die  hellen  Flecke  der  Oberseite  schwefelgelb;   die  schwarze  Spitze   der  Mittel- 
zelle  der  Hflgl   nicht  von   der  Grundfarbe   getrennt.     Überall   in   der  äthiopischen  Region   häufig,   nur  auf 
docusdemo.  Madagaskar  selten  und  dorthin  vielleicht  eingeführt.  —  ab.  docusdemo  Nw//'.  hat  die  hellen  Flecke  der  Ober- 
seite grösser  und  die  schwarze  Zellspitze  der  Hflgl  durch  schwefelgelbe  Flecke  in  den  Wurzeln  der  Felder  2 — 6 
albicans,  völlig   eingeschlossen.     Deutsch   Ost-Afrika:   Tabora.   • —   Bei  ab.  albicans  <S'«/7'.    sind   die   Zeichnungen   der 
nubila.  Oberseite  weiss.  Kamerun.  —  Die  Form  mit  ledergelben  Flecken  der  Oberseite  ab.  nubila  Capr.  (4a)  ist  nur  auf 
bennetti.  dunkel   verfärbte  Stücke   begründet.   —  Bei   bennetti  DLrcii  sind   die  Flecke  der  Oberseite  viel   kleiner  als 
bei  demodocus  und  auf  den  Vflgln  völlig  getrennt;  die  JMittelhinde  der  Hflgl  ist  in  der  Mittelzelle  nur  4  nun 
breit;  die  Hflgl  an  der  Rippe  4  kurz  geschwänzt.     Insel  Sokotra. 

erititonioides.  P.  erithonioides  Smith  (9  b).    Die  Wurzelhälfte  der  Vflglmittelzelle  mit  Querreihen  von  kleinen  gelben 

Punkten;  der  rote  Submarginalfleck  im  Felde  Ic  der  Hflgl,  der  hinter  dem  blauumzogenen  Augenflecke 
liegt,  ist  durch  einen  viereckigen  schwarzen  Fleck  fast  völlig  von  dem  gelben  Saumflecke  desselben  Feldes 
getrennt;  die  Hflgl  beim  cT  nur  gelappt,  beim  ?  geschwänzt;  die  Zeichnungen  der  Oberseite  hellgelb  und 
wie  bei  demodocus  gebildet.     Madagaskar. 

moron-  P.  morondavana  Smith.    Der  Wurzelteil  der  Vtlgloberseite  nur  mit  gelben  Schuppen  gleichförmig  be- 

davana.  streut;  die  Discalllecke  2  und  3  der  Vflgl  elliptisch  abgerundet;  die  Hflgl  an  der  Rippe  4  geschwänzt;  sonst 
dem  driiiodociis  sehr  ähnlich.     Madagaskar. 

P.  menestheus.    Die  Hflgl  an  der  Rippe  4  mit  einem   14 — 20  inni  langen,  au  der  Spitze  erweiterten 
und  vor  der  Spitze  jederseits  hell  gefleckten  Schwänze.     Die  Flügel  mit   einer  gemeinsamen   hellen  Mittel- 
binde,  die   auf  den  Vflgln  mehr  oder  weniger  in  Flecke   aufgelöst  ist,   und   mit  hellen  Submarginalflecken, 
von  denen  diejenigen  der  Felder  Ib  — 7  der  Vflgl  gleich  gross  sind   und  in    einer  geraden  Linie  liegen   und 
die   der  Felder  Ic  und  7  der  llilgl    rot    siiul.     Die   Stirn   schwarz    mit    zwei    gelben  Längshnien.     Die  Vflgl 
menestheus.  beim  cf  oben  mit  breiten  Filzstreifen  an  den   lüppen    1—4.     Bei  menestheus />*■«;•//  sind  die  Zeichnungen  der 
Oberseite   hellgelb;    die  Mittelbinde  der  Vflgl  am  Vrd   deutlich    wurzelwärts    gebogen,    indem   der  Fleck    des 
Feldes  7  in  der  Wurzel  des  Feldes  und  der  Fleck  in  S  zum  grössten  Teil  vor  dem  Ursprünge  der  Rippe  8 
liegt;  die  Discaltlecke   la     (i  der  Vflgl  nach  aussen  zugespitzt  oder  abgerundet;  die  Vflgl  59  — (57  mm  lang. 
pygmaeus.  Sierra  Leone  bis  Kamerun.  —  ab.  pygmaeus  .iiirir.  hat  die  Zeichnungen  der  Oberseite  weiss,  und  die  Vflgl 
lormieri.  sind  nur  etwa  45  mm  lang.  Kamenui.  —  lormieri  Dist.  (.sh)  weicht  \ox\  mniesfheiis  dadurch  ah,  dass  die  Mittt'll)iiule 
der  Vflgl  bis  zum   \'rd  fast  i^anz  gerade  verläuft,  indem  tler  Discaltleck  des  Feldes  7  hinter  der  Wurzel  des 
Feldes   liegt    und    der    Fleck    in  8  ganz   oder   zum    grössten  Teil   hinter   dem   Ursprünge   der  Rippe  8  liegt. 
oplii-  Gabun,  Kongogebiet;  iMailagaskar.         ophidicephalus  Ohcrth.  (Sa)  ist  eine  Form,  die  von  vielen  Verfassern 
dicephalus.  ^\^  selbständige  Art  betrachtet  wird.     Sie  kommt  dem  t\|)ischen   menestheus   sehr   nahe    und    ist  von    diesem 
kaum  scharf  zu  unterscheiden;  die  gelben  Zeichnungen  sind  etwas  grösser,  die  Mittelbinde  der  \i\g\  darum 
etwas   mehr   zusammeidiängend    und    am  Vrd   wie    erwciterl.   weil    ihre  Flecke   in   den  Feldern  7  und  8  ge- 
wöludicli  grösser  als  bei  meiwstheu.^  sind;    die  Discaltlecke  2     (i  der  Vtlgl   sind  gewöhnlich   nach   aussen   fast 
(|uer  altgeschnitten,  bisweilen  jedoch,  ganz  wie  bei  menestheus,  abgerundet;  die  Submarginalffecke  der  Vflgl- 
unterseite  sind  vergrössert  und  bilden  eine   fast  zusanunenhängende  Submarginalbiude;   die  Auiienflecke  der 
phalusco.  Hflgl    sind    etwas  gi'össer    und  deutlicher.     Kapkolonie  bis   Hriiiscli  Ost -Afrika.  ab.  phalusco  Suff,  ist  da- 

durch ausgezeichnet,  dass  die  Discaltlecke  7  und  8  der  Vflgl  saumwärts  so  verlängert  sind,  dass  die  Mittel- 
binde eine  gerade  Linie  bildet.     Natal. 

B    Aristolochienfalter. 

Von  dieser  Abteilung,  welche  in  Asien  und  Amerika  durch  zahlreiche  Arten  vertreten  wird,  kommt 
in  der  äthiopischen  Region  nur  eine  einzige  xVrt  vor.  Es  genügt  darum,  hier  auf  die  Kennzeichen  dieser 
Gru])pe,  wie  sie  liei  der  Behandlung  dei'  anderen  Faunengebiete  angegeben  sind*),  zu  verweisen. 

antenor.  P.  antenor  Dr.  (9c).     Schwanz,   Kopf  und  Halskragen  rot;  Hll)  weisslich,   mehr  oder  weniger  rot 

angeflogen;  Hflgl  an  der  Rippe  4  lang  geschwänzt;  Flügel  beiderseits  schwarz,  hinter  der  Mitte  der  Hflgl 
mit  grauen  Schuppen  bestreut,  beide  mit  grossen  gerundeten  weissen  (cf)  oder  weissgrauen  (?)  Discal-  und 


*)  Vgl.  Bd.  ],  \^.  8;  Bd.  5,  p.  12,  Bd.  ii,  \<.  11. 


PAPILIO.     Von  Dr.  G.  Aurivillius.  21 

Submarginaltlecken,  sowie  mit  drei  solchen  Flecken  in  der  Mittelzelle  der  Vtlgl  und  einem  in  der  Zelle  der 
Hflgl;  die  Submarginaltlecke  der  Felder  lc-5  der  Hflgl  sind  lebhaft  rot  (cf)  oder  rötlich  (?)  ausgefüllt. 
Die  Rp  ist  weisslich  und  hat  auf  jedem  Ring  6—8  rötliche  fleischige  Zapfen;  sie  lebt  auf  einer  Combre- 
tacee,  Quisqualis  Grandidieri  Baill.  Pp  grünlich  gefärbt  und  stark  S-förmig  gebogen;  die  drei  mittleren 
Glieder  des  Hlbs  haben  oben  je  zwei  kurze  Zapfen.  Die  Gesclüchte  dieser  prächtigen  Art  ist  recht  eigen- 
tümhch.  Wie  auch  (mfimacliia  wurde  sie  zuerst  von  dem  englischen  Sammler  D.  Deury  in  seinem  Werke 
»lUustrations  of  Natural  History«  beschrieljen  und  abgebildet.  Deury  kannte  das  Vaterland  von  anterior 
nicht  und  noch  183G  hatte  Boisduval  kein  Stück  dieser  Art  gesehen,  teilte  aber  mit,  dass  sie  nach  einer 
Angabe  Hopes  aus  Timbuktu  im  westlichen  Sudan  stammen  sollte.  Erst  viel  später  wurde  es  bekannt,  dass 
(üitcHor  auf  Madagaskar  lel)t,  wo  er  nur  an  der  West-  und  SUdküste,  nicht  aber  im  Urwaldgebiete  vorkommt. 
imtemr  schliesst  sich  den  ostindischen  Aristolochienfaltern  an  und  ist  einer  der  vielen  Beweise  dafür,  dass  die 
Fauna  Süd -Asiens  nähere  Beziehungen  zu  der  Fauna  Madagaskars  als  zu  derjenigen  des  afrikanischen  Fest- 
landes hat. 

C.  Segelfalter. 

Diese  Abteihnig  ist  im  äthiopischen  Gebiete  durch  zahlreiche  Arten  vertreten.  Die  Arten  sind  durchschnitt- 
lich kleiner  und  schwächer  gebaut  als  die  der  ersten  Abteihmg.  Sie  können  in  6  Gruppen  eingeteilt  werden,  von 
denen  die  vier  ersten  abgerundete,  nicht  geschwänzte  Hflgl  haben.  Die  ??  der  meisten  Arten  sind  in  den  Samm- 
lungen sehr  selten  und  teilweise  sogar  noch  unbekannt;  sie  weichen  nur  wenig  von  den  cfc/*  ab. 

Ridleyanus-Gruppe. 

Hflgl  al)gerun(let,  ohne  Schwanz.  Die  Stirn  jederseits  breit  golli,  nur  in  der  Blitte  schmal  schwarz.  Die 
Palpen  einfarbig  gelb.  Die  Flügel  oben  schwarz  und  rot,  den  Arten  der  Gattung  Acntea  ähnlich  gezeichnet.  Frühere 
Stadien  unbekannt. 

P.  ridleyanus    White  (la).     Vtlgl   schwarz,   stellenweise   halbdurchsichtig,   mit   einer  Halbbinde  von  ridleyanus. 
5  roten  Flecken  in  den  Feldern  1  a— 4  und  zwei  tiefschwarzen,  jederseits  geD]  gesäumten  Querflecken  in  der 
Mittelzelle;  Hflgl  oljen  rot  nut  schwarzer  Saund)inde  und  Wurzel  und  einigen  schwarzen  Flecken.    Von  Lokoja 
am  Niger  bis  Angola,  der  Aipiaforprovinz  und  Bukoba  am  Viktoria  Nyanza. 

Pylades-Gruppe. 

Die  Hflgl  ungeschwänzt,  an  den  Rippenenden  geeckt.  Die  Stirn  jederseits  mit  einem  weissen  oder  roten 
Punkt  oder  Strich.  Die  Palpen  weiss.  Die  P^lügel  oben  weiss  und  schwarz,  unten  an  der  Wurzel  rot  oder  rotbraun. 
Die  Unterseite  der  Flügel  hat  bei  allen  Arten  dieselbe  weisse  Grundzeichnung.  Diese  l)esteht  auf  den  Vflgln  aus 
8  Submarginalflecken,  die  dicht  am  Saume  stehen;  9  Discalflecken  (in  la — 8),  von  denen  die  der  Felder  b,  6  und  8 
fast  immer  klein  und  doppelt  sind,  und  aus  vier  Querflecken  oder  Querbinden  in  der  Mittelzelle.  Die  Hflgl  haben 
unten  eine  breite  weisse  Querbinde,  die  sich  vom  Vrde  wenigstens  bis  zur  Rippe  2  erstreckt,  fast  die  ganze  Mittel- 
zelle bedeckt  und  dincli  einen  dimklen  Läugsstrahl  des  Feldes  Ic  vom  weissen  Irdf'elde  Ib  getrennt  ist.  Im  breiten 
dunklen  Saumliaude  führen  die  Hflgl  6  Submarginalflecke,  von  denen  che  der  Felder  1—4  bisweilen  gespalten  sind, 
und  3—4  Subdiscalflecke  in  den  Feldern  2 — 5;  diese  können  auch  doppelt  und  in  zwei  Reihen  geordnet  sein.  Die 
Haare  der  Irdsfalte  der  Hflgl  des  cf  sind  lang  und  gelblichweiss.  Die  ausgewachsene  Rp  hat  nicht  nur  auf  dem 
ersten  und  vorletzten,  sondern  auch  auf  dem  zweiten  und  dritten  Ring  je  zwei  weit  getrennte  Dornen.  Der  lange 
Höcker  des  Mittelrückens  der  Pp  ist  schräg  mich  vorn  gerichtet  und  erstreckt  sich  fast  ebenso  weit  vorwärts  wie 
die  Kopfspitze. 

P.  endochus  Bsd   (7c).     Die   Hflgl   unten"  mit   4—5   freien   roten    Subdiscalflecken    in    Ic— 5.     I>ev  endodtus. 
weisse  Wurzelteil  der  Flügeloberseite  ist  selir  gross,   erreicht   auf  den  Vflgln  fast  die  Spitze  der  Mittelzelle 
und  erstreckt  sich  auf  den  Htlgln  ül)er  die  Mittelzelle  hinaus;   die  schwarzen  Teile  der  Oberseite  sind  ganz 
ungefleckt,  mit  Ausnahme  von  einem  kleinen  Fleck  im  Felde  7  der  Hflgl.     Madagaskar. 

P.  pylades.     Die  Hflgl  unten  ohne  rote  Flecke  in  der  Sauml)inde;   beide  Flügel   oben   mit  weissen 
Flecken  in  der  Saumbinde;   Hlb  jederseits   mit    einem   breiten   gelben  Seitenstreifen;    die  Spitze  der  Mittel- 
zelle der  Vflgl  mit  zwei  weissen  Flecken,  einem  in  der  Vorder-  und  einem  in  der  Hinterecke.  —  pylades  F.  (7  c).  pylades. 
Der  Discalfleck  im  Felde  3  der  Vflgl  füllt  die  Wurzel  dieses  Feldes  völlig  aus  und  ist  sowohl  mit  dem  Hrds- 
fleck   der  Zelle   wie   mit   den  Discalflecken    der   Felder  la— 2   zu   einem   grossen   weissen   Felde   vereinigt. 
Senegal,  bis  zum  Weissen  Nil,  südlich  nur  bis  zum  nördhchsten  Teil  des  Kongostaates.  —  angolanus  Goeze  (7b).  angolanus. 
Der  Discalfleck  im  Felde  3  fehlt  ganz  oder  ist  klein  und  völlig  frei,  die  Wurzel  des  Feldes  nicht  erreichend; 
die  Mittelzelle  der  Vflgl  ohne  weissen  Hrdsfleck   oder  nur  mit  einem  kleinen  solchen  Flecke.     Vom  Kongo- 
gebiete  südlich   bis   Natal   und   östhch  bis   Brit.  Ost-Afrika.  —  ab.  lapydes  Suff,  weicht   nur   dadurch  von  lapydes. 
(inciolanua  ab,  dass  die  Mittelzelle  der  Vflgl  einen  Hrdsfleck  hat,  der  jedoch  nur  die  Rippe  3  erreicht.    Deutsch 
Ost -Afrika:  Kilossa. 

P.  morania,  Die  Hflgl  unten  ohne  rote  Mecke  in  der  Saumbinde;  beide  Flügel  oben  mit  weissen 
Flecken  in  der  Saumbinde;  Hlb  ohne  zusammenhängenden  gelben  Seitenstreif,  höchstens  mit  drei  gelben 
Seitenfleckchen    am    2. — 4.    Ringe ,    dagegen    mit    dreieckigen    schwarzen    Seitenflecken.     Die    Spitze    der 


22  PAPILIU.     Von   Dr.  C.  Airivillius. 

Mittelzelle  der  Vflgl  entweder  durch  einen  einzigen  weissen  Flec-k  ertullf  oder  mit  zwei  Flec-ken,  die  jedoch 
inorania.  nur  schmal  oder  unvollständig  getrennt  sind.  —  Bei  morania  Anya.^  (71),  c)  ist  der  üiscaltleck  im  Felde  2 
der  Vflgl  gross  und  füllt  die  Wurzel  des  Feldes  völlig  aus :  die  weissen  Subdiscaltlecke  der  Felder  2 — 5  der 
Hflgloberseite  liegen  näher  am  Irde  als  am  Aussenrde  der  schwarzen  Saumbinde;  die  Zeichnungen  gelblich 
laboraniis.  oder  grünlichweiss.  Ovamboland  bis  Delagoa-Baj-.  -  taboranus  ÜbirUt.  (7b)  hat  die  Zeichnungen  der  Über- 
seite schneeweiss;  der  Discalfleck  im  Felde  2  der  A'Ugl  ist  kleiner,  die  Wurzel  des  Feldes  nicht  erreichend 
und  liegt  ganz  frei ;  die  weissen  Subdiscalflecken  der  Hflgloberseite  liegen  fast  in  der  Mitte  der  Saumbinde. 
N^assaland  und  Deutsch  Ost -Afrika. 

Tynderaeus-Gruppe. 

Hflgl  ungeschwänzt,  mit  abgerundetem,  an  den  ßij)j)enenden  tieecktcni  oder  nur  gewelltem  Saume.  Die 
Flügel  oben  schwarzl)raun  mit  grünen  Flecken.  Die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  mit  einem  oder  mehreren  getrennten 
schwarzen  Punkten  oder  Flecken  und  deutlichen  schwarzen  Punkten  oder  Flecken  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  und 
im  Wurzelteil  der  PVlder  Ic— 7.  Diese  Gruppe  verbindet  die  vorhergehende  mit  der  folgenden,  indem  cynius  sich 
an  momnia  und  hitnilliunus  sich  an  fulli-ri  anschliesst.  Die  Geschlechter  sind  einander  ähnlich;  die  Entwicklungs- 
stadien noch  unbekannt. 

P.  cyrnus.    Die  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  breit  rot;  die  Rippen  der  Htlglunterseite  breit 

lot  oder  braun  gesäumt;   die  Vtlgl  mit  8  einfachen  Submarginaltleckeu,  <S  — 10  Discalflecken  und  3  Flecken 

in  der  Mittelzelle,  die  Htlgl  mit  einem  grossen  Flecke  in  der  Mittelzeile,  5  Discalflecken  und  5  Submarginal- 

cyrmis.  flecken   in   den  Feldern  1  b— 5.  —  cyrnus  Bsd.  (3  c).     Der  Discalfleck  im  Felde  1  a  der  Vflgl  fehlt  und  die 

nuscyrus.  Flecke  in  Ib  — 3  sind  voneinander  getrennt.     Madagaskar.  —  Bei  ab.  nuscyrus  .S«//'.  ist   der  Discalfleck   im 

Felde   la  vorhanden  und  die  Flecke  der  Felder  lb-3  sind  miteinander  vereinigt.     ^ladagaskar. 

tynderaeus.  P.  tynderacus  /''.  (7a).     Die  Vflgl  unten  an  der  Wurzel   nicht   rot,   in  jedem  Felde   mit  zwei  Sub- 

marginalflecken ;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  besteht  aus  einem  grünen  Flecke  in  der  Mittelzelle  und  in  1  c 
sowie  aus  einem  weisslichen  Flecke  im  Felde  7;  alle  Flecke  der  Oberseite,  wie  auch  die  Discalflecke  der 
Unterseite  sind  lebhaft  grün,  nur  durch  Verfärbung  werden  sie  gelblich  (ab.  orhrea  Capr.);  die  Palpen,  die 
Stirn-  und  Brustpunkte  sind  rot;  die  Flügel  unten  mehr  oder  weniger  purpurschillemd.  Westafrikanisches 
Urwaldgebiet,  von  Sierra  Leone  bis  zum  oberen  Kongo. 

P.  latreillianus.    Saum  der  Hflgl  sanft  gewellt:  die  Palpen  gell);  Stirn-  und  Brustpunkte  weiss;  die 
latreillianus.  Flecke  der  Unterseite  matt  und  gelblich,  messingglänzend,  nie  grün.  —  latreillianus  <!v(lt.  (3d)  ist  kleiner; 
theorini.  die  Vflgl  oben  mit  deutlichen  grünen  Submarginalpunkten.    Sierra  Leone.  —  theorini  Aurir.  (:?d).    Grösser; 
die  Vflgl  ganz  ohne  Submarginalpunkte.     Kamerun  bis  Angola. 

Leonidas-Gruppe. 

Hflgl  ungeschwänzt,  unten  an  der  Wurzel  mit  einem  oder  mehreren  getrennten  schwarzen  Punkten,  aber 
ohne  solche  Punkte  in  der  IMitte  des  Flügels.  Die  Flügel  oben  schwarz  oder  schwärzlicli  mit  gelben,  weissen  oder 
liellblaiien  Zeichnungen.  Rp  mit  zwei  Dornen  am  ersten  und  vorletzten  Ringe;  Ring  2  und  3  an  den  Seiten  nur 
geeckt,  nicht  bedornt.  Die  Pp  vorn  steil  abfallend,  indem  der  Höcker  des  Mittelriickens  sich  ebensoweit  nach  vorn 
erstreckt  wie  der  Kopf. 

1.  Untergruppe. 

Beide  Flügel  unten  ohne  deutliche  dunkle  Längsstriche  auf  den  Zwischenaderfalten  und  ohne  dunkle  Längs- 
striche iu  der  Mittelzelle  der  Hflgl.  Beide  Flügel  mit  Submarginalflecken.  Der  Discalfleck  des  Feldes  Ib  der  Vflgl 
erreicht  nie  die  Wiu-zel  des  Feldes. 

P.  leonidas.     hie    Htlgl    gewöhnHch   mit   freien   Discalflecken   in    den   Feldern  2—5    und    mit    eiutr 

breiten  Wurzelquerbinde,  die  den  grössten  Teil  der  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder  i  c,  2,  (>  uiul  7 

bedeckt.    Die  Vflgl  stets  mit  Discalflecken  in  den  Feldern  1  b,  3,  7  und  8,  gewöhnlich  aber  auch  mit  kleinen 

leonidas.  solchen  Flecken  in  2,  4,  5  und  B;  ihre  i\littelzelle  meist  mit  drei  Flecken.  —  leonidas /'.  (=  similis  T/-.)  (7d). 

Alle  Flecke  hellblau  (cf)  oder  bläulichweiss  (?);  die  Vflgl  ohne  Discalfleck   im   Felde  la;  die  Submarginal- 

flecke  beider  Flügel  gross;   der  Discalfleck  des  Feldes  4  der  Vflgl  ist   nach  innen   abgerundet   und   erreicht 

interniplaga.  nicht  die  Wurzel  des  Feldes.     Sierra  Leone,  Angola,  Delagoa-Bay,  Brit.  Ost -Afrika.  —  Bei  ab.  (y)  interni- 

plaga  Aurir.  führen  die  Vflgl  einen  grossen  Discalfleck  im  Felde  1  a,  sonst  ist  sie  der  vorigen  Form  ähnlich. 

onidale.  Deutsch  Ost -Afrika.  —  ab.  (?)  onidale  Sttff.  hat  den  hellen  Wurzelteil   der  Hflgl   mit  schwarzen   Schuppen 

bestreut,  die  Rippen  darin  sind  schwarz  gesäumt  und  die  Flecke  in  den  Feldern  ic  und  2  sind  klein  oder 

brasidas.  fehlen  ganz;   sonst  der  Form  leoiidas  ähnlich.     Deutsch  0.st-Afrika:   Muanza.  —  brasidas  Fldr.  (7d).     Hier 

sind   die   Flecke   der   Oberseite   klein,   weiss   oder  gelblichweiss;   die  Submarginalflecke  punkttormig.     Kein 

iimanus.  Discalfleck  im  Felde  1  a  der  Vflgl.    Angola  bis  Natal.  —  umanus  U.  h.  J.  weicht  von  allen  vorhergehenden 

dadurch    ab,    dass    die   helle  Wurzehpierbinde   der   Hflgl   sicli    nur   bis   zur   Wurzel    der   Rippe  2    erstreckt. 

pelopidas.  AJjessinien.  —  pelopidas  Obcrtli.     Die  Flecke  der  Vflgl   hellldäuiich,   durchschnittlich   etwas   grösser   als   bei 

leonidas,  der  Discalfleck  im  Felde  4  erreicht  die  Wurzel  des  Feldes ;   die  Wurzelquerbinde  der  Hflgl  ist  sehr 


PAPILIO.     Von  Dr.  C.  Aitbivillius.  23 

breit  und  fast  rein  weiss,  die  Submarginalflecke  aber  sind  klein,  punktförmig,  nicht  grösser  als  die  Discal- 
flecke.  Eine  nocli  wenig  bekannte  Form,  die  vielleicht  eine  selbständige  Art  ist,  obgleich  sie  in  der  Zeich- 
nung sehr  nahe  mit  leonidas  übereinstimmt.     Deutsch  Ost -Afrika  und  von  der  Insel  Pemba. 


'» 


2.  Untergruppe. 

Die  Flügel  unten  mit  deutlichen  dunklen  Längsstricheu  auf  den  Zwischenaderfalten  uml  mit  dunklen  Längs- 
strahlen in  der  Jlittelzelle. 

P.  levassori  Oberth.  (9  b).    Die  Flügel  sind  oben  zum  grössten  Teil  gelblichweiss ;  schwarz  sind  nur  levassori. 
der  Vrd  der  Vflgl  bis  zur  Mittelzelle,   die  mit  zwei  hellen  Flecken  in  den  Feldern  7  und  8  gezierte  Spitze 
und   eine   zwischen   der  Rippe  5  und   dem  Hinterwinkel   mir  1  mm    breite   Saumlinie   der   Htlgl,   welche   am 
Vorderwinkel  etwas  erweitert  ist  und  dort  zwei  helle  Flecke  einschliesst.     Insel  Gross-Gomoro. 

P.  hachei  Diic.  Die  Vflgl  schwarz  bis  schwärzlich  mit  einer  am  Hrde  sehr  breiten,  gelblichweissen  hadiei. 
Halblnnde,  welche  die  Rippe  5  erreicht  und  dort  mit  einem  grossen,  ähnlich  gefärbten  Flecke  in  der  Spitzen- 
hälfte der  Mittelzelle  verbunden  ist;  diese  Binde  bedeckt  völlig  die  Wurzel  des  Feldes  2  und  lässt  nur  den 
innersten  Teil  des  Feldes  1  b  frei ;  die  Hflgl  oben  von  der  Wurzel  bis  weit  über  die  Zellenspitze  hinaus  rein 
weiss  mit  einer  etwa  5  mm  breiten,  gegen  den  Vorderwinkel  verschmälerten,  ungefleckten  schwarzen  Saum- 
binde.    Kongogebiet. 

P.  möbii  Sufl'.  (9  c)  ist  der  vorhergehenden  Art  sehr  ähnlich  und  weicht  hauptsächUch  nur  dadurch  möbü. 
ab,  dass  die  weisse  Binde  der  Vflgl  etwas  schmäler  ist  und  die  Wurzel  des  Feldes  2  frei  lässt  und  diejenige 
der  Hflgl  nur  12  mm  breit  ist  und  weder  die  Wurzel  noch  die  Spitze  der  Mittelzelle  erreicht.    Kongogebiet. 

P.  auriger  Bfh:  (3b).     Die  Flügel  oben  schwarz  mit  weisser,   etwa  10  mm  breiter,   im  Felde  5  der  auriger. 
Vflgl  unterbrochener  Mittelbinde  und  ohne  Submarginaiflecke ;  die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  tiefschwarz  mit 
einem  orangegelben  Fleck  an  der  Wurzel  des  Vrds.     Gabun. 

P.  ucalegon.    HD)  mit  dreieckigen,  weisslichen  Seitenflecken;  beide  Flügel  ohne  Submarginaiflecke; 
Mittellunde  fast  wie  bei  iiiirir/er  gebildet;    die  Htlgl   unten   an    der  Wurzel  gelbbraun  bis  hell  rotbraun,    mit 
drei  schwarzen  Punkten  (in  den  Feldern  7  und  8  und  in  der  MittelzeUe),  von  denen  der  in  der  Zelle  weiss- 
gefleckt  ist.  —  ucalegon  New.  (3  b)  hat  die  Mittelljinde  oben  grünlich  weiss,   unten  auf  den  Hflgln  von  der-  ucalegon. 
selljen  Farbe   und   beiderseits   scharf  begrenzt;    der  Fleck   in    der  Mittelzelle  der  Vflgl   ist  gewöhnlich   klein 
und  elliptisch,  fehlt  aber  auch  bisweilen  völlig  (ab.  legonuca  ^iitf'-)-    Alt  Calabar;  Kamerun;  Gabun.  —  Bei  legonuca. 
simoni  Äitriv.  ist  die  Mittelbinde  fast  rein  weiss,  unten  auf  den  Hflgln  beiderseits  scharf  begrenzt;  der  Fleck  simoni. 
in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  gross,  dreieckig  und  erreicht  oft  mit  seiner  Spitze  den  Vrd  der  Zelle,  indem 
er  eine  nach  vorn  stark  verschmälerte  Querbinde  bildet.     Im  nördlichen  Teil  des  Kongogebietes.  —  ucale-  ucalegonides. 
gonides  %/*•.  hat  die  Mittelbinde  mehr  oder  weniger  gelblich,  unten  auf  den  Hflgln  undeutlich  begrenzt  und 
niciit  scharf  hervortretend ;  die  Discalflecke  der  Vflgl  sind  sehr  unbeständig,  so  dass  bald  der  eine,  bald  der 


'ö' 


andere  klein  ist  oder  fehlt,  wodurch  die  Binde  unterbrochen  wird.    Im  mittleren  und  südlichen  Kongogebiete. 


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P.  phrynon  Bruce.  Vflgl  rotbraun,  ein  rahmfarbiger,  gespaltener  Fleck  nahe  an  der  Spitze  grösser  phrynon. 
als  bei  ucalegon;  ein  Strich  in  der  Jlittelzelle  längs  dem  Hrde  und  ein  langer,  eckiger  Fleck  im  Felde  3, 
welcher  fast  den  Saum  erreicht,  rahmfarbig;  ein  rahmfarbiger  Fleck  an  der  Mitte  des  Hrds  im  Felde  la  und 
ein  grosser  ähnlicher  Fleck  in  Ib;  Hflgl  goldbraun  mit  breiter  rahmfarbiger  Mittelbinde';  Hflgl  unten  heller  als  oben 
mit  schwarzen  Rippen  und  dunkel  rotbraunem  Wurzelteii,  aber  ohne  helle  Mittelbinde.  Diese  mir  unbekannte 
Form  ist  vieUeicht  nur  eine  Aberration  von  ucalegunidea,  bei  der  die  Discalflecke  2,  4  und  5  der  Vflgl  vöUig 
fehlen.     Oberer  Kongo. 


'o^ 


Die  folgenden  Arten  zeichnen  sich  von  den  vorhei-gehenden  dadurch  aus,  dass  die  breite  schwarze  Saum- 
binde der  Hflgl  stets  mit  hellen  Flecken  geziert  ist.  Die  Flügel  haben  eine  gemeinsame  helle  Mittelbinde,  welche 
die  Wurzel  der  Hflgl  nicht  erreicht  und  im  Felde  5  der  Vflgl  unterbrochen  ist.  Die  Hflgl  unten  ohne  schwarzen 
Wurzelpunkt  im  Felde  7  und  demnach  nur  mit  zwei  solchen  Punkten.  Die  Hflgl  mit  3 — 8  gewöhnlich  doppelten 
Submarginalflecken. 

P.  fulleri  Smith.    Die  Zeichnungen  hellgelb ;  die  Mittelbinde  fast  ganz  wie  bei  ucalegon  gebildet ;  die  fu/leri. 
Mittelzelle  der  Vflgl  mit  einem  Apicalflecke  und  einem  Striche  am  Hrde  zwischen  den  Rippen  3  und  4 ;  die 
Hflgl  mit  je  zwei  Sulnnarginalpunkten  in  den  Feldern  2— G  und  mit  drei  grossen  Discalflecken   etwa  in  der 
Mitte  der  Felder  2—4,  unten  an  der  Wurzel  rot.     Kamerun. 

P.  aurivilliusi  Seeldr.  Zeichnungen  weiss,  schwach  grünlich  angeflogen ;  die  Discalflecke  1  a  und  1  b  aurivHHusi. 
der  Vflgl  bedecken  nicht  die  W\irzel  dieser  Felder;  beide  Flügel  in  jedem  Felde  mit  zwei  kleinen  strich- 
ähnHchen  Submarginalflecken;  die  Hflgl  oben  in  jedem  der  Felder  2-4  mit  einem  einfachen  Discalflecke; 
der  weisse  Wurzelfleck  des  Feldes  2  der  Hflgl  nach  aussen  quer  abgeschnitten  und  scharf  begrenzt;  die 
Mittelzelle  der  Vflgl  dem  Felde  3  gegenüber  mit  3 — 4  weissen  Längsstrichen  und  dicht  vor  der  Spitze  mit 
einem  weissen  Vrdsfleck.     Kongogebiet. 


24  PAPILIO.     Von  Dr.  C.  Aikivilliüs. 

agamedes.  P.  agamedes  Westir.  (3c).    Zeiclinimgen  weiss:  die  Mittelbinde  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  5  zusammen- 

hängend, die  Wurzel  der  Felder  la  und  Ib  nicht  bedeckend;  der  grosse  weisse  Fleck  in  der  Mittelzelle  der 
Vtlgl  (dem  Felde  3  gegenüber)  erreicht  nicht  den  Vrd  der  Zelle;  die  Vtlgl  an  der  Wurzel  tiefschwarz,  viel 
dunkler  als  in  der  Aussenhälfte;  der  Wurzelfleck  im  Felde  2  der  Hflgl  nach  aussen  eingeschnitten:  die  Hflgl 
in  jedem  der  Felder  2  bis  4  oder  5  mit  zwei  Submarginal-  und  zwei  Discalstrichen.    Ashanti  und  Togo.  ■ — 

medesaga.  ab.  medesaga  SV/f.  weicht  nur  dadurch  ab,  dass  die  Vflgl  einen  kleinen  Fleck  in  der  Spitze  der  Zelle  und 

einen  doppelten  Subniarginalfleck  im  Felde  6  haben.     Togo. 
adamastor.  P.  adamastor  Bad.  (3c)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  unterscheidet   sich  nur  dadurch,   dass. 

der  Querfleck  der  .Mittelzelle  der  Vflgl  grösser  ist  und  den  Vrd  der  Zelle  erreicht,  wogegen  der  Discalfleck 
im  Felde  2  kleiner  und  abgerundet  ist  oder  ganz  fehlt,  so  dass  die  Mittelbinde  hier  unterbrochen  wird. 
Ashanti  und  Togo. 

almansor.  P.  almansor  llonr.     Zeichnungen   weiss;    die   Mittelbinde   der  Vflgl   auch   im   Felde  2   breit    unter- 

l)rochen,  indem  der  Discalfleck  dieses  Feldes  fehlt  oder  sehr  klein  ist;  der  Querfleck  der  Vflglzelle  erreicht 
den  Vrd  der  Zelle,  ist  aber  vom  Discalflecke  im  Felde  3  ziemlich  breit  getrennt:  die  Hflgl  ohne  Discal- 
punkte  und  mit  undeutlichen  oder  zum  Teil  fehlenden  Submarginalpunkten,  die  Spitze  ihrer  I\Iittelzelle  weiss 
ausgefüllt;  die  Zelle  der  Vflgl  mit  einem  weissen  Spitzenflecke;  der  Discalfleck  im  Felde  Ib  der  Vflgl  reicht 
nicht  so  weit  wurzelwärts  wie  der  Fleck  in  la  und  ist  also  kürzer  als  dieser.  Ashanti  und  Angola. 
diarceäonius.  P.  charccdonius  Karsch  (9  c)  unterscheidet  sich  von  almansor  nur  dadurch,  dass  die  Discalflecke  1  a 

und   1  b  der  Vflgl  wurzelwärts  gemeinsam  schief  abgerundet  sind  und  die  Mittelzelle  der  Vflgl  ohne  Spitzen- 
fleck ist.     Togo  und  Kongogebiet. 
Uganda.  P.  Uganda  Laflii/.    Mit  den  beiden  letztgenannten  Arten  nahe  verwandt ;  die  sehr  reduzierten  weissen 

Zeichnungen  der  Vflgl  bestehen  nur  aus  drei  kiu-zen  Strichen  in  der  Mitte  der  Zelle,  kleinen  Discalflecken 
in  la,  Ib  und  3,  zwei  Strichen  im  Felde  6,  einem  gespaltenen  Discalflecke  in  8  und  Submarginalpunkten 
in  Ib,  2,  3  und  6;  der  Discalfleck  in  la  liegt  viel  näher  an  der  Wurzel  als  derjenige  in  Ib;  die  Querbinde 
der  Hflgl  ist  etwas  gelblich,  bedeckt  die  Spitze  der  Zelle  und  ist  in  den  Feldern  2  und  6  eingeschnitten: 
die  Hflgl  mit  deutlicTien  Submarginalpunkten  in  den  Feldern  2  bis  6,  aber  ohne  Discalflecke.     Uganda. 

poggianus.  P.  poggianus  Hoiii:    Grösser,  mit  einer  VflgUänge  von  etwa  48  mm,  die  Zeichnungen  weisslich;  die 

Vflgl  ohne  Suiimarginalflecke;  in  der  Zefle  dem  Felde  3  gegenüber  mit  einem  grossen  Querflecke,  welcher 
den  Vrd  der  Zelle  erreicht  und  mit  drei  langen  Discalflecken  der  Felder  2-4  vereinigt  ist;  der  Discalfleck 
im  Felde  2  ist  sehr  lang,  den  Saum  fast  erreichend,  aber  schmal,  so  dass  er  nur  den  vorderen  Teil  des 
Feldes  bedeckt ;  die  Discalflecke  in  1  a  und  1  b  bilden  danmi  einen  freien  Hrdsfleck,  welcher  den  Saum  fast 
erreicht,  aber  von  der  Wurzel  ziemlich  weit  entfernt  ist;  die  Discalflecke  in  6  und  S  fast  genau  wie  bei 
den  übrigen  Arten  gebildet;  die  (juerbinde  der  Hflgl  breit,  die  Wurzel  und  die  Spitze  iler  Zelle  fast  er- 
reichend; die  breite  dunkle  Saumbinde  in  jedem  der  Felder  2  bis  .5  mit  zwei  langen  weisslichen,  etwas  un- 
regelmässigen Strichen.  Angola. 
philonoe.  P.  philonoe  WurrI  (7a)  unterscheidet  sich  von  allen  den  vorhergehenden  Formen  dadurch,  dass  die 

Discalflecke  der  Felder  la  und  Ib  der  Vflgl  die  Wurzel  dieser  Felder  bedecken:  die  Subniai-ginalflecke  der 
Felder  4  — 8  der  Vflgl  sind  einfach,  gerundet  und  ziemlich  gross,  diejenigen  der  Hflgl  dagegen  in  jedem 
Felde  durch  zwei  Striche  vertreten;  die  Wurzelflecke  der  Felder  2,  3  und  6  der  Hflgl  sind  nach  aussen 
scharf  begrenzt,  (juer  abgeschnitten  oder  abgerundet;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  vor  der  Mitte  mit  drei  weissen 
Punkten  in  einer  Querlinie,  dann  mit  einem  gi'ossen,  durch  die  dunklen  Falten  in  drei  Teilen  abgeteilten 
Querflecke  und  endlich  an  der  Spitze  mit  zwei  weissen  Punkten;  die  Discalflecke  der  Felder  2  bis  4  der 
Vflgl  sind  gewöhnlich  abgerundet  und  mehr  oder  weniger  voneinander  getrennt.  Deutsch-  und  Britisch- 
Ost -Afrika. 

Policenes-Gruppe. 

Die  Hfl^l  an  der  Rippe  4  mit  lauiteni,  silmialeiii  iileichljreitem  Schwanz.  Die  Sth-n  schwarz  mit  wei.sseu 
Seitenrändern.  Die  Flügel  oben  mit  grünen  oder  grünliclnveissen  Zeichnungen.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  5 
bis  6  Querbinden  oder  Querflecken.  Beide  Flügel  mit  Suhmarginalflecken  Die  Hflgl  unten  mit  einer  aus  roten 
Flecken  gebildeten,  sogenannten  Prachtbinde.  Ausser  den  schon  genannten  Zeichnungen  haben  die  Vflgl  einen  Fleek 
an  der  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  h,  einen  schiefen  Querstrich  im  Wurzelteil  derselben  Felder  und  S  Discalflecke, 
je  einen  in  den  Feldern  la  bis  G  und  8;  die  Hfli>l  hal)en  eine  .schmale  Queibinde  an  der  Wurzel,  eine  schmale 
Mittelbinde,  welche  nur  aus  drei  Flecken  (in  der  Zelle  und  den  Feldern  2  und  7)  besteht,  und  gewöhnlich  auch 
7  Discalflecke  in  den  Feldern  Ic  bis  7,  von  denen  jedoch  der  in  Ic  rot  ist.  Die  Rp  hat  vier  Paar  Dornen,  je 
ein  Paar  am  1.,  2.,  .S.  und  dem  vorletzten  Segmente.  Die  Pp  ist  am  Anfange  des  Hlbs  stark  winklig  verbreitert  und 
hat  einen  langen  Höcker  auf  dem  Mittelrücken. 

1.  Untergruppe. 

Die  Hflffl  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  mit  einem  besonderen  hellen  Flecke ,  der  bisweilen  mehr  oder 
weniger  mit  dem  Fleck  der  Mittelbinde  vereinigt  ist.  Der  Discalfleck  im  Felde  '.\  der  Hflgl  ist  lanirtrestreckt  und 
erreicht  völlig  oder  beinahe  die  Wurzel  des  Feldes.  Die  Flügel  unten  am  innersten  Wurzelrande  rot  gefleckt.  Die 
Vflglzelle  hinter  dem  fünften  Querstriche  einfarbig,  ungefleckt. 


Ausgegehen  20.  IV.  1910.  PAPILIO.      Von   Dr.   C.   AuRIVlLLIUS.  25 

P.  evombar  Bt^d.  (8c).     Zeichnungen   der  Oberseite   grünlichweiss;    die  Mittelzelle   der  Vtlgl   mit   5  evombar. 
fast  geraden  ()uerstrichen;  der  nach  hinten  wie  gewöhnlich  verlängerte  zweite  Querstrich  am  Hrd  mit  dem 
Discalflecke  des  Feldes  1  a  verschmolzen ;  der  Fleck  in  der  Spitze  der  Htlglzelle  oben  völlig  oder  fast  völlig 
mit   der  Mittelbinde   vereinigt;   die  Discalflecke   der  Felder   2   bis  4  der  Vflgl  füllen  die  Wurzel  der  Felder 
fast  völlig  aus;  die  Htlgl  oben  ohne  rote  Flecke.     Madagascar. 

P.  antheus.     Die  Vflglzelle   mit  5  grünen  Querstrichen,    von  denen  die  3  letzten  S-förmig  gebogen 
sind;  die  Zeichnungen  der  Oberseite  wenigstens  beim  cf  lebhaft  grün;  Hlb  mit  langen  weissen  (}uerstrichen 
an  den  Seiten;   die  Discalflecke  der  Felder  2  bis  4  der  Vflgl  sind  abgerundet  und  füllen  darum  die  Wurzel 
der  Felder   nicht   völlig   aus;    die  Hflgl   oben    gewöhnlich   mit   roten  Flecken   in    den  Feldern   Ic  und  2.  — 
antheus  (V.  (9a).     Die  Querstriche  der  Vflglzelle  alle  voneinander  getrennt;  der  Spitzenfleck  der  Hflglzelle  antheus. 
oben  von  der  Mittelbinde  der  Zelle- durch  die  schwarze  Grundfarbe  völlig  getrennt;  die  Mittelzelle  der  Hflgl 
unten   mit   einem    tief  schwarzen   und   roten   Flecke.     Die   Rp    ist   braun   bis   braungrün   mit    einem    gelben 
Gürtel   auf  dem    dritten  Ringe  und  lebt  auf  Artabotr3's,    einer  Anonacee.     Sierra  Leone  bis  Angola.  —  Bei 
ab.  evombaroides  Ehn.  (9  a)  ist  der  Spitzentleck  der  Hflglzelle  oben  mehr  oder  weniger  mit  der  Mittelbinde  evom- 
vereinigt;   sonst  von  antheus  nicht  verschieden.     West-Afrika.  —  Bei  ab.  utuba  Hampa.  sind  die  vierte  und  baroides. 
fünfte  Querbinde  der  Vflglzelle  hinten  miteinander  vereinigt,  eine  U-förmige  Figur  bildend;  sonst  mit  mjassae  "'"'"'• 
übereinstimmend.     Delagoa   und   Biitisch- Ost -Afrika.    —    nyassae  Btb:  hat    die   Mittelzelle   der  Hflgl   unten  nyassae. 
ohne  schwarzen  und  roten  Fleck;  die  Querstriche  der  Vflglzelle  getrennt.    Natal  bis  Britisch -Ost -Afrika.  — 
ab.  (var.  ?)  lurlinus  Btlr.  ist  etwas  grösser  als  antheus  und  hat  die  grünen  Zeichnungen  der  Oberseite  mehr  luiiimis. 
ausgedehnt ,    besonders    sind    die    Querstriche    der  Vflglzelle    und   die    Submarginaltlecke   beider   Flügel   fast 
doppelt  so  gross  wie  bei  diesem.     Nvassaland  und  in  der  Umgebung  von  Victoria-Njanza. 

P.  mercutius    Sm.  h.  Krb.     Zeichnungen    der  Oberseite   gelblichweiss;    zweite   und    dritte  Querbinde  mercatias. 
der  Vflglzelle  einerseits   und   vierte   und   fünfte  (Hierbinde   anderseits  zu  einem  grossen,   fast  quadratischen 
Flecke   vereinigt;    die   Hflgl    beiderseits    mit    einem    roten   Flecke   in    Ic   und   2    und   unten   auch  mit  einem 
roten  Punkte  im  Felde  7;  die  Hflglzelle  dagegen  ohne  roten  oder  schwarzen  Fleck.    Nur  ein  Stück  bekainit. 
Ist  vielleicht  nur  eine  Aberration  des  Weibchens  von  nyassae.     Delagoabai. 

2.  Untergruppe. 

Das  Spitzenviertel  der  Hflglzelle  oben  einfarbig  schwarz  ohne  hellen  Fleck.    Die  Vflglzelle  mit  einem  hellen 
Flecke  oder  Punkte  am  Vrd  dicht  vor  der  Spitze. 

P.  nigrescens  Eim.  (9a).     Die  grünen    Flecke   kleiner   als   bei   der  folgenden  Art;    die  Hflgl  jedoch  nigrescens. 
oben  in  der  Wurzel  des  Feldes  3  mit  einem  kleinen  länglichen  grünen  Fleck,  der  bei  aUen  folgenden  Arten 
völlig  fehlt;   die  hellen  (hierstriche  der  Vflglzelle  sehr  fein,  linear  oder  sogar  undeutlich;   die  Submarginal- 
flecke  beider  Flügel  klein  und  undeutlich.     Kamerun  bis  zum  Kuilu-Flusse. 

P.  policenes  Cr.  Die  Hflgl  oben  mit  einem  kleinen  roten  Flecke  im  Felde  Ic  hinter  der  W\\\.%  poticenes. 
des  Irds;  die  (hierstriche  der  Vflglzelle  fast  ganz  gerade;  die  Discalflecke  2  bis  7  der  Hflgloberseite  alle 
gut  entwickelt,  der  im  Felde  6  nach  hinten  stumpf  abgerundet  oder  abgestutzt,  nicht  oder  nur  wenig 
länger  als  breit;  die  Prachtbinde  der  Hflglunterseite  vollständig,  indem  auch  in  der  Spitze  der  Mittelzelle 
ein  roter  Strich  oder  Fleck  vorhanden  ist ;  der  rote  Querstrich  im  Felde  2  der  Hflglunterseite  liegt  fast 
genau  an  der  Mitte  der  Rippe  3;  die  Zeichnungen  der  Oberseite  beim  cf  lebhaft  grün,  beim  ?  etwas  heller 
grün.  Die  ausgewachsene  Rp  ist  oben  lebhaft  grün ,  die  sechs  Dornen  der  drei  ersten  Segmente  schwarz, 
an  der  Wurzel  rot.  Die  Pp  ist  gewöhnlich  an  die  IMittelrippe  eines  Blattes  befestigt  und  lebhaft  grün,  oben 
jederseits  mit  zwei  Reihen  von  schwarzen  Punkten.  Die  Rp  lebt  an  Uvaria  catfra  und  an  einer  Artabotr3's- 
Art.  Einer  der  häufigsten  Segelfalter  Afrikas,  von  Sierra  Leone  bis  Angola,  Uganda  und  Aequatoria  und 
von  Natal  bis  Biitisch- Ost -Afrika  verbreitet.  —  liponesco  Suff.  Der  rote  Fleck  im  Felde  Ic  der  Hflgl-  Uponesco. 
Oberseite  fehlt  völlig;  die  grünen  Flecke  beider  Flügel  viel  kleiner  als  bei  policenes,  sonst  von  diesem  nicht 
verschieden.     Togo. 

P.  sisenna  Mab.   (8c,   9a).     Die    drei   letzten   Querstriche    der  Vflglzelle   etwas   gebogen;    die   Hflgl  s/se«Ha. 
oben   ohne   roten  Fleck   im  Felde  Ic;   die  Discalflecke  2  bis  6   der  Hflgloberseite  ziemlich  gross  und  grün, 
der  im  Felde  6  nach  hinten  zugespitzt,  lang  und  schmal,  fast  strichförmig;    die  Spitze  der  Hflglzelle  unten 
mit  einem  roten  Strophe  oder  Flecke ;  der  rote  Querstrich  im  Felde  2  der  Hflglunterseite  liegt  deutlich  hinter 
der  Mitte  der  Rippe  3;  die  Zeichnungen  der  Oberseite  lebhaft  grün.    Portugiesisch-  und  Deutsch -Ost -Afrika. 

P.  polistratus  Sm.    Die  drei  letzten  Querstriche  der  Vflglzelle  etwas  gebogen;  die  Hflgl  oben  ohne  polist ratus. 
roten  Fleck  im  Felde  Ic;    die  Discalflecke  2  bis  5  der  Hflgloberseite  fehlen  gänzlich;  die  Spitze  der  Hflgl- 
zelle unten  ohne  roten  Fleck;    der  Discalfleck  im  Felde  6  der  Hflgl  schmal,    strichförmig;    der  grosse  helle 
Wurzelfleck  im  Felde  2  der  Hflgl  fehlt  auf  der  Unterseite  völlig  oder  ist  nur  angedeutet ;    die  Zeichnungen 
der  Oberseite   hellgrün.     Portugiesisch-  bis  Britisch -Ost -Afrika.    —   richelmanni  Weijm.  weicht  nur  dadurch  ridielmanni. 
ab,  dass  die  Discalflecke  der  Felder  4  und  5  der  Hflgl  vorhanden  sind.     Deutsch -Ost -Afrika. 

XIII  4 


26  PAI'lLlü.     Von  Dr.  C.  ArmviLLirs. 

junodi.  P.  junodi   Trim.     ^Fil    der   voiliergehonden  Art   sehr   nahe   verwandt    und    davon   nur   dadurcli    ver- 

schieden, dass  die  Zeichnungen  der  ül)erseite  griinlichweiss  sind,  dass  der  Wurzeltleck  des  Feldes  2  der 
Hflgl  auch  auf  der  Unterseite  gross  ist,  dass  die  Submarginaltlecke  der  Htlgloberseite  und  der  Fehler  Ib 
bis  5  der  Vflgl  sehr  klein  sind  oder  fehlen:  von  den  Discaltlecken  der  Htlgloberseite  fehlen  diejenigen  der 
Felder  2  und  3  völlig,  die  der  Felder  4  und  5  sind  klein  und  der  im  Felde  ü  ist  ziemlich  gross,  nach  hinten 
abgerundet.     Delagoabai. 

porthaon.  P.   porthaon    Hew.   (8c).     Die   drei    letzten   (Querstriche   der  Vtlglzelle   tief  S-fürmig   gebogen;    die 

Zeichnungen  der  Oberseite  alle  gelblichweiss  und  die  Hflgl  oben  ohne  rote  Flecke:  die  Hflgl  mit  Discal- 
tlecken in  den  Feldern  2  bis  5;  die  l'rachtbinde  der  Htlglunterseife  vollständig,  aus  roten  Flecken  oder 
Strichen  in  den  Feldern  Ic  bis  8  gebildet,  aber  ohne  roten  Fleck  in  der  ^littelzelle.  Die  Rp  ist  aus- 
gewachsen samtgriin,  auf  jedem  Ringe  mit  einer  bunten  Querbinde,  welche  aus  einer  weissen  Mittellinie 
und  jederseits  derselben  aus  einer  schwarzbraunen,  einer  grüngelben  und  wieder  einer  schwarzbraunen 
Querlinie  besteht;  sie  lebt  auf  einer  Anonacee.  Die  Pp  ist  grauschwarz  mit  einer  Reihe  schw-arzer  Funkte 
auf  jeder  Seite  des  Hlbs;  der  Höcker  des  Mittelrückens  ist  kürzer  als  bei  der  Pp  von  poUccnes.  Delagoabai 
adjectus.  bis  Britisch -Ost -Afrika.  —  Die  ab.  adjectus  Thur.  aus  Deutsch -Ost -Afrika  unterscheidet  sich  nur  dadurch, 
dass  die  Hflgl  «im  Felde  3  und  zwar  in  der  Einbuchtung  der  Mittelbinde  unter  der  .Mittelzelle  einen  etwa 
3  mm  langen  Strich  in  der  grünlichweissen  Grundfärbung  haben». 

colonna.  P.  colonna  Ward   (8c).     Die   Zeichnungen    der  Oberseite   grün,   nur   zwei  Querstriche   der  Hflgl    in 

den  Feldern  Ic  und  2  rot;  die  Grundfarbe  dunkler  als  bei  den  vorigen  Arten,  fast  rein  schwarz:  von  allen 
den  vorgenannten  Arten  dadurch  verschieden,  dass  der  Discaltleck  im  Felde  Ib  der  Vtlgl  sehr  schmal, 
stricht onnig,  ist  und  eine  unmittelbare  Fortsetzung  des  zw'eiten  Querstriches  der  .Mittelzehe  bildet,  sowie 
dadurch,  dass  der  Discaltleck  im  Felde  2  der  Vflgl  auch  schmal  ist  und  fast  genau  an  der  Mitte  der 
Rippe  2  liegt;  die  Hflgl  ganz  ohne  grüne  Discalflecke.  Die  Rp  ist  gelblichgrün  mit  einer  violettbrauncn 
Seitenlinie;  die  Dornen  des  zweiten  und  dritten  Ringes  sind  nicht  wie  gewöhnlich  einfach,  sondern  sind  mit 
feinen  Dörnchen  besetzt;  sie  lebt  auf  einer  Anonacee  der  Gattung  Artabotrys.  Die  Pp  ist  hell  bläulich- 
grün und  uneben,  so  dass  sie  einem  durch  Raupen  zerfressenen  Blatte  zum  Verwechseln  ähnlich  ist;  der 
seidene  Gürtel  der  Pp  ist  sehr  fein  und  bricht  öfters  ab,  so  dass  die  Pp  ganz  frei  wie  eine  Xymphaliden-Pp 

/o«fo/w.  hängt.  An  der  Ostküste  Afrikas,  von  Delagoabai  bis  nach  Britisch -Ost -Afrika.  —  ab.  loncona  N«//'.  weicht 
nur  dadurch  ab,  dass  die  schmale  grüne  Mittelbinde  der  Hflgl  nach  hinten  durch  die  Mediane  begrenzt  ist 
und   also    nicht    wie   gewöhnhch   auch  einen  Fleck  in  der  Wurzel  des  Feldes  2  bildet.     Deutsch- Ost -Afrika. 

Kirbyi-Gruppe. 

Die  Hflgl  sind  ganz  wie  in  der  /)o//cc«es-Gruppe  geschwänzt  und  aiuli  in  den  übrigen  Kennzeichen  stimmt 
die  Z'/^-i/yZ-fTruppe  mit  jener  so  nahe  überein,  dass  sie  fast  nur  durch  die  einfarbig  schwarze  Mittelzelle  der  Vflgl 
und  das  Fehlen  der  Submarginalflecke  der  Vflgl  davon  unterschieden  werden  kann.  Die  Zeichnungen  der  Oberseite 
bestehen  nur  aus  einer  schmalen  Mittell)inde,  welche  jedoch  vom  Vrd  der  Vflgl  bis  zur  Mitte  des  Irds  der  Hflgl 
zusamiiienliänK-end  ist  und  aus  8  bis  9  Flecken  der  Vflgl  (in  den  Feldern  la  bis  G  oder  7  und  8)  und  -l  Flecken  der 
Hflfil  (in  den  Feldern  1  c,  6,  7  und  der  ^Mittelzelle)  gebildet  ist,  und  aus  4  bis  G  Submarginalflecken  der  Hflü:!.  Die 
Hflgl  oben  ohne  rote  Flecke.  Die  Prachtliinde  der  Hflglunterseite  ist  gut  entwickelt  und  besteht  aus  roten,  schwarz 
begrenzten  Strichen  in  den  Feldern  Ic,  2,  3,  7  und  in  der  Spitze  der  Mittelzelle.  Die  Entwicklungsstadien  sind 
unliekannt. 

illyrls.  P.  illyris  Heic.  (Sa).     Die  Zeichnungen   der  Oberseite   gelb;   die  Mittelbinde   am  Vrd   der  Vflgl   ein 

wenig   wurzelwärts   gebogen   und   ohne  Fleck   im   Felde  7;   der  Schwanz   der  Hflgl   nui-   an   der   äussersten 
flavisparsus.  Spitze  weiss;  die  Hflgl  nnt  rotgelben  Siunnmöndchen.    Ashanti  bis  Kongo.  —  ab.  (var. yi  flavisparsus  Fruhi^l. 
hat   die  Submarginalflecke    der  Htlgl   und   die    roten  Flecke    der  Hflglunterseite  grösser  als  bei  der  gewöhn- 
lichen Form.     Insel  Fernando-Po. 

P.  kirbyi.     Die  Mittelbinde   der  Vflgl   bis   zum  Vrd   ganz  gerade  und  mit  einem  Fleck  im  Felde  7; 
kirbyi.  der  Schwanz    der  Hflgl    fast   bis   zur  Mitte  weiss.  —  Bei  kirbyi   Ilnr.  (Sa)  sind  die  Zeichnungen  der  Ober- 
ottonis.  seile  weisslich;  von  West -Afrika  (Lagos)  und  Britisch -Ost -Afrika.  —  ottonis  Aiirir.  von  Deutsch-Ost-Afrika 
(Usambara)  hat  die  Zeichnungen  der  Oberseite  grün. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  aethiopischen  Papilioniden. 


27 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  aethiopischen  Papilioniden  aufgefülirten  Formen. 
*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  aucli  abgebildet  ist. 


acene  Pap.  Suff.    Iris  17,  p.  92. 

adamastor  Pap.  Bsd.     Spec.  Gen    Lep.  1,  p.  371. 

adjectus  Pap.  Ttmr.    Berl.  E.  Z.  48,  p.  143. 

aelyus  Pap.  Suff.    Iris  17,  p.  98. 

aethiops  Pap.  R.  u.  J.    Nov.  Zool.  12,  p.  190. 

agamedes  Pap.  Westw.    An.  N.  H.  9,  p.  38. 

albicans  Pap.  Suff.     Iris  17,  p.  102. 

almansor  Pap.  Honr.    Berl.  E.  Z.  28,  p.  210.  * 

andronicus  Pap.  Ward,  Ent.  M.  Mag.  8,  p.  121. 

angolanus  Pap.  Goeze,  Ent.  Beitr.  III 1,  p.  87. 

ansorgei  Pap.  Rothsdi.     Nov.  Zool.  3,  p.  324. 

antenor  Pap.  Druiy,  111.  Exot.  Ins.  2,  p.  4.  * 

antheus  Pa]!.  Cr.     Pap.  Exot.  3,  p.  71.  * 

antimachus  I'ap.  Drurv.  111.  Exot.  Ins.  3,  p.  1.  * 

antinorii  Pap.  Oberth.     An.  Mus.  Genov.  18,  p.  711.  * 

aristophontes  Pap.  Oberth.     Bull.  E.  Fr.  1K97,  p.  188.  * 

auriger  Pap.  Rtlr.    Ent.  M.  Ma^.  13,  p.  57. 

aurivilliusi  Pap.  Seeldr.    An.  E.  Belg.  40,  p.  499.  * 

benio  I'ap.  Suff.     Iris  17,  p.  91. 

bennetti  Pap.  Di.xey.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1898,  p.  381.  * 

bimaculatus  Pap.  Suff.    Iris  17,  p.  96. 

brasidas  Pap.  Fldr.     Verli.  z.  b.  Ges.  Wien  14,  p.  307,  .3.53. 

bromius  Pap.  Dhl.    An.  N.  H.  16,  p.  176. 

brontes  Pap.  Godrn.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  540. 

casphor  Pap.  Suff.    Iris  17,  p.  97. 
cenea  Pap.  Stoll.  Sjppl.  Gram.  j).  134.  * 
cephonius  Pap.  Hopff     Stett.  E.  Z.  27,  p.  132. 
charcedonius  Pap.  Karsdi,  Ent.  Nachr.  21,  p.  285. 
charopus  Pap.  Westw.     Are.  Ent.  1,  p.  189.  ' 
chrapkowskii  Pap.  Suff.    Iris  17,  p.  98.  * 
colonna  Pap.  Ward.  Ent.  M.  Mag.  10,  p.  151. 
commixta  Pap.  Auriv..  nov.  form. 
congoanus  Pap.  Rothsdi.    Nov.  Zool.  3,  p.  .325. 
constantinus  Paji.  Ward.  Ent.  M.  Mag.  8,  p.  34. 
cyclopis  Pap.  R.  u.  J.     Nov.  Zool.  10,  ji.  489. 
cynorta  Pap.  F.    Ent.  syst.  III 1,  p.  .37. 
cypraeofila  Pap.  Btlr.    Ent.  M.  Mag.  5,  p   60. 
cyrnus  Pap.  Bsd.     Spec.  Gen.  I.ep.  1,  p.  239. 

dardanus  Pa|i.  Brown,  III.  Zool.  p.  .52.  * 
delalande(i)  Pap.  God.     Mem.  Soc.  Linn.  Paris  2.  * 
demodocus  Pap.  Bsp.    Anst.  Schmett.  p.  205.  * 
demoleus  Pap.  L.    Syst.  Nat.  ed.  10,  p.  464. 
dionysoides  Pap.  Auriv.     Ark.  Zool.  III  23,  p.  1.  * 
dionysus  Pap.  Dbl.  u.  Hew.    Gen.  D.  Lep.  p.  20.  * 
discopunctatus  Pap.  Suff.    Iris  17,  j).  92. 
docusdemo  Pap.  Suff.     Iris  17,  p.  101.  * 

echerioides  Pap.  Trim.    Trans.  Ent.  Soc.  London  1868,  p.  72.  ' 
endochus  Pap,  Bsd.    Spec.  Gen.  Lei).  1>  P-  -^^■^• 
epiphorbas  Pap.  Bsd.     Faune  Madag,  p.  13.  * 
erithonioides  Pap.  Smith.  An.  N.  H.  (6)  7,  p.  122. 
euphranor  Pap.  Trim.    Trans.  Ent.  Soc.  London  1868,  p.  70.  ' 
evombar  Pap.  Bsd.     Spec,  Gen.  Lep,  1,  p,  2.54. 
evombaroides  Pap.  Eimer,  .4rtb.  bei  d,  Sclnn.  1,  p,  228.  * 

filaprae  Pap,  Suff.    Iris  17,  p.  94. 
flavisparsus  Pap.  Frühst.    .Stett.  E.  Z.  64,  p.  359. 
fülleborni  Pap.  Karsdi.  Ent.  Nachr.  26,  p.  .353. 
fulleri  Pap.  Smith.  Ent.  M.  Mag.  19,  p.  234. 

gallienus  Pap.  Dist.     Proc.  Zool.  See.  Lond.  1879,  p.  649. 
gigantea  Pap.  Wtl^s.    Ent.  M.  Mag.  35,  p.  109. 

hachei  Paj).  De-dK     Berl.  E.  Z,  25,  p,  286, 

heimsi  Pap,  Suff.     Iris  17,  p,  9U, 

hesperus  Pap.  Westw.    Are.  Ent,  1,  p.  189,  * 

hippocoon  Pap,  F.    Ent.  syst,  111 1,  p.  38. 

hippocoonides  Pap,  Haase.    Bibl,  Zool,  Villi,  p,  70,  * 

homeyeri  Pap,  Platz,  Stett,  E.  Z.  41,  p,  306. 

hornimani  Pap.  Dist.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  647.  ' 

horribilis  Paj).  Btlr.     Lei».  Exot,  p,  88,  * 

humbloti  Pap,  Oberth.    An.  E.  Fr.  (6)  8  Bull,  p.  40. 


illyris  Pap.  Hew.    Ent.  M.  Mag.  9,  p.  232. 
immaculatus  Pap,  Suff.    Iris  17,  p.  96. 
interniplaga  Pap.  Auriv.    Rhop,  Aeth,  p.  487. 

jacksoni  Pap.  E.Sharpe,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond,  1891,  p.  188.  * 
junodi  Pap.  Trim.     Trans,  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  138. 

kirbyi  Pap.  Hew.    Ent,  M.  Mag,  9,  p,  146, 

lapydes  Pap,  Suff.     Iris  17,  p.  103, 
latreillianus  Pap.  God.    Enc.  Meth.  9,  p,  44, 
legonuca  Pap.  Suff.     Iris  17,  p,  106. 
leonidas  Pa)i,  F.     Ent,  syst.  IUI,  p.  35. 
leucospilus  l'a)!,  Rothsdi.    Nov,  Zool.  9,  ji.  598. 
levassori  Pap,  Oberth.     Et.  d'Ent,  13,  p.  10.  * 
liponesco  Pap,  Suff.     Iris  17,  p,  107, 
loncona  Pap,  Suff.     Iris  17,  p,  107, 
lormieri  Pap,  Dist.    Ent,  M,  Mag.  11,  p.  129. 
lyaeus  Pap,  Dbl.    An,  N,  H.  16,  p,  178, 

mackinnoni  Pap.  E.  Sharpe,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  187.  * 

maculatissimus  Pap,  Suff.     Iris  17,  p.  95, 

maculatus  Pap,  Suff.     Iris  17,  p,  91. 

mangoura  Pap,  Hew.    Ent.  M,  Mag.  11,  p.  226. 

manlius  Pap,  F.     Ent.  syst.  .Suppl.  p.  422. 

mechowianus  Pap,  Dew.    Ent,  Nachr,  11,  p.  305.  * 

medesaga  Pap,  Suff.    Iris  17,  p.  106. 

menestheus  Pa]),  Drury.     111,  Exot,  Ins,  2,  p,  15.  * 

mercutius  Pap.  Sm.  u.  K.    Rhop,  Exot.  Pap,  p,  33.  * 

meriones  Pap,  Fldr.    Reise  Novar,  Lep.  p.  95. 

mimeticus  Pap,  Rothsdi.     Entomolog.  30,  p.  165. 

mixtus  P.-ip,  Auriv.    Ark,  Zool,  11123,  p.  4.  * 

moebii  Pap,  Suff.    Iris  17,  p.  104, 

morania  Paii,  Angas,  Kahrs  111.  t.  30,  * 

morondavana  Pap,  Smith,  An,  N.  H.  (6)  8,  p.  78. 

nana  Paji,  Oberth.     El,  d'Ent,  4,  p.  54. 

nandina  Pap,  Rothsdi.    Nov,  Zool,  8,  p,  403,  * 

niavoides  Pa]).  Khetl,  Iris  3,  p.  335.  * 

nigrescens  Pap,  Eimer,  Artb,  bei  d.  Schm.  1,  p.  223. 

niobe  Pap,  Auriv.     Hhop,  .\eth,  p,  465. 

nioboides  Pap.  Auriv.    Rhop,  Aeth,  p,  465. 

nireus  Pap,  L.    Syst.  Nat.  ed.  10,  p.  464, 

nobicea  Pap.  Suff.    Iris  17,  [i.  94, 

nobilis  Pap,  Rog.     Verh,  z.  b,  Ges.  Wien  41,  \).  563. 

norcyta  Pap.  Suff.     Iris  17,  p.  94, 

nubila  Pap.  Capr.     Bull,  E,  Belg.  25,  p.  43. 

nuscyrus  Pap,  Suff.    Iris  17,  p.  104. 

nyassae  Pap.  Btlr.    An,  N,  H.  (4)  19,  p.  459. 

nyikanus  Pap,  R.  ii.  J.    Nov.  Zool.  10,  p.  489. 

ochrea  Pap.  Capr.     Buli.  E.  Belg.  33,  p.  119. 

odenatus  Pap.  We.^tw.     Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1872,  p.  96.  * 

onidale  Pap.  Suff.     Iris  17,  p.  106. 

ophidicephalus  Pap.  Oberth.    Et.  d'Ent.  3,  p.  13. 

oribazus  Pap.  Bsd.     Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  223. 

oscari  Pap.  Rothsdi.     Nov.  Zool.  9,  p.  597. 

ottonis  Pap.  Auriv.     Rhop.  Aeth.  p.  492. 

peculiaris  Pap.  Neave,  Nov.  Zool.  11,  p.  342.  * 
peiodurus  Pap.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  720.  * 
pelopidas  Pa]).  Oberth.    Et.  d'Ent.  4,  p.  55,  * 
pemptolipus  Pap.  Auriv.    Ark.  Zool.  III  23,  p.  2.  * 
phalusco  Pap.  Suff    Iris  17,  p.  103. 
philonoe  Pap,  Ward,  Ent,  M,  Mag,  10,  p.  1.52. 
phorbanta  Pap,  L.     Mant.  Plant,  p,  525. 
phorcas  Pap,  Cr.     Paj),  Exot,  1,  p.  4.  * 
phrynon  Pap,  Druce.  An,  N,  H.  (6)  15,  p,  332, 
plagiata  Pap,  Stidiel,  Ins. -Börse  20,  p.  165. 
plagiatus  Pa]i.  Auriv.     Ent.  Fidskr.  19,  p.  183. 
planemoides  Pap.  Trim.    Proc.  Ent,  Soc.  Lond.  1903,  p,  41. 
poggianus  Paii.  Honr.     Berl.  E.  Z.  28,  p.  210.  * 
policenes  Pap.  Cr.     Pap.  Exot.  1,  p.  61.  * 
polistratus  Pap.  Smith,  An.  N.  H.  (6)  3,  p.  121. 
polytrophus  Pap.  R.  u,  J.    Nov.  Zool.  10,  p.  488. 


•28 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  aethiopischen  Papilioniden. 


porthaon  Pap.  Hew.    Exot.  Butt.  Pap.  t.  7.  * 
praecyola  Pap.  Suff.    Iris  17,  p.  i)4. 
preussius  l'ap.  Karsdi.  Beil.  E.  Z.  38,  p.  368.  * 
pscudonireus  Pap.  f/dr.     Heise  Xovar.  Lep.  p.  94. 
pyginaeus  Pap.  Auriv.     Hliop.  Aelh.  p.  478. 
pylades  l'ap.  /".     Hnl.  syst.  IUI,  p.  .-U. 

rex  Pap.  Oherl/i.     An.  K.  Fr.  (tj)  6  Bull.  p.   111. 
richelmanni  Pap.  Weym.    Stett.  E.  Z.  53,  p.  M.    . 
rideschi   Pap.  Suff.     Iris  17,  )).  93. 
ridleyanus  Pap.  \mte.  An.  N.  H.  12,  p.  262.  * 
ripponi  l'ap.  liocher.  Eiit.  Nadir.  24,  p.  186. 
ruspina  Pap.  Kheil,  Iris  3,  p.  33.5.  * 

salaami  Paji.  Suff.     Iris  17,  p.  92 
schultzei  Pap.  Auriv.     Ins. -Börse 
Simon!  Pap.  Auriv     i^"-""'    A"*'-    ■ 
sisenna  Pap.  Mab. 


.,~jj.      '    1',    1'.   ^^. 

.  ap.  Auriv.     Ins. -Börse  21,  p.  363. 
ap.  Auriv.     Rhop.  Aelh 


Simoni  lap.  /\uriv.     miup.  rtem.  p.  485. 
sisenna  Pap.  Mab.    An.  E.  Fr.  (6J 
sjöstedti  Pap.  Auriv.,  n.  sp. 
sosia  Pap.  R.  u.  J.    Nov.  Zonl.  10. 


10,  p.  29. 
[ov.  Zool.  10,  p.  488. 


taboranus  Pap    Oberth      An.  E.  Fr.  (6)  6  Bull.  p.  114. 
theorini  Pa|).  .Auriv.     Eiit.  Fidskr.  2,  p.  45. 


thersander  Pap.  F.    Ent.  syst.  III 1,  p.  32. 
thersandroides  Pa|i.  Auriv..  n.  form, 
thuraui   Pa]!.  Kursdi,  Ent.  Nachr.  26,  p.  126. 
tibullus  Pap.  Kbv.     Proc.  R.  Dublin  Soc.  (2)  2,  p.  338. 
triineni  Pa]..  Ponlt.     Trans.  Ent.  Soc.  Eoiul.  1906,  p.  283.  " 
trophonissa  Pap.  Auriv.     Ark.  Zool.  III  23,  p.  6. 
trophonius  Pa|i.  Westw.    An.  N.  H.  9,  p.  38. 
tynderaeus  Pap.  /".     Ent.  syst.  IUI,  p.  35. 

ucalegon  Pap.  Hew.     Exot.  Butt.  Pap.  t.  7.  * 
ucalegonides  Pap.  Stgr.     Exot.  Schni.  1,  p.  10. 
Uganda  Pap.  I.alhy.   Irans.  Ent.  Soc.  Lond.  1906,  p.  9.  ' 
umanus  Pap.  A?.  ;/.  /     Nov.  Zool.  12,  p.  191. 
utuba  Pap.  Hmps.     An.  N.  H.  (6)  7,  p.  182. 

wertheri  Pap.  Karsdi  in  Werther:  Die  mittl.  Hochl.  D.O.-AIrikas, 

l».  31.5. 
whitnalli  Pap.  Neave.  Nov.  Zool.  11,  p.  342. 

zaimoxis  Pap.  Hew.     Exot.  Butt.  Pap.  t.  6.  * 

zenobia  Pa]i.  F.     Syst.  Ent    ]).  503. 

zoroastres  Pap.  Druce,  Ent    M.  Mag.  14,  p.  226. 


PIERIDAE.     Von  Dr.  G.  Aürivilliuk.  29 


2.  Familie:  Pieridae,  Weisslinge. 

Die  Angehörigen  dieser  Familie  haben  wie  die  Papilioniden  bei  beiden  Geschlechtern  vollständig 
entwickelte  Vorderbeine  und  unterscheiden  sich  dadurch  von  den  Danaiden,  Satyriden,  Nymphaliden, 
Lemoniiden  und  Lycaeniden.  Nur  bei  einigen  Gattungen  der  Lycaeniden  können  die  Vorderbeine  fast 
ebensogut  entwickelt  sein. 

Der  Kopf  ist  meist  mittelmässig  gross  mit  gewölbten,  nackten  Augen.  Taster  gewöhnlich  gut  ent- 
wickelt, mehr  oder  weniger  zusammengedrückt,  selten  klein  und  den  Kopf  nicht  überragend.  Sauger  gut 
entwickelt.  Fühler  mittelmässig  oder  lang,  gewöhnlich  mit  scharf  abgesetzter  Kolbe,  selten  (bei  Pseudopontia) 
ganz  ohne  Kolbe.  Hlb  bei  allen  äthiopischen  Arten  kürzer  als  die  Htlgl.  Vorderschienen  ohne  das  für  die 
I'apilioniden  eigentümliche  Schienenblatt.  Klauen  zweispaltig.  Flügel  mit  geschlossener  Mittelzelle.  Vtlgl 
nur  mit  einer,  aber  an  der  Wurzel  oft  zweispaltigen  Submediana.     Hflgl  stets  mit  zwei  Innenrandrippen. 

Die  Eier  sind  aufreehtstehend,  sehr  langgestreckt,  kegelförmig  oder  fast  tlaschenförmig,  bisweilen 
auch  unten  verschmälert  und  daduich  spindelförmig.  Sie  haben  feine  Längsrippen  und  gewöhnlich  eine 
helle,  weissliche  oder  gelbe  Farbe. 

Die  Raupen  sind  walzenförmig,  feinhaarig  mit  der  normalen  Zahl  von  Beinpaaren.  Sie  leben  oft 
gesellig  und  sind  gewöhnlich  von  grüner  Farbe  mit  oder  ohne  helle  Längilinien. 

Die  Puppen  sind  am  After  und  durch  einen  Gürtel  um  die  Mitte  befestigt.  Der  Kopf  hat  eine 
einzige,  oft  sehr  lange  Spitze;  der  Rücken  ist  mehr  oder  weniger  scharf  gekielt,  die  Flügelscheiden  treten 
oft  sehr  stark  hervor  und  die  Seiten  haben  bisweilen  spitzenförmige  Erhabenheiten. 

Die  Entwicklungsstadien  der  meisten  afrikanischen  Arten  sind  leider  noch  völlig  dunkel  und  es  ist 
nur  wenig  über  ihre  Lebensweise  bekannt. 

Die  Weisslinge  haben  fast  inmier  eine  helle,  weisse,  gelbe  oder  orangegelbe  Grundfarbe  und  schwarze 
Zeichnungen.  Diese  letzteren  bestehen  aus  einem  Fleck  an  der  Spitze  der  ^littelzelle,  schwarzen  Saumtlecken 
an  den  Rippenenden  und  schwarzen  Submarginaltlecken,  welche  gewöhnlich  zwischen  den  Rippen,  bisweilen 
aber  auch  auf  den  flippen  liegen.  Die  Submarginal-  und  die  Saumtlecke  tliessen  oft  zu  einer  dunklen 
Saumbinde  zusammen.  Die  Flügelwurzel  ist  öfters,  besonders  auf  der  Unterseite,  lebhafter  gefärbt,  gelb, 
orangegelb  oder  rot.     Andere  Zeichnungen  treten  nur  sehr  selten  auf. 

Die  Pieriden  treten  in  der  ganzen  äthiopischen  Region  zahlreich  auf,  linden  sich  aber  viel  häufiger 
in  den  otfenen  steppenartigen  Gegenden  von  Süd-,  Ost-  und  Nord-Afrika,  als  in  den  von  Urwald  bedeckten 
Ländern,  und  sind  fast  die  einzigen  Vertreter  der  Tagfalter  in  den  reinen  Wüstengebieten.  Die  ostatVikanische 
Subregion  kann  mit  Recht  als  die  Subregion  der  Pieriden  betrachtet  werden.  Dieselben  machen  dort  etwa 
19  70 'der  Tagfalterfauna  aus,   während  sie  in  Südafrika  13  »,'0  und  in  Westafrika  nur  S^/o  derselben  bilden. 

Viele  Pieriden  und  ganz  besonders  die  Arten  der  Gattung  Terccuhis  sind  für  klimatische  Verhältnisse 
sehr  empfindlich  und  treten  dai-um  während  der  Trockenzeit  in  einer  anderen  Farbentracht  als  während  der 
Regenzeit  auf.  Diese  Jahreszeitfornien  können  jedoch  durch  zahlreiche  Zwischenformen  miteinander  ver- 
bunden sein.  Ist  aber  eine  Art  in  einer  Gegend,  wo  die  Jahreszeilen  nicht  oder  wenig  verschieden  sind, 
verbreitet,  so  tritt  dort  gewöhnlich  nur  die  eine  Jahreszeitform  als  ständige  Foini  auf;  z.  B.  bei  Aden,  wo 
nur  Trockenzeitformen,  .und  in  Kamerun,  wo  nur  Regenzeitformen  vorkonmien. 

Li  der  äthiopischen  Region  kommen  zwölf  Pieriden-Gattungen  vor,  von  denen  vier,  Pseudopontm, 
Herpaeiiia,  Mylothris  und  Calopieris  dieser  Fauna  eigentümlich  sind.  Pseudopontia  und  Calopieris  sind  nur  auf 
dem  Festlande  gefunden  worden,  die  beiden  anderen  aber  kommen  auch  auf  Madagaskar  vor.  Mijlothris  ist 
eine  sehr  formenreiche  und  überall  in  Afrika  durch  häufige  Arten  vertretene  Gattung  und  kann  darum  als 
die  der  äthiopischen  Region  charakteristischste  Pieriden-Gattung  betrachtet  werden.  In  Arabien,  auf  Sokotra 
und  den  Maskarenen  fehlt  sie  völlig. 

Über  die  Einteilung  der  Pieriden  in  Unterfamilien  sind  die  Verfasser  noch  nicht  einig.  Die  äthio- 
pischen  Gattungen  scheinen  am  besten  auf  die  folgenden  vier  Unterfamilien  verteilt  werden  zu  können. 

Übersicht  der  U  n  t  e  r  f  a  m  i  1  i  e  n. 

A.  Die  Fühler  ganz  ohne  Kolbe,  gegen  die  Spitze  schwach  perlschnurartig.  Die  Rippen  h  und  6  der 
Htlgl  gestielt.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  aus  dem  Stiele  von  ß  und  7.  Die  Rippen  7  und  8  der  Hflgl 
berühren  einander  in  einem  Punkte,  so  dass  eine  geschlossene  Wurzelzelle  entsteht. 

P  s  e  u  d  0  p  0  n  t  i  i  n  a  e. 

B.  Die  Fühler  mit  Kolbe,  nie  perlschnurartig.  Die  Rippen  5  und  6  der  Hflgl  getrennt  oder  aus  dem- 
selben Punkte.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  niemals  aus  dem  Stiele  von  6  und  7.  Die  Rippen  7  und  8 
der  Hflgl  weit  getrennt. 


30  PSEUDOPONTIA.     Von  Dr.  C.  Aurivillils. 

*  Die  Hflgl   mit    langer   und    deutlicher  Präcostalrippe.     Die  zwei   ersten   Tasterglieder   unten   mit 
Borsten  und  Haaren  bekleidet. 

1.  Die  Kipjje  C  der  Vflyl  entsjiringt  weit  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle  aus  der  Rippe  7.     l'ierinae. 

2.  Die  Rippe  6  der  Vtlgl  entspringt  fast  immer  ganz  frei   aus  der  Spitze  der  Mittelzelle  oder  ist  nur 
sehr  kurz  gestielt.  Teracolinae. 

**  Die  I'räcostali-ippe  der  Htlgl  fehlt  gänzlich  oder  ist  nur  sehr  kurz  uiul  wurzelwärts  umgebogen. 
Die  Taster  unten  glatt  beschuppt  oder  sehen  mit  Horsten  und  Haaren  jiekleidet.  Die  Rippe  6 
der  Vflgl  stets  aus  7.  Coliadinae. 

1.  Unterfamilie:  Pseudopontiinae. 

Zu  dieser  Unterfaiiiilie  gfhiirt  nur  eine  einzige  Gaftunir.  Die  Kcnnzeicbeu  der  Unterfamilie  fallen  demnach 
mit  denen  der  Gattung  zusammen. 

1.  Gattung:  PseiKlo^MHitia  I'lot:. 

Sehr  zart  gebaate  Schmetterlinge  mit  breit  abgerundeten  Flügeln.  Kopf  gerundet;  die  Augen  von 
oben  gesehen  nach  vorn  etwas  konvergierend.  Fhlr  kurz,  die  Spitze  der  Mittelzelle  kaum  erreichend,  faden- 
förmig ohne  Kolbe,  nach  aussen  aber  mit  schwach  perlschnurförnn'g  verdickten  Gliedern.  Taster  sehr  kurz 
und  fein.  Spiralzunge  wohl  entwickelt.  Die  Mittelzelle  beider  Flügel  klein  und  kurz,  kaum  mehr  als  ein 
Drittel  der  Flügellänge  erreichend.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  aus  dem  Stiele  von  6  und  7,  8  und  9  fehlend, 
11  zuerst  fast  gerade  gegen  die  Rippe  12  gerichtet  und  dann  umgebogen.  Die  Rippen  5  und  6  der  Htlgl 
gestielt,  die  Rippe  7  zuerst  völlig  gerade  und  die  Rippe  8  in  einem  Punkte  berührend,  dann  in  fast  rechtem 
Winkel  gegen  den  Saum  umgebogen:  die  Rippe  8  von  der  Wurzel  an  von  der  Zelle  abbiegend  und  mit 
deutlicher,  saumwärts  umgebogener  Präcostalrippe.  —  Die  eigentümlichste  aller  bisher  bekannten  Tagfalter- 
Gattungen.  Die  Abweichungen  im  Körperbau  sind  so  gross,  dass  einige  Verfasser  die  Gattung  unter  die 
Heteroceren  gestellt  haben.  —  Die  noch  unbekannten  Fntwicklungsstadien  werden  vermutlich  Licht  über 
die  nähere  Verwandtschaft  der  Gattung  bringen. 

paradoxe.  P.  paradoxa  F/c/r.  (10a).    F]infarbig  weiss  ohne  Zeichnungen:  die  Flügel  dünn  beschuppt,  halb  durch- 

sichtig uiul  bei  gewisser  Beleuchtung  stark  schillernd.  An  der  Westküste  Afrikas  von  Sierra  Leona  bis  Angola 
verbreitet  und  besonders  in  Kamerun  stellenweise  nicht  selten;  konnnt  wahrscheinlich  im  ganzen  tropischen 
Urwaldgebiet  vor.  Die  Geschlechter  sind  einander  ganz  ähnhch;  die  Weibchen  jedoch  gewöhnlich  etwas 
grösser  als  die  Männchen. 

cepheus.  p.  cepheus  Ehnn.     Diese  mir  unbekannte  Art  gehört  vielleicht   nicht   dieser  Gattung  an.     Sie  wird 

von  EmniANN  in  folgender  Weise  beschrieben:  »Beide  Flügel  oben  rein  weiss:  Vflgl  an  der  Spitze  mit 
einem  scharf  begrenzten,  viereckigen  schwarzen  Fleck  und  vor  der  Sjiitze  mit  einem  mittelmässig  grossen, 
dreieckigen  schwarzen  Fleck.  Die  Grundfarbe  der  Vflglunterseite  dieselbe  wie  oben;  die  schwarzen  Flecke 
der  Oberseite  schwach  durchscheinend;  der  Wurzelteil  ist  schwach  grünlich  und  mit  feinen  schwarzen 
Strichelchen  marmoriert.  Htlgl  unten  weiss  mit  feinen  schwarzen  Strichelclien.-  In  Liberia  bei  Grand  Sess 
erbeutet. 

2.  Unterfamihe:  Pierinae. 

Die  hielier  gehörenden  Gattungen  sind  durch  die  spitzigen,  burstigen  oder  rauh  beschuppten  Palpen,  die  mit 
der  Iiip])e  7  lang  gestielte  Rijjjje  ü  der  Vflgl  und  die  gut  entwickelte  Präcostalri])pe  der  Hflgl  leicht  kenntlich. 

Die  sechs  äthiopischen  Gattungen  können  durch  folgende  Kennzeichen  leicht  unterschieden  werden. 

A.  Die  Vtlgl  höchstens  mit   11   Rippen.    Die  Präcostalrippe  der  Htlgl  gerade  oder  nach  aussen  gebogen. 
«.  Die  Rippe  5  der  \tlgl    entspringt   aus    der  Vorderecke   der  Mittelzelle,    indem   die  mitlere  Disco- 

cellulare  völlig  fehlt  oder  nur  sehr  kurz  ist. 

1.  Fühlerkolbe  langgestreckt,  spindelförmig,  zugespitzt.  Vtlgl  nur  mit  10 Rippen.    2.  Leptosia. 

2.  Fühlerkolbe  stumpf  und  kurz.     Vtlgl  mit   11  Rippen.  3.  Herpaenia. 
(i.  Die  Rippe  5   ist   durch   eine   lange,   schief  nach  innen  gerichtete  mittlere  Discocellulare  von  der 

Vorderecke  der  Zelle  getrennt. 

1.  Die  Vtlgl  nur  mit  10  Rip|)en:  die  Rippe  7  ist  nämlich  ganz  einfach  und  nicht  gegabelt;  der  erste 
Subcostalast  (Rippe  9j  ganz  gerade  und  mit  der  Rippe  8  völlig  gleichlaufend.    4.  Mylothris. 

2.  Die  Vtlgl  gewöhnlich  mit  1 1 ,  selten  nur  mit  10  Rippen  (indem  die  Rippe  8  winzig  klein  ist 
oder  fehlt:  der  erste  Subcostalast  aber  in  diesem  Falle  geschlängelt  und  nicht  mit  dem  zweiten 
Aste  gleichlaufend. 

a.  Die  mittlere  Discocellulare  der  Vtlgl  ist  deutlich  gebogen  und  bildet  darum  mit  dem  Stiele 
der  Rippen  6—8  einen  rechten  oder  sogar  einen  stumpfen  Winkel.  .■).  Appias. 

1).  Die  mittlere  Discocellulare  der  Vtlgl  ist  ganz  gerade  oder  nur  sehr  schwach  gebogen  und 
bildet  darum  stets  einen  spitzen  Winkel  mit  dem  Stiele  der  Ripi^en  6—8.    6.  Pieris. 

B.  Die  Vflgl  mit  12  Rippen.     Die  Präcostalrippe  der  Hflgl  nach  innen  umgebogen.    7.  Phyilocharis. 


LEPTOSIA:  HERPAENIA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  31. 

2.  Gattung;  liepto^ia  llbn. 

Älittelgrosse  oder  kleine,  zart  gebaute  Schmetterlinge.  Flügel  breit  abgerundet  mit  weisser  Grund- 
farbe. Die  Entwicklungsstadien  der  äthiopischen  Arten  sind  unbekannt.  Die  Gattung  kommt  auch  in  Süd- 
Asien  vor  und  ist  dort  bis  zu  den  Philippinen  und  Formosa  verbreitet.  Fliegen  am  Waldrande  oder  im 
Walde  und  ziehen  schattige  Stellen  dem  Sonnenschein  vor.     Geschlechter  einander  ähnlich. 

L.  medusa.     Flügel  weiss,   die  Vtlgl  oben   mit  schwarzer  Apicalbinde,   welche  sich  gewöhnlich  von 
der  Rippe  4   bis   zur  Rippe  10   erstreckt.     Unten  ist   die  Spitze   und   die  Wurzel  der  Vflgl   und   der  ganze 
Htlgl  mit  feinen  grünlichen  Strichelchen   mehr  oder  weniger  dicht  besät.     Beide  Flügel  unten  mit  winzigen 
schwarzen  Punkten  an  den  fanden  der  Zwischenaderfalten.    Flügelspannung  48-GOmm. —  medusa  CV.  (10a).  medusa. 
Vflgl  beiderseits  mit  einem  grossen,  schwarzen  Fleck  an  der  Mitte  des  Feldes  3;  Hflgl  oben  einfarbig  oder 
an    den   Rippenenden    mit    schwarzen  Flecken.     Von  Sierra  Leone    bis   zum   Kongogebiet   und  Uganda    ver- 
breitet. —  ab.  immaculata  Axrir.  (10a).     Vtlgl  ohne  Snbmarginaltleck  im  Felde  3;  Htlgl  stets  ohne  dunkle  immacnlata. 
Saumflecke.    Zusammen  mit  der  Hauptforni.  —  ab.  marginea  ilnl'.  hat  die  Hflgl  oben  mit  breiter  schwarzer  marginea. 
Saumbinde,  sonst  ist  sie  wie  die  Hauptform  gezeichnet. 

L.  alcesta.    Der  vorigen  Art  ähnlich,  aber  kleiner,  nur  29— 43  mm;  Hflgl  stets  oben  einfarbig  weiss; 
die  dunklen  Strichelchen   der  Flügelunterseite   sind   kaum   grünlicli   und    weniger  zahlreich;    auf  den  Hflgln 
bilden'  sie  gewöhnlich  nur  1 — 2  feine  Querlinien.    Von  Sierra  Leone  bis  Natal,  Britisch  Ost- Afrika  und  Uganda 
verbreitet;  kommt  auch  auf  Madagaskar  vor.  —  Die  zuerst  bekannte  Form,  alcesta  Cr.  (10a),  hat  die  Vflgl  alcesta. 
mit  einer  schwarzen,  zwischen  den  Rippen  5  und  8  liegenden  Apicalbinde  und  einem  schwarzen  Submarginal- 
fleck,  der  gewöhnlich  durch  die  Rippe  4  geteilt  wird.  —  Bei  narica  /•".  (10  b)  fehlt  die  Saumbinde  der  Vflgl  narica. 
völlig,  der  Subn^arginalfleck  aber  ist  gut  entwickelt.  —  nuptilla  Anrir.  (10  b).    Die  Saumbinde  der  Vflgl  vor-  miptilla. 
banden,  wenn  auch  etwas  schmäler  als  bei  aJcesfa,  der  Submarginalfleck  aber  völlig  fehlend.    Bisher  nur  vom 
Ruwenzoriberg  bekannt.  —  nupta  Bllr.  (10  b).     Auch  die  Vflgl  einfarbig  weiss  ohne  dunkle  Zeichnungen.      nupta. 

3.  Gattung:  BCerpaeiiia  BUr. 

Diese  für  die  äthiopische  Fauna  eigentümliche  Gattung  weicht  nicht  nur  durch  die  in  der  Übersicht 
angegebenen  Kennzeichen,  sondern  auch  durch  die  eigentümliche  Zeichnung  von  den  anderen  Pierinen- 
Gattungen  ab.    Sowohl  hierdurch  wie  durch  die  Lebensweise  nähern  sie  sich  den  Arten  der  Gattung  Teracolus. 

Die  Schmetterlinge  fliegen  im  Sonnenschein  an  offenen  Plätzen  und  vermeiden  die  Schatten  des 
Waldes;  sie  haben  einen  langsamen  Flug  und  setzen  sich  häufig  an  Blumen.  Die  Entwicklungsstadien  sind 
unbekannt. 

H.  eriphia.     Flügel  oben  schwarz  mit  gelben  (?),  weissgelben  (cf)  oder  weissen  Zeichnungen ;  Vflgl 
mit  folgenden  hellen  Zeichnungen :    ein  Längsstrich  am  \'rd  von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  hinaus  und 
hinter  der  Zelle   zu  einer  kurzen   aus  drei  Flecken  der  Felder  8,   5  und  4  gebildeten  Querbinde   erweitert; 
eine   schief  gestellte,   mit  dem  Vrd    fast  gleichlaufende  Discalbinde,    welche   am  Hrd  vor  der  Mitte   anfängt 
und  aus  drei  Flecken  (in  den  Feldern  la,   Ib  und  2)   gebildet  ist;    vier  bis  fünf  Submarginalflecke  (in  1  b, 
3,  5,  6  und  bisweilen  8),  von  denen  der  im  Felde  3  stets  der  grösste  und  der  im  Felde  5  der  kleinste  ist; 
der  Fleck   in   1  b   liegt   dicht   am  Saume   und   ist    gewöhnlich    damit   vereinigt.     Die  Hflgl   haben  oben    zwei 
gleichlaufende  helle  Querbinden,   eine  vor,   eine  hinter  der. Mitte,   und  drei  bis  sechs  helle  Saumflecke,  von 
denen  der  im  Felde  6  immer  der  grösste   ist.     Die  Unterseite   ist   ähnlich   gezeichnet,   hat  aber  stets  einen 
breiten   hellen  Längsstrich  in    der  Mittelzelle   der  Vflgl   und   dunkelbraune   statt  schwarze    Grundfarbe.     Die 
Art  kommt  vom  Senegal  bis  Nubien,  in  Ost-Afrika,  in  Süd-Afrika  bis  Angola  und  auf  Madagaskar  vor,  fehlt 
aber  im  westafrikanischen  Waldgebiet.     Vier  Lokalrassen,  deren  jede  zwei  Zeitformen  hat,  sind  beschrieben 
worden.  —  eriphia  Cto«//.  (10c).    Vflgl  oben  ohne  hellen  Strich  in  der  Mittelzelle  und  mit  zusammenhängender  eriphia. 
Discalbinde;    die   hellen  Zeichnungen   mehr  oder  weniger  gelblich;    Hflgl   unten   nicht   gestrichelt,    aber  mit 
deutbchen  Saumflecken.     Senegal,   Süd-Afrika  und  Teile  von  Ost-Afrika.   —   f  nyassae  Lanz  (10b)   ist  die  nyassae. 
Trockenzeitform  von   eriphia;   die    hellen  Zeichnungen    der  Oberseite   mehr   gelblich;    Saumflecke   der  Hflgl- 
oberseite  grösser;    Hflgl  unten  mit  braunen  oder  rötlichen  Strichelchen  dicht  überzogen,   bisweilen  so  dicht,- 
dass  die  Querbinden   undeutlich   werden   und   die  Saumflecke   ganz   verschwinden.     Besonders   in   trockenen 
Gegenden  von  Süd-Afrika.  —  f.  iterata  Bfh:     Die   schw-arzen  Zeichnungen  der  Oberseite   etwas   mehr  aus-  iterata. 
gedehnt    und   der  Discalfleck  im  Felde  2   gerundet   und   von   der  Binde    abgetrennt;    sonst   mit    eriphia   fast 
völlig  übereinstimmend.     Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika  und  im  Somaliland.  —  melanarge  Bfh:  (22  g)  ist  melanarge. 
die  Trockenzeitform   von   iterata;    die    dunklen   Zeichnungen    der  Unterseite   der  Hflgl   lebhaft   rotbraun.     In 
denselben  Gegenden  wie  iterata.  —  lacteipennis  Bttr.  (10b,  c)  unterscheidet  sich  dui-ch  grössere  Ausdehnung  lacteipemüs. 
der  hellen,   gelblichen  Zeichnungen,    durch  geringere  Grösse   und   besonders   durch  einen  hellen  Längsstreif 
in  der  Mittelzelle  der  Vflgloberseite.    Abessinien  und  Nubien.   —  f  straminea  Aurir.  (22  g)  ist  die  Trocken-  straminea. 
Zeitform  von  lacteipennis  und  zeichnet  sich  durch  die  rötlich  überzogene  Unterseite  der  Hflgl  aus.    Nubien.  — 


32  MYLOTHRIS.     Von  Dr.  C.  Aueivillius. 

mabillei.  mabillei    Aui-iv.  (22g)  hat  schneeweisse   und   stark  ausgedehnte   helle   Zeichnungen   dei-  Oberseite   und   die 
schwarze   Mittelbinde   der  Htiglüberseite    nach    innen   verkürzt    den   Ird    nicht   erreichend.     Madagaskar.  — 
calUanira.  f.  callianira  Miib.  ist  die  Trockenzeitform  von  mahilh'i  und  untersciieidet  sich  nur  dadurch,   dass  die  Unter- 
seite der  lltlgl  und  die  Spitze  der  Vtlgl  rötlich  ülierzogen  sind.     Madagaskar. 

4.  Gattung:   l^Iylotln'is  Ulm. 

Diese  artreiche  Gattung  ist  der  äthiopischen  Region  eigentündich  und  l)esteht  aus  niittelgrossen 
Schmetterlingen  mit  weisser  oder  gellier,  selten  dunkelgrauer  Grundfarbe.  Ihre  Flügelzeichnung  besteht 
nur  aus  schwarzen  Flecken  an  den  Rippenenden,  welche  bald  alle  gerundet  und  völlig  frei,  bald  mehr  oder 
weniger  miteinander  zu  einer  Saumbinde  verbunden  sind;  auf  den  Htlgln  kommen  selten  mehr  als  sechs 
Saumtlecke  vor;  die  Wurzel  der  Vtlgl  und  bisweilen  auch  der  Hflgl  ist  besonders  auf  der  Unterseite  oft 
lebhaft  gelb,  rotgelb  oder  feuerrot  gefärbt;  Discaltlecke  und  dunkle  Flecke  am  Ende  der  Mittelzelle  fehlen 
immer;  die  Spitze  der  Vtlgl  ist  gewöhnlich  abgerundet  und  beim  ?  stumpfer  als  beim  &.  Rp  von  gewöhn- 
licher Pieridenform ,  aber  etwas  länger  behaart  als  bei  den  europäischen  /'/«•/s -Arten.  Die  Pp  mit  einer 
Reihe  Fortsätze  auf  dem  Rücken  und  einem  hakenförmigen  Zapfen  jederseits  an  der  Wurzel  des  Hlbs.  Die 
Gattung  kommt  fast  überall  in  der  äthiopischen  Region  vor  und  fehlt  nur  in  Arabien,  auf  den  Maskarenen, 
der  Insel  Sokotra  und  einigen  der  kleinen  Inseln.  Obwohl  die  Arten  oft  sehr  nahe  miteinander  verwandt 
sind,  ist  es  bisher  nicht  nachgewiesen  worden,  dass  einige  miteinander  als  Zeitformen  oder  als  Lokalrassen 
verbunden  sind.     Nach  der  Zeichnung  können  die  Arten  in  drei  Gru])pen  eingeteilt  werden. 

Humbloti-Gruppe. 

Beide  Fliia:el  ganz  ohne  schwarze  Flecken  an  den  Rippenenden. 

hiimbloti.  M.   humbloti   Obirth.  (10  c).     Flügel   auf  beiden   Seiten   einfarbig   schwarzgrau   mit   etwas   helleren 

Rippen.     Nur  auf  der  Insel  Gross-Comoro  angetroffen. 

Chloris-Gruppe. 

Die  Flügel  immer  mit  schwarzen  Saumfleckeu,  welche  wenigstens  auf  der  Unterseite  der  Htlgl  zu  einer 
schwarzen  Saumhinde  vereinigt  sind.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  schwarzer  Apicalbinde  und  olien  bis  zur  Wurzel 
mit  schmalen  dunklen  Yrdsstreifen.     Die  ??  zeichnen  sich  din-ch  eine  breitere  schwarze  Saumhinde  der  Hflgl  aus. 

M.  chloris.  Vflgl  beiderseits  mit  weisser  Grundfarbe,  unten  mit  rotgelbem  Wurzelfleck ;  Hflgl  unten 
mit  ockergelber  (Trundfarbe;  Apicalfleck  der  Vtlgl  auf  beiden  Seiten  wenigstens  bis  zur  Rippe  4  zusammen- 
dtloris.  hängend.  —  chloris  F.  (lUd).  Hflgl  in  beiden  Geschlechtern  oben  mit  weisser  oder  beim  ?  bisweilen  mit 
gelblicher  Grundfarbe,  ihre  Saumbinde  beim  d^  oben  4 — 5,  unten  aber  9  — 10  mm  breit,  beim  ?  15  — 17  mm 
breit,  den  Spitzenteil  der  Mittelzelle  bedeckend.  Von  Sierra  Leone  bis  Kongo  und  östlich  bis  Acpiatoria 
ciarissa.  verbreitet.  —  clarissa  Btlr.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl  viel  schmäler,  beim  cf  nur  vom  Analwinkel 
bis  zur  Mitte  des  Feldes  3  zusammenhängend,  beim  ?  die  Spitze  der  Mittelzelle  nicht  erreichend;  die  Grund- 
farbe der  Hflgloberseite  beim  ?  hell  ockergelblich.     Njamnjam,  Äquatoria  und  Uganda. 

intermedia.  M.  intermedia  Aiiric.  (12  c).     Stimnd  mit  chlor/s  durch  die  ockergelbe  Unterseite  der  Hflgl  überein, 

weicht  aber  davon  durch  die  schmale,  oben  mich  innen  undeutlich  begrenzte  und  unten  nur  bis  zur  Rippe  b 
zusammenhängende  Apicalbinde  der  Vflgl  ab;  der  Wurzelteil  der  Vflgl  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle,  sowie 
die  Hflgl  l)is  zur  Saumbinde  .sind  oben  mit  schwarzgrauen  Schuppen  überzogen;  das  cf  ist  unbekannt;  die 
Saumbinde  der  Hflgl  ist  beim  ?  nur  2—4  mm  breit  und  zusammenhängend.     Kamerun. 

rembina.  M.  remblna  Plöt^.  (12  a)  weicht  von  den  beiden  vorigen  Arten  durch  die  schwefelgelbe  Grundfarbe 

der  Htlglunterseite  ab.  Die  d'd'  sind  wenig  veränderlich,  haben  oben  eine  rein  weisse  Grundfarbe,  eine 
nur  bis  zur  Rippe  4  zusammenhängende  Apicalbinde  der  Vflgl  und  eine  schmale,  zwischen  den  Rippen  ein- 
gebuchtete oder  sogar  in  Flecken  aufgelöste  Saumbinde  der  Hflgl;  unten  ist  diese  Saumbinde  stets  zu- 
sammenhängend und  4 — 7  mm  breit;  die  Vflgl  unten  ohne  rotgelben  Wurzelfleck,  höchstens  etwas  schwefel- 
gelb an  der  Wurzel  des  Vrds.  Die  ??  sind  sehr  veräntlerlicb,  selten  dem  cf  ziendich  ähidich,  gewöhnlich 
aljer  mit  viel  breiterer  Saumbinde  der  Hflgl  und  fast  bis  zum  Hinterwinkel  zusammenhängender  Saum- 
infuscata.  binde  der  Vflgloberseite,  bisweilen  mit  oben  fast  bis  zur  Wurzel  schwarzen  Hflgln,  ab.  infuscata  Bartel, 
fusca.  oder  sogar  auf  beiden  Flügeln  scbwarzgrau  überzogen,  ab.  fusca  Barte/.     Kamerun  uiul  Gaium. 

analis.  M.  analls  A)irir.  (12a),     cf:    Flügel    oben   mit  weisser  Grundfarbe,    Hflgl   am   Iril  und  besonders  am 

Analwinkel  gelblich  überzogen,  Saumbinde  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  3  zusammeidiängend;  Vflgl  unten  fast 
bis  zur  Zellenspitze  rot,  dann  gelblich  und  nur  in  den  Feldern  la,  Ib,  2  und  3  weiss,  Saumbinde  schmäler 
als  oben  und  hinten  in  Flecken  aufgelöst;  Hflgl  unten  ockergelb  mit  3—4  mm  breiter  Saumbinde.  Das  ? 
weicht  nur  dadurch  ab,  dass  beide  Flügel  rötlich  orangegelb  sind  mit  etwas  breiteren  schwarzen  Saum- 
binilen.     Französisch  Kongo-Gebiet. 


Ausgegeben  7.  Vll.  1910.  MYLOTHRIS.     Von  Dr.  C.  Aueivillius.  33 

Agathina-Gruppe. 

Die  Saumflecke  der  Hflgl  wenigstens  auf  der  Unterseite  ganz  frei  und  abgerundet,  selten  sehr  klein  oder 
fehlend.  Die  Vflgl  unten  nur  mit  freien  oder  fast  freien  Saumflecken.  Die  zahlreichen  Arten  dieser  Gruppe  sind 
miteinander  sehr  nahe  verwandt  und  bilden  eine  fast  zusammenhängende  Formenreihe. 

M.   nubila   Möschl.  dlbi.     Flügel   beiderseits   mit    weisser   (0")    oder   grauer   (?)   Grundfarbe;    Yügl  nubila. 
beim  d"  oben   an   der  Wurzel  und  längs   dem  Vrde   blaugrau   bestäubt ;    die  dunkle  Apicalbinde  4  mm  breit 
und    nur  bis   zur  Rippe  5  zusammenhängend ;   beim  ?  kommen  auf  beiden  Seiten  nur  freie  Saumflecke  vor. 
Kamerun  und  Gabun. 

M.  sjöstedti  Aurir.  (IIa)   bat  wie   die  vorige  Art  einen  grossen  blaugrauen  Wurzelfleck  der  \ügl- sjSsteäti. 
Oberseite   und    weisse   Grundfarbe,   unterscheidet    sich   aber   durch    eine    9  —  10  mm    breite,    bis  zur  Rippe  2 
oder   3   zusammenhängende   schwarze  Apicalbinde   der  Vflgloberseite  und  gelben  Wurzelteil  der  Vflglunter- 
seite;  das  ?  ist  unbekannt.     Kamerun. 

M.  spica  Möschl.  (10 d)  cf.     Beide  Flügel  mit  weisser  Grundfarbe  und  unten  mit  freien,  gerundeten  s/j/fa. 
Saumtlecken;    Vflgl    oben    ohne   Wurzelfleck,    aber    mit    etwa    6  mm    breiter,    bis   zur  Rippe   3   zusammen- 
hängender, schwarzer  Apicalbinde.  unten  mit  gelbem  Wurzeltleck,  welcher  die  Mitte  der  Zelle  nicht  erreicht. 
Das  ?  weicht   dadurch   ab,    dass    die  Vflgl   oben   ockergelb   und   nur  am  Hrde  weisslich  sind  und  längliche 
strichförmige  Saumflecke   haben ,    welche   nach   innen    gewöhnlich   ganz   frei  sind  und  nur  selten  wie  in  der 
Figur  durch  eine  dunkle  Bogenlinie  verbunden  sind.    Aschanti  bis  Kongo  und  östlich  bis  Victoria  Nyanza.  — 
Bei   ab.  ?  caspi  Suff,  sind   die  bei   der  Hauptform   gelben  Flecke  zwischen  den  schwarzen  Saumflecken  der  caspi. 
Vflgl   grau    statt   gelb.     Togo   und  Kamerun.    —    SChumanni  Suff',  weicht  nur  dadurch  ab,    dass  die  Saum-  sdiumanni. 
flecke  der  Hflgloberseite  des  cf  sehr  klein  punktförmig  sind  und  dass  das  ?  eine  bis  zur  Rippe  2  zusammen- 
hängende,   mit    gelben  Schuppen    bestreute,   schwarze  Saumbinde  der  Vflgloberseite  hat.     Insel  Konakry  an 
der  Küste  von  Sierra  Leone. 

M.  poppea   weicht    von   -fpica  in  männlichem  Gesclüecht  durch  einen  orangegelben  Wurzelfleck  der 
Vflgloberseite   und   im   weiblichen   durch  weisse  Grundfarbe  beider  Flügel  ab.   —   Bei  poppea  Cr.  (10  e)  isi  poppen. 
die   schwarze  Saumbinde   der  Vflgloberseite   des  cf  bis  zur  Rippe  2   zusammenhängend  und  die  Grundfarbe 
zwischen    den   langgestreckten   Saumflecken   der  Vflgloberseite   des  ?  weiss   oder  weisslich.     Sierra  Leone, 
Togo.  —  hilara  Karsch  (10  e)  hat  eine  höchstens  bis  zur  Rippe  3  zusammenhängende  Saumbinde  der  Vflgl-  hHora. 
Oberseite    des   cf   und    graue    Grundfarbe    zwischen    den    schwarzen    Saumflecken    der   Vflgloberseite    des   ?. 
Kamerun    bis    Kongo    und   Uganda.    —    ab.   ?  continua  Auriv.     Grundfarbe   beider   Flügel   weiss;    die  Vflgl  continua. 
oben   statt    der  langen    Saumflecke    mit    einer   breiten,  bis   zur  Rippe   2    zusammenhängenden   und    auf  der 
Innenseite  bogenförmig  ausgerandeten,  schwarzen  Saumbinde.    Ruwenzori.  —  ab.  ?  dubia  Auriv.  weicht  von  dubia, 
contniua  nur  dadurch  ab,  dass  die  Grundfarl)e  beider  Flügel  oben  gelbiichweiss  und  unten  gell)licli  und  dass 
der  Wurzelfleck  der  Vflgl  oben  deutlicher  ist.     Französisch  Kongo. 

M.   asphodelus   Btlr.  (10  e)   weicht  von   spica   nur   dadurch   ab,    dass   die  Vflgl   des   cf   oben   einen  «^P'^orfW;«. 
schwefelgelijen   Wurzeltleck    haben   und   dass   die    dunklen   Saumstriche   der  Vflgloberseite   beim  ?  (=  beet- 
hoveni  Suff)  breiter  und  kürzer  sind.     Alt-Calabar  bis  Angola. 

M.  primulina  Btlr.  weicht  von   asphodelus  dadurch  ab,   dass  der  gelbe  Wurzelteil  der  Vflgl  sich  bis  piinmlina. 
zur  S]ntze    der  Mittelzelle    erstreckt ,    das  Wurzeldrittel   der  Felder    1  a    und    1  b    bedeckt    und  am  Vrde  sich 
fast   bis   zur  Apicalbinde   erstreckt;    die   gelbe  Farbe   ist    an  der  Wurzel  dunkler  nach  aussen  schwefelgelb; 
unten  haben  die  Vflgl  gelbe  Längsstriche  vor  der  Spitze  in  den  Feldern  3 — 7.     Lagos. 

M.  dimidiata  Aurir.  (12  b)  ist  von  der  voi  hergehenden,  nahe  verwandten  Art  dadurch  leicht  zu  unter-  dimidiata. 
scheiden,  dass  die  schwefelgelbe  Farbe  der  Vflgloberseite  sich  nicht  hinter  der  Mittelzelle  in  das  Feld  Ib 
hinein  ausdehnt  und  nicht  an  der  Wurzel  dunkler  ist,  dagegen  aber  die  Felder  3  und  4  vollständig  und 
sogar  einen  Teil  des  Feldes  2  bedeckt,  und  dadurch,  dass  die  Felder  4  —  7  der  Vflglunterseite  nicht  von 
gelben  Längsstriciien  durchzogen  sind;  auf  der  Untei'seite  der  Vflgl  .hat  die  gelbe  Farbe  dieselbe  Aus- 
dehnung wie  oben,  ist  aber  an  der  Wurzel  goldgelb.     Sierra  Leone. 

M.  basalis  Aurir.  hat  wie  die  vorhergehenden  Arten  eine  wenigstens  bis  zur  Mitte  des  Feldes  2  basalis. 
zusammenhängende,  breite  schwarze  Subapicalbinde  der  Vflgloberseite:  die  ganze  Mittelzelle  und  der  Wurzel- 
teil der  Felder  la,  Ib,  2  und  3  sind  hell  schwefelgelb:  der  Vrd,  der  Wurzelteil  der  Felder  4 — 8  und  der 
äussere  Teil  der  Felder  la — 3  sind  dagegen  rein  weiss;  die  schwefelgelbe  Farbe  hat  unten  dieselbe  Ver- 
breitung und  ist  an  der  Wurzel  kaum  verdunkelt:  Hflgl  auf  beiden  Seiten  weiss,  an  der  Wurzel  schwefel- 
gelb und  mit  gerundeten,  freien,  schwarzen  Saumflecken.     Kongogebiet. 

M.  sulphurea  Auriv.   (10 f).     Vflgl    oben   lebhaft   schwefelgelb,    an   der  Wurzel  goldgelb  mit  breiter  sulphurea. 
bis   zur   Rippe   3  oder   2   zusammenhängender    schwarzer    Subapicalbinde;    Hflgl    beiderseits    weiss,    an   der 
Wurzel   hell    schwefelgelb   mit   den   gewöhnlichen  schwarzen  Saumflecken;   Vflgl  unten  von  der  Wurzel  bis 
über  die  Zellenspitze  hinaus  orangegelb,  sonst  schwefelgelb  und  mit  freien  schwarzen  Saumflecken.   Kamerun. 

XIII  .5 


34  MYLOTHRIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

odiracea.  M.  ochracea  Aurir.  (lOf).     Beim  cf  sind  die  Flügel  oben  und  unten  ockergelb  oder  dunkel  dotter- 

gelb; die  \tlgl  oben  mit  breiter  bis  zur  Rippe  3  zusammenliängender,  schwarzer  Saumbinde  und  unten  mit 
schwarzen  Saumtlecken,  von  denen  diejenigen  an  den  Enden  der  Rippen  6 — 8  zusammengeflossen  sind;  die 
Hflgl  mit  sehr  grossen,  einander  berührenden  Saumtlecken.  Beim  ?  sind  die  Flügel  ockergelb;  die  Vflgl 
haben  sehr  breite  schwarze  Striche  an  den  Rippenenden  und  die  Htlgl  oben  eine  breite,  schwarze  Saum- 
binde.    Kamerun. 

flaviana.  M.  flaviana  Smith  weicht  von   nchnuea   nur  dadurch  ab,    dass  beide  Flügel  eine  zitrongelbe  Grund- 

farbe und  die  Htlgl  viel  kleinere  Saumtlecke  haben ;  wie  bei  ochracea  ist  die  Grundfarbe  auf  der  Unterseite- 
an  der  Wurzel  der  Flügel  nicht  verdunkelt.     Kamerun. 

Die  .jetzt  folgenden  11  Arten  unterscheiden  sich  von  den  vorhergehenden  dadurch,  dass  wenigstens  beim  cf 
die  Saumflecke  der  Vtlgloberseite  entweder  alle  oder  wenigstens  die  an  den  Rippenenden  2—4  frei  sind.  Die 
Apicalbinde  ist  darum,  wenn  vorhanden,  nur  sehr  kurz  und  schmal.  Bei  den  ??  sind  die  Saumflecke  nicht  oder  nur 
wenig  nach  innen  ausgezogen. 

crocea.  M.  crocca  Btlr.   ci'J  a).     Beide  Flügel    oben   hell   safrangelb   mit   kleinen,   freien   gerundeten  Saum- 

flecken; unten  ist  die  Grundfarbe  heller,  die  Htlgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  weisslich.     Ruwenzori. 

citrina.  M.  citrina  Aiirir.  (r2d).    Die  Saumflecke  6 — 8  oder  5—8  der  Vflgl  zu  einem  Spitzenfleck  vereinigt; 

die  Vflgl  oben  mit  zitrongelber  an  der  Wurzel  und  am  Vrde  goldgelber  (cf )  oder  ockergelber  (?)  Grund- 
farbe; Hflgl  oben  weiss  mit  schwefelgelber  (cf)  oder  ockergelber  (?)  Wurzelhälfte,  unten  fast  weiss;  Vflgl 
unten  goldgelb,  sauniwärts  allmählich  heller  und  am  Saume  fast  weiss.     Deutsch  Ost-Afrika. 

erlangen.  M.  erlangen  I'cKj.  (12  c).    cf :  beide  Flügel  hell  schwefelgelb,  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  einem 

orangeroten  Wurzeltleck ;  von  den  oben  dreieckigen  Saumflecken  der  Vflgl  sind  nur  die  der  Rippen  7  und  8 
zu  einem  schmalen  Spitzenfleck,  welcher  sich  am  Vrde  bis  zur  Wurzel  fortsetzt,  vereinigt.  ?:  beide  Flügel 
schmutzig  braungelb,  die  Hflgl  heller:  die  Saumflecke  .5 — 8  der  Vflgloberseite  zu  einer  Apicalbinde  ver- 
einigt; Wurzel  des  Vrds  der  Vflgl  oben  breit  schwärzlich;  alle  Saumflecke  grösser  als  beim  cf.    Abyssinien. 

agathina.  M.  agathina  Cr.   (10  f,    14d  cf;    1 1  a  ?).     Beim   d'   sind   beide   Flügel   oben   rein   weiss   mit    bis   zur 

Rippe  6  oder  5  zusammenhängender  Apicalbinde  der  Vflgloberseite;  der  rotgelbe  Wurzelfleck  der  Vflgl- 
unterseite  scheint  oben  etwas  durch;  unten  sind  die  Vflgl  weiss  und  die  Hflgl  mehr  oder  weniger  gelb; 
auch  die  Spitze  der  Vflgl  ist  bisweilen  unten  gelblich;  die  Saumflecke  der  Unterseite  gewöhnlich  klein,  bis- 
weilen aber  gross  und  mehr  oder  weniger  miteinander  vereinigt.  Das  ?  hat  die  Flügel  auch  oben  mehr 
oder  weniger  vollständig  mit  röUichgelber  Farbe  überzogen.  Kommt  von  der  Gegend  der  Kongo-Mündung 
in  ganz  Süd-  und  Ost- Afrika  bis  Abyssinien  vor  und  ist  die  häufigste  der  Mi/lothris-Avten.  —  Rp  mit  ab- 
wechselnder, schwarzer  und  rötlicher  Querbinde  und  mit  gelben  Flecken  bestreut,  an  jeder  Seite  mit  einer 
weissgelben  Längslinie:  Kopf  schwarz;  lebt  auf  einer  Loranthus-Art  und  wandert  wie  die  Prozessions- Rp 
imiher.  Pp  weisslich  mit  schwarzen  Zeichnungen,  auf  die  bei  Pieriden-Ppn  gewöhnliche  Weise  an  Blättern 
befestigt. 

simitis.  .    M.  similis  Lfithij  (22  a)  steht  in  der  Mitte  zwischen  (lyathiHu  und  riippelli;  Vflgl  oben  nur  mit  kleinem, 

orangegelbem  Wuizelfleck;  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  schwach  gelblich  gefärbt;  Flügel  auf  beiden  Seiten 
mit  weisser  Grundfarbe:  Vflyl  unten  mit  grossem,  orangerotem  Wurzelfleck,  welcher  wenigstens  die  Rippe  3 
erreicht;  Saumflecke  und  A])icalbinde  wie  bei  aijathhta.     Britisch  Zentral -Afrika. 

rüppelli.  M.  rüppelli  Kdch    (10  f)    ist   etwas   kleiner   als   lajuthinu    und  weicht   in    beiden  Geschlechtern  durch 

einen  grossen  lebhaft  gelbroten  Wurzelfleck  der  Vflgl  ab;  dieser  Fleck  dehnt  sich  weit  über  die  Mitte  der 
Zefle  hinaus  und  bedeckt  auch  den  Wurzelteil  des  Feldes  la  und  Ib;  auch  die  Hflgl  sind  oben  an  der 
Wurzel  mehr  oder  weniger  schwefelgelb  (cf)  oder  orangerot  (?)  gefärbt.  Vom  Kaplande  bis  Abyssinien.  — 
kikiiytiensis.  ab.  ?  kikuyuensis  Bart,  weicht  durch  mennigrote  Färbung  des  Wurzelfleckes  der  Vflgl  und  der  Wurzel  der 
Hflgl  ab.     Britisch  Ost-Afrika. 

tirikensis.  M.  tirikensis  Seavc   hat   eine  Flügelspannung   von    nur   43  mm   und    unterscheidet   sich  von  riipjif/li 

dadurch,  dass  iler  gelbrote  Wurzelfleck  der  Vflgloberseite  und  die  schwefelgelbe  Wurzel  der  Hflgl  mit 
schwarzen  Schuppen  dicht  bestreut  sind;  die  Apicalbinde  der  Vflgl  ist  breiter  und  bis  zur  Rippe  4  zu- 
sammenhängend.    Nur  das  ?  ist  bekannt.     Uganda. 

kiwuensis.  M.  kiwuensis  Grünb.    ?:    beide  Flügel   oben    hell   ockergelblich;    Apicalbinde   der  Vflgloberseite  wie 

bei  tirikeuith;  beide  Flügel  und  besonders  die  Hflgl  unten  heller  als  oben;  Vflgl  an  der  Wurzel  bis  gegen 
das  Zellende  lebhaft  orangegelb  und  in  der  Saumliälfte  mit  undeutlichen  hell  ockergelben  Längsstreifen 
zwischen  den  Rij)pen:  Hflgl  im  Saumteil  mit  ähidicheii  Längsstreifen.     Am  Kiwii-See  in  Zentral -Afrika. 

yulei.  M.  yulei  Btlr.  (22  a)   ist   etwas   kleiner   als  riippelli  und  zeichnet  sich  durch  die  oben  und  unten  an 

der  Wurzel  goldgelben  Vflgl  aus;  der  Wurzelfleck  der  Vflgloberseite  ist  viel  kleiner  als  bei  rüppelli;  der 
Saumfleck  4  der  Vflgloberseite  mit  der  Apicalbinde  vereinigt;  Saumflecke  der  Hflgl  klein,  punktförmig;  Hflgl 


MYLOTHRIS.     Von  Dr.  G.  Aürivillils.  35 

unten    inelir   oder   weniger   gelblicli.     Beim   ?  sind    beide  Flügel  oder  nur  die  Vtlgl  oben  hell  ockergelblich. 
Nyassaland   und  Deutsch  Ost-Afrika.    —    ertli  Suff',   weicht   nur   durch   die    etwas   breitere,    bis  zur  Rippe  4  ertli. 
zusammenhängende  Apicalbinde  der  Vtlgloberseite  ab.     Insel  Korne  im  Victoria  Nyanza. 

M.  phileris  Bsil.  (Hb).    Flügel  beiderseits  rein  weiss  mit  oben  kleinem,  unten  mittelgrossem,  gelbem  phileris. 
Wurzelfleck    dei-  Vtlgl;    die   Saumflecke   sind    alle   ausser   denjenigen   auf  den    Rippen  5  —  7   oder   6   und   7 
der  Vtlgloberseite   frei   und   gerundet;    diejenigen   der  Rippen  2 — 4   der  Hflgl   sind  grösser  als  die  übrigen. 
Madagaskar.    —    ab.  thinaga  Suff',   zeichnet   sich   dadurch    aus,    dass   die  Hflgl  längs  des  Aussenrds  gelblich 
angeflogen  sind,    besonders  intensiv  vor  dem  Anahvinkel,   und  dass  sie  unten  nicht  weiss,   sondern  hellgelb  thinaga. 
sind.     Madagaskar. 

M.  smithi  Mal).   (l'2b)    ist   die   grösste   aller  Arten    und   durch    1 — 2   schwarze  Flecke   am  Vrde  der  smithi. 
Vtlgl   auf  den  Rippen  9   und   10  ausgezeichnet;    alle  Saumtlecke   sind  frei  und  gerundet;    beide  l'^lügel  sind 
weiss    und    die   Vflgl    haben    einen    grossen    goldgelben    (cf)    oder    ockergelben    (?)    Hrdsfleck ,    welcher    die 
Felder   1  a,   1  b,   die  Wurzel   des  Feldes  2  und  die  hintere  Längshälfte  der  Mittelzelle  bedeckt.     Madagaskar. 

Die  folgenden  vier  Arten  weichen  von  den  vorhergehenden  dadurch  ab,  dass  der  orangegelbe  oder  rote 
Wurzelfleck  der  Vflgl  nach  aussen  sehr  schief  abgeschnitten  ist  und  sich  mehr  oder  weniger  weit  längs  dem  Vrde  fortsetzt. 

M.  bernice  Heir.  (12c)  hat  beim  cf  weisse,  beim  ?  schwarzgraue  Flügel;   die  schwarze  Apicalbinde  bcnüce. 
der  Vflgl   ist   beim  cf   breit  und   bis  zur  Rippe  3  oder  4  zusammenhängend,    beim  ?  geht  sie  ohne  Grenze 
in  die  Grundfarbe  über;  Hflgl  mit  recht  grossen  Saumtlecken,  unten  hell  gelblich.     Kongogebiet. 

M.  rubricosta  Mab.  (11c)   ist   der  vorigen  Art   sehr  ähnlich,   aber  kleiner  und  mit  kleinen,   punkf-  nibricosta. 
formigen  Saumflecken,  welche  alle  frei  sind ;  Vrd  der  Vflgl  auf  beiden  Seifen  bis  zur  Spitze  schmal  schwarz ; 
Grundfarbe  beider  Flügel  beim  cf  weiss,  beim  ?  schmutzig  grau,  oben  hinter  der  Mitte  der  Vflgl  mehr  oder 
weniger  weisslich.     Ost-Afrika  von  Mossambik  bis  Uganda  und  in  den  inneren  Teilen  des  Kougogebietes. 

M.  sulphureotincta  Strand.    «Mit  nihricosfa  nahe  verwandt,  aber  alle  Flügel  oben  und  unten  gleich-  sulphureo- 
mässig  schwefelgelblich  oder  hell  ockergelblich  beschuppt;  die  schwarzen  Saumpunkte  grösser,  die  der  Vflgl  tmcta. 
nach  iinien  schattenartig  verlängert,  besonders  die  vorderen;  die  schwarze  Vrdsbinde  ein  wenig  breiter.»  Ruanda. 

M.  wintoniana   E.  Skarpe  ist  grösser  und  kräftiger  gebaut  als  rubricosta;  die  Grundfarbe  der  Flügel  wintoniana. 
ist  weiss,    die  Hflgl  sind  aber  oben  schwach,    unten  stark  gelb  angeflogen;    die  Saumflecke  5 — 9  der  \  flgl- 
oberseite  sind  zu  einer  wenigstens  5  mm  breiten,  schwarzen  Apicalbinde  vereinigt;  die  Saumflecke  der  Hflgl 
oben    und   unten   sehr   gross,    gerundet,    zum  Teil   zusaminenstossend;    der  rote  Wurzelfleck  der  Vflgl  oben 
kaum  angedeutet,  unten  aber  lang  und  schmal,  die  Spitze  der  Zelle  fast  erreichend.    Kavirondo  und  Uganda. 

M.  ngaziya  Obcrtli.  (11  a,  b)  weicht  von  allen  vorhergehenden  dadurch  ab,  dass  beide  Flügel  oben  an  ngaziya. 
der  Wurzel  wenigstens  5  mm  breit  schwarz  bestäubt  sind;  beide  Flügel  oben  mit  weisser,  schwach  gi'Un- 
licher  Grundfarbe  oder  die  Hflgl  beim  ?  gelblich  angeflogen;  Vrd  der  Vflgl  ziemlich  breit  schwarz;  die 
Saumbinde  der  Vflgloberseite  ist  beim  cT  bis  zur  Rippe  4,  beim  ?  bis  zur  Rippe  2  zusammenhängend;  die 
Saumflecke  der  Hflgl  mittelmässig  cf  oder  sehr  gross  ?;  Saumflecke  der  Unterseite  alle  frei;  Vflgl  unten 
mit  grossem,  orangegelbem  Wurzelflecke;  Hflgl  unten  gelblich.     Komoren. 

Die  jetzt  folgenden  Formen  zeichnen  sich  von  den  vorhergehenden  dadurch  aus,  dass  die  Vflgl  eine  weisse, 
die  Hflgl  aber  eine  schwefel-  oder  selten  ockergelbe  Grundfarbe  haben.  Die  Vflgl  unten  an  der  Spitze  mehr  oder 
weniger  gelb  gefärbt. 

M.  trimenia  Btlr.  (11c,  d).     Die  Apicalbinde  der  Vflgloberseite  ist  nur  bis  zur  Rippe  5  zusammen-  tnmenia. 
hängend   und   an   der  Spitze   nur   2 — 3  mm   breit;    alle   übrigen  Saumflecke   klein   und  frei;    Vrd  der  Vflgl- 
oberseite schmal  schwarz,  an  der  Wurzel  nicht  erweitert;  Vflglspitze  unten  gelblich.     Süd-Afrika  bis  Natal. 

M.  sagala.  Die  schwarze  Apicalbinde  der  Vflgloberseite  ist  wenigstens  5  mm  breit  und  am  Aussenrde 
bis  zum  Hinterwinkel  zusammenhängend  oder  dort  durch  grosse,  ovale  oder  dreieckige  Saumflecke  vertreten, 
am  Vrde  setzt  sie  sich  als  breite  Längsbinde  bis  zur  Wurzel  fort,  ist  an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger 
erweitert  und  bedeckt  auch  die  Wurzel  der  Hflgl.  Von  dieser  Art  sind  viele  nahe  verwandte  Formen  be- 
schrieben. Die  Beschreibungen  sind  oft  nur  nach  einzelnen  Stücken  gemacht  und  es  ist  darum  nicht 
möglich,  zu  entscheiden,  ob  wir  es  mit  wirklichen  Lokalrassen  oder  nur  mit  individuellen  Abänderungen  zu 
tun  haben.  Die  Formen  scheinen  mir  allmählich  und  ohne  scharfe  Grenze  ineinander  überzugehen;  es  ist 
wenigstens  nach  den  Beschreibungen  und  Abbildungen  nicht  möglich,  scharfe  Unterschiede  zu  finden.  Wer 
die  Formen  in  der  Natur  genau  untersuchen  könnte,  würde  gewiss  interessante  Entdeckungen  machen 
können.  Die  Art  scheint  den  Gebirgsgegenden  Afrikas  eigentümlich  zu  sein.  —  sagala  Smith.  «Vflgl  sagala. 
weiss,  unregelmässig  mit  Schwarzbraun  bestäubt,  besonders  am  Vrde,  in  der  Mittelzelle  und  an  der  Wurzel, 
wo  die  Bestäubung  so  dicht  ist,  dass  die  Flügel  fast  schwarzbraun  werden;  Hflgl  gelb,  die  Wurzel  und  ein 
unregelmässiges  Feld  nahe  an  der  Flügelspitze  zwischen  den  Rippen  7  und  8  dicht  mit  schwarzbraunen 
Schuppen    bekleidet;    kleine   schwarze  Saumflecke    au    den  Rippenenden.     Vflgl  unten  weiss,    Vrd  grau  und 


36  AI'PIAS.     Von  Dr.  C.  Acrivillius. 

die  Spitze   schwach   gelhhch:    Hflgl    unten    gelb   mit    kleinen   schwarzen  Sauniflecken  an  den  Rippenenden.» 
crawshayi.  Deutsch  Ost-Afrika  im  Inneren.    —   crawshayi  Bfli:  (tldj.     Die   schwarze  Saumbinde  der  Vflgloberseite  an 
der  Spitze   5—7  mm   breit,    entweder   bis   zum  Hintei-winkel  zusammenhängend  oder  hinten  in  drei  grossen 
dreieckigen  Flecken  an  den  Knden  der  Rippen  1 — 3  aufgelöst:  die  llittelzelle  nur  im  Wurzelviertel  schwarz; 
Vtlgl  ohne  schwarzen  Hrdsstreifen;   Saumtlecke  der  Htlgl  alle  frei.     Nyassaland  und  Deutsch  Ost-Afrika.  — 
dulcis.  duicis  Tliuran  (12 b)  hat  einen  schmäleren,   nach  hinten  undeutlichen  Vrdsstreifen  der  Vflgloberseite,   einen 
nur   bis   zur   Mitte   des    Fehles  5    ausgedehnten    Spitzentleck   und   lange,    grosse   dreieckige   Saumflecke    der 
Rippen  1  —  5;    die   Saumflecke   der   Hflgl   sind    alle   gleich   gross.     Deutsch   Ost-Afrika   hei    Langenhurg.    — 
decora.  ab.  ?  decora   Thurati  (12  b)  weicht  von  dulcis  nur  dadurch  ab,   dass  die  Hflgl  ockergelb,    nicht  schwefelgelb 
aequimargo.  sind.     Deutsch  Ost- Afrika    hei  Langenhurg.    —    aequimargo   T/iiiidu  (12  b).     Auch  diese  Form  ist  der  fliilcis 
sehr   ähnlich    und  weicht   nur  dadurch  al),    dass  der  \'rdsstreifen  der  Vflgloberseite  breiter  und  schärfer  be- 
grenzt ist,    dass  die  Saumtlecke  der  Vflgloberseite  kürzer  sind  und  dass  der  Saumtleck  7  der  Htlgloberseife 
swaynei.  viel    grösser   als    die    übrigen    ist.     Deutsch    Ost-Afrika    bei    Poroto-Rungwe.    —    swaynei    Btlt:   stimmt    mit 
rrawshdi/i    durch    die    zum    grössten    Teil    weisse    Mittelzelle    der    Vflgloberseite    überein,    hat    aber    einen 
schmalen   Hrdsstreifen   der  Vflgloberseite   und   freie  Saumflecke   an   den  Rippen  2  —  4   der  Vflgl;    die  Saum- 
narcisstis.  flecke   der  Hflgl   gleich   gross.     Somaliland.   —   narcissus  Bflr.  weicht  von   craivgliaiii  dadurch   ab,   dass  die 
Mittelzelle   der  Vflgl   wenigstens   in   ihrer  Wurzelhälfte   schwarz  bestäubt  ist:    beim  ?  ist  die  Saumbinde  der 
Vflgloberseite  breit,    bis  zum  Anahvinkel  zusammenhängend,   nach  innen  auf  den  Rippen  2—4  lang  gezackt 
und    gewöhnlich    durch    einen    Hrdsstreifen    mit    dem    Wurzelflecke    verbunden.      Am    Kilimandjaro    und    in 
dentatus.  Britisch  Ost-Afrika.  —  dentatUS  Btb:  (llc)  steht  dem  iiarcisms  sehr  nahe:   die  schwarzen  Zeichnungen  der 
Vflgloberseite    sind   aber   etwas    mehr   ausgedehnt    und   die  Saumflecke  B  und  7  der  Htlgloberseife  sind  sehr 
knutsoni.  gross  und  miteinander  vereinigt.     Nyassaland.  —  knutsoni  Ai<rii:  (11  dj.     Die  weisse  Grundfarbe  der  Vflgl- 
oberseite  ist  ringsum  durch  die  schwarze  Farbe  völlig  eingeschlossen  und  nach  aussen  wenig  gezackt,   be- 
deckt  aber   wenigstens   die  Hälfte    der  Mittelzelle:    Saumflecke    6   und    7    der  Htlgloberseife   grösser   als   die 
übrigen  und  gewöhnlich  zusanmiengeflossen ;   Grundfarbe  der  Hflgl  beim  a"  schwefelgelb,  beim  ?  ockergelb. 
jacfcsoni.  Kamerunberg.  —  jacksoni  /■-'.  Sharps  weicht  von  der  vorigen  Form  nur  dadurch  ab,  dass  die  weisse  Grund- 
farbe der  Vflgloberseite  höchstens  die  Sj)itze  der  Mittelzelle  bedeckt  und  nach  aussen  breiter  gerundet  und  tiefer 
neumanni.  gezackt   ist.     Britisch  Ost-Afrika:    Kavirondo    und  Kikuyu.    —    neumanni  A'.  Sliarpe   ist    die   dunkelste    aller 
««</«/« -Formen,   indem  die  weisse  Grundfarbe  der  Oberseite  der  Vflgl  auf  einen  kleinen  dreispitzigen  Fleck, 
welcher  die  Wurzel  der  Felder  2 — 4  bedeckt,  reduziert  ist:  die  Saumflecke  6  und  7  der  Hflgloberseite  gross 
und   bisweilen   zu   einer   breiten  Vrdsbinde   vereinigt:    Saumflecke  der  Unterseite  beider  Flügel  winzig  klein 
oder  fehlend.     Beim  d'  sind  die  Vflgl  bisweilen   oben  so  voUständig  schwarzgrau,  .dass  nur  der  Wurzeltejl 
striata,  der   Rippen  2 — 4  weisslich   ist.   ab.  striata    ah.   nov.     Britisch    Ost-Afrika   auf  dem    Kenia   und    bei    Nairobi. 

ruandana.  M.  ruandatia  Strand   ist    fast   wie    naicissiis   gezeichnet ,   weicht    aber   davon   und  von  allen  anderen 

sayalu -Formen  dadurch  ab,  dass  die  weisse  Grundfarbe  der  Vflgl  oben  und  unten  in  der  Wurzelhälfte  durch 
ein  lebhaftes  Schwefelgelb  (oder  Orangegelb)  ersetzt  worden  ist;  Hflgl  oben  schwefelgelb,  unten  grünlich- 
weiss,  an  der  Wurzel  mit  schwarzen,  sonst  in  der  Wurzelhälfte  mit  gelben  Schuppen  sparsam  überstreut, 
ihr  Vrd  schmal  orangegelb  und  orangegelbe  Schuppen  in  der  hinteren  Hälfte  des  Wurzelfeldes.  Ruanda 
im  Bergurwald. 

5.  Gattung:  Appias  H/m. 

Diese  Gattung  gehört  zu  den  Süd-Asien  und  Afrika  gemeinsamen  Gattungen  und  ist  im  Osten  \iel 
artenreicher  als  in  Afrika.  Die  afrikanischen  Arten  werden  von  Butler  zu  den  von  ihm  aufgestellten 
Gattungen  Phrissiira  und  Glutojilirissa  gestellt.  Letztere  beiden  Gattungen  können  aber  von  .Iji/ii'i!'  nicht 
unterschieden  werden.  Appias  steht  der  Gattung  Fieiiii  sehr  nahe,  weicht  aber  von  dieser  dadurch  ab,  dass 
die  mittlere  Discocellulare  der  Vflgl  nicht  wie  bei  Pieris  gerade  und  schief  gestellt,  sondern  scharf  gebogen 
ist,  so  dass  er  mit  der  Subcostalrippe  einen  fast  rechten  Winkel  bildet.  Dazu  konnnt ,  dass  der  Hlb  unten 
vor  der  Spitze  einen  beim  o"  langen,  beim  ?  aber  kurzen  oder  undeutlichen  Haarpinsel  besitzt.  Wenn  die 
Vflgl  Submarginalflecke  haben,  liegen  dieselben  nicht  wie  bei  l'icris  zwischen  den  Rippen,  sondern  auf  den- 
selben. —  Die  ?  weichen  in  der  Zeichnung  und  Flügelform  oft  beträchtlich  von  den  cf  ab.  Ihre  Zusanmien- 
gehörigkeit  mit  den  cT  ist  darum  noch  nicht  in  allen  Fällen  sicher  festgestellt  worden. 

Sehr  bemerkenswert  ist  der  Parallelismus  in  der  Färbung  und  der  Zeichnung,  welcher  zwischen  den 
Mijlothris-  und  den   Appias-kview  besteht. 

perlticens.  A.  perlucens  Btlr.  (=  Sylvia  Aurir.).    Diese  und  die  beiden  folgenden  Arten  unterscheiden  sich  von 

den  übrigen  dadurch ,  dass  die  dunkle  Saumbinde  der  Vflgl  auch  unten  mehr  oder  weniger  deutlich  aus- 
gebildet ist.  Sie  ist  der  .1.  rhodopc  sehr  ähnlich  und  weicht  im  männlichen  Geschlechte  hauptsächlich  nur 
dadurch  ab,  dass  der  Wurzelfleck  der  Vflgl  hell  zitrongelb  und  gar  nicht  orangegelb  ist.  Beim  ?  haben 
beide  Flügel  oben  eine  weisse  Grundfarbe  und  die  Vflgl  sind  unten  an  der  Wurzel  zitrongelb.  Sierra  Leone 
bis  Angola. 


APPIAS.     Von  Dr.  G.  Aüeivillius.  37 

A.  bachi  S«/f'.  (l-2d  2).  Beide  Flügel  oben  und  unten  mit  weisser  Grundfarbe,  die  Vflgl  unten  an  badii. 
der  Wurzel  bis  zur  Mitte  der  Zelle  orangegelb;  die  Vtlgl  auf  beiden  Seiten  mit  einer  grauen  Saumbinde, 
welche  an  den  Rippenenden  mit  dreieckigen,  schwarzen  Flecken  geziert  ist:  die  Hflgi  an  den  Rippenenden 
mit  schwärzliclien  Saumtlecken,  welche  oben  sehr  gross  und  zu  einer  Saumbinde  vereinigt  sind.  Das  einzige 
liekannte  Stück  dieser  Art  stammt  aus  Guinea;  es  stellt  vielleicht  nur  eine  Weibchenform  der  vorigen  oder 
der  folgenden  Art  dar. 

A.  rhodope  F.  ( 11  d  o"",  e  ?).  Beim  cf  sind  die  Flügel  auf  beiden  Seiten  weiss ;  die  Vtlgl  haben  rhodope. 
einen  orangegelben  Wurzeltleck  und  eine  bis  zur  Rippe  2  zusammenhängende  oben  einfarbig  schwarze  oder 
grau  getleckte,  unten  mehr  oder  weniger  graue  Saumbinde;  die  Htlgl  haben  auf  beiden  Seiten  8  schwarze  freie 
Saumtlecke.  Beim  ?  haben  die  Vtlgl  oben  eine  gelbe  Grundfarbe,  eine  sehr  breite,  bis  zum  Hinterwinkel 
ausgedehnte,  gelb  gefleckte,  schwarze  Saumbinde  und  einen  schwarzen  Wurzelteil;  unten  sind  sie  bis  zur 
Wurzel  gelb  und  haben  eine  hellere,  dmch  Ausdehnung  der  gelben  Flecke  auf  eine  innere  Bogenlinie  und 
schwarze  Saumflecke  reduzierte  Saumbinde ;  die  Htlgl  sind  weiss,  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  breit  gelb 
und  haben  8  grosse,  oben  fast  zusammenstossende,  schwarze  Sauraflecke.  Sierra  Leone  bis  zum  Congo- 
gebiete.  —  ab.  dopero  >^iiff.  weicht  nur  durch  die  grössere  Ausdehnung  des  orangegelben  Wurzelflecks  der  dopero. 
Vflgl,  welcher  iilier  die  Mitte  der  Zelle  reicht,  ab.     Kamerun. 

A.  narcissus  Btlr.  ?.  Vflgl  hell  ockergelb  mit  einergrauen,  halbmondförmigen  Subajiicalbinde :  Rippen  narcissr.s. 
hell  gelblich,  eine  Reihe  schwarzer  Saumflecke  fast  voneinander  trennend;  Hflgl  hell  zitrongell)  mit  herz- 
förmigen, dunkelbraunen  Saumflecken  an  den  Rippenenden;  Vflgl  unten  ockergelb  mit  hell  rahmgelbem 
Vrd  und  safrangelbem  Wurzelfleck  der  Mittelzelie;  die  graue  Subapicalbinde  undeutlich,  Saumflecke  kleiner 
als  oben,  Fransen  schwarz;  Hflgl  unten  buttergelb,  die  Wurzel  des  Vrds  lebhaft  safrangelb,  Saumflecke 
wie  oben,  Brust  rahmgelb;  Hlb  fleischfarbig.  Flügelspannung  59  mm.  Vielleicht  nur  eine  Weibchenform  von 
rhixhijic.     Angola. 

A.  phaola  Dbl.  (11c  <f,  d  ?).  cT:  Beide  Flügel  oben  bis  zur  Wurzel  weiss;  die  Vflgl  oben  mit  plwola. 
schmalem,  schwarzem  Vrde  und  mit  breiter,  schwarzer  Saumbinde,  welcher  wenigstens  bis  zur  Rippe  2,  oft 
aber  bis  zum  Hinterwinkel  zusammenhängend  und  in  den  Feldern  1  b — 3  wurzelwärts  tief  dreieckig  ein- 
geschnitten ist ;  in  den  Feldern  4 — 6  ist  sie  entweder  mit  einem  kleinen  weissen  Fleck  geziert  oder  durch 
eine  feine  weisse  Linie  fast  geteilt:  Vflgl  unten  weiss,  an  der  Spitze  und  am  Saume  etwa  so  breit  wie  die 
Saumbinde  der  Oberseite  hell  gelblich  und  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  lebhaft  gelb;  an  den  Rippeu- 
enden  1 — 8  stehen  kleine,  gerundete  schwarze  Saumtlecke,  und  auf  den  Rippen  2 — 4  schwarze  Submarginal- 
flecke,  von  denen  diejenigen  der  Rippen  2  und  3  mehr  oder  weniger  mit  ihrem  Saumfleck  vereinigt  sind; 
die  Hflgl  haben  auf  beiden  Seiten  deutliche ,  gerundete  schwarze  Saumflecke  und  sind  unten  schwach  gelb- 
lich, fast  sahnefarbig,  an  der  Wurzel  des  Vrds  lebhaft  gelb.  Beim  ?  sind  die  Flügel  oben  grauweiss,  oder, 
besonders  die  Hflgl.  gelblichweiss;  die  Vflgl  sind  an  der  Wurzel  und  am  Vrde  breit  schwärzlich  überzogen 
und  ihre  Saumbinde  hat  in  allen  Feldern  deutliche,  etwas  gerundete  gelblichweisse  Flecke;  unten  sind  die 
Flügel  ganz  wie  beim  d"  gefärbt  und  gezeichnet,  die  Submarginalflecke  der  Vflgl  sind  nur  etwas  grösser 
und  ein  solcher  ist  auch  auf  der  Rippe  4  vorhanden :  die  Saumflecke  der  Hflgloberseite  sind  viel  grösser 
als  beim  cf.  Wird  von  Togo  bis  zum  südlichen  Teil  des  Kongostaates  angetrofi"en.  —  ab.  ?  ochrea  Bart,  odirea. 
weicht  vom  typischen  ?  nur  dadurch  ab,  dass  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  hell  ockergelblich  und  die  Hflgl 
oben  schmutzig  grau,  gelblich  angeflogen  und  schwärzlich  bestäubt  sind.     Togo. 

A.  isokani  Gr.-Sm.  ist  mit  der  vorigen  Art  sehr  nahe  verwandt  und  vielleicht  nur  die  ostafrikanische  isokani. 
Rasse  derselben.  Die  schwarze  .Saumbinde  der  Vtlgloberseite  ist  etwas  schmäler  und  in  den  Feldern  1  b — 3 
oder  4  durch  die  weisse  Grundfarbe  so  tief  eingeschnitten,  dass  sie  fast  in  scharf  dreieckige  Flecke  auf- 
gelöst wird,  in  den  Feldern  5  und  6  tritt  die  Grundfarbe  als  eine  feine  weisse  Linie  weit  in  die  Binde  hinein; 
auf  der  Unterseite  fehlen  die  Saumflecke  völlig  und  die  W^urzel  der  Vflgl  ist  nur  sehr  schwach  gelblich; 
die  Saumflecke  der  Hflgloberseite  und  die  Submarginalflecke  der  Ripjien  2  und  3  der  Vflglunterseite  sind 
entweder  als  kleine  Punkte  vorhanden  oder  fehlen  vollständig,  [ab.  nagare  Gr.-Sm.  Beim  ?  sind  die  Flügel  nagare. 
oben  schmutzig  gelblich,  aber  wie  beim  &  gezeichnet,  nur  mit  grösseren  Saumflecken  der  Hflgloberseite  und 
mit  deutlichen  Submarginalflecken  der  Vflglunterseite.     Britisch  Ost-Afrika. 

A.  lasti  Cr.-Siii.  (11  e).  Vflgl  beiderseits  bis  zur  Wurzel  weiss,  oben  mit  wenig  breiter,  nur  bis  zur  lasti. 
Rippe  3  zusammenhängender,  schwarzer  Saumbinde  und  schwarzen  Saumflecken  an  defi  Rippen  1  a  und  2, 
unten  an  der  Spitze  dottergelb  und  mit  schwarzen  Saumpunkten  an  den  Rippenenden;  Hflgl  oben  schwefel- 
gelb, unten  dottergelb,  beiderseits  mit  7  kleinen  gerundeten  Saumflecken  an  den  Rippenenden.  Das  ?  weicht 
vom  o""  nur  dadurch  ab,  dass  die  Saumbinde  der  Vflgl  doppelt  so  breit  und  die  Saumflecke  der  Hflgl  viel 
grösser  sind.     Deutsch  und  Britisch  Ost- Afrika. 

A.  majungana  Smith.     Vflgl  weiss,  auf  beiden  Seiten  in  der  Zelle  mit  einem  rötlichen  Wurzelfleck,  majungana. 
welcher   die   Glitte   der  Zelle  erreicht;    oben  mit  breiter,   schwarzer  Saumbinde,   welche  nach  innen  an  den 
Rippen  gezackt  und  an  den  Zwischenaderfalten  durch  feine  weisse  Linien  tief  geteilt  ist ;    unten  am  Saume 


38  APPIAS.     Von  Dr.  C.  Aurivillus. 

n:ell)lich  ohne  schwarze  Zeichnungen.  Htlgl  hell  gelblich;  oben  mit  5  kleinen  schwarzen  Punkten  an  den 
Kippenendeu:  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  schmal  orangerot,  sonst  aber  ohne  Zeichnungen.  Xordwest- 
küste  Madagaskars. 

confiisa.  A.  confusa  M'ih.     d":  Der  vorigen  Art  älmlich.  aber  grösser  und  mit  gelbem  Wurzeltleck  der  Vtlgl ; 

beide  Flügel  mit  weisser  Grundfarbe  und  unten  mit  undeutlichen,  grauen  Submarginaltlecken  auf  den  Rippen, 
aber  ohne  Saumflecke;  Hflgl  oben  mit  6  gerundeten  Saumflecken  an  den  Enden  der  Rippen  2—1.  ?:  Die 
Yflgl  oben  statt  der  Saumbinde  mit  langen,  freien  schwarzen  Strichen  auf  den  Rippen  1 — 8,  die  inneren 
Spitzen  der  Striche  5 — 8  durch  eine  gebogene,  scbwaizgraue  Scliattenlinie  verbunden:  Saumtlecke  der  Htlgl 
etwas  grösser  als  beim  cf;  die  Unterseite  fast  ganz  wie  beim  cf  gefärbt  und  gezeichnet.  Madagaskar.  — 
liemiciilora.  hcmichlora  Mfih.  weicht  nur  durch  ])edeutendere  Grösse  und  gelbliche  Htlgl  ab.    Madagaskar  bei  Diego-Suarez. 

nyasana.  A.  nyasana  Btlr.  (2'2 a).    Eine  wenig  bekannte  und  etwas  zweifelhafte  Art.    Bltlek  hat  offenbar  die 

Geschlechter  verwechselt.  Das  zuerst  von  ihm  als  cf  beschriebene  Stück  ist  offenbar  ein  ?  und  hat  grosse 
Ähnlichkeit  mit  My/ofhris  riippe/i.  Die  Flügel  sind  oben  weiss  mit  schwarzen,  dreieckigen  Saumflecken, 
welche  auf  den  Vtlgln  am  Saume  vereinigt  sind  und  das  Gabelfeld  7  völlig  bedecken ,  Vtlgl  im  Wurzel- 
teil auf  beiden  Seiten  fast  bis  zur  S))itze  dei'  Mittelzelle  breit  gelb;  unten  sind  sie  auch  an  der  Spitze  gelb- 
lich und  haben  8  kleine  sciiwarze  Saumpunkte  an  den  Rippen  1 — 8;  die  Hflgl  unten  nur  in  der  Mitte 
weisslich,  sonst  gelblich  und  mit  8  gerundeten  schwarzen  Saumflecken.  Die  Form,  welche  möglicherweise 
das  cT  dieser  Art  darstellt,  i.st  kleiner  als  das?,  hat  spitzigere  Vtlgl  mit  geradem  Anssenrde  und  bis  zum 
Hinterwinkel  zusammenhängender,  schwarzer,  an  den  Rip]ien  1 — 5  nach  innen  scharf  gezähnter  Sauml)inde, 
ihr  rotgelber  Wurzeltleck  bedeckt  nicht  die  Wurzel  der  Felder  1  und  2,  sondern  nur  die  ■\littelzelle;  beide 
Flügel  sind  auch  unten  weiss  und  haben  dort  keine  Saumflecke,  ^'om  Nyassaland  bis  Britisch  Ost-Afrika 
verbreitet. 

sabiiia.  A.  sablna  Fhh:  (11  f  cf,  e  ?).     cf' :  Vflgl  etwas  spitz  ausgezogen;  beide  Flügel  oben  und  unten  rein 

weiss  mit  7— S  schwarzen  Saumflecken,  welche  nur  auf  der  Oberseite  der  Vtlgl  etwas  miteinander  vereinigt 
sind ;  Vflgl  ganz  ohne  WurzeUleck ;  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  im  Felde  8  gelb  gefärbt.  Das  ? 
ist  kleiner,  hat  mehr  gerundete  Flügel  mit  grauweisser  Grundfarbe,  freien,  strichförmigen  Saumflecken  der 
Vtlglüberseite  und  grossen  dreieckigen  der  Htlgl;  die  Wurzel  der  Vflgl  ist  schwach  rötlich  angeflogen.  Sierra 
udci.  Leone  bis  Angola.  —  udei  ^»ff.  (12  d)  ist  die  ostafrikanische  Form  von  sahina  und  weicht  nur  dadurch  ab,  dass 
das  Wurzeldritiel    der  Vtlglunterseite   orangegelb    und    die  Unterseite   der  Hflgl  und  der  Saumteil  der  Vflgl- 

weberi.  Unterseite  rahmgelb  sind.    Deutsch  Ost-Afrika.  —  ?-f,  weben'  N////'.  (12  d)  weicht  von  sahina-%  dadurch  ab,  dass 

der  rotgelbe  Wurzelteil   der  Vtlgl   grösser  und  lebhafter  getärbt  ist  und  die  Saumstriche  der  Vflgloberseite 

weniger   scharf  begrenzt   und  durch  schwarze  Bestäulnmg  miteinander  vereinigt  sind.     Wahi-scheinlich  eine 

dubia.  Weibchenfonn  von  wlei.    Deutsch  Ost-AtVika.   —  ?-f.  dubia  Aiirir.  ist  der  vorigen  Weibchenform  sehr  ähnlich 

und  nur  durch  schärfer  begrenzte,  nach  innen  durch  die  Ausbildung  der  Submarginaltlecke  verdickte  Saum- 

plioebe.  striche  der  Vflgloberseite  ausgezeichnet.  Britisch  Ost-Afrika.  —  S-f.  phoebe  Btlr.  ist  durch  die  grossen,  drei- 
eckigen, zu  einer  an  der  Spitze  breiten  Saumbinde  zusammengeflossenen  Saumflecke  der  Vflgloberseite  und 
die  auf  beiden  Seiten  gelben  Hflgl,  sowie  die  unten  m\  der  Spitze  gelben  Vflgl  ausgezeichnet;  der  rotgelbe 
Wurzeltl.eck  der  Vflgl  fast  wie  bei  iirberi.  Wohl  auch  eine  Weibchenform  von  ndei  oder  vielleicht  das  ? 
der  Form,  welche  hier  oben  als  cf  von  ni/asaiia  beschrieben  worden  ist.     Britisch  Ost-Afrika. 

A.  epaphia.  Das  o^  konuut  dem  cT  von  adbimi  sehr  nahe,  ist  aber  kleiner  und  lässt  innner  den 
schwarzen  Punkt  am  Ende  der  Ripjie  1  der  Vflgloberseite  vermissen :  das  ?  ist  dem  o^  ganz  unähnlich  und 
weicht  auch  von  allen  anderen  afrikanischen  Appias-'i-  ganz  erheblich  ab;  seine  Vflgl  haben  oben  einen 
grossen  schwarzen  Wurzelfleck,  welcher  die  Spitze  der  Mittelzelle  erreicht  und  bald  nach  hinten  von  der 
Mediana  begrenzt  ist,  bald  auch  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b  liis  zur  Rippe  2  bedeckt  und  den  Hinter- 
rand erreicht ;  der  äussere  Teil  wird  von  einer  sehr  breiten  Saumbinde,  welche  am  Vrde  fast  die  Mitte  erreicht 
und  2 — 5  helle  Submarginalflecke  der  Felder  6 — 9  einschliesst,  bedeckt;  die  Hflgl  haben  oben  grosse  Saum- 
flecke oder  gewöhnlich  eine  sehr  breite  schwarze  Saumbinde :  unten  sind  die  Vflgl  an  der  Wurzel  gelblich 
angeflogen  und  haben  einen  grossen  schwarzen  Fleck  in  der  Spitze  der  Zelle  und  eine  schwarze  Submarginal- 
binde,  die  Hflgl  sind  an  der  Wurzel  des  Vrds  gelb  und  sonst  entweder  unbezeichnet  oder  mit  schwarzer 
epaphia.  Saund)inde.  —  epaphia  ' V.  (llf).  cT :  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  lebhaft  gelb,  die  Saumflecke  der  Unter- 
seite und  der  Hflgloberseite  bald  gut  entwickelt,  bald  fehlend.  ?:  Flügel  mit  weisser  Grundfarbe:  Wurzel- 
teil der  Felder  la  und  Ib  der  Vflgloberseite  bald  schwarz,  bald  weisslich;  Hflgl  oben  mit  breiter  schwarzer 
Saumbinde.  Kommt  überall  auf  dem  Festlande  Afrikas  sowie  auf  Madagaskar  und  den  Gomoren  vor.  — 
(7/W</(2.  ?-ab.  albida  Mab.  Vflgl  in  den  Feldern  la  und  Ib  bis  zur  Wurzel  weiss;  Hflgl  oben  mit  freien  Saum- 
flecken an  den  Rippenenden;  beide  Flügel  unten  ohne  Saumflecke.  Nyassaland  und  Madagaskar.  —  ?-ab. 
flaviäa.  flavida  M<(b.    weicht   nur   durch   gelbliche  Grundi'arlie   uiid   matt   schwarze  Zeichnungen  von  der  Hauptform 

haendeli.  ab.  Kongo  bis  -Süd-.^frika,  Madagaskar.  —  haendeli  Suff,  ist  im  männlichen  Geschlecht  fast  .so  gross  wie 
sahina  und  weicht  von  der  Hauptform  durch  unten  an  der  Wurzel  weisse  Vflgl  ab;  die  Hflgl  oben  und  beide 

contracta.  Flügel  unten  mit  deutlichen  gerundeten  Saumpunkten.    Deutsch  Ost- Afrika  bei  Dar-es-salaam.  —  contracta 


PIERIS.     Von  Dr.  C.  Aukivillius.  39 

Jltlr.  cf  ist  durchschnittlich  etwas  grösser  als  die  Hauptform,  mit  schwächer  entwickelter  Saumbinde  der  Vflgl- 
oberseite;  die  Saumflecke  der  Unterseite  beider  Flügel  und  der  Oberseite  der  Htlgl  fehlen  gewöhnlich  völlig; 
die  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  schwach  gelblich.     Britisch  Ost-Afrika  und  Aquatoria. 

6.    Gattung:    Pieris   Schrank. 

Die  Palpen  überragen  den  Kopf  und  sind  vorn  dicht  mit  langen  steifen  Haaren  bekleidet;  ihr  letztes 
Glied  ist  lo  lang  oder  länger  als  das  zweite  Glied  und  zugespitzt.  Die  Fhlr  haben  eine  deutliche,  oft  knopf- 
förmige  Kolbe.  Die  Flügel  sind  gewöhnlich  breit  und  haben  eine  weisse,  selten  gelbe  Grundfarbe.  Die 
Präcostalrippe  der  Htlgl  ist  nach  aussen  umgebogen.  Die  Vflgl  haben  nur  11  oder  10  Rippen,  indem  Rippe  9 
stets  fehlt  und  bisweilen  auch  Rippe  S  verkümmert  ist ;  Rippe  ß  entspringt  immer  hinter  der  Zellspitze  aus 
dem  Stiele  von  7  und  8;  Rippe  11  vereinigt  sich  bisweilen  bald  nach  ihrem  Ursprünge  mit  Rippe  12,  wo- 
durch eine  geschlossene  Wurzelzelle  gebildet  wii'd.  Durch  die  schief  liegende  und  fast  völlig  gerade  mittlere 
Discocellularrippe  der  Vflgl  unterscheidet  sich  l'icr'»'  sofort  von  Appi(i!<. 

Die  Unterschiede  im  Rippenbau,  worauf  man  versucht  hat  diese  artenreiche  Gattung  in  mehrere  zu 
zerlegen,  sind  entweder  nicht  konstant  oder  gehen  so  allmählich  ineinander  über,  dass  scharfe  und  natür- 
liche Ganzen  nicht  gezogen  worden  können. 

Das  äthiopische  Gebiet  besitzt  zahlreiche  Arten,  von  denen  viele  besonders  hinsichtlich  ihrer  Weibchen- 
formen noch  ungenügend  bekannt  sind. 

Nur  von  zwei  afiikanischen  Arten  kennt  mau  die  Entwicklungsstadien.  Die  Rp  ist  feinhaarig  und 
last  walzenförmig  mit  kleinem  Kopfe.  Pp  schlank,  nach  hinten  stark  verschmälert,  mit  einer  mehr  oder 
weniger  erhabenen  Rückenlinie  und  einer  Linie  auf  jeder  Seite  der  drei  ersten  Hlbsringe;  Kopf  mit  scharfer 
Spitze:  ein  Höckerchen  auf  der  Alitte  des  ^littelrückens  und  an  jeder  Seite  des  zweiten  Hlbsgliedes. 

Die  äthiopischan  Arten  können  auf  vier  Gruppen  verteilt  werden,  die  sich  nach  der  folgenden  Über- 
sicht leicht  unterscheiden  lassen: 

Übersicht    der   Gruppen. 

A.  Rippe  8  der  Vflgl  stets  vorhanden  und  nicht  oder  wenig  kürzer  als  Rippe  7,  mit  der  sie  eine  Gabel 
bildet. 

a.  Die  Vflgl  unten  gewöhnlich  sowohl  mit  schwarzen  Saumflecken  an  den  Rippenenden,  wie  auch 
mit  schwarzen  Submarginalflecken  in  den  Feldern  3-6  und  8;  die  Saum-  und  Submarginalflecke 
sind  gewöhnlich  miteinander  zu  einer  (hellgefleckten)  Saumbinde  vereinigt,  selten  sind  sie  von- 
einander völlig  getrennt  und  noch  seltener  fehlen  die  Saumtlecken  gänzlich,  in  welch  letzterem 
Falle  jedoch  die  Submarginalflecke  zu  einer  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  3  liegenden  Quer- 
binde vereinigt  sind.  —  Bdemis  Jlbii.  Oalypso- Gruppe. 

b.  Die  Vflgl  unten  entweder  ohne  Saumflecke  und  Submarginalflecke  oder  nur  mit  kleinen  Saumflecken ; 
selten  treten  auch  1  -  4  ganz  freie  Submarginalflecke  auf,  von  denen  der  im  Felde  3  besonders 
beim  ?  gross  und  tiefschwarz  sein  kann.  —  Pinacopterijx  Wallengr.  Pigea- Gruppe. 

B.  Rippe  8   der  Vflgl   fehlt   gänzlich   oder  ist  sehr  kurz,   viel  kürzer  als  die  Hälfte  der  Rippe  7.     Die 
mittlere  Discocellulare  beider  Flügel  viel  kürzer  als  die  untere. 

a.  Die  Hflgl  unten  mit  grünen  oder  grünlichen  Flecken  und  Strichen.  —  Symhloe  Hin. 

Daplidice-Gruppe. 

b.  Die  Hflgl  unten  ohne  grüne  Zeichnungen.  —   Pieris  s.  str.  Brassicae -Gruppe. 

Calypso-Gruppe  {Be/cnoia  llbn). 

Der  erste  Subcostalast  der  Vflgl  vereinigt  sich  oft  bald  mit  der  Costalrippe.  kann  aber  sogar  bei  derselben 
Art  auch  ganz  frei  verlaufen.     Die  Afterklappen  des  cf  sind  gross  und  am  Ende  lang  zugespitzt. 

P.  raffrayi    weicht  von    allen  anderen  Arten  aus  Afrika  dadurch  ab,    dass  die  Hflgl  unten  einfarbig 
schwarz   sind,   mit   der  Wurzel  des  Vrds  und  gewöhnlich  auch  einem  Vrdsfleck  vor  der  Spitze  orangegelb;     * 
die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  im  Wurzelteil  fast  bis  zur  Spitze  der  MittelzeUe  und  der  Hinterecke  weiss,  da- 
iiinter  tiefschwarz    mit   oder   ohne   kleine,    helle  Striche  vor  der  Spitze,   unten  mit  gelbem  Wurzelfleck.  — 
raffrayi  Oherth.  (12  f,   13  a,  auch  als  marc/aritacea  abgebildet).     Hflgl   oben   bis   oder   fast   bis   zur  Spitze  der  mffrayi. 
Mittelzelle  graublau,  dann  mit  9—12  mm  breiter,  schwarzer  Saumbinde.    Deutsch  Ost-Afrika  bis  Abyssinien.  — 
margaritacea  Em.  Sharpc     Die  Hflgl    oben    bis   über   die  Glitte   liinaus  bläulichweiss  mit  nur  5  mm  breiter,  mar- 
mehr   oder  weniger   hellgeüeckter   schwarzer  Saumbinde.     Deutsch-   und  Britisch  Ost-Afrika.     (Das  als  mar-  gnntacea. 
r/aritacea  13  a  abgebildete  Exemplar  gehört  noch  zur  Form  raffraiji  und  zeigt  durch  die  leicht  bläulichweissen 
Einlagerungen  vor  dem  Apex  nur  schwache  Hinneigung  zu  itiargaritacea.) 

P.  gidica.     Vflgl  beim  cf  mit  ausgezogener  scharfer  Spitze   und  geradem  oder  schwach  ausgebuch-  gidica. 
tetem,    ganzrandigem   Saume   mit    ungefleckten   Fransen.     Der   schwarze   Submarginalfleck   im   Felde  4   der 


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PIERIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillils. 


Yflgl  fehlt  ijänzlich  oder  ist  kleiner  und  viel  schmäler  als  die  Subniarsjinaltlecke  3  und  5:  die  Htlgl  unten 
fast  in  der  Mitte  zwischen  der  Mittelzelle  und  dem  Saume  mit  einer  gezackten,  dunklen  (Juerlinie,  welche 
im  Felde  4  unterbrochen  ist  und  in  jedem  der  Felder  2,  3  und  5  einen  Strich,  im  Felde  i  e  aber  2  Striche 
nach  aussen  entsendet :  diese  Striche  erreichen  oder  durchschneiden  die  in  der  Mitte  jedes  Feldes  gewöhnlich 
durchbrochene,  ka])])entorniige  Submarginallinie:  die  Vtlgl  des  cf  stets  oben  mit  weisser  Grundfarbe  und 
gidica.  ihre  Saumbinde  mit  2  Reihen  weisser  Flecken.  —  gidica  (rod.  hat  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vtlgl  nur 
einen  schmalen  Querstrich,  welcher  nicht  mit  dem  \'rd  verbunden  ist:  Htlgl  des  cf  oben  mit  einer  2 — 3  mm 
breiten  schwarzen,  weissgetleckten  Saumbinde,  unten  weiss  mit  schwarzem  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle, 
schwarzer  Discallinie  und  schwarzer  Sul)marginaliinie,  aber  olme  verdunkelte  Rippen:    Saumbinde  der  ^  tlgl 

avstooorf/.  weiss  getleckt :  das  ?  ist  mir  unbekannt.  Kapland.  —  westwoodi  Wallcnfp:  (13  ai  weicht  im  männlichen 
Geschlecht  dadurch  ab,  dass  der  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  durch  einen  schwarzen  Strich 
mit  dem  Vrd  verbunden  ist ,  dass  die  Hflgl  oben  nur  freie  dreieckige  Saumtlecke  haben  und  unten  durch 
bis  zur  Wurzel  dunkle  Rip])en  ausgezeichnet  sind;  der  Quertleck  am  Ende  der  ]\littelzelle  der  Vflgl  eireicht 
bei  weitem  nicht  die  Rippe  3.  Das  ?  ist  dem  cf  ganz  unähnlich,  hat  auf  der  Oberseite  beider  Flügel  eine 
5  —  9  mm  breite  ungefleckte  .Saumbinde  und  einen  mehr  oder  weniger  breit  verdunkelten  Wurzelteil  beider 
Flügel;  der  (hierstrich  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vtlgl  ist  sehr  breit;  die  Unterseite  ist  fast  wie  beim  cf 
gezeichnet,   nur   mit    etwas   dickeren   schwarzen   Zeichnungen:   die   Grundfarbe   beider   Flügel   ist   entweder 

doubledayi.  weisslich  oder  ockergelb  =  f.-$  doubledayi  Walhufir.  —  Die  Rp  ist  spindelförmig  mit  hell  hläulichgrünem 
Kopf  und  Leib,  auf  jedem  Gliede  2  wfis>e  Rückentlecke,  lebt  auf  Capparis-ArteUi    Pp  hellgrün  mit  wenigen 

abyssinica.  schwarzen  Punkten  auf  dem  Rücken.  Süd-Afrika  bis  Abvssinien,  Sudan  und  Senegal.  —  f.  abyssinica  Luc. 
(13  a)  ist  die  Trockenzeitform  von  iresfiroodi  und  zeichnet  sich  durch  etwas  reduzierte  schwarze  Zeichnungen 
der  Oberseite  und  besonders  durch  die  dunkle,  rötlichgraue,  von  einem  weissen  Längsstrahl  geteilte  Unter- 
seite der  Hflgl  aus;  das  2  ist  dem  cT  ziemlich  ahnlich,  hat  aber  stumpfere  Vflgl  und  dickere  schwarze  Zeich- 
occidentis.  nungen.  Süd-Afrika  bis  Abvssinien  und  Sudan.  —  OCCidentis  lith:  steht  dem  icesfirooc/i  sehr  nahe,  ist  aber 
etwas  grösser  und  hat  den  (^uerfleck  am  Ende  der  X'tlglzelle  nach  hinten  verlängert,  so  dass  er  die  Rippe  3 
^s(*arf/cö.  erreicht.  Kongogebiet  und  Deutsch  Ost-Afrika.  —  tschadica  Atirir.  (12  f)  stimmt  mit  den  nächst  vorher- 
gehenden Formen  darin  überein,  dass  der  Querfleck  der  .Mittelzelle  der  Vflgl  mit  dem  Vrd  vereinigt  ist, 
weicht  aber  von  allen  andern  Formen  durch  die  breiten,  schwarzen,  oben  fast  imgefleckten,  unten  aber  nur 
mit  einer  Reihe  kleiner  weisser  Flecke  gezierten  Saumbinden  beider  Flügel  ab;  unten  sind  die  Hflgl  bis  zur 
am  Analwinkel  erweiterten  sclnvarzen  Saumbinde  weiss,  ohne  andere  Zeichnungen  als  einen  kleinen  schwarzen 
Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle  und  einen  orangegelben  Strich  an  der  Wurzel  des  Vrds;  das  ?  hat  eine  gelb- 
liche Grundfarbe  der  Hflgl   und  noch  breitere  Saumbinden.     Xord- Kamerun  in  der  Gegend  des  Tschadsees. 

Die  folfienden  nahe  veiwaiidten  Arten  haljen  stumpfere  Vflgl  mit  gewelltem  Saume  und  an  den  Enden  der 
Zwischenaderfalten  weisspunktierte  Fransen  Die  Vtlgl  unten  entweder  mit  zusammenhängender  schwarzer,  hell  ge- 
fleckter Saumbinde,  oder  mit  dunklen,  eckigen,  die  Rippen  verbindenden  Suhniaiginalflecken.  Auf  der  Unterseite 
der  Vflgl  sind  die  hellen  Saumllecke  der  Felder  .3  —  8  durch  eine  feine,  die  Rippeiienden  verbindende,  schwarze  Sauni- 
linie  vom  .Samue  völlig  getrennt.  Der  Submarginalfleck  4  der  Vtlgl  ist  immer  gut  entwickelt  und  liegt  naher  am 
Saume  als  die  Submarginalflecke  3  und  ö.  Der  1.  Snbcostalast  der  Vflgl  scheint  immer  mit  der  C'ostalrippe  in  Ver- 
bindung zu  tieten. 

creona.  •  P.  creona  fV,  (13  b).    Beide  Flügel  oben  mit  weisser  Gruiutfarbe  und  zusammenhängender  schwarzer 

Saumbinde,  welche  auf  den  Htlgln  beim  d'  nur  b — 6  mm  breit  ist,  beim  ?  aber  die  Spitze  der  Zelle  fast 
erreicht  und  entweder  ganz  ungefleckt  ist  oder  nur  in  den  Feldern  4 — 6  je  einen  weissen  Fleck  hat:  die 
untere  (Kieriip]ie  der  Vflgizelle  nur  mit  einem  kleinen  freien  schwarzen  Strich  oder  Punkte;  Hflgl  unten 
mit  gelblicher  Grundfarbe,  ihre  Saumbinde  mit  vollständiger  Reihe  von  weisslichen  (cf )  oder  gelben  (?)  Flecken. 
caeca.  Senegal  bis  Niger.  —  ab.  caeca  Canuar.  Grundfarbe  beider  Flügel  gelblichweiss ;  die  Vflgl  ganz  ohne  Discal- 
sigirrensis.  punkt.  Abvssinien.  —  ab.  sigirrensis  StraiK/.  Saumbinde  der  Hflgloberseite  beim  cT  ungefleckt  oder  nur 
mit  einem  liellen  Flecke,  beim  V  mit  einem  hellen  Fleck  am  Vrd.     Niger. 

severina.  P,  severina  <'y.  (13b).     Vflgl  mit  einem  kleinen  schwarzen  Punkt  am  Ende  der  Mittelzelle;    weicht 

im  männlichen  Geschlecht  von  creona  dadurch  ab,  dass  die  Saumbinde  der  Hflgl  etwas  schmäler  ist  und 
4  —  5  deutliche  weisse  Flecke  einschliesst:  im  weiblichen  Geschlecht  durch  mehr  oder  weniger  gelbliche 
Grundfarbe  und  schmälere  Saumbinde  der  Hflgl,  welche  die  Mittelzelle  bei  weitem  nicht  erreicht.  Rp  oben 
dunkelgrün,  unten  weisslich,  überall  mit  kurzen,  sehr  feinen  weissen  Haaren  bekleidet:  jedes  Glied  mit 
einem  subdorsalen  gelben  Fleck;  Seitenlinie  hellgelb;  Kopf  dunkelbraun  mit  weissen  Punkten,  erstes  Ghed 
am  Vrd  gelblich;  lebt  an  Capparis.  Pp  bläulichgrün  mit  2  gelben  Flecken  an  jedem  Gliede  des  Hlbs 
und  4  an  jeder  Seite  des  Thorax:  eine  feine  schwarze  Rückenlinie  und  eine  kleine  weisse,  an  der  Basis 
schwarze  Tuberkel  jederseits  am  Winkel  der  Flügelscheiden.  In  ganz  Süd-  und  West-Afrika  häufig,  nörd- 
agrippina.  lieh  bis  Angola  und  Britisch  Ost-Afrika,  auch  auf  Madagaskar.  —  agrippina  Fldr.  (12  f).  Hflgl  oben  nur 
mit  freien  dreieckigen  schwarzen  Saumflecken  an  den  Rippenenden ,  unten  mit  violettgrauer  Grundfarbe, 
etisa.  sonst  mit  der  llauptform  übereinstimmend.  Süd-  und  Ost-Afrika.  —  elisa  Voll,  ist  eine  kleine  Inselform  mit 
einer  Flügelspannung  \on  nur  38 — 47  mm  und  unten  braunen  Saumflecken:  die  Vflgl  bald  nur  mit  einem 
Punkte,  bald  mit  einem  (Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle :  Hflgl  mit  hell  gefleckter  Saumbinde."  Comoren.  — 


Amgegehen  10.  IX.  1910.  PIERIS.      Von  Dr.    G.   AuKIVILLIUS.  41 

leucogyne  BlJr.    hat   einen    Querstrich   am    Ende   der   ilittelzelle   der  Vflgl,    aber  nur  freie  Saumflecke  der  leucogyne. 
Hflgloberseite.    Arabien,  bei  Aden.  —  boguensis  Fhh\  hat  einen  schwarzen,  mit  dem  Vrd  vereinigten  Quer-  boguensis. 
strich  am  Ende  der  Jlittelzelle  der  Vflgl  und  eine  4 — 5  mm  breite  hellgetleckte  Saumbinde  der  Hflgloberseite. 
Britisch  Ost-Afrika  und  Abyssinien.  —  infida  Btlr.  (13  b)  hat  einen  besonders  beim  ?  sehr  dicken  schwarzen  infida. 
Querstrich   am  Ende   der  Vflglzelle   und  breite ,   oft   oben  last  ungefleckte  Saumbinden ;   Grundfarbe  beim  ? 
gewöhnlich  gelblich.     Deutsch  Ost-Afrika  bis  Somaliland  und  Äquatoria. 

P.  mesentina  Cr.  (Pars.  I,  Bd.  1,  Taf.  21  d,  e).  Flügel  oben  mit  weisser  (d')  oder  weisslicher  (?)  Grund-  mesentina. 
färbe;  Vflgl  oben  am  Ende  der  [Mittelzelle  mit  einem  schwarzen  Querstrich,  welcher  sowohl  die  untere  wie 
die  mittlere  Discocellularrippe  bedeckt  und  gewöhnlich  auch  den  Vrd  erreicht;  gewissen  Formen  von  severinci 
sehr  ähnlich  und  von  denselben  nur  dadurch  verschieden,  dass  die  hellen  Saumflecke  der  Felder  3—8  der 
Vflgl  auf  beiden  Seiten  (cT)  oder  wenigstens  auf  der  Unterseite  (?)  gross  und  deutlicli  und  ebenso  breit  oder 
breiter  als  die  schwarze  Submarginalbinde ,  welche  dieselbe  nach  innen  begrenzt,  smd;  die  Hflgl  entweder 
nur  mit  schwarzen  Saumflecken  an  den  Rippenenden ,  oder  gewöhnlich  auch  mit  einer  schmalen  schwarzen 
SubmarginaUinie,  die,  in  jedem  Felde  einen  Bogen  bfldend,  grosse  gerundete  weisse  Saumflecke  ein- 
schliesst;  alle  Rippen  der  Hflglunterseite  stets  braun  oder  schwärzlich.  —  Rp  hellgelb,  oben  grünlich,  auf 
jeder  Seite  eine  breite,  bräunliche  Seitenlinie;  Kopf  rötlich;  lebt  auf  Gapparis-Arten.  Pp  hellbraun,  auf 
dem  Rücken  dunkelbraun  gefleckt;  die  Tuberkeln  an  der  Wurzel  des  Hlbs  schwarz,  die  Mittellinie  des  Rückens 
und  die  Seitenlinien  des  Hlbs  weiss.  Auf  dem  Festlande  Afrikas  und  in  Arabien  überall  häufig;  tritt  bisweilen 
massenhaft  auf  und  wandert  in  grossen  Schwärmen  von  einer  Gegend  zur  andern.  —  auriginea  Blh-.  hat  auriginea. 
unten  ockergelbe  oder  rahmgelbe  Hflgl  und  ist  wohl  eine  extreme  Zeitform.     Ruwenzori. 

Die  hier  folgenden  Arten  sind  fast  ganz  wie  die  nächst  vorhergehenden  gezeichnet,  unterscheiden  sich  aber 
dadurch,  dass  die  hellen  Saumflecke  der  Felder  3 — 8  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  den  Saum  völlig  erreichen,  von- 
einander nur  durch  die  schwarzen  Rippen  getrennt  sind  und  nach  innen  von  der  schwarzen  Submarginalbinde  begrenzt 
werden.  Bisweilen  sind  die  Rippen  kaum  dunkler  als  der  Grund  und  die  Saumflecke  darum  miteinander  zusammen- 
geflossen.    Der  erste  Subcostalast  der  Vflgl  ist  bald  frei,  bald  mehr  oder  weniger  mit  der  Costalrippe  verbunden. 

P.  zochalia.     Vflgl  mit  schwarzem  Fleck  oder  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle;  ihre  Saumbinde 
beim  6"  stets  oben  mit  3—5  weissen  Flecken,    beim  ?  bisweilen   imgefleckt,    der  Discalfleck  aber  in  diesem 
Falle   sehr   dick    und    den  Vrd    erreichend ;    Hflgl   unten   mit  deutlichen  Zeichnungen.   —  voeltzkowi  Kaivclt  voeltzkowi. 
(13d).     Beide  Flügel   oben   mit   weisser  Grundfarbe;   Hflgl   unten   nnt  weisser  Grundfarbe  und  ohne  dunkle 
Längslinien   in    der   Mittelzelle;    die   Wurzel    des   Vrds,    ein    Längsstrich    am   Ird   und   in    1  c,    sowie    kleine 
Saumflecke  an  der  Spitze  der  Zwischenadeifalten  orangegelb;  Hflgl  oben  beim  cT  nur  mit  schwarzen  Saum- 
flecken,   beim  ?  auch  mit  SubmarginaUinie;   Vflgl   mit  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle.     Madagaskar.  — 
zochalia  Bsd.  (12  e)   hat    einen    den  Vrd    erreichenden    schwarzen    Querstrich    am  Ende   der   Mittelzelle   der  zochalia. 
Vflgl;  Hflgl  unten  rahmgelb  mit  deutlichen  dunklen  Zeichnungen  und  zwei  feinen  Längslinien  in  der  Mittel- 
zelle;  Hflgl   oben   weiss  (cT),    oder   lebhaft   gelb  (?)  mit   schwarzen  Flecken   an  den  Rippenenden  und  einer 
feinen,  mehr  oder  weniger  deutlichen  und  vollständigen  SubmarginaUinie;  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  weissser 
Grundfarbe.     Liebt   bewaldete    Gegenden   und   kommt    vom   Kaplande   bis   Britisch  Ost-Afrika  vor.    auch  im 
Innern  des  Kamerungebietes  bei  Bamenda  von  A.  Schlltze  angetrotfen.  —  ab.  agrippinides  IloN.  weicht  von  agrippinides. 
zoclialia  nur  dadurch  ab,  dass  die  SubmarginaUinie  der  Htlgloberseite  völlig  fehlt.    Unter  der  Hauptform.  — 
f.  tanganjikae  Lcoiz  (=  formosa  Bflr.)   (13  b,  c)  ist  wahrscheinlich  eine  Zeitform  von  zochalia  und  zeichnet  tanganjikae. 
sich  dadurch  aus,  dass  der  Discalfleck  der  Vflgl  beim  cf  klein  und  gerundet  ist  und  den  Vrd  nicht  erreicht 
und   dass    die  Hflgl   oben  ohne  SubmarginaUinie  sind;    das  ?  weicht  kaum  vom  ?  der  zuchaJia   ab.     Deutsch 
und  Britisch  Ost-Afrika.  —  ab.  ?  ochracea  Heroii  ist  eine  Weibchenform,  bei  der  auch  die  Vflgl  oben  gelb  ochracea. 
sind.     Ruwenzori. 

P,  crawshayi  Bth:  (13c)  ist  mit  zochalia  nahe  verwandt,  hat  aber  eine  fast  ungefleckte,  bis  zum  crawshayi. 
Hinterwinkel  zusammenhängende,  im  Felde  3  nach  innen  erweiterte  schwarze  Saumbinde  der  Vflgloberseite, 
einen  gerundeten  mit  dem  Vrd  gewöhnlich  nicht  verbundenen  Discalfleck  der  Vflgl  und  kleine  punktförmige 
Saumflecke  der  Hflgloberseite;  die  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  ganz  dieselben  wie  bei  zochalia,  aber 
sehr  matt  und  undeutlich;  die  Hflgl  und  der  Saumteil  der  Vflgl  haben  unten  eine  rötlichgraue  Grundfarbe; 
beim  ?  sind  die  schwarzen  Submarginalflecke  der  Vflgloberseite  durch  weisse  Flecke  fast  völlig  von  der  gleich- 
breiten Saumbinde  getrennt.  Britisch  Zentral-Afrika,  Nyassaland  und  Britisch  Ost-Afrika.  —  lata  ^'eavc  ist  lata. 
grösser  und  hat  etwas  deutlichere  Zeichnungen  der  Unterseite.     Lualaba-Gebiet. 

P.  grandidieri  Mab.  (13  e)  hat  keinen  Discalfleck  der  Vflgl  und  unterscheidet  sich  dadurch  von  allen  grandidieri. 
vorhergehenden  Formen.  Beide  Flügel  mit  weisser  Grundfarbe  und  an  den  Rippenenden  mit  schwarzen 
Saumtlecken,  welche  unten  und  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  getrennt  sind,  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  aber 
zu  einer  schmalen  Saumbinde  vereinigt  sind;  innerhalb  dieser  Saumbinde  verläuft  zwischen  dem  Vrd  und 
der  Rippe  3  eine  wenig  dicke  SubmarginaUinie,  welche  weisse  Flecke  der  Felder  3-6  und  8  einschliesst ; 
unten  sind  die  Vflgl  an  der  Wurzel  fast  bis  zur  Mitte  der  Zelle  orangegelb;  die  Hflgl  sind  unten  an  der 
Wurzel,  quer  über  der  Mitte,  vor  dem  Saume  und  am  Saume  zwischen  den  schwarzen  Flecken  mit  orange- 
gelben kleinen  Flecken  und  Strichen  geziert;  die  Rippen  sind  nicht  verdunkelt.    Madagaskar.  —  peeli  Dixci/  peeli. 

XIII  <5 


42 


PIERIS.     Von  Dr.  C.  AnuviLi.iis. 


(22  b)  ist  die  Festlandform  von  grandidieri  und  weicht  nur  durch  weniger  entwickelte  schwarze  Zeichnungen 
ab ;  die  Submarginallinie  der  Vflgloberseite  fehlt  beim  cf  fast  völlig  und  ist  beim  ?  sehr  schmal.    Somaliland. 

Es  folgt  eine  Reihe  von  Arten,  welche  sich  von  den  vorhergehenden  dadurch  unterscheiden ,  dass  die  Sub- 
marginallinie oder  die  eckigen  Subniarginalflecke  der  Hflglunterseite  durch  gerundete  dunkle  Submarginalflecke  ersetzt 
sind.  Diese  Submarginalflecke  sind  wenigstens  in  den  Feldern  G  und  7  voneinander  und  von  den  Rippen  völlig 
getrennt  und  treten  oft  auch  auf  der  Oberseite  auf.  Bisweilen  fehlen  diese  Submarginalflecke  ganz  und  die  Hflgl 
haben  nur  schwarze  Saumflecke  an  den  Rippenenden.    Der  erste  .Subcostalast  der  Vflgl  ist  fast  immer  frei  verlaufend. 

subeida.  P.  subeida  FIdr.  (13  c).     Die   Hflgl   auf  beiden   Seiten   oder  wenigsten   unten  mit  einem  schwarzen 

Querfleck  am  Ende  der  ^littelzelle  zwischen  den  Rippen  4  und  ö;  die  Rippen  der  Hflglunterseite  stets  mehr 
oder  weniger  breit  dunkel  gesäumt;  Vflgl  am  Ende  der  Mittelzelle  mit  einem  gerundeten  schwarzen  Fleck, 
welcher  mehr  oder  weniger  vollständig  mit  einem  spitz  dreieckigen  Gostalfleck  verbunden  ist;  Saumbinde 
der  Vflgl  fast  ganz  wie  bei  sererina  und  toMskoui  gebildet,  ihre  helle  Flecke  oben  schmal  strichförmig,  unten 
viel  grösser  und  gelblich,  aber  durch  eine  feine  schwarze  Linie  völlig  vom  Saume  getrennt;  Hflgl  oben  mit 
einer  4—5  nim  breiten,  schwarzen  Saumbinde,  welche  dadurch  entstanden  ist,  dass  die  gerundeten  Sub- 
marginalflecke der  Felder  2 — 4( — 5)  mit  den  sehr  grossen  Saumflecken  vereinigt  sind,  unten  mit  hellgelber 
Grundfarbe;  beim  2  sind  die  Flüirel  mehr  gervmdet  und  alle  schwarze  Zeichnungen  mehr  ausgedehnt.    Biitisch 

sylvander.  Ost-Afrika  bis  Kordofan.  —  sylvander  6mitli  (22  a,  h)  weicht  nur  dadurch  ab ,  dass  die  Submarginalflecke 
der   Hflgloberseite   mehr    frei   oder   bisweilen    fast   ganz   verschwunden    sind.       Im    nordöstlichen   Teil    des 

frobeniusi.  Kongostaates.  —  frobeniusi  Sfniiu/  ist  oben  der  Hauptform  ähnlich,  weicht  aber  unten  dadurch  ab,  dass 
die  \  tlgl  zwischen  der  schwarzen  Submarginalbinde  und  dem  Saume  schwefelgelb  sind,  ohne  schwarze  Be- 
stäubung der  Rippen,  und  in  der  Mittelzelle  einen  gelben  Längsstrahl  haben ;  die  Rippen  der  Hflglunterseite 
sind  nur  zwischen  dem  Saume  und  den  Submai-ginalflecken  verdunkelt.     Am  Niger  bei  Sigirri. 

P.  calypso  hat  eine  Flügelspannung  von  52 — 65  mm  und  einen  grossen  schwarzen  Fleck  auf  der 
Unterseite  der  Hflgl  am  Ende  der  ^littelzelle ;  die  Rippen  der  Hflglunterseite  sind  nie  dunkel  gefärbt :  die 
Hflgloberseite  beim  cf  gewöhnlich  nur  mit  Saumflecken,  beim  ?  auch  mit  grossen  Submarginalflecken,  welche 
mehr  oder  weniger  mit  den  Saumflecken  zu  einer  Saumbinde  vereinigt  sind,  auf  der  Unterseite  sind  sowohl 
calypso.  die  Saum-  wie  die' Submarginalflecke  stets  vorhanden  und  voneinander  gut  getrennt.  —  calypso  Dritrij  (13  d). 
Unterseite  der  Hilgl  heil  ockergelb,  an  der  Wurzel  des  Vrds  dottergelb,  die  Vflgl  am  Ende  der  Mittelzelle 
beim  ?  mit  einem  breiten  Querstriche,  oder  beim  cf  wenigstens  unten  mit  einem  dreieckigen  Costaltlecke, 
welcher  durch  eine  feine  Schräglinie  mit  dem  gerundeten  Discaltleck  der  unteren  Discocellularrippe  vereinigt 
ist;  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  sind  die  Saumflecke  gross  und  durch  die  schwarzen  Rippen  mit  den  Sub- 
marginalflecken verbunden;  die  dadurch  eingeschlossenen  hellen  Flecke  der  Felder  5 — 8  sind  gelblich;  beim 
?  sind   die  Flügel   oben   an   der  Wurzel   mehr   oder  weniger  breit   mit  schwärzlichen  Schuppen   überzogen. 

dentigera.  Sierra  Leona  bis  Kongogebiet.  -  dentigera  Btlr.  (15  b)  hat,  wie  die  Hauptform,  die  Wurzel  des  Vrds  der 
Hflglunterseite  dottergelij,  die  üi-undfarbe  der  Hflglunterseite  beim  (f  aber  fast  rein  weiss;  die  Vflgl  des  d* 
ohne  schwarzen  Gostalfleck  dem  gerundeten  Discalflecke  gegenüber  und  wenigstens  unten  mit  von  den  Saum- 
ilecken    völlig   getrennten    Submarginalflecken;    das  ?  weicht  vom  rali/)tso-2  nur   dadurch    ab,    dass  die  Sub- 

we/!e»//s<Ä/.  marginalflecke  der  Hflgl  auch  oben  frei  sind.  Kongogebiet  bis  Äquatoria.  —  welwitschi  liogenh.  (12  e). 
Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  zinnoberrot;  ihre  Grundfarbe  wechselt  von  lebhaft  ockergelb  bis 
fast  w^eiss  mit  einem  Längsstricli  in  1  c  und  grossen  Flecken  am  Saume  dottergelb,  die  Submarginalflecke  sind 
gewöhnlich  auch  oben  deutlich,  aber  klein  und  punktförmig;  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  an  der  Jlitte  iles 
Vrds  mit  einem  grossen  dreieckigen  Gostalfleck,  welcher  gewöhnlich  mit  seiner  Spitze  den  Discalfleck 
erreicht;  die  Saumflecke  der  Vflglunterseite  sind  klein  und  von  den  unter  sich  freien  oder  fast  freien  Sui)- 
marginaltlecken  mehr  (cf)  oder  weniger  weit  getrennt,  der  Zwischenraum  zwischen  den  Submarginalflecken 
und  dem  Saum  ist  rein  weiss  wie  die  Grundfarbe  (cT)  oder  schwach  gelblich;  beim  ?  sind  die  Hllgl  auf  beiden 
hospitis.  Seiten  und  die  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  ockergelb.  Angola  und  Kongogebiet.  —  hospitis  \Vt'tjm.  (^  rati- 
dengi  Suff.)  hat  wie  ircliiilschi  den  Wurzelteil  des  Vrds  der  Hflglunterseite  zinnoberrot  und  unterscheidet 
sich  von  dieser  Form  nur  durch  das  Fehlen  des  schwarzen  (^ostalfleckes  an  der  Mitte  des  Vrds  der  Vflgl ; 
der  Zwischenraum  zwischen  dem  Saume  und  den  Submarginalflecken  der  Vflglunterseite  ist  lebhaft  dotter- 
gelb.    Deutsch  Ost-Afrika. 

ogygia.  P.  Ogygia  l'rim.     Hflgl   auf  beiden  Seiten   ohne  dunklen  Fleck  an  der  Spitze  der  Mittelzelle,  Vflgl 

dagegen  oben  und  unten  am  Ende  der  Zelle  mit  einem  schwarzen  Querstrich,  welcher  den  Vrd  einreicht  oder 
fast  erreicht;  oben  haben  beide  Flügel  weisse  Grundfarbe,  unten  sind  die  Htlgl  und  die  Spitze  der  Vflgl 
lebhaft  dottergelb  und  die  Wurzel  der  Vflgl  orangegelb ;  Vflgl  oben  mit  grossen ,  zu  einer  bis  zur  Rippe  2 
zusammenhängenden  Saumlinie  vereinigten  Saumflecken  und  4  gerundeten  freien  oder  fast  freien  Submar- 
ginalflecken in  den  Feldern  3,  5,  6  und  8;  der  Submarginalfleck  des  Feldes  4  fehlt  oder  ist  winzig  klein; 
unten  sind  die  Saumflecke  der  Vflgl  kleiner  und  voneinander  völlig  getrennt ;  Htlgl  auf  beiden  Seiten  mit 
fi-eien  schwarzen  Saumflecken ,  welche  oben  grösser  und  mehr  gerundet  als  unten  sind ;  ihre  Submarginal- 
flecke sind  klein  und  l)eim  cf  auf  der  Oberseite  fehlend;  alle  Rijijien  der  Hflglunterseite  sind  fein  schwärz- 
lich und  die  Wurzel  des  Vrds  orangerot.     Eine  seltene,  bisher  nur  aus  Natal  bekannte  Art. 


PIERIS.     Von  Dr.  G.  AramLLius.  43 

P.  thysa.     Beide  Flügel   oben   und   unten   ohne   dunklen  Fleck   am  Ende   der  Mittelzelle;   die  Sub- 
marginalÜecke   der  Hflgloberseite  klein,   gewöhnlich   voneinander  und   von   den   Saumüecken  getrennt  oder 
fast  getrennt,  der  Submarginalfleck  des  Feldes  4  fast  immer  fehlend;    die  Wurzel   des  Vrds   der  Hflglunter- 
seite   zinnoberrot;    die  Vtlgl   unlen   an  der  Wurzel  mit  einem  gewöhnlich  grossen,   feuerroten  oder  orange- 
gelben WurzelÜecke;  die  schwarzen  Saumflecke  der  Unterseite  sind  alle  voneinander  getrennt  und  oft  durch 
die  weisslichen  Rippenenden  in  zwei  Flecke  geteilt,  bisweilen  fehlen  sie  völlig.   —   thysa  Hpff.  (13 e,  14a).  thysa. 
Saumflecke    beider   Flügel    oben   und   unten   gut  entwickelt,  Submarghialtiecke  frei;    auf  der  Unterseite  sind 
die  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  lebhaft  dottergelb ;  Oberseite  beim  d'  bis  zur  Wurzel  weiss  oder  schwach 
gelblich,    beim  2  weisslich  oder  gelblich  und  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  3  mehr  oder  weniger  stark  ver- 
dunkelt.   Von  der  Kongo-Mündung  bis  Süd -Afrika  und  von  dort  bis  zum  Somaliland  verbreitet.  —  meldolae  meldolae. 
Btlr.  weicht  von  der  Hauptform  dadurch  ab,  dass  die  schwarzen  Zeichnungen  sehr  reduziert  sind ;  die  Saum- 
flecke  der  Vflgl   sind  oben  voneinander    getrennt   und   fehlen  unten  völlig;    diejenigen  der  Hflgl  fehlen  auf 
beiden  Seiten;  die  Submarginalflecke  sind  klein  und  punktförmig  oder  fehlen.    Loanda.  —  Bei  balangensis  balangensis. 
L'bl.  u.  Bot/.  (15  a)  sind  die  Vflgl  unten  an  der  Spitze  weiss,  die  Hflglunterseite  aber  gefl),  die  Sulimarginal- 
üecke   der  Vflgloberseite   frei   und   die   Saumflecke   gut   entwickelt.     Deutsch   Ost-Afrika.   —    ab.  macularis  macularis. 
Aurir.  (!4a)   hat   etwas   grössere  und  mit  den  Saumflecken  schwach  vereinigte  Submarginalflecke  der  Vflgl- 
oberseite,   fast    weisse   Unterseite    der   Hflgl    und   völlig   geteilte    Saumflecke   der   Unterseite.     Deutsch    Ost- 
Afrika.    —   malaria  Snff.   unterscheidet    sich    von   der   Hauptform    durch    die   breitere  Saumbinde   der  Vflgl-  malaria. 
Oberseite  und  die  damit  zusammengeflossenen  Submarginalüecken ;   beim  ?  sind  die  Vflgl  oben  gelbhchweiss 
und    die  Hflgl   hell   ockergelb   gefärbt.     Loango.    —    ab.   alarmi  Suff,   zeiclmet   sich    dadurch   aus,    dass   die  alarmi. 
Submarginalflecke   der  Vflgl   auf  beiden  Seiten   fehlen   und   die  der  Hllgl  oben  fehlen  und  unten  nur  durch 
Punkte  angedeutet  sind;  ist  wohl  kaum  von  meldolae  verschieden.    Deutsch  Ost -Afrika.  —  ab.  ?  obumbrata  obumbrata. 
Weijm.   ist    unten    den   thysa -'^  ähnlich,   hat  aber  oben  eine  rein  weisse  Grundfarbe  mit  mehr  ausgedehnten 
dunklen  Zeichnungen;  der  dunkle  Vrd  reiclit  im  Spitzendrittel  bis  an  Rippe  7,  die  Saumflecke  beider  Flügel 
und   die  Submarginalflecke   der  Hflgl   sind   viel  grösser;   die  hell  orangefarbige  Bestäubung  in  der  Wurzel- 
hälfte  der  Vflgl  fehlt ,   dagegen  ist  dieser  Flügelteil  von  einem  grossen ,   veilbraunen  Dreieck  eingenommen, 
das  nach  aussen  winkelig  begrenzt  ist  und  sich  beinahe  an  das  Ende  der  Mittelzelle,  über  '/s  des  Feldes  2, 
über   ^4   des  Feldes  Ib   und   das   ganze  Feld  la  erstreckt;   die  bräunlich  violette  Färbung  reicht  vom  Vrd 
bis  zum  Hrd  und  geht  am  Hinterwinkel  in  die  dunkelbraunen  Saumflecke  über;    auch  auf  Rippe  2  erreicht 
sie   die  Spitze   des  Saumfleckes ,   so   dass   im  Felde  1  b   ein   ca.  3  mm   grosser  Fleck   von   der  rein   weissen 
Grundfarbe   abgetrennt   wird;    die  Hflgl   sind    oben   in    der  äusseren  Hälfte  rein  weiss,    nur  die  Wurzel  des 
Vrds    ist    rötlichgelb    und    die   Mittelzelle    sowie   das   Feld    1  c   wurzelwärts   hell   bräunlichviolett   bestäubt. 
Sansibar.    —   ab.  ?  rimala  Suff.  (12  e)  ist  eine  extreme  melanistische  Form  und,   wie  die  Figur  zeigt,   oben 
zum   grössten  Teil   mit  Schwarzbraun    überzogen :    auf  der  Unterseite  dagegen  sind  beide  Flügel  nur  wenig  rimala. 
dunkler  als  bei  der  Hauptform,  indem  die  Vflgl  hellgrau  und  die  Hflgl  ein  wenig  durch  schwarze  Schuppen 
verdunkelt  sind.     Aus  dem  Albert-Nj-anza-Gebiet. 

P.  larima  Bsd.  ist  wahrscheinlich  mit  thysa  nahe  verwandt,  da  mir  aber  keine  Form,  auf  welche  larima. 
die  Beschreibung  passt,  bekannt  ist,  gebe  ich  hier  die  Originalbeschreibung  wieder.  «Flügel  weiss,  an  der 
Wurzel  ein  wenig  mit  schwärzlichen  Schuppen  bestäubt  und  am  Saume  etwas  gelbhch  angeflogen ;  alle  vier 
Flügel  an  den  Rippenenden  mit  schwarzen  Punkten,  welche  auf  den  Hflgln  etwas  kleiner  sind;  Spitze  der 
Vflgl  schwarzbraun  mit  den  Saumpunkten  vereinigt;  Vflgl  zwischen  der  Mittelzelle  und  dem  Saume  mit 
einer  Reihe  von  drei  dicken  schwarzen  Punkten,  von  denen  der  oberste  mit  der  schwarzen  Spitze  vereinigt 
ist;  die  Hflgl  haben  auch  vor  den  Saumflecken  eine  Reihe  von  anderen  kleineren  und  undeutlicheren  Punkten; 
die  Flügel  unten  ockergelb;  die  Vflgl  an  der  Wurzel  orangegelb,  in  der  Mitte  weisslich  und  mit  zwei  Sub- 
marginalflecken,  welche  den  beiden  hinteren  der  Oberseite  entsprechen;  die  Hflgl  mit  orangegelbem  Wurzel- 
teil des  Vrds  und  einer  Reihe  ähnlich  gefärbter  Submarginalpunkte.»     Senegal. 

P.  rubrosignata  Weym.  (?  =  pida  Xeare).  Diese  mir  unbekannte  Form  wird  von  Weymer  als  Varietät  mbrosignata. 
zu  ihrora  gezogen,  scheint  mir  aber  eine  Form  von  thysa  zu  sein.  Beide  Flügel  olme  Discalflecke;  Vrd  der 
Hflglunterseite  von  der  Wurzel  bis  zu  seiner  Mitte  lebhaft  zinnoberrot,  von  da  bis  zum  Aussenrde  gold- 
gelb; die  Saumflecke  der  Vflgloberseite  sind  wie  bei  iheora  mit  den  Submarginalflecken  zu  einer  weissgefleckten 
Saumbinde  vereinigt;  SaumÜecke  und  Submarginalflecke  der  Hflgloberseite  vorhanden,  aber  kleiner  als  bei 
theora;  die  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  mit  einem  grossen  orangegelben  Fleck,  am  Saume  mit  kleinen  Flecken 
an  den  Rippenenden  und  vor  dem  Saume  mit  fünf  ganz  freien  Submarginalflecken  in  den  Feldern  3—6  und  8; 
Hflgl  unten  mit  kleinen  durch  die  weissen  Rippenenden  geteilten  Saumflecken,  sieben  ziemlich  grossen  Sub- 
marginaltlecken  und  goldgelben  Flecken  zwischen  den  schwarzen  Saumflecken.     Angola. 

P.  theora.  Beide  Flügel,  wenigstens  beim  d'  oben  und  unten  ohne  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle; 
die  Submarginalflecke  der  Vflgloberseite  unter  sich  und  mit  den  Saumflecken  zu  einer  breiten,  weissgefleckten 
Saumbinde  vereinigt,  unten  aber  sind  sie  ganz  frei  oder  nur  durch  die  schwarzen  Rippen  mit  den  Saum- 
flecken vereinigt;  die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  dottergelb;  die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl- 
oberseite  tritt  im  Felde  3  weit  und  stumpf  nach  innen  hervor,   ist  dagegen  im  Felde  4  tief  eingeschnitten; 


44 


PIEKIS.     Von  Dr.  C.  Al-kivillii- 


der  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  weiss  ohne  gelben  Fleck ;  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  grossen  freien 
Sauinflecken  und  unten  auch  mit  sieben  grossen  Submarginalilecken,  welche  oben  durchschimmern  oder  nur 
theora.  durch  kleine  schwarze  Punkte  vertreten  sind.  —  theora  Dbl.  (13  e).  cT:  beide  Flügel  oben  und  unten  mit 
weisser  Grundfarbe;  die  HUgl  unten  mit  schwefelgelben  Flecken  in  1c,  am  Ende  der  Jlittelzelle  und  am 
Ende   der  Zwischenaderfalten ;    die   weissen  Flecke   der  Saumbinde   der  Vtlgloherseite    schmal,    strichförmig. 

concolor.  ?:  Vtlgl  mit  gelber,  Hflgl  mit  weisser  Grundfarbe.  Elfenbeinkiiste  bis  zum  Kongo-Gebiet.  —  ab.  ?  concolor 
laeta.  Attriv.     Beide  Flügel   wie  beim  cf  mit  weisser  Grundfarbe.     Kongo-Gebiet.  —  ab.  ?  laeta  Weijin.  (=  ratheo 

maculata.  Suff.)  (15  a,  auf  der  Tafel  mit  ratheo  bezeichnet).  Beide  Flügel  mit  dottergelber  Grundfarbe.  Kamerun  und 
Deutsch  Ost-Afrika.    —   ab.  maculata  Am-ir.   weicht  durch    stark  vergrösserte  weisse  Flecke  der  Saumbinde 

lortzingi.  der  Vtlgloherseite  ab.  Kongo-Gebiet.  —  lortzingi  Suff'.  (12  f)  ist  etwas  kleiner  als  die  Hauptform  und  zeichnet 
sich  durch  rahmgelbe  Unterseite  der  Hflgl  und  rahmgelben  Spitzenteil  der  Vflglunterseite  aus;  die  Saum- 
flecke  der  Unterseite   sind   auch  etwas  kleiner  als  bei  der  Hauptform.     Deutsch  Ost-Afrika   und  Ruwenzori. 

tlieuszt.  P.  theuszi  Deic.  (14  a).     Beide    Flügel   oben   und   unten   ohne   dunklen   Fleck   am  Ende   der  Mittel- 

zelle; die  SubiTiarginalflecke  der  Vtlgloherseite  unter  sich  und  mit  den  Saumtlecken  zu  einer  ungedeckten 
schwarzen  Saumbinde  vereinigt,  welche  beim  cf  im  Felde  B  nur  wenig  nach  innen  ausgezogen  ist  und 
beim  2  auf  der  Innenseite  ziemlich  gleichförmig  ausgerandet  ist  mit  feinen  langen  Spitzen  auf  den  Rippen; 
Vllgl  unten  an  iler  Wurzel  mit  gelbem  Fleck  und  vor  der  Spitze  mit  3—5  freien  Submarginalflecken ;  Hflgl 
oben  beim  rf"  mit  mittelgrossen  Saumtlecken  und  ohne  Submarginalflecke,  beim  ?  mit  sehr  grossen  anein- 
ander stossenden  Saumflecken  und  kleinen  Submarginalflecken ;  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vi'ds  dotter- 
gelb und  auch  beim  cf  mit  Submarginalflecken  wenigstens  in  den  Feldern  1  c  —  3 ;  beide  Flügel  oben  und 
semialba.  unten  mit  weisser  Grundfarbe.  Kamerun  bis  Kongo-Gebiet.  —  ab.  ?  semialba  Aiirir.  (15b)  weicht  durch 
weissgelbe  bis  ockergelbe  Grundfarbe  der  Vflgl  ab.     Kamerun. 

Die  letzten  Arten  der  CaVyjO.fo-Gruppe  zeichnen  sich  dadurch  aus,  dass  die  Vflgl  wenigstens  beim  cf  auf 
beiden  Seiten  eine  zusammenhangende,  nach  innen  wenig  gezackte  schwarze  Sanmbinde  haben.  Die  Hfltjl  haben 
auch  auf  l)eiden  Seiten  eine  ähnliche  schwarze  Saumbinde  oder  nur  freie  schwarze  Saumflecke  an  den  Rippenenden. 
Beide  Fliifijel  ohne  Distalfleck  am  Ende  der  Mittelzelle.  Bei  f-oUhicis,  die  in  der  Zeichnung  einen  Übergang  zu  der 
/VV/rrt-Gruppe  bildet,  lialien  die  Vflgl  unten  nur  Saumflecke. 

heicida.  P.  heicida   />V/.     Beide   Flügel   oben    mit   weisser  Grundfarbe    und    auf  beiden  Seiten  mit  5 — 6  mm 

breiter,  ungefleckter,  schwarzer  Saumbinde:  Vflgl  unten  mit  weisser  Grimdfarbe  und  sehr  grossem  feuerrotem 
WurzelÜeck;  Hflgl  unten  mit  ockergelber  oder  weisser  (?)  Grundfarbe  und  feuerroter  Wurzel  des  Vrds;  die 
Geschlechter  einander  ähnlich.     Madagaskar. 

P.  hedyle  hat  beim  cf  schwefelgelbe  Grundfarbe  auf  beiden  Seiten  der  Flügel  und  oben  schwarze, 
liedyle.  unten    schwarziiraune  Saumbinden,    welche   oben   stets  ungefleckt  sind.    —    hedyle  Cr.  (14b)  hat  die  Saum- 
binden   der  Unterseite    ungetleckl ,    einen    kleinen  gelben  Fleck  im  Felde  8  der  \  flgl  ausgenommen.     Sierra 
rhena.  Leone  bis  Ashanti.  —  rhena  l>hl.    Die  Saumbinden  der  Unterseite  in  jedem  Felde  mit  einem  gelben  Fleck. 

Ashanti. 
ianthe.  p.  ianthe  l'lil.     Die  Flügel   auf  beiden  Seiten   mit  schwefelgelber  Grundfarbe;   die  Vflgl  auf  beiden 

Seiten  mit  ungetleckter  schwarzer  Saumbinde;  die  Hflgl  oben  nur  mit  5  grossen  freien  Saumflecken,  unten 
auch,  mit  7  kleinen  Submarginalflecken.     Sierra  Leone. 

sotiliicis.  p.  solilucis  BtJ)-.  (14a).     d :  Flügel   auf  beiden  Seiten    mit    hell   schwefelgelber  Grundfarbe,    unten 

nui-  mit  freien  gerundeten  Saumflecken  an  den  Kippenenden;  Vflgl  oben  bis  zur  Rippe  2  mit  zusammen- 
hängender, ungefleckter  Saumbinde  und  einem  freien  Fleck  auf  der  Rijipe  1;  Hflgl  oben  nur  mit  freien 
Saumflecken  an  den  Rippenenden;  auf  der  Unterseite  ist  die  Wurzel  der  Vflgl  und  des  Vrds  der  Hflgl  mehr 
oder  weniger  deutlich  orangegelb.  ?  (=  glucki  Suff.  15b).  Flügel  dünn  beschuppt,  auf  beiden  Seiten  mit 
weisser  oder  gelliiichweisser  Grundfarlje;  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  8  dreieckigen,  freien  schwarzen 
Saumilecken  an  den  Enden  der  Rippen  1—8;  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  7  gerundeten  schwarzen  Saum- 
flecken ;  die  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  und  die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  orangegelb  oder  schwefel- 
caere.  gelb.  Kamerun,  Kongo-Gebiet  uiul  Angola.  —  caere  /.'.  VIdr.  ist  wahrscheinlich  eine  Trockenzeitform  von 
■so/ilitcis  und  weicht  im  männlichen  Geschlecht  nur  durch  schmälere  Saumbinde  der  Vflgloberseite  und  sehr  kleine 
abti.  oder  fehlende  Saumflecke  der  Unterseite  ab.  Benguela.  —  ?-ab.  abti  Svff'.  (12  d)  weicht  nur  durch  dunklere 
schwefelgelbe  bis  ockergelbe  Grundfarbe  der  Flügel  vom  typischen  ?  ab  und  ist  wohl  nur  ein  dimorphes  ? 


von  solilucis.     Südliches  Kongo-Gebiet. 


Pigea-Gruppe. 


cebron. 


Diese  Gruppe  ist  von  der  vorhergehenden  kaum  scharf  zu  trennen.  Die  Sauniflecke  der  Unterseite  sind 
immer  frei  und  klein  oder  fehlen  völlig.  Die  Submarginalflecke  der  Unterseite  fehlen  gewöhnlich  beim  cf  völlig 
und  kommen  beim  ?  gewöhnlich  nur  auf  den  Hflgln  und  im  Felde  3  (Ib  und  5)  der  Vflgfl  vor.  Der  1.  Subcostalast 
der  Vtlgl  ist  immer  ganz  frei  und  die  untere  Discocellulare  der  Hflgl  gewöhnlich  etwas  länjjfer  als  die  mittlere.  Die 
Analklappen  des  cf  haben  eine  kürzere  Spitze  als  bei  den  Arten  der  C'(/////>.so-Gruppe. 

P.  cebron  Waid  (I4b,  c).  cf :  Beide  Flügel  mit  hell  weisslichgelber  Grundfarbe,  an  der  Wurzel  und 
am  Ird  der  Hflgl  schwefelgelb  und  ohne  Fleck  am  Ende  dei'  ^littelzelle,  auch  oben  ganz  ohne  Submarginal- 


PIERIS.     Von  Dr.  G.  Aurivillils.  45 

flecke ,  unten  aber  gewöhnlich  mit  einem  gerundeten ,  freien  Submarginaltleck  im  Felde  B  der  Vflgl ;  Vflgl 
oben  mit  feiner  schwarzer  Vrd.slinie  und  schmaler,  an  der  Spitze  nur  2  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde, 
welche,  nach  hinten  allmählich  schmäler  werdend,  an  der  Rippe  2  endet,  unten  mit  gerundeten  Saumflecken, 
von  denen  nur  die  zwei  obersten  miteinander  vereinigt  sind;  Hflgl  oben  mit  ziemlich  grossen,  in  der  Quere 
ausgezogenen,  und  unten  mit  gerundeten  schwarzen  Saumflecken;  die  Unterseite  der  Htlgl  lebhafter  gelb 
und  die  Wurzel  des  Vrds  dottergelb.  Als  ?  von  ccbroH  betrachte  ich  die  auf  14  c  abgebildete  Form,  welche 
vom  cf  durch  orangegelbe  Vflgl  mit  viel  breiterer  Saumbinde  und  auch  oben  deutliche  Submarginalflecke  in 
den  Feldern  1  a,  1  b  und  4  aln\  eicht ;  die  Hflgl  haben  auf  beiden  Seiten  4—7  deutliche  Submarginalflecke. 
Kamerun. 

P.  dixeyi  Neave.  d" :  Beide  Flügel  oben  weiss;  Vflgl  mit  feiner  Vrdsliuie  und  einer  an  der  Spitze  dixeyi. 
4  mm  breiten,  bis  zur  Rippe  3  reichenden  Saumbinde,  sowie  kleine  Saumflecken  an  den  Rippen  1  und  2  schwarz; 
Hflgl  auf  beiden  Seiten  nur  mit  7—8  gerundeten,  oder  etwas  queren  schwarzen  Saumflecken;  unten  sind 
beide  Flügel  an  der  Wurzel  und  der  Vrd  der  Hflgl  orangegelb,  die  Vflgl  haben  7  freie  schwarze  Saum- 
flecke und  beide  Flügel  am  Saume  schwache  gelbe  Striche  zwischen  den  Rippen.  Das  2  ist  etwas  grösser, 
34  mm,  die  Wurzel  und  Vrd  der  Vügloberseite  sind  dunkel  beschuppt,  die  Saumbinde  ist  breiter  aber 
weniger  schwarz  und  durch  gelbliche  Striche  der  Zwischenaderfalten  unterbrochen.     Uganda. 

P.  capricornus  hat  beim  d"  oben  eine  schmale,  nach  innen  auf  den  Rippen  gezackte  schwarze  Saum- 
binde,   welche   die  Rippe  3  erreicht,    und  einen  schwarzen  Saumfleck  am  Ende  der  Rippe  2;    die  Hflgl  auf 
beiden  Seiten  nur  mit  gerundeten,  freien,    schwarzen  Saumüecken;    die  Vflgl  unten  nur  mit  kleinen  punkt- 
förmigen   Saumflecken;    beim  ?   sind   die   schwarzen  Zeichnungen  viel   grösser,    die  Vflgl   haben  auf  beiden 
Seiten  3  schwarzgraue    Submarginalflecke    (in  Ib,    3  und  5)   und    die  Hflgl  6—7;    auf  der  Oberseite  ist  die 
Mittelzelle    und   der  Wurzelteif  der  Felder  la  und  Ib   mehr  oder  weniger  mit  Schwarzgrau  überzogen.   — 
capricornus  Ward  (14b,  c).    cf :  Beide  Flügel  oben  und  die  Vflgl  unten  mit  rein  weisser  Grundfarbe;  Hflgl  capricornus. 
unten  rahmgelb  gefärbt,  an  der  Wurzel  des  Vrds  gewöhnlich  orangegelb.    ?:  Die  Mittelzelle  und  ein  breiter 
Hrdstieifen  der  Vflgloberseite  scharf  begrenzt,  schwärzlich;  Hflgl  oben  nicht  oder  nur  wenig  an  der  Wurzel 
grau  überzogen.    Kamerun.  —  lindneri  Den:  (14 e  cf;  ?  =  fulkcnstehii  12  e)  ist  etwas  kleiner;  das  cf  unter-  lindneri. 
scheidet   sich   durch   unten  weisse  Hflgl   und   das  ?  dadurch,   dass  beide  Flügel  oben  wenigstens  bis  zu  den 
Submarginalflecken   mit  Grau  überzogen   sind.     In  den  Gegenden  an  der  Kongo-Mündung.  —  bei  nusprica  nusprica. 
Suff.     Beim  o^  haben   beide   Flügel   oben   eine    etwas    gelbliche    Grundfarbe   und    die   Hflgl    eine  1—2,5  mm 
breite  schwefelgelbe  Saumbinde.     Kamerun. 

P.  astarte  Btlr.  (22b)  ist  im  männlichen  Geschlecht  der  vorigen  Art  sehr  ähnhch  und  nur  dadurch  astarte. 
verschieden,  dass  die  Saumflecke  der  Vflglunterseite  fehlen  und  der  Vrd  der  Vflgl  weniger  gebogen  ist,  wodurch 
die  Vflgl  schmäler  werden.  Das  ?  ist  ganz  verschieden,  hat  lebhaft  orangegelbe,  an  der  Wurzel  rötlich  an- 
geflogene Flügel,  welche  fast  wie  beim  cT  gezeichnet  sind  und  nur  durch  freie  oder  fast  freie  Saumflecke 
der  Vflgloberseite,  einen  Submarginalfleck  im  Felde  3  der  Vflgl  und  punktförmige  Submarginalflecke  der 
Hflgl  abweichen ;  die  Saumflecke  der  Hflglunterseite  sind  deutlich ,  wenn  auch  klein ;  das  ?  erinnert  sehr  an 
das  orangegelbe  ?  von  Mijhifhris  ai/afl/iud.     Tanganjika  und  Britisch  Ost-Afrika. 

P.  wagneri  -S'«^'.  ist  mir  unbekannt,  gehört  aber  wahrscheinlich  in  die  Nähe  von  astarte;  nach  einem  wagnerL 
?  aus  Mukenge  beschrieben:  Grundfarbe  oben  und  unten  weiss;  Vflgl  mit  einem  schmalen  Basalstreif  und 
Feld  1 1  hellockergelb  gefärbt ;  der  Vrd  selu-  schmal  schwarz ;  auf  der  Spitze  der  Rippe  1  steht  ein  schwarzer 
Punkt,  auf  2  bis  8  je  ein  schwarzer  Fleck,  von  denen  der  auf  2  rundUch  ist ,  während  die  übrigen  an  den 
Rippen  schmal  ausgezogen  sind,  und  zwar  apicalwärts  stärker,  so  dass,  während  Fleck  3  etwa  2  mm  misst, 
die  auf  7  und  8  beinahe  bis  an  die  Wurzel  des  Feldes  6  reichen;  der  Raum  dazwischen  ist  hell  schwefel- 
gelb ausgefüllt;  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  sehr  schmal  hell  ockergelb  mit  7  gerundeten  Saumflecken;  Vflgl 
unten  an  der  Wurzel  und  am  Vrd  bis  zur  Mitte  orangegelb;  die  Apicalbinde  ist  etwas  schmäler  als  oben, 
hellgelb  und  reicht  nur  bis  Rippe  3,  Saumflecke  frei;  Hflgl  an  der  Wurzel  des  Vrds  orangegelb;  das  Feld  Ic 
und  7,  die  Zelle  und  die  äusseren  Hälften  der  Felder  3—6  sind  hell  eigelb  gefärbt. 

P.  rubrobasalis  weicht  von  den  verwandten  Formen  dadurch  ab,  dass  die  Vflgl  unten  einen  grossen 
orangeroten  oder  orangegelben  Wurzelfleck  haben,  welcher  die  Spitze  der  Zelle  fast  erreicht.    Beide  Flügel 
ohne' Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle:  Vflgl  beim  ?  mit  einem  grossen  Submarginalfleck  im  Felde  3  und  ge- 
wöhnlich  auch   mit   ähnlichen,   aber   weniger  deutlichen  Submarginalflecken   in   Ib  und  5.  -    rübrohzs&Us  rubrol^asalis. 
Lanz.     Vflgl  oben  grünlichweiss,  an  der  Wurzel  rosafarbig  angeflogen,  am  Saume  mit  klemen  freien  strich- 
förmigen  Flecken  an  den  Rippenenden;  die  Fransen  von  der  Spitze  bis  zur  Rippe  4  hell  ockergelb,   gegen 
den  Hinterwinkel  weiss;   Grundfarbe  der  Hflgloberseite  grünlich  hellgelb,   der  Wurzelteil  schön  orangegelb, 
ganz    an    der  Wurzel   rötlich,    von    da   aus   gehen   orangegeUie  Strahlen   nach  aussen;    Saumflecke  deutlich, 
Submarginalflecke  klein  und  oft  undeutlich :  unten  ist  der  Spitzenteil  der  Vflgl  und  die  ganzen  Hflgl  ocker- 
gelb gefärbt.    Deutsch  Ost-Afrika.  —  ab.  ?  lathyana  Strand.    Grundfarbe  beider  Flügel  lebhaft  orangegelb,  lathyana. 
unten  etwas  heller.    Deutsch  Ost- Afrika.  —  kückeni  Suff,  weicht  von  nibroba.^alis  dadurch  ab,  dass  die  Saum-  küdieni. 
flecke  der  Vflgloberseite  gross  und  zu  einer  Saumbinde  vereinigt  sind;  Hflgl  oben  matt  orangegelb,  an  der 


i^iyj,j^i.oy^n,K.     Qi 


46 


PIERIS.     Von  Dr.  C.  Alrivillils. 


nitida.  Wurzel  orangerot;  die  Saumflecke  gross,  al)er  frei;  HÜglunferseite  gell).    Deutsch  Ost-Afrika.  —  nitida  Anrh: 
weicht  durch  die  weisse,  perlmuttergläuzende  Unterseite  beider  Flügel  ab.     Kamerun. 

orbona.  P.   orbona  (h:    cf :  Beide  Flügel   oben  und  unten  weiss  und  ohne  Fleck  am  Ende  der  ^littelzelle; 

unten  auch  ohne  Submarginal-  und  Saumflecke;  Vflgl  oben  mit  dem  Vrd  schmal  schwarz  und  mit  einer 
schwarzen  Saumbinde,  welche  an  der  Spitze  kaum  mehr  als  1  mm  breit  ist  und,  nach  hinten  allmählich 
schmäler  werdend,  an  der  Rippe  2  endet:  Hügl  oben  nur  mit  kleinen  Sauiiipunkten  an  den  Rippenenden  und 
unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  gelblich;  der  F.  caprkwnus  oben  ganz  ähnlich  gezeichnet,  aber  mit  einer 
vidua.  Flügelspannung  von  nur  44 — 45  mm;  2  mir  unbekannt.  Senegal.  —  vidua  Btlr.  (14 d,  e)  (?  --=  mahoboides 
Hüll.)  ist  etwas  kleiner  als  die  Hauptform  und  weicht  unten  dadurch  ab,  dass  die  Htlgl  und  die  Spitze  der 
Vflgl  rahmgelb  sind ;  die  ö  haben  eine  Aveniger  reine  weisse  Grundfarbe  und  wenigstens  unten  einen  Sub- 
marginaltleck  im  Felde  3  der  Vflgl  und  mehrere  solche  Flecke  auf  den  Hflgln.  Britisch  Ost-Afrika,  Abj-s- 
sinien  und  Äquatoria. 

P.  pigea  entbehrt,  wie  die  vorhergehenden,  schwarzen  Fleck  an  der  Spitze  der  Mittelzellen  beider 
Flügel ;  beim  cf  fehlen  die  Saumflecke  der  Vflgl  völlig  oder  sind  sehr  klein  oder  bilden  eine  schmale, 
pigea.  höchstens  bis  zur  Rippe  4  zusammenhängende  Saumhnie.  —  pigea  Ihd.  (14 d)  hat  eine  Flügelspannung  von 
36 — 58  mm;  d':  die  Hflgl  wenigstens  oben  mit  kleinen  schwarzen  Saumpunkten;  unten  sind  die  Hflgl  und 
die  Spitze  der  Vflgl  matt  gelblich  gefärbt.  2:  Beide  Flügel  oben  mit  massig  grossen,  schwarzen  Saum- 
punkten und  die  Vflgl  mit  gerundetem  Submarginalfleck  im  Felde  3;  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  ockergelb, 
die  Vflgl  oben  ringsum  an  den  Bändern  und  unten  an  der  Spitze  ockergelb,  sonst  weiss  oder  weisslich,  bis- 
alba.  weilen  oben  an  der  Wurzel  verdunkelt.  —  f.  alba  Walloifp:  (14  d)  ist  die  Trockenzeitform  und  zeichnet  sich 
durch  oben  weisse  oder  weissliche,  beim  d'  unbezeichnete  oder  fast  unbezeichnete,  beim  ?  gewöhnlich  mit 
Saumflecken  und  Submarginalfleck  im  Felde  3  der  Vflgl  versehene  Flügel  aus;  die  Saumpunkte  der  Hflgl 
fehlen  immer;  unten  sind  die  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  glänzend  rahmgelb.  Süd-Afrika  bis  Angola 
und  Britisch  Ost-Afiika. 

spilleri.  P.  spilleri  SjnllerdAc)  zeichnet  sich  durch  hell  schwefelgelbe  Grundfarbe  beider  Flügel  aus;  cT:  Vflgl 

oben  mit  einer  sehr  schmalen  schwarzen  Saumbinde,  welche  an  der  Rippe  3  endet,  unten  unbezeichnet, 
Hflgl  unbezeichnet  oder  bisweilen  unten  mit  einigen  undeutlichen  Submarginalflecken;  ?  entweder  dem  o"  fast 
gallenga.  ganz  ähnlich  oder  mit  weisslichen,  ringsum  mehr  oder  weniger  gelblich  überzogenen  Flügeln.  —  f.  gallenga 
Swilli  weicht  nur  durch  unten  rölliche  Hflgl  ab.  Die  Art  ist  bisher  nur  in  Süd-Afrika  von  Natal  bis  Delagoa- 
Baj'  und  in  Britisch  Ost-Afrika  angetroffen. 

Die  folgenden  Arten  der  Pigea-Gruppe  zeichnen  sich  dadurch  aus,  dass  die  untere  Discocellularrippe  beider 
oder  wenigstens  des  einen  Flügels  unten  einen  schwarzen  Punkt  oder  Fleck  hat ;  dieser  Fleck  tritt  oft  auch  auf  der 
Oberseite  auf. 

diarina.  P.  charina  Bsd.  (14  e,  f).    Beide  Flügel  oben  weiss  (cT)  oder  weisslich  (?)  und  ohne  schwarze  Rippen, 

an  der  Wurzel  nicht  oder  wenig  verdunkelt;  ihre  Saumflecke  beim  cf  klein  und  frei  oder  auf  den  Vflgln 
zu  einer  schmalen  Saumbinde  vereinigt,  beim  ?  viel  grösser  und  auf  den  Vflgln  bisweilen  zu  einer  Saum- 
binde vereinigt;  vor  dem  Saume  finden  sich  beim  ?  4 — 7  Submajginalflecke,  von  denen  der  im  Felde  3  der 
grösste  ist  und  diejenigen  der  Felder  5.  (>  und  8  klein  und  miteinander  zu  einem  Querfleck  vereinigt  sind; 
auf  der  Unterseite  sind  die  Hflgl  und  die  .Spitze  der  Vflgl  gewöhnlich  dicht  mit  Braungrau  gesprenkelt; 
die  Vflgl  gewöhnlich  ohne,  die  Hflgl  mit  Submarginalflecken;  beide  Flügel  mit  einem  kleinen  Punkt  am 
Ende  der  Zelle.     Süd-Afrika  bis  Deutsch  Ost-Afrika. 

gerda.  P.  gerda  Sm.  H.  Kirb.  (14 f).    Beide  Flügel  oben  weiss  und  an  der  Wurzel  breit  schwarzgrau  bestäubt: 

die  Spitze  dei'  Vflgl  oben  mit  schwarzer  Saundiinde;  die  Vflgl  auch  beim  o"  unten  mit  grossem  schwarzem 

Submarginalfleck  im  Felde  3;  Grundfarbe  der  Unterseite  weiss,  nicht  gesprenkelt,  beim  cf  ganz  ohne  andere 

Zeichnungen   als   der   schon   erwähnte  Submarginalfleck  der  Vflgl.     Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika.  —  ab. 

dagera.  dagera  Suff,  hat  deutliche  Submarginalflecke  auf  der  Htlglunterseite.     Deutsch  Ost-Afrika. 

doxa.  P.  doxo  God.  (=  simana  Hojyff.)  (14  e)  ist  eine  dritte,  den  beiden  vorhergehenden  sehr  ähnliche  Art, 

deren  cf  oben  durch  die  schwarzen  Rippen  und  die  an  der  Wurzel  nicht  oder  kaum  verdunkelten  Flügel 
und  unten  durch  die  rein  weisse  Grundfarbe  ausgezeichnet  ist.  Das  ?  ist  dem  ?  von  charina  sehr  ähnlich, 
ist  aber  etwas  grösser,  hat  eine  breitere  Saumbinde  der  Vflgoberseite  und  auch  oben  einen  schwarzen  Punkt 
am  Ende  der  IMittelzelle  der  Vflgl ;  die  Unterseite  ist  mehr  oder  weniger  mit  dunklen  Schuppen  bestreut. 
Natal  bis  Britisch  Ost-Afrika. 

narena.  P.  narena  Smith   ist    offenbar   auch    mit   den  vorhergehenden   nahe  verwandt  und  wird  in  folgender 

Weise  beschrieben:  »cf  oben  rein  weiss:  Vflgl  mit  deF  Wurzel,  dem  Vrd  und  der  Spitze  recht  breit  schwarz; 
Vflgl    unten  weiss   mit   rahmfarlnger  Spitze;    ein   kleiner    schwarzer  Punkt  am  Ende  der  Mittelzelle  und  ein 


gerundeter,    graubrauner   Suhmarginalfleck    im    Felde  3; 


Hflgl 


ziendich  dunkel  rahmfarbig,    an    der  Wurzel 


hell  orangegelb;  eine  Reihe  von  6  graubraunen  Submarginalflecken   und   ein  kleiner  braungrauer  Fleck  auf 
der  oberen  Discocellularrippe.«     Madagaskar. 


PIERIS.     Von  Dr.  G.  Airivili.ks.  47 

P.  Helena  iSmith.  >(/:  Beide  Flügel  oben  scliwach  grünlichweiss;  Vtlgl  mit  einer  recht  breiten  Saum-  fielena. 
binde,  welche  an  der  Spitze  breiter  ist,  nach  hinten  allmählich  schmäler  wird  und  auf  der  Innenseite  nahe 
an  der  Spitze  durch  die  weisse  Grundfarbe  eingeschnitten  ist;  der  Vrd  schmal  schwarz  und  ein  schwarzer 
Punkt  am  Ende  der  Mittelzelle ;  Vtlgl  unten  weiss,  mit  der  Spitze  breit  und  der  Saum  schmäler  hell  gelblich- 
grün; Vrd  auch  in  ziemlich  grosser  Breite  gelbgrUn ;  ein  kleiner  schwarzer  Punkt  am  Ende  der  Mittelzelle; 
Htlgl  unten  hell  gelblichgrün  mit  einer  Bogenreihe  von  mondförmigen  dunklen  Submarginalflecken.«  Britisch 
Ost-Afrika,  Kavirondo. 

P.  liliana  Smith  (14  f).  cf:  Beide  Flügel  oben  und  unten  mit  rein  weisser  Grundfarbe  und  schart  liliana. 
hervortretenden  schwarzen  Rippen,  oben  an  der  Wurzel  breit  schwarzgrau;  Vtlgl  oben  am  Vrd  bis  zur 
Mittelzelle  und  Rippe  9  schwarzgrau,  an  der  Spitze  bis  zur  Wurzel  des  Gabelfeldes  schwarz  und  dann  bis 
zur  Rippe  3  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  oder  mit  freien  Flecken  an  den  Rippenenden;  beide  Flügel 
unten  mit  schwarzen  Saumpunkten  an  den  Rippenenden  und  deutlichen  Submarginaltlecken ,  von  denen  die 
Vtlgl  drei  in  den  Feldern  3  (sehr  gross),  5  und  6  und  die  Htlgl  je  einen  in  Ic— 7  haben;  auf  der  untern 
Discocellularrippe  ein  schwarzer  Punkt,  welcher  auf  den  Vflghi  oft  sehr  klein  ist.  Das  ?  hat  eine  grauweisse 
Grundfarbe,  eine  viel  breitere  bis  zum  Analwinkel  zusammenhängende,  an  den  Rippen  nach  innen  gezackte 
Saumbinde  und  gut  entwickelte  Submarginaltlecke  der  Vflgloberseite,  diese  Submarginalflecke  bilden  eine 
nur  im  Felde  2  unterbrochene  zusammenhängende  Submarginalbinde,  welche  am  Vrd  mit  der  Saumbinde 
verschmolzen  ist;  die  Vflgl  auch  oben  mit  deutlichem  Discalpunkt  am  Ende  der  Mittelzelle:  Htlgl  oben  mit 
grossen  gerundeten  Saumtlecken  und  deutlichen,  oft  zu  einer  Bogenlinie  vereinigten  Submarginalflecken. 
Deutsch  und  Britisch  Ost -Afrika.  —  cf-ab.  anali  Suff,  hat  oben  helle  Rippen  und  entbehrt  unten  der  Sub-  anali. 
marginalflecke  5  und  6  der  Vtlgl  sowie  auch  fast  alle  Submarginaltlecke  der  Hflgl.  Deutsch  Ost-Afrika.  — 
?-ab.  nigricans  Anrir.  hat  beide  Fiügel  oben  eintönig  grauschwarz,  die  Hflgl  am  Saume  zwischen  den  nigricans. 
Rippen  etwas  erhellt:  Vtlgl  unten  dunkel  rahmfarbig;  Hflgl  unten  grauweiss,  mit  der  Wurzel  des  Vrds 
orangegelb.     Britisch  Ost -Afrika  bei  Taveta. 

P.  venata  Mr.  ist  nach  einem  einzigen  ?  beschrieben  und  scheint  dem  ?  von  liliana  sehr  nahe-  venata. 
zustehen;  der  dunkle  Wurzelteil  der  Oberseite  ist  nach  aussen  viel  schärfer  begrenzt  und  erreicht  auf  den 
Hflgln  die  Mitte  des  Feldes  Ic;  der  Submarginalfleck  des  Feldes  3  der  Vflgloberseite  ist  kleiner,  scharf 
begrenzt  und  durch  die  strichförmigen  Submarginalflecke  4  und  5  mit  der  schwarzen  Spitze  verbunden,  die 
Felder  la  und  Ib  ohne  Submarginalfleck;  die  Flügel  unten  hell  ockergelb,  Vflgl  an  der  Wurzel  schwefel- 
gelb, am  Saume  mit  schwarzen  Rippen;  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  orangegelb  und  mit  schwärz- 
lichen Rippen,  auf  beiden  Seiten  mit  grossen  schwarzen  Saumflecken  und  mit  gewellter  schwarzer  Sub- 
marginallinie.     Am  Weissen  Nil. 

P.  continentalis  Hei/n  (l-2e)  ist  oben  weiss  mit  einem  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  con//nen^a//s. 
der  Vflgl;  dieselben  auch  mit  einer  bis  zur  Falte  des  Feldes  Ib  zusammenhängenden,  an  den  Rippen  nach 
innen  scharf  gezackten  Saumbinde  und  mit  vier  gerundeten  Submarginalflecken,  je  einem  in  den  Feldern  3, 
5,  6,  8,  welche  durch  die  Zacken  mit  der  Saumbinde  vereinigt  sind  und  dadurch  weisse  Flecke  einschliessen; 
Vflgl  unten  weiss  an  der  Wurzel  und  an  der  Spitze  gelblich,  die  Rippen  am  Saume  bräunlichgrau,  der 
Discalfleck  ist  grösser  als  oben;  Hflgl  oben  nur  mit  vier  queren  Saumflecken  an  den  Rippen  3—6,  unten 
gelblichweiss ,  an  der  Wurzel  des  Vrds  zitronengelb  und  mit  solchem  Striche  im  Felde  ic,  die  Saumflecke 
sind  bräunlichgrau  und  fast  zu  einer  Saumlinie  verbunden,  ein  ähnlich  gefärbter  Fleck  am  Ende  der  Mittel- 
zelle; beide  FUigel  unten  ganz  ohne  Submarginalflecke.     Angola,  am  Quango-Fluss. 

F.  mabella  Smith  erinnert  an  die  vorige  Art.  cf :  Beide  Flügel  oben  weiss,  die  Vflgl  unten  weiss  mabella. 
mit  gelber  Spitze;  Hflgl  unten  hellgelb,  an  der  Wurzel  des  Vrds  safrangelb;  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit 
kleinem,  schwarzem  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  die  Flügel  sonst  unten  ganz  ohne  Zeichnungen ;  Vflgl 
oben  mit  einer  an  der  Spitze  4-5  mm  breiten,  bis  zur  Rippe  2  zusammenhängenden  schwarzen  Saum- 
binde,  welche  nach  hinten  allmählich  schmäler  wird  und  durch  die  verdunkelten  Rippen  mit  den  dicken 
Submarginalflecken  der  Felder  3,  5  und  6  vereinigt  ist,  wodurch  drei  Flecke  der  Grundfarbe  eingeschlossen 
werden;  Hflgl  oben  ohne  Zeichnungen.  ?  weicht  vom  cf  nur  dadurch  ab,  dass  die  Saumbinde  der  Vflgl 
ungefleckt  und  der  Submarginalfleck  des  Feldes  3  fast  völlig  mit  der  Saumbinde  vereinigt  ist ,  dass  ein 
Submarginalfleck  auch  im  Felde  ib  der  Vflgl  vorhanden  ist,  dass  der  Fleck  am  Ende  der  Mittelzeüe  viel 
grösser  ist,  dass  die  Hflgl  oben  gelblich  sind  und  grosse  schwarze  Saumflecke  haben.  Madagaskai-.  —  ab. 
mahobo  Smith  hat  beim  cf  vief  kleinere,  strichförmige  Submarginalflecke  der  Vflgloberseite  und  beim  ?  mahobo. 
einen  völlig  freien  gerundeten  Submarginalfleck  des  Feldes  3  der  Vflgloberseite  und  kernen  Submargmal- 
fleck  im  Felde  1  b ;  die  Hflgl  sind  oben  weiss  ohne  Saumflecke.     Madagaskar. 

P.  antsianaka  hat  eine  Flügelspannung  von  60-70  mm  und  kommt  nur  auf  Madagaskar  vor.  Beide 
Flügel  oben  mit  weisser  Grundfarbe;  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  ganz  einfarbig  ohne  Zeichnungen;  die 
Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  einem  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  oben  mit  schwarzer  Saum- 
binde oder  Saumflecken  und  wenigstens  im  Felde  3  mit  grossem  Submarginalfleck ,  unten  ohne  Spur  von 
Saumflecken,    aber   wie    oben    mit  1-4  Submarginalflecken   und   an   der  Wurzel  orangegelb.  -  antsxanaka  antsmmka. 


48 


PIEKIS.     Von  Dr.  G.  Aurivillius. 


Ward.  Saumbiiide  der  Yflgloberseite  an  der  Spitze  6  mm  breit,  bisweilen  fast  in  grossen  langen  Flecken 
aufgelöst;  Vtlgl  auf  beiden  Seiten  mit  3  —  4  freien  oder  oben  fast  freien  Submarginalflecken  (in  3,  5,  6 
und  8) ;  beide  Flügel  unten  mit  weisser  Grundfarbe ;  der  orangegelbe  Wurzeltleck  der  Vtlgl  bis  zur  Zellen- 
persimilis.  spitze  ausgedehnt.  —  ab.  persimilis  Sm.  u.  Kij.  weicht  von  der  Hauptform  nur  dadurch  ab.  dass  die 
Saumbinde   der  Vtlgloberseite   mehr  zusammenhängend,   nicht  in  Flecken  aufgelöst  ist  und  der  Wurzelfleck 


der  Unterseite  nur  bis  zur  Mitte   der  Zelle   reicht:   die  Vtlgl   nur  im  Felde  3  mit  Submarginalfleck. 


ab. 


lasti.  lasti   Sm.  u.  Ki/.  weicht  von  perximilis  nur  dadurch  ab,    dass   die  Saumbinde   der  Vtlgloberseite  sehr  schmal, 
affinis.  an   der  Spitze   nur    1  mm    breit   ist.    —   f.  affinis  Mab.  ist  offenbar  eine  Trockenzeitform  und  weicht  durch 
rötlichgraue  Farbe  der  Hflglunterseite  und  der  Unterseite  der  Vtlglspitze  ab ;  die  Submarginalflecke  der  Vtlgl- 
oberseite sind  iiu'lir  oder  weniger  vollständig  mit  der  breiten  Saumbinde  vereinigt. 

ramona.  P.  ramona  Smith  stimmt  in  der  Grösse  und  der  Zeichnung  nahe  mit  der  vorhergehenden  Art  überein 

und  kommt  ebenfalls  nur  auf  Jladagaskar  vor.  Die  Htlgl  auf  beiden  Seiten  einfarbig  ohne  Zeichnungen, 
die  Vflgl  beiderseits  mit  einem  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle;  die  Vflgl  beim  d"  oben  mit 
schwarzer  Saumbinde,  beim  ?  ganz  ohne  Saumbinde  und  Saumtlecke,  beim  cf  mit  grossem  Submarginal- 
fleck im  Felde  3,  beim  ?  mit  grossen  Submarginalflecken  in  Ib  und  3  und  kleineren  solchen  Flecken  in  5 
und  6 ;  Flügel  beim  cf  mit  weisser  Grundfarbe,  die  Vtlgl  im  Spitzenteil  lebhaft  orangegelb ;  die  gelbe  Farbe 
bedeckt  die  Felder  2 — 6,  8  und  die  Spitze  der  Zelle,  unten  ist  auch  der  Wurzelteil  der  Zelle  ähnlich 
gefärbt;  beim  2  sind  die  Vflgl  rahmgelb  und  die  Htlgl  hell  orangegelb. 

anomaai.  P.  anomala  I'tlr.  (lob)  ist  eine  interessante  der  Insel  Sokotra  eigentümliche  Art,  welche  sich  offenbar 

der  P.  anisianaka  am  nächsten  anschliesst  und  wie  auch  andere  Arten  für  eine  frühere  Verbindung  zwischen 
Sokotra  und  Madagaskar  zu  sprechen  scheint.  Beide  Flügel  oben  weiss  (cT)  oder  grauweiss  (?) ;  Vtlgl  auf 
beiden  Seiten  mit  einem  sehr  grossen  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  und  mit  Submarginalflecken 
in  Ib  (fehlt  bisweilen  beim  cf),  3  (gross  und  4  eckig)  und  in  5,  6,  8,  oben  auch  mit  einer  ungefleckten 
schwarzen  Apicalbinde,  welche  an  der  Rippe  4  endet;  Hflgl  oben  mit  einem  Submarginalfleck  in  5  und  6; 
unten  ist  die  Spitze  der  Vflgl  und  die  Hflgl  bräunlichweiss;  die  Submarginalflecke  der  Hflgl  fehlen  oder 
sind  nur  angedeutet;  beim  ?  sind  die  schwarzen  Zeichnungen  grösser  als  beim  cf. 


Daplidice-Gruppe. 

Von  dieser  Gruppe  hat  die  äthiopische  Reyiou  niu-  drei  endemische  Arten.  Die  übrigen  gehören  der 
paläarktischen  Region  an  und  haben  sich  von  dort  nach  den  östlichen  und  nordöstlichen  Teilen  des  Gebietes  ver- 
breitet. Die  endemischen  Arten  treten  nur  in  Süd-  und  Ost-Afi'ika  auf  und  fehlen  vollständig  in  West-  und  Zentral- 
Afrika.  Für  alle  Arten  ist  es  gemeinsam,  dass  die  Vflgl  einen  grossen,  4 eckigen  schwarzen  Fleck  am  Ende  der 
Mittelzelle  und  eine  weiss  gefleckte  durch  die  Vereinigung  der  Saum-  und  der  Submarginalflecke  gebildete  schwarze 
Apicalbinde  führen.  Die  Apicalbinde  endet  beim  cf  scharf  an  der  Rippe  3,  wird  aber  beim  ?  durch  einen  Saumfleck 
an  der  Rippe  2  und  einen  Submarginalfleck  im  Felde  Ib  begleitet.  i)ie  Hflgl  haben  oben  entweder  nur  Saumflecke 
(d")  oder  auch  eine  Submarginalbinde,  welche  durch  die  Rippen  mit  den  Saumflecken  vereinigt  ist,  wodurch  3 — 5 
grosse  weisse  Flecke  der  Grundfarbe  eingeschlossen  werden.  Die  Grundfarbe  beider  Flügel  oben  und  luiten  weiss. 
—  In  Band  f  sind  die  ])aläarktischen  Formen  dieser  Gruppe  als  Gattung  Leucochloc  abgetrennt. 

daplidice.  p.  daplidice  L.  (Pars  I,  Bd.  1,  Taf.  21  f.).    Die  Schlussrippe  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  weiss  und  teilt 

den  schwarzen  Fleck  in  zwei  Teile:  die  Hflgl  unten  mit  zahlreichen  grossen,  mehr  oder  weniger  zusammen- 
geflossenen grünen  oder  grünlichen  Flecken  und  mit  hellgelben  oder  weisslichen  Rippen ;  die  weissen  Saum- 
flecke der  Hflglunterseite  nach  innen  erweitert  und  quer  abgeschnitten,  die  weissen  Flecke  der  .Mittelzelle 
und  des  Feldes  7  klein  uiul  unregelmässig.     Wird  als  in  Abessinien  vorkommend  angeführt. 

glauconome.  P.  glauconome  Kliiij  (Pars  1.  Bd.  1,  Taf.  20  f)  weicht  von  der  vorhergehenden  Art  nur  dadurch  ab, 

dass  die  weissen  Saumllecke  der  Hflglunterseite  nach  innen  abgerundet  oder  zugespitzt  sind  und  die  weissen 
Flecke  der  Mittelzelle  und  des  Feldes  7  gross  und  abgerundet.  Arabien,  Sudan,  Somaliland  und  Britisch 
iranica.  Ost -Afrika;  auch  auf  der  kleinen  Insel  Semba  bei  Sokotra.  —  iranica  Bien.  (Pars  1,  Bd.  1,  20  i.)  ist  etwas 
grösser  und  hat  nur  geringe  grünliche  Zeichnung  am  Saume  und  in  der  Mitte  der  Hflgl.  In  Arabien  bei 
Maskat  gefunden. 

Die  folgenden  rein  äthiopischen  Arten  zeichnen  sich  von  den  beiden  vorhergehenden  dadurch  aus,  dass  die 
Schlussrippe  der  Mittelzelle  der  V^flgl  schwarz  ist  und  die  Rippen  der  Hflglunterseite  schwarz  oder  schwarzgrau 
gesäumt  sind. 

hetice.  P.  helice  L.  (14  f).     Die  Hflgl   unten   in   allen  Feldern   mit  gelben  Längsstrichen  statt  der  Submar- 

ginalflecke; die  schwarze  Begrenzung  der  Rippen  2 — C  vor  dem  Saume  deutlich  verdickt;  der  Fleck  am 
Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgt  ist  nicht  mit  den  Submarginalflecken  verbunden ;  der  weisse  Saumfleck  im 
Felde  4  der  Vflgl  ist  grösser  als  die  Saumflecke  3  und  5,  und  beim  cf  nach  innen  mit  der  Grundfarbe  ver- 
einigt. Die  Rp  ist  oben  gelb,  unten  bläulichgrün,-  die  Rückenlinie  hellblau,  jederseits  von  einer  grünen 
Längsbinde  begrenzt ;  die  Seitenlinie  hellgelb ;  der  Körper  mit  kleinen  schwarzen  Wärzchen  und  einigen 
kui'zen  Haaren  besetzt;  Kopf  bläulich  mit  schwarzen  Pimkten.  Vom  Kaplande  einerseits  bis  zum  Damara- 
johnstoni.  lande  und  andererseits  bis  Natal  und  Transvaal  verbreitet.  —  johnstoni  Croiii.  (15  a)  weicht  nur  dadurch 
ab,    dass   der  weisse  Saumfleck   im  Felde  4  der  Vflgl   nicht  oder  kaum  grösser  als  die  Flecke  3  und  5  ist; 


Ausgeg.  12.  XL  1910.      EUGHLOE ;  CALOPIERIS ;  TERAGOLUS.     Von  Dr.  C.  Aürivilliüs.  49 

die  Spitze  der  Vflgl  etwas  schärfer,  fast  rechtwinkelig.  Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika.  Die  Falter  flattern  nach 
Sjöstedt  wie  unsere  Kohlweisshnge  in  den  Bolmenpflanzungen  der  Eingeborenen  vom  Kilimandjaro  umher. 

P.  distorta  Btlr.   hat   eine  Flügelspannung  von   nur  33—35  mm   und   ist  also  viel  kleiner  als  h-licf^  distorta. 
der  Fleck   am  Ende    der  Mittelzelle   der  Vtlg]  ist  durch  einen  schwarzen  Strich  längs  der  Rippe  4  mit  dem 
Submarginalfleck   des  Feldes  3   verbunden,   die   Hflgl  unten   ohne   gelbe  Langsstriche ,    aber  mit   einer  von 
schwarzen  Bogen  oder  Strichen  gebildeten  Submarginalhnie.     Britisch  Ost-Afrika  und  Somaliland. 

Brassicae-Gruppe. 

Von  dieser  Gruppe  kommt  nur  eine  Art  in  der  äthiopischen  Region  vor.  Die  Vflgl  haben  unten  zwei 
grosse  schwarze  Submarginalflecke  in  2  und  4,  beim  $  treten  diese  Flecke  auch  oben  auf. 

P.  brassicoides  Guer.  (12  f)   hat   eine  weisse,   auf  der  Unterseite   der  Hflgl  rahmgelbe  Grundfarbe:  brassicoides. 
die  Vflgl  oben  mit  breiter,  nach  hinten  allmähHch  verschmälerter,  schwarzer  Saumbinde  und  unten  im  Saum- 
teil   mit   schwarzen  Rippen ;    die  Hflgl   oben   mit    dreieckigem ,    schwarzem ,    durch  eine  feine  Saumlinie  ver- 
bundenen Saumüecken  an  den  Rippenenden   und  unten  mit  allen  Rippen  schwarz  gesäumt.     Nur  aus  Abes- 
sinien  bekannt. 

7.  Gattung:   Kucliloe  Hbn. 

{Phijllocharis  Schatz.) 

Diese  Gattung  gehört  eigentlich  dem  paläarktischen  Gebiete  an.  Eine  Art  ist  jedoch  in  Ost-Afrika 
bis  zum  Somaliland  verbreitet. 

E.  falloui  AH.  (?  =  seitzi  hob.)  (Bd.  I,  Taf.  22a).     Flügel  schmal,  mit  weisser  Grundfarbe;  die  Vflgl  faltoui. 
auf  beiden  Seiten  mit  einem  grossen  viereckigen  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  oben  mit  einer 
schwarzen  Saumbinde  und  einer  ähnlichen  Submarginalbinde,  welche  beide  an  der  Rippe  4  enden,  unten  im 
Spitzenteil  mit  4  grünen  (Juerstreifen  am  Vrd;  Hflgl  oben  ungezeichnet,  unten  mit  6 — 7  scharf  begrenzten, 
lebhaft  grünen  Querbinden.     Somaliland. 

3.  Unterfamilie:  Teracolinae. 

Die  Präcostalrippe  der  Hflgl  ist  stets  vorhanden  und  nach  aussen  umgebogen.  Die  mittlere  Discocellular- 
rip])e  der  Vflgl  ist  mit  ihrem  vordei-en  Eude  schief  nach  aussen  gerichtet  oder  bildet  mit  der  Rippe  6  einen  rechten 
Winkel.  Diese  Unterfamilie  umfasst  nur  drei  äthiopische  Gattungen ;  unter  denen  jedoch  Teracolus  durch  ihre 
zahlreichen  und  hübschen  Arten  eine  grosse  Zierde  für  die  offenen  und  trockenen  Gegenden  Afrikas  ist. 

Übersicht   der   Gattungen. 

A.  Die  Palpen  sehr  kurz  und  schlank  gebaut,  von  oben  nicht  sichtbar;  ihr  Endglied  rudimentär. 

8.  Galopieris. 

B.  Die  Palpen  von  gewöhnlicher  Länge,  von  oben  deutlich  sichtbar;  ihr  Endglied  spitz  ausgezogen. 
a.  Aus  der  vorderen  Seite  der  Rippe  7  der  Vflgl  entspringt  nur  eine  Rippe  (die  Rippe  8). 

9.  Teracolus. 
(i.  Aus  der  vorderen  Seite  der  Rippe  7  der  Vflgl  entspringen  zwei  Rippen  (die  Rippen  8  und  9). 

10.  Eronia. 

8.  Gattung:   Calopieris  Auriv. 

Diese  ausgezeichnete  Gattung  wird  gewöhnlich  mit  Teracolm  vereinigt,  ist  aber  besonders  durch  die 
Bildung  der  Palpen  ganz  verschieden.  Fblr  kurz  mit  grosser,  flacher,  stumpfer  Kolbe.  Vflgl  mit  11  Rippen; 
die  untere  Discocellularrippe  tief  nach  innen  gebogen,  die  mittlere  kurz,  gerade  und  schief  gestellt,  die 
Rippe  6  kurz  gestielt.  —  Nur  eine  einzige,  in  den  Sammlungen  seltene  Art. 

C.  eulimene  Klug  (16a).  Weiss;  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  grossem  gerundetem  schwarzem  Fleck  eulimene. 
am  Ende  der  Mittelzelle,  oben  mit  dreieckigem,  wurzelwärts  etwas  ausgerandetem ,  nach  hinten  von  der 
Rippe  3  begrenztem  schwarzem  Apicalflecke,  welcher  6  rotgelbe  Flecke  einschliesst ;  HÜgl  oben  nur  mit 
kleinen  schwarzen  Saumflecken  an  den  Rippenenden,  unten  mit  allen  Rippen  lebhaft  orangegelb,  einem 
kleinen  schwarzen  Punkt  am  Zellende  und  schwarzen  Submarginalpnnkten ;  Vflgl  unten  mit  einem  breiten 
roten  Streifen  längs  dem  Wurzelteil  des  Vrds  und  orangegelben  Rippen  des  Spitzenteiles.     Nubien. 

9.  Gattung:    TeraColllS  Swains. 

Die  Gattung  Teracolus  ist  auch  in  Nord-Afrika,  Palästina,  Persien  und  Ost-Indien  vertreten,  hat  aber 
ihr  Hauptzentrum  in  der  äthiopischen  Region,  wo  die  meisten  und  grössten  Arten  voikommen.  Die  Arten 
sind   für   äussere  Einflüsse   offenbar  sehr  empfindlich  und  haben  darum  sowohl  Sommer-  (Regenzeit-) ,   und 

XIII  7 


oO  TERAGOLUS.     Von  Dr.  C.  Aurivillils. 

Winter-  (Trockenzeit)formen ,  wie  auch  zahlreiche  geographische  Formen  ausgebildet.  Früher  wurden  diese 
Formen  als  selbständige  Arten  betrachtet.  Dazu  kommt,  dass  die  Weibchen  oft  den  Männchen  sehr  unähnlich 
sind  und  polychromatisch  sein  können,  und  so  ist  es  erklärhch,  dass  eine  Unzahl  von  Formen  benannt  und 
beschrieben  worden  sind,  ohne  dass  es  möglich  ist,  alle  diese  Formen  durch  stichhaltige  Kennzeichen  zu 
unterscheiden. 

Die  Sommer-  (Regenzeit)formen  sind  fast  immer  durch  eine  grössere  Entwicklung  der  schwarzen 
Zeichinmgen  der  Oberseite  und  durch  die  weisse  oder  fast  weisse ,  nicht  dunkel  gesprenkelte  Grundfarbe 
der  Htlglunterseite  ausgezeichnet.  Die  Winter-  (Trockenzeit)formen  haben  dagegen  die  schwarzen  Zeich- 
nungen der  Oberseite  schwach  entwickelt,  oder  diese  ist  ganz  verschwunden  und  sie  sind  besonders  durch 
die  mehr  oder  weniger  rötliche  und  schwarz  gesprenkelte  Unterseite  der  Htlgl  und  der  Spitze  der  Vtlgl 
leicht  kenntlich.    Am  Ende  der  Jahreszeiten  treten  oft  Übergänge  zwischen  den  Sommer-  und  Winterformen  auf. 

Es  ist  ganz  natürlich,  dass  die  Sommerfoi'inen  in  denjenigen  Gegenden,  wo  der  Niederschlag  sehr 
gross  und  demzufolge  das  Klima  sehr  feucht  ist,  intensiver  ausgeprägt  sein  müssen  als  dort,  wo  die  Regen- 
menge weniger  gross  ist.  Solche  Formen  werden  als  extreme  Sommerformen  bezeichnet.  Aus  den  Gegenden, 
wo  überhaupt  keine  eigentliche  Trockenzeit  vorkommt  (z.  B.  Kamerun),  sind  nur  Sommerformen  bekannt, 
welche  also  hier  als  Lokalrassen  auftreten. 

Dasselbe  gilt  natürlich  auch  von  den  Winterformen.  In  sehr  trockenen  Gegenden  sind  sie  besser 
als  sonst  entwickelt  und  können  bisweilen  fast  als  alleinige  Form  auftreten. 

Bei  den  Männchen  vieler  Arten  kommt  an  der  Spitze  der  Vtlgloberseite  ein  lebhaft  blau,  violett, 
rot  oder  gelb  gefärbter  Fleck  vor,  welcher  als  Prachttleck  bezeichnet  wird.  Der  Prachtfleck  ist  gewöhnlich 
nach  aussen ,  bisweilen  auch  nach  innen ,  schwarz  begrenzt.  Im  übrigen  sei  auf  das  Teil  I ,  Bd.  1 ,  S.  56 
Gesagte  verwiesen. 

Nach  der  Zeichnung  können  die  Arten  in  mehrere  Gruppen  und  Untergruppen  verteilt  werden. 

Übersicht  der  Gruppen. 

A.  Die  Vflgl  und  bisweilen  auch  die  Hflgl  oben  dicht  am  Saume  zwischen  den  Rippenenden  mit  4  bis 
8  hellen  Saumtlecken,  die  entweder  klein,  strich-  oder  punktförmig  sind,  oder  so  ei-weitert,  dass  der 
dunkle  Saum  durch  sie  fast  in  Flecke  aufgelöst  wird.  Idmais  Äst/. 

*  Die  Vflgl  des  d'  im  Felde  1  b  vor  der  Mitte  der  stark  gebogenen  Rippe  1  mit  einem  blasig  erhabenen, 
auf  der  Unterseite  schwärzlichen  Schuppenflecke;  ihr  Hrd  vor  der  Mitte  bauchig  erweitert  und 
das  Feld  la  darum  ungewöhnlich  breit.  Faustus- Gruppe. 

**  Die  Vflgl  des  cT  ohne  Blasenfleck  und  mit  geradem  oder  fast  geradem  Hrde.       A m  at  u  s -  G r  u  p  p e. 

B.  Die  Vflgl  oben  ohne  Spur  von  hellen  Saumtlecken  zwischen  den  Rippenenden ;  ihr  Saum  gewöhnlich 
zwischen  der  Spitze  und  der  Rippe  3  oder  2  schwarz,  bisweilen  bis  zum  Hinterwinkel  schwarz. 

Evippe- Gruppe. 
Faustus-Gruppe. 

Diese  Gruppe  umfasst  nur  eine  einzige  Art,  hei  der  der  Praehtfleck  der  Vflgl  völlig  fehlt.  Die  Oberseite 
ist  rötlichgelb  oder  fast  lachsfarbig. 

faustus.  T.  faustus  0/ir.  (Bd.  I,  Taf.  23  c)  kommt  nur  in  Syrien  und  Persien  vor.  —   vi  Swinh.  unterscheidet 

^'-  sich  von  der  Hauptform  durch  die  unten  gelben  Flügel  und  fliegt  bei  Aden  in  Süd-Arabien. 

Amatus-Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  sind  durchschnittlich  klein  mit  breiten,  stumpfen  Flügeln.  Die  Vflgl  haben  ge- 
wöhnlich eine  Querreihe  von  schwarzen  Discalflecken,  welche  inehr  oder  weniger  mit  der  schwarzen  Saumbinde  ver- 
einigt sein  können. 

T.  amatus  unterscheidet  sich  von  allen  folgenden  Arten   dadurch ,   dass  der  Discalfleck  im  Felde  3 
der  Vflgl  ebenso  nahe  oder  näher  am  Saume  als  der  Discalfleck  im  Felde  2  liegt,  was  besonders  unten,  wo 
die  Flecke   frei   sind,    deutlich  ist;    der  Vrd   und   ein    grosser  Fleck  am   Ende  der  Mittelzelle  der  Vtlgl  sind 
amatus.  schwarz;  die  Grundfarbe  beider  Flügel  oben  rotgelb  bis  weiss.  —  Die  Hauptform  amatus  F.  kommt  nur  in 
Calais.  Süd-Asien  vor.  —  Calais  Cr.  (Bd.  I,  Taf.  23  d)   zeichnet    sich  durch  den  grossen  und  eckigen  Discalfleck  im 
Felde  Ib  der  Vflgl  aus;  die  Flügel  oben  beim  d"  mit  rotgelber  oder  lachsfarbiger,  beim  2  mit  rotgelber  bis 
weisser  Grundfarbe;  beim  §  sind  die  Vflgl  oft  an  der  Wurzel  rotgelb  und  nach  aussen  weiss  oder  weisslich; 
die  Unterseite  ist  hell  grünlich.     Kongogebiet,    Angola,   Ost-Afrika  bis  Nubien  und  Bornu,   Süd-Arabien.   — 
carnifer.  f.  carnifcr  Htlr.  hat  eine   rötliche  Unterseite   und  ist  die  Trockenzeitform  von  calais.  —   crowleyi  E.  Sharpe 
crowlryi.  (16  a)  ist  der  calai.s  sehr  ähnlich  und  nur  durch  schmälere  schwarze  Saumbinde  und  kleinere  von  der  Saum- 
binde besser  getrennte  Submarginalflecke  der  Hflgloberseite  verschieden ;  das  ?  ist  oben  weiss  oder  hell  gelb- 
flavus.  lieh  (=  ab.  flavus  ab.  nov.)  (16  a).     Auf  Madagaskar  und  an  der  gegenüberliegenden  Ostküste  Afrikas. 

T.  phisadia  zeichnet  sich  durch  eine  sehr  breite  schwarze  Saumbinde  der  Oberseite  beider  Flügel 
aus;  diese  Saumbinde  ist  auf  den  Hflgln  und  in  den  Feldern  i  a— 2  der  Vflgl  ungefleckt  und  tritt  im  Felde  3 


TERACOLUS.     Von  Dr.  C.  Aürivillius.  51 

der  Vflgl  wurzelwärts  hervor,  weil  der  Discalfleck  3  viel   näher  der  Wurzel  liegt  als  der  Discalfleck  2;   die 

Wurzel  und  der  Vrd  der  Vtlgloberseite  ist  wenigstens  beim  (f  breit  verdunkelt  und  am  Ende  der  Mitielzelle 

liegt  ein  grosser,  schwarzer  Fleck;  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  fast  zeichnungsios.   —  phisadia  Gndt.  (Bd.  {,  phisadia. 

Fig.  23 d).     Grundfarbe  der  Vtlgl  lachsfarbig  bei  beiden  Geschlechtern,  oder  schwefelgelb  bis  weiss  beim  ?; 

der  Wurzelteil  der  Hflgloberseite  einfarbig  weiss  oder  bisweilen  beim  ?  gelblich ;  Flügelspannung  nur  28  bis 

32  mm;  Wurzel  der  Vflgloberseite  mehr  oder  weniger  ])reit  bläulichgrau;  Unterseite  hell  grünlichgelb  oder  bei  der 

Winterform,  f.  arne  Klug,  mehr  oder  weniger  rötlich.  —  rothschildi  F..  Sharpi'  (Ißb)  ist  grösser,  42 — 47  mm,  arne. 

und   hat   besser   entwickelte   schwarze  Zeichnungen;    die  Grundfarbe   der  Vflgl    bildet    darum  nur  eine  etwa  rotlisdiiUli. 

5  mm  breite,  scharf  begrenzte  Querbinde;  der  Wurzclteil  der  Hflgloberseite  ist  einfarbig  weiss  oder  gelblich; 

das  ?  ist  dem  cf  ähnlich  oder  hat  oben  eine  weisse  (=  ab.  albus  ab  iior.  16a)  oder  ockergelbe  (=  ab.  ochraceus  allms. 

16  b)    Grundfarbe,     ßritiscii  Ost-Afrika.    ~    ocellatus  ßtlr.  (16  b,  c)    ist   der  typischen  phisadia  sehr  ähnlich,  odiraceus. 

unterscheidet  sich  aber  sofort  dadurch,   dass  der  Wurzelteil  der  Htlgloberseite  vorne  lachsfarbig  und  hinten  '"^"'"^"*- 

weiss  ist.     Somaliland. 

T.  vestalis  BÜr.     Die  Hauptform    (Bd.  9,  Taf.  73  c)   kommt    nur  in  Süd-Asien  vor.  —  castalis  Stgy.  vestalis. 
(16c)  ist  den  weisslichen  ??  der  vorigen  Art  recht  ähnlich,  die  rein  weisse  Grundfarbe  der  Oberseite  bildet  castalis. 
jedoch   auf  den  Vflgln   eine  viel  breitere  Querbinde  und  die  schwarze  Saumbinde  der  Htlgloberseite  ist  ge- 
wöhnlich gefleckt;  ein  weisser  Fleck  findet  sich  auch  auf  dem  Vflgl  im  Felde   Ib;  selten  fehlen  diese  weisse 
Flecke  den  Saumbinden,  f.  nigricans  (16  c).     Britisch  Ost-Afrika  und  Somaliland.  nigricans. 

T.  gaudens   Btlr.  (15  e).     Vtlgl  oben  orangegelb,    Hflgl   oben  graugelb,   beide  mit  feinen  schwarzen  ^aurfc«s. 
Rippen  und  an  der  Wurzel  breit  bläulichweiss;  die  Vflgl  mit  ziemlich  grossen,  fast  zu  einer  schmalen  Saum- 
binde vereinigten  Saumflecken  und  einer  schwarzen  Discallinie,  welche  jedoch  schon  an  der  Rippe  3  endet; 
die  Hflgl  oben  ohne  Discallinie  und  nur  mit  sehr  schmaler  Saumlinie,   ihre  Unterseite  hell  gelblich  mit  un- 
deutlichen orangegelben  Flecken  oder  rötlich,  f.  arenicolens  Btlr.     Abyssinien  und  Arabien.  arenicolens. 

T.  chrysonome  Klitg  (Bd.  1,  Taf.  23c)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  hat  aber  eine  vollständige  dirysonome. 
bis  zum  Hrd  reichende  Discalquerlinie  der  Vflgloberseite  und  eine  Andeutung  dieser  Querlinie  auf  den  Hflgln. 
Beim  ?  ist   die  Grundfarbe  heller,   die  Wurzel  nicht  weiss  und  die  Querlinie  der  Hflgl  ganz  deuthch.     Die 
Hflgl  sind  unten  bei  der  Hauptform  gelblich  mit  rötlichen  Flecken,  bei  der  Trockenzeitform,  f.  helvolus  Btlr.,  helvolus. 
aber  mehr  oder  weniger  rötlich.     Deutsch  Ost-Afrika  bis  Somaliland,  Nubien,  Bornu  und  Arabien. 

T.  doubledayi  Hpff.  (15  d)  ist  grösser  als  die  beiden  vorigen  Arten  und  durch  die  sehr  breit  schwarzen  doubledayi. 
Rippen  der  Hflgloberseite,  sowie  durch  die  breitere,   hell  gefleckte  Saumbinde  beider  Flügel  ausgezeichnet; 
die  Discallinie   der  Hflgloberseite   ist   angedeutet,   aber  nicht  so  scharf  hervortretend  wie  bei  der  folgenden 
Art.     Sierra  Leone,  Kongogebiet  und  Angola. 

T.  aurigineus  Btlr.  (15  e)   steht   auch   den   vorigen  drei  Arten   sehr  nahe,   hat  aber  eine  lebhaftere  a«n^/n^us. 
Grundfarbe,  schäi-fere,  schwarze  Zeichnungen  und  einen  kleineren,  nur  bis  zur  Mitte  der  Zelle  ausgedehnten 
weissen  Wurzelfleck   der  Vflgl;    die  Rippen  sind  mir  schmal  schwarz  und  der  schwarze  Fleck  am  Ende  der 
Mittelzelle  der  Vflgl  ist  grösser  und  mehr  gerundet;    die  Grundfarbe   der  Hflgl  Unterseite   ist  bei  der  Haupt- 
form  hell   gelblich,   bei   der  Winterform,   f.  venustus  Btlr.  (15  e),   aber   rötlich.     Vom  Nyassaland  bis  ^imwenustus. 
Somaliland  und  Äquatoria  verbreitet. 

T.  ansorgei  Marsh,  weicht  von  aurigineus  nur  durch  das  Fehlen  des  weissen  Wurzelfleckes  der  Vflgl-  ansorgei. 
Oberseite  ab  und  ist  wahrscheinlich  nur  eine  Rasse  davon.     Deutsch  Ost-Afrika. 

T.  vesta.  Diese  veränderliche  Art  hat  tatsächlich  dieselbe  Grundzeichnung  der  Oberseite  wie  auri- 
gineus, zeichnet  sich  aber  dadurch  aus,  dass  beide  Flügel  an  der  Wurzel  breit  weiss  oder  weisslich  sind, 
obgleich  die  helle  Farbe  bisweilen  an  der  Wurzel  mit  Schwarzgrau  oder  Blaugrau  überzogen  ist.  Die  Discal- 
querlinie der  Hflgloberseite  ist  stets  zusammenhängend  und  die  Saumbinde  ist  breit.  Der  schwarze  Fleck 
am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  gross  und  oben  gewöhnlich  mit  dem  dunklen  Vrde  verbunden.  Auf 
der  Unterseite  der  Vflgl  ist  die  Grundfarbe  von  der  Wurzel  bis  zur  Querbinde  lebhaft  orangegelb.  Die 
Hflgl  unten  mit  diei  rotbraunen  Querbinden.  —  Bei  rhodesinus  Btlr.  ist  die  Grundfarbe  der  Oberseite  hell  rhodcsinus. 
ockergelb,  fast  sahnefarbig,  die  schwarze  Discalbinde  so  schmal  wie  bei  aurigineu-\  oder  etwas  schmäler  und 
die  schwarzen  Saumbinden  kaum  breiter  als  bei  dieser  Art:  der  Wurzelteil  der  Hflgloberseite  ist  nächst  der 
Discalbinde  hell  ockergelblich  und  die  helle  Submarginalbinde  viel  breiter  als  die  schwarze  Saumbinde. 
Zentral-Afrika  am  Meru-See.  —  vesta  lieirhe  (15  e)  unterscheidet  sich  durch  viel  breitere  Discalbinde  w\v\  vesta. 
nächst  derselben  weisse  Wurzelteile  der  Hflgloberseite  von  rhodesinus;  die  Wurzel  beider  Flügel  ist  oben 
breit  blaugrau  bis  schwärzlich  bestäubt  und  die  weisse  Farbe  der  Wurzel  der  Vflgloberseite  tritt  nur  in  den 
Feldern  1  a  und  1  b  auf  und  wird  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  dusch  die  heü  rötlichgelbe  Grundfarbe  ver- 
drängt; die  Grundfarbe  der  Hflglunterseite  ist  lebhaft  gelb.  Die  Form  wurde  aus  Abessinien  beschrieben; 
ganz  ähnliche  Stücke  kommen  abei-  auch  in  Süd-Afrika  vor.  —  mutans  Btlr.  (16  d)  steht  der  typischen  ve4a  mutans. 
sehr  nahe  und  weicht  nur  durch  etwas  hellere  Gi-undfarbe  und  bis  zur  Spitze  weiss  ausgefüllte  Mittelzelle 
der  Vflgloberseite  ab;   die  Grundfarbe  der  Hflglunterseite  ist  bald  hellgelb,   bald,  f.  argillaceus  Btlr.  (16c),  argillaceus. 


52  TERACOLUS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

catodirysops.  rötlich.  Von  Damaraland  und  Natal  bis  Britisch  Ost-Afrika  verbreitet.  —  catochrysops  lUlr.  (16  c,  d)  unter- 
scheidet sich  durch  die  breite  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl  und  die  demzufolge  sehr  verkleinerten  hellen 
Submarginalflecken  sofort  von  den  übrigen  ccs/tf-Formen;  die  Grundfarbe  der  Hflglunterseite  ist  lebhaft  gelb. 
Deutsch  und  Britisch  Ost-Afiika. 

T.  amelia  ist  vielleicht  auch  nur  eine  Rasse  von  vesta ,  unterscheidet  sich  aber  stets  durch  den 
kleinen,  fast  punktfönnigen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  dadurch,  dass  die  Vflgl  unten  von 
der  Wurzel  bis  zur  Discalbiiide  hell  gelblichweiss  und  nur  in  der  Mittelzelle  lebhafter  gelb,  schwefelgelb, 
amelia.  oder  orangegelb  sind.  —  amelia  Liir.  zeichnet  sich  besonders  dadurch  aus,  dass  die  Discalbinde  der  Hflgl 
weit  hintc  r  der  Mitte  liegt  und  fast  mit  der  Saumbinde  verschmolzen  ist,  so  dass  die  Submarginalflecke  sehr 
klein  werden;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  unten  orangegelb;  die  Rippen  der  Hflgl  unterseits  nicht  verdunkelt. 
hanningtoni.  Senegal  bis  Nubien.  —  hanningtoni  hÜr.  (15  e)  hat  dunkle  Rippen  der  Hflglunterseite,  schwefelgelbe  Wurzel 
der  Vflglunterseite  und  eine  vom  Saume  weiter  entfernte  Discalbinde  der  Hflgl.     Britisch  Ost-Afrika. 

protomedia.  T.  protomedia  Kluri  (16  e)  ist  eine  sehr  schöne,  lebhaft  schwefelgelbe  Art,  welche  ziemHch  vereinzelt 

dasteht,  sich  al)er  doch  am  nächsten  den  vorhergehenden  anschliesst.  Auf  der  Oberseite  der  Vflgl  sind  die 
Rippen,  ein  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  eine  dicke  Discalbinde,  welche  jedoch  schon  an  der  Rippe  4 
endet,  und  die  liellgefleckte  Saumbinde  schwarz;  die  Hflgl  haben  oben  nur  eine  schmale,  gelbgefleckte  Saum- 
binde, sind  aber  unten  durch  die  braungelben  Rippen  und  zwei  gelbbraune  Querbinden  schön  geziert;  das 
?  weicht  nur  durch  einen  dickeren  Querfleck  am  Ende  der  Vflglzelle  und  durch  einen  dunklen  Discalfleck 
am  Vrd  der  Hflgl  ab.  —  Die  Pp  ist  hell  gelbbraun  mit  weit  hervorragenden  Flügelscheiden  und  kurzer 
Kopfspitze.  Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika,  Somaliland,  Abessinien  ,  Xubien  und  westlich  wenigstens  bis 
Yola  im  Nigergebiet;  Arabien. 

Bei  den  nächstfolgenden  4  Arten  ist  die  Spitze  der  Vflgl  oben  sehr  breit  schwarz  und  enthält  wenigstens 
beim  cf  2  Querreihen  von  violettroten,  lebhaft  schillernden  Flecken,  welche  durch  die  zickzackförmige ,  schwarze 
Discalquerlinie  getrennt  sind.  Die  innere  Querreihe  besteht  bei  den  3  ersten  Arten  aus  4(— 5)  kurzen  Flecken  in  den 
Feldern  (;:!)  4— G  und  8,  bei  zoe  aber  auch  aus  langen  Flecken  in  1  b— 3  und  in  der  Spitze  der  Zelle. 

pholoe.  T.  pholoe  Wa/leii(/r.   ist   der   folgenden  Art  sehr  ähnlich   und   unterscheidet  sich  nur  dadurch,   dass 

die  Hflgl  oben  statt  der  Saumbinde  nur  freie  dunkle  Flecke  haben ;  das  ?  dem  cf  ganz  ähnlich.   Damaraland. 

celimene.  T.  cclimene  Luc.  (16  e,  f).     Beide  Flügel  oben  mit  weisser   Grundfarbe,   an   der  Wurzel  nicht  oder 

nur  wenig  verdunkelt;  der  Fleck  an  der  Spitze  der  Vflglzelle  fehlt  oder  ist  sehr  klein,  punktförmig;  die 
Htltcl  oben  mit  einer  zusammenhängenden,  hellgefleckten,  schwarzen  Saumbinde,  unten  mit  3  dunkelbraunen 
Querlinien,  von  denen  die  erste  gerade  ist,  und  mit  einigen  gelben  Längsstrichen  in  I  b,  2  und  der  Zelle; 
ihre  Rippen  wenigstens  am  Saume  verdunkelt;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  unten  mehr  oder  weniger  gelb; 
das  ?  hat  (ob  immer?)  kleine  gelbe  Flecke  im  schwarzen  Apicalteil  dei'  Vtlgloberseite  und  ist  demnach  dem 
sudanicus.  cf  recht  unähnlich.  Süd-Afrika  und  Ost-Afrika  bis  Abessinien.  —  sudanicus  Aurir.  weicht  nur  durch  die 
breitere,  5  mm  breite  Saumbinde  der  Htlgloberseite  und  das  Fehlen  der  ersten  dunklen  Querlinie  der  Hflgl- 
Unterseite  ab.     Sudan. 

praeclarus.  T.  praeclarus  Btlr.   steht   der  vorhergehenden  Art  sehr  nahe,   hat  aber  eine  vorne  sehr  breite,   am 

Analwinkel  in  eine  Spitze  auslaufende,  nach  innen  unregelmässig  gebogene,  ungefleckte  Saumbinde  der  Hflgl 
und  einen  grossen  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl;  das  ?  ist  ganz  verschieden; 
oben  ist  fast  die  ganze  Spitzenhälfte  der  Vflgl  schwarz  mit  einer  Querreihe  von  kurzen  viereckigen  roten 
Flecken  und  roten  Saumpunkten,  unten  ist  die  Wurzel  der  Vflgl  breit  rot  und  hinter  der  Zellenspitze  liegt 
eine  breite,  lebhaft  rote,  schwarzgefleckte  Querbinde,  welche  am  Irde  breiter  ist;  der  Wurzelteil  der  Hflgl 
auf  beiden  Seiten  verdunkelt,  gelblich.     Somaliland. 

20»-  T.  zoe  Grand.  (16  e)   hat  in   beiden   Geschlechtern   einen   scharf  begrenzten   blaugrauen   Wurzelteil 

der  Vflgloberseite ;  beim  cf  stösst  dieser  Wurzelteil  unmittelbar  an  den  schwarzen,  rotgefleckten  Spitzenteil, 
beim  ?  tritt  ein  weisser  Hrdfleck  in  1  a,  1  b  und  2  auf;  die  Hflgl  oben  weiss  mit  kleinen  punktförmigen  (cf) 
oder  grösseren  (?)  Saumflecken  und  beim  cf  am  Vrde  gelb,  unten  weiss  mit  einer  schwarzen  Discalbinde. 
Diese  schöne  Art  kommt  nur  auf  Madagaskar  vor. 

Es  folgen  4  kleine  Arten  mit  weisser  Grundfarbe  der  Oberseite  beider  Flügel.  Die  Hflgl  sind  ganz  uube- 
zeichnet  oder  haben  oben  nur  kleine  duidde  Saumflecke  an  den  Rippenenden  und  unten  höchstens  einige  wenig 
deutliche  Discalflecke.     Die  Vflgl  l>eim  ?  mit  deutlichen  Discalflecken,  welche  in  einer  Bogenreihe  stehen. 

venosus.  T.  venosus  Stgr.  (16 d).    Beide  Flügel  rein  weiss,  oben  an  der  Wurzel  schmal  schwarzgrau  bestäubt; 

die  Vflgl  oben  mit  feiner,  an  den  Rippenenden  etwas  .verdickter  dunkler  Saumlinie  und  fein  schwarzen  Rippen; 
das  ?  weicht  durch  eine  Bogenreihe  du^jkler  Discalflecke  der  Vflgl  und  breiter  Saumbinde  derselben  ab. 
Britisch  Ost-Afrika. 

T.  halimede.  Die  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  mit  scharf  begrenztem,  blaugrauem  Wurzelfleck,  welcher 
die  ersten  drei  Viertel  der  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder  la  und  Ib  bedeckt,  am  Hrd  wenigstens 
beim  cf  mit  grossem  ockergelbem  Fleck,  beim  cf  ohne,   beim  2  mit  schwarzem  Fleck   am  Ende  der  Mittel- 


TERACOLUS.     Von  Dr.  C.  Aukivillius.  53 

zelle.   —   halimede   Klug   (16  d).     Der   hell   ockergelbe  Hrdfleck   der  Vflgloberseite   erreicht  wenigstens   die  lia/imette. 
Rippe  3  und  kommt  auch  beim  ?  vor:  Hflgl  oben  am  Vrde  ockergelb.     Arabien.    —    acaste  f\!i(f/  (16 d,  e);  acaste. 
der   hell   ockergelbe  Hrdfleck    der  Vflgloberseite    erreicht  beim  cf  nur  die  Rippe  "2  und  fehlt  beim  ?  vöUig; 
etwas  kleiner  als  die  typische  Form.     Deutsch  Ost-Afrika,  Britisch  Ost-Afrika,   Somaliland  bis  Nubien  und 
von  dort  bis  Senegal. 

T.  pleione  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  hat  aber  keinen  grauen  Wurzelfleck  der  Vflgloberseite; 
der  goldgelbe  oder  hell  orangegelbe  Hrdfleck  der  Vflgloberseite  erreicht  fast  die  Wurzel  der  Mittelzelle  und 
bedeckt  auch  den  Vrd  und  die  Mittelzeile  der  Hflgl,  fehlt  aber  bisweilen  beim  ?.  —  Bei  pleione  Klug  (Bd.  1,  pleione. 
Taf.  23  c)  bedeckt  die  gelbe  Farbe  der  Vflgl  beim  cf  auch  den  Wurzelteil  der  Felder  4  und  5;  beim  ?  sind  die 
Flügel  oben  ganz  gelb  oder  weiss,  ab.  tethys  Böb.  (Bd.  1,  Taf.  23  c).  —  Die  Rp  lebt  an  Capparis  droserifolia  tethys. 
und  Cadaba  glandulosa,  ist  jung  bräunlich,  später  erbsengrün.    Pp  cremefarbig,  grün  gefleckt  mit  stark  vor- 
gebauschten Flügelscheiden.    Arabien.    Weisser  Nil.  —  Die  Trockenzeitform  miriam  Fldr.  (chrysomelis  Bflr.)  miriam. 
kommt  unter  der  Hauptform  vor.    —    heliocaustus  Btb:     Die  gelbe  Farbe   der  Vflgloberseite  bedeckt  nicht  heliocaustas. 
die  Felder  4  und  5,  sondern  wird  nach  vorn  von  der  Rippe  3  oder  4  begrenzt.     SomaUland. 

T.  niveu«  BÜr.  (15  f).  Diese  eigentümliche  kleine  Art  kommt  nur  auf  der  Insel  Sokotra  vor  wnA  niveus. 
dürfte  am  besten  in  dieser  Gruppe  einzuordnen  sein.  Beide  Flügel  oben  weiss,  an  der  Wurzel  mehr  oder 
weniger  schwärzlicii  überzogen;  die  Vflgl  oben  an  den  Spitzen  der  Rippen  4—8  mit  dreieckigen  schwarzen 
Saumflecken,  welche  durch  die  weisse  Grundfarbe  mehr  oder  weniger  breit  getrennt  sind,  beim  cf  liegt  ein 
kleiner  orangegelber  Fleck  unmittelbar  innerhalb  der  Saumflecken  in  den  Feldern  4  —  7,  beim  ?  aber  eine 
Querreihe  von  4 — 5  schwarzen  Flecken,  bisweilen  kommen  solche  Flecke  auch  in  den  Feldern  3— la  vor, 
wodurch  die  2  sehr  an  die  ?  von  pleione  erinnern ;  die  Vflgl  beim  cf  ohne  Punkt  am  Ende  der  Zelle,  beim  ? 
mit  einem  kleinen  solchen  Punkt;  die  Hflgl  oben  beim  cf  unbezeichnet,  beim  ?  mit  3—4  Saumflecken  und 
mit  Andeutungen  von  Submarginalflecken;  die  Unterseite  des  cT  weiss  ohne  Zeichnungen,  des  ?  mit  mehr 
oder  weniger  deutlichen  Submarginalflecken  und  Mittelpunkten.  —  candidus  Btlr.  ist  eine  Männchenform,  candidus. 
bei  der  die  Saumflecke  der  Vflgloberseite  völlig  fehlen,  so  dass  die  Spitze  nur  einen  frei  liegenden  orange- 
gelben Fleck  hat. 

Die   mir   unbekannte,    etwas   rätselhafte   T.  aldabrensis   HcjU.   ist   vielleicht    am  nächsten  mii  nireus  aldabrensis. 
verwandt.     Das  cf  ist  weiss  mit  einem  kleinen  schwarzen  Fleck  am  Vrd   kurz  vor  der  Spitze  und  mit  dem 
Vrde  der  HUgl  unten  an  der  Wurzel  gelb;  das  ?  ist  auch  weiss,  hat  aber  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  3 
oder  2   der  Vflgloberseite  eine  breite,   schwarze  Saumbinde,   welche  5  —  6  weisse  Flecke  einschliesst ,   unten 
sind  die  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  gelblich.     Nur  auf  der  kleinen  Insel  Aldabra  gefunden. 

Evippe-Gruppe. 

Die  vielen  zu  dieser  Gruppe  gehörenden  Arten  sind  im  männlichen  Geschlechte  fast  immer  durch  einen  grell 
gefärbten  Prachtfleck  an  der  Spitze  der  Vflgloberseite  ausgezeichnet.  Nach  der  Beschaffenheit  des  Prachtfleckes 
teile  ich  die  Arten  in  12  Untergruppen  ein. 

1.  Untergruppe. 

Die  breite  schwarze  Saumbinde  der  Vflgloberseite  erreicht  bei  beiden  Geschlechtern  den  Hrd  und  setzt  sich 
längs  desselben  ohne  Unterbrechung  bis  zur  Wurzel  fort;  nur  bei  einigen  extremen  Trockenzeitformen  des  ?  ist 
sie  hinten  in  Flecke  aufgelöst  und  am  Hrd  undeutlich;  beim  cf  ist  sie  am  Hinterwinkel  uugefleckt,  beim  ?  aber 
findet  sich  dort  ein  grosser  heller  Fleck  der  Grundfarbe.  Der  Prachtfleck  des  d'  ist  violettschwarz,  violettbraun 
oder  gi-auviolett  und  schliesst  5  längliche  ockergelbe  Flecke  ein.     Nur  eine  Art. 

T.  eris  hat  oben  eine  weisse,  oder  beim  ?  bisweilen  schwefelgelbe  Grundfarbe ;  die  Hflgl  haben  oben 
beim  cT  eine   breite   schwarze  Vrdbinde,   welche   die  Rippe  6,   nicht  aber  den  Saum  erreicht;   beim  ?  fehlt 
diese  Binde;  Saumflecke  fehlen'  völlig  oder  können  bei  Sommerformen  recht  gross  sein.     Butler  führt  von 
dieser  Art  4  Lokalrassen  auf,    welche  jedoch  nicht  oder  nur  durch  die  Sommerformen  des  er'  unterschieden 
werden  können.  —  eris  Klug  (16 f)  wurde  aus  Nubien  beschrieben   und  ist  nach  Butler  die  Form,    welche  eris. 
von  Deutsch  Ost-Afrika  bis  Somaliland,   Abyssinien   und  Nubien   und  von   dort  bis  zum  Senegal  verbreitet 
ist.     Beim   o"  fehlt    der  schwarze  Mittelpunkt  der  Vflgloberseite  und  die  Saumflecke  der  Hflgloberseite;    der 
weisse  Submarginalfleck   im  Felde  3   der  Vflgl   ist   sehr  klein   oder  fehlend,   die  ?  haben  gewöhnbch  grosse 
Saumflecke  der  Hflgloberseite  und  weisse  bis  weissgelbe  oder  lebhaft  gelbe  (=  f.  abyssinicus  Btlr.)  Grund-  abyssinicus. 
färbe   der   Oberseite.    —    ab.  teitensis   nennt   Miss  Sharpe  eine  Form  von  Teita  in  Britisch  Ost-Afrika,    bei  teitcnsis. 
der  der  helle  Submarginalfleck  im  Felde  3  der  Vflgloberseite  grösser  als  sonst  ist.  —  f.  fatma  Fldr.  ist  die  fatma. 
Trockenzeitform  des  ?  und  dadurch  ausgezeichnet,   dass  die  dunkle  Saumbinde  der  Vflgloberseite  nur  einen 
dreieckigen  Spitzenfleck    bildet,    welcher   an    der  Rippe  4   endet    und   dann  durch  dreieckige  Saumflecke  an 
den  Rippen  3   und  2  sowie    durch   kleine   gerundete    Submarginalflecke   in    i  b— 3  vertreten  ist;    der  dunkle 
Hrdstreifen    fehlt    oder   ist    nur   angedeutet;  bisweilen  sind  auch  die  Submarginalflecke  4—8  von  der  Saum- 
binde völlig  getrennt.    —    opalescens  Btlr.  (16  f)    ist   grösser   als   eris  und   durch  den  breit  orangelben  \yA  opalescens 
und    die   gelbe  Längslinie   des  Feldes  1  c   der  Hflglunterseite   ausgezeichnet ;   die  Saumflecke   der  Hflgl   sind 


54  TERACOLUS.     Von  Dr.  C.  Aurivillids. 

punctigera.  auch  l)eim  cf  gross  und  deutlich;  bei  der  kleineren  Winterlorm  (f.  punctigera  Lunz  als  torriila  16g)  sind 
die  Hflgl   unten   rötlich   ohne   orangegelbe  Längsstreifen  und  auf  beiden  Seiten  ohne  Saümflecke.     Soll  von 

johnstoni  der  Delagoabai  bis  Xyassaland  und  dem  Victoria  Xyanza  verbreitet  sein.  —  johnstoni  Btlr.  ist  die  Form, 
welche  im  östlichen  l\ai)lande  bis  Xatal,  Transvaal  und  Maniealand  vorkommt;  sie  stimmt  fast  völlig  mit 
der  Hau))tform  überein,  soll  aber  durch  den  auch  beim  cf  vorkommenden  kleinen  schwarzen  Punkt  am  Ende 
der  Vflglzelle  und  den  grösseren,  weissen  Submarginalfleck  im  Felde  3  der  Vflgl  unterscliieden  werden 
können,  was  jedoch  mit  mir  vorliegenden  Stücken  aus  dem  Kaffernlande  nicht  übereinstimmt;  die  Winter- 
form des  ?  kommt  der  Form  fatma  ganz  nahe.  —  Die  vom  Damaralande  bis  zur  Mündung  des  Kongotlusse's 

maimiina.  verbreitete  Form  nennt  Butler  maimuna.  Sie  soll  hauptsächlich  durch  den  matten,  rauchfarbigen  Pracht- 
tleck  des  cf  und  die  schwach  hervortretenden  gelben  Flecke  desselben  ausgezeichnet  sein ;  der  weisse  Sub- 
marginaltleek  des  Feldes  3  der  Vflgl  ist  immer  gross  und  bisweilen  sogar  nach  innen  mit  der  Grundfarbe 
vereinigt;  die  Hflgl  oben  mit  oder  ohne  Saumflecke.  Wenn  man  das  Vaterland  nicht  kennt,  scheinen  mir 
die  cT  kaum  und  die  2  gar  nicht  durch  stichhaltige  Kennzeichen  von  den  übrigen  Formen  unterschieden 
werden  zu  können.  Ein  näheres  Studium  von  eri^  wird  ohne  Zweifel  darlegen,  dass  es  nicht  möglich  ist, 
Lokalrassen  derselben  durch  Kennzeichen  voneinander  zu  unterscheiden. 

2.  Untergruppe. 

Der  Prachttleck  des  o""  lebhaft  blauviolett  oder  rotviolett  schillernd.  Die  J  sind  sehr  veränderlich,  haben 
aber  stets  auf  beiden  Seiten  der  Vflgl  eine  Bogenreihe  von  6  -7  schwarzen  Submarginalflecken ,  welche  auf  der 
Unterseite  stets  frei  sind,  oben  aber  oft  eine  breite  Submarginalbinde  bilden.  Diese  Submarpinalbinde  ist  gewöhn- 
lich mehr  oder  weniger  vollständig  mit  der  schwarzen  Saumt)inde  vereinigt  und  schliesst  helle  Flecke  der  Felder 
2 — 8  ein.  Bisweilen  sind  die  Submarginalflecke  auch  oben  klein  und  frei,  aber  in  einem  grossen  orangegelben 
A])icalfleck  eingeschlossen  (vergl.  16  g). 

eione.  T.  erone  Angas  (17  a).     Der   Prachtfleck   des  cf  besteht   nur   aus   3—4   kurzen   Flecken   der   Felder 

4—6,  8  und  ist  wurzelwärts  so  breit  schwarz  begrenzt,  dass  die  innere  Begrenzung  des  Fleckes  4  ebenso 
lang  oder  länger  als  der  Fleck  selbst  ist.  Die  Grundfarbe  der  Oberseite  bei  cf  und  ?  weiss  oder  bisweilen 
beim  ?  etwas  gelblich,  die  Unterseite  der  Hflgl  und  der  Spitze  der  Vflgl  gelblichweiss  oder  hellgelb;  die 
Kippen  der  Hflgl  sind  saumwärts  fein  schwarz  und  die  Saumflecke  beim  cT  klein  oder  mittelmässig ;  beim  2 
sehr  gross  und  zusammenstossend;  beide  Flügel  sind  oben  an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger  breit  mit 
schwarzgrauen  Schupiien  bestreut.  Beim  ?  ist  die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgloberseite  grösser  als  beim  cf 
und  erreicht  gewöhnlich  den  Hinterwinkel ,  sie  schliesst  entweder  3 — 4  weisse  Flecke  der  Felder  4 — 6,  8 
oder  einen  grossen  orangegelben  Prachtfleck  mit  4  schwarzen  Submarginalflecken  ein;  am  Hrde  im  Felde  Ib 

jobina.  liegt  ein  grosser,  schwarzer  Discalfleck.  —  Die  Winterform  f.  jobina  Btlr.  (16  g)  ist  wie  gewöhnlich  kleiner 
und  durch  die  rötliche  und  mehr  oder  weniger  braun  gesprenkelte  Unterseite  der  Hflgl  und  der  Spitze  der 
Vflgl  ausgezeichnet ;  die  schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite  sind  weniger  ent^vickelt  als  bei  der  Sommer- 

albidus.  form  und  das  2  hat  entweder  einen  gelbroten  Prachtfleck  oder  nur  4  weisse  Flecke  (ab.  albidus)  in  der  Saum- 
binde der  Vflgl.  eraw  i.st  an  der  Ostküste  von  Natal  bis  Zanzibar  verbreitet  und  kommt  auch  in  Deutsch 
Südwest-Afrika  vor. 

T.  ione.  Diese  Art  wird  von  Miss  Sharpe  als  5  verschiedene  Arten  betrachtet;  die  sogen.  Arten 
gehen  jedoch  ohne  scharfe  Grenze  ineinander  über,  so  dass  es  oft  unmöglich  ist,  festzustellen,  unter  welcher 
ein  Stück  geführt  werden  soll.  Für  alle  ist  gemeinsam,  dass  der  Prachtfleck  des  o"  massig  gross  (im  Felde  6 
nur  etwa  7  mm)  und  nach  innen  deutlich- schwarz  begrenzt  ist  und  aus  5 — 6  Flecken  besteht,  von  denen 
der  unterste  gewöhnlich  im  Felde  3  liegt  und  derjenige  im  Felde  4  nie  doppelt  so  lang  wie  breit  ist ;  die 
ionr.  Ki])pen  der  Hflglunterseite  sind  nicht  oder  nur  sehr  fein  schwarz.  —  ione  Goilt.  (Lucas)  (=:  Imperator  Ill/r.) 
(17  b)  ist  grösser  als  flroiie.  und  phhfjyas;  die  äussere  schwarze  Begrenzung  des  Prachtfleckes  ist  beim  cf  nur 
bettoni.  wenig  grau  bestäubt  und  die  innere  Begrenzung  ist  breit  oder  bisweilen  ganz  schmal  (^  f.  bettoni  /////•). 
Transvaal  bis  Somaliland  und  Abessinien ,  wahrscheinlich  auch  am  Senegal.  Beim  ?  ist  der  W'urzelteil  der 
Vflgloberseite  schwarz  und  breit,  nach  aussen  scharf  begrenzt  und  gewöhnlich,  wie  die  Figur  zeigt,  am 
Hrde   nach   aussen   verlängert;   wie  bei   erone-^  enthält   die  breite   schwarze  Subapicalbinde  entweder  einen 

/)A/?£y(7s.  grossen  orangegelben  Prachtfleck  oder  4 — 6  helle  Flecke.  —  phlegyas  Btlr.  {^=  buxtoni  Btlr..  difficilis 
K.  SIxirpp)  (17a)  ist  kleiner  als  die  Hauptform  und  hat  eine  dicht  grau  bestäubte,  äussere  Begrenzung  des 
Prachtfleckes  des  cf ,  bei  dem  ?  ist  die  Wurzel  der  Vflgl  oft,  aber  nicht  immer  (vergl.  Taf.  17a),  weniger 
jalone.  dicht  bestäubt.  —  jalone  Btlr.  ist  die  Winterform  und  durch  die  mehr  oder  weniger  rötliche  und  braun  ge- 
strichelte Unterseite  verschieden;  bei  dem  'i  (16g  als  hiutoni  bezeichnet)  ist  bisweilen  fast  der  ganze  Apical- 
fleck   der  Vflgl   orangegelb.     Von   Natal   durch  Ost-Afrika   bis   Abyssinien   und    Nubien   verbreitet,   auch   in 

aiirivillü.  Deutsch  Südwest-Afrika  vorkommend.  —  ab.  ?  aurivillii  nennt  Sl:ff?:rt  eine  Weibchenform,  bei  welcher 
die  Färbung  des  roten  Prachtfleckes  saumwärts  in  rein  Schwefelgelb  übergeht  und  zwischen  den  schwarzen 
Saumflecken  den  Saum  erreicht.     Deutsch  Ost-Afrika. 

bacciuls.  T.  bacchus  lith:  (17b)  weicht  von  den  vorbeigehenden  dadurch  ab,  dass  alle  Rippen  der  Hflglunter- 

seite bei  beiden  Geschlechtern  schwarz  sind,  stimmt  aber  sonst  fast  völlig  mit  der  vorhergehenden  Art  übereiii ; 


TERACOLUS.     Von  Dr.  G.  Aurivillius.  55 

die  $?  treten  wie  bei  dieser  in  2  Formen    auf  und   ihre  Grundfarbe    ist  bald  weiss  bald  gelb.    —    Bei  ab.  ? 
hydrophobus  Suff,  ist  der  rote  Prachtfleck   etwas  grösser  als  gewöhnlich.     Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika  hydrophobus. 
bis  zur  Äquatorialprovinz.  —  anomalus  (17  b)  ist  eine  ganz  eigentümliche  Weibchenform,  die  jedoch  wegen  anoma/i«. 
der  schwarzen  Rippen  der  Unterseite  wahrscheinlich  zu  bacchus  gehört.  —  Von  dieser  Art  hat  Lathy  einen 
höchst  interessanten  Z\vitter  abgebildet,  welcher  links  weiblich,   rechts  männlich  gefärbt  und  gezeichnet  ist. 

T.  regina  hat  beim  er'  einen  nach  innen  schwarz  begrenzten,  sehr  grossen  Prachtfleck ,    welcher  im 
Felde  6  etwa  12  mm  breit  ist  und  im  Felde  4  einen  mehr  als  doppelt  so  langen  wie  breiten  Fleck  hat;  die 
S  zeichnen   sich    dadurch   aus,    dass   sie   in   der  schwarzen  Saumbinde  der  Vflgloberseite  zwei  Reihen  helle 
Flecke  haben,  von  denen  wenigstens  die  inneren  violettrot  oder  bläulich  sind.  —  regina  Trim.  (15  d,  17  b,  c)  regina. 
ist  die  Winterform  mit  schwach  rötlicher,  ungefleckter  Unterseite  der  Hflgl  und  schmaler  innerer  schwarzer 
Begrenzung  des  Prachtfleckes  des  o^ ;  die  Hflgl  haben  keine  oder  nur  sehr  kleine  Saumflecke.    Damaraland, 
Transvaal   und  von   dort   bis   Britisch   Ost-Afrika   und   Äquatoria   verbreitet.    —    Die  Sommerform  anax  Sni.  anax. 
(17  c,  d)   ist   grösser   und   unten    rein    weiss    oder   gelblich;    der   Prachtfleck    des  cf   nach    innen   mit   breiter 
schwarzer  Begrenzung;  die  Hflgl  oben  mit  grossen  (?)  oder  mittelmässigen  (cf)  Saumflecken  und  unten  mit 
deutlichen  Discalflecken ;  die  Grundfarbe  des  ?  ist  normal  weiss,  kann  aber  auch  gelb,  ab.  louisa  titiff'.  (17  c  louisa. 
als  „flava"  bezeichnet;,  sein;  die  äusseren  Flecke  der  Saumbinde  der  Vflgl  sind  gewöhnlich  weiss   mit  oder 
ohne  violettrote  Schuppen  oder  bisweilen  gelb,  ab.  flavimacula  (17  c).  fiavimacula. 

T.  lorti  E.  Sharpe  (17  d,  18  a).  Bei  dieser  und  den  folgenden  4  Arten  ist  der  Prachtfleck  des  cf  lorti. 
nach  innen  ganz  ohne  schwarze  Begrenzung  und  stösst  darum  unmittelbar  an  die  weisse  Grundfarbe,  welche 
sogar  zwischen  den  Teilen  des  Fleckes  eindringen  kann.  Bei  lorti  ist  der  Prachtfleck  gross,  im  Felde  6 
wenigstens  12  mm  breit  und  zusammenhängend;  er  fängt  am  Vrd  gerade  gegenüber  der  Spitze  der  Mittel- 
zelle an.  Beim  cf  sind  die  Rippen  der  Oberseite  fein  schwarz  und  die  Hflgl  ohne  Saumflecke;  das  ?  hat 
einen  gelblichweissen  Prachtfleck  der  Vflgl ,  welche  durch  die  gewöhnlichen  schwarzen  Submarginalflecke 
geteilt  und  entweder  einfarbig  (18  a),  oder  mit  kleinen  violettroten  Punkten  gesprenkelt  (17  d)  ist;  die  Unter- 
seite bei  beiden  Geschlechtern  mehr  oder  weniger  rötlich  und  beim  ?  mit  Discalflecken.     Somaliland. 

T.  hetaera  Gerst.  (17  e)  weicht  im  männlichen  Geschlecht  von  der  vorhergehenden  dadurch  ab,  dass  hetaera. 
der  Prachtfleck  am  Vrde  ziemhch  weit  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle  anlangt,  und  von  der  folgenden 
durch  den  wenigstens  bis  zur  Mitte  des  Feldes  3  reichenden  Prachtfleck.  Die  Hflgl  des  cf  bei  der  Sommer- 
form oben  mit  Saumflecken  und  unten  mit  Discalflecken,  bei  der  Winterform  auf  beiden  Seiten  unbezeichnet. 
Die  ??  haben  oben  eine  sehr  breite  schwarze  Saumbinde  beider  Flügel:  auf  den  Vflgln  enthält  sie  nur  eine, 
oft  unvollständige  Reihe  heller  Flecke;  die  Grundfarbe  ist  weiss  (=  ab.  foliaceus  Btlr.  17e)  oder  schwefel- /o/wceus. 
gelb  (=  ab.  sulfureus  17  e).     Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika.  sulfureus. 

T.  puniceus  Btlr.  (18  a,  b)  ist  mit  der  vorigen  Art   sehr   nahe  verwandt  und  weicht   im  männlichen  ;w«/m«. 
Geschlecht  nur  durch  den  nach  hinten  durch  die  Rippe  4  begrenzten  Prachtfleck  und  im  weiblichen  Geschlecht 
durch  die  nach  innen  auf  den  Rippen  lang  gezackte  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl  al),  welche  auch  hier  nur 
eine  Fleckenreihe   einschliesst;   bei   der   Sommerform  sind  die  schwarzen  Submarginalflecke  der  Vflgl  gross 
und  mit  der  Saumbinde  völlig  vereinigt,  bei  der  Winterform,   f.  flavescens  (18b),  sind  sie  besser  getvenni  f/avescens. 
oder  fast  frei;  beim  typischen  ?  sind  die  heflen  Flecke  der  Vflglsaumbinde  violettrot  beschuppt,  bei  ab.  albo-  all)o- 
tnaculatUS  (18b)  sind  sie  weiss.     Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika;  im  Innern  bis  Äquatoria.  maculatus. 

T.  eunoma  Hpff.  (18  b,  c).    cf :  Saumbinde  der  Vflgloberseite  nur  etwa  2  mm  breit  und  die  Rippe  3  eunoma. 
kaum   erreichend;    der  Prachtfleck   nur   aus   zwei   kleinen    freien  Flecken    in  den  Feldern  5  und  6  gebildet: 
ein   schwarzer  Fleck    am  Ende    der  Mittelzelle;    sonst  sind  beide  Flügel  ganz  ohne  Zeichnungen,    oben  rein 
weiss,    unten  schwach  gelbhch:  ?  unbekannt.     Portugiesisch  Südost-Afrika.    —   flotowi  Suff'.  (15  d)  hat  Qm&  flotowi. 
etwas   breitere,    den  Hinterwinkel   erreichende  Saumbinde  der  Vflgl  und  einen  aus  4  aneinander  stossenden 
Flecken  der  Felder  5  —  8  gebildeten  Prachtfleck;  auf  beiden  Seiten  ein  schwarzer  Punkt  am  Ende  der  Zelle; 
die   Flügel   sonst   weiss   ohne   deutUche   Zeichnungen;  ?  unbekannt.     Deutsch   Ost -Afrika.    —    chromW&rus  du  omifems. 
Eothsch.  (18b,  c)  weicht  von  der  vorhergehenden  nur  dadurch  ab,   dass  die  Saumbinde  und  der  Prachtfleck 
noch  breiter  sind;  die  Hflgl  haben  oft  oben  kleine  Saumpunkte;   das  ?  ist  mehr  oder  weniger  gelblichweiss 
und   zeichnet   sich  von   allen   anderen  Arten  dieser  Untergruppe  durch  die  ganz  freien,  unter  sich  und  von 
der  Saumbinde   breit   getrennten  Submarginalflecke    der  Vflgl   aus;    in   den  Feldern  5  und  6  findet  sich  ge- 
wöhnlich  zwischen    der  Saumbinde   und   den  Submarginalflecken  je  ein  violettroter  Punkt;    die  Hflgl  haben 
grosse  Saumflecke  und  kleine  Submarginalflecke,  ihre  Unterseite  gelb.     Portugiesisch  Südost-Afrika. 

T.  elgonensis  E.  Sharpe  (18  d)  hat  eine  Flügelspannung  von  nur  45  mm  und  ist  also  kleiner  als  elgonensis. 
die  übrigen  Arten  der  Untergruppe;  die  Grundfarbe  ist  zart  grünhchweiss  (die  grünhche  Farbe  tritt  in  der 
Figur  zu  schwach  iiervor)  und  unten  sind  die  Spitzen  der  Vflgl  und  die  Hflgl  hell  gelblichgrün:  der  Pracht- 
fleck des  (f  besteht  nur  aus  3  kleinen  Flecken  der  Felder  4—6;  die  Hflgl  sind  oben  unbezeichnet,  haben 
aber  unten  eine  Bogenreihe  von  kleinen  Submarginalflecken ;  das  ?  ist  unbekannt.  Britisch  Ost- Afrika :  Elgon- 
Berg;  Nandi;  P'.ldoma  Ravine;  Ruwenzori.  —  glauningi  A.  SchuHze  ist  die  westafrikanische  Form  und  unter-  glawüngi. 
scheidet  sich  von  der  ostafrikanischen  dadurch,   »dass  der  rote  Prachtfleck  in  Feld  5  und  6  nur  noch  durch 


56  TERACOLUS.     Von  Dr.  C.  Aukivillils. 

eine  schwache  Bestäubung  gebildet  wird,  die  zwei  weisse  Flecken  in  dem  Apex  bedeckt;  dieser  schwarze 
Apex  ist  nacii  liii)ten  zu  einei-  allmälilicli  verschmälerten  durclilaiif'cnden  Saumhinde  erweitert«.  Der  Pracht- 
Heck  ist  also  hier  in  der  schwarzen  Saumljinde  eingeschlossen.    Nordwest-Kamerun  im  Graslande  bei  Bamenda. 

3.  Untergruppe. 

Der  Prathtfleck  des  cT  tiefrot,  blutrot  bis  scharlachrot,  bisweilen  schwach  violett  schimmernd  ,  oder  selten 
ockergelb,  in  diesem  Falle  sehr  gross,  fast  die  Spitze  der  MitteJzelle  erreichend.  Unten  haben  die  Vflgl  schwarz- 
braune Discalflecke  in  Ib,  3 — 6  und  8  und  die  Htlgl  gewöhnlich  eine  fast  vollständige,  gebogene  Querreihe  von 
schwärzlichen  Discalflecken.  Auch  die  22  haben  einen  grossen  Prachtfleck,  der  jedoch  etwas  heller  als  beim  cf  und 
von  schwarzen  Submarginalflecken  durchsetzt  ist.  Grundfarbe  der  Oberseite  bei  beiden  Geschlechtern  weiss  oder 
weisslich. 

walken.  T.  walkeri  Utlr.     Der  Prachttleck   des  d"  ist   im  Felde  6  etwa  8  —  13  mm  breit  und  bildet  auch  im 

Felde  2  einen  grösseren  oder  kleineren  Fleck;  seine  äussere  schwarze  Begrenzung  setzt  sich  bis  zum  Anal- 
winkel fort,  seine  innere  schwarze  Begrenzung  ist  sehr  breit  und  nach  hinten  so  erweitert,  dass  sie  die 
Wurzel  der  Felder  2  und  3  völlig  bedeckt.     Benguela  und  Deutsch  Südwest-Afrika. 

hildebrandti.  T.  hildebrandti    .sV(//-.   (i8c).     Der   Prackttleck   des  cf  ist   sehr  gross,   matt   ockergelblich   und   von 

helleren  Flecken   durchzogen:   die  Wurzel  beider  Flügel   oben   breit   schwarzgrau   und   nach   aussen   scharf 

begrenzt:    die   Hflgl    oben   mit   breiter   schwarzer   Saumbinde;    die    Flügel   unten    weiss   oder  weissgrau   mit 

Discaltlecken  und  schwarzen  Strichen  an  den  Rippenenden:    beim  ?  ist   die  Grundfaibe   der  Oberseite   gelb. 

Umzi.  Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika.  —  lanzi  Bart.  (18  c)  ist  die  Winterform  und  weicht  durch  die  Reduzierung 

dei'   schwarzen  Zeichnungen    und   die   rötliche,    fein  braun  liesprenkelte  Unterseite  der  Htlgl  und  der  Spitze 

der  \  tlgl  ab.     Die  Flügel   sind   oben   au  der  Wurzel  nicht  oder  nur  wenig  grau  beschuppt ,    die  Saumbinde 

blanca.  der  V'flgl  ist  in  weit  getrennte  Flecke  aufgelöst;  das  2  hat  oben  eine  weisse  (=  al).  blanca  N"//  '  oder  gelbe 

Clara.  (=  ab.  Clara  Suff.)  Grundfarbe.     Nyassaland  und  Deutsch  Ost-Afrika. 

aniiae.  T.  annae  Wallemjr.  (18 d).    Der  Prachtfleck  ist  gross  und  lebhaft  karminrot;  die  Wurzel  beider  Flügel 

oben  breit  hellgiau  bestäubt ;  die  Htlgl  oben  fast  immer  mit  breiter  schwarzer  Saumbinde,  unten  weiss  oder 
gelblich  mit  langen  schwarzen  Striclien  auf  den  Rippenenden,  beim  ?  ist  die  Grundfarbe  gewöhnlich  weiss, 
siilphurosus.  selten  schwefelgelb,  ^=  ab.  ?  sulphurosus  Thnr.  Vom  Kaplande  einerseits  bis  Damaraland  und  andererseits 
wallengreni.  bis  Deutsch  Ost-Afrika  verbreitet.  —  wallengreni  Htlr.  (18  d,  e)  ist  die  Winterform,  welche  kleiner  ist  und 
die  Unterseite  der  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vilgl  rötlich  bat;  die  Wurzel  der  Oberseite  ist  gewöhnlicii  nicht 
oder  nur  wenig  dunkel  beschuppt  und  die  Htlgl  haben  nur  freie  Saumtlecke;  das  abgebildete  Pärchen  bildet 
in  dieser  Hinsicht  emen  Übergang  zu  der  Sommerform  und  zeigt,  wie  die  beiden  Formen  miteinander  ver- 
bunden sind. 

T.  eupompe  kommt  in  Deutsch-  und  Britisch  Ost-Afrika,  Somaliland,  Aquatoria,  Abessinien,  Xubien, 
längs  der  Südgrenze  der  Sahara  bis  zum  Senegal  und  in  Arabien  vor.     Sie  scheint  kaum  scharf  von  aiinae 
unterschieden  werden  zu  können,  ist  aber  durchschnittlich  etwas  kleiner  und  hat  eine  andere  Verbreitung.  — 
ps^urfacas^c.  pseudacaste   Btlr.  (^  phaenius  Btlr.,   miles  7)7/)-.)  ist  die  extreme  Sommerform,    die  durch  deutliche  Discal- 
flecke der  Uiderseite,    breitere  schwai'ze  Begrenzung  der  Innenseite  des  Pi-achtfleckes,    bedeutendere  Grösse 
lind    grössere,   bisweilen   zusammenstossende  Saumüecke   der  Hflgl   ausgezeichnet   ist;   das   ?  hat   oft   einen 
ebenso  grossen  und  dunklen  Wurzelteil  der  Oberseite  wie  das  ?  von  (uniae;  die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist 
eupompe.  weiss.    —    eupompe  A7(/r/    (Teil  1,    Bd.   1,   Taf.  23c)   ist    die   gewöhnliche  Sommerform   und  hat  keine  oder 
undeutliche  Discalflecke   der  Unterseite,   schmälere   schwarze  Begrenzung   des  Prachtlleckes  und  keine  oder 
nur   kleine  Saumflecke   der  Hflgl ;    die  Unterseite  ist  weiss  und  der  Wurzelteil  der  Oberseite  nicht  oder  nur 
dedecorus.  \\&n\g    verdunkelt.    —    dedecorus    Fldr.     Die  Unterseite  der   Hflgl    und    der    Spitze    der   Vflgl    rötlich;    die 
schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite  noch  mehr  reduziert  als  bei  (■itj)oiiij>e. 

guenei.  T.  guenei  Mab.  (18  c)  unterscheidet  sich  von  den  übrigen  Arten  der  Untergruppe  dadurch,  dass  der 

Prachtfleck  viel  kleiner,  im  Felde  6  nur  5-7  mn\  breit  und  nach  hinten  von  der  Rippe  3  begrenzt  ist; 
seine  äussere  schwarze  Begrenzung  setzt  sich  nur  bis  zur  Rippe  2  fort;  das  2  hat  deutliche  Discalflecke  der 
Oberseite  und  keine  innere  schwarze  Begrenzung  des  Pi-achtfleckes.  Die  Hauptfoi'm  unten  weiss  mit  deut- 
siga.  liehen  Discalflecken.  Madagaskar.  —  siga  Mab.  ist  kleiner,  etwa  35  ni,  und  hat  eine  etwas  gelbliche  Unter- 
seite ohne  Discalflecke.     Madagaskar. 

4.  Untergruppe. 

Der  Prachtfleck  ist  bei  jeder  Beleuchtung  deutlich  rötlichgelb  (gelbrot  bis  rotgelb).  Der  Prachtfleck  des  cf 
ist  gross,  am  Vrde  wurzelwärts  ausgezogen,  nach  innen  gerade  oder  fast  gerade  abgeschnitten  und  erhält  dadurch 
gewöhnlich  eine  fast  dreieckige  Form ;  er  ist  bei  der  Sommergeneration  auf  allen  Seiten  schmal  schwarz  gesäumt. 
bei  der  Winterform  aber  gewöhnlich  nach  innen  ganz  ohne  schw-arze  Begrenzung;  die  Rip])en  sind  wenigstens  im 
inneren  Teil  des  Prachtfleckes  nicht  schwarz.  Die  ??  haben  einen  deutlichen  schwarzen  Punkt  am  Ende  der  Miitel- 
zelle  der  Vflgl  und  gewöhnlich  einen  breiten  schwarzen  Hrdsstreifen  der  Vflgl  sowie  eine  winkelig  gebrochene 
Discalbinde  und  grosse  (oft  vereinigte)  Saumflecke  der  Hflgl. 


Au^gegchn,  2fl.  X[.  iniii.  TERACOLUS.     Von  Dr.  C.  Aürivillius.  57 

T.  achine  ist  grösser  als  die  folgende  Art;  der  Prachttleck  des  cf  ist  auch  grösser,  etwas  mehr  zu- 
gespitzt und  an  den  Rippenenden  tiefer  eingeschnitten;  der  Piachtfleck  des  ?  besteht  aus  zwei  Fleckenreihen, 
welche  durch  die  subrnarginale  schwarze  Bogenbinde  getrennt  sind;   die  innere  Fleckenreihe  ist  oft  nur  an- 
gedeutet ;   man   kann   wenigstens   vier  Zeitformen   unterscheiden ,   die  jedoch   ohne  Grenze  ineinander  über- 
gehen.  —  gavisa  WaUengr.  (19  d  cf,  e  ?  als  omphale  bezeichnet)  ist  die  extreme  Sommerforni,    welche  sich  gavisa. 
durch    kräftige    Entwicklung    aller    schwarzen   Zeichnungen    und    durch    wenigstens    nach    aussen    schwarze 
Hippen   der  Unterseite   auszeichnet;    beim  ?  ist  der  schwarze  Hrdsstreifen  der  Vflgl  sehr  breit  und  bedeckt 
den  grössten  Teil  der  Jlittelzelle;  die  Discalbinde  der  Hflgl  ist  gleichfalls  sehr  breit  und  mit  der  Saumbinde 
\ereinigt;  die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  beim  cf  weiss,  beim  ?  mehr  oder  weniger  gelbhch.  —  achine  Cr.  achine. 
(19d,  e)  stellt  die  gewöhnliche  Sommerform  dar;   beim  cf  ist  der  Prachtfleck  nach  innen  schwarz  begrenzt 
und   der  Hrdsstreifen   der  Vflgl  deutlich;   die  Saumflecke  der  Hflgl  sind  nicht  selten  frei  und  die  Unterseite 
ist   weiss   ohne   schwarze  Rippen;   bei   den  ??  sind   die   schwarzen  Zeichnungen  weniger  entwickelt  als  bei 
yavisa.  —    antevippe  Bsd.  steht  in   der  Mitte  zwischen   der  Sommer-  und  der  Winterform ;    der  Prachtfleck  antevippe. 
des  cf  ist  nach  innen   ohne  schwarze  Begrenzung,   der  Hrdsstreifen  der  Vflgl  fehlt  gewöhnlich  völlig,   die 
Unterseite   ist  jedoch  weiss.  —  ithonus  Btlr.  (15  f,   19  c,  d)  ist  die  gewöhnliche  Sommerform,   welche  so^ovi  ithonus. 
durch  rötliche,  braun  gesprenkelte  Unterseite  ausgezeichnet  ist;  rf":  der  Prachtfleck  gewöhnhch  ohne  innere 
schwarze  Begrenzung,   nach   aussen   aber   deutlich   schwarz  gesäumt;   die  Vflgl  gewöhnlich  ohne  schwarzen 
Hrdsstreifen.  —  lüderitzi  i>nff.  ist  nur  eine  Übergangsform  zu  sitnplex  Btlr.  (löf),  welche  die  in  sehr  trockenen  luderitzi. 
Gegenden  vorkonmiende  extreme  Winterform  ist;  der  Prachtfleck  des  cf  ist  nach  innen  und  am  Vrde  ganz  ^^"Vl^x- 
ohne   schwarze  Begrenzung,   nach   aussen   finden  sich  nur  kurze  Striche  oder  Flecke  an  den  Rippenenden; 
die  Hflgl   sind  oben   ganz  unbezeichnet  oder  halDen  nur  kleine  Pünktchen  an  den  Rippenenden;   die  Unter- 
seite ist  röthch  und  fein  gesprenkelt.  —  Die  Art  kommt  UberaU  auf  dem  Festlande  Afrikas  südlich  von  der 
Sahara  ausser  im  westafrikanischen  Waldgebiete  vor. 

T,  lais  Btlr.  (--=  halyattes  Bth\)  (19  e)  ist  kleiner  als  arhine  und  hat  beim  cf  eine  breite  innere  Be-  lais. 
grenzung  des  Prachtfleckes  und  rötliche  Unterseite;   beim  ?  fehlt  die  innere  Fleckenreihe  des  Prachtfleckes 
völlig;  der  Hrdstreifen  der  Vflgl  ist  gewöhnlich  nicht  ausgebildet.     Ob  das  kleinere  abgebildete  ?,  wie  Miss 
Sharpe  angibt,  zu  dieser  Art  gehört,  scheint  mir  zweifelhaft.     Vom  Damaralande  bis  Natal  verbreitet. 

T.  evanthe  Bad.  (19f).  Der  Prachtfleck  des  o"  ist  nach  aussen  breit  und  stumpf  abgerundet  und  evanthe. 
büdet  dadurch  ein  Zirkelsegment,  das  kleiner  als  ein  Halbkreis  ist;  auf  der  Innenseite  ist  er  schwarz  ge- 
säumt mit  eingemischten  gelben  Schuppen  in  der  schwarzen  Farbe;  Hrdstreifen  der  Vflgl  und  Saumflecke 
der  Hflgl  fehlen  beim  o"^  völlig.  Beim  ?  ist  der  Apicalfleck  der  Vflgl  einfarbig  schwarz  oder  mehr  oder 
weniger  durch  rotgelbe  Flecke  aufgehellt;  Hrdstreifen  der  Vflgl  fehlt  vöUig;  Saumflecke  der  Hflgl  aber 
kommen  bisweilen  vor.     Die  Unterseite  ist  gewöhnlich  rot  angeflogen  und  gesprenkelt.     Madagaskar. 

T.  evanthides  Ab//.  (19  f)  ist  viel  kleiner  als  evanthe  und  in  beiden  Geschlechtern  mit  kleinen  Saum-  evanthides. 
punkten  an  den  Rippenenden  der  Hflgl  und  gelblicher  Unterseite;  der  Prachtfleck  des  ?  ist  gross  und  schwarz 
begrenzt,  die  Grundfarbe  der  Oberseite  beim  ?  gelbhch.     Insel  Aldabra. 

5.  Untergruppe. 

Der  Prachtfleck  ist  wie  in  der  vorigen  Gruppe  immer  rötlichgelb ;  der  des  cf  ist  bei  den  Sommer- 
formen auf  allen  Seiten  breit  schwarz  gesäumt  und  besteht  aus  kurzen,  durch  die  schwarzen  Rippen  fast  getrennten 
Fleckchen ;  bei  der  Winterfonn  aber  ist  er  von  unregelmässiger,  nicht  dreieckiger  Form ;  er  ist  auf  der  Innenseite 
in  den  Feldern  3  und  4  stets  mehr  oder  weniger  tief  eingeschnitten  und  nach  innen  gewöhnhch  deutlich,  aber  schmal 
schwarz  gesäumt,  bisweilen  Jedoch  ganz  ohne  schwarze  Begrenzung.  Bei  den  ??  fehlt  der  schwarze  Punkt  am  Ende 
der  Mittelzelle  gewöhnlich  vöUig  oder  ist  \nnzig  klein;  nur  bei  evippe  ung  palleiie  ist  er  deutlich,  dort  aber  fehlt 
dagegen  der  Prachtfleck.  Wenn  der  Prachtfleck  des  ?  da  ist,  ist  er  fast  immer  einfach  (aus  einer  Reihe  Flecke  be- 
stehend) und  nach  innen  breit  schwarz  begrenzt. 

T.  evippe  L.  (18 e)  cf.     Grundfarbe  oben  und  unten  weiss;   Prachtfleck  mit  sehr  breiter  schwarzer  evippe. 
Begi-enzung;  Vflgl  ohne  Hrdstreifen,  aber  gewöhnlich  mit  Mittelpunkt;  Hflgl  mit  grossen  Saumflecken,  aber 
ohne  Querbinde.    ?:  Apicalfleck  der  Vflgl  gross,  einfarbig  schwarz  oder  mit  Andeutung  von  hellen  Flecken;  — 
ab.  ocale  Bsd.  (18 e).    Vflgl  mit  deutlichem  Mittelpunkt  und  mit  oder  ohne  Hrdstreifen;  Hflgl  mit  Saumflecken  ocale. 
oder   Saumbinde    und    oft    auch    mit   Querbinde.     Die    einzige    Teracofus- Art ,   welche   im   Waldgebiet   West- 
Afrikas  einheimisch  ist;  sie  kommt  dort  von  Sierra  Leone  bis  Angola  vor. 

T.  omphale  steht  der  vorigen  Ali  sehr  nahe.  Das  cf  kann  gewöhnhch  von  dem  cf  von  evippe  durch 
den  breiten  schwarzen  Hrdstreifen  der  Vflgloberseite  unterschieden  werden;  bei  der  Winterform  kann  in- 
dessen dieser  Streifen  ganz  fehlen,  da  ist  aber  die  schwarze  Begi-enzung  des  Prachtfleckes  fast  immer  viel 
schmäler  als  bei  evippe  und  die  Unterseite  der  Hflgl  rötlich  und  braun  gestrichelt.  Einzelne  Stücke,  bei 
denen  die  Unterseite  fast  weiss  wie  bei  ev/ppe-d'  und  die  schwarze  Begrenzung  des  Prachtfleckes  breiter  ist, 
sind  aber  kaum  von  evippe  zu  trennen  und  beweisen,  dass  omphale  wahi-sehernldch  nur  eine  Rasse  von  evippe 
ist.    —    omphale  God.  (18 e)   ist   die   Sommerform   mit   weisser  Grundfai-be   der  Unterseite;   die  Vflgl  haben  omphale. 

XIII  ^  8 


58  TERAC.OI.L'S.     Von  Dr.  C.  Ai  kivillils. 

einen  scharf  begrenzten  schwarzen  Hrdstreit'en,  welclier  audi  die  Wurzel  luui  den  Vrd  der  Hflgl  bedeckt; 
die   Htlgl   haben   eine   breite   schwarze   (hierbinde   hinter   der   Mitte;   die   innere   schwarze  Begrenzung   des 

omphaloides.  Prachtfleckes  ist  sehr  breit.  —  omphaloides  Btlr.  ist  eine  Zwischenform,  welche  nur  dadurch  von  der 
Sommerforin  abweicht,  dass  die  Querljjnde  der  Htlgl  fehlt  oder  reduziert  und  die  Unterseite  rötlich  angeflogen 
theogone.  ist.  —  theogone  l^sd.  (19a)  ist  die  Winteribrm  und  hat  eine  rötliche,  braun  gesprenkelte  oder  gewässerte 
Unterseite;  die  schwarze  Querbinde  der  Hflgloberseite  fehlt  beim  cf  völlig  und  ist  beim  ?  viel  weniger  ent- 
wickelt als  bei  der  Sommerform ;  der  Hrdstreifen  der  Vflgl  ist  stets  schmäler  als  bei  der  Soinmerform  und 
fehlt   beim  cT  oft   gänzlich;    der  Prachtfleck    des  cf  ist    grösser,    seine   schwarze  Begrenzung   aber  schmäler 

pyrrhopterus.  als  bei  der  Sommerform.  —  pyrrhopterus  Btlr.  scheint  eine  extreme  Winterform  zu  sein;  die  Unterseite 
der  HHgl  und  der  Spitze  der  Vflgl  ist  lebhaft  rosenrot,  braun  gesprenkelt  und  gestrichelt:  die  Oberseite  ist 
ganz  wie  bei  theogone  gezeichnet.  —  Die  Art  kommt  in  ganz  Süd -Afrika  bis  Angola  und  den  südlichen 
Teilen  des  Kongostaates,  in  Ost -Afrika,  Abyssinien,  Arabien  und  Senegambien  vor. 

T.  pallene  ist  durchweg  kleiner  als  die  vorige  Art.    Beim  er*  fehlt   die   dunkle  Querbinde  der  Hflgl- 
oberseite völlig  und  beim  ?  ist  sie  gebogen  und  mit  dem  Saume  gleichlaufend;   bei   den  Sommerformen  ist 
pallene.  der  Mittelpunkt  der  Vflgl  stets  deutlich.  —  pallene  Hopff'.  (18f,  die  Unterseite  gehört  einem  ?,  nicht  einem 
<f  an)   ist   die  Winterforni ,   welche   eine   rötliche   Unterseite   hat.     Der  Hrdstreifen   der  Vflgl   fehlt   beim  cf 
\üllig  und  ist  beim  ?  nur  angedeutet:    die  Htlgl   ol)en   nur   mit  freien  Saumtlecken;   ?  mit  schwarzer  Saum- 
infumatus.  binde  der  Vflgl   und   ohne  Prachtfleck:   der  Prachtfleck  des  cf  nur  schmal   schwarz   gesäumt.  —   infumatus 
hth:  (18  f)  (=  wissmanni  Suff.)  ist  die  Sommerform.    Sie  ist  wie  gewöhnlich  etwas  grösser,  oben  mit  besser 
entwickelten  schwarzen  Zeichnungen  und  unten  mit  weisser  bis  grünlicher  Grundfarbe;    die  Vflgl   oben    mit 
einem  beim  cT  mittelmässigen,   beim  ?  sehr   breiten  Hrdstreifen;   Saumtlecke  der  Hflgl   zu   einer  Saumbinde 
seinen,  vereinigt.    Namaqualand,  Matabeleiand,  Sambesi,  Nyassaland.  —  Die  mir  unbekannte  seiner!  Strand  scheint 
nach  der  Beschreibung  eine  Zwischenform  zwischen  pallme  und  infumatus  zu  sein. 

T.  daira.  Die  Formen,  die  ich  hier  unter  diesem  Namen  vereinige,  werden  gewöhnlich  als  drei  ver- 
schiedene Arten  betrachtet  und  wurden  auch  von  mir  früher  so  aufgeführt.  In  Anbetracht  der  Tatsache  aber, 
dass  es  unmöglich  ist,  die  Winterformen  der  drei  Arten  voneinander  zu  unterscheiden,  und  der  wenig  be- 
deutenden Unterschiede  der  Sommerformen  halte  ich  es  nunmehr  für  am  besten,  alle  Formen  als  eine  Art  zu 
betrachten.  Die  Art  ist  durchweg  kleiner  als  omplid/e.  Bei  den  cfcf  der  Sommerform  ist  der  Prachtfleck 
ringsum  breit  schwarz  umzogen,  der  Hrdstreifen  der  Vflgl  ist  gut  entwickelt  oder  wenigstens  durch  einen 
Fleck  hinter  der  Mitte  des  Hrds  vertreten,  die  Querbinde  der  Hflgl  fehlt  dagegen  oder  ist  mit  der  Saum- 
binde vereinigt;  der  Mittelpunkt  der  Vflgl  fehlt  immer;  die  ??  der  Sommerform  haben  oft  eine  gelbe  oder 
gelbliche  (Grundfarbe  und  können  mit  oder  ohne  Prachtfleck  auftreten.  Bei  den  o"cf  der  Winterform  fehlt 
die  innere  schwarze  Begrenzung  des  Prachtfleckes  völlig  und  die  äussere  ist  gewöhnlich  in  Saumflecke  auf- 
gelöst; der  Hrdstreifen  der  Vflgl  und  die  Querbinde  der  Hflgl  fehlen  völlig:  die  Saumflecke  der  Hflgl  sind 
thruppi.  klein  und  frei  oder  fehlen  auch  vollständig.  —  thruppi  Btlr.  (19b,  c)  ist  die  extreme  Sommeifoim  und 
zeichnet  sich  durch  den  breiten,  tiefschwarzen,  scharf  begrenzten  Hrdstreifen  der  Vflgl,  welcher  auch  die 
Wur;!el  der  Hflgl  bedeckt,    sowie  durch  die  breite  Saumbinde  der  Hflgloberseite  aus;    das  ?  hat  gewöhnlich 

flavidiis.  weisse,  bisweilen  jedoch  auch  gelbe  (=  ab.  ?  flavidusi  Grundfarbe.  Tritt  nur  in  solchen  Gegenden,  z.  B.  in 
änira.  Bi'it.  Ost-Afrika,  wo  der  Niederschlag  grösser  ist,  auf.  —  daira  A7«(/  (19  a)  ist  die  gewöhnliche  Sommerfonn. 
Der  Hrdstreifen  der  Vflgl  ist  schmäler,  weniger  scharf  begrenzt,  längs  der  Mitte  oft  aufgehellt  oder  sogar 
undeutlich  und  bedeckt  nicht  oder  nur  wenig  die  Wurzel  der  Hflgl;  die  Saumbinde  der  Hflgloberseite  ist 
gut  entwickelt  oder  in  Flecke  aufgelöst;  die  ??  scheinen  immer  eine  gelbe  Grundfarbe  zu  haben,  sind  aber 
hinsichtlich  der  schwarzen  Zeichnungen  sehr  veränderhch,  bald  ist  der  Hrdstreifen  der  Vflgl  und  die  Saum- 
binde der  Hflgl  gut  entwickelt,  bald  fehlt  der  vorige  und  ist  die  letztere  durch  freie  Saumflecke  vertreten, 
flavus.  ab.  2  flavus  (19a).  —  In  Arabien  kommt  eine  dritte  Soinmerform  vor,  welche  der  dairit  sehr  nahe  kommt;  sie  ist 

yerburei.  yerburei  Sirinh.  (19c)  genannt  worden  und  ist  dadurch  ausgezeichnet,  dass  der  Hrdstreifen  der  Vflgl  fehlt 
und  durch  einen  schwarzen  Fleck  in  1  b  hinter  der  Mitte  ersetzt  ist  und  dass  die  Saumbinde  der  Hflgl  zum 

swinhoei.  giiissten  Teil  in  Flecke  aufgelöst  ist;  die  Grundfarbe  ist  weiss,  selten  schwefelgeUi  (=  ab.  swinhoei  Btlr..  19c)  — 

evagore.  evagore  A7«(/  (=  nouna  Luc.,  =  heugiini  Fldr.)  (19a,  b,c,  20 -a)  ist  die  Winterform.  Der  Prachtfleck  ist 
nur  wenig  rötlich  und  stets  nach  innen  ohne  schwarze  Begrenzung  und  die  feine  äussere  Begrenzung  ist 
oft  in  Flecke  aufgelöst;  beim  (f  kommen  sonst  oben  keine  andere  Zeichnungen  oder  nur  kleine  Saumflecke 
der  Hflgl  vor;  bei  den  ??  ist  die  Grundfarbe  weiss  oder  rötlichweiss  und  die  schwarzen  Zeicliiuiiigen  der 
Oberseite  fehlen  oder  sind  sehr  reduziert,  der  Prachtfleck  ist  oft  durch  eine  schmale  schwarze  Submarginal- 
binde  geteilt.  Die  Unterseite  ist  bei  beiden  Geschlechtern  rötlich  oder  bisweilen  fast  weiss.  —  Die  Art  kommt 
in  Brit.  Ost -Afrika,  Somaliland,  Abyssinien,  Nubien  und  Arabien  vor.  —  Die  Rp  ist  oben  bleifarbig  mit 
dunklerer  Rückenlinie  und  orangegelber  Seitenlinie,  überall  fein  weiss  punktiert,  unterhalb  der  Seitenlinie 
findet  sich  auf  jedem  Segment  eine  kleine  schwarze,  weissgefleckte  ?]rhöhung;  der  Kopf  i.st  orangegelb  und 
der  ganze  Körper  mit  kurzen,  steifen  Haaren  bekleidet.  Pp  hell  violettiot  mit  purpurroter  Rückenlinie  und 
gelben  Seitenhnien. 


TERACÜLUS.     Von  Dr.  C.  Aukivillius.  59 

6.  Untergruppe. 

Der  Prachtfleck  ist  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  4  ganz  {<f)  oder  fast  ganz  (?)  ohne  innere  schwarze 
Begrenzung,  ist  aber  im  Felde  3  nach  innen  begrenzt  oder  hat  wenigstens  an  oder  etwas  vor  seinem  Irde  einen  sehr 
charakteristischen  schwarzen  Fleck  auf  der  Rippe  4.  Der  Prachtfleck  ist  immer  rotgelb;  beim  $  besteht  er  gewöhn- 
lich aus  zwei  Fleckenreihen,  kann  aber  auch  ganz  fehlen. 

T.  antigone  schliesst  sich  der  letzten  Art  der  vorigen  Untergruppe  nahe  an  und  ist  wie  sie  sehr  ver- 
änderlich,   .so  dass  sie  nicht  weniger  als  etwa  zwanzig  verschiedene  Namen  erhalten  hat.   —  antigone  Bsd.  antigone. 
(19h)  ist  die  Winterform;  die  Unterseite  der  Hflgl  und   die  Spitze  der  Vflgl  röthch,  tleischfarbig  oder  selten 
fast  weiss  und  mehr  oder  weniger  braun  gesprenkelt;    der  Hrdstreifen  der  Vtlgl   fehlt    gänzlich,   ist   nebelig 
oder  sogar  gut  entwickelt,    ab.  galathinus  B(lr.;   die  Saumflecke  der  Hflgl  fehlen    oder   sind  deutlich,    'Aber  galathinus. 
frei.    —   phlegetonia    Bsd.   (19  h,  20  a)   ist   die   gewöhnliche  Somraerform ;    die  Hflgl   sind    unten   weiss    oder  phlegetonia. 
weissgelb,  nicht  gesprenkelt ;  der  Hrdstreifen  der  Vflgl  ist  breit  und  scharf  begrenzt  und  die  Saumflecke  der 
Hflgl  sind  gross,   ab.  xanthus  Swiiik.  (20a),  oder  sogar  zu  einer  Saumbinde  vereinigt.  —  emini  Bth:  (20a)  xanthus. 
ist  eine  extreme  Sommerform   mit  sehr  breiter  Saumbinde  der  Hflgl    und    einem   breiten,    oft  die  Mittelzelle  <^"""'- 
ausfüllenden  Hrdstreifen   der  Vflgl.  —  Die   Art   kommt  überall   auf  dem  Festlande   südlich  von   der  Sahara 
ausser  in  der  westafrikanischen  Subregion  vor. 

T.  metagone  Hol/,  ist  mir  unbekannt;    nach  der  Beschreibung  stimmt  sie  fast  völlig  mit  phlegetonia  metagone. 
überein;  die  Hflgl  haben  jedoch  beim  cf  freie  dreieckige  Saumflecke,  welche  gegen  den  Analwinkel  kleiner 
sind,  und  eine  undeutliche  graue  Schattenbinde  vom  Irde  bis  zur  Rippe  3.    Wahrscheinlich  eine  mit  xanthus 
nahe  verwandte  Form  von  antigone.     Britisch  Ost -Afrika. 

7.  Untergruppe. 

Diese  Untergruppe  unterscheidet  sich  von  den  vorhergehenden  einzig  und  allein  dadurch,  dass  der  Pracht- 
tteck  des  cf  ockergelb  bis  lehmgelb,  ohne  rötliche  Beimischung  ist  (diese  Farbe  ist  leider  in  der  Tafel  nicht  richtig 
wiedergegeben  worden).     Die  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  weiss. 

T.  evenina  ist  die  grösste  Art  dieser  Gruppe;  die  d'J"  haben  einen  mehr  oder  weniger  vollständigen 
Hrdstreifen  der  Vtlgloberseite;  die  ?$  haben  einen  aus  zwei  Fleckenreihen  bestehenden  orangegelben  Pracht- 
fleck,   unterscheiden  sich  aber  von  allen  anderen  S?  der  fö;/ppe-Gruppe  dadurch,   dass  die  Vflgl  oben   einen 
grossen  schwarzen  oder  schwarzgrauen  Wurzelfleck  haben,    welcher   nicht   wie    sonst  dem  Hrd  folgt,    einen 
Streifen   bildend,    sondern   gegen   die  Flügelspitze   gerichtet   ist   und    demnach  die  Zelle  bedeckt  (vergl.  die 
Abbildung  19  f  von  sipi/luti-2);  an  der  Spitze  ist  der  Wurzelfleck  gewöhnhch  scharf  und  schief  ausgerandet; 
Mittelpunkt  fehlt,  hinter  der  Mitte  des  Hrds  aber  liegt  ein  grosser  eckiger  schwarzer  Fleck.  —  sipylus  Sirinh.  sipyhis. 
(19 f)  ist  die  extreme  Sommerform;    sie  ist  durch  bedeutendere  Grösse,  sehr  breite  innere  schwarze  Begren- 
zung des  Prachtfleckes  des  c/"  und  schwarze  Saumbinde  oder  grosse  schwarze  Saumüecke  der  HHgloberseite 
ausgezeichnet.    —    Die  normale  Sommerform   ist    evenina   WnJleng):  (19  g);    die  Grundfarbe   ihrer  Unterseite  «'cn/nn. 
ist  weiss;    der  Prachtfleck    des  cT  nach    iiuien   schwarz   begrenzt;    die  Saumflecke   der  Hflgl   sind  klein  oder 
fehlen.  —  casta  Gcrst.  (19g)  ist  eine  Zwischenform  zwischen  den  Sommer-  und  Winterformen;  der  Pracht-  casta. 
fleck  des  cf  hat   keine    innere  schwarze  Begrenzung,    die  Unterseite   ist  aber  weiss  und  die  Saumflecke  der 
Hflgl   sind   deutlich.    —    deidamioides    Aurir.   (15 f)    ist   die  Winterform;    der   Prachtfleck    des  cf   hat  keine  deidamioides. 
innere  und  nur  sehr  schmale  äussere  Begrenzung;  der  Hrdstreifen  der  Vflgl  des  cf  fehlt  oder  ist  sehr  kurz; 
die  Hflgl  ohne  Saumpunkfe;  die  Unterseite  stets  rötlich  und  mehr  oder  weniger  gesprenkelt.  —  Die  Art  ist 
vom  Kaplande  einerseits  bis  Süd-Angola,  andererseits  bis  zum  Somaliland  verbreitet.    —   Die  mir  in  natura 
unbekannte  xantholeucus  Em.  Sharpe  aus  Kavirondo  ist  wohl  nur  eine  Form  von  evenina.  xantholeucus. 

T.  ephyia  Klug  (19  g).  Die  Flügel  oben  mit  weisser  Grundfarbe  und  sehr  schwachem  schwefel- ^p/zy/a. 
gelbem  Anflug,  an  der  Wurzel  nicht  oder  nur  sehr  wenig  schwarz  beschuppt;  das  grosse  schwarzgraue 
Wurzelfeld  der  Vtlgloberseite,  welches  dem  ?  von  evenina  zukommt,  fehlt  bei  den  ??  von  ep>hyia  völhg;  die 
Vflgl  fast  immer  mit  kleinem  schwarzem  Mittelpunkte;  der  Prachtfleck  ist  auch  beim  ?  ungeteilt,  erreicht 
höchstens  die  Rippe  3,  ist  nach  aussen  schmal,  nach  innen  breit  (Sommerform)  oder  schmal  schwarz  begrenzt. 
Mit  Sicherheit  nur  aus  Nubien  bekannt. 

T.  liagore  Klug  (19a)  ist  eine  sehr  seltene,  nur  aus  Nubien  bekannte  Form,  welche  von  Bvti^kr  Hagere. 
bald  zu  emrne,  bald  zu  daira  gezogen  worden  ist;  sie  scheint  jedoch  am  nächsten  mit  ephgia  verwandt  zu 
sein  und  könnte  sogar  eine  extreme  Trockenzeitform  dieser  Art  sein.  Die  Flügel  oben  bis  zur  Wurzel  rein 
weiss;  der  Prachtfleck  erreicht  die  Rippe  2,  ist  nach  innen  ganz  ohne  schwarze  Begrenzung  und  nach 
aussen  nur  mit  sehr  feinen  und  kurzen  schwarzen  Strichen  an  den  Rippenenden  versehen ;  die  Vflgl  ohne 
Mittelpunkt;  die  Flügel  unten  schneeweiss,  das  Spitzendrittel  der  Vflgl  schön  schwefelgelb  mit  fünf  freien 
orangegelben  Flecken  an  seinem  Irde.  Das  abgebildete  Stück  weicht  durch  schwarze  Saumpunkte  der  Hflgl 
und  durch  etwas  kleineren  Prachtfleck  vom  Typus  ab. 


60  TERACOLUS.     Von  Dr.  C.  AuBI^^LLIüs. 

8.  Untergruppe. 

Der  Prachtfleck  des  d*  ist  sandgelb  (hell  ockergelblich)  und  erreicht  vollständig  die  Spitze  und  den  Saum 
oder  ist  nach  aussen  nur  unregelmässig  (sch\varz)grau  bestäubt  ohne  schwarze  Striche  oder  Punkte  an  den  Rippen- 
enden. Bei  den  ??  ist  der  Prachtfleck  matt  dunkelbraun  mit  einer  Querreihe  von  ockergelben  Flecken.  Grundfarbe 
beider  Flügel  weiss.     Die  Vflgl  beim  cf  ohne,  beim  ?  mit  Mittelpunkt. 

agoye.  T.  agoyc  Wiillenf/r.  (15  f)  hat  die  Rippen  der  Oberseite   fein   aber   deutlich  schwarz   und  die  innere 

Begrenzung  des  Prachtfleckes  wenig  dick  oder  undeutlich;  die  Unterseite  ist  rein  weiss  oder  nur  schwach 
bowkeri.  gelbhch.  Damaraland  bis  Transvaal.  —  Bei  bowkeri  Trim.  (15  f)  sind  die  Rippen  der  Oberseite  nicht 
schwarz  imd  die  innere  schwarze  Begrenzung  des  Prachtfleckes  sehr  dick ;  die  Unterseite  der  Htlgl  gelblich 
zephyrus.  oder  rötlich.  Damaraland,  Namaqualand,  Griqua-  und  Basutoland.  —  zephyrus  Marsh,  weicht  von  af/oi/e 
nur  dadurch  ab,  dass  die  Rippen  nicht  schwarz  sind,  dass  der  Vrd  der  Vflgl  schmal  schwarz  ist  und  dass 
die  Grundfarbe  der  Vflgl  an  der  Innenseite  des  Prachtüeckes  schwefelgelb  angeflogen  ist.     Somaliland. 

9.  Untergruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  zeichnen  sich  durch  die  lebhaft  zitrongelbe,  schwefelgelbe,  selten  fast  weisse  Gnmd- 
farbe  beider  Flügel  aus;  im  letzteren  Falle  ist  jedoch  der  Prachtfleck  auf  der  Innenseite  deutlich  schwefelgelb 
begrenzt.  Der  Prachtfleck  ist  gross ,  orangegelb ,  nach  innen  gewöhnlich  ohne  schwarze  Begrenzung  und  erreicht 
die  Rippe  2,  bisweilen  sogar  die  Rippe  1.  Bei  den  cfcT  fehlt  der  Mittelpunkt  der  Vflgl.  Die  ?$  sind  durch  einen 
grossen  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  durch  1 — 5( — 6)  freie  aber  vereinigte,  schwarze 
Discalflecke  der  Vflgl  ausgezeichnet ;  ihr  Prachtfleck  ist  kleiner  als  beim  cf  und  nach  aussen  gewöhnlich  durch  eine 
breite  schwarze  Saumbinde  begrenzt.     Die  Arten  sind  miteinander  sehr  nahe  verwandt. 

T.  evarne.    Die  Vflgl  mit  stumpf  abgerundeter  Spitze;  der  Prachtfleck  ist  massig  gross  und  erreicht 
evarne.  nicht  die  Spitze  der  Mittelzelle;  die  Htlgl  oben  weiss  oder  nur  schwach  gelblieh.  —  evarne  Klug  (20b)  ist 
die  Somnierform   mit   unten  weissen   oder  gelblichweissen  Hflgln   und   einer   deutlichen  äusseren  schwarzen 
Begrenzung   des   Prachtttecks   beim  o* ;   die   Saumflecke   der  Hflgl   sind   immer  vorhanden   und   beim  ?  sehr 
citreus.  gross.    —   Bei   der  Winterfonn   f.  citreus  BÜr.  (=;  syrtinus  Btlr.)  (20  d,  e)    sind  die  Hflgl  unten  rötlich  und 
die  äussere  schwarze  Begrenzung  des  Prachtflecks  ist  sehr  schmal  oder  fehlt  gänzlich ;  die  Saumpimkte  der 
philippsi.  Hflgl  fehlen.    Ganz  Ost-Afrika  bis  Xj^assaland.  —  philippsi  Bth:  (20  b,  c)  ist  eine  etwas  kleinere,  im  Somali- 
land vorkommende  Rasse,  bei  deren  Sommerform  die  Saumpunkte  der  Hflgl  beim  cf  ganz  fehlen  und  beim 
5/?ar/7e/.  ?  kleiner  als  bei  evarne  sind;   die  Winterform   sharpei  (20c)  ist  noch  kleiner,   hat   unten   rötliche  Hflgl  und 
eine  in  freie  Punkte  aufgelöste  äussere  Begrenzung  des  Prachtflecks. 
dissociatus  T.  dissociatus  Btlr.  (20  d,  e)   hat  wie  die  vorige  Art  einen  massig  grossen  Prachtfleck ,   welcher  die 

Mittelzelle  niclit  erreicht;  die  Vflglspitze  tritt  jedoch  fast  so  deutlich  w^ie  bei  den  folgenden  Arten  hervor 
und  die  Flügelspannung  ist  gi-össer  als  bei  evarne ;  beide  Flügel  haben  eine  fast  weisse  Grundfarbe ;  der 
Prachtfleck  des  er*  bei  der  Somnierform  gewöhnlich  nach  innen  fein,  nach  aussen  dick  schwarz  begrenzt; 
bei  der  Winterform  sind  die  Hflgl  unten  rötlich  und  die  schwarze  Begrenzung  des  Prachtflecks  ist  schwach 
entwickelt  oder  fehlt  gänzlich.     Von  Nyassaland  bis  Kilimandjaro  und  Victoria-Nyanza. 

T.  auxo  hat  eine  ziemlich  stark  hervortretende  Vflglspitze  und  einen  grossen  die  Mittelzelle  erreichenden 
auxo.  Prachtfleck :    beide   Flügel   mit   gelber   Grundfarbe.    —    auxo  Luc.  (20  c)   ist   die   grössere   Sommerform ;    die 
Grundfarbe   ist   lebhaft   schwefelgelb;   der  Prachtfleck  ist  wenigstens  nach  aussen  deutlich  schwarz  begrenzt 
topha.  und  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  gelb.  —  topha  Walleiu/r.  (20 d)  ist  die  Winterform;  sie  ist  kleiner,  hat  eine 
hellere   Grundfarbe ,   einen   beiderseits   nicht   schwarz   begrenzten  Prachtfleck   und   eine  rötliche ,   braun  ge- 
sprenkelte Unterseite  der  Hflgl.    Die  Art  kommt  in  Süd-Afrika  bis  Matabele-Land  vor.    —  Rp  einfarbig  grün 
mit  einer  schmalen  gelben  Seitenlinie  der  Glieder  4 — 12;  lebt  auf  einer  Capparidee.  —  Pp  mit  sehr  langer 
incretus.  Kopfspitze;  ihre  Farbe  wechselt  von  rötlichbraun  bis  hellgrün.  —  incretus  Btlr.  (20 e)  ist  die  ostafrikanische 
Rasse   von    aujn   und   kommt  vom  Nj^assaland   bis  Uganda  vor;    sie   ist    etwas   grösser   und   hat  einen  noch 
vulneratus.  grösseren  Prachtüeck,  welcher  ohne  innere  schwarze  Begrenzung  ist.  —  ab.  vulneratus  Stgr.  (20  f)   ist  nur 
eine  zufällige  Abänderung  mit  unregelmässigem  Prachtfleck  und  orangerot  gefärbter  Saumbinde  der  Hflgl.  — 
panganiensis.  ab.  ?  panganiensis  Thin:  weicht  durch  weisse  Grundfarbe  beider  Flügel  vom  gewöhnhchen  incretus-9  ab.  • 

10.  Untergruppe. 

Die  Unterseite  der  Hflgl  und  der  Spitze  der  Vflgl  ist  fein  und  ziemlich  dicht  braun  oder  grau  quergestrichelt ; 
die  Hflgl  unten  mit  einem  dunklen  Längsstrahle  von  der  Wurzel  durch  die  Mittelzelle  fast  bis  zum  Saume.  Die 
Spitze  der  Vflgl  ist  scharf,  fast  rechtwinkelig. 

subfasciatiis.  T.  subfasciatus  Suahis.  (20 f).     Die  Flügel  bei  beiden  Geschlechtem  mit  schwefelgelber  Grundfarbe; 

der  Prachtfleck  beim  o""  nicht  oder  wenig  dunkler  als  die  Grundfarbe,  beim  ?  orangegelb  bis  orangerot,  nach 
hinten  offen  oder  nur  durch  die  Rippe  4  begrenzt,  nach  innen  aber  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  4 
durch  eine  breite,  tiefschwarze  halbbinde  begrenzt;  nach  aussen  hat  der  Prachtüeck  eine  sehr  breite  schwarz- 
braune Begrenzung;  Vflgl  mit  schwarzem  Mittelpunkt;  Hflgl  unbezeichnet.  Von  Süd- Angola  und  dem  Damara- 
lande  bis  Nj'assaland,  Deutsch  Ost-Afrika  und  Uganda  verbreitet. 


ERONIA.     Von  Dr.  C.  Aubivillius.  61 

T.  ducissa.  Der  Prachtfleck  sehr  gross,  lebhaft  orangerot,  nach  innen  ohne  Begrenzung,  nach 
aussen  breit  schwarz  oder  braun  begrenzt,  die  Flügel  oben  beim  cf  mit  gelber,  beim  ?  mit  weisser  Grund- 
farbe; Vflgl  mit  schwarzem  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle.  —  ducissa  Dogn.  ist  die  Trockenzeitform  und  ducissa. 
zeichnet  sich  durch  die  fast  üeisehrote,  stark  ins  Ockerbraune  ziehende  Unterseite  der  Hflgl  und  der  Spitze 
der  Vflgl  aus.  —  f.  sulfuratus  Karsch  (20  f,  g)  hat  eine  matt  gelblichweisse  Unterseite  der  Hflgl  und  eine  tief-  sulfuratus. 
schwarze  äussere  Begrenzung  des  Prachtflecks;  im  Felde  3  und  4  der  Vflgl  steht  je  ein  schwarzer  Discal- 
punkt.     Deutsch  Ost-Afrika. 

Zu  dieser  Untergruppe  gehört  wahrscheinlich  auch  der  mir  in  der  Natur  unbekannte  T.  schuberti  sdinberti. 
Suff.  (14 d).  »Grundfarbe  der  Oberseite  weiss;  das  Wurzelfeld  der  Vflgl  in  einer  Ausdehnung  von  10 — 1'2  mm 
hefl  schwefelgelb ,  schwach  mit  schwarzen  Schuppen  durchsetzt;  der  Prachtfleck  ziemlich  gross,  im  Felde  6 
etwa  7  mm  breit,  von  schillernder  rosarot-violetter  Farbe  und  leuchtend  orange-ziegelrot  eingefasst,  welche 
Färbung  sich  vorne  bis  an  den  Vrd  erstreckt,  am  Saume  in  Zimmetbraun  übergeht  und  bis  zur  Mitte  des 
Feldes  2  reicht;  nach  innen  ist  der  Prachtfleck  hell  schwefelgelb  mit  eingestreuten  schwarzen  Schuppen 
eingefasst;  diese  Färbung  geht  allmählich  in  die  weisse  Grundfarbe  über;  auf  der  unteren  Discocellulare 
steht  ein  schwarzer  Punkt.  Vflgl  unten  weissHch,  an  der  Wurzel  fast  bis  zur  Mitte  der  Zelle  hell  schwefel- 
gelb, an  der  Spitze  lehmgelbrötlich  mit  je  einem  kleinen  ver\nschten  Submarginaltleck  in  2 — 6  und  8; 
Unterseite  der  Hflgl  hell  lehmfarbig  rötlich  mit  kleinen  hellbräunlichen  Strichen  und  Spreidceln;  vom  Vrde 
bei  der  Spitze  der  Rippe  8  geht  in  gerader  Richtung  bis  nahe  an  Rippe  4  eine  dunklere,  etwa  1  mm  breite 
(Juerbinde.«     Deutsch  Ost-Afrika.     Bisher  ist  nur  ein  einziges  ?  bekannt. 

11.  Untergruppe. 

Die  einzige  Art  dieser  Untergruppe  wurde  früer  als  eine  Eroiiia  betrachtet,  sie  ist  aber  ein  echter  Teracoius, 
welcher  jedoch  von  allen  anderen  Arten  dadurch  abweicht,  dass  die  untere  und  mittlere  Discoceüularis  der  Vflgl 
einen  gleichförmigen  Bogen  bilden.  Der  schwefelgelbe  Prachtfleck  des  cf  ist  sehr  gross ,  bedeckt  voUständig  die 
Felder  3 — 10  sowie  auch  die  Spitze  der  Mittelzelle  und  wird  nach  hinten  von  der  Rippe  3  begrenzt.  Die  Spitze 
der  Vflgl  ist  scharf,  fast  rechtwinkebg  und  ihr  Saimi  gerade. 

T.  lucasi  Grandid.  (21a).  Beim  d'  ist  die  Grundfarbe  beider  Flügel  weiss;  die  Hflgl  sind  oben  un-  lucasi. 
bezeichnet,  unten  aber  gelb  und  mehr  oder  weniger  biaun  gefleckt  und  gesprenkelt;  die  Vflgl  sind  oben  an 
der  Spitze  und  am  Aussenrde  bis  zur  Rippe  3  schwarz  gesäumt,  unten  haben  sie  einen  schwarzen  Fleck 
am  Ende  der  Mittetzelle  und  ihre  Spitze  ist  wie  die  Hflgl  gefärbt  und  gezeichnet.  Bei  den  ??  ist  die  Vflgl- 
spitze  noch  schärfer  und  die  Grundfarbe  der  Oberseite  bald  mehr  oder  weniger  gelblich,  bald  rein  weiss; 
die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgloberseite  ist  breiter  als  beim  o"  und  nach  innen  von  2 — 4  Submarginal- 
flecken  der  Felder  3 — 6  begleitet,  der  iMittelfleck  der  Vflgl  ist  grösser  als  beim  cf  und  auch  oben  gut  ent- 
wickelt: die  Hflgl  oben  mit  grossen  Saumflecken  und  kleineren  Submarginalflecken  in  2 — 7;  die  Unterseite 
ist  wie  beim  cf  gefärbt  und  gezeichnet.     Madagaskar. 

12.  Untergruppe. 

Die  Vflgl  haben  oben  eine  breite  schwarze  Apicalbinde ,  welche  etwas  hinter  der  Mitte  des  Vrds  beginnt 
und  beim  cf  an  der  Rippe  2  endet,  beim  ?  aber  den  Hinterwinkel  erreicht.  Die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  schwarzem 
Discalpunkt,  alier  ganz  ohne  Prachtfleck.  Die  Grundfarbe  oben  beim  cf  zitrongellj,  beim  ?  weiss.  Die  Hflgl  beim 
cf  oben  unbezeichnet,  beim  ?  mit  breiter,  schwarzer  Saumbinde.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  findet  sich  beim  ? 
eine  breite  schwarze  Submarginalbinde,  welche  beim  cf  fehlt  oder  nur  angedeutet  ist.  Die  einzige  hierher  gehörige 
Art  stammt  aus  Madagaskar. 

T.  tnananhari  Ward.  (20  g)   ist   grösser   und   hat   die   Hflgl   unten  schwefelgelb   bis   ockergelb  ohne  mananlwri. 
Längsstrahl.  —  ab.  nothus  Mab.  (20  g)  ist  kleiner  als  die  Hauptform  und  nur  durch  einen  braunen  Längs-  nothus. 
strahl    auf  der  Unterseite   der  Hflgl  verschieden.    —   f.  flavidus  Mab.  ist  die  Winterform   und  zeichnet  sich  flavidus. 
durch  die  gelbbraune  bis  rotbraune  Unterseite  der  Hflgl  und  der  Spitze  der  Vflgl  aus. 

10.  Gattung:  £ro]iia  Bsd. 

Von  Teracoius  unterscheidet  sich  Eronia  hauptsächlich  nur  dadurch ,  dass  die  Rippen  8  und  9  der 
Vflgl  aus  der  Rippe  7  hinter  deren  Mitte  entspringen  und  dass  die  Fühlerkolbe  länger  mid  minder  angeschwollen 
ist.  Die  Arten  sind  durchschnittlich  grösser  als  die  7V/v/c'o/(/s-Arten  und  unter  sich  recht  verschieden.  Die 
äthiopischen  Arten  weichen  auch  von  den  indo-malayischen  (Pareronia)  durch  Farbe  und  Flügelform  ganz 
erheblich  ab.  Die  ?  sind  bei  den  meisten  Arten  von  den  cf  recht  verschieden  gezeichnet.  Die  E7-onia-A\-ien 
iiaben  einen  kräftigen  und  sehr  schnellen  Flug  und  sind  darum  schwer  zu  fangen,  wenn  sie  nicht  an 
Blumen  saugend  angetroffen  werden. 

E.  cleodora.     Beide  Flügel  oben  weiss  mit  einer  breiten  schwarzen  Saumbinde,  welche  nach  innen  c/eodom. 
unregelmässig  eingeschnitten   ist ;   an   der  Spitze  der  Vflgl  schliesst  die  Saumbinde  zwei  weisse  Flecke  ein : 


6-2  EROXIA     Von  Dr.  C.  ArniviLLirs. 

clie  Vflgl  sind  auch  unten  weiss,  ihre  Saumbinde  aber  an  der  Spitze  grau  und  braun  und  nur  nach  innen 
rein  schwarz  gefärbt ;  die  Htlgl  sind  unten  lebhaft  gelb  mit  brauner,  gi-au  gefleckter  Saumbinde  und  einigen 
braunen  Discaltleckeii .    von    denen  einer  an  der  Mitte  des  Vrds  stets  vorhanden  ist.     Die  Geschlechter  sind 

cleodora.  einander  ähnlich.  —  cleodora  Hbn.  ("21  b)  ist  die  Trockenzeitfonn :  sie  ist  kleiner  und  die  Saumbinde  der 
crxia.  Htlgl  ist  nur  1 — 3  mm  breit.    —    f.  erxia   llew-  (21  b.  c)  hat  eine  5—8  mm  breite  Saumbinde  der  Htlgl  und 

dilatata.  eine  bleichere  Unterseite  der  Htlgl.  —  f  dilatata  lUlr.  (21  e,  f)  ist  eine  grosse  extreme  Sommerform,  bei 
der  die  Saund)inde  der  Htlgl  10—12  mm  breit  ist.  —  Die  Art  kommt  in  Süd-Afrika  bis  Angola  und  in  ganz 
Ost-Afrika  bis  Abessinien  vor.  Die  Rp  wurde  auf  Capparis  zeyheri  angetroffen  und  ist  grün  mit  rotgelber 
Seitenlinie. 

tcda.  E.  leda  Bxd.  (21  e)    erinnert    im    männlichen  Geschlecht   sein-  an   Teracolus  incirtus,  ist  aber  grösser; 

die  Flügel  sind  beim  cf  oben  schwefelgelb;  die  \  flgl  haben  einen  grossen  orangegelben  Praclittleck.  welcher 
die  .Mittelzelle  erreicht  und  saumwärts  schmal  schwarzbraun  umrandet  ist ;  die  Unterseite  der  Htlgl  und  der 
ausseist en  Spitze  der  Vtlgl  ist  mehr  oder  weniger  braun  gefleckt;  beim  ?  fehlt  der  Prachtfleck  der  Vflgl 
und  wird  durch  eine  breitere,  nach  hinten  in  Flecke  aufgelöste  schwarze  oder  braune  Saumbinde  ersetzt, 
cygnophila.  die  Grundfarbe  ist  entweder  gelb  wie  beim  o"  oder  weiss,  ab.  ?  cygnophila  Suff.  (15  c).  —  Während  der 
trimeni.  Trockenzeit  tritt  eine  kleinere  Form,  f.  trimeni  Oherth.,  auf,  bei  der  die  dunklen  Zeichnungen  der  Vflgl- 
oberseite  fast  völlig  fehlen  und  die  Unterseite  der  Hflgl  mehr  braun  gefleckt  ist.  —  Vom  Kaffernlande  bis 
Abessinien  verbreitet. 

pilaris.  E.  pharis  /^.sr/.  (21c)   weiclit  von   den   übrigen  Arten  durch  die  stumpferen,   mehr  gerundeten  Vflgl 

ab;  beide  Flügel  mit  weisser  Grundfarbe;  die  Vflgl  oben  mit  schmaler,  schwarzer  Apicalbinde,  welche  an 
der  Rippe  3  oder  4  endet ;  Hflgl  oben  einfarbig  ohne  Zeichnungen ;  Vflgl  unten  weiss  mit  einem  kleinen 
braunen  Suba])icalfleck  (cf)  oder  einer  bräunlichen  Saumbinde  (?);  Hflgl  unten  hellgelblich.  l)eim  cf  nur  mit 
einem  schwätzen  Strich  am  Ende  der  Mittelzelle  und  je  einem  schiefen,  braunen  Strich  in  den  Feldern  5 
und  6.  beim  ?  mit  breiter  graubrauner  Saumbinde.  Eine  seltene,  nur  im  grossen  westafrikanischen  Urwald- 
gebiet vorkommende,  aber  von  Sierra  Leona  bis  Angola  und  Uganda  verbreitete  Art. 

tlhiUissina.  E.  thalassina  H-hI.  (15c,  21  e)  weicht  von   allen  übrigen  Arten  dadurch  ab,   dass  die  Hflgl  und  die 

Spitze  der  Vflgl  unten  lebhaft  perlmutterglänzend  sind ;  die  Vflgl  unten  ohne  Zeichnungen  oder  nur  mit 
kleinen  schwarzen  Saumpunkten  an  den  Rippenenden  und  1—2  schwarzen  Subniarginalflecken  (in  3  und  5); 
die  Htlgl  unten  ohne  Fleck  auf  der  Querrippe  der  Mittelzelle,  oft  aber  mit  kleinen  dunklen  Submarginal- 
punkten  und  gelber  Wurzel  des  Vrds;  beim  d"  sind  die  Flügel  oben  schön  bläulichweiss ,  die  Vflgl  haben 
eine  breite,  nach  innen  unregelmässig  eingeschnittene  schwarze  Saumbinde,  welche  gewöhnlich  den  Hinter- 
winkel erreicht,  die  Hflgl  sind  unbezeichnet  oder  haben  gewöhnlich  schwarze  Saumtlecke  an  den  Rippen- 
vfiulana.  enden;  bei  der  Hauptform  des  ?  sind  beide  Flügel  oben  weiss  oder  weisslich,  bei  ab.  ?  verulana  Wnirl. 
sinalata.  sind  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  ockergelb  bis  orangegelb  und  die  Htlgl  weiss,  bei  ab.  ?  sinalata  Suff'.  (15  c) 
sind  die  Vflgl  weiss,  die  Hflgl  aber  ockergelb;  beim  ?  hat  die  schwarze  Saumbiude  der  Vflgl  gewöhnlich 
2  helle  Flecke  vor  der  Spitze.     Vom  Senegal  bis  Zambesi  und  Britisch  ()st-.\frika  verbreitet. 

E.  argia    ist    die    grösste    der   afrikanischen  Pieriden.     Von    der   vorigen    Art    unterscheidet    sie   sich 
ilurch    die    matte ,    nicht   perlmutterglänzende    rahnigelbe  Unterseite   der  Hflgl    und  durch  die  Unterseite  der 
Vflgl ,   welche  beim  cf  einen   grossen ,   schwarzen  Suba])icalfleck   und  beim  ?   eine   dunkle   Saumbinde   hat. 
Beim  cf  .sind    die  Flügel    oben    schwach    grünlich-    oder  bläulichweiss,    die  Hflgl  unbezeichnet  und  die  Vflgl 
mit    einer   schwarzen,    nach    innen    an    den  Hippen   gleichmässig   gezähnten  Saumbinde  geziert.     Beim  ?  ist 
diese  Saumbinde   in   den  Feldern  2  und  4  tief  eingeschnitten   oder  sogar  in  Flecke  aufgelöst  und  die  Hflgl 
haben  grosse  Saumtlecke  an  den   Rippenenden.    Die  ?S  treten  übrigens  in  vielen  Farbenabänderungen  auf.  — 
argia.  argia  /''.  (21  c,  d)    ist  die  westafrikanische  Rasse;  die  cfcf  haben  eine  breitere,    bis  zur  Rippe  2  zusammen- 
hängende  Saumbinde   der  Vflgloberseite   und   bei   den  ??  ist   diese   Saumbinde   tiefschwarz,    ungetleckt  und 
zusammenhängend ;    bei    dei'  Hauptform    des  9  sind    beide  Flügel    oben   bis   zur  Wurzel  weiss  und  die  Vflgl 
semiflava.  auch  unten  ohne  Wurzeifleck.     West-Afrika  von  Sierra   Leona  bis  Angola  und  Uganda.  —  ab.  ?  semiflava 
idotea.  Aiiriv.  hat  oben   orangegelbe  Vflgl  ohne  Wurzelfleck  und  w-eisse  Hflgl.    —    ab.  2  idotea  Bifd.  (21  d).     Beide 
poppea.  Flügel   oben    schwefelgelb;    die  Vflgl    ohne  Wurzelfleck.    —    ab.  ?  poppea  I>i»i.  (21  d).     Beide   Flügel    oben 
mixta.  weiss;    die  Vtlgl    mit    orangegelbem  Wurzelfleck.    —    ab.  S   tnixta    Aiirir.     Die  \'tlgl    oben   gelb  mit  orange- 
virescens.  gelbem  Wurzeltleck;    die   Hflgl  oben  weiss.    —    ab.  ?  virescens  Suff.     Beide  Flügel  oben  hell  grünlichgell): 
siilphurca.  die  Vflgl  oben  ohne,  unten  mit  orangegelbem  Wurzelfleck.    Togo.  —  Bei  ab.  ?  sulphurea  Aurk.  sind  beide 
varia.  Flügel  oben  schwefelgelb;  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  orangegelbem  Wurzelfleck.  —  varia  Trim.  ist  die 
in  Süd-  und  Ost- Afrika  vorkommende  Form.     Die  d'd'  zeichnen   sich    durch  die  etwas  schmälere,  höchstens 
bis  zur  Rippe  3  zusammenhängende,  oft  an  den  Rippen  3  und  4  in  Flecke  aufgelöste,  schwarze  Saumbinde 
der  Vflgl  aus.     Bei  den  ??  ist   diese  Saum  binde  weissgefleckt   oder   sogar  in  Saum-   und  Submarginalflecke 
atirora.  aufgelöst.  —  ab.  ?  aurora  N"//'.  (15c)  hat  beide  Flügel  oben  weiss;  die  Vflgl  auf  beiden  Seifen  mit  orange- 
rotem Wurzeifleck;    die    Submarginalflecke    der  Vflgloberseite    fast    frei    oder  fehlend.     Xatal ,   Mosambik.  — 
mhondana.  ab.  ?  mhondana  Suff.  (21  dj.     Beide  Flügel  oben  weiss;   die  Vflgl   nur  unten  mit  orangerotem  W^urzelfleck. 


hicensis. 
arabica. 


CATOPSILIA.     Von  Dr.  L\.  Aurivillius.  63 

Deutsch  Üst-Afiika.  —  Bei  ab.  ?  giara  >S«//'.  sind  die  Vflgl  üben  weiss  ohne  Wurzelfleck,  unten  mit  orange-  giara. 
rotem  Wurzeltleck,  die  Hflgl  oben  hell  ockergelb.     Ost-Afrika. 

E.  usambara  Auriv.  ist  dem  cS"  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  hat  aber  eine  Flügelspannung  von  usambaro. 
nur  45  inm.  Die  Klügel  sind  oben  weiss,  die  Hflgl  ohne  Zeichnungen,  die  Vflgl  aber  mit  einer  schwarzen 
Saumbinde,  welche  bis  zur  Rippe  3  zusammenhängend  ist  und  auf  der  Innenseite  an  den  Rippen  weniger 
gezackt  ist  als  bei  arcfia-cf;  Vflgl  unten  weiss  und  wie  oben  mit  einer  schwärzlichen  Saumbinde,  welche 
nur  am  Saume  selbst  gelblich  ist;  die  Hflgl  sind  unten  rahmgelb  mit  einem  gerundeten,  bräunlichen  Sub- 
marginaltleck  im  Felde  5.     Aus  Usambara  in  Deutsch  Südwest-Afrika.     Das  ?  ist  mir  unbekannt. 

E.  buqueti  unterscheidet  sich  von  allen  anderen  Arten  dadurch,  dass  die  Unterseite  der  Hflgl  und  die 
der  Spitze  der  Vflgl  mit  feinen  braunen  Strichelchen  gewässert  ist  und  dass  die  Hflgl  unten  einen  kleineu 
braunen  Ringfleck  und  einen  weissen  Strich  am  Ende  der  Mittelzelle  haben.  Die  Unterseite  erinnert  da- 
durch sehr  an  die  Unterseite  der  Cafopsilia-Arten.  Die  Grundfarbe  beider  Flügel  ist  weiss,  auf  der  Unter- 
seite der  Hflgl  grünlich  angeflogen.  Die  Art  kommt  in  Süd-Afrika  bis  Angola,  in  ganz  Ost-Afrika,  am 
Senegal,  in  Süd- Arabien  und  auf  Madagaskar  vor,  fehlt  aber  im  westafrikanischen  Urwaldgei)iet.  —  Bei 
buqueti  Bsd.  (21  e)  haben  die  Vflgl  oben  eine  breite  schwarze  Saumbinde,  welche  den  Hinterwinkel  erreicht  biuimii. 
und  sich  am  Vrde  bis  zur  Wurzel  fortsetzt ;  dieselbe  ist  beim  ?  breiter  als  beim  cf ;  die  Hflgl  sind  gewöhn- 
lich unbezeichnet,  haben  aber  bisweilen  besonders  beim  ?4— 5  dunkle  Saumflecke;  diebraunen  Strichelclien 
der  Unterseite  sind  undeutlicli.  —  ab.  mossambicensis  Hpff'.  weicht  nur  durch  die  deutlich  gestrichelte  mossam 
Unterseite  von  der  Hauptform  ab.  —  f.  arabica  Hpff'.  ist  eine  Trockeuzeitform,  bei  der  die  Apicalbinde  der 
VflgloJjerseite  schmäler  ist,  nui-  die  Rippe  3  erreicht  und  sich  nicht  längs  dem  Vrd  verlängeit;  die  Unter- 
seite ist  kräftig  gestrichelt.  —  f.  capensis  Hpff'.  stellt  die  extreme  Trockenzeitform  dar  und  weicht  von  nipi-nsis. 
iinihicd  nur  dadurcli  ab,  dass  die  Apicalbinde  der  Vflgl  völhg  oder  fast  völlig  fehlt. 

4.  Unterfamilie :  Coliadinae. 

Durch  die  auf  Seite  30  angegel)enen  Kennzeichen  ist  diese  Unterfamilie  leicht  zu  eikennen.  Die  Vflgl  stets 
nur  mit  11  Ripi)en.  Im  Verhältnis  zu  den  zahlreichen  Formen  anderer  Weltteile  ist  sie  in  Afrika  nur  schlecht 
vertreten. 

Übersicht   der  Gattungen. 

A.  Die  Hflgl  mit  deutlicher,  wurzelwärts  umgebogener  Präcostalrippe.     Die  Rippen  i)  und   10  der  Vflgl 
frei  aus  dem  Vrde  der  Mittelzelle,  7  in  den  Saum.  11.  Catopsilia. 

B.  Die  Hflgl  ohne  Präcostalrippe. 

a.  Die  Rippen  9  und   10  der  Vflgl  frei  aus  dem  Vrde  der  Mitfelzelie;  die  Rippe  7  in  die  Spitze  oder 

in  den  Vrd.  12.  Terias. 

ji.  Die  Rip|)e  0  der  Vflgl  entspiingt  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle  aus  dem  Stiele  von  6,  7  und  S. 

13.  Golias. 

11.  Gattung:  Catopsilia  Hhn. 

Grosse  Arten  mit  breiten  Flügeln.  Die  Vflgl  haben  einen  fast  geraden  Saum  und  ziemlich  scharfe 
Spitze.  Der  Saum  der  Hflgl  ist  gleichförmig  abgerundet.  Die  cfcf  der  äthiopischen  Arten  haben  alle  einen 
Mehlfleck  im  Felde  7  der  Hflgloberseite  und  einen  langen  Haarpinsel  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  dicht  am 
Hrde.  Die  ??  sind  gewöhnlich  durch  Farbe  und  Zeichnung  von  den  cfd"  verschieden.  —  Die  Rpn  leben 
gesellschaftlich  auf  Gassia-Arten,  sind  schwach  spindelförmig  und  haben  eine  feinkörnige  Oberfläche.  Pp 
mit  scharfer  Kopfspitze  und  bauchigen  Flügelscheiden. 

C.  florella  F.  (Bd.  1,  Tat.  23g).    Das  cf  ist  oben  weiss,  an  der  Flügelwurzel  mehlig  beschuppt;  mn  floreiin. 
Ende   der  .Mittelzelle   der  Vflgl   und   bisweilen    auch    der  Hflgl   ein    schwarzer  Punkt,    sonst   sind  die  Flügel 
oben  unbezeichnet  oder  nur  mit  einigen  kleinen  dunklen  Flecken  an  der  Spitze  und  am  Saume  der  Vflgl;  die 
Unterseife  der  Hflgl  und  die  der  Spitze  und  des  Vrds  der  Vflgl  ist  grünhch  und  mit  feinen  dunklen  Strichel- 
chen besät.     Das  ?  (=  rufosparsa,   21  aj  hat  eine  grünlichgelbe  Grundfarbe  beider  Flügel;    die  Vflgl  haben 
rotbraune  Flecke   an    der  Spitze   und   am  Saume   und  einen  grösseren,   braunen  Mittelfleck,   auch  die  Hflgl 
haben   gewöhnlich    rotbraune  Saumflecke;    unten    sind   beide  Flügel    rotbraun    gesprenkelt.  —  ab.-?  hybiaea  hybinea. 
Us(/.  hat   oben   hellere,   weissgelbe  Flügel.   —  Bei  ab.-?  aleurona  Btlr.  sind  die  Flügel  oben  an  der  Wurzel  aleuronn. 
und  in  der  Mitte  fast  weiss,  nur  am  Saume  breit  gelblich.  —  Bei  ab.-?  pyrene  Bwaius.  sind  die  Flügel  oben  pyrnie. 
weiss  und   demnach  dem  cf  fast  ganz  ähnlich,   nur  durch  den  dunklen  Vrd  und  die  etwas  grösseren  Saum- 
tlecken der  Vflgl  verschieden.  —  Die  Art  ist  überall  im  ganzen  Gebiete  häufig. 

C.  thauruma  lieak.  (21a).     cf:  die  Flügel  oben  weiss,  au  der  Wurzel  breit  schwefelgelb;  die  Vflgl  thaanima. 
mit   einem   schwarzen  Fleck   am  Ende  der  Mittelzelle;   Unterseite  schwach  rötlichweiss.     Beim  ?  sind  beide 
Flügel   oben   im  Wurzelteil   gelblichweiss,   am  Saume  breit  heflockergelblich ;   die  Vflgl  mit  grossem  ilittel- 


64 


TERIAS.     Von  Dr.  (':.  Aiiuvii,mis. 


fleck ,    J'ieieii    rutbraunen   .Subniar^inaltlecken   und    Saunitlecken ; 
tlecken.     .Ma(las:askar. 


Unterseite   oiangegelh   mit    braunen  Mittel- 


f^randidieri.  C.  grandidieri  Mab.  ist   der   vorigen  Art  sehr  ähnlich   und   wahrscheinlich   nur   die    Regenzeitform 

derselben.  Das  cf  weicht  nur  dadurch  ab,  dass  der  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  fehlt  oder  sehr 
klein  ist.  Das  ?  hat  weisse  Grundfarbe,  eine  bis  zum  Hinterwinkel  zusammenhängende  schwarze  Saumbinde 
der  \tlgl,  schwarzen  Vrd  der  Vtlgl,  freie  schwarze  Submarginaltlecke  beider  Flügel,  sowie  dunkle  Saum- 
flecke der  Hflgl.     Madagaskar. 

12.  Gattung:   Terias  Swains. 

Die  Terias-Arten  sind  kleine,  lebhaft  gelbe  bis  fast  weisse  Pieriden,  welche  in  allen  tropischen  und 
subtropischen  Gegenden  häufig  auftreten.  Wie  die  Teraco/iis-AAen  sind  sie  für  klimatische  Verhältnisse 
sehr  empfindlich  und  bilden  ausgeprägte  Jahreszeitformen.  Bei  den  Sommerformen  sind  die  dunklen  Zeich- 
nungen der  Oberseite  besser  entwickelt,  die  Unterseite  aber  ist  gelb  oder  weiss  und  fast  zeichnungslos.  Die 
Winterfornien  haben  dagegen  wenigei'  entwickelte  dunkle  Zeichnungen  der  Oberseite  und  eine  schwarz  odei- 
braun  gefleckte,  oft  rötliche  Unterseite;  sogar  die  Flügelfransen  werden  oft  rötlich. 

Die  äthiopische  Region  beherbergt  nur  wenige  Arten,  die  jedoch  durch  ihre  grosse  Individuenzahl 
und  ihre  lebhafte  Färbung  zu  den  auffallendsten  Pieriden  gehören.  Sie  werden  durch  Arten  der  Lycaeniden- 
Gattungen  'J'ffriomima  und  Liptena  nacligeahnit.  Der  Saum  der  Hflgl  ist  bei  den  afrikanischen  Arten  gleich- 
förmig gebogen  oder  zwischen  den  Rippen  3  und  4  nur  sehr  schwach  geeckt.  Die  Rippen  G  und  7  der 
Hflgl  entspiingen  aus  demselben  Punkte  oder  nur  sehr  kurz  getrennt.  Die  Geschlechter  unterscheiden  sich 
gewöhnlicii  dadurch,  dass  die  Grundfarbe  der  ?2  heller,  mehr  weisslich  ist.  —  Die  Rpn  sind  walzenförmig 
und  sehr  kurz  und  fein  behaart.  Die  Pp  ist  langgestreckt,  an  beiden  Enden  zugespitzt  und  hat  stark 
bauchig  hervorragende  Flügelscheiden.  Weiteres  über  die  Gattung  vgl.  Bd.  1,  S.  58,  Taf.  23;  Bd.  5,  S.  80, 
!()(),  Taf.  -24;  Bd.  9,  S.  Iß5,  Taf.  73. 

Die  afrikanischen  Ai-ten  gehören  zwei  Gruppen  an,  welche  jedoch  mii'  im  männlichen  Geschlecht 
scharf  unterschieden  werden  können. 

Hecabe-Gruppe. 

Beim  cf  ist  die  Mediane  der  Vflgl  an  ihrer  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  beiderseits  von  einem  schmalen  Striche 
besonderer  Schuppen  begleitet.  Diese  Striche  treten,  wenn  man  die  Flügel  gegen  das  Licht  hält,  dunkel  hervor. 
Die  Vffgl  oben  mit  einer  vollständigen,  den  Hinterwinkel  erreichenden,  zusammenhängenden,  schwarzen  Saunibinde, 
welche  nach  innen  wenigstens  an  den  Rippen  4  oder  5  zahnförmig  vorspringt. 

brenda.  T.  brcnda  Dhl.-Heir.  (•22  c).     Die   schwarze   Saumbinde   der  Vflgloberseite   tritt   an   der  Rippe  4  am 

weitesten  nach  innen  vor,  ist  zwischen  den  Rippen  2  und  4  tief  ausgeschnitten  und  tritt  an  der  Rippe  2 
gewöhnlich  weder  scharf  nach  innen  hervor.  Die  Flügel  beim  cf  schwefelgelb ,  beim  ?  weissgelb  bis  fast 
weiss,  die  Hflgl  oben  mit  Saumpunkten,  welche  bisweilen  zu  einer  schmalen  Saumbinde  vereinigt  sind,  die 
macnlata.  Unterseite  zeichnungslos  oder  nur  mit  undeutlichen  grauen  Flecken  der  Hflgl.  —  maculata  (22  c)  ist  die 
Winterform  und  zeichnet  sich  durch  einen  grossen  braunen  Spitzenfleck  der  Vflglunterseite  und  durch  deutliche 
Zeichnungen  der  Hflglunterseite  aus.  —  Diese  Art  ist  die  grösste  der  äfliiopischen  Arten,  hat  eine  Flügelspannung 
von  4(t— ijO  mm  und  kommt  im  ganzen  westafrikanischen  Waldgebiet  bis  Uganda  und  in  portugiesisch  Ost- 
afrika vor. 

senegalensis.  T.  senegalensis  Bsfl.  (22  c)  hat  die  Saumbinde  der  Vflgl  ganz  wie  bei  der  vorigen  Art  gebildet,  ist 

aber  kleiner,  27— 4ümm,  und  hat  beim  cf  eine  dunklere,  goldgelbe  oder  ockergelbliche,  beim  ?  eine  «liell- 
gelbe  oder  weissliche  Grundfarbe ;  die  Flügel  sind  unten  mehr  oder  weniger  zeichnungslos.  —  Bei  der  Winter- 
bisinuata.  form,  bisinuata  mir.  (22 d).  haben  die  Vflgl  unten  einen  dunkelbraunen  Subapicalfleck  und  die  Hflgl  deutliche 
braune  Flecken.  Diese  Art  ist  kaum  von  der  asiatischen  T.  hecube  verschieden  und  kommt  in  der  ganzen 
aiijiiana.  äthiopischen  Region  häufig  vor.  —  anjuana  Btlr.  kommt  auf  der  Comoren- Insel  Johanna  vor,  hat  eine 
geli)e  Grundfarbe  und  soll  nach  Butler  der  folgenden  Art  ähnlich  sein,  aber  eine  breitere  Saumbinde  der 
\'flgl  haben  unil  kleiner  sein. 

floricota.  T.  floricola  B^d.  (22  d).     Die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgloberseite   tritt  an  der  Rippe  5   oder  an 

der  Falte  zwischen  den  Rippen  4  und  5  am  weitesten,  aber  gewöhnlich  nur  stumpf  und  schwach  nach  innen 
hervor  und  ist  dann  zwischen  der  Rippe  4  und  dem  Hinterwinkel  ganz  schmal  und  gleich  breit ,  oft  ganz 
ohne  Spur  von  Zacken;  die  Grundfarbe  beim  o"  lebhaft  gelb,  beim  ?  heller:  die  Unterseite  fast  ohne  Zeichnungen, 
ceies.  die  Hflgl  oben  mit  kleinen  Saumpunkten  oder  selten  mit  schmaler  Saumbinde.  —  Die  Winterf'orm.  ceres  Blh: 
(22 dl,  hat  oben  eine  hellere  Grundfarbe  und  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  einen  braunen  Subapicalfleck  und 
auf  den  Hflgln  deutliche  braune  Flecken. 

Brigitte -Gruppe. 

Die  Vflgl  beim  cf  ohne  Schuppenstriche  an  der  Wurzel  der  Mediana.  Die  Sauiubinde  der  Vflgl  ist  entweder 
unvuUständig  und  erreicht  nicht  den  Hinterwinkel,  oder,  wenn  vollständig,  auf  der  Innenseite-  gleichförmig  gebogen, 
ohne  Einschnitte. 


Ausgegebm  31.  XII.  1910.  COLIAS.      Von   Dr.    C.   AuRlVILLIUS.  65 

T.  hapale  Mab.  (22  d)  hat  eine  kurze  Saunibinde  der  Vflgl,  welche  h(iclistens  die  Rippe  2,  gewöhnlich  hapalc. 
nur  die  Rippe  3  erreicht,    aber  an   der  Rippe  4  weit  nach  innen  hervortritt;    die  Grundfarbe  beider  Flügel 
ist  gelblichweiss  oder  reinweiss  (?i   und  die  Unterseite  ist  melir  oder  weniger  braun  gefleckt.     Eine   recht 
seltene  aber  sowohl  in  West-  wie  in  Ost-Afrika  und  auf  Madagaskar  vorkommende  Art. 

T.  desjardinsi    unterscheidet   sich    von   dei-  vorigen  Art   durch   die   gelbe  Grundfarbe   und  von   allen 
übrigen  afrikanischen  Arten  dadurch,  d;iss  dei'  Saum  der  Htlgl  an  der  Ri]jpe  3  oder  zwischen  der  3.  und  4. 
schwach  geeckt  ist;  die  Flügel  besonders  die  Vflgl  sind  Ijreiter  und  mehr  abgerundet  als  bei  den  folgenden 
Arten.     Die  Grundfarbe  der  Flügel   ist   lieim  <f  lebhaft  gelb,   lieim  ?  heiler  gelb.   —  desjardinsi   I'sil.  (22 e)  desjardinsi. 
ist   die   normale  Sommerforni :    die   sciiwarze  Saumbinde   der  Überseite  ist   auf  den  Vflgln   etwa  3  mm  breit 
und  am  Hrd  bis  zur  Wurzel  schmal  fortgesetzt ,    auf  den  Htlgln   ist  sie  nur   1  mm  breit  oder  in  Flecke  auf- 
gelöst;  die  Unterseite  des  Vflgl  ist  le])haft  gelb  ohne  Flecken  und  diejenige  iler  Hflgl  nur  mit  den  gewöhn- 
lichen   dunkelgrauen  Zeichnungen    geziert.    —    regularis   Btlr.  (22 e)   ist   eine   extreme   Sommerform,    welche '■^^"'ö'''^- 
auf  der  Unterseite  mit  desjardinsi  übereinstimmt,    sich  aber  dadurch  unterscheidet,    dass   die  Saumbinde  der 
Überseite  viel  breiter  (auf  den  Vflgln  5-6  mm,  auf  den  Hflgln  2— 3  mm  breit)  ist.  —  marshalli   Bt/r.  (22 e)  marshalli. 
ist  die  Winterform :    die  Vflgl  sind  unten  an  der  Spitze  und  bisweilen   auch  am  Saume   mehr  oder  weniger 
breit  rostbraun  oder  rötlich  gefär])t  und  haben  gewöhnlich   auch  einen  braunen  Subai)icalfleck ;    die  Flecken 
der  Hflglunterseite  sind  auch  mehr  oder  weniger  rötlich;  die  Saumbinden  der  Überseite  gewöhnlich,  so  wie 
bei  deyardinsi  ausgebildet.  . —  ab.  aliena  Hllr.  ist    eine  Aberration   der  Winterform,    bei   der  die  Saumbinde  aliena. 
der  Vflgloberseite  auf  eine  kurze,  die  Rippe  3  kaum  erreichenden,  nur  1 — 2  mm  breite  rötlichbraune  Apical- 
binde  reduziert  ist;  die  Hflgl  sind  ganz  zeichnungslos.  —  mandarinula  Hall.  (22 e)  ist  eine  extreme  Winter-  mandannula. 
form,    bei  der  die  Saumbinde  der  Vflgl  in  kleine  Flecken  oder  Punkte  aufgelöst  ist;    das  abgebildete  Stück 
stellt  eine  Zwischenform  dar,  indem  die  Saumflecke  gross  und  zusammenstossend  sind.  —  Bei  punctinotata  punctmotata. 
Bt/r.  (22 e)   ist   die  Grundfarbe   sehr   hell,   schwefelgelb   und  die  Saumbinden  nur  durch  winzige  Punkte   an 
den  Rippenenden  vertreten.  —  Ausser  in  Araliien  kommt  diese  Art  fast  überall  in  der  äthiopischen  Region  vor. 

T.  eximia   Thm:  (22  b,  c).     Der  Saum    der  Hflgl   gleichförmig  gebogen.     Diese   mir  in  Natur  unbe-  eximia. 
kannte  Art   wurde   nach  einem  einzigen  ?  beschrieben.     Oberseite  rein  schwefelgelb  mit  rötlichen  Fransen; 
die   schwarze  .Apicalbinde  der  Vflgl  beginnt  am  Vrde  etwa  '/s  vor  der  Spitze  und  zieht  ziemlich  scharf  be- 
grenzt in  einem  Bogen  nach  aussen,  wo  sie  auf  Rippe  2  spitz  endigt;  auf  der  Unterseite  sind  der  Vrd  und 
der  Saum  der  Vflgl  ziemlich  breit  und  die  ganzen  Hflgl  zart  rotbräunlich.     Deutsch  Ost-Afrika. 

T.  brigitta  hat  einen  gleichförmig  gebogenen  Saum  der  Hflgl.     Die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl- 
oberseite  ist  stets  an  der  Spitze  5  —  7  nmi  breit,  setzt  sich  beim  cf  am  Vrde  bis  zur  Wurzel  und  am  Saum 
bis   zum  Hinterwinkel  fort,    ist  aber  beim  ?  am  Hinterwinkel  mehr  oder  weniger  unterbrochen  und  erreicht 
am  Vrde   nicht   immer   die  Wurzel.    —    brigitta  Cr.  (22f)    ist    durch    die  rötlichen  Fransen  und  die  rötliche'"''^'"''- 
Unterseite  der  Vflgl  und  des  Saumes  des  Vrds  der  Vflgl  leicht  kenntlich;  die  Oberseite  des  ?  ist  nicht  oder 
nur   wenig  mit  schwarzen  Schuppen  bestreut.  —  f.  zoe  Hnpff.  (22  f)  hat  eine  schwefelgelbe  Unterseite  und  ■^<'^- 
die  Fransen  nie  rötlich;   die  Oberseite  des  ?  ist  oft  ziemlich  dicht  mit  schwarzen  Schuppen  bestreut.     Ganz 
Afrika  südlich  von  der  Sahara;  Madagaskar  und  Aldabra.  —  pulchella  Bsd.  (22f)  kommt  nur  auf  IMadagaskar /'«/"'"'/'"• 
und  Mauritius   vor  und  weicht  nur  dadurch  ab,   dass  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgloberseite  breiter  ist, 
an  der  Spitze  3,5—4  mm  breit  und  die  Grundfai'be  der  Überseite  etwas  dunkler,  jedoch  nicht  so  rötlich  wie 
in  der  Abbildung. 

13.  Gattung:    Coliat^  F. 

Die  Arten  der  Gattung  Colins  sind  in  den  Gebirgsgegenden  von  Europa,  Asien  und  Nord-Amerika 
durch  zahlreiche,  oft  sehr  schöne  Alten  \ertreten ;  eine  Art  geht  von  allen  Tagfaltern  am  weitesten  gegen 
den  Norden  und  andere  haben  sich  längs  der  Kordilleren  bis  zur  Südspitze  Amerikas  verbreitet.  Auch  in 
den  Gebirgsgegenden  Afrikas  kommen  CW/rts -Arten  vor;  eine  Art  ist  sogar  bis  zum  südhchsten  Teil  Afrikas 
vorgedrungen ;  auf  Madagaskar  und  allen  übrigen  Inseln  scheinen  sie  jedoch  ganz  zu  fehlen.  Die  afrika- 
nischen Arten  stimmen  so  nahe  mit  den  europäischen  überein,  dass  eine  nähere  Beschreibung  der  Gattung 
überflüssig  ist:  vgl.  hierüber  Bd.  1,  S.  62,  Taf.  25-27:  Bd.  5,  S.  90,  Taf.  27;  Bd.  9,  S.  164,  Taf.  72. 

C.  hyale  L.  (Bd.  1,  Taf.  25g).  Diese  europäische  Art  kommt  als  eine  Form,  welche  der  Form  Avo/f. 
sarepten^is  S/yr.  sehr  ähnlich  ist,  in  Abyssinien  vor.  Die  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  lebhaft  zitrongelb; 
die  breite,  auf  der  Innenseite  an  der  Rippe  4  fast  rechtwinkelig  eingeschnittene  schwarze  Saumbinde  der 
Vflgl  schliesst  grosse  gelbe  Flecke  ein  und  die  Saumbinde  der  Hflgl  ist  massig  breit  oder  in  Flecke  aufge- 
löst; der  Mittelüeck  der  Vflgl  ist  etwas  kleiner  als  bei  der  europäischen  Hauptform  und  die  Unterseite  ist 
lebhaft  gelb,  etwas  dunkler  als  die  Oberseite.  —  marnoana  Boc/.  aus  dem  Sudan  soll  durch  das  Fehlen  des  mamoana. 
orangegelben  Mittelflecks  der  Hflgl  und  durch  einen  kleineren  langgestreckten  Mittelfleck  der  Vflgl  von  der 
Hauptform  abweichen. 

C.  electo  L.   (22  f)    ist   der   europäischen   crocens  Gcoff'r.   sehr   ähnlich   und  wohl   nur  als  eine  Rasseelecto. 
desselben  zu  betrachten.     Sie  ist  kleiner,  hat  eine  lebhaftere,  violettrot  schillernde,  rotgelbe  Grundfarbe  der 

XIII  ^ 


66 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  äthiopischen  Pieriden. 


Oberseite  und  eine  grünere  Unterseite;  l)eini  ?  ist  der  Wurzelteil  der  Vflgloberseite  breiter  schwärzHch.  — 
aurivillius.  ab.-?  aurivillius  Krj.  (22  f)  hat  weisse  Grundfarbe  lieider  Flüii;el.  Die  typische  Form  lioiunit  nur  in  Süd- 
Afriiia  vor.  .Stücke  aus  Kamerun  und  Ost-Afrika  sind  grösser  und  kaum  von  croceiis  Gioff'.  zu  unterscheiden. 
Solche  sind  auf  Taf.  22  g  abgebildet  aber  irrigerweise  als  hecate  bezeichnet.  —  Die  Kp  lebt  auch  in  Süd- 
Afrika  an  Klee -Arten  und  anderen  Leguminosen;  sie  ist  feinhaarig,  ijelblichiirüii  und  dicld  mit  schwarzen 
Punkten  bestreut;  die  KUckeniinie  ist  dunkler  grün  und  die  .Seitenlinie  weiss  oder  gelblichweiss,  oberlialb 
der  Seitenhnie  ist  die  Grundfarbe  dunkler  grün.  Pp  hellgrün,  halbdurchsiclitig ;  die  Kopfspitze  ist  stumpf; 
die  Rückenhnie  ist  dunkler  grün;  Kopf  und  Flügelscheiden  mit  schwarzen  Zeichnungen;  die  Seitenlinie  des 
Hlbs  griinlichweiss. 
hecate.  C.  hecate  Stn-ck.   kenne   ich   nur  durch  die  Beschreibung  und  Originalfiguren.     Sie  ist  offenbar  mit 

elecio  verwandt,  ist  aber  grösser  und  hat  beim  cf  eine  sehr  hell  orangegelbe,  am  Vrde  der  Hfli,d  zitrongelbe 
Grundfarbe  der  Oberseite,  die  schwarze  Saumbinde  der  \'tlgl  ungedeckt  und  fast  wie  bei  drclo  gebildet; 
der  Mittelfleck  massig  gross;  die  Hflgl  mit  massig  breiter  Saumbinde  und  einem  doppelten  hell  orangegelben 
Mitteltleck;  die  Unterseite  ist  zitrongelb,  die  Vf]<rl  mit  schwärzlichen,  die  Hflgl  mit  Ijraunen  kleinen  Sub- 
marginaltlecken ;  der  Mitteltleck  der  Hflgl  auch  unten  doppelt,  silberweiss  mit  braunem  Ringe.  Das  ?  hat 
oben  eine  zitrongelbe  oder  weisse  Grundfarbe;  bei  der  zitrongelben  Form  sind  die  Vflgl  an  der  Mitte  des 
Hrds  schwach  orangegelb  angeflogen:  die  Saumbinde  der  Yih^l  mit  den  gewöhnlichen  hellen  Flecken,  sonst 
kaum  vom  cT  verschieden.  Die  Fransen  und  der  Vrd  der  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  rot.  Bei  der 
weissen  ??-Form  ist  die  Wurzel  der  Vflgloberseite  breit  schwärzlich.  Die  Art  ist  nach  Stücken  von  Oviin- 
Bunda  im  Kongogebiet  beschrieben. 


Alphabetisches  Verzeichnis 


zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  äthiopischen  Pieriden  aufgeführten  Formen. 
*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


abti  Pieris  Suff.    Iris  17,  p.  77. 

abyssinica  Pieris  Lucas.    \ie\.  Zool.  (2)  4,  p.  328. 

abyssinicus  Terac.  Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  486. 

acaste  Terac.  Klug.     Synib.  Pliys.,  t.  7.  * 

achine  Terac.  Cr.    Pap.  Exot.  4,  p.  94.  * 

aequimargo  Mvlotlir.  Thiirau,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  141. 

affinis  Pieris  Mab.     RiiU.  Soc.  Pliilomat.  (7)  3,  p.  138. 

agathina  Mylothr.  Cr.     Pap.  Exot.  3,  p.  76.  * 

agoye  Terac.  Wallengr.    Kliop.  Caffr.,  p.  15. 

agrippina  Pieris  Fldr.     Xovara,  Lep.  2,  p.  173. 

agrippinides  Pieris  Holt.     Proc.  U.  S.  Nat.  Mns.  18.  p.  758. 

alarmi  Pieris  Suff,    his  17,  p.  81. 

alba  Pieris  Wallengr.     Rhop.  Caffr.,  p.  10. 

alba  Terac.  Atirii'.     Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  51.  * 

albida  .Appias  Mab.    Hist.  Mad.  Lep.  1,  p.  261. 

albidus  Terac.  Aiiriv.     Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  54. 

albomaculatus  Terac.  Aiiriv.  Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  55.  * 

alcesta  Lept.  Cr.    Pap.  Exot.  4,  p.  175.  * 

aldabrensis  Terac.  Holl.     Proc.  U.  S.  Nat.  Mus.  18,  p.  269.  * 

aleurona  Calops.  Btlr.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  489. 

aliena  Terias  Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  5,  p.  337. 

amatus  Terac.  F.     Ent.  Syst   3  :  1,  p.  202. 

amelia  Terac.  Lucas.    Rev.  Mag.  Zool.  (2)  4,  p.  427. 

anali  Pieris  Suff.     Iris  17,  p.  83. 

analis  ^lylothr.  Auriv.     Arkiv  f.  Zool.  3  :  19,  p.  4.  * 

anax  Terac.  Smith.     Ami.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  125. 

anjuana  Terias  Btlr.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  3,  p.  189. 

annae  Terac.  Wallengr.    Rhop.  Caffr.,  p.  16. 

anomala  Pieris  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1881,  p.  178.  * 

anomalus  Terac.  Auriv.     Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  55.  * 

ansorgei  Terac.  Marsh.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1897,  p.  13. 

antevippe  Terac.  Bsd     Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  572. 

antigone  Terac.  Bsd.    Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  572. 

antsianaka  Pieris  Ward.    Ent.  Mon.  Mag.  7,  p.  .30. 

arabica  Eron.  Hopff.     Peters  Reise  Mossamb.  Ins.,  p.  363. 

arenicolens  Terac.  Btlr.    Ent.  Mon.  Mag.  21,  p.  81. 

argia  Eron.  F.     Syst.  Ent.,  p.  470. 

argillaceus  Terac.  Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  19,  p.  459. 

arne  Terac.  Klug.    Svnib.  Phys.,  t.  7.  * 

asphodelus  Mvlothr.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1887,  p.  572. 

astarte  Pieris  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc    I-ond.  1899,  p.  971.  * 

auriginea  Pieris  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  374. 

aurigineus  Terac.  Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  12,  p.  103. 

aurivillii  Terac.  Suff.     Iris  17,  )).  85. 

aurivillius  Colias  Kejerst.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  32,  p.  457. 


aurora  Eron.  Suff.    Iris  17,  p.  87. 

auxo  Terac.  Lucas.    Rev.  Mag.  Zool.  (2)  4,  p.  422. 

bacchus  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  73. 

bachi  Appias  Suff.     Iris  17,  p.  74. 

balangensis    Pieris    Rebel   &   Rogenh.      In    Baumaiin    Masai- 

I.and,  p.  326. 
basalis  Mvlothr.  Auiiv.     Arkiv  f.  Zool.  3  :  19,  p.  5. 
bernice  Jivlothr.  Hew.    Exot.  Butt.  Pieris,  t.  8.  * 
bettoni  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1898,  p.  409. 
bisinuata  Terias  Btlr.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  485. 
blanca  Terac.  Suff.     Iris  17,  p.  129. 
boguensis  Pieris  FIdr.     Novara,  Lep.  2,  p.  173. 
bowkeri  Terac.  Trim      Trans.  Ent    Soc.  Lond.  1883,  p.  358. 
brassicoides  Pieris  Quer.     Lef.  Voyag.  .Abyss.  6,  p.  365.  * 
brenda  Terias  Dbl.  &  Hew.     Gen.  Diurn.  Lep.,  p.  79.  * 
brigitta  Terias  Cr.     Pap.  Exot.  4,  p.  82.  * 
buqueti  Eron.  Bsd.     Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  607. 

caeca  Pieris  Cannav.     Bull.  Soc.  Ent.  Ital.  32,  p.  293. 

caere  Pieris  Fldr.    Ann    Mus.  Wien  4,  p.  550. 

Calais  Terac.  Cr.     Pap.  Exot.  1,  p.  84.  * 

callianira  Herp.  Mab.     Bull.  Mus.  Paris  1899,  p.  373. 

calypso  Pieris  Drury.     111.  Exot.  Ins-.  2,  p.  30.  ' 

candidus  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1K81,  p.  178. 

capensis  Eron.  Hopff.     Peters  Reise  Mossamb.  Ins.,  p.  363. 

capricornus  Pieris  Ward.     Ent.  Mon.  Mag.  8,  p.  54. 

carnifer  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  138.  * 

casp!  Mylothr.  Suff.     Iris  17,  p.  72. 

casta  Terac.  Gerst.    Archiv  f.  Naturg.  37  :  1,  p.  357. 

castalis  T-rac.  Stgr.     Exot.  Schm.  1,  ji.  43.  * 

catachrysops  Terac  Btlr.     .Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  178. 

cebron  Pieris  Ward.    Ent.  Mon.  Mag.  8,  p.  59. 

celimene  Terac.  Lucas.    Rev.  Mag.  Zool.  (2)  4,  p.  426. 

cepheus  Pseudap.  Ehrm.     Journ.  N.  York  Ent.  Soc.  II.  p.  77. 

ceres  Terias  Btlr.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5),  17,  p.  218.  ' 

charina  Pieris  Bsd.     Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  525. 

chloris  Mylothr.  /•:     Syst.  Ent.,  p.  473. 

chromiferus  Terac.  Rothsdi.    Nov.  Zool.  1,  p.  538. 

chrysonome  Terac.  Klug.     Svmb.  Phvs.,  t.  7.  * 

citreus  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  162. 

citrina  Mvlothr.  Auriv.     Ent.  Tidskr.  19.  p.  182. 

Clara  Terac  Suff.     Iris  17,  p.  129.  • 

clarissa  .Mylothr.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  18«8,  p.  70. 

cleodora  Eron.  I Ibn.     Samml.  Exot.  Schm.  2,  t.  130.  * 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  äthiopischen  Pieriden. 


67 


concolor  Fieiis  Aurrv.     Rhop.  Aetliiop.,  p.  410. 
confusa  Appias  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  55. 
continentalis  Pieris  Heyn.     Ent.  Zeitschr.  18,  p.  57.  * 
continua  Mylothr.  Auriv.    Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  33. 
contracta  Appias  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Loiid.  1888,  p.  75. 
crawshayi  .Mylothr.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  124.  * 
crawshayi  Pieris  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  665. 
creona  Pieris  Cr.     Pap.  Exot.  1,  p.  148.  * 
crocea  Mylothr.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  734.  » 
croceus  Colias  Geoffr.    In  Fourcr  Ent.  Paris  2,  p.  250. 
crowleyi  Terac.  E.  Sharpe.    Monogr.  Ent.  1,  p.  8.  * 
cygnophila  Eron.  Suff.     Iris  17,  p.  85. 

dagera  Pieris  Suff.     Iris  17,  p.  82. 

daira  Terac.  Klug.     Svmb.  Phvs.,  t.  8.  * 

daplidice  Pieris  L.     Syst.  Nat."  Ed.  10,  p.  468. 

decora  Mylothr.  Thurau.     Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  ]>.  141. 

dedecora  Terac.  Fldr.     Novara,  Lep.,  p.  184. 

deidamioides  Terac.  Auriv.    Öfvers.  Vet.  Akad.  Förhl.  36  :  7, 

p.  45. 
dentatus  Mvlothr.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  124.  * 
dentigera  Pieris  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888.  p.  78. 
desjardinsi  Terias  Bsd.     Faune  Mad.,  p.  22.  * 
dilatata  Eron.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  199. 
dimidiata  Mvlothr.  Auriv.     Ent.  Tidskr.  19,  p.  182. 
dissociatus  terac.  Btlr.     Ann.  Mag.  Xat.  Hist    (6)  20,  p.  453. 
distorta  Pieris  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  774.  * 
dixeyi  Pieris  Neave.     Nov.  Zool.  11,  p.  341.  * 
dopero  Apiiias  Suff.     Iris  17,  p.  76. 
doubledayi  Pieris  Wallengr.    Rhop.  Catfr.,  p.  8. 
doubledayi  Terac.  Hopff.    Peters  Reise  Mossamb.  Ins..  p.  .362. 
doxo  Pieris  God.     Enc.  Meth.  9,  p.  123. 
dubia  .Apjiias  Auriv.     Rhopal.  Aethiop.,  p.  399. 
dubia  .Mylothr.  AuriiK     .Arkiv  f.  Zool.  3  :  19,  p.  5. 
ducissa  Terac.  Dognin.     Le  Natural.  13,  p.  132. 
dulcis  Mylotlir.  Tluirau.     Berl.  Ent.  Zeitschr.  48.  p.  141. 

eleclo  Colias  L.    Cent.  Ins.,  p.  21. 

elgonensis   Terac.   E.  Sharpe.      Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891, 

II.  191. 
elisa  Pieris  Vollenh.    In  Pollen  und  Van  Dam  Faune  ^Fad.  5, 

p.  12.  * 
emini  Tenic.  Btlr.     Ann.  Mag.  \at.  Hist.  C6)  7,  p.  47. 
epaphia  .Appias  Cr.     Pap.  Exot.  3,  p.  26.  ' 
ephyia  Terac.  Klug.     Symb.  Phys.,  t.  6.  * 
eriphia  Heip.  God.    Enc.  Meth.  9,  p.  157. 
eris  Terac.  Klug.    Symb.  Phys.,  t.  6.  * 

erlangeri  Mylothr.  Pageiist.  Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  55,  p.  163.  * 
erone  Terac.  Angas.  '  Kafirs  lUustr.,  t.  30.  * 
ertli  Mylothr.  Suff.     Iris  17,  p.  127. 
erxia  teiac.  Hew.     Exot.  Butt.  Eronia,  t.  1.  Text, 
euagore  Teiac.  Klug.    Symb.  Phys.,  t.  8.  * 
euanthe  Terac.  Bsd.    Spec.  Gen.  Lei).  1.  P-  567. 
euanthides  Terac.  Holt.    Proc.  l'.  S.  Nat.  Mus.  18,  p.  268.  * 
euarne  Terac.  Klug.    Symb.  Pliys.,  t.  6.  * 
eulimene  Calop.  Klug.     Symb.  Phys.,  t.  7.  * 
eunoma  Terac.  Hopff.  l\Ionatsb.  .Akätl.  Wiss.  Beriin  18.55,  p.  640. 
eupompe  Terac.  Klug.    Symb.  Phys.,  t.  6.  * 
evenina  Terac.  Wallengr.    Rhop.  Caffr.,  p.  12. 
evippe  Terac.  L.     Lyst  Nat.  Ed.  10,  p.  469. 
eximia  Terias  Thurau.     Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  142. 

falloui  Phyll.  Allard.     Ami.  Soc.  Ent.  Frr.  i4)  7.  p.  312.  * 
fatma  Terac.  Fldr.     Novara  Lep.,  p.  189.  * 
faustus  Terac.  Oliv.     Voy.  TEmp.  Othom.  AU.,  t.  33.  * 
flava  Terac.  Auriv.     Seitz.  Gross-Schmett.  13,  p.  .50.  * 
flavescens  Terac.  Auriv.     Seitz,  Gross-Schmett.   13,  p.  55.  * 
flaviana  .Mylothr.  Smith.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (71  1.  p.  246. 
flavida  Appias  .Wab.     Hist.  Mad.  Le|i.  1.  p.  262.  * 
flavidus  Terac.  Auriv.     Seitz.  Gross-Schmett.  13,  p.  58. 
flavidus    Terac.  .Mab.     Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  7  Bull.,  p.  37. 
flavimacula  Terac.  Auriv.     Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  55. 
flava  Terac.  Auuiv.     Seitz.  Gross-Schmett.  13,  p.  58. 
florella  Catops.  F.     Syst.  Ent..  p.  479. 
floricola  Terias  Bsd.     Faune  Mad..  p.  21. 
flotowi  Terac.  Suff.     Iris  17,  p.  83. 

foliaceus  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1894,  p.  573.  * 
frobeniusi   Pieris  Strand.     Archiv  f.  Naturg.  75  :  1,  p.  306. 
fusca  Mylothr.  Bartel.     Nov.  Zool.  12,  p.  149. 

galathinus  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  142. 
gallenga  Pieris  Smith.     .Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (.5)  19,  p.  65. 
gaudens  Terac.  Btlr.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  i4)  18.  p.  486. 


gavisa  Terac.  Wallengr.     Rhop.  Caffr.,  p.  13. 

gerda  Pieris  Smith  &  Kirby.    Rhop.  Exot.  Pinacopteryx,  p.  4.  * 

giara  Eron.  Suff.    Iris  17,  p.  87. 

gidica  Pieris  God.     Enc.  Meth.  9,  p.  131. 

glauconome  Pieris  Klug.    Sj'mb.  Phys.,  t.  7.  * 

glauningi  Terac.  Sdiultze.    Soc.  Ent.  24,  p.  19. 

grandidieri  Catops.  Mab.    Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  •V  Bull.,  p.  38. 

grandidieri  Pieris  Mab.    Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  8  Bull.,  p.  77. 

guenei  Terac.  Mab.     Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  7  Bull.,  p.  38. 

haendeli  Appias  Suff.    Iris  17,  p.  76. 

halimede  Terac.  Klug.    Symb.  Phys.,  t.  7.  * 

hanningtoni  Terac.  Btlr.    Ann.  Mag   Nat.  Hist.  (5)  12,  p.  104. 

hapale  Terias  Mab.     Le  Natural.  2,  p.  99. 

hecate  Colias  Stredter.    Weeks  111.  Diurn.  Lep.,  p.  6.  * 

hedyle  Pieris  Cr.    Pap.  Exot.  2,  p.  137.  * 

heicida  Pieris  Bsd.    Faune  Madag.,  p.  17.  * 

Helena  Pieris  Smith.    .Ann.  Mag.  Nat.  Hist  (7)  1,  p.  245. 

helice  Pieris  L.     Mus.  Lud.  Ulr.,  p.  243. 

heliocaustus  Terac.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  768.  * 

helvolus  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  94. 

hemichlora  Appias  A'Iab.     .Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  66,  p.  183. 

hetaera  Terac.  Gerst.    .Archiv  f.  Naturg.  37,  p.  357. 

hilara  Mylothr.  Karsai.    Ent.  Nachr.  18,  p.  169. 

hildebrandti  Terac.  Stgr.    Exot.  Schm.  1,  p.  44.  * 

hospitis  Pieris  Weym.     Iris  16,  p.  226. 

humbloti  Mylothr.  Oberth.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  8  Bull.,  p.  42. 

hyale  Colias  L.     Syst.  Nat.  Ed.  10,  p.  469. 

hybiaea  Catops.  Bsd.    Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  612. 

hydrophobus  Terac.  Suff.    Iris  17,  p.  85. 

ianthe  Pieris  Dbt.    Gray  Zool.  Mise,  p.  77. 
idotea  Eron.  Bsd.     Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  441. 
Immaculata  Lept.  Auriv.    Ent.  Tidskr.  16,  p.  2.57. 
incretus  Terac.  Btlr.    Ent.  Mon.  Mag.  18,  p.  146. 
infida  Pieris  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  77. 
infumatus  Terac.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  128.  * 
infuscata  Mylothr.  Barte/.     Nov.  Zool.  12,  p.  149. 
intermedia  Mvlothr.  Auriv.   Seitz.  Gross-Schmett.  13,  p.  32.  * 
ione  Terac.  God.    Enc.  Meth.  9,  p.  140. 
iranica  Pieris  Bienert.    Lepid.  Ergebn.,  p.  27. 
isokani  .Appias  Smith.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  123. 
iterata  Herp.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  96. 
ithonus  Terac.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  146. 

jacksoni  Mylothr.  E.  Sharpe.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  190.  * 

jalone  Terac.  Btlr.     Cist.  Ent.  1,  p.  14. 

jobina  Terac.  Btlr.    Cist.  Ent.  1,  p.  14. 

johnstoni  Pieris  Crowl.    Trans   Ent.  Soc.  Lond.  1887,  p.  35.  * 

johnstoni  Terac.  Btlr.    Ent.  Mon.  Mag.  23,  p.  29. 

kikuyensis  .Mylothr.  Bartel.     Nov.  Zool.  12,  p.  150. 
kiwuensis  Mvlothr.  Griinb.    Soc.  Ent.  24,  p.  145. 
knutsoni  Mj'iothr.  Auriv.    Ent.  Tidskr.  12,  p.  222. 
kiickeni  Pieris  Suff.     Iris  17.  p.  78. 

lacteipennis  Herp.  Bltr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  489. 
laeta  Pieris  Weym.    Iris  16,  p.  229. 
lais  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  145. 
lanzi  Terac.  Bartel.    Nov.  Zool.  12,  p.  151. 
larima  Pieris  Bsd.     Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  524. 
las«  Appias  Smith.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  124. 
lasti  Pieris  Smith  &  Kirby.    Rhop.  Exot.  Nepheronia,  t.  1.  * 
lata  Pieris  Neave.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910  :  1,  p.  62.  * 
lathyana  Pieris  Strand.    Iris  22,  p.  110. 
leda  Eron.  Bsd.     Vov.  Deleg.  2,  p.  588. 
leucogyne  Pieris  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  p.  492. 
liagore  Terac.  Klug.    Svmb.  Phys.,  t.  6.  * 
liliana  Pieris  Smith.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  122. 
lindneri  Pieris  Deu.'.  Nov.  Acta  Acad.  Nat.  Cur.  41  :  2,  p.  186.  * 
■  lorti  Terac.  E.  Sharpe.    Proc.  Zool.  Soc    Lond.  1896,  p.  527. 
lortzingi  Pieris  Suff.     Iris  17,  p.  79. 
louisa  Terac.  Suff     Iris  17,  p.  128. 
lucasi  Terac.  Grandid.    Rev.  Mag.  Zool.  (2)  19,  p.  273. 
lOderitzi  Terac.  Suff    Iris  17,  p.  129.  ♦ 

mabella  Pieris  Smith.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  8,  p.  79. 

mablllei  Herp.  Auriv.    Rhop.  Aethiop.,  p.  389. 

macularis  Pieris  Auriv.     Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  43.  * 

maculata  Pieris  Auriv.     Rhop.  Aethiop.,  p.  410. 

maculata  Terias  Auriv.     Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  64.  * 

mahobo  Pieris  Smith.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  8,  p.  80. 

mahoboides  Pieris  Hall.     Proc.  U.  S.  Nat.  Mus.  18,  p.  757. 


68 


Urbeschreibunsrs-Nachweis  der  äthiopischen  Pieriden. 


maimuna  Terac.  Kirby.     Pioc.  R.  Dublin  Öoc.  (2)  2.  p.  338. 
majungana  Appias  Smith.    Ann.  Mag.  Kat.  Hist.  (6i  7,  p.  124. 
malaria  I'ieris  Suff.    Iris  17.  p.  81. 
mananhari  Terac.  Ward.    Ent.  Mon.  Mag.  6,  p.  224. 
mandarinula  Terias.  Holl.    lintomolog.  25  Suppl.,  p.  91. 
margarltacea  Pieris  F..  Sharpe.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891. 

p.  191.  • 
marginea  Lept.  Mab.    Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (ß)  10,  p.  27. 
marnoana  Colia.>  Rogenh.  \erh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  33  Sitzb., 

p.  22. 
marshalli  Terias  Btlr.    Ann.  Mag.  nat.  Hist  (7)  1,  p-  62. 
medusa  Lei)t.  Cr.     Pap.  Exot.  II,  p.  86.  * 
melanarge  Herp.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  188.5,  p.  774. 
meldolae  Pieris  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond    1871,  p.  725. 
mesentina  Pieris  Cr.     Pap.  Exot.  3,  p.  140.  * 
metagone  Terac.  Holl.    Proc.  11.  S.  Nat.  Mus.  18,  p.  760. 
mhondana  Terac.  Suff.     Iris  17,  p.  86. 
miriam  Terac.  FUir.     Novara  Lep.,  p.  190.  * 
mixta  Eron.  Auriv.     Ent.  Tidskr.  16,  p.  262. 
mossambicensis   Eron.   Hopff.     Peters   Reise   Mossamb.  Ins., 

p.  363.  * 
mutans  Terac.  Btlr.     Ann.  .Mag.  Nat.  Hist.  (4)  19,  p.  459. 

nagare  Appias  Smith.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  124. 

narcissus  Appias  Btlr.     Trans.  Ent.  Soc.  1898,  p.  431. 

narcissus  xMylothr.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  95. 

narena  Pieris  Smith.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  1,  p.  245. 

narica  Lept.  F.     Ent.  Syst.  3  :  1.  p.  187. 

neumanni  :\Ivlothr.  F.  Sharpe.  knn.  Mag.  Nat.  Hist.  (6),  17,  p.  125. 

ngaziya  Mylothr.  Oberth.    Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  8  Bull.,  p.  41. 

nigricans  Pieris  Auriv.     Seitz,  Gross-Schniett.  13,  p.  47. 

nigricans  Terac.  Auriv.    Seitz,  Gross-Schniett.  13,  p.  51. 

nitida  Pieris  Auriv.    Rliop.  .\etliiop.,  p.  412. 

niveus  Terac.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1881,  p.  177. 

nothus  Terac.  Mab.     Hist.  Mad.  Lep.  1,  p.  290.  * 

nubila  Mylothr.  Mösdil.    Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  33,  p.  275. 

nupta  Lept.  Btlr.     Cist.  Ent.  1,  p.  175. 

nuptilla  Lept.  Auriv.    Seitz,  Gross-Schniett.  13,  p.  31.  * 

nusprica  Pieris  Suff.     Iris  17,  p.  82. 

nyasana  .\ppias  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  853.  * 

nyassae  Herp.  Lanz.     Iris  9,  p.  123. 

obumbrata  Pieris  M^eym.     Iris  16,  p.  228. 

ocale  Terac.  Bsd.     Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  584. 

occidentis  Pieris  Btlr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  4.38. 

ocellatus  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  76». 

ochracea  Mylothr.  Auriv.     Ent.  Tidskr.  16,  p.  259.  * 

ochracea  Pieris  Heron.    Trans.  Zool.  Soc.  Lond.  19,  p.  168. 

ochraceus    Terac  Auriv.     Seitz.  Gross-Schniett.  13,  \\.  51.  ♦ 

ochrea  .\piiias  Bartel.     Nov.  Zool.  12,  p.  1.50. 

ogygia  Pieris  Trim.     Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1883,  p.  356. 

omphale  Terac.  God.     Enc.  Meth.  9.  p.  122. 

omphaloides  Terac.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  151. 

opalescens  Tera<'.  Btlr.     l'.nl.  Mon.  .Mag.  23,  p.  30. 

orbona  Pieris  Geyer.     Hl.n.  Zulr.  5,  p.  44.  * 

pallene  Terac.  Hopff.    l^lDnatsb.  .\kad.  Wiss.  Reri.  1855.  \\.  64ii. 

paradoxa  Pseudop.  t'ldr.     Pet.  Nouv.  Ent.  1,  p.  3ii,  95.  * 

peeli  I'ieris  Di.xey.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1900,  p.  15.  * 

perlucens  Appias  Btlr.     Trans.   Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  431. 

persimllis  Pieris  Smith  &  Kirbv.    Rhop.  Exot.  Helenois,  p.  2.  * 

phaola  Appias  Dbl.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (1)  20,  p.  63. 

pharis  Eron.  Bsd.    .Spec.  Gen.  Lep.  1,  \).  443. 

phileris  Mylothr.  Bsd.     Faune  Madag.,  p.  17.  * 

philippsi  Terac.  Httr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  772. 

phisadia  Terac.  God.     Enc.  Meth.  9,  |i.  132. 

phlegetonia  Terac.  Bsd.    Spec.  Gen.  Lep.  1.  p.  576. 

phlegyas  Terar.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1865,  p.  43L  * 

phoebe  Appias  litlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1900,  p.  936.  * 

pholoe  Terac.  W'allengr.     Wien.  EnL  Mon.  4.  p.  35. 

picta  Pieris  Nenve.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910  :  1,  p.  63.  * 

pigea  Pieris  Hsd.     Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  .523. 

pleione  Terac  Klug.     Synib.  Phys.,  t.  8.  * 

poppea  Eron.     I)onoi>.     Nat.  Reposit.  2,  t.  54.  * 

poppea  Mylothr.  Cr.     Pap.  Exot.  2,  p.  21.  * 

praeclarus  Terac.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  769.  * 

primulina  Mylothr.  Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  19,  p.  627. 

protomedia  Terac.     Klug.     .Syinli.  Phys..  t.  8.  * 

pseudacaste  Terac.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  156.  ' 

pulchella  Terias  Bsd.     Faune  ^ladng..  p.  20.  * 

punctigera  Terac.  Lanz.     Iris  9,  p.  126. 

punctinotata  Terias  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  Ib95,  \i.  633.  " 

puniceus  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  72. 


pyrene  ("atops.  Swains.    Zool.  111.  1,  t.  51.  * 

pyrrhopterus  Terac  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1894.  p.  575. 

raffrayi  Pieris  Oberth.    Etud.  d"Ent.  3,  p.  17.  * 

ramona  Pieris  Smith.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  7.  p.  123. 

regina  Terac.  Trim.     Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  .520. 

regularis  Terias  Btlr.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (,4|  18,  p.  486. 

rembina  Mvlothr.  Plötz.     Stett.  Ent    Zeit.  41,  p.  205. 

rhena  Pieris  Dbl.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (.1)  1'.  P-  24. 

rhodesinus  Terac.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  663.  * 

rhodope  .Appias  F.     Syst.  Ent.,  p.  473. 

rimala  Pieris  Suff.     Iris  17,  p.  80. 

rothschildi  Terac.  E.  Sharpe     Monogr.  Ent.  1,  p.  14.  * 

ruandana  Mvlothr.  Strand.    Soc.  Ent.  24,  p.  42. 

rubricosta  Mylothr.  Mab.     Ann.  Soc.  Knt.  Fr.  (6)  10,  p.  28. 

rubrobasalis  Pieris  Lanz.     Iris  9,  p.  116. 

rubrosignata  Pieris  Weym.    Ent.  Zeitschr.  15,  j).  65. 

rüppelli  Myliithr.  Kodi.    Indo-austral.  Lep.  Fauna,  p.  »8. 

sabina  .Appias  FIdr.    Novara  Lep..  p.  167. 
sagala  Mylothr.  Smith.     Ent.  Mon.  Mag.  23,  p.  32. 
schuberti    IVrac  Suff.     Iris  17,  p.  84. 
schumanni  Mylothr.  Suff.     Iris  17,  p.  71.  * 
seiner!    IVrac  Strand.     Archiv  f.  Natnrg.  57  :  1,  p.  378. 
semialba  Pieris  Auriv.     Ent.  Tidskr.  16,  p.  261. 
semiflava  Eion.  Auriv.     Ent.  Tidskr.  16,  p.  262. 
senegalensis  Terias  Bsd.    Spec  Gen.  Lep.  1,  p.  672. 
severina  Pieris  Cr.     Pap.  Exot.  4,  p.  95.  * 
sharpei  Terac.  Auriv.     Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  60.  * 
siga  Terac  Mab.     Le  Natural.  2.  p.  100. 
sigirrensis  Pieris  Strand.    .Archiv  f.  Naturg.  75  :  1,  p.  305. 
similis  Mylothr.  I.athy.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1906,  p.  6.  * 
Simplex  terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  148. 
sinalata  Eron.  Suff.     Iris  17,  p.  88. 

sipylus  Terac  Swinh.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  p.  444.  * 
sjöstedti  .Mvlothr.  Auriv.     Eut.  Tidskr.  16,  p.  260.  * 
smithi  Mvlothi.  Mab.     Bull.  Soc    Philom.  1,71  3.  p.  132. 
solilucis  Pieris  Btlr.     Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874.  p.  433. 
spica  Mylothr.  Mösdil.    Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  33,  p.  277. 
spilleri  Pi^iis  Spiller.     Eiitoniol.  17.  p.  62. 
straminea  Herp.  Auriv.    .Jägersk.  Expeil.  Lep.,  p.  4.  * 
striata  M\lolhr.  Auriv.     Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  36. 
subeida  I'ieris  Fldr.    Reise  Novara  Lep.  2,  p.  174. 
subfasciatus  Terac  Swains.     Zool.  111.  i2"i  3,  t.  115.  * 
sudanicus  Terac  Auriv.     .Vrkiv  f.  Zool.  2  :  12,  p.  19. 
sulfuratus  Terai-.  Karsdi.     Ent.  Nachr.  24,  p.  98. 
sulfureus    I  eia<-.  .\uiiv.     .'^eilz,  Gioss-Schnietl.  13,  p.  55. 
sulphurea  Mylothr.  Auriv.     Ent.  Tidskr.  16,  p.  2.59.  * 
sulphureotincta  Mylothr.  Strand.     Iiis  22,  p.  109. 
sulphurosa    IVrac.  Thurau.     Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  312. 
swaynei  Mylothr.  Btlr.     Proc  Zool.  Sol-.  Lond.  1898,  p.  822. 
swinhoei  'W-v.w.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884.  p.  491. 
sylvander  l'ieiis  Smith.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1880,  p.  464. 

tanganjikae  I'ieris  Lanz.     Iris  9,  p.  123. 

teitensis  Terac  F.  Sharpe.     Monogr.  Eni.   I,  p.  27. 

tethys  Terac .  Röb.     Seitz,  (Jros.s-Schmett.  1.  p.  .57. 

thalassina  Krön    Bsd.     Spec.  Gen.  Lei>.  1,  p.  443. 

thauruma  Galops.  Reak.     Proc.  .Vcad.  Philad.  18,  p.  238. 

theogone    Terac  Bsd.     .Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  .575. 

theora  I'ieris  Dbl.     .\n\\.  Mag.  Nat.  Hist.  (1)  17.  p.  25. 

theuszi  Pieris  Dew.     Ent.  Nachr.  15,  p.  107.  * 

thinaga  Mylothr.  Suff.     Iris  17,  p.  7.3. 

thruppi    Terac  Btlr.     Proc  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  771.  * 

thysa  l'ieiis  Hopff.    Monatsb.  .\kad.  Wiss.  Berlin  1855,  p.  639. 

tirikensis  .Mxiotlir.  Nrave.     Nov.  Zool.  11,  [).  341.  * 

topha  Terac  Wallengr.     Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  34. 

trimeni  Eron.  Oberth.     Etud.  d'Ent.  3,  p.  20. 

trimenia  Mylothr.  Btlr.     Ci.st.  EnL   I,  p.  13. 

tschadica  Pieris  Auriv.     Seitz,  Gross-Schmett.  13,  p.  40.  * 

udei  .\ppias  Suff.     Iris  17.  p.  75. 

usambara  Eron.  Auriv.    Arkiv.  L  Zool.  3  :  19.  p.  6. 

varia  Eron.  Trim.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  |3>  2,  p.  175. 
venata  Pieris  Btlr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1871.  p.  169. 
venosus  Terac  Stgr.     Exot.  .Sclimett.  1.  p.  43,  305.  ' 
venustus  Terac  Btlr.     Proc  Zool.  Soc.  Lond.  1888.  p.  94. 
verulana  Eron.  Ward.     I"nt.  Mon.  Mag.  8,  p.  59. 
vesta  Terac  Reidie.    Ferr.  et  (Jall.  Voy.  .Abyss.  Ent..  p.  463.  * 
vestalis  Terac.  Btlr.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  135.  * 
vi  Terac.  Swinh.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  p.  437. 
vidua  Pieris  Btlr.     Proc  Zool.  Soc.  Lond.  1899,  p.  972.  * 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  äthiopischen  Pieriden. 


69 


virescens  Eron.  Suff.    Iris  17,  p.  87. 

voeltzkowi  Pieris  Karsai.    Ent.  Nachr.  26,  jj.  369. 

vulneratus  Terac.  Stgr.     Exot.  Schm.  1,  p.  46.  * 

wagneri  Pieris  Suff,     his  17,  p.  79. 

walken"  Terac.  Btlr.     Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  14,  p.  403. 
wallengreni  Terac.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  157. 
weberi  Appias  Suff.    Iris  17,  p.  73. 
welwitschi  Pieris  Rogeiih.     Ann.  Mus.  Wien  4,  p.  .548.  * 
westwoodi  Pieris  Wallengr.    Rliop.  Caffr.,  p.  9. 
wintoniana  Mvlotlir.  E.  Sharpe.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891, 
p.  189.  * 


xantholeucus  Terac.  E.  Sharpe.    Entomolog.  37,  p.  133. 
xanlhus  Terac.  Swiiili.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  p.  440. 


yerburei  Terac.  Swinh.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  p.  441.  * 
yulei  Mylothr.  Bfir.     Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  853.  * 


zephyrus  Terac.  Marsh.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1897,  p.  8. 

zochalia  Pieris  Bsd.    Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  506. 

zoe  Terac.  Grandid.     Rev.  Mag.  Zool.  ('2)  19,  p.  272. 

zoe  Terias  Hopff.     Monatsb.  Akad.  Wiss.  Berlin  1855,  p.  640. 


DANAIDA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  71 


3.  Familie:  Danaididae. 

Von  dieser  Familie  ist  in  der  äthiopischen  Region  nur  die  Unterfamihe  der  Danaidinen  vertreten. 
Dieselbe  umfasst  durchweg  mittelgrosse  Arten,  welche  breite  Flügel  und  langgestreckten  Hinterkörper  haben. 
Die  Vorderbeine  sind  bei  beiden  Geschlechtern  verkümmert,  ohne  Klauen,  beim  cf  mit  ungegliederten,  beim  $ 
gegliederten  Tarsen.  Von  den  übrigen  Familien  mit  ähnhch  gebildeten  Vorderbeinen  unterscheiden  sie  sich 
sofort  durch  die  an  der  Wurzel  gegabelte  Medianrippe  der  Vtlgl.  Die  Mittelzelle  beider  Flügel  ist  stets 
geschlossen.     Die  Palpen  sind  kurz  und  die  Klauen  einfach. 

Die  cfcf  sind  gewöhnlicli  durch  einziehbare  Pinsel  am  Emde  des  Hinterleibes  oder  durch  Schuppen- 
tlecke auf  der  Oberseite  der  Hflgl  oder  der  Vtlgl  ausgezeichnet. 

Die  Eier  sind  stumpf  spindelförmig,  haben  viele  Längsrippen  und  auch  zahlreiche  Querlinien 
zwischen  den  Rippen. 

Die  Raupen  sind  walzenförmig  und  haben  auf  dem  Rücken  zwei  oder  mehrere  Paare  von  langen, 
fadenförmigen,  fleischigen  Anliängseln. 

Die  Puppen  sind  kurz,  dick  und  stumpf  mit  abgerundetem  Ivopfe,  sie  hängen  senkrecht  ohne  Gürtel. 

Die  Danaididen  können  im  allgemeinen  als  giftige  Tiere  l)etraclitet  werden  und  werden  darum  gewöhn- 
lich von  den  meisten  Wirbeltieren  nicht  gefressen  und  tot  in  den  Sammlungen  nicht  leicht  von  Schäd- 
lingen angegritfen. 

In  der  äthiopischen  Region  kommen  nur  wenige  Gattungen  und  Arten  vor.  Ausser  dreien  sind 
jedoch  alle  Arten  auf  dieser  Region  beschränkt.  Die  für  die  indomalayische  Region  so  auszeichnende  Gattung 
Euploea  kommt  in  der  äthiopischen  Region  nur  auf  den  Maskarenen  und  Seychellen  ^or.  fehlt  aber  völhg 
auf  dem  Festlande  Afrikas. 

Übersicht    der   Gattungen. 

I.  Die    Rippe  8   der   Htlgl   trennt   sich    erst   nach    oder   an    dem    Ursprung   der  Präcostalrippe  von  der 
vorderen  Mittelrippe  ab  und  bildet  mit  dieser  eine  zwar  sehr  enge,  aber  deutliche  Wurzelzelle. 

A.  Die  Rippe  10  der  Vflgl  entspringt  aus  oder  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle.  Die  (Querrippe  der 
Mittelzelle  der  Vtlgl  ist  so  stark  nach  innen  gebogen,  dass  die  Rippe  5  viel  näher  an  der  Flügel- 
wurzel als  der  Rippe   lü  entspringt.  1.  Danaida  Latr. 

B.  Die  Rippe  10  der  Vtlgl  entspringt  vor  der  Spitze  der  .Mittelzelle.  Die  Querrippe  der  Mittelzelle 
der  Vflgl  ist  nur  schwach  nach  innen  gebogen,  so  dass  die  Rippe  5  nicht  oder  nur  wenig  näher 
an  der  Flügelwurzel  als  die  Rippe   10  entspringt. 

a.  Die  Rippe  7  der  Hflgl  entspringt  viel  näher  an  (5  als  an  !S.  2.  Amauris  IJbii. 

ß.  Die  Rippe  7  der  Hflgl  entspringt  fast  in  der,  Mitte  zwischen  den  Rippen  6  und  8. 

3.  A  m  a  u  r  i  n  a  ^-1 1<  r  i  r. 

II.  Die  Rippe  8   der   Hflgl   trennt   sich    ziemlich    weit  vor  dem    Ursprünge    der   Präcostalrippe  von  der 
vorderen  Mittelrippe  ab  und  bildet  keine  Wurzelzelle.  4.  Euploea  /'. 

1.  Gattung:  l>aiiai<la  LnU: 

Die  Fühlerkolbe  ist  drehrund  und  geht  allmählich  in  den  Stiel  über.  Die  Pali)en  sind  kurz  und 
überragen  kaum  den  Kopf. 

Arten  dieser  formeiu-eichen  Gattung  kommen  in  allen  Weltteilen  vor.  Die  äthiopische  Region  ist 
jedoch  verhältnismässig  arm  an  Arten.  Dieselben  können  nach  den  Geschlechtscharakteren  der  o^'cf  und  der 
Zeichnung  auf  drei  Gruppen  verteilt  werden. 

Chrysippus- Gruppe. 

Die  mittlere  Discocelhilarrippe  der  Hflgl  sehr  stark,  fast  rechtwinkelig,  nach  innen  geliugen.  Das  cf  mit 
kleiner,  unten  kaum  hervortretender  Schuppentasche  an  der  Rippe  2  der  Hflgl;  der  Eingang  zur  Tasche  oben  von 
einem  grossen  schwarzen  Fleck  umgeben.  —  Rp  mit  3  Paaren  von  Fleischfäden,  je  einem  auf  dem  Rücken  der 
Glieder  2,  5  und  11.  —  Die  FlUgei"  bei  den  äthiopischen  Arten  mit  braungelber  bis  gelbbrauner  Grundfarbe  und 
schwarzer,  weisspunktierter  Saumbinde. 

D.  chrysippus  ist  über  die  wärmeren  Gegenden  der  ganzen  Alten  Welt  weit  verbreitet  und  fast  überall 
sehr  häutig.  Die  Spitze  der  Vflgl  ist  oben  breit  schwarz  mit  einer  schmalen,  weissen,  von  4  —  5  Flecken 
der  Felder  3— 6  und  9—10  gebildeten  Subapicalbinde.  Die  Art  bildet  mehrere  Lokalrassen,  von  denen  die 
Hauptform  chrysippus  L.  aus  Ägypten  beschrieben  wurde  und  überall  auf  dem  Festlande  Afrikas  vorkommt ;  dvysippus 


72  DAXAIDA.     Von  Dr.  C.  Auhivillus. 

sie  ist  dadurch  ausgezeichnet,  dass  der  weisse  Subapicaltleck  im  Felde  +  der  Vtlgl  kleiner,  mehr  gerundet  und 
vom  Flecke  5  mehr  oder  weniger  voUsfändig  getrennt  ist;  auch  die  anderen  Subapicalflecke  sind  kürzer 
vmd   mehr  gerundet   als   bei   der   östlichen  Lokalform;   die  Htlgl    haben  eine  braungelbe  Grundfarbe.  —  ab. 

dirysipellus.  chrysipellus  Strand  ist  eine  extreme  Form,  bei  der  der  Fleck  im  Felde  4-  der  Vflgl  kreisrund  ist  und  von 
alcippiis.  dem  Fleck  im  Felde  5  ebensoweit  wie  von  dem  im  Felde  2  entfernt  ist.  Kamerun.  —  alcippus  Tr.  (Bd.  1, 
Taf.  28  a)  weicht  nur  durch  die  (iruiulfai'be  der  Htlgl,  welclie  in  grösserer  oder  geiingerer  .Ausdehnung  weiss 
ist,  von  der  Hauptform  ab.  Komnjt  unter  der  Hauptform  vor,  ist  aber  im  westafiikanischen  Urwaldgebiet 
orientis.  sehr  häufig  und  verdrängt  dort  fast  ganz  die  Hauptform.  —  orientis  Auriv.  |Bd.  1,  Taf.  28a  als  diri/sippus) 
hat  eine  weit  breitere  weisse  Subapicalbinde  der  \tlgl  mit  dein  Flecke  des  Feldes  4  langgestreckt,  viereckig 
und  den  Fleck  im  Felde  5  eine  lange  Strecke  berührend:  die  Htlgl  ohne  Weiss;  sie  kommt  in  Süd-  und 
Ost-Afrika  unter  der  Hauptfoim  als  Cbergangsform  vor,  ist  alx'i-  auf  den  ostafrikanischen  Inseln  fast  allein- 

alcippoides.  herrschend;  ist  in  Süd-Asien  die  häufigste  Form.  —  ab.  alcippoides  Moon  hat  mehr  oder  weniger  weisse 
Hflgl,  stimmt  aber  sonst  mit  orientis  überein  und  kommt  mit  dieser  zusammen  vor. 

dorippiis.  D.  dorippus  Kdif)  (Bd.  1,  Taf.  28b)   ist  der  vorigen  Art  ähnlich,  unterscheidet  sich  aber  sofort  da- 

durch ,    da.ss   die  Spitze    der  Vtlgl  l)raungelb  und  nur  schwarz  gesäumt    ist  und  keine  weisse  Subapicalbinde 

infumata.  hat;  die  Grundfarbe  ist  nicht  an  der  Wurzel  verdunkelt   mid  die  Htlgl  nicht  weiss.    —   ab.  infumata  Auriv. 

(Bd.  1,  Taf.  28  b,  als  klinjii)  weicht  nur  durch  an  der  Wurzel  verdunkelte   braune  Grundfarbe  beider  Flügel 

albinus.  ab.    —    ab.  albinus  Lauz  (Bd.  1,  Taf.  28  b)   hat   die  Mitte  der  Htlgl  mehr  oder  weniger  breit  weiss.    —   Als 

transiens.  var.  transiens  Ijeschreibt  Sufff.rt  eine  Form,  bei  der  eine  weisse  Subapicalbinde  der  Vtlgl  auf  der  Unter- 
seite mehr  oder  weniger  devitlich  ist.  —  Die  Art  kommt  in  Süd-  und  Ost-Afrika,  in  Arabien,  auf  Sokotra 
und  den  Gomoren  vor,  fehlt  aber  gänzlich  in  West-Afrika;  sie  wird  oft  nur  als  eine  Form  von  chri/xippus 
betrachtet,  genügende  Beweise  dafür  liegen  aber  nicht  vor.  —  />.  chrijxippua  und  dorippus  dienen  in  Afrika 
als  Modelle  für  eine  ganze  Reihe  mimetischer  Arten;  jene  für  JIiipolinDxia  iiiisippiin  9  mit  ab.  alcippoides; 
PseKdacraca  pO(/i/ei;  Acnim  eticedoti  mit  ab.  alcippina ;  Miniacraea  marslialli ;  Telipmi  t^anguiuca;  Cooksonia 
trinu'in;  Aletis  helridu ;  Etiphaedra  ruxpina;  Papilio  dardanus  ?  f.  trop)honiuK  und  viele  andere;  diese  für 
TltjpoHmnax  tnisippiis  ?  f.  inaria  und  dorippuides ;  Acraea  cncedoii  ab.  daira ;  Mimacraca  dolierfyi;  Acraea  john- 
»toni  ab.  fidrescctuf  und  Papilio  dardanus  ?  f.  dorippoides. 

Limniace-Gruppe. 

l'if  mittlere  Discocellularrippe  der  Hfigl  ist  nur  schwach  gebogen  oder  ganz  gerade.  Das  cf  bat  im  Felde  1  c 
der  Htig;!  eine  fj:rosse.  imten  sackföniiig  hervortretende  Schuppentasche.  Die  Flügel  sind  auf  dunklem  Grunde  mit 
zaldreiclien  hellen  Flecken  geziert;  die  Flecke  sind  an  der  Wurzel  langgestreckt,  in  und  hinter  der  l^Iitte  aber  ge- 
i'undet  und  in  2 — 4  unregelmässigen  Bogenreilien  geordnet.  —  Die  Rp  besitzt  nur  2  Paare  von  Fleischfäden,  welche 
auf  den  (Miedern  2  und   ll   stehen  (=   Tinniiahi   Muon). 

petiverana.  D.  petiverana  hbl.-Heic.  (23a)   liat   eine   schwärzliche   Giundfarbe   und  hellgrüne  Zeichnungen;   die 

Vflgl  haben  nur  einen  Längsstrich  an  der  Wurzel  in  der  Mittelzelle,  die  Hflgl  aber  tief  gespaltene  W'urzel- 
striche  in  den  Feldern  Ib,  Ic  imd  der  Mittelzelle:  die  Mittelzelle  der  Vflgl  hat  einen  Querfleck  hinter  der 
-Mitte;  die  Vflgl  haben  :}  Discalflecke  in  den  Feldern  1  b  — 3  und  je  2  in  den  Feldern  4  —  6;  die  Subiuarginal- 
flecke  sind  klein  und  jjunktförmig,  die  Hflgl  haben  zwei  grössere  innere  Discalflecke  (in  den  Feldern  4  und  5), 
eine  vollständige  Bogenreihe  von  äusseren  Discalflecken  und  kleine  Submarginalpnnkte ;  die  Unterseite  ist 
heller  graubraun  als  die  Oberseite  und  nur  in  der  ^Mitte  der  Vflgl  schwärzlich.  Überall  in  den  tropischen 
Gegenden  Afrikas  häufig;  fehlt  in  Süd-Afrika  und  auf  den  ostafrikanischen  Inseln. 

Formosa-Gruppe. 

Diese  für  die  äthiopische  Region  eigentümliche  Gruppe  ist  mit  der  vorigen  Gruppe  sehr  nahe  verwandt 
und  weicht  nur  dadurch  ah,  dass  das  Wurzeldrittel  der  Vflgl  ungefleckt  und  die  VVurzelflecke  der  Hflgl  gross  und 
ungeteilt  sind.  Die  Flügelflecke  sind  tatsächlich  wie  in  der  L/mw/ore-Gruppe  augeordnet,  sind  al>er  weniger  zahl- 
reich.  —    Melindu   Moore  (=  Elsa   Ilonr.). 

morgeni.  D.  morgeni   Honr.  (23  a)  hat  schwärzliche,  an  der  Wurzel  etwas  bräunliche  Vflgl  und  schwarzgraue 

Hflgl;  die  Vflgl  haben  einen  weissen  Fleck  hinter  der  Mitte  der  Zelle,  einen  grossen  Discalfleck  im  Felde  2, 
2  weisse  Subapicalflecke  in  5  und  G  und  in  der  Mitte  zwischen  diesen  und  jenen  eine  Querreihe  von  4  weissen 
Flecken;  die  Hflgl  haben  3  grosse  weisse  Wurzelflecke  und  dazu  nur  4  Submarginalflecke  in  den  Feldern  3—6; 
die  Unterseite  wie  die  Oberseite  gefärbt  und  gezeichnet.     Kamerungebiet. 

mercedonia.  D.  mercedonia  Karxch  (23  b).    Der  ungefleckte  Wurzelteil  der  Vflgl  und  die  Hflgl  bis  über  die  Mitte 

hinaus  sind  dunkel  kastauieidiraun,  die  übngen  Teile  schwärzlich:  die  hellen  Flecke  sind  weisslich  und  fast 
wie  bei  morgnü  gebildet;  die  Hflgl  haben  aber  hinter  der  Mitte  eine  auch  in  den  Feldern  1  a— 3  deutliche 
Fleckenreihe  und  deutliche  Sid)niargiualpunkte.  Deutsch  Ost-Afrika ,  Uganda  und  Toro.  —  Als  Nachahmer 
ist  Papilio  mimeticus  zu  erwähnen. 


Ausgegeben  10.  IL  1911.  AMAUKIS.     Von    Dr.   C.  AuRiviLLiUS.  73 

D.  formosa  Godm.  (23  b)  unterscheidet  sich  von  den  beiden  vorigen  Arten  dadurch,  dass  der  Wurzel-  formosa. 
teil  der  Vflgl  fast  bis  zur  Mitte  und  der  Vorderrand  der  Hflgl  leldiaft  braungelb  sind;  die  hellen  Flecke 
sind  vollständiger  und  fast  ebenso  vollständig  wie  bei  feikerana  entwickelt;  die  Hflgl  haben  grosse  Flecke 
an  der  Wurzel  der  Felder  4  und  5;  diese  Flecke  fehlen  oder  sind  nur  angedeutet  bei  den  beiden  vorigen 
Arten.  Deutsch-  und  Britisch  Ost-Afrika.  —  neumanni  Bothsch.  konnnt  in  Abyssinien  vor  und  weicht  nur  neununun. 
durch  dunklere,  gelbbraune  Grundfarbe  des  Wurzeltoils  der  Vflgl  ab.  —  Papilio  rex  wird  als  Nachahmer 
von  D.  formosa  betrachtet. 

3.  Gattung:  Auiaiiris  Hbn. 

Diese  formenreiche  Gattung  ist  für  die  äthiopische  Eegion  ganz  eigentiindicli  und  kommt  dort 
überall  vor. 

Die  Arten  treten  oft  in  grosser  Ladividuenzahl  auf  und  geben  der  Fauna  ein  charakteristisches  Ge- 
präge. Alle  Arten  haben  schwarze  Flügel  mit  weissen  oder  gelben  Zeichnungen.  Die  Vflgl  haben  ge- 
wöhnlich folgende  helle  Zeichnungen:  1 — 2  Flecke  in  der  Mittelzelle;  4 — 9  oft  grosse  Diskalflecke  in  den 
Feldern  1  a — 6,  9  und  10,  von  denen  jedoch  der  Fleck  1  a  gewöhnhch  fehlt  und  der  Fleck  3  oft  viel 
näher  am  Saume  als  die  übrigen  liegt;  3 — 6  Submarginalpunkte,  von  denen  diejenigen  der  Felder  1  b,  '2, 
3,  6  und  7  fast  immer  da  sind,  und  mehrere  kleine  Saumpunkte,  welche  oft  nur  unten  deutlieh  sind. 
Die  Hflgl  haben  gewöhnlich  eine  helle  Querbinde  oder  ein  grosses  helles  Feld,  welches  bald  an  der  Wurzel, 
bald  in  der  ]\litte  oder  bisweilen  sogar  etwas  hinter  der  Mitte  liegt  und  nur  selten  völhg  fehlt;  dazu 
kommen  gewöhnlich  auch  kleine  Submarginal-  und  Saumpunkte.  —  Die  Eaupe  ist  Z3'lindrisch,  kurz  fein- 
haarig und  besitzt  vier  oder  fünf  Paare  massig  langer,  fleischiger  Anhängsel,  welche  auf  dem  Bücken  der 
Glieder  2,  3,  5  und  11  stehen.  —  Die  Pp  ist  sehr  dünnschahg,  kurz  und  dick,  mit  stumpf  abgerundetem 
Kopfende  und  langem,  stielförmigem  Cremaster;  die  Oberfläche  ist  stark  glänzend.  —  Die  Schmetterlinge 
kommen  nur  in  bewaldeten  Gegenden  vor. 

Nach  den  sekundären  Geschlechtscharakteren  des  ^  und  den  Zeichnungsanlagen  können  die  Arten 
auf  ö  Gruppen  verteilt  worden. 

Uebersidit  der  Gruppen. 

A.  Die  Hflgl  des  ^  oben  in  den  Feldern  1  b  und  1  c  langhaarig,  aber  ohne  Mehlfleck.  —  Die  Hflgl 
einfarbig  schwarzbraun  ohne  helles  Wurzelfeld  oder  helle  Querlunde  imd  nur  mit  kleinen  weissen 
Submarginalpunkten.  —  Cadytis  Moore  Vashti-Gruppe. 

B.  Die  Hflgl  des  cj  oben  nahe  am  Analwinkel  mit  einem  von  der  Puppe  1  b  geteilten  Mehlfleck, 
welcher  sich  durch  hellere  oder  dunklere  Farlje  vom  Grunde  abhebt.  —  Die  Hflgl  fast  immer 
mit  hellem  Wurzelfelde  oder  mit  heller  Querbinde;  selten  einfarbig  schwarzln-aun,  dann  aber 
auch  ganz  ohne  Submarginal-  und  Saumpunkte. 

a.  Die  Flügel  mit  ganzrandigen,  einfarbigen,  dunklen  Fransen  Niavius-Gruppe. 

h.  Die  Flügel  mit  wellenförmigen  oder  gezackten,  unregelmässig  weissgefleckten  Fransen. 

a.  Die   Hflgl   mit   hellem  Wurzelfelde  oder  mit   einer    Querbinde,   welche  in  oder  vor  der 
Mitte  hegt  und  die  Mitte  der  Mittelzelle  bedeckt. 

1.  Das    helle   Feld    der   Hflgl   erreicht   fast    die    Wurzel    der    Mittelzelle    und   ist    ge- 
wöhnlich rein  weiss,  wenn  aber  gelblich,  nach  aussen  undeutlich  begrenzt. 

Egialea-Gruppe. 
•2.  Das  helle  Feld  der  Hflgl  ist  auf  beiden   Seiten  scharf  begrenzt,  gelb  oder  selten 
weisslich  und  erreicht  gewöhnlich  nicht  die  Wurzel  der  Mittelzelle. 

Echeriu-Gruppe. 

h.  Die  Hflgl  mit  einer  fast  gleichbreiten,  gelben   Querbinde,  welche  hinter  der  Mitte  liegt 

und  nur  die  Spitze  der  Mittelzelle  bedeckt.  (=  Berethis  Moore).  Phaedon-Gruppe. 

Vashti-Gruppe. 

Die  einzige  Art  dieser  Gruppe  ist  die  grösste  der  äthiopischen  Danaididen. 

A.    vashti    Btlr.    (23  d).     Die    Vflgl    sind    48 — 58    mm   lang    mit    zwei    grossen,    zusammenhängenden  rashii. 
Diskalflecken  in  1  b  und  2  nahe  an  der  Mitte  des  Hrds  und  mit  kleineren,  getrennten  oder  fast  getrennten 
Diskalflecken  (Subapikalflecken)   in  den  Feldern   5  imd  6;   die  Mittelzelle  ist  ungefleckt  oder  hat   höchstens 
2  weisse   Punkte;   5 — G    Submarginalpunkte  sind  vorhanden;   die  Hflgl  haben  nur   Submarginalpunkte.     Vom 
Niger  bis  zum  Congo  und  Aruwimi  verbreitet  und  in  vielen   Gegenden  häufig. 

XIII  10 


74  AMAURIS.    Von  Dr.  C.  AurivilliOS. 

Niavius-Gruppe. 

Durch  die  ganzrandigen,  ungefleckten  Flügelfransen  unterscheiden  sich  die  hieher  gehörigen  Arten 
sofort  von  allen  übrigen.     Die  Hflgl  oben  gewöhnlich  ohne  Submarginal-  und  Saumpunkte. 

A.  niavius  ist  durch  den  grossen,  den  Hrd  erreichenden  Hrdfleck  und  die  breite,  zusammenhängende, 
weisse  Subapikalbinde  der  Vflgl  und  das  grosse,  weisse,  vom  Hinterwinkel  weit  entfernte,  von  den  tief- 
schwarzen Eippen  geteilte  Wurzelfeld  der  Hflgl  leicht  kenntlich;  die  ^littelzelle  der  Hflgl  ist  ungefleckt 
oder  hat  einen  weissen    Querstrich  am   Vrde  hinter  der  Glitte;  die  Vflgl  mit,    die  Hflgl  ohne   Submarginal- 

inainus.  punkte;  der  Mehlfleck  des  ^  ist  schwarzgrau  und  tritt  darum  nur  wenig  hervor.  —  Bei  niavius  L.   (23  d) 

erreicht   das  weisse   Wurzelfeld   der   Hflgl   höchstens   die   Sjjitze   der  Mittelzelle;   die   Subapikalbinde   der   Vflgl 

ist  G — S  mm  breit  und  erreicht  im  Felde  3  die  Submarginalpunkte.     Sierra  Leone  bis  Angola  und  Uganda. 

aethiops.  —   aethiops    Bothsch.     &   Jord.   weicht   von    der   Hauptform   nur   dadurch   ab,    dass   die    Subapikalbinde   der 

domim-  Vflgl  schmäler  ist  und  im  Felde  3  die  Submarginalpunkte  frei  lässt.  Abvssinien.  —  dominicanus  Trim. 
(23  c)  ist  die  südliche  und  östüche  Rasse  und  zeichnet  sich  sofort  dadurch  aus,  dass  das  weihst'  ^^■urzelfeld 
der  Hflgl  die  Spitze  der  Mittelzelle  weit  überragt;  die  Subapikalbinde  der  Vflgl  ist  auch  durchschnitthch 
breiter,  8 — 10  mm  breit.  Von  Xatal  bis  Britisch  Ostafrika;  in  den  Grenzgebieten  an  Victoria  Nyanza 
konnuen  deutliche  Uebergänge  zu  der  Hauptform  vor.  —  Als  mimetische  Parallelformen  zu  niavius  sind 
die  Lokalrassen  von  Hypolimnas  anthedon  und  einige  Weibchenformen  von  I'upilio  dardanus  {hippocoon  und 
hippocooiioides)  zu  erwähnen. 

Die  folgenden  drei  Arten  sind  miteinander  sehr  nahe  verwandt  und  zeichnen  sich  dadurch  aus, 
dass  der  Diskalfleck  des  Feldes  3  der  Vflgl  grösser  als  jeder  der  Felder  4  und  5  und  von  denselben  ge- 
trennt ist,  indem  er  näher  am  Saume  liegt.  Der  Diskalfleck  im  Felde  2  ist  gross,  erreicht  die  Rippe  3 
und  schliesst  sich  einem  viereckigen  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  einem  gewöhnhch  strichförmigen  Flecke 
im  Felde  1  b  an.  Der  Mehlfleck  des  ^  nahe  am  Analwinkel  der  Hflgl  ist  fast  schwarz  und  tritt  darum 
gegen  die  etwas  hellere  Grundfarbe  deutheh  hervor.  Die  Rippe  11  der  Vflgl  berührt  die  Rippe  12.  — 
Die  Formen  von  Hypolimnas  duhius  bilden  eine  mit  den  Formen  dieser  Gruppe  gleichlaufende  mimetische  Linie. 

A.    damocles.    Das    iielle    Wurzelfeld    der    Hflgl   erreicht   wenigstens    die    Mitte    der    Zelle;    der    Diskal- 
damoclcx.  fleck    des   Feldes    3    der    \flgl   ist    abgerundet.  —  damocles    Beauv.     Das    helle    Wurzelfeld    der   Hflgl   erreicht 
nicht    die    Spitze    der    Mittelzelle;    die    Hflgl    gewühnhch    ohne    Submarginalpmrkte;    das    Feld    1  a    der    Vflgl 
p!>yllule(i.  einfarbig   schwarz.  —  ab.    psyttalea    Plötz   (25  a)    weicht    nur    dadurch    ab,    dass    das   weisse    Wurzelfeld    der 
Hflgl    diu    Spitze    der    ^littelzelle    erreicht    oder    etwas    überragt;    die    Hflgl    haben    gewöhnlich    weisse    Sub- 
marginalpunkte   in    den    Feldern    3 — 6.  —  Diese    beiden    Formen    konnuen    in    ganz    Westafrika    von    Sierra 
dumoclides.  Leone   bis   Angola   und   Uganda   vor   und   gehen   ohne    Grenze  in   einander   über.  —  damociides   Sigr.   (25  b) 
hat   ein   grosses   Wurzelfeld    der  Hflgl,   welches   sich   soweit   über  die   Spitze   der   Mittelzelle   hinaus   erstreckt, 
dass   die   dunkle    Saumbinde   an   der  Rippe  4  nur   5 — 6   mm   breit  ist;   im   Felde   1  a   der   Vflgl   findet   sich 
eine  weisse  Linie  und  oft  auch  ein  weisser  Strich  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  b;  die  Submarginalpunkte  der 
FekU'r  3 — C  der  Hflgl  sind  stets  gut  entwickelt.     Ostafrika  bis  Uganda. 

iurluna.         .       A.  tartarea  Mab.   (25  a).    Die  Vflgl  sind  ganz  wie  bei  damocles  gezeichnet  oder  haben  einen  kurzen 

weisslichen    Strich  im   Wurzelteil   des   Feldes   1  b;   die   Hflgl   sind   oben  einfarbig  schwarzbraun   ohne   Zeich- 

reata.  nungen  oder  höchstens  an   der  Wurzel  ein  wenig  weiss  beschuppt   (=  ab.   reata  Suff.).     Kamerun,    Gabun, 
Congogebiet. 

bidbifera.  A.    bulbifera    Smith    (25  a)    weicht    dadurch    von    den    vorhergehenden    ab,    dass    der    Diskalfleck    im 

Felde  3  der  Vflgl  sich  mehr  oder  weniger  deutlich  als  ein  gebogener  Strich  bis  zur  hinteren  Innenecke  des 
Feldes  3  fortsetzt;  der  Diskalfleck  im  Felde  1  b  der  Vflgl  ist  grösser  und  oft  doppelt,  im  AVurzelteil  des- 
selben Feldes  findet  sich  ein  weisser  Strich;  das  weisse  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  klein  und  erreicht  nicht 
die  Spitze  der  Mittelzelle.  Kamerun,  tlaliun  und  Deutsch  Ostafrika.  —  Rp  braunschwarz  auf  jeder  Seite 
des  Rückens  mit  einer  Reihe  von  oralen,  gelblichen  Flecken,  welche  an  den  ersten  und  letzten  Gliedern 
grösser  sind;  auch  an  den  Seiten  finden  sich  solche  Flecke;  Kopf  und  Füsse  tiefschwarz. 

mozdid.  Zu  dieser   Gruppe  gehört  wahrscheinlicli  auch  A.  mozarti   buff.     Schwarz  mit  weissen  Zeichnungen; 

Vflgl  im  Felde  2  mit  einem  grossen  Diskalfleck,  welcher  die  Wurzel  des  Feldes  ausfüllt  und  sich  bis  zur 
Mitte  des  Feldes  1  b  ausdehnt;  drei  kleine  Diskalflecke  stehen  in  den  Feldern  3,  4  und  5,  der  in  3  ist  nur 
wenig  grösser  als  2  und  steht  ungefähr  in  der  Mitte  zwischen  Saurne  und  Mediane;  in  der  Mittelzelle  be- 
findet sich,  an  den  Fleck  2  grenzend,  ein  viereckiger  grösserer  Fleck,  und  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  b 
ein  weisser  Punkt;  kleine  Subniarginalflecke  in  1  b,  6,  7,  9  mid  10;  Hflgl  mit  einem  kleinen  weisslichen 
Wurzelfeld,  welches  die  Wurzel  des  Feldes  6  und  einen  Teil  der  Zelle  und  des  Feldes  7  bedeckt.  Kamerun. 

Egialea-Gruppe. 

An  den  unebenen,  weissgefleckten  Flglfransen  und  dem  weissen,  selten  etwas  gelblichen  Wurzel- 
fehl   der  Hflgl  sind   die  Arten  dieser   Gruppe  leicht   kenntlich.     Sie   bilden  zwei  natürliche   Unterabteilungen. 


AMAUBIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  75 

1.  Untergruppe. 

Der  Diskalfleck  im  Felde  6  der  Yflgl  ist  immer  da  und  bildet  mit  den  Diskalflecken  der  Felder  4 
und  5  eine  zusammenhängende  weisse  Subapicalbinde.  Die  Hflgl  mit  grossem  über  die  Spitze  der  Mittel- 
zelle hinausreichendem,  weissem  Wurzelfelde.  Der  Diskalfleck  im  Felde  1  b  der  Vflgl  ist  stets  vorhanden. 
—  Der  Mehlfleck  des  (^  ist  lang  gestreckt  und  heller  als  die  Grundfarbe  des  Hflgls. 

A.   fenestrata    Auriv.    ('25  b).     Der  weisse   Fleck   in   der  Mittelzelle   der  Vflgl  ist   sehr  gross,   bedeckt  fenestrala. 
den  ganzen    Spitzenteil    der  Zelle  und  ist  mit  den  grossen  Diskalflecken  der  Felder  2 — 6  zu  einem  grossen, 
weissen  Mittelfeld  vereinigt;  die  genannten  Diskalflecke  bedecken  nämlich  völlig  den  Wurzelteil  ihrer  Felder: 
das  weisse   Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  gross  und  erreicht  den  Ird;   die   Submarginalpunkte  beider  Flügel  sind 
gut  entwickelt.     Im  französischen  Congogebiet;  selten. 

A.  nossima   Ward  ("23  d).     Der  weisse  Fleck  in   der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  wie  bei   der  vorigen   Art  nossima. 
sehr   gross,    bedeckt   aber   nicht    die    Spitze   der   Zelle;    die   Diskalflecke   4 — 6    der   A'flgl   sind   von    der    Spitze 
der   Mittelzelle   weit   entfernt   und    bilden   eine   breite   freie    Subapikalbinde;   das   weisse   Wurzelfeld    der   Hflgl 
ist    sehr   gross    und    nach    aussen    scharf    begrenzt;    die    Hflgl   sind    unten    am    Analwinkel    lebhaft    kastanien- 
braun.    Jladagaskar  und  Mayotte. 

A.  ochlea  Bsd.  (24  a)  ist  kleiner  als  die  beiden  vorhergehenden  Arten  und  unterscheidet  sich  da-  ochlcn. 
durch,  dass  der  weisse  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  kleiner  ist  und  hauptsächlich  nur  den  Eaum 
zwischen  den  Eippen  2  und  3  ausfüllt;  der  Diskalfleck  im  Felde  1  b  erreicht  die  Eippe  1  und  bildet  mit 
dem  Fleck  in  der  Wurzel  des  Feldes  2  und  demjenigen  der  Mittelzelle  eine  breite  zusammenhängende 
Querbinde.  Kommt  von  Natal  bis  Britisch  Ostafrika  nicht  selten  vor.  Hyfolimnas  deceptor  ist  ähnlich 
gefärbt  und  gezeichnet. 

A.  OChleides  ist  mit  ochlea  sehr  nahe  verwandt,  weicht  aber  immer  dadurch  ab,  dass  der  Diskalfleck 
im    Felde    1  li    dir    \  flgl   nur   als    schmaler    Strich    an    der   Hinterseite    der    Eippe    2    liegt   und    die    Eippe    1 
nicht  erreicht.  —  ochleides  Stgr.     Der  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  viereckig  und  mit  dem  Diskal-  ochlcides, 
fleck  im  Felde  2  mehr  oder  weniger  Itreit  vereinigt ;  die  Hflgl  in  jedem  der  Felder  2 — 6  mit  zwei  deutlichen 
Submarginalpunkten.     Abj-ssinien.  —  darius   Botliach.    &  Jord.  weicht  von  der  Hauptform  nur  dadurch  ab,  darius. 
dass  die   Submarginalpunkte  der  Hflgl  weniger  zahlreich  und  das  helle  Wurzelfeld  etwas  kleiner  ist.     Süd- 
abyssinien.  —  affinis  nom.  nov.   (=   comorana  Auriv.)   (25  c)   hat  wie  darius  wenig  entwickelte   Submarginal-  ajjinis. 
punkte  der  Hflgl,   unterscheidet  sich  aber  dadurch,  dass  der  Diskalfleck  im  Felde  2  der  Vflgl  nach  innen 
spitz  ausgezogen  ist  und  die  Wurzel  des  Feldes  2  völlig  oder  fast  völhg    bedeckt.      Comoren.    —   bumilleri  liiiiuitlerl. 
Lanz  (24  b)   weicht  von  den  drei  übrigen  Formen   dadurch  ab,   dass  der  Fleck  in  der  Mittelzelle  der   Vflgl 
kleiner  und  von  den  übrigen  Flecken  völlig  getrennt  ist;   die   Submarginalpunkte  sind  schwach  entwickelt. 
Deutsch  Ostafrika  zwischen  Nyassa  See  und  Tanganika. 

2.  Untergruppe. 

Der    Uiskallleck    im    Felde    G    der    Vllgl    fehlt    völlig    oder    ist    hüchslens    ilurcli    einen    Piiiilvt  angedeutet. 
Das  Wurzelfeld  der  Vflgl    dehnt  sich  selten  über  die  Spitze  der  Mitteizelle  hinaus. 

A.   hecate    BÜr.    (24  b).     Der   Fleck   in    der   Mittelzelle   der   Vflgl   berührt   eine   längere   oder   kürzere  hi-i-alc. 
Strecke  den  Fleck  im  Felde  2;  diese  wird  oft  von  einem   Striche  im  Felde  1  b   begleitet;  die  Diskalflecke 
der  Felder  4   und    5   der   Vflgl   berühren  einander  fast   mit  ihrer  ganzen   Länge  und   liegen   beinahe  gleich 
weit  von  der  Spitze  entfernt;  das  weisse  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  klein  und  erreicht  höchstens  die  Eippen  2 
und  5;  die  Submarginalpunkte  der  Hflgl  fehlen  oder  sind  schwach  entwickelt;  als  für  diese  Art  sehr  eigen- 
tümlich ist  hervorzuheben,  dass  auf  der  Unterseite  der  Hflgl,  und  oft  auch  auf  der  Oberseite,  zwei  Diskal- 
flecke in  den  Feldern  G  und  7  auftreten,  welche  einen    Querfleck  an  der  Mitte  des  Vrdes  bilden  und  von 
der   bisweilen    hellen    Wurzel    des    Feldes    6    gut    getrennt    sind;    der   Mehlfleck    des   (^    ist   schwärzhch    und 
dunkler  als   die    Grundfarbe;    beim    $  ist   das   Wurzelfeld   der  Hflgl  normal  etwas    grösser  als   beim  ..^  und 
bedeckt   auch   die    Wurzel   der   Felder   6   und   7,    bisweilen   ist   es   nicht   grösser   als    beim   <^,    =    f.   reducta  mlnvta. 
Bartel.     Im    ganzen    westafrikanischen    Urwaldgebiet    von    Sierra  Leone    bis    Congo    und    Uganda.  —  stictica  süclicu. 
Bothsch.     &    Jord.    ist    kleiner   und    hat    kleinere   Flecke   der   Vflgl,    aber   zahlreichere   und    deutlichere    Sub- 
marginalflecke  der  Hflgl.     Abyssinien. 

A.  hecatoides  Auriv.  (25  c)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  hat  wie  diese  in  der  Mittelzelle  hrculoUles. 
der  Vflgl  einen  grossen  Fleck,  welcher  nur  durch  die  Eippe  vom  Flecke  des  Feldes  2  getrennt  ist,  der 
Diskalfleck  im  Felde  1  b  fehlt  oder  ist  strichförmig  und  liegt  dicht  an  der  Eippe  2,  ganz  wie  bei  hecate; 
als  wichtigste  Unterschiede  von  hecate  sind  hervorzuheben,  dass  der  Diskalfleck  des  Feldes  4  der  Vflgl 
viel  näher  am  Saume  als  der  des  Feldes  5  liegt  und  diesen  kaum  oder  nur  eine  kurze  Strecke  berührt, 
dass  der  Diskalfleck  im  Felde  2  mehr  nach  innen  ausgezogen  ist  und  oft  die  Wurzel  des  Feldes  2  völlig 
bedeckt,  dass  die  weisse  Flecke  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  in  den  Feldern  6  und  7  an  der  Mitte  des 
Vrds   völlig   fehlen   und   dass   der  Mehlfleck   des  (J   gelblich   und   heller   als   die   umgebende    Grundfarbe  ist. 


7G  AMAUEIS.     Von  Dr.  C.  Auriviluüs. 

reulcri.  Congogebiet.  —  reuten"  Strand  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  nur  durch  cinrn   ki-ilfönuigen   Diskalfleck  im 
Felde  3  der  Vflgl  von  der  Hauptform  abzuweichen.     Kamerun. 

(/,>(/.  A.    dira    Xeare    hat    die    Fhigelform    der    vorliergehenden    Arten,    ab(>r    wie    die    folgenden    einen    vom 

Diskalfleck  des  Feldes  '2  der  Vflgl  weit  getrennten  jjunktförmigen  Fleck  der  Mittelzelle;  der  Di.skalfleck  des 
Feldes  2  der  Vflgl  ist  gi'oss  und  rektangulär,  derjenige  des  Feldes  4  fehlt  oder  ist  sehr  klein;  die  Hflgl 
sind  ganz  wie  bei  hecate  gezciclmi't  und  führen  einen  weissen  Fleck  im  Felde  7  an  der  Glitte  des  Vrds. 
T'ganda. 

itifenia.  A.   inferna    litlr.    (24  Ij)    hat    einen    zienilicli    grossi-n,    aber    \(ini    Flecke    des    Feldes    2    gut    getrennten 

Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl;  der  Diskalfleck  des  Feldes  4  liegt  viel  näher  am  Saume  als  der  des 
Feldes  5  und  berührt  denselben  nicht  oder  kaum:  der  Fleck  im  Feld  1  b  fehlt;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl 
ist  weiss  oder  gelblicii  weiss,  erreicht  gewöhiüicli  nur  die  Eippe  2,  selten  die  Spitze  der  Zelle,  bedeckt  aber 
oft  die  Wurzel  der  Felder  4 — 6 — 7;  der  Submarginalfleck  3  der  Vflgl  ist  grösser  als  die  übrigen.  Ashanti, 
Kamerun,  Fernando  Po;  Französisch  Congo. 

lyialcu.  A.  egialea  Cr.  (25  c)  ist  der  vorigen  Art  sehr  iiiinlicl],  weicht  aber  dadurcii  ab,  dass  das  Wurzelfeld  der 

Hflgl  gelbhch  und  nacii  aussen  undeutlich  begrenzt  ist;  es  erreicht  gewöhnlich  die  Zellspitze  und  das  innere  Ende 
des  Mehlfleckes  des  (^ ;  die  Submarginalflecke  der  Vflgl  (in  1  b,  2,  3,  6  und  7)  sind  alle  gerundet  und  fast 
gleich  gross.  Sierra  Leone  bis  Angola  und  Aruwimi.  Das  abgebildete  Stück  stellt  eine  etwas  abweichende 
Form  aus  Uganda  dar. 

lUiinijdli.  A.  dannfelti   Aurlr.      Die  Vflgl  sind  fast  ganz  wie  bei   den    beiden    letzt    vorhergehenden  Arten  ge- 

zeichnet und  die  Diskalfiecke  4  und  5  der  Vflgl  sind  kurz,  fast  quadratisch  und  der  Fleck  4  liegt  so  viel 
näher  am  Saume,  dass  er  den  Fleck  5  nicht  oder  nur  mit  seiner  inneren  Ecke  berührt;  von  allen  anderen 
Arten  dieser  Untergruppe  unt(?rscheidet  sie  sich  dadurch,  dass  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  rein  Meiss,  nach 
aussen  scharf  begrenzt  und  so  gross  ist,  dass  es  weit  über  die  Spitze  der  Mittelzelle  hinausreicht;  die 
dunkle  Saumbinde  ist  dadurch  an  der  Eippe  4  nur  etwa  6  mm  breit.     Congogebiet. 

hyalitcs.  A.  hyalites    Jillr.   (24  a).     Der  Fleck   in   der  Mittelzelle   der   \ilgl   ist  stets   durch  einen  Zwischenraum 

vom  Diskalfiecke  im  Felde  2  getrennt  und  der  Fleck  im  Felde  Ib  fehlt;  von  den  ähnlich  gezeichneten 
Arten  weicht  sie  dadurch  ab,  dass  die  Diskalfiecke  4  und  5  der  Vflgl  langgestreckt  sind  und  einander 
wenigstens  mit  '/a  ihrer  Länge  berühren;  das  Wurzelfeld  di'r  Hflgl  ist  weiss,  am  L'de  und  nach  aussen 
gelblich,  und  erreicht  wenigstens  die  Spitze  der  Zelle;  der  ^leblfleck  des  (^  ist  gelblieli.  \un  Kamerun  bis 
Angola  und  Aequatoria. 

Echeria-Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  zeichnen  sicli  dadunli  aus,  dass  das  helle  Feld  d(?r  Hflgl  nicht  die  Wurzel 
iMreielit.  sondern  eine  breitere  oder  schmälere  (vtuerbiiiile  bildet,  welche  auf  beiden  Seiten  scharf  begrenzt  und 
gewöhnlich  gelb  oder  gelblich  ist.  Die  Vflgl  sind  bei  allen  Arten  fast  ganz  ähnlich  gezeichnet;  die  Diskalfiecke 
1  a,  1  b  und  :}  fehlen,  diejenigen  der  Mittelzelle  und  des  t'eldes  2  sind  von  einander  weit  getrennt  und  die 
der  Felder  4  und  5  sind  klein,  (piadratisch  oder  gerundet  und  fast  immer  getrennt,  indem  der  des  Feldes  1  vir! 
näher  am   Saume  liegt;  die  Sut)marginairiecke  sind  gut  entwickelt. 

A.  echeria.  Der  dunlilc  \\inz(Ueil  der  Hflgl  erreicht  wenigstens  die  Hippe  7  und  ist  5 — (i  nun 
breit;  zweites  l'alpenglied  mit  ])unktföi-migem.  weissem  Flecke;  Hlb  unten  so  dunkel  wie  die  Saumbinde 
der  Hflgl;   M'lgl  fast  ininier  mit   Snbnjarginalfleck  im  Felde  8:  beim  ^J  ist  der  ]\Iehlfleck  am   Analwinkel  d^-r 

eeheriii.  Hflgl  klein,  etwa  3  mm  lang  und  die  letzte  Rückenplatte  am  Ende  kaum  eingebuchtet.  —  echeria  Stoll 
(24c).  Die  gelbe  Querinnde  der  Hflgl  ist  etwa  10  nun  breit  und  erreicht  die  Spitze  der  Zelle;  alle  oder 
fast  alle  Flecke  der  Oberseite  sind  gelb.  Kp  schwarz  mit  feiner  blauer  Rückenlinie,  unterbrochener  gelber 
Subdorsallinie  und  orangegelber  Seitenlinie;  Atemlöcher  mit  blauem  Ringe;  2tes,  4tes,  6tes,  Utes  und  12tes  Glied 

titeckeri.  mit  einem  Pärchen  kurzer  Fleischfäden.     Von  Kamerun  bis   Süd-  und   Ostafrika.  —  steckeri  Kheil  hat  eine 

schmälere,    nur    G    nun    breiten   gelbe    Querbinde    der    Hflgl,    stimmt    aber   sonst    mit    der    Hauptform    überein. 

javk.soni.  Abyssinien.    —  jacksoni   K.   Sliarpe  (24  c)   unterscheidet  sich   von  der  Hauptform  dadurch,  dass  alle  Flecke 

der  Vflgl  weiss  sind  und  die  zahlreichen  Flecke  der  Hflgl  ol>en  gelblich,  unten  weiss.     Deutsch  und  Britisch 

osmrus.  Ostafrika,  Uganda  und  Abyssinien.  —  OSCarus  TJniruu  (=  prominens  Grüvh.)  (24  d)  weicht  dadurch  ab, 
dass  die  Mittelbinde  der  Hflgl  schmäler  ist  und  die  Rippe  2  kaum  überragt;  die  Hflgl  haben  oben  nur  drei 
weisse  Submarginalflecke  und  der  Submarginalfleck  im  Feld  8  der  Vflgl  fehlt;  dadurch  und  durch  den 
etwas  mehr  länglichen  weissen  Fleck  des  zweiten  Palj)engliedes  nähert  sich  oscarus  die  folgende  Art.  Uganda. 

üulaüi  ^"  a'bimaculata   BÜr.   (25  d)   hat   wie   die  vorige   Art   einen  grossen  schwarzen   Wurzelt(>il   der   Hflgl, 

welcher  die  Rippe  7  erreicht  und  ist  auch  sonst  der  cclierid  so  ähnlieh,  dass  sie  früher  nur  als  eine  Form 
dersell)en  betrachtet  worden  ist;  sie  kann  jedoch  dadurch  unterschieden  werden,  dass  das  zweite  Palpenglied 
einen  langen  weissen  Strich  hat,  dass  der  Hlb  unten  so  lull  wie  das  helle  Feld  der  Hflgl  ist,  dass  der 
Submarginalfleck  im  Felde  8  der  Vflgl  fast  inuner  fehlt  und  dadurch  dass  beim  J  der  Mehlfleck  der  Hflgl 
etwa  ü  mm  lang  und  die  letzte  Rückenplatte  des  Hlbs  an  der  Spitze  tief  eingeschnitten  ist.      Alle  Flecke 


EUPLOEA;  AMAURINA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  77 

sind    weiss    und    die    yui'ibinde    der   Hflgl    bei    der   Hauptfonn    gelb.      Süd-    und    Ost-Afrika    bis    Uganda.  — 
hanningtoni  BUr.  (24  b)  weicht  nur  dadurch  ab,    dass  die   Querbinde  der  Hflgl  weiss  oder  gelblich  weiss  ist.  fg""/""^' 
Deutsch  Ostafrika  besonders  am  Kilimandjaro-Berge  häufig. 

A.   lobengula   unterscheidet   sich   von   den   vorhergehenden   dadurch,    dass    die    dunkle    Farbe    an    der 
Wurzel  der  fiflgl  viel  weniger  ausgedehnt  ist  und  die  Rippe  7  nicht  erreicht.  —  lobengula  fi.  Sliarpe  (25  d).  lobonjula. 
Die  gelbe   Querbinde  der  Hflgl  ist  sehr  breit  und  erreicht  beim  ^  den  kleinen  Mehlfleck  an  der  Rippe  1  b; 
die   Diskalflecke    der   Yflgl   sind    gelb    und   der    Submarginalfleck   des    Feldes    8   ist   deuthch.     Matabeleland. 
Mashunaland,    Nyassaland.  —  katangae   Neave  hat   weisse   Flecke   beider   Flügel,    stimmt   aber   übrigens   mit  hdlangae. 
lobengula   überein.     Rhodesia    und    Katangagebiet.  —  crawshayi    Btlr.    (24  d).     Die   gelbe    oder   weisse    Quer-  crauahayi. 
binde    der    Hflgl    ist    weniger    breit    und    erreicht    beim   q    bfi    weitem    nicht    den    Mehlfleck;    der   schwarze 
Saumteil   der   Hflgl  ist   darum   am   Irde   viel   breiter  und   erreicht  gewöhnlich   fast   die   Mitte   des   Irds;   der 
Submarginalfleck    im    Felde    8    der    Yflgl    fehlt    und    die    Yflgl    haben    darum   nur   zwei    helle    Flecke    an    der 
Spitze;   alle  Flecke  beider  Flügel  sind  weiss.     Nyassaland.  —  Die  mir  unbekannte  whytei   Btlr.  scheint  nur  whylvL 
durch  gelbliche  Diskalflecke  der  Hflgl  von  crawshayi  abzuweichen.     Nyassaland. 

A.    comorana    Obertk.    ist    fast    wie    crawshatji    gezeichnet,    hat    aber    grossere,    einander    berührende  wmorana. 
Diskalflecke   der   Felder  4  und   5   der  Yflgl,   einen   kleinen    Submarginalfleck  im  Felde  -8   der   Vflgl  und  in 
jedem    der    Felder    2 — 6    der    Hflgl    zwei    grosse    Submarginalflecke,    welche    fast    in    der    Mitte    der    breiten 
schwarzen   Saumbinde  liegen;  alle  Flecke  sowie  die    Querbinde  der  Hflgl  und  die  Unterseite  des  Hlbs  sind 
gelb.     Comoren. 

Phaedon-Gruppe. 

Die  einzige  Art  dieser  Gruppe  seliliesst  sirli  in  diT  Zinrhuung  den  Arten  der  Echoria-Gruppo  an.  woiciit 
aber  dadurcti  ab,  dass  der  schwarzbraune  Wurzolteil  der  Ill'lgl  die  Mitte  des  Flügels  erreicht  und  die  Wurzel 
der  Felder  2.  4.  5  und  G  bedeckt. 

A.   phaedon   F.    (24  d)    hat   schwarzbraune   Flügel    mit   gelben    Zeichnungen ;    die    Mittelzelle    der    Vflgl  phaedon. 
ist  gewöhnlich  ungefleckt;  die  Diskalflecke  der  Felder  2,  4  und  5  sind   klein;  die  gelbe    Querbinde  der  Hflgl 
ist  nur  6 — 7  mm  breit,    liegt  hinter  der  Mitte  und  besteht  aus  einem  Fleck  in  der  Spitze  der  Zelle  und  je 
einem   in   den   Feldern    1  b — 6;   beide   Flügel   mit   gelben    Submarginal-   und    Saumflecken.     Madagaskar   und 
Mauritius. 

3.  Gattung:  Aiiiauriiia  Auriv. 

Di(i  Arten  wurden  bisher  zu  Amauris  geführt,  unterscheiden  sich  aber  in  beiden  Geschlechtern 
sofort  dadurch,  dass  die  Rippe  7  der  Hflgl  fast  in  der  Mitte  zwischen  den  Rippen  G  tnid  8  entsjiringt  und 
nicht  wie  bei  Amauris  viel  näher  an  der  Rippe  6.  —  Die  Yflgl  haben  einen  Querfleck  in  der  Mittelzelle, 
welcher  vom  grossen  Flecke  des  Feldes  2  gut  getrennt  ist,  und  hinter  der  Zellenspitze  eine  kleine  Quer- 
binde, welche  aus  den  Diskalflecken  der  Felder  4 — G  (und  9)  besteht.  Die  Submarginalflecke  sind  gut 
entwickelt  und  oft  gross,  auf  den  Hflgln  sind  sie  wenigstens  unten  in  jedem  Felde  zwei  und  unregelmässig 
schief  gestellt.  Das  gelbe  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  massig  gross  und  erreicht  die  Wurzel,  aber  nicht  die 
Spitze  der  Zelle.     Die  Flglfransen  sind  hell  gefleckt  und  uneben. 

A.   ellioti    BUr.    (25  b).     Alle   Flecke   beider   Flügel   sind    gell)    und    die    Submarginalflecke   der   Hflgl-  clUoU. 
Oberseite  gross  und  vollständig  ausgebildet.     Ruwenzoiigebiet. 

A.  ansorgei   E.   Sharpe   (24  d).     Alle  Flecke  sind  weiss  und  die   Submarginalflecke  der  Hflgloberseite  ansorgei. 
fehlen  teilweise.     Nyassaland,  Deutsch  Ostafrika,  Uganda. 

Die  mir  unbekannte  ,, Amauris"  grogani  E.  Sharpe  ist  so  unvollständig  beschrieben,  dass  es  un-  ijruyuiii. 
möglich  ist  zu  entscheiden,  ob  sie  zu  der  Niavius- Gruppe  von  A^nauris  oder  zu  Amaurina  gehört.  Die 
Beschreibimg  lautet:  Hinsichtlich  der  Stellung  der  weissen  Flecke  der  Yflgl  mit  A.  daniocles  Beauv.  ver- 
wandt, dem  allgemeinen  Ansehen  nach  aber  der  A.  ansorgei  ähnlich.  Yflgl:  Grundfarbe  dunkel  schwarz- 
braun, durch  eine  Anzahl  weisser  Flecke  wie  bei  A.  damocles  erhellt;  der  weisse  Fleck  im  Felde  2  nicht  so 
ausgezogen  wie  bei  dieser  Art;  alle  Flecke  etwas  kleiner  als  bei  damocles.  Hflgl  mit  mehr  als  die  Hälfte 
braunschwarz;  das  Wurzelfeld  hell  ockergelb;  nahe  am  Hrde  eine  Reihe  von  undeutlichen  weissen  Flecken, 
dieselben  nächst  der  Spitze  am  deutlichsten.  Unterseite:  Mitte  der  Yflgl  dunkel  braunschwarz,  das  Spitzen- 
feld heller  braun;  alle  weisse  Flecke  deutlich,  aber  kleiner  als  bei  damocles.  Hflgl  mit  mehr  als  die  Hälfte 
hellbraun,  das  Wurzelfeld  hell  ockergelb;  der  innerste  Wurzelteil  dunkelbrami  und  am  Yrde  nach  aussen 
verlängert;  nahe  am  Hrde  eine  deutliche  Reihe  weisser  Flecke  von  wechselnder  Grösse  und  am  Saume 
selbst  winzige  weisse  Doppelflecke.     Mushariland  zwischen  Kiwu  und  Albert-Edward  See. 

4.  Gattung:  Eiiploea  F. 

Diese  für  die  indo-malayische  und  die  austro-malayische  Region,  sowie  für .  die  Inseln  des  iiacifischen 
Ozeans  so  äusserst  charakteristische   Gattung  ist  in  der  äthiopischen  Region  nur  auf  den  Mascarenen  und 


78  EUPLOEA.     Von  Dr.  C.  Aukivillius. 

den  Sej^chellen  an  cU-r  Ostküste  Afrikas  vertreten  und  liefert  einen  Beweis  für  die  frühere  Verbindung 
zwischen  diesen  Inseln  und  den  südlichen  Teilen  Asiens.  Ganz  wüe  auf  den  Inseln  des  Indischen  und 
Pacifischen  Ozeans  treten  auch  hier  auf  den  verschiedenen  Inseln  ganz  verschiedene  Arten  auf. 

Die  (JcJ  sind  oft  durch  besondere  Mehl-  oder  Sammetflecke  der  Vflgl  oder  der  Hflgl  oder  beider 
Flügel  ausgezeichnet.  Darauf  und  auf  geringfügige  Unterschiede  der  Flglforni  hat  ^1  o  o  r  e  eine  grosse 
Anzahl  von  Gattungen  begründet.  Da  aber  ein  Weibchen  nach  diesen  Gattungskennzeichen  nicht  bestimmt 
werden  kann  und  scheinbar  nahe  verwandte  Arten  oft  geti'ennt  werden,  müssen,  ist  es  fraglich,  ob  diese 
„Gattungen"  natürlich  sind  oder  nicht.  Nur  durch  ein  näheres  Studium  der  Eiitwicklungsstadien  dürfte 
diese  Sache  entschieden  werden  können. 

Die  Kp  sind  leider  nur  wenig  bekannt,  scheinen  aber  durch  die  Zahl  und  die  Auorihiung  der  langen 
Fleischzapfen  oder  Fleischfäden  beträchthch  von  einander  abweichen  zu  können. 

Es  ist  eine  wohlbekannte  Tatsache,  dass  die  asiatischen  Euploen  von  vielen  anderen  Schmetter- 
lingen mehr  oder  weniger  genau  nachgeahmt  werden.  Auf  den  afrikanischen  Inseln  leben  auch  zwei 
Schmetterlinge,  welche  wahrscheinlich  als  Nachahmer  von  E.  euplion  und  goudoii  zu  betrachten  sind, 
nämhch  Salamis  augustina  und  das  $  von  Papilio  phorhautn:  iTstcti'  Art  ist  nunmehr  fast  ausgestorben, 
letztere  aber  ist  auf  Bourbon  sehr  häufig. 

Ueber  die  zahlreichen  indischen  Formen  dieser  Gattung  vgl.  Bd.  it,  p.  225 — 272,  Taf.  79 — 8(5. 

ctiiihun.  E.  euphon  F.   (23  c).     Die   Vflgl  sind   bläulich   schwarz,   am   Hrde  heller  und   haben  eine   vollständige 

oder  fast  vollständige  Eeihe  von  ziemlich  grossen,  weissen  Submarginalflecken,  von  denen  die  der  Felder  (i 
bis  8  eine  Subapikalbinde  bilden;  kleine  weisse  Diskalflecke  können  in  den  Feldern  3 — 6,  9  und  10  vor- 
lianden  sein;  die  Hflgl  sind  schwarzbraun  und  haben  hinter  der  Mitte  eine  o — 6  mm  breite,  gelbliclnveisse 
Querbinde,  welche  dicht  am  Saume  von  8 — 10  kleinen,  gerundeten  Flecken  begleitet  ist;  auf  der  Unterseite 
haljcn  sie  ausserdem  weisse  schwarz  geringelte  Diskalpunkte  in  den  Feldern  3 — 6  und  in  der  Mittelzelle. 
Beim  (^  fehlen  Mehlflecke  oder  sonstige  Auszeichnungen  und  der  Hrd  der  Vflgl  ist  gerade.  —  Die  Ep 
lebt  auf  Nerium,  ist  schmutzig  weiss,  mit  einer  Seitenreihe  schwarzer  Punkte  und  vier  Paaren  Fleisch- 
fädcn,  welche  auf  dem  Bten,  4ten,  6ten  und  letzten  Gliede  stehen.  —  Die  Pp  ist  glänzend  goldgrün. 
Mauritius. 

üisjanlhi^i.  E,   desjardinsi   Guer.    (25  d).     Diese   seltene,   hier   zum   ersten  Jlale  abgebildete  Art  kommt  nur  auf  der 

kleinen  Insel  Uodriguez  vor;  sie  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnUch,  aber  viel  kleiner,  mit  hellerer  Grund- 
farbe und  ohne  helle  Punkte  zwischen  dem  Saume  und  der  hellen   Querbinde  der  Hflgl. 

(jotiduli.  E.   goudoti   Bsd.   (23  b)   stammt    von   der   Insel   Bourbon;   die  Flügel  sind   oben   von   der   Wurzel   bis 

über  die  Mitte  hinaus  tief  schwarzbraun,  dann  heller  braun;  die  Vflgl  ganz  ohne  Submarginal-  und  Saum- 
flecke, bisweilen  aber  mit  1 — 3  kleinen  Diskalflecken ;  die  Hflgl  etwa  2  mm  vor  dem  Saume  mit  einer 
Reihe  von  8 — 10.  fast  zusammenhängenden,  weisshehen  Flecken;  die  Unterseite  beider  Flügel  mit  5 — 7 
weissen  Diskalpunkten;  das  cj  hat  wie  bei  euphon  einen  geraden  Hrd  der  Hflgl  und  keine  Mehlflecke.  — 
Die  Rp.  ist  glänzend  grünlichweiss  mit  schwarzem  Kopfe,  orangegelbem  erstem  Gliede  und  4  Paare  Fleischfäden. 

milni.  ■  E.  mitra  Moore  (25  d)  gehört  zu  einer  ganz  anderen  Gruppe  der  Gattung,  in  welcher  die  Geschlechter 
einander  ganz  unähnhch  sind.  —  Beim  cj  ist  der  Hrd  der  Vflgl  stark  bauchig  gebogen  und  im  Felde  1  b 
liegt  auf  beiden  Seiten  ein  tiefschwarzer  Längsstrich,  welcher  aus  besonderen  Schuppen  gebildet  ist  und 
eine  „Brandmarke"  genaimt  wird ;  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  einer  etwa  6  mm  breiten,  aus  8  Flecken 
(der  Felder  2 — 6  und  9 — 11)  gebildeten,  weissen  Querbinde  und  mit  kleinen  weissen  Subnuirginalflecken; 
die  Hflgl  oben  vom  Vrde  bis  zur  Mediana  glänzend  grau  mit  silbernem  Schiller  und  mit  undeuthchen 
grauen  Flecken  am  Saume,  unten  mit  7 — 8  weissen  Diskalpunkten  und  am  Saume  mit  einer  Doppelreihe 
von  gerundeten  weissen  Flecken.  —  Beim  $  ist  der  Hrd  der  Mlgi  ganz  gerade  und  fehlt  die  Brandmarke; 
die  weissen  Zeichnungen  aber  fast  wie  beim  J  entwickelt.     Lebt  nur  auf  den  Sej-chellen. 

rotjeri.  E.   rogeri  Geyer.     Von   dieser  angeblich   auch   von   den   Sej'chellen   stammenden   Art  scheint   nur   ein 

einziges  Stück  bekannt  zu  sein,  welches  schon  1837  von  Carl  Geyer  beschrieben  und  abgebildet  wurde. 
Wenn  das  Stück  wirklich  aus  den  Se^-chellen  w-ar,  ist  sie  wahrscheinlich  jetzt  ausgestorben,  indem  sie  von 
denen,  welche  in  späteren  Jahren  diese  Inseln  untersuchten,  nicht  wiedergefunden  worden  ist.  Die  Figur 
stellt  ein  $  dar,  welches  etwas  an  das  $  von  mitra  erinnert;  die  Flügel  haben  eine  schwarzbraune  Grund- 
farbe mit  weissen  Zeichnungen;  die  Vflgl  haben  im  Felde  1  b  zwei  lange  Längsstriche,  welche  oben  bräun- 
lich und  auf  der  Unterseite  weiss  sind,  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  ein  weisser  Fleck,  hinter  der  Spitze 
eine  weisse  Querbinde,  welche  wie  bei  mitra  aus  Flecken  der  Felder  2 — G  und  9 — 11  besteht  (der  Fleck  im 
Felde  2  ist  abgetrennt  und  abgerundet)  und  weisse-  Submarginalflecke,  von  denen  die  der  Felder  5  und  (i 
grösser  sind.  Die  Hflgl  haben  einen  weissen  Fleck  in  der  Spitze  der  Zelle  und  dicht  hinter  der  Zelle  eine 
breite  am  Irde  erweiterte  weisse  Querbinde,  deren  Flecke  in  1  b  und  1  c  strichförmig  und  in  den  übrigen 
Feldern  breit  und  nach  aussen  zugespitzt  sind;  dicht  am  Saume  liegen  in  jedem  Felde  zwei  weisse  Punkte; 
auf  der  Unterseite  findet  sich  ausserdem  ein  Längsstricli  im  Felde  7  und  je  ein  Punkt  im  Wurzelteil  der 
Felder  2,  5  und  6. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  aethioiiischen  Danaididen. 


79 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  aethiopischen  Danaididen  aufgeführten  Formen. 
*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 

hyalites  Amauris.    Btlr.     Cist.   Ent.   1,  p.  209. 


aeUiiops  Amauris.    lluihsch.  <£  Jord.    Nov.  Zool.  10,  p.  503. 
al't'iiiis  Amauris.    Aiiriv.    Seitz  Grossschmett.  13,  p.  75. 
albiiitai-ulata  Amauris.  Bllr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  16, 

|).  394. 
albiiiiis  Dan.    Lam.    Iris  9,  p.   130. 
aicippoides  Dan.   Moore.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883, 

p.  238.  * 
aicippus  Dan.    Cr.    Pap.  Exot.  2,  p.  45.  * 
aiisürcjci  Amaurina.  E.  Shariie.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  18, 

p.   158. 

hulbil'era  Amauris.    Siiiilh.    Ann.  Mac;.  Nat.  Hist.  (5)  19. 

p.  369. 
biiiiiilleri  Amauris.    Laus.    Iris  8,  p.  380.  * 

chrysippellus  Dan.    Strand.  Archiv  f.  Naturg.  57:  I,  p.  375. 
clirxsippiis  Dan.    L.    Syst.  Nat.   Ed.  10,  p.  471. 
cuiiioraiin  Amauris.  Ohcrth.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1897,  p.  191.* 
crausliayi  Amauris.    Btlr.   Proc.  Zool.  Soc.  1896,  p.  821.  * 

(laiiioclrs  Amauris.    Beaiiv.    Ins.  Afr.  et  Amer.,  p.  239.  * 
(laiiioclides  Amauris.    Stgr.    Iris  8,  p.  367.  * 
(laiiiil'elli  Amauris.     Auriv.    Ent.  Tidskr.  12,  p.  196. 
dariiis    Rothsch.  &  Jord.    Nov.  Zool.  10,  p.  503. 
ilrsjardiii><i  Eupl.    Guer.    Icon.  Regn.  Anim.  Ins.,  p.  474. 
»lira  Amauris.    Xeave.    Nov.  Zool.  11,  p.  324.  * 
iloiniiiU-aiius  Amauris.    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1879, 

p.   323. 
(lorippus   Dan.    Klag.    Symb.  Phys.  t.  48,  Text. 

c'chcria  Amauris.    SloU.    Suppl.  Cram.  p.  135.  * 
rqialea  Amauris  Cr.    Pap.  Exot.  2,  p.  146.  * 
eilioti  Amaurina.  Btlr.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (C)  IG,  p.  122. 
eiiphou  Eupl.    /-'.    Ent.   Syst.  Suppl.  p.  423. 

I'eno.strala  Amauris.    Auriv.    Archiv  f.  Zool.  3:   19,  p.  1.* 
I'oriiiosa   Dan.    (!odm.    Proc.  Zool.  Soc.  1880,   p.  183.  * 

i|oiidü(i  Eupl.    ü.s</.    Faune  Madag.  p.  36.  * 
i|rü(|ani  Amaurina.    E.  Sharpe.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  8. 
"  p.  278. 

Iiaiininytoiii  Amauris.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.91 
hecate  Amauris.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  44. 
hei-atoides  Amauris.    Auriv.    Ent.  Tidskr.  22,  p.  113.  * 


inferna  Amauris.    Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  79. 
iul'umata  Amauris.    Auriv.     Rhop.  Aethiop.,  p.  33. 

jacksoiii  Amauris.    E.  Sharpe.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891, 
p.  633.  * 

katancjae  Amauris.  Neare.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  8* 

lobengula  Amauris.   E.  Sharpe.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6, 
p.  340. 

mert^edouia  Dan.    Kar.^ch.    Ent.  Nachr.  20.  p.  228. 
niitra  Eupl.    Moore.   Cat.  Lep.  Ins.  E.  Ind.  Comp.  1,  p.  127. 
morgeui   Dan.     Ilonr.   Berlin.    Ent.   Zeitschr.   36,   p.  436.  * 
mozarti  Amauris.    Sm//.    Iris  17,  p.   12. 

iieunianni  Amauris.    Rothsch.    Nov.  Zool.  9,  p.  590. 

niavius  Amauris.  L.  Syst.  Nat.  Ed.  10,  p.  470. 

iiossima  Amauris.    Ward.    Ent.  Monthl.  Mag.  6,  p.  225. 

ochlca  Amauris.    ß.s-rf.    Voy.  Deleg.  2,  p.  589. 
oehleides  Amauris.   Stand.     Iris  8,  p.  366.  * 
orientis  Dan.    Auriv.    Voeltzk.   Reise  2,  p.  310. 
oscarus  Amauris.    Thiirau.   Berlin.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  301. 

petiverana  Dan.    ]>til.  rf-  llew.    Gen.  Diurn.  Lep.,  p.  93. 
phaodon  Amauris  F.    Ent.  Syst.  Suppl.,  p.  423. 
psyltaloa  Amauris.    Plöl^.    Stettin.  Ent.  Zeit.  41,  p.  189. 

reata  Amauris.    Suff.    Iris  17,  p.  13. 
reducta  Amauris.    Bartel.    Nov.  Zool.  12,  p.  129. 
reuteri  Amauris.    Strand.    Wien.  Ent.  Zeit.  29,  p.  31. 
rogeri  Eupl.   ticijcr  in  Hbn.  Zutr.   Exot.  Schm.  5,  p.  36.  * 

sCeekeri  Amauris.   Kheil.    Berlin.  Ent.  Zeitschr.  33.  p.  393.  * 
stictiea  Amauris.    Rothsch.   <£  Jord.     Nov.  Zool.  10,  p.  50  L 

tarlarea  Amauris.    Mab.    Bull.  Soc.  Zool.  Fr.  1,  p.  199. 
trauäieiis  Amauris.    Suff.    Berlin.  Yint.  Zeitschr.  45,  p.  115. 

vastati  Amauris.    Bllr.    Cist.  Ent.  1,  p.  1. 

whytei  Amauris.    Btlr.   Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  644. 


Ausgegeben  20.  VI.  1011.      SATYEIDAE;  ELYMNIOPSIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  81 


4.   Familie:  Satyridae,  Grasfalter. 

Wie  bei  den  vorhergehenden  Danaididen  und  den  nachfolgenden  NymphaHden  sind  auch  hier  die 
Vorderbeine  bei  beiden  Geschlechtern  verkümmert  und  ohne  Klauen;  die  Vordertarsen  sind  beim  (J  lang- 
haarig und  ungegliedert,  beim  $  aber  wenig  haarig  und  liurz  gegliedert.  Von  den  Danaididen  unterscheiden 
sich  die  Satyriden  durch  die  an  der  Wurzel  einfache  Submedianrippe  der  Vflgl  und  durcli  die  ganz  ver- 
schiedene Flügelzeichnung;  von  den  Nymphaliden  aber  weichen  sie  durch  die  zusammengedrückten  Palpen 
und  die  durch  eine  kräftige  Querrippe  vollständig  geschlossenen  Mittelzellen  beider  Flügel  ab.  Eine  bis  drei  der 
Eippen  der  Vflgl  sind  an  der  Wurzel  blasenförmig  erweitert,  eine  Bildung,  welche  unter  den  Nymphaliden 
nur  no:-h  bei  den  Eurytelinen  und  den  Eunicinen  gefunden  wird. 

Die  Satyriden  sind  kleine  oder  mittelgrosse  Tagfalter  und  haben  gewöhnhch  eine  dunkle,  schwärz- 
liche oder  schwarzbraune  Flügelfarbe,  welche  unten  und  oft  auch  oben  mit  submarginalen  Augenflecken 
oder  Augenpunkten  geziert  ist;  selten  kommen  auch  andere  helle  Zeichnungen  vor.  Die  Flügel  sind  dünn 
und  zart  gebaut  und  der  Flug  ist  langsam  und  flatternd.  Die  Arten  kommen  sowohl  in  offenen  Gegenden, 
wie  im  tiefsten  Schatten  der  Urwälder  vor. 

Das  Ei  ist  etwas  höher  als  breit,  kugel-  oder  tonnenförmig,  und  oben  gewöhidich  nicht  schmäler  als 
unten;  seine  Oberfläche  ist  glatt  oder  hat  zahlreiche,  kürzere  oder  längere  Eippen,  die  fast  immer  einfach 
und  gerade  verlaufend  sind. 

Die  Kpe  ist  glatt  oder  oft  feinhaarig,  nach  vorn  und  besonders  nach  hinten  allmählig  verjüngt  und 
dadurch  ausgezeichnet,  dass  das  letzte  Glied  in  zwei  längere  oder  kürzere  Spitzen  ausläuft.  Der  Kopf  ist 
gewöhnlich  oben  wie  gespaltet  oder  mit  zwei  langen  Dornen  bewaffnet.  Sie  leben  auf  Gräsern  oder  mit 
denselben  nahe  verwandten  monocotyledonen  Pflanzen  und  haben  gewöhnlich  eine  grüne  oder  grünliche 
Farbe,  wodurch  sie  auf  den  Grasblättern  sitzend  schwer  zu  entdecken  sind. 

Die  Ppn  sind  ziemlich  kurz  und  dick,  abgerundet  ohne  scharfe  Ecken  oder  Kanten;  ihr  Kopf  ist 
abgerundet  oder  etwas  zweispitzig.  Sie  sind  frei  am  Afterende  aufgehängt  oder  liegen  bisweilen  auf  der 
Erde  unter  Steinen  oder  unter  Grashalmen. 

Die  Satyriden  kommen  in  allen  Teilen  der  äthiopischen  Eegion  vor.  Fast  alle  Arten  und  10  der 
15  Gattungen  sind  für  die  Fauna  eigentümlich.  Bemerkenswert  ist,  dass  die  Satyriden  auf  Madagaskar 
eine  weit  bedeutendere  Eolle  als  in  den  übrigen  Subregionen  Afrikas  spielen.  Sie  machen  dort  etAva  24% 
der  Tagfalter  aus  und  sind  durch  etwa  50  für  die  Insel  eigentümliche  Arten  vertreten. 

Ueber  die  Lebensweise  und  die  Eigentümlichkeiten  der  Satyriden  anderer  Länder  und  Weltteile 
vgl.  Bd.  1,  p.  79;  Bd.  5,  p.  173;  Bd.  9,  p.  285.  — 

Die  Satyriden  der  äthiopischen  Fauna  gehören  zwei  Unterfamilien  an,  von  denen  die  erste  oft  als 
besondere  Familie  betrachtet  wird. 

Uebersicht  der  Unterfamilien. 

A.  Die  Hflgl  an  der  Wurzel  mit  deutlicher,  beim  $  sehr  grosser  Subcostalzelle,  welche  dadurch 
gebildet  wird,  dass  die  Eippe  8  durch  eine  Querrippe  mit  dem  Vrde  der  Mittelzelle  ver- 
bunden ist.  Die  Eippe  8  trennt  sich  schon  vom  Anfange  an  allmählig  vom  Vrde  der  Mittel- 
zelle     1-  Elymnünae. 

B.  Die  Hflgl  ohne  Subcostalzelle 2.  Satyrinae. 

1.  Unterfamilie:  Elymnünae, 

.Vuf  den  Vflghi  ist  nur  die  Costah-ippe  an  der  Wurzel  blasig  angeschwollen.  In  der  Zeichnung  weichen 
die  Elymniineii  dadurch  von  den  Satyrinen  ab,  dass  die  Flügel  wenigstens  unten  dicht  mit  feinen  Querstricheln 
bedeckt  sind.     Nur  eine  afrikanische  Gattung. 

1.  Gattung:  El3'liiiiioi>sis  Fnüist. 

Diese  Gattung  ist  mit  der  typischen,  aus  dem  indo-malayisclien  Gebiete  stammenden  Gattung 
Elymnias  ^)  nahe  verwandt  und  unterscheidet  sich  hauptsächlich  nur  dadurch,  dass  die  Eippen  G  und  7 
der  Hflgl  viel  näher  aneinander  entspringen.     Die  Entwicklungsstadien  sind  nicht  bekannt. 

')  Vgl.   Bd.  9,  p.  371—392,  Taf.  87—90. 
XIII  11 


82  MELAXITIS.    Von  Dr.  C.  AcRmu.ius. 

phcgca.  E.   phegea  F.   (26  a).     Die   Vflgl  sind  schwarzbraun   mit   einem   grossen  orangegellicn   Hrdsfleck   und 

einer  solchen  Disealhinde:  diese  berühren  einander  fast  im  Fehle  2;  am  Vrd  finden  sich  von  der  Wurzel 
bis  über  die  Mitte  hinaus  kleine  weisse  Strichelchen;  die  Hflgl  sind  oben  orangegelb  mit  einer  breiteren 
oder  schmäleren  Saumbinde,  welche  aus  mehr  oder  weniger  zusammengeflossenen,  braunen  Querstrichen  ge- 
bildet wird.  Unten  sind  die  Flügel  fast  wie  oben  gefärbt,  die  (luerstriche  aber  sind  viel  deutlicher  und 
angustala.  beinahe  über  die  ganze  Fläche  der  Hflgl  verbreitet.  —  ab.  angustata  liurtcl  hat  eine  schmälere  und  heller 
intermedia,  gelbe  Disealhinde  der  Vflgl  — Bei  intermedia  Auric.  ist  diese  Binde  rein  weiss  und  gleichfalls  schmäler  als 
bei   der  Hauptform.  —  Liberia  bis   (iabuii. 

bammakoo.  E.  bammakoo  Westw.  (20  a)  unterscheidet  sich  von  phegea  dadurch,  dass  die  Zeichnungen  weiss  oder 

weisslich  sind:  der  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  viel  kleiner  und  erreicht  gewöhnlich  nicht  die  Eippe  2;  der  helle 
Wurzelteil  der  Hflgl  ist  auch  viel  kleiner,  die  dunkle  Saumbinde  dagegen  viel  breiter;  auf  der  Unterseite 
der   Hflgl  ist   die    Grundfarbe   oft   mehr  oder  weniger  gelblich.     Ueberall  im   westafrikanischen   Waldgebiet. 

ralrayi.  E.  ratrayi    E.  Sluirpe  (2G  a)    hat  eine  fast  senkrechte  orangegelbe    (i)uerbinde   der  ^'flgl,   welche  vom 

X'rde    l)is    zum    Hrde   reicht,    aber   bisweilen   im   Felde    1  b    kurz   unterbrochen   ist;    das    breite   ]\Iittelfeld    der 
ufiandfic.  Hflgl  ist  rein  weiss.     Uganda.  —  ab.  ugandae  Grünb.  weicht  nur  durch  die  in  den  Feldern  2  und  '^  Ineitere 
(,)uerl)inde  der  Vflgl  ab.     Uganda. 

2.  Unlerfamilie:  Satyrinae. 

Die  Formen  dieser  Unterfamilie  zeiclinen  sich  fast  immer  dadurch  aus,  dass  die  Flügel  unten  eine  sub- 
marginale Querreihe  von  Augenflecken  haben.  Die  Ausbildung  der  Augenflecke  hängt  wesentliili  von  den 
.Jahreszeiten  ab.  Die  Regenzelt-(Sommer-)Formen  haben  grosse,  zalilreichere  und  schärfer  hervortretende  .\ugen- 
flecke,  während  dieselben  bei  den  Trockenzeit-(Winter-)Formen  klein  (ind  punl<tfr)rniip;  oder  fcanz  verscliwnnden 
sind.  Diese  VeränderUelil<eit  der  Augenflecke  wird  bisweilen  auch  von  Aliwritliungen  in  der  ( iniuilfaibe  lier 
Unterseite  begleitet. 

l'in   die    Uebersiclit    zu   erleichtern,   teile   ich   die    11    Gattungen    in    vier    tJruiipen    ein. 

Uebersicht  der  Gattungsgruppen. 

I.  Klauen  gespalten Mclanitis-druppe. 

II.  Ivlauen  einfach. 

A.  Die  Vflgl  mit  drei  an  der  Wurzel  stark  aufgeblasenen  Eippen    ....      Mycalesis-Gruppe. 

B.  Die  Vflgl  höchstens  mit  zwei  an  der  Wurzel  aufgeblasenen  Bippen. 

a.  Augen  haarig      l'ararge-druppe. 

b.  Augen  nackt       Yptliima-drupp. 

Melanitis-Gruppe. 

Zu  dieser  Gruppe  gehören  nur  zwei  Gattungen,  welche  sehr  nahe  miteinander  verwandt  sind  und  darin 
übereinstimmen,  dass  die  Palpen  schuppig,  die  Augen  nackt  und  beide  Flügel  mehr  oder  weniger  geeckt  oder 
geschwänzt  sind.  Die  Vflgl  sind  am  Knde  der  Rippe  5  scharf  geeckt  und  die  Hflgl  an  chn-  Rippe  4  geschwänzt. 
Die  Unterseite  ist  sehr  veränderlich,  entweder  fein  gestrichelt  oder  marmorierl,  dürren  Blättern  ähnlich.  Die 
Schmetterlinge  lieben  dunkle  Stellen  im  Walde  und  setzen  sich  auf  den  Boden  unter  niedergefallenes  Laub; 
sie  sind  Dänimerungstiere  unil  fliegen  hauptsächlich  nur  am  Abend  kurz  vor  Sonnen-Untergang. 

2.  Gattung:  Melanitis  F. 

Die  Präcostalrippe  der  Hflgl  entspringt  nach  der  Abtrennung  der  Rippe  8  vom  Vrde  der  Mittelzelle. 
Diese  Gattung  ist  in  Afrika  durch  drei  Arten  vertreten,  tritt  aber  in  der  indo-malayischen  Begion  in 
grossem  Formenreichtum  auf  (Fruhstorfer  unterscheidet  100  Formen  des  indisclien  Gebiets.  Die 
Lebensweise  der  Mehniitis  ist  Bd.  1,  p.  88  und  Bd.  9,  p.  261 — 262  ausführlich  geschildert). 

leda.  M.  leda  L.  wurde  aus  Amboina  beschrieben  und  tritt  im  indo-malayischen  Gebiete  mit   \ielen,  kaum 

africana.  scharf  unterschiedenen  Bässen  auf.  —  Die  äthiopische  Form  africana  Fnihsi.  weicht  nur  unerheblich  von 
den  indischen  ab  und  hauptsächlich  nur  dadurch,  dass  das  rotgelbo  Subapicalfeld  der  Vflglolierseite  durch- 
schnittlich grösser  ist.  Bei  der  Begenzeitform  sind  die  Flügel  oben  dunkelbraun,  die  Hflgl  ohne  Eotgelb, 
die  Vflgl  aber  fast  immer  vor  der  Spitze  mit  einem  grossen  rotgelben  Flecke,  welcher  einen  grossen  Teil 
der  Felder  (2)  3 — 6  bedeckt  und  zwei  schwarze  weiss  pupillierte  Augenflecke  der  Felder  3  und  4  einschliesst : 
die  Unterseite  ist  grau,  fein  bratin  gewässert  und  hat  detitliche  schwarze,  gelbgeringelte  und  weiss  pupil- 
lierti'  Augenflecke,  von  denen  gewöhnlich  drei  auf  den  Vflgln  in  den  Feldern  3,  5  und  6,  und  sechs  auf 
den  PIflgln  in  den  Feldern  Ic  —  6  vorhanden  sind;  diese  treten  oft  auch  oben  auf,  obgleich  hier  kleiner. 
Bei  der  Trockenzeitform  ist  die  Unterseite  marmoriert  oder  gebändert  und  die  Augenflecke  sind  klein,  punkt- 


GNOPHODES.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  83 

förmig   oder  fehlen  ganz;     die   Oberseite  ist  entweder  wie   bei   der  Eegenzeitform   gefärbt  oder  mehr  oder 

weniger,   bisweilen  fast  vollständig  mit  rotgelb   oder  rotbraun  überzogen,   —  fulvescens  Guen.   (=    zitenides  fulvescens. 

Frühst.)   (-20  b).     Die  rotgelbe  Farbe  der  Hflgloberseite  geht  normal  ohne  scharfe   Grenze  in  die   Grundfarbe 

über,  selten  bildet  sie  bei  Stücken  von  den  Cap-Yerdischen  Inseln  einen  scharf  begrenzten  Subapicalfleck,  = 

ab.  plagiata  Auric.  —  Ep  hell  gelblich  grün  mit  weisshchen  Längsstreifen,  und  zwei  Kopfdornen.     Lebt  an  plaijkda. 

Gräsern  und  besonders  am  Re's.     Ueberall  in  der  ganzen  Eegion  häufig. 

M.  libya  Bist.  (26  b)  ist  oben  einfarbig  dunkelbraun  und  hat  vor  der  Spitze  der  Yflgl  einen  grossen,  libya. 
schwarzen  Fleck,  welcher  die  Felder  3—6  bedeckt  und  zwei  grosse  länghche  weisse  Flecke  (in  den  Feldern 
3  und  4)    einschliesst;    die  Unterseite  ist  wie    bei  der  Trockenzeitform  von  leda  marmoriert  und  hat  keine 
deutliche  Augenflecke.     Die  Eegenzeitform  ist  mir  unbekannt.     Senegal,  Nyassaland,  Maniealand,   Deutsch- 
Ostafrika,   Uganda.  —  ab.  nyassae   Bartel  hat   die  Yflgl  an  der  Eippe  5  nur  wenig  geeckt  und  einen  viel  nijassal. 
kleineren  schwarzen  Subapicalfleck  und  kleinere  weisse  Flecke  der  Yflgl.     Nyassaland. 

M.  ansorgei  Rothsch.     Beide  Flügel  oben  schwarzbraun  mit  violettem  oder  blauem  Schiller;  die  Yflgl  ansorgei. 
nahe  an  der  Spitze  mit  einer  weissen    Querbinde,  welche  sich  vom  Yrde  gegen  die  vorspringende  Ecke  an 
der   Eippe   5   erstreckt;   die   Hflgl   des   (^    an   der   Mitte   der   Eippe   1  b   mit   einem   von   Haaren   bedeckten 
Mehlfleck;     die     Unterseite     unregelmässig,     grau     gesprenkelt.       Selten,      nur     im     dichten    Urwalde    des 
französischen  und  belgischen  Kongogebietes  gefunden. 

3.   Gattung:  Cünoilhocles  Westw. 

Yon  den  Arten  der  vorhergehenden  Gattung  weichen  die  Gnophodes  dadurch  ab,  dass  die  Prä- 
costalrippe der  Hflgl  an  oder  vor  der  Abtrennungsstelle  der  Eippe  8  entspringt.  Die  c^(^  sind  durch  be- 
sondere Samt-  oder  Mehlflecke  ausgezeichnet.  —  Ep  mit  zwei  zjdindrischen,  stumpfen,  senkrecht  auf- 
gerichteten Hörnern  am  Kopfe  und  tief  gegabeltem  Hinterende.  Die  frei  hängende  Pp  ist  fast  gleich  dick 
mit  stumpf  abgerundetem  Kopfe.  Nach  den  Mehlflecken  der  (J(J  können  die  Arten  in  zwei  Gruppen 
geteilt  werden. 

Erste  Gruppe. 

Die  <JJ  nahe  am  Hrde  der  Vflgloberseite  im  Felde  1  b  mit  einem  grossen,  ovalen  Mehlfleck,  welcher 
von  laugen,  nach  aussen  gerichteten,  Haaren  bedeckt  wird.     Hrd  der  Vflgl  fast  gerade. 

G.  grogani  E.  Sharpe  hat  eine  Flügelspannung  von  etwa  SO  mm  und  ist  demnach  grösser  als  die  (jroganl. 
übrigen  Arten;  der  Saum  der  Yflgl  ist  zwischen  dem  dreieckigen  Zahn  an  der  Eippe  5  und  dem  Hinter- 
winkel ganz  eben  und  fast  gerade;  beim  ^  haben  die  Yflgl  oben  einen  grossen,  lang  behaarten  Mehlfleck 
auch  im  Wurzelteil  des  Feldes  2;  beide  Flügel  oben  schwarzbraun,  die  Yflgl  mit  einer  sanft  gebogenen, 
nach  hinten  allmählig  verschmälerten,  scharf  begrenzten,  gelben  Subapicalbinde  zwischen  dem  Yrd  und 
der  Eippe  1 ;  die  Unterseite  fast  wie  bei  parmeno  marmoriert  und  mit  ähnlichen  Augenflecken.  Britisch 
Zentralafrika  im  Mushari- Gebiet  und  am  Euwenzori. 

G.  parmeno  Bhl.   u.  Heiv.  (26  b).     Die  Yflgl  sind  oben  bis  zur  Subapicalbinde  schwärzlich;  die  Sub-  parmeno. 
apicalbinde  gebogen,  beim  ^   undeutlich  und  schmal,  beim  $  etwas  deutlicher  und  breiter;   Saum  der  Yflgl 
zwischen  der  Eippe  5  und  dem  Hinterwinkel  unregelmässig;  (J  nur  im  Felde  1  b  mit  ]\Iehlfleck;  die  Unterseite  ist, 
wie  die  Figur  zeigt,  braun,  weiss  und  gelblich  marmoriert.     Westafrikanisches  Waldgebiet  von  Sierra  Leone 
bis  Angola   und   Uganda.  —  diversa    Btlr.   (26  c)   ist   die   süd-   und  ostafrikanische  Easse,  welche  nur  durch  diversa. 
die   breitere   und  schärfer   begrenzte,   gelbe    Subapicalbinde   der  Yflgloberseite   abweicht.     Sie  ist   von   Natal 
bis  Britisch  Ostafrika  verbreitet.     Ep  grün  mit  grünen  Längslinien.     Pp  einfarbig  grün  ohne  Zeichnungen, 
mit  glänzender,  wachsartiger  Haut.  —  Bei  betsiitiena   Bsd.  ist   die  helle    Querbinde  der  Yflgl  noch   breiter,  betsimena. 
am  Yrde  etwa  7  mm  breit,  scharf  und  gleichmässig  begrenzt  und  heller,  weisslich  gelb;  der  Saum  beider  Flügel 
ist  schmal  gelblich.    Madagaskar. — dubiosa  form.  nov.  (26  c),  von  der  ich  nur  das  abgebildete,    aus  Kamerun  dubiosa. 
stammende   $  kenne,  stimmt  unten  völlig  mit  parmeno  überein  und  weicht  nur  durch  die  weisse    Querbinde 
der  Yflgloberseite  und  die  kaum  geeckten  Yflgl  ab.     Wahrscheinhch  nur  eine   Weibchenform  von  parmeno. 

Zweite  Gruppe. 

Die  JcJ  am  Vrde  der  Mittelzelle  der  Hflgloberseite  mit  einem  grossen,  länglich  ovalen,  kreideweissen 
Mehlfleck.  welcher  von  dem  in  der  Mitte  stark  ausgebuchteteii  Hrde  der  Vflgl  bedeckt  ist  und  dem  ein  ähnlicher 
Fleck  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  entspricht. 

G.   chelys  F.   (26  c).     Beide   Flügel   oben   schwarzbraun,     beim    $   heller  als   beim   ^J;   die    Yflgl   mit  chclys. 
schwacher  Andeutung   einer   rötlichen    Subapicalbinde ;   die  Unterseite  wie  bei  den  übrigen  Arten  unregelmässig 
gefleckt  und  gesprenkelt  mit  weissen  Augenpunkten.     Ep  hellgrün  mit  feinen,  kurzen,  weisslichen  Haaren, 
Kopf  dunkelbraun  mit  weissem   Stirnfleck  und  oben  mit  zwei  haarigen  Hörnchen;  lebt  auf  einem  rauhen, 


84  :MY('ALESIS.     Von   Dr.  C.  Aürivillius. 

pythia.  l)r(^itblättcrig('n  Grase.  Pp  grün.   Sierra  Lt'one  bis  Angola  und  Uganda.  —  Bei  ab.-$  pythia  F.  (26  b)  (letzte  Figur) 

haben  die   N'flgl  am  zweiten  Drittel  des  Vrdes  eine  sclunale  weisse    Querbinde,  welche  die  Eippe  5  erreicht. 

hnrpn.  Häufiger    als    die    dem   (J    ähnliche,    typische    Weibchenform.  —  ab.-$    harpa    Kurscli   hat    eine    deutlichere, 

iris.  gelbliche    Subapicalbinde    der    Vflgl    als    die    Hauptforni.     Togo-Land.  —  Jjei    ab.-$    iris    Bartd    haben  beide 

Flügel  oben  einen  deutlichen  violettblauen  Schiller.     Kamerun,  Hinterland. 

minehini.  G.  minchini  Heron  weicht  von  der  vurhergflimilrn   Art   dadurch  ab,  dass  die   Vflgl  noch   kürzer  und 

breiter  sind  und  zwischen  der  Eippe  4  und  dem  Hinterwinkel  einen  geraden  und  fast  ganz  ebenen  Saum 
haben;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  schmal  aber  deutlich  und  ziemlich  scharf  ln-grenzt;  sie  erreicht  die 
Hippel  oder  wenigstens  die  Hippe  2;  die  Unterseite  ist  dunkler  als  bei  cJidijs.  Uganda  und  Huwenzori.  • — 
magniplafja.  ab.  niagnipiaga  Heron  zeichnet  sich  durch  die  bedeutendere  Grösse  des  weissen  Mehlfleckes  des  cj  aus; 
derselbe  ist  18 — 14  mm  lang  und  also  fast  so  lang  wie  die  Mittelzelle.     Huwenzori. 

Mycalesis-Gruppe. 

Die  Gattungen  dieser  Gruppe  stehen  einander  sehr  natie  und  sind  durch  die  drei  an  der  Wurzel  kräftig 
aufgeblasenen  Rijjpen  der  Vflgl  ausgezeichnet ;  die  an  der  Wurzel  blasenförmigen  Rippen  sind  die  Costalrippe, 
die  Medianrippe  und  die  Subniecüanrippe. 

.\uf  diT  Flügehmterseite  stimmen  fast  alle  Arten  darin  üherein,  dass  die  gewühnlitli  dunklere  Wurzel- 
liälfte  durrli  eine    Querlinie  (die   Mittellinie)  von  der   Saumhiilfte,  welche  die  Augenflecke  enthält,  getrennt  wird. 

Die  Flügel  der  <5o  sind  fast  immer  durch  Haarpinsel  oder  durch  Mehlflecke  ausgezeichnet.  Die  Gruppe 
ist  auch  in  der  indo-malayischen  Region  sehr  reich  an  Arten.  Keine  Art  ist  jedoch  für  die  äthiopische  und  die 
indo-malayischc  Region  gemeinsam.     Die  äthiopischen  .\rten  gehören  drei  verschiedenen  Gattungen  an. 

Uebersicht  der  Gattungen. 

A.  Augen  nackt        4.  Mycalesis. 

B.  Augen  haarig. 

a.  Die  \"tlglspitze  nicht  ausgezogen       5.  Henolesia. 

Die  ^'flglspitze  sichelförmig  ausgezogen (i.  Heteropsis. 


I). 


4.  Gattung:  llycalosis  Hhn. 

Echte  Mycalesis- Arten  kommen  nur  in  der  äthiopischen  Hegion  vor.  Arten  aus  Asien  und  Au- 
stralien, welche  bei  M//c«7<;sis  geführt  worden  sind,  haben  haarige  Augen  und  gehören  anderen  Gattungen  an.') 

Die  Rpn  haben  zwei  Hörner  am  Kopfe  und  die  für  die  Satyriden-Haupen  gewöhnliche  Körperform. 

Die  $$  der  zahlreichen  Arten  stimmen  im  Eippenbau,  Flügelform  und  übrigen  strukturellen  Kenn- 
zeichen so  vollständig  mit  einander  überein,  dass  es  unmöglich  ist,  sie  in  Gruppen  zu  verteilen.  Die  ^^ 
aber  bieten  durch  die  ihnen  eigentümlichen  Pinsel  und  Mehlflecke  Kennzeichen  dar,  welche  zur  ]]ildung 
künstlicher  Gruppen  angewendet  werden  können.  Obgleich  also  diese  Gruppen  den  grossen  Mangel  haben, 
dass. die  Stellung  eines  $  nicht  festgestellt  werden  kann,  benutze  ich  sie  dennoch  hier,  um  die  Uebersicht 
der  vielen  Arten  zu  erleichtern.  Bei  den  (J(J  aller  Arten  kommt  in  der  Mittelzelle  der  Hflgloberseite  nahe 
an  dvv  \\'urzel  des  Vrds  ein  langer,  nach  vorne  oder  schief  nach  aussen  gerichteter  Haarpinsel  vor. 

Uebersicht  der  Gruppen. 

A.  Beim   J    entspringt   die   Rippe   7    der   Hflgl   viel   näher   an   Hippe   6   als   an   Hippe   S   oder    ist 
sogar  mit  Hij)!»'  (>  gestieP. 

a.  Beim  (J   findet   sich  in   der  ^littelzelle   der   Hflgl   am   Hrde  zwischen   den  Ausgangspunkten 
der  Rippen  2  und  3  ein  schief  nach  aussen  und  hinten  gerichteter  Haarpinsel     Iccius-Gniirpe. 

b.  Die  Hflgl  des  ^  ohne  solchen  Haarpinsel Evadne-Gru'p'pe. 

B.  Beim  ^   entspringt   die   Hippe   7   der  Hflgl   in   der  ^Milte  zwischen  Hippe   ü   und   8  oder  näher 
an  8,  selten  etwas  näher  an  6,  jedoch  nicht  doppelt  so  viel  von  8  als  von  6     .     Safitzu-Gruppe. 

Iccius- Gruppe. 

Die  Arten  sind  durehschuiulirli  grösser  als  in  den  aiidrren  Ciruiipru  und  haben  oft  die  IIfl;;l  am  Anal- 
winkel etwas  ausgezogen  und  zugespitzt.  Hei  der  einzij^en.  zu  dieser  Grupiie  gehörigen  Rp,  welche  bekannt  ist, 
sind  die  Spitzen  dos  letzten  Gliedes  rudinnMitär,  knopffrirniig.  —  Alle  Arten  gehören  den  tropischen  Teilen  West- 
afrikas an. 

M.  hewitsoni.  Px-ide  Mügel  ol)en  schwarzbraun;  die  Vflgl  mit  einer  blauen  oder  violetten,  auf  der 
Aussenseite  oft  wcisslichen  (^uerbinde,  welche  am  N'rde  dicht  hinter  der  Zellenspitze  anfängt  und  den 
Hinterwinkel    erreicht;    die    Hflgl    oben    mit    einer    iilauen    oder    violetten    Saumbinde,    welche    am    Vrde    am 


')   Vgl.  Frulislorfer's  .\usl'ührLmgen  über  Culapa  etc,  in  Bd.  9,  S.  '6'3'Z  f. 


MYCALESIS.     Von  Dr.  C.  Aukivillius.  85 

l)reitesten  ist  und  allmählig  schmäler  werdend  an  der  Kippe  1  c  oder  am  Anahvinkel  endet;  das  dunkle 
Wurzelfeld  der  Vflglunterseite  ist  nach  aussen  gerade  abgeschnitten.  —  hewitsoni  Doumct  (26  d).  Die  Unter-  heivUsoni. 
Seite  mit  scharf  hervortretenden  schwarzen,  gelbgeringelten  und  weiss  pupillierten  Augenflecken,  zwei  gleich 
grossen  auf  den  Vflgln,  in  den  Feldern  2  und  5,  und  6  auf  den  Hflgln,  in  den  Feldern  Ic,  2,  4,  5  und  6, 
von  denen  diejenigen  der  Felder  2  und  6  die  grössten  sind;  im  Felde  1  c  stehen  zwei  Augenflecke,  von 
denen  jedoch  der  hintere  klein  oder  undeutlich  ist.  Kamerun,  Gabun  und  Kongo- Gebiet. — subocellata  subocellata. 
Bartcl  (26  c)  unterscheidet  sich  nur  durch  kleine,  verblasste  und  punktförmige  Augenflecke  der  Unterseite 
und  ist  wohl  nur  eine  Zeitform  von  heivitsoni.     Südliches  Kongogebiet. 

M.  bicolor   Bartel   (26  d)    weicht   oben   nur   dadurch   von   hewitsoni  ab,   dass   die   blaue    Querbinde   der  bicolor. 
Vflgl  breiter  ist  und  näher  am   Saume  liegt;  auf  der  Unterseite  der  Yflgln  ist  der  dunkle  Wurzelteil  nicht 
nach  aussen  gerade  abgeschnitten,   sondern  tritt  bauchig  nach  aussen  hervor,   das   Aussenfeid   der  Vflgl  ist 
weisslich   und  hat  nur  zwei  kleine  Augenflecke  (in  4  und  5) ;  der  grosse  Augenfleck  im  Felde  2  fehlt  näm- 
lich ganz.     Im  Hinterlande  von  Kamerun. 

Eine  dritte  ähnliche  Art  ist  M.  nanodes  Sm.,  welche  mir  in  der  Natur  unbekannt  ist,  aber  nach  nanodes. 
der  Beschreibung  oben  mit  bicolor  übereinstimmt;  unten  ist  die  dunkle  Wurzelhälfto  nach  aussen  durch  eine 
schmale,  hell  violette  Binde  begrenzt;  das  Saumfeld  der  Vflglunterseite  ist  violettbraun  und  hat  zwei  kleine 
Augenflecke  in  den  Feldern  4  und  5  und  einen  grösseren  im  Felde  2;  die  Hflgl  auch  mit  Augenfleck  im 
Felde  3  und  demnach  mit  7  Augenflecken,  von  denen  die  der  Felder  2  und  6  und  der  vordere  des  Feldes  1  c 
die  grössten  sind.  Ist  wahrscheinlich  nur  eine  Form  von  }iewitso7ii  oder  bicolor;  die  Form  der  Aussenseite 
des  Wurzelfeldes  der  Vflglunterseite  wird  leider  in  der  Beschreibung  nicht  erwähnt.  Im  Urwald  am 
Aruwimi-Fluss. 

M.  medontias  Hew.  (26  e).  Die  Vflgl  oben  mit  einer  scharf  begrenzten,  blauen  Querbinde,  welche  medonlias. 
von  der  Mitte  des  Vrdes  bis  zum  Hinterwinkel  geht  und  den  von  unt(>n  durchscheinenden  Augenfleck  des 
Feldes  2  einschliesst;  die  Hflgl  oben  einfarbig  schwarzbraun,  am  Vrde  der  Mittelzelle  beim  ^  mit  einem 
glänzenden  länglichen  Flecke,  welcher  fast  völlig  von  den  Vflgln  bedeckt  wird;  auf  der  Unterseite  weicht 
diese  Art  von  allen  anderen  dadurch  ab,  dass  der  wenig  dunklere  Wurzelteil  nach  aussen  durch  eine  breite, 
scharf  begrenzte,  fast  gerade,  weisse  Querlinie  begrenzt  wird;  die  Augenflecke  sind  schwarz,  gelb  geringelt 
und  weiss  pupilliert;  es  kommen  davon  4  auf  den  Vflgl  (1  im  Felde  2  und  drei  vereinigte  in  den  Feldern 
4 — 6)  und  7  auf  den  Hflgln  vor,  von  denen  zwei  im  Felde  1  c;  der  vordere  von  diesen  und  diejenigen  der 
Felder  2  und  6  sind  grösser  als  die  übrigen.  Die  Kp  ist  oben  ganz  nackt  und  glatt,  an  den  Seiten  sehr 
kurz  und  fein  behaart,  grün  mit  zahlreichen  dunklen  Querlinien,  welche  durch  die  obere  Seitenlinie  unter- 
brochen werden;  am  Hrde  jedes  Gliedes  stehen  4  dunkle  Rückenpunkte  in  einer  Querlinie;  der  Kopf  ist 
rauh,  feinkörnig  und  feinhaarig  mit  4  grossen  schwarzen  Flecken;  hinten  im  Nacken  stehen  zwei  kleinere 
schwarze  Flecke;  die  Kopfhörner  sind  stumpf  und  haben  zwei  dunkle  Ringe;  die  Endgabel  ist  rudimentär 
und  besteht  nur  aus  zwei,  schief  nach  oben  gerichteten,  stumpfen  Warzen;  durch  Zeichnung,  Körperform 
und  Kopfhörner  erinnert  die  Rp  sehr  an  eine  Nacktschnecke.  —  Pp  einfarbig  grün  mit  viereckigem,  sehr 
scharfkantigem  Cremaster.     Kamerun  bis  Kongo. 

M.  iccius  Hew.  (26  d)  ist  grösser  als  die  vorige  Art,  und  oben  ähnlich  gezeichnet,  aber  mit  gebogener  iccius. 
und  nach  hinten  verschmälerter   Querbinde  der  Vflgl;  die  ganze  Unterseite  ist  dunkelgrau  und  wird  durch 
drei    schwarzbraune    Querlinien    in    vier    Abteilungen    geteilt;    zwischen    der    zweiten    und    dritten    Querlinie 
liegen  die  gelb  geringelten  und  weiss  pupillierten  Augenflecke ;  in   der  Mittelzelle  der  Vflgl  finden  sich  drei 
schwarzbraune  Querstriche,  von  denen  der  äusserste  sich  hinten  mit  der  ersten    Querlinie  vereinigt;  die  erste 
und   zweite    Querlinie  sind   fast  gerade   und  gleichlaufend,   die   dritte   der   Vflgl   divergiert  nach  hinten  und 
nähert  sich  dem  Hinterwinkel;  die   dritte  der  Hflgl  ist  an  der  Rippe   5  schwach  gebogen;   dicht  vor  dem 
Saume    läuft   eine    dunkelbraune    Wellenlinie.     Alt    Calabar,    Kamerun,    Kongo,    Uganda.  —  ephorus    Weym.  iphorns. 
weicht  nur  durch  kleine  oder  punktförmige  Augenflecke  der  Unterseite  ab  und  ist  wohl  nur  eine  Zeitform 
von    iccius.     Goldküste.  —  Bei    ab.    transiens    Bartel   ist    die    blaue    Binde    der    Vflgl     fast    um    die    Hälfte  transiens. 
schmäler  und  die  Augenflecke  sehr  klein.     Kamerun-Hinterland. 

M.  sebetus  Heiv.  unterscheidet  sich  oben  von  der  vorhergehenden  Art  dadurch,  dass  die  blauviolette  sebeius. 
Querbinde   der  Vflgl  nicht  scharf   begrenzt  ist  und  höchstens  die  Rippe  2  erreicht,   unten  sind   die  Flügel 
ähnlich  wie  bei  iccius  gezeichnet,  aber  dadurch  abweichend,  dass  die  dritte    Querlinie  auf  den  Vflgln  fehlt 
und   auf   den   Hflgln   unregelmässig   winklig-wellenförmig  geschwungen   und   undeutlich   ist;   die   Augenflecke 
ind  klein.     Westafrika  von  Liberia  bis  Angola.  —  una  Plötz  (26  e)  weicht  nur  durch  einen  weissen  Punkt  una. 
im  Felde   5   der  Vflgloberseite  und   durch   noch  kleinere   Augenflecke   der   Unterseite   ab.     Gabun.  —  kochi  kochi. 
Grünh.  ist   wohl  auch  nur  eine   Form  von  sebetus;   sie  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:   Oberseite  tief 
schwarzbraun  samtartig,  die  blaue   Subapicalbinde  im  Vflgl  hinten  bis  unmittelbar  vor  die  Rippe  2  reichend ; 
der  für  una  charakteristische  weisse  Punkt  im  Felde  5  fehlt  vollständig;  Unterseite  olivenfarben,  stark  mit 
Braun  untermischt;  Wurzelteil  des  Hflgls  weiss;  Vflgl  von  der  mittleren  Partie  des  Vrdes  bis  zur  hinteren 


s 


86  JIYCALESIS.     Von  Dr.  ('.  Aukiviluus. 

Partie  des  Aussenrandes  ebenfalls  stark  weiss  durchtränkt;  die  beiden  Querzeichnungen  in  dci-  Zt-lle  des 
Vflgls  schmäler  als  bei  iina  und  dunkel  ausgefüllt,  die  Subbasalbinde  im  Hflgl  und  die  iluichgelu'nde  Dis- 
calbinde  wie  bei  una  verlaufend,  aber  etwas  schmäler;  vor  den  Augenflecken  sind  nur  die  weissen  Mittel- 
punkte scharf  und  deutlich,  in  derselben  Anordnung  wie  bei  ima,  aber  noch  kleiner,  im  ^'flgl  in  den 
Feldern  '2  und  5,  der  Fleck  im  Felde  4  fehlt,  im  Hflgl  in  den  Feldern  la  —  6:  von  den  schwarzen  und 
braunen  Umgrenzungen  sind  nur  bei  den  Flecken  1  b,  2  und  6  im  Hflgl  sowie  bei  2  im  Vflgl  leichte 
Spuren  sichtbar.     Auf  den  Sesse-Inseln  im  Viktoria-Nyanza. 

Die  folgenden  vier  Arten  weichen  von  den  vorhergehenden  dadurch  ab,  dass  die  blaue  Querbinde  der 
Vflgloberseite  des  cJ  völlig  fehlt  oder  nur  durch  eine  diffuse  violette  Färbung  angedeutet  ist  und  dass  mit  Aus- 
nahme von  zinebi  beim   ?  eine  weisse   Querbinde  der  Vflgl  vorhanden  ist. 

zinebi.  M.  zinebi  Bllr.     Das  ^  oben  mit  einfarbig  schwarzbraunt'n,  am  Saume  heller  gefärbten  Flügeln;  die 

Wurzelhälfte  der  Felder  1  a  und  1  b  der  Vflgloberseite  durch  aufgerichtete  Schuppen  rauh  und  fast  schwarz 
aber  ohne  lange  Haare;  die  Unterseite  braungrau  mit  drei  dunklen  Querlinien,  welche  fast  wie  bei  iccius 
angeordnet  sind;  die  dritte  Querlinie  der  Hflgl  fast  gleichfrirmig  gebogen;  Augenflecke  nur  durch  kleine 
weisse  Punkte  vertreten  oder  ganz  fehlend.     Sierra  Leone  bis  Togo-Land. 

ilalus.  M.  italus  Hew.  (26  e).     Das  cJ  ist  dem  q    der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  aber  etwas  grösser  und   im 

Wurzelteil  der  Felder  1  a  und  1  b  der  Vflgloberseite  mit  langen,  dunklen  Haaren  dicht  bekleidet;  das  $ 
ist  durch  die  breite  weisse  Querbinde  der  Vflgl  ausgezeichnet;  bei  beiden  Geschlechtern  sind  die  Augen- 
flecke der  Unterseite  gross  und  gut  entwickelt  und  die  dunklen  Querlinien  scharf  hervor aetend.  Vom 
Niger  bis  Gabun  verbreitet. 

xeneas.  M.  xeneas  Hew.  (27  a)  weicht  von  den  nächst  vorhergehenden  durch  die  hell  gefärbte  ^Mittellinie  der 

Unterseite  ab;  die  Vflgl  beim  (J  oben  schwarzbraun,  im  Apicalteil  heller  bräunlich  und  mit  zwei  gleich 
grossen  Augenflecken  in  den  Feldern  2  und  5,  von  denen  der  letztere  deutlicher  und  weiss  pupilliert  ist; 
die  Hflgl  sind  einfarbig  schwarzbraun;  das  $  ist  grösser  und  weicht  dadurch  ab,  dass  die  Vflgl  hinter  der 
Mittelzelle  eine  breite  weisse  Subapicalbinde,  welche  sich  vom  Vrd  bis  zur  Eippe  3  erstreckt,  und  grössere 
Augenflecke  haben  und  dass  beide  Flügel  mit  einer  schwarzen  Saumlinie  geziert  sind;  auf  der  Unterseite 
ist  die  graue  oder  beim  $  weissliche  Mittellinie  in  beiden  Flügeln  an  der  Kippe  4  deutlich  nach  aussen 
geeckt  oder  gebogen;  die  Augenflecke  treten  scharf  hervor  und  sind  schwarz  mit  weissen  Pupillen  und 
einem  inneren  gelben  und  äusseren  braunen  Ringe,  die  beiden  der  \'flgl  und  diejenigen  in  den  Ft'ldcrn  2 
und  G  der  Hflgl  sind  grösser  als  die  übrigen;  beide  Flügel  mit  einer  deutlichen  schwarzen  Saumlinie.  Alt- 
Calabar,  Kamerun  und  nördliches  Kongo- Gebiet. 

phalanlliuti.  M.  phalanthus  N/.'/r.  (27  a)  ist  kleiner  als  die  vorige  Art,  sonst  aber  so  älmlich,  dass  sie  nur  ihircli 

die  wenigstens  auf  den  Hflglii  ganz  gerade  Mittellinie  der  Flügclunterseite  abweicht.  Von  der  Goldküste  bis 
zur  Mündung  des  Kongo  verbreitet.  Beim  ^  findet  sich  auf  der  Vflgloberseite  in  der  W'urzel  des  Feldes  2 
ein  dunkler  Haarpinsel,  der  bei  xeneas  völlig  fehlt;  beim  $  ist  der  Saumtoil  des  Feldes  1  b  hinter  dem 
grossen  Augenflecke  der  Vflgl  deutlich  erhellt,  was  bei  den  9?  ^'on  xeneas  nicht  der  Fall  ist 

Evadne- Gruppe. 

Die  ArtfMi  dieser  Gruppe  zeichnen  sieh  durch  die  Annäherung  der  Rippen  (j  und  7  der  llfl<:l  beim  o 
vor  der  folgenden  aus.  Der  P^insel  im  Felde  6  der  Hflgl,  welcher  bei  den  0(J  der  folgenden  Gruppe  gewöhnlich 
vorhanden  ist,  fehlt  hier  immer.     Die  cJc?  sind  übrigens  oft  durch  besondere  Samtflecke  der  Hflgl    alisgezeichnet. 

feae.  M.  feae   Auriv.     $:  Flügel  olien  schw-arzbraun,   die   Vflgl  hinter  der  Zelle  mit  einer  hi'llei-en,   an   der 

Rippe  4  saumwärts  gebogenen  Querbinde  und  mit  zwei  schwarzen,  weiss  gekernten  Augenflecken  in  den 
Feldern  2  und  5;  Hflgl  oben  einfarbig  schwarzbraun,  am  Saume  etwas  heller  und  mit  zwei  wellenförmigen, 
schwärzlichen  Linien;  die  Flügel  unten  schwarzbraun,  an  der  W^urzel  grau  angeflogen,  die  Mittellinie  schmal 
gelblich-weiss,  auf  beiden  Flügeln  an  der  Rippe  4  winkelig  gebrochen;  die  Vflgl  mit  einer  braunen  Querlinie 
nahe  an  der  Wurzel,  einer  gelblichen  Linie  in  der  Zelle  und  zwei  schwarzen,  weissgekernten  Augenflecken, 
welche  jeder  von  einem  rostgelben,  schwärzlichen  und  grauen  Ring  umgel)en  sind,  am  Saume  mit  zwei 
fast  ebenen  dunklen  Querlinien;  die  Hflgl  mit  sechs  Augenflecken,  zwei  in  1  c,  einem  grösseren  in  2  und 
je  einem  in  den  Feldern  4 — 6,  welche  alle  mit  einem  rostfarbigen,  einem  schwärzlichen  und  einem  grauen 
Ringe  umgeben  sind;  am  Saume  zwei  schwach  gewellte  Linien;  Hflgl  ohne  Samtfleck,  aber  mit  zwei 
PLiarpinseln,  einem  am  Vrd  der  Zelle  und  einem  in  der  Mitte  des  Feldes  1  c.  Auf  der  Lisel  Fernando  Po 
in  einer  flöhe  von  1400  m  von  dem  berühmten  Nafurforscher  Leonardo  Fea  entdeckt. 

sciaMs.  M.  sciathis  Heic.  (27  a).     Flügelunterseite  gelbbraun;   die   Hflgl   unten  ohne  Augenfleck  im  Felde   1  b 

und  :3;  die  gelbgraue  ^littellinie  der  Unterseite  deutlich  S-förmig  gebogen.  —  (J :  Flügel  oben  einfarbig 
dunkell)i-aun,    die  \  flgl    oben    nur    mit    einem    einzigen    schwarzen    weiss  gekernten  Augenflecke    nahe    an    der 


ilYCALESIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  87 

Spitzo  im  Felde  5;  die  Hflgl  oben  nahe  am  Analwinkel  mit  einem  grossen  schwarzen  Samtfleck  im 
Felde  1  b ;  Vflgl  miten  mit  zwei  schwarzen  weiss  gekernten,  gelb,  braun  und  hellgelb  geringelten  Augenflecken 
in  den  Feldern  2  und  5,  am  Hrd  schwärzlich;  die  Hflgl  am  Ende  mehr  gelblich  und  mit  5  Augenflecken, 
je  einem  in  den  Feldern  1  c,  2,  4,  5  und  6;  die  Flecke  der  Felder  2  und  G  grösser  als  die  übrigen.  — 
Das  $  ist  grösser  als  das  ^  und  durch  eine  weisse,  scharf  begrenzte  Subapicalbinde  der  Vflgl  ausge- 
zeichnet; die  Binde  geht  vom  Vrd  l)is  zur  Eippe  3.     Liberia,  Alt  C'alabar,  Kamerun. 

M.   procora    Karsch   steht    der   vorigen    Art   nahe,    unterscheidet   sich    aber   in    beiden    Geschlechtern  procora. 
dadurch,  dass  die  helle  ]\Iittellinie  der  Unterseite  gleichförmig  und  fast  gerade  ist;  die  Unterseite  ist  auch  weniger 
gelblich  und  mehr  grau;  beim  (J  fehlt  der  Samtfleck  am  Analwinkel  der  Hflgl,  statt  desselben  aber  findet 
sich   vor   der   Mitte   des    Feldes    1  c   ein   schwarzer,   nach   aussen   gerichteter   Haarpinsel;    beim    $   fehlt    die 
weisse  Querbinde  der  Vflgl.     In  Togo-Land  und  im  Kongo- Gebiet. 

M.  analis  Auriv.  hat  eine  gelblich  graue  Unterseite  mit  fast  ebenen  oder  schwach  gewellten  Quer-  analix. 
linien;  die  Hflgl  unten  mit  deutlichem  Augenfleck  im  Felde  3  und  die  Vflgl  auch  oben  mit  zwei  hell- 
gekernten Augenflecken  in  den  Feldern  2  und  5.  —  ^:  Flügel  oben  dunkelbraun,  die  Hflgl  am  Analwinkel 
mit  einem  schwarzen,  grau  schillernden,  durch  die  Rippe  1  b  geteilten  Samtfleck  und  im  Wurzelteil  des 
Feldes  1  c  langhaarig,  unten  mit  7  deutlichen,  gelb,  braun  und  weisslich  geringelten  Augenflecken,  zwei  im 
Felde  1  c  und  je  einem  in  den  Feldern  2 — 6,  der  Fleck  im  Felde  2  etwas  grösser  als  die  übrigen,  die 
Augenflecke  stehen  in  einer  fast  gleichmässigen  Bogenreihe.  — ■  Das  $  ohne  weisse  Querbinde  der  Vflgl. 
Kamerun  und   Kongo- Gebiet. 

M.  hyperanthus  Baker.  Diese  mir  unbekannte  Art  soll  mit  analis  nahe  verwandt  sein  und  wird  in  hypcr- 
folgender  Weise  beschrieben:  Beim  J  sind  beide  Flügel  dunkel  schwarzbraun,  die  Vflgl  mit  einem  kleinen,  antims. 
weiss  gekernten,  schwarzen  Fleck  im  Felde  5  nahe  am  Saume  und  einem  kleinen,  blinden  Fleck  im  Felde  2, 
beide  Flecke  ohne  Bing;  die  Hflgl  dicht  am  Analwinkel  mit  einem  grauen  Mehlfleck.  Unterseite:  beide 
Flügel  sienna-braun  mit  Augenflecken  und  Querlinien;  Vflgl  in  der  Mittelzelle  mit  einem  grossen  dunkeln 
Fleck,  welcher  auf  allen  Seiten  ausser  am  Vrd  breit  mit  hell  ockerbraun  gesäumt  ist;  die  Mittelhnie  ist 
breit  und  dunkel,  nach  aussen  hell  gesäumt  und  tritt  zwischen  den  Bippen  3  und  5  saumwärts  hervor; 
die  Augenflecke  mit  einem  hellgelblichen,  einem  dunklen  und  wieder  einem  hellen  Bing;  der  Augenfleck  im 
Felde  2  ist  sehr  gross  und  weiss  gekernt;  eine  dunkle  SubmarginalHnie ;  Hflgl  mit  dunkler,  nach  aussen 
scharf  hell  gesäumter,  unregelmässiger  Mittellinie  und  mit  7  Augenflecken,  von  denen  die  im  Feld  2  und  6 
etwas  grösser  als  die  übrigen  kleinen  sind.     Kongo  Gebiet. 

M.  taenias  Hew.  (27  b)    ist    der    M.  analis  ähnlich,    aber  kleiner  und  hat  eine  rein  graue,  im  Saum-  tnrnias. 
teil    der   Hflgl   weissliche,   scharf  gezeichnete    Unterseite   mit   feinen,   stark   gewellten  oder  gezackten    Quer- 
linien; die  Augenflecke  wie  bei  analis  angeordnet,  die  Vflgl  oben  nur  mit  einem  Augenfleck  (im  Felde  5).  — 
ö*:  Die  Hflgl  ohne  Samtfleck  und  nur  in  der  Mittelzelle  mit  einem  Haarpinsel;  die  Vflgl  an  der  Mitte  des 
Hrds  langhaarig.     Sierra  Leone  bis  Gabun. 

M.  ignobilis  Btlr.  (27  b)  hat,  wie  auch  die  folgende  Art,  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  auch  im  Felde  ignohilis. 
1  b  einen  Augenfleck  und  weicht  dadurch  von  allen  vorhergehenden  Arten  ab.  Die  dunkle  Mittelbinde 
der  Flügeluuterseite  mit  fast  gleichen  und  parallelen  Seiten ;  die  weiss  gekernten  Augenflecke  der  Unterseite 
sind  von  einem  gelblichen,  einem  schwärzlichen  und  einem  violettgrauen  Binge  umgeben;  derjenige  im 
Felde  2  ist  viel  grösser  als  die  übrigen;  die  Vflgl  haben  zwei  und  die  Hflgl  7  Augenflecke,  von  denen  je 
einer  in  1  b,  2,  4,  5  und  G  und  zwei  in  1  c ;  die  Augenflecke  der  Felder  4  und  5  der  Hflgl  sind  klein  und 
liegen  nahe  am  Saume;  vor  dem  Saume  zwei  feine  schwarze  Linien.  —  cJ:  Flügel  oben  violettschwarz, 
die  vorderen  etwas  heller  mit  einem  Augenfleck  im  Felde  5  und  auf  der  Innenseite  des  Augenfleckes 
gelblich  aufgehellt;  die  Hflgl  oben  längs  der  Eippe  1  b  mit  einem  langen  und  schmalen  von  schwarzen 
Haaren  bedeckten  Mehlfleck.  —  ?:  Grösser  als  das  ^  und  mit  einer  weissen  Querbinde  der  Vflgl,  welche 
sich  vom  Vrd  bis  zur  Bippe  3  ausdehnt.     Goldküste  bis  Kongo. 

M.  nobilis  Auriv.  (27  b)  ist  der  vorigen  Art  ähnhch  und  hat  wie  diese  einen  Augenfleck  im  Felde  1  b  nobilis. 
der  Hflglunterseite ;  sie  ist  kleiner  und  hat  kürzere  und  breitere  Vflgl,  welche  bei  beiden  Geschlechtern 
eine  weissliche  Subapicalbinde  haben;  die  Unterseite  der  Hflgl  hat  8  Augenflecke,  welche  in  einer  fast  gleich- 
förmig gebogenen  Beihe  liegen;  der  Fleck  in  Feld  G  ist  kaum  grösser  als  der  in  Feld  5  und  nur  der 
Fleck  in  Feld  2  ist  beträchthch  grösser  als  die  übrigen.  —  (?:  Die  Hflgl  oben  nahe  am  Analwinkel  mit 
einem  schwarzen,  von  der  Bippe  1  b  geteilten  und  wurzelwärts  von  langen  Haaren  begrenzten  Samtfleck.  — 
$:  Subapicalbinde  der  Vflgl  grösser  und  rein  weiss.     Kamerun  und  Gabun. 


88  .MYCALESIS.     Von  Dr.  C.  Aurivilliüs. 

evadne.  M.  evadne  Cr.  (27  b).     (J :  Beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkel  schwarzbraun  mit  l)iäulichen  Schiller 

ohne  Augenflecke  oder  anderen  Zeichnungen,  unten  mit  zwei  etwas  unebenen,  aber  fast  parallelen  helleren 
Querlinien;  die  Augenflecke  mit  einem  inneren  gelblichbraunen  und  einem  äusseren  dunkelbraunen  Einge 
und  von  einer  helleren  Zone  umgeben;  die  Vflgl  haben  einen  grösseren  Augenfleck  im  Felde  2  und  einen 
kleineren  im  Felde  5;  die  Hflgl  haben  zwei  Augenflecke  im  Felde  1  c  und  je  einen  in  den  Feldern  2 — 6, 
aber  keinen  im  Felde  1  b;  die  Augenflecke  der  Felder  1  c — 5  liegen  fast  in  einer  geraden  Linie,  der  vorderste, 
im  Felde  6,  aber  viel  näher  an  der  Wurzel  als  die  übrigen;  von  allen  übrigen  Arten  unterscheidet  sich 
das  cj  dadurch,  dass  die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  an  ihrem  Ursprünge  in  einen  verdickten  Stiel  vereinigt 
sind.  —  Das  ?  ist  grösser  als  das  o,  oben  heller  und  mit  einer  grau-gelblichen  Querbinde  der  Vflgl 
zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  3  oder  2  und  mit  deutlichen  Augenflecken  der  Vflgl;  unten  sind  die 
Zeichnungen  heller  und  schärfer  hervortretend,  sonst  aber  ähnlich  wie  beim  q  ;  die  Rippen  G  und  7  der 
Hflgl  sind  nicht  gestielt,  kommen  aber  aus  demselben  Punkte.     Sierra  Leone  bis  Gabun. 

noblemairei.  M.  noblemairei  Jauct  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  nach  der  Beschreibung  kaum  von  evadne  ver- 

schieden zu  sein.  ,.3:  Oben  schwarzbraun  mit  einem  dunklen  stahlblauen  Schiller  ähnlich  dem  der  Euploeen. 
Unten  rostbraun  mit  einer  violetten  Querbinde,  zwischen  welcher  und  dem  Saume  eine  Zone  liegt,  worin 
sich  finden:  1.  auf  den  Vflgln  zwei  schwarze  weissgekernte,  gelb,  braun  und  violett  geringelte  Augenflecke, 
von  denen  der  an  der  Flügelspitze  kleiner  ist;  2.  auf  den  Hflgln  eine  Reihe  von  7  ähnlichen  Augenflecken, 
deren  violette  Ringe  jedoch  zusammengeflossen  sind;  wenn  man  sie  vom  Analwinkel  rechnet,  ist  der  dritte 
der  grösste,  der  vierte  rudimentär  und  der  siebente  weit  innerhalb  der  Linie,  welche  die  übrigen  bilden, 
gestellt,  und  kleiner  als  der  dritte,  aber  grösser  als  die  übrigen.  Flügelspannung:  42  mm.  $  unbekannt." 
Französisch  Kongo. 

halyma.  M.  halyttia  F.     Die  Unterseite  mit  weisslicher  oder  hellgrauer  Grundfarbe;  alle  Augenflecke  derHflgl- 

unterseite  in  einer  fast  geraden  Linie.  —  ^:  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun  mit  schwachem,  violettem 
Anflug,  vor  dem  Saum  mit  zwei  dunklen  Linien;  die  Hflgl  am  Ird  nahe  an  der  Wurzel  mit  einem  schwarz- 
grauen, durch  die  Rippe  1  a  geteilten  Mehlfleck;  die  Unterseite  mit  zwei  ganz  geraden  und  ebenen,  braunen 
Querlinien  und  einer  gebogenen  Linie  vor  den  Augenflecken;  diese  sind  schwarz,  weissgekerut  und  haben 
einen  gelben  und  einen  braunen  Ring;  die  Vflgl  mit  5  in  einer  geraden  Linie  stehenden  Augenflecken  in 
den  Feldern  1  b — 5;  die  Hflgl  mit  7  solchen  Flecken;  der  Fleck  im  Felde  2  auf  beiden  Flügeln  etwas 
grösser  als  die  übrigen;  vor  dem  Saume  zwei  braune  gewellte  Linien.  —  Das  $  ist  grösser  und  hat  eine 
weissliche  Subapicalbinde  der  Vflgl.     Sierra  Leone  und  Liberia. 

asochis.  M.  asochis   Hew.   (27  c)   ist  dadurch   ausgezeichnet,   dass   beide  Flügel  oben   bis  weit  über  die  Mitte 

hinaus  weiss  sind,  wie  auch  die  Grundfarbe  der  Unterseite.  —  ^i  Oben  ist  der  Vrd  der  Vflgl  bis  zur 
Rippe  4,  der  Ird  der  Hflgl  bis  zur  Rippe  1  b  und  eine  breite  Saumbinde  beider  Flügel  schwarzbraun;  nahe 
an  der  Wurzel  des  Irds  der  Hflgl  liegt  wie  bei  hahjma  ein  grosser  von  Haaren  bedeckter  Mehlfleck;  die 
Unterseite  im  Wurzelteil  gelblich,  die  Querlinien  fein  und  blass,  auf  den  Hflgln  gelblich;  vor  den  Augen- 
flecken eine  scharf  hervortretende  und  doppelt  gebogene  braune  Querlinie;  Vlfgl  mit  2,  Hflgl  mit  7  in 
einer  schwach  gebogenen  Reihe  stehenden  Augenflecken;  die  Augenflecke  mit  einem  gelben  und  einem 
braunen  Ringe;  am  Saume  drei  feine  dunkle  Linien.  —  Das  $  Aveicht  vom  q  dadurch  ab,  dass  die  Flügel 
oben  nur  an  der  Spitze  verdunkelt  sind,  drei  dunkle  Saumlinien  und  einen  Fleck  im  Felde  2  haben;  unten 
sind  die  Querlinien  undeutlich  oder  verschwunden.     Alt  Calabar  bis  Angola. 


Safitza- Gruppe. 

Die  Rippe  T  der  Hflgl  entspringt  beim  $  in  der  .Mitte  zwischen  den  Rippen  G  und  8  oder  sogar  näher 
an  8,  selten  etwas  näher  an  G,  jedoch  nie  doppelt  so  weit  von  8  als  von  G.  Am  weitesten  von  der  R'ppe  8 
entfernt  ist  die  Rippe  7  bei  M.  damkelmanni  und  tolosa.  Die  Vflgl  des  o  haben  bei  fast  allen  Arten  im 
Felde  1  a  dicht  an  der  Ilinterseite  der  Rippe  1  einen  kleinen,  gerundeten  oder  langgestreckten,  warzen-  oder 
schwielartig  erhabenen  Mehlfleck.  —  Die  zahlreichen  Arten  dieser  Gruppe  sind  einander  oft  sehr  ähnlich  und 
besonders  die  §?  können  bisweilen  nur  mit  Schwierigkeit  bestimmt  werden,  wenn  man  nicht  auch  die  dazu 
gehörigen  ^3  besitzt.  Um  die  Bestimmung  der  Arten  zu  erleichtern,  teile  ich  dieselben  in  mehrere,  haupt- 
sächlich auf  die  Pinsel  und  Melilflecke  der  00  begründete  Untergruppen  ein. 


1.  Untergruppe. 

cJ:  Die  Vflgl  oben  nahe  am  Hinterwinkel  mit  einem  von  der  Rippe  1  geteilten,  schwarzen,  nach 
aussen  gerichteten  Haarpinsel;  die  Hflgl  nur  am  ^'rd  der  Mittelzelle  mit  Haarpinsel,  am  Ird  aber  in  den 
Feldern  1  a — 1  c  lanshaaritr.     Hflgl  abgerundet. 


Ausgegeben  20.  VI.  1911.  MYCALESIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  89 

M.  madetes  Hew.  (27  d).  Die  Flügel  beim  ^  oben  dunkelbraun  ohne  Zeichnungen,  beim  $  heller  madetes. 
braun  und  die  Yflgl  mit  Andeutung  einer  Subapicalbinde  und  mit  weiss  gekernten  Augenflecken  in  den 
Feldern  2  und  5.  Auf  der  Unterseite  ist  der  Wurzelteil  bald  einfarbig  dunkelbraun  ohne  deutliche  Zeich- 
nungen, bald  wie  in  der  Figur,  heller  mit  innerer  Querlinie,  nach  aussen  ist  er  durch  eine  dunkle,  fast 
gerade  und  gleichförmige  Querlinie  begrenzt;  die  Vflgl  haben  einen  grösseren  Augenfleck  im  Felde  2  und  einen 
kleineren  im  Felde  5,  die  Hflgl  7  Augenflecke,  von  denen  nur  der  im  Felde  2  beträchtlich  grösser  als  die 
übrigen  ist.     Goldküste  bis  Gabun. 

2.  Untergruppe. 

(^ :  Die  Hflgl  oben  im  Felde  1  c  nahe  an  der  Wurzel  oder  in  der  Spitze  der  Jlittelzelle,  dem  Felde  2 
gegenüber,  oder  an  beiden  Stellen,  mit  einem  scharf  begrenzten  Haarpinsel  geziert.  Dazu  kommt  der  stets 
vorhandene  Pinsel  am  Yrd  der  Mittelzelle  und  fast  immer  auch  ein  Pinsel  im  Felde  G. 

M.   sambulos   Hew.   (27  c).     Die   Hflgl  am   Analwinkel  etwas   ausgezogen  und   an   der  Kippe  2  kurz  sambulos. 
und  stumpf  geschwänzt,     rj :  Hflgl  oben  mit  Pinsel  sowohl  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  c  und  in  der  Spitze 
der  Mittelzelle  wie  auch  im   Wurzelteil  des  Feldes  2.  —  Flügel  oben  dunkelbraun  mit  undeutlicher  heller, 
gegen    den    Hinterwinkel   gerichteter    Subapicalbinde   der   Vflgl,    unten,    wie   die   Figur   zeigt,    fein   gestrichelt 
mit  kleinen  Augenflecken  und  2 — 3  feinen  dunklen  Linien  am  Saume.     Gabun. 

M.  mandanes  Hew.  (=  graphidabra  Karsch)  (27  c).  Die  Hflgl  am  Analwinkel  schwach  ausgezogen,  mandanes. 
an  der  Eippe  2  sehr  kurz  gelappt.  ^ :  Hflgl  oben  mit  Haarpinsel  im  Felde  1  c  und  in  der  Spitze  der 
Mittelzelle,  aber  ohne  Pinsel  im  Felde  2.  —  Flügel  oben  schwarzbraun,  die  Vflgl  mit  einer  in  zwei  Flecke 
geteilten  gelblichen  Subapicalbinde;  die  Unterseite  ist  scharf  gezeichnet,  hat  scharf  gezackte  schwarze  Quer- 
linien und  im  Felde  2  der  Vflgl  einen  grossen  Augenfleck,  vor  dem  die  Grundfarbe  einen  weisslichen  oder 
gelblichen  Fleck  bildet;  die  Augenflecke  der  Hflgl  sind  alle  klein.     Togo-Land  bis  Kongo. 

M.  kenia    Rogenh.   (27  c)   stimmt  in   der  Flügelform  und  hinsichtlich   der  Unterseite  und   der  Pinsel  kcnia. 
des  cj  mit   mandanes  überein,  weicht  al)er  durch  die  scharf  begrenzte  und  zusammenhängende  weisse   Sub- 
apicalbinde der  Vflgloberseite  von  ihr  ab.     Deutsch  und  Britisch  Ostafrika. 

M.   auricruda    Bth.    (27  c).     Die    Hflgl   abgerundet  mit  gewelltem  Saume.     Beim  ,^  die  Hflgl  ol)cn  mit  miricruda. 
Haarpinsel  im   Felde   1  c,   aber  ohne  Pinsel  im   Spitzenteil   der  Mittelzelle.  ■ —  Vflgl  oben  mit   kurzer,   gelb- 
licher   Subapicalbinde,   unten   fast   wie   bei    mandanes   gezeichnet.     Von   Ashanti   bis   Angola   und   Uganda. 

M.  mesogena  Karsch  (27  d).  ^:  Beide  Flügel  oben  einfarbig  schwarzbraun  ohne  Zeichnungen  und  mesogena. 
mit  fast  ganzrandigem  Saume;  Saum  der  Vflgl  fast  gerade;  die  Hflgl  mit  4  Haarpinseln,  einem  am  Vrd 
der  Mittelzelle,  einem  im  Felde  6,  einem  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  c  nahe  an  der  Mittelzelle  und  einem 
in  der  Spitze  der  Mittelzelle  nahe  am  Hinterwinkel  der  Zelle.  Die  Unterseite  ist  gewöhnlich  dunkel  schwarz- 
braun mit  stark  gewellten  schwarzen  Querlinien  und  zwei  feinen,  schwarzen  Linien  am  Saume;  die  Vflgl 
mit  drei  Augenflecken  (in  1  b,  2  und  5),  von  denen  der  im  Felde  2  etwas  grösser  ist;  die  Hflgl  mit 
7  Augenflecken,  welche  in  einer  vorne  etwas  gebogenen  Reihe  liegen,  der  Augenfleck  im  Felde  2  ist  ge- 
wöhnlich etwas  grösser  als  die  anderen.     $  mir  unbekannt.     Sierra  Leone  bis  südliches  Kongo-Gebiet. 

M.  sandace  Hew.  (27  d).  Saum  beider  Flügel  schwach  gewellt,  der  Vflgl  deutlich  gebogen.  —  sandace. 
(J:  Flügel  oben  dunkelbraun,  die  Vflgl  im  Felde  5  mit  einem  deutlichen  schwarzen,  weiss  gekernten  und 
gelb  geringelten  Augenfleck  und  im  Felde  2  mit  einem  undeutlichen,  schwarzen  Fleck;  die  Hflgl  an  der 
Spitze  der  Mittelzelle  mit  einem  tief  schwarzen,  von  einem  Haarpinsel  bedeckten  Mehlfleck,  welcher  auch  die 
Wurzel  der  Felder  2  und  3  erreicht,  aber  ohne  Pinsel  im  Felde  1  c:  die  Unterseite  ist  derjenigen  von 
mesogena  recht  ähnlich,  aber  in  der  Wurzelhälfte  fein  gestrichelt  und  mit  mehr  geraden  und  weniger 
gewellten  Querlinien.  — ■  Das  $  ist  oben  heller  gefärbt  und  hat  auf  den  Vflgln  zwei  sehr  scharf  hervor- 
tretende und  gelb  geringelte  Augenflecke  in  den  Feldern  2  und  5.     Senegal  bis  Kongo. 

M.  technatis  Hew.  Flügel  fast  ganzrandig;  die  Vflgl  mit  schwach  gebogenem  Saume.  —  (J:  Flügel  tcchnalis. 
oben  dunkelbraun  ohne  andere  Zeichnungen  als  ein  undeutlicher  schwarzer  Fleck  im  Felde  2  der  Vflgl; 
die  Hflgl  im  Felde  1  c  nahe  an  der  Wurzel  mit  einem  langen  Haarpinsel,  welcher  nahe  an  der  Rippe  1  b 
befestigt  ist,  aber  ohne  Pinsel  in  der  Spitze  der  Mittelzelle;  auf  der  Lhiterseite  ist  die  dunkle,  nach  aussen 
violettgrau  begrenzte  Mittellinie  auf  den  Vflgln  sanft  gebogen  und  auf  den  Hflgln  unregelmässig  ge- 
schlängelt; die  Vflgl  mit  einem  grösseren  Augenfleck  im  Felde  2  und  einem  kleineren  in  5;  die  Hflgl  mit 
7  Augenflecken,  von  denen  der  im  Felde  2  der  grössste  und  der  im  Felde  3  der  nächstgrösste  ist;  alle 
Augenflecke  sind  weiss  gekernt  und  haben  einen  gelben,  einen  schwärzHchen  und  einen  violettgrauen  Ring. 
—  Das  $  ist  oben  heller,  graubraun  und  hat  vor  der  Spitze  der  Vflgl  eine  breite,  undeutlich  begrenzte 
weissliche  Subapicalbinde.     Liberia  bis  Kongo  und  Uganda. 

M.    uniformis    Beth.-Baker.     Von    dieser    mir    unbekannten  Art    ist    nur  das  ^  beschrieben.     Die  Be-  imiformis. 
Schreibung  lautet:   ,,(^:   Beide  Flügel  eintönig  dunkelbraun;   Vflgl   mit  einem  sehr  kleinen,  weiss  gekernten 

XIII  12 


90  MYCALESIS.     Von  Dr.  C.  ArRivimrs. 

schwarzen  Fleck  nahe  an  der  Spitze;  Hflgl  mit  einem  schwarzbraunen  Haarpinsel  gerade  hinten  dem 
Winkel  der  Rippe  2  zwischen  der  Rippe  1  b  und  2  und  ausserdem  mit  Pinsel  am  Vrd  der  Mittelzelle. 
Unterseite:  beide  Flügel  hell  ockerbraun,  Vlfgl  mit  einem  grossen,  schwach  begrenzten  Fleck  in  der  Zelle, 
einer  undeutlichen  ersten  und  einer  deutlichen  zweiten  Querlinie,  dieser  hell  begrenzt;  der  Augenfleck  der 
Oberseite  mit  gelbem  Ringe;  ein  grösserer  Augenfleck  im  Felde  2  und  Spuren  von  zwei  anderen  zwischen 
jenen;  die  Hflgl  mit  unregelmässigen  dunklen  Querlinien,  welche  eine  etwas  dunklere  ^littelbinde  begrenzen, 
die  äussere  Querlinie  saumwärts  hell  begrenzt;  eine  submarginale  Reihe  von  sieben  weissgekernten,  schwar- 
zen Augenflecken  mit  hellgelbem,  dunkelbraunem  und  hell  ockerbraunem  Ringe.  Spannweite  55  mm." 
Kongo- Gebiet  bei  Makala-Beni. 

miriam.  M.   miriam  F.    (27  d).     Beide   Flügel   oben   einfarbig  graubraun   ohne   Zeichnungen   (die   Augenflecke 

der  Unterseite  jedoch  durchscheinend),  beim  ^J  mit  schwachem,  violettem  Schiller:  Mfgl  fast  ganzrandig, 
Hflgl  mit  schwach  gewelltem  Saume;  Unterseite  wenigstens  im  Wurzelteil  mit  deutlichen,  braunen  Quer- 
strichelchen, Mittellinie  geschlängelt  und  nach  aussen  mehr  oder  weniger  deutlich  weissgrau  gesäumt;  die 
Augenflecke  schwarz,  weissgekernt  mit  einem  gelben,  einem  dunkelbraunen  mid  einem  gelbgrauen  Ringe; 
die  Vflgl  mit  einem  grösseren  Augenfleck  im  Felde  2  und  einem  kleineren  in  5;  die  Hflgl  mit  7  Augen- 
flecken, von  denen  die  der  Felder  2  und  3  grösser  als  die  übrigen  sind  nnd  die  der  Felder  4 — 6  klein  und 
gleich  gross.  —  cj:  Hflgl  oben  mit  den  gewöhnlichen  Pinseln  am  Vrd  der  Zelle  und  im  Felde  6  und  dazu 
mit  einem  langgestreckten  Pinsel  im  Felde  1  c  dicht  am  Hrd  der  Zelle.  Gabun,  Kongo- Gebiet  und  Xyassa- 
puncHfera.  Land.  —  Bei  punctifera  Strand  sind  die  Augenflecke  der  Unterseite  zu  Punkten  reduziert.     Ruanda. 

(lorothca.  M.  dorothea  Cr.  weicht  nur  durch  mehr  gerundete  Flügel,   dunklere  Oberseite,  sowie  dunklere  und 

meliisina.  schärfer  gezeichnete  Unterseite  von  der  gewöhnlichen,  weit  verbreiteten  Form  ab.  Sierra  Leone.  • —  melu- 
sina  F.  (27  d)  stimmt  in  Grösse,  Flügelform  und  Zeichnungen  der  Unterseite  nahe  mit  miriam  überein, 
hat  aber  eine  viel  hellere,  weissgraue  Grundfarbe  der  Unterseite.  ^:  Die  Vflgl  oben  in  der  ;Mitte  und  die 
Hflgl  im  Wurzelteil  grau  aufgehellt  meist  noch  mehi-  als  in  der  Figur;  Hflgl  mit  einem  hellen,  gelblichen 
Pinsel  am  Vrd  der  Mittelzelle  und  gewöhnlich  auch  mit  einem  kleinen,  dunklen  Pinsel  im  Felde  6;  im 
Felde  1  c  dicht  am  Hrd  der  Mittelzelle  finden  sich  lange  schwärzhche  Haare,  welche  einen  schmalen  Pinsel 
bilden.  —  Das  $  ist  gewöhnlich  oben  einfarbig  graubraun,  kann  aber  auch  fast  wie  das  ^  gefärbt  sein 
concolor.  (=  ab.-$  concolor  Auriv.  von  Fernando    Po.)  —  Sierra  Leone  bis  Angola. 

3.  Untergruppe. 

Die  Hflgl  des  ^  nur  mit  einem  einzigen  Haar2)insel,  welcher  in  der  Mittelzelle  dicht  an  deren  Vrd 
befestigt  ist,  bisweilen  aber  im  Wurzelteil  lang  anliegend  behaart.  Die  Vflgl  oder  die  Hflgl  bei  den  vier 
ersten  Arten  mit  einem  schwarzen  Mehl-  oder  Samtfleck;  bei  der  fünften  Art  ist  die  ganze  Wurzelhälfte 
beider  Flügel  tiefsamtschwarz. 

sophrosync.  M.  sophrosyne  l'lötz  (=   plötzi  Bartel).     (J:    Die  Flügel  oben  dunkelbraun,  am   Saume  und  vor  der 

Spitze  der  Vflgl  etwas  aufgehellt,  die  Vflgl  in  der  Glitte  mit  einem  grossen  unregelmässigen  schwarzen 
Sam'tfleck,  welcher  den  inneren  Teil  der  Felder  2  und  3,  sowie  den  angrenzenden  Teilen  der  Felder  1  b 
und  4  bedeckt;  auf  der  Unterseite  ist  der  Wurzelteil  einfarbig  dunkelbraun  und  nach  aussen  durch  eine 
wenig  dunklere,  distal  violettgrau  gesäumte  Mittellinie  begrenzt;  die  Mittellinie  ist  fast  regelmässig,  auf 
den  \'flgln  deutlich  gebogen  und  auf  den  Hflgln  zwischen  den  Rippen  3  und  5  schwach  ausgebogen;  im 
viülettgrauen,  braun  gefleckten  Saumfeldo  finden  sich  auf  den  Vflgln  2 — 3  und  auf  den  Hflgln  5 — G  Augen- 
flecke; diese  sind  schwarz,  weissgekernt  und  haben  einen  gelben  und  einen  dunkelbraunen  Ring;  der  Fleck 
im  Felde  2  ist  grösser  als  die  übrigen  und  auf  beiden  Flügeln  gleich  gross,  der  Fleck  im  Felde  3  fehlt  und 
der  im  Felde  4  der  Hflgl  ist  klein  oder  fehlt;  der  in  Feld  6  der  Hflgl  ist  etwas  grösser. als  der  in  Feld  5; 
der  in   Feld  6  der  Vflgl  aber  viel  kleiner  als  der  in  Feld  5.  —  Das  $  ist  heller  als  das  cj.    Kamerun  und  Kongo. 

istaris.  M.   istaris    Plötz.     ^:   Die   Flügel   oben   eintönig  schwarzbraun,   am   Saume  und   vor   der   Spitze   der 

Vflgl  nicht  uder  kaum  aufgehellt;  die  Vflgl  nahe  am  Hinterwinkel  mit  einem  grossen  gerundeten  schwarzen 
Samtfleck,  welcher  hauptsächlich  im  Felde  2  hegt;  die  Unterseite  im  Wurzelteil  tief  eintönig  schwarzbraun 
ohne  Zeichnungen,  nach  aussen  von  einer  schwarzen,  weiss  gesäumten  Mittellinie  begrenzt,  die  MitteUinie 
ist  gleichmässig,  auf  den  Vflgln  fast  gerade  und  auf  den  Hflgln  kaum  merklich  gebogen;  die  Vflgl  mit  einem 
grösseren  Augenfleck  in  Feld  2  und  je  einem  kleinen  in  5  und  6,  die  Hflgl  mit  7  Augenflecken,  zwei  in 
Feld  1  c  und  je  einem  in  2 — 6;  der  in  Feld  2  grösser  als  die  übrigen,  welche  unter  sich  fast  gleich  gross 
sind;  alle  Augenflecke  sind  scharf  hervortretend,  schwarz,  weiss  gekernt,  mit  einem  gelben  und  einem  braunen 
Ringe;  vor  dem  Saume  zwei  dunkle  gewellte  Liniet»,  —  $  mir  unbekannt.  Die  Art  ist  der  vorigen  ähnlich, 
sofort  aber  durch  den  schärfer  begrenzten  und  nahe  am  Saume  gelegten  Samtfleck  der  Vflgl  zu  unter- 
scheiden.    Ashanti  und  Togo. 

moUitia.  M.   moliitia   Karsch   (=    ansorgoi   E.   Sharpe)    (27  e)   ist   grösser   als   die    beiden   vorhergehenden,     ^i 

Flügel  oben  samtschwarz,  die  Vflgl  mit  einer  hell  gelbhch  braunen  Subapicalbinde,  welche  sich  am  Saume 


MYCALESIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  91 

bis  zum  Hinterwinkel  fortsetzt;  in  dieser  Binde  steht  im  Felde  5  ein  kleiner,  schwarzer,  weiss  gekernter 
Augenfleck,  die  Hflgl  am  Saume  und  am  Ird  deuthch  aufgehellt;  die  Vflgl  im  Wurzelteil  der  Felder  2  und 
3  mit  einem  gerundeten,  matt  schwarzgrauen  Mehlfleck.  Die  Unterseite  ist  fast  wie  bei  isiaris  gezeichnet, 
die  Augenflecke  sind  jedoch  bald  besser  entwickelt,  bald  klein  und  undeutlich.  —  Das  $  ist  mir  unbe- 
kamit.  —  Diese  ganz  leicht  kennthche  Art  ist  nur  aus  dem  Kongostaate,  aus  Euwenzori  und  Uganda  bekannt. 

M.  lamani  Anriu.  {'27  e).  (^ :  Die  Flügel  oben  einfarbig,  dunkel  schwarzbraun,  die  Hflgl  nahe  am  lamani. 
Hrd  im  Felde  2  mit  einem  grossen,  samtschwarzen  Mehlfleck;  auf  der  Unterseite  ist  der  einfarbige, schwarz- 
braune Wurzelteil  durch  eine  fast  gerade  weissliche  Querlinie  begrenzt;  die  Vflgl  haben  einen  grossen 
Augenfleck  im  Felde  2,  einen  kleinen  in  5  und  je  einen  punktförmigen  in  4  und  6;  die  Hflgl  mit  7  Augen- 
flecken, von  denen  nur  der  in  Feld  2  etwas  grösser  als  die  anderen  ist.  —  $:  Flügel  oben  heller  braun, 
die  Vflgl  vor  der  Spitze  ziemhch  breit  grau  aufgehellt;  die  Unterseite  ist  auch  heller  und  weicht  übrigens 
dadurch  ab,  dass  die  Mittellinie  auf  beiden  Flügeln  in  der  Mitte  schwach  stumpfwinkehg  hervortritt.  Am 
unteren  Kongo  bei  ]\rukimbungu. 

M.  obscura  Auriv.  (28  a).  j' :  Beide  Flügel  oben  einfarbig  schwarzbraun  mit  schwachem,  violettem  obscura. 
Schiller;  die  Vflgl  an  der  Wurzel  und  die  Hflgl  fast  bis  zum  Analwinkel  mit  langen  anliegenden  Haaren 
bekleidet  und  darum  dort  fast  schwarz  erscheinend;  unten  ist  der  Wurzelteil  einfarbig  tief  schwarzbraun 
ohne  Glanz,  der  Saumteil  aber  etwas  heller  und  mit  starkem,  etwas  in  Violett  ziehendem  Seidenglanze; 
die  Vflgl  mit  einem  grossen  Augenfleck  in  Feld  2  und  je  einem  kleinen  in  5  und  6;  die  Hflgl  mit  sieben 
Augenflecken,  von  denen  nur  d^r  im  Felde  2  gross  ist:  die  schwarzen  Augenflecke  sind  lebhaft  blauweiss 
gekernt  und  haben  einen  inneren  braungelben  und  einen  äusseren  schwarzbraunen  Ring.  Erinnert  auf  der 
Unterseite  stark  an  M.  martius.  —  Das  $  ist  unbekannt.     Kongo- Gebiet  und  am   Euwenzori-Berg. 

M.  rhacotis  Hew.  (J:  Beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun  ohne  Augenflecke,  an  der  Wurzel,  rhacolis. 
besonders  im  Felde  1  c  der  Hflgl  anliegend  behaart,  vor  dem  Saume  eine  feine  dunkle,  gewellte  Linie;  die 
Unterseite  fast  dunkler  als  die  Oberseite;  Mittellinie  fein  schwärzlich  und  schmal  viclettgrau  gesäumt,  auf 
den  Vflgln  ganz  gerade,  auf  den  Hflgln  sehr  wenig  gebogen  oder  fast  gerade;  die  Augenflecke  sind  schwarz, 
weissgekernt,  mit  einem  schmalen  gelben,  einem  breiteren  schwarzbraunen  und  einem  violettgrauen  Ringe: 
sie  liegen  weiter  als  gewöhnlich  vom  Saume  entfernt;  die  Vflgl  mit  einem  grösseren  Augenflecke  im  Felde  2 
und  je  einem  kleineren  in  5  und  6;  die  Hflgl  mit  7  Augenflecken,  von  denen  diejenigen  der  Felder  2,  8 
und  6  gleich  gross  und  grösser  als  die  übrigen  sind.     Alt-Calabar,  Kongo  und  Nyassa-Land. 

4.  Untergruppe. 

Die  Hflgl  des  (J  oben  stets  uüt  zwei  Haarpinseln,  einem  in  der  Mittelzelle  diclit  am  Vrd  und  einem  im 
Wurzi'ltoil  des  Feldes  6;  beide  sind  bei  gewöhnlicher  Flügellage  durch  den  Hrd  der  Vflgl  bedeckt.  Die  Vflgl 
fast  inuncr  im  Felde  1  a,  dicht  an  der  Hinterseite  der  Rippe  1  mit  einem  kleinen  schwielenartig  erhabenen  Mehl- 
fleck. —  Die  Flügeloberseite  immer  ohne  weisse  Zeichnungen  und  die  Vflgl  nie  mit  scharf  begrenzter,  gelber 
Subapicalbinde. 

M.  golo  Aariv.  (27  e).  Beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun  ohne  Zeichnungen,  beim  $  etwas  golo. 
heller  als  beim  (J;  auf  der  Unterseite  ist  der  W^urzelteil  dunkel  samtbraun  ohne  deuth  che  Zeichnungen  und 
nach  aussen  fast  gerade  begrenzt,  die  Mittelhnie  ist  nämlich  auf  den  Vflgln  nur  schwach  gebogen  und  auf 
den  Hflgln  fast  gerade,  dieselbe  und  das  Saumfeld  bei  der  Hauptform  braun  gefärbt;  die  Augenflecke  sind 
schwarz,  weissgekernt  mit  einem  gelben  und  einem  schwarzbraunen  Ringe;  die  Vflgl  mit  einem  grossen 
Augenfleck  in  Feld  2,  einem  kleinen  in  5  und  je  einem  punktförmigen  in  4  und  6;  die  Hflgl  haben 
7  Augenflecke,  von  denen  nur  der  in  Feld  2  grösser  ist,  der  in  Feld  6  aber  nicht  grösser  als  der  in  Feld  5. 
—  3" :  Die  Pinsel  der  Hflgl  sind  hell  gelblich ;  die  Vflgl  im  Felde  1  a  etwa  an  der  Mitte  der  Rippe  1 
mit  einem  kleinen,  nicht  erhabenen  Mehlfleck.  Kamerun,  Kongo,  Uganda.  —  Bei  violascens  Auriv.  aus  violascens. 
Gabun  und  Kongo  ist  die  Mittelhnie  der  Unterseite  breiter  und,  wie  auch  das  Saumfeld,  stark  violett  schillernd. 

M.  campa  Karscli  (27  f).  Beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkel  graubraun  ohne  Zeichnungen,  unten  campa. 
mit  dunkelbraunem  Wurzelfelde,  das  auf  beiden  Flügeln  (auf  den  Vflgln  fast  rechtwinkelig)  an  Rippe  4 
stark  nach  aussen  hervortritt;  die  Vflgl  mit  einem  grossen  Augenfleck  in  Feld  2  und  einem  kleinen  in 
Feld  5;  die  Hflgl  mit  8  Augenflecken,  einem  kleinen  punktförmigen  im  Felde  1  b,  zwei  in  1  c  und  je 
einem  in  2 — 6;  die  Augenflecke  sind  schwarz,  weissgekernt  mit  einem  grauen  und  einem  dunkelbraunen 
Ring;  die  Grundfarbe  des  Saumfeldes  ziemlich  dunkel  violettgrau.  —  (J :  Die  Pinsel  der  Hflgl  tief  schwarz; 
der  Mehlfleck  der  Vflgl  birnförmig  oder  elhptisch,  an  der  Mitte  der  Rippe  1  a  gelegen  und  deutlich  er- 
haben. Togo.  — ■  baumanni  Karscli  (27  e)  weicht  nur  durch  helleres,  mehr  weissgraues  Saumfeld  der  Unter-  baunianni. 
Seite  und  kleinere  Augenflecke  der  Hflgl  ab;  das  Saumfeld  der  Vflgl  in  den  Feldern  3  und  4  mehr  oder 
weniger  gelb  beschuppt.     Togo. 

M.  dubia  Auriv.  (27  b).     Beide  Flügel  mit  stark  gewelltem  oder  gezacktem  Saume.  —  (5':  Flügel  oben  dubia, 
einfar])ig   schwarzlich   ohne    Zeichnungen,    vor   der    Spitze    der   Vflgl   und    am    Saume   ein   wenig   aufgehellt; 


92  MYCALESIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

unten  bis  über  die  Glitte  hinaus  oinfarliig  chuikelbrann,  die  dunkle  Farlje  nach  aussen  so  wie  beim  $ 
winkehg  hervortretend,  aber  zufolge  der  dunklen  Grundfarbe  des  Saunifeldes  nicht  so  deutlich  Ijegri'iizt  wie 
beim  $;  die  Augenflecke  wie  Ijeim  ?;  Hflgl  oben  mit  einem  hellen  Pinsel  in  der  Mittelzelle  und  einem 
schwarzen  im  Felde  6;  Vflgl  ohne  Mehlfleck  im  Felde  1  a.  —  $:  (Irundfarbe  der  Oberseite  heller  braun; 
die  Vfl"l  vor  der  Spitze  mit  gelblichbrauner  Subapicalbinde,  mit  gelblichem  Fleck  im  Felde  3  und  mit 
einem  gerundeten,  schwarzen  Augenfleck  in  2  und  5;  auf  der  Unterseite  ist  der  Wurzelteil  dunkelbraini  und 
durch  eine  bis  zwei  violettgraue  Querlinien  abgeteilt,  nach  aussen  tritt  er  an  den  Rippen  und  besonders  an 
der  Eippe  4  winkelig  oder  zapfenförmig  hervor;  das  Saumfeld  hat  eine  yiolettgraue  Grundfarbe  und  ist 
in  Feld  4  der  Vflgl  mit  einem  scharf  hervortretenden  gelben  Fleck  geziert;  die  Vflgl  haben  einen  grossen 
Augenfleck  in  Feld  2  und  einen  mittelmässigen  in  Feld  5;  die  Hflgl  mit  8  Augenflecken,  einem  kleinen 
in  1  b,  zwei  in  1  c  und  je  einem  in  2 — 6;  die  Flecke  der  Felder  2  und  3  sind  grösser  als  die  übrigen; 
die  Augenflecke  sind  schwarz,  weiss  gekernt  und  haben  einen  gelben  und  einen  dunkelbraunen  King. 
denlala.  Kamerun.  —  dentata  E.  Shnrpc  ist  die  ostafrikanische  Rasse  und  weicht  dadurch  ab,  dass  der  Augenfleck 
des  Feldes  3  der  Hflgl  sehr  klein  und  kleiner  als  der  im  Felde  4  ist,  dass  die  Vflgl  unten  vor  der  Spitze 
drei  kleine  Augenflecke  (in  den  Feldern  4 — 6)  haben,  dass  dieselben  oben  keinen  hellen  Fleck  im  Felde  3 
zeigen  und  dass  das  ^  oben  wie  das  $  dunkelbraun  und  nicht  samtschwarz  ist.  Britisch  Ostafrika: 
Kikuyu,  Kavirondo  und  Uganda. 

cooksoni.  M.    cooksoiii    Bruce.     Flügel    oben    dunkelbraun,    die    Vflgl    mit    einem    grossen,    schwarzen    weissge- 

kernten  Augenfleck  in  Feld  2,  einem  kleineren  in  5  und  einer  scharf  begrenzten  gelblich  weissen  Sub- 
apicalbinde, welche  in  Feld  3  erweitert  ist,  den  Saum  aber  nicht  erreicht.  Unten  sind  beide  Flügel, 
besonders  aber  die  Hflgl  fast  überall  fein  quergestrichelt;  das  Wurzelfeld  der  Vflgl  ist  schwarzbraun,  nach 
aussen  an  der  Rippe  4  fast  rechtwinkelig  geeckt  und  mit  zwei  hellen  Querlinien  in  der  Mittelzelle  ge- 
ziert; das  Saumfeld  ist  in  der  Mitte  hellgelb  ohne  Strichelchen  und  führt  einen  grossen  Augenfleck  im 
Felde  2  und  je  einen  kleinen  in  den  Feldern  5  und  6;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  nach  aussen  durch 
eine  gewellte  und  schwach  gebogene  Linie  begrenzt,  das  Saumfeld  ist  überall  fein  gestrichelt  und  schliesst 
7  kleine  punktförmige  Augenflecke  ein.  Rhodesia.  ■ —  Dkuck  erwähnt  in  seiner  Beschreibung  nicht  die 
Pinsel  der  Hflgl,  die  systematische  Stellung  dieser  Art  ist  darum  nicht  ganz  sicher. 

milyas.  M.   tnilyas    Hew.    (27  g).     cj:    Die    Flügel    oben    graubraun,    am    Saume  der  Vflgl  etwas  aufgehellt,  im 

Felde  2  der  Vflgl  mit  schwarzem  Augenfleck;  « die  Pinsel  der  Hflgl  tiefschwarz,  die  Vflgl  in  Feld  1  a, 
dicht  an  der  Rippe  1  mit  langem,  schmalem  Mehlfleck;  auf  der  Unterseite  haben  die  Vflgl  4  dunkle 
Querlinien  in  der  Mittelzelle  und  die  Hflgl  eine  dunkle  (^lerlinie  ülier  die  Mitte  der  Zelle,  die  Mittellinie 
ist  sauniwärts  grauviolett  gesäuiiit,  auf  den  Vflgln  fast  gerade  und  auf  den  Hflgln  auch  gerade  oder  etwas 
nach  aussen  gebogen;  die  Augenflecke  sind  schwarz,  weiss  gekernt  mit  einem  violettgrauen  und  einem 
schwärzlichen  Ringe  und  stehen  auf  jedem  Flügel  in  zwei  Gruppen,  von  denen  jede  durch  einen  grauvioletten, 
elliptischen  Ring  umgeben  ist;  auf  den  Vflgln  finden  sich  in  der  vorderen  Gruppe  ein  grösserer  Augenfleck 
in  Feld  5  und  je  ein  kleiner  undeutlicher  in  4  und  6  und  in  der  hinteren  Gruppe  ein  grosser  Augenfleck 
in  Feld  2  und  ein  kleiner,  punktförmiger  in  Feld  3;  auf  den  Hflgln  gehören  zur  hinteren  Gruppe  der 
grosse  Augenfleck  in  Feld  2  und  die  kleinen  in  1  c  und  3  und  zur  vorderen  Gruppe  kleine  Augenflecke 
in  4  und  5  und  ein  viel  grösserer  in  Feld  6,  welcher  fast  ebenso  gross,  wie  der  in  Feld  2  ist.  Von  Togo 
bis  Kongo,  dem  Weissen  Nil  und  Abyssinien  verbreitet. 

li(troin.i.  M.  pavonis  BÜr.  ist  durch  die  reinen  und  scharfen  Zeichnungen  und  Farben  der  Unterseite  von  den 

ül)rigen  Arten  verschieden  und  erinnert  an  die  Parar^e- Arten.  —  (J:  Oberseite  einfarbig  graubraun,  die 
\'flgl  mit  einem  schwarzen  blinden  Augenfleck  in  den  Feldern  2  und  5;  die  Pinsel  der  Hflgl  schwarz;  der 
Mehlflcck  in  Feld  1  a  der  Vflgl  lang  und  schmal,  undeutlich;  die  Grundfarbe  der  Unterseite  überall  rein 
grau  ohne  Strichelchen  und  kaum  dunkler  im  Wurzelteil;  derselbe  auf  den  Vflgln  mit  4  schwarzen  Quer- 
linien in  der  Mittelzelle  und  auf  den  Hflgln  mit  einer  geschlängelten  schwarzen  Querlinie  über  der  Zellmitte, 
die  Wurzel  der  Rippen  2  und  7  berührend;  die  Mittellinie  auf  den  Vflgln  schwach,  auf  den  Hflgln  stark 
geschlängelt;  die  schwarzen,  weiss  gekernten  Augenflecke  haben  einen  gelbgrauen  und  einen  schwarzbraunen 
Ring  und  sind  von  einer  grauen  Zone  umgeben;  die  Vflgl  haben  zwei  Augenflecke,  in  den  Feldern  2 
und  5,  jener  grösser;  die  Hflgl  haben  7  Augenflecke,  zwei  in  1  c  und  je  einer  in  2 — 6,  diejenigen  der 
Felder  2  und  6  sind  fast  gleich  gross  und  viel  grösser  als  die  übrigen;  der  in  Feld  3  ist  oft  undeutlich 
oder  strichförmig.     \on  Adamaua  bis  Abyssinien. 

aiiinops.  M.  anisops  Karsch  (27  g).     q:  Flügel  oben  dunkelbraun,  die  Vflgl  mit  einem  Augenfleck  in  Feld  2 

und  einem  kleineren,  undeutlichen  solchen  Fleck  in  Feld  5;  die  Pinsel  der  Hflgl  dunkellnaun;  der  Mehl- 
fleck in  Feld  1  a  der  Vflgl  länglich,  nach  aussen  zugespitzt;  die  Unterseite  mit  dunkelbraunem,  einfarbigem 
Wurzelteil,  welcher  auf  den  Vflgln  nach  aussen  schwach  gebogen  und  auf  den  Hflgln  etwas  uin-egelmässig 
begrenzt  ist;  die  Augenflecke  sind  schwarz,  bläulich  gekernt  und  haben  einen  gelben,  wurzelwärts  roten  oder 
rotbraunen  und  einen  schwarzbraunen  Ring;  durch  die  zum  Teil  roten  Ringe  unterscheidet  sich  diese 
Art   von  allen  anderen  afrikanischen  Mycalesis-AxtL'n;  die  Vflgl  haben  dri'i  Augenflecke,  in  den  Feldern  2, 


MYCALESIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  93 

5  und  6;  die  Hflgl  haben  7  Augenflecke,  von  denen  der  in  Feld  2  viel  grösser  als  die  anderen  ist  und 
die  in  5  und  6  gleich  gross;  der  in  Feld  3  ist  klein,  punktförmig  oder  fehlt  gänzlich.  —  Das  $  ist  etwas 
grösser  und  heller  als  das  ^J,  sonst  aber  diesem  ähnhch.     Kamerun. 

M.  ena  Hew.  q  :  Flügel  oben  eintönig  dunkel  graubraun,  die  Vflgl  mit  zwei  sehr  deutlichen,  ena. 
schAvarzen,  weiss  gekernten  und  matt  gelbgeringelten  Augenflecken,  einem  grösseren  in  Feld  2  und  einem 
kleinen  in  Feld  5;  die  Pinsel  der  Hflgl  schwarz;  die  Vflgl  dicht  an  der  Eippe  1  mit  einem  sehr  feinen 
und  langen,  strichförmigen  Mehlfleck;  die  Unterseite  fast  überall  fein  braun  gestrichelt,  die  Mittelhnie  der 
Vflgl  fast  ganz  gerade  und  senkrecht  gegen  den  Hrd  gerichtet,  nach  aussen  grau  gesäumt,  die  der  Hflgl 
unregelmässig  geschlängelt  und  besonders  im  Felde  2  und  6  ausgerandet;  die  Augenflecke  sind  schwarz, 
weiss  gekernt  mit  einem  graugelben  und  einem  dunklen  Ringe;  die  Vflgl  haben  einen  grossen  Augenfleck 
in  Feld  2  und  einen  kleinen  oder  bisweilen  undeutlichen  in  Feld  5;  die  Hflgl  mit  7  Augenflecken,  von 
denen  die  der  Felder  2,  3  und  6  gleich  gross  und  etwas  grösser  als  die  übrigen  sind.  —  Das  $  ist  etwas 
grösser  aber  sonst  dem  ^  ähnlich;  kleine  Augenflecke  kommen  bisweilen  auch  in  den  Feldern  3,  4  und  ('> 
der  Vflgl-Unterseite  vor.  Nyassaland  und  Deutsch  Ostafrika.  —  kigonserae  form.  noo.  ist  die  Trockenzeitform  kigonserae. 
und  weicht  nur  durch  kleine  oder  punktförmige  Augenflecke  ab;  der  Augenfleck  in  Feld  2  der  Vflgl  scheint 
jedoch  immer  gross  zu  sein.     Deutsch  Ostafrika. 

M.  desolata  BÜr.  {=  leptoglena  Karsch).  Flügeloberseite  graubraun;  Vflgl  beim  ^  mit  einem  runden  desolata. 
schwarzen,  ungekernten  Fleck  in  Feld  2,  beim  $  überdies  mit  einem  el)ensolchen  Fleck  in  Feld  5; 
Flügelunterseite  graubraun,  etwas  violett  gestrichelt,  im  Aussenwinkel  gelblich  getüpfelt,  übrigens  sehr  ver- 
änderlich; Wurzelfeld  dunkler  mit  etwas  welliger,  ziemlich  gerader,  aussen  schmal  weisslich  oder  gelblich 
gesäumter  Grenzlinie;  Aussenfeid  der  Vflgl  mit  4 — 5,  der  Hflgl  mit  7  kleinen  schwarzen,  breit  grau  um- 
flossenen, von  einem  bräunlichen  Ringe  eingeschlossenen  und  so  recht  gross  erscheinenden  Augenflecken, 
welche  alle  mehr  oder  weniger  deutlich  weiss  gekernt  sind;  Hflgl  des  ^  oben  am  Vrd  glänzend  mit  zwei 
schwarzen  Pinseln.  Sierra  Leone  bis  Angola  und  Abyssinien.  —  selousi  Trini.  ist  wahrscheinlich  nur  eine  selousi. 
südliche  Rasse  von  desolata.  ^•.  Oberseite  dunkel  braungrau  mit  oder  ohne  schwarzen  Augenfleck  im 
Felde  2  der  Vflgl;  letztere  in  Feld  1  a  etwas  vor  der  Mitte  der  Rippe  1  mit  einem  breit  elliptischen,  er- 
habenen Mehlfleck,  welchem  auf  der  Unterseite  ein  scharf  hervortretender  kreideweisser  Fleck  ent- 
spricht; die  Pinsel  der  Hflgl-Oberseite  gelbbraun;  die  Unterseite  ist  deutlich,  aber  sparsam  mit  feinen 
dunklen  Strichelchen  bestreut ;  die  Augenflecke  sind  klein  punktförmig  ohne  Ringe  oder  bisweilen  nur  durch 
den  weissen  Kern  vertreten;  die  Vflgl  nur  mit  zwei  Augenflecken,  von  denen  der  in  Feld  5  oft  fehlt. 
Das  9  ist  grösser  und  hat  einen  deutlicheren,  oft  weiss  gekernten  Augenfleck  im  Felde  2  der  Vflgloberseite. 
Mashuna-Land  und  Deutsch  Ostafrika. 

M.  safitza  Hew.  (27  e)  ist  die  häufigste  und  best  bekannte  der  Mycalesis- Arten  und  kommt  überall  safitza. 
auf   dem    Festlande   Afrikas   südlich   von    der    Sahara   vor.  —  ^i   Flügel   oben   dunkelbraun;    Vflgl   vor   der 
Spitze   schwach   gelblich   aufgehellt   und    mit   zwei   scharf   hervortretenden   schwarzen,   weiss   gekernten   und 
gelb   geringelten   Augenflecken,    einem   grösseren    in   Feld   2   (dieser  fehlt   bisweilen  oder  ist  undeutlich,    = 
ab.   semicoeca   Strand)   und    einem    kleineren    in   Feld   5 ;    in    Feld   1  a    an   oder  etwas  vor  der  Mitte   der  sevncocca. 
Rippe  1  mit  einem  kurzen  und  breiten,  erhabenen  Mehlfleck,  der  jedoch  auf  der  Unterseite  nicht  als  kreide- 
weisser Fleck  auftritt;  die  Pinsel  der  Hflgl  braun;  das  Wurzelfeld  der  Unterseite  ist  dunkelbraun  mit  oder 
ohne    Querlinie   und   nach   aussen   von   einer   ebenen,   fast   geraden   und   mehr   oder   weniger   breit   weisslich 
gesäumten  Mittellinie   begrenzt;   die   Augenflecke   treten  scharf  hervor,   sind   schwarz,   weiss   gekernt,  haben 
einen   gelben   und   einen   dunkelbraunen   Ring   und   sind   von   einer   violettgrauen   Zone   umgeben;   die   Vflgl 
haben  einen  grossen   Augenfleck  in   Feld   2,   einen   kleineren  in   Feld   5   und   bisweilen   auch  je   einen  noch 
kleineren  in  4  und  6;  die  Hflgl  mit  7  Augenflecken,  von  denen  die  der  Felder  2,  3  und  6  grösser  als  die 
anderen   sind.  —  Das    $   ist   grösser,    hat   grössere    Augenflecke    der    Vflgloberseite   und    eine    auch    auf    der 
Oberseite    recht    deutliche    Mittellinie    der    Vflgl.  ■ —  evenus    Hpff.    (27  e)    ist    die    Trockenzeitform    und    hat  cvenus. 
kleinere  oder  punktförmige  oder  sogar  undeutliche  Augenflecke.  —  aethiops   B.  &  J.  unterscheidet  sich  da-  adhiops. 
durch,   dass   die   Mittellinie   der   Vflgl  am   Vrd  so  gebogen  ist,   dass   sie   senkrecht   gegen   den   Vrd   steht   und 
dass  die  Mittellinie  der  Hflgl  mehr  unregelmässig  verläuft.     Süd-Abyssinien. 

M.  danckelmanni  Boa.  hat  etwa  dieselbe  Grösse  wie  die  vorige  Art  und  ist  derselben  auch  recht  danckel- 
ähnlich,  weicht  aber  besonders  dadurch  ab,  dass  die  Mittellinie  der  Unterseite  auf  den  Vflgln  an  der 
Rippe  4  stumpfwinkelig  und  auf  den  Hflgln  zAvischen  den  Rippen  3  und  5  bauchig  nach  aussen  hervortritt 
(ganz  wie  bei  füllehorni  (27  g)).  —  cj:  Flügel  oben  schwarzbraun,  die  Vflgl  vor  dem  Saume  breit  aufgehellt 
und  dort  mit  einem  grösseren  Augenfleck  in  Feld  2  und  einem  kleineren  in  Feld  5;  im  Felde  1  a  etwas 
h  i  n  t  e  r  der  Mitte  der  Rippe  1  mit  einem  erhabenen,  elliptischen  Mehlfleck,  welcher  auf  der  Unterseite 
durch  einen  kreideweissen  Fleck  vertreten  wird;  der  innere  Pinsel  der  Hflgl  gelblich,  der  äussere  gelbbraun; 
das  Wurzelfeld  der  Unterseite  ist  einfarbig  tief  schwarzbraun  und  tritt,  wie  oben  gesagt,  in  der  Mitte 
beider   Flügel   nach    aussen   deutlich   hervor;    das    Saumfeld   ist   zum   grossen    Teil   weisslich   oder   violettgrau 


94 


MYCALESIS.     Von  Dr.  C.  ArmviLLiüs. 


daresu. 
deannulala. 


und  führt  schwarze,  weiss  gekernte,  gelb  und  dunkelbraun  geringelte  Augenflecke,  zwei  auf  den  Yflgln  und 
7  auf  den  Hflgln,  von  denen  die  der  Felder  2  und  3  grösser  als  die  anderen  sind.  Deutsch  Ostafrika.  — 
Bei  ab.  daresa  ,S7rand  haben  die  Vflgl  auch  im  Felde  6  einen  kleinen  Augenfleck,  bei  ab.  deannuiata.SVroHd 
fehlt  dagegen  auch  der  Augenfleck  im  Felde  5  der  Vflgl.  Beide  Formen  werden  in  Deutsch  Ostafrika 
angetroffen. 


füUcborni.  M.  füllebortli  Bartel  (27  g)  ist  mit  der  vorhergehenden  Art  nahe  verwandt,    weicht  aber  nach    Baetel 

in  folgenden  Punkten  von  derselben  ab:  Aussenteil  der  Vflgl  nicht  so  stark  aufgehellt,  mit  kleineren, 
ungekernten  und  daher  wenig  hervoi-tretenden  Augenflecken.  Der  dunkle  ^Mittelteil  nicht  so  scharf  ab- 
geschnitten, nach  unten  gerade  verlaufend.  Auf  den  Hflgln  hebt  sich  die  Begrenzung  des  Innenteiles  nur 
sehr  schwach  von  dem  wenig  helleren  Aussenteil  ab.  Der  Haarpinsel  am  Vrd  der  Mittelzelle  ist  schwächer 
und  nicht  gelb,  sondern  rauchliraun  gefärbt,  der  Pinsel  des  Feldes  6  ist  hingegen  wesentlich  stärker,  von 
schwarzer,  nicht  gelbbräunlicher  Farbe.  Eippe  1  der  Vflgl  mit  länglichem  lichten  Mehlfk'ck  an  der  Mitte. 
Auf  der  ähnlich  gezeichneten  Unterseite  weicht  der  dunkle,  schwarzbraune  Innenteil  dadurch  ab,  dass  der 
Vrd  der  Vflgl  grau  gesprenkelt  ist;  die  ^littelzelle  derselben  wird  von  einem  grauen  Streifen  in  der  Mitte 
durchquert.  Wurzel-  und  Irdsteil  der  Hflgl  gleichfalls  grau  bestäubt,  am  intensivsten  der  letztere;  ersterer 
mit  einer  undeutlichen  lichtgrauen  Fleckenreihe;  die  äussere  Begrenzung  des  dunklen  Teiles  dringt  oberhalb 
der  Mitte  bauchig  hervor.  Aussenteil  violettgrau,  gelb  gemischt  und  grau  gesprenkelt :  der  Augenfleck  des 
Feldes  2  der  Vflgl  ist  braun  umgürtet,  an  Stelle  des  oberen  Fleckes  steht  nur  ein  weisser  Punkt.  Sub- 
marginallinie  sehr  undeutlich,  nicht  gezackt;  auf  den  Hflgln  ist  sie  deutlich,  aber  schwächer  gezackt  als  bei 
M.  danckclmanni.  Hier  sind  nur  die  drei  unteren  Augenflecke  deutlich;  sie  sind  schwarz,  schwach  weiss 
gekernt  und  gelblich  geringelt,  aber  sehr  klein;  alle  übrigen  Augenflecke  werden  nur  durch  weisse  Punkte 

ocelUgera.  vertreten.  Deutsch  Ostafrika,  an  der  Nordseite  des  Nyassa-Sees.  —  f.  ocelligera  Strand  weicht  durch  die 
gut  entwickelten  Augenflecke  der  Unterseite,  deren  auf  den  Hflgln  7  sind,  ab.     Deutsch  Ostafrika. 

campina.  M.   campina    Auriv.    (28  a)   ist   eine   hübsche,    mit   den   beiden   vorhergehenden   nahe   verwandte,    aber 

kleinere  Art:  Fliigelspannung  38 — 44  mm.  ■ —  q-  Flügel  oben  eintönig  dunkel  schwarzbraun  ohne  andere 
Zeichnungen  als  ein  wenig  deutlicher,  runder  Fleck  in  Feld  2  der  Vflgl,  die  Hflgl  etwas  heller,  besonders 
am  Saume;  die  Pinsel  der  Hflgl  braun:  der  Mehlfleck  der  Vflgl  langgestreckt  und  an  der  Mitte  der  Eippe  1 
gelegen.  Auf  der  Unterseite  ist  der  Wurzelteil  dunkel  schwarzbraun,  etwas  heller  auf  den  Hflgln;  die 
Mittellinie  ist  weisslich  (bisweilen  sehr  scharf)  gesäumt  und  fast  ganz  wie  bei  fülleborni  gebogen,  jedoch  auf 
den  Vflgln  zwischen  der  Eippe  3  und  dem  Hrd  nicht  gerade  sondern  deuthch  eingebogen,  der  Saumteil  ist 
violettgrau  oder  violettbraun  mehr  oder  weniger  fein  gestrichelt  mit  kleinen,  schwarzen,  weiss  gekernten 
und  gelbbraun  geringelten  Augenflecken;  die  Vflgl  mit  einem  Augenfleck  im  Felde  2  und  einem  punkt- 
förmigen in  Feld  5;  die  Hflgl  nur  in  1  c  und  2  mit  vollständigen  Augenflecken,  in  3 — 6  nur  mit  weissen 
Punkten.  —  Das  $  ist  grösser  und  etwas  heller  und  hat  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  vor  dem  wieder 
dunkleren  Saume  eine  breite,  bindenförmige  Aufhellung,  in  welcher  der  schwarze  Fleck  des  Feldes  2  scharf 
goelzi.  hervortritt.  Mashuna-Land  und  Gaza-Land.  —  goetzi  Thur.  scheint  die  Eegenzeitform  zu  sein  und  weicht 
dadurch  ab,  dass  auf  der  Unterseite  überall  da,  wo  campina  nur  weisse  Punkte  hat,  sich  deutliche  Augen- 
flecke befinden;  diese  sind  auf  den  Vflgln  ein  grosser  in  Feld  2  und  ein  etwa  halb  so  grosser  in  Feld  5; 
auf  den  Hflgln  je  einer  von  ziemlich  gleicher  Grösse  in  2  und  G  und  je  ein  kleiner  in  3,  4  und  5,  sowie 
zwei  im  Felde  1  c ;  der  Wurzelteil  der  Unterseite  ist  samtartig  violettschwarz  und  der  Saumteil  fleisch- 
subapicalis.  rötlich,  braunwolkig.  Deutsch  Ostafrika  in  der  Nähe  des  Nyassa-Sees.  —  subapicalis  Auriv.  weicht  von  der 
Hauptform  aus  dem  .Mashuna-Lande  nur  durch  etwas  bedeutendere  Grösse  (q  40 — 42;  $  45 — 49  mm),  viel 
deutlichere  graugelbliche  Aufhellung  vor  der  Spitze  der  Vflgloberseite  und  durch  das  nach  aussen  zwischen 
dem  Vrd  und  der  Eippe  4  ganz  gerade  abgeschnittene  Wurzelfeld  der  Vflglunterseito  ab;  die  Augenflecke 
wie  bei  campina  nur  im  Felde  2  der  Vflgl  und  in  den  Feldern  1  c  und  2  der  Hflgl  entwickelt.  Beim  $ 
treten  die  grossen,  weiss  gekernten  Augenflecke  der  Vflgloberseite  sehr  scharf  hervor.  W^urde  auf  dem 
Kilimanjaro-Berge  an  schattigen  Fusspfaden  im  Walde  bis  zu  2000  m  hinauf  gefunden. 

M.  anynana  Bllr.  hat  in  beiden  Geschlechtern  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  zwei  scharf  hervor- 
tretende schwarze,  weiss  gekernte  und  gelb  geringelte  Augenflecke,  einen  grösseren  in  Feld  2  und  einen 
kleineren  in  Feld  ö.  Beim  ^  liegt  der  Mehlfleck  im  Felde  1  a  der  Vflgl  an  der  Mitte  der  Eippe  1  und 
ist  kurz  und  schmal;  der  Pinsel  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl  ist  gidb.lich  und  der  im  Felde  6  dunkel.  D'iv 
Unterseite  ist  mehr  oder  weniger  deutlich  braun  gestrichelt  oder  gesprenkelt;  die  Mittellinie  fängt  senkrecht 
gegen  den  N'rd  der  Vflgl  an,  ist  dann  zwischen  den  Rippen  7  und  4  etwas  nach  aussen  gebogen  und  von 
der  Rippe  4  bis  zum  Ird  gerade  oder  schwach  eingebogen,  saumwärts  ist  sie  mehr  oder  weniger  breit 
wei^hch  oder  gelblich  gesäumt;  auf  den  Hflgln  ist  die  Mittellinie  schwach  und  unregelmässig  geschlängelt 
und  auch  dort  gewöhnlich  hell  gesäumt,  obgleich  schmäler  als  auf  den  Vflgln;  eine  innere  Querlinie  über 
die  Mitte  der  Zelle  tritt  auf  beiden  Flügeln  oft  mehr  oder  weniger  scharf  hervor.  Im  Saumfelde  liegen  auf 
den  Vflgln  zwei  Augenflecke,  ein  grosser  in  Feld  2  und  ein  kleiner  in  Feld  ">:  jener  hat  einen  grossen 
weissen  Kern,  welcher  mehr  oder  weniger  exzentrisch  liegt,   und  einen   auf  der  Hinterseite  oft  rost- 


anynana. 


MYCALESIS.     Von  Dr.  C.  Aueivillius.  95 

p;elben  Eing;  die  Hflgl  haben  7  Augenflecke,  welche  alle  klein  sind  und  bisweilen  in  den  Feldern  4 — G  nur 
durch  weisse  Punkte  angedeutet  sind,  der  Fleck  in  Feld  2  ist  stets  etwas  grösser  als  die  übrigen;  bei  der 
Trockenzeitform  sind  die  Vflgl  unten  am  Saume  mehr  oder  weniger  breit  rotbraun  gefärbt,  besonders 
beim  $.  Flügelspannung  35 — 40  mm.  Deutsch  und  Britsch  Ostafrika  und  auf  der  Insel  Johanna 
der  Komoren.  —  socotrana  Btlr.  ist  etwas  kleiner,  34 — 38  mm,  hat  eine  mehr  graue  Grundfarbe  der  Unter-  sorotrana. 
Seite,  einen  ganz  runden  Augenfleck  im  Felde  2  der  Vflglunterseite  und  fast  gleich  grosse  Augenflecke  in 
den  Feldern  2  und  3  der  Hflgl.  Der  Kern  des  Augenfleckes  im  Felde  2  der  Hflgl  liegt  nicht  exzen- 
trisch.    Insel  Sokotra. 

M.  vicaria  TJiur.  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich.  Die  Flügel  sind  oben  bräunlich,  beim  $  heller  vicaria. 
graubraun,  mit  zwei  deutlichen,  weiss  gekernten  und  gelb  geringelten  Augenflecken  der  Vflgl,  einem  grösseren 
im  Felde  2  und  einem  kleineren  im  Felde  5.  Beim  (J  ist  der  Mehlfleck  im  Felde  1  a  der  Vflgl  grösser  und 
deutlicher  als  bei  anynana,  nach  aussen  allmählig  zugespitzt,  fast  kegelförmig;  der  Pinsel  in  der  Mittelzelle 
der  Hflgl  ist  gelbbraun  und  der  im  Felde  6  schAvärzlich.  Die  Unterseite  ist  gelblichgrau  oder  braungrau, 
dunkler  im  Wurzelteil,  nicht  oder  undeutlich  gestrichelt;  die  Mittellinie  ist  nach  aussen  hellgrau  gesäumt, 
auf  den  Vflgln  fast  gerade  und  auf  den  Hflgln  etwas  geschlängelt;  die  Augenflecke  sind  wie  bei  anynana, 
der  in  Feld  2  der  Vflgl  jedoch  kreisrund  und  mit  zentralem  Kern.  Deutsch  Ostafrika.  —  neglecta  Thur.  nexjleda. 
ist  die  Trockenzeitform  und  hat  sehr  kleine  oder  nur  durch  weisse  Punkte  vertretene  Augenflecke  der 
Unterseite.     Deutsch  Ostafrika. 


5.  Untergruppe. 

o:  Wi(^  bei  der  vierten  Uiilergruppe  haben  die  Hflgl  oben  nahe  am  Vrd  zwei  Haarpinsel,  einen  in  der 
Mittclzt'lli'  unil  einen  in  Feld  ü.  Von  den  Arten  der  vorigen  Gruppe  unterscheiden  sich  jedoch  die  der  fünften 
Uiitergrii[i|)e  dadurch,  dass  die  Vl'lgl  oben  im  Wurzelteil  entweder  dirht  langhaarig  oder  mit  deutlichen  IMiisehi 
versehen  sind. 

M.  martius  F.  (27  f).  Die  Flügel  sind  kurz  und  breit  und  der  Saum  der  Vflgl  mehr  gerundet  als  mnrthts. 
liei  den  übrigen  Arten;  beim  (J  sind  die  Hflgl  an  der  Kippe  3  deutlich  geeckt. — (J:  Die  Flügel  oben  sehr 
dunkel  schwarzbraun;  die  Vflgl  vor  dem  Saume  ein  wenig  heller  und  mit  zwei  gerundeten  blinden,  schwarze 
]''lecken  in  2  und  5,  vor  der  Mitte  mit  zwei  breiten,  nach  hinten  gerichteten  Haarpinseln,  einem  in  der 
.Mittelzelle  und  einem  im  Felde  1  b;  der  Mehlfleck  im  Felde  1  a  ist  breit  abgerundet  und  hegt  vor  der 
Mitte  der  Kippe  1,  fast  gerade  hinter  dem  Pinsel  1  b;  die  Pinsel  der  Hflgl  sind  bräunhch.  Auf  der  Unter- 
seite ist  das  braunschwarze  Wurzelfeld  vom  violettgrauen,  etwas  glänzenden  Saumteil  scharf  getrennt;  in 
diesem  finden  sich  auf  den  Vflgln  2 — 5  und  auf  den  Hflgln  7 — 8  schwarze,  weiss  gekernte  und  gelb  ge- 
ringelte Augenflecke,  von  denen  der  in  Feld  2  auf  beiden  Flügeln  grösser  als  die  anderen  ist.  —  Das  $  ist 
olien  viel  heller  als  das  ^,  graubraun  mit  einer  deutlichen  graugelben  Subapicalbinde  und  viel  grösserem 
blinden  Augenflecken  der  Vflgl;  unten  ist  der  Saumteil  auch  viel  heller  als  beim  cj,  giau  ohne  violetten 
Schiller.     Diese  leicht  kennthche  Art  ist  von    Ashanti  bis  Angola,  Uganda  und  Deutsch  Ostafrika  verbreitet. 

M.  vulgaris  Btlr.  (27  g).  S-  Flügel  oben  dunkelbraun  an  der  Spitze  der  Vflgl  grau  aufgehellt;  die  vulgaris. 
Vflgl  in  der  Mittelzelle  und  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  b  langhaarig;  die  Kippe  1  nahe  an  der  Wurzel 
deutlich  nach  vorn  gebogen  und  dort  auf  der  Hinterseite  mit  einem  länglichen,  nach  aussen  spitz  aus- 
gezogenen Mehlfleck,  welcher  fast  ganz  von  den  Haaren  des  Feldes  1  b  bedeckt  wird;  die  Unterseite  ist 
fein  braun  gestrichelt  und  gesprenkelt,  mit  dunklerem  Wurzelteil,  die  Mittellinie  fast  regelmässig  geeckt  oder 
gewellt;  die  Augenflecke,  zwei  auf  den  Vflgln  und  sieben  auf  den  Hflgln,  sind  bei  der  Trockenzeitform  alle 
oder  zum  Teil  punktförmig,  bei  der  Regenzeitform,  tolosa  Plötz,  zwar  nie  gross  aber  vollständig  ent-  tolosa. 
wickelt.     Sierra  Leona  bis  Angola  und  Uganda. 

M.  angulosa  Btlr.  (27  g)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  aber  etwas  heller ;  beim  J  liegt  der  Mehl-  angulosa. 
fleck  des  Feldes  1  a  der  Vflgl  hinter  der  Mitte  der  Rippe  1,  ist   kurz,  länglich,  nach  innen  gerundet  und 
nach  aussen  spitz. 

M.  funebris  unterscheidet  sich  von  allen  übrigen  Arten  dadurch,  dass  beim  ^  der  Pinsel  in  der 
Mittelzelle  der  Hflgl  klein  und  weissUch,  der  Pinsel  in  Feld  6  aber  tiefschwarz  und  längs  der  Rippe  6  eine 
lange  Strecke  befestigt  ist,  eine  Art  Borstenreihe  bildend.  Die  Flügel  sind  oben  tief  dunkelbraun,  vor  der 
Spitze  der  Vflgl  mehr  oder  weniger  aufgehellt  und  beim  $  mit  kleinen,  weiss  gekernten  und  gelb  ge- 
ringelten Augenflecken  in  den  Feldern  2  und  5.  —  funebris  Guer.  ist  eine  ausgeprägte  Trockenzeitform,  bei  funebris. 
welcher  auf  der  Unterseite  das  Saumfeld  an  der  Spitze  der  Vflgl  und  auf  den  Hflgln  heller  als  das  Wurzel- 
feld ist  und  nur  in  den  Feldern  2  und  5  der  Vflgl  und  1  c  und  2  der  Hflgl  deutliche  Augenflecke  hat. 
Senegal.  —  nebulosa  Fldr.    (27  f)   ist   auch   eine   Trockenform,   hat   aber   kleine   Augenflecke  in   allen  Feldern  nebulosa. 


96 


MYCALESIS.    Von  Dr.  C.  Arsimiirs. 


ii»*r   Hflslimierseite    nnd   auf   beiden   Rüaeln   ein   helles,    violettbcaimt^s    and    vom    Warzelfelde   sehazf    be- 
•MT^phii  '  "       :^.  —  a«npfns  "       '     -'  "    . 

_  T  Augt^nfleckfr    L  _     _  _. ;    „^ 

^ar  niefat  abgetrennte  Saamfeld  der  Untnseite  ab.     Siezia  Le<»ia  bis  Gaban. 


6.  Unter  ■rupyc. 


Die  einzige  Art  dieser 


von  allea  anderen  dadmeii.  dass  die  Yüä.  oben 
aci  vom  Vrd  Ns  znx  Rippe  3  <xler  2  >=-  --     — 
Die  Hflgl  des  o  oben  in  der  Miitiilzelle  n 


wuthUa. 


M.  matiita   Kir-^rh     -1' 


'    ist:   11- 
i'Lwi.iiüich  gering<r 


Fiizel   oben   braan  ohne   Aag»^nilecke,   die   ^flgi  in   der   Mitte    bis    zur 
-^■~r_     Die    Uc*  "-    '      '    ■    eintönig    dank  '    -  "'  *:      tv —■ '  ■  -  " ; 

Rippe  4  w  .  rtritt.  auf  d':-n  - 

auf   den   Yügtn   i   und   auf   den   Hil^ln    7    weiss   gekernte   and 


7.  Untergruppe. 


—-r,  .■^•-  .V  -•- 


Dtircli   >:'':■'-■:.     ■ 
Cnterseite   bei.i.»r    Flüsel    v^rlirift   rwlsclien 
Qaerbinde. 


^       An!  der 
-    w?ise 


ssKsawrei.  M.  sanssorei  Dew.  (27  g).     Die  Flügel  oben  mit  einer  gemeinsamen  weissen   Qaerbinde,  welche  sich 

—        -   r   .  .       ,_      '  -  3  (Jer  Vf_-'       ■   —  '     -      2    •  r  Hflgl  erstreckt  and  nach  h"  -    '^reiter  wird:  die 

-n,  wei-     _  _  :i  in  den  Feldern  2  and  5,    ,  j1  mit  ähnlichen 

Auj  a  mleand2:aal  der  l  iiaben  die  VrLd  2 — t.  liie  HfT«TT  7  Aagenfieeke.    Kongi^gebiet  im 

Inn«ri-ii,  i_-atsch  <Dstafrika;  BritiseL  >  -  .i  iiia:  Kavirondo  and  Uganda. 


aurinOiL  ^-    anmflHi    ß'Zr.   st   der   v 

FIü_  *--  -'rc^  iT^Iich  1^.  d*^"^ 

and  nu- 

einen  zi-_i-         .  ^- 

fast  gan2  w 
Hflgin 


-     Vrt   ähnlich,   weicht   aber  dadarci^   ^^s.   äass   der   Warzelteü  der 
_■'.  ob^-n  nir  eini^n  kl-^rn'^n  weissen  FI»^k  in  d<^n  Feldern  'i  nnd  4 

ji  nur  zwi-  a   ;i   and   6 

_.  .:v   ...     ^.   c^     .      _^     -i  ^_.  -ir  sind:  die   -v^_  ^_   .^      .  j   Unterseite 
Art  ist  grösser  als  sauasurei  and  hat  weiss  and  braon  gescheckte,  aof  den 
-n  die  HfTgl  nur  emen  HaarpinseL  indem  der  Pinsel  in  Feld  6 
^    ._  .  -. -vrnzori. 


obi^: 


EJaordanng  in  d^n 


abnijmiLs.  M.  abnonnis 


^'    ^rten  dareh  die  langgestreckte  Form 


beider   Flnsel.   welche   bis   zn   den 
'    -  an- 

_     -   j^    -z-^  ...        r     -..^   .  ,.-  zur 

-St.     HiM  hinten  a  a  und  ver- 


7  ,  „   -^    .:  -  .iß  anderen  afrifran"- 

raune    Farbe    iler    V 
ab.     E 

..-....'-_  ..:.: -  ■-    .  .    "■.'■—■    -^'-     — ''  heuen   -.•.■^^.■..^.   . 

RiT>ne  :3  erstreckt  und  einen  schwarzen  Fleck  des  Feldes  5 

■        -  _  -el  in  '  ■  - 

rwei  kleine  weiss  gekernte  Augenilecke  in  den  Feldern  2  und  5  und  liie  Hfl  gl  ähnliche  in  den  Feldern  1  c. 
2.  ä  and  6.    Ashanti,  im  dichten  Wald. 

erysieklon.  .M.  erysiehton   E^irrtumn   hat   fast   die  Flögelform   von  ianaos.    Flügel  oben  mäusebrann.  ein  wenig 

^■"   ■  '        ■    •    '-■':'     '■-  Vilgl     '     F' '    "^    '       ■  —  "-ren  Schuppen.     Ke  Unterseite  ist  von  der  Wurzel 

ier  Mr  'irm.  etw;i.-s  heuer  ab  oben,  dann  folgt  eine  scharf 

Ird  der  Hrlgl:  in  der 

....    .^  ..      .  .    .  „^.  .....  .     ...      ^.  ...._   .    ..     -...^..  ..  ^:     ...    _^.   ._•  etwas  braun  gemischt: 

die  Vüsl   haben  einen   snrossen   .     .  -k  in  Feld   2  und   drei   kleinere   mit   einander  verbundene  in  den 

4 — 6:  7  "   AagTroiLecken,    von    denen  der  in  Feld  2  der  grösste  ist:  alle  Augenflecke 

.-•iemt.     ... 


»andiJt'i.  M     "T'"iina    .i    ■     .-       —    ^ii,-;ci-i.    E.   Sharp«).      F!"r  ^"  —".    wie    bei   eradne.      Beide    Flügel    oben 

dunkel  .a,  ein  w^nig  heller  gegen  den  Saum,  unten  .  .  ersten  drei  Vierteln  dunkel  samtbraun. 


Ausgegeben  5.  VIII.  1911.  HENOTESIA.     Von  Dr.   C.  Aubivillius.  97 

das  letzte  Viertel  heller  braun  mit  einer  Beihe  von  Augenflecken  mit  graubraunen  Ringen;  die  VIfgl 
mit  5,  die  Hflgl  mit  7  Augenflecken,  von  denen  die  vier  vordersten  die  kleinsten  sind.  Die  Hflgl  sind  am 
Analwinkel  mehr  ausgezogen  als  gewöhnlich.     Britisch  Ostafrika:  Nandi. 

5.  Gattung:  Heiiotesia  Bth. 

Die  Arten  dieser  Gattung  werden  oft  als  Mycalesis- Arten  betrachtet,  unterscheiden  sich  aber  sofort 
von  allen  echten  Mycalesis  durch  die  dicht  behaarten  Augen.  Auf  dem  Festlande  Afrikas  kommen  nur 
wenige  Arten  vor,  auf  Madagaskar  aber  finden  sich  viele  ganz  eigentümliche  Arten  und  viele  andere  gehören 
der  indo-malayischen  Begion  an^)  Die  Entwicklungsstadien  sind  nur  von  einer  Art  {narcissus,  siehe  unten) 
bekannt.     Die  zahlreichen  Arten  können  auf  vier  Gruppen  verteilt  werden. 

Erste  Gruppe. 

Die  Flügeloberseite  wenigstens  im  Felde  2  der  Vflgl  mit  deutlichem  Augenfleck.  Saum  der  Hflgl 
ganzrandig  oder  regelmässig  gewellt. 

A.    Arten    vom    F  e  s  1 1  a  n  d  e    Afrikas. 

1.  Untergruppe. 

(J:  Die  Hflgloberseite  ohne  hellen  Fleck  an  der  Wurzel  des  Irds  und  ohne  schwarzen  Haarpinsel  nahe  an 
der  Wurzel  der  Rippe  Ib.  am  Vrd  aber  mit  einem  Pinsel  in  der  Mittelzelle.  —  Die  Fühler  nicht  oder  nur  undeut- 
lich weiss  geringplt. 

H.   perspicua    Trim.    (28  a).     Flügel   oben    dunkel   graubraun;    die    Vflgl    mit    zwei    schwarzen,    weiss  perspüan.' 
gekernten,  breit  rotgelb  (oder  graugelb)'  geringelten  Äugenflecken,  einem  sehr  grossen  in  Feld    2    und    einem 
kleineren  in  Feld   5,    (beim  $  und  auch  beim  (J,  ab.  amanica  Strand,  kommen  bisweilen  auch  kleine  punkt-  amanica. 
förmige   Augenflecke  im  Felde   3   und  4  vor),   die  Hflgl  mit   2 — 4  ähnlichen,   aber  kleinen   Augenflecken  in 
den   Feldern   2 — 5,   am    Saume   heller,   braungrau   mit   zwei  scharf  hervortretenden    Submarginallinien.     Auf 
der  Unterseite  ist   der   Wurzelteil  gratxbraun,   deutlich   fein  rostbraun  gc^strichelt   oder  gesprenkelt   und  mit 
deuthcher  brauner    Querhnie  über  die  Mitte  der  Mittelzellen;  das   Saumfeld  hat  eine  hellere  graue   Grund- 
farbe und  wird  durch  eine  gleichförmige,  fast  ganz  gerade  und  nach  aussen  breit  weisslich  oder  gelblich  gesäumte, 
dunkelbraune    Mittellinie    vom    Wurzelteil   getrennt;    die    Vflgl    haben    2    und    die    Hflgl    7    gut    entwickelte 
Augenflecke;    die    Augenflecke    sind    schwarz,    weiss    gekernt    und    haben    einen    inneren,    gelben   und    einen 
äusseren  dunkelbraunen  oder  rostfarbigen  Bing;  der  äussere  Bing  des  grossen  Augenfleckes  im  Felde  2  der 
Vflgl  scheint  immer  rostbraun  oder  rostgelb   zu  sein;   vor  dem   Saume   zwei   deutliche   dunkle   Submarginal- 
linien und  vor  den  Augenflecken  der  Hflgl  eine  abgekürzte,  bisweilen  sehr  breite  dunkle   Querbinde.  Kommt 
von  Kongo   bis  Natal  und  von  dort  bis  Britisch  Ostafrika  und  Abyssinien  vor.  —  maevius  Stgr.  (28  a)  ist  maeiius. 
die   Trockenzeitform  und  weicht  nur  auf  der  Unterseite   dadurch   ab,   dass  alle   Augenflecke  ausser  der  im 
Felde   2   der  Vflgl  undeutlich  oder  punktförmig  sind;   auf  der   Oberseite  sind   die   Augenflecke  wie   bei   der 
Hauptform  entwickelt.     In  denselben  Gegenden  wie  die  Hauptform.  —  ab.  submaevius  Strand  soll  oben  mit  s^ibmaeviiis. 
maevius,  unten  aber  mit  der  Hauptform  übereinstimmen.     Deutsch-Ostafrika. 

H.  victorina  Westio.  Der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  etwas  kleiner,  oben  etwas  heller  mit  kleineren  ciclorina. 
Augenflecken,  aber  besonders  dadurch  verschieden,  dass  auf  der  Unterseite  sowohl  das  Wurzel-  wie  das 
Saumfeld  eintönig  braungrau  sind  ohne  Strichelchen  und  ohne  Querlinien  über  den  Mittelzellen;  die  Mittel- 
linie ist  wie  bei  perspicua  gerade  und  gleichförmig  und  nach  aussen  weisslich  gesäumt,  aber  schmäler  als  bei 
dieser;  am  Saume  zwei  weissgraue,  durch  die  äussere  Submarginalhnie  getrennte  Linien;  (die  innere  dunkle 
Submarginallinie  ist  vöüig  mit  der  Grundfarbe  verschmolzen);  die  Augenflecke  haben  einen  gelbgrauen, 
einen  wie  die  Grundfarbe  graubraunen  und  einen  äusseren  grauen,  auf  den  Hflgln  zwischen  den  Augen- 
flecken unterbrochenen  Bing,  welcher  wohl  als  Best  der  grauen  Grundfarbe  bei  perspicua  zu  betrachten  ist. 
Zambezi  und  Deutsch-Ostafrika. 

H.  ubenica  Thur.  (28  d)  ist  eine  zweite  mit  perspicua  nahe  verwandte  Art  und  weicht  nur  da-  nbcnica. 
durch  ab,  dass  die  Mittelquerhnie  der  Hflgunterseite  nicht  eben  und  ganz  gerade  verläuft,  sondern  schwach 
gewellt  ist  und  im  Felde  4  einen  kleinen  Vorsprung  nach  aussen  macht;  auch  die  MittelHnie  der  Vflgl  ist 
nicht  gerade,  sondern  schwach  S-förmig  gebogen;  die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  bräimlich  gelb,  überall 
dunkel  quergestrichelt;  die  Mittellinie  ist  rehbraun,  nach  aussen  gelb  gesäumt;  von  den  Atigenflecken  der 
Unterseite  sind  nur  der  im  Felde  2  der  Vflgl  gross,  alle  übrigen  klein  oder  undeuthch;  die  Augenflecke 
sind  schwarz,  weiss  gekernt  mit  gelbem  oder  braunem  Bing,  der  schwarze  Teil  ist  mit  weissen  Schuppen 
bestreut.     Deutsch    Ostafrika.  —    uncinata     Thur.     scheint    die    Trockenzeitforra    zu    sein,    hat    eine    frischer  unrinaln. 


•)  Ueber  das  Verhältnis  der  Mycalesis  zu  Henotesia,  Culapa  etc.     Vgl.  Fruhstorfer,  Band  9,  p.  332. 

xni  13 


98  HENOTESIA.     Von  Dr.  C.  AuRivimus. 

gelbe  Grundfarbe  der  Unterseite,  noch  kleinere  Augenflecke  der  Unterseite  und  ist  besonders  dadurch 
kenntlich,  dass  der  breite  gelbe  Eing  des  Feldes  2  auf  der  Vflgloberseite  auf  der  Innenseite  nach  vorn 
hakenförmig  oder  strichförmig  verlängert  ist.     Deutsch  Ostafrika. 

elisi.  H.  elisi  Karsch  (28  a)  ist  oben  der  M.  perspictia  ganz    ähnlich,  aber  mit  grauen,  statt  gelben  Eingen 

der  Augenflecke.  Die  Unterseite  ist  dunkelgrau  mit  dunkelbraunen  Striehelchen  und  Querlinien;  die  Mittel- 
linie ist  nicht  nach  aussen  hell  gesäumt  mid  stösst  darum  auf  den  Vflgln  unmittelbar  an  den  Ineiten 
graugelben  Eing  des  Augenfleckcs  in  Feld  2;  alle  Augenflecke  gut  entwickelt  mit  gelbgrauen  Eingen. 
evanida.  Togo-Land.  —  evanida  Thur.  ist  die  Trockenzeitform  und  weicht  durch  kleine,  punktförmige  oder  uii- 
(If'uthehe  Augenflecke  der  Hflglunterseite  ab. 

phaea.  H.   phaea   Karsdi    (28  b).     Flügel   oben   graubraun    mit   sehr   schwacher    dunkell)rauner   ^littehjuerlinie 

und  mit  Augenflecken  ganz  wie  hei  elltsi.  Unterseite  grau  mit  fast  gerader,  dunkellnauacr  Querlinie;  das 
Wurzelfeld  dicht  braun  gesprenkelt  und  mit  deutlicher  Querlinie  über  der  Mitte  der  Zellen;  die  Vflgl  mit 
vier  Augenflecken,  einem  grossen  im  Felde  2  und  je  einem  kleinen  in  den  Feldern  4 — 6,  die  Hflgl  mit 
sieben  dicht  gedrängten  Augenflecken,  welche  weiss  gekernt  sind  und  einen  grauen  und  einen  braunen  Eing 
haben.     Kongo- Gebiet. 

teratia.  H.    teratia    Kursch   (28  c).     Flügel    oben    in    der    Wurzelhälfte    gelbbraun,    im    Saumteil    vorwiegend 

schwefelgelb;  auf  den  Vflgln  ist  das  Gelbbraun  des  Wurzelteiles  aussen  durch  eine  fast  gei'ade  dunkelbraune 
Querlinie,  welche  den  \'rd  nicht  völlig  erreicht,  begrenzt  und  diese  auswärts  von  einer  schwefelgelben  Quer- 
binde begleitet;  das  Saumfeld  führt  zwei  weiss  gekernte,  von  einem  hellgelben  Einge  umgebene  schwarze 
Augenflecke,  einen  gi-össeren  in  Feld  2  und  einen  kleinen  in  Feld  5;  der  Vrd  und  die  Spitze  bis  zur 
Itippe  4  gelbbraun  gefärbt;  Saundinie  dunkelbraun.  Auf  den  Hflgln  ist  die  Mittellinie  sehr  schwach  ge- 
bogen und  das  Saumfeld  weniger  licht  schwefelgelb  als  auf  den  Vflgln,  hell  braungelb  und  vorne  breit 
gebräunt;  die  Saumlinie  ist  dunkelljraun  und  einwärts  zunächst  von  einer  feinen  Bogenlinie  und  dann  von 
einer  dickeren  braunen  Bogenhnie  begleitet;  vier  kleine,  breit  getrennte,  weiss  gekernte,  gelb  und  braun 
umringte  Augenflecke  stehen  in  den  Feldern  2 — 5.  Die  Flügel  sind  unten  gelb,  dicht  braun  gesprenkelt  und 
durch  eine  fast  gerade  braune,  nach  aussen  durch  eine  rein  gelbe  Querbinde  begleitete  Mittelquerlinie 
geteilt;  das  Wurzelfeld  in  der  Mitte  mit  einer  dunklen  Queriinie;  das  Saumfeld  der  Vflgl  mit  2  und 
das  der  Hflgl  mit  7  Augenflecken,  welche  graublau  und  weiss  gekernt  sind.  Kongogebiet  und  Deutsch- 
Ostafrika. 

simonsii.  H.    simonsii    Bllr.    (28  d).     Diese    eigentümliche    Art   wird    von    einigen    Verfassern    als    eine    extreme 

Trockenzeitform  von  perspicua  betrachtet.  Ob  diese  darin  Eecht  haben,  kann  nur  durch  genaue  Experi- 
mente festgestellt  werden.  —  Die  Oberseite  beider  Flügel  ist  hell  ockergelbhch  oder  sandgelb  und  der  ein 
Wenig  tlunklero  Wurzelteil  ist  durch  eine  schwach  hervortretende  fast  gerade  Querlinie  vom  Saumfeldi' 
getrennt;  die  Spitze  der  Vflgl  ist  etwas  gebräunt  und  die  braune  Farbe  setzt  sich  als  eine  freie  Sub- 
marginallinie  fast  bis  zum  Hinterwinkel  fort;  auch  die  Hflgl  haben  gewöhnlich  eine  sehr  feine  braune  Sul)- 
marginallinie;  die  Vflgl  haben  einen  schwarzen  weiss  gekernten  Augenfleck  in  Feld  2  und  einen  kleinen 
solchen  Fleck  in  Feld  ö.  die  Hflgl  haben  2 — 3  schwarze  Punkte  in  den  Feldern  (1  c)  2  und  3.  Die 
Unterseite  ist  rötlichgelb,  dicht  rotbraun  gestrichelt  und  gesprenkelt;  der  dunklere  Wurzelteil  ist  durch 
eine  gerade,  saumwärts  breit  gelb  gesäumte  Mittellinie  begrenzt  und  ist  deutlich  breiter  als  das  Saumfeld : 
die  Augenflecke  sind  klein  und  punktförmig  oder  undeutlich,  nur  der  Fleck  im  Felde  2  der  Vflgl  ist  etwas 
lacus.  grösser.  Transvaal,  Mashuna-Land,  Zambczi  und  Nyassa-Land.  —  lacus  Thur.  weicht  dadurch  al),  dass  der 
\rd  und  die  Spitze  der  Vflgl  in  einer  Breite  von  etwa  4  mm  und  der  Saum  der  Vflgl  etwa  2  mm  breit 
grauschwarz  sind;  die  Augenflecke  sind  auf  beiden  Seiten  gut  entwickelt  und  weiss  gekernt;  die  Hflgl 
haben  unten  7  solche  .\ugenflecke;  die  Unterseite  ist  graubraun  ohne  Strichelchen.     Nyassa-Land. 

centralis.  H.  centralis   Auric.  ist  mit  der  vorigen  Art  nahe  verwandt  und  erinnert  oben  an  lacus.     Die  Flügel 

oben  hell  ockergelb  oder  fast  strohgelb;  die  Spitze  der  Vflgl  sehr  breit,  etwa  8  mm,  schwarzbraun,  die 
schwarzbraune  Farbe  setzt  sich  am  Saume  bis  zum  Hinterwinkel  in  einer  Breite  von  3  mm  und  am  Vrd 
bis  zur  Wurzel  fort;  in  Feld  2  ein  mittelgrosser,  weiss  gekernter  Augenfleck,  welcher  die  dunkle  Saum- 
binde fast  berührt  und  in  Feld  5  ein  kleiner  solcher  Fleck;  die  Hflgl  mit  einer  4  mm  breiten,  nach  innen 
undeutlich  begrenzten,  dunkelbraunen  Saumbinde  und  zwei  punktförmigen  Augenflecken  in  den  Feldern  2 
und  3.  Die  Unterseite  ist  rostbraun,  fein  dunkelbraun  gestrichelt  und  weicht  dadurch  sofort  von  simoiisi 
ab,  dass  der  dunkle  nach  aussen  gerade  abgeschnittene  Wurzelteil,  nicht  breiter,  sondern  fast  schmäler  als 
der  10 — 11  mm  breite  Saumteil  ist;  die  Augenflecke  wie  bei  der  Hauptform  von  simotisi  klein  oder  un- 
deutlich.    Katanga- Gebiet  im  Kongostaate. 

haroldi.  H.    haroldi    Druce   ist    mir    in  Natur    unbekannt    scheint    aber    mit    centralis    verwandt   zu   sein    und 

könnte  sogar  die  Eegenzeitform  derselben  sein.  Die  Vflgl  oben  gelbhch  weiss,  die  Wurzel,  der  Vrd,  die 
Spitze  und  der  Saum  noch  breiter  als  bei  centralis  schwarzbraun;  die  Augenflecke  sind  hell  geringelt  und 
der   im    Felde    2   ist    teilweise   von    der   schwarzen    Saumbinde    umfasst;    die   Hflgl   gelblich    oder   zum    Teil 


HENOTESIA.     Von  Dr.  C.  Aürivillius.  99 

bläulichweiss  mit  breiter  schwarzlirauner  Saumbinde,  braunem  Ird  und  Wurzelteil  und  zwei  deutlichen  weiss 
gekernten  und  hell  geringelten  Augenflecken  in  den  Feldern  2  und  3.  Auf  der  Unterseite  ist  der  Wurzelteil 
tief  schwarzbraun  und  wie  bei  centralis  kaum  so  breit  wie  der  Saumteil,  von  dem  auch  schwarzbraunen 
Saumfelde  wird  er  durch  eine  breite  gelblich  weisse  Querbinde,  welche  sich  am  Hrd  der  Vflgl  bis  zu  einer 
Breite  von  7  mm  ausdehnt,  am  Vrd  der  Vflgl  und  nahe  am  Analwinkel  der  Hflgl  aber  spitz  endet;  die 
Vflgl  haben  zwei  grosse  und  die  Hflgl  7  an  einander  stossende  Augenflecke;  dieselben  sind  alle  schwarz, 
weiss  gekernt  und  haben  einen  gelb. liehen,  einen  dunkelbraunen  und  einen  hellgrauen  Ring;  am  Saume  zwei 
helle    Querlinien.     Xordwest-Ehodesia. 

H.  ochracea  Lathy  (=  wellmanni  Weym.)  ('2S  c)  ist  oben  der  H.  centralis  sehr  ähnlich,  unten  über  ochracea. 
von  allen  oben  erwähnten  Arten  ganz  verschieden.  Die  Grundfarbe  beider  Flügel  oben  hell  ockergelb;  der 
Vrd,  die  Spitze  und  der  Saum  der  Vflgl  sind  schwarzbraun  und  zwar  die  Spitze  etwa  8  mm  breit,  nach 
beiden  Eichtungen  allmählig  schmäler  werdend,  so  dass  die  Breite  an  der  Flügelwurzel  und  am  Hinter- 
winkel nur  2  mm  beträgt;  die  dunkle  Saumbinde  der  Vflgl  ist  demnach  beträchtlich  schmäler  als  bei 
centralis  und  durch  die  gelbe  Grundfarbe  vom  Augenflecke  des  Feldes  2  ziemlich  weit  getrennt;  der  Augen- 
fleck in  Feld  5  ist  klein,  aber  weiss  gekernt ;  die  Hflgl  sind  am  Saume,  an  der  Wurzel  und  am  Ird  mehr 
oder  weniger  bräunlich  bestäubt.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  fehlt  die  Mittellinie  völlig,  und  die  ocker- 
gelbe Grundfarbe  erreicht  in  den  Feldern  1  b — 3  fast  die  Mittelzelle;  der  Vrd,  die  Spitze  und  der  Saum 
sind  fast  in  derselben  Ausdehnung  wie  oben  dunkel  gefärbt,  aber  viel  heller,  graubraun  und  mit  deutlichen 
dunkeln  Querstrichelchen  besonders  in  der  Mittelzelle;  die  Augenflecke  der  Felder  2  und  5  sind  wie  oben 
ausgebildet  und  dazu  kommen  noch  je  ein  Augenfleck  in  den  Feldern  4  und  6.  Die  Hflgl  sind  unten  ganz 
hellrötlich  graubraun  und  fein  braun  gestrichelt;  die  Mittellinie  ist  durch  zwei  braune  Halbmonde,  die  ihre 
hohle  Seite  der  Flügelwurzel  zukehren,  angedeutet,  der  eine  liegt  an  der  Wurzel  des  Feldes  2,  der  andere 
nahe  der  Wurzel  der  Felder  4  und  5;  hinter  diesen  Bogen  ist  die  Grundfarbe  bisweilen  etwas  gelblich  auf- 
gehellt und  dann  folgen  sieben  kleine  weiss  gekernte,  fast  punktförmige  Augenflecke.  Flügelspannung  48  mm. 
Angola. 

H.  eliasis  Hcw.  (28  d)  weicht  von  allen  vorhergehenden  dadurch  ab,  dass  die  Augenflecke  dicht  an  eliasis. 
der  innersten  Saumlinie  und  nur  1 — 1,5  mm  vom  Saume  entfernt  hegen.  Flügel  oben  hell  ockergelb,  der 
Vrd  und  die  Spitze  der  Vflgl  ziemlich  breit  schwarzbraun;  am  Saume  beider  Flügel  zwei  feine  dunkle 
Linien,  von  denen  die  innere  in  der  Mitte  jeden  Feldes  mehr  oder  weniger  erweitert  ist.  Beide  Flügel 
unten  mit  einer  deutlichen,  fast  geraden,  rostbraunen  Querlinie,  welche  das  etwas  dunklere  und  dicht 
gestrichelte  Wurzelfeld  nach  aussen  begrenzt;  die  Vflgl  mit  sechs,  die  Hflgl  mit  sieben  Augenflecken, 
welche  fast  alle  auch  oben  deutlich  sind;  die  Augenflecke  sind  schwarz,  weiss  gekernt  und  haben  drei 
Ringe,  einen  gelben,  einen  schwärzlichen  und  einen  weisslichen;  der  Augenfleck  in  Feld  3  der  Hflgl  ist 
ebenso  gross  oder  etwas  grösser  als  der  in  Feld  2.     Loango    Kongo  und  Angola. 

2.  Untergruppe, 

Die  Fühler  breit  und  scharf  weiss  geringelt.  Die  Augenflecke  liegen  nahe  am  Saume.  —  o-  Die  Hflgl 
oben  dicht  an  der  Wurzel  des  Irds  mit  einem  grauen  Fleck,  welcher  nach  hinten  von  einem  nahe  an  der  Wurzel 
der  Rippe   1  h  befestigten,  schwarzen   Haarpinsel  begrenzt  wird. 

H.  peitho  Plötz  (28  a).  Beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkel  schwarzbraun;  die  Vflgl  mit  einem  ijeilho. 
grösseren  Augi'nflcck  in  Feld  2  und  einem  kleineren  in  5,  die  Hflgl  wenigstens  mit  einem  Augenfleck  in 
Feld  2;  die  Augenflecke  sind  schwarz,  weiss  gekernt  und  haben  einen  undeutlichen  gelblichen  Ring.  Die 
Unterseite  ist  gelb,  besonders  im  Wurzelteil  braun  gestrichelt  und  mit  fast  gerader,  dicker,  rotbrauner  Quer- 
linie beider  Flügel;  vor  dem  Saume,  wo  die  Augenflecke  liegen,  ist  die  Grundfarbe  mehr  oder  weniger  grau; 
die  Vflgl  haben  wie  oben  zwei  Augenflecke  in  den  Feldern  2  und  5,  die  Hflgl  haben  normal  sechs  Augen- 
flecke, zwei  in  Feld  1  c  und  je  einen  in  2,  4,  5  und  6,  von  denen  der  in  Feld  2  stets  gross  ist  und  der 
in  Feld  5  grösser  als  die  übrigen,  welche  sehr  klein  oder  undeutlich  sein  können;  die  Augenflecke  sind 
weiss  gekernt  und  haben  einen  dicken,  inneren  gelben  und  einen  feinen  äusseren  dunkelbraunen  Ring. 
Flügelspannung  39—40  mm.  —  Goldküste,  Kamerun  und  Gabun.  —  decira  Plötz  weicht  nur  dadurch  ab,  decira. 
dass  die  Mittellinie  der  Unterseite  etwas  gebogen  ist  und  dass  die  Hflgl  unten  je  einen  Augenfleck  in  den 
Feldern  2 — 6  haben,  von  denen  die  der  Felder  2  und  6  grösser  als  die  anderen  sind.     Goldküste. 

H.  nigrescens  Baker  ist  offenbar  mit  der  vorigen  Art  nahe  verwandt  und  wird  in  folgender  Weise  nigrescens. 
beschrieben:  Beide  Flügel  samtschwarz  mit  kleinen  Augenflecken;  Vflgl  mit  zwei  kleinen,  tief  schwarzen, 
weiss  gekernten  und  rot  geringelten  Augenflecken  nahe  an  der  Spitze  und  einem  grösseren  ähnhchen  Augen- 
fleck nahe  am  Saume  in  Feld  2;  Hflgl  mit  einem  solchen  Augenfleck  in  Feld  2  nahe  am  Saume  und 
bisweilen  mit  Spur  einer  anderen,  kleineren  vor  demselben.  Unterseite:  Beide  Flügel  ockergelb,  dicht  mit 
kleinen  rostfarbigen  Strichelchen  bestreut  und  mit  einer  dunkel  rostfarbigen  Mittellinie ;  Saumfeld  der  Vflgl 
grau    mit    denselben    Augenflecken    wie    oben,    die    beiden    vorderen    Augenflecken    mit    einem    gemeinsamen 


100  HENOTESL\.     Von  Dr.  AuRiviLLas. 

ockergelben  Bing,  der  hintere  mit  dickem  gelbem  und  feinem  dmiklem  King;  die  Hflgl  mit  einer  gebogenen 
Reihe  von  7 — >?  Augenüecken,  -welche  denen  der  Vflgl  ähnlich  sind.    Flügelspannung  46  mm.    Kongo-Gebiet. 

B.    Arten    aus    Madagaskar    oder    Mauritius. 

3.  Untergruppe. 

Die    Flügel    oben  dunkelbraun-schwarzbraun,    höchstens  rings    um    den   Augenfleck    in    Feld    2    der    Vflgl 
etwas  gelb. 

nngannvo.  H.  anganavo    Waril..      Die    Vflgl    oben    mit    einem    kleinen    Augenfleck    in    Feld  5    imd  in  Feld  2 

mit  einem  grossen,  breit  rotgelb  geringelten,  ^velcher  nahe  am  Saume  hinter  der  Mitte  des  Feldes  2  hegt; 
die  Hflgl  oben  nur  mit  einem  kleinen  Augenfleck  in  Feld  2  nahe  am  Saume.  Die  Unterseite  ist  rotbraim 
und  überall  braun  gestrichelt;  der  etwas  dunklere  Wurzelteil  ist  auf  beiden  Flügeln  nach  aussen  scharf,  aber 
etwas  unregelmässig  begrenzt  und  tritt  in  Feld  4  nach  aussen  bauchig  hervor;  im  Saumfelde  finden  sich 
nur  dieselbe  Augenflecke  wie  oben:  dieselben  sind  hier  gelb  geringelt.      Flügelspannung  43  mm.  Madagaskar. 

exocelWa.  H.  exocellata  Mab.     Die  Vflgl  oben  mit  einem  kleinen,    weiss  gekernten  Augenfleck  in  Feld    5  und. 

in  Feld  2  mit  einem  etwas  grösseren,  undeutUch  gelb  umzogenen  solchen  Fleck,  welcher  fast  genau  in 
der  Mitte  des  Feldes  2  liegt:  die  Hflgl  oben  ohne  Augenflecke.  Die  Unterseite  mit  dunkelgrauer  Grund- 
farbe und  braun  gestrichelt;  das  Wurzelfeld  ist  dunkler  als  das  Saumfeld  imd  nach  aussen  unregelmässig 
begrenzt:  die  Unterseite  nur  in  Feld  2  der  Vflgl  mit  einem  wirklichen  gelbgeringelten  Augenfleck,  sonst 
aber  statt  der  Augenflecke  nur  mit  bläulich  weissen  Punkten,  von  denen  5  auf  den  Vflgln  und  7 — 8  auf 
den  Hflgln  vorhanden  sind.     Madagaskar. 

strah.  H.  sttato  Mab.     Die  Flügel  oben  schwarz,  die  Vflgl  in  der  Mitte  und  die  Hflgl  überall  mit  schwarz- 

blauem Schiller;  die  Vflgl  mit  einem  weissen  Punkte  in  Feld  5  und  einem  weiss  gekernten  Augenfleck  in 
der  Mitte  des  Feldes  2  und  die  Hflgl  mit  einem  ähnlichen,  aber  kleineren  Augenfleck  im  Felde  2.  Die 
Vflgl  unten  in  der  Mitte  schwarz  mit  rötUch  grauem,  schwarz  gestricheltem  Saumfelde  und  Augenflecken 
wie  oben.  Die  Hflgl  unten  mit  gezackter,  nach  aussen  rotbraun  gesäumter  Mittellinie  und  in  Feld  2  mit 
einem  hellgelb  umzogenen  Augenfleck  in  den  übrigen  Feldern  höchstens  mit  weisslichen  Punkten;  die 
Wurzel  und  der  Ird  sind  bläuhch  grau  gestrichelt.  <J:  Die  Vflgl  unten  am  Ird  mit  einem  glänzenden 
weissen  Fleck  und  die  Hflgl  oben  am  Vrd  der  Mittelzelle  mit  einem  weisshchen  Haarpinsel.  Flügel- 
spannung 40  mm.     Madagaskar. 

andrava-  H.  andravahana  Mab.     Die  Flügel  oben  beim  q   schwarzbraun  bis  schwärzhch,   beim    S  graubraun: 

■  die  Vflgl  übiu  mir  mit  einem  Augenfleck,  welcher  gelb  oder  rotgelb  umzogen  ist  und  in  der  Mitte  des 
Feldes  2  liegt;  die  Hflgl  oben  mit  einem  kleinen  oder  punktförmigen  Augenfleck  in  Feld  2.  Die  Unter- 
seite ist  dunkelbraun,  rotbraun  und  grau  marmoriert;  auf  den  Vflgln  ist  die  Grenze  zwischen  dem  Wurzel- 
und  Saumfeld  undeutUch,  ein  hellerer  Fleck  liegt  gewöhnlich  an  der  Mitte  des  Vrds  und  ein  rotbrauner 
vor  der  Spitze,  ein  kleiner  weiss  gekernter  Augenfleck  in  Feld  5  und  ein  grösserer  in  Feld  2;  die  Hflgl 
haben  eine  undeutliche,  in  Feld  2  nach  innen  gezackte  dunkle  MittelUnie,  welche  nach  aussen  durch  eine 
mehr  oder  weniger  breite  und  deutliche  weis.sUche  Querbinde  begrenzt  ist;  diese  Querbiude  erreicht  weder 
den  Vrd  noch  den  Ird  und  ist  bisweilen  durch  braune  Strichelchen  mehr  oder  weniger  verwischt ;  in 
Feld  2  ein  mittelgrosser,  schwarzer,  weiss  gekernter  und  breit  rotbraun  umzogener  Augenfleck,  sonst  aber 
niarmorata.  höchstens  kleine  weisse  Punkte  statt  der  Augenflecke.  Madagaskar.  —  ab.  marmorata  ab.  nov.  ist  dunkler 
und  hat  keine  weisse  Querbinde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.     Madagaskar. 

fuliginosa.  H.  fuliginosa   Mab.   ist   oben   der  vorigen   Art   sehr  ähnhch   und   weicht   nur  dadurch  ab,   dass   der 

Saum  der  ^  figl  am  Ende  der  Eippe  4  stumpf  hervortritt.  Die  Unterseite  ist  schwarzbraun  mit  kleinen 
schwärzüchen  Querstrichelchen,  die  Grunf darbe  wird  saumwärts  ohne  scharfe  Grenze  aUmähUg  heller:  auf 
jedem  Flügel  nur  einen  Augenfleck  in  Feld  2.     Madagaskar. 

bicrislata.  H.  bicristata  Mab.     Die  Flügel  oben  wie  bei  den  beiden  letztbeschriebenen  Arten  dunkelbraun  mit 

einem  Augeufleck  in  Feld  2;  von  fuliginosa  weicht  sie  dadurch  ab,  dass  der  Saum  der  Vflgl  ganz  eben 
gebogen  imd  der  der  Hflgl  deuthch  wellenförmig  ist.  Auf  der  Unterseite  ist  der  grössere  Wurzelteil  schwärz- 
lich und  durch  eine  etwas  gebogene  und  gewellte,  hell  gesäumte  Mittellinie  vom  grauen  Saumfelde  ge- 
trennt; die  Vflgl  haben  einen  kleinen  Augenfleck  in  Feld  5  imd  einen  wenig  grösseren  in  Feld  2;  die 
Hflgl  einen  mittelgrossen  Augenfleck  in  Feld  2  und  oft  auch  einen  kleinen  in  Feld  1  c.  —  Beim  jj 
haben  die  Hflgl  oben  ausser  dem  Pinsel  der  Mittelzelle  auch  einen  an  der  Wurzel  der  Eippe  2  befestigten 
Pinsel.     Madagaskar. 

slrigida.  H.   strigula    Mab.    (28  b).     Die   Flügel   oben   schwarzbraun;  die    Vflgl   mit   einem    kleinen,    weiss    ge- 

kernten Augenfleck    in  Feld  ö  und  einem  grossen,    breit  gelb  umzogenen,  solchen  Fleck  in  der  Mitte    des 


HENOTESIA.     Von  Dr.  Avrivillius.  101 

Feldes  2;  die  Hflgl  mit  einem  kleinen  Augenfleck  in  Feld  2  und  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  in  Feld  3 
oder  4  etwas  gelb  beschuppt.  Die  Unterseite  ist  hell  gelblichgrau,  braun  gesprenkelt  und  hat  eine  rost- 
farbige MitteUinie,  welche  auf  den  Vflgln  S-förmig  gebogen,  auf  den  Hflgln  wenig  ungleichförmig  und  fast  gerade 
ist;  eine  innere  solche  Querlinie  tritt  auch  recht  deuthch  hervor;  die  Augenflecke  treten  wie  oben  auf,  sind 
aber  kleiner.  Madagaskar.  —  subsimilis  Btlr.  ist  oben  ganz  ähnhch,  weicht  aber  unten  durch  mehr  graue  subsimilis. 
Grundfarbe,  deutliche  Queriinien  in  der  Mittelzelle  der  Vlfgl  und  besonders  durch  die  unregelmässige,  im 
Felde  2  stark  nach  innen  gebogene  Querhnie  der  Hflg    ab      Madagaskar. 

H.   angulifascia    BÜr.   ist    der   vorigen   Art   sehr   ähnhch,    hat    aber   oben   einen   grösseren   und    deut-  ""S'.'^'" 
lieberen   Augenfleck    in   Feld   2   der   Hflgl   und   weicht   unten   dadurch    ab,     dass   die   Mittellinie   auf   beiden 
Flügeln  an  der  Eippe  4  weit  nach  aussen  hervortritt  und  am  Vrd  der  Yflgl  und  auf  den  Hflgln  in  ihrer 
ganzen  Länge  nach  aussen  hellgrau  oder  graugelblich  begrenzt  ist.     Madagaskar. 

H.  parva  Btlr.  weicht  von  den  vorhergehenden  dadurch  ab,  dass  der  Saum  der  Hflgl  zwischen  den  parva. 
Kippen  4  und  6  ganz  gerade  oder  schwach  ausgerandet  ist,  wodurch  an  der  Eippe  4  eine  kleine  Ecke 
entsteht.  Die  Flügel  oben  schwarzbraim;  die  Vflgl  mit  einem  kleinen  Augenfleck  in  Feld  5  und  einem 
grösseren  in  Feld  2,  dessen  Ring  bisweilen  so  dick  und  unregelmässig  ist,  dass  er  einen  gelben  Fleck 
bildet;  die  Hflgl  mit  einem  kleinen  Fleck  in  Feld  2.  Die  Unterseite  ist  röthchbraun  mit  braunen 
Strichelchen  und  dunklerem  ^A'urzelfelde ;  die  Mittellinie  der  Vflgl  in  Feld  2  tief  wurzelwärts  gebogen,  den 
gelben  Eing  des  Augenfleckes  umfassend;  die  MitteUinie  der  Hflgl  in  Feld  4  stumpf  hervortretend;  das 
Saumfeld  im  inneren  Teil  grau  aufgehellt,  am  Saume  wieder  verdunkelt;  der  Augenfleck  in  Feld  2  der 
Vflgl  gross,  der  in  Feld  2  der  Hflgl  klein  und  ohne  Ring,  alle  anderen  nur  durch  weisse  Punkte  ver- 
treten.    Madagaskar. 

H.  iboina  Ward,  ist  oben  schwarzbraun  mit  Augenflecken  wie  bei  den  vorigen  Arten;  der  Saum  der  iboina. 
Hflgl  ist  gleichförmig  gebogen  und  wellenförmig,  dicht  vor  dem  Saume  verläuft  eine  dicke,  scharf  hervor- 
tretende, schwärzHche  Linie;  der  Saum  der  Vflgl  fast  gerade.  Die  Unterseite  hat  eine  braungraue  Grund- 
farbe mit  dunklerem,  schwärzlich  gestricheltem  Wurzelfeld;  die  Mittellinie  der  Vflgl  ist  schwärzlich,  tief 
S-förmig  gebogen  und  begrenzt  die  Innenseite  des  dicken  gelben  Einges  des  Augenfleckes  in  Feld  2;  die 
Mittellinie  der  Hflgl  is.  zwischen  den  Eippen  2  und  4  schwach  nach  innen  gebogen,  sonst  aber  ziemlich 
gerade;  der  Augenfleck  in  Feld  2  der  Hflgl  ist  klein  und  hat  einen  hellgelben  Eing,  andere  Augenflecke 
sind  nur  durch  weisse  Punkte  angedeutet.     Madagaskar. 

H.   difficilis   Mab.   weicht   nur   dadurch   von   iboina  ab,   dass   die   Mittellinie   der   Vflgl  fehlt   und   die  difficilis. 
MitteUinie  der  Hflgl  an  der  Eippe  4  weit  nach  aussen  hervortritt  und  dann  zwischen  den  Eippen  4  und  2 
tief,   halbkreisförmig  nach  innen  gebogen  ist;   die  Augenflecke   sind  grösser   als   bei  iboina  und   die  weissen 
Punkte   von  braunen  Eingen  umgeben.     Madagaskar. 

H.  vola  Ward,  ist  oben  schwarzbraun;  die  Vflgl  haben  einen  grossen,  schwarzen,  weiss  gekernten  vola. 
und  rotgelb  umgebenen  Augenfleck  in  oder  etwas  vor  der  Mitte  des  Feldes  2  und  einen  kleinen  Fleck  in 
Feld  5;  die  Hflgl  haben  einen  kleinen  Augenfleck  in  der  Mitte  des  Feldes  3.  Beide  Flügel  sind  unten  bis 
zum  Saume  eintönig  schwärzHch,  werden  aber  etwa  4  mm  vom  Saume  durch  einen  breiten,  geraden,  scharf 
begrenzten,  gemeinsamen,  weisslich  gelben  Querstrich  in  zwei  Teile  abgeschnitten;  die  Vflgl  haben  nur  einen 
Augenfleck,  welcher  in  Feld  2  dicht  innerhalb  des  Querstriches  liegt,  und  die  Hflgl  nur  einen  kleinen 
Augenfleck,  welcher  in  Feld  6  an  der  Innenseite  des  Querstriches  Uegt.  Durch  diese  Zeichnung  der 
Unterseite  weicht  vola  von  aUen  anderen  äthiopischen  Henotesm-Arten  ab.  In  den  Wäldern  von  Nord- 
Madagaskar. 

H.  ankova    Ward,    ist    kleiner    als    die  oben    erwähnten    Arten,    indem    sie    nur    36 — 38  mm  misst.  ankova. 
Flügel  oben  schwarzbraun;  die  Vflgl  mit  einem  grossen,  schwarzen,  weiss  gekernten  und  dick  rotgelb  um- 
zogenen  Augenfleck   in   Feld   2  und   einem   kleineren   solchen   Fleck   in   Feld   5 ;    die   Hflgl   oben   mit   zwei 
gleich  grossen  Augenflecken  in  den   Feldern  2  und  3,  bisweilen  auch  mit  einem  punktförmigen  Augenfleck 
in  Feld  4.     Die  Unterseite  ist  grau,  fein  braun  gesprenkelt  und  gestrichelt;  die  Mittellinie  ist  rostfarbig  und 
bildet  auf  beiden  Flügeln  einen  fast  rechten  Winkel  in  Feld  4;  der  Augenfleck  in  Feld  2  der  Vflgl  ist  von 
einem  dicken  etwas  unregelmässigen  orangegelben   Eing  umzogen;   die  übrigen   Augenflecke  sind  sehr  klein 
oder  nur  durch  weisse  Punkte  angedeutet.     Madagaskar.  —  ab.  turbata   Btlr.  weicht  nur  dadurch  ab,   dass  turbata. 
die  MitteUinie  der  Hflgl  nur  gezackt,  aber  nicht  winkehg  gebrochen  ist  und  dass  die  Hflgl  auch  unten  drei 
Augenflecke  haben.    Madagaskar.  —  cowani  Btlr.  ( ?  28  b)  ist  wahrscheinUch  auch  nur  eine  Form  von  ankova  und  eowani. 
unterscheidet  sich  nur  dadurch,  dass  das  Wurzelfeld  der  Unterseite  viel  dunkler  als  das  hellgraue  Saumfeld 
ist  und  dass  die  Hflgl  unten  deutliche  Augenflecke  in  den  Feldern  2,  3  und  6  haben.     Madagaskar. 


102  HENOTESIA.     \'on  Dr.  Aurivillius. 

4.  Untergruppe. 

Dip  Flügel  oben  in  der  Mitte,  wenigstens  im  Wurzelteil  der  Felder  2  und  3  der  Vflgl  und  3 — 5  der  Hflgl, 
oder  zum  grössten  Teil  rotbraun  bis  rotgelb.  Die  Vflgl  stets  in  Feld  2  mit  einem  Augenfleck,  welcher  ausser- 
halb der  Mitte  des  Feldes  liegt. 

H.  narcissus  i.-<t  dadurch  ausgezeichnet,  dass  beide  Flügel  oben  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  aus- 
gedehnt rutgellj,  ringsum  aber  schwarzbraun  gesäumt  sind;  das  rotgelbe  Discalfeld  der  Vflgl  ist  durch  eine 
braune  Querlinie  in  einen  inneren  dunkleren  und  einen  äusseren  helleren  Teil,  worin  der  Augenfleck  des 
narcissus.  Feldes  2  liegt,  geteilt;  die  Hflgl  haben  oben  zwei  Augenflecke  in  den  Feldern  2  und  3.  —  narcissus  F. 
(28  c).  Der  schwarzbraune  Hrdstreifen  der  Vflgloberseite  ist  etwa  zwei  mm  breit  und  scharf  begrenzt; 
das  gelbe  Discalfeld  bedeckt  die  Felder  2  mid  3  (ausser  am  Saume)  und  bildet  einen  schmalen  Streifen 
am  Hrd  der  Mittelzelle  und  längs  der  Hinterseite  der  Rippe  2;  auf  den  Hflgln  ist  nur  der  Wurzelteil  der 
Felder  (2),  3 — 5  mehr  oder  weniger  breit  gelb  gefärbt;  auf  der  Unterseite  liegt  der  schwarze,  weiss  gekernte 
Augenfleck  des  Feldes  2  in  einem  dicken  gelben  Ring,  hat  aber  keinen  äusseren  rötlichen  Ring;  die  ]\Iittel- 
linie  der  Hflglunterseite  ist  sehr  unregelmässig  gelappt  und  eingeschnitten.  ]\Iauritius  und  Bourbon.  —  Die 
Eier  sind  hellgelb  und  kugelförmig  mit  schwachen  Grübchen.  Die  Kp  lebt  auf  Bambus  und  ist  ausge- 
wachsen hell  rötlich  braun  mit  grünlicher  Einmischung  und  dunklerem  Kopfe;  die  kettenförmige  Rücken- 
linie ist  vorn  grünlich,  hinten  braun;  die  gewellte  Subdorsallinie  und  die  gerade  Seitenlinie  sind  hellbraun; 
Atemlöcher  schwarz;  der  Körper  ist  sehr  kurz  und  fein  behaart.  Die  Pp  hat  die  gewöhnliche  Satyriden- 
fralerna.  form  und  ist  grün  mit  einigen  geraden  schwarzen  Strichen  am  Vorderende.  —  fraterna  Btlr.  (28  b)  ist  die 
auf  Madagaskar  vorkommende  Form,  welche  nur  dadurch  abweicht,  dass  der  Augenfleck  in  Feld  2  der 
Vfiglunterseite  zuerst  von  einem  gelben  und  dann  von  einem  rotbraunen,  nach  hinten  stark  verdickten 
Ring  umgeben  ist  und  dass  die  Mittelhnie  der  Hflglunterseite  beinahe  gleichmässig  und  nur  schwach  geschlängelt 
ist:  die  Augenflecke  der  Hflglunterseite  sind  bald  gut  entwickelt,  bald  nur  punktförmig  oder  fehlend.  — 
maeva.  maeva  Muh.  weicht  von  fraterna  nur  dadurch  ab,  dass  die  gelbe  Farbe  der  Oberseite  beider  Flügel  viel 
mehr  ausgebreitet  ist;  auf  den  Vflgln  erreicht  sie  fast  den  Hrd,  welcher  nur  schmal  und  undeutlich  braun  ist, 
und  bedeckt  fast  die  ganze  Mittelzeile:  auf  den  Hflgln  streckt  sie  sich  in  das  Feld  Ic  und  in  die  ^littelzolle 
hinein.     Madagaskar. 

menamena.  H.  menamena   Mab.     Die    Vflgl   oben  orangegelb,   an   der   Wurzel   bräunUchgelli,   die   Spitze   ziemlich 

breit  und  der  Saum  schmäler  schwarzbraun,  in  Feld  2  dicht  am  Saume  ein  kleiner,  schwarzer,  weiss 
gekernter  und  hellgelb  umzogener  Augenfleck;  die  Hflgl  oben  ganz  orangegelb,  nur  an  der  Wurzel  etwas 
braun  und  am  Saume  mit  bräunlicher  Querlinie;  dicht  an  dieser  liegen  5 — 6  weisse  Punkte,  welche  von 
einem  feinen  braunen,  einem  gelben  und  ganz  aussen  wieder  von  einem  feinen  braunen  Ring  umgeben  sind. 
Beide  Flügel  unten  rein  orangegelb  ohne  Strichelchen,  aber  mit  drei  gelbbraunen  oder  etwas  rötlichen 
Querlinien,  von  denen  die  zwei  inneren  fast  gerade  sind  und  die  dritte  nahe  an  den  Augenflecken  liegt 
und  gebogen  oder  gewellt  ist;  die  Vflgl  haben  Augenflecke  in  1  b,  2,  4  und  5  und  die  Hflgl  sieben  solche 
Flecke,  von  denen  die  der  Felder  2  und  3  ein  wenig  grösser  sind.     Madagaskar. 

utilxaniira.  H.   ankaratra    Ward.    (28  c).     Beide    Flügel   oben   rotbraun,    am    Vrd    und   am    Saume    schmal,    etwa 

2  nun  broit,  schwarzliraun;  jede  mit  zwei  schwarzen,  weiss  gekernten  Augenflecken;  die  der  Vflgl  in  Feld 
2  und  5,  die  der  Ilflgl  in  2  und  3.  Die  Vflgl  unten  in  der  hinteren  Hälfte  bis  zur  ]\Iitte  der  Zelle  und  bis 
zur  Kippe  3  oder  4,  rotbraun,  sonst  dunkelgrau,  mit  schwärzlichen  Querstrichelchen,  die  Hflgl  schwarzgrau 
dicht  mit  schwärzlichen  Querstrichelchen  bestreut;  die  Augenflecke  der  Unterseite  mit  gelben  Ringen,  die  Hflgl 
unten  mit  sieben  Augenflecken,  von  denen  nur  die  der  Felder  2  und  3  etwas  grösser  sind  und  scharf 
iiervo  treten.     Madagaskar. 

Zweite  Gruppe, 

Die    Flügel    oben    wenigstens    im    Felde    2    der    Vflgl    mit    einem    Augenfleck.     Saum    der    Hflgl    mit 
2 — 3  Zacken  oder  kurzen  Sciiwänzchen  am  Endo  der  Rippen  2,  3  und  4. 

masoiira.  H.  masoura  Hew.   ist  eine  ganz   eigentümliche   und  abweichende  Art.     Beide  Flügel   oben   und   unten 

weiss;  die  Vflgl  am  Ende  der  Mittelzelle  gelblich  angeflogen;  ihr  Vrd  und  Spitze  oben  sehr  schmal  schwarz, 
unten  schwarz  quergestrichelt,  oben  in  Feld  2  hinter  der  Glitte  mit  einem  kleinen,  schwärzlichen  Ring  mit 
dunklem  Mittelpunkte;  Saum  der  Vflgl  stark  und  unregelmässig  gewellt.  Die  Hflgl  am  Ende  der  Rippen  2 
bis  4  mit  sehr  scharfen,  fast  gleich  langen  Zacken  oder  kurzen  Schwänzchen,  unten  an  der  Wurzel  und  am 
Ird  schwarz  gestrichelt  und  mit  6  schwarzen,  weiss  gekernten  Augenflecken,  zwei  in  Feld  1  c  und  je 
einem  in  den  Feldern  2,  4,  5  und  6;  die  drei  letzten  hegen  in  einer  Linie,  welche  einen  fast  rechten  Winkel 
mit  den  übrigen  bildet.     Im  Innern  von  Madagaskar.  —  60 — 75  mm. 

benams.  H.  benacus  \lah.     Saum  der  Vflgl  wellenförmig  und  der  Hflgl  an  den  Enden  der  Rippen  2 — 4  kurz 

gezackt.  Die  Flügel  oben  mit  einer  hell  graugelben  Grundfarbe;  die  Vflgl  am  Vrd,  an  der  Spitze,  am 
Saume  und  am  Ird  fast  ganz  in  derselben  Ausdehnung  wie  bei  narcissus  schwärzlich,   das  helle  Discalfeld 


HENOTESIA.     Von  Dr.  C.  AtiRiviLLlüS.  103 

ist  auch  wie  bei  narcissus  durch  eine  dunkle  Querlinie  in  einen  inneren,  ein  wenig  dunkleren  Teil,  welcher 
die  Wurzel  erreicht  und  einen  äusseren,  worin  der  schwarze,  weiss  gekernte  Augenfleck  liegt,  geteilt.  Die 
Hflgl  oben  am  Vrd  breit  schwärzlich,  am  Ird  und  am  Saume  unregelmässig  dunkelgrau  überzogen  und 
mit  zwei  Augenflecken  in  Feld  2  und  3.  Die  Unterseite  ist  hell  weisslich  gelb,  unregelmässig  fein  braun 
gesprenkelt  und  hat  eine  ungleichmässig  geschlängelte,  an  der  Eippe  4  nach  aussen  hervorragende  braune  Mittel- 
linie, welche  stellenweise  verdickt  ist  und  auf  den  Vflgln  am  Ende  der  Mittelzelle  einen  grossen  dunklen 
Fleck  bildet;  die  Augenflecke  sind  alle  klein  oder  punktförmig.     Madagaskar. 

H.  antahala  TFard.  (28  d).  Flügel  oben  einfarbig  schwarzgrau;  die  Vflgl  mit  einem  weiss  gekernten  und  ania/iaia. 
gelblich  umzogenen  Augenfleck  in  der  Mitte  des  Feldes  2;  die  Hflgl  an  den  Enden  der  Rippen  2 — 4  kurz 
gezackt  und  mit  2 — 3  kleinen  Augenflecken  in  den  Feldern  2 — 4.  Die  Unterseite  hat  eine  weisse  Grund- 
farbe; der  durch  eine  geschlängelte,  dunkelbraune  Mittellinie  begrenzte  Wurzelteil  ist  durch  ziemlich  dicht 
stehende  schwarzbraune  Querstrichelchen  verdunkelt;  solche  Querstrichelchen  finden  sich  auch  im  vorderen 
Teil  des  Saumfeldes  der  Vflgl;  die  Vflgl  mit  zwei  Augenflecken  in  den  Feldern  2  und  5,  die  Hflgl  mit 
6  Augenflecken,  von  denen  der  in  Feld  6  der  grösste  und  ebenso  gross  wie  der  in  Feld  2  der  Vflgl  ist 
und  die  in  den  Feldern  2  und  3  nur  wenig  kleiner  sind;  die  Augenflecke  treten  alle  sehr  scharf  gegen  den 
weissen  Grund  hervor,  sind  weiss  gekernt  und  haben  einen  dicken  rotgelben  inneren  und  einen  feinen, 
schwarzbraunen  äusseren  Ring;  vor  dem  Saume  beider  Flügel  zwei  schwarze  Linien.     Madagaskar. 

H.  avelona  Ward.  (28  e).  Die  Vflgl  mit  ganzrandigem,  fast  geradem  Saume,  die  Hflgl  mit  zwei  avelona. 
gleich  grossen  Zacken  oder  Lappen  am  Ende  der  Rippen  2  und  3,  an  der  Rippe  4  aber  nicht  oder  nur 
viel  kürzer  gezackt.  Die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  ohne  Augenflecke;  die  Vflgl  wie  gewöhnhch  mit  zwei 
Augenflecken,  von  denen  der  in  Feld  2  gross  und  der  in  Feld  5  sehr  klein  ist.  Beide  Flügel  oben 
dunkelbraun;  die  Hflgl  am  Saume  breit  grau.  Beide  Flügel  unten  braungrau  fein  rotbraun  gesprenkelt; 
die  rotbraune  Mittellinie  ist  vom  Vrd  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  der  Hflgl  fast  gerade  und  nach  aussen 
mehr  oder  weniger  breit  gelb  gesäumt;  an  der  Wurzel  der  Zacken  der  Hflgl  finden  sich  auf  der  Unterseite 
dreieckige  schwarzbraune  Flecke,  welche  wurzelwärts  von  einer  bläulichen  Querlinie  begrenzt  sind.  Mada- 
gaskar. 

H.   parvidens   Mab.   stimmt  in   Flügelform  und   Zeichnung  mit   der  vorigen   Art   überein  und   weicht  parvidens. 
nur  dadurch  ab,  dass  die  Zacken  der  Hflgl  kürzer  und  breiter  sind  und  auf  beiden  Seiten  mit  einem  drei- 
eckigen dunkelroten  Fleck  geziert  sind;   die   Unterseite  ist   viel   dunkler,   dichter  gestrichelt  und  ohne  helle 
Begrenzung  der  Mittellinie;  die   blaue    Querlinie  vor  dem   Saume  der  Hflgl  fehlt  auch  völhg.     Madagaskar. 

H.  ankoma  Mab.  (28  d).  Saum  der  Vflgl  wellenförmig  und  an  der  Rippe  5  deutlich  geeckt:  die  ankowa. 
Hflgl  an  den  Rippen  2—4  kurz  gezackt;  an  der  Rippe  4  etwas  länger  gezackt  als  an  den  Rippen  2  und  3. 
Beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkel  schwarzbraun,  die  Vflgl  in  Feld  2  mit  einem  schwarzen  blau  ge- 
kernten Augenfleck.  Die  Unterseite  ist  dunkel  violettbraun  und  dicht  braun  marmoriert,  im  Saumfelde 
heller  und  mehr  violett;  die  Vflgl  mit  zwei,  die  Hflgl  mit  6—7  Augenflecken,  von  denen  die  der  Felder  2 
und  6  grösser  und  weiter  vom   Saume  als  die  übrigen  entfernt  sind.     Madagaskar. 

Dritte  Gruppe. 

Beide  Flügel  oben  fast  schwarz  mit  blauem  Schiller  und  ganz  ohne  Augenflecke.  Saum  beider 
Flügel  ganzrandig;  der  der  Vflgl  gerade  oder  nur  schwach  gebogen.  Die  wenig  bekannten  Arten  dieser  Gruppe 
sind  einander  sehr  ähnlich  und  nur  durch  geringfügige  Kennzeichen  der  Unterseite  zu  unterscheiden.  Ob 
diese  Kennzeichen  wirklich  stichhaltig  sind,  kann  nur  durch  die  Vergleichung  von  zahlreichen  Exemplaren 
entschieden  werden.  Alle  Arten  stammen  aus  den  Urwäldern  Madagaskars  und  haben  eine  Grösse  von 
42 — 47  mm. 

H.  cingulina  Mab.     Beide  Flügel  unten  mit  einem  gelblich  umzogenen  Augenfleck  im  Felde  2  und  cingulina. 
mit  gelblich  gesäumter  Mittellinie,  aber  ohne  weisse  Punkte.     Madagaskar. 

H.    perdita    Btlr.     Beide    Flügel    unten    mit    einem    Augenfleck    im    Feld    2;    die    Hflgl    mit    weissen  perdiia. 
Punkten  zwischen  dem  Vrd  und  dem  Augenfleck.     Madagaskar. 

H.  ward!  Mab.     Die  Vflgl    unten    ohne  Augenfleck    in    Feld    2.     Beide  Flügel  unten  bis  zum  Saume  ivardi. 
eintönig  braunschwarz;    die  Hflgl    in  Feld  2    mit  einem  sehr  kleinen  Augenfleck,  welcher  nur  2  mm  vom 
Saume  entfernt  ist;  in  den  übrigen  Feldern  nur  mit  weissen  Punkten.     Madagaskar. 

H.   narova    Mab.     Die   Vflgl     ohne   Augenfleck    in     Feld     2;     der    Augenfleck   in   Feld   2    der   Hflgl  nurota. 
Hegt  3   mm  vom   Saume  entfernt.     Die  Flügel   unten   wenigstens  im  Wurzelteil  mit  ockergelben    Schuppen 
bestreut.     Madagaskar. 


104  HETEROPSIS.    Von  Dr.  C.  Auritillic*. 

andrirola.  H.  andrivola  Mab.     Die  Vflgl  ohne  Angenfleck  in  Feld  2;    der  Augenfleck  des  Feldes  2  der  Hflgl 

liegt  3  mm  vom  Saume  entfernt.  Die  Flügel  unten  ohne  ockergelbe  Schuppen.  Die  Vflgl  unten  in  der 
Mitte  deutlich  schwarzblau.  Der  Augt-nfleck  in  Feld  2  der  Hflgl  klein:  ihre  schwarze  MittelUnie  deutUch 
und  scharf  gezähnt.     Madagaskar. 

masikora.  H.  masikora  Mab.  weicht  von  der  vorigen  Art  nur  dadurch  ab,  dass  die  Vflgl  unten  in  der  Mitte 

kaum  schwarzblau  sind,  dass  die  Mittellinie  der  Hflgl  rostbraun  und  sehr  undeuthch  ist  und  dass  die  Vflgl 
einen  Augenfleck  in  Feld  5  haben.     Madagaskar. 

passandara.  H.  passandava    Ward.      Die    Vflgl    unten    ohne    Augenflecke,     in    der    Mitte    deuthch    schwarzblau. 

Die  Hflgl  mit  grossem  Augenfleck  in  Feld  2,  welcher  3  mm  vom  Saume  entfernt  ist,  und  mit  sehr 
undeutlicher  Mittellinie.     Madagaskar. 

Vierte  Gruppe 

Wie  bei  den  Arten  der  vorigen  Gruppe  fehlen  auch  hier  die  Augenflecke  auf  der  Oberseite  gänzlich. 
Der  Saum  beider  Flügel  ist  stark  wellenförmig  oder  fast  gelappt. 

paradoxa.  H.   paradoxa    Mab.    (28  e).     Bei    dieser  seltenen   Art   sind    die    Flügel   obtu   schwarzbraun    mit    weiss 

gescheckten  Früusen:  die  Hflgl  sind  einfarbig,  die  Vflgl  aber  haben  einen  sehr  grossen  rein  weissen  Hinter- 
randfleck, welcher  die  Wurzel  erreicht  und  sich  zur  Rippe  3  oder  etwa»  in  das  Feld  3  hinein  ausdehnt 
und  auch  die  hintere  Hälfte  der  MittelzeUe  bedeckt:  vom  Saume  ist  er  durch  die  3 — i  mm  breite  Saum- 
binde getrermt.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  die  weisse  Farbe  im  Wurzelteil  fast  bis  zum  Vrd  aus- 
gedehnt, dort  aber  mit  schwarzen  Querstrichelchen  geziert  und  an  der  Spitze  ist  die  schwarze  Farbe  mit 
weissen  Punkten  und  Strichelchen  marmoriert:  kleine  undeutliche  Augenflecken  in  den  Feldern  4 — 6.  Die 
Unterseite  der  Hflgl  hat  eine  weisse,  aber  überall  mit  schwarzen  Strichelchen  bedeckte  Gnmdfarbe,  am 
Saume  stehen  die  dunklen  Strichelchen  so  dicht,  dass  die  helle  Grundfarbe  stellenweise  völlig  bedeckt  wird; 
deutli""]!-    -chwarze,    weiss  gekernte  und  hell  geringelte  Augenflecke  in  den  Feldern  2 — 1  und  6.     Madagaskar. 


6.  Gattung:  Heteropsis  TTes««:. 

Diese   Gattung  weicht  nur  durch  die  scharfe,  sichelförmig  ausgezogene,  aber  wenig  gebogene   Spitze 
dt-T  Vflgl  von  Henotesia  ab.     Die  Augen  sind  haarig  wie  bei  Henotesia. 

Beim  rj  haben  die  Hflgl  oben  nicht  nur  einen  Pinsel  am  Vrd  der  Mittelzelle,  sondern  auch  eine 
pinselähnliche  Behaarung  vor  der  Mitte  der  Rippe  1  c. 

drepana.  H.  drepana  Dbl.   n.  Heic.  (28  e).      Beim    ^J  sind  die  Flügel  oben  einfarbig  schwarzbraun  mit  einem 

Weiss  gekt-ruten  Augenfleck  in  Feld  2  der  Vflgl  und  unten  schwarzgrau  mit  braunen,  etwas  unregelmässig  ver- 
teilten Querstrichelchen  und  weissen  Punkten  statt  der  Augenüecken.  Beim  ?  aber  haben  die  Flügel  auf 
beiden  Seiten  eine  hell  strohgelbe  Grundfarbe;  die  Vflgl  haben  oben  einen  schwarzen,  nach  iimen  scharf 
begrenzten  und  mit  zwei  weissen  Strichelchen  gezierten  Spitzenfleck,  welcher  nach  hinten  durch  eine  schwarz- 
braune Submarginalbinde  fast  bis  zum  Hrd  fortgesetzt  wird;  in  Feld  2  hegt  ein  grosser  schwarzer,  weiss 
gekernter  Augenfleck.     Die  Unterseite  ist  wie  beim  o   braun  gestrichelt  und  gesprenkelt.     Madagaskar. 

Pararge- Gruppe. 

Von  den  Hauptrippen  der  Vflgl  sind  höchstens  zwei  an  der  Wurzel  aufgeblasen.  Die-  Augen  sind  haarig 
und  die  Rippen  10  und  11  der  Vflgl  entspringen  frei  aus  dem  Vrd  der  Mittelzelle.  Die  Gruppe  umfasst  vier 
äthiopische    Gattungen,    welche    nach    der    folgenden    Uebersicht    leicht    unterschieden   werden   können. 

A.  Die  hintere  Mittelrippe  tind  die  Rippe  12  der  Vflgl  an  der  Wurzel  deutlich  aufgeblasen. 

7.  Pararge. 

B.  Keine  der  Rippen  der  Vflgl  an  der  Wurzel  aufgeblasen;  die  Rippe  12  nur  etwas  verdickt. 

1.  Die  Hflgl  an  den  Rippen  2  imd  4  geschwänzt.     Fühlerkolbe  breit  und  scharf  abgesetzt. 

8.  Aphys&neura. 

"2.  Die  Hflgl  ohne  schwanzähnüche  Anhänge  vmd  mit  gleichförmig  abgertmdetem  Saume. 

a.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  aus  ein^ni  Punkte  oder  kurz  gestielt.  Die  Vflgl  oben 
ohne  Augenflecke 9.  Meneris. 

b.  Die  Rippe  3  der  Hflgl  vor  dem  Hinterwinkel  der  Mittelzelle  ausgehend.  Die  Vflgl 
vor  der  Spitze  mit  zwei  oft  zu  einem  doppelt  gekernten  Augenfleck  vereinigten 
Flecke  der  Felder  5  und  6 10.  Leptoneura. 


Ausgegehen  15.  VIII.  1911.    PARARGE;  APHYSONEURA;  MENERIS.     Von  Dr.  C.  AamviLLius.  105 

7.  Gnttung:  Pararge  Hhn. 

Die  Gattung  Pararge  gehört  eigentlich  der  palaearktischen  Region  an  und  dringt  nur  mit  einer 
einzigen  Art  in  die  östlichen  Teile  der  äthiopischen  Region  ein.  —  Hinsichtlich  der  Gattungskennzeichen 
und  der  Entwicklungsstadien  genügt  es,  darum  auf  das  im  Band  1,  Seite  133  Gesagte  zu  verweisen.  In  der 
Bearbeitung  der  indoaustralischen  Fauna  bezeichnet  Fruhstorfer,  einer  anderen  Nomanclatur  folgend,  die 
wenigen  ins  indische  Gebiet  vordringenden  Formen  mit  dem  Gattungsnamen  Saiijrus  Latr.  (Band  9,  p.  310). 

P.  maderakal  Guer.  ('28  f)  ist  der  europäischen  Arten  maera  und  hiera  ähnlich;  die  Flügel  oben  mudenikal. 
graubraun;  die  Vflgl  oben  in  Feld  5  mit  einem  grossen,  schwarzen,  weiss  gekernten  und  gelb  umzogenen 
Augenfleck  und  vor  diesem  eine  gelbe  Querlinie  zwischen  den  Rippen  3  und  7,  zwei  dunkle  Querlinien  in 
der  Mittelzelle  und  eine  andere  vor  dem  Saume;  die  Hflgl  oben  mit  drei  graugelb  geringelten  Augenflecken 
in  den  Feldern  2 — 4,  von  denen  der  in  Feld  3  der  grösste  ist.  Die  Vflgl  sind  unten  fast  wie  oben  ge- 
zeichnet, ausgenommen  dass  der  gelbe  Querstrich  vor  dem  Augenflecke  sich  hinten  zu  einer  mehr  oder 
weniger  deuthchen  graugelben  Querbinde  erweitert.  Die  Hflgl  sind  unten  schwarzgrau  mit  2 — 3  feinen, 
geschlängelten  schwarzen  Querlinien  im  Wurzelteil  und  sieben  Augenflecken,  von  denen  zwei  in  Feld  1  c 
und  je  einer  in  den  Feldern  2 — ^6  stehen;  die  Augenflecke  sind  schwarz,  weiss  gekernt,  und  haben  4  feine 
Ringe,  von  denen  der  erste  und  dritte  hell,  grau  oder  gelblich,  und  die  anderen  schwärzlich  sind;  vor  dem 
Saume  zwei  gewellte  dunkle  Linien.     Abyssinien  und  nördliches  Somaliland. 


8.  Gattung:    Apliysoiieura  Karsch. 

Vflgl  mit  massig  gebogenem  Vrd,  schwach  welligem,  ziemlich  geradem  Saume  und  geradem  Hrd. 
Die  Mittelzelle  erreicht  die  Mitte  des  Flügels.  Hflgl  mit  sehr  stark  welligem,  an  der  Rippe  2  stumpf  ge- 
lapptem, an  der  Rippe  4  in  eine  scharfe  Spitze  ausgezogenem  Saume.  Die  Postcostalrippe  ist  kurz  und 
nach  aussen  gebogen;  die  Rippen  3  und  4  aus  dem  Hintereck  der  Mittelzelle  oder  kurz  gestielt.  —  Diese 
abweichende  Gattung  ist  nur  durch  eine  einzige  Art  vertreten  und  für  Afrika  eigentümlich.  Die  Ent- 
wicklungsstadien sind  nicht  bekannt. 

A.  pigmentaria  Karsch  (28  e)  hat  eine  weissgelbe  Grundfarbe  beider  Flügel.  Die  Vflgl  haben  oben  pigmentaria, 
einen  schwarzen  Spitzenteil,  welcher  nach  innen  unregelmässig  begrenzt  ist,  sich  vom  Vrd  etwas  vor  der 
Mitte  bis  zum  Hinterwinkel  erstreckt  und  einen  grossen,  hellen  Fleck  am  Vrd  und  3 — 4  helle  Submarginal- 
flecke  der  Felder  3,  4,  6  und  7  einschliesst.  Die  Hflgl  mit  schwärzlicher  Saumbinde,  welche  an  der  Rippe  5 
nur  etwa  2  mm  breit  ist,  sich  aber  nach  vorn  und  hinten  erweitert,  so  dass  sie  am  Analwinkel  6  mm 
breit  ist.  Die  Vflgl  sind  unten  fast  wie  oben  gefärbt  und  gezeichnet,  haben  aber  zwei  schwarze  Querflecke 
im  Wurzelteil  der  Zelle  und  einen  deutlichen,  mit  einem  hellen  und  einem  dunklen  Ringe  umgebenen 
Augenfleck  in  Feld  5.  Der  Wurzelteil  der  Hflglunterseite  ist  mit  dunkelbraunen  Flecken  und  scharf 
gezackten  Querlinien  fast  völhg  bedeckt,  so  dass  die  weisse  Grundfarbe  nur  im  Wurzelteil  der  Felder  3 
und  4  frei  hervortritt;  die  Hflgl  haben  7  recht  grosse,  gelb  und  dunkel  geringelte  Augenflecke,  von  denen 
der  in  Feld  4  kleiner  als  die  übrigen  ist.     Nyassa-Land,  Deutsch  und  Britisch  Ostafrika. 

9.  Gattung:  Meneris  Westw. 

Die  Flügel  sind  gross  und  breit;  die  Vflgl  führen  oben  zwei  Querreihen  von  scharf  hervortretenden 
hellen  Flecken,  aber  keine  Augenflecke  oder  selten  einen  undeutlichen  Augenfleek  in  Feld  5;  die  Hflgl 
haben  dagegen  auf  beiden  Seiten  eine  Querreihe  grosser  Augenflecke.  Saum  der  Hflgl  wellig.  Die  Fühler 
mit  drehrunder,  nur  allmählig  verdickter  Kolbe.  —  Rp  dick,  spindelförmig  mit  zwei  kleinen  Spitzen  am 
Hinterende;  die  Haut  feinhaarig.  —  Pp  kräftig  gebaut,  mit  abgerundeten  Seiten;  die  Flügelscheiden  sind 
sehr  bauchig  hervorstehend  und  der  Rücken  ist  zwischen  Thorax  und  Hlb  tief  eingeschnürt ;  die  Analspitze 
ist  lang  und  schlank.  —  Die  Gattung  kommt  nur  in  Südafrika  vor  und  besteht  aus  drei  grossen  und  auf- 
fallend gefärbten  Arten. 

M.  tullbaghia  L.  (29  e)  ist  eine  der  grössten  und  schönsten  aller  bekannten  Satyriden  und  wurde  tuUbaghia. 
von  LiNNE  nach  Stücken,  welche  der  damahge  Gouverneur  des  Kaplandes  Txillbach  ihm  gesandt  hatte 
beschrieben.  Die  Flügel  sind  oben  sehr  dunkel  schocoladebraun;  die  Vflgl  haben  hinter  der  Mitte  zwei 
Querreihen  von  grossen  orangegelben  Flecken,  von  denen  die  innere  im  Felde  4  unterbrochen  ist,  und  die 
Hflgl  eine  ähnlich  gefärbte,  scharf  begrenzte  Querbinde  unmittelbar  hinter  der  Spitze  der  Zelle;  beim  $ 
hat  die  Mittelzelle  der  Vflgl  etwas  vor  ihrer  Spitze  einen  gelben  Querfleck;  hinter  der  Querbinde  haben 
die  Hflgl  4  oder  5  grosse,  schwarze,  weiss  gekernte  und  mehr  oder  weniger  blau  beschuppte  und  gelblich 
geringelte  Augenflecke  in  den  Feldern  1  c— 3  (4)  und  o.  Die  Unterseite  hat  eine  hellere,  graubraune  Grund- 
farbe und  die   Zeichnungen  der   Oberseite  sind   hier  hellgelb  oder  weissgelb  rmd   oft  schwarz   begrenzt;   die 

XIII  14 


106  LEPTONEURA.     Von  Br.  C.  Aurtvii.lius. 

Mittelzelle  der  Vflgl  auch  beim  ^  mit  hellem  Queifleck  vor  der  Spitze,  der  Wurzelteil  der  Hflgl  mit 
zackigen,  schwarzen  Querlinien;  die  Augcnflecke  der  Hflgl  sind  grösser  und  haben  einen  schwarzen,  einen 
gelben  und  wieder  einen  schwarzen  King;  die  drei  vorderen  in  den  Feldern  3,  5  und  6  sind  in  der  Jlitte 
mit  stark  glänzenden,  opaleszierenden  Schuppen  bedeckt.  —  Ep  hell  bläulichgrün  mit  schwarzer  Rücken- 
Hnie;  Kopf  kastanienbraun:  Atemlöcher  mit  schwarzen  Ringen.  —  Pp  halbdurchsichtig,  weisslich  mit  zahl- 
reichen kleinen  schwarzen  Zeichnungen.     Kommt  im  Ka]>lande,  Natal  und  Transvaal  vor. 

indosa.  M.   indosa    Trim.   (^ü  e)   ist   kleiner  als   tuUbcKjhiu,   (lü— Üö   mm,   und   hat    kürzere   Fühler.     Die   Vflgl 

sind  oben  schwarzbraun  im  Wurzelteil  gelblich  angeflogen;  die  Flecke  sind  rein  weiss,  kleiner  und  mehr 
unregelmässig  angeordnet,  die  innere  Reihe  hat  keine  Flecke  in  1  a  und  1  b;  die  Hflgl  oben  ockergelb  mit 
•t  mm  breiter,  schwarzbrauner  Saumbinde  und  4 — 5  schwarzen,  weiss  gekernten  Augenflecken  in  den 
Feldern  1  c— 3,  5  (und  ü)  dicht  am  inneren  Rand  der  Saumbinde.  Unterseite  der  Vflgl  schwarzbraun  an  der  Wurzel 
grau  mit  weissen  Flecken  wie  oben  und  ausserdem  einigen  Flecken  in  der  Mittelzelle  und  einem  Augenfleck 
in  Feld  5.  Hflgl  unten  violettbraun  mit  mehreren  schwarzen  Querlinien  im  Wurzelteil  und  .ö — 6  gelb 
umzogenen  Augenflecken.     Bisher  nur  in   Xatal  und  Transvaal  angetroffen. 

^phüus  ^'   ''«"'ä''<'P'i''"S    Trim.    (29  e)    ist    der   vorigen    Art   sehr   ähnlich,    hat   aber   hellere,    an    der    Wurzel 

deutlicli  gelbbraune  Vfigloberseite  mit  gelblichen,  nicht  rein  weissen  Flecken;  die  Hflgl  oben  gelbbraun 
mit  7 — 8  Augenflecken;  die  Saumbinde  nacli  innen  schwärzlich,  nach  aussen  graubraun;  die  Unterseite  fast 
ganz  wie  bei  indosa  gefärbt   und  gezeichnet.     Kapland  und  Kaffernland. 


10.  Gattung:  Jjex>to]ieui'a  Wallgr. 

Mittelgrosse,  Erebia-ähnliche  Satyriden  mit  2 — 3  oft  zusammengeflossenen  Augenflecken  vor  der 
Spitze  der  Vflgl  und  mehrere  Augenflecke  der  Hflgl.  Die  Rippen  7—9  der  Vflgl  mit  gemeinsamem  Stiel 
aus  der  Spitze,  10  und  11  frei  aus  dem  Vrd  der  Zelle;  die  Querrippen  beider  Flügel  fast  gerade;  die 
Präcostalrippe  der  Hflgl  fast  gerade  und  wurzelwärts  gerichtet;  die  Rippe  3  der  Hflgl  entspringt  vor  dem 
Hinteiwinkel  der  Zelle.  —  Rp  kurz  und  dick  mit  grossem  Kopfe  und  kurzen  Analspitzen;  die  Haut  mit 
sehr  kurzen  Börstchen  besetzt.  —  Pp  dick  und  zylindrisch  mit  stumpf  abgerundetem  Kopfende.  —  Die 
(Gattung  umfasst  8  beschriebene  Arten,  von  denen  7  nur  in  Südafrika  gefunden  sind;  die  achte  kommt 
auch  auf  Madagaskar  vor. 


'8" 


Uebersicht  der  Arten. 

A.  Fühlerkolbe    lang    gestreckt,    allmählig  verdickt,   drehrund  und  spindelförmig.     Die   Vflgl  hinter 
der  Mitte  mit  einer  wenigstens  am  Vrd  zusammenhängenden  hellen  Querbinde. 

a.  Die  Vflgl  oben  mit  5  fast  gleich  grossen  Augenflecken  in  den  Feldern  2 — 6  L.  jansei. 

h.  Die  Vflgl  oben  nur  mit  2  oder  3  Augenflecken,  welche  in  den  Feldern  (4),  5  und  6  liegen. 

*    Die  Augenflecke  der  Vflgl  liegen  unmittelbar  an  der  Aussenseite  der  hellen   Querbinde. 

1.  Die   Querbinde  von  weisslichen  Flecken  gebildet L.  boukeri. 

2.  Die   Querbinde  von  gelbroten  Flecken  gebildet L.  dingana. 

**  Die  Augenflecke  der  Vflgl  durch  einen  schmalen  Zwischenraum  von  der  hellen  Querbimle 
getrennt  und  auf  der  Aussenseite  durch  3 — 4  hellgelbe  Flecken  begleitet. 

1.  Die   Vflgl   mit   3   gut   entwickelten   Augenflecken,   welche   auf   der   Aussenseite   durch 
eine  breite  hellgelbe  Submarginalbinde  begrenzt  sind L.  oxylus. 

2.  Die  Vflgl  nur  mit  zwei  gut  entwickelten   Augenflecken,  welche  auf  der  Aussenseite 
nur  schmal  gelb  begrenzt  sind L.  chjius. 

B.  Fühlerkolbe  kurz  und  breit,  flachgedrückt  und  scharf  abgesetzt. 

a.  Fühlerkolbe  an  der  Spitze  quer  abgeschnitten.     Die  Vflgl  hinter  der  Mitte  des  Vrds  mit 
heller  Querbinde.     Rippen  der  Vflglunterseite  weiss.  —  Unterg.  Torijnesis  Btlr.    L.  mintha. 

b.  Fühlerkolbe    an    der    Spitze    abgerundet.     Vflgl    ohne    helle    Querbinde.  —  Untergattung: 
Tarsocera  Btlr. 

1.  Grösser,  42 — 46  mm,  und  etwas  heller  L.  cassus. 

2.  Kleiner,  etAva  35  mm,  und  dunkler L.  cassina. 

jansei.  L-  jansei   Sivierstra.     Flügel  oben   dunkelbraun,   am   Saume  heller,  grau;   beide   mit  je  5   schwarzen, 

weiss  gekernten  und  gelb  umzogenen  Augenflecken,  welche  auf  den  Vflgln  in  den  Feldern  2 — 6  stehen  und 
wurzelwärts  von  einer  Reihe  hellgelber  Flecke  begleitet  sind.     Die  Unterseite  im  Wurzelteil  mit  schwarzen 


I,EPTONEURA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  107 

Querlinien  und  auf  den   Hflgln  mit   zwei  Augenflecken  kurz   hinter  der   Glitte  des  Yrds  in  den  Feldern  6 
und  7,  sonst  fast  wie  oben  gezeichnet.     Transvaal. 

L.   bowkeri    Trim.     Flügel   oben   schwarzbraun;    die   Yflgl   mit   einer  stark   gebogenen,   submarginalen  boukeri. 
Reihe  von  6  weissen  {^)  oder  5  rötlichen  ($)  Flecken  in  den  Feldern  2 — 6  (und  9);  beim  <J  liegt  im  Felde  6 
ein  kleiner   Augenfleck   dicht   an   dem   Fleck    desselben  Feldes  und  beim    9   kommen  2 — 3   ähnliche   Augen- 
flecke vor.     Hflgl  oben  mit  5 — 6  rotgelb  geringelten   Augenflecken.     Die  Unterseite  fast  wie  die  obere  ge- 
zeichnet, aber  mit  dunklen  Querlinien  im  Wurzelteil.     Kapland,  Kaffernland,  Natal  und  Transvaal. 

L.  dingana  Trim.  Flügel  oben  schwarzbraun;  die  Vflgl  vor  der  Spitze  in  den  Feldern  (4),  5  und  6  dingana. 
mit  2^3  mit  einander  vereinigten,  schwarzen,  weiss  gekernten  Augenflecken,  welche  auf  beiden  Seiten  von 
gelbroten,  vereinigten  Flecken  begrenzt  sind;  hinter  den  Augenflecken  vereinigen  sich  die  beiden  Flecken- 
reihen mit  einem  kleinen,  gelbroten  Fleck  im  Felde  3  und  werden  noch  von  einem  freien  solchen  Fleck 
im  Felde  2  begleitet.  Hflgl  oben  mit  .5,  rotgelb  umzogenen  Augenfleekeii.  Die  Unterseite  hat  sehr  un- 
deutliche Zeichnungen ;  die  hellen  Flecke  der  Vflgl-Oberseite  sind  undeutlich  oder  fehlen  und  die  Augenflecke 
der  Hflgl  haben  keine  gelben  Einge.     Natal  und  Transvaal. 

L.  oxylus    Trim.  ist   der  folgenden  Art  sehr  ähnlich  aber  grösser  und  ausser  den  in  der  Uebersicht  oxyliis. 
angegebenen   Kennzeichen   durch   die  helleren   Ringe  der  Augenflecke  der  Hflgl  verschieden.     Kapland   und 
Kaffernland. 

L.  clytus  L.  (28  f).  Flügel  oben  dunkelbraun;  die  Vflgl  hinter  der  Mitte  mit  einer  gebogenen  hell-  clytus. 
gelben  Querbinde,  welche  am  Vrd  anfängt  und  oft  die  Rippe  1  erreicht;  hinten  ist  sie  mehr  oder  weniger  in 
Flecke  aufgelöst;  die  Felder  5  und  6  jedes  mit  einem  weiss  gekernten  Augenflecke,  welcher  auf  der  Innen- 
seite durch  die  Grundfarbe  von  dem  gelben  Fleck  desselben  Feldes  getrennt  ist,  nach  aussen  aber  unmittelbar 
an  drei  gelbe  Flecke  der  Felder  5 — 7  grenzen.  Hflgl  oben  mit  4 — .5  rotgelb  geringelten  Augenflecken. 
Unterseite  der  Vflgl  dunkelbraun;  die  helle  Querbinde  schmäler  als  oben,  nach  innen  schwärzlich  begrenzt 
und  hinter  der  Rippe  4  undeutlich  oder  fehlend.  Hflgl  unten  schwarzgrau  mit  schwarzen  Flecken  an  der 
Wurzel,  zwei,  sehr  tief  gezackten  Querlinien  über  der  Mitte  und  7  Augenflecken,  welche  mit  violettgrauen 
Schuppen  bedeckt  sind,  und  einen  gelben,  einen  schwärzlichen  und  einen  grauen  Ring  haben.  —  Die  Pp 
ist  braungrau  mit  kleinen  schwärzlichen  Punkten  und  Strichelchen  und  wurde  unter  einem  Stein  frei 
liegend  angetroffen.  —  Kommt  nur  im  Kaplande  vor,  ist  aber  dort  recht  häufig. 

L.  mintha  Geyer  ist  der  vorigen  Art   sehr  ähnlich,  unterscheidet  sich  aber  sofort  durch  die  flache,  miiitha. 
quer  abgestutzte   Fülilerkolbe,   die  weisslichen  Rippen   der  Hflgl  Unterseite,   die  unten   an   der   Wurzel  roten 
Vflgl  und  die  etwas  geringere  Grösse.     Kapland. 

L.  cassus  L.  ist  den  vorhergehenden  Arten  ziemlich  unähnlich.  Flügel  dunkel  schwarzbraun;  Vflgl  cassus. 
oben  von  der  Wurzel  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  dunkel  braunrot  schillernd  und  vor  der  Spitze  mit 
einem  grossen,  gerundeten  mit  zwei  weissen  Punkten  gezierten  Augenfleck;  Hflgl  oben  mit  3 — 5  dunkelrot 
umgebenen  Augenflecken;  die  Wurzelhälfte  der  Vflglunterseite  ist  dunkelrot  und  nach  aussen  durch  eine 
dunkle  Linie  begrenzt;  der  Augenfleck  tritt  fast  als  zwei  vereinigte  Flecke  auf.  Hflgl  unten  mit  zwei 
welligen  schwarzen  Querhnien,  welche  undeutlich  mit  gelblichen  Schuppen  gesäumt  sind  und  mit  sehr  un- 
deutlichen, fast  nur  durch  graugelbliche  Schuppen  angedeuteten  Augenflecken.  —  Die  Rp  lebt  auf  Gräsern 
und  ist  hell  gelblichbraun  mit  einer  feinen,  doppelten,  schwarzen  Rückenlinie  und  einer  breiten,  dunklen 
Seitenrückenlinie ;  der  Körper  überall  mit  kurzen  dunklen  Börstchen  bekleidet :  Kopf  gross,  dunkelbraun ; 
-Vnalspitzen  sehr  kurz.  —  Pp  hell  sandfarbig,  braun  gesprenkelt;  ruht  frei  auf  der  Erde.  Kapland  und 
Madagaskar.     Die  Art  liebt  felsige  Gegenden    und    fliegt  nahe  am  Boden. 

L.  cassina   Btlr.  (28  f)  weicht  nur  durch  geringere   Grösse,  dunklere   Grundfarbe  und  weisslich  (statt  cassina. 
gelblich)  begrenzte  Zeichnungen  der  Hflglunterseite  ab.     Kapland. 

Ypthima-Gruppe. 

Durch  einfache  Klauen,  nackte  Augen  und  höchstens  zwei  an  der  Wurzel  aufgeblasene  Rippen  der  Vflg 
unterscheiden  sich  die  folgenden  Gattungen  von  allen  früher  erwähnten.  Die  .\rten  sind  dünnflügelig  und  durch- 
schnittlich klein;  sie  haben  selten  eine  Flügelspannung  von  mehr  als  40  mm.  Durch  folgende  Uebersicht  können 
die  Gattungen  leicht  unterschieden  werden. 

Uebersicht  der  Gattungen. 

I.  Die  Rippen   10  und   11    der  Vflgl  frei  aus  dem   Vrd  der  Zelle.      Die  Vflgl  oben  mit  zwei  ein- 
fachen Augenflecken,  in  den  Feldern  3  imd  5 11.  Coenyra. 

II.  Die  Rippe   10  der  Vflgl  entspringt  weit  hinter  der   Spitze  der  Mittelzelle  aus   dem   Stiele  von 
7 — 9  und  die  Rippe  11  kommt  darum  allein  frei  aus  dem  Vrd  der  Zelle. 


108 


COENYRA;  PHY8CAENEÜRA.     Von  Dr.  C.  Armviu.iis. 

A.  Die   Vflgl  nur  mit   einfachen  Augenfleckcn.     Die  Fühler  an  der   Spitze  nicht  oder  kaum 
verdickt 12.  Physcaeneura. 

B.  Die  Vflgl  vor  der   Sj)itze  in  den  Feldern  4  und  5  mit  einem  grossen,  doppelt  gekernten 
Augenfleek,  selten  mit  noch  einem  Flecke  in  Feld  2. 

*  Nur  die  Rippe  12  der  Vflgl  an  der  Wurzel  aufgeblasen. 

a.  Die  Fühler  mit  deuthch  abgesetzter,  mehr  oder  weniger  flachgedrückter  Kolbe. 

13.  Pseudonympha. 

h.  Die  Fühler  mit  wenig  hervortretender,  drehrunder  Kolbe 14.  Neocoeiiyra. 

**  Sowohl  die  Rippe  12,  wie  auch  die  hintere  Mittelrippe  (Mediana)  der  Vflgl  an  der  Wurzel 
aufgeblasen;  die  letztere  jedoch  nur  schwach      15.     Yi)thima. 


11.  Gattung:  Coenyra  Heiv. 

Die  Arten  dieser  Gattung  sind  klein  und  zartflügelig  und  dadurch  leicht  kenntlich,    dass  die  beiden 
Augenflecke  der  Vflgl  in  den  Feldern  3  und   5  liegen.     Die  Flügel  sind  ganzrandig  und  breit    abgerundet. 

hebe.  C.  hebe     Trim.      l''lügel    braungrau;    die    Vflgl    auf    beiden    Seiten    mit    drei     breiten    rostfarbigen 

anrantiaca.  oder  orangegelben  (al).  aurantiaca  ab.  7iov.)  Querstreifen,  zwei  in  der  Zelle  und  der  dritte  hinter  der  Zelle, 
und  zwei  silbern  gekernten  und  graugelb  umzogenen  Augenflecken:  Hflgl  oben  mit  4 — 5,  silbern  gekernten 
Augenfk'cken,  von  denen  die  der  Felder  2  und  3  grösser  als  die  andern  sind.  Hflgl  unten  gelblich  grau 
mit,  3 — 4  orangegelben  Querstreifen  im  AVurzelteil  und  6  Augenflecken,  je  einen  in  den  Feldern  Ic  —  6; 
die  Augenflecke  sind  silbern  gekernt  und  haben  einen  gelblichen  und  einen  dunkelbraunen  Ring.  Beide 
Flügel  unten  vor  dem  Saume  mit  zwei  gleichförmigen  dunklen,  dicken  Linien.  Von  den  östlichen  Teilen  des 
Kaplandes  bis  Delagoa-Baj'.  —  Das  (^  ist  ihuch  einen  dunklen  ]\lehlfleck,  welcher  am  Hrd  der  Vflgloberseite 
vor  der  Mitte  liegt,  ausgezeichnet. 


nifiplaga. 


C.  rufiplaga  Trim.  ist  oben  viel  dunkler,  schwarzbraun  und  liat  auf  beiden  Seiten  der  Vflgl  einen 
sehr  grossen,  eiförmigen,  orangeroten  Fleck,  welcher  sich  von  der  Rippe  1  bis  zur  Rippe  6  erstreckt  und 
die  Augenflecke  einschliesst ;  die  rötlichen  Querstreifen  fehlen  oben,  sind  aber  unten  auf  beiden  Flügeln 
deutlich,   obgleich  schmäler  als   bei  hebe,   mit  welcher  Art  rufiplaga  sonst  nahe   übereinstimmt.     Transvaal. 


12.  Gattimg:  Physcaeneura  WaUgr. 

Sehr  zart  gebaute,  zartflügelige  Schmetterlinge,  welche  dadurch  ausgezeichnet  sind,  dass  die  Vflgl 
wenigstens  unten  nahe  am  Saume  mit  einer  Querreihe  von  4 — 5  gleich  grossen,  an  einander  stossenden, 
metallisch  gekernten  Augenflecken  geziert  sind.  Nur  die  Rippe  12  der  Vflgl  ist  an  der  Wurzel  aufgeblasen. 
Die  Fühler  sind  sehr  kurz  und  haben  eine  allmählig  verdickte,  drehrunde  Kolbe.  Beide  Flügel  unten 
wenigstens  an  den  Rändern  schwarz  gestrichelt. 

pandfi.  Ph.  panda  Bsd.  (28  f).     Fühler  sehr  kurz,  die   Spitze  der   Wurzellilase  der  Rippe   12  nur  wenig  über- 

ragend. Beide  Flügel  oben  dunkelbraun,  mit  einer  fast  geraden  Reihe  von  gleich  grossen,  rotgelben,  schwarz 
gekernten  Augenflecken,  welche  auf  den  Vflgln  in  den  Feldern  2 — 6  und  auf  den  Hflgln  in  Ic  —  4  oder  5 
liegen.  Unterseite  beider  Flügel  gelblich  weiss  mit  zahlreichen,  scharf  begrenzten  schwarzen  Querstricheln  und  zwei 
braunen  Linien  vor  dem  Saume;  gegen  diesen  Grund  treten  die  rotgelben,  metallglänzend  gekernten  Augen- 
flecke scharf  hervor;  beim  ^J  ist  der  Hrd  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  einfarbig  schwarz.  Beim  $  sind  die 
Flügel  oben  heller  und  die  schwarzen  Strichelchen  der  L^nterseite  scheinen  darum  schwach  durch.  Damara- 
land  bis  Transvaal,  Natal  und  Delagoa-Bay. 

pione.  P'i-  pione  Goäm.  (28  f).     Die  Fühler  mittelmässig,  die  gelbUche  Wurzelblase  der  Rippe  12  weit  über- 

ragend; ihre  Kolbe  sehr  lang,  gar  nicht  verdickt.  Die  Flügel  weiss  oder  weisslich;  oben  ist  der  Vrd  der 
Vflgl  schmal,  der  Saum  beider  Flügel  und  der  Hrd  der  Vflgl  breit  schwarzbraun;  in  der  dunklen  Saum- 
binde treten  auf  den  Vflgln  3—5  und  auf  den  Hflgln  3 — 6  rotgelbe,  schwarz  gekernte  Augenflecke  auf; 
diese  Augenflecke  sind  jedoch  beim  ^  oft  sehr  undeutlich  oder  sie  fehlen  ganz.  Auf  der  Unterseite  sind 
die  lebhaft  gelben  Augenflecke  metallglänzend  gekerni  und  beim  9  die  ganze  Flügelfläche  vor  den  Augen- 
flecken schwarz  gestrichelt ;  beim  ^  sind  nur  der  Vrd  und  der  Hrd  (Ird)  beider  Flügel  schwarz  gestrichelt 
Inddn.  und  die  Mitte  ist  einfarbig  weiss.  Manica-Land  bis  Deutsch  Ostafrika.  —  ab.  lucida  BtJr.  hat  einen  kürzeren 
schwarzen  Hrdstreifen  der  Vflgloberseite,  so  dass  die  weisse  Grundfarbe  vor  dem  Hinterwinkel  den  Hrd 
erreicht.     Nyassaland. 


PSEUDONYMPHA.     Von  Dr.  C.  Aubivillius.  109 

Ph.  leda  Gerst.   (28  f)   weicht  von  der  vorigen  Art  dadurch  ab,   dass  der  Hrd  der   N'flgl  und  der   Vrd  Jrda. 
der  Hflgl  oben  und  unten  einfarbig  weiss  sind.     Die  Augenflecke  fehlen  oben  und  sind  unten  schwarz,  mit 
langgestreckten   silbernen    Kernen    und   einem    gelben   und    einem    braunen,    wurzelwärts   gewöhnlich    offenen 
Ringe.     Deutsch  und  Britisch  Ostafrika, 

13.   Gattung:   P8eilc1oiiyilll>lia    Wallgr. 

Die  Vflgl  bei  allen  Arten  vor  der  Spitze  mit  einem  grossen,  gerundeten,  schwarzen  Augenfleck, 
welcher  von  einem  hellen  Ringe  umgeben  ist  und  zwei  in  den  Feldern  4  und  5  gestellte,  weisse  oder  blaue 
Pupillen  hat.  Flügel  oben  dunkelbraun;  die  Vflgl  stets  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  rotgelb 
oder  rotbraun  gefärbt;  auch  die  Hflgl  bisweilen  oben  mit  rotgelbem  Fleck  und  mit  oder  ohne  Augenflecke. 
—  Die  Arten  sind  einander  ähnlich,  können  aber  im  allgemeinen  durch  scharfe  Kennzeichen  unterschieden 
werden.     Um  die  Bestimmung  derselben  zu  erleichtern,  teile  ich  sie  in  drei  Gruppen  ein. 

Erste  Gruppe. 

Die  Unterseite  der  Hflgl  gewölkt,  dunkel  gestrichelt  oder  gesprenkelt;  ihre  Rippen  dunkel  gefärbt. 

Ps.   cassius   God.    (28  g).     Die    Hflgl   oben   einfarbig   ohne    Rot,    aber   mit   zwei   graugelb   geringelten  cassius. 
Augenflecken  in   den   Feldern  2  und   3;   Augenfleck   der   Vflgl   mit  graugelbem   Ring;   die   Vflgl  auf  beiden 
Seiten  in   der  Mittelzelle  und  im  Wurzelteil  der  Felder  2  und  3  rot  gefärbt.     Kapland   bis   Transvaal.  — 
ab.  triocellata  Bartel  hat  drei  Augenflecke  auf  der  Hflgl-Oberseite.     Natal.  trioccllata. 

Ps.  magus  F.  {=  sabacus  Trim.)  (29  c).  Die  Vflgl  oben  mit  zwei  gewöhnlich  getrennten,  bisweilen  viagus. 
aber  auch  vereinigten  roten  Felder,  einem  in  der  Mittelzelle  und  einem  innerhalb  und  hinter  dem  graugelb 
geringelten  Augenfleck ;  Hflgl  oben  mit  einem  kleinen  rötlichen  Fleck,  welcher  die  Augenflecke  der  Felder  2 
und  3  umgibt.  Hflgl  unten  weissgrau,  schwarzbraun  gefleckt  und  gestrichelt;  die  Augenflecke  dunkel  und 
undeutlich;  Vflgl  unten  in  der  Mitte  ausgedehnt  rot,  am  Vrd  und  an  der  Spitze  etwas  grau  gefleckt. 
Kapland  und  Transvaal. 

Ps.  vigilans  Trim.  (28  g)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab,  dass  die  Vflgl  vigilans. 
oben  nur  einen  grossen  roten  Fleck  haben,  welcher  den  lebhaft  gelb  geringelten  Augenfleck  nach  innen  und 
hinten  begrenzt  und  nach  hinten  schmäler  werdend  die  Rippe  2  en-eicht,  die  Spitze  der  Mittelzelle  aber 
nicht  oder  nur  wenig  bedeckt.  Hflgl  oben  mit  einem  kleinen  roten  Fleck  in  den  Feldern  2  und  3,  aber 
ohne  Augenflecke,  oder  nur  mit  einem  kleinen  solchen  Fleck  im  Felde  2.  Vflgl  unten  in  der  Mitte  aus- 
gedehnt rot,  am  Vrd,  an  der  Spitze  und  am  Saume  bis  zur  Rippe  3  grau  gesprenkelt.  Die  Hflgl  unten 
grau  und  überall  fast  gleichförmig  schwarzbraun  gestrichelt  ohne  Querhnien;  nur  die  Augenflecke  der 
Felder  2  und  6  sind  gewöhnlich  deutlich. 

Ps.  hippia  Cr.  (28  g).  Die  Vflgl  oben  in  der  Mitte  mit  einem  dunkelroten  {^)  oder  roten  Fleck,  hippia. 
welcher  wenigstens  die  äussere  Hälfte  der  Zelle  und  die  Wurzel  der  Felder  2 — 5  bedeckt,  sich  aber  bei 
weitem  nicht  so  weit  saumwärts  wie  der  Augenfleck  erstreckt;  Augenfleck  gross,  graugelb  geringelt  und  mit 
bläulichen  Pupillen.  Die  Hflgl  oben  mit  einem  grossen,  roten  Fleck,  welcher  sich  in  die  Mittelzelle  hinein 
erstreckt  oder  wenigstens  die  Spitze  der  Zelle  erreicht;  Augenflecke  fehlen.  Hflgl  unten  weissgrau,  fein 
und  wenig  dunkel  gesprenkelt  und  mit  zwei  deutlichen,  welligen,  dunklen  Querhnien  oder  beim  $  dunkler 
gefärbt  und  dichter  gestrichelt  und  ohne  deutliche   Querlinien.     Umgegend  von  Kapstadt. 

Ps.   hyperbius   L.   (28  g)    weicht   durch   die   schwarzbraune   fein   gewässerte   und   nur   wenig  grau   ge-  hyperbius. 
sprenkelte    Unterseite   der   Hflgl   von   den   vorhergehenden   Arten   ab.     Vflgl   oben  in   der   Mitte   ausgedehnt 
rotbraun   gefärbt;    die  rote  Farbe  umgibt  den  Augenfleck  und  erstreckt  sich  näher  nach  dem  Saum  als  dieser. 
Hflgl  nur  mit  einem  kleinen  undeutlich  begrenzten  rötlichen  Fleck  in  Feld  (2)  3   (und  4)   und  gewöhnlich 
ohne  Augenflecke.     Im  westlichen  Teile  des  Kaplandes.    —    mabillei   Auriv.  hat  einen  viel  kleineren,  läng-  mabillei. 
liehen  Augenfleck  der  Vflgl  und  soll  aus  Madagaskar  stammen. 

Ps.  irrorata    Trim.   hat   wie  hyperbius  eine  schwarzbraune   Unterseite   der  Hflgl;   dieselbe  ist  jedoch  irroratn. 
nicht  grau,  sondern  gelblich  gesprenkelt.     Oben  sind  die  Hflgl  einfarbig  dunkelbraun  ohne  roten  Fleck  und 
ohne  Augenflecke.     Das  lebhaft  rote  Feld  der  Vflgl  bedeckt  fast  die  ganze  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der 
Felder  2 — 5,  erreicht  aber  nicht  die  Aussenseite  des  Augenfleckes.     Kapland. 

Zweite  Gruppe. 

Die  Unterseite  der  Hflgl  wie  in  der  ersten  Gruppe  nebelig,  aber  mit  weissen  scharf  hervortretenden 
Rippen.  Die  Hflgl  oben  in  den  Feldern  2 — 4  mit  3  kleinen  Augenflecken,  welche  mehr  oder  weniger  breit 
rotbraun  umgeben  sind,  unten  mit  deutlichen,  fein  gelblich  und  breit  dunkelgrau  geringelten  Augenflecken  in 
den  Feldern  2—6. 


110  NEOCOENYEA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

j)aelula.  Ps.  paetula    Trim.     Die   rote   Farbe   der   Vflgloberseite   bildet   ein   einziges   grosses   Feld,   welches   die 

Mittelzelle  und  den  grösseren  Teil  der  Felder  2 — 5  bedeckt  und  sich  ebenso  nahe  am  Saume  wie  der 
Augenfleck  erstreckt.    Die  Mittelzelle  der  Hflglunterseite  ohne  weisse  Längslinien.    Natal  und  Transvaal. 

trimeni.  Ps.    trimeni    Btl.     weicht    von    paetula    nur    dadurcli     ab,    dass    die    rote   Farbe   der   Vflgloberseite 

zwei  weit  getrennte  Flecke  bildet,  den  einen  in  der  Mittelzelle  und  den  anderen  in  den  Feldern  3 — 5  an 
der  Innenseite  des  Augenfleckes.  Die  Falten  in  der  Mittelzelle  der  Hflglunterseite  treten  scharf  weiss  hervor. 
Der  rote  Fleck  der  Hflgloberseito  tritt  nur  als  Eing  der  Augenflecke  auf.    Kapland. 

Dritte  Gruppe. 

Die    Hflglunterseite  hat  eine  eintönige,  wediT   ncbi'lige    noch  gestrichelte  Grundfarbe   und    dunkle  Rippen. 

narycia.  Ps.  narycia  WaUfir.    (28  g)    weicht    von    den    folgenden    Arten    durch    die    ol)en    einfarbigen    Hflgl    ab. 

Der  Augenfleck  der  \  flgl  hellgelb  und  dunkelbraun  umzogen :  an  den  Seiten  des  Augenfleckes  schliesst  sich 
ein  sehr  breites,  orangegeli)es  Feld  an,  welches  die  äusserste  Spitze  der  Zelle  und  die  Felder  2 — 5  bedeckt 
und  saumwärts  von  einer  dunklen  Linie  begrenzt  wird,  welche  sich  auch  jenseits  des  Augenfleckes  bis  zum 
Vrd  fortsetzt.  Vflgl  unten  fast  ganz  wie  oben  gezeichnet.  Hflgl  unten  eintönig  dunkel  braun  mit  schwachem 
Seidenglanze,  in  der  Mitte  mit  einer  sehr  undeutlichen  oder  fehlenden  Querlinie  und  jenseits  der  Augen- 
flecke mit  einer  etwas  deutlicheren,  dem  Saume  gleichlaufenden,  rötlichbraunen  Bogenlinie:  fünf  scharf 
hervortretende,  weiss  gekernte,  gelb  und  fein  braun  umzogene  Augenflecke  in  den  Feldern  1  c — 4  und  6; 
dieser  ein  wenig  grösser  als  die  anderen;  die  Augenflecke  der  Felder  6,  4  und  3  liegen  in  einer  geraden 
Linie,  welche  mit  den  übrigen  einen  rechten  Winkel  bildet;  Vrd  an  der  Wurzel  schwach  rötlich.  Fühler- 
kolbe  flach  und  stumpf  abgerundet.  Kapland  bis  Transvaal. 
ncila.  Ps.  neita  Wallyr.  ist  etwas  grösser  als  narycia  und  hat  eine  schmälere   und  längere  Fühlerkolbe.    Die 

Vflgl  sind  ähnlich  gezeichnet;  das  rotgelbe  Feld  ist  jedoch  etwas  kleiner.  Hflgl  oben  mit  zwei  rotgeringelten 
Augenflecken  in  den  Feldern  2  und  3  und  unten  mit  4  ähnlichen  Flecken  in  den  Feldern  1  c — 3  und  6; 
Vrd  unten  an  der  Wurzel  schmal  rötlich;  die  Grundfarl)e  beider  Flügel  dunkler  als  bei  narycia.  Kaffern- 
land,   Natal   und   Transvaal. 

(hirbani.  Ps.    durbani    Trim.    weicht    von    neiia     nur    dadurch    ab,    dass     der    rotgelbe   Fleck   der   Vflgl  noch 

kleiner  ist,  dass  die  Vflgl  oben  an  der  Medianrippe  rötUch  gestreift  sind,  dass  die  Hflgl  unten  drei  dunkle 
Queriinien   haben,   dass   die    (irundfarbe   dort   zwischen   der   zweiten   und   dritten   Linie   heller   ist,   eine   deut- 
liche helle   Querbinde  bildend    und    dass  der  Vrd  des  Hflgl  nicht  an  der  Wurzel  rötlich  ist.    Kapland. 
schjtltzei.  Ps.  schultzei  Griinh.   Flügel  oben  schwarzbraun;  der  rostbraune  Fleck  der  Vflgl  ist  sehr  gross,  dunkel 

unnandet,  eifihiuig,  erreicht  nach  hinten  die  Eippe  1  und  schliesst  vorne  den  gelbgeringelten  Augenfleck 
völlig  ein.  Die  Hflgl  oben  jenseits  der  Zelle  mit  einem  grösseren  oder  kleineren  rotgelben  Fleck  oder 
Querbinde,  worin  die  kleinen,  aber  scharf  hervortretenden,  gelbgeringelten  Augenflecke  liegen;  die  Unter- 
seite der  Hflgl  fast  wie  oben  aber  mit  drei  dunklen  Querlinien,  einer  vor  der  ]\litte,  einer  kurz  vor  den 
Augenflecken  und  einer  jenseits  derselben.  Damara-  und  Betschuana-Land.  —  Diese  mir  unbekannte  Art 
scheint  nach  der  Beschreibung  und  Abbildung  mit  Neocoenyra  natalii  Bsd.  identisch  zu  sein. 

14.  Gattung:  Neocoenyra  Bth. 

Diese  Gattung  steht  der  (iattung  I'.wialonumpliu  äusserst  nahe  und  weicht  nur  dadurcli  ab,  dass  die 
Fühlerkolbe  drehrund  und  nur  allmählig  verdickt,  nicht  aber  flachgedrückt  ist.  Die  letzten  Arten  von 
Pseudonympha  bilden  jedoch  in  dieser  Hinsicht  einen  Uebergang  zu  Neocoenyra. 

In  der  Zeichnung  tritt  eine  andere  Eigentümlichkeit,  welche  auch  bei  vielen  \' ]iihima-\xU-\\  %  or- 
kommt,  bei  Pseudonympha  aber  nicht  zu  sehen  oder  nur  sehr  undeutlich  ist,  auf. 

Sie  besteht  darin,  dass  auf  den  Vflgln  der  Augenfleck  in  einem  grossen,  eiförmigen,  durch  eine 
deutliche  dunlde  Linie  begrenzten  Felde  liegt;  dieses  Feld  endet  gewöhnlich  hinten  spitz  an  der  Eippe  1 
oder  am  Hrde  und  ist  vorne  breit  abgerundet  oder  bisweilen  offen.  Auf  den  Hflgln  sind  die  Augenflecke 
auch  besonders  unten  sowohl  nach  innen  wie  nach  aussen  von  einer  dunklen  Bogenlinie  begrenzt,  wodurch 
ein  geschlossenes  Augenfleckenfeld    entsteht.    Die  Hflgl  oben  wenigstens  mit  zwei  deutlichen  Augenflecken. 

Durch  die  folgende  Uebersicht  dürfte  die  Bestimmung  der  zahlreichen  Arten  erleichtert  werden  können. 

Uebersicht  der  Arten. 

I.  Die  Unterseite  der  Hflgl  eintönig  grau,  dunkelgrau  oder  dunkelbraun,  nicht  nebelig. 

A.  Die  weissen  Kerne  des   grossen  Augenfleckes   der  Vflgl   stehen   mehr   oder   weniger   schief;  so   dass 

eine  durch  sie  gezogene  Linie  den  Hinterwinkel  oder  den  Saum  durchschneiden  würde, 
a.  Die    Grundfarbe    beider    Flügel    dunkelgrau,    ganz    ohne    rote,    rotgelbe    oder    weisse    Zeichnungen. 
Die  Augenflecke  mit  graugelben  Eingen. 

*  Unterseite   der    Hflgl    hellgrau;     die     äussere    Grenzlinie    des    Augenfleckenfeldes    bildet   in    den 
Feldern  4  und  5  je  eine  tief  eindringende  schmale  Schlinge      N.  bera. 


NEOCOENYRA.    Von  Dr.  C.  Aueivillius.  111 

**  Unterseite    der    Hflgl    diinkelgrau ;    die    äussere   Grenzlinie  des  Augenfleckenfeldes  schwach  wellig 

ohne  Schlingen , N.  ijptJiimoides. 

b.  Die  Vflgl  mit  gelbem,  rotgelliem  oder  weissem  Felde  oder  wenigstens  die  Angenflecke  mit  solchen, 

lebhaft  gefärbten  Eingen. 
*  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  bildet  die  äussere   Grenzlinie  des  Augenfleckenfeldes  in  den  Feldern 

4  und  5  oder  wenigstens  im  Felde  4  eine  tief  eindringende  schmale  Schlinge. 

1.  Das  rote   Feld   der   Yflgloberseite  ist   sehr  gross,   umgibt   auf   allen   Seiten   den   Augenfleck, 
erreicht  die  Spitze  der  Mittelzelle  und  nach  hinten  die  Mitte  des  Feldes  Ib.    .    .    .   N.  uatalii. 

2.  Das    Augenfleckenfeld    der    Yflgloberseite    ist    entweder    gar    nicht    rot    oder    nur    in    seinem 
hinteren  Teile  rot:  die  rote  Faibe  erreicht  weder  die  Mittelzelle  noch  die  Mitte  des  Feldes  1  b. 

N.  exte7is(i. 

**  Die   äussere    Grenzlinie   des   Augenfleckenfeldes   der   Hflglunterseite   bildet   keine  tief  eindringende 
Schlingen. 

§.  Die  Vflgl  oben  ohne  gelbem  oder  weissem  Felde  oder  mit  einem  solchen,  welches  nach  hinten  die 
Rippe  2  nicht  überschreitet  und  nach  innen  die  Mittelzelle  nicht  erreicht. 

o.  Die  äussere  Grenzlinie  des  Augenfleckenfeldes  der  Yflgloberseite  verläuft  dem  Saume 
parallel  und  erreicht  den  Hrd,  vereinigt  sich  aber  nicht  mit  der  sehr  undeutlichen  inneren 
Grenzlinie  des  Augenfleckenfeldes;  dieses  bleibt  darum  hinten  offen. 

1.  Die   Augenflecke   mit  rotgelben  Eingen.     Der   Eing   des   Augenfleckes   der   Vflgl   massig 
dick  und  nach  aussen  dunkel  begrenzt      N.  gregorii. 

2.  Die    Augenflecke  mit   weissgelben    Ringen.     Der   Eing   des    Augenfleckes   der   Vflgl   sehr 
dick  und  nicht  dunkel  umzogen      N.   coolisoni. 

00.  Die  äussere  Grenzlinie  des  Augenfleckenfeldes  der  Vflgloberseite  biegt  sich  an  oder  vor 
der  Eippe  2  nach  innen  um  uird  vereinigt  sich  mit  der  inneren  Grenzlinie:  das  Augen- 
fleckenfeld also  nach  hinten  verengt  und  geschlossen. 

1.  Kleinere  Arten,  33 — 37  mm. 

a.  Die  Flgl  unten  ohne  roten  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  ohne  rote  Querlinien   .     N.  duplex. 

b.  Die   Flügel   unten   mit   einem   roten   Fleck  in   der  Zelle   und   mit  roten    Querstrichen 
oder   Querlinien       N.  nifolineata. 

2.  Grössere  Arten,  39 — 44  nun. 

a.  Das    Augenfleckenfeld    der    Vflgloberseite   ist    klein,  fast    kreisrund    und    erreicht    nur 
die  Rippe  3      N.  oictoriae. 

b.  Das    Augenfleckenfeld    der    Vflgloberseite    ist    gross,    langgestreckt    und    erreicht    die 
Rippe  2  oder  wenigstens  die  Mitte  des  Feldes  2 A''.  extensa. 

§§.  Die  Vflgl  oben  mit  einem  grossen  ockergelben  oder  weissen  Felde,  welches  die  Innenseite 
des  Augenfleckes  umgibt,  nach  innen  die  Mittelzelle  und  nach  hinten  die  Rippe  1  oder 
wenigstens  die  Mitte  des  Feldes  1  b  erreicht. 

1.  Der  Fleck  der  Vflgl  ockergelb N.  jordani. 

2.  Der  Fleck  der  Vflgl  weiss         N.  füllehonii. 

B.  Die  weissen  Kerne  des  grossem  Augenfleckes   der  Vflgl   stehen   senkrecht   hinter   einander,   so   dass 

eine  durch  sie  gezogene  Linie  den  Hrd  durchschneiden  würde A^.  paraUelofwpillata. 

II.  Die  Unterseite  der  Hflgl  nebelig,  grau  und  braun  gesprenkelt  oder  gestrichelt    .    .    .     N.  hechmanni. 

N.  natalii  Bsd.    Beide   Flügel  hell  graubraun  und  hinter  der  Mitte  mit  einem  grossen,  orangegelben  natalii. 
Felde,   welches   die   Augenflecke   völhg  einschliesst.     Vflgl  unten  fast  wie   oben;   Hflgl  unten  mit   4  Augen- 
flecken in   den   Feldern   1  c,   2,   3,   4   und   G;    die   äussere    Grenzlinie   des   Augenfleckenfeldes   bildet   in   den 
Feldern  4  und  5  je  eine  schmale,  tief  eindringende   SchUnge.    Damara-Land;   Transvaal,   Zulu-Land,  Mata- 
bele-Land. 

N.  bera  Hew.  (28g,  29  a).  Flügel  oben  graubraun;  die  Vflgl  mit  grossem,  bläulich  gekerntem  graugelb  bera. 
und  schwarzbraun  umzogenem  Augenfleck,  welcher  in  einem  hellgrauen,  schwärzlich  umzogenen  Felde  liegt; 
die  Hflgl  oben  mit  zwei  gelbhch  und  dunkelbraun  geringelten  Augenflecken  in  den  Feldern  2  und  3.  Die 
Vflgl  unten  fast  wie  oben  aber  mit  dunklerem  und  nach  hinten  länger  ausgezogenem  Augenfleckenfelde. 
Hflgl  unten  hellgrau  mit  einer  undeutlichen  schwarzen  Querlinie  in  der  Mitte  und  scharf  hervortretenden 
Grenzlinien  des  Augenfleckenfeldes,  die  äussere  Grenzlinie  bildet  in  den  Feldern  4  und  5  je  eine  tief  ein- 
dringende Schlinge.  Die  Augenflecke  silbern  gekernt,  scharf  graugelb  und  schwarz  geringelt;  die  Hflgln 
gewöhnlich  mit  5  Augenflecken  je  einem  in  den  Feldern  1  c— 4  und  6;  die  der  Felder  3  und  6  ein  wenig 
grösser  als  die  anderen.    Nyassa-Land  und  Deutsch-Ostafrika. 


112 


NEOCOENYRA.     Von  Dr.  C.  AuRimuus. 


ypthi-  N.  ypthimoides  Bth.    Der  vorigen   Art  älmlich,   oben   graubraun,   die   Äugenfleckenfelder  heller  grau, 

moides.  dasselbe  der  Hflgl  nach  hinten  offen,  den  Hrd  erreichend.    Die  Unterseite  beider  Flügel  bis  zu  den  Augen- 

fleckenfelder  schwarzgrau;   die   Hflgl   unten   mit   zwei   Augenflecken   in    1  c   und  je   einem   in   2,    3   und    6, 

bisweilen    auch   in    4    und    5;    die    Augenflecke    mit   einem   graugelben   und    einem    dunklen    Ringe;    äussere 

C4renzlinie  des  Augenfleckenfeldes  schwach  wellig  ohne  Schhngen.    Nyassa-Land  und  Deutsch-Ostafrika. 

(jregorii.  N.  gregorii  BUr.    Flügel  oben  schwarzbraun,   am    Saume   erhellt,   grau  schillernd;   äussere    Grenzlinie 

des  Augenfleckenfeldes  auf  beiden  Flügeln  dick  und  sehr  deutlich,  dem  Saume  gleichlaufend  und  auf  den 
Hflgln  den  Hrd  erreichend;  innere  Grenzhnie  dagegen  sehr  undeutlich  oder  ganz  fehlend;  die  Augenflecke 
mit  einem  rotgelben  und  einem  dunklen  Einge.  Auf  der  Unters^eite  ist  die  innere  Grenzlinie  etwas  deut- 
licher; das  Augenfleckenfeld  der  Vflgl  aber  nacli  liiiiten  bieit  (iffen,  dasselbe  der  Hflgl  ist  etwas  grau 
gesiirenkelt.    Deutsch  und   I'ritisch  Ostafrika. 

cooksoni.  N.  COOksoni  Ham.-Druce    weicht    von    gregorii   fast    nur    dadurch    ab,    dass    der    Aiigenfleck    der    Vflgl 

durch  einen  sehr  dicken  weissgelben  oder  fast  weisshchen  Ring  umgeben  ist;  die  Augenflecke  der  Hflgl  mit 
hellgelben  Ringen,  die  Felder  4  und  5  gewöhnlich  ohne  Augenflecke.    Katanga- Gebiet. 

duplex.  N.  duplex  ß//r.   (29  a).    Flügel  oben  schwarzbraun,  am  Saume  wenig  heller:  das  Augenfleckenfeld  der 

Vflgl  ist  völlig  geschlossen,  endet  hinten  an  der  Rippe  2  und  ist  ganz  oder  zum  grössten  Teil  rotgelb 
ausgefüllt;  der  Augenfleck  hat  einen  lebhaft  gelben  und  einen  braunroten  Ring;  beim  $  kommen  oft  Augen- 
flecke auch  in  den  Feldern  2  und  3  der  Vflgl  vor;  die  Hflgl  oben  mit  rotgeringelten  Augenflecken  in  2 
und  3.  Vflgl  unten  wie  oben  gefärbt  und  gezeichnet;  Hflgl  unten  mit  zwei  Augenflecken  im  Felde  1  c 
und  je  einem  in  2,  3  und  6  und  einfarbigem  dunkelbraunem  Wurzelteil.  Deutsch  Ostafrika,  Britisch  Ost- 
afrika und  Somah-Land. 

ntfilineata.  N.  rufilineata  Btlr.   ist    mit   duplex   verwandt,    weicht    aber   dadurch   ab,    dass   die   Hflgl   oben   einen 

Augenfleck  im  Felde  (!  haben,  dass  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ein  Querstrich  und  ein  Fleck  in  der  Mittel- 
zelle, die  Grenzhnie  des  Augenfleckenfeldes  und  die  Submarginalhnie  rotbraun  sind  und  dass  auf  der 
Unterseite  der  Hflgl  die  Wurzel,  zwei  Querhnien  in  der  Mitte,  die  Grenzlinie  des  Augenfleckenfeldes  und 
die  Submarginalhnie  rotbraun  sind.    Somaliland. 

heckmanni.  N.  heckmanni  Thurau  (29  a).    Flügel  oben  dunkelbraun,  der  Augenfleck  der  Vflgl  mit  einem  orange- 

gelben und  einem  rötlichen  Ringe  aber  ohne  deutliche  Grenzlinien  des  Augenfleckenfeldes;  die  Hflgl  oben 
mit  zwei  rotgelb  geringelten  .\ugenflecken  in  den  Feldern  2  und  3;  die  Unterseite  der  Hflgl  und  der 
Vflgl  am  Saume  nebelig;  Augenfleckenfeld  der  Vflgl  durch  eine  rotbraune  Linie  undeutlich  begrenzt,  nahe 
an  der  Rippe  2  endend,  dasselbe  der  Hflgl  wie  auch  das  Wurzelfeld  derselben  grau  gesprenkelt,  seine 
äussere  Grenzlinie  stark  wellig  oder  winkelig,  aber  undeutlich;  die  Augenflecke  klein,  punktförmig  oder 
wentzelae.  fehlend.  Deutsch  Ostafrika.  —  ab.  wentzelae  Thunm  weicht  nur  durch  4  Augenflecke  der  Hflgloberseite  ab. 
Deutsch  Ostafrika. 

extensa.  N.  extensa  Btlr.    (29  a)    ist   grösser   als    die    bisher    beschriebenen    Arten.     Beide    Flügel   mit    dunkel- 

brauner Grundfarbe:  der  Augenfleck  der  Vflgl  ist  gross  rotgelb  und  schwarz  geringelt;  das  Augenfleckenfeld 
ist  nach  hinten  völlig  geschlossen,  erreicht  die  Rippe  2  oder  wenigstens  die  Mitte  des  Feldes  2  und  ist 
kaum  heller  als  die  Grundfarbe.  Hflgl  oben  mit  zwei  rotgelb  und  dunkel  geringelten  Augenflecken  in  den 
Feldern  2  und  3.  Vflgl  unten  ganz  wie  oben  gefärbt  und  gezeichnet.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Hrdes 
rotbraun  und  mit  einem  solchen  Fleck  in  1  a  und  1  b;  vier  fast  gleichgrosse,  weiss  gekernte  rot-  und 
schwarzgeringelte  Augenflecke  in  den  Feldern  1  c — 3  und  6;  die  Grenzlinie  des  Augenfleckenfeldes  ist  dunkel 
und  deutlich,  die  äussere  entweder  ganz  eben  oder  mit  1 — 2  tief  eindringenden  Schlingen  in  den  Feldern 
4  und  5.  Bei  dieser  Art  ist  also  dieses  Merkmal  als  Artkennzeichen  ohne  Bedeutung.  Mashuna-Land.  — 
major,  al).  major  Trim.  weicht  nur  dadurch  ab,  dass  das  Augenfleckenfeld  der  Vflgl  mehr  oder  weniger  vollständig 
rotgflb  überzogen  ist.    Transvaal,  Matabele-Land,  Deutsch   Südwest-Afrika,  Mashuna-Land. 


rictoriae. 


jordani. 


N.  victoriae  Atiric.  ist  vielleicht  eine  Form  von  extensa  und  weicht  nur  dadurch  ab,  dass  das 
Augenfleckenfeld  der  Vflgl  kleiner,  mehr  gerundet  und  viel  heller  als  die  Grundfarbe  des  Wurzelteils  ist. 
Deutsch  Ostafrika  und  Nyassa-Land. 

N.  jordani  Beb.  (29  a).  Flügel  dunkelbraun.  Augenfleck  der  Vflgl  gross,  breit  oval,  gelbbraun  und 
schwärzlicli  geringelt  mit  zwei  silbernen  Kernen;  das  Augenfleckenfeld  ist  sehr  gross  und  zum  grössten  Teil 
ockergelb  (nur  vor  und  jenseits  des  Augenfleckes  grau),  die  Grenzlinie  ist  dick  aber  undeutlich,  auf  der 
Innenseite  gelbbraun  und  auf  der  Aussenseite  schwärzlich.  Die  Hflgl  wie  gewöhnlich,  oben  mit  zwei  rot- 
gelb und  schwarz  geringelten  Augenflecken  und  zwischen  dem  Augenflecke  im  Felde  3  und  der  Zellenspitze 
mit  einem  recht  grossen  ockergelben  Querfleck.  Die  Hflgl  unten  im  Felde  4  mit  einem  ockergelben  Fleck 
an  der  Spitze  der  Mittelzelle  und  mit  5  Augenflecken  in  1  c  (zwei)  2,  3  und  6,  in  den  Feldern  4  und  5 
nur  mit  weissen  Punkten;  das  Augenfleckenfeld  ist  etwas  heller  als  die  Grundfarbe,  nach  innen  undeutlich, 
nach  aussen  aber  durch  eine  dicke  dunkle  Linie  begrenzt.    Deutsch-Ostafrika  in  den  Ulaguru-Bergen. 


Ausgegeben  25.  IX.  1911.  YPTHIMA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  113 

N.  fülleborni  Thurau  (29  a)  hat  ein  rein  weisses  Augenfleckenfeld  der  Vflgl  und  entbehrt  den  hellen  füllcbomi. 
Fleck  an  der   Spitze  der  Mittelzelle   der  Hflgl,  stimmt  aber  sonst  fast  ganz  mit  jordani  überein.    Deutsch 
Ostafrika. 

N.  parallelopupillata  Karscli  (29  a,  b)  weicht  von  den  übrigen  Arten  dadurch  ab,  dass  die  weissen  Kerne  ^%"l^f°'P'''''' 
im  Augenflecke   der   Vflgl  gerade  hinter  einander  stehen,   so   dass   eine   durch  sie   gezogene  Linie   den   Hrd 
schneiden  würde.    Die  Hflgl  auf  beiden   Seiten  mit  gelbgeringelten  Augenflecken,  in   den  Feldern  2  und  3 
und  unten  dazu  auch  mit  einem  Augenfleck  im  Felde  6,  im  Felde   1  c  aber  mit  zwei  und  in  4  und  5  je 
mit  einem  weissen  Punkte.    Usambara. 

15.   Gattung:    Yptllillia  Hbn. 

Kleine  zartflügeHge  Arten,  welche  nur  durch  die  an  der  Wurzel  verdickte  Medianrippe  der  Vflgl 
von  den  übrigen  Gattungen  der  Gruppe  abweichen.  Die  Vorderbeine  des  ^  sind  äusserst  klein.  Wie  bei 
den  beiden  nächst  vorhergehenden  Gattungen  haben  die  Vflgl  vor  der  Spitze  einen  grossen,  doppelt  ge- 
kernten Augenfleck  in  den  Feldern  4  und  5.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  fast  immer  nebehg  oder  deuthch 
gestrichelt. 

Die  Gattung  kommt  in  allen  wärmeren  Gegenden  der  alten  Welt  vor  und  ist  auch  in  den  Grenz- 
gebieten der  palaearctischen  Region  vertreten.  In  der  äthiopischen  Region  kommen  verhältnismässig  wenige 
Arten  auf  dem  Festlande  vor;  die  Mehrzahl  derselben  ist  auf  die  Insel  Madagaskar  beschränkt.  Ueber 
Lebensweise  und  Jugendzustände  der  Ypthima  vgl.  Bd.  1  p.  91  und  Bd.  9,  p.  280.  Vom  palaearctischen 
Gebiet  kennt  man  30  Formen,  vom  indo-australischen  120;  vgl.  Bd.  1  p.  91— 93,  Taf.  34  und  Bd.  9  p.  286 
bis  294,  Taf.  99. 

Erste  Gruppe. 

Die  Fühler  erreichen  wenigstens  die  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Die  Augenflecke  beider  Flügel 
mit  rotem,  rotgelbem  oder  orangegelbem  Ringe.    Arten  aus  Madagaskar. 

Y.  goudoti  Mab.     Flügel   oben   dunkelbraun,    ganzrandig;    die   Vflgl  im   Felde   2   mit   einem   kleinen,  goudoti. 
weissgekernten   Augenfleck,    dessen    breiter   rotgelber    Ring   mit   dem   Ringe   des   vorderen   Augenfleckes   ein 
grosses,    eiförmiges   Feld    bildet;    Hflgl   oben   mit   2—3   breit   rotgelb    geringelten   Augenflecken.     Die   Flügel 
unten    grau,    ziemlich    sparsam    braun    gesprenkelt    und    gestrichelt;    die    Augenflecke    der    Vflgl    wie    oben; 
die  Hflgl  unten  ganz  ohne  Augenflecke. 

Y.  tamatavae  Bsd.  Saum  der  Hflgl  wellig;  Flügel  oben  dunkelbraun;  Vflgl  ohne  Augenfleck  im  tamatavae. 
Felde  2;  der  rotgelbe  Ring  des  Augenfleckes  in  den  Feldern  4—5  ist  ebenso  breit  oder  breiter  als  der 
Durchmesser  des  schwarzen  Teiles;  die  Hflgl  oben  in  den  Feldern  2  und  3  mit  zusammenstossenden  Augen- 
flecken. Vflgl  unten  am  Vrde  und  am  Aussenrde  gestrichelt  und  mehr  oder  weniger  grau  gefleckt;  die 
Hflgl  unten  grau,  braun  gestrichelt  und  mit  unregelmässigen  dunkelbraunen  Flecken,  an  der  Mitte  ein 
grosser  solcher  Fleck,  welcher  sich  als  eine  unregelmässige  Querbinde  fast  bis  zum  Irde  fortsetzt;  in  dieser 
Binde  Hegt  an  der  Wurzel  der  Rippe  5  ein  scharf  hervortretender  weissgelber  Fleck;  Augenflecke  fehlen. 

Y.  zanjuga  Mab.  (29  b)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnhch  und  hat  wie  diese  oben  eine  dunkle  Sub-  zanjuga. 
marginalhnie  beider  Flügel.    Unten  weicht  sie  nur  durch  deutliche    Querlinien  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl, 
durch  mehr  gleichförmig  marmorierte  Hflgl  ohne  grössere  schwarzbraune  Flecke  und  durch  das  Fehlen  des 
hellen  Fleckes  an  der  Wurzel  der  Rippe  5  ab;  die  Augenflecke  sind  durch  schwarze  Punkte  vertreten. 

Y.  argyrina  Mab.  hat  ganzrandige  Flügel  und  ist  kleiner  als  die  beiden  vorhergehenden  aber  sonst  argyrina. 
denselben  oben  ganz  ähnlich.  Unten  weicht  sie  von  allen  anderen  Arten  durch  zahlreiche  eckige  süber- 
glänzende  Flecke  der  Hflgl  ab,  diese  Flecke  begrenzen  auf  beiden  Seiten  eine  dunkelbraune  Mittelbinde  und 
bilden  auch  eine  submarginale  Querreihe,  innerhalb  dieser  hegen  in  einer  fast  geraden  Reihe  4  schwarze, 
weiss  gekernte  und  schmal  rotgelb  geringelte  Augenflecke  in  den  Feldern  1  c— 3  und  6;  der  Fleck  m 
Feld  Ic  ist  doppelt  gekernt;  die  Vflgl  haben  unten  eine  eintönige,  nicht  nebelige,  dunkelbraime  Grundfarbe 
und  nur  zwischen  der  Spitze  und  dem  Augeuflecke  einige  silberne  Flecke. 

Y.  dyscola  Mab.  (28  f,  29  c)  hat  ganzrandige  Flügel  und  ist  oben  fast  ganz  wie  die  vorhergehenden  Arten  dyscola. 
gezeichnet,  indem  die  rotgelben  Ringe  der  Augenflecke  sehr  breit  sind  und  die  Augenflecke  der  Hflgl 
zusammengeflossen;  beide  Flügel  jedoch  ohne  dunkle  Submarginallinie.  Die  Vflgl  unten  eintönig  dunkel- 
braun, nur  an  der  Spitze  etwas  grau  gesprenkelt;  die  Hflgl  unten  schwach  braun  gestrichelt  über  die  Mitte 
hinaus  chocoladenbraun  marmoriert,  mit  gelblichen  Schuppen  bestreut  und  am  Saume  breit  violett  ange- 
flogen ohne  Augenflecke. 

Y.  ibitina  Ward,    hat    oben    schwarzbraune,    an    den    Augenflecken    graue    Flügel    und    eine    Flügel-  ibilina. 
Spannung  von  etwa  36  mm.    Die  Augenflecke  der  Hflgloberseite  liegen  in  einer  rotgelben    Querbmde.    Auf 
der  Unterseite  der  Vflgl  ist  der  Augenfleck  von  einem  grossen,  grauen,  eiförmigen  Felde,  welches  sich  vom 
Vrde  bis  zum  Hrde  ausdehnt,  umgeben.    Die  Hflgl  sind  unten  in  der  Mitte  aschgrau  und  haben  auch  einen 

XIII  15 


114  YPTHBrA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

aschgrauen  Streifen  am  schwärzlichen  Hrdo;  der  Saumteil  ist  braungrau  und  schliesst  einen  unregelmässigen 
aschgrauen  Fleck  ein,  welcher  hinter  den  beiden  gelbgeringelten  Augenflecken  liegt. 

Bei  den  folgenden  Arten  sind  die  Einge  der  Augenflecke  der  Oberseite  heller  und  schmäler  als  bei 
den   vorher   erwähnten   und    die    Augenflecke    der   Hflgloberseite    sind   nicht    miteinander   vereinigt    sondern 
ganz  frei  oder  jji'rüliren  höchstens  einander.    Die  Hflgl  sind  stets  ganzrandig. 
andriaiia.  Y.  andriana  Mab.    Saum  der  Vflgl  gleichmässig  gebogen;  Flügel  oben  dunkelbraun;   die  llflgl   oben 

mit  zwei  freien  Augenflecken  in  den  Feldern  2  und  3,  unten  sehr  dunkel  rötlich  braun,  an  der  Spitze 
und  am  Ende  hell  gesprenkelt  und  mit  einem  kleinen  Fleck  an  der  ^Vurzel  der  Eippe  5  aber  ganz  ohne- 
Augenflecke.    Flügelspannung  36 — 38  mm. 

vinsoni.  Y.  vinsoni  Guen.  ("29  b)  weicht  von  andriana  nur  dadurch  ab,  dass  die  Hflgl  unten  heller,  in  der  Mitte, 

an  der  Spitze  und  am  Anahvinkel  mehr  oder  weniger  weisslich  sind  und  2 — 3  deutliche  Augenflecke  (in  den 
Feldern  (1  c),  2  und  6  haben.    Die  Vflgl  unten  an  der  Spitze  deutlich  weiss  aufgehellt. 
rakoto.  Y.  rakoto  Ward,   ist   der   vinsoni  zum   Verwechseln   ähnlich   und   weicht   nur   dadurch    ab,    dass   die 

Vflgl  nicht  unten  an  der  Spitze  weisslich  sind  und  die  Hflgl  im  Wurzelteil  gleichförmig  dunkell)raun  und 
am   Saume   breit,   aber  nur  schwach  aufgehellt.     Das    $   hat   auf   der   Hflgloberseite  auch  einen   Augenfleck 
im  Felde  6. 
irioph-  Y.  triophthalma  Mab.   (29  b)   ist  eine  vierte  ähnliche  Art,  welche  besonders  mit  vinsoni  nahe  über- 

einstimmt und  hauptsächlich  nur  dadurch  abweicht,  dass  die  Hflgl  unten  auch  im  Felde  3  einen  deutlichen 
Augenfleck  haben.  Die  Augenflecke  der  Felder  3  und  6  sind  durch  eine  weissliche  Querbinde,  welche  von 
der  Spitze  gegen  den  Ird  gerichtet  ist,  getrennt.    Nord-Madagaskar. 

mabülei.  Y.  mabillei  Auriv.  hat  eine  Flügelspannung  von  43 — 45  mm  und  ist  demnach  grösser  als  die  nächst 

vorhergehenden  Arten.  Flügel  oben  dunkelbraun  mit  einer  schwärzlichen  Submarginallinie;  die  Vflgl  oben 
mit  einem,  die  Hflgl  oben  mit  2  {^)  oder  3,  schmal  orangegelb  geringelten  Augenflecken.  Vflgl  unten 
dunkelbraun  mit  braungrauem  Augenfleckenfelde.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  und  am  Saume  dunkelbraun, 
quer  über  die  Mitte  breit  violettgrau  mit  braunen  Strichelchen,  ganz  ohne  Augenflecke.  Saum  der  Vflgl 
schwach  gebogen  ohne  Ecke. 

nwpsus.  Y.  mopsus  Mab.  ist   der  mabillei  ähnlich,    aber  noch  grösser  und  ohne  Augenfleck  im  Felde  3   der 

Hflgl.  Die  Hflgl  unten  mit  Augenflecken  in  den  Feldern  1  c,  2  und  6,  bis  über  die  Mitte  hinaus  dunkel- 
braun, erst  hinter  der  Mitte  dicht  vor  den  Augenflecken  mehr  oder  weniger  aufgehellt  und  überall  mit 
deutlichen,  schwarzen  Querstrichelchen. 

Die   zwei  jetzt  folgenden  Arten  unterscheiden  sich  von  allen  anderen  dadurch,   dass  der  Saum  der  Hflgl 
an  der  Ripiie  5  oder  6  deutlich  geeckt  ist.  Sie  werden  von  Butler  als  eine  besondere  Gattung,  Callyphthima,  betrachtet. 

smithi.  Y.  smithi  Mab.    Die   Hflgl   am  Ende   der  Eippe   5   geeckt.    Flügel  oben  schwarzbraun  mit   bläuUch 

grauem  Schiller  und  ziemlich  breiter  schwarzer  Saumbinde;  Vflgl  mit  einem,  Hflgl  mit  zwei  ((J)  oder  drei($) 
orangegolb  gesätimten  Augenflecken.  Vflgl  unten  fast  wie  oben  gefärbt  aber  heller;  Hflgl  unten  dunkel- 
braun und  blaugrau  marmoriert,  nahe  der  Mitte  des  Vrdes  mit  einem  grossen  gelblich  weissen  Fleck, 
welcher  noch  von  einem  kleinen  solchen  Fleck  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  begleitet  wird,  keine  Augen- 
fleck'e. 
si(f[erti.  Y.  SUfferti  Auriv.  weicht  von  synithi  dadurch  ab,   dass  der   Saum  der   Vflgl  zwischen  den  Eippen  6 

und  7  geeckt  ist,  dass  die  Vflgl  oben  dunkelbraun  und  kaum  heller  am  Saume  sind,  dass  der  Augenfleck 
der  Vflgl  grösser  ist  und  einen  viel  breiteren  orangegelben  Eing  hat,  dass  die  gelben  Einge  der  Augen- 
flecke der  Hflgloberseite  zu  einer  kurzen  Binde  zusammengeflossen  sind  und  dadurch,  dass  die  Hflgl  unten 
viel  heller,  aschgrau,  an  der  Mitte  des  Irdes  sogar  weisslich  sind  und  zwei  grosse,  kastanienbraune  Flecke 
am  Vrde  und  eine  unregelmässige  solche  Saumbinde  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Eippe  G  haben. 

Die  drei  letzten  Arten  der  ersten  Gruppe  zeichnen  sich  von  allen  übrigen  dadurch  aus,  dass  die 
Unterseite  der  Hflgl  zum  grösseren  oder  kleineren  Teil  rein  weiss  ist  ohne  Strichelchen  und  drei  gut  ent- 
wickelte Augenflecke  hat.  Die  Flügel  sind  oben  dunkelbraun  mit  dem  gewöhnlichen  Augenfleck  der  Vflgl 
und  zwei  oder  drei  Augenflecken  der  Hflgl;  alle  Augenflecke  haben  freie  orangegelbe  Einge. 

Y.  albivittula.    Die  Hflgl  unten  bis  weit  über  die  Spitze  der  Mittelzelle  hinaus  schwarzbraun,  dann 

mit  schmaler  weisser   Querbinde  und   am   Saume  wieder  schwarzbraun,  die  Augenflecke  durch  die  schwarz- 

albivittula.  braune    Farbe    umzogen.     Bei    der    Hauptform    albivittula  Mab.  $  stehen  die  Augenflecke  der  Hflgl  in  den 

excellens.  Feldern  2,   3  und  6.  —  excellens  Btlr.   hat   auch   drei  Augenflecke  auf  der   Unterseite   der  Hflgl;   dieselben 

stehen  aber  in  den  Feldern  1  c,  2  und  6. 

Y.  batesi.  Die  Hflgl  unten  nur  bis  zur  Eippe  2  oder  3  schwarzbraun;  die  Spitze  der  Mittelzelle  darum 
durch  die  weisse  Farbe  bedeckt;  die  weisse  Binde  ist  in  der  Mitte  ß — 7mm  breit  und  umfasst  auf  beiden 
balcsi.  Seiten  den  Augenfleck  im  Felde  6.  —  batesi  FIdr.  '  Die  Hflgl  oben  beim  (^  nur  mit  einem  Augenfleck  (in 
Feld  2),  beim  $  mit  zwei  gleichgrossen  Augenflecken  (in  den  Feldern  2  und  6),  unten  mit  drei  Augenflecken, 
elwesi.  welche  in  den  Feldern  1  c,  2  und  6  liegen.  —  elwesi  Auriv.  (29  b).  Die  Hflgl  ()l)en  beim  ,^  mit  zwei  Augenflecken 
(in  den  Feldern  2  und  3)  und  beim  $  mit  drei  Augenflecken  (in  2,  3  und  G),  unten  mit  Augenflecken  in  den 
Feldern  2,  3  und  6. 


YPTHIMA.     Von  Dr.  C.  Auriviluus.  115 

Y.  niveata  Btlr.   Die   Hflgl   unten   von   der   "Wurzel   aus   weiss;   ein  breiter,   nach   aussen  zugespitzter  niveata. 
Streifen   am   Yrde,    eine    Saumbinde   und   die   Umgebung  der   drei   Augenflecke   (in  den  Feldern  1  c,  2  und  6) 
sind  dunkelbraun.    Die  Hflgl  oben  ohne  Augenfleck  in  Feld  3. 

Zweite  Gruppe. 

Die  Fühler  erreichen  wenigstens  die  Si)itze  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  haben  eine  dünne  Keule. 
Die  Augenflecke  mit  hellgelbem  Hinge.  Die  Augenflecke  der  Hflgl  nie  mit  einander  vereinigt.  Die  Unter- 
seite l)eider  Flügel  auf  hellem,  grauem  oder  weisslichem  Grunde  mit  zahlreichen,  feinen,  schwarzbraunen 
Querstrichelchen.  —  Arten  vom  Festlande  Afrikas;  nur  Y.asterope  soll  auch  auf  Madagaskar  vorkommen. 

Y.  asterope.  Beide  Flügel  oben  eintönig  dunkelbraun  ohne  Andeutung  von  Strichelchen;  das  Augen- 
fleckenfeld  der  Vflgl  wenig  heller  als  die   Grundfarbe  und  deutlich  dunkel  umzogen.    Die  Hflgl  oben  ohne 
oder   mit   undeutlicher    Submarginallinie   gewöhnlich   mit    Augenfleck   in   Feld   2.      Flügel    unten   weissgrau, 
regelmässig    schwarzbraun    gestrichelt;    die    Vflgl    am    Hrde    einfarbig    schwarzbraun;    die    Hflgl    gewöhnlich 
wenigstens  mit  drei,  aber  oft  sehr  kleinen  punktförmigen  Augenflecken.   Die  Seitenklappen  des  cj  sind  nur  an  der 
quer   abgestutzten    Spitze   gezähnelt.  —  asterope  Klug   (29  c).     Die   Hflgl   oben   mit   einem   ziemhch    grossen  asierope. 
Augenflecke    im    Felde    2,    unten   mit    drei    deutlichen    Augenflecken,    einem    doppelt   gekernten   in   Feld    1  c 
und  je  einem  in  2  und  6.  Südafrika,  Ostafrika,  Abyssinien,  Arabien.    Von  dieser  Art  sind  die  folgenden  oft  gering- 
fügigen Aberrationen  mit   Namen  belegt  worden.  —  binucleolata  Strand  (29  d).    Hflgl  unten  mit  3 — 4  sehr  t"/^'^''^''' 
kleinen  Augenflecken  in  den  Feldern  1  c,  2  und  6;  der  Augenfleck  im  Felde  Ic  doppelkernig  oder    doppelt. 
Deutsch  Ostafrika  und  Togo.  —  simpliciocellata  Sirand  (29  d).    Der  Augenfleck  in  Feld  1  c  der  Hflglunterseite  llßala"°' 
schwarz  mit  zwei  weisslichen  Pünktchen  und  schmalem  hellem  Ring;  auch  die  beiden    anderen    Augenflecke 
sehr    klein   und   undeutlich.     Die    Unterseite    der   Hflgl   ungewöhnlich   hell   und   mit   einer   wellenförmig   ge- 
krümmten dunklen   Querlinie  in  etwa  6  mm  Entfernung  vom  Saume.  Abyssinien.  —  inocellata  Strand  (29  d)  inocellaia. 
Hflgl   unten  ohne   Augenflecke,   oben  mit   einem  ganz   kleinen  solchen.    Unterseite   dunkler  als   gewöhnlich; 
Hflgl    mit    durch    zwei    dunkle    Querlinien    schwach    angedeutetem,    etwa    3    mm    breitem    Mittelquerfelde. 
Deutsch  Ostafrika.  —  triocellata    Strand    (29  d)    Hflgl   unten    mit    6    winzig   kleinen    Augenflecken,    zwei   im  iriocellata. 
Felde  1  c  und  je  einem  in  den  Feldern  2,  3,  5  und  6,  oben  mit  3  Augenflecken,  je  einem  in  1  c,    2  und  3. 
Nyassaland.  —  biocellata  Strand  (29  d)  Hflgl  oben  mit  zwei  Augenflecken  in  den  Feldern  1  c  und  2,  unten  biocellata. 
mit  6  wie  bei  triocellata.    Deutsch  Ostafrika.  —  biocelligera  Strand  (29  d)  Hflgl  oben  wie  bei  hiocellata,  unten  biocelligera. 
wie   bei   binucleolata  gezeichnet.  —  interrupta  Strand   (29  d).   Hflgl  unten  mit   6   kleinen  Augenflecken,   zwei  interrupla. 
im  Felde  1  c  und  je  einem  in  2,  4,  5  und  6,  oben  mit  zwei  etwas  grösseren  Augenflecken,  je  einem  in  den 
Feldern  2  und  4.    Deutsch  Ostafrika.  —  uniocellata  Strand  (29  d)  Hflgl  unten  mit  5 — 6  winzig  kleinen  Augen-  imiocellata. 
flecken,  von  denen  die  drei  vorderen  durch  ein  bräunliches   Querband  vorhanden  sind,  oben  nur  mit  einem 
Augenfleck  im  Felde  2,    Deutsch  Ostafrika.  —  hereroica  Grünb.   Hflgl  oben  nur  mit  einem  kleinen  Augen-  hereroica. 
fleck  im  Felde  2,  unten  mit  einem  Doppelfleck  in  Feld  1  b  und  einem  Augenfleck  in  2.  Damara-Land. 

Y.  granulosa  Btlr.  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  nur  durch  etwas  bedeutendere   Grösse  und  o>'anulosa. 
deuthche  dunkle   Submarginallinie  der  Hflgloberseite  verscliieden ;   die  Hflgl  unten  mit  vier  kleinen  punkt- 
förmigen Augenflecken,  zwei  nahe  am  Analwinkel  und  zwei  am  Vrd.    Das  ^J  unterscheidet  sich  scharf  von 
asterope  durch  die  Seitenklappen,  welche  eine  abgerundete  Spitze  haben  und  sowohl  an  der  Spitze  wie  am 
unteren  Rande  fein  gezähnelt  sind.    Deutsch  Ostafrika. 

Y.  simplicia  Btlr.  ist  gleichfalls  den  vorigen  sehr  ähnlich  und  hat  oben  einen  deutlichen  Augenfleck  im  simplicia. 
Felde  2  der  Hflgl;  dieselben  unten  gewöhnlich  nur  mit  zwei  grossen  Augenflecken  in  den  Feldern  2  und  6; 
die  Augenflecke  sind   breit  hellgelb   und  schwarzbraun  umzogen;   die  Vflgl  unten  bis  zum  Hrde  gestrichelt 
und   mit   grossem   Augenfleckenfeld,    das  jedoch  nicht   heller   als   die   übrigen   Teile  ist.      Congo,    Ostafrika, 
Abyssinien. 

Y.  doleta  Ky.   (29  c)    hat   eine  nebelige,   nicht  eintönige,  sondern  stellenweise   dunklere,   stellenweise  dolela. 
hellere   und   undeutlich  gestrichelte   Oberseite   mit   scharf  umzogenem   Augenfleckenfeld   der  Vflgl,   einer  ge- 
schlängelten  schwarzen    Querlinie   vor   den   Augenflecken   der   Vflgl   und   einer   deuthchen,   an   der   Rippe   4 
stark  nach  innen  verdickte  dunkle   SubmarginalUnie  der  Hflgl.    Unten  sind  beide  Flügel  grau  und  überall 
ziemlich  gleichmässig  dunkel  quergestrichelt.    Hflgl  oben  mit  einem  kleinen  Augenfleck  in  Feld  1  c,  einem 
grösseren  in  2  und  oft  auch  einem  wenig  deuthchen  in  6,  unten  mit  zwei  kleinen  vereinigten  im  Felde  1  c 
und  je  einem  in  2  und  6.    Westafrika  von   Sierra  Leona  bis  Angola.  —  ab.  tripunctata  Strand  hat  auf  der  tripunctata. 
Oberseite   der   Hflgl   5   Augenflecke,   zwei  in  1  c  und  je  einen  in   2,   3  und  6,   und  auf   der  Unterseite  zwei 
in  1  0  und  je  einen  in  2,  3,  5  und  6.    Kamerun.  —  ab.   quadripunctata  Strand  weicht  von  tripunctata  nur  9""'*^'" 
dadurch  ab,   dass   der   Augenfleck  im   Felde   5   der   Hflglunterseite   fehlt.   Kamerun.  —  ab.    quinquepunctata  quinque- 
Strand  hat  oben  zwei  Augenflecke  im  Felde  1  c  und  je  einen  in  2,  3,  5  und  6  und  unten    zwei  in  1  c  und  punctata. 
je  einen  in  2 — 6.   Togo;   Kamerun.  —  ab.  septemocellata  6'irand  Hflgl  oben  und  unten  mit  7  Augenflecken,  g^fja/a*^" 
zwei  in  1  c  und  je  einen  in  2 — 6.    Kamerun. 


116  YPTHIMA.     Von  Dr.  C.  AnuriLLirs. 

impura.  Y.  impura  Elvces  u.Edic.  ist  unten  der  vorigen  Art   ähnlich.    Flügel  oben  braun:  beide  Flügel  mit 

ein"'-"'''     1-n  dunklen  Submarginalbinde  und  einer  doppelten  dunklen  Saumlinie;  Augenfleckenfeld  der  Vflgl 
snl  -    und   nach   aussen   scharf   begrenzt:    Hflgl    oben    mit    einem   Augenflecke   in   Feld    "2    und    bis- 

weilen 1 — 2  in  Feld  1  c,  ihr  Augenfleckenfeld  nicht  b»-grenzt,  unten  mit  drei  Angenflecken,  einem  doppelten 
in  1  c  und  je  *^inem  in  2  und  6.    Gabun,  Angola  und  Ostafrika. 

pupiUaris.  Y-  pupillaris  ß</r.  ist  mit  doleta  verwandt;    rauchbraun;  Flügel  oben  mit  hellerem,  nach  innen  durch 

eine   dunkle    Linie    begrenztem    Saumteil    mit    zwei    feinen    Saumlinien;    Vflgl    mit    einem    grossen,    ovalen, 
doppelt  gekernten  Augenfleck;   Hflgl  mit   einem   A'. _  ':  in  Feld  2  und  einem  sehr  kleinen,  doppelten 

in    1  c.      Flügel    unten    grau,    dicht    oüvenbraun    gr-: i,  ein    submarginaler    Streifen    und    eine    Saum- 

Unie    dunkel.     Hflgl    unten    mit    drei    Augenflecken,    einem    doppelt  gekernten  in  1  c,    einem  in  2  und 
depupillala.  einem  grösseren  in   6.    Centralafrika.  —  ab.   depupillata  Strand.   Die  Augenflecke  der  Felder   2   und   6   der 
Hflglunterr^ite  ?ind  gross,  aber  ohne  weisse  Kern".    Luma. 

V.  itonia  hat  fast  die  Grösse  und  Flglform  von  asterope,  unterscheidet  sich  aber  von  dieser  und  von 

allen  anderen  verwandten  afrikanischen  Arten  dadurch,    dass  die  Hflgl  oben  3 — 6  und  unten  gewöhnUch 

7  Augenflecke,  welche  in  einer  fast   geraden  Linie  hegen,  haben.  Flügel  oben  ziemlich  eintönig  graubraun 

mit  feiner  dunkler  Submarginallinie,  aber  ohne  deutUch  begrenzte  Augenfleckenfelder.    Augenflecke  hellgelb 

geringelt   und   mit   silberweissen   Pupillen.     Die   Unterseite  ist   grau   und   ziemlich   dicht   und   gleichförmig 

braun  quergestrichelt.    Die  Anzahl  der  Augenflecke  wechselt  auch  bei  dieser  Art  und  darauf  sind  die  hier 

itonia.  erwähnten  geringfügigen  Abänderungen  begründet.    —  itonia   Heic.  hat   oben   5   und   unten  T   Augenflecke 

der  Hilgl.    Von  Sierra  Leona  bis  Angola,    Maniealand,    Deutsch  Ostafrika  und  Abyssinien    verbreitet.  —  ab. 

hoehttyli.  hoehneli  HoV..   -l^h  als  itonia).  Die  Hflgl  oben  nur  mit  Z  Augenflecken,  sonst  der  Hauptform  ähnUch.  Ostafrika. 

^  . '/;  /^  —  ä'^-  quadriocellata  Strand.   Hflgl  oben  mit  4  Augenflecken,  zwei  kleinen  im  Felde   1  c  und  je  einem  in  2 

microo^  und  8   und  unten   mit   7   Augenflecken.   Deutsch  Ostafrika.  —  ab.  microocellata  Strand.   Hflgl  oben  mit   -t, 

cdlata.  ont'-n   aber  nur  mit   6   Augenflecken,  indem  der  Fleck  im  Felde  4   i^-iilt.     Drutsch  Ostafrika.  —  ab.  pluri- 

»KD^ta'  P"P'"^*^  Strand  weicht   nur   dadurch   von   der   Hauptform   ab,    dass   der   Augenfleck  der   Vflgl   drei   weisse 

suboceUala.  Kerne  hat  xmd  hinten  von  einem  kleinen  Augenfleck  begleitet  ist.  Zentralafrika.  —  ab.  subocellata  Strand 

weicht  nach  der  Beschreibtmg  des   Verfassers  iiur  dadurch  von  der  ab.   quadrioceUata   ab,   dasi   die   Hflgl 

unten  einen  kleinen  Augenfleck  im  Felde  2  haben  (!).    Deutsch  Ostafrika. 

Y.  albida  ist  grösser  als  die  verwandten  Arten  und  sofort  dadurch  kennthch,  dass  die  Flügel  oben 
eine    blaugraue   oder   bläuhch    weisse,    etwas    silberähnliche    Grundfarbe     und     braunen    Aussenrand    haben. 
Auf  der  Oberseite  sind  die  dunklen    Querstrichelchen  sparsam  oder  teilweise  ganz  fehlend  und  nur  gegen 
den   Saum  und  den  Vrd  dichter  stehend,  unten  ist  die   Grundfarbe  fast  vöUig  durch  die  dicht  stehenden 
•hen  verdunkelt.    Die  Vflgl  haben  gewöhnlich  auf  beiden   Seiten  einen  grossen,   doppelt  gekernten, 
aV'id'i    :      _        und  dunkelbraun  geringelten  Augenfleck  und  die  Hflgl  1 — 3  Augenflecke.  —  albida  Btlr.  Die  Hflg 
oben  nur  mit  einem  kleinen  Augenfleck  in  Feld  2,  imten  gewöhnlich  mit  drei  Augenflecken  in  1  c,  2  und  6. 
argenlal'j.  Deutsch  und  Britisch  Ostafrika.  —  ab.  argentata  Bartel  weicht   nur   dadurch   ab,   dass   die   Hflgl   oben   zwei 
conrad-i.  Augenflecke   haben,   einen    kleinen   in   Feld    1  c    und   einen  grösseren   in   2.     Deutsch  Ostafrika.  —  ab.  Con- 
rads! Strand  (29  c)  hat  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  3  Augenflecke,  indem  auch  in  Feld  3  ein  Fleck  vor- 
uni/ormis.  banden   ist.     Deutsch  Ostafrika.  —  unifonnis  Bartel   ist    von   allen    Formen   dadurch   verschieden,    dass    der 
grosse   Augenfleck   der   Vflgl   vollständig   f-hlt.     Die   ganze   Flügelfläche  ist   silberweiss;   nur  der   Wurzelteil 
des  Vrdes  und  ein  überaus  schmaler  Apikaiteil  der  Vflgl,  sowie  der  Ird  der  Hflgl   sind  dunkel  bestäubt; 
occiä-.H'aiii.  Hflgl  nur  mit  einem  winzig  kleinen  Auge  im  Felde  2.    Zentral-Afrika.  —  occidentalis  Bartel  ist   die  west- 
afrikanische  Easse   und   weicht   nur   durch   dunklere   mehr   bläuhche    Grundfarbe-    und   viel   grössere   Augen- 
flecke der  Hflglunterseite  ab.    Im  Inneren  von  Kamerun  auf  einer  Höhe  von  1000  m. 

Dritte  Gruppe. 

Die  Fühler  sind  ausserordentlich  kurz,  reichirn  kaum  über  die  Glitte  der  Zelle  hinaus,  haben  aber 
eine  deutliche  bimförmige  Keule.  Die  Vflgl  mit  doppelt  gekerntem,  von  der  Spitze  weit  entferntem  Augen- 
fleck.   Die  Hflgl  oben  ohne  Augenflecke. 

maihuna.  Y.  mashuna  Trim.  (29  b).  Beide  Flügel  oben  eintönig  dunkelbraun;  die  Hflgl  mit  kleinem,  rötlichgelb 

-  "         Augt-nileck;  die  Hflgl  ohne  Zeichnungen.    Die  Vflgl  unten  wie  oben  eintönig  dunkelbraun  ohne 

..    am    Vrde   mit    einigen   grauen    Schuppen   gesprenkelt;    die    Hflgl   unten   dunkelgrau   mit    weit 

getrennten  dunklen   Queistrichelchen  und  mit  2 — 7  kleinen  schwarzen,  silberweiss  gekernten  Augenpunkten. 

Die  Fühlerkolbe  ist  gelbUch.    Mashuna-Land. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Satyriden. 


117 


Urbeschreibungs=Nachweis 

der  bei  den  afrikanischen  Satyriden  aufgeführten  Formen, 
bedeutet,  dass  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abaebildet  ist. 


abnorniis    Mycal.    Dudgeon,    Proc.    Ent.  Soc.  Lond.  1909, 

p.  52. 
aethiops  Mycal.  R.  u.  J.    Xov.  Zool.  12,  p.  175. 
africana  Melan.  Frühst.     Ent.  Zeitschr.  22.  p.  87. 
agraphis  Mycal.  Karsch.   Berlin.  Ent.  Zeitschr.  38,  p.  207. 
albida  Ypthima   BUr.  Proc.  Zool.   Soc.  Lond.  1888,  p.  39. 
albi\ittula  Ypthima  Mab.   Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  9,  p.  344. 
amanica  Henot.  Strand,    Soc.  Ent.  25,  p.  6. 
analis   Mycal.  Aurir.    Ent.  Tidskr.  16,  p.   113.  * 
aniiravahana  Henot.    Mab.   Bull.  Soc.  Zool.   Fr.  3,  p.  82. 
andriana  Ypthima  Mab.    Hist.  Mad.  Lepid.  1,  p.  26.  * 
andrivola  Henot.  Mab.    Pet.  Nouv.  Ent.  2,  p.  127. 
anganavo   Henot.   Ward,   Ent.    Monthl.  Mag.  8,  p.   122. 
angulii'ascia  Henot.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)4,  p.  228. 
angulosa  Mycal.   Btlr.    Cat.   Satyr,  p.   130.  * 
angu^tata   Elymn.   Bartel,  Nov.  Zool.  12,  p.  129. 
anisops  Mycal.  Karsch,   Ent.  Nachr.   18,  p.  176. 
anUuratra  Henot.  Ward,  Ent.  Monthl.  Mag.  7,  p.  30. 
ankoma  Henot.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  8,  Bull.  p.  76. 
ankova  Henot.   Ward,    Ent.  Monthl.   Mag.  7,  p.  31. 
ansorgei  Melan.   Rothsch.    Nov.  Zool.   11.  p.  451. 
ansorgei   Mvcal.    E.    Sharpe,    Ann.    Mag.    Nat.    Hist.    (6) 

18,   p.   158. 
ansorgei  Mycal.  Smith,  Nov.  Zool.  5.  p.  352. 
antahala  Henot.  Ward,    Ent.  Monthl.  Mag.  9,  p.  148. 
anynana  Mycal.    Btlr.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  4,  p.  187. 
argentata  Ypthima  Bartel,    Nov.  Zool.  12.  p.   134. 
argyrina  Ypthima  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  8,  Bull.p.91. 
asochis  Mycal.  Heu-.  Exot.  Butt.  Mycalesis  t.  7  f.  46,  47.  * 
asterope  Yphthima  A'Jmj,    Symb.  Phys.   t.  29  f.  11 — 14.* 
aurantiaea  Auriv.   Seitz   Grossschniett.  13.  p.  108. 
aurireruda  Mvcal.   Btlr.  Cat.   Satyrid.,  p.   131.* 
aurivillii  Mycal.   Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  724.* 
avelona  Henotesia  Ward,    Ent.  Monthl.  Mag.  7,  p.  31. 


bammakoo  Elymn.  Westw.  Gen.  Diurn.  Lep.  p.  405.  * 
batesi  Ypthima  Fldr.    Reise  Novara  Lep.  p.  486.  * 
baumannl  Mycal.  Karsch.  Ent.   Nachr.  20,  p.  230. 
benacns    Heiiot.    Mab.    Ann.    Soc.    Ent.    Belg.  28,    Bull. 

p.  185. 
bera  Neocosn.  Hew.    Ent.  Monthl.  Mag.  14,  p.  107. 
betsimena   Gnoph.   Bsd.  Faune  Madag.  p.  58. 
bicolor  Mvcal.    Bartel.    Nov.  Zool.   12,  p.  130. 
birristata  Hpnot.  Mab.    Bull.  Soc.  Zool.  Fr.  3,  p.  81. 
blnupleolata  Yphtima  Strand.   Ent.  Zeitschr.  23,  p.  112. 
hiocellata   Ypthima   Strand,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.  112. 
bioeelllgera  Ypthima  Strand.    Ent.  Zeitschr.  23,  p.  112. 
bowkeri  Lepton.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  348.* 


eampa  Mycal.  Karsch.    Berlin.  Ent.  Zeitschr.  38,  p.  206.  * 

eampina  Mycal.  Auriv.   Ent.   Tidskr.  22,  p.   114.  * 

rassina  Lepton.    Btlr.    Cat.   Satyr,  p.  72.  * 

eassius  Pseudon.  Godt.  Ent.  Meth.  9,  p.  526. 

eassus  Lepton.  L.    Mus.  Lud.   Ulr.  p.  269. 

centralis  Henot.  Auriv.    Arkiv  f.  Zool.  1,  p.  247.  * 

oheivs   Gnoph.  F.    Ent.   Svst.  31,  p.  80. 

cingulina    Henot.    Mab.   Ann.    Soc.   Ent.  Belg.  23,   Bull. 

p.    205. 
clytus  Lepton.  L.    Mus.  Lud.  Ulr.  p.  268. 
eoncolor  Mycal.  Auriv.    Ann.  Mus.  Genova  44,  p.  517. 
ponradsi  Ypthima  Strand,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.   113. 
pooksoni  Mycal.  Bruce,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905,  p.  234.  * 
poolvsoni  Neocoen.   Bruce,  Trans.    Ent.  Soc.  Lond.  1907, 

p.   77.  * 
conani   Henot.    Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.   Hist.  (5)  5,  p.  334. 


danckelmanni  Mycal.  Rog.  in  Baumann,  Usambara  An- 
hang, p.  330. 

daresa  Mycal.  Strand,  Soc.  Ent.  23,  p.  6. 

deannulata  Mycal.    Strand,    Soc.  Ent.  25,  p.  6. 

decira    Henot.  Plötz,    Stett.   Ent.  Zeit.   41,   p.   198. 

dendrophilus  Meneris  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3) 
1.  p.  399. 

dentata  Mvcal.  E.  Sharpe,  in  Neumann  Elephant-Hunting, 
p.  438.  * 

depupiilata  Ypthima  Strand.    Ent.  Zeitschr.  23,  p.  113. 

desolata  Mvcal.  Btlr.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  480. 

diffieilis  Henot.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  23  Bull.,  p.  105. 

dingana  Lepton.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.^Lond.  1873.  p.l02 

diversa  Gnoph.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.    Hist.   (5)  5,  p.  33. 

doleta  Ypthima  Kirbij.   Proc.  R.  Dublin  Soc.  (2)  2,  p.  336. 

dorottiea  Mycal.   Cr.    Pap.   Exot.  3.  p.  19.  * 

drepana  HeteropsisDM.Jt  i/f(c.  Gen.  Diurn.  Lep.  2,  p.  323.* 

dubia  .Mycal.  ^Mn'r.   Ent.  Tidskr.  14,   p.  270.  * 

dubiosa   Gnoph.  Atiiiv.  Seitz  Grossschm.   13,  p.  83. 

duplex  Neocoen.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  758. 

durbani  Pseudon.   Trim.    S.  Afr.  Butt.  1,  p.  80. 

dyseola  Ypthima  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  23  Bull.,  p.  105. 


eliasis  Henot.  Herr.  Exot.  Butt.  Mycalesis  t.  7f.  44,  45.* 
elisi  Henot.  Karsch,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  38,  p.  209.  * 
einesi  Ypthima  Auriv.   Rhopal.  Aethiop.,  p.  77. 
ena  Mycal.  Heic.    Ent.  Monthl.  Mag.  14,  p.  107. 
ephorus  Mycal.  Weym.    Stett.  Ent.  Zeit.  53,  p.  79. 
erysiehton  .Mvcal.  Ehrm.  Journ.  N.-York  Ent.  Soc.  2,  p.  77. 
evadDP  Mycal.   Cr.    Pap.   Exot.  3.  p.  48.  * 
evanida  Henot.   Thur.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  124.  * 
evenus  Mvcal.  Hpff.  Monatsb.  Akad.  Wiss.  Berl.  1  S55.p.  641 . 
exeellens  Yphthima  Btlr.    Ent.  Monthl.  Mag.  21,  p.  198. 
exoceiiata  Henot.   Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  9,  p.  343. 
extensa  Neocoen.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  1898,  p.  18. 


feae  Mycal.  Auriv.    Ann.   Mus.   Genov.  44,  p.  516. 
fraterna   Henot.   Btlr.  Cat.   Satvr.  p.   145.  * 
fülleborni  Mycal.   Bartel,    Nov.  Zool.  12,  p.  133. 
fülleborni  Neocoen.  Thur.  Berl.   Ent.  Zeitschr.  48,  p.  128. 
fuUginosa  Henot.  Mab.    Bull.  Soc.  Zool.  Fr.  3,  p.  82. 
fulvespens  Melan.  Guen.  Note  s.  l'ile  Reunion  Lepid.,  p.  15. 
funebris  Mycal.  Guir.    Icon.    Regn.  Anim.    Ins.,  p.  422. 


goetzi  Thur.    Berl.  Ent.  Zeitschr.  42,  p.  120. 
golo  Mycal.  Auriv.    Ent.  Tidskr.  14,  p.  267.* 
goudoti  Ypthima  Mab.    Hist.  Madag.  Lepid.  1,  p.  21.  * 
granulosa  Ypthima B/(r  Ann.  Mag.Nat.  Hist. (5)12,  p.  101. 
graphidabra  Mycal.  Karsch,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  38,  p.  203. 
grpgorii   Neocoen.   Btlr.    Proc.   Zool.   Soc.   1894,  p.  560.  * 
grogani  Gnoph.  E.  Sharpe,   Ann.  Mag.   Nat.    Hist.  (7)  8, 
p.  279. 


halyma  Mycal.  F.    Ent.  Syst.  3  L  p.  243. 

Iiaroldi    Henot.    Bruce,    Trans.    Ent.    Soc.   Lond.  1905, 

p.  252.  * 
tiarpa   Gnoph.  Karsch,   Berl.  Ent.   Zeitschr.  38,   p.  211. 
hebe  Coenyra  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  280. 
Iippkmanni  Neocoen.  Thur.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  126. 
hereroica  Ypthima  Griinb.   Denkschr.  med.  nat.  Ges.  Jena 

16,  p.  101.  * 
hewitsoni  Mycal.  Doumet,  Rev.  Mag.  Zool.  (2)  13,  p.  175.  * 
hippia  Pseudon.    Cr.    Pap.  Exot.  3,  p.  48.  * 


118 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Satyriden. 


hochni-li  Ypthima  IIoll.   Proc.  U.  S.  Nat.  Mus.  18,  p.  744. 
bv|iiTUiitlius  Mvcal.   Baker,    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  2, 

p.    !69. 
bypcrbius  Pseudon.    L.    Mus.  Lud.  Ulr.,  p.  257. 

Ibilina  Ypthima  Ward.    Ent.  Monthl.  Map.  10,  p.  60. 
iboina  llonot.  Ward,    Ent.  Monthl.  Mag.  7,  p.  31. 
iccius  .Mycal.  Ilcir.    E.xot.  Butt.  Idiom,  t.  1  f.  4,  .'3.  * 
igiiobili.s  Mycal.   Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  124. 
inipiira  Ypthima  Elwesu.  Edw.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond. 

1893.    p.    23. 
indosa  Mon^ris  Triyn.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1879,  p.  324. 
iiiocellnla   Ypthima  Slra)id.   lOnt.  Zeitschr.  23,  p.   112. 
iiilermrilia    Elymii.  Auriv,  Rhop.  Aethiop.,  p.  45. 
iiitcrrupla   Ypthima  Strand,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.   113. 
iris   Cinoph.   Bartd,    Nov.  Zool.   12,  p.  130. 
irrorata  I'seudon.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1873,  p.  103. 
islaris  .Mvcal.  PMz,    Stettin.  Ent.  Zeitschr.  41,  p.  197. 
italus  Mvcal.  Jlcw.    Exot.  Butt.  Idiom.  S.  1  f.  1—3.  * 
itonla  Ypthima  IIcw.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.287.* 

jaiisei  Lcpton.  Sicierslra,  Ann.  Transv.  Mus.  1,  p.  175.  * 
jordani  Neocoen.  lU-hel,  Verh.zool.  bot.  Ges.  Wien  56,  p.  647. 

kciiia  Mycal.     Hofivnh.    Ann.   .Mus.  Wien  (i.   \\.  4U2.  * 
kigonsprae  Mycal.    Auriv.    Seitz  Grossschmctt.  13,  p.  93. 
koehi  Mycal.  'ariinh.   Sitzb.  Nat.  Frd.  Berlin  1910,  p.  162.* 

Ineus  llenot.    Thur.    Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  125.* 
lainaiii  Mycal.  Auriv.  Oefvers.  Vet.  Akad.  FOrhl.  57,  p.  1040. 
leda  Physc.  Gersl.    Archiv  f.  Naturg.  37:  1.  p.  358. 
leda  Melan.  L.    Syst.  Nat.  Ed.  10,  p.  474. 
Irplojilpiia  Mvciil.   Knrsch,    Berl.  Ent.  Zeitschr.  38,  p.  208. 
libya  .Mrlan.    Did.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  10,  p.  405. 
lucida   l'hysc.    Btlr.   Proc.  Zool.   Soc.  1896,  p.  853.  * 

nialtilloi  I'seudon.    Auriv.    Rhopal.    Aethiop.,   p.  71. 
niabilloi   Ypthima    Auriv.    Rhopal.  Aethiop.,  p.  76. 
maderakal  Par.  Uu6r.  in  Lofeb.  Voyage  Abyss.  6,  p.  381.* 
madetes  Mycal.   IIcw.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  13,  p.  381. 
iiiaova    Ilenot.    Malj.    Bull.    Soc.    Zool.   Fr.  3,   p.  82. 
iiiacviiis  llenot.    Stgr.    Exot.  Schmett.  1,  p.  229.  * 
niagniphiga  Gnoi)h.  Ilcron,  Trans.  Zool.   Soc.  Lond.  19, 

p.   144.  * 
niaflus  Pseudon.    F.    Ent.  Syst.  3:  1,  p.  223. 
major  Neocoen.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1906,  p.  61.* 
niaudaiips  Mycal.  Ilew.  Exot.  Butt.  Mycalesis  t.  9  f.  61,62.  * 
niarniorala  ilenot.  Auriv.  Seitz  Grossschmett.  13,  p.  100. 
iiiartjus  Mycal.    F.    Ent.  Syst.  3:  1,  p.  219. 
niashiina  Ypthima  Trim.  Trans.  Ent.    Soc.  Lond.  1895, 

p.    181.  * 
niasikura   Henot.   Mab.    Pet.  Nouv.   Ent.  2,  p.   157. 
niasoura  Henot.  Ilew.    Ent.  Monthl.  Mag.  11,  p.  227. 
lualula   .Mycal.    Karsch,     Ent.  Nachr.  20,  p.  228. 
nicdoiilias  Mycal.  Heiv.  Exot.  Butt.  Mycalesis  t.  9f.  56,  57.  * 
inriusina   Mycal.    F.    Mant.   Ins.  2,  p.  43. 
meiiamena  Ilennt.  Mali.    Pet.  Nouv.  Ent.  2,  p.  158. 
nirsoijoiia  Myi/al.    Karfirh.    Ent.  Nachr.  20,  p.  236,  240. 
microoccllata  Ypthima  Strayid,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.  113. 
niilyas  Mycal.    Ilew.    Exot.  Butt.  Mycalesis   t.  6  f.  34.  * 
niiiichini    Gnoph.    Ileron.    Trans.   Zool.    Soc.    Lond.   19, 

p.   143.  * 
mintha  Lepton.  Geyer  in   Ilbn.  Ztr.  Exot.  Schm.  5,  p.  15.* 
nilriam  Mycal.    F.    Ent.  Syst.  3:  1,  p.  242. 
niolUtia  Mycal.    Karsch,    Ent.  Nachr.  21,  p.  281. 
mopsus  Ypthima  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  8,  Bull. p. 76. 

nandina  Mycal.    Ansorge,    Under  the  African  Sun.,  p.  316. 
naiiodps  Mycal.    Smith,    Proc.  Zool.  Soc.  1890,  p.  472. 
narcissus  Henot.  F.    Ent.  Syst.  Suppl.,  p.  428. 
narova   Henot.   Mab.    Pet.  Nouv.   Ent.  2,  p.  158. 
naryeia   Pseudon.     Wallgr.    Rhopal.  Caffr..  p.  32. 
natalii  Xeocoen.   Bsd.    Voyage  Deleg.  2,  p.  593. 
npbiilosa  Mycal.  Fldr.  Novara,  Lep.,  p.  502. 
iii-jjicota   Mycal.     Thur.    Berl.    Ent.  Zeitschr.  48,  p.  119. 
nelta  Pseudon.    Wallqr.    Oefvers.  Vet.  Akad.  Förhl.  32:  1, 

p.  84. 
nigrescens    Henot.    Baker,    Ann.    Mag.    Nat.    Hist.  (8)  2, 

p.  470. 


niveata  Ypthima  Btlr.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  4,  p.  229. 
nobili$  .Mycal.    Auriv.    Ent.  Tidskr.   14,  p.  269.  * 
nobleiuairei  Mycal.  -lanet,   Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1894,  p.  256. 
nyassae  Melan.    Bartel,    Nov.  Zool.  12,  p.  130. 

obscura  Mycal.    Auriv.    Ent.  Fidskr.  22,  p.   114. 
oecideDtalis  Ypthima  Bartel,    Nov.  Zool.   12.  p.   134. 
oeelligera   Mycal.    Strand,    Soc.   Ent.  25,  p.  5. 
ocbracea  Henot,  La</t?/.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1906,  p.  1.* 
oxylus  Lepton.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  43.7. 

paetula  Pseudon.    Ttim.    Trans.   Ent.   Soc.  Lond.  1891, 

p.   169. 
panda  Physc.  Bsd.  Voyage   Deleg.  2,  p.  594. 
paradoxa    Henot.   Mab.   Ann.   Soc.   Ent.   Fr.  (5)  9  Bull., 

p.   173. 
paralh'lopupillata  Neocoen.  Karsch,  Ent.  Nachr.  23,  p.  370. 
parmeno    Gnoph.    Dld.   u.  Hew.    Gen.    Diurn.   Lep.  S.  61 

f.  2.  * 
parva  Henot.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  4,  p.  228. 
parvidcns  Ilenot.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  9,  p.  343. 
passandava  Henot.  Ward,  Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.  122. 
pavonis  Mycal.  Bttr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  481. 
pdtho  Henot.  Ploetz,  Stett.  Zeit.  41,  p.  197. 
perdita  Henot.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  283. 
perspieua    Henot.    Trim.    Trans.    Ent.    Soc.   Lond.   1873, 

p.   104.  * 
phaea   Henot.  Karsch,    Ent.  Nachr.  20,  p.  232. 
phalanthus  Mycal.    Stgr.    Exot.  Schmett.  1,  p.  229.  * 
phejjea  Elymn.    F.    Ent.  Syst.  3:  1,  p.  132. 
piymentaria  Aphysoneura  Karsch,    Ent.  Nachr.  20,  p.  191. 
pione  Physc.  Godm.    Proc.  Zool.  Soc.  1880,  p.  183. 
plajiiata  Melan.    Auriv.    Seitz  Grossschmett.  13,  p.  85. 
ploetzi  Mycal.    Bartel,    Nov.  Zool.   12,  p.   132. 
pluripupiliata  Ypthima  Strand,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.  114. 
proeora  Mycal.    Karsch,    Berl.   Ent.   Zeitschr.   38,  p.  210. 
puiK'lifora  Mvcal.  Strand,    Iris  22,  p.   105. 
papillaris  Ypthima  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  1888,  p.  59. 
pythia  Gnoph.  F.    Ent.  Syst.-  3:  1,  p.  116. 

quadriocellata  Ypthima  Strand,  Ent.  Zeitschr.  23,  p.  113. 
quadripuiictata  Ypthima  Strand,  Ent.  Zeitschr.  23,  p.  114. 
quinquepiiiietala  Ypthima  Strand,  Ent.  Zeitschr.  23,  p.  114. 

rakoto  Ypthima   Ward,    Ent.  Monthl.   Mag.  7,  p.  30. 
ratravi  Elymn.    7?.  Sharpe,    lüitomolog.  35,  p.  41. 
rhacotis  Mycal.    Hew.    Exot.  Butt.  Mycalesis  t.  8,  f.  50.  * 
rufilineala  Neocoen.   Btlr.   Proc.   Zool.   Soc.  1894,  p.  559. 
rufiplaga    Coenyra    Trim.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1900, 
p.   59.  * 

sabacus  Pseudon.     Trim.    Rhop.  Afr.  Austr.,  p.  200.* 
safilza  Mycal.    Hew.    Gen.  Diurn.  Lep..  p.  394  note.  * 
saiubulos  Mycal.  Hew.  Exot.  Butt.  Mycalesis  t.  10  f.  63,  64. 
sandacP  Mycal.    Heiv.    Exot.  Butt.  Mycalesis   t.  10  f.  65. 
saussurei   Mvcal.    Dew.    Nov.  Acta  Acad.  Nat.  Cur.  (2) 

41:  2,  p.  17.  * 
schullzei  Pseudon.  Grünb.   Denkschr.  med.  nat.  Ges.  Jena 

16,   p.   100.  * 
sciathi§  Mycal.    Hetv.    Exot.  Butt.  Mycalesis   t.    8,   f.  55, 

56.  * 
sebetus  Mycal.  Hew.  Exot.  Butt.  Mycalesis  t.  10,  f.  6,  7.  * 
selousi  Mycal.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1895,  p. 183.* 
seinicoeea   Mycal.    Strand,    Soc.   Ent.  25,  p.  6. 
septemoeollata  Ypthima  S<ro»id,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.  114. 
siinon.sii    Ilenot.    Btlr.    Ann.    Mag.    Nat.    Hist.    (4)  19, 

p.    lös. 
siinplicia  Ypthima  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.481. 
sinipliciocpllata  Ypthima  Strand,   Ent.  Zeitschr.  23,  p.  112. 
sinilhi   Ypthima  Mab.    Pet.  Nouv.   Ent.  2,  p.   157. 
socolrana  Mycal.    Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  1881,  p.  175.  * 
sophrosvne  Mvcal.   Plölz,    Stettin.  Ent.  Zeit.  41,  p.  196. 
Strato  Henot.   Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  8,  Bull.  p.  76. 
slrigula   Henot.   Mab.    Pet.   Nouv.   Ent.  2,  p.   158. 
siibapicalis  Mycal.  Auriv.    Kilim.  Exped.  Lepid.,  p.  4. 
siiltiiiapviiis  Henot.  Strand,    Soc.   Ent.  25,  p.  6. 
siibofpllata  Mycal.  Bartel,    Nov.  Zool.  12,  p.  131. 
siiboppllata  Ypthima  Strand,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.  114. 
subsiniilis    Henot.     Btlr.     Ann.    Mag.  Nat.   Hist.  (5)   4, 

p.   228. 
sufl'erti  Ypthima  Auriv.    Rhopal.  Aethiop.,  p.  76.  * 


Urbeschreibungs- Nachweis  der  afrikanischen  Satyriden. 


119 


(aenias  Mycal.   Heiv.    Exot.  Butt.  Mycalesis  t.  10,  f.  66.  * 
taniatavae  Ypthima  Bsd.    Faune  Madag.,  p.  60.  * 
techiiatis  Mycal.  Hew.   Exot.  Butt.  Mycalesis  t.  10,  f.  67.  * 
trratia   Henot.  Kursch,    Ent.   Nachr.  20,  p.  234. 
tulosa  Mycal.    Plötz,    Stettin.   Ent.  Zeit.  41,  p.   19~. 
transieus  Mycal.    Barlel,    Nov.  Zool.   12,  p.   131. 
Iriiueni  Pseudon.    Bilr.    Cat.   Satyr.,  p.  94. 
triocellata  Pseudon.    Barlel,    Nov.  Zool.  12,    p.  133. 
triocellata  Ypthima  Strand,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.  112. 
triophthalma  Ypthima  Mab.    Hist.  Madag.  Lep.  1,  p.  28.  * 
tripunc-tata  Ypthima  Slrand,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.  114. 
lulibaghia  Meneris  L.    Mus.  Lud.  Ulr.,  p.  284. 
turbata  Henot,   Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.   Hist.  (5)  5,  p.  334. 

ubenica  Henot.  Thur.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  121.* 
ugandae  Elymn.  Grünb.  Sitzber.  Ges.  Nat.  Fr.  Berlin  1908, 

p.  54.  * 
una  Mycal.    Plölz,    Stettin.  Ent.  Zeit.  41,  p.  195. 
uueinata  Henotesia  Thur.  Berlin.  Ent.  Zeitschr.  42,  p.l23.* 
unüorniis  Mycal.  Baker,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  2,  p.470. 
unifnrinis  Ypthima  Barlel,    Nov.  Zool.   12,  p.   134. 
uniorellata  Ypthima  Strand,    Ent.  Zeitschr.  23,  p.   113. 


vicaria  Mycal.    Thur.    Berlin.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  118. 
victoriae  Neocoen.  Auriv.    Rhopal.  Aethiop.  p.  72.  * 
vietorina   Henot.   Westw.   Oates  Matabele  Land,   p.   350. 
vic)ilaiis  Pseudon.   Trim.    S.-Afr.  Butt.  1,  p.  84. 
vinsoni  Ypthima  Guen.    Vinson  Voyage  Lepid.,  p.  39. 
violascens  Mycal.    Auriv.    Rhopal.  Aethiop.,    p.  55. 
vola  Henotesia  Ward,    Ent.  Monthl.   Mag.  7,  p.  31. 
vulgaris  Mycal.  Bllr.    Cat.  Satyr.,  p.  130.  * 

vvardi  Henot.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  7,  Bull.  p.  73. 
wellnianni  Henot.   Weym.  Deutsche  Ent.  Zeitschr.  1908, 

p.   507. 
H-entzelae  Neocoen.   Thur.    Berl.    Ent.    Zeitschr.  48, 

p.  128. 

xeneas  Mycal.    Hew.    Exot.    Butt.  Mycal.   t.    7,    f.  48.  * 

ypthimoidcs  Neocoen.    Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  1893,  p.  646. 

zanjuga  Ypthima    Mab.    Hist.  Madag.  Lep.  1,  p.  25. 
zinebi  Mycal.    Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  3,  p.  19.  * 


NYMPHALID^.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  121 


Ausgegeben  35.  X.  1911.  5.  Familie !  NymphalidaG. 

Die  Nymphaliden  bilden  in  vieler  Hinsicht  den  Kern  der  Tagfalter,  um  den  die  übrigen  Formen 
sich  gi'uppieren  lassen  \md  sie  bilden  auch  durch  Formenreichtum  iind  Farbenpracht,  sowie  durch  ihre 
hoch  entwickelten  Ri^n  und  Ppn  eine  sehr  bemerkenswerte  Abteilung  der  Tagfalter.  Mit  den  Danaididen  und 
Sat_\Tiden  haben  sie  das  gemeinsam,  daß  die  Vorderfüße  beider  Geschlechter  verkümmert  sind;  sie  unterschei- 
den sich  aber  von  beiden  durch  die  offene  oder  nur  durch  eine  feine  Querrippe  geschlossene  Mittelzelle  der  Hflgl 
und  durch  die  nicht  zusammengedrückten  Palpen.  Die  Hflgl  bilden  am  Irde  eine  Rinne,  welche  deir  Hlb  um- 
faßt. Hierdurch  weichen  die  Nymphaliden  von  den  sonst  selir  nahe  verwandten  Acraeiden  ab.  Der  Hlb  ist 
immer  kürzer  als  der  Ird  der  Hflgl  und  ist  .nach  hinten  mehr  oder  weniger  kegelförmig  zugespitzt. 

Die  Nymphaliden  sind  im  allgemeinen  sehr  Icräftig  gebaut  mit  einem  dicken,  muskelreichen  Thorax  und 
haben  dementsprechend  einen  sehr  schnellen  und  ausdauernden  Flug.  Dessen  ungeachtet  können  viele  Arten 
ohne  Schwierigkeit  erbeutet  werden,  M^eil  sie  die  Gewohnheit  haben,  immer  wieder  nach  demselben  Platz 
oder  derselben  Blume  zurückzukommen.  Die  meisten  lieben  offene  und  sonnige  Stellen,  einige  aber  sind  den 
schattigen  Lichtungen  der  Urwälder  eigentümlich  und  haben  dann  eine  damit  übereinstimmende  dunklere, 
aber  oft  schön  blau  oder  grünlich  schillernde  Farbe. 

Unter  den  äthiopischen  Nymphaliden  kommen  sehr  ausgeprägte  Beispiele  von'Na.ch.ah.mung  (Pseudacraea) 
anderer  Schmetterlinge  tnid  auch  Ai'ten,  welche  unter  ganz  verschiedenen,  aber  nicht  von  der  Jahreszeit  ab- 
hängigen Farbenformen  auftreten  {HypoUmnas,  die  Weibchen  von  Charaxes  etheocle.s)  vor.  Näheres  darüber 
vnvÄ  bei  den  besonderen  Gattungen  und  Arten  mitgeteilt  werden. 

Die  Geschlechter  sind  gewöhnlich  einander  ähnlich,  können  aber  immer  am  sichersten  durch  die  ver- 
schiedene Bildung  der  Vorderfüße  von  einander  unterschieden  werden.  Bei  einigen  Gattungen  (Cynandra, 
Eurypliene,  Diestogyna.  Cyinothoe  und  vielen  Charaxes-Arten)  weichen  aber  die  Weibchen  so  vollständig  in 
Farbe  und  Zeiclmimg  von  den  Männchen  ab,  daß  man  nur  durch  Beobachtungen  in  der  Natur  ihre  Zusammen- 
gehörigkeit mit  den  Männchen  feststellen  konnte. 

Die  Rpn  zeichnen  sich,  soweit  sie  bekannt  sind,  dadurch  aus,  daß  sie  mit  steifen,  oft  verzweigten  Dornen 
bewaffnet  sind.  Diese  Dornen  treten  in  den  verschiedenen  Gruppen  und  Gattungen  in  verschiedener  Anzahl 
und  Entwicklung  auf  und  kommen  bisweilen  nur  auf  dem  Kopfe  vor.  Unsere  Kenntnisse  der  äthiopischen  Nym- 
phal  denraupen  ist  äußerst  lückenhaft  und  jeder  in  Afrika  wohnende  Schmetterlingsfreund  kann  darum  durch 
Erziehung  der  Schmetterlinge  aus  den  Rpn  und  durch  Beschreibung  und  Abbildung  derselben  der  Wissenschaf  t 
einen  großen  Dienst  erweisen.  Durch  die  Erziehung  einer  Art  in  Anzahl  aus  der  Rp  wird  auch  die  Variation 
derselben  und  die  Geschlechter  vieler  Arten  sicher  festgestellt  werden  können.  Große  imd  sehr  bedeutsame 
Entdeckungen  (vergl.  unter  HypoUmnas  dubius)  sind  schon  dadurch  gemacht  ujid  viele  andere  harren  noch 
ihrer  Lösung. 

Die  Ppn  sind  stets  frei  am  Afterende  aufgehängt,  oft  bauchig  verdickt  und  mit  einem  bis  mehreren  Höskern 
versehen. 

Die  Nymphahden  sind  über  alle  Weltteile  verbreitet,  treten  aber  in  größter  Anzahl  und  bedeutendstem 
Formenreichtum  in  den  Tropen  Amerikas  auf.  In  der  äthiopischen  Region  sind  sie  durch  41  Gattungen  imd  etwa 
490  Arten  vertreten.  Von  den  Gattungen  sind  29  {Lichnoptera,  Smerina,  Anianarcti'i,  Vanessula,  Catacroptera,  Apa- 
iaropsis,  Neptidopsis,  Meso.vantha,  Crenis,  Pseudacme  i,  Pseudonepiis,  C'atuni,  Pseudargynnis,  Cynandm,  Aterica, 
Hamanumida,  Euphaedra,  Euryphene,  Diestogyna,  Crenidotnimas,  HarmUla,  Etiryj)haedm,  Euryphura,  Cymothoe, 
Euptera,  Pseudathyma.,  Euxmthe  und  Palla)  für  die  Region  eigentümlich  und  kommen  in  den  anderen  Regio- 
nen gar  nicht  vor.  Diese  Gattungen  sind  durch  mehr  als  250  Arten  vertreten  und  umfassen  darum  wenigstens 
50%  der  äthiopischen  Nymphaliden.  Die  übrigen  nicht  endemischen  Gattungen  finden  sich  fast  alle  in  den 
südlichen  Teilen  Asiens  wieder. 

Von  den  äthiopischen  Nymphaliden- Arten  gibt  es  nur  a-ht  (Atella  phalanlha;  Argynnishyperbius;  Py- 
mmeis  cardui;  Precis  orithyi;  Precis  oenone;  HypoUmnas  hoUni:  ByhUa  iUihyvi;  vm&CJviraxes  jasius),  welche 
auch  in  anderen  Regionen  auftreten.  Vier  derselben  haben  jedoch  in  Afrika  besondere  Lokalrassen  ausgebildet. 
Innerhalb  Afrikas  haben  die  Nymphaliden  sich  am  schönsten  in  der  westafrikanisohen  Subregion  entwickelt ; 
dort  kommt  nicht  nur  die  Mehrzahl  der  Ai-ten  vor,  sondern  dort  sind  auch  alle  für  Afrika  eigentümlichen  Gattung 
außer  Smerina,  welche  nur  auf  ^Madagaskar  vorkommt,  vertreten.  Dort  leben  auch  die  grö.ßten  und  schönsten 
der  afrikanischen  Nymphaliden  und  haben  sieh  zu  ausgeprägten  Ur^valdbewohner  herausgebildet. 

Die  Nymphaliden  sind  hinsichtlich  ihrer  morphologischen  Kennzeichen  und  die  Bildung  der  Entwick- 
lungsstadien nicht  so  einförmig  wie  die  SatjTiden  tmd  Pieriden,  sondern  bieten  gi-oße  Verschiedenheiten  dar 
und  können  darum  in   mehrere,   gut  unterscheidbare  Unterfamilien  eingeteilt  werden. 

Die  äthiopischen  Nymphaliden  gehören  acht  Unterfamilien  an,  welche  nach  der  folgenden  Uebersicht 
ohne  Schwierigkeit  unterscliieden  werden  können. 

XIII  16 


122  CHARAXIDIN^.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLros. 


U  0  b  e  r  s  i  c  1)  t     der     U  n  t  e  r  f  a  ni  i  1  i  e  n. 


I.  Die  Rippen  7  und  8  der  \  tlgl  sind  ininier  viel  langer  als  ihr  gemeinsamer  Stiel.      Die  Präoostalrippe  der 
Hflgl  entspringt  immer  weit  hinter  dem  Punkte,  wo  sieh  die  Rippe  8  von  der  vorderen  Mittelrippe  trennt. 

1.  Charaxidinae. 

IL  Die  Rippen  7  und  8  der  Vflgl  sind  immer  viel  kürzer  als  ihr  gemeinsamer  Stiel. 

A.  Die  Präcostalrippe  der  Hflgl  entspringt  fast  immer  vor  oder  an  dem  Punkte,  wo  sich  die  Rippe  5  von 
der  Mittelzelle  trennt  (nur  bei  Catiina  und  Aterica  nach  diesem  Punkte).  Die  Fühlerkolbe  ist  stets  all- 
mählich verdickt,  in  die  Länge  gezogen  und  drehrund.  Die  Vordertarsen  des  Weibchens  nur  am  2. — 4. 
oder  3. — 4.  Glied  bedornt. 

a)  Die  Rippe  8  der  Vflgl  geht  in  den  Saum.    Der  Saum  der  Hflgl  niemals  an  der  Rippe  2  gelappt  und 
zugleich  an  der  Rippe  4  geschwänzt. 

*  Die  Präcostalrippe  der  Hflgl  entspringt  näher  an  der  Flglwurzel  als  an  der  Rippe  7. 

2.  Nymphalinae. 

**  Die  Rippen  5 — 7  der  Hflgl  entspringen  dicht  aneinander  und  so  nahe  an  der  Flglwurzel,  daß  die 
Präcostalrippe  weiter  von  der  Wurzel  als  von  der  Rippe  7  entfernt  ist.     3.  Xeplidinae. 

^)  Die  Rippe  8  der  Vflgl  geht  in  den  Vrd  oder  die  Spitze  aus.    Der  Saum  der  Hflgl  an  der  Rippe  4  ge- 
schwänzt und  zwischen  den  Rippen  Ib  imd  2,  dicht  an  der  Rippe  2,  mit  einem  stumpfen  Lappen. 

4.  Älarpesünae. 

B.  Die  Präcostalrippe  der  Hflgl  entspringt  immer  nach  der  Trennung  der  Rippe  8  von  der  Mittelzelle. 
Die  Fühlerkolbe  mäßig  lang  und  gewöhnlich  flachgedrückt.  Die  Vordertarsen  des  Weibchens  an  den 
Gliedern  1 — 4  bedornt. 

a)  Die  hintere  Mittelrippe  der  Vflgl  bis  zum  Anfange  der  Rippe  2  und  die  Rippe  12  an  der  Wurzel  schwach 
aber  deutlich  verdickt.  5.  Eunicinae. 

i^)  Die  hintere  Mittelrippe  der  Vflgl  nicht  aufgeblasen  oder  verdickt. 

*  Die  Rippe   12  der  Vflgl  an  der  Wurzel  zu  einer  großen  ellipsoidischen  Blase  angeschwollen. 

6.  Eurytelinne. 

**   Die  Rippe  12  der  Vflgl  nicht   angeschwollen. 

1.  Die  Palpen  nicht  aufgeblasen.  7.   Vanessinae. 

2.  Das  Mittelglied  der  Palpen  aufgeblasen,  hell  gefärbt   inid  mit  sclnvarzen  Borstenhaaren  be- 
kleidet. 8.   Argi/nnidiiiae. 

1.  Unterfamilie:    Charaxidinae. 

Obwohl  che  Charaxidinen  äußerlich  von  einander  sehr  abweichen  können,  sind  sie  immer  leicht  durch 
die  in  der  L^ebersicht  erwähnten  Charaktere  kcnnthch.  Die  Guttxing  Eitximthe  weicht  durch  Flügelfoiin,  Zeich- 
nung und  Farbe  so  sehr  von  der  Gattung  Charaxes  ab,  daß  man  früher  die  Verwandtschaft  derselben  nicht 
ahnte.  Die  Untersuchung  des  Rippenbaues  zeigte  aber  sofort,  daß  Euxnnthe  ein  naher  Verwandter  von  Cha- 
raxes sein  mußte  und  dieses  hat  sich  später  durch  die  Entdeckung  der  Entwicklungsstadien  voll  bestätigt. 
Viele  Lepidopterologen  kümmern  sich  gar  nicht  um  die  Anordnung  der  Rippen  in  den  Schinetterlingsflgln  und 
halten  solche  Untersuchungen  für  unnötig  oder  allzu  schwierig.  Solche  Untersuchungen  sind  jedoch  wenigstens 
bei  den  Tagfaltern  sehr  einfach,  wenn  man  die  Flügel  von  unten  betrachtet  und  man  gewinnt  dadurch  einen  Ein- 
blick in  die  ^rirkliche  Zusammengehörigkeit  der  Formen  und  kann  nicht  durch  äußere  Aehnlichkeit  getäuscht 
werden.  Tausende  von  Sclimetterlingsarten  sind  zu  falschen  Gattungen  geführt  worden  uiid  Himderte  von 
Gattungen  in  unrichtigen  Familien  eingereiht  worden,  weil  so  viele  Verfasser  unterlassen  haben,  den  Bau  ihrer 
Lieblinge  genau  zu  untersuchen. 

Die  Rpn  der  Oharaxiden  sind  sehr  charakteristisch..  Ihr  Körper  ist  völlig  unbewaffnet,  an  oder  etwas  vor 
der  Mitte  am  dicksten  und  dann  sowohl  nacli  vorn  wie  nach  hinten  allmählich  verjüngt;  die  Haut  ist  nackt  aber 
fein  gekörnelt  und  am  Hinterende  kommen  zwei  stumpfe  Höcker  vor.  Der  Kopf  ist  groß,  viel  dicker  als  das 
erste  Körperglied,  rnit  der  Mundöffnung  schief  nach  vorn  gerichtet  und  trägt  am  Hrd  vier  lange  fein  gezackte 
Dornen.  Alle  bisher  bekannten  Arten  haben  eine  lebhaft  grüne  Grundfarbe,  welche  gewöhnlich  durch  einige 
wenige  heller  gefärbte  Rückenflecke  unterbrochen  wird.  Sie  sind  sehr  träge  und  verlassen  oft  wälu-end  des 
ganzen   Lebens  nicht  den  Zweig,  auf  welchem  das  Ei  gelegt  wurde. 

Die  Ppn  sind  sehr  dick,  abgenindet  luid  völlig  glatt :  der  Rücken  ist  stark  konvex  luid  der  Kopf  hat 
zwei  sehr  stumpfe  Spitzen;  das  Endglied  hat  zwei  kleine,  abgerundete  Wärzchen  am  Vrde  und  vier  andere 


EUXANTHE.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  123 

an  der  Spitze  rings  nm  die  Wurzel  des  Kremaster.  Dieser  bildet  bisweilen  einen  rechten  Winkel  mit  der  Längs- 
achse der  Pp. 

Die  Eier  sind  halbkugelig,  etwas  abgeflacht  und  haben  am  oberen  Ende  feine  radiäre  Kippen. 

Die  Charaxiden  lieben  bewaldete  Gegenden  und  treten  darum  im  Urwaldgebiet  Westafrikas  viel  häu- 
figer und  in  größerem  Artenreichtum  auf.  Einige  wenige  Arten  wie  z.  B.  Charaxes  pelias  kommen  auch  in  mehr 
offenen  Gegenden  vor,  fliegen  aber  gern  in  der  Nähe  kleiner  Bäume  und  Sträucher.  In  Südafrika  fehlen  die 
meisten  Arten  im  Kaplande  und  treten  erst  in  den  mehr  bewaldeten  Teilen  des  eigentlichen  Kaffernlandes 
und  Natals  auf.  Da  die  Lebensweise  von  Euxanihe  und  Charaxes  wie  auch  der  ganze  Habitus  ganz  verschieden 
ist,  wird  näheres  darüber  bei  den  Gattungen  berichtet  werden. 

Uebersicht    der    Gattungen. 

I.  Die  Hflgl  gleichförmig  breit  abgerundet,  ohne  Ecken  oder  Schwänze.  Die  Palpen  schwarz  mit  weißen  Punkten. 

1.  Euxanthe. 

II.  Die  Hflgl  fast  immer  geeckt  oder  geschwänzt.    Die  Palpen  unten  mit  hellem  Längsstreifen  aber  ohne  weiße 
Pimkte. 

A.  Mittel-  und  Hinterschienen  auf  beiden  Seiten  bedornt.    Die  Flgl  unten  nie  mit  feinen  dunklen  Quer- 
linien dicht  gestrichelt.  2.  Charaxes. 

B.  Mittel-  und  Hinterschienen  nur  unten  bedornt,  oben  unbewaffnet.   Die  Flgl  unten  zum  Teil  mit  kurzen 
feinen  braunen  Querlinien  dicht  gestrichelt.  3.  Palla. 

1.  Gattung:  Euxanthe  Hhn. 

Diese  Gattung  kommt  nur  in  Afrika  vor  und  umfaßt  große  breitflügelige  Arten.  Bei  dem  ^  sind  die 
Flgl,  besonders  die  Vflgl,  kürzer  und  breiter  als  bei  den  $  und  der  Saum  der  Vflgl  ist  vor  der  Mitte  fast  gerade 
und  bildet  mit  dem  Vrde  einen  deutlichen  Winkel.    Die  Hflgl  sind  abgerundet,  ohne  Anhänge. 

Die  Euxanthe- Arten  kommen  nur  in  den  wärmeren  und  bewaldeten  Gegenden  Afrikas  imd  auf  Mada- 
gaskar vor.  Südlich  gehen  sie  nur  bis  zur  Delagoa-Bay;  sie  sind  scheu  und  haben  einen  unregelmäßigen,  aber 
nicht  schnellen  Flug;  sie  werden  wie  Nachtfalter  durch  zuckerhaltigen  Köder  angelockt.  Die  Arten  können 
in  zwei  leicht  unterscheidbare  Gruppen  eingeteilt  werden. 

Erste   Gruppe. 

Die  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  mit  einem  großen,  dreieckigen,  rotbraunen  oder  gelbbraunen  Flecke.  Die  Mittel- 
zelle der  Hflgl  geschlossen;  diejenige  der  Vflgl  i.st  fast  dreieckig  und  ihre  Hinterecke  ist  nicht  oder  nur  wenig  mehr  als  ihre 
Vorderecke  ausgezogen.  — •  Untergattung  HypomelaerM  Auriv. 

E.  trajanus  Ward  (29  f.).  Beide  Flgl  von  schwarzer  Grundfarbe;  die  Vflgl  beim  ^J  auf  beiden  Seiten  trajanus. 
mit  gelbbraunem  Wurzelfleck,  einer  hellgelben  Querbinde  über  die  Mitte,  einer  Bogenreihe  von  sieben  Sub- 
marginalflecken  von  denen  die  vorderen  größer  sind  und  zwei  bis  drei  kleinen  weißen  Flecken  vor  der  Spitze ; 
die  Hflgl  sind  oben  in  der  Mitte  bläulichweiß  und  haben  kleine  weiße  Punkte  dicht  am  Saume;  unten  sind  sie 
schwarz  mit  tiefschwarzen  Strahlen  zwischen  den  Rippen  und  an  der  Wurzel  schmal  rotbraun.  —  Das  $  hat 
weiße  Zeichiuingen  und  der  Wurzelteil  der  Hflgl  ist  auf  beiden  Seiten  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  und  vom 
Irde  bis  zur  Rijjpe  7  weiß;  die  sciiAvarze  Saumbinde  ist  darum  viel  schmäler  als  beim  q,  schließt  aber  zwei  Reihen 
weißer  Flecke  ein.  —  In  Westafrika  vom  Niger  bis  Angola. 

E.  i\htx'm%  Smith  ist  der  vorigen  Art  recht  ähnlich,  weicht  aber  in  männlichem  Geschlechte  dadurch  ab,  tlberius. 
daß  die  Hflgl  oben  in  der  Mitte  einfarbig  schwarz  sind,  aber  vor  der  Spitze  1 — 3  Submarginalflecke  haben; 
sowie  dadurch,  daß  die  Mittelbinde  der  Vflgl  schmäler  und  grünlich  ist.  Die  Grundfarbe  der  Hflglunterseite 
ist  lebhaft  braun  statt  schwärzlich,  wodurch  die  dunklen  Z^\-ischenaderstrichen  schärfer  hervortreten  als  bei 
trajanus.  —  Das  $  unterscheidet  sich  vom  $  des  trajanus  nur  dadurcli,  daß  das  weiße  Discalfeld  der  Hflgl  viel 
schmäler  ist,  die  Mitte  des  Flgls  nicht  überragt  und  die  Wurzel  nicht  erreicht;  die  Grundfarbe  der  Unterseite 
beider  Flgl  ist  rotbraun.  Das  $  erinnert  durch  Farbe  und  Zeichnung  etwas  an  Danaida  formosa.  Deutsch-  und 
Britisch-Ostafrika. 

Zweite  Gruppe. 

Die  Vflgl  ohne  rotbraunen  Wurzelfleck.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  offen.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  am  Vorder- 
ende stumpf  abgerundet  und  an  der  Hinterecke  lang  ausgezogen,  so  daß  sie  beinahe  die  Form  eines  Halbkreises  hat.  —  Die 
Flügel  haben  bei  allen  Arten  eine  schwarze,  oder  unten  bisweilen  braune  Grundfarbe;  die  Vflgl  haben  2 — 4  Querreihen  heller 
Flecke  und  die  Hflgl  ein  größeres  oder  kleineres,  helles  Jlittelfeld  und  hinter  der  Mitte  2  oder  3  Bogenreihen  von  gerundeten 
hellen  Flecken  oder  Punkten.      Der  Hinterleib  gegen  die  Spitze  auf  beiden  Seiten  oder  wenigstens  unten  gelb. 


V2i 


CHARAXES.     Von  Dr.  C.  AumviLLirs. 


iiiadayn.-^ra-  E,  niadagascaricnsis /-«crt;?  (29  e).      Die  Vflgl  nur  mit  zwei   Querreihen  heller  Flecke,  einer  über  die 

rieuM«.  ^litfe  aus  7  großen,  länglichen  Flecken  der  Felder  Ib — (5  und  einer  nahe  am  Saume  aus  kleinen  genmdeten 
Flecken  und  mit  2 — 4  kleinen  hellen  Flecken  in  der  Mittelzclle:  die  Hflgl  mit  hellem  Mittelfelde  und  hinter  der 
Mitte  oben  mit  einer,  unten  mit  2 — 3  Bogenreihen  geriuideter  Flecke:  da«  Feld  7  der  Hflgl  in  innerer  Hälfte 
einfarbig  ohne  hellen  LängS5<treifen.  Die  Hflgl  unten  mit  rostbrauner  Gnmdfarbe.  Hlb  oben  schwarz,  unten 
ockergelb.  —  J:  Zeichnungen  hellgrün;  das  Mittelfeld  der  Hflgl  klein,  oben  nur  aus  4  Flecken  in  den  Feldern 
4 — 6  luid  in  der  Spitze  der  Mittelzelle,  unten  auch  von  einigen  kleinen  Flecken  in  la — 1  c  gebildet.  —  5.  Alle 
Zeiehnimgen  weiß;  das  ^littelfeld  der  Hflgl  ist  sehr  groß,  erreicht  fast  die  Wurzel  und  erstreckt  sich  weit  über 
die  Glitte  hinaus,  die  Wurzel  der  Felder  la — 6  bedeckend:  Hflgl  oben  am  Analwinkel  zimtbraun;  hat  eine 
entfernte  Aehnlichkeit   mit   Ainainis  nossimn.    Jladagaskar,  im  Urwaldgebiet  der  Ostküste. 

trakefieldi.  E.  wakefieldl   Ward  (29 f).    Vflgl  mit  3  Querreihen  heller  Flecke;  die  zweite  aus  3  Flecke  der  Felder 

4 — 6.  Die  Mittelzelle  an  der  Spitze  mit  einem  großen  Fleck.  Hlb  auch  oben  gelb.  Das  Mittelfeld  der  Hflgl 
beim  j  etwas  größer  als  bei  der  vorigen  Art.  Uelirigens  stimmt  sie  beinahe  völlig  mit  madaga^caiiensis  über- 
ein.   In  Ostafrika,  von  Delagoa-Bay  bis  Britisch  Ostafrika. 

E.  eurinome  ist  den  beiden  vorigen  Arten  sehr  ähnlich,  imterscheidet  sich  aber  sofort  dadurch,  daß 
die  Mittelbmde  der  Vflgl,  wie  die  Figur  zeigt,  in  langgestreckte,  weit  getrennte  und  unregelmäßig  gestellte  Flecke 
aufgelöst  ist;  besonders  ist  hervorzuheben,  daß  der  Fleck  im  Felde  3  weit  saunnväi-ts  gerückt  ist.    Die  Flecke 

eurinome.  beim  J  hellgrün.  Hlb  gelb.  —  eurinome  Cr.  j  :  Das  Mittelfeld  der  Hflgl  weißlich.  2:  Alle  Zeichnungen  milch- 
weiß; das  Mittelfeld  der  Hflgl  ist  groß,  überragt  die  Mitte  imd  bildet  einen  großen  Fleck  im  Felde  3.    Sierra 

ansrUica.  Leone  bis  zum  Niger.  —  ansellica  Btlr.  (29  f  irrtümlich  als  euriuonie  bezeichnet).  3:  Das  ^littelfeld  der  Hflgl 
wie  die  übrigen  Zeicluumgen  hellgrün:  'i^ :  Alle Zeichmmgen  grünlichweiß;  das  Mittelfeld  der  Hflgl  ist  kleiner, 
erreicht  nicht  oder  kaum  die  Mitte  und  bildet  höchstens  einen  kleinen  undeutlichen  Fleck  im  Felde  3.  Ist  die 
südliche  Rasse  imd  kommt  von  Kamerun  bis  Angola  imd  Unyoro  vor. 

E.  crossleyi  weicht  in  beiden  Geschlechtem  von  allen  anderen  Arten  dadurch  ab.  daß  das  Feld  7  der 
Hflgl  auf  beiden  Seiten  einen  langen  hellen  Längsstreifen  hat,  welcher  sich  von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte 
hinaus  erstreckt.   Die  Flecke  der  Mittelbinde  der  Vflgl  sind  fast  wie  bei  eurinome  angeordnet.   Der  Hlb  ist  gelb 

crossleyi.  und  die  Zeiclmungen  beim  o  hellgriüilich.  beim  i  gelblichweiß.  —  Bei  crossleyi  Ward  ist  das  helle  Wurzelfeld 
der  Hflgl  groß,  dehnt  sich  bis  über  die  Mitte  aus  und  ist  nach  fixißen  in  Strahlen  aufgelöst,  welche  sich  beim  $ 
immer,  imd  gewöhnlich  auch  beim  q.  mit  den  großen  gerundeten  Flecken  de  ersten  Bogenreihe  vereinigen. 

ansorgci.  Eine  seltene  aber  von  Kamerun  bis  Angola  und  Aruwimi  verbreitete  Form.  —  ansorgei  Bothsch.  u.  Jord.  ist 
die  ostafrikaiiische  Rasse,  welche  in  Uganda  gefunden  wurde  und  nur  dadurch  abweicht,  daß  das  helle  Wurzel- 
feld der  Hflgl  viel  kleiner  imd  von  den  Submarginalfleeken  völlig  getrennt  ist. 

2.  GattiiiiL;- :   diaraveix  0. 

Die  Vflgl  sijid  breit  und  gewölmlich  spitz  dieieckig  nüt  geradem  oder  ausgerandetem  Saume,  welcher 
fast  ebenso  lang  oder  sogar  länger  als  der  gerade  Hrd  ist.  Die  Hflgl  sind  am  Hinterwinkel  mehr  oder  weniger 
ausgezogen,  geeckt  oder  gelappt  und  haben  gewöhnlich  zwei  schwanzäJmliche  Anhänge,  an  der  Spitze  der  Rippen 
2  und  4  oder  sind  wenigstens  an  diesen  Rippenenden  geeckt.  Bisweilen  sind  die  j  ungeschwänzt  und  die  J  haben 
einen  Anhang  an  der  Rippe  4  oder  haben  die  j  ein  Schwänzchen  (an  der  Rippe  2)  luid  die  i  zwei.  Der  Vrd 
der  Hflgl  stark  gebogen.  Die  Fühler  erreichen  fast  die  Mitte  des  ^'rds  der  Vflgl  und  haben  eine  allmählich  ver- 
dickte, drelimnde,  an  der  Spitze  stumpf  abgerimdete  Kolbe.  Der  Thorax  ist  sehr  dick  und  kräftig  gebaut 
und  die  C/iaraxes  besitzen  dadurch  ein  selir  hoch  entAvickeltes  imd  ausdauerndes  Flug\-ermögen.  Die  Flglrip- 
pen  sind  auch  dick  und  kräftig  und  der  \"rd  der  Hflgl  ist  mit  kleinen  scharfen  Zähnchen  bewaffnet. 

Die  Arten  sind  oft  prachtvoll  gefärbt  imd  auf  beiden  Seiten  schön  gezciclmet  und  die  Gattung  kann 
als  eine  der  schönsten  imter  den  Xvmphaliden-Gattungen  betrachtet  werden. 

Sie  besuchen  nicht  oder  sehr  selten  Blumen,  werden  aber  vom  ausfließendem  Saft  an  Bäumen,  von 
verfaulten  Früchten,  von  Exkrementen  und  anderen  übelriechenden  Stoffen  angelockt  und  können  dadurch  oft 
geködert  werden,  besonders  weil  sie  die  Gewohnheit  haben  stets  wieder  an  dieselbe  Stelle  zurückzukommen. 
Die  Q3  liesuchen  auch  feuchte  Plätze  und  kleine  Wasserpfützen  und  werden  dadurch  leichter  gefangen  als  die 
£?.  die  in  den  Sammlungen  meist  sehr  selten  sind. 

EtMa  zwei  Drittel  aller  bekaimten  C/iaraxes-Arten  kommen  in  der  äthiopischen  Region  vor.  Xur  eine 
emzigc  afrikanische  Art,  Ch.  jasius,  kommt  auch  außerhalb  der  Region  vor,  indem  sie  im  ^littelmeergebiet  weit- 
verbreitet ist. 


Uebersielit  der  G nippen. 

Um  die  Bestimmung  der  zahlreichen  Formen  zu  erleichtern,  teilen  wir  dieselben  in  Gruppen  ein. 

I.  Die  Felder  1  a — 1  c  der  Hflglmiterseite  in  ilirem  Wurzelteil  durch  helle  imd  dimkle  Längsstrahlen 


CHARAXES.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  125 

bunt  gefärbt.    Die  Wurzelliälfte  der  Unterseite  beider  Flgl  tief  rotbraun  oder  schwarz  mit  zahlreichen,  grell 
hervortretendem,  großen,  schwarzen  bis  grauen,  -weiß  oder  silbern  umrandeten  Flecken  oder  Strichen. 

1.  Jasius-Ch-y  ppe . 
II.    Die  Felder  1  a  und  I  h  der  Hflglunterseite  wenigstens  bis  zum  Kndc  der  Rippe   1  a  gewöiuilich 
einfarbig  ohne  Zeiiluningen,  selten  mit  dunklen    Querstrichen  und  sehr  selten  mit  helleren  Längsstrahlen,  in 
welchem  Falle  jedoch  die  Wurzelhälfte  der  Unterseite  keine  schwarze,  hell  gerandete  Flecke  hat  oder  die  Rippen 
grün  sind. 

A.  Die  Vflgl  unten  im  Felde  1  b  nahe  am  Hinterwinkel  mit  einem  großen  oder  zwei  kleineren,  gewöhnlich  scharf 
hervortretenden,  schwarzen  Flecken,  welche  bald  den  Kern,  bald  die  Begrenzung  eines  großen  Augenfleckes 
bilden,  bald  auch  ganz  frei  liegen. 

a)  Die  Hflgl  am  Analwinkel  zwischen  den  Rippen  1  b  mid  2  in  einen  breiten  Lappen  ausgezogen,  welcher 
mit  einem  stumpfen  Schwänzchen  an  der  Rippe  2  vereinigt  ist.  2.  Zingha-Oruppe. 

[j)  Die  Hflgl  am  Analwinkel  nicht  in  einen  Lappen  ausgezogen  gewöhnlich  aber  an  der  Rippe  2  lang  geschwänzt. 

*  Die  Flgirippen  braun  oder  weißlich,  nie  grün. 

L  Die  Mittelzelle  der  Hflglunterseite  mit  dunklen  Querstrichen.    Hflgl  nie  rot. 

§  Die  Zeiclinungen  auf  der  Mitte  der  Hflglunterseite  hören  an  der  Rippe  8  auf  und  setzen  sich  nicht 
bis  zum  Vrde  fort.  Der  Vrd  ist  demnach  von  der  Praecostalrippe  bis  M'cit  über  die  Mitte  hin- 
aus einfarbig,  weiß  oder  weißgrau.  3.  Etesipe-Gruppe. 
§§  Die  Zeichnungen  in  der  Mitte  der  Hflglunterseite  setzen  sich  bis  zum  Vrde  fort. 

t  Die  Mittelzelle  der  Vflglunterseite  mit  rotbraiuien  Zeichnmigen  auf  hellerem  oder  dunklerem 

Grunde.  Die  Hflgl  oben  mit  zusammenhängender,  rotgelber  Saumbinde.    4.  Cynthia-Gruppe. 

tt  Die  Mittelzelle  der  Vflglunterseite  tief  schwarz  mit  weißen  Flecken.  8.  Nobilis-Gruppe. 

ttt  Die  Mittelzelle  der  Vflglunterseite  mit  schwarzen  oft  weiß  umzogenen  Zeichnungen  auf 

hellcrem  Grunde. 

*  Die  Hflgl  oben  fast  ganz  weiß.  7.  Hadrianus-Gruppe. 

**  Die  Hflgl  nicht  oben  zum  größten  Teil  weiß. 

a)  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  unten  mit  einem  dunklen  Fleck  an  der  Wurzel  und  zwei  fast 
geraden  Quei'strichen,  oder  der  erste  Querstrich  in  zwei  ungleich  große  Flecke  aufgelöst. 

0.  Die  Flgl  oben  schwarz  imd  lotbraun   oder  beim  9  schwärzlich  mit  gemeinsamer 

weißer  Mittelbinde  und  rostbrauner  Vrdswurzel  der  Vflgl.       5.  Lucretius-Gnippe. 

00.  Die  Flgl  oben  mit  schwarzer  oft  blauschillernder  Grundfarbe  und  weißen  oder 

blauen  Zeiclinungen,  selten  beim  $  ohvengrau.  6.   Tiridates-Gruppe. 

b)  Die  Mittelzelle  der  Vflglunterseite  in  der  Wurzelhälfte  mit  drei  freien  abgerundeten 
dunklen  Punkten  imd  dann  mit  einem  in  der  Mitte  tief  nach  außen  gebogenem 
Qui-rstrich. 

9.  Etheodes-Gruppe. 
2.  Die  Mittelzelle  der  Hflglunterseite  mit  4  schwarzen  Flecken.    Hflgl  mit  roter  Grundfarbe. 

10.  Acraeoides-Gruppe. 
**  Die  Flgirippen  besonders  an  der  Wurzel  und  auf  der  Unterseite  grün  oder  grünlich. 

§  Die  Hflgl  unten  mit  Silberflecken.  11.  Jahlusa-Gruppe. 

§§  Die  Flgl  unten  ohne  Silberflecken.  12.  Candiope-Gmppe. 

B.  Die  Vflgl  unten  im  P'elde  1  b  nahe  am  Hinterwinkel  ohne  schwarzen  Fleck  oder  Flecke,  selten  (in  der  Varanes- 
Gruppe)  mit  scliwacher  Andeutung  von  zwei  dunklen  Piuikten. 

a)  Die  Hflgl  wenigstens  mit  einem  langen  Schwänzchen,  nie  oben  schwarz  mit  blauen  Zeichnungen. 

*  Die  Hflgl  an  der  Rippe  2  nicht  oder  nur  kurz  geschwänzt. 

§  Die  Rippen  an  der  Wurzel  grünlich.  Die  Rippen  Sund  4  der  Hflgl  nicht  gestielt.    13.  Varanes-Gruppe. 

§§  Die  Rippen  nicht  grünlich.    Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  deutlich  gestielt.  14.    Lichas-Gruppe. 

**  Die   Hflgl   bei    beiden    Geschlechtern  an  der  Rippe  2  mit  langem  Schwänze,  beim  ?  auch    an  der 

Rippe  4  mit  solchem  Schwanz.  15-  Zoolirm-Gruppe. 

ß)  Die  Hflgl  ganzrandig  oder  nur  schwach  gezackt;  bisweilen  beim  ?  mit  einem  Schwanz   an  der  Rippe  4, 

die  Flgl  aber  in  diesem  Falle  oben  tief  schwarz  mit  blauen  Zeichnungen. 

Beide  Flgl  mit  hellgrüner  Grundfarbe.  16.  Eupale-Gruppe. 

^*  Die  Grundfarbe  der  Flgl  nicht  grün. 

§  Die  Flgl  oben  gelbrot-braungelb  mit  schwarzbraunen  Zeichnungen  und  bei  beiden  Geschlechtern 
ohne  Scliwanz.  17.  Nichetes-Gruppe. 


* 


126  CHARAXES.     Von  Dr.  C.  AuRivnxros. 

§§  Die  Flgl  oben  tief  schwarz  mit  blauen  Zeichnungen.     Die   Hflgl   beim  ^  ohne  Schwanz,    beim    2 
mit  einem  deutlichen  Schwänzchen  an  der  Rippe  4.  18.   Lnodice-Gruppe. 

1.   Jasius- Gruppe. 

Diese  Gruppe  ist  dui-ili  die  reiche  und  l>iiiite  Zeielinuii;;  der  Unterseite  beider  Flgl  und  besonders  durch  die  abwech- 
■sehuleii  hellen  und  dmiklen  Lan^linien  ani  lide  der  Hflgl  in  den  Feldern  1  a,  1  b  (und  1  c)  sehr  ausgezeichnet.  Beide 
(ie.schlechter  haben  zwei  Sihwänze  am  Saiune  der  Hflgl,  einen  längeren  an  der  Rippe  2  und  einen  an  der  Rippe  1: 
bisweilen  koiiiint  auch  ein  kürzeres  Schwänzchen  an  der  Rijtpe  3  vor.  Beide  Plgl  haben  gewöhnlich  oben  eine  helle  Discal- 
binde,  welche  oft   scharf  begrenzt   ist,  aber,  wenn  die  Grundfarbe  hell  ist.  bisweilen  ohne  scharfe  Grenze  in  dieselbe  tibergeht. 

)<isiti.i.  Ch.  jasius  unterscheidet  sich  von  allen  übrigen  Arten  dadurch,  daß  die  Discalbinde  fehlt  und  daß 

beide  Flgl  darum  oben  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  einfarbig  oder  fast  einfarbig  schwarzbraun  sind.  DieVflgl 
oben  mit  einer  breiten,  braungelber,  durch  die  schwarzen  Rippen  mehr  oder  weniger  geteilten  Saumbinde 
und  vor  derselben  mit  einer  bisweilen  undeutlichen  Reihe  von  ähnlichen  aber  \'iel  kleineren  Submarginalflecken. 
Die  Hflgl  oben  mit  einer  ähnlichen  braungelben  oder  gelblichen  Saumbinde,  welche  jedoch  durch  eine  schwarze 
Saumlinie  vom  Saume  selbst  getrennt  ist.  gegen  den  Anahvinkel  schmäler  wird  und  dort  grau  oder  graugrünhch 
überzogen  ist. — -Bei  der  Hauptform  jasius  L.  (  =  Jason  L)  (B.  I,  52b,  c)  haben  die  Hflgl  oben  keineodernur  3 — 4 
kleine  freie  blaue  Submarginalf  lecke  vor  der  Saumbinde  in  den  Feldern  1  c — 3  und  die  Vflgl  deutliche  Submarginal- 
f lecke.  Auf  der  Südseite  der  Sahara,  tnid  demnach  im  äthiopischen  Gebiete,  fand  Oberleutnant  A.  Schultze. 
bei  Hossere  Markoli  ein  Stück,  welches  kaum  von  der  Hauptform  verschitden  ist  und  davon  nur  dadurch  abweicht, 
daß  die  braungelben  Submarginalflecke  der  Vflgl  fehlen  und  die  Hflgl  4 — 5  ein  wenig  größere  blaue  Submarginal- 
flecke  in  den  Feldern  1  c — 4  ( — ö)  haben.  Durch  diese  Kennzeichen  nähert  er  sich  der  folgenden  Form  und  beweist. 
eiiijasius.  daß  diese  nur  eine  geographische  Rasse  von  jasius  ist.  —  epijasius  Reiche  (30  a)  weicht  dadurch  ab,  daß  die 
Saumbinde  beider  Flgl  breiter  und  heller  ist,  daß  die  Submarginalflecke  der  Vflgl  fehlen  oder  nur  nahe  am  Vrde 
auftreten  und.  besonders  dadurch,  daß  die  blauen  Submarginalflecken  der  Hflgloberseite  zu  einer  breiten,  blauen 
Querbinde,  welche  sich  vom  Aiuilwinkel  bis  zur  Rippe  5,  6  oder  7  ausdehnt,  zusammengeflossen  sind.  —  Rp  unten 
grünlichweiß,  oben  lebhaft  grün  mit  zwei  gerundeten,  augenähnlichen  Rückenflecken  (der  Glieder  6  und  8), 
und  einer  feinen  gelblichen  SeitenUnie.  Avelche  am  ^^erten  Glied.e  anfängt  und  die  dunklere  Oberseite  von  der 
helleren  Unterseite  trennt:  die  vier  langen  Kopfhörner  an  der  Spitze  rötlich;  der  Kojjf  mit  gelber  Seitenlinie. 
maculatus.  Kommt  an  der  Südseite  der  Sahara  von  Senegambien  bis  zum  Nil,  in  Unyoro  undAbj'ssinien  vor.  —  ab.  macu- 
latus  Suff,  hat  wie  jasius  sieben  gelbbraune  Submarginalflecke  der  Vflgloberseite.  stimmt  aber  sonst  ganz 
mit  epijasius  überein.    Von  der  Insel  Konakry  an  der  Küste  Senegambiens. 

Ch.  brutus.    Beide  Flgl  oben  schwarz  oder  schwarzbraun  mit  einer  gemeinsamen  weißen  oder   weil.i- 
gelben  Discalbinde,  welche  auf  den  Vflgln  gegen  den  Vrd  in  Flecke  aufgelöst  ist.    Saumflecke  fehlen;  die  Hflgl 
haben  aber  vor  dem  Saume  2 — 4  kleine  blaue  Flecke,  2  im  Felde  1  c  und  je  einen  in  2  und  3.    Die  Unterseite 
hat  eine  zusammenhängende  weiße  Discalbinde;  die  Grundfarbe  des  Wurzelteils  ist  rotbraun  mit  den  für  die 
frruppe  eigentümlichen  sch\\arzen.  weiß  umzogenen  Zeichnungen,  die  scharf  hervortreten;  der  Saumteil  ist 
nächst  der  Discalbinde  braungelh  und.  ist  dann  mit  großen,  dreieckigen,  schwarzen,  nach  außen  bleigrau  begrenz- 
hnihi.i.  ten  Flecken  geziert.  Die  Hflgl  auch  an  der  Rippe  3  deutlich  aber  kurz  geschwänzt.  —  brutus  Cr.  (30  a).  Die  Dis- 
calbinde der  Oberseite  rein  weiß,  nicht  oder  nur  undeutlich  blau  gesäumt,  auf  den  X'flgln  auch  im  Felde  7  mit 
nataleimix.  einem  Flecke  und  im  Felde  1  b  3 — 9  mm  breit.    Sierra  Leone  bis  zum  Niger.  —  natalensis  tStgr.  weicht  nur  dadurch 
ab,  daß  die  Discalbinde  deutlich  blau  gesäunil  ist  und  die  kleinen  Saumflecken  etwas  deutlicher  als  bei  der  Haupt- 
angustus.  foi ni  sind.    Ostafrika  von  Natal  bis  Kiiiinaiidjaro.  — •  angustus  Rothscli.  (30  a)  hat  eiiu'  viel  schmäli-rc  im  Felde 
1  I)  der  \'flgl  nur  2,.') — 4  mm  breite  Discalbinde  und  scbr  kleine  oder  ganz  verschwuiulene  Saumfl(>ckc  der  Vflgl. 
and-ira.  Alt  Calabar  bis  Angola.  —  Bei  aiidara  Wind  von  Madagaskar  ist  die  Mittelbinde  beim  (J  etwa  so  breit  wie  bei 
der  Hauptform,  aber  breit  blau  gesäumt  und  olnie  helle  Flecke  in  den  Feldern  6  und  7  der  Vflgl.    Beim   5  sind 
dagegen  die  Flecke  der  Felder  3 — -7  der  Vflgl  vergrößert,  orangegelb  und  in  den  Feldern  6  und  7  in  je  zwei 
iunius.  Flecke  geteilt.  — •  junius  Oberth.  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  die  Discalbinde  der  Oberseite  hellgelb  und  im 
sonialicus.  Felde  1  b  der  Vflgl  6 — 7  mm  breit  ist.    Abyssinien.  —  somalicus  Rofhsch.  weicht  von  jimius  nur  durch  etwas 
schmälere  Mittelbinde  beider  Flgl  ab.    Somaliland. 

anxorgei.  Ch.  ansorgel  Rothsch.  ist  mit  der  vorigen  Art  nahe  verwandt,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  der  \\'urzel- 

teil  der  Vflgloberseite  kastanienbraun  und  nicht  schwarz  ist;  die  Discalbinde  der  Hflgl  ist  bläulich  weiß.  (J : 
Discalbinde  der  Vflgl  ockergelb,  bis  zur  Rippe  4  zusammenhängend,  und  dann  in  Flecke  aufgelöst,  von  denen 
je  einer  in  den  Feldern  4  und  7  und  je  zwei  in  5  und  6;  auf  der  Innenseite  der  Discalbinde  bildet  die  Grundfarbe 
schwarze  Flecke  in  den  Feldern  2 — ß;  kleine  helle  Saumpunkte:  die  Hflgl  mit  orangegelben  Submarginalflecken 
in  den  Feldern  2 — 7  und  2  blaue  Flecke  in  1  c ;  das  Schwänzchen  an  der  Rippe  4  etwas  kürzer  als  das  an  der  Rippe 
2.  —  Das  9  ist  größer  als  das  ^  und  hat  eine  weiße  nur  am  Vrde  etwas  gelbliche  Mittelbinde  der  Vflgl:  die 
Schwänze  der  Hflgl  sind  länger  als  beim  (J  imd  der  vordere  länger  als  der  hintere.  Eine  seltene  bisher 
nur  in  Britisch  Ost-Afrika  im  Nandi-Land  und  im  Kikuyu-W^alde  angetroffene  Art. 

Ch.  castor  hat  wie  brutus  eine  tief  schwarze  Grundfarbe  der  Oberseite ;  die  Mittelbinde  ist  hell  ockergelb, 


CHARAXES.    Von  Dr.  C.  AuRnuxrus.  127 

auf  den  Vf Igln  vorne  doppelt,  indem  sie  in  den  Feldern  2 — 6  aus  zwei  mehr  oder  weniger  vollständig  getrenn- 
ten Flecken  gebildet  ist,  und  auf  den  Hflgbi  kiu-z  und  dreieckig,  höchstens  die  Rippe  3  erreichend.  Auf  der  Unter- 
seite sind  die  weiß  umzogenen  Zeichnungen  des  Wurzelteiles  tief  schwarz.  —  castor  Cr.  (30  a)  hat   eine  hell  castor. 
orangegelbe  Mittelbinde  und  keine  oder  sehr  kleine  helle  Saumflecke  der  Vflgl ;  die  Grundfarbe  der  Unterseite 
ist  im  AVurzelteil  rotbraun  oder  rein  schwarz  (=  ab.  godarti  Jm;u'.  30  b).     Senegambien  bis  Congo   und  Uganda  crodar/t. 
—  flavifasciatus  5//?-.  ist  die  ostafrikanische  Rasse,  welche  von  der  Delagoa-Bay  und  Xyassa-Land   bis  zum  So-  flavifascia- 
mali-Land  vorkommt  und  nur  durch  hellere  Mittelbinde  und  deutlichere  Saumflecke  der  Vflgloberseite  abweicht ;  '"*'• 
auch  bei  dieser  Form  i.st  die  Grmidfarbe  im  Wurzelteil  der  Unterseite  bald  rotbraun  bald  rein  schwarz  (=  ab 
reimeri  Rothsch.).  —  comoranus  Rothsch.  stimmt  hinsichtlich  der  Farbe  der  Discalbinde  der  Oberseite  mit    der  reimcrt. 
westafrikanischen  Form  überein,  weicht  aber  von  allen  Festlands-Formen  dadurch  ab,  daß  die  auf  den    Vtlgln  f^omnranus. 
gelbe,  und  auf  den  Hflgln  rotbraune   Querbinde,  welche  die  sveiße  Discalbinde  der  Flglunterseite  nach  außen 
begrenzt,  in  Flecken  aufgelöst  ist.    Insel  Groß-Comoro. 

Ch.  pelias  hat  fast  dieselbe  Zeichnungen  wie  castor,  ist  aber  kleiner  und  viel  heller,  indem  der  Wurzel- 
teil der  Oberseite  dunkel  rotbrami  ist  und  die  hellumzogenen  Zeichnungen  der  Unterseite  grau  gekernt    sind: 
die  Discalbinde  der  Oberseite  ist  orangegelb  und  die  orangegelben  Saumflecken  der  Vflgl  sind  groß  und  deutlich. 
Die  Discalbinde  der  Unterseite  ist  weiß  und  nach  außen  auf  den  Vflgln  von  dreieckigen,  orangegelben,  auf  den 
Hflgln  von  tief  rotbraunen  Flecken  begrenzt ;  die  Grundfarbe  im  Wurzelteil  der  Unterseite  ist  lotbraun.  — - 
pelias  Cr.  (30  b).    Die  schwarzen  Flecke,  welche  die  Discalbinde  der  Vflgl-Oberseite  in  den  Feldern  2 — 7  zieren,  pelias. 
sind  so  groß  oder  größer  als  die  von  ihnen  abgetremiten  orangegelben  dreieckigen  Flecke;  die  schwarze  Saum- 
linie der  Hf Igl  sehr  dick ;  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  die  rotbraunen  Flecke  an  der  Außenseite  der  weißen 
Discalbinde  sehr  klein,  viel  schmäler  als  die  Binde.    Kapland,  in  den  gebirgigen  westlichen  Teilen.    Die  Rp 
wahrscheinlich  an  Protea  grandiflora,  dem  , .Wagenboom".  —  Bei  saturnus   Btlr.  (30  b)  sind  die  schwarzen  mtumus. 
Flecke  in  der  Discalbmde  der  Vflgl  kleiner  als  die  von  ihnen  nach  innen  begi'enzten  orangegelben  Flecken ;  die 
schwarze  Saumlinie  der  Hflgl  xieX  dünner  als  bei  der  Hauptform ;  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  die  rotbrau- 
nen Flecke  groß  und  wenigstens  so  breit  als  die  Binde;  die  Saumflecke  der  Oberseite  sind  bald  wenig  größer 
als  die  der  Haupt  form,  bald  wie  bei  dem  abgebildeten  Stücke  sehr  groß  (ab.  laticinctus  Btlr.).  Von  Natal  bis  Congo  latiductus. 
und  Britisch  Ost-Afrika.  —  ab.  brunnescens  Rothsch.  hat  der  Wurzelteil  der  Oberseite  braunschwarz,  die  Discal-  hrunnes- 
binde  dunkler  orangegelb  als  bei  saturnus  und  die  Saumflecke  klein  und  braun.    Nord- Angola.  ''^^• 

Ch.  hansali  FMr.  kommt  in  der  Zeichnung  der  vorigen  Art  recht  nahe,  hat  aber  eine  breite  bis  zum  Irde  hansali. 
der  Hflgl  ausgedehnte  hellgelbe  Discalbinde  und  einen  dunkleren  schwarzbraunen  Wurzelteil  der  Oberseite; 
die  äußeren  gelben  Flecke  der  Felder  3 — 7  der  Vflgl  sind  klein  und  von  der  Binde  völhg  getrennt;  die  gelben 
Flecke  am  Saume  der  Hflgl  sind  strichförmig  und  durch  die  dicke  schwarze  Saumlinie  vom  Saume  völlig  getrennt ; 
die  Schwänze  sind  länger  als  bei  pelias;  die  hell  umzogenen  Flecke  im  Wurzelteil  der  Unterseite  siiid  wie 
bei  pelias  grau  gekernt.  Abyssinien  und  benachbarte  Teile  des  Somali-Landes.  —  baringana  Rothsch.  weicht  nur  baringana. 
durch  schmälere  Discalbinde  der  Oberseite  und  freie  rotbraune  Flecke  an  der  Außenseite  der  Mittelbinde  der 
Hflghmterseite  von  der  Hauptform  ab.    Am  Baringo-See  in  Britisch  Ost-Afrika. 

Die  folgenden  sechs  Arten  sind  dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  weißen  Zeichnungen  der  Unterseite  melu-  oder 
weniger  silberglänzend  sind.  Die  ißttelbinde  der  Hflgl  ist  ziemlich  gleich  breit  und  erreicht  den  Ird.  Der  Wurzelteil  der 
Oberseite  ist  rotbraun  und  gewöhnlich  nicht  oder  nur  wenig  dunkler  als  die  Discalbinde,  welche  darum  wurzelwärts  wenig 
scharf   begrenzt    ist. 

Ch.  pollux  Cr.  (30b).  Die  Discalbinde  der  Oberseite  ist  dunkel  orangegelb;  die  Schwänzchen  der  Hflgl  pollu.r. 
nur  3 — 4  mm  lang;  die  Hflgl  oben  mit  einer  9 — 10  mm  breiten,  tief  schwarzen,  ungefleckten  Saumbinde;  die 
Vflgl  mit  kleinen,  braunen  Saumflecken.  Auf  der  Unterseite  sind  die  schwarzen,  weiß  umzogenen  Flecke  fast 
ebenso  zahlreich  wie  bei  den  vorhergehenden  Arten  und  auf  den  Hflgln  kommen  3  im  Felde  8  und  zwei  im 
Felde  7  vor.  Sierra  Leone  bis  Angola  und  Uganda.  —  geminus  Rothsch.  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  geminus. 
oben  kleine  braune  Saumflecke  haben,  wenigstens  in  den  Feldern  4 — 6.  Manica-Land.  Nyassa-Land.  Kilimand- 
jaro. 

Ch.  phoebus  Btlr.  (30  c)    kommt  der  vorigen  Art  nahe,  unterscheidet  sich  aber  sofort  dadurch,  daß  phoebus. 
Iieide  Flgl  oben  gi-oße.  vereinigte  oder  nur  durch  die  schwarzen  Rippen  getrennte  Saumflecke  haben;  die  Mittel- 
binde ist  sehr  breit  und  beim  $  in  den  Hf Ighi  und  am  Hrd  der  Vflgl  weiß  oder  weißhch ;  auf  der  Unterseite  ist 
die  Grundfarbe  des  Wurzelteils  matt  graubraun,  nicht  lebhaft  rotbraun  wie  bei  pollux.    Abyssinien. 

Ch.  phraortesZ»6/.  ist  den  beiden  vorigen  Arten  ähnlich,  hat  aber  viel  längere,  8 — 9  mm  lange  Schwänze  phrmrics. 
der  Hflgl;  der  Wurzelteil  der  Oberseite  ist  hell  rotbraun  und  nur  wenig  dunkler  als  die  breite  orangebraune 
Mittelbinde;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  zwei  großen  schwarzen  Flecken  und  che  Mittelbinde  mit  großen  schwar- 
zen Flecken  in  2 — 4;  die  Hflgl  oben  am  Saume  mit  oiangegelben  Querflecken  in  2 — 7;  die  Hilgl  wie  bei  den 
vorigen  unten  mit  drei  schwarzen  weiß  umzogenen  Querflecken  am  Vrd  im  Felde  8;  die  Grundfarbe  des  Wurzel- 
teilcs  lebhaft  rotbraun.    Madagaskar;  selten. 

Ch.  andranodorus  Mab.    Diese  seltene  Art  ist  eine  der  prachtvollsten  Formen  der  Gattung  Charaxes.  andranodo- 
Oben  stimmt  sie  sehr  nahe  mit  phraortes  überein,  indem  der  Wurzelteil  beider  Flgl  nicht  oder  kaum  dunkler  als  »•"■'• 


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CHARAXES.     Von  Dr.  C.  AuRrviLLius. 


die  ÄDttelbinde  ist;  auf  den  Vflgln  ist  die  Mittelbinde  jedoch  vom  Wuizelteil  durch  große  schwarze  Flecke  der 
Felder  1  b — -6  getrennt ;  die  Saumflecke  der  Hflgl  sind  strichförmig  und  Nnel  kleiner  als  bei  phraorfefi  und  der  Saum 
auch  an  der  Rippe  3  deutlich  geschwänzt.  Unten  haben  beide  Flgl  eine  rotbraune  Grundfarbe  inid  die  weißen 
Zeichnungen  sind  silberglänzend  und  breiter  als  geAvöhnlich ;  die  schwarzen  Zeichnungen  im  Wurzelteil  der  Hflgl 
sind  dagegen  in  der  Zahl  reduziert,  so  daß  in  den  Feldern  7  und  S  nur  je  ein  kleiner  schwarzer  Querfieck  vor- 
kommt;  in  der  silbernen  Mittelljinde  liegen  dagegen  hinter  der  Ri))pe  5  mehrere  schwarze  Flecke.  Madagaskar; 
sehr  selten. 

druceanm.  Ch,  dfuceanus  Btlr.  (30  e)  ist  oben  den  beiden  letzterwähnten  Arten  ähnlich,  hat  aber  einen  dunkleren 

kastanienbraunen  W'urzelteil  der  Oberseite,  wodurch  die  Mittelbinde  nach  innen  sch.arf  begrenzt  wird:  die  Saum- 
fiecke  beider  Flgl  sind  groß  und  bilden  auf  den  Hflgln  eine  zusanunenhängende  Binde;  die  Hflgl  sind  nicht 
an  der  Rippe  3  geschwänzt;  die  schwarze  Submarginalbinde  beider  Flgl  ist  beträchtlich  schmäler  als  bei  phraortes 
und  nndranodoriis.  Die  Gnnidfarbe  der  Untei'seite  ist  rostbraun  und  die  weißen  Zeichnungen  schön  silberglänzend ; 
die  schwarzen  Querzeichnungen  im  Wurzelteil  der  Hflgl  sind  sehr  reduziert  und  nur  durch  feine  Striche  vertreten ; 
wie  bei  andranodorus  findet  sieh  in  den  Feldern  7  und  8  nur  je  ein  schwarzer  Fleck  oder  Querstrich,  der  bis- 
weilen sogar  auch  fehlen  kann;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  nach  hinten  stark  verschmälert  und  einfarbig  oder 
nur  in  den  Feldern  2 — 4  mit  einem  schwarzen  Strich  an  der  Innenseite.  Gongo-Gebiet,  Angola,  Nyassa-Land, 
Zambesi,  Transvaal,  Natal. 

Ch.  eudoxus  weicht  von  den  vorhergehenden  dadurch  ab,  daß  die  Mittelbinde  der  Vflglobcrseite  auf 
beiden  Seiten  durch  die  tief  schwarzbraune  Gnmdfarbe  vollständig  begrenzt  wird  und  gegen  den  Vrd  stark 
versclimälert  aber  fast  ganz  gerade  ist.  Das  Wurzeldrittel  beider  Flgl  ist  oben  dunkel  rotbraun;  die  rotgelben 
Saumflecke  sind  groß  und  auf  den  Hflgln  zu  einer  Saiimbinde  vereinigt.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ist  die 
silberweiße  Mittelbinde  schmal  mit  gelblichen  Flecken  längs  der  Mitte  und  im  Wurzelteil  fehlen  die  schwarzen 

eudoxus.  Kerne  der  silbernen  Striche  und  Flecke  ganz  oder  fast  ganz.  Eine  sehr  seltene  Art.  —  eudoxus  Drury  hat  die  ^littel- 
biiid"  der  Vtlgloberscite  ziemlich  breit  und  auch  in  den  Feldern  4 — 7  aus  gerundeten  Flecken  gebildet :  aul 
der  Unterseite  ist  dieselbe  Binde  heller  als  die  Grundfarbe  und  deutlich  begrenzt.    Pp  einfarbig  grün,  mit  gelb- 

mechowi.  liehen  Atemlöohern  und  orangegelbem  Kremaster.  Sierra  Leone  bis  Kamerun.  —  Bei  mechowi  Rothsch.  (30  c 
als  eudoxus  bezeichnet)  liegt  die  Mittelbinde  der  Vflglobcrseite  sehr  nahe  am  Saume  luul  ist  in  den  Feldern 
2 — 6  sehr  schmal  linienfönnig;  auf  der  Unterseite  ist  sie,  außer  am  Hrd  im  Felde  1  a  und  1  b  rotbraun  und 
nicht  heller  als  die  Grundfarbe.    Angola  und  südhches  Congo-Gebiet. 

2.  Zingha-  Gruppe. 

Die  einzige  Art  dieser  Gruppe  weiclit  von  allen  anderen  durch  die  Foriu  de;-  Hflgl  ab.  Dieselben  sind  näinlk-h  am 
Analwinkol  zwLsi-hcii  den  Rippen  1  b  und  2  in  einen  breiten  Lippen  ausgezogen,  welcher  mit  einem  kurzen,  stumpfen  S  'liwänz- 
chen  an  der  Hipi)e  2  vereinigt  ist.  Auf  diesen  Grund  hin  ist  die  Art  von  einigen  Autoren  als  Typus  einer  be:sonderen  Gat- 
tung, Monnra  Malt.,  betrachtet  worden. 

zingha.  Ch.  zingha  Sfoll  (32  d).   Beide  Flgl  oben  tief  schwarz  mit  einer  gemeinsamen  rotgelben  oder  rotbraunen 

Querbinde,  welche  auf  den  Vflgl  dreieckig  ist,  sich  vom  Hrd  bis  zur  Rippe  6  erstreckt,  am  Hrd  die  Wurzel  er- 
reicht und  im  Wurzelteil  der  Felder  2  und  3  einen  gerundeten  schwarzen  Fleck  einschließt ;  auf  den  Hflgln  be- 
deckt sie  den  Wurzelteil  und  dehnt  sich  saumwärts  bis  zur  Rippe  3  hinaus;  der  schwarze  Saumteil  ist  mit  einigen 
rotgelben  Saumflecken  und  einigen  weißen  Punkten  am  Analwinkel  geziert.  Unten  sind  die  Vflgl  an  der  Spitze 
und  am  \'rd  schwarzgrau,  in  der  Mittelzelle  und  hinter  der  Rippe  3  aber  röthch  mit  6  gerundeten  schwarzen 
Punkten  in  der  Zelle,  einem  schwarzen  Fleck  im  Felde  3,  zwei  im  Wurzelteil  des  Feldes  2  und  einem  großen 
schwarzen  Submarginalfleck  im  Felde  1  b  und  einem  solchen  kleineren  Fleck  im  Felde  2.  Die  Hflgl  sind  unten 
am  Vi'd  in  den  FeldeiTi  7  und  8  breit  graugelb  mit  5 — 6  gerundeten  schwarzen  Flecken  und  dann  sehr  bunt 
gefärbt,  indem  die  weißliche  oder  rotbraune  Grundfarbe  durch  zahlreiche  schwarze  Querstriche  und  Queriinien 
fast  netzförmig  in  Flecke  eingeteilt  ist ;  der  Anallappen  ist  am  Saume  gelb  gefärbt.  Das  $  ist  größer  und  heller 
als  das  (J,  weicht    aber  sonst  nur  wenig  ab.    Sierra  Leone  bis  Congo. 


3.  Etesipe- Gruppe. 

Durch  den  hellen  und  ganz  uid)ezeichneten  Vrd  der  Hflglunterseite  sind  die  Arten  dieser  Gruppe  leicht  kenntlich. 
Der  Saum  der  Hflgl  bildet  an  der  Ripi>e  5  einen  deutlichen  Absatz  oder  Einschnitt  und  die  Hflgl  haben  bei  beiden   Geschlech- 
tern zwei    feine    und    lange    Schwänze    (an    den     Rippen  2  und    1).    Die   Weibchen  .sind  oben  durch  Farbe  und  Zeichnung 
•    den  Männchen  ganz  unähnlich.    Die  besonders    in    den    Mittelzellen    und    in    den    Feldern  2  und  3  der  Vflgl  und  0  und  7 
der  Hflgl  kräftig  entwickelten  Querzeichnungen  der  Unterseite  sind  rotbraun  mit  oder  ohne  schwarze  Begrenzung. 

Ch.  etesipe.  Die  Querbinde  der  Hflgloberseite  ist  beim  3*  blau  und  liegt  außerhalb  der  Flglmitte,  beim 
ctcslpe.  $  ist  sie  wenigstens  zum  Teil  Aveiß  und  liegt  etwa  in  der  Mitte.  —  etesipe  Godt.  ^i  (30  c).  Die  Querbinde  der 
Vflgl  ist  schmal,  ganz  in  Flecke  aufgelöst,  von  denen  nur  die  in  den  Feldern  1  a,  1  b  und  2  blau,  die  übrigen  aber 
weiß  sind,  und  liegt  nahe  am  Saume ;  weiße  Flecke  finden  sich  auch  im  Wurzelteil  der  Felder  2 — 6  und  an  der 
Spitze  der  Mittelzelle;  die  Mittelbinde  der  Hflgloberseite  ist  nur  2 — 3  mm  breit  und  auch  in  Flecke  aufgelöst. 
$.  Die  Querbinde  der  Oberseite  ist  breit  und  weiß  und  die  Zeichnungen  am  Saume  der  Hflgl  undeuthch.    Sierra 


Ausgegeben  20.  XI.  1911.  CHARAXES.     Von  Dr.  C.  AuRn'iLLius.  129 

Leone  bis  Angola  und  Unyoro.  —  abyssinicus  Bothsch.  weicht  von  der  Hauptform  dadurch  ab,  daß  die  blaue  abyssinicus. 
Querbinde  der  Hflgl  beim  q  zusammenhängend   und  etwa  5  mm  breit  ist :  die  blauen  Flecke  in  den  Feldern 
1  a  und  1  b  der  Vflgloberseite  sind  auch  größer  als  bei  etesipe;  das  $  ist  unbekannt.    Abyssinien.  —  tavetensis  iavcicnsis. 
Bothsch.  (30  d  $)  ^.  Die  blaue  Querbinde  der  Hflgloberseite  ist  nach  hinten  zusammenhängend  und  sehr  breit 
(im  Felde  2  7 — 8  mm  breit)  nach  vorn  aber  stark  verechmälert  und  in  Flecke  aufgelöst;  die  blauen  Flecke 
der  Felder  1  a  inid  1  b  der  Vflgl  sind  größer  als  bei  etesipe,  aber  kleiner  als  bei  abysshiicvs.   Das  2  ist  dem  2  der 
typischen  etesipe  sehr  älinlich.  aber  etwas  kleiner  und  mit  deutlicheren  Zeichnimgen  am  Saume  der  Hflglober- 
seite. Ost-Afrika  vom  Xyassa-Land  bis  Taveta  in  Britisch  Ost-Afrika.  —  cacuthis  Heic.  Beim  q  ist  die  blaue  Quer-  cacuiMs. 
binde  zusammenliängend  und  etMa  8mm  breit,  nach  vorn  nicht  verschmälert;  die  blauen  Flecke  dfr  Felder  la 
und  1  b  der  Vflgl  sind  etwa  6  mm  breit  und  miteinander  zu  einer  Binde  vereinigt.     Das  ?  ist  dadurch  ausge- 
zeichnet, daß  die  breite  Mittelbinde  der  Oberseite  auf  den  Hflgln  und  bis  zur  Rippe  2  oder  3  der  Vflgl  weiß 
ist,  dann  aber  bis  zum  Vrd  der  ^'flgl  orangegelb  wird.    ^Madagaskar. 

Ch.  penricei  Bothsch.  q  :  Die  Unterseite  ist  fast  wie  bei  der  vorigen  Art  gezeichnet;  oben  aber  liegt  penricei. 
die  Querbinde  ^^■ie  beim  2  von  etesipe  beinahe  in  der  Mitte  der  Hflgl  und  weiter  vom  Saume  der  Vflgl  als  beim 
etesipe-Q  ;  sie  ist  weiß  oder  bläulichweiß  und  von  der  Rippe  2  der  Hflgl  bis  zur  Rippe  2  der  Vflgl  breit  und  zusam- 
menhängend, dann  in  kleine  Flecke  aufgelöst,  von  denen  je  zwei  in  den  Feldern  2,  3  und  6  mid  je  einer  in  den 
Feldern  4.  5.  7  und  in  der  Mittelzelle  liegen:  die  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  bläulichschwarz.  Das  2  ist 
unbekannt.  Diese  seltene  Art  ist  bisher  nur  in  Angola  gefunden.  —  peculiaris  Lathy  weicht  von  der  Hauptform  pecuUaris. 
nur  dadurch  ab,  daß  deren  bläuhche  Farbe  hier  durch  grünliche  vertreten  ist.   Rhodesia. 

Ch.  achaemeneSjFWr.  Die  Flgl  beim  (J  oben  schwarz,  an  der  Wurzel  schwarzgrau  mit  einer  gemeinsamen  ocÄacmcnc.«, 
weißen  Querbinde,  welche  auf  den  Vflgln  etwa  in  der  Mitte,  auf  den  Hflgln  etwas  vor  der  Mitte  Hegt  imd  darum 
dort  die  Wurzel  des  Feldes  3  nicht  bedeckt ;  die  Mittelbinde  bildet  auf  den  Vflgln  je  einen  viereckigen 
Fleck  in  den  Feldern  1  a^ — 3  und  7  und  in  den  Feldern  4 — 6  je  ZM-ei  breit  getrennte  Flecke,  auf  den  Hflgln 
hört  sie  an  der  Rippe  zwei  auf.  Die  Vflgl  haben  kleine  gerundete  Saumflecke  an  den  Enden  der  Zwischenader- 
falten  und  die  Hflgl  weißliche,  mehr  oder  weniger  blau  überzogene  Saumstriche  in  den  Feldern  Ic — 5  und  ähnliche 
Submarginalstriche  in  den  Feldern  1  c — 7.  Die  Unterseite  ist  fast  ^^•ie  bei  etesipe  gezeichnet,  hat  aber  eine  hellere 
Grundfarbe,  feinere  Querstriche  und  eine  ziemhch  scharf  begrenzte,  weißliche  Mittelbinde.  Das  2  weicht  dadurch 
ab,  daß  der  Wurzelteil  der  Oberseite  gelbbraun  und  die  Mittelbinde  hell  orangegelb  ist;  die  Saumflecke  der 
Vflgloberseite  sind  größer,  strichförinig  und  rotgelb,  die  Saum-  und  Submarginalflecke  der  Hflgl  sind  größer 
und  die  Saumflecke  auch  in  den  Feldern  6  und  7  deuthch  aber  dort  rotgelb.  Oben  erinnert  das  $  sehr  an  Ch. 
saturnus(SO  b)  und  an  das  $  von  Ch.  gvderinnn,  unten  aber  sind  diese  Arten  ganz  verschieden  gezeichnet.  Deutsch- 
Südwest-Afrika,  Natal  bis  Abyssinien  und  von  dort  an  der  Südseite  der  Sahara  bis  Senegambien:  fehlt  aber 
in  der  westafrikanischen  Subregion.  —  ab.  fasciatus  Suff,  weicht  nur  durch  die  viel  größeren  Submarginalflecke  fasdalus. 
der  Hflgloberseite  ab.    Mhonda  in  Deutsch-Ost-Afrika. 

4.  Cynthia  -  Gruppe. 

Diese  kleine  Gruppe  unterscheidet  sich  vun  allen  anderen  dadurch,  daß  die  Querzeichnungen  in  der  MittelzcUe  der 
\flglunterseite  rostbraun  oder  rotbraun  gefärbt  sind.  Die  Hflgl  haben  oben  eine  breite  zusammenhängende  orangegelbe  oder 
rotgelbe  Saumbinde.  Die  Schwänze  der  Hflgl  sind  bei  der  ersten  Art  kurz  oder  sogar  zahnförniig,  bei  den  anderen  von 
gewöhnlicher  Länge. 

[.^f-  ■      Ch.  protoclea  Feisth .  ( 33  d).  Das  (J  hat  die  Vflgl  oben  einfarbig,  schwarz  nur  in  den  Feldern  1  a— 2  mit  orange-  proloclea. 
gelben  Saumllecken  oder  mit  orangegelber  Saumbinde ;  die  Hflgl  oben  auch  tief  schwarz  aber  mit  sehr  breiter, 
an  der  Rippe  3  10  mm  breiter  orangegelber  Saumbinde,  welche  gewöhnlich  im  Felde  1  c  und  6  einen  schwarzen 
Punkt  einschheßt;  die  Unterseite  beider  Flgl  dunkel  umbrabraun  mit  rostbraunen,  nur  im  Felde  1  c  der  Vflgl 
schwarzen    Zeichnungen;    der    Vrd   der   Vflgl   nicht   heller   als   die    Grundfarbe.      Das    $    ist   dem   S   ganz 
unähnlicli  und  hat  auf  beiden  Seiten  eine  sehr  breite  weiße  Mittelbinde,  welche  in  den  Feldern  3 — 7  der  Vflgl 
mehr  oder  weniger  vollständig  in  Flecke  aufgelöst  ist ;  die  Grundfarbe  ist  oben  schwärzlich,  unten  heller  grau- 
braun als  beim  rj ;  die  Vflgl  oben  v.ie  beim  ^  nur  in  den  Feldern  1  a— 2  mit  orangegelben  Saumflecken ;  die 
gelbe  Saumbinde  der  Hflgloberseite  nur  3  mm  breit.    Senegambien  bis  Angola.  —  nothodes  Jord.  verbindet  nothodes. 
die  Hauptform  mit  azota,   indem  die  Saumflecke  der  Vflgl  besser  entwickelt  sind  als  bei  jener,  aber  weniger 
als  bei  azota  und  die  Submarginalflecke  nicht  so  vollständig  auftreten,  wie  bei  azota.     Tanganjika.  —  azota  azota. 
Hew.  (33  d)  ist  als  die  östhche  Rasse  zu  betrachten.  Das  $  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  eine  bis  zur 
Spitze  ausgedelmte  orangegelbe  Saumbinde  und  vor  derselben  eine  Querreihe  von  orangegelben  Submarginal- 
flecken,  welche  mehr  oder  weniger  mit  den  Saumflecken  zusammenfheßen,  haben.  — Das  $  hat  eine  noch  breitere 
weiße  Mittelbinde  der  Oberseite,  welche  auf  denVflghi  in  den  Feldern  2—7  in  zwei  Fleckenreihen  aufgelöst  ist,  von 
denen  die  äußere  aus  großen  orangegelben  Flecken  gebildet  ist ;  die  orangegelbe  Saumbinde  der  Vflgloberseite  ist 
wie  beim  ^  vollständig.  In  Ost-Afrika  von  der  Delagoa-Bay  bis  Nj^assa-Land  und  Britisch-Ost-Afrika  verbreitet. 
—  ab.  S  nyasana  Btlr.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Saum-  und  Submarginalflecke  der  Vflgloberseite  bis  zur  nyasana. 
Rippe  5   miteinander  vereinigt  sind,  einen  schwarzen  Fleck  einschließend ;   bei  der  gewöhnlichen  Form  sind 
diese  Flecke  schon  im  Felde  4  von  einander  getrennt.    Nyassa-Land. 

XIII  17 


130  CHARAXES.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

Die  Jjeiden  füllenden  Arten  weichen  recht  erheblich  von  den  vorhergehenden  al)  und  sind  da<lui'ili  ausgezeichnet,  daß 
die  \'flf;l  unten  am  \'rd  bis  zmu  Ende  der  ^littt-lzflle  weiß  oder  silhorfclänzfn<l  sind,  sowie  datlurch,  daß  die  TTflgl  unten 
eine  fast  g<"ra<le,  silberne,  mir  2 — 3  mm  breite  Mittelbinde  haben.  Die  Querzeiihnungen  der  Unterseite  sind  wie  bei  den  übri- 
gen Arten  die.ser  Gruppe  rötlich  und  nur  im  Felde  1  b  der  Vflgl  schwarz.  Die  Wurzel  beider  Flgl  oben  mehr  oder  weniger  breit 
rotgelb  oder  rivtl)raun.    Die  Weibchen  mit  hellgelber  Mittelbinde.    Die  Htigl  mit  zwei,  gut  entwickelten  Schwänzen. 

houeli.  Ch.  boueti  ist  durch  das  starke  Zurücktreten  der  schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite  ausgezeichnet. 

Beim  ^  ist  der  Wurzeiteil  der  Vflgloberseite  nur  durch  eine  Reihe  freier  schwarzer  Flecke  von  der  breiten 
gleichgefärbten  Mittelbinde  getrennt  und  die  Saumflecke  auch  nur  durch  eine  fast  gerade  Reihe  von  dicken 
bogenförmigen  schwarzen  Flecken  von  der  ■Mittelbinde  getrennt.  In  den  Feldern  3 — 7  der  Vflgl  ist  die  Mittel- 
binde durch  schwarze  Flecke  in  zwei  Zweige  geteilt.  —  Bei  houet'i  Fe isth.  sind  beim  ^^  die  letztgenannten  Flecke, 
welche  die  ^littelbinde  in  den  Feldern  3—7  teilen,  mit  emander  zu  einer  Binde  vereinigt ;  die  Querstriche  im  Wurzel- 
teil des  Feldes  2  der  Vflglunterseite  sind  schwarz ;  das  $  ist  unbekannt.  In  Senegambien  und  im  Inneren  von 
lasti  Sierra  Leone.  — •  lasti  Smil/i.  (2  31  a.  als  boneti  bczeiclinet).  o  :  Die  schwarzen  Flecke  der  Vflgloberseite,  welche 
die  Mittelbinde  teilen,  sind  frei  oder  fast  frei;  die  Hflgl  oben  fast  einfai'big  rotgelb  nur  vor  dem  Saume  mit 
einer  Reihe  schwarzer  Submarginalflecke.  ^  hat  eine  weißge'lbe  Mittelbinde,  welche  auf  den  Vflgln  schon 
vom  Felde  2  an  in  zwei  Aeste,  von  denen  die  innere  aus  sehr  unregelmäßigen  Flecken  besteht,  geteilt  ist;  der 
Saumteil  der  Vflgl  ist  schwarz  mit  kleinen  rotgelben  Saumflecken;  der  Wurzelteil  beider  Flgl  gelbbraun;  die 
Hflgl  vor  dem  rotgelben  Saume  mit  breiter  schwarzer  Submarginalbinde.   Manica-Land  bisMombasa  in  Britisch 

rectans.  Ost-Afrika.  —  Bei  rectans  Roth  seh.  u.  Jord.  sind  beim  ,^  die  Saumflecke  der  Vflgl  größer  und  Savmibinde  der  Hflgl 
schmäler  als  bei  der  Hauptform.     Vflgl  unten  hinter  der  Mitte  mit  einer  silbernen  Querbinde.    Abyssinien. 

cynthia.  Ch.  cynthia  Btlr.  (31a 9).  Das  (J  ist  oben  dem  S  von  lucretius  (30  d)  zum  Verwechseln  ähnUch  und  weicht 

hauptsächlich  nur  durch  kleinere  rotgelbe  Saumflecke  der  Vflgl  und  breitere  rotgelbe  Saumbinde  der  Hflgl  ab, 
unten  stimmt  es  aber  fast  völlig  luit  boueti  überein  und  weicht  demnach  sehr  von  lucretius  ab.  —  Das  $ 
ist  auf  beiden  Seiten  dem  $  von  boueti  ähnlich  und  weicht  oben  durch  dunkleren  schwarzbraunen  Wurzelteil 
beider  Flgl,  durch  mehr  lebhaft  gelbe,  in  den  Feldern  3 — 7  der  Vflgl  rotgelb  gefärbte  Mittelbinde  und  größere 
Saumflecke  ab.    Sierra  Leone  bis  Angola  und  L^nyoro. 

5.  Lucretius  -  Gruppe. 

Die  Mittelzelle  der  \'flgl  unten  mit  drei  ungeteilten,  schwarzen,  weißumrandeten,  oder  ganz  weißen  Querstrichen. 
Die  Flgl  oben  schwarz  mit  rotgen)en  Zeichnungen,  bei  der  letzten  ^Vrt  im  Wurzelteil  milchweiß,  oder  beim  5  schwärzlich  mit  ge- 
meinsamer weißer  Mittelbinde  und  rotlirauner  Vrds«-T.irzel  der  Vflgl. 

lucretius.  Ch.  luctetius  Cr.  ^.  (30  d).   Flgl  oben  schwarz  mit  schwachem  bläulichem  Schiller;  Vflgl  in  der  Mittel- 

zelle und  am  Vrd  rostbraun,  hinter  der  Mitte  mit  einer  fast  geraden  Reihe  von  8  großen  rotgelben  Flecken  und 
mit  ähnlichen  aber  kleineren  Saumflecken:  Hflgl  hinter  der  Mitte  mit  rotgelber,  nach  hinten  schmälerer  Discal- 
bindc  und  mit  breiter  rotgelber  Saumbinde;  die  Unterseite  rotbraun  mit  schwarzen  Querstrichen  im  Wurzel- 
teil. Beim  $  sind  beide  Flgl  oben  rauchschwarz  mit  gemeinsamer  Aveißlicher  Discalbinde,  welche  wie  beim  ^ 
liegt  aber  viel  schmäler  ist;  die  Saumflecke  der  Vflgl  sehr  klein  oder  undeutlich;  die  Saumbinde  der  Hflgl  viel 
schniäler  als  beim  q  und  weißlich  mit  orangcgelbem  Anflug;  die  Wurzel  des  Vrds  der  Vflgl  nur  sehr  schmal 
rotbraun;  die  Unterseite  heller  als  beim  q  und  mit  weißlicher  Discalbinde,  welche  breiter  als  auf  der  Oberseite 
ist.  In  der  westafrikanisehen  Waldregion  von  Sierra  Leone  bis  Angola  und  Uganda,  weit  verbreitet  und  recht 
häufig. 

odysseus.  Ch.  odysseus  Stgr.  (30  d).    Von  dieser  seltenen  Art  ist  nur  das  $  bekannt.    Es  erinnert  etwas  an  das 

9  von  lucretius  ist  aber  kleiner,  hat  kurze  und  stumpfe  Schwänze  der  Hflgl  und  statt  der  hellen  Saumliinde 
der  Hflgl  eine  Reihe  von  6  weißen  Submarginalflecken  in  den  Feldern  2 — 7.  Die  Flgl  sind  oben  dunkel  umbra- 
braun  an  der  Wurzel  der  Vflgl  etwas  heller  und  haben  hinter  der  Mitte  eine  schmale  weißhche  Discalbinde, 
welclie  mehr  oder  weniger  in  Flecke  aufgelöst  ist  imd  in  den  Feldern  5  und  6  der  Hflgl  je  zwei  Flecke  bildet; 
im  Wurzeiteil  der  Felder  3 — (i  der  Vflgl  liegen  auch  kleine  helle  Flecke;  Vflgl  am  Saume  mit  hellen  Flecken 
in  den  Feldern  1  b — ^3.  Gehört  zu  den  vielen  für  die  Insel  St.  Thome  eigentümlichen  Arten. 
lacielinclus.  Ch.  lactetinctus  Karsch  (30  d).    Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  breit  milchweiß  überzogen;  die  Vflgl 

dann  schwarz  nnt  orangegelber,  am  Vrd  gespaltener,  am  Hrd  aber  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  undeutlicher 
Discalbinde  und  mit  orangegelben  Saumflecken ;  die  Hflgl  in  der  fSaumhälfte  schwarz  mit  schmaler  orangegelber 
Saumbinde  und  blauen  Flecken  vor  derselben;  Rücken  und  Hlb  oben  milchweiß.  Beide  Flgl  unten  dunkel 
violettbraun;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  z^^-ei  Querstrichen,  von  denen  der  erste  und  zweite  schwarz  und  weiß- 
geringelt sind,  der  dritte  aber  ganz  weiß  ist.  Eine  seltene  nur  im  Togo-Hinterlande  und  Adamaua  beobachtete  Art. 

6.  Tiridates- Gruppe. 

Die  Vflgl  vuiteii  im  Felde  1  b  nahe  am  üinterwinkel  nüt  zwei  großen,  mehr  oder  weniger  miteinander  vereinigten, 
.schwarzen,  nach  innen  durch  einen  dicken,  gelben  Bogenfleck  begrenzten  Flecken.  Die  ^Mittelzelle  der  Vflgl  unten  mit  drei 
schwarzen,  weiBunu'andeten  QuerfUu'ken,  von  denen  der  zweite  bisweilen  in  ungleich  große  Flecke  aufgelöst  ist.  Die  Flgl  oben 
schwarz  mit  blauen  Zeichnungen  und  liei  den  Weibchen  mit  weißer  Querliinde  der  'V'flgl:  die  Grundfarbe  l)isweilen  beim  $  oliven- 
grau. Die  Hippcui  sind  braun  und  die  Hflgl  imten  am  Xvdf  niit  Querzeichnungen  im  Felde  iS.  Die  Hflgl  bei  beiden  Geschlech- 
tern mit  zwei  Schwänzen,  welche  jedoch  bisweilen  sehr  kurz,  zahnförmig  sind. 


CHARAXES.     Von  Dr.  C.  Auri\illiüS.  131 

Ch.  bohemanni  FUr.  (33  a).  Beide  Flgl  oben  im  Wurzelteil  glänzend  blau ;  die  blaue  Farbe  erreicht  boÄeman«?. 
auf  den  Vflgln  die  Wurzel  der  Rippe  3,  ist  nach  außen  gerade  aber  schräg  abgeschnitten  und  dehnt  sich  am  Hrd 
weit  über  die  Mitte  hinaus;  vor  der  Spitze  der  Yflgl  zwei  weiße  Subapicalf lecke ;  der  schwarze  Spitzenteil  ist 
sonst  beim  S  einfarbig  schwarz,  hat  aber  beim  $  eine  breite  weiße  Querbinde,  welche  dicht  außerhalb  der  blauen 
Farbe  liegt  und  sich  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  1  erstreckt.  Auf  den  Hflgln  sind  der  Vrd  und  der  Außenrd  breit 
schwarz,  der  letztere  mit  einer  feinen  blauen,  beim  9  teilweise  weißlichen  Saumlinie  und  blauen  Submarginal- 
punkten;  der  Ird  bis  zur  Rippe  2  gi-au.  Die  Untei-seite  ist  grau  bis  braungrau  mit  schAvarzen,  weiß  gesäumten 
Querstrichen,  die  auf  den  Hflgln  keine  zusammenhängende  Linie  bilden.  Deutsch-Südwest-Afrika  bis  Congo 
und  nach  Osten  bis  zum  Massai-Land. 

Ch.  smaragdalis  Btlr.    Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  scliwarz  mit  grün-  smaragda- 
lichem  oder  bläulichem  Schiller,  dann  folgt  beim  cJ  eine  etwa  10  mm  breite  blaue  Halbbinde  zwischen  dem  Hrd  '^*- 
luid  der  Rippe  2  oder    3  und  in  jedem  der  Felder  3 — 7  zwei  sehr  breit  getrennte  Flecke,  welche  alle  außer 
den  äußeren  in  den  Feldern  6  und  7  blau  sind:  beim  $  findet  sich  ui  der  Mitte  eine  7  mm  breite  weiße  Querbinde, 
welche  vom  Vrd  scliief  gegen  den  Hinterwinkel  gerichtet  ist  und  die  Rippe  1  erreicht ;  die  äußere  mit  dem  Saume 
fast  gleichlaufende  Fleckenreihe  des  ^  tritt  auch  beim  $  fast  unverändert  auf.   Die  Hflgl  haben  hinter  der  Spitze 
der  Zelle  eine  12(,;J) — ^15($)  mm  breite  blaue  Querbinde  und  sind  am  Saume  schwarz  mit  blauweißen  Submar- 
ginalflecken  und  eine  ähnliche  Saumlinie.    Die  Unterseite  ist  dunkel  graubraun  und  fast  wie  bei  hohemanni 
gezeichnet.    Niger  bis  Angola  und  Uganda.  —  butleri  Rothsch.  (31  a;  irrtümlich  als  smaragdalis  bezeichnet),  huilerl. 
Die  blaue   Querbinde  der  Hflgloberseite  ist  schmäler  und  überall  völlig  von  der  blauen  Saumlinie  getrennt. 
Sierra  Leone  bis  zur  Goldküste. 

Ch.  monteiri  SUjr.  (33  a).  Das  o  ist  oben  dem  von  smaragdalis  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  monteiri. 
ab,  daß  die  äußeren  blauen  Flecke  der  Felder  2 — 7  der  Vflgl  viel  größer  und  pfeilförmig  sind  und  die  Querbinde 
der  Hflgl  nach  vorn  schmäler  und  nach  hinten  völlig  mit  der  Saumlinie  vereinigt  ist.  Die  Vflgl  unten  an  der 
Wurzel  und  vor  dem  Saume  hell  graublau.  —  Beim  $  sind  die  Vflgl  oben  schwarzbraun  mit  breiter  weißer  Quer- 
binde und  zwei  weißen  Subapicalf  lecken ;  die  Hflgl  oben  umbrabraun  gegen  den  Saum  etwas  heller  und  mit  8 
großen,  eckigen,  blau  gekernten,  schwarzen  Submarginalf lecken  und  einer  schwarzen,  zwischen  den  Rippen 
verdickten  Saumlinie.    Nur  auf  der  Insel  St.  Thome  vorkommend. 

Ch.  pythodoris.  Saum  der  Hflgl  gleichförmig  abgerundet  ohne  Schwanzanhänge,  aber  an  den  Rippen- 
enden kurz  gezackt.  Hlb  oben  weiß.  Beide  Flgl  oben  scliwarz  (nur  die  Vflgl  an  der  Wurzel  des  Vrds  bi'äunlich) 
mit  breiter  blauer  und  weißer  Querbinde,  welche  auf  den  Hflgln  die  Wurzel  fast  erreicht,  nach  außen  aber  un- 
regelmäßig gezackt  ist  und  die  Zellenspitze  nur  wenig  überragt.  Die  Querbinde  der  Vflgl  ist  der  des  sma- 
ragdalis-^ ähnlich,  fängt  aber  an  der  Mitte  des  Hrds  an,  bildet  in  1  a  und  1  b  große  Flecke  und  ist  dann  in  den 
Feldern  2 — 7  in  je  zwei  Flecke  aufgelöst,  von  denen  die  äußeren  blau  und  die  inneren  fast  weiß  sind;  der  innere 
Fleck  des  Feldes  4  liegt  viel  näher  an  der  Wurzel  als  die  übrigen;  Vflgl  ohne  Saumflecke;  Hflgl  mit  einer  Reihe 
kleiner  weißer  oder  bläulichen  Submarginalpunkten,  ihre  Saumflecke  aber  undeutlich  oder  fehlend.  Die  Unter- 
seite fast  eintönig  gelbbraun  mit  feinen  schwarzen  Querstrichen.  —  pythodoris //e^i'.  hat  die  schwarze  Saumbinde  pythodoris. 
der  Hflgloberseite  schmäler,  an  der  Rippe  6  etwa  10  mm  breit ;  die  blaue  Querbinde  der  Vflgl  in  den  Feldern  1  a 
und  1  b  stets  ungeteilt.  Angola  und  südliche  Teile  des  Congogebietes.  —  Bei  nesaea  Smith  ist  die  schwarze 
Saumbinde  der  Hflgloberseite  breiter,  an  der  Rippe  6  etwa  14  mm  breit;  der  blaue  Fleck  im  Felde  1  b  der  Vflgl 
gewöhnhch  mehr  oder  weniger  in  zwei  Flecke  geteilt.  Deutsch  und  Britisch  Ost- Afrika.  —  Beide  Formen 
sind  sehr  selten. 

Ch.  nandina  Rothsch.  ^ :  Vflgl  oben  schwarz  hinter  der  Mitte  des  Hrds  mit  einem  länglichen  blauen  nandina. 
Fleck  in  1  a,  2 — 4  blauen  Flecken  in  1  b  und  dann  mit  zwei  unregelmäßig  gebogenen  Querreihen  von  weißen 
oder  bläulich  weißen  Flecken,  von  denen  die  innere  aus  vier  Flecken  in  den  Feldern  2 — 5  und  die  äußere  aus 
6  Flecken  in  den  Feldern  2 — 7  besteht;  kleine  gelbhche  Saumflecke.  Die  Hflgl  oben  zwischen  den 
Rippen  2  und  7  mit  einer  nach  hinten  zugespitzten,  in  der  Mitte  etwa  5  mm  breiten,  scharf  begrenzten  blauen 
Mittelbinde,  an  die  sich  ein  weißlicher  Fleck  im  Felde  7  anschUeßt ;  hinter  der  Mitte  verlauft  eine  S-förmig  ge- 
bogene Reihe  von  6  kleinen  blauen  Flecken  und  nahe  am  Saume  eine  Bogenreihe  von  6 — 7  bläuUchen  Punkten ; 
die  Saummöndchen  selbst  sind  gelblich;  die  Schwänze  gut  entwickelt,  etwa  5  mm  lang.  Die  Unterseite  stimmt 
fast  genau  mit  derjenigen  von  cithaeron  überein.  — •  Das  $  ist  dem  $  von  xiphares  sehr  ähnlich,  weicht  aber 
durch  eine  Querreihe  von  8  weißen  Flecken  hinter  der  Mitte  der  Vflgloberseite  und  durch  kleineren  ocker- 
gelben Mittelfleck  der  Hflgl  ab.    Britisch  Ost-Afrika  im  Kiku.yu- Gebiet ;  selten. 

Ch.  xiphares  Cr.  (31  c)  ^  :  Die  Vflgl  fast  ganz  wie  bei  nandina  gezeichnet,  die  Flecke  aber  mit  Ausnahme  xiphares. 
der  zwei  vordersten  der  äußeren  Reihe  blau ;  der  Wurzelteil  ist  blauschillernd,  aber  gewöhnhch  nicht  so  deuthch 
wie  in  der  Figur.  Die  blaue  Mittelbinde  der  Hflgl  liegt  weiter  saumwärts,  ist  breiter  und  auf  der  Außenseite 
an  den  Rippen  tief  eingeschnitten  oder  sogar  fast  in  Flecke  aufgelöst;  kleine  blaue  Submarginalpunkte  und  blaue 
oder  gelbhche  Saumflecke.  —  Das  9  Aveicht  sehr  vom  ^  ab;  die  Vflgl  sind  braunschwarz  ohne  blaue  Zeichnungen, 
aber  mit  vier  weißen  Discalflecken  (in  der  Mitte  des  Feldes  2,  vor  der  Mitte  von  3  und  an  der  Wurzel  von  4  und  5) 


132  CHARAXES.     Von  Dr.  C.  Attrivillitts. 

und  2  oder  mehreren  weißen  Flecken  hinter  der  Älitte;  kleine  gelblicJie  Saumflecke  in  Feld  1  b  und  2.  Die  Hflgl 
oben  in  der  Mitte  zwischen  den  Rippen  2  und  7  mit  einer  sehr  (etwa  15  mm)  breiten,  ockergelben,  nach  außen 
dunkel  gesprenkelten  Querbinde,  welche  die  Wurzelhälfte  der  Felder  2 — 6  bedeckt ;  strichförmige  blaue  8ub- 
marginalflecke  und  schmale  gelbliche  Saumstriche.  Auf  der  Unterseite  sind  die  hellen  Flecke  der  Vflgl  größer 
und  die  Hflgl  haben  in  der  Mitte  eine  unregelmäßig  nach  innen  begrenzte  gelblich  weiße  Mittelbinde;  das  $  ist 
viel  größer  als  das  ^.  Kapland,  Kaffcrn-Land,  Natal  und  Transvaal.  —  Rp  grün  mit  zwei  weißlichen,  rot  ge- 
kernten und  schwarz  umzogenen  Rückenflecken,  der  größere  auf  Glied  6  und  der  kleinere  auf  Güed  8. 

ciihaeron.  Q\f^  clthaeron  Fldr.  (31  b)  ^:  Vflgl  oben  schwarz  mit  zwei  Querreihen  blauer  Flecke;  die  innere  Reihe 

in  der  Mitte  aus  (i  Flecken  (2  in  Feld  1  b  und  je  einer  in  2 — ö).  die  äußere  aus  8  Flecken,  von  denen  die  vor- 
dersten in  6  und  7  weiß  sind;  ein  länglicher  blauer  Fleck  in  1  a  hinter  der  Mtte.  Die  Hflgl  oben  hinter  der 
Mitte  mit  einer  breiten,  hinten  weißlichen,  nach  vom  blauen  Querbinde,  mit  blauen  Submarginalflecken  und 
weißlichen  Saumstrichen.  Die  Unterseite  im  Wurzelteil  mit  unregelmäßig  angeordneten,  schwarzen,  weiß 
gesäumten  Querstrichen.  —  Das  $  hat  oben  eine  breite,  gebogene,  nach  innen  scharf  begrenzte  weiße  Querbinde 
der  Vflgl  und  eine  bläuüch  weiße  Querbinde  der  Hflgl  und  ist  dem  $  von  violetta  (31  a)  dadurch  oben  sehr  ähnhch. 
Ost-Afrika  von  Natal  bis  Kenia  in  Britisch-Ost-Afrika. 

violetta.  Ch.  violetta  Smith  (31  a).    Beide  Geschlechter  sind  oben  den  entsprechenden  Geschlechtern  von  clthae- 

ron fast  ganz  ähnlich,  unterscheiden  sich  aber  dadurch,  daß  die  Hflgl  unten  in  der  Mitte  eine  feine  fast  gerade 
Querlinie  haben,  welche  saumwärts  beim  (J  schmal,  beim  $  2 — 3  mm  breit  weiß  gesäumt  ist.  Delagoa-Bay  bis 
Nyassa-Land  xmd  Mombasa.  —  Rp  grün  mit  sehr  kleinen  gelblichen  Pünktchen  bestreut;  Kopfhörner  bläulich 
oder  violett;  die  Rückenflecke  grau  oder  rostfarbig. 

numenes.  Ch.  nunienes //e«/'.  (31  c)  Sshwänze  der  Hflgl  kurz.  Die  Hflgl  unten  etwas  hinter  der  Mitte  mit  einer  zu- 

sammenhängenden, feinen,  sanft  gebogenen,  schwarzen,  nach  außen  weiß  gesäumten  Querlinie  fast  ganz  wie 
bei  violetta.  Dadurch  unterscheiden  sich  diese  beiden  Arten  von  allen  übrigen  der  iiVirfa/es- Gruppe.  —  q:  Flgl 
oben  bläulich  schwarz,  an  der  Wurzel  schwarzbraun ;  Vflgl  in  der  Mitte  mit  vier  kleinen  blauen  Flecken  im 
Wurzelteil  der  Feldf>r  2 — 5  und  gewöhnlich  auch  hinter  der  Mitte  mit  einer  QueiTeihe  blauer  Punkte ;  Saumflecke 
deutlich  und  ockergelb.  Hflgl  hinter  der  Mitte  mit  einer  im  Feld  6  eingebogenen  Reihe  blauer  Punkte;  mit 
kleinen  weißlichen  Submarginalflecken  und  feinen  weißlichen  Saumstrichen.  —  Das  $  stimmt  oben  fast  ganz 
neumanni.  mit  dem  $  von  tiridates  überein  (vergl.  31  b).  Sierra  Leone  bis  Angola  imd  Uganda.  —  neumanni  Rotksch.  hat 
größere  gelbe  Saumflecke  beider  Flgl  und  etwas  längere  Schwanzanhänge  der  Hflgl;  Abyssinien. 

tiridates.  Ch.  tlrldates  Cr.  (31  b).    Schwänze   der  Hflgl  normal   entwickelt.    Die  Mittelünie   der  Hflglunterseite 

weder  zusammenhängend  noch  gerade,  sondern  sehr  tief  gebuchtet  und  in  Querstriche  der  Felder  1  c — 8  auf- 
gelöst. Das  3  hat  die  Flgl  oben  ganz  wie  das  numenes-^  gei'Ärht  und  gezeichnet;  Saumstriche  der  Hflgl  gelb  oder 
weißlich.  $ :  Die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  und  die  Hflgl  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  olivenbraungrau ;  die  schwarze 
Außenhälfte  der  Vflgl  mit  weißer,  fast  gerader  Mittelbinde,  2 — -3  weißlichen  Subapicalflecken  und  kleine  gelb- 
liche Saumflecke;  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl  ist  etwa  7  mm  breit  und  hat  blaue,  weißgekernte  Submar- 
ginalflecke  vmd  gelbliche  Saumstriche.  —  Rp  grün  mit  einem  großen  braunen  Fleck  auf  dem  Rücken  des  sechsten 
Gliedes.  Pp  grün  mit  hellen  nebelartigen  Flecken.  Eine  häufige,  von  Sierra  Leone  bis  Angola  imd  Uganda 
marginaius.  verbreitete  Art.  —  Bei  marginatus  Rofhsch.  u.  Jord.  aus  Abyssinien  sind  die  Saumflecke  der  Oberseite  beider 
Flgl  größer  und  bilden  eine  nur  durch  die  Rippen  unterbrochene  Saumbinde. 

?»!ia7ws.  Ch.  mixtus  liothsch.  Das  ^  ist  dem  ^  von  tiridates  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Saum- 

ilecke  der  Vflgl  kurz  und  weißlich  und  die  Saumstriche  der  Hflgl  dick,  imgeteilt  und  blau  sind;  die  blauen  Flecke 
hinter  der  Mitte  der  Hflgl  sind  auch  viel  größer  als  bei  tiridates.  —  Das  $  ist  bedeutend  größer  als  das  <^  aber 
ähnlich  gefärbt  und  gezeichnet  und  weicht  dadurch  völlig  vom  tiridates  $  ab.    Kamerun  und  Congo. 

bipunctalus.  Ch.  blpuHctatus  Rothsch.  ist  eine  zAveite  mit  tiridates  sehr  nahe  verwandte  Art,  welche  besonders  durch  die 

sehr  kurzen  zahnförmigen  Schwänze  der  Hflgl  ausgezeichnet  ist.  Beide  Geschlechter  oben  yne  die  Geschlechter 
von  tiridates  gefärbt  und  gezeichnet;  die  blauen  Flecke  jedoch  beim  ^  zum  Teil  undeutlich  oder  fehlend  und  die 
Samnstriche  der  Hflgl  dick,  ockergelb  imd  nicht  unti-rbrochen.    Aschanti  bis  Aruwimi. 

imperialis.  Ch.  imperlalis  Btlr.  <^:    Vflgl  oben  mit  euier  etwas  hinter  der  Mitte  des  Hrds  ausgehenden  geraden, 

schief  gegen  die  Spitze  gerichteten,  nach  vorn  allmählich  verschmälerten  und  in  Flecke  aufgelösten,  blauen 
Querbinde;  die  Binde  ist  am  Hrd  5  mm  l)reit  und  nur  bis  zur  Rij>pe  2  zusammenhängend,  dann  in  Flecke  auf- 
gelöst, die  Flecke  der  Felder  3 — -ö  haben  einen  weißen  Punkt  und  diejenigen  der  Felder  6  und  7  sind  weiß,  der 
im  Felde  7  liegt  mtOir  wurzelwärts  als  der  in  6;  außer  diesen  Flecken  haben  die  schwarzen  Vflgl  einen 
weißen  Punkt  an  der  Zellenspitze  in  Feld  4,  einen  weißen  Punkt  vor  der  Mitte  der  Felder  5  und  6  und  kleine 
blaue  Saumflecke.  Auf  den  Hflghi  setzt  sich  die  blaue  Binde  in  einer  Breite  von  etwa  7  mm  bis  zur  Rippe  2  fort  und 
liegt  fast  genau  in  der  Mitte,  die  Spitze  der  Mittelzelle  bedeckend;  blaue  Submarginalflecke  und  Saumstriche; 
Schwänze  kuiz,  etwa  3  mm  lang.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  liegen  die  schwarzen  nach  außen  hell  gesäumten 
Querstriche  der  Felder  2 — -7  in  einer  fast  geraden  Linie.   Beim  $  ist  die  blaue  Mittelbinde  zwischen  der  Rippe 


CHARAXES.    Von  Dr.  C.  Aurivillitjs.  133 

2  der  Hflgl  und  Rippe  2  derVflgl  ganz  wie  beim  (J  gebildet,  dann  folgen  in  jedem  der  Felder  2 — -7  auf  den  Vf Igln 
zwei  gerundete  hellgelbe  Flecke,  von  denen  der  innere  des  Feldes  4  an  der  Zellspitze  liegt;  die  Saumflecke 
beider  Flgl  und  die  Submarginalf lecke  der  Hflgl  sind  gelbUch.  Eine  seltene  von  Sierra  Leone  bis  Kongo  vorkom- 
mende Art. 

Ch.  ameliae  Doumet  (31b).  (J :  Vflgl  oben  schwarz  mit  folgenden  blauen  Zeichnungen :  einem  breiten  ameliae. 
Längsstrich  in  der  Zelle,  einem  eckigen  Fleck  an  der  Zellenspitze,  einem  Fleck  hinter  der  ^Mitte  des  Vrds,  8  ziem- 
lich großen  vSubmarginalflecken  und  kleinen  Saumflecken.  Auf  den  Hflgln  sind  eine  nach  vorn  verschmälerte 
Mittelbinde,  gerundete  Submarginalflecke  und  feine  Saumstriche  blau.  Auf  der  Unterseite  liegen  die  schwarzen 
Querstriche  der  Felder  2,  4 — 7  in  einer  fast  geraden  Linie  und  sind  saumwärts  durch  eine  weißliche  Binde 
begleitet.  Das  $  ist  viel  größer  hat  oben  eine  schwarzbraune  Grundfarbe  und  alle  Zeichnungen  weiß  oder 
gelblichweiß.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  unbezeichnet ;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  erreicht  den  Ird,  ist  wurzel- 
wärts  erweitert  mid  setzt  sich  auf  den  Vflgln  bis  zur  Rippe  2  zusammenh.ängend  fort;  die  inneren  Flecke  der 
Felder  2 — 7,  welche  beim  ^  fast  alle  fehlen,  sind  hier  groß  und  deutlich,  die  äußeren  aber  kaum  größer  als 
beim  i^ ;  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ist  die  helle  Mittelbinde  breiter  und  deutliclier.  Das  Schwänzchen  an  der 
Rippe  2  ist  bei  beiden  Geschlechtern  kurz  und  viel  kürzer  als  das  an  der  Rippe  4.  Diese  prachtvolle  Art  kommt 
überall  in  der  westafrikanischen  Waldregion  vor  und  ist  bis  Aruwimi  und  zum  Nyassa-Land  verbreitet. 

7.  Hadrianus  -  Gruppe. 

Diese  Gruppe  ist  nur  durch  eine  einzige  eigentüiuÜLh  gezeichnete  Art  vertreten.  Die  Hflgl  oben  und  beide  Flgl  unten 
mit  weißer  Grundfarbe.  Die  schwarzen  Querstriche  im  Wurzelteil  der  Unterseite  sind  sehr  fein  und  teilweise  undeutlich  oder 
ganz  verschwunden;  im  Felde  1  b  der  Vflgl  nahe  am  Hinterwinkel  ein  großer  tiefschwarzer  Fleck.  Die  Schwänze  der  Hflgl 
sind  stumpf,  der  an  der  Rippe  2  etwa  2  mm,  der  an  der  Rippe  4  fast  5  mm  lang.     Geschlechter  ähnhch  gefärbt  und  gezeichnet. 

Ch.  hadrianus  Ward  (31  d).  Vflgl  an  der  Wurzel  fast  bis  zur  Rippe  3  rotbraun,  dann  schwarz  mit  einer  hadrianus. 
weißen,  am  Hrd  etwa  15  mm  breiten,  nach  vorn  aber  schnell  verschmälerten  und  an  der  Rippe  5  aufhörenden 
Mittelbinde,  mit  zwei  kleinen  weißen  Discalflecken  in  den  Feldern  5  und  6,  weißen  Submarginalflecken 
in  2 — -6  und  einem  weißen  Saumfleck  in  1  b.  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  schmal  rotbraun,  am  Saume  mit  schwar- 
zen Submarginalstrichen  und  schwarzen  Saumstrichen.  Unten  haben  die  Hflgl  in  der  Mitte  eine  dicke  schwarze 
Querhnie,  welche  nach  außen  von  einer  tief  gezackten,  rotbraunen  Querbinde  begleitet  ist;  diese  Querbinde 
scheint  oben  durch.    Diese  schöne,  aber  seltene  Art  kommt  vom  Niger  bis  Kongo  vor. 

8.  Nobilis- Gruppe. 

Von  allen  anderen  afrikanischen  Charaxes-Aviru  unterscheidet  sich  diese  kleine  Grui)pe  dadurch,  daß  die  Mittelzelle 
der  Hflgl  unten  schwarz  mit  (silber)weißenQuertlecken  ist.  Die  Hflgl  mit  zwei  gleich  langen,  beim  $  von  einander  abgebogenen 
Schwänzen.  Hlb  oben  beim  cJ  wenigstens  gegen  die  Spitze  weiß  oder  weißlich,  beim  ?  schwarz.  Die  Vflgl  unten  nahe  am  Hinter- 
winkel im  Felde  1  b  mit  einem  großen  orangegelben,  schwarz  umzogenen  Fleck;  ein  ähnlicher  aber  kleinerer  Fleck  liegt  im 
Felde  2.  Die  Hflgl  unten  liis  weit  über  die  Mitte  hinaus  mit  weißer  oder  weißUcher  Grundfarbe  und  vor  der  Mitte  mit  5 — 6  dicken 
tiefschwarzen  Querlinien,    welche  teilweise  mehr  oder  weniger  miteinander  vereinigt  sind  und  am  Vrd  nur  zwei  Binden  bilden. 

Ch.  nobilis  Druce  (32  c)  q.  Flgl  oben  schwarz  mit  einer  gemeinsamen,  auf  denHflghi  sehr  (etwa  20mm)  nobilis. 
breiten  auf  den  Vtlgüi  allmählich  verjüngten  und  im  Felde  3  durch  einen  freien  Fleck  endenden,  rahmfarbigen 
3Iittelbinde;  die  Vflgl  außerdem  mit  einem  hellgelben  Fleck  im  Felde  5  und  7;  die  schwarze  Saumbinde 
der  Hflgl  etwa  9  mm  breit  mit  blauen  Submarginalflecken  und  Saumstrichen  und  einem  orangegelben  Anal- 
fleck; Hflgl  unten  hinter  der  Mitte  mit  drei  dicken,  gebogenen,  schwarzen  Querhnien,  welche  drei  weiße  Flecken- 
reihen einschließen,  von  denen  die  mittlere  aus  großen,  die  anderen  aus  strichförmigen  Flecken  bestehen;  am 
Analwinkel  ein  großer  orangegelber  Fleck,  welcher  zwei  schwarze  bläulich  gekernte  Augenflecke  einschließt.  — 
Das  ?  weicht  durch  viel  breitere  (auf  den  Hflghi  23 — 25  mm,  auf  den  Vflgln  im  Felde  2  19 — 20  mm  breite) 
und  fast  weiße  Mittelbinde  der  Oberseite  sowie  durch  einen  langgestreckten  weißen  Fleck  im  Felde  6  der  Vflgl- 
oberseite  ab.    Alt  Calabar,  Kamerun,  Kongo- Gebiet ;  überall  selten. 

Ch.  superbus  Am.  Schnitze  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnhch,  weicht  aber  durch  die  schlankeren,  am  superhus. 
Saume  wenig  ausgebuchteten  Vflgl,  durch  die  größeren  mattschwefelgelben  Saumflecke  der  Vflgl,  durch  die 
bis  4  mm  breite  blaugraue  Binde,  welche  in  den  Feldern  2 — 6  die  Mittelbinde  der  Hflgl  von  der  schwarzen  Saum- 
binde trennt,  durch  die  größeren  und  vollständigeren,  weißen  Querflecken  m  der  Mittelzelle  der  Vflglimterseite, 
durch  die  schwarze  weißgefleckte  Saumbinde  der  Hflglunterseite,  welche  nur  halb  so  breit  (etwa  5  mm)  wie  bei 
nobilis  ist  und  nach  innen  von  einer  in  Feld  2,  5  mm  breiten  orangegelben  Binde  begrenzt  wird  imd  die 
weißen  Zeichnungen  in  der  Spitzenhälfte  der  Vf Iglunterseite  ab.  Bei  superhus  bedeckt  nämlich  auf  der  Vf Iglunter- 
seite  die  Mittelbinde  die  Wurzel  des  Feldes  3  und  dann  folgt  eine  etwa  5  mm  breite  weiße  Binde  der  Fel- 
der 3 — 6,  ein  wie  bei  nobilis  gebildeter  breiter  Querfleck  in  den  Feldern  5 — 7  und  endhch  vor  dem  Saume 
in  den  Feldern  1  b — 7  sieben  gleichmäßig  breite  halbmondförmige  Flecke,  von  denen  die  der  Felder  1  b  und  2 
orangegelb  und  die  übrigen  silberweiß  smd.  Kamerun.  Schultze  sah  diese  schöne  Art  saugend  in  einer  Ein- 
geborenenlatrine . 


134  CHARAXES.     Von  Dr.  C.  Aubwillius. 

9.  Etheocles- Gruppe. 

In  dieser  Giiii)|)o  haben  die  Vf Igl  unten  in  der  Mittelzelle  3  kleine  gerundete  sehwarze  I'vinkte  und  einen  gebogenen  oder 
gera<len  Querstrieh,  welelie  wie  in  dei-  Figur  von  orhracea  (33b)  angeordnet  sind.  Die  Tlflfrl  haben  stets  zwei  deut  hebe  Seliwänzehen. 
Die  Vflgl  haben  unten  im  Feld  1  b  nahe  am  Ilinterwinkel  zwei  seliwarze  mehr  oder  weniger  mit  einander  vereinigte  oder  freie 
Flecke.  Die  Arten  .stimmen  übrigens  mit  den  Arten  der  liridates-Grnytpc  nahe  überein.  Die  5$  sind  oft  den  J(J  ganz 
unähnheh  und  bei  etheocles  treten  eine  große  Anzalil  unter  sich  völlig  verschiedene  Weibchenformen  auf. 

Erste   Untergruppe. 

Die  feinen  schwarzen  Querstriche  im  Wurzelteil  der  Felder  2,  1 — 8  der  Ilflglunterseite  sind  mit  einander  zusammen- 
liängend  und  bilden  eine  gerade  oder  fast  gerade  Querlinie ;  das  Feld  3  ohne  Querstrich.  Die  Hflgl  oben  mit  breiter,  heller  (rot- 
gelber, blauer  fider  weißer)  Querbinde  oder  mit  breiter  orangeroter  Sauml)inde. 

anlidea.  Ch.  anticlca  Drury  (33  d).  ^i  Flgl  oben  tief  schwarz;  Vflgl  am  Hinterwinkel  zwischen  Hrd  und  Rippe 

3  mit  einer  dreieckigen  orangegelben  Submarginalbinde,  welche  nur  1  mm  vom  Saume  entfernt  ist;  Hflgl  oben 
mit  einer  nach  vorn  schmäleren  in  der  Mitte  etwa  8  mm  breiten,  orangegelben  Sauml>inde,  welche  4 — 6  schwarze 
weißgekernte  Submarginalflecke  einschließt ;  erinnert  oben  sehr  an  das  J  von  protodea  (33  b).  Beim  $  sind  die  Flgl 
oben  schwarzbraun  mit  einer  gemeinsamen,  fast  geraden  hell  orangegelber  Mittelbinde ;  welche  auf  den  Hf Igln 
9  jum  breit  ist  und  in  den  Feldern  5 — 7  derVflgln  in  zweiAeste  geteilt  ist;  die  Hflgl  mit  einer  nur  etwa  2  mm 
adusla.  breiten,  zusammenhängenden  orangegelben  Saumlinie.  Sierra  L(>one  und  Aschanti.  —  adusta  Rothsch.  weicht 
nur  dadurch  ab,  daß  beim  ^  die  orangegelbe  Submarginalbinde  der  Vflgl  2  mm  vom  Saume  entfernt  ist 
und  daß  beim  $  die  orangegelbe  Saumlinie  der  Hflgl  teilweise  in  Flecke  aufgelöst  ist.  Kamerun  bis  Angola  und 
Uganda. 

opinatus.  Ch.  opinatus  Heron.  ^  in  Flglform  und  Größe  fast  ganz  wie  etheocles-,^  (33  b).  Flgl  oben  schwarzbraim ;  Vflgl 

einfarbig  ohne  Zeichnungen;  Hflgl  mit  den  Schwänzen  tmd  einer  zusammenhängenden  Saumhnie  orangerot 
und  vor  dem  Saume  mit  graublauen,  weißgekernten  Submarginalpunkten;  etwa  6  mm  vom  Saume  liegt  zwischen 
den  Rippen  1  b  und  7  eine  Querreihe  von  kleinen  rotgelben  voneinander  getrennten  Querstrichen.  Die  Unter- 
seite erinnert  sehr  an  die  von  anticlea;  beide  Flgl  haben  nämhch  vor  der  Mitte  eine  dunklere,  fast  geradlinig 
begrenzte  und  gemeinsame,  etwa  5  mm  breite  Querbinde,  welche  im  Feld  1  c  der  Hflgl  wurzelwärts  umbiegt 
und  die  Felder  1  a — 1  c  mehr  oder  weniger  vollständig  bedeckt.    $  unbekannt.    Ruwenzori. 

baumanni.  Ch.  baumanni  Rghfr.  (33  c).   o:  Die  Hflgl  oben  hinter  der  Mitte  zwischen  den  Rippen  2 — 7  mit  einer 

hellblauen,  in  der  Mitte  5  mm  breiten,  nach  vorn  verschmälerten  Querbinde,  welche  sich  auch  auf  den  Vflgln  fort- 
setzt aber  dort  viel  schmäler  und  in  kleine  Flecke  aufgelöst  ist;  Vflgl  sonst  unbezeichnet,  die  Hflgl  aber  mit  weiß- 
gekernten Submarginalflecken  luid  grünlichen,  in  den  Feldern  -i — 6  orangegelben  Sainnstrichen.  Die  feine 
schwarze  ^littellinie  der  Unterseite  ist  auch  auf  den  Vflgln  bis  zum  Vrd  zusammenhängend  und  gerade  und  auf 
beiden  Flgln  nach  außen  weißlich  begrenzt.  Beim  $  ist  die  Querbinde  der  Oberseite  rein  weiß,  etwas  mehr  vom 
Saume  entfernt  und  bis  zur  Rippe  4  der  Vflgl  zusammenhängend,  dann  in  zwei  Fleckenreihen  geteilt.  Manica- 
Land,  Nyassa-Land  und  Deutsch-Ost-Afrika. 

thysi.  Ch,  thysi  Capron».  (33  c).    ^  oben  schwarz  mit  intensivem  blauem  Schiller;  beide  Flgl  hinter  der  Glitte 

mit  einer  gemeinsamen  dunkelblauen  Querbinde,  welche  auf  den  Hflgln  6  mm  breit  und  auf  den  Vflgln  etwas 
schmäler  und  in  Flecke  aufgelöst  ist ;  Hflgl  mit  weißen  Submarginalpunkten  und  bläulichen  Saumstrichen. 
Durch  die  lebhaft  silberglänzende,  hinter  der  Mitte  durch  eine  rotbraune  schwarzgefleckte,  2 — 3  mm  breite 
gerade  Querbinde  geteilte  Unterseite  weicht  diese  wunderschöne  aber  sehr  seltene  Art  von  allen  anderen  afrika- 
nischen Formen  ab.    Das  $  ist  unbekannt.    Kongo- Gebiet. 

hilde-  Ch.  hildebrandti  Deu\  (33  c)   J:  Flgl  oben  schwarz  mit  einer  gemeinsamen,  geraden,  weißen,  bläulich 

'■«"  '■  gesäumten  Querbinde,  die  sich  von  der  Rippe  2  der  Hflgl  bis  zur  Rippe  7  oder  8  der  Vflgl  erstreckt,  in  den  Fel- 
dern 5 — 8  der  Vflgl  aber  in  kleine  gerundete  Flecke  aufgelöst  ist;  Schwänze  der  Hflgl  kurz  und  stumpf. 
Die  weiße  Querbinde  tritt  auch  unten  auf  und  ist  dort  auf  den  Hflgln  durch  die  feine,  zusammenhängende 
und  fast  gerade  schwarze  Discallinie  wurzelwärts  begrenzt,  auf  den  Vflgln  aber  in  den  Feldern  Ib — -3  nach  innen 
an  den  Rippen  oft  treppenförmig  abgesetzt.  Hflgl  unten  mit  gelblicher  Saumlinie.  Das  $  ist  etwas  größer  als 
das  (J  und  hat  eine  breitere  kaum  bläulich  gesäumte  weiße  Querbinde,  welche  den  Ird  der  Hflgl  erreicht,  stimmt 
aber  sonst  mit  dem  (J  überein.    Goldküste  bis  Angola. 

blandri.  Ch.  blanda  Rothsch.    Beim  ^  sind  die  Flgl  oben  schwarz  mit  starkem,  grünlich  blauem  Schiller.    Die  Hflgl 

oben  hinter  der  Mitte  zwischen  den  Rippen  2  und  7  mit  einer  breiten  (in  Feld  2  9  mm  breiten)  nach  vorn  all- 
mählich schmäleren,  blauen  Querbinde,  welche  im  Felde  8  durch  einen  kleinen  freien  blauen  Fleck  vertreten 
ist ;  auf  den  Vflgln  setzt  sich  die  Querbinde  als  eine  Reihe  kleiner  blauer  Flecke  bis  zum  Vrd  fort ;  diese  Flecke 
liegen  etwa  7  mm  vom  Saume  und  sind  in  den  Feldern  4 — -0  weiß  gekernt;  außerdem  haben  die  Vflgl 
kleine  gerundete  blaue  Flecke  im  Wurzelteil  der  Felder  2 — 6,  von  denen  der  im  Feld  4  wie  gewöhnlich  an  der 
Spitze  der  Mittelzelle  liegt.  Die  Hflgl  oben  in  den  Feldern  2—6(7)  mit  bläulichen  Submarginal- und  Saum- 
strichen, im  Felde  1  c  mit  zwei  weißgekernten  Submarginalflecken  imd  einem  dicken  orangegelben  Saumstrich. 


CHARAXES.     Von  Dr.  C.  AuErv^iLLitis.  135 

Auf  der  Unterseite  bildet  diese  Art  einen  Uebergang  zu  der  zweiten  Untergruppe;  die  schwarzen  Disealstriche 
der  Felder  2.  4 — 8  bilden  nämlich  eine  fast  zusammenhängende,  aber  nicht  ganz  gerade  Linie,  welche  die  Außen- 
seite der  dunklen  Querbinde  bildet ;  auf  den  Vflgln  hängen  die  Querstriche  der  Felder  1  b — 4  nicht  mit  einander 
zusammen.    $  unbekannt.    Deutsch-Ost-Af rika :  Mikindani. 

Zweite  Untergruppe. 

Die  feinen  schwarzen  Querstriche  im  Wurzelteil  der  Felder  2 — 8  der  Hflglunterseite  stoßen  nicht'  genau  mitein- 
ander zusammen  und  liegen  nicht  in  gerader  Linie.  Die  Hflgl  teim  cJ  oben  ganz  ohne  helle  Querbinde  oder  hinter  der 
Mitte  mit  einer  nur  1 — 2  mm  breiten  Reihe  blauer  Flecke,  und  nur  bei  der  ersten  Art  mit  breiter  blauer  Querbinde. 

Ch.  kheili  Sigr.  (33c)  t^:  Flgl  oben  mit  schwarzer  Grundfarbe;  Vflgl  mit  großen,  blauen  Saum-  kheUi. 
flecken,  einer  5  mm  vom  Saume  entfernten  Reihe  von  8 — 9  blauen,  oder  in  den  Feldern  6  und  7  weißen 
Postdiscalf lecken,  2 — 4  Discalflecken  in  3 — 6,  und  gewöhnlich  auch  mit  einem  blauen  Fleck  in  der  Mittel- 
zelle. Hflgl  hinter  der  Mitte  in  den  Feldern  2 — -5  mit  einer  etwas  unregelmäßigen  Binde  vor  4 — 5  Flecken; 
Submarginal-  und  Saumflecke  klein  und  blau.  Unterseite  wie  bei  ethalion.  9  unbekannt.  Kongo- Gebiet  und. 
Njamnjam-Land.  — •  northcotti  Rotsch.  ^:  Flgl  oben  schwarz;  die  Hflgl  hinter  der  Zellenspitze  zwischen  noHhcoUi 
den  Ripjien  2  inid  6  mit  einer  8  mm  breiten  blauen  Querbinde,  welche  an  den  Rippen  2 — 5  mit  den  dicken 
blauen  Saummöndchen  vereinigt  ist  ur.d  dadurch  schwarze  Meißgekernte  Submarginalflecke  einschließt;  die 
Vflgl  oben  mit  großen  blauen  Saumflecken,  welche  nur  durch  die  schwarzen  Rippen  von  einander  getrennt 
sind,  und  3  mm  vom  Saume  mit  einer  Reihe  von  8  blauen  (oder  am  Vrd  weißen)  Submarginalf lecken,  von 
denen  dje  hinteren  (in  1  a  und  1  b)  mehr  oder  weniger  mit  den  Saumflecken  vereinigt  sind;  im  Wurzelteil 
der  Felder  2 — 6  und  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  kommen  auch  blaue  Flecke  vor.  Die  Unterseite  wie  bei 
ethalion  gefärbt  und  gezeichnet.    9  unbekannt.    Ashanti. 

Ch.  guderiana  Dew.  (33  b)  ^■.  Flgl  oben  schwarz;  Vflgl  an  der  Wurzel  grünlich  blau  mit  einem  gro-  guderiana. 
ßen  weißen  Fleck  am  Ende  der  IMittelzelle,  mit  zwei  weißen  Discalflecken  in  5  und  6,  mit  einer  vollstän- 
digen Reihe  von  8  weißen  oder  gegen  den  Hrd  bläuHchen  Postdiscalflecken  und  mit  großen  weißen  Saum- 
flecken; Hflgl  in  den  Feldern  2 — 5  mit  einer  blauen,  nur  2  mm  breiten  Postdiscalbinde,  welche  nur  durch 
eine  feine  schwarze  Linie,  von  den  bläulichen  weißgekernten  Submarginalstrichen  getremit  ist ;  Saumstriche 
dick  weiß,  in  den  Feldern  1  c — 3  gewöhnlich  bläulich  und  gelblich  gekernt.  Unterseite  ■wie  bei  den  übrigen 
Arten,  aber  mit  zwei  weißen  Flecken  am  Vrde  der  Vflgl.  — ■  Das  $  ist  oben  ganz  verschieden  und  erinnert 
sehr  anCh.  saturnus  {^()h)  und  an  das  $  von  CA.  ac7(r/e»Kewes;  es  wurde  sogar  1892  als  eine  Varietät  von  Ch. 
pelias  beschrieben.  Flgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  3  hell  braun  und  dann  mit  gemeinsamer  von  der 
Rippe  2  der  Hflgl  bis  zur  Rippe  4  der  Vflgl  ausgedelmter  hell  orangegelber  Mittelbinde;  die  Vflgl  haben  au- 
ßerdem folgende  orangegelbe  Zeichnungen :  einen  Fleck  an  der  Spitze  der  Mittelzelle,  zwei  Discalflecke  in  5 
und  6,  eine  postdiscale  Reihe  von  6  gerundeten  Flecken  in  2 — 7  und  große,  zu  einer  Binde  vereinigte  Saum- 
flecke; die  Grundfarbe  der  Spitzenteile  ist  schwarz.  Auf  den  Hflgln  folgt  außerhalb  der  Mittelbinde  eine  10  mm 
breite  tiefschwarze  Binde  und  dami  die  blauen,  weißgekernten  Submarginalflecke  und  die  Saumflecke,  welche 
in  den  Feldern  4 — 7  dick  und  lebhaft  orangegelb,  in  1  c — 3  aber  schmal,  grünlich  und  undeutlich  gelbge- 
kernt sind.  Die  Unterseite  ist  viel  heller  als  beim  i^,  indem  die  Mittelbinde  auch  liier  vorhanden  ist;  die 
Hflgl  mit  roten  postdiscalen  Bogenf lecken.    Angola  bis  Britisch-Ost-Afrika,  aber  nicht  in  Südafrika. 

Die  folgenden  Formen  dieser  Untergi'uppe  sind  lange  Gegenstand  verschiedener  Ansichten  gewesen  und  haben  durch 
ihre  überaus  große  Veränderlichkeit,  besonders  im  weiblichen  Geschlecht,  den  Anlaß  zur  Aufstellung  zahlreicher  in  der  Natur 
nicht  begi-iindeten  Arten  gegeben.  Durch  die  genaue  Untersuchung  eines  sehr  großen  Materiales  haben  indessen  die  Herren 
V.  Rothschild  und  Jordan  in  ihrer  vorzüglichen  Jlonographie  der  Gattung  Charaxes  nachgewiesen,  daß  wir  es  hier  höchstens 
mit  zwei  wirklich  verschiedenen  Arten  zu  tun  haben.  Es  erübrigt  noch  nur  dieses  durch  die  Züchtung  der  Formen  vom  Ei  ab  zu 
bestätigen.    Ich  möchte  diese  hochinteressante  Autgabe  allen  unseren  Lesern,  die  in  Afrika  leben,  dringend  empfehlen. 

Ch.  etheocles  (33  b).    Beide  Geschlechter  sind  sehr  veränderlich  und  es  ist  bis  jetzt  nicht  möghch  ge-  etheocles. 
wesen  darzutun,  daß  gewisse  männliche  Formen  zu  gewissen  weibhchen  gehören.  Ich  muß  daher  beide  Geschlech- 
ter für  sich  behandehi. 

(^  (33  b):  Beide  Flgl  oben  mit  schwarzer  Grundfarbe.  Vflgl  mit  mehr  oder  weniger  ausgerandetem 
Saume;  mit  oder  ohne  blaue  Zeichnungen;  die  blauen  Zeichnimgen,  welche  vorhanden  sein  können,  sind: 
ein  Fleck  in  der  :Mittelzelle;  1—4  Discalflecke  im  Wurzelteil  der  Felder  (3,  4)  5  und  6;  1  bis  mehrere  Post- 
discalflecke  und  Saumflecke.  Hflgl  gewöhnlich  mit  einer  Reihe  postdiscalen  Möndchen  und  immer  mit  weißen 
oft  grünlich  geringelten  Submarginalpunkten  und  deutlichen  Saumstrichen.  Die  Unterseite  ist  bei  allen  For- 
men ähnlich  gezeichnet,  ist  aber  hinsichtlich  der  Grundfarbe  sehr  veränderlich.  —  fa.  picta  Rothsch.  Vflgl  picta. 
oben  mit  großen  Saumflecken  und  mit  3 — 8  Postdiscalflecken,  bisweilen  auch  in  den  Feldern  3  und  4  mit 
Discalflecken.  Hflgl  oft  mit  deuthchen,  aber  nur  1  mm  breiten  Postdiscalflecken;  die  Saumstriche  der  Felder 
4 — 6  dick  und  rot  gekernt.  Ost- Afrika,  von  Quilimane  bis  Unyoro.  —  fa.  fulgurata  Auriv:  Vflgl  oben  mit  fulguraUi. 
großen  Saumflecken  und  3 — 7  stark  gebogenen  Submarginalflecken,  welche  mit  ihren  Spitzen  die  Saumflecke 
erreichen ;  übrigens  mit  2 — 3  Discalflecken  und  einem  Fleck  in  der  Mittelzelle.  Hflgl  mit  feinen  postdiscalen 
Möndchen  und  dicken,  in  den  Feldern  4 — 6  rotgekernten  Saumstrichen.  Unterseite  hell  röthchbraun.  Angola. 
—  fa.  chanleri  Holl.  (=  phaeacus  Stgr.)  Vflgl  oben  mit  großen  Saumflecken,  aber  nur  mit  2  Postdiscalflecken.  chanleri.' 


136 


CHARAXES.     Von  Dr.  C.  Adeivillius. 


contraria.  Unterseite  Meißgrau  bis  grau.    Angola;  Transvaal  bis  Somali    und  Unyoro.  —  fa.  contraria    Weym.    Vflgl 
oben  mit  großen  weißen  Saumflecken,  mit  2Postdiscalpunkten  in  6  und  7,  mit  Discalpunkten  in  denselben  Fel- 
dern und  mit  einem  Fleck  in  der  Zelle.  Hflgl  oben  mit  einer  feinen  gewellten,  blauen  Postdiscallinie,  weißen 
Submarginalpunkten  und  dicken  weißen,  mehr  oder  weniger  bläulich  gesäumten  Saumstrichen.  Unterseite  mit 
(silber)weißer  Gnmdfarbe  und  sehr  scharf  hervortretenden  schwarzen  Zeiclmungen.     Deutsch-Ost-Afrika.  — - 
cyiila.  fa.  cytila  Rothsch.     Vflgl  oben  mit  kleinen  oder  undeutlichen  Saumflecken  und  mit  zwei  Post discalf lecken. 
catocTirous.  Unterseite  eintönig  rotbraun  oder  sehokoladefarbig.   Angola.  X\-assa-Land.  —  fa.  catochrous  Stgr.    Vflgl  oben 
mit  sehr  kleinen  oder  undeutlichen  Saumflecken  und  höchstens  mit  drei  blauen  Flecken  am  Vrd  (einem  post^ 
discalen,  einem  discalen  und  einem  in  der  Zelle);  Saumstriche  der  Hflgl  nicht  rotgekemt.    Die  ersten  zwei 
Drittel  der  Unterseite  durch  ihre  weißliche  Grundfarbe  vom  Saumteil  scharf  abstechend.    Niger  bis  Kongo 
hollandi.  und  Uganda.  —  fa.  hollandi  Btlr.    Saumflecke  der  Vflgloberseite  klein  oder  fehlend  und  höchstens  ein  Post- 
discalflcck;  Unterseite  mit  abMechselnden  dunkleren  und  helleren  Binden  und  brauner  Grundfarbe.    Häufig 
carteri.  in  Westafrika  von  Sierra  Leone  bis  Kongo  und  Uganda.  —  fa.  carteri  Btlr.    weicht  von  der  vorhergehenden 
nur  dadurcli  ab.  daß  die  Unterseite  besonders  an  den  dunkleren  Stellen  einen  rotvioletten  Schiller  besitzt. 
ephyra.  ^^'estafrika,  von  Sierra  Leone  bis  Kongo.  —  fa.  ephyra  Godt.  Vflgl  mit  kleinen,  aber  deuthchen  Saumflecken 
und  einem  Postdisealf leck ;   Saumflecke  der  Hflgl  ohne  rote   Striche.    Unterseite  entweder  wie  bei    hollandi 
lutacea.  oder  carteri  gefärbt.   Westafrika.  — fa.  lutacea  Rotiisch.   Vflgl  oben  an  der  Wurzel  grimhch  mit  großem  Fleck 
in   der   Zelle;   Discal-  und   Postdiscalflecke   eiuzeln   oder   fehlend;    Saumflecke  undeutlich  oder  fehlend;  die 
Saumstriche  der  Hflgl  in  den  Feldern  4 — 6  ockergelb  oder  rötlich.    L'nterseite  dunkel  tonfarbig.    Kongogebiet 
violaeea.  und  L'nvoro.  —  fa.  violacea  Rothsch.   Oberseite  mit  violettblauer  Grundfarbe;  Vflgl  mit  oder  olme  Saumflecken; 
Saumstriche  der  Hflgl  dunkel  gekernt.    L'nterseite  wie  bei  hollandi  oder  carteri.    Ashauti  bis  Kongo.  —  Alle 
diese  Formen  gehen  mehr  oder  Meniger   ineinander   über  und  können  darum  nicht  scharf  auseinander  gehal- 
ten werden.  —  Die  2$  sind  noch  viel  veränderlicher  als  die  qq  und  teilweise  einander  oben  so  unälmlich, 
daß  sie  -«"ie  ganz  verschiedene  Arten  aussehen.    Die  Mittelzelle  der  Vflgloberseite   hat    einen   hellen  Fleck  an 
der  Spitze  oder  ist  ganz  hell  gefärbt.    Bemerkenswert  ist,  daß  viele  Formen  anderen  Charaxes- Arten  sehr 
älmlich  sind  und  dieselben  genau  nachahmen.    Um  die  L^ebersicht  der  vielen  Formen  zu  erleichtem,  teile 
ich  dieselben  in  drei  Gruppen  ein: 

1.  Weibchen,  deren  Vflgl  oben  zwei  gegen  den  Hrd   fast    senkrechte   helle  Fleckenreihen   haben 
(vergl.  ochracea  33  b). 

kirki  fa.  kifki  Btlr.    Hflgl  oben  mit  breiter,  weißer,  nach  innen  bläulich  und  nach  außen  etwas  gelb- 

lich gesäumter  Mittelbinde  und  olivenfarbigen,  in  den  Feldern   4 — 6  orangegelben   Saumstrichen.    Die 
beiden  Fleckenreihen    der  Vflgl    sind  in  den  Feldern   la — 3  miteinander  vereinigt  und  nur  in  den  Fel- 
dern 4 — 7  mehr  oder  weniger  vollständig  von  einander  getremit :  die  dadurch  gebildete  Binde  ist  gelblich- 
ochracea.  weiß  bis  ockergelb.    Deutsch  mid  Britisch  Ostafrika.  —  fa.  ochracea  Rothsch.  (33  b).    Die  discalen  und 

postdisealen  Flecke  der  Vflgl  ockergelb  und  in  den  Feldern  la — 3  oder  nur  in  la  miteinander  vereinigt; 
die  Hflgl  oben  mit  breiter  blaßgelber  iDttelbinde  und  ockergelben  Saumstrichen  (nur  der  Saumstrich 
in  la  grünlich.    Unterseite  im  Wurzelteil  rotbraun  oder  graubraun,  im  Saumteil  gelbbraun  oder  gelblich. 
daria.  Gabun  und  Kongo.  —  fa.  daria  Rothsch.   u.  Jord.    Die  Querbinde  der  Flgloberseite   ist    in  Form  der  bei 

ethalion-%  ähnhch,  aber  ganz  weiß  und  auf  den  Vflgln  im  hinteren  Teil  schmal,  aber  auf  den  Hflgln 
etheocles.  breit  blau  gesäumt.    Abyssinien.  —  fa.  etheocies  Cr.    Discale  und  postdiscale  Flecke  der  Vflgl  weiß  oder 

weißlich,  in  den  Feldern  la — 3  miteinander  vereinigt  oder  alle  weit  getrennt:  in  letzterem  Falle  sind 
die  Postdiscalflecke  alle  klein.  Hflgl  oben  mit  breiter  weißer,  an  den  Rändern  bläulicher  Mittelbinde 
und  mit  gelblichen  oder  weißlichen  Saumstrichen.    Sierra  Leone  bis  Gabun.   Aehnelt  dem  $  von  Ch.  ame- 

regalia.  liae.  —  fa.   regalis   Rothsch.    Die  Flecke  in    la  und   Ib  der  Vflgl  vereinigt  und  blau,  die  übrigen  frei, 

gerundet  und  gelb  oder  weißlich.    Hflgl  oben  mit  blauer  Mittelbinde  und  gelben  Saumstrichen.    Erin- 

dewitzi.  nert  an  das  $  von  Ch.  imperialis.    Sierra  Leone  bis  Alt-Calabar.   — •  fa.  dewitzi  Btlr.    Vflgl  oben  in   1  a 

imd  Ib  mit  großen,  etwa  10  mm  breiten  blauen  Flecken,  in  2 — 6  mit  bläulichen  Discalf  lecken,  in  2 — 5 
ganz  oline  Postdisealf  lecken  und  nur  in  6  und  7  mit  weißlichen  solchen  Flecken.  Hflgl  oben  mit  sehr 
breiter  (etwa  12 — 14  mm)  blauer  Mittelbinde  und  grünlichen,  in  den  Feldern  4 — 6  röthchen  Saumstrichen. 

seriaia.  Angola.  —  fa.  seriata  Rothsch.    Oberseite  mit  rotviolettem  Scliiller.    Vflgl  in  den  Feldern   la  und  Ib  ganz 

einfarbig  oder  nur  mit  gelblichen  Post  discalf  lecken;  die  Felder  2 — -7  mit  kleinen,  weit  getrennten,  gel- 
ben Discal-  und  Postdiscalflecken.    Hflgl  oben  ohne  Mittelbinde,  aber  mit  orangegelben  Saumstrichen 
dttadinis.  und  bisweilen  mit  imdeuthcher  violetter  Postdiscalhnie.    Gabun.  —  fa.  alladinis  Btlr.    Oberseite  mit  bläii- 

lichem  Schiller.  Weicht  sonst  von  seriata  nur  dadurch  ab,  daß  die  Flecke  der  Hflgl  blau,  violett  oder 
weißlich   imd  die  Saumstriche  der  Hflgl  graublau  oder  grünlich  sind.    Goldküste  bis  Kamerun.  —  fa. 

fitlgeits.  fulgens  Rothsch.  weicht  von  alladinis  nur  durch  zwei  blauviolette  Discalflecken  in  den  Feldern  6  imd  7 

virilis.  der  Hfigloberseite   ab.     Sierra  Leone.  — ■  fa.  virilis  Rothsch.    Oberseite  bläuhch  schwarz.    Vflgl  nur  mit 

einem  einzigen  blauen  Discalfleck  im  Felde  6  und  mit  einem  imdeutlichen,  solchen  Fleck  in  der  Zelle. 
Hflgl  wie  bei  seriata.  Durch  das  Fehlen  der  Flecke  der  Oberseite  Avird  diese  Weibchenform  einem  q 
recht  ähnlich.  —  Es  braucht  kaum  hervorgehoben  werden,  daß  die  hier  erwähnten  Formen  ohne  scharfe 
Grenzen  ineinander  übergehen  körmen. 


Ausgegeben  1.  1.1913.  CHARAXES.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  137 

2.  Weibchen,  deren  Vflgl  oben  eine  gebogene,    vom  Vrd  gegen  den  Hinterwinkel  oder  den  Hrd 
gerichtete  weiße   Querbinde  haben. 

fa.  cedreatis  Heic  (33  c).    Vflgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur  weißen  Querbinde  und    die  Hflgl  bis  cedreatis. 
5  mm  vom  Saume  oUvengrau ;  die  weiße  Querbinde  der  Vflgl  in  den  Feldern  2—6  5  mm  breit  und  scharf 
begrenzt,   in    la  undeutlich;    Spitzenteil  schwarz   mit   2  weißlichen  Postdiscalflecken  in  6  und  7.    Hflgl 
mit  weißlichen  Submarginal-  und  grünlichen  Saumstrichen.    Ist  oben  den   ?  von  tiridates  und  nmnenes 
ganz  ähnlich  gefärbt  und  gezeichnet.    Goldküste  bis  Angola.  —  fa.  rosae  Btlr.    Auch  die  Hflgl  oben  mit  rosae. 
breiter,  weißer  oder  hellblauer  Mitteilende;  Wurzelteil  beider  Flgl  braun  mit  metallischem  Schiller.    Hflgl 
unten  mit  oder  ohne  weiße  Mittelbinde.    Delagoa-Bay  bis  Taveta.  —  fa.  lutligera  Rothsch.    Hflgl  oben  hmigera. 
bis  5 — ^6  mm  vom  Saume  hellblau ;  Wurzelteil  der  Vflgl  braun ;  Vflgl  oben  in  den  Feldern  3^7  mit  stark 
gebogenen  bläulich  weißen  Submarginalflecken.    Angola.  —  fa.  manica  Trhn.  (33  b).    Hflgl  wie  bei  lu-  wanlca. 
nigera;  Vflgl  oben  bis  zur  Querbinde  lebhaft  blau.    Angola,  Manica-Land,  Nyassa-Land.  Erinnert  an  das 
$  von  Ch.  bohemani.  —  fa.  vetula  Rothsch.    Die  weiße   Querbinde  der  Vflgl  hört  an  der  Rippe  2  auf;  veiula. 
die  blaue  Farbe  der  Oberseite  weniger  scharf  hervortretend  und  an  der  Wurzel  etwas  undeutheh;  sonst 
mit  manica  übereinstimmend.    Ogowe-Fluß. 

3.  Weibchen,  bei  denen  die  Vflgl  oben  wenigstens  bis  zur  Rippe  3  und  die  Hflgl  bis  weit  über 
die  Mitte  hinaus  lebhaft  blau  sind.    Vflgl  ohne  weiße   Querbinde. 

fa.    phaeus   Hew.     Vflgl    oben    nur   in  den  Feldern  3 — -7  mit  Postdiscalflecken.     Delagoa-Bai  bis  pMeus. 
Deutsch-Ost-Afrika.  —  fa.  coryndoni  Rothsch.    Die  Postdiscalflecke  der  Vflgl  sind  vollständig  vorhanden  corynctoni. 
und  in  la  und  Ib  mit  dem  blauen  Wurzelteil  vereinigt;  Vflgl  in  la — 4  mit  kleinen  blauen  Saumflecken; 
Saumstriche  der  Hflgl  dick  imd  grünlich.    Unterseite  mit  rötlichgrauer  Grundfarbe  und  schwach  hervor- 
tretenden Zeichnungen.    Zambesi.  — 

Alle  bisher  erwälinten  Formen  von  etheocles  werden  von  Rothschild  und  Jordan  als  eine  geogra- 
phische Rasse  betrachtet.  — ■  Als  besondere  Rasse  kann  dagegen  die  von  Senegambien  bis  zum  ffinter- 
lande  von  Kamerun  verbreitete  Viola  Btlr.  angesehen  werden.  ^ :  Klein,  Flügelspannung  nur  48 — ^50  mm.  viola. 
Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  blauen  Fleck  in  der  Zelle,  einem  weißen  Discalfleck  in  Feld  6,  zwei  sehr  klei- 
nen aber  undeutUchen  Postdiscalpunkten  in  6  und  7  und  dicken  blaugrauen,  fast  zu  einer  Binde  vereinigten 
Saumstrichen. .  Hflgl  oben  in  den  Feldern  2 — -4  mit  feiner,  gewellter  blauer  Postdiscallinie  dicht  vor  den 
weißgekernten  Submarginalflecken  und  mit  blauen,  in  den  Feldern  5 — 7  weißlichen  und  rotgelb  gekernten 
Saumstrichen.  $:  Flgl  oben  schwarzbraun;  Vflgl  mit  einer  hellgelben  Quer  binde,  welche  4 — 5  mm  vom  Saume 
entfernt  und  in  den  Feldern  la — 3  gewöhnlich  zusammenhängend  und  5 — -8  mm  breit  ist,  in  den  Feldern 
4 — 7  aber  in  zwei  Aeste  geteilt  ist,  von  denen  der  äußere  gleichmäßig  gebogen  ist.  Hflgl  oben  mit  einer 
breiten,  weißen,  nach  hinten  bläulichen  Querbinde,  weißen  Submarginal-  und  dicken  Saumstrichen,  welche 
in  den  Feldern  Ic — 3  grünlich  und  in  4 — -6  orangegelb  sind. 

Ch.  ethalion  Bsd.  Sehr  nahe  mit  der  vorhergehenden  Art  verwandt  und  im  männHchen  Geschlecht  ethaJion. 
nur  durch  die  Bewaffnung  des  Begattungsorganes  und  im  weiblichen  durch  die  einfarbige,  nie  hell  gefleckte 
Mittelzelle  der  Vflgloberseite  verschieden,  rj :  Flgl  oben  samtschwarz,  fast  ohne  Metallglanz.  Vflgl  oben  ohne 
Saumflecke  und  höchstens  mit  einem  Postdiscal-  und  einem  Discalfleck;  Fleck  in  der  Zelle  oft  fehlend. 
Hflgl  mit  kleinen  oder  undeutlichen,  weißlichen  Submarginalpunkten  und  grünlichen,  in  den  Feldern  4 — 6 
oft  rotgelben  Saumstrichen.  —  Das  $  ist  dem  etheocles-'^  fa.  etheocles  älmlich,  hat  aber  keinen  Fleck  in  der 
Mittelzelle  der  Vflgl.  Die  Zeichnungen  sind  weiß,  ockergelb  oder  bläulich  gefärbt.  —  Kapland  bis  Britisch- 
Ost-Afrika.  —  Rp  eintönig  grün  mit  einem  gelbUch  begrenzten  Fleck  auf  dem  sechsten  Gliede.  —  ab.  cJ 
kitungulensis  Strand,  hat  zwei  Postdiscalflecke  in  6  und  7,  aber  keine  andere  helle  Flecke  der  Vflgl.  Deutsch-  kilumjukn- 
Ost-Afrika:  Kitungulu.  ®^- 

10.  Acraeoides- Gruppe. 

Die  einzige  zu  dieser  Gruppe  gehörende  Art  weicht  durch  ihre  .4fTOfo-ähnliche  Zeichnung  von  allen  anderen  Charaxcs  ab. 

Ch.  acraeoides  Druce.  Kopf  schwarz  mit  vier  gelben  Flecken,  zwei  auf  jeder  Seite  oberhalb  des  Au-  acracoide?. 
ges;  Fühler  und  Körper  oben  schwarz,  ein  weißer  Fleck  auf  dem  Rücken  hinter  dem  Halskragen  und  ein 
gelber  auf  jeder  Seite  des  Rückens;  Palpen  oben  schwarz,  unten  gelb;  Brust  und  Unterseite  des  Hlbes 
orangegelb;  Beine  schwarz;  Vflgl  oben  schwarz  mit  einer  Subapicalbinde  von  4  gelblich  weißen  Flecken; 
Hrd  mit  rotem  Striche  und  vor  demselben  mit  5  großen  roten  Flecken,  von  denen  der  in  der  Nähe  des  Hin- 
terwinkels der  größte  ist.  Hflgl  oben  rot,  an  der  Wurzel  und  am  Ird  schwarz;  Hinterwinkel  und  ein  Teil 
des  Irds  gelbUchweiß;  eine  ziemlich  breite,  schwarze  Saumbinde,  welche  kleine  weiße  Submarginalpunkte  ein- 
schheßt;  ein  schwarzer  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle.  Vflgl  unten  im  Spitzenteil  hell  gelbbraun  mit 
schwarzen  Rippen  und  Zwischenaderf alten;  die  helle  Subapicalbinde  wie  oben,  aber  nach  innen  von  einer  Reihe 
schwarzer  Flecke,  welche  sich  bis  zum  Hinterwinkel  fortsetzen,  begrenzt;  die  Zelle  und  die  Mitte  des  Flgls  grün- 
Hch  grau;  die  Mittelzelle  mit  den  gewöhnlichen  schwarzen  Querzeichnungen;  die  Flgl  hinter  der  Mittelzelle 
orangerot.   Hflgl  unten  orangerot,  vor  der  Zelle  und  am  Analwinkel  am  hellsten;  Saum  und  Rippen  schwarz; 

XIII  18 


138  CHARAXES.    Von  Dr.  C.  AuRiviLLros. 

4  große  schwarze  Flecke  am  Vrd,  4  in  der  Mittelzelle  und  5  in  einem  Bogen  hinter  der  Zelle;  die  schwarze 
Saumbinde  mit  blauen  und  grünlichgrauen  Punkten.    Erinnert  an  Pseudacraea  clarki.    Kamerun. 

11.  Jahlusa- Gruppe. 

\Veicl\t  von  allen  vorhergehenileii  Grui>ii('n  fliirch  die  hellen,  gnin  oder  gelblich  gefärbten  Flügclrippen  ab.  Beide 
Flgl  oben  mit  schmaler,  hell  gefleckter  schwarzer  Saumbinde:  Vflgl  außerdem  mit  schwarzen  Flecken  in  der  Zelle  inid  im  Wurzel- 
teil der  Felder  1  b — 8:  diese  Flecke  sind  geriuidet  luid  auf  der  l'nterseite  weiß  umzogen.  Ilflgl  oben  fast  imbezeichnet,  imten 
mit  großen  Silberflecken:  am  Analwinkel  stum])f  ausgezogen  und  mit  zwei  Schwänzelten,  von  denen  das  an  der  I{i|ii)e  2  etwa.s 
länger  ist.    Farbe  vmd  Zeichnimg  entschieden  Aryynnis-'ähnWvh.    Saum  der  Vflgl  beim  q  tief,  beim  5  schwächer  ausgerandet. 

jahlusn.  Ch.  jahlusa   Trim.  (31  d).    Flgl  oben  hell  orangegelb  mit  schwarzer.  3  (rj) — 4($)  mm  breiter  Saum- 

l)inde,  welche  auf  den  \'flgln  nur  große  Saumflecke,  auf  den  Hflgln  sowohl  Submarginalflecke  wie  auch  Saum- 
striche einschließt.  Vflgl  außerdem  oben  mit  einem  Punkte  und  einem  gebogenen  Querstrich  in  der  Zelle, 
einem  Querstrich  am  Zellende,  je  zwei  Discalpiinkten  in  la  und  2,  je  einem  Fleck  in  3 — 7  und  je  einem 
Längsstrich  in  4 — ^7  dicht  innerhalb  der  Saumbinde  schwarz.  Hflgl  oben  zeichnungslos  oder  mit  kleinen 
schwarzen  Querstrichen  in  2  und  4 — 7.  Vflgl  unten  in  der  Zelle  und  den  Feldern  la — 2  hell  rötlich,  am  Vrd 
und  im  Spitzenteil  olivengrau  mit  einem  großen  silberweißen  Fleck  hinter  der  Mitte  des  Vrds;  die  schwarzen 
Flecke  fast  wie  oben.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  und  am  Saume  dunkel  olivenfarbig,  in  der  Mitte  mit  zu- 
sammenhängender silberweißer  Querbinde,  im  Wurzelteil  von  Feld  7  mit  großem  und  in  der  Zelle  und  Feld 
Ic  mit  je  zwei  kleineren  Silberflecken;  zwei  schwarze  Punkte  in  Feld  la  und  3  in  8;  die  Zwischenaderfalten 
der  Felder  Ib — 6  innerhalb  der  Saumbinde  mit  schwarzen  Längsstrichen.  Hlb  unten  auf  jeder  Seite 
mit  einer  schwarzen  Längslinie;  die  Längslinien  nach  vorn  verdickt  und  oft  miteinander  vereinigt.  Kapland 
arg !f müdes,  bis  Transvaal.  —  argynnides  Westw.  ist  die  nördlichere,  am  Zambesi,  im  Nyassa-Land  und  Deutsch-Ost-Afrika  vor- 
kommende Form.  Die  schwarzen  Linien  auf  der  Unterseite  des  Hlbes  sind  in  Flecke  aufgelöst,  der  Querstrich  in  der 
Mittelzelle  der  Vflgl  ist  auch  in  Flecke  geteilt  und  die  silberweißen  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  kleiner. 

12.  Candiope- Gruppe. 

Die  Ripiien  besonders  auf  der  l'nterseite  grün  oder  grünlich.  Vflgl  oben  mit  grünlichgelber,  hellgelber  oder  rotbraunei 
Wurzelhälfte  imd  schwärzlicher  Spitzenhälfte,  in  der  eine  S-förmig  gebogene  Querreihe  Vf)n  6 — 7  braungelben  oder  orange- 
gelben Flecke  steht.  Ilflgl  ol)en  mit  einer  dreieckigen  schwarzen  Saumbinde,  welche  am  Vrd  am  breitesten  ist  und  nach  hinten 
allmählich  sehn  äler  wird.    Hflgl  am  Ende  der  Rippen  2  und  4  mit  langen  Schwänzen.    Geschlechter  einander  ähnlich. 

Ch.  candiope.  Die  Saumbinde  der  Hflgl  erreicht  wenigstens  die  Rippe  3  und  ist  mit  hellen  Submarginal- 
f lecken  geziert.    Hflgl  unten  ohne  postdiscale  Augenflecke  und  ohne  Schwänze  am  Ende  der  Rippe  3.    Wurzel- 
hälfte der  Vflgloberseite    hellgelb    oder   rotgelb,  die  gelbe  Farbe  geht  stets  an  der  Innenseite  der  dunklen 
candiope.  Spitzenhälfte  in  eine  rotbraune  Farbe  über.  —  candiope  Godt.  (32  a).    Wurzelhälfte   der   Vflgloberseite   hell- 
gelb;  Spitzenhälfte  schwärzlich  mit  großen  orangegelben   Submarginal-  und   Saumflecken;    Saumbinde  der 
Hflglober.seite    schwarz    mit    großen  scharf  hervortretenden   Submarginalflecken  und  dicken  zu  einer  Binde 
vereinigten  Saumflecken.    Sierra  Leone  bis  Abyssinien  mid  Natal.  —  Rp  dick  grün  mit  gelblichen  Punkten 
bestreut  und  mit  gelber  Seitenlinie;  Kopf  gelb  gerandet ;  sechstes  und  achtes  C41ied  jedes  oben  mit  drei  gel- 
relox.  ben,  orangegekernten  Flecken.  —  velox  Grant  ist  etwas  kleiner  und  weicht  sonst  nur  dadurch  ab,  daß  der 
Wurzelteil  beider  Flgl  eintönig  gelbbraun  und  die  Saumstriche  der  Hflgl  schmäler  und  dunkler  sind.    Insel 
thomashis.  Sokotra.    Rp  grün  mit  einem  rötlichen  Ringe  auf  dem  Rücken  des  sechsten  Gliedes.  —  thomasius  Sigr.    Die 
Wurzelhälfte  der  Vflgl  wie  bei  der  Hau])tform  hellgelb;  die  Spitzenhälfte  der  Vflgl  und  die  im  Feld  6  etwa  14mm 
breite  Saumbinde  der  Hflgl  aber  sind  dunkel  kastanienbraun  mit  kleinen  und  undeutlichen  Submarginal-  und 
Saumflecken.    Insel  St.  Thome. 

aiitam-  Ch.  antamboulou    Luc  (32  a)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  hat  aber  kleinere  Submarginal-  und 

hoiilnu.  Saumflecke  der   Ober.seite  imd  eine   bis   zur  schwarzen   Spitzenhälfte   hellgelbe   Grundfarbe  des  Wurzelteiles 
der  Vflgloberseite.     Madagaskar. 

cowani.  Ch.  cowani  Bth.   Win-zelhälfte  beider  Flgl  dunkel  eintönig  rotbraiui;  schwarzer  Saumteil  scharf  begrenzt 

mit  mäßig  groLien  Flecken;  Hflgl  an  der  Rippe  3  mit  einem  3 — 4  mm  langen  Schwänzchen.    Madagaskar. 

anaJava.  Ch.  analava  Ward  (31  c).     Die  Saumbinde  der  Hflgl  ist  einfarbig  schwarz  ohne  Flecke  und  erreicht 

nur  die  Rippe  4.  Die  Hflgl  unten  hinter  der  Mitte  mit  einer  Reihe  großer  Augenflecke,  von  denen  beson- 
ders der  im  Felde  7  groß  und  deutlich  ist.  Hflgl  mit  3  langen  Schwänzen,  der  an  der  Rippe  3  etwas  kürzer. 
Grundfarbe  beider  Flgl  hellgelb.    Madagaskar. 

13.  Varanes- Gruppe. 

Mit  dieser  Grujjpe  fangen  die  Arten  an,  bei  denen  .die  ^■flgl  vmten  ija  Feld  1  b  am  llinterwinkel  ohne  schwarzen  Fleck 
oder  Flecke  sind:  eine  schwache  Andeutung  solcher  Flecke  kommt  jedoch  in  dieser  Gruppe  bisweilen  vor.  Die  Rippen  an  der 
Wurzel  hell  und  mehr  oder  weniger  gninlich.  Die  Kippen  .'5  und  4  der  Ilflgl  nicht  gestielt.  Hflgl  am  Ende  der  Riiipe  4  lang 
geschwänzt,  zwischen  der  Kippe  4  und  dem  Anahvinkel  aber  fa-st  gerade  abgeschnitten  ohne  Anhang  oder  an  der  Kijjpe  2 
nur  kurz  geschwänzt.  Hflgl  unten  hinter  der  Mitte  mit  einer  in  Feld  4  fast  winkelig  gebrochenen  Querreihe  gi-oßer  Augeii- 
flecke.  Vrdsfeld  (Feld  12)  der  Vflgl  miten  in  gewohnlicher  Weise  beschuiipt.  Beide  Flgl  oben  mit  hellerem  ungeflecktem  Wurzel- 
teil und  rotbraimem  bis  schwarzbraimeni  Spitzenteil  mit   Querreihen  von  orangegelben  Flecken. 


CHARAXES.    Von  Dr.  C.  AuRmLLius.  139 

Ch.  varanes.  Saum  der  Vflgl  ausgercandet.  Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  milchweiß.  Hflgl  am  Ende 
der  Rippe  2  mit  stumpf  hervortretendem  Winkel.  —  varanes  Cr.  (=  austrinus  Rothsch.).  Die  weiße  Farbe  varanes. 
im  Wurzelteil  der  Vflgloberseite  bildet  nur  einen  kleinen  Fleck  am  Hrd  und  erreicht  nicht  oder  kaum  die 
Wurzel  der  Rippe  2.  Rp  bläulich  grün  mit  zahlreichen  weißen  Punktflecken  und  weißer  Seitenlinie;  sechstes, 
achtes  (und  zehntes)  Ghed  mit  weißem  Rückenfleck.  Kapland,  Natal,  Transvaal.  —  vologeses  Mab.  (32  d  voloyeses. 
irrtümlich  als  varanes  bezeichnet)  weicht  nur  durch  die  größere  Ausdehnung  der  weißen  Farbe  der  Vflgl  ab 
und  geht  ohne  scharfe  Grenze  in  die  Hauptform  über.    Ganz  West-  und  Ost-Afrika. 

Ch.  fulvescens.    Saum  der  Vflgl  bei  den  drei  ersten  Rassen  fast  gerade.    Vflgl  oben  im  Wurzelteil  hell- 
gelb.   Hflgl  an  der  Rippe  2  nicht  geeckt.    Beide  Flgl  oben  im  Saumteil  dunkler  als  bei  varanes.  —  fulvescens  fidvescens. 
Auriv.  (32  d).    Beide  Flgl  unten  an  der  Wurzel  hell  strohgelb.    Sierra  Leone  bis  Gabun.  —  monitor  Rothsch.  moniUir. 
Flgl  unten  an  der  Wurzel  gelbgrau  oder  olivenfarbig.    Kongogebiet  bis  Uganda  und  Deutsch-Ost-Afrika.  — 
comoranus  Aicriv.    Beide  Flgl  oben  im  Wurzelteil  eintönig  hell  orangegelb  ohne  Weiß;  die  inneren  Flecke  des  comoranm. 
schwarzen   Saumteils  der  Vflgloberseite    sehr    in  der    Quere  ausgezogen;  die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl- 
oberseite   viel  schmäler  als  bei  den  anderen  Rassen.    Comoren:  Insel  Mayotte.  — •  acuminatus  Thurau.    \t\g\acwniHaius. 
mit  tief  ausgerandetem  Saume  und  langer  sichelförmiger  scharfer  Spitze;  die  orangegelben  oder  rotbraunen 
Flecke  des  schwarzen  Saumteiles  sind  klein  oder  imdeutlich.    Deutsch-Ost-Afrika. 

Ch.  balfouri  Btlr.  Hflgl  an  der  Rippe  2  mit  einem  3  mm  langen  Schwanzanhang  und  an  allen  Rippen-  halfouri. 
enden  deutlich  gezackt;  Vflgl  mit  schwach  ausgebuchtetem  oder  fast  geradem  welligem  Saume.  Beide  Flgl 
oben  kastanienbraun  im  Saumteil  nur  wenig  dunkler ;  Vflgl  mit  Querreihen  orangegelber  Flecke  fast  ganz  wie 
bei  varanes,  aber  etwas  näher  aneinander.  Hflgl  oben  ohne  dunkle  Saumbinde,  aber  mit  dicken,  schwarzen, 
nach  innen  orangegelb  begrenzten  Submarginalmöndchen  imd  weißen  Saumstrichen.  Auf  der  Unterseite  ist 
der  dunkel  braungraue  Wurzelteil  über  die  Mitte  hinaus  ausgedehnt  und  nach  außen  von  einer  weißen  Linie 
oder  Binde  begrenzt.  Nur  auf  der  Insel  Sokotra  gefunden;  fliegt  nicht  so  schnell  wie  andere  Arten  und 
setzt  sich,  wenn  aufgescheucht,  bald  wieder. 

14.  Lichas- Gruppe. 

Hflgl  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Bippe  4  fast  gerade,  an  der  Rippe  2  schwadi  geeckt  ohne  Schwanz,  an  der  Rippe 
■t  mit  kurzem,  nur  etwa  3  mm  langem  Schwänzchen.  Flgl  oben  rotbraun:  die  Spitze  und  der  Saum  der  Vflgl  mehr  oder  we- 
niger breit  schwarz.  Flgl  unten  mit  einer  gemeinsamen  dunklen  Qiicrlinie,  welche  vom  Vrd  der  Vflgl,  dicht  vor  der  Sjiitze, 
bis  zum  Analwinkel   der    Hflgl   geht.     Vrd   der   Vflgl  unten  im  Felde   12  bis  zum  Ende  der  IMittelzelle  weiß  oder  weißlich. 

Ch.  lichas.    Vflgl  mit  fast  geradem  Saume  imd  vor  dem  Hinterwinkel  etwas  ausgerandetem  Hrd.     Die 
Querlinie   der  Vflglunterseite   gerade.     Flgl  unten  nur  an  der  Innenseite  der  Querlinie  grau  und  seidenglän- 
zend, sonst  ockergelb  mit  braunen  Querlinien  oder  Querstrichen.   Das  $  hat  oben  eine  viel  hellere  gelbe  Grund- 
farbe und  statt  des  schwarzen  Saumteiles  nur  Querreihen  von  schwarzen  Strichen.  —  lichas  Dhl.  t^.  Die  schwarze  Uclms. 
Farbe  des  Spitzenteiles  der  Vflgl  ist  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  ausgedehnt  und  entweder  am  Ird  gefleckt 
oder  ganz  einfarbig   =   ab.   Othello  Suff.   (31  d;  irrtümlich  als  lichas  bezeichnet).    Sierra  Leone  bis  Kongo,  othello. 
—  bebra  Rothsch.  ^.      Die  schwarze   Farbe  der  Vflglspitze  erreicht  bei  weitem  nicht  die  Älittelzelle  und  ist  behra. 
besonders  in  den  Feldern  4  vuid  5  durch  die  Grundfarbe  tief  eingeschnitten  oder  gefleckt.    Kamerun,  Kongo- 
gebiet, Deutsch-Ost-Afrika. 

Ch.  paphianus  Ward.  (32  a).    Vflgl  mit  ausgebuchtetem  Saume  und  scharfer  Spitze;  ihr  Hrd  gerade,  jmphianux. 
Die  Querlinie  der  Vflglunterseite  gebogen.    Die  braune  Unterseite  fast  überall  mit  grauem  Seidenglanz.    Flgl 
oben  rötlich  braungelb  ;  Vrd  und  Saum  der  Vflgl  in  einer  Breite  von  2 — 4  mm  schwarz ;  einige  schwarze  Discal- 
flecke.    Hflgl  oben  nur  mit    ringförmigen  oft  undeutlichen  schwarzen  Submarginalflecken.    Sierra  Leone  bis 
Angola  lind  Aruwimi. 

15.  Zoolina-  Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  unterscheiden  sich  von  allen  anderen  dadurch,  daß  die  Htlgl  beim  (J  nur  einen  langen 
Schwanz  an  der  Rippe  2,  beim  $  aber  zwei  lange  Schwänze  an  den  Rippen  2  imd  4  haben.  Die  beiden  Alten  dieser  Gruppe 
sind  iil>rigens  dadurch  ausgezeichnet,  daß  sie  in  zwei  ganz  verschiedenen  Formen  auftreten,  einer  mit  schwarzen  Zeichnungen 
imd  grünlich  weißer  Grundfarbe  und  einer  mit  rotbraunen  Zeichnungen  und  rotgelber-weißlicher  Grundfarbe.  Diese  Formen 
werden  miteinander  aus  den  Eiern  desselben  ?  gezogen  und  scheinen  von  den  Jahreszeiten  unahhängig  zu  sein. 

Ch.  kahldeni.  Hflgl  unten  im  Feld  1  c  mit  einem  schwarzen  Längsstreif,  welcher  sich  von  der  Wurzel 
fast  bis  zum  Analwinkel  erstreckt  und  sich  hinten  mit  dem  ähnlichen  Mittelstreifen  vereinigt.  —  kahldeni  kahldeni. 
Homeyer  II.  Dew.  (=  W-brunnea  Baker).  Beide  Flgl  grünlich  weiß;  Saumund  Vrd  der  Hflgl  schmal  schwarz; 
vom  Vrd  entspringt  eine  schwarze  Submarginallinie,  welche  unten  die  Rippe  1,  oben  aber  höchstens  die  Rippe  2 
erreicht.  Hflgl  oben  nur  mit  einer  feinen  Saumhnie  und  drei  Submarginalflecken  (in  den  Feldern  Ic — 3)  schwarz, 
unten  außer  den  beiden  schon  erwähnten  Streifen  auch  mit  einer  dicken  schwarzen  Submarginallinie  und  einer 
feinen  Saumhnie.  Kamerun  bis  Angola.  —  Bei  der  fa.  homeyeri  Deu\  (31  d)  sind  die  Vflgl  oben  in  der  Wur-  homeyeri. 
zelhälfte  weißHch,  im  Spitzenteil  gelbbraun  mit  rostbrauner,  gelbgefleckter  Saumbinde;  Hflgl  oben  weißhch 


140  CHARAXES.    Von  Dr.  C.  AüRivELLrüS. 

mit  einer  rostbraunen,  etwa  3  mm  breiten  Saumbinde.  Unterseite  bräunlich  mit  dunkleren  Punkten  bestreut, 
wie  bei  der  Hauptform,  mit  Längsstreifen  in  Ic  und  mit  Mittelbinde,  aber  statt  der  8ubmarginalstreif  n  mit 
dunklen  Punkten.    Kamerun  bis  Angola;  selten. 

Ch.  zoolina  bildet  drei  Lokalrassen,  jede  mit  einer  grünlichen  und  einer  braunen  oder  braungelben 
Form.    Die  grünlich  weißen  Formen  unterscheiden  sich  von  kahldeni  durch  die  breite  dunkle  Saumbinde  der 
Hflgloberseite  und  die  gelbbraunen  Formen  von  homeyeri  durch  das  Fehlen  des  Längsstreifens  im  Feld  Ic  der 
zoolina.  Hflglunterseite.    —    zoolina    Westir.  (32b):    Flgl  mit  grünlich  weißer  Grundfarbe;  Vflgl  oben  mit  dem  Vrd, 
einem   Querfleck   am  Ende  der  Mittelzelle  und  dem  mehr  oder  weniger  weißgefleckten  Spitzenteil  schwarz; 
Hflgl  mit  einer  4 — 5  mm  breiten,  schwarzen  Saumbinde  mit  kleinen  weißen  Punkten.   Flgl  unten  fast  wie  oben, 
aber  mit  größeren  weißen  Flecken  der  Saumbinden,  gemeinsamer  schwarzer  Mittelbinde  und  schwarzem  Längs- 
streifen im  Felde  Ic  der  Hflgl;  Saum  der  Hflgl  an  der  Rippe  4  kaum  merkbar  geeckt.    Das  $  ist  größer  und 
hat  viel  größere  miteinander  vereinigte  helle  Flecke  in  den  Saumbinden ;  Hflgl  oben  mit  gelblichen  Saumstri- 
manihes.  chen.   Natal  bis  Uganda  und  Abyssinien.  —  fa.  neanthes  Heir.  (32  b).    Die  Grundfarbe  ist  heller  oder  dunkler 
ockergelb  und  die  schwarzen  Zeichnungen  der  Hauptform  sind  durch  rostbraune  oder  dunkelbraune  vertreten; 
ohscuratus.  selten  sind  sie  schwarz,  ab.  obscuratus  Suff.   Auf  der  dunkel  gesprenkelten  Unterseite  fehlt  der  Längsstrahl 
ehmckei.  im  Felde  Ic  der  Hflgl.  —  ehmckei  Dew.    Saum  der  Hflgl  an  der  Rippe  4  deutlich  geeckt.    Weicht  sonst  von 
neanthes  nur  dadurch  ab.  daß  beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  breit  weißlich  und  unten  ohne  deutliche  INIittel- 
phanera.  binde  sind.    Angola.  —  fa.  phanera  Joid.  hat  beim  q  eine  deutliche  Ecke  an  der  Rippe  4  der  Hflgl  und  we- 
niger ausgedehnte  schwarze  Zeichnungen  der  Vflgl,  stimmt  aber  sonst  mit  zoolina  überein.    Angola.  —  betsi- 
helsimisa-  misaraka   Luc  kommt  auf  Madagaskar  vor  und  weicht  von  zoolina  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  des  ^  am 
raka.  Ende  der  Rippe  4  ein  deutliches  Zähnchen  haben  und  daß  der   Querstrich  am  f^nde  der  Mittelzelle  der  Vflgl 
belanimena.  nur  die  Wurzel  der  Rippe  3  erreicht.  —  fa.  betanimena  Luc.  entspricht  die  fa.  neanthes,  ist  aber  dunkler  und 
mit  dunklerer  rostbrauner  und  mehr  zusammenhängender  Saumbinde.    Die  Hflgl  beim  (J  an  der  Rippe  4  deut- 
lich gezackt.    Flgl  unten  ohne  Mittelbinde,  oder  mit  scharf  hervortretender  weißgesäumter  Mittelbinde,  ab. 
andriba.  andriba  Ward.    Madagaskar. 

16.  Eupale- Gruppe. 

Die  einzige  Ai't  dieser  Gruppe  ist  durch  die  hellgrüne  Grundfarbe  beider  Flgl  leicht  kenntlich.  Die  Hflgl  ohne  Schwanz, 
am  Ende  der  Rippe  4  aber  kurz  geeckt. 

eupale.  Ch.  eupale  Drury  (32c).     Beide  Flgl  hell  grün;  Spitzenhälfte  der  Vflgl  viel  dunkler  grün   nach  innen 

scharf  begrenzt  und  am  Hrd  wenigstens  2  mm  breit.  Hflgl  oben  mit  gerundeten  schwarzen  Flecken  vor  dem 
diliäiw.  Saume  und  dicker  dunkelgrüner  oder  brauner  Saumhnie.  Sierra  Leone  bis  Angola.  —  dilutus  Bothsch.  ist  et- 
was größer  mit  hellgrüner  Spitzenhälfte  der  Vflgl,  welche  nach  innen  weniger  schai'f  begrenzt  ist  und  am 
Saume  an  oder  vor  dem  Ende  der  Rippe  1  endet.  Hflgl  ohne  dunkle  Saumlinie  und  mit  kleineren  oder  im- 
deutlichen  Submarginalpunkten.    Im  Inneren  des  Kongo- Gebietes  mid  im  Nyassa-Land. 

17.  Nichetes-  Gruppe. 

Saum  der  Vflgl  ansgcrandet,  vor  dem  Ilinterwinkel  am  Ende  der  Ripjje  2  stark  konvex.  Ilflgl  beim  o  am  Anahvinkcl 
spitz  au.sgezogen;  ihr  Sauiii  gebogen  und  schwach  gezackt  aber  ohne  Schwanz;  beim  §  am  .\iialvvinkel  abgerundet  und  mit 
einem  sehr  kurzen  Schwänzchen  an  der  Ripi)e  4.    Grundfarbe  oben  orangerot  mit  violettem  Schiller. 

nichetes.  Ch.  nichetes  Stnith  (32  b).   (3  :  Flgl  oben  mit  einer  fast  geraden,  schwarzen  Mittelbinde,  welche  sich  vom 

Vrd  der  \'flgl  bis  zur  Mitte  der  Rippe  2  der  Hflgl  erstreckt  und  etwa  4  mm  breit  ist.  Die  Vflgl  in  den  Fel- 
dern 2 — 6  mit  schwarzen  Discalflecken,  welche  mehr  oder  weniger  vollständig  mit  der  Innenseite  der  Quer- 
binde vereinigt  sind;  Hflgl  innerhalb  der  Binde  ausgedehnt  schwärzlich.  Vflgl  mit  dunklen  zu  einer  Binde  ver- 
einigten Saumflecken  und  die  Hflgl  mit  dicken  submarginalen  Ringflecken.  Beim  $  ist  die  Wurzelhälfte  bei- 
der Flgl  oben  fast  eben  so  dunkel  wie  die  Querbinde,  welche  darum  nur  auf  der  Außenseite  durch  die  röt- 
lich gelbe  Grundfarbe  begrenzt  ist;  Submarginalflecke  der  Hflgl  zu  einer  4  mm  breiten  hellgefleckten  Binde 

leoninus.  verschmolzen.  Kamerun  bis  Angola.  —  leoninus  Btlr.  (32  b)  weicht,  wie  die  Figur  zeigt,  nur  durch  die  viel 
weniger  entwickelten  schwarzen  Zeichnungen  von  der  Hauptform  ab.  Beim  9  sind  die  schwarzen  Zeichnungen 
noch  mehr  reduziert,  die  Grundfarbe  viel  heller  orangegelb  imd  der  Saum  der  Hflgl  gleichmäßig  abgerundet, 
ohne  Schwänze.    Nyassa-Land. 

18.  Laodice- Gruppe. 

Flgl  oben  tief  schwarz  mit  blauen  Zeichmmgen.  Die  Hflgl  beim  (J  mit  welligem  oder  gezacktem  Saume  ohne  Schwanz, 
beim  $  an  <ler  Rippe  4  geschwänzt.    Die  Unterseite  beider  Flgl  dunkel  mit  matten  Zeichnungen. 

Erste    Untergruppe. 

Mittelzelle  der  \'flgl  oben  einfarbig  .schwarz  ohne  Flecke.  Hflgl  gewöhnlich  auf  l)eiden  Seiten  mit  weißen  Submarginal- 
punkten. 


PALLA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  141 

Ch.  porthos  Smith.   Hflgl  oben  mit  einer  etwa  4 — 5  mm  breiten  blauen  Querbinde,  welche  in  der  Mitte  porthos. 
liegt  und  sich  auf  den  Vflgbi  in  fast  gerader  Richtung  bis  zur  Rippe  6  oder  7  fortsetzt,  aber  dort  allmäh- 
lich schmäler  wird  und  sich  in  Flecke  auflöst.    $  unbekannt.    Kamerun  bis  Kongo;  sehr  selten. 

Ch.  zelica  jB<?»-.  (32  b).   Hflgl  oben  mit  einer  schmalen,  in  Flecke  aufgelösten,  blauen   Querbinde,  welche  zelica. 
weit  hinter  der  Mitte  liegt  und  nur  7  mm  vom  Saume  entfernt  ist.    Vflgl  oben  mit  einer    Querreihe  kleiner 
blauer  Flecke,  welche  fast  senkrecht  gegen  den  Vrd  gerichtet  ist  und  einen  beinahe  rechten  Winkel  mit  der 
Binde  der  Hflgl  bildet.    $  unbekannt.    Eine  seltene,  nur  aus  Kamerun  und  Angola  sicher  bekannte  Art. 

Ch.  laodice  Drury  (32  c)  ^■.  Hflgl  oben  mit  blauen  Saumstrichen  in  den  Feldern  Ic — 5( — 6),  aber  ohne  laodice, 
Submarginalpunkte  oder  nur  mit  sehr  kleinen  solchen  Punkten ;  dicht  innerhalb  der  Saumstriche  und  nur  3  mm 
vom  Saume  liegt  eine  Reihe  von  6  dicken  blauen  Flecken.  Vflgl  oben  mit  blauen  Submarginalflecken  in  la — 4 
und  mit  zwei  blauen  Flecken  am  Vrd  in  5  und  6  etwa  5  mm  hinter  der  Zellenspitze.  Flgl  unten  mit  grauem 
Seidenglanz  und  hinter  der  Mitte  der  Hflgl  mit  schwärzlicher  Querbinde.  — •  $.  Beide  Flgl  oben  mit  breiter, 
dunkel  ockerbrauner  Saumbinde;  Hflgl  mit  weißen  Submarginalpunkten,  aber  ohne  Saumstriche.  Gold- 
küste bis  Angola. 

Zweite    Untergruppe. 

Mittelzelle  der  Vflgl  oben  ganz  oder  zum  größten  Teil  blau.  Hflgl  ohne  Subnaarginalpunkte.  Hflgl  oben  über  die  Spitze 
der  Zelle  mit  gerader,  nach  vorn  schmälerer,  blauer  Mittelbinde ;  dieselbe  wird  auf  den  Vflgln  durch  eine  mit  dem  Saume  gleich- 
laufende Reihe  gi'oßer  blauer  Submarginal  flecke  fortgesetzt,  ^'flgl  außerdem  an  der  Mitte  des  Vrds  mit  zwei  blauen  Flecken 
in  den  Feldern  5  und  6.    Die  $  mit  eineni  5  nun  langen  Schwänzchen  an  der  Rippe  4  der  Hflgl. 

Ch.  mycerina  Godi.   Vflgl  oben  ohne  blaue  Saumflecke.    Hflgl  oben  mit  fast  zusammenhängenden,  myccrina. 
blauen  Saumstrichen.    Sierra  Leone  bis  Kongo. 

Ch.  doubledayi  Auriv.  (32c).  Vflgl  oben  mit  großen  blauen  Saumflecken;  Hflgl  oben  mit  dicken  Saum-  douhledayi. 
möndchen.    Sierra  Leone  bis  Kongo;  häufiger  als  die  vorige  Art. 

3.  Gattung:  Palla  Hhn. 


'c 


Im  Rippenbau  und  anderen  morphologischen  Kennzeichen  mit  Charaxes  übereinstimmend ;  die  Mittel- 
und  Hinterschienen  jedoch  oben  ohne  Dornen,  die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  lang  gestielt  und  die  Schluß- 
rippe der  Mittelzelle  der  Hflgl  sehr  fein.  In  der  Zeichnungsanlage  weichen  indessen  die  Palla-Avten  völlig 
von  allen  C7(.ara;res- Arten  ab.  Beide  Flgl  sind  tmten  durch  eine  weiße  Mittelbinde  in  einen  fast  unbezeichneten 
dunklen  Wurzelteil  und  einen  mit  braunen  Querstrichelchen  dicht  bekleideten  Saumteil  geteilt;  die  Felder  laund 
Ib  der  Hflgl  auch  gestrichelt.  Die  Hflgl  ohne  Saumstriche,  unten  aber  mit  schwarzen,  weiß  gekernten  und 
rotbraun  geringelten  Augenflecken  dicht  vor  dem  Saume.  Außer  der  schwarzen  inneren  Begrenzung  der  wei- 
ßen Mittelbinde  finden  sich  im  dunklen  Wurzelteil  der  Unterseite  schwarze  Querstriche  nur  in  der  Mittel- 
zelle der  Vflgl  (4)  und  je  einer  in  Feld  Ib  der  Vflgl  und  7  und  8  der  Hflgl. 

Die  Vflgl  bei  den  (J(^  aller  Arten  oben  einfarbig  schwarzbraun  mit  einer  weißen  Mittelbinde,  welche 
von  der  Mitte  des  Hrds  ausgeht  und  den  Vrd  etwas  vor  der  Mitte  erreicht.  Hflgl  an  der  Rippe  4  lang  ge- 
schwänzt und  oben  mit  einem  sehr  großen,  orangegelben  Mittelfelde,  welches  sich  am  Hrd  vom  Analwinkel 
bis  zur  Rippe  4  oder  5  erstreckt,  und  nach  vorn  allmählich  schmäler  werdend  wenigstens  die  Mitte  der  Rippe  3 
oder  sogar  die  Rippe  6  oder  7  erreicht  und  sich  vorne  mit  der  Fortsetzung  der  weißen  Querbinde  der  Vflgl 
vereinigt.  Wenn  das  orangegelbe  Feld  lang  ist,  wird  also  die  weiße  Binde  der  Hflgl  kurz  und  umgekehrt. 
Die  Entwicklungsstadien  sind  leider  unbekannt. 

P.  publius  Sfgr.     Die    weiße   Querbinde    der  Vflglunterseite  nach  außen   durch    eine  schwarzbraune  puhlius. 
Binde  scharf  begrenzt.     Die  orangegelbe  Farbe  der  Hflgloberseite  erreicht   wenigstens  die  Rippe  6.   $  dem  ^ 
ähnlich.    Sierra  Leone  bis  Kongo. 

P.  ussheri  Btlr.  (32  d).     Die   weiße  Querbinde   der  Vflglunterseite  nach   außen  nicht  scharf,  sondern  uss/tcH. 
nur  durch  die  dunklen  Strichelchen  begrenzt.    (^ :  Oberseite  wie  bei  publius  gezeichnet.    $:  Flgl  oben  mit  ge- 
meinsamer hellgelber-gelbhchweißer  Mittelbinde;  Vflgl  mit  zusammenstoßenden  orangegelben  Submarginal- 
flecken und  die  Hflgl  mit  ähnUchen  Saumflecken.    Sierra  Leone  bis  Kongo  und  Uganda. 

P.  decius  Cr.    ^  (32  d).     Die    weiße  Mittelbinde  der  Oberseite  erreicht  die  Rippe  5  oder  4  der  Hflgl  fe; »9. 
und  ist  mehr  oder  weniger  breit  bläulich  begrenzt.    $  dem  $  von  ussheri  ähnlich,  aber  mit  hellerer,  fast  weißer, 
7^11  mm  breiter,  bläulich  begrenzter  Mittelbinde  und  von  einander  völhg  getrennten  Submarginalflecken  der 
Vflgl.  Sierra  Leone  bis  Angola. 

P.   violinitens  Croicley  ist   der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  beim  :^  die  violinitem. 
weiße  oder  blaue  Binde  der  Hflgl  auch  die  Wurzel  der  Felder  2  und  3  bedeckt  und  daß  beim  $  die  weiße 
Mittelbinde  in  der  Mitte  12 — 15  mm  breit  ist.    Goldküste  bis  Angola. 


142  Uebersicht  der  Nvmphalinen-Gattungen. 

2.  Unterfamilie  :    Nytnphalinae. 

Zu  den  Nymphalinen  gehören  nicht  weniger  als  17  ätlüopische  Gattungen,  welche  alle  auf  diese  Re- 
gion beschränkt  sind  und  keine  Vertreter  in  anderen  Regionen  haben.  Sie  sind  fast  alle  für  die  Urwaldgebiete 
charakteristisch  und  treten  außerhalb  solcher  Gegenden  nur  vereinzelt  auf.  Nur  eine  einzige  Art.  Hamnnu- 
mida  duedaUis  F..  tritt  auch  in  ganz  trockenen  und  offenen  Gegenden  auf  und  kommt  sogar  in  Arabien  vor. 
Auf  Madagaskar  finden  sich  nur  drei  Arten,  von  denen  zwei  zu  Pseudacraea  und  eine  zu  Aterica  gehören. 
In  Süd-  und  Ostafrika  sind  die  XvmphaUden  verhältnismäßig  selten  und  kommen  fast  ausschließlich  nur  an 
bewaldeten  Lokalitäten  vor. 

Die  zahlreichen  Formen  sind  unter  sich  oft  ganz  verschieden  und  haben  nur  die  Kennzeichen,  welche 
in  der  Uebersicht  der  Unterfamihen  angeführt  sind,  miteinander  gemeinsam.  Die  Fühler  sind  gewöhnlich  lang 
bis  selir  lang  und  haben  eine  längliche,  drehrunde  Kolbe.  Die  Flgl  sind  bei  der  Mehrzahl  groß  und  breit, 
nur  in  den  drei  letzten  Gattungen  (Catumi,  Pseudonepfis  und  Pseudacraea)  sind  die  Vflgl  schmäler  und  in  die 
Länge  gezogen.  Die  Flgl  haben  oft  eine  dunkelbraune  bis  schwärzliche  Grundfarbe,  welche  jedoch  sehr  oft 
schön  blau,  grün  oder  violett  schillert. 

Die  CJeschlechter  sind  oft  einander  sehr  unähnMch.  indem  die  £2  sowohl  durch  Farbe  und  Zeichnung 
wie  durch  Flglform  von  den  oo  abweichen.  Dieser  L^mstand  erschwert  das  Studium  der  hierher  gehörenden 
Formen  bedeutend,  macht  aber  anderseits  diese  Unterfamihe  zu  einer  der  interessantesten  unter  den  Tagfaltern. 

Die  Ent Nvicklungsst adieu  sind  nur  von  wenigen  Arten  bekannt.  Die  Rp  scheinen  dadurch  ausgezeich- 
net zu  sein,  daß  sie  nur  zwei  Reihen  von  ausgebildeten  Dornen  haben,  eine  jederseits  des  Rückens;  diese  Dor- 
nen sind  oft  sehr  verästelt  und  stark  verlängert,  bald  aufgerichtet,  bald  nach  außen  gestreckt  und  nieder- 
liegend.   Pp  auf  dem  Rücken  mit  einer  großen,  pjTamidenförmigen  Erhöhung. 

Die  Gattungen  sind  teilweise  sehr  nahe  verwandt  und  bisweilen  nur  durch  Vergleichung  beider  Ge- 
schlechter sicher  zu  unterscheiden.  Die  wichtigsten  L'nterschiede  sind  in  der  folgenden  L'ebersicht  aufgenommen. 

Uebersicht  der  Gattungen. 

I.  Der  Zwischenraum  zwischen  dem  Stiele  der  Rippen  7 — 9  und  der  Rippe  12  der  Vflgl  ist  so  schmal,  daß 
die  Rippen  10,  11  und  12  einander  berühren  oder  nur  durch  sehr  schmale  Zwischenräume  getrennt  sind, 
A,  Die  Rippe   10  der  Vflgl  entspringt  aus  der  Mittelzelle  oder  sehr  selten  dicht  hinter  dem  Zellende  aus 
dem  Stiele  von  7 — 9, 

«.  Die  Praecostalrippe  der  Hflgl  entspringt  aus  dem  Rippe  8  an  oder  ein  wenig  vor  dem  Punkte,  wo 
sich  diese  von  der  Mittelzelle  entfernt,  sehr  selten  etwas  hinter  diesem  Piuikte.    Die  Mittelzelle  der 
Hflgl  ist  in  letzterem  Falle  immer  geschlossen. 
*    Die  Mittelzelle  der  Hflgl  offen,  sehr  selten  (bei   Cymothoe  luca^i,  cloetensi  und  oemilius)  fein 
geschlossen. 

1.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  geschlossen.  Die  Rippe  9  der  Vflgl  entspringt  beim  ^  ungefähr  in 
der  Mitte  zwischen  der  Spitze  der  Mittelzelle  und  der  Rippe  S,  beim  £  aber  etwas  näher  an 
der  Rippe  8,  Die  Praecostalrippe  der  Hflgl  entspringt  ein  wenig  vor  dem  Trennungspunkte 
der  Rippe  8,  1,  Cymothoe. 

2.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  offen.  Die  Rippe  9  der  Vflgl  entspringt  beim  ^  viel  näher  an  der 
Mittelzelle  als  an  der  Rippe  8,  beim  2  näher  an  der  Rippe  8  als  an  der  Mittelzelle,  Die  Prae- 
costalrippe der  Hflgl  entspringt  gerade  dem  Trennungspunkte  der  Rippe  8  gegenüber, 

a.  Die  Rippe  U»  der  Vflgl  aus  der  ^littelzelle.    Die  Hflgl  beim   ^   am  Analwinkel    ausgezogen, 

2,  Euptera. 

b.  Die  Rippe  10  der  Vflgl  aus  dem  Stiele  von  7 — 9  kurz  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle,    Die 
Hflgl  am  Anahvinkel  abgerundet,  2,  Pseudathyma. 

**    Die  Mittelzelle  beider  Vflgl  geschlossen, 

t  Die  Rippe  9  der  Vflgl  entspringt  beim  £  gewöhnlich  kurz  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle 
und  immer  näher  an  dieser  als  an  der  Rippe  8, 
§  Die  Rippe  9  der  Vflgl  entspringt  beim  2  näher  an  der  Rippe  8  als  an  der  Mittelzelle,  Die 
Rippen  3  und  4  der  Vflgl  entspringen  aus  demselben  Punkte,  der  Hinterecke  der  Mittel- 
zelle, oder  wenigstens  näher  an  einander  als  die  Rippen  5  und  6.  Die  Pr<iecostalrippe 
der  Hflgl  entspringt  gerade  an  oder  etwas  nach  dem  Punkte,  wo  sich  die  Rippe  8  von  der 
^littelzelle  treimt, 

—  Die  Hflgl  am  Analwinkel  in  der  Mitte  zwischen  den  Rippen  Ib  und  2  mit  breitem 
stumpfen  Schwanzlappen,  Die  Flgl  oben  mit  grüner  Grundfarbe,       5,  Euryphaedra. 
-\--T-  Die  Hflgl  am  Analwinkel  abgerundet  oder  an  einer  der  Rippen  1  b  oder  2  hervor- 
tretend, 

1,  Die  Geschlechter  durch  Farbe,  Zeichnung  und  Ffglform  einander  sehr    unähn- 
üch. 


CYMOTHOE.     Von  Dr.  C.  Aürivillius.  143 

a.  Der  Saum  der  Hflgl  tritt  an  der  Rippe  1  b  eben  so  weit  ($)  oder  viel  weiter 
als  an  der  Rippe  2  hervor.  4.  Euryphura. 

b.  Der  Saum  der  Hflgl  tritt,  besonders  beim  ^,  an  der  Spitze  der  Rippe  2  am 
meisten  und  mehr  als  an  der  Rippe    1  b  hervor.  8.  Diestogyna. 

2.  Beide  Geschlechter  älinlich  gefärbt  und  gezeichnet  und  mit  fast  derselben  Flgl- 
form.    Die  Rippe  10  der  Vflgl  immer  aus  der  Älittelzelle. 

a.  Die  Rippe  (i  der  Vflgl  dm'ch  die  kurze,  schief  gestellte  obere  Discocellulare 
vom  Stiele  der  Rippen  7 — 9  getremit.  6.  Harmilla. 

b.  Die  Rippe  6  der  Hflgl  entspringt  aus  demselben  Punkte  wie  der  Stiel  von 
7 — 9,  weil  obere  Discocellulare  völlig  fehlt.  7.   Crenidomimas. 

§§  Die  Rippe  9  der  Vflgl  entspringt  auch  beim  $  näher  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  als 
an  der  Rippe  8.  Die  Rippen  3  und  4  der  Vflgl  sind  an  ihrem  Ursprünge  weiter  getrennt 
als  die  Rippen  5  und  6.  Die  Praecostalrippe  der  Hflgl  entspringt  immer  ein  wenig  vor 
dem  Punkte,  wo  sich  die  Rippe  8  von  der  Mittelzelle  entfernt.  Die  Rippe  10  der  Vflgl 
stets  aus  der  Mittelzelle. 

1.  Palpen  grau  behaart.  9.  Euryphene. 

2.  Palpen  orangegelb  behaart.  10.  Euphaedra. 
tt  Die  Rippe  9  der  Vflgl  entspringt  bei  beiden  (Geschlechtern  aus  dem  Stiele  von  7  und  8  viel 

näher  an  der  Rippe  8  als  an  der  Spitze  der  Mittelzelle.    Die  Rippen  3  und  4  der  Vflgl  an 
ihrem  Ursprünge  wenigstens  so  weit  wie  die  Rippen  5  und  6  getrennt.    Die  Praecostalrippe 
der  Hflgl  entspringt  an  oder  etwas  vor  dem  Trennungspunkte  der  Rippe  8  von  der  Mittel- 
zelle.   Die  Rippe  10  der  Vflgl  stets  aus  der  Mittelzelle.  11.  Hanutnwmida. 
ß.  Die  Praecostalrippe  der  Hflgl  entspringt  aus  der  Rippe  8,  nachdem  diese  sich  vom  Vrde  der  Mittel- 
zelle getrennt  hat.    Die  Mittelzelle  der  Hflgl  offen.  12.   Aterica. 
B.  Die  Rippe  10  der  Vflgl  entspringt  aus  dem  Stiele  von  7 — 9  weit  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle, 
a.  Die  Praecostahüppe  der  Hflgl  entspringt  aus  der  Rippe  8  an  oder  ein  wenig  vor  dem  Punkte,  wo  sich 
diese  von  der  Mittelzelle  trennt.    Geschlechter  ganz  verschieden.                                     13.  Cynandra. 
fi.  Die  Praecostalrippe  der  Hflgl  entspringt  aus  der  Rij^pe  8,  nachdem  diese  sich  von  der  Mittelzelle 
entfernt  hat.    Die  Mittelzelle  der  Hflgl  offen.    Die  Rippen  3  und  4  der  Vflgl  ziemlich  weit  getrennt. 
Geschlechter  einander  ähnlich. 

1.  Die  Vflgl  kurz  und  breit  mit  fast  geradem  Saume.   Die  Rippe  11  der  Vflgl  frei.    14.  Pseudargynnis. 

2.  Die  Vflgl  lang  gestreckt  mit  gebogenem  Saume  und  breit  abgerundeter  Spitze.    Die  Rippe  11 
der  Vflgl  eine  Strecke  mit  der  Rippe   12  vereinigt.  15.  Catuna. 

II.  Der  Zwischenraum  zwischen  dem  Stiele  der  Rippen  7 — 9( — 10)  der  Vflgl  und  die  Rippen  (10 — )11 — 12 
ist  breit  oder  sehr  breit.    Die  Mittelzellen  geschlossen, 
a.  Die   Rippe    10  der  Vflgl  entspringt  hinter  der   Spitze  der  Mittelzelle  aus  dem  Stiele  von  7 — 9.    Die 

Rippen  3  und  4  der  Vflgl  ziemlich,  weit  getrennt.  16.  Pseudoneptis. 

p.  Die  Rippe  10  der  Vflgl  entspringt  vor  der  Spitze  der  Mittelzelle.    Die  Rippen  3  und  4  der  Vflgl  aus 

demselben  Punkte  oder  sehr  nahe  an  einander  ausgehend.  17.  Pseudacraea. 


1.  Gattung  :   C^'iiiotlioö  Hhn. 

Große  bis  mittelgroße  Schmetterlinge,  deren  Geschlechter  gewöhnlich  ganz  verschieden  gefärbt  und 
gezeichnet  sind.  Die  ^^  sind  in  der  Regel  oben  heller  gefärbt  imd  melu-  einfarbig  als  die  oft  dunklen,  aber 
mit  hellen  Zeichnungen  gezierten  $?.  Diese  letzteren  sind  außerdem  bisweilen  polymorph.  Wegen  dieser  gro- 
ßen Verschiedenheiten  der  Geschlechter  ist  die  Zusammengehörigkeit  von  ^J  und  $  einiger  Arten  noch  nicht 
sicher  festgestellt.  Nur  durch  genaue  Beobachtungen  in  der  Natur  und  durch  Erziehung  aus  den  Raupen  kön- 
nen viele  Fragen  in  Betreff  der  Cymothoi- Alten  gelöst  werden. 

Die  Rp  hat  auf  den  Gliedern  2 — 11  auf  jeder  Seite  des  Rückens  einen  kräftigen,  aufgerichteten,  nur 
wenig  verästelten  Dorn  und  auf  jeder  Seite  unterhalb  der  Atemlöcher  ein  winziges  Dörnchen.  Der  Kopf 
ist  unbewaffnet. 

Pp  ziemhch  abgerundet,  ohne  Dornen  oder  Warzen,  aber  mit  zwei  kurzen  Kopfspitzen.  Der  Außenrd 
der  Flgldecken  tritt  sehr  scharf  hervor  und  längs  der  Rückenseite  verläuft  vom  Vrde  des  Mittelrückens 
bis  zur  Spitze  des  achten  Gliedes  ein  scharfer  Längskiel.  Durch  diesen  Kiel  und  den  viel  schlankeren  Bau  wei- 
chen die  C ynmthoe -Fu-pTpen  von  den  Chm-axes-Puppen  ab. 

Die  Cytnafhoe- Arten  kommen  nur  in  bewaldeten  Gegenden  vor,  sind  in  Süd-  und  Ostafrika  selten  und 
fehlen  völlig  auf  Madagaskar,  den  Maskarenen  und  den  Comoren.  Sie  bilden  mehrere  natürliche  Gruppen, 
die  jedoch  nicht  immer  in  beiden  Geschlechtern  scharf  unterschieden  werden  können.  Die  folgende  Uebersicht 
der  Gruppen  wird  jedoch  die  Bestimmung  der  zahlreichen  Arten  erleichtern  können. 


144  Uebersicht  der  Gruppen. 

Uebersicht  der  Gruppen. 

I.  Saum  der  Hflgl  an  der  Rippe  4  deutlich  und  fast  rechtwinkelig  geeckt.  1.   TAeofeene- Gruppe. 

II.  Saum  der  Hflgl  abgerundet  oder  gleichförmig  gewellt. 

A.  Flgl  oben  schwarz  mit  gemeinsamer  weißer,  bläulich  gerandeter  Mittelbinde.         2.  Oemj7»««-Gruppe. 

B.  Flgl  nie  wie  in  A  gezeichnet. 

a.  (5'  Flgl  nie  oben  rot  oder  eintönig  matt  goldgelblich. 

t  $  Vflgl  oben  mit  zahlreichen  scharf  begrenzten  weißen  Flecken  oder  mit  scharf  begrenzter,  weißer 
oder  weißlicher  Mittelbinde,  die  an  der  Mitte  des  Vrdes  beginnt,  schief  gegen  den  Saum  ge- 
richtet ist  und  nach  hinten  höchstens  die  Rippe  2  erreicht.  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  schwarz 
mit  unregelmäßigen  weißen  oder  bläulichen  Flecken.  —  3  Saum  der  Vflgl  gerade  oder  fast  ge- 
rade; Flgl  oben  mit  rahmgelber  gegen  den  Saum  mehr  oder  weniger  orangegelber  Grundfarbe. 

3.  Hyarbita-Gruippe. 
tt    2  Vflgl  nie  auf  einmal  oben  mit  weißen  Flecken  in  der  Mittelzelle  und  mit  schiefer  gegen  den 
Saum  gerichteter  weißer  Querbiude.  —  3   Saum  der  Vflgl  eingebuchtet  oder  die  Flgl  oben  an- 
ders als  in  der  H yarbita-Gruppe  gefärbt. 
§  (^.  Die  Vflgl  oben  fast  einfarbig,  lebhaft  dunkel  orangegelb  oder  die  Hflgl  oben  mit  einer 
zusammenhängenden,  dunkel  begrenzten  hellen  Mittelbinde,  welche  die  Rippe   1  b  erreicht 
und  vorne  nur  wenig  erweitert  ist.  —  $ :  Hflgl  oben  mit  schmaler,  weißer,  auf  beiden  Seiten 
scharf  und  geradlinig  begrenzter  Mittelbinde.  4.    Lucasi- Gruppe. 

§§  cj.  Die  Vflgl  nie  oben  einfarbig  dunkel  orangegelb  und  die  Hflgl  nie  oben  mit  heller  Mittel- 
binde. —  2.  Hflgl  oben  ohne  weiße  Mittelbinde  oder  mit  einer  nach  außen  eingeschnittenen 
und  nicht  geradlinig  begrenzten,  weißen  Mittelbinde. 
0.  (J.   Die  Hflgl  am  Anal«-inkel  am  Ende  der  Rippe    1  b  deutlich  gelappt  oder  in  einem 
kurzen  Schwänzchen  ausgezogen.      Die  Vflgl  mit  fast  geradem  Saume  und  rechtwinke- 
liger Spitze.  —  Die  S  (soweit  sie  sicher  bekannt  sind)  mit   den  Hflgln   oben   von    der 
Wurzel  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  schwarz  oder  schwärzlich  ohne  helle  Zeichnungen ; 
ihr  Saum  nur  schwach  gewellt.  5.    Lurida-Gruppe . 

00.  Q.  Die  Hflgl  nicht  am  Analwinkel  ausgezogen.  —  $.  Die  Hflgl  entweder  mit  stark  ge- 
welltem Saume  oder  nicht  oben  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  einfarbig  schwarz. 
+   Größere  Arten;    Flglspannung    beim    o    "0 — "5,    beim    $  85 — 90  mm.    Saum  der 
Hflgl  stark  gewellt.  Hflgl  oben  wenigstens  bis  über  die  Mitte  hinaus  einfarbig  schwarz 
oder  schwärzlich.  6.  Fumatm-GTuppe. 

-(--r  Kleinere  Arten:  Flglspannung  beim  3  50 — 62,  beim  $  65 — 80  mm.  Saum  der 
Hflgl  nicht  oder  nur  schwach  gewellt.  Hflgl  nie  oben  bis  weit  über  die  Mitte  liin- 
aus  einfarbig  schwarz.  7.  Caents- Gruppe. 

ß.  (J:  Flgl  oben  mit  roter  —  matt  goldgelber  Grundfarbe.    —    £:  Flgl  oben  mit  roten  Feldern  oder  mit 
breiter  gemeinsamer,  weißer   Querbinde.  8.  Sangaris-Giuppe. 

1.  Theobene- Gruppe. 

Diese  Gruppe  un.faßt  nur  eine  einzige  .\rt,  welche  sich  von  allen  anderen  durch  die  Form  der  Hflgl  unterschei- 
det. Dieselben  sind  nämlich  am  Ende  der  Kippe  4  deutlich  geeckt.  Die  Flügel  haben  einen  gewellten  Saum,  welcher 
auf  den  Vflgl  beim  q  fast  gerade  und  beim  i  hinter  der  Spitze  schwach  ausgerandet  ist.  Hrd  der  Vflgl  nicht  ganz 
gerade,  sondern  vor  der  Mitte  schwach  konvex  und  hinter  der  Mitte,  besonders  beim  $,  ausgerandet,  wodurch  der  Uin- 
terwinkel  deutlich  hervortritt. 

thedbFne.  C.  theobene  Dhl.  u.  Heu-.  (34  d).    3.  Flgl  oben  im  Wurzelteil  bis  zur  Rippe  3  schwarzbraun  oder  auf  den 

Vflgln  gelbbraun,  dami  mit  hellgelber  Mittelbinde,  welche  am  Vrde  der  Vflgl  am  breitesten  ist  und  an  der 
Rippe  1  b  der  Hflgl  spitz  endet ;  der  Saumteil  hat  eine  orangegelbe  Grundfarbe,  ist  aber  am  Saume  und  am 
inneren  Teil  mehr  oder  weniger  verdunkelt  und  schließt  gelbe  Submarginalflecke  und  eine  schwarze  submar- 
ginale Kappenlinie  ein.  Die  Unterseite  ist  gelblich  und  mit  kleinen  braunen  Punkten  gesprenkelt ;  durch  eine 
feine,  zuweilen  undeutUche  MittelUnie  wird  sie  in  zwei  Hälften  geteilt;  die  Kappenlinie  ist  deutlich.  —  Beim 
2  (34  d)  haben  die  Flgl  auf  beiden  Seiten  eine  weiße  Grundfarbe:  oben  ist  der  schwarzbraune  Wurzelteil  nach 
außen  scharf  aber  unregelmäßig  begrenzt  und  schließt  gewöhnlich  an  der  Spitze  der  ^littelzelle  der  Vflgl  zwei 
helle  Flecke  ein;  der  Saumteil  ist  mehr  oder  weniger  braun  gesprenkelt  und  schheßt  eine  unregelmäßig  ge- 
bogene Querreihe  schwärzlicher  Flecke  und  die  an  den  Zwischenaderfalten  oft  verdickte  schwarze  Kappen- 
linie ein.  Die  Unterseite  ist  mehr  oder  weniger  dicht  braun  gesprenkelt  und  hat  eine  deutliche  schwarzbraune 
Mittellinie.  Pp  grün  ohne  Flecke,  aber  mit  orangegelbem  Rückenkiel  und  gelben  Seiten  des  Kremasters.  Elfen- 
blassi.  beinküste  bis  Angola  und  Uganda.  —  blassi  Weym.  ist  die  südöstliche  Form  und  weicht  nur  durch  hellere 
Färbung  und  nach  außen  undeutlich  begrenzte  Mittelbinde  der  Oberseite  ab.     Portugiesisch   Südostafrika, 

nebetheo.  Deutsch-Ostafrika.  —  ab.  nebetheo  Suff,  weicht  dadurch  ab.  daß  die  dunkle  Mittellinie  der  Unterseite  saum- 
wärts  von  einer  ähnhch  gefärbten.  5 — 9  mm  breiten  Querbiude  begleitet  ist.    ^Mhonda  in  Deutsch-Ostafrika. 


Ausgegeben  äO.  I.  1913.  CYMOTHOE.    Von  Dr.  C.  AüRIVILLIUS.  145 

2.   Oemilius- Gruppe. 

Die  Flügel  sind  oben  schwarz  mit  einer  gemeinsamen,  geraden,  weißen,  auf  beiden  Seiten  breit  bläulich  ge- 
säumten Querbinde,  welche  am  Vrde  der  Vflgl  weit  hinter  der  Mitte  anfängt  und  an  der  Rippe  1  b  der  Hflgl  nahe  am 
Irde  endet. 

C.  oemilius  Doumef  (34  a).  Beide  Flgl  oben  außerhalb  der  Mittelbinde  mit  zwei  unter  sich  und  mit  dem  oemilius. 
Saume  gleichlaufenden  Reihen  von  weißen,  blau  bestäubten,  gerundeten  Flecken;  die  Mittelbinde  der  Vflgl 
an  den  Rippen  saumwärts  ausgezogen.  Vrd  der  Vflgl  beim  ^J  biz  zur  Mittelzelle  weiß.  Die  Unterseite  ist 
hell  grün  mit  weißer  Mittelbinde  und  weißlichen  Fleckem-eihen,  zwischen  denen  die  Grundfarbe  mit  kleinen 
schwarzen  Submarginalpunkten  geziert  ist ;  Mittelzelle  der  Hflgl  mit  zwei  feinen  schwarzen  Ringen  und  die  der 
Vflgl  mit  zwei  zackigen   Querlinien.    Alt-Calabar  bis  Gabun. 

C.  frederica  Dist.   Von  dieser,  wie  es  scheint,  sehr  seltenen  Ai't,  ist  nur  das  $  bekannt.   Es  weicht  vom  frederica. 
9  der   vorigen   Art   dadurch   ab,   daß   die   hellen   Flecke  des  Saumteiles  völhg  fehlen.    Anstatt  dessen  sind 
die  Flecke  der  breiten  Mittelbinde  in  der  Mitte  jedes  Feldes  fast  bis  zum  Saume  zungenförmig  verlängert. 
Die  Unterseite  ist  v\ae  oben  gezeichnet,  aber  wie  bei  oemilius  gefärbt.    Alt-Calabar. 

3.  Hyarbita  -  Gruppe. 

Die  schönen  und  seltenen  Arten  dieser  Gruppe  sind  unter  sich  nahe  verwandt  und  besonders  durch  die  völlige  Ver- 
schiedenheit der  (J(J  von  den  ^^  ausgezeichnet.  Die  Hflgl  sind  bei  beiden  Geschlechtern  gleichförmig  abgerundet  imd  am  Anal- 
winkel nicht  ausgezogen.  Der  Saum  der  Vflgl  ist  beim  (J  gerade  und  fast  ganzrandig,  beim  $  nur  schwach  ausgerandet  xind 
etwas  gewellt.  —  (J:  Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  und  die  Hflgl  am  Ird  mehr  oder  weniger  breit  verdunkelt,  dann  hellgelb, 
vor  dem  Saume  in  größerer  oder  kleinerer  Ausdehnung  orangegelb  und  am  Saume  schmal  verdunkelt.  Unten  sind  die  Flgl 
hellgelb  mit  dunkelbraunen  Zeichnungen  und  rotbrauner  ^Mittellinie.  —  Die  $$  dagegen  haben  alle  oben  eine  schwarze  Grundfarbe, 
weiße  imd  blaue  Flecke  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl,  eine  von  der  Mitte  des  Vrds  ausgehende  und  schief  gegen  den  Saum  gerichtete 
weiße  Querbinde  der  Vflgl  und  eine  breite  weiße  oder  hell  gelbliche  Mittelbinde  der  Hflgl.  Die  .schwarze  Submarginallinie  fehlt 
oder  ist  wenig  deutlich. 

C.  relnholdi  Plötz  ist  che  größte  und  hellste  der  drei  Arten.  (^ :  Wurzel  beider  Flgl  oben  blaugrau;  reinhoMi. 
die  blaugraue  Farbe  erreicht  auf  den  Vflgln  die  Rippe  2,  auf  den  Hflgln  die  Spitze  der  Mittelzelle,  bedeckt 
mehr  als  die  Hälfte  des  Feldes  2  und  auch  die  Wurzel  des  Feldes  3;  die  Felder  1  a  und  1  b  sind  dagegen 
schwärzlich;  hinter  der  Mitte  haben  beide  Flgl  eine  etwa  9  mm  breite  orangegelbe  Saumbinde,  welche 
nach  innen  ohne  deutliche  Grenze  in  die  hellgelbe  Grundfarbe  übergeht;  die  schwärzliche  Submarginallinie 
ist  nicht  an  den  Falten  verdickt  und  überall  vom  schmal  schwarzen  Saxime  getrennt.  Unten  sind  die  Flgl  hell 
braungelb  und  durch  eine  ganz  gerade  rotbraune,  in  den  Feldern  1  b  und  2  der  Vflgl  schwarze  Mittellinie 
geteilt ;  der  Wurzelteil  ist  eintönig  gefärbt  und  nur  in  den  Mittelzellen,  an  deren  Spitzen,  im  Felde  1  b  der 
Vflgl  und  im  Felde  7  der  Hflgl  mit  deuthchen  schwarzen  Querzeichiiungen ;  im  Saumteil  sind  die  Postdiscal- 
flecken  und  die  Submarginallinie  nur  schwach  angedeutet.  —  Das  $  ist  oben  dem  V  von  hyarbita  sehr  ähnlich, 
hat  aber  eine  rein  weiße  Querbinde  der  Vflgl,  welche  die  Rippe  2  erreicht  und  im  Felde  2  weiter  vom  Saume 
entfernt  ist ;  unten  haben  beide  Flgl  eine  hell  braungelbe  Grundfarbe  und  die  Hflgl  eine  fast  gerade  rostbraune 
Querlinie,  welche  die  weiße  Mittelbinde  durchquert;  cUese  Querlinie  fehlt  völlig    bei  hyarbita-'^.  —  Kamerun. 

C.  hyarbita  Heiv.  (36  a)  weicht  in  männUchem  Geschlecht  dadurch  von  reinholdi  ab,  daß  der  Wurzel-  hyarbita. 
teil  der  Oberseite  schwarz  statt  blaugrau  ist;  die  schwarze  Farbe  bedeckt  die  Felder  la — 2,  nicht  aber  die 
Wurzel  des  Feldes  3  der  Hflgl  und  vereinigt  sich  hinten  mit  der  schmalen  schwarzen  Saumlinie;  die  Sub- 
marginallinie fehlt  oder  ist  nur  durch  Punkte  angedeutet.  Unten  sind  che  Flgl  viel  dunkler  und  bunter  als  bei 
reinholdi,  haben  eine  auf  den  Hflgln  deuthch  gebogene  MitteUinie,  im  Wurzelteil  der  Hflgl  eine  breite,  schwarz 
gesäumte  kastanienbraune  Bogenbinde  und  sind  im  Saumteil  der  Hflgl  vom  Ird  bis  zur  Rippe  5  dunkelbraun. 

—  Das  $  (36  a)  hat  eine  weißliche  Querbinde  der  Vflgl,  welche  die  Rippe  2  nicht  völlig,  aber  im  Felde  2 
den  Saum  fast  erreicht  und  vermißt  unten  völlig  die  braune  Querlinie  der  Hflgl.  —  Alt-Calabar  und  Ka- 
merun. 

C.  hyarbitina  Auriv.  (35  b)  ist  kleiner  und  dimkler  gefärbt,  sonst  aber  der  vorigen  Art  sehr  ähnhch  hyarbitina. 
und  vielleicht  nur  eine  Lokalrasse  derselben.  Das  S  (35  b)  weicht  von  hyarbita-^  dadurch  ab,  daß  die  Wur- 
zel beider  Flgl  oben  dunkelgrau,  che  Felder  Ic — 3  der  Hflgl  dunkelbraun  und  schwarz  gesprenkelt  sind  und 
besonders  dadurch,  daß  die  Submarginallinie  voUstänchg  und  an  den  Innenwinkeln  stark  vercUckt  ist;  der 
Saum  ist  übrigens  auch  viel  breiter  verdunkelt  als  bei  hyarbita.  Die  Unterseite  stimmt  fast  völhg  mit  der 
Unterseite  von  hyarbita  ^   überein,  ist  aber  etwas  heller  gefärbt  und  hat  eine  deuthche  Submarginallinie. 

—  Das  9  ist  dem  $  von  hyarbita  sehr  ähnhch,  aber  kleiner  und  mit  nur  etwa  8  mm  breiter  Mittelbinde 
der  Hflgl;  die  Unterseite  hat  eine  mehr  gelbbraune  Grundfarbe.    Koiagogebiet,  am  Sankuru-Fluß. 

C.  beckeri  H.  Schaff.  (=  theodota  Hew.)  (34c).  c^:  Flgl  oben  hellgelb,  an  der  Wurzel  bläulichgrau;  heckeri. 
Vrd  und  eine  sehr  breite  Saumbinde  der  Vflgl  orangegelb;  Hflgl  mit  sehr  breiter  nach  vorn  verschmälerter 

XIII  19 


146  CYMOTHOE.     Von  Dr.  C.  Aubivillius. 

schwarzbrauner  Saumbinde;  Submarginallinie  gewöhnlich  auf  beiden  Flghi  deutlich.  Die  Unterseite  ist  gelb- 
braun und  durch  eine  etwas  unregelmäUige  Querlinie  in  einen  mit  großen  weißen  Flecken  gezierten  Wurzelteil 
und  einen  etwa  13 — 14  mm  breiten,  nur  von  drei  matten  dunklen  gezac-kten  Querlinien  durchsetzten  Saumteil 
ceteilt.  —  Das  2  ist  oben  vom  3  ganz  verschieden:  die  Grundfarbe  ist  schwarz  mit  zahlreichen,  scharf  hervor- 
tretenden weißen  Flecken:  beide  Flgl  an  der  Wurzel  graublau:  die  Vflgl  haben  einen  winkeUg  gebrochenen 
Querstrich  in  der  Mittelzelle  einen  Längsstrich  in  1  a  an  der  Mitte  des  Hrds  und  2 — i  Flecke  in  jedem  der 
Felder  2  h — 6.  Die  Hflgl  haben  ein  sehr  großes  weißes  iDttelfeld.  welches  hinten  in  1  c — 3  mit  einem  lebhaft 
orangegelbera  Fleck  geziert  ist  iind  in  der  schwarzen  Saumbinde  zwei  Reihen  weißer  Flecke:  die  grau- 
weiße Unterseite  hat  dunkelgraue  Zeichnungen,  welche  denen  beim  ^  ziemlich  genau  entsprechen:  die  Mittel- 
linie der  Hflgl  ist  rostgelb.  Alt-Calabar  bis  Angola;  eine  recht  häufige  Art.  —  Im  Inneren  des  Kongogebietes 
Oteodosia.  und  in  Uganda  tritt  eine  zweite  Weibchenform,  theodosia  Stgr.  (36  a).  auf.  Dieselbe  weicht  dadurch  ab.  daß 
ihforaiiin.  das  helle  Mittelfeld  der  Hflgl  blaß  gelblich  ist  und  den  orangegelben  Fleck  vermißt.  —  theocranta  Karsch 
von  der  nur  ein  einziges  Stück  bekannt  zu  sein  scheint,  macht  ganz  den  Eindruck  eines  melanistischen  Stücks 
des  5  von  beckeri.  Größe  und  Flglf orm  vrie  bei  dieser :  Vflgl  oben  einfarbig  schwarz-braun  und  nur  mit  einem 
Längsstrich  am  Hrde  und  5  länglichen  grünlich  umzogenen  Submarginalflecken  der  Felder  1  b — 5  weißlich. 
Auf  den  Hflgln  sind  die  weißen  Flecke  in  der  dunklen  Saumbinde  durch  5  mit  dem  Mittelfelde  vereinigten 
Längsstrahlen  der  Felder  2 — 6  ersetzt :  der  gelbe  Fleck  der  Felder  1  c — 3  wie  bei  der  Hauptform.    Kamerun. 

4.   Lucasi- Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  ha))en  eigentlich  nur  die  schn-ale,  gerade  und  scharf  begrenzte  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl 
der  Si  njt einander  gen~.elnsan\.  Uebrigens  sind  die  beiden  ersten  Arten  sehr  nahe  verwandt  vmd  von  der  dritten  ganz  verschieden 
gefärbt  und  gezeichnet.    Die  Geschlechter  sind  einander  ganz  unähnlich  und  die  2$  beträchtlich  größer  als  die  oo- 

lucasi.  C.  lucasi  Doumet  (34  a).   Beide  Flgl  unten  mit  ganz  gerader,  rotbrauner,  am  Hrde  der  Vflgl  schwarzer, 

dicker  Mittellinie.  —  ^■.  Beide  Flgl  fast  ganzrandig  mit  kurzen,  schwarzen  Fransen:  Saum  der  Vflgl  von  der 
Spitze  bis  zur  Rippe  3  gerade,  dann  schwach  konvex.  Flgl  oben  intensiv  feurig  orangegelb:  Vflgl  nur  am 
Hrde  mit  Andeutung  einer  schwärzlichen  Mittelbinde  und  an  der  Spitze  sehr  schmal  schwärzhch.  sonst  ein- 
farbig ohne  Zeichnungen,  die  Hflgl  mit  einer  tief  schwarzen  Mittelbinde,  welche  am  Vrde  schmal  ist.  nach 
hinten  aber  rasch  breiter  wird,  den  Analwinkel  fast  erreicht  und  sich  über  den  ganzen  Ird  ausdehnt ;  am 
Analwinkel  im  Felde  1  c  findet  sich  eine  feine  schwarze  Saumlinie,  welche  sonst  völlig  fehlt.  L'nten  sind  die 
Flgl  matt  gelblich,  im  Wurzelhälfte  der  Hflgl  weißUch  grau  und  außer  in  der  Zelle  der  Vflgl  ohne  deut- 
liche Zeichnungen:  che  .Submarginallinie  tritt  nur  sehr  undeutüch  hervor.  Durch  die  leuchtende  Farbe  der 
Oberseite  und  den  scharfen  Gegensatz  zwischen  der  schwarzen  und  der  orangegelben  Farbe  gehört  das  ^ 
von  lucasi  zu  den  auffälhgsten  Tagfaltern  Afrikas.  —  Das  viel  größere  £  ist  oben  schwarz,  an  der  Wurzel 
der  Vflgl  breit  gelbbraun  oder  rotbraun  und  hat  eine  gemeinsame  schmale  weiße  Mittelbinde  und  eine  tief 
gezackte  dicke  weiße  Querlinie,  welche  die  Submarginallinie  nach  innen  begrenzt.  Die  Unterseite  ist  weißgrau, 
etwas  dunkler  an  der  Wurzel,  hat  eine  dicke  dunkelbraune  bis  schwärzliche  Mittelhnie  und  große  schwärz- 
liche Postdiscalflecke  auf  den  Hflgln  und  in  den  Feldern  la, — 2  der  Vflgl:  die  SubmarginaUinie  ist  ziemlich 
deutlich.    Alt-Calabar  bis  Gabtin. 

doeiensi.  C.  cloetensi  Seeldr.  (35  a).    ^:  Flgl  oben  einfarbig  orangegelb,  an  der  Wurzel  dunkler,  braungelb;  am 

Analwinkel  der  Hflgl  in  Ic  und  2  mit  feiner  schwarzer  SubmarginalUnie :  Unterseite  ganz  wie  bei  lucasi-£.  — 
Das  2  weicht  von  lucasi-x  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  schwarz  und  nicht  rotbraun 
sind.    .SüdUches  Kongo-Gebiet,  am  Sankuru-Flusse. 

C.  egesta.  Hflgl  am  Analwinkel  beim  £  etwas  ausgezogen,  beim  2  abgerundet :  Saum  der  Vflgl  beim 
o  fast  gerade,  beim  1  hinter  der  Rippe  6  tief  ausgerandet.  Die  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  dicht  hinter 
der  Spitze  der  Mittelzelle  mit  einer  geraden,  schmalen,  weißen  oder  beim  £  hellgelben,  schwarz  gesäumten 
Mittelbindc.  Beim  £  sind  die  Vflgl  oben  hell  ockergelblich  und  an  der  Wurzel  besonders  in  den  Feldern  la — 2 
mehr  oder  weniger  verdunkelt :  die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl  setzt  sich  auf  den  Vflgln  gewöhnhch  bis  zur 
Rippe  2  oder  4  fort;  die  winkelige  Submarginallinie  ist  vollständig  oder  nur  durch  Punkte  angedeutet.  Beim 
5  sind  die  Flgl  oben  schwarzgrau  bis  schwärzhch  am  Saume  und  an  der  Spitze  der  Vflgl  etwas  heller:  die 
weiße  Mitteibinde  setzt  sich  auf  den  Vflgln  bis  zur  Rippe  6  fort  und  mündet  dort  in  einem  großen  gelbüchen 
Vrdfleck:  SubmarginaUinie  dick  und  schwarz.  Unten  sind  die  Flgl  braungrau  {£)  bis  grau  ($)  mit  feiner, 
dunkler,  auf  den  Hflgln  gerader  und  hell  gesäumter,  auf  den  Vflgl  aber  unregelmäßig  gewellter  Mittellinie; 
egesta.  der  Wurzelteil  hat  wohl  entwickelte  dunkle  Querzeiclmungen.  —  Bei  der  nördhchen  Rasse,  egesta  Cr.  (34  b) 
ist  die  helle  Qiaerbinde  der  Vflgl  beim  £  undeutüch  oder  wenigstens  rücht  schwarz  begrenzt;  die  helle  Quer- 
binde der  Hflgl  ist  nach  außen  etwas  gezackt  und  gewöhnlich  auf  beiden  Seiten  scharf  schwarz  begrenzt :  sel- 
degesia.  ten  ist  diese  schwarze  Begrenzung  sohr  schmal  oder  fehlend  (ab.  degesta  Stgr.).  Sierra  Leone  bis  Goldküste. 
coniusa.  —  confusa  Auriv  (=  megaesta  Stgr.)  (34  a,  b;  36  a)  ist  durchschnittlich  größer  und  weicht  im  männUchem 
Geschlecht  noch  dadurch  ab.  daß  die  helle  Mittelbinde  sich  bis  zur  Rippe  3  oder  4  der  Hflgl  fortsetzt  und 
auch  dort  breit  schwarz  begrenzt  ist.    Alt-Calabar  bis  Kongo  und  Uganda. 


CYMOTHOE.     Von  Dr.  C.  Aubivillius.  147 

5.   Lurida-  Gruppe. 

Die  oo  dieser  Gruppe  sind  durch  die  am  Analwinkel  stark  ausgezogenen,  fast  gelappten  Hflgl  leicht  kenntlich;  der 
Saum  der  Hflgl  ist  gerade  oder  fast  gerade  und  beide  Flgl  haben  oben  eine  braungelbe  )jIs  ockergelbe  oder  fast  orangegelbe 
Grundfarbe.  Bei  den  0  0  sind  dagegen  die  Hflgl  gewöhnlich  am  Analwinkel  abgerundet  und  die  Vflgl  am  Saume  tief  aus- 
gerandet.  Die  5?  sind  gewöhnlich  oben  dunkel  gefärbt  und  haben  auf  den  S'flgln  eine  weiße  oder  weißliche,  gegen  den 
Ä^rd  senkrecht  gestellte  und  meist  den  Hinterwinkel  erreichende   Querbinde. 

C.  lurida  unterscheidet  sich  im  männhchen  Geschlecht  von  den  folgenden  Arten  dadurch,  daß  die 
Hflgl  oben  von  der  Wurzel  bis  über  die  IVIitte  liinaus  gelbbraun  bis  braungelb  und  ohne  schwarze  Mittelbinde 
sind.    Die  $?  haben  eine  weiße  und  scharf  begrenzte   Querbinde  der  Vflgl.  —  lurida  Btlr.  (34  d).    Beim  (J  hirvJn. 
haben  beide  Flgl  oben  eine  braungelbe,  an  der  Wurzel  dunklere  gelbbraune   Grundfarbe;  die  Vflgl  haben  eine 
schmale  nur  2  mm  breite  schwarzbraune   Saumbinde,  sind  aber  sonst  unbezeichnet ;  die  Hflgl  aber  haben 
eine  am  Analwinkel  14 — 15  mm  breite  gegen  den  Vrd  allmählich  verschmälerte  schwarzbraune  Saumbinde, 
in  welcher  die  schwarze  Submarginallinie  deutlich  hervortritt.  —  Beim  $  (=  hesione  Weym.)  sind  die  Flgl 
oben  schwarzbraun  mit  schwarzer  Submarginallinie  und  schmaler  schwarzer  Mittelbinde  der  Hflgl;  die  weiße 
Querbinde  der  Vflgl  ist  in  der  Mitte  10  mm  breit.    Die  Unterseite  ist  bei  beiden  Gesclilechtern  bunt  gezeich- 
net mit  rötlicher  Mittellinie  und  gelben  (^)  oder  weißen  (?)  Flecken.    Ashanti  bis  Angola.  —  hesiodotus  Stgr.  hesiodolha 
(34  d  $,  nicht  o)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  beim  q  beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  lebhaft  rotbraun  sind 
und  daß  beim  5  die  Querbinde  der  Vflgl  schmäler  ist  und  die  Hflgl  eine  breite  rotbraune  Saumbinde  haben. 
Ogowe.  —  Beim  ^  von  butleri  Grünh.  ist  die  dunkle  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  breiter,  etwa  3,5  mm  hutlcri. 
breit  am  Vrde  wie  bei  hypathn-^  wurzelwärts  verlängert  und  auf  der  Innenseite  von  schwarzen  Submarginal- 
punkten  begleitet;  die  Saumbinde  der  Hflgl  nach  innen  unscharf  begrenzt.    Das  $  weicht  durch  dunkel  kaffee- 
braune, nur  im  Spitzenteil  der  Vflgl  schwarzbraune  Grundfarbe  und  schmale  durch  schwarze  Zeichnungen 
unterbrochene   Querbinde  der  Vflgl  von  der  Hauptform  ab.    Uganda.  —  sublurida  Frühst,  weicht  von  der  sublurida. 
Hauptform  dadurch  ab,  daß  die  Saumbinde  der  Hflgl  fast  verschwimden  und  die  der  Hflgl  viel  schmäler  sind ; 
die  Grundfarbe  ist  auch  heller.    Fernando  Po.  —  Von  colmanti  Auriv.  ist  (J  oben  heller  gefärbt;  die  Vflgl  cohnanti. 
mit  schmaler,  an  der  Spitze  aber  erweiterter  Saumbinde;  die  Hflgl  ohne  dunkle  Saumbinde,  aber  mit  scharf 
hervortretender  schwarzer  Kappenlinie  und  am  Saume  mit  schwarzen  Schuppen  bestreut.    Die  weiße   Quer- 
binde der  Vflgl  beim  ?  nur  4  mm  breit.    Nördliches  Kongogebiet.  —  congoensis  Suff,  ist  der  vorigen  Form  congoenHs. 
sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  beim  (5*  tiefschwarze  Submarginalflecke  in  den  Feldern 
6 — 8  haben  und  daß  die  Kappenlinie  der  Hflgl  auf  der  Innenseite  mehr  oder  weniger  breit  schwarz  gesäumt 
ist.    Kongogebiet. 

Bei  den  ^^  der  folgenden  Ai'ten  haben  die  Hflgl  oben  eine  dunkle  Mittellinie  oder  Mittelbinde  oder    sind  im  Wurzelteil 
bis  über  die  Mitte  hinaus  schwarz  oder  schwärzlich. 

C.  ochreata  Smith.  ^:  Flgl  oben  mit  orangegelber  Grundfarbe;  Vflgl  ohne  Zeichnungen  in  der  Mittel-  ochreata. 
zelle  und  ohne  deutliche  dunkle  Mittellinie;  die  Submarginalpunkte  sind  klein  und  die  dunkle  Saumbinde  ist 
nur  an  der  Spitze  deutlich.  Hflgl  nur  wenig  dunkler  am  Anahvinkel  und  mit  einer  schmalen  dunklen  ^littel- 
linie  und  einer  ähnlichen  gezackten  SubmarginalUnie ;  am  Saume  aber  nicht  oder  kaum  verdunkelt;  die  Mittel- 
zelle mit  einigen  undeutlichen  Querzeichnungen.  —  $:  Beide  Flgl  oben  von  der  Wurzel  bis  zur  Mitte  dunkel- 
braun, dann  viel  heller  iind  mit  einer  dunklen  Querhnie,  an  deren  Innen.seite  sich  auf  den  Vflgbi  5  cbeieckige 
Flecke  und  auf  den  Hflgln  nahe  am  Irde  zwei  halb  elleptische  bräunlich  weiße  Flecke  anschheßen.  Nur  aus 
dem  großen  Urwalde  im  nördlichen  Kongogebiete  bekannt.  —  cycladina  Grünh.  scheint  von  der  Haupt-  cycladim. 
form  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  beim  ^  beide  Flgl  oben  eine  deutliche  dunkle  Saumbinde  haben  und 
sie  verhält  sich  demnach  zu  ochreata  fast  wie  butleri  Grünh.  zu  cohnanti  Auriv.   Uganda. 

C.  cyclades   Ward.  (34  b).    j*:  Beide  Flgl  oben  lebhaft  orangegelb,  an  der  Wurzel  etwas  verdunkelt;  cyclades. 
Vflgl  nur  mit  kleinen  Submarginalpunkten,  feiner  Saumlinie  und  einem  kleinen  Hrd-Fleck  im  Felde  la  schwarz 
oder  schwärzlich;   die  Hflgl  mit  einer  etwa   3  mm  breiten,   nach  vorn  in  Flecke  aufgelösten,  schwärzlichen 
Mittelbinde  und  schwarzer  SubmarginalUnie,  welche  durch  die  gelbe  Grundfarbe  von  der  3  mm  breiten  Saum- 
binde getrennt  ist.    Das  $  ist  mir  unbekannt.    Kamerun. 

C.  bonnyi  Smith.  Beim  ,^  sind  die  Flgl  oben  gelbbraun,  dunkler  an  der  Wurzel  und  am  Analwinkel  honnyi. 
und  Außenrd  der  Hflgl;  Vflgl  mit  zwei  gezackten  Linien  in  der  Mittelzelle,  mit  einer  olivenbraunen  Quer- 
binde zwischen  dem  Hrde  und  der  Rippe  3,  mit  kleinen  Submarginalpunkten  und  schwarz  gesprenkeltem  Saume. 
Hflgl  oben  mit  einer  nach  iimen  scharf  begrenzten  ohvenbraunen  Mittelbinde  und  eine  submarginale  Reihe 
von  zusammenhängenden,  pfeilförmigen,  nach  außen  gelbbraun  gesäumten  Flecken;  che  Wurzel,  der  Ird  und 
der  Saum  sind  mit  dunklen  Schuppen  bestreut.  Am  Aruwimi-Fluß  im  nordöstlichen  Kongo-Gebiet.  —  orphnina  orphninu. 
Kar.sch  ist  wahrscheinlich  eine  $-Form  von  bonnyi.  Der  Saum  der  Vflgl  hinter  der  Rippe  6  sehr'tief  ausgeran- 
det ;  Analwinkel  der  Hflgl  fast  wie  bei  einem  ^  ausgezogen.  Flgl  oben  hellbraun;  Vflgl  mit  drei  welligen  schwarz- 
braunen QuerUnien  in  der  Zelle  und  zwei  ebensolchen  außerhalb  derselben  zwischen  den  Rippen  4  und  7 ;  im 


148  CYMOTHOE.    Von  Dr.  C.  Acrivillics. 

Felde  3  beginnt  eine  6 — 7  mm  breite,  schwarzbraune  Querbinde,  welche  sich  bis  zur  Rippe  1  b  der  Hflgl  fort- 
setzt; die  SubmarginalUnie  ist  auf  den  Vflgln  schmal,  auf  den  Hflgln  aber  zu  einer  5  mm  breiten  schwarz 
braunen  Binde  erweitert :  zwischen  der  Mittelbinde  und  der  Submarginalbinde  ist  die  Grundfarbe  grau ;  Saum 
beider  Flgl  nicht  verdunkelt,  hellbraun.    Am  Ituri-Fluß. 

heliada.  C.  heliada  Heic.  (35  b).    Beim  ^  sind  die  Flgl  oben  hell  orangegelb  mit  einer  gemeinsamen  schwarzen 

submarginalen  Kappenlinie,  welche  jedoch  von  dem  etwa  2  mm  breiten,  verdunkelten  Saumbinde  gut  ge- 
trennt ist:  Vflgl  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  verdunkelt  olivenbraun  und  mit  zwei  geschlängelten  Quer- 
linien in  der  Zelle;  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  schwärzhch  oder  oft  an  der  Wurzel 
etwas  heller  und  dann  mit  breiter,  schwarzer,  am  Vrde  bisweilen  gespaltener  Mittelbinde.  Unterseite  hellgelb 
mit  braunen  Zeichnungen  und  gerader,  braunroter  MittelUnie.  —  Beim  2  sind  beide  Flgl  oben  im  Wurzelteil 
bis  über  die  Mitte  hinaus  schwärzlich  mit  zwei  großen  gelblichen  Flecken  in  der  Vflgl-Zelle:  der  Spitzenteil 
der  Vflo^l  ist  weißgrau,  am  Saume  schwarzgrau  mit  zwei  gezackten  schwarzen  Submarginallinien :  die  weiß- 
graue Farbe  erreicht  in  den  Feldern  3 — 6  und  am  Vrde  die  Flgl-Mitte.  in  den  Feldern  Ib  und  2  aber  nur 
eine  Breite  von  etwa  10  mm:  die  Hflgl  haben  eine  10  mm  breite  braungraue,  in  den  Feldern  6  und  7  weiß- 
gefleckte  Saumbinde  mit  scharf  hervortretender  schwarzer  KappenUnie.    Kamerun  bis  Kassai. 

hesiodus.  C.  hesiodus  He>r.    Beim  3  sind  die  Flgl  oben  orangegelb,  nicht  oder  wenig  verdunkelt  an  der  Wurzel, 

und  haben  eine  scharf  begrenzte  4  mm  breite  schwarzbraune  Saumbinde,  welche  die  äußeren  Spitzen  der  fei- 
nen Kappenlinie  erreicht,  die  punktförmig  verdickten  inneren  aber  frei  läßt;  Hflgl  mit  unscharf  begrenzter. 
8 — 10  mm  breiter,  tief  schwarzer  Mittelbinde,  welche  sich  am  Irde  ausdehnt  und  sich  am  Analwinkel  mit  der 
Saumbinde  vereinigt :  Unterseite  graubraun  mit  schwachen  Zeichnungen  und  gezackter  Mittellinie.  Beim  1 
ist  der  Saum  der  Vflgl  hinter  der  Spitze  tief  ausgerandet  und  beide  Flgl  oben  in  der  Wurzelhälfte  dunkel  vio- 
lettbraun: diese  Farbe  ist  nach  außen  durch  eine  schwärzliche  Binde  begrenzt,  dann  folgt  eine  helle  Binde, 
welche  etwas  hinter  der  Mitte  des  Vrdes  der  Vtlgl  anfängt  und  bis  zur  Rippe  2  der  Vflgl  weiß,  in  den  Feldern 
la  und  Ib  der  Vflgl  und  auf  den  Hflgln  aber  braungelb  und  etwa  7  mm  breit  ist ;  auf  den  Vflgln  ist  der  Spitzen- 
teil außerhalb  der  Querbinde  schwärzlich  mit  drei  weißen  Punkten  in  3 — 6.  auf  den  Hflgln  aber  treten  die 
Saumbinde  und  flie  Submarginallinie  fast  ganz  wie  beim  £  auf.    Gabun  bis  Angola. 

heaiodina.  C.  heslodlna  Arn.  SchuHze  steht   der  vorhergehenden  Art  nahe,  ist  aber  kleiner  mit  einer  Flglspan- 

nung  von  etwa  54  mm.  Die  Vflgl  des  ^  sind  orangegelb,  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  braungelb,  die  Saum- 
linie ist  sehr  schmal,  nur  an  der  Spitze  erweitert  xind  die  Submarginallinie  fehlt  gänzUch  oder  ist  nur  durch 
winzige  Punkte  angedeutet :  an  der  Mitte  des  Hrds  ein  schwarzer  Wisch,  welcher  die  Mitte  des  Feldes  Ib 
kaum  erreicht.  Die  Hflgl  sind  von  der  Wurzel  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  tief  schwarz:  die  schwarze 
Farbe  erreicht  in  den  Feldern  Ic — 5  fast  die  Kappenlinie,  tritt  aber  in  den  Feldern  6  und  7  mehr  zurück, 
indem  die  orangegelbe  Farbe  der  Saumbinde  sich  hier  wurzelwärts  bis  zu  einer  Breite  von  6  mm  ausdehnt. 
Die  Unterseite  mit  gelber  Grundfarbe,  braunen  Zeichnungen  und  roter,  auf  den  Vflgln  undeuthcher  Mittel- 
linie. 2  unbekannt.  Wurde  1896  in  Xordwest-Kamerun  am  oberen  Cross-Fluß  von  Oberleutnant  Arnold 
ScHXXTZE  entdeckt. 

hypatha.  C.  hvpatha  Heic.  (34  d).    Beim  £  sind  die  Flgl  oben  hell  orangegelb,  an  der  Wurzel  braungrau  ver- 

dunkelt und  mit  einer  gemeinsamen,  tief  schwarzen.  12 — 13  mm  breiten  Mittelbinde,  welche  jedoch  auf  den 
Vflgln  an  der  Wurzel  der  Rippe  3  endet ;  die  Saumbinde  ist  3  mm  breit  und  von  der  wenig  geschlängelten, 
oft  nur  durch  Punkte  vertretenen  SubmarginaUinie  vöUig  getrennt.  Die  Unterseite  ist  hell  rauchbraun  mit 
schwarzen  Querzeichnungen  im  Wurzelteil  und  rötlicher  Mittellinie,  —  Das  £  ist  dem  1  von  fumana  (34  c) 
sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab.  daß  die  helle  Saumbinde  der  Oberseite  breiter  und  am  Saume  mehr 
oder  weniger  verdunkelt  ist  und  die  Kappenlinie  beinahe  in  der  JOtte  hat;  die  Mittellinie  der  Unterseite  ist 
rötlich,  scharf  hervortretend  \ind  am  Vrde  der  Vflgl  wurzelwärts  gebogen.    Goldküste  bis  Kamerun. 

6.  Fumana- Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  sind  mit  einander  nahe  verwandt  imd  von  übrigen  Gruppen  leicht  kenntlich.  Der  Saum  beider 
Flgl  und  besonders  der  Hflgl  ist  stark  gewellt  und  derjenige  der  Vflgl  in  der  Mitte  beim  ^  mäßig.  Ix-iiu  2  tief  ausgerandet.  Die 
Geschlechter  sind  einander  oben  ganz  unähnlich.  Bei  den  £-^  sind  die  Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  oder  schwärzlich  oder  haben 
eine  5 — 7  mm  breite,  dottergelbe  bis  orangeeelbe  .Saumbinde,  in  der  die  zusamn-.enhängende  oder  in  Punkte  aufgelöste  Sub- 
marginallinie liegt :  die  Vflgl  dagegen  sind  in  der  Spitzenhälfte  hell-  bis  ledergelb  und  im  Wurzelteil  ganz  oder  zum  größten  Teil 
schwarz  oder  schwärzlich.  Bei  den  -1  haben  die  Hflgl  stets  eine  breite  gelbe  Saumbmde  und  die  Vflgl  haben  entweder  bis  zur 
Spitze  eine  schwäi^liche  Grundfarbe  oder  vor  dem  Saiune  eine  breite  gelbe  Binde,  die  der  Saunbinde  der  Hflgl  ähnlich  ist : 
außenletu  habvn  die  Vflgl  eine  Querreihe  von  3 — 6  weißen  Flecken  im  Wurzelteil  der  Felder  4 — 6  oder  2 — 6  und  9  oder  eine  zu- 
sanunenhängendf  weiße  Querbinde,  welche  senkrecht  gegen  den  Vrd  .--teht  imd  gegen  den  Hintenvinkel  gerichtet  ist.  Auf  der 
Unterseite  hallen  beide  Flgl  große  weiße  oder  weißliche  Flecke  in  der  Zelle  und  im  Wiirzelteil  der  Felder  1  c.  7  und  S  der 
Hflgl  und  1  b,  4.  ä  und  6  der  Vflgl:  eine  dunkle  Mittellinie  begrenzt  nach  außen  den  Wiu^elteil  und  ist  oft  nach  innen  von 
hellen  Flecken  begleitet. 

iumana.  C.  fumana  Westw.   (34  e).    Die  Hflgl  oben  schwarz  mit  einer  6(^) — 8(2)  mm  breiten,  vom  Analwinkel 

bis  zum  Vrde  ausgedehnten  gelben  Saumbinde;  die  SubmarginalUnie  nur  in  den  Feldern  Ic — 2(3)  zusammen- 


CYMOTHOE.     Von  Dr.   C.  ArRmLLirs.  149 

hängend,  sonst  in  Flecke  aufgelöst.  Die  Vflgl  beim  3  hellgelb  mit  einem  selir  großen,  nach  vorn  abgenuide- 
t^n  imd  von  der  Rippe  3  begrenzten,  schwarzen  Hrd-Fleck.  welcher  die  Wurzel  der  Felder  la — 2  völlig  be- 
deckt und  mit  einer  schwärzlichen  Saumhnie:  ilittelzelle  mehr  oder  weniger  verdunkelt  braungelb;  Submar- 
ginalpiuikte  gewöhnlich  vorhanden.  Beim  £  sind  die  Vflgl  oben  schwarz  mit  drei  kleinen  weißen  Flecken  hin- 
ter der  Zellenspitze  in  den  Feldern  4 — 6  und  mit  breiter  gelber  Saumbinde,  welche  durch  eine  dicke  schwarz- 
braune Saumlinie  vom  Saume  selbst  getrennt  ist.    Gkildküste  bis  Kuilu. 

C.  alexander  ^«;7.    Von  dieser  Art  ist  nur  das  2  bekannt.    Es  ist  dem  2  von  fumana   (3i  c)   ähnlich,  ahxander. 
weicht  aber  dadurch  ab.  daß  die  Vflgl  oben  statt  der  drei  weißen  Flecke  eine  3 — 4  mm  breite,  vom  Vrde 
wenigstens  bis  zur  Rippe  3  ausgedehnte,  weiße  Querbinde  haben  und  daß  die  Saumbinde  der  Hflgl  viel  brei- 
ter, S — -13  mm.  und  gegen  den  Analwinkel  stark  verschmälert  ist.    Der  Saum  beider  Flgl  ist  weniger  gezackt 
als  bei  fumatia.    Aus  Pungo  Andongo  in  Loanda. 

C.  diphyia  Kirsch  (35  a)  weicht  in  beiden  Gesclilechtern  von  fumana  (34  c)  dadiu'ch  ab.  daß  die  diphyia. 
ledergelbe  Saumbinde  der  Hflgl  vorn  im  Felde  6  endet  oder  höchstens  die  Rippe  7  erreicht  und  eine  dicke 
zusammenhängende  oder  fast  zusammenhängende  Submarginallinie  einscliließt.  Beim  o  bedeckt  der  schwarze 
Hrd-Fleck  der  Vflgl  fast  die  ganze  Mittelzelle  imd  erreicht  in  den  Feldern  la  und  Ib  fast  den  Saum.  Beim 
£  sind  die  Vflgl  oben  bis  zur  Spitze  schwärzhch  mit  einer  Querreihe  von  5  weißen  kegelförmigen  Flecken 
der  Felder  2 — 6  und  mit  einer  vollständigen  submarginalen  Reihe  von  weißen,  schwarz  gekernten  Bogen. 
Konffogebiete  und  Ruwenzori. 


-"e^c^ 


C.  fumosa  Sigr.  (35a  £.  nicht   -).    Beim  ^  sind  die  Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen,  fumosa. 
Die  Vflgl  sind  hellgelb  mit  schmaler  schwarzer  Saumbinde,  großen  dreieckigen  schwarzen  Submarginalflecken 
in  3  und  4  und  einem  großen  nach  vorn  abgerundeten,  die  Wurzel  der  Rippe  3  erreichenden,  in  den  Feldern 
Ib  und  2  aber  durch  die  gelbe  Grundfarbe  von   der  dunklen  Saumbinde  getrennten  Hrd-Fleck.     Das  2  ist 
unbekannt .    Kuilu-Fluß . 

C.  haynae  Dew.  (36  a).    Auch  von  dieser  Art  ist  nur  das  o  bekannt ;  es  weicht  vom  o   der  vorigen  hayuae. 
Art  nur  dadurch  ab,  daß  der  dunkle  Hrd-Fleck  der  Vflgl  in  den  Feldern  la  und  Ib  den  Saum  erreicht  und 
nach  vorn  die  Rippe  2  wenig  überragt  und  nur  schwach  gebogen  ist ;  die  dunkle  Saumbinde  ist  in  den  Fel- 
dern 3  lind  4  sehr  verdickt,  bildet  aber  keine  selbständigen  Submarginalf lecke.    Mittelbinde  der  Unterseite 
sehr  breit  und  schwärzhch.     Kongogebiet. 

C.  superba  Auriv.  ist  nur  in  weibhchem  Gtschlechte  bekannt  und  gehört  vielleicht  als  $  zu  einer  der  superba. 
vorigen  Arten.  Das  2  hat  eine  Flglspamiung  von  90  mm  und  ganz  die  Flglform  der  übrigen  22  dieser  Gruppe. 
Beide  Flgl  sind  oben  schwarz :  die  Vflgl  haben  eine  7  mm  breite  weiße  Querbinde,  welche  sich  von  der  ^Mitte  des 
Vrdes  fast  bis  zum  Hinterwinkel  erstreckt  und  in  den  Feldern  la  imd  2  ein  bis  zwei  dunkle  Flecke  einschheßt ; 
die  Hflgl  haben  eine  11 — 12  mm  breite  dunkelgelbe  Saumbinde,  welche  vorn  im  Felde  6  endet  und  durch 
eine  dicke  dunkle  Saumlinie  vom  Saume  getrennt  ist :  die  Submarginallinie  ist  weit  vom  Saume  entfernt  iind 
nur  durch  freie,  tropfförmige  schwarze  Flecke  vertreten.  Die  weiße  Querbinde  der  Vflgl  tritt  unten  ganz  ^vie 
oben  auf;  die  Hflgl  haben  unten  eine  etwa  2  mm  breite  weiße  Mittelbinde.    Südkamenin. 

7.    Caenis-  Gruppe. 

Die  zahlreichen  Arten  dieser  Gruppe  haben  nur  die  in  der  Uebersicht  angegebenen  Kennzeichen  gemeinsam  und  sind 
unter  sich  oft  sehr  verschieden.  bUden  aber  anderseits  eine  solche  Reihe  von  alhnählich  ineinander  übergehender  Arten,  daß  sie 
nicht  auf  mehrere  Gruppen  verteUt  werden  können.  Die  Geschlechter  sind  gewöhnlich  oben  ganz  verschieden  gefärbt  und  ge- 
zeichnet und  die  Zusammengehörigkeit  der  3S  und  der  $S  ist  noch  in  vielen  Fällen  unsicher. 

C.  herminia  Stnith  (35  a).  Beim  o  haben  beide  Flgl  oben  eine  rahmgelbe,  am  Saume  breit  ockergelbe  herminia. 
Grundfarbe.  Die  Wurzel  beider  Flgl  imd  der  Ird  der  Hflgl  in  einer  Breite  von  5  mm  tief  schwarz;  unmittel- 
bar hinter  der  Mitte  verläuft  eine  a«ch  5  mm  breite  schwarzbraune  Discalbinde,  welche  im  Felde  6  der  Vflgl 
anfängt  und  sich  im  Felde  1  c  der  Hflgl  mit  der  schwarzen  Irdbinde  vereinigt ;  hierdurch  wird  die  helle  :Mittel- 
binde  nach  außen  begrenzt  und  auf  den  Hflgln  nach  hinten  scharf  dreieckig  zugespitzt ;  der  Saumteil  ist  außer- 
halb der  Discalbinde'^ockergelb  und  von  der  schwarzen,  aus  pfeiKörmigen  Flecken  gebildeten  Submarginalhnie 
durchzogen:  der  Saum  selbst  ist  schmal  verdimkelt  und  fast  ganzrandig.  Das  £  ist  unbekannt.  Kamerun  und 
Kongo-Gebiet  bis  zum  Albert-See.  —  althea  Drury  ist  nur  nur  durch  die  Abbildung  in  Dkury's  Werk  be-  althea. 
kannt;  sie  könnte  vielleicht  das  ?  von  herminia  sein.  Beide  Flgl  oben  schwarzbraun,  am  Saume  etwas  heller 
braun,  etwas  hinter  der  Mitte  mit  einer  geraden,  nur  2  mm  breiten,  weißen  Querbinde  und  weißhchen,  scharf- 
winkehg  gebrochenen  Submarginalflecken:  die  Vflgl  außerdem  mit  chei  weißen  Flecken  im  Wurzeheil  der 
Felder  4 — 6.    Sierra  Leone. 

C.  weymeri  Suff.  (35  c).    Das  ^  steht,  wie  die  Figur  zeigt,  dem  ^  von  herminia  nahe,  weicht  aber  da-  weymeri. 
durch  ab,  daß  beide  Flgl  am  Saume  breit  schwarz  sind,  die  schwarze  Farbe  erreicht  fast  völhg  die  dreieckigen, 


150  CYMOTHOE.     Von  Dr.  0.  Aurivillius. 

tiefschwarzen  Submarginalfleeken,  welche  wurzelwärts  durch  eine  tief  winkeUg  gebrochene,  in  den  Feldern 
5  und  6  stark  verdickte  Linie  der  flrundfarbe  begrenzt  ist :  die  Unterseite  hat  eine  scharf  begrenzte,  ganz 
gerade  Mittelhnie,  welche  den  weißhchen  Wurzelteil  vom  braunen  Saumteil  abtremit.  Das  $  ist  oben  sclnvarz 
mit  einer  weißen,  3  mm  breiten,  nach  innen  scharf,  nach  außen  etwas  unregelmäßig  begrenzten  Mittelbinde, 
die  am  Vrde  der  Vflgl  scdiwach  wurzelwärts  gebogen  ist :  che  langen  kegelförmigen,  tief  schwarzen  Submar- 
ginalfleeken sind  nach  iiuien  nicht  oder  nur  undeutlich  hell  begrenzt;  unten  haben  beide  Flgl  eine  graue  Grund- 
farbe und  eine  braune  Mittellinie,  welche  saumwärts  von  einer  weißen  Binde  begleitet  ist  und  in  den  Feldern 
3 — 5  der  Vflgl  die  Binde  durchquert.    Kamerun. 

johmtoni.  C.  johnstofli  ßtlr.,   von  der  nur  das  o  bekannt  ist,  kommt  der  vorigen  Art  sehr  nahe,  hat  aber  eine 

Flglspannung  von  GS — 70  mm  und  eine  breitere,  nach  außen  an  den  Rippen  zahnförmig  verlängerte  helle 
Mittelbinde  der  Oberseite.    Toro. 

staudingeri.  C.  staudingerl  Atiriv.    Die  Flgl  sind  beim  q  oben  hauptsächlich  wie  beim  (^  von  ireymeri  gezeichnet; 

die  helle  Mittelbinde  ist  aber  auf  beiden  Flgln  nach  außen  nicht  geradlinig  begrenzt,  sondern  in  der  Mitte 
saumwärts  erweitert  und  hat  dadurch  eine  verschiedene  mehr  unregelmäßige  Form ;  die  kegelförmigen  Sub- 
marginalflecke  der  Felder  3  und  4  der  Vflgl  sind  sehr  weit  wurzelwärts  ausgezogen  und  mehr  als  doppelt  so 
lang  wie  die  entsprechenden  Flecke  der  Felder  Ib,  2,  6  und  7;  die  dicke  helle  Linie,  welche  die  Submarginal- 
flecke  nach  innen  begrenzt,  ist  darum  in  der  Mitte  stark  nach  innen  gebogen.  Auf  der  Unterseite  ist  der 
helle,  zuerst  hellgraue,  dann  weiße  Wurzelteil  nach  außen  chirch  eine  gerade  braune  Mittellinie  begrenzt;  der 
Saumteil  ist  etwas  nebelig  braungrau  mit  feiner  gezackter  Submarginallinie.  Beide  Flgl  sind  etwas  kürzer 
und  breiter  als  bei  ireymeri.    Ist  vielleicht  das  ^J  der  folgenden  Art.    Kamerun. 

indamora.  C.  indamora  Hew.   ist  dem   9  von  hewitsoni  (35  b)  ähnlich,  hat  aber  eine  schmälere.  4  mm  breite, 

fast  gleichbreite,  schärfer  begrenzte  und  höchstens  die  Rijjpe  2  erreichende  weiße  Querbinde  der  \i\g\  und 
eine  schmälere  scharf  begrenzte  Mittelbinde  der  Hflgl ;  die  Submarginalfleeken  der  Hflgl  sind  klein,  pinikt- 
oder  strichförmig.  Unten  ist  der  Wurzelteil  der  Hflgl  nach  außen  durch  eine  feine  Mittellinie  geradlinig  be- 
grenzt.   Alt-Calabar. 

hewitsoni.  C.  hewitsoni  >Stgr.  (35  b).    Das  (J  weicht  oben  vom  q  der  C.  staudingeri  kaum  ab,  vermißt  aber  unten 

völlig  die  Mittellinie.  Beim  $  haben  die  Vflgl  oben  eine  weiße  Qiierbinde,  welche  an  der  Mitte  des  Vrdes 
anfängt,  wenigstens  die  Rippe  2  erreicht  vmd  im  Felde  2  stark  erweitert  ist;  ein  heller  Fleck  in  der  Zelle; 
die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  etwa  11  mm  breit;  unten  felilt  die  Mittellinie  und  der  Wurzelteil  der  Hflgl 
ist  deutlich  ausgerandet;  sonst  sind  die  Zeichnungen  fast  dieselben  wie  oben.    Kamerun. 

aurivillii.  C.  aufivillii  Stgr.  ist  eine  ostafrikanische  Art,  welche  sich  den  vorhergehenden  und  besonders  der  C. 

weymeri  (35  c)  eng  anschließt.  Das  ^J  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  helle  fast  weiße  Mittelbinde  der 
Oberseite  durch  die  Ausdehnung  der  schwarzen  Farben  sehr  vermindert  ist ;  auf  den  Vflgln  erreicht  sie  weder 
den  Vrd  noch  den  Hrd  und  bedeckt  nur  die  Spitze  der  Zelle  und  die  Wurzel  der  Felder  2 — 5;  auf  den  Hflgln 
bildet  sie  einen  großen  dreieckigen  Mittelfleck  z^\^schen  den  Rippen  2  und  7 ;  die  submarginalen  Zeichnungen 
sind  denen  von  C  weymeri  ähnlich ;  die  Unterseite  hat  eine  gelbgraue  Grundfarbe  und  eine  fast  gerade  braune 
Mittellinie.  Das  $  weicht  nur  wenig  vom  $  der  C.  weymeri  ab,  hat  aber  eine  etwas  breitere  weiße  Mittelbinde 
und  deuthchere  innere  weiße  Begrenzung  der  Submarginalfleeken.    Deutsch-Ostafrika. 

Während  die  bisher  erwähnten  Arten  der  Caenis- Gruppe  darin  übereinstiniinen,  daß  beim  o  <la«  helle  .MitUllVld 
beider  FIpl  nai^li  außen  von  einer  zn.saininenhängenden  und  wenigstens  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  der  Vflgl  5 — 6  nun  breite 
schwarze  Postdiscalbinde  begrenzt  wirtl,  zeichnen  sich  die  (J(J  der  folgenden  Arten  dadurch  aus,  daß  diese  Binde  völlig  fehlt 
oder  nur  durch  eine  mit  der  Submarginallinie  gleichlaufende  und  wie  diese  scharfwinkelig  gebrochene  postdiscale  Flecken- 
reihe vertreten  i.st.  Die  helle  Grundfarbe  lieider  Flgl  ist  darum  bei  den  folgenden  Arten  viel  mehr  ausgebreitet  und  nimmt  ge- 
wöhnlich den  größten  Teil  der  Fläche  auf.  Bei  den  33  der  folgenden  Arten  haben  die  Flgl  demnach  oben  folgende  dunkle  Zeich- 
nungen: eine  gleichbreite  und  fast  ebene  Saumlinie  oder  Saumbinde,  eine  .scharf  gezackte  oder  aus  pfeilförmigen  oder  kegel- 
förmigen Flecken  gebildete  »Submarginallinie  und  liisweilen  auch  eine  ähnliche  und  mit  der  Submarginallinie  gleichlaufende 
Posldiscallinie  (vergl.  consanguis  J,  llö  a).  Der  Wurzelteil  beider  Flgl  ist  mehr  oder  Weniger  breit  verdunkelt.  Bei  den  $$  sind 
die  Saund)inde,  die  Submarginallinie  und  die  Postdiscallinie  stark  verbreitet  imd  miteinander  vereinigt,  so  daß  mu'  einige  helle 
Flecke  zwischen  der  Submarginal-  und  der  Postdiscallinie  übrig  sind;  der  Wurzelteil  ist  auch  sehr  breit  verdunkelt  imd  dadurch 
bleibt   von  der  h<'llen   Giimdfarbe  des  j   gewöhnlich  nur  eine  schnale  weiße   .Mittelliinde  übrig. 

atprina.  C.  caprina  Auriv.    cJ:  Flgl  oben  mit  hellgrauer  Grundfarbe;  die  Wurzel  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  und 

der  Hflgl  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  gelbbraun;  Saumteil  mit  breiter  Saumbinde,  schwarze  Submarginal- 
linie und  vollständiger  am  Vorder-  und  Hrde  der  Vflgl  stark  verdickter  Postdiscallinie;  die  Hflgl 
außerdem  kurz  hinter  der  Spitze  der  Zelle  mit  einer  ebenen  und  geraden,  schwarzbraunen  Mittellinie;  die 
Unterseite  mit  gerader,  scharf  hervortretender  brauner  Mittellinie ;  Saum  der  Vflgl  in  der  Mitte  tief  ausgeran- 
det.   Das  $  ist  mir  unbekannt.    Kongogebiet  am  Sankuru-Flusse. 

rxipella.  C.  capella    Ward  (35  b).    Das  ,^  ist  dem  o   von  caprinn  ähnlich,  ist  aber  größer  mit   hellerer,  rahm- 

gelber Grundfarbe,  mehr  grauem  und  am  Hrde  der  Vflgl  bis  über  die  .Mitte  liinaus  ausgedehntem  Wurzel- 


CYMOTHOE.    Von  Dr.  0.  AuErviLLius.  151 

teil  der  Vflgl  und  breiterer,  bis  zur  Rippe  2  der  Vflgl  verlängerter,  schwarzbraimer  Mittellinie  der  Hflgl.  Das 
5  ist  oben  bis  über  die  Älitte  liinaus  schwarzbraun  mit  deutlicher  Mittellinie  und  am  Saume  breit  ockergelb- 
licher Grundfarbe  der  Hflgl;  die  Vflgl  haben  eine  breite,  weißliche  Querbinde,  welche  an  der  Mitte  des  Vrdes 
anfängt,  die  Rippe  2  oder  1  erreicht  und  durch  die  Mittellinie  und  die  Flecken  der  Postdiscal-  und  der  Sub- 
marginallinien  durchgesetzt  wird.    Kamerun  bis  zum  Kuilu-Fluß. 

C.  eris  Auriv.  Das  (J  hat  die  Größe  und  Flglform  von  caprina  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  der  Wurzel-  eris. 
teil  heller,  bläulich  grau  ist  und  die  Mittellinie  der  Hflgl  oben  völlig  fehlt;  die  Postdiscal-  und  Submarginal- 
linien  sind  vollständig  und  schwärzlich;  die  Mittellinie  der  Unterseite  ist  fast  gerade  und  tritt  scharf  hervor. 
Das  9  ist  dem  $  von  capeZto  (35  b)  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  weiße  Querbinde  der  Vflgl  mehr 
undeutlich  begrenzt,  die  der  Hflgl  aber  in  den  Feldern  2 — 5  scharf  begrenzt,  fast  unbezeichnet  und  etwa  5  mm 
breit  ist;  die  weißen  Flecke  an  der  Wurzel  der  Felder  2 — 5  der  Vflgl  treten  scharf  hervor.   Kongogebiet;  selten. 

C.  amphicede  Cr.  Diese  sehr  seltene  Art  kommt  der  folgenden  sehr  nahe,  ist  aber  kleiner  und  viel  stär-  ainphicede. 
ker  gezeichnet  als  diese ;  der  Vrd  der  Vflgl  ist  viel  breiter  schwarz  beschuppt  und  die  postdiscale  und  siibmar- 
ginale  Querhnien  sind  viel  dicker  und  schärfer  gezackt ;  die  Unterseite  ist  lichter,  weißgelblich.  Diese  Art  wurde 
schon  im  Jahre  1777  von  Gramer  nach  einem  Stücke  aus  ,, Guinea"  beschrieben  und  abgebildet.  Die  Art  ist 
seitdem  nicht  Aviedergefunden  worden;  ein  altes  Stück  findet  sich  jedoch  im  Museum  für  Naturkunde  in  Berlin 
und  ist  möglicherweise  das  von  Gramer  abgebildete  Originalexemplar. 

C.  consanguis  Auriv.  (35  a).  ,^.  Beide  Flgl  oben  rahmfarbig  an  der  Wurzel  schmal  bläulich  grau  bestäubt ;  comanguis. 
Ird  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  oder  wenigstens  bis  zur  Falte  des  Feldes  1  c  bräunlich ;  die  postdiscale  Fleckenreihe 
vollst änidg,  bisweilen  aber  nicht  ganz  zusammenhängend;  die  Mittellinie  der  Unterseite  scheint  oben  bisweilen 
durch,  ist  aber  oben  nicht  angedeutet.  Das  $  ist  oben  schwarzbraun  mit  weißer,  nur  3^ — 4  mm  breiter,  nach 
innen  geradlinig  begrenzter  Mittelbinde  und  ist  demnach  dem  9  von  cnenis  (35  c)  ähnlich,  weicht  aber  stets 
von  demselben  dadurch  ab,  daß  der  schwarze  Wurzelteil  der  Vflgloberseite  in  den  Feldern  1  a — 3  ganz  gerade  und 
eben  abgeschnitten  ist;  die  Unterseite  hat  eine  ziemUch  eintönige  dunkelgraue  Grundfarbe.  Rp  schmutzig 
gelb  mit  schwarzem,  glänzendem  Kopfe  und  schwarzen  Dornen;  Kopf  und  Körper  mit  kurzen  feinen  Haaren 
dünn  bekleidet;  erstes  und  zwölftes  Glied  ganz  unbewaffnet;  die  Glieder  2 — 11  jedes  mit  zwei  Rückendornen 
und  jederseits  einem  kleinen  Seitendorn ;  die  Rückendornen  sind  lang  und  kräftig  gebaut,  aufgerichtet  und  an 
der  Wurzel  zu  einer  glänzenden  Scheibe  ausgebreitet;  die  zwei  ersten  und  das  letzte  Paar  sind  etwas  länger, 
haben  6 — 8  Seitendörnchen  und  4  Endspitzen,  die  übrigen  haben  nur  ckei  Seitendörnchen  unterhalb  der  Mitte 
und  drei  Endspitzen.  Von  den  Seitendornen  sind  diejenigen  der  Glieder  2  und  3  sehr  kurz  und  einfach,  die  übrigen 
aber  kurz  gestielt  und  am  Ende  vierspitzig.  Die  Pp  hat  zwei  kurze  Kopfspitzen,  aber  keine  andere  Dornen 
oder  Warzen;  der  Außenrd  der  Flgldecken  ist  sehr  scharf  gekielt  und  oben  schwarz;  längs  dem  Rücken  vom  Vrd 
des  Mittelrückens  bis  zur  Analspitze  geht  ein  scharfer  Längskiel ;  der  Kremaster  ist  gegen  die  Bauchseite  fast 
rechtwinkelig  umgebogen.    Kamerun. 

C.  caenis  Drury  (35  c)    ist  die  häufigste  und  am  längsten  bekannte  aller  Cymothoe- Äxten.     Beim  ^  caenis. 
haben  die  Flgl  oben  eine  sehr  helle,  gelblichweiße  oder  fast  weiße  Grundfarbe  und  sind  an  der  Wurzel  nur  sehr 
wenig  verdunkelt ;  der  Ird  der  Hflgl  ist  nur  bis  zur  Falte  des  Feldes  1  c  verdunkelt ;  die  Postdiscallinie  ist  in  Flecke 
aufgelöst  und  oft  unvollstäncUg,  indem  che  Flecke  der  Felder  3— 6  der  Hflgl  fehlen  oder  nur  durch  Punkte  ver- 
treten sind.    Das  $  ist  veränderhch;  bei  der  gewöhnlichen  hier  abgebildeten  Form  ist  die  weiße   Querbinde 
4—6  mm  breit  und  nach  innen  scharf,  aber  unregelmäßig  begrenzt.    Sierra  Leone  bis  Angola  und  Uganda.  — 
ab.   9  dumensis  Strand  weicht  durch  das  stark  roströtUch  beschuppte  Wurzelfeld  beider  Flgl  ab.    Kamerun,  dumemis. 
—  ab.  9  euthalioides  Ky.  hat  eine  breitere,  7—12  mm  breite,  nach  innen  ohne  scharfe  Grenze  in  den  Wurzelteil  euthalioides. 
eindringende  weil5e  Mittelbinde.  —  Bei  ab.  9  conformis  Auriv.  hat  die  helle  Grundfarbe  der  Oberseite  fast  conformis. 
dieselbe  Verbreitung  wie  beim  ,^ ;  vom  ^  weicht  diese  Weibchenform  jedoch  durch  die  Flglform,  durch  die  feinen 
schwarzen  Querhnien  der  Mittelzellen  und  durch  die  dickeren  Querhnien  vor  dem  Saume  ab.    Sie  ist  der  Weib- 
chenform von  ndelimt  (35  d)  zum  Verwechseln  ähnhch.  Kongogebiet.  —  C.  caenis  gehört  zu  den  wenigen  Schmet- 
terlingsarten, welche  sich  bisweilen  in  unzähligen  Scharen  sammeln  und  wie  die  Heuschrecken  in  großen  Zügen 
stundenlang  in  derselben  Richtung  vorbei  fliegen  können.  Ein  solcher  Zug  wurde  einmal  in  Kamerun  von  dem 
schwedischen  Kolonisten  K.  Kntjtson  beobachtet. 

C.  coranus  Smith  (35  c)  ist  ein  wenig  größer  als  caenis  und  weicht  im  männhchen  Geschlecht  nur  dadurch  coranus. 
ab,  daß  die  Flgl  oben  an  der  Wurzel  breiter  verdunkelt  sind  und  keine  Postdiscalflecke  haben;  die  Saumbinde 
ist' verbreitert  und  fast  völlig  mit  der  Submarginallinie  vereinigt.    Beim  9  ist  die  weiße  Mittelbinde  etwa  7  mm 
breit  und  an  der  Rippe  4  der  Vflgl  senkrecht  gegen  den  Vrd  gebrochen.   Natal  bis  Britisch  Ost-Afrika. 

C.  harmilla  Hew.  ist  nur  im  weibhchen  Geschlecht  bekannt  und  ist  offenbar  mit  den  vorhergehenden  harmilia. 
Arten  verwandt.  Die  Flglspannung  erreicht  85  mm;  beide  Flgl  sind  oben  in  der  Wurzelhälfte  schwärzlich; 
che  dunkle  Farbe  ist  auf  den  Vflgln  in  den  Feldern  2—5  tief  eingescluiitten,  auf  den  Hflgln  aber  scharf  und  schwach 
bogenförmig  begrenzt ;  der  Saumteil  der  Vflgl  ist  hellgrau  mit  schwarzen,  scharfwinkehgen  Postdiscal-  und  Sub- 
marginallinien  und  dunkler  Saumbinde  und  einer  in  den  Feldern  2—6  durch  dunklen  Bogen  vertretenen  Mittel- 
linie ;  die  Hflgl  haben  eine  nur  2  mm  breite  weißgraue  Mittelbinde  und  eine  zackige  hellgraue  Linie  zwischen 
der  Saumbinde  und  der  Submarginalliiüe ;  cüe  Unterseite  mit  gerader,  schwarzer  Mittelhnie.     Kamerun. 


152  CYMOTHOIÖ.     Von  Dr.  C.  Acrhilluts. 

adelina.  C.  adelina  Heiv.  (35  d).    Beim  ^  sind  die  Flgl  oben  duiikel  rahmgelb,  am  Saume  und  am  Anah\'inkel 

der  Hflgl  mclir  oder  weniger  breit  orangegelb ;  die  Wurzel  ist  nur  wenig  grau  bestäubt ;  die  Postdiscallinie  fehlt 
völlig  oder  ist  nur  in  den  Feldern  2  und  3  der  Hflgl  angedeutet ;  die  Submarginallinie  ist  fast  gleichmäßig  ge- 
zackt und  von  der  dunkelbraunen  Saumbinde  giit  getrennt.  Die  Unterseite  hat  eine  rotbraune  Mittellinie  luid 
schwarzgraue  oder  dunkelbraune  Zeichnungen  in  der  AVurzelhälfte.  Das  $  hat  gewöhnlich  oben  eine  rostbraune 
Grundfarbe,  welche  jedoch  durch  Z  wischenformen  allmählich  in  die  fast  weiße  Griuadfarbe  des  abgebildeten  Stückes 
übergeht;  die  Zeichnungen  sind  fast  bei  allen  Stücken  dieselben  und  der  Submarginalfleck  im  Felde  4  der  Hflgl 
ist  immer  sehr  groß  und  nach  innen  stark  verlängert :  bei  den  dunklen  Formen  tritt  bisweilen  eine  helle  Mittel- 
corsandra.  binde  auf.  Kamerun  bis  Angola.  —  Bei  ab.  $  corsandra  Druce  sind  die  Flgl  oben  schwarzbraun  mit  4  mm  breiter 
rostbrauner  Mittelbinde. 

adeln.  C,  adela  Stgr.    Das  ^  ist  dem  ,^  der  vorigen  Art  adelina  (35  d),  sehr  ähnlich,  hat  aber  oben  eine  lebhaft 

licht  ockergelbe  Grundfarbe,  welche  nicht  am  Saume  dunkler  wird,  und  eine  breitere  dunkle  Saumbinde; 
die  Hflgl  sind  am  Analwinkel  mehr  ausgezogen  als  bei  adelina  und  die  Mittelzellen  beider  Flgl  haben  deutliche 
zackige  schwarze  Querlinien.  Ueber  das  9  schreibt  St.\udixger:  ,,das  $  sieht  den  $  so  mancher  C ymotho'e- Arien 
sehr  ähnlich,  die  Oberseite  zeigt  einen  nach  außen  stark  gezackten  dunkleren  (rauchgrauen)  Basalteil,  dann 
folgt  bis  zum  schmal  dunklen  Außenrd  ein  breiter  weißer  Teil,  der  hier  eine  dunkle  Querlinie  und  zwei  dunkle 
Zackenbinden  führt ;  von  letzteren  ist  die  innere  ziemlich  tief  gezackt,  die  äußere  weit  schwächer  gezackt  und 
zeigt  diese  einen  dunkleren  Fleck  in  jedem  Zacken;  das  adela-^  unterscheidet  sich  vom  adelina-'^  besonders 
durch  die  auf  beiden  Seiten  mehr  hervortretende  schwarze  Querhnie  (Mittellinie),  welche  bei  adelina-2'^  oben 
stets  fehlt,  die  weit  schwächer  gezackte  dunltlere  Querlinie  vor  den  Außenrändern  (=  die  Submarginallinie) 
und  den  nach  außen  weit  stärker  gezackten  dunkleren  Basalteil  aller  Flgl".    Sierra  Leone. 

amenides.  C.  amenides  Hew.  (35  d)  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt.   Der  schwarze  Wurzelteil  der  Ober- 

seite ist  nach  außen  ziemlich  eben  begrenzt :  die  weiße  Mittelbinde  ist  fast  gerade  und  4 — 6  mm  breit;  zwischen 
der  Submarginallinie  und  der  breiten  Postdiscalbinde  liegen  auf  beiden  Flgln  eine  Reihe  großer,  scharf  begrenzter 
mond-  oder  fast  kegelförmigen  weißen  Flecken.    Gabun. 

C.  aicinieda  ist  die  kleinste  der  Cymothoe- Arten;  sie  schließt  sich  den  C.  consanguis  und  caenis  ziemlich 
eng  an,  weicht  aber  von  allen  anderen  Arten  der  Gruppe  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern 
deutliche  rostgelbe  Saumflecke  an  den  Rippenenden  haben,  die  leider  in  der  Abbildung  nicht  zum  Ausdruck 
gekommen  sind.  Beim  o  .sind  die  Vflgl  am  Saume  tief  ausgerandet  und  die  Hflgl  am  Analwinkel  deutlich  aus- 
gezogen; beide  Flgl  oben  hellgelb,  rahmfarbig,  an  der  Wurzel  schmal  verdunkelt  und  mit  einer  vollständigen 
in  den  Feldern  3  und  4  verdickter  Submarginallinie;  die  Postdiscallinie  ist  auf  den  Hflgln  stets  vollständig. 
Beim  $  sind  die  Flgl  oben  schwärzlich  mit  gemeinsamer,  auf  den  Hflgln  breiterer,  gelblichweißer  ^littelbinde 
und  gerundeten  weißen  Flecken  zwischen  der  dicken  Submarginallinie  und  der  schmalen  Postdiscallinie ;  die  Unter- 
seite mit  brauner,  auf  den  Hflgln  stark  gebogener  ^littellinie.  Die  Art  ist  auf  Südafrika  beschränkt  und  kommt 
dlcimeda.  auch  dort  nur  in  bewaldeten  Gegenden  vor.  —  alcimeda  Godt.  Beim  (J  haben  die  Vflgl  oben  deutliche  diuikle 
Qucrlinien  in  der  ^littelzelle  und  eine  vollständige  Postdiscallinie,  beim  $  ist  die  helle  Mittelbinde  schmal  und 
/rimcni.  die  >Submarginallinie  wenig  deutlich.  In  westlichen  Teilen  des  Kaplandes  —  trimeni  nov.  (35  e,  als  alcimeda) 
weicht  dadurch  ab,  daß  beim  ^  die  Mittelzelle  der  Vf Igloberseite  einfarbig  ohne  Zeichnungen  und  die  Postdiscallinie 
nur  in  den  F'cldern  I  a  und  1  entwickelt  ist  und  daß  beim  J  die  helle  ^Mittelbinde  breiter  und  die  Submarginallinie 
tief  schwarz  und  deutlich  ist.    Oestliche  Teile  des  Kaplandes,  Kaffernland,  Natal.  Zulu-Land  und  das  Transvaal. 

Die  folgenden  Arten  weichen  von  den  vorhergehenden  dadurch  ab,  daß  im  niännhchen  Geschlecht  die  Postdiscallinie 
nicht  als  selbständige  Linie  oder  Binde,  sondern  nur  als  eine  sehr  unregelmäßige  innere  schwarze  Begrenzung  der  Submarginal- 
linie auftritt,  und  daß  im  weiblichen  (icsc  hicchl  die  .schwarze  Saumbinde  durch  große  weiße,  nach  außen  ausgezogene  Sub- 
marginalf lecke  geteilt  oder  fast  geteilt    «inl. 

joduita.  C.  jodutta  Westw.  (35c).   Beim  o*  sind  die  Flgl  oben  rahmgelb  an  der  Wurzel  schmal  grau  bestäubt  und  am 

Saume  mit  breiter  schwärzlicher  Saximbinde.  welche  am  Anal  winkel  der  Hflgl  und  in  den  Feldern  3  und  4  der  Vflgl 
breiter  ist  und  die  gewellte,  tief  schwarze  Submarginallinie  einschließt :  die  Grundfarbe  dehnt  sich  in  den  Feldern 
5  und  6  der  Vflgl  weit  in  die  Saumbinde  hinein  aus ;  die  Unterseite  ist  lebhaft  hellgelb  mit  scharf  hervortretender 
auf  den  Hflgln  rotbrauner,  auf  den  Vflgln  schwarzer  Mittellinie  und  den  gewöhnlichen  schwarzen  Querzeichnungen 
im  Wurzelteil;  die  Hflgl  mit  rostfarbiger  Querbinde  z »vischen  dem  Vrd  und  die  Zellciispitze.  Beim  $  sind  die 
Flgl  oben  schwärzlich  mit  5—6  mm  breiter,  weißer,  am  Vrd  der  Vflgl  durch  einen  Querfleck  bis  zur  Rippe  5 
geteilter  Querbinde,  welche  am  Hrd  der  Vflgl  viel  weiter  nach  außen  als  auf  den  Hflgln  liegt;  che  Postdiscal- 
linie ist  schmal,  vollständig,  scharf  gezackt  und  durch  mehr  oder  weniger  großen,  weißen  Möndchen  von  der 
tief  schwarzen  und  aus  kegelförmigen  Flecken  gebildeten  Submarginallinie  getrennt;  die  weißen  Submarginal- 
(8aum-)flecken  sind  bisweilen  klein  und  wenig  deutlich;  die  Unterseite  ist  im  Wurzelteil  braungrau.  Liberia 
ehmckei.  bis  Kamerun.  —  ehmckei  Detr.  (35  d)  ist  die  südhchere  Rasse  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  beim  ,^  die  dunkle 
Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  breiter  ist  und  in  den  Feldern  5  und  6  oder  wenigstens  in  6  einen  hellen  Fleck 
der  Grundfarbe  völlig  abtrennt  und  daß  beim  $  die  weiße  Mittelbinde  schmäler  und  die  weißen  Saumflecken 
größer  sind.    Kongo-Gebiet. 


Ausoegcba,  m.  111.  pjl:J.  OYMOTHOE.     Von  Dr.  C.  AuEiviLLros.  153 

C.  ciceronis  Ward.  (35  e)  ist  nur  im  \^eiblichea  Geschlecht  bekannt  und  dürfte  vielleicht  nur  eine  Weib-  cicerunis. 
chenform  der  vorigen  Art  sein.    Sie  hat  eine  schmälere,  mehr  gerade  und  am  Vrd  der  Vflgl  nicht  geteilte,  weiße 
[Mittelbinde  und  noch  etwas  größere  Saumflecke;  die  Unterseite  hat  entweder  dieselbe  Grundfarbe  wie  bei 
jodutta-%  oder  ist  bisweilen  gi'ünlich  angeflogen.    Kamerun. 

C.  seneca  A'y.  ist  eine  weitere  mit  jodutta-'^  nahe  verwandte  Weibchenform.    Sie  weicht  von  ciceronis  neneca. 
(35  e)  nur  dadurch  ah.   daß  die  weiße  Mittelbinde  5  mm  breit  ist  und  am  Vrd  der  Vflgl  durch  einen  schmalen 
Querwisch  geteilt  und  zu  einer  Breite  von  12 — 13  mm  erweitert  ist.    IKamerun. 

8.  Sangaris-  Gruppe. 

Die  (Jo  sind  durch  die  matt  goldgelbe  oder  lebhaft  rote  Oberseite  leitlit  kenntlich.  Die  $$  dagegen  haben  entweder 
ciljCM  einen  rotgelben  bis  rötlichen,  nacli  außen  gezackten  Wurzelteil  der  Oberseite  beider  Flgl  oder  einen  großen  roten  Fleck 
der  ^'flgl  oder  sie  sind  schwärzlich  mit  breiter  weißer  ilittelbinde.  Im  letzteren  Falle  können  sie  nicht  scharf  durch  allgemeine 
Kennzeichen  von  den  2S  der  vorigen   GriiiJpe  getrennt  werden. 

C.  preussi  Stgr.  (35  e)  ist  eine  diirch  die  Farbe  und  Zeichnung  beider  Geschlechter  sehi-  ausgezeichnete  preussi. 
Ai't  und  bildet  in  ge\^'issen  Beziehungen  einen  Uebergang  zwischen  dieser  Gruppe  und  der  vorigen.  Beim  ^ 
sind  die  Flgl  oben  eintönig  matt  hell  braungelb  oder  fast  goldgelb  mit  feiner,  schwarzer,  zwischen  den  Rippen 
weißpunktierter  Saurahnie  und  vollständiger,  oder  fast  vollstäncUger,  gewellter  oder  stumpf  gezackter  Sub- 
marginallinie ;  che  Mittelzellen  mit  oder  ohne  schwarze  Querhnien ;  che  Unterseite  ist  derjenigen  von  coccinata 
sehr  ähnlich  und  hat  wie  diese  einen  großen  quadratischen,  weißUchen  Fleck  in  der  Mitte  des  Feldes  7  am  Vrd 
der  Hflgl.  Beim  5  sind  beide  Flgl  oben  im  Wurzelteil  orangegelb  und  dann  wie  die  Figur  zeigt,  schwärzlich 
mit  weißen  Flecken.    Kamerun. 

C.  hainiodia  Smith  ist  im  weiblichen  Geschlecht  dem  $  von  preussi  sehr  ähnüch  und  weicht  nur  dadurch  luiimndia. 
ab.  daß  der  Spitzenteil  der  Vflgl  und  die  Saumbinde   der  Hflgl  reiner  sch^^^arz  und  ohne  undeutliche   helle 
Zeichnungen  sind;  die  Vflgl  liaben  scharf  begrenzte,  ungeteilte  weiße  Discalflecke  in  den  Feldern  2 — 6  und  2 
ähnliche  Subapicalflecke  in  ö  und  6;  die  weißen  Postdiscalflecken  der  Hflgl  sind  groß  und  scharf  begrenzt.    Das 
j  ist  unbekannt.    Kamerun. 

C.  coccinata  Hew.  (36  b,  c  d).  Beim  (^  sind  die  Flgl  oben  lebhaft  scharlachrot  mit  feiner  schwarzer,  coccinata. 
an  der  Spitze  der  Vflgl  nicht  oder  wenig  erweiterter  Saumlinie  und  schM-arzen  Submarginalpunkten  oder 
(auf  den  Hflgln)  Submarginalbogen.  Die  Unterseite  gelbbraun,  vor  dem  Saume  violettgrau ;  Mittelhnie  rot- 
braun bis  schwärzUch,  gezackt ;  die  Hflgl  am  Vrd  in  der  Mitte  des  Feldes  7  mit  einem  viereckigen  weißen  oder 
weißlichen  Fleck,  welcher  oft  auch  oben  angedeutet  ist.  Das  2  ist  oben  schwarzgrau,  im  Wurzelteil  der  Vflgl 
bis  über  che  Mitte  hinaus  und  in  der  Wurzelhäifte  der  Felder  1  a  und  1  b  der  Vflgl  gelbrot ;  che  schwarzen  Sub- 
marginalflecke  sind  stark  kegelförmig  ausgezogen  und  hell  gesäumt.  Alt-Calabar  bis  südhches  Kongo-Gebiet 
und  Uganda. 

C.  anitorgis  Hew.  (36c.  als  ammis-^  bezeichnet).    Das  rj  ist  dem  ,^  von  coccinaUi  ähnhch,  weicht  aber  aniloroii. 
durch  che  orangerote  Grundfarbe  der  Oberseite  und  che  dickere,  an  der  Spitze  der  Vflgl  bis  zur  Mitte  des  Feldes  6 
erweiterte  schwarze  Saumlinie  ab.    Das  $  ist  oben  an  der  Wurzel  schwärzlich,   am  Saume  breit   schwarzgrau 
mit  5  mm  breiter,  am  Vrd  der  Vflgl  mehr  oder  weniger  verdunkelter  weißer  Mittelbinde ;  che  Submarginalflecken 
sind  tief  schwarz,  sehr  lang  kegelförmig  und  che  Postrhscallinie  viel  heller  aber  sein-  tief  gezackt.    Kamerun, 
Gabun.  Kongo-Gebiet.  —  ab.  C  leonis  ab.  nov.  (36b)  weicht  nur  durch  breitere  weiße  Mittelbinde  vom  typischen  leonis. 
2  ab.  —  Bei  ab.  2  misa  Strand  ist  che  weiße  Mittelbinde  noch  mehr  erweitert  und  erreicht  fast  den  Saum.    Ka-  misa. 
merun. 

C.  aramis  Heiv.  (36  c  9).    Das  c^  ist  unbekannt,  könnte  aber  mit  dem  ,^  von  anitorgis  identisch  sein,  aramh. 
in  welchem  Falle  die  Ai-t  vier  Weibchenformen  haben  würde.   Beim  2  sind  die  Flgl  oben  schwarzgrau,  mit  einem 
sein-  großen  roten  Fleck  am  Hinterwinkel  der  Vflgl  und  einer  weißen  Mittelbinde  der  Hflgl;  chese  Binde  ist  in 
den  Feldern  4 — 6  nach  außen  schmal  rötlich  begrenzt.    Alt-Calabar  bis  südhches  Kongo-Gebiet. 

C.  sangaris  Godt.  Beim  (J  sind  beide  Flgl  oben  tief  blutrot  mit  feiner,  schwarzer,  an  der  Spitze  der  Vflgl  ..sangaris. 
laicht  oder  kaum  erweiterter  Saumhnie  und  gewöhnhch  in  Flecken  aufgelöster  Submarginalhnie ;  che  Unterseite 
ist  dunkelbraun  mit  roter  ^Httellinie.  aber  ohne  hellen  Fleck  am  Vrd  der  Hflgl.  Beim  $  sind  che  Flgl  oben  grau, 
im  Wurzelteil  sehr  veränderhch  dunkelgrau  —  gelbbraun  —  orangegelb ;  eine  etwas  geschlängehe  braune  Mittel- 
linie tritt  gewöhnhch  deutlich  hervor  und  die  Postdiscal-  und  SubmarginaUinien  sind  scharf  gezackt  und  deut- 
lich; eine  weiße  IMittelbinde  gibt  es  dagegen  nicht.  Sierra-Leone  bis  Angola  und  Uganda.  —  ab.  ^  reuteri  Strand  reuieri. 
weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Submarginalflecke  der  Oberseite  klein  sind  oder  fehlen  und  daß  che  Unterseite 
heller  ist.    Kamerun. 

C.  angulifascia  Auriv.  (36  b),  deren  ^  unbekannt  ist,  unterscheidet  sich  vcju  allen  anderen  Cymothoe-<^  anoulifascia 
durch  die  weiße  .Mittelbinde,  welche  auf  den  Hflgln  7  mm  breit  ist,  am  Vrd  der  Hflgl  und  Hrd  der  Vflgl  stark 

xni  20 


154  EUPTERA.     Von  Dr.  G.  Aürivillius. 

verschmälert  und  dann  wieder  })reiter  werdend  sie'h  an  der  Rippe  3  der  Vflgl  rechtwinkelig  gegen  den  Vrd  um- 
biegt.   Die  Unterseite  ist  heller  mit  rotbrauner  Grundfarbe.    Französi.schcs  und  belgisches  Kongo-Gebiet. 

oi/oca.  C.  Ogova  Plöiz  (36b)  ist  eine  Weibchenform,  deren  Stellung  unsicher  ist.    Durch  die  auf  den  Ht'lghi 

schmale  und  gezackte,  auf  den  Vflgln  aber  gegen  den  Vrd  stark  erweiterte  und  am  Vrd  nicht  verdunkelte  weiße 
Mittelbinde  unterscheidet  sie  sich  von  den  übrigen  $$  dieser  Gruppe.    Kamerun  und  Ogowe. 

hobarli.  C.  hobartl   Hilf,  ist  eine  mir  unbekannte,  offenbar  mit  sangaris  nahe  verwandte  Art.    Sie  wird  in  fol- 

gender Weise  beschrieben:  Das  o  oben  rot;  V-  und  Aulienrd  schmal  schwarz;  Vflgl  mit  einem  kleinen  Spitzen- 
fleck und  einem  Subapicalpunkt  schwarz;  die  übrigen  Submarginalpunkte  gewöhnlich  undeutlich:  Hflgl  mit 
freien  Submarginalpunkten.  nur  am  Vrd  und  am  Analwinkel  mit  Submarginallinie:  die  Unterseite  hat  eine 
gelbhchbraune  Grundfarbe  mit  fleischrotem  und  olivenfarbigem  Schiller  und  fast  gerader  dunkelbrauner  .Mittel- 
linie. Das  ?,  dessen  Zusammengehörigkeit  mit  dem  rj  vielleicht  nicht  ganz  sicher  ist,  beschreibt  Butler  wie 
folgt:  ..Aehnelt  sehr  dem  $  von  C.  adela,  ausgenommen,  daß  das  Wurzelfeld  nach  innen  olivengrau  und  nach 
außen  hell  saudgelb  ist;  die  discalen  pfeilförmigen  Flecke  sind  schwächer  hervortretend  auf  den  Vflgln  und 
noch  schwächer  auf  den  Hflgln;  die  Unterseite  ist  noch  mehr  der  Unterseite  von  adeh-^  ähnlich,  aber  mit  mehr 
gerader  und  viel  dunklerer  Mittellinie ;  die  hellen  Flecken  an  der  Innenseite  der  Mittellinie  sind  weiß ;  der  Außenrd 
ist  sandbraun  und  die  Discalflecken  sehr  undeutlich.    Flglspannung  ü4  mm".    Uganda  im  Nandi-Land. 

3.  Gattung:  Kiiptera  Stgr. 

Die  Euptera-Arten  sind  kleine,  zierliche  Nymphalinen,  welche  in  den  Sannnluugen  selten  und  nur 
wenig  bekannt  sind.  Bei  den  (J(^  sind  die  Vflgl  kurz,  dreieckig  und  am  Saume  tief  ausgerandet :  die  Hflgl  shid 
dagegen  am  Analwinkel  ausgezogen,  breit  und  .stumpf  gelappt.  Bei  den  ??  sind  die  Vflgl  breiter  und  nu'hr 
abgerundet  und  am  Saume  nicht  oder  nur  seicht  ausgerandet;  ihre  Hflgl  sind  gleichförmig  abgerundet  \md 
demnach  ganz  ohne  Anallappen.    Lebensweise  und  Entwicklungsstadien  siaid  völUg  unbekannt. 

Erste     G  r  u  p  ])  e. 

Die  Hflgl  ol)on  mit  -ÄWei  hellen  QiuTbinden.  der  ersten  vor  der  .\Iit1e,  der  anderen  hinter  der  Mitte,  von  denen  dir 
ersteie  mit  dei-  aus  drei  his  vier  Flecken  (in   1  a  bis  3)  bestehenden  Halbbinde  der  Vflgl  zusanuuenhängt. 

elubonlas.  E.  elabotitas  H(ir.  (50  d).    Beide  Flgl  sind  oben  schwarz  mit  hellen,  gelblichen  oder  weißen  Zeiclmungen; 

die  Vflgl  haben  folgende  helle  Zeicluiungen :  einen  Längsstrieh,  zwei  Punkte  luul  einen  Querstricli  iji  der  Mittel- 
zelle; je  ehien  Querstrich  oder  Querfleck  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  a,  2  und  4;  eine  etwa  4  mm  breite  Quer- 
binde der  Felder  1  a  bis  3  und  eine  feine  aus  nach  innen  offenen  Bogen  gebildete  Submarginallinie;  die  Hflgl 
haben  zwei  helle  Querbinden  und  eine  feine  Submarginallinie,  welche  derselben  der  Vflgl  äludich  ist;  dicht 
vor  dem  Saume  findet  sich  noch  eine  feine  helle  fast  gerade  Linie,  die  jedoch  oft  undeutlich  ist.  Die  hellen 
Zeichniuigen  sind  beim  ,£  mehr  oder  weniger  gelb,  beim  $  weiß  oder  weißlich;  sie  treten  auch  unten  deutlich 
dorothcu.  hervor.  Sklavenküste  bis  Kongo.  —  dorothea  Bak.  ist  die  nordwestliche  Form  und  soll  durch  die  viel  breitere 
Querbinde  der  Vflgl,  die  strichförmige  Zeiclmung  ,,in"  (wahrscheinlich  hinter  der  Zelle  im  Felde  1  b)  der  Zelle 
mioeruenais.  und  die  breiteren  Querbinden  der  Hflgl  abweichen.  Sierra-Leone.  —  mweruensis  Neave  weicht  von  der  typi- 
schen Form  diircli  die  l)reiteren  und  mehr  zusammenhängenden  Querbinden  beider  Flügel  ab.  Die  hellen 
Zeichnungen  beider  Flgl  sind  beim  q  hell  schwefelgelb;  die  Unterseite  ist  heller  als  bei  der  typischen  Form; 
scheint  mir  nach  den  Beschreibungen  mit  dorothea  zusammenzufallen.    Nord-Rhodesia. 

iiUricata.  E.  intficata  Auriv.  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt;   die  Zeichnxuigen  sind  denen  der  vorigen 

Art  ähnlich,  die  Grundfarbe  aber  ist  heller,  schwarzgrau,  nur  im  Wurzelteil  dunkler,  schwärzlich,  und  die  hellen 
Zeiclmungen  sind  im  Wurzelteil  rostgelb  und  in  der  Saumhälfte  Meißlicli  mit  gelblicher  Begrenzung;  die  innere 
Querbinde  der  Hflgl  ist  sehr  schmal  und  die  äußere  etwa  3mm  breit;  beide  Flgl  haben  langgezogene,  nach 
außen  zugespitzte  kegelförmige  schwarze  Submarginalflecke,  welche  von  einem  weißlichen,  nach  innen  gelb- 
lichen Ringe  umgeben  sind;  unten  sind  beide  Flgl  hell  weißlich  mit  undeutliclien  bräunlichen  Zeiclumjigen  im 
Wurzelteil  und  scharf  hervortretenden  gerundeten  schwarzen  Submarginalf lecken;  4 — 5  feine  schwarze  Quer- 
linien in  der  Mittelzelle  der  Hflgl.  Es  wäre  möglich,  daß  diese  Form  jiur  ein  dimorphes  $  von  elabontas  ist. 
Kamerun. 

»irene.  E.  Sirene  tStyr.  hat  etwa  dieselbe  Größe  wie  die  vorigen  Arten  und  oben  eine  tief  schwarze  Grundfarbe; 

die  hellen  Zeichnungen  der  Vflgl  sind  schwefelgelb  aber  viel  kleiner  und  schmäler  als  bei  elabontas  (50  d);  die 
Querbinde  der  Felder  la  bis  2  ist  besonders  schmäler,  liegt  näher  am  Saume  und  besteht  aus  kleinen  dreieckigen 
Flecken,  welche  miteinander  scharfe  Winkel  bilden;  die  Querbinden  der  Hflgl  sind  durch  Farbe  und  Form 
ganz  abweichend:  die  innere  Qiu'rbinde  ist  rotbraun,  fängt  an  der  Hippe  1  b  schmal  an  und  wird  gegen  den 
Vrd.  wo  sie  sich  mit  der  äußeren  Binde  vereinigt,  scluicll  breiter;  die  äußere  Binde  ist  fast  dreieckig,  fängt 
an  der  Rippe  1  b  an,  ist  dort  8  mm  breit,  wird  aber  nach  vorn  allmählich  schmäler  und  ist  im  Felde  6,  ehe  sie  sich 
mit  der  anderen  Binde  vereinigt,  nur  2  mm  breit ;    im  Felde  1  c  ist  sie  ganz  gelb,  in  den  Feldern  2 — 4  aber  nach 


PSEÜDATHYMA.     Von  Dr.  C.  Aurivllius.  155 

innen  gelb  und  saumwärts  breit  rotbraun  und  dann  einfarbig  rotbraun ;  die  Unterseite  der  Vflgl  ist  zum  großen 
Teil  schwarzgrau,  die  der  Hflgl  dunkler  und  heller  braun;  die  hellen  Zeichnungen  der  Oberseite  sind  kaum 
angedeutet,  beide  Flgl  haben  aber  gerundete  dunkle  vSubmarginalpunkte.  Goldküste  und  am  Niger-Fluß;  sehr 
selten.    Das  $  ist  mir  unbekannt. 

Zweite    Gruppe. 

Die  Hflgl  oben  nur  mit  einer  hellen  Querbinde,  welche  3 — 5  nini  breit  i.st.  in  (ulcr  etwji'^  hinter  dej  Mitti>  verliiiift 
mul  ndt  der  hellen  Binde  der  Vflgl  zusanimenhängt,  wenn  diese  vorhanden  ist. 

E.  pluto  11V(/y/.  Beim  ;)  sind  die  Flgl  oben  schwarzbraun  mit  einer  gemeinsamen,  in  der  Mitte  etwa  iiliito. 
3  mm  breiten  hellgelben  Querbinde,  welche  sich  von  der  Rippe  4  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  1  b  der  Hflgl  erstreckt 
und  auf  beiden  Flgln  nach  vorn  stark,  fast  dreieckig  verschmälert  ist ;  die  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder 
1  b  und  2  der  Vflgl  haben  selir  feine,  fast  undeutliche  weiße  Querlinien;  die  aus  hellen  Bogen  gebildete  iSub- 
marginallinie  tritt  nur  wenig  hervor;  auf  der  Unterseite  ist  die  Mittelbinde  weiß  und  auch  dort  scharf  begrenzt. 
Beim  $  ist  die  Querbinde  breiter  und  auf  beiden  Seiten  reiii  weiß.  Kamerun  bis  zum  Kuilu-Fluß.  —  kinugnana  kiiiiupHina. 
Smith  (.50  d)  scheint  die  ostafrikanische  Form  von  pluto  zu  sein;  die  (^^  weichen  nur  dadurch  ab,  daß  die  Mittel- 
binde der  Oberseite  auf  beiden  Flgln  nach  vorn  nur  wenig  verschmälert  ist.  Oh  und  wie  die  $$  von  den  west- 
afrikanischen $$  verschieden  sind,  kann  ich  aus  Mangel  an  Stücken  der  letzteren  nicht  entscheiden.  Deutsch- 
und Britisch-Ostafrika. 

E.  hirundo  Stgr.  (50  d)  ist  oben  dem  ^  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  hat  aber  deutlichere  helle  Zeichnungen  hirinulo. 
an  der  Wurzel  der  Vflgl,  eine  noch  schmälere,  in  Flecke  aufgelöste  Halbbinde  der  Vflgl  und  eine  gegen  den 
Aitalwinkel  lang  und  spitz  ausgezogene  Mittelbinde  der  Hflgl;    die  Unterseite  ist  ganz  verschieden,  nebelig 
dunkelbraun  und  ohne  helle,  scharf  begrenzte  Mittelbinde.    Das  9  ist  unbekannt.    Gabun  bis  Uganda. 

E.  richelmanni  Weym.  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekaimt.  Das  $  ist  jedoch  von  allen  hf^scYwie-  richclmanni. 
benen  oo  *'0  verschieden,  daß  es  ohne  Zweifel  nicht  zu  eiiaem  derselben  gehören  kann.  Die  Flgl  smd  wie  bei  den 
übrigen  $$  der  Gattung  gebildet,  die  Flgl.spannung  erreicht  nur  39  mm.  Die  Vflgl  sind  oben  fast  einfarbig 
schwarzbraun  mit  drei  rotgelben  Flecken  in  der  Mittelzelle;  der  erste,  dicht  an  der  Wurzel,  ist  klein  und  drei- 
eckig, die  beiden  anderen  bilden  kurze  Querstriche ;  die  Hflgl  sind  oben  schwarz  und  haben  nur  eine  4 — 5  mm 
breite  rötlich-ockergelbe  Mittelbinde,  welche  sich  vom  Ird  nur  bis  zur  Rippe  .5  erstreckt ;  die  Fransen  beider 
Fgl  zwischen  den  Rippen  weißlich  gefleckt.  Die  Flgl  sind  unten  schwarzbraun  mit  weißen  Flecken  an  der 
Wurzel  und  breiter  ockergelber  Linie  vor  dem  Saume,  die  Mitte  beider  Flgl  ist  mehr  oder  weniger  graugelb 
erhellt  und  die  Hflgl  haben  hinter  der  Mitte  eine  Bogenreihe  von  großen  gennideten  schwarzen  Flecken;  die 
Mittelzelle  der  Vflgl  mit  drei  tiefschwarzen  durch  rotgelbe  Striche  getrennten  Querflecken.   Kamenni. 

Dritte  Gruppe. 

Beide  Flgl  oben  an  dei'  Wurzel  bis  zur  .Mitte  oder  weit  über  die  Mitte  hinaus  einfarbig  orangegelli  ohne  Zeichnungen. 

E.  crowleyi  Ky.  hat  eine  Flglspamiung  von  nur  54  mm,  erinnert  aber  durch  die  Färbung  der  Oberseite  crou-lcyK 
an  Euphaedmekus  (42  b)  und  an  das  $  von  Cymothoe  preussi.  Nur  das  $  ist  bekannt  und  dasselbe  wurde  zuerst 
als  eine  Euphaedra  und  dann  als  eine  Cymothoe  beschrieben,  ist  aber  wahrscheinlich  eine  echte  Euptera.  Der 
Vrd  und  die  Spitzenhälfte  der  Vflgl  sind  schwarz;  die  letztere  schließt  4  weiße  Flecke  der  Felder  3—6  ein, 
von  denen  die  der  Felder  5  und  6  näher  an  der  Wurzel  liegen.  Die  Hflgl  haben  eine  am  AnaUvinkel  nur  4  mm 
breite  und  gegen  den  Vrd  allmählich  verjüngte  schwarze  Saumbinde,  welche  in  jedem  Felde  einen  halbkreis- 
förmigen  feinen   weißen   Bogen   einschließt.     Der  Leib   ist  weiß   gefleckt.     Dahomey. 

■4.  (lattung:  Pseinlatli^iiia  Stgr. 

Die  Arten  dieser  Gattung  sind  mit  denen  der  vorigen  sehr  nahe  verwandt  ujkI  unterscheiden  sich  ntir 
durch  die  in  der  Uebersicht  hervorgehobenen  Kennzeichen.  Die  Hflgl  sind  bei  den  ^(^  nicht  wie  bei  den  Euptera 
cJ<^  am  Analwinkel  ausgezogen,  sondern  bei  beiden  Geschleclitern  abgerundet.  Durch  Farbe,  Zeichnung  und 
Flglform  erinnern  die  Pseudathyma- Arten  sehr  an  A^e/J^is-Arten  und  sind  mehrmals  von  Autoren,  die  den  Rippen- 
bau nicht  beachteten,  als  Neptis  beschrieben  worden.  Wie  viele  Nachahmer  sind  sie  sehr  selten.  Ueber  ihre 
Lebensweise  und  Entwickelung  ist  bisher  nichts  veröffentlicht  worden.  Wie  die  Neptis-ATten  können  sie  nach 
der  Zeichnung  der  Mittelzelle  der  Vflgl  in  zwei  Gruppen  eingeteilt  werden. 

Erste  Gruppe. 

Die  ^Mittelzelle  der  Vl'lgl-Oberseite  einfarbig  schwarz  ohne  weiße  Zeichnungen.  Bei  allen  Arten  haben  die  tiflgl  oben 
eine  breite,  zusammenhängende  weiße  Mittelbinde,  welche  sich  auf  den  Vflgln  bis  zur  Rippe  2  fortsetzt  und  die  Vflgl  eine  weiße 
vom  Vrde  gegen  den  Hinterwinkel  gerichtete  Discalbinde,  welche  auch  die  Kippe  2  erreicht,  aber  dort  viel  näher  am  Saume 
als  die  weißen  Flecke  der  Felder  1  a  und  1  b  liegt.  Vor  dem  Saume  beider  Flgl  laufen  zwei  feine,  weiße  oder  weißliche  Quer- 
liiiien  und  vor  der  Si)itze  der  ^'flgl  liegen  gewöhnlich  in  den  Feldern  5 — 7  einige   weiße  Postdiscalf lecke  oder  Striche.    Beide 


156  EURYPHURA.     Von  Dr.  0.  AuRtviLLius. 

Flgl  haben  eine  weniftstens  mitiii  iliul  lirln-  postdiscalo  Reiho  von  sih\varzi-n  imIit  ilunkclliiamnti.  kiyiirdriuiiicn  ixIim'  droi.^ikigon 
Flecken. 

cdllina.  Ps.  callina  Sin.     Die  \vei(3eii  Discalflocken  der  Felder  2 — ü  der  Vflgl  sind  alle  groß  und  mit   einander 

zu  einer  zusammenhängenden.  \\airzehvärts  im  Felde  3  ausgerandeten  Querbinde  vereinigt;  der  Fleck  im 
Felde  4  ist  der  größte.     Kamerun. 

silrylliiia.  Ps.  slbylüna  Stgr.  (49  e).   Die  weiße  Querbinde  der  Vflgl  ist  ganz  in  kleine  freie  Flecke  aufgelö.'^t  oder, 

wenn  zusammenhängend,  auf  der  Innenseite  im  Felde  4  tief  eingesclmitten ;  m  diesem  Falle  ist  der  Fleck  in  4 
der  kleinste  und  der  in  3  der  größte.    Sierra  Leone. 

philoiiiffi.  Ps-  plutonica   Rfir.  ist  kleiner  als  die  vorhergehenden  imd  hat  eine  Spannweite  von  nur  42  mm.    Von 

denselben  scheijit  sie  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  die  weißen  Uiscalflecke  der  Felder  2  und  3  der  Vflgl  mit- 
einander vereinigt  sind  und  einen  fast  viereckigen  freien  Fleck  bilden,  wogegen  die  Flecke  der  Felder  4 — 6  klein 
und  getrennt  sind  und  in  einer  Linie  liegen,  welche  mit  den  Flecken  der  Felder  2  und  3  einen  deutlichen  Winkel 
bildet.    Toro. 

Zweite   G  r  upp  e. 

Die  Mittelzelle  der  Vflgl  auf  beiden  Seiten  niit  eineni  längs  den^  Hrd  der  Zelle  verlaufenden  \ni(l  nnih  auücii  iiincllicli 
erweiterten,  weißen  Läng.s.stiifh.    Die  übrigen  weißen  Zeichnungen  wie  bei  den  Arten  der  vorigen  Gruppe. 

ucplklimi.  Ps.  neptidina  Karsch.    Die  Discalbinde  der  Vflgl  ist  in  zwei  breit  getrennte  Fleckengruppen  aufgelöst, 

von  denen  die  vordere  aus  den  Flecken  der  Felder  4 — 6  und  die  hintere  aus  denen  der  Felder  2  und  3  ])esteht ; 
die  Hflgl  unten  mit  zwei  weißen  Querbinden  an  der  Wurzel.  Stimmt  in  der  Zeichnung  sehr  nahe  mit  Neplis 
nicoteks  (48  e)  überein.    Kamerun  und  Kongogebiet. 

5.  (iattung-:  Kiir.ypliura  Stgr. 

Diese  Gattung  schließt  sich  in  vielen  Beziehungen  der  Gattung  Cymothoe,  eng  an,  erinnert  aber  anderer- 
seits auch  an  viele  Arten  der  Gattung  Euryphene.  Die  systematischen  LTntei'schiede  sind  schon  in  der  Ueber- 
sicht  (S.  142  und  143)  angegeben.  Die  Geschlechter  weichen  durch  Flglform  ujid  Zeichnung  von  einander  ab; 
bei  den  q<^  sind  die  Vflgl  kürzer  und  breiter,  indem  der  Hrd  nicht  oder  kaum  länger  als  der  Außenrd  ist  und  die 
Hflgl  am  Analwinkel  deiitlich  und  ziemlich  spitz  ausgezogen;  bei  den  $9  ^^^  dagegen  der  Hrd  der  Vflgl  bedeu- 
tend länger  als  der  Außenrd  und  die  Hflgl  gewöhnlich  am  Analwinkel  abgerundet.  Bei  beiden  Geschlechtern 
ist  der  Saum  der  Vflgl  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  ausgerandet.    Die  Entwickltmgsstadien  sind  unbekannt. 

Erste    Gruppe. 

Die  .Millel/.elle  der  N'flgi  oben  mit  zwei  sehr  großen,  viereckigen,  rein  schwarzen  oder  in  der  Mitfe  <4was  anlgchellten 
l-'leiken,  einend  in  der  Glitte  und  einem  am   Ende  der  Zelle. 

iiithil'»:.  E.  nobilis  Stgr.  (36  e).   Der  Saum  der  Vflgl  ist  hinter  der  Rippe  5  tief  eingebogen;   beim  (J  sijid  die  Hflgl 

am  Analwinkel  stumpfer  und  kürzer  ausgezogen  als  bei  den  übrigen  Arten.  Beide  Flgl  sind  oben  dunkelgrün 
mit  breiten,  verdunkelten,  fast  schwarzen  Außenrändern,  welche  nach  innen  von  einer  schwarzen  Submarginal- 
linie  begrenzt  sind;  vor  dieser  Linie  liegt  gewöhnlich  eine  postdiscale  Reihe  schwarzer  Flecke;  die  Vflgl  haben 
außerdem  schwarze  Flecke  an  der  Wurzel  der  Felder  1  b  bis  6;  die  Vflgl  sind  unten  braungrau,  etwas  nebelig 
und  im  Saumteil  heller  grau ;  die  Hflgl  sind  unten  dunkler  braun  mit  einigen  grünlichen  Flecken  an  der  Wiirzel 
und  in  der  Mitte  und  mit  hellgrauem  Spitzenteil.    Sierra-Leone. 

/)f»r/)/( //'•'■"''■  E.  Porphyrien  Ward  (36  e)  weiclit   von  den  anderen  Arten  dadurch  ab.  daß  die  Hflgl  auch  beim  $  am 

Anahvinkel  spitz  ausgezogen  sind.  Beide  Flgl  oben  und  unten  mit  schwarzer  Submarginallinie;  die  Vflgl  oben 
schwarzgrau,  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  bis  zur  Submarginallinie  rotbraun  oder  rotgelb;  die  Felder  2 — 7  mit 
schwarzen,  oft  weißpunktierten  discalen  Längsstrichen  und  mit  gebogenen  schwarzen  Querstrichen  im  Wurzel- 
teil; beim  (J  ein  gerundeter  schwarzer  Fleck  in  der  Mitte  des  Fehles  1  b.  Die  Hflgl  sind  rotgelb  mit  schwärz- 
licher Saumbinde  und  großen  schwarzen  Flecken  an  der  Wurzel.  Ashanti  bis  Kamenin.  —  Aus  Togo  beschreibt 
tnrjooi.ii.y.  Sui'KERT  als  togocnsls  eine  Form,  welche  dadurch  abweichen  soll,  daß  beim  (^  der  gerundete  schwarze  Fleck 
im  Felde  1  b  der  \'flgl  fehlt  und  der  rotbraune  Hrdfleck  größer  ist  und  daß  beim  V  <lie  weißen  Flecke  der  Vflgl 
größer  iinrl   das   Wurzelfeld   der   Hflgl   dunkler  ist. 

Zweite    Gruppe. 

Die  .Miltelzelle  diT  X'flgl  hat  olien  .statt  der  schwarzen  Flecke  der  ersten  Grujjpe  zwei  miregehuäßige  hohle  .schwarze 
Hinge.  Die  Arten  dieser  Gruppe  .sind  miteinander  .so  nahe  verwandt  und  so  veränderlich,  daü  es  mich  nicht  ülicrraschcn  wiirde, 
wenn  es  sich  einmal  heraus.stellt(,  <laß  alle  nur  Foiiuen  einei'  .A.rl  sind.  Wie  es  am  besten  aii.s  der  Alibildung  von  achli/s  {'Mt  c) 
zusehen  ist,  halien  beide  Flgl  zwisclu'U  der  .Submarginallinie  und  dei'  .Mittelzelle  drei  Querreihen  d\mkler  Flecke,  welche  jedocli 
oft  zum  Teil  inideutlich  oder  mit  einander  vereinigt  sein  köimen  :  zwischen  den  miteinander  vereinigten  schwarzen  Flecken 
der  zweiten  und  <liitten  T?eihe  der  \'flgl  liegen  gewöhnlich  in  den  Feldern  .'!— li  kleine  weiße  l'imkte;  bei  den  ??  treten  außer- 
dem oft   groß«'  hi'lle   Flecke  zwischen   der  ersten   und   zweiten    Queri'eihe   auf. 

uvtitm.  E.  achlys  Hopfj.  (36  e).    Beide  Flgl  oben  mit  dunkel  bläulichgrüner  (,_j)  oder  glänzend  grüner  Grund- 

farbe; die  Vflgl  beim  V  mit  kleinen  weißen  Flecken  in  den  Feldern  1  b — 6  zwischen  der  ersten  und  zweiten 
Querreihe;    die  schwarze   Submarginallinie  aus  flicken  fast   geraden    Querstrichei^  gebildet;    LTnterseite    rot- 


EURYPHURA.     Von  Dr.  0.  AurivillIüs.     '  157 

])iaiin.  Portugiesisch-,  Deutsch-  und  Britisch-Ostafrika.  —  chalcis  Fldr.  (36  d)  scheint  die  westafrikanische  rhalcis. 
Form  zu  sein  und  weicht  besonders  dadurch  ab.  daß  die  schwarze  SubmarginaUinie  wenigstens  auf  den  Hflgln 
aus  zweizackigen,  w-förmigen  Querstrichen  gebildet  ist ;  beim  ,^  sind  die  Hfgl  oben  dunkelbraun  und  nur  gegen 
den  Analwinkel  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  grünlich  angeflogen;  beim  $  haben  beide  Flgl  oben  eine  grüne 
Grundfarbe  uiid  die  VJlgl  sind  am  Vrd  in  den  Feldern  4 — 6  zwischen  der  ersten  und  zweiten  Querreihe  weiß 
ausgefüllt ;  die  Hflgl  des  (^  sind  am  Analwinkel  viel  länger  ausgezogen  als  bei  achlys.  An  der  Westküste  Afrikas 
bis  zum  Ubangi-Fluß. 

E.  oliva  Suff,  erinnert  durch  die  grünliche  Grundfärbung  an  achlys,  ist  aber  mit  aurantiaca  am  nächsten  olh-a. 
vei'wandt.  die  jedoch  stets  dunkel  ist  ohne  jeden  grünlichen  Schimmer;  das  (J  ist  schlanker,  oberseits  ganz  grün- 
lich, mit  ähnlichen,  aber  recht  scharfen  Zeichnungen  wie  miraritiaca;  weiße  Puiiktreilie  vor  dem  Vorderwinkel 
der  Hflgl  deutlich;  das  $  ist  oberseits  in  der  Zeichnung  ebenfalls  der  genannten  Art  ähnlich,  doch  ist  diese 
ebenfalls  sehr  scharf  ausgeprägt;  die  weiße  Mittelbinde  der  genannten  Art  ist  nur  im  oberen  Teile  durch  licht- 
graue Färbung  vertreten;  sie  setzt  sich  nach  unten  bis  zum  Ird  der  Hflgl  in  grünlicher  Färbung  fort;  auch 
eine  gleichfarbige  Außenbinde  ist  auf  beiden  Flgln  vorhanden,  wenji  man  von  einer  solchen  überhaupt  sprechen 
kann,  da  hier  nur  die  dunklen  Zeichnungen  grünlich  umrandet  sind;  die  lichte  Punktreihe  nicht  deutlich  hervor- 
tretend, da  ihre  Färbung  nicht  weiß,  sondern  hellgrau  ist;  die  hinter  ihr  auftretenden  Flecke  sind  zu  Längs- 
strichen ausgezogen.  In  der  Form  der  Flgl  erinnert  oliva  an  plantilla  mehr  als  an  aurantiaca,  besonders  weil 
der  Vflglaußenrand  stärker  ausgebogen  ist,  aber  auch  die  Hflgl  sind  jener  ähnlicher.  Unterseite  des  ^  lebhaft 
ockergelb,  des  $der  von  aurantiaca.  recht  ähnlich,  doch  einförmiger  (nachBARTEL).  Togo  und  Kamerun.  —  ab. 
$  älbula  Suff,  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  weiße  Discalbinde  der  Vflgl  sich  bis  zum  Hrd  fortsetzt.  Togo.  (illmUt. 

E.  ochracea  Bartel  weicht  von  allen  bekannten  Arten  ab;  am  nächsten  steht  sie  noch  der  pla.vtilla  orhmeca. 
(3(5  d),  doch  ist  das  ^  dieser  Art  auf  der  Flgl-Oberseite  stets  ganz  dunkel,  während  ochracea-^  graubräiuilieh. 
ockerfarben  gemischt  ist,  am  stärksten  in  der  Mittelzelle,  die  auf  den  Vflgln  fast  ganz  ockerfarben  ausgefüllt 
ist,  und  in  der  Mitte,  wo  eine  gleichfarbige  Binde  auftritt,  die  auf  den  Vflgln  undeutlich  auf  den  Hflghi  breit 
und  scharf  abgescluritten  ist;  das  $  ist  wie  plautilla  $  ab.  chaulianus  auf  der  Flgl-Oberseite  vorherrschend 
rötlichbraun,  weicht  aber  von  diesem  dadurch  ab,  daß  auch  der  größere  Teil  der  Vflgl  braun  ist;  sonst  sind 
die  Zeichnungen  der  genannten  Art  ähnlich:  beim  ^  ist  an  den  Vflgln  der  große  schwärzliche  Irdschatten 
von  plautilla  nicht  vorhanden;  auf  den  Hflgln  ist  der  schwärzliche  Zackenstreifen  des  mittleren  Teiles  viel 
schmäler,  ebenso  wie  der  diesem  folgende  schwärzliche  Querschatten  durch  einen  Zackenstreifen  vertreten  ist. 
Beim  9  ist,  wie  bei  manchem  $  von  plautilla.  im  äußeren  Teile  eine  ziemlich  breite,  weißliche  Binde  vorhanden, 
die  aus  einzelnen  Zacken  und  Strahlen  zusammengesetzt  ist;  auch  die  weiße  Punktreihe  folgt  dahinter;  die 
von  ihr  begrenzten,  schwarzen  Flecke  sind  sehr  gerundet ;  auf  den  Hflgln  stechen  die  schwarzen  Makeln  der 
Mittelzelle  stark  hervor,  während  der  mittlere  Zackenstreifen  dunkelbraun  ist  und  wenig  liervortritt ;  der 
Außenrandsteil  beider  Flgl  ist  beim  $  bräunlichgrau  gefärbt.  Die  Unterseite  der  Flgl  ist  beim  (^  hell  gelbbräun- 
lich, sehr  eintönig,  schwach  braun  (nicht  schwarz)  gezeichnet;  die  dunkle  Punktreihe  im  Außenteile  der  Vflgl 
ist  sehr  verloschen  und  nur  schwach  weißlich  begrenzt;  beim  ?  ist  die  Unterseite  der  von  plautilla  ähnlich, 
jedoch  eintöniger,  mehr  violettbraun,  schwächer  gezeichnet,  auf  den  Vflgln  reicht  die  weiße  Zeichnung  nur  bis 
zur  Mitte ;  Hflgl  sehr  eintönig  violettbraun,  nicht  weiß  sondern  nur  schwach  dunkelbraun  und  violett  gezeichnet. 
Fühler  oberseits  nicht  schwarz,  sondern  rotbraun,  wie  auf  der  Unterseite.    Kongo-Gebiet  bei  Mukenge. 

E.  fulminea  Bartel.  Von  dieser  mir  unbekaiuiten  Art  ist  nur  ein  $  bekannt,  welches  vom  Verfasser  fuhninm. 
in  folgender  Weise  beschrieben  wird:  ,,Wie  aurantiaca  Aur . .  Außenrd  der  Vflgl  jedoch  viel  stärker  ausgebogen, 
wodurch  der  Vordei-winkel  viel  stärker  hervortritt.  An  Stelle  der  weißen  Mittelbinde  der  genannten  Art  ist  nur 
schwacher  lichter  Schimmer  sichtbar;  der  schwarze  Mittel-(Schatten-)Streifen  zeigt  einen  ganz  abweichenden 
Verlauf;  er  wendet  sich  nach  unten  nicht  gerade  zum  Ird,  sondern  ist  der  Subdorsale  sehr  genähert,  also  stark  ' 
der  Wurzel  zugekehrt;  der  äußere  dunkle  Fleckenstreifen,  sowie  die  weiße  Punktreihe  verlaufen  mehr  ge- 
schwungen. Auf  den  Hflgln  fallen  sofort  die  drei  Außenstreifen  auf,  die  in  der  unteren  Flglhälfte  grüne  Färbung 
zwischen  sich  einschließen ;  der  äußere  dieser  Streifen  ist  auch  aus  viel  stärkeren  Zacken  und  Bogen  zusammen- 
gesetzt als  bei  aurantiaca.  Ganz  abweichend  ist  auch  die  Unterseite  gefärbt,  da  sie  vorherrschend  ziegelbraun, 
stellenweise  violett  angeflogen  ist;  neben  den  bereits  bei  der  Beschreibung  der  Oberseite  hervorgehobenen 
Merkmalen  fallen  sofort  die  weniger  ausgedehnte  lichte  Färbung  an  der  Flglspitze  der  Vflgl,  sowie  der  rotbraune 
(nicht  ockerfarbige)  Außenrd  derselben  auf:  alle  Zeichnungen  sind  braun,  nicht  schwärzlich;  Außenhälfte  der 
Hflgl  fast  ganz  braun  mit  weißlichen  Zeichnungen,  die  denen  von  aurantiaca  ähnlich  sind.    West-Afrika. 

E.  aurantiaca  Auriv.  ist  mit  der  folgenden  Art  sehr  nahe  verwandt  und  weicht  im  männlichen  Ge-  (nimntidcn. 
schlecht  nur  dadurch  ab,  daß  der  Saum  der  Vflgl  an  der  Spitze  der  Rippe  4  entschieden  mehr  hervortritt,  daß 
die  dunklen  Fleckenquerreihen  der  Oberseite  heller  und  im  Felde  1  a  und  1  b  der  Vflgl  nicht  zu  großen  Flecken 
erweitert  sind  und  daß  die  Unterseite  viel  heller  und  mehr  eintönig  gelb  ist.  Beim  $  haben  die  Flgl  oben  bis 
zum  Saume  eine  dunkel  graubraune  Grundfarbe  mit  denselben  Querreihen  dunkler  Flecke  wie  beim  <S ;  auf  den 
Vflgln  liegt  zwischen  der  ersten  und  zweiten  Fleckenreihe  eine  breite  weiße  Bmde,  welche  sich  vom  Vrd  bis  zur 
Rippe  3  oder  2  erstreckt;    die  Unterseite  ist  hellgelb  wie  beim  ^.    Kongo-Gebiet. 


ETRYPH-EDRA:  HAP.>IILLA:  CRESTDOMIMAS.     Von  Dr.  C.  Ar-RnTLurs. 

ntmü^.  E.fUatffla  F<tr.  (36  d)  ist  die  längst  beiamiteaiHi  häufigste  Art  der  Gattung.    Beim  3  sind  die  F^  oben 

n  mit  den  gewöhntirhpn  sdnranen  Qnor^lKn   deatUeii  imd  am  Hid  der  Vflgi  in  den  FeUem  1  a 

'      ^  ibmaiginallinie  der  Hfl^  besteht  ate  zweimal   r         '      r..   v-förmi^pn   Qoer- 

..e  gelbbraune  bis  dnnkell»anne  Grandfarbe.    DtL^  -^hr  verändnüdi;   die 

znersT  beschnebene  Form,  veiebe  voU  darum  ak  die  tyfHeehe  betrachtet  verden  muli.  erinnert  sehr  an  das  1 

—    '  -pitifriom.  ist  aber  viel  kleiner  und  hat  am  Anahrinkel  T-ötü^  abgioundete  Hflgl:   die  Tflgi  änd   an  der 

.e:s  Hnk  mehr  oder  weniger  rötlich  au^efaeHt  und  haben  tüswedm  .auch  wd&^  Dkealflecke  in  den  F^ 

-n  ± — 6:   die  Hfl^  haboi  eine  S — 9  mm  iMcite  gelbe  bb  rotgelbe  D^rallwade  und  änd  oft  auch  im  Wurioel- 

.  'hl'-'-  '  -  -~:oh  angeflogen.    AJt-Oalabar  1^  zum  K<»kgo-Ge{Mei  undUganda.  —  ab.  fiäiwa  Amrir.  {=  auri- 

n^^r:p:  >  zeiehne«  <9eh  in  beid»i  Geschlechtem  dadurch  aus.  daB  die  Hi^  oben  eine  breite  kd»gelbe 

•>ier  beiigtäbe  '^  welche  gewöhnlich  die  dritte  Fleckenreihe  erreicht  urtd  aibo  die  SulHnaiginal- 

Hnie  eiiechließ:.    ...   .  _    ^l     .  Form  änd  häu^er  ab  die  ££  and  haben  oben  eine  scfavarzbranae  GrufMÜarbe 

und  eine  hefle  sesen  den  Hintervinkel  gerichtete  Qoerbinde  lier  VflgL  welche  am  Vrd  weiß,  nach  hinten  aber 

timwäimmit».  gelhüc'  —  Bei  ab.  f  liuiJBBua  Druee  hab«^.  'eide  Flgl  bis  über  die  Mitte  hina^  eine  l»aune 

Grund:..        .._.  _  sind  die  Hflgl  fast  ganz  und  Q—      :._.  ^jd  Hrd  breit  braun.    N^er^  Kamerun.  —  ab. 

aAafasciata  Stgir.  zeichnet  sich  dadurch  aas.  daB  beide  Figl  hinter  der  Mitte  eine  weiße  oder  weißbelie  Quer- 
Iwade  haben :  Stücke  mit  braun  oder  grünlich  überxogenen  weißen  Flecken  Inld»!  den  Uebergai^  zu  den  äl»igen 
Fonn^a.  Kamemn. 

•)-  •jarrang:  Enrvpliaf  «Ira  .>i^. 

Di-  eben  der  Gattnng  sind  Seite  li±  in  der  '  -^t  d^  Gattui^en  ai^eführt.     Die  einz^e 

iMyieT  bek^._..  ...:  gehört  zu  den  eigentömlichsien  und  sei;  ...  ..  lagiahem  Afrikas.   DieVfl^  sind  ziemlich 
schmal  and  langge^Ftreckt.   die  Hflgl  dagegen  kurz  und  abgerundet  tuhI  am  Anahrinkel  zwischen  dea  Rip^ien 
1  '        '        .  dm»i  bröteo.  sttimpfen  La]^ieii  ausgezogen:  der  Saum  der  Vflgl  ist  wao^sto^  beim  1  fast  gerad«^ 
T>  -  oiir  unbekannt. 

E.  thauma  Stgir.  (50  a)  kt  oben  grün  gefärbt  mit  schwanen  Zeichnungen :  die  Vf%l  oben  mit  zwei  schwar- 
zen Flecken  in  der  Zelle,  einem  schwarzen  Rii^  am  Zellende,  je  einem  eckten  sefawatzm  Fleck  an  der  Wurzel 
d»  Felder  1  a  —  -1   '  .wach  gebogenen  Strichen  der  Felder  3 — 6.  einem  gouiHleten  Submargiaalfleck 

des  Feldes  1  b  un<i  ilen  schwarzen  Saumbiitde:    am  Vrd  bt  die  Grundfarbe  deutlich  Terdunkeh,: 

die  Hf^  haben  oben  einen  stundeten  schwarzen  Fleck  an  der  ZdknsfMtze  und  hinter  der  Mitte  drei  Qoer- 
reihen  schwarzer  Fleck  Loe  schwarze  Saumhnie.    Auf  der  Unterseite  sind  Ae  schwarzen  Zeiehmnigm 

kleiner  und  die  Hflgi  L^  .  zwei  Qu^reifa»!  schwarzer  Flecke,  indon  die  erste  (inrmste)  ftihäx :  die  Grund- 

farbe bt  auf  den  Hflgtn  bis  zur  erst«a  Fleckenreihe  und  auf  den  V^in  am  Hrd  Bebt  ockerselb.  Im  Inneiai 
Ton  Kamerun  und  Frartzö^ch-Kongo. 

7.  Gamm^ :  Haraülla  ^«rtr. 

Auch  diese  Gattung  umfaßt  nur  eii>e  einz^  sehene  Art.  rem  der  jedoch  beide  Gesehlecliter  bekannt 
sir  '     "  hter  sind  ähnlich  gefärbt  und  gezeichnet  '    -t  aber  klein«'  als  das  2.  hat  kürzere  und 

br^  rinnert  durch  die  Flgiform  an  die    ££  d^:  ...z  Diegiogyma.   Die  Fühler  änd  sehr  lang. 

«i^wv.  H.  degaas  Anrir.  (4ö  d).   Beide  F^  oben  im  Worzeheil  dunke^rün:  die  Vf^  dann  mit  einer  Mai^e- 

gelben  Qoerbinde.  welche  senkrecht  gegoi  den  Vrd  steht,  die  Rippe  i  eneieht  und  sich  dann  ak  schmale  Qoer- 
hnie  bb  zum  Ebd  fortsetzt:  diese  Qoerbinde  ist  beim  £  dopp^  so  schmal  als  beim  ~ :  dicht  vor  der  Spitze 
liegt  im  schwarzen  Spitzenteil  ein  groß«'  weißer  Fleck:  die  Hf^  haben  hint»'  der  ZeIleie|Mtze  eine  l»eite. 
hefl  bläulich  grüne  Qoerbinde  and  and  am  Saume  schwärzlich.  Unten  haben  beide  F^  onen  dunkel  ocker 
gelben  oder  bräunKeh  gelben  Grund  und  einen  großen  schwarzim  Fleck  in  der  ZeDe:  hintea-  der  Mitte  liegt  eii^ 
Bogenreihe  gerundeter  Flecke,  welche  teik  schwarz  uitd  weiß  begrenzt  änd.  tob  nur  weiß:  in  den  Feldon 
1  c  —  3  der  Hf^  eine  dicke  schwarze  SabmarginaHinie.  welche  grau  oder  weißlich  begrenzt  ist .  Diese  schöne 
^r-^  ^^^-,  ^- -.^'vrämUch  gezeichnHe  Art  wurde  bäsher  nur  in  den  Mangrowe-Gegenden  an  der  Käste  Kameruit^ 

8.  Gatruu^' .  C  reuidoiuinta^s  Kur^i. 

T^-  ;___.,  «_  ,fieser  Gattur^  ist  äußerlich  eirJr  -^  '  --n»U-Arten  so  ähnlich,  daß  sie  früher  ab  eine 
echte  '  :  wurde  and  sogar  ron  BmEB  :-  *  ro«i<  (49 a)  und  bemgmdae  (49  b)  in  one  be- 

sondere aber  ganz  iknnstUche  Gattui^  —  Jiekiere»ig  —  eingereiht  wurde.  Der  Rippenbau  zeigt  in  diesem, 
wie  in  anderen  Fäll^i.  wo  die  wahrai  Verwandten  dieser  (rattung  zu  suchen  siikI  und  Proless«»'  F.  Kaksch 
hat  das  Verdienst,  dies  zuerst  dargelegt  zu  haben.  Die  Entwickhii^sstadien  änd  läder  unbekannt.  Ue  F^ 
äftd  fast  ganzrand^.  der  Saum  der  V^  nur  schwach  ansgerandet  und  die  Hflgl  am  Anahrinkel  rölUg  ab- 


DIEyTOGYNA.     Vou  Dr.  C.  Aukivilliits.  lö'J 

C.  concordia  Hopf  f.  (46  f).  Beide  Flgl  oben  hell  bläulich  grau  mit  violettem  Anflug  und  sdnvarzen  contordin. 
Zeichnungen;  die  Tflgl  mit  schwarzen  QuerUnien  in  der  Zelle  imd  an  der  Zellenspitze  imd  mit  drei  Querreihen 
schwarzer  Flecke,  von  denen  die  erste  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  fehlt  oder  nur  schwach  entwickelt  ist :  die 
Hflgl  haben  auch  hinter  der  Zelle  drei  Reihen  schwarzer  Flecke,  von  denen  jedoch  die  erste  bisweilen  fehlt 
oder  nur  angedeutet  ist.  Auf  der  Unterseite  haben  beide  Flgl  eine  gelbe  Grundfarbe,  eme  postdiscale  Reihe 
gerundeter  schwarzer  Flecke  und  eüie  Reihe  schwarzer  Submarginalstriche :  die  Zelle  der  Vflgl  ist  unbezeichnet. 
die  der  Hflgl  aber  hat  3 — 4  schwarze  Querstriche :  übrigens  sind  die  Hflgl  üi  der  Glitte  mehr  oder  weniger  blau- 
grau und  haben  blaugraue  Streifen  zwischen  den  Postdiscalfleeken  und  den  Saumstrichen.  Angola.  Zambezi, 
Xvassa-Land  und  Deutsch-Ostafrika. 

9.  Gattung:  ]>iestog^;»iia  Karsch. 

Die  zahlreichen  Ajten  dieser  Gattung  sind  noch  sehr  unvollständig  bekannt,  gehören  aber  zu  den  in- 
teressantesten Formen  der  äthiopischen  XvmphaUden.  Die  Geschlechter  smd  einaiader  ganz  unähnlich  und 
die  Zusammengehörigkeit  derselben  ist  darum  in  einigen  Fällen  noch  unsicher.  Die  Arten  sind  wegen  der  oft 
undeutlichen  und  verworrenen  Zeichnung  schwer  zu  beschreiben  xind  die  dimklen  scliiUernden  Farben  können 
auch  durch  Abbildungen  nicht  ganz  naturgetreu  wiedergegeben  werden.  In  diesem  umfassenden  Werke  ist  es 
mir  durch  das  große  Entgegenkommen  der  Verlagsfirma  möghch  gewesen,  fast  alle  bekannten  Äxten  in  beiden 
Geschlechtem  abbilden  zu  lassen.  Dadurch  wird  die  Bestimmung  der  Arten  hoffentüch  sehr  erleichtert  werden. 
Bei  den  ^q  sind  die  Flgl  kurz  und  breit ;  die  Vflgl  haben  einen  konvexen  Vrd  und  einen  geraden  oder 
selten  etwas  ausgebuchteten  und  noch  seltener  konvexen  Außenrd:  die  Hflgl  sind  oft  am  Anahvinkel  etwas 
ausgezogen  oder  verlängert,  können  aber  auch  dort  völlig  abgerundet  sein:  in  jenem  Falle  ist  der  Saiun  oft 
zwischen  den  Rippen  2  und  6  fast  ganz  gerade.  Die  Zeichnungen  der  Oberseite  sind  eigentlich  bei  allen  Arten 
dieselben,  können  aber  oft  undeutlich  oder  mit  einander  verschmolzen  sein.  Es  kommen,  wie  die  Figur  von 
niqro punctata  (38  b)  am  deutlichsten  zeigt,  auf  den  Vflgln  zwei  schwarze  Ringe  in  der  ZeUe.  \ind  einer  an  der 
Zellspitze,  und  fünf  schwärzUche,  gegen  den  Hrd  senkrechte  Querbinden  oder  Fleckenquerreihen  vor,  von  denen 
die  erste  nur  zwischen  dem  Hrd  und  der  Wurzel  des  Feldes  2  herzieht,  und  oft  mit  der  zweiten  Binde  vereüiigt 
ist;  die  fünfte  Binde  entspricht  der  Submarginalhnie ;  an  der  Außenseite  der  dritten  Binde  liegen  oft  kleine 
weiße  Punkte  in  den  Feldern  4 — 7.  Auf  den  Hflgha  ist  der  Wurzelteil  verdunkelt  imd  huiter  der  Zelle  hegen  drei 
dunkle  Querbinden,  welche  den  drei  äußeren  Querbinden  der  Vflgl  entsprechen.  Auf  der  Unterseite  tritt 
auf  beiden  Flghi  oder  wenig.stens  aui  den  Hflgln  ein  deutliches,  nach  außen  scharf  begrenztes  Wurzelfeld  auf, 
dessen  Größe  und  Form  die  größte  Bedeutung  als  Axtkennzeichen  hat. 

Die  V 2  sind  stets  größer  als  die  oo  m^d  haben  mehr  langgestreckte  Vflgl,  deren  Spitze  schärfer  imd  deren 
\"rd  weniger  konvex  ist:  die  Hflgl  sind  fast  immer  am  Anahvinkel  abgerundet.  Bei  einigen  Arten  treten  oben 
cUeselben  dunklen  Querbinden  wie  bei  den  So  auf.  bei  der  Mehrzahl  aber  sind  cüeselben  imdeutlich  und  die 
Vflgl  haben  eine  helle  schiefe  Querbinde ;  die  Hflgl  und  der  Wurzelteil  der  Vflgl  sind  oft  hell  gefärbt  oder  die 
Hflgl  haben  eme  helle  ilittelbmde :  das  Wurzelfeld  der  Hflgl-Unterseite  stimmt  in  Form  gewöhnlich  genau  mit 
demjenigen  des  ^  übereLn.  wodurch  es  oft  allein  möglich  ist.  die  Zusammengehörigkeit  der  Geschlechter  zu 
entscheiden:  che  dunklen  Querreihen  der  Hflgl-Oberseite  smd  bei  den  cc  oft  auf  der  Untereeite  in  eine  Bogen- 
reihe  großer  dunkler  Ringe  oder  länglicher  Augenflecke  umwandelt.  —  Die  Fühler  smd  bei  beiden  Geschlechtern 
sehr  lang  und  reichen  besonders  beim  j  weit  über  die  Spitze  der  Mittelzelle  hinaus.  Alle  Arten  smd  ausgeprägte 
Urwaldbewohner  und  sind  von  Sierra  Leone  bis  Uganda  und  Kavirondo  verbreitet,  fehlen  aber  völlig  in  Süd- 
und  Ost-Afrika  und  auf  Madagaskar.    Ihre  frühere  Stadien  sind  leider  völlig  unbekannt. 

Die  zahkeichen  Arten  können  nach  der  Form  des  Wurzelfeldes  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  üi  zwei 
natürliche  und  leicht  zu  unterscheidende  Gruppen  eingeteilt  werden. 

Erste  Gruppe. 

Das  Wurzelfeld  der  Hflgl- Unterseite  ist  dreieckig  und  nach  außen  durch  eine  gerade  oder  fast  gerade  Grenzlmie  begrenzt, 
welche  vom  Vrd  zum  Ird  oder  wenigstens  bis  zur  Rippe  Ib  geht  imd  dort  bisweilen  winkelig  gebrochen  ist.  Die  ??  haben  fast 
alle  eine  Ca/soia-ähnUche  Zeichnung. 

D.  camarensis  Ward.  (39  d).  Beim  o  smd  beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur  breiten  schwarzen  mmamtsis. 
Discalbinde  lebhaft  grünlichblau  schillernd;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  jedoch  mit  den  gewöhnlichen  schwarzen 
Querzeichnungen;  auf  der  Außenseite  der  schwarzen  Discalbinde  folgt  eine  blaue  Querbinde  und  vor  dem 
Saume  verläuft  auf  den  Vflgln  eine  und  auf  den  Hflghi  zwei  blaue  Querlmien:  der  Saum  der  Vflgl  ist  fast  gerade 
und  die  Hflgl  smd  am  Anahvinkel  ein  -wenig  verlängert.  Die  Unterseite  beider  Flgl  ist  lebhaft  orangegelb  oder 
etwas  bräunüch  gelb,  nicht  dunkler  im  Wurzelteil;  die  Vflgl  haben  in  der  .\ntte  zwei  braune  Querlmien,  welche 
gegen  den  Hrd  einander  genähert  sind  und  an  der  Rippe  1  aufhören ;  dicht  hinter  der  äußeren  Lüde  hegt  eme 
schwach  gebogene  Querreihe  von  5—6  gerundeten  schwarzen  Flecken;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  emf arbig 
mit  einenTschwarzen  Punkt  in  der  Zelle  und  ist  nach  außen  durch  eine  dicke,  zw  ischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  1  b 
fast  gerade  Querlinie  begrenzt ;  in  der  Saumhälfte  kommen  nur  emige  undeutliche  braune  Punkte  vor.  —  Das 
::  ist  größer  als  das  ^  und  hat  eine  Flglspannung  von  55—60  mm;  die  Unterseite  ist  hellgelb,  aber  ganz  wie  beim 
j  gezeichnet :  die  Oberseite  erinnert  sehr  an  che  Oberseite  von  gro/uoörrrtmm'/  0,hat  aber  breitere  und  mehr  zusammen- 
hängende dunkle   Querbinden  der  Vflgl,  eme  breitere  mehr  dreieckige  gelbe  Mittelbmde  der  Hflgl  und  vier- 


KU)  IMESTOGYNA.     Nim  Dr.  C.  AumviLUrs. 

eckige.  iiacJi  auüeji  nicht  oder  kaum  hell  begrenzte  schwarze  SubmargLnalflecke  der  Ht'lgl.    Kamerun  bis  Kongo. 

muiidiila.  D.  mundula  Grünb.  ist  eine  neulich  beschriebene,  mir  unbekannte  Art,  welche  mit  catnnrensis  nahe  ver- 

wandt sein  sdll  ujid  in  folgender  Weise  beschrieben  wird:  0.  Flglschnitt  wie  bei  goniograiiniia\  die  Hflgl  am 
Analwinkel  weniger  zugespitzt  als  bei  cnmarensis,  breiter  abgerundet  und  daher  die  blauen  und  schwarzbraunen 
Streifen  weniger  steil,  mehr  liegend;  im  übrigen  stimmt  die  Zeichiiung'derOberseite  mit  der  von  camarensis 
überein;  Färbung  und  Zeiclmung  der  Unterseite  wie  bei  cnmnrensis,  die  Discalbinde  (=  äußere  Begrenzujig 
des  Wurzelfeldes)  im  Hflgl  unter  der  Rippe  1  b  in  .spitzem  Winkel  gebrochen  und  basalwärts  zum  Ird  ziehend, 
was  bei  camarensis  entweder  ganz  felilt  oder  nur  angedeutet  ist.  —  $ :  Auf  der  Oberseite  von  camarensis  nur  diirch 
die  gelbe  Discalbinde  der  Hflgl  zu  unterscheiden,  welche  schmäler  (an  der  breitesten  Stelle,  auf  der  Rippe  6  nur 
4,5  mm  breit )  und  etwas  steiler  gegen  den  äußern  Teil  des  Irds  gerichtet  ist.  so  daß  der  dunkle  Streifen  der  Grund- 
farbe zwischen  dem  Außcnrd  der  Binde  und  der  gelben  Submarginallinic  sich  gegen  den  Ird  nur  ganz  unwesent- 
lich verbreitert ;  ferner  sind  die  Abscluiitte  der  Submarginalliiiie  zwischen  den  Rippen  stärker  winkelig  gebrochen 
als  bei  camarensis;  Unterseite  etwas  stumpfer  graugelb,  in  der  Zeichnung  etwas  matter,  sonst  wie  bei  camarensis. 
jiur  ist  wie  beim  q  die  Umbiegung  der  Discalbinde  im  Hflgl  zum  Ird  schärfer  ausgeprägt.  Kamerun  und  Spajiisch 
Guinea. 

tjonio-  D.  goniogramma  Karsr/i.  (:i!td)  ist  die  kleinste  der  Diestogyjui- Arten  und  weicht  im  Flglschnitt  von 

gramma.  ^llen  anderen  dadurch  ab.  daß  der  Saiim  der  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern  schwach  abgerundet  ist.  Beim 
o  sind  die  schwarzen  Querbinden  der  Oberseite  deutlicli.  scliarf  begrenzt  luid  durcli  blaue  oder  violette  Linien 
getrennt,  die  vierte  Querbinde  ist  in  gerundete  schwarze  blau  geringelte  Flecke  aufgelöst,  vor  der  Spitze  der 
Vflgl  liegen  oft  (nicht  immer)  drei  kleine  weiße  Subapicalpunkte  in  den  Feldern  4 — 6;  die  Unterseite  weicht 
erheblich  von  der  bei  camarensis  ab,  die  Gnnidfarbc  ist  lederbraun  und  das  Wurzelfeld  beider  Flgl  tritt  durch 
seine  etwas  dunklere  Farbe  deutlich  hervor;  das  Wurzelfeld  der  Vflgl  dehnt  sich  über  die  Flglmitte  hi:iaus  und 
ist  nach  außen  von  einer  braunen,  an  der  Rippe  4  stumpf  gebrochenen  Querlinie  begrenzt,  das  Wurzelfeld 
der  Hflgl  ist  in  der  Mitte  grau  aufgehellt  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  der  Zelle  und  i.st  nach  außen  durch 
eine  gerade,  dunkelbraune,  saumwärts  Vireit  weißgrau  gesäumte  Linie  begrenzt;  die  großen  submarginalen 
Augenflecken  der  Saumhälfte  sind  ziemlich  undeutlich,  nur  die  weißen  Punkte  an  ihrer  Innenseite  treten 
scharf  hervor.  Das  9  weicht  oben  vom  ^  dadurch  ab.  chiß  die  blauen  Querlinien  durch  gelbe  vertreten  sind 
und  besonders  dadurch,  daß  die  Querlinie  zwischen  der  zweiten  und  dritten  schAvarzen  Binde  der  Hflgl  zu  einer 
breiteji  nach  vorn  enveiterten  gelben  Mittelbindc  ausgebildet  ist;  die  Unterseite  ist  viel  heller  als  beim  o,  sonst 
aber  ganz  älmlich  gezeichnet.    Kamerun  und  nördliche  Teile  des  Kongo -Gebietes. 

ribensis.  D.  flbensis    Ward.   (=  acutangnla  Auriv.   39  e)   wurde  nach  einem  angeblich  aus   Ribe  in  Ost-Afrika 

stammenden  Stück  beschriebeji  und  später  in  allen  Sammlungen  mit  einer  nahe  verwandten  Art  aus  Kamerun 
identifiert.  Dadurch  wurde  ich  verleitet,  die  Art  nochmals  zu  beschreiben.  Eiiae  Vergleichung  von  acutangula 
Auriv.  mit  der  Figur  von  ribensis  in  Ward's  sehr  seltener  Arbeit  ,,African  Lepidoptera"  hat  mich  aber  überzeugt, 
daß  beide  zur  gleichen  Art  gehören  und  daß  die  folgende,  bisher  als  ribensis  betrachtete  Art.  demnach  eine 
andere  unbenannte  Art  ist.  Das  ^  liat  oben  deutliclie  schwarze  Querbiude,  welche  durch  violett  sclüllernde 
helle  Querlinien  getrennt  sind;  die  breite  zweite  dunkle  Querbinde  der  Vflgl  tritt  an  der  Rippe  4  nach  außen 
rechtwinklig  oder  spitzwijiklig  scharf  hervor,  was  besonders  auf  der  Unterseite  sehr  deutlich  ist;  die  Unter- 
seite ist  dunkelbraun  und  die  Wurzelfelder  in  der  Mitte  weißgrau  aufgehellt ;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  nacii 
außen  durch  eine  unregelmäßig  schwach  gebogene,  aber  doch  im  ganzen  fast  gerade  dunkle  Linie  begrenzt. 
Das  $  erinnert  oben  an  die  9?  der  vorigen  Arten,  weicht  aber  dadurch  ab.  daß  die  zweite  gelbe  Querlinie  nicht 
nur  auf  den  Hflgln,  sondern  auch  in  den  Feldern  1  a — 2  der  Vflgl  ziemlich  stark  erweitert  ist ;  auf  den  Hflgln 
ist  sie  jedoch  noch  nicht  so  stark  verbreitet  wie  bei  camarensis,  sondern  mißt  dort  nur  etwa  5  mm,  im  Felde  1  b 
der  Vflgl  hat  sie  eine  Breite  von  2,5  mm;  auf  der  Unterseite  tritt  dieselbe  Binde  auch  deutlich  hervor,  ist  aber 
heller,  weißgelb  und  nach  außen  undeutlich  begrenzt;  das  dunkle  Wurzeifcld  tritt  hierdurch  beim  $  viel  schärfer 
als  beim  (^  hervor.  Britisch  Ost-Afrika:  ,,Ribe"  und  Uganda.  Die  Art  ist  später  meines  Wissens  nicht  im  Küsten- 
gebiete Ost-Afrikas  wiedergefunden  worden  und  es  scheint  daioim  etwas  zweifelliaft,  ob  sie  dort  wirklich  vorkommt. 

ohtusuu-  D.  obtusangula  spec.  nov.  (=  ribensis  39  d)  ist  der  voi-igen  Art  sehr  ähialich.  weicht  aber  in  beiden  Ge- 

giila.  schleclitern  dadurcli  al).  daß  die  zweite  dunkle  Querbinde  der  Hflgl  an  der  Rippe  4  nach  außen  abgerundet 
oder  nur  sehr  stumpf  gebrochen  ist.  Beim  ^  sind  die  hellen  Querlinien  der  Oberseite  dick  und  lebhaft  blau 
und  das  Wurzelfeld  der  Hflgl-Unterseite  nacli  außen  violettgrau  gesäumt ;  die  Vflgl  sind  unten  am  Hrd  etwas 
gelblich  aufgehellt  und  die  blauen  Querzeichnungen  der  Oberseite  auf  beiden  Flgln  durch  violettgraue  Quer- 
linien oder  Schatten  vertreten.    Kamerun. 

hutlcri.  D.  butleri  Auriv.  (=  amaranta  Btlr.  $)  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt.    Das  $  kommt  dem 

$  von  ribensis  recht  nahe,  hat  aber  viel  schmälere  gelbe  Qucrbnicn  der  Obenseite;  die  erste  gelbe  Querlijiie  der 
Oberseite  felilt  oder  ist  sehr  inideutlich  ;  die  Wurzelhälftc  l)(>idcr  Flgl  wird  dadurch  fast  einfarbig  dunkelbraun, 
nur  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  treten  einige  helle  Querlinien  auf;  nach  außen  ist  die  Wurzelhälfte  durch  eine 
scharf  begrenzte,  zusammenhängende,  schwach  gebogene  Querbinde,  welche  von  der  Rippe  7  der  Vflgl  bis  zur 


Ausuegebcn  15.  III.  l'J12.  DIESTOGYNA.       Vou  Dr.  0.  AURIVILLU-S. 


161 


Rippe  1  b  der  Hflgl  geht  und  im  Felde  2  der  Vflgl  sich  plötzlich  zu  einer  Breite  von  4  nun  ausdehnt,  sonst 
aber  nur  1—2  mm  breit  ist ;  hinter  der  ]\Iitte  finden  sich  auf  den  Vflgln  2  und  auf  den  Hflgln  3  gelbe  Querlinicn; 
die  Unterseite  ist  der  Unterseite  von  rihmsis-'^  und  obtusangula-0  ähnlich  und  das  ^A'urzelfeld  der  Vflgl  ist  wie 
bei  dieser  Art  an  der  Rippe  4  nach  außen  abgemndet.   Toro. 

D.  luteostriata  Baker  (39  e)  ist  ebenfalls  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt.  Bas  $  schließt  sich  in  luteostri- 
dcr  Zeichnung  den  vorhergehenden  Arten  an,  weicht  jedoch  dadurch  recht  erheblich  ab,  daß  die  erste  gelbe  "'"• 
Querlinie  der  Oberseite  breit  ist  und  scharf  hervortritt  und  daß  die  zweite  auf  den  Vflgln.  zwei  große  gelbe  Flecke 
bildet,  von  denen  der  eine  im  Felde  1  b  liegt  und  fast  quadratisch  ist,  der  andere  aber  im  Felde  2  sehr  lang  und 
bis  zur  gelben  Submarginallinie  ausgezogen  ist ;  durch  den  ersten  Fleck  wird  die  breite  schwarze  Discalbinde 
fast  ganz  und  durch  den  zweiten  die  äußeren  Querbinden  unterbrochen;  beide  Flgl  Innter  der  Mitte  nur  mit 
zwei  gelben  Querlinien ;  die  Unterseite  ist  hell  bräunlich  mit  einem  dunklen.  Punkt  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl ; 
das  Wurzelfeld  der  Vflgl  ist  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  2  nach  außen  schwach  gebogen,  im  Felde  l'b 'aber 
tief  eingeschnitten;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  groß,  nach  außen  ganz  gerade  begrenzt  und  weißlich  gesäumt, 
die  postdiscalen,  ovalen  Flecke  smd  groß,  weiß  geringelt,  deutlich  und  vollständig,  nur  der  im  Felde  2  der  Vflgl. 
ist  unvollständig  (auf  der  Innenseite  durch  den  gelben  Fleck  ausgelöscht).    Kongo-Gebiet:  Beni-Mawambe. 

Di<-  l)i-i(len  folfieiulen  Arten  weichen  von  den  vorhergehenden  diaser  Gruppe  durch  die  Form  des  Wurzelfeldes  der 
llflijl-riiterseite  etwas  ab:  dieses  Feld  ist  nämUch  ainVrd  etwas  länger  und  am  Ird  etwas  kürzer,  wodurch  seine  äußere  Grenz- 
linie mehr  schief  zu  liegen  kommt.  Bei  den  JcJ  sind  die  Zeichnungen  der  Oberseite  weniger  deutlich  imd  bei  dem  einzigen  bekann- 
ten $  weichen  die  Zeichnungen  der  Oberseite  \o\\  denen  der  vorigen  Arten  sehr  ab  und  nähern  sich  mehr  der  Zeichnung  vieler 
$?  der  zweiten  Gruppe.    Die  Hflgl  sind  bei  beiden  Geschlechtern  am  ^Vnalwinkel  deutlich,  aber  breit  und  stumpf  ausgezogen. 

D.  &ustn\  Auriv.  (39  f).  ^J:  Beide  Flgl  oben  dunkel  graubraun  mit  mattem,  bläulichem  Schiller,  welcher  diiseni. 
besonders  im  Saumteil  der  Vflgl  und  längs  der  Mitte  der  Hflgl  hervortritt ;  die  dunklen  Querbinden  sind  mit 
Ausnahme  der  Discalbinde  der  N'flgl  kaum  angedeutet ;  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  süid  die  gewöhnlichen  hellen 
Querlinien  ziemlich  deutlich.  Das  Wurzelfeld  der  Vflgl-Untei-seite  ist  nach  außen  ziemlich  gleichförmig  gebogen, 
an  den  Rippen  2  und  3  kurz  gezackt  und  h?ll  gelblich  gesäumt;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  dunkel  kastanien- 
braun, nach  außen  fast  gerade  aber  etwas  unregelmäßig  begrenzt  und  besonders  gegen  den  Ird  grauviolett 
gesäumt;  die  postdiscalen  Ringflecken  sind  undeutlich,  nach  innen  aber  durch  weiße  Punkte  bezeichnet;  djese 
Punkte  treten  auch  in  den  Feldern  3 — 7  der  Vflgl  auf ;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  erreicht  fast  den  weißen  Punkt 
im  Felde  7.  —  Das  $  ist  viel  großer  als  das  (^  und  eines  der  größten  bekannten  Diestogyna-5?.  Es  ist 
mir  nur  ein  Stück  (aus  Staudinger's  Sammlung)  bekannt,  welches  leider  auf  beiden  Vflgln  beschädigt  ist. 
Die  Flgl  haben  oben  eine  dunkel  graubraune,  im  Wurzelteil  dunklere  und  mehr  rötlichbraune  Grundfarbe; 
die  Vflgl  haben  zwei  große  schiefgestellte  gelbe  Flecke  in  den  Feldern  2  und  3,  welche  offenbar  einen  Teil  der 
schiefen  Querbinde  der  $$  der  zweiten  Gnippe  entsprechen,  und  4  weiße  Subapicalpunkte ;  die  Mittelzelle 
mit  den  gewöhnlichen  gebogenen  Querlinien  in  der  Mitte  und  an  der  Spitze ;  die  Hflgl  oben  zwischen  den  Rippen 
1  b  und  7  mit  einer  breiten  gelben  ]\Iittelbinde,  welclie  nach  außen  unscharf  begrenzt  und  in  den  Feldern  4 — 6 
so  stark  verbreitert  ist,  daß  sie  die  äußere  Begrenzung  der  Augenflecke  erreicht;  die  Unterseite  fast  wie  die 
Oberseite  gezeichnet,  die  Flecke  der  Felder  2  und  3  der  Vflgl  aber  fast  weiß  und  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  mit 
einigen  violettgrauen  Schattenlinien  geziert  und  nach  außen  von  einer  weißen,  etwa  2  mm  breiten  Mittelbinde 
begrenzt.    Eine  sehr  seltene  bisher  nur  aus  Kamerun  bekamite  Art. 

D.  romi  Auriv.  (39  f).  Von  dieser  schönen  Art  ist  nur  das  r^  bekannt.  Die  Flgl  oben  schön  blau  schillernd,  romi. 
ohne  dunide  Querbüiden,  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  schwarz  mit  blauen  Querlmien  und  am  Saume  schwarz ; 
Fransen  schneeweiß ;  auf  der  Unterseite  ist  das  Wurzelfeld  tief  schwarzbraun  und  nach  außen  violettgrau  gesäumt ; 
das  Wurzelfeld  der  Vflgl  ist  etwas  unregelmäßig  aber  gegen  den  Hrd  fast  senkrecht  abgeschnitten,  dasjenige 
der  Hflgl  fast  geradlinig  begrenzt;  die  Augenflecke  smd  nur  durch  weiße  Punkte  angedeutet;  der  Saumteil 
ist  dunkel  rötlichbraun,  am  Analwinkel  der  Hflgl  violettgrau  überzogen.  Kongo-Gebiet  zwischen  Kasongo  und 
den  Stanley-Fällen. 

Zweite  Gruppe. 

Das  Wurzelfeld  der  Hflgl-T^nterseite  ist  abgerundet  oder  viereckig,  indem  es  nach  außen  von  einer  gebogenen  oder  ge- 
wöhnlich an  der  Rippe  3  oder  4  winkelig  gebrochenen  Linie  begrenzt  wird.  Eine  Einteilung  dieser  artenreichen  Gruppe  in 
Untergrupiien  nach  den  Zeichnimgen  der  ^2  ist  hier  provisorisch  versucht,  wu'd  alier  dadmch  beeinträchtigt,  daß  die  ij$ 
mehrerer  .Arten  noch  unbekannt  sind  oder  ihre  Zusammengehörigkeit  mit  den  oo    nicht  ganz  unzweifelhaft  ist. 

Erste  U  n  t  e  r  g  r  u  ji  p  e. 

.Spitze  der  Vflgl  beim  $  nicht  weiß.  Vflgl  bei  den  $?  auf  beiden  Seiten  mit  einer  hellen  schief  gestellten  Querbinde, 
welche  von  der  Jlitte  des  Vrds  ausgeht,  gegen  den  Hinterwinkel  oder  den  Saum  gerichtet  ist  und  gewöhnüch  die  Rippe  2  erreicht; 
diese  Schrägbinde  Ijesteht  darum  gewöhnlich  aus  5  Flecken,  je  einem  in  den  Feldern  2 — 6:  die  Flecke  der  Felder  4 — 6  sind  jedoch 
oft  klein  oder  imdeutlich  und  der  im  Fehle  2  ist  bisweilen  von  den  übrigen  abgetrennt  oder  bildet  mit  denselben  einen  Winkel. 
Durch  diese  eigentümliche,  bei  den  cJo  ganz  fehlende  Querbinde  sind  die  $$  dieser  Untergruppe  leicht  kenntlich.  Die  (J(J  oben 
mit  schwarzbrauner  Grundfarbe  und  schwarzen  Querbinden  oder  einfarbig  schwarz  mit  oder  ohne  blaue  Zeichnungen  und  blauen 
Schiller,  nie  aber  mit  rotbrauner  oder  gelbbrauner  Grundfarbe  oder  mit  ähnliih  gefärbten  Querbinden. 

XIII  21 


1B2 


DIESTOGYNA.    Von  Dr.  G.  Aurrillius. 


grosesmithi.  D.  grosesmithl  Stihjr.  (39  c)  weicht  durch  die  schön  gezeiclmete  Unterseite  von  allen  anderen  Arten  ab; 

dieselbe  hat  auf  beiden  Flgbi  eine  tief  rotbraune,  beim  J  etwas  hellere  Grundfarbe,  welche  am  Ird  der  Vflgl  in 
Gelbbraun  übergeht ;  die  ovalen  Postdiscalflecke  sind  schwärzlieh  grau  geringelt  und  in  den  Fehlern  4 — 6  nach 
innen  von  scharf  hervortretenden  weißen  Punkten  begrenzt;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  hat  2 — 3  graue  (braun 
ausgefüllte)  Querstriche  und  hinter  der  Zellenspitze  liegt  em  breiter,  älmlicher  Fleck:  die  Hflgl  haben  einen 
weißgrauen,  durch  dunkle  Quei-striche  mehr  oder  weniger  unterbrochenen  Längsstreifen,  welcher  von  der  Wurzel 
durch  die  Zelle  und  das  Feld  6  bis  zur  Flglspitze  geht  und  in  der  Zelle  einen  schwarzen  Punkt  einschließt ;  durch 
diesen  Streifen  ist  die  Art  sofort  kenntlich:  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  nach  außen  durch  eme  unregelmäßig 
gebogene  ujid  etwas  gezackte,  wenig  deutliche  aber  gewölmlich  grau  gesäumte  braiuie  Linie  begrenzt.  Oben  sind 
die  Flgl  beim  o  schwarzbraun  mit  duiikelblauem  Schiller  aber  olme  dunkle  Querbinden ;  die  Vflgl  haben  einen 
weißen  Piuikt  an  der  Mitte  des  Vrds  und  vier  sehr  deutliche  weiße  Subapicalpmikte :  beim  2  ist  die  Grund- 
farbe der  Oberseite  lederbrauji.  im  Spitzenteil  der  Vflgl  etwas  dunkler,  die  dunklen  Querzeichnungen  treten 
darum  ziemlich  deutlich  auf;  die  Querbinde  der  Vflgl  ist  zusammenhängend  nach  hinten  etwas  breiter,  oben 
hellgelb,  unten  weiß:  die  weißen  Subapicalpunkte  sind  deutlich.    Kamerun. 

(iridatha.  D.  aridatha  Hew.  (39  c)  ist  durch  die  migewöhnliche  Form  des  Wurzelfeldes  der  Hflgl-Untei-seite  am 

besten  keiuitlich:  dasselbe  ist  nämlich  klein  und  in  der  Richtung  von  vorn  nach  hinten  sehr  kurz,  indem  seine 
Hinterseite  von  der  Wurzel  der  Rippe  3  in  fast  gerader  Linie  und  mit  dem  Vrd  parallel  gegen  den  Ird  verläuft ; 
das  ganze  Feld  wird  dadurch  fast  quadratisch.  Beim  £  ^üid  die  Flgl  oben  schwarzbraun  mit  schwachem  blauen 
Schiller:  die  Hflgl  suul  gegen  den  Vrd  erhellt  und  dort  sind  darum  die  Postdiscalflecke  sichtbar;  auch  die  Vflgl 
sind  am  Vrd  etwas  heller,  so  daß  die  dunklen  Querbinden  und  Querflecken  sichtbar  werden:  sie  haben  2 — 4 
weiße  Subapicalpvmkte ;  unten  sind  die  Vflgl  gelblich  mit  5 — 6  rotbraunen  Querbinden  am  Vrd,  welche  nach 
liinten  xmdeutlich  werden:  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  tief  kastanienbraun  mit  gelblichen  Flecken  in  6 — 8 
und  einem  braimen  schwarz  und  gelb  geringelten  Pimkt  in  der  Zelle:  auf  der  Hinterseite  ist  es  breit  weißgrau 
gesäumt :  der  übrige  Teil  der  Hflgl  ist  rotbrami.  am  Analwinkel  sehr  breit  weißgrau  überzogen,  ein  schwärzl.cher 
Fleck  im  Wurzelteil  der  Felder  4  und  5  schließt  sich  der  Außenseite  des  Wurzelfeldes  an.  Das  $  schließt  sich 
unten  dem  j  recht  genau  an,  ist  aber  heller  gefärbt  imd  hat  weiße  statt  gelbe  Flecke  im  Wurzelfeld  der  Hflgl 
und  deutliche  Postdiscalflecke  der  Hflgl;  dieQüerbinde  der  Vflgl  ist  oben  gelb,  unten  weiß,  zusammenhängend, 
aber  im  Felde  2  etwas  schmäler  als  im  Felde  3.    Alt-Calabar  und  Kamerun. 

abusd.  D.  abasa  Bt^ir.  (39  b).    Beim  £  sind  die  Flgl  oben  schwarzbraiui  mit  recht  deutlichen  schwarzen  Quer- 

binden, aber  fast  ganz  ohne  blauen  Schiller;  die  Fransen  sind  dujikel  und  die  weißen  Subapicalpunkte  der  Vflgl 
smd  undeutlich  oder  fehlen ;  die  Unterseite  erinnert  an  die  der  vorigen  Art.  ist  aber  etwas  heller  imd  hat  ein  Wurzel- 
feld der  Hflgl  von  anderer,  mehr  abgenindeter  Form:  die  Vflgl  sind  unten  gelb  mit  zwei  rotbraunen,  dunkel 
umzogenen  Querflecken  in  der  Zelle,  einer  braunen,  am  Vrd  erweiterten  Schattenbinde  hiiater  der  Mitte,  einer 
fast  geraden,  diuikelbraunen  Augenfleckenreihe  tuad  dimkler  Saumbinde:  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  rötlich- 
braun, kaum  diuikler  als  der  Saumteil  und  durch  einige  gelbe  Flecke,  von  denen  der  in  der  Zelle  einen  schwarzen 
Pujikt  einschließt,  erhellt;  der  Saumteil  ist  dicht  am  Wurzelfelde  im  Felde  4  verdunkelt,  m  den  Feldern  5 — 7 
gelb  erhellt,  sonst  aber  dunkel  rotbraun  imd  gegen  den  Ird  etwas  violett  angeflogen  und  nur  dicht  am  Anal- 
winkcl  imd  am  Ird  grau  gesprenkelt;  die  Augenflecke  sind  durch  Uire  äußere  und  iimere  gelbe  Begrenzung 
angedeutet.  Das  2  erinnert  oben  selir  an  das  2  von  aridatha  und  hat  wie  dieses  eine  gelbe,  nach  hinten  etwas 
verschmälerte  aber  ganz  gerade  Querbinde  der  Vflgl;  diese  Querbmde  ist  auch  auf  der  L'ntei-seite  gelb,  weim 
auch  etwas  heller  als  oben:  die  Unterseite  ist  dmikel  lederbraun  aber  fast  überall  dicht  grau  überzogen,  nur 
der  Spitzenteil  der  Vflgl  imd  eine  breite  Saumbinde  zwischen  der  Rippe  3  und  der  Spitze  der  Hflgl  sind  rein 
braun :  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  deutlich  höher  als  breit  und  fast  einfarbig  tlunkel  mit  keinen  oder  imdeutlichen 
weißgrauen  Flecken.  Diese  und  die  beiden  vorhergehenden  Arten  sind  die  einzigen  mir  bekannten  Formen 
dieser  Untergnippe.  bei  denen  die  $2  eine  gelbe  Querbinde  der  Vflgl-Oberseite  haben.  Alt-Calabar,  Kame- 
nm  imd  Kongo- (Tobiet. 

atrovirenK.  D.  atfovirens  Mab.  (39  a.  b).    Das  j  gehört  zu  den  dunkelsten  Formen  der  Gattung:  beide  Flgl  oben 

schwärzlich  mit  dunklem  bläulichem  Glänze  imd  ohne  Zeicluumgen.  die  Hflgl  jedoch  am  Vrd  heller,  dunkel- 
braim  mit  Andeutungen  der  schwarzen  Querbinden:  unten  sind  beide  Flgl  dunkel  umbrabraun.  die  Vflgl  am 
Hrd  etwas  heller;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  hat  vor  der  ilitte  einen  vorn  offenen,  grau  und  dunkelbraun  um- 
zogenen Ringfleck  und  an  der  Spitze  zwei  graue  Querlinien,  das  Wurzelfeld  ist  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  2 
durch  eine  an  den  Rippen  etwas  gezackte  imd  saumwärts  schwach  grau  gesäumte  und  wenig  gebogene  Linie 
begrenzt ;  die  Spitze  ist  in  den  Feldern  6 — 8  mit  violettgrauen  Schuppen  gesprenkelt ;  die  postdiscalen  Ring- 
flecke sind  sehr  undeutlich  imd  die  Meißen  Punkte  an  ihren  inneren  Enden  auch  kaum  merkbar;  das  Wurzel- 
feld  der  Hflgl  ist  wenig  dunkler  als  die  Grundfarbe,  nach  außen  abgerundet  und  durch  eine  zackige  Linie  begrenzt ; 
diese  Linie  ist  nicht  oder  nur  sehr  undeutlich  hell  gesäumt  und  winl  nicht  von  einem  dunklen  Fleck  im  Felde  4 
begleitet ;  im  Wurzelfelde  finden  sich  gewöhnlich  zwei  gelblichgraue  oder  violettgraue  Flecke,  der  eine  in  Feld  2, 
der  andere  in  7  und  ein  solcher  Ring  in  der  Zelle;  die  Postdiscalflecke  sind  durch  helle  Pimkte  an  ihren  imieren 
Enden  imd  durch  kaum  sichtbare  graur-  Ringe  angedeutet ;  am  Analwinkel  sind  die  Felder  1  b — 2  in  einer  Breite 


DIESTOGYNA.    Von  Dr.  C.  AuRiviLLms.  163 

von  nur  2 — 4  mm  mit  violettgrauen  Schu]5pen  bestreut;  die  Fransen  beider  Figl  sind  dunkel  gefärbt.  Beim  $ 
sind  die  Hflgl  und  der  Wurzelteil  der  Vflgl  oben  dunkel  gelbbraun  und  der  Spitzenteil  der  Vflgl  fast  schwarz 
mit  weißer  Querbinde  und  4  weißen  Subapicalpunkten;  die  weiße  Querbinde  ist  gegen  den  hinteren  Teil  des 
Saumes  gerichtet,  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  3  zusammenhängend  imd  fast  gleich  breit  und  dann  mit  einem  unregel- 
mäßigen fast  freien  Fleck  im  Felde  2;  die  gelbbraune  Mittelzelle  mit  deutlichen  schwarzen  Querzeiclmungen ; 
die  Postdiscalflecke  der  Hflgl  sind  schwarz  ausgefüllt  und  saumwärts  durch  eine  schwarze  Kappenlinie  scharf 
b-grenzt :  unten  siiid  die  Vflgl  dunkel  umbrabraun,  in  der  Zelle  grau  überzogen  und  nur  an  der  Wurzel  der  Felder 
1  a  und  1  b  gelb,  die  weißen  Zeichnungen  wie  oben;  die  Hflgl  sind  luiten  zum  großen  Teil  grau  überzogen,  das 
Wurzelfeld  ist  dunkelbraun,  hinter  der  Mitte  in  den  Feldern  1  b,  1  c,  2.  5  und  an  der  Spitze  der  Zelle  breit  gelb- 
lich aufgehellt,  nach  außen  zackig  und  sehr  dunkel  grau  gesäumt,  in  der  Wurzel  des  Feldes  4  ein  schwärzlicher 
Fleck;  der  Ird  und  die  Analgegend  sind  selir  breit  weißgrau  überzogen ;  die  Postdiscalflecken  sijid  schwarzgrau 
und  nach  außen  nächst  der  Kappenlmie  gelblich ;  außerhalb  der  Kappeirlinie  ist  die  Saumbinde  erst  gelblich, 
daiui  dunkel  rotbraun.    Kamerun,   Gabun  und  Landana. 

D.  conjungens  Auriv.  (38  f)  ist  nur  im  mämilichen  Geschlecht  bekannt.  Das  cJ  steht  in  vielen  Be-  conjmvjcns. 
Ziehungen  in  der  Mitte  zwischen  atrovirens  und  atrojmrpurea.  Die  Flgl  smd  oben  ganz  wie  bei  atropurpurea, 
gefärbt  und  gezeichnet,  dunkel  schwarzbraun  mit  blaugrünlichem  Schiller  und  zwei  undeutlichen  schwarzen 
Fleckenreihen  vor  dem  Saume;  in  der  Mittelzelle  finden  sich  zwei  undeutliche  elliptische  schwärzliche  Quer- 
flecke und  ein  Fleck  hinter  dem  Zellende;  die  Fransen  der  Vflgl  sind  weiß,  diejenigen  der  Hflgl  aber  fast  ganz 
dunkel.  Die  Unterseite  heider  Flgl  stimmt  sehr  nahe  mit  der  Unterseite  des  (J  von  atrovirens  überein;  die  Vflgl 
sind  schwarzbraun,  am  Hrd  breit  aufgehellt  gelblich  grau  und  zwischen  der  Mittelzelle  und  der  Spitze  mehr 
oder  weniger  mit  violettgrauen  Schuppen  bestreut;  die  weißen  Subapicalpunkte,  welche  oben  undeutlich  sind 
oder  fehlen,  sind  hier  deutlicher;  die  Hflgl  sind  ziemlich  eintönig  schwarzbraiui,  nur  am  Anal«dnkel  mehr  oder 
weniger  violettgrau  überzogen;  das  Wurzelfeld  tritt  darum  nur  undeutlich  hervor,  ist  in  den  Feldern  1  c,  2, 
3.  5  und  6  durch  kleine  graue  Flecke  begrenzt  und  schließt  3 — 4  gelblichgraue  Wurzelflecke  in  den  Feldern 
1  a — 1  c  und  7  ein.  von  denen  der  letzte  der  größte  ist ;  die  eiförmigen  Postdiscalflecke  smd  imdeutlich  und  jeder 
durch  einen  weißen  Punkt  am  inneren  Ende  ausgezeichnet.    Nordwest-Kamerun,  von  A.  Schxtltze  entdeckt. 

D.  atropurpurea  Auriv.  (39  a)  ist  in  beiden  Geschlechtern  oben  der  D.  atrovirens  sehr  ähnlich,  weicht  atropurpu- 
aber  unten  recht  erheblich  ab.  Das  (J  weicht  oben  durch  deutliche  weiße  Subapicalpunkte  imd  weiße  Fransen  ''*"■ 
der  Vflgl  imd  durch  zwei  ziemlich  deutliche  Fleckenreihen  vor  dem  Saume  beider  Flgl  ab ;  unten  smd  die  Vflgl 
am  Hrd  bis  zur  Rippe  3  breit  gelblich  dunkelgrau,  sonst  im  Wurzelfelde  dunkelbraun  uiid  im  Spitzenteil  rötlich 
braun  mit  violettgrauen  Schuppen  vor  der  Spitze;  die  Hflgl  sind  unten  bunt  gefärbt  und  haben  eine  dunkel 
purpurrötliche  Grundfarbe,  das  Wurzelfeld  ist  schwarzbraun  am  Vrd  rötlich  und  hat  in  der  Wurzel  des  Feldes 
7  einen  großen  hellgelben  Fleck,  außerhalb  des  W^urzelfeldes  ist  die  Grundfarbe  braunrot  und  dann  vor  den 
Postdiscalflecken  wieder  schwarzbraun,  diese  schwarzbraune  Discalbinde  ist  im  Felde  4  chii-ch  einen  diuiklen 
Querstrich  mit  dem  Wurzelfelde  verbunden;  die  Postdiscalflecken  siiid  wieder  braunrot  mit  weißen  Piuikten 
an  ihren  inneren  Enden  und  undeutlichen  gelbeii  Flecken  an  der  Außenseite;  die  Saumbinde  ist  dunkler  braun- 
rot. —  Das  $  weicht  oben  vom  9  der  atrovirens  Jiur  dadurch  ab,  daß  der  Wurzelteil  der  Vflgl  etwas  dunkler 
und  die  weiße  Querbinde  mehr  gegen  den  Hinterwinkel  gerichtet  ist;  unten  ist  die  Grundfarbe  der  Vflgl  mehr 
eintönig  dunkelgrau,  und  die  Hflgl,  welche  in  der  Zeichnung  denen  des  ,^ähialich,  aber  viel  heller  suid,  sind  nur 
am  Analwinkel  (sehr  schmal)  und  im  Wurzelteil  des  Vrds  etwas  grau  überzogen,  aber  in  allen  hellen  Teilen 
deutlich  braun  gestrichelt  oder  gesprenkelt,  was  beim  $  von  atrovirens  nicht  vorkommt.    Kameran. 

D.  obsoleta  Grünb.  (39  a).  Beim  3"  sind  die  Flgl  oberseits  dunkelbraun  mit  schwarzen  ziemlich  undeut-  ohsolcia. 
liehen  Zeichnungen,  die  hintere  Pai'tie  beider  Flglpaare  vorherrschend  schwarz  mit  schwachem  dunkelblauen 
Schimmer :  Fransen  des  Vflgls  weiß,  des  Hflgls  dunkelbraun.  Unterseite  des  Vflgls  gelblich  braun  mit  dunkelbraunen 
Zeichnungen,  die  auf  der  Basalhälfte  vorherrschen;  die  dunkeln  Querstriche  in  der  Zelle  breit,  schwärzlich 
gesäumt;  jenseits  der  Zelle  eme  breite  hellbraune,  dunkel  variierte  Mittelbinde,  vorn  stai'k  erweitert  und  fast 
die  Hälfte  des  Vrds  von  der  Spitze  an  einnehmend ;  ihre  äußere  Begrenzung  bildet  eine  aus  zusammenfließenden 
dunkelbraunen  Flecken  gebildete  Submarginalbinde,  die  außen  noch  von  einer  schwarzen  Bogenlinie  begleitet 
wird;  Saum  dunkelbraun;  Hflgl  dunkel  rotbraun  mit  unregelmäßiger  heller  graubrauner  Zeiclunmg;  über  die 
Zelle  eüi  basaler  Fleck,  m  der  Zelle  selbst  ein  isolierter  dunkelbrauiier,  hell  umrandeter  Fleck,  hmter  der  Zelle 
unter  der  Rippe  2  ebenfalls  ein  größerer  heller  Fleck;  jenseits  der  Zelle  sind  von  der  ganz  unregelmäßigen  Zeich- 
luuig  nur  eine  mediane  Reihe  dunkelbrauner  Flecke  und  eine  submarginale  Zackenbinde,  beide  ziemlich  undeut- 
lich, zu  luaterscheiden.  Das  ?  ist  unbekamit ;  wenn  aber  das  als  amaranta  $  38  f  abgebildete  ?,  ^vie  möglich 
ist.  nicht  zu  amaranta,  sondern  zu  obsoleta  gehört,  ist  die  Art  in  die  dritte  Untergruppe  einzureihen.   Uganda. 

D.  mawamba  Baker  (38  e)  steht,  wie  die  Figuren  zeigen,  der  D.  atropurpurea  nahe.    Beim  (^  sind  die  mmvamba. 
Flgl  oben  schwarzbraim  mit  dunkelblauem  Schiller,  schwarzen  Querbinden,  welche  auch  in  der  Mitte  der  Vflgl 
unterscheidbar  sind,  imd  weißlichen  Fransen  der  Vflgl;  auf  der  Unterseite  ist  das  Wurzelfeld  der  Vflgl  schwarz- 
grau  und  gegen  die  mehr  hellgraue  Saumhälfte  bis  zur  Rippe  1  scharf  und  bogenförmig  begrenzt,   die  undeut- 
lichen Postdiscalflecke  sind  saumwärts  durch  eme  dunkle  Kappenlinie  begrenzt;  außerhalb  dieser  Linie  ist 


KU  DIESTOGYNA.     Von  T)r.  0.  AvRiviLLTr.s. 

der  .Saum  rostfarbig;  diese  Farbe  deJint  sich  weit  in  die  Felder  3 — 5  hinein  aus:  das  Wurzelfeld  ist  dunkel  rost- 
braun mit  einem  gelben  Fleck  an  der  Wurzel  des  Feldes  7  und  in  der  Zelle;  die  Saumhälfte  ist  nächst  dem  Wurzel- 
felde rötlich  gelb  und  ohne  dunklen  Fleck  im  Fekie  4,  dann  aber  zum  größten  Teil  mit  rostbraun  und  rötlich- 
braun überzogen;  die  Postdiscalflecke  sind  schwärzlich  begrenzt,  grau  und  rostbraun  ausgefüllt.  Das  9  weicht 
oben  kaum  vom  $  der  D.  atrovirens  ab;  die  weiße  Querbinde  der  V'flgl  ist  jedoch  am  Vrd  stark  verschmälert; 
die  Unterseite  der  Vflgl  ist  ganz  eintönig  dunkel  braungrau  mit  denselben  Zeicluiungen  wie  oben;  das  Wurzel- 
feld der  Hflgl  ist  fast  ganz  schwarzbraun  und  durch  einen  schmalen  Streifen  am  Vrd  mit  dem  ebenfalls  zwischen 
der  Figlspitze  und  der  Rippe  4  stark  verdunkelten  Saum  verbunden;  der, ganze  übrige  Teil  des  Flgls  ist  hell 
gelblich,  dünn  braun  gesprenkelt  mit  langen  aber  undeutlichen  Postdiscalflecken  und  ganz  ohne  dunklen  Fleck 
im  Felde  4.    Kongo-Gebiet:  Mawamba-Makala. 

shiiiilc.r.  D.  Simplex  Stgr.  (38  e,  f).    Beim  (J  sind  beide  Flgl  oV)en  einfarbig  dunkelbraun  mit  blauem  Schillci- 

nur  vor  dem  Saume  treten  die  zwei  äußersten  Fleckeni'eihen  ziemlich  deutlich  henror;  die  Fransen  der  \'flgl 
sind  dunkel;  unten  sind  die  Felder  1  a — 2  der  Vflgl  grau;  beide  Flgl  aber  sonst  eintönig  rotbraun  mit  sehr  undeut- 
lichen Zeichnungen;  das  Wurzelf  cid  der  Hflgl  ist  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe,  ganz  ungefleckt  mit  einem 
schwarzen  Punkt  in  der  Zelle  und  nach  außen  durch  eine  feine  schwärzliche,  gebogene  und  etwas  gewellte  Linie 
begrenzt;  dicht  an  dieser  Linie  liegt  im  Felde  4  ein  undeutlich  begrenzter,  schwarzer  Schattenfleck;  am  Anal- 
winkel ist  die  Grundfarbe  sehr  schwach  grau  überzogen;  die  weißen  Subapicalpunkte  der  Vflgl  fehlen  auf 
beiden  Seiten  völlig.  Das  $  hat  die  Vflgl  oben  schwarzgrau,  an  der  Spitze  etwas  dunkler,  schwärzlich  mit  gerader 
und  zusammenhängender  weißer  Querbinde  und  weißen  Subapicalpunkten ;  die  Hflgl  sind  oben  graubraun, 
am  Vrd  luid  in  den  Postdiscalflecken  gelblich  aufgehellt;  die  Unter.seite  wie  beim^J,  aber  viel  heller,  eintönig 
hell  braungelb  und  mit  sehr  deutlichem  schwarzem  Fleck  im  Wurzelteil  des  Feldes  4  der  Hflgl ;  die  Grenzlinie  des 
Wurzelfeldes  an  der  Rippe  2  scharf  gebrochen.    Sierra  Leone. 

feroniri.  D.  feroflia  Stgr.  (.38  d,  e)  ist  der  vorigen  Art  so  ähnlich,  daß  es  genügt  die  L^nterschiede  zu  erwähnen; 

beim  o  **hid  die  Flgl  oben  sehr  matt  und  dunkel  bläulich  angeflogen  und  die  Hflgl  vom  Vrd  bis  ziu-  Falte  des 
Feldes  4  dunkelbraun  ohne  blauen  Schimmer;  die  Vflgl  haben  weiße  Fransen  und  weiße  Submargijialpunkte ; 
auf  der  L^nterseite  sind  die  Vflgl  abwechselnd  gelblich  und  rotbraun  gebändert  und  nur  im  Felde  1  b  grau.  Beide 
Geschlechter  weichen  dadurch  ab,  daß  das  Wurzelfeld  der  Hflgl-Unterseite  hinten  zwischen  der  Rippe  4  ui^d  dem 
Ird  gerade  a  b  g  e  s  c  li  n  i  t  t  e  n  und  lireit  v  i  o  1  e  t  t  g  r  a  u  g  e  s  ä  u  m  t  ist :  der  scluvärzliche  Fleck  im 
Felde  4  (und  5)  tritt  scharf  hervor.    Sierra-Leone. 

(ilhoiiimc-  D.  albopunctata  Anriv.  (38  d).    Die  Flgl  sind  beim  ,^  oben  schwärzlich  mit  blauem  Schiller  aber  ohne» 

falfi.  deiitliche  schwarze Querzeichiiungen  und  olnie  weiße  Subapicalpunkte:  die  Fransen  sind  dunkel,  haben  aber  auf 
den  Vflgln  kleine  weiße  und  auf  den  Hflgln  gelbliche  Punkte  an  den  Spitzen  der  Zwischeiraderfalten :  unten  sind 
beide  Flgl  sehr  dunkel  graul)raun,  die  Vflgl  haben  graue  Querlinien  in  der  Zelle  und  das  an  der  Rippe  4  winkelig 
gebi'ochene  Wurzelfeld  ist  grau  gesäumt;  die  postdiscalen  Augenflecken  sind  recht  deutlich  und  haben  kleine 
weiße  Punkte,  die  Felder  6 — 8  sind  an  der  Figlspitze  grau  beschuppt;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  viel  höher  als 
breit,  etwas  dunkler  als  die  Grundfarbe  und  schließt  nur  einen  chniklen  Punkt  in  der  Zelle  ein;  die  Analgegend 
ist  grau  beschuppt  und  die  Augenflecke  weiß  pujiktiert.  Im  Kongo-Gebiet  bei  LTmangi  und  Banana.  —  Das 
abgebildete  $  gehört  wahrscheinlich  zu  dieser  Art,  «Tirde  aber  nicht  zusammen  mit  den  (JcJ  angetroffen. 

umhritia.  D.  umbrjiia  Auriv.  (38  d)  ist  nur  im  männlichen  Geschlecht  bekannt  und  steht  der  vorigen  Art  nahe. 

Sie  weicht  dadurcii  ab,  daß  die  dunklen  Querbinden  der  Ober.seite  schwach  angedeutet  shul,  daß  die  Fransen 
einfarbig  dunkel  sind,  daß  das  Wurzelfekl  der  Vflgl-Unterseite  eine  andere  Form  hat  und  an  der  Rippe  2  zahn- 
förmig  hervortritt,  daß  die  Augenflecke  beider  Flgl  undeutlich  und  fast  luu'  durch  die  weißen  Piuikte  angedeutet 
sind  inid  daß  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  deutlicher  grau  gesäumt  ist.    Kongo-Gebiet,  am  Ikelemba-Fluß. 

veronica.  D.  verotlica  Cr.  (38  b  i)  *)  wurde  schon  1780  von  Gramer  beschrieben  und  abgebildet  und  ist  demnach 

die  zuerst  bekannte  aller  Diestogy na- Arten.    Das  ^J  ist  oben  bei  jeder  Beleuchtung  ziemlich  hell  grünlich  blau, 

nur  eine  Saunibinde,  welche  auf  den  Vflgln  2  mm,  auf  den  Hflgln  aber  kaum  1  mm  breit  ist,  ist  schwarz;  die 

Fransen  sind  deutlich  weiß  gefleckt;  die  dunklen  Querzeichnungen  in  der  Zelle  derVflgl  treten  deutlich  hervor 

und  auch  die  schwarzen   Querbinden  sind  mehr  oder  weniger  angedeutet,  besonders  die  äußerste  Binde  der 

Hflgl  ist  deutlich,  ebenso  die  weißen  Subapicalpunkte   der   Vflgl;  die    Grundfarbe  der  L^nterseite  ist  ziemlich 

eintönig  dunkelbraun,  das  abgenmdete  Wurzelfeld  der  Hflgl  jedoch  entschieden  dunkler  als  die  Saundiälfte; 

das  Wurzelfeld  der  Vflgl  ist  nach  außen  schwach  gebogen  und  weißgrau  gesäumt;  die  Postdiscalflecken  smd 

deutlich  und  grau  geringelt:  die  Figlspitze  ist  in  den  Feldern  7  und  8  scha-ach  grau  beschuppt:  auf  den  Hflgln 

liegt  ein  schwärzlicher  Fleck  der  Felder  4  und  5  dicht  an  der  Außenseite  des  Wurzelfeldes;  die  Analgegend  ist  bis 

zum  Wurzelfelde  schwach  grau  überzogen:  im  Wurzelfelde  liegen  einige  kleine  violettgrauc  Nebelflecke;  durch 

die  weißgefleckten  Fransen  und  die  stärkere  mehr  ausgebreitete  und  zusammenhängende  blaue  Farbe  der 

Ober.seite  weicht  das  ,^  sofort  von  den  (J^  der  folgenden  nahe  vei-wandten  Arten  ab.    Das  5  hat  eine  ziemlich 

eintönige  graubraune  Oberseite  mit  zusammenhängender  weißer  Querbinde  der  Vflgl;  die  Unterseite  erinnert 

*)  Dio  nach  Stücken  ilo^  Beil.  .AFus.  liici'  gclicfeiMcii  Fitrm-cn  sinil  iiiclil  i;Mt  i;clmii;cii ;  \  iclli'iili)  L;clii')n'n  sie  mihIi  einer 
der  l'olgonden  Ai'ton  an. 


DIESTOGYXA.    Von  Dr.  G.  ArMvmjrs.  165 

an  diejenige  des  3 .  ist  aber  heller  und  hat  ein  mehr  Tierecüges  weiSgran  gesänmtes  Wnirelfeld  der  Hflgl.  Sierra 
Leone  bis  Ashanti. 

D.  barombina  Avriv.  (38  e).  Beim  ^  treten  die  sehwaraen  Qaeraeidmiinsen  der  Oberseite  deutlich  her-  harombma. 

vor  und  die  duake-lblaue  Farbe  tritt  mir  zwischen  den  sc-hwaTzen  E::  -     ;  ien  auf:  die  Fransen  sind 

einfarbig,  d-ankelbrann  oder  nur  auf  den  Vflgln  mit  einigen  nndentlic^. -__.._  ^  „_i:en:  die  Unterseite  ist  fast 

ganz  wie  bei  veronica  geßrbt  und  gezeichnet ,  nur  ein  wenig  heller  und  mit  einem  kleinen .  wenig  deut liehen,  schwar- 
zen Punkt  in  der  Zelle  der  Hilgl:  dieser  Punkt  fehlt  röllig  bei  tvronsV«.  ist  aber  bei  den  beide:  '  \  ^.en  .\nen 
groß  und  sehr  deutliciL  Das  I  hat  oben  auf  den  Hflgln  und  an  der  Wurzel  der  Vflgl  eine  b:  _  -  Grund- 
farbe und  die  Vflgl  eine  weiße  Querbinde,  deren  Fleck  im  Felde  2  fast  frei  ist :  die  Unterseite  ist  ziemlich  dunkel- 
braun und  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  viel  dunkler  als  die  grau  r'  .  e  Saumhälfte :  der  dunkle  Fleck  im  Wurzel- 
teil der  Felder  4  und  5  trirt  scharf  herror:  die  Zelle  aber  hat  -  -  -chwarzen  Punktes  nur  einen  xmdeut liehen 
dunklen  Ring.    Kamerun. 

D.  incerta  spec.  nor.  (S8  e).  Die  Oberseite  des  ^  stimmt  genau  mit  derjenigen  der  q -J  von  haromhina  ittrHa. 
und  iadema  üt^erein.  die  Unterseite  aber  ist  lebhaft  und  fast  eintönig  rostfarbig,  nur  an  der  Außenseite  der  Wurzel- 
felder etwas  gelblich  aufgehellt :  das  Wurzelfeld  der  Vflgl  ist  sehr  groß,  die  Flglmirte  etwas  überragend  und  nach 
außen  bogenförmig  begrenzt ;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  nur  wenig  dunkler  als  die  Saumhälfte,  nach  außen 
durch  eine  schwarzbraune,  zackige  Linie  begrenzt  und  in  der  Zelle  mit  einem  deutlichen,  hell  umzogenen.  schwar- 
zen Punkt  geziert :  der  schwärzliche  Fleck  der  Felder  4  und  5  an  der  Mitte  des  Wurzelfeldes  tritt  deutlich  hervor: 
die  weißen  Punkte  an  den  inneren  Spitzen  der  Pc>stdis<salflecke  treten  scharf  auf:  die  Fransen  beider  PTgl  einfarbig 
dunkel:  die  weißen  Subapicalpunkte  der  Vflgl  sind  undeutlich  oder  fehlen.  Das  £  erinnert  oben  an  die  2£ 
der  verwandten  Arten,  hat  aber  vier  deutliche  dunkle  Querbinden  der  Hflgl:  die  Unterseite  hat  wie  beim  ^ 
eine  rostbraune,  aber  etwras  hellere  Grundfarbe  und  weicht  in  der  Zeichn".':  .  nur  dadurch  ab.  daß 

das  Wuixelfeld  der  Hflgl  nach  atißen  breit  weißgrau  gesäumt  ist:  der  ?._    .  „_,  la  der  Zelle  der  Hflgl 

tritt  scharf  hervor.    Kamerun:  von  dem  schwedisehen  Sammler  Fbitz  Theo  rix  entdeckt. 

D.  tadema  Hetc.  (SS  3)  ist  in  beiden  Geschlechtern  den  vorhergehenden  und  besonders  der  D.  barom-  iadema. 

biiia  se:_:   ^    :    :;h.  weicht  aber  von  '      -    "         '       '    "  :?.  bran!..  ""        '-  _        „  "Tx-  Gru!^    "  >r  Unter- 

seite al'     i-:  -/hwarze  Punkt  in  der  r    .  rseite  is:  ^  -  harf  ht:  ^  d   sind 

die  Fransen  einfarbig,  dunkel,  die  Subapicalpunkte  der  Vflgl  klein  oder  undeutlich  und  das  Wurzelfeld  der 
Vflgl  nach  außen  in  Feld  4  deutlich    stumpfwinkelk    .  '       hen:  beim    2  ist   die  Unterseite  der  Vflgl  bi 
grau  und  die  Unterseite  der  Hflgl  nicht  c»der  nur  u;  :j  grau  überzogen.   Alt-Calabar.  Kamerun.  Ga 

in  Kamerun  wohl  die  häufigste  Art  der  Gattung. 

D.  nigropunctata  Avnr.  (38  b),  von  der  nur  das  J  bekannt  ist,  kommt  ohne  Zweifel  der  D.  tadema  nigropync- 

sehr  nahe:  ist  aber  auf  beiden  Seiten  viel  heller.  Auf  der  Oberseite  treten  die  schwarzen  Querbinden  gegen  ^''- 
die  braune,  nur  schwach  in  Violett  schimmernde  Grundfart>e  hervor:  die  Unterseite  ist  blaß  weißlich  gelb 
mit  ganz  verschwommenen  Zeichnungen:  nur  der  schwarze  Punkt  in  der  Zelle  der  Hflgl  und  die  länglichen, 
aber  stark  verkleinerten  schwarzen  Kerne  der  Postdiscalflecke  beider  Flgl  treten  scharf  hervor:  das  Wurzelfeld 
der  Hflgl  ist  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe  und  durch  eine  dunklere  Linie  begrenzt :  der  dunkle  Fleck  in  Feld 
4  ist  kaum  angedeutet.    Kongo-Ciebiet  bei  Ikelemba. 

D.  auri\illii  Batid  ( 3S  b.  c ).   Diese  nach  einem  £  aufgestellte  Art  ist  mir  in  Xatur  unbekannt  und  wird  in  fol-  auririnn. 
gender  Weise  beschrieben:  Vflgl  etwas  stärker  einffebogen  als  bei  X).ne«>w»<>7  Cr.,  sonst  dieser  ähnhc-h.  besonders 
in  der  Zeichnung,  die  aber  weniger  als  dort  hervortritt :  grünlicher  Schimmer  breitet  sich  besonders  in  der  Mittel- 
zelle £us.  der  schwärzliche  Streifen  hinter  dem  Schlüsse  der  Mittelzelle  ist  schmäler  und  setzt  sieh  nur  bis  zur 
Rippe  3  fort :  nach  außen  im  oberen  Teile  wird  dieser  Streifen  von  einem  weißlichen  Fleckchen  begrenzt :  grünliche 
Schuppen  sind  an  vei^schiedenen  Stellen  nahe  des  Vids  angehäuft :  die  weiße  Punktreihe  vor  dem  Vorderwinkel 
ist  ziemlich  stark  ausgeprägt:  der  Schiller  der  übrigen  Flglfläche  ist  viel  dunkler  als  bei  D.  veronica.  fast  noch 
dunkler  als  bei  amaranta  Kan^h:  Unterseite  sehr  dunkel  und  scharf  gezeichnet,  sonst  ähnlich  der  ersteren  Art: 
die  äußere  Begrenzung  des  dunklen  Wurzelteiles  der  Vflgl  zeigt  einen  anderen  Verlauf:  Hflgl  sehr  dunkelbraun 
mit  breiter  scharf  begrenzter  Binde  im  basalen  Teile,  nach  innen  wird  diese  Binde  von  gelber  Färbung  um.sä       - 
am  breitesten,  fleckartig,  im  oberen  Teile:  Mittelzelle  mit  einem  großen,  dunkelbraunen  Flecke  und  ei. 
helleren  am  Ende:  der  schwärzliche  Fleck  in  der  Mitte  ist  ausgedehnter:  äußerer  Flglteil  braun,  sehr  eintönig. 
mit  weißlicher  Punktreihe  und  verloschener  Zackenlinie".  Kamerun  an  der  Barombi- Station. 

D.  schultzei  Aurir.  (37  e).  Auch  diese  schöne  Art  ist  nur  im  männlichen  Geschlecht  bekannt.  Die  Flgl  * "  -  :^^-. ;. 
oben  dunkel  schwarzbraun  mit  vier  deutlichen  schwärzlichen  Querbinden  zwischen  dem  ZeUende  xmd  dem  Saum- 
und vier  schwärzlichen  Querflet-ken  in  der  Mirtelzelle  der  Vflgl:  beide  Flgl  bei  gewisser  Beleuchtung  mit  sehr 
lebhaftem  grünblauem  Schüler,  welcher  auf  den  Vflgln  die  dunklen  Flecke  der  MittelzeUe  und  die  Felder  1  a — 3 
bedeckt,  ohne  jedoch  den  Saum  vöUig  zu  erreichen  und  auf  den  Hflgln  sich  über  die  MittelzeUe.  die  Felder  2 — ö 
und  den  Vrd  des  Feldes  1  c  ausdehnt :  in  den  nicht  hlauschillemden  Feldern  4 — 6  der  Vflgl  findet  sich  je  ein 
tri'i'i>.T-  '^"V.apicalpunkt  und  jeder^ifi  der  f-rsten  dunklen  Querbinde  einige  weißgraue  Schupj)en:  der  Zwischen- 


166  DTESTOGYNA.     Von  Dr.  f!.  AüRn'u.Lius. 

räum  zwischen  der  zweiten  und  dritten  dunklen  Querbinde  der  Hflgl  ist  in  den  Feldern  4 — 6  mit  gelblichen 
Schuppen  ziemlich  dicht  bedeckt,  so  daß  eine  abgekürzte  gelbliche  (jucrbinde  gebildet  «ii'd  (eine  deutliche 
Annähei-ung  an  die  (J^J  der  zweiten  Untergruppe);  Fransen  beider  Flgl  dunkel  gefärbt.  Die  Unterseite  der  Vflgl 
am  Vrd  bis  zur  Rippe  4  braun,  dann  heller,  gelblich;  Die  Mittelzelle  mit  gebogenen,  weißen  Querlinien:  das 
Wurzcifcld  Jiach  außen  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  4  weißlich  gesäumt ;  die  Hflgl  sind  imten  ziemlich  hell 
und  eintönig  rotbraun;  das  Wurzelfeld  ist  fast  einfarbig,  nur  mit  einem  schwarzen,  hellgeringelten  Punkt  in  der 
Zelle  und  einem  weißgrauen  Querfleck  im  Felde  7  geziert,  nach  außen  ist  es  von  einer  ebenen,  an  der  Rippe  4 
sehr  stumpfwinlcelig  gebrochenen,  breit  m  eißlich  gesäumten  Luiie  begrenzt ;  im  Felde  4  ist  die  weißliche  Begren- 
zung durch  einen  schwärzlichen  Fleck  unterbrochen;  die  Postdiscalflecke  sind  undeutlich  und  wie  gewöhn- 
lich nach  innen  durch  je  einen  weißen  Punkt  bezeichnet;  die  Analgegend  ist  nur  unbedeutend  violettgrau  be- 
schuppt.   In  Xordwest-Kamerun;  von  Oberst  Arnold  Schültze  entdeckt. 

irU.  D.  iris  Avriv.  (37  e.  f).    Beim  f^  sind  die  Flgl  oben  schwarzbraun  mit  undeutlichem  blauen  Schiller, 

aber  mit  scharf  hervortretenden  blauen  Zeichnungen.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  5  blauen  Querstrichen; 
der  etwas  dunklere  Wurzelteil  in  den  Feldern  3 — 6  der  Vflgl  und  in  der  Mitte  der  Hflgl  breit  blau  gesäumt;  die 
Postdiscalflecke  der  Vflgl  schwarz  gekernt,  blau  geringelt  imd  nach  außen  durch  eine  schwarze  Ka])penlinie 
scharf  begrenzt;  die  Hflgl  hinter  der  Mitte  mit  zwei  geschlängclten  schwarzen  Querlinien,  welche  lebhaft  blau 
gesäumt  sind;  die  Unterseite  ziemlich  eintönig  bräunlich  sandfarbig,  undeutlich  brauia  gestrichelt  und  mit 
undeutlichen  Zeiclmungen;  ein  dunkler  Funit  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl;  ihr  Wurzelfeld  wenig  dunkler  als 
die  fJrundfarbe.  nach  außen  gebogen  und  im  Felde  4  durch  ehien  dunklen  Fleck  begrenzt.  —  Beim  5  sind  die 
Vflgl  oben  schwärzlich  und  nur  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  hell  braungelb,  die  gelbe  Farbe  erreicht  jedoch  nicht 
den  Saum  und  ist  an  der  Wurzel  verdunkelt;  die  Querlinien  der  Mittelzelle  sind  auch  gelblich:  die  weiße  Quer- 
binde ist  iinregelmäßig  und  ihr  Fleck  im  Felde  2  klein  und  freiliegend:  die  Hflgl  sind  oben  hell  braungelb  mit 
unscharf  begrenzter,  dunkler  Saumbinde,  aus  scharfen  Winkeln  gebildeter  schwarzer  Kappenlinie  und  vor  dieser 
mit  einer  Querreihe  schwarzer  Punkte ;  die  Unterseite  ist  fast  wie  oben  gefärbt  und  gezeichnet ;  das  Wurzelfeld 
der  Hflgl  ist  ebenso  hell  wie  der  Saumteil  und  von  demselben  sehr  undeutlich  abgegrenzt:  nur  der  schwarzbraune 
Fleck  an  der  Wurzel  des  Feldes  4  tritt  deutlich  hervor;  ui  der  Mittelzelle  ein  dunkler  Ring;  die  ganze  Unterseite 
ist  undeutlich  hellbraun  gestrichelt  und  die  Kappenlinie  und  die  dunklen  Punkte  viel  matter  als  oben.  Katanga 
im  südöstlichen  Teil  des  Kongo- Gebietes. 

kararhi.  D.  karschi  Auriv.  (37  d.  e).    Beim  q  sind  beide  Flgl  oben  tief  schwarz;    die  Hflgl  sind  ganz  einfarbig. 

olme  Zeichnungen,  nur  mit  weißen  Punkten  an  den  Fransen  und  einen  dichten  schwarzbraunen  Haarkamm 
längs  der  Rippe  1  b;  auf  den  Vflgln  treten  vier  blaue  Querstriche  in  und  hinter  der  Zelle  und  die  blauen  Ringe 
der  Postdiscalflecke  gegen  den  tiefschwarzen  Grand  sehr  schön  hervor;  die  weißen  Subapiealjiunkte  sind  deut- 
lich und  die  Fransen  zwischen  der  Rippe  4  und  dem  Hinterwinkel  weiß:  die  Unterseite  ist  im  Spitzenteil  der 
Vflgl  und  in  der  Analgegend  der  Hflgl  weißgrau,  sonst  schwärzlich,  überall  aber  mit  schwarzen  Strichelchen 
dicht  bestreut.  —  Das  $ist  oben  rotgelb,  in  der  Spitzenhälfte  der  Vflgl  schwärzlich  und  am  Saume  der  Hflgl 
verdunkelt,  die  Vflgl  mit  dunklen  Querzeichnungen  in  der  Zelle  luid  die  Hflgl  mit  der  gewöhnlichen  Punktreihe 
und  Kappenlinie;  die  weiße  Querbinde  der  Hflgl  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  die  Flecke  der  Felder  4 — 6 
viel- kleiner  als  die  beiden  anderen  sind;  die  Unterseite  ist  wie  beim  j*  fein  schwarz  gestrichelt  und  besonders 
dadurch  ausgezeichnet,  daß  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  groß,  scharf  geeckt,  dunkel  schwarzbraun  und  dicht  schwarz 
gestrichelt,  sonst  aber  ganz  unbezeiehnet  i.st.    Kamerun. 

mphirinn.  D.  saphirlna  A'«r,sr/(  (37  f).  ^  :  Flgl  oben  kaffeebraun  mit  saphirblaueni  Schiller  und  mit  sehr  undeutlichen 

dunklen  Queibinden;  die  Hflgl  am  Vrd  aufgehellt;  Vflgl  ohne  Subapicalpunkte;  die  Unterseite  ist  lichter 
braun;  die  Vflgl  haben  lichtere  Querstrienien  in  und  hinter  der  Zelle  und  2 — 3  weiße  Subapicalpunkte:  das 
Wurzclfeld  der  Hflgl  ist  etAvas  dunkler,  nach  außen  bogenförmig  begrenzt  und  mit  einem  kleinen  hellen  Ring 
in  der  Zelle;  die  Postdiscalflecke  durch  helle  Punkte  angegeben.  — Das  $  weicht  von  den  $$der  vorhergehenden 
Arten  beträchtlich  ab  und  gehört  einem  anderen  Catii7ia-ähn\ichen  T^qjus  an ;  beide  Flgl  haben  oben  eine  schwarz- 
braune Grundfarbe:  die  schiefe  Querbinde  der  Hflgl  ist  hellgelb  und  hat  flen  letzten  Fleck  im  Felde  2  fast  frei- 
liegend, die  Mittelzelle  mit  5  graugelben  Querstrichen,  älmliche  Querstriche  auch  im  Felde  1  b;  5  weißliche 
Subapicalpunkte  und  eine  deutliche  schwarze  Submarginallinie ;  die  Hflgl  haben  eine  nach  hinten  abgekürzte 
und  stark  verschmälerte  hellgelbe  Mittelbinde,  welche  zwischen  den  Rippen  2  und  7  liegt  und  an  der  letzteren 
etwa  9  mm  breit  ist ;  in  deji  Feldern  1  c — 6  sind  die  Kappenlinie  imd  eine  Fleckenreihe  vor  derselben  sehr 
deutlich,  in  den  Feldern  1  c — 3  tritt  auch  eine  dritte  Reihe  dunkler  Flecke  auf;  unten  haben  beide  Flgl  eine 
braungraue  Grundfarbe,  welche  jedoch  in  der  Mitte  der  Hflgl  etwas  aufgehellt  ist :  das  Wurzelfeld  der  Hflgl 
ist  viereckig  und  durch  eine  dunklere,  etwas  zackige  Linie  begrenzt ;  es  schließt  einen  sehr  undeutlichen,  dunklen 
Ring  in  der  Zelle  und  2—  3  kleine  hellere  Flecke  ein..  Im  östlichsten  Kongo-Gebiet  am  Ituri-Fluß  und  bei  Bolengi 
angetroffen. 

In  rüp  Xäho  dieser  Art  gehörpn  wahr-scheiiilich  die  drei  folgendon.  wolrlip  nur  im  woililidicn  Coschleoht  bekannt  sind. 

hoMrii).  D.  hobleyi  Neave  ist  eine  mir  in  Natur  unbekannte  Art ,  von  der  mir  das  $  bekannt  ist ;  sie  wird  in  folgender 

Weise  beschrieben :  ., Dunkel  olivenbraun  mit  gelben  Zeichnungen;  Vflgl  dunkel  olivenbraun  mit  schwarzen  Schup- 


DIESTOGYNA.     Von  Dr.  C.  Aürivilliüs.  1ü7 

pen  bestreut ;  in  der  Mittelzelle  zwei  schwarze,  gelb  gesäumte  Querflecke  und  ein  solcher  Fleck  an  der  Spitze  der 
Zelle;  hinter  der  Zellenspitze  eine  gelbe,  ziemlich  schmale  Schrägbinde  zwischen  der  Subcostalrippe  und  der 
Rippe  2;  5  weiße  Subapicalpunkte  sind  durch  dunkle  Zwischenaderstriche  mit  der  Schrägbinde  vereinigt;  eine 
dunkle  Submarginallmie.  Die  Hflgl  suid  an  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle,  am  Ird  und  Außeiu'd 
dunkel  olivenbraun  und  haben,  in  der  Mitte  eine  breite  den  Vrd  fast  erreichende  ockergelbe  Mittelbinde;  vor 
dem  Saume  2  Querreihen  dunkler  Striche ;  die  Fransen  sind  braun  mit  kleinen  weißen  Punkten.  Die  Unterseite 
ist  kastanienbraun  mit  dem  Vrd.  der  Spitze  und  dem  Hinterwinkel  der  Vflgl  und  den  Hflgln  außen  am  Saume 
grau  überzogen;  die  Schrägbinde  der  Vflgl  ist  weiß;  Vflgl  am  Hrd  hell  olivenbraun;  Wurzelfeld  der  Hflgl 
durch  eine  unregelmäßige  dunkle  Linie  begrenzt;  die  Postdiscalflecke  durch  weiße  Punkte  angegeben.  Kavi- 
rondo;  Kisuniu  und  Kongo-Gebiet. 

D.  ernesti-baumanni  Kmsch.  (38a).  Beide  Flgl  oben  schwarzbraun:  die  Vflgl  mit  undeutlichen  hellen  erncsü- 
Querstrichen  in  der  Mittelzelle  und  mit  der  gewöhnlichen  Schrägbinde  weißgelb;  von  den  Flecken  dieser  Biaide  """'"'""• 
sind  diejenigen  der  Felder  4 — 6  ganz  wie  beim  $  von  karschi  viel  kleiner  als  die  beiden  übrigen;  die  weißen 
Subapicalpunkte  smd  deutlich:  Hflgl  oben  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  1  b  mit  einer  unregelmäßigen, 
4 — 9  nun  breiten  hellgelben  Mittelbinde,  welche  im  Felde  i  am  weitesten  saumwärts  hervortritt  und  darum  dort 
am  breitesten  ist ;  die  Unterseite  erümert  an  die  von  Karschi  $,  ist  aber  heller,  weniger  gestrichelt  und  hat  ein 
kleineres,  durch  eine  Reihe  heller  Flecke  durchgezogenes  Wurzelfeld  der  Hflgl.    Togo-Land. 

D.  felicia  Btlr.  erinnert  an  die  vorhergehende  Art,  hat  aber  mehr  gelbliche  Zeichnungen  und  weicht  jcUcia. 
von  allen  anderen  2$  dieser  Untergruppe  besonders  dadurch  ab,  daß  die  Schrägbinde  der  Vflgl  sehr  schmal, 
fast  linienförmig  ist;  dies  tritt  besonders  in  den  Feldern  2  und  3  auf,  wo  sie  je  nur  durch  ein  feines  Halb- 
möndchen  vertreten  ist ;  das  Halbmöndchen  im  Felde  2  ist  in  den  Feldern.  1  b  und  1  a  durch  einen  gewellten 
Querstrich  bis  zum  Hrd  fortgesetzt ;  hierdurch  bildet  dieses  2  einen  Uebergang  zu  den  $$  der  dritten  Unter- 
gruppe; auf  den  Hflgln  ist  die  hellgelbe  Mittelbinde  fast  wie  bei  der  vorigen.  Art  geformt,  die  schwarzen  Flecken- 
reihen des  Saumteiles  sind  jedoch  deutlicher,  fast  wie  bei  sapkirina-^.  Die  Unterseite  wird  von  Butler  weder 
beschrieben  noch  abgebildet;    er  erwähnt  nur,  daß  die  Schrägbinde  der  Vflgl  weiß  statt  gelb  ist.    Goldküste. 

D.  plagiata  Auriv.  (37  d).  Xur  das  r^  ist  bekarmt;  es  weicht  von  allen  anderen  Arten  sofort  durch  den  pUigiata. 
großen,  scharf  begrenzten,  intensiv  blau  schillernden  Fleck  ür  der  Analgegend  der  Hflgl  ab ;  die  Flgl  sind  sonst 
oben  schwarzbraun  mit  undeutlichen  dunkleren  Querzeichniuigen ;  die  Postdiscalflecke  der  Felder  4 — 6  der 
Hflgl  sind  schwach  gelblich  umzogen;  die  Unterseite  ist  ziemlich  eintönig  rostbraun,  am  Analwinkel  der  Hflgl 
ein  wenig  grau  gesprenkelt;  die  Mittelzelle  der  Hflgl  hat  einen  schwarzen  Punkt  und  ihr  Wurzelfeld  ist  durch 
eine  dunkle  gebogene  Linie  begrenzt;  der  dunkle  Fleck  im  Felde  4  ist  nur  schwach  angedeutet.  Kongo- Gebiet : 
Bena-Bendi. 

Z  w  e  i  t  e  U  n  t  e  r  g  r  u  p  p  e. 

Die  (Jo  haben  oben  wenigstens  zum  Teil  eine  rotbraune  bis  orangegelbe  Grundfarbe  oder  eine  ähnlich  gefärbte  Quer- 
biiuk-  iler  Vflgl.  Die  2$  stimmen  mit  denen  der  ersten  Untergruppe  darin  überein,  daß  die  \'flgl  eine  helle  Schrägbinde  zwischen 
der  ilitte  des  Vrds  und  der  Riijpe  2  haben. 

D.  milnei  Hetc  (37  f).  Beim  q  sind  beide  Flgl  oben  tief  schwarz,  an  der  Wurzel  lebhaft  rostbraun  und  inlliwi. 
am  Vrd  der  Hflgl  breit  rostgelb;  nahe  der  Spitze  der  Mittelzelle  haben  die  Vflgl  euren  hellblauen  Querstrich 
und  hinter  der  Zellenspitze  einen  großen  älmlich  gefärbten  Fleck;  die  Subapicalpiuikte  smd  oft  mideutlich, 
die  Fransen  aber  weiß ;  auf  den  Hflghi  hat  die  schwarze  Grundfarbe  vor  dem  Analwinkel  einen  großen  sammet- 
glänzenden  Fleck;  die  Unterseite  ist  dunkel  rotbraim  luid  derjenigen  von  D.  plagiata  ganz  ähnlich,  nur  etwas 
dmikler.  —  Das  $  ist  oben  orangegelb  mit  schwarzem  Spitzenteil  ujtid  Vrd  der  Vflgl  und  schwarzer  Saumbinde 
der  Hflgl;  diese  Saumbinde  ist  nach  hinten  etwas  breiter  und  erreicht  fast  die  Kappenlinie,  vor  dieser  liegt 
eine  Reihe  von  7  schwarzen  Punkten :  sonst  sind  die  Hflgl  ganz  imbezeichnet  und  nicht  dunkler  an  der  Wurzel ; 
die  Schrägbinde  der  Vflgl  ist  rein  weiß,  bildet  große  Flecke  in  den  Feldern  2  und  3,  aber  nur  sein-  kleine  oder 
imdeutliche  in  den  Feldern  4 — 6;  die  Unterseite  ist  viel  heller  als  beim  (J,  sonst  aber  ähnlich  und  nur  dadurch 
abweichend,  daß  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  fein  weißlich  gesäumt  ist ;  die  Analgegend  ist  grau  überzogen.  Li- 
beria bis  Kamerun. 

D.  fuscomarginata  Bartel  (37  d).    Von   dieser  Art  ist  nur  das  $  bekannt;    es  erinnert  an  die  $$  von  jusco- 
milnei  und  amicia.   Die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  bis  über  die  Spitze  der  Zelle  hinaus  und  die  Hflgl  bis  weit  über  """■9"'°^- 
die  Mitte  shad  oben  orangegelb ;   der  Vrd  und  die  Spitzenhälfte  der  Vflgl  sowie  eine  breite  Saumbinde  und  die 
Postdiscalflecke  der  Hflgl  sind  dagegen  schwarz;    die  Vflgl  haben  eine  weiße  Schrägbinde,  die  jedoch  in  den 
Feldern  4 — 6  nur  schwach  ausgebildet  ist;   die  Unterseite  ist  der  von  milnei'!^  ähnlich;  die  Hflgl  sind  abgerundet 
und  nicht  am  Ende  der  Rippe  2  etwas  ausgezogen,  wie  bei  milnei.  Von  der  Johann-Albrechthöhe  in  Nord-Kamerun. 

D.  amicia  Hen\  (37  d.  als  ,,amicea").    Beim  jj  ist  die  Grundfarbe  beider  Flgl  oben  rotgelb  mit  schwarz-  amicia. 
brauner  Saumbinde  und  drei  solchen  Querbinden  oder  FleckenqueiTeihen  zwischen  dieser  und  der  Zellenspitze ; 
in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  tue  gewöhnlichen  dtuiklen  Querzeichnungen;    die  erste  der  diuiklen   Querbinden 


16»  DIfiSrOGYXA.    Von  Dr.  C.  ArBmixirs. 

der  Vflgl  kt  bisveflen  caeh  hiatai  tmdevtliefa:   die  Unterseite  ift  derjoii^exi  too  fla^iata  ähnKrh   wneht  aber 

durch  dsfx  wie  bei  «ehmUsei-S  scharf  aasgeprägten  äcinranten  Fleck  im  Felde  4  d»  Hl^  ab.  —  Rss  1  hat  nach 

-L  eine  w  -  '  rägbinde  den  Vl^  tmd  trie  das  ^  eöien  daptlen  Fleck  im  Felde  4  der  Hfl^Untexseite. 

ibar  an  hl- 

exttbiar.  D.  czcdSMC  SU.  ist  eine  schöne,  ganz  Dcuerdings  beschriebene  Art.  welche  in  der  Nähe  tud  amieia 

TU  5tehen  scheint.  Beim  ^  haben  die  F^  ob«t  eine  lebhaft  rotgelbe  Ganindfarbe  mit  den  gewöhnlichen  schwarzen 
Qaerbinden  aof  beiden  Flgin  schari  hervortretoMi:  der  Woizeh«!  beid»  F^  ist  dnnkelbtann:  die  Unterseite 
ist  Tiel  blässer  and  verwaschener  gelärbt.  die  Vflgl  trüb  rotgelb  mit  der  vid  Uässo-  erscheinenden  dnnklefi 
Zeichnong  der  Oberseite,  mir  die  Fleck»ueihe  tot  dem  Saume  tritt  devtlieher  schwärzlich  hervor  und  hat  wurzel- 
wä—  "  FekJem  4 — 6  je  einen  w^Ben  Punkt :  die  Hf^Unterseite  et  im  Wurzelfelde  ebenfalk  trüb  rotgell 

ut  -      .a  rundes,  schwarzes,  weiß  gekf^mtes  Ffcckehen  in  der  Mrttelzene  und  einen  sröBeien  schwärzbchei: 

FlecK  rnnt^rdemSchiuB derselben  (inFe  i  rotbraune,  nicht  scharf  begrenz'  inda> durchziehen di' 

Figfanitte;  die  äufiere  Kt  auf  der  Innenst . .  .  ^  a  weiBe  Punkte  ausgezeichnet.  —  ^  ^;  _  _;!  beträchtlich  größer 
als  das  £  und  im  ganzen  Spctzenteil  der  Vfisj  oberseits  schwarz  gefärbt  mit  einer  rein  weiSen  Schrägbinde:  die 
übrige  Oberseite  fet  analog  jene:  ioch  die  Unterseite  der  Vfl^  kt  beim  -  stark  verdunkelt,  mi^ 

weiBgraues  Qoerstreifen  in  der  .  _  . .    .^z  Hflgt  unten  dankler  ak  brän  £.  stark  rostgrau  gemischt,  nur 

gegen  den  Anahrinkel  trüb  rotgelb  mit  analoger  aber  deutlicher  Zeichnung  ak  beim  £.  —  In»  Urwalde  am  Xord- 
westufer  des  Tang£njika-Sees  in  einer  Höhe  von  etwa  iOOOm  von  GKArEK  entdeckt. 


D.  oidaasf^  unopunctata  Bater)  ( 37  e)Et  in  beiden  Geschkchton  durch  den  groBen  runden 

schwarzen  Fleck  in  :: le  der  Hflgi-Unterseite  vtm  aDe»  anderen  Arten  leicht  kenntlich,  ist  ab«- somst 

mit  der  folgenden  Art  nahe  verwandt.  Das  3,  welches  von  Baseb  ak  eine  besMidere  Art  beschrieben  wurde, 
ist  oben  dem  ^  von  Ifsamdrti  ähnlieh,  ab^  etwas  h^ier  und  stimmt  unten  ziewüch  gut  mit  dem  hier  abgelMl- 
deten  2  überein.  Beän  £  haben  die  Hf^  imd  die  Wnrzelhälfte  der  \Q^  öne  iKaune  intd  die  ;^>itzenhälft<r 
der  Vf^  eine  schwarze  Grundfarbe:  die  Mittelzelle  da-  Vf^  schliefit  ein^i  schwarzen  Ring  ein  tu>d  die  Sehräg- 
ixnde  ist  rein  weiß,  bk  zur  B~  '' '.st  ^eiehlHeit  imd  mit  einem  klonen,  fast  freioi  Fleck  in  Feld  2:  beide  Flgl 
haben  eine  deutliche  schwaii  "  ..arginaDinie  und  die  HSgl  nndeutliche  Po^dkealpunkte:  die  ganze  Unter- 
seite ist  dunkel  violettgraa  mit  undeutliehai  Zeiehnm^en:  das  WorzeHeld  dei'Hf^  hat  die  gewöhnliche  Fwm. 
ist  aber  sehr  undeutlich  begrenzt ;  kein  dimkler  Fleck  im  Felde  4.  Kongo-GelHet  bei  Bena-Bendi  und  Mawamba. 

D.  inicka  '     Form  und  Begroszuis  des  Wurzelfrfdes  de? '^-"r  Taterseite  von  den  ülK^en 

Arten  ab:  dasselbe  -  •  hoch  wie  breit  und  erreicht  hinten  fast  -ier  Rippe  2.  nach  außen 

ist  es  durch  one  dicke  tast  gerade  schwarzl»anne  Binde  begrenzt  und  Inldet  an  d»  Ri{^  -  ^i^^  scharfe  Spitze. 
Beim  3  sind  die  Flgl  oben  heller  oder  dunkler  nml»atKann  mit  drä  schwarzen  Qnerfle^en  am  Vrd  der  Vflgl 
und  zwei  mehr  oder  wen%er  deutUchen  Fleckenreihen  oder  Qncxünien  xor  dem  Saume;  miten  sind  die  \Q^i 
gelbtieh  mit  einem  schwarzbraunen  Qoerfleck  in  det  Zelle  und  einem  groBoi  ähnlichen  an  der  )Iitte  des  Vrdes 
die  HOgl  and  unten  am  Vrd  heller  und  gegoi  den  Anatwinkel  allmählich  donklo'  gefirbt :  sie  haben  stets  einen 
dunklen  Fleck  in  der  Miuekelfe.  Beim  1  sind  die  Hf^  und  der  Wurzelteil  der  Tf^  oben  gelbbraan  mit  den 
gewöhnliehen  dunklen  Zeichnungen  in  der  ZeUe  der  Vflgl  und  zwei  Bogenrähen  sefawaizm'  Striche  hint^  der 
Mitte  der  Hägi:  dieselben  änd  am  Saume  breit  verdunkelt :  die  S]Mtzenhälfte  d«^  Vfl^  kt  schwaizlisaan  und 
schließt  die  weiße  Schrägbinde  ein:  dieselbe  kt  ziemlich  breit  und  auch  unten  wuizelwärts  breit  schwarz  ge- 
säu:  -  erseite  ist  griUich  und  hat  einen  großoi  schwarzbraunen  Fleck  in  der  Zelle  der  VflgL  —  iaricln 

Dr^.  ,  .: .     rdliche  in  Sierra-Leooe  bk  Dahomey  vorkommende  Rasse  und  weiefat  nur  durch  dunkloe  Farbe 

und  undeutlichere  Zeichnui^en  von  lifimtdra  ab.  —  lysandra  Sioil  (37  c)  ist  heller  g^ärbt  und  weicht  von  der 
fegenden  Form  dadurch  ab.  daß  die  dunkle  Begrenzung  des  Wurzelfeldes  der  EU^  g^gE^  ^^n  Vrd  stark  ver- 
di^  und  der  Fleck  in  der  ]llittelzelle  der  Hf^  einfarb^  ist.  Ah-Calahar  und  Kamann.-  — nheca  Copromm 
weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  dunkle  Begrenzung  des  Warzelfekks  der  Hf^  viel  dünner  und  gegen  den  Vri 
weniger  verdickt  kt  und  daß  der  Fleck  in  da-  Mittelzelle  der  Hf^  onen  hellen  Kon  hat.  Tritt  in  Kamerxin 
ak  Aberration  and  im  Kongo-Gebiet  ak  l;>esondere  Rasse  auf. 

L)ritie  Untergruppe. 

B^  den  95  dieser  Faitagrapf)«  Cdtk  die  beOe  Schiägbötde  der  VOst  ««Mte-  die  11  der  bctdea  TavigeB  rBtosrapfMi. 
aoszirtcfaii^.  voUis.  Suitt  detseltKB  habcB  die  VO^  niefarere  aesen  dot  Hnl  seakreelit  gestellte  beU^eOie  QoerfiB*^ 

nH>>ep. 

D.  intennirta  Amris:  (39e).  Nur  das  ^  ist  bekannt.  Dasselbe  kt  in  der  Zeichnang  besonders  der  Vfl^ 
Oberseite  ganz  abweichefid  and  zeigt  Anklänge  an  .die  11  der  ersten  Gruppe,  von  doten  die  Art  jedoch  durch 
die  Form  des  War  ier  Hflgl  gänzlich  abweicht;  beide  Flgi  oben  schwarzlxaim  mit  gelben  Zeich- 
nungen: die  Vügl  :^ -'liehen  Querstrichen  in  der  Zelle  und  zwei  vom  Hrd  aosgeheraden.  mit  dem  Saume 

gleichlaufenden,  al^eküizten.  gelben  Qoerstreifen.  von  denen  der  eiste  nahe  an  der  Wurzel  liegt  und  am  Innere 
ende  des  Feldes  2  endet  und  der  ar  3  der  Glitte  des  Hrdes  ausgeht  und  die  Rippe  4  fast  errächt ;  die 

Postdkcalflecke  sind  ^e'b  ■t^ttt,  yf-h  -,  Sabmarsinallinie  dick  und  schwarz;   die  weißen  SalMi|Mca^Minkte 


Ausgegehm  3i.  IV.  1913.  DIESTOGYXA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLrus.  169 

sind  deutlich,  die  Hflgl  haben  oben  eine  breite,  nach  vorn  stark  erweiterte  hellgelbe  Mittelbinde,  -welche  sowohl 
den  Vrd  \vie  den  Ird  erreicht  und  sich  in  den  Feldern  4 — 6  mit  den  dicken  gelben  Ringen  der  Postdiscalflecken 
vereinigt;  die  Submarginallinie  auch  hier  dick  und  schwarz;  der  schwärzliche  Wurzelteil  ist  nach  außen  in 
Flecke  aufgelöst ;  die  Unterseite  ist  grau  und  weißlich  gemischt  und  am  Saume  diuikler  bräunlich ;  das  Wurzel- 
feld der  Hflgl  ist  abgerundet  \-iereckig,  nach  außen  gezackt,  nur  teilweise  dunkler  als  die  Grundfarbe  und 
schließt  einen  großen,  gerundeten,  schwarzen  Fleck  in  der  Mittelzelle  ein.    Congo-Gebiet:  Stanleyvüle. 

D.  amaranta  Karsch  (38  f).  Es  ist  leider  sehr  unsicher,  ob  die  hier  abgebildeten  Geschlechter  wirklich  amarania. 
zusammengehören.  Das  q,  welches  zuerst  beschrieben  \^-urde,  hat  oben  eine  dxmkel  kaffeebraune,  überall  außer 
am  Vrd  der  Hflgl  dunkel  sammetblau  sclümmernde  Gnindfarbe ;  die  Vflgl  in  der  Mittelzelle  mit  drei  lichtblauen 
Querstrichen  und  vor  der  Spitze  mit  drei  bläulichen  Subapicalpmikten ;  die  schwarze  Submarginallinie  ist  auf 
beiden  Flgln  ziemlich  deiitlich :  unten  ist  die  Grundfarbe  sehr  dunkel  kaffeeebrauii  mit  der  Saumhälfte  der  Vflgl 
viel  heller  und  am  Vrd  mit  violett  grauen  Schuppen  dicht  bestreut,  am  Vrd  im  dunklen  Wurzelteil  vier  veil- 
graue  Querstriche;  das  Wiu-zelfeld  der  Hflgl  ist  schwärzlich,  saumwärts  gebogen  mid  von  einigen  veilgrauen 
Flecken,  von  denen  nur  der  im  Felde  1  c  etwas  größer  ist,  begrenzt;  die  Postdiscalflecke  sind  nur  durch  helle 
Pvmkte  angedeutet :  Fransen  beider  Flgl  weiß .  —  Das  $  ist  oben  fast  ganz  wie  das  $  von  gamhiae  gezeiclmet, 
weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Flecke  der  Querreihen  der  Vflgl  hier  zu  Querliiüen  vereinigt  sind  und  daß 
die  hellgelbe  Mittelbinde  der  Hflgl  den  Vrd  fast  völlig  erreicht;  die  Unterseite  ist  dagegen  völlig  verschieden 
und  erinnert  am  meisten  an  die  Unterseite  von  D.  ernesti-hmimanni-'^;  die  Wurzelfelder  beider  Flgl  sind  schwarz- 
grau,  nach  außen  scharf  begrenzt  und  stoßen  am  Hrd  der  Vflgl  imd  Vrd  der  Hflgl  genau  zusammen;  dasjenige 
der  Vflgl  ist  z^^-ischen  der  Rippe  2  und  dem  Hrd  und  das  der  Hflgl  im  Felde  4'ausgerandet;  die  Grundfarbe  des 
Saumteiles  ist  hell  graugelblich  und  besonders  gegen  den  Saum  braun  gestrichelt,  der  Saum  der  Vflgl  ist  hinter 
der  Spitze  bis  zur  Rippe  3  breit  verdunkelt  rotbraun;  der  Wurzelteil  des  Feldes  4  der  Hflgl  ganz  olme  dunkeln 
Fleck.    Kamerun  und  Uganda. 

D.  gambiae  Feisth.  (37  a)  ist  eine  längst  bekannte,  weit  verbreitete  und  sehr  ausgezeichnete  Art:  die  gamhiae. 
Hflgl  sind  bei  beiden  Geschlechtem  an  den  Rippen  2  und  3  kurz  und  stumpf  gelappt.  Das  $  ist  oben  rotgelb 
mit  schwarzen  Querzeichnungen  und  erimiert  recht  viel  an  das  S  '^«n  amicm ;  der  breit  verdunkelte  Hrd  der  Hflgl 
ist  jedoch  nach  liinten  gegen  die  Grundfarbe  scharf  abgesetzt;  die  Vflgl  sind  unten  lebhaft  orangegelb,  am  Vrd 
in  der  Breite  der  Mittelzelle  verdunkelt  und  grau  beschuppt ;  die  Hflgl  haben  imten  eine  sehr  breite,  schwärz- 
lich rotbraune,  am  Rande  sparsam  grau  beschuppte  Vrdbinde  und  eme  schmälere,  aber  nach  innen  durch  die 
Submarginallinie  scharf  begrenzte  Saumbinde ;  das  Wurzelfeld  ist  wie  die  Vrdbinde  gefärbt,  hat  aber  eine  breite 
hellgelbe  Querbmde.  welche  sich  vom  Ird  bis  zum  Vrd  der  Zelle  erstreckt ;  der  übrige  Teil  des  Flgls  hat  eine 
gelbe  Grundfarbe,  ist  aber  in  der  Mitte  sehr  breit  braimgrau  überzogen.  —  Das  $  ist  unten  fast  wie  das  ^  ge- 
zeichnet, hat  aber  eine  hellere  Grundfarbe  imd  ist  in  der  Mitte  der  Hflgl  nur  sehr  wenig  grau  überzogen;  die 
Oberseite  ist  dagegen  ganz  verschieden;  die  Vflgl  sind  oben  schwarzbraim  mit  4  hellgelben  oder  graugelben 
Querstrichen  in  der  Mittelzelle  und  vier  Querreihen  hellgelber  Flecke  oder  Striche  hinter  der  Zelle,  von  denen 
die  erste  die  Hinterecke  der  Zelle  beriUut  und  die  letzte  vor  der  Rippe  5  undeutlich  ist ;  die  Hflgl  sind  oben  schwarz- 
braun und  haben  zwischen  den  Rippen  3  und  7  einen  sehr  großen  hellgelben  Mittelfleck,  welcher  im  Felde  5 
eine  Breite  von  etwa  10  mm  erreicht,  nach  hüaten  aber  scluiell  verschmälert  ist.  Senegal  bis  Kamerun  und  dem 
Congo- Gebiete. 

Dritte   Gruppe. 

Die  Arten  dieser  sehr  natürlichen  Gruppe  unterscheiden  sich  von  allen  anderen  dadurch,  daß  das  Wurzelfeld  der  Hflgl 
groß  und  an  seiner  Hinterecke  nach  hinten  weit  ausgezogen  und  zweispitzig  ist;  die  beiden  Spitzen  liegen  an  den  Rippen 
2  und  3.  Dazu  kommt,  daß  die  Hflgl  unten  hinter  dem  Vrd  einen  hellen  Streifen  haben,  welcher  von  der  Wurzel  bis  zur  Flgl- 
spitze  geht  und  das  Wurzelfeld  durchquert.  Die  helle  Schrägbinde  der  Vflgl-Oberseite,  welche  die  ??  auszeichnet,  i.st  in  dieser 
Gruppe  auch  bei  den  (J(J  mehr  oder  weniger  deutlich  entwickelt. 

D.  ampedusa  hat  unten  fast  dieselben  Zeichnungen  wie  atossa,  alle  aber  viel  matter  und  mehr  undeut- 
lich und  die  Grundfarbe  mehr  violettgrau;  die  Oberseite  hat  eme  dmikelgelbe  Grundfarbe,  welche  jedoch  zwischen 
den  breiten  schwarzen  Querzeiclmungen  nur  wenig  hervortritt  und  besonders  im  Wurzelteil  undeutlich  ist. 
—  ampedusa  Heu:  (37  b;  beide  Figuren  smd  leider  zu  hell).  Die  Schrägbmde  der  Vflgl  ist  beim  S  nicht  heller  ampedusa. 
als  die  Gnindfarbe  imd  nicht  schärfer  begrenzt  als  die  übrigen  hellen  Querbinden  und  beim  $  auf  beiden  Seiten 
rein  weiß.  Goldküste  bis  Alt-Calabar.  —  leonis  Auriv.  (37  c;  40  a)  weicht  nur  dadurch  ab.  daß  die  Schrägbiiade  leonis. 
der  Vflgl  beim  ^  oben  scharf  begrenzt  und  lebhafter  als  die  Querbinden  gefärbt  und  beim  $  auf  beiden  Seiten 
hellgelb  ist.      Sierra  Leone. 

D.  atossa  (37  a,  b).  Beim  ^  sind  beide  Flgl  oben  rostbraim  mit  schwarzer  Saumbmde  und  schwarzer  atossa. 
Submargmallüiie :  die  Vflgl  haben  außerdem  zwei  schwarze  Querbinden,  von  denen  die  erste  nur  die  Rippe  2 
erreicht  und  die  andere  mehr  oder  weniger  mit  der  Submarginalbinde  vereinigt  ist  und,  sich  allmälilich  verschmä- 
lemd,  den  Hrd  erreicht ;  die  Unterseite  ist,  wie  die  Figur  zeigt,  sehr  bunt  purpurbraun,  gelb,  orangegelb  und  weiß- 
grau gemisclit.  Bei  dem  viel  größeren  ?  sind  die  Vflgl  oben  in  der  Wurzelhälfte  und  die  Hflgl  bis  zur  schwarzen 
Saumbinde  lebhaft  orangerot ;  cüe  Spitzenhälfte  der  Vflgl  ist  schwarz  mit  großem  weißen  Spitzenfleck  und  weißer 
Schrägbinde,  die  jedoch  in  Flecke  aufgelöst  ist,  indem  der  Fleck  im  Felde  4  fehlt  und  der  in  Feld  2  weit  abgetrennt 
XIII  22 


170  EURYPHENE.    Von  Dr.  C.  AuRmmus. 

auslrdlis.  liegt.  Alt-Calabar  und  Kamcrim.  —  Eme  weibliche  Aberrationsforni.  9  '^^J-  australis  ah.  nov.  ist  kleiner  als 
das  $  der  Hauptforni  und  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Sclu'ägbinde  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  3  zusammenhängend 
ist,  indem  der  Fleck  in  Feld  4  da  ist ;  der  Fleck  im  Felde  2  ist  auch  näher  an  den  m  Feld  3  gerückt ;  die  Saum- 
binde der  Hflgl  ist  auch  viel  heller,  nach  üinen  luideutlich  begrenzt  luid  von  zwei  Querreihen  dunkler  Striche 
oder  Flecke  begleitet.      (longo-Gebiet. 

iU.  (iattuiit!-:  £lir;»'|>lieilo   Westw. 

Diese  formenreiche  Gattung  ist  dadurch  eigentümlich,  daß  sie  die  unter  sich  so  unähnlichen  Arten 
der  Gattungen  Diestogyna  und  Euphaedra  in  ganz  natürlicher  Weise  mit  einander  verbindet.  Die  ersten  hier 
angeführten  Arten  schließen  sich  nämlich  der  Gattung  Diestogyna  eng  an  und  die  letzten  sind  in  Form  und  Zeich- 
nung kaum  von  Euphaedra  zu  unterscheiden.  In  der  Tat  stimmt  Euryphene  im  Köiiierbau  so  vollständig 
mit  Euphaedra  überein,  daß  sie,  wie  die  Uebersicht  (p.  143)  zeigt,   nur  durch  die  Farbe  der  Palpen  abweicht. 

Die  Euryphene- Alien  sind  mittelgroße  bis  ziemlich  kleine  Nymphaliden,  welche  iliren  Hauptsitz  im 
westafrikanischen  AValdgebiet  haben  und  in  Deutsch-Ostafiüka  nur  durch  eine  einzige  Art  vertreten  sind;  süd- 
lich gehen  sie  nicht  über  Angola  hinaus. 

Die  $$  sind  durchschnittlich  größer  als  die  (^(^  und  weichen  gewöhnlich  auch  durch  Farbe  und  Zeichnung 
der  Oberseite  beti'äehtlich  von  den  ^J^J  ab.  Auf  der  Unterseite  sind  dagegen  die  Geschlechter  ähnlich  gezeichnet 
und  dadurch  ist  es  immer  leicht  die  Zusammengehörigkeit  der  ^Jo   und  5$  zu  erkennen. 

Von  den  Entwicklungsstadien  sind  nur  die  Ppn  bekannt.  Dieselben  sind  dünnschalig  und  eckig;  der 
Kopf  hat  zwei  kegelförmige  Spitzen  und  jede  Seite  in  der  Mitte  nahe  am  Hinterende  der  Flglsc beiden  eine  scharfe 
Ecke;  die  Rückenseite  ist  scharf  gekielt,  steigt  vom  Kopfe  bis  zum  dritten  Glied  des  Hlbs  allmählich  in  die 
Höhe,  endet  dort  in  einem  langen  kegelförmigen  Dorn,  und  fällt  dann  wieder  gegen  den  Kremaster  aümählich 
ab,  einige  kleine  Erhabenheiten  in  der  Rückenlinie  bildend;  der  Kremaster  ist  ziemlich  lang  und  fast  gerade. 

Die  Arten  können  auf  mehrere  Gruppen,  deren  wichtigste  Kennzeichen  in  der  folgenden  Uebersicht 
angegeben  sind,  verteilt  werden. 

Uebersicht  der   Gruppen. 

I.  Die  $$  oben  mit  einer  hellgelben — weißlichen,  gegen  den  Ird  verschmälerten  Mittelbinde  der  Hflgl  und 
mit  einer  Zeichnung,  welche  sehr  an  diejenige  der  Catuna-AYien  erinnert.  Bei  den  oj"  sind  die  Flgl  oben 
orangegelb — braungelb — schwarzbraun  mit  4 — 5  schwärzlichen  Querbinden  oder  fast  schwarz  mit  blauem 
Schiller;  von  ähnlich  gefärbten  (Je?  anderer  Gruppen  unterscheiden  sie  sich  bald  durch  geringere  Größe 
(Flglspannung  50 — 55,  selten  bis  60  mm),  bald  dadurch,  daß  die  Unterseite  nie  grün  oder  grünlieh  und  die 
Wurzel  des  Vrds  der  Hflgl  nie  unten  weiß  ist;  Vflgl  stets  oben  ohne  Subapicalbinde. 

Zweite    Gruppe. 
II.    Die  9?  ^ini^  '^ip  oben  (V/^»»«-ähnlich  gezeichnet  und  haben  keine  gelbe   Querbinde  der  Hflgl. 

A.  Die  Hflgl  unten  mit  dunklem  Vrdstreifen,  welcher  wenigstens  am  ersten  Viertel  des  Vrds  anfängt  und 
die  Spitze  erreicht ;  dadurch  werden  wenigstens  die  drei  letzten  Viertel  des  Feldes  8  viel  dunkler  als 
der  Grand  gefärbt. 

OL.  Der  Vrdstreifen  der  Hflgl-Unterseite  ist  etwa  3  mm  breit,  geht  von  der  Wurzel  aus  und  bedeckt 
nicht  nur  die  Wurzel  der  Mittelzelle  und  das  Feld  8,  sondern  auch  den  größten  Teil  des  Feldes  7. 
Beide  Flgl  oben  mit  rotgelber  Grundfarbe.  Erste    Gruppe. 

ß.  Der  Vrdstreifen  der  Hflgl-Unterseite  fängt  erst  am  ersten  Viertel  des  Vrds  an  und  wird  nach  hinten 
durch  die  Rippe  8  begrenzt ;  bedeckt  demnach  nur  den  äußeren  schmalen  Teil  des  Feldes  8 ;  die  Grund- 
farbe unten  lebhaft  hellgelb.  Beide  Flgl  oben  schwarz,  zum  größten  Teil  lebhaft  grünblau  oder 
hellblau  überzogen.  Siebente      Gruppe. 

B.  Die  Hflgl  unten  ohne  dunklen  Vrdstreifen. 

a.    Die  Flgl  unten  mit  einer  deutlichen,  gemeinsamen,  schmalen,  geraden,  dunklen  Querbinde,  welche 
sich  von  d(>r  Sjjitze  der  Vflgl  bis  zum    A  n  a  1  w  i  n  k  e  1   der  Hflgl   am  Ende   der  Rippe   1  b  er- 
streckt. Fünfte     Gruppe. 
ß.    Die  Flgl  unten  ohne  gemeinsame   Querbinde  oder  mit   einer  Querbinde,  welche  an  der  Mitte  des 
I  r  d  s  der  Hflgl  endet. 
*.    Die  Flgl  unten  in  den  Mittelzellen  olme  Zeichnungen  oder  mit  matten,  nie  rein  schwarzen  Flecken. 
f.    Die  Vflgl  oben  hinter  der  Mittelzelle  mit  2 — 3   Querreihen  weißer  Flecke. 

Sechste  Gruppe. 
tf.    Die  Vflgl  oben  ohne  weiße  Flecke  hinter  der  Zelle  oder  nur  mit  weißer  Subapicalbinde 
oder  weißen  Ringen  der  Subapicalpunkte. 
§.    Die  Vflgl  oben  mit  einer  breiten,    gelben  Querbinde,     welche  an  der  Mitte  des  Vrds 
anfängt   und  die   Rippe   2  erreicht.  Vierte     G  r  u  p  ])  e. 

§§.    Die  Vflgl  oben  ohne  helle  Querbinde  oder  mit  einer  Subapicalbinde,  welche  höchstens 
die  Rippe  3  erreicht  oder  ohne  Grenze  in  die  Grundfarbe  übergeht. 

Dritte    Gruppe. 
**.    Beide  Flgl  unten  in  der  Mittelzelle  mit  rein  schwarzen  Flecken.      Achte    Gruppe. 


EURYPHENE.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  171 

Erste   Gruppe. 

Die  einzige  liiehei-  gehörige  Ai-t  weicht  von  allen  aiuleren,  sowohl  durch  Farbe  und  Zeichnung  wie  auch  durch  Flgl- 
schnitt  ab.  Beim  ^  ist  der  Saum  der  Vflgl  ziemhch  tief  ausgerandet  und  die  lltlgl  an  der  Spitze  breit  abgerundet  und  am 
Analwinkel  etwas  ausgezogen  und  sehr  kurz  und  stumpf  zweilappig;  die  Rippe  1  b  ist  m  ihrer  ganzen  Länge  langhaarig.  Beim 
$    sind  die  Vtlgl  wie  beim  (J  gebildet,  die  Hflgl  aber  am  Analwinkel  völlig  abgerundet. 

E.  elpinice  Hew.  Die  Flgl  beim  q  oben  rotgelb  mit  wenigen  schwarzen  Zeichnungen;  die  Vflgl  in  der  elpinice. 
Mittelzelle  mit  einem  schwarzen  Ring  in  der  Mitte  und  einer  hohlen  Querzeichnung  am  Ende;  hinter  der  Zelle 
fangen  am  Vrd  drei  schwarze  Querlinien  an,  von  denen  die  erste  nur  bis  zur  Rippe  4  geht,  die  zweite  durch 
einige  undeutliche  freie  Flecke  der  Felder  i — 2  fortgesetzt  \\ii-d  und  die  dritte  bis  zur  Rippe  1  geht,  aber  in  Flecke 
aufgelöst  ist ;  am  Saume  eine  2  mm  breite  schwarze  Saumbinde ;  die  Hflgl  sind  oben  am  Vrd  breit  schwarzgrau 
und  haben  außerdem  eine  nur  1  mm  breite  dunkle  Saumbinde  und  eine  noch  schmälere  in  Striche  aufgelöste 
Submarginalbinde  und  einige  dunkle  Querzeichnungen  in  der  Zelle;  die  Unterseite  der  Vflgl  ist  dunkel  violett- 
braun mit  zwei  großen  Flecken  in  der  Zelle,  einem  Fleck  am  Vrd  hinter  der  Zellenspitze  und  die  Flglspitze 
weiß  oder  weißlich:  auf  den  Hflgln  ist  das  Wurzelfeld  und  ein  breiter  Vrdstreifen  schwarzbraun,  das  Wurzel- 
feld jedoch  durcli  eine  weißliche  Binde  zwischen  der  Rippe  1  a  und  dem  Vrd  der  Zelle  aufgehellt,  die  Saumhälfte 
ist  violettgrau  und  hat  hinter  der  Mitte  dunkle,  saumwärts  von  weißlichen  Strichen  begrenzte  Flecke.  Das 
$  ist  oben  orangegelb  und  hat  den  Spitzenteil  der  Vflgl  bis  zur  Zelle  schwarz  mit  einer  kurzen  zackigen  weißen 
Schrägbinde  zwischen  der  Glitte  des  Vrds  und  der  Rippe  4  und  weiße  Submarginal  flecke  der  Felder  3 — 9;  die 
Hflgl  nur  mit  dunkler  Saumbinde  und  Submarginallinie ;  die  Unterseite  wie  beim  3,  nur  etwas  heller  gefärbt. 
Alt-Calabar  bis  Ogowe. 

Zweite  Gruppe. 

Die.se  Gruppe  ist  besonders  durch  die  Farbe  und  Zeichnung  der  ??  ausgezeichnet.  Dieselben  haben,  wie  die  Figuren 
d,  c,  f  der  Tafel  41  zeigen,  eine  hellgelbe  Jlittelbinde  der  Hflgl  und  eine  hellgelbe,  durch  dunkle  Querbinden  oder  Flecken- 
querreihen  unterl)r()chene  Grimdfarbe  der  Vf Igloberseite :  hierdurch  erinnern  diese  V$  sehr  an  die  Arten  der  Gattung  Caluna 
und  auch  an  die  ??  einiger  Diesiogyna-Aiten.  Die  dunklen  Zeichumigen  der  Vflgl  bestehen  aus  4  Querflecken  oder  Querstrichen 
in  der  Zelle,  einem  solchen  an  der  Zellenspitze  und  5  gegen  den  Hrd  mehr  oder  weniger  schief  gestellten  Querbinden,  von  denen 
die  erste  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b  bedeckt  und  nur  bis  zum  Ursprimg  der  Rippe  2  reicht,  die  zweite  die  Wurzel 
der  Felder  2  und  3  bedeckt  und  in  den  Feldern  4 — 6  oft  erweitert  ist,  die  dritte  die  Mitte  des  Flgls  durchquert,  die  vierte  aus 
mehr  abgeriuideten  Flecken  gebildet  ist  und  die  fünfte  die  Saumbinde  bildet ;  die  Hflgl  haben  zwei  dunkle,  oft  undeutlich  ge- 
trennte Qucrbiiulen  an  der  Wurzel  und  vier  außerhalb  der  :Mittelbinde,  von  denen  jedoch  die  beiden  ersten  nach  vorn  in  den  Fel- 
dern 5  und  ü  von  der  :\Iittelbinde  mehr  oder  weniger  verdrängt  sind.  Bei  den  S<S  ist  die  Grundfarlie  der  Oberseite  gewöhnlich 
orangegelb  bis  gelbbraun,  selten  fast  schwarz  und  di?  helle  Mittelbinde  der  Hflgl  fehlt  völlig:  die  schwarzen  Querbinden  sind  ganz 
dieselben  wie  bei  ilen  ??,  aber  bei  den  cJ(J  immer  vollständig  ent^^^ckelt  oder  wenn  die  Grimdfarbe  sehr  dunkel  ist,  nicht  deut- 
lich hervortretend.    Die  Spitze  der  \'flgl  ist  niemals  weiß  gefärbt.    Die  Arten  sind  miteinander  sehr  nahe  verwandt. 

E.  carshena  Hew.  (41  d,  f).  Das  ^J  weicht  von  den  übrigen  sofort  dadurch  ab,  daß  die  Flgl  oben  .schwärz-  carshena. 
lieh  sind  und  die  dunklen  Querbinden  darum  undeutlich  oder  fehlend ;  auf  den  Vflgln  treten  nur  m  der  Mittel- 
zelle, an  der  Mitte  des  Vrds  und  nahe  der  Wm-zel  der  Felder  2  und  3  deutliche  schwarze  Striche  oder  Flecke  auf; 
auf  den  Hflgln  liegt  ein  großer  schwarzer  Fleck  dicht  bmter  der  Zellenspitze  in  den  Feldern  4—6;  dagegen 
sind  die  Vflgl  von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  hinaus  und  die  Hflgl  in  der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern  1  c— 4 
lebhaft  grünlich  blau ;  die  blaue  Farbe  ist  gegen  die  Grundfarbe  ziemlich  scharf  begrenzt ;  die  Unterseite  ist  ziem- 
lich hell  gelb  mit  matten  braunen  oder  dunklen  Zeichnungen,  von  denen  nur  ein  Punkt  und  zwei  Flecke  in  der 
Mittelzelle  der  Vflgl,  em  Punkt  und  zwei  Ringe  in  der  Mittelzelle  und  em  größerer  Fleck  nahe  an  der  Wurzel 
der  Felder  5  und  6  der  Hflgl  scharf  hervortreten;  auch  die  sch%\ärzlichen  Submarginalpunkte  sind  recht  deutlich. 
—  Das  $  dieser  und  der  nächstfolgenden  Art  ist  dadurch  vor  den  übrigen  ausgezeichnet,  daß  die  dunklen 
Flecke  der  dritten  Querbinde  der  Vflgl-Oberseite  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  fehlen,  wodurch  an  der  Mitte  des 
Hrds  die  hellgelbe  Grundfarbe  einen  großen  Fleck  bildet;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  gegen  den  Vrd  nur  un- 
bedeutend erweitert,  im  Felde  5  kaum  mehr-  als  5  mm  breit  und  im  Felde  6  mit  dunklen  Schuppen  bekleidet; 
die  Unterseite  hat  dieselben  Zeichnungen  wie  beim  S,  ist  aber  heller;  der  Fleck  in  den  Feldern  5  und  6  der 
Hflgl  ist  groß,  viereckig  und  sehr  deutlich.    Goldküste  bis  Congo  und  Albert-Nyanza. 

E.  tentyris  Hew.  (41  f).  Das  ^  ist  sofort  dadurch  kenntlich,  daß  die  Vflgl  oben  längs  dem  Vrd  breit  ientyris. 
bläulich  grün  schillern,  wobei  die  Grundfaibe  hellgrün  und  die  dunklen  Flecken  dunkelgrün  aussehen,  die 
grünliche  Farbe  wird  nach  hinten  durch  die  Rippe  2  scharf  begrenzt  und  erreicht  nach  außen  kaum  die  vierte 
Querbinde;  die  Grundfarbe  ist  sonst  oben  dunkel  gelbbraun  und  die  dunklen  Querbinden  treten  scharf  hervor; 
die  Unterseite  ist  graubraun  und  durch  einen  viereckigen,  schneeweißen  Fleck  vor  der  Mitte  des  Feldes  7  der 
Hflgl  ausgezeichnet.  —  Das  ?  ist  dem  ?  von  carshena  sehr  ähnlich  und  hat  wie  dieses  einen  gelben  Hrdfleck 
der  Vflgl,  welcher  jedoch  schmäler  ist  und  etwas  in  das  Feld  2  eindringt ;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  nach 
vom  etwas  breiter  und  in  Feld  5  eUva,  6  mm  breit.  Sierra  Leone  bis  Angola.  —  seeldrayersi  Auriv.  weicht  dadurch  seeldrayersi. 
ab,  daß  die  Flgl  beim  ^J  oben  ganz  dunkelblau  mit  undeutlichen  Zeichnungen,  unten  aber  wie  bei  der  Hauptform, 


172  EURYPHENE.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

nur  etwas  mehr  grau  sind,  und  da(3  beim  $  der  hellgelbe  Hrdfleck  der  Vflgl  durch  ciiu'  schwarzgraue  Querlinie 
geteilt  ist.    Ist  vielleicht  eine  selbständige  Art.    Im  Inneren  des  Congo-Gebietes. 

svbteniyrix.  E.  subtetltyris  Strand.  .,Mit  tentyris  Hen:  nahe  verwandt,  aber  charakterisiert  ii.  a.  diirch  den  nur 

im  Dorsalfelde  der  ^'tlgl  sich  befindenden,  allerdings  schwachen  bläulich-violettlichen  iSchimmer;  von  tentyris 
weicht  die  Art  außerdem  durch  folgendes  ab :  Färbung  der  Oberseite  dunkler,  im  Costalfelde  der  Vflgl  gar  kein 
bläulicher  Schimmer,  dagegen,  außer  im  Dorsalfelde  dieser  Flgl,  auf  der  Fläch«  der  Hflgl  mit  solchem  Schimmer; 
die  schwarzen  Fleckenreihen  der  Vflgl  reichen  bei  derselben  Deutlichkeit  bis  zum  Hrd;  im  Hflgl  ist  das  ganze 
Wurzelfeld  schwärzlich  überzogen".    Kamerun. 

abesa.  E.  abesa  Hew.  (41  d,  e)  unterscheidet  sich  von  allen  übrigen  Arten  dieser  Gruppe  dadurch,  daß  die  Hflgl 

unten  in  der  Mittelzelle  drei  tief  schwarze  Punkte  statt  eines  Punktes  und  zwei  Ringe  haben.  Beim  (^  sind  die 
Flgl  oben  sehr  dunkel  sammetartig  schwarzbraun;  gegen  diese  dunkle  Grundfarbe  treten  die  schwarzen  Quei'- 
binden  nur  undeutlich  hervor.  Das  $  hat  vollständige  Fleckenquerreihen  der  Vflgl  inid  eine  in  den  Feldern 
5  und  G  wenigstens  10  mm  breite  gelbe  Mittelbinde  der  Hflgl.    Goldküste  bis  nördliches  Congo-Gebiet. 

E.  absolon.    Beide  Flgl  oben  beim  .-^  mit  gelbbrauner  Grundfarbe  und  zusammenhängenden  oder  fast 

zusammenhängenden  dunklen  Querbinden,   unten   mit  gelbgrauer   oder  graubrauner   Grundfarbe   ohne  große 

schwärzliche  Zeichnungen  und  ohne  dunkle  Schräglinie  in  der  Spitze  der  Vflgl.   Das  $  oben  dem  $  von  zonara 

ahsohn.  ganz  ähnlich,  unten  aber  ohne  dunkle  Scliräglinie  in  der  Spitze  der  Vflgl.  —  absolon  F.  (41  d.  f).   Die  Flgl  oben 

7iiicans.  beim  cJ  ohne  blauen  Schiller.   Kamei-un  bis  zum  Congo-Gebiet.  —  tnicans  Auriv.  Die  Flgl  des  J  haben  oben,  wenn 

sehr  schief  von  der  Seite  gesehen,  einen  lebhaften  blauen  Schiller  und  sind  auf  beiden  Seiten  etwas  dunkler 

eniebbiae.  als  bei  der  Hauptform.    Kamerun  und  Congo-Gebiet.  —  entebbiae  LatJiy  ist  etwas  größer  und  noch  dunkler  als 

micans,  scheint  aber  sonst  damit  völlig  übereinzustimmen;  ob  die  Flgl  oben  einen  blauen  Schiller  haben  oder 

nicht,  wird  nicht  erwähnt.    Uganda. 

zonara.  E,  zonara  Btlr.  (41  d).    Beim  ,^  sind  die  Flgl  oben  orangegelb  oder  hell  braungelb  und  die  schwarzen 

Querbinden  schmal  und  fast  vollständig  in  kleine,  gut  getrennte  Flecke  aufgelöst ;  die  helle  Grundfarbe  nimmt 
dadurch  viel  mehr  Platz  als  bei  den  anderen  Arten  ein;  die  Unterseite  ist  graugelblich  und  weicht  von  der- 
jenigen von  absolon  nur  dadurch  ab,  daß  die  Spitze  der  Vflgl  durch  eine  unscharf  begrenzte  gegen  die  Mitte 
des  Hrds  gerichtete  Schrägbinde  geteilt  ist.  Das  $  ist  oben  den  verwandten  Arten  ganz  ähnlich  und  weicht 
unten  nur  durch  die  dunkle  Schrägbinde  der  Vflglspitze  von  absolon-'^  ab.  Goldküste  bis  zum  Inneren  des 
Congo-Gebietes. 

mandhiga.  E.  mandinga  Fhlr.  (41  d)  weicht  in  beiden  Geschlechtern  miten  durch  die  gelbgraue  oder  weißgraue, 

mit  großen  eckigen  schwarzgrauen  Flecken  gescheckte  Wurzelhälfte  beider  Flgl  ab;  die  dunklen  Flecken  liegen 
hauptsächlich  im  Wurzelteil  der  Felder  1 — 6.  Beim  ^  sind  die  Flgl  oben  lebhaft  orangegelb,  etwas  dunkler 
als  bei  zonara  und  mit  (>twas  größeren,  aber  doch  freien  dunklen  Flecken.  Das  $  stimmt  oben  genau  mit  zonara-'^ 
überein.    Senegal  bis  Congo. 

oxione.       .  E.  oxione  Hew.  (41  c)  ist  durch  die  schwarzbraune,  fast  gerade  und  sehr  deutliche  Querbinde  der  Unter- 

seite ausgezeichnet;  dieselbe  geht  von  der  Spitze  der  Vflgl  bis  zur  Mitte  des  Irds  der  Hflgl  und  tritt  auf  den 
Hflgln  etwas  schärfer  als  auf  den  Vflgln  hervor.  Beim  o  ist  die  Grundfarbe  der  Oberseite  dunkel  gelbbraun, 
und  die  dunklen  Querbinden  sind  breit  und  zusammenhängend.  Das  $  ist  oben  den  übrigen  $$  ähnlich, 
hat  aber  eine  sehr  scharfe  Spitze  der  Vflgl.    Alt-Calabar  bis  Angola  und  Toro. 

Dritte   Gruppe. 

Die(J(J  stiiuiucn  mit  den  (Jo  <lor  zweiton  Gruiipe  tlariii  iihi-icin.  ilal3  sie  fiben  t;anz  (liescll)en  dunklen Queiliinilon  haben: 
doch  können  die  Querbinden,  wenn  die  Gruiulfailie  sehr  dunkel  ist,  fjaiiz  undeutlich  werden:  von  den  3<S  der  vorigen  Oru|ii)e  un- 
ter.sclieiden  sie  .sich  entweder  durch  die  weiße  Wurzel  des  Vrds  auf  der  Vflgl- l'ntc'rseite  oder  dvu'ch  die  ganz  verschiedene  mehr 
oder  weniger  grünliche  Grundfarbe  der  Unterseite.  Auf  der  Olier.seite  haben  die  ^'rlgl  am  Vrd  zwischen  der  zweiten  und  (hitten 
Querbinde  l)ei  den  ??  fast  imtner,  ))ei  den  od  aber  selten  eine  helh;  Sul>a|)icalbinde,  die  jedoch  höch.stens  die  Rippe  3  erreicht. 
Die  $?  sind  den  $$  der  zweiten  (iruppe  ganz  unähnlich,  .sind  oben  mehr  oder  weniger  grün  oder  l)lau  überzogen  (besonders 
auf  den  llflgln)  und  haben  gewöhnlich  keine  oder  undeutliche  dunkle   Querbinden. 

■partita.  E.  partita  Auriv.   (41  c)    unterscheidet  sich  von  allen  anderen  durch  die  scharf  begrenzte,    gemein- 

same und  fast  gerade,  dunkle  Querhinde  der  Unterseite,  welche  ganz  wie  bei  oxione  verläuft;  die  Unterseite 
hat  eine  zarte,  grünlich-  oder  bläulichgraue  Grundfarbe  und  eine  dunkle  Submarginallinie  beider  Flgl;  die 
Hflgl  noch  mit  einer  solchen  Linie  hinter  der  Mitte.  Beim  .^  haben  die  Flgl  oben  eine  dunkelbraune  Grundfarbe, 
deutliche  Qiurbinden  und  eine  brauMgeli)e  Subapicalbinde  der  Vflgl.  Das  $  hat  ebenso  deutliche  schwarze 
Querbinden  der  Oberseite  wie  das  ^,  die  Grundfarbe  der  Vflgl  ist  aber  hellgrün  und  die  der  Hflgl  kaffeebraun; 
die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  weiß  tmd  ihre  Spitze  scharf  ausgezogen.  Diese  sehr  ausgezeichnete  Art 
wurde  in  Kamerun  und  im  Congo-Gebiet  angetroffen. 


EUßYPHEXE.     Von  Dr.  G.  Acjrivilliüs.  173 

E.  iturina  Knrsch  (41  b).  Das  o  ist  oben  dunkel  gelbbraun  oder  hell  kastanienbraun  und  hat  die  geAVöhn-  üurina. 
liehen  dunklen  Qiierbüiden  schmal  und  zusammenhängend,  nur  die  vierte  ist  fast  vollständig  in  gerundete 
Flecke  aufgelöst ;  der  Saum  der  Vflgl  ist  mäßig  ausgerandet  und  die  Submarginallinie  der  Hflgl  stark  gewellt 
oder  fast  \\-inkelig  gebrochen;  Flglunterseite  graubraun:  m  den  Vflgln  ist  der  Außenteil  von  der  Mitte  des 
Hrds  bis  zm-  Flglspitze  dunkelbraun  mit  fast  geradem  Ird  und  scliUeßt  eine  Querreihe  von  5  schwach  aufgehell- 
ten rundlichen  nach  hinten  an  Größe  zunehmenden  dunkel  gekernten  Flecken  ein ;  einwärts  begleitet  denimieren 
Grenzrand  dieses  dreieckigen  dunkelbraimen  Außensaumes  eine  wellige  dunkelbraune  Linie  und  ist  der  Zwischen- 
raum zwischen  beiden  schmutzig  grau  ausgefüllt ;  Hflgl  unten  mit  zwei  anemanderstoßenden  braunen  Ring- 
flecken in  der  Zelle,  nahe  dem  Vrd  kurz  vor  der  Mitte  des  Feldes  7  mit  einem  schmutzig  weißen  Querfleck  und 
hinter  diesem  mit  einer  verwaschenen  braunen  Bogenbinde.  Beim  5  ist  der  SpitzenteU  der  Vflgl  von  der 
Mitte  des  Vrds  bis  zum  Hinterwinkel  sch«'ärzlich  mit  weißer  aus  drei  Flecken  der  Felder  4 — 6  gebildeter  Sub- 
a^iicalbinde  und  dicken  weißen  Ringen  der  Submarginalflecke  der  Felder  2 — 4;  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl 
und  die  Hflgl  sind  gelbbraun  mit  unvollständigen  oder  undeutlichen  schwarzen  Zeichnungen,  nur  die  Submarginal- 
linie der  Hflgl  tritt  scharf  hervor,  ist  zusammenhängend  mid  scharf  winkelig  gebrochen;  Unterseite  heller  als 
lieim  3.  grünlich  oder  gelblich  grau  mit  denselben  Zeichniingen  wie  beim  ^.  Congo-Gebiet  am  Ubangi  und 
Ituri-Fluß. 

E.  brunhilda  Ky.  Unter  diesem  Xamen  beschrieb  Kirby  als  das  (^  eine  Form,  welche  identisch  mit  brunhilda. 
laetitia  zu  sein  scheint  und  als  $  eine  Art,  die  mir  unbekannt  ist.  Die  Beschreibung  des  $  ist  wie  folgt:  ,, Gelb- 
braun; Vflgl  mit  der  Spitzenhälfte  braun;  ein  unregelmäßiger  weißer  Fleck  am  Vrd  unmittelbar  hinter  der  Mitte 
und  eine  submarginale  Reihe  von  bläulich  weißen  Flecken,  die  größeren  mit  schwarzem  Kern  und  der  letzte 
durch  einen  schwarzen  Fleck  vertreten ;  Hflgl  mit  einer  submarginalen  Reihe  dunkler  Zeichnungen,  welche  wurzel- 
wärts  von  emer  Reihe  undeutlicher  dunkler  Flecke  begleitet  wird;  Unterseite  rötlich  grau  mit  einigen  undeut- 
lichen Ringflecken  in  den  ]\Iittelzellen  und  die  hellen  Zeichnungen  der  Oberseite  wiedergegeben;  an  der  Spitze 
der  Vflgl  ein  heller  Fleck,  von  dem  eine  braune  Binde  sich  nach  innen  bis  zur  Mitte  des  Irds  biegt  und  sich 
auf  denHflgln.  aber  dort  nach  außen  gebogen,  fortsetzt".  Diese  Beschreibung  genügt  nicht,  um  die  Art  sicher 
von  den  verwandten  zu  unterscheiden.    Kamerun. 

E.  chriemhilda  Sigr.  (44  d).  Das  ^  verhält  sich  zu  den  verwandten  Arten  fast  ganz  wie  zonara  $  zu  chrienMlda, 
den  anderen  Arten  der  zweiten  Gruppe;  die  Oberseite  ist  nämlich  heller,  dunkel  orangegelb,  und  die  schwarzen 
Querbinden  sind  schmal  und  fast  vollständig  in  freie  Flecke  aufgelöst ;  dazu  kommt,  daß  die  schwarze  Sub- 
marginallinie der  Hflgl  fast  gleichmäßig  gebogen,  weder  gewellt  noch  gezackt  ist ;  die  Unterseite  erinnert  an  die 
von  iturina-^,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Spitze  der  Vflgl  nicht  durch  die  dunkle  Binde  geteüt  ist.  Das 
5  stimmt  sehr  nahe  mit  iturina-Q  überein,  hat  aber  eine  weniger  gezackte  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  deut- 
lichere dunkle  Querbinden  mid  weicht  besonders  durch  die  fast  gleichmäßige,  nicht  scharfwinkelig  gebrochene 
Submarginallinie  der  Hflgl-Oberscite  ab;  die  Unterseite  hat  eine  fleischrötlich-graue  Grundfarbe.  Usagara 
in  Deutsch-Ostafrika. 

E.  fulgurata  Auriv.  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt.  Die  Flgl  sind  oben  in  der  Wurzelhälfte  fidgurata. 
und  am  Saume  braun,  haben  aber  z\^ischen  der  zweiten  Bmde  und  der  scliarf  ^räikelig  gebrochenen  Submarginal- 
linie zum  größten  Teil  eine  weißliche  Grundfarbe,  worin  die  freien  schwärzliehen  Flecke  der  dritten  und  vierten 
Querreihe  liegen;  die  Unterseite  ist  an  der  Wurzel  bräunüch  und  im  Saumteil  weißgrau;  etwas  vor  der  Mtte 
geht  vom  Hrd  der  Vflgl  eüie  Reihe  weißlicher,  dunkel  gesäumter  Flecke,  welche  vom  Hrd  bis  zur  Rippe  4  ge- 
rade und  dann  gegen  die  Mitte  des  Vrds  umgebogen  ist.    Congo-Grebiet  bei  Lingunda. 

E.  congolensis  Capronn.  ist  eine  dritte  mit  iturina  und  chriemhilda  sehr  nahe  venvandte  Art;  von  beiden  congolensis. 
weicht  sie  durch  die  aus  nach  innen  offenen  Bogen  gebildete  oder  schwach  gewellte  Submarginallinie  der  Hflgl- 
Oberseite  ab.  Beim  r^  ist  die  Grundfarbe  der  Oberseite  dunkel  gelbbraun  und  die  Querbinden  zusammenhängend 
oder  fa<5t  so;  die  Unterseite  ist  sehr  dunkel  braun  mit  zwei  hellgelben  Querflecken  in  der  ^Mittelzelle  und  einer 
ähnlichen  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  einem  großen  fast  quadratischen  hellgelben  Fleck  vor  der  Mitte  des  Feldes 
7  der  Hflgl ;  dieselben  sind  am  Analwinkel  schwach  violettgrau  beschuppt.  Das  $  weicht  dadurch  ab,  daß  die 
Flgl  oben  eine  graugrünliche  Grundfarbe  haben,  nur  die  Spitze  der  Vflgl  außerhalb  der  Subapicall)inde  ist 
schwarz ;  die  Querbinden  sind  ziemlich  deutlich  aber  in  Flecke  aufgelöst ;  die  Subapicalbinde  der  ^'f Igl  ist  fast 
gleichbreit  und  rein  weiß,  nach  hinten  vereinigt  sie  sich  mit  den  sehr  dicken  hellgelben  Ringen  der  vierten  Quer- 
reihe in  den  Feldern  2 — 4;  die  Unterseite  ist  der  des  cj  ähnlich  gezeichnet,  aber  viel  heller.  Congo-Gebiet  bis 
Uganda. 

E.  phranza  Heu-.  (41  b)  ist  durch  den  großen  schneeweißen  Fleck  im  Felde  7  der  Hflgl-Unter-  phranza. 
Seite  sofort  kenntlich:  hmter  demselben  liegen  zwei  kleine  weiße  Flecke  in  den  Feldern  5  und  6.  Beim  ^  sind 
die  Flgl  oben  dunkel  gelblich  braun  mit  scharf  begrenzten  schwarzen  Querzeichnungen ;  die  zweite  Querbinde 
der  Vflgl  ist  dick  und  tief  schwarz;  die  dritte  dagegen  schmal  und  am  Vrd  undeutlich;  die  Submarginallinie 
liegt  nahe  am  Saume  ujid  ist  auf  den  Hf Igln  schwach  iind  etwas  unregelmäßig  gewellt ;  die  Unterseite  ist  dunkel 
graubraun,  ziemlich  eintönig  und  mit  undeutlichen  Zeichnungen;  der  Vrd  der  Vflgl  ist  an  der  Wurzel  breit 


174  EURYPHEXE.     Von  Dr.  C.  ArBivnxnJS. 

weiß  und  clie  äußerste  Flglspitze  weißgrau  beschuppt.  Das  $  weicht  von  den  verwandten  Arten  durch  die 
auf  beiden  Seiten  weiße  Vflgbpitze  ab :  die  Vflgl  haben  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  4  ehie  oben  gelbliche, 
unten  weiße  Subapicalbinde :  die  Mittelzelle  und  die  Felder  1  a — 2  der  Vflgl  bis  zur  vierten  Querbinde  sowie 
die  ganzen  Hflgl  bis  zur  Submarginallinie  sind  grün  überzogen ;  die  grüne  Farbe  ist  in  der  AEtte  der  Hflgl  auf- 
gehellt, eine  hellgrüne  Mittelbinde  bildend:  die  Unterseite  i.'^t  fast  ebenso  dunkel  wie  beim  j  und  hat  noch 
moreehi.  zwei  weiße  Querflecke  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Vom  Xiger  bis  zum  Kuilu-Fluß.  —  ab.  2  moreelsi  .4 i<nt;. 
weicht  nur  dadurch  ab.  daß  die  grüne  Farbe  der  Oberseite  völlig  fehlt  und  beide  Flgl  oben  eine  schwarzbraune 
Grundfarbe  haben.    Congo-Gebiet  bei  Ikelemba. 

coUoni.  E.  cottoni  Bnker  ist  mir  in  Xatur  unbekannt:  sie  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:   S-    Beide  Flgl 

mit  abwechselnden  schwarzbraunen  und  gelbbraunen  Querstreifen  und  Fleckenreihen;  Vflgl  mit  drei  Flecken 
in  der  Zelle  und  einem  hinter  der  Zellenspitze.  welcher  sich  mit  einer  schiefen  Querreihe  schwarzer  Flecke 
vereinigt :  darauf  folgt  eine  breite,  an  den  Rippen  unterbrochene,  und  an  der  Rippe  6  gegen  den  Vrd  umgebogene 
Querbinde:  außerhalb  dieser  Binde  sind  die  Vflgl  schwarzbraun  mit  großen,  schwarzen,  gelbbraun  umzogenen 
Submarginalflecken ;  Hflgl  mit  verdunkeltem  Wurzelteil  und  breiter  gelbbrauner  Mittelbinde,  welche  gegen 
den  Ird  etwas  verschmälert  ist ;  eine  postmediane  gebogene  Reihe  von  großen,  schwarzen  Flecken,  mit  dicken 
gelbbraunen  Ringen;  eine  breite,  scharf  begrenzte,  gewellte,  schwarze  Submarginallinie;  unten  sind  beide  Flgl 
heil  gelblich  braun  mit  Andeutungen  der  Zeichnungen  der  Oberseite.  —  Beim  5  sind  beide  Flgl  oben  heller 
braun  mit  dunkel  ockerfarbigen  Zeichnungen ;  die  Vflgl  mit  hellgelber  Subapicalbinde  und  die  Hflgl  mit  breiter, 
unscharf  begrenzter  hellgelber  Mittelbinde.    60 — 74  mm.    Congo-Gebiet  bei  Makala  und  Beni-Mawambe. 

setxrini.  E.  severlni  Auriv.  steht  der  folgenden  Art  so  nahe,  daß  es  genügt  die  Unterschiede  anzugeben.    Das 

Q  ist  oben  nur  durch  die  etwas  rötlich  gelbbraune  Grundfarbe,  unten  aber  durch  die  dunkelrotbraune,  etwas 
in  Violett  ziehende  Grundfarbe  versclüeden ;  clie  Hflgl  entbehren  unten  am  Analwinkel  völlig  clie  violettgraue  Farbe, 
welche  so  deutlich  bei  sopkm  und  laetitia  auftritt,  sowie  auch  den  weißen  Querstrich  im  Felde  7.  Das  S  ähnelt 
sehr  dem  £  von  laetitia,  hat  aber  eine  etwas  verschiedene  nicht  gelbliche  Unterseite,  welche  durch  einen 
schwachen  violetten  Anflug  an  die  Unterseite  des  o  erinnert ;  die  schwarze  Submarginallinie  der  Hflgl  ist  viel 
schärfer  gezackt  oder  gewellt  als  bei  laetitia-^.   Congo-Gebiet  bei  Bena-Bendi. 

laetitia.  E.  laetitia  Plötz  (41  c).    Beim  ^  sind  die  Flgl  oben  dunkel  olivenbraun  mit  den  gewöhnlichen  schwärz- 

lichen Querbinden;  dieselben  sind  alle  deutlich  und  nicht  oder  kaum  in  Flecke  aufgelöst;  die  Unterseite  ist  auch 
dunkel  olivenbraun  ohne  deutliche  dunkle  Zeichnungen;  der  Saumteil  ist  etwas  dimkler  als  der  Wurzelteil 
und  wird  aiif  den  Vflgln  nach  ümen  bogenförmig  begrenzt,  indem  er  an  der  Spitze  schmal  anfängt  und  am 
Hrd  die  Mitte  erreicht;  die  Vflgl  haben  zwei  weißliche  Querschatten  m  der  Zelle,  einen  solchen  Fleck  am  Vrd 
und  an  der  Flglspitze ;  am  Ird  des  dunklen  Saumteiles  findet  sich  in  den  Feldern  1  a  und  2  eiji  oft  undeutlicher 
weißlicher  Querstrich ;  die  Hflgl  haben  einen  schmalen  weißen  Querstrich  in  Feld  7  und  sind  in  der  Analgegend 
mit  violettgrauen  Schuppen  breit  überzogen.  Beim  2  sind  die  Flgl  oben  schwarzbraun,  am  Hrd  der  Vflgl  und  auf 
den  Hflgln  über  die  Mitte  lünaus  grün;  die  Vflgl  haben  eine  weiße  oder  gelbliche,  nach  hinten  in  den  Feldern 
3  und  4  stets  gelbliche  Subapicalbinde;  unten  ist  diese  Binde  rein  weiß  und  setzt  sich  durch  einen  schmalen 
Schrägstreifen  bis  zum  Hrd  fort :  die  Unterseite  hat  eine  ockergelbliche  oder  hell  olivenfarbige  Grundfarbe 
tia.  und  sonst  dieselben  weißen  Zeichnungen  wie  beim  ^ .  Sierra-Leone  bis  Gabun.  —  ab.  $  tia  Suff,  weicht  dadurch 
ab.  daß  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  der  weiße  Submarginalpimkt  in  Feld  6,  welcher  bei  der  Hauptform  vorkommt, 
fehlt.    Goldküste. 

soptiua.  E.  sophus  F.  (41  b)  ist  durch  die  spitzen,  fast  sichelförmigen,  am  Saume  breit  ausgerandeten  Vflgl 

ausgezeichnet.  Beim  ^  sind  die  Flgl  oben  sehr  dunkel  braun  mit  ziemlich  undeutlichen  Querbinden; 
die  Vflgl  haben  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  4  oder  3  eine  scharf  begrenzte,  gelbe  Subapicalbinde;  die 
Unterseite  ist  mit  violettgrau  und  grünlichbraun  unregelmäßig  gescheckt  und  die  Vflgl  am  Vrd  zwischen  der 
Mitte  der  Zelle  luid  der  Subapicalbinde  breit  gelbgrau;  von  der  Spitze  der  Vflgl  bis  zur  Mitte  des  Hrds  verläuft 
eine  weißliche  Bogenlinie.  die  wenigstens  vom  Hrd  bis  zur  Rippe  4  deutlich  und  dunkel  gesäumt  ist.  auf  dem 
Hflgl  setzt  sie  sich  als  ein  Querstrich  im  Felde  7  fort ;  tlie  Hflgl  sind  am  Analwinkel  breit  violettgrau.  Beim  ? 
sind  clie  Vflgl  an  der  Wurzel  und  am  Hrd  und  die  Hflgl  bis  zur  Submarginallinie  grünlich  hellblau ;  die  Subapical- 
binde der  Vflgl  ist  sehr  breit,  hellgelb  und  erreicht  die  Rippe  3:  unten  sind  beide  Flgl  violettgrau  mit  dem 
breiten  nach  innen  gebogenen  Saumteil  der  Vflgl  und  einem  dreieckigen  Querschatten  der  Hflgl,  welcher  von  der 

phreone.  Mitte  des  Vrds  gegen  die  Mitte  des  Saumes  geht,  grünlich  dunkelbraun.  Sierra-Leone  bis  Angola.  —  ab.  phreone 
Fei.ofh.  weicht  im  männlichen  Geschlecht  nur  durch  etwas  hellere  Gnuidfarbe  ab;  das  2  dagegen  hat  eine 
weiße  Sul)apicalbinde  der  Vflgl-Oberseite  und  ist  oben  heller  blau  gefärbt.  Senegal  bis  Liberia  und  im  Congo- 
Gebiet. 

brayfoni.  E.  braytoni  £^.  SAarpe  ist  mir  unbekannt.   Die  Beschreibung  lautet:  q.  Vflgl  bläulich  schwarz,  die  Mitte 

metallisch  blau:  Vrd  und  Saum  braunschwarz;  der  dunkle  Spitzenteil  mit  emer  Subapicalbinde  von  drei 
weißen  bläulich  angeflogenen  Flecken;  Hflgl  ganz  metallisch  blau  mit  dem  Vrd.  L-d  und  Saume  schwarz- 
braun; unten  sind  die  Vflgl  braun  mit  grünlichem  Anflug  im  vorderen  Teil,  einer  submarginalen  Reihe  brauner 


EURYPHEXE.     Von  Dr.  C.  Aüeivuxiüs.  175 

Flecke  und  zwei  braunen  Flecken  in  der  Älittelzelle ;  die  Subapiealbinde  ist  undeutlich  und  die  Wurzel  des  Vrds 
bläulich  weiß ;  die  Hflgl  unten  mit  derselben  Grundfarbe  wie  die  Vflgl ;  zwei  brairne  Flecke  in  der  !Mittelzelle 
und  ein  weißlicher  Fleck  nahe  am  Vrd  (im  Felde  7)  nach  hinten  von  emer  weißen  Linie  begleitet.  Das  $  ist 
dem  (J  ähnlich,  aber  oben  etwas  heller  blau;  die  weiße  Subapiealbinde  der  Vflgl  breiter  und  schärfer  begrenzt 
und  die  Flglspitze  selbst  weiß ;  Unterseite  wie  beim  q.  Die  Art  ist  mit  sophus  und  aurora  verwandt,  von  beiden 
aber  durch  die  schön  blaue  Farbe  der  Oberseite  verschieden.   Im  Ituri- Walde. 

Die  folgenden  Arten  sind  durch  die  grüne  oder  grünliche  Grundfarbe  der  Unterseite  beider  FI2I  ausgezeichnet.  Bei 
den  $2  ist  die  Spitze  der  Vflgl  oft  weiß. 

E.  aurora  Auriv.  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt.  Die  Flgl  sind  oben  sehr  dunkel  braun,  aurora. 
an  der  Spitze  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  5  fast  schwarz;  die  dunklen  Querbinden  sind  undeutlich;  die  Subapieal- 
binde, welche  auch  in  Feld  4  einen  Fleck  bildet,  und  die  Spitze  der  Vflgl  ist  weiß;  von  der  Rippe  2  der  Vflgl 
bis  zur  Rippe  2  der  Hflgl  geht  eine  sehr  undeutlich  begrenzte,  bläulich  violette  oder  bronzeartig  schillernde 
Mittelbinde;  die  Unterseite  ist  matt  grün,  im  Wurzelteil  der  Hflgl  etwas  dunkler  und  hintei  der  ilitte  durch 
die  dicken,  etwas  helleren  Ringe  der  Post discalf lecken  unterbrochen;  von  der  Spitze  der  Vflgl  geht  wie  bei 
vielen  anderen  Arten,  zur  Mitte  des  Hrds  ein  gebogener,  dunkel  olivenbrauuer  Streifen;  außer  den  \^eißen 
Zeichnungen  der  Oberseite  haben  die  Vflgl  eme  Querbmde  in  der  Zelle  und  die  Hflgl  einen  Querstrich  im  Felde 
7.    Congo-Gebiet  am  Ubangi-Fluß. 

E.  wilwerthi  Auriv.  (41  a,  b).  Das  ^J  ist  oben  kastanienbraun  mit  dimklen  Querbinden  imd  dem  wüuierthi. 
(^von  ituri iia  sehr  ähnlich,  unten  aber  sind  die  Flgl  ganz  verschieden  dunkel  grünlich,  im  Wurzelteil  mehr  grau 
und  im  Saumteil  mehr  grünlich;  der  Saumteil  der  Vflgl  ist  nachimien  durch  die  gewöhnliche  Bogenlinie  begrenzt: 
dieselbe  setzt  sich  auf  den  Hflgln  bis  ziu-  Rippe  5  oder  4  fort,  ist  aber  nur  in  Feld  7  dick  und  scharf  begrenzt ; 
am  Vrd  der  Vflgl  liegen  2 — 3  unscharf  begrenzte  weißgraue  Flecke  und  die  Flglspitze  ist  auch  mehr  oder  weniger 
grau  beschuppt.  —  Das  $  ist  oben  dunkelbraun  ohne  deutliche  Querbinden,  nur  die  Submarginallinie  tritt 
recht  deutlich  hervor  und  ist  selir  schwach  gew  eilt ;  die  Unterseite  ist  hell  griuilich  grau  mit  weißer  Subapieal- 
binde der  Vflgl  und  sonst  dieselben  Zeichnungen  ^vie  beim  q  ;  von  aurora-^  weicht  es  durch  die  dimkle  Spitze 
der  Vflgl  und  das  völlige  Fehlen  der  metallischen  ilittelbinde  der  Hflgl  ab,    Congo-Gebiet  bis  Ituri. 

E.  demetra  God.  (41  b).  Das  q  unterscheidet  sich  durch  die  schwarzgraue,  etwas  glänzende  Grundfarbe  demelra. 
der  Oberseite  von  allen  anderen  Arten;  die  schwarzen  Querbinden  smd  zusammenhängend  imd  treten  deutlich 
hervor;  das  schmale  Vrdfeld  der  Vflgl  ist  bläulich  angeflogen;  Subapiealbinde  fehlt  ganz;  die  Unterseite  ist 
lebhaft  grün,  etwas  dunkler  im  Saumteil,  die  äußerste  Spitze  der  Vflgl,  ein  Querstrich  im  Felde  7  der  Hflgl 
und  2 — 3  imdeutliche  Flecke  am  Vrd  der  Vflgl  sind  weiß  oder  weißlich;  das  nach  innen  gebogene  Saumfeld  der 
Vflgl  ist  dagegen  nicht  oder  nur  undeutlich  weiß  begrenzt.  —  Beim  5  sind  die  Flgl  oben  eintönig  dunkelbraun 
ohne  deutliche  Querbinden;  die  Vflgl  haben  eine  weiße  Spitze  und  eine  schmale  und  fast  mideutliche  gelbe  Sub- 
apiealbinde; die  Hflgl  hinter  der  Mitte  mit  einer  blauen,  gebogenen,  nach  vorn  verschmälerten  Querbinde;  die 
Unterseite  ist  stark  glänzend,  hell  schiefergrau,  kaum  grünlich  angeflogen,  die  Spitze  der  Vflgl  mid  die  schmale 
Subapiealbinde  sind  weiß,  die  letztere  setzt  sich  nach  hinten  in  einer  hellen  Schräglinie  bis  zur  Rippe  7  der 
Hflgl  fort.    Sierra-Leone  bis  Kamerun. 

Die  folgenden  fünf  Arten  sind  einander  oben  und  luiten  recht  ähnUch  und  stimnxen  darin  mit  einander  überein,  daß 
beide  Geschlechter  eine  scharf  begrenzte,  oben  gelbe,  unten  weiße,  Subapiealbinde  der  Vflgl  haben.  Der  Vrd  der  Hflgl  ist  imten 
an  der  Wurzel  stets  weiß.  EigentüniUch  ist  es,  daß  die  Spitze  der  Vflgl  bald  bei  beiden  Geschlechtern  (ntaximiana,  ilaminia), 
bald  niu-  beim  O  {pTiantasia,  phantasiella).  bald  weder  beim  (J  noch  beiui  $  (nivaria)  weiß  i.«t.  Die  Unterseite  ist  stets  lebhaft 
grün,  oft  stark  glänzend.  Statt  dieselben  Keimzeichen  bei  jeder  Art  zu  wiederholen,  liefere  ich  hier  zwei  Uebersichten,  nach  wel- 
chen die  Ai'ten  sofort  leicht  bestimmt  werden  können. 

Uebersicht   der    ^^. 

I.    Die  Spitze  der  Vflgl  oben  nicht  weiß  oder  nur  mit  weißen  Fransen. 

A.  Die  Flgl  unten  eintönig  grün,  nicht  dunkler  am  Saume  und  ohne  dunkle  Zeichnungen.   E.  phantasia. 

B.  Die  Vflgl  unten  am  Saume  mehr  oder  weniger  verdunkelt,  olivengrün;  der  dmikle  Saumteil  nach  üuieu 
bogenförmig  begrenzt.  Die  Flgl  unten  wenigstens  in  den  Mittelzellen  mit  mehr  oder  weniger  deut- 
lichen dunklen  Zeichnungen. 

X.    Die  Flgl  oben  mit  den  gewöhnlichen  dunklen   Querbinden  recht  deutlich  hervortretend.    Kleinere 

Art,  50 — 55  mm.  E.  phantasieUa. 

p.  Die  Flgl  oben  tief  schwarzbraun  ohne  deutliche  schwarze  Querzeichnmigen.    Größere  Art,  60 — 65  mm. 

E.  nivaria. 
n.    Die  Spitze  der  Vflgl  oben  weiß.    Beide  Flgl  oben  eintönig  schwarzbraun  ohne  oder  mit  undeutlichen  Quer- 
binden, unten  licht  blaugrün  mit  dunkleren  Zeichnungen  in  den  ^littelzellen  und  oft  auch  mit  dunkleren 
Querbinden  hinter  der  Mitte;  zwischen  den  Rippen  7  und  4  der  Hflgl  em  weißUcher   Querstreifen. 
X.    Die  gelbe  Subapiealbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  nur  etwa  2  mm  breit  und  erreicht  nicht  die  Rippe  3. 
Kleinere  Art,  57 — 61  mm.  E.  flaminia. 


176  EURYPHENE.     Von  Dr.  C.  Aurivilliüs. 

ß.    Die  gelbe  Subapioal binde  der  Vflgl-Oberseite  ist  fast  4  mm  breit  und  erreicht  wenigstens  die  Rippe  3. 
Größere  Art,  etwa  64  mm.  E.  maximiatui. 

U  e  b  e  r  s  i  e  h  t   der  $$. 

I.    Die  Vflgl  oben  mit  weißer  Spitze. 

a.  Die  Hflgl  oben  niit  blauer,  grüner  oder  violetter  Mittelbinde,  welche  sich  oft  auch  auf  den  Vflgln  bi.s  zur 
Rippe  2  oder  noch  weiter  fortsetzt. 

1.  Die  Vflgl  unten  eintönig  grün.  E.  phantasia. 

2.  Die  \üg\  \mten  am  Saume  dunkler,  bräimlich;  der  dimkle  Teil  nach  innen  bogenfömaig  begrenzt. 

E.  phantasiella. 
p.    Die  Hflgl  oben  einfarbig  dunkelbrauji.    Die  l'nterseite  hell  blaugrün  und  hinter  der  Mitte  niit  1 — 3 
dunkler  grünen  Querbinden. 

1.  Die  Unterseite  ohne  deutliche  dunkle  Zeichnungen  in  den  Mittelzellen.    Kleiner,  64 — 80  mm. 

E.  flaminia. 

2.  Die  Unterseite  mit  deutlichen,  dunklen  Zeichnmigen  in  den  Mittelzellen.    Größer,  88 — 89  mm. 

E.  maximiana. 
II.    Die  Spitze  der  M'lgl  oben  nicht  weiß.    Beide  Flgl  oben  schwarzbraun  ohne  dunJvle  Querbinden  und  ohne 
blaue  Mittelbinde  der  Hflgl,  unten  hell  graugrün,  am   Saume  der  ^'flgl  und   in   der  Mitte  der  Hflgl 
breit  dmikelgrün.  E.  nivnria. 

phaniasia.  E.  phatitasia  Ileir.  (41  a)  ist  nur  von  Alt-Calabar  bis  zum  Congo-Gebiete  verbreitet.    Die  §?  erinnern 

an  Weibchcufonncn  von  Euphaedm  medon. 

phanUimclla.  E.  phatitasiella  Stgr.  kommt  von  Kamerun  bis  zum  Congo-Gebiet  vor  und  hat  eine  breitere  Subapici^l- 

phantasina.  binde  der  Vflgl.  —  Bei  phantasina  Stgr.  (41  a)  aus  Sierra-Leone  und  Nord-Guinea  bis  Lagos  ist  die  Subapical- 

binde  der  \üg\  viel  schmäler,  nur  1 — 2  mm  breit,  und  der  Saumteil  der  Vflgl-Unterseite  nur  wenig  dunkler 

als  der  Wurzelteil ,  aber  doch  nach  innen  bogenförmig  begrenzt . 

nharia.  E.  nivaria  IFörd.  (40  e)  ist  eine  große,  aber  recht  seltene  Art ;  die  Unterseite  ist  durch  die  scharfe  Grenze 

zwischen  dem  hellgrünen  Wurzelteil  und  der  dunkelgrünen  Farbe  sehr  auffallend.  Kamerun  bis  zum  Kuilu-Flul5. 

flaminia.  E.  flaminia  Stgr.  (40e)  erinnert  besonders  unten  an  Euphaedra  spatiosa  und  ist  bisher  nur  in  Alt-Calabar 

und  Kanieriui  angetroffen. 

maximiana.  E.  maximiana  Stgr.  ist  eine  sehr  ähnliche,  aber  etwas  größere  Art.  welche  von  Dr.  Preuss  an  der  Barombi- 

Station  in  Kam'uuu  in  wenigen  Stücken  erbeutet  wurde  und  bisher  sehr  wenig  bekajint  ist. 

Vierte  Gruppe. 

Diese  kleine  Gruippo  ist  flaflurch  ausgezeichnet,  daß  die  von  der  Mitte  des  Vrds  ausgehende  Schrägbinde  der  Vflgl- 
Oherseite  wenigstens  die  Hippe  2  erreicht.  Ktwas  vor  der  Flglsi>itze  liegen  gewöhnlich  noch  2 — 3  gell)e  oder  weiße  Flecke  in  den 
Feldern  5 — 7.  Die  Oberseite  ist  braungelb  bis  schwarzbraun  ohne  Spur  von  blauem  oder  grünem  Anflug  mid  die  l'nterseite  hat 
nie  eine  grüne  Grundfarbe.  Die  Unterseite  hat  bei  allen  Arten  eine  gemeinsame  schwärzliche  Querbinde,  welche  ana  Vrd  der 
Vflgl  nahe  an  der  Spitze  schmal  anfängt,  auf  den  Vflgln  scharf  begrenzt  und  nach  hinten  nicht  oder  luu-  wenig  erweitert  ist, 
auf  den  Hflgln  aber  stark  erweitert,  nach  innen  unscharf  begrenzt  ist  imd  an  der  Mitte  des  Irds  breit  endet. 

comv.s.  E.   conius  Ward.  (40  e)  hat  oben  eine  eintönige  dimkel  sammetbraiuie  Grimdfarbe  imd  nur  in  der  ^littel- 

zcllc  der  M'lgl  inid  an  der  Innenseite  der  Schrägbinde  einige  undeutliche  schwarze  Linien.  Die  Vflgl  sind  unten 
dunkelbraun,  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  gelblich  mit  violettgrauen  Querflecken  in  der  Zelle  und  am  Vrd 
imd  weißlichem  Spitzenfleck:  die  Hflgl  haben  unten  außer  der  ^Mittelbinde  4 — 5  dunkle  Querbinden,  welche 
alle  breit  violettgrau  gesäumt  sind.  Die  hellen  Flecke  dicht  vor  der  Spitze  der  Vflgl  sind  oben  beim  o  gelblich 
überzogen,  beim  $  rein  weiß.    Kamerun  bis  zum  Congo-Gebiet. 

cinaethon.  E.  clnaethoil  Hew.  (40  e).    Beim   S  sind  die  Flgl  oben  heller  braun  mit  deutlicher  Submarginallinie ; 

die  gelbe  Querbinde  der  Vflgl  ist  sehr  breit  und  die  Flecke  vor  der  Spitze  Idein  und  gelb;  der  Spitzenteil  außer- 
halb der  Querbinde  ist  schwärzlich ;  die  Zeichnung  der  Unterseite  erinnert  an  die  von  comus,  ist  aber  braun 
und  grau  gemischt  ohne  die  lebhaft  violette  Färbung  des  Grundes.  Das  $  ist  oben  dem  S  ähnlich  aber  viel 
dunkler,  schwarzbraun  und  mit  etwas  schmälerer  Querbinde  der  Vflgl:  die  Unterseite  stimmt  fast  völlig  mit  der 
von  ikelemba  (41  e)  überein.  Bei  beiden  Geschlechtern  ist  die  dunJ<le  Subniarginallinie  der  ^'flgl  wenigstens 
in  den  Feldern  1  a — 3  fast  ganz  gerade,  weder  gewellt  noch  winkelig  gebrochen,  nur  sehr  schwach  gezähnelt.  Ga- 
bun und  Franzö.sisch-Congo. 

ikelemba.  E.  ikelemba  Auriv.  (41  c).    Nur  das   ?  ist  bekannt.    Dasselbe  ist  dem   $  von  cinaethon  sehr  ähnlich, 

weicht  aber  besonders  dadurch  ab,  daß  die  dunkle  Submarginallinie  der  Vflgl  überall  stark  gewellt  oder  fast 
winkelig  gebrochen  und  oben  ^vurzelwärts  hell  gesäumt  ist.    Die  hellgelbe   Querbinde  der  \'flgl  ist  vom  Yrö 


Ausgegeben  10.  V.  1913.  EURYPHENE.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  177 

bis  zur  Rippe  4  schmal,  erweitert  sich  im  Felde  3.  biegt  sich  dann  gegen  den  Hrd  um  und  erreicht  die  Rippe  1, 
ist  aber  in  den  Feldern  2  und  1  b  durch  einen  Querschatten  in  zwei  Aeste  geteilt ;  die  Hflgl  oben  mit  Spuren 
von  drei  helleren  Querlinien;  die  Unterseite  kaum  von  der  von  cinaeihon-'^  verschieden. 

Fünfte  Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gru|>|)e  .sind  .sofort  durcli  die  Zeichnungen  der  Unterseite  kenntlich.  Die  [Tnterseite  i.st  ln'i  allen  Arten 
ganz  ähnlich  gezeichnet  und  nur  durch  die  hellere  oder  dunklere  Grundfarlie  etwas  verschieden.  Die  Hflgl  halMui  unten  eine 
gerade,  2 — 3  mm.  Ijreite  schwarzbraune  Querliinde.  welche  vom  Anahvinkel  (Spitze  der  Rippe  1  b)  bis  zum  Vrd  etwas  hinter 
der  Mitte  geht  und  sich  dann  auf  den  ^"f Igln  in  einem  schwachen  Bogen  bis  zur  Spitze  fortsetzt,  aber  bisweilen  nach  vorn  undeut- 
licli  ist ;  die  Submarginallinie  beider  Flgl  deutlich  schwach  gewellt  oder  gezackt,  vor  derselben  eine  Querreihe  schwarzer  Punkte; 
vor  der  Querbinde  auf  beiden  Plglii  eine  unregelmäßig  geschlängelte  Mittellinie,  welche  auf  den  ^'flgln  fast  wie  liei  ikelemha 
(41  e)  verläuft:  in  der  Mittelzelle  der  llflgl  liegen  2 — 3  dunkle  Ringf lecke  und  vor  denselben  ein  ähnlicher  King  im  Felde  7: 
alle  diese  Ringe  stehen  in  einer  geraden  Linie:  der  Ringfleck  im  Felde  7  kommt  sonst,  aber  mehr  undeutlich,  nur  bei  den  Arten 
der  vierten  Gruppe  vor:  auf  den  Vflghi  finden  sich  auch  3  dunkle  Ringe  in  der  Mitte  der  Zelle  und  dahinter  1 — 2  ähnliche  Ringe 
im  Felde  1  b.  Die  Geschlechter  sind  oben  einander  recht  imähnlich  und  die  ^^  fast  immer  dunkler  gefärbt  und  mit  deutlicheren 
dunklen  QuerbLnden ;  von  den  typischen  dunklon  Querbinden  fehlt  die  er.ste  völlig  oder  ist  nur  schwach  angedeutet ;  die  zweite 
tritt  wenigstens  auf  den  Vflgln  scharf  hervor  und  ist  an  den  Rippen  4  und  5  scharf  gezackt;  die  dritte  ist  mehr  oder  weniger 
imdeutlich,  schattenartig,  und  wenig  dunkler  als  die  Grundfarbe,  am  Vrd  der  Vflgl  in  den  Feldern  5  und  6  aber  stark  erweitert; 
die  vierte  besteht  immer  aus  freien  gerundeten,  oft  iiell  umzogenen  Flecken  und  die  fünfte  bildet  eine  deutliche  Submarginal- 
linie; zwischen  der  zweiten  und  dritten  Querbinde  tritt  am  Vrd  der  N'flgl  beim  $  stets  eine  weiße  Subapiealbinde  imd  beim  cJ 
oft  eine  gell)e  solche  Binde  auf. 

E.  theognis  Hew.  (40  c).  Die  Flgl  beim  ^  oben  eintönig  schwarzbraun  mit  undeuthchen  Zeichnungen,  thcognis. 
niu*  die  zweite  Querbinde  und  einige  geschlängelte  Querlinien  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  schwarz  und  recht 
deutlich ;  die  Subapiealbinde  der  Vflgl  fehlt ;  die  Postdiscalflecke  der  Vflgl  bisweilen  mit  undeutlichen  gelblichen 
Ringen.  Das  $  ist  oben  dunkel  olivenbraun  an  der  Spitze  der  Vflgl  schwärzlich;  die  Subapiealbinde  ist  in 
den  Feldern  6 — 4  weiß  und  scharf  begrenzt,  dann  in  den  Feldern  3  und  2  gelbhch  und  unscharf  begrenzt; 
die  Postdiscalflecke  sind  klein  und  durch  weiße  oder  gelbliche  Punkte  begrenzt;  die  Hflgl  hinter  der  Mitte 
bis  zur  Submarginallinie  gelblich  aufgehellt.    Goldküste. 

E.  cocalia  i*'.  (40  c).  Beide  Geschlechter  sind  durch  die  an  den  Rippen  4  und  5  der  Vf Ig]  lang  und  com?;«, 
scharf  gezackte  zweite  Querlinie  der  Vflgl  ausgezeichnet.  Beim  o  sind  die  Flgl  oben  dunkel  rotbraun  oder 
kastanienbraun  mit  deutlichen  schwarzen  Zeiclmungen,  nur  die  dritte  Qtierbinde  ist  katnn  dunkler  als  der 
Grund  und  tritt  darum  nur  am  Vrd  der  Vflgl  durch  die  dortige  helle  Begrenzung  hervor ;  die  gelbe  Subapieal- 
binde der  Vflgl  ist  sehr  schmal  (etwa  1  mm  breit)  und  tritt  nur  als  eme  gelbe  Begrenzung  der  Außenseite  der 
zweiten  Binde  in  den  Feldern  3 — 6  auf;  die  Postdiscalflecke  sind  groß  und  gerundet  und  wenigstens  auf  den 
Vflgln  orangegelb  umzogen.  Das  $  weicht  durch  die  helle  Oberseite  von  den  übrigen  Arten  ab;  der  Wurzelteil 
ist  hell  braungelb  und  geht  nach  außen  allmählich  in  die  weißliche  Grundfarbe  der  Saumhälfte  über;  die  dunklen 
Zeichnungen  wie  beim  (J;  beide  Flgl  am  Saume  verdunkelt.    Kamerun  bis  Congo. 

E.  mardania  F.  (40  c,  d).  Beim  cJsind  die  Hflgl  und  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  dunkel  rotbraun  und  die  mardanm. 
SpitzenhäJfte  der  Vflgl  schwärzlich  mit  breiter,  scharf  begrenzter  gelber  Subapiealbinde;  die  Postdiscalflecke 
sind  auf  den  Vflgln  mehr  oder  weniger  deutlich  gelb  oder  weißlich  geringelt  und  auf  den  Hflgln  nach  hinten 
undeutlich;  die  Querbinden  2  und  3  sind  im  rotbraunen  Teil  verschwunden  oder  sehr  undeuthch.  Beim  $ 
sind  die  Hflgl  und  die  WurzelhäKte  der  Vflgl  braimgelb  mid  die  SpitzenhäKte  der  Vflgl  schwarz  mit  breiter  weißer 
Subapiealbinde  und  weißen  Ringen  oder  Grenzflecken  der  Postdiscalflecken ;  in  der  braungelben  Farbe  treten 
nur  die  Submarginallinie  tind  die  Postdiscalflecke  der  Hflgl  deutlich  auf.  —  Pp  glänzend  grün  mit  gelblichem 
Rückendorn  mid  Querbinde  des  dritten  Hlbgliedes  und  kleinen  gelblichen  Erhöhungen  der  folgenden  Glieder; 
Atemlöcher  schwarz.    Goldküste  bis  Angola  und  Uganda;  häufig. 

E.  senegalensis  H.-Schäjf.  (40  d)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  untersclieidet  sich  aber  durch  schmälere  seiwgalensis. 
Subapiealbinde  der  Xtlgl  und  beim   $  noch  durch  die  dunldere,  schmutzig  graubraune  oder  gelblich  braune 
Grimdfarbe  der  Oberseite.    Senegal  und  Sierra-Leone.  —  orientis  Karsch  (40  d)  hat  in  beiden  Geschlechtern  orientis. 
eine  orangegelbe  an  der  Wurzel  gelbbraiuie  Grundfarbe  und  eine  breitere  Subapiealbinde  der  V^flgl.    Deutsch- 
Ostafrika. 

Sechste  Gruppe. 

Die  Flgl  miten  mit  einer  gemeinsamen,  breiten,  dmiklen  Querbindc,  welche  von  der  Spitze  der  Vflgl  bis  zur  Mitte 
des  Irds  der  ilf  Igl  verläuft  unil  sehr  \mregelm.äßig  begrenzt  ist ;  oft  ist  diese  Querbinde  undeutlich  oder  kaum  mehr  als  an- 
gedeutet, bei  der  letzten  .\it  aber  tritt  sie  sehr  scharf  hervor.  Die  Alten  sind  groß  und  dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  Grimdfarbe 
zwischen  den  mit  einander  zusammengeflossenen  schwarzen  Querbinden  der  Vflgl  nur  als  getrennte  helle,  weiße  oder  weißliche, 
selten  gelbe  Flecke  auttritt.     Die   Geschlechter  sind  einander  ähnlich. 

E.  plistonax  Hew.  (40  c).    Die  Hflgl  und  der  Wurzelteil  der  Vflgl  sind  gelbbraun;   der  Spitzenteil  der  plMonax. 
Vflgl  aber  schwarz  mit  schmaler  weißer  oder  bisweilen  beim  <J  gelbhcher  Subapiealbinde  und  zwei  Querreilien 

XIII  23 


178 


EURYPHENE.    Von  Dr.  C.  AuRmLLitrs. 


weißer  Flecke ;  der  braune  Wurzelteil  ist  unbezeichnet  oder  hat  einige  feine  dunkle  Querstriche ;  die  Hflgl  haben 
eine  stark  gewellte  Submarginallinie  und  sind  am  Saume  mehr  oder  weniger  breit  verdunkelt;  die  Unterseite 
ist  graubraun,  etwas  dunkler  an  der  Wurzel  und  hat  undeutliche  Zeichnungen;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl 
ist  durch  3 — 4  freie,  fast  silberglänzende  Flecke  vertreten.  Die  Art  erinnert  oben  sehr  an  mardania-  $.  Lagos 
bis  Angola. 

arcadJus.  E.  arcadius  F.  (40  b).     Die  Hflgl  und  das  Wurzelviertel  der  A'flgl  sind  oben  sehr  dunkel  kastanien- 

braim  mit  undeutlichen  Zeichnungen;  die  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder  (2)3 — 6  sind  bläulich  grün,  jene 
mit  zwei  schwarzen  Querbinden;  der  ganze  Außenteil  dagegen  ist  schwarz  mit  drei  Querreihen  großer  weißer, 
grünlich  überzogener  Flecken;  ein  grünlicher  Querstrich  tritt  gewöhnlich  auch  im  Felde  7  der  Hflgl  auf. 
Die  Unterseite  stimmt  fast  völlig  mit  der  von  plistonax  überein.    Sierra-Lsone  bis  Goldküste. 

alaudingeri.  E.  staudingeri  Auriv.  (40  b)  ist  die  größte  und  aucii  eine  der  schönsten  Euryphene- Arten.   Das  ^  stimmt 

unten  völlig  mit  dem  hier  abgebildeten  $  überein,  weicht  aber  oben  dadurch  ab.  daß  beide  Flgl  braun,  die  Flecke 
der  Vflgl  gelb  und  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  kleiner  und  gelb  sind;  die  Hflgl  sind  fast  einfarbig,  indem  die 
dunklen  Zeichnungen  sehr  undeutlich  sind.  Beim  $  sind  die  Vflgl  oben  tief  schwarz  mit  breiter  weißer  Subapical- 
binde, grünlich  weißen  Flecken  der  Querreihen  und  grünen  Querlinien  in  der  Mittclzelle;  die  Unterseite  hat 
eine  zarte  grünlich  graue  Grundfarbe  und  scharf  hervortretende  schwarzbraune  Zeichnungen,  deren  Anordnung 
am  besten  durch  die  Figur  hervorgeht.    Kamerun  und  Gabun. 

Siebente  Gruppe. 

Diese  GruiJpe,  deren  Kennzeiihon  in  der  Uebersicht  augegelnn  sind,  unifaljt  nur  eine  einzige  Alt,  welelie  Iceine  nähere 
Beziehungen  zu  anderen  Arten  zeigt,  durch  die  Form  und  Lage  der  Querijinde  der  Unterseite  aVier  an  staudingeri  erinnert. 

barce.  E.  barce  Dhl.   Die  Unterseite  ist  hellgelb,  stellenweise  etwas  grau  überzogen  und  hat  rostbraune  Zeich- 

luingen;  von  der  Spitze  der  Vflgl  bis  zur  Mitte  des  Irds  der  Hflgl  verläuft  eine  breite,  nach  hinten  allmählich 
erweiterte,  scharf,  aber  auf  den  Hflgln  etwas  unregelmäßig  begrenzte  rostbraune  Mittelbinde ;  in  der  Mitte  und 
an  der  Spitze  der  Vflglzelle  finden  sich  zwei  breite  rostbraune  Querbinden,  welche  heller  braun  umgeben  sind; 
ein  Querstrich  im  Felde  7  und  drei  Ringe  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl  sind  auch  braun;  die  Submarginallinie 
ist  fein,  schwärzlich,  und  in  jedem  Felde  w-förmig  gezackt.  Beim  ^  sind  die  Hflgl  zum  größten  Teil  und  die  AVurzel- 
hälfte  der  Vflgl  oben  lebhaft  blaugrün;  die  Si^itzenhälfte  der  Vflgl  ist  schwarz  mit  schmaler  grüner  Subapical- 
binde; auf  den  Hflgln  sind  die  Felder  1  a  und  1  b  luid  eine  in  den  Feldern  I  c — 4  schmale,  dann  aber  schnell 
erweiterte  Saumbinde  schM'arz.  Das  $  ist  mir  unbekannt,  fällt  aber  vielleicht  mit  der  folgenden  Form  zusammen. 
achillaena.  Sierra-Leone  bis  zum  Niger-Fluß.  —  ab.  $  achillaena  Bartel  (40  b).  Die  Hflgl  sind  oben  bis  über  die  Mitte 
hinaus  und  die  Vflgl  in  den  Feldern  1  a — 3  hell  violettblau;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  weiß,  aber  sehr 
schmal,  nur  1  mm  breit ;  zwei  Querstriche  an  der  Spitze  der  Vflglzelle  und  der  innere  Teil  der  Saumhälfte  der 
maculaia.  Hf-lgl  sind  bisweilen  gelblich.  Togo.  —  maculata  Aiiriv.  (40  a;  als  barce  bezeichnet)  ist  eine  Lokalrasse,  welche 
in  Kamerun  iind  Französisch-Congo  zu  Hause  ist  und  sich  von  der  typischen  Form  dadurch  unterscheidet, 
daß  beim  (^  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  breiter  und  hellgelb  oder  weißlich  und  beim  $  5  mm  breit  und  fast 
weiß  ist;  das  $  hat  eine  6^ — 7  mm  breite  und  fast  gleichbreite  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite,  stimmt 
aber  sonst  nahe  mit  dem  (J  überein  und  weicht  demnach  sehr  von  achillaena  ab. 


Achte  Gruppe. 

Die  Hflgl  oben  bis  zur  Glitte  oder  iilier  die  Jlitte  hinaus  griin  oder  liläulich  grün;  auch  die  N't'lgl  olt  ludir  oder  weniger 
grünlich  überzogen.  Die  Flgl  unten  ohne  genieiMsauio  Mittelbinde,  an  der  Wurzel  aber  \venig.stens  in  den  Mittelzellen  mit  <leut- 
lichen  schwarzen  Zeichnungen.  Bei  den  $$  ist  die  Spitze  der  X'flgl  oben  weiß.  Diu'ch  ilie  genannten  Kennzeichen  schließt  sich 
diese  Gruppe  der  Gattung  Eiiphaedra  eng  an  und  einige  Arten  sind  den  Kuphaedra- Arten  so  ähnlich,  daß  sie  als  solche  be.schri<:- 
ben  wfU'den  sind. 

Die  vier  ersten  Arten  sind  nur  nach  den  <J(J  beschrieben  luid  mir  unbekannt:  ich  muß  mich  darum  auf  eini'  Wieder- 
gebung d<!r  Originalbeschreibungen  beschränken. 

chloeropis.  E.  chloeropis  Baker.    Beide  Flgl  oben  bronzeartig  blaugrün;  Vflgl  mit  der  Wurzel  der  Mittelzelle  durch 

einen  schwarzen  Makel  ausgefüllt  und  hinter  diesem  mit  einem  schmalen  gewellten  Wisch,  welcher  von  zwei 
Flecken  begleitet  ist ;  die  Mittelzelle  din-ch  einen  größ(>ren  Fleck  geschlossen  und  die  Felder  hinter  der  Zellen- 
spitze  in  kurzer  Ausdehnung  schwarz  ausgefüllt ;  diese  schwarze  Farbe  setzt  sich  als  eine  Schattenbinde  bis  zum 
Hinterwinkel  fort;  ein  schwarzer  Fleck  im  Wurzelteil  des  Feldes  2;  Spitzenteil  schwärzlich  mit  einem  kleinen 
weißen  Fleck  an  der  Spitze.  Hflgl  mit  einer  breiten  schwarzen,  bei  gewisser  Beleuchtung  grünlich  schillernden 
Saumbinde.  Unten  sind  beide  Flgl  schmutzig  grüU;  die  Vflgl  an  der  Wurzel  des  Vrds  hell  bläulich,  mit  zwei 
Flecken  in  der  Mitte  und  einem  an  der  Spitze  der  Zelle,  alle  schwarz  germgelt ;  ein  undeutlicher,  postniedianer 
gebogener  Querstreifen  zwischen  der  Ri])pe  4  luid  dem  Hrd ;  die  Flgispitze  mit  einem  weißen  Fleckchen;  die 
Hflgl  mit  zwei  dunklen  Ringen  in  der  Mittelzelle  und  am  Ird  gelbhaarig.  Flglspannung  72  mm.  Congo-Gebiet : 
Makala. 


EURYPHENE.     Von  Dr.  C.  AuRrviLLius.  179 

E.  luteola  Baker.  Beide  Flgl  oben  tief  sammetschwärzlich  bronzegrün;  Vflgl  liinter  der  Zelle  und  der  hdeola. 
Rippe  3  etwas  heller  (gelblich)  bronzegrün;  diese  hellere  Farbe  erreicht  jedoch  weder  die  Wurzel  noch  den  Saum ; 
in  der  Mittelzelle  finden  sich  drei  dunkle  Flecke,  einer  an  der  Wurzel,  einer  in  der  Mitte  und  ein  größerer 
an  der  Spitze ;  eine  gelbliche  Schrägbinde  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  5,  im  Felde  4  mit  einem  gelben  Fleck 
endend;  die  Flglspitze  gewöhnlich  mit  emem  kleinen  gelben  Fleck;  eine  undeutliche  Reihe  dunkler  Submarginal- 
flecke ;  auf  den  Hflgln  dehnt  sich  die  bronzegrüne  Farbe  oft  fast  bis  zum  Saume  aus ;  eine  dunkle  Submarginal- 
linie  ist  angedeutet.  Unten  sind  beide  Flgl  olivengrün  mit  allen  Zeichnungen  der  Oberseite  mehr  oder  weniger 
durchscheinend ;  die  Wurzel  des  Vrds  der  Vflgl  ist  bis  zur  Mitte  der  Zelle  hell  bläulich  weiß ;  die  Vflgl  mit  dunklen, 
bisweilen  verloschenen  Submarginalflecken ;  die  Hflgl  mit  drei  schwarzen  Flecken  in  der  Mittelzelle  und  einem 
weißen  Querfleck  an  der  Mitte  des  Feldes  7;  die  Postdiscalflecke  und  die  Submarginallinie  dunkel  aber  unscharf 
begrenzt;  die  Felder  1  a — 2  mehr  oder  weniger  gelblich  überzogen.    Flglspannung  77  mm.    Congo-Gebiet. 

E,  makala  Baker  stimmt  oben  mit  der  folgenden  Art  überein,  ausgenommen,  daß  die  schmale  makala. 
Schrägbinde  der  Vflgl  sich  zu  einem  großen  und  breiten,  bis  über  die  Rippe  3  hinaus  ausgedehnten  Subapical- 
fleck  entwickelt  hat.  Die  Unterseite  beider  Flgl  bräunlich  olivengrün  mit  den  Zeichnungen  der  Oberseite  durch- 
scheinend ;  in  der  Mittelzelle  vier  dunkel  geringelte  Flecke  und  hinter  der  Mitte  Spuren  von  zwei  dunklen  Quer- 
binden und  der  Submarginallinie;  die  Hflgl  mit  drei  scharf  hervortretenden  schwarzen  Punkten  in  der  Mittel- 
zelle und  mit  undeutlichen  Spuren  einer  Mittelbinde  und  einer  Submarginallinie.  Flglspannung  89  mm.  Gongo- 
Gebiet  bei  Makala. 

E.  leptotypa  Baker  ist  oben  auf  beiden  Flgln  schwarz  mit  hell  stahlblauem  Anflug;  die  blaue  Farbe  lepioiypa. 
der  Vflgl  auf  den  hinteren  Teil  beschränkt  und  nach  vorn  durch  die  Rippe  3  begrenzt;  sie  erreicht  weder  die  Wurzel 
noch  dem  Saume;  die  Subapicalbinde  ist  weiß,  erreicht  die  Rippe  5  und  ist  im  Felde  4  durch  einen  blauweißen 
Fleck,  welcher  den  Saum  fast  erreicht,  begleitet;  die  Flglspitze  jnit  kleinem,  weißen  Fleck;  die  Hflgl  sind  blau 
mit  breiter  und  gleichbreiter  Saumbinde.  Die  Unterseite  ist  gleichförmig  hell  bronzegrün ;  die  Vflgl  mit  den  Zeich- 
nungen der  Oberseite  undeutlich ;  die  Hflgl  mit  einem  weißen  Querstrich  im  Felde  7  und  mit  undeutlicher  dunkler 
Submarginallinie  und  postmedianer  Binde.    Flglspannung  86  mm.    Congo-Gebiet  bei  Beni-Mawambe. 

E.  cutteri  Hew.  (40  a  $;  nicht  ^,  siehe  unten).  Beim  ^^  haben  beide  Flgl  oben  eine  fast  eintönige  cuiieri. 
schwärzliche  Grundfarbe;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  etwa  5  mm  breit,  gelb,  erreicht  wenigstens  die  Rippe  3 
und  ist  von  der  Rippe  5  an  umgebrochen  und  dem  Saume  fast  gleichlaufend,  in  den  Feldern  3  und  4  schließt 
sie  gewöhnlich  je  einen  kleinen  dunklen  Fleck  ein ;  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  hegt  ein  grüner  Hrdfleck,  der  je- 
doch die  Mitte  des  Hrds  nicht  oder  wenig  überragt  und  2 — 3  schwarze  Flecke  einschließt;  die  Hflgl  sind  von 
der  Wurzel  bis  zur  6  mm  breiten  schwarzen  Saumbinde  lebhaft  grün  mit  einigen  kleinen  schwarzen  Flecken 
in  und  an  der  Mittelzelle;  die  Felder  1  a  und  1  b  sind  schwarzgrau  und  dicht  langhaarig.  Unten  sind  beide 
Flgl  matt  graugrün,  am  Hrd  der  Vflgl  bräunlich  und  am  Ird  der  Hflgl  bis  zur  Rippe  2  oder  3  breit  ockergelb 
überzogen;  die  Mittelzellen  haben  schwarze  Flecke  oder  Querstriche  und  die  Felder  1  b — 6  der  Vflgl  schwarze, 
oft  dreieckige  Wurzelflecke;  in  jedem  der  Felder  5 — 7  der  Hflgl  liegen  zwei  durch  einen  weißlichen  oder  hell- 
grünen Querfleck  getrennte,  schwarze  Flecke,  von  denen  die  äußeren  als  Discalflecke  zu  betrachten  sind;  die 
Discalflecke  der  Vflgl  fehlen  oder  sind  nur  in  den  Feldern  1  b — 3  angedeutet ;  nahe  am  Saume  beider  Flgl  eine 
deutliche  Reihe  schwarzer,  bisweilen  sehr  dicker  Submarginalstriche ;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  hellgelb 
und  erreicht  imr  die  Rippe  4;  die  äußerste  Spitze  der  Vflgl  unten  weiß.  Das  $  ist  größer  mit  längeren  Vflgln 
und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Spitze  der  Vflgl  auch  oben  weiß  ist,  daß  die  Subapicalbinde  derselben 
breiter  und  die  Unterseite  heller  ist  und  dickere  schwarze  Zeichnungen  hat.  Liberia  bis  Kamerun.  —  Das  auf 
Tafel  40  abgebildete  3  weicht  so  beträchtlich  vom  typischen  3  ab,  daß  es  einen  besonderen  Namen  verdient. 
fasciata  form.  nov.  (40  a  als  cutteri  3)  weicht  im  männlichen  Geschlecht  dadurch  ab,  daß  der  grüne  Hrdfleck  fasciala. 
der  Vflgl  den  Saum  fast  erreicht  und  durch  einen  grünen  Fleck  im  Felde  2  mit  der  Subapicalbinde  vereinigt 
ist,  daß  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  nur  2  mm  breit  ist  und  daß  die  Discalflecke  der  Unterseite 
groß  und  scharf  begrenzt  sind  und  eine  von  der  Rippe  4  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  der  Hflgl  ausgedehnte  Mittel- 
binde bilden.     Kamerun. 

Die  Veränderlichkeit  von  E.  cutteri  scheint  sehr  groß  zu  sein  und  die  folgenden  drei,  neulich  beschrie- 
benen, mir  inibekannten  Arten,  sind  vielleicht  auch  nur  Formen  davon. 

E.  cognata  Grilnb.  ist  mit  innocua  und  cutteri  verwandt.  Oberseite  sammetschwarz  wie  bei  cutteri,  cognala. 
nur  am  Analrand  der  Hflgl  dunkelbraun;  Hrd  der  Vflgl  und  Mittelfeld  der  Hflgl  lebhaft  blaugrün;  die  bei 
innocua  sehr  scharfen  schwarzen  Zeichnungen  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  nur  durch  einen  klemen 
Fleck  in  der  Zelle  angedeutet;  Subapicalbinde  wesentlich  wie  bei  innocua,  an  der  Rippe  5  unter- 
brochen, hinten  vor  der  Rippe  3  abbrechend,  der  rötliche  Anflug  etwas  schwächer  als  bei  innocua.  Grund- 
färbung der  Unterseite  wie  bei  innocua,  matt  blaugrün  bis  olivengrün;  Wurzel  und  Analfeld  der  Hflgl  ockergelb; 
die  schwarzen  Zeichnungen  sehr  intensiv  und  kompakt,  der  Kern  kaum  heller  als  die  Umrandung;  die  schwarze 
Discalbinde  scharf,  im  Vflgl  mit  dem  zugespitzten  Ende  bis  über  die  Rippe  4,  im  Hflgl  ebenfalls  bis  zur  Rippe 
4  reichend;  die  einzelnen  Flecke  ganz  zu  einer  homogenen  Binde  zusammengeflossen  und  wesentlich  schärfer 
als  bei  cutteri;  Subapicalbinde  im  Vflgl  gelblich,  wie  bei  innocua,  4  mm  breit;  die  schwarzen  Subapicalflecke  wie 
bei  den  verwandten  Arten.    Flglspannung  61  mm.    Kamerun:  Bibundi. 


180  EÜRYPHENE.     Von  Dr.  C.  Aurwilliüs. 

iesanianni.  E.  tessmanni  Grünh.  ist  auch  am  nächsten  mit  imiocua  imd  cutteri  verwandt.   Beim  cJ  ist  die  Oberseite 

dunkel  oHvenbrauii.  ganz  oline  Saumbinde,  die  schwarzen  Zeichnungen  und  Flecke  ähnlich  wie  bei  innocua;  die 
Zeichnmigen  in  den  Zellen  nur  als  Striche  und  Ringe  ausgebildet;  die  braungelbe  Subapicalbinde  des  Vflgls  weniger 
scharf,  besonders  auf  der  mittleren  Partie  undeutlich  und  ohne  scharfe  C4renze,  die  äußere  l'artie  zA\ischen  den 
Rippen  5 — 3  am  deutlichsten,  aber  ohne  schwarze  Kernflecke.  Unterseite  braim  mit  olivenfarbenera  Anflug, 
die  Wurzelliälfte  beider  Flgl  stark  wässerig  blau  durchtränkt;  von  den  schwarzen  Zeichnungen  in  den  Zellen 
sind  mu-  die  feinen  Umgrenzungslinien  vorhanden,  der  Kern  ist  kaum  verdunkelt ;  die  Zeichnmigen  außerhalb 
der  Zelle  fehlen;  die  helle  Subapicalbinde  der  Mlgl  ist  nur  in  der  vordersten  Partie  ausgebildet  und  verschwindet 
unmittelbar  hinter  der  Rippe  6;  der  weiße  Spitzenfleck  der  Vflgl  ziemlich  klein;  die  schmale  weiße  Strierae 
zwischen  d'ii  Rippen  7  und  8  der  Hflgl  scharf  mid  deutlich.  —  Das  2  auf  der  Oberseite  dem  i  von  cutteri 
ähnlich,  die  gelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl  sclimäler,  zwischen  den  Rippen  5  und  6  4 — 4,5  mm  breit;  Mittelfeld 
der  Hflgl  blaugrün  schillernd,  auf  der  Mitte  hinter  der  Zelle  gelb.  Unterseite  im  Farbenton  wie  bei  cutteri,  die 
scliAvarzen  Zeichiiungen  in  den  Zellen  imd  auf  den  Discoidalrippen  weniger  kompakt,  dick  schwarz  gerandet, 
aber  mit  hellerer  Ausfüllung;  die  Flecke  der  kurzen  schwarzen  Discalbnide  im  Hflgl  vorhanden,  etwas  schwächer 
als  bei  cutteri,  im  Mlgl  ganz  fehlend;  Subapicalbinde  der  Vflgl  nur  4  mm  breit  und  weiß,  nicht  gelb  wie  bei 
cutteri;  die  Submarginalflecke  in  beiden  Flgln  kleijier  und  weniger  scharf.  Flglspannung  58  (J) — 67  (?)  mm. 
Spanisch- Guinea  bei  Alcu. 

intermedia.  E.  intermedia  Bartel  steht  ganz  nahe  bei  innocua  imd  ist  nur  im  männlichen  Geschlecht  beschrieben. 

Vflgl  wie  bei  cutteri  ganz  ähnlich  gefärbt  und  gezeichnet,  doch  ist  die  lichte  Beschuppung  am  Vrd,  an  der  Wurzel 
der  Subdorsalrippe  und  am  Ird  nicht  blaugrün  sondern  mehr  gelbgrün,  sie  ist  auch  am  letzteren  viel  ausgedehnter 
.  und  erstreckt  sich  fast  bis  zur  Rippe  2;  der  äiißere  der  beiden  schwarzen  Striche  m\  Feld  1  b  von  innocua  ist  .sehr 
dünn  und  wird  fast  nur  durch  zwei  schwarze  Punkte  vertreten;  die  gelbe  Subapicalbinde  ist  breiter  und  fast 
bis  zur  Mitte  des  Feldes  2  reichend;  Hflgl  von  denen  von  innocua  dadurch  abweicliend.  daß  der  ganze  Mittel- 
teil nebst  dem  Wurzelfelde  auffallend  gelbgrün,  fast  goldgrün,  auftritt;  der  dicke  schwarze  Strich  am  Schlüsse 
der  Mittelzelle  fehlt  ganz  und  der  dahinter  liegende  ist  sehr  verloschen:  Mittelzellenflecke  ähnlich  wie  bei  innocua. 
Auf  der  Unter.seite  der  Vflgl  ist  die  Spitze  etwas  ausgedehnter  weißlich  beschuppt  und  der  obere  Teil  der  gelben 
Binde  .sehr  hell,  fast  weißlich;  der  untere  ist  sehr  verloschen  und  tritt  nur  sehr  wenig  hervor;  der  schwarze  Strich 
in  der  Mittelzelle  vor  deren  Ende  ist  nicht  gerade,  sondern  doppelt  gebogen  und  tritt  Mixrzelwärts  sehr  spitz 
hervor;  der  schwarze  vor  dem  Saume  ist  sehr  verloschen  und  tritt  kaum  hervor;  die  Färbung  des  Saumfeldes, 
auch  der  Hflgl,  ist  mehr  schmutzig  lehmgelb;  diese  Färbung  geht  auf  den  Hflgln  in  den  nicht  lebhaft  ockergelben, 
sondern  schmutzig  ockerfarbenen  Irdsteil  über;  grüne  Töne  sind  auf  den  Hflgln  sehr  eingeschränkt, hingegen 
tritt  die  bläuliche  Färbung  mehr  hervor;  der  lichte  Fleck  in  der  Zelle  ist  breiter,  nach  innen  schmäler,  nach 
außen  breiter  schwärzlich  begrenzt,  hier  setzt  sich  die  dunkle  Färbung  nach  unten  deuthcher  fort;  der  schwarze 
kurze  Strich  hinter  der  Mittelzelle  ist  sehr  stark,  mehr  rechtwinklig;  die  schwärzliche  Submarginalbinde  ist 
überaus  scliM'ach  ausgeprägt;  sie  ist  auch  viel  weiter  vom  Saume  entfernt  als  bei  imiocua;  der  untere  Teil 
des  Saumes  ist  durch  bläulich -weiße  Schuppen  aufgehellt;  am  stärksten  treten  dieselben  im  imteren  Teile  vor 
dem  Innenwinkel  auf,  der  ziemlich  ausgedehnt  bläulich,  dunkel  diu'chschnitten  erscheint.  Die  Hflgl  sind  im 
Verhältnis  viel  breiter  als  bei  innocua;  der  InnenMinkel  tritt  nicht  spitz  hervor,  da  der  Rand  auf  Rippe  2  und  1  b 
sehr  abgerundet  ist.  Ein  gutes  Unterscheidungsmerkmal  gibt  auch  die  Fühlerkolbe  ab,  da  sie  oben  nicht  einfar- 
big schwarz,  sondern  vor  der  Spitze  braun  gefärbt  ist.    Flglspamiung  57  mm.  Kamerun:  Barombi- Station. 

innocua.  E.  innocua  Sm.  u.  Ky.  ist  dem  o  von  cutteri  ähnlich,  aber  oben  heller  mit  schwarzbrauner  Gnnidfarbe 

und  dadiuch  ziinilich  deutlich  hervortretenden  dmüden  Querbinden  oder  Fleckencßierreihen ;  die  Hflgl  sind 
von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitti  hinaus  bläulich  grün  mit  einigen  schwarzen  Flecken  in  und  hinter  der  Mittel- 
zelle; die  Vflgl  an  der  Wurzel  und  am  Hrd  nur  undeutlich  grünlich;  die  Unterseite  im  Wurzelteil  bläiüich  grün 
mit  schwarzen  Flecken,  im  Saumteil  schwärzlich  braun  mid  am  Ird  der  Hflgl  gelblich;  die  schwarzen  Discal- 
flecke  fehlen  oder  sind  sehr  imdeutlich ;  die  Submarginallinie  liegt  dicht  am  Saume,  ist  aber  fein  und  sehr  imdeut- 
hch.   Lagos  bis  Kamenm. 

eliensis.  £.  eliensis  Hew.    Beim  o  sind  beide  Flgl  oben  dunkelgrün  mit  schmaler,  etwa  3  mm  breiter,  dunkler 

Saumbinde;  die  ^'flgl  mit  hellgelber  nach  hinten  etwas  verwischter  Subapicalbinde  und  schwarzer  Spitze; 
am  Hrd  mit  einer  10 — 11  mm  breiten  hellgrünen  Halbbinde,  welche  die  Rippe  3  erreicht;  die  MittelzeUe  der 
Vflgl  mit  2 — 3  schwarzen  Querflecken  und  die  der  Hflgl  niit  zwei  schwarzen  Punlvten.  Die  Unterseite  ist  dimkel 
lederbraun  mit  schwarzen  Ringflecken  in  den  ^littelzcllcn  aber  ohne  duidde  Discahlecken;  die  Vflgl  mit  weißer 
Subapicalbinde  und  A\-eißem  Spitzenfleck;  die  Hflgl  mit  M-eißlichen  Querstrichen  oder  Querflecken  in  der  Mitte 
der  Feld.^r  5 — 7;  beide  Flgl  mit  dxudcelbrauner  Submarginalhnie.  Das  %  ist  größer  und  heller  gefärbt.  Gabun 
bis  Kuilu. 

cJiilonis.  E.  chilonis  Hew.    Beim  cJ  sind  die  Flgl  oben  schwarz  mit  diiiüicl  violettem  oder  purpurnem  Schiller 

und  schmaler  schwarzer  Saumbinde;  beide  Flgl  mit  gemeinsamer,  9 — 14  nun  breiter,  lebhaft  grüner  Mittelbinde, 
welche  sich  von  der  Rippe  3  der  Vflgl  bis  zur  Rij)pe  1  b  der  Hflgl  erstreckt  und  nach  hinten  breiter  wird;  die 
Subapicalbinde  der  \'flgl  lebhaft  gelb  imd  scharf  begi-enzt  aber  kiirz  imd  nur  aus  drei  Flecken  der  Felder  4 — 0 


EUPHAEDRA.     Von  Dr.  O.  AxiRiviLLrus.  181 

gebildet;  die  Vflglspitze  auf  beiden  Seiten  weiß  und  die  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  zwei  blauen  Querstrichen.  Die 
Unterseite  ist  lebhaft  grasgrün  \md  nur  in  den  Mittelzellen  schwarz  gefleckt ;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  wie 
oben,  nur  etwas  breiter;  die  Hflgl  mit  gelblichem  Querstrich  im  Felde  7 ;  die  Submarginalhnie  undeutlich,  bräun- 
lich.  Das  £  ist  mir  unbekannt.   Diese  .seltene  Art  ist  nur  aus  Gabun  und  den  Ufern  des  Ubangi-Flusses  bekannt. 

E.  barombina  Sfgr.  (44  d)  ist  der  vorigen  Art  ähn'ich,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Subapicalbinde  bawnibhia. 
der  Vflgl  beim  <?  völlig  fehlt  und  beim  9  nur  durch  einen  klemen  gelblichen  Fleck  nahe  an  der  Wurzel  der  Felder 
5  und  6  vertreten  ist;  die  grüne  Mittelbinde  ist  schmäler  und  erreicht  d.ie  Rippe  4  der  Vflgl;  d.ie  Unterseite  ist 
dmikler,  graulich  grün  mit  zwei  undeutlichen  Querrv='ihen  dunkler  Flecke  im  Außenteil,  aber  ohne  Submarginal- 
hnie ;  der  weiße  Fleck  der  M'lglspitz-.  beim  $  s?hr  groß.  Auch  diese  Art  ist  selten  und  nur  bei  der  Bar ombi- Station 
in  Kamerun  gefunden. 

E.  octogramma  Sm.  u.  Kij.  ist  eine  schöne  und  leicht  kenntliche  Art,  welche  von  allen  anderen  dadurch  odogrmmmi. 
abweicht,  daß  die  breite  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  mit  einer  Reihe  von  7  länglichen  blaugrünen 
Submarginalflecken  geziert  ist.  Beide  Flgl  oben  grün,  an  der  Wurzel  bläuhch  mit  schwarzer,  nach  hinten  all- 
mählig  erweiterter  und  am  Analwinkel  der  Hflgl  etwa  12  mm  breiter  Saumbinde;  die  Wurzel  der  Vflgl  mit  5 
tief  schwarzen  Flecken,  zwei  in  der  Zelle,  einem  an  der  Spitze  der  Zehe  und  zwei  länglichen  an  der  Wurzel  des 
Feldes  1  b;  die  Hflgl  nur  mit  zwei  dicken  schwarzen  Flecken,  einem  in  der  Zelle  und  einem  an  deren  Ende;  die 
Flgl  unten  eintönig  gelbgrün  mit  scliM'arzen  Submarginalstrichen  und  an  der  Wurzel  dieselben  Flecke  wie  oben 
aber  klein  und  hell  gekernt,  ringförmig.    Kanierun. 

E.  rubrocostata  Auriv.  weicht  durch  den  hellroten  Fleck  ?^n  der  Wurzel  des  Vrds  der  Hflgl -Unterseite  ruhrocostaia. 
von  allen  anderen  Em-yphene-Arten  ab  und  ist  auch  sonst  ganz  eigentümlich  gezeichnet.  Beide  Flgl  oben  braun 
etwas  gelblich  angeflogen  und  in  dem  Spitzenteil  der  Vflgl  schwärzlich;  die  Hflgl  sind  fast  bis  zum  Saume  und 
die  Vflgl  bis  zur  Spitze  der  ^littelzelle  matt  grünlich  (o)  oder  bläuhch  überzogen;  diese  Farbe  geht  nach  außen 
ohne  scharfe  Grenze  in  die  Grundfarbe  über;  die  ^'flgl  mit  gelber,  etwa  4  mm  breiter  Suba-picalbinde,  welche 
sieh  vom  Vrd  fast  bis  zur  Mitte  des  Feldes  3  erstreckt;  die  Spitze  der  M'lgl  ist  oben  beim  <S  schwarz  mit  hellen 
Fran.sen,  beim  $  breit  weiß.  Die  Unterseite  ist  beim  S  graugelb  mit  2 — 3  runden  schwarzen  Punkten  in  den 
Mittelzellen;  das  helle  Wurzelfeld  ist  auf  beiden  Flgln  dm-cli  eine  breite  uiu-egelmäßige,  in  den  Feldern  3  und  4 
saumwärts  ausgezogene  dunkelbraune  Querbinde  begrenzt;  im  hellen  Saumteil  finden  sich  zwei  mattbraune 
Querbinden,  von  denen  die  innere  am  Vrd  der  Vflgl  einen  großen  viereckigen  dunkelbraunen  Fleck  bildet.  Das 
$  weicht  unten  dadiirch  ab,  daß  die  Grundfarbe  weißlich,  aber  fast  ganz  durch  die  sehr  erweiterten  und  mit- 
einander vereinigten  schwarzbraunen  und  etwas  grünlich  schimmernden  Querbinden  verdrängt  worden  ist; 
die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  weiß  und  auf  den  Hflghi  ist  die  dunkle  Begrenzung  des  Wurzelfeldes  nach  außen 
durch  eine  breite  weiße,  an  der  Rippe  4  scharf  winkelig  gebrochene  und  im  Felde  3  oft  unterbrochene  Querbinde 
d'T  Grimdfarbe  scharf  markiert.    Bisher  nur  im  Congo-Gebiet  am  Sankuru  Fluß  angetroffen. 

11.  Gattung:  fltiphaeclra  Hbn. 

Wie  schon  oben  hervorgehoben  worden  ist,  stimmt  diese  Gattung  im  Rippenbau  völlig  mit  Euryphene 
überein  und  weicht  nur  durch  die  lebhaft  orangegelbe  Farbe  der  Palpen  ab. 

Die  Euphaedra  sind  große,  kräftig  gebaute  Tagfalter  und  haben  gewöhnlich  eine  dunklere,  schwärzliche 
oder  braune  Grundfarbe  der  Oberseite  mit  blauem  oder  grünlichem  Schiller  und  eine  griuiliche  Unterseite;  selten 
ist  die  Grundfarbe  gelb  bis  orangegelb.  In  den  Mittelzellen  treten  gewöhnlich  wenigstens  auf  der  Unterseite 
1 — ^3  scharf  begrenzte  schwarze  Punkte  oder  Flecke  auf;  die  Vflgl  haben  fast  immer  oben  eine  helle  (gelbe,  weiße 
oder  grüne)  Subapicalbinde. 

Die  Geschlechter  weichen  nur  wenig  von  einander  ab ;  das  $  ist  größer  als  das  (J  und  hat  bisweilen  eine 
hellere  Subapicalbinde  der  Vflgl. 

Mehrere  Arten  oder  Formen  sind  durch  ihre  außerordentliche  Veränderlichkeit  bekannt,  während 
andere  fast  gar  nicht  variieren.  Wie  gewöhnlich  hat  man  früher  auf  die  veränderlichen  Formen  eine  ganze 
Reihe  von  Alten  aufgestellt,  da  aber  diese  sogenannten  Arten  durch  zahlreiche  Zwischenformen  miteinander 
verbunden  sind,  ist  es  fast  sicher,  daß  wir  es  hier  nur  mit  einigen  wenigen  Arten  zu  tun  haben.  Diese  interessante 
Frage  kann  nur  durch  Züchtung  aus  den  Rpn  endgültig  beantwortet  werden.  Vielleicht  wird  sieh  dabei  eine 
eben  solch  merkwürdige  Tatsache,  wie  bei  der  Züchtung  von  HypoUmmis  dubiiis-anthedon,  herausstellen. 

Die  Rpn  sind  denen  der  ostindischen  Gattung  Euthalia  sehr  ähnlich  und  haben  längs  jeder  Seite  des 
Rückens  eine  Reihe  langer,  fein,  oft  fast  federartig  verästelter  Dornen,  welche  nicht  aufrecht  stehen,  sondern 
fast  Magerecht  nach  jeder  Seite  ausgespreizt  sind.    Die  Ppn  stimmen  mit  denen  von  Euryphene  genau  überein. 

Wie  die  übrigen  NympJialinen  hat  auch  diese  Gattung  ihren  Hauptsitz  in  den  Urwaldgegenden  West- 
Afrikas  und  ist  dort  durch  zahlreiche  Arten  vertreten.  Einzelne  Arten  dringen  jedoch  bis  Uganda  und  Abys- 
sinien  vor  und  eine  Art  tritt  in  Ost- Afrika  auf  und  geht  südlich  bis  zur  Delagoa-Bai.  Die  dunklen  Arten  sollen 
besonders   in   den   schattigsten    Stellen   der   Urwälder   herumfliegen. 

Die  zahlreichen  Formen  kömien  auf  fünf  Gruppen  verteilt  werden. 


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EUPHAEDRA.     Von  Dr.  C.  ArRmtLics. 


Uebersicht    der    Gruppen. 

I.    Die  Vflgl  oben  höchstens  mit  einer  hellen  Querbinde  vor  der  Spitze  und  stets  ohne  helle  Mittelbinde. 

A.  DieHflgl  oben  am  Saume  breit  t  _  in.  blau,  violett  oder  grün)  ohne  Spur  von  Submarginal- 
flecken  und  auch  unten  ohne  sol  -.    ler  nur  mit  matten  und  undeutlichen  Flecken. 

a)  Die  helle  Subapicalbinde  der  Vflgloberseite  ist  sehr  breit,  lebhaft  orang^elb  tmd  drängt  sich  nach 
hinten  in  das  F-  (xler  erreicht  sogar  die  Rippe  2.  1.  ^>opÄron-Gruppe. 

b)  Die  helle  Subaj;  ;  Vflgl-Oberseite  ist  schmaler  oder  bisweilen  undeutlich  und  erreicht 
nach  hinten  höchstens  die  Rippe  3;  sie  ist  iraß,  hellgrün  oder  gelb.  2.  J/frfoH-Gruppe. 

B.  Die  Hfi-'  vor  dem  Saume  mit  deutlichen  Submarginalflecken.  imd  auch  unten  fast  immer  mit 
solchen 

a)    Die  Saumbinde  der  Hflgl  oben  mit  bläulichen,  grünen  oder  schwarzen  Submarginalflecken  und 

'  alich  mit  S' '  Submarginalflecken.  3.  Cfre-«- Gruppe. 

h)  -        .1  weißen  o-^      _  hen  Flecken  in  der  dunklen  Saumbinde.    Thorax  und  Hlb  oben 

mit  deutlichen,  weißen  Paarflecken.  4.  Eleus-Gra-ppe. 

II.  Die  Vflgl  mit  zwei  weißen  oder  gelben  Querbinden,  der  einen  \in  nrr  Spitze,  der  anderen  über  die  Mitte 
aus  2 — 3  Flecken  (in  der  Millelzelle  und  in  den  Feldern  2  und  3).  Die  Htlgl  oben  rot  oder  orangegelb  mit 
breiter  schwarzer  Saumbinde.  5.  Persei«-Gmppe. 


1.  Neophron -Gruppe. 


Die  Arten  dieser  Gruppe  sind  dadurch  leicht  kenntlich,  daß  die 

■  .-.      ,1„-       Plr.r—    --^      -iVi.-.'l.-h      ■^^.t'-zi-tiT      -.?').!  .1.-»-    '**r.itZenteil     ■i-'"     Vf'-^'      i^:?.^ 


■'ite  und  der  Wnrzelteil  der  Vflsi  bis  zuiti 


:.ui.  grau 


srhMnt  schwach  durch. 


neophroH.  E.  neophfon  Hpjjr.  ^4ö  c.  d).   Die  o:      -   .      r  Subapicalbinde  der  VtTgl  erreicht  die  Rippe  2  oder  ragt 

sogar  etwas  in  Feld  1  b  hinein;  der  Wurzelte..   ...    .  :.gl  und  die  ganze  Oberseite  der  Hflgl  ist  lebhaft  grün  oder 

blaugrün  mit  dunkler  Saumbinde.      Rp  nach  JtrjfOD  grün  mit  zwei  großen  goldgelben  Flecken  auf  jedem  Kör- 
rJcJoMo.  pergliede.     '        .       Bai  bis  Usambara.  —  violacea  ßf/r.  ist  e-          .      ier  und  ler  Wur- 
zelteil der  \  .._ i  die  Hflgl  oben  schön  violett  gefärbt  sind  .  die  Sul_j^ _  _     :._.   -^  Rippe  _ 

nicht  erreicht :  die  Unterseite  ist  besonders  beim  £  dunkler  als  bei  neophron.     Pp  hellgrün  mit  goldenen  Flecken. 
Kilimandjaro  und  Britisch  Ost-Afrika. 


«OfnftArJn.  E.  cUenbecki  P       -       "it  in  der  Zeiehi 

imd  weicht  Jadur-h  ab.  -.  Htlgl  und  der  \^ 

die  Subapicalbinde  der  Vflgl  sind.  Abessinieii. 


-\rt  überein.  ist  abt  r 
h  und  nur  wenie  du: 


2.  Medon  -  Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  h«ben  nur  dss  Kennzeichen  geoxeinsaui.  daB  die  Submaiginalflecice  der  Hflzl  auf  beideii 
Seiten  oder  wenigstens  oben  röUig  fehl^i.    —  Durch  folgende  Uebersicht  kiöimen  die  Arten  leicht  untMschieden  weiden. 

I.    Die  H'"_'  :i  nicht  rot  an  der  Wurzel  des  Vrds. 

A.  Dit^        _        en  im  Wurzelteil  wenigstens  bis  über  das  Ende  der  Mittelzelle  hinaus  einfarbig  olivenbraim 
bis  schwarzbraim.    Vflgl  mit  weißem  Spitzentleck. 

a)    T'     ^^^A  oben  ohne  blaue  Querbinde,  höchstens  am  Anaiwuuiei  mehr  oder  weniger  vioirti  i-irr 
-  _  schillernd.    Die  Vtlgl  stets  mit  gelber  Subapicalbinde. 

*    Die  Htlgl  oben  ohne  Purpurglanz  am  Saume.   Die  Mittelzellen  unten  gewöhnlich  nur  mit  einem 
schwarzen  Punkte. 

1.  Die  Htlgl  unten  ohne  weiße  Querbinde  aber  hinter  der  Mitte  mit  zwei  Querreihen  von  großei; 
fast  zusammenhängenden  dunkelgrünen  Submarginalflecken.  E.  »patiosa. 

2.  Die  Htlgl  unten  mit  einer  weißen,  bisweilen  in  Flecke  aufgelösten  Mittelbinde,  welche  von^. 
Vrd  bis  zur  Rippe  4  verläuft,  und  hinter  der  Mitte  nur  mit  einer  Querreihe  dunklerer 
Flecke  oder  mit  einer  Quer  binde.  E.  lo^inga. 

**    Die  Hflgl  oben  am  Saume  mit  violett  schillerndem  Purpturglanze.   unten  hell  weißlich  blau- 
grün  mit  deutlicher,  weißer  Mittelquerbinde  zwischen  dem  Vrd  imd  der  Rippe  4.  Die  Mittel- 
zellen unten  mit  drei  schwarzen  Punkten.  E.  tcardi. 
b.    Die  Hflgl  oben  hinter  der  Mitte  mit  einer  scharf  begrenzten  blauen  Querbinde,  welche  am  Anal- 
winkel erweitert  ist  und  dort  den  Savun  erreicht.    Die  Subapic-albinde  der  Vtlgloberseite  beim  o 
sehr  schmal  oder  undeutlich. 

1.  Die  Hflgl  unten  ohne  weiße  Mittelflecke.  S.  harpalifee. 

2.  Die  Htlgl  tmd  gewöhnlich  auch  die  Vflgl  über  die  Mitte  mit  einer  Querreihe  von  scharf  begrenzten 
weißen  Flecken.  E.  eupalus. 

B.  Die  Hflgl  oben  beim  ^  einfarbig  grün,  blaugrün  oder  bis  über  die  Mitte  hinaus  tief  blau,  beim  £  wenig- 


EUPHAEDRA.    Von  Dr.  C.  Aurivillitts.  183 

stens  in  der  Mtte  und  über  dem  Ende  der  Mittelzelle  blau,  violett  oder  grünlich.    Die  Spitze  der  Vflgl 
ist  beim  ^J  oben  nicht  weiß  oder  höclistens  mit  weißen  Fransen  geziert. 

a.  Die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  nur  1 — 2  mm  breit,  erreicht  nicht  die  Rippe  3  und  besteht  aus  vier 
freien  oder  fast  freien,  weißen  oder  weißgelben  Flecken. 

1.  Die  Hflgl  unten  ohne  weißen  Längsstrahl  am  Vrd.  Die  Wurzel  und  der  Hrd  der  Vflgl  und  die 
Hflgl  wenigstens  in  der  Mitte  oben  lebhaft  blau  (^)  oder  wenigstens  bläulich  angeflogen. 

E.  Uganda. 

2.  Die  Hflgl  bisweilen  unten  nahe  am  Vrd  mit  einem  weißen  Längsstrahl,  der  an  der  Wurzel  an- 
fängt und  in  Feld  7  fast  die  Spitze  erreicht.  Auf  der  Oberseite  sind  der  Wurzelteil  dei;  Vflgl  und 
die  Hflgl  bis  zum  Saume  eintönig  dunkelgrün.  E.  peculiaris. 

b.  Die  gelbe,  grünliche  oder  selten  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgloberseite  ist  3 — 4  mm  breit,  völlig 
zusammenhängend  und  nach  hülfen  von  der  Rippe  3  begrenzt ;  auf  der  Innenseite  ist  sie  im  Felde  3 
deutlich  eingeschnitten;  beim  ^  ist  sie  bisweilen  undeutlich.  Die  Vflgl  beim  $  oben  mit  weißem 
Spitzenfleck.  Die  Flgl  unten  mit  drei  scharf  hervortretenden  schwarzen  Punkten  in  den  Mittelzellen 
und  gewöhnlich  auch  mit  dunklen  Submarginalflecken.  E.  medon. 

II.    Die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  rot  gefärbt.    Die  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern  oben  mit  großem, 
\\'eißem  Spitzenfleck.  E.  Iwperca. 

E.  symphona. 
E.  imperialis. 

E.  spatiosa  Mab.  (45  c).    Beide  Flgl  oben  eintönig  dunkel  olivenbraun,  in  der  Spitzenhälfte  der  Vflgl  spatiosa. 
schwärzlich  mit  gelber  Subapicalbinde  und  weißem  Spitzenfleck.    Die  Unterseite  ist  grün  mit  einem  (selten 
2 — 3)  schwarzen  Punkt  in  den  Mittelzellen  und  zwei  matten,  wenig  deutlichen,  dunklen   Querbinden  hinter 
der  Mitte;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  scheint  nur  schwach  durch.    Das  $  kann  eine  Spannweite  von  100  mm 
erreichen  und  ist  der  größte  aller  Euphaedra-Axten.    Kamerun  bis  zum  Congo-Gebiet  und  Uganda. 

E.  losinga  Hew.  (45  b,  c)  stimmt  oben  völlig  mit  spatiosa  überein,  weicht  aber  unten  dadurch  ab,  daß  losinga. 
die  Hflgl  in  der  Glitte  eine  schmale,  scharf  begrenzte  weiße  Querbinde  haben,  die  an  der  Mitte  des  Vrds  anfängt 
und  die  Rippe  4  oder  3  erreicht ;  hinter  der  Mitte  beider  Flgl  geht  eine  einzige  dunkle  Querbinde,  welche  je- 
doch oft  deutlicher  als  die  Querbinden  bei  spatiosa  ist ;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  initen  wenigstens  im 
vorderen  Teil  weiß  und  scharf  begrenzt :  die  Mittelzelle  beider  Flgl  unten  mit  1 — 3  schwarzen  Punkten.  Kamerun, 
Congo-Gebiet,  Angola.  —  ab.  impunctata  Bartel  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Mittelzellen  unten  ohne  schwarze  impunc- 
Punkte  sind  und  daß  die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  nur  durch  einen  Fleck  in  Feld  7  vertreten  ist.   Süd-Kamerun  '*'"• 
—  inaequabilis  Thurau  unterscheidet  sich  dadurch,  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  schmaler,  oben  auf  der  inaequabili». 
Innenseite  an  den  Rippen  4  und  5  tief  eingeschnitten  und  unten  in  Flecke  aufgelöst  ist ;  die  weiße  Mittelbnide 
der  Hflgl-LTnterseite  ist  auch  in  Flecke  aufgelöst.    Uganda. 

E.  wardi  Bruce  (44  d)  ist  oben  den  beiden  vorigen  Arten  sehr  ähnlich,  aber  durch  einen  violetten  warrfi'. 
oder  kupferigen  Schiller  in  der  Analgegend  verschieden.    Unten  smd  beide  Flgl  lebhaft  hellgrün  oder  bläulich 
grün  mit  je  drei  großen  schwarzen  Flecken  in  den  Mittelzellen  und  scharf  begrenzter,  zusammenhängender 
weißer  Subapicalbmde  der  Vflgl;  dieselbe  ist  gewöhnlich  Avurzelwärts  fein  schwarz  begrenzt;  die  Hflgl  haben 
eine  weiße  ziemlich  breite  Mittelbinde,  welche  oft  AVurzelwärts  schwarz  gesäumt  ist.   Alt-Calabar  und  Kamerun. 

E.  harpalyce  Cr.  (45  b).  Beide  Flgl  oben  eintönig  schwarzbraun  mit  kleinem  weißem  Spitzenfleck  harpalyce. 
der  Vflgl  und  einer  lebhaft  blauen  Querbinde  der  Hflgl,  welche  am  Analwinkel  breit  anfängt,  nach  vorn 
schmäler  werdend  an  der  Rippe  6  oder  7  endet  und  bisweilen  auch  auf  den  Vflgln  mehr  oder  weniger  weit 
fortgesetzt  ist.  Die  Lmterseite  ist  ziemlich  eintönig  hellgrün  oder  graugrün  mit  1 — 3  schwarzen  Punkten  in  den 
Mittelzellen.  Bei  der  Hauptform  fehlt  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  beim  o  völlig  und  ist  beim  $  sehr  schmal, 
gelblicli.  Sierra  Leone  bis  Kamerun.  —  Bei  ab.  lakuma  Btlr.  ist  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  beim  ^  sehr  schmal,  lakuma. 
beim  $  aber  4 — 5  mm  breit.    Unter  der  Hauptform. 

E.  eupalus  F.  (45  b)  ist  oben  der  vorigen  Art  ganz  ähnlich,  weicht  aber  unten  dadurch  ab,  daß  beide  eupalus. 
Flgl  oder  wenigstens  die  Hflgl  in  der  Mitte  eine  gebogene  Querreihe  von  weißen,  nach  üuien  gewöhnlich  schwarz 
begrenzten,  freien  Flecken  haben.    Sierra  Leone  bis  Congo-Gebiet. 

E.  Uganda  Auriv.  ist  eine  schöne,  oben  etwas  an  preussi  (42  d)  erinnernde  Ai't.  Beide  Flgl  süid  oben  ugarida. 
schwärzlich  mit  bläulichem  Glänze;  beim  ^  ist  die  Wurzel  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  2,  der  Hrd  desselben  bis 
über  die  Mitte  hinaus  und  der  Vrd  bis  zur  Mittelzelle,  sowie  auch  die  Hflgl  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  schön 
und  intensiv  blau,  beim  $  smd  diese  Teile  schwach  dunkelviolett  und  nur  in  der  Mitte  bläulich;  die  Subapical- 
binde der  Vflgl  ist  schmal  und  besteht  aus  vier  weißen  bläulich  gesäumten  Flecken.  Die  Unterseite  ist  hell  bläu- 
lich graugriui  mit  1 — 3  schwarzen  Flecken  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  einer  aus  gerundeten  Flecken  gebildeten, 
bisweilen  wenig  deutlichen,  weißen  Mittelbinde  der  Hflgl,  welche  sich  von  der  Rippe  7  bis  zur  Rippe  3  erstreckt. 
Uganda. 

E.  peculiaris    Lathy.     Beim  J  ist  der  Wurzelteil  der  Vflgl-Oberseite  bis   zur    Spitze   der   Mittelzelle  peeuliaris. 


184  EUPHAEDRA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

und  fast  bis  y.uin  Hintcrwinkel  glänzend  dunkelgrün  mit  ZAvei  Flecken  in  der  Mittelzelle  und  einem  Querfleck 
an  der  Zellenspitze  schwiuz;  die  .Spitzenliälfte  ist  schwärzlich  mit  einer  schmalen  goldgelhen  Subai)icalbinde 
aus  4  Flecken  und  grünem  Schiller  außerhalb  der  Binde;  die  Hflgl  sind  oben  einfarbig  dunkelgrün;  die  Vflgl 
an  der  S])itze  mit  weißen  Fransen.  Beide  Flgl  unten  gelblich  grün;  die  Vflgl  am  Hrd  dinikelgrau  mit  drei  schwar- 
zen Punkten  in  der  ^litteizellc  und  statt  der  Subapicalbinde  mit  drei  kleinen,  freien,  weißen  Flecken  in  den 
Feldern  4 — 6;  Hflgl  mit  zwei  schwarzen  Punkten  in  der  Mittelzelle  und  in  der  Mitte  mit  einer  Querreihe  von 
4  kleinen  weißen  Flecken  in  den  Feldern  4 — 7.  —  Als  $  beschreibt  L.\thy  iind  bildet  ab  eine  Form,  welche 
völlig  mit  losiiifid  V.  inaequnhilis  Thurau  übereinzustimmen  scheint.  Die  Beschreibung  lautet:  ..Vflgl  oben 
dunkel  olivenbraun;  die  Spitzenhälfte  schwarz  mit  goldgelber  Subapicalbinde  und  weißer  Spitzenfleck;  Hflgl 
oben  dunkel  olivenbraun.  Vflgl  unten  grün  am  Hrd  grau  mit  zwei  schwarzen  Punkten  in  der  Zelle  und  vier 
weißlichen  Flecken  statt  der  Suba])icalbinde  und  mit  einer  undeutlichen  dunklen  Submarginalbinde;  Hflgl  unten 
grün  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  der  Zelle,  einer  unterbrochenen  weißen  Mittelbinde  und  einer  undeutlichen 
dunklen  Submarginalbinde".  Wenn  dieses  $  wirklich  zu  dem  j  gehört,  muß  die  Art  den  älteren  von  Thurau 
gegebenen  Namen  inaequnbilis  erhalten.  Uganda.  —  ab.  albovittata  ab.  nov.  weicht  im  männlichen  Geschlecht 
dadurch  ab,  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  noch  schmäler,  ganz  gerade  und  auf  beiden  Seiten  vollständig 
und  fast  zusammenhängend  ist  und  daß  die  Hflgl  utiten  nahe  am  Vrd  einen  weißen  Längsstreifen  haben,  von  der 
Wurzel  ausgeht  und  längs  dem  Felde  7  fast  die  Flglspitze  erreicht.    Uganda:  Sesse-Inseln. 

E.  medon  ist  die  zuerst  bekannte  der  Euphaedra-Aiten  und  wurde  schon  1763  von  Linke  beschrieben. 
Sic  ist  ziemlich  veränderlich  in  der  Färbung,  besonders  die  $$,  und  erinnert  an  einige  Formen  der  Ceres- 
Gruppe.    Beim  J  sind  beide  Flgl  oben  glänzend  grün  oder  bläulich,  am  Saume  aber  mehr  oder  weniger  breit 
schwärzlich;  die  Vflgl  sind  außerdem  innerhalb  der  Subapicalbinde  breit  schwarz  und  haben  2  bis  3  schwarze 
Flecke  in  der  Mittelzelle:  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist   breit  und  erreicht  die  Rippe  3;  unten  sind  beide  Flgl 
grün  mit  dunkelgri'uier  Submarginalbinde,  3  großen  schwarzen  Flecken  in  der  Mittelzelle  und  einer  weißen, 
oft  in  Flecke  aufgelösten  oder  sogar  undeutlichen  Mittelbinde  der  Hflgl;  die  Spitze  der  Vflgl  hat  oben  weiße 
Fransen,  aber  keinen  Fleck.    Das  $  ist  viel  größer,  hat  einen  weißen  Spitzenfleck  der  Vflgl  luid  eine  sehr  breite 
mcdon.  dunkelbraiuie  oder  schwärzliche  Saumbinde  der  Hflgl.  —  medon  L.  (45  a).    Beim  (J  sind  die  Hflgl  oben  eintönig 
grün  oder  bläulich  und  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  oben  gelb  oder  hell  grimlich-bläulich  und  beim  $  sind 
die  Hflgl  fast  von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  hinaus  und  der  Hi-d  der  Vflgl  lebhaft  blaugrün  oder  bläulich ; 
agnes.  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  lebhaft  gelb.    Sierra  Leone  bis  Angola.  —  $-f.  agnes  ßtlr.  (45  a)  weicht  (hulurch 
ab,  daß  die  Hflgl  und  der  Hrd  der  Vflgl  oben  violettbraun  sind  mit  einer  etwa  7  mm  breiten  hellblauen  oder 
violcttblauen  .Mittelbinde;  die  Suba])icalbinde  der  Vflgl-Ober.scite  ist  gelb  oder  weiß.    Sierra  Leone  bis  Kamerun. 
viridinolala.  —  ab.  viridinotata  Bllr.  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  Hflgl  oben  in  der  Mitte  einen  großen  grünlich  gelben 
fcrnanda.  Fleck  in  der  grünen  oder  bläulichen  Area  haben.    Gabun  und  Kongo-Gebiet.  —  $-ab.  fernanda  Frühst,  weicht 
von  viridinotata  durch  größeren,  weißen  Apicalflcck  der  Vflgl  und  viel  schmalere  gelbe  Subapicalbinde  ab; 
die  Unterseite  ist  dunkler  als  bei  viridinotiUd,  die  weiße  Mittelbinde  tritt  schärfer  hervor  inid  die  schwarze 
albiila.  Submarginalbinde  ist  sehr  verbreitet.    Fernando  Po.  —  ab.  albula  Thurau  hat  in  beiden  Geschlechtern  eine 
weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl-Oberseite  inid  eine  lehmgelbe  Unterseite;  beim  $  ist  die  Ober.seite  chocolade- 
braun  mit  violettem  Schiller;  das  Hrdfcld  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  und  das  Mittelfeld  der  Hflgl  ist  bläulich- 
fraudata.  violett.    Guinea.  • —  Als  fraudata  beschreibt  Thurau  aus  Uganda  ein  ^  mit  folgenden  Worten:  ,,Die  Subapical- 
binde der  Vflgl  ist  auffällig  schmal  und  am  Vrd  nur  etwa  2  mm,  an  der  Einengung  auf  Rippe  4  ca.  1  mm  breit". 
Gehört  wahrscheinlich  zu  peculiaris. 

luperca.  E-  luperca  Hew.   Beim  rj  sind  die  Flgl  oben  schwärzlich,  im  Wurzelteil  der  Vflgl  bis  zur  Rijipe  2  und  am 

Hrd  fast  bis  zum  Hinterwinkel  dunkel  grünlich  blau  und  auf  den  Hflgln  außer  amVrd  und  Ird  fast  bis  zum  Saume 
Zu(cü/asc/a(n. grünlich  blau  schillernd;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  weiß  oder  hellgelb  (=  ab.  luteofasciata  ßartel)  etwa 
3  mm  breit,  fast  gleichbreit,  ganz  gerade  und  erreicht  an  der  Rippe  4  fast  den  Saum,  auch  einen  kleinen  Fleck 
im  Felde  3  bildend.  Die  Unterseite  ist  heller  oder  dunkler  grün,  am  Hrd  der  Vflgl  dunkel  violettbraun  und  am 
Ird  der  Hflgl  bis  zur  Rippe  2  gelbhaai'ig;  die  Vflgl  mit  drei  in  einer  geraden  Linie  liegenden  schwarzen  Flecken, 
von  denen  zwei  hellgrün  geringelte  in  der  Mittclzelle  und  der  dritte  an  der  Spitze  der  Zelle;  die  Hflgl  ebenfalls 
mit  drei  schwarzen  Flecken,  einem  dicht  an  der  \^'urzel  in  Feld  8  und  zwei  in  der  Mittelzelle;  auf  den  Vflgln 
ist  der  Vrd  bis  zur  Apicalbinde,  die  Binde  selbst  und  der  Spitzcnfleck  rein  weiß;  auf  den  Hflgln  ist  die  AVurzel 
des  Vrds  blutrot  und  nach  hinten  von  einem  schneeweißen  Streifen  begrenzt,  welcher  der  Rippe  8  folgt  und  sich 
etwas  hinter  der  Mitte  des  Vrds  mit  einer  weißen  Querbinde  vereinigt ;  diese  Querbinde  ist  schwach  saumwärts 
gebogen  und  erreicht  die  Rippe  4  oder  3  nicht  weit  vom  Saume.  Durch  diese  schöne  Zeichnung  der  Unterseite 
weicht  diese  Art  von  allen  anderen  ab.  Das  typische  $  liegt  mir  nicht  vor  und  ist  auch  in  der  Literatur  nie  beschrie- 
variegala.  ben  worden,  düi'fte  aber  nur  wenig  vom  ,^  abweichen.  Alt-Oalabar  bis  Kongo.  —  ab.  variegata  ah.  nov. 
(45a  als  luperca)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  IM'lgl  oben  bis  über  die  Mitte  hinaus  und  die  Vflgl  im  Wurzel- 
teil der  Felder  1  a — 2  dunkel  olivenbraun  ohne  blauen  Schiller  sind;  die  blaue  Farbe  ist  darum  auf  die  breite 
Saiimbinde  der  Hflgl  und  die  Mittelzolle  und  den  Hinterwinkel  der  Vflgl  beschränkt :  die  Subapicalbinde  der 
Vflgl  ist  mehr  lebhaft  gelb  als  bei  der  Hau])tform.  Zwischenformen,  bei  denen  die  blaue  Farbe  mehr  ausgebrei- 
tet ist,  kommen  vor.    Congo-Gebiet. 


Ausgegehen  20.  VI.  1913.  EUPHAEDRA.     Von  Dr.  G.  AußiViLLlUS.  185 

E.  imperialis  Lmrfemar;«.  Das  sehr  schöne  $,  worauf  diese  Art  begründet  ist,  kommt  der  SJ^perca  (45  a)  i mpcrialis. 
sehr  nahe.  Ob  es  nur  eine  Form  derselben  oder  eine  selbständige  Art  ist,  kann  nur  nach  Vergleichung  eines 
größeren  Materiales  entschieden  werden.  Beide  Flgl  oben  schwärzlich  und  im  Wurzelteil  bis  über  die  Mitte  hinaus 
dunkelgrün  angeflogen;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  etwa  6  mm  breit,  lebhaft  ockergelb  und  erreicht 
die  Rippe  4,  wird  aber  dann,  von  einer  mit  dem  Saume  gleichlaufenden  und  davon  8  mm  entfernten  Binde 
fortgesetzt ;  diese  Binde  ist  in  den  Feldern  3,  2  und  im  vorderen  Teil  des  Feldes  1  b  orangegelb  und  am  Hrd 
bläulich;  auf  den  Hflgln  wird  sie  von  emer  etwas  schmaleren  blauen  Querbinde  fast  bis  zum  Analwinkel  fort- 
gesetzt ;  die  Fransen  der  Hflgl  sind  rein  weiß ;  die  Unterseite  ist  hell  bläulich  grün  und  fast  ganz  wie  bei  luperai 
gezeichnet,  nur  dadurch  abweichend,  daß  die  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl  durch  eine  weiße  Querlinie  mit 
der  Rippe  1  verbunden  ist  und  daß  die  breite  weiße  Querbinde  der  Hflgl  ganz  gerade  ist  und  darum  an  der  Rippe 
4  fast  9  mm  vom  Saume  entfernt  ist.    Der  weiße  Spitzenfleck  der  Vflgl  auf  beiden  Seiten  groß.    Kamerun. 

E.  symphona  Baker.  Die  Beschreibung  lautet:  ,, Palpen  unten  ockergelb  mit  einem  dunklen  symphona. 
Seitenstreifen  und  oben  mit  länglichen  hellen  Haaren;  Kopf  schwärzlich  mit  zwei  weißlichen  Punkten  unter- 
halb der  Fühler  und  mit  zwei  größeren  ol)erhalb  derselben ;  Augen  weiß  geringelt ;  beide  Flgl  oben  dunkel  bronze- 
grihi,  diuikler  gegen  den  Saum ;  die  Vflgl  im  Spitzenteil  schwärzlich  mit  einer  um-egelmäßigen,  weißen  Subapical- 
binde, welche  sich  von  der  Rippe  8  bis  kurz  hinter  der  Rippe  4  erstreckt;  ein  kleiner  weißer  Spitzenfleck; 
die  Fransen  mit  kleinen  weißen  Flecken  zwischen  den  Rippenenden.  Die  Unterseite  beider  Flgl  matt  sienna- 
braun;  Vflgl  mit  zwei  schwarzen  Flecken  nach  einander  in  der  Zelle  und  einem  kleinen  an  der  Zellenspitze; 
alle  weißen  Zeichnungen  der  Oberseite  durchscheinend ;  die  Hflgl  mit  zwei  schwarzen  Flecken  in  der  Zelle  und  einem 
dicht  an  der  Wurzel,  alle  in  einer  geraden  Linie;  das  Feld  8  rot,  nach  hinten  hellgrau  begrenzt,  an  der  Mitte 
des  Feldes  7  ein  heller  Querfleck;  beide  Flgl  mit  einer  sehr  undeutlichen  Reihe  submarginaler  Flecke". 
Nachdem  ich  jetzt  Gelegenheit  gehabt  habe,  ein  Stück  dieser  interessanten  Art  zu  untersuchen,  finde  ich, 
daß  dieselbe  zur  Gattung  Euryphene  gehört  und  nahe  mit  rtibrocostata  Auriv.  verwandt  ist,  mit  der  sie  auch 
die  Färbung  der  Palpen  gemeinsam  hat.    Kongo- Gebiet :  Beni-Mawambe. 

3.    Ceres-  Gruppe. 

Bei  den  Fonucn  dieser  GMippe  tritt  auf  der  über.seite  der  Hflgl  gewölinlirh  eine  Keihe  großer  gerundeter,  mehr  oder 
weniger  .seharf  begrenzter,  schwarzer  .Sidiniargin;ilfle(^ke  auf  (vergl.  die  Figuren  der  Tafel  43);  .selten  sind  diese  Flecke  gi'üu 
oder  l)läidich.  Die  Unterseite  ist  gewöhnlich  dvirrh  scharf  hervortretende  scliwarzc;  Discalflecke  und  Submarginalflecke  aus- 
gezeichnet; nur  bei  einigen  extremen  Formen  sind  diese  Flecke  mideutlich  oder  fehlen  völlig,  wodurch  dieselben  sich  unten 
an  die  Arten  der  vorigen  Gruppe  anschließen.  Die  V'eränderlichkeit  der  Formen  erreicht  in  dieser  Gruppe  ihre  höchste  Ent- 
wicklung und  es  Ist  möglicli,  daß  wir  es  nur  mit  3 — 4  wirklichen  Arten  zu  tun  liaben.  Uiu  die  Bestimmung  der  zalrlreichen 
Formen  zu  erleiclrtern,  können  sie  auf  drei  Untergrujipen  verteilt  werden. 

Erste   Untergruppe. 

Die  Hflgl  unten  ani  Vrd  mit  eineua  breiten  roten  Längsstreif,  welcher  sich  über  die  Mitte  des  Flgls  hinaus  er- 
streckt und  auch  einen  größeren  oder  kleineren  Teil  des  Feldes  7  bedeckt.  Bisweilen  bedeckt  die  rote  Farbe  einen 
großen  Teil  der  Unterseite  der  Hflgl. 

E.  xypete.    Die  Vflglspitze  auf  beiden  Seiten  2 — 5  mm  breit  weiß;  die  Submarginalflecke  der  Unter- 
seite sind  mehr  oder  weniger  vollständig  zweigeteilt  und  liegen  nur  2 — ^4  mm  vom  Saume  entfernt;  der  rote 
Vrdsstreif  der  Hflgl-Unterseite  bedeckt  niemals  vollständig  die  Wurzel  des  Feldes  7 ;  die  Flgl  oben  mit  schwärz- 
licher Grundfarbe.  —  xypete  Hew.  (44  b).   Die  Unterseite  der  Hflgl  nicht  nur  am  Vrd  sondern  auch  in  der  Mitte  xypete. 
zwischen  den  Rippen  2  und  7  breit  rot  überzogen ;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  hellgelb  oder  weißlich,  bläulich 
gesäumt,  erreicht  die  Rippe  3  und  ist  nach  hinten  nicht  oder  nur  wenig  erweitert;  Wurzel  und  Hxd  der  Vflgl 
mehr  oder  weniger  ausgedehnt  blaugrüji ;  die  Hflgl  oben  glänzend  blaugrün  mit  breiter  schwärzlicher  Saumbinde, 
in  welcher  die  tiefschwarzen  Submarginalflecke  oft  nur  bei  gewisser  Beleuchtung  deutlich  hervortreten.    Die 
Flgl  unten  mit  scharf  hervortretenden  schwarzen  Submarginalflecken ;  die  Vflgl  mit  drei  bis  vier  schwarzen 
Flecken  in  der  Mittelzelle  und  großen  schwarzen  Discalflecken  an  der  Innenseite  der  Subapicalbinde ;  die  Hflgl 
nur  in  der  Mittelzelle  und  an  der  Wurzel  der  Felder  4 — 6  ( — 7)  hellgrün  mit  schwarzen  Flecken,  sonst  lebhaft 
rot,  am  Ird  gelb  und  am  Saume  hellgrün  bis  gelblich  grün  mit  schwarzer  Saumlinie.    Sierra  Leone  bis  Angola. 
■ —  mirabilis  Bartel  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  scharlachrote  Färbung  der  Hflgl-Unterseite  mir  auf  den  mirahilis. 
Vrdsteil   beschränkt   ist   und  Ader   7  nicht   überschreitet;   die  Mitte   der   Hflgl-Unterseite   ist   gelblich  grün. 
Kamerun.  • —  bombeana  Strand  ist  der  vorigen  Form  älmlich,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Subapicalbinde  bombeana. 
weißlich,  breiter  und  nach  hinten  mehr  erweitert  ist  (6  mm,  im  Felde  4  fast  10  mm  breit).    Kamerun.    —    Bei 
crockeri  Btlr.  ist  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  undeutlich  und  nicht  von  der  Grundfarbe  abweichend ;  die  Hflgl  crockeri. 
sind  unten  nur  am  Vrd  rot  gefärbt  und  die  rote  Farbe  reicht  nach  hinten  nicht  über  die  Rippe  7  hinaus;  die 
Grundfarbe  der  Unterseite  ist  gelblich  grün,  am  Saume  außerhalb  der  schwarzen  Submargmalflecken  dunkel- 
braun.  Ashanti  und  Niger.  —  Crosse!  E.  Sharpe  (=  aureofasciata  Lathy)  weicht  von  crockeri  durch  eine  breite  crossei. 
goldgelbe  Subapicalbinde  und  einen  grünlichen  in  der  Mitte  gelblichen  HJrdfleck  der  Vflgl  ab.    Niger.  —  caeru-  caemlescens. 
lescens  Smitfi  (44a,  als  gav^ape)  kommt  der  Form  crockeri  nahe,  hat  aber  eine  hell  bläuliche,  nach  hinten  erweiterte 

XIII  24 


186  EUPHAEDRA.     Von  Dr.  C.  Attrivillius. 

und  die  Rippe  2  oft  erreichende  Subapicalbinde  der  Vflgl,  eine  hell  bläuliche  Grundfarbe  der  Unterseite  und 
einen  schmalen,  die  Rippe  7  gewöhnlicli  nicht  erreichenden,  roten  Vrdsstreif  der  Hflgl.    Kongo-Gebiet. 

kurschi.  E.  karschi  Bartfl  hat  wie  xypete  einen  weißen  Spitzenfleck  der  Vflgl  und  die  Unterseite  der  Hflgl  zum 

größten  Teil  rot :  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  weißlich,  sehr  schmal  (etwa  wie  bei  preussi)  und  scharf  be- 
grenzt; sie  besteht  aus  3  kleinen  vorderen  Flecken  und  einem  großen,  mehr  nach  außen  gerückten  im  Feld  3. 
Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  die  Subapicalbinde  weiß  und  nach  innen  nur  schmal  schwarz  begrenzt;  die 
Unterseite  der  Hflgl  fast  ganz  wie  bei  der  t}-pischen  xypete  gefärbt  und  gezeichnet.  Wohl  auch  nur  eine  Form 
von  xypete.     Nordwest-Kamerun. 

herberti.  E.  herberti  E.  Sharpe  (44  b)  ist  eine  recht  abweichende  Art.    Die  Submarginalflecke  beider  Flgl  sind 

klein,  liegen  weiter  (5 — 6  mm)  vom  Saume  entfernt  und  sind  oben  zu  einer  zusammenhängenden  Linie  vereinigt ; 
der  weiße  Spitzenfleck  der  Vflgl  ist  sehr  groß ;  die  Subapicalbinde  beim  ^  schmal,  gelblich  und  wenig  deutlich 
beim  $  breiter  und  weißlich  und  die  Oberseite  ganz  oder  zum  größten  Teil  heller  grün,  graugrün  oder  gelblich 
grün.  Die  Unterseite  weicht  durch  die  schwache  Entwicklung  der  schwarzen  Zeichnungen  von  allen  übrigen 
Formen  der  Untergruppe  ab;  die  Punkte  der  Mittelzellen  sind  klein  oder  fehlen  völlig,  ebenso  die  schwarzen 
Discalflecke:  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  nur  angedeutet  und  die  Submarginalflecke  zwar  deutlich  aber 
klein  und  nicht  tiefschwarz;  die  rote  Vrdbinde  der  Hflgl  tritt  wenig  scharf  hervor,  ist  vor  der  Mitte  durch 
die  schwarz  gesäumte  Rippe  8  begrenzt,  dehnt  sich  aber  an  und  hinter  der  Mitte  aus  und  bedeckt  einen  Teil 
des  Feldes  7  (in  der  Figur  ist  sie  leider  zu  schwach  angedeutet);  die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  hell  bläulich 
grün  und  am  Saume  mehr  oder  weniger  verdiuikelt.  Durch  die  wenig  entwickelten  Zeichnungen  der  Unterseite 
entspricht  diese  Art  solchen  Formen  wie  eberti  und  sarita  der  beiden  anderen  Untergruppen.  Kongo-Gebiet, 
selten.  I 

E.  gausape  weicht  von  den  vorhergehenden  sofort  dadurch  ab.  daß  der  weiße  Spitzenfleck  der  Vflgl 
völlig  fehlt  (nur  die  Fransen  sind  bisweilen  weiß)  und  daß  die  rote  Vrdbinde  der  Hflgl  sehr  breit  ist  und  das 
Feld  7  von  der  Wurzel  ab  und  oft  auch  das  Feld  6  bis  zu  den  oft  e  i  n  f  a  c  h  e  n,  tief  schwarzen  Submarginal- 

gamape.  flecken  bedeckt ;  kein  schwarzer  Fleck  an  der  Wurzel  des  Feldes  7  der  Hflgl-Unterseite.  —  gausape  BÜr.  Vflgl 
oben  schwarz  mit  breiter  gelber  Subapicalbinde  und  breiter  goldgrüner  Hrdfleck;  die  Hflgl  oben  goldig  grün 
mit  breiter  schwarzer  Saumbinde;  die  Unterseite  gelblich  grün  mit  schwarzen  Flecken  in  den  Mittelzellen, 
schwarzen  Discalflecken  in  den  Feldern  2 — 6,  schwarzen  Submarginalflecken  und  schwarzem  Hrd  der  Vflgl; 
Hflgl  in  der  Mitte  breit  gelb,  nur  in  der  Mittelzelle  und  am  Saume  grün  oder  bläulich.    Ashanti — Kamerun. 

exlensa.  — •  ab.  extensa  Bartel  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  gelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl  noch  breiter  ist  und  die 
judiih.  grünen  Teile  der  Oberseite  mehr  mit  gelb  überzogen.    Kamerun.  —  Judith  Weym.  hat  beim  (J  eine  dreieckige 
grüne  Subapicalbinde  und  einen  kleinen  grünen  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  und  beim  2  eine  grünlich  gelbe 
Subapicalbinde  und  einen  langen  gelblichgrünen  Hrdfleck  der  Vflgl.    Sierra-Leone  und  Kongo-Gebiet. 

Zweite    Untergruppe. 

Auch  in  dieser  Uiitergrupi>e  .sind  die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  de.s  Vrds  rot;  die  rote  Farbe  erreicht  al)er  niiht 
.  die  Mitte  des  Vrd.s  und  ist  nach  liinten  von  der  Kippe  8  begrenzt  oder  bedeckt  nur  einen  kleinen  Teil  der  Wurzel  des  Feldes  7. 

E.  cyparissa  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  beide  Flgl  unten  schwarze  Discalflecke  und  große  schwarze 
Submarginalflecke  haben  und  daß  die  Submarginalflecke  der  Vflgl-Unterseite  in  einer  unregelmäßig  gebogenen 
Linie  stehen,  indem  die  Flecke  der  Felder  3  und  4  dem  Saume  stark  genähert  sind;  der  Discalfleck  im  Felde  2 
der  \'flgl-Unterseite  ist  quergestellt  und  liegt  vor  der  Mitte  des  Feldes.  Wie  bei  den  übrigen  Arten  sind  die 
Hflgl  oben  grün  mit  breiter  schwarzer  Saumbinde  und  die  Vflgl  am  Hrd  wenigstens  bis  zur  Mittelzelle  auch  grün; 

cyparissa.  die  Hflgl  sind  unten  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  goldgelb  oder  orangegelb.  — ■  cyparissa  Cr. 

(44  a).    Die  Vflgl  oben  mit  grüner  Subapicalbinde,  unten  nicht  rot  an  der  Wurzel.    Sierra-Leone  und  Kongo- 

aurata.  Gebiet.  —  aurata  Carpent.  (44  a).    Die  Vflgl  oben  mit  gelber  Subapicalbinde.  unten  nicht  rot  an  der  Wurzel. 

sarcoptera.  Niger  und'  Kamerun.  —  sarcoptera  Btlr.  hat  wie  aurata  eine^  breite  gelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl-Oberseite, 
weicht  aber  von  den  beiden  anderen  Formen  durch  einen  lebhaft  roten  Fleck  an  derWurzel  der  Vflgl-L^nterseite  ab ; 
dieser  Fleck  liegt  in  der  Zelle  und  erreicht  etwa  deren  Mitte.   Ashanti  und  Dahomey. 

E.  themis  hat  wie  die  vorige  Art  kräftig  entwickelte  schwarze  Zeichnungen  der  L^nterseite,  weicht  aber 
von  ihr  dadurch  ab,  daß  die  Submarginalflecke  der  Vflgl-Unterseite  in  einer  ganz  geraden  Linie  stehen  und  daß 
der  Discalfleck  in  Feld  2  langgezogen  ist  und  in  der  Mitte  des  Feldes  liegt  oder  wenigstens  die  Mitte  desselben 
erreicht.    Die  Flgl  haben  oben  eine  schwarze  Grundfarbe  und  sind  bis  über  die  Mitte  der  Hflgl  hinaus  und  am 
Hrd  der  Vflgl  grün,  blau,  orangegelb  oder  weißlich.    Die  Art  umfaßt  eine  große  Menge  Aberrationen,  welche 
in  einander  ohne  scharfe  Grenze  übergehen,  gewöhnlich  aber  durch  die  hier  angeführten  Kennzeichen  unterschie- 
ihemis.  den  werden  können.  —  themis  Hhn.  (43  c).    Die  Vflgl  unten  mit   deutlicher  heller  Subapicalbinde  und  oben  mit 
rotem  Fleck  an  der  Wurzel ;  die  Subapicalbinde  der  M'lgl-Oberseite  ist  beim  q  goldgelb,  beim  S  gelb  oder  weiß- 
lich, mäßig  groß,  gleichbreit  oder  am  Vrd  schmäler  und  besteht  aus  3 — 4  Flecken  in  den  Feldern  3 — 6.    Sierra 
pcrmixitmi.  Leone  bis  Congo.  —  ab.  permixtum  Btlr.  weicht  nur  dadurch  ab.  daß  die   Subapicalbinde  der  Vflgl  nur  aus 
justUia.  zwei  Flecken  in  den  Feldern  3  luul  4  besteht.    Gabun.  —  ab.  justitia  Stgr.  weicht  von  den  vorhergehenden 


EUPHAEDRA.    Von  Dr.  C.  Atjeivillius.  187 

nur  dadurch  ab,  daß  die  gelbe  Subapiealbinde  der  Vflgl  sehr  breit  und  abgerundet  ist.    Lagos  bis  Gabun, 
ab.  adonina  Hew.  (44  b)  hat  den  Hi-dfleck  der  Vflgl  und  den  Wurzelteil  der  Hflgl  oben  orangegelb  und  eine  mehr  adonina. 
als  gewöhnlich  ausgezogene  Spitze  der  Vflgl.  stimmt  aber  sonst  mit  justitia  überein.    Alt-Calabar.  —  ab.   janetta  janefta. 
Btlr.    Die  Vflgl  oben  ohne  Rot  an  der  Wurzel;  ihre  Subapiealbinde  auf  beiden  Seiten  goldgelb  oder  gelblich; 
beide  Flgl  unten  an  der  Wurzel  violettrot.    Ashanti  bis  Kamerun.  —  ab.  reducta  Bartel  weicht  von  janetta  da-  reducta. 
durch  ab,  daß  die  Vflgl  unten  ander  Wurzel  nicht  rot  sind.  Kamerun.  ■ —  ab.  aureolaÄ'»/.  (43  c,  d)  steht  auch  der  aureola. 
janetta  nahe,  unterscheidet  sich  aber  dadurch,  daß  der  rote  Fleck  an  der  Wurzel  der  Unterseite  nicht  violett- 
rot, sondern  ziegelrot  ist.    Kamerun.  —  ab.  campaspe  Fldr.     Die  Subapiealbinde  der  Vflgl  unten  deutlich  campaspe. 
und  weiß,  oben  beim  ^  grün,  beim  $  weiß;  die  Discalflecke  der  Unterseite  schwarz  und  deutlich;  auf  der  Ober- 
seite ist  der  Hrdfleck  der  Vflgl  und  der  Wurzelteil  der  Hflgl  beim  ^  dunkelgrün,  beim  $  hellgrün  bis  grünlich 
weiß;  die  Vflgl  oben  ohne  Rot,  unten  aber  in  der  Wurzelhälfte  der  Mittelzelle  rot.  Gabun,  Kongo-Gebiet,  Angola. 

—  ab.  niveovittata  Auriv.  (44  b)  kommt  der  vorigen  Form  nahe,  unterscheidet  sich  aber  davon  und  von  allen  nivcovittata. 
anderen  /Äe/H^'s-Formen  dadurch,  daß  die  schwarzen  Discalflecke  der  Unterseite  fehlen  oder  klein  und  undeut- 
lich sind.   Die  Subapiealbinde  der  Vflgl  ist  unten  weiß,  oben  aber  beim  rj  hellgrün  und  beim  9  weiß;  der  große 
Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  und  der  Wurzelteil  der  Hflgl-Oberseite  sind  beim  ^  goldgelb,  beim  $  fast  weiß; 

auf  der  Unterseite  sind  die  schwarzen  Flecke  der  Mittelzellen  deutlich,  die  Submarginalflecke  aber  kleiner 
als  gewöhnlich ;  der  Fleck  an  der  Wurzel  des  Vrds  der  Hflgl  ist  ziegelrot  und  die  Hflgl  haben  im  Felde  7  einen 
weißen  Längsstreifen,  welcher  sich  hinten  mit  einer  weißen  Mittelquerbinde  vereinigt ;  beim  $  ist  die  Wurzel- 
hälfte der  Vflgl  und  der  größte  Teil  der  Hflgl  unten  weiß  oder  weißlich ;  die  Vflgl  oben  ohne  Rot  an  der  Wurzel. 
Südliches  Congo- Gebiet.  ■ — Die  drei  letzten  Formen  unterscheiden  sich  von  den  übrigen  dadurch,  daß  die  Vflgl 
unten  eine  gleichförmig  grime  Grundfarbe  ohne  helle  Subapiealbinde  haben;  auf  der  Oberseite  sind  sowohl 
die  Subapiealbinde  und  der  Hi'dfleck  der  Vflgl  wie  auch  der  Wurzelteil  der  Hflgl  eintönig  dunkelgrün ;  die  Vflgl 
oben  nicht  rot  an  der  Wurzel;  die  schwarzen  Discalflecke  der  Unterseite  sind  groß  und  scharf  hervortretend 
und  die  Hflgl  in  der  Mitte  breit  goldgelb  oder  gelblich;  die  AVurzel  des  Vrds  der  Hflgl  ist  violettrot.  —  ab.  nor-  normalis. 
malis  Stgr.  (43  d).  Die  Discalflecke  der  Vflgl-Unterseite  sind  sehr  groß  und  stehen  in  einer  gegen  den  Hrd 
senkrechten  und  demnach  mit  dem  Saume  fast  parallelen  Reihe;  die  Subapiealbinde  der  Oberseite  ist  vom 
Hrdfleck  völlig  getremit.  Sierra  Leone.  —  ab.  aberrans  Stgr.  weicht  von  normalis  nur  dadurch  ab,  daß  die  Sub-  aberrans. 
apicalbinde  der  Vflgl  durch  einen  großen  grünen  Fleck  im  Felde  2  mit  dem  Hrdfleck  vereinigt  ist.    Sierra  Leone. 

—  ab.  vetusta  Btlr.  (44  a)  unterscheidet  sich  von  den  beiden  anderen  dadurch,  daß  die  Discalflecke  der  Vflgl-  veiusia. 
Unterseite  in  einer  schiefen,  gegen  den  Hinterwinkel  gerichteten  Linie  stehen.    Sierra-Leone  und  Kongo- Gebiet. 

E.  eberti  Auriv.  (44  d)  ist  vielleicht  nur  eine  extreme  Form  der  vorigen  Art,  mit  der  sie  durch  niveo-  eberli. 
vittata  gewissermaßen  verbunden  ist ;  andererseits  schließt  sie  sich  den  Formen  .sarita  und  inanum  der  folgenden 
Untergruppe  eng  an  und  unterscheidet  sich  von  deiiselben  fa.st  nur  durch  den  rötlichen  Fleck  an  der  Wurzel  des 
Vrds  der  Hflgl-Unterseite.  —  Beide  Flgl  unten  ohne  schwarze  Discalflecke  und  mit  undeutlichen  oder  grünlichen, 
kleinen  Submarginalflecken ;  die  Subapiealbinde  der  Vflgl  fehlt  beim  ^  auf  beiden  Seiten  völlig  oder  ist  wie  beim 
9  weiß;  beim  o  sind  die  Vflgl  oben  ganz  wie  bei  sarita  (44  c)  gezeichnet  mit  unscharf  begrenzten  grünen  oder 
blauen  Flecken  der  Vflgl;  die  Unterseite  hat  deutliche  schwarze  Flecke  in  den  Mittelzellen  und  oft  auch  an 
der  Wurzel  des  Feldes  8  der  Hflgl  und  beim  ^  eine  braungelbe  Grundfarbe,  welche  nur  in  der  Mittelzelle  und 
in  Feld  7  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  bläulich  angeflogen  ist ;  beim  $  ist  die  Unterseite  dunkler,  graubraun,  aber 
oft  im  Wurzelteil  beider  Flgl  breit  hell  bläulich  überzogen ;  die  Hflgl  haben  gewöhnlich  zAvischen  der  Rippe  3 
und  dem  Vrd  eine  breite  weiße  Mittelbinde. 

Dritte   Untergruppe. 

Die  Arten  dieser  Untergruppe  können  sofort  daran  erkannt  werden,  daß  die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des   Vrds 
nicht  rot  sind.    Auch  in  dieser  Untergruppe  kommen  Formen  mit  imd  ohne  schwarze  Flecke  der  Unterseite  vor. 

E.  ceres  weicht  von  den  übrigen  Formen  der  Untergruppe  dadurch  ab,  daß  beide  Flgl  unten  deutliche, 
wenn  auch  bisweilen  kleine,  schwarze  Discalflecke  haben;  auch  die  Mittelzellen  stets  unten  mit  2 — 3 
schwarzen  Flecken;  der  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  ist  grün  oder  bläulich,  erreicht  die  Wurzel  selten, 
aber  das  Feld  2;  Hflgl  oben  blau  oder  grün.  Die  Art  ist  sehr  veränderlich  und  die  aufgestellten 
Formen  gehen  ohne  scharfe  Grenzen  inemander  über.  —  ceres  F.  (43  a).  Die  Flgl  unten  mit  deutlichen  ceres. 
schwarzen  Submarginalflecken,  die  schwarzen  Discalflecke  der  Felder  3—5  der  Vflgl-Unterseite,  welche 
die  helle  Subapiealbinde  -n-urzelwärts  begrenzen,  sind  gewöhnlich  groß  und  liegen  dicht  hinter  der  Zellen- 
spitze, welche  durch  einen  schwarzen  Querfleck  geschlossen  ist ;  die  Hflgl  unten  mit  weißer  oder  weißlicher  Mittel- 
binde und  oben  gewöhnlich  mit  schwarzem  Fleck  auf  der  Schlußrippe  der  Mittelzelle;  die  Subapiealbinde  der 
Vflgl  ist  oben  hell  grünlich  oder  weißlich,  selten  gelb;  die  Unterseite  wenigstens  im  Wurzelteil  grün  oder  bläulich, 
im  Saumteil  oft  braun  überzogen ;  die  Fransen  w-eiß  gefleckt.  —  ab.  nigrocilia  Lathy  (44  a)  weicht  dadurch  ab,  daß  nigrocilia. 
beide  Flgl  unten  bis  zu  den  Submargmalflecken  grünlich  gelb  smd  oluie  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl;  die  Fransen 
sind  einfarbig  schwarz;  die  Subapiealbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  breit  gerundet  und  grünlich  gelb.  Nigeria. 
—  ab.  afzelii  Fldr.  (43  b).    Die  Hflgl  unten  ohne  weiße  Mittelbüide;  die  Subapiealbinde  der  Vflgl  beim  ^  oben  afzelii. 


188  EÜPHAEDRA.     Von  Dr.  C.  Auriyillitts. 

grün,  unten  hellgrün  und  undeutlich,  heim   $  grünlich  oder  weiß:  die  Unterseite  mit  lehhaft  grüner,  nur  am 
Ird  derHflgl  etwas  gelhlicher  Grundfarbe;  Fransen  schwarz.  Das  rj  ent.spricht  völlig  der  Form  vehista  von  themis. 
ravola.  Sierra-Leone.  — ■  ab.  ravola  Hew.  (43  b).    Die  Hflgl  unten  ohne  weiße  Mittelbinde;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl 
bei  beiden   Geschlechtern  breit  und  orangegelb:  die  schwarzen  Flecke  der  Unterseite  groß  und  kräftig  ent- 
rezia.  ^^^ckelt.   Liberia  bis  Gabun.  —  ab.  rezia  Heir.  (43  a,  b).    Die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  schmal  und  gleichbreit 
und  die  sie  nach  innen  begrenzenden  Discalflecke  der  Unterseite  klein  und  ziemlich  weit  von  der  Zellspitze  ent- 
fernt (gewöhnlich  viel  weiter  als  beim  abgebildeten  Stück):  die  Spitze  der  Vflgl-Oberseite  ist  besonders  beim 
(Joft  stark  blau  oder  grün  schillernd;  die  Grundfarbe  der  Unterseite  wechselt  von  grüngelblich  bis  dunkelbraun, 
die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  gewöhnlich  gelb  oder  gelblich,  beim  $  bisweilen  fast  weiß.   Kamerun  bis  Kuilu. 
cotioni.  —  ab.  cottoni  E.  Shnrpe  scheint  nur  dadurch  von  rezia  abzuweichen,  daß  die  gelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl 
phaelhu.iti.  in  Flecke  aufgelöst  ist.    Ituri.  —  ab.  phaethusa  Btlr.  weicht  von  allen  vorhergehenden  Formen  dadurch  ab, 
daß  die  Submarginalflecke  der  Unterseite  ganz  fehlen  oder  nur  angedeutet  sind;  die  schwarzen  Discalflecke 
sind  dagegen  vorhanden  und  die  Hflgl  haben  eine  weißliche  Mittelbinde;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  hell- 
adfUca.  gelb  oder  griuilich  weiß  (=  adeiica  Bariel).  —  artaynta  Möschler  ist  so  ungenügend  beschrieben,  daß  ich  sie 
artaynta,  -^^f,]^^  deuten  kann.   Die  Beschreibung  lautet :  Aehnelt  ceres  am  meisten;  die  Binde  der  Vflgl  ist  aber  nicht  weiß- 
lich, sondern  gelb  und  ihre  Form  ist  eine  andere ;  sie  zieht  vom  Vrd  schräg  gegen  den  Saum  gerichtet  bis  in  Zelle  4, 
in  deren  Mitte  sie  sich  mit  ihrem  Außein-d  stumpfwinkelig  gegen  den  Saum  richtet,  während  ceres  dieselbe  gleich- 
mäßig verlaufend  führt;  die  Färbung  der  Hflgl  zeigt  ein  trüberes  grün  wie  bei  ceres;  von  der  am  Vrd  bei  ceres 
auftretenden  weißlichen  Binde  zeigt  sich  keine  Spur ;  ebenso  fehlt  der  tiefschwarze  Querfleck  auf  der  Querrippe 
entweder  gänzlich  oder  scheint  nur  verloschen  von  der  Unterseite  durch;  vor  dem  Saume  steht  eine  Reihe 
blaugrüner  Flecke.    Die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  ein  mehr  oder  weniger  trübes  Olivenbraun;  der  erste 
schwarze  Fleck  der  Mittelbindc  am  Vrd  ist  viel  kürzer  und  schmäler  als  bei  ceres  und  tritt  viel  weniger  saum- 
wärts  über  die  Binde  hinaus ;  auch  die  übrigen  Flecke  der  Binde  sind  viel  kleiner  wie  bei  jener  Art ;  in  der  Mittel- 
zelle stehen  1  oder  1  schwarze,  runde  Flecke;  hinter  der  Mitte  zieht  eine  breite  scharf  abgegrenzte  weiße,  bläulich 
angeflogene  Binde  bis  in  Zelle  2,  welche  bei  ceres  schmäler  und  nicht  scharf  begrenzt  ist ;  die  schwarzen  Flecke 
vor  dem  Saume  sind  kleiner  wie  bei  ceres  und  die  schwarzen,  halbmondförmigen  Randflecke  fehlen  ganz;  Flgl- 
spitze  schmal  weiß;  Fransen  weißgefleckt.    Ashanti. 

unssmanni.  E.  wissmanni  Niep.   ,, Vflgl  oben  olivenbraun;  die  Apicalbindc,  welche  den  Außenrd  nicht  ganz  erreicht, 

glänzend  lilablau ;  Vrd,  Spitze  und  Wurzel  intensiv  lila  glänzend ;  der  schwarze  Querstrich  über  die  Zelle  sich 
schwach  markierend;  die  dunkle  olivenbraune  Färbmig  am  Ird  in  segmentartiger  Eiiilnichtung  aufgehellt. 
Hflgl  oben  heller  mit  dunkler  Umrandung;  letztere  wird  wurzehvärts  durch  die  schwach  schwarz  markierten 
Submarginalflecken  begrenzt;  der  schwarze  Querfleck  der  Zelle  schwach  durchschimmernd;  ein  matter  Lila- 
glanz in  und  beiderseits  der  Zelle  von  der  Wurzel  bis  zur  dunklen  Umrandung;  Saum  ausgebuchtet,  schwarz  und 
weiß  gefranst.  Vflgl  unten  schmutzig  gelbbraun,  in  der  Spitze  weiß;  Apicalbinde  weißlich,  verschwommen; 
dieselbe  sowie  die  Spitze  schwach  lila  glänzend;  in  der  Zelle  3  schwarze  ki'äftige  Flecke,  wovon  einer  wurzehvärts, 
die  beiden  anderen  triangulär  nach  außen  stehend;  weiter  vorwärts  ein  schwarzer  Querstrich  die  Zelle  sperrend ; 
Marginalflecke  sehr  schwach,  weiß  markiert.  Hflgl  unten  orangegelb;  der  Teil  zwischen  Zelle  und  Vrd  trägt 
eine  weiße  Binde,  welche  mit  breitem,  am  Vrd  parallel  laufendem  Fleck  beginnend,  sich  verjüngend  bis  in  die 
Mitte  der  Zelle  zieht,  wurzehvärts  schwach  begrenzt,  nach  dem  Saume  verschwimmend;  die  Zelle  trägt  ^vTirzel- 
wärts  2  vertikal  stehende  Punkte,  von  welchen  der  untere  halb  so  groß  als  der  obere;  saumwärts  ein  dicker 
schwarzer  Strich  über  die  Zelle  gelegt ;  Submarginalflecke  schwach  weiß,  die  5  oberen  wTirzelwärts  dunkel 
begrenzt;  beiderseits  der  Praecostale  schwarze  Zeichnung,  lila  bereift;  ein  mattschwarzer  Kommastrich  begrenzt 
den  obersten  Bindenf  leck  \Aurzelwärts ;  die  Flglhälfte,  welche  die  Binde  trägt,  sowie  letztere  schwach  lila  glänzend". 
Congo-Gebiet:  Kassaifluß. 

viridicaeru-  E.  viridicaerulea  Bartel  (=  rana  Sigr.  i.  I.)  (44  c)  weicht  durch  die  sehr  undeutlichen  oder  fehlenden 

'^'  schwarzen  Discalflecke  der  Unterseite  von  ceres  und  durch  die  deutlichen,  schwarzen,  bläulich  umzogenen  Sub- 
marginalflecke der  Hflgl-Unterseite  von  den  folgenden  Arten  ab.  Die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  bläulich 
weiß  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  sehr  schmal,  die  Mitte  des  Feldes  Ib  kaum  erreichend;  die  Saumbhide 
der  Hflgl-Oberseite  ohne  deutliche  blaue  Flecke ;  die  Vflgl  unten  mit  drei  schwarzen  Flecken  in  der  Zelle  und  einem 
schwarzen  Submargmalfleck  in  Feld  Ib;  die  Hflgl  unten  mehr  oder  weniger  gelblich,  besonders  gegen  den 
Ird,  in  der  Mittelzelle  mit  1^ — 2  schwarzen  Punkten  und  mit  einem  schwarzen  Fleck  an  der  Wurzel  der  Rippe  8; 
das  $  mit  einer  undeutlich  begrenzten  weißlichen  Mittelbinde,  welche  beim  o  völlig  fehlt.  Süd-Kamerun 
und  Gabun. 

inanum.  E.  inanum  Btlr.  (42  d ;  44  c).   Beide  Flgl  unten  ohne  schwarze  Discal-  und  Submarginalflecke,  aber  mit  2 — 3 

schwarzen  Punkten  in  der  Mittclzelle  der  Vflgl  und  1 — 2  in  derjenigen  der  Hflgl;  die  Hflgl  unten  bei  beiden 
Geschlechtern  mit  weißer,  scharf  begrenzter,  bisweilen  in  Flecke  aufgelöster  Mittelbinde,  welche  sich  vom  Vrd 
bis  zur  Rippe  3  oder  4  erstreckt ;  die  Hflgl  oft  auf  beiden  Seiten  mit  bläulichen  oder  grünen  Submarginalflecken; 
Subapicalbinde  der  Vflgl  oben  hell  gelblich  (j')  oder  fast  weiß  ($),  unten  weiß;  der  bläuliche  Hrdfleck  der  Vflgl- 
Oberseite  schmal.    Sierra-Leone  bis  Angola. 


EUPHAEDRA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  189 

E.  sarita  E.  Sharpe  (44c)  hat,  wie  inanum,  keine  andere  schwarze  Zeichnungen  der  Unterseite  als  1 — 3  sarifa. 
Punkte  in  den  Mittelzellen;  die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  sehr  veränderlich  hellgrün  —  gelbgrün  —  gelb- 
braun und  dieHflgl  haben  keine  weiße  Mittelbinde,  aber  bisweilen  hellgrüne  Submarginalflecke ;  die  Subapical- 
binde  der  Vflgl  ist  beim  ^  oben  dunkelgrün  und  dreieckig,  unten  ganz  ausgelöscht  oder  nur  angedeutet,  beim 
$  weißlich;  der  blaugrüne  Hrdfleck  der  Vflgl  erreicht  wenigstens  die  Rippe  2.  Congo-Gebiet.  —  ab.  abyssinica  ahijssinlca. 
Rothsch.  hat  unten  die  Wurzel  des  Vrds  der  Hflgl  lebhaft  ockergelb  und  einen  schwarzen  Fleck  an  der  Präcostal- 
rippe.   Abessinien. 

E.  preussi  unterscheidet  sich  von  allen  anderen  Formen  der  Untergruppe  dadurch,  daß  die  Hflgl  unten 
am  Vrd  eine  breite  weiße  bisweilen  bläulich  angeflogene  Längsbinde  haben,  welche  die  Wurzel  des  Vrds  bedeckt 
und  sich  dann  im  Feld  7  weit  über  die  Mitte  hinaus  erstreckt;  die  Unterseite  hat  keine  schwarze  Discalflecke 
und  die  Submarginalflecke  sind  klein  oder  fehlen  völlig;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  stets  schmal,  beim  ^ 
oft  sehr  schmal,  gleichbreit,  mehr  oder  weniger  in  Flecke  aufgelöst  und  weiß  oder  beim  3*  grünlich;  der  grüne 
oder  bläuliche  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  ist  groß  und  erreicht  wenigstens  die  Rippe  2.  — •  preussi  8tgr.  (42  d).  pioussi. 
Die  Vflgl  oben  bald  fast  überall  dunkelgrün  mit  zwei  schwarzen  Punkten  in  der  Mittelzelle,  bald  quer  über  die 
Mitte  tief  schwarz  wie  gewöhnlich  bei  den  Arten  dieser  Gruppe;  die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  sehr  veränder- 
lich und  wechselt  von  grünlich  bis  gelblich  und  ockerbraun;  die  Submarginalflecke  sind  auf  den  Hflgln  und  im 
Felde  1  b  der  Vflgl  deutlich.    Kamerun  bis  Angola  und  Albert-Nyanza.  —  ab.  njami  Stgr.  hat  die  Vflgl  oben  njami. 
schwärzer  und  nicht  im  Spitzenteil  grünlich  und  die  Unterseite  dinikel  rostbraun  mit  deutlichen  Submarginal- 
flecken.  Njam-Njam-Land.  —  ab.  njamnjami  Stgr.  weicht  von  njami  nur  dadurch  ab,  daß  die  Submarginalflecke  njamnjami. 
der  Unterseite  völlig  fehlen.  Njam-Njam-Land.  —  ab.  olivacea  Grünh.  unterscheidet  sich  von  den  vorhergehenden  oUvaoea. 
durch  die  bis  auf  die  weiße  Subapicalbinde  gleichmäßig  dunkel  gefärbte  Oberseite  ohne  Spiiren  von  hellen  oder 
dunkeln  Siibmarginalflecken  im  Hflgl  und  die  ebenso  gleichmäßig  bräunlichgrüne  LTnterseite,  auf  welcher  die 
starke  Reduktion  der  schwarzen  Zellenflecke  auffällt.   Uganda. — neumanni  Rothsch.  zeichnet  sich  dadurch  aus,  ncumanni. 
daß  auf  der  Oberseite  eine  unscharf  begrenzte  gelbliche  Schattenbinde  von  der  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl 
bis  zum  Hrd  und  quer  über  die  Mitte  der  Hflgl  verläuft,  wodurch  also  die  grünliche  Farbe  beeinträchtigt  wird; 
die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  deutlichen  Submarginalflecken ;  die  Unterseite  hell  graugrün.    Abessinien. 

E.  francina  Godt.  (42  d)  ist  eine  wenig  variable  und  sehr  leicht  kenntliche  Art.  Die  Flgl  sind  oben  schwarz,  imncina. 
an  der  Wurzel  und  am  Hrd  der  Vflgl  und  auf  den  Hflgln  bis  über  die  Mitte  hinaus  schön  (grünlich-)blau  mit 
schwarzen  Flecken  in  der  Mittelzelle  (und  an  der  Wiu-zel  des  Feldes  1  b)  der  Vflgl  und  einem  gerundeten  sehr 
großen  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Hflgl;  die  breite  schwarze  Saumbinde  ist  fast  immer  mit 
großen,  gerundeten,  scharf  hervortretenden  blauen  Submarginalflecken  geziert;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl 
ist  schmal  und  oben  orangegelb,  unten  undeutlich  oder  weißlich  gelb;  die  Fransen  sind  an  den  Spitzen  der  Zwi- 
schenaderfalten  weiß  punktiert.  Die  Unterseite  ist  eintönig  grünlich,  mehr  oder  weniger  gelb  oder  braungelb 
überzogen  mit  2 — 3  schwarzen  Punkten  in  den  Mittelzellen,  aber  ohne  deutliche  Discal-  und  Submarginal- 
flecke; die  Hflgl  wenigstens  in  Feld  7  mit  dem  Anfang  einer  schmalen  weißen  Mittelbinde,  welche  dort 
nach  innen  von  einem  winkelig  gebrochenen  schwarzen  Querstrich  begrenzt  ist.     Sierra-Leone. 

Die  beiden  folgenden  niir  unbekannten  Arten  scheinen  dieser  Gruppe  anzugehören. 
E,  paradoxa  Neave.   Die  Vflgl  oben  glänzend  grünlich  schwarz  mit  schmutzig  weißer,  schmaler  Subapi-  paradoxa. 
calbinde  und  rotbraunem  Hrdfleck;   Hflgl  oben  matt  rotbraun  mit  schmaler  schwarzer,    grünlich  schillernder 
Saumbinde  und  hellgrünen  Submarginalflecken.    Flgl  unten  hell  olivengrün:  Vflgl  mit  weißer  Subapicalbinde; 
Hflgl  im  Saumteil  heller  grün  mit  undeutlichen  grünlichen  Submarginalflecken.    Uganda. 

E.  cooksoni  Bruce.  Leib  oben  mit  weißen  Punkten ;  Vflgl  oben  schwarz  am  Vrd  graugrün ;  Subapical-  cooksoni. 
binde  weiß;  der  Hrdfleck  breit  bräunlich  chromgelb;  Hflgl  oben  braungelb  mit  breiter  schwarzer  Saumbinde 
und  zwei  blauen  Submarginalflecken  nahe  am  Hinterwinkel.  Vflgl  unten  gelb,  schwarzgrün  überzogen  mit  drei 
schwarzen  Flecken  in  der  Mittelzelle;  Hflgl  unten  chromgelb  mit  einem  schwarzen  Fleck  an  der  Wurzel  und 
einem  schwarzen  Punkt  in  der  Zelle;  eine  recht  breite,  submarginale,  weiße  Binde  geht  von  der  Wurzel  bis  zur 
Spitze,  wo  sie  ganz  schmal  wird ;  zwei  undeutliche  weiße  Flecke  an  der  Zellenspitze  und  bläulich  weiße  Submar- 
ginalflecke.   Rhodesia. 

4.    Eleus-  Gruppe. 

Die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  weißen  oder  gelblichen  Flecken  in  der  Saumbinde.  Thorax  und  Hlb  oben  mit  deutlichen 
weißen  Fleckenpaaren.    Beide  Flgl  gewöhnlich  im  Wurzelteil  gelb  bis  rotgelb. 

E.  edwardsi  Hoeven  (42  c,   ?,  nicht  (^).    Die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  schwarzem  Fleck  auf  der  cdwardsi. 
Querrippe  der  Mittelzelle.   Die  Mittelzellen  auf  beiden  Seiten  mit  drei  großen  schwarzen  Flecken.   Vflgl  beim  (^ 
gewöhnlich  oben  eintönig  grünlich  graubraun  mit  schwarzen  Rippen,  beim  ?  im  Wurzelteil  rotgelb;  Hflgl  oben 
gelbbraun  mit  schwärzlicher  Saumbinde  und  hellgelben  Submarginalflecken.    Die  Unterseite  heller  mit  oder 
ohne  weißliche  Submarginalflecke.    Ashanti— Dahomey.  —  Bei  ab.  viridis  Suff,  ist  der  Wurzelteil  der  Hflgl  viridis. 
oben  düster  grün  statt  rotbräunlich  und  die  Zellenflecke  oben  undeutlich.   Togo.  —  ab.  clarus  Auriv.  ist  durch  citrus. 
schnittlich  heller  und  kommt  im  Congo-Gebiet  vor. 


190 


EUPHAEDRA.    Von  Dr.  C.  AuRniLLics. 


znmpa. 


ferruginea. 

raiirayi. 
eleus. 


E.  eleus  ist  sehr  veränderlich,  zeichnet  sich  vor  den  beiden  übrigen  Arten  sofort  dadiirch  aiis,  daß 
die  Hflgl  unten  am  Vrd,  ganz  wie  bei  E.  preussi,  einen  breiten  weißen  Längsstreif  haben,  welcher  an  der  Wurzel 
anfängt  und  das  Feld  7  bis  zuna  Submarginalfleck  fast  ganz  ausfüllt.  Die  Submarginalf lecke  der  Hflgl  sind 
rein  weiß  und  ihre  Mittelzelle  ganz  ohne  Fleck  am  Ende;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  schmal,  oben  weiß 
oder  gelb,  unten  stets  weiß.  —  zatnpa  Westw.  (42  c).  Die  Vflgl  oben  einfarbig,  hell  bläulich  graugrün  mit  sehr 
schmaler,  bisweilen  unterbrochener,  weißer  Subapicalbinde  und  weißem  Spitzenfleck;  die  Hflgl  oben  ähnlich 
gefärbt,  nur  bisweilen  in  der  Zelle  rotgelb  angeflogen,  und  mit  sehr  breiter  weißgefleckter  Saumbinde.  Unten 
sind  beide  Flgl  rotgelb,  am  Saume  mehr  oder  weniger  grimlich  grau;  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  3,  der  Hflgl  mit 
einem  schwarzen  Punkte.  Sierra-Leone.  —  ab.  ferruginea  Stgr.  weicht  von  zanipa  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl 
oben  bis  über  die  ^fitte  hinaus  braunrot  und  nur  dicht  an  der  Saumbinde  schmal  grünlich  sind.  Alt-Calabar, 
Kamerun.  —  ab.  rattrayi  E.  Sharpe  ist  eine  dritte  mit  zampa  nahe  verwandte  Form,  welche  nur  dadurch  abzu- 
weichen scheint,  daß  die  Vflgl  oben  nahe  an  der  Wurzel  braunrot  sind.  Uganda.  —  eleus  Drury  (42  b;  irrtüm- 
lich als  ruspina  bezeichnet).  Beide  Flgl  oben  in  der  Wurzelhälfte  rotbraun  bis  gelbbraun;  die  Spitze  der  Vflgl 
ohne  weißen  Fleck,  nur  mit  weißen  Fransen.  Der  Spitzenteil  der  Vflgl  und  die  Saumbinde  der  Hflgl  oben  schwarz 
oder  schwarzblau;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  ohne  schwarze  Punkte;  die  schwarze  Farbe  der  Vflgl  erreicht 
hyhrula.  nicht  die  Wurzel  der  Rippe  3.  Sierra-Leone  bis  Angola  und  Uganda.  —  ab.  hybrida  Auriv.  Der  Spitzenteil 
der  Vflgl  und  die  Saumbinde  der  Hflgl  sind  grünlich  angeflogen;  der  Spitzenteil  der  Vflgl  ist  schmäler  und  be- 
deckt nicht  die  Wurzel  der  Felder  4  und  5,  welche  in  einer  Breite  von  etwa  5  mm  orangegelb  ist ;  die  Subapical- 
binde der  Vflgl  ist  oben  hellgelb  und  unregelmäßig,  indem  der  Fleck  in  Feld  3  punktförmig  ist  und  der  in  4 

copraics.  viel  größer  als  die  anderen;  stimmt  sonst  mit  eleus  überein.  Kongo-Gebiet.  —  ab.  coprates  Druce  (42  a,  als 
hybridus;  42  b).  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  mit  2  schwarzen  Punkten;  die  Saumbinde  der  Hflgl  und  der  Spit- 
zenteil der  Vflgl  oben  mehr  oder  weniger  grünlich  überzogen;  sonst  der  E.  eleus  ähnlich.    Congo-Gebiet  und 

Orientalin.  Angola.  —  ab.  Orientalis  Rothsch.  weicht  von  eleus  nur  dadurch  ab,  daß  die  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl 
breiter  Lst,  daß  der  schwarze  Spitzenteil  der  Vflgl-Oberseite  die  Wurzel  der  Rippe  3  erreicht  und  daß  die  Mittel- 
zelle der  Vflgl  oben  wie  bei  coprates  zwei  schwarze  Flecke  hat.    Congo-Gebiet  und  Deutsch  Ost-Afrika. 

E.  ruspina  Hew.  (42  b,  als  eleus  bezeichnet)  ist  fast  wie  eleus  gefärbt  und  gezeichnet,  hat  aber  eine 
andere  Flglform.  indem  die  Vflgl  küi-zer  und  stumpfer  sind  mit  schwach  ausgerandetem  Saum  und  die  Hflgl 
am  Analwinkel  deutlich  aber  kurz  ausgezogen  sind.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  fehlt  der  weiße  Vrdstreifen 
völlig.  Die  rotgelbe  Grundfarbe  ist  auf  beiden  Seiten  ganz  ähnlich;  der  schwarze  Spitzenteil  der  Vflgl  und  die 
Saumbinde  der  Hflgl  ist  unten  ebenso  scharf  begrenzt  wie  oben;  die  Saumbinde  der  Vflgl  ist  zwischen  dem 
Kintcrwinkel  und  der  Ri])pe  3  viel  schmaler  als  bei  eleus;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  weiß,  bald  schmal 
i)ul(l  breit  und  abgerundet ;  die  Brust  jederseits  mit  2  sehr  großen  weißen  Seitcnflecken.  Die  Ai't  hat  eine  große 
äußerliche  (mimetische?)  Aehnlichkeit  mit  einigen  Geometriden  wie  Aletis  helcita  L.  und  einige  Agaristiden 
wie   Weymeria  athene  Weyin.  inul  Tuerta  ruspina  Auriv. 


riispiiut. 


5.  Perseis  -  Gruppe. 

Durch  (lic  helle  l)isweilen  in  Flecke  aufgelöste  Mittelquerbinde  der  schwarzen  Vflgl  unterscheiden  sich  die  Arten  dieser 
Gruppe  leicht  von  allen  anderen.  Die  Mittekiuerbinde  besteht  aus  einem  Querfleck  m  der  Zelle,  einem  länglichen  Fleck  in 
Feld  2  und  oft  auch  aus  einem  schnullen  Fleck  in  Ib  längs  der  üinterseite  der  Riijpe  2:  außer  der  Mittekiuerbinde  haben  die 
\'flgl  wie  bei  fast  allen  Arten  der  Gattung  eine  Subapicalbinde,  welche  weiß  oder  gelblich  ist.  Die  Hflgl  sind  auf  beiden  Seiten 
rot  oder  rotgell)  mit  schwarzer  Saumbinde. 

■perseit.  E.  pcfseis  Drury  (42  a).    Die  Vflgl  mit  einem  rotgelben  Hrdfleck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  la 

und  1  b  bedeckt  und  die  Mittelquerbinde  erreicht ;  diese  besteht  aus  3  gelben  Flecken,  von  denen  der  in  Feld  1  b 
klein  und  schmal  ist  und  der  in  der  Zelle  abgerundet  und  abgetrennt :  die  Saumbinde  der  Hflgl  auf  beiden  Seiten 
mit  weißen  Submarginalflecken  und  unten  längs  dem  Vrd  bis  zur  Ripi)e  8  fortgesetzt,  das  Feld  7  außer  an  der 
Wurzel  ausfüllend  und  nach  innen  breit  hellgelb  gesäumt.  Die  Hflgl  am  Analwinkel  wie  bei  ruspina  ausgezogen. 
Sierra-Leone  und  Liberia. 

eusemoides.  E.  eusemoides  Sm.  u.  Ky.  (42  a).      Vflgl  oben  ohne    Hrdfleck,   ilire  Mittelbinde   besteht  nur  aus  zwei 

getrennten  Flecken  (in  der  Mittelzelle  und  in  Feld  2);  die  Saumbinde  der  Hflgl  auf  beiden  Seiten  ungefleckt; 
die  Mittelzelle  der  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  rot,  beide  mit  3  schwarzen  Punkten;  Hflgl  unten  in  der  Mitte 
(in  Feld  4  und  5)  hellgelb  gefleckt.     Kongo- Gtebiet. 

imitans.  E.  imitans  HoU.  ist  der  vorigen  Ai-t  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab.  daß  die  .Mittelbinde  der  Vflgl 

weniger  unterbrochen  ist,  daß  die  Vflgl  an  der  Wurzel  mehrere  kleine  blaue  Flecke  und  am  Hixl  einen  langen 
gelben  Streifen  haben  und  daß  die  Hflgl  oben  3  schwarze  Punkte  in  der  Zelle  und  in  jedem  Feld  zwei  blaue 
Submarginalpunkte  haben.  Ogowe-Tal;  selten  und  wenig  bekannt;  gleicht  sehr  der  Xnnthospilopteryx  longi- 
pennis  Wir. 

zaddacJii.  E.  zaddachi  Dew.  (44  c).    Die  Vflgl  oben  schwarz,  schwach  grimlich  schillei-nd  und  ohne  andere  Zeich- 

nungen als  die  beiden  gelben,  zusammenhängenden  Querbinden;  Saumbinde  der  Hflgl  oben  ungefleckt,  unten 


HAMANUMIDA;  ATERICA;  CYNANDRA.    Von  Dr.  C.  AuRmLUirs.  191 

iu  jedem  Felde  mit  2  schwarzen  Submarginalflecken ;  Mittelzelle  der  Vfigl  unten  grimlich-gelb  mit  3  schwarzen 
Punkten,  der  Hflgl  unten  mit  zwei  Punkten,  oben  ungefleckt ;  Hflgl  unten  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  hell- 
gelb überzogen.   Kamerun  bis  Angola  und  Deutsch  Ost-Afrika.  —  ab.  christyi  E.  Sharpe  weicht  nur  dadurcli  ab,  chrislyi. 
dal3  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  ockergelb  statt  rot  sind,  nur  unten  am  Vrd  rot.    Toro. 

11.  Gattung':  Haiiiaiiiiiiiida  Hbn. 

Die  Kennzeichen  der  Gattung  sind  oben  in  der  Gattungsübersicht  angegeben.  Die  Vflgl  sind  dreieckig 
mit  fast  geradem  Saume  und  die  Hflgl  haben  einen  gleichförmig  abgerundeten  Saum. 

Die  neuerdings  in  Natal  entdeckte  Rp  stimmt  fast  ganz  mit  den  bekannten  Raupen  von  Ewphaedra 
überein  und  hat  wie  diese  auf  jeder  Seite  des  Körpers  eine  Reihe  langer  federförmig  verzweigter  und  wagerecht 
ausgestreckter  Dornen;  sie  ist  grünlich  gefärbt  und  hat  die  Gewohnheit  auf  der  Oberseite  der  Blätter  auf  deren 
Mittelrippe  zu  sitzen;  dabei  sollen  die  Dornen  Aehnlichkeit  mit  den  Seitenrippen  des  Blattes  haben  und  die  Rp 
schwer  zu  entdecken  sein.  Die  Pp  ist  schlanker  als  die  Euphaedra-F])n  und  hat  weder  die  seitlichen  noch  die 
dorsalen  Erhöhungen  derselben. 

Die  einzige  Art  ist  sehr  verbreitet  und  weicht  in  ihrer  Lebensweise  von  den  übrigen  Nymphalinen  darin 
ab,  daß  sie  auch  in  offenen,  nicht  oder  kaum  bewaldeten  Gegenden  vorkommt. 

H.  daedalus  F.  (46  f).  Beide  Flgl  oben  eintönig  schiefergrau  mit  einigen  schwarzen  und  weißen  Strichen  dacdahis. 
iu  den  Zellen  und  drei  QueiTeihen  weißer  schwarzgeringelter  Punkte  Inder  Saumhälfte;  die  Vflglspitze  bisweilen 
oben  weißlich;  die  Unterseite  ist  grau  bis  braun  oder  gelblich  mit  den  schwarzen  Zeichniuigen  der  Oberseite, 
aber  ohne  oder  fast  ohne  die  weißen  Punkte.  —  f.  meleagris  Cr.  (46  f)  ist  oben  ganz  ähnlich,  unten  aber  heller,  meleacjris. 
gelbbraun  bis  gelb,  mit  deutlichen  weißen  Flecken  und  Punkten. — 'Die  Art  kommt  überall  auf  dem  Festlande 
Afrikas  südlich  von  der  Sahara  vor  mit  Ausnahme  der  Kap-Kolonie,  und  findet  sich  sogar  in  Süd-Arabien, 
wo  sie  der  einzige  Vertreter  der  Nymphalinen  ist. 

12.  Gattiing':  Aterica  Bsd. 

Die  Flgl  sind  besonders  beim  ^  kurz  und  breit;  die  Vflgl  haben  einen  fast  ganz  geraden  Saum  und  zwei 
helle,  oft  in  Flecke  aufgelöste  Querbinden,  eine  in  der  Mitte  aus  vier  größeren  Flecken  in  der  Zelle  und  den 
Feldern  2 — ^4  und  eine  vor  der  Spitze  aus  drei  oder  vier  kleinen  Flecken  der  Felder  4 — 6  (der  Fleck  im  Felde  5 
ist  in  zwei  Flecke  geteilt).  Die  Eigentümlichkeiten  des  Rippenbaues  sind  schon  S.  143  in  der  Gattungsübersicht 
angeführt . 

Die  Entwicklungsstadien  sind  unbekannt. 

A.  rabena  Bsd.  (48  b).      Vflgl  oben  schwarz,  an  der  Wurzel  und  am  Hrd  wenigstens  bis  zur  Rippe  2  rabcna. 
rostbraun  mit  gelben  Quei'binden  und  gelben  Submarginalflecken.   Hflgl  oben  gelbbraun,  an  der  Wurzel  dunkler; 
am  Vrd  inid  an  der  Spitze  schwarzbraun  iind  mit  feiner  schwarzer,  nach  hinten  verschwindender  Submarginal- 
linie.    Die  Unterseite  fast  ganz  wie  bei  der  folgenden  Art.    Madagaskar. 

A.  galene  Brown  (cupavia  Gr. )  (48  a,  b).  Beim  ^  sind  beide  Flgl  oben  tief  schwarz ;  die  Vflgl  haben  acht  hell-  yaleiw. 
gelbe  Flecke,  von  denen  drei  kleine  der  Subapicalbinde  und  4  etwas  größere  der  Mittelbinde  gehören,  der  achte 
ist  ])unktförmig  und  liegt  am  Vrd  der  Zelle;  außerdem  treten  bisweilen  in  den  Feldern  Ib  und  2  weißliche  Sub- 
marginalsti'iche  auf.   Die  Hflgl  in  der  Mitte  mit  einer  hellgelben  Querbinde,  welche  die  Spitze  der  Zelle  und  die 
Wurzel  der  Felder  2 — -6  bedeckt  und  auch  einen  Fleck  in  1  c  bildet.  Die  Vflgl  unten  schwarzbraun,  an  der  Spitze 
breit  grau,  mit  denselben  hellgelben  Flecken  wie  oben ;  die  Hflgl  unten  nebelig  weißgrau  mit  2  schwarzen  Punkten 
in  der  Zelle  und  die  helle  Quer  binde  wie  oben,  aber  viel  matter.    Das  $  ist  größer,  hat  weiße  Flecke  der  Vflgl 
und  weißes,  selten  braungelbes  (=  ab.  $  dimorpha  Bartel),  breiteres  und  mehr  abgerundetes  Mittelfeld  der  Hflgl;  dimorpha. 
dieselben  sind  oft  vor  dem  Saume  in  der  breiten  schwarzen  Saumbinde  mehr  oder  weniger  rotbraun  überzogen. 
Ganz  West-Afrika  von  Sierra-Leone  bis  Angola  und  Albert-Nyanza.  —  ab.  extensa  Heran  hat  größere  Flecke  exlcnsa. 
der  Vflgl-Oberseite  und  breiteres  Mittelfeld  der  Hflgl.    Ruwenzori.  — ■  incisa  Rothsch.  hat  kleinere  Flecke  der  incisa. 
Vflgl  und  ein  mehr  abgenindetes  Mittelfeld  der  Hflgl,  welches  durch  einen  schwarzen  Strich  am  Zellende  einge- 
schnitten ist.   Abyssinien.  —  theophane  Hpffr.  (48  a,  b)  weicht  dadurch  ab,  daß  beim  3'  das  Mittelfeld  der  Hflgl  iheapluine. 
dunkler  gelb  und  nach  außen  braunrot  gesäumt  und  beim  9  safrangelb  oder  rotgelb  und  sehr  groß  ist.    Portu- 
giesisch und  Deutsch-Ost-Afrika.  —  ab.  $  dechroma  Strand  weicht  nur  dadurch  von  theophane-^  ab,  daß  das  dechroma. 
Mittelfeld  der  Hflgl  weiß  und  gelblich  gesäumt  ist.    Deutsch  Ost-Afrika. 

13.  Gattung:  C^^'iiaiidra  Schatz  &  Roher. 

Beide  Geschlechter  erinnern  an  Diestogynn-Axten  und  sind  wie  diese  einander  völlig  unähnlich.  Der 
Saum  der  Hflgl  tritt  an  der  Rippe  3  deutlich  aber  stumpf  hervor ;  hierdurch  weicht  diese  Gattung  von  allen 
anderen  Nymphalinen  ab.  Die  Vflgl  haben  einen  weißen  Submarginalpunkt  in  jedem  der  Felder  2 — '6  txnd 
8;  die  Punkte  stehen  in  einer  doppelt,  s-förmig  gebogenen  Querlinie. 


192 


PSEUUAUGYNNIS;  CATUNA.     Von  Dr.  C.  Axjrivilliüs. 


opis. 


C.  opis  /)/•.  (46c,  f.).  Beim  J  sind  die  Flgl  oben  schwarz,  blauschillernd  und  mit  lebhaft  blauen  Quer- 
linien, von  (Iciicii  :{ — 4  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  drei  außerhalb  der  Zelle,  die  dritte  kurz  vor  dem  Saume, 
und  5  auf  den  Hflgln;  die  Unterseite  ist  violettgrau  und  dunkelbraun  gescheckt.  Das  $  ist  oben  schwarzbraun 
mit  graugelben  statt  blauen  Querlinien  und  mit  einer  gemeinsamen  breiten  gelben  Mittelbinde,  welche  von  der 
Rippe  3  der  Vflgl  bis  zur  Mitte  des  Irds  der  Hfigl  verläuft ;  auf  der  Unterseite  ist  nicht  luir  die  Mittelbinde,  sondern 
auch  fast  der  ganze  .Saumteil  der  Hflgl  (außer  an  der  Spitze)  sowie  eine  Saumbinde  der  Vflgl  liellgelb  mit  kappen- 
förmiger  brauner  Submarginallinie ;  der  Wurzelteil  beider  Flgl  ist  dunkelgrau  mit  braunen  Flecken.  Sierra- 
Lcone  bis  Angola  und  Uganda. 


14.  Gattung:  PM4Mi<lar$>;.viiiii!>i  Kursch. 

Wie  der  Name  angibt,  erinnert  die  einzige  liieher  gehörige  Art  durch  Farbe  und  Zeicluiung  stark  an 
die  niittelgroßeii  paläarktisohcn  Arqyntii^-AxXQn  und  nocli  mehr  an  Afella  phiUtnthn  Drurij.  Im  Rippenl)aii 
aber  stimmt  sie,  wie  die  Gattungsiiljersicht  angibt,  ganz  nahe  mit  der  folgenden  txattung  Cutuna  überein.  —  Ucber 
die  Entwicklungsstadien  ist  nichts  bekannt. 

kegemoiie.  Ps.  hegemone  GofZ^  (duodecimpunctata  Snell.)  (46  f).  Beide  Flgl  oben  orangegelb  mit  schwarzen  Querlinien 

und  Flecken  in  untl  an  der  Mittelzelle  und  hinter  der  Zelle  auf  den  Vflgln  mit  drei  und  auf  den  Hflgln  mit  zwei  Quer- 
reihen freier  oder  fast  freier  schwarzer  Flecke  vuid  einer  mehr  oder  weniger  dicken  schwarzen  Saumlinie ;  die  Unter- 
seite ist  heller  aber  mit  denselben  dunklen  Zeichnungen  und  außerdem  mit  einer  gemeinsamen  rostbraunen  Mittel- 
linie, welche  von  der  Spitze  der  Vflgl  bis  zum  Ird  der  Hflgl  geht  luid  beim  $  viel  breiter  bindenförmig  ist;  vor  der 
Spitze  der  Vflgl  liegen  auf  beiden  Seiten  3 — 4  kleine  weiße  Submarginalpunkte.  Kamerun  bis  Angola  und  Uganda. 

obscurala.  —  obscurata  Grünb.  ist  durch  die  kräftigere  Entwicklung  aller  schwarzen  Zeichnungen  ausgezeichnet  und  kommt 

nyassac.  in  Kamerun  vor.  —  nyassae   Bnrid  (46  f)  ist  dagegen  schwächer  als  die  Hauptform  gezeichnet,  hat  kleinere 

schwarze  Zeichnungen  und  cntlielut  oben  völlig  die  dunkle  Saumlinie  beider  Flgl.   Xyassa-Laud  und  Rhodesia. 


15.  Gattung':  C'aiiiiia  Ky. 

Alle  Arten  haben  eine  ähnliche,  selu"  eigentümliche  Zeichimug,  indem  die  schwärzliche  oder  diuikel- 
graue  Grundfarbe  der  Oberseite  durch  feine  gelbe  oder  graugelbe  Linien  in  eckige  oder  abgerundete  Flecke 
eingeteilt  ist;  diese  Linien  sind  auf  den  Vflgln  sehr  unregelmäßig  angeordnet  und  treten  besonders  in  der  Mittel- 
zelle und  am  Hrd  in  den  Feldern  1  a — 2  sehr  deutlich  auf,  bisweilen  bilden  sie  helle  Ringe  um  die  abgerundeten 
Flecke  des  (Grundes;  auf  den  Hflgln  treten  sie  dagegen  im  Saumteil  als  drei  zusammenhängende  Querlinien 
auf.  Die  Hflgl  sind  außerdem  durch  eine  helle  Mittelquerbinde  ausgezeichnet ;  dieselbe  fängt  an  der  Rippe  1  b 
nahe  an  der  Wurzel  schmal  an,  ist  gegen  die  Flgispitze  gerichtet  und  wird  vorwärts  allmählich  breiter,  so  daß 
sie  die  Felder  5  und  6  fast  völlig  bedeckt  und  in  6  den  Saum  beinahe  erreicht.  Die  Unterseite  ist  hellgelb  mit  mehr 
oder  weniger  entwickelten  dunklen  Zeichnungen. 

Die  Rp  hat  wie  die  Eupfuiedra-R^pn  auf  jeder  Seite  des  Rückens  eine  Reihe  langer  nach  den  Seiten 
ausgesperrter,  stark  verästelter  Dornen,  die  jedoch  etwas  kürzer  und  nicht  so  dicht  federförmig  verästelt  sind, 
wie   bei  den   Euphaedm-ll^n. 

Die  Pp  hat  eine  stark,  gleichförmig  gebogene  Bauchfläche,  aber  keinen  Rückendorn;  der  Kopf  hat 
zwei  kurze,  stumpfe  Spitze  und  der  Kremaster  ist  gerade. 

stkorana.  C.  sikorana  Rogcnh.  (46  d)  weicht  von  den  übrigen  dadurch  ab,  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl  gelbrot 

ist  untl  daß  dii'  \  flgl  eine  scharf  ht'grenzte  weiße  Subapicalbinde  aus  3  Flecken  der  Felder  4 — ^6  haben.  An  der 
Hinterseite  der  Mittelzelle  der  Vflgl  liegen  in  emer  geraden  Linie  nach  einander  dicht  an  der  Wurzel  der  Felder 
1  b — 3  drei  dunkle   hellumzogene  Flecke.    Deutsch  Ost-Afrika. 

crilhea.  C.  crithea  Drury  ist  die  zuerst,  schon  1773,  beschriebene  Art  der  Gattung.    Die  Mittclbinde  der  Hflgl 

ist  hellgelb  und  die  weiße  Subaj)icalbinde  der  Vflgl  fehlt,  sonst  aber  stimmt  die  Zeichninig  recht  nahe  mit  der  von 
sikornmt  (46 d)  üben  in  und  die  drei  dunklen  hellgeringelten  runden  Flecke  an  der  Wurzel  der  Felder  1  b — ^3  treten 
sehr  scharf  hervor.  Sierra-Leonc  bis  Kongo  und  Uganda.  —  Rp  grün  mit  glänzendem,  schwarzem  Kopfe  und 
schwarzen  Dornen.    Pp  hellgrün  mit  schwarzgriüien  oder  blauen  kleinen  Punkten  und  Strichen. 

oberthueri.  C.  oberthueri  Karsch  (46  d,  e)  weicht   von  crithea  dadurch  ab,  daß  der  dunkle  Fleck  an  der  Wiu'zel 

des  Feldes  3  der  Vflgl  völlig  fehlt  und  daß  der  schwarze  Wurzelteil  der  Felder  la  und  1  b  nach  außen  von  einer 
unregelmäßig  gebogenen  gelblichen  Linie  begrenzt  ist  und  in  Ib  zwei  längliche  graugelbe  Flecke  einschließt; 
nur  an  der  Wurzel  des  Feldes  2  gibt  es  also  einen  gerundeten  freien  Fleck.  Die  Unterseite  ist  beim  ^  fast  ein- 
farbig weißgelb,  beim  $  aber  ziemlich  reich  gezeichnet.   Kamerun  bis  Congo. 

auguslala.  C.  angustata  FIdr.  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  al),  daß  der  schwarze  Fleck, 

welcher  die  Wurzel  iler  Felder  la  und  Ib  der  Vflgl-Oberseite  bedeckt,  einfarbig  luid  gleichbreit  ist  und  nach 
hinten  (außen)  durch  eine  fast  ganz  gerade  und  mit  der  Mittelzelle  parallele, 'gelbliche  Linie  begrenzt  wird. 


PSEUDOXEPTIS:  PSEUDAGEAEA.    Tod  Dr.  G.  ArEwniirs.  193 

s.  TIL  ISIS.  16.  Gattun4':  P<»eudonepti<»  •>»^;^- 

Die  entrage  Art  dieser  GattMOg  badet  6:~  :■   '  ";•?  ZeifiBDii^g  enras  an  dae  J«  '^i-^-.-- ' 

rnimemda- Sdnaettcaü^.   DieV^ihabai  «n  ^^r^eli  gebo^ien  Sanm :  Band  der  M:  ^ 

geireDt.    —    Bp  auf  den  Gliedem  i — 11  iL"  rit  setTHmter  Bädk^adoaieii  und 

jedersäte  imteriialb  der  AtemlöAer  mit  eine;  _    -  -                            ^ — ^^q  Waize:  dk'  DomEn  änd 

kxifd^  gebaut,  aber  zäemUcii  kmz  und  an  :^  pTb-»-                                       -n  snd  devtlieh  läi^ea*  ak 

die  äbn^en.  —  Die  Pp  bat  eine  sebr  ebaxa!-  ;  gebogen  i=t  und  die  Mitte 

der  Vaxdersöte  stazk  baucbig  hervortiin      ^  .  .                                                              -   !-.,:-„„  and  «neu 

sdivadKH  Sc-bahatdom:  die  Glieder  4 — 7  des  HI  .        r.. 


Ps.  CMMSbita  F.  (46d).   Beide  H^  sdivajz  mit  oben  L  n   Tint*=o  w^*^                  ^aA  er- 

weiUirtcn  geraden  Qnerimden  mid  Hpinen  Fleeken-  dejoi  Ar  zgebt. 

Bp  dankrigräi  mit  sebwäolieben.  an  der  Wmzel  Uaooi  Dc»iii_  ^_ ^  .  __  ^^ ^  ,    ^.  . :znkrb- 

TeiSUeb  aogeflogenoi  Flgfeehfidf^i    Serca-Leone  bis  Ai^oia  nsd  UgaL 

17.  Gattmu: :  P<^endaeraea  Wt^uc. 


IHe  seltaien  Arten  dieser  Gattung  änd  ^st  aUe  anageageiebnete  X&  ron  Dartaididen  imd 

AcxaeideiL,  besoradess  den  Pl!»«aia-Anen.  Wie  bei  aHan  mimEtkidien  G-' — '.  i—  -       r  -^^  miter 

sieh  sovobl  in  Faibe.  Zacbnimg  void  F^foim  sehr  Tczscbieden  und  kann-  .  I¥^>^ 

baoes  als  «iddieb  eongpnerfeeb  frkaimt  veiden.  Die  vicbti^eii  Keimzeicbe&  öt»  r.  xhsm 

oben  in  der  GattangEfibeisidit  (S.  143)  angegeben  vxxden. 

Die  EntwictfanigDEtadien  waren  bis  m  letzter  Zeit  unbekannt,  snd  aber  neaerdinss  ^<m  Mr.  G.  F.  Lssgs 
in  Durban.  XataL  entdeckt  wntden.  Die  drei  Tva  ihm  gezöcbtetoi  Azten  baben  so  \^er-  <□ 

und  PpiL.  daß  eme  Kintpihnig  der  Gattung  in  Cnteigattungen  TJdkicbt  berecfajgt  wäre.  1.      ...  :s 

Matezial  tuo  andeicn  VertaHBPm  gelieierten  Besebieibuiigen  und  AbbAdmigen  änd  leider  zäenük  h 

und  geben  keine  AnWWÜBBe  über  neiiseze  widitige  TesbäitnkBe;  dazu  kmunt.  daß  die  Besel 
Figuren  niebt  in  aDen  Punktes  übeKeinstiinBieii. 

Als  aBen  bi^cr  bekannten   Azten  gemäosara  kann  indesen  ai^eführt  wexdsi:   E         . 
oben  etwas  abgdiaebt,  mit  regelaäffig  angmtducten  Heinen  Hockocben,  wodureb  es  -  _:.  ;.>e- 

raubten  See^ri  äfanlieb  ist.  —  Rp  auf  jeda  Seite  des  Backens  der  Giieda  i — 11  mit  -  -^^■m 

Dom:  die  Domen  des  3L  und  ILGfedesandgewöhniiebTielläi^iEralsdie  ifluigai,  wdcbe  kurz  and  a  _  .  -t 

smd:  Kofi  bisw^kn  oben  mit  kuogn  Stad^n.  —  Pp  mit  sda  lang  aosgeraigciiein  und  xxtgfsfixzxtai^ 
derselbe  und  der  Thiiax  bildet  mit  den  Hlb  einen  mebr  oder  weniger  deutlicboi  WinkeL  wodiir:-!  *e 

des  Büekens  hanrfrig  herraitzitt  und  die  Bauefaseite  etwas  coneav  wird. 

Die  Gattung  knmmt  sowxM  auf  deaa  Feaiande.  wie  am  Madaparkar  und  den  Comoj  -  :.! 

nur  in  Arabien  vöDig  zn  fjpblen 

Xaeb  der  Zesdmung  hännt^  die  Azten  auf  die  folgEndai  G^iqipen  vertcät  wexdoi. 

Uebersieht     der     Gruppen. 

L    Die  Hflgri  wenigEtens  wvttfn  mit  scbazf  Im  *  mtxelendfn  sckwaczen  Pun!-  :  i-L 

A- Die  V^^  auf  beiden  SeÄen  mit  sciiwaizen  Wuizeipaidüben.    Die  P^  -      z^i 

eiufazb^  gelb  oder  wriBHeb. 
z.  Dk  Mittefaelle  der  H^  s^ir  kuEE.  Die  Bi{^  3  und  4  der  ^^  lai^  ge^ieit.  D         .  n 

Flecbn.   Der  Leib  <dgie  heile  Flecke  (Snbgen.  CUmvpoea  Amrir.).    .     .     .     1.  .^ 
p.  Die  Mittelzeile  dar  BS^  mäffig  laz^;  die  B^ten  3  und  4  aus  demselbm  PuskÄe.   I^e      . 
gefleht:  der  Leib  oben  mit  bellen  Fleeken. 
*.  Die  H^  mit  Bcbmaler,  9chazf  begrenzter,  hell  gefledter  Saumbinde,  i.  iraxze  Stzicbe 

auf  den  ZwisfhmadfrfalHen.  (J^orveo-äbnlicite  Tosrnm). ^  ßoeuüa-Grmppe. 

**.  Die  WfM  <diiie  heile  Saumflecke,  aber  mit  sebwazzen  Stiicbes  auf  des  Zwkcbenadfrfahen. 

(PlraKM-äbzdiciie  FozsKn). 3.  Emrybis-Grmppt. 

B.  Die  VfM  auf  beiden  Seiten  okie  s^twarae  Winzie^iunkte.  Die  Palpe^i  Tint-eij  sekwazz  mit  waSen  Ua^s- 

streüen. 4.  Lmentia-Gnppt. 

IL  Dk-  TTt^  auf  beidai  SeÄen  ohne  scbwazze  Wuixej^punkte,  oben  iaet  esaia^ng  Bebwazz.  TJvt  Tfigl  mit  mebieren 
H«'«»»«-!  und  drei  großen  grmien  Flecken,  je  esnem  in  der  lOtteiaeile  und  dai  Fddem  1  b  und  2. 

5    Ol/mrifi.i-fr'yii/xtt- 


V  i  . 


>  .Ast,  wck^  c  _    ^  .d  T^ot  afi^  aBdev^  aiiväciat. 

xm  ^ 


194  PSEUDACRAEA.     Von  Dr.  C.  Aürivillius. 

semire.  Ps.  semire  Cr.  (40a).     Beide  Flgl  oben  schwarzbraun,  im   Wurzelteil  mit   großen   schwarzen  Pinikten 

und  in  der  .Mitte  mit  grünen  Flecken,  welche  auf  den  Ht'lgla  eine  zusannnenhängende  Mitteliiinde  i)ilden,  auf  den 
Vflgln  aber  kleiner  und  weit  getrennt  sind;  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  auch  zwei  kleine  grüne  Flecke;  die  Zwi- 
schenaderfaUen  vor  dem  Saume  mit  breiten  schwarzen,  hell  begrenzten  Strichen  und  auf  den  Hflgln  zwischen 
diesen  und  der  grünen  Mittelbinde  mit  einer  Reihe  braunroter  Flecke.  Die  Unterseite  ist  besonders  an  der  Wurzel 
heller  als  oben  und  die  grünen   Elecke  weißlich.     Sierra-Leone  bis  Angola. 

2.  Hostilia- Gruppe. 

Beide  Flgl  im  Wurzelteil  mit  schwarzen,  gewöhnlich  gerundeten  Flecken  und  die  Tlflgl  auf  beiden  Seitc^i  mit  scharf 
begrenzter,  rotgelb  gefleckter,  schwarzer  Sa\imbindo  und  ganz  ohne  schwarze  8ti-icho  auf  den  Zwischenaderfalten.  Die  Hflgl 
oben  zum  größten  Teil  imd  die  A'flgl  wenigstens  am  Hrd  mil  rotgelber  oder  roter  (irundfarbe. 

hostilia.  Ps.  hostiUa  Drury  ist  eine  ^craea-ähnliche,  seltene  Art,  welche  durch  die  Flglzeichnung  von  allen  übri- 

gen recht  erheblich  abweicht.  Die  Hflgl  imd  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  sind  oben  rotgelb  mit  schwarzen,  auf 
den  Vflgln  gerundeten,  auf  den  Hflgln  aber  zu  drei  Querstrichen  vereinigten  schwarzen  Flecken;  die  Spitzenhälfte 
der  V^flgl  ist  schwarz  mit  weißlichen  oder  hellgelben  Flecken;  die  gelben  Saumflecke  der  Hflgl  sind  groß  und  nacii 
innen  nur  durch  schmale  schwarze  Bogen  begrenzt.  Die  Unterseite  ist  heller  mid  besonders  an  der  Basis  weißlich. 
warhiinji.  Sierra-Leone  bis  Ashanti.  —  warburgi  Auriv.  (46  c)  ist  die  mehr  südliche  Rasse  und  weicht  dadurch  ab,  daß  die 
gelben  Saumflecke  der  Hflgl-Oberseite  sehr  klein  sind  und  nach  innen  von  dicken  zu  einer  Binde  vereinigten 
Bogen  begrenzt  sind.    Kamerun  und  Kongo-Gebiet. 

Ps.  boisduvali  ist  eine  der  größten  und  schönsten  Arten.    Die  Hflgl  sind  wie  bei  hostilia  gelbrot  bis  rot- 
gelb  mit  scliwarzer.  rotgefleckter  Saumbinde,  haben  aber  im  Wurzelteil  große  gerundete  schwarze  Flecke. 
Die  Vflgl  sind  im  äußeren  Teil  mehr  oder  weniger  halbdurchsichtig  mit  dicken  schwarzen  Längsstrichen  zwischen 
den  Rippen  wenigstens  in  den  Feldei'n  2  und  3 ;  die  schwarzen  Flecke  der  Wurzelhälfte  sind  groß  und  gerundet 
und  kommen  sowohl  in  der  Mittelzelle  wie  in  den  Feldern  1  a — 2  vor;  sehr  bemerkenswert  ist  es,  daß  einer  dieser 
Flecke  auf  der  Rippe  2  liegt.    Die  Art  ist  bedeutend  größer  als  Acraea  egina  (54  d),  ahmt  dieselbe  aber  ganz 
boisduvali.  genau  nach  und  hat  auch  Lokalrassen,  welche  den  Rassen  von  egina  entsprechen.  —  boisduvali  Dbl.   Die  Vflgl 
sind  beim  (^  rauchschwarz  und  nm-  in  der  Saumhäifte   der  Felder  1  a — -2  rotgelb,  beim  9  sind  sie  oben  ganz 
rauchschwarz  ohne  Rotgelb.    Sierra-Leone  bis  Kongo.    Entspricht  der  dort  vorkommenden  Hauptform  von 
colmllei.  Acraea  egina.  —  ab.  colvillei  Btlr.  Der  Wurzelteil  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  3  rotgelb;  der  Spitzenteil  rauchschwarz 
Irimeni.  ohne  gelbe  Zeichnungen.   Natal  bis  Deutsch  Ost-Afrika.  — ■  trimeni  Bflr.  (4G  b)  weicht  von  colvillei  nur  dadurch 
ab,  daß  die  Vflgl  eine  breite  ockergelbe  oder  orangegelbe  Subapicalbinde    haben,   welche  sich  an  der  Rippe  3 
mehr  oder  weniger  mit  dem  Hrdfleck  vereinigt.  Natal  bis  Deutsch  Ost-Afrika.  Entspricht  der  dort  vorkommenden 
Form  areca  (54  e)  von  Acraea  egina ;  tritt  bisweilen  auch  in  West-Afrika  als  Aberration  auf.  —  Die  Rp  ist  schwarz- 
braun mit  moosähnlich  verästelten  Dornen  und  lebt  auf  C'hrysophyllnm  naialen^^e,  einem  Baum  der  Familie 
Sapotaceae.    Die  Pp  ist  grün  mit  brauner  etwas  aufgebogener  Kopfspitze  und  stark  gebogener  Rückenseite. 
dejiciens.  —  ab.  deflclens  Karsch  ist  nach  einem  Stück  von  colvillei,  bei  dem  auf  den  Vflgln  die  schwarzen  Flecke  im  Felde 
1  b  und^auf  der  Rippe  2  fehlen,  beschrieben.    Deutsch  Ost-Afrika. 

3.  Eurytus- Gruppe. 

Die  zahlreichen  Formen  dieser  Gruppe  sind  sofort  an  den  langen  deutlichen  schwarzen  Stric^hen  auf  den  Zwischenader- 
falten  der  Hflgl  kenntlich.  Die  Vflgl  stets  mit  5  gerundeten  schwarzen  Flecken  in  der  Zelle  und  1 — 2  an  der  Wurzel  des  Feldes 
Ib.  Sie  stehen  in  einer  interessanten,  aber  sehr  verwickelten  mimetischen  Beziehung  zu  den  mit  ihnen  zusammen  fliegenden 
Pla»c»ia-AvU'n.  Bei  den  o^  sind  die  Vflgl  spitziger  mit  geiadem  oder  schwach  au.sgerandctcm  Saume,  l)ei  den  $$  shid  die 
Vflgl   sehr  st\impf  abgerimdet   mit   gebogenen!   Saunie. 

Ps.  dolomena  zeichnet  sich  von  allen  übrigen  durch  die  großen,  mit  weißen  oder  weißlichen  Ringen 
dolomcna.  versehenen  Wurzelpunkte'der  Vflgl  aus.  • — dolomena  Heir.  (40  e).      Die  Vflgl    beim  ,j  oben  mit  sehr  großem, 
rotem   Hrdfleck,   welcher  die  Felder   la — -2   inid   die    hintere  Längshälfte    der  ]\Iittelzelle   bedeckt,    und    mit 
einer  gelben  Subapicalbinde,  welche  wenigstens  im  Felde  3  einen  großen  Fleck  bildet  und  gewöhnlich  auch  im 
Felde  2  einen  strichförmigen  Fleck  hat  und  durch  diesen  fast  mit  dem  H!i'df leck  vereinigt  ist ;    im  Spitzenteil  sind 
die  schwarzen  Zwischenaderfalten  nur  undeutlich  grau  gesäumt;  die  Hflgl  sind  oben  gelbrot  mit  schwarzem 
Vrd  vntd  breiter  schwarzer  Saundiinde.  Beim  $  sind  die  Vflgl  an  der  Wurzel  bis  zum  Hrd  schwarzbraun  und  haben 
in  der  Mitte  einen  hellgelben  Hrdfleck,  welcher  nur  etwa  7  mm  breit  ist  aber  wenigstens  die  Mitte  des  Feldes  2 
erreicht;   die  Subapicalbinde  ist  hellgelb;  die  Hflgl  sind  bis  zur  Mitte  hellgelb  und  dann  sehr  breit  schwärzlich. 
albosiriata.  Sierra-Leone  bis  Angola.  —  albostriata  Laihy  hat  die  Hflgl  wie  bei  der  Hauptform  gezeichnet,  weicht  aber  da- 
durch ab.  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  fehlt  und  daß  der  Spitzenteil  lange  weiße  Streifen  hat.    Uganda. 
rubrobasalis.  —    rubrobasalls    Auriv.   stimmt   hinsichtlich    der.  Vflgl     mit    albosiriata    überein,     hat    aber    beim    $    eine 
pharsa.  scharf  begrenzte  nur  4  mm  breite  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl.    Südliches  Kongo-Gebiet :  Katanga.  —  pharsa 
Frühst,  ist  nach  einem  ^  beschrieben,  welches  sich  dadurch  auszeichnet,  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  weiß 
ist  und  daß  die  Hflgl  eine  nur  1 — 2  mm  breite  scharf  begrenzte  Saumbinde  haben.' Vielleicht  das  ^^von'^rubro- 
usagarae,  hasalis.   Deutsch  Ost-Afrika.  —  usagarae  Stgr.   Beide  Flgl  beim  $  oben  an  der  Wiu-zel  rotbraun ;  die  rotbraune 


PSETBACRAEA.     Von  Dr.  C.  AcBimunTS.  1Ö5 

Färl>e  da'  Tflo;!  bedeckt  fast  die  ganze  Mittelzelle  xmd  die  Wiiizel  der  Felder  1  a — 2:  etwas  tmter  der  Mitte  dee 
Hrds  liegt  eine  schmale  hellgelbe  Binde,  die  jedoch  die  Kippe  f  nicht  oder  fean-m  -nbearagt :  die  Subapiealbinde 

o-     "^ ' . '        "    '  ■     ^^  ie  der  ffflg^  -      "  "  _    "      "     -  ■     \    -  .  -cr-^  ^  ^^ — .g  mTn  breit 

11  -         " .   Das  £  ist  -_-_     iia. 

B«  6*51  f  olEenden  jirten  sind  die  rtraden  sdncazsem  Tleck-e  in  der  lOttelaeDe  der  Tf  1^  niolit  hell  geängdiL   Sie  köomen 
.11  zw«  Jl  geteiit  Trerdeai. 

i  ^ec  der  ersten  AlrteilnnEr  sind  daran  kenntüch.  d£u£  dJeTHeä  ^neai  liellen  Hrdöeot  und  «n«  tob  diesem  vöDig; 

r  -    -  ~  -  ~    '  -  -  -  wät  hintesT 

-  -  '  -  ^tn  äinei-  Art 

Pb.  eorytoE  L.  (46  c).     Der  Hrdfleck  dei  Tflgl  ist  groß,  erreiehi  die  B,ippe  3  xmd  ist  nach  innen  scharf  cunfhis. 
vjid  geradlinig  besrrenzt.  bedeckt  aber  nicht  die  Wurzel  der  Felder  Ib  xmd  2:  die  Sfis]  xmtien  an  der  Wnrzel 
:   '  ...  -  -    beim  2  "weiß 

i^_;  -•  _^  ,  .  _;^:.  _ ^  _  _^ ;   __.        _ -i  _     -_    „__-  : ..._:_    ^  .^:^  die  Subapieal- 
binde der  Tflsl  beim  -1  eelb.  l:>eim  1  -weiß.    Sierra-l.eoiie  bis  Kameron.  —  ab.  _  epigea  Btlr.    Die  Snbajncaü-  fpigea. 
■'inde  il!:'                        -                            .                                                  .    .                                                               -.or  ane 
'■'• 1  Tnr      _ : -  _     ,                  -     _        ;    .  .      '  —  ; ;c-h  ans.  Incolor. 

laß  die  Subapiealbinde  desr  Vfigl  -weiß,  die  TTflpl  xmd  desr  Hrd&eek  der  Vflgl  aber  rotgelb  sind.  Kongo-Oebiet. 

^  .^„.    "  .     .        ,       ,       -..„-..-.       _.  -  ,    ,       „.  .     .       -   ■  -    ,    2^ — 2  terra. 

-'  .  -  -  -  -  •  -oidnnr 

n  den  Feldexn  5 — 7  durch  eine  schmale  schTrarze  Binde  Tom  Saume  getrennt  iö ;  des:  Hrdüexk  und  die  Subapi^il- 

■      ^    '  ■  "^\ '  "^^  —  iiuilatoi'  T  '  ■    ■   .     -     r-  ■  ^  ■  -    -    -   .  -  ,^^_ 

i.    -  -  'ist  oder  ieL  _  :     _ 

an  der  Wxtrzel  sdb"warzbrann  sind,  wodurch  die  veiße  Farbe  als  eme  Mtttelbmde  axiftritt.  Die  Zeichnxmgen  sind 
^•t-im  I  Treiß.  beim  £  hell  ockergelb  oder  "weißlick.   Xsta" 

Ps.äieorrr' -^'- ;-,.    a^_  ,,  .^  .-■-,-.,- j  ;-  -...-    s.     ,  .^ 

iior  durch  die  sc-  .  .    ä.b; 

<iie  SnbapieaJbinde  3st  bemi  f;  ^^^  erwa  3  ttitti  breit  und  m  den  Feldern  5  nnd  t»  ott  -.  n  oder  fehlend ; 

beim  1  ist  sdr- 3 — "  -  -    - -eit  imd -■   *  r       '   '  -  '"      -  ''^r^■."•?   '■' t.  .  xj  ...-,.>  j, ,  -  „. ;.,  ,..   ^-jr-eJi  „2,sp„ra. 

in  undeutlich  b:  _  -    nait  t<.' .  ■  .  -  .  .      _  __E.el 

rotbraxm  mit  dicken  scnwarzen  Stnciien  axa  den  Z-wiscnenaaenadi-en.    l  ganaa.  —  theorini  Aum.    Tiigi  oben  ßteorinL 

bis  zur  WuTT'-    '^  "  i    '^  "■:':-'•' -••    .-t-^-  "->•"•  ,t-  xmd  ganz  ohne  Hrdfleck;  Hfl  gl  o^i- ..-^  jjj^t  Bchvarzen 

strichen  zwl^  _    ^  :  .      iier.  etTra  4  mm  breit.eT.  nach  innen  i;  -^nrenzter  Saxmi- 

.  Kamerun.  —  con&anguinta  ^o-<i! .  weicht  tod  vj-ch  ab,  daß  die  ganze  Wtirzelhalfte  der  consan- 

.    bis  zur  Spitze  der  Zelle  und  zui  Mitte  der  Böppe  .-  ^_.     i....^  ..■ ; .  ein  ttesonderer  Hr^ifleck  tritt  nicht  anf;  9"*"*°- 
, 'rieht  genau  der  Plamema  coftnan^vinea  Aurir.   (5&b).    Kamernn. 

P&.  striata  Bür.  f46 dl  ist  ziemlich  Teränderlich.  aber  sofort  daran  kemntlick.  daß  die  Subapiealbinde  eiriaia. 
der  ^     -  .  .  _  .grau,  narx  -  aume  zwischen  den  echw^ar- 

zen  M:.__^  _    , .  „; ._      ^.___      _^„...  .. :  .ider  "wenige:  .    ;   .„  .^ ;  die  Hflgl  haben  oben  eine 

>ühmale  ( 5 )  oder  breite  ( 2 )  dunkle  Saumbinde  und  eine  rotbraune  oder  gelbliehe,  oft  in  der  Mitte  mehr  a"ufgehellte 
ttesondejs  beim  2 )  Ginmdf  arbe ;  ahmt  die  Plan&ma  veetaUs  {äß  e)  nach.    Sjesrra-Xieone  lös  Angola. 

-  -    \     i,  ""      "     "  .  -  -       .      -  -  -  _    ._^^ 

ä»'.r  !•  13>d 

f^  conradli  Oherih.  ist  Tn-rr  nxtr  im  mitnnliehen  Geschlecht  bekannt  und  erinnert  sehr  an  das   ^  Tcm  conmdfL 
Ps.  euri/tuf  (46  c-1    Djf  S"nbapicaibinde  der  Tflgl  berührt  die  Spitze  der  Mittelzelle  tind  hst  au  ei  einen  Fleck  im 
Felde  2.  ist  aber  ^  Hrdfleck  gut  getrennt,  dieser  ist  :  •  "rom  x  .       .:  uzt:  die 

Hfl  gl  sind  ölten  a^  .  -       _^_.  sch"wärzlich  xmd  haben  eine  erwi,  ^     , ,  ::     i'^iiit  rotge..  •    . ...      ■  ..^ne  nach 

Tom  schwach  xeijüngt  ist  xmd  nach  axußen  durch  die  schwarze,  am  Analwinkel  ei~was  erweiterte  Sanmbinde 
^(iarf  begrenzt  ist ;  die  HflH  ^nd  unten  an  der  Wurzel  breit  rötlich.   Deutsch  Ost-Afrika :  Usambara. 

Ps,  rogersi  Trim.  ist  "vielleicht  nur  eine  Alterrarion  der  "rorigen  Art.    Das  £  "  rch  ab,  daß  rogereL 

die  SnbapicaJbinde  der  Tflgl  sich  mit  dem  Hrdfleck  xereinigt  und  daß  dieser  größer  ist  tu. ^       _  _r.  der  Felder 

1  a  und  1  b  fast  erreicht :  die  Hflgl  sind  oben  an  der  Wurzel  kaum  xerdunkelt  und  ihre  schArarze  Saxmibinde  ist 
.  •    '  ^rwa  5  TTiTn  breit.   Das  I  ist  dem  I  "  aber  £ 

_      liie  der  Tflgl  die  MittelzeEe  berührt  i:^     i .  :   -    ^  hat  xmi  __.        ._ - 

M;  "  - .:  j  i  der  HQgl  nach  außen  stärker  xmd  mehr  gleiehmäßig  abgerundet  ist.  Britisch  Ost- Afrika  xmd  Deutsch 
'->si- Amka :  Usambara.    (Ton  mir  früher  ak  ..imitcitor"  aoigefnhrt.) 

Ps.  ruhama  j^         -  ...  -ojiama. 

Spitze  der  Zelle  lieg  r  -  ___  .  -      _     -  .  :       _  . 


196 


PSEÜDACRAEA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 


fulvaria. 


bis  zur  Wurzel  schwarzbraun  oder  in  der  Wurzelhälfte  mehr  oder  weniger  rotbraun  überzogen;  im  letzteren 
Falle  ist  die  Mittelbinde  in  den  Feldern  la — 2  wurzelwärts  weniger  scharf  begrenzt ;  die  Hflgl  oben  gelbrot 
mit  schwarzen  Strahlen  und  scharf  begrenzter,  aber  schmaler  schwarzer  Saumbinde.    Ashanti  bis  Angola. 

simulaior.  Ps.  Simulator  Bilr.  (46d).    Beim  ^  sind  die  Vflgl  oben  schwärzlich  mit  einer  orangegelben  Mittelbinde, 

welche  nach  vorn  etwa  4  mm  breit  ist,  die  Wurzel  der  Felder  3 — 5  bedeckt  und  einen  Fleck  in  der  Spitze  der  Zelle 
bildet,  hinten  aber  in  den  Feldern  1  a — 2  sehr  erweitert,  etwa  11 — 12  mm  breit  ist;  bisweilen  i.st  die  Wurzel 
rotbraun,  in  welchem  Falle  die  Mittelbinde  \vurzelwärts  undeutlich  begrenzt  ist;  die  Hflgl  sind  oben  an  der 
Wurzel  rötlich,  in  der  Mitte  heller,  gelblich  oder  am  Ird  weißlich,  und  am  Saume  ohne  scharfe  Grenze  verdunkelt. 
Beim  $  ist  die  Mittelbinde  der  Vflgl  weiß,  fast  glciciibrcit  und  endet  hinten  in  der  Mitte  des  Feldes  2,  die  Hflgl 
sind  an  der  Wurzel  rötlich  und  haben  eine  breite  weiße  Mittelbinde,  welche  am  Ird  fast  doppelt  so  breit  wie  am 
Vrd  ist.    Sierra-Leone  bis  Ashanti. 

Ps.  fulvaria  Btlr.  j':  ,,Flgl  oben  rauchbraun;  Rippen  und  Falten  schwarz;  Vflgl  mit  einer  breiten, 
scharf  winkelig  gebrochenen,  rotgelben  Querbinde,  welche  sich  von  der  Subcostalrippe  bis  zum  Hrd  ausdehnt 
und  nach  hinten  breiter  wird ;  Hflgl  in  der  Mitte  von  der  Subcostalrippe  bis  zum  Ird  ockergelb,  an  der  Wurzel 
dunkler.  $:  Vflgl  mit  weißlicher  Querl)inde.  welche  im  Felde  2  endet,  und  mit  einem  undeutlich  begrenzten 
weißlich-gelben  Hrdfleck ;  Hflgl  an  der  Wurzel  graugelb  und  mit  einer  weißlichen,  am  Ird  gelblichen  Mittel- 
binde".   Angola. 

Ps.  impleta  Grünb.  kommt  der  vorigen  Art  nahe,  unterscheidet  sich  aber  von  ihr  und  allen  übrigen 
durch  die  sehr  breite  Querbinde  der  Vflgl,  welche  die  Wurzel  des  Feldes  2  völlig  bedeckt  und  auch  die  Wurzel 
der  Felder  1  a  und  1  b  fast  erreicht,  und  durch  die  gleichförmig  gelbbraune  Grundfarbe  der  Hflgl.  Beim  (J 
ist  die  lebhaft  gelbbraune  Mittelbinde  der  Vflgl  am  Vrd  7  mm,  an  der  Rippe  3  12,5  mm  und  am  Ird  18  mm 
breit  und  bedeckt  auch  die  obere  Spitze  der  Zelle ;  sie  ist  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  3  nach  außen  gerad- 
linig begrenzt;  die  Hflgl  sind  nur  dicht  an  der  Wurzel  etwas  verdunkelt,  haben  eine  schmale  (vorn  etwa  3  mm, 
hinten  nur  1  mm  breite)  schwärzliche  Saumbinde  und  sind  am  Analwinkel  schwach  geeckt.  Beim  $  ist  die  Quer- 
binde noch  breiter  als  beim  <J  und  nach  außen  bogenförmig  begrenzt;  sie  erreicht  wie  beim  ^  den  Hrd  und  ist 
gelbbraun  gefärbt ;  die  Hflgl  sind  am  Analwinkel  abgerundet  und  haben  eine  etwas  breitere  Saumbinde,  sind 
aber  sonst  wie  beim  ^  gefärbt.    Sesse-Inseln. 


impleta. 


fickei. 


occidenlalis 


Ps.  fickei  Weym.  q.  Die  Vflgl  schwarzbraun  mit  einer  breiten  orangegelben  Mittelbinde,  welche  am 
Vrd  etwa  7  mm,  an  der  Rippe  3  12  mm  breit  ist  und  am  Hrd  nicht  erweitert  ist  und  darum  die  Wurzel 
der  Felder  la — 2  nicht  völlig  bedeckt;  die  Hflgl  sind  dadurch  ausgezeichnet,  daß  sie  oben  eine  bis  zur  Rippe 
7  oder  6  reichende  schwarze  Vrdbinde  und  eine  etwa  10  mm  breite,  wurzelwärts  scharf  begrenzte  schwarze 
Saumbinde  haben ;  die  Grundfarbe  tritt  darum  nur  als  eine  dreieckig  abgerundete  weißliche  scharf  begrenzte 
Mittelbinde  auf;  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  fast  bis  zur  Rippe  2  und  5  rötlichbraun,  dann  mit  gleichbreiter 
scharf  begrenzter,  7  mm  breiter  weißer  Mittelbinde,  welche  den  Vrd  erreicht.  5  unbekannt.  Deutsch  Ost-Afrika: 
Mhonda.  —  occidentalis  form.  nov.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl  oben  hell  orangegelb 
und  unten  hellgelb  und  unscharf  begrenzt  ist  und  den  Vrd  nicht  erreicht.  Goldküste:  Accra.  —  Bei  beiden 
Formen  sind  die  Streifen  an  den  Zwischenaderfalten  fein  und  treten  nur  wenig  hervor. 

hobleyi.  Ps.  hobleyi  Xeave  {=  togoensis  Bnrtel;  $  =  tirikensis  Neave).    Das  ^  hat  wie  die  vorhergehenden 

Arten  auf  den  Vflgln  eine  breite  orangegelbe  Querbinde,  welche  die  vordere  Spitze  der  Mittelzelle  und  die 
Wurzel  der  Felder  4 — 6  bedeckt,  an  der  Rippe  3  winkelig  gebrochen  ist  und  sich  dann  in  gleicher  Breite  bis  zum 
Hrd  fortsetzt,  ohne  die  Wurzel  der  Felder  1 — 2  völlig  zu  bedecken;  die  Hflgl  sind  an  der  Wurzel  rötlichbraun 
und  haben  dann  eine  breitere  oder  schmälere  weiße  MitteU)inde,  welche  recht  scharf  begrenzt  ist  und  sich  gegen 
den  Ird  erweitert.  Das  ?  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Querbinde  der  Vflgl  weiß  und  am  Vrd  8 — 9  mm  breit 
ist  und  sich  oft  nur  bis  zur  Mitte  des  Feldes  2  fortsetzt,  bisweilen  aber  den  Hrd  erreicht,  in  den  Feldern  la — 2 
aber  schmäler  und  weniger  scharf  begrenzt  ist ;  die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl  ist  oft  breiter  als  beim  cJ.  Uganda 
und  Togo-Land. 

Als  Anhang  dieser  Gruppe  führe  ich  die  mir  unbekannte,  und  ungenügend  beschriebene  P.  karschi 
Frühst,  auf.  ,, Vflgl  graubraun,  unterhalb  der  Zelle  basalwärts  rotbraun  angeflogen;  jenseits  der  Zelle  eine 
schmale  dunkelgell)liche  Binde,  welche  bis  Medianast  3  reicht  und  costalwärts  obsolet  wird ;  Schwarzpunktierung 
der  Zelle  wie  bei  ruJuima  Heu\;  Hflglbasis  dunkelrotbraun,  die  Submarginalzone  weißlich;  Außensaum  dunkel 
schwarzgrau ;  Internervularstreifung  dünner,  etwas  dünner  als  bei  ruhama  und  dunkelbraun  anstatt  schwarz. 
Unterseite:  Vflgl  heller  als  oben,  die  Außenhälft(>  grau,  die  Basalhälfte  schwarzbraun;  analwärts  an  der  Sub- 
mediana  eine  weißliche  Zone;  Hflgl  wie  oben,  nui-  der  Marginalsaum  schmäler  und  die  Submarginalzone  reiner 
weiß".    Togo-Land:  Bismarckburg. 


karschi. 


4.   Lucretia- Gruppe. 


Diu'fh  (lif  s<li\varzen  woi ßgestreiften  Palpen  und  die  an  der  Wurzel  niclit  schwarzgefleekten  Vflgl  sind  die  Arien 
dif  ser  Gnipin^  leicht  viin  denen  der  vorigen  Gnipiie  /.u  unter.^^clieiden.  1  'nter  sich  sind  sie  aber  recht  verschieden.  Die  Geschlechter 
sind  einander  f;ist  ganz  ähnlich  gefärbt   und  gezeichnet. 


PSEUDAORAEA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  197 

Ps.  kiinowi  erinnert  durch  die  orangegelbe  Querbinde  der  Vflgl  und  die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl 
sehr  an  Ps.  hobleyi,  hat  aber  im  Wurzelteil  der  Vflgl  statt  der  schwarzen  Punkte  einen  dicken  schwarzen  Längs- 
strich in  der  Zelle  und  in  1  b.  — •  künowi  Dew.  (46  b).  Die  orangegelbe  Querbinde  der  Vflgl  zwischen  dem  Vrd  kiinowi. 
und  der  Rippe  3  fast  gleichbreit,  ihr  Fleck  im  Felde  Ib  viel  kürzer  als  der  in  Feld  2;  die  weiße  Mittelbinde 
der  Hflgl  ist  schmal,  5 — -6  mm  breit,  fast  gleichbreit  und  erreicht  nur  die  Rippe  1  b,  die  Felder  1  a  und  1  b 
sind  nämlich  fast  bis  zur  Wurzel  hell  gelblich.    Kongo-Gebiet,  selten;  ahmt  die  Pkinema  poggei  (58  d)  nach. 

—  neumanni  Thurau  (=  hypoxantha  Jord.)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  orangegelbe  Mittelbinde  der  Vflgl  neunumni. 
etwas  breiter  ist  und  am  Vrd  deutlich  breiter  als  an  der  Rippe  4,  daß  ihr  Fleck  im  Felde    1  b  ebenso  lang  wie 

der  im  Feld  2  ist  und  daß  die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  den  Ird  erreicht  und  gegen  denselben  deutlich  erwei- 
tert ist;  der  Ird  ist  nur  zwischen  der  weißen  Binde  und  dem  Analwinkel  gelblich.    Uganda. 

Ps.  gottbergi  Dew.  (46  b)  hat  eine  schmale,  fast  gleichbreite,  etwas  gebogene  Querbinde  der  Vflgl,  gottbergi. 
welche  den  Hrd  nahe  am  Hinterwinkel  erreicht,  aus  fast  quadratischen  Flecken  gebildet  ist  und  auch  in  der  Spitze 
der  Zelle  einen  Fleck  hat.  Die  Hflgl  sind  dunkel  rotbraun  mit  schwarzen  »Strahlen  und  schmaler  schwarzer 
Saumbinde.  Die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  dickem  schwarzem  Längsstrahl  in  der  Zelle  und  in  den  Feldern 
1 1)  und  2.  Diese  seltene  Art  ist  fast  ganz  wie  Ps.  ruhama  (46  c)  und  Planema  elongata  (58  b,  c)  gefärbt  und  ge- 
zeichnet.   Kamerun  bis  zum  südlichen  Kongo-Grebiet. 

Ps.  clarki  Btlr.  (46  b).  Vflgl  oben  in  der  Zelle  fast  bis  zur  Spitze  und  in  den  Feldern  la — 3  bis  zur  cUrkl. 
3  mm  breiten  schwarzen  Saumbinde  lebhaft  gelbrot  mit  einem  dicken  schwarzen  Längsstreifen  in  der  Zelle 
und  in  jedem  der  genannten  Felder;  die  Spitzenhälfte  ist  schwärzlich,  an  der  Spitze  selbst  breit  schwarz,  gewöhn- 
lich mit  einer  breiten  rötlichen  Subapicalbinde  in  den  Feldern  4 — 6  und  schwarzen  Längsstrichen  an  den  Falten; 
ilie  Hflgl  sind  oben  lebhaft  gelbrot  mit  großen,  mehr  oder  weniger  zusammengeflossenen  schwarzen  Flecken 
an  der  Wurzel  und  einer  2 — 3  mm  breiten  scharf  begrenzten,  schwarzen  Saumbinde,  welche  bisweilen  undeut- 
liche helle  Flecke  einschließt;  schwarze  Längsstriche  fehlen  oder  sind  sehr  kurz;  der  Ird  ist  in  den  Feldern  la 
und  1  b  weißlich ;  die  Unterseite  ist  viel  heller  und  die  Hflgl  hellgrau  oder  weißlich  mit  deutlichen  Strichen 
an  den  Zwischenaderfalten  und  freien  Wurzelflecken.    Erinnert  an  Äcnmi  orinuta  (57  a).    Kamerun  bis  Kongo. 

—  ab.  egina  Auriv.  (=  eginoides  A.  Schultze)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  auch  im  Wurzelteil  schwarz  egina. 
sind  und  nur  hinter  der  Mitte  eine  rote  Halbbinde  haben,  welche  sich  vom  Hrd   bis  zur  Mitte  des  Feldes  3  er- 
streckt.   Erinnert  an  Acraea  egina  (54  d).    Kamerun  und  Kongo-Gebiet. 

Ps.  poggei  Deir.  ist  ein  wunderbar  treuer  Nachahmer  von  Dannida  chrysippus.  Beide  Flgl  oben  rotgelb  poggei. 
mit  fein  schwarzen  Rippen,  aber  ohne  schwarze  Strahlen  zwischen  den  Rippen;  die  Spitze  der  Vflgl  ist  bis 
zur  Wurzel  der  Rippe  4  schwarz  mit  einer  weißen  Subapicalbinde  von  drei  großen  Flecken  der  Felder  4 — 6; 
die  schwarze  Farbe  bildet  am  Vrd  einen  schmalen  Streifen  bis  zur  Wurzel  und  am  Saume  bis  zum  Hinterwinkel 
eine  3  mm  breite  weißpunktierte  Binde.  Die  Hflgl  zeigen  eine  etwa  2  mm  breite  ungefleckte  schwarze  Saum- 
binde und  sind  dicht  an  der  Wurzel  etwas  grau  überzogen  mit  Andeutungen  der  schwarzen  Flecke  der  Unter- 
seite. Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  der  Oberseite  ähnlich,  nur  an  der  Spitze  grau  erhellt;  die  Hflgl  aber  haben 
unten  4  große  schwarze  Flecke  an  der  Wurzel,  weiße,  am  Saume  schwarze  Rippen  und  statt  der  Saumbinde 
nur  eine  schwarze  Saumlinie.    Angola,  südliches  Kongo-Gebiet  und  Rhodesia. 

Ps.  lucretia  ist  eine  weit  verbreitete  Art,  welche  mehrere  Lokalrassen  bildet.  Alle  Formen  sind  schwarz 
mit  weißen  oder  gelblichen  Zeichnungen.  Die  Vflgl  haben  einen  Hrdfleck,  welcher  höchstens  die  Rippe  2  erreicht, 
eine  Mittelbinde,  welche  aus  4( — 5)  Flecken  besteht,  von  denen  einer  in  der  Spitze  der  Zelle,  je  einer  an  der 
Wurzel  der  Felder  3  und  4  und  einer  in  der  Mitte  des  Feldes  2  liegt,  und  eine  Subapicalbinde  aus  2  Flecken 
der  Felder  5  und  6.  Die  Hflgl  haben  eine  breite  Mittelbinde  und  beide  Flgl  gc  wohnlich  vor  dem  Saume  in  jedem 
Felde  zwei  kleine  punkt-  oder  strichförmige  Flecke.  Die  Vflgl  sind  unten  heller  als  oben,  schwarzgrau  mit  einem 
dicken  schwarzen  Längsstrich  in  der  Zelle,  einem  dreieckigen  schwarzen  Fleck  an  der  Wurzel  des  Feldes  2  und 
im  Saumteil  mit  schwarzen  Strichen  an  den  Zwischenaderfalten;  die  hellen  Zeichnungen  wie  oben.  Die  Hflgl 
sind  unten  an  der  Wurzel  gelblich  mit  6 — 7  gerundeten  schwarzen  Flecken,  dann  wenigstens  bis  zur  Mitte  weiß 
oder  gelblich  und  am  Saume  mehr  oder  weniger  breit  verdunkelt  mit  schwarzen  Rippen  und  Falten  und  deut- 
licheren Submarginalflecken  als  oben.  — ■  lucretia  Cr.  (46  a).  Die  Zeichnungen  der  Oberseite  weiß  oder  weißgrau ;  lucretia. 
der  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  fast  ebenso  hoch  wie  am  Hrd  breit,  erreicht  gewöhnlich  die  Rippe  2,  ist  aber  nach 
vorn  abgerundet  oder  schief  abgeschnitten ;  die  Flecke  2  und  3  der  Mittelbinde  sind  scharf  begrenzt  und  mäßig 
groß,  die  beiden  übrigen  aber  viel  kleiner  und  bisweilen  matt  grau;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  fast  gleichbreit; 
geradlinig  begrenzt,  6 — 7  mm  breit  und  erreicht  am  Ird  nur  die  Rippe  Ib;  der  schwarze  Wurzelteil  erreicht 
nicht  den  Anfang  der  Rippe  2.  Sierra-Leone  bis  Angola  und  Uganda.  —  protracta  Btlr.  weicht  nur  dadurch  ab,  protmda. 
daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl  (wenigstens  am  Hrd)  gelblich  sind.  Kongo-Gebiet. 
■ —  expansa  Btlr.  (46  a)  zeichnet  sich  durch  die  Vergrößerung  der  hellen  Zeichnungen  und  den  am  Analwinkel  expama. 
braungelb  gefleckten  Saum  der  Hflgl  aus.  Die  weißen  Flecke  der  Mittelbinde  der  Vflgl  sind  besonders  stark 
vergrößert;  der  Hrdfleck  ist  zwar  am  Hrd  viel  breiter  als  bei  lucretia  aber  viel  kürzer  und  erreicht  höchstens 
die  Mitte  des  Feldes  Ib;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  weiß,  10 — 14  mm  breit,  nach  außen  abgerundet  und  er- 
reicht den  Ird.  Ost-Afrika  von  Delagoa-Bai  bis  Britisch  Ost-Afrika.  —  ab.  heliogenes  Btlr.  weicht  von  exjxinsa  hellogenes. 


198  NEPTIS.     Von  Dr.  C.  AxTRiviLLiüS. 

nur  dachncli  ab,  daß  die  lifllen  Zeichnungen  statt  weiß  hellgelb  bis  braungelb  sind  :  die  gelbe  Färluuig  des  Saumes 
walensensis.  am  Anahvinkel  der  Hflgl  fehlt  dagegen  oft.  Nyassa-Land  und  Deutseh  Ost-Afrika.  —  walensensis  E.  Sharpe 
ist  die  nordöstliche,  im  Somali-Lande  und  Abyssinien  vorkommende  Rasse  und  scheint  nicht  immer  scharf  von 
der  Haupt  form  unterschieden  werden  zu  können.  Der  Hrdfleck  derVf  Igl  ist  oft  mit  der  Mittelbinde  vereinigt  und  die 
Submarginalfleeke  der  Hflgl-Oberseite  treten  scharf  hervor.  Ob  die  schwarze  Farbe  an  der  AVurzel  der  Hflgl 
(arquinia.  die  Rippe  2  erreicht,  oder  nicht,  wird  nicht  erwähnt.  ^ — tarquinia  Trim.  (46a)  zeichnet  sich  durch  die  fast  schwarze 
Grundfarbe  und  die  stark  reduzierten  bisweilen  undeutlichen  hellen  Flecke  der  Vflgl  aus  und  ist  durchschnitt- 
lich auch  etwas  kleiner  als  die  übrigen  Formen.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  hell  gelblicli,  mäßig  breit,  nach  aiißen 
etwas  abgerundet  und  erreicht  nicht  den  Ird ;  der  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  sehr  klein,  gelblich  oder  fehlt  bisweilen 
völlig:  die  Flecken  der  Mittclbinde  sind  klein  und  oft  von  einander  getrennt;  die  Submarginalpunkte  beider 
Flgl  fehlen  oder  sind  undeutlich.  — Rp  oben  lebhaft  grim,  unten  weißlich;  Seitenlinie,  Kopf  und  die  ersten  stark 
verlängerten  Dornen  fleischrot;  die  letzten  Dornen  hellgelb;  lebt  auf  Mimusops  obovata  und  Olu^ysoph^-llum. 
Pp  grün  mit  gelber  Seitenlinie  und  selir  lang  au.sgezogener  Kopfspitze;  erinnert  an  die  Pp  von  Leucophasia 
comorana.  sinapis,  ist  aber  in  entgegengesetzter  Richtung  gebogen.  Natal  bis  Deutsch  Ost-Afrika.  — •  comorana  Oberth. 
stimmt  mit  der  folgenden  Form  nahe  überein  vuid  weicht  wie  diese  von  allen  Formen  des  Festlandes  dadurch 
ab,  daß  die  schwarze  Färbvuig  an  der  Wurzel  der  Hflgl-Oberseite  breiter  ist  und  den  Anfang  der  Rippe  2  erreicht. 
Von  apaturoides  unterscheidet  sie  sich  durch  den  Hrdfleck  der  Vflgl,  welcher  kleiner,  nach  vom  abgerundet  ist 
apahiroides.  vlwA  nur  die  Falte  des  Feldes  Ib  erreicht.  Comoi-en.  —  apaturoides  FhJr.  (46  a)  hat  einen  scharf  begrenzten 
fast  viereckigen  Hrdfleck  der  \'flgl,  welcher  nach  vorn  von  der  Kippe  2  gerade  abgeschnitten  wird  und  einen 
bis  zur  Rippe  2  ausgedehnten  schwarzen  Wurzelteil  der  Hflgl-Oberseite ;  die  weißen  Zeichnungen  der  Oberseite 
sind  schwach  grünlich  angeflogen  und  die  weiße  Farbe  der  Hflgl-Unterseite  erreicht  die  Wurzel  oder  ist  dort 
nur  schwach  gell)licli  gefleckt.     Madagaskar. 

5.    Glaucina-  Gruppe. 

Die  cinzisje  .Vit  (iie.'ior  Grupjie  wciclil   von  allon  iibrigoii  ganz  eiliol)lii:h  ab  nnd  strht  ganz  isoliert  ila. 
glaudjia.  P,  glaucina  Gueii.     Vflgl  schwarz  mit  zwei  großen  grünen  Flecken  an  der  Wurzel  der  Felder  1  b  und  2 

und  in  der  kurzen  Mittelzelle  grün  mit  drei  schwarzen  Flecken  am  Vrd,  in  der  Mitte  zwischen  der  Zelle  und  der 
Flgls])itze  5  kleine,  in  einem  Bogen  angeordnete  freie  grüne  Flecke  der  Felder  3 — -6  und  9;  kleine  grünlichen 
Submarginalpunkte.  Die  Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  mit  einem  kreideweißen,  dreieckigen  Fleck  am  Vrd 
im  Felde  7  und  sehr  kleine  weißliche  Submarginaljiunkte,  unten  dunkelgrau,  am  Saume  schwärzlich  und  am  Hrd 
bis  ül>er  die  ]\ritt(>  hinaus  gell)lich-weiß.    Madagaskar;  selten. 

3.  Unterfamilie:   Neptidinae. 

Diese  Unterfamilie  umfaßt  nur  eine  einzige  Gattung,  welche  Vertreter  sowohl  in  der  paläarktischen 
und  indo-nvalayischen,  wie  auch  in  der  äthiopischen  Region  hat,  Sie  ist  diirch  das  Fehlen  des  sogenannten 
Medianspornes  nahe  an  der  Wiu-zel  der  Mediaiu'ipjjc  der  Vflgl  und  die  nahe  an  der  Wurzel  entspringende  Rip]ic 
5  der  Hflgl  ausgezeichnet.  Die  Mittelzellen  beider  Flgl  sind  offen.  Die  Präcostalrippe  der  Hflgl  ist  gerade  und 
aTi  der  Spitze  zweispaltig  oder  schwach  nach  außen  gebogen. 

1.  Gattung:  Xeptis  F. 

Mittelgroße  oder  kleine  Tagfalter  mit  oben  schwarzen  Flgln,  welche  mit  ^^■eiße^  oder  gelben  Flecken  luul 
Linien  gezeichnet  sind. 

Die  hellen  Zeiehninigen,  welche  als  typisch  für  die  Gattung  betrachtet  werden  können,  sind  die  folgenden : 
1.  Ein  Längsstrich  in  der  Mittekelle  der  Vflgl,  oft  in  Flecke  aufgelöst  oder  oben  fehlend;  2.  Eine  Mittelquerbinde, 
welche  in  den  Hflgln  stets  zusammenhängend  luid  von  8  Flecken  der  Felder  1  a — 6  gebildet  ist.  in  den  ^'flgln 
aber  mehr  oder  weniger  xniterbrochen  ist  und  aus  Flecken  der  Felder  1  a — 6  (8  iind  9)  besteht  (diese  Flecke 
werden  unten  kurzweg  als  Discalfleck  1  a,  1  b  usw.  bezeichnet).  3.  "\'ier  Querlinien  A'or  dem  Saume,  welche  von 
Strichen  oder  Bogen  gebildet  sind  und  luiten  dicker  und  deutlicher  als  oben  sind  (dieselben  werden  von  innen 
nach  außen  gerechnet  als  Saumlinie  1,  2,  3,  4  bezeichnet);  4,  Drei  Querlinien  oder  Querbinden  im  Wiu'zelteil 
der  Hflgl-Unterseite;  die  erste  von  der  Wurzel  längs  dem  Vrd,  die  zweite  und  dritte  vom  Ird  quer  über  die 
Mittelzelle  und  sich  höchstens  bis  ziu"  Rippe  8  erstreckend.  Wie  aiis  den  Kennzeichen  der  Gruppen  hervorgeht, 
können  einzelne  dieser  Zeichnimgen  bisweilen  ganz  verschwinden  oder  etwas  umgewandelt  sein. 

Die  Rippe  8  der  Hflgl  ist  stets  beim  o  und  bisAveilen  auch  beim  $  verkürzt,  so  daß  sie  die  Flglspitze 
nicht  erreicht,  sondern  in  den  Vrd  mündet. 

Die  meisten  Arten  sind  mit  einander  nahe-verwandt  ;ind  man  mul5  die  Größe  und  Stellung  der  hellen 
Flecken  genau  beachten,  wenn  man  die  Arten  richtig  bestinimcn  M'ill. 

Die  Entwicklungsstadien  der  äthiopischen  Arten  sind  noch  fast  ganz  imbekannt.  Xm-  von  einer  Art  von 
Bom-bon  sind  sie  beschrieben  und  abgebildet  worden.  Bei  der  Rp  dieser  Art  hat  das  4.  Glied  zwei  längere  kegel- 
förnrige,  nach  vom  gerichtete  fleischige  Zapfen  und  das  3.  Glied  sowie  2  oder  3  der  mittleren  Glieder  sehr  Icurze 


NEPTIS.     Von  Dr.  C.  AuBiviLLros.  199 

Erhöhungen:  daa  12.  GUed  hat  wieder  zwei  Icurze  Spitzen.  Pp  lairz  inid  dick  nüt  zM'eispitzigem  Kopfe  und 
mehreren  Erhöhungen  axif  der  Rückenseite.  —  Die  Neptis- Arten  sind  über  die  ganze  Region  verbreitet,  kommen 
aber  nicht  in  ganz  unbewaldeten  Steppengegenden  vor,  sondern  ziehen  Lokalitäten,  welche  mit  Bäumen  oder 
Sträiicher  bewachsen  sind,   vor.  —  Die  äthiopischen  Arten  können  auf  fiüif  Gnippen  verteilt  werden. 

Uebersicht    der    Gruppen. 

I.  Die  Flgl  wenigstens  unten  mit  hellen  Saumlinien. 

A.  Die  Querbinde  beider  Flgl  wenigstens  oben  gelb.   Die  Saumlinien  fehlen  oben  ganz  oder  sind  undeutlich. 

1.  i^ro6ema- Gruppe. 

B.  Die  hellen  Zeichnungen  der  Oberseite  weiß. 

a.  Die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  hell,  weißlich  oder  gelblich  mit  zahh'cichen  bramien  oder  schwarzen 
Flecken,  aber  ohne  weiße  Querbinden.    Die  Rippe  10  der  A'flgl  entspringt  hinter  der  Spitze  der  Zelle. 

2.  i¥e<e?/^-Gruppe. 

h.  Die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  schwarz  oder  schwarzbraun  mit  2 — 3  weißen  Q.uerbinden.  Die  Rippe  10 
die  Mlgl  entspringt  vor  der  Spitze  der  Zelle. 
*.  Die  ^Mittelzelle  der  Vflgl  oben  einfarbig  schwarz  oder  weißpmiktiert ;  selten  mit  einem  gebogenen 
Längsstriche,  der  sich  dicht  an  den  Vrd  der  Zelle  anlegt  und  den  Hi'd  mcht  beiHilirt. 

3.  Agafha-GTnppe. 
**.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  mit  einem  weißen  Längsstriche,  welcher  entweder  die  ganze  Mittel- 
zelle ausfüllt  oder  deni  Hrd  der  Zelle  folgt  und  den  vorderen  Teil  frei  läßt.   4.  iT/e/icer/a-Gruppe. 

II.  Die  hellen  Saumlinien  fehlen  auf  beiden  Seiten  vollständig.    Der  Discalfleck  i  der  Vflgl  fehlt. 

5.  A'-raieMca-Gruppe. 

I.  Frobenia- Gruppe 

Die  Arten  dieser  kleinen  Gruppe  sind  auf  den  Mascarenen  und  Conioren-lnseln  beseliränkt  luid  sclieiiien  nieht 
auf  Miwlagascar  vorzukoninicn,  schließen  sich  aber  der  dort  einheimischen  iV.  saclara  eng  an.  Durch  die  gelben  Zeii;hiuuigen 
der  Oberseite  weichen  sie  von  allen  übrigen  außer  zwei  Arten  der  letzten  Gruppe  ab.  Die  Discalbinde  der  ^'flgl  ist  zweimal 
in  den  Feldern  1  b  und  4  unterlirochen  vmd  der  Discalfleck  4  fehlt  oder  Lst  klein  und  mit  dem  Fleck  in  3  vereinigt.  Bei  den  cJ<J  .sind 
die  Vflgl  \mten  am  Hrde  bis  zvu'  Rippe  2  grau  imd  stark  |)erlmutterglänzend. 

N.  frobenia  F.  (48  c).    Die  Mittelbinde  beider  Flgl  liegt  hinter  der  Mitte  und  die  Flgl  sind  auf  beiden  frobenia. 
Seiten  bis  zur  Querbinde  einfarbig  ohne  Zeiclinungcn.    Die  Querbinde  der  \'flgl  ist  in  drei  Fleckengruj)pcn  ge- 
teilt, welche  einen  selir  kleinen  Hrdfleck  in  1  a  und  1  b,  eine  mittlere  Abteilung  in  2  und  3  und  eine  Subapical- 
binde  in  5 — 8  bilden.    Insel  Mauritius. 

N.  dunietorum  Bsd.  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Mttelzelle  der  dumetorum. 
yi\gl  oben  weiße,  unten  gelbliche  Punlcte  hat  und  daß  die  Querbiude  weiter  von;  Saume  liegt  und  unten  we- 
nigstens auf  den  Hflgln  weiß  ist.  Insel  Boui'bon ;  häufig  besonders  in  den  feuchteren  mid  mehr  bewaldeten  Gegen- 
den der  Insel. 

N.  mayottensis  Oherth.  (48  c)  hat,  wie  die  vorhergehende  Art,  helle  Punkte  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl;  mayotUmis. 
die  Discalbinde  ist  oben  hellgelb,  unten  gelblich-weiß  iind  auf  denHflgha  breiter  als  bei  den  vorigen  Arten;  die 
Hflgl  unten  an  der  Wurzel  braun  und  grau  gescheckt.    Insel  Mayotte. 

N.  comorarum  Oherth.  (48  c)  weicht  von  den  anderen  dadurch  ab,  daß  der  gelbe  Hrdfleck  der  Vflgl  comomrum. 
völlig  fehlt,  stimmt  sonst  mit  mayottensis  fast  genau  überein,  ist  aber  etwas  größer.    Insel  Grand-Comoro. 

2.  Metella  -  Gruppe. 

Durch  die  an  der  Wurzel  gefleckte,  nicht  weiß  bandierte  Unterseite  der  Hflgl  weichen  die  Arten  dieser  Gruiijie  von  den 
tUirii^cn  mit  weißer  Discalbinde  sofort  ab.   Die  erste  Saumlinie  der  Vflgl  bildet  an  der  Rippe  4  einen  scharfen  Winkel  nach  innen. 

N.  saclava  Bsd.  (48  c).  Die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  auf  weißhchem  Grunde  mit  zahlreichen  hell  saclava. 
rotbraunen  unregelmäßigen  und  mehr  oder  weniger  mit  einander  Aereinigten  Flecken;  die  Mittelzelle  der  Vflgl 
oben  einfarbig  oder  mit  kleinen  weißen  Punkten,  unten  weiß  mit  um-egelmäßigen  hell  rotbraimen  Zeichnungen; 
der  Discalfleck  4  der  Vflgl  fehlt  oder  ist  sehr  klein,  punktförmig ;  der  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  groß  und  berührt  den 
Fleck  im  Felde  2  oder  ist  nur  schmal  von  ihm  getrennt ;  die  ]\Iittelbinde  der  Hflgl  ist  4 — 7  mm  breit.  Madagascar. 
—  marpessa  Hpffr.  (=  pasteuriÄ/^e//.)  kommt  auf  dem  Festlande  Afrikas  von  Kamerun  bis  Abessinien  und  der  marpessa. 
Kap-Kolonie  vor  und  weicht  niir  diirch  schmalere  Mittelbinde  der  Hflgl  und  kleinere  breiter  getrennte  weiße 
Flecke  der  Vflgl  ein  wenig  ab. 

N.  metella  Dhl.  u.  Hetv.  (48  c)  ist  die  einzige  afrikanische  Ai't,  bei  der  die  Hflgl  unten  innerhalb  der  »ictella. 


200  NEPTIS.     Von  Dr.  0.  Aurwillr-s. 

Mittelbinde  gelb  sind  mit  zahlreichen,  scharf  begrenzten,  gerundeten,  schwärzlichen  Flecken.  Die  Mittelzelle 
der  Vflgl  am  Hrd  mit  langem.  Aveißem.  nach  außen  schwach  erweitertem  Längsstreifen;  der  Hrdfleck  sehr  klein, 
Discalf lecke  2  und  3  ziemlich  groß,  unter  sich  nicht  oder  schmal  getrennt.  Discalflecke 4 — 6  klein  und  getrennt; 
die  Saumlinie  1  liegt  weit  vom  Saume  und  besteht  aus  kleinen  um-egelmäßig  angeordneten  freien  Flecken,  welche 
sich  den  Discalfleckcn  eng  anschließen :  die  Saumlinie  4  fehlt  auf  beiden  Flgln  oben  und  tritt  auch  unten  nur 
schwach  hervor;  Mittclbinde  der  Hflgl  3  4  mm  breit,  auf  der  Unterseite  nach  außen  durch  schwarze  Flecke 
begrenzt;  die  erste  Saumlinie  der  Hflgl  matt  und  durch  große,  freie  scliwärzliche  Flecke  von  der  zweiten  Saum- 
hnic.  welche  breiter  und  mehr  weiß  ist.  getrennt.  Sierra-Leone  bis  südliches  Kongo-Gebiet  und  Victoria-Nyanza. 
aralilla.  —  gratilla  Mab.  weicht  nur  durch  größere  und  schärfer  hervortretende  Aveiße  Zeichnungen  ab.    Madagaskar. 

3.  Agatha- Gruppe. 

Diu  Formen  dieser  Uiupiie  .sind  solorl  daran  zu  erkennen,  daß  diu  lll'lt;!  unten  an  der  Wurzel  'J — IJ  zu.sanunenhängendo 
weiße  Querliinden  haben  (vergl.  agalha  U.  48  d),  und  daß  die  Mittelzelle  weiße  Punkte  hat  oder  nur  am  \'rd  weiß  gestreift  ist. 
Die  zahlreichen  Formen  sind  zum  Teil  sehr  nahe  mit  einander  verwandt. 

nemetes.  N.nemetes  Hew.  (4S  c).    Die  erste  Wurzelquerbinde  der  Hflgl-Unterseite  sehr  kurz  und  schmal,  nur  den 

Wurzellai>])cii  Ijcdeckend  ohnedem  \'rd  zu  folgen;  derVrd  ist  daher  fast  bis  zurWurzcl  dunkel  gefärbt :  die  zweite 
Wurzelquerbinde  steht  näher  an  der  Wurzel  als  gewöhnlich  und  erreicht  fast  den  Vrd.  Die  Discalflecke  der 
Vflgl  bilden  nur  zwei  Gruppen,  die  erste  besteht  aus  den  Flecken  la — 3,  ist  nach  innen  fast  eben,  nach  außen 
aber  tief  eingeschnitten,  weil  der  Fleck  2  viel  länger  als  der  Fleck  1  b  ist;  der  Fleck  4  ist  sehr  klein  oder  fehlt ; 
die  erste  Saumünie  besteht  in  den  Feldern  1  b — 5  von  sehr  schief  gestellten,  nicht  zusammenhängenden  Strichen ; 
die  Mittelzelle  der  ^'flgl  oben  ungefleckt  oder  weißpunktiert,  unten  am^'rd  mit  weißer  gebogener  und  nach  außen 
obtttsa.  gespaltener  Linie,  Sierra-Leone  bis  Angola  und  Uganda.  -  obtusa  Rothsch.  u.  Jord.  weicht  nur  dmx-h  etwas 
stumpfere  Vflgl  und  schmälere  Mittelbinde  der  Hflgl  ab  und  kommt  in  Abessinien  vor. 

Bei  allen  folgenden  Arten  der  Grujipe  sind  die  weißen  Wurzelbinden  der  Hflgl- Unterseite  typisch  ange- 
ordnet und  die  erste  bedeckt  nicht  nur  den  Wurzellapp(-n  sondern  auch  wenigstens  das  erste  Drittel  des  Vrds.  Die 
erste  Saumlinio  tler  Vflgl  ist  gleichförmig  gebogen  oder  fehlt  völlig. 

kikideli.  N.  kikideli  BscL  (48  d)  weicht  von  den  übrigen  dadurch  ab,  daß  die  Discalflecke  1  b  und  2  mit  einander 

breit  vereinigt  sind,  wodurch  eine  breite  weiße  Halbbinde  zwischen  dem  Hrd  und  der  Rippe  4  entsteht ;  der  Discal- 
fleck  4  fehlt  oder  ist  ganz  klein;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  8 — 10  mm  breit.    Madagaskar. 

atjatlia.  N.  agatha  SfoU  (48  d).   Die  Discalflecke  1  b  und  2  der  Vflgl  sind  bei  dieser  Art  und  den  folgenden  durch 

eineii  Zwischciu-aum  der  Grimdfarbe  deutlich  getrennt ;  der  Discalfleck  4  ist  langgestreckt  und  ebenso  gut  ent- 
wickelt wie  die  Flecke  3  und  5;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  mit  drei  scharf  hervortretenden  weißen  Funkten 
und  mit  3 — 4  matteren  Avei Blichen  Punktflecken;  die  Saumlinien  der  Vflgl  im  Felde  3  und  bisweilen  auch  im 
Felde  (5  ganz  vcrschA\-iinden  oder  undeutlich;  die  Discalbinde  der  Vflgl  zwischen  der  Rippe  2  und  dem  Vrd  zu- 
sammenhängend und  am  A'rd  ebenso  breit  wie  im  Felde  2  (der  Fleck  6  ist  länger  oder  wenigstens  ebenso  lang 
wie  der  im  Feld  2) ;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  erreicht  die  Rippe  7  und  ist  in  den  Feldern  4  und  5  am  breitesten. 
lativiUala.  Häufig  und  weit  verbreitet;  Sierra-Leone  bis  Abessinien  und  Natal.  —  ab.  lativittata  Strand  hat  eine  breitere,  im 
Feld  5  der  Hflgl  8  mm  breite  Mittclbinde.    Unter  der  Hauptform. 

jordani.  N.  jordani  Neave  (48  d,  als  agatha  ab.)  ist  fast  ganz  wie  agatha  gezeichnet  und  weicht  luu'  dadurch  ab, 

(laß  die  weiße  Discalbinde  der  \'flgl  gegen  den  \'rd  ver.schmälert  und  dort  nicht  breiter  als  im  Felde  2  ist.'  Rhode- 
sia  und  Katanga. 

livingstonei.  N.  livingstonei  Sujj.  ist  auch  der  N .  agalha  ähnlich,  untcr.scheidet  sich  aber  dadurch,  daß  die  Mittel- 

binde der  Hflgl  viel  schmäler  ist  und  nur  die  Rippe  (j  erreicht,  ihr  Fleck  im  Felde  5  ist  klein  und  nicht  so  lang 
wie  der  in  2 ;  die  erste  Saumlinie  ist  dicker  und  liegt  weiter  vom  Saume  entfernt  und  die  Saumlinien  sind  nicht 
im  Feld  3  der  Vflgl  unterbrochen;  die  Discalbinde  der  Vflgl  ist  wie  bei  jordani  gegen  den  Vrd  verschmälert. 
Deutsch  Ost-Afrika.    Lukulcdi. 

seeldraycrsi.  N.  seeldrayersi  Auriv.  (48  d).  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  einfarbig  oder  nur  mit  2—  3  winzigen  weißen 

PunJvten ;  die  Saurahnien  sind  zusammenhängend  und  nicht  im  Feld  3  der  Vflgl  unterbrochen ;  die  Discalflecke 
4-  -0  der  Vflgl  .Mud  lang  und  schmal,  saumwärts  etwas  divergierend  und  treten  wurzehvärts  weit  mehr  als  die 
Discalflecke  2  und  3  hervor;  die  Flecke  3  und  4  sind  durch  die  Grundfarbe  schmal  getrennt;  die  Mittelbinde 
der  Hflgl  ist  schmal,  wurzehvärts  geradlinig  begrenzt  und  nach  außen  an  den  Rippen  eingeschnitten;  die  zweite 
Saumlinie  beider  Flgl  unten  stark  verdickt.  Die  erste  Saumlinie  der  Vflgl  in  Ib  stark  eingebogen,  ohne  jedoch 
die  Mitte  der  Rippe  2  bei  weitem  zu  erreichen.  Flglspannimg  etwa  60  mm.  Kongo-Gebiet. 
nysiadcs.  N.  nysiades  Hew.  (48e)  stimmt  in  der  Zeichnung  fast  völlig  mit  seeWra^/ersi  überein,  ist  aber  kleiner, 

mit  einer  Flglspannung  von  44 — 48  mm  und  kann  am  sichersten  dadurch  imterschieden  werden,  daß  die  erste 
Saumlinie  der  Vflgloberseite  im  Felde  1  b  einen  scharfen  Winlcel  nach  innen  bildet,  welcher  die  Mitte  der  Rippe  2 
erreicht;  die  Discalflecke  3  und  4  der  Vflgl  sind  mehr  oder  weniger  breit  getreinit.    Alt-Calabar  bis  Angola. 


Ausgegeben  5.  I.  1913.  NEPTIS.     Von  Dr.   C.  AüElVlLUTJS.  201 

—  clarei  Neave  scheint  nur  dadTirch  abzu-weiclien,  daß  der  DiscaKleck  6  der  Vflgl  fehlt  oder  sehr  schmal  Knien-  clarei. 
förmig  ist  und  daß  die  Flecke  4  imd  5  vollständig  mit  einander  vereinigt  sind.  Uganda.  —  Bei  metanira  Holl.  metanira. 
sind  die  Discalf  lecke  4 — 6  der  Vflgl  vöUig  entwickelt,  aber  kürzer  als  bei  der  Hauptform.    Kamerun  bis  Congo. 

—  continuata  Holl.  (=  conspicua  Neave)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Discalbinde  der  Vflgl  zwischen  der  Rippe  conünuata. 
2  und  dem  Vrd  zusammenliängend  ist  und  die  Mittelbinde  der  Hflgl  nach  außen  fast  eben  und  nicht  an  den 
Rippen  eingeschnitten.    Togo  bis  Angola  und  Uganda.  —  ab.  urungensis  Strand  soll  von  continuata  dadurch  urungensis. 
abweichen,  daß  die  ilittelzeUe  der  Vflgl  oben  drei  weiße  Punkte  liat  mid  daß  die  Saumhnien  deuthcher  sind. 
Deutsch  Ost- Afrika:  Kitungula. 

N.  puella  Auriv.  hat  eine  Flglspamiung  von  34 — 37  mm  und  weicht  von  nysiades  nur  dadm-ch  ab,  daß  pudla. 
die  Discahlecke  2 — 6  der  Yilgl  eine  vollständig  zusammenhängende,  nach  innen  fast  gerade  mid  nach  außen 
bogenförmig  begrenzte  Querbinde  bilden ;  die  erste  Saumlinie  der  Vflgl  ist  in  1  b  tief  nach  innen  gebogen  aber 
nicht  scharfwinkelig  geeckt;  die  ^littelbinde  der  Hflgl  mäßig  breit,  gegen  den  Ird  verschmälert.    Kamerun 
und  C'ongo-Gebiet.  —  nina  Stgr.  scheint  die  östhche  Rasse  zu  sein  und  weicht  nur  durch  die  gegen  den  Vrd  ver-  nina. 
schmälerte  Querbinde  der  ^'flgl  und  die  etwas  schmälere  Mittelbinde  der  Hflgl  ab.  Deutsch  Ost- Afrika :  Usagara. 

N.  trigonophora  Btlr.  (48  e)  steht  auch  der  N.  nysiades  nahe,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  der  Discal-  trigono- 
fleck  4  der  Vflgl  klein  und  dreieckig  ist;  die  Mttelzelle  der  Vflgl  ist  oben  unbezeichnet,    Deutsch-Ost-Afrika.  P^^^- 

Die  beiden  jetzt  folgenden  Arten  .sind  dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  Mittelzelle  der  Vflgl    auf  beiden  Seiten 
am  Vvd  einen  oder  zwei  weiße  Längs.striche  hat,  welche  der  Biegung  des  Vrds  der  Zelle  folgen. 

N.  nicomedes  Hew.  hat  eine  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  2  zusammenhängende  Querbinde  der  Vflgl,  nicomedes. 
indem  die  Discahlecke  2  und  3  einander  berühren  oder  nur  sehr  schmal  getrennt  sind;  die  Spannweite  ist  nur 
34 — 40  mm.   Bei  der  Hauptfonn  ist  die  Discalbinde  der  Vflgl  auf  der  Imienseite  fast  gerade  oder  an  der  Rippe  4 
nur  schwach  abgesetzt.    Goldküste  bis  Angola  und  Uganda.  —  Bei  quintilla  Mab.  sind  die  Discalflecke  2  und  3  quintilla. 
der  Vflgl  kurz  und  quadratisch,  viel  kürzer  als  der  Fleck  4,  wodurch  die  Binde  auf  der  Innenseite  an  der  Rippe  4 
einen  tiefen  Absatz  bildet,    Elfenbeinküste  bis  Angola. 

N.  strigata  Auriv.  (48  e)  weicht  von  nicomedes  nur  durcli  bedeutendere  Größe,  45 — 47  mm,  und  durch  strUjata. 
die  an  der  Rippe  4  der  Vflgl  breit  unterbrocheiae  Discalbinde  der  Vflgl  ab.  Die  Discalflecke  2  und  3  der  Vflgl  sind 
mehr  oder  weniger  abgeriindet  und  von  einander  getrennt.    Kamerun  bis  Uganda. 

Es  folgen  jetzt  zwei  nahe  verwandte  Arten,  welche  von  allen  übrigen  dadiu'ch  abweichen,  daß  die  zweite 
Saumlinie  der  Hflgl  stark  verdickt  und  zu  einer  weißen  Querbinde  entwickelt  i.st;  tue  Hflgl  haben  also  oben  zwei 
weiße  Querbinden.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  hat  2 — 3  weiße  Striche  am  Vrde  imd  die  Discalflecke  4 — 5  der  Vflgl  sind 
lang  und  schmal  und  liegen  weit  wurzelwärts  dicht  hinter  der  Zellenspitze;  der  Discalfleck  6  fehlt  oder  ist  sehr  klein; 
die  Discalflecke  2  imd  3  sind  klein  und  getrennt. 

N.  biafra  Ward,  hat  eine  etwa  6  mm  breite  Discalbinde  der  Hflgl  imd  eine  aus  halbkreis-  oder  halbmond-  biafra. 
förmigen  Flecken  gebildete  Submarginalbinde  (2.  Saumlinie)  der  Hflgl.    Kamerun;  selten. 

N.  pauIa  Stgr.  (48  f.).   Die  Discalbinde  der  Hflgl  ist  oben  nur  3 — 4  mm  breit  und  die  Submarginalbinde  paula. 
besteht  oben  aus  viereckigen  Flecken.    Sierra-Leone. 

Zu  dieser  Gruppe  gehört  wahrscheinhch  auch  die  mir  unbekannte  N.  sextilla  3Iab.  Die  ausführliche,  sextüla. 
aber  dennoch  nicht  ganz  klare  Beschreibung  lautet:  ,, Gleichzeitig  mit  saclava  und  kihideli  verwandt;  die  Flgl 
sind  schön  schwarz  mit  weißer  Querbiude,  welche  auf  den  Hflghi  zusammenhängend,  vom  abgeriindet  und  dann 
schmal  und  fast  ganzrandig  ist  vmd  auf  den  Vflghi  in  melu'ere  Flecke  geteilt  ist,  wovon  zwei  kleine  abgerundete 
nahe  an  der  Wurzel  imd  hinter  der  Zelle  zwischen  den  Rippen  2  mid  4  ein  großer  ovaler  Fleck,  welcher  nach  außen 
etwas  gespalten  ist  und  durch  die  schwarze  Grimdfarbe  vom  großen  Hrdfleck  getrennt.  Der  Saum  ist  gewellt 
mit  weißen  Einschnitten  luid  der  Saumteil  ist  eintönig  schwarz.  Die  Unterseite  erinnert  an  jene  von  kikideli; 
die  Vflgl  haben  in  der  ZeUe  zwei  Längsreihen  weißer  Punkte,  von  denen  die  eine  längs  der  Mitte  aus  6  Flecken 
und  die  andere  am  Vrd  aus  6  Strichen  besteht ;  der  Saumteil  hat  an  der  Spitze  5  weiße  Makeln  und  dann  4  große 
Flecke  derselben  Farbe,  welche  von  einer  schwarzen  Linie  geteilt  sind  und  der  Zellensiiitze  gegenüber  liegen; 
zwei  andere  ähnliche  am  Hmterwinkel.  Auf  den  Hflghi  ist  die  ^littelbinde  oval  und  erreicht  nicht  den  Vrd; 
die  Wurzel  ist  mit  drei  gebogenen  weißen  Querbinden  geziert;  vor  dem  Saume  laufen  zwei  Reihen  weißer  Flecke, 
von  denen  die  innere  von  sehr  gi'oßen  Möndchen  luid  die  äußere  aus  Strichen  gebildet  ist".   Madagaskar. 

4.  IVIelicerta  Gruppe. 

Die  ^Mittelzelle  der  Vflgl  Lst  ganz  weiß  ausgefüllt  oder  hat  einen  weißen  Längsstreifen,  welcher  dem  Hrd  folgt  mid  den 
vorderen  Teil  der  Zelle  frei  läßt.  Der  Discalfleck  4  der  Vflgl  fehlt  oder  ist  ganz  klein;  die  Discalbinde  der  Vflgl  besteht 
darum  stets  aus  drei  getrennten  Abteilungen,  einem  Hrdfleck,  zwei  Flecken  in  2  und  3  und  2 — 3  am  Vrde  in  5,  6  und  9. 
Die  Arten  können  in  zwei  Untergruppen  eingeteilt  werden. 

Untergruppe   A. 
Der  weiße   Längsstreifen   der   Mittelzelle   der   Vflgl   ohne  freien  weißen   Fleck  an  seiner   Spitze. 

XIII  26 


202 


XEPTIS.     Von  Dr.  C.  AüRnaLLius. 


jamesoni.  N.  janiesoni  Godm.  (48  f)  weicht  von  allen  übrigen  Ajrten  dadurch  ab.  daß  der  Längsstreifen  der  Vflgl- 

zelle  die  Zelle  bis  zum  "\'rd  ausfüllt  und  in  seinem  äußeren  Teil  blaugrau  ist.  Eine  große  etwa  60  mm  spannende 
Art;  die  Discalflecke  5  und  (i  der  Vflgl  sind  sehr  lang  imd  schmal  und  nach  außen  divergierend,  der  Discalfleek 
2  ist  abgerundet  und  viel  kürzer  als  der  gleichbreite  Fleck  in  3 :  Discalbinde  der  Hflgl  etwa  5  mm  breit  und  sauiu- 
wärts  an  den  Rippen  tief  eingeschnitten;  die  zweite  Saumlinie  ist  unten  stark  verdickt.   Kamei-un  und  Congo- 

Gebiet. 
nicotcles.  N.  nicoteles  Hew.  (48  e).  Der  Discalfleek  4  der  Vflgl  ist  lang,  aber  sehr  schmäh  liegt  dicht  an  der  Rippe  5 

und  bildet  mit  den  Fleclcen  5  und  6  eine  zusammenhängende  Subapicalbinde ;  hierdurch  weicht  diese  Art  von  den 
übrigen  ab.  Der  Längsstrich  der' ^Mittelzelle  am  Ende  stunapf  abgerundet.  Hflgl  unten  nur  mit  zwei  deutlichen 
weißen  Wuxzelbinden.    Goldliüste  bis  Angola. 

nicobule.  N.  nicobule  IIoll.    Der  Discalfleek  4  der  Vilgl  ist  sehr  klein,  dreieckig  und  liegt  ganz  frei  nahe  an  der 

ersten  Saumlinic;  der  Längsstrich  der  IMittelzelle  am  Ende  stumpf  abgenmdet;  die  Saumlinien  der  Mlgl  im  vor- 
deren Teil  des  Feldes  3  undeutlich  oder  fehlend;  die  Discalflecke  5  und  6  der  Vflgl  klein  und  abgerundet,  nicht 
größer  als  die  Flecke  2  und  3;  Figlspannung  43 — 45  mm.    Ogowe  und  Ubangi. 

nicodice.  N.  nicodice  Griinb.  \veicht  von  nicobule  nur  dadurch  ab,  daß  die  Saunilinien  kontinuierlicii  und  nur  dm-ch 

die  Rippen  unterbrochen  sind  und  daß  die  Discalflecke  5  und  6  der  Vflgl  langgestreckt  imd  nicht  oval  sind.  Der 
Längsstreifen  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  keiKörmig  und  die  Discalbinde  der  Hflgl  4,5  mna  breit.  Die  Hflgl 
oben  nur  mit  3  Saumlinien.    Flglspaimung  48  mm.    Spanisch  Guinea. 

lennunni.  N.  lermanni  Auriv.  (48  f).  Ist  größer  als  die  vorige  Art,  etAva  55  mm,  und  hat  am  Vrd  der  M'lgl  im  Felde 

9  einen  langgestreckten  Discalfleek;  liinter  dem  am  Hrd  etwas  ausgerandeten  Längsstreifen  der  ^'flglzelle  liegt 
bisweilen  ein  kleiner  matter  grauer  Fleck.    Congo-Gebiet. 

vehrodes.  N.  nebrodes  Hew.   Der  Längsstrich  der  Vflglzelle  schmal  imd  am  Ende  spitz  ausgezogen,  vor  dem  Ende 

auf  der  vorderen  Seite  tief  eingeschnitten;  der  Discalfleek  4  der  Vflgl  klein  und  dreieckig,  freiliegend:  die  Discal- 
flecke 5  und  6  langgestreckt  und  getrennt;  Mittelbinde  der  Hflgl  jiach  vorn  etwas  verschmälert:  Saumlinien 
matt  und  undeuthch,  Flglspaimung  etwa  54  mm.    Togo-Land  bis  Angola;  selten. 

mixophyes.  N.  Hlixophycs  lloU.   hat  eine  Figlspannung  von  nur  32  mm,  scharf  hervortretende  Säumlinien  und  einen 

vor  der  Spitze  nich*,  eingeschnittenen  Längsstreifen  der  Vflglzelle.  Sonst  stimmt  sie  fast  völlig  niit  nebrodes 
überein.    OgOAve. 

Untergruppe   B. 

Der  weiße  Längsistreifen  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  an  semer  Spitze  mit  oineiii  scharf  liervortietciulcii  klciiu^i, 
freii'U,  dreieckigen,  weißen  Fleck.  Der  Discalfleek  t  der  Vflgl  ist  klein  und  dreieckig  und  liegt  ganz  frei  an  der  ersten 
Sauralinie.    Die  Sauiulinien  der  Vflgl  im  Felde  3  mehr  oder  weniger  breit  unterbrochen. 

melicerla.  N.  melicerta  Drury  (48  e).    Die  Discalflecke  5  xmd  6  der  A'flgl  schmal  und  völlig  getrennt  oder  n\n-  an 

der  inneren  Ecke  einander  berührend;  Mittelbinde  der  Hflgl  3 — 4  mm  breit;  die  zweite  Saumlinie  der  Hflgl- 

Unterseite  stark  verdiclct.   Eine  häufige  von  Sierra-Leone  bis  Angola  imd  Abessinien  vorkommende  Art.  —  ab. 

melicertula.  melicertula  (S'<ra«rf  weicht  dm-ch  wemger  rein  weiße  Zeichnungen  und  etwas  größere  Discalflecke  der  ^^flgl  ab. 

Kamerun. 

goochi.  N.  goochi  Trhn.  (48  f )  ist  wahrscheinlich  nur  die  ostafrikanische  Rasse  von  melicerta  und  weicht  nm 

dadurch  ab,  daß  die  Discalflecke  5  und  6  der  "N^flgl  breiter  und  mehr  oder  Aveniger  vollständig  mit  einander 
vereinigt  sind,  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl  breiter,  etwa  5  mm  breit  ist  und  besonders  dadurch,  daß  die  zweite 
Saumlinie  der  Hflgl-Unterseite  nicht  oder  nur  wenig  verdickt  ist.   Natal  bis  Kihmandjaro. 

5.  Exaleuca  Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  weichen  ganz  erheblich  von  denen  der  übrigen  Gruppen  ab.  Die  hellen  Sauiulinien  fehlen  auf 
beiden  Seiten  vollständig,  eben.so  die  weißen  Wurzelbinden  der  Hflgl-Unterseite.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  eiiifarliig  ohne  Flecke 
oder  Striche.  Die  Discalbinde  der  Vflgl  Lst  aus  drei  Abteilungen,  einem  Hrdfleck,  einem  Doppelfleck  in  2  und  3  luul  einer  Subapical- 
binde in  5,  6  (8  und  9)  gebildet;  der  Discalfleek  4  fehlt  völlig.    Die  Arten  bilden  zwei  natürliche  Untergrui)pen. 


Untergruppe  A. 

Beide  Flgl  oben  und  imten  im  Samuteil  mit  schwarzen  Längsstrichen  an  den  Zwischenaderfalten.  Die  Dis- 
calbinde der  Hflgl  ist  etwa  6  mm  breit  und  die  Discalflecke  der  Vflgl  sind  langgestreckt  \md  eckig;  der  Hrdfleck 
ist  gi'oß  und  hängt  mit  dem  Discalfleek  2  zusamnKn  oder  ist  von  ihm  nm'  schmal  getrennt.  Die  schwarze  Saum- 
binde der  Hflgl-Oberseite  ist  wenigstens  6  mm  breit. 

exaleuca.  N.  exaleuca  Karsch.    Discalflecke  der  Vflgl  und  Discalbinde  der  Hflgl  weiß;    Flgl  oben  dmiJcelbraun, 

imten  glänzend  bronzebraim;  Fransen  an  den  Falten  mit  weißen  Flecken.  Figlspannung  52  mm.    Kamerun  und 
Congo- Gebiet. 


CYRESTIS.     Von  Dr.  C.  Axirivillius.  203 

N.  ochracea  Neave.    Discalflecke  der  Vflgl'und  Discalbinde  der  Hflgl  ockergelb ;  Flgl  oben  diiiJcelbraun,  ochracea. 
unten  braungelb.  Flglspannung  49  mm.    Uganda.      Wohl  nur  eine  Rasse  von  exaleuca. 

Untergruppe    B. 

Zwischenaderfalten  nicht  dunkel,  die  Rippen  aber  unten  mehr  oder  weniger  schwärzlich.  Die  Discalbinde  der  Hflgl  ist 
nur  3 — 4  mm  breit  mid  die  Discalflecke  der  Vflgl  sind  klein  und  abgerundet.  Der  Hrdfleck  der  Vflg!  ist  klein  und  vom  DLs- 
calfleck  2  breit  getrennt. 

N.  incongrua  Btlr.  (48  f).   Alle  Zeichnungen  rein  weiß;  die  Discalbinde  der  Hflgl  liegt  etwas  hinter  der  incongrua. 
Mitte  und  bedeclct  nicht  die  Wurzel  des  Feldes  3;  Flgl  oben  fast  schwarz,  unten  lebhaft  gelbbraun  mit  schwarz 
gesäumten  Zeichnungen;  die  A'flgl  kurz  hinter  der  Zellenspitze  auf  beiden  Seiten  mit  3 — 4  weißen  Punkten  in 
den  Feldern  4 — 6  und  10;  Fransen  weiß  gefleckt.   Nyassaland  und  Deutsch-Ost- Afrika. 

N.  wodwardi  E.  8harpe  weicht  von  incongrua  dadurch  ab,  daß  die  weißen  Punlrte  hinter  der  Spitze  reodtvardi. 
der  Vflglzelle  fehlen,  daß  die  Discalflecke  der  \üg]  kleiner  sind  und  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  sogar  völlig  fehlen 
können,  und  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl  näher  an  der  Wiu'zel  hegt,  die  Wurzel  des  Feldes  3  bedeckt  und  ocker- 
gelblich gefärbt  ist.    Uganda. 

4.  UnterfamiUe:  Marpesiinae. 

Diese  Unterfamilie  ist  durch  die  in  der  Uebersicht  (Seite  122)  angefülu'ten  Kennzeichen  leicht  kennt- 
lich. Sie  ist  in  der  äthiopischen  Region  nur  durch  zwei  nahe  verwandte  Arten  vertreten,  tritt  aber  in  der 
indomala_%aschen  und  neotropischen  Region  \nel  formenreicher  auf;  hierzu  vgl.  Bd.  9,  S.  570 — 78  und  die 
Tafehi  121  und  122. 

1.  Gattung-:  C'yrestis  Westw. 

Die  afrikanischen  Arten  weichen  durch  die  Flglform  und  die  am  Saume  nicht  eingeschnittenen  Vflgl 
von  den  typischen  Arten  aus  Süd- Asien  etwas  ab  und  wurden  darum  von  Dr.  L.  Martin,  welcher  1903  che  Gat- 
tung monographisch  bearbeitete,  als  Typen  einer  besonderen  Untergattung  (Azania)  betrachtet. 

Es  sind  zart  gebaute  mittelgroße  Tagfalter,  welche  auf  weißem  Grunde  10  dunkle,  schwarz-bravme 
Querlinien  oder  Querbinden  haben.  Diese  Querlinien  oder  Querbinden  sind  in  folgender  Weise  angeordnet: 
die  erste  bedeckt  die  Wurzel  der  Vflgl  und  erreicht  den  Ird  der  Hflgl  etwas  vor  dem  Analwinkel;  die  zweite 
verläuft  vor  der  Mitte  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  endet  im  Felde  Ic  der  Hflgl  ziemhch  weit  vor  dem  Anal- 
winkel ;  die  dritte  geht  etwas  hinter  der  Mitte  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  dicht  hinter  der  Spitze  der  Mittel- 
zelle der  Hflgl,  erreicht  die  Rippe  2  und  biegt  sich  dann  in  einem  Bogen  gegen  den  Ird;  die  vierte  bedeckt 
die  Schlußrippe  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  erreicht  höchstens  die  Rippe  3  derselben  Flgl;  die  fünfte  ist 
ebenfalls  sehr  kurz  und  erstreckt  sich  nur  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  4  der  Vflgl  und  liegt  kurz  liinter  der  Zellen- 
spitze; che  s  e  c  h  s  t  e  fängt  am  Vrd  der  Vflgl  fast  in  der  Mitte  zwischen  der  Mittelzelle  und  der  Flglspitze  an, 
geht  in  fast  gerader  Richtung  bis  zur  Rippe  3  der  Hflgl  und  biegt  sich  dann  in  einem  Bogen  gegen  den  Ird, 
den  sie  an  demselben  Punkte  wie  die  dritte  Querbinde  erreicht ;  die  siebente  ist  von  Bogen  oder  Strichen 
gebildet  und  erreicht  den  Ird  der  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  Ib ;  die  a  c  h  t  e  fehlt  auf  den  Vflgl,  geht  aber  auf 
den  Hflgln  in  fast  gerader  Linie  vom  Vorderwinkel  bis  zum  Anallappen ;  die  n  e  u  n  t  e  ist  sehr  fein  und 
läuft  auf  beiden  Flgln  dicht  vor  dem  Saume ;  die  zehnte  bildet  eine  feine  Saumhnie. 

Am  Analwinkel  der  Hflgl  findet  sich  ein  unregelmäßiger  dunkel  gekernter  Augenfleck. 

Die  Entwicklungsstadien  der  afrikanischen  Arten  sind  leider  unbekannt.  Von  einigen  asiatischen  Arten 
aber  sind  die  Rpn  bekannt.  Dieselben  zeiclmen  sich  dadurch  aus,  daß  der  Kopf  zwei  lange  Dornen  hat  und 
die  Glieder  5  und  12  jedes  auf  dem  Rücken  einen  langen  Dorn.  Durch  diese  unpaaren  Rückendornen  unter- 
scheiden sich  diese  Rpn  sofort  von  allen  anderen  Nymphaliden  Rpn  der  alten  Welt ;  die  Rpn  der  amerikani- 
schen Marpesia,  nach  denen  die  Gruppe  den  Namen  hat,  weisen  ähnliche  unpaare  Dornen  auf. 

C.  camillus.  F.  (49  b).     Die  Querbinden,  besonders  die  zweite,  dritte  und  sechste  sind  breit,  schwärz-  camillus. 
lieh  gesäumt  und  bronzeglänzend  braun  ausgefüllt ;  der  Anallappen  und  Analwinkel  der  Hflgl  unten  zusammen- 
hängend schwarz  ausgefüllt.  Sierra  Leone  bis  Congo  und  Abessinien.  —  ab.  nigrescens  ilartin  weicht  nur  da-  nigrescens. 
durch  ab,  daß  die  Binden  rauchschwarz  ausgefüllt  sind  und  die  gelbe  Farbe  am  Analwinkel  der  Hflgl  durch 
Blaugrau  ersetzt  ist.     Zentralafrika. 

C.  elegans  Bsd.  (49  b).     Die   Querbinden  sind  feiner  und  heller,  bisweilen  zum  Teil  undeuthch  oder  degans. 
verschwunden;  der  Anallappen  der  Hflgl  unten  mit  zwei  gut  getrennten,  blau  bestäubten  schwarzen  Flecken; 
die  Grundfarbe  reiner  weiß.     Madagaskar  — ■  sublineata  Lathy  kommt  in  Ost-Afrika  vor  und  weicht  nur  sehr  subKneaia. 
wenig  von  der  Madagaskar- Form  ab;  hauptsächlich  nur  dadurch,  daß  die   Querlinien  der  Hflgl  auch  unten 
deuthch  sind;  bei  der  Hauptform  sind  sie  dort  zum  größten  Teil  undeuthch. 


204  CRENIS.     Von  Dr.  C.  Atjriviluus. 

5.  Unterfamilie:  Eunicinae. 

Diese  Unterfamilie  gehört  hauptsächlich  dem  neotropischen  Gebiete  an  und  ist  in  der  alten  Welt 
nur  durch  die  ätliiopische  Gattung  Crenis  vertreten.  Sie  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  auf  den  Vflgln  die 
hintere  Mittelrippe  bis  zur  Rippe  2  und  die  Rippe  12  an  der  Wurzel  schwach  aber  deutlich  verdickt  sind.  Die 
Rippen  10  und  11  der  Vflgl  entspringen  frei  aus  dem  Vrd  der  ^littelzelle  und  die  Mittelzellen  beider  Flgl 
sind  geschlossen. 

i.  Gattung':  Creiiis  Boisd. 

Einige  Verfasser  brauchen  nunmehr  für  diese  Gattung  Hübnees  Namen  Asterope.  Zu  Asterope  stellte 
aber  Hübner  drei  Arten:  amulia,  sapphira  und  theane,  von  denen  amulia  schon  1833  durch  Aufstellimg  der 
Gattung  Crenis  abgesondert  wurde,  weshalb  nach  den  von  den  Internationalen  Zoologen-Kongressen  vorge- 
schlagenen Nomenklaturregeln  der  Name  Asterope  einer  der  anderen  Arten  bleiben  muß.  Scudder  erklärte 
auch  schon  1875  ganz  richtig,  daß  sapphira  als  Typus  von  Asterope  gelten  mußte.  Das  Verfahren  einiger  Lepi- 
dopterologen,  die  erstgenamite  Art  als  die  tjrpische  zu  betrachten,  steht  in  offenbarem  Widerspruch  mit  den 
internationalen  Nomenklaturregeln,  nimmt  keine  Rücksiclit  auf  die  ganze  bisherige  liistorische  Entwicklung 
und  würde  darum  die  allergrößten  mid  völlig  unnötigen  Umwälzungen  in  den  bisherigen  Benennungen  der 
gewöhnlichsten  "Schmetterlinge  herbeiführen.  Unter  den  Gattimgsnamen  Lixnes  müßte  Papilio  für  jwiamns, 
Sphinx  für  ocellata,  Bomhyx  für  atlns,  Noctna  für  die  Cosside  Duomitus  strix,  Geometra  für  lacfearia,  Tortrix 
für  Hylophila  prasinarmW,  Tinea  für  Aphomia  sociella  (eine  Pyralide!)  angewendet  werden  und  bei  anderen 
Insekten  würden  die  Veränderungen  ebenso  groß  werden.  Unter  anderen  Gattungsnamen  Aväre  Pieris  Schrank 
für  apollo,  Hesperia  F.  für  cupido,  Cupido  Schrank  für  virgaureae,  Erebia  Dalm.  für  aegeria,  Euploea  F.  für 
plexippus  usw.  zu  gebrauchen.  Es  ist  darum  zu  hoffen,  daß  jeder,  welcher  sich  die  Mühe  gemacht  hat.  die 
Konsequenzen  dieser  Lehren  zu  untersuchen,  ernsthaft  dagegen  auftreten  wird. 

Crenis  kommt  übrigens  der  südamerikanischen  Gattung  Eunica  so  äußerst  nahe,  daß  es  fraglich  ist, 
ob  sie  künftig  als  eine  besondere  Gattung  aufrecht  erhalten  werden  kann. 

Die  Arten  ziehen  bewaldete  Gegenden  vor  und  haben  einen  kurzen  und  schwachen  Flug;  sie  fliegen 
oft  mehrere  zusammen  luid  setzen  sich  oft  auf  die  Stämme  und  Aeste  der  Bäume;  sie  saugen  gern  den  Saft 
verwundeter  Bäume  und  Früchte.  Rp  zylindrisch  mit  6  Reihen  kleiner  Dornen,  die  mehr  oder  weniger  ver- 
ästelt sind.     Pp  mit  zweispitzigem  Kopfe,  kegelförmig  erhabenem  Mittelrückeii  inid  geeckten  Schultern. 

Die  Arten  können  auf  zwei  natürhchen  Gruppen  verteilt  werden: 

Erste  Gruppe. 

Vflgl  breit  mit  geradem  oder  sclnvach  konvexein  Saume  rnid  breit  abgerundeter  Spitze.  Die  Flgl  oben  hell  violett- 
blau bi.s  giünlieh  oder  brann  mit  starkem,  violettem  Schiller.  Beide  Flgl  vinten  mit  lebhaft  orangegelber  Giundfarl)e  oder 
wenigstens  die  Vflgl  an  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  der  Älittelzelle  lebhaft  orangegelb  oder  ockergelb. 

benguelae.  C.  benguelae  Chapm.  (49  b.)  ist  sofort  dadurch  kenntlich,  daß  die  Vflgl  unten  nur  an  der  Wurzel 

bis  zur  Spitze  der  Zelle  und  in  Feld  1  b  bis  zur  Rippe  2  ockergelb,  dann  aber  bläulich  grün  sind  mit  großen 
schwarzen  Discalflecken  und  zwei  Reihen  schwarzer  Flecke  vor  dem  Saume ;  die  Hflgl  sind  unten  blau  mit 
4  Querreihen  schwarzer  Punkte  oder  Striche,  schwarzer  Saumlinie,  vier  großen  rotgelben  Flecken  im  Wurzel- 
teil mid  zwei  gebogenen  solcher  Querbinden  liinter  der  Mitte;  diese  Querbinden  vereinigen  sich  an  der  Rippe 
1  b  und  begrenzen  auf  beiden  Seiten  die  blauen,  schwarz  gekernten  Augenflecke,  üben  sind  die  Flgl  beim  o 
hell  graublau  mit  weißen  Franzen,  schwarzen,  auf  den  Vflgln  dreieckig  verlängerten  Saumflecken  an  den 
Rip])enenden  und  einer  submarginalen  Querreihe  schwarzer  Punkte,  die  jedoch  in  den  Feldern  2  und  3  der 
Vflgl  fehlen.  Beim  §  sind  die  Flgl  oben  grünlich  mit  breiter  schwarzer  Saumbinde  der  Vflgl  mid  einem  großen 
schwarzen,  unscharf  begrenzten  Fleck  in  der  Mitte  hinter  der  Zellenspitze.     Congo-Gebiet  und  Angola. 

pechudi,  C.  pechueli  Deiv.     Beide  Flgl  oben  blaß  graublau  mit  weißlichem  Sclüller;  Fransen  weiß  mit  schwar- 

zen Flecken  an  den  Rippenenden;  eine  feine  schwarze  an  den  Rippen  verdickte  Saumlinie  inid  dicht  vor  dem 
Saume  eine  Reihe  schwarzer  Punkte  oder  Striche  und  eine  vollständige  oder  fast  vollständige  postcUscale  Reihe 
schwarzer  Punkte.  Vflgl  unten  lebhaft  goldig  ockergelb  bis  über  die  Mitte  hinaus  ohne  Zeichnungen,  dann 
■wie  oben  in  den  Feldern  Ib — 8  mit  schwarzen  Postdiscalpunkten,  von  denen  die  drei  vordersten  in  den  Fel- 
dern 6 — 8  graiiblau  umzogen  sind;  eine  schmale  graublaue,  nach  innen  durch  die  scliwarzen  Submarginal- 
flecken  begrenzte  Saumbinde  mid  eine  feine  schwarze,  an  den  Rippen  nicht  verdickte  Saumhnie.  Die  Hflgl 
sind  unten  sehr  bunt  gefärbt  mit  graublauer  Grundfarbe,  zwei  unregelmäßig  gezackten  schwarzen  Querlinien, 
der  eine  vor  und  der  andere  an  der  Mitte,  einer  Reihe  schwarzer  Postdiscalpunkte  und  einer  schwarzen  Sub- 
marginallinie ;  an  der  Wurzel  iind  zwischen  den  Linien  in  den  Feldern  1  b  und  4 — 7  Hegen  große  gelbrote  Flecke 
und  -die  Postdiscalpunkte  sind  auf  beiden  Seiten  von  einer  ähnlich  gefärbten,  1 — 2  mm  breiten  Bogenbinde 
begrenzt.  Das  $  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Mittelzelle  und  ein  Subapicalfleck  der  Vflgl-Oberseite  schwärz- 
lich sind.     Congo-Gebiet,  Angola,  Ovambo-Land  und  am  oberen  Laufe  des  Zambesi-Flusses. 


CRENIS.    Von  Dr.  C.  Atjeiviliujs.  205 

C.  rosa  Heir.  (=  mafiae  Sigr.)  (49  a)  steht  gewissermaßen  in  der  Mitte  zwischen  pechueli  und  amulia;  rosa. 
von  den  vorigen  unterscheidet  sie  sich  dadurch,  daß  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  nur  4  Postdistcalflecke  haben 
(in  den  Feldern  •> — 8).  von  denen  der  hinterste  unten  gewöhnlich  viel  größer  als  die  übrigen  ist ;  die  gelben 
Zeichnungen  der  Hflgl -Unterseite  sind  gewöhnhch  heller  und  mehr  zusammengeflossen  als  bei  pechueM.  Beim 
$  treten  die  dunklen  Zeichnungen  der  Vflgl-Oberseite  kräftiger  hervor  und  die  Vflgl  sind  oben  am  Saume  mehr 
oder  weniger  breit  verdunkelt.     Delagoa-Bay;  Portugiesisch-,  Deutsch-  vind  Britisch-Ost -Afrika. 

C.  amulia  Cr.  (49  a).     Die  Oberseite  ist  beim  (J  einfarbig  dunkelkupferbraun  mit  violettem  Schiller  amulia. 
olme  Zeichnungen;  beim  $  tritt  dagegen  ein  dunkler  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle  und  eine  hellere   Quer- 
binde liinter  der  Zelle  der  Vflgl  auf  und  die  Htlgl  haben  deutliehe  Postdiscalpunkte.     Unten  sind  beide  Flgl 
lebhaft  ockergelb  mit  fast  ganz  denselben  Zeichnungen  wie  bei  rosa,  aber  mit  noch  mehr  reduzierten  graublauen 
Ringen  und  Flecken.     Sierra-Leone  bis  Angola. 

Zweite   Gruppe. 

Die  Vflgl  schuiäler  und  mehr  zugespitzt  als  bei  den  Alten  der  ei-sten  Gruppe  und  mit  mehr  oder  weniger  tief  ausge- 
randetem  Saume.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  oft  mehr  oder  weniger  gelblich  nicht  aber  lebhaft  orangegelb  und  die  Hflgl 
haben  unten  eine  graue  oder  bräimliche  Gnmdfar))e. 

C.  occidentalium  Mah.  (48  g).     Beim  ^  sind  die  Flgl  oben  fast  schwarz  mit  einer  breiten  bräunlichen  ocddetiia- 
Saum binde  der  Hflgl.  in  welcher  die  postdiscalen  Augenflecke  mehr  oder  weniger  deutUch  auftreten;  beim  2  '"'"'• 
ist  diese  Binde  grauschillemd  und  setzt  sich  auf  den  Vflgln  bis  zur  Rippe  6,  aber  verschmälert  fort,  die  Vflgl 
haben  außerdem  einen  roten  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle  imd  drei  kleine  helle  Flecke  am  Vrd  in  der  Mitte 
zwischen  der  Zelle  und  der  Flgl-Spitze.     Die  Unterseite  ist  bei  beiden  Geschlechtem  fast  ähnlich;  die  Vflgl 
sind  unten  glänzend  gelbbraun  (o)  oder  braungelb  (x)  mit  breiter  schwarzer  Querbinde  hinter  der  Zelle  zwi- 
schen dem  Vrd  und  der  Rippe  3  und  grauer  Spitze;  die  Hflgl  sind  grau  mit  schwärzHchen  Zeichnungen.   Sierra- 
Leone  bis  Xord- Angola  und  Abessinien  ■ —  penricei  Rothsch.  u.  Jord.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Grund-  penricei. 
färbe  auf  beiden  Seiten  heller  und  die  subapicale  schwarze  Querbinde  der  Vflgl-Unterseite  kleiner  ist.   Angola. 

C.  morantii  Trim.  (48  g).     Beide  Flgl  beim  ^  oben  einfarbig  dtmkelgrau  ohne  Zeichnungen,  beim  £  morardii. 
sind  die  Hflgl  im  Saumteil  sehwach  gelbUch  angeflogen  imd  die  Vflgl  sind  in  und  hinter  der  Spitze  der  Zelle 
schwärzlich  und  haben  einige  helle  Flecke  in  und  hinter  der  schwarzen  Farbe.     Die  Unterseite  ist  deren  von 
C.  occidentalium  ähnlich,  aber  viel  heller.     Die  Art  steht  der  vorigen  sehr  nahe,  ist  aber  bedeutend  kleiner 
und  heller  gefärbt.     Xatal  und  Xvassa-Land. 

C.  boisduvali  Wallertgr.  (48  g)  ist  eine  kleine  und  dtmkle  Art.  Beim  o  sind  die  Flgl  oben  dimkel-  boisduvali. 
braun,  vor  dem  Saume  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  gelbbraun  aufgehellt  imd  dort  mit  schwarzen  Postdiscalpunkten 
in  den  Feldern  2 — 6:  beim  2  sind  beide  Flgl  heller  gefärbt  und  die  Vflgl  haben  am  Vrd  die  bei  den  2  ge- 
wöhnhchen,  gelbUchen  Discal-  und  Subapicalflecke.  Die  Vflgl  sind  bei  beiden  Geschlechtem  unten  gelb  mit 
grauer  Spitze,  schwarzer  Subapicalbinde  imd  1 — 2  schwarzen  Flecken  an  der  Spitze  der  Zelle;  die  Hflgl-Unter- 
seiteist  durch  ihre  von  Braungrau,  Weißgrau  imd  Schwarz  scheckige  Farbe  ausgezeichnet,  die  Ringe  der  Augen- 
flecke treten  deutlich  hervor  und  .sind  braun  oder  nur  schwach  gelblich.  ■ —  Die  Rp  lebt  in  Xatal  auf  Excoe- 
caria  reticulata,  einem  dort  häufig  vorkommenden  Baum,  sie  hat  einen  dunkelbraunen  Kopf  und  ist  an  den 
Seiten  hellbraun  und  auf  dem  Rücken  rostbraun ;  jedes  Glied  trägt  sechs  kurze  schwarze  Domen  mit  feinen 
Stacheln;  die  Domen  des  10.— 12.  Ghedes  sind  deutlich  verästelt.  Pp  hellbraun  mit  dunkleren  Zeichnungen; 
ihr  Kopf  hat  zwei  stumpfe  Spitzen.  Die  Art  ist  von  Sierra-Leone  bis  Xatal,  Brit.  Ost-Afrika  und  Uganda 
verbreitet  und  tritt  in  Xatal  häufig  auf.  —  kaffana  Rothsch.  u.  Jord.  weicht  nur  auf  der  L'nterseite  durch  kaffarm. 
dunklere  Gmndfarbe  der  Vflgl  und  mehr  eintönige,  oLivenfarbige  Gmnde  der  Hflgl  ab.     Abessinien. 

C.  dubiosa  Strand  ist  mir  unbekannt  und  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  „Oben  etwa  wie  dubxoBo. 
boisduvali  Wallengr.  dunkelbraun  mit  schwachem  olivenfarbigem  Schimmer,  bisweilen  vielleicht  fast  rein 
schwarz;  Fransen  ganz  schwach  bleigraulich  schimmernd,  jedenfalls  an  den  Vflgln  mit  Andeutung  weißhcher 
Flecke;  diese  Flgl  sind  in  der  Zelle  und  im  Costalfelde  ein  wenig  dunkler  als  hinten;  unten  sind  sie  ockergelb 
mit  graubräurdichem  Rand  und  mit  großem  schwarzem  Fleck  zwischen  der  Zelle  und  der  Flgl-Spitze,  sowie 
einem  kleineren  Fleck  in  der  Zelle  selbst  an  derDiscocellulare;  der  äußere,  größte,  dieser  Flecke  ist  4  mm  lang, 
reicbdich  so  breit  und  ist  hinten  mit  dem  Discocellularfleck  verbunden,  insbesondere  gegen  den  Vrd  sind  feine 
schwärzliche  Sublimbalflecke  oder  -striche  erkennbar.  Die  Spitze  der  Untereeite  der  Vflgl  und  an  der  Unter- 
seite der  Hflgl  die  Basalhälfte  imd  die  Augenflecke  violett,  letztere  schmal  graulich  begrenzt  und  mit  dunklerer 
Pupille;  die  EndhäHte  im  Gmnde  graubräunhch,  schwach  oüvenfarbig  angeflogen  mit  einer  etwa  2  mm  breiten, 
violettüch  angeflogenen  Saumbinde ;  der  Augenfleck  im  Felde  4  ist  nur  halb  so  groß  wie  die  übrigen  und  trägt 
keine  schwarze  Pupüle,  derjenige  im  Felde  7  ist  auch  etwas  kleiner  als  die  übrigen,  aber  sonst  wie  diese ;  im 
Wurzelfelde  finden  sich  in  einer  Querreihe  3  schwarze,  saumwärts  konvex  gekrümmte,  innen  heller  angelegte 
Querhnien.  Die  Art  ist  jedenfalls  mit  morantii  Trim.  nahe  verwandt  und  möghcherweLse  nur  eine  Varietät 
von  dieser."     Deutsch  Ost-Afrika. 


206 


CRENIS.     Von  Dr.  C.  Attrivilijus. 


Jioicenais. 


nataletisii 


garega. 


amazoula. 


umbrina. 


trimeni. 


viadagas- 
cariensis. 


C.  howensis  Stgr.  (48  g;  ?  als  umbrina)  kommt  der  C.  boisduvali  sclu-  nahe  und  stimmt  unten  fast 
völlig  damit  überein.  Oben  weicht  das  o  durch  eine  breite  schwärzhche  Längsbinde  am  Vrd  der  Vflgl  und  das 
$  durch  bedeutendere  Größe  und  hellere  gelbbravme  Grundfarbe  beider  Flgl  ab :  infolge  des  helleren  Grundes 
tritt  die  sclnvarze  Farbe  am  Vrd  der  Vflgl  beim  5^  schärfer  als  bei  boisduvali  auf.     Madagaskar. 

C.  natalensis  Bsd.  Beim  o  sind  beide  Flgl  oben  hellbräunhch  mit  starkem  gelbUchem  Schimmer  und 
vor  dem  Saume  breit  gelbUch  aufgehellt;  die  schwarzen  Submarginalstriche  sind  deutüch  und  ebenso  die  Post- 
discalpunkte,  welche  jedoch  in  den  Feldern  2—4  der  Vflgl  fehlen  oder  undeutlich  sind;  die  Vflgl  sind  unten 
hell  graugelb  und  an  der  Spitze  grau  mit  scharf  hervortretenden  schwarzen  Postdiscalpunkten  in  (4)  5^ — S. 
vor  denselben  sind  sie  etwas  verdunkelt,  nicht  aber  schwarz  gefleckt ;  die  Hflgl  sind  unten  hellgrau  mit  ocker- 
gelben oder  bräunlichen  Querhnien  und  mattgelben  Ringen  der  Augenflecken.  Das  C  weicht  erheblich  vom 
cJ  ab,  indem  die  Spitze  der  Vflgl  oben  bis  zur  Rippe  2  tiefschwarz  ist  mit  zwei  schiefen  Querreihen  gelber  Flecke, 
von  denen  die  discale  aus  zwei  Flecken  in  Feld  3  imd  an  der  Zellspitze  und  die  subapicale  aus  drei  Flecken 
in  5 — 7  besteht;  hierdurch  erinnert  das  $  sehr  an  das  ?  von  C.  trimeni  (49a).  Von  C.  boisduvali  weicht  na- 
talensis durch  bedeutendere  Größe,  hellere  Oberseite  mit  deutlichen  Postdiscalpunkten  der  Vfl^  und  besonders 
durch  die  viel  schwächer  gezeichnete  und  mehr  eintönige  Unterseite  ab.     Natal  und  Transvaal. 

C.  garega  Karsch.  (=  ansorgei  Rothsch.  u.  Jord.,  natalensis  Hpffr.)  , .stimmt  in  der  Zeiclmung  der 
Oberseite  mit  ('.  mtalensis  Bsd.  überein,  nur  ist  der  dunkelbraune,  hellere  Flecke  einschUeßende  breite  Vrd- 
Saum  der  Vflgl  schmäler  und  schließt  hinten  bei  Ader  M.  3  (=  Rippe  4)  fast  in  gerader  Linie  ab;  die  Unter- 
seite der  Hflgl  zeigt  insofern  einen  auffallenderen  Unterschied,  als  die  gekernten  Ringe  von  der  dunklen  wel- 
ligen Saumhnie  weiter  nach  innen  abgerückt  erscheinen,  als  das  bei  C.  natalensis  Bsd.  der  Fall  ist.  Ueber- 
dies  sind  die  Vflgl  schmäler,  ihr  Schnitt  ist  ein  anderer,  indem  die  Spitze  deuthcher  gestutzt,  besonders  im 
Hinterwinkel  spitzer  ausläuft,  der  Außenrd  gerxmdet  und  nicht  welüg  ist".  Beide  Geschlechter  sind  fast 
gleich  gefärbt;  das  q  hat  wie  das  2  eine  lichte  Apicalfleckenbinde  der  Vflgl,  die  beim  $  unterbrochen  ist; 
beim  letzteren  tritt  noch  im  Feld  3  ein  großer,  hell  ockergelblicher  Fleck  auf;  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  auf- 
fallend schwach  bräunlich,  nicht  schwärzlich  gezeichnet.     Kamerun,  Mossanibik,  Uganda,  Abessinien. 

C.  amazoula  Mab.  ist  eine  dritte  mit  natalensis  nahe  verwandte  Art.  Beim  o  sind  die  Flgl  oben  hell 
ockergelbhch  mit  schmaler,  dunkler,  die  Submarginalpimkte  erreichende  Saumbinde  und  schwärzlichem 
Längsstreifen  an  der  ■NDtte  des  Vrd.«  der  Vflgl;  beim  ?  sind  beide  Flgl  im  Wurzelteil  verdunkelt  und  die  Vflgl 
an  der  Spitze  der  Zelle  schwärzHch  mit  gelbem  Querfleck;  die  Unterseite  der  Hflgl  hat  eine  hellgraue,  ein- 
tönige oder  an  der  Wurzel  verdunkelte  Grundfarbe  ujid  schwach  ockergelbUche  Ringe  der  Augenflecke;  die 
Vflgl-Unter.*eite  beim  3  ohne  schwarze  Zeichnungen,  beim  ?  am  Vrd  breit  schwärzlich.     Madagaskar. 

C.  umbrina  Karsch.  hat  wie  die  drei  letztgenannten  Arten  deutliche  schwarze  Postdiscalpunkte  in 
den  Feldern  1  b,  4 — 7  der  Vflgl-Oberseite,  hat  aber  oben  eine  viel  hellere,  hellgraue  oder  hell  tonfarbige  Grund- 
farbe; die  Spitze  der  Vflgl  ist  oben  graubraun  und  hat  beim  o  dieselben  hellgelben  Flecke  wie  beim  ?  vom 
7iatalen.sis  oder  trimeni  (49  a);  die  Unterseite  der  Vflgl  hat  deutliche  schwarze  Querflecke  hinter  der  Zellen- 
spitze und  die  Hflgl  eine  weißliche  Grimdfarbe  mit  hellgrauen  oder  bräunlichen  (nicht  ockergelben)  Zeich- 
nungen.    Togo-Land,  L^nyoro,  Uganda. 

C.  trimeni  Auriv.  (49  a)  ist  gleichfalls  den  vorigen  Arten  und  besonders  der  C.  natalensis  ähnüch, 
aber  sofort  von  allen  durch  die  hell  blaugraue  Grimdfarbe  und  die  sehr  großen  und  dicken  hell  orangegelben 
Ringen  der  Augenflecke  der  Hflgl-Unterseite  kenntlich.  Beim  o  sind  die  schwarzen  imd  gelben  Flecken  im 
Spitzenteil  der  Vflgl  viel  undeutlicher  als  beim  ?.  Congo-Gebiet,  Angola,  Deutscli  Süd-West-Afrika,  Kap- 
land, Delagoa-Bay. 

C.  consors  Rothsch.  u.  Jord.  kommt  der  vorigen  Art  selir  nahe.  Beide  Geschlechter  sind  einander 
ganz  äiuilich  und  köinien  am  leichtesten  dadurch  von  trimeni  untcr.^chieden  werden,  daß  die  Grundfarbe  der 
Hflgl-Unterseite  dunkler  blaugrati  ist  und  die  Augenflecke  kleinere,  nur  Murzelwärts  .ockergeibliche  Ringe 
haben.     Angola,  Zambesi. 

C.  madagascariensis  B^d.  (49  a)  weicht  von  allen  anderen  Arten  dadurch  ab,  daß  beide  Flgl  oben 
lebhaft  gelbbraun  sind  mit  schwarzer  Spitzenhälfte  der  Vflgl;  unten  sind  die  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl 
weißgrau  und  jene  haben  keine  Querlinien  und  nur  sehr  undeutliche  graue  Augenflecke.  Das  ?  ist  größer  und 
weicht  sonst  vom  cj  nur  durch  2 — 3  kleine  gelbe  Subapicalflecke  in  den  Feldern  6 — 8  der  Vfgl  ab.  Madagaskar. 

6.  Unterfamilie:  Eurytelinae. 

Die  Gattungen  dieser  Unterfamilie  sind  sofort  dadinch  kenntlich,  daß  die  Rippe  12  der  Vflgl  an  der 
Wurzel   zu   einer  großen  ellipsoidischen   Blase   angeschwollen  ist, 

Hieher  gehören  kleine  bis  mittelgroße  Tagfalter  mit  breiten,  abgerundeten,  am  Saume  gewellten  oder 
bisweilen  stark  gezackten  oder  geeckten  Flgln,  welche  bei  den  verschiedenen  Gattungen  ganz  verschieden 
gezeichnet  sind. 

Die  Rpn  haben,  soweit  sie  bekannt  sind,  oben  auf  dem  Kopfe  zwei  sehr  lange,  fein  verzweigte  Dornen 
und  auf  jedem  KörpergUede  4 — 6  kurze  stacheUge  Dornen.    Pp  mit  zwei  kiurzen  imd  stumpfen  Spitzen  am 


BYBLIA.    Von  Dr.  C.  Auriviijjüs.  207 

Kopfe  und  an  den  Seiten  ausgerandeten  Flglscheiden ;    der  Rücken  zwischen  dem  Hinterkörper    und    dem 
^littelrücken  tief  eingedrückt. 

In  der  äthiopischen  Region  kommen  fünf  Gattungen  vor,  welche  nach  der  folgenden  Uebersicht  leicht 
unterschieden  werden  kömien. 

Uebersicht  der  Gattungen. 

A.  Die  Augen  nackt. 

a.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  geschlossen,  selten  fast  offen.    Die  Flgl  ohne  weiße  Querbinde. 
*.  Der  Saum  und  die  Spitze  der  Vflgl  abgerundet. 

a.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  aus  demselben  Punkte,  aber  nicht  gestielt.    IVIittlere  DiscoceUulare 
der  Hflgl  gebogen  und  kürzer  als  die  bisweilen  sehr  undeutliche  oder  fehlende  untere. 

1.  Byblia. 

b.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  gestielt.    Mittlere  DiscoceUulare  der  Hflgl  gerade  und  länger  als 
die  untere.  2.  M  e  s  o  x  a  n  t  h  a. 

**.  Der  Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  6  deutUch  geeckt ;  die  Flgl-Spitze  scharf.  3.  E  r  g  o  1  i  s. 

,S.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  ganz  offen.    Die  Flgl  auf  beiden  Seiten  mit  weißer  Querbinde. 

4.  Neptidopsis. 

B.  Die  Augen  dicht  haarig.     Die  Mittelzelle  der  Hflgl  geschlossen.  .      5.  E  u  r  y  t  e  1  a. 

1.  Gattung:  IS^blia  Hübn. 

Die  Byblia-Aiten  haben  braungelbe  bis  rotgelbe  Flgl  mit  schwarzen  Zeichnungen,  welche  beim  ^ 
viel  kräftiger  als  beim  2  entwickelt  sind.  Die  Ausdehnung  der  schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite  des  ^ 
geht  aus  der  Figur  von  tndgaris  (49  c)  am  besten  hervor.  Die  Unterseite  der  Vflgl  stimmt  ziemlich  nahe  mit 
der  Oberseite  überein,  ist  aber  blasser  gefärbt ;  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  dagegen  sehr  bunt  gefärbt  und 
bei  den  verschiedenen  Formen  verschieden  gezeichnet. 

Die  Gattung  ist  auch  in  Süd-Asien  vertreten  und  hat  in  Afrika  drei  Arten,  von  denen  jedoch  die  dritte 
kaum  mehr  als  eine  insulare  Ra.sse  der  zweiten  ist.  Bei  allen  Arten  tritt  eine  Zeitform  auf,  welche  durch  die 
tief  kastanienbraunen  Querbinden  der  Unterseite  der  Hflgl  ausgezeichnet  ist.  Die  Arten  können  am  besten 
durch  die  in  der  folgenden  Uebersicht  angeführten  Keiuizeichen  unterschieden  werden. 

Uebersicht  der  Arten. 

A.  Der  schwarze  Vrd  der  S^flgl-Oberseite  sendet  drei  schwarze  Querstriche  in  die  Mittelzelle  hinein  imd  ent- 
sendet dann  hinter  der  Spitze  der  Zelle  einen  schmalen,  nach  außen  scharf  begrenzten,  gegen  den  Vrd  fast 
senkrecht  stehenden  Querstrich,  welcher  die  Rippe  4  erreicht;  der  gelbe  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle 
^^-ird  dadurch  viereckig  und  von  den  Rippen  4  und  6  begrenzt.  Die  Hflgl  oben  etwas  vor  der  Mitte  mit 
1  (cj)  oder  2  ($)  Querreihen  schwarzer  Punkte  und  beim  $  bis  zur  Wurzel  gelb. 

1.  B.  i  1  i  t  hy  i  a. 

B.  Der  schwarze  Vrd  der  Vflgl-Oberseite  sendet  wie  bei  der  vorigen  Art  drei  schwarze  Striche  in  die  MittelzeUe 
hinein,  erweitert  sich  aber  dann  hinter  der  Zelle  zu  einem  großen  schwarzen  Querfleck,  welcher  die  Rippe  4 
erreicht  und  auf  der  Rippe  5  nach  außen  einen  Zahn  bildet,  welcher  sich  gewöhnh'ch  mit  der  schwarzen 
Submarginalbiude  vereinigt ;  der  gelbe  Fleck  am  Ende  der  MittelzeUe  wird  dadurch  fast  dreieckig  und 
ist  vorne  gewöhnlich  durch  die  Rippe  5  begrenzt.  Die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  schwarz,  dann  aber  mit 
einer  breiten  heUen  Querbinde,  in  der  jedoch  keine  schwarze  Punkte  stehen. 

a.  Die  breite  Discalbinde  der  Hflgl-Unterseite  ist  auf  der  Innenseite  fast  gerade  oder  sanft  gebogen,  höch- 
stens  an   der   Rippe    5   stumpfwinkeUg   gebrochen.  2.  B.  a  c  h  e  1  o  i  a. 
^.  Die  breite  Discalbinde  der  Hflgl-Unterseite  ist  auf  der  Innenseite  in  Feld  5  deutUch  atisgeschnitten. 

3.  B.  a  n  V  a  t  a  r  a. 

B.  ilithyia.     Die  Hflgl  stets  unten  mit  weißer  fast  zusammenhängender  Saumhnie  und  vier  braune 
oder  braiuigelbe  Querbinden,  welche  durch  drei  weiße  Querbinden  oder  Fleckenquerreihen  getrennt  sind.  — 
ilithyia  Drury  (49  c).     Die  Querbinden  der  Hflgl-Unterseite  braun  mit  deuthcher  schwarzer  Begrenzung;  die  ilithyia. 
dritte  Querbinde  nach  außen  schwarz  mit  weißen  Punkten.  —  fa.  polinice  Cr.  weicht  nur  durch  die  helleren,  poUnice. 
mehr  gelblichen  Querbinden  der  Hflgl-Unterseite  von  der  Hauptform  ab.  —  fa.  badiata  Grünb.  zeichnet  sich  da-  badiata. 
durch  aiis,  daß   die  Querbinden  der  Hflgl-Unterseite  breiterund  einfarbig  dunkel  kastanienbraun  sind;  die 
zwei  inneren  sind  wie  bei  den  anderen  Formen  durch  schwarze  Pimkte  und  Striche  begrenzt,  die  dritte  aber 
ist  nicht  oder  nur  undeutUch  schwarz  gesäumt  und  hat  keine  weiße  Punkte  an  der  Außenseite;  Uebergänge 
zu  den  anderen  Formen  sind  nicht  selten.  — •  Rp  grün  mit  braimem  Kopfe,  zwei  langen  grünen  Kopfdomen 
und  auf  jedem  GHede  mit  sechs  kurzen,  warzenähnhchen.  an  der  Spitze  stachehgen  Domen;  lebt  in  Xatal 
auf  eine  häufige,  kletternde  Art  der  Gattung  Tragia.     Die  Art  kommt  überaU  auf  deni  Festlande  Afrikas  und 
in  Arabien  vor. 


cula. 
cratneri. 


20S  MESOXANTHA;  ERGOLIS.     Wm  Dr.  C.  Aurivillius. 

acheloia.  B.  acheloia   Wallengr.  (49  b).     Die   Hauptform   ist   sofort   daran   kenntlich,  daß   die   weißen   Punkte 

am  Saume  der  Hfigl-Unterseite  völlig  fehlen  und  hat  breite,  dunkel  kastanienbraune  Querbinden  der  Hflgl- 
Unterseite;  die  dazwischen  liegenden  weißen  oder  weißlichen  Querbiiiden  sind  schmal  und  oft  in  Flecke  auf- 
gelöst ;  die  Vflgl  sind  unten  am  Saume  breit  kastanienbraun  mit  3 — 4  weißUchen  Subapicalflecken  in  den  Fel- 

vulgitris.  dern  5 — 8.  Süd-Afrika  bis  Abessinien.  — ■  fa.  vulgaris  Stgr.  (49  c  Oberseite)  ist  die  Regenzeitform  von  achelaia 
und  hat  wie  diese  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  eine  breite  zusammenhängende,  gegen  den  Vrd  erweiterte  Saum- 
binde, welche  jedocli  heller  braun  oder  gelb  ist;  che  Hflgl  sind  unten  sehr  abweichend,  indem  sie  deutliche 
weiße  Saumpunkte  und  hellere  Querbinde  haben;  die  dritte  Querbinde  ist  nach  außen  breit  schwarz  mit  weißen 
Punkten.  Süd-Afrika  bis  Abessinien.  Eine  Aberration  mit  je  einem  großen,  weißen  Längsfleck  in  den  Fel- 
aJbitrima-  dem  2,  3  und  5  der  Vflgl  wird  von  Strand  ab.  albitrimacula  genannt.  —  crameri  Auriv.  (49c,  als  vulgaris 
U.)  ist  der  vorigen  Form  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  unten  am  Saume  in  den  Feldena 
4 — 8  kurze  und  fast  freie,  gelbe  Submarginalflecke  haben;  sie  ist  die  westafrikanische  Rasse  und  von  Sierra- 

fasciata.  Leone  bis  Angola  und  Uganda  verbreitet. — fa.  i  usclata  Rothsch.  u.  Jord.  ist  die  seltene  Trockenzeit  form  von 

crameri  und  ist  bisher  nur  von  der  Goldküste  bekannt;  sie  ähnelt  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  der  Form  ache- 

boydi.  loia.  —  boydi  Dixey  weicht  von  den  übrigen  durch  den  sehr  kleinen,  nach  vorn  zugespitzten  gelben  Discalfleck 

im  Felde   1  b  der  Vflgl-Oberseite  ab;  sonst  schließt  sie  sich  am  nächsten  der  Form  crameri  an,  hat  aber  sehr 

dunkle  schwarzbraune  Querbinden  der  Hflgl-Unterseite.     Sokotra. 

anvaiara.  B.  anvatara  Bsd.     Die  Saumbinde  der  Vflgl-Unterseitc  \\ie  bei  acheloia  und  vulgaris;  die  Hflgl  unten 

seriata.  mit  denen  von  vulgaris  übereinstimmend.  Madagaskar  und  Comoren.  ■ —  fa.  seriata  Rothsch.  u.  Jord.  ist 
die  Trockenzeitform  und  stimmt  lünsichtUch  der  Färbung  der  Hflgl-Unterseite  sehr  genau  mit  acheloia  über- 
eil!.    Madagaskar  und  Comoi'en. 

2.  Gattung:  Meisoxaiitlia  Auriv. 

Die  einzige  Art  die.ser  Gattung  wurde  früher  bei  Eitrytela  geführt,  weicht  aber  davon  durcli  die  Flgl- 
Form  völlig  ab  und  von  allen  übrigen  Eurytehden  luitersclieidet  sie  sich  durch  die  eigentümliche  Zeichnung. 
Die  Unterseite  beider  Flgl  zeigt  deuthche  mimetische  Anklänge  an  die  Acraeen.  Die  Entwicklungsstadien 
sind  unbekannt. 

ethosea.  M.  ethosea  Drury  (49  b).     Beide  Flgl  oben 'schwarz  und  in  der  Mitte  ausgedehnt   hellgelb  gefärbt; 

die  hellgelbe  Farbe  der  Vflgl  bedeckt  die  Felder  Ib — 3  außer  am  Saume  und  einen  schmalen  Streifen  der  Mittel- 
zelle und  beim  $  auch  einen  großen  Teil  des  Feldes  4;  auf  den  Hflgln  sind  nur  die  Ränder  schwarz.  Die 
Unterseite  ist  matt  ockergelblich  oder  graugelb  mit  schwarzen  Rippen  und  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  der 
Zelle  der  Vflgl  und  mehreren  schwarzen  Punkten  an  der  Wurzel  der  Hflgl,  von  denen  drei  am  Ird  ringförmig 
luid  gelb  gekernt  sind;  am  Saume  finden  sich  weißliche  Flecke,  welche  nach  innen  durch  dicke  schwarze  Striche 
auf  den  Falten  begleitet  sind.     Sierra-Leone  bis  Angola  imd  Toro. 

;5.  Ciattuny:  Krj;'o]is  Westw. 

Mittelgroße  Falter  mit  breiten  dunkel  gefärbten  Flgln  oluie  helle  Flecke.  Die  Vflgl  haben  scharfe 
Spitze  mid  eckigen  Saum ;  die  Hflgl  sind  abgerundet  und  wellenrandig.  Die  Zeicimung  besteht  bei  allen  Arten 
aus  schwarzen  oder  braimen   Querlinien  oder  Querbinden. 

cnofreo.3  E.  enotrea  Cr.  (49  c).     Die   Grundfarbe  der  Oberseite  an  der  Wurzel  und  am   Saume  schwarzbraun 

((^)  oder  rötlielibraun  ($),  in  der  Mitte  aber  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  blaugrau;  die  Querlimen  fein  und 
wenig  scharf  hervortretend.     Sierra-Leone  bis  Angola  und  Kavirondo. 

paijen-  E.  pagenstecheri  Suff.  (=   murina  Bartel)   (49  c).     Beide  Flgl  oben  mit   eintönig  grauer  Grundfarbe 

stechen,  und  braunen    Querbinden,  von  denen  die  discale  breit  und  zusammenhängend  ist ;  ein  kleiner  weißer  Sub- 

apicalfleck  am  Vrd  der  Vflgl;  die  Unterseite  ist  viel  dunkler  mit  rotbraunen  Binden;  Saum  beider  Flgl  stark 

auraniiacti.  gewellt  oder  gezackt.     Kamerun,  RuAvenzori,  Ruanda  und  Deutsch  Ost-Afrika.  —  ab.  aurantiaca  Heran  weicht 

nur  durch  hellere,  gelbgraue  Grundfarbe  und  rötliche   Querzeichnungen  der  Oberseite  ab. 

alphaea.  E.  alphaea  Drury  wurde  schon    1782  nach  einem    Stücke  aus    Sierra-Leone  von  Drtjry   abgebildet 

und  beschrii'ljen,  ist  aber  seitdem  mcht  wiedergefunden  worden.  Die  Abbildung  ist  vielleicht  schlecht  ausge- 
führt und  stimmt  nicht  gut  mit  der  Beschreibung  überein.  Nach  der  Beschi-eibung  sollen  die  Flgl  oben  ton- 
farbig sein  mit  einem  hellen  Fleck  nahe  der  Spitze  der  Vflgl  und  feinen  gewellten  undeutlichen  Querhnien. 
Die  Beschreibung  paßt  ziemlich  gut  auf  pagenstecheri. 

aclisanes.  E.  actisanes  Heiv.  (49  d)  ist  größer  als  die  übrigen  Alten  und  hat  eine  eintönig  dimkel  graubraune 

Grundfarbe  der  Oberseite  mit  scliAvärzlichen  Querlinien  und  oft  rotbraiuier  Grundfarbe  zwischen  den  Linien; 
die  Unterseite  ist  dunkler  mid  der  Saum  beider  Flgl  viel  scln^ächer  gewellt  als  bei  den  anderen  Arten.  Kamerun 
bis  Gongo. 


Ausgegeben  10.  I.  1913.       NEPTIDOPSIS;  EURYTELA.     Von  Dr.  C.  AuBiviLLius.  209 

4.  Gattung:  [Mepticlopsis  Auriv. 

Kleine  schwarze  oder  schwärzliche  Falter  mit  weißen-  Zeichnungen  und  gewelltem  oder  gezacktem 
Saume  beider  Flgl.  Die  weißen  Zeichnungen  erinnern  selir  an  die  von  Neptis  und  bestehen  oben  aus  einer 
mehr  oder  weniger  in  Flecke  aufgelöste  Discalbinde  der  Vflgl  und  einer  breiten  zusammenhängenden  Mittel- 
binde derHflgl;  vor  demvSaume  verlaufen  3 — 4  feine  weiße  Querlinien  und  auf  denHflgln  liegen  z-\^aschen  der 
Mittelbinde  und  den  Saumlinien  eine  Reihe  von  großen  schwarzen  Flecken.  Die  weißen  Discalflecke  der  Felder 
la — 4  der  Vflgl  sind  durch  eine  dunkle,  bisweilen  scharf  gezackte  Querlinie  geteilt.  Auf  der  Unterseite  treten 
außer  den  weißen  Zeichniuigen  der  Oberseite  auch  im  Wurzelteil  melu-ere  weiße  Flecke  oder  Binden  auf,  wozu 
kommt,  daß  die  Saumlinien  verdickt  und  mehr  oder  weniger  zusammengeflossen  sind. 

Pp  mit  zwei  breiten  Kopfspitzen,  ohrenförmig  ausgebuchteten  Schultern,  bogenförmig  hervorstehen- 
dem oberen  und  hinteren  Rand  der  Flglscheiden,  einer  Spitze  auf  dem  Mittelrücken  und  einer  an  der  Wurzel 
des  Hinterleibes. 

N.  ophione  hat  den  Saum  beider  Flgl  fast  gleichförmig  gebogen  und  stark  gewellt,  an  der  Rippe  6 
der  Vflgl  aber  nur  schwach  und  stumpf  hervortretend.     Die  weiße  Querbinde  der  Vflgl  ist  zwischen  dem  Hrd 
und  der  Rippe  4  in  Flecke  aufgelöst  und  die  Flecke  sind  durch  gerade  Striche  geteilt ;  die  Mittelbinde  der  Hflgl 
nicht  unregelmäßig  eingeschnitten ;  der  Wurzelteil  beider  Flgl  unten  mit  getrennten,  scharf  begrenzten  weißen 
Zeichnungen;  die  schwarzen  Postdiscalflecke  der  Hflgl  alle  deuthch  und  groß,  unten  hell  geringelt.  —  ophione  ophione. 
Cr.  (49  d).     Die  Hflgl  am  Analwinkel  und  an  der  Spitze  schwärzlich.     Sierra-Leone  bis  Angola  mid  Uganda. 
—  ab.  nucleata  Grünb.     ,,Der  weiße  Subapicalfleck  im  Felde  2  der  Vflgl-Oberseite  umschheßt  einen  scharfen  nudeata. 
schwarzen   Querfleck  von  nicht  ganz  1  mm  Breite  und  2  mm  Länge;  auch  der  Subapicalfleck  im  Felde  1  b 
zeigt  am  vorderen  Rand  die  Andeutung  eines   schwarzen  Kernfleckes."    Ruwenzori.  —  velleda  3Iab.  (49  d)  velleda. 
ist  die  ostafrikanische  Rasse  und  leicht  daran  kenntlich,  daß  die  Hflgl  am  Anal-nankel  und  am  Vrd  dicht  vor 
der  Spitze  mehr  oder  weniger  rotgelb  sind.     Deutsch-Ost-Afrika  bis  Abessiiüen. 

N.  fulgurata  hat  den  Flglsaum  sehr  unregelmäßig  gezackt,  an  der  Rippe  6  der  Vflgl  scharf  geeckt 
und  zwischen  den  Rippen  4  und  6  der  Hflgl  tief  ausgeschnitten.     Die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  unregel- 
mäßig ausgeschnitten  und  an  der  Rippe  6  weit  nach  außen  hervortretend ;  die  weiße  Discalbinde  der  Vflgl  ist 
bis  zur  Rippe  4  zusammenhängend  und  durch  eine  scharf  gezackte  dunkle  Linie  geteilt.  —  fulgurata  Bsd.  fulgurata. 
Die  Unterseite  beider  Flgl  im  Wurzelfelde  und  am  Saume  weiß  oder  hellgrau,  ohne  deuthch  getrennte  Flecke. 
Madagaskar.  —  platyptera  Rothsch.  u.  Jord.  (49  d).     Die  Flgl  unten  an  der  Wurzel  mit  deuthchen  weißen  platyptera. 
Flecken  und  Linien  und  im  Saumteil  mit  scharf  hervortretenden  braunen  und  weißen  Zeichnungen.     Oben 
sind   die  Flgl   fast   wie    bei  der  Hauptform  gezeichnet.     Deutsch   und  Brit.  Ost-Afrika.  —  pseudoplatyptera  pseudo- 
Strand  hat    eine    breitere,  5 — 7  mm   breite  und  saumwärts  mehr   abgerundete  ÄDttelbinde  der  Hflgl.     Die  V^at'yplera. 
Unterseite  wie  bei  platyptera  aber  mit  2  mm  breiter,  weißer  Submarginalbinde.     Madagaskar. 

5.  Gattung:  Eurytela  Bsd. 

Durch  die  dicht  behaarten  Augen  weicht  diese  Gattung  von  den  übrigen  ab.  Die  Arten  sind  oben  ein- 
fach gezeichnet;  sie  haben  eine  dunkle,  schwarze  oder  schwarzbraune  Grundfarbe  und  eine  gemeinsame  helle 
Querbinde,  welche  lünter  der  Älitte  verläuft  und  sich  vom  Ird  der  Hflgl  cUcht  vor  dem  Analwdnkel  bis  zur 
Rippe  4,  5  oder  6  der  Vflgl  erstreckt.  Auf  der  Unterseite  tritt  die  Mittelbinde  auch  mehr  oder  weniger  deut- 
lich auf  und  außerdem  unregelmäßige  Querreihen  oder  Querlinien  rotbrauner  Flecke,  welche  bisweilen  silber- 
weiß begrenzt  .sind. 

Rp  mit  zwei  langen,  stachehgen  Kopfdornen  luid  auf  jedem  Gliede  4  kurzen  Dornen,  zwei  auf  dem 
Rücken  und  je  einem  unterhalb  des  Atemloches.  —  Pp  mit  zweispitzigem  Kopfe,  scharf  gerandeten,  an  den 
Schultern  und  an  den  Hinterecken  hervortretenden  Flglscheiden  und  pyramidenförmig  erhabenem  Rücken. 

E.  hiarbas.     Die   Querbinde  der  Oberseite  weiß  oder  selten  gelb,  dann  aber  in  der  ]VEtte  der  Hflgl 
nur  4  mm  breit.  —  hiarbas  Drury  (49  e).     Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  6  stumpf  her\-ortretend,  der  Hflgl  hiarbas. 
abgerundet.     Die  weiße  Querbinde  erreicht  die  Rippe  5  oder  6  der  Vflgl,  ist  auf  den  Hflgln  6 — 6,5  mm  und 
an  der  Rippe  3  der  Vflgl  3—5  mm  breit.     Sierra-Leone  bis  Angola.  —  abyssinica  Rothsch.  ii.  Jord.     Flgl-  abyssinica. 
form  wie  bei  hiarbas;  die  weiße  Querbinde  erreicht  nur  die  Rippe  4  der  Vflgl  mid  ist  fast  ebenso  schmal  wie 
bei  angustata;  Vflgl  am    Saume  röthchbraun.     Abessinien.  —  lita  Rothsch.  u.  Jord.  ist   die  ostafrikanische  Uta. 
Rasse  und  weicht  von  angustata  nur  dadurch  ab,  daß  die  Flgl  etwas  stumpfer  geeckt  und  die  Vflgl  oben  bis 
zum  Saume  schwarz  sind.     Nyassaland,  Deutsch-Ost-Afrika,   Brit.  Ost-Afrika.  —  angustata  Auriv.    Vflgl  an  angustata. 
der  Rippe  6  scharf  geeckt  und  die  Hflgl  an  den  Rippen  3  und  4  schärfer  gezackt;  die  weiße  Querbinde  er- 
reicht nur  die  Rippe  4  der  Hflgl,  ist  nach  vorn  stark  zugespitzt  und  auf  den  Hflgln  nur  3 — 4  mm  breit;  die 
Vflgl  oben  am  Saume  mehr  oder  weniger  breit  rotbraun.  — -ab.  flavescens  J«nv.  hat  gelbe  Querbinde,  stimmt  flavescens. 
aber  sonst  völlig  mit  angustata  überein.     Natal.  —  Rp  grasgrün  mit  weißer,  aus  schiefen  Strichen  gebildeter 
Seitenlinie  und  dunkelbraunem  Kopfe;  lebt  auf  Tragia.     Pp  grün  mit  schwarzen  Strichen  und  Punkten,  oder 
fleischfarbig  mit  grünen  Zeichnungen.     Süd-Afrika 

Xni  27 


210  EURYTELA.    Von  Dr.  C.  Attrivillius. 

E.  dryope.     Die  Querbinde  der  Oberseite  ist  gelb,    in  der  :Mitte  der  Hflgl  wenigstens  7  mm  breit  und 
dryove  liegt  gewöhnlich  viel  näher  am  Saume  als  bei  hiarhas.  —  dryope  Cr.     Die  kastanienbraunen  Flecke  der  Unter- 
seite groß  und  getrennt,  nicht  zu  zusammenhängenden  Querbinden  vereinigt;    in  Feld  Ib  der  Vflgl  stehen 
entweder  nur  zwei  solche  Flecke  oder  drei,  von  denen  jedoch  die  zwei  äußeren  einander  stark  genähert  smd; 
der  Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  6  stumpf  abgerundet,  kaum  geeckt;  der  dunkle  Saum  der  Hflgl-Oberseite 
oLinM   nur  2—4  mm  breit.     Sierra-Leone   bis  Congo.  —  alinda  Mab.  (49  e)  ist  größer  als  die  Hauptform  und  hat 
anaulata  eine  7—8  mm  breite  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite.     Elfenbeinküste  und  Kamerun.  —  angulata 
Auriv.  (49  e,  als  dryope).     Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  6  deutlich  geeckt;  die  braunen  Flecken  der  Lnter- 
seite  smd  kleiner  und  mehr  oder  weniger  vollständig  zu  Querbmden  oder  Querlinien  veremigt;    m  Feld    Ib 
der  Vflgl  stehen  drei  dunkle  Querstriche,  gleich  weit  von  einander  entfernt  oder  der  zweite  etwas  näher  am 
ersten  als  am  dritten;  die  Querbmde  der  Oberseite  ist  ockergelb  und  erreicht  nicht  den  Saum;  die  braunen 
Querlinien  der  Unterseite  ziemlich  breit  und  uneben.     Die  Entwicklungsstadien  stimmen  so  genau  mit  denen 
von  hiarhas  angustata  überein.  daß  sie  nach  Miß  Fot;>-taesE  nicht  unterschieden  werden  köimen.     Nach  den 
merkwüi-digen  Entdeckungen  im  Betreff  anderer  afrikanischer  Arten,  welche  m  den  letzten  Jahren  gemacht 
worden  sind,  wäre  es  nicht  überraschend,  wenn  hiarhas  sich  als  eine  Form  von  dryope  herausstellte;  bisher 
lineata.  ist  es  jedoch  nicht  gelungen,  die  eine  Art  aus  den  Eiern  der  anderen  zu  züchten.  —  lineata  Äuriv.  steht  der 
vorigen  Form  sehr  nahe  und  weicht  nur  durch  die  schmalen  und  wenig  gebrochenen  Querlinien  der  hellen  Unter- 
narinda  seite  ab.     Madagaskar.  —  narinda   Ward   ist   ebenfalls  den  beiden  näclist  vorhergehenden  Formen  ähnlich, 
liat  aber  eine  sehr  dunkel  rotbraune  Unterseite  und  eine  rötlichgelbe   Querbmde  der  Oberseite,  welche  den 
Saum  erreicht  und  dort  nur  durch  die  schwarze  Submargmallinie  unterbrochen  wird;  der  Saum  der  Vflgl  ist 
an  der  Rippe  6  stumpf  hervortretend,  aber  kaum  geeckt.     Madagaskar. 

7.  Unterfamilie:  Vanessinae. 

Als  für  alle  Gattungen  dieser  Unterfamilie  gemeinsam  kann  angeführt  werden,  daß  die  Präcostalrippe 
der  Hflcrl  aus  der  Rippe  8  nach  deren  Trennung  von  der  Mittelzelle  entspringt,  daß  keine  der  Rippen  an 
der  Wurzel  aufgeblasen  ist,  daß  der  Stiel  der  Rippen  7  und  8  der  Vflgl  immer  länger  als  die  Rippen  selbst 
ist  und  daß  die  Palpen  nicht  aufgeblasen  sind.     Die  Flgl  sind  gewöhnlich  mehr  oder  weniger  geeckt. 

Die  Rpn   haben  am  Körper   mehrere  Reihen  steifer   und  geästeter  Dornen  und  die  Ppn  sind  eckig 

und  haben  zwei  Kopfspitzen.  ,      ,••    r-  i 

Hierher  gehören  melirere  Gattungen  mit  zahlreichen  Arten,  von  denen  viele  zu  den  hautigsten  und 
am  besten  bekannten  Tagfalter  der  äthiopischen   Region  gehören. 

Uebersicht  der  Gattungen. 

■  A^^er^Saum  der  Vflgl  an  den  Rippen  5  und  6  nicht  hervortretend,  gerade  oder  sogar  ausgerandet;  die 

Flgl-Spitze  dagegen  an  der  Rippe  9  scharf,  recht-  oder  spitzwinkelig  hervortretend.     Die  Rippen    10 

mid   11  der  Vflgl  beide  frei  aus  der  Mittelzelle.  1-  Kallinia. 

B    Der  Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  6  (oder  5)  mehr  oder  weniger  eckig  hervortretend;  die  eigentliche  Flgl- 

spitze  (am  Ende  der  Rippe  9)  dagegen  gewöhnlich  zurückgezogen  und  abgerundet,  selten  spitz  hervor- 

a)  Die  Rippe  1 1  und  gewöhnlich  auch  die  Rippe  10  der  Vflgl  entspringen  frei  aus  dem  Vrd  der  Mittel- 
zelle vor  der  Zellenspitze.  o  •  i     j      t>- 
*    Die  Rippen  5  und  6  der  Vflgl  fast  aus  demselben  Punkte;  die  Rippe  10  aus  dem  Stiele  der  Kip- 
pen 7—9 ;  die  :\nttelzellen  offen.                                                                       2.  A  p  a  t  u  r  o  p  s  i  s. 
**.  Die  Rippen  5   und    6    der  Vflgl   an  ihrem  Ursprünge    durch  einen  gebogenen  mittleren  Discocel- 
lularis  deuthch  getrennt. 

a)  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  deuthch  geschlossen. 

1.  Die  Palpen  schwarz  mit  scharf  hervortretenden  weißen  Zeiclmungen. 

3.  H  y  p  o  1  i  m  n  a  s. 

2.  Die  Palpen  einfarbig  ohne  Flecke.  4.  Salamis. 

b)  Die  Mittelzelle  aller  Flgl  offen  (oder  äußerst  fein  geschlossen). 

1.  Der  Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe   5  am  weitesten  hervortretend.     Fühlerkolbe  schAvach 
und  allmählich  verdickt,  drehrund.  5.  C  a  t  a  c  r  o  p  t  e  r  a. 

2.  Der  Saum  der  Vflgl   an  der  Rippe   6  am  weitesten  hervortretend.     Fühlerkolbe  deuthch 
abgesetzt,  mehr  oder  weniger  flachgedrückt.  6-  P  r  e  c  i  s. 

ß)  Die  Rippen  10  imd  1 1  der  Vflgl  entspringen  beide  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle  aus  dem  Stiele 
der  Rippen  7 — 9.     Die  IVIittelzellen  geschlossen.  7.  V  a  n  e  s  s  u  1  a. 

II.  Augen  dicht   haarig. 

A.  Die  Hflgl  mit  gleichmäßig  gebogenem  nicht  geecktem' Saume.  8.  P  y  r  a  m  e  i  s. 

B.  Die  Hflgl  am  Ende  der  Rippen  1  c,  2  und  4  geeckt,  oder  geschwänzt.  9.  A  n  t  a  n  a  r  t  i  a. 


KALLIMA.     Von  Dr.  0.  AueivilliüS.  211 

1.  Gattung-:  ICalliiua  Westw. 

Vflgl  breit  dreieckig  mit  geradem  Hrd,  stark  gebogenem  Vrd,  scharfer  Spitze  mid  geradem  oder  schwach 
ausgerandetem,  nach  hinten  an  den  Rippen  3  und  2  etwas  bauchig  ausgebogenem  Saume.  Die  Hflgl  am 
Anahnnkel  gelai^pt  oder  geschwänzt;  auf  beiden  Seiten  oder  wenigstens  unten  mit  Augenflecken  in  den  Fel- 
dern 2  und  5  und  bisweilen  auch  in  3  und  4. 

Rp  Vanessa-ähnlich  mit  zwei  langen  Dornen  am  Kopfe  und  je  6  stachehgen  Dornen  an  den  Glie- 
dern 2 — 11.  Pp  eckig  mit  zwei  Spitzen  am  Kopfe,  einem  hohen  pyramidenförmigen  Höcker  auf  dem  Mittel- 
rücken und  je  zwei  kegelförmigen  Zapfen  am  Rücken  der  mittleren  Hinterleibsringen. 

Die  afrikanischen  Arten  sind  kleiner  und  weniger  blattähnlich  als  die  wohlbekannten  Arten  aus  Süd- 
Asien.     Die  Gattung  kommt  nicht  auf  Madagaskar  vor. 

Erste  Gruppe. 

Die  Hflgl  breit  und  abgerundet  niit  mehr  oder  weniger  gewelltem  Saume.  Die  dunkle  Mittellinie  der  Hflgl-Un- 
terseite,  welche  sich  vom  Analwinkel  bis  zuui  Vrd  erstreckt,  setzt  sich  auf  den  Vflgl  nur  bis  zur  Rippe  2  fort  oder  ist 
dort  gegen  die  Mitte  des  Vrds  gerichtet. 

K.  rumia  Dbl.  u.  Ww.  (49  f.).  Flgl  beim  ^  oben  dunkelbraun;  die  Vflgl  mit  breiter  violettblauer™»'"«. 
Mittelbinde  und  schmaler  roter  Subapicalbinde ;  die  Hflgl  fast  einfarbig  mit  undeutlicher  grauer  Submarginal- 
linie  und  2 — A  Augenflecken;  beim  größeren  $  haben  die  Vflgl  eine  weiße  Mittelbinde,  welche  sich  von  der 
Mitte  des  Vrds  bis  zur  Rippe  3  erstreckt  und  von  einem  dreieckigen  weißen  Fleck  im  Feld  2  begleitet  wird, 
und  3 — 4  gerundeten  weißen  Submarginalflecken ;  die  Subapicalbinde  fehlt;  die  Hflgl  oben  hinter  der  Mitte 
mit  einer  sehr  breiten,  unscharf  begrenzten,  gelbgrauen  oder  gelblichweißen  Querbinde.  Die  Unterseite  bei 
beiden  Geschlechtern  braungelb  mit  dunklen  Querlinien  und  hellen  Zeichnungen,  wie  die  Figur  zeigt.  Die 
Hflgl  am  Analwinkel  nur  kurz  gelappt.  — -Rp  rötlichgrau  mit  breiter  schwarzer  Rückenlinie  und  dunklen,  schie- 
fen Seitenstrichen;  sie  hat  einen  dunkelbraunen  mit  zwei  langen  Dornen  bewaffneten  Kopf;  der  Körper  ziem- 
lich dicht  weißlich  behaart  und  mit  hellen  Dornen ;  das  erste  Glied  ist  unbewaffnet,  die  Glieder  2 — 1 1  haben  je  6  und 
die  Glieder  12  und  13  je  2  Dornen.  Pp  grün,  rötlich  gewässert.  Elfenbehiküste  bis  Congo.  — -ab  $  amiru  amiru. 
Suff,  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Querbinde  der  Vflgl  zum  Teil  rahmgelb  statt  weiß  ist.  Togo.  —  rattrayi  raUrayi. 
Em.  Sharpe  (=  kassaiensis  Niepelt)  ist  eine  östliche  Rasse,  welche  im  männlichen  Geschlecht  nur  durch  un- 
deutliche Subapicalbinde  der  Vflgl  und  Augenflecke  der  Hflgloberseite  von  der  Hauptform  abweicht,  aber  im 
weiblichen  dadurch  ausgezeichnet  ist,  daß  die  Hflgl  oben  einfarbig  ohne  helle  Querbinde  sind  und  die  Vflgl 
einen  größeren  weißen  Subapicalfleck  haben ;  ihre  Querbinde  ist  wie  bei  amirw  gelblich.  Kassai-Fluß  und  Uganda. 

i  '  K.  jacksoni  Em.  Sharpe  (50a)  ist  eine  sehr  schöne  und  seltene  Art,  welche  durch  die  sehr  scharfe,  jacksoni. 
etwas  sichelförmige  Spitze  der  Vflgl  und  den  an  der  Rippe  5  schwach  wmkelig  ausgezogenen  Saum  der  Hflgl 
von  rumia  abweicht;  der  Analwinkel  bildet  ein  stumpf  abgerundetes,  aber  fast  5  mm  langes  Schwänzchen. 
Beide  Flgl  oben  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  lebhaft  hell  grünlichblau  mit  3  weißen  Discalpunkten  und  3 
Submarginalpunkten  in  den  Feldern  2 — -4  und  einem  kleinen  weißen  Subapicalfleck  der  Vflgl  und  drei  schwar- 
zen Punkten  der  Hflgl  in  den  Feldern  4 — ^6  am  Außenrande  der  blauen  Farbe ;  der  braune  Saumteil  der  Hflgl 
ist  etwa  doppelt  so  breit  wie  die  Saumbinde  der  Vflgl  und  weniger  scharf  begrenzt.  Die  Unterseite  ist  dunkel 
graubraun  mit  dunkler  Mittellinie,  welche  auf  den  Vflgln  von  der  Mitte  des  Hrds  bis  zur  Mitte  des  Vrds  ver- 
läuft und  ganz  gerade  ist;  die  Vflgl  mit  einem  deutlichen  Augenfleck  im  Feld  2  und  einigen  dunklen  Quer- 
linien hl  der  Zelle.     Nordöstliches  Congo-Gebiet  und  in  Kavirondo. 

Zweite  Gruppe. 

Die  Hflgl  von  vorn  nach  hinten  in  die  Länge  gezogen  und  mit  völlig  ganzrandigem  Saume.  Die  dunkle  Quer- 
hnie  der  Hflgl- Unterseite  setzt  sich  auf  den  Vflgl  bis  zur  Rippe  5  deutlich  fort  und  ist  gegen  die  Flgispitze  gerichtet.  Das 
Schwänzchen  der  Hflgl  lang,  gerade  oder  etwas  gebogen  und  zugespitzt. 

K.  cymodoce  Cr.  (49  f.).  Beide  Flgl  oben  schwarzbraun,  am  Saume  etwas  heller  braun  und  im  Wurzel-  cymodocc. 
teil  wenigstens  bis  zur  Rippe  3  stark  blauviolett  schillernd;  vor  dem  Saume  eine  schwarze  Submarginallinie 
und  vor  der  Spitze  der  Vflgl  an  der  Wurzel  des  Feldes  7  ein  weißlicher  Punkt;  die  Vflgl  mit  3—4  mm 
breiter,  orangegelber,  sanft  gebogener  Subapicalbinde,  welche  sich  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  3  oder  2  erstreckt 
oder  sogar  die  Rippe  1  erreicht,  nach  hinten  aber  undeutlicher  wird;  em  deutlicher  Augenfleck  in  Feld  2 
der  Hflgl  und  bisweilen  auch  in  Feld  2  der  Vflgl ;  die  Unterseite  ist  sehr  dunkel  leberbraun  und  mit  gelblichen 
Schuppen  bestreut.  Die  Art  ist  nach  Arnold  Schulze  sehr  flüchtig  und,  wenn  sie  sich  im  dichten  Unterholze 
einmal  gesetzt  hat,  nicht  wieder  zu  finden;  sie  fliegt  auch  beim  Klopfen  der  Büsche  nicht  auf.  Niger  bis 
Angola.  —  lugens  A.  Schnitze  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl-Oberseite  sehr  schmal,  luoens. 
undeutlich  und  olivgrau  ist.     Süd-Kamerun. 

K.  ansorgei  Rothsch.  (=    incerta   Griinh.)  ist   wahrscheinlich   die    östliche    Form    von    cymodoce  und  amorgei. 
weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  völlig  fehlt  und  beide  Flgl  oben  bis  über  die  Mittel- 


212  APATUROPSIS;  HYPOLIMNAS.     Von  Dr.  C.  AuhivilliüS. 

zelle  hinaus  lebhaft  grünlichblau  sind ;  die  blaue  Farbe  ist  saumwärts  scharf  begrenzt  und  bei  jeder  Beleuchtung 
deutlich.     Uganda  und  im  Innern  von  Kamerun  bei  Babungo,  1500  m  (A.  Schtjltze). 

2.  Gattung:  ApafiiropKis  Auriv. 

Die  Vflgl  sind  dreieckig  mit  mäßig  gebogenem  Vrd  und  an  der  Rippe  6  geecktem,  und  dahinten  tief 
eingebogenem  Saume.  Die  Hflgl  sind  beim  (^  am  Anahvinkel  deutlich  ausgezogen.  Die  Mittelzellen  sind 
offen  und  die  Rippe  10  der  Vflgl  entspringt  hinter  der  Zellenspitze;  die  Präoostalrippe  der  Hflgl  ist  saum- 
wärts umgebogen.  Die  Gattung  stimmt  in  der  Flglform  mit  Tlialeropis  Stgr.  und  im  Rippenbau  mit  Dilipa 
Moore  überein,  weicht  aber  von  beiden  durch  die  nackten  Augen  ab. 

Es  wäre  möglich,  daß  Apaturopsis  nicht  zu  den  Vanessinen,  sondern  zu  den  Apaturinon  gehört.  Dies 
kann  aber  nur  durch  die  Entdeckung  der  Entwicklungsstadien  entschieden  werden. 

Beide  Arten  sind  wenig  bekamit  und  noch  sehr  selten  in  den  Sammlungen. 

cleocharis.  A.  cleocharis  Z^e»'.  (50  e).     Die  Hflgl  und  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  oben  braungelb ;  jene  mit  schwar- 

zem Spitzenfleck,  schwarzer  Linie  dicht  vor  dem  Saume  und  kleinen  schwarzen  Submarginalflecken  in  den 
Feldern  2 — 5,  diese  durch  eine  zackige  schwarze  Querlinie  in  einen  inneren  bräunlichen  inid  einen  äußeren 
gelblichen  Teil  geteilt;  die  Spitzenhälfte  der  Vflgl  schwarz  mit  zwei  kleinen  weißen  Subapicalpimkten  und 
gelben  Discalflecken  in  1  b,  3,  4,  5  und  6;  Unterseite  gelbbraun  und  gelbgrau  mit  bräunlichen  Flecken  und 
Strichelchen.  Das  $  ist  größer  und  hat  die  Hflgl  am  Analwinkel  völlig  abgermidet.  Gaza-Land,  Angola,  Congo- 
Gebiet  und  Uganda. 

kilusa.  A.  kWusA  SmifJi  {50c)  ist  der  vorigen  Art  ähnlich,  entbehrt  aber  die  weißen  Subapicalpimkte  der  Vflgl 

und  die  dunkle  Saumlinie  der  Hflgl;  die  Unterseite  der  Vflgl  ist  auch  viel  dunkler  als  bei  cleocharis.  Nord- 
west-Madagaskar. 

3.  Gattung:  H.vpoliiuiiaK  Hbn. 

Palpen  lang  vorgestreckt,  anliegend  beschuppt,  schwarz  mit  weißen  Flecken.  Fühler  mäßig  lang, 
die  Mitte  des  Vrds  der  Vflgl  nicht  überragend;  ihre  Kolbe  deutlich  abgesetzt,  eiförmig,  wenig  flachgedi-ückt. 
Flgl  groß  und  breit ;  die  Vflgl  am  Ende  der  Rippe  6  mein-  oder  weniger  geeckt  oder  ausgebogen  und  dahinten 
ausgerandet ;  Hflgl  abgerundet  oder  am  Analwinkel  ein  wenig  ausgezogen,  ihr  Saum  gewellt,  gezackt  oder 
bisweilen  fast  ganzrandig. 

Rp  mit  zwei  langen  Scheiteldornen  am  Kopfe,  zwei  kurzen  Dornen  jederseits  am  ersten  (Uiede  und 
8 — 10  in  einer  Querreihe  an  den  Gliedern  2 — 11.  —  Pp  mit  zwei  kurzen  stumpfen  Kopfspitzen,  mäßig  er- 
habenem Mittelrücken  und  kurzen  kegelförmigen  Dornen  des  Hinterleibes. 

Die  Arten  sind  mittelgroße  t)is  große  Nymphaliden  und  in  den  Tropen  der  alten  Welt  weit  verbreitet. 
In  der  äthiopischen  Region  sind  sie  sowohl  auf  dem  Festlande  wie  auf  den  Inseha  vertreten. 

Die  AVeibchen  einiger  Arten  weichen  in  Zeicluiung  und  Färbinig  von  dem  ^J  völlig  ab  und  zeigen  mi- 
metische Anpassungen  an  Danaiden.  Eine  andere  Art,  H.  dubius,  ist  durch  ihren  außerordentlichen,  erst 
neuerdings  entdeckten  Formenreichtum  ausgezeichnet. 

Die  äthiopischen  Arten  können  auf  4  Gruppen  verteilt  werden. 

Uebersicht  der  Gruppen. 

I.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  deutlich  geschlossen.  Die  Palpen  unten  mit  breitem,  zusammenhängendem  weißem 
Längsstreif,  welcher  wenigstens  die  Spitze  des  zweiten   Gliedes  erreicht.  Misippus-Gvwp'pe. 

II.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  offen  oder  äußerst  fein  geschlossen.  Die  Hflgl  unten  ohne  schwarze  Querstriche 
in  Feld  7.  Die  Palpen  unten  nur  mit  zwei  getrennten  weißen  Flecken,  der  eine  an  der  Wvu'zel  des  ersten, 
der  andere  an  der  des  zweiten  Gliedes. 

o;.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  einfarbig  schwarz  oder  höchstens  mit  einem  bläulichen  Streifen.     Die  Vflgl 
ohne  breite  weiße  Subapicalbinde,  oft  aber  mit  freien  gerundeten  Submarginalflecken. 

Salmacis-  Gruppe . 
ß.  Die  Mittelzelle    der  Vflgl    mit  einem  weißen  Fleck  oder,    wenn  dieser  Fleck  fehlt,    die  Vflgl  mit  brei- 
ter weißer  Subapicalbinde. 

1.  Die  Vflgl  ohne  weiße  Subapicalbinde  und  ohne  weißen  Hrdfleck,  in  der  Mitte  aber  mit  weißen  Flecken 
an  der  Wurzel  der  Felder  2,   3  (und  4).  i)iwarcÄa- Gruppe. 

2.  Die  Vflgl  hinter  der  Mitte  mit  einer  gegen  den  Vrd  fast  senkrecht  stehenden,  aus  Flecken  der  Fel- 
der 4 — 6  gebildeten  weißen  oder  bläulichen  Subapicalbinde  und  außerdem  mit  weißer  Mittelbinde 
oder  mit  weißem  Hrdfleck.  i)M&ia-Gruppe. 


HYPOLIMXAS.     Von  Dr.  C.  AxTRiviLLnjs.  213 

Misippus- Gruppe. 

Die  (J(J  sind  oben  schwärzlich  mit  einem  großen  weißen  Fleck  in  der  Mitte  aer  Hflgl  und  zwei  weißen  Flecken  der  ^■flgl 
einena  in  der  Mitte  aus  3 — 5  Flecken  der  Felder  (2)  3 — 5  (6)  und  einem  vor  der  Spitze  aus  2 — 3  Fltcken  der  Felder  6 — 8;  diese 
weißen  Zeichnungen  oind  von  einem  blau  oder  violett  schillernden  Ring  umgeben.  Die  Weibehen  sind  den  q^  gewöhnlich  sehr 
unähnlich  und  bilden  sehr  viele  Ea.«sen  und  Formen. 

H.  bolina  L.  (Bd.  9  p.  547,  Taf.  118  b)  gehört  eigentlich  der  indo-australischen  Region  an,  in  der  bolina. 
sie  einen  außerordentlichen  Reichtum  von  Formen  aufzuweisen  hat.  In  der  äthiopischen  Region  hat  sie  sich 
bisher  nur  auf  den  Inseln  Sokotra,  Lemka  (bei  Sokotra)  und  Mauritius  eingebürgert.  Auf  der  letztgenannten 
Insel  sind  nur  ein  paar  Stücke  angetroffen  worden,  welche  vielleicht  nur  eingeschleppt  sind.  Das  ^  von  bolina 
unterscheidet  sich  vom  misippus-^  durch  die  kleineren  weißen  Zeichnungen  der  Oberseite  und  besonders  durch 
die  weiße  ißttelbinde  der  Hflgl-Unterseite,  welche  nicht  halb  so  breit,  nur  4 — 5  mm  ist.  Die  Sokotra-Form 
schließt  sich  der  südindischen  und  auf  Ceylon  vorkommenden  Rasse  eng  an  und  hat  eine  Weibchenform,  welche 
mit  jacintha  Don.  (Bd.  9  Taf.   119  b)  übereinstimmt. 

H.  misippus  L.  (Bd.  1,  Taf.  60  c).  Beim  Männchen  sind  die  weißen  Zeichiaungen  der  Oberseite  größerund  misippus. 
mehr  gerundet  als  bei  bolina  und  die  Hflgl  haben  unten  eine  etwa  10  mm  breite  weiße  Mittelbinde,  welche  sich 
vom  Ird  bis  zur  Rippe  8  erstreckt  und  in  Feld  7  ein  bis  zwei  schwarze  Querstriche  hat.    Das  $  ist  stets  demcj 
ganz  unähnlich  und  ahmt  die  Formen  von  Danaida  chrysipjnts  und   dorippus  nach.     Das  typische  $  ähnelt 
der  t\^ischen  D.  chrysippus  und  hat  dementsprechend  die  .Spitzenhälfte  der  Vflgl  schwarz  mit  weißer  Quer- 
binde und  weißem  Subapicalfleck ;  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  und  die  Hflgl  sind  oben  braungelb ;  die  letzteren 
haben  eine  4  mm  breite  weißpunktierte  Saumbinde;  unten  sind  die  Spitze  der  Vflgl  und  die  Hflgl  ockergelblich, 
und  die  Hflgl  haben  einen  schwarzen  Fleck  an  der  Wurzel  von  Feld  5  und  einen  schwarzen  Querstrich    in  7; 
die  weißen  Flecke  der  Saumbinde  sind  größer  als  oben;  der  Wurzelteil  der  Vflgl-Unterseite  ist  dunkelbraun 
und  ist  durch  eine  schwarze  Querbinde  von  den  weißen  Flecken  der  Felder  3 — 6  getrennt.  ■ —  ab.  £  alcippoi-  alcippoides. 
des  Btlr.  (47  a)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  aus- 
gedehnt weiß  sind;  sie  entspricht  also  der  Form  alcippus  von  Danaida  chrysippus.  —  Bei  ab.  £  inaria  Cr.  inaria. 
(Bd.   1,  Taf.  60  c)  sind  die  Vflgl  oben  bis  auf  den  schwarzen  Vrd  und  die   nur   2 — 3  mm  breite    Saumbinde 
gelbbraun  gefärbt,  fast  ganz  wie  bei  Danaida  dorippus.  —  ab  £  dorippoides  Auriv.  hat  die  Mitte  der  Hflgl  dorippoides. 
mehr  oder  weniger  weiß,  stimmt  aber  sonst  mit  inaria  überein  und  entspricht  also  der  Form  albinus  von  Da- 
naida dorippus.   —  H.  misippus  kommt  überall  in  der  äthiopischen  Region  häufig  vor.- — DieRp  ist  dunkel- 
braun, an  den  Seiten  dunkel  grünlich  mit  zwei  rötlichen  Strichen;  Beine  rot;  die  Domen  sind  schwärzlich. 
Lebt  an  Portulaca-Arten.     Pp  bräunlich,  mit  schwarzbraunen  Zeichnungen;    Hinterleib    mit  feinen  dunklen 
Querlinien;  Flglscheiden  dmikelbraun  mit  einigen  ockergelben  Flecken. 

Salmacis- Gruppe. 

Meist  große  und  sehr  breitflügelige  Arten.  Saum  der  Hflgl  bei  der  ersten  Art  lang  gezackt,  bei  den  übrigen  nur  gewellt. 
Bei  allen  Arten  außer  der  letzten  sind  die  Kippen  der  Hflgl  und  bisweilen  auch  die  Rippen  1 — 5  der  Yflgl  an  oder  etwas  vor 
ihrer  Spitze  jederseits  von  einem  bläulichen  oder  weißen  Punkt  oder  Strich  begleitet.  Die  Vflgl  hinter  der  Zelle  mit  einer 
weißen  oder  weißlichen  Querbinde  aus  3 — 6  Flecken. 

H.  dexithea  Hew.  (47  a).  Beide  FlgPoben  schwarz;  die  Vflgl  mit  einer  breiten  weißen  Mittelbinde,  dexUhea. 
welche  sich  von  der  Mitte  des  Vrds  bis  zur  Glitte  des  Feldes  2  erstreckt,  mit  weißen  Submarginalflecken  in 
1  b,  2,  5 — 8,  mit  einem  bläulichen  Längsstrich  in  der  MittelzeUe  und  einem  bläulichen  Fleck  an  der  Wurzel 
des  Feldes  2;  die  Hflgl  mit  großem  weißem  ^littelfeld,  welches  in  den  Feldern  la — 5  durch  eine  breite  braun- 
rote Binde  begrenzt  wird;  Saumstriche  beider  Flgl  lang  und  bläulich.  Unten  sind  beide  Flgl  rotbraun  mit 
etwas  vergrößerten  hellen  Zeichnungen;  nur  die  etwa  3 — 4  mm  breiten  Saumbinden  und  der  Hrd  der  Vflgl 
fast  bis  zur  Rippe  3  sind  schwarz  und  die  Saumstriche  weiß  statt  blau.  Diese  prachtvolle  und  durch  ihre  lang- 
gezackten Hflgl  von  allen  anderen  abweichende  Art  kommt  nur  auf  Madagaskar  vor  tmd  fliegt  in  den  Wäldern 
der  nördlichen  und  östlichen  Teilen  der  Insel. 

H.  antevorta  Dist.  (47  a)  ist  auch  oben  schwarz  mit  blauer  Mittelbinde  der  Hflgl,  blauen  Discal-  anievorUu 
flecken  in  1  a,  1  b,  2  und  der  iDttelzelle  der  Vflgl  und  blauen  Saumstrichen,  die  jedoch  den  Saum  nicht 
ganz  erreichen;  die  weiße  Querbinde  der  Vflgl  ist  schmäler  als  bei  dexithea,  liegt  mehr  schief  und  endet  in 
Feld  4;  die  weißen  Submarginalflecke  der  Vflgl  sind  groß  und  alle  vorhanden.  Unten  sind  beide  Flgl  dunkel 
umbrabraun  und  nur  am  Hrd  der  Vflgl  schwarz,  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  weiß  und  nur  2  mm  breit;  die 
Saumstriche  sind  auch  weiß,  aber  größer  als  oben;  die  Vflgl  sind  an  der  Rippe  6  schärfer  hervortretend  als  bei 
den  anderen  Arten.     Bisher  nur  in  Deutsch  Ost-Afrika  angetroffen. 

H.  salmacis  ist  diu-ch  die  oben  in  der  Mitte  ausgedehnt  blau  oder  violett  gefärbten  Hflgl  au.sgezeichnet ; 
die  blaue  Farbe  bildet  nach  außen  in  jedem  Felde  zwei  lange  Spitzen  und  ist  in  der  Glitte  durch  eine  weiße 
Binde  mehr  oder  weniger  unterbrochen;  ein  anderes  großes  blaues  Feld  liegt  am  Hinterwinkel  der  Vflgl  und 
bedeckt  die  äußere  Hälfte  der  Felder  1  a  und  1  b  und  einen  größeren  oder  kleineren  Teil  von  Feld  2  und 


214  HYPOLIMNAS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

schließt  sich  nach  vorn  der  weißen  Mittelbinde  an;  beim  $  ist  die  blaue  Farbe  oft  durch  weißgrau  oder  gelb- 
grau ersetzt.     Auf  der  Unterseite  sind  beide  Flgl  dunkelbraun  mit  weißer  Mittelbinde  und  Saumflecken,  aber 

salmacis.  ohne  blaue  Zeichnungen;  die  Mittelzelle  hat  zwei  wurzelwärts  vereinigte  schwärzliche  Längslinien.  —  sal- 
macis  Dniry  (47  b).  Die  Vflgl  mit  weißen  Submarginalflecken  in  den  Feldern  Ib — 7  oder  wenigstens  in 
1  b,  2,  6  und  7 ;  ihre  weiße  Binde  schmal  und  blau  gesäumt ;  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  weißer  Mittel- 

cissalma.  binde.     Sierra-Leone   bis  Congo  und  Uganda.  ■ —  ab.   cissalma  Suff,  weicht  nur  dadurch  ab,  daß   beim  S 

alle  Zeichnungen  der  Oberseite  mit  Ausnahme  der  Subapicalflecke  6  imd  7  der  Vflgl  und  der  Fransenflecke 

blau    und    beim    $   die  Zeichnungen   der   Ober.seite   statt    blau    rahmgelb,  sind.     Tschad-See    und  Kamerun. 

plalydema.  —  platydema  Rothsch.  u.  Jord.  hat  die  weiße    Querbinde  beider  Flgl  breiter  imd  schärfer  begrenzt  als  bei 

tfiomcnsia.  der   Hauptform.     Unyoro   und   Abessinien.  —  thomensis  Auriv.  zeichnet   .sich   dadurch   aus,  daß   die   blaue 

Farbe  der  Vflgl  weniger  ausgebreitet  und  die  Mciße   Querbinde  viel  breiter,  fast  so  breit  wie  bei  monteironis 

ist,  besonders  aber  dadurch,  daß  die  weiße  Querbinde  der  Hflgl  oben  völlig  fehlt  und  unten  nur  durch  eine 

feine  Querlinie,  welche  fast  wie  bei  antevorta  verläuft,  aber  feiner  ist,  vertreten  wird.     Insel  Sao  Thome.  — 

moiäeironis.  monteironis  Druce  (4:7  b)  weicht  von  allen  übrigen  Formen  dadurch  ab,  daß  die  Spitze  der  Vflgl  bis  zur  weißen 

Querbinde  einfarbig  schwarz  ohne  Flecke  ist;  die  weiße  Querbinde  ist  breiter  als  bei  der  Hauptform,  schärfer 

begrenzt  und  vom  blauen  Fleck  fast  ganz  getrermt.     Alt-Calabar  bis  Angola  und  Uganda. 

rhapmani.  J  H.  chaptliani  Hew.  ist  eine  seltene  und  wenig  bekannte  Art,  deren Venvandtschaft  unsicher  ist;  durch 

die  ungefleckte  Mittelzelle  stimmt  sie  mit  der  ««/»(«c ('s- Gruppe  überein  und  die  beiden  dunklen  Linien  in  der 
Mittelzelle  der  Hflgl-Unterseite  stimmen  mit  salmacis.  Beide  Flgl  dunkelbraun,  im  Wurzelteil  der  Hflgl  heller, 
gelblichbraun  und  unten  an  der  Wurzel  rotbraun;  die  Rippen  sind  schwärzlich  und  die  Hflgl  haben  auf  beiden 
Seiten  dicke  schwarzbraune  Striche  auf  den  Zwischenaderfalten.  Bei  der  Hauptform  haben  die  Vflgl  nur  zwei 
faaciata.  weißliche  Discalflecke  in  den  Feldern  2  und  3.  Alt-Calabar.  — ■  ab.  fasciata  Auriv.  (47  d,  als  chapmanni) 
hat  auf  den  Vflgln  eine  weiße  Querbinde  aus  3 — -4  Flecken  der  Felder  2 — 5.  Kamerun.  —  Die  Art  hat  ein 
Planema-  oder  Pseudacraea-artiges  Aussehen  und  ist  vielleicht  als  eine  mimetische  Form  zu  betrachten. 

Dinarcha-  Gruppe. 

Die  Vflgl  haV)cn  in  der  Mitte  2 — 4  weiße  Flecke,  aber  keine  weiße  Siiba])icall)inde  und  keinen  Ilrdfleck,  sonst  stinuneii 
die  ^Vrten  mit  denen  der  folgenden  Gruppe  nahe  überein.  Die  Subniarginalflecke  der  Felder  5  luid  7  der  \ilg\  sind  jedoch  immer 
kleiner  als  der  im  Felde  6  oder  fehlen  ganz.   Die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  deutlichen  schwarzen  Strahlen  zwischen  den  Rippen. 

mechowi.      '  H.  mechowi  Dew.  (47  d).     Die  Vflgl  haben  in  der  Mitte  ein  großes  weißes  Feld,  welches  aus  einem 

Fleck  in  der  Zelle  und  je  einem  langen  Fleck  der  Felder  (1  b)  2 — -4  gebildet  ist;  der  Fleck  im  Felde  2  erreicht 
die  Zelle  und  bedeckt  fast  ganz  die  Wurzel  des  Feldes  2;  außerdem  haben  die  Vflgl  Subniarginalflecke  in  1  b, 
6  und  7,  von  denen  der  in  6  groß  ist ;  beide  Flgl  haben  weiße  Saumpunkte  und  die  Hflgl  sind  in  der  Mitte  aus- 
gedehnt weiß  gefärbt.  Unten  sind  die  Vflgl  an  der  Wurzel  und  im  Hrdsteil  schwarz  und  die  Hflgl  an  der  Wurzel 
des  Vrds  breit  gclbrot.     Congo-Gebiet. 

H.  dinarcha  weicht  von  mechowi  dadurch  ab,  daß  die  weißen  oder  bläulichen  Discalflecke  der  Vflgln 
kleiner  sind  und  der  im  Felde  2  weit  von  der  Wurzel  entfernt  ist ;  die  Hflgl  sind  am  Analwinkel  weniger  aus- 

dhuircha.  gezogen  und  unten  an  der  Wurzel  nicht  rötlich  gefärbt.  ■ —  dinarcha  Heir.  (47  c).  Die  Submarginalflecke  der 
Vflgl  sind  alle  oder  fast  alle  da  und  die  der  Felder  1  b,  4  und  0  stets  groß  (q)  oder  sehr  groß  ($);  die  Hflgl 
nahe  an  der  Wurzel  mit  einem  ovalen,  weißen  oder  weißlichen  Mittelfeld,  welches  wenigstens  die  Spitze  der 
Zelle  erreicht;  beim  $  ist  die  Discalbinde  der  Vflgl  größer,  mehr  zusammenhängend  und  aus  4  Flecken  ge- 

narcJiafli.  bildet.  Sierra-Leonc  bis  Congo  und  Uganda.  —  ab.  narchadi  Suff,  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl 
oben  dunkel  umbrabraun,  an  der  Wurzel,  am  Vrd  und  am  Saume  schwärzlich  sind  ohne  weißes  Mittelfeld. 

bartteloii.  Goldküste  und  Kamerun.  ■ — •  bartteloti  Smith  hat  etwas  kürzere  und  breitere  Flgl  und  den  Saum  der 
Vflgl  zwischen  den  Rippen  5  und  7  mehr  stumpf  abgerundet;  in  der  Zeichnung  weicht  sie  von  der  Hauptform 
nur  dadurch  ab,  daß  die  Submarginalflecke  2 — 5  der  Vflgl  alle  sehr  klein  sind  oder  fehlen.  Bisher  nur  in  den 
großen  Waldgegenden  im  Innern  des  Congo-G«bietes  angetroffen. 

Dubia-  Gruppe. 

Die  Vflgl  sowohl  mit  weißen  Subai>i(aHle<ken  in  oder  vor  derJlitte  derFelder4 — 6  wie  aviih  mit  hellen  Discalfleckcn 
in  (Ib)  2  (3)  und  der  Mittelzelle  odei'  statt  der  Discalflecke  mit  großenr  weißem  Hrdtleck,  welcher  die  :Mitte  der  Felder  1  a— 2 
bedeckt.  Die  weißen  Submarginalflecke  der  Vflgl  fehlen  völlig  oder  sind  klein;  der  vorderste  in  Feld  7  ist  jedocli  stets  größer 
als  die  derFelder3 — C.  Durch  die  liochüiteressanten  Entdeckungen  MillarS  (siehe  S.  215)  ist  die  Artenzahl  dieser  Gruppe  wesent- 
lich reduziert  worden. 

deceptor.  H.  deceptor  Trim.  (47c)  ist  besonders  durch  die  kürzeren    und    breiteren  Flgl  imd  die    eigentüm- 

liche Zeichinnig  der  Unterseite  der  Hflgl  kenntlich;  die  Hflgl  sind  nämlich  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  in 
Feld  8  mehr  oder  weniger  weiß,  aber   ohne   weiße,   schwarz   gerijigte  Wurzelpunkte,  wie  bei  den  Formen  von 


HYPOLIMNAS.     Von  Dr.  C.  Attrivillius.  215 

dubia;  das  Feld  7  ist  über  die  Mitte  hinaus  zum  größten  Teil  dunkelbraun  und  das  große  weiße  Mittelfeld  er- 
reicht den  Ird  und  entsendet  einen  Ast  gegen  die  Flglspitze  und  einen  gegen  die  Mitte  des  Saumes  in  Feld  4 ;  dann 
folgt  eine  breite  dunkelbraune  Binde  und  am  Saume  eine  schmale  weißliche,  durch  zwei  schwarze  Linien  ge- 
teilte Binde;  die  Vflgl  haben  einen  weißen  Punlit  im  Wurzelteil  der  Zelle,  eine  zusammenhängende  Discal- 
binde  und  Subapicalbinde  und  gewöhnlich  nur  zwei  Submarginalpunkte,  einen  in  1  b  und  einen  in  7 ;  imten  sind  die 
Vflgl  bis  zur  Rippe  4.  schwärzlich,  dann  heller  braun  und  stellenweise  weißgesprenkelt,  an  der  Mitte  des  Saumes 
sind  sie  weißlich  aufgehellt ;  Hflgl  oben  mit  großem  weißen  Discalfeld,  welches  die  Mitte  überragt  und  nach  außen 
abgerundet  ist;  die  hellen  Zeicluiungen  sind  heim  ^  (=kirhyi  Btlr.)  "klemev  als  beim  9-  Rp sammetschwarz  mit 
einem  gelben  Gürtel  in  der  Mitte  jedes  Gliedes,  worin  die  Dornen  stehen;  die  Kopfdornen  sind  lang,  schwarz 
und  an  der  Spitze  knopfförmig  verdickt ;  sie  lebt  in  Natal  auf  einer  Art  der  Gattung  Fleurya.  Natal  bis  Brit. 
Ost-Afrika.  —  deludens  Smith  (=  grandidieri  (J.  Mab.)  ist  die  Rasse  von  Madagaskar  und  weicht  nur  da-  deludem. 
durch  ab,  daß  beide  Flgl  eine  vollständige  Reihe  weißer  Submarginalpunkte  haben. 

H.  limbata  Crowley  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  die  weißen  Saumflecke  beider  Flgl  auf  beiden  Sei-  limhaia. 
ten  zu  einer  1  mm  breiten,  nur  durch  die  dunklen  Rippen  unterbrochenen  Saumbmde  vereinigt  sind.  Die 
Flgl  smd  auf  beiden  Seiten  hell  schwarzgrau  mit  fast  denselben  weißen  Zeichnungen  wie  bei  drucei  Btlr.,  aus- 
genommen, daß  die  Submarginalflecke  6- — 8  der  Vflgl-Oberseite  größer  und  mit  einander  vereinigt  sind.  Klei- 
ner als  drucei,  mit  einer  Spannweite  von  etwa  60  mm;  wahrscheinlich  nur  eine  Form  von  dubia.  Stammt 
aus  Madagaskar  und  muß  sehr  selten  sein. 

H.  dubia  ist  eine  sehr  formenreiche  und  in  biologischer  Hinsicht  interessante  Art.  Schon  lange  waren 
von  dubia  drei  Lokalrassen  bekannt,  eine  westafrikanische  (dubia  mit  den  Abänderungen  cerberus  und  damoclina), 
eine  süd-  und  ostafrikanische  (mima)  und  eine  madagassische  (drucei  mit  der  Abänderung  bewsheri).  Zu- 
gleich war  eine  andere  Art  anthedon  bekannt,  welche  in  Struktur  und  Flglform  völlig  mit  dubia  übereinstimmte, 
aber  eine  ganz  andere  Zeichnung  hatte,  indem  die  helle  Discalbinde  der  Vflgl  fehlte  und  durch  einen  großen 
Hrdfleck  der  Felder  la — 2  ersetzt  war,  und  auf  beiden  Flgln  die  weißen  Submarginalpunkte  vermißte.  Auch 
anthedon  hatte  drei  Lokalrassen,  eine  westafrikanische  (anthedon,  Hauptform),  eine  süd-  und  ostafrikanische 
(wahlbergi)  und  eine  madagassische  (madagascariensis).  Zwar  waren  einige  wenige  Stücke  bekannt  (diffusa, 
daemona,  daemonides),  welche  als  Uebergangsformen  zwischen  dubia  und  anthedon  betrachtet  werden  könnten. 
Da  aber  Hybriden  in  der  Natur,  wenn  auch  sehr  selten,  auftreten  können,  wurden  diese  Stücke  als  solche 
betrachtet.  Weiter  waren  auch  Stücke  von  mima  und  wahlbergi  in  Copula  gefangen.  Auch  diese  Tatsache 
genügte  aber  nicht,  um  die  beiden  ,, Arten"  zu  vereinigen.  Erst  durch  die  von  Alfred  D.  Millar  im  Jahre 
1909  in  Natal  au.sgeführten  Experimente  wurde  die  Sache  endgültig  aufgeklärt.  Millar  erhielt  aus  von  einem 
H.  ivahlbergi-'^  gelegten  Eiern  4  wahlbergi  und  5  miyna,  und  aus  Eiern  eines  mima-'^  einmal  nur  Stücke  von 
mima  und  ein  andermal  8  mima  und  3  wahlbergi.  Hierdurch  ist  dargelegt,  daß  wir  es  bei  dubia  nicht  nur  mit 
drei  verschiedenen  Lokalrassen,  sondern  auch  bei  jeder  Rasse  mit  zwei  in  der  Zeichnung  ganz  verschiedenen 
Formen,  welche  beide  Geschlechter  umfassen,  zu  tun  haben.  Es  verdient  noch  hervorgehoben  zu  werden, 
daß  die  Formen  ohne  Hrdfleck  der  Vflgl  die  Amauris-Arten  hyalites  (24  a),  egialia  (25  c),  inferna  (24  b),  he- 
cate  (24  b)  und  albi^nacukita  (25  d,  als  lobengula),  nachahmen,  während  dagegen  die  Formen  mit  Hrdsfleck 
der  Vflgl  den  Formen  von  Amauris  niavius  (23  d)  und  nossima  (23  d)  älmlich  sind.  Alle  Formen  von  dubia 
sind  unten  dicht  an  der  Wurzel  der  Hflgl  tiefschwarz  mit  zwei  weißen  Punkten,  einem  in  der  Mittelzelle  und 
einem  im  Felde  8.     Die  Rp  weicht  durch  gelbliche  Dornen  von  der  von  H.  deceptor  ab. 


a.  Die  w  e  s  t  a  f  r  i  k  a  n  i  s  c  h  e  Rasse. 

dubia    Pal.    (48  a).     Vflgl    mit    Submarginalpunkten ,     aber    ohne    Hrdsfleck;     der    helle    Wurzelteil    der  dubia. 
Hflgl  ist  groß,  bedeckt  auch  die  Wurzel  der  Felder  1  c,  2  und  3  und  dehnt  sich  in  den  Feldern  4 — 6  weit 
über  die  Mitte  hin  aus. — ab.  damoclina  Tm«,.  (47  b,  c)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  das  helle  (weiße  bis  gelb-  damoclina. 
liehe)  Wurzelfeld  der  Hflgl  viel  kleiner  ist,  die  Mitte  nicht  überragt  und  nach  hinten  und  innen  von  der  hin- 
teren Mittelrippe  begrenzt  ist ;  die  Discalflecke  der  Vflgl-Oberseite  sind  beim  $  oft  bläulich ;  sie  bildet  durch  die 
Verkleinerung  des  Mittelfeldes  der  Hflgl  einen  Uebergang  zu  ab.  cerberus  Auriv.,  bei  der  das  helle  Feld  der  cerberus. 
Hflgl  völlig  fehlt;  vergl.  Amauris  tartarea  (25a).  ■ — ■  fa.  daemona  Stgr.  bildet  eine  Uebergangsform  zwischen  daemona. 
dubia  und  anthedon  und  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  der  Discalfleck  in  Feld  2  der  Vflgl,  welcher  dieselbe 
Form  wie  bei  dubia  hat,  durch  drei  lange  weißliche  Flecke  der  Felder  1  a  und  1  b  mit  dem  Hrd  vereinigt  ist, 
und   daß   die    Subapicalbmde   zusammenhängend   ist;  die  weißen  Submarginalpunkte   sind   vorhanden,  aber 
kleiner  als  bei  dubia;  das  helle  Feld  der  Hflgl  so  groß  wie  bei  dubia.     Kamerun.  ■ —  ab.  daemonides  Stgr.  (=  la-  daemonides. 
tepicta  Bartel)  ist  auch  eine  Uebergangsform,  die  von  daemona  nur  dadurch  abweicht,  daß  der  Hrdfleck  der 
Vflgl  in  den  Feldern  1  a  luid  1  b  gelblich  und  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  schwärzlich  bestäubt  ist;  das 
helle  Feld  der  Hflgl  ist  kleiner  als  bei  daemona.     Kuilu.  —  fa.  anthedon  Dbl.  (47  c)  ist  die  Form  olme  Sub-  anthedon. 
marginalpunkte  und  mit  großem  weißem  Hrdfleck  der  Vflgl;  das  helle  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  mäßig  groß 
und  die  schwarze  Saumbinde  darum  an  der  Rippe  zwei,  6 — 15  und  an  der  Rippe  sechs,  5 — 9  mm  breit.  —  Die 


216 


vSALAMIS.     Von  Dr.  C.  Aukiviluus. 


westafiikanische  Rasse  ist  von  Sierra-Leone  bis  Angola  und  Uganda  verbreitet  und  geht  in  den  Grenzgebieten 
allmählich  in  die  folgende  Rasse  über. 

ß.  Süd-  und  ostafrikanische  Rasse. 

mima.  Hlima  Trini.  {48  a)  entspricht  dubia,  hat  aber  einen  schmalen  strichförmigen  weißen  Fleck  in  der  Mit- 
tclzelle  der  Vflgl,  welcher  die  Hüiterecke  der  Zelle  nicht  erreicht;  das  helle  Feld  der  Hflgl  ist  groß,  bedeckt 
millari.  wie  bei  dubia,  auch  die  Wurzel  der  Felder  1  c — 3,  und  ist  nach  außen  abgerundet.  —  fa.  miliar!  form.  nov. 
ist  eine  schon  1910  von  Trimex  abgebildete  Uebergangsform  zw  wahlbergi,  welche  der  daemonu  Stgr.  ent- 
spricht und  davon  nur  durch  größeren  und  schärfer  begrenzten  Hrdfleck  der  Vflgl  und  besser  begrenztes  Wurzel- 
wahlbergi.  feld  der  Hflgl  abweicht.  —  fa.  wahlbergi  Wallengr.  (47  d)  weicht  von  anthedon  nur  durch  Vergrößerung  der 
weißen  Zeichnungen  ab;  die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl  wird  dadurch  nur  4 — 6  mm  breit.  —  Diese  Rasse 
kommt  in  Natal  und  ganz  Ost-Afrika  bis  Uganda  vor. 

y.  Madagaskarische  Rasse. 

drutxi.  drucei  Bllr.    entspricht    den  Formen    dvbia    und    mima,    weicht    aber    dadurch    von  ihnen    ab,    daß  die 

Submarginalpunkte  der  Hflgl  größer  sind  und  in  allen  Feldern,  auch  in  1  c  und  2  auftreten;  das  helle  Feld 

bewsheri.  der  Hflgl  ist  groß  und  gelblich.  —  ab.  bewsheri  Btlr.  hat  weißes  oder  weißliches  Wurzelfeld  der  Hflgl,  stimmt 

diffusa,  aber  sonst  mit  drucei  überein.  —  fa.  diffusa  Bllr.  ist  wie  daemona  und  millari  eine  Zwischenform  imd  hat 

wie  diese  einen  großen  Hrdfleck  der  Hflgl  und  deutliche  Submarginalpunkte,  welche  jedoch  auch  in  1  c  und  2 

madagas-  der  Hflgl  auftreten;  der  helle  Wurzelteil  der  Hflgl  ist  sehr  groß  und  weiß.  —  fa.  madagascariensis  Mab. 

carieiisiH.  j^qj^^jj  dpi-  Form  irahlbergi  sehr  nahe,  hat  aber  noch  mehr  ausgedelmte  weiße  Zeichnimgen  und  einen  dicken, 

nicht  strichförmigen  weißen  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl. 

mawbara.  H.  usambara  Ward,  ist  der  Form  ivahlbergi  von  dubia  ähnlich,  aber  größer  und  dadurch  verschieden, 

daß  die  Hflgl  oben  in  1  b  und  2  vor  dem  Saume  braunrote  Flecke  und  unten  vor  dem  schmal  schwarzen 
Saume  eine  ähnlich  gefärbte  breite  Bogenbinde  haben;  auch  die  Vflgl  unten  vor  der  Spitze  braunrot.  Da 
auch  andere  Arten,  wne  z.  B.  Pseudacraea  lucretia  und  Neptidopsis  ophione  ostafrikanische  Rassen  haben,  bei 
denen  gelbrote  Zeichnungen  am  Hrd  der  Hflgl  auftreten,  würde  es  mich  nicht  überraschen,  wenn  diese  seltene 
Form  sich  auch  als  eine  Rasse  von  dubia  herausstellte.     Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika. 

4.  Gattung":  ^ialaiiiis  Bsd. 

Diese  Gattung  stimmt  im  Rippenbau  fast  völlig  mit  Hypolimnas  überein  und  umfaßt  große,  breitflü- 
gelige  schön  gefärbte  Arten,  welche  für  die  äthiopische  Region  eigentümlich  sind  und  sich  am  engsten  der 
indischen  Gattung  Rhinopalpa  anschließen.  Die  Vflgl  sind  am  Ende  der  Rippe  6  stets  geeckt  oder  lang  aus- 
gezogen und  die  Hflgl  am  Analwinkel  gelappt  oder  geschwänzt. 

Die  Entwicklungsstadien  stimmen  mit  denen  von  Hypolimnas  überein  und  die  Rp  hat  zwei  lange 
Dornen  am  Kopfe,  zwei  jederseits  des  ersten  GUedes,  je  10  auf  dem  2.  und  3.  Gliede  und  je  11  auf  den  Glie- 
dern 4 — 10.    Die   Ppn  sind  denen  unserer  großen    Vanessa-Axten  sehr  ähnlich. 

Die  Arten  können  in  drei  sehr  natürUche  Gruppen  eingeteilt  werden. 


Erste   Gruppe. 


Der  Saum  der  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  5  geeckt  oder  kurz  geschwänzt.     Beide  F 
nf  lecken ;  die  Augentlccke  1  b  und  2  der  Vflgl  sind  gleichweit  vom  Saume  entfernt 


Beide  Flgl  oben  und  unten  mit  submargina- 


len Augen  fl 

ieniora.  S.  temora  Fldr.  (50  c).  Beide  Flgl  oben  bis  zu  den  Augenflecken  oder  auf  den  Vflgln  fast  bis  zum  Saume 

schön  dunkelblau  cj  oder  violettbraun  9,  dann  braungrau  mit  1 — 5  Augenflecken  und  zwei  schwarzbraunen 
Saumlinien;  Unterseite  mit  violettgrauen  und  schwarzbraimen  Querbinden  oder  Querlinien  vuid  mit  einem 
virescens.  weißlichen  Fleck  am  Vrd  der  Hflgl.  Alt-Calabar  bis  Angola,  Deutsch-Ostafrika  und  Abessinien.  —  ab.  virescens 
Suff,  weicht  durch  blaugrüne  bis  fast  grüne  Farbe  der  Oberseite,  welche  sich  auf  den  Hflgln  bis  zur  ersten  Saum- 
linie erstreckt  und  also  die  Augenflecke  einschließt,  ab.     Deutsch-Ostafrika:  Mhonda. 

cj/turit.  S.  cytora  Dhl.  m.  Hew.  (50  c)  steht  der  vorigen  Art  sehr  nahe  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  beide 

Flgl  oben  eine  breite  hellblaue  (S)  oder  weißliche  (?)  Mittelbinde  haben,  welche  sich  auf  den  Vflgln  von  der 
Mitte  des  Vrds  bis  zum  Hrd  nahe  am  Analwinkel  erstreckt  und  dort  die  Augenflecke  der  Felder  1  b  und  2  ein- 
schheßt  und  auf  den  Hflgln  die  Rippe  1  b  erreicht  und  fast  gerade  ist.    Sierra-Leone  bis  Togo. 


Zweite   Gruppe 

Der  Saum  der  Ilflgl  am  Ende  der  Rippe  4  mehr  oder  weniger  lang  geschwänzt ;  Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  6  lang 
ausgezogen.  Flgl  oben  mit  weiUer  oder  weililicher,  stark  perlinutterglänzender  Grundfarbe;  schwarz  sind  die  Spitze  der 
Vflgl  in  kleinerer  oder  größerer  Ausdehnung,  zwei  bisweilen  undeutliche  oder  in  Flecke  aufgelöste  Linien  vor  dem  Saume  und 
die  Augenflecke.     Der  Augeulleck  des  Feldes  1  b  der  Vflgl  liegt  viel  näher  am  Saume  als  der  in  2. 


Ausgegeben  14.  1.  1913.  SALAMIS.     Von  Dr.  C.  Aueivillius.  217 

S.  parhassus  ist  durchschnittlich  größer  als  die  folgende  Art  und  kann  sofort  durch  die  stark  glänzende 
Unterseite  beider  Flgl  davon  unterschieden  werden;  der  Augenfleck  im  Felde  2  der  Vflgl  ist  auch  unten  deut- 
lich. —  parhassus  Drury  ist  die  nördhche  Rasse  und  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  der  Saum  beider  Flgl  oben  parhassus. 
breiter  verdunkelt  ist  und  an  der  Spitze  der  Vflgl  mit  den  Augenflecken  der  Felder  5  und  6  völlig  vereinigt  ist. 
Sierra-Leone  bis  Niger.  —  aethiops  Pal.  (50  b).  Die  dunkle  Saumbinde  der  Oberseite  fehlt  oder  ist  schmal  und  der  adhiops. 
Augenfleck  des  Feldes  5  der  Vflgl  liegt  gewöhnlich  ganz  frei.  ^  Rp  schwarz  mit  einer  breiten  rotbraunen  Quer- 
binde auf  dem  Rücken  jedes  Gliedes  zwischen  den  Dornengürteln  oder  einfarbig  rotbraun  mit  schwarzen  Dornen 
und  schwarzem  Kopfe.    Alt-Calabar  bis  zum  Kaplande  und  Abessinien. 

S.  anacardii.  .  Die  Flgl  unten  mit  matter  weißer,  nicht  glänzender  Grundfarbe;    der  Augenfleck  im 
Felde  2  der  Vflgl-Unterseite  fehlt  oder  ist  ganz  undeutlich;    die  Spitze  der  Vflgl  ist  oben  breit  schwarz,  die 
schwarze  Farbe  ist  wurzelwärts  scharf  begrenzt  und  schließt  einige  weiße  Flecke  ein.  — ■  anacardii  L.  Der  schwarze  anacardii. 
Spitzenteil  der  Vflgl-Oberseite  i.st  schmaler  und  sclüießt  im  Felde  4  nicht  einen  weißen  Fleck  völlig  ein.    Sierra- 
Leone  bis  Goldküste.  —  ansorgei  Rothsch.  kommt  der  Hauptform  sehr  nahe,  hat  aber  eine  mehr  rötlich  schil-  ansorgei. 
lernde  Oberseite;    die  schwarzen  Submarginalflecke  der  Felder  4 — ^6  liegen  in  gerader  Linie  und  der  in  Feld  2 
ist  größer  als  der  in  Ib.    Angola.  —  nebulosa  Trim.  (50b  9;  <S  als  anacardii)  hat  besonders  beim  $  mehr  aus-  nchulosa. 
gedehnte  schwarze  Zeichnungen  der  Oberseite ;  der  schwarze  Spitzenteil  der  Vflgl-Oberseite  schließt  im  Felde  4 
stets  einen  kleinen  weißen  Punkt  völlig  ein.      Natal  bis  Unyoro  und  Abessinien.  —  duprei  Vins.  (50  b)  kommt  duprei. 
nur  auf  Madagaskar  vor  und  weicht  von  den  anderen  Rassen  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  am  Analwinkel  lang 
geschwänzt  sind  und  der  Saum  der  Vflgl  beim  <^  an  der  Rippe  6  selir  lang  ausgezogen  ist. 

Dritte   Gruppe. 

Saum  der  Hflgl  gleichmäßig  abgerundet  oder  an  der  Rippe  4  geeckt  oder  kurz  geschwänzt.  Flgl  oben  mit  rotbrauner, 
violettbrauner  oder  dunkelbrauner  Grvmdfarbe  und  schwarzem  Spitzenteil  der  Vflgl;  die  schwarze  Farbe  «'reicht  die  Mitte  des 
Vrds  und  den  Ilinterwinkel.  Die  Hflgl  oben  mit  zwei  dunklen  Saumlinien  aber  ohne  Augenflecke,  statt  derselben  bLsweilen 
mit  Mulimarginalpunkten.  Die  T^nterseite  Lst  äußerst  veränderlich  und  kaum  bei  zwei  Stücken  gleich  gefärbt:  sie  ist  mehr 
oder  weniger  blattähnlich  oder  gleich  einem  mit  Flechten  oder  Moos  bekleideten  Zweig  oder  Baumstauiiii.  Eine  gerade  dunkle 
Linie  geht  vom  Analwuikel  der  Hflgl  fast  bis  zur  Spitze  der  Vflgl.  Das  Schwänzchen  am  Analwinkel  der  Hflgl  ist  stets  etwas 
einwärts  gebogen. 

S.  augustina  Bsd.  Beide  Flgl  oben  dunkel  violettbraun;  die  Vflgl  mit  schwarzer  Saumbinde,  welche  augustina. 
stets  einen  großen  weißen  Submarginalfleck  des  Feldes  5  und  gewöhnlich  auch  weiße  Flecke  der  Felder  2 — 4 
einschließt;  die  Hflgl  mit  hellgrauer  bis  gelblicher,  in  der  Mitte  etwa  13 mm  breiter  Saumbinde;  die  Querlinie 
der  Unterseite  ist  mehr  oder  weniger  weiß  gesäumt  oder  von  weißen  Flecken  begrenzt.  Madagaskar,  Bourbon 
und  früher  auch  auf  Mauritius,  wo  sie  jedoch  jetzt  ausgerottet  zu  sein  scheint.  Oberstlieutenant  N.  Mandebs, 
welcher  im  Jahre  1907  eine  Arbeit  über  die  Tagfalter  von  Mauritius  und  Bourbon  herausgab,  schreibt  hierüber: 
,, Diese  Art  ist  von  ganz  besonderem  Interesse,  weil  sie  fast  sicher  (auf  Maui'itius)  ausgestorben  ist,  da  in  den 
letzten  zwölf  Jahren  kein  Stück  gefangen  w^urde.  So  weit  ich  nach  gründlicher  Nachforschung  ermitteln  konnte, 
existieren  nunmehr  nur  zwei  Stücke,  eines  in  Mr.  Trimens  Sammlung  und  eines  im  Museum  von  Port  Louis. 
Es  liegt  darum  Veranlassung  vor,  alles  was  ich  über  den  Fang  der  letzten  Exemplare  dieser  seltenen  Art  er- 
fahren habe,  mitzuteilen.  Die  Art  fing  schon  im  Jahre  1865,  als  Trimen  die  Insel  besuchte,  an,  sehr  selten  zu 
werden  und  es  ist  sonderbar,  daß  eine  Art,  deren  Rp  auf  dem  Zuckerrohr,  welches  den  größten  Teil  von  Mauritius 
bsdeckt,  lebt,  nicht  häufig  sondern  selten  war.  Ihr  Verschwinden  schreibe  ich  den  Verheerungen  der  indischen 
Mynah  (Acridotheres  tristis)  zu.  Diese  Starenart  wurde  vor  etwa  hundert  Jaliren  eingefülrrt,  um  die  Feldgrillen 
und  andere  Insekten,  die  am  Zuckerrohr  schadeten,  zu  vertilgen.  Der  Vogel  wird  geschützt  und  darum  sehr 
häufig;  er  fliegt  in  kleinen  Schwärmen  von  20 — .30  Stücken  überall  im  Lande.  Er  wurde  auch  in  Bourbon 
eingeführt,  dort  aber  wandert  er  zum  Glück  für  S.  augustina  so  häufig  in  die  Kochtöpfe  der  Einwolmer,  daß 
der  Schmetterling,  wenn  auch  in  Anzahl  sehr  reduziert,  noch  überlebt.  In  Madagaskar,  wo  der  Mjmah  fehlt, 
ist  8.  augustina  weniger  selten.  Der  Mensch  ist  also  für  die  Ausrottung  dieser  Art  auf  Mauritius  verantwortlich. 
Das  Stück  im  Museum  von  Port  Louis  stammt  aus  der  Sammlung  von  Herrn  Reynard,  welcher  vor  etwa 
25  Jahren  aus  Rpn,  die  er  in  seinem  Garten  im  Moka-Bezirk  fand,  ein  halbes  Dutzend  Schmetterlinge  erzog. 
Im  August  1895  erbeutete  Dr.  Bolton  zwei  Stücke  bei  Savillac  an  der  Ostküste.  Diese  Exemplare  gingen 
später  verloren  und  sind  die  letzten  Stücke,  welche,  so  viel  ich  weiß,  gefangen  worden  sind."  Das  Aussterben 
der  S.  augustina  auf  Mauritius  ist  um  so  mehr  zu  bedauern,  als  sich  dort  walu'scheinlich  eine  besondere  Rasse, 
die  durch  bessere  Entwicklung  der  weißen  Submarginalflecke  der  Vflgl-Oberseite  ausgezeichnet  war,  ausge- 
bildet •  hatte. 

S.  anteva  Ward.  (50  a).    Saum  der  Hflgl  abgerundet  oder  an  der  Rippe  4  sehr  schwach  geeckt;    beide  anteva. 
Flgl  oben  mit  gelbbrauner,  auf  den  Hflglii  viel  dunklerer,  schwach  violett  schillernder  Grundfarbe;   der  schwarze 
Spitzenteil  der  Vflgl  nahe  seinem  Ird  in  den  Feldern  3 — 6  mit  einer  hellen  Subapicalbinde,  welche  beim  ^J  blau 
und  beim  $  weiß  ist ;   die  Unterseite  ist  heller  oder  dunkler  ledergelb  bis  violettgrau  mit  dunkleren  Querbinden 
und  Querlinien.    Madagaskar. 

XIII  28 


amaniensis. 


218  CATACROPTERA;  PRECIS.     Von  Dr.  C.  ATJEmLLixTS. 

S.  amaniensis  Vossder  ist  mir  unbekannt  und  wird  mit  folgenden  Worten  beschrieben:  „Grundfarbe 
der  Oberseite  dunkel  rotbraun  mit  starkem  rotviolettem  Schiller,  der  sich  auch  über  die  Randzeiclmungen 
der  Flgl  legt;  Apicalteil  und  Außenrd  der  Vflgl  von  einer  breiten  blauschwarzen  Binde  bedeckt,  deren  innere 
Begrenzung  in  einem  Bogen  von  der  Vrdsmitte  bis  zumHrd  reicht  und  2,5  mm  vor  dem  Außenrdwinkel  endigt; 
nahe  dem  Apex  sitzt  ein  runder  Fleck  im  Feld  5.  ein  zweiter  kleiner  am  Anfang  des  Feldes  7,  beide  blauweiß; 
Mittelteil  des  Außenrds  schmal  blauweiß  gesäumt  mit  weißen  Randstrichelchen  auf  den  Zwischenaderfalten, 
die  sich  nach  vorne  fortsetzen;  Vrd  bis  zur  Mitte  gelbbraun;  Hflgl  dem  Außenrd  zu  dunkler,  besonders  auf  der 
vorderen  Hälfte,  die  neben  zwei  den  ganzen  Saum  begleitenden  schwärzliehen  gewellten  Linien  4  verschwom- 
mene dunkle  Punkte  erkennen  läßt;  Vordereeke  zart  weiß  eingefaßt;  Analwinkel  lappig  ausgezogen  mit  weni- 
gen zerstreuten  blauweißen  Schuppen;  Grundfarbe  der  Unterseite  schokoladenbraun  mit  etwas  violett  mit 
schwärzlichen,  braunen  und  grauweißen  Zeichnungen;  eine  gerade  Linie  zieht  vom  Vrd  der  Vflgl  nahe  der 
Spitze  bis  zum  Analwinkel  der  Hflgl  durch;  an  ihrer  Innenseite  sitzen  im  Feld  6  und  7  des  Hflgls  drei  weiße 
Fleckchen,  die  beiden  vorderen  sich  berührend."  Nach  der  Beschreibung  scheint  mir  diese  Art  entschieden 
der  folgenden  näher  als  der  vorhergehenden  zu  stehen.   Deutsch-Ostafrika:  bei  Amani. 

rarta.  S.  cacta  F.  (50  c)  weicht  von  den  vorhergehenden  Arten  dieser  Gruppe  dadurch  ab,  daß  der  Saum  der 

Hflgl  an  der  Rippe  4  kurz  geschwänzt  (ö")  oder  wenigstens  deutlich  geeckt  (?)  ist.  Beide  Flgl  oben  dunkel  rot- 
braun mit  violettem  Schiller;  die  Vflgl  an  der  Innenseite  des  schwarzen  Spitzenteiles  mit  einer  breiten  orange- 
gelben Binde,  welche  sich  vom  Vrd  wenigstens  bis  zur  Rippe  2  erstreckt;  die  Vflgl  gewölmlich  vor  der  Spitze 
mit  zwei  weißen  oder  bläulichen  Punkten,  dem  einen  in  Feld  5,  dem  anderen  in  7  und  8;  die  Unterseite  sowohl 
hinsichtlich  der  Grundfarbe  wie  der  Zeichnung  äußerst  veränderlich,  braungrau-dunkelbraun-gräulich-gelblich. 
l,n,:,nid:,.  Sierra-Leone  bis  Congo  und  Abessinien.  —  ah.  languida  Bartel  ist  auf  ein  $,  bei  dem  der  violette  Schiller  der 
Oberseite  völlig  fehlt,  gegründet.    Ruwenzori. 

5.  Gattuii^^ :  C'atacroptera  Karsch. 

Die  einzige  Art  dieser  Gattmig  wurde  früher  zur  Gattung  Precis  gestellt  und  weicht  tatsächlich  auch 
nur  wenig  von  dieser  ab.  Die  Unterschiede  sind  in  der  Uebersicht  angeführt.  Die  Hflgl  sind  am  Analwinkel 
deutlich  geschwänzt. 

Die  Rp  weicht  durch  zwei  lange,  am  Ende  verdickte  Kopfdornen  ab  und  die  Pp  ist  in  der  Mitte  bauchig 
und  entbehrt  die   Zapfen   und  Dornen   der   Precis-Ppn. 

C.  cloanthe  bildet  zwei  Lokalrassen,  welche  jede  eine  Regen-  und  eine  Trockenzeitform  hat;    die  Flgl 
sind  oben  orangegelb  mit  schwarzer  Wurzel,  zwei  schwarzen  Querstrichen  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  einem 
hinter  der  Zellenspitze,  postdiscalen  oft  blau  gekernten  Augenflecken  und  zwei  oft  in  Flecke  aufgelösten  oder 
cloanthe.  teilweise  undeutlichen  dunklen  Saumlinien;   ein  schwarzer  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Hflgl.  —  cloanthe 
Cr.  (52  c;  die  Hflgl  sind  am  Analwinkel  defekt)  ist  die  süd-  und  ostafrikanische  Rasse  und  dadurch  kenntlich, 
daß  die  Saumlinien  der  Vflgl-Oberseite  undeutlich  oder  zum  Teil  in  Flecke  aufgelöst  sind;   die  Augenflecke  der 
Hflgl  sind  wurzeiwärts  nicht  oder  nur  durch  eine  feinere  und  unvollständige  Querlinie  begrenzt;   die  Unterseite 
obscurior.  hat  eine  gelbliche  braun  gesprenkelte  Grundfarbe.    Angola  bis  zum  Kaplande  und  Abessinien.  —  fa.  obscurior 
Stgr.  ist  der  Trockenzeitform  und  weicht  nur  durch  die  viel  dunklere  graubraune  oder  dxmkelbraune  Unterseite 
Ugala.  ab.  —  ligata  Rothsch.u.  Jonl.  ist  die  nordwestliche  Rasse  und  zeichnet  sich  dadurch  aus.  daß  die  Saumlinien, 
der  Vflgl-Oberseite  dicker  und  deutlicher  sind  und  daß  die  Augenflecke  der  Hflgl-Oberseite  auf  beiden  Seiten 
von  einer  dicken  aus  Bogen  gebildeten  Querlinie  begrenzt  sind;    die  Unterseite   mit  gelblicher    Grundfarbe. 
fuscaki.  Sierra-Leone  bis  Togo.  —  f.  fuscata  RofJisrh.  it.Jord.  ist  die  durch  eine  dunkle  LTnterseite  ausgezeichnete  Trocken- 
zeitform von  ligata.  —  Die  Rp  ist  unten  dunkelbraun,  oben  ockergelb  mit  breiten  braunen  Querbinden,  worin 
die  Dornen  stehen;   der  Kopf  ist  rotbraun  mit  zwei  weichen  nicht  stacheligen,  aber  an  der  Spitze  knopfförmig 
verdickten  Scheiteldornen.   Pp  hell  giihi  niit  braunen  Linien  und  Flecken  und  weniger  eckig  als  die  Precis-Ppn. 

6.  Gattung-:  Precis  Hbn. 

Eine  Gattung  mit  zahlreichen,  teilweise  häufigen  und  in  den  Tropen  sowohl  der  alten  wie  der  neuen 
Welt  weit  verbreiteten  Arten.  Die  Arten  sind  besonders  durch  ihre  oft  sehr  scharf  ausgeprägten  Zeitformen 
sehr  interessant  und  verdienen  im  ganzen  Gebiete  genau  studiert  zu  werden.  Ueber  die  indischen  Precis  und 
ihre  Variation  vgl.   Bd.   9,   S.   516—524. 

Die  Flgl  sind  ziemlich  kurz  und  breit;  die  Vflgl  sind  am  Saume  nu^hr  oder  weniger  ausgerandet  und 
an  den  Rippen  2  und  6  geeckt  oder  sogar  lang  ausgezogen;  che  Hflgl  sind  dagegen  abgerundet  oder  am  Anal- 
winkel gelappt  oder  geschwänzt  und  an  der  Mitte  des  Saumes  geeckt  oder  gezackt.  Beide  Flgl  oben  fast  immer 
liinter  der  Mitte  mit  einer   Querreihe  von  Augenflecken  oder  schwarzen  Punkten. 

Rp  fast  zylindrisch  mit  kurzen  DoriuMi  an  den  Körpergliedern  und  zwei  Wärzchen  oder  kurzen  Hörnern 
am  Kopfe;    das  erste  Segment  hat  oben  nur  kleine  Warzen,  aber  jederseits  zwei  kurze  Dornen;    die  Gheder 


PRECIS.    Von  Dr.  C.  AURiViLLrüs.  219 

2 — 10  haben  dagegen  jedes  8 — 11  kurze  Dornen,  nämlich  einen  in  der  Mittellinie  des  Rückens,  einen  jederseits 
des  Rückens  und  je  drei  in  den  Seiten,  von  denen  der  unterste  an  den  Gliedern  6 — 9  doppelt  ist;  die  Glieder 
2  und  3  vermissen  den  mittleren  Rückendorn,  sind  aber  sonst  wie  die  Glieder  4  und  5  bewaffnet;  das  11.  Glied 
hat  keinen  Fußdorn;  das  12.  nur  die  drei  Rückendornen  und  das  13.  (die  Afterklappe)  nur  zwei  Dornen.  — 
Pp  mit  stumpfem  seicht  ausgerandetem  Kopfe;  Rücken  und  Hlb  mit  kurzen  Tuberkeln. 
Die  Arten  können  nach  der  folgenden  Uebersicht  in  Gruppen  eingeteilt  werden. 

Uebersicht  der  Gruppen. 

I.  Die  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  1  b  deutlich  ausgezogen,  gelappt  oder  geschwänzt,  und  immer  mehr 
als  am  Ende  der  Rippe  2  hervortretend. 

A.  Die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  wenigstens  bis  zur  Spitze  der  Zelle  blau.    Die  Hflgl  oben  mit  1 — 2 
großen  Augenflecken  (in  den  Feldern  2  und  5) 

Erste  Gruppe. 

B.  Die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  nicht  blau.    Die  Hflgl  oben  ohne  Augenflecke  oder  mit  einer  Quer- 
reihe von  4 — 7  kleinen  Augenflecken. 

a.  Die  Flgl  oben  dunkelbraun-schwarzbraun,  ohne  eigentliche  helle  Querbinde,  aber  mit  zwei 
schwarzen  Mittellinien,  welche  eine  bald  dunklere  bald  etwas  hellere  (rotbraune)  Querbinde 
einschließen.    Der  Saum  der  Hflgl  an  der  Rippe  5  deutlich,  oft  sehr  stark  geeckt. 

Zweite  Gruppe. 
p.  Die  Flgl  oben  mit  hell  braungelber  Grundfarbe  oder  mit  einer  scharf  begrenzten,  weißen  — 
gelben — roten  Querbmde    über   die   Mitte   oder  etwas   hinter  der  Mitte. 
*  Der  Saum  der  Hflgl  stark  gewellt,  gelappt  oder  gezackt. 

Dritte  Gruppe. 
**  Der  Saum  der  Hflgl  ganzrandig  oder  nur  schwach  gewellt,  abgerundet  oder  an  der  Rippe  4 
geeckt. 

Vierte  Gruppe. 
II.   Die  Hflgl  am  Analwinkel  abgenmdet  ohne  Schwanzanhang  am  Ende  der  Rippe  1  b ;   der  Saum  aber 
bisweilen  an  der  Rippe  2  am  meisten  und  mehr  als  an  der  Rippe  1  b  hervortretend. 

Fünfte  Gruppe. 

Erste  Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  sind  bisher  nur  in  Süd-  und  Ost-Afrika  und  in  der  malegassischen  Subregion  angetroffen 
worden.     Durch  die  großen  Augenflecke  der  Hflgl-Oberseite  und  die  Färbung  sind  sie  leicht  kenntlich. 

'   ■  P.  touhilimasa  Vidll.  hat  wie  die  folgende  Art  5 — 6  schwarze  Querlinien  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl-  iouhili- 

Oberseite,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  (?)  oder  weit  über  die  Mitte  hmaus  (c^*)  '""^"• 
lebhaft  blau  gefärbt  smd  imd  zwei  gleichgroße  gelb  imd  schwarz  geringelte  Augenflecke  haben.  Unten 
sind  beide  Flgl  braun,  an  der  Spitze  der  Vflgl  und  im  Saumteil  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  violettgrau  über- 
zogen ;  die  Vflgl  haben  4  und  die  Hflgl  3  weißliche  Querlinien,  von  denen  die  äußerste  gerade  ist  und  sich  vom 
Ird  nahe  am  Analmnkel  bis  zum  Vrd  erstreckt;  die  Augenflecke  smd  unten  kleiner  aber  ganz  deutlich.  Die 
Vflgl  smd  oben  fast  wie  bei  artaxia  (52  a)  gefärbt  und  gezeichnet.  Im  südöstlichen  Teil  des  Kongogebietes 
und  in  Rhodesia. 

P.  artaxia  ist  immer  daran  zu  erkennen,  daß  die  Hflgl  oben' bis'zur  Wurzel  eintönig  graubraun  sind 
mid  zwei  Augenflecke  haben,  von  denen  der  hintere  im  Feld  2  stets  kiemer  imd  bisweilen  sogar  undeutlich 
ist ;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  hat  oben  5 — 6  schwarze  Querlinien ;  die  Vflgl  oben  bis  zur  Spitze  der  Zelle  grünlich 
blau,  dann  mit  emer  breiten  schwarzen  Querbinde  und  im  Saumteil  heller  blau  mit  zwei  dunklen  Querlinien, 
von  denen  die.iimere  nach  hinten  sehr  breit  wird.  —  artaxia  Hew.  (52  a)  ist  die  Trockenzeitform  und  unten  artaxia. 
dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  Hflgl  eine  gerade  braune  oder  gelbliche  Querlmie,  welche  sich  auch  auf  den 
Vflgln,  obgleich  weniger  deutlich,  fortsetzt,  haben;  die  Grundfarbe  ist  schiefergrau-dunkelbraun  und  die  Augen- 
flecke fehlen  ganz  oder  sind  nur  angedeutet.  Angola  bis  Deutsch-Ostafrika,  nicht  aber  in  Südafrika.  —  Bei 
den  Regenzeitformen  sind  die  Augenflecke  auch  imten  deutlich,  gelb  und  schwarz  geringelt,  und  die  Unterseite 
mehr  eintönig  dmikelbraun  ohne  Querlime  der  Hflgl.  —  f.  naclitigalli  Dew.  hat  atif  der  Unterseite  der  Hflgl  nachiigalli, 
eine  5  mm  breite,  violettgraue  Saumbinde,  welche  die  Augenflecke  fast  erreicht  und  durch  eine  dunkle  Wellen- 
linie geteUt  ist;  die  Spitze  der  Vflgl  unten  breit  violettgrau.  Angola  und  Nyassaland.  Scheint  seltener  als  die 
folgende  mehr  extreme  Regenzeitform  zu  sein.  —  f.  nobilitata  Thur.  weicht  von  nachtigalU  nur  dadurch  ab,  »obüilata. 
daß  die  Vflgl  imten  an  der  Spitze  weißlich  smd  und  die  Hflgl  unten  am  Saume  nur  außerhalb  der  schwarzen 
Linie  grau  sind  und  zwischen  dieser  und  dem  Saume  eine  dicke  schwarzbraune  Linie  haben;  die  Augenflecke 
sind  größer  und  von  der  hellen  Farbe  am  Saume  breit  getrennt.    Mashima-Land  und  Deutsch-Ostafrika. 


220  PRECIS.     Von  Dr.  C.  Aurivilijds. 

rhadawo.  P*  rhadama  Bsd.  (52  c).   Btide  Flgl  oben  blau  mit  4  Querlinien  in  der  ilittelzeUe  der  Vflgl,  den  Rippen, 

zwei  Linien  vor  dem  Saume,  dem  Vrd  der  Hllgl  und  discalen  Querllecken  der  Felder  1  a — 6  der  Vtlgl  schwarz 
oder  schwärzlich.  Beim  ^  smd  die  schwarzen  Zeichnungen  stärker  entwickelt  als  beim  q  und  der  Vrd  der  Hflgl 
bis  zur  Rippe  5  dunkelbraun ;  die  ^  flgl  haben  vor  der  Spitze  3- — 4  m  eiße  Punkte  und  beim  i  außerdem  4  weiße 
Discalflecke  der  Felder  4 — 6  und  9  und  eine  Reilie  weißliche  Möndchen  vor  dem  Saume.  Die  Flgl  sind  tmt^n 
bald  weiß,  grau  mid  bravui  gemischt  mit  schmaler,  fast  gerader  weißer  ^littelbinde  der  Hflgl  tuid  deutlichen 
arida.  Augentlecken,  bald  last  eintönig  grau  oder  graubraim  mit  undeutlichen  Augeuf lecken  (=  la.  arida  jorm.  nov.; 
die  Trockenzeitform).  Rp  schwarz  mit  kmzen  schwarzen  Domen,  gelblich  weißer  Rückeiüinie,  brauner  nach 
unten  weiß  gesäumt-er  Seitenlinie  und  rotgelbem  Halsring:  sie  lebt  an  Acanthaceen  der  Gattungen  Justicia 
luid  Barleria.    Küste  von  ^lossambik,  Comoren,  Madagaskar,  Botu-bon,  Mauritius  und  Rodriguez. 

Zweite   Gruppe. 

Die  hieher  gehörigen  Formen  können  als  die  dunklen  Precisarten  bezeichnet  werden.  Zu  den  in  der  Uebersicht  er- 
wähnten Kennzeichen  kann  hinzugefügt  werden,  daU  die  Augenflecke  klein  und  fast  gleich  groC,  selten  unvollständig  entwickelt 
sind:  auf  den  ilflgln  bilden  sie  gewöhnlich  eine  fast  zusammenhängende  Querreihe  zwischen  den  Rippen  l  b  und  7  und  auf 
den  Vflgln  sind  sie  wenigstens  in  den  Feldern  1  b  und  2  deutlich  oder  bilden  auch  dort  eine  vollständige  Querreihe. 

P.  choriinene  hat  oben  eine  dimkel  gelbbraune  Grtmdfarbe  imd  gelblich  geringelte  Augenflecke;    die 
\i\g\  haben  keine  weiße  Zeichnungen  oder  höchstens  einen  weißen  Punkt  m  Feld  7;    die  äußere  der  dimklen 
Mittellinien  tritt  an  den  Rippen  4  und  5  stark  nach  außen  hervor,  ist  zwischen  4  und  2  eingebogen  und  nach 
außen  von  gelblichen  Flecken  begrenzt;    die  Unter^eite  ist  violettgrau  mit  duiikelrotbraunen  Zeichnungen 
chorimcne.  und  einer  auf  den  Hilgln  ganz  geraden  Mittellinie.  —  chorimene  Guer.  (52  b).  Saum  der  Flgl  mäßig  stark  geeckt; 
Unterseite  mit  deutlichen  Augentlecken  und  scharfen  Zeichnungen;    Hflgl  am  Vrd  innerhalb  der  Mittellinie 
orthosia.  mit  1 — 2  hellgelben  Flecken.    Senegal  bis  Congo  imd  Abessinien.  —  ab.  orthosia  Klug  weicht  nur  dadiuch  ab, 
atigulata.  daß  die  hellen  Flecke  am  ^'rd  der  Hflgl-Unterseite  iehlen.    Unter  der  Hauptiorm.  —  la.  angulata  form.  nov. 
Mit  diesem  Namen  bezeichne  ich  eine  ausgeprägte  Trockenzeitform,  welche  durch  den  an  der  Rippe  6  ^"iel  mehr 
ausgezogenen  Saum  der  ^  flgl.  die  dmiklere  Oberseite  und  die  mehr  eintönige  tind  schwächer  gezeichnete  Unter- 
seite mit  ganz  imdeutlicheii  Augenflecken  ausgezeichnet  ist.    Abessinien. 

P.  stygia  unterscheidet  sich  von  chorimene  dadiu-ch,  daß  die  Grundfarbe  der  Überseite  besonders  beim  ^ 
dimkler  imd  die  äußere  Jßttellinie  der  A'flgl  fast  gerade  imd  nach  außen  von  der  dunklen  Giiindfarbe  begrenzt 
stygia.  ist.  ■ —  stygia  Auriv.  (52  b).  Saum  beider  Flgl  wellenförmig;  die  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  5  deutlich  ausgezogen; 
gregorii.  die  Unterseite  am  Saume  breit  veilgrau  überzogen.  Elfenbeinküste  bis  Angola.  —  gregorii  Btlr.  schemt  die 
ostafrikanische  Form  zu  sein  und  hat  fast  ganzrandige  Flgl  und  an  der  Rippe  5  nur  schw  ach  geeckte  Hflgl ;  die 
I'nterseite  ist  mehr  ebitönig  grau  imd  die  Hflgl  haben  gewöhnlich  am  A'rd  einen  gelben  Fleck  im  Felde  7.  Ru- 
wenzori.    Uganda  und  Brit.-Üstafrika. 

uatatica.  P-  natalica  Fldr.  (52c)  ist  dadurch  sofort  kenntlich,  daß  die  Vflgl  drei  ziemlich  große,  weiße  Discalflecke 

der  Felder  4 — 6  und  einen  weißen  Subapicalpmikt  des  Feldes  7  haben;  die  Zeichnimgen  sind  sonst  dieselben 
wie  bei  den  anderen  Arten,  die  Zwischenräume  zwischen  den  schwarzen  Querlinien  der  Mittelzelle  und  den 
Mittellinien  sind  jedoch  oft  i'otbraun  ausgefüllt  und  die  Augenflecke  haben  rotbraune  Rmge ;  Unterseite  bald 
mehr  eintönig  mit  verschwommenen  Zeichnimgen  und  undeutlichen  Augenflecken,  bald  mit  scharfen  Zeichnun- 
gen imd  deutlichen  Augenflecken.    Angola  bisNatal  und  Britisch-Ostafrika.    Angeblich  auch  auf  Madagaskar. 

goudoti.  P-  goudoti  Bsd.  (52  b)  stimmt  m  der  Zeichnung  genau  mit  den  übrigen  Arten  überein,  ist  aber  kleiner 

mit  am  Analw  iiikel  länger  ausgezogenen  Hflgl  und  eüier  vollständigen  Querreihe  von  weißgekernten  Augenflek- 
ken  der  A'flgl,    iladagaskar. 


-ö" 


Dritte   Gruppe. 

Die  Formen  dieser  Gruppe  sind  durch  den  gewellten  oder  gezackten  Saum  der  Hflgl  ausgezeichnet.  Bemerkenswert 
ist,  daß  die  Ecke  der  Hflgl,  wenn  sie  überhaupt  da  ist,  am  £nde  der  Rippe  5  und  nicht  wie  in  der  folgenden  Gruppe  am  Ende 
der  Rippe  4  liegt. 

P.  terea  ist  oben  schwarzbraun  mit  einer  gemeinsamen  gelben  Mittelbinde,  welche  sich  von  der  Rippe  9 
der  A'flgl  bis  zum  Ird  tler  Hflgl  erstreckt  und  auf  den  Vflgln  schwach  gebogen  ist ;  die  Hflgl  haben  unmittelbar 
außerhalb  der  Mittelbinde  eine  Querreihe  von  Augenflecken  und  die  Vflgl  an  der  Spitze  2 — 4  weiße  Subapical- 
terta.  punkte;   die  Unterseite  hat  eme  hellgelbe  Grundfarbe.  —  terea  Drury  (51  f)  ist  die  westafrikanische  Rasse  und 
hat  eme  5 — 8  mm  breite  gelbe  Mittelbmde.  welche  durch  eine  feine  dunkle  Lmie  geteilt  ist :    die  Unterseite 
ist  hellgelb  mit  feinen  braunen  Querlinien  und  grauen  Schattenflecken  im  Saumteil.    Sierra-Leone  bis  Angola 
iiinnii,!.  und  Uganda.    —  fumata  Both-sch.  u.  Jord.  ist  eüie  Uebergangsform  zu  elgiin.  indem  der  Zwischenraum  zwi- 
schen dem  dmiklen  A\'urzelteil  und  der  dunklen  Mittellmic  mein-  oder  Aveniger  dunkel  ausgefüllt  ist.   Kommt  m 
chjiva.  den  Grenzgebieten  in  Angola  und  im  Somalilande  vor.  —  elgiva  New.  (51  f)  hat  eine  nur  2 — 5  mm  breite,  gelbe 


PREOIS.     Von  Dr.  C.  Attrivillius.  221 

Mittelbinde,  welche  nicht  geteüt  ist;  die  Unterseite  hat  gewöhnlich  eine  reichere  Zeichnung  als  bei  der  Haupc- 
form.  Angola  bis  Natal  und  Britisch-Ostafrika.  —  tereoides  Btlr.  ist  mir  unbekannt  und  wird  nur  mit  fol-  fereoides. 
genden  Worten  beschrieben:  „Verwandt  mit  terea,  die  orangegelbe  Binde  aber  verküi'zt  und  nur  durch  einen 
mehr  oder  weniger  verschwommenen  Strich  mnerhalb  der  dunkelbraunen  Mittellinie  angegeben;  Vflgl  ebenso 
stark  sichelförmig  wie  bei  der  Trockenzeitform  von  terea."  Brit. -Ostafrika  bis  zum  Ai-usa-Galla-Lande.  Ob 
dieselbe  Form  wie  f-umata  ? 

P.  andremiaja  weicht  dm-cli  die  Bildung  der  Hflgl  von  allen  anderen  Ai'ten  ab;  dieselben  haben  näm- 
lich ein  langes  zugespitztes  Schwänzchen  am  Analwinkel  und  außerdem  einen  Lappen  oder  kurzen  Schwanz- 
anhang am  Ende  der  Rippe  5  und  sind  übrigens  an  allen  Rippenenden  scharf  geeckt.  Beide  Flgl  oben  mit  ge- 
meiiisamer  heller  Mittelbinde,  welche  beim  (^  schmaler,  2 — 6  mm  breit,  und  weiß  mit  bläulichen  Rändern, 
beim  $  aber  6 — 8  mm  breit  und  ganz  oder  zum  Teil  rotgelb  bis  gelbbraiui  ist.  Madagaskar.  —  andremiaja  Bsd.  andremiaja. 
(50  f;  auch  als  musa)  ist  die  Regenzeitform  und  hat  unten  eine  gelbliche  Gnmdfarbe  mit  scharf  begrenzten 
weißlichen  Flecken  im  Wurzelteil  und  ähnlicher  Mittelbinde;  die  Mittelbinde  der  Oberseite  ist  beim  $  nur 
saumwärts  rotgelb.  —  fa.  musa  Guer.  ist  die  Trockenzeitform  und  hat  eine  mehr  nebelige  Unterseite  ohne  weiße  musa. 
Flecke  und  ohne  scharf  begrenzte  Mittelbmde ;  beim  $  ist  die  Mittelbinde  der  Oberseite  einfarbig  rotgelb  und 
sehr  breit. 

P.  limnoria.    Die  weiß  gekernten  Augenflecke  der  Oberseite  sind  gewöhnlich  alle  da  und  liegen  jenseits 
der  hellen,  oft  sehr  schmalen  oder  sogar  undeutlichen  Mittelbinde;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  2 — 3  rotgelben, 
schwarz  gesäumten  Querstrichen;    am  Saume  beider  Flgl  eine  Reihe  gelber  oder  rotgelber  Flecke.    Die  Mittel- 
binde ist  unten  weißlich  oder  hellgelb  und  im  Wm-zelteil  fmden  sich  auf  den  Vflgln  3  und  auf  den  Hflgln  2 
weiße  oder  gelbliche  Querlinien.  —  limnoria  Klug  ist  kiemer  luid  dunkler  als  die  anderen  Formen  mit  sehr  schma-  liDinoria. 
1er  nur  1  mm  breiter  Mittelbinde  und  undeutlicheren  Zeichnungen  der  Unterseite.    Arabien  und  Abesslnien. — 
naib  Guer.  ist  größer  als  limnoria,  fast  so  groß  wie  tawete,  und  hat  eine  ebenso  schmale  und  bisweilen  fast  undeut-  naib. 
liehe  Mittelbinde  der  Oberseite,  unten  aber  sehr  deutliche  weiße  Zeichnungen.  Abessinien.  —  tavetai?05f.  (52b)  iavela. 
ist  groß  mit  lebhaft  gelbroten  Zeichnungen  der  Oberseite  und  2  mm  breiter  Mittelbmde ;   der  zweite  Querstrich 
der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  nach  hmten  bis  über  die  Rippe  2  hinaus  verlängert;   die  Unterseite  ist  dunkel  mit 
scharf  hervortretenden,  weißen  oder  gelblichen  Querlinien  oder  Querbinden.     Deutsch-  und  Britisch-Ostafrika, 
Somaliland. 

P.  guruana  Bog.  ist  mii-  unbekannt  und  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  ,,Flgl  schwarzbraun,  guruana. 
hinter  der  Mitte  mit  einer  gemeinsamen  rötlichen  Querbmde,  welche  am  Vrd  der  Vflgl  schmal  und  wurzelwärts 
gebogen  ist;  dieselbe  ist  saumwärts  von  einer  Reilie  schwarzer  Punkte  begrenzt  und  vor  der  Spitze  von  drei 
weißen  Punkten  begleitet;  die  Hflgl  in  der  Querbmde  mit  emer  Reihe  von  fünf  schwarzen  Punkten  und  ge- 
scheckten Fransen;  Flgl  unten  dunkel  braun,  in  der  Mitte  grau  gescheckt;  die  Querbinde  rötlich,  nach  innen 
weißlich,  SaumteU  grau  mit  einer  Punktreilie  wie  oben."  Butler  behauptet,  daß  guruana  eine  extreme  Regen- 
zeitform von  limnoria  ist;  nach  der  Beschreibung  aber  scheint  sie  eher  eine  Form  von  archesia  zu  sein.  Die 
Mittelbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  nämlich  bei  limnoria  fast  gerade,  bei  archesia  aber  am  Vrd  deutlich  wurzel- 
wärts gebogen. 

P.  archesia.   Die  schwarzen  Submarginalpunkte  der  Hflgl  und  der  Felder  1  b — 3  der  Vflgl  liegen  in  der 
hellen  iSIittelbinde ;  diese  ist  am  Vrd  der  Vflgl  zweiästig  mit  deutlich  wurzelwärts  gebogenem  ümeren  Ast;   die 
Submarginalpunkte  der  Hflgl  gewöhnlich  ohne  weißen  Kern ;   die  der  Vflgl  dagegen  normal  weiß  gekernt,  oder 
ganz  weiß  (in  den  Feldern  4 — 6).    Die  Fransen  beider  Flgl  weißgefleckt.    Dm-ch  zahlreiche  Experimente  von 
G.  A.  K.  Marshall  und  anderen  ist  es  nachgewiesen  worden,  daß  die  folgenden,  frülier  als  verschiedene  Arten 
aufgeführten  Formen  nur  Zeitformen  derselben  Art  sind.    Uebergänge  zwischen  den  extremen  Formen  sind 
darum  nicht  selten.    Die  Art  kommt  in  Süd-  und  Ostafrika  bis  Angola  und  Victoria  Nyanza  vor.    Die  Rp  ist 
schwarz  mit  kleinen  weißen  Punkten  bestreut  und  lebt  auf  einer  Plectranthus-Art.  —  archesia  Cr.  (52  a)  ist  archesia. 
die  Trockenzeitform;    die  Mittelbinde  ist  oben  auf  den  Hflgln  und  m  den  Feldern  1  a — 3  der  Vflgln  rotbraun 
und  mäßig  breit,  der  innere  Ast  ist  blau  oder  weißlich  und  der  äußere  schmal  und  braun  oder  fehlend;  die  Mittel- 
zelle der  Vflgl  ist  mit  2 — 3  bläidichen  Querstrichen  geziert ;    die  Unterseite  ist  grau  oder  braun  und  mit  dunk- 
leren Flecken  und  Linien  marmoriert;    die  Mittelbbide  ist  sehr  schmal,  linienförmig,  weißlich  und  schwarz 
gesäumt.  —  fa.  staudingeri  Dew.  ist  eine  Zwischenform,  welche  oben  mit  archesia  übereinstimmt,  unten  aber  staudint/cri. 
fast  ungefleckt  ist  und  im  Wurzelteil  eine  dunkelbraune,- im  SaumteU  eine  graue  Grundfarbe  hat.  —  fa.  semi-  semiti/inca. 
typica  Auriv.   ist  eine  zweite  Uebergangsform,  welche  der  Regenzeitform  näher  kommt;    die  Mittelbinde   ist 
oben  heller  und  breiter  als  bei  archesia,   aber  dunlder  und  gewöhnlich  auch  schmäler  als  bei  pelasgis  und  bis  zum 
Vrd  der  Vflgl  rotgelb;    unten  ist  sie  breiter  als  bei  archesia,  2 — 5  mm  breit,  nach  außen  aber   verschwommen 
und  nicht  scharf  begrenzt  wie  bei  jjelasgis;   die  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  mit  blauen  Querstrichen;   die  Unter- 
seite ist  im  Wurzelteil  einfarbig  schwarzbraun  ohne  deutliche  Flecke.  —  fa.  chapunga  Hew.  ist  auch  eine  Ueber-  chapmiga. 
gangsform,  welche  vmten  mit  pelasgis  übereinstimmt,  oben  aber  dadurch  ausgezeichnet  ist,  daß  die  rotgelbe 
Binde  sehr  schmal  und  bis  zur  Rippe  4  in  gerundete  schwarz  gekernte  Flecke  aufgelöst  ist. — fa.  pelasgis  Godf.  pelasgis. 
(52  a)  ist  die  ausgeprägte  Regeuzeitform  mit  scharf  begrenzter,  4—5  mm  breiter,  oben  hellgelber,  unten  fast 


202  PRECTS.     Von  Dr.  C  Aüriaillitis. 

weißer  Alittelbindc  mul  schwarzbrauner  ungefleckter  oder  unten  im  Wurzelteil  hell  gefleckter  Grundfarbe; 
die  Flecke  sind  jedoch  nie  nebeUg  sondern  scharf  begrenzt ;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  ge^vohiüach  mit  einigen 
striata   rötlichen  Querstrichen.  -  ab.  striata  Auriv.  ist  eine  pelasgis-Form^  bei  der  das  dunkle  haumfeld  beider  Flgl 
oben  und  unten  luit  zwei  Reihen  von  blauen  Strichen  geziert  ist  und  die  Mittelbinde  unten  hell  rotgelb  statt 
frobeniusi.  weiß  ist.    Im  Kongo-Gebiet  bei  M'Bako.  -  Als  frobeniusi  beschreibt    Str..xd  eine  Form  aus  Liberia   die  mir 
frobenrus..  ^  .^^    ^^.^  Beschreibung  lautet:  „Die  beiden  proximalen  der  gewöhnhchen  4  blauen  Querstriche  durch 

dicke  hellrote  ebensolche  ersetzt,  die  beiden  distalen  kaum  heller  als  der  Grund  der  Flgl,  aber  rmgsum  mit 
tiefschwarzer  Begrenzung:    che  hellen    Querbinden  und  cUe  Submargin alpunkte  fast  ganz  wie  bei  coeleshna 
Deu:.  die  Binden  jedoch  ein  wenig  schmäler,  cüe  Flecke  in  den  Feldern  1  b,  2  mid  3  sind  innen  quergesclnutten 
und  mit  leuchtend  weißen,  breit  schwarz  umringten  Pupillen,  von  denen  die  in  Feld  2  die  größte  ist ;  die  Bmden 
vom  gespaltet  wie  bei  coelestina,  aber  der  distale  Ast  ist  deutUch  in  Flecken  aufgelöst    walirend  der  proximale 
lünten  stärker  verschmälert  ist;    die  zu-ischen  beiden  liegenden  weißen  Pupillen  wie  bei  coelestina^   Die  roten 
Flecke  der  Binde  der  Hflgl  kleiner  und  mit  größeren  schwarzen  Pupillen  als  bei  coelestiJui;    die  bäum  binden 
.vie  bei  archesia,  aber  schärfer  markiert;    blaue  oder  blauweiße  Bestäubung  der  Hflgl,  wie  sie  bei  der  Haupt- 
form vorkommt,  findet  sich  hier  nur  am  Schwanzanhaiige;    cüe  Grmidfarbe  ein  wenig  dunkler    Die  Oberseite 
ähnelt  ei-enthch  mehr  coelestma  als  archesia,  daß  es  sich  aber  um  eine  Form  letzterer  Art  handeh,  zeigt  die  mit 
archesia  recht  gut  übereinstimmende  Unterseite  der  Flgl;    Wer  erscheint  sie  jedoch  trüber  ^^d  mehr-  einfarbig 
weil  cn-auweißhche  Bestäubung,  die  bei  der  Hauptform  etwa  ^6  Querbinden  oder  ^^lsche  bildet  hier  gänzlich 
oder  fast  cänzlich  fehlt;   eine  dunklere  Submedianbinde  an  den  Hflgln  nicht  oder  kaum  zu  erkennen;   che  ro.- 
liche  Querbinde  dunkler,  etwa  rotbraun,  an  den  Hflgln  mit  schwarzen  Pupillen,  an  den  Mlghi  mit  weil3en  eben- 
solchen   etwa  wie  bei  der  Hauptform,  jedoch  diejenige  im  Feld  2  erheblich  größer  als  die  benachbarten   von 
denen  die  im  Feld  3  ebenso  deutUch  wie  die  in   Feld  1  b  ist."  Coelestina  kann  immer  von  arches,a  durch  die 
e  a  n  z  r  a  n  d  i  -  e  n      einfarbigen   Fransen  leicht  unterschieden  werden.   Da  aber  Stkantj  m  der  langen 
Beschreibung  nfchts  über  dieses  ..-ichtige  Kennzeichen  sagt,  ist  es  mir  unmögUch  zu  entscheiden,  oh  froberitusi 
zu  archesia  oder  zu  coelestina  gehört.    Nahe  der  Grenze  von  Liberia  in  Ober-Gmnea  angetroffen ;  arcAe^ra  ist 
sonst  nicht  aus  diesen  Gegenden  Afrikas  bekannt. 

Vierte   Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  können  an  den  ganzrandigen  oder  nur  schw«;h  geweUten  Fratzen  erkannt  «erden.     Die 
schwarzeJsu^rginaTpxmkte  stAen  auf  beiden  Flgln  in  der  hellen  Querbmde  oder  fehlen  ganzUch. 

1   r  n  P    coelestina  Deiv   (51  e)  hat  oben  eintönig  dunkelbraune  Flgl  mit  rotgelben  Zeichinmgen;    die  INÜttel- 

'^"^  zelle  der  VtM  m  "  3  s  Iw  L  gesäumten,  rotgelben  Querstrichen,  von  denen  die  zweite  die  Rippe  2  erreicht; 
die  Ml!  telbinde  ist  am  Vrd  zweiä^stig  und  schüeßt  drei  runde  weiße  Punkte  ein ,  hinter  der  Rippe  4  ist  sie  -  standig 
in  freien  ovalen  schwarzpunktierten  Flecken  aufgelöst;  die  schwarzen  Punkte  der  Felder  1  b-3  der  \tlgl 
g^JSmUch  ^lit  weißem  Kern;  beide  Flgl  am  Saume  mehr  oder  weniger  rotgelb  mit  den  XfZf^m^^2 
dunklen  Saumlinien.  Beide  Flgl  unten  dmikel  violettbrami  mit  breiter,  dunkel  kastamenbramier  i^ttelbinde 
und  weißen  Submarginalpunkten  der  Vflgl,  sonst  aber  ohne  deutliche  Zeichnungen;   die  Fransen  --^-^-J^'g 

■   ,,„i   graubrami       Kamerun  bis  Angola.  Uganda  und  Somah-Land.   -  f.  jordam  n.  f.  ist  die  Regenzeitiorm  und 

'""^        SchtTur  durch   schwach  gewellte  und  weißgefleckte  Fransen   ab;   die  Unterseite  etwas  mehr  deuthch  ge- 
zeichnet.     Seltener  als  die  Haupt  form. 

eurodoce  P.  eurodoce  Wcstic.  (51  e)  ist  oben  schwarzbraun  mit  einfacher  rotgelber  Querbinde,  welche  auf  den 

Hfl.ln  bis  um  Saume  erweitert  ist  und  dort  die  beiden  dmiklen  Saumhnien  einschheßt ;  die  sch^varzen  Sub- 
marg  nalpuxikte  sind  sehr  klein  oder  undeutUch  ;  die  Unterseite  ist  rötlich  gelbbraun  etwas  nebelartig  und  hat 
ZSarrbegrenzte  rotbraune  Mittellinie,  die  jedoch  an  der  Rippe  4  der  Vflgl  endet ;  das  Schwanzchen  am 
\nahvinkel  der  Hflgl  ist  schmal  und  5  mm  lang;  die  Fransen  sind  eintarbig  und  ganzrand.g;  die  Felder  b~s 
der  Vf"l  sind  schmlvl  und  der  Vorsprang  an  der  Rippe  6  bildet  darum  scheinbar  die  Flglspitze.    Madagaskar. 

■    „.„  F.  sinuata  Plötz  (51  e)  ist  kleiner  als  die  übrigen  mit  einer  Flglspamiung  von  42-48  mm  und  hat  eine 

^"'"^"-  schmäler:  Z  Felde  2  der  Vflgl  nur  5-6  mm  breite  .littelbinde ;   der  Saum  der  Vflgl  ^'^^^^£^^1 

und  G  selir  tief  ausgerandet ;    die  Unterseite  ist  fast  eintönig  rotbraun  ohne  Flecke  und  ohne  »^eüe  Striche  am 

.eU.raoiäes    Saume    Sierra-Leone  bis  Congo,  Xyassa-Land  und  Uganda.  -  pelargoides  Aurtv.  hat  eine  hellere  mehr  gefleckte 

,etar^^.  Saume^       ^.^  ^^^^^.^^^^^  J^^^  >^^.^^^^  ^^^^  ^j^^,^,^  ^^  ^^^^   ^    Vf,gl  sind  weniger  -'^  f -g;^  ^  ^ 

yarvi,u,u.  offenbar  eine  Regenzeitform  dar.    Kamerun  und  Congo-C^biet.  -  ab.   parv.punct.S  Strand.  Die  ibttelbmde 


PRECIS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  223 

der  Hflgl  im  Felde  7  olme  schwarzen  Punkt;  nur  das  Feld  5  der  Vflgl  mit  deutlichem  weißem  iSubapicalpunkt. 
Kamerun. 

P.  tugela  hat  eine  Flglspannung  von  50 — 58  mm  und  mehr  in  der  Länge  ausgezogene  Hflgl;    die  Mittel- 
binde hat  in  Feld  2  der  Vflgl  eine  breite    von  6 — 7  mm  und  ist  beim  $  oft  gelblich  gefärbt.    —  tugela  Trim.  lurjela. 
(51  c)  hat  die  Vflgl  am  Ende  der  Rippe  6  lang  und  geradlinig. ausgezogen ;   die  Unterseite  sehr  wechselnd,  aber 
meist  eintönig  gefärbt.    Natal  bis  Nyassaland. — fa.  aurorina  5/?r.  ist  eine  Regenzeitform,  welche  nur  durch  die  aurorina. 
an  der  Rippe  6  nur  wenig  ausgezogenen,  oft  kaum  mehr  als  geeckten  Vflgl  abweicht.  —  pyriforitlis  Btlr.  kommt  pyriformis. 
in  Deutsch-Ostafrika  und  Brit. -Ostafrika  vor  und  weicht  kaum  von  tugela  ab.   —  wintgetisi  Strmid  soll  dadurch  winUjemi. 
abweichen,  daß  der  Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  2  stark  winkelig  ausgebuchtet  mid  der  äußere  Ast  der  Mittel- 
binde der  Vflgl  durch  drei  rötliche  Flecke  angedeutet  ist.    Ruanda. 

P.  milonia  Fldr.  hat  kürzere  und  breitere  Flgl  und  breitere,  im  Felde  2  der  Vflgl  8 — 12  mm  breite  Mittel-  niiloniu. 
binden  der  Oberseite;    die  Vflgl  sind  am  Ende  der  Rippe  6  mäßig  ausgezogen.    Kamerun  mid  Congo-Gebiet. 

—  rauana  Smith  scheint  eine  östliche  Rasse  zu  sein,  die  nur  dadurch  ausgezeichnet  ist,  daß  die  Mittelbinde  ranmia. 
der  Hflgl  weißlich  ist.    Uganda. 

Die  hier  folgenden  beiden  nahe  verwandten  Ai'ten  weichen  von  den  vorhergehenden  dadurch  ab,  daß  die  Plgl  oben 
im  dunklen  Saume  1 — 2  Reihen  blauer  Punkte  oder  Striche  haben.  Der  Saum  der  Hflgl  ist  gleichförmig  gebogen  ohne  Ecke 
und  die  Fransen  sind  entweder  ganzrandig  und  einfarbig  oder  schwach  gewellt  imd  weiß  gefleckt.  Der  äußere  Ast  der  Mittel- 
liindc  der  Vflgl  fehlt  oder  ist  nur  durch  fi'eie  Flecke  der  Felder  4 — 7  angedeutet. 

P.  actia  macht  ganz  den  Eindruck  einer  östhchen  Rasse  von  pekirga,  da  aber  Rothschild  u.  Jordan 
mitgeteilt  haben,  daß  die  männlichen  Kopulationsorgane  verschieden  gebildet  sind,  führe  ich  bis  auf  weiteres 
die  beiden  Formen  als  getrennte  Arten  auf,  obgleich  die  Regenzeitformen  ineinander  überzugehen  scheinen. 
Der  einzige  Unterschied  in  der  Zeichnung,  welcher  für  beide  Zeitformen  gemeinsam  ist,  ist,  daß  der  Fleck  der 
Mittelbinde  in  Feld  3  der  Vflgl  bei  actia  kurz  mad  fast  quadratisch  ist  und  den  schwarzen  Punkt  in  seiner  Mitte 
hat,  während  derselbe  Fleck  bei  'pelarga  länger  als  breit  ist  imd  den  schwarzen  Punkt  nahe  seiner  Außenseite 
hat.  Dieser  Unterscliied  ist  jedoch  bisweilen  sehr  unbedeutend.  Angola,  Nyassa-Land,  Deutsch-  und  Brit.- 
Ostafrika.  actia  Dist.  (51  d)  ist  die  Trockenzeitform  und  als  solche  durch  die  sichelförmigen  Vflgl,  die  ganz-  actia. 
randigen,  einfarbigen  Fransen,  die  längeren  Schwänzchen  und  die  eintönige  graubramie  oder  rotbraune,  durch 
eine  dunkle  Linie  geteilte,  blattähnliche  Unterseite,  sowie  durch  die  bedeutende  Größe  ausgezeiclmet.  Von  der 
entsprechenden  Form  der  P.  pelarga  weicht  sie  dadurch  ab,  daß  die  äußeren  blauen  Saumstriche  der  Oberseite 
dicht  am  Saume  stehen  und  gewöhnlich  zu  einer  dicken  Saumlinie  vereinigt  sind.  Die  Mittelbinde  ist  rotbraim, 
an  der  Innenseite  mehr  oder  weniger  blau ;  ihr  innerer  Ast  am  Vrd  der  Vflgl  ist  beim  $  stets  blau,  beim  (^  blau 
oder  hell  gelblich;    am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  zwei  blaue  und  in  der  Mitte  ein  rotbrauner  Querstrich. 

—  ab.  rubrofasciata  Suff,  weicht  von  actia  dadurch  ab,  daß  die  blaue  Färbung  an  der  Lmenseite  der  IVIittelbinde  ruhrofas- 
vöUig  fehlt. — fa.  iutzais.  Rothsch.  u.  Jord.  (51  d  als  „galamr' ;  =  aXhofasciataSuff.)  ist  die  Regenzeitform  und  hat  '''^J"^^^ 
als  solche  weißgefleckte,  ein  wenig  gewellte  Fransen,  an  der  Rippe  6  nur  wenig  hervortretenden  Vflgl  und  eine 
hellgelbe  Unterseite  mit  deuthcher,  weißlicher,  schwarzpunktierter  Mittelbinde  und  schwärzlicher  Saumbinde  mit 

zwei  Reihen  weißlicher  Saumstriche.    Die  Mittelbinde  der  Oberseite  ist  bis  zu  den  Submarginalpmakten  weiß 
und  dann  rotgelb  mit  scharfer  Farbengrenze.   Kommt  gewissen  Stücken  von  pelarga  F.  und  gaJami  sehr  nahe. 

P.  pelarga  F.  ist  die  Regenzeitform  und  stimmt  in  Flglform,  durch  die  weißgefleckten  Fransen  und  durch  pelarga. 
die  Unterseite  genau  mit  furcata  überein.  Der  Fleck  der  Mittelbinde  im  Felde  3  der  Vflgl  ist  jedoch,  wae  schon 
oben  erwähnt  ist,  länger  als  breit  und  die  Mittelbinde  der  Oberseite  ist  entweder  ganz  rotgelb  oder  wurzelwärts 
weißgelb  ohne  scharfe  Grenze  zwischen  den  Farben.  Senegal  bis  Angola  und  Abessiiüen.  —  fa.  galami  Bsd. 
ist  eine  extreme  Regenzeitform,  welche  in  Westafrika  häufiger  als  pelarga  ist,  und  weicht  nur  dadurch  ab, 
daß  die  Vflgl  an  der  Rippe  6  noch  stumpfer  abgerundet  sind  und  eine  mehr  gleichbreite  und  fast  ganz  weiß- 
gelbe Mittelbinde  der  Oberseite  haben ;  die  Flglspannung  erreicht  nur  etwa  45  mm  und  die  Mittelbinde  hat  eine 
breite    von  5 — 6  mm ;    der  äußere  Ast  der  Mittelbinde  am  Vrd  der  Vflgl  ist  sehr  undeutlich  oder  fehlt  völlig. 

—  fa.  leodice  Cr.  ist  die  Trockenzeitform  und  hat  dieselbe  Flglform  wie  actia  mid  harpyia  (51  d);   die  Fransen  leodice. 
sind  ganzrandig  und  einfarbig  oder  mit  kleinen  weißen  Flecken;    die  Mittelbinde  der  Oberseite  ist  6 — 8  mm 
breit,  hell  rotgelb,  einfarbig  oder  wurzelwärts  mehr  oder  weniger  weißlich;   die  Unterseite  ist  gewöluilich  nicht 

so  dunkel  und  so  eintönig  gefärbt  wie  bei  Trockenzeitformen  aus  anderen  Gegenden;    was  natürlich  mit  den 
klimatischen  Verhältnissen    in  Westafrika    zusammenhängt;    die   Mittelbinde    und    die    Submarginalpunkte 
sind  nämlich  auch  unten  oft  recht  deutlich,  dagegen  fehlen  immer  die  bei  der  Regenzeitform  vorkommenden 
beiden  Reihen  weißer  Flecke  am  Saume.    —    ab.  harpyia  F.  (51  d)  weicht  von  leodice  nur  dadurch  ab,  daß  die  harpyia. 
Mittelbinde  der  Oberseite  zum  größten  Teil  lebhaft  blau  gefärbt  ist. 

P.  ceryne  weicht  von  allen  anderen  Arten  dieser  Gruppe  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  4 
geeckt  oder  kurz  geschwänzt  sind  und  die  Quer  binde  der  Vflgl  nach  innen  fast  gerade  abgeschnitten  ist.  Die 
Querbinde  der  Oberseite  ist  breit,  5 — 6  mm,  mit  deutlichen  schwarzen  Submarginalpunkten  auf  den  Hflgln 
und  in  den  Feldern  1  b— 3  der  Vflgl  und  von  der  Rippe  4  der  Vflgl  an  in  zwei  sehr  deutliche  Aeste  geteilt,  von 
denen  der  innere  breiter  und  aus  3—4  Flecken  gebildet  ist  und  die  äußere  schmäler  und  von  5  Flecken  zusam- 
mengesetzt ist ;    die  Mittelzelle  der  Vflgl  hat  oben  zwei  dicke  gelbliche  oder  rotJjraiuie  Querstriche,  von  denen 


224 


PRECIS.     Von  T)r.  C.  AuRiviLLros. 


der  äußere  die  Rippe  1  fast  erreicht.   Die  Art  umfaßt  zwei  Rassen,  eine  südliche,  welche  von  Angola  liis  Natal 
und   in  Ostafrika  bis  Uganda  und  Abessinien  vorkommt  und  zwei  scharf  getrennte  Zeitformen  hat,  und  eine 
nördliche,  welche  im  Niger- Grebiete  und  im  Hinterlande  von  Kamerun  vorkommt  und  bisher  nur  als  Regenzeit- 
ceryne.  form  bekannt  ist.  —  ceryne  Bsd.  (51  d)  ist  die  Regenzeitform;    die  ]\Iittelbinde  der  Oberseite  ist  innerhalb  der 
Submarginalpunkte  weißlich;   die  Fransen  sind  gewellt  imd  weißgefleckt;    auf  der  Unterseite  treten  die  Zeich- 
nungen sehr  scharf  hervor,  die  Wurzelhälfte  ist  lebhaft  ockergelb  mit  einigen  weißlichen,  schwarz  gesäumten 
Flecken  und  durch  eine  schwarze   Querlinie  von  der  breiten  weißlichen  ^littelbinde  getrennt;    die  schwarzen 
Submarginalpunkte  treten  ebenso  scharf  wie  oben  hervor  und  die  der  Felder  4 — ^6  der  Vflgl  sind  weiß  gekernt ; 
vor  dem  Saume  eine  Reihe  weißer,  schwarz  begrenzter  Striche;    der  Saum  der  Vflgl  ist  an  der  Rippe  6  abge- 
liikwnt.  rundet.  —  fa.  tukuoa  Wallgr.  (51  c)  weicht  oben  durch  die  braunrote  Querbinde  iind  die  ungefleckten  Fransen 
imd  unten  durch  die  eintönig  gelbliche,  mattbraun  gefleckte  und  gesprenkelte  Unterseite,  deren  Submarginal- 
punkte mideutiich  sind,    sehr  bedeutend  ab;  der  Saum  der  Vflgl  ist  an  der  Rippe  6  scharf  geeckt  oder  in  einer 
ceruana.  Spitze  ausgezogen.  —  ceruana  Rothsch.  u.  Jord.  ist  nur  als  Regenzeitform  bekaiuit  und  weicht  von  ceryne  durch 
die  viel  dunklere  Saumbinde  der  Unterseite  ab.    Niger  und  Kamerunhinterland. 

Die  beiden  letzten  .\vten  li;il>en  auch  ganz  verschiedene  Zeitformen,  sind  alier  daran  kenntlicli,  daß  die  weißen  .Siih- 
apicalpunkte  der  Felder  4  — (i  der  \'f Igl-Uberseite  völlig  fehlen.  Bi.sweilen  sind  zwei  solche  Punkte  da,  in  welchem  Falle  je- 
doch der  Wurzelteil  der  Hflgl-Oberseite  fast  ganz  rotgelb  ist.  Der  Wurzelteil  der  Oberseite,  welcher  bei  den  früher  beschrie- 
V)enen  Arten  fast  schwarz  ist,  zeigt  hier  eine  deutliche  Tendenz  rotgelb  zu  werden  so,  daß  die  schwarze  Farbe  nur  als  Flecke 
oder  zackige  Querbmden  zurückbleibt:  dieses  ist  besonders  bei  den  Trockenzeit  formen  deutlich.  Die  Zeitformen  unterscheiden 
sich  bei  beiden  Arten  in  ganz  ähnlicher  Weise.  Bei  den  Regenzoitformen  haben  beide  Figl  oben  eine  scharf  begrenzte  schwarze 
Saumbinde  mit  zwei  Reihen  weißlicher  Punkte  oder  Bogen  und  weißgefleckten  Fransen:  die  Vflgl  sind  an  der  Rippe  6  nur 
schwaeh  geeckt  oder  beinahe  abgerundet  und  (iie  Unterseite  ist  der  Oberseite  ähnlich  mit  schwärzen!  oder  schwarzgeflecktem 
Wurzelteii,  breiter  rotgelber  schwarzpunktierter  ^littelbinde  und  schwarzer  Saumbinde  mit  großen  weißen  Flecken.  Bei  den 
größeren  Trockenzeit  formen  sind  die  Vflgl  an  der  Ri|>pe  (>  sichelförmig  ausgezogen,  die  Hflgl  am  Analwtnkel  länger  geschwänzt, 
die  Fransen  ganzrandig  und  einfarbig,  die  Figl  oben  im  Wurzelteil  rotgelb  mit  schwarzen  Flecken  und  beide  Flgl  unten  dunkel- 
braun —  violettgrau  — graubravm,  ganz  eintönig  oder  nebelartig,  aber  ohne  schwarze  Zeichnungen  imd  weiße  Flecke  und  nur  mit 
fehi'-r  dunkler  oder  heller  ]Mittellinie. 

citamd.  P.  cuama  Hew.  ist  die  Trockenzeitform  und  weicht  von  anfilope  (51  c)  nur  dadurch  ab,  daß  die  schwarzen 

Zeicluiungen  der  Oberseite  mehr  reduziert  sind,  daß  die  dunkle  Saumbinde  der  Oberseite  bräunlich  ist  und  beson- 
ders dadiirch,  daß  die  Submarginalpunkte  der  Felder  4  und  5  der  Vflgl  deutliche  weiße  oder  silberne  Pupille  haben. 
trimeni.  Manica-Land,  Mashuna-Land,  Nyassa-Land  und  Deutsch-Ostafrika.   —  trimeni  Btlr.  (51  c)  ist  die  Regenzeit- 
form, stimmt  oben  mit  simia  nahe  überein,  weicht  aber  unten  durch  die  gelbe  schwarzgefleckte  Wurzelhälfte  ab. 

P.  antilope  kommt  im  südlichen  Congo-Gabiet  und  von  dort  in  Südafrika   bis  Natal  und  in  Ostafrika 
antilope.  bis  Abessinien  vor  und  tritt  wieder  im  Senegal  auf.  —  antilope  Feistli.  (51  c)  ist  die  Trockenzeitform  und  unter- 
scheidet sich  von  cuami  nur  durch  das  Fehlen  der  weißen  Subapicalpunkte  der  Vflgl  und  die  etwas  melor  aiis- 
simia.  gedehnten  schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite.  —  fa.  simia  Wallgr.  (51  b)  ist  die  Regenzeitform  und  weicht 
von  trimeni  nur  dadurch  ab,  daß  die  Flgl  unten  an  der  Wurzel  schwarz  sind  mit  3 — 4  großey  hellgelben  Flecken; 
die  schwarze  Farbe  erreicht  wenigstens  die  Rippe  3. 

Fünfte   Gruppe. 

Durch  die  am  Analwinkel  abgerundeten  Hflgl  smd  die  Arten  dieser  Gruppe  leicht  von  allen  übrigen  zu  unterscheiden. 
Auch  hier  kommen  Zeitformen  vor,  die  jedoch  gewöhnlich  nur  unten  von  einander  abweichen;  nur  bei  der  ersten  Art,  welche  in 
iler  Färbung  und  Zeichnung  der  Hegenzeitform  sicli  eng  an  ilie  beiden  letzten  Arten  der  vorigen  Gruppe  anschließt,  sind  die 
Zeitformen  auch  oben  ganz  verschieden. 

P.  octavia.  Saum  beider  Figl  stark  gewellt  mit  weißgefleckten  Fransen;  die  dunkle  1 — 6mm  breite 
Saumbinde  schließt  zwei  Reihen  blauer  Punkte  oder  Striche  ein,  welche  bald  klein,  bald  dick  und  miteinander 
vereinigt  sind;  die  schwarzen  Submarginalpunkte  sind  gut  entwickelt  und  deutlich.  Bei  den  Regenzeitformen 
sind  die  Flgl  auf  bsiden  Seiten  zum  größten  Teil  rotgelb  und  nur  an  der  Wurzel  und  am  Saume  schmal  schwarz; 
der  Saum  der  Vflgl  ist  an  der  Rippe  6nur  kurz  geeckt.  Bei  den  Trockenzeitformen  sind  die  Flgl  bläulich  dunkel 
schwarzbraun  gefärbt  und  nur  außerhalb  den  Submarginalpunkten  mit  einer  Reihe  rotbrauner  Flecke  geziert; 
diese  Flecke  sind  oben  auf  den  Hflgln  und  in  den  Feldern  1  a — 3( — 5)  der  Vflgl  stets  deutlich  und  scharf  begrenzt, 
unten  aber  oft  undeutUch  oder  ganz  verschwommen;  die  Unterseite  ist  stets  dunkel  und  mehr  oder  weniger 
neb?lig;  die  Wurzelhälfte  ist  durch  eine  gebogene  zackige  Linie  begrenzt;  die  Submarginalpunkte  der  Felder  5 
und  (i  der  Vflgl  sind  weiß  gekernt,  was  bei  der  Regenzeitform  nicht  vorkommt.  Die  Art  hat  zwei  Lokalrassen: 
octavia.  —  octavia  Cr.  (51  b)  ist  die  Regenzeitform  der  nordwestlichen  Rasse,  welche  von  Sierra-Leone  bis  Congo,  Abes- 
sinien und  dem  Somah-Lande  verbreitet  ist :   sie  ist  kleiner  als  die  südliche  Regenzeitform  und  hat  eine  dunk- 

amestris.  lere  mehr  braunrotgelbe  Grundfarbe,  — •  i a.  amestris  Dniry  ist  die  Trockenzeitform  von  octavia  und  weicht  von 
sesamus  nur  dadurch  ab,  daß  die  Flgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  oder  nur  wenig  blau  sind  und  daß  die  Mittel- 

sesamiis.  Zelle  der  Vflgl  oben  1 — 2  rotbraune  Querstriche  hat,  —  sesamus  Trim.  (51  c)  ist  die  Trockenzeitform  der  süd- 
lichen Rasse,  welche  von  Angola  bis  zum  Kaplande  luid  Britisch  Ost -Afrika  vorkommt;  sie  ist  dadurch  aus- 
gezeichnet, daß  beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  blau  überzogen  sind  und  daß  die  rotbraunen  Querstriche  in  der 
natdlensli.  Mittelzelle  der  Vflgl  völlig  fehlen,  —  fa.  natalensis  Stgr.  (51  c)  ist  die  Regenzeitform  von  sesamus  und  von  octavia 
durch  die  heller  rötliche  Grundfarbe  und  die  besonders  im  Wurzelteil  mehr  reduzierten  schwarzen  Zeichnungen 


I 


Ausgegeben  25.  1.  l'Jir,.  PRECIS.     Von  Dr.  C.  AuBiViLLIüS.  225 

verschieden.    Die  Rp  lebt  in  Natal  auf  Pleetrantlius  calcinus,  ist  oben  dunkelbraun  mit  gelben   Querbinden 
und  unten  schwärzlich;    die  Scheiteldornen  sind  länger  als  die  übrigen. 

P.  Sophia  ist  die  kleinste  der  afrikanischen  Arten  und  hat  eine  Spannweite  von  nur  38 — 46  mm.    Die 
Vflgl  sind  oben  an  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  der  Zelle  dunkler  oder  heller  braun  mit  5  schwarzen  Querlinien 
in  der  Mittelzelle  und  die  Hf Igl  bis  zur  Rippe  3  schwarz ;    dann  folgt  eine  gemeinsame  helle  etwa  5  mm  breite 
Mittelbinde,  welche  durch  die  dunklen  Rippen  in  Flecke  geteilt  ist;    der  schwarzbraime  Saumteil  schließt  die 
schwarzen  Submarginalpunkte  und  zwei  Saumlinien  ein  mid  ist  auf  den  Vflgln  mit  einer  aus  drei  hellen  Flecken 
(in  4 — -G)  gebildeter  Subapicalbinde  geziert.    Die  Unterseite  (51  b)  ist  gelblichweiß  mit  braunen  Rippen,  feinen 
schwarzen  Linien  an  der  Wurzel  und  dem  Analwinkel  der  Hflgl,  scharf  hervortretenden  schwarzen  Submarginal- 
punkten,  zwei  braunen  schwarzgesäumten  Querstrichen  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  braimen  oder  grauen 
S^hattenflecken  am  Saume.  — ■  Sophia  F.  (51  b)  hat  in  der  Mittelbinde  der  Vflgl  eine  gebogene  dmikle  Querlinie,  sopk'ia. 
welche  sich  von  der  Hinterecke  der  Mittelzelle  bis  zur  Rippe  1  erstreckt  und  dort  die  dunkle  Saumbinde  fast 
erreicht;    die  Mittelbinde  und  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  sind  hell  braungelb.    Rp  schwarz  mit  feiner  gelber 
Seitenlinie  und  kurzen  Dornen;  die  Scheiteldornen  sind  sein*  kurz,  warzenförmig.   Die  Pp  ist  mehr  oder  weniger 
bräunlich  gewässert  und  hat  zwei  bis  drei  dunkle  Schattenbinden  c|uer  über  die  Flglscheiden ;  der  Kopf  ist  stumpf 
und  seicht  ausgerandet  mit  kurzen  Augenhöckern.    Senegal  bis  Congo  und  Uganda,  Natal.  —  infracta  Bog.  hifruda. 
(51  b)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  dmikle,  schiefe  Querlinie  in  den  Feldern  1  b  mid  2  der  Vflgl  fehlt  oder  nur 
angedeutet  ist.   Deutsch  Ost-Afrika  bis  Uganda  und  Abessinien.  —  ab.  albida  Suff.  (51  b)  hat  eine  weiße  Mittel-  albUki. 
binde  und  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl,  stimmt  aber  sonst  mit  infracta  überein;   ist  in  Deutsch  Ost-Afrika 
häufiger  als  die  Form  mit  gelben  Binden.  —  ab.  leucotincta  Strand  stimmt  durch  che  weißen  Binden  mit  albida  leucoiincia. 
überein    und   scheint    nur    dadurch    abzuweichen,    daß    die  Mittelbinde  der  Vflgl  schmäler  und  nur   in  den 
Feldern    2 — 4   entwickelt   ist.     Abessinien. 

P.  westermanni  hat  ganz  verschiedene  Greschlechter;  das  (J  ist  oben  sehr  auffallend  gezeichnet,  tief 
sammetschwarz  mit  emem  blauen  Längsfleck  am  Vrd  der  Hflgl  im  Wurzelteil  der  Felder  6  und  7  und  zwei  großen 
orangegelben  Feldern,  einem  auf  den  Vflgln  hmter  der  Mitte  hi  den  Feldern  1  b — 5( — 6)  und  einem  auf  den 
Hflgln  nahe  am  Saume  zwischen  den  Rippen  1  b  und  5;  m  diesem  Felde  sind  bisweilen  1 — 3  schwarze  Sub- 
margmalf lecke  sichtbar.  Das  $  ist  oben  dem  (J  ganz  unähnlich  aber  individuell  sehr  veränderlich ;  gewöhnlich 
sind  beide  Flgl  oben  schwarzgrau  mit  schwarzen  Querstrichen  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  mid  mit  Andeutungen 
von  rotgelben  Flecken  wenigstens  m  1  b  mid  2;  bisweilen  kommen  weißliche  Längsflecken  in  den  Feldern 
2 — 6  vor;  die  Hflgl  haben  eine  sehr,  etwa  11  mm,  breite  rotgelbe  Mittelbinde  mit  scharf  hervortretenden  schwar- 
zen Submarginalpunkten  und  smd  also  nur  an  der  Wurzel  und  am  Saume  hi  einer  Breite  von  etwa  3  mm  schwarz- 
grau; die  Unterseite  ist  derjenigen  des  (^  mehr  ähnlich.  —  westermanni  Westw.  (50  e;  51  a)  (J.  Das  orange-  wester- 
gelbe  Feld  der  Vflgl  bedeckt  nicht  völlig  die  Wurzel  des  Feldes  3;  die  Unterseite  an  der  Wurzel  weißgrau,  grau  "'«"*"*- 
(oder  auf  den  Vflgln  gelblich)  mit  scharf  hervortretenden  schwarzen  Flecken  und  Querlinien;  Avovon  5  m  der 
Zelle  der  Vflgl;  die  schwarzen  Submargmalpunkte  smd  wenigstens  auf  den  Hflgln  deutlich  und  das  orange- 
gelbe Feld  der  Vflgl  tritt  auch  unten  mehr  oder  weniger  deutlich  hervor.  Das  5  ist  sehr  veränderlich,  stimmt 
aber  gewöhnlich  mit  der  oben  gelieferten  Beschreibung  überein.  CToldküste  bis  Angola.  —  jordani  form.  nov.  jordani. 
Das  ^  ist  kleiner  und  das  orangegelbe  Feld  der  Vflgl  bedeckt  völlig  die  Wurzel  des  Feldes  3;  die  Unterseite 
hat  wie  bei  der  Hauptform  scharfe  schwarze  Zeichnungen,  hat  aber  eme  viel  dunklere  Grundfarbe,  welche  auf 
den  Vflgln  bis  über  die  Mitte  hmaus  orangegelb,  auf  den  Hflgln  aber  dunkel  grau  mit  scharf  hervortretendem 
silberweißen  Fleck  an  der  Mitte  des  Vrda  in  Feld  7  und  mit  der  Wurzel  von  Feld  2  der  Hflgl  lebhaft  braunrot ; 
das  9  ist  niii-  unbekannt.  Ruwenzori.  —  Suffusa  Rothsch.  xi.  Jord  ist  ebenso  klein  oder  kleiner  als  jordani  und  sujjusa. 
im  männlichen  Geschlecht  oben  demselben  ähnlich,  unten  aber  in  beiden  Geschlechtern  daran  zu  erkennen, 
daß  die  Hflgl  nebelig,  rotbraun  bis  rostbraun,  smd  ohne  deutliche  Zeichnungen.  Britisch- Ostafrika:  Kikuyu. 
Macht  ganz  den  Eindruck  emer  Trockenzeitform. 

P.  hadrope  Dbl.  u.  Hew.  (50  c;  51  a)  ist  eine  sehr  eigentümliche  Art,  bei  der  die  Geschlechter  ganz  ver-  hadrope. 
schieden  sind;  das  $  wurde  1866  als  eine  besondere  Art  (ixia)  von  Butler  besclirieben ;  in  meiner  Arbeit 
,,Rhopalocera  aethiopica"  habe  ich  zuerst  die  Zusammengehörigkeit  dieses  $  mit  hadrope  hervorgehoben.  Beim 
(J  sind  die  Flgl  oben  matt  goldgelb  mit  schmaler  dunkler  Saumbmde,  einem  großen  schwarzen  Apicalfeld  der 
Hflgl  und  zwei  schwärzlichen  Querbüiden  der  Vflgl,  von  denen  die  äußere  in  der  Mitte  unterbrochen  und 
teilweise  mit  dem  Saume  veremigt  ist;  die  Unterseite  ist  gelblich  mit  einigen  schwarzen  und  braunen  Zeichnungen 
und  bräunlicher  Mittellinie  der  Hflgl ;  die  Submarginalpunkte  treten  als  Augenflecke  auf.  Das  $  ist  oben  weiß 
mit  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  3  dunkelbraun,  mit  zwei  dunklen  Saumlüiien,  gelb  germgelten  submarginalen 
Augenflecken,  von  denen  die  der  Felder  2  und  5  der  Hflgl  größer  smd,  mit  einem  braunen  Fleck  nahe  an  der 
Spitze  der  Hflgl  und  mit  einer  gezackten  Discallinie  der  Vflgl.    Bisher  nur  in  Aschanti  gefunden. 

P.  oenone  L.  stimmt  in  der  Zeichnimg  der  Oberseite  darin  mit  westermanni  überein,  daß  die  Hflgl  nahe  oenone. 
an  der  Wurzel  des  Vrds  emen  blauen  Fleck,  der  jedoch  hier  gerundet  ist,  und  jeder  Flgl  ein  großes  gelbes  Feld 
hat,  welches  jedoch  auf  den  Vflgln  vom  Vrd  gegen  die  Mitte  des  Saumes  gerichtet  ist  und  eine  miregelmäßige 

XIII  29 


226  PRECIS.     Von  Dr.  C.  AurivilliüS. 

cehrenc.  Form  hat;  die  Hauptform  kommt  nur  üi  Südasien  vor  (vgl.  Bd.  9,  S.  524;  Bd.  1,  S.  197,  Taf.  62b).  —  cebrene 
Trim.  (51a)  weicht  von  der  Hauptt'orm  durch  die  kleineren  ockergelben  Felder,  welche  in  der  Mitte  hellgelb 
sind,  und  den  mehr  gerundeten  blauen  Fleck  ab.  Beim  (J  ist  die  Wurzel  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  sanimetschwarz, 
die  äußeren  Teile  der  Mittclzelle  aber  sind  einfarbig  gelb  ohne  scliwarze  Zeichnungen  ;  ein  gelber,  schwarzgekenit'^r 
Augenfleck  tritt  im  Felde  5  auf  und  vor  demselben  eine  weißgelbe  Subapicalbinde.  Das  $  hat  eine  braun- 
schwarze Grundfarbe  der  Oberseite,  mehr  ausgedehntes  gelbes  Feld  der  Hflgl,  einen  schwarzen  Querstrich 
am  Ende  der  Mittelzellc  der  Hflgl  und  einen  großen  blau  gekernten  schwarzen  Augenfleck  im  Felde  2  der  Hflgl 
paris.  hinter  der  Mitte.  Arabien,  Sokotra  und  überall  auf  dem  Festlande  Afrikas  südlich  von  der  Sahara.  —  par'is  T ri »i . 
weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Mittdzelle  der  Vflgl-Oberseite  bis  zur  Spitze  schwarz  ist  mit  einem  feinen  blauen 
Querstrich  und  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  nur  durch  zwei  kleine  Punkte  repräsentiert  ist;  die  Unter- 
seite der  Hflgl  ist  oft  rötlich  oder  bräunlich.  Madagaskar.  —  Die  Rp  lebt  in  Natal  an  Arten  von  Barleria  und 
Justicia;  sie  ist  dunkel  violettgrau  mit  breiter  schwärzlicher  Seitenlinie,  welche  unten  von  gelblichen  Strichen 
begrenzt  ist,  und  mit  schwarzen  Dornen.  DiePp  ist  schokoladebraun  mit  kleinen  gelben  und  weißen  Flecken 
und  Punkten. 

clelia.  P.  clelia  Cr.  (51  a).    Die  Flgl  sind  beim  ,^  oben  sanimetschwarz  mit  einem  großen,  gerundeten,  l)lauen. 

violett  und  grün  schillernden  Fleck  am  Vrd  der  Hflgl ;  derselbe  bedeckt  die  Spitze  der  Jlittelzelle  und  die  Wurzel 
der  Felder  4 — 7;    die  Hflgl  haben  außerdem  eine  2  mm  breite  weiße  Saumbinde,  welche  durch  die  schwarzen 
Rippen  und  durch  zwei  schwai'ze  an  den  Riijpen  verdickte  Saumlinien  geteilt  wird,  luid  zwei  schwarze  gelbgerin- 
gelte und  weißgekei'nte  Augenflecke,  einen  in  Feld  2  und  den  anderen  in  Feld  5;  che  \'flgl  haben  1 — 2  kleine  rot- 
braune Striche  in  der  Mittelzelle,  eine  weiße  gebogene  Discalbinde,  welche  aus  5  Flecken  gebildet  ist  und  sich 
von  der  Mitte  des  Vrds  bis  zur  Rippe  3  ausdehnt,  eine  weiße  Subraarginalbinde  zwischen  den  Rippen  2  und  8, 
welche  jedoch  in  den  Feldern  4  und  5  undeutlich  oder  unterbrochen  ist,  und  endlich  zwei  weiße  Flecke  in  5 
und  6  dicht  am  Saume ;   die  Unterseite  der  Vflgl  ist  schwarz  mit  grauer  Spitze  und  fast  denselben  Zeiclmungen 
wie  oben,  ausgenommen  daß  die  Mittelzelle  bläulich  ist  mit  drei  dicken,  rotbraunen,  schwarz  gesäumten  Quer- 
strichen ;   die  Hflgl  sind  unten  grau  mit  nebeligen  braunen  Zeichnungen  und  einer  cücken  dunkelbraunen  Quer- 
binde lünter  der  Mitte,  worin  die  gewöhnlich  undeutlichen  Augenflecke  Hegen.   Das  $  ist  unten  dem  (J  ähnlich, 
hat  aber  oben  eine  etwas  hellere  Grundfai'be  und  viel  größere  Augenflecke,  welche  auch  in  den  Feldern  2  luid  5 
der  Vflgl  fast  ebenso  deutlich  wie  auf  den  Hflgln  auftreten.    Kommt  überall  auf  dem  Festlande  Afrikas  und 
außerdem  auf  den  Comoren,  Sokotra  und  Aldabra  vor.  —  Es  ist  eine  allbekannte  Tatsache,  daß  die  Augenflecke 
der  Satyriden  und  anderer  Tagfalter,  bei  welchen  solche  Flecke  vorkommen,  sehr  veränderlich  sind.    Wenn 
man  darum  bei  einer  Art,  welche  normal  zum  Beispiel  7  Augenflecke  hat,  Aberrationen  nach  der  Anwesenheit 
und  relative  Entwicklung  der  Augenflecke  aufstellen  und  benennen  will,  kann  man  bei  jeder  solchen  Art  die 
Literatur  mit  Hunderten  von  Namen  bereichern.   Ob  aber  die  Wissenschaft  daraus  Nutzen  ziehen  kann,  ist  eine 
andere  Frage,  welche  schwerlic-h  zu  bejahen  ist.      Fiu-  die  Wissenschaft  und  das  Ansehen  der  Lepidopterologen 
wäre  es  viel  besser  die  Grenzen  und  die  Ursachen  der  Veränderlichkeit  festzustellen  zu  suchen.   Es  sei  erlaubt, 
diese  Bemerkungen  anläßlich  der  folgenden  geringfügigen  und  kaum  mehr  als  individuellen  Aberrationen  ge- 
viridaUi.  macht  zu  haben.  — ab.  J  \ir\idita Strand  hat  denVrdfleck  derHflgl-Oberseite  grün  statt  blau;  ob  künstlich  oder 
ii'tpupUlaki.  Nat.ur?!  Deutsch-O.stafrika:  Amani.  — ab.  V  bipupillata  *S/ranr/.  Die  Hflgl  oben  auch  mit  einem  kleinen  Augen- 
iriocellaUi.  fleck  im  Felde  6.   Abessinien.  —  ab.  $  triocellata  Strand.   Die  Hflgl  oben  soAvohl  in  4  wie  in  6  mit  einem  kleinen 
Augenfleck,  welcher  sich  dem  größeren  Augenfleck  im  Felde  5  anschließt.     Deutsch-Ostafrika  und  Abessinien. 
posterior.  —  ab.  $  posterior  Strand.   Der  kleine  Augenfleck  im  Felde  6  der  Hflgl-Oberseite  fehlt,  der  in  4  ist  aber  da.  Abes- 
aubtriocel-  sinien.  —  ab.  $  subtriocellata  Strand.     Wie  triocellata,  aber  von  dem  vorderen  kleinen  Augenfleck  ist  nur  der 
„.    '"/"•  rote  Ring  der  Saumseite  vorhanden  (!).    Abessinien.  —  ab.  subbipupillata  Strand.    Wie  bipupillata,  aber  die  an 
tatu.  der  Vorderseite  der  großen  vorderen  Ocelle  (Augenfleck)  der  Hflgl  gelegene  kleine  Ocelle  ist  ganz  rudimentär 
und  nur  durch  eine  stiunpf  zahnförmige,  nach  vorne  gerichtete  Verlängerung  des  roten  Randringes  der  großen 
virilis.  Ocelle  angedeutet."  (!).    Abessinien.  —  ab.  $  virilis  Strand  ist  eine  Weibchenform,  bei  der  der  blaue  Fleck  der 
vosaelerinna.Kügl  ebenso  groß  wie  beim  ö"  ist.  Abessinien. — ab.  $  vosselerianatSVra«rf  ist  kleiner  als  gewöhnlich  und  hat  den 
subepiclelUt.  Fleck  der  Hflgl  hellgraulicli  aber  ebenso  groß  wie  bei  der  Hauptform.     Deutsch-Ostafrika.  —  ab.  $  subepiclelia 
Strand  erinnert  sehr  an  die  Madagaskar-Rasse,  hat  aber  ebenso  große  weiße  Zeichnungen  wie  die  Hauptform. 
cpiclelia.  —  epiclelia  Bsd.  (51a)  kommt  nur  auf  Madagaskar  vor  und  weicht  durch  geringere  Größe  luul  kleinere  weiße 
Flecke   der  Vflgl  von  der  Form  des  Festlandes  ab;    dazu    kommt,    daß  beim  $  der  blaue  Fleck  der  Hflgl  oft 
fehlt  oder  undeutlich,  graulich  ist  und  daß  die  Querbinden  der  Mittelzelle  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  rein  gelb 
statt  rotgelb  sind.  — •  Die  Rp  von  clelia  ist  der  von  cebrene  sehr  ähnlich  und  fast  nur  durch  die  weißliche  Seiten- 
linie verschieden;    sie  lebt  in  Natal  an  Asystasia  coromandeliana.  —  Die  Pp  ist  der  von  cebrene  äluilich. 

orithya.  P.  orlthya  L.  wurde  zuerst>  nach  Stücken  aus  China  besclirieben ;  vgl.  B.  1,  S.  197,  Taf.  62  b  und  B.  9, 

S.  522.  Sie  steht  der  vorigen  Art  nahe  und  hat  fast  "dieselben  weißen  Zeichnungen  der  Vflgl  inid  auf  beiden  Flghi 
zwei  deutliche  gelb  und  schwarz  geringelte  Augenflecke  üi  2  und  5;  die  blaue  Farbe  aber  bUdet  nicht  einen 
runden  Fleck  am  Vrd  der  Hflgl,  sondern  bedeckt  wenigstens  die  ganze  Saumhälfte  der  Hflgl  und  bildet  auch 
maiUigasca-  eüicn  viereckigen  Fleck  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  der  Vflgl  luilie  am  Analwinkel.  ■ —  ttiadagascariensis  Gnen. 
(=  boopis  Trim.)  ist  die  in  Afrika  und  auf  Madagaskar  vorkommende  Rasse;   sie  ist  kleiner  als  die  Hauptform 


rtcnsis. 


i 


VANESSULA;  PYRAMEIS;  ANTANARTIA.     Von  Dr.  C.  Aueivilltos.  227 

mit  den  hellen  Zeichnungen  der  Vflgl  reduziert  und  gelblich  weiß  statt  rein  weiß;  die  helle  Discalbinde  der 
Vflgl  ist  von  der  Submarginalbinde  völlig  getrennt ;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  hat  deutliche  rotgelbe  Querstriche 
und  die  blaue  Farbe  der  Hflgl  ist  beim  ^  am  Vrd  breiter,  die  AVurzel  des  Feldes  7  erreichend,  beim  9  aber 
gleichbreit,  die  Spitze  der  Mittelzelle  nicht  oder  kaum  erreichend;  das  $  unterscheidet  sich  übrigens  vom  ö* 
durch  viel  größere  Augenflecke  der  Oberseite  und  mattere  Farben.  Congo-Gebiet  bis  Natal  und  Abessinien; 
Madagaskar.  —  here  Lang  ist  noch  kleiner  und  hat  keine  rotgelben  Querstriche  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  here. 
Arabien. 

Rückblick  auf  den    Saisondimorphismus  der   Gattung  Precis. 

Da  keine  andere  Gattung  der  afrikanischen  Tagfalter  so  große  und  auffallende  Unter-schiede  zwischen  den  Zeitformen 
wie  Precis  zeigt,  ist  es  von  Interesse,  eine  Zusammenstellung  der  Kennzeichen,  wodurch  die  Zeitformen  von  einander  abwei- 
chen, zu  liefern.  Wenn  man  die  Regenzeitformen  als  die  normalen  und  ursprünglichen  betrachtet,  was  wahrscheinlich  das 
Richtige  ist,   kann  man  sagen,  daß  die  Abweichungen  der  Trockenzeit  formen  fast  durchweg  den  Zweck  hat,  denselben  em 


dadurch  beeinflußt  werden,  sind  die  Größe,  der  Fliigelschnitt,  die  Farbe  und  Form  der  Fransen,  die  Zeichnung  und  Färbung 
der  Flgl-Oberseite  und  ganz  besonders  diejenigen  der  Unterseite.  Die  Trockenzeitformen  smd  bei  den  Preci.s- Arten  stets  größer 
als  die  Regenzeitforoien;  man  sollte  das  Gegenteil  erwarten,  da  die  ganze  Natur  sich  während  der  Regenzeit  weit  üppiger 
entwickfit;  wenn  man  aber  bedenkt,  daß  die  Rpn  der  Trockenzeitformen  sich  während  der  Regenzeit  und  die  der  Regen- 
zeitformen sich  dagegen  während  der  Trockenzeit  entw  ickeln,  dürfte  diese  Tatsache  hinreichend  sein,  um  die  Unterschiede 
der  Größe  zu  erklären.  Bei  allen  Precis- Arten  tritt  der  Saum  der  Vflgl  an  der  Spitze  der  Rippe  6  etwas  hervor;  bei  den  Regen- 
zeitformen ist  jedoch  diese  Stelle  stumpf  abgenmdet  oder  nur  schwach  geeckt;  bei  den  Ti-ockenzeitformen  aber  tritt  hier  eine 
scharfe,  bisweilen  sehr  lange  Spitze  hervor,  wodurch  oie  Vflgl  mehr  oder  weniger  sichelförmig  werden  und  gleichzeitig  tritt 
der  Analwinkel  der  Hflgl  mehr  schwanzartig  hervor  (jedoch  nicht  bei  den  Trockenzeitformen  von  ociavia);  hierdurch  erhalten 
die  Flgl  besonders  in  Ruhestellung  ein  blattartiges  Aussehen.  Die  Fransen  sind  bei  den  Trockenzeitformen  gewöhnlich  ein- 
farbig und  ganzrandig,  auch  wenn  die  Regenzeitformen  gewellte  und  weißgefleckte  Fransen  haben.  Die  Zeichnungen  der 
Oberseite  werden  gewöhnlich  bei  den  Trockenzeitfcrmen  nur  wenig  verändert;  die  weiße  Farbe  wird  doch  fast  immer  \^on  rot- 
gelb oder  blau  ersetzt  und  bisweilen  werden  auch  die  rotgelben  Zeichnungen  der  Regenzeitformen  fast  ganz  verdrängt  luid 
durch  dimkelblaue  oder  dmikelbraiuie  Zeichnungen  ersetzt.  Die  Unterseite,  welche  bei  den  Regenzeitformen  oft  klare  Farben 
luid  scharfe  Zeiclmungen  hat,  wird  dagegen  völlig  verändert  und  geht  in  ein  düsteres  Gelbbraun,  Dunkelbraun  odei  Grau- 
braun über,  welches  keine  oder  nur  undeutliche  Zeichnungen  hat,  al)er  fast  immer  diu'ch  eine  helle  oder  dunkle  Mittellinie 
durchquert  wird. 

7.  Gattinig':  Vaiiesisiila  Dew. 

Als  Hewitson  im  Jahre  1873  die  einzige  Art  dieser  Gattung  beschrieb,  stellte  er  dieselbe  unter  die 
Lycaeniden.  Dewitz  hat  das  Verdienst,  zuerst  nachgewiesen  zu  haben,  daß  diese  eigentümliche  kleine  Art 
zu  den  Nymphaliden  gehört,  was  sowohl  aus  der  Bildung  der  Vorderfüße  wie  aus  dem  Rippenbau  hervor- 
geht. Die  Palpen  sind  lang  und  vorgestreckt;  die  Fühler  sind  ebenfalls  lang  und  haben  eine  gut  abgesetzte 
flachgedruckte  Kolbe;  die  Flgl  sind  ziemlich  breit  mit  abgermidetem,  gewelltem  Saume;  der  Hlb  erreicht 
fast  den  Analwinkel  der  Hflgl.    Die  Entwicklungsstadien  sind  unbekannt. 

V.  milca  Hew.  (52  e).  Beide  Flgl  oben  schwarz  mit  einer  gemeinsamen  tief  rotgelben  Mittelbinde,  »»i^m. 
welche  sieh  von  der  Mitte  des  IrcLs  der  Hflgl  in  fast  gerader  Linie  und  in  einer  Breite  von  4 — -5  mm  bis  zur 
Rippe  4  der  Vflgl  erstreckt  und  sieh  dann  schmäler  werdend  gegen  die  Wurzel  etwas  biegt  mid  den  Stiel  der 
Rippen  7 — 9  erreicht.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  etwas  heller  mit  weißUchen  Strichelchen  im  Wurzel- 
teil und  grauen  und  rotbraunen  Schattenflecken  in  der  Saumbinde;  die  Mittelbinde  ist  auf  den  Hflgln  weiß- 
gelb, braun  gewässert,  und  auf  den  Vflgln  scharf  begrenzt  mid  ungefleckt,  aber  etwas  heller  rotgelb  als  oben. 
Kamerun,   bis  südliches   Congo-Gebiet  und  Uganda. 

8.  Gattung :  Pj  raiiieis  Hbn. 

Hinsichtlich  dieser  allbekannten  Gattung  genügt  es  auf  die  Uebersicht  (S.  210)  und  auf  die  Beschrei- 
bungen in  Bd.  1,  S.  198  und  Bd.  9,  S.  524  zu  verweisen.   In  der  ätliiopischen  Region  kommt  nur  eine  Art  vor. 

P.  cardui  L.  (Bd.  1,  S.  199,  Taf.  62  d;  Bd.  9,  S.  524)  ist  wegen  ihrer  fast  vollkommenen  Unempfind-  ranhii 
lichkeit  für  äußere  Einflüsse  sehr  bemerkenswert;  mit  fast  identischer  Färbung  und  Zeichnung  fliegt  die  Art 
in  Nord-Eiu'opa  an  den  Küsten  des  Eismeeres  und  in  den  Tropen  Afrikas  und  Asiens.  In  der  äthiopischen 
Region  kommt  sie  überall  sowohl  auf  dem  Festlande  wie  auf  den  Inseln  vor;  scheint  jedoch  in  den  wärmeren 
Gegenden  die  höher  gelegenen  Gebiete  vorzuziehen.  Nach  Fawcett  ist  die  Rp  in  Süd- Afrika  der  europäischen 
Rp   ähnlich  und  lebt   auch  dort   an  Disteln. 

9.  Gattung:  Aiitaiiartia  Rothsch.d;  Jord. 
Die  Arten  dieser  Gattung  wurden  früher  zu  der  sonst  nur  in  Süd-Amerika  vorkommenden  Gattung 


22S  ANTANARTIA.     Von  Dr.  C.  AuRiriLLrus. 

Hypanartia  Kirby,  mit  der  sie  äußerlich  recht  große  Aehnlichkeit  haben,  gestellt.  Durch  die  im  Jahre  1903 
von  Rothschild  und  Jordan  gemachten  Untersuchungen  ist  indessen  festgestellt  worden,  daß  die  südameri- 
kanischen Hypanartia- Arten  durch  die  Bildung  der  letzten  Rückenplatten  des  Hlbs  völlig  von  den  afrika- 
nischen Arten  abweichen.    Für  diese  wurde  darum  die  neue  Gattung  Antanartia  errichtet. 

Die  Fühler  sind  lang  und  ragen  weit  über  die  Spitze  der  Vflglzelle  hinaus;  ilire  Kolbe  ist  scharf  ab- 
gesetzt, eiförmig  mid  stark  flachgedrückt.  Die  Mittelzelle  beider  Flgl  ist  geschlossen.  Die  Rippen  10  und  11 
der  Vflgl  ent.springcn  vor  der  Zellen.spitze  und  die  Rippe  9  aus  dem  Stiele  von  7-!- 8,  viel  näher  an  8  als  an 
der  Zellenspitze.  Die  Rippe  3  der  Hflgl  entspringt  deutlich  vor  der  Hinterecke  der  Mittelzelle  imd  die  Prä- 
costalrippe ist  lang  und  ganz  gerade  oder  ein  wenig  wurzelwärts  gebogen.  Bei  der  nahe  verwandten  Gattung 
Pyrameis  ist  die  Präcostal rippe  der  Hflgl  saumwärts  gebogen  iind  die  Rippe  3  der  Hflgl  kommt  aus  der  Hinter- 
ecke der  Zelle. 

Die  Flgl  haben  oben  eine  schwärzliche  bis  dunkelbraune  Grundfarbe  und  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  eine 
rotgelbe  schief  gestellte  Querbinde,  welche  am  Vrd  vor  der  Mitte  anfängt  luid  in  sanftem  Bogen  den  Hrd  nahe 
am  Hinterwinkel  erreicht  und  die  Spitze  der  Mittelzelle  bedeckt ;  dieselbe  setzt  sich  dann  oben  gewöhnlich 
am  Saume  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  deutlich  fort.  Vor  der  Spitze  der  Vflgl  stehen  in  einem  Bogen  einige 
weiße  Submarguialpunkte  imd  zwischen  ihnen  und  der  Querbinde  gewöhnlich  eine  Querreihe  oder  Querbinde 
von  drei  kleinen  weißlichen  oder  hellgelben  Flecken  der  Felder  5,  6  und  8- — 10.  Die  Hflgl  haben  eine  mehr 
oder  weniger  vollständige  Reihe  submarginaler  Augenflecke  und  ihre  Unterseite  ist  dunkel  mit  verwickelten 
nebeligen  Zeichnungen. 

Rp  wie  bei  Pyrameis  bedornt.  Pp  mit  zwei  langen  scharfen  Kopfspitzen  und  kräftig  entwickelten 
Tuberkeln  der  Rückenseite;  die  Erhöhmig  des  Mittelrückens  ist  groß  mid  am  Ende  stark  keilförmig  zusammen- 
gedrückt und  die  Tuberkeln  des  dritten  HlbgUedes  sind  hakenförmig  umgebogen. 

Ich  teile  die  Arten  in  zwei   Gruppen  ein. 

Erste    Gruppe. 

Saum  der  Hflgl  an  der  Rippe  4  nicht  abgesetzt  oder  gescliwänzt,  sonderr  gleichförmig  gebogen  und  nur  kurz  und 
stumpf  gezackt,  am  Ende  der  Rippe  2  ein  wenig  mehr  als  an  den  anderen  Ripjjen  ausgezogen.  Der  Vrd  der  Vügl  imten 
an  der  Wurzel  wie  bei  hippomene  mit  weißen    Querstrichelchen. 

abyssinica.  A.  abyssinica  Fldr.  (52  d)  ist  die  kleinste  Art  und  mißt  nur  33 — 44  mm  zwischen  den  Spitzen  der 

Vflgl;  die  Hflgl  haben  oben  eine  schmale  i-otgelbe  Saumbinde,  welche  gewöhnlich  durch  eine  schwarze  Saum- 
liiüe  vom  Saume  selbst  getrennt  ist;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  breiter  als  bei  den  anderen  Arten  und 
gelblich.     Kilimandjaro    bis   Abessinien   und    Ruwenzori. 

Zweite     Gruppe. 
Der  Saum  der  Hflgl  bildet  an  der  Rijjpe  4  einen  deutlielien  Absatz  und  hat  dort  emen  deutlielien   Schwanzanhang. 

hippomene.  A.  hippomene  Hbn.  (52  d)  unterscheidet  sich  von  den  drei  folgenden  Arten  dadurch,  daß  der  Vrd  der 

Vflgl  unten  an  der  Wurzel  bis  zur  Querbinde  mit  weißlichen  Querstrichelchen  geziert  ist;  die  Vflgl  haben  oben 
eine  scharf  begrenzte  rotgelbe  Saumbinde,  welche  jedoch  nur  bis  zur  Rippe  3  reicht,  imd  ein  kurzes  Schwänz- 
chen an  der  Rippe  4;    die  Fühlerkorijc  unten  schwarz.    Kapland  bis  Abe.ssinien  und  Ruwenzori;    auch  im  In- 

maderjasso-  neren  von  Kamerun.  —  madegassorum  Auriv.  ist  die  auf  Madagaskar  vorkommende  Rasse,  welche  nur  dadurch 
""'""   abweicht,  daß  die  Fühlerkolbe  unten  rostgelb  und  das  Schwänzchen  der  Hflgl  länger  ist. 

acluifneia.  A.  schaeneia  Trim.  (52  d)  ist  oben  der  vorhergehenden  Art  sehr  ähnlich,  aber  ein  wenig  größer  und 

mit  längerem  Schwanzanhang  an  der  Rippe  4  der  Hflgl.  Die  Unterseite  weicht  durch  eine  verschiedene  Fär- 
bung und  Zeichnung  der  Hflgl  (vgl.  die  Figuren)  und  besonders  dadurch  ab,  daß  die  Mittelzelle  der  Vflgl  einen 
Augenfleck  vor  der  Mitte  hat  und  daß  der  Vrd  an  der  Wurzel  bis  zur  Querbinde  einfarbig  dunkelbraun  ohne 
dihäa.  weiße  Querstrichelchen  ist.  Kapland  t)is  Brit.  Ost-Afrika  und  Uganda.  —  diluta  RothscJi.  u.  Jonl.  weicht  durch 
heller  gefärbte,  beim  $  weißliche  Querbinde  der  Vflgl  mid  viel  schmälere,  mit  einer  dunklen  Saumlinie  gezierte 
orangegelbe   Saumbinde  der  Hflgloberseite  ab.    Abessinien. 

borbonica.  A.  borbonica  Oberlh.  ist  noch  größer  als  schaeneia  (Länge  des  Vflgls  etwa  34  mm),  sonst  aber  so  ähnlich, 

daß  sie  wohl  kaum  mehr  als  eine  Rasse  derselben  ist.  Die  orangegelbe  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  hat  wie 
bei  diluta  deutliche  dunkle  Querstriche  am  Saume;  der  wichtigste  Unterschied  von  schaeneia  scheint  darin 
zu  bestehen,  daß  die  Unterseite  der  Hflgl  mit  schaff  hervortretenden,  unregelmäßig  gebrochenen,  hellen  Quer- 
linien geziert  ist.  Die  Rp  lebt  an  Boehmeria  (Pilea)  urticaefolia  Spreng.,  ist  rotviolett  mit  rotgelben,  an  der 
Spitze  schwarzen  Dornen  und  hat  auf  den  Gliedern  4 — 11  eine  breite,  weißUche,  schwarz  gefleckte  Seitenlinie; 
das  erste  Glied  hat  keine  Dornen,  das  zweite  und  dritte  jederseits  drei  Dornen  und  die  Glieder  4 — 1 1  außer- 
iiuiuriiiitiiii.  dem  einen  Dorn  in  der  Rückonlinie.    Jladagaskar  und  Bourbon.  —  mauritiana  Manders  ist  etwas  kleiner  und 


SMERINA;    LACHNOPTERA.     Von  Dr.  0.  AuKiviLLirrs.  229 

weicht  außerdem  dadurch  ab,  daß  die  orangegelbe  Querbinde  der  Vflgl  auf  beiden  Seiten  am  Hrd  der  Mittel- 
zelle eingesclmitten  oder  unregelmäßig  ist;  bei  der  Hauptform  ist  dagegen  diese  Querbinde  nach  innen  fast 
gerade  mid  nach  außen  gleichförmig  gebogen.    Mauritius;    nunmehr  sehr  selten. 

A.  delius  Drury  (52  c)  weicht  in  der  Flglform  von  den  übrigen  Arten  dadurch  ab,  daß  der  Saum  der  delius. 
Vflgl  viel  tiefer  ausgerandet  ist  und  daß  die  Hflgl  zwei  Schwänzchen  haben,  ein  längeres  an  Rippe  4  und  ein 
kürzeres  an  Rippe  2.    Die  Querbinde  der  Vflgl  ist  oben  rotbraun,  unten  hellgelb,  fängt  näher  an  der  Wurzel 
des  Vrds  an,  bedeckt  nicht  die  Spitze  der  Mittelzelle,  biegt  an  Rippe  2  scharf  gegen  den  Hrd  um  und  ist 
in  den  Feldern  1  b  und  1  a  wurzelwärts  mehr  oder  weniger  ausgedehnt;   die  Hflgl  sind  oben  zum  größten  Teil 
rotgelb  oder  rotbraun  mit  schwärzlicher  Wurzel,  dickem  schwarzem   Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  und 
dunkler  Saumbinde,  welche  wenigsteias  beim  9  eine  rotgelbe  Linie  der  Felder  4 — 6  einschließt.    Die  Unterseite 
ist  wie  bei  den  anderen  Arten  bunt  gezeichnet  und  che  Mittelzelle  der  Vflgl  hat  nahe  an  der  Wurzel  einen 
weißgeringelten  Augenfleck.    Sierra-Leone  bis  Congo.  ^  ab.  ,S  nigrescens  Suff,  hat  statt  der  rotgelben   Quer-  »igrescens. 
binde  der  Vflgl  nur  einen  rotgelben  Hrdfleck,  welcher  die  Mitte  des  Feldes  2  erreicht.    Togo.  —  amauroptera  amaurop- 
Em.  SJmrpe  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  oben  fast  eintönig  schwarzbraun  sind  und  daß  die   Querbinde  ''^'■''■ 
der  Vflgl  kastanienbraun  und  auch  zum  Teil  undeutlich  ist.  Uganda:  Toro. 

8.    Unterfamilie:     Argynnidinae. 

Die  Mitglieder  dieser  Unterfamilie  sind  an  der  Bildung  der  Palpen  sofort  kenntlich  (vergl.  die  Ueber- 
sicht  p.  122).  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  geschlossen  und  die  Präcostalrippe  der  Hflgl  entspringt  bei  allen 
äthiopischen  Gattungen  nach  der  Abtrennung  der  Rippe  8  von  der  Mittelzelle.  —  Die  Rpn  auf  jedem  der 
Glieder  2 — 12  mit  4 — 6  Dornen,  der  Kopf  aber  unbewaffnet. 

Alle  Arten  sind  wenigstens  im  männlichen  Geschlecht  oben  orangegelb  bis  braungelb,  mit  schwarzen 
Zeichnimgen  und  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  oft  mit  silbernen  oder  perlmutterglänzenden  Zeichnungen  geziert. 

Die  Argynnidinen  sind  im  äthiopischen  Gebiet  verhältnismäßig  arm  an  Arten.  Hinsichtlich  ihrer 
geographischen   Verbreitung  verweise  ich  auf  das,  was  in  Bd.  1,  S.  211  darüber  gesagt  ist 

Die  fünf  äthiopischen  Gattungen  können  nach  der  folgenden  Uebersicht  leicht  unterschieden  werden. 

UebersichtderGattungen. 

I.  Die  Rippen  3  und  4  der  Vflgl  aus  einem  Punkte  oder  kurz  gestielt. 

A.  Augen  haarig.    Die  Rippe  10  der  Vflgl  entspringt  vor  oder  aus  der  Spitze  der  Mittelzelle. 

1.  S  m  e  r  i  n  a. 

B.  Augen  nackt.   Die  Rippe  10  der  Vflgl  entspringt  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle  aus  dem  Stiele 
von  7+8+9. 

«.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  offen.    Das  (^  in  den  Feldern  5 — -7  der  Hflgl-Oberseite  mit  großem 

schwarzgrauem  Filzfleck.  2.  L  a  c  h  n  o  p  t  e  r  a. 

ß.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  geschlossen  und  die  Rippen  3  und  4  gestielt.    Das  (^  ohne  Filzfleck. 

3.    Ate  IIa. 
II.  Die  Rippen  3  und  4  der  Vflgl  breit  getrennt.    Augen  nackt.  4.    A  r  g  y  n  n  i  s. 

1.  Gattung':  ^iiucriiia  ffew. 

Vflgl  schmal  dreieckig  mit  ausgezogener  Spitze  mid  schwach  ausgerandetem  Saum.  Hflgl  mit  abge- 
rundetem und  fast  ganzrandigem  Saume.  Kopf  breit  mit  langen  Palpen,  deren  zweites  Glied  groß  und  er- 
weitert  ist.     Die   Entwicklungsstadien  sind   unbekannt. 

S.  manoro  Ward.  (52  d).  Beide  Flgl  oben  braungelb  an  der  Wurzel  dunkler  mit  schwarzen  oder  manoro. 
schwärzlichen  Zeichnungen ;  dunkel  sind  der  Vrd  der  Vflgl,  einige  Querstriche  in  der  JVIittelzelle  und  ein  großer 
gegen  den  Vrd  erweiterter  Querfleck  am  Ende  der  Zelle  der  Vflgl,  die  Spitze  der  Vflgl  in  einer  Breite  von  8 
bis  10  mm  und  eine  gemeinsame  etwa  3  mm  breite  Saumbinde,  welche  beim  ^  scharf  begrenzt,  beim  $  aber 
heller,  nach  innen  verwischt  ist  und  zw  ei  dunkle  Linien  einschließt ;  vor  der  Saumbinde  tritt  gewöhnlich  eine 
Reihe  dunkler  Punkte  oder  Striche  auf;  in  der  schwarzen  Spitze  der  Vflgl  liegen  3  runde  gelbliche  Flecke 
in  einem  Dreieck.  Die  Unterseite  ist  rotbraun  oder  graubraun  mit  einigen  feinen  dunklen  Querlinien  und  Punk- 
ten und  mit  einer  dicken,  schwärzlichen,  fast  geraden,  nach  außen  silberweiß  gesäumten  Mittellinie  und  silbernen 
Schattenflecken  am  Analwinkel  der  Hflgl,  vor  der  Spitze  der  Vflgl  und  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Madagaskar 
in  den  höheren  bewaldeten  Gegenden  bei  Tamatave.  Eine  der  größeren  Seltenheiten  unter  den  Tagfaltern 
Madagaskars. 

2.  Gattung':  !Lacliiio|»tei*a  DU. 

Flgl  groß  und  breit,  wellenrandig ;  die  Spitze  der  Vflgl  nicht  ausgezogen,  stumpf  abgerundet;  ihr  Saum 
fast  gerade,  nur  zwischen  den  Rippen  3  und  6  schwach  ausgerandet.  Die  Hflgl  mit  kurzem,  fast  geradem 
Vrd,  breit  abgerundeter  S})itze  und  an  der  Rippe  4  mehr  oder  weniger  deuthch  geecktem  Saume.    Die  Rippe  1 1 


230  ATELLA.     Von  Dr.  C.  Atjrivillius. 

der  Vflgl  aus  der  Spitze  der  Mittelzelle;  ihre  Rippen  3  und  4  kurz  gestielt  oder  aus  demselben  Punkte.  Ge- 
schlechter oben  verschieden  gezeichnet  und  das  <$  vor  der  Spitze  der  Hflgl  mit  großem  Filzfleck.  Die  Flgl  haben 
beim  9  oben  eine  deutliche  gezackte  dunkle  Mittellinie,  welche  die  dunklere  Wurzelhälftc  von  der  helleren 
Saumhälfte  abgrenzt ;  beim  q  fehlt  diese  Mittellinie  völlig  oder  ist  nur  z\\ischen  dem  Vnl  und  der  Rippe  4  der 
Vflgl  entwickelt;  beim  ^  ist  der  Wurzelteil  nicht  dunkler  als  der  Saumteil.  Im  Saumteil  finden  sich  bei  beiden 
Geschlechtern  auf  den  Hflgln  eine  Querreihe  gerundeter  schwarzer  Discalflecken  und  vor  dem  Saume  drei 
gezackte  oder  stark  gewellte  schwarze  Luiien,  von  denen  die  innerste  beim  q  oft  undeutlich  ist  und  die  äußerste 
Ijisweilen  mit  dem  dunklen  Saume  selbst  vei'cinigt  ist,  und  auf  den  Vfigln  drei  solche  Querlinien,  von  denen  die 
innerste  beim  ^  in  freie  Flecke  oder  Punkte  aufgelöst  und  die  äußerste  fast  mit  dem  Saume  verschmolzen  ist. 
Auf  der  Unterseite  sind  diese  Zeichnungen  hellbraun  bis  gelbbraun  (nur  m  den  Feldern  1  a  und  1  b  der  Vflgl 
schwärzlich)  und  die  Discalflecke  der  Hflgl  zu  Augenflecke  entwickelt;  die  Mittellinie  ist  hier  bei  beiden  Ge- 
schlechtern deutlich  und  auf  den  Hflgln  nach  außen  von  weißen  oder  silbernen  Flecken  begleitet.  Die  Entwick- 
lungsstadien sind  unbekannt. 

iole.  L.  iole  F.  (52  f).   (^:  Beide  Flgl  oben  eintönig  orangegelb;  die  Vflgl  ohne  schwarze  Zeichnungen  am  Vrd 

zwischen  iler  Wurzel  und  den  Submarginalpunkten;  die  Unterseite  mit  ockergelber  matter  Grundfarbe.  $: 
Flgl  oben  in  der  Wurzelhälfte  matt  gelbbraun,  in  der  Saumhälfte  hell  gelblich,  unten  heller  als  beim  q  gefärbt. 
hccalacti.  Sierra-Leone  bis  Congo-Ctebiet  und  Ruwenzori.  —  ab.  9  hecataea  Hew.  weicht  von  der  Hauptform,  dadurch  ab, 
daß  die  Flgl  oben  hi  der  Wurzelhälfte  schwärzlicli  sind  und  in  der  Saumhälfte  eine  weiße  Grundfarbe  haben. 
afzelil.  —  ab.  afzelii  Auriv.  hat  unten  eine  dunklere,  ins  Violett  ziehende  und  wenigstens  in  der  Saumhälfte  der  Hflgl 
perimutterschillernde  Grundfarbe.    Sierra-Leone. 

ayresi.  L.  ayresi  Trim.  ist  möglicherweise  nur  die  südliche  und  östliche  Rasse  von  iole.    Die  Hflgl  sind  am  Ende 

der  Rippe  4  deutlich  geeckt  und  der  Filzfleck  des  q  ist  kleiner  als  bei  iole.  Beim  (J  haben  die  Vflgl  oben  einen 
schwarzen  Punkt  am  Vrd  der  Zelle  und  kurz  hinter  der  Zelle  von  der  Mitte  des  Vrds  bis  zur  Rippe  4  ein  dicker 
schief  gestellter  schwarzer  Querstrich  und  in  der  Mitte  zwischen  diesem  Querstriche  und  den  Submarginalpunkten 
liegt  ein  anderer  schwarzer  Vrdfleck,  der  jedoch  nur  die  Rippe  6  erreicht;  die  innere  schwarze  Saumlinie  der 
Vflgl  zeigt  eine  deutliche  Tendenz,  sich  an  den  Rippen  4  und  5  zu  verdicken  und  bildet  bisweilen  dort  einen 
großen  schwarzen  Fleck.  Das  mir  unbekannte  $  weicht  nach  der  Beschreibung  Trimens  oben  kaum  vom  $ 
der  Hauptform  ab,  soll  aber  unten  sehr  hell  graugelb  mit  erzgrünem  Schüler  sein.   Natal  bis  Britisch-Ostafrika. 

abbotii.  —  ab.   $  abbotti  Holl.  hat  eine  ins  Violette  schimmernde  Unterseite.    Deutsch-Ostafrika. 

3.  Gattung-:  Atolla  Dbl. 

Atella  kommt  der  vorigen  Gattung  sehr  nahe  und  weicht  nur  durch  die  m  der  Uebersicht  angegebenen 
Kennzeichen  und  durch  die  abgerundeten  Hflgl  ab. 

Die  Arten  smd  einander  nahe  verwandt  und  haben  alle  oben  auf  orangegelbem  oder  braungelbem  Grunde 
folgende  schwarze  Zeichnungen:  eine  ferne,  an  den  Rijjpenenden  gewöhnlich  verdickte  Linie  am  Saume  selbst; 
zwei  Linien  vor  dem  Saume,  von  denen  die  äußere  der  Vflgl  mit  dem  Saume  verschmelzen  kann;  einer  Reihe 
gerundeter  Submarginalpunkte,  fünf  (in  1  b — 5)  auf  den  Vfigln  und  4  (ha  2,  3,  5  und  6)  der  Hflgl ;  eme  von  Stri- 
chen oder  Bogen  gebildete  Mittellinie,  die  jedoch  gewöhnlich  nur  in  den  Feldern  4 — 6  und  8  der  Vflgl  auftritt; 
5 — 6  Discalpunkte  der  Vflgl,  welche  an  der  Wurzel  der  Felder  1  b — 6  liegen  und  endlich  zwei  Querstriche  am 
Ende  und  zwei  in  der  Mitte  der  Vflglzelle.  Auf  der  Unterseite  sind  diese  Zeichnungen  undeutlicher  und  zum 
größten  Teil  braun  oder  gelblich;  die  Mittellinie  ist  vollständig  entwickelt  und  die  Submargüialpunkte  in  Augen- 
flecke umgewandelt.  Die  Rp  ist  mit  Dornen  bewaffnet ;  der  Kopf  jedoch  ohne  Dornen.  Pp  fast  gerade  mit  stumpf 
abgerundetem  Kopfe  und  zwei  kegelförmigen  Tuberkeln  auf  jedem  Gliede  des  Rückens  und  des  Hinterleibes. 

Die  Gattung  ist  auch  in  der  indoaustralischen  Region  weit  verbreitet.  Vgl.  hierzu  Bd.  1,  S.  243,  Taf. 
71  d  und  Bd.  9,  S.  470. 

columbina.  A.  columbina  Cr.  (52  f).     Saum  der  Hflgl  an'^der  Rippe  4  deutlich  geeckt;  die  schwarzen  Zeichnungen 

der  Oberseite  kräftiger  entwickelt  als  bei  phalanthn;  die  Saumlmie  der  Vflgl-Oberseite  zusammenhängend;  die 
innere  Submarginallinie  der  Vflgl  bildet  gewöhnlich  in  4  nach  innen  einen  langen  und  scharfen  Winkel,  welcher 
den  Submarginalpunkt  fast  erreicht;  die  Submarginalpunkte  der  Hflgl-Unterseite  groß  und  schwarz  mit  brau- 
nem'Rmge;  die  Discalflecke  der  Vflgl  unten  kaum  wahrnehmbar.  Sierra-Leone  bis  Natal,  Britisch-Ostafrika 
microps.  und  Uganda.  —  microps  Rothsch.  u.  Jord.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Flgl  oben  an  der  Wurzel  verdunkelt, 
olivenbraun  sind.    Somali-Land  und  Abessinien. 

philiberti.  A.  philiberti  Joannis  schließt  sich  der  vorigen  Art  eng  an  und  hat  wie  diese  an  der  Rippe  4  deutlich 

geeckte  Hflgl.  Von  übrigen  Arten  unterscheidet  sie  sich  dadurch,  daß  die  MittelUnie  der  Oberseite  vollständig 
entwickelt  ist ;  dieselbe  ist  auf  den  Vflgbi  in  Flecke  aufgelöst,  auf  den  Hflgln  aber  ist  sie  zusammenhängend  und 
begrenzt  die  dunklere,  olivenfarbige  Wurzelhälfte;  auf  den  Vfigln  ist  nur  das  Wurzeldrittel  verdunkelt.  Sey- 
chellen. 

plialantha.  A.  phalantha  Z^ru»!/.     Die   Hauptform    kommt  nur  in    Asien    vor    (Bd.  1  p.  243,  471).  —  aethiopica 

aethiopica. 


ARGYNNIS.     Von  Dr.  C.  Aurivilliüs.  231 

Rothsch.  u.  Jord.  (52 f;  als  phalantha)  ist  die  afrikanische  Form  und  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Mittellinie  der 
Oberseite  außer  am  Vrd  der  Vflgl  fehlt  und  daß  die  Querstriche  in  der  Wurzelhälfte  der  Hflgl-Unterseite  hell 
braun  oder  gelblich  sind  statt  schwärzlich  wie  bei  der  Haui^tform.  Von  columhina  kann  sie  dadurch  unterschie- 
den werden,  daß  der  Saum  der  Hflgl  abgerundet  ist,  daß  die  .Saumlbiie  an  den  Zwischenaderfalten  unterbrochen 
und  demnach  in  Flecke  aufgelöst  ist  und  daß  die  Submarginalpunkte  der  Hflgl-Unterseite  undeutlicher  sLiad  mit 
klemen  schwarzen  Pupillen.  Die  mnere  Submarginallinie  beider  Flgl  ist  aus  Bogen  zusammengesetzt.  Ganz 
Afrika  nebst  fast  allen  Inseln.  Rp  schwarz  mit  schwarzen  und  gelben  Dornen  und  weißer  Seitenlinie;  Kopf  oben 
rotbraun  mit  weißem  Sthndreieck;  sie  lebt  in  Madagaskar  auf  Flacourtia  Ramontchi  und  in  Südafrika  an 
Weidenarten.  Pp  grüia  mit  schwarzen  Zeichnungen  und  Silberflecken.  —  granti  Rothsch.  u.  Jord.  hat  dickere  granli. 
schwarze  Zeichnungen  der  Oberseite.    Sokotra. 

A.  madagascariensis  Mab.  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  unterscheidet  sich  aber  dadurch,  daß  die  madagas- 
äußere  Submarginallmie  und  die  Saumlinis  der  Vflgl  zu  einer  1  mm  breiten  schwarzen  Saumbinde  vereinigt  sind  ''«'■^«"®'^*-  . 
und  daß  die  iiniere  Submarginallinie  der  Vflgl  aus  fast  geraden  Strichen  gebildet  ist;  die  Saumlinie  der  Hflgl  ist 
gleichdick  und  völlig  zusammenhängend;  beide  Flgl  smd  fast  ganzrandig.     Madagaskar. 

4.  Gattiiny:  Arj>'.yiiiii»i  F. 

Hmsichtlich  dieser  allbekannten  Gattung  genügt  es  auf  die  Gattungsübersicht  (p.  229)  und  auf  die  aus- 
führliche Besprechung  von  Stichel  in  Band  1  p.  226  zu  verweisen. 

In  der  äthiopischen  Region  süad  die  Argynnis- Arten  auf  die  höher  gelegenen  Gebü-gsgegenden,  wo  ihre 
Futterpflanzen,  Viola- Arten  wachsen,  beschränkt.  Die  große  Art  A.  hyperbiiis  kommt  nur  in  Abessinien  vor  und 
ist  offenbar  ein  Eindringling  aus  Asien;  die  übrigen  Arten  suid  klein  und  endemisch. 

Ich  habe  früher,  dem  Beispiele  Felders  folgend,  die  Arten  auf  zwei  Gattungen  Argynnis  und  Bren- 
this  verteilt,  welche  in  der  Stellung  der  Rippe  10  der  Vflgl  von  einander  abweichen.  Wenn  man  aber  beachtet, 
daß  durch  Anwendung  dieses  Kennzeichen  solche  nahe  verwandte  Arten  wie  thore  Hbn.  in  Brenthis  und  ino  und 
daphne  in  Argynnis  gestellt  werden  und  dazu  kommt,  daß  wenigstens  bei  ino  Stücke  vorkommen,  bei  denen  die 
Rippe  10  ganz  wie  bei  thore  hinter  der  Zellenspitze  entspringt,  muß  man  gewiß  dem  Herrn  Stichel  recht  geben 
und  die  Einteilung  als  unnatürlich  verwerfen.  Wenn  man  ino,  daphne,  hecate  und  andere  mit  aghija,  paphia, 
hyperbius  und  anderen  in  Argynnis,  thore  aber  m  Brenthis  läßt,  gibt  man  dadurch  an,  daß  die  erstgenannten 
Arten  näher  mit  aglaja  und  paphia  als  mit  thore  verwandt  sind,  was  wohl  ohne  Zweifel  unrichtig  ist. 

Hinsichtlich  des  von  Moore  und  Fruhstorfer  (Bd.  9  p.  512)  statt  Brenthis  eingeführten  Namens 
Boloria  erlaube  ich  mir  zu  bemerken,  daß  dieser  Namen  eine  ganz  unnötige  Neuerung  ist.  Felder  war  der 
erste,  welcher  HtJBNERS  Namen  Brenthis  anwendete  und  wissenschaftlich  begründete;  er  war  darum  berechtigt 
irgend  eüie  der  von  Hübker  aufgezählten  Arten  als  Typus  zu  betrachten  und  durch  die  von  ihm  festgestellten 
und  später  von  allen  folgenden  Verfassern  benutzten  Kennzeichen  hat  er  schon  1861  thore  als  Typus  auserwählt. 
Daß  andere  Verfasser  später  eine  andere  der  von  Hübner  erwähnten  Arten  als  Typus  erklärt  haben,  ist  darum 
ganz  ohne  Bedeutung.  Der  strenge  Tadel,  welchen  Frith.storfer  (1.  c.)  gegen  die  Verfasser,  welche  Brenthis 
im  Smne  Felders  gebraucht  haben,    ausspricht,  ist  darum  nach  meiner  Ansicht  völlig  unberechtigt. 

Erste  Gruppe. 

Große  Ai't  mit  einer  Flglspannung  von  62 — 90  mm  und  einem  dem  (J  unähnlichen  9.  welches  eine  weiße 
Subapicalbinde  der  Vflgl  hat.  Die  Rippe  10  der  Vflgl  entspringt  frei  aus  dem  Vrd  der  Mittelzelle  und  die  Prä- 
costalrippe der  Hflgl  ist  stark  saumwärts  gebogen. 

A.  hyperbius  L.  *)  (Bd.  1  p.  242  T.  71c,  d)  wurde  nach  Stücken  aus  Südasien  beschrieben  und  kommt  hyperbius. 
dort  fast  überall  in  Gebirgsgegenden,  wo  Viola-Arten  wild  wachsen,  vor.  Die  Form,  welche  in  Afrika  vorkommt 
und  bisher  nur  auf  den  Bergen  Abessmiens,  wo  die  Viola  ahyssinica  einheimisch  ist,  angetroffen  worden  ist, 
weicht  etwas  von  der  indischen  Rasse  ab  und  ist  als — neumanni  Rothsch.  diJord.  beschrieben  worden.  Sie  weicht  ncumanni. 
in  beiden  Geschlechtern  von  der  Hauptform  dadurch  ab,  daß  der  silberne  Punkt  üi  der  Mittelzelle  der  Hflgl- 
Unterseite,  welcher  zwischen  den  beiden  schwarzen  Querlinien  der  Zelle  liegt,  völlig  fehlt,  daß  die  Grund- 
farbe zwischen  den  silbernen  Flecken  der  Hflgl-Unterseite  nicht  olivenfarbig,  sondern  ledergelb  ist  und  daß  der 
Discalfleck  im  Felde  4  der  Hflgl  näher  am  Saume  liegt.  Beim  $  ist  die  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl  kleiner 
als  bei  der  Hauptform  und  die  Flecken  der  Fransen  gelblich  statt  weiß. 

Zweite  Gruppe. 

Kleinere  Ai'ten,  welche  eine  Flglspannung  von  nur  30 — 37  mm  haben.  Die  Rippe  10  der  Vflgl  entsprmgt 

*) "Nickt  Johansson,  welcher  nur  Herausgeber  und  Bespondent,  nicht  aber  der  Verfasser  der  Disputation  „Cen- 
turia  insectorum"  war. 


232  ARC4YNNI.S.     Von  Dr.  C.  Aürivillius. 

hinter  der  Spitze  der  Mittelzellc  aus  dem  Stiele  von  7+8+9  oder  nach  Rebel  und  Roüenhofer  bei  baumanni 
genau  am  Schlüsse  der  Mittclzelle.  Bei  den  drei  mir  bekannten  Arten  ist  die  Präcostalrippe  lang  und  zuerst 
gerade,  dann  wurzclwärts  schwach  gebogen.  Alle  Arten  sind  offenbar  nahe  verwandt  und  haben  tatsächlich 
fast  dieselben  Zeichnungen,  obgleich  die  Flecke  mehr  oder  weniger  entwickelt  smd  und  die  Grundfarbe  verschie- 
den sein  kann.  DieFlgl  haben  oben  eine  blaßgelbe  —  orangegelbe — gelbrote  Grundfarbe  mit  schwärzlich  ver- 
dunkeltem Wurzeldrittel  und  Querreihen  schwarzer  Flecke;  am  Saume  verläuft  eme  schwarze,  1 — 2  mm  breite, 
licllgeflockte  Saumbinde,  welche  durch  die  Verschmelzung  der  Submarguial-  und  der  Saumlinie  entstanden 
ist,  darauf  folgt  eme  Reihe  von  ß  gerundeten  Submarginalpunktcn  iind  daiui  eine  unregelmäßige  Reihe  von 
Discalpunkten,  welche  auf  den  Hflgln  fehlen  kann,  aber  auf  dem  Vflgl  aus  3  Flecken  nahe  an  der  Wurzel  der 
Felder  1  b — 3  und  aus  3  miteinander  vereinigten  Flecken  der  Felder  4 — 6,  welche  mit  den  vorigen  einen  rechten 
Winkel  bilden,  besteht;  außerdem  haben  die  Vflgl  3  schwarze  Querstriche  in  der  Mittelzelle,  einen  an  der  Spitze 
der  Zelle  und  einen  am  Vrd  zwischen  den  Di.scal-  und  den  Submarginalflecken  und  endlich  steht  ein  schwarzer 
Fleck  oder  Punkt  in  der  Mitte  des  Feldes  1  b.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  an  der  Spitze  und  am  Saume  heller 
gelb  oder  weißgclb.  hat  aber  sonst  fast  dieselbe  Grundfarbe  und  schwarze  Zeichnungen  wie  oben  und  außerdem 
einige  silberne  Flecke  vor  der  Flgl.spitze;  die  Hflgl  haben  unten  eine  viel  hellere,  hellgelbe  bis  weißliche  Unterseite 
mit  zahlreichen  Silberflecken  und  einigen  rostbraunen  Flecken  am  Anal-  und  Vordenvinkel  und  in  der  Mittel- 
zelle ;  in  dieser  liegt  bei  allen  Arten  ein  runder,  schwarz  geringter  Silberfleck  und  außerhalb  dieses  ein  schwarzer 
Querstrich;  die  Discalflecke  sind  deutlich  und  die  Submarginalpunkte  sind  oft  rmgförmig  mit  hellem  Kern. 

smaragdi-  A.  smaragdlfera  Btlr.  (52  e)  ist  etwas  größer  als  die  übrigen  Arten  dieser  Gruppe  und  weicht  auch  sonst 

fera.  j-^eht  erheblich  von  ihnen  ab.  Der  Saum  der  Vflgl  ganz  gerade;  die  schwarzen  Flecke  der  Oberseite  groß  und  eckig 
und  die  Hflgl  oben  sowohl  mit  Discalflecken,  wie  auch  mit  einem  dicken  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle  und  einem 
Querstrich  in  der  Zelle;  die  hellen  Flecken  der  Saumbinde  sind  größer  als  bei  den  anderen  Arten;  die  Submarginal- 
punkte der  Felder  5  und  6  der  Vflgl-Unterseite  sind  hell  gekernt  und  liegen  in  einem  rostbraunen  Fleck,  welcher 
auf  beiden  SMten  von  2 — 3  Silberflecken  begrenzt  ist;  die  Unterseite  der  Hflgl  hat  etwa  20  scharf  begrenzte  Sil- 
bcrflecke,  von  denen  der  größte  in  der  Mitte  liegt  und  sich  vom  schwarzen  Querstrich  der  Zelle  bis  zum  schwarzen 
Discalpunkt  des  Feldes  4  erstreckt  und  von  der  ungefleckten  Querrippe  der  Zelle  m  zwei  fast  gleich  große  Teile 
geteilt  wird;  die  silbernen  Flecken  vor  dem  Saimie  sind  nicht  nach  außen  schwarz  begrenzt.  Xyassa-Land,  auf 
den  Bergen. 

excehior.  A.  excelsior  Btlr.  (52  e)  weicht  von  smaragdifera  durch  den  gebogenen  Saum  der  Vflgl,  die  kleinen 

hellen  Flecken  der  Saumbinden,  die  viel  kleineren  schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite,  die  mehr  röthche 
Grundfarbe  der  Oberseite,  die  hellere  Unterseite  der  Hflgl  mit  unscharf  begrenzten  Silberflecken  und  den 
schwarzen  Strich  auf  der  Schlußrippe  der  Mittelzelle  der  Hflgl-Unterseite  ab ;  die  submarginalen  Silberflecke  der 
Hflgl  sind  durch  feine  schwarze  Striche  vom  hellgelben  Saume  getrennt.  Wurde  zuerst  auf  dem  Ruwenzori  in  einer 
Höhe  von  5600 — 9000  Fuß  entdeckt  und  ist  später  von  Oberleutnant  A.  Schulze  auch  auf  dem  Hochlande  bei 
Bamenda  in  Kamerun  wiedergefunden;  kommt  auch  am  Tanganika-See  in  emer  Höhe  von  1900 — 2100  m  vor. 

hannbigtoni.  A.  hannlugtoni  Elwes  (52  e)  ist  mit  excelsior  sehr  nahe  verwandt  und  weicht  nur  durch  blaßgelbe  Grund- 

farbe.der  Oberseite  mit  größeren  schwarzen  Flecken  und  durch  die  nach  außen  nicht  begrenzten  silbernen  Sub- 
marginalflecke  der  Hflgl-Unterseite  ab.  Kilimandjaro ;  Britisch  Ostafrika :  Escarpment  bei  6500 — 9000  engl.  Fuß ; 
Uganda;  Ruanda. 

hawnanni.  A.  baumantii  Rebel  u.  Rogenh.  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  dieselbe  Art  wie  hanningtoni  zu  sein. 

Die  Beschreibung  paßt  wenigstens  gut  auf  diese  Art,  au.sgenommen,  daß  die  Grundfarbe  der  Ober.seitc  als  ,, ziem- 
lich hell  und  lebhaft  rotgelb"  bezeichnet  wird.  Auf  dem  Berge  Mis.sasiya  Mwesi  im  Imbo-Urundi- Gebiet  Deutsch- 
Ostafrikas  in  emer  Höhe  von  2500  m  erbeutet. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Nymphaliden. 


233 


Aasgegeben  20.  II.  1913. 


Urbeschreibungs-Nachweis 

der  bei  den  afrikanischen  Nymphaliden  aufgeführten  Formen. 
*  bedeutet,  daß  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


abasa  Diestog.  Hcir.  Exot.  Butt.  Eury}iheue  T.  5.  * 
abbotti  Lachn.  Holl.  Proc.   U.  S.  Nat".  Mus.   18,  p.  234. 
aberrans   Euph.    Stgr.    Iris    4,    p.    128.    * 

abesa  Euryphene  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  74. 
absolon  Euryphene  F.  Ent.  Syst.  3:  1,  p.  .56. 
abyssinica  Antan.  Fldr.   Reise  Novar.   Lep.,  p.   397. 
abyssiniea   Euph.    Rothsch.   Xor.   Zool.   9,   p.   596. 
abyssiniea  Euryt.  Both^ch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10  p.    525. 
abyssinicus  Oharas.    Rothsch.  Nov.   Zool.   7,  p.   458. 
aehaemenes  Charax.  Fldr.  Reise  Novar.  Lep.  p.    446.  * 
aeheloia   Byblia   Wallengr.   Rhop.   Caffr.,   p.   29. 
aohillaena    Euryphene    Bartel  Nov.    Zool.    12,   p.    144. 
achlvs    Euryphura    Hopfi.    Sitzb.    Akad.    Wiss.    Berl.    1855, 

p."  641. 
acraeoides  Charax.  Bruce  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  2,  p.  449. 
aetia  Precis  Bist.  Proc.   Zool.   Soc'  1880,  p.   185.   * 
actisanes  Ergolis  Heio.  Ent.  Monthl.  Mag.  11,  p.  183. 
acuiuinatus  Charax.  Thuraii  Berl.  Ent.  Zeit.  48,  p.  139.  * 
acutansrula  Diestog.  Auriv.  Archiv  f.  Zoolog.  5:5,  p.  4. 
adela  Cvmoth.  Sfgr.   Statt.  Ent.   Zeitschr.  50,  p.   413. 
adelica  Euph.   Bartel  Nov.   Zool.   12,  p.   140. 
adelina  Cymoth.   Hew.   Exot.  Butt.  Harma  t.   3.   * 
adonina  Euph.  Heic.  Exot.  Butt.  Romaleosoma  t.  3.   * 
adusta    Charax.    Rothsch.    Nov.    Zool.    7,    p.    494. 
aethiopica  Atella  Roth-sch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  505. 
aethiops  Salani.  Pal.  Ins.  Afr.  et  Amer.    p.  22.  * 
afzelii   Euph.   Fldr.   Reise   Novar.    Lep.,   p.    430. 
afzelii  Lachn.  Auriv.  Oefvers.  Vet.  Akad.  Pörhl.  44,  p.  309. 
agatha  Neptis  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  76.  * 
aenes  Euph.   Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1865,  p.  672. 
albida  PrecLs  Suff.  Iris  17,  p.   108. 

albitriiuaeulata  Byblia  Strand    Ent.   Rundschau  28,  p  .   137. 
albofasciata  Eui-yphura  Stgr.  Iris  9,  p.  213. 
albofasciata   Precis   Suff.   Iris   17,   p.    108. 
albopunctata  Diestog.  Aui-iv.  Ent.  Tidskr.   19,  p.   178. 
albostriata   Pseudacr.    Lathy   Trans.    Ent.    Soc.    Lond.    1906, 

p.  4.   * 
albula   Euph.    Thxirau   Berl.    Ent.    Zeitschr.    48,   p.   307. 
albula  Euryphura  Suff.   Iris   17,   p.   113. 
aicimeda  Cymoth.  Godt.  Enc.  Meth.  Ins.  9,  p.  384. 
alcippoides  Hypol.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  12,  p.  102. 
alexander  Cymoth.   Suff.   Iris   17,   p.   117. 
alinda  Euryt.   Mab.  Ann.  Ent.  Belg.  37,  p.  50. 
alladinis  Charax.   Bllr.  Cist.  Ent.  1,  p.  5. 
alphaea  Ergolis  Drury  III.    Exot.  Ins.  3,  p.  49.   * 
althea  Cymoth.  Drury  111.  Exot.  Ins.  3,  p.  25.  * 
amaniensis  Salam.  Vossel.  Deutsch.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  379. 
amaranta  Diestog.   Karsch  Berl.    Ent.   Zeitschr.   39,   p.   6. 
amauroptera  Antan.   E.  Sharpe  Entomol.  35,  p.  309. 
amazoula  Crenis  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  23,  Bull.  ]).  16. 
aineliae  Charax.  Doumet  Rev.   Zool.   (2)  13,  p.  171.   * 
ainenides  Cymoth.   Hew.   Ent.   Monthl.   Mag.   11,  p.   56. 
amestris  Precis  Drury  111.  Exot.  Ins.  3,  p.  26.  * 
aiuieia  Diestog.  Heto.  Exot.  Butt.  Euryphene  t.  7.   * 
auliru  Kailima  Suff.  Iris  17,  p.   111. 

ampedusa  Diestog.   Hetc.   Exot.   Butt.   Eurj-phene  t.   5.    * 
amphlcede  Cymoth.   Cr.  Pap.   Exot.   2,  p.   80.   * 
aniulla  Crenis   Cr.  Pap.   Exot.   2.  p.   128.    * 
anacardü  Salam.  L.  Syst.  Nat.  Ed.  10,  p.  467. 
analava  Charax.  Ward.  Ent.  Monthl.  Mag.  9,  p.  3. 
audara  Charax.   Ward.  Ent.  Monthl.  Mag.  9,  p.  209. 
andranodorus  Charax.   Mab.  Ann.  Soc.   Ent.  Belg.  28,  Bull. 

p.   184. 
andreuiiaja  Precis  Bsd.  Faune  Madag.,  p.  45. 
andriba  Charax.  Ward.  Ent.  Monthl.  Mag.  9,  p.  210. 
angulata  Euryt.  Auriv.  Rhop.  Aethiop.,  p.  154. 
ansulifascia    Cvmoth.    Auriv.    Oefvers.    Vet.    Akad.    Förhl. 

54:  5,  p.  285.   • 
au^ustata  Catuna  Fldr.  Reise  Novar.  Lep.,  p.  425. 
angustata  Eur>-t.   .4urii'.   Ent.   Tidskr.   15,  p.   278. 
ansnstus  Charax.   Rotfisch.  Nov.   Zool.  7,   p.   432. 

XIII 


anitorgis  Cymoth.  Hew.  Exot.  Butt.  Harma  t.  6.   * 
ansellica  Euxanthe  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  525. 
ansorgei  Charax.  Rothsch.  Nov.  Zool.  4,  p.  181. 
ansorgei  Crenis  Rothsch.  u.  .Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  534. 
ansorgei  Euxanthe  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  8,  p.  342. 
ansorgei  Kallima  Rothsch.    in  Ansorqe    Under  the  Afr.  Sun. 

p.  319.   * 
ansorgei   Salam.   Rothsch.  Nov.   Zool.   11.   p.   452. 
antainbimlou    Charax.    Lucas   Ann.    Sc.    Nat.    Zool.    (5)    15 

Nr.  22,  p.   1.  V   ,        , 

anteva  Salam.   Ward.  Ent.   Monthl.  Mag.   6,  p.  225. 
antevorfa  Hypol.  Dist.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  703. 
anthedoii   Hypol.    Doubl.  Ann.   Mag.   Nat.   HLst.    16,   p.    181. 
antii-lea  Charax.  Drury  111.  Exot.  Ins.  3,  p.  36.  * 
antilope  Precis  Feisth.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (2)  8,  p.  250. 
anvatara  Byblia   Bsd.  Faune  Madag.,  p.  56.   * ' 
apaturoides  Pseudacr.  Fldr.  Reise  Novara  Lep..  p.  416. 
arainis   Cymoth.    Hew.    Exot.    Butt.   Euryphene   t.    4.    * 
arcadius    Euph.    F.    Ent.    Syst.    3:  1,    p.    151. 
archesia   Precis    Cr.   Pap.   Exot.   3,   p.    44.    * 
argynnides   Charax.   Westw.   Trans.   Ent.    Soc.   Lond.    (3)   2, 

Proc.  p.   10. 
aridatha  Diestog.   Hew.   Exot.  Butt.   Euryphene  t.   5.   * 
artaxia   Precis   Hew.   Exot.   Butt.    Junonia  t.    1.    * 
artaynta  Euph.  Möschl.  Abb.  Senckenb.   Ges.  15,  p.  60. 
atossa  Diestog.   Heic.  Exot.  Butl.   Euryphene  t.  3.   * 
atropurpurea   Diestog.    Auriv.    Ent.   Tidskr.    15,   p.   313. 
atrovirens  Diestog.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  8,  Butt.  p.  77. 
augustina  Salam.  Bsd.  Faune  Madag.,  p.  47. 
aurantiaca  Ergolis  Heron  Ti-ans.  Zool.  Soc.  Lond.  19,  p.  154.  * 
aurantiara   Euryfjhiu'a  Auriv.   Ent.'  Tidskr.   19,   p.    179. 
aiirata  Euph.  Carp.  Proc.  R.  Dublin  Soc.  (2)  8,  p.  305. 
aureola  Euph.  Kirb.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  246. 
aurivillii   Cymoth.   Stgr.   Iris    12,   p.    164.    * 
aurivillii   Diestog.    Bartel  Nov.   Zool.    12,   p.    146. 
aurora    Eiu-yphene    Auriv.    Oefvers.    Vet.    Akad.    Förhl.    53, 

p.   433. 
aurorina   Precis   B«r.  .Proc.   Zool.   Soc.    1893,   p.   651.   * 
australis   Diestog.    Auriv.    Seitz    Großschm.    13,   p.    170. 
ayresi  Lachn.    Trim.   Trans.   Ent.   Soc.   Lond.   1879,  p.   326. 
azota  Charax.  Hew.  Ent.  Monthl.  Mag.  14,  p.  82. 

badiata  Byblia  Grüub.   Denkschr.   Mat.   Nat.    Ges.    Jena   16, 

p.   105. 
balfouri  Charax.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1881,  p.  176.  * 
barce  Euryphene   Dbl.  Proc.   Zool.   Soc.   Lond.   1847,   p.   59. 
baringana  Charax.  Rotfisch.  Nov.  Zool.  12,  p.  78. 
barombina  Diestog.   Auriv.   Ent.  Tidskr.   15,  p.  297. 
barombina   Euryphene  Stgr.   Iris  8,   p.  372.   * 
bartteloti  Hypoi.  Smith  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1890,  p.  468. 
baumanni  Argynnis    Bebet  u.    Rogenfi.  in   Baumann  Slassai- 

Land,  p.  329. 
baamanni  Charax.  Rogenh.  Verhl.  Zool.  Bot.   Ges.  Wien  41, 

p.  564. 
bebra   Charax.    Rothsch.   Nov.    Zool.   7,   p.   507. 
beckeri  Cymoth.  H. -Schaf f.  Äußerem-.  Schm.  Tagf.,  f.  84.   * 
benguelae  Crenis  Chapm.    Ent.    Monthl.  Mag.  8,  p.  175. 
betanimena  Charax.  Xtfca«  Ann.  Sc.  Nat.  Zool.  (5)  15,   Nr.  22, 

p.  3. 
betsiinisaraka   Charax.    Lucas  Ann.    Sc.   Nat.    Zool.    (5)    lo, 

Nr.   22,  p.  2. 
bewsheri  Hvpol.    Btlr.  Ann.   Mag.   Nat.   Hist.   (5)  3,  p.    187. 
biafra  Neptis  Ward.  Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.   121. 
bicolor  Pseudacr.   Auriv.  Rhop.  Aethiop.,  p.   176. 
bipunctatus  Charax.  Rothsch.  Nov.  Zool.  1,  p.  536. 
bipupillata   Precis    Strand  Arch.    f.    Naturg.    77:1:4,    p.    89. 
blanda  Charax.   Rothscli.  Nov.   Zool.   4,  p.   507. 
blassi  Cymoth.  Weym.   Stett.   Ent.   Zeit.   53,  p.   90. 
bohemanni  Charax.  Fldr.  Wien.  Ent.  Monatschr.  3,  p.  321.  . 
boisdiiTali   Crenis    Walleyigr.   Rhop.   Caffr.,   p.   30. 
boisduvali  Pseudacr.  Doubl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  16,  p.  ISO* 

30 


234 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Nymphaliden. 


bolina  Hvpol.  L.  Syst.  Nat.  Ed.  10,  p.  479. 
boiiibeanä  Euph.  Strand  Archiv  f.  Naturg.   77:  1:4,  p.   116. 
bonnvi  Cymoth.  Smith  Proc.  Zool.  Soc.  Ix>nd.  1890,  p.  470. 
borbönica  Antan.  Oberth.  Ann.  Mus.   Genov.  15,  p.  164. 
boueli  Cliarax.  Feisih.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (2)  8,  p.  261. 
bovdi  Byblia  Dixeij  Proc.   Zool.   So-,   l^ud.   1898,  p.  375.   * 
bräytoni"  Euryphene  E.   Sharpe  Entoniolog.   40,  p.   155. 
briinhilda  Eurj-phene  Kirb.  Ann.  Mag.  Nat.  Hlst.  (6)  3,  p.  247. 
briinnesoens  Charax.   Itothsch.  Nov.   Zool.   7,  p.   445. 
brutus  Oharas.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  p.  82.  • 
butleri  Charax.   RMhsch.  Nov.   Zool.   7,  p.  385. 
butleri   Cvnioth.   Grünh.    Sitzh.    Ges.   Naturf.   Fr.   Bcrl.    1908, 
p.   55.  " 

cacta  Salam.   7'.   Ent.   Syst.  3:1,  p.   116. 
cacuthis  Charax.  Hetv.  Exot.  Butt.  Oharaxes,  t.  3.   * 
caenis  Cymoth.  Drury  111.  Exot.  Ins.  2,  p.  33.  * 
caerulcscens  Euph.  Smith  Proc.  Zool.  Soo.  Tjond.  1890,  p.  469. 
callina  Pseudath.  Smith  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  1,  p_.  246. 
cainarensis  Diestog.  Ward.   Ent.  Monthl.  ^lag.  8.  p.  35. 
camillus  Cyi'estis  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  11. 
eanipaspe  Euph.  Pldr.  Koiso  Novar.  Lep.    p.  431. 
candiopp  Charax.  God.  Enc.  Meth.  Ins.  9.  p.  353. 
capella  Cymoth.  Ward.  Ent.  Monthl.  Mag.  S,  p.   119. 
caprina   C\anoth.    Auriv.    Oefvers.   Vet.    Akad.   Förhl.    54:^5, 

p.  284.  ■ 
cardiii  Pyranieis  L.  Syst.  Nat.  Ed.  10,  p.  475.  _ 

carshena   Euryphene   Hew.   Exot.   Butt.   Euryphene,  ^t.   7.    * 
carteri  Charax.   Btlr.  Ent.  Monthl.  Mag.  18,  p.  108. 
castor  Charax.  Cr.,  Pap.  Exot.  1,  p.  61.  * 
catochroiis  (^arax.  Stgr.  Iris  9,  p.  218. 

cebrenc  Precis    Trim.  Trans.   Ent.   Soc.   Lond.   1870,  p.  353. 
codreatis  Charax.   Hew.   Ent.   Monthl.   Mag.   10,   p.   247. 
cerberiis  Hypol.  Auriv.  Ent.  Tidskr.  15,  p.  281. 
ceres  Euph".  F.  Syst.  Ent.    p.  504. 

ceriiana  PrecLs   Rothsch.  u.  .lord.  Nov.  Zool.  10.  p.  515. 
cpryiic  PrecLs   Hsd.  Voyag.  Deleg.  2,  p.  592. 
chalcis   Eurvphura  FIdr.    Wien.    Eni.    Monat.schr.    4,   p.   234. 
chanleri  Charax.  Hol!.  Proc.  ü.  S.  Nat.  Mus.  18,  p.  262. 
chapinanni  Hypol.   Hew.   Ent.   Monthl.   Mag.   9,  p.   233. 
chapunga  PrecLs  Hew.  Exot.  Butt.   .Tunonia,  t.   1.   * 
chilonis  Euryphene   He?«. .Exot.   Butt.    Eurji^hene,    t.   10.    * 
chloeropis   Euryphene    Baker.   Ann.   Mag.    Nat.    HLst.    (8)   2, 

p.   474. 
choriincne  Precis  Gu&r.    Icon.   Regne  Anim.,   p.   476. 
i-hrit'inhilda  Euryjjhene  Stgr.  Iris  8,  p.  370.  * 
christyi   Euph.    E.   Sharpe  Entomolog.   37,   p.    183. 
(^icerd'nis  Cymoth.   Ward  Ent.   Monthl.   Mag.   8.  p.   119. 
(^inai'thon   Euryphene   Hew.   Exot.   Butt.   Euryphene,    t.   9.    * 
cissalina  IIvpol.  Suff.  Iiis  17,  p.  110. 

cithaeron  Charax.  Fldr.  Wien.  Ent.  Monatschr.  3,  p.  398.   * 
rlarci  Nejitis  Neare  Nov.  Zool.  11,  p.  330.  * 
«•larki  Pseudacr.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Ix.nd.  1892,  p.  201.  * 
clariis  Euph.  Auriv.   Seit/.   Großschm.   13,  p.   189. 
claiidianus   Eurvphin-a  Druce  Trans.   Ent.   Soc.   Lond.   1874, 

p.   157. 
<^lplia  PrecLs  Cram.  Pap.  Exot.  1,  p.  33.  * 
«Icocharis   ApaturopsLs   Heiv.   Ent.   Monthl.   Mag.    10,   p.    58. 
cloaiithe  Catacr.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  93. 
cluetunsi  Cvmoth.  Seeldr.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  40,  p.  501.  * 
cocalia  Eur>i>hcne  F.  Ent.   Syst.  3:1,   p.   2.50. 
coccinata  Cymoth.  Hetv.  Exot.  Butt.  Harma  t.  6.  * 
coelestina   PrecLs    Dew.   Nov.    .^cta   Acad.    Nat.    Cur.     11:  2, 

p.   193.   • 
citonobita  Pseudon.  F.   Ent.    Syst.   3:1,   p.   247. 
cognata  Euryphene  Griinb.  Sitzb.   Ges.  Nat.  Fr.  Berl.   1910, 

p.  472. 
uolnianti  Cymoth.   Auriv.  Ent.  Tidskr.   19,  p.   180.   * 
coliiinbina  Atella  Cram.  Pap.  Exot.  3,  p.  76.  * 
colvillei  Pseudacr.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.  (5)  14,  p.  123. 
cuinurana  Pseudacr.   Oberth.   Etud.   d'Ent.    13,   p.    14.    * 
comoranus  Charax.   Auriv.   Voeltzk.   Reise  2,  p.   321.   * 
coilioraniis  Charax.    Rothsch.   Nov.   Zool.    10,   p.   310. 
comorarum  NeptLs  Oberth.   Etud.   d'Ent.    13,  p.   14.   * 
(H)niiis   E\u'yphene  Ward  Ent.   Monthl.   Mag.   8,   p.   82. 
cdiicordia   Crenidom.   Hopf.    Sitzb.   Akad.   WLss.   Berl.    1855, 

p.  641. 
coiifonuis   Cyu^oth.    Auriv.   Rhop.    Aethiop.,   p.   214. 
coiiliisa  Cymoth.  Auriv.  Oefvers.  Vet.  Akad.  Förhl.  44,  p.  310. 
conguensis  Cymoth.  Suff.  Iris  17,  p.  115. 
congolcnsis   Euryphene   Capronn.   Ann.    Soc.    Ent.   Belg.   33, 

Bull.  p.   122. 
conjungens  Diestog.   Auriv.   Archiv   f.   Zool.   5:5,   p.   3. 
conradti   Pseudacr.   Oberth.    Etud.   d'Ent.    17,   p.   29.    * 


consanguinea   Pseudacr.   Auriv.   Ent.   Tidskr.    15,   p.   283.    * 
consangiiis  Cymoth.   Auriv.   Oefvers.  Vet.   Akad.   Förhl.   53, 

p.  435. 
cdiisors  Crenis  Rothsch.  u.  .Tord.    Nov.  Zool.  10,  p.  .532. 
conspicua  Neptis  Neave  Nov.   Zool.  3,  p.   329.   * 
continiiata  Neptis  Hall.  Ent.  News  3,  p.  249.  • 
contraria  Charax.  Weym.  Iris  20,  p.  44.   * 
cooksoni  Euph.  Druce  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  16,  p.  5,50. 
eoprates  Euph.    Druce  Proc.   Zool.   Soc.   Ixjnd.    1875,  p.   411. 
coranus  Cymoth.  Smith  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.  (6)  3,    p.  133. 
corsandra  Cymoth.  Druce  Trans.  Ent.  Soi-.  Lond.  1874,  p.  158. 
coryndoni  Charax.  Rothsch.  Nov.  Zool.  7,  p.  488.  * 
cottoni   Euph.   E.   Sharpe  Entomolog.    40,   p.    155. 
cottoni  Eurvphene  Baker  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  2,  p.  475. 
cowani  Charax.    Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.   (5)  2,  p.  285. 
craineri  Bvblia  Auriv.   Ent.  Tidskr.   15,  p.   279. 
crithea  Catvma  Drury  111.  Exot.  Ins.  2,  p.  29.  * 
crockeri  Euph.    Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.  (4)  3,  p.  20.  * 
Crosse!   Euph.   E.   Sharpe  Entomolog.   35.   p.   68. 
crossleyi  Euxanthe  Ward  Ent.   Monthl.   Mag.  8.  p.   36. 
erowleyi  Euptera  Kirb.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  247. 
cuama  PrecLs  Hew.  Exot.  Butt.  Junonia,  t.  1.  * 
cutteri  Euryphene  Hew.  Exot.  Butt.  Romaleosoma,  p.  3.   * 
eyclades  Cvmoth.   Ward  Ent.  Monthl.   Mag.   8,  p.   119. 
cvcladina  Cymoth.  Griivb.  Sitzb.  Ges.  Naturf.  Fr.  Berl.  1908. 
"  p.  35. 
cyniodooe  Kallima  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  5.  * 
cynthia  Charax.    Btlr.  Proc.   Zool.   Soc.   1865,  p.  626.   • 
cyparissa  Euph.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  63.  * 
cytila  Charax.   Rothsch.  Nov.   Zool.  7,  p.   484. 
cytora  Salam.   Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.    )).  211.  * 

daedaliis   Haman.    F.    Sy.st.    Ent.,    p.    482. 

daenuina  HjtioI.   Stgr.   IrLs  9,   p.   211.    * 

dapnionidcs  Hyiiol.   Stgr.   Iris  9,   p.   212. 

danioclina  Hypol.   Trim.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  20,  p.  505. 

dai'ia  Charax.    Rothsch.   u.   .Tord.   Nov.   Zool.    10,  p.   542. 

dccoptor  Hyiiol.    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  I^nd.  1873,  p.  105. 

deehronia  Aterica   Strand  Mitt.   Zool.   iVFus.   Berl.   5,   p.   287. 

decius  Palla  Cr.  Pap.  Exot.  2.  p.  20.   * 

defieieus   Pseudacr.   Karsch   Ent.   Nachr.   23,   p.   372. 

degesta  Cymoth.  Stgr.  Stett.   Ent.   Zeit.   50,  p.   418 

delius  Antan.  Drury  111.  Exot.  Ins.  3,  p.  18.  * 

deludens  Hypol.  Smith  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.   (6)  7.  p.   125. 

demetra  Eurvph.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  389. 

dewifzi  Charax.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  255. 

dexithea  Hvpol.  Hew.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1863,  ]).  65.  * 

diffusa  Hypol.   Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.  (5)  5,  p.  336. 

dihita  Antan.    Roth.ich.   u.   .Tord.   Nov.    Zool.   10,  p.   510. 

dilutus  Charax.    Rothsch.   Nov.   Zool.   5,  p.  97. 

diinorpha  Aterica    Bartel  Nov.   Zool.   12,  p.   138. 

dinarcha  Hypol.   Hetv.   Exot.   Butt.   Diadema,  t.  2.   *. 

diphyia  Cymoth.   Karsch  Ent.  Nachr.  20,  p.  211. 

doloniena  Pseudacr.  Heiv.  Exot.  Butt.  Diadema,  t.  2.  * 

doriclea  Diestog.    Drury  111.   Exot.   Ins.   3.  p.   50.   * 

dorippoides    Hypol.    Auriv.    Rhop.    Aethiop..    p.    148. 

dorothea  Euptera  Baker  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.  (7)  14,  ji.  223. 

doiibledayi  Cliarax.  Auriv.  Rhop.  Aothioi).,  p.  244. 

dniceanus  Charax.  Btlr.  OLst.  Ent.  1,  p.  4. 

dnicei  Hypol.    Btlr.  Trans.  Ent.   So-.  T^nd.   1871,  p.  420.   * 

dryope  Euryt.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  125.  * 

dubiosa  Crenis  Strand  Mit.  Zool.  Mus.  Berl.   5,  p.  286. 

diibius  Hypol.    Pal.  Ins.  Afi-.  et  Ainer.,  p.  238.  * 

diimensis  Cymoth.   Strand  Wien.    Ent.   Zeit.   29,   p.   32. 

duinetoruni  NeptLs   Bsd.  Faune  Madag.    p.   50.   * 

duprei  Salam.  Vins.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (4)  3.  p.  424.  * 

duseni  Diestog.  Auriv.  Ent.  Tidskr.  14,  )).  200. 

eberti  Euph.   Auriv.     Oefvers.  Vet.  Akad.  Förhl.   53,  p.   433. 
(Mlwardsi  Euph.  Hoev.   Tijd.  Naturl.  Gesch.  12,  p.  251.  * 
cgesta  Cymoth.   Cr.  Pap.   Exot.   1,  p.  72.   * 
egina   Pseudacr.    Auriv.   Arkiv  f.    Zool.    1,   p.   249. 
eginoides  Pseudacr.   A.   Schulize  Insektenb.   23,   p.   174. 
chmckei  Charax.   Detc.  Berl.   E.   Zeit.   26,  p.  382.   * 
chmckei  Cymoth.  Deto.  Berl.  Ent.  Zeit.  30,  p.  302.  • 
elaboiitas    Euptera    Heiv.    Exot.    Butt.    Euryphene,     t.    7.    * 
elegaus  CyrestLs   ßsd.   Faune   Madag.,   p.    42. 
clegans  Harmilla  Auriv.   Ent.   Tidskr.    13,   p.   200. 
eleus  Euph.  Drury  III.  Exot.  Ins.  3,  p.  14.  * 
elgiva  Precis  Hew.  Exot.  Butt.  Jimonia,  t.  1.  * 
etlensis    Euryphene   Heto.    Exot.    Butt.    Euryphene,    f.    0.    * 
ellenbecki  Euph.  Pagenst.  Jahrb.  Ver.    Nassau  55,  p.  147.  * 
elpinice  Euryphene  Heiv.  Ent.  Monthl.  Mag.  6,  p.J  97. 
enotrea  Ergölis  Cr.  Pap.  Bxot.i_3,  p.  73.  * 


Ürbeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Nymphaliden. 


235 


entebbiae  Euryphene  Lafhy  Trans.  Ent.  Soc.  L<ond.  1906,  p.  5. 

ephjra  Charax.  Chdt.  Enc.   Meth.   Ins.   9,  p.  355. 

epiclelia  Precis  Bsd.  Faune  Madag.,  p.  44.  * 

epigea   Pseudacr.    BÜr.   Cist.    Ent.    1,   p.    216. 

epljasius  Charax.   Reiche  in  Ferret  u.  Gallin.   ^'oyag.  Abyss. 

Ent.,  p.  469.   * 
eris  Cymoth.  Aiiriv.  Oefvers.  Vet.  Akad.  FörhJ.  53,  p.  434. 
ernesti-baumanni  Diestog.     Karsch  Ent.   Nachr.   21,  p.   275. 
etesipe  Charax.  Godt.  Enc.  Meth.  Ins.  9,  p.  355. 
ethalion   Charax.    Bsd.   Voyag.   Deleg.    3,   p.    593. 
etheocies  Charax.   Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  34.  * 
ethosea  Mesoxantha  Drury  111.  Exot.  Ins.  3,  j).  51.   * 
eudoxus  Charax.  Drury  111.  Exot.   Ins.  3,  p.  44.   * 
eupale  Charax.  Drury  111.  Exot.  Ins.  3,  p.  7.  * 
eupalus  Euph.  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  54. 
eurinoiue  Euxanthe  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  109.  * 
eurodoee  Precis  Westw.   Gen.  Diurn.   Lep.,  p.  325.   * 
eurytus  Pseudacr.   L.  Syst.  Nat.   Ed.   10,  p.   487. 
eusenioides  Euph.  Smith,  u.  Kirb.    Rhop.  Exot.  Euryphene. 

p.   1.   * 
euthaliüides  Cymoth.  Kirb.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  249. 
exaleuoa  Neptis  Karsch  Berl.  Ent.  Zeitschr.  39,  p.  9.  * 
escelsior  Argynnis  Butl.  Proc.  Zool.  Soc.  1895,  p.  729.  * 
excelsior  Diestog.  Rebel.  Ann.  Mus.  Wien.  34,  p.  411.   * 
expansa  Pseudacr.  Btir.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  177. 
extensa  Aterica  Heran    Trans.  Zool.   Soc.   Lond.   19,  p.   153. 
extensa  Euph.   Bartel    Nov.   Zool.   12,  p.   141. 

fasoiata  Byblia  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  528. 

fasciata   Euryphene   Auriv.    Seitz    G-roßschm.    13.   p.    179.    * 

lasciata  Hypol.  Auriv.  Ent.  Tidski'.  15,  p.  280.  * 

fasciatus   Charax.   Suif.   Iris   17,   p.    123. 

felicia  Diestog.  BÜr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  80. 

fernanda  Euph.  Frühst.  Stett.  Ent.  Zeit.  64,  p.  359. 

feronia  Diestog.  Stgr.  Iris  4,  p.  96. 

ferruginea  Euph.  Stgr.  Exot.   Schmett.   1,   p.   149. 

fickei  Pseuda.r.  Weym.  Iris  20,  p.  38.  * 

tlaiuinla  Euryphene  Stgr.  Iris  4,  p.   110.   * 

flavescens  Euryt.  Auriv.  Ent.  Tidskr.  15,  p.  278. 

flarUasciatus    Charax.    BÜr.    I*i-oc.    Zool.    Soc.    Lond.    1895, 

p.  251. 
francina  Euph.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  390. 
traudata  Euph.    Thurau  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  307. 
frederica  Cymoth.  Dist.  Proc.  Zool.  Sol-.  Lond.  1879,  p.  707.  * 
frobeuia  Neptis  F.   Ent.   Syst.   Suppl.,   p.   425. 
frobeniusi  Precis  Strand  Archiv  f.  Naturg.  75:  1,  p.  304. 
fulgens  Charax.  Rothsch.  Nov.  Zool.  7,  p.  487.  * 
l'ulgurata  Charax.  Auriv.  Rhop.  Aethiop.,  p.  236. 
(ulgurata  Euryphene  Auriv.  Ent.  Tidskr.  25,  p.  95.  * 
i'ulsrurata  Neptidopsis  Bsd.  Faune  Madag.,  p.  52. 
luliuinea  Eurj-phura  Bartel  Nov.  Zool.  12,  p.  147. 
lulvaria  Pseudacr.   Btlr.  Cist.   Ent.   1,   p.   214. 
lulvescens   Charax.   Auriv.   Ent.   Tidskr.    12,   p.   216. 
lumana  Cymoth.   TVestw.    Gren.  Diurn.   Lep.,  p.   288. 
I'uuiata  Precis  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  518. 
t'uiuosa  Cymoth.  Stgr.  Iris  9,  p.  215. 
iureata  Precis  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  516. 
fuscata  Catacroptera  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  520. 
t'useomarginata   Diestog.    Bartel  Nov.    Zool.    12,   p.    145. 

galami  Precis  Bsd.  Faune  Madag.,  p.  46. 

galene  Aterica  Brown   New  111.  of  Zool.,  p.  94.  * 

gambiae  Diestog.  Feisth.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (2)  8,  p.  251.  * 

garega  Crenis  Karsch  Ent.  Nachr.  18,  p.  173. 

gausape  Euph.   Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1865,  p.  671.   * 

geniinus  Charax.   Rothsch.  Nov.   Zool.   7,  p.   427. 

glaucina   Pseudacr.   Guen.   in    Yinaon   Vovag.    Madag.    Lep., 

"   p.  3S.   • 

godarti  Charax.  Auriv.  Rhop.  Aethiop.,  p.  232. 

gonlograninia  Diestog.  Karsch.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  39,  p.  5.  * 

goochl  Neptis    Trim.  Trans.   Ent.   Soc.   Lond.   1879,  p.  336. 

gottbergi  Pseudacr.  Dew.  Berl.   Ent.   Zeitschr.   28,  p.   187.   * 

goudrtti  Precis  Bsd.  Faune  Madag.,  p.  45.  * 

grandidieri  Hypol.   L.   Mab.  Bull.    Mus.  Paris   1899,  p.  374. 

granti  Atella  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  505. 

gratiUa  Neptis  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  23,  Bull.    p.  106. 

gregorii  Precis  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  1895,  p.  726.  * 

grosesniithi  Diestog.  Stgr.  Iris  3,  t.  3.   * 

guderiana  Charax.  Dew.  Nov.  Acta  Acad.   Nat.   Cur.   41 :  2, 

p.  200. 
guruana  Precis  Rogenh.  Verhl.  zool.  bot.  Gres.  Wien  41,  p.  564. 

hadrianns  Charax.  Ward  Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.  120. 
hadrope  I^recis  Dbl.  u.  Hew.  Gren.  Divirn.  Lep.,  p.  209.  * 


haimodia  Cymoth.   Smith  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  64. 
hanningtonl  Argynnis  Elwes  Trans.   Ent.    Soc.   Lond.    1889. 

p.   558.   * 
hansali  Charax.  Fldr.  Reise  Novara.  Lep.    p.  446.  * 
harmilla  Cymoth.   Hetc.  Ent.  Monthl.  Mag.   10,  p.  274. 
harpalyce  Euph.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  78.  * 
harpyia  PrecLs  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  104. 
haynae  Cymoth.  Dew.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  30,  p.  302.  * 
hecataea   La<;hn.   Hew.    Ent.   Monthl.   Mag.    13,   p.   277. 
hegemone  Pseudarg.  Godt.  Enc.  Meth.  Ins.  9.  p.  258. 
hellada  Cymoth.  Hew.  Ent.  Monthl.  Mag.  10,  p.  274. 
heliogenes  Pseuda  r.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  18,  p.  69. 
herberti  Euph.  E.  Sharjie  Ann.  Mag.  Nat.  H.   (6)  7,  p.   131. 
here  Precis   Lang    Entomolog.   17,  p.   206. 
herminia  Cymoth.    SmiOi  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  63. 
hesiodina  Cymoth.  A.  Schnitze  Soc.  Ent.  23,  p.  130. 
hesiodotus   Cymoth.   Stgr.   Stett.    Ent.    Zeitschr.   50,   p.    415. 
hesiodus  Cymoth.  Hew.  Exot.  Butt.  Harma.  t.  4.  * 
hewitsonl  Cymoth.  Stgr.  Stett.  Ent.  Zeit.  50,  p.  419. 
hiarbas  Euryt.  Drury  111.  Exot.  Ins.  3,  p.  17.  * 
hUdebrandti  Charax.  Dew.  Nov.  Acta  Acad.  Nat.  Cur.  41:  2, 

p.  200.   • 
hippomene  Antan.  Hbn.  Samml.  Exot.  Schmett.  2,   t.  25.  * 
hirundo  Euptera  Stgr.  Iris  4,  p.  101. 

hobarti  Cymoth.   Btlr.  Proc.  Zool.   Soc.  Lond.  1899,  p.  976. 
;   hobleyi  Diestog.  Neave  Nov.  Zool.  11,  p.  334. 
hobleyl  Pseudacr.  Neave  Nov.  Zool.  11.  p.  331. 
hollandi  Charax.   Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.   (6)  12,  p.  266. 
honieyeri  Charax.  Dew.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  26,  p.  382.   * 
hostilia  Pseudai^r.   Drury    111.   Exot.   Ins.  3,  p.  38.   * 
howensis  Crenis  Stgr.  Exot.  Schm.  1,  p.  108. 
hvarbita   Cymoth.  Hew.  Exot.  Butt.  Harma,  t.  2.  * 
hvarbitiua  Cymoth.   Auriv.  Oefvers.  Vet.  Akad.  Fiirhl.  54:5 

p.  283. 
brbrida  Euph.  Auriv.  Rhop.  Aethiop.,  p.   186. 
hypatha  Cymoth.  Hew.  Exot.  Butt.  Harma,  t.  2.  * 
hypoxantha  Pseudavr.  Jord.  Nov.    Zool.   18,  p.   137. 
hyperbius  Argynnis  L.  Cent.   Ins.,  p.  25. 

ikelemba  Euryphene  Auriv.  Ent.  Tidskr.  22,  p.   116. 

üithyia  Byblia  Drury  111.  Exot.  Ins.  2,  p.  29.  • 

iniitans  Euph.  Holt.  Canad.  Ent.  25,  p.  3. 

iiuitator  Pseudacr.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1873,  p.  107. 

imperlalls  Charax.  BÜr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  531.  * 

imperialis  Euph.   Undemans  Tijdschr.  v.  Ent.  53,  p.  278.  * 

iiupleta  Pseuda  r.  Grünb.  Sitzb.  Ges.  Naturf.  Fr.  Berl.  1910, 

p.   170.   * 
inipunrtata  Euph.  Bartel    Nov.  Zool.  12,  p.  143. 
inaequali«  Euph.    Thurau  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  310. 
Inanum  Euph.   Btlr.  Cist.  Ent.  1,  p.  158. 
inaria  Hypol.   Cr.  Pap.  Exot.  3,  p.  36.  * 
Incerta  Diestog.  Auriv.  Seitz  Großschm.  13,  p.  165.  * 
incisa  Aterica  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.   10,  p.  537. 
incongrua  Neptis  Btlr.  Pro?.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  112.  * 
Indamora  Cvmoth.  Hew.  Exot.  Butt.  Aterica  et  Harma.  * 
infracta  Precis  BÜr.  Proc.  Zool.  Soc.  1888,  p.  63. 
inlusca  Diestog.  Capronn.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  33,  Bull.  p.  14  5 
innocaa  Euryphene  Smith  u.  Kirb.  Rhop.  Exot.  Euryphene 

p.  1.  • 
intermedia  Euryphene   Bartel    Nov.  Zool.   12,  p.   143. 
intermixta  Diestog.  Auriv.  Ent.  Tidskr.  25,  p.  96. 
intricata  Euptera  Auriv.  Ent.  Tidskr.   15,  p.  303.   * 
iole  Lachn.  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  78. 
iris  Diestog.  Auriv.  Arkiv  f.  Zool.  1,  p.  251. 
iturina  Euryphene   Karsch  Ent.  Nachr.  20,  p.   215. 

jacksoni  KaUima  Em.  Sharpe   Ann.  N.  H.  (6)  17,  p.  125. 
jahlusa  Charax.    Trim.  Rhop.  Afr.  Austr.,  p.   177.   * 
jamesoni  Neptis  Godm.  Story  of  the  Relief  Exped.,  p.   436. 
janetta  Euph.   Btlr.  Proc.  Zool.  So?.  1871,  p.  80. 
jasius  Charax.  L.  Syst.  Nat.  Ed.  12,  p.  749  u.  errata. 
jodutta  Cymoth.  Westtc.  Gen.  Diurn.  Lep.,  p.  289. 
johnstoni    Cymoth.    Btlr.    Proc.    Zool.    Soc.    Lond.    1902:1, 

p.   47.   • 
jordani  Neptis  Neave  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910:  1,  p.  33.  * 
jordani  Precis   Auriv.  Seitz   Großschm.  13,  p.  222. 
Judith  Euph.  Weym.   Stett.  Ent.   Zeit.   53,  p.  88. 
junlus  Charax.  Oberth.  Ann.  Mus.   Genov.  15,  p.   166. 
justitia  Euph.  Stgr.  Exot.  Schm.  1,  p.  149. 

kaffana  Crenis  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  530. 
kahldeni  Charax.  Homeyer  u.  Dew.  Berl.   Ent.   Zeitschr.   26, 

p.  381.   * 
karschi  Diestog.   Auriv.  Ent.  Tidskr.   15,  p.  314. 


236 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Nymphaliden. 


karschi  Euph.   Bariel  Nov.   Zool.   12,  p.   141. 
karschi  l'seudacr.  Frühst.  Iris  16,  p.  10. 
kassaionsis  Kalliina  Ni^pelt  Iris  25,  p.  124. 
kataugae  Argynnis  Neave    Pro:-.  Zool.  Soc.  1910:  1,  p.  28.  * 
kheili  Charax.  Stgr.  Iris  9,  p.  2Ui.  * 
kikideli  Neptis  Bsd.  Faune  Madag.,  p.  50. 
kiliisa  Apaturopsis  Smith   Aim.  Mag.  Nat.  HLst.  (ti)  7,  p.  125. 
kinui^nuna  Euptora  Smith   Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (0)  'S,  p.  133. 
kirkl  Uhaiax.   Btlr.  Ent.  Monthl.  :Mag.   18,  p.   145. 
kitun^ulvnsis  Charax.  Strand   Mit.  Zool.  Mus.  Berl.  5,  p.  288. 
kiiuuni   Pseudacr.   Dew.   Nov.   Acta  Acad.   Nat.   Car.   41 : 2, 
p.  198.  • 

lactetinctus  Cliarax.  Karsch    Ent.  Nachr.  18,  p.  113. 

lat'titia   Euryphone   l'lötz    Stett.   Ent.    Zeit.   41,   p.    192. 

lakiinia   Euph.    Btlr.   Trans.   Ent.    Soc.    Jx)nd.    1870,   ]>.    128. 

languida  Salam.   Bartd    Nov.  Zool.   12,  p.  135. 

laodicc  Charax.  Drury   111.  Exot.  Ins.  3,  p.  34.  * 

histi  Charax.  Smith    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  131. 

lutopicta  Hypol.   Bartel  Nov.   Zool.   12,  p.   135. 

liitii'inetus  Charax.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  252. 

lativitlata    Neptis   Strand    Ai'chiv   f.   Naturg.    75:  1,   p.   305. 

h'odi««  Precis  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  64.  * 

li-oiiiuus  Charax.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  253.  * 

Iconis  Cymoth.  Auriv.  Seitz  Großschm.   13,  p.  153.  * 

leonis  Diestog.  Auriv.  Ehop.  Aethiop.,  p.  202. 

Icptotypa    Euiyphene    Baker    Ann.    Mag.    Nat.    Hist.    (8)    2, 

p.  473. 
lenuanni  Neptis  Auriv.   Oel'vers.  Vet.  Akad.  Pörhl.  53,  p.  431. 
loucotincta  Precis   Strand    Ent.   Rundschau  28,   p.    137. 
liclias  Charax.  Dbl.  u.  Hew.   Gen.  Diurn.  Lep.,  p.  49.*' 
li^ata  Catacroptera  Bothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  520. 
linibata  Hypol.  Croicl.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1890,  p.  552.  * 
lininoria  l'recis  Klug  Synib.  l'hys.    t.  48.  * 
lineata  Eui'yt.   Auriv.  Khop.  Aethiop.,  p.   154. 
iisidora  Euryphura  Auriv.  Ent.  Tidskr.  12,  p.  214. 
lita   Euryt.    Roihsch.  u.  Jord.  Nov.   Zool.   10,   p.   525. 
Hviugstuuci  Neptis  Sujf.  Iris  17,  p.  120.  * 
losiuga  Euph.  Uew.  Exot.  Butt.  Romaleosoma,  t.   1.   * 
Iiieasi  Cymoth.  Oouniei  Bev.  Zool.  (2)  11,  p.  202.  * 
lucretia  Pseudacr.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  71.  * 
liKTetius  Charax.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  129.  * 
lii^ons  Kallima  A.  Schultze  Ent.  Rundschau  29,  p.   92. 
Iiiuig:era  Charax.   Bothsch.  Nov.  Zool.  7,  p.  488. 
Iiiperca  Euph.  Hew.  Exot.  Butt.  Bomaleosoma,  t.   1.   * 
liirida  Cymoth.   Btlr.  Proc.   Zool.   Soc.  Lond.   1871,  p.  80. 
lutaoca  Charax.   Rothsch.  Nov.  Zool.  7,  p.  485. 
lutcul'asciata  Euph.    Bariel    Nov.   Zool.    12,   p.    143. 
lutcula  Euryphene  Baker   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  2,  p.  474. 
luteostriata  Diestog.  Baker  iknn.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  2,  p.  477. 
lysandra  Diestog.   Stall  Suppl.   Crameri,   j).  135.  * 

inaculata  Euryphene  Auriv.   Seitz   Großschm.   13,  p.   178.   * 
maciiiatiis  Charax.   Sufj.   Iris   17,  p.   122. 
inadagascarieusis  Atella  Mab.  Hist.  Madag.  Lop.  1,  p.  120.  * 
niadagascaricnsis   Crenis   Bsd.   Faune  Madag.     p.    18. 
niadagascariensis  Euxanthe  Lucas   Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (1)  1], 

p.  299. 
niadaguscarlensis  Precis  Guen.  in  Vinson  Voyag.  Madag.  Lep.,  j 

p.  37. 
niadagascariensis  Hypol.  Mab.  Ann.  Ent.  Belg.  25,  Bull.,  p.  55.  j 
niadegassorum  Antan.   Auriv.   Rhopal.   Aethiop.,   p.   129.  1 

niakala  Euryphene  Baker  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.  (8)  2,  p.  473. 
nuiudinga  Euryphene  Fldr.  Wien.  Ent.  Monatschr.  4,  p.  108. 
inauica  Charax.  Trim.  Proc  Zool.  Soc.  Lond.  1894,  p.  43.  * 
iiianoro  Smcrina  Uew.  Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.  121. 
niardania  Euryphene  F.  Ent.  Syst.  3:1,  p.  249. 
niargiiiatus  Charax.  Bothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  539. 
niar|)i'ssa  Neptis  Hopjf.  Sitzb.  Akad.  VVlss.  Berl.  1855,  p.  040. 
niauritiana  Antan.    Manders  Trans.   Ent.    Soc    Ixind.    1907, 

p.   437.   * 
inawaiiiba  Diestog.  Baker   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  2,  p.  476. 
luaxiniiana  Euryphene  Styr.  Ii'is   4,  p.   112. 
luavdttunsis  Neptis  Oberth.  Etud.  d'Ent.  13,  p.  14.  * 
nit'clKUvi  Charax.  Höllisch.  Nov.  Zool.  11,  p.  334. 
niei-hinvi  Hj^pol.  Dew.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  28,  p.  187.  * 
niedon  Euph.  L.  Cent.  Ins.  p.  19. 
inclanops  Diestog.  Auriv.    Oefvers.  Vet.  Akad.  FörhI.  54:  5, 

p.  282. 
ineleagris  Hamanum.  Cr,  Pap.  Exot.   1,  p.   102.  * 
luelicerta  Neptis  Dntry    111.  Exot.  Ins.  2,  p.  34.  * 
luelicertula  Neptis  Strand   Ai-chiv  f.  Naturg.  77:  1:  4,  p.  116. 
metanira  Neptis  Uoll.  Ent.  News  3,  p.  249.   * 
uietulla  Neptis  Dbl.  u.  Uew.   Gen.  Diurn.  Lep.,  p.  272. 


mioans  Euryphene  Auriv.  Rhop.  Aethiop.,   p.  201.   * 

niicrops  Atella  Bothsch.  ii.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  507. 

luilca  Vanessula  Uew.  Exot.  Butt.  I'ontila  u.  Liptena,  I.  2.  * 

miliu'i  Diestog.  Hew.  Exot.  Butt.  Euryphene,  t.  3.   * 

miloiiia  Precis  Fldr.  Reise  Novar.  Lep.,  p.  403. 

niiina  Hypol.    'J'riin.  Trans.  Liun.   Sor.  Lond.  20,    p.   500.   * 

uiirabilis  Euph.   Bariel    Nov.  Zool.  12,  p.  142. 

misa  Cymoth.  Strand  Wien.  Ent.  Zeit.  29,  p.  33. 

misippus  Hypol.  L.  Mus.  Lud.  Ulr.,  p.  264. 

niixophyes  Neptis  Uoll.  Ent.  News  3,  p.  249.  * 

inixtus  Charax.   Bothsch.  Nov.   Zool.   1,  p.  536.   * 

monitor  Charax.   Bothsch.  Nov.   Zool.   7,  p.  361. 

müntelri  Charax.  Stgr.  Exot.  Schm.  1,  p.  170.  * 

nionti'iruuis  Hypol.  Druce  Cist.  Ent.  1,  p.  286. 

morautü  Crenis    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   1881,  p.   439. 

moreelsi  Euryphene,   Auriv.   Ent.   Tidskr.  22,  p.   116. 

mundula  Diestog.  O'rünb.  Sitzb.   Ges.  Naturf.  Fr.  Berl.  1910, 

p.   472. 
murina  Ergolis  Bartel    Nov.  Zool.   12,  p.  135. 
musa  Precis  Quer.  Icon.  R.  Anün.,  p.   474. 
mneruensis  Euptera  Neave    Proc.  Zool.   Soc.  Ijond.   1910:  1, 

p.  38.   * 
raycerina  Charax.  Godi.  Enc  Meth.  Ins.  9,  p.  309. 

nachtigalli   Precis   Dew,    Nov.    Acta   Acad.    Nat.    Cur.    41:2, 

p.   194.   * 
uaib  Precis  Guer.  Lefeb.  Voyag.,  t.  11.  * 
naiidiua  Charax.  Bothsch.  Nov.  Zool.  8,  p.  403.  * 
narcbadi  Hypol.   Suff.   Iris   17,   p.    110. 
narinda  Euryt.  Ward    Ent.  Monthl.  Mag.  9,  p.  148. 
natalensis  Charax.  Stgr.  Exot.  Schm.  1,  p.  169. 
natalensis  Crenis  Bsd.  Voyag.  Deleg.  2,  p.  592. 
natalensis  Precis   Stgr.   Exot.    Schmett.   1,   p.    101. 
natalica  Precis  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  106. 
neauthes  Charax.  Hew.  Exot.  Butt.  NymphaUs,  t.  1.  * 
nebetheo  Cymoth.  Suff.  Iris  17,  p.  115. 
nebrodes  Neptis  Uew.  Ent.  Monthl.  Mag.   10,  p.  200. 
nebulusa  Salam.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  441. 
nemetes  Neptis  Hew.  Exot.  Butt.  Neptis,  t.  1.  * 
ueophron  Euph.  Hopff.  Sitzb.  Akad.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  640. 
neptidina  Pseudath.  Karsch    Ent.  Nachr.  20,  p.  289. 
netiiaanni  Ai'gyunis   Bothsch.  u.  Jord.  Nov.   Zool.  9,  p.  596. 
neumanni  Charax.  Roilisch.  Nov.  Zool.  9,  p.  597. 
ueuniaiirii   Euph.    Boilisch.  Nov.   Zool.   9,   p.   596. 
ueuniaiini  Pseudacr.   Tliurau   Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  300. 
nichetes  Charax.  Smith    Ent.   Montlil.  Mag.  20,  p.   58. 
nicobule  Neptis  Holt.  Ent.  News.  3,  \>.  249.   * 
nioodice  Neptis  Grünb.  Sitzb.  Naturf.  Fr.  Berl.  1910,  p.  470. 
nicoiuedes  Neptis  Hew.  Ent.  Monthl.  Mag.  10,  p.  205. 
nicoteles  Neptis  Uew.  Ent.  Monthl.  Mag.  10,  p.  206. 
nigrescens  Antan.   Suff.   Iris   17,  p.   108. 
nigrescens  Cyrestis  Mariin    Iris   16,  p.   162. 
nigrocilia  Euph.  Lathy    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1903,  p.  190. 
nlgropunctata  Diestog.   Auriv.   Ent.   Tidskr.   22,  p.   117. 
niiia  Neptis  Sigr.  Iris  8,  p.  309.  * 

nivaria  Euryphene   Ward  Ent.   Monthl.   Mag.   8,  p.  82. 
uivuovittata  Euph.  Auriv.  Arkiv  f.  Zool.  1,  p.  249.  * 
ujaiui  Euph.  Styr.  Iris  4,  p.   125. 
njamujaml  Euph.  Stgr.  Iris  4,  p.  126. 
iiubiljs  Charax.  Druce    Ent.  Monthl.  Mag.  10,  p.  13. 
nobUis  Euryphura  Stgr.  Iris  4,  p.  107.  * 

nobilitata  Precis    Thurau    Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.   137.   * 
normaÜH  Euph.  Stgr.  li'is  4,  p.  129. 
northcotti  Charax.    Bothsch.   Entomolog.   32,   p.    171. 
nothodus  Charax.  Jord.  Nov.   Zool.   18,  p.   137. 
nucleata   Neptidopsis  Grünb.   Wiss.    Ergebn.    Deutsch.    Zent. 

Afr.  Exp.  3    p.  526. 
nuiiienp<  Charax.   Hew.  Exot.  Butt.   Charaxes,  t.  2.   * 
nyasana  Charax.  Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  15,  p.  249. 
nyassae  Pseudarg.   Bartel    Nov.  Zool.  12,  p.   138. 
nysiades  Neptis  Hew.  Exot.  Butt.  Neptis,  t.  1.  * 

oberthüri  Catima  Karsch    Berl.   Ent.  Zeitschr.  39,  p.   4. 

obscura  Pseudacr.  Neave.  Nov.  Zool.  11,  p.  333. 

obscurata    Pseudarg.    Grünb.    Sitzb.    G«s.    Naturf.    Fr.    Berl. 

1910,  p.  471. 
obscuratus  Charax.  Suff.  Iris  17,  p.  123. 
obscurior  Cataoropt.  Styr.  Exot.  Schm.  1,  p.  101. 
obsületa  Diestog.  Grünb.  Sitzb.   Ges.  Naturf.  Fr.  Berl.   1908, 

p.  53. 
obtiisa  Neptis  Bothsch.  u.  Jord.    Nov.  Zool.   10,  p.  .536. 
ubtusaugula  Diestog.   Auriv.   Seitz   Großschm.   13,  p.   160.  * 
occidentalis   Pseudacr.    Auriv.    Seitz    Großschm.    13,   p.    196. 
occideutaliuui  Crenis  Mab.  Bull.   Soc.   Zool.  Fr.   1,  p.  275. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Nymphaliden . 


237 


ochracea  Charax.  Rothsch.  Nov.  Zool.  7,  p.  486. 

ochraoea  Euryphura  Bartel   Nov.  Zool.  12,  p.  146. 

ochracea  Neptls  Xeave   Nov.  Zool.  11,  p.  330.  * 

ochreata  Cymoth.   Smith      Proc.   Zool.    Soc.    1890,   p.   471. 

octavia  Precls   Cram.   Pap.    Exot.   2,   p.   60.    * 

octograniina  Euryphene  Smith  u.  Kirby  Rhop.  Exot.  Euphae- 

dra,  p.   1.   * 
odysseus  Charax.   Stgr.   IrLs   5,  p.   200. 
oeinllius  Cymoth.  Douniet    Rev.   Zool.   (2)  14,  p.  260.   * 
oenone  PrecLs   L.   Svst.   Nat.   Ed.    10,  p.   473. 
offova  Cymoth.    Plötz    Stett.    Ent.    Zeit.   41,   p.    193. 
oliva   Euryphura   Suif.    Iris    17,   p.    112. 

olivacea  Euph.  (frünb.  Sitzb.  Ges.  Nat.  Fr.  Berl.  1908,  p.  54. 
ophione  Neptidopsis  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  27. 
opinatiis  Charax.  Heron    Trans.  Zool.  Soc.  Lond.  19,  p.  ITil).  * 
opis  Cynandra  Drury    111.  Exot.  Ins.  2,  p.  33.  * 
orientalis  Euph.  Rothsch.  Nov.  Zool.  5,  p.  97. 
oricntls  Euryphene  Kar.^ch  Ent.   Nachr.   21.  p.   277. 
orithya  Precis  L.  Syst.  Nat.  Ed.  10,  p.  473. 
orphnina   Cymoth.   Karsch  Ent.   Nachr.   20,   p.   213. 
orthosia  Precis  Klug  Symb.  Phys.  t.  48.  * 
Othello  Charax.  Suff.  Iris  17,  p.   123. 
oxlone  Euryphene  Hew.  Exot.  Butt.   Euryphene,  t.  5.   * 

pageu»(techeri  Ergolis  Suif.  Iris  17,  p.  125. 

paphiauus  Charax.   Ward    Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.   120. 

paradoxa  Euph.   Xeave    Nov.   Zool.   11,  p.  333. 

parhassus  Salam.  Drury    111.  Exot.  Ins.  3,  p.  4.  * 

paris  Precis  Trim.  S.  Afr.  Butt.  1,  p.  212. 

partita   Euryphene   Aurir.    Ent.   Nachr.   21,   p.   380. 

parvipunctis  Precis   Strand    Wien.   Ent.   Zeit.   29,   p.   31. 

paula  Neptis  Stgr.  Iris  8,  p.  368.  * 

peehuell  Crenis  Dew.  Nov.  Acta  Acad.  Nat.  Cur.  41 :  2,  p.  195.  * 

peculiaris  Charax.  Lathy    Entomolog.  39,  p.  125. 

peculiaris  Euph.  Lathy    Trans.  Ent.  So?.  Lond.  1906,  p.  5.  * 

pelarga  Precis  F.  Syst.  Ent.,  p.  513. 

pelargoides  Precis  Auriv.  Ent.  Tidstr.  12,  p.  204. 

pelasgis  Precis  Godt.  Enc.  3Ieth.  9,  p.  820. 

pelias  Charax.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  5.  * 

penricel  Charax.  Kotlisch.  Nov.  Zool.  7,  p.  460. 

penricei  Crenis  Rotlisch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  529. 

peruiixtuui   Euph.    Btlr.   Cist.   Ent.    1,  p.    158. 

perseis  Euph.  Drury    111.  Exot.  Ins.  2,  p.  37.  * 

phaethusa  Euph.   Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.   1865,  p.  670.   * 

phaeus  Charax.  Heu:  Ent.  Monthl.  Mag.  14.  p.  82. 

phalantha  Atella  Drury  111.  Exot.  Ins.  1,  p.  41.  * 

phauera   Charax.  Jord.  Proc.   Ent.    Soc.   Lond.    1908,   p.   09. 

phaiitasia  Euryphene  Hew.  Exot.  Butt.   Euryphene.    t.   2.   * 

phantasiella  Euryphene  Stgr.   Iris   4,   p.    114. 

phaiitasina  Euryphene  Stgr.   Iris   4,   p.   115. 

pharsa  Pseudacr.  Frühst.  Iris  16,  p.  9.  * 

phillberti  Atella  Joann.    Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  62,  Bull.    p.  50. 

phoebus  Charax.   Btlr.  Proc.   Zool.   Soc.   Lond.   1865,  p.  625. 

phranza   Euryphene   Uew.   Exot.   Butt.    Euryphene,    t.    2.    * 

phraortes  Charax.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  20,  p.  60. 

phreone  Euryphene  Feisth.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (2)  8,  p.  253. 

plcta  Charax.   Rotlisch.  Nov.   Zool.   7,   p.   483. 

plagiata  Diestog.   Auriv.     Oefvers.   Vet.   Akad.   Förhl.   54:5, 

p.  282. 
platydema  Hypol.   Rothsch.   u.   Jord.   Nov.   Zool.    10,   p.   524. 
platyptera  Neptidopsis  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  526. 
plautilla  Em'yphura  Hew.  Exot.  Butt.  Euryphene,   t.  3.  * 
plistonax  Euryphene  Hew.  Exot.   Butt.   Euryphene,    t.   9.   * 
pluto  Euptera  Ward    Ent.  Monthl.  Mag.  10,  p.  59. 
plutonica   Pseudath.    Btlr.    Proc.    Zool.    Soc.    Lond.    1902 :  1 . 

p.   48.   * 
poggei  Pseudacr.  Dew.  Nov.  Acta  Acad.  Nat.  Cur.  41 :  2,  p.  197.* 
poUnice  Byblia  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  169.  * 
pollux  Charax.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  61.  * 
porphyrion   Eui'yphura  Ward    Ent.   Jlonthl.   Mag.   8,  p.   118. 
porthos  Charax.  Smith    Ent.  Monthl.  Mag.  20,  p.  57. 
posterior  Precis  Strand    Archiv  f.  Naturg.  77 :  1 :  4,  p.  89. 
preussi  Cymoth.  Stgr.  Stett.  Ent.  Zeit.  50,  p.  412. 
preussi  Euph.  Stgr.  Iris  4,  p.  119.  * 

protoclea  Charax.  Feisth.  Ann.   Soc.   Ent.  Fr.   (2)  8,  p.   200. 
protracta  Pseudacr.  Btlr.  Ent.  Monthl.  Mag.  11,  p.  164. 
pseudoplatyptera  Neptidopsis  Strand  Archiv  f.  Naturg.  78  A:l 

11.   68. 
publius  Palla  Stgr.  Iris  5,  p.  267. 
puella  Neptis  Auriv.  Ent.  Tidskr.  15,  p.  285.  * 
pyriformis  Precis  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  726.  * 
pythodoris  Charax.  Heic.  Ent.  Monthl.  Mag.  10,  p.  57. 

quintiUa  Neptis  Mab.  Ann.  Soc.   Ent.  Fr.  (6)  10,  p.  21.  * 


rabena  Aterica  Bsd.  Faune  Madag.,  p.  47.  * 
rattraji  Euph.  E.  Sharpe  Entomolog.  37,  p.  182. 
raltrayi   Kallima  E.  Sharpe  Entomolog.   37,   p.   182. 
rauana  Precis   Smith  Nov.   Zool.   5,   p.   352. 
ravola  Euph.  Hew.  Exot.  Butt.  Romaleosoma,  t.  4.  * 
rectans  Charax.  Rothsch.  u.  Jord.  Nov.  Zool.  10,  p.  540. 
reducta  Euph.  Bartel   Nov.  Zool.  12,  p.  141. 
regalis  Charax.  Rothsch.  Nov.  Zool.  7,  p.  486. 
reinieri  Charax.  Roth.sch.  Nov.  Zool.  7,  p.  439. 
reiuholdi  Cymoth.   Plötz    Stett.   Ent.  Zeit.  41,  p.   194. 
reuteri  Cymoth.  Strand  Wien.  Ent.  Zeit.  29,  p.  32. 
rezia   Euph.   Heiv.   Exot.   Butt.   Bomaleosoma,   t.   4.    * 
rhadania  PrecLs  Bsd.  Faime  Madag.    p.  44.  * 
rlbensis  Diestog.  Ward    Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.  35. 
rieheliuanni  Euptera  Weym.  Iris  20,  p.  42.  * 
rogersi  Pseudacr.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1908,  p.  549. 
romi  Diestog.  Auriv.  Ent.  Tidskr.  18,  p.  213. 
rosa  Crenis  Heic.  Ent.  Monthl.  Mag.  14,  p.  82. 
rosae  Charax.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  255. 
rubrobasalis  Pseudacr.  Auriv.  Arkiv  f.  Zool.  1,  p.  248.  * 
,   rubroeostata   Euryphene   Auriv.   Oefvers.   Vet.   Akad.   Förhl. 
54:5,   p.  279.   * 
rubrofasciata  PrecLs  Su;j.  IrLs  17,  p.  109. 
ruhaina  Pseudacr.  Hew.  Ent.  Monthl.  Mag.  9,  p.  84. 
niiuia  Kallima  Doubl,  u.  We.stw.  Gen.  Diurn.  Lep.    p.  325.  * 
ruspiua  Euph.  Heic.  Exot.  Butt.  Romaleosoma,  t.  2.   * 

saclara  Neptis  Bsd.  Faune  Madag.,  p.  49. 
salniaeis  Hypol.  Drury   111.  Exot.  Ins.  2,  p.  14.  * 
sangaris  Cymoth.  Godt.  Enc.  Meth.  Ins.  9,  p.  384. 
saphirina   Diestog.   Karsch   Ent.   Nachr.   20,   p.   220. 
sarcoptera  Euph.  Btlr.  Lep.  Exot.    p.  81.  * 
sarita  Euph.  E.  Sharpe  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  7,  p.  133. 
saturnus  Charax.  Btlr.  Pro:-.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  624.  * 
schaeneia  Antan.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1879,  yt.  329. 
schultzei  Diestog.  Auriv.  Arkiv  f.  Zool.  5:5,  p.  2. 
j   seeldrayersi   Euryphene   Auriv.   Rhop.   Aethiop.,  p.   201. 
I   seeldrayersi  Neptis  Auriv.  Ent.  Nachr.  21,  p.  379. 
semire  Pseudacr.  Cr.  Pap.   Exot.  3,  p.  3.   * 
semitypica  PrecLs   Auriv.   Rhop.   Aethiop.,   p.    140. 
seneca  Cymoth.   Kirb.  Ann.   Mag.   Nat.   Hist.   (6)  3,  p.   249. 
senegalensis  Euryphene  H.-Schäff.  Außereur.  Schniett.  Tagt., 

Fig.  95—98.   • 
seriata  Byblia  Rothsch.  u.  Jord.    Nov.  Zool.  10,  p.  527. 
seriata  Charax.    Rothsch.  Nov.   Zool.   7,  p.   487. 
sesainiis  PrecLs    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   1883,  p.  347. 
severini  Evirvphene  Auriv.  Oefvers.  Vet.  Akad.  Förhl.  54:  5, 

p.  220.   •  " 
sextilla  Neptis  Mab.  Le  Natural.  2,  p.  99. 
sibyllina  Pseudath.  Stgr.   Iris  3,  t.   3.   * 
sik'orana   Catuna   Rogenh.   Verhl.   Zool.   Bot.    Ges.    Wien   39 

Sitzb.  p.   76. 
simia  PrecLs  Wallengr.  Rhop.  Caffr.,  p.  26. 
Simplex  Diestog.  Stgr.  IrLs  4,  p.  97. 
Simulator  Pseudacr.   Btlr.  Cist.  Ent.   1,  p.   125. 
simiata  Precis  Plöt:  Stett.  Ent.  Zeit.  41,  p.  477. 
Sirene  Euptera  Stgr.  Iris  4,  p.  100.  * 

smaragdalis  Charax.  Btlr.  Pro-.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  630.  * 
smaragdifera    Aigynnis    Btlr.    Proc.    Zool.    Soc.    Lond.    1895, 

p.  629.   * 
somalioiis  Charax.   Rothsch.  Nov.   Zool.   7,  p.   432. 
Sophia  Precis  F.  Ent.  Syst.  3:  1,  p.  248. 
sophlis  Euryphene  F.   Ent.   Syst.  3:  1,  p.  46. 
spatiosa   Euph.   Mab.  Bull.   Soc.   Zool.   Fr.   1,  p.  278. 
staudingeri  Cymoth.  Auriv.  Rhop.  Aethiop.,  p.  213. 
staudingeri  Euryphene   Auriv.   Ent.   Tidskr.    14,   p.    199. 
staudingeri   Precis   Deio.   Nov.   Acta  Acad.   Nat.   Cur.   41:2, 

p.   193.   * 
striata  Precis  Auriv.  Ent.  Tidskr.  22,  p.  118. 
striata  Pseudacr.  Btlr.  Cist.  Ent.  1,  p.  215. 
strigata  Neptis  Auriv.  Ent.  Tidskr.  15,  p.  284.  * 
stygia   PrecLs   Auriv.    Ent.    Tidskr.    15,    p.    275. 
subbipupillata    Precis    Strand     Archiv    f.    Naturg.    77:1:4, 

p.  90. 
subepielelia  Precis  Strand    Int.  Ent.  Zeitschr.  4,  p.  227. 
sublineata  Cvi-estis  Lathy  Trans.  Ent.  So-.  Lond.  1901,  p.  25. 
sublurida  Cymoth.  Frühst.    Stett.   Ent.  Zeit.  64,  p.  359. 
subtentyris    Euryphene   Strand    Faima   Exot.    1,   p.    37. 
subtriocellata  Precis  Strand   Aixhiv  f.  Naturg.  77 :  1 :  4,  p.  90. 
suffusa  Precis   Rothsch.  u.  Jord.  Nov.   Zool.   10,  p.  513. 
superba   Cymoth.   Auriv.   Rhop.   Aethiop.,   p.   213.    * 
superbus  Charax.  A.  Schnitze  Soc.  Ent.  23,  p.  172. 
symphona     Euryphene    Baker  Ann.    Mag.   Nat.   Hist.    (8)   2, 

p.  472. 


238 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Nymphaliden. 


tadoina  Diestog.  Heio.  Exot.  Butt.   Aterica  Harma.  * 
tarqiiiiiia    Pseudacr.     Trini.    Trans.    Ent.    Soc.    Ixind.    1868, 

,..   7!..   * 
taveta  PiecLs  Bogenh.  Ann.  Mus.  Wien  6,  p.  -tßO.  * 
tavetensis  Charax.   Hoihsch.  Xov.  Zool.  1,  p.  535. 
teniora  .Salam.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.,  p.   404. 
tentyris  Kuryphene  Hew.  Exot.  Butt.  Euryphene,  t.   ö.  * 
terea  J'rccii;  Drury    III.  Exot.  Ins.  2,  p.  32. 
tereoldes  Precis    Btlr.  Ann.  Mag.  Xat.  HLst.   (7)  8,  p.  211. 
terra  Pseudacr.    .Veare    Nov.   Zool.   11,  p.  332. 
tessniaiini  Eur\-phene  Griinb.  Sitzber.   Ges.  Naturf.  Fr.  Berl. 

1910.  p.   471. 
thautna  Euryphaedra  i^tgr.  Iris  4,  p.  102. 
theniis  Euph.  Hbii.  Exot.   Schm.  1,  t.  60.  * 
theoliene  Cymoth.  /)bl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  I^ep..  p.  288.   * 
theot-raiita  Cymoth.   Karsch    Ent.   Xa<;hr.   20,  p.   209.   * 
theoddsla   Oyinoth.   Stgr.   Stett.    Ent.   Zeit.   .')0.   p.   416. 
tllPOirnis  Euryphene  Hew.  Exot.  Butt.  Euryphene    t.   1.   * 
theophaiie    Aterica    Hopff.    Sitzb.    Akad.    W'iss.    Berl.    1855, 

p.  641. 
theorini   Pseudacr.   Auriv.   Ent.   Tidskr.   12,   p.   207. 
tkoniashis   Charax.   t^tgr.   Exot.    Schmett.    1,   p.    169. 
thonicnsis  Uypol.  Auriv.  Ann.  Mus.   Genov.  44,  p.  510. 
thysi  Cliarax.  Capronn.  Ann.  Soo.  Ent.  Belg.  33,  Bull.,  p.  125. 
tia   l'^uryphene  Suif.   Iris   17,  p.   111. 

tibcrius 'Euxanthe '.s'»n7/(    Ann.  Jlag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  129. 
tiridates  Charax.   Cr.  Pap.   Exot.   2,   p.  100.   * 
tirikensis  Pseudacr.  Seave  Nov.  Zool.  11,  p.  332.  * 
toffoensis  Euryphura  .S«//.  Iris  17,  p.   114. 
losrociisis   l'seudacraea,   Bartel    Nov.  Zool.   12,  p.   137. 
tiiiihiliinasa    Precis    Vuillot    Ann.    Soe.    Ent.    Fr.    61.    Bull.. 

y.    148. 
trujaniis  Euxanthe  Ward    Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.  36. 
tri£:iino|)hora  NeptL<  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  177. 
trinieiii  Crenis  Auriv.  Rhop.  Aethiop.  161. 
trinieni   Cvmoth.   Auriv.   Seitz   Großschm.   13,   p.   152.   * 
trinieni   Pieois   Bilr.  Proc.  Zool.  Soc.   1893,  p.  651.   * 
triineni   Pseudacr.   Btlr.  Ent.  Monthl.  Mag.   11,  p.  57, 
triiH'i-llata  Precis  Strand    Int.  Ent.  Zeitschr.  4,  p.  227. 
tuifela   l'recLS    Trim.  Trans.   Ent.   Soc.  Lond.   1879.  p.  334. 
tiikiKia  Precis  Wallengr.  Rhop.  Caffr.,  p.  25. 

usranda  Euph.  Auriv.  Ent.  Nachr.  21,  p.  380. 

unilirina  Crenis  Karsch  Ent.  Nachr.  18,  p.  114. 

iirnlirina   Diestog.  .Auriv.  Ent.  Tidskr.  22,  p.   116. 

uiKipuiictata  Baker  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.   (8)  2,  p.   476. 

iiriinirensis  Neptis   Strand    Mit.   Zool.   Mus.    Berl.   5,   p.   287. 

usa^arue  PseudaiT.   Stgr.  Iris  3,  t.  3.   * 

iisiinibara  Hypol.  Ward    Ent.  Monthl.  Mag.  9,  p.  148. 


ussheri  Palla  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  124. 

raranes  Charax.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  100.  * 

variesata  Euph.  Auriv.  Seitz  Großschm.  13,  p.  184.  * 

velU'da  Neptidopsis  Mab.  Ann.   Soc.   Ent.  Fr.   (6)  10,  p.   19. 

velox  Charax.  Grant    Bull.   Liverp.  Mus.   2,  p.   10. 

veronica  Diestog.  fr.  Pap.  Exot.  4,  p.  73. 

vetiila  Charax.   Bothtich.  Nov.  Zool.  7.  p.  488. 

vetusta  Euph.  Btlr.  I^ep.  Exot.,  p.  82.  * 

Viola  Charax.    Btlr.  Proc.   Zool.   Soc.   Lond.   18ti5,  )>.  627.   * 

violacea   Charax.    Bothsch.  Nov.   Zool.   7,  p.   485. 

violaeea  Euph.    Btlr.   Proc.   Zool.   Soc.   1888,  p.   91. 

violetta  Charax.   .Smith    Ent.   Monthl.   Mag.  21,   p.   247. 

violinitens  Charax.  Cr.  Trans.  Ent.  Soc.  Ijond.  1890,  p.  554.  * 

vireseeiis  Salam.   Sufi.   Iris   17,   p.   109. 

viridata  PrecLs  Strand  Int.   Ent.   Zeitschr.  4,  p.  227. 

viridiooerulea  Euph.   Bartel    Nov.  Zool.   12,  p.   139. 

viridinuta  Euph.   Btlr.  Lep.  Exot.,  p.  82.   * 

viridi■^    Euph.    Sujf.    Iris    17,    p.    111. 

virilis  Charax.  Bothsch.  Nov.  Zool.  7,  p.  487. 

virilis  PrecLs   Strand    Archiv  f.   Natvirg.   77:1:4,   p.   90. 

Vdlosreses  Charax.   Mab.  Bull.   Soc.   Zool.  Fr.   1,  p.  280. 

vosseleriana  Precis  Stratui  Int.   Ent.   Zeitschr.   4,   p.   227.^ 

vulgaris  Byblia  Stgr.  Exot.   Schm.   1,  p.   106. 

nrahlbersri   Hypol.  ^Pallengr.  Rhop.  Caffr.,  p.  27. 

wakefieldi   Euxanthe   Ward    Ent.   Monthl.   Mag.   10,   p.   152. 

walensensis  Pseudacr.  E.  Sharpe  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896. 

p.  532. 
»varburgi  Pseudacr.  Auriv.  Ent.  Tidskr.  13,  p.  200. 
ivardi  Euph.  Druce  Cist.  Ent.  1,  p.  286. 

w-brunnpa  Charax.  Baker  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  2,  p.  478. 
westernianni  Precis  Westw.  Ent.  Monthl.  Mag.  6,  p.  278. 
weynieri  Cymoth.   Suff.   Iris   17,   p.   119. 
«ilwerthi  Euryphene  AMrii-.  Ent.  Tidskr.  19,  p.  177. 
«issmanni  Euph.  Xiepelt   Ent.  Zeitschr.  20,  p.  25. 
wintgensi  l'recLs  Strand    Iris  22,  p.  107. 
woodwardi  Neptis  F.   Sharjte    Ann.   Mag.   Nat.   Hist.   (7)  3, 

p.  243. 

xiphares  Charax.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  171.  * 
xypete  Euph,  Hew.  Exot.  Butt.  Romaleosoma,  t.  2.  * 

zaddaehi  Euph.  Dew.  Nov.  Acta  Acad.  Nat.  Cur.  41:2,  p.  19!». 

zainpa  Euph.  Westtc.  Gen.  Diurn,  Lep,,  p.  284. 

zelica  Charax.  Btlr.  Ent.  Monthl.  Mag.  6,  p.  28. 

zinifha  Charax.   Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  53.  * 

zouara  Euryphene  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1)S71,  |i.  .Sl. 

zoolina  Charax.  Dbl.  zi.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep,    t,  53.  * 


PLANEäIA.     Von  Dr.  C.  AüRiviLLnjs.  239 


6.  Familie:  Acraeidae. 

Diese  Abteilung  wäre  vielleicht  besser  nur  als  eine  Unterfamilie  der  Nymphaliden  zu  betrachten,  wie  in 
den  übrigen  Teilen  dieses  Werkes ;  um  aber  mit  den  meisten  andern  Werken  über  diese  Gruppe  nicht  in  Wider- 
spruch zu  kommen,  habe  ich  sie  hier  als  eine  besondere  Familie  aufgeführt. 

Von  den  Nymphaliden  unterscheiden  sich  die  Acraeiden  nur  dadurch,  daß  die  ]\Iittelzellen  beider  Flgl 
vollständig  geschlossen  sind  und  daß  die  Hflgl  am  Irde  ohne  Rimae  oder  Vertiefung  zur  Aufnahme  des 
Hlbs  sind.  Die  Hflgl  smd  demnach  am  Ird  flach  ausgebreitet  und  in  den  Feldern  la — Ic  ebenso  wie  sonst  be- 
schuppt und  gezeichnet. 

Die  Vf  Igl  sind  langgestreckt  mit  gebogenem  oder  geradem  Saume,  abgerundeter  Spitze  und  über  die  Mitte 
hinaus  geradem  Vrd.  Die  Hflgl  haben  einen  geraden  Vrd  und  einen  fast  gleichförmig  gebogenen  Außenrd. 
Saum  beider  Flgl  ganzrandig  oder  schwach  gewellt  mit  kurzen  Fransen.  Hlb  lang  und  schlank,  fast  zyliiidrisch 
oder  gegen  die  Spitze  verdickt  imd  an  der  Wurzel  mein-  oder  weniger  zusammengedrückt.  Fühler  mäßig  lang  mit 
deutlich  abgesetzter  Kolbe.  Palpen  mit  langem  Mittelglied  und  sehr  kurzem  knopfförmigen  Endglied,  dünn  be- 
schuppt und  mit  einzelnen  steifen  Grannenhaaren  bekleidet .  Die  Hflgl  haben  eme  deutliche  saumwärts  gebogene 
Praecostalrippe.  Die  Vorderfüße  smd  ganz  wie  bei  den  Nymphaliden  verkümmert  und  ohne  Klauen,  beim  (J  dünn 
und  langhaarig,  beim  $  anliegend  beschuppt,  am  Ende  etwas  verdickt  und  lanten  mit  kurzen  Stacheln  besetzt. 
Die  Klauen  der  anderen  Bempaare  smd  gut  entwickelt  und  gewöhnlich  unten  in  der  Mitte  geeckt;  bei  den  0(J 
sind  sie  fast  immer  ungleich  groß  oder  sonst  einander  unähnlich. 

Die  Rpn  leben  gesellig  und  sind  mit  verzweigten  Dornen  bekleidet.  Die  Dornen  süid  m  ganz  eigentüm- 
licher Weise  angeordnet  und  dadurch  sind  die  Acraea-Rpn  sofort  von  allen  mir  bekamiten  Nymphaüden-Rpn  zu 
unterscheiden.  Die  Glieder  4 — 1 1  haben  jedes  6  fast  gleich  lange  Dornen,  welche  in  einer  geraden  Querlinie  stehen ; 
das  erste  Glied  hat  nur  zwei  Rückendornen  luid  das  zweite  und  dritte  außer  den  Rückendornen  jederseits 
einen  Seitendorn,  welcher  jedoch  ganz  am  Vrd  des  Gliedes  oder  fast  in  der  Bindehaut  zwischen  den  Gliedern 
steht;  die  Glieder  12  imd  13  jedes  mit  2  Dornen. 

Die  Ppn  sind  langgestreckt,  fast  zylmdrisch,  weder  bauchig  noch  am  Rücken  stark  gewölbt;  die  ersten 
Gheder  des  Hlbs  haben  oft  jedes  oben  zwei  Höckerchen  oder  zwei  lange  an  der  Spitze  gekrümmte  Dornen ; 
auch  der  Kopf  hat  bisweilen  obren-  oder  hornähnüche  Anhängsel.  Sie  sind  fast  immer  hell  gefärbt  mit  scharf 
hervortretenden  schwarzen  Zeichnungen. 

Die  Acraeiden  haben  einen  langsamen,  gemächlichen  Flug  imd  lieben  auch  als  Schmetterlinge  gesellig 
aufzutreten.  Sie  sondern  aus  dem  Thorax  eüien  gelblichen  Saft  aus,  welcher  einen  unangenehmen  Geruch  hat 
und  sie  gegen  die  meisten  Feinde  zu  schützen  schemt.  Sogar  die  toten  luid  getrockneten  Tiere  werden  in  den 
Sammlungen  nicht  oder  wenig  von  zerstörenden  Insekten  angegriffen. 

Die  Acraeiden  kommen  überall  m  den  Tropen  vor,  treten  aber  in  der  äthiopischen  Region  viel  zahlrei- 
cher und  häufiger  als  in  den  anderen  Regionen  auf. 

Die  afrikanischen  Arten  gehören  drei  Gattungen  an,  von  denen  die  dritte  sehr  abweichend  ist. 

Ueber  sieht  der  Gattungen. 

A.  Die  obere  Discocellularrippe  der  Vflgl  fehlt  oder  ist  sehr  kurz  und  steht  fast  senkrecht  gegen  den  Vrd  der 
Mittelzelle.  Die  Rippe  6  der  Vflgl  entspringt  demnach  aus  der  Zellenspitze  oder  nahe  derselben  und  ist  von 
der  Rippe  5  weit  getrennt. 

a)  Die  Rippe  11  der  Vflgl  entsprüagt  hinter  der  Mittelzelle  aus  dem  Stiele  von  7 — 10  oder  selten  gerade 
aus  der  Spitze  der  Zelle.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  ist  kurz  mid  erreicht  nicht  die  Mitte  des  Flgls.  Die 
Palpen  schwarz  oder  schwärzlich  mit  einer  weißlichen  Längslinie.  1.  Planema. 

p)  Die  Rippe  11  der  Vflgl  entspringt  vor  dem  Ende  der  Mittelzelle.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  ist  lang  und 
erreicht  die  Mitte  des  Flgls.  Die  Palpen  sind  hell  gelblich  oder  weißlich  und  nur  das  kurze  Endghed  ist 
schwärzlich.  2.  Acraea. 

B.  Die  obere  Discocellularrippe  der  Vflgl  ist  sehr  lang  und  Uegt  sehr  schief,  so  daß  sie  als  eine  Fortsetzung  des 
Vrds  der  Zelle  aussieht.  Die  Rippen  5  und  6  kommen  aus  demselben  Punkte  (scheinbar  der  Spitze  der  Zelle) 
und  der  Stiel  der  Rippen  7 — 10  scheint  also  weit  vor  der  Zellenspitze  auszugehen.  3.  Pardopsis. 

1.  Gattung:    Plaiieuia   Doubl.  &  Hew. 

Diese  Gattung  umfaßt  die  größten  der  afrikanischen  Acraeiden  und  überhaupt  die  größten  aller  bekann- 
ten Acraeiden.   In  der  Zeichnungsanlage  stimmen  die  P/awema-Arten  mit  der  ersten  Art  der  folgenden  Gattung 


240  PLANEMA.     Von  Dr.  0.  AuRiviLLnis. 

nahe  überein.  Die  Vflgl  entbehren  immer  alle  schwarze  Punkte;  die  Hflgl  aber  haben  stets  gut  entwickelte 
Wurzelpunkte  und  gewöhnlich  auch  Discalpunkte,  wenigstens  in  den  Feldern  1  b,  1  c  und  2;  diese  sind  jedoch 
wegen  der  Kürze  der  Jlittelzelle  der  Wurzel  stark  genähert ;  Submarginalpunkte  fehlen  dagegen  immer.  Am  Saume 
finden  sich  auf  den  Falten  zwischen  den  Rippen  lange  kräftige  schwarze  Striche ;  helle  Saumflecke  fehlen  aber  auf 
beiden  Seiten  völlig. 

Einige  Verfasser,  welche  sich  nur  um  Farbe  und  Zeichnung  kümmerten,  haben  melirere  Arten  der  Gat- 
tung Acraea  als  Planema-Arten  beschrieben.  Wenn  man  aber  Acraea  alciope,  jodutta  und  andere  zu  Planema 
zieht,  wird  es  völlig  unmöglich  eme  scharfe  Grenze  zwischen  Planema  und  Acraea  zu  ziehen  und  beide  Gattungen 
müssen  mitemander  vereüiigt  werden.  Die  genannten  .4craea-Arten  stimmen  nämlich  m  allen  wichtigen  Struktur- 
verhältnissen mit  den  übrigen  Acraeen  genau  überem  und  können  unmögHcli  von  ihnen  generisch  getrennt 
werden.  Wenn  man  aber  die  oben  m  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  beachtet,  wird  man  finden,  daß  eme 
gute  Grenze  zwischen  den  echten  Planemen  und  den  Acraeen  besteht  und  daß  diese  Grenze  auch  in  der  BUdmig 
der  Ppn  emen  Ausdruck  gefunden  hat.  Dieselben  haben  nämlich  auf  dem  Rücken  der  ersten  Hlbsglieder  je 
zwei  lange  Dornen. 

Die  Gattung  Planema  kommt  nur  üi  der  äthiopischen  Region  vor  und  ist  besonders  im  westafrikani- 
schen Gebiet  gut  vertreten.  Die  Planemen  sind  Waldbewohner  und  fehlen  darum  in  den  unbewaldeten  Steppen- 
gegenden und  außerdem  auch  in  der  madegassischen  Subregion. 

Die  minietischen  Beziehungen  zwischen  Planema  und  Pseudacraea  sind,  wie. schon  oben  S.  193—196 
hervorgehoben  worden  ist,  sehr  hoch  entwickelt.  Seitdem  ich  die  Pseudacraeen  bearbeitete,  ist  es  ganz  neuer- 
dings durcli  die  BeinühuTigen  von  Dr.  Carpentee  gelungen,  eme  Pseudacraea  terra  aus  einem  von  Ps.  ohscura 
$  gelegten  Ki  zu  erziehen.  Dadurch  ist  es  sehr  wahr.-^cheinlich  geworden,  daß  die  mit  Ps.  eurylus  L.  am  nächsten 
verwandten  Formen  nur  eine  Art  bilden,  welche  sich  dadurch  auszeichnen  würde,  daß  sie  mehrere  ganz  ver- 
schiedene Arten  von  Planema  als  Modell  verwendet  und  dadurch  polychromatisch  geworden  ist. 

Die  Geschlechter  siiad  einander  mehr  oder  weniger  unähnUch.  Als  Regel  ist  die  Querbinde  oder  die 
Subapicalbinde  der  Vflgl  beim  ^  gelb  bis  rotgelb,  beim  $  aber  weiß  oder  weißlich  und  breiter  als  beim  ^ ; 
ebenso  ist  die  Mittelbinde  der  Hflgl  bei  den  99  breiter  und  heller  als  bei  den  ^(^.  Der  Hlb  ist  bei  beiden  Ge- 
schlechtern fast  ganz  ähnlich  gezeichnet  und  gefärbt ;  oben  schwärzlich  mit  gelbem  Hrd  der  Segmente  und  mit 
zwei  gerundeten  hellen  Flecken  auf  jedem  Segmente,  unten  fast  emfarbig  gelblich.  Nur  bei  den  letzten  Arten 
ist  der  Hlb  wie  bei  vielen  Acraeen  oben  beim  ^  heller  als  beim  9- 

Die  Arten  sind  mit  einander  nahe  verwandt  und  bilden  nur  zwei  natürliche  Gruppen. 

Erste   Gruppe. 

Bei  den  Arten  diesei-  GrujJiJe  hal)on  die  Vflgl  unten  am  Vrd  im  Felde  12  dicht  an  der  Wui'zel  zwei  viereckige  schwarze 
Flecke,  welche  nur  durch  die  Grundfarbe  fjetrennt  smd.  Der  eine  dieser  Flecke  liegt  ganz  an  der  Witrzel.  Die  Vflgl  haben 
gewöhnlich  oben  nur  eine  helle  (^uerbindo,  welche  vom  Vrd  bis  zum  Hrd  geht  oder  nur  am  Hrd  angedeutet  ist;  selten  ist  diese 
Querbinde  gegen  den  Saum  gerichtet  und  von  dem  klemen  und  undeutlich  begrenzten  Hrdfleck  breit  getrennt.  Wenn  ein  be- 
sonderer flrdfleck  vorkommt,  ist  er  also  in  dieser  Gruppe  vmscharf  begrenzt  und  überragt  nicht  die  Rippe  2. 

P.  vestalis  zeichnet  sich  von  allen  übrigen  Arten  dadurch  aus,  daß  die  sonst  so  grell  hervortretende 
Querbinde  der  Vflgl-Oberseite  völlig  fehlt  oder  nur  m  ihrem  hmteren  Teil  (üi  den  Feldern  1  a — 2)  deutlich 
und  hell  graugelb  ist ;  das  Feld  1  a  ist  fast  immer  bis  über  die  Mitte  hinaus  gelblich ;  die  Hflgl  smd  oben  wenig- 
stens bis  zur  Mitte  hell  braungelb,  unten  aber  nur  an  der  Wurzel  bis  zur  Zellenspitze  gelbbraun.   Bei  der  Haupt- 

vestalis.  form  vestalJS  Fldr.  (58  e)  sind  die  Vflgl  oben  außer  einem  gelben  Streifen  am  Hrd  und  der  mehr  oder  weniger 
deutlichen  Querbmde  bis  zur  Wurzel  einfarbig  schwärzlich  und  die  Hflgl  haben  oben  eine  7 — 9  mm  breite, 
nach  imien  scharf  begrenzte  schwarze  Saumbmde  und  unten  eine  gewöhnlich  recht  deutliche  Aveißliche  Quer- 

stavelia.  bhide  hmter  dem  Wurzelteil.  Sierra  Leone  bis  Niger. — Bei  stavelia  iS'«//.  {59a)  ist  der  Wurzelteil  der  Vflgl  oben 
mehr  oder  weniger  ausgedehnt  hellgelb  überzogen  und  das  gelbe  Wurzelfeld  der  Hflgl-Oberseite  ist  nach  außen 
unscharf  begrenzt  und  sendet  gelbliche  Strahlen  fast  bis  zum  Saume  hinaus;  auf  der  Unterseite  der  Hflgl 
fehlt  die  weißliche  Mittelbinde  oder  ist  undeutlich.    Kamerun  bis  Congo-Gebiet. 

Die  nächst  folgenden  drei  Ai'ten  .sind  nahe  verwandt  und  dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  helle  Querbinde  der  Vflgl  die 
Spitze  der  ^Nlittelzelle  berührt  oder  zum  Teil  bedeckt  und  die  Wurzel  des  Feldes  3  wenigstens  beim  tj  vollständig  ausfüllt. 
Die  Querbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  beim  cj  schmal,  4 — 7  mm  breit,  fast  gerade,  gegen  den  Hrd  mehr  oder  weniger  senkrecht 
gestellt  und  braungelb  bis  rotgelb  gefärbt,  beim  $  stets  weiß,  breiter  mul  mehr  schief  gestellt.  Bei  den  §?  haben  die  Hflgl 
eine  weiße  Mittelbinde  oder  sind  wenigstens  in  der  Mitte  etwas  aufgehellt:  die  ?$  sind  bedeutend  größer  als  die  (J^. 

macaria.  P.  macafiai^.  (57' f).  Die  Flecke  in  den  Feldern  1  b  und  2  der  Querbinde  der  Vflgl  sind  auf  der  Außen- 

seite tief  emgeschnitten  oder  bisweilen  ganz  gespalten ;  die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur  Zellenspitze  dunkel- 
braun bis  s(-hwärzlich,  dann  mit  einer  deutlichen  h"llgelblichen  (rj)  oder  weißen  (9)  Mittelbinde.  Beim  ^  smd 
die  Vflgl  oben  im  Wurzelteil  bis  zur  Querbinde  fast  schwarz;  die  etwa  7  mm  breite  dunkelgelbe  Querbinde  ist 
darum  wurzelwärts  scharf  begrenzt;  sie  bildet  in  der  Spitze  der  Zelle  einen  unregelmäßigen  Fleck,  welcher 
gewöhnlich  einen  gerundeten  Fleck  der  Grundfarbe  einschließt.  Beim  9  füllt  die  weiße  Querbinde  der  Vflgl 
die  Wurzel  des  Feldes  3  vollständig  aus  und  bildet  bisweilen  auch  1 — 2  Flecke  m  der  Zelle;  vom  9  der  folgen- 


Ausgegaen  12.  II.  1913.  PLANEMA.     Von  Dr.  C.  Aurivillitts.  241 

den  Art  ist  sie  am  besten  dadurch  zu  unterscheiden,  daß  die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  sehr  deutUch  und  gegen 
das  dunkle  Wurzelfeld  sehr  scharf  und  geradlinig  begrenzt  ist.    Sierra  Leone. 

P.  macarioides  weicht  in  beiden  Geschlechtern  von  macaria  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  oben  bis  über 
die  Mtte  hinaus  schmutzig  gelbbraun  sind  ohne  deutliche  Grenze  zwischen  dem  etwas  dunkleren  Wurzelteil 
und  der  Mittelbmde.  Die  Querbinde  der  Vflgl  ist  beim  ^  etwas  heller  und  schmaler  als  beim  ^  von  macaria. 
—  macarioides  Auriv.  (=  rabuma  Suff.)  (57f,  58 e  und  58  f,  als  umhra  $)  ist  größer  und  hat  beim  ^  den  Wurzel- wacorioides. 
teil  der  Vflgl  wenigstens  in  der  Mittelzelle  schwärzlich ;  der  dunkle  Saumteil  der  Hflgl-Oberseite  ist  breiter  und 
deutUcher  begrenzt.  Kamerun.  —  hewitsotli  Auriv.  ist  kleiner  und  weicht  im  männlichen  Geschlecht  dadurch  hewüsoni. 
ab,  daß  die  Wurzel  der  Vflgl  oben  bis  zur  Querbinde  hell  kastanienbraun  ist;  die  Querbinde  grenzt  entweder 
unmittelbar  an  die  braune  Farbe  oder  wird  durch  schwärzliche  Flecke  davon  getrennt;  die  Weibchen  dieser 
Form  sind  mir  unbekannt.    Aschanti. 

P.  alcinoe  weicht  von  den  beiden  vorhergehenden  Arten  dadurch  ab,  daß  die  Flecke  1  b  und  2  der  Quer- 
binde der  Vflgl  auf  der  Außenseite  abgerundet  oder  quer  abgeschnitten  sind,  selten  haben  sie  beim  $  eine 
enge  strichförmige  Spalte ;  die  Querbinde  der  Vflgl  bedeckt  die  äußerste  Spitze  der  Hinterecke  der  Zelle  und  auch 
beim  $  gewöhnlich  die  Wurzel  des  Feldes  3 ;  beim  ^  sind  die  Felder  1  a  und  1  b  der  Vflgl  oben  im  Wurzel- 
teil braungelb  und  diese  Farbe  geht  ohne  Grenze  m  die  Querbinde  über ;  beim  $  ist  die  Mittelbinde  der  Hflgl 
weiß  und  scharf  begrenzt,  aicinoe  J^Z^r.  (57  f)  (=  godmanni  Btlr.).  Die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl- aZciwoe. 
Oberseite  ist  schmäler,  etwa  6  mm  breit  und  nach  innen  weniger  scharf  begrenzt;  beim  ^  ist  die  Mittelzelle 
der  Vflgl  ganz  oder  zum  größten  Teil  gelbbraun.  Sierra  Leone  bis  Goldküste.  —  camerunica  Auriv.  (=  salvini  camerunica. 
Btlr.)  (58  e,  f.)  hat  in  beiden  Geschlechtern  eine  breitere,  9 — 11  mm  breite,  und  nach  innen  schärfer  begrenzte, 
dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite;  beim  (J  ist  die  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  ganz  oder  zum  großen  Teil 
schwarz.  —  Rp  einfarbig  dunkelrot  mit  schwarzen  Dornen  und  schwarzem  Kopfe.  Pp  hell  gefärbt  mit  schwarzen 
Zeichnungen  und  oben  auf  Ghed  2 — 5  des  Hlbs  mit  je  einem  Paar  sehr  langer,  schlanker,  schwarzer  an  der 
Wurzel  gelbroter  und  an  der  Spitze  hakenförmig  umgebogener  Dornen;  diejenigen  des  zweiten  Gliedes  sind 
länger  als  die  übrigen  und  vorwärts  gerichtet,  die  des  fünften  Gliedes  sind  die  kürzesten;  der  Kopf  mit  zwei  aus- 
einandergehenden Hörner.  Sjöstedt  erzog  m  Kamerun  diese  Form  m  Anzahl  und  dadurch  ist  die  Zusammen- 
gehörigkeit der  Geschlechter  wenigstens  hier  sicher  festgestellt  worden;  die  Stücke  zeigen  unter  sich  nur  ganz 
unbedeutende  Abweichungen.    Niger  bis  zum  südlichen  Congo-Gebiet. 

P.  umhra  Drury  (58  i  als  (J  bezeichnet  aber  sicher  ein?)  ist  eine  noch  nicht  ganz  genau  bekannte  Art,  welche  umbra. 
sich  den  vorigen  eng  anschheßt.  Sie  wurde  von  Drury  nach  einem  $  aus  Sierra  Leone  beschrieben,  bei  dem  der  Wur- 
zelteil der  Vflgl  dunkel  gelbbrami  ist  und  die  Querbinde  völlig  fehlt ;  auch  die  Hflgl  sind  im  Wurzelteil  bis  über  die 
Mitte  hinaus  dunkel  braungelb  mit  den  gewölmlichen  schwarzen  Punkten  an  der  Wurzel.  Das  hier  als  ,,(?"  abge- 
bildete $  stimmt  also  recht  genau  mit  Drurys  Figur  und  Beschreibiuig  überein.  Eüae  andere  Weibchenform  fas-  fasdata.' 
ciata  n.  ab.,  welche  in  Kamerun  vorkommt,  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Wurzel  beider  Flgl  noch  dunkler  rauchig 
braun  ist  und  daß  die  Vflgl  eine  weiße,  aber  sehr  schmale  und  fast  in  Flecke  aufgelöste  Querbinde  haben;  diese 
Querbinde  tritt  oben  nur  u:  den  Feldern  2 — 6  auf,  ist  nur  etwa  2  mm  breit,  bildet  in  2  und  3  je  zwei  freie  oder  fast 
freie  dreieckige  Flecke  und  liegt  weit  hinter  der  Zellenspitze,  so  daß  die  Wurzel  der  Felder  3 — 6  breit  schwarz  ist ; 
hierdurch  weicht  dieses  $  also  völhg  von  denen  der  vorigen  Ai'ten  ab.  Ein  Stück  dieser  Form  wurde  von  Professor 
Sjöstedt  aus  der  Pp  gezogen;  die  Rp  war  ganz  hellrot,  etwas  in  Violett  ziehend,  mit  schwarzen  Dornen ;  die  Pp 
ist  weißlich  mit  schwarzen  Zeichnungen  imd  auf  dem  Rücken  des  Hlbs  (an  Glied  3 — 5)  mit  drei  Paaren  langer, 
dicker,  an  der  Spitze  hakenförmig  gebogener  Dornen  bewaffnet ;  dieselben  sind  an  der  Wurzel  gelbrot  und  die 
beiden  letzten  sind  länger  als  die  übrigen;  der  Kopf  trägt  zwei  lange  auseinandergehende,  an  der  Außenseite  mit 
einem  kleinen  Zahn  bewaffnete  Hörner.  —  Als  (J  von  umbra  wird  gewöhnlich  eme  Form  betrachtet,  welche  der  P. 
alcinoe  sehr  ähnlich  ist,  aber  durch  bedeutendere  Größe,  schmälere  oder  vxudeutliche  Querbinde  der  Vflgl  und 
schmälere  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  abweicht;  da  die  Querbinde  der  Vflgl  die  Spitze  der  Mittel- 
zelle berührt,  die  Wurzel  des  Feldes  3  ausfüllt  und  ungeteilte  Flecke  der  Felder  1  b  und  2  hat,  scheint  es  un- 
wahrscheinlich, daß  dieses  ^  zu  einem  $,  welches  m  allen  diesen  Kennzeichen  abweicht,  gehört. 

Alle  folgenden  Arten  haben  eine  Querbinde  der  Vflgl,  welche  hinter  der  Spitze  der  Zelle  liegt  und  bei  beiden 
Geschlechtern  die  Wm-zel  des  Feldes  3  frei  läßt.  Selten  berührt  die  Querbinde  die  Zelle  und  füllt  die  Wurzel  des  Feldes  3  ganz 
oder  fast  ganz  aus ;  in  diesem  Falle  aber  ist  die  Binde  sehr  breit  und  erreicht  den  Saum  oder  den  Hinterwinkel,  was  niemals  bei 
den  früher  erwähnten  Arten  vorkommt. 

a.  Der  Wiu'zelteil  der  Hflgl-Unterseite  rot  bis  rotbraim  oder  schwarzbravm,  viel  dunkler  als  die  helle  Mittelbinde  imd  von 
dieser  scharf  und  fast  geradlinig  begrenzt.   Die  Diskalpunkte  stehen  am  Außenrd  des  Wurzelteiles. 

P.  montana  Btlr.  (58  d)  (J:  Vflgl  oben  schwärzlich  mit  einer  schmalen,  nur  etwa  5 — 6  mm  breiten,  montana. 
orangegelben  Querbinde,  welche  auf  der  Innenseite  besonders  im  Felde  3  eingeschnitten  ist,  die  Rippe  2  erreicht 
und  von  einem  gewölmlich  freien  Fleck  des  Feldes  1  b  begleitet  wird ;  die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  schmal 
schwarzbraun,  dann  mit  breiter  orangegelber  Mittelbinde  und  scharf  begrenzter  etwa  6  mm  breiter  schwärz- 
licher Saumbinde ;  die  Unterseite  weicht  nur  durch  etwas  blassere  Grundfarbe  und  rotbraunem  scharf  begrenztem 
Wurzelteil  der  Hflgl  ab.   Das  $  ist  größer  mit  weißer,  8 — 10  mm  breiter  Querbinde  der  Vflgl,  welche  wie  beim 

XIII  31 


242 


PLANEMA.     Von  Dr.  C.  AtrRiVTLLnjs. 


(J  auf  der  Innenseite  sowohl  in  Feld  3  als  auch  an  der  Rippe  2  tief  eingeschnitten  ist,  und  mit  14 — 15  mm  breiter 
weißer  ^littelbinde  der  Hflgl;  die  Saumbinde  der  Hflgl  ist  wie  beim  cJ  scharf  begrenzt  und  hat  dicke  schwarze 
meruana.  Striche  auf  den  Zwischcnaderfalten.    Nyassa-Land  bis  Britisch  Ost -Afrika.  —  ab.  $  meruana  RogenJi.  Quer- 
nicega,  bmde  der  Hflgl  rauchig  gelblich  gefärbt.    Meru-Berg.  —  ab.  nicega  Snff.  weicht  dadurch  ab,  daß  die   Quer- 
binde der  Vflgl,  beim  ^  nur  2,5 — 3  mm  breit  ist  und  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl  beim  $  hellgelb  statt  weiß  ist. 
Nyassa-Land. 
aganice.  p.  agatlice  Heie.  (58  d)  steht  der  vorigen  Art  sehr  nahe,  hat  aber  eine  schmälere  Querbinde  der  Vflgl 

und  besonders  eine  viel  schmälere  I\Iittelbinde  der  Hflgl;  dieselben  sind  beim  ^J  weißgelb  oder  weiß,  beim  $ 
weiß ;  die  Querbinde  der  Vflgl  ist  beim  ^  oft  fast  in  Flecke  aufgelöst  und  der  Fleck  im  Felde  1  b  sehr  klein 
oder  fehlend;  die  Grundfarbe  ist  bei  reinen  Stücken  fast  schwarz  und  die  scharf  begrenzte  Saumbinde  der  Hflgl 
ist  bei  beiden  Geschlechtern  9 — 11  mm  breit;  die  Wurzel  der  Hflgl  ist  oben  fast  schwarz,  unten  dunkelbraun; 
die  Geschlechter  weichen  also  nur  wenig  von  einander  ab.  —  Rp  m  eißlich-grün  mit  langen  gelblichen  Domen, 
gelbbraunem  Kopfe,  und  blauen  Punkten  auf  dem  Rücken  und  an  den  Seiten.  Pp  weißgrüii  mit  vier  Paaren 
langer  hellroter  Rückendornen  wie  bei  camerunica  und  auseinandergehenden  Hörnchen  am  Kopfe.  Diese  Art  ist  die 
einzige  in  Süd-Afrika  einheimische  Planema  und  ist  vom  Kaffernlande  bis  Zambesi  verbreitet;  in  Ost -Afrika 
wird  sie  von  P.  montana,  welche  AvahrschcLnlich  nur  eine  Rasse  derselben  ist,  vertreten. 

scaliviHaia.  P.  scalivittata  Btlr.  (58  d)  ist  der  aganice  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  schmale 

weiße  QuerbLnde  der  Vflgl  aus  zwei  breit  getrennten  Teilen  besteht ;  der  eine  Teil  liegt  an  der  Mitte  des  Vrds  und 
besteht  aus  5  kleinen  Flecken  der  Felder  4 — 6,  10  und  11;  der  andere  Teil  besteht  nur  aus  zwei  Flecken  der 
Felder  2  und  3,  welche  senkrecht  gegen  den  Hrd  stehen  und  nur  2 — 4  mm  vom  Saume  entfernt  sind;  die  bei- 
den Abteilungen  der  Querbinde  sind  also  an  der  Rippe  4  etwa  3  mm  von  einander  entfernt.  Nyassa-Land. 

Uopoldina.  P.  leopoldlna  Axiriv.  (59  c)stimmt  mit  den  drei  letztgenannten  Arten  darin  überein,  daß  die  Querbinde  der 

Vflgl  beim  q  de"  Hrf^  nicht  erreicht,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  dieselbe  6 — 7  mm  breit  und  ganz  zusammen- 
hängend ist  und  an  den  Rippen  2  und  3  den  Saum  fast  erreicht ;  die  Querbinde  ist  hell  orangegelb  und  die  Flecke 
der  Felder  2  und  3  sind  breit  kegelförmig  nach  außen  etwas  ausgerandet  und  wurzelwärts  abgerundet ;  die  Grund- 
farbe der  Ober.seite  ist  schwärzlich  und  die  Hflgl  haben  eine  in  der  Mitte  etwa  10  mm  breite  nach  innen  gerad- 
linig nach  außen  etwas  bauchig  abgerundete  Mittelbmde,  welche  oben  weißgelb  unten  aber  weißlich  ist;  die 
dunkle  Saumbinde  ist  etwa  7  mm  breit  und  scharf  begrenzt.  Das  ?  ist  mir  nicht  bekannt.  Congo-Gebiet 
bei  Leopold ville. 

macroslicha.  P.  macfosticha  Baker  ist  mir  unbekannt,  soll  aber  nach  gütiger  Mitteilung  Dr.  Jordaxs  der  P.  leo- 

poldlna ähnlich  sem.  Die  Originalbeschreibung  lautet:  (J:  Beide  Flgl  schwarzbraun,  gelblich  rehbraun;  Vflgl 
mit  dem  Wurzelteil  bis  zur  Zellenspitze  schwarz  und  mit  einem  schwarzen  Fleck  im  Winkel  zw  ischen  den  Rippen 
3  und  4;  eine  breite  gelblich  rchfarbige  Querbinde  vom  Vrd  bis  zum  Saume  an  der  Rippe  3  und  dann  bis  zur 
Rippe  1 ;  Flglspitze  bis  hinter  der  Rippe  3  schwarzbraun.  Hflgl  an  der  Wurzel,  aber  nicht  bis  zur  Spitze  der  Zelle 
rußbraun ;  eine  breite  hell  gelblich  braune  Mittelbinde,  welche  den  Anah\inkel  erreicht  und  von  den  schwarzen 
Rippen  und  Strichen  an  den  Falten  durchgesetzt  wii-d;  Saumbinde  breit  schwarzbraun  an  der  Flglspitze,  all- 
mählich schmäler  gegen  den  Analwinkel.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  rötlich  mit  2 — 3  Wurzelpunkten,  4  Punkten 
in  einer  Qucrlinie  in  der  Mitte  und  außerhalb  dieser  einer  unregelmäßig  gebogenen  Reihe  von  8  Punkten,  von 
denen  die  in  5  und  6  mehr  saumwärts  stehen ;  die  Mittelbinde  ist  weißlich  und  nicht  halb  so  breit  wie  die  gelbe 
Mittelbinde  der  Oberseite;  der  Saumteil  sehr  breit  braungrau.    Flglspannung  80  mm.    Congo-Gebiet:  Makala. 

P.  quadricolor  ist  leicht  daran  kenntlich,  daß  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  oben  lebhaft  kastanienbraun 
und  durch  cme  unregelmäßig  gebrochene  Linie  der  schwarzen  Grundfarbe  von  der  lebhaft  orangegelben  Quer- 
binde getrennt  ist.     Die  Querbinde  erreicht  den  Hrd  oder  wenigstens  die  Rippe  1  und  an  der  Rippe  2  fast  den 
Saum.   Die  Hflgl  haben  eine  scharf  begrenzte,  schmale  (4 — 6  mm  breite)  weiße  oder  hellgelbe  Mittelbinde.   Die 
q%mdric»lor.  Spitze  der  Vflgl  und  die  8 — 10  mm  breite  Saumbinde  der  Hflgl  sind  fast  rein  schwarz.  —  quadricolor  Rogenh. 
(58  c).   Die  orangegelbe  Querbinde  der  Vflgl  ist  m  Feld  3  etwa  4  mm  breit  und  läßt  einen  bedeutenden  Teil  der 
leptü.  Wurzel  des  Feldes  3  frei.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtem  weiß.  Deutsch  Ost-Afrika.  —  leptis 
Jord.  (59d).  Die  Querbmde  der  Vflgl  im  Felde  3  nur  2mm  breit,  nach  hinten  undeutlich  oder  in  Flecke  aufgelöst ; 
laiifasciata.  Mittelbinde  der  Hflgl  weiß.    Brit.  Ost-Afrika:  Nairobi.  —  latifasciata  E.  SJiarpe  (58  d).    Die   Querbinde  der 
Vflgl  ist  in  Feld  3   6 — 8  min  breit  und  läßt  nur  einen  sehr  kleinen  Teil  der  Wurzel  des  Feldes  3  frei ;  die  mnerc 
schwarze  Begrenzung  der  Querbinde  ist  sehr  schmal  und  die  Mittelbindc  der  Hflgl-Oberseite  ist  beim  ^  hell- 
itumbana.  gelb,  beim  $  weiß.    Ruwenzori  und  Uganda  bis  Elgon  Berg.  —  itumbana  Jord.    Die    Querbinde  der  Vflgl 
ist  noch  breiter  als  bei  latifasciata;  beim  ^  etwa  9  mm  breit;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  weiß.    Deutsch  Ost- 
Afrika:  Itumba. 

adrasta.  P.  adrasta  Weym.  (=  haydni  Suff.)  (57  f).  Die  Flgl  sind  oben  schwärzhch  und  haben  cme  etwa  10  mm 

breite  Querbinde  der  Vflgl,  welche  beim  ^  hell  ockergelb,  beim  9  weiß  ist  und  auf  der  Innenseite  vom  Vrd 
bis  zur  Rippe  2  fast  gerade  abgeschnitten  ist  und  bisweilen  an  der  Rippe  2  endet ;  dieselbe  ist  auf  der  Außen- 
seite in  den  Feldern  2  und  3  eingeschnitten  und  erreicht  an  den  Rippen  2  und  3  den  Saum.   Die  Hflgl  haben 


PLAXEiU.    Von  Dr.  C.  Atjbivilijus.  243 

eine  scharf  begrenzte,  sehr  breite  ( 12 — 13  mm)  Mittelbinde,  welche  nach  innen  den  Anfang  der  Rippe  2  und  5 
erreicht  und  beim  ^  oben  hellgelb,  unten  weiß,  beim  5  auf  beiden  Seiten  weiß  ißt;  die  dunkle  Saumbinde  ist 
etwa  6  mm  breit  und  scharf  begrenzt :  die  dunklen  Striche  der  Falten  treten  nur  wenig  in  die  Binde  hinein. 
Die  Art  ist  etwas  kleiner  als  die  folgenden  und  besonders  durch  die  breit  abgerundeten  Vflgl  und  den  kleinen, 
oben  schwarzbraunen,  unten  rotbraunen  bis  rötlichen  Wurzelteil  der  Hflgl  ausgezeichnet.  Deutsch  Ost -Afrika: 
Daressalaam  bis  Usambara.  —  pancalis  Jord.  hat  die  Querbinde  der  Vflgl  und  die  3Iittelbinde  der  Hflgl  noch  panoa/is. 
breiter  und  diese  ist  bis  zum  Hrd  zusammenhängend.    Tanganjika. 

P.  formosa  Btlr.  (59  b)  ist  eine  wenig  bekannte,  der  folgenden  sehr  ähnliche  Art ;  sie  weicht  von  dieser  fomwsa. 
dadurch  ab,  daß  die  Querbinde  der  Vflgl  gegen  den  Vrd  verschmälert  ist  und  eine  an  der  Eippe  4  winkehg 
gebrochene  Außenseite  hat  und  daß  die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  schmäler  ist ;  die  Querbinde  der  Vflgl  beim 
(J  orangegelb,  beim  £  weiß.    Kamerun  bis  Congo. 

P.  poggei  Dew.  (58  d).    Die  Geschlechter  sind  ähnlich  gefärbt  und  gezeichnet;  die  Grundfarbe  der  vggei. 
Oberseite  Lst  fast  schwarz,  die  Querbinde  der  Vflgl  ist  hell  or?    .  10 — 1.5  mm  breit,  auf  der  Außenseite 

mehr  oder  weniger  bauchig  gebogen  und  wTurzelwärts  schief  aL_.  „—tten  so,  daß  die  innere  Grenzlinie  fast 
senkrecht  gegen  den  Vrd  steht:  ihr  Fleck  im  Felde  2  ist  schief  abgeschnitten  und  erreicht  fast  die  Wurzel 
der  Rippe  3;  in  der  Wurzel  des  Feldes  3  ein  kleiner  abgerundeter  schwc  -  ,^  erreicht 

den  Hrd  und  in  den  Feldern  la — 2  gewöhnlich  auch  den  Saum ;  die  Mittelbin li  begrenzt 

und  8 — 10  mm  breit ;  die  scharf  hervortretende  schwarze  Saumbinde  ist  demnach  6 — 10  mm  breit ;  das  Wurzel- 
feld der  Elflgl-Unterseite  ist  tief  rotbraun.  Angola  bis  Kiwu-See.  —  nekoni  Sm  "  ' adxireh  ab,  daß  die  nelsoni. 
Querbinde  der  Vflgl  nach  hinten    (in   den  Feldern  la  und  Ib)  verschmälert  a               _        -3i2r  eingeschnitten 
ist.   Congo-Gebiet  bis  Uganda. 

P.  macarista  iT.  iSÄarpe.  (59b,d).  Dasoistdemo  vonpo^yeiähnhc-h,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Quer-  nwoarisio. 
binde  der  Vilgi  fast  gleich  breit,  schmäler  und  mehr  senkrf   '  i  den  Ird  gei '  '  ' :  dazu  kommt,  daß  sie 

den  Saum  nicht  erreicht,  die  schwarze  Grundfarbe  der  Fl^.  -tzt  sich  da:  zum  Hinterwinkel  fort: 

die  weiße  IMittelbinde  der  Hflgl  ist  breiter  als  beim  poggei- £  und  die  dunkle  Saum  binde  dem  entsprechend  schmä- 
ler.   Beim  x  ist  die   Querbinde  der  Vflgl  weiß  und  endet  an  der  Rippe  2;  ihre  Flecke  der  Felder  2  und  3 
sind  wurzelwärts  schief  und  fast  gerade  abgeschnitten.    Kamerun  bis  Congo-Gebiet  und  Uganda.  —  ab.  pla-  plagioeda. 
gioscia  Baker  weicht  nur  dadiu-ch  ab,  daß  die  Querbinde  der  Vflgl  nach  außen  tiefer  eingeschnitten  ist.  Congo: 
Beni-Mawambe. — ab.  ^  latef  asciata  5m//.  (59  c)  hat  eine  etwas  breitere  Querbinde  der  Vflgl,  welche  die  Wurzel  Icdejaaeiala. 
des  Feldes  3  vöUig  ausfüllt.    Kamerun.  —  ab.    ^    moforsa  Suff,  hat  eine  braungelbe  3Iittelbinde  der  Hflgl-  moform. 
Oberseite,  welche  nur  am  Ird  im  Felde  la  weiß  ist.     Congo-Gebiet:  Mukenge.  —  ab.  S  vendita  Grünb.   Die  tetxdUa 
Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  schmäler,  im  Felde  2  nur  5  mm  br^it  und  am  Vrd  bis  zur  Rippe  5  gelb.    Sesse- 
lnsein. 

P.  obliqua  ep.  nor.  q.  Flgl  oben  schwärzlich:  Vflgl  mit  einer  hell  orangegelben  Querbinde,  welche  oUiqua. 
etwas  außerhalb  der  Mitte  des  Vrdß  anfängt,  überall  etwa  7  mm  breit  ist  und  am  Hinterwinkel  den  Hrd  er- 
reicht ;  sie  Lst  in  den  Feldern  4 — 6  auf  der  Innenseite  abgerundet  und  berührt  die  äußerste  hintere  Spitze  der  Zelle, 
isst  dann  in  den  Feldern  3  und  2  wurzelwärts  schief  und  fast  ganz  geradliriig  abgeschnitten  und  erreicht  dadurch 
die  Rippe  2  außerhalb  ihrer  Mitte,  mehr  als  die  Wiirz^lhälfte  des  Feldes  2  ist  darum  schwarz  und  das  Feld 
3  hat  einen  großen  dreieckigen  schwarzen  Fleck  an  der  Wurzel;  der  orangegelbe  Fleck  des  Feldes  2  erreicht 
den  Saum  und  ist  etwa  8  mm  lang,  in  la  und  Ib  tritt  die  Binde  mehr  als  in  2  wurzelwärts  hervor;  die 
Hflgl  haben  auf  beiden  Seiten  eine  weiße,  nach  innen  scharf  und  geradlinig,  nach  außen  weniger  scharf  begrenzte 
-Mittelbinde,  welche  am  Vrd  etwa  4  mm  und  am  Ird  6  mm  breit  ist;  Wurzelfeld  oben  schwarz  umten  lebhaft 
rotbraun.  2  mir  unbekannt.  Die  Art  ist  mit  poggei,  formosa  und  tnacarista  nahe  verwandt,  wenn  aber  die 
Form  der  Querbinde  der  Vflgl  bei  diesen  Arten,  wie  allgemein  angenommen  wird,  '  "ist,  muß  das  oben 

beschriebene  5  eine  selbständige  Art  sein,  welche  sofort  durch  die  Lage  und  Form  .       binde  der  Vflgl  in 

den  Feldern  2  und  3  zu  erkeimen  ist.    Fongo  Ttmga. 

P.  entalis  Jord.  wurde  nach  einem  einzigen  ^  beschrieben  und  soll  kleiner  als  poggei  und  pseudeuryta  eräalis. 
sein.    Saum  der  Vflgl  mehr  ausgerandet:  die  Querbinde  fa«t  wie  bei  /        '  -  der  Rippe  4  mehr  saum- 

wärt s  ausgezogen  und  auf  der  Außenseite  mit  drei  scharfen  Einschni:  .  den  Pvippen  1  und  4  wie 

bei  pseudeuryta :  die  Querbinde  ebenso  breit  am  Hrd  wie  am  Vrd  und  auf  der  Innenseite  ähnhch  wie  bei  poggei 
gebogen.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  schmutzig  weiß,  bräunlich,  ni  -  r  'ich  angeflogen,  nach  außen 
ganz  aUmählich  in  die  schwarze  Saumbinde  übergehend;  Wurzelfeld  der  -  ^  ..erseite  wie  bei  poggei  und 
die  Mittelbinde  dort  weiß.    Angola. 

F.  pseudeurjta  Godtn.  u.  Salv.  (=  dewitzi  Stgr.);  (58  c).   Diese  Art  ist  Gegenstand  einer  bedauerlichen  pseudeu- 
Verwechslung  gewesen.    Bei  Beschreibtmg  ihrer  Art  sagen  Godmax  und  Salve»  ausdrücklich,  daß  das  Exem-  "T^- 
plar  von  Dr.  SiArDESGEB  als  pseudeuryta  n.  sp.  bezeichnet  wurde.  In  „Iris"  (Band  9,  p.  210)  schreibt  aber  SiAr- 
orsGEB,  daß  er  die  Acraea  excisa  Buil.  in  ziemlicher  Anzahl  vom  Kamerun-  und  Gabun-Gebiet  erhielt  und 
früher  als  Acr.  pseudeuryta  in  Htt.  versandte.  Daher  kommt  'r-  a-  ■"■•  ich  in  meiner  Arbeit  „Rhopalocera  Aethiopi- 


•2U  PLANE>L\.     Von  Dr.  C.  AuBivnxnjs. 

c&"  P.excisa  nrxA'pseudeurytaaXs  dieselbe  Art  betrachtete.  Jetzt  hat  aber  Dr.  Jordan,  der  wohl  die  Type  von 
pseudeuryta  untersucht  hat,  nachgewiesen,  daß  pseudeuri/ta  Godm.  u.  Salv.  mit  deiritzi  Stffr.,  und  nicht  mit 
excisa  identL^ch  ist.  ST.\n)rs'GER  muß  demnach  früher  deintzi  und  excisa  mit  einander  verwechselt  haben. 
Die  ^^  sind  auch  tatsächlich  oben  einander  sehr  ähnlich,  wie  ein  Blick  auf  die  Figuren  (58  c)  sofort  zeigt. 
unterscheiden  sich  aber  sehr  leicht  dadurch,  daß  der  Wurzelteil  der  Hflgl  bei  pseudeuryta  unten  dunkelbraun 
und  nach  außen  von  einer  weißlichen  Mittelbinde  begrenzt  ist,  während  bei  excisa  die  ganze  Unterseite  fast 
dieselbe  eintönig  hell  braungelbe  Grundfarbe  hat  und  die  ilittelbinde  entbehrt.  —  o^  ^"Agl  oben  schwarz- 
braun mit  fast  gleichbreiter  orangegelber  Querbinde,  welche  den  Hrd,  kaum  aber  den  Saum  erreicht  und  auf 
der  Innenseite  in  den  Feldern  Ib  und  3  durch  die  dunkle  Grundfarbe  ausgerandet  wird;  die  Flecke  der  Felder 
Ib — 3  sind  saumwärts  dreieckig  eingeschnitten.  Die  Hflgl  sind  oben  braungelb  mit  schmaler,  3 — i  mm 
breiter,  unscharf  begrenzter  schwärzlicher  Saumbinde  und  mehr  oder  weniger  verdimkeltem  Wurzelfeld;  die 
Unterseite  der  Hflgl  hat  ein  dunkelbraunes  Wurzelfeld  und  eine  5 — 7  mm  breite,  weißliche  Mittelbinde,  welche 
gegen  den  Vrd  allmählich  schmäler  wird.  Die  Unterseite  der  Vflgl  weicht  nur  durch  die  hellere  imd  mattere 
anjTuZa/a.  Querbinde  von  der  Oberseite  ab.  Das  ?  ist  mir  unbekannt.  Congo-Gebiet  und  Angola.  —  angulata  .S'«//.  (59  b) 
scheint  nach  der  Beschreibung  nur  durch  die  am  Analwinkel  schmälere  Saum  binde  und  die  in  dt  r  Mitte  weißliche 
Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  von  pseudeuryta  abzuweichen  und  gehört  vielleicht  besser  zu  macarista.  Südli- 
ches Congo-Gebiet  bei  Mukenge. 

indentaia.  P.  indentata  Btlr.  (59  e)  ist  der  P.  excisa  ähnlich.   ^  Querbinde  der  Vflgl  schmäler  als  bei  excisa  o  ;  Hllgl 

oben  denen  von  macaria  ähnlich,  aber  heller  mit  breiter,  hell  gelblicher  bis  hellbraimer  Mittelbinde.  $:  Quer- 
binde der  Vflgl  weiß ;  Mittelbinde  der  Hflgl  weiß  oder  schwach  gelblich,  schmäler  als  bei  excisa  v,  auch  unten 
deutlich  imd  ^\-urzelwärts  recht  scharf  begrenzt,  schmäler  als  der  duinkle  Saum.    Kamerun  bis  Angola. 

b.  Die  Hflgl  xmten  nicht  oder  kaum  dunkler  ax\  der  Wurzel  als  in  der  Mitte  und  jedenfalls  ohne  scharf  begrenzt  es  Wurzel- 
feld und  ohne  helle  Mittelbinde.  Durch  dieses  Kennzeichen  und  die  demnach  eintönige  oder  fast  eintönige  braun- 
gelbe bis  weiüliche  Grtmdfarbe  der  Hflgl-Unterseite  können  die  Arten  dieser  Abteilung  sofort  von  denen  der  Abteilune 
a.  unterschieden  werden. 

exdaa.  P.  excisa  5//r.  (58  c)  3.   Die  Unterschiede  zwischen  dieser  Art  und  pseurfeiiry^a  sind  schon  oben  hervor- 

gehoben worden.  Die  orangegelbe  Querbinde  der  Vflgl  ist  fast  gleichbreit,  S — 10  mm  breit  und  überall  vom 
Saume  getreimt ;  sie  ist  am  Hrd  wtu-zelwärts  verlängert  und  gewöhnlich  auch  auf  der  Innenseite  von  gelben 
Schuppen  an  beiden  Seiten  der  Rippe  2  begleitet.  Die  Hflgl  sind  oben  bis  nahe  an  die  Wurzel  braungelb  mit 
freien  schwarzen  Punkten  im  Wurzelteil,  schwarzen  Rippen,  schwarzer  etwa  3  mm  breiter,  scharf  begrenzter 
Saumbinde  und  in  der  Saumhälfte  mit  dicken  schwarzen  Strichen  auf  den  Zwischenaderf alten.  Die  Vtlgl  unten 
wie  oben,  nur  etwas  heller  gefärbt.  Die  Hflgl  unten  bis  zum  Saume  gelbbravm,  an  der  Wurzel  ein  wenig  dunkler 
imd  mehr  rötlieh ;  die  Wurzelpimkte  scharf  hervortretend ;  die  Rippen  und  die  Zwischenaderstriche  schwarz 
wie  oben.  Das  $  ist  bedeutend  größer  und  hat  eine  weiße  im  Felde  Ib  unterbrochene  Querbinde  der  Vtlgl 
und  eine  gelblich  weiße  Grundfarbe  der  Hflgloberseite ;  die  dunkle  Saumbinde  derselben  ist  etwas  breiter  imd 
weniger  scharf  begrenzt ;  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  hell  rauchbraun,  etwas  dunkler  am  Saume  und  ein  wenig 
mehr  gelblich  an  der  Wurzel.   Kameiun  bis  Congo- (Gebiet. 

dongata.  P.  elongata  Btlr.  (58  b,  c)  ist  eine  leicht  kenntliche  Art  mit  fa.st  ähnlich  gezeichneten  Geschlechtem. 

Beim  o  ist  die  Grundfarbe  oben  dunkel  schwarzbraun  mit  einer  nur  etwa  4  mm  breiten,  braungelben  Querbinde, 
welche  den  Hrd  erreicht  und  nur  wenig  gebogen  ist ;  ihre  Flecke  sind  auf  der  Außenseite  ziemlich  tief  gespalten. 
Die  Hflofl  sind  im  Wurzelteil  fast  bis  zur  Mitte  dunkel  schwarzbraun  imd  haben  dann  eine  nach  vom  verschmä- 
lerte  an  der  Rippe  2  etwa  10  mm  breite  rotbraune  Querbinde,  welche  vollständig  durch  die  schwarzen  Rippen 
und  Striche  zwischen  den  Rippen  durchzogen  ist ;  die  schwarze  Saumbinde  ist  scharf  begrenzt,  an  der  Flgl- 
spitze  aber  nur  2  mm  breit  und  nach  hinten  allmählich  verjüngt ;  die  Unterseite  der  Hflgl  i.«t  eintönig  rauchbraun 
und  die  schwarzen  Striche  erreichen  auch  hier  fast  die  Mittelzelle.  Das  ^  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Quer- 
binde der  Vflgl  etwas  breiter  und  viel  heller  ist.   Kamerun  bis  Congo. 

P.  consanguinea  weicht  von  den  vorhergehenden  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  im  Wurzelteil  mehr 

oder  weniger  hell  gefärbt  sind,    daß  die  helle   Querbinde  mehr  schief  liegt,  hinter  der  Rippe  2  verschmälert 

oder  undeutlich  ist  und  durch  eine  dunkle  Querbinde  der  Grundfarbe  vom  hellen  Wurzelteil  getrennt  ist  und 

dadurch,  daß  die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  verdunkelt  sind.  Die  schwarzen  Striche  der  Hflgl  sind  lang  imd 

erreichen  wenigstens  die  Mitte.  Die  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  scharf  begrenzt  und  fast  wie  bei  elongata 

oonsttngui-  gebildet.  —  consanguinea  Auriv.  (58  b).  Die  Vflgl  oben  im  Wurzelteil  bis  zur  Rippe  3  kastanienbraun  mit  oder 

"**'•  ohne  schwarzen  Längsstrich  in  der  Zelle ;  die  Querbinde  und  die  Oberseite  der  Hflgl  gelbbraun ;  die  Unterseite 

der  Hflgl  gelblich  grau  an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger  rotbraun.    Das  $  ist  größer  imd  heller  gefärbt 

intermedia,  und  hat  eine   breitere,   hellgelbe  Querbinde   der  Vflgl.      Niger    bis   Congo.  —  ab.  intermedia   Auriv.  weicht 

sartina.  nur  dadurch  ab,  daß  die  ganze  Mittelzelle  der  Vflgl  schwarz  ist.    Congo-G*biet.  —  sartina  Jord.  scheint  die 

nordwestliche  Rasse  zu  sein.   Bisher  ist  nur  das  $  bekannt ;  es  weicht  vom  v  der  Hauptform  dadurch  ab,  daß 

die   Querbinde  der  Vtlgl  ebenso  dunkel  wie  beim  cj  ist  und  näher  an  der  Wurzel  verläuft;  die  Saumbinde 

der  Htli^l  ist  breiter  und  die  Grundfarbe  heller;  auf  der  Unterseite  ist  die  Wurzel  dunkler  braun  und  die  Grimd- 

aJbieolor.  färbe  heller.   Goldküste.  —  Bei  albicolor  Karsch;  (=  arenaria  E.  Sharpe)  {öle,  58 b)  ist  die  Querbinde  der  Vflgl 


PLANEMA.    Von  Dr.  0.  Aurivilliüs.  246 

weiß  und  die  Partien  der  Oberseite,  welche  bei  der  Hauptform  rotbraun  bis  gelbbraun  sind,  schmutzig  sandgelb 
(cj)  oder  weiß  ($);  die  Hflgl  sind  unten  bis  zur  Wurzel  hellgrau  bis  weiß.   Uganda. 

P.  epiprotea  Btlr.  (58  b)  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  die  Querbmde  der  Vflgl  weit  hinter  der  Zellen-  epiprotea. 
spitze  liegt  und  eher  als  eine  Subapical-  als  eine  Mittelbüide  betrachtet  werden  kann;  sie  ist  gerade,  gegen  den 
Hrd  gerichtet  und  nach  hinten  von  der  Rippe  3  begrenzt,  beim  J  rauchgc4b  und  4  mm  breit,  beim  $  weiß  und 
7  mm  breit;  beim  ,^  ist  der  Wurzelteil  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  3  rauchbraun,  beim  ?  aber  schwarzbraun 
mit  einem  kleinen  weißen  Hrdfleck,  welcher  nur  die  Falte  des  Feldes  1  b  erreicht,  sich  aber  auf  den  Hflgln  als 
eine  undeutliche  Mittelbüide  bis  zur  Rippe  2  oder  3  fortsetzt.  Beim  c?  sind  die  Hflgl  oben  rauchbraun, 
etwas  dunkler  gegen  den  Saum.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  bei  beiden  Greschlechtern  bis  zur  Wurzel  rauchgrau. 
Kiger  bis  Cougo. 

Zweite  Gruppe. 

Die  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrds  in  Feld  12  mit  einem  kloinen,  viereckigen,  weißen,  auf  beiden  Seiten  schwarz 
begrenzten  Fleck  und  oben  nüt  einem  großen  die  Rippe  3,  nicht  aber  die  Wurzel,  erreichenden,  scharf  begrenzten,  hellen  Hrd- 
fleck. Die  Vflgl  außerdem  nüt  einer  schief  gsstellten  Subapicalbinde,  welche  fast  in  der  Mitte  zwischen  dem  Zellende  und  der 
Flglspitze  liegt,  gegen  die  JNIitte  des  Hrds  gerichtet  ist  und  aus  5 — 6  Flecken  der  Felder  3 — 6,  (9)  und  10  besteht.  Durch  die  Zeich- 
nung sind  die  Arten  dieser  Gruppe  von  allen  vorhergehenden  sofort  zu  unterscheiden. 

P.  schubotzi  Grünb.  (J.  Körper  wie  bei  P.  tellus;  Vflgl-Oberseite  schwarz,  Subapicalbinde  in  Feld  5  schuboUi. 
5  mm  breit,  weiß  mit  gelblichem  Anflug;  Hrdfleck  wie  bei  tellus,  lebhaft  ockergelb,  au  der  Rippe  2  11  mm,  am 
Hrd  16,5  mm  breit;  Hflgl  lebhaft  ockergelb,  die  schwarze  Saumbinde  sehr  schmal,  an  der  Spitze  nur  2 — 3  mm 
breit  und  kaum  bis  zur  Rippe  3  reichend;  die  schwarzen  Wurzelf  lecke  der  Unterseite  schwach  durchschei- 
nend, die  schwarzen  Rippen  und  Zwischenstreifen  schmal.  Unterseite  der  Vflgl  schwarz,  Subapicalbinde  weiß, 
Spitze  und  Saum  bis  vor  dem  Hinterwinkel  mit  ockergelben  Schuppen  bestreut ;  Hflgl  unten  mit  ganz  eintöniger 
ockergelber  Grundfarbe  ohne  Saumbinde.  Beim  $  sind  die  Subapicalbinde  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl  auf  bei- 
den Seiten  rein  weiß,  die  Subapicalbinde  ist  in  Feld  5  8  mm  breit  und  der  Hrdfleck  hinten  nicht  erweitert, 
an  der  Rippe  2  mid  am  Hrd  11,5  mm  breit  und  am  Hrd  jederseits  schwach  ockergelb  gesäumt;  die  Hflgl 
wie  beim  (J,  die  Saumbinde  aber  breiter,  an  der  Spitze  3,5  mm  breit  und  bis  zur  Rippe  2  reichend;  auch  die 
Unterseite  fast  ganz  wie  beim  (J.    Im  Innern  des  Congo-Gebietes. 

P.  tellus  Auriv.  (58  a).  Der  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  breit,  nach  hinten  sehr  erweitert,  am  Hrd  etwa  13  mm  iellm. 
breit  und  bedeckt  darum  weit  mehr  als  die  Hälfte  des  Hrds  und  erfüllt  auch  vollständig  den  innersten  Teil  des 
Feldes  2;  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  an  der  Flglspitze  etwa  4  mm  breit,  wird  nach  hin- 
ten allmählich  schmäler,  erreicht  aber  den  Analwinkel;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  auf  der  Außenseite  an  der 
Rippe  4  ohne  scharfen  Absatz.    Bei  der  Hauptform  ist  die  Grimdfarbe  der  Hflgl  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl 
orangegelb  und  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  etwas  heller  gelb    und    in  Feld  5    beim  (J  5,  beim  $  7  mm 
breit;  ??  mit  weißen  Zeichnungen  kommen  selten  vor.    Beim  <^  ist  die  Mittelzelle  der  Vflgl  oft  auf  beiden 
Seiten  mehr  oder  weniger  orangegelb  ausgefüllt.    Kamerun  bis  Congo.  —  ab.  q   lustella  Siiff.  weicht  dadurch  lustella. 
ab,  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  mit  dem  Hrdfleck  vereinigt  ist. — eumelis  Jorrf.  (=  platyxantha  Jord.)  {59a,)  eumelis. 
ist  eine  östliche  Rasse,  bei  der  die  Subapicalbmde  der  Vflgl  etwas  breiter  und  der  Hrdfleck  kleiner  ist;  die 
Saumbinde  der  Hflgl  ist  schmäler  und  die  orangegelben  Teile  heller  als  bei  der  Hauptform.   Toro  und  Uganda. 

P.  epitellus  Stgr.  steht  m  vielen  Beziehmigen  zwischen  tellus  und  epaea,  dürfte  aber  mit  dieser  näher  spUellua. 
verwandt  sein.  Die  braune  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  wie  bei  epaea  gebildet,  indem  der  Fleck  im  Felde  3  näher 
am  Saume  und  fast  ganz  frei  liegt;  der  Hrdfleck  ist  dagegen  noch  etwas  größer  und  breiter  als  bei  tellus;  die 
schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  gleichbreit  und  erreicht  den  Ird ;  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  nicht 
gelbbraun  sondern  schmutzig  braungrau  und  hat  vor  den  Fransen  eine  schmale  weißliche  Saumlinie,  welche 
bei  den  verwandten  Arten  völlig  fehlt.    Deutsch  Ost-Afrika. 

P.  epaea  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  der  Hrdfleck  der  Vflgl  schmal  und  ziemlich  gleichbreit,  am 
Hrd  nicht  oder  kaum  breiter  als  die  Hälfte  des  Hrds  ist  und  die  Wurzel  des  Feldes  2  nicht  ausfüllt,  daß  die 
schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  beim  ^  am  Vorderwmkel  plötzhch  sehr  erweitert,  beim  $  aber 
oft  sehr  breit  ist.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ist  das  Wurzelfeld  lebhafter  rotgelb  als  der  übrige  Teil  des 
Flgls.  —  epaea  Cr.  (58  a)  S-  Grundfarbe  der  Hflgl-Oberseite,  Hrdfleck  und  Subapicalbinde  der  Vflgl  gelb-  epaea. 
braun;  die  Hflgl  unten  im  Saumteil  mehr  oder  weniger  braimgrau  überzogen  und  in  der  Mitte  etwas  aufge- 
hellt; ?:  Subapicalbinde  und  Hrdfleck  der  Vflgl  sowie  eine  7  mm  breite  Mittelbüide  der  Hflgl,  welche  eine 
Fortsetzung  des  Hrdfleckes  der  Vflgl  bildet,  weiß ;  die  ganze  Saumhälfte  der  Hflgl  dagegen  auf  beiden  Seiten 
schwarzgrau  mit  schwarzen  Rippen  und  Strichen.  Senegambien  bis  Angola  und  oberem  Congo.  —  ab.  $ 
lutosa  Suff,  ist  eine  Weibchenform,  welche  dadurch  abweicht,  daß  die  weißen  Zeichnungen  des  typischen  $  lutosa. 
hell  lehmgelb  süid  und  daß  die  dunkle  Saumhälfte  der  Hflgl-Oberseite  in  semem  inneren  Teil  breit  hellbraun 
bis  dunkel  gelbbraun  oder  olivenbraun  ist;  der  rein  schwarze  äußere  Teü  der  Saumhälfte  erhält  hierdurch 
fast  dieselbe  Form  wie  beim  <J.    Kamerun  bis  Congo.  —  insularis  Auriv.  ist  eine  Rasse,  bei  welcher  das  ^  insularia. 


246  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuBiviLLnJs. 

sich  von  der  Hauptform  nur  dadurch  unterscheidet,  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  oben  weißlich  gelb  und 
unten  weiß  ist;  beim  $  ist  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  rein  weiß,  der  Hrdfleck  der  Vflgl  und  die  Hflgl  aber 
ganz  wie  beim  (J  gefärbt  und  gezeichnet;  die  Wurzel  der  Hflgl-Unterscite  ist  hellgelb  statt  rotgelb.  Insel 
melina.  Fernando  Po.  —  melina  Tlmr.  is.,  nur  im  männlichen  Geschlecht  bekannt;  die  hellen  Zeichnungen  der  Oberseite 
sind  matt  ockergelb  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl  hat  eine  andere  Form,  indem  seme  Innenseite  völlig  parallel 
mit  dem  Vrd  des  Flgls  verläuft  und  ausgezogen  die  Flglspitze  schneiden  sollte;  dazu  kommt,  daß  die  Außen- 
seite des  Hrdfleckes  von  zwei  gerade  Linien  begrenzt  ist  und  einen  deutlichen  Winkel  bildet.    Nyassaland. 

kimtana.  —  kivuana  Jo7-d.  (S :  I>ie  Zeichnungen  der  Vflgl  fast  so  groß  wie  bei  der  Hauptform,  aber  die  Subapicalbmde  hell 
rahmfarbig  und  der  Hrdfleck  hell  ledergelb;  die  Hflgl  vor  der  Mitte  mit  einer  schmalen,  gelblich  weißen,  nach 
außen  unscharf  begrenzten  Querbinde;  alle  Zeichimngen  unten  gelblich  weiß.  $:  Alle  Zeichnungen  rein  weiß; 
die  Subapicalbinde  der  Vflgl  schmäler  als  bei  der  Hauptform;  die   Querbinde  der  Hflgl  auch  schmäler  und 

jjaragea.  schärfer  begrenzt.  Insel  Kwidguei  im  Kiwu-See. —  farage&Sm.  (59  c)  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  Zeichnun- 
gen sehr  schmal  und  auch  beim  ^  weiß  sind;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  nur  1 — 2  mm  breit  und  oft  fast 
in  Flecke  aufgelöst ;  der  Hrdfleck  ist  etwa  3  mm  breit  und  bisweilen  am  Hrd  undeutlich  oder  verschwunden ; 

angusii-  die  Querbinde  der  Hflgl  ist  5  mm  breit,  scharf  (oder  unscharf  =  angustifasciataö/-«/i6.)  begrenzt  und  überragt 

fasdaia.  nicht  oder  kaum  die  Spitze  der  Mittelzelle.  Uganda  und  Sesse-Inseln.  —  homochroa  Jord.  (59e).  Beide  Geschlech- 
ti'mochroa.  ^^^  ähnUch  gefärbt  und  gezeichnet  und  mit  dem  (J  der  Hauptform  überemstimmend.  Die  orangegelbe  Farbe 
der  Oberseite  ist  etwas  heller  als  bei  der  Hauptform  und  die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  viel 
schmäler  und  hört  schon  an  der  Mitte  des  Hrds  auf.   Abessinien. 

2.  Gattung:  Aeraea  F 

Die  Gattung  Acraea  ist  die  artenreichste  aller  äthiopischen  Tagfaltergattungen  und  ist  fast  überall  in 
der  Region  vertreten.  Außerhalb  Afrikas  kommen  nur  wenige  Arten  in  Süd-Asien  und  Australien  vor.  Der 
Formenreichtum  der  Gattung  w  ird  noch  dadurch  erhöht,  daß  die  Mehrzahl  der  Arten  zahheiche  Rassen  und  Zeit- 
formen entwickelt  haben. 

Die  Unterschiede  zwischen  .4 craea  und  Planema  sind  schon  oben  S.  239  angegeben.  Es  ist  noch  hinzuzu- 
fügen, daß  die  Puppen  der  Acraeen  unbewaffnet  sind  oder  nur  kleine  Höckerchen  auf  dem  Rücken  des  Hlbs 
haben.  Die  Raupen  weichen  im  Körperbau  und  Anordnung  der  Dornen  nicht  von  denen  der  Gattung  Planema  ab. 

Bei  der  Mehrzahl  der  ^craea-Arten  kommen  auf  beiden  Flgln  schwarze  Punkte  oder  runde  Flecke  auf 
hellem  Grunde  vor.  Die  Anzahl  und  Anordnung  dieser  Punkte  smd  für  die  Bestimmung  der  Arten  und  Arten- 
gruppen von  großer  Bedeutung.  Ich  liefere  darum  hier  eine  allgemeine  Uebersicht  derselben.  Sie  können 
m  Wurzelpunkte,  Mittelpunkte,  Discalpunkte  und  Submarginalpunkte  eingeteilt  werden. 

Die  Wurzelpunkte  kommen  nur  in  den  Mittelzellen  inid  in  den  Feldern  1  a,  1  b  und  11  der  Vflgl 
und  den  Feldern  1  a — 1  c,  7  und  8  der  Hflgl  vor;  in  1  b  der  Vflgl  stehen  sie  vor  dem  Ursprung  der  Rippe  2  und 
in  1 1  vor  dem  Ursprung  der  Rippe  11;  im  Felde  7  der  Hflgl  nahe  an  der  Wurzel  des  Feldes  und  im  Feld  8  vor 
der  Präcostalrippe. 

Die  Mittelpunkte  liegen  an  oder  auf  den  Discocellularrippen  und  suid  oft  zu  emem Querstrich 
oder  Querfleck  am  Ende  der  Zelle  vereinigt. 

Die  Discalpunkte  bilden  gewöhnlich  di^.ht  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle  eine  oft  sehr  unregel- 
mäßige Querreihe  vom  Hrd  (Ird)  bis  zum  Vrd  beider  Flgl  und  können  durch  je  einem  Punkte  m  den  Feldern 
1  a — 1 1  der  Vflgl  und  den  Feldern  1  a — 7  der  Hflgl  bestehen.  Einzelne  Punkte  fehlen  oft  und  die  gegenseitige 
Anordnung  derselben  ist  von  großer  systematischer  Bedeutung. 

Die  Submarginalpunkte  bilden  eme  gewöhnlich  regelmäßige  und  mit  dem  Saume  gleichlau- 
fende Bogenreihe  zwischen  den  Discalpunkten  vmd  dem  Saume  und  können  in  den  Feldern  1  b — 8  der  Vflgl  und 
1  b — 7  der  Hflgl  auftreten.    Sie  fehlen  bei  vielen  Arten  völlig. 

Die  $$  besitzen  nach  der  Paarung  am  Ende  des  Hlbs  auf  der  Unterseite  ein  Anhängsel,  welches  bei 
verschiedenen  Arten  ganz  verschieden  gebildet  ist  und  darum  als  Kennzeichen  der  Arten  benutzt  werden  kann. 
Dieses  Anhängsel  eriimert  an  die  Tasche  der  Panmssius-'^'^  und  wird  wahrscheinlich  auch  in  ähnlicher  AVeise 
(durch  ein  vom  (J  bei  der  Kopulation  abgesondertes  Sekret,  welches  in  der  Luft  hart  wird)  gebildet.  Obgleich 
die  ??  durch  diese  Anhängsel  leicht  unterschieden  werden  können,  sind  letztere  bei  den  einzelnen  Arten  hier 
nicht  beschrieben  worden,  weil  eine  Beschreibung  derselben  ohne  Figuren  kaum  zu  deuten  wäre. 

Die  Gattung  ist  sehr  homogen  und  alle  Versuche,  dieselbe  in  mehrere  Gattungen  zu  zersplittern,  haben 
sich  darum  als  verfehlt  erwiesen  *).  Nach  der  Zeichnung  können  dagegen  die  Arten  in  drei  scharf  getrennte 
Gruppen  eingeteilt  werden. 

Uebersicht  der  Artengruppen. 
i  I.  Die  Hflgl  wenigstens  unten  mit  schwarzen  Punkten.   Die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  nie  gestielt. 

*)  IT.  Ei.TRixGHAM  hat  soeben  iii  Trans.  Eut.  Soc.  london  1912  eine  sehr  verdienstvolle  Monographie  der  Gat- 
tung vei-Offeiitliclil.     Wii-  haben  uns  erlaubt,  hier  einige  seiner  Figuren  wiederzugeben. 


ACRAEA.    Von  Dr.  C.  Attrivilutjs.  247 

A.  Die  Hflgl  unten  am  Saume  in  der  Mitte  jedes  Feldes  mit  einem  einfachen  schwarzen  Längsstriche 
auf  der  Längsfalte ;  selten  am  Saume  fast  glashell,  so  daß  die  Striche  höchstens  in  den  Feldern  Ib  und  2 
sichtbar  sind;   die   Vflgl  jedoch  in  diesem  Falle   mit  breiten  dunklen    Querzeichnungen. 

Erste    Gruppe. 

B.  Die  Hflgl  unten  am  Saume  ohne  schwarze  Längsstriche  auf  den  Falten  zwischen  den  Rippen. 

Zweite    Gruppe. 
IL  Die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  ohne  schwarze  Punkte.    Die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  bisweilen  gestielt. 

Dritte  Gruppe. 

Erste    Gruppe. 

Durch  die  schwarzea,  mit  den  dunklen  Kippen  abwechselnden  Längsstriche  am  Saume  auf  der  Unterseite  der  Hflgl 
und  oft  auch  der  Vflgl  schließen  sich  die  Arten  dieser  Gruppe  in  der  Zeichnung  den  Ptewema- Arten  an.  Einige  Arten  wurden  dar- 
um auch  früher  unrichtig  zu  Planema  gestellt.  Die  einfachen  hellen  Saumflecke  zwischen  den  Rippen  auf  der  Unterseite 
der  Hflgl,  welche  bei  fast  allen  Arten  der  zweiten  Gruppe  vorkommen,  fehlen  dagegen  stets  in  dieser  Gruppe  völlig. 

Die  zahlreichen  Arten  können  auf  6  Untergruppen  verteilt  werden. 


Uebersicht  der  Untergruppen. 

I.  Die  Vflgl  ganz  ohne  schwarze  Wurzel-  und  Discalpunkte.  Nur  bei  den  $$  von  A.  alciope  sind  die  Discal- 
punkte  1  b — 3  mehr  oder  weniger  gut  entwickelt ;  diese  Art  weicht  indessen  durch  eine  helle  Mittelbinde 
der  Vflgl  von  allen  Arten  der  sechsten  Untergruppe  ab. 

A.  Die  Vflgl  schwarzbraun  mit  einer  hellen  Subapicalbinde  und  einem  großen  hellen  Hrdfleck  oder  mit 
einer  hellen,  gegen  den  Hrd  verbreiteten  Querbinde  über  die  Mitte.  ErsteUntergruppe. 

B.  Die  Vflgl  rauchbraun  bis  schwärzlich  mit  hellen  oder  durchsichtigen  Flecken  oder  bisweilen  fast 
völlig  durchsichtig;  niemals  mit  Hrdfleck  oder  zusammenhängender  beschuppter  Querbinde  vomVrd 
bis  Hrd  (vergl.  jedoch  hutleri  Auriv.). 

*  Das'  Feld  7  der  Hflgl  wenigstens  mit  einem  schwarzen  Punkt,  nie  ganz  glashell. 

L  Die  Vflgl  in  Feld  4  mit  einem  hellen  oder  durchsichtigen  Fleck,  welcher  nahe  am  Saume 
liegt  und  fast  immer  (nicht  bei  hutleri)  von  den  Flecken  der  Felder  5  und  6  ganz  oder  fast 
völlig  getrennt  ist;  im  Felde  1  b  ein  ähnlicher  Fleck,  welcher  ebenso  nahe  am  Saume  wie  der 
Fleck  in  4  und  viel  näher  als  der  helle  Fleck  in  2  liegt. 

a)  Die  Hflgl  höchstens  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  der  Mittelzelle  und  ohne  schwarze  Punkte 
auf  den  Discocelhilaren.  Das  helle  Mttelfeld  der  Hflgloberseite  auch  ohne  schwarze  Discal- 
punkte. Zweite  Untergruppe. 

b)  Die  Hflgl  mit  zwei  schwarzen  Punkten  in  der  Zelle  und  mit  schwarzen  Punkten  auf  den 
Discocellularen.  Das  helle  Mittelfeld  der  Hflgl  mit  schwarzen  Discalpunkten  wenigstens  in 
1  b,   1  c,  3,  4  und  5.  DritteUntergruppe. 

2.  Die  Felder  4 — 6  der  Vflgl  ganz  oder  zum  größten  Teil  glashell  oder  jedes  mit  einem  hellen 
Flecke;  diese  Flecke  bilden  eine  zusammenhängende  Subapicalbinde  und  der  Fleck  in  4  liegt 
nicht  oder  kaum  mehr  saumwärts  als  der  m  5.  Wenn  das  Feld  1  b  einen  hellen  Fleck  hat, 
liegt  er  nicht  näher  am  Saume  als  der  in  2.  Die  Hflgl  fast  immer  mit  zwei  schwarzen  Punkten 
in  der  Mittelzelle  und  mit  schwarzen  Punkten  an  der  Spitze  der  Zelle. 

Vierte    Untergruppe. 
**  Die  Felder  5 — 7  der  Hflgl  stets  ohne  schwarze  Punkte,  gewöhnlich  glashell. 

Fünfte    Untergruppe. 
IL  Die  Vflgl  wenigstens  in  1  b  und  2  mit  den  gewöhnUchen  schwarzen  Wurzel-  und  Discalpunkten. 

Sechste  Untergruppe. 

Erste  Untergruppe. 

PZanema-ähnliche  Arten,  welche  durch  den  Hrdfleck  der  Vflgl  leicht  kenntlich  sind.  Die  Arten  sind  nahe  verwandt 
und  sehr  veränderlich;  mehrere  Varietäten  und  Abänderungen  sind  früher  als  selbständige  Arten  betrachtet  worden.  Die  Dis- 
cocellularrippen  der  Hflgl  ohne  schwarze  Punkte. 


Uebersicht    der    Arten. 

I.  Die  Mittelteile  der  Vflgl  einfarbig  schwarz  ohne  hellen  Fleck  im  Spitzenteil.   Die  Subapicalbinde  der  Vflgl 
wenigstens  bis  zur  Rippe  4  zusammenhängend  und  breit. 


248  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLnjs. 

A.  Die  Subapicalbinde  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl  durch  einen  breiten  Fleck  des  Feldes  3  völUg  mit  ein- 
ander  zu    einer    Querbinde   vereinigt.  A.  alciope. 

B.  Die  Subapicalbinde  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl  mehr  oder  weniger  breit  getrennt  oder  höchstens 
einander  an  der  Rippe  3  in  einem  Punkte  berührend. 

a)  Die  Subapicalbinde  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl  sind  breit  getrennt  oder  kommen  einander  an  der 
Rippe  2  ^ehr  nahe.    Größere  Arten. 

*  Die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  gewöhnlich  schmal,  höchstens  S  mm  breit  und 
nach  innen  scharf  begrenzt ;  selten  unscharf  begrenzt ;  die  Subapicalbmde  aber  in  diesem  Falle 
nur   3,5  mm  breit.  A.   esebria. 

**  Die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  breit  und  unscharf  begrenzt,  nach  innen  gewöhnlich 
durch  den  langen  schwarzen  Strahlen  weit  überragt;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  mehr 
als   3,5  mm  breit.  A.  jodutta. 

ß)  Die  Subapicalbinde  und  der  nach  vorn  breite  Hrdfleck  der  Vflgl  berühren  fast  einander  in  einem 
Punkte  an  der  Rippe  3.    Kleinere  Art   mit  einer  Flglspannung  von  höchstens  50  mm. 

A.  disjxmcta. 
II.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  an  der  Spitze  mit  einem  hellen  Fleck,  welcher  sich  gewöhnlich  dem  Hrdfleck  anschließt 
Die  Subapicalbinde  ist  sehr  schmal  und  besteht  aus  drei  kleinen  Flecken  in  5,  6  und  10  und  einem    von 
diesen  weit  getrennten  Fleckchen  in  4. 

«)  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  breiter  dunkler  Saumbinde.  A.  conjuncta. 

p)  Hflgl  ohne  dunkle    Saumbinde.  A.  ansorgei. 

alciope,  A.  aiciope  Heir.  (57  e).    Das  £  bildet  meiu-ere  Formen,  das  o   aber  ist  wenig  veränderlich.    Beim  j* 

sind  die  Hflgl  und  die   Querbinde  der  Vflgl  hellockergelb  und  die  dunkle  Saumbmde  der  Hflgloberseite  etwa 

4  mm  breit.    Beim  $  ist  die   Querbinde  der  Vflgl  braungelb  und  nach  außen  eingeschnitten;  die  Hflgl  sind 

braungelb  und  haben  eine  breite  dunkle  Saumbinde  wie  beim  (J.    Elfenbeinküste  bis  Congo  und  Uganda.  — 

macarina.  ab.  $  macarina  Btlr.  (57  e)  weicht  vom  typischen  $  nur  dadurch  ab,  daß  die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl- 

bakossua.  Oberseite  fehlt  oder  wenigstens  nach  hinten  sehr  schmal  ist.    Goldküste  bis  Congo.  —  ab.  2  bakossua  Strand. 

cretacea.   Querbinde  der  Vflgl  im  vorderen  Drittel  weiß,  schmäler  als  gewöhnlich.    Kamerunberg.  —  ab.   $  cretacea 

Ivviida.  Eltringh.  hat  eine  weißliche  Querbmde  der  Vflgl.   Lagos.  —  ab.  $fumida  Eltrinqh.  hat  beide  Flgl  dunkelbraun 

aurivüHi.  und  fast  ohne  Zeichnungen.    Lagos.  —  ab.  $  aurivillii  Stgr.  (57  e).     Querbmde  der  Vflgl  orangegelb,  Hflgl 

latifasciata.  schwärzlich  mit  eiiaer  5  mm  breiten  weißen  Mittelbinde.    Kamerun  bis  L'ganda.  —  ab.  $  latifasciata  Grünb. 

weicht  nur  dadurch  von  aurivillii  ab,  daß  die   Querbinde  der  Vflgl  auf  der  Außenseite  nicht  eingeschnitten, 

tella.  sondern  fast  ganzrandig  und  breiter  ist.    Sesse-lnseln.  —ab.  2  teUa  Eltringh.  Querbinde  der  Vflgl  orangegelb ; 

Hflgl  gelbbraun  mit  scharf  begrenzter,  aber  schmaler  und  gegen  den  Aualwinkel  allmählich  verjüngter  dunkler 

schecana.   Saumbmde.    Uganda.  —  schecana  Rothsch.  u.  Jord.  scheint  eine  besondere  in  Abessinien  vorkommende  Rasse 

zu  sein;  das  ^  hat  eine  hellere  Querbinde  der  Vflgl  und  eine  breitere  Saumbinde  der  Hflgl;  $  unbekannt. 

A.  esebria.    Die  Unterschiede  zwischen  dieser  sehr  veränderlichen  Art  und  der  nahe  verwandten  jodutta 
sind  oben  in  der  Uebersicht  angegeben.   Die  zahlreichen  Formen  weichen  besonders  durch  die  Farbe  der  hellen 
Zeichnungen,  durch  die  Breite  der  Subapicalbinde  und  des  Hrdfleckes  der  Vflgl  und  durch  die  Entwicklung  der 
dunklen  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  von  einander  ab.    Die  Rp  ist  nach  Trüien  hell  ockerbraun;  jedes 
Glied  in  der  Mitte  mit  emem  schwarzen,  hellgelb  gesäumten  Querstrich;    Seitenlinie  hellgelb;   Kopf  schwarz; 
Domen  schwarz,  nur  die  Seitendornen  der  Glieder  5 — 11  gelb;  lebt  an  Arten  der  Gattung  Fleurj^a.     Pp  weiß 
mit  schwach  gelblichem  Ton  und  feinen  schwarzen  Linien  und  kleinen  schwarzen  Flecken ;  die  drei  ersten  Glieder 
des  Hlbs  mit  orangegelben,  schwarz  umzogenen Rückenflecken,  in  deren  Glitte  eine  kleine  Erhöhung  liegt;  die 
esdrria.  Kopfspitzen  kurz.  —  esebria  Heu\   Der  Hrdfleck  der  Vflgl  groß  und  breit,  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b 
fast   erreichend   und    die   Wurzel   des   Feldes  2  bedeckend,    braungelb;    Subapicalbinde  schmal,  ihre  Flecke 
hl  5  und  6  kürzer  oder  wenigstens  nicht  länger  als  der  schwarze  Wurzelteil  dieser  Felder,  beim  o   hell  ockergelb 
oder  weißgelb,  beim  $  weiß.   Hflgl  oben  braungelb  mit  einer  etwa  4  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde.  Kapland 
^acksoni.  bis  Congo  und  British  Ost-Afrika. — jacksoni  E.  Sharpe  (57 d)  ist  der  Hauptform  sehr  ähnlich  und  weicht  nur 
dadurch  ab,  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ebenso  dmikel  m  ie  der  Hrdfleck  und  breiter  ist ;  beim  2  ist  die 
Subapicalbinde  noch  breiter  und  erreicht  die  Rippe  2  wo  sie  den  Hrdfleck  berührt;  die  Breite  der  Saumbinde 
crüi   der  Hflgl  ist  sehr  veränderlich.  .Mashuna-Land  bis  British  Ost -Afrika.  — ab.  ertli  Auriv.  kommt  der  Form  jacksoni 
.sehr  nahe  und  weicht  hauptsächlich  nur  dadurch  ab,  daß  die  Subapicalbmde  der  Vflgl  noch  breiter  und  weiß  ist; 
der  Hrdfleck  der  Vflgl  und  die  Grundfarbe  der  Hflgl-Oberseite  ist  beim  $  rotgelb,  beim  c?  hell  ockergelb.  Usam- 
pseudo-  bara.  —  fa.  pseudoprotea  Btlr.  kommt  der  Hauptiorm  sehr  nahe  und  weicht  nur  dadurch  ab,   daß  die  Grund- 
protea.  f^rbe  der  Hflgl-Oberseite  und  des  Hrdsfleckes  der  Vflgl  heller  gelblich  und  die  Saumbinde  der  Hflgl  schmäler 
amphv-  sind.    Angola.  —  ab.  $  amphiprotea  Btlr.  ist  auch  der  Hauptform  ähnlich  und  weicht  eigentlich  nur  dadurch 
proUa.  ,^jj^  ^^ß  ^jg  dunkle  Saumbindc  der  Hflgl-Oberseite  nach  mnen  unscharf  begrenzt  und  die  Subapicalbmde  der 
mäaprotea.  Vflgl  wie  die  übrigen  Zeichnungen  hell  braungelb  ist.   Angola.  —  fa.   2  metaprotea  Btlr.   Die  selu"  breite  Sub- 
apicalbinde und  der  große  Hrdfleck  der  Vflgl  berühren  einander  in  Feld  2  und  sind  hell  braungelb ;  die  Hflgl 


i 


Ausgegeben  h  IIL  1913.  AGRAEA.     Von  Dr.  C.  AuRiViLLnJS.  249 

sind  noch  heller  braungelb  und  haben  nur  eine  dunkle  Saumlinie  statt  der  Binde ;  kommt  der  Form  jacksoni  nahe. 
Angola.  — ab.  $  nubilata  £'to-.   „Die  Grundfarbe  tief  schwarz;  die  Wurzel  der  Mittelzelle,  der  Hrdf leck  der  Vflgl  nuhilala. 
und  die  Wurzelhälfte  der  Hflgl  sind  dunkel  schwarzgrau;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  weißgrau'".    Zulu-Land. 

—  Die  folgenden  drei  Formen  weichen  von  den  vorhergehenden  durch  den  kleineren  und  schmäleren  Hrdfleck 
der  Vflgl,  welcher  stets  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und   1  b  frei  läßt  und  auch  die  Wurzel  des  Feldes  2  nicht 

oder  kaum  bedeckt,  ab.  —  tnasaris  Oberth.  (57  c)  ist  durchschnittlich  kleiner  als  esebria;  die  hellen  Zeichnungen  masaris. 
sind  beim  ^  rotgelb  oder  braungelb  und  beim  $  weiß  oder  hellgelb;  die  Subapicalbinde  ist  kaum  breiter  als  bei 
der  Hauptforra.  Comoren-Inseln  und  ganz  ähnlich  auch  in  Usambara.  —  protea  Trim.  (57  c)  ist  sofort  durch  den  prolea. 
kleinen,  unscharf  begrenzten  Hrdfleck  der  Vflgl,  welcher  die  Rippe  2  nicht  überragt,  kenntlich;  die  Subapical- 
binde der  Vflgl  ist  schmal  und  ihre  Flecke  der  Felder  4 — 6  sind  nie  länger  als  der  schwarze  Wurzelteil  ihrer  Felder; 
die  Wurzel  der  Hflgl-Oberseite  schwärzlich,  oft  bis  zur  Rippe  2  und  die  Saumbinde  der  Hflgl  breit ;  die  hellen 
Zeichnungen  sind  beim  ^  hellgelb,  beim  9  hellgelb  oder  weiß.    Kapland  bis  Angola  und  British  Ost-Afrika. 

—  fa.  monteironis  Btlr.  (57  d)  ist  der  prolea  ähnlich  und  hat  wie  diese  einen  kleinen  Hrdfleck  der  Vflgl,  welcher  wonfcironw. 
nach  vorn  von  der  Rippe  2  begrenzt  wird;  alle  helle  Zeichnungen  sind  weiß  oder  selten  hellgelb;  von  protea 

weicht  sie  durch  die  lange  und  breite  Subapicalbinde  der  Vflgl  ab,  dieselbe  ist  etwa  6  mm  breit  und  hat  ge- 
wöhnlich auch  einen  Fleck  im  Felde  2.    Angola,  Mashuna-Land,  Deutsch  und  British  Ost-Afrika. 

A.  jodutta  F.  (57  e).    Flgl  oben  schwarzbraun;  die  Vflgl  wie  bei  esebria  mit  einer  hellen  Subapical- joduffa. 
binde,  welche  stets  breit  ist  und  einen  Fleck  in  3  hat.  und  einem  etwa  6  mm  breiten  scharf  begrenzten  Hrdfleck, 
welcher  die  Rippe  3  erreicht,  aber  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b  frei  läßt ;  der  Hrdfleck  setzt  sich  auf 
den  Hflgln  als  gleich  breite  oder  etwas  erweiterte  Mittelbmde  fort;  die  hellen  Zeichnungen  sind  beim  (J  matt 
hellgelb,  beim  5  rein  weiß.    Senegal  bis  Kamerun.  —  ab.   $  carmentis  Dbl.  u.  Hew.  (57  e)  weicht  vom  $  der  carmentis. 
Hauptform  nur  dadurch  ab,  daß  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  auch  einen  Fleck  im  Felde  2  hat  und  mir  durch 
eine  ferne  Linie  der  Grundfarbe  vom  Hrdfleck  getrennt  ist.    Unter  der  Hauptform.  —  ab.  $  dorotheae  Em.  dorothcae. 
Sharpe  (57  d  als  pseudoprotea  und  metaprotea).    Die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  orangegelb  bis  weißlieh;  der 
Hrdfleck  der  Vflgl  und  die  Hflgl  sind  orangegelb;  diese  haben  dicke  schwarze  Striche  an  den  Falten  und  ihre 
Saumbinde  ist  nur  im  vorderen  Teil  entwickelt  und  auch  dort  nur  2 — 3  mm  breit.    Uganda  und  British  Ost- 
Afrika.  —  ab.   5  interjecta  Eltr.      Die  Subapicalbinde    der  Vflgl    weiß;    der    Hrdfleck    der  Vflgl    nur  durch  inicrjeda. 
hell  ockergelbe  Schuppen  angedeutet  außer  in  I  a,  wo  er  scharf  begrenzt  ist;  ein  weißer  Längsstrich  in  2  nahe 
am   Saume;  Wurzelhälfte  der  Hflgl  hell  ockergelb,   Saumhälfte  rotbraun  überzogen  und  an  der  Flglspitze 
schwärzlich.     British  Ost-Afrika.    — •    ab.    5  subfulva  Eltr.   weicht   vom  typischen  $  nur  dadurch  ab,  daß  die  subfulva. 
Saumhälfte  der  Hflgl-Oberseite  rotbraun  und  nur  am  Saume  mehr  oder  weniger  schwärzlich  ist.    Sierra-Leone. 

—  ab.  '^  castanta  Eltr.  (59  a).    Die  Subapicalbinde  der  Vflgl  undeutlich,  dunkelgrau;  Hrdfleck  gelbbraun;  Hflgl  castanea. 
oben  kastanienbraun  mit  schmaler  nur  3  mm  breiter,  gegen  den  Analwinkel  verjüngter  schwarzer  Saumbinde, 

unten  dunkel  braungrau,  an  der  Wurzel  rötlich.  Lagos.  ^ — ab.  $  inaureata  £^/r.  (57  d,  als  amphiprotea;  59d).  inaureala. 
Flgl  an  der  Wurzel  der  Mittelzelle,  in  1  a  und  1  b  fast  bis  zum  Saume  und  an  der  Wurzel  des  Feldes  2  lebhaft 
braungelb;  Subapicalbmde  weiß;  Hflgl  oben  lebhaft  braungelb,  nicht  verdunkelt  an  der  Wurzel  und  ohne 
dunkle  Saumbinde,  am  Saume  mit  nach  außen  verdickten  schwarzen  Längsstrichen.  Nyassa-Land.  — aethiops  aethiops. 
Rothsch.  u.  Jord.  ist  die  abyssinische  Rasse  und  weicht  im  männlichen  Geschlecht  dadurch  ab,  daß  der  Hrdfleck 
der  Vflgl  breiter  ist,  so  daß  er  am  Hrd  nur  3  mm  von  der  Wurzel  entfernt  ist,  daß  die  Mittelzelle  einen  nebe- 
ligen Fleck  hat  und  daß  die  schwarzen  Teile  der  Hflgl  schmäler  sind.  Beim  $  ist  die  Subapicalbmde  weiß  oder 
orangegelb,  der  Hrdfleck  groß  und  orangegelb  und  die  Hflgl  ol)en  fast  völlig  orangegell),  die  schwarzen  Strah- 
len im  hinteren  Teil  undeutlich. 

A.  disjuncta  Syn.  (=  nandensis  E.  Sharps)  (60  c)  ist  einem  kleinen  ^  von  jodutta  ähnhch;  beide  Flgl  disjunda. 
oben  schwärzlich  mit  hellgelben  Zeichnungen :  der  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  breit  ohne  jedoch  die  Wurzel  der  Felder 
1  a  und  1  b  zu  erreichen;  die  Subapicalbinde  ist  etwa  4  mm  breit  und  hat  in  3  einen  kleinen  Fleck,  welcher  den 
Hrdfleck  berührt ;  die  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  etwa  8  mm  breit  und  die  dunkle  scharf  begrenzte 
Saumbinde  darum  höchstens  3  mm  breit.    Nandi,  Ruwenzori;  Kiwu-See. 

A.  conjuncta  Sm.  hat  eine  Flglspannung  von  nur  40 — 40  mm  und  ähnlich  gezeichnete  und  gefärbte  conjuncia. 
Geschlechter.    Flgl  oben  mit  schwärzlicher  unten  mit  dunkelgrauer  Grundfarbe;  ein  dunkel  ockergelber  Hrd- 
fleck ist  etwa  4  mm  breit,  erreicht  die  Rippe  3  ohne  die  Wurzel  des  Feldes  2  völlig  zu  bedecken,  bildet  bisweilen 
auch  einen  klehien  Fleck  in  der  Wurzel  des  Feldes  3  und  schließt  sich  dem  Fleck  in  der  Zelle  an,  welcher 
jedoch  mit  dem  Hrdfleck  einen  fast  rechten  Winkel  bildet;  die  klemen  Subapicalf  lecken  sind  auch  dunkelgelb; 
die  Hflgl  sind  dunkelgelb,  an  der  Wurzel,  am  Ird  und  am   Saume  schwärzlich;  die  Saumbinde  etwa   3  mm 
breit.    Die  Unterseite  ist  heller  aber  sonst  wenig  abweichend.       British  Ost-Afrika.    —    fa.   interrupta  Eltr.  intenupia. 
hat  die  Mittekiuerbmde  der  Vflgl  in  freie  Flecke  aufgelöst.    —    ab.   $  silacea   Eltr.      Die   hellen    Zeichnungen  silacea. 
der  Oberseite  sind  hellgelb.  —  ab.   ?  mutata  Eltr.  weicht   von  silacea  nur  dadurch  ab,  daß  die  Subapicalf  lecke  midata. 
der  Vflgl  weiß  sind.    —   ab.   $    pica  Eltr.    hat   alle   helle   Zeichnungen   weiß.    —    ab.     $    lutealba   Eltr.    hat  pica. 
die  hellen  Flecken  der  Vflgl  orangegelb  und  die  Mittelbhade  der  Hflgl  weiß.     —    ab.    ?    suffusa  Eltr.    ist   da-  ["^l"^^ 

XIII  32 


250  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Aueb'illius. 

durch  ausgezeichnet,  daß  die  Vflgl  nur  an  der  Wurzel  und  an  der  Spitze  schwärzlich,  sonst  aber  orangegelb  über- 
zogen sind;  auf  den  Hflgln  ist  die  Saumbinde  mit  gelben  Schuppen  gesprenkelt. 

amorgei.  A.  ansofgei  Sm.   Die  Vflgl  fast  ganz  wie  bei  conjuncta  gezeichnet ;  die  Hflgl  oben  einfarbig  orangegelb, 

unten  heller  gelb  mit  einer  nebeUgen  grauen  ilittelbinde;  die  hellen  Zeichnungen  sind  bisweilen  rahnigelb  und 
die  Subapicalpunkte  der  Vflgl  weiß.     Bisher  nur  $?  bekannt.    British  Ost-Afrika:  Nandi-Land. 

Zweite  Untergruppe. 

Durch  die  ganz  eigentümliche  Anordnung  der  hellen  Flocke  der  Vflgl  luid  die  Reduzierung  der  schwarzen  Punkte  im 
Wurzelteil  der  Hflgl  weichen  die  Arten  dieser  tJntergrupile  von  denen  der  folgenden  ab.  Durch  die  Stellung  der  Flecke  der  Fel- 
der 4 — 6  der  Vflgl  .schließen  sie  sich  den  beiden  letzten  Arten  der  vorigen  Untergruppe  an.  Ei.thixgham  stellt  orcat!  in  die  .sVr- 
i'ona-Gruppe,  nach  meiner  Ansicht  aber  paßt  sie  besser  in  dieselbe  Gruppe  wie  lycoa  und  johnsioni. 

A.  lycoa  ist  eine  sehr  veränderliche  mit  johnstoni  nahe  verwandte  Art;  von  dieser  weicht  sie  dadurch 
ab,  daß  das  helle  Wurzel-  oder  Mittelfeld  der  Hflgl  nach  außen  abgerundet  ist  oder  bisweilen  völlig  fehlt.  Die  Vflgl 
haben  normal  5  ( — 7)  weiße  oder  weißliche,  beim  ^  bisweilen  matte  und  sehr  undeutliche  Flecke;  der  erste 
liegt  m  Ib  dicht  am  Saume  ganz  frei  und  abgerundet  oder  zum  Teil  mit  dem  Fleck  in  2  vereinigt,  er  dehnt  sich 
jedoch  nie  so  weit  wie  dieser  wurzelwärts  aus ;  der  dritte  hegt  in  4  nahe  am  Saume  ganz  frei  oder  den  Fleck  in  5 
berührend;  die  Flecke  in  5  und  6  sind  gleich  lang,  unter  sich  und  mit  kleinen  Flecken  der  Felder  8  und  9  ver- 
lycoa.  einigt;  die  jVIittelzelle  stets  emfarbig  ohne  Flecke.  —  lycoa  God.  ,^:  Beide  Flgl  dünn  beschuppt  halb  durchsich- 
tig; Flecke  der  Vflgl  undeutlich;  Wurzelfeld  der  Hflgl  groß  matt  rötlichgelb  nach  außen  gegen  die  graue  Saum- 
binde ziemlich  deutlich  begrenzt.    $  Flgl  dimn  beschuppt  dunkelgrau  mit  deutlichen  weißen  Zeichnungen; 
media.  Saumbinde  der  Hflgl  breit,  unscharf  begrenzt.      Sierra-Leone    bis   Nigeria.   —  media  Eltr.    (57  c,   als   lycoa) 
(J.  Flecke  der  Vflgl  deutlicher,  Hflgl  in  der  Mitte  etwas  rötlich  gelb  angeflogen  aber  ohne  deutliches  Wurzelfeld ; 
bukoba.   $  mit  dunklerer  Grundfarbe  und  scharf  begrenzter  Saumbinde  der  Hflgl.    Kamerun  bis  Toro.  —  bukoba  Eltr. 
^.  Vflgl  dunkel  olivenbraun;   Flecke  hellgelb,   scharf  begrenzt;  Wurzelfeld  der  Hflgl  ockergelb.     $  dem  (J 
älmlich  aber  dunkler  mit  weißen  oder  weißlichen  Zeichnungen.  Der  Fleck  in  1  b  der  Vflgl  bei  beiden  Geschlech- 
oilebbia.  tem  völUg  frei  und  vom  Flecke  in  2  breit  getrennt.     Urundi.    —    etltebbia  Eltr.     Der  Fleck  in  I  b  der  Vflgl 
ganz  frei;  Grundfarbe  beim  <J  gelblich  grau;  Flecke  der  Vflgl  klein  und  matt  gelblich;  Wurzelfeld  der  Hflgl 
klein,  den  Ird  nicht  erreichend ;  Grundfarbe  beim  $  sehr  dunkel,  Flecke  der  Vflgl  weiß,  Wurzelfeld  der  Hflgl 
lirika.  weißgelb.     Uganda.    —    tirika  Eltr.     Fleck  1  b  der  Vflgl  weit  getrennt ;   Grundfarbe  der  Vflgl  beim  (^  oliven- 
fallax.hia.un,  beim  ?  sehr  dunkel,  Flecke  klein;  Wurzelfeld  der  Hflgl  gelblich.    British  Ost-Afrika. — fallax  Rogenh. 
(57  c).   Grundfarbe  bei  beiden  Geschlechtern  fast  schwarz;  Flecke  der  Vflgl  klein,  beim  q  gelbUch,  beim  5  weiß, 
Fleck   Ib  von  Fleck  2  weit  getrennt;  Wurzelfeld  der  Hflgl  scharf  begrenzt,  gelblich.    Deutsch  Ost -Afrika; 
kenia.  Kilimandjaro.  —  Kenia    Eltr.     Kiemer    als    die    übrige    Rassen;    Grundfarbe    bemahe  schwarz;   Flecke   der 
Vflgl  beim  o  zitroiigclb,  beim  $  weiß;  Wurzelfeld  der  Hflgl  bei  (^  und  $  zitrongelb.    Brit.  Ost-Afrika:  Kenia; 
aequalif.  Kikuvu.  —  aequalis  Rothsch.  u.  Jord.    Geschlechter  einander  ähnlich;  Flecke  der  Vflgl  und  Wurzelfeld  der 
Hflgl  matt  gelblich ;  Saumbinde  der  Hflgl  gelblich  dunkelbraun.    Abessinien. 

A.  johnstoni  weicht,  wie  schon  oben  angegeben  ist,  von  lycoa  nur  dadurch  ab,  daß  das  Wurzelfeld  der 
Hfkl  nach  außen  nicht  gleichförmig  abgerundc  t,  sondern  im  Felde  4  mehr  oder  weniger  hervortretend  oder 
winkelig  gebrochen  ist ;  dieses  Kennzeichen  tritt  besonders  auf  der  Unterseite  deutlich  hervor.  Die  Art  ist  ebenso 
veränderlich  wie  lycoa;  die  hellen  Flecke  der  Vflgl  sind  hellgelb  oder  weiß  und  der  Fleck  in  1  b  liegt  ganz  frei; 
■johnstoni.  die  Formen  \\'erden  durch  Zwischenformen  mit  einander  verbunden.  Palpen  gelblich.  —  johnstoni  Godm. 
(57  d).  Die  schwarze  Grundfarbe  der  Vflgl-Oberseite  tritt  nur  an  der  Wurzel  und  am  Saume  hervor  und  ist 
m  der  Mitte  durch  eine  sehr  breite,  nach  außen  unregelmäßig  begrenzte  orangegellie  Binde,  welche  die  hellgelben 
Flecke  erreicht,  aber  nicht  oder  kaum  überschreitet,  bedeckt;  Hflgl  mit  weißem  Wurzelfeld  und  breiter  schwarzer 
fulvescens.  Saumbüide.    Deutseh  und  Britisch  Ost-Afrika.  —  fa.  fulvescens  Oberth.    Beide  Flgl  oben  bis  zur  schmalen, 

2 3  nim  breiten,  fast  gleichbreiten  Saumbmde  blaß  orangegelb;  Flecke  der  Vflgl  und  Wurzelfeld  der  Hflgl 

etwas  heller  gelb.    Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika.  —  Die  folgenden  Formen  stiumien  darin  mit  einander 

überein,   daß  die  Grundfarbe  der  Vflgl  oben  emtönig  schwarzbraun  ohne  orangegelber  Mittelbinde  ist.  —  fa. 

confnsa.  confusa  Bogenh.    Flecke  der  Vflgl  weiß;  Wurzelfeld  der  Hflgl  hell  ockergelb  mit  breiter  schwarzer  Saumbinde 

wie  bei  der  Hauptform;  ist  der  f.  fallax  von  lycoa  zum  Verwechseln  ähnlich  und  häufiger  als  die  Hauptform. 

flavescens.  Nyassa-Land  bis  British  Ost-Afrika  und  Uganda.  —  fa.  flavescens  06e?-//t.    Sowohl  die  Flecke  der  Vflgl  wie  auch 

das  AVurzelfeld  der  Hflgl  hell  ockergelb;  sonst  der  fa.  confusa  äluilich  und  mit  der.selben  Verbreitung.  —  fa. 

xonkilbrs-  semialbescens  Oberth.  weicht  von  confusa  nur  dadurch  ab,  daß  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  braungelb  ist.   Nyassa- 

cens.  Lajid  und  Deutsch  Ost-Afrika.  —  fa.  octobalia  Karsch.  P'lecke  der  Vflgl  und  Wurzelfeld  der  Hflgl  braungelb. 

m.  jjgyjgpjj  Ost-Afrika. 

bulleri.  A.  butleri  ^Mn'v.  (=  torunaÄ?«.).    Auch  diese  Art  wird  von  Eltringham  als  eine  Form  von  johnstoni 

betrachtet.    Obgleich  dit  männlichen  Kopulationsorgane  wie  bei  johnstoni  gebildet  suid,  scheint  es  mir  besser, 
butleri  bis  auf  weiteres  mid  bis  Zwischenformen  entdeckt  worden  sind  als  besondere  Art  aufzuführen ;  sie  weicht 


lll 


ACRAEA.     Von  Dr.  0.  Aubiviluüs.  251 

nämlich  von  johnstoni  durch  schwarze  Palpen  und  durch  ganz  abweichend  gebildete  Flecke  der  Vflgl  al>. 
Die  Flecke  der  Vflgl  lebhaft  gelb ;  der  Fleck  m  4  liegt  zwar  mit  seinem  äußeren  Ende  dem  Saum  fast  ebenso 
nahe,  wie  dieser  Fleck  bei  johnstoni,  ist  aber  nach  innen  lang  ausgezogen  und  mit  dem  Fleck  in  5  breit  vereinigt; 
dazu  kommt,  daß  der  Fleck  in  1  b  mit  demjenigen  in  2  vereinigt  ist  und  daß  gewöhnlich  auch  ähnliche  Flecke 
in  3  und  1  a  auftreten;  hierdurch  werden  alle  helle  Flecke  der  Vflgl  zu  einer  gelben  Querbmde,  welche  hinter 
der  Mittelzelle  liegt,  die  Wurzel  der  Felder  2—6  frei  läßt,  sich  vom  Hrd  bis  zum  Vrd  erstreckt  und  nach  außen 
zwei  große  Ausbuchtungen  (in  1  b  und  4)  hat,  vereinigt;  Wurzelteil  der  Vflgl  bis  zur  Querbinde  lebhaft  rotbraun, 
an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger  schwärzlich.  Wurzelfeld  der  Hflgl  weiß  bis  gelblich  bis  rötlich;  Saumbinde 
breit.    Deutsch  Ost-Afrika  und  Toro. 

A.  oreas  Em.  Sharpe  (57  c).    Beide  Flgl  oben  tief  schwarz  mit  gelben  Zeichnungen;  die  Vflgl  ganz  wie  oreas. 
bei  fallax  und  confusa  gefleckt,  aber  außerdem  auch  mit  einem  ähnlichen  Fleck  in  der  Mittelzelle;  die  Hflgl 
mit  einem  langen,  aber  schmalen  Mttelfeld,  welches  die  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder  2 — 7  bedeckt, 
nach  innen  aber  von  der  Rippe  2  begrenzt  ist  und  demnach  den  Ird  bei  weitem  nicht  erreicht ;  die  Vflgl  sind 
etwas  länger  und  schmäler  als  bei  johnstoni  und  lycoa.   Auf  der  Unterseite  haben  die  Hflgl  und  der  Spitzenteil 
der  Vflgl  eine  rostbraune  Grundfarbe  mit  schwarzen  Längsstrichen;  die  hellen  Zeichnungen  fast  wie  oben,  das 
gelbe  Mittelfeld  der  Hflgl  aber  sendet  eüienAst  bis  oder  fast  bis  zur  Mitte  desirds.   Angola;  Deutsch  und  British 
Ost-Afrika;  Uganda.  —  ab.  albimaculata  ..Vewi-e.  Flecke  der  Vflgl  weiß.  In  denselben  Gegenden  wie  die  Haupt-  albimaeu- 
form.  —  fa.  angolana  Lathy.   Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  und  Spitzenteil  der  Vflgl  mit  graugelber  Grund-  '"'"• 
färbe;  Flecke  der  Vflgl  weiß.   Angola.  —  ab.   $  radians  n.  ab.  (=  angolana  ab.  9  Lathy)  weicht  von  angolanu  radiam^ 
nur  dadurch  ab,  daß  das  gelbe  Mittelfeld  der  Hflgl-Oberseite  sich  zwischen  den  Rippen  in  breiten  Strahlen 
fast  bis  zum  Saume  ausdehnt;  die  Flecke  der  Vflgl-Oberseite  gelblich.    Angola. 

Dritte  Untergruppe. 

Hierher  gehört  nur  eine  einzige  wenig  bekannte  imil  eigeuttiniliolie  Art,  deren  Verwandtsohaft  unsicher  ist.  Durch 
die  Stellung  der  hellen  Flecke  der  Felder  Ib  und  i  dei'  Vflgl  schließt  sie  sicli  der  zweiten  Untergruppe  am  nächsten  an. 

A.  insularis  E.  Sharpe.  Vflgl  oben  schwarzbraun  mit  einem  gelben  Querfleck  in  der  Mitte  der  Zelle  und  insularis. 
einem  ähnlichen  orangegelben  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle,  einem  orangegelben  Fleck  im  Wurzelteil  von  2, 
einem  freien  halbmondförmigen  kleinen  Fleck  üi  1  b  nahe  am  Saume  und  drei  kleine  orangegelbe  Subapical- 
flecke  in  4 — (i,  von  denen  der  in  4  näher  am  Saume  und  ganz  frei  liegt.  Die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur 
Rippe  2  schwärzlich,  dann  mit  breiter,  am  Ird  und  wurzelwärts  hellgelber  nach  außen  orangegelber,  etwa 
5  mm  breiter  ^Mittelbmde,  welche  nach  außen  im  Felde  4  fast  rechtwmklig  hervortritt  (fast  wie  bei  johnstoni) 
und  mit  schwarzen  Discalpunkten  geziert  ist ;  die  Hflgl  unten  bis  zur  Wurzel  hell  gelblich  mit  freien  schwarzen 
Punkten  und  hinter  der  Mitte  mit  einer  breiten  schwärzlichen  Querbinde,  welche  durch  eine  feine  helle  Linie 
vom  Saixme  getrennt  ist ;  diese  helle  Saumlmie  wird  durch  die  dunklen  Rippen  und  die  Striche  der  Zwischen- 
aderfalten  in  kleine  Flecke  aufgelöst.    Insel  Säo  Thome. 

Vierte  Untergruppe. 

Die  zahlreichen  vuid  nach  den  Entdeckungen  der  letzten  Jahre  zum  Teil  sehr  vei'änderlichen  Arten  dieser  Unter- 
gruppe können  nur  schwer  in  einer  Uebersicht  scharf  unterschieden  werden.  Um  jedoch  die  Bestünmung  so  weit  wie  mög- 
lich zu  erleichtern,  habe  ich  den  Versuch  gemacht  eine  Uebersicht  der  Ai'ten  zu  liefern. 


Uebersicht   der   Arten. 

I.  Die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger  breit  verdunkelt;  ihre  schwarzen  Discalpunkte  unvoll- 
ständig entwickelt  (die  der  Felder  3  und  4  fehlen  immer)  und  der  Wurzel  genähert.  •  •:-■ 
A.  Die  Längsstriche  der  Zwischenaderfalten  aiif  der_  Unterseite  der  Hflgl  erreichen  den  Saum  und  sind 
gleichdick  oder  gegen  den  Saum  etwas  verdickt. 

«.  Der  Spitzenteil  der  Vflgl  (bis  zur  Zelle  und  Rippe  3)  melir  oder  weniger  glashell  oder  wenigstens 
hl  4—6  mit  glashellen  oder  durchsichtigen,  weißlichen  oder  hellgelblichen  Flecken. 
^*  Die  Hflgl  zwischen  den  Rippen  3^8  mit  einer  glashellen  Querbinde,  welche  die  Wurzel  der  Fel- 
f^    der  3 — 6  bedeckt.  A.  semivitrea. 

**  Die  Hflgl  ohne  glashelle  Flecke. 

§.  Mittelbinde  oder  Mittelfeld  der  Hflgl  schwefelgelb  bis  weißgelb.  A.  servona. 

A.  circeis. 
A.  safie. 
§§.  Mittelbinde  oder  Mittelfeld  der  Hflgl  rot  bis  rotgelb,  selten  ganz  fehlend. 

0.  Vflgl  mehr  oder  weniger  dicht  beschuppt  und  wenigstens  mit  Andeutungen  von  hellen 


252  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuRrviLLius. 

Flecken.    Hflgi  oben  mit  heller  Mittelbinde,  welche  den  Ird  oder  wenigstens  die  Rippe  1  b 
erreicht. 

f.  Hflgl  unten  eintönig  hell  orangegelb,  nicht  heller  in  der  Mitte,  oben  nur  mit  dunkler 
Saumlinie.  A.  grosvenori. 

ff.  Hflgl  unten  deutlich  heller  in  der  Mitte,  oben  mit  schwarzer  Saumbinde. 

1.  Saumbmde  viel  schmäler  als  die  helle  Älittelbinde. 

a.  Hflgl  unten  ohne  dunkle  Saumbinde.  A.  parrhasia  cj;  pelopeia. 

h.  Hflgl  unten  mit  dunkler  Saumbuide  und  am  inneren  Ende  durch  eine  Lmie 
vereinigten  Längsstrichen.  A.  peneleos  (J. 

2.  Saumbinde  ebenso  breit  oder  breiter  als  die  Mittelbinde.    A.  servona  f.  rubra; 

{A.  safie);  A.  neioloni. 
00.  Vflgl  ganz  durchsichtig  nur  an  den  Rändern  schmal  verdunkelt  luid  ganz  ohne  helle 
Flecke.    Hflgl  oben  und  unten  schwarz  bisweilen  mit  rotem  Mittelfeld,  welches  jedoch 
den  Ird  nicht  erreicht.  .4.  cinerea. 

p.   Der  Spitzenteil   der  Vflgl  vollständig   beschuppt    ungefleckt  oder    mit   roten    Flecken   in    4 — 0. 
*  Die  Rippen  und  die  kurzen  Längsstriche  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  zu  einer  3  mm  breiten 
schwarzen   Saumbinde  vereinigt:  diese  Saumbinde  schliefJt  in  jedem  Felde  zwei  kleine  Flecke 
der  gelben  Grundfarbe  ein.  A.  buschbecki. 

**  Die  schwarzen  Längsstriche  am  Saume  der  Hflgl-Unterseite  länger  und  ganz  frei.   A.  orina  3. 
B.  Die  Längsstriciie  der  Zwischenaderfalten  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  nach  ümen  verdickt,  nach 
außen  allmählich  verjüngt  und  erreichen  nicht  oder  kaum  den  Saum. 
f.  Hflgl  ohne  glashelle  Flecke. 

3t.  Mittelzelle  der  Vflgl  an  der  Spitze  mit  einem  scharf  begrenzten  hellgelben,  weißen  oder  durch 
sichtigen  Fleck. 
*  Der  Fleck  der  Mittelzelle  und  des  Feldes  2  der  Vflgl  vollständig  beschuppt  schwefelgelb. 

A.  melanoxantha. 
**  Die  genannten   Flecke  der  Vflgl   weiß  luid   halbdurchsichtig.  ^4.   mairessei. 

jii.   Mittelzelle  der  Vflgl  emfarbig  ohne  Flecke  oder  zum  Teil  glashell ;  die  glashcUen  oder  durchsich- 
tigen Stellen,  aber  nicht  scharf  begrenzt.  A.  penelope. 
tt-  Hflgl  mit  glashellen  Flecken  in  den  Feldern  3 — 6.                                                        A.  semivitrea. 
II.   Die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  or'      '"um  verdunkelt  und  darum  mit  freien  oder  fast  freien  Wurzel- 
punkten ;  die  schwarzen  Discalpunkte                 viitwickelt  und  liegen  normal  in  einem  Bogen  hinter  der  Zelle. 

A.  Hflgl  mit  durchsichtiger  oder  hall      . unsichtiger,  grauer  bis  schwärzlicher  Saumbinde,  worin  die  Striche 
der  Zwischenaderfalten  nur  sehr  andeutlich  sind. 

a)  Saumbinde  der  Hflgl  an  der  Rippe  4  3,5  mm  breit.  A.  quirinalis. 

^)   Sauinbhide   der    Hflgl   nur   etwa    2   mm    breit.  A.  orestia. 

B.  Hflgl  mit  vollständig  l)eschu])ptem,  schwarzem  oder  schwarz  geflecktem  Saum. 

a)  Die  Vflgl  wenigstens  hinter  der  Mittelzelle  glasklar  oder  durchsichtig  mit  dunklen  Rippen  inid  dunklen 
Rändern  oder  mit  unscharf  begrenzten  durchsichtigen  Flecken. 

*  Die  schwarzen  Striche  der  Hflgl-Unterseite  süid  kurz  und  erreichen  nie  ht  oder  nur  mit  einer 
sehr  feinen  Spitze  den  Saum.  Die  Vflgl  oben  in  der  Mittelzelle  (wenigstens  an  der  Wurzel) 
und  im  größten  Teil  der  Felder  1  b  und  2  rot  beschuppt. 

f.  Feld  3  der  Vflgl  an  der  Wurzel  glasklar.  .4.  igola  ^. 

tf.  Feld  3  der  Vflgl  schwarz  beschuppt  mit  oder  ohne  roten  Fleck. 

1.  Die  Rippen  am  Saume  der  Hflgl-Unterseite  breit  schwarz  mit  kurzen  dicken  Strichen 

zwischen  ihnen.  A.  conradti. 

1.  Die  Rippen  inid  die  Striche  der  Falten  nicht  verdickt.  A.  aubyni. 

**  Die  schwarzen  Striche  auf  der  Hflgl-Unterseite  erreichen  den  Saum. 

f.  Die  Hflgl  oben  an  der  Innenseite  der  schwarzen  Saumbuide  ganz  ohne  schwarze  Striche 
auf  den  Zwischenaderfalten.  Vflgl  im  Wurzelteil  bis  zur  Rippe  3  rot  oder  rotgelb  beschuppt. 

1.  Die  Hflgl  oben  mit  großen,  dreieckigen,  zusammenstoßenden,  schwarzen  Flecken  an  den 
Rippenenden.  Mittelzelle  der  Vflgl  bisoderfast  bis  zur  Spitze  braunrot.     A.  sambavae. 

2.  Die  Hflgl  oben  mit  breiter,  zusammenhängender,  schwarzer  Saumbinde. 

a)  Der   äußere  schwarze  Punkt    in  der  Mittelzelle  der  Hflgl  liegt  der  Rippe  2  gegen- 
über.   Mittelzelle  der  Vflgl  bis  oder  fast  bis  zur  Spitze  rotbraun  beschuppt. 

A.  sfrotffpocles. 

b)  Der  äußere  schwarze  Punkt  üi  der  Mittelzelle  der  Hflgl  liegt  innerhalb  der  Rippe  2. 
Mittelzelle  der  Vflgl  an  der  Spitze  mehr  oder  weniger  breit  glashell.    A.  masaviba. 

ff.  Die  Hflgl  oben  an  der  Innenseite  d(  r  schwarzen  Saumbmde  nüt  dunklen  Strichen  auf 
den  Zwischenaderfalten. 
1.  Die  Vflgl  in  der  Zelle  bis  zur  Spitze,  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  fast  bis  zum  Saume 


ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Aubivilijus.  253 

und  in  der  Wurzelhälfte  des  Feldes  2  zusammenhängend,  rotgelb  beschuppt. 

A.  igola.  $. 
2.  Die  Vflgl  in  der  Wurzelhälfte  nicht  oder  nur  undeutlich  und  halb  durchhiichtig  rötlich 
beschuppt ;  Rippen  gewöhnlich  breit  schwarz  gesäumt  und  die  Mittelzelle  mit  emem 
dunklen  Fleck.  A.  jxirrhasia  $. 

A.  peneleos  $. 
p)  Die  Vflgl  im  Spitzenteil  vollständig  beschuppt  und  mit  scharf  begrenzten,  roten  oder  weißlichen 
Flecken  in  4 — 6. 
*  Subapicalbmde  der  Vflgl  oben  rot  unten  gelblich.    Die  rote  Farbe  des  Feldes  1  b  der  Vflgl-Ober- 
seite  durch  einen  großen  schwarzen  Fleck  geteilt  und  mit  einem  schwarzen  Längsstrich  an  der 
Wurzel.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  schwarzem  Fleck.  A.  buschbecki. 

-**  Subapicalbinde  der  Vflgl  weißlich.    Die  rote  Farbe  des  Feldes  1  b  ungeteilt.         A.  oriiia  $. 

A.  semivitreä  Auriv.  (57  b).  Vflgl  glashell  mit  feinen  schwarzen  Rippen  und  schwarzen  Rändern;  die  setnwiirea. 
breite  Saumbinde  bildet  auf  der  Innenseite  dreieckige  schwarze  Flecke  an  den  Rippen  2 — 5.  Hflgl  oben  an  der 
Wiu'zel  schwarzbraun  mit  schwarzen  Punkten  und  am  Saume  mit  breiter  schwarzer  Saumbinde,  dazwischen 
mit  heller  am  Ird  erweiterte  Mittelbinde,  welche  in  den  Feldern  1  a,  1  b,  1  c  und  2  und  oft  auch  in  der  Mittel- 
zelle schwefelgelb,  m  den  übrigen  Feldern  aber  glasklar  ist.  Avif  der  Unterseite  smd  alle  schwarzen  Teile  der 
Oberseite  lebhaft  hellgelb;  die  schwarzen  Striche  der  Zwischenaderfalten  sind  nach  innen  verdickt,  nach  außen 
zugespitzt  und  erreichen  oft  nicht  völlig  den  Saum;  Mittelzelle  mit  2 — 3.  Feld  7  mit  1 — 2  schwarzen  Punkten; 
Felder  2 — 6  ohne  Discalpunkte.    Congo  bis  Uganda. 

A.  servona.  ]\Iittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  nach  außen  mehr  oder  weniger  abgerundet,  fast  immer  zi- 
trongelb bis  schwefelgelb ;  die  Faltenstriche  der  Hflgl-Unterseite  sind  gleichbrcit  und  erreichen  den  Saum  ;  Hflgl 
oben  an  der  Wurzel  höchstens  bis  zur  Rippe  2  verdunkelt;  Vflgl  mit  durchsichtigen  Flecken  in  den  Feldern 
1  b — 6  luid  der  Spitze  der  Mittelzelle,  die  Flecke  der  Felder  1  b  und  3  smd  bisweilen  undeutlich  oder  fehlen 
völlig;  auf  der  Unterseite  sind  die  schwarzen  Stellen  der  Oberseite  hellgelb  bis  rotbraun,  servona  God.  (=  ly-  servona- 
coides  Bsd.)  (57  b).  Flecke  der  Felder  1  b  und  3  der  Vflgl  deutlich;  das  dunkle  Wurzelfeld  der  Hflgl-Oberseite 
erreicht  die  Rippe  2 ;  Unterseite  mit  gelber  Grundfarbe ;  Mittelbinde  der  Hflgl  schwefelgelb.  Kamerun  bis  Angola. 

—  orientis  Auriv.   (57  c).     Grundfarbe  der  Oberseite  tiefer  schwarz,  der  Unterseite  graugelb;  die  Flecke  in  1  b  orientis. 
und  3  der  Vflgl  fehlen  oder  sind  undeutlich  und  klein,  die  übrigen  deutlich  weiß  beschuppt;  dunkles  Wurzelfeld 

der  Hflgl-Ober.seite  klem,  die  Rippe  2  nicht  erreichend.  Hflori ,  'mit  je  zwei  schwarzen  Punkten  in  der  Zelle 

und  im  Feld  7.    Deutsch  Ost-Afrika.    Von  dieser  Rasse  hat  ►,  "■  die  folgenden  germgfügigen  Aberrationen 

benannt:    ab.  depunctella   Strand  Hflgl  ohne  schwarze  Punkte  iii    '^r  Zelle  und  mit  1 — 2  in  Feld  7.   Deutsch  depunciella. 
Ost-Afrika.  — ab.  unipuficUlla  Strand.  Ein  Punkt  in  der  Zelle  und  2  m  Feld  7  der  Hflgl.  Deutsch  Ost-Afrika.  — ab.  unipunc- 
semipunctella  Strand.  Ein  Punkt  in  der  Zelle  und  emen  in  Feld  7  der  Hflgl.  Deutsch  Ost-Afrika,  —ab.  transienda  ^^^|'J;_ 
Ä^mwf/ weicht  von  semipunctella  mir  dadurch  ab,  daß  die  hellen  Flecke  der  Felder  Ib  und  3  der  Vflgl  deutlicher  putictetki. 
sind.   Deutsch  Ost-Afrika.  —  rhodina  Rothsch.  (=  subochreata  Grünh.)  (60d)  hat  eine  rotbraune  Grundfarbe  der  tmnsienda. 
Unterseite,  stimmt  aber  sonst  mit  der  Hauptform  überein.    Uganda  und  Abessinien.  —  ab.  $  rubra  Eltr.  (60 d)  .^^^^ 
weicht  von  allen  anderen  Formen  dieser  Art  durch  die  schmälere  und  rote  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  ab; 
die  Saumbinde  der  Hflgl  so  breit  oder  etwas  breiter  als  die  Mittelbinde;  Vflgl  wie  bei  orientis  gefleckt.    Gabun 
und  Angola.  —  limonata  Eltr.    Nur  ^(^  bekannt ;  sie  weichen  vt)n  der  Hauptform  dadurch  ab,  daß  die  hellen  Kmonaia. 
Flecke  der  Felder  1  b  und  2  der  Vflgl-Oberseite   zitrongelb   beschuppt   statt   durchsichtig  sind.    Fernando-Po. 

—  tenebrosa  Eltr.  Unterseite  wie  bei  rhodina,  nur  etwas  dunkler;  Vflgl  wie  bei  orientis;  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ienebrosa. 
erreicht  weder  den  Vrd  noch  den  Ird.    Deutsch  Ost-Afrika.  —  fa.  ?  reversa  Eltr.  hat  beim  S  ungleich  große  reversa. 
Fußklauen,  während  dieselben  bei  allen  übrigen  Formen  gleich  groß' smd;  soll  sonst  mit  der  Hauptform  überein- 
stimmen.   Congo-Gebiet. 

A.  circeis  Drury  ist  der  Hauptform  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  circeis. 
nur  an  den  Rändern  und  auf  den  Rippen  schwarz  beschuppt  und  sonst  fast  durchsichtig  sind  und  daß  die  hell- 
gelbe Mittelbmde  der  Hflgl  gleich  breit  und  nach  außen  fast  geradlinig  begrenzt  ist.    Sierra  Leone  bis  Nord- 
Angola. 

A.  melanoxantha  E.  Sharpe.  Beide  Flgl  oben  schwarz,  dicht  beschuppt;  die  Vflgl  mit  zwei  gelben  Flecken  melano- 
in  der  Mitte  (in  2  und  der  Zellenspitze)  und  3  weißlichen  halbdurchsichtigen  Subapicalflecken  in  4—6;  Hflgl  ^"^^'^a. 
oben  mit  schmaler,  zitrongelber  Mittelbinde,  welche  in  der  Mitte  nur  3  mm  breit  ist  und  gegen  den  Ird  allmählich 
schmäler  wird.    Unten  sind  die  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  hellgelb  mit  schwarzen  Rippen  und  Strichen 
am  Saume;  die  letzteren  sind  nach  außen  fein  zugespitzt  und  erreichen  kaum  den  Saum;  Mittelzelle  der  Hflgl 
nur  mit  einem  schwarzen  Punkte.    Elgon-Berg. 

A.  mairessei  Auriv.   Flgl  oben  völlig  beschuppt,  schwarz  mit  6  halbdurchsichtigen,  weißen  Flecken  der  mairea^ei. 
Vflgl  (hl  1  b,  2,  4—6  und  m  der  Spitze  der  Mittelzelle)  und  einer  schwefelgelben  Mittelbmde  der  Hflgl,  welche  wie 
bei  melanoxantha  gebildet  ist.    Unten  smd  die  Grundfarbe  der  Hflgl  und  8—9  längliche  Saumflecke  der  Vflgl 


254  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLitrs. 

lebhaft  schwefelgelb ;  die  Rippen  beider  Flgl  am  Saume  sehr  breit  schwarz  gesäumt ;  die  Striche  der  Zwischenader- 
falten  sind  sehr  kurz  und  dick,  fleckenförmig  und  erreichen  bei  weitem  nicht  den  Saum:  Mittelzelle  der  Hflgl 
dewUzi.  nur  mit  einem  schwarzen  Punkt.  C'ongo-CTcbiet  und  Uganda.  —  fa.  dewitzi  Aurrv.  weicht  nur  dadurch  ab,  dalJ 
die  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  rotgelb  ist  und  die  weißen  Flecke  in  1  b  und  der  Zelle  der  Vflgl  kleiner  sind. 
Congo-CJebiet :  Kassai. 

A.  penelope  unterscheidet  sich  von  den  folgenden  sehr  ähnlichen  Arten  durch  die  verkürzten,  den 
Saum  niclit  erreichenden  Strichen  auf  der  Unterseite  der  Hflgl;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  bald  emfarbig  dunkel 
ohne  Flecke  bald  mehr  oder  weniger  glashell;  die  Vflgl  in  1  b — 6  mit  hellen  oder  durchsichtigen  Flecke,  welche 
oft  zu  einer  Querbinde  vereinigt  sind;  die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  breit  verdunkelt  (selten  bei  den  $$  sehr 
schwach)  und  dann  mit  einer  roten  bis  rotgelben  (selten  hellgelber)  Mittelbmde  und  breiter  schwarzer  Saumbinde. 
Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  hell  gefärbt,  gewöluilich  gelblich  und  hat  im  Wurzelteil  die  gewöhnlichen  Punkte, 
von  denen  2  im  Feld  7  xnid  1 — 3  in  der  Zelle.  Die  Art  ist  sehr  variabel  und  die  Formen  gehen  ohne  scharfe  Grenze 
penelope.  m  einander  über.  —  penelope  Stgr.  (57  b).  Flgl  dicht  beschuppt  mit  schwarzer  Grundfarbe;  die  Flecke  der  Fel- 
der 1  b — 3  der  Vflgl  klein,  frei,  abgerundet  und  rot  oder  rötlich,  der  in  3  fehlt  oft ;  die  der  Felder  4 — 6  sind  auch 
klein  uiid  bilden  eme  scharf  begrenzte,  weißliche  durchsichtige  Subapicalbinde ;  Hflgl  mit  schmaler  roter  Mittel- 
binde, unten  hellgelb  mit  dicken  schwarzen  nach  imien  oft  mit  den  Rippen  vereinigten  Strahlen.  Stücke  bei 
denen  die  Flecke  1  b  und  2  größer,  heller  und  mehr  oder  weniger  durchsichtig  sind,  bilden  Uebergänge  zu  den 
argerüea.  folgenden  Formen.  C'ongo-Gfebiet  und  Uganda.  —  ab.  $  argetltea  EUr.  Flecke  durchsichtig  und  zusammen- 
hängend, eine  Querbinde,  welche  jedoch  die  Wurzel  der  Felder  3 — 6  nicht  völlig  bedeckt,  bildend;  die  der  Felder 
Ib  und  2  nach  innen  rötlich  angeflogen;  Mittelbmde  der  Hflgl  rotgelb,  etwa  5  mm  breit;  dunkle  Saumbinde  der 
Oberseite  mit  deutlichen  schwarzen  Längsstrichen ;  Unterseite  außer  in  der  ]\Iitte  mit  silbergrauer  Grundfarbe. 

extilbescais.  Uganda.  —  ab.  5  exalbescens  EUr.  gleicht  in  Zeichnung  der  Hauptform,  aber  alle  rote  Zeichnungen  durch 
gelblich  weiße  ersetzt  und  die  Saumbinde  der  Oberseite  so  breit  wie  bei  argentea,  3 — 4  mm.  Grundfarbe  der  Un- 
sulphures-  terseitc  gelblich  weiß.  Uganda.  —  ab.  2  sulphurescens  ab.  nov.  schließt  sich  der  vorigen  Form  eng  an;  Flecke 
cens.  ib  und  9  der  Vflgl  länglich  abgerundet  dünn  gelblich  beschuppt,  3 — 6  glashell;  Mittelbmde  der  Hflgl- 
Oberseite  etwa  5  mm  breit,  von  ganz  derselben  Farbe  wie  bei  servona;  Unterseite  ganz  wie  bei  servona  gefärbt. 
Einer  kleinen  A.  servona  sehr  ähnlich ;  Mittelzelle  der  Vflgl  aber  ohne  hellen  Fleck  und  die  Saumstriche  der  Unter- 
pendla.  Seite  abgekürzt  und  nach  außen  zugespitzt  wie  bei  penelope.  Uganda :  Scsse-Inseln.  —  ab.  2  penella  Eltr. 
Vflgl  oben  an  der  Wurzel  fast  bis  zur  Spitze  der  Zelle  rötlieh,  dann  mit  einer  etwa  5  mm  breiten  glasklaren  Mittel- 
binde, die  jedoch  die  Wurzel  der  Felder  4 — 6  nicht  bedeckt.  Modurch  ein  schwärzlicher  Fleck  am  Zellende  ent- 
steht;  Saumbmde  schwarzbraun,  etwa  2mm  breit.  Hflgl  oben  an  der  AA'urzel  nur  schmal  verdunkelt  und  mit 
schmaler,  nur  2  mm  breiter  Saumbinde,  die  rotgelbe  Mittelbinde  darum  sehr  erweitert,  in  der  Mitte  etwa  10  mm 
breit:  die  Hflgl  unten  in  der  Wurzel  half  te  stark  rötlich  überzogen  und  mit  viel  hellerer  ^littelbinde.  Uganda. 
vilrea.  —  vitrea  Eltr.  Vflgl  oben  schwarz  mit  scharf  begrenzter  glasheller  etwa  4  mm  breiter  Querbinde,  welche  die 
Wurzel  der  Felder  2 — 6  nicht  völlig  erreicht  und  in  1  a  und  an  der  Innenseite  der  Flecken  in  1  b  und  2  rötlich 
angeflogen  ist;  die  Hflgl  mit  etwa  7  mm  breiter  rotgelber  Mittelbinde  und  2  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde; 

derubescens.  Unterseite  wie  bei  der  Haupt  form  mit  hellgelber  Grundfarbe.  British  Ost -Afrika.  —  derubescens  Eltr. {öl  b ;  als  fene- 
leos).  Vflgl  oben  fast  wie  bei  t'»<rea,  die  glashellen  Flecke  erreichen  jedoch  oft  die  Wurzel  der  Felder  2 — 6;  Hflgl  mit 
lebhaft  roter,  nur  4,5  mm  breiter  Mittelbinde  und  5  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde ;  Hflgl  unten  an  der  Wurzel 

iramludda.  und  am  Saume  hell  griuilich,  in  der  Mitte  hellgelb.  Togo-Land.  —  translucida.  EUr.  (60  c),  weicht  von  den 
übrigen  Formen  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  glashell  und  nur  an  der  Rändern  inid  an  der  \A'urzel  schmal  schwärz- 
lich ((j*),  oder  dunkelgrau  ($)  .^ind;  Hflgl  beim  ^  fast  wie  bei  der  Hauptform,  aber  mit  7  mm  breiter  rotgelber 
Mittelbinde,  beim  $an  der  Wurzel  sehr  wenig  verdunkelt  und  mit  unscharf  begrenzter  grauer  Saumbinde,  fast  die 
ganze  Oberseite  darum  hell  rötlich-gelb.    Lagos. 

pelopeia.  A.  pelopela  Stgr.  Lst  mit  den  beiden  folgenden  Arten  nahe  verwandt,  unterscheidet  sich  aber  von  pene- 

leos  dadurch,  daß  die  Grundfarbe  der  Hflgl-L^nter.seite  ehitönig  gelhlich,  an  der  Wurzel  und  am  Samne  nicht 
oder  nur  wenig  verdunkelt  ist  und  daß  die  Striche  der  Zwischenaderfalten  viel  länger  sind  und  ganz  freie  innere 
Enden  haben,  dazu  kommt,  daß  die  Rippen  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  am  Saume  stark  kolbig  schwarz  verdickt 
smd,  was  nicht  oder  nur  in  geringerem  Grade  bei  peneleos  vorkommt.  Durch  dieses  Kennzeichen  und  die  längeren 
Strichen  der  Unterseite  kann  pelopeia  auch  von  parrhasia,  der  sie  oben  sehr  ähnlich  ist,  unterschieden  werden. 
Die  Vflgl  sind  gerade  von  oben  gesehen  halbdurchsichtig  mit  schwarzer  Spitze,  schwarzen  Rändern  und  den 
Rippen  2 — 4  breit  schwarz  gesäumt,  wenn  sie  aber  ganz  schief  von  innen  betrachtet  werden,  sehen  .sie  ganz 
schwarz  aus  mit  einem  rötlichen  Längsstrich  in  1  b,  einem  kleinen  gerundeten  rotgelben  Fleck  in  1  b,  2  und  3 
nahe  am  Saume  und  glashellen  Flecken  in  4 — 6 ;  Hflgl  oben  rotgelb,  an  der  Wurzel  bis  zu  den  Rippen  2  und  5 
oder  6  verdunkelt  mit  deutlichen  schwarzen  Punkten  und  oft  mit  freiem  schwarzem  Punkt  in  2,  5  und  6;  Saum- 
bmde schmal,  etwa  2  umi,  schwarz;  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  schwach  graugrimlich  angeflogen,  am  Saume 
nur  durch  die  durchscheinende  Saurabinde  der  Oberseite  etwas  verdunkelt.  Das  $  mir  unbekamit.  Congo- 
tropicalui.  Grebiet ;  selten.  —  tropicalis  Bloch,  scheint  nur  durch  etwas  dunklere  L^^nterseite  der  Hflgl  mit  weniger  stark 
verdickten  Rippen  abzuweichen  und  gehört  wolil  sicher  dieser  Art  an.    Ogowe. 


AGRAEA.     Von  Dr.  C.  Aurivilliüs.  255 

A.  peneleos  ist  in  allen  ihren  Formen  am  leichtesten  daran  kenntlich,  daß  die  Hflgl  unten  eine  scharf 
begrenzte  helle  Mittelbinde  haben;  die  inneren  Enden  der  Längsstriche  im  Saumteil  sind  nämlich  durch  eine 
bräunliche  Kappenlinie  vereinigt,  welche  die  Mittelbinde  nach  außen  begrenzt ;  nach  innen  wird  sie  durch  das 
scharf  abgesetzte  stets  verdunkelte  Wurzelfeld  begrenzt;  die  Rippen  und  Striche  der  Unterseite  sind  nicht 
oder  wenig  verdickt  und  gleichbreit. — ^ peneleos  IFarcZ.  (57  b;  1.  Fig.).   Beim  cJ  smd die  Vflgl  wie  hei pelopeia  $  veneleos. 
beschuppt  und  haben  abgerundete  hell  rötlich  beschuppte  Flecke  üa  1  b  und  2  und  einen  solchen  Strich  in  1  a ; 
Hflgl  oben  schwärzlich  mit  etwa  7  mm  breiter,  nach  außen  abgerundeter  roter  bis  rotgelber  Mittelbinde  und  2 — 3 
mm  breiter  Saumbinde ;  Vf Igl  unten  am  Saume  mit  graugelber  bis  hellgelber  Grundfarbe ;  Hflgl  unten  an  der 
Wurzel  nur  schwach  verdunkelt,  ihre  Saumbinde  viel  breiter  als  oben,  4,5  mm  breit.    Das  $  ist  vom  ^  recht 
abweichend ;  die  Vf  Igl  sind  im  Wurzelteil  bis  zur  Zellenspitze  und  Rij^pe  3  halbdurchsichtig  hell  gelbbraun  mit 
einem  länglichen  dunklen  Fleck  in  der  Zelle  und  oft  auch  mit  einem  gerundeten  solchen  Fleck  hmter  der  Zelle 
im  Wurzelteil  der  Felder  4 — 6;  Spitze  und  Saumbinde  heller  als  beim  (J;  Hflgl  oben  bis  zur  Wurzel  gelbbraun  mit 
freien  schwarzen  Punkten,  die  Discalpunkte  oft  alle  da;  Saumbinde  kaum  mehr  als  1mm  breit,  an  den  Rippen  nach 
innen  gezackt ;  Vflgl  unten  glasklar  mit  gelber  Saumbinde ;  Hflgl  unten  hinter  den  Discalflecken  mit  hellgelber 
3  mm  breiter  Mittelbinde,  im  Wurzelfeld  und  am  Saume  dunkler,  graugelb;  die  Kappenlinie,  welche  die  inneren 
Enden  der  Saumstriche  verbindet,  ebenso  deutlich  wie  beim  i^.    Sierra-Leone  bis  Congo.  —  ab.  $  helvimaculata  helvimacn- 
Eltr.  weicht  vom  tyi^ischen  $  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  fast  bis  zur  AVurzel  glasklar  mit  sehr  schwachem  '"'"• 
rötlichem  Anflug  sind  und  daß  die  Hflgl  auch  oben  hinter  den  Discalpunkten  eine  3  mm  breite,  weißliche,  durch 
die  rötlichen  Rippen  geteilte  Mittelbinde  haben.  Lagos.  —  ab.  $  lactimaculata  f'/^r.  (60  a)Flgl  ganz  ohne  rote  oder  lurümacu- 
braune  Zeichnungen;  Vflgl  an  der  Wurzel  bis  wenigstens  zur  Rippe  2  schwarzgrau  überzogen.   Hflgl  auf  beiden  '"'"' 
Seiten  im  Wurzelfeld  und  am  Saume  dunkelgrau  mit  weißer  Mittelbinde,  unten  etwas  heller  als  oben.     Fernando- 
Po.  —  ab.  $  sepia  Eltr.    Vflgl  halbdurch.sichtig  mit  schwarzbraunen  Rändern,  Spuren  weißlicher  Flecke  in  1  b  sepia. 
und  2;  Hflgl  oben  schwarzbraun,  mit  einigen  roten  Schuppen  an  der  Zellenspitze  und  an  der  Innen.seite  der  Saum- 
binde; Ird  gelblich;  Vflgl  unten  an  den  Rändern  gelblich;  Hflgl  unten  graugelb  mit  weißlicher  Mittelbinde. 
Fernando-Po.  —  pelasgius  Smith  ist  die  östliche  Rasse,  welche  jedoch  auch  in  West-Afrika  als  Abänderung  pelasgius. 
unter  der  Hauptform  auftritt,  und  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  das  Wurzelfeld  und  die  breite  Saumbinde  der 
Hflgl-Unterseite  dmikel  leberbraun  sind,  wodurch  die  hellgelbe  Mittelbinde  sehr  scharf  hervortritt.    Congo- 
Gebiet  bis  Uganda;  auch  als  Abänderung  in  Kamerun  bis  Angola.  —  gelotlica  Rothsch.  u.  Jord.  weicht  von  gelonica. 
pelasgius  durch  die  mehr  durchsichtigen  Vflgl  und  die  kastanienbraune  Grundfarbe  der  Unterseite  der  Hflgl  ab. 
Abessinien.  —  Rp  dunkelbraun   mit   schwärzlichen,   gelbgesäuniten    Querstrichen   auf  dem   Rücken,    gelber 
Seitenlinie  und  rotbraunem  Kopfe;  die  Dornen  schwarz. 

A.  parrhasia  i^.  (57a,  59e)  ist  im  männlichen  Geschlecht  der  vorigen  Art  so  ähnlich,  daß  es  genügt  die  Untei'-  parrhasia. 
schiede  hervorzuheben.    Vflgl  halbdurchsichtig  nur  an  den  .Rändern,  an  der  Wurzel  und  auf  den  Rippen  dicht 
schwärzlich  beschuppt,  in  1  b  und  2  je  ein  länglicher  rötlich  beschuppter  Fleck;  der  Fleck  in  1  b  setzt  sich  oft 
als  rötlicher  Streifen  gegen  die  Wurzel  fort;  die  Zelle  gewöhnlich  mit  zwei  getrennten  rötlichen  Flecken;  Flecke 
der  Felder  3 — 6  glashell;  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  smd  die  Ränder  und  die  Mediana  gelb  beschuppt;  die 
Unterseite  der  Hflgl  ist  fast  eintönig  gelb  ohne  dunkle  Saumbmde  und  mit  freien  inneren  Enden  der  Saum- 
strichen.  Das  $  ist  dem  (J  ähnlich  hat  aber  stumpfere  Vflgl  mit  undeutlicheren  und  mehr  in  der  Länge  ausgezo- 
gene rötliche  Flecke  und  weißlich  beschuppte  Flecke  der  Felder  4 — 6,  von  peneleos  $  weicht  sie  durch  das  Fehlen 
der  dunklen  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  ab.  Rp  braun  mit  sehr  langen  schwarzen  Dornen  und  heller  Seiten- 
linie.  Pp  hell  gefärbt  mit  den  normalen  schwarzen  Zeichnungen ;  Rückenflecke  des  Hlbs  breit  getrennt,  quadra- 
tisch mit  hellem  Mittelpunkt;  die  Glieder  2 — 7  mit  gut  entwickelten  stumpfen  Warzen.    Sierra-Leone  bis  Ka- 
merun. —  fa.  $  oppidia  Hew.  (57  a)  die  roten  Flecke  der  Vflgl  deutlicher  und  die  weißlichen  Flecke  der  Felder  oppidia. 
4 — 6  schärfer  begrenzt.   Fernando-Po.  —  fa.  $  parrhoppidia  Stgr.   Die  Mittelzelle  und  die  Felder  Ib  und  2  der  parrlioppi- 
Vflgl  fast  ganz  rot ;  die  Flecke  4 — 6  glashell.  Kamerun.  —  fa.  $  leona  Stgr.  ( =  leonina  Baker).  Vflgl  außer  an  den  Rän-  ^^"^• 
dem  fast  glashell;  Hflgl  oben  bis  zur  Wurzel  gelbbraun,  näch.st  der  schmalen  Saumbinde  heller  gelblich;  Unter- 
seite wie  bei  der  Hauptform  aber  viel  heller;  ist  dem  9  von  peneleos  ähnlich  aber  mehr  durchsichtig  und  durch 
die  Unterseite  der  Hflgl  leicht  kenntlich.    Sierra-Leone. 

A.  grosvenori  Eltr.  (60  b)  schließt  sich  durch  Größe  und  Flglform  den  nächst  vorhergehenden  Arten  an.  grosvenori. 
Vflgl  oben  ganz  schwärzlich  und  nur  in  der  Zelle  und  statt  der  Flecke  schwach  durchsichtig;  Hflgl  oben  an  der 
Wurzel  bis  zu  den  Rippen  2  und  7  schwarz,  dann  ziegelrot  mit  sehr  schmaler  dunkler  Saumlinie  und  sehr  feinen 
Strichen  der  Zwischenaderf alten,  unten  eintönig  orangegelb  mit  wenigen,  kleinen  schwarzen  Punkten  an  der 
Wurzel  und  langen  Strichen  am  Saume  an  den  Falten,  die  Rippen  aber  kaum  schwarz  gesäumt.  Oestliches 
Congo- Gebiet. 

A.  newtoni  E.  SJiarpe.  Vflgl  schwärzlich  mit  einem  gerundeten  weißlichen  Fleck  in  2  und  einer  weißlicher  mwlonl. 
Subapicalbinde  m  4 — 6;  Hflgl  oben  schwärzlich,  genau  hinter  der  Zellenspitze  mit  einer  3  mm  breiten  rotgelben, 
gleichbreiten  Mittelbinde,  welche  den  Ird  nicht  völlig  erreicht,  unten  bis  zur  Zellenspitze  grünlich  hellgrau  mit 
schwarzen  Punkten,  sonst  wie  oben.   Insel  Säo-Thome;  nur  ein  ^  bekannt. 

A.  safie  Fldr.  (57  b)  ist  eine  kleine,  sehr  distinkte  Art.   Beide  Flgl  dicht  beschuppt  oben  schwarzbraun;  aafie. 


256  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Auriviluus. 

die  Vflgl  mit  drei  weißen  Subapicalflecken  in  4 — 6  und  mit  je  einem  gell)en  Fleck  in  Ib  und  2.  die  Hflgl  oben 
mit  einer  schmalen,  mehr  oder  weniger  in  Flecke  aufgelösten  gelben  Mittelbinde;  auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl 
schwarz  mit  schwefelgelber,  schwarz  gestreifter  Saumbinde  und  hellen  Discalflecken  wie  oben;  die  Hflgl  haben 
unten  eine  hellere  oder  dunklere  gelbliche  Grundfarbe,  mit  oder  ohne  Andeutung  einer  Mittelbinde;  schwarze 
Wurzelpunkte  reduziert;  Saumstriche  fein,  bisweilen  am  inneren  Ende  punktförmig  verdickt.  Abcssinien.  — 
aniinorii.  fa.  aiitinofü  Oberth.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  fehlt  oder  unvollständig  ist. 
Abessinien. 

A.  orina.    Durch  die  vollständig  beschuppten  Vflgl  mit  scharf  begrenzten    roten  Zeichnungen   weicht 
diese  Art  von  der  nahe  verwandten  panhasia  ab.   Die  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  langen  roten  Streifen  in  der 
Zelle  und  in  Ib  und  roten  Discalflecken  in  2 — 6  oder  wenigstens  in  2.     Hflgl  oben  schwarz  mit  breiter  roter  Mit- 
telbinde, welche  nur  die  äußerste  Spitze  der  ^littelzelle  bedeckt  oder  beim  9  bis  zur  Wurzel  rot  mit  schwarzen 
Punkten.   Unterseite  der  Vflgl  bis  über  die  Mitte  hinaus  rötlich  dann  gelblich  mit  schwarzen  Rippen  und  dicken 
schwarzen  Strichen;  Hflgl  mit  gelber  Grundfarbe,  großen  schwarzen  Punkten  im  Wurzelfeld  und  dicken  schwar- 
orina.  zen  Strichen  der  Zwischenaderfalten.  —  orina  Hew.  (=  orinata  Oberth.  57  a).   Vflgl  mit  roten  (^,  ?)  oder  weißen 
nigra-  (?)  Discalflecken  in  den  Feldern  3 — 6.    Sierra-Leone  bis  Congo.  ^  fa.  nigroapicalis  Auriv.    Vflgl  ohne  helle 
apicalia.  Flecke  der  Felder  3 — 6.    Kamerun  bis  Uganda.    Orina  (57  a)  ist  eine  Uebergangsform  mit  rotem  Fleck  nur  in 
orineta.  3.  —  Ofineta  Eltr.  ist  die  östliche  Rasse  und  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  die  roten  Zeichnungen  der  Vflgl 
mehr  ausgedehnt  sind  und  das  Wurzelfeld  der  Hflgl-Oberseite  auch  beim  J  schwarz  ist ;  die  hellen  Flecke  der 
Felder  4 — 6  der  \'flgl  sind  beim  $  bald  weißlich  bald  rot  wie  beim  o  ■    Uganda,  als  Abänderung  auch  in  West- 
afriki^, 

bwichbecki.  A.  buschbecki  Deir.  (57  a).    Vflgl  oben  schwarz  mit  denselben  roten  Flecken  wie  bei  orina.  der  Streifen 

in  1  b  jedoch  durcli  einen  schwarzen  Fleck  in  der  Mitte  geteilt  und  die  Mittelzelle  mit  einem  länglichen  schwarzen 
Fleck ;  der  Fleck  in  3  ist  klein  und  liegt  in  oder  hinter  der  Mitte  des  Feldes ;  Unterseite  wie  oben,  die  Flecke  3 — 6 
aber  gelb  statt  rot  und  die  Saumbinde  gelb  gestreift.  Hflgl  oben  bis  zur  Wurzel  rot  mit  schwarzen  Punkten 
oder  an  der  Wurzel  etwas  verdunkelt,  am  Saume  mit  scharf  begrenzter  etwa  2  mm  breiter  Saumbinde,  unten 
mit  gelber  Grundfarbe  und  schwarzer  Saumbinde,  welche  in  jedem  Felde  zwei  kleine  gelbe  Punkte  einschließt. 
Kamerun  bis  Congo-Gebiet;  selten. 

cinerea.  A.  Cinerea  Xeave.   Vflgl  glashell  ohne  Spur  von  besonderen  Flecken,  am  V'rd  und  an  der  Spitze  mehr  oder 

weniger  grau  bestäubt.  Hflgl  oben  eintönig  schwarz,  unten  an  der  Wurzel  mit  einem  großen  dunkelroten  Feld, 
welches  sich  bis  zur  Spitze  der  Zelle  und  zum  Ird  ausdehnt;  Wurzel|)unkte  schwach  entwickelt:  Vflgl  unten  an 

alhrrta.  der  \Viirzel  des  Vrds  dunkelrot.  Brit.  Ost-Afrika:  Tiriki  Hills  (5000  Fuß).  —  alberta  Eltr.  (60  e)  weicht  da- 
ilurcli  ab,  daß  die  Hflgl  oben  einen  großen  länglichen  karm.inroten  Fleck  haben,  welcher  die  Wurzel  der  Felder 
7 — 2,  die  Mitte  des  Feldes  Ic  und  die  Spitze  der  Zelle  bedeckt.    Westlich  vom  Albert-Edward-  See. 

oreslia.  A   orestia  Heir.  (öOg).   Vflgl  glashell,  an  den  Rändern  und  Rippen  und  an  der  Wurzel  dunkel  beschuppt, 

die  Felder  la  und  Ib  über  die  Mitte  hinaus,  die  Wurzel  des  Feldes  2,  sowie  gewöhnlich  auch  ein  kleiner 
Fleck  in  der  Zelle  hell  orangegelb  bis  rot.  Hflgl  aaf  beiden  Seiten  hell  orangegelb  mit  schwarzen  Wurzelpunkten 
und. vollständig  entwickelten  Discalpunkten  und  mit  einer  scharf  begrenzten,  grauen  bis  schwärzlichen  halb- 
Iransila.  durchsichtigen  Saunibinde.  Nigeria  bis  Angola  und  Uganda.  —  ab.  transita  Eltr.  Vflgl  ohne  rötliche  Beschup- 
humilis.  ])ung;  die  Hflgl  statt  der  roten  Farbe  gelb  oder  weiß.  Uganda  und  Tiriki-Hills.  —  humilis  Ew.  S/iarpe.  Beide 
Flgl  durchsichtig  ohne  rote  oder  gelbe  Schuppen  und  oben  fast  ganz  ähnlich ;  die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel 
mit  einigen  kleinen  schwarzen  Punkten,  die  oben  nicht  sichtbar  sind  :  die  Discalj)unkte  fehlen.  Eine  sehr  degra- 
dierte Form.    Uganda  und  Tiriki. 

quirinalis.  A.  quirinalis  iSniit/i  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  hat  aber  einen  scharf  begrenzten  rotgelben  Wurzel- 

teil der  Vflgl-Oberseite,  welcher  die  Sp'tze  der  Zelle  und  die  Rippe  3  erreicht  und  einen  schwarzen  Längsstrich 
im  Wurzelteil  der  Zelle  einschließt;  die  rotgelbe  Farbe  der  Vflgl  ganz  dieselbe  wie  die  der  Hflgl;  Saunibinde 
der  Hflgl  deutlich  breiter  als  bei  orestia,  etwa  1  mm  breit.  Oestliches  t'ongo-Gebiet ;  Uganda;  Deutsch  und  Bri- 
tisch Ost- Afrika. 

iqola.  A-   'gola  Trim.  ist  den  beiden  vorigenArten  sehr  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab.  daß  die  Saumhiiide 

der  Hflgl  nicht  durchsichtig  und  die  Mittelzelle  ungefleckt  ist.  Wurzel  hälfte  fler  Vflgl  bis  zur  Zellenspitze  und  Rippe 
3  lebhaft  orangegelb  ohne  Flecke;  Vrd  bis  zur  Wurzel,  Spitze,  Saumbinde  und  Rippen  3 — 6  schwarz  bestäubt; 
Felder  3 — 6  sonst  glashell;  Hflgl  oben  orangegelb  mit  schwarzen  Punkten  und  2 — 2,5  mm  breiter  schwarzer 
Saumbinde;  die  rotgelbe  Farbe  auf  der  Unterseite  viel  blasser  als  die  obere:  Striche  der  Zwischenaderfalten 
kurz,  den  Saum  nicht  erreichend.  Beim  $  ist  die  Grundfarbe  heller,  hell  ockergelb  bis  rahmgelb  und  die  Saum- 
vmcuh'ven-  binde  unscharf  begrenzt.  Zulu-Land  bis  Deutsch-Ost-Afrika.  —  fa.  9  maculiventris  Sm.  n.  Kij.  hat  eine 
If'is.  mattere  mehr  braungelbe  Grundfarbe  und  eine  unscharf  begrenzte,  bald  breitere  bald  schmälere  Saunibinde 
der  Hflgl-Oberseite:  unten  sind  die  Hflgl  bald  wie  oben  gefärbt,  bald  an  der  Wurzel  bis  zu  den  Discalflecken 
schokoladenbraun  und  dann  bis  zur  rotliraunen  Saunibinde  hell  rötlich,    lauter  der  Hauptfonn. 


Ausgegeben  25.  III.  1913.  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Attrivilliüs.  257 

A.  strattipocles  Oberfh.  (56f)  ist  der  .4.  igola  sehr  ähnlich,  hat  aber  viel  größere  und  vollständig  entwickelte  straiüpocles. 
Discalpunkte  der  Hflgl  luid  einen  weißlich  erhellten  Ird  derselben.    Madagaskar. 

A.  masamba  Ward  (56  g)  schließt  sich  den  beiden  vorigen  Arten  eng  an,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  masamha. 
die  rotgelbe  Beschuppung  der  Vflgl  weniger  ausgedehnt  ist,  die  Spitze  der  Zelle  frei  läßt  und  höchstens  die  Wurzel 
des  Feldes  2  bedeckt ;  sie  ist  beim  $  viel  blasser  als  beim  3" ;  die  Hflgl  wie  bei  strattipocles  mit  großen  Discalpunkten ; 
der  äußere  schwarze  Punkt  der  Zelle  Hegt  mehr  wurzelwärts  vor  dem  Ursprung  der  Rippe  2;  beim  $  ist  die 
Grundfarbe  der  Hflgl  oft  weißlich.   Madagaskar.  —  fa.  silia  Mab.  (56  g)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  rötliche  sUia. 
Farbe  der   Oberseite   mehr  gelblich  und   hinter  den  Discalflecken  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  weißlich   ist; 
die  Geschlechter  einander  fast  ähnlich.   Madagaskar.  —  fa.  boseae  Saalm.  (56  g)  ist  kleiner  mit  liellgelber  Grund-  boseae. 
färbe  der  Oberseite.    Madagaskar. 

A.  sambavae  Ward  ist  den  beiden  letzten  Arten  sehr  ähnlich,  hat  aber  eine  mehr  braunrote  Farbe  der  sambavae. 
Oberseite  und  weicht  besonders  dadurch  ab,  daß  die  Saumbinde  der  Hflgl  durch  große  schwarze  Flecke  an  den 
Rippenenden  ersetzt  ist;  diese  Flecke  berühren  einander  am  Saume,  sind  aber  sonst  ganz  frei;  der  Ird  der  Hflgl 
breit  weißgelb.    Madagaskar. 

A.  aubyni  EÜr.  (60a)  Vflgl  oben  im  Wurzelteil  rötlich;  die  rote  Farbe  bedeckt  die  Zelle  bis  zur  Spitze,  die  aubyni. 
Felder  1  a  bis  2  fast  bis  zum  Saume,  und  die  Wurzel  des  Feldes  3 ;  der  Spitzenteil  ist  schwärzlich  mit  drei  kurzen, 
weißlichen,  durchsichtigen  Flecken  in  4  bis  6.  Hflgl  oben  fast  bis  zur  Wurzel  hellrot  mit  freien  schwarzen  Punkten 
und  einer  2  mm  breiten,  scharf  begivnzten  schwarzen  Saumbinde;  unten  hell  ockergelblich,  am  Saume  auf 
den  Falten  mit  kui'zen  fehlen  Strichen,  welche  den  Saum  nicht  völlig  erreichen.    British  Ost-Afrika. 

A.  conradti  Oberth.  (56  f)  weicht  von  allen  vorhergehenden  ähnlich  gefärbten  und  gezeichneten  Arten  conradti. 
dadurch  ab,  daß  die  Spitzenhälfte  der  Vflgl  dicht  beschuppt  ist  ohne  Glasfleck  m  3  aber  mit  scharf  begrenzten 
weißen  Flecken  in  4  bis  6  und  besonders  dadurch  daß  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  die  Rippen  am  Saume  breit 
schwarz  sind  und  die  Striche  kurz  und  verdickt,  kegelförmig.    Nyassa-Land  und  Deutsch  Ost-Afrika. 

Fünfte    Untergruppe. 

Große  Arten,  welche  dadurch  ausgezeichnet  sind,  daß  die  .schwarzen  Punkte  der  Felder  5  bis  7  der  Hflgl  völlig  fehlen. 
Die  Felder  5  und  (>  sind  bisweilen  auch  bei  den  Arten  der  vorhergehenden  Untergruppen  ohne  Punkte,  im  Felde  7  finden 
sich  bei  diesen  stets  1  bis  2  schwarze  Punkte.  Die  Vflgl  sind  wenigstens  zum  großen  Teil  glashell,  an  der  Spitze  und  am 
Saume  oft  m^hr  oder  weniger  verdvmkelt  und  haben  zw3i,  bisweilen  sehr  undeutliche,  dunkle  Querbinden,  von  denen  die 
erste  vom  Vrd  durch  die  Mittelzelle  bis  zur  Rippe  1  a  nahe  am  Hinterwinkel  und  die  andere  hinter  der  Zelle  vom  Vrd  bis 
zur  Rippe  3  verläuft  und  bisweilen  mit  den  breit  verdunkelten  Schlußripiien  der  Zelle  vei'einigt  ist.  Hfgl  mit  Wuizel- 
punkten  in  1  a  bis  1  c,  zwei  Punkten  in  der  Zelle  und  Discalpunkten  in  1  b  bis  3  und  selten  auch  in  4,  der  Punkt  in  3  liegt 
viel  näher  am  Saunie  als  die  anderen. 

A.  vesperalis  Smith  (56  f).    Vflgl  an  der  Spitze  und  am  Saume  breit  verdunkelt,  halbdurchsichtig  und  vesperalis. 
mit  deutlichen  dunklen  Querbinden.    Hflgl  oben  hell  ockergelb  mit  etwa  4  mm  breiter  schwarzbrauner  Saum- 
bmde,  unten  dunkel  ockergelb  mit  langen  dunklen  Strichen  der  Zwischenaderf alten.     Sierra-Leone  bis  Congo 
und  Uganda.  —  catori  Beth.  Baker.    Grundfarbe  der  Hflgl  hellgelb.    Sisrra-Leone.  catori. 

A.  peiitapolis  hat  die  Hflgl  am  Vrd,  in  den  Feldern  5  bis  7  bis  zur  Zelle  und  in  1  c  bis  4  am  Saume  glashell  pentapolis. 
oder  durchsichtig ;  beschuppt  sind  also  nur  die  Mittelzelle,  die  Felder  1  a  bis  2  fast  bis  zum  Saume  und  die  Wurzel 
der  Felder  3  (und  4);  die  Saumstriche  sind  oft  nur  in  den  Feldern  1  c  bis  3  deutlich.    Rp  oben  dunkel  umbra- 
braun  mit  einem  weißen  Fleck  jederseits  auf  den  Gliedern  4  bis  12;  Kopf  rotbraun.  Dornen  schwarz,  die  des  Glie- 
des 2  verlängert.    Pp  weißlich  mit  schwarzen  Zeichnungen;  Hlb  oben  mit  kurzen  stumpfen  Erhöhungen.  — 
pentapolis  Ward  {56 e).    Querbinde  der  Vflgl  matt  und  wenig  deutlich ;  Beschuppung  der  Hflgl  sehr  dünn  blaß- 
gelb bis  weißlich.   Sierra-Leone  bis  Congo  und  Uganda.  —  ab.  thelestis  Oberth.  (56  f).    Beschuppung  der  Hflgl  rot-  ihelestis. 
gelb.    Unter  der  Hauptform.  —  epidica  Oberth.  (56 f).   Querbinde  der  Vflgl  tief  schwarz  und  scharf  begrenzt,  oft  epidica. 
stark  verbreitet;  Beschuppung  der  Hflgl  zitrongelb;  Saum  beider  Flgl  oft  breit  verdunkelt.  Deutsch  Ost-Afrika. 

Sechste  Untergruppe. 

Durch  deutliche  freie  Wurzel-  und  Discalpunkte  der  Vflgl  weichen  die  hieher  gehörigen  Arten  von  allen  anderen  der 
ersten  Gruppe  ab  und  stimmen  dadurch  mit  den  meisten  Arten  der  zweiten  Gruppe  überein.  Die  drei  Arten  sind  unter  sich  recht 
verschieden  und  können  durch  die  Kennzeichen  der  folgenden  Uebersicht  leicht  unterschieden  werden. 

Uebersicht    der    Arten. 

I.  Beide  Flgl  ohne  Submarginalpunkte.    Der  Discalpunltt  1  b  der  Vflgl  steht  schief  nach  außen  hinter  dem 
Discalpunkt  2. 

XIII  33 


258  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLnjs. 

a.  Der  Discalpunkt  4  der  Hflgl  steht  etwas  näher  am  Saume  als  die  übrigen  und  bildet  mit  den  Discalpunk- 
ten  2,  3,  5  und  6  einen  fast  regelmäßigen   Bogen.  A.  encedon. 

ß.  Der  Discalpunkt  4  der  Hflgl  steht  näher  an  der  Wurzel  als  die  Discalpunkte  3  und  5.    A.  pharsalus. 
II.  Die  Hflgl  wenigstens  in  1  c  bis  3,  die  Vflgl  in  Ib  und  2  mit  großen  Submarginalpunkten.    Die  Discalflecke 
1  b  bis  3  der  Vflgl  liegen  in  einer  geraden  Linie.  A.  rogersi. 

A.  encedon  ist  eine  in  Afrika  weitverbreitete  und  sehr  veränderliche  Art,  welche  viele  Formen,  aber 
keine  bestimmten  Lokalrassen  aufzuweisen  hat.    Die  schwarzen  Punkte  sind  bei  allen  Formen  dieselben  und  in 
folgender  Weise  angeordnet.  Vflgl:  1  bis  2  Wurzelpunkte  in  1  b;  ein  Querfleck  in  der  Mittelzelle;  Discalpunkte 
in  1  b  bis  6,  von  denen  der  in  1  b  oft  doppelt  ist  und  stets  viel  näher  am  Saume  liegt  als  der  Punkt  in  2 ;  bei  den 
Formen  mit  schwarzer  Flglspitze  sind  die  Discalpunkte  3  bis  6  oben  gegen  die  dunkle  Grundfarbe  undeutlich. 
Hflgl:  Wurzelpunkte  in  (1  a),  1  b,  Ic  und  7;  1  bis  2 Punkte  in  der  Zelle;  je  ein  Punkt  im  Wurzelwinkel  der  Felder 
4  und  5  und  Discalpunkte  in  1  b  bis  7,  von  denen  der  in  3  oder  4  näher  am  Saume  als  die  übrigen  und  der  in  2 
näher  an  der  Wurzel  als  der  in   Ib  liegt.    Die  Hflgl  haben  oben  eine  schmale,   1  bis  2  mm  breite  schwarze  oder 
schwärzliche  Saumbinde  und  auf  ihrer  Unterseite  sind  die  Striche  der  Zwischenaderf alten  oft  rotgelb  statt  schwarz. 
encedon.  Ganz  Afrika  südlich  von  der  Sahara  und  Madagaskar.  —  encedon  L.  (56  e).    Die  Spitzenhälfte  der  Vflglober- 
seite  schwärzlich  mit  weißer  aus  5  bis  0  Flecken  der  Felder  3  bis  6  (!),   10)  gebildeter  Subapicalbinde;  Grundfarbe 
infuscata.  sonst  rotbraun  bis  gelbbraun,  unten  etwas  heller.  —  fa.  infuscata  Stgr.  weicht  von  encedon  nur  durch  rauch- 
alcippina.  braune  Grundfarbe  ab.  —  fa.  alcippina  AHriv.  hat  die  Hflgl  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  weiß, 
sganzini.  stimmt  aber  sonst  mit  der  Hauptforin  übei'ein.  —  fa.  sganzini  Bsd.  (56  e).    Zeichnungen  wie  bei  der  Haupt- 
form,   Grundfarbe    aber  strohgelb   bis  lehmgelb  und   Saumstiiche  der   Hflgl-Unterseite  gewöhnlich  schwarz; 
Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  oft  erweitert  und  unscharf  begrenzt.    Kommt  besonders  auf  Madagaskar  vor. 
Jycia.  —  fa.  lycia  F.  (56  e)  ist  der  fa.  sgunzini  sehr  ähnlich,  hat  aber  eine  weiße  oder  weißliche  Grundfarbe;  bisweilen 
ist  die  Wurzeihälfte  der  Vflgl  auf  beiden  Seiten  rauchig  schwarzgrau  und  oben  nur  wenig  heller  als  die  Spitzen- 
fxtmosa.  hälfte,  ab.  fumosa  ab.  nov.    Ein  Stück  mit  3  schwarzen  Punkten  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl  wurde  von  Strand 
ascreptieki.  ascrepticia  (!)  benannt.  —  Die  folgenden  Formen  weichen  von  den  vorhergehenden  dadurch  ab,  daß  die  Spitzen- 
hälfte der  Vflgl-Oberseite  nicht  oder  kaum  dunkler  als  die  Wurzelhälfte  ist  und  deutliche  schwarze  Discalpunkte 
necoda.  hat.  —  fa.  necoda  Heir.  (56  e).    Grundfarbe  beider  Flgl  hellgrau;  Vflgl  mit  weißlicher  Subapicalbinde.  —  fa. 
daira.  daira  Godm.  u.  SultK     Grundfarbe  beider  Flgl  hell  braungelb ;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  fehlt  oder  ist  nur  durch 
radiata.  hellgelbliche  Flecke  angedeutet.  —  fa.  radiata  Auriv.  weicht  von  daira  nur  dadurch  ab,  daß  die  Rippenenden 
oben  breit  dreieckig  schwarz  gesäumt  sind  und  die  hintere  Hälfte  der  Hflgl  weißlich  ist.    Adamaua.  —  Rp 
schieferschwarz  mit  gelber  Seitenliiaie,  kleinen  weißen  und  gelben,  schwarz  gesäumten  Rückenflecken  und  schwar- 
zen Dornen ;  Kopf  schwarz.    Pp  weiß  mit  den  gewöhnlichen  schwarzen  Zeichnungen.    Die  Rp  lebt  auf  t'ommelina. 
—  Die  Uebereinstimmung  in  der  Farbe  und  Zeichnung  zwischen  den  Formen  von  Acraea  encedon  und  denen 
von  den  viel  größeren  Danaida  chrysippus  und  dorippus  sind  sehr  bemerkenswert.     Man  vergleiche  A.  encedon 
und  D.  chrysippus,  A.  alcippina  und  D.  alcippus,  A.  daira  und  D.  dorippus,  A.  radiata  und  D.  dorippus  ab. 
alhinus. 

pharsalus.       .  A.  pharsalus  Ward.  (56  d).    Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  schwarz  bestäubt;  Vflgl  oben  an  der  Spitze 

und  am  Saume  sehr  breit  schwarz  mit  weißlichen  (selten  rötlichen)  kleinen  Subapicalflecken  in  4  bis  6  und  großen 

Discalpunkten  m  1  b  bis  6,  von  denen  die  der  Felder  4  bis  6  kaum  von  der  Grundfarbe  zu  unterscheiden  smd ;  Mittel- 

z  >Ile  mit  einem  schwarzen  Fleck  in  der  Mitte  und  an  der  Spitze;  die  Mitte  der  Vflgl  und  der  größte  Teil  der  Hflgl 

oben  rot,  die  Hflgl  mit  schwarzer  Saumbinde;  Vflgl  unten  rötlich  grau,  an  der  Spitze  und  am  Saume  gelblich 

mit  schwarzen  Rippen  und  Saumstrichen;  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  und  am  Saume  grünlich  hellgrau,  in  der 

Mitte  schwach  rötlich  mit  wohl  entwickelten  Wurzel-  und  Discalpunkten  und  großen  dreieckigen  Flecken  am 

Saume  auf  den  Zwischenaderfalten.  —  Rj)  oben  rotgelb  unten  heller  mit  schwarzer  Rückenlinie  und  kleüien 

schwarzen  Strichelchen  am  Vorder-  und  Hinterrande  jedes  Gliedes;  Kopf  und  Dornen  schwarz.    Pp  hell  gelblich 

pÄar.'WiJoi-  mit  schwarzen  Zeichnungen.    Senegal  bis  Angola,  Nyassa-Land  und  Uganda.  —  pharsaloides  JYo^^   (=   saluspha 

'  ''*•  Sit  ff.)  ist  die  ostafrikanische  Rasse  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  helle  Subapicalbinde  der  A'flgl  viel  größer 

und  rot  und  durch  einen  solchen  Fleck  m  3  mit  der  roten  Grundfarbe  vereinigt  ist;  die  schwarzen  Discalpunkte 

der  Felder  3  bis  6  treten  dadurch  als  selbständige  Flecke  auf:  die  Wurzel  beider  Flgl  ist  oben  weniger  schwarz 

bestäubt  als  bei  der  Hauptform.    Beim  $  ist  die  (hundfarbe  oben  oft  graugelblich.    Angola,  Deutsch-  und  Brit. 

paUidepiciii.  Ost-Afrika.    —   ab.    pallidepicta  Strand.      Subapicalbinde    der  Vflgl    weißlich.     Deutsch  Ost-Afrika.  —  ab. 

nia.  nia  Strand  bildet  gewissermaßen  den  Uebergang  zu  vuilloti.  indem  die  Hflgl  an  derselben  Stelle  wie  bei  dieser 

luiUoii.  einen  hellen  gelblichen  Wisch  tragen.    Deutsch  Ost-Afrika:  Amani.  —  vuilloti  Mab.  (56  d).    Die  Grundfarbe 

der  Vflgl  ist  oft  völlig  in  Flecke  aufgelöst  und  die  Hflgl  haben  amird  m  den  Feldern  1  b  bis  2  (bis  3)  einen  großen 

weißen  Fleck.    Hflgl  auch  unten  mit  dunkler  Saumbmde.    Saumstriche  dick,  aber  nicht  dreieckig.    Deutsch 

rhodina.  Ost-Afrika.  —  rhodina  Rothsch.    Vflgl  wie  bei  vuilloti]  Hflgl  auch  ähnlich  gezeiclmet  aber  ohne  weißes  Feld. 

Abessinien. 

rogrrsi.  A.  rogersi  ist  durch  die  Anwesenheit  von  schwarzen  Submarginalpunkten  wenigstens  in  den  Feldern 

1  b  und  2  beider  Flgl  ausgezeichnet.  Die  Vflgl  haben  einen  Wurzelpunkt  in  1  b,  emen  schwarzen  Fleck  in  der  Zelle 


ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Attrivillius.  259 

einen  an  der  Zellenspitze  und  große  Discalpunkte  in  1  b  bis  6,  von  denen  die  in  1  b  bis  3  in  einer  mit  dem  Saume 
gleichlaufenden  geraden  Linie  stehen.   Die  Hflgl  sind  gewöhnlich  oben  an  der  Wurzel  bis  zur  Zellenspitze  so  ver- 
dunkelt, daß  die  Wurzelpunkte  nicht  deutlich  sind  und  haben  eine  breite  schwarze  Saumbinde;  unten  haben 
sie  Wurzelpunkte  in  labis  1  c,  7  und  8  und  zwei  in  der  Zelle;  die  Discalpunkte  finden  sich  gewöhnlich  in  allen 
Feldern,  sind  aber  unregelmäßig  angeordnet,  indem  die  Flecke  in  1  c  und  4  näher  an  der  Wurzel  als  die  angren- 
zenden liegen,  ein  schwarzer  Punkt  auf  der  mittleren  Discocellularrippe ;  die  Submarginalpunkte  liegen  dicht 
vor  der  Saumbmde  und  kommen  beim  $in  den  Feldern  1  b  bis  7,  beim  (^  oft  nur  in  1  b  bis  3  vor,  —  rogersi  Hew.  rogersi. 
Oben  schwarz  mit  einer  8  bis  9  mm  breiten  Querbinde  der  Hflgl  und  einem  großen  Fleck  am  Hinterwinkel  derVflgl 
in  den  Feldern  1  a  bis  2  beim  ,^  rot  oder  rotgclb,  beim  ?  nur  undeutlich  rötlich.  Sierra-Leone  bis  Angola.—  salambo  salambo. 
Sm.  (56  d).    Beide  Flgl  oben  rauchschwarz  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  breit  gelblichgrau  aufgehellt.   Unter 
der  Hauptform.  —  lamborni  EUr.  ist  der  vorigen  Form  ähnlich  hat  aber  eine  schmutzig  rahmfarbige  Querbinde  lamlomi. 
der  Hflgloberseite.    Rp  schwarzbraun  mit  schwarzen  Dornen  und  schwarzem  Kopfe.      Pp  hell  gelblichbraun 
mit  feinen  schwarzen  Strichelchen;  am  Kopfe  mit  zwei  langen,  stumpfen,  divergierenden  Hörnchen,   Lagos, 


Anhang  zur  ersten   Gru  p"p  e. 

Die  folgende,  ganz  isoliert  dastehende  Art  fülire  ich  als  Anhang  zur  ersten  Gruppe  auf.  Die  Hflgl  haben 
unten  an  den  Zwischenaderfalten  feine  undeutliche  schwarze  Linien,  welche  jedoch  bei  weitem  den  Saum  nicht 
erreichen,  am  Saume  selbst  sind  sie  rötlich  gefärbt  ohne  daß  jedoch  besondere  Saumflecke  gebildet  werden. 
Auf  der  Oberseite  der  Hflgl  kommen  dagegen  große,  abgerundete,  durch  die  schwarzen  Rippen  und  eine  Sub- 
marginallinie  wohl  begrenzte  Saumflecke  vor,  welche  jedoch  ganz  dieselbe  Farbe  wie  der  Grund  der  Oberseite 
haben, 

A.  amicitiae  Heron  (=  polychroma  Rebel)  (59  f),  Vflgl  oben  schwarz  in  der  Wurzelhälfte  mit  5  großen  amidtiae. 
eckigen  braunroten  Flecken,  zwei  in  1  b,  zwei  üi  der  Mittelzelle  und  einen  in  der  Mitte  des  Feldes  2  und  in  der 
Spitzenhälfte  mit  drei  kleinen  glashellen  Flecken  m  4  bis  6,  Hflgl  oben  braunrot,  im  Wurzelteil  der  Felder  1  a  bis  2 
bis  zur  Rippe  3  schwarz  und  mit  freien  schwarzen  Discalj^unkten  in  (4)  5  bis  7;  vor  dem  Saume  mit  einer  dicken 
schwarzen  Submarghiallinie,  welche  durch  die  schwarzen  Rippen  mit  dem  Saume  verbunden  ist;  auf  der  Un- 
terseite sind  der  Wurzelteil  bis  zu  den  Discalpunkten  und  die  Saumbinde  matt  graubraun  und  der  Zwischenraum 
bildet  eine  nach  vorn  erweiterte  hell  graugelbe  Mittelbinde;  Wurzel-  und  Discalpunkte  alle  frei,  Ruwenzori 
und  in  den  Gebirgsgegenden  am  Nordwestende  des  Tanganjika  Sees, 

Zweite  Gruppe. 

Diese  Gruppe  umfaßt  die  Mehrzahl  der  äthio)iisiluii  Atraeeu  und  kann  in  mehrere  Untergruppen  eingeteilt  werden. 
Die  Untergruppen  habe  ich  fast  unverändert  wie  in  niemeni  Werke  Rhopalocera  aethiopica  beibehalten,  obgleich  einige  Arten 
später  entdeckt  worden  sind,  die  sich  nicht  olme  Schwierigkeiten  in  den  Untergruppen  einpassen  lassen,  Eltringham  hat  eine 
große  Anzahl  klemerer  Gruppen  aufgestellt,  die  jedoch  nicht  charakterisiert  worden  sind  und  darum  hier  nicht  angewendet 
werden  können.    In  seiner  Bestimmvmgstabelle  hat  er  dagegen  die  folgenden  Untergruppen  fast  unverändert  beibehalten. 


Uebersicht   der   Untergruppen, 

I.  Die  Vflgl  vollständig  beschuppt,  sehr  selten  hinter  der  Mitte  zum  Teil  glashell  mit  geflecktem  Saume,    Die 
Hflgl  in  diesem  Falle  unten  mit  freien  nicht  zusammengeflossenen  Wurzelpunkten, 

A,  Die  Hflgl  unten  am  Saume  in  jedem  Felde  mit  einem  hellen,  nach  banen  dunkel  (schwarz)  begrenzten  Fleck 
oder  mit  breiter  schwarzer,  hellgefleckter  Saumbinde, 

a)  Die  hellen,  oft  dreieckigen  oder  in  der  Länge  ausgezogenen  Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  auf 
den  Seiten  und  nach  innen  von  zwei  schief  gestellten,  nach  innen  konvergierenden  oder  oft  auch 
vereinigten,  geraden  oder  gebogenen,  mit  den  schwarzen  Rippen  gewöhnlich  nicht  verbundenen 
dunklen  Strichen  begrenzt.  Wenn  diese  Striche  gebogen,  verdickt  und  mit  den  Rippen  vereinigt 
sind,  ist  die  Saumbinde  derjenigen  der  folgenden  Untergruppen  sehr  ähnlich.  In  solchem  Falle  sind 
jedoch  die  Arten"  der  vorliegenden  Gruppe  daran  kenntlich,  daß  die  Vflgl  ohne  Discalpunkte  sind. 

Erste    Untergruppe. 
i'j)  Die  hellen,  gerundeten  oder  viereckigen  bis  transversalen  Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  nach 
innen  (und  auf  den  Seiten)  von  einer  geraden  oder  gebogenen,  bisweilen  stark  verdickten  Querlinie 
begrenzt.    Im  letzten  Falle  kann  die   Querlinie  zu  einer  breiten,  die  verkleinerten  Flecke  ganz  ein- 
schließenden Saumbinde  erweitert  sein. 
*.  Die  Wurzelpunkte  der  Hflgl-Unterseite  getrennt. 

1.  Die  Vflgl  unten  ohne  dunkle  Striche  auf  den  Zwischenaderfalten  oder  selten  mit  kurzen  solchen 
Strichen,  die  jedoch  vom  Saume  weit  entfernt  sind. 


260  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AumvrLiJüS. 

a)  Der  Discalpunkt  1  b  der  Vflgl  steht  fast  gerade  hinter  dem  Discalfleck  2  so,  daß  eine  durch 
diese  Punkte  gezogene  Linie  fast  senkrecht  zu  dem  Hrd  stehen  und  die  Mittelzelle  kaum 
oder  nicht  berühren  würde  *) Z  w  e  i  t  e  U  n  t  e  r  g  r  u  p  p  e. 

b)  Der  Discalpunkt  1  b  der  Vflgl  steht  so  schief  nach  außen  hinter  dem  Discalfleck  2,  daß  eine 
durch  diese  Punkte  gezogene  Linie  den  Hinteminkel  und  die  !Mittelzelle  durchschneiden 
und  fast  senkrecht  gegen  den  Vrd  stehen  •würde  *).  Dritte  L'ntergruppe. 

2.  Die  Vflgl  unten  mit  deutlichen,  den  Saum  erreichenden,  schwarzen  Strichen  auf  den  Zwischen- 

aderfalten VierteUntergruppe. 

**.  Die  Wurzelpunkte  der  Hflgl-L'nterseite  zu  einem  schwarzen,  weißgefleckten  Wurzelfeld  zusammen- 
geflossen  Fünfte  fntergruppe. 

B.  Die  Hflgl  unten  am  Saume  ohne  helle  scharf  begrenzte  Saumflecke,  nur  mit  schwarzer  Saumlinie  oder 

auch  mit  heller  Saumbinde Sechste  L'ntergruppe. 

II.  Die  Vflgl  wenigstens  hinter  der  Mitte  durchsichtig,  glashell  oder  rauchig  ohne  Zeichnungen;  selten  vor  der 
Spitze  und  am  Saume  mit  hellen  Flecken,  die  Hflgl  aber  in  diesem  Falle  unten  an  der  Wurzel  schwarz  mit 
weißen  Punkten. 

A.  Hflgl  am   Saume  vollständig  beschuppt  und  mehr  oder  weniger  gefleckt. 

Siebente  L'ntergruppe. 

B.  Hflgl  am    Saume  mehr  oder  weniger  breit  unvollständig  beschuppt,  durchsichtig  bis  glashell,   selten 
rauchig,  ohne  Zeichnungen  oder  nur  an  den  Rippenenden  verdunkelt. 

Achte  L'ntergruppe. 

Erste  Untergruppe. 

Die  eigentümliche  Zeichnung  am  Saume  der  Hflgl-lTnteiseite,  welche  diese  Untergruppe  auszeichnet,  kann  auch  so 
beschrieben  werden,  daß  sich  dort  dunkle  Striche  auf  den  Zwischenaderfalten  befinden,  welche  sich  gegen  den  Saum  spalten 
und  einen  hellen  Fleck  einschließen  (vergl.  die  T'nterseiten  Taf.  56  a — d).  Sehr  selten  tritt  dicseibe  Zeithnung,  wie  beim  9 
von  aUhoiji,  auch  oben  auf.  Bei  allen  typischen  Arten  fehlen  die  Wurzel-  und  Discalpi^nkte  der  Vf.'gl  cder  tiettn  nur  in  1  b  xr.A 
2  als  kleine  freie  Punkte  auf.  Bei  den  beiden  letzten,. sehr  abweichenden  Alten,  welche  einen  Vebergang  zu  der  zweiten  Unter- 
gruppe bilden,  sind  die  Discalpunkte  der  Vflgl  dagegen  vollständig  entwickelt.  Dieselben  stehen  auch  hinsichtlich  der  Zeichnung 
am  Saume  der  Hflgl -Unterseite  auf  einem  primitiven  Standpunkt  und  kennen  nur  a]s  ein  Anhang  dieser  Untergruppe  betrach- 
tet werden. 


Uebersicht    der   Arten. 

I.  Die  Felder  4  bis  6  der  Vflgl  ohne  freie  Discalpunkte.  oft  aber  mit  einer  schiefen  QuerbLnde,  welche  den  Vrd 
gewöhnlich  mit  der  Saumbinde  veremigt  und  eine  helle  Subapicalbinde  abtrennt. 

A.  Die  Discalpunkte  der  Hflgl-Unterseite  niemals  zu  einer  zusammenhängenden  Querlinie  vom  Vrd  bis  zum 
Ird  vereinigt. 

a)  Die  Mittelzelle  der  Vflgl-Oberseite  ganz  schwarz  oder  nahe  an  ihrer  Spitze  mit  einem  hellen  Fleck 
oder  längs  ihrer  Hinterseite  hell  gefärbte  oder  selten  fast  ganz  hell  gefärbt,  in  welchem  Fall  jedoch 
die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  aus  einem  Pimkte  oder  kurz  gestielt  ausgehen  und  die  Hflgl  oben  an  der 
Wurzel  schwarz  sind. 
*.  Die  hellen  Saumflecke  der  Hflgl-L'nterseite  4bis5mal  so  lang  wie  am  Saume  breit,  strichförmig 
oder  schmal  kegelförmig,  und  in  ihrer  Außenhälfte  fast  gleichbreit.         .     .     A.  althoff i. 
**.  Die  hellen  Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  dreieckig  oder  abgerundet,  höchstens  doppelt  so  lang 
wie  am  Saume  breit. 
§.  Die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  mit   17  bis  18  abgerundeten,  getrennten  schwarzen  Punkten 
auf  gelblichem  Grunde  und  olme  rote  oder  gelbliche  Striche  zwischen  den  Punkten;  dieselben 
auch  oben  ganz  deutlich.    Die  Zeiclmimgen  der  Oberseite  hell  ockergelb.    ^littelbinde  der 
Hflgl-Oberseite  schmal  (4  bis  5  mm  breit)  und  fast  gleich  breit.      .     .     .     A.  oberthüri. 
§§.  Die  Hflgl  unten  im  Wurzelt eü  höchstens  mit  12  bis  14  schwarzen  Punkten,  welche  mehr  oder 
weniger  zusammengeflossen  oder  durch  rote  bis  gelbliche   Striche  vereinigt  sind.     Mittel- 
binde der  Hflgl-Oberseite  bauchig  gebogen  oder  in  den  Feldern  4  bis  5  erweitert. 
t-  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  aus  demselben  Punkte  oder  kurz  gestielt.  Die  Hflgl  oben  an 
der  Wurzel  wenigstens  bis  zur  Rippe  2  schwarz  oder  schwärzlich.    Die  Discalpunkte 
4  bis  6  der  Hflgl  fehlen. 

o.  Die  Vflgl  oben  bis  zur  Rippe  2  einfarbig  schwarz  ohne  helle  Zeichnungen.  Der  große 
helle  Hrdfleck  der  Vflgl  ^mrzelwärts  fast  geradlinig  begrenzt.  Der  Fleck  in  1  b 
rektangulär  imd  an  der  Rippe  1  ebenso  breit  wie  an  der  Rippe  2. 

•)  Wenn  der  eine  oder  beide  der  Punkte  1  b  vmd  2  fehlen,  muß  man  die  Art  sowohl  in  der  zweiten  wie  in  der  dritten 
Untergruppe  suchen,  J 


ACRAEA.    Von  Dr.  0.  Attrivillius.  261 

1.  Der  innerste  Winkel  des  Feldes  2  der  Vflgl  vollständig  vom  hellen  Hrdfleck  be- 
deckt. 

a)  Alle  Zeichnungen   der  Oberseite  gelbrot.     Flglspannung   30  bis  35  mm. 

A.   uvui. 

b)  Alle  Zeichnungen  der  Oberseite  hellgelb.    Flglspannung  48  bis  50  mm. 

A.  viviana. 

2.  Der  innerste  Winkel  des  Feldes  2  der  Vflgl  schwarz.    Zeichnungen  der  Oberseite 
hellgelb A.  Icarschi. 

00.  Die  Vflgl  oben  im  W^urzelteü,  gewöhnlich  an  der  Medianrippe,  mehr  oder  weniger 
breit  hell  gefärbt.  Der  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  nach  innen  unregelmäßig  begrenzt  und 
setzt  sich  oft  längs  der  Mediana  gegen  die  Wurzel  fort. 

1.  Der  innerste  Winkel  des  Feldes  2  der  Vflgl-Oberseite  vollständig  vom  hellen 
Hrdfleck  bedeckt. 

a)  Die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  mit  einem  roten  Strich  oder  Fleck  zwischen  den 
schwarzen  Punkten  wenigstens  in  der  Mittelzelle  und  im  Felde  8. 

A.  cäbira. 

b)  Die  Hflgl  imten  an  der  Wurzel  ohne  rote  Striche  zwischen  den  schwarzen 
Punkten A.  alicia. 

2.  Der  innerste  Winkel  des  Feldes  2  der  Vflgl-Oberseite  schwarz   oder   mit   einem 
schwarzen  Punkte. 

a)  Der  rotgelbe  Längsstreif  an  der  Mediana  der  Vflgl-Oberseite  ist  breit  und  voll- 
ständig mit  dem   Hrdfleck  vereinigt A.   honasia. 

b)  Der  rote  bis  rotgelbe  Längsstreif  an  der  Mediana  der  Vflgl-Oberseite  vom 
Hrdfleck  getrennt  oder  damit  nur  schmal  und  unvollständig  vereinigt. 

A.  sotikensis. 
tf.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  breit  getrennt.  Die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  oder  nur 
sehr  wenig  schwarz  gefärbt;  die  schwarze  Farbe  erreicht  nicht  die  Rippe  2.    Mittelzelle 
der  Vflgl-Obers3ite  nahe  der  Spitze  mit  hellem  Fleck  sonst  schwarz.  Hflgl  unten  im  Wurzel- 
feld mit  roten  Strichen  zwischen  den  schwarzen  Punkten. 

1.  Vflgl  mit  heller  Subapicalbinde A.  acerata. 

2.  Vflgl  ohne  helle  Subapicalbinde A.  pulhiki. 

13)  Die  Mittelzelle  der  Vflgl-Oberseite  völlig  hell  gefärbt  oder  nur  mit  einem  schwarzen  Punkte  und  an 
der  Spitze  etwas  verdunkelt ;  selten  wie  die  Felder  1  a  bis  3  halbdurchsichtig  oder  rauchfarbig.    Die 
Rippen  3  und  4  der  Hflgl  an  ihrem  Ursprünge  mehr  oder  weniger  breit  getrennt.   Die  helle  (gewöhn- 
lich rotgelbe)  Grundfarbe  der  Vflgl  bedeckt  fast  völlig  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b. 
*.  Die  Hflgl  unten  mit  2  bis  3  schwarzen  Punkten  in  der  Mittelzelle,  oben  an  der  Wurzel  hell  gefärbt 
mit  freien  schwarzen  Punkten. 

L  Die  hellen  Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  nach  innen  abgerundet,  halb  elliptisch.  Vflgl 
mit  breiter,  gewöhnlich  rotgelber,  zusammenhängender  Subapicalbmde,  welche  bisweilen 
mit  der  Grundfarbe  vereinigt  ist. 

a)  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  nach  innen  scharf  begrenzt,  eintönig  schwarz  ohne  Striche 
oder  helle  Punkte,  nur  mit  den  gewöhnlichen  Saumflecken A.  lumiri. 

b)  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  außer  den  Saumflecken  mit  hellen  Submarginalpunkten 
oder  nach  innen  sehr  unregelmäßig  begrenzt  und  an  jeder  Rippe  tief  eingeschnitten. 

A.  terpsichore. 
2.  Die  rotgelben   Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  scharf  dreieckig.    Die  Vflgl  bis  zur  Spitze 
der  Mittelzelle  rotgelb,  dann  schwarz  oder  schwärzlich  mit  drei  kleinen,  weißlichen,  halb- 
durchsichtigen Subapicalf lecken  in  4  bis  6 A.  fornax. 

**.  Die  Hflgl  unten  höchstens  mit  einem  schwarzen  Punkte  in  der  Mittelzelle.  Die  Saumflecke  der 
Hflgl-Unterseite  klein,  breiter  als  lang,  hellgelb  bis  weißlich,  nach  innen  durch  einen  langen 
breiten  roten  schwarz  gesäumten  Streifen  fortgesetzt.  Die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur 
Rippe  2  schwarz  und  mit  breiter  schwarzer  luigefleckter  oder  undeutlich  gefleckter  Saumbinde. 

1.  Zeicluiungen  der  Oberseite  rotgelb A.  goetzei. 

2.  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  Mittelbinde  der  Hflgl  zitronengelb.        .     .     A.  excelsior. 

B.  Die  Discalpunkte  der  Hflgl-Unterseite  vollständig  da,  strichförmig  und  zu  einer  Querlinie,  welche  vom 
Vrd  bis  zum  Ird  verläuft,  die  Zellenspitze  berührt  und  das  Wurzelfeld  nach  außen  begrenzt,  vereinigt. 

A.  mirabilis. 
IL   Die  Vflgl  in  den  Feldern  4  bis  6  mit  freien,  schwarzen  Discalpunkten.    Die  Discalpunkte  Ib  bis  4  oder  5  der 
Hflgl  stehen  in  einer  fast  geraden  Querlinie  hinter  der  Zellenspitze  und  die  Discalpunkte  6  und  7  bilden 
mit  dieser  einen  fast  rechten  W^inkel.    Die  Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  weißlich,  breiter  als  lang  und 
nach  innen  unvollständig  oder  nicht  durch  schwarze  Striche  begrenzt. 


262  ACRAEA.    Von  Dr.  C.  Attrivilijus. 

y.)  Die  hellen  Saumflecke  nach  innen  von  zwei  kurzen,  sehr  quer  gestellten,  schwarzen  Strichen,  die  sich 
jedoch  in  der  Mitte  nicht  berühren,  begrenzt.  An  der  Oeffnung  dieser  Striche  setzt  sich  gewöhnlich 
ein  breiter  rötlicher  Streifen  an.    Grundfarbe  der  Oberseite  rotgelb  bis  braungelb  bis  grau.     A.  zitja. 

3)  Die  hellen  Sauniflecke  der  Hflgl-Unterseite  nach  innen  nicht  oder  sehr  undeutlich  schwarz  begrenzt. 
Vor  denselben  liegen  auf  den  Zwischenaderfalten  breite  orangegelbe  Längsstriche,  welche  in  den  Feldern 
1  b  bis  4  wurzelwärts  von  einer  schwarzen  Querlinie  begrenzt  sind.  Grundfarbe  der  Oberseite  sandgelb 
bis  rahmgelb A.  rahira. 

allhoffi.  A.  althoffi  Dew.  (56  d)  ist  viel  größer  als  die  übrigen  Arten  der  Untergruppe  und  von  allen  durch  die  Form 

der  liellcn  Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  verschieden  (vergl.  die  Uebersicht).    Vflgl  oben  schwarz  mit  einem 
nach  außen  er^veiterten  Längsstreifen  in  der  Mittelzellc,  einer  Subapicalbinde  und  einem  schmalen  Hrdfleck 
in  denFeldeni  labis2  beim o  rot,  beim  2  weiß;  die  Subapicalbinde  besteht  aus  4  Flecken  der  Felder  3  bis  6; 
der  Hrdfleck  ist  etwa  6  mm  breit.   Die  Hflgl  oben  schwarz  (^J)  oder  schwarzgrau  mit  einer  ilittelbinde,  welche 
bebn  j  nur  3  bis  4  mm  breit  und  schwefelgelb  bis  weißgelb,  beim  5  aber  9  bis  10  mm  breit  und  weiß  ist.  Die  Unter- 
seite mit  fast  denselben  Zeiclmungen  wie  oben  aber  mit  deutlichen  Wurzel-  und  Discalpunkten  der  Hflgl  und 
rubrofas-  langen  schwarzen  Strichen  im  Saumteil.    Congo  bis  Uganda.  —  f.  rubrofasciata  Anriv.  weicht  durch  rote 
tii""^'"'  ^littelbinde  der  Hflgl  ab.      Kamerun   und  Congo-Gebiet.    —    ?   f.  telloides  Eltr.  ist  dem  t^-pischen  ?  ganz 
unähnlich,  hat  aber  recht  große  Aehnlichkeit  mit  Planema  telhis  (58  a).    Die  Wurzelhälfte  der  Flgl  ist  fast  bis 
zur  Spitze  der  Zelle  matt  orangegelb;  die  orangegelbe  Farbe  bedeckt  nämlich  nicht  nur  wie  bei  PI.  tellus  den 
größten  Teil  der  Felder  1  a  und  1  b  und  die  Wurzel  des  Feldes  2  sondern  auch  fast  die  ganze  Mittelzelle ; 
die  Subapicalbinde  ist  hell  ockergelb  und  besteht  aus  4  Flecken,  von  denen  der  in  3  vn^  bei  PI.  tellus  näher 
am  Saume  steht.   Die  Hflgl  oben  bis  zur  Wurzel  matt  orangegelb  und  am  Saume  mit  3  mm  breiter  schwarzer 
Saumbinde,  von  der  nach  innen  feine  schwarze  Striche  auf  den  Zwischenaderfalten  ausgehen.   Uganda.  —  ab. 
drucei.  $  drucei  Eltr.  ist  dem  tj'pischen  ^  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  der  Längsstrich  und  der  Hrd- 
fleck der  Vflgl  orangerot  (statt  blutrot)  und  die  Subapicalbinde  hellgelb  sind ;  die  Mittelbinde  der  Hfgl  ist  etwas 
ochreata.  breiter  als  beim  ^  und  weiß;  die  Grundfarbe  der  Oberseite  viel  heller  als  beim  q.  Uganda.  —  ab.  2  ochreata 
Eltr.  hat  die  hellen  Zeichnungen  der  Oberseite  hell  matt  ockergelb  wie  beim  o   von  jodntta  (57  e).     L'ganda. 
psaidepaea.  —  pseudepaea'Z)«</^.  ist  die  nordwestliche  Rasse  und  zeichnet  sich  vom  typischen  ^  dadurch  aus,  daß  der 
Streifen  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  fehlt,  daß  der  Hrdfleck  und  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  braungelb  sind 
imd  daß  die  Hflgl  auch  braungelb  sind  mit  dreieckigem  schwarzem  Wurzelfeld  und  einer  durch  die  Vereinigung 
der  schwarzen  Strahlen  gebildeten  2  mm  breiten  Saumbmde.    Das  2  ist  dem  o   ähnlich  jedoch  mit  hellerer 
braungelber  Farbe  und  fast  ohne  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite.    Aschanti  und  Nigeria. 

obei.'üri.  A.  oberthüfi  Btlr.  (56  c,  d)  ist  an  den  zahlreichen  freien  Wurzel-  imd  Discalpunkten  der  Hflgl-Unterseite 

leicht  kenntlich.  Die  Ober.seite  ist  schwärzlieh  braungrau  mit  den  gewöhnlichen  Zeiclmungen  hell  ockergelb; 
Mittelzelle  der  Vflgl  ohne  helle  Zeichnmigen :  Subapicalbinde  aus  drei  Flecken  der  Felder  4  bis  6 ;  Hrdfleck  schmal 
und  fast  glcichbreit  aus  Flecken  in  1  a,  1  b,  2  (und  3),  der  Fleck  in  2  bedeckt  nicht  die  Wurzel  des  Feldes.  Hflgl 
mit  einer  ockergelben  Mittelbinde,  welche  ebenso  breit  wie  der  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  und  sich  diesem  anschließt ; 
der.  Saumteil  hat  mehr  oder  weniger  deutliche  Längsstreifen,  welche  denjenigen  der  L'nterseite  entsprechen. 
Die  L'^nterseite  m  der  Saumhälfte  zwischen  den  Rippen  mit  dicken  schwarzen  Strahlen,  welche  am  Saume  gespaltet 

confluens.  und  durch  helle  Linien  von  den  Rippen  getrennt  sind.  Nigeria  bis  zum  Congo-Gebiet.  —  Bei  ab.  confluens  Suff. 
ist  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  im  Felde  3  mit  dem  Hrdfleck  vereinigt.  L'nter  der  Hauptform.- — Rp  schiefer- 
grau mit  rotgelbem  Kopfe,  Domen  der  GUeder  2  bis  5  und  die  oberen  Domen  der  Glieder  10  bis  1 3  sind  schwarz ; 
diejenigen  der  Glieder  6  bis  9  und  die  unteren  der  Glieder  10  bis  13  sind  gelblich ;  sie  lebt  auf  einer  Tihacee,  Ancistro- 
carpus  densespinosus.  Pp  weiß  mit  zwei  dorsalen  und  zwei  lateralen  Reihen  von  orangegelben,  schwarzgeringel- 
ten Flecken  und  schwarzen  Linien  der  Flglscheiden. 

viviana.  A.  vlviana  Stgr.  (56  c)  ist  oben  der  vorigen  Art  ähnlich  und  hat  dieselben  hellgelben  Zeichnimgen.   Der 

Hrdfleck  der  Vflgl  ist  jedoch  viel  breiter  und  bedeckt  völlig  die  Wurzel  des  Feldes  2  und  die  Mittelbinde 
der  Hflgl  ist  6  bis  8  mm  breit  und  in  den  Feldern  4  und  5  saumwärts  erweitert ;  der  Hrdfleck  der  Vflgl  bildet  einen 
kleinen  Fleck  in  der  Hinterecke  der  Mittelzelle.  Die  L^nter.seite  weicht  durch  die  germgere  Anzahl  der  schwarzen 
Punkte  im  Wurzelfeld  der  Hflgl  ab;  dieselben  sind  in  der  Zelle  und  Feld  7  durch  rote  Striche  verbunden.  Ka- 
merun bis  Uganda  und  Bukoba. 

karschi.  A.  kafschi  Aiiriv.  (56  c)  steht  in  der  Mitte  zwischen  viviana  und  cahira  und  weicht  von  beiden  dadurch 

ab,  daß  der  Hrdfleck  der  Vflgloberseite  schmäler,  mehr  gleichbreit  ist  und  die  Wurzel  des  Feldes  2  nicht  bedeckt. 
Die  Unterseite  der  Hflgl  stimmt  genau  mit  derjenigen  von  cahira  überein.  Ist  vielleicht,  väe  Eltringham  glaubt, 
nur  eine  Form  von  cahirn.  Kamerun  und  Britisch  Ost-Afrika. 

rupicola.  A.  fupicola  A.  Schnitze  ist  eine  ganz  neulich  beschriebene,  wie  es  scheint  sehr  unbeständige  Art  imd  soll 

durch  die  stark  reduzierten  wenig  scharf  begrenzten  hellen  Zeiclmungen  der  Ober.seite  von  den  verwandten 
Arten  abweichen.  ,,Auf  den  Vflgln  verläuft  die  Subapicalbinde,  welche  bei  allen  7  vorliegenden  Stücken  blaß- 
gelb, bei  einem  $  undeutlich  braunrot  bestäubt  ist,  wie  bei  Icarschi,  ist  aber  schmäler;  der  Hrdfleck  (in  1  a  bis  2) 


AORAEA.     Von  Dr.  0.  Auriviluus.  263 

ist  in  1  a  am  schmälsten,  nach  außen  an  den  Rippen  stark  eingeschnürt ;  er  ist  bei  2  ^^  und  2  $$  matt  ocker- 
gelb gefärbt,  bei  einem  $  dicht  gelbrot,  bei  einem  anderen  schwarz  bestäubt,  bei  3  Exemplaren  gelbrot ;  der  Längs- 
strich am  Hrd  der  Mittelzelle  ist  bei  den  Stücken  mit  vorwiegend  gelber  Zeichnung  undeutlich,  bei  den  roten  deut- 
lich und  greift  sogar  bei  einem  $  nach  la  über,  so  daß  dieses  Stück  sich  etwas  der  ^crae«6o»a5ta.  nähert.  Auf 
den  Hflgln  weicht  die  sehr  schmale  Jlittelbinde  in  Feld  3,  wo  nur  noch  ein  sehr  kleiner  heller  Fleck  übrig 
geblieben  ist,  vom  Saume  weit  zurück,  springt  aber  m  4  und  5  in  Form  eines  Doppelzahires  saumwärts  vor;  die 
Älittelbmde  ist  bei  2  Paaren  mattockergelb,  bei  1  <^  und  1  $iu  Feld  2  saumwärts,  in  4  bis  6  über  die  ganze  Breite 
gelbrot  bestäubt,  bei  den  übrigen  Stücken  gelbrot.  Helle  Saumflecke  fmden  sich  nur  bei  einem  $  durch  spär- 
liche gelbe  Beschuppung  angedeutet.  Auf  der  Unterseite  kommt  rujxicola  ebenfalls  der  karschi  sehr  nahe. 
FlglspannungSTbis  42(cJ)  bis  44  bis  46  ($)  mm."  Südkameruner  Urwald,  wo  die  Art  vorwiegend  die  kahlen  hie 
und  da  auftretenden  Granitfelsen  zu  bewolmen  scheint ;  ^^Tirde  um  eme  gelbblüliende  Komposite  fliegend  an- 
getroffen. —  Es  war  mir  nicht  möglich  diese  Art  m  der  Uebersicht  emzuführen. 

A.  cabira  ist  daran  kemitüch,  daß  der  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  die  Wurzel  des  Feldes  2  völlig  be- 
deckt und  auch  m  1  b  die  Mittelzelle  erreicht ;  der  helle  Fleck  in  1  b  ist  jedoch  nach  innen  schief  abgeschnitten 
und  dadurch  an  der  Rippe  1  viel  schmäler  als  an  der  Rippe  2,  wodurch  der  Hrdfleck  eine  eigentümliche  Form 
bekommt.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  m  den  Feldern  4  und  5  erweitert  und  auf  der  Unterseite  haben  die  Hflgl 
stets  breite  rote  Striche  in  der  Zelle  und  im  Feld  8  und  am  Saume  sind  die  weißlichen  Saumflecke  nach  innen 
in  rote,  schwarz  gesäumte  Striche  verlängert  und  die  Rippen  von  grauen  Linien  begrenzt.    Vflgl  unten  in  der 
Zelle  vuid  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  b  rötlich  bis  gelbbraun.  — •  Bei  der  Hauptform  cabira  Hpff.  sind  die  Zeich-  cabira. 
nungen  der  Oberseite  hellgelb  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  längs  dem  Hrd  der  Zelle  mehr  oder  weniger 
weit  wurzelwärts  verlängert.    Bei  dem  abgebildeten  Stück  (56  c)  ist  diese  Verlängerung  so  winzig,  daß  das 
Exemplar  eher  zu  natnlensis  gehört.    Congo  bis  zum  Kaplande  und  Uganda.  —  f.  apecida  Oberth.  (56  c)  weicht  apecida. 
nur  dadurch  ab,  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl  mehr  oder  weniger  mit  Rot  überzogen 
smd;  auch  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  bisweilen  rötlich.    Congo  und  Deutsch  Ost -Afrika.  —  f.  abrupta  abmpta. 
Grünh.  stimmt  oben  mit  apecida  überein,  weicht  aber  unten  dadurch  ab,  daß  die  Saumbinde  der  Hflgl  fast  ein- 
tönig schwarz  ohne  helle  und  dunkle  Striche  ist  und  daß  die  roten  Flecke  zwischen  den  Wurzelpunkten  fehlen. 
Sesse-Inseln.  —  natalensis  Stgr.  (56  c)  weicht  von  der  Hauptform  nur  dadurch  ab,  daß  der  Hrdfleck  der  Vflgl-  natalensis. 
Oberseite  -mirzelwärts  nicht  verlängert  ist  sondern  am  Ursprünge  der  Rippe  2  endet.    Natal  bis  Deutsch  Ost- 
Afrika.  —  ab.  biraca  Suff,  weicht  dadurch  ab,  daß  der  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  m  1  b  bis  zur  Wurzel  biraca. 
verlängert  ist.    Nyassa-Land. 

A.  uvui  Sm.  (56  b)  ist  eme  kleine  Art  und  daran  kemitlich,  daß  die  Zeicluiungen  der  Oberseite  gelbrot  uvul. 
(nur  am  Ird  der  Hflgl  hellgelb)  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl  wurzelwärts  scharf  und  gerade  abgeschnitten  ist; 
derselbe  bedeckt  die  Wurzel  des  Feldes  2  und  bildet  auch  einen  klemen  Fleck  in  3  und  in  der  Spitze  der 
Zelle.  Bei  der  Hauptform  haben  die  Hflgl  unten  keine  roten  Striche  zwischen  den  Wurzelpunkten  und  kerne  hellen 
Streifen  m  der  schwarzen  Saumbuide;   die  Subapicalbmde   der  Vflgl  ist   fast  gerade.    Deutsch-  und  British 
Ost -Afrika;  Uganda.  —  balina  Karsch  (56  b).   Die  Flecke  4  mid  5  der  Subapicalbmde  der  Vflgl  sind  verlängert  balina. 
und  die  Buide  darum  an  der  Rippe  6  fast  wiidielig  gebrochen ;  die  Hflgl  unten  mit  1  bis  2  roten  Strichen  oder  Flecken 
zwischen  den  schwarzen  Punkten  in  der  Mittelzelle  und  m  Feld  8  und  wenigstens  mit  Andeutungen  von  hellen 
Strichen  in  der  Saumbinde.   Kamenni  und  Angola.  —  interruptella  Strand  ist  eme  Zw'ischenform  und  dadurch !'nfer»-Mjjfe/?a. 
ausgezeiclmet,  daß  die  großen  schwarzen  Punkte  nahe  der  Wurzel  der  Hflgl-Unterseite  frei  liegen  und  im  Felde 
8  fehlen  und  daß  die  Saumbinde  gelbe  oder  rötliche  Flecke  an  dem  Innenende  der  hellen  Saumflecke  haben. 
Deutsch  Ost-Afrika. 

A.  alicia  E.  Sharpe  (56  b).    Zeichnungen  der  Oberseite  gelbrot,  nur  am  Ird  der  Hflgl  schwefelgelb;  der  alicia. 
Hrdfleck  der  Vflgl  bedeckt  völlig  die  \^"urzel  des  Feldes  2  irnd  setzt  sich  auf  beiden  Seiten  der  Mediana  fast  bis 
zur  Wurzel  fort,  die  hintere  Längshälfte  der  Mittelzelle  und  den  vorderen  Teil  des  Feldes  1  b  bedeckend;  Hflgl 
oben  an  der  Wurzel  dreieckig  schwarz,  beim  $  oben  mit  hellen  Saumflecken.   Hflgl  unten  mit  hellgelber  Grund- 
farbe, an  der  Wurzel  mit  schwarzen  Punkten  aber  ohne  rote  Flecke  oder  Striche;  ilu-e  Saumbmde  tief  schwarz 
ohne  helle  Streifen  und  ohne  andere  Flecke  als  die  weißen  Saumflecken.  Kamerun;  Ruwenzori;  Uganda;  British 
Ost-Afrika;  Kilimandjaro.  —  ab.   ?  tenelloides  Poidt.   Subapicalbinde  der  Vflgl  gelb;  Mittelbinde  der  Hflgl  lenelloides. 
sehr  breit  und  hellgelb,  die  Wurzel  nur  wenig  schwarz;   Saumbinde  der  Hflgl-LTnterseite  hell  graugelb.    British 
0.st-Afrika:  Kikuyu.  — •  ab.  C  cabiroides  Poult.    Oben  dem  (J  ähnhch  aber  mit  Saumfleeken  auf  den  Hflgln;  cabiroides. 
Hflgl  unten  nüt  breiterer  Saumbinde,  worin  die  Saumflecke  durch  deutliche  schwarze,  nach  innen  verlängerte 
Linien  begrenzt  smd.    British  O.st-Afrika:  Kikuyu. 

A.  bonasia  ist  sowohl  mit  alicia  wie  mit  sotihensis  sehr  nahe  verwandt  und  alle  drei  gehören  vielleicht 
einer  Art  an.  Von  alicia,  welche  Eltrixgh.4M  nur  als  eine  Form  von  bonasia  betrachtet,  weicht  sie  durch  die  schwarz 
gefärbte  Wurzel  des  Feldes  2  der  Vflgl  ab  und  von  sotikensis  scheint  sie  mir  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  der 
helle  Längsstreif  an  der  Mediana  der  Vflgl  oben  völlig  mit  dem  Hrdfleck  vereinigt  ist.  Aus  diesem  Grunde 
führe  ich  auch  praeponina  Stgr.  zu  sotikensis.  bonasia  F.  (56b).  Zeichnungen  der  Oberseite  gelbrot;  die  schwär-  bonasia. 
zen  Punkte  der  Hflgl-Unterseite  wenigstens  in  der  Mittelzelle  und  dem  Feld  7  durch  rote  Flecke  oder  Striche 


204 


ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLitTS. 


siahona 
banka. 


solikensis. 


verbunden;  die  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  an  den  Rippen  mit  hellen  Strichen  oder  Linien.  Das  $  weicht 
cynihius.  entweder  nur  durch  helle  Saumflecke  der  Hflgl-Oberseite  vom  $  ab  oder  hat  wie  ab.  cynthius  Dniry  die  hellen 
Zeichnungen  der  Oberseite  hell  gelblich.  Eine  häufige  und  weit  verbreitete  Art.  Sierra-Leonc  bis  Congo,  Toro 
und  Deutsch  Ost-Afrika.  —  ab.  $  siabona  Suff,  weicht  durch  gelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  breitere, 
mehr  buntgefärbte  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  ab.  Togo.  —  banka  Eltr.  weicht  dadurch  ab,  daß 
die  Saumbinden  der  Unterseite  rein  schwarz  ohne  Streifen  sind  und  die  schwarzen  Punkte  der  Hflgl-Unterseite 
zu  einer  subbasalen  Binde  vereinigt  sind.  Abessinien.  —  Rp  bläulich  weiß  mit  mehr  oder  weniger  entwickelten 
dunklen  Längslinien;  die  Dornen  der  Glieder  1  bis  3  und  11  bis  13  schwärzlich,  die  übrigen  hell  gefärbt. 

A.  sotikensis  E.  Sharpe  (56  a).  Der  rote  Streif  an  der  Mediana  der  Vflgl-Oberseite  ist  gewölmlich  vom 
Hrdfleck  völlig  getrennt,  selten  damit  vereinigt  stets  aber  durch  eine  deutliche  Emschnürung  abgesetzt.  Bei 
der  Hauptform  ist  die  Subapicalbüide  der  Vflgl  hellgelb,  die  übrigen  hellen  Zeichnungen  der  Oberseite  aber 
gelbrot;  die  Hflgl  haben  unten  deutliche  rote  Striche  im  Wurzelteil  und  eine  bunte  Saumbinde,  welche  mit  hellen 
Linien  an  den  Rippen  und  rötlichen  Strichen  am  Innenende  der  Saumflecke  geziert  ist.  Congo-Gebiet,  Angola 
und  Rhodesia  bis  Uganda,  Abessinien  und  British  Ost-Afrika.  —  rowena  Eltr.  (56  b,  als  praeponina)  weicht 
nur  dadurch  ab,  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl-Obcrs :"ite  in  den  Feldern  labis  3  hellgelb  und  die  Unterseite 
der  Hflgl  heller  gefärbt  ist.  Ruwenzori.  —  Bei  katana  Eltr.  sind  alle  Zeicluiungen  der  Oberseite,  also  auch  die 
Subapicalbinde  der  Vflgl,  rot  gefärbt.  Südliches  Congo-G^biet.  —  supponina  Stgr.  (56 b  ?)  schließt  sich  oben 
der  katana  sehr  eng  an,  hat  aber  bisweilen  eine  hellgelbe  Subapicalbüide  der  Vflgl  (=  ab.  ninapo  Suff.) 
und  weicht  unten  von  allen  anderen  sotikensis-Foimcn  dadurch  ab,  daß  die  Discalpunkte  4  bis  7  der  Hflgl-Unter- 
seite kräftig  entwickelt  smd  und  m  einer  gegen  den  Vrd  senkrechten  geraden  Linie  stehen ;  die  roten  Striche  im 
Wurzelteil  sind  stark  entwickelt  und  bilden  fast  eine  zusammenhängende  Querbinde.  Congo-Gebiet.  —  prae- 
ponina Stgr.  hat  auch  wie  katana  die  Zeichnungen  der  Oberseite  rot,  weicht  aber  durch  die  einfarbige  schwarze 
nicht  gestreifte  und  nur  mit  Saumflecken  versehene  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  ab.  Kuilu  und  Congo- 
Gebiet. 

A.  acerata.  Vflgl  obeii  schwarz  mit  heller  Subapicalbinde  und  hellem  Hrdfleck,  welcher  üi  1  a  bis  3  liegt, 
einen  Fleck  in  der  Mittelzelle  bildet  und  oft  einen  schwarzen  Discalpunkt  in  1  1)  und  in  2  einschließt;  die  Hflgl 
oben  fast  l)is  zur  Wurzel  hell  gefärbt,  mit  oder  ohne  schwarze  Punkte  und  mit  etwa  2  mm  breiter,  schwarzer 
gewöhnlicli  ungefleckter  Saumbinde.  Hflgl  unten  mit  rötlichen  Strichen  im  Wurzelteil  und  in  der  helleren  oder 
dunkleren  Saumbmde  mit  dreieckigen  schwarz  gesäumten  gelben  Saumflecken.  —  acerata  Heic.  (56  a)  Subapi- 
calbinde der  Vflgl  im  Feld  3  mit  dem  Hrdfleck  vereinigt;  helle  Teile  der  Oberseite  gelbrot.  Aschanti  bis  Angola 
und  Uganda.  —  f.  vinidia  Hew.  (ölia).  Subapicalbinde  der  Vflgl  den  Hrdfleck  nicht  erreichend;  helle  Zeich- 
nungen der  Oberseite  braungelb  bis  rotgelb.  Häufiger  als  die  Hauptform.  —  ab.  brahmsi  Suff,  weicht  nur  da- 
durch ab,  daß  die  hellen  Zeichnungen  der  Oberseite  dunkel  ziegelrot  smd  und  daß  der  Fleck  üi  der  Mittelzelle 
der  Vflgl  fehlt  oder  klein  ist.  Nigeria  und  Kamerun.  —  ab.  diavina  Suff,  hat  einen  kleüien  Subapicalfleck 
der  Vflgl,  welcher  nur  aus  drei  kleinen  Flecken  der  Felder  4  bis  6  besteht  und  große  Discalpunkte  der  Felder 
1  b  und  2.  Kamerun.  —  tenella  Rog.  ist  die  ostafrikanische  Rasse  und  zeichnet  sich  durch  eine  viel  hellere 
weißgelbe  bis  weißliche  Farbe  der  hellen  Zeichnungen  der  Oberseite  aus;  die  Subapicalbüide  der  Vflgl  liegt 
ganz  frei.  Nyassa-Land  bis  Abessüiien.  —  ab.  ruandae  Griinh.  weicht  von  tenella  nur  durch  große  schwarze 
Discalpunkte  in  den  Feldern  1  h  und  2  der  Vflgl  ab,    Ruanda. 


rowena. 

katana. 

supponina. 

niruipo. 


prticponina. 


acerala. 

vinidia. 
brahmsi. 

diavina. 

tenella. 

niandae. 

pullula. 


A.  pullula  Griinh.  entbehrt  ganz  die  helle  Subapicalbüide  der  Vflgl,  stimmt  aber  sonst  nahe  mit  tenella 
übereüi  und  diü'fte  auch  nur  eine  extreme  Form  von  acerata  sein.    Ruanda. 


lumiri.  A.  lumifi  Baker  (60  g).  Flgl  oben  mit  orangeroten  Zeichnungen;  Subapicalbinde  der  Vflgl  breit  und  ab- 

gerundet; der  Hrdfleck  ist  sehr  groß,  erreicht  die  Wurzel  der  Felder  1  a  bis  2,  bedeckt  fast  völlig  die  Mittelzelle 
und  bildet  auch  einen  kleinen  Fleck  im  Felde  3;  die  Hflgl  oben  fast  bis  zur  Wurzel  orangerot  mit  2  mm  breiter, 
gleichförmiger  Saumbinde  und  bisweilen  mit  einigen  schwarzen  Wurzelpunkten.  Hflgl  unten  gelb  mit  schwar- 
zen Wurzel-  und  Discalpunkten  aber  ohne  rote  Flecke  im  Wurzelfeld  und  mit  gleichförmig  gebogener  schwarzer 
Saumbiiidc.  welche  große  weißgraue  Saumflecke  einschließt.  Flglspannung  etwa  34  mm.  Kamerun  und  Congo- 
Gebiel 

A.  terpsichore  ist  eine  häufige  und  besonders  in  weiblichem  Geschlecht  sehr  veränderliche  Art ;  sie  kommt 
überall  in  iler  Region  außer  in  Arabien  vor  und  bildet  einige  nicht  ganz  scharf  ausgeprägten  Rassen.    Bei  der 

terpsichore.  Hauptform  terpsichore  L.  sind  die  Geschlechter  einander  ganz  ähnlich  und  oben  fast  ganz  wie  bei  Ventura 
(56  a)  gefärbt  und  gezeichnet;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  von  der  rotgelben  Wurzelhälfte  völlig  getrennt 
und  rotgelb  oder  bisweilen  beim  9  weißlich;  beide  Flgl  oben  und  unten  mit  deutlichen  gelben  Saumflecken;  die 
Hflgl  unten  im  Wurzelfeld  ohne  rote  Striche  oder  nur  in  1  c  und  der  Mittelzelle  mit  einem  solchen  Strich 
zwischen  den  schwarzen  Punkten;  die  Saumbinde'  stets  ohne  rote  Streifen  auf  den  Zwischcnaderf alten.  — 
janisM.  Bei  ab.  $  janisca  God.  (die  $$  56  a  bilden  Uebergang  zu  janisca)  ist  die  rotgelbe  Farbe  durch  eine  dunkel- 

^ubsercna.  graue  ersetzt  und  die  Subapicalbüide  der  Vflgl  gewöhnlich  weiß.  —  subserena  Sinith  ist  der  f.  huxtoni  ähnlieh; 
beide  Flgl  oben  mit  scharf  begrenzten,  tief  schwarzen  Saumbüiden,  welche  auf  den  Vflgln  einfarbig  süid,  auf 
den  Hflgln  aber  kleine  helle  Saumflecke  haben;  Vflgl  unten  mit  scharf  begrenzter,   hell  gefleckter  schwarzer 


Au^fldjen  10.  IV.  VJV;.  ACRAEA.     Von  Dr.  G.   Aurivillius.  2G5 

Siiunibinde;  Hflgl  unten  mit  wenigen  schwarzen  Punkten  im  Wurzelteil  und  mit  scharf  begrenzter  schwarzer, 
hellgefleckter   Saumbbide:   ISubapicalbinde  der  Vflgl  mit  dem  Wurzelteil  völlig  vereuiigt,  einen  viereckigen 
schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Zelle  einschließend.    Sierra  Leone.  —  rougeti  Gner.  (=  eliana  Strand)  hat  wie  roiujcli. 
die  Hauptform  oben  große  helle  Saumflecke  beider  Flgl,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  unten  am  Saume 
nur  scharf  hervortretende  schwarze  Rippenenden,  aber  keine  nach  innen  begrenzte  helle  Saumflecke  haben ; 
.die  helle  Grundfarbe  erreicht  nämlich  zwischen  den  Rippen  ohne  Unterbrechung  den  Saum:  die  helle  Subapical- 
binde  d°r  Vflgl  ist  bald  getrennt,  bald  mit  dem  hellen  Wurzelteil  vereinigt;  wurzelwärts  gerade  und  in  einer  gegen 
den  Vrd  fast  ssnkrechter  Richtung  abgeschnitten.    Wurde  nach  Stücken  aus  Abessinien  beschrieben,  kommt 
aber  fast  ganz  übereinstimmend  auch  in  Süd-  und  O.st-Afrika  und  auf  Madagaskar  vor.  —  Als  ab.    $  manjaca  manjacit. 
B.sd.  können  Weibchen  mit  fast  durchsichtiger,  weißlicher  Grundfarbe  beider  Flgl  bezeichnet  werden.    Sie  treten 
l)csonders  auf  Madagaskar  auf.  —  buxtoni  Bflr.  (56  a,  als  rougeti)  schließt  sich  der  rougeti  sehr  nahe  an  und  weicht  buxioni. 
mir  dadurch  ab,  daß  die  hellen  Saumflecke  der  Vflgl-Oberseite  kleiner  oder  undeutlich  sind  und  die  Saumbinde 
der  Vflgl  tiefer  schwarz  und  nach  innen  unregelmäßig  begrenzt  ist;  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  an  der  Rippe 
4  mit  der  hellen  Farbe  der  Wurzelhälfte  vereinigt.    Süd-  und  Ost-Afrika.  —  Bei  ab.  melas  Oberth.  sind  die  Flgl  melas. 
einfarbig  schwarz  mit  emem  iniregelmäßigen  weißen  Fleck  statt  der  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  unten  nur  am 
Saume  und  an  der  Wurz(^l  gelblicli  aufgehellt.  —  ab.  connexa  Thur.  hat  der  äußere  schwarze  Punkt  in  der  Mittel-  cunnexa. 
zelle  der  Hflgl  mit  den  Mittelpunkten  vereinigt.    Deutsch  Ost-Afrika.  — ■  ab.  excentrica  Thur.  weicht  dadurch  excentrica. 
ab,  daß  die  Discalpunkte  3  bis  6  der  Hflgl-Unterseite  viel  näher  am  Saume  als  gewöhnlich  stehen,  in  der  Länge 
ausgezogen  sind  und  die  Saumbüide  fast  erreichen  können.    Deutsch  Ost-Afrika.  —  ab.  toka  Strand  schließt  toka. 
sich  der  typischen  rougeti  eng  an  und  weicht  hauptsächlich  nur  dadurch  ab,  daß  die  innere  Begrenzungslinie 
der  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  schwarz  statt  rötlich  ist.    Abesshiien.  —  ab.  intermediana  Strand,  ist  eine  inlerme- 
•andere  mit  rougeti  nahe  verwandte  Abänderung,  welche  durch  die  kräftige  Entwicklung  der  roten  Striche  an  der  '**"""• 
Wurzel  der  Hflgl-Unterseite  und  die  etwas  breitere  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  abweicht.    Deutsch  Ost- 
Afrika.    Wie  Strand,  dem  das  große  Material  des  Berliner  Museums  zur  Verfügung  steht,  die  intermediana 
und  eliana.  (rougeti)  als  selbständige  Arten  betrachten  konnte,  ist  schwer  zu  erklären,  da  dieselben  offenbar 
ohne  scharfe  Grenzen  in  die  übrigen  terpsichore-Yoviwen  übergehen  und  nur  durch  geringfügige  Abweichungen 
ausgezeichnet  sind.  — •  ab.  contraria  Strand  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:   ,,Die  roten  Flecke  in  der  contraria 
Saumbinde  der  Oberseite  beider  Flgl  sind  nur  ganz  schwach  angedeutet,  flüchtig  angesehen  erscheint  daher  die 
Saumbinde  einfarbig;  an  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  die  schwarzen  Flecke  des  Wurzelfeldes  z.  T.  kleiner  und 
zwar  die  der  distalen  Reihe  und  der  Irdreihe,  ferner  i.st  der  distale  runde  Fleck  in  der  Zelle  verschwindend  klein. 
In  der  distalen  Querreihe  sind  bloß  5  Flecke  vorhanden  und  zwar  in  den  Feldern  1  b,  1  c,  2,  4  und  7,  von  denen 
der  im  Feld  4  punktförmig  ist.  Die  Einfassung  der  schwarzen  Saumflecke  ist  so  breit,  daß  die  schwarzen  Zwischen- 
räume der  Flecke  so  breit  wie  diese  selbst  sind.    Hinter  dem  schwarzen  Querfleck  der  Unterseite  der  Vflgl,  der 
wie  gewöhnlich  mit  dem  Vrd  zusammenhängt,  findet  sich  kein  weiterer,  kleinerer,  schwarzer  Fleck".     Deutsch 
Ost-Afrika.    Ist  offenbar  eine  extreme  Abänderung  von  buxtoni.  —  ab.  venturina  Thur.  bildet  einen  Uebergang  venhirina. 
zu  der  folgenden  Rasse;  die  Hflgl  haben  unten  zwischen  den  Wurzel-  und   l)iscal])unkten  rote  Striche  in  1  c, 
7  und  in  der  Mittelzelle;  die  Saumbinde  ist  jedoch  gleichbreit  mit  fast  gleich  großen  Saumflecken,  welche  an 
ihrem  Lnienende  höchstens  einen  rötlichen  Punkt  oder  Fleck   haben.      Uganda.    —    Ventura  Hew.  {—  bukoba  venlum. 
Weym.)(ö5  a)  ist  oben  einer  typischen  terpsichore  oder  rougeti  sehr  ähnlich  und  hat  gewöhnlich  eine  freie  Subapical- 
binde der  Vflgl,  deren  Flecke  in  4  und  5  nach  außen  stark  verlängert  sind;  unten  haben  die  Vflgl  am  Saume 
scharf  hervortretende  schwarze  Rippen  und  saffrangelbe  Striche  auf  den  Zwischenaderfalten ;  die  Rasse  ist  durch 
die  Unterseite  der  Hflgl  ausgezeichnet:  dort  finden  sich  dicke,  scharf  begrenzte  lebhaft  rote  Striche  in  der  Mittel- 
zelle und  in  den  Feldern  1  c  und  7  zwischen  den  Wurzel-  und  den  Discalpunkten  und  bisweilen  solche  Striche 
auch  in  anderen  Feldern;  die  gelben  Saumflecke  sind  sehr  groß  und  nach  innen  in  einen  roten  Strich  ausgezogen, 
welcher  in  den  Feldern  l  c  bis  3  viel  länger  als  in  den  Feldern  4  und  5  ist ;  die  inneren  Enden  der  roten  Striche  sind 
durch  eine  dunkle  Linie  verbunden,  welche  die  helle  Mittelbinde  nach  außen  begrenzt;  die  Mittelbinde  ist  also 
nicht  wie  bei  den  schon  erwähnten  Formen  fast  gleichbreit  sondern  in  den  Feldern  4  und  5  sauniwärts  stark 
'^auchig  erweitert.    Beim  9  ist  die  Grundfarbe  der  Ober-seite  graugelb  und  die  roten  Striche  in  der  Saumbinde 
der  Hflgl-Unterseite  fehlen  oft.  Wurde  früher  stets  als  besondere  Art  betrachtet,  ist  aber  durch  Zwischenformen 
mit  ter])sichore\MmnAen  und  wird  vouEltringham  wohl  mit  Recht  nur  als  eine  Rasse  von  terp.sicfwre  angeführt. 
Südliches  Congo-Gebiet;   Nyassa-Land;  Deutsch  und  Britisch  Ost- Afrika;  Uganda.  —  ochrascens  E.   Sharpe  ocJmiscens. 
stimmt  in  der  Zeichnung  nahe  mit  Ventura  überein,    hat  aber  eine   hell   gelblichweiße  Grundfarbe  beider  Flgl 
und  eine  mit  der  Grundfarbe  vereinigte  Subapicalbhide  der  Vflgl.    Victoria-Nyanza :  Buka-Bay.  —  rangatana  ranaaluna. 
Eltr.  (60  a)  erinnert  an  das  $  von  Ventura;  oben  ist  die  dunkle  Saumbinde  beider  Flgl  breiter  und  die  Saumflecke 
kleiner  und  vom  Saume  entfernt;  die  Subapicalbinde- der  Vflgl  liegt  ganz  frei  und  besteht  aus  drei  schmalen 
weißlichen  Flecken  der  Felder  4  bis  (5,  von  denen  der  in  6  nicht  halb  so  lang  wie  die  übrigen  ist;  die  Grundfarbe 
der  Oberseite  hell  ockergelb ;  Hflgl  unten  weißgelb  und  fast  wie  bei  Ventura  gezeichnet ;  die  roten  Striche  im  Wurzel- 
teil jedoch  zu  einer  Querbinde  vereinigt.    Britisch  Ost-Afrika.  —  Die  Rp  ist  nach  Trimen  matt  grim  mit   einer 
weißen  Linie  jederseits'des  Rückens;  Dornen  des  Rückens  und  die  oberen  Seitendornen  schwarz,  die  unteren 
Seitendornen  gelb ;  Kopf  ockergelb ;  die  zwei  ersten  Rückendornen  hervorgestreckt  und  länger  als  die  übrigen ; 

XIII  34 


266  AGRAEA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

Iel(t  auf  HiTinannia  iiiul  Triiiint'i'tta  rlioinbuidoa.  Pp  weißlich  mit  den  gowöliiilielien  siliwarzcii  Zi'iclimuigi-ii ; 
Fawcett  liat  (lii-  15c()l)atlUuiig  gemacht,  daß  Puppen  in  dunklen  Schachteln  schiefergrau  werden. 

goeUei.  A.  goetzei  Thiir.  ist  oben  einer  am  Saume  ungefleckter  terpsichore  ähnlich,  aber  durch  die  an  der  Wurzel 

bis  zur  Ripjx-  2  schwarzen  Hflgl  verschieden:  auch  die  Vflgl  sind  an  der  Wurzel  schmal  schwarz;  der  grüße 
Hrdfleck  der  Vflgl  bedeckt  die  Felder  1  a  bis  3  bis  über  die  Mitte  hinaus  und  fa.st  die  ganze  .Mittelzelle  und  ist 
wie  die  völlig  freie  Subapicalbiiule  orangerot;  die  Mittelbijule  der  Hflgl  hat  dieselbe  Farbe  oder  ist  am  Ird  etwas 
gelblich  angeflogen;  sie  ist  am  Ird  nur  3  mm  breit,  erweitert  sich  aber  nach  vorn  und  hat  m  Feld  4  und' 5  eine 
Breite  von  etwa  9  mm.  Die  Unterseite  der  Vflgl  fast  wie  bei  der  Form  rouyeti  von  terpsichore:  die  Unterseite 
der  Hflgl  ist  aber  ganz  verschieden,  schließt  sich  jedoch  derselben  von  venttira  in  vielen  Beziehungen  an ;  der 
Grund  ist  hell  gelb  und  die  Wurzelhälfte  ist  in  der  Mitte  fast  unbezeichnet.  indem  die  Mittelzelle  nur  einen 
schwarzen  Punkt  nahe  an  der  Wurzel  und  1  bis  2  kleine  Punkte  an  der  Spitze  hat;  die  Discalpunkte  in  3 bis  5 
fehlen  völlig;  das  Feld  1  c  hat  dagegen  einen  breiten  roten  Streif  von  der  Wurzel  bis  zum  Discalpunkt  und 
ein  anderer  solcher  Strich  findet  sich  im  Feld  7  jederseits  von  einem  schwarzen  Quer.strich  begrenzt.  Die  bunt 
gefärbte  Saumbinde  ist  wie  bei  Ventura  viel  schmäler  in  den  Feldern  4  bis  7  als  in  1  b  bis  3  und  wurzelwärts  durch 
eine  fehie  dunkle  Lmie  begrenzt;  die  Rippen  sind  schwarz  und  jederseits  durch  eme  weißliche  Linie  begrenzt; 
die  Saum  flecke  sind  breit  und  kurz,  nach  innen  abgerundet  und  durch  einen  breiten  roten,  schwarz  gesäumten 
Streif,  welcher  die  innere  Grenzlinie  erreicht,  fortgesetzt.    Nyassa-Land  und  Deutsch  Ost-Afrika  (im  Innern). 

excelsior.  A.  excclsiof  E.  Sharpe  (56  a)  kommt  der  vorhergehenden  Art  sehr  nahe  und  ist  oben  ganz  ähnlich  ge- 

zeichnet .  hat  aber  die  Mittelbinde  der  Hflgl  und  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  hell  zitronengelb  und  auch  der  Hrd- 
fleck der  Vflgl  hellgelblich  gesäumt.  Die  Unterseite  der  Hflgl  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Saum  binde 
tiefer  schwarz  ohne  helle  Linien  an  den  Rippen  ist  und  daß  die  schwarzen  Wurzel-  und  Discalpunkte  der 
Felder  labis  Ic  einen  rotgeflecktcn  Makel  und  die  der  Felder  5  bis  7  ein  scharfes  rotgekemtes  Dreieck  bilden. 
Kyassa-Land ;  Deutsch  und  British  Ost -Afrika. 

fornax.  A.  fomax  Bfir.  (55  g)  ist  leicht  daran  kenntlich,  daß  die  Vflgl  im  Wurzelteil  bis  zur  Spitze  der  Zelle 

ziegelrot  ohne  Flecke  und  dann  schwarz  (f^)  oder  schwarzgi-au  (9)  mit  drei  kleLnen  weißlichen  halbdurchsichtigen 
Flecken  in  4  bis  6  sind  ;  die  schwarze  Farbe  setzt  sieh  am  Vrd  bis  zur  Wurzel  fort  und  ist  besonders  beim  2  mehr  oder 
weniger  durchsichtig;  die  Sanmflcckc  fehlen  oben  völlig  süid  aber  unten  groß  und  rotbraun.  Hflgl  oben  ziegel- 
rot mit  großen  freien  schwarzen  Wurzel-  und  Discalpinikten  und  schwarzer  nach  innen  etwas  gezackter  Saum- 
bindc.  in  der  die  Saumflecke  beim  ^  feiilen  oder  nur  in  Ic  bis  3  deutlich  sind,  beim  ?  aber  alle  groß  und  matt  rotgelb 
sind;  unten  snul  die  Hflgl  im  Wurzelieldc  bis  zu  den Discalflecken  etwas  rauchbraun  beschupjit  und  haben  daini 
eine  gleichbreite  weißliche  Mittelbinde  und  eine  schwarze  Saumbinde  mit  dreieckigen  rotgelben  Saumflecken. 
Madagaskar. 

mirabili^.  A.   mirabilis  Btlr.  ist  eine  sehr  eigentümliche  und  durch  die  Unterseite  der  Hflgl   von   allen  ainleren 

abweichende  Art,  die  sich  jedoch  als  aberrierende  Form  offenbar  am  besten  an  diese  Untergrup])e  anschlit^ßt. 
Beide  Flgl  sind  oben  fast  bis  zum  Saume  dunkel  orangegelb,  Vrd  der  Vflgl  und  Saum  beider  Flgl  schmal 
schwarz:  die  Rippen  am  Saume  schwarz  gefärbt;  die  Vflgl  mit  einem  schwarzen  Querfleck  am  Ende  der  ]\Iittel- 
zelle  und  üi  den  Feldern  4  bis  6  mit  euiem  hellgelblichen  Subapicalfleck,  w^elcher  auf  beiden  Seiten  breit  schwarz 
gesäumt  ist;  die  Vfgl  unten  am  Vrd  und  am  Saume  grau  statt  schwärzlich.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind 
die  Discalpunkte  strichförmig  und  zu  einer  etwas  gebogenen  Linie,  welche  das  Wurzelfeld  nach  außen  begrenzt, 
vereinigt;  das  Wurzelfeld  ist  zwischen  den  Wurzel-  und  Discalstrichen  grau  mit  rötlichen  Streifen  wenig.stens 
in  la  bis  lo,  4,  5,  7  und  der  Mittelzelle ;  zwi-schen  den  Discalstrichen  und  der  Saumbinde  verläuft  eine  I  bis  2  mm 
breite,  ujigeflcckte  hellgelbe  bis  weißliche  Mittelbinde;  die  Saumbindc  ist  etwa  3  mm  breit  nach  innen  von  einer 
schwarzen  Linie  begrenzt  und  hat  eine  grünlich  oder  bläulichgraue  Grundfarbe;  die  kleinen  Saumflecke  sind  kaum 
heller  als  die  Grundfarbe,  breiter  als  lang  und  nach  innen  von  flachen  schwarzen  Bogen  begrenzt;  zwischen 
diesen  Bogen  und  dem  Ird  der  Saumbinde  verläuft  in  jedem  Felde  ein  breiter  rötlicher  Strich.  Die  Saumflecke 
sind  also  wie  bei  den  Arten  der  folgenden  Untergruppen  gebildet ;  von  ihnen  weicht  jedoch  mirabilis  durch 
das  Fehlen  der  Discalpunkte  der  Vflgl  ab.    Somali-Land. 

Mja.  A.  zitja  Bsd.  (55  g).    Beide  Flgl  oben  ziegelrot  mit  schmaler  schwarzer  Saumbinde,  welche  sicli  an  den 

Hippen  mehr  oder  weniger  nach  innen  verlängert:  die  Vflgl  außerdem  mit  schwarzem  Vrd,  mit  einem  schwarzen 
Punkt  in  der  Zelle,  einem  größeren  am  Zellende  und  freien  schwarzen  Discalpunkten  in  Ibbisfi;  die  Hflgl  oben 
mit  einigen  Wurzelpunkten  und  mit  Discalpunkten  in  Icbis  7:  die  Vflgl  unten  olme  dunkle  Saumbinde  aber  mit 
schwarzen  Ri])penenden  sonst  wie  oben  gezeichnet.  Die  Hflgl  unten  mit  rötlicher  Grundfarbe  und  mit  einer 
schmalen  weißlichen  Mittelbinde,  an  deren  Innenseite  die  Discalpunkte  liegen:  die  weißliche  Farbe  dieser  Binde 
setzt  sich  jederseits  der  Rippen  bis  zum  Saume  als  helle  Lijiien  fort ;  die  klemen  transversalen  hellen  Saumfleckc 
sind  nach  innen  von  schwarzen  Striclien.  welche  sich  jedoch  in  der  Mitte  nicht  berühren  begrenzt.  Madagaskar. 
nidiaUt.  —  ab.  radiata  Giien.  weicht  dadurch  ab.  daß  die  helle  Begrenzung  der  Rippen  in  der  Saumbiiide  der  Hflgl-Un- 
terseite  viel  breiter  als  bei  der  Hauptform  ist ;  die  $$  haben  eine  gelbbraune  Grundfarbe.  Madagaskar.  —  ab. 
calida.  2  calida  Btlr.  gleicht  radiata,  hat  aber  statt  der  Saumbinde  der  Oberseite  dreieckige  schwarze  Flecke  an  den 


ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuMViLLitrs.  267 

Rippenenden.    Madagaskar.  —  Bei  ab.  rakeli  Bsd.  fehlt  die  helle  Begrenzung  der  Rippen  im  Saumteile  der  raTceii. 
Hflgl- Unterseite  völlig  und  auch  die  innere  Begrenzung  der  Saumflecke  ist  oft  undeutlich ;  die  Saumbinde  wii'd 
hierdurch  fast  emfarbig.  —  ab.   ?  fumida  Mab.  hat  eine  graue  Grundfarbe,  welche  auf  beiden  Flgln  an  den  Dis-  fumida. 
caliiunkten   weißlich   erhellt  ist ;   die  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  scheint  immer  mit  der  von  rakeli  über- 
einzustimmen.    Madagaskar. 

A.  rahira  Bsd.  (55  g).  Beide  Flgl  oben  hell  graugelb  (<^)  oder  hellgrau  ($);  die  Rippen  im  Saumteil  rahira. 
schwarz  gesäumt  und  am  Saume  zu  langen  dreieckigen  oder  abgerundeten  Flecken  erweitert;  Wurzel-  und 
Discalpunkte  frei  und  deutlieh ;  die  Discalpunkte  Ib  bis  5  der  Hflgl  liegen  m  einer  fast  geraden  Linie  und  die  Dis- 
calpunkte  6  und  7  bilden  mit  jenen  einen  fast  rechten  Winkel.  Die  Unterseite  ist  der  Oberseite  ähnlich  nur  etwas 
heller  und  mit  rötlichen  Strichen  in  1  b,  1  c  und  der  Zelle  zwischen  den  Wurzel-  und  Discalpunkten ;  außerhalb 
der  Discalpunkten  verläuft  in  la  bis  5  eme  etwa  2  mm  breite,  weißliche  Querbinde,  welche  saumwärts  von  einer 
dunklen  Linie  begrenzt  ist ;  diese  Linie  hört  an  der  Rippe  5  oder  6  auf  und  ist  auch  auf  der  Oberseite  mehr  oder 
weniger  angedeutet;  sie  entspricht  offenbar  der  inneren  Begrenzung  der  Saumbmde;  diese  weicht  kaum  vom 
Grunde  ab  oder  hat  einige  rötliche  Striche  an  den  Zwisclienadertalten ;  am  Saume  ist  die  Grundfarbe  noch  heller 
gelb  ohne  jedoch  deutliche  Saumflecke  zu  bilden;  die  innere  Begrenzung  der  Saumflecke  fehlt  nämlich  völlig 
oder  ist  nur  sehr  undeutlich.  —  Rji  schwärzlich  mit  gelben  Brustfüßen,  gelber  Seitenlinie  und  weißer  Rücken- 
linie; die  Dornen  sind  kurz,  gelb  und  stehen  in  gelben  Flecken;  Kopf  auch  gelb;  lebt  an  Erigeron.  Pp  weißlich 
mit  schwarzen  Zeichnungen.  Diese  eigentümliche  Art  liel)t  feuchte  und  sumpfige  Gegenden  und  kommt  in  ganz 
Süd-Afrika  bis  Angola  und  Rhodesia  vor. 

Zweite    Untergruppe. 

Die  Ai'teii  dieser  Unlergriii)i)e  sind  nalio  verwandt  und  wie  au.s  der  Uebersicht  der  Untergruppen  (S.  260)  hervorgeht, 
besonders  dadurch  ausgezeielinet,  daß  (h'r  DLseaUleck  des  Feldes  1  b  der  Vflgl  fast  gerade  hinter  dem  Disealfleck  des  Feldes 
2  liegt.  Außerdem  Ist  es  allen  Arten  gemeinsam,  daß  die  Discalflecke  (1  o),  3  und  5  der  Hflgl  näher  am  Savune  als 
die  übrigen  stehen.  Die  Wurzel  und  die  Discalpunkte  beider  Flgl  sind  gut  entwickelt.  Der  TTIb  ist  bei  den  oö  i"^  Spitzen- 
teil einfarl)ig  gelb  bis  weißlich.  Im!  ,I,ii  $$  schwarz  mit  gerundeten  hellen  Flecken.  Die  Alten  Uduiieii  auf  zwei  Abteilungen 
\i>rteilt  werden. 

Erste  Abteilung. 

T)  i  c   V  f  1  j.;  1    mit    S  ii  b  in  a  r  g  i  n  a  1  ]i  u  n  k  t  c  n   w  e  n  i  g  s  t  e  n  s  in   d  e  n   Fei  d  e  r  n    1  b  und  2. 

Uebersicht  der  Arten. 

A.  Die  Vflgl  ohne  schwarze  Striche  auf  den  Zwischenaderfalten  der  Felder  3  bis  t>,  an  der  Wurzel  gewrihnlich 
bis  zur  Rippe  2  schwärzlich. 

a.  Der  Discalpunkt  des  Feldes  4  der  Vflgl  liegt  nahe  an  der  Hinterecke  der  Mittelzelle  oder  die  Hflgl  haben 
oben  eine  sehr  schmale  oder  unscharf  begrenzte  Saumbinde.  A.  natalica. 

ß.  Der  Discalpunkt  des  Feldes  4  der  Vflgl  ist  von  der  Hmterecke  der  Mittelzelle  weit  (etwa  2  mm)  entfernt. 
Die  Hflgl  stets  oben  mit  scharf  begrenzter,  etwa   2  mm  breiter,  schwarzer  Saumbinde. 

*.  Flgl  oben  mit  rötlicher  oder  weißlicher  Grundfarbe.  A.  caecilia. 

**.  Flgl  oben  mit  eintöniger  sandgelblicher  Grundfarbe.  A.  marnois. 

B.  Die  Vflgl  in  den  Feldern  3  bis  5  oder  6  in  der  Mitte  zwischen  dem  Saume  und  den  Discalpunkten  mit  deut- 
lichen schwarzen  Längsstrichen  auf  den  Zwischenaderfalten. 

oc.  Die  hellen  Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  groß  und  gerundet,  nach  iiuien  von  dicken  schwarzen  Bogen 
begrenzt.  A.  oncaea. 

ß.  Die  hellen  Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  sehr  schmal  strichförmig  und  nach  innen  von  sehr  flachen,  fast 
geraden  Bogen  begrenzt  oder  ohne  innere  schwarze  Begrenzung  und  da  mit  der  Grundfarbe  zusammen- 
fließend. A.  atergatis. 

A.  natalica  Bsd.  (55f)  wechselt  sehr  in  der  Größe,  ist  aber  durcliscimittlich  größer  als  die  folgende  Art  naUxlica. 
und  hat  eine  Flglspannung  von  46  bis  80  mm.  Die  Flgl  haben  oben  eine  rötliche  bis  orangegelbe  oder  braungelbe 
Grundfarbe,  welche  bisweilen  bei  den  $?  auf  den  Hflgln  stark  verdunkelt  und  dunkel  braunrot  ist ;  beide  Flgl 
an  der  Wurzel  bis  etwa  zu  Rippe  2  schwärzlich ;  die  Vflgl  mit  4  bis  5  mm  breitem  Spitzenfleck  inid  schwarzen 
Fransen,  bisweilen  auch  mit  fein  schwarzen  Rippen;  ein  Wurzelpunkt  in  der  Zelle  und  in  1  b  am  Außenrd 
des  schwarzen  Wurzelfleckes ;  Discalpunkte  4  bis  6,  9  und  10  zu  einem  gegen  den  Vrd  fast  senkrecht  stehenden 
Querstrich  vereinigt ;  Submarginalpunkte  in  Ib  bis  3 ;  Hflgl  mit  ungefleckter  oder  undeutlich  gefleckter,  4  bis  5  m  in 


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ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AxTRiviLLnTS. 


breiter  schwarzer  Saumbinde.  welche  beim  J  scharf  begrenzt  ist,  beim  $  aber  bisweilen  ohne  scharfe  Grenze  in 
die  verdunkelte  Grundfarbe  übergeht.  Flgl  unten  heller  gefärbt,  an  der  Wurzel  nicht  verdunkelt:  Vflgl  ohne 
dunklen  Spitzenfleck :  Hflgl  mit  lebhaft  roten  Flecken  zwischen  den  Wurzelpunkten  und  zwischen  den  Discal- 
punkten  und  der  .Saumbinde  wenigstens  in  lbbis3;  die  Saumbinde  mit  grolJen  gelben  Saumflecken  und  stets 
nach  innen  scharf  begrenzt.    Süd-  und  Ost-Afrika  bis  Angola,  südliches  Congo-Gebiet  und  British  Ost-Afrika. 

—  Rp  hellgelb  mit  weißer  Seitenlinie,  weißer,  schwarz  gesäumter  Rückenliuie  und  einem  schwarzen  Streifen  auf 
nmhrata.  jeder  Seite.    Pp  gelblichweiß  mit  schwarzen  Zeichnungen.  —  umbrata  Suff,  weicht  dadurch  ab.  daß  die  Vflgl 

unmittelbar  hinter  den  Discalf lecken  4  bis  6  eine  breite  dunkelgraue,  etwas  durchsichtige  Querbinde  haben, 
welche  sich  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  3  erstreckt  und  nach  außen  an  den  Rippen  gezackt  ist ;  zwischen  dieser  Binde 
und  dem  dunkUn  Spitzenfleck  werden  dadurch  in  den  Feldern  3  bis  (i  vier  submarginale  Flecke  der  Grundfarbe 
abgetrennt.  Die  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  schmäler  als  bei  der  Hauptform  und  nach  innen  unregel- 
nlbida.  mäßig  begrenzt.  Mozambik  bis  British  Ost- Afrika. — ab.  2  albidaafi.  ?;07'.  schließt  sich  der  Form  umbrata  an. 
hat  aber  eine  weiße  Grundfarbe  der  Oberseite  und  eine  sehr  erweiterte  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite,  welche 
lüMdima.  die  Discalpunkte  erreicht;  Flgl  unten  weißgelb.  Insel  Peniba.  —  abadima  Rihhc  (=  clarei  Neave)  bildet  einen 
Uebergang  zwischen  iimbrntn  und  pse^ideginn.  Beide  Flgl  oben  mit  lebhaft  orangegelber  Grundfarbe;  von  um- 
brata weicht  sie  durch  die  sehr  schmale  linienförmige  oder  nur  durch  einige  schwarze  Schuppen  angedeutete 
Saumbinde  der  Hflgl-Ober.seite  und  die  sehr  großen  nur  durch  die  Rippen  getrennten  Saumflecke  der  Hflgl- 
Unterseite  ab;  die  graue  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  heller,  mehr  durchsichtig  und  undeutlicher  begrenzt. 
Das  $  ist  dunkler  gefärbt  und  die  Grundfarbe  bildet  vor  der  Spitze  der  Vflgl  di-ei  weißliche  Flecke.  Angola 
pseudcgina.  bis  Kamerun,  Uganda  und  Abcssinien.  —  pseudegina  Westir.  (55  f)  ist  die  nordwestliche  Ras.se  und  zeichnet 
.sich  dadurch  von  abadima  aus,  daß  die  Vflgl  oben  ganz  oder  zum  größten  Teil  schwärzlich  oder  schwarzgrau 
sind.    Senegal  bis  Nigeria.    Rp  heller  als  die  Rp  der  Hauptform. 

caecUia.  A.  caecilia  F.   ist  der  vorhergehenden  Art   ähnlich,   aber  durchschnittlich  kleiner  (Flglspannung  .5() 

bis  70  mm)  und  durch  die  kleineren  mehr  abgerundeten  und  von  der  Zellenspitzc  länger  entfernten  Discalpunkte 
der  Felder  4  bis  ti  der  Vflgl  verschieden ;  die  Vflgl  haben  2  bis  4  Submarginalpunkte  (in  Ib  bis  4).  Grundfarbe  oben 
hell  rötlichgelb  bis  lachsfarbig;   Wurzel  beider  Flgl  und  Spitze  der  Vflgl  schwarz  in  derselben  Ausdehnung  wie 
bei  natalira;  Hflgl  stets  oben  mit  scharf  begrenzter,  nicht  oder  undeutlich  gefleckter,  etwa  2  mm  breiter,  schwar- 
zer Saumbinde;  Unterseite  wie  bei  nataUca.  die  roten  Flecke  der  Hflgl  jedoch  undeutlich.    Senegal  bis  Nigeria; 
arlemisa.  Nubien;  Uganda;  Abessinien;  Somaliland;   British  und  Deutseh  Ost -Afrika.      —     ab.  $  artemisa  Stoll  hat  emc 
hypaticu  weiße  Grundfarbe  und  stark  erweiterte  schwarze  Zeichnungen  der  Oberseite.    West-Afrika  ;  —  ah.    2  hypatia 
pudora.  Drury  weicht  nur  durch  dunklere  mehr  rote  Grundfarbe  der  Oberseite  ab.     Sierra-Leone.  —  pudora  Auriv. 
(55  g)  ist  eine  östliche  Rasse,  bei  der  die  schwarze  Farbe  der  Vflglspitze  nur  sehr  schmal  ist  und  die  Wurzel 
mnhrina.  der  Felder  7  und  8  nicht  bedeckt.      Deutsch  und  British  Ost-Afrika.*  —  ab.   umbrina  Auriv.  weicht  von  pudora 
nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  zwischen  den  Rippen  2  bis  5  oder  6  eine  grau  halbdurchsichtige  submarghiale 
Schattenbinde  haben.    Deutsch  Ost-Afrika:  Kilimandjaro. 

mamois.  A.  marnois  Rog.,  welche  ich  früher  mit  Unrecht  als  eine  Form  von  oncaea  betrachtete,  ist  wie  Eltring- 

HAM nachgewiesen  hat,  sehr  nahe  mit  caecilia  verwandt  und  wahrscheinlich  nur  eine  Form  davon.  Flgl  oben  sand- 
gelb: an  der  Wiu'zel  schmal  schwärzlich;  die  schwarze  Farbe  erreicht  nicht  die  Rippe  2:  an  der  Spitze  und  am 
Saume  schmal  verdunkelt,  jedoch  viel  breiter  als  bei  caecilia  pudora;  Wurzel-  und  Discalpunkte  beider  Flgl 
wie  bei  caecilia.    Sudan. 

oncaea.  A.   oncaea  H pff.  (55  e)    unterscheidet    sich    sofort    durch  die  feinen  schwarzen  submarginalen  Längs- 

striche in  den  Feldern  3  bis  5  (biso)  der  Vflgl ;  der  Discalpunkt  in  (J  der  Vflgl  fehlt  gewöhnlich,  q:  Die^Vflgl 
sind  dünn  beschuppt  mit  matt  orangegell)er  Grundfarbe,  an  der  Wurzel  nicht  verdunkelt  und  an  der  Spitze 
nur  2mm  breit  schwarz;  Discalpunkte  ge\\öhnlich  klein  und  punktförmig,  ganz  wie  bei  caecilia  angeordnet. 
Hflgl  dichter  be.schuppt  als  die  ^'flgl  und  oben  mehr  rötlich;  iiir^' Saumbinde  sehr  schmal  aber  deutlicher  gefleckt. 
Beim  2  haben  die  Flgl  oben  eine  dunkel  graue  (rrundfarbe  und  die  Vflgl  eine  breite  weiße  Subapicalbinde  vom 

ob.icura.  Vrd  bis  zur  Rippe  3.  Süd-  und  Ost-Afrika  bis  südliches  Congo-Gebiet  und  Abessinien.  — ab.  2  obscura  Suff. 
Flgl  oben  braun,  Hflgl  oben  weißlich  mit  rosenroten  Flecken  an  der  Wurzel,  am  Ird  und  hinter  den  Discalpunkten. 

—  ab.  j  defasciata  Suff.  Vflgl  braun  ohne  weiße  Subapicalbinde.  —  ab.  2  alboradiata  Suff,  hat  die  Ripi)en 
der  Hflgl  weiß  gefärbt.  —  ab.  ^  modesta  Suff.  Hflgl  mit  einem  großen  weißen  Feld  ni  der  .Mitte.  —  caoncius 
Suff,  ist  eine  Zeitform  (  ?),  bei  der  die  Spitze  der  Vflgl  oben  ganz  wie  auf  der  Unterseite  nur  eine  feine  schwarze 
Saumlinie  hat.  Deutsch  Ost-Afrika.  —  ab.  liacea  Suff,  weicht  nur  durch  die  oben  unscliarf  begrenzte  und 
unten  aus  dicken  schwarzen  Bogen  gebildete  Saumbinde  der  Hflgl  ab.    Deutsch  0.st-Afrika. 

itlergatis.  A.  atergatis  Westu-.  (55  {)  hat  zwei  ziemlich  yerschitdene  Zeitformen.    Die  Flgl  sind  bei  beiden  Formen 

oben  bis  zur  Wurzel  lebhaft  eintönig  orangegelb,  bei  der  Trockenzeitform  unten  heller  und  bei  der  Regenzeit- 
form unten  etwas  dunkler  und  mehr  rötlich  als  oben;  die  schwarzen  Punkte  sind  wie  bei  oncaea  angeordnet, 
aber  bei  der  Ri'genzeitform  sehr  groß  und  dick:  die  Vflgl  sind  oben  nur  am  \'rd  und  Saume  schaial  schwarz 
aber  ohne  Spitzenfleck  mid  haben  kräftige,  schwarze  Striche  in  3  bis  6;  die  Hflgl  sind  an  der  Wurzel  des  Feldes 
1  c  imd  der  Zelle  ein  wenig  schwarz  gefärbt ;  die  Zeitformen  weichen  besonders  durch  die  Bildung  der  Saumbinde 


dejasciaia 

aUioritduila 

modesta. 

caoncius. 

liacea. 


ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AxjRiviLLnjs.  269 

der  Hflgl  von  einander  ab ;  bei  der  Regenzeitfonn  ist  die  schwarze  Saumbinde  auf  beiden  Seiten  etwa  1  mm  breit, 
oben  ungefleckt,  unten  mit  schmalen  strichförmigen,  weißen  Saumflecken;  bei  der  Trockenzeitform  fehlt  die 
Saumbinde  völlig  oder  ist  unten  nur  schwach  angedeutet,  die  Saumstriche  der  Unterseite  gehen  darum  ohne 
Grenze  in  die  Grundfarbe  über;  die  Unterseite  der  Hflgl  hat  mehr  oder  weniger  deutliche  rote  Flecke.  Angola; 
südliches  Congo-Gebiet  und  Rhodesia. 

Zweite  Abteilung. 

Die    V  f  1  g  1    o  Ji  n  o    S  u  b  m  a  r  g  i  n  a  1  p  u  n  k  t  e. 

Ueber  sieht    der    Arten. 

I.    Die  Vflgl  wenigstens  in  den  Feldern  3  bis  6  mit  schwarzen  Strichen  in  der  Mitte  zwischen  dem  Saume  und  den 
Discalpunkten. 

A.  Saum  der  Hflgl  schwach  gewellt   und  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  nach  innen  stark 
wellenrandig.  A.  doubledayi. 

B.  Saum  der  Hflgl  ganzrandig;  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  sehr  schmal,  hell  gefleckt  oder  nach  innen 
ganzrandig. 

a.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  schwarz,  ungefleckt  und  nach  innen  ganzrandig.  Flgl  normal  beschuppt. 

A.  axina. 
(vgl.  auch  A.  braesia  f.  regalis). 
ß.   Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  hell  gefleckt  oder  sehr  schmal  und  zum  Teil  unvollständig. 

*.  Flgl  sehr  dünn  beschuppt ;  die  Discalf  lecke  4  bis  6  der  Vflgl  stehen  in  einer  gegen  den  Vrd  senkrechten 
Linie.  A.  aequatorialis. 

**.  Flgl  normal  beschuppt;  dis  Discalflecke  4 bis  6  der  Vflgl  stehen  in  einer  gegen  den  Vrd  schief  stehen- 
den Linie.  A.  ella. 

IL  Die  Vflgl  ohne  schwarze  submarginale  Längsstriche. 

A.  Die  Discalpunkte  4  bis  6  der  Vflgl  sind  groß  und  liegen  unmittelbar  hinter  der  Spitze  der  Zelle. 

a.  Discalflecke  4  bis   6  der  Vflgl  getrennt  und  abgerundet.  A.  intermedia. 

ß.  Discalflecke  4  bis  6  der  Vflgl  eckig  und  mit  einander  zu  einer  Querbinde  vereinigt. 

*.  Vflgl  oben  mit  6  bis  7  mm  breitem,  schwarzem  Spitzenfleck  und  dann  bis  zu  den  Discalpunkten 
mit  hellgelber  ((J)  oder  weißer  ($)   Subapicalbinde.  A.  rhodesinna. 

**.  Vflgl  oben  im  Spitzenteil  wenigstens  bis  zur  Rippe  3  luul    bis  zur  Wurzelhälfte  der  Mittelzell" 
schwärzlich  mit  breiter  weißer  Subapicalbinde.  A.  mima. 

***.  Vflgl  oben  ohne  dunklen  Spitzenfleck.  A.  aglaonice  $  ab. 

B.  Die  Discalpunkte  4  bis  6  der  Vflgl  liegen  weit  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle. 

a.  Die  Flgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  verdunkelt  oder  wenn  verdunkelt  die  Vflgl  oben  mit  breitem  schwar- 
zem Spitzenfleck. 

*    Die  Vflgl  vollständig,  wenn  auch  bisweilen  dünn  beschuppt  ohne  glashelle  Flecke  oder  nur  in  4 
und  5  mit  einem  kleinen  glashellen  Fleck. 

§.  Discalpunkte  der  Hflgl  gewöhnlich  klein  und  weit  von  der  Saumbinde  entfernt ;  Vflgl  in  4  bis  (> 
dicht  hinter  den  Discalpunkten  mit  kleinen  glashellen  (^)  oder  weißlichen  (?)  Flecken;  Vflgl- 
spitze  oben  ohne  schwarzen  Fleck.  A.  aglaonice. 

§§.  Discalpunkte  der  Hflgl  gewöhnlich  größer  und  der   Saumbinde  mehr  genähert;  Vflgl  ohne 
Glasflecke. 

1.  Der  Discalpunkt  2  der   Hflgl  liegt   nicht   innerhalb  des  Ursprunges  der   Rippe  3.    Vflgl 
stets  mit  breitem  schwarzem  Spitzenfleck.  A.  caldarena. 

2.  Der  Discalpunkt  2  der  Hflgl  liegt  an  der  Wurz(d  des  Feldes  2  iiuicrhalb  des  Ursprunges 
der  Rippe  3.  A.  pudorella. 


270  ACRAEA.    Von  Dr.  C.  Afrivilltüs. 

**.  Die  Vflgl  zwischen  den  Discalpiuikten  und  dem   Saume  mehr  oder  weniger  breit  glashell. 

Ä.  braesia. 

ß.  Beide  Flgl  oben  an  der  \^'urzel  wenigstens  bis  zur  Mitte  der  Zelle  verdunkelt,  schwarz braiui.    Vflgl 
oben  ohne  schwarzen  Spitzenfleck.  A.  stenobea. 

dmüiledayi.  A.  doubledayi  Guer.  (=  gaekwari  E.  Sharpe)  (55  e)  ist  durch  die  Form  der  Saumbinde  der  Hflgl,  die 

rotbraune  Grundtarbe  der  Oberseite  und  die  kräftig  entwickelten  schwarzen  Zeichnungen,  sowie  durch  die  hellen 

oder  durchsichtigen  kleinen  Flecken  in  4  bis  ö  der  Vflgl  hinter  den  Uiscalpunkten  leicht  kenntlich;  Unterseite 

der  Hflgl  rötlich  gelb  mit  großen  weißlichen  Saumflecken.   Bei  der  Hauptform  haben  die  Vflgl  oben  eine  breite 

schwarze  Saumbinde,  welche  durch  die  Vereinigung  der  schwarzen  Submarginalstriche  mit  den  Rippen  und  der 

SaumUnie  entstanden  ist,  die  helle  Subapicalbinde  erreicht  und  gelbe  Saumflecke  einschließt;  beide  Flgl  oben 

Candida,  an  der  \\'urzel  verdunkelt.   Abessinien  und  Somaliland.  —  ab.   $  Candida  EHr.  weicht  durch  weiße  Gruaidfarbe 

arahiai.  beider  Flgl  ab.    Xiam-Xiam.  —  arabica  Eltr.  hat  die  Flgl  dichter  beschuppt  mit  weißlicher,  nicht  aber  durch- 

sykeai.  sichtiger  Subapicalbinde  der  ^  flgl;  die  Flgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  oder  kaum  verdunkelt.  Arabien.  —  sykesi 

E.  Sharpe  hat  eine  hellere  Gmndfarbe  der  Oberseite,  welche  auf  den  Vflgln  nur  durch  eine  schwarze  Luiie  vom 

Saume  getrennt  ist ;  die  breite  schwarze  Saumbinde  fehlt  demnach  ganz  und  die  schwarzen  Submarginalstriche 

der  Felder  2  bis  5  liegen  frei  in  der  Grundfarbe ;  die  helle  Subapicalbinde  der  Vilgl  ist  undeutlich  oder  fehlt  völlig. 

Deutsch  und  British  Ost-Afrika;  Uganda  und  Sudan. 

axina.  A.  axina  iVestw.  (55 e)  ist  eine  kleme,  nur  30  bis  50  mm  messende  Art,  welche  an  oncaea  und  in  vielen 

Beziehungen  auch  an  doubledayi  erinnert ;  die  Flgl  oben  mit  einer  rötlich  ockergelben  oder  graugelben  Grundfarbe, 
an  der  Wurzel  besonders  auf  den  Hflgln  schwärzlich;  Vflgl  an  der  Spitze  und  am  Saume  schmal  schwarz  mit 
schwarzen  Rippen  und  kurzen  schwarzen  Strichen  auf  den  Falten  in  3  bis  5;  Saumbinde  der  Hflgl  oben  tief 
schwarz,  ungefleckt,  1  mm  breit,  unten  mit  halbkreisförmigen  weißlichen  Saumflecken ;  Flgl  unten  hell  gelb- 
lich mit  orangegelben  oder  rötlichen  Flecken;  hinter  den  Discalpunkten  4 bis  6  der  Vflgl  i.st  die  Grundfarbe  ge- 
wöhnlich etwas  aufgehellt.    Angola  imd  Damara-Land  bis  Rhodesia  und  X^yassa-Land. 

aequalorla-  A.  aequatoflalis  Seave  (60  g)  hat  dünn  beschuppte  Vflgl,  welche  an  der  Spitze  und  am  Saume  nur  von 

lis.  piiipr  feinen  schwarzen  Linie  umgeben  sind;  Saumbinde  der  Hflgl  oben  beim  q  sehr  schmal  hell  gefleckt  oder 
unvollständig,  beim  $  schärfer  begrenzt  und  undeutlicher  gefleckt ;  die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  schmal  schwärz- 
lich überzogen;  die  schwarzen  Punkte  wie  bei  den  übrigen  Arten  angeordnet;  Flgl  oben  hell  (rötlich)  gelb;  die 
Vflgl  am  Saume  mit  fehl  schwarzen  Rippen  und  feinen  Strichen  an  den  Falten,  bisweilen  mit  Submarginalpunkt 
anaemin.  in  2  oder  in  1  b.  British  Ost-Afrika:  Kisumu.  —  anaemia  Eltr.  weicht  nur  durch  hellere  und  mehr  dünn 
beschuppte  Flgl  ab.    Kilimandjaro  und  British  Ost-Afrika. 

ella.  A.  ella  Eltr.  (60  b)  ist  der  equatorialis  so  ähnlich,   daß  es  genügt   die  Unterschiede   hervorzuheben. 

Etwas  größer.  Flgispannung  5U  bis  60  mm ;  Vflgl  vollständig  beschuppt  ohne  graue  Subapicalbinde.    Angola. 

rhodesiana.  A.  fhodesiana  Wichgr.  (55  d,  als  aglaonice;  60  b).    Beide  Flgl  oben  rötlich  orangegelb,  an  der  Winzel 

besonders  der  Hflgl  verdmikelt ;  Vflgl  mit  4  mm  breitem  schwarzem  Spitzenfleck  imd  feiner,  schwarzer  Linie 
am  Vrd  und  am  Saume,  die  Discalflecke  4  bis  6  sind  groß  und  eckig  und  liegen  luimittelbar  hinter  der  Zellen- 
spitze; Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  2  mm  breit,  schwarz  und  fast  luigefleckt ;  Flgl  unten  mit  hellgelber 
Grundfarbe;  die  Hflgl  an  der  Wurzel  oder  über  die  ganze  Fläche  rötlich  gefleckt,  Saumflecke  groß  und  weißUch. 
Die  Vflgl  beim  S  mit  weißer  Subapicalbinde,  welche  beim  ^  fehlt  oder  nur  durch  hellgelbe  Farbe  angedeutet 
ist.    Rhodesia. 

mima.  A.  mima  Neave  ist  der  rhodesiana  sehr  ähnlich,  aber  dadurch  leicht  zu  imterscheiden,  daß  die  Vflgl 

bei  beiden  Geschlechtern  eine  weiße  Subapicalbinde  der  Felder  3  bis  6  haben  imd  besonders  dadurch,  daß  die 
Spitzenhälfte  oder  beim  2  der  größte  Teil  der  Vflgl-Oberseite  schwärzlich  ist ;  auf  der  L^nterseite  der  Vflgl  ist 
die  Spitzenhälfte  dunkelgrau  überzogen;  stimmt  sonst  mit  rhodesiana  überein  und  dürfte  nur  eine  Form  dersel- 
ben sein.     Südliches  Congo-Gebiet :  Katanga  und  Rhodesia. 

aglaonice.  A.  aglaonice    Westic.    Beide  Flgl  oben  fast  bis  zur  Wurzel  rotgelb  mit  den  gewöhnlichen  schwarzen 

Punkten;  die  Discalpunkte  der  Hflgl  sind  jedoch  kleiner  als  gewölmlich  und  die  Discalpunkte  3  bis  6  der  Vflgl 
liegen  normal  weit  hinter  der  Zellenspitze,  dem  Anfang  der  Rippe  10  gegenüber;  die  Vflgl  oben  ohne  besonde- 
ren dunklen  Spitzenfleck,  wie  am  Vrd  und  Saume  nur  mit  schmaler  schwarzer  Randlinie ;  Rippen  am  Saume 
schwarz:  Hflgl  oben  mit  2  bis  3 mm  breiter,  schwarzer,  ungefleckter  Saumbinde ;  Flgl  unten  heller  gefärbt.  Hflgl 
an  der  Wurzel  mit  roten  Flecken  luid  in  der  Saumbinde  mit  strichförnngen,  weißlichen  Saumflecken.  Eigen- 
tümlich für  diese  Art  ist,  daß  die  Vflgl  fast  immer  in  den  Feldern  4  und  5  (und  6)  einen  kleinen  glashellen 
Fleck,  dicht  außerhalb  der  Discalpunkte  haben;  beim  2  sind  diese  Flecke  oft  weißlich  statt  glashell.  Xatal; 
rt/ftfl/osctafei.  Transvaal;  Mashuna-Land;  Manica-Land;  Delagoa-Bay. — ab.  >  albofasciata  a6.  noi\  Vflgl  im  Wurzeldrittel 
schwärzlich,  in  der  Mitte  schwarzgrau  und  mehr  oder  weniger  durchscheinend  weißlich,  vor  dem  Saume  in  einer 
Breite  von  etwa  5  mm  graugelb  mit  schwarzen  Rippen;  au  der  Spitze  etwa  3  mm  breit  schwarz;  schwarze 


AORAEA.     Von  Dr.  C.  Aurivilltos.  271 

Sauinbinde  nur  l  mm  breit.  Hflgl  oben  schwarz  mit  einer  7  mm  breiten  weißen  Mittelbinde.  welche  die  ver- 
liältnissmäßig  großen  DiticaliHinkte  einschließt.  Unterseite  hell  graugelb  mit  gelben  Strichen  der  Zwischen- 
aderfalten;  Vflgl  nur  mit  sehr  feiner  schwarzer  Saumlinie;  Hflgl  mit  2  mm  breiter  Saumbinde,  welche  große 
I laibkreisförmige  weißliche  Saumflecke  einschließt.  Manica-Land.  Ist  wohl  als  eine  extreme  Regenzeitform  zu 
betrachten. 

A.  caldarena  Hew.  (55  d)  ,^.    Grundfarbe  beider  Flgl  oben  iiell  rötlich  ockergelb  bis  hell  rosenrot  (=  ab.  caldarcna. 
recaldana  Suff.):  Vflgl  mit  einem  scharf  begrenzten,  7  mm  breiten  schwarzen  Spitzenfleck,  am  Vrd  und  Saume  recaWana.  ' 
sehr  fein  schwarz;  die  Discalpunkte  4  und  5  sind  klein  und  frei  und  liegen  näher  dem  Ird  des  Spitzenfleckes  als 
der  Zellenspitze;  beide  Flgl  an  der  Wurzel  ein  wenig  verdunkelt;  Saumbinde  der  Hflgl  gewöhnlich  mit  hellen 
Flecken;  Unterseite  der  Vflgl  heller  gelb,  der  Hflgl  rötlich;  der  Di.scalpunkt  in  2  liegt  nicht  innerhalb  der  Wur- 
zel der  Rippe  3.    Das  $  hat  die  Flgl  oben  an  der  Wurzel  bi-eit  verdunkelt,  bisweilen  zum  größten  Teil  schwärz- 
lich. Natal  bis  Damara-Land  und  British  Ost-Afrika.  — ■  ab.  $  nero  Btlr.  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Grundfarbe  ncro. 
beider  Flgl  oben  dunkelgrau  überzogen  ist  und  daß  die  Hflgl  oben  an  der  Innenseite  der  ungefleckten  schwarzen 
Saumbinde  in  den  Feldern  Ic  bis  4  große,  scharf  begrenzte,  viereckige,  weiße  Flecke  haben'.    Victoria-Nyanza. 
—  f.  neluska  Oberth.  (55  d)  unterscheidet  sich  nur  dadurch  von  der  Hauptform,  daß  der  schwarze  Spitzenfleck  neluslca. 
der  Vflgl  schmäler,  nur  3  bis  4  mm  breit  ist.  Deutsch  Ost-Afrika.  —  Die  Rp  hat  eine  sanft  rosenrötliche  bis  orange- 
gelbe Grundfarbe  und  schwarze  Dornen  und  lebt  an  Wormskjoldia  longepedunculata.      Pp  gelblich  mit  schwar- 
zen Zeichnungen. 

A.  intermedia  Wichgr.  stimmt  völlig  mit  der  Hauptform  von  caldarena  überein,  ausgenommen,  daß  die  inlcrmcdia. 
Discalpunkte  4  und  5  der  Vflgl  viel  näher  an  der  Zellens])itze  als  an  dem  schwarzen  Spitzenfleck  stehen  und  daß 
das  $  eine  breite  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl  hat.    Rhodesia  und  südliches  Congo-Gebiet. 

A.  pudorella  Auriv.  (55  d)  ist  auch  eine  mit  caldarena  sehr  nahe  verwandte  Art,  die  ich  früher  nur  als  pudorella. 
Zeitform  von  caldarena  betrachtete.  Eltringham  hat  jedoch  nachgewiesen,  daß  der  Discalpunkt  2  der  Hflgl 
l)ei  pudorella  näher  an  der  Wurzel  des  Feldes  2  als  bei  caldarena  steht  und  daß  die  männlichen  Kopulations- 
organe verschieden  gebildet  sind.  Die  Hauptform  von  pudorella  weicht  außerdem  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl 
dünn  beschuppt  sind  und  den  schwarzen  Spitzenfleck  völlig  entbehren.  Deutsch  und  British  Ost-Afrika; 
Abessinien. — detecta  Neave  hat  einen  6  bis  7  mm  breiten  schwarzen  Spitzenfleck  der  Vflgl-Oberseite  und  ist  delcda. 
demnach  der  caldarena  noch  mehr  ähnlich.    Rhodesia;  Nyassa-Land  und  Deutsch  Ost-Afrika. 

A.  braesia  Godm.  Vflgl  lang  und  schmal  mit  fast  geradem  Saume,  oben  in  der  Wurzelhälfte  rötlich  braesia. 
gelbbraun,  im  Spitzenteil  durchsichtig  grau  mit  freien  gelben  Flecken  am  Saume  und  schwarzer,  an  der  Flgl- 
spitze  nur  wenig  erweiterte  Saumbinde.  Hflgl  oben  orangegelb  oft  mit  rosenrotem  Anflug,  an  der  Wurzel  kaum 
schwärzlich  und  mit  schwarzer  ungefleckter,  nach  innen  etwas  gewellter  Saumbinde;  die  Discalpunkte  oft  nur 
von  miten  durchscheinend ;  Unterseite  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  rötlich  mit  deutlichen  schwarzen  Punkten 
und  fast  strichförmigen  hellgelben  Saumflecken.  Deut.sch  und  British  Ost-Afrika;  Abessinien.  —  f.  regalis  regalis. 
Oberth.  (55  e)  hat  hinter  den  Discalpunkten  3  bis  6  der  Vflgl  eine  gut  begrenzte,  fast  durchsichtige  graue  Subapical- 
binde sonst  aber  dicht  beschuppte  Vflgl.    Deutsch  und  British  Ost-Afrika. 

A.  stenobea  Wallengr.  (=  acronycta  Westic.)  ^.  Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur  Mitte  oder  oft  stenobea. 
bis  zur  Spitze  der  Zelle  breit  schwarzbraun  verdunkelt ;  Vflgl  oben  nur  mit  schwarzer  Saumlinie  ohne  Spitzen- 
fleck ;  die  Rippen  am  Saume  nicht  verdunkelt ;  Hflgl  oben  mit  2  mm  breiter,  ungefleckter,  fast  ganzrandiger 
schwarzer  Saumbinde;  Grundfarbe  der  Oberseite  hell  braungelb,  bisweilen  etwas  rötlich.  Unterseite  heller 
gelb,  an  der  Wurzel  der  Hflgl  rötlich;  Saumbinde  der  Hflgl  mit  großen  hellen  Saumflecken;  Discalpunkte  beider 
Flgl  ziemlich  groß,  die  der  Felder  3  und  5  der  Hflgl  oft  fehlend;  die  der  Felder  4  bis  6  der  Vflgl  berühren  einander 
und  liegen  ziemlich  weit  hinter  der  Zellenspitze.  Das  $  (55  c;  =  lygus  Z)n<ce)  weicht  nur  durch  etwas  dunklere 
Grundfarbe  der  Oberseite,  durch  breitere  Saumbinde  der  Hflgl,  durch  eine  mehr  oder  weniger  ausgedehnte 
weiße  Färbung  in  der  Mitte  der  Hflgl  und  oft  auch  durch  breitere  schwarze  Beschuppung  an  der  Wurzel  vom 
(J  ab.    Süd-Afrika  bis  Angola  und  Deutsch  Ost-Afrika. 

Dritte   Untergruppe. 

Der  DLS(aii)uiLkt  in  Feld  i.  b  i\i'V  XTIg!  liegt  iuiiner  näher  am  Saume  als  dei'  in  2.  llienUu'i-h  .«iiid  die  Arten  dieser 
''riteigruppe  von  denen  der  zweiten  Unteigru|)i)e  leicht  zu  unterscheiden.  Nui'  wenn  einer  dieser  Punkte  fehlt  ist  e.s  imuiöglich, 
die  Stelhnig  eines  Exeniplare.s  zu  ))estininien  und  man  muß  das.selbe  in  beiden  Vntergrxippen  suchen.  Bei  vielen  Arten  der 
dritten  t'ntergruiipen  haben  die  Discalpunkte  der  Hflgl  eine  Anordnimg,  welche  nicW  bei  den  Arten  der  zweiten  Untergrupiie 
vorkommt  (vgl.  S.  267).  Wie  bei  der  zweiten  Untergruppe  können  auch  hier  die  Arten  in  zwei  Abteilungen  nach  Fehlen 
oder  Anwesenheit  der  Sulnnarginal punkte  der  Vflgl  eingeteilt  werden. 

Erste  Abteilung. 

V  f  1  g  1    o  h  n  e    S  u  b  m  a  r  g  i  n  a  1  p  u  nk  t  e. 


272  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AüRmLLiüs. 

U  e  b  e  r  .s  i  c  li  t    der   A  r  t  (>  ii. 

I.    migl  uiitpii  in  der  Mittelzellc  stets  mit  zwei  scliwiuzon  Punkten  (»der  mit  einem  l'imivle  und  einem  Querst rieli, 
welche  beide  an  oder  vor  dem  Ursprung  der  Kij)pe   2  liegen. 

A.  Die  Felder  2  bis  5  der  Hflgl  mit  Di.scalpunkten. 

a.  Der  Disealpunkt  4  der  Hflgl  liegt  (wie  in  der  zweiten  Untergruppe)  nälicr  an  der  Wurzel  als  die  Dis- 
ealpunkte   'i  und   5  oder  wenigstens  ebenso  weit  vom   Saume  wie  diese. 

*.  Die  Kippen  der  Hflgl-Oberseite  zwischen  der  Mitte  und  der  »Saumbinde  scharf  und  ziemlich 
dick  schwarz  gefärbt.  Die  Hflgl  unten  nur  mit  einer  feinen  schwarzen  Linie  vor  dem  Saume, 
welche  die  rektangulären  Saumflecke  begrenzt  oder  ganz  ohne  innere  schwarze  Begrenzung 
der  Saumflecke,  welche  darum  ohne  Grenze  in  die  Grundfarbe  und  die  rötlichen  Zw  ischenader- 
striche   übergehen.  A.  alolmis. 

**.   Die  Rippen  der  Hflgl-Oberseite  nicht  schwarz.    Die  Saumflecke  der  Hflgl- Unterseite  abgerundet 
oder  dreieckig  und  nach  innen  von  schwarzen  Bogen  begrenzt. 

§.  Die  Rippen  der  V'flgl-Oberseite  nicht  schwarz. 

o.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  gleichbreit  und  schmal,  etwa  I  mm  l)reit. 

I.   Vflgl  oben  mit  einem  4  bis  5  mm  breiten  schwarzen  Spitzenfleck.  (Hll>  des  J  an  der 
Spitze    weiß).    Größere  Arten. 

a)  Vflgl  dicht  beschuppt.  A.  leucopyijd. 

b)  Vflgl  über  die  Mitte  hinaus  dünn   bt'seiiup])t .   weißgrau.  A.  diu(jvnes. 

-.   Vflgl  oben  an  der  Spitze  nur  mit   1  mm  breiter  schwarzer  Saumbindc.    Hlb  des  J* 
an  d.'r  Spitze  gelb.    Kleinere  Art.  A.  mansyu. 

oo.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  4  bis  5  mm  breit,  breiter  in  der  Mitte. 

A.  lofua. 
§§.   Die  Rippen  der  Vflgl-Oberseite  an  der  Spitze  und  am  Saume  mehr  oder  weniger  breit  schwarz 
gesäumt. 

o.  Der  Disealpunkt  im  Felde  3  der  Hflgl  ist  groß  und  liegt  in  der  Mitte  zwischen  der  Saum- 
binde und  der  Wurzel  des  Feldes.  A.  guillemei. 

00.  Der  Disealpunkt  im  Felde   3  der  Hflgl  fehlt  oder  liegt  nahe  an  der  Wurzel  des  Feldes. 

1.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  schwarz  ohne  deutliche  helle  Flecke. 

A.  nohara. 
A.  chamhezi. 

2.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  mit  großen  scharf  hervortretenden  hellen  Flecken. 

A.  onerata. 
[3.  Der  Discalpmikt   4  der  Hflgl  liegt  näher  am  Saume  als  die  Discalpunkte  3  und  5. 

*.  Die  Vflgl  ganz  ohne  abgetrennte  helle  Saumflecke. 

§.  Rippen  der  Vflgl-Oberseite  in  dem  Saumteil  breit  schwarz  gesäumt.    Vflgl  gewöhnlich  mit 
Discalpunkten  in   3  bis   ß.  A.  periphanes. 

§§.   Rippen  der  Vflgl-Oberseite  nicht  oder  sehr  wenig  schwarz  gefärbt.   Die  Discalpunkte  der  Felder 
3  bis  (5  der  Vflgl  fehlen  oder  sind  nicht  alle  da. 

1.  Vflgl  mit  Discalpunkten  in  einigen  der  Felder  3  bis  (j  und  mit  großem  schwarzem  Spitzen- 
fleck. A.  lualabae. 

2.  Vflgl  ohne  Discalpunkte  in  3  bis  6  oder,  wenn  mit  einigen  solchen  Punkten,  ohne  schwar- 
zen   Spitzenfleek. 

a)  Der  Spitzenfleck  der  Vflgl-Oberseite  9  bis  1(>  mm  breit  und  tief  schwarz. 

A.  chaeribula. 
h)  Der    Spitzenfleek    der    Vflgl-Oberseite    nicht   so    breit    oder   ganz    fehlend. 

A.  acrita. 
**.  Die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  liellen  Flecken  in  der  diniklen  Saumbinde  wenigstens  in  den  Fel- 
dern 3  bis  8.   Flglspannung  55  bis  (55  mm.  Beide  Flgl  oben  mit  rotgelber  bis  hellgelber  bis  weiß- 
licher Grundfarbe. 


Ausgegeben  1.  V.  1913.  ACRAEA.     Von  Dr.  0.  AfrivilliüS.  273 

a)  Vflgl  oben  nicht  verdunkelt  an  der  Wurzel;  ihre  Discalpunkte  2  bis  4  sind  klein,  abgerundet 
und  liegen  in  einer  fast  geraden  Linie.  Hflgl  oben  mit  regelmäßiger,  höchstens  2  mm  breiter 
Saumbinde.  A.  hypoleuai. 

b)  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  der  Zelle  hinaus  verdunkelt.  Discalpunkte  sehr 
groß;  die  der  Felder  3  bis  6  zu  einer  sehr  breiten  Querbinde  vereinigt.  Saumbinde  der  Hflgl- 
Oberseite  5  bis  6mm  breit,  nach  innen  unregelmäßig  begrenzt  und  mit  sehr  kleinen  weißen  Punk- 
ten am  Saume.  A.  turna. 

B.  Die  Felder  3  bis  5  der  Hflgl  ohne  Discalpunkte.  Der  äußere  Fleck  der  Mittelzelle  der  Hflgl  strichförmig 
und  winkelig  gebrochen.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  großen  luir  durch  schwarzen  Bogen  begrenzten  hel- 
len Saumflecken  der  Grundfarbe.  A.  aureola. 

II.    Hflgl  in  der  Mittelzelle  nur  mit  einem  schwarzen  Punkt,  welcher  oft  hinter  dem  Ursprung  der  Rippe   2  liegt. 
Vflgl  gewöhnlich  oben  mit  hellen  Saumflecken.    Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  gewöhnlich  hell  gefleckt. 

A.  Flgl  oben  mit  rotgelber  bis  graugelber  Grundfarbe.    Hflgl  unten  nicht  goldgelb. 

*  a.  Vflgl  auf  beiden   Seiten  mit  breiter,  weißer  Subapical binde.  A.   wigginsi. 

ß.  Vflgl  ohne  weiße  Subapicalbinde.  A.  anacreon. 

B.  Hflgl  oben  tief  schwarz  ohne  Zeichnungen  ((^)  oder  schwarzgrau  mit  Discalpunkten  und  breiter  unge- 
fleckter schwarzer  Saumbinde,  unten  glänzend  hell  goldgelb  mit  roten  Punkten  an  den  Spitzen  der 
Saumflecken.  A.  mirifica. 

A.  aureola  Eltr.  (60  c)  ist  eine  seltene  bisher  nur  in  einem  Stücke  aus  Angola  bekannte  Art.  Die  Flgl  aureola. 
sind  oben  lebhaft  orangegelb,  an  der  Wurzel  ein  wenig  veidunkelt ;  Vflgl  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  der  Mit- 
telzelle, den  gewöhnlichen  Discalpunkten,  von  denen  der  in  I  b  sehr  nahe  am  Saume  steht  und  die  der 
Felder  3  bis  6  einen  flachen  Bogen  bilden,  und  einer  feinen  dunklen  Saumbinde,  welche  an  der  Spitze  nicht  er- 
weitert ist:  die  Rippen  am  Saume  fein  schwarz  und  etwas  erweitert.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  großen  Saum- 
flecken, welche  die  Farbe  des  Grundes  haben  und  durch  schwarze  Bogen  begrenzt  sind;  die  Discalpunkte  der 
Felder  2  bis  5  fehlen  völlig,  in  6  findet  sich  ein  Punkt  nahe  an  der  Saumbinde  und  einer  in  der  Mitte  des  Feldes  7 ; 
die  Hflgl  sind  unten  heller  gefärbt  und  an  der  Wurzel  in  la  bis  Ic  und  der  Mittelzelle  ockergelb;  dieses  Wurzel- 
feld erreicht  kaum  die  Rippe  2,  ist  in  der  Zelle  und  1  c  durch  einen  dicken  schwarzen  Strich  nach  außen  begrenzt 
und  schließt  einen  schwarzen  Punkt  in  der  Zelle  ein. 

A.  onerata  Tri7n.  scheint  nach  der  Abbildung  mit  aureola  nahe  verwandt  zu  sein  und  hat  eine  ganz  ahn-  onerala. 
liehe  Saumbinde  der  Hflgl  und  ähnliches  Wurzelfeld  der  Hflgl-Unter.seite,  weicht  aber  durch  geringere  Größe 
(Flglspannung  etwa  45  mm),  durch  Discalpunkte  der  Felder  2,  4  und  5  der  Hflgl  und  mehr  unregelmäßig 
angeordnete  Discalpunkte  der  Felder  3  bis  6  der  Vflgl  ab.    Damara-Land. 

A.  leucopyga  Auriv.  {=\\Bzti  Suff.)  {55e).  Vflgl  oben  bis  zur  Wurzel  lebhaft  orangegelb,  bei  frischen  iciwopyga. 
Stücken  mit  rosa  Schiller ;  Vflgl  oben  mit  schwarzem ,  4  bis  5  mm  breitem  Spitzenfleck  bis  zur  Rippe  4  und  dann 
mit  sehr  feiner  Saumlinie;  die  Discalpunkte  3  bis  6  sind  frei  und  liegen  in  einer  gegen  den  Vrd  fast  senkrechten, 
geraden  Linie ;  Hflgl  oben  mit  scharf  begrenzter,  1  bis  2  mm  breiter  Saumbinde  und  wenig  deutlichen  oft  nur  von 
unten  durchscheinenden  Discalpunkten.  Vflgl  unten  ohne  schwarzen  Spitzenfleck  aber  dort  weißgelb  aufge- 
hellt mit  orangegelben  Strichen  der  Zwischenaderfalten ;  Hflgl  unten  hell  graugelb  mit  scharf  hervortretenden 
schwarzen  Punkten  und  rcitlichen  Flecken  an  der  Wurzel  und  zwischen  den  Rippen  und  Punkten.  Die  Regen- 
zeitform ist  kleiner,  oben  weniger  lebhaft  gefärbt,  mit  schwarzem  Anflug  an  der  Wurzel  und  breiterer,  nach 
innen  unscharf  begrenzter  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite.    Rhodesia  und  Nvassa-Land. 

A.  diogenes  Suff.  (55  f)  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt,  macht  aber  den  Eindruck  einer  diogenes. 
dünn  beschuppten  Form  der  vorigen  Art.    Vflgl  durchsichtig  weißgrau  an  der  Spitze  und  am  Saume  breit  ver- 
dunkelt mit  Discalpunkten  in  1  b  und  2  und  bisweilen  auch  mit  einem  Mittelpunkt,  aber  ohne  andere  Punkte. 
Hflgl  etwas  mehr  beschuppt  oben  matt  grau,  unten  mit  rötlichen  Flecken ;  Saumbinde  und  schwarze  Punkte 
fast  wie  bei  leucopyga.     Südliches  Congo-Gebiet. 

A.  lofua  Ehr.  (60  e)  .j*.  Flgl  oben  rötlich  ockergelb,  an  der  Wurzel  schmal  schwarz  beschuppt  und  mit  lojua. 
den  gewöhnlichen  schwarzen  Punkten;  Vflgl  mit  schwarzer  Saumbinde,  welche  sich  an  der  Spitze  allmählich  zu 
einem  3  mm  breiten  Fleck  erweitert,  unten  heller  aber  sonst  fast  wie  oben;  Hflgl  oben  mit  sehr  breiter,  unge- 
fleckter, in  der  Mitte  breiterer,  tief  schwarzer  Saumbinde,  unten  mit  hellgelber  Grundfarbe  und  weißen  Saum- 
flecken. Das  9  weicht  durch  hell  ockergelbliche  Vflgl  ohne  schwarze  Discalpunkte  und  hell  rötlich  graugelbe 
Hflgl  ab ;  die  Wurzel-  und  Discalpunkte  sind  sehr  klein  und  die  Saumbinde  etwas  schmäler  als  beim  ^  und  auch 
oben  mit  grauen  Saumflecken.    Rhodesia,  am  Lofu-Fluß. 

XIII  35 


274 


ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Axtbiivilliüs. 


mansya.  A.  m&nsy&  EUr.  (60a)  hat  eine  Flglspannung  von  40  bis  50  mm  und  weicht  von  den  beiden  folgenden 

nahe  venvandten  Arten  nur  dadurch  ab,  daß^die  Rippen  der  Vflgl  nicht  am  .Saume  schwarz  gesäumt  sind  und 
daß  der  Discalpunkt  des  Feldes  3  der  Hflgl  fast  in  der  Mitte  zwischen  der  Saumbinde  und  der  Zelle  steht. 
Das  $  ist  heller  gefärbt  als  das  q.    Rhodesia. 

chambrzi.  A.  chambczi  A'eave  ist  der  ^.  HOÄflra  (55 c)  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Rippen  der 

Vflgl-Ober.<eite  am  Saume  sehr  fein  schwarz^sind;  der  Discalpunkt  in  4  der  Vflgl  liegt  nicht  in  derselben  Linie 
wie  die  Piuikte  der  Felder  5  und  6  und  der  Discalpunkt  in  5  der  Hflgl  fehlt ;  der  Discalpunkt  des  Feldes  3 
der  Hflgl  liegt  nahe  an  der  Wurzel  des  Feldes;  Vflgl  gewöhnlich  mit  Wurzelpunkt  im  Felde  1  b.  Xordöst- 
Rhodesia. 

»Ohara.  A.  nohara  Bsd.  (55  c).   Flgl  oben  hell  rötlich  mit  den  gewöhnlichen  schwarzen  Punkten,  welche  bei  der 

junodi.  ab.   junodi  Oberth.   unregelmäßig  stark  vergrößert    sind,    imd  schwarzer    Saumbinde:    Saumbinde    der  Vflgl 
nur    1    mm   breit,  an  der  Spitze  nicht  erweitert,  der  Hflgl  1,5  bis  -  mm  breit    nicht  oder  undeutlich  gefleckt; 
Rippen  der  Vflgl-Oberseite  gegen  den  Saum  schwarz  gesäumt ;  die  Discalpunkte  3  bis  6  oder  wenigstens  4  bis  6 
stehen  in  einer  geraden,  gegen  den  Vrd  senkrechten  Linie ;  die  Vflgl  mit  Wurzelpunkt  in  1  b :  von  den  Dis- 
ealpunkten  der  Hflgl  liegen  die  der  Felder  2  und  4  etwas  näher  an  der  Wurzel  als  die  übrigen.      Die  L'nterseite 
ist  heller,  weicht  aber  sonst  fast  nur  durch  die  hellgelben  Saumflecke  der  Hflgl  ab.   Beim  2  wechselt  die  Grund- 
farbe von  hell  rötlich  bis  gelblichgrau.  —  Rp  gelb  mit  dunklen  Längslinien  und  schwarzen  Domen,  lebt  auf 
Wormskjoldia  longepedunculata.    Pp  lang   und  schmal  weißgrau  mit  schwarzen  Linien  und  gelben,  schwarz 
halaii.  umzogenen   Flecken   des    Hlbs.     Xatal,  Transvaal,  Zulu-Land   und   Delagoa-Bay.  —  haiaii    Marsh,   ist  klei- 
ner und  hat  kleinere  Discalpunkte,  von  denen  der  in  1  b  der  Vflgl  und  in  3  und  5  der  Hflgl  fast  immer  feh- 
len; die  Saumbinde  der  Vflgl  i.*t  .schmäler  als  bei  der  Hauptform.  Das  ^  mit  grauroter  bis  graugelber  Grundfarbe. 
j)sr.uialol-  Mashuna-Land.  — •  pseudatolmis  Eltr.  ist  ebenso  klein  wie  Juilnli.  und  derselben  .sehr  ähnlich;  die  Discalpunkte 
min.  jjpj,  Felder  3  und  5  der  Hflgl  und   1  b  der  Vflgl  sind  jedoch  vorhanden  und  der  Punkt  in  4  der  Vflgl  schmal 
pundrUfita.  und  quergestellt.    Rhodesia.  —  punctellata  Eltr.  weicht  durch  breitere  Flgl,  breitere  Saumbinde  der  Hflgl  und 
durch  den  Discalpunkt  in   4  der  Vflgl,  welcher  nicht  in  Linie  mit  den  Punkten  in   5  imd  6  sondern  mehr  saum- 
wärts  steht,  von  der  Hauptform  ab.    Wenn  man  davon  absieht,  daß  der  Discalpunkt  im  Felde  3  der  Hflgl 
näher  an  der  Wurzel  steht,  stimmt  sie  völlig  mit  guillemei  (55  c)  überein  und  gehört  nach  meiner  Ansicht  eher 
zu  dieser  Art  als  zu  iiohara.    Xyassa-Land;  Angoni-Land;  Deutsch  Ost -Afrika:  Kigonsera. 

guilleme'K  A.  guillemei  Oberth.  (=  acutipeiuiis  L<ithy)  (55  c)  weicht,  wie  die  Figur  zeigt,  von  der  typischen  nohnnt 

nur  dadurch  ab,  daß  die  Saumbinde  der  Vflgl  an  der  Spitze  etwas  erweitert  ist,  daß  die  Saumbinde  der  Hflgl 
breiter  ist,  daß  der  Discalpunkt  in  Feld  4  der  Vflgl  nicht  in  gerader  Linie  mit  den  Punkten  in  5  und  6  liegt 
und  besonders  dadurch,  daß  der  Discalpunkt  in  3  der  Hflgl  in  der  Glitte  zwischen  der  Saumbinde  und  der 
Wurzel  fies  F.ldes  steht.     Angola  und  am  Tanganjika-See. 

atolmi.9.  .\.  atolmis  Westw.    stimmt  sehr  nahe  mit  ^-1.  nohara  überein  und  weicht  hauptsächlich  nur  dadurch 

ab,  daß  die  Rippen  der  Hflgl  in  dem  Saumteil  schwarz  sind  und  daß  die  Saumbinde  der  Htlgl  auf  beiden  Seiten 

nconlias.  völlig  fehlt.  Damara-Land.  Rhodesia,  Angola  und  südliches  Congo-Gebiet.  —  fa.  acontias  Westw.  (55  c  als 
atolmis)  ist  die  Regenzeitform  und  weicht  dadurch  ab,  daß  alle  schwarzen  Punkte  größer  sind  und  besonders 
dadurch,  daß  die  Hflgl  eine  deutliche  aber  nur  1  mm  breite  Saumbinde  haben,  welche  oben  ungefleckt  ist  und  unten 
schmale  querliegende  rektanguläre  weißliche  Saumflecke  einschließt.  Das  5  hat  eine  braune  bis  schwarzgraue 
derora  Grundfarbe  beider  Flgl.  —  ab.  decora  Weym.  ist  eine  melanistische  Abänderung  des  3,  bei  dem  die  Vflgl 
oben  in  der  Mitte  schwärzlich  sind.    Angola. 

reriphones.  A.  periphanes  Oberth.  (55  b).    Mit  dieser  Art  fangen  die  Formen  an,  bei  denen  der  Discalpunkt  4  der 

Hflgl  näher  am  Saume  steht  als  die  Discalpunkte  3  und  5;  durch  die  gegen  den  Saum  schwarzen  Rippen 
beider  Flgl  schließt  sie  sich  der  A.  atolmis  an  imd  weicht  von  den  nächst  folgenden  Arten  ab;  der  Discalpunkt 
in  5  der  Hflgl  fehlt  fast  immer  und  der  in  Feld  4  der  Vflgl  liegt  etwas  mehr  saumwärt  s  als  die  in  3,  5  und  6. 
welche  in  einer  geraden  Linie  stehen.   Bei  der  Hauptform  haben  die  Vflgl  oben  einen  6  bis  7  mm  breiten  schwarzen 
Spitzenfleck  und  die  Hflgl  eine  1,5  bis  2  mm  breite  Saumbinde,  welche  gewöhnlich  auch  oben  hell  gefleckt  ist; 
die  Vflgl  sind  oben  an  der  Wurzel  nicht  und  die  Hflgl  nur  wenig  verdunkelt.    Das  §  hat  oft  eine  verdunkelte 
ijini.  oder  weißliche  Grundfarbe.    Rhodesia.  südliches  Congo-Gebiet  und  Xyassa-Land.  —  fa.  beni  Baker  weicht 
acriioidei.  nur  dadurch  ab,  daß  der  schwarze  Spitzenfleck  der  Vflgl-Oberseite  fehlt.    Angola  und  Rhodesia.  —  fa.  acri- 
toides  Eltr.    Der  Spitzenfleck  der  Vflgloberseite  fehlt  oder  ist  nur  2  mm  breit;  auch  die  Discalpunkte  in  3  bis  6 
der  Vflgl  fehlen  völlig ;  Flgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  verdunkelt ;  Saumbinde  der  Hflgl  wie  bei  der  Hauptform ; 
durch  das  Fehlen  der  Discalpunkte  3  bis  6  der  Vflgl  wird  diese  Form  Aev  A.acrita  (55  b)  sehr  ähnlich  und  weicht 
umidn.  von  ihr  nur  durch  die  schwarzen  Rippen  der  Vflgl  ab.    Rhodtsia.^ — fa.  umida  Wkhgr.  weicht  von  den  vorher- 
gehenden durch  die  oben  an  der  Wurzel  verdunkelten  Flgl  und  die  3  bis  4  mm  breite  tief  schwarze,  migefleckte 
Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ab;  der  Spitzenfleck  der  Vflgl  fehlt  oder  ist  nur  mäßig  ent\vickelt.    Rhodesia. 
mclaiva.  —  fa.  mclaina  £'/^-.  (59f)  hat  einen  6  bis  7  mm  breiten,  nach  hinten  nur  allmählich  verschmälerten  Spitzenfleck 
der  Vflgl-Ober.<eite,  eine  sehr  breite  ungefleckte  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  und  oben  au  der  Wurzel  verdun- 
kelte Flgl.    Rhodesia. 


ACKAEA.     Von  Dr.  0.  Aukivillius.  275 

A.  lualabae  Neave  ist  den  beiden  folgenden  Arten  sehr  ähnlich  und  weicht  fast  nur  dadiarh  al),  <lal.;  hcalabac. 
die  Vflgl  in  den  Feldern  3  bi«  6  zwei  bis  vier  Discalpunkte  haben.    Beide  Flgl  oben  orangegelb  mit  großen  schwar- 
zen Punkten;  Spitzenfleck  der  Vflgl  etwa   8  mm  breit,  auch  unten  angedeutet;  Saumbinde  der  Hflgl  auf  beiden 
Seiten  mit  großen  hellen  Flecken;  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  schwärzlich.    Congo-Gebiet:  Lualaba. 

A.   Chaeribula  übeiih.  (55  b)  ist  gewissen  Formen  der  nä-hsten  Art  sehr  ähnlich  und  nur  durch  den  sein  chacribula. 
großen  und  tief  schwarzen  Spitzenfleck  der  Vflgl-Oberseite  abweichend.    Die  Discalpunkte  3  bis  6  der  Vflgl 
fehlen  und  die  Saumbind"  der  Hflgl  ist  hell  gefleckt.    Die  Grundfarbe  ist  beim  ^  orangegelb,  beim   $  bisweilen 
matt  dunkelbraun  und  nur  hinter  der  Zelle  der  Vflgl  gelblich.    Rhodesia,  südliches  Congo-Gebiet,  Nyassa-Land 
und  Deutsch  Ost-Afrika. 

A.   acrita  ist  sehr  veränderlich,  aber  stets  daran  kenntlich,  daß  die  Rippen  nicht  schwarz  sind,  daß  die 
Discalpunkte  3  bis  6  der  Vflgl  gewöhnlich  fehlen  und  daß  der  Spitzenfleck  der  Vflgl  wenn  vorhanden  heller  und 
kleiner  als  bei  chaeribula  ist.  Die  Art  hat  nach  Eltringham  6  Rassen  oder  Unterarten  (die  Hauptforni,  amhigua, 
pudorÜK(.,  litfundis,  »lunm.  und  bellonu)  und  außerdem  zahlreich'-  Abänderungen  und  Zeitformen.   Die  Grundfarbe 
der  Oberseite  lebhaft  feurig  orange  rot ;   die  Discalpunkte  1  b  und  2,  sowie  die  Mittelpunkte  der  Vflgl  liegen  in 
einer  gegen  den  Vrd  fast  senkrechten    Linie,     acrita  Hew.  (55  b).      Vflgl    hinter   der  Mittelzelle  orangegelb,  un-Ua. 
an  der  Spitze  höchstens  mit  2  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde ;  Hflgl  oben  mit  regelmäßiger,  scharf  begrenzter, 
etwa  2  mm  breiter,  hell  gefleckter  Saumbinde  und  unten  mit  großen  roten  Flecken  oder  Streifen,  sowohl  innerhalb 
wie  außerhalb  der  Discalpunkte ;  die  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  oder  sehr  wenig  verdunkelt.      Die  Regen- 
zeitform weicht  dadurch  ab,  daß  der  Spitzenfleck  der  Vflgl  3  bis  4  mm  breit  und  wurzelwärts  geradlinig  begrenzt 
ist,  daß  die  Vflgl  oben  an  d-r  Wurzel  oft  bis  zum  Wurzelpunkt   in  Ib  verdunkelt  sind  und  daß  die  Saumbinde 
d  jr  Hflgl-Ol)erseite  etwa  3  mm  breit  und  nach  iinien  besonders  in  Feld  3  mehr  oder  weniger  erweitert  ist.   Beim 
?  sind  die  Vflgl  oben  bis  zur  Zellenspitze  braungelb  bis  kaffeebraun  und  haben  einen  durchschnittlich  breiteren 
Spitzenfleck:  die   $9  d'^r  Regenzeitform  haben  eine  schwärzliche  Grundfari)e  und  sind  nur  im  Subapicalteil 
der  Vflgl  rauchgelb  oder  weißlich.    Mashuna-Land,  Manica-Land,  Rhodesia  und  Nyassa-Land.  ^ — ^ab.  msamviae  visamviac. 
Strand  ist  auf  SS  der  extremen  Regenzeitform  gegründet,  bei  denen  die  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  4  nun  In'eit 
und  am  Irde    über  den   ganzen   Flgl   bis   zur  Wuizel   erweitert  ist.     An  der  Südküste  des  Tanganjika.  —  ab. 
$  aquilina  Strand  hat  die  ganzen  Hflgl  und  die  Vflgl  in  der  Wurzelhälfte  kaffeebraun;  Saumbinde  der  Hflgl  innen  aquilmi. 
!5charf  begrenzt  und  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  nicht  angeschwärzt ;  Discalpunkte  der  Hflgl  unter  sich  um  min- 
destens ihren  Durchmesser  entfernt  und  eine  stark  gekrümmte   Reihe  bildend.    Deutsch  Ost-Afrika.  —  ab. 
nyassicola  Strand  ist  nach  Eltringilxm  eine  Zwischenzeitform  zwischen  der  Trockenzeit-  und  der  Regenzeitform  ni/dssicvla. 
d  ^s3*,  hat  einen  2  bis  3  mm  breiten  Spitzenfleck  der  Vflgl  und  große  nur  durch  feine  Bogen  begrenzte  Saumflecke 
der  Hflgl-Oberseite.   Nyassa-Land.  —  ambigua  Tri»/,  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  der  Spitzenfleck  der  Vflgl  ambüjua. 
größer,  etwa  6  mm  breit  ist,  dxß  die  Saumhinde  der  Hflgl-Oberseite  nur  durch  feine  oder  undeutliche,  von  unten 
durchscheinende  Bogen  gebildet  ist  und  besonders  dadurch,  d-:iß  die  Hflgl  unten  zwischen  den  Discalpunkten 
und  der  Saumbinde  fast  einfarbig  sind  ohne  deutliche  rote  Flecke.    Das  Subapicalfeld  der  Vflgl-Oberseite  ist  ge- 
wöhnlich heller  als  bei  der  Hauptform   und   bisweilen   beim   $  weiß.    .Damara-Land  bis  Tanganjika.  —  bella  hellu. 
Weijm.  stimmt  durch  den  großen  7  bis  8  mm  breiten  Spitzenfleck  der  Vflgl,  durch  die  Bildung  der  Saumbinde 
der  Hflgl-Oberseite  und  die  Färbung  der  Unterseite  der  Hflgl  nüt  ambu/uu,  weicht  aber  von  ihr  und  von  allen 
übrigen  Rassen  durch  die  sehr  großen  schwarzen  Flecke  der  Vflgl  ab;  dieselben  können  bei  der  Regenzeitform, 
bellona  Weym.  (59f)  so  groß  werden,  daß  sie  einander  berühren;  der  Wurzelpunkt  im  Felde  Ib  der  Vflgl  fehlt  bvlluna. 
bei  der  Trockenzeitform,  ist  aber  bei  der  Regenzeitform  groß.  Vflgl  beim  $  der  Regenzeitform  mit  weißem  Sub- 
apicalfeld.   Angola.  —  littoralis  Eltr.  ist  die  in  Deutsch  Ost-Afrika  gewöhnlich  vorkommende  Rasse  und  steht  Uitoralis. 
der  Hauptform  sehr  nahe;  sie  weicht  davon  nur  durch  den  etwas  breiteren  Spitzenfleck  der  Vflgl  ab,  welcher  bei 
der  Trockenzeitform  3  mm  und  bei  der  Regenzeitform,  usaramensis  Strand  4  bis  5  mm  breit  ist.  — ab.  $aqui-  usaramcn- 
lia  Thur.  ist  eine  Regenzeitform,  bei  der  die  Hflgl  und  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  kaffeebraun  sind;  die  schwarze  «^'*- .  . 
Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  wenigstens  4  mm  breit  und  innen  sehr  unregelmäßig  begrenzt.  —  ab.   $  "'^"^  "^' 
chaeribulula  Strand  hat  einen  7  mm  breiten  Spitzenfleck  der  Vflgl-Oberseite  und  an  der  Wurzel  geschwärzte  chaeribu- 
Hflgl  und  wird  von  Eltringham  als  eine  Zwischenform  zwischen  der  Trocken-  und  Regenzeitformen  betrachtet.  ^"''*- 
Ost-Afrika.  —  pudorina  Stgr.  (55  b)  ist  an  den  längeren  und  spitzigeren  Vflgl,  welche  an  der  Spitze  kaum  oder  pmlorind. 
iiöchstens  2  mm  (=  utengulensis  r/ittr.,  die  Regenzeitform)  breit  schwarz  sind,  kenntlich;  die  Grundfarbe  der  iäengulen- 
Oberseite  ist  matter  als  bei  der  Hauptform  und  die  schwarzen  Punkte  der  Vflgl  sind  klein  oder  fehlen ;  Saum-  *'*• 
binde  der  Hflgl-Oberseite  mit  großen  Saumflecken,  die  Unterseite  zwischen  der  Saumbinde  und  den  Discalpunk- 
ten nicht  oder  kaum  rotfleckig.     Kilimandjaro  und  British  Ost-Afrika.  —  manca  Thur.  ist  der  pudorina  ahn-  nmma. 
lieh  hat  aber  küi'zere  und  etwas  breitere  Vflgl  und  weicht  von  allen  anderen  Formen  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl 
in  den  Feldern  3  bis  6  gut  entwickelte'Discalpunkte  haben ;   Saumflecke  der  Hflgl-Oberseite  groß  aber  durch 
scharf  hervortretende  Bogen  begrenzt ;  Hflgl  unten  ohne  große  rote  Flecke  in  den  Feldern  2  bis  6.    Deutsch 
Ost-Afrika.  —  fa.  lindica  Strand  ist  mir  unbekannt,  soll  aber  nach  Eltringham  eine  Form  vpn  nmnca  sein.  Undica. 
Sie  weicht  jedoch  von  dieser  beträchtlich  ab,  indem  die  Vflgl  einen  5  bis  6  mm  breiten  Spitzenfleck  haben  und 
der  Discalpunkte  in  3  bis  6  entbehren.    Deutsch  Ost-Afrika.  —  Mit  dem  Namen  pauperata  hat  Thur.  ausdrück-  pauperala. 


276  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Auriviluus. 

lieh  alle  solchen  Stücke  von  acrita  bezeichnet,  welche  des  Wurzelpunktes  im  Felde  Ib  der  Vflgl  entbehren;  solche 
Stücke  treten  unter  allen  Rassen  der  A.  acrita  auf  und  sind  nicht  selten. 

Dil!  fol^iüidcii  (hei  Alton  /,ciiliiii'ii  sich  von  allen  andcr.'n  dadui-cli  ans,  daß  die  .Mittelzt  He  der  III'IkI  nur  einen 
schwarzen  I'unkt  cidei'  Queifleek  liat  und  daLl  die  \'f'fil  auf  lu-iden  Seiten  mit  liellen  Saunifleckeii  «eziort  sind.  Die 
Disealpunkte  dei'  llfl^l  sind  in  der  Weise  angeordnet,  daß  die  I'unkte  üi  2  bis  4  in  einer  f;Lst  geraden  Linie  stehen, 
welrlie  nüt  den  Punkten  in  1  bis  (>.  welche  aueh  in  einer  Lhde  liegen,  einen  spitzigen  Winkel  bildet:  der  Punkt  in  7 
steht  mehr  wurzelwäris  als  der  in  0  und  diejenigen  der  Felder  1  l>  und  1  c  liegen  in  einer  Linie  mit  dem  ui  2  oder 
etwas  mehr  nach  außen. 

anacreoii.  A.  aiiacreotl  Tiiin.  (55  a).    Flgl  oben  beim  ,^  orangegelb  beim  9  graugelb  bis  violettgrau,  oft  dunkler 

aiil  (l"ii  N'ilglii;  beide  Flgl  oben  mit  dunkler  Saumi>inde,  welche  groüe  helle  scharf  begrenzte  Saumflecke  ein- 
schließt; die  Rippen  an  der  Innenseite  der  Saumbinden  deutlich  schwarz  verdickt;  der  schwarze  Punkt  in  der 
Mittelzelle  der  Hflgl  liegt  immer  in  der  äußeren  Hälfte  der  Zelle;  die  Hflgl  unten  mit  hellgelber  Grundfarbe, 
an  (l"r  Wurzel  d-r  Felder   1  c  und  8  stets  rot  gofävbt,  oft  auch  mit  roten  Flecken  in  den  üt)rigen  Feldern  zwischen 
den  schwarzen  Punkten.    Die  Discalpunkte  in  4  bis  6  der  V^flgl  sind  gut  entwickelt  und  die  Grundfarbe  ist  hinter 
anacreontica.ihwn  bisweilen  stark  erhellt.     Süd-Afrika   i)is  Transvaal,  Nyassa-Lmd  und  Deutsch   Ost-Afrika.   —  anacre- 
ontica  Smith  (55  b  ?)  ist  der  Hauptform  sehr  ähnlich,  weicht  aber  durch  eine  hellere  Grundfarbe  der  Oberseite, 
kleinere  Discaljuiiiktc  luid  besser  entwickelte  rote  Flecke  zwischen  den  schwarzen  Punkten  der  Hflgl-Unterseite 
homha.  ab.    Hritish  Ost-Afrika.  —  bomba  iSmilh  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  einen  4  bis  8  mm  breiten  schwar- 
zen nicht  oder  undeutlich  gefleckten  Spitz?nfleck  habsn  und  der  Discalpunkte  (3)  4  bis  6  entbehren.    Bei  der 
'i'roekenzeitform  ist  d'n' Spitzenfleck  df^r  Vflgl  nur  etwa  4  mm  breit  und  die  Flgl  sind  ob?n  an  der  Wurzel  nicht  ver- 
induna.  dunkelt;  liei  der  Regenzeitform,  induna  Trim.  (55b),  ist  d°r  Spitzenfleck  d"r  Vflgl  dagegen  7  bis  8  mm  breit  und 
die  Flgl,  bisonders  die  Hflgl,  oban  an  d3r  Wurzel  breit  schwärzlich.    Angola  und  Rhodesia  bis  British  Ost-Afrika. 
sp:cios(i.  —  Speciosa  Wichgr.  hat  eine  mehr  lebhafte  l)raunrote  Grundfarbe  der  Oberseite  und  eine  nur  durch  die  verdick- 
ten schwarz'n  R'.])p?n  angedeutete  Saumbindf  d"r  Vflgl-Oberseite;  die  Unters?ite  lebhaft  gefärbt  mit  gut  ent- 
wickelten roten  Fleck<>n  der  Hflgl;  sonst  mit  d'-r  Hauptform  übereinstimmend.    Angola. 

u-igijinsl.  A.  wjgginsi  Neave.    Vflgl  oben  am  Vrde,  im  Spitzenteil  und  am  Saume  schwärzlieh  mit  einer  breiten 

weißen  Sul)a))i(albind<'  in  den  Feldern  3  bis  (i,  9  und  10  und  oft  auch  mit  gelben  Saumflecken;  die  Mittelzelle 
und  die  l'VId t  la  bis  2  bis  zur  Saumbinde  rotgelb;  ein  schwarzer  Punkt  in  der  Zelle  und  ein  Querfleck  an  der 
Zellenspitze  sowie  auch  Discalpunkte  in  Ib  bis  5  oder  wenigstens  in  IbbisS;  Hflgl  oben  goldgelb  mit  schmaler, 
gell)  gefleekti^r  Saundtinde;  Vflgl  unten  wie  oben,  aber  heller  und  am  Saume  grau  mit  schwarzen  Rippen;  Hflgl 
unten  liellgell)  mit  schmaler  weißgefleckter  Saumbinde,  welche  nach  innen  von  goldgelben  viereckigen  Flecken 
begleitet  ist,  und  zwischen  den  Discal-  und  Wurzelpunkten  mit  einer  unregelmäßig  gebrochenen  roten  Querbinde, 
außeidem  mit  einem  roten  Fleck  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  c  und  8.  Das  $  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die 
rutgelbe  Farbe  der  Vflgl-Ober.seite  weniger  ausgedehnt  ist.  Flglspainiung  46  bis  56  mm.  British  Ost-Afrika 
und  Uganda. 

miri/ica.  A.  mirifica  Ltthi/.   Obgleich  diese  Art  durch  die  Färbung  der  Oberseite  beim  (J  von  allen  anderen  afri- 

kanischen Acraecn  abweicht,  zeigt  doch  die  Zeichnung  der  Unterseite,  daß  die  Art  zu  dieser  Untergru])pe  ge- 
hört inid  daß  ELTitL\oii.\M  ohne  Zweifel  das  richtige  getroffen  hat,  ind^m  er  sie  in  dieselbe  Abteilung  wie  ana- 
creon  und  ivigginsi  stellt,  t^:  Bald  3  Flgl  oben  tief  schwarz,  die  Hflgl  einfarbig  ohne  Zeichnungen,  die  Vflgl 
unmittelbar  hinter  d-rZ^llenspitze  mit  einer  4  bis  5  mm  breiten  hellgelben  Querbinde,  welche  vomVrd  bis  zum 
Hinlerwinkel  verläuft  und  an  d  -r  R'pp3  4  winkelig  gebrochen  ist,  und  am  Saume  mit  kleinen  rötliehen  Punkten. 
\'flgl  unten  in  den  Feldern  la  bis  2  und  im  größten  Teil  der  Zelle  tief  schwarz,  im  Spitzenteil  und  am  Vrd  goldgelli 
mit  schmaler  schwarzer  rotgefleckter  Sauinbind  '.  Hflgl  unten  goldgelb  mit  schwarzen  Wurzel-  und  Discalpunk- 
ten  und  schwarzer  Saumbind  %  welche  große  goldgelbe  Siumflecke  und  rote  Punkte  am  inneren  Ende  der  Saum- 
fl(>cke  einschließt:  ein  roter"  Fleck  an  d?r  Wurzel  d-^r  Felder  1  c  und  8.  Das  $  weicht  vom  ^  dadurch  ab, 
diß  die  Flgl  oben  dmikelgrau  mit  deutlichen  schwarzen  Discalpunkten  sind  und  eine  schwarze  Saumbinde  ha-  .  _ 
ben,  daß  die  gelba  Querbind:'  d^r  Vflgl  fehlt  und  daß  beide  Flgl  unten  matt  goldgelb  sind  ohne  andere  schwarzen  1 1 
Z"i(hnung<'n  als  die  Saumbind-^n  und  die  Wurzel-  und  Discalpunkten.  Flglspannung  41  bis  48  mm.  Angola  und 
Rhodesia. 

Als  Anhang  dieser  Abteilung  der  dritten  Untergruppe  führe  ich  die  beiden  folgenden  Arten  an.  Sie  sind 
walirseheiiilich  am  nächsten  mit  den  Arten  der  fünften  Untergruppe  verwandt,  müssen  aber  nach  der  Uebersicht 
der  Untergru|)])en  hier  untergebracht  werden. 

lunia.  A.  turna  Mab.  ist  (unc  breitflügeligc  Art  mit  milchweißer  Grundfarbe  beider  Flgl  und  einer  Flglspainiung 

von  etwa  60  mm;  Saum  dsr  Vflgl  deutlich  ausgerandet;  beide  Flgl  mit  unscharf  begrenzter  oben  schwärzli- 
cher, unten  grauer  Saumbind"  und  hellen  Sauiiiflecken,  die  jedoch  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  oft  sehr  klein 
oder  undeutlich  sind;  Vflgl  an  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  der  Zelle  hinaus  verdunkelt  oben  schwarzgrau  unten 
in  der  Zelle  rötlich;  zwei  Querflecke  in  der  Zelle  und  die  Discalpunkte  groß  und  schwarz,  die  Discalpimkte  3  bis  6 
mit  (lein  Mittelfleck  zu  einer  unregelmäßigen  Querbinde  vereinigt,  welche  oft  sowohl  mit  dem  Vrd  wie  mit  der 
Saumhinde  vereinigt  ist ;  Wurzel-  und  Discalpunkte  der  Hflgl  ziemlich  klein,  aber  vollständig  vorhanden  undnormal 


ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuRrviLLius.  277 

angeordnet;   der   Discalpunkt   in  4  steht   dicht   an   der    Saumbinde.     Madagaskar.  —  ab.  marmorata   Smith  marmorata. 
weicht  nur  durch  hellgelbe  bis  schwefelgelbe  Grundfarbe  beider  Flgl  ab.    Madagaskar. 

A.  hypoleuca  Trlin.  Flglspainiung  etwa  60  mm.  Flgl  oben  orangerot;  Vflgl  oben  mit  dunkler  Saumbinde,  hypolewa. 
welche  8  große  helle  Saumflecke  einschließt;  Discalpunkte  in  Ib  bis  6,  alle  abgerundet,  der  in  Ib  nahe  am 
Saume,  die  in  2  bis  4  in  einer  Linie  und  die  in  4  bis  6  in  einer  gegen  die  vorige  fast  senkrecht  stehende  Linie,  unten 
wie  oben,  aber  mit  weißlicher  Subapicalbinde.  Hflgl  oben  mit  2  mm  breiter  weißgefleckter  Saumbind-  und  deut- 
lichen Discalflecken,  unten  wie  oben  gezeichnet  aber  mit  weißer  Grundfarbe  und  größeren  weißen  Saumflecken. 
Scheint  mit  A.  chilo  und  zetes  nahe  verwandt  zu  sein.  Das  einzige  bekannte  Stück  stammt  wahrscheinlich 
aus  Deutsch  Südwest- Afrika. 

Z  w  e  i  t  e    Abteil  u  n  g. 

Die  Vflgl  mit  deutlichen  Sub  m  arginalp  unkt  en  wenigst  ens  in  ib  und  2.  Die  Dis- 
calpunkt e  der  Hflgl  sind  wie  bei  den  Arten  der  zweiten  Untergruppe  a  n  g  e  o  r  d  n  e  t ;  d  i  e 
Punkte  in    2  und   4  stehen  demnach  näher  an  der  Wurzel   als  die  in   .'5   und   5. 

L^  e  b  e  r  s  i  c  h  t   d  e  r   A  r  t  e  n. 

T.   Die  Rippen  der  Vflgl-Oberseite  gegen  den  Saum  allmählich  breiter  schwarz  gesäumt.    Die  Vflgl  gewöhnlich 
nur  in   1  b  und  2  mit  Submarginalpunkten. 
a.  Auch  die  Rippen  der  Hflgl  gegen  die  Saumbmde  schwarz  verdickt.    Die  hellen  Saumflecke  der  Hflgl- 

Unterseite  sind  schmal  luid  nach  innen  von  fast  geraden  schwarzen   bisweilen  undeutlichen   Strichen 

begrenzt A.  petraea. 

[i.  Die  Rippen  der  Hflgl  gegen  die  Saumbindc  nicht  schwarz.    Die  hellen  Saumflecke  der  Hflgl -Unterseite 

nach  innen  von  schwarzen  Bogen  begrenzt ^4.  hüttneri. 

IL   Die  Rippen   der  Vflgl    nicht   schwarz   gesäumt.     Die  Vflgl    oft    mit  4  bis  6   Submarginalpunkten.     Die 
Spitze  der  Vflgl  unten  mit  2  b's  4  hellen  Sauniflecken. 
X.   Saumlnnde  der  Hflgl-Oberseite  schmäler,  etwa  2  mm  breit,  nach  innen  in  jedem  Felde  gebogen  und 

gewöhnlich  mit  deutlichen  hellen  Saumflecken. 

1.  Die  schwarzen  Punkte  beider  Flgl  groß  und  Icräftig  entwickelt     .     .     .     .     A.  violarum. 

2.  Die  schwarzen  Flglpunkte  kleiner  und  oft  teilweise  fehlend A.  asema. 

(j.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  4  bis  5  mm  breit,  ungefleckt  und  oft  nach  innen  unscharf  begrenzt 

A.  omrora. 

A.  petraea  Bsd.  (54  f)  erinnert  an  A.  atolmis,  von  der  sie  sofort  durch  die  Submarginalpunkte  der  Vflgl  pdmca. 
unterschieden  werden  kann.   Flgl  oben  lebhaft  rot  bis  orangegelb  mit  kräftig  entwickelten  schwarzen  Zeichnun- 
gen; die  Discalpunkte  3  bis  tt  der  Vflgl  stehen  in  einer  gegen  den  Vrd  senkrechten  Linie  und  sind  oft  vergrößert 
und  mit  dem  Mittelfleck  vereinigt;  die  Hflgl  unten  hell  rötlich  gelb  mit  roten  Flecken  zwischen  den  Punkten 
und  roten  Flecken  oder  Strichen  vor  der  Saunibinde;  der  Discalpunkt  in  3  scheint  stets  zu  fehlen.   Die  $$  haben 
eine  breite  weiße  oder  weißliche  Subapicalbinde  der  V'flgl  und  oft  eine  dunklere,  rötlichgraue  bis  schwarzgraue 
Grundfarbe  besonders  der  Vflgl.    Die  Trockenzeitform,  petrina  Suff.,  hat  rötliche  Saumflecke  an  der  Spitze  pdrina. 
der  Vflgl.  — Rp  goldbraun  mit  schwarzen  Längs-  und  Querlinicn  und  schwarzen  Dornen ;  Kopf  schwarz  mit  weißem 
Winkelfleck;  lebt  an  Oncobn  kraussiana.    Pp  hellbraun  bis  rotbraun  mit  schwarzen  Zeichnungen.    —   ab.  ta-  tabomtui. 
borana  Suff,  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  schwarze  Bestäubung  an  der  Wurzel  der  Vflgl  sich  bis  zum  schwar- 
zen Punkte  in  der  Zelle  ausdehnt  und  daß  die  Discalpunkte  der  Vflgl  Meiner  sind.  —  rohlfsi  Suff.  (60  d).   Nach  ruhllst. 
genauem  Vergleich  der  Figuren  und  der  Beschreibung  dieser  Form  mit  petraea,  kann  ich  sie  nur  als  eine  extreme 
Form  davon  erklären,  welche  sich  durch  die  schmale  und  unten  undeutliche  Saumbinde  der  Hflgl  unterscheidet. 
In  allen  übrigen  Kennzeichen  stimmt  sie  mit  petraea  überein.      Der  L^nterschied  zwischen  rohlfsi  und  petraea 
ist  demnach  fast  derselbe  wie  zwischen  atolmis  und  acontias  und  zwischen  atergatis  und  seiner  Trockenzeitforni. 
Aus  Deutsch  Ost-Afrika  liegen  mir  Stücke  von  petraea  vor.    welche  einen  deutlichen  Uebergang    zu    rohlfsi 
bUden  und  d'e  eine  kaum  mehr  als  0,5  mm  breite  Saumbinde  der  Hflgl  haben ;  dieselbe  ist  jedoch  unten  von 
schwarzen  Strichen  deutlich  begrenzt.    Ukerewe-Insel  m  Victoria-Nyanza. 

A.  büttneri  Bog.  (54  f).    Flgl  oben  orangegelb  mit  großen  eckigen  schwarzen  Punkten,  welche  wie  bei  hüiincri. 
petraea  angeordnet  sind ;  Saum  und  Spitze  der  Vflgl  schmal  schwarz  und  die  Rippen  vor  dem  Saume  schwarz 
gesäumt;  Flgl  unten  mehr  rötlich  gelb  und  die  Hflgl  oft  mit  roten  Flecken  an  der  Wurzel;  Saumbinde  schmal 
Ibis  1,5  mm  breit  oben  ungefleckt  unten  mit  großen,  querliegenden,  weißen  Saumflecken ;  der  Discalpunkt  in  3 
groß  und  näher  am  Saume  als  die  in  2  und  4.    Damara-Land,  Rhodesia  und  südliches  Congo-Gebiet. 

A.  violarum  Bsd.  (55  a).    Flgl  oben  mit  matt  ziegelroter  bis  grauroter  bis  grauer  ($)  Grundfarbe  und  vMamm. 
großen  schwarzen  Punkten;  Vflgl  nüt  feiner  schwarzer  Saumlinie,  welche  an  der  Spitze  zu  einem  2  mm  breiten 


278  ACRAEA.     Von  Dr.  0.  Aurivilliüs. 

Fleck  erweitert  ist  und  mit  ti  Subiniirginalpunktcn  (in  1  ))  bis  (i);  hvidv  Flgl  obi-n  an  iltT  \Vurzel  mehr  oder 
weniger  verdunkelt;  Saunibiiule  der  Hflgl  nach  innen  kai)])entörniig  begrenzt;  l'nterseite  fast  wie  die  Oberseite 
die  .Saiiniiinde  der  Htlgl  aber  mit  großen  \seißliehen  Flecken  und  die  \'flgl  an  der  Spitze  mit  kleinen  sokhen 
Saumflecken.    Süd-Afrika  bis  Angola  und  Mashuna-Land. 

asvma.  A.  aseiTia  Hew.  (55  a)  ist  der  vorhergehenden  Art  sehr  ähnlich,  aber  durchschnittlich  etwas  kleiner, 

:Uibisö2  mm.  mit  matterer,  mehr  graurötlicher  Ckundfarbe  und  kleineren  schwarzen  Punkten,  von  denen  beson- 
ders die  Submarginalpunkte  dei-  A'flgl  kleiner  und  selten  alle  da  sind.    Angola.  ^Manica-Land.  ilashuna-Land  und 
ijracilw.  Nyassa-Land.  —  fa.  gracilis  \\'i(h<jr.  weicht  nur  durch  eine  schmale  1  mm  breite  Saumbinde  der  Hflgl  ab.   Ma- 
shuna-Land. 

omrura.  A.  omrora  Trim.  ist  an  der  unscharf  begrenzten  schwarzen  ungefleckten  Saumbinde  der  liflgl-Oberseite 

leicht  kenntlich.  Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  sch\\ärzlich;  die  schwaizcn  Punkte  ganz  wie  bei  den  beiden 
letzten  Arten  angeordnet,  der  Submargimxlpunkt  in  5  der  Vflgl  scheint  jedoch  stets  zu  fehlen.  Bei  der  Haupt- 
form ist  die  Grundfarbe  dunkel  ockergelblich,  die  Vflgl  hrtben  keinen  schwarzen  Spitzenfleck  (nur  eine  feine 

umbrulu.  Saumlinie)  und  die  Saund)inde  der  Hflgl-Oberseite  ist  2,0  mm  breit.  Angola  und  Damara-Land.  —  umbrata 
Wicfigr.  hat  eine  ziegelrote  bis  graurote  Grundfarbe,  einen  3  mm  breiten  schwarzen  Spitzenfleck  der  Vflgl  und  ehie 
.'{  bis  5  mm  l)reite  Saumbinde  der  Hflgl.    Rhodesia  und  Katanga. 


Vierte    U  nt  e  r  g  r  u  ji  p  c. 

Die  Arten  dieser  Gi'U|)i>e  srhlielien  siili  iliiuii  iWr  vuiif^en  sein-  eiii;  an  und  un(ii',s<hc-nliii  siili  luii  dailmcli.  ilaU  die 
Vflj;]  a\il'  beiden  Seiten  "def  wenigstens  unten  auf  den  Zwiselieiiadci-Iallei;  <l(utli'lif  seliwaize  oder  l>iauin'  l-ilnt,'^s1l•ielle, 
w.'l'lie  den  .Saum  eneielieii,  lialien.  Nur  l)ei  tler  letzten  selir  aliwei>liend<ii  luid  w.iii^;  bekannten  Alt  .selieinen  diese  Ktiiehe 
wenis  deutlich  /.u  sein. 


V  e  b  e  r  s  i  c  h  t   d  e  r    A  r  t  e  n. 

1.    IJic   Hflgl   mit   einem   «ub:na  ■giiKi!puni<te  im   Felde   7   uml   dciinKuh   in  diesem   Feh'e  mit   drei  scliwarzen 

Punkten.  Die  Vflgl  fast  immer  mit  Submarginalpunkteii  in  1  I)  und  2 A.repheus. 

TT.  Beide  Flgl  ohne  Subnuirginalpunkte. 

A.  Der  Discalpunkt  im  Felde  4  der  Vflgl  liegt  niciit  oder  kaum  näher  am  Saume  als  der  in  '.i  und  die  Dis- 
caljjunkte  in  3  bis  (i  stehen  darum  in  einer  fast  geraden  und  gegen  den  Vrd  senkrechten  Linie. 

a.  Der  Discalpunkt  in  1  b  der  Vflgl  liegt  fast  gera;le  hinter  dem  Punkt  in  2.  Die  Vflgl  lang  und  schmal, 
ihr  Saum  tief  ausgerandet.    Saumflecke  der  Hflgl- Unterseite  rötlich    .     .     .      A.  pereiina.       U 

fS.  Der  Discalpunkt  in  I  b  der  Vflgl  steht  viel  näher  am  Saume  als  der  in  2.  Die  Vflgl  von  gewöhn- 
liciier  Form  und  mit  fast  geradem  Saume.  Saumflecke  der  Hflgl-Unterseite  weißlich  oder  grünlich 
iiellgelb. 

1.  Die  Vflgl  unten  ohne  schwarze  Submarginallinie -4.  e(jina. 

2.  Die  Vflgl   unten  zwischen  den  Rippen  1  bis  5  (7)  mit  dicker  scliwavzer  Sub.narginallinie,   welche 
helle  Saumflecke  nach  innen  begrenzt,  oben  mit  scharf  begrenzter  dunkler  Saund)inde. 

A.  medea. 

B.  Do-  Discalpunkt  im  Felde  4  der  Vflgl  steht  so  viel  näher  am  Saume  als  der  Punkt  in  3,  daß  die  Discal- 
l)unkte  2  bis  i  in  einer  geraden,  mit  dem  Vrd  fast  gleichlaufenden  Ijinie  kommen.     ^4.   nioOe. 

ccphcus.  A.  cepheus  L.  (54  f)  weicht  von  allen  mir  bekannten  afrikanischen  Acraeen  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl 

einen  Submarginalpunkt  im  Felde  7  besitzen  und  dadurch  in  diesem  Felde  3  schwarze  Punkte  haben;  die  Vflgl 
haben  einen  schwarzen  Querfleck  an  der  Mitte  und  emen  an  der  Spitze  der  Zelle  und  große  Discalpunkte,  von 
denen  <ler  in  Ib  näher  a:n  Saume  als  der  in  2  und  die  der  Felder  3  bis  6  wenigstens  beim  ^  eine  Querbinde  bilden; 
die  Submarginalpiuikte  sind  oft  mit  der  schwarzen  Saumbinde  vereinigt.  Die  Hflgl  haben  eine  2  mm  breite, 
nach  innen  an  den  Rippen  gezackte,  oben  einfarbige,  unten  hellgelb  gefleckte  Saumbinde  und  der  Wurzel 
genäherte  Discalpunkte;  unten  haben  sie  eine  hcllgebliche  bis  weißliche  Grundfarbe  und  große  rote  oder  orange- 
gelbe Flecke  zwischen  den  schwarzen  Punkten  und  an  der  Saum))inde.  Bei  der  schon  von  Linne  beschriebenen 
uikI  von  Clerck  in  seiner  seltenen  Arbeit  ,,Icones  insectorum"  nach  dem  Tj-pus  abgebildete  Hauptform  haben 
die  Vflgl  in  3  bis  6  hinter  den  Discalpunkten  eine  helle  Subapicalbinde.  welche  beim  ^  rotgelb,  beim  $  weiß  ist; 
beim  ^  sind  die  Vflgl  im  Wurzelteil  bis  zu  den  Subinarginalpunkten  in  1  b  und  2  und  bis  zu  den  Diseal- 
})unkten  in  3  bis  6  rotgelb  und  die  Hflgl  oben  rotgelb,  an  der  Wurzel  schwarz  beschuppt:  beim  V  sind  beide 
F[g\  oben  schwarzgrau  nüt  kleineren  Punkten  als  beim  ^J,  die  Hflgl  oft  etwas  gelblich  angeflogen.  Goldküste 
abdera.  bis  Angola  und  Sudan.  —  abdera  Ileiv.  (.54  f  cJ)  weicht  dadurch  ab,  daß  die  helle  Subapicalbinde  der  Vflgl 


ACRAEA.     Von  Dr.  G.  Aurivilijtjs.  279 

fehlt  und  dp.ß  beide  Flgl  oben  an  der  Winzel  breiter  schwarz  sind.    Nigeria  bis  Congo.  —  Bei  eginopsis  Avriv.  eginopsix. 
haben  die  Vflgl  des  (J  oben  eine  schwärzliche  Grundfarbe  und  haben  nui-  in  der  Saumhälfte  der  Felder  1  a  und  1  b 
einen  großen  rotgelben  Fleck;  die  Hflgl  wie  bei  der  Hauptform  gefärbt.    Sierra  Leone  bis  zum  Togo-Land.  — 
a.b.   2  pheusaca  Suff.    Vflgl  oben  bis  zur  ockergelben  Subapicalbinde  gelbbraun  mit  Ideinen  oder  fehlenden  phcusam. 
schwarzen  Punkten;  Hflgl  oben  braungelb  mit  kleinen  DiscaJpunkten ;  kommt  zusammen  mit  ahdera  vor.  — 
■  ab.   9  sucepha  Suff.   Flgl  oben  mit  rotgelber  Grundfarbe  wie  beim  ^  und  die  Vflgl  mit  weißer  Subapicalbinde.  niwrplia. 
Saumbinde  der  Hflgl  oben  mit  gelben  Saumflecken.    Unter  der  Ha.uptform.  —  ab.   9  nigrescens  Ehr.  (54 f;  nigrestrnfi. 
als   abdera-2).      Beide  Flgl    oben   schwarzbraun  mit  deutlichen  schwa,rzen  Punkten;  die  Hflgl  oben  vor  der 
Saumbinde  etwas  aufgehellt;  diese  mit  Saumflecken;  ist  wahrscheinlich  das  $  von  eginopsis.    Sierra-Leone. 

A.  perenna  Dbl.  u.  Hew.  (54  e)  ist  durch  die  langen  und  schmalen  am  Saume  ausgerandeten  Vflgl,  welche  perenna. 
fast  ganz  dieselbe  Form  wie  bei  PapUio  onfimachus  halben,  ausgezeichnet ;  die  Discalpunkte  sind  groß  und  stehen 
auf  den  Hflgln  nahe  an  der  Wurzel  ihrer  Felder  (der  in  3  scheint  immer  zu  fehlen);  Vflgl  oben  schwarz  mit  gelb- 
rotem Hrdfleck,  welcher  die  Mitte  der  Felder  la  bis  2  bedeckt,  unten  heller  und  am  Saume  breit  gelblich  mit 
schwarzen  Rippen  und  Streifen  der  Zwischenaderfalten.    Hflgl  oben  fast  bis  zu  den  Discalpunkten  schwarz, 
dann  mit  roter  Querbinde  und  am  Saume  mit  schwarzer  rotgefleckter  Saumbinde,  unten  viel  heller,  an  der  Wur- 
zel grünlich  gelb  mit  freien  Punkten  und  einigen  roten  Flecken  oder  Streifen  dicht  an  der  Wurzel ;    Saumbinde 
wie  oben.    Rp  schwarz  mit  gelben  Flecken;    Kopf  irnd  Dornen  schwarz.    Sierra-Leone  bis  Angola,  Uga.nda 
und  Nairobi.  —  thesprio  Oherth.  (54  e)  weicht  dadurch  ab,  daß  die  rotgelbe  Farbe  der  Vflgl  auch  die  Mittelzelle  thrsprin. 
und  die  Wurzel  der  Felder  3  b's  6  mehr  oder  weniger  vollständig  bedeckt.    Katanga;  Nyassa-Land:  Deutsch 
und  British   Ost-Afrika.  —  kaffana  Rothsch.  (59  f )  stimmt  nrit  thesprio  nahe  überein,  ha.t  aber  größere  Discal-  hnjjaiin. 
punkte  und  breitere  Saumbinde  der  Hflgl.    Abessinien. 

A.  egina  Cr.  (54  d)  ist  viel  größer  ?.ls  perenna  und  hat  eine  ganz  verschiedene  Flglform,  ist  aber  im  egina. 
männlichen  Geschlecht  sehr  ähnlich  gefärbt.  Beim  o  sint^'  f'iP  ^'flgl  schwärzlich  in  der  Mitte  etwas  durchsichtig 
und  haben  am  Hinterwinkel  in  1  a  und  1  b  einen  großen  gelbroten  Fleck,  der  jedoch  die  Rippe  2  nicht  über- 
schreitet; Hflgl  oben  werrigstens  bis  zur  Rippe  2  schwarz,  dann  mJt  breiter  gelbroter  Querbinde  und  breiter, 
ungefleckter,  an  den  Rippen  etwas  gezackter  schwarzer  Saunibinde,  der  Discalpunkt  in  4  steht  näher  anr  Saume 
als  die  übrigen.  Vflgl  unten  fast  wie  oben,  aber  heller  und  dünner  beschuppt;  Hflgl  unten  hell  rötlich  mit  roten 
Flecken  an  der  Wurzel  und  an  der  Saumbinde  und  zwischen  den  großen  freien  schwarzen  Punkten  mehr  oder 
weniger  grünlich  gelb;  Saumflecke  groß  viereckig  grünlich  gelb;  Halskragen  rot;  Hlb  in  der  äußeren  Hälfte 
hellgelb.  Beim  $  ist  die  Grundfarbe  beider  Flgl  schwarzgrau  ohne  rotgelbe  Flecke,  aber  mit  einer  unscharf 
begrenzten,  weißlichen  Subapicalbinde  der  Vflgl.  Rp  weißgelb  jederseits  mit  zwei  schwarzen  Längslinien;  Kopf 
und  Dornen  schwarz.  Pp  weißlich  mit  sehr  feinen  schwarzen  Zeichnrrngen.  Senegal  bis  Angola,  Nyassa-Land 
und  Uganda.  —  harrisoni  E.  Sharpe.  In  den  Grenzgebieten  zwischen  der  westafrikanischen  und  der  ostafrika-  harrUntü. 
nischen  Subregion  treten  wie  gewöhirlich  auch  bei  dieser  Art  Uebergänge  zu  der  ostafrikanischen  Rasse  auf. 
Dieselben  zeichnen  sich  dadurch  aus,  daß  die  rotgelbe  Farbe  der  Vflgl  nicht  nur  in  1  a  und  1  b  sorrdern  auch  als 
feine  Längsstriche  zuerst  in  2  und  dann  auch  in  den  übrigen  Felder  auftreten  kann;  die  Unterseite  der  Hflgl 
ist  zum  großen  Teil  orangegelb  überzogen ;  die  Discalpunkte  sind  bald  ebenso  groß  wie  bei  egina,  bald  viel  kleiner 
besonders  auf  den  Hflgln,  ab.  contraria  Griinb.  (=  Idwuensis  Griinh.).  Rhodesia;  Nyassa-Land  und  an  den  conimna. 
Ufern  von  Victoria-Nyanza.  —  areca  Mab.  (54  e)  i.st  die  ostafrika.nische  Rasse  und  zeichnet  sich,  dem  Gesetz,  arfm. 
welches  für  fast  aUe  afrikanischen  Acraeen  gültig  ist,  folgerrd,  dadurch  aus,  daß  die  gelbrote  Farbe  der  Vflgl  nrehr 
verbreitert  ist,  indem  sie  die  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder  2  bis  6  mehr  oder  weniger  vollständig  bedeckt; 
die  Unterseite  der  Hflgl  ist  zum  großen  Teil  orangegelb.  Beim  $  sind  die  Grundfarbe  mehr  gelblich  als  bei 
der  Hauptform.    Südost-Rhodesia,  Nyassa-Land,  Deutsch  und  British  Ost-Afrika. 

A.  medea  Cr.  (54  d)  ist  nach  meiner  Ansicht  am  besten  als  selbständige  Art  aufzuführen.  Die  hellgelben  mchn- 
Saumflecken  der  Vflgl-Unterseite  und  die  dicke  schwarze  Submarginallinie,  welche  dieselben  nach  imren  be- 
grenzt, bilden  eirr  ganz  neues  Kennzeichen,  wozu  bei  egina  und  ihre  Rassen  nicht  entsprechendes  vorhanden  ist. 
Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zru-  Rippe  2  oder  3  breit  schwarz  überzogen,  dann  bis  zur  scharf  begrenzten, 
4  bis  5  mm  breiten  schwarzen  Saumbinde  gelbrot  ((J)  oder  weiß  (?)  mit  sehr  großen  Discalpunkten,  welche  garrz 
wie  bei  egina  angeordnet  sind:  Vflgl  unten  rötlich,  an  der  AViu-zel  und  beim  ?  auch  in  der  Mitte  hellgelb  oder 
weißlich;  Hflgl  unten  in  der  Mitte  grünlich  hellgelb  oder  weißlich,  an  der  Wurzel  und  an  der  Saumbinde  mit 
brpunroterr  oder  ora,ngegelben  Fleckerr.    Prinzeir-Lisel. 

A.  niobe  E.  Sharpe  ist  eine  interessarrte  Art,  die  mir  jedoch  leider  nur  durch  die  Beschreibung  und  Ab-  »wfer. 
bUdurrg  bekannt  ist.  Elt ringh am  hält  ihre  Verwarrdtschaft  für  ganz  unsicher,  mir  scheint  sie  am  nächsten 
nüt  egina  und  medea  verwandt  zu  sein.  Bisher  ist  rrur  das  S  bekannt.  Dasselbe  hat  eine  schwarzgraue,  an  den 
Rändern  dunklere  und  in  der  Mitte  halbdurchsichtige  Grundfarbe  beider  Flgl;  die  Hflgl  oben  mit  2  mm  breiter 
schwarzer  Saumbinde;  die  schwarzen  Punkte  der  Vflgl  sind  groß  urrd  wie  bei  egina  angeordnet  ausgenommen, 
dal.?  die  der  Felder  4  bis  6  viel  näher  an  der  Spitze  stehen,  so  daß  die  Discalpunkte  2  bis  4  wie  bei  chilo  in  einer  ge- 
raden Linie  stehen;  die  Wurzel-  und  Discalpunkte  der  Hflgl  sind  auch  sehr  groß  und  die  der  Felder  Ibbis  5 
stehen  in  einer  fast  geraden,  gegen  die  Flglspitze  gerichtete  Lürie ;  wie  die  Saumbinde  der  Hflgl  sich  unten  verhält 


280  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLirs. 

wird  in  der  Beschreibung  nicht  erw  ahnt,  sie  scheint  aber  auch  dort  ungefleckt  zu  sein.   Halskragen  und  Spitzen- 
hälftc  des  Hlbs  rot.    Insel  Säo  Thome. 


Fünfte   Untergruppe. 

Auf  der  l'iitersfite  der  Hflgl  sind  die  schwarzen  Wuizelpunkte  zu  einem  si-hwarzen.  hell  (gewöhnlich  weiß)  gefleckten 
Wurzelfleck  vereinigt.  Hierdurch  unterscheiden  sich  die  Arten  sehr  leicht  von  allen  anderen  außer  einigen  Arten  der  siebenten 
Untergruppe,  mit  denen  sie  durch  das  i  von  chili)  tatsächlich  äußerst  nahe  verbunden  sind.  Der  Discalpunkt  in  I  b  der  Vflgl 
liegt,  wenn  vorhanden,  stets  näher  am  Saume  als  der  in  2. 


Uebersicht    der    Arten. 

1.   DieDiscalpunkte  4  bis  6  der  Vflgl  sind  groß,  und  zu  einer  Querbindc  vereinigt  und  stehen  so  nahe  an  der 
Spitze  der  Zelle,  daß  auch  der  Punkt  in  3  in  derselben  Querlinie  zu  stehen  kommt. 

A.  Vflgl  unten  ;in  der  Wurzel  hell  gefärbt  mit  einigen  dunklen  oder  schwarzen  Punkten  oder  Strichen. 
Hflgl  mit  deutlichen  Discalpunkten. 

a.  Vflgl  oben  mit  deutlich  begrenzten  hellen  Saumtlccken  wenigstens  in  1  b  und  2  oder  ganz  schwarz- 
braun ohne  helle  Flecke,  nie  mit  weißer  Grundfarbe.  Saumbinde  der  Hflgl  gelbgefleckt  oder  einfarbig. 

,4.  zete-s. 

p.  Vflgl  oben  zwischen  dem  Hinterwinkel  und  der  Rippe  4  nur  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  oder 
selten  breit  verdunkelt  mit  gelblichen  Saumflecken,  in  diesem  Falle  aber  mit  weißer  Grundfarbe. 
Smimbinde  der  Hflgl  weiß  punktiert ^-1.  pseudoJycia. 

B.  \'flgl  unten  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  tief  schwarz  gefärbt ;  die  schwarze  Farbe  in  der  Zelle  nach  außen 
gerade  abgeschnitten.    Hflgl  wenigstens  unten  ohne  Discalpunkte. 

1.  Vflgl  oben  bis  zur  Rippe  4  nur  mit  feiner  Saumlinie.    Hflgl  nie  in  der  Mitte  weiß. 

A.  anentosa. 

2.  Hflgl  in  der  Mitte  weiß  oder  Vflgl  oben  mit  dunkler  Saumbinde A.  tvelwitschi. 

II.   Die  Discalpunkte   4  bis  6  der  Vflgl   stehen  in  einer  Querlinie  etwa  in  der  Mitte  zwischen  der  Zelle  und 
der  Flglspitze  und  so  weit  hinter  dem  Punkt  in  3,  daß  die  Discalpunkte  2  bis  4  in  emer  geraden,  mit  dem 
Vrd  fast  gleichlaufenden  Linie  stehen, 
a.  Vflgl  lang  und  zugespitzt  mit  etwas  ausgerandetem  Saume;  die  dunkle  Saumbinde  gegen  die  Spitze 

erweitert.   Hflgl  oben  an  der  Wurzel  nur  wenig  verdunkelt A.  chilo. 

p.  Vflgl  breit  und  stumpf  mit  konvexem  Saume  und  4  mm  breiter,  gleichbreiter  schwarzer  Saumbinde. 
Hflgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  schwarz.    Alle  schwaize  Punkte  sehr  groß. 

.4.  oscari. 
:,'.  \'flgl  ohne  hellgetleckte  Saumbinde.    Hflgl  oben  an  der  Wurzel  kaum  schwarz.    Discalpunkte  klein. 

Grundfarbe  rotgelb        A.  zamhezina. 

(Siehe  S.  285.) 

A.  zetes  ist  eine  in  Afrika  von  Sierra-Leone  bis  Xatal  und  Abessinien  verbreitete  und  häufig  vorkom- 
mende Alt,  welche  mehrere  Rassen  und  Formen  bildet  und  im  Nordwesten  am  dunkelsten  ist  um  dann  gegen 
Süden  und  Osten  allmählich  heller  und  heller  zu  werden.  Vflgl  mit  2  schw  arzen  Flecken  in  der  Mittelzelle,  einem 
an  der  Zellenspitze,  großen  länglichen  Discalpunkten  in  3  bis  6  und  K).  gerundeten  freien  Discalpunkten  in  Ib  und  2 
und  wenigstens  unten  mit  großen  gelben  Saumflecken  in  Ibbis  0.  Hflgl  außer  den  zusammengeflossenen  Wurzcl- 
punkten,  mit  einem  Mittelpunkte  und  deutlichen  Discalpunkten,  von  denen  der  in  2  dicht  an  der  Wurzel  des 
Feldes  und  der  in  4  weiter  saumwärts  als  die  übrigen  steht;  die  schwarze  Saumbinde  breit  auf  beiden  Seiten 
zelea.  oder  wenigstens  unten  hell  gefleckt.  —  zetes  L.  Vflgl  oben  dunkel  schwärzlich,  einfarbig  oder  hinter  den  Discal- 
punkten 3  bis  6  ein  wenig  aufgehellt;  Discalpunkte  auf  dem  dunklen  Grunde  wenig  deutlich.    Hflgl  oben  bis  zur 
Spitze  der  Zelle  schwarz,  dann  mit  5  bis  6  mm  breiter  orangeroter  Mittelbinde,  worin  niu- die  Discalpunkte  3  bis  5 
frei  liegen,  unten  mit  weißlicher  Grundfarbe  und  rötlichen  Flecken  am  Wurzelfelde  und  an  der  Saumbinde. 
»iCTiippe.  Sierra-Leone  (bis  Kamerun;  Uebergänge  zu  inenippe).  —  menippe  Z)rHri/ (54  b).    Vflgl  oben  mit  deutlichen 
rotgelben  Saumflecken  und  gewöhnlich  auch  mit  größeren  oder  kleineren  rotgelben  Flecken  in  1  b,  2  und  der 
Mittelzelle  und  mit  kleiner  weißlicher  Subapicalbinde  in  4  bis  6;  die  rotgelbe  Querbinde  der  Hflgl-Oberseite 
10  bis  12  mm  breit.    Das  2  ist  größer  und  hat  eine  achwarzgraue  Grundfarbe  der  Vflgl  und  eine  graugelbliche 
j(üemn.  der  Hflgl.    Ganz  West-Afrika  bis  Angola  und  Uganda.  —  jalema  Godt.  ist  eine  Zwischenform  zwischen  menipjte 
und  acara,  bei  der  die  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  fast  bis  zur  Rippe  2  schwarz  sind  und  dann  eine  etwa  12  bis  13  mm 
breite  rotgelbe  Querbinde  haben,  welche  sich  vom  Ird  bis  zum  ^'rd  der  Mittelzelle  ausdehnt,  die  Wurzel  der  Fel- 
der 2  und  3  bedeckt  und  4  schwarze  Flecke  (einen  in  der  Zelle,  den  Mittelfleck  und  die  Discalflecke  1  b  und  2) 
acara.  einsehließt;  Subapicalbinde  wie  bei  menippe  kurz  und  schmal.   Kamerun  bis  Rhodesia.  —  acara  Hew.  (54  b,  c) 


Auagegebeii  7.   VI.  1913.  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuElVlLLlü-S.  (281 

ist  die  in  Süd-  und  Ostafrika  vorkommende  Rasse  und  weicht  von  jalema  nur  dadurch  ab,  daß  die  rotgelbe  Farbe 
der  Oberseite  noch  mehr  ausgedehnt  ist  und  besonders  dadurch,  daß  die  Vflgl  eine  große  etwa  7  mm  breite 
rotgelbe  Subapicalbinde  in  4  bis  6  haben;  Vflgl  an  der  Spitze  etwa  6  mm  breit  schwarz.    Natal  bis  Rhodesia 
Nyassa-Land  und  British  Ost-Afrika.  —  ab.  mhondana  Sujf.   Die  Discalflecke  4  bis  6  der  Vflgl  mit  dem  schwär-  mhondana. 
zen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  vereinigt.    Unter  acara.  —  ab.  caffra  Fldr.  (tescea  Suff.)  weicht  von  acara  caffra. 
nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  oben  in  der  Mitte  weißlich  aufgehellt  sind.    Natal;  Transvaal.  • —  f.  barberi  barberi. 
Trim.  weicht  dadurch  von  acara  ab,  daß  die  Vflgl  oben  an  der  Spitze  eine  nur  2  mm  breite  Saumbinde  haben; 
die  schwarze  kappenförmige  Submarginallinie  der  Vflgl-Oberseite  ist  bald  kräftig  ausgebildet,  bald  ganz  fehlend, 
ab.  tritneni  Auriv.    Transvaal  und  Griqua-Land.  —  sidamona  Rothsch.  u.  Jord.  ist  der  acara  ähnlich  und  irimeni. 
weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Wurzelpunkte  in  der  Mittelzelle  und  in  1  b  der  Vflgl  frei  liegen  und  daß  die  «'«'"""'»mj. 
Saumflecke  der  Vflgl-Unterseite  in  Ib  bis  5  alle  nach  innen  vollständig  schwarz  begrenzt  sind.    Abessinien. — 
Die  Rp  von  zetes  ist  orangegelb  mit  einer  dunkelroten  Querbiiide  auf  dem  Rücken  jedes  Gliedes;   Kopf  glänzend 
rot ;  Dornen  schwarz ;  lebt  in  Natal  an  Passiflora.    Pp  rötlich  weiß  mit  schwarzen  Zeichnungen. 

A.  pseudolycia  ist  dem  äußeren  Aussehen  nach  kaum  durch  konstante  Kennzeichen  von  zetes  zu  unter- 
scheiden, hat  aber  nach  Eltringham  etwas  anders  gebildete  Seitenklaffen  des  ^J.    Alle  Formen  schließen  sich 
der  Rasse  acara  am  nächsten  an  und  machen  den  Eindruck  einer  extremen  Entwicklung  derselben.    Die  helle 
Grundfarbe  ist  oben  auf  beiden  Flgln  mehr  ausgedehnt  und  die  Saumflecke  der  Vflgl-Oberseite  fehlen  entweder 
gänzlich  (sind  mit  der  Grundfarbe  vereinigt)  oder  sind  klein  und  stehen  in  einer  unscharf  begrenzten  graulichen 
Schattenbinde;  auf  der  Unterseite  sind  sie  niemals  durch  eine  schwarze  Kappenlinie  nach  innen  begrenzt  und 
fehlen  gewöhnlich  völhg;  die  Discalpunkte  beider  Flgl  durchschnittlich  kleiner  als  bei  acara.  —  pseudolycia  psewio- 
Btlr.  (60  f).    Grundfarbe  beider  Flgl  weißlich;  Vflgl  oben  am  Saume  mit  einer  5  bis  6  mm  breiten  schwarzgrauen  ^v^^- 
nach  innen  unscharf  begrenzten  Schattenbinde,  welche  kleine  gelbliche  Saumflecke  einschließt,  unten  mit  einem 
3  mm  breiten  scharf  begrenzten  schwarzen  Spitzenfleck,  welche  von  der  Rippe  4  an  in  eine  sehr  feine  SaumUnie 
übergeht.    Angola.  —  astrigera  Btlr.  (60  f).    Grundfarbe  oben  lebhaft  gelbrot  mit  Rosaschiller;  beide  Flgl  oben  astrigera. 
an  der  Wurzel  tief  schwarz ;  Vflgl  mit  etwa  4  mm  breitem  schwarzem  Spitzenfleck,  welcher  nach  hinten  in  eine 
feine  Saumlinie  übergeht;  keine  Saumflecke.       Das  $  mit  matterer,  mehr  gelbliche  Grundfarbe.    Rhodesia 
bis  British  Ost-Afrika.  —  ab.   $  emini   Weyni.   ist   größer   und  hat  die  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  oder  emini. 
wenig  verdunkelt.    Deutsch  Ost-Afrika.  —  fa.  brunnea  Eltr.  (60  f)  weicht  nur     durch  gelbbraune  Grundfarbe  brmmea. 
der  Oberseite  ab;  Geschlechter  einander  ähnlich.    Angola;  Rhodesia;  Deutsch  Ost-Afrika. 

A.  anemosa  Heiv.    Vflgl  oben  ockergelb  bis  orangegelb,  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  tief  schwarz,  anemosa. 
die  schwarzer  Farbe  scharf  begrenzt,  am  Saume  mit  scharf  begrenztem,  etwa  4  mm  breitem  schwarzen  Spitzen- 
fleck und  feiner  Saumlinie ;  ein  kleiner  Mittelpunkt ;  Discalpunkte  4  bis  6  groß  und  zusammenhängend,  Ib  bis  3 
gewöhnhch  klein  oder  fehlend,  der  in  1  b  steht  etwas  näher  am  Saume  als  der  in  2;   Hflgl  oben  an  der  Wurzel 
und  am  Saume  breit  scliwarz,  dazwischen  mit  rötlichgelber  ungefleckter  Mittelbinde.    Vflgl  unten  wie  oben 
gefärbt  und  gezeichnet;  Hflgl  an  der  Wurzel  und  in  der  Saumbinde  weiß  punktiert;  Mittelbinde  rötlich  weiß 
nach  innen  und  außen  mit  großen  roten  Flecken,  welche  am  Ird  zusammenstoßen.    Damara-Land,  Transvaal, 
Rhodesia ;  Portugiesisch-,  Deutsch  und  British  Ost- Afrika.  —  arcticincta  Btlr.  (54  c).    Saumbinde  der  Hflgl  arcUcmcia. 
schmäler,  4  bis  6  mm  breit.    Unter  der  Hauptform. — ab.  interrupta  Thur.    Die  rotgelbe  Grundfarbe  der  Vflgl  interrupta. 
schiebt  sich  als  ein  schmaler  keilförmiger  Fleck  in  das  schwarze  WurzeLfeld  der  Mittelzelle  hinein,  so  daß  ein 
2  mm   breiter,   länglich  viereckiger  schwarzer  Fleck  dadurch  gebildet   wird.    Uganda.  —  ab.   mosana  Suff,  mosarui. 
Vflgl  ohne  Mittelfleck  und  ohne  Discalpunkte  in  1  b,  2  und  3.  —  ab.  dubiosa  Suff.    Hflgl  oben  (nicht  unten)  dubiosa. 
mit  kleinen  Discalpunkten.    Deutsch  und  British  Ost-Afrika.  —  ab.  ufipana  Strand  weicht  nur  dadurch  ab,  ufipana. 
daß  der  Mittelfleck  und  die  Discalpunkte  1  b  und  2  der  Vflgl  groß  und  kräftig  entwickelt  sind.    Deutsch  Ost- 
Afrika  und  Rhodesia. — Bei  ab.  discoguttata  Strand  haben  die  Vflgl  ,,2  bis  3  kleine  dunkle  runde  Flecke  hinter  disco- 
dem  Costalfleck  in  den  Feldern  2  und  3".   —   ab.  urungensis  Strand.    Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  nur  we-  d^Uaia. 
nig  schwarz ;   Hflgl  unten  an  der  Saumbinde  mit  weißen  Flecken,  welche  von  den  roten  Postdiscalflecken  umge- 
ben sind.    Deutsch  Ost- Afrika. 

A.  welwitschi  steht  der  anemosa  so  nahe,  daß  sie  mir  kaum  eine  selbständige  Art  zu  sein  scheint.  Der 
einzige  Unterschied  liegt  darin,  daß  die  Vflgl  eine  dunkle  Saumbinde  haben,  welche  von  der  Spitze  bis  zum 
Hinterwinkel  reicht  und  allmählich  nach  hinten  schmäler  wird.  Bei  einigen  Formen  ist  diese  Binde  hinter  der 
Rippe  4  so  schmal,  daß  sie  wenig  breiter  als  die  Saumlinie  bei  anemosa  ist.  Solche  Formen  können  nur  durch 
die  oben  in  der  Mitte  weißen  Hflgl  von  anemosa  unterschieden  werden.  —  welwitschi  Rogenh.  (54  d;  60  g)  ^.  welwitschi. 
Vflgl  orangerot,  oben  an  der  Wurzel  melu'  oder  weniger  schwarz  und  mit  schwarzer  oft  nach  innen  gezackter 
Saumbinde,  welche  an  der  Rippe  2  noch  etwa  2  mm  breit  ist;  Hflgl  mit  weißer  Mittelbinde  und  sehr  breiter 
nach  innen  unscharf  begrenzter  schwarzer  Saumbinde.  Beim  $  haben  die  Vflgl  eine  matt  ockergelbe  Grundfarbe 
und  eine  schmälere  Saumbinde:  Mittelbinde  der  Hflgl  gelblich,  nur  in  der  Mitte  weißlich  und  oben  viel  breiter 
als  beim  (J.  Angola.  —  alboradiata  Auriv.  (54  c).  Vflgl  oben  hell  orangegelb,  vor  der  Spitze  mit  weißlichen  alboradiaia. 
Strahlen;  Saumbinde  besonders  nach  hinten  sehr  schmal;  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  nur  wenig  verdunkelt, 

XIII  36 


282  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Aurivilliüs. 

lobeniba.  in  der  Mitte  zum  größten  Teil  weiß.  Zambezi:  an  den  Victoria-Fällen.  —  lobemba  Ehr.  (54  c;  als  welwitschi). 
Beide  Flgl  oben  mit  lebhaft  kirschroter  Grundfarbe  und  an  der  Wurzel  breit  schwarz;  Vflgl  oben  am  Vrd  bis  zur 
Zelle  schwarz  und  mit  breiter  schwarzer  Saumbinde ;  Discalpunkte  3  bis  ü  zu  einer  breiten  schwarzen  mit  dem  Vrd 
zusammenhängenden  Querbinde  vereinigt;  IVIittelfleck  und  Discalpunkt  2  groß.  Das  $  mit  braungelber 
Grundfarbe.    Nord-Rhodesia  und  südliches  Congo-Gebiet. 

chilo.  A.  chilo  Godni.  (55  a;  und  54  c,  als  barberi).    Der  Wurzeljiunkt  in  Ic  und  die  Discalpinikte  in  2  bis  4 

der  Vflgl  liegen  alle  vier  in  einer  mit  dem  Vrd  fast  gleichlaufenden  Linie.  Hierdurch  weicht  diese  und  die  folgende 
Art  von  allen  übrigen  dieser  Untergruppe  ab.  Eine  solche  Anordnung  dieser  Punkte  ist  auch  sonst  unter  den 
afrikanischen  Acraeen  sehr  selten  und  kommt  nur  bei  niobe,  hi/poleuca,  anacreon,  mirifica,  und  annähennigs- 
weise  auch  bei  wigginsi  und  neobule  vor.  q  :  Flgl  oben  hell  gelblich  rot,  etwas  rosafarbig,  an  der  Wurzel  nicht 
oder  wenig  verdunkelt ;  Vflgl  mit  3  bis  6  mm  breiter,  gleiclibreiter  oder  an  der  Spitze  erweiterter,  orangegelb 
gefleckter  Saumbinde,  einem  Wurzelpunkt  in  1  b,  2  in  der  Zelle,  einem  Mittelfleck  und  große  Discalpunkte  in 
1  b  bis  6,  von  denen  der  in  1  b  viel  näher  am  Saume  als  der  in  2  steht ;  Hflgl  oben  mit  3  mm  breiter,  undeutlich 
gefleckter  Saumbinde  und  deutlichen  Discalpunkten,  von  denen  der  in  4  näher  am  Saume  als  die  übrigen  und  der 
in  2  nahe  an  der  Wurzel  des  Feldes  2  liegt.  Vflgl  unten  fast  wie  oben,  aber  mit  weißlich  aufgehellter  Subapical- 
binde  zwischen  den  Discalpunkten  4  bis  6  und  der  Saumbinde ;  Hflgl  initcn  weißlich  gelb  mit  einigen  roten  Flecken 
in  1  a  bis  1  c  und  an  der  Wurzel  des  Vrds  und  mit  großen  weißlichen  Saumflecken.  Beim  $  sind  die  Vflgl 
glashell  mit  kleineren  schwarzen  Punkten  und  größeren  orangegelben  Saumflecken;  Hflgl  wie  beim  ^  aber 
dünner  beschuppt  und  heller  gefärbt  luid  auch  oben  mit  großen  oft  schwarzpunktierten  gelben  Flecken  in  der 
cryalallina.  Saurabinde.  Kilimandjaro ;  British  Ost-Afrika ;  Somali-Land  und  Abessinien.  —  ab.  $  crystallina  »S/;; (77*  (54  a) 
ist  eine  extreme  Form  des  $,  bei  der  beide  Flgl  glashell,  nur  an  der  Wurzel  schwach  gelblich  sind  und  die  Vflgl 
sowohl  alle  schwarze  Punkte  wie  auch  die  Saumbinde  entbehren.  Die  Zusammengehörigkeit  dieser  Form  mit 
rhilo  kann  wegen  der  fehlenden  Zeichnung  nicht  diirch  dieselbe  bewiesen  werden,  sondern  konnte  nur  durch 
Vergleichung  mehrerer  Zwischenformen  festgestellt  werden.  Eltringham  betrachtet  crystallina  als  das  tj^iische 
$  von  chilo,  da  aber  Godman  ein  anderes  mit  dem  ^  viel  näher  übereinstimmendes  $  schon  gleichzeitig  mit  dem 
(J  beschrieb  und  abbildete,  muß  diese  Form  als  die  tj^iische  betrachtet  werden.  Kilimandjaro  und  British 
Ost-Afrika. 

(tscari.  A.  oscari  Rothsch.  (6üd).    Flgl  oben  matt  rot  mit  schwarzer  gleichbreiter  Saumbinde,  welche  auf  den 

Vflgln  5  mm  breit  ist  und  große  gelbliche  Saumflecke  einschließt,  auf  den  Hflgln  nur  3  mm  breit  und  undeutlich 
gefleckt  ist;  Vflgl  breit  und  abgerundet  oben  an  der  Wurzel  nur  wenig  schwarz;  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zur 
Rippe  2  tief  schwarz  und  dann  bis  zur  Spitze  der  Zelle  weißlich  aufgehellt;  die  schwarzen  Flecken  beider  Flgl 
sehr  groß  und  ganz  wie  bei  chilo  angeordnet;  Flgl  unten  fast  wie  oben,  die  Hflgl  aber  in  der  Mitte  breit  weißlich. 
Beim  $  ist  die  Grundfarbe  bräunlich  weiß.    Abessinien. 


Sechste    Untergruppe. 

Diese  Untergruppe  ist  für  solche  Arten  gebildet,  bei  denen  die  Saunibindi'  dir  Hflgl  wenigstens  unten  vtillig  fehlt  und 
nur  dvu'ih  eine  sehr  feine  srhwarze  Linie  vertreten  ist.  Die  hellen  Sauiuflecke  fehlen  ebenfalls  odi^r  sind  wenigstens  nach  innen 
nicht  schwarz  begrenzt,  eine  li  e  1  l  e  Binde  l)ildend.  Bei  einigen  Arten  oder  Zeitformen  der  vorigen  T'ntergrup|)en  kaini  durch 
Reduktion  ein  ähnliches  \'erhältnis  auftreten  und  da  diese  Foiiiien  hier  tjesucbt  werden  kiinnen,  sind  sie  darum  in  der  l'eber- 
sicht   der  Arten  aufgenommen. 


U  e  b  e  r  s  i  c  h  t   d  e  r   A  r  t  e  n. 

I.  Vflgl  mit  freien  Discalpunkten. 

A.  Die  Discalpunkte  Ib  bis  5  der  Hflgl  stehen  in  einer  fast  geraden  Querlinie      .     .     A.  rahira  und  zii ja. 

(vergl.   S.   262,   26ß,   267) 

B.  Die  Discal])unkte  Ib  bis  5  der  Hflgl  stehen  nicht  in  einer  geraden  Linie. 

7..  Der  Discalpunkt  in  1  b  der  Vflgl  steht  gerade  hinter  dem  Punkt  in  2.    Die  Discalpunkte  3  und  5 
der  Hflgl  stehen  näher  am  Saume  als  der  in  4. 

1 .  Hflgl  auf  beiden  Seiten  nur  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie.   Vflgl  oben  ganz  oder  zum  größten 
Teil  schwärzlich A.  asholopUntha. 

2.  Hflgl   oben    mit  2  mm    breiter   schwarzer  Saumbinde.    Flgl  oben  mit  orangegelber  Grundfarbe. 

A.  atergatis. 
(Vergl.  S.  268.) 
ß.  Der  Discalpunkt  in  1  b  der  Vflgl  steht  näher  am  Sainne  als  der  in  2. 

1.  Die  Vflgl  ohne  Submarginalpunkte A.  atolmis. 

(Vergl.  S.  274.) 


ACRAEA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  283 


•) 


Die  Vflgl  mit  Submargiiialpunkten  in  1  b  und  2        A.  rohlfsi. 

(Vergl.  S.  277.) 
II.    Die  Vflgl  ganz  ohne  freie  schwarze  Punkte.    Hflgl  unten  am  Saume  mit  breiter  rotbrauner  Binde. 

a.  Hllgl  oben  mit  großen  rotgelben  schwarz  begrenzten  Saumflecken.    Die  Discalpunkte  der  Hflgl  stehen 

alle  näher  an  der  Wurzel  als  die  Spitze  der  Mittelzelle A.  amicitiae. 

(Vergl.  S.  259.) 
ß.  Hflgl  oben  mit  schmaler  schwarzer  ungefleckter  Saumbinde  und  an  der  Wurzel  bis  zur  Zellenspitze 
schwarz.    Vflgl  bis  zur  Zellenspitze  rotgelb  ohne  Flecke,  darm  halbdurchsichtig  rauchschwarz  mit  un- 
scharf begrenzten  weißhchen  Subapicalf  lecken  in  4  bis  6     A.  baxteri. 

A.  asboloplintha  Karsch  (54a).  Vflgl  oben  einfarbig  dunkel  rauchschwarz  mit  undeutlichen  Discalpunk-  asbohpHn- 
ten  und  bisweilen  am  Hrd  in  der  Mitte  von  1  a  rotgelb  beschuppt,  unten  hell  gelblich  braun  mit  deutlichen 
Discalpunkten,  schwarzen  Fransen  und  sehr  feiner  Saumlinie.  Hflgl  oben  hell  orangegelb,  an  der  AVurzel  bis  zur 
Rippe  2  schwarz  und  mit  freien  schwarzen  Discalpunkten  und  schwarzen  Fransen,  unten  an  der  Wurzel  und  am 
Ird  rot  dann  hellgelblich  und  hinter  den  Discalpunkten  mit  4  mm  breiter  hell  orangegelber  Querbinde,  welche 
den  Saum  nicht  erreicht,  wodurch  eine  hell  gelbliche  Saumbinde  entsteht.  Beim  $  sind  die  Hflgl  oben  oft  gelb- 
braun statt  orangegelb.  Ruwenzori,  Uganda  und  British  Ost-Afrika.  —  rubescens  Eltr.  weicht  dadurch  ab,  rubescens. 
daß  die  Hflgl  oben  rosafarbig  sind  und  die  Vflgl  einen  ähnlich  gefärbten  Hrdfleck,  welcher  die  Wurzel  des  Feldes 
2  und  auch  einen  Teil  der  Mittelzelle  bedeckt,  haben.  Beim  2  sind  die  entsprechenden  Teile  weiß.  British 
Ost-Afrika.    Diese  eigentümliche  Art  gehört  vielleicht  am  besten  zur  zweiten  Untergruppe. 

A.  baxteri  E.  Slutrpe  (54  a).  Vflgl  ganz  ohne  schwarze  Punkte,  im  Wurzelteil  bis  zur  Spitze  der  Zelle  baxteri. 
und  zur  ]\Iitte  des  Feldes  2  gelbrot  bis  rötlich,  im  Spitzenteil  schwärzlich  mit  drei  M'eißlichen,  halbdurchsichtigen 
Flecken  in  4  bis  6.  Die  Discalpunkte  der  Hflgl  sind  alle  da,  berüliren  fast  einander  und  stehen  in  einem  Bogen, 
welcher  die  Zellspitze  fast  berührt;  Hflgl  oben  bis  zu  den  Discalpunkten  schwarz.  Saumhälfte  gelbrot  mit 
schmaler  ungefleckter  schwarzer  Saumbinde;  unten  im  Wurzelteil  bis  zu  den  Discalpunkten  kaffeebraun  mit 
deutlichen  schwarzen  Punkten,  dann  rötlich  weiß  und  am  Saume  mit  3  mm  breiter  rostbrauner  Saumbinde 
und  schwarzen  Fransen.  Eltrixgham  führt  baxleri  zur  ersten  Gruppe,  welche  durch  schwarze  Striche  auf  den 
Zwischenaderfalten  der  Hflgl-Unterseite  ausgezeichnet  ist;  diese  Striche  fehlen  indessen  völhg  sowohl  in  der 
Figur  des  typischen  Exemplares  wie  auch  bei  den  mir  vorhegenden  Stücken.  Durch  Farbe  und  Zeichnung 
kommt  baxteri  der  A.  insignis  der  folgenden  Untergruppe  so  äußerst  nahe,  daß  ich  die  beiden  Arten  als  nahe 
verwandt  erklären  muß.  Nur  der  Umstand,  daß  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  bei  baxteri 
völlig  fehlt,  bei  insignis  aber  deutlich  wenn  auch  schmal  ist,  hat  mich  bewogen,  6aa;<enlüer  und  nicht  in  der  sie- 
benten Untergruppe  einzuführen.  Xyassa-Land,  Deutsch  und  British  Ost-Afrika.  —  ab.  fülleborni  Thur.  füllebomi. 
hat  größere  helle  Subapicalflecke  der  Vflgl  und  etwa  2  mm  breite  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite.  X3^assa- 
Land.  —  Bei  ab.  subsquamia  Thur.  sind  die  Flgl  dichter  beschuppt  und  die  rote  Farbe  der  Hflgl-Oberseite  er-  subsquamia. 
reicht  fast  die  Wurzel  der  Felder  4  bis  6.    Usambara. 


Siebente  Untergruppe. 

Vflgl  im  Spitzenteil  glasklar  oder  wenigstens  mit  solchem  Subapicalf eld ;  selten  ganz  glasklar  oder 
im  Wurzelteil  glasklar  und  nach  außen  dünn  beschuppt  oder  ganz  rauchschwarz  ohne  andere  Zeichnungen 
als  ein  Mittelfleck.  Hflgl  mit  schwarzen  Flecken  an  den  Rippenenden  oder  mit  dunkler  Saumbinde.  Einige 
Arten,  welche  offenbar  zu  anderen  Untergruppen  gehören,  kömien  leicht  hier  gesucht  werden  und  sind  darum 
in  der  Art-Uebersicht  aufgenommen. 


Uebersicht    der    Arten. 

I.  Hflgl  oben  mit  zusammenhängender,  einfarbiger  oder  hell  gefleckter  dunkler  Saumbinde. 

A.  Hlb  lang,  viel  länger  als  die  Hflgl,  in  der  Spitzenhälfte  weiß  gefärbt A.  braesia. 

(Vergl.  S.  271.) 

B.  Hlb  nicht  oder  nur  wenig  länger  als  die  Hflgl,  in  der  SpitzenhäKte  nicht  weiß. 
OL.  Die  Hflgl  ohne  schwarze  SubmarginaliDunkte, 

*.  Vflgl  im  Wurzelteil  glasklar.    Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  oder  mit  einem  länglichen  blut- 
roten Felde ^-  cinerea. 

(Vergl.  S.  256.) 
**.  Vflgl  in  der  Wurzelhälfte  oder  wenigstens  dicht  an  der  Wurzel  mit  gelben,  roten  oder  schwarzen 
Schuppen  bekleidet. 


284  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Aürivillius. 

§.   Hflgl    auf  beiden  Seiten  mit  schmaler,    scharf  begrenzter,    ungefleckter  schwarzer  Saumbinde 

A.  insignis. 
(Vergl.  auch  A.  kakana  S.  287.) 
§§.   Die  Saunibinde  der  Hflgl  wenigstens  unten  mit  hellen  Flecken. 

o.  Die  Discalpunkte  der  Hflgl  strichförmig  und  zu  einer  sehr  unregelmäßigen  Querbinde  ver- 
einigt.   Auch  die  Vflgl  über  die  Glitte  mit   einer  gebogenen  schwärzlichen    Querbinde 
von  der  Mitte  des  Vrds  bis  zum  Hrd  nahe  am  Hinterwinkel         .     A.  satis. 
oo.  Die  Discalpunkte  der  Hflgl  frei  und  abgerundet. 

t.  Die  Wurzelpunkte  der  Hflgl  unten  in  den  Feldern  1  a  bis  1  c  und  in  der  ]\nttelzelle 
mit  einander  vereinigt  und  2  bis  4  helle  Flecke  einschUeßend.  Vflgl  am  Ende  der  Mittel- 
zelle mit  schwarzem  Querfleck  oder  Querstrich. 

1.  Vflgl  einfarbig  rauchschwarz   halbdurchsichtig   ohne   Flecke   und   Discalpunkte 

A.  camoena. 

2.  Vflgl  im  Wurzelteil  gewöhnlich  rotgelb  und  im  Spitzenteil  glasklar,  selten  rauchig, 
dann  aber  mit  glasklarem  Subapicalfeld  und  hellen  Saumflecken  oder  bisweilen 
völlig  rotgelb  beschuppt. 

a.  Vflgl  mit  Discalpunkten  in  4  bis  6.    Saumflecke  der  Hflgl  abgerundet, 
a'.    Vflgl  wenigstens  mit  glasklarem   Subapicalfeld       A.  neohnle. 

b'.    Vflgl  vollständig  rotgelb  beschuppt A.  zanibesina. 

h.  Vflgl  ohne  Discalpunkte  wenigstens  in  4  bis  6.  Saumfleck  der  Hflgl  klein  und 

querliegend A.  horta. 

tt.  Wurzelpunkte  der  Hflgl-Unterseite  ganz  frei. 

— .  Vflgl   mit    Querstrich   am   Ende  der  ;\Iittelzelle       .     .     A.  arabica. 
— .  Vflgl  ohne  Querstrich  am  Ende  der  ]\Iittelzelle. 
/^.  Hflgl  beschuppt  oder  nur  wenig  glashell. 

1.  Hflgl  oben  mit  breiter  schwarzer,  scharf  begrenzter  Saumbinde,  welche 
große  kreisrunde  Flecke  der  gelbroten  Grundfarbe  einschließt. 

A.  admatha. 

2.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberscite  unscharf  begrenzt. 

a)  Hflgl  unten  mit  roter  Submarginalbinde  und  weißlichen  Saumflecken. 

A.  lia. 

b)  Hflgl  unten  ohne  rote  Submarginalflecke.    Saumbinde  auf  beiden 
Seiten  mit  undeutUchen  gelblichen  Saumflecken.  .4.  obeira. 

^/^.  Hflgl  außer   an  der  Wurzel    und    am   Saume    glashell.     Vflgl    fast    völlig 

glashell A.  crystallina. 

(Siehe  S.  282.) 
ß.  Die  Hflgl  mit  großen,  abgerundeten  schwarzen  Submarginalpunkten,  welche  die  roten  oder  gelb- 
lichen Saumflecke  nach  innen  begrenzen. 

*.  Vflgl  wenigstens  bis  zur  Zellenspitze  rötlich  beschuppt A.  nmchequenn. 

**.  Vflgl  nur  bis  zur  Rippe  2  rot  oder  gelblich  beschuppt A.  ranavalona. 

II.   Hflgl  am  Saume  nur  mit  schwarzen  Flecken  an  den  Rippenenden.   Die  Discalpunkte  2  bis  4  der  Vflgl  stehen 
in  einer  geraden  Linie, 
a.   Größere  Art  (62  bis  75  mm) ;  Hflgl  sowohl  mit  Discal-  wie  mit  Submarginalpunkten.   Der  Discalpunkt  in 

1  b    der    Vflgl    liegt    näher    am    Saume    als  der    in    2 A.  hova. 

ß.  Kleinere  Ai-t ;  Hflgl  ohne  Submarginalpunkte.    Der  Discalpunkt  in  1  b  der  Vflgl  liegt  gerade  hinter  dem 
in  2 .     .'    .     .     A.  mahela. 

imignis.  A.  insigtlis  Dist.  (53  e).    Vflgl  oben  bis  zur  Spitze  der  Zelle  und  zum  Hinterwinkel  rotgelb  beschuppt, 

im  Spitzenteil  durchsichtig  schwarzgrau,  am  Ende  der  Zelle  mit  einem  schwarzen  Querstrich  sonst  ohne  Zeich- 
nungen. Hflgl  rotgelb  mit  schmaler  etwa  1  mm  breiter  schwarzer  migefleckter  Saumbinde,  welche  oft  unten 
am  Saume  grau  gefärbt  ist,  an  der  Wurzel  mit  großen  vereinigten  schwarzen  Flecken  und  mit  großen  Discalpunkten 
in  lbbis2,  von  denen  der  in  2  die  Wurzel  des  Feldes  bedeckt,  und  mit  einem  dicken  schwarzen  Querstrich  am 
Ende  der  Zelle;  die  Discalpunkte  der  Felder  3  bis  7  fehlen  völlig;  unten  wie  oben  aber  viel  heller  rötlich  weiß 
mit  einer  roten  Binde  an  der  Iinienseite  der  schwarzen  Saumbinde.   Beim  9  ist  die  Grundfarbe  oft  graugelblich. 

siffinMo.  Xyassa-Land;  Deutsch  und  British  O.st-Afrika;  Uganda.  —  fa.  siginna  Sh//.  (54  a)  ist  dadurch  au,sgezeichnet, 
daß  die  schwarzen  Flecke  im  Wurzelteil  der  Hflgl  zu  emem  großen  tief  schwarzen  Makel,  welcher  auch  die  AVurzel 
der  Felder  3  bis  6  bedeckt,  vereinigt  sind.  Deutsch  und  British  Ost-Afrika  besonders  an  Lokalitäten,  welche 
höher  gelegen  sind. 

satis.  A.  satis  Ward.  (54  a).   Flgl  oben  beim  ^  mit  hell  rotgelber  oder  braungelber,  beim  ?  mit  weißer  Gnmd- 

farbe  und  sehr  dünn  beschuppt.   Vflgl  am  Vrd  schmal  schwarz,  am  Saume  breit  glashell  mit  einigen  schwarzen 


ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Auktvillitjs.  285 

Schuppen;  die  Wurzel  der  Felder  4  bis  6  ist  breit  gelb  {^)  oder  weiß  gefärbt  und  nach  außen  von  den  (bisweilen 
undeutlichen)  Discalpunkten  dieser  Felder  begrenzt ;  der  Mittelfleck  am  Ende  der  Zelle  ist  sehr  dick  und  bildet 
mit  den  strichförmigen  Discalpunkten  der  Felder  3  bis  1  b  eine  gebogene  Querbinde ;  hinter  der  Mitte  der  Zelle 
ein  schwarzer  Querstrich,  welcher  oft  mit  dem  Älittelfleck  vereinigt  ist.  Hflgl  in  den  Feldern  1  b  bis  7  mit  strich- 
förmigen dicken  Discalpunkten,  welche  mit  den  äußeren  Wurzelpunkten  der  Felder  la  bis  Ic  und  den  Mittel- 
flecken eine  unregelmäßige  Querbinde  bilden,  welche  helle  Flecke  der  Felder  1  a  bis  2  und  4  bis  6  einschließt; 
die  schwarze  Saumbinde  breit  mit  großen  gelblichen  oder  weißen  Saumflecken.  Rhodesia;  Zulu- 
Land;  Deutsch  und  British  Ost-Afrika.  Diese  eigentümliche  Art  erinnert  durch  die  Zeichnung  an  A.  rabbaiae 
und  zonata  und  wird  von  Elteingham  mit  diesen  in  einer  Gruppe  vereinigt. 

A.  camaena  Drury  (53  f).    Vflgl  einfarbig  rauchschwarz  mit  schwarzem  Mittelfleck  aber  sonst  ganz  camacim. 
ohne  Zeichnung.      Hflgl  über  die   Mitte  hinaus  rauchschwarz  mit  großen  freien  Wurzel-  und  Discalpunkten, 
vor  der  Saumbinde  gelblich;   Saurabinde  an  den  Rippen  eingeschnitten,  tief  schwarz  mit  weißen  Punkten. 
Sierra-Leone  bis  Nigeria  und  Fernando-Po. 

A.  neobule  Dbl.  u.Hew.  (53  f).  Vflgl  oben  bis  zu  den  Discalpunkten  in  4  bis  6  und  außerdem  auch  oft  ncobuJe. 
am  Saume  in  den  Feldern  5  bis  8  dünn  hell  orangegelb  oder  ockergelb  beschuppt,  sonst  im  Spitzenteil  glasklar; 
ein  Fleck  hinter  der  Mitte  der  Zelle,  ein  Querstrich  am  Zellenende  und  die  Discalpunkte  oft  deutlich,  die  Discal- 
jjunkte  in  2  und  3  jedoch  nicht  selten  fehlend.   Hflgl  auf  beiden  Seiten  orangegelb  mit  deutlichen  Discalpunkten, 
von  denen  der  in  4 näher  am  Saume  als  die  übrigen  steht;  Saumbinde  1  bis  1,5  mm  breit  mit  gerundeten  hellen 
Saumflecken.     C4anz   Süd-  und  Ost-Afrika  bis  Angola,  Rhodesia,   Sudan  und  Abessinien.  —  socotrana  Rbl.  socolrana. 
weicht  durch  schwarz  beschuppte  Spitze  der  Vflgl  und  größere  schwarze  Wurzel-  und  Discalpunkte  ab.    Insel 
Sokotra;  als  Abänderung  auch  in  Rhodesia.  —  seis  Feisth.  hat  die  Vflgl  in  den  Feldern  labis  2  bis  zum  Saume  seis. 
gelb  beschuppt  und  in  den   Feldern  3   bis    8  deutliche  gelbe    Saumflecke  und   demnach   nur   in   den    Feldern 
3  bis  6  eine  glasklare  Subapicalbinde ;  bisweilen  sind  sie  besonders  beim  $  schwarzgrau  oder  dunkelbraun  statt 
gelb  beschuppt.    Senegal  bis  Nigeria,  besonders  im  Innern. 

A.  zambesina  Auriv.  ist  der  A.  neobule  sehr  ähnlich,  hat  aber  die  Vflgl  vollständig  rotgelb  beschuppt  sambesina. 
ohne  glashelles  Subapicalfeld  aber  mit  schmaler  1  mm  breiter  an  den  RipjJenenden  dreieckig  erweiterter  Saum- 
l>inde;  Discalpunkte  beider  Flgl  wie  bei  neobuh;  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  die  weißen  Wurzelpunkte 
kleiner  und  fast  gleich  groß.    Portugiesisch  Ost- Afrika :  Zumbo  amZambezi-Fluß.  Vielleicht  nur  eine  extreme 
Form  von  neobule. 

A.  arabica  Rbl.  stimmt  oben  völlig  mit  der  Rasse  seis  von  neobule  überein,  weicht  aber  von  allen  Formen  arabica. 
der  neobule  dadurch  ab,  daß  die  Wurzelpunkte  der  Hflgl-Unterseite  kleiner  sind  und  ganz  frei  liegen;  Saumflecke 
der  Hflgl  klein  und  länglich  fast  wie  bei  horta.    Süd-Arabien. 

A.  horta  L.  (53  e,  f)  ist  eine  der  längst  bekamiten  und  im  Kaplande  häufigsten  Acraeen.  Das  (^  ist  dem  horla. 
$  von  neobule  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  schwarzen  Punkte  der  Vflgl  fehlen  oder  nur  durch  einen 
Punkt  in  der  Zelle  und  einen  in  1  b  vertreten  sind,  daß  die  Saumflecke  der  Hflgl  klein,  länglich  und  unvollstän- 
dig von  der  Grundfarbe  abgegrenzt  sind  und  daß  die  Hflgl  unten  am  Ird  imd  an  der  Saumbinde  rot  gefärbt 
sind.  Beim  $  sind  die  Vflgl  fast  völHg  glashell  und  die  Hflgl  oben  hellgelb  bis  graugelb,  unten  weißhch  mit  grö- 
ßeren, von  deutlichen  Bogen  begrenzten  Saumflecken.  Rp  braungelb  mit  schwarzen  Querlinien  und  gelber  Seiten- 
hnie  und  gelber  Rückenlinie;  Kopf  und  Dornen  schwarz;  lebt  an  Kigellaria  africana  und  verschiedenen  Passi- 
floren. Kapland,  Natal,  Zulu-Land,  Transvaal  und  Pondo-Land.  —  ab.  $  conjuncta  Blachier  zeichnet  sich  conjuncta. 
dadurch  aus,  daß  die  Discalpunkte  der  Hflgl  zu  langen  und  breiten  schwarzen  Streifen  umgebildet  sind. 

A.  admatha  Heir.  (53  e).  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  oder  3  rosafarbig  oder  ziegelrot,  dann  rauchig  durchsich-  admatha. 
tig,  die  Discalpunkte  Ib  bis  5  und  ein  Punkt  in  der  Zelle  sind  gewöhnlich  mehr  oder  weniger  deutlich,  jedoch  nie 
scharf  hervortretend ;  Hflgl  oben  mit  roter  Grundfarbe  und  scharf  hervortretenden  Wurzel-  und  Discalpunkten 
und  breiter  schwarzer  Saumbinde  mit  großen  roten  Saumflecken;  unten  wie  oben  gezeichnet  aber  mit  heller, 
rötlich  weißer  Grundfarbe.  Beim  $  sind  die  roten  Teile  des^'  gelblich  schmutziggrau  oder  graubraun.  Sierra- 
Leone  bis  Natal  und  British  Ost-Afrika.  —  ab.  leucographa  J?i66e  (53  e)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Felder  iewcoffrap/ia. 
1  a  bis  2  der  Hflgl  zwischen  den  Discalpunkten  und  der  Saumbinde  weiß  sind.  Sierra-Leone  bis  Abessinien 
und  British  Ost- Afrika. 

A.  lia  Mab.  (53  e)  ist  oben  der  vorhergehenden  All  sehr  ähnlich  aber  kleiner  mit  schmaler,  nur  1  mm  Ua. 
l)reiter,  ungefleckter  oder  undeutlich  gefleckter  Saumbinde  der  Hflgl  und  an  der  Zelle  mehr  genäherten  Discal- 
punkten. Unten  haben  die  Hflgl  weiße  Saumflecke  und  große  rote  Flecke  sowohl  an  der  Innenseite  der  Saumbinde 
wie  gewöhnlich  auch  zwischen  den  Discal-  und  Wurzelpunkten.    Madagaskar. 

A.  obeira  Hew.  (53  d)  weicht  von  lia  durch  die  breitere  aber  unscharf  begrenzte  und  mit  roten   oder  obeira. 
gelblichen  Saumflecken  gezierte  Saumbinde  der  Hflgl  ab,  welche  unten  nicht  nach  innen  von  roten  Flecken 
begrenzt  ist;  die  Vflgl  sind  beim  ^  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  oder  3  rotgelb,  beim  $  fast  ganz  glasklar; 
die  Hflgl  sind  an  der  Wurzel  bis  zu  den  Discalpunkten  rotgelb  ((J)  oder  weißgelb  ($>,  dann  bis  zur  Saumbinde 


286  ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Aurullitts. 

glashell  oder  nur  in  den  Feldern  Ic  bis  2,  6  und  7  beschuppt ;  die  Discalpunkte  2  bis  7  der  Hflgl  gewöhnlich  groß 
burni.  und  zusammenstoßend.   Madagaskar.  ■ —  burni  Btlr.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  beim  (J  die  Vflgl  bis  zur  Spitze 
der  Zelle  und  die  Hflgl  bis  zur  Saumbinde  hell  ockergelblich  beschuppt  sind.    Natal. 

ranavdlona.  A.  ranavalona  Bsd.  (53  c,  d).   Vflgl  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  lebhaft  rot  (rj)  oder  fast  völlig  glas- 

hell ($);  Hflgl  mit  grauer,  oft  halbdvn-chsichtiger,  rotgefleckter  Saumbinde,  die  roten  Saumflccke  nach  innen  von 
scharf  begrenzten  schwarzen  Submarginalpunkten  begrenzt;  Wurzel-  und  Discalpunkte  deutlich;  Grundfarbe 
vumandaza.  unten  weiß,  oben  beim  (J  lebhaft  rot,  beim  $  weiß  oder  weißlich.    Madagaskar  und  Comoren.  —  ab.   5  ma- 
viarausetnt.  nandaza    Ward.   (53  d).     Grundfarbe  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  rötlich.    Madagaskar.  —  ab.  maransetra 
Ward.   Die  Discalpunkte  der  Hflgl  zu  einer  Querbinde  vereinigt.    Madagaskar. 

macliequena.  A.  machequena  Smith  (53  d)  weicht  von  ranavalonn  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  wenigstens  beim  ^ 

bis  zur  Spitze  der  Zelle  rotgelb  beschuppt  sind  und  daß  die  Hflgl  oben  beim  (^  gelblich  statt  rot  beschuppt  sind. 
Delagoa-Bay,  Nyassa-Land  und  Rhodesia. 

mahcla.  A.  mahela  Bsd.  (53  c).    Beide  Flgl  dünn  beschuppt  mit  hell  ockergelber  Grundfarbe;  Vflgl  im  Saumteil 

bis  zu  den  Discalpunkten  glashell  und  mit  deutlichen  Discalpunkten  in  Ib  bis  6,  einem  Querstrich  am  Ende 
der  Zelle  und  einem  Punkte  in  der  Zelle ;  Hflgl  mit  freien  Wurzel-  und  Discalpunkten  und  kleinen  schwarzen  Flek- 
ken  am  Saume  an  den  Rii)])enenden,  oben  und  unten  ganz  ähnlich  gefärbt  und  gezeichnet.  Die  Geschlechter 
sind  einander  ganz  ähnhch.    Madagaskar. 

hova.  A.  hova  Bsd.  (53  c)  eine  große  schöne  Ai't,  welche  dadurch  ausgezeichnet  ist,  daß  die  Hflgl  eine  vollstän- 

dige Reihe  von  Submarginalpunkten  und  sehr  kleine  oder  sogar  undeutliche  Saumflecke  an  den  Rippenenden 
haben,  die  Wurzelpunkte  stehen  dicht  an  der  Wurzel  und  sind  von  den  Discalpiinkten  weit  getrennt ;  die  Vflgl 
haben  gewöhnlich  große  inid  deutliche  Discalpunkte  in  (la)  Ib  bis  6,  einen  Wurzelpunkt  in  Ib,  einen  Punkt 
in  der  Zelle  und  einen  Querfleck  am  Ende  der  Zelle.  Vflgl  oben  wenigstens  bis  zu  den  Discalpunkten  ziegelrot,  dann 
glashell  oder  bisweilen  beim  $fast  ganz  glashell;  Hflgl  oben  rot,  am  Ird  gelblich  oder  bisweilen  beim  $  gelblich 
weiß.    Madagaskar. 

Achte   Untergru])pe. 

lici  (It'ii  Arten  dic.«('i'  l'nli'i'^rupix»  halii-n  die  Ilflgl  eine  iiiigeflei-ktc,  ^clashcllo  oder  wenig.stens  dünn  iM'Scliuiijiic  und 
liaH)durrlisiclitigL'  Sauuitiindi'.  Etwas  ähnliches  knniiut  nur  bei  einigen  Arten  der  ersten  Gru|))ie  ('/..  Heisp.  orcstiii  und  qii'irinal't.s) 
vor.  Bei  die.sen  treten  indessen  dunkle  Striciie  auf  den  Zwischenaderfaltern  auf,  woklie  hier  fehlen.  Die  Vflgl  sind  wenig- 
stens   im    Sauniteil    glashell. 

Uebersicht   der   Arten. 

I.    Hflgl  mit  1  bis  2  schwarzen  Ptinkten  in  der  Mittelzelle. 

A.  Die  glashelle  oder  durchsichtige  Saumbinde  der  Hflgl  ist  schmal  oder  mäßig  breit  und  gewöhnlich  gegen 
den  Analwinkel  stark  verschmälert,  nach  innen  oft  scharf  begrenzt. 

a.  Die  Vflgl  mit  einem  schwarzen  Punkt  oder  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  bisweilen  auch  mit  Discal- 
punkten in  1  b  und  2.  Die  Hflgl  mit  deutlichen  freien  Wurzel-  und  Discalpunkten.  Vflgl  an  der  Wurzel 
fast  bis  zur  Spitze  der  Zelle  rotgelb. 

1.  Die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  gestielt A.  iturina. 

2.  Die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  nicht  gestielt. 

a)  Die  rotgclbe  Farbe  an  der  Wurzel  der  Vflgl  nach  außen  durch  eine  gebogene  schwarzgraue 
Querbinde  begrenzt ;  Saumbinde  der  Hflgl  dunkel,  scharf  begrenzt  und  sehr  schmal,  etwa  1  mm 
breit         A.  cerita.. 

b)  Die  rotgelbe  Farbe  der  Vflgl  nicht  nach  außen  dunkel  begrenzt ;  Saumbinde  der  Hflgl  unscharf 
begrenzt  und  nach  vorn  erweitert,  im  Felde  6  etwa  3  bis  4  mm  breit     .     A.  cerasd. 

ß.  Die  Vflgl  ganz  ohne  schwarze  Punkte  oder  Flecke.    Sauiuhinde  der  Hflgl  scharf  begrenzt. 

1.  Die  Hflgl  ganz  ohne  schwarze  Punkte  außer  1  bis  2  in  der  Mittelzelle.     .     .     A.  unimacuhita. 

2.  Die  Hflgl  mit  gut  entwickelten  Wurzel-  und  Discalptniktcn. 

a)  Saumbinde  der  Hflgl  breit  und  glashell.  Hflgl  mit  kleinen  freien  Discalpunkten  und  Submar- 
ginalpunkten wenigstens  in  1  b,  1  c  und  2 A.  quirina. 

b)  Saumbinde  der  Hflgl  schmäler  und  dunkel,  schwärzlich.  Discalpunkte  der  Hflgl  groß  luid  zu 
einer   Querbinde  vereinigt A.  kakana. 

B.  Die  Saumbinde  der  Hflgl  ist  sehr  breit,  ein  Drittel  bis  fast  die  Hälfte  des  Flgls  einnehmend,  nach  innen 
undeutlich  begrenzt. 

a.  Beide  Flgl  fast  glashell  ohne  schwarze  Punkte  oder  andere  Zeichnungen,  nur  mit  einem  Punkt  in  der 

Zelle  der  Hflgl A.  Mimilis. 

(Siehe  S.  256.) 


AGRAEA.     Von  Dr.  C.  Aübivillius.  287 

ß.  Die  Hflgl  im  Wurzelteil  beschuppt  und  mit  deutlichen  Wurzel-  und  Discalpunkten. 

1.  Die  Vflgl  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  und  die  Hflgl  wenigstens  bis  zur  Spitze  der  Zelle  weiß- 
gelb {(5*)  oder  rotgelb  beschuppt.  Die  Vügl  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  der  Zelle  und  mit  1  bis  2 
Punkten  in  1  b,  die  Hflgl  mit  Submarginalpunkten  in  1  c  und  2    .     .     .     .     A.  kraka. 

2.  Die  Vflgl  bis  zur  Wurzel  etwas  rauchig,  durchsichtig  ohne  Zeichnungen,  oder  nur  mit  Querfleck 
am  Ende  der  Mittelzelle.  Die  Hflgl  bis  über  die  Mitte  hinaus  weißlich  oder  weißlichgelb,  selten 
gelbbraun,  ohne  Submarginalpunkte        A.  eugenia. 

TT.   Mittelzelle  der  Hflgl  ohne  schwarze  Punkte  oder  nur  im  innersten  Wurzelwinkel  schwarz.    Die  Hflgl  hinter 
der  Mitte  in  2,  3,  5,  6  und  7  mit  einer  Bogenreihe  von  5  großen  tief  schwarzen  Flecken. 

A.  Die  Hflgl  in  Feld  7  gerade  vor  dem  Fleck  in  6  mit  einem  großen  schwarzen  Fleck,  aber  ohne  andere  Flecke 

in  7.  Wurzelteil  der  Flgl  beim  ^  ockergelb  bis  braungelb,  beim  $  weißlich  .     .     A.  igati. 

B.  Die  Hflgl  in  Feld  7  mit  einem  großen  schwarzen  Fleck,  welcher  viel  näher  an  der  Wurzel  als  der  Fleck 
in  6  steht  und  bisweilen  auch  mit  einem  kleinen  Fleck  gerade  vor  dem  Fleck  in  6.  Wurzelteil  der  Flgl 
beim  (J  ziegel-  bis  rosenrot,  beim  $  weiß,  rötlich  oder  bräunlich A.  dammii. 

A.  kakana  Eltr.  (60  e)  ist  mir  unbekannt,  wird  aber  von  Eltringham  zuerst  als  Varietät  (Rasse)  von  Icnkana. 
iturina  und  dann  als  eine  wahrscheinlich  selbständige  Art  angeführt.  Nach  der  Abbildmag  und  Beschreibung 
sclieint  mir  die  letztere  Ansicht  die  richtige  zu  sein.  Vflgl  an  der  Wurzel  und  am  Vrd  schmal  schwarz,  in  der 
Spitzenhälfte  halbdurchsichtig  schwärzlich;  die  übrige  Fläche  bis  zur  Spitze  der  Zelle  orangerot  ohne  Punkte 
oder  Flecke.  Hflgl  oben  orangerot  mit  etwa  2  mm  breiter,  gegen  den  Analwinkel  allmählich  zu  einer  Spitze  ver- 
schmälerter, schwärzlicher  Saumbüide,  an  der  Wurzel  fast  vereinigten  Wurzelpunkten  und  von  diesen  breit  ge- 
trennten, großen,  in  eine  fast  gerade  Mittelcpxerbinde  zusammengeflossenen  Discalpunkten,  von  denen  die  der 
Felder  2  bis  4  dreieckig  sind  und  die  Wurzel  ihrer  Felder  ganz  ausfüllen ;  der  Fleck  in  3  liegt  dadurch  viel  näher 
am  Saume  als  die  anderen,  welche  sich  an  der  Zellenspitze  fast  berühren.  Unterseite  wie  die  Oberseite  aber  viel 
blasser,  besonders  auf  den  Hflgln.    Abessinien. 

A.  iturina  Smith.   Vflgl  glashell,  am  Vrd  und  am  Saume  verdunkelt  und  an  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  3  ilurinn. 
rot  bis  rotgelb ;  diese  Farbe  erreicht  nicht  die  Spitze  der  Zelle  und  schließt  einen  dunklen  Fleck  in  der  Zelle  und 
bisweilen  auch  emen  Discalpunkt  in  2  ein.    Hflgl  rotgelb  mit  grauer,  2  bis  3  mm  breiter  Saumbinde  und  freien 
VV^urzel-  luid  Discalpunkten,  welche  jedoch  fast  wie  bei  kakana  angeordnet  sind.    Kamerun,  Congo-Gebiet  und 
Uganda.    Durch  die  gestielten  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  weicht  diese  Art  von  den  folgenden  ab. 

A.  cerita  E.  Sharpe  (60  e).   Von  dieser  Art  ist  nur  noch  ein  Stück  bekannt;  sie  ist  mit  cerasa  sehr  nahe  ccHla. 
verwandt  und  zu  dem,  was  in  der  Uebersicht  gesagt  worden    ist,   ist  nur  hinzuzufügen,  daß  die  Discalpunkte 
der  Hflgl  klein  sind  und  in  den  Feldern  4  bis  6  ganz  fehlen.    Uganda. 

A.  cerasa  Hew.  (53  b).  Die  rotgelbe  Beschuppung  der  Vflgl  erreicht  die  Spitze  der  Zelle,  wird  dort  von  cerasa. 
eiiiem  Querstrich  begrenzt  und  schließt  einen  schwarzen  Punkt  in  der  Zelle  und  gewölualich  besonders  beim  $ 
auch  Discalpunkte  in  1  b  und  2  ein.  Die  Hflgl  sind  oben  rotgelb  mit  durchsichtiger,  in  den  Feldern  1  c  und  2 
stark  verschmälerter  Saumbinde,  vollständig  entwickelten  Discalpunkten  und  besonders  beim  5  gewöhnlich 
auch  mit  Submarginalpunkten  wenigstens  in  1  c  und  2.  Beim  $  ist  die  rotgelbe  Farbe  heller  rot  bis  hellgelb. 
Rp  oben  rötlich  mit  grimlicher  Rückenlinie  und  weißen  Punkten  an  der  Rückenlinie  und  am  Seitenrande  der  roten 
Färbung,  an  den  beiden  Seiten  olivengrün  und  unten  hell  grim;  Kopf  schwarz;  Rückendornen  dunkelgrau,  an 
den  Gliedern  3  bis  6  verlängert,  übrige  Dornen  gelblich  bis  grünlich  weiß.  Pp  hell  orangegelb  mit  schwarzen 
Punkten  und  Linien.     Natal  bis  British  Ost- Afrika. 

A.  unimaculata  Smith  weicht  von  allen  anderen  Arten  dadurch  ab,  daß  die  schwarzen  Punkte  außer  unimacu- 
lbis2  in  der  Zelle  der  Hflgl-Unterseite  beider  Flgl  völlig  fehlen.    Die  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  oder  3,  die  Hflgl  '"'"• 
bis  zur  Saumbinde  orangegelb  beschuppt;  Spitze  der  Vflgl-Zelle  glasklar.      British  Ost- Afrika. 

A.  quirina  F.  (53  b).   Vflgl  glashell  ohne  Zeichnungen  nur  in  1  a  und  an  der  Wurzel  von  1  b  rotgelb  oder  quirina. 
rot  beschuppt.   Hflgl  rosenrot  bis  orangegelb  mit  freien  Wurzel-und  Discalpunkten  und  am  Rande  der  rotgelben 
Farbe  oft  mit  Submarginalpunkten  in  allen  Feldern;  Saumbinde  breit  und  glashell.    Beim  $  ist  die  rotgelbe 
Farbe  gewöhnlich  durch  schmutziges  Gelbgrau  ersetzt.      Sierra-Leone  bis  British  Ost- Afrika.    —    rosa  Eltr.  rosa. 
weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  im  Wurzelteil  bis  zur  Spitze  der  Zelle  und  fast  bis  zum  Analwinkel 
rot  oder  rotgelb  beschuppt  sind.      British  Ost-Afrika. 

A.  eugenia  Karsch.  (53  b).    Vflgl  glashell  oder  etwas  rauchig  und  ganz  ohne  Zeichnungen.   Hflgl  oben  bis  eugenia. 
zu  den  Discalpunkten  weißlich  oder  schwach  gelblich  mit  Wurzel-  und  Discalpunkten  aber  ohne  Submarginal- 
punkte; Saumbinde  etwas  rauchig  und  wenigstens  6  mm  breit.    Togo-Land  und  Angola.  —  ochreata  Grünh.  ochreata. 
Flgl  dunkler  und  dichter  beschuppt ;  Vflgl  mit  deutlichem  Querfleck  an  der  Zellenspitze ;  Hflgl  von  der  Wurzel 
bis  über  die  Mitte  auf  beiden  Seiten  gelbbraun  beschuppt.    Spanisch  Guinea. 

A.  kraka  Auriv.  (53  b).    Vflgl  bis  zur  Rippe  2  und  Hflgl  bis  zu  den  Discalpunkten  weißgelb  ((^)  oder  kraka. 


288 


ACRAEA.     Von  Dr.  C.  Aürivillius. 


braungelb  (?)  (nicht  schwarzgrau  wie  in  der  Figur)  sonst  glashell;  Vflgl  gewöhnlich  mit  einem  schwarzen  Punkt 
in  der  Zelle  und  mit  Discalpunktcn  in  1  b  und  2;  Hflgl  außer  den  Wurzel-  und  Discalpuiikten  gewöhnlich  auch 
mit  Submarginalpunkten  in  Ic  und  2;  Saumbiiide  glashell,  9  bis  11  mm  breit.  Kamerun,  Feniando-Po  undCongo- 
tJebiet  im  Urwakl  bei  .Mawambi. 

dummil  A.  dammü  Vollenh.  (53  b).  Vflgl  bis  zur  Spitze  der  Zelle  und  die  Hflgl  nicht  oder  kaum  über  die  schwar- 

zen Flecke  hinaus  rot  ((J)  oder  weiß  (?)  beschuppt;  die  glashelle  Saumbinde  der  Hflgl  ist  darum  breit  und  er- 
reicht den  schwarzen  Fleck  in  3;  der  große  schwarze  Fleck  in  7  liegt  viel  näher  an  der  Wurzel  als  der  in  6.  ^la- 
cuva.  dagaskar.  —  cuva  Sm.  (57  a)  weicht  dadurch  ab,  daß  die  rote  (3)  oder  schmutzig  gelbe  (?)  Beschuppung  beider 
Flgl  sich  viel  länger  saumwärts  ausdelmt ;  die  glashelle  Sauiiil)in(le  der  Hflgl  wird  dadurch  nur  etwa    2  mm 

nidama.  breit;  die  Hflgl  gewöhnlich  mit  6  bis  8,  selten  nur  mit  5,  ah.  niiama  Suff.,  Discalflecken.  Deutsch  und  British 
Ost-Afrika. 

iyati,  A.  igati  Bsd.  (53  a)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  ange- 

führten Kennzeichen  davon  ab.    Madagaskar. 


Dritte   Gruppe. 

Diese  Grui)|)e  umfaßt  nur  zwei  äthiopische  Arten,    welche    von 


die  Hflgl  in  der  Wiirzelhälfte  unhezeiohnet  sind  und  der  Wurzelpiuikte  ganz  entbehren 
konuut  in  der  zweiten  Gruppe  bei  .-1.  humilis  und  unimaculata  vor,  wo  liisweilen  nu 


[illen    anderen    Acvaeen    dadurch    abweichen,    daß 

Eine  Annäherung  an  dieses  Verhältnis 

nur  ein  einziger  Wurzelpunkt   in  der  Zelle 


vorhanden  ist. 


rabbaine.  A.  rabbaiae    Ward.  (53  a).    Vflgl  glashell  mit  einem  schwarzen  Wurzelpunkt  in   1  b  und  mit  Discal- 

punktcn in  ( la)  Ib  bis  6,  10  und  11,  welche  unter  sich  und  mit  einem  Fleck  in  der  Zellenspitze  zu  einer  schwarzen 
Querbinde  vereinigt  sind;  die  Rippen  am  Saume  schwarz  und  in  den  Feldern  4  bis  7  große  aber  undeutliche 
hellgelbliche  Saumflccke  begrenzend.  Hflgl  sehr  dünn  weißlich  beschuppt  mit  2  bis  3  mm  breiter,  schwarzer 
hellgelb  gefleckter  Saumbinde  und  ganz  ohne  andere  Zeichnungen.  Delagoa-Bay  bis  Deutsch  Ost-Afrika  und 
mombasae.  Rhodesia.  —  mombasae  Swith  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  und  zum  Teil  auch  die  Vflgl  sehr  hell 
braungelb  statt  weiß  beschuppt  sind  und  daß  die  Discalpunkte  der  Vflgl  kleiner  und  oft  undeutlich  sind.  Deutsch 
und  British  Ost-Afrika. 

2ona(a.  A.  zonata  Hew.  (53  a).    Flgl  braungelb  mit  schwarzen  Rippen  und ^dreieckigen'schwarzen  Flecken  an 

den  Rippenenden;  Vflgl  mit  schwarzem  Vrd.  einem  großen  schwarzen  Fleck  in  der  Zelle,  einer  discalcn  und  einer 
submarginalen  gebogenen  Querbinde,  welche  sich  am  Hrd  nahe  am  Hinterwinkel  veremigen;  diese  Querbinden 
werden  auf  den  Hflgln  von  einer  einzigen  Querbinde,  welche  etwas  hinter  der  Mitte  verläuft,  fortgesetzt.  Ehie 
seltene  bisher  nur  ii\  Deutschund  British  Ost-Afrika  angetroffene  Art. 


puncUi- 
iisaima. 


3.  Gattung:  I*ard<»|>sis  Trim. 

Die  große  Eigentümlichkeiten  dieser  Gattung  wurden  von  den  älteren  Verfassern  bis  auf  Schatz  völlig 
übersehen.  Erst  der  hervorragende  englische  Lepidopterologc  R.  Trimex  hat  das  Verdienst ,  die  Unterschiede 
zwischen  Acraea  und  Pardopsis  klar  dargelegt  zu  haben.  Der  wichtigste  Unterschied  von  Acraea  liegt  darin, 
daß  die  Rippe  6  der  Vflgl  durch  eine  lange  und  sehr  schief  gestellte  obere  Discocellularrippe  vom  Stiele  der 
Rippen  7  bis  10  getrennt  ist  und  aus  demselben  Punkte  wie  die  Rippe  5  entspringt.  Eine  solche  Bildung  der  Mit- 
telzelle kommt  bei  keiner  anderen  NymphaUden-  oder  Acraeiden-Gattung  vor,  eriimert  aber  sehr  an  die  Mittel- 
zelle der  Lycaeniden-Gattung  PentUa,  unter  deren  Arten  einige  merkwürdigerweise  auch  in  Färbung  und  Zeich- 
nung sehr  an  Pardopsis  erinnern.  Eine  wirkliche  Verwandtschaft  der  beiden  Gattungen  scheint  aber  kaum 
denkbar  zu  sein  und  man  wäre  darum  versucht  die  Aehnliclikeiten  als  Nachahmung  zu  erklären.  Warum  aber  die 
nachgeahmte  Art  der  nachahmenden  in  der  Bildung  der  Mittelzelle  ähnlicher  sein  sollte  als  den  nächsten  Ver- 
wandten, i.st  eni  Problem,  das  bei  dem  jetzigen  Standpunkte  unserer  Kenntnisse  nicht  zu  erklären  ist.  Eltrixg- 
TTAM  scheint  geneigt  zu  sein,  die  Gattung  Pardopsis  von  den  Acraeiden  zu  entfernen  und  fiu-  sie  eine  besondere 
Familie  oder  Unterfamilie  der  Nymphaliden  aufzustellen.  So  lange  die  Entwicklungsstadien  noch  nicht  bekannt 
sind,  scheint  es  mir  am  besten  die  Gattung  Pardopsis  unter  die  Acraeiden  zu  stellen,  mit  denen  sie  durch  die  völ- 
lig geschlossenen  Mittelzellen,  die  Stellimg  der  Rippe  10  der  Vflgl,  die  Bildung  der  Vorderfüße  und  des  Hlbs 
übereinstimmt. 

P.  punctatissima  Bsd.  (53  a).  Beide  Flgl  ockergelb  oder  braungelb  mit  vollständig  (vergl.  S.  246) 
entwickelten  gerundeten  schwarzen  Wurzel-,  Mittel-,  Discal-,  Submarginal-  und  Saumpunkten  und  mit  einer 
schwarzen  Saumlinie,  welche  sich  an  der  Spitze  der  Vflgl  zu  einem  Spitzenfleck  ausdehnt.  Kapland  bis  Somali- 
Land,  Uganda  und  Abessinien;  Madagaskar. 


Ausgegä>en  7.  VI.  1913.       Urbeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Acraeiden. 


289 


Alphabetisches  Veizeichiiis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  bei  den  afrikanischen  Acraeiden  aufgeführten  Formen. 
*  bedeutet,    daß  die    Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


ahailiiiia  Acraea  Ribbe.  Iris  2   p.   182.   * 

alidcra  Acraea  Heic.    Exot.  Butt.  Acraea  t.  1.  * 

abriipta  Acraea  Grilnb.    Sitzb.  Xat.  Fr.  Kerl.  1910,  p.  lii:!.   * 

acara  Acraea  Hexe.    Exot.  Butt.  Acraea  t.  3.  * 

aeerata  Acraea  Heii:.   Ann.  Mag.  >.'at.  Hist.    (4)  13,  -p.  381. 

acontias  Acraea  Weshc.  in  Oates  Matabele  Land,  p.  34.5.  * 

acrita  Acraea  Heiv.    Exot.  Butt.  Acraea  t.  3.   * 

acritoides  Acraea  EUr.   Nov.  Zool.  18,  p.  153. 

acronyota  Acraea  WesUc.  in  Oates  Matabele  I^and,  p.  346.   * 

adinatba  Acraea  Hew.    Exot.  Butt.  Acraea  t.  3. 

adrasta  Plan.   Weym.    Stett.  Ent.  Zeit.  53,  p.  85. 

a(>i|iialis  Acraea  Rothsch.  &:  Jord.    Xov.  Zool.  12,  p.  184. 

acthinps  Acraea.    Rothsch.  et-  .Jord.    Xo%-.  Zool.  12,  p.  183. 

asranioe  Plan.  Heu-.    Exot.  Butt.  Acraea  t.  1.  * 

asrlaonice  Acraea  ^Vesilc.  in  Oates  Jlatabele  Land,  p.  346.  * 

alberta  Acraea.  EUr.    Xov.  Zool.  18,  p.  151. 

albifobir  Plan.  Karsch,  Ent.  Xachr.  21,  p.  280. 

albida  Acraea.  Auriv.  in  Seitz  Groifcchmett.  13,  p.  268. 

albiinaciihita  Xeave,  Xov.  Zool.  11.  p.  329. 

albotasciata  Acraea  Avrii:  in  Seitz  Großschni.  13,  p.  270. 

alboradiata  Acraea  Auriv.    Ehop.  Aethiop.,  p.  91. 

alhiiradiata  Acraea  Suff.   Iris  17,  p.  28. 

alcinoe  Plan.  Eeld.    Eeise  Xovara  Lep..  p.  368.  * 

ak'iopc  Acraea    Heic.    Exot.  Butt.  Acraea.  t.  1.  * 

ab-ippina  Acraea    Aurii:    Rhop.  Aethiop..  p.   111. 

alioia  Acraea   E.  Sharpc.  Ann.  Mag.  Xat.  Hi.«t.  (6)  5,  p.  442. 

altbol'l'i  Acraea    Deuitz,  Ent.  Xachr.  15,  p.  102.  * 

anihisriia  Acraea     Trim.    Proc.  Zool.  Soc.  1891,  p.  70.  * 

ainicitiae  Acraea  Heran.    Trans.  Zool.  Soc.  Lond.  19.  p.  148.  * 

anipliiprotea  Acraea  Bilr.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.    1874.  i>-  428. 

anacreon  Acraea  Trim.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868,  p.  77.  * 

anaoreoiitica  Acraea    Smith,  Xov.  Zool.  5  p.  352. 

aiiaeinia  Acraea  EUr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  179.  * 

aneniosa  Acraea  Heu-.    Exot.  Butt.  Acraea.  t.  3.  * 

anirolana  Acraea  Lathy.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1906,  yi.  3.  * 

aniriilata   Plan.  Suif.    Iris  17,  p.  38. 

an!rii-<lira>ciata  Plan.  Grimb.    Sitzb.  Ges.  Xat.  Fr.  Berl.  1910, 

p.     165. 
ansor^oi  Acraea  Smith.    Xov.  Zool.  5  p.  351. 
antinorii  Acraea    Oberth.    Ann.  Mus.  Genova  15,  p.  157. 
apt'cida  Acraea   Oberth.    Etudes  d'Ent..  17,  p.  23.  * 
aquilia  Acraea  Thuniu.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48.  p.  129.  * 
aqiiilina  Acraea   Strand.  Mitt.  Zool.  Mus.  Berlin  5,  p.  281. 
arabiea  Acraea  Elfr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.   173.  * 
arabica  Acraea    Rebel.    Denkschr.  Akad.  Wiss.  Wien  71 :  2, 

p.  58.  * 
arclii-iiK-ta  Acraea  Btlr.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  12,  p.  103. 
aroea  Acraea  Mab.    Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  8  Bull.,  p.  169. 
arenaria  Plan.  E.  Sharpe.  Entomolog.  35,  p.  135. 
arspntea  Acraea.  Eltr.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  283.  * 
artcinisa  Acraea  StoU.  Suppl.  Cramer,  p.  123.  * 
asb(doplintha  Acraea   Karsch,  Ent.  Xachr.  20,  p.  223. 
asorepiicia  Acraea    Strand,  Archiv  f.  Xaturg.  78  A:  1,  p.  81. 
aspina  Acraea    Heu:    Ent.  Monthl.  Mag.  14,  p.  52. 
astrisrera  Acraea  Btlr.   Proc.  Zool.  Soc.  1899,  p.  421.  * 
atersratis  Acraea  Wesiic.  in   Oates  Matabele  Land,  p.   342.    * 
atolinis  Acraea    Westw.  in  Oates  Matabele  Land,  p.  343.  * 
aubyni  Acraea  EUr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  304.  * 
atireola  Acraea  EUr.    Xov.  Zool.  18,  p.  149. 
aurivlllii  Acraea    .^•'taud.   Iris  9.  p.  209.  * 
axina  Acraea  Wesiu-.  in  Oates  Matabele  Land  p.  344.  * 

bakossiia  Acraea  Strand.    Archiv  f.  Xaturg.  77:   1:  4.  p.  114. 

balina  Acraea    Karsch.  Ent.  Xachr.  18.  p.  170. 

banka  Acraea  EUr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912.  p.  226. 

barberi  Acraea  Trim.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.    1881,  p.  433. 

baxteri  Acraea   E.  Sharpe.    Entomolog.  35,  p.  40. 

bella  Acraea  Weym.    Ent.  Zeitschr.   15.  p.  61. 

bellona  Acraea    Weym.    Deutsch.  Ent.  Zeitschr.  1908,  p.  728. 

beni  Acraea  Baker,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1908,  p.  110. 

XIIT 


biraea  Acraea    Suff.    Iris  17,  p.  33. 

boinba  Acraea   Smith.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  128. 

bonasia  Acraea  F.    Syst.  Ent.,  p.  464. 

boseae  Acraea  Saalm.    Ber.  Senckenb.  Ges.  1879—80,  p.  259. 

braesia  Acraea    Oodm.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.    1885,  p.  538. 

brahinsi  Acraea  Suff.   Iris  17,  p.  15.  * 

brimnea  Acraea  EUr.    Xov.  Zool.  18.  p.  151. 

bukoba  Acraea  EUr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1911,  p.  12.  * 

bukoba  Acraea  Weym.    Iris  16,  p.  225.  * 

biirni  Acraea  Btlr.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  18,  p.  467. 

biischbecki  Acraea  Dew.    Ent.  Xachr.  15,  p.  102.  * 

biitleri  Acraea  .4i(rir.    Rhop.  Aethiop.,  p.  115. 

büttneri  Acraea  Royenh.    Ann.  Mus.  Wien  4,  p.  553.  * 

buxtoiii  Acraea  Btlr.   Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (4)  16,  p.  395. 

eabira  Acraea  Hopff.  Monatsb.  Akad.  Wiss.  Berl.  1S55,  p.  640. 

cabiroides  Acraea  PouH.   Trans.  Ent.  Soc  .  Lond.  1908,  p.  529. 

caecilia  Acraea  F.    Spec.  Ins.  2.  p.  34. 

caffra  Acraea  Feld.   Reise  Xovara  Lep.,  p.  369.  * 

caldareiia  Acraea  Heic.    Ent.  Monthl.  Mag.  14.  p.  52. 

calida  Acraea  Bilr.    Ann.  ijag.  Xat.  Hist.    (5)  2,  p.  288. 

cainaena  Acraea  Drury,  111.  Exot.  Ins.  2,  p.  12.  * 

caiiierunica  Plan.  .4«rir.    Ent.  Tidskr.  14,  p.  285.  * 

Candida  Acraea  EUr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.    1912,  p.  173. 

eaoncius  Acraea  Suff.    Iris  17,  p.  27. 

oainientis  Acraea  Doubl.  &:  Heu-.    Gen.  Diurn.  Lep..  p.  140.  * 

castaiiea  Acraea  EUr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.    1912,  p.  329.  * 

catori  Acraea  Baker.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (7)  14,  p.  223. 

eepheiis  Acraea  L.    Syst.  Xat.    Ed.  10,  p.  487. 

cerasa  Acraea  Heu-.    Exot.  Butt.  Acraea.    t.  2.  * 

cerita  Acraea  E.  Sharpe,  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (7)  18,  p.  75. 

chaeribula  Acraea  Oberth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  19.  * 

ohaeribiilula  Acraea  Strand,  Mitt.  Zool.  Mus.  Berlin  5,  p.  281. 

chanibezi  Acraea  Xeave,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1910:  1,  p.  21.* 

chilo  Acraea  Godm.    Proc.  Zool.  Soc.  1880,  p.  184.  * 

cinerea  Acraea  .Ware,  Xov.  Zool.  11,  p.  325.  * 

circeis  Acraea  Drury,  111.  Exot.  Ins.  3,  p.  24.  * 

clarei  Acraea  Xeave.   Xov.  Zool.  11,  p.  327.  "'' 

confhiens  Acraea  Suff.    Iris  17,  ji.  33. 

contusa  Acraea  Royenh.  in  Baumann:  L'sambara,  p.  326. 

coujuncta  Acraea  Blachier.  Bull.  Soc.  Lepid.  Geneve  2,  p.  176.* 

conjuncta  Acraea  Smith,  Xov.  Zool.  5,  p.  351. 

connexa  Acraea   Thurau,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  304. 

conradti  Acraea  Oberth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  22.  * 

coiisaiiffuinea  Plan.  Auriv.    Ent.  Tidskr.  14,  p.  282.  * 

contraria  Acraea  Griinb.    Soc.  Ent.  24,  p.  145. 

contraria  Acraea  Strand,  Archiv  f.  Xaturg.  78  A:  1,  p.  81. 

crelacea  Acraea  EUr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  325. 

crystallina  Acraea  Smith.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  5,  p.  167. 

ciiVa  Acraea  Smith,  Aim.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  3,  p.  126. 

cynlhius  Acraea  Drury,  111.  Exot.  Ins.  3,  p.  52.  * 

daira  Acraea  Godm.  &  Salv.  Proc.  Zool. Soc.  Lond.  1884,  p.  221.* 
daniniii  Acraea  Vollenh.  in  Pollen  and  Van  Dam  Faune  Mad. 

5  Ins.  p.  12.  * 
decora  Acraea  Weym.    Ent.  Zeitschr.  15,  p.  62. 
defasciata  Acraea  Suff.  Iris  17,  p.  29. 

depunctella  Acraea  Strand.  Int.  Ent.  Zeitschr.  4,  p.  226. 
derubescens  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  284.  * 
deteeta  Acraea  Xeave.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910:  1,  p.  24.  * 
fleivitzi  Acraea  Auriv.    Ent.  Tidskr.  25.  p.  94. 
dewitzi  Plan.  Stgr.    Iris  9,  p.  209.  * 
diarina  Acraea  Suff.  Iris  17,  p.  31. 
dioareues  Acraea  Suff.    Iris  17,  p.  14. 

discosuttata  Acraea  Siraml,  Ajchiv  f.  Xaturg.    75:  1,  p.  376. 
disjuncta  Acraea  Smith,  Xov.  Zool.  5,  p.  351. 
dorotheae  Acraea  E.  Sharpe,  Entomolog.  35,  p.  135. 
doubledayi  Acraea  Guer.  in  Lefeb.  Voy.  Abyss.  6,  p.  378.  * 
drucei  Acraea  Eltr.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  254. 
dubiosa  Acraea  Suff.    Iris  17,  p.  20. 

37 


290 


Urbeschreibungs-Nachweis  dei"  afrikanischen  Acraeiden. 


eerinii  Acraea  Cr.    Pap.  Exot.  1,  |).  04.  * 

psiiiopsis  Arra<>a  Auriv.    Rhop.  Aethiop.    p.  93. 

eliaiia  A<raea  Strand,  Archiv  f.  Naturgesch.  77:  1:  4,  p.  87. 

ella  Aciaoa  Kllr.    Nov.  Zool.  18,  p.  1.51. 

clonsata  Plan.   Btlr.    Cist.  FCnt.  1,  p.  212. 

ciniiii  Acraea  Weym.   Iris  10,  i>.  221.  * 

eiu-edon  Acraea  f..    Svst.  Xat.  KJ.  10,  p.  488. 

»■iifalis  l'lau.  Jord.    Nov.  Zool.  17,  p.  402. 

fiilclibia  Acraea  Kllr.  Trans.  Ent.  Soc.  Loud.   lOll.  p.  12.  * 

epaea  Plan.  Cr.    Pap.  Exot.  3,  p.  04.  * 

epidica  Acr;u-a  Obcrth.    Etiidos  d'Ent.   17,  p.  18.  * 

epiproica  Plan,   litlr.    Cist.  Ent.  1.  p.  210. 

i'pilclliis  Plan.  Sf<jr.    Iris  9,  p.  207. 

iM|iiatorialis  Acraea  .Veai'C.    Nov.  Zool.  11.  p.  327. 

erlli  Acraea  Atirh:    Ent.  Tidskr.  25,  p.  94.  * 

csfhria  Acraea  Hcw.    Exot.  Butt.  Acraea,  t.  2.  * 

ouspilia  Acraea  Kar.^ch,  Berl.  Eni.  Zeitschr.,  38.  j).  196. 

(Miiiielis  Plan.  .Tord.    Nov.  Zool.  17,  j).  462, 

exalbpsci'iis  Acraea  Eltr.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912.  p.  283. 

exi'flsior  Ac  raea  E.  Sharpc,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  192* 

excpiltrica  Acraea   TJiKraii,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48.  p.  304. 

excisa  Plan.  Btlr.   Cist.  Ent.  1,  p.  212. 


tallax  Acraea  Rogenh.   Ann.  Mus.  Wien.  0.  p.  4.">9.  * 
Taschita  Plan.  Auriv.  in  Seitz  Großschni.  13,  p.  241. 
flavcsceiis  Acraea  Blachier,  Bull.  Soc.  Lepid.  Geneve,  2, 
flavesccns  Acraea  Oberlh.    Etudes  d'Ent.   17,  [>.  26,  * 
rorniosa  Plan,   Btlr.    (Ust.  Ent.   1,  p,  213. 
Iiirinix  A<raea  Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (5)  4  p.  230, 
füllohorni  A<raea    Thurau,  Berl.  Ent.   Zeitschr.  48,  p. 
riilTcsceiis  Acraea  Oberth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  26.  * 
rinnidu  Acraea  Hltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p. 
fiiniida  Acraea  Mab.   Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  23  Bull.,  p 
liiniiisa  Acraea  ,4i(rir.  in  Seitz  Großschni.  13,  p.  258. 


p.  175* 


133. 

325. 
106. 


kataiia  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912.  p.  228. 
kenia  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1911,  p.  13.  * 
kiviiaiia  Plan.  Jord.  Nov.  Zool.   17,   p.    462. 
kraka  Acraea  Auriv.    Ent.  Tidskr.  14,  p,  272,  * 

lai'tea  Acraea  Xeave.    Proc,  Zool,  Soc.  Lond.  1910,  1,  p,  20. 
hu'linniculata  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  j),  271, 
laniltornl  Acra»»a  Eltr.    Trans,  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  \>.  63. 
latefasciata  Plan.  Suij.  Iris  17,  j).  37. 
latifasclata   Acraea  Grüitb.   Sitzb.    Ges.   Nat.   Fr.   Berl.    1910, 

p.  101, 
latifasi-iuta  Plan.  E.  Sharpe.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p; 

635.* 
leona  Acraea  .s7oi(f/.  Iris  9,  p.  199. 
leopoldiiia  Plan.    .4i(rir.    Ent.  Tidskr.  16,  p.  112. 
lepiis  Pl.iii.  ./ord.   Nov.  Zool.  17,  p.  463. 
lencd^rapha  Acraea  Ribbe.  Iris  2,  p,  ISl,  * 
l('ucopvs:a  Acraea  Aurir.   Ent.  Tidskr.  25.  p.  92.  * 
IIa  Acraea  Mab.  Bull.  Soc.  Philoin.  Paris  (7)  3,  p.  132. 
liacpa  Acraea  Suff.  Iris  17,  p,  29, 

Ihnonata  .\craea  Eltr.   Trans,  Ent,  Soc,  Lond,  1912,  p,  295. 
lindica  Acraea  Strand.  Mitt.  Zool.  Mus.  Wien  5,  p,  282. 
littoralis  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912.  p.  149. 
lobemba  Acraea  Eltr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p,  99, 
lofua  Acraea  Eltr.    Nov.  Zool.  18,  p.  150. 

lualabae  Acraea  Xeaue.   Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  lülii:  1,  p,  18.  * 
liiniiri  Acraea  Baker.  Ann,  Mag.  Nat.  Mist.  (8)  2,  j),  471, 
luslella  Plan,  Suff.  Iris  17,  p,  462. 

lutealba  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1902,  ji.  320. 
Iiitosa  Plan.   Suff.   Iris   17.  p.   36. 
lycla  Acraea  F.   .Syst.  Ent..  p.  464. 
lycoa  Acraea  God.    Enc.  Meth.  Iris.  9.  p.  239. 
lycoides  Acraea  Bsd.  Spec.  Gen.  1,  t.  11.  * 
lyariis  Acraea  Bruce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  408. 


^elonica  Acraea  Rothsch.  &  Jord.   Nov.  Zool.  12.  p.  183. 
eoetzl  Acraea  Thurau.    Berl.  Ent.  Zeitschr.  48.  p.  132.  * 
sracllls  Acraea  Wichgr.    Berl.   Ent.  Zeitschr.  53,  p.  243.  * 
grosveiiori  Acraea  Eltr.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912.  p.  276.  * 
Kiilllenu>i  Acraea  Oberth.  Etudes  d'Ent.  17,  p.  19.  * 

Inilali  Acraea  Marxh.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1896,  p.  555. 
harri>()ni  Acraea  E.  Sharpe,  Entomolog.  37,  p.  132. 
helvunaciilata   Acraea   Eltr.     Trans.    Ent.    Soc.    Lond.    1912, 

p.  255. 
lie«l(Mini  Plan,  .luriv.    Rhop.  Aethiop..  p.  122. 
liiM'liiM'li  A<raea  Holt.    Proc.  \J .  S.  Nat.  Mus.  18,  p,  746, 
hiiniochroa  Plan,    Rothsch.  et;  Jord.    Nov,  Zool,  12.  p,  185, 
horla  Ai  laea  E.    Mus,  Lud,  Ulr,,  ]).  234, 
hiiva  Acraea  Bsd.    Faune  Mad.,  p.  29.  * 

Imniilis  Acraea  E.  Sharpe.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (0)  19,  p.  582. 
Iiypatla  Acraea  Druri/  111.  Exot.  Ins.  3.  p.  15.  * 
hypiilpiica  -Vcraea  Trim.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  2.  * 

Igati  Acraea  B.<id.    Faune  Mad..  p.  29.  * 

isrola  .Vcraea  Trim.  South  .Vir.  Hutterfl.  3,  p,  379. 

iiianreal«  .Vcraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  330.  * 

iinlcnlala  Plan.   Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (0)  16,  p.  416. 

iiidnna  Acraea  Trim.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1895,  p.  184.  * 

inliuscala  Acraea  Staud.    Exot.  Schniett.  1,  p,  83, 

insiirnls  Acraea  Disl.    Proc,  Zool,  Soc,  Lond.  1880,  p.  184.  * 

iiisiilaris  Acraea  E.  Sharpe.   Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p,  555, 

iiisiilaris  Plan,  Auriv.    Ann,  .Mus,  Genov.  44,  p,  518, 

inlerjccta  Acraea  Eltr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  329. 

internu-dia  Acraea  Wichgr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  53,  p.  241.  * 

intermedia  Plan.  Auriv.  Rhop.  Aethiop..  p.  120. 

inlennediana  Acraea  Strand.  'SlHi.  Zoid.  Mus.  Berl.  5,  p.  283.  * 

internipta  .Vcraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912.  p.  320. 

inlernipta  .Vcraea  Thurau,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  303. 

Interriiptella  Acraea  Strand,  Iris  22,  p,   100, 

ilunibana  Plan,  Jord.    Nov,  Zool,  17,  p,  463. 

iliiriria   Vcraea  Smith  Proc.  Zool.  Soc.  1890,  p,  465, 

jacksoiil  Acraea  E.  Sharpe.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  335. 

jalenia  Acraea  God.  Enc.  Meth.  Ins.  9,  p.  234. 

janisca  Acraea  God.    Enc.  Meth.  Ins.  9,  p.  233. 

.jodnfta  Acraea  F.  Ent.  syst.  3:  1,  p.  175. 

jidinsloiii  Acraea  G-'orfoi.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  5377 

jinutdi  Acraea  ObcrWi,  Lepid,  comp.  5:  1,  p.  324.  * 

kaffana  Acraea  Rothsch.  Nov.  Zool.  9,  p.  595. 
kakana  .Vcraea  Eltr.    Nov.  Zool.  18,  p,  150, 
karschi  Acraea  Auriv.  Rhop,  Aethiop,  p,  106.  * 


macaria  Plan.  F.   Ent.  Syst.  3:  1,  p.  174. 

maearina  Acraea  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1868,  p,  221,  * 

niacarioides  Plan,  Auriv.  Ent,  Tidskr,  14,  p,  284. 

niacari>ta  Plan.  E.  Sharpe.  Ann.  .Mag.  Nat.  Hist.  (7)  18,  p.  76. 

inache(|iU'ua  Acraea  Smith.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  9,  p.  62. 

macrostlclia  Plan.  Baker.  Ann.  Mag.Nat.  Ilist.  (8)  2,  p.  472. 

inaciiliventris  Acraea  Smith  &•  Kirby.  Rhop.   Exot.   Acraea, 

p.  l(i.  * 
niahela  Acraea  Bsd.  Faune  Mad.  p.  31.  * 
niairessei  Acraea  Auriv.    Ent.  Tidskr.  25,  p.  93.  * 
nianaiidaza  A'-raea  Ward.  Afr.  Lep.  ]>.  9.  * 
mauca  Acraea   Thurau.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  305. 
manjaea  Acraea  Bsd.  Faune  Mad.  p.  33.  * 
niansya  .\craea  Eltr.    Nov.  Zool.  18,  i).  153. 
niaraiix'lra  Acraea  Ward.  Ent  Monthl.  Mag.  9,  p.  2. 
marniiirata  Acraea  Smith  &•  Kirby,  Rhop.  Exot.  Acraea,  p.  9.  * 
marnois  Acraea   Rogenh.    Ann.  Mus.   Wien   4.  p.  552.  * 
niasaniba  A-raea  Ward.  Ent.  Monthl.  Mag.  9  p.  3. 
Uiasaris  Acraea  Oberth.  Etudes  d  Ent.  17.  p.  27.  * 
medea  Acraea  Cr.  l'ap.  Exot.  1,  p.  128.  * 
media  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1911,  p.  12. 
melaliia  Acraea  Eltr.  Nov.  Zool.  18,  \i.   152. 
niplanoxanfha  Acraea  E.  Sharpe,  Proc.  Zool.  .Soc  Lond.  1891, 

p.  193.  * 
nu'las  Acraea  Oberth.  Etudes  d'Ent.  17,  p.  2  t.  * 
nn-lina  Plan.   Thurau.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p,  135, 
nieiiippe  .V'-raea  Drury,  III,  Exot,  Ins,  3,  p,  16,  * 
niernana  Plan.  Rogenh.  Ann.  Mus.  Wien.  0.  |>.  458. 
nu'taprotea  Acraea  Btlr.  ('ist.  Ent.  1,  p.  211. 
nihondana  Acraea  .S'i<//.  Iris  17,  p.  20. 

lllinia  Acraea  Xeave,  Proc.  Zool.  Soc.  Loml.  1910:   1,  p.  22.  * 
luirabilis  Acraea  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  I^>nd.  1885,  |>.  760.  * 
iiilrifica  Acraea  l.alhy,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   1906,  p.  2.  * 
inodesta  Acraea  .*<*(.//.    Iris  17,  p.  28. 
niofiirsa   Plan.  Suff.  Iris  17,  p.  37. 

mninbasae  Acraea  Smith.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  127. 
inontana  Plan.  Btlr.    Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  91. 
Ilionteironls  Acraea  Btlr.  Cist.  Ent.  1.  p.  211. 
niüsana  A<iaea  Suff,  Iris  17,  p.  20. 

msaiuwiae  Acraea  Strand,  Mitt.  Zool.  Mus.  Berlin  5,  p.  282. 
mutata  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  320. 

nandensis  Acraea  E.  Sharpe,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (1 )  3,  p.  244. 

nataleiisis  Acraea  Stand.  Iris  9.  p.  206. 

natalu-a  Acraea  Bsd.   Voy.  Deleg,  2,  p,  590, 

nocoda  Acraea  Hew.    I'.xot,  Butt,  Acraea,  t,  2.  * 

nelsoni  Plan.  Smith  <t-  Kirby.  Rhoi).  Exot.  Acraea,  p,  10,  * 

neobule  'Acraea  Doubl,  et  Heie.  Gen.  Diurn.  Lei).,  t.  19.  * 


Uibeschreibungs-Nachweis  der  afrikanischen  Acraeiden. 


291 


iieluska  Acraea  Oherth.  Etudes  d'Ent.  3.  p.  25.  * 

iiero  Acraea  Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  12,  ii.  102. 

iientoni  Acraea  E.  Sharpe,  Proc.  Zool.  Soc.  1893,  p.  .ö54. 

iiiii  Acraea  Siraiid,  lut.  Ent.  Zeitschr.  4,  p.  220. 

niceera  Plan.  Suff.    Iris  17,  p.  38. 

nidaiiiii  Acraea  Suff.  Iris   17,  p.   19. 

iiiffrosreiis  Acraea  Eltr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  114. 

iiiüniapicalis  Acraea  Auriv.   Ent.  Tidskr.  14,  p.  275. 

iiiiiii|iii  Acraea  Suff.   Iris   17,  p.  32. 

iiiiihe  Acraea  E.  Sharpe,  Proc.  Zool.  Soc.  1S93,  p.  554. 

iioliara  Acraea  B.'id.  Voy.  Beleg.  2,  p.  590. 

uubilata  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  334. 

nyassicola  Acraea  Strand,  Mitt.  Zool.  Mus.  Wien  5,  p.  282. 

ohoira  Airaea  Hew.   Proc.  Zool.  Soc.  1863,  p.  05. 

obcrtliiiri  Acraea  Btlr.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.   (6)   1(5,  )>.  271. 

ol>li<|Ua  Plan.  Auriv.  in  Seitz  Großschm.  13,  p.  243. 

ohsfura  Acraea  Suff.  Iris  17,  p.  28. 

ochrascens  Acraea  E.  Sharpe,  Entomolog.  35,  p.  41. 

oohreata  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  254. 

oohreata  Acraea  Grünb.   Sitzb.  Nat.   Fr.   Berl.   1910,   ]>.   470. 

oetohalia  Acraea  Karsch,  Ent.  Nachr.  20,  jj.  222. 

onirora  Acraea  Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  1894,  p.  24  note. 

oncaea  Acraea  Hopff.   ^lonatsb.  Akad.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  040. 

oiicrata  Acraea  Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  1891,  p.  67.  * 

(ippidia  Acraea  Heic.  Ent.  Monthl.  Mag.  11,  p.  131. 

oreas  Acraea  E.  Sharpe,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  193.  * 

orestia  Acraea  Hew.  Ent.  Monthl.  ilag.  11,  p.  131. 

orioiitis  Acraea  Auriv.    Ent.  Tidskr.  25,  p.  94. 

oriiia  Acraea  Hcu\  Ent.  Monthl.  Mag.  11,  p.  130. 

oriiiata  Acraea  Oherth.  Etudes  d'Ent.  17,  p.  22. 

oriiicta  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  265. 

oscari  Acraea  Rothsch.  Nov.  Zool.  9,  p.  595. 

|ialli<li>picta  Acraea  Strand,  Int.  Ent.  Zeitschr.  4,  ]>.  220. 

paiK-alis  Plan.  Jord.  Nov.  Zool.  17,  p.  462. 

parau'oa  Plan.  Smith,  Nov.  Zool.  7,  p.  547. 

parrha^ia  Acraea  F.  Ent.  Syst.  3:  1,  p.  175. 

parrhoppidia  Acraea  Staud.    Iris  9,  p.  201. 

paiipcrala  Acraea  Tliurau,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  ]>.  129. 

pelasaiiis  A<raea  S))iiih,  Nov.  Zool.  7,  p.  545. 

pplopria  Acraea  Staud.   Iris  9,  p.   192. 

poiieh'os  Acraea  Ward,  Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.  60. 

pciiella  Acraea  Eltr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  283.  * 

penelopc  Acraea  Staud.  Iris  9,  p.  195. 

pentapolis  Acraea  Ward,  Ent.  Monthl.  ^lag.  8,  p.  60. 

porciiiia  Acraea  Doubl.  <t-  Heiv.  Gen.  Diurn.  Lep.  t.  19.  * 

periphanes  Aciaea,  Oherth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  20.  * 

petraca  Acraea  Bsd.  Voy.  Beleg.  2,  p.  589. 

petrina  Acraea  Suff.  Iris  17,  p.  25. 

pharsaloides  Acraea  Holt.   Entoniolog.  25.   Suppl.  p.  89. 

phai'sahis  Acraea  Ward,  Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.  81. 

plca  Airaea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  320. 

plagioscia  Plan.  Baker,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  2,  p,  471. 

poffgei  Plan.  Dew.  Nov.  Acta  Acad.  Nat.  Oui'.    11:  2  Nr.  2, 

]..  18.  * 
praopoiiina  Acraea  Staud.  Iris  9,  p.  202. 
prott'a  Acraea  Trim.  Rliop.  Afr.  Austr.,  p.  110. 
psetidafohnis  Acraea  £'Z/r.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  ]>.  130.* 
pseudcgiiia  Acraea  Westw.   Gen.  Biurn.  Lep.  p.  531. 
pseudepaea  Acraea  Dudfj.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  1909,  p.  53. 
pseudeiiryta  Plan.  Godm.  <t-  Salv.  Story  of  the  rear  col.  p.  429. 
pseiidolycia  Acraea  Btlr.  Cist.  Ent.  1,  p.  213. 
pseiidoprotea  Acraea  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  428. 
pudora  Acraea  Auriv.  in  Sjöst.   Kilinianj.  Exped.   Lep.  p.  4. 
piidorella  Acraea  Auriv.  Rhop.  Aethiop.  p.  99. 
piidiirina  Acraea  Staud.    Exot.  Schmett.  1,  p.  84.  * 
pulhila    Acraea   (irii)ib.    Wiss.    Ergebn.    Beutsch.    Centr.    Afr. 

Exped.  3.  |).  516. 
punctalissinia  Pard.  Bsd.   Faune  Mad.  p.  31.  * 
pinu'tellata  Acraea  Eltr.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  131.  * 

quadrioolor  Plan.  Roc/enh.  Ann.  Mus.  Wien.  0,  p.  458.  * 
quirina  Acraea  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  36. 
([iiirinalis  Acraea  Smith,  Nov.  Zool.  7,  p.  544. 

rabliaiae  Acraea  Ward,  Ent.  Monthl.  Mag.  10,  p.  152. 

ralunna  Plan.  Suff.    Iris  17,  p.  38. 

radians  Acraea  Auriv.  in   Seitz   Großschm.   13,  ]>.  251. 

nidiata  Acraea  Auriv.    Archiv  f.  Zool.  2:  12,  p.  4. 

radiata    Acraea   Guen.    in    Vinson   Voy.    Madag.    Annexe   F., 

p.  35,  note  8. 
rahira  Acraea  Bsd.   Faune  Jlad.  p.  33.  * 


rakeli  Acraea  Bsd.  Faune  IMad.  p.  32.  *. 

ranavalona  Acraea  B.'id.    Faune  Mad.  p.  30.  * 

rangatana  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  247.  * 

recaldaua  Acraea  Suff.    Iris  17,  p.  27. 

regalis  Acraea  Oherth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  20.  * 

reversa  Acraea  Eltr.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  296. 

rhodesiana  Acraea  Wichgr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  53,  p.  240.  * 

rhodina  Acraea  Rothsch.  Nov.  Zool.  9,  p.  595. 

rhodiiia  Acraea  Rothscli.  &■  Jord.    Nov.  Zool.  12.  p.  184. 

rogersi  Acraea  Hete.  Ent.  Monthl.  Mag.  10,  p.  57. 

roiilfsi  Acraea  Suff.    Iris  17.  p.  124.  * 

rosa  Acraea  Eltr.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  60. 

rougeti  Acraea  Guer.    in  Lefeb.  Voy.  Abyss.  (i,  p.  368.  * 

rowena  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  229. 

ruaudae  Acraea  Grünb.    Wiss.  Ergebn.  Deutsch.   Zentr.  Afr. 

Exped.  3,  p.  516.  * 
nibesoens  Acraea  Trim.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1908,  p.  547. 
rubra  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  295.  * 
rubrofaseiata  Acraea  Auriv.  Ent.  Tidskr.  16,  p.  111. 
rupicohi  Acraea  .4.  SchuUze,  Ent.  Rundschau  29,  p.  92. 

safie  Acraea  Feld.    Reise  Navara  Lep.  p.  370. 

salanibo  Acraea  Smith,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5.)  19,  p.  02. 

sahispha  Acraea  Suff.  Iris  17,  p.  34. 

sanibavae  Acraea  Ward.    Ent.  Monthl.  Mag.  10,  p.  59. 

sartiiia  Plan.  .Jord.    Nov.  Zool.  17,  p.  462. 

satis  Acraea  Word.    Ent.  Monthl.  Mag.  8,  p.  35. 

soalivittata  Plan.   Btlr.    Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  18,  p.  159. 

st'hecana  Acraea  Rothsch.  et-  .Jord.    Nov.  Zool.  12,  p.  184. 

sohiibotzi   Plan.   Griinh.    Wiss.    Ergebn.   Beutsch.    Zentr.   Afr. 

Exped.  3,  p.  519, 
seis  Acraea  Feisth.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (2)  8,  p.  247. 
seinialbescens  Acraea  Oherth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  26.  * 
seinlfiilvescens  Acraea  Olterth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  26.  * 
seniipiuietelhi  Acraea  Strand,  Int.  Ent.  Zeitschr.  4,  ]).  226. 
scinivitrea  Acraea  Auriv.    Ent.  Tidskr.  10,  p.  111. 
sepia  Acraea  Eltr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  272. 
sprvona  Acraea  God.    Enc.  Meth.  Ins.  9,  p.  239. 
sganzini  Acraea  Bsd.  Faune  Mad.  p.  34.  * 
siabona  Acraea  Suff.    Iris  17,  p.  32. 

sidaniona  Acraea  Rothscli.  et-  .Jord.    Nov.  Zool.  12,  p.  179. 
siaiiina  Acraea  Suff.  Iris.   17,  p.  19. 

silaeea  Acraea  Ellr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  320. 
silia  Acraea  Mal,.    Hist.  Mad.  Lep.  1,  p.  105.  * 
sokotrana  Acraea  Rcbel,  Denkschr.  Akad.  Wiss.  Wien  71  :  2,  p. 

58. 
sotikeiisis   Acraea   E.   Sharpe.    Proc.    Zool.    Soc.    Lond.    1891. 

p.  034.  * 
speoiosa  Acraea  Wichgr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  53,  p.  245.  * 
stavelia  Plan.  Suff.  Iris  17,  p.  39. 

stenobea  Acraea  Wallengr.    Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  35. 
strattipoeles  Acraea  Oherth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  18.  * 
siibfiilva  Acraea  Eltr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912.  p.  329. 
subochreata  Acraea  Grünb.  Sitzb.   Ges.  Nat.  Fr.  Berl.   1910, 

p.  164. 
siibserena  Acraea  Smith,  Nov.  Zool.  7,  p.  544. 
subsquaniia  Acraea  Thurau,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  48,  p.  135. 
sucepha  Acraea  Suff.  Iris  17,  p.  25. 

siiffiisa   Acraea   Eltr.   Trans.   Ent.    Soc.   Lond.   1912,   p.   320. 
sulphureseer.s  Acraea  Auriv.  in  Seitz  Großschmett.  13,  p.  254. 
supponina  Acraea  Staud.    Iris  9,  p.  204. 
sykesi  Acraea  E.  Sharpe,  Entomolog.  35,  p.  279. 

taborana  Acraea  Sulf.   Iris  17,  p.  26. 

tella  Acraea  Eltr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  326. 

telloides  Acraea  Eltr.   Trans.   Ent.   Soc.   Lond.   1912,   p.   254. 

tellus  Plan.  Auriv.    Ent.  Tidskr.  14,  p.  280.  * 

tcnebrosa  Acraea  Eltr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  296. 

tenelhi  Acraea  Rogenh.  Ann.  Mus.  Wien  6,  p.  457.  * 

tenelloides  Acraea  Poult.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1908,  p.  531. 

terpsiohore  Acraea  L.  Syst.  Nat.  Ed.  10,  p.  466. 

thelestis  Acraea  Oherth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  17.  * 

thosprio  Acraea  OlM'rth.    Etudes  d'Ent.  17,  p.  21.  * 

tirika  Acraea  Eltr.    Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1911,  p.  13.  * 

toka  Acraea  Strand,  Archiv  f.  Naturg.  77:  1:4,  p.  87. 

toruiia  Acraea  Smith,  Nov.  Zool.  7,  p.  546. 

transienda  Acraea  Strand,  Int.   Ent.   Zeitschr.  4,  p.  226. 

transita  Acraea  Eltr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  307. 

transhicida  Acraea  Eltr.   Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   1912,  p.  285.  * 

trimeui  Acraea  Auriv.    Rhop.  Aethiop.,  p.  91. 

tropicalis  Acraea  Blachier,  Bull.  Soc.  Lep.  Geneve  2,  p.  174.  * 

tiirna  Acraea  Mab.  Pet.  Nouv.  Ent,  2,  p.  158. 


292 


Urbeschreibungs-Xachweis  der  afrikanischen  Acraeiden. 


Qtipana  Acra*a  Strand.  Mitt.  Zool.  Mus.  Berl.  5  p.  279. 
Dmhra  Plan.  Drury.  Dl.  Exot.  Ins.  3,  p.  23.  * 
amhrata  Acraea  Suff.  Iris  17.  p.  30. 

umhrata  A  Ta^-a  Wichgr.    B«t1.  Ent.  Zt-itschr.  .S3.  p.  2i2.  * 
DDibrina  A'  ra»-a  Anriv.  in  Sjöst.  Kiliiwanj.  Exped.  L.ep..  p.  4. 
aniida  A'-rat-a  W'ir-hijr.    B*t1.  Ent.  Z«-itsohr.  53.  p.  246. 
unimarolata  A'Ta«-a  Smith.  Not.  Z<»1.  5.  p.  3-50. 
anipunrtpUa  Acraea  Strand.  Int.   Eni.  Z<eitsohr.  4.  p.  226. 
nninsen>is  Acraea  Strand.  Mitt.   Zool.   Mus.   Berl.   5,  p.  279. 
n>aramen<i>  Acraea  .s'frand.  Mitt.  Zool.  Mus.  Berl.  5.  p.  2S2. 
utensul?n»i»  Acraea    Thuraii.  Berl.  Ent.  Zeitsohr.  iS.  p.  130. 
DTui  Acraea  Smith.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  ö,  p.  16S. 

Tendita  Plan.  Grünb.   Sitzb.  Ges.  Xat.  Pr.  Berl.  1910,  p.  163.  * 
Tentura  .Vcraea  Heic.    Ent.  Monthl.  Mae.  14.  p.  51. 
Tentuiina  Acraea   Thurau    Bt-r!.  Ent.  Zeitschr.  48.  p.  303. 


Tesperali*  Acraea  Smith.  Fror.  Zool.  Soc.  Lond.  1S90.  p.  466. 

Te^tali«.  Plan.  Feld.  Reise  Xovara  Lep..  p.  369.  * 

Tinidja  Acraea  Heic.    Ent.  Monthl.  Mag.  11.  p.  130. 

riolamm  Acraea  Bsd.    Vov.  Deleg.  2.  p.  591. 

Titrea   Acraea  Eltr.  Trans.   Ent.   Soc.   Lond.   1912,  p.  284.   * 

TiTiana  Acraea  .<laud.  Iris  9.  p.  204. 

ruilloti  Acraea  Mab.  Ann.  So-.  Ent.  Fr.  (6)  8  BuU.,  p.  170. 

welwit>ehi   Acraea    Bogenh.   Verb.   zool.   bot.    Ges.   Wien   42. 

;..  573.  * 
wisginsi  Acraea  Xeare.  Xov.  Zool.  11.  p.  326.  * 

zambesina  Acraea  Aurir.    Archiv  f.  Zool.  5:  5,  p.  1. 

zete>  .\.  raea  L.  Syst.  Xat.  Ed.  Ifi.  p.  487. 

zitja  Acraea  Bsd.   Faune  Mad.  p.  32.  * 

zonata  Acraea  Heic.    Ent.  Montbl.  Mag.  14.  p.  154. 


FcTli<j(jcaicln  l'JU.  iiiis.iajcbeu  3.  II.  HJi!).     LIBYTHEA.     Von  Dr.  C.  AuKiviLLius.  21)3 


7.  Familie:  Erycinidae. 

In  Anbetracht  des  Bd.  1,  S.  251  Ausgeführten  ist  hier,  um  Unstimmigkeiten  mit  dem  früheren  Teil 
des  Werkes  zu  vermeiden,  die  E'nteilungsweise  des  Bd.  1  beibehalten,  obwohl  nach  Ansicht  des  Verfassers 
die  Libytlieiden  Familienrecht  besitzen  und  der  Name  Erycinidae  dem  Lemonüdae  weichen  muß.  Bei  Ver- 
einigung beider  Gruppen  zu  einer  Familien  hätte  der  ältere  ,,Libytheidae"  genau  genommen  als  ge- 
meinsam zu  gelten.  Ueber  die  Gruppe  in  andern  Faunengebieten  vgl.  Bd.  5,  S.  617 — -622  und  Bd.  9,  S.  767. 

A.    Unterfamilie :   Libytheini. 

Die  Libytheinen  bilden,  als  eigene  Familie  behandelt,  die  kleinste  Familie  der  Tagfalter  und  sie  um- 
fassen nur  eine  einzige  Gattung,  welche  jedoch  in  allen  Weltteilen  vertreten  ist. 

Mt  den  Danaididen,  Satyi'iden,  Nymphaliden  und  Acraeiden  haben  sie  die  verkümmerten  und  unbewaff- 
neten Vorderbeine  des  (^  gemeinsam,  ■Reichen  aber  durch  vollständig  entwickelte  Vorderbeine  des  $  ab. 
Dieselben  sind  zwar  etwas  kürzer  als  die  Mittel-  und  Hinterbeine  haben  aber  normal  gebaute  Füße  mit  zwei  End- 
klauen. Von  den  Lemoniiden,  welche  ähnlich  gebildete  Vorderbeine  haben  unterscheiden  sich  die  Libytheiden 
durch  die  gerade  hervorgestreckten,  sehr  langen  Palpen .  Dieselben  sind  mehrmals  so  lang  als  der  Kopf  und  sind 
an  und  für  sich  hiin-eichend  um  eine  hielier  gehörige  Forni  von  fast  allen  anderen  Tagfaltern  zu  unterscheiden. 
Ei  elliptisch,  flaschenförmig,  zweimal  so  lang  wie  breit,  gerippt,  mit  längsgerichteten  Streifen.  Rpn  schlank 
unbewaffnet,  fein  behaart,  fast  zylindrisch  mit  kleinem  gerundetem  Kopfe.  Pp  kurz,  wie  die  Nymphaliden- 
Puppcn  frei  am  Hinterende  aufgehängt. 

1.  Gattung:   Ijib.ythea  F. 

Der  Saum  der  Vflgl  ist  am  Ende  der  Rippe  5  eckig  ausgezogen  und  dahinter  mehr  oder  weniger  tief 
eingeschnitten.  Die  Rippe  6  aus  demselben  Punkte  wie  der  Stiel  der  Rippen  7 — 9;  die  Rippe  7  in  den  Saum; 
die  Rippen  10  und  11  frei  aus  dem  Vrd  der  Zelle.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  aus  demselben  Punkte 
(Hinterecke  der  Mittelzelle) ;  die  Präcostalrippe  ist  nach  außen  umgebogen  und  entspringt  gerade  aus  demPunkte, 
wo  sich  die  Rippe  8  von  der  Mittelzelle  trennt. 

Die  äthiopischen  Arten  gehören  einer  besonderen  Untergattung,  Dichora  Scudd.,  an,  welche  sichdurcii 
folgende  Merkmale  auzseichnet: 

Fühler  nüt  deutUch  abgesetzter  schlanker  Kolbe.  Palpen  kürzer  als  die  Hälfte  der  Fühler.  Hflgl  mit 
gleichförmig  gebogenem  (mcht  gelapptem)  Vrd  und  am  Ende  der  Rippe  2  kurz  geschwänzt;  ihr  Saum  gewellt. 

Die  hellen  Zeichiningen  der  Oberseite  sind  bei  allen  äthiopischen  Arten  fast  dieselben  und  bestehen  auf 
den  Vflgln  aus  einem  Längsstrich  und  einem  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  aus  5 — -6  Discalflecken  in  (1  b), 
2 — 6,  und  auf  den  Hflgln  aus  6  Discalflecken  in  2—7,  von  denen  die  der  Felder  2 — ö  in  einer  geraden  Querlinie 
stehen. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    der    Arten. 

I.  Die  Vflgl  mit  einem  deutlichen  Discalfleck  in  1  b.  Alle  Zeichnungen  der  Oberseite,  mit  Ausnahme  der  weißen 
Discalpunkte  in  4 — 6,  grau  oder  gelblichgrau  und  unscharf  begrenzt.  L.  labdaca. 

II.  Die  Vflgl  ohne  Discalfleck  in  1  b. 

a.  Die  Discalpunkte  in  4 — 6  der  Vflgl  weiß;   übrige  Flecke  der  Oberseite  klein  oder  undeutlich,  grau  oder 

gelbgrau.  L.  ancoata. 

ß.  Die  Zeichnmigen  der  Oberseite  scharf  begrenzt,  gelb  oder  rotgelb ;    die  Flecke  der  Felder  4 — 6  der  Vflgl 
jedoch  oft  weiß. 

*.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  einem  rotgelben  Längsstrich,   welcher   die  Spitze   der  Zelle  erreicht, 
oder  dort  von  einem  Fleck  begleitet  ist.     Die  Flecke  in  4^-6  der  Vflgl  weiß  oder  weißlich. 

._  L.  latus. 

**.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  ohne  Längsstrich,  nur  mit  einem  Querstrich  oder  Fleck  an  der  Spitze;  die 
Flecke  der  Felder  4—6  gelblich.  L.  cinyras. 

L.  labdaca  Ww.  (61  a)  ist  an  den  grauen  Zeichnungen  der  Oberseite  kenntlich ;  der  Längsstrich  in  labdaca. 
der  Älittelzelle  der  Vflgl  ist  oft  wenig  deutlich ;  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  treten  die  Flecke  schärfer  hervor 
und  die  Spitze  ist  bis  zu  den  Flecken  in  4 — 6  violettgrau  überzogen;  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  gewöhnlich 
violettgrau,  braun  und  weißlich  gewässert  mit  den  Flecken  der  Oberseite  scharf  hei-vortretend  und  weiß;  die 
hintere  Längshälfte  der  Zelle  und  der  Wurzelteil  der  Felder  1  c  und  2  sind  gewöhnlich  dunkler  als  die  übrige 
Fläche;  bisweilen  sind  die  Hflgl  unten  fast  eintönig  braungrau  ohne  helle  Flecke.  Kommt  in  ganz  West-Afrika 
von  Sierra  Leone  bis  Congo  und  Uganda  vor  und  soll  auch  in  Brit.  Ost-Afrika  bei  Kikuyu  beobachtet  sein. 

XIII  37  b 


204  LEMON[INA.E.     Von  Dr.  C.  Aürivilliüs. 

ancoata.  L.  ancoata  Smith  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  der  Fleck  im  Felde 

Ib  der  X'flgl  fehlt  und  daß  die  Mittclflecke  der  Oberseite  der  Vflgl  kleiner,  mehr  undeutlich  und  etwas  gelblicher 
sind;    die  Hflgl  sind  oben  fast  einfarbig;    Unterseite  wie  bei  labdnca.    Madagaskar,  an  der  Nord  Westküste. 

L.  laius  ist  kaum  mehr  als  der  südüche  und  östliche  Vertreter  von  labdaca  und  weicht  nur  durch  die 
laitia.  gelbe  oder  rotgelbe  Farbe  der  Flecke  der  Oberseite  und  das  Fehlen  des  Flecks  in  1  b  der  Vflgl  ab.  —  laius 
Trim.  (61  a).  Der  Längsstrich  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  schmal  und  gewöhnlich  vom  Fleck  in  der  Zellen- 
spitze getrennt;  die  übrigen  Flecke  sind  klein  und  die  Discalflccke  in  2  und  3  der  Vflgl  Meiner  als  ihr  Abstand 
iaiandava.  vom  Saume.  Angola  bis  Natal  und  Deutsch -Ost- Afrika.  — tsiandava  Siiiith  hat  einen  bis  zur  Spitze  zusammen- 
hängenden Längsstrich  in  der  Mttelzelle  der  Vflgl  und  viel  grülkre  gelbe  Flecke;  che  Discalflccke  in  2  und  3 
der  Vflgl  sind  mehr  als  doppelt  so  lang  «ie  der  dunkle  Saiimteil  ihrer  Felder.  Nordwestküste  Madagaskars. 
—  Diese  Art  gehört  zu  denjenigen  Tagfaltern  Afrikas,  welche  sich  bisweilen  sehr  vermehren  und  große  Wande- 
rungen unternehmen.  Professor  Vosseler  berichtet  über  eine  solche  Wanderung  bei  Amani  in  Deutsch-Ost-Afrika 
folgendes:  ,,Am  11.  Mai  1904  morgens  gegen  8  Uhr  flatterten  in  unstetem  Fluge,  sich  immer  nahe  am  Boden 
haltend,  einzelne  Stücke  dieser  Art  zwischen  den  Dienstgebäuden  des  biologisch-landwirtschafthchen  Instituts 
Amani  durch.  An  der  Art  des  Fluges  und  ihrem  sonstigen  Verhalten  war  sofort  zu  erkennen,  daß  es  sich  nicht 
um  liebes-  und  honigdurstige  Blütenbummler  handelte,  sondern  daß  sie  von  irgend  welchen  Listinkten  getrieben 
einean  besonderen  Ziel  zustrebten.  Von  9  Uhr  an  erschienen  immer  größere  Mengen.  Sie  brachen  aus  dem 
Unterholz  des  Urwaldes  in  der  Tiefe  eines  direkt  bei  Amani  beginnenden  schluchtähnlichen  Tälchens,  etwa 
300  m  südlich  von  den  Gebäuden,  hervor,  folgten  in  zappelnder  Eile  dem  Talboden  bis  auf  die  Höhe,  überflogen 
diese  und  verschwanden  jenseits  im  Buschwerk  des  Dodwebachtals.  Der  ganze  Schwärm  zog  zwischen  dem 
Laboratorium  und  Bureau  durch.  An  Blüten  hielten  sich  die  Tiere  nicht  auf,  wohl  aber  setzten  sich  einzelne 
Exemplare  zu  kurzer  Rast  an  das  Mauerwerk  der  Häuser  oder  auf  den  Boden,  waren  aber  ungewöhnlich  scheu 
und  flüchtig.  Die  Flugrichtung  fast  genau  von  Süd  nach  Nord,  wurde  unentwegt  verfolgt,  auch  wenn  die  Tiere 
mit  dem  Netz  davon  abgebracht  worden  waren.  Wie  von  Feinden  gehetzt  stürzten  die  Schmetterlinge  aus  dem 
Busch  und  jagten  fluchtähnlich  den  gewälilten  Weg  entlang,  immer  in  unregelmäßigem  Zickzackfluge  scharf  über 
dem  Boden  hinhuschend  und  deshalb  sehr  schwer  zu  fangen,  sehr  selten  schwangen  sich  einzelne  Tiere  1 — 3  m 
hoch  in  die  Luft,  um  sich  schnell  wieder  nieder  zu  senken.  Gegen  Mittag  ließ  der  Zuzug  allmäldich  nach.  Am 
nächsten  Tag  erschienen  noch  wenige  Nachzügler.  Während  der  ganzen  Dauer  der  Erscheinung  herrschte 
schwacher  Nordwestwind,  der  schief  der  Flugrichtung  entgegenwehte.  Wie  A'iele  Tausende  während  der  Beob- 
achtungszeit wanderten,  läßt  sich  auch  nicht  annähernd  schätzen,  da  die  Tiere  nicht  wie  andere  Schmetterlinge 
in  dichtem  Schwärm  hoch  in  der  Luft  flogen,  sondern  immer  zwischen  den  Pflanzen  des  Versuchsgartens  hindurch 
strichen,  zudem  ihrer  dunkler  Färbung  wegen  sich  nur  wenig  vom  Boden  abhoben". 

cinyras.  L.  cinyras  T'rim.  (ti I  a)  «eicht  von  den  übrigen  Arten  dadurch  ab.  daß  der  Längsstrich  in  der  AOttelzelle  der 

Vflgl  feiilt  und  die  Subapicalflecke  der  Vflgl  gelb  statt  weiß  sind  und  einander  berüln-en,  eine  schmale  Subapical- 
binde  bildend;  die  Flecke  der  Hflgl  sind  groß  und  rotgelb.  Kam  früher  auf  Mauritius  A^or,  scheint  aber  jetzt 
völlig  ausgestorben  zu  sein.    Nur  ein  einziges  Stück  derselben  ist  noch  aufbewahrt. 

B.  Unterfamilie:   Lemotiiinae. 

Diese  Abteilung  bildet  ein  Zwischenglied  zwischen  den  Nymphaliden  und  den  Lycaeniden.  indem  die  Vor- 
derbeine der  (J(J  wie  bei  den  Nymphaliden  verkümmert  sind,  diejenigen  der  $$  aber  wie  bei  den  Lycaeniden 
vollständig  entwickelt.    Von  den  Libytheiden  weichen  sie  durch  die  stets  kurzen  aufgebogenen  Palpen  ab. 

Die  Lemoniinen  gehören  fast  aiisschließlich  den  Tropen  an.  Li  Europa  kommt  nur  eine  einzige  Art, 
die  bekannte  Nemeobius  lucina  vor  und  im  nearktischen  Gebiete  treten  sie  hauptsächlich  nur  in  den  südlichsten 
Teilen  des  Glebietes  auf.  Auch  in  Afrika  und  Süd-Asien  sind  die  Lemonüden  nur  durch  verhältnismäßig  wenige 
Formen  vertreten.  Süd-Amerika  ist  dagegen  sehr  reich  an  Gattungen  und  Arten.  Li  der  äthiopischen  Region  ist 
nur  eine  der  Subfamilieu  vertreten. 

f  Die  Hflgl  der  afrikanischen  Arten  entbehren  der  chitinisierten  Verdickimg  an  der  Wurzel  des  Vrds,  wel- 
che den  meisten  der  amerikanischen  Gattungen  eigentümlich  ist.  Die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  sind  gestielt. 
Bei  den  afrikanischen  .Vrten  haben  die  Vflgl  12  Rippen,  von  denen  7,  8  und  9  gestielt  sind  und  10  und  11 
frei  aus  dem  Vrd  der  Mittelzelle  entspringen.  Sie  wurden  daher  bei  Behandlung*  der  Lemoniiden'als  eigene 
Familie  als  Subfainilie  Nemeobiinae  abgetrennt.  Die  Entw  icldungsstadien  der  äthiopischen  Arten  sind  un- 
bekannt. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der   G  a  t  t  u  ii  g  e  n. 

A.  Die  Hflgl  an  der  Rippe  1  b  mit  ecldg  hervortretendem  Analwinkel  und  an  den  Rippen  2  und  3  geschwänzt. 
Stiel  der  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  sehr  lang,  viel  länger  als  die  Rippe  6.  Die  Rippe  8  der  Hflgl  ist  am 
Ursprünge  der  Präcostalrippe  nur  wenig  von  der  Mittelzelle  entfernt.   Augen  haarig.    1.  Saribia. 


i 


.SARIBIA;    ABISARA.     Von  Dr.  0.  Aurevillius.  295 

B.  Die  Hflgl  mit  abgerundetem  Analwinkel  und  nur  an  der  Rippe  4  geeckt  oder  geschwänzt.  Der  Stiel  der 
Rippen  6  und  7  der  Hflgl  i.st  immer  kürzer  als  die  Rippe  6  und  selten  so  lang  wie  die  Rippe  7.  Die  Rippe 
8  ist  am  Ursprünge  der  Präcostalrippe  weit  von  der  Mittelzelle  entfernt.  2.  Äbisara. 

1.  Gattung':  ^iaribia  Btlr. 

Die  Vflgl  mit  gebogenem  Vrd,  fast  geradem  Saume  und  stumpfer  Spitze.  Die  Hflgl  sind  etwas  in  der  Länge 
gezogen  und  an  den  beiden  Schwänzchen  leicht  kenntlich.    Nur  eine  Art. 

S.  tepahi  Bsd.{%l&).  Vflgl  oben  braun  mit  zwei  wenig  deutlichen  hellgrauen  Querlinien  hinter  der  Mitte,  tepahi 
unten  rotbraun  zwei  Querstriche  in  der  ZeUe  und  zwei  Querlinien  hinter  der  Mitte  weißhch;  vor  dem  Saume 
ein  schwarzer  weiß  umzogener  Fleck  in  6  und  eine  unterbrochene  feine  Querlinie.  Hflgl  oben  braun  mit  5 
großen  nach  innen  von  gelben  Bogen  begrenzten  Saumflecken,  von  denen  die  in  1  c,  3,  4  und  5  schwärzUch 
und  der  in  2  rotbraun  sind,  unten  rotbraun  mit  denselben  Saumflecken  wie  oben  und  außerdem  mit  3  weißen 
Flecken  in  der  Zello  und  einer  weißen  in  den  Feldern  2  und  3  M'inkelig  gebrochene  Discallinie.  Madagaskar, 
in  den  Wäldern. 

2.  Gattung':  Abii^ara  Fldr. 

Diese  Gattung,  welche  durch  die  in  der  Uebersicht  angegebenen  Merkmale  him-eichend  charakterisiert 
ist,  kommt  auch  in  Süd-Asien  vor.  Bei  den  äthiopischen  Ai-teii  haben  die  Vflgl  gewöhnlich  einen  Augenfleck 
im  Feld  6  und  die  Hflgl  zwei  zusammenstoßende  Augenflecke  in  4  und  5.  dicht  am  Saume.  Vgl.  Bd.  1. 
S.   254  und  Bd.   9.   S.  779. 

Die  Arten  können,  wie  die  Uebersicht  zeigt,  auf  zwei  durch  Zeichnung  und  Flügelform  abweichende  Grup- 
pen verteilt  werden. 

Uebersicht  der  Arten. 

I.  Die  Flgl  oben  braun  mit  einer  gemeinsamen,  breiten,  weißen  Querbinde.  Die  Augenflecke  der  Feldei'  4  iind  5 
der  Hflgl  auch  oben  gut  entwickelt,  gelbgeringelt.  Hflgl  zwischen  den  Rippen  3  und  4  mit  einem  etwa 
5  mm  langen  an  der  Spitze  weißen  Schwänzchen.  Augen  nackt.  Geschlechter  ähnlich  gefärbt  und  gezeichnet. 

A.  Die  weiße  Querbinde  erreicht  nicht  ganz  den  Vrd  der  Vflgl,  höchstens  die  Rippe   12,  und  auf  den  Hflghi 
nicht  den  Saum  des  Feldes  6. 

a.  Wurzelteil  beider  Flgl  oben  dunkelbraun  und  gegen  die  weiße  Querbinde  scharf  begrenzt.  Die  weiße 
Querbinde  am  Ird  der  Vflgl  und  Vrd  der  Hflgl  etwa  5  mm  breit,  auf  den  Hflgln  nach  hinten  scharf 
dreieckig  zugespitzt.    Vflgl  mit  Augenfleck  im  Felde  6.  A.  gerontes. 

ß.  Wurzelteil  beider  Flgl  oben  schwarzgrau,  gegen  die  weiße  Querbinde  besonders  auf  den  Hflgln  unscharf 
begrenzt.  Die  weiße  Querbinde  sehr  breit  und  nach  außen  abgerundet,  am  Ird  der  Vflgl  etwa  8  mm 
breit.    Vflg    ohne  Augenfleck.  A.  delicata. 

B.  Die  weiße  Querbinde  erreicht  den  Vrd  der  Vflgl  und  auf  den  Hflgln  im  Felde  6  den  Saum. 
a.  Die  Vflgl  oben  ohne  weiße  Subapicalbinde.  A.  dewitzi. 

ß.  Die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  nüt  einer  schmalen  A\eißen  Subapicalbinde,  welche  sich  weiügsten.s  von 
der  Rippe   8  bis  zur  Rippe   4.  bisweilen  aber  bis  zum  Hinterwinkel  erstreckt.  A.  rogersi. 

II.  Die  Flgl  oben  heller  oder  dunkler  braun  ohne  gemeinsame  breite  weiße  Querbinde.  Die  Hflgl  an  der  Rippe  4 
nur  scharf  geeckt  oder  gelappt.  Beide  Flgl  unten  mit  einer  weißen  Discal-  und  einer  weißen  Submarginal- 
linie;    die  letztere  bisweilen  auf  den  Vflgln  undeutlich.    Geschlechter  verschieden  gefärbt  und  gezeichnet. 

A.  Die  mittlere  Discocellularis  (=  die  Querrippe  zwischen  den  Rippen   5  und  6)  der  Hflgl  kürzer  als  der 
Vrd  der  Mittelzelle.    Die  Augen  nackt. 

a.  Die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  einem  gelbgeringelten  Augenfleck  im  Felde  6. 

*.  cJ  mir  unbekannt.  —  $  Die  Vflgl  oben  mit  zwei  breiten  weißen  Querbinden,  deren  eine  von  der 
Mitte  des  Vrds  bis  zur  Rippe  3,    die    andere    vor  der  Spitze  zwischen  den  Rippen  3  und  7. 

A.  tantalus. 
**.  cJ.  Die  Flgl  oben  einfarbig  schwarzbraun;  die  Hflgl  mit  violettem  Glänze;    beide  ohne  Mehl- 
flecke,   die  Hflgl  aber  mit  einem  Haarpinsel  in  der  Mittelzelle.  — ■  $  mir  unbekannt. 

A.  intermedia. 
ß.  Die  Vflgl  oben  ohne  Fleck  im  Felde  6  oder  nur  mit  einem  schwarzen,  nicht  hellgeringelten  Flecke. 
—  S-  Die  Vflgl  oben  einfarbig  dunkel  violettbraun  mit  einem  tief  schwarzen  Sammetfleck  vor  der 
Spitze  in  den  Feldern  4 — 6.  Die  Hflgl  oben  ohne  Augenflecke  aber  mit  einem  gerundeten  lebhaft 
blauen  Fleck  zwischen  den  Rippen  3  und  5  und  mit  einem  schwarzen,  von  den  Vflgln  bedeckten 
Mehlfleck  vor  der  MittelzeUe  in  den  Feldern  S^und  7 — 9.  —  2-  Die  Hflgl  oben  einfarbig  mit  Augen- 
flecken in  4  und  5.  A.  ruther jordi. 

B.  Die  mittlere  Discocellularis  der  Hflgl  länger  als  der  Vrd  der  MittelzeUe.    Die  Augen  feinhaarig.      Beide 
Flgl  oben  mit  den  gewöhnhchen  Augenflecken.   Die  Vflgl  des  (J  ohne  Sammetfleck.  A.  talantus. 


296  Urbeschrcibungs-NachweLs  der  atrikanischo'n  Libytheideii  und  Lemoniiden. 

gerontes.  A.  geroiites  F.      Zu   dem   was  in  der  Uebersicht   gesagt  worden   ist,   ist  niu-   hinzuzufügen,   daß  die 

Vt'lgl  oben  vor  der  Spitze  etwas  aufgehellt  sind  und  unten  eine  w  eißliche  Subapicalbinde  haben ;  beide  Flgl  sind 
unten  an  der  Wurzel  weißlieh  und  dann  bis  zur  weißen  Querbinde  dunkelbraun;  die  Felder  1  c — 3  der  Hflgl 
sind  am   Saume  gelb   mit  silbernen  schwarzbegrenzten    Querstrichen.     Sierra -Leone  bis  Congo  und  Uganda. 

ddxcala.  A.  delicata  Lathy.    Beide  Flgl  oben  an  der  Wurzel  grau,  dami  mit  sehr  breiter,  nach  innen  unscharf 

begrenzter  weißer  Querbinde ;  Spitzenteil  der  Vflgl  schwarzbraun  ohne  Augenfleck  aber,  mit  Andeutung  einer 
liclleren  Submarginallinie.  unten  mit  einer  weißen  Subapicalbinde,  welche  den  Hinterwinkel  erreicht.  Nyassa- 
laiid  bis  British  Ost-Afrika. 

dewitzi.  A.  dewitzi  Auriv.    weicht  von  der  folgenden  Art  nur  dadurch  ab,    daß   die.  weiße  Subapicalbinde    der 

Vflgl-Oberseite  völlig  fehlt  und  ist  vielleicht  nur  eine  Form  derselben.    Südliches  Congo-Gebiet. 

rw/er.si.  A.  fogcrsi  i)rMce  (61  a).  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  weißer  Subapicalbinde,  welche  beim  ^J  che  Rippe  4, 

beim  V  'h'"  Hinterwinkel  erreicht;  die  gemeinsame  Mittelbinde  ist  scharf  begrenzt,  mäßig  breit  und  auf  den 
Hflgln  nach  hinten  schief  abgeschnitten  und  die  Augenflecke  umfassend.  Vflgl  ohne  schwarzen  Punkt  in  Feld  6. 

ijeryoH.  Congo-Gebiet,  Angola  und  Ruanda.  — ■  ab.  geryon  Stgr.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  einen  schwarzen 
Punkt  vor  der  Spitze  im  Felde  6  haben.    Congo-Gebiet. 

latilalus.  A,  tantalus  Hew.  (61a).     Nur  das  $  ist  bekannt.     Flgl  oben  dunkelbraun  mit  deutlichen  gelbgeringel- 

ten Augenflecken;  die  Vflgl  hinter  der  Mitte  mit  zwei  weißlichen  Flecken,  von  denen  der  eine  von  der  Mitte  des 
Vrds  schief  gegen  den  Hinterwinlvel  gerichtet  die  Rippe  3  erreicht  und  der  andere  dreieckig  ist  und  zwischen 
dem  vorigen  und  dem  Augenfleck  liegt.  Die  Hflgl  zwischen  dem  Irrl  und  der  Rippe  4  mit  zwei  hellen  Linien  vor 
dem  Saume.    Goldküste  bis  Angola. 

intcnnidia .  A.  intermedia  Auriv.  (61  a)  q.   Zu  dem    was  schon  in  der  Uebersicht  gesagt  worden  ist,  braucht  mu' 

hinzugefügt  werden,  daß  beide  Flgl  unten  zwei  helle  Querlinien  haben.  Ist  möghcherweise  das  ^  der  vorigen 
Art.    Kamerun. 

ralherfordi.  A.  futherfordi.     Flgl  unten  braun  mit  zwei  hellen,    etwa  4  mm  von  einander  entfernten  Querlinien, 

welche  auf  den  Vflghi  schief  gegen  den  Hinterwinkel  gerichtet  und  auf  den  Hflgln  gewellt  und  mit  dem  Saume 
gleichlaufend  sind.  —  Bei  der  Hauptform  rutherfordi  77e«'.  (61  a)  ist  der  Sammetfleck  der  Vflgl  beim  (J  groß 
dreieckig,  etwa  5  mm  lang  und  das  9  li^t  einen  gerundeten  blauen  Fleck  am  Ird  der  Vflgl  in  1  a  und  1  b. 
henoigi.  Alt-Calabar  und  Kamerun.  —  herwigi  Deio.  unterscheidet  sich  dadurch,  daß  der  Sammetfleck  des  ^  klein  und 
gerundet  ist  und  daß  der  blaue  Fleck  der  Vflgl  des  $  völlig  fehlt.    Südliches  Congo-Gebiet. 

inlanlus.  A.  talatitus  Auriv.  (61  a).     (J.   Die  Vflgl  oben  mit  zwei  blauen  Querbinden,  von  denen  die  innere  den 

Ird  erreicht  und  dort  sehr  erweitert  ist,  die  äußere  sich  ungefähr  zwischen  den  Rippen  4  und  8  erstreckt.  Die 
Hflgl  oben  am  Vrd  breit  blau  und  vor  dem  Saume  mit  zwei  blauen  Linien  in  2  und  3.  Flgl  unten  braun ;  die 
Vflgl  mit  zw(>i  weißen  Querbinden,  die  Hflgl  mit  einer  weißen  Mittelbinde  und  einem  großen  weißen  Wurzelfleck. 
—  9-  Beide  Flgl  oben  und  unten  mit  brauner  Grundfarbe ;  die  Vflgl  oben  mit  drei  hellen  Querbinden,  von  denen 
die  innerste  (über  der  Mitte)  bläulich,  die  übrigen  weißlich  sind;  die  Hflgl  ani  Vrd  nicht  oder  nur  weiüg  blau 
und  in  den  Feldern  1  b — 3  mit  zwei  weißlichen  Linien  vor  dem  Saume;  Flgl  imten  fast  wie  beim  cJ,  die  Vflgl 
aber  mit  drei  weißen  Querbinden  und  die  Hflgl  ohne  hellen  Wurzelfleck.    Alt-Calabar  und  Kamerun. 


Ali>habetisc]ies  Verzeicliiiis 

Zinn  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  afrikanischen  Libytheiden  und  Lemoniiden   aufgeführten 

Formen. 

*  bedeutet,   daß  die  "Poiia  an  der  zitierten   Stelle  auch  abgebildet  ist. 

iiiu'Data  Lili.   Smith,  Ann.   .\lajj.  Nat.  Hist.  (ö)  7   )).  126.  laliiluca  Lib.  Wei^hv.  Gen.  Diuru.  Lep.  p.  413  uole. 

cinyras  Lili.    Trim.  Trans.  Ent.   Soc.   Lond.  (3)  5  p.  337.  laius     Lib.   Triin.  Tians.  Ent.   Soc.  Loud.  1879  p.  337. 
(Iclieata  -Abis,   f.alhy,  Traii.s.  Ent.  Soc.   I.<)Md.    1901  p.    28  *.       rosersi  Abis.  Druce  Ent.  Monthl.  Mag.  15,  p.  101. 

(I«^witzi  Abis.  Auriv.  Khop.  Aeth.  p    250.  nifhcrfordi  .Vbis.   Hcw.  Ent.  Month.  ^lat;.   1 1   p.  .">(>. 

!;erontes  .\bis.  P.  Spec.  Ins.  2  p.  117.  talantus  AbLs.   .lurii;.   Ent.  Tidskr.   12  p.  217. 

sreryoii  AbLs.  Stgr.  Exot.  Schniett.   1  p.  239*.  tantalus  Abis.  Hew.  Exot.  Butt.   Sospita  t.  1  *. 

honvisi   .Vbis.  Dew.  Deutsch.    lOnt.   Zeltsclir.  30  p.  429  *.  tepalii   Saribia  Bsd.  Faune  Madag.  p.  37. 

intermedia  .■Vbis.   .Auriv.  Ent.  Nachr.  21  p.  381.  tsiandava  Lib.  Smith.  Ann.  .Mag.  Nat.  Hist.  (6)  8  p.  81. 


1 


LYCAENIDAE.     Von  Dr.  C.  AuRrviLutrs.  297 

Ausgegeben  2.  I.  1914. 


8.  Familie:  Lycaenidae. 

Die  Familie  der  Lycaeniden  ist  die  artenreichste  der  ätliiopischen  Tagfalterfamilien  und  umfaßt  mehr 
als  600  Arten.  Es  sind  kleine  oder  höchstens  mittelgroße  Schmetterlinge,  welche  von  den  Lemoniiden  nur  da- 
durch abweichen,  daß  die  männlichen  Vorderbeine  besser  entwickelt  sind. 

Als  wichtigstes  und  fast  ausnahmsloses  Kennzeichen  der  Lycaeniden  ist  nämlich  hervorzuheben,  daß  die 
Vorderbeine  der  J^J  nicht  verkümmert  sind,  aber  einen  ungegliederten  Tarsus,  welcher  m  einem  einfachen 
Haken  endet,  haben.  Nur  bei  sehr  wenigen  Formen  ist  der  Tarsus  gegliedert  und  am  Ende,  wie  bei  den  $$, 
mit  zwei  Klauen  bewaffnet.  Hinsichtlich  des  Geäders  ist  zu  bemerken,  daß  die  Rippen  10  und  11  der  Vflgl  fast 
stets  frei  oder  miteinander  gestielt  aus  dem  Vrd  der  Mittelzelle  entspringen  und  daß  die  Präcostalrippe  der  Hflgl 
gewöhnlich  fehlt.  Die  Rippen  7,  8  und  9  der  Vflgl  entspringen,  wenn  alle  vorhanden,  stets  mit  gemeinsamem 
Stiele  aus  der  Spitze  der  Mittelzelle,  wobei  die  Rippe  7  in  den  Saum,  die  Rippe  8  in  die  Spitze  oder  den  Vrd 
und  die  Rippe  9  in  den  Vrd  mündet.  Wenn  nur  zwei  dieser  Rippen  da  sind,  münden  sie  in  den  Vrd  und  man 
ist  darum  berechtigt,  anzunehmen,  daß  in  diesem  Falle  die  Rippe  7  fehlt.  Bisweilen  fehlt  auch  die  Rippe  9  und 
dann  ist  die  Rippe  8  ganz  einfach  und  mündet  in  die  Spitze  oder  in  den  Vrd  ganz  nahe  an  der  Spitze. 

Als  Auszeichnungen  der  (^q  kommen  oft  Mehlflecke  oder  Haarpinsel  vor.  Die  .-^(^  weichen  auch  oft  durch 
Farbe  und  Zeichnung  von  den  $$  ab. 

Die  Rpn  weichen,  soweit  sie  bekannt  sind,  ganz  erheblich  von  den  übrigen  Tagfalter-Rpn  ab.  Sie  sind 
kurz  und  dick,  stark  gewölbt  mit  flacher  Unterseite  und  werden  dadurch  asseiförmig.  Der  Kopf  ist  klein  und  kann 
in  das  erste  Körperglied  vollständig  eingezogen  werden.  Von  vielen  ist  es  bekannt,  daß  sie  von  Ameisen  wegen 
einer  süßen  Absonderung  aufgesucht  und  geschützt  werden  oder  sich  in  Ameisennestern  verpuppen.  Andere  sind 
merkwürdig,  weil  sie  nicht  von  Blättern  sondern  von  Schildiäusen  leben. 

Die  Ppn  sind  oft  gleiclifalls  kurz  und  abgei-undet;  sie  sind  entweder  nur  am  Afterende  aufgehängt  oder 
gewöhnlich  auch  durch  einen  Seidenfaden  ringsum  den  Leib  befestigt. 

Die  Eier  sind,  soweit  sie  bisher  bekannt  sind,  mehr  oder  weniger  abgeflacht,  turban  oder  scheibenförmig 
und  haben  em  sehr  kräftig  entwickeltes  Stützgerüst,  welches  aus  netzförmig  miteinander  vereinigten  Balken 
gebildet  ist.  In  den  Ecken,  wo  die  Balken  zusammenlaufen,  sind  bisweilen  knopfförmige  Knoten  entwickelt. 
Die  Eiern  haben  demnach  eine  zierliche  und  schöne  Skulptur. 

Wir  teilen  die  äthiopischen  Lycaeniden  in  zwei  L^nterfamilien  ein,  welche  nach  folgender  LTebersicht 
unterschieden  werden  können. 


U  e  b  e  r  s  i  c  h  t     der     U  n  t  e  r  f  a  m  i  1  i  e  n. 

A.  Die  Vflgl  fast  immer  mit  12  Rippen,  von  denen  die  Rippen  7  und  9  hinter  der  Spitze  der  Zelle  aus  der 
Rippe  8  entspringen.  Selten  (bei  Eresina  und  Iridana)  fehlt  die  Rippe  7,  so  daß  nur  11  Rippen  vorhanden 
smd;  in  diesem  Falle  entspringt  entweder  die  Rippe  10  aus  dem  Stiele  von  8  und  9  oder  ist  die  Rippe  8 
vor  ihrem  Ende  halbkreisförmig  gebogen.  Augen  nackt.  Hflgl  stets  abgerundet  ohne  Schwanzanhänge, 
Anallappen  oder  Haarquasten Liptemnae. 

B.  Die  Vflgl  fast  immer  nur  mit  10  oder  11  Rippen,  indem  die  Rippe  7  und  bisweilen  auch  die  Rippe  9 
fehlt.  Die  Rippe  10  stets  frei  aus  dem  Vrd  der  Zelle.  Selten  sind  (bei  Aph?iaeus,  Phasis,  Erikssonia  und 
den  (^^  einiger  Jofows- Arten)  12  Rippen  vorhanden,  in  welchem  Falle  die  Hflgl  jedoch  geschwänzt,  gelappt 
oder  geeckt  sind        Lycaenini. 


1.  Subfamüie:  Lipteninae. 

Die  Kennzeichen  dieser  sehr  interessanten  UnterfamiUe  sind  schon  in  der  Uebersicht  angegeben.  Die 
Entwicklungsstadien  sind  leider  noch  fast  völlig  unbekannt.  Die  einzigen  bekannten  Rpn  und  Ppn  sind  diejeni- 
gen von  Durhania  und  Hewitsonia;  wir  verweisen  hier  auf  die  Beschreibung  bei  diesen  Gattungen.  Es  ist  sehr 
wahrscheinlich,  daß  die  Lebensweise  der  Rpn  eigentümlich  ist  und  daß  viele  derselben  Ameisengäste  smd,  wie 
schon  hinsichtlich  der  Raupe  von  Euliphyra  festgestellt  worden  ist. 

XIII  38 


298  ALAEXA.     Von  Dr.  C.  Ackivilijits. 

Die  Geschlechter  sind  gewöhnlich  einander  ähnhch,  können  aber  bisweilen  recht  verschieden  gefärbt 
und  gezeichnet  sein.  Die  Spitze  des  Hinterkörpers  ist  oft  beim  £  eigentümUch  angeschwollen  und  die  Begattungs- 
organe des  3  sind  asymmetrisch  gebaut. 

Die  Lipteninen  treten  besonders  in  der  westafrikanischen  Subregion  auf  und  fehlen  in  der  madagassi- 
schen Subregion  völlig.    Alle  Gattungen  sind  für  Afrika  eigentümhch. 

Es  sind  im  allgemeinen  zart  gebaute  Formen,  welche  oft  bunt  gefärbt  sind  und  bisweilen  deutliche 
mimetische  Beziehungen  zu  anderen  Tagfalter  zeigen. 

Bei  einigen  wenigen  Gattungen  tritt  eine  deutliche  Präcostalrippe  der  Hflgl  auf.  Da  diese  Rippe  sonst 
bei  den  Lycaeniden  völlig  fehlt,  scheint  mir  die  Anwesenheit  derselben  von  solcher  Bedeutiing  zu  sein,  daß  man 
die  Lipteninen  danach  in  zwei  Gruppen  einteilen  muß. 


1.  Gruppe:    PentUini. 

Die  Hflgl  mit  einer  deutUchen  Präcostalrippe.  Die  Gattungen  Coohsonia  und  Sheffieldia  gehören 
wahrscheinlich  zu  dieser  Gruppe.  Da  ich  aber  dieselben  nicht  untersuchen  konnte  und  der  Beschreiber 
nichts  über  die  Präcostalrippe  sagt,  muß  ich  vorläufig  die  Stellung  dieser  beiden  Gattungen  als  unsicher  bezeich- 
nen.   Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  sind  stets  getrennt. 


Uebersicht    der    Gattungen. 

I.  Die  Rippe  6  der  Vflgl  entspringt  aus  demselben  Punkte  wie  der  Stiel  von  7 — 9  oder  aus  diesem  Stiele 
und  ist  durch  eine  senkrechte  mittlere  Discocellularis  von  der  Rippe  5  getrennt.  Die  Rippen  6  und  7 
der  Hflgl  gestielt,  aus  demselben  Punkte  oder  nur  sehr  kurz  getrennt.  Palpen  kurz  mit  knopfförmigem  End- 
gliede. 

a.  Die  Stirn  und  die  Palpen  struppig  behaart 1.  Älaena. 

B.  Die  Stirn  und  die  Palpen  anliegend  beschuppt 2.  Telipna. 

II.  Die  Rippe  6  der  Vflgl  ist  durch  die  gut  entwickelte  sehr  schiet  gestellte  obere  Querrippe  (obere  Disco- 
cellularis) vom  Stiele  der  Rippen  7 — 9  getrennt  und  entspringt  demnach  scheinbar  aus  der  Spitze  der  ilittel- 
zelle.    Die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  weit  von  einander  getrennt. 

a.  Die  Fühler  sind  ziemlich  lang  und  erreichen  fast  die  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl,  welche  die  Mitte 
der  Vflgl  nicht  überragt. 

*.  Die  Rippen  5  und  6  der  Vflgl  an  ihrem  Ursprung  getrennt. 

1.  Die  Palpen  mittelmäßig  lang  mit  kurzem  Endgliede.    Vrd  der  Hflgl  nur  schwach  gebogen. 

3.  Cooksonia. 

2.  Die  Palpen  lang,  die  Stirn  weit  überragend  mit  fast  zylindrischem  EndgUede.    Vrd  der  Hflgl 
nahe  der  Wurzel  oder  vor  der  Mitte  stark  lappenfömiig  ausgebogen.    .     .     4.  Durbania. 

**.  Die  Rippen  5  und  6  der  Vflgl  aus  demselben  Punkte.    Vrd  der  Hflgl  fast  gerade. 

5.  Shefjieldia. 
i.  Die  Fühler  viel  kürzer  als  die  Mittelzelle  der  Vflgl,  welche  sehr  lang  ist  und  die  Mitte  des  Flgls  weit  über- 
ragt     6.  Pentila. 


1.  Gattung:  Alaeiia  Bsd. 

Kleine  oder  selten  mittelgroße  Lipteninen  mit  gelber  oder  weißer  Grundfarbe  und  schwarzen  Zeich- 
nungen oder  schwärzlich  mit  weißen  Flecken.  —  Die  Fühler  mit  scharf  abgesetzter,  flachgedrückter  Kolbe. 
Flgl  abgerundet:  die  Hflgl  langgestreckt  und  oft  recht  schmal.  Die  Mittelzellen  sind  kurz  und  erreichen  nicht 
die  Flglmitte:  die  Rippen  7 — 9  der  Vflgl  sind  lang  gestielt  und  die  Rippen  10  und  11  ganz  frei.  Die  Rippe 
5  entspringt  auf  beiden  Flgln  etwas  näher  an  6  als  an  4.  —  Alle  Arten  gehören  Süd-  und  Ost- Afrika  an 
und  gehen  an  der  Westküste  nur  bLs  zum  Congo-Fluß.    Sie  haben  einen  schwachen  und  langsamen  Flug. 


Uebersicht     der    Arten. 

I.  Die  ITgl  sind  oben  gelb  oder  weißlich  mit  schwarz  gesäumten  Rippen  und  schwarzen  Saumbinden,  unten 
ohne  schwarze  Querzeichnungen  zwischen  den  Rippen .4.  amazoula. 


ALAENA.     Von  Dr.  C.  AuRrviLLius.  299 

II.  Die  Flglunterseite  hat  wenigstens  am  Saume  schwarze  Querzeichnungen,  durch  welche  die  Rippen  verbunden 
werden  oder  ist  schwarz  mit  hellen  Flecken. 

A.  Die  Hflgl  oben  mit  hellen  Zeichnungen. 

a.  Die  Vflgl  oben  mit  einer  zusammenhängenden,  gebogenen,  hellen  Mittelbinde. 

*.  Die  Hflgl  oben  mit  einer  gebogenen,  hellen  Mittelquerbinde,  welche  von  der  Mitte  des  Irds  bis  zur 
Mitte  des  Vrds  verläuft. 

§.  Die  Querbinde  der  Vflgl  erreicht  den  Hrd  oder  wenigstens  die  Rippe  1.  Hflgl  unten  in  der 
Mitte  nicht  netzförmig  gefleckt. 

1.  Die  Querbinde  der  Vflgl  ist  nach  hinten  verbreitert  und  bedeckt  die  Wurzel  der  Felder 
2  und  3 A.  interpositn,. 

2.  Die  Querbinde  der  Vflgl  ist  nach  hinten  nicht  oder  wenig  verbreitet  und  bedeckt  nicht  die 
Wurzel  der  Felder  2  und  3 

a.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl  erreicht  nicht  den  Vrd.         .     .     A.  nyassae. 

b.  Die  Mittelbmde  der  Hflgl  erreicht  den  Vrd A.  rollei. 

§§.  Die   Querbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  gleichbreit  und  mir  1 — 1,.5  mm  breit.     Hflgl    unten 
fast  vollständig  netzförmig  gefleckt. 

1.  Beide  Flgl  oben  mit  einer  Reihe  weißer  Submarginalflecke.     .     .      A.  reticulata. 

2.  Flgl  oben  ohne  helle  Submarginalflecke A.  caissa. 


** 


Die  Hflgl  oben  mit  einer  geraden  schmalen  Querbinde,  welche  aus  5  kleinen  Flecken  der  Felder 
1  c — 5  gebildet  und  gegen  die  Flglspitze  gerichtet  ist A.  Johanna. 

ß.  Die  Vflgl  oben  mit  einem  weißen  Hrdfleck  in  1  a  und  1  b  und  einer  geraden  weißen  Subapicalbinde 

zwischen  dem  Vrd  imd  der  Rippe  3 A.  picata. 

B.  Die  Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichimngen A.  oberthüri. 

A.  amazoula  Bsii.  (61  c).  Flgl  rotgelb  bis  ockergelb  mit  allen  Rippen  breit  schwarz  gesäumt  und  oben  mit  amazoula. 
schwärzlicher,  an  der  Spitze  der  Vflgl  erweiteter  Saumbmde;  Flgl,  besonders  die  Hflgl,  unten  mit  hellerer  Giimd- 
farbe  und  ohne  dunkle  Saumbinde.    Kap-Land  bis  Deutsch  Südwest-Afrika  und  Nyassa-Land.  —  congoana  congoana. 
form.  nov.  weicht  durch  orangegelbe  Giaindfarbe  und  nur  sehr  fein  verdunkelte  Rippen  ab.   Am  unteren  Congo- 
Fluß  und  in  Angola. 

A.  interposita  Btlr.  Flgl  oben  schwarzgrau  mit  einer  gememsamen  weißen  Mittelbinde,  welche  auf  den  interposita. 
Vflgl  die  Wurzel  der  Felder  2  und  3  bedeckt ;  zwei  weiße  Flecke  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl ;  auf  der  Unter- 
seite sind  die  Rippen  ini  Saumteil  durch  zwei  schwarze  Bogenlinien  miteinander  verbunden,  wodurch  zweiReUien 
heller  Flecke  emgeschlossen  werden ;  Wurzelfleck  der  Hflgl-Unterseite  auch  mit  großen  weißen  Flecken.  Deutsch 
Ost-Afrika  bei  Tabora  und  am  Victoria  Njansa.  —  hauttecoeuri  Oberth.  (=  aurantiaca  Btlr.)  (62  i),  weicht hauttecoeuri, 
nur  dadurch  ab,  daß  die  Mittelbhide  beider  Flgl  orangegelb  und  die  Saumbinde  schmäler  und  oben  tief  schwarz 
ist.    Bei  Tabora  und  am  Tanganjika-See. 

A.  nyassae  Hew.  (61c).    Flgl  oben  schwarzgrau  mit  schmaler  weißer  Mittelbinde,  welche  auf  den  Vf  Igln  nyassae. 
die  Wurzel  der  Felder  2  und  3  nicht  bedeckt  und  gegen  den  Hrd  nicht  verbreitet  ist  und  auf  den  Hflgln  den 
Vrd  nicht  erreicht ;   die  dunkle  Saumbinde  der  Oberseite  ist  etwa  4  mm  breit  und  demnach  viel  breiter  als  bei 
interposita;   Vflgl  oben  gewöhnlich  niit  zwei  hellen  Subapicalf lecken.   Auf  der  Unterseite  sind  die  Saumflecke 
oft  ungeteilt  und  bilden    nur    eine  Fleckenreilie.     Matabele-Land    bis    Nyassa-Land.  —  ab.  ochracea    Btlr.  ochracea. 
Die  Mittelbinde  mehr  oder  weniger  gelblich.    Nyassa-Land. 

A.  rollei  Suff.  ( =  mulsa  Thieme)  ist  schwarz  mit  orangegelber  Querbinde,    welche  auf  den  Hflgln  den  rollet. 
Vrd  erreicht;    die  hellen  Saunif lecke  der  Unterseite  sind  zum  Teil  abgerundet  und  im  schwarzen  Wurzelfeld 
der  Hflgl  stehen  nur  drei  große  helle  Flecken.    Deutsch  Ost-Afrika:  Usambara.  —  Soll  nach  Strand  das  $ 
von  A.  picata  E.  Sharpe  sein. 

A.  reticulata  Btlr.  Flgl  oben  schwarz  mit  weißen  Flecken ;  die  Vflgl  mit  zwei  weißen  Flecken  in  reticulata. 
der  Mittelzelle,  einer  schmalen  etwas  gebogenen,  fast  in  Flecke  aufgelösten  Mittelbinde  zwischen  dem  Vrd  und 
der  Rippe  1  und  einer  gebogenen  Reilie  kleiner  Submarginalflecke ;  Hflgl  oben  niit  gebogener  fast  in  Flecke 
aufgelöster  Mittelbinde  und  6  freien  Submarginalf lecken.  Vflgl  unten  in  der  Wurzelhälfte  schwarz  mit  zwei 
weißen  Flecken  in  der  Zelle  und  einigen  kleinen  am  Vrd,  in  der  Saumhälfte  mit  drei  Reihen  großer,  nur  schmal 
getrennter  weißgelber  Flecke;  Hflgl  unten  mit  zahlreichen,  nur  durch  die  schwarzen  Rippen  und  feine  schwarze 
Querlinien  getreimten  weißgelben  Flecken,  welche  eine  fast  netzförmige  Zeichnung  bilden.    Nyassa-Land. 


300  TELIPXA.     Von  Dr.  C.  Aurivilliüs. 

caisaa.  A.  caissa  Bbl.  u.  Bog.  (63b)  weicht  nur  durch  das  Fehlen  der  weißen  Submarginalflecke  der  Oberseite 

von  reticulata  ab.      Deutsch  Ost- Afrika  in  der  Nähe  des  Victoria-Xyanza. 

Johanna.  A.  Johanna  E.  Sharpe  (63  a)  ist  eine  kleine  mit  reticulata  verwandte  Art.  Flgl  oben  schwarzgrau  mit  wei- 

ßen Flecken;  Vflgl  mit  zwei  Flecken  in  der  Zelle  und  einer  schmalen  in  Flecke  aufgelösten  iLttelbinde,  welche 
aus  drei  etwas  größeren,  in  einer  Linie  stehenden  Flecken  der  Felder  1  b — 3  und  vier  Punkten  der  Felder  4 — 6 
und  9  besteht ;  Hf  Igl  nur  mit  einer  schmalen  geraden  Querbinde,  welche  jenseits  der  Mitte  liegt,  gegen  die  Flgl- 
spitze  gerichtet  ist  und  weder  den  Ird  noch  die  Spitze  erreicht.  Vflgl  unten  schwärzlich  mit  weißlichen  Flecken 
fast  wie  bei  reticulata-,  Unterseite  der  Hflgl  gelblich  mit  zahlreichen  kleinen  weißlichen  Flecken.  Britisch  Ost- 
Afrika  und  Somali-Land. 

picaia.  A.  picata  E.  Sharpe  (61  c).    Flgl  oben  schwarz;    die  Vflgl  mit  einer  weißen  Subapicalbinde  vom  Vrd 

bis  zur  Rippe  3  und  einem  kleinen  viereckigen  Fleck  an  der  Mitte  des  Hrds:  Hflgl  nur  mit  weißer  Mittelbinde, 
welche  in  der  Mitte  nach  außen  bauchig  her\'ortritt  und  dort  etwa  i  mm  breit  ist.  Vflgl  unten  mit  denselben 
weißen  Zeichnungen  wie  oben  und  außerdem  Qiit  hellen  Flecken  in  der  Zelle,  am  Vrd  und  am  Saume ;  Hflgl  unten 
mit  ungeteilter,  weißer  ^littelbmde.  welche  noch  breiter  als  oben  ist  und  außerdem  mit  3  großen  und  einem 
punktförmigen  weißen  Flecken  an  der  Wurzel  und  sehr  großen  heUgelben  Saumflecken,  von  denen  die  in  2  und 
4  geteilt  sind.  Britisch  Ost-Afrika.  Ist  nach  Rev.  Aubyx  Rogees  im  Fluge  einer  Neptis  zum  Verwechseln 
ähnlich. 

oberthuri.  A.  oberthuri  Auriv.  (62  a)  Flgl  obenschwarz:  Hflgl  ebifarbig  ohne  Zeichnungen,  Vflgl  hinter  der  Mitte  mit 

einer  gebogenen  Querreihe  kleiner  weißer  Flecke  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  3  oder  2.  Vflgl  unten  bis  über  die 
Mitte  hinaus  schAvarz  mit  einigen  undeutlichen  hellen  Flecken  am  Vrd,  im  Spitzenteil  mit  drei  Querreihen  heller 
Flecke;  Hflgl  unten  schwarz,  in  der  Wurzelhälfte  mit  6 — 7  weißen  Flecken,  im  Saumteil  mit  drei  gebogenen 
Querreihen  weißer  Flecken.    Mpala  an  der  Westküste  des  Tanganjika-Sees. 


2.  Gattung:  Telipiia  Auriv. 

Im  Rippenbau  stimmt  Telipna  fast  völlig  mit  Alaena  überein  und  weicht  nur  durch  die  anliegend  be- 
schuppten Palpen  ab.  —  In  der  Zeichnung  und  der  Flglform  weichen  die  Teliptia- Arten  jedoch  ganz  erheblich 
von  Alaena  ab.  Die  Vflgl  sind  mehr  langgestreckt  und  spitziger.  Beide  Flgl  sind  oben  schwarz  und  an  der  Wurzel 
mehr  oder  weniger  ausgedehnt  rot  oder  orangegelb  und  bisweilen  auch  mit  hellen  Subapicalflecken  der  Vflgl 
und  weißen  Saumflecken  der  Hflgl.   Die  meisten  Arten  sind  auch  viel  größer  als  die  Alaenen. 


U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    der     Arten. 

Beide  Flgl  unten  orangegelb  bis  hellgelb,  am  Vrd  und  am  Saume  mit  scharf  hervortretenden  schwarzen  und 
weißen  Zeichnungen.  Die  Hflgl  stets  unten  mit  breiter  zusammenhängender,  schwarzer,  weißgefleckter 
Saumbinde,  welche  gewöhnlich  in  den  Feldern  4  und  5  schmäler  als  in  den  übrigen  Feldern  ist.  Flglfransen 
gewöhnlich  hell  gefleckt.  Die  Hflgl  unten  am  Vrd  mit  3 — 4  schwarzen  Querflecken  oder  Querstrichen,  von 
denen  einer  sich  nach  hinten  längs  der  Querrippe  der  Mittelzelle  verlängert ;  derselbe  wird  hier  als  der  Mit- 
telquerstrich bezeichnet. 

A.  Die  Hflgl  unten  am  Vrd  mit  zwei  deutlichen  Querstrichen  innerhalb  des  Mittelquerstriches;   dieselben 
durchqueren  die  Felder  8  und  7  und  bilden  oft  auch  einen  Punkt  in  der  Zelle. 

a.  Die  Vflgl  oben  mit  einer  zusammenhängenden,  roten  oder  rotgelben  Querbinde,  welche  sich  vom 
Vrd  bis  zum  Hrd  erstreckt  und  nach  hinten  stark  erweitert  ist.  Die  Hflgl  oben  mit  ungefleckt«r, 
schwarzer  Saumbinde. 

*.  Die  Querbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  einfarbig  gelbrot  liegt  völlig  außerhalb  der  Mittelzelle 
und  bedeckt  auch  nicht  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b T.  rothi. 

**.  Die  Querbinde  der  Vflgl  ist  in  ihrem  vorderen  Teil  viel  schmäler  und  heller  gefärbt,  bedeckt  die 
hintere  Längshälfte  der  Mittelzelle  und  encicht  völlig  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b. 

T.  acraea. 

ß.  Die  Vflgl  oben  mit  einem  großen  roten  Hrdfleck  und  einer  davon  völlig  getrennten  Subapicalbinde. 

*.  Die  Subapicalbinde  der  Vflgl-Oberseite  beim  (J  aus  2,  beim  ?  aus  3  Flecken;  die  Mittelzelle 
der  Vflgl  ganz  schwarz  oder  nur  längs  ihrer  Hinterseite  rot.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite 
ohne  weiße  Flecke.   Der  vierte  Querstrich  am  Vrde  der  Hflgl-Unterseite  gerade.         T.  bimacula. 


TELIPNA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  301 

**.  Die  Subapicalbinde  der  Vflgl-Oberseite  weiß  und  beim  ^  aus  3,  beim  9  ^'Us  4  Flecken  ge- 
bildet. Die  Mittelzelle  der  Vflgl-Oberseite  beim  $  ganz  rotgelb.  Saumbinde  der  Hflgl-Ober- 
seite  fast  immer  mit  3 — 4  weißen  Flecken  dicht  vor  dem  Saume.  Der  vierte  Querstrich  am  Vrd 
der  Hflgl-Unterseite  unregelmäßig T.  acraeoides. 

B.  Die  Hflgl  unten  am  Vrd  mit  nur  einem  deutlichen  Querstrich  innerhalb  des  Mittelquerstriches;  die  Quer- 
striche gewöhnlich  durch  weiße  Querflecke  getrennt.  Mittelzelle  der  Vflgl-Oberseite  ganz  oder  fast 
ganz  rotgelb.   Der  rotgelbe  Hrdfleck  der  Vflgl  erreicht  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b. 

a.  Vflgl  oben  ohne   Subapicalbinde.     Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ohne  weiße  Flecke.    Der  erste 
Querstrich  am  Vrd  der  Hflgl-Unterseite  vom  Mittelquerstrich  breit  getrennt.     T.  rufilla. 

ß.  Vflgl  oben  mit  weißer  Subapicalbinde.  Der  erste  Querstrich  am  Vrd  der  Hflgl-Unterseite  liegt  nahe  am 
Mittelquerstrich . 

*.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ohne  weiße  Flecke.   Der  erste  Vrdquerstrich  der  Hflgl-Unterseite 
lang  und  schmal,  sehr  schief  gestellt.  Die  Mittelzelle  an  der  Wurzel  mit  schwarzem  Längsstrich. 

T.  transver Stigma. 
**.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  mit  weißen  Flecken.    Der  erste  Vrdquerstrich  der  Hflgl-Unter- 
seite kurz.    Die  Hflgl  unten  ohne  schwarzen  Längsstrich  in  der  Mittelzelle. 

1.  Das  orangerote  Wurzelfeld  der  Vflgl-Oberseite  erreicht  fast  die  weiße  Subapicalbinde. 

a.  Die  Vflgl  oben  mit  deutlichen  weißen  Saumflecken  wenigstens  in  1  b — 4     T.  erica. 

b.  Die  Vflgl  oben  ohne  weiße   Saumflecke        T.  nyanza. 

2.  Das  orangerote  Wurzelfeld  der  Vflgl-Oberseite  von  der  weißen  Subapicalbinde  breit  getrennt. 

T.  sanguinea. 
II.  Flglfransen  einfarbig  ohne  helle  Flecke.    Flgl  unten  dunkel  gefärbt  ohne  weiße  Zeichnungen. 

a.  Vflgl  im  Wurzelteil  auf  beiden  Seiten  bis  zum  Vrd  matt  orangegelb.  Hflgl  unten  mit  grauhcher  Grund- 
farbe und  einigen  schwarzen  Wurzelpunkten T.  actiiwtina. 

ß.  Vflgl  im  Wurzelteil  wenigstens  am  Vrd  breit  schwarz.    Hflgl  unten  mit  dunkelgelber  Grundfarbe. 

T.  carmäa. 
T.  rogersi. 
T.  rothi  Sm.   Vflgl  oben  schwarz  mit  einer  vollständigen  an  der  Rippe  4  winkelig  gebrochenen,  am  Vrd  rothi. 
etwa  2  mm,  am  Hrd  9  mm  breiten  rotgelben  Mittelquerbinde,  welche  die  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder 
1  a  und  1  b  frei  läßt.    Hflgl  oben  rotgelb  mit  fast  gleichbreiter,  ungefleckter,  etwa  3  mm,  breiter  schwarzer 
Saumbinde.    Beide  Flgl  unten  hell  orangegelb  mit  schwarzen  und  weißen  Zeichnungen  am  Vrd  und  am  Saume 
wie  bei  den  verwandten  Formen.    Nigeria,  bei  Warri. 

T.  acraea  Dbl.  u.  Hew.  (61  c)  steht  der  vorigen  Art  nahe  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  rotgelbe  acraea. 
Querbinde  der  Vflgl-Oberseite  am  Vrd  schmäler  und  heller,  am  Hrd  viel  breiter,  etwa  15  mm  breit  ist  und  die 
Wurzel  erreicht.    Die  schwarze  Saumbmde  der  Hflgl  ist  etwa  4  mm  breit.    Goldküste  bis  Kameinin.  —  ab. 
$  nigra  Suff,  ist  dadurch  ausgezeichnet,'  daß  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  sehr  breit  ist  und  die  nigra. 
Spitze  der  Mittelzelle  erreicht. 

T.  bimacula.   Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  großen  roten  Hrdfleck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  1  a 
und  1  b,  die  hintere  Längshähte  der  Mittelzelle,  mehr  als  die  Hälfte  des  Feldes  2  und  die  Wurzel  des  Feldes  3 
bedeckt,  und  gewöhnlich  auch  mit  einer  kleinen  Subapicalbinde.   Hflgl  oben  rot  mit  einer  etwa  3,5  mm  breiten, 
ungefleckten  schwarzen  Saumbinde;    die  Fransen  beider  Flgl  weiß  gefleckt.    Beide  Flgl  unten  orangegelb  mit 
schwarzen  und  weißen  Strichen  und  Flecken  am  Vrd  und  am  Saume  wie  bei  den  verwandten  Arten ;    die  Hflgl 
unten  am  Vrd  mit  vier  deutlichen  schwarzen  Querstrichen,  von  denen  der  dritte  sich  auf  der  Querrippe  der  Zelle 
fortsetzt  und  der  vierte  gerade  ist.  —  bimacula  Plötz  (61  c,  d).   Die  Subapicalbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  hell-  Unwcula. 
gelb  und  besteht  beim  J  aus  zwei  (in  4  und  5)  und  beim  $  aus  drei  (in  4  und  6)  Flecken.    Kamerun.  —  echo  echo. 
Sm.  u.  Kby.  (61  d)  weicht  nur  durch  rote  Subapicalbinde  der  Vflgl  ab.  Ashanti.  —  albofasciata  Auriv.  ist  durch  albofasciata. 
weiße  Subapicalbinde  ausgezeichnet.  Fernando-Po.  —  Bei  semirufa  Sm.  u.  Kby.  (61  d)  fehlt  die  Subapicalbinde  semirufa. 
der  Vflgl-Oberseite  völlig  und  der  Hrdfleck  ist  kleiner  und  schmäler.    Goldküste  bis  Congo. 

T.  acraeoides  Sm.  u.  Kby.  (61  d)  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  angegebenen  Kennzeichen  von  acraeoUes. 
bimacula  ab.    Kamerun  bis  Angola. 

T.  rufilla  Sm.  ist  oben  der  semirufa  (61  d)  ähnhch  und  entbehrt  wie  diese  die  Subapicalbinde  der  Vflgl-  rufilla. 
Oberseite,  hat  aber  einen  größeren  Hrdfleck,  welcher  sowohl  den  größten  Teil  der  Zelle  wie  auch  die  Wurzel  des 
Feldes  3  bedeckt.    Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ungefleckt.   Die  Unterseite  weicht  nur  durch  die  in  der  Arten- 
übersicht angegebenen  Kennzeichen  ab.    Nigeria  bei  Warri, 


302  COOKSONIA;  DURBANIA.    Von  Dr.  C.  AuEmLiJus. 

iransver-  T.  transverstigma  (sie !)  ^am.  ZJrMce  (63  a).    Vflgl  oben  mit  großem  orangerotem  Hrdfleck,  welcher  die 

atigma.  Rjppe  4  erreicht  und  fast  die  ganze  Zelle  bedeckt;    der  schwarze  Spitzenteil  mit  breiter  aus  drei  Flecken  der 

Felder  4 — 6  gebildeter,  weißer  Subapicalbinde;  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ungefleckt.    Hflgl  unten  mit 

drei  langen,  schmalen,  sehr  schief  gestellten  schwarzen    Querstrichen  am  Vrd  und  emem  schwarzen  Längsstrich 

in  der  Mittelzelle.    Kamerun. 

erica.  T.  erica  Siiff.  (61  e).   Vflgl  oben  orangerot,  am  Vrd,  an  der  Spitze  und  am  Saume  schwarz,  in  den  Fel- 

dern 4 — 6  und  9  mit  weißer  Subapicalbinde,  welche  in  Feld  6  viel  breiter  als  in  den  anderen  Feldern  ist,  und  am 
Saume  mit  weißen  Flecken.  Hflgl  oben  orangerot  mit  schwarzer  Saumbinde,  welche  in  den  Feldern  1  c — 5  je 
einen  weißen  Submargitialfleck  einschließt.  Die  Hflgl  unten  am  Vrd  mit  kurzen  schwarzen  Strichen,  welche 
durch  weiße  Flecke  getrennt  smd.    Kamerun. 

nyanta.  T.  nyanza  Neave  kommt  der  vorigen  Art  nahe  und  ist  wie  diese  durch  die  große  Ausdehnung  der  orange- 

roten  Farbe  der  Oberseite  ausgezeichnet;  dieselbe  erreicht  auf  den  Vflgln  die  weiße  Subapicalbinde,  welche  wie 
bei  erica  gebildet  ist,  und  bedeckt  auch  einen  Teil  des  Vrds  außerhalb  der  Zelle:  weiße  Saumflecke  fehlen  auf 
den  Vflgln,  sind  aber  auf  den  Hflghi  gut  entwickelt.  Querstriche  am  Vrd  der  Hflgl-Unterseite  sehr  kurz  und 
schwach  entwickelt.    Uganda. 

sanguinea.  T.  sanguinea  Plötz  (61  d).    Vflgl  oben  schwarz  mit  großem  orangerotem  Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  4 

erreicht  und  die  ]\Iittelzelle  völlig  ausfüllt,  und  mit  einer  vom  Hrdfleck  breit  getrennten  Subapicalbinde,  welche 
aus  drei  fast  gleich  großen  weißen  Flecken  der  Felder  4 — 6  besteht.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Ober- 
seite breit,  mit  weißen  Flecken  dicht  vor  dem  Saume.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  finden  sich  am  Vrd  drei 
schwarze  Querstriche,  von  denen  der  erste  kurz,'  die  beiden  anderen  aber  lang  smd  und  die  Rippe  5  erreichen. 
Kamerun  bis  Angola. 

Die  folgenden   Arten  weichen   von    den  vorhergehenden    durch  die  ganz  verschiedene,   dimkel  gefärbte  und  nicht 
weiß  gefleckte  Unterseite  ab. 

actinotina.  T.  actinofina  Lathy  (62  a).   Vflgl  auf  beiden  Seiten  im  Wurzelteil  bis  zum  Vrd  und  der  Rippe  4  orange- 

gelb, im  Spitzenteil  oben  schwarz  mit  zwei  länghchen  gelben  Subapicalflecken  in  5  und  6,  unten  schwarzgrau 
mit  undeutlichen  hellen  Subapicalflecken  in  3 — 6  und  breiter  schwarzer  Begrenzung  des  gelben  Wurzelteiles. 
Hflgl  braungrau  unten  mit  einigen  kleinen  schwarzen  Wurzelpunkten.    Nigeria. 

T.  carnuta  ist  eine  kleine  nur  etwa  30  mm  messende  Art  und  hat  eine  gelbliche,  schwarz  gesprenkelte 

Unterseite  mit  einigen  schwarzen  Discalflecken ;  Hflgl  oben  rotgelb  mit  schwarzer  Saumbinde ;  Vflgl  oben  schwarz 

carnuta.  mit  oder  ohne  rotgelben  Hrdfleck,  welcher  beim  9  wenigstens   die  Rippe   3   erreicht,      carnuta  Hew.  (61  e). 

Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  breit,  nach  vorn  erweitert  und  die  Spitze  der  Zelle  fast  erreichend;    Hrdfleck 

parva,  der  Vflgl  beim  ^  klein  oder  fehlend.      Gabun  bis  Uganda.  —  parva  Ky.   Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  beim  ^ 

größer;  Saumbinde  der  Hflgl  schmäler,  die  Zelle  bei  weitem  nicht  erreichend.    Sierra-Leone  bis  Kamerun. 

rogersi.  T.    rogCfsi   Ham.  Druce  ist  der    T.  carnuta  sehr  ähnlich    und    weicht  nur  dadurch  ab,  daß  der  Hrd- 

fleck der  Vflgl  sich  nach  vorn  als  eine  Querbinde  bis  zur  Rippe  .5  oder  6  verlängert.  Britisch  Ost-Afrika. 
Ist  wahrscheinlich  nur  die  ostafrikanische  Form  von  carnuta. 


3.  Gattung:   Cooksoilia   Ham.  Dnwe. 

Fühler  mäßig  lang  mit  flachgedruckter  Kolbe.    Vflgl  mit  fast  geradem  Vrd,  fast  rechtwinkeliger  Spitze 
und  gebogenem  Saume.    Saum  der  Hflgl  gleichförmig  abgerundet. 

Die  einzige  bekannte  Art  hat  eine  .4craea-ähnliche  Zeichnung. 

trimeni.  C.  trimeni  Ham.  Druce  (63  a).    Flgl  oben  orangerot;   die  Vflgl  am  Vrd  schmal  und  an  der  Spitze  breit 

schwarz,  juit  4 — ö  langgestreckten  weißen  Flecken  vor  der  Spitze;  der  breite  schwarze  Spitzenfleck  ist  nach 
innen  fast  gerade  begrenzt  und  setzt  sich  in  den  Feldern  2 — 1  a  als  schmale  Saumbinde  bis  zum  Hinterwinkel 
fort ;  ein  schwarzer  Punkt  in  der  Zelle  und  em  größerer  an  der  Spitze  der  Zelle ;  Hfl^l  oben  mit  schwarzem  Mittel- 
punkt und  schmaler,  schwarzer  hellgefleckter  Saumbinde.  Vflgl  unten  fast  wie  oben  aber  statt  der  weißen 
Apicalflecke  mit  quadratischen  gelben  Saumflecken  in  3 — 7.  Htlgl  unten  etwas  mehr  rötlich  mit  mehreren 
großen  schwarzen  Wurzel-  und  Discalpunkten  und  zwei  dicken,  gewellten  oder  winkelig  gebrochenen,  schwarzen 
BogenlinienVor  dem  Saume.    Rhodesia. 

4.  Gattung-:  l>iirbaiiia  Tri^n. 

Die  Arten  dieser  Gattung  sind  auf  Süd-Afrika  beschränkt.    Es  sind  kleine  Tiere,  welche  sich  durch 
den  großen  Wurzellappen  der  Hflgl  und  das  lange  spitzige  Endglied  der  Palpen  auszeichnen.    Die  Mittelzelle 


SHEFFIELDIA;  PENTILA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLnTS.  303 

erreicht  höchstens  die  Mitte  der  Flgl;  die  Rippen  5  und  6  und  6  und  7  sind  an  üirem  Ursprung  deutlich 
getrennt  und  die  obere  Discocellularrippe  der  Vflgl  sehr  schief  gestellt.  Die  Rippe  8  ist  an  der  Wurzel  stark  ge- 
bogen und  die  Präcostalrippe  entspringt  weit  von  der  Mittelzelle  entfernt.  Die  Falter  haben  einen  langsanieii 
Flug  und  setzen  sich  auf  Steine,  mit  denen  die  Zeichnung  und  Färbung  der  Unterseite  übereinstinamen.  — 
Rp  langgestreckt,  walzen-  oder  etwas  spindelförmig,  mit  deutlichen  Gliedern,  langhaarig.  Pp  kurz  und  dick, 
oben  gewölbt  unten  flach;    Oberseite  des  Thorax  und  Seiten  und  Rücken  des  Hlbs  mit  langen  Haarpinseln. 

Ueb  er  sieht    der    Arten. 

A.  Flgl  oben  schwarz  bis  schwarzbraun  und  hinter  der  Mitte  mit  einer  Querreihe  von  5 — 6  roten  oder  rotgelben 
Flecken.  Unterseite  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  weiß  gesprenkelt,  aber  ohne  weißen  Querstrich  oder  Quer- 
binde. 

a.  Die  Fleckenquerreilie  der  Oberseite  ist  wenigstens  2  mm  vom  Saume  entfernt  und  orangegelb  gefärbt. 
Die  Flecke  der  Vflgl  sind  am  Vrd  kiemer  als  am  Hrd D.  amakosa. 

ß.  Die  Fleckenquerreüie  der  Oberseite  liegt  dicht  am  Saume  und  ist  orangerot  gefärbt.    Die  Flecke  der  Vflgl 
sind  am  Vrd  größer  als  am  Hrd D.  limhata. 

B.  Die  Hflgl  unten  hinter  der  Mitte  mit  einer  an  der  Rippe  5  scharf  gebrochenen,  nach  innen  dunkel  begrenz- 
ten, weißen  Querbinde  oder  Querlinie.  Flgl  oben  dunkelbraun  mit  einer  vom  Saume  fast  3  mm  entfernten 
Querreihe  von  5  kleinen  ockergelben  Flecken D.  saga. 

D.  amakosa  Trim.  (62a).  Flgl  unten  weiß  gesprenkelt,  die  Vflgl  weniger  als  die  Hflgl;  die  orangegelbe  amäkoaa. 
Querbinde  der  Oberseite  fehlt  unten  auf  den  Hflgln,  ist  aber  auf  den  Vflgln  breiter,  mehr  zusammenhängend 
und  schwarz  gesäumt.  Das  $  hat  breitere  orangegelbe  Querbinden  der  Oberseite.  Rp  aschgrau  mit  einer 
dunklen,  von  weißlichen  Flecken  begrenzten  Rückenlinie  und  mit  genindeten  roten  Seitenflecken,  welche  auf 
den  ersten  Gliedern  durch  weiße  Makeln  getrennt  sind ;  Kopf  rot ;  Köi'per  bekleidet  mit  längeren  aschgrauen 
und  kürzeren  gelblichen  Haaren;  lebt  an  einem  häufigen  Grase,  Anthistiria  ciliata.  —  Pp  hellbraun;  Rücken 
und  Seiten  sehr  haarig;  Thorax  und  Wurzelhälfte  des  Hinterkörpers  mit  Pinseln  von  kürzeren  gelblichen  und 
längeren  weißen  Haaren;  die  Spitze  des  Hinterkörpers  von  der  abgestreiften  Raupenliaut  bedeckt.  Kapland 
bis  Transvaal. 

D.  limbata  Trim.  weicht  oben  durch  die  in  der  Uebersicht  angegebenen  Kennzeichen  von  D.  amakosa  Umhata. 
ab.    Unten  bilden  die  weißen  Schupjjen  dunkel  gekernte  Ringflecke  und  die  Hflgl  haben  eine  stark  gebogene 
Reihe  orangegelber,  schwarz  geringelter  Submargmalflecken  in  den  Feldern   1  a — 7.    Natal  und  Transvaal. 

D.  saga  Trim.  (62  a)  unterscheidet  sich  besonders  durch  die  Zeichnung  der  Unterseite  von  den  beiden  saga. 
anderen  Arten.    Die  Mittelzelle  der  Vflgl-Oberseite  ist  mehr  oder  weniger  gelb  beschuppt  und  die  Vflgl  haben 
unten  zwei  Querreihen  heller  Flecke  im  Saumteil.    Kapland.  . 

5.  Gattung-:  fShefJieldia  Ham.  Bruce. 

Diese  mir  unbekannte  Gattung  wird  vom  Verfasser  üi  folgender  Weise  beschrieben:  ,,Mit  Coohsonia 
nahe  verwandt,  von  der  sie  durch  die  Rippen  5  und  6  der  Vflgl,  welche  aus  demselben  Punkte  oder  kurz  ge- 
stielt ausgehen,  abweicht ;  die  obere  (soll  mittlere  heißen)  Discocellularrippe,  welche  bei  Cooksonia  vorhanden  ist, 
fehlt  denmach  völlig.  Die  Palpen  und  Fühler  wie  bei  Cooksonia".  Aus  einer  Abbildung  des  Rippenbaues  gehen  die 
übrigen  in  der  Gattungsübersicht  angegebenen  Kennzeichen  hervor.  In  dieser  Abbildung  fehlt  die  Präcostal- 
rippe der  Hflgl;  es  ist  jedoch  möglich,  daß  dieselbe  vom  Zeichner  übersehen  wurde. 

S.  neavei  Ham.  Bruce  (63  a).  Vflgl  oben  schwarz  mit  einer  orangeroten  Querbinde,  welche  vom  Vrd  neavei. 
bis  zur  Rippe  4  nur  4  nim  breit  ist,  sich  aber  dann  schnell  erweitert,  die  Wurzel  der  Felder  3 — 1  b  erreicht 
und  auch  einen  Längsstrich  am  Hrd  der  Zelle  bildet;  Vflgl  unten  fast  wie  oben,  m  der  schwarzen  Saumbinde 
aber  mit  weißgelben,  rectangulären  Saumflecken,  welche  sich  in  den  Feldern  1  b — 3  mit  der  orangeroten  Mittel- 
binde vereinigen.  Hflgl  oben  orangerot  mit  4  mm  breiter,  am  Analwinkel  verschmälerter,  schwarzer  Saumbinde 
und  einem  gerundeten  schwarzen  Fleck  an  der  Zellenspitze ;  unten  heller  gelb  mit  niehreren  schwarzen  Wurzel- 
und  Discalpunkten  und  einer  schwarzen  Saumbinde,  welche  eine  Bogenreihe  blauer  Submarginal-  und  gelber 
Saumflecke  einschließt.    Deutsch  Ost-Afrika. 

6.  Gattung':  Peiitila  Westw. 

Die  zahlreichen  Arten  dieser  Gattung  sind  sofort  an  den  langen  Mittelzellen,  welche  die  Mitte  des  Vflgls 
überragen  kenntlich.  Die  Fühler  haben  eine  flachgedrückte,  gut  abgesetzte  Kolbe  und  erreichen  nicht  die  Spitze 


304  PENTILA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLnjs. 

der  Mittelzelle.^Palpen  mäßig  lang  mit  kleinem,  eiförmigem  Endglied.  Die  Rippe  6  der  Vflgl  entspringt  nahe 
an  der  Rippe  5  und  scheinbar  aus  der  Spitze  der  Mittelzelle,  indem  die  obere  Diseocellularrippe  sehr  lang  ist 
und  in  der  Fortsetzung  des  Vrds  der  Zelle  liegt.    Hflgl  mit  kleiner  nach  außen  gebogener  Präcostalrippe. 

Die  Gattung  ist  sowohl  in  West-  und  Süd- Afrika,  wäe  auch  in  Ost- Afrika  vertretein. 

Die  Arten  können  auf  drei  Gruppen  verteilt  werden. 


Uebersichtder  Artengruppen. 

I.    Flgl  dicht  beschuppt  mit  orangeroter  Grundfarbe.   Vflgl  oben  an  der  Spitze  sehr  breit  schwarz  mit  weißer 
Subapicalbinde.    Beide  Flgl  unten  mit  weißen  Saumflecken Erste  Gruppe. 

II.  Vflgl  oben  ohne  weiße  Subapicalbinde.    Flgl  unten  ohne  weiße  Saumflecke. 

A.  Flgl  nicht  halbdurchsichtig  mit  rotgelber  bis  weißlicher  Grundfarbe.  Vflgl  fast  immer  mit  einem  gerun- 
deten, freien,  schwarzen  Punkte  am  Ende  der  Mittelzelle  oder,  wenn  dieser  Punkt  fehlt,  unten  mit 
großen  schwarzen  Saumpunkten Zweite  Gruppe. 

B.  Flgl  kurz  und  breit,  halbdurchsichtig  mit  weißer  Grundfarbe,  am  Saume  mehr  oder  weniger  breit  schwärz- 
lich, stets  aber  ohne  Saum-,  Submarginal-  und  Discalpunkte.  Die  Vflgl  auch  immer  ohne  freien, 
runden  Punkt  auf  der  Querrippe Dritte  Gruppe. 


Erste   Artengruppe. 
Nur  eine  einzige  Art,  welche  durch  Farbe  und  Zeichnung  sich  an  Cooksonia  und  Telipna  anschließt. 

hiendl-  P.  hiendlmayen  Dew.  (61  e).   Beide  Flgl  orangerot;    Spitzenhälfte  der  Vflgl  bis  zum  Hinterwinkel  und 

""'^^*'  zur  Mitte  des  Vrds  schwarz  mit  schmaler  weißer  Subapicalbinde  und  unten  außerdem  mit  weißen  Saumflecken. 
Hflgl  mit  schwarzer  nur  1,.5  mm  breiter  Saumbinde,  welche  oben  ungefleckt,  unten  aber  weißgefleckt  ist.  Congo- 
gebiet:    Mukenge  und  Ikelemba. 


Zweite    A  r  t  e  n  g  r  u  p  p  e. 

Diese  Gruppe  umfaßt  die  t}-pischen  Penfila- Arten,  deren  Zeichnung  aus  schwarzen  oder  schwärzlichen, 
gewöhnlich  freien,  aber  auch  mehr  oder  weniger  zusammengeflossenen  Flecken  auf  hellem  Grunde  besteht. 
Diese  Flecke  treten  auf  der  Unterseite  am  deutlichsten  und  am  besten  getrennt  auf  und  bestehen,  wenn  yoU- 
ständig  vorhanden  aus:  l.  Wurzelpunkten  in  den  Mittelzellen  und  an  der  Wurzel  der  Felder  1  b,  2.  9  und  10 
der  Vflgl  und  1  c,  2  und  7  der  Hflgl;  2.  emem  Mittelpunkt  am  Ende  der  Zelle;  3.  Discalpunkten  in  den  Fel- 
dern 2 — 6  und  9  der  Vflgl  und  1  b — 7  der  Hflgl ;  4.  Submarginalpunkten  in  den  Feldern  1  b — 6  und  8  der  Vflgl 
und  1  c — 6  der  Hflgl;  .5.  Saumpunkten  an  den  Rippenenden.  Diese  Punkte  sind  demnach  fast  ganz  wie  bei 
Pardopsis  punctatissima  (.53  a)  angeordnet. 


Ueb  ersieht    der    Arten. 

I.  Flgl  oben  mit  rotgelber  —  orangegelber  —  ockergelber   Grundfarbe. 

A.  Die  Hflgl  oben  mit  schwarzer  oder  schwarzgrauer  Saumbinde  oder  wenigstens  mit  großen,  schwarzen, 
zusammenstoßenden  Saumflecken . 

a.  Beide  Flgl  unten  mit  gerundeten  freien  Discal-  und  Submarginalpunkten  oder  wenigstens  mit  den  letz- 
teren oder  statt  derselben  mit  dicken  schwarzen  Längsstrichen  am  Saume  auf  den  Zwischenader- 
f  alten. 

*.  Die  Flgl  unten  am  Saume  ohne  schwarze  Längsstriche  auf  den  Zwischenaderf alten. 

§.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Oberseite  ist  sehr  breit  und^bedeckt  auch  die^Disc alpunkte, 
welche  den  Submarginalflecken  stark  genähert  sind.  Im  Felde  2  der  Vflgl  steht  der  Dis- 
calpunkt  viel  näher  am  Submarginalpunkt  als  am  Wurzelpunkt. 

0.  Die  schwarze  Spitze  der  Vflgl-Oberseite  ist  sehr  breit,  erreicht  die  Spitze  der  Mittelzelle 
und  bedeckt  ganz  oder  fast  ganz  die  Wurzel  der  Felder  5  und  6.  Grundfarbe  der  Ober- 
seite rotgelb P-  nero. 


Ausgegehen  6.  II.  1014.  PENTILA.     Von  Dr.   G.  AURIVILLIUS.  305 

00.  Die  schwarae  Spitze  der  Vflgl-Oberseite  ist  mäßig  breit,  bedeckt  nicht  die  Wurzel  der 
Felder  4 — 6  und  ist  von  der  Spitze  der  Mittelzelle  ziemlich  weit  getrennt. 

P.  rotha. 

§§.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Oberseite  ist  weniger  breit  und  erreicht  darum  in  den  Feldern 
1  b— 3  der  Vflgl  und  1  c— 6  der  Ht'lgl  nicht  die  Discalpunktc.  Wenn  die  Discalpunkte 
oben  fehlen,  kann  man  jedoch  ihre  Lage  auf  der  Unterseite  leicht  sehen,  wenn  man  die  Flgl 
gegen  das  Licht  hält. 

0.  Mittelzelle  der  Vflgl  höchstens  mit  drei  schwarzen  Punkten. 

1.  Saumbhide  der  Hflgl-Oberseite  breit.    Grundfarbe  der  Unterseite  rein  ohne  Strichel- 
clien p.  amenaida. 

P.  multiplagata. 

2.  Saumbinde   der  Hflgl-Oberseite   schmal,   linienförmig.     Grundfarbe  rot,  unten  mit 
grauen  Schuppen  gesprenkelt P.  amenaidoides. 

00.  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  5  schwarzen  Punkten.    Flgl  unten  wenigstens  am  Saume  mit 
schwarzen  Strichelchen  und  kleinen  Pünktchen P.  ynomhasae. 

**.  Beide  Flgl  unten  am  Saume  mit  dicken  schwarzen  Strichen  auf  den  Zwischenaderfalten.   Mittel- 
zelle der  Vflgl  ohne  schwarae  Punkte.    Vrd  der  Vflgl-Oberseite  schmal  schwarz. 

P.  clarensis. 

P.  pauli. 

ß.  Die  Flgl  unten  ohne  Discal-  und  Submarginalpunkte  oder  nur  mit  klehaen  und  undeutUchen  solchen 
Punkten.  Obeji  ist  gewöhnlich  nur  ein  schwarzer  Punkt  am  Ende  der  Zelle,  bisweilen  auch  einige 
kleine  Wurzelpunkte  vorhanden.    Vflgl  oben  am  Vrd  wenigstens  bis  zur  Mittelzelle  schwärzlich. 

*.  Beide  Flgl  mit  deutlichem,  schwarzem  Punkt  am  Ende  der  Mittelzelle. 

§.  Die  schwarze   Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  erreicht  nicht  die  Spitze  der  Mittelzellc  und 
bedeckt  nicht  die  Wurzel  der  Felder  5  und  6 P.  petreia. 

§§.  Die   schwarze  Saumbinde    der  Vflgl-Oberseite    erreicht  die  Spitze  der  Slittelzelle  und  bedeckt 
die  Wurzel  der  Felder  5  und  6 P.  inconspictui. 

**.  Beide  Flgl  ohne  schwarzen  Mittelpunkt P.  parapetreia. 

B.  Die  Hflgl  oben  ohne  dunkle  Saumbmde  oder  Saumlinie  und  gewöhnlich  auch  ohne  Saumpunkte,  bisweilen 
aber  mit  kleinen  Saumstrichen,  welche  sich  auf  die  Fransen  als  schwarze  Flecke  ausdehnen.  Vflgl  oben 
am  Vrd  nicht  oder  nur  schmal  verdunkelt. 

*.  Beide  Flgl  unten  ohne  Submargmaljjunkte ;    die  Discalpunkte  fehlen  auch  oder  sind  klein  oder  un- 
vollständig da.    Oben  haben  die  Flgl  nur  emen  Mittelpunkt  und  bisweilen  auch  1 — 5  Wurzelpunkte. 

P.  paucipunctata. 

**.  Die  Flgl  unten  mit  deutlichen  Discal-  und  Submarginalpunkten. 

1.  Beide  Flgl  oben  ohne  Discalpunkte;    die  Hflgl  auch  ohne  Submarginalpunkte. 

P.  tropicalis. 

2.  Beide  Flgl  oben  mit  Discalpunkten. 

a.  Die'j,Vflglspitze  oben  wenigstens  3 — 4  mm  breit  schwarz.    Beide  Flgl  oben  mit  Submarginal- 
puniten,  welche  auf  den  Vflgln  mehr  oder  weniger  mit  dem  Saume  vereinigt  sind. 

P.  lasti. 

ß.  Die  Vflglspitze  oben  beim  ^  kaum  oder  sehr  wenig  geschwärzt.    Beide  Flgl  oben  ohne  Sub- 
marginalpunkte.   Grundfarbe  lebhaft  orangegelb P-  occidentalium. 

II.  Flgl  mit  hell  schwefelgelber  bis  weißer  Grundfarbe  und  nur  dicht  an  der  Wurzel  etwas  ockergelb. 

A.  Beide  Flgl  unten  und  wenigstens  die  Hflgl  auch  oben  mit  deutlichen,  freien,  dunklen  Saumpunkten 
an  den  Rippenenden. 

y..  Die  Flgl  auf  beiden  Seiten  mit  Discal]iunkten.  unten  auch  mit  Submarginalpunkten. 

XIII  39 


306  PENTILA.     Von  Dr.  C.  Aujuvrixirs. 

*.  Alle  Punkte  klein  und  auf  der  Unterseite  bräunlich.   Die  dunkle  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite 
erreicht  höchstens  die  Rippe  2 P.  laura. 


** 


Die  Flglpunkte  groß  und  deutlich,  schwarz  oder  schwaizgrau.  Die  dunkle  Saumbinde  der  Vflgl- 
Oberseite  erreicht  wenigstens  die  Rippe  1 P.  keiritsoni. 

ß.  Flgl  auf  beiden  Seiten  ohne  Discalpimkte. 

*.  Wenigstens  die  Vflgl  mit  deutlichem  schwarzem  Mittelpunkt.    Vflgl  oben  mit  breiter  dunkler 
Apicalbinde,  welche  wenigstens  die  Rippe  4  erreicht. 

§.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  großen  Submarginalpunkten,  welche  oben  mit  den  Saumpunkten 
zu  einer  Saumbinde  vereinigt  sind.  Die  dunkle  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  sehr  breit 
und  erreicht  den  Hinterwinkel  oder  die  Rippe  1. 

1.  Mittel-  und  Wurzelpunkte  sehr  groß.   Grundfarbe  der  Htlgl-Unterseite  rem  olrne  Strichel- 
chen  P.  pardaiena. 

2.  Mittel-    und    Wurzelpunkte    klein    oder    mäßig  groß.    Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite 
mit  schwarzen  Strichelchen P.  christina. 

§§.  Hflgl  wenigstens  oben  ohne  Submarginalpunkte. 

f.  Sauniflecke  besonders  unten  nach  innen  strichförmig  ausgezogen.    Keine  Submarginal- 
punkte       P.  auga. 

tt-  Saumflecke  nicht  strichförmig  ausgezogen. 

0.  Hflgl  dunkler  als  die  Vflgl,  blaß  ockergelb P.  aspasia. 

00.  Hflgl  nicht  dunkler  als  die  Vflgl. 

.  Vflgl  wenigstens  mit  zwei  Wurzelpunkten  (in  2  und  der  Mittelzelle). 

1.  Vtlgl  mit  6 — 10  (je  einem  in  Ib — 3,  9 — 11  und  2 — 5  in  der  Mittelzelle). 
Hflgl  mit  2 — 6  (je  einem  in  1  c,  2,  7  und  0 — 3  in  der  Mittelzelle)  Wurzel- 
punkten   und    unten    bisweilen    auch    mit    Submarginalpunkten. 

P.  abraxas. 
P.  telesippe. 
P.  cloeten^i. 
■2.  Vflgl  nur  mit  2—3   (in  2,  10  und  der  Mittelzelle),  Hflgl  mit   1—2  Wurzel- 
punkten (in  2  und  7). 

a.  Vflgl   hell   gelb   mit   großem  weißem  Hjdfleck:    Hflgl  weiß.    Spitzenfleck 
der  Vflgl  nur  1 — 2  mm  breit P.  pfiidia. 

b.  Beide  Flgl  mit  weißer  Grundfarbe P.  tripunctata. 

P.  elpinice. 
P'^.  Flgl  ohne  Wurzelpunkte  oder  selten  mit  einem  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  im 
Feld  7  der  Hflgl P.  torrida. 

**.  Beide  Flgl  oben  und  unten  ohne  Mittelpunkt  und  ohne  alle  anderen  Punkte  als  die  Saunipunkte. 

P.  tachyroides. 

B.  Beide  Flgl  ohne  schwarze  Saumpunkte  und  ohne  Discal-  und  Submarginalpunkte,  aber  mit  schwarzem 
3Iittelpunkt. 

a.  Vflgl  oben  mit  einem  4 — 5  mm  breiten,  schwarzen  Apicalfleck,  welche  an  der  Rippe  4  oder  zwischen 
3  und  4  breit  endet.    Beide  Flgl  ohne  Wurzelpunkte.  P.  picena. 

ß.  Vflglspitze  oben  gar  nicht  oder  nur  zwischen  den  Rippen  6  und  9  schmal  schwarz  gefärbt. 

*.  Flgl  wenigstens  mit  einem  Wurzelpunkt  und  die  Vflgl  oben  mit  schwarzem  Apicalfleck. 

1.  Vflgl   mit   zv-ei   Wurzelpunkten    (in  2  und  in  der  Zelle);     Hflgl   mit   zwei   Wurzelpunkten 
(in  2  und  7).  Hflgl  unten  gelblich  jand  schwarz  gestrichelt P.  bitje. 

2.  Flgl  auf  beiden  Seiten  rein  weiß :  jeder  nur  mit  einem  Wurzelpunkt   (in  der  Mittelzelle  der 
Vflgl  und  Feld  7  der  Hflgl) P.  alba. 

**.  Beide  Flgl  ohne  Wurzelpunkte  und  ohne  alle  anderen  schwarzen  Zeichnungen  als  die  Mittelpunkte. 

P.  glagoessa. 


PENTILA.     Von  Dr.  0.  Aurivilliüs.  307 

P.  nero  Sm.  u.  Ky.    ( ?   =  umbra   Holl.)  (61  e).  Flgl  mit  orangegelber  oder  rotgelber  Grundfarbe  und  nero. 
oben  mit  sehr  breiter,  dunkler  Saumbinde,  welche  die  Discalpunkte  und  auf  den  Vflgln  auch  die  Spitze  der 
Mittelzelle  erreicht ;   auf  den  Vtlgl  setzt  sie  sich  am  Vrd  bis  zur  Wurzel  fort  und  erreicht  dort  den  Vrd  der 
Mittelzelle.     Unten    sind  alle  Punkte  vollständig  vorhanden.   Kuilu-Fluß  und  Congo-Gebiet. 

P.  rotha  Hew.  (=  marianna  Suff.)  (61  e)  weicht  von  nero  nur  dadurch  ab,  daß  die  schwarze  Apical-  rotim. 
binde  der  Vflgl-Oberseite  die  Spitze  der  Mittelzelle  nicht  erreicht,  so  daß  die  Felder  4 — 6  im  Wurzelteil  gelb 
sind.    Kamerun  bis   Gabun. 

P.  amenaida  Hew.  (61  f).    Flgl  orangegelb  oder  selten  rötlichgelb,  oben  mit  schwarzer  Saumbinde,  amenaida. 
welche  schmal  ist  und  die  Discalpunkte  der  Hflgl  und  der  Felder  2  und  3  der  Vflgl  nicht  erreicht  und  am  Vrd 
derVflgl  die  Mittelzelle  nicht  erreicht;  die  Discalpunkte  fehlen  bisweilen  oben,  (=ab.  amenaidanaÄiranrf),  und  amenai- 
scheinen  nur  von  unten  durch ;  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  ohne  schwarze  Punkte  oder  höchstens  mit  drei  solchen  ^"^^^ 
Punkten;    Unterseite  gewöhnlich  mit  allen  Punkten  vollständig  entwickelt.    Congo-Gebiet  und  Angola.  — 
nyassana  Auriv.  weicht  dadurch  ab,  daß  alle  oder  fast  alle  Wurzelpunkte  der  Oberseite  fehlen  und  daß  die  Flgl  nyassana. 
unten  am  Saume  grünlich  gelb  sind.    Nyassa-Land. 

P.  multiplagata  Baker  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  nach  der  Beschreibung  kaum  von  amenaida  muUipla- 
verschieden  zu  sein;  in  der  Beschreibung  sind  wenigstens  keine  Kennzeichen  angeführt,  welche  nicht  auch  auf  ^'^^■ 
Stücke  von  amenaida  passen  könnten.  Die  Beschreibung  lautet:  ,, Thorax  schwarz;  Abdomen  hell  ockergelb; 
beide  Flgl  ockergelb  mit  etwas  gelappten,  sehr  breiten  schwarzen  Saumbinden;  Vflgl  mit  dem  Vrd  schmal 
schwarz  mit  zwei  schwarzen  Punkten  über  der  Zelle,  einem  größeren  am  Ende  der  Mittelzelle  und  3  postmedialen 
(=  Discalpunkten)  in  einem  Bogen  von  der  Rippe  1  bis  3.  Hflgl  mit  einem  Punkte  am  Zellende  und  einer 
postmedialen  mit  der  schwarzen  Saumbinde  gleichlaufenden  Reüie  von  7  Punkten,  von  denen  die  drei  unteren 
näher  an  der  Wurzel  als  die  vier  oberen  stehen.  Unterseite:  Vflgl  ockergelb  an  der  Spitze  gelblich  mit  drei 
Punkten  über  die  Mittelzelle,  emem  an  üirer  Spitze,  einem  zwischen  den  Rippen  1  und  2  nahe  an  dem  Winkel, 
einer  postmedialen  Reilie  von  8  Punkten,  an  und  über  dem  cb-itten  C'ostalpunkt  anfangend  und  emer  subtermina- 
len Reihe  von  6  Punkten,  von  denen  die  drei  vordersten  breite  Flecke,  die  drei  hintersten  große  Punkte  bilden. 
Hflgl  heller  als  die  Vflgl  mit  einer  gebogenen  Reilie  von  5  Wurzelpunkten,  von  denen  der  am  Vrd  und  in  der  Zelle 
sehr  klein  und  die  drei  übrigen  in  1  a — 2  groß  sind,  einer  postmedialen  ReUie  von  9  großen  Punkten  und 
einer  subterminalen  Reüie  von  7  großen  Punkten.    Flglspannung  40  mm".    Congo-Gebiet:  Makala. 

P.  amenaidoides  Holl.  kommt  der  P.  amenaida  sehr  nahe  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  schwarze  amenaidoi- 
Saumbinde  der  Oberseite  auf  den  Hflgln  und  in  den  Feldern  la — 2  derVflgl  sehr  schmal,  linienförmig  ist.  Die 
Gnindfarbe  ist  rötlich  und  auf  der  Unterseite  mit  grauen  Schuppen  gesprenkelt.    Gabun. 

P.  mombasae  Sin.  u.  Ky.  (61  f)  ist  wahrscheinUch  die  östliche  Rasse  von  amenaida  und  weicht  nur  mombasae. 
dadurch  ab,  daß  die  Mittelzelle  der  Vflgl  5  schwarze  Punkte  hat,   von  denen  einer  nahe  an  der  Wurzel  und  die 
anderen  paarweise  übereinander  stehen ;  dazu  kommt,  daß  die  Hflgl  unten  mehr  oder  weniger  schwarz  gestrichelt 
sind.    Beim  o  sind  die  Vflgl  oben  am  Vrd  breit  schwarz.   Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika.  —  ab.  dama  Suff.  dama. 
weicht  dadurch  ab,  daß  die  Saumbinde  der  Oberseite  auf  den  Hflgln  und  zwischen  dem  Hinterwinkel  und  der 
Rippe  2  der  Vflgl  nur  durch  Saumflecke  vertreten  ist.    Deutsch  Ost-Afrika:  Lindi.  —  ab.  sigiensis  Strand  siglemis. 
weicht  durch  Undeutlichwerden  der  schwarzen  Bestäubung  der  Unterseite  und  durch  Reduzierung  der  schwar- 
zen Punkte  ab.    Saumbinde  der  Oberseite  wie  bei  der  Hauptform;   beim  r^  fehlt  die  dunkle  Vrdbinde  der  Vflgl- 
Oberseite  fast  völlig.    Bildet  einen  deutlichen  Uebergang  zu  amenaida.    Deutsch  Ost-Afrika. 

P.  pauli  weicht  von  den  übrigen  Arten  außer  darensis  dadurch  ab,  daß  beide  Flgl  unten  am  Saume  6 
schwarze  Längsstriche  auf  den  Falten  der  Felder  1  b  (respektive  Ic)  bis  6  haben;  Flgl  oben  mit  breiter,  dunkler, 
nach  innen  gelappter  Saumbinde,  unten  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  dunklen  Fransen;  Mittelpunkte 
stets  groß  und  deutlich.  —  pauli  Stgr.  Discalpunkte  klein,  oben  oft  undeutlich;  Wurzelpunkt  des  Feldes  7  pauli. 
der  Hflgl  klein.  Nigeria:  Loko.  —  ab.  radiata  Lathy  (62  a)  entbehrt  der  Discalpunkte  und  hat  außer  den  Mittel-  radiata. 
punkten  nur  einen  Wurzelpunkt  im  Felde  7  der  Hflgl,  der  jedoch  so  groß  wie  der  Mittelpunkt  ist.  Nigeria. 
—  ab.  multipunctata  Lathy  (62  a)  hat  auf  beiden  Seiten  große  und  deutliche  Discalpunkte.   Nigeria.  muUipunc- 

P.  ciarensis  Neave  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  nach  der  Beschreibung  nur  dadurch  von  pauli  abzu-  darensis. 
weichen,  daß  die  Flgl  unten  zwischen  den  Rippenenden  helle  Saumflecke  haben.    Uganda:  Toro. 

P.  petreia.    Beide  Flgl  oben  mit  breiter,  schwarzer,  nach  innen  fast  ganzrandiger  Saumbinde,  welche  petreia. 
sich  auf  den  Vflgln  am  Vrd  bis  zur  Wurzel  erstreckt  und  den  Vrd  der  Zelle  erreicht;  Mittelpunkte  groß  und  deut- 
lich ;  gewöhnlich  2  schwarze  Punkte  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl;  Discalpunkte  fehlen  oben  und  gewöhnlich  auch 
unten.  —  petreia  Hew.  hat  eine  rötliche  Grundfarbe.    Ashanti  bis  Uganda.  —  preussi  Stgr.  (61  f).  Grundfarbe  preussi. 
beider  Flgl  ockergelb.    Sierra-Leone. 

P.  inconspicuaffam.Dmce  (63  a)  weicht  von  pj-ewssi  (61  f)  nur  dadurch  ab,  daß  der  schwarze  Apicalteil  inconspi- 
der  Vflgl-Oberseite  die  Spitze  der  Mittelzelle  erreicht  und  die  Felder  5  und  6  völlig  bedeckt;    die  Unterseite  """' 
ist  auch  dunkler,  mehr  braun  gesprenkelt.    Congo-Gebiet:    Kassai  und  Uganda. 


308  TENTILA.     Von  Dr.  C.  Aubivillius. 

parapelreia.  P.  parapetreia  /i'^/.   wi'icht  (lurcli  folgende  Kennzeichen  von /je/rew  ab :    Vrdbinde  der  Vflgl-Oberseitc 

sehr  breit  fast  die  ganze  Mittelzelle   bedeckend;  beide  Flgl  ohne  Mittelpunkt;    Saunibinde  der  Hflgl  breiter; 
Vflgl  jnit  einem  Wurzelpunkt  in  Ib;    Unterseite  stark  verdunkelt.    Deutsch  Ost- Afrika:    Ulugiiru-Berge.  — 
derema.  Bei  ab.  derema  Strand  ist  die  Saunibinde  der  Hflgl-Oberseite  nicht  breiter  als  bei  petreia.   Usambara. 

vaucipunc-  P*  paucipunctata  A'y.  (61  f ).   Grundfarbe  blaß  ockergelb ;  Vflgl  oben  am  Vrd  schmal  dunkel  gesprenkelt 

tata.  und  beim  (^  mit  einem  schwarzen  S])itzenfleck.  -welcher  an  der  Rippe  3  spitz  endet  und  an  der  Spitze  3  mm 

breit  ist,  außerdem  imr  mit  einem  Mittelpunkt  und  emem  Punkt  in  der  Zelle;    beim  $  fehlt  der  Spitzenfleck 

völlig;    Hflgl  oben  ohne  andere  Zeichnungen  als  ein  schwarzer  Mittelpunkt;   unten  sind  die  Hflgl  überall  und 

die  Vflgl  am  Vrd  imd  an  der  Spitze  fein  dunkel  gestrichelt  iind  haben  außer  dem  Mittelpunkte  gewöhnlich  einige 

lutmris.  Wurzel-  und  Discalpunkte.   Kamemn  und  Congo-Gebict.  —  lunaris  Weym.  hat  auf  der  Überseite  der  Vflgl  eine 

halbmondförjnige  schwarzbraune  Saunibinde,  welche  an  der  Mitte  des  Vrds  anfängt,  an  der  Rippe  1  endet  und 

an    der   Flglspitze    5    mm    breit  ist;    Vflgl  mit  6  Wurzelpiinkten,  5  in  der  Zelle  und  1  im  Felde  2;    Hflgl 

cydaria.  mit  emem  Wurzelpunkt   in   7;    beide  Flgl  unten  jnit  Discalpunkten.     Sierra-Leone.  —  cydaria  Sm.  weicht 

von  lunaris  nur  dadurch  ab,    daß  die  Wurzelpunkte  ganz  fehlen  und  daß  die  Discalpunkte  der  Unterseite 

nur  auf  den  Hflghi  ausgebildet  sind. 

tropicalis.  P.  tropicalis  Bsd.  (61  f  9)-   Flgl  ockergelb,  oben  mit  Mittelpunkt  und  bisweilen  auch  mit  1 — 2  Wurzel- 

punkten; Vtlgl  beim  j  oben  mit  einer  schwarzen  Saumbinde,  die  sich  jedoch  nach  hinten  in  freie  Saum- 
und Submarginalpunkte  auflöst;  Flgl  unten  mit  Wurzel,  Discal-  und  Submarginalpunkten.  Diese  Art  ist  die  am 
längsten  bekannte  Art  der  Gattung  und  kommt  in  Süd- Afrika  vonNatal  bis  Delagoa-Bay  und  Manica-Land  vor, 

lasii.  P.  lasti  8m.  «.  Ky.  (61  g)  weicht  von  tropicalis  nur  dadurch  ab,  daß  beide  Flgl  oben  deutliche  Discal- 

punkte und  die  Hflgl  außerdem  auch  oben  freie  (smd  in  der  Figur  leider  zusammengeflossen)  Submarginalpunkte 
haben;  die  Wurzelpunkte  sind  gut  entwickelt;  erinnert  auch  sehr  an  P .  mombasae  {6li)  und  weicht  davon  haupt- 
sächlich nur  durch  das  Fehlen  der  dunklen  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  und  die  schmälere  Saumbmde  der 
Vflgl  ab.    Britisch  Ost- Afrika. 

occidenia-  p.  occidentaiium  Auriv.  (61  g)  hat  eine  lebhaft  orangegelbe  Grundfarbe  und  große  scharf  hervortretende 

tum.  Jiittelpunkte ;    beide  Flgl  oben  ohne  Saumbindie  und  nur  mit  kleinen  Strichen  an  den  Rippenenden;    Spitze 
der  Vflgl  bisweilen  oben  mit  cmigen  schwarzen  Strichelchen;    Vflgl  auf  beiden  Seiten,  Hflgl  unten  mit  zahl- 
reichen Wurzelpunkten;    Flgl  auf  beiden  Seiten  mit  Discalpunkten,  nur  unten  niit  Submarginalpunkten.    Ka- 
ivimaculata.  merun,  —  ab.  ininiaculata  Suff,  entbehrt  der  Discalpunkte  auf  der  Oberseite  der  Vflgl.    Kamerun. 

laura.  P-  laura  Ky.  (61  g)  ist  M'eiß  mit  einer  4 — 5  mm  breiten  schwarzen  Apicalbmde  der  Vflgl-Oberseite, 

w  eiche  die  Rippe  3  oder  2  erreicht ;  Vflgl  außerdem  am  Vrd  schAvarz  gesprenkelt  mit  schwarzem  INIittelpunkt 
und  Discalpunkten  in  2 — 6  oder  wenigstens  in  2  und  3,  unten  auch  mit  Submarginalpunkten.  Hflgl  oben  mit 
Älittelpunkt.,  ^^'urzelplmkten  in  2  und  7,  2 — 6  Discalpunkten  und  kleinen  Saumpunkten,  unten  auch  mit  emigen 
Submargüialpunkten ;    Unterseite  etwas  gelblich,    Lagos, 

hctmisoni.  P.  hewitsoni  Sm.  u.  Ky.  (61  g)  stimmt  mit  laura  darin  überein,   daß  beide  Flgl  oben  deuthche  Discal- 

punkte haben,  welche  jedoch  hier  viel  größer  als  bei  latira  sind,  weicht  aber  durch  die  breite  schwarzgraue  Sauni- 
binde der  Vflgl-Oberseite  ab ;  dieselbe  erreicht  den  Hinterwmkel  und  schließt  die  Discalpunkte  völlig  oder  fast 
völlig  in  sich  ein;  che  Hflgl  oben  mit  großen  Saumpuidcten  und  gewöhnlich  auch  mit  Submarginalpunkten, 
limbata.  ,\lt-Calabar  und  Kajnerun.  —  limbata  Holl.  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Saum-  und  Submarginalpunkte  der 
Hflgl-Oberseite  zu  einer  Saunibinde  vereinigt  sind,    Gabun  und  Ogowe, 

pardalena.  P.  pardalena  Hain .  Bruce  (63  a.  b)  erinnert  an  die  letztgenamite  Art.,  entbehrt  aber  auf  beidenSeiten  der  Dis- 

calpunkte; Grundfarbe  gelblich  weiß ;  alle  schwarzen  Punkte  sehr  groß ;  Vflgl  oben  mit  breiter  schwarzgrauer 
Saumbinde,  welche  den  Hinterwinkel  erreicht  und  die  großen  Submargmalpunkte  einschließt ;  Hflgl  oben  mit  einer 
weißgefleekten  Saumbinde,  welche  durch  Vereinigung  der  Saum-  und  Submarginalpunkte  gebildet  ist.    Kamerun. 

christitm.  P.  chflstina  Suff.  (61  h)  hat  wie  pardalena  eme  hellgefleckte,  t^twa  2  mm  breite,  schwarze  Saumbinde 

der  Hflgl-Oberseite  und  unterscheidet  sich  von  dieser  nur  dadurch,  daß  alle  schwarzen  Punkte  kleiner  sind  und 
die  Unterseite  der  Hflgl  dunkel  gestrichelt  ist,    Kamerun, 

caiori.  P.  catori  Baker  ist  mir  unbekannt,  gehört  aber  nach  der  Beschreibung  wahrscheinlich  in  die  Nähe  von 

chri.stina.  „i^  Kopf,  Fühler  und  Halsschild  schwarz:  iMetathorax  bräunlich;  Hinterkörper  ockergelb:  beide 
Flgl  strohgelb;  Vflgl  am  Vrd  fast  bis  zur  Costalrippe  dunkelbraun;  diese  Farbe  fließt  mit  der  sehr  breiten 
.schwarzen  Spitze  und  Saunibinde  zusammen;  ein  schwarzer  Punkt  in  Feld  11  und  hmter  demselben  einer 
in  der  Zelle;  diese  Punkte  bisweilen  undeutlich;  ein  schwarzer  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle.  Hflgl  mit  einem 
schwarzen  Punkt  über  der  Mitte  der  Zelle  und  emem  an  der  Spitze  der  Zelle;  Saum  breit  braun  von  der  Rippe 
6  bis  zur  Rippe  3.  Unterseite  mit  den  Flecken  und  Zeichnungen  der  Oberseite  durchscheinend  und  außerdem 
mit  einem  Wurzelpunkt  im  Felde  2  der  Hflgl  und  mit  einer  gebogenen  Reihe  von  7  Submarginalpunkten. 
welche  auf  der  Oberseite  sch^\■ach  durchscheinen.  —  $  dem  ^  ähnlich  aber  weißer;  Hflgl  mit  den  Submarginal- 


PENTILA.     Von  Dr.  C.  Aueivillius.  309 

punktuii  eboiiso  doutlit'h  oben  ^\ie  unten;  Unterseite  wie  beim  cj  aber  mit  einer  postiiiedianen  Reüie  von  5 
oder  6  Punkten,  welche  oben  im  dunlclen  Felde  schwach  angedeutet  sind.  Flgispaimung  44 — 48  mm."  Ni- 
geria, in  der  Kabba-Provinz. 

P.  abraxas  Dhl.  u.  New.  (61  g).  Flgl  hell  schwefelgelb,  an  der  Wurzel  schmal  ockergelblich;  Mittelpunkt  ahraxas. 
deutlich;  Discalpunkte  fehlen  völlig;  Submarginalpunkte  nur  unten  und  auch  dort  nicht  immer  vorhanden; 
Vflgl  mit  fi— 8  Wurzelpunkten  und  oben  mit  einer  schwärzlichen  Subapicalbinde,  welche  an  der  Rippe  4  endet, 
und  mit  freien  Saumflecken  am  Ende  der  Rippen  1—3.  Hflgl  mit  2(cJ)— 6($)  Wurzelpunkten  und  ganz 
freien  Saumpunkten.  Goldküsto  bis  Gabun.  —  ab.  maculata  Ky.  (=  yaunda  Karsch,  hedwiga  Suff.)  maculata. 
(61  h)  ist  eine  Form,  bei  der  die  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  durch  Zusammenfließen  der  Saumflecke  1—3  den 
Hinterwinkel  mehr  oder  weniger  vollständig  erreicht  und  die  Submarginalpunkte  der  Unterseite  vollständig 
da  sind.     Kamerun. 

P.  telesippe  Grünb.  (63c).  Diese  mir  unbekannte  Art  wird  in  folgender  Weise  beschrieben :  Flgl  gelblich-  telesippe. 
weiß  mit  ockergelber  Wurzel ;  Apicalfleck  der  Vflgl  3  mm  breit  am  Ird  ausgeschnitten,  in  ganzer  Ausdehnung 
deni  Saum  chcht  anliegend,  bis  zur  Rippe  4  reichend  oder  unwesentlich  über  sie  hinausragend;  im  Vflgl  10, 
im  Hflgl  7  Saumflecke;  beide  Flgl  mit  großem  runden  Discalfleck;  Wurzelpunkte  im  Vflgl  7  (in  den  Fel- 
dern 2,  9,  10,  11,  sowie  3  m  der  Zelle),  im  Hflgl  2  (in  2  und  7).  Unterseite  wie  oben;  Submarginal- 
punkte der  Vflgl  mehr  oder  weniger  deutlich  (in  den  Feldern  1  b — 6,  8,  9),  aber  viel  weniger  scharf  als  bei 
abraxas,  der  Hflgl  klein  und  ziemlich  undeutlich  (in  1  b — 6).    Süd-Kamei-un  und  Spanisch  Guhiea. 

P.  cloetensi  Auriv.  {  =  e\imeda, Stoff.)  steht  der  P.  abraxas  sehr  nahe  und  weicht  nur  durch  eine  fast  weiße  cloetensi. 
Grundfarbe  und  die  größere  wenigstens  bis  zur  Rippe  3  zusammenhängende,  nach  innen  fast  gerade  abgeschnit- 
tene schwarze  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  ab;    Hflgl  nur  in  2  und ,7  mit  Wurzelpunkt.    Südliches  Congo- 
Gebiet. 

P.  auga  Karsch  (61  h)  ist  auch  eme  mit  P.  abraxas  nahe  verwandte  Ai't  und  stimmt  m  der  Ausbildung  auga. 
der  Wurzel-  und  Mittelpunkte  mit  ihr'überein;   Discal-  und  Submarginalpunkte  fehlen  völlig.   Die  Art  ist  von 
allen  anderen  dadurch  kenntlich,  daß  die  Saumpunkte  besonders  auf  der  Unterseite  nach  innen  strichförmig 
verlängert  sind;    die  Saumstriche  der  Rippen  5 — 8  der  Vflgl-Oberseite  sind  zu  einem  Apicalfleck  vereinigt. 
Kamerun  bis  Congo. 

P.  aspasia(Trmi6.  (63c).  ,,  Vflgl  weißlichgelb;  Hflgl  dunkler,  blaß  ockergelb  nur  am  Rand  heller;  Apical-  aspasia. 
fleck  der  Vflgl  sehr  intensiv  dunkel,  innen  ausgerandet,  in  ganzer  Ausdehnung  dem  Rand  anliegend  und  mit 
den  Saumflecken  ganz  verschmolzen  bis  zu  dem  Saumfleck  der  Rippe  3  reichend  oder  auch  Icurz  vor  diesem 
abbrechend;  Saumflecke  groß  und  sehr  intensiv,  an  der  Spitze  der  Vflgl  nur  durch  kleine  helle  Punkte  getrennt, 
am  Vrd  teilweise  zusammenfließend;  Hflgl  mit  5  großen  scharfen  Saumflecken;  Vrd  der  Vflgl  zwischen 
Wurzel  und  Apicalfleck  dicht  schwarz  gesprenkelt  und  gefleckt ;  Mittelpunkt  nur  in  den  Vf Igln  groß  und  scharf, 
in  den  Hflghi  sehr  klein  oder  fehlend;  Wurzelflecke  der  Vflgl  in  den  Feldern  9,  10  und  11  groß  und  scharf 
viereckig  mit  den  Vrdf lecken  mehr  oder  weniger  verschmolzen,  der  Fleck  in  2  klein  oder  ganz  fehlend,  in 
der  Zelle  3  Flecke ;  Hflgl  nur  mit  einem  Wurzelpunkt  (im  Felde  7),  der  ebenfalls  fehlen  kann;  bei  einem  Stück 
sind  die  Hflgl  abgesehen  von  den  Saumflecken  oben  ganz  ungefleckt.  —  Unterseite :  Vflgl  weißlichgelb,  Hflgl 
hell  ockergelb,  nur  der  äußerste  Saum  weißlich  gelb;  Mittelpunkt  beider  Flgl  scharf,  nur  in  den  Hflgln  kleiner; 
Wurzelflecke  der  Vflgl  wie  oben,  auch  der  Fleck  im  Felde  2  stets  deutlich  vorhanden;  Hflgl  mit  Wurzel- 
punkten (in  2  und  7)  oder  nur  in  7  mit  solchem  Flecke;  Vflgl  mit  Submarginalflecke  in  den  Feldern  7,  5  und  4; 
der  erstere  groß,  viereckig,  die  letzteren  ziemlich  undeutlich".    Spanisch  Guüaea. 

P.  phidia  Heir.   Flgl  weiß;   Vflgl  aui  Vrd  wenigstens  bis  zur  Zelle,  an  der  Spitze  bis  zum  Mittelpunkte  phidia. 
und  am  Saume  breit  gelb;  beide  Flgl  mit  schwarzen  Saumpunkten,  welche  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  zwischen 
der  Rippe  4  und  dem  Vrd  zu  einem  sehr  schmalen  Spitzenfleck  vereinigt  smd;    außerdem  haben  die  Flgl 
nur  3"schwarze  Punkte,  einen  Mittelpunkt  und  zwei  Wurzelpunkte,  von  denen  die  der  Vflgl  im  Feld  2  und  in 
der  Zelle  und  die  der  Hflgl  m  2  und  7  stehen.    Ashanti  und  Togo. 

P.  tripunctata  Auriv.  (61  h).    Beide  Flgl  rein  weiß  mit  schwarzen  Saumflecken,  welche  an  der  Spitze  Mpunctata. 
der  Vflgl-Oberseite  zu 'einer  schwarzen  etwa  3  mm  breiten  am  Saume  hellgefleckten  Binde  vereinigt  sind;  jeder 
Flgl  außerdem  nur  mit  Mittelpunkte  und  1 — 2  Wurzelpunkte,  welche  wie  bei  phidia  angeordnet  sind.    Congo- 
Gebiet. 

P.  elpinice  Grünb.  (63c)  ist  offenbar  mit  tripunctata  nahe  verwandt  und  wird  mit  folgenden  Worten  be-  elpinice. 
schrieben:  ,,  Apicalfleck  im  Vflgl  2 — 3  mm  breit,  am  Irdtief  winkelig  ausgeschnitten,  bis  zur  Rippe  4  reichend; 
Vflgl  mit  10,  Hflgl  mit  7  Saumflecken ;  Mittelpunkt  beider  Flgl  scharf ,  aber  nicht  sehr  groß;  in  denVflgln  3—4 
Wurzelflecke  (in  den  Feldern  2,  10,  11,  sowie  einer  in  der  Zelle);  in  den  Hflgln  nur  ein -Fleck  im  Felde  7. 
Unterseite :  Submarginalflecke  der  Vflgl  klein  und  unscharf,  in  den  Hf Ighi  ganz  fehlend ;  Wurzelflecke  wie  oben, 
nur  hl  den  Vflgln  2  Punkte  in  der  Zelle,  der  zweite  klein  basalwärts".    Süd-Kamerun. 


310  PENTILA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLlus. 

torrida.  P.  torrida  Ky.  ((il  li)  hat  weiße  Flgl  mit  schwarzen  Saumpunkten  und  Mittelpunkte  und  außerdem 

keine  Zeichnungen  oder  je  nur  einen  Wurzelpunkt  (in  der  Zelle  der  Vt'lgl  und  im  Felde  7  der  Hflgl);  V'flgl 
oben  mit  emem  schwarzen,  etwa  3  mm  breiten  Spitzenfleck,  welcher  an  der  Rippe  4  endet.  Gabun  bis  Kuilu- 
Fluß. 

iachyroides.  P.  tachyroldes  Deiv.  (fil  h,  i)  hat  weiße  Flgl  mit  schwarzen  Saumpunkten,  welche  auf  der  Oberseite  der 

Vflgl  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  4  zu  einem  Apicalfleck  vereinigt  sind;    keine  andere  Zeichnungen. 
roidesta.  Kamcnin  bis  Angola.  —  Bei  ab.  roidesta  Suff,  fehlt  auch  die  dunkle  Apicalbinde  der  Vflgl-Oberseite  und 
wird  durch  freie  oder  fast  freie  Saumflecke  vertreten.    Nord-Kamerun. 

picena.  P.  pjcena  Hew.    Flgl  gelblichweiß  mit  großem  schwarzem  Mittelpunkt;    Vflgl  in  der  Mitte  und  am 

Hrd  fast  rein  weiß,  oben  mit  schwarzem  Vrd  und  breitem  schwarzem  Spitzenfleck,  welcher  die  Rippe  4  erreicht ; 
beide  Flgl  ohne  Saumpunkte  oder  andere  schwarze  Zeichnungen.    Ashanti. 

büje.  P.  bitje  Harn.  Bruce  (63  c).  Flgl  M^eiß,  unten  fein  dunkel  gesprenkelt  oder  gestrichelt ;  Vflgl  oben  an  der  Wur- 

zel des  Vrds  gelblich  und  mit  kleinem  schwarzem  schmalem  Spitzenfleck  zwischen  den  Rippen  6  und  9;  Hflgl 
unten  gelblich;  beide  Flgl  mit  Mittelpunkt  und  2  Wurzelpunktcn  (im  Felde  2  und  in  der  Zelle  der  Vflgl; 
in  den  Feldern  2  und  7  der  Hflgl);    sonst  ohne  schwarze  Punkte  oder  Flecke.    Kamerun. 

alba.  P.  alba  Deic.   Flgl  auf  beiden  Seiten  niit  rem  weißer  Grundfarbe  ohne  Strichelchen ;   Vflgl  oben  an  der 

Spitze  nur  :  ehr  wenig  verdunkelt;  beide  Flgl  mit  kleinem  schwarzem  ^littelpunkt  und  außerdem  nur  mit  einem 
Wurzelpunkte,  welcher  in  den  Vflgln  in  der  Zelle  und  in  den  Hflgln  im  Felde  7  steht.   Congo-Gebiet:  Mukenge. 

glagoesaa.  P.  glagoessa  HoH.  Flgl  rein  weiß,  an  der  Wurzel  etwas  gelblich,  mit  schwarzem  Mittelpunkte  aber  ohne 

alle  andere  Zeichnungen.    Ogowe-Tal. 


Dritte     A  r  t  e  n  g  r  u  p  p  e. 

Die  hieher  gehörigen  Arten  wurden  früher  mit  Unrecht  zu  Larinopoda  oder  Liptemi  geführt,  mit  denen 
sie  nur  äußerlich  durch  die  Färbung  und  Zeichnung,  nicht  aber  im  Rippenbau  übereinstimmen.  Die  Flgl  sind  etwas 
kürzer  und  l)rciter  als  bei  den  Arten  der  dritten  Gruj)pe.  von  denen  sie  sieh  durch  das  Fehlen  der  Saum-,  Sub- 
iiiargiiuil-  und  Discalpunkte,  sowie  eines  freien  Mittelpunkt  der  Vflgl  unterscheiden.  Die  schwarzen  Saumbindon 
der  Überseite  treten  auch  unten  ähnlich  auf,  was  nie  bei  den  Arten  der  vorigen  Gruppe  vorkommt.  Grund- 
farbe stets  weiß. 


Uebersicht     der     Arten. 

A.  Die  Hflgl  mit  einem  großen,  freien,  schwarzen  Mittelpunkte  auf  der  Querrippe  der  Mittelzelle.   Vrd  der  Vflgl 
und  Saum  beider  Flgl  mehr  oder  weniger  breit  schwarz. 

a.  Die  Vflgl  über  die  Spitze  der  Zelle  mit  einer  breiten  schwarzen  Querbinde,  welche  den  Vrd  mit  dem  Saume 
verbindet  und  die  weiße  Grundfarbe  in  zwei  große  Flecke  teilt.    Größere  Art,  40—50  mm. 

P.  peucetia. 
\i.  Vflgl  ohne  solche  Querbinde.    Kleinere  Arten  mit  einer  Flglspannung  von  28—34  nun. 

*.  Der  Vrd  der  Vflgl  ist  breit  schwarz  und  bildet  einen  Fleck  oder  einen  zaluiartigen  Vorsprung  am 
Ende  der  Mittelzelle.    Die  schwarze  Saumbinde  beider  Flgl  2 — 3  mm  breit. 

1 .  Der  schwarze  mit  dem  Vrd  zusammenliängende  Fleck  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist 
groß  mid  abgenindet  und  erreicht  die  Hinterecke  der  Mittelzelle  (die  Rippe  4).  Der  dunkle  Vrdstreif 
'  drängt  nicht  oder  kaum  in  die  Mittelzelle  hinein P.  kirhyi. 

2.  Der  dunkle  Vrdstreif  der  Vflgl  dringt  ziemlich  weit  in  die  Zelle  hinein  und  bildet  an  der  Spitze  der 
Zelle  einen  kleinen  Vorsprung,  der  sich  jedoch  nicht  über  die  Mitte  der  unteren  Discocellular- 
rippe  hüiaus  erstreckt P.  muhata. 

**.  Der  Vrd  der  Vflgl  ist  nur  schmal  schwarz  und  bildet  keinen  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle.   Saujnbhide 

beider  Flgl  sehr  schmal P.  sylphida. 

P.  jjerfragilis. 

B.  Die  Hflgl  ohne  Mittelpunkt.    Beide  Flgl  ohne  Wurzolpunkte. 

a.  Vrd  und  Saum  der  Vflgl  mehr  oder  weniger  breit  schwarz. 

*.  Der  dunkle  Vrdstreif  der  Vflgl  erreicht  die  Mittelzelle  und  bildet  an  ihrem  Ende  einen   Querfleck, 


PENTILA.     Von  Dr.  C.  AuRrviLLius.  311 

welcher  wenigstens  die  Mitte  der  unteren  Discocellularrippe  erreicht.    Die  Spitze  und  der  Saum  der 
Vflgl  sehr  breit,  4—5  nini,  schwarz.    Die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl  etwa  2  mm  breit. 

P.  sylpka. 
**.  Der  dunkle  Vrdstreif  der  Vflgl  geht  allmählich  in  den  Spitzenfleck  über  und  bildet  keinen  Fleck  am 
Ende   der   Mittelzelle. 

1.  Vrd,  Spitze  und  Saum  der  Vflgl  sehr  breit  schwarz p.  ntebi. 

•2.  Vrdstreif  der  Vflgl  schmal  schwarz.    Saum  beider  Flgl  sehr  schmal  oder  auf  den  Hflgln  kaum 
schwarz p.  tirza. 

ß.  Flgl  einfarbig  weiß  ohne  Zeichnungen,  nur  an  der  Wurzel  dos  Vifl  der  Vflgl  etM'as  verdunkelt. 

P.  jiaradoxa. 

Die  Flgl  sind  bei  allen  Arten  auf  beiden  Seiten  ähnlich  gezeichnet  und  gefärbt,  weii3  mit  schwarzen 
Zeichmmgen.  Die  Zeichnungen  smd  m  der  Uebersicht  beschrieben  und  süid  darum  bei  den  Arten  nicht  wieder- 
holt worden. 

P.  peucetia  Hew.  (61  i).    Ost-Afrika  von  Delagoa-Bay  bis  Mombasa.    Vgl.  obenstehend.  peucetia. 

P.  kirbyi  Auriv.   (61  i).    Kamenin.    Vgl.  obenstehend.  klrbyi. 

P.  muhata  Dew.  (61  i).    Kamenin  bis  Südliches  Congo-Gebiet.    Vgl.  obenstehend.  muhata. 

P.  sylphida  Stgr.  (61  i).    Kamerun  bis  zum  Kuilu-Fluß.    Vgl.  obenstehend.  sylphida. 

P.  perfragilis  Holl.  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  nach  der  Beschreibung  kaum  von  sylphida  ver-  perfmgilis. 
schieden  zu  sein.  Die  Beschreibung  lautet:  ,, Oberseite:  Fühler,  Kopf,  Thorax  und  Abdojnen  schwarz;  Flgl 
durchsichtig,  weiß;  Vrd  und  Saum  der  Vflgl  ziemlich  breit,  Saum  der  Hflgl  nur  sehr  schmal  schwarz  gefärbt; 
ein  runder  schwarzer  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Hflgl.  Unterseite  ganz  wie  die  Oberseite;  Beine 
rot".  Ogowe.  Wenn  sylphida  und  perfragilis  dieselbe  Art  sind,  muß  dieselbe  perfragilis  genannt  werden,  weil 
diese  eüi  Jahr  früher  als  sylphida  beschrieben  wurde. 

P.  sylpha  Ky.  (61  i)  ist  der  P.  kirbyi  sehr  ähnlich  und  fast  nur  durch  das  Fehlen  des  Mittelpunktes  der  sylpha. 
Hflgl  verschieden. 

P.  ntebi  Baker.   Uganda.   Beschreibung  vgl.  oben.  niebi. 

P.  tirza  Heiv.  entspricht  P.  sylphida  und  weicht  davon  durch  das  Fehlen  des  Mittelpunktes  der  Hflgl  tirza. 
ab.    Gabun. 

P.  paradoxa  Ham.  Druce  (63 c)  ist  von  allen  Pentila- Arien  die  am  einfachsten  gezeichnete,  indem  alle  paradoxa. 
schwarze  Zeichnungen  verschwunden  sind.    Kamerun. 

2.  Gnippe:  Liptenini. 

Bei^  den  Gattungen  dieser  Gruppe  fehlt  die  Präcostalrippe  der  Hflgl  völlig. 
Um  die  Uebersicht  der  zahlreichen  Gattungen  zu  erleichtern  verteile  ich  dieselben  auf  zwei  Gruppen. 

Erste    Gattungsgruppe. 

Der  Stiel  der  Rippen  7,  8  (und  9)  der  Vflgl  entspringt  aus  der  Spitze  der  Mittelzelle  und  ist  gar  nicht  oder 
nur  durch  eine  sehr  loirze  gewöhnlich  fast  senkrecht  stehende  obere  Discocellularrippe  von  der  Rippe  6  getrennt. 
Die  Rippe  6  kann  sogar  aus  dem  Stiele  von  7 — 9  entspringen. 

Uebersicht  der   Gattungen. 

I.  Die  Rippeia  6  und  7  der  Hflgl  gestielt.    Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  stets  getrennt.    Die  Rippe  6  der 
Vflgl  aus  dem  Stiele  von  7 — 9  oder  7 — 8. 

A.  Flgl  ganzrandig  oder  mit  gleichförmig  gewelltem  Saume. 

a.  Die  Vflgl  mit  12  Rippen,  von  denen  die  Rippen  10  und  11  fast  immer  frei  aus  dem  Vrd  der  Mittel- 
zelle ausgehen. 

*.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  klein  und  kurz,  die  Flglmitte  nicht  erreichend-.    Die  Rippe  5  der  Hflgl 


312  MIMACRAEA.    Von  Dr.  C.  AuRrvaLLitrs. 

entspringt  fast  in   der  Mitte  ZNvischen   der  Rippe  4  und  dem  Stiele  von  G  und  7. 

7.  Minmcraea. 
**.  Die  Mittelzelle  der  Hflgl  von  gewöhnlicher  Länge.    Die  Rippe  5  der  Hflgl  entspringt  viel  näher 
am  Stiele  von  6  und  7  als  an  der  Rippe  4. 

§.  Die   Querrippe  der  Mittelzelle  der  Hflgl  ist  zwischen  den  Rippen  4  und  5  gebogen.    Die 

Rippe  7  der  Vflgl   mündet  gewöhnlich   in   den    Saum.  8.  Pseuderesia. 

§§.  Die    Querrippe  der  Mittelzelle   der  Hflgl   ist  zwischen   den  Rippen  4  und  5  gerade.    Die 
Rippe  7  der  Vflgl  mündet  in  die  Flglspitze  oder  in  den  Vrd.  9.  Citrinophila. 

ß.  Die  Vflgl  nur  mit  11  Rippen. 

*.  Aus  dem  Vrd  der  ISIittelzelle  der  Vflgl  entspringen  zwei  freie  Rippen.    Mit  der  Rippe  G  der  Vflgl 

sind  nur  zwei  Rippen  gestielt.  14.  Eresinopsides. 

'*.  Aus  dem  Vrd  der  Mittelzelle  der  Vflgl  entspringt  nur  eine  freie  Rippe.    Mit    der  Rippe  C  der 
Vflgl  sind  drei  Rippen  gestielt.  15.  Eresina. 

B.  Die  Vflgl  am  Ende  der  Rippen  4 — 6  stark,  die  Hflgl  an  den  Rippen  2 — 4  schwach  gelappt.  Vflgl  mit  12 
Rippen,  die  Rippe  8  jedoch  sehr  kurz.  IG.  Argyrocheila. 

II.  Die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  getrennt  oder  aus  demselben  Punkte. 

A.  Die  Rippe  6  der  Vflgl  aus  dem  Stiele  von  7 — 9. 

OL.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  an  ihrem  Ursprünge  deutlich  getrennt.  10.  Teriomima. 

ß.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  aus  demselben  Punkte  oder  gestielt.  18.  Euliphyra. 

B.  Die  Rippe  6  der  Vflgl  frei  aus  der  Spitze  der  Mittelzelle. 

a.  Die  Rippen  2  und  3  der  Vflgl  nach  hinten  gebogen.   Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  4  deutlich  geeckt. 

Vrd  der  Hflgl  hinter  der  Mitte  tief  ausgerandet.  19.  Teratonetcra. 

ß.  Die  Rippen  2  und  3  der  Vflgl  gerade.    Saum  der  Vflgl  abgerundet  oder  gerade,  nicht  geeckt.    Vrd 

der  Hflgl  gerade  oder  abgerundet. 

*.  Die  Vflgl  mit  12  Rippen.  Die  Rippe  7  der  Vflgl  gerade.  Die  Palpen  nicht  oder  nur  schwach  auf- 
geblasen, 
f.  Der  Ird  der  Hflgl  bis  zum  Analwinkel  gerade  oder  schwach  konvex. 

§.  Die  Mittelzelle  beider  Flgl  hinten  schief  ausgezogen,  so  daß  der  Hinterwüikel,  besonders 
in  den  Hflgln,  weit  mehr  als  der  Vorden\'inkel  hervortritt.  Die  untere  Discocellularrippe 
der  Hflgl  sehr  lang,  gerade  oder  etwas  nach  außen  gebogen.  Die  Rippen  3  und  4  der 
Hflgl  stets  an  ilirem  Ursprünge  weit  getrennt.  Die  zwei  vorletzten  Ventralglieder  des  $ 
stark  halbkugehg  angeschwollen.  11.  Larinopoda. 

§§.  Die  Mittelzelle  am  Ende  quer  oder  nur  wenig  schief  abgeschnitten,  so  daß  der  Hinter- 
winkel nicht  oder  nur  wenig  hervortritt.  Die  untere  Discocellularrippe  der  Hflgl  mehr 
oder  weniger  nach  innen  gebogen.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  fast  immer  aus  einem 
Pu  luvte  oder  gestielt,  sehr  selten  kurz  getrennt.  Die  vorletzten  Ventralglieder  des  ?  nicht 
angeschwollen. 

1.  Die  Palpen  glatt  anliegend  bescliuppt;  ilir  Endglied  lang,  zusammengedrückt.  Die 
Fühlerkeule  allmählich  verdickt,  langgestreclct,  nur  wenig  oder  gar  nicht  zusammen- 
gedrückt. 12.  Liptena. 

2.  Die  Palpen  unten  mit  abstehenden  Haaren  oder  haarähnlichen  Schuppen  bekleidet; 
ihr  Endglied  kurz,  kegelförmig.  Die  Fühlerkeule  gut  abgesetzt,  eiförmig  und  stark 
zusammengedrückt.  13.  Micropentila: 

tt-  Der  Ird  der  Hflgl  zwischen  den  Rippen  1  a  und  1  b  tief  ausgeschnitten.  17.  Aslanga. 

**.  Die  Vflgl  nur  mit  11  Rippen.    Die  Rippe  7  der  Vflgl  an  ihrer  Spitze  halbkreisförmig  gebogen. 
Die  zwei  ersten  Glieder  der  Palpen  sehr  stark  aufgeblasen,  anliegend  beschuppt  oder  etwas  haarig. 

20.  Iridana. 

7.  Gattung :  Miiuncraoa  Bür. 

Die  Arten  dieser  merkwürdigen  Gattung  sind  gewöhnlich  groß  (50 — 65  mm)  und  erinnern  sowohl  durch 
Flglform  wie  durch  die  Zeichnung  an  Arten  der  Gattungen  Pkinenia  und  Acraea,  besonders  aus  der  Verwandt- 
schaft von  A.  honasia  und  esebria.  Die  Flgl  sind  nämlich  unten  am  Saume  mit  dunklen  und  hellen  Längsstrahlen 
bezeichnet  und  die  Hflgl  führen  unten  ganz  wie  bei  jenen  Acraeen  8 — 11  Wurzclpunkte  und  bisweilen  aucli  eine 
Querreilie  von  Discalpunkten,  welche  jedoch  alle  der  Wurzel  stark  genähert  sind. 


Fertiggestellt  1914;  ausgegeben  Sept.  19 IS.      MIMACRAEA.     Von   Dr.   C.   AUEIVILLIUS.  313 

Die  Arten  sind  noch  wenig  bekannt  und  ihre  Veränderlichkeit  noch  nicht  geprüft.  Es  ist  darum  mögüch, 
daß  einige  der  hier  aufgeführten  Arten  nur  Rassen  von  anderen  sind.  Die  Entwicklungsstadien  und  die  Lebens- 
weise der  Raupen  sind  unbekannt. 

Uebersicht    der    Arten. 

I.  Spitze  der  Vflgl  schwarz  ohne  helle  Subapicalbinde.  Die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  einer  gebogenen,  zusam- 
menhängenden, orangegelben  oder  rötlichen  Querbinde,  welche  etwas  hinter  der  Mitte  des  Vrds  anfängt 
und  allmählich  breiter  werdend  den  Ird  erreicht.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  die  hellen  und  dunklen 
Strahlen  des  SaumteiLs  sehr  lang  und  erreichen  wenigstens  die  Mitte  oder  gewöhnlich  die  Discalpunkte. 

A.  Die  Hflgl  oben  bis  zur  Wurzel  rotgelb  gefärbt  oder  wenigstens  ohne  scharf  begrenztes  dunkles  Wurzel- 
feld; ihre  dunkle  Saumbinde  schmal,  höchstens  3  mm  breit.  Die  rotgelbe  Querbinde  der  Vflgl  viel 
breiter  am  Hrd  als  am  Vrd. 

a.  Die  rotgelbe  Querbinde  der  Vflgl  ist  mäßig  breit  (in  der  Mitte  etwa  3 — 4  mm)  und  bedeckt  nicht  die 
Wurzel  der  Felder  1 — 3.  il/.  charmian. 

ß.  Die  rotgelbe   Querbinde  der  Vflgl  ist  bis  zur  Rippe  4  sehr  breit,    bedeckt  die  Wurzel   der  Felder 
1  bis  3  und  dringt  sogar  in  die  Mittelzelle  hinein.  M.  laeta. 

B.  Die  Hflgl  oben  mit  heller  Mittelquerbinde  und  scharf  begrenztem  dunklem  Wurzelfeld;  ihre  Saum- 
binde gewöhnlich  mehr  als  3  mm  breit. 

a.  Die  orangegelbe  Querbinde  der  Vflgl  viel  breiter  am  Hrd  als  am  Vrd.  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite 
einfarbig,  orangegelb  oder  rotgelb. 

1.  Die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  in  der  Mitte  etwa  7  mm  breit  und  erreicht  den  Ird. 
Die  rotgelbe  Mittelbinde  dadurch  fast  gleich  breit.  31.  fulvaria. 

2.  Die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ist  an  der  Flglspitze  etwa  4  mm  breit,  nach  hinten 
allmählich  verjüngt  und  endet  spitz  an  der  Rippe  3  oder  2,  den  Analwinkel  nicht  erreichend. 
Die  rotgelbe  Mittelbinde  wird  dadurch  am  Ird  viel  breiter  als  am  Vrd  21.  paragora. 

ß.  Die  orangegelbe  Querbinde  der  Vflgl  ist  am  Vrd  ebenso  breit  oder  breiter  als  am  Hrd.    Mittelbinde 
der  Hflgl-Oberseite  ganz  oder  wenigstens  am  Ird  weiß.  j\l.  eltringhami. 

II.  Die  Spitze  der  Vflgl  mit  heller  Subapicalbinde  oder  fast  ganz  heU  gefärbt. 

A.  Die  Hflgl  oben  bis  oder  fast  bis  zur  Wurzel  hell  gefärbt  ohne  großes  schwarzes  Wurzelfeld. 

a.   Spitzenteil  der  Vflgl  oben  fast  ganz  hell  gefärbt  ohne  deutliche  Subapicalbinde. 

M.  dohertyi. 

ß.   Spitzenteil  der  Vflgl  oben  schwarz  mit  scharf  begrenzter  heller  Subapicalbinde.    Vflgl  mit  gelbem 
oder  rotgelbem  Hrdfleck. 

*.  Subapicalbinde  der  Vflgl  rotgelb  bis  schwefelgelb. 

§.  Der  (orange  Igelbe  Hrdfleck  der  Vflgl  bedeckt  nicht  die  Mittelzelle  und  gewöhnhch  auch 
nicht  die  Wurzel  der  Felder  1 — 4.    Hflgl  unten  mit  langen  dunklen  Längsstrahlen  im  Saumteil. 

1.  Die  Hflgl  unten  ohne  helle  Mittelbinde,  aber  mit  sehr  langen  vom  Saume  ausgehenden, 
schwarzen    Längsstrahlen,    welche    die    Spitze   der   MittelzeUe    erreichen. 

M.  landbecki. 
M.  schuhotzi. 

2.  Die  Hflgl  unten  mit  einer  hellgelben  Mittelquerbinde,  welche  die  Längsstrahlen  des  Saum- 
feldes vom  Wurzelfelde  trennt.  M.  apicalis. 

M.  neurata. 

§§.  Der  orangegelbe  Hrdfleck  der  Vflgl  bedeckt  sowohl  die  Wurzel  der  Felder  1  a  bis  4,  wie  auch  fast 
die  ganze  Mittelzelle.    Hflgl  unten  mit  dreieckigen,   schwarz  begrenzten   Saumflecken. 

M.  neokoton. 

**.  Subapicalbinde  der  Vflgl  weiß.  Der  rotgelbe  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  groß,  bedeckt  die  Wurzel  der 
Felder  1  a  bis  4  und  auch  die  Mittelzelle  wenigstens  zum  großen  Teil,  und  erreicht  am  Hrd  oft 
den  Hinterwinkel.    Hflgl  unten  gelbhch,  kaum  dunkler  an  der  Wurzel. 

XIIl  40 


314  MIMACRAEA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLnTS. 

§.  Hflgl  unten  am  Saume  mit  einer  zusammenhängenden  schmalen  schwarzen  Saumbinde  oder 
Saumhnie.  M.  marshalli. 

§§.  Hflgl  unten  am  Saume  zwischen  den  Rippen  mit  dreieckigen,  gelblichen,  schwarz  gesäumten 
Flecken. 

1.  Die  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  groß  und  berührt  an  der  Rippe  4  den  rotgelben 
Hrdfleck.   Flglspannung  60  mm.  M.  cosÜeyi. 

2.  Die  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  kleiner  und  erreicht  nicht  den  Hrdfleck.    Flgl- 
spannung 50 — 54  mm. 

a.  Subapicalbinde  der  Vflgl  gerade  und  zusammenhängend  aus  4  Flecken  der  Felder 
4  bis  6  und  9  gebildet.   Feld  2  ohne  weißen  Submarginalfleck.         M.  skoptoles. 

b.  Subapicalbinde  der  Vflgl  an  der  Rippe  6  fast  unterbrochen;  ihr  Fleck  in  Feld  4  punkt- 
förmig oder  undeuthch.  Ein  weißer  Submarginalfleck  im  Feld  2  nahe  am  rotgelben 
Hrdfleck.  M.  gelinia. 

B.  Die  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  schwarz  und  dann  mit  gelber  oder  röthcher  Mittelbinde  und  schwarzer 
Saumbinde. 

a.  Die  Hflgl  unten  mit  einer  gleichbreiten,  gelben  Mittelbinde,  welche  das  schwarz  gefleckte  Wurzelfeld 
vom  schwarzstrahligen  Saumteil  trennt. 

*.  Hrdfleck  der  Vflgl  einfach,  oben  die  Mittelzelle  freilassend. 

1.  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  etwa  8  mm  breit,  wurzelwärts  unscharf  begrenzt.  Hrdfleck 
der  Vflgl  nach  hinten  stark  erweitert  die  Wurzel  der  Felder  1  abis  3  fast  erreichend.  Subapical- 
binde der  Vflgl  rein  gelb.  M.  poultoni. 

2.  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  nur  etwa  5  mm  breit,  scharf  begrenzt.    Subapicalbinde  der 
Vflgl  ockergelb.  M.  neavei. 

M.  flavofasciata. 
**.  Hrdfleck  der  V^flgl  durch  schwarze   Querstriche  der  Felder  la — 3  in  einem  fast  gleichbreiten 
äußeren  Teil  und  einem  inneren  aus  Flecken  an  der  Wurzel  der  Felder  1  a — 4  und  in  der  Mittel- 
zelle gebildeten  Teil.  M.  krausei. 

ß.  Die  Hflgl  unten  ohne  gelbe  Mittelbmde,  aber  im  Saumteil  mit  sehr  langen  hellen  und  dunklen  Strahlen, 
welche  die  Mittelzelle  erreichen  oder  fast  erreichen.  M.  masindae. 

M.  pulverulenta. 

M.  graeseri. 

charmian.  M.  charmian  Smith  u.  Ky.  (62  b).   Vflgl  oben  schwarz  mit  einer  gebogenen  rotgelben  Querbinde,  welche 

amVrd  etwas  hinter  der  Mitte  anfängt,  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle  verläuft,  die  Wurzel  der  Felder  1  abis  6 
frei  lassend  und  in  den  Feldern  2  und  1  erweitert  ist;  unten  wie  oben,  aber  mit  gelber  Querbinde  und  von  hellen 
und  dunklen  Strahlen  durchzogenem  Spitzenteil.  Hflgl  oben  rötlich  mit  schmaler  nach  vorn  und  hinten  verjüng- 
ter, schwarzer  Saumbinde  und  etwas  verdunkelter  Wurzel;  unten  mit  rotbraunem  schwarzgeflecktem  Wurzel- 
feld, welches  die  kleinen  Discalpunkte  erreicht,  und  außerhalb  dieser  mit  sehr  langen  hellen  und  dunklen  Strahlen. 
Kamerun. 

laeta.  M.  laeta  A.  Schnitze  (62  c)  steht  der  vorigen  Art  sehr  nahe,  weicht  aber  durch  große  Ausdehnung  der  rot- 

gelben Querbinde  der  Vflgl  ab.  Dieselbe  ist  nach  außen  fast  gleichmäßig  gerundet,  bedeckt  die  Wurzel  der  Felder 
1 — 3  und  8,  ja  geht  sogar  in  die  Mittelzelle  liinein  und  erreicht  in  10  und  11  den  Vrd;  ,,von  dem  wurzelwärts 
liegenden  Teil  der  schwarzen  Grundfarbe  bleiben  demnach  nur  übrig  eine  geringe  Bestäubung  an  der  Wurzel 
von  Feld  1,  der  größere  vordere  Teil  der  Mittelzelle,  ein  nach  außen  scharf  begrenzter  Fleck  in  Feld  4,  der 
vorne  die  Mittelzelle  erreicht  sowie  die  nach  außen  scharf  begrenzte  Wurzel  der  Felder  5,  6,  9 — 11  und  das 
Wurzeldrittel  des  Vrds.  Hflgl  lebhaft  rotgelb,  an  der  Wurzel  mit  wenigen  schwarzen  Schüppchen  und  einer  ebenso 
gefärbten,  nach  innen  unregelmäßig  gezackten,  im  Mittel  3  mm  breiten,  im  Feld  1  c  nach  hinten  verschwinden- 
den Saumbindc.  Auf  der  Unterseite  gleicht  die  Art  der  M.  fulvaria,  zeigt  aber  folgende  Unterschiede:  auf  den 
Vflgln  erreicht  die  ockergelbe  Querbinde  bereits  in  3  den  Außenrd  und  nach  innen  in  1  oder  2  die  Wurzel; 
auf  den  Hflgln  werden  die  hellen  Zwischenaderstrahlen  wurzelwärts  durch  kleine  schwarze  nach  außen  offene 
Halbmöndchen  begrenzt.  Flglspannung  48  mm."  Süd-Kamerun.  ,,Das  Tierchen  tummelt  ^ch  während  der 
Mittagszeit  in  bedächtigem  Fluge  um  dünne  Unterholzstangen  des  Hebten  Urwaldes." 


MIMAORAEA.     Von  Dr.  C.  AuraviLLitrs.  315 

M.  fulvaria  Auriv.  (63  a).  Vflgl  schwarz  mit  orangegelber,  nach  hinten  breiterer  Querbinde,  welche  die  fulvaria. 
Wurzel  der  Felder  1  a— 5  frei  läßt ;  auf  der  Unterseite  ist  die  Querbinde  heller  gefärbt  und  der  Spitzenteil  mit 
hellen  und  dunklen  Strahlen  geziert.  Hflgl  oben  mit  schwarzem  Wurzelfeld,  welches  die  Mitte  der  Zelle  erreicht 
und  scharf  begrenzt  ist,  dann  mit  etwa  10  mm  breiter  orangegelber  Mittelbinde  und  in  der  Mitte  etwa  7  mm 
breiter,  nach  innen  strahlig  hervortretender  schwarzer  Saumbinde,  die  den  Ird  erreicht.  Hflgl  unten  mit  rotbrau- 
nem, schwarzgeflecktem  Wurzelfeld,  welches  nach  außen  von  den  kleinen,  fast  zu  einer  Querhnie  vereinigten 
Discalpunkten  begrenzt  wird;  der  große  Saumteil  mit  sehr  langen  dunklen  und  hellen  Längsstrahlen,  welche  die 
Discalpunkte  fast  erreichen.    Congo- Gebiet  am  Ubangi-Fluß. 

M.  paragora  Rbl.  ist  etwas  kleiner  als  fulvaria  und  weicht  von  ihr,  dadurch  ab,  daß  die  lebhaft  rotgelbe  paragora. 
Mittelbinde  der  Vflgl  fast  S-förmig  gebogen  ist  und  den  Hinterwinkel  erreicht,  daß  das  dunkle  Wurzelfeld 
der  Hflgl-Oberseite  kürzer  ist,  die  Mitte  des  Vrds  aber  fast  erreicht,  daß  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl- 
Oberseite  schmäler  ist  und  den  Hinterwinkel  nicht  erreicht  und  daß  dadurch  die  rotgelbe  Mittelbinde  der  Hflgl- 
Oberseite  am  Vrd  schmal,  nach  hinten  aber  sehr  erweitert  ist  und  den  ganzen  Ird  mit  dem  Analwinkel  bedeckt. 
Im  Urwald  am  Tanganjika-See. 

M.  eltringhami  Ha^n.  Druce  (63  d).  Vflgl  schwarz,  unten  im  Spitzenteil  mit  undeutlichen  Längsstrahlen,  eltringhami. 
auf  beiden  Seiten  mit  einer  orangegelben  Mittelquerbinde,  welche  am  Vrd  ebenso  breit  oder  breiter  als  am  Hrd 
ist  und  im  Felde  4  nach  außen  winkelig  gebrochen  ist.  Hflgl  oben  mit  schwarzem  Wurzelfeld,  welches  beim  $ 
die  Spitze  der  Mittelzelle  erreicht,  und  emer  schwarzen  Saumbinde,  welche  beim  ^  gleich  breit  und  nur  etwa 
3  mm  breit,  beim  $  aber  an  der  Flglspitze  etwa  8  mm  breit  und  gegen  den  Hinterwinkel  verjüngt  ist;  die  Mit- 
telbinde ist  beim  (J  9 — 10  mm  breit  rötlich,  nur  am  Ird  in  den  Feldern  1  a — 2  weiß,  beim  ?  ganz  weiß,  nur  etwa 
6  mm  breit  und  erreicht  nicht  den  Vrd,  welcher  schwärzlich  ist.  Hflgl  unten  mit  dunkel  rotbraunem  scharf  be- 
grenztem, schwarzgeflecktem  Wurzelfeld;  das  Saumfeld  ist  im  inneren  Teil  besonders  in  den  Feldern  la — 4 
weiß,  nach  außen  verdunkelt  mit  sehr  langen  schwarzen  Längsstralilen.  L^nyoro  im  Bugoma-Walde.  —  Erinnert 
an  Planema  quadricolor  (58c). 

M.  landbecki  Ham.  Druce{63  b,  c).  Vflgl  oben  schwarz  in  der  Mitte  zwischen  der  Zelle  und  der  Flglspitze  landbecki. 
mit  einer  gelben,  aus  5  Flecken  der  Felder  4 — 6,  8,  9  gebildeten  Subapicalbinde  und  einem  dreieckigen 
rotgelben  Hrdfleck,  \Yelcher  die  Rippe  4  erreicht,  die  Wurzel  der  Felder  1  a — 3  aber  nicht  bedeckt;  der  Fleck 
im  Felde  3  ist  klein,  nicht  oder  wenig  länger  als  breit;  die  Unterseite  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  der  Spitzen- 
teil dunkle  Längsstrahlen  hat,  daß  die  Subapicalbinde  fast  weiß  und  der  Hrdfleck  gelb  ist.  Die  Hflgl  oben  bis 
zur  Wurzel  rotgelb,  mit  schwarzer  Saumbinde,  welche  beim  $  breiter  als  beim  (J  ist;  unten  fast  eintönig 
schmutzgelb  bis  braungelb,  nicht  oder  kaum  dunkler  an  der  Wurzel;  9  schwarze  Wurzelpunkte  (in  1  c,  2,  7 
und  der  Zelle)  und  im  Saumteil  sehr  lange  ferne  schwarze  Längsstrahlen,  welche  die  Mittelzelle  erreichen  oder 
fast  erreichen;    Discalpunkte  fehlen. 

M.  darwinia  Btlr.  Die  Gattung  Mimacraea  wurde  1872  auf  diese  Art  nach  einem  Stücke  aus  einer  darwinia. 
englischen  Privatsammlung  gegründet.  Ob  das  typische  Stück  noch  aufbewahrt  ist,  ist  mir  unbekannt;  die  Un- 
terseite ist  von  Butler  weder  abgebildet  noch  beschrieben  und  es  war  mir  darum  nicht  möglich  die  Art  in  der 
Uebersicht  unterzubringen.  Nach  der  Zeichnung  der  Oberseite  zu  urteilen,  kommt  sie  der  folgenden  Art  sehr 
nahe.  Vflgl  oben  schwarz  mit  orangegelber  Subapicalbinde  in  4 — 6  und  8  und  einem  breiten,  trapezoidischen 
orangegelben  Hrdfleck,  welcher  an  der  Rippe  4  breit  endet,  am  Hrd  12  mm,  an  der  Rippe  4  7  mm  breit  ist  und 
die  Wurzel  der  Felder  1  a — 3  frei  läßt.  Hflgl  oben  orangegelb  mit  einer  in  der  Mitte  4  mm  breiten,  nach  innen 
etwas  gelappten,  schwarzen  Saumbinde.    West-Afrika  (?). 

M.  apicalis  Smith  u.  Ky.  (62  b).  Vflgl  oben  schwarz  mit  gelber,  aus  4 — 5  Flecken  der  Felder  4 — 6,  8,  apicalis. 
9  gebildeter  Subapicalbinde  und  breitem,  trapezoidischem,  orangegelbem  Hrdfleck,  welcher  die  Wurzel  der 
Felder  1  b — 3  erreicht  oder  dort  nur  wenig  schwarz  beschuppt  ist  und  an  der  Rippe  4  quer  endet.  Unten  haben 
die  Vflgl  an  der  Spitze  und  am  Saume  helle  und  dunkle  Längsstrahlen  und  einen  rötlichen  Hrdfleck,  welcher 
auch  einen  Längsstrich  in  der  Mittelzelle  bildet.  Hflgl  oben  orangegelb  mit  4  mm  breiter  gegen  den  Ird  ver- 
jüngter, auf  der  Innenseite  gleichmäßig  ausgerandeter,  schwarzer  Saumbinde.  Hflgl  schwarzgrau  mit  einer  4 — 5 
mm  breiten  hellgelben  Mittelbinde,  welche  das  schwarzgefleckte  Wurzelfeld,  von  der  etwa  8  mm  breiten,  mit 
hellen  und  dunklen  Längsstrahlen  gezierten  Saumbinde  abtrennt.  Wenn  M.  daririnia  eine  ähnliche  LTnterseite 
hat,  ist  apicalis  wohl  nur  eine  Form  dieser  Art,  welche  sich  durch  die  hellgelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl  aus- 
zeichnet.   Togo-Land  bis  Kuilu-Fluß. 

M.  neurata  Holl.  ist  mir  unbekannt  und  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  Vflgl  dunkelbraun  mit  neuraia. 
einer  schmalen  orangerot«n  Subapicalbinde  aus  vier  Flecken,  von  denen  der  oberste  klein,  die  beiden  folgen- 
den quadratisch  und  der  letzte  in  Feld  4  dreieckig  ist  und  näher  am  Saume  steht  als  die  anderen;  hinter  der 
Subapicalbinde  ein  breiter  orangeroter  Hrdfleck,  welcher  vorn  von  der  Mittelzelle  begrenzt  wird  und  durch  die 
schwarzen  Rippen  geteilt  ist;  auf  der  Unterseite  sind  die  rotgelben  Zeichnungen  heller  und  der  Saumteil  mit 
hellen  und  dunklen  Längsstrahlen  geziert.   Die  Hflgl  sind  oben  im  Wurzelteil  orangerot  mit  sehr  breiter  schwär- 


316  MIMACRAEA.     Von  Dr.  C.  AxTiimLLnJS. 

zer  Saumbinde,  schwarzem  Vrd  und  schwarzen  Rippen:  unten  ist  das  Wurzeldrittel  rotbraun  mit  9 — 10  schwar- 
zen Flecken ;  dann  folgt  eine  hell  gelbe  Mittelbinde,  welche  unscharf  begrenzt  ist  und  gegen  den  Ird  breiter  wird ; 
nach  außen  grenzt  sie  an  die  breite  mit  Längsstrahlen  gezierte  Saumbinde.    Liberia. 

neokoion.  M.  neokoton  Harn.  Bruce  (63  c).    Vflgl  oben  schwarz  mit  hell  rotgelber  Subapicalbinde  und  sehr  großem 

orangegell)eni  Hrdfleck,  welcher  sowohl  die  Wurzel  der  Felder  1  a — 4,  wie  auch  fast  die  ganze  Mittelzelle  bedeckt 
(nur  an  der  Spitze  der  Zelle  ein  schwarzer  Querfleck ;  die  Unterseite  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  in  jedem  der  Felder 
2 — 7  ein  schmutziggelber,  nach  innen  abgerundeter  Saumfleck  steht.  Hflgl  oben  orangegelb  mit  schwarzer 
etwa  3  mm  breiter  Saumbinde,  unten  gelblich,  kaum  dunkler  an  der  Wurzel,  welche  mit  11  schwarzen  Punkten 
geziert  ist;  am  Saume  in  jedem  Felde  mit  einem  dreieckigen,  graugelben,  scharf  schwarz  begrenzten  Fleck. 
Südost-Rhodesia  und  Gaza-Land. 

marshalH.  M.  marshalli  Trim.  (62  c).   Vflgl  oben  schwarz  mit  einer  aus  4 — 5  Flecken  gebildeten,  weißen  Subapical- 

binde und  einem  großen  rotgelben  Hrdfleck,  welcher  die  Felder  1  aund  1  b  fast  vollständig  bis  zum  Saume,  den 
größten  Teil  der  Felder  2  und  3,  die  Wurzel  des  Feldes  4  und  einen  großen  Teil  der  Mittelzelle  bedeckt;  unten 
wie  oben  gezeichnet,  aber  mit  großen  gelbhchen  Saumflecken.  Hflgl  oben  bis  zur  Wurzel  rotgelb  mit  schmaler 
schwarzer  Saumbinde,  unten  graugelb  mit  12 — 13  schwarzen  Punkten  in  der  Wurzelhälfte  und  einer  in  der  Mitte 
nur  2  mm  breiten  nach  vorn  und  hinten  stark  verschmälerten  schwarzen  Saumbinde.  Mashuna-Land,  Rhodesia 
und  Nyassa-Land.  —  Erinnert  durch  die  Verteilung  der  Farben  an  Danaida  chrysippus  und  Acraea  encedon   (56  e). 

doherlyi.  M.  dohertyi  Rotksch.  Beide  Flgl  oben  hell  orangegelb  mit  feiner  schwarzer  SaumlLnie,  die  Vflgl  mit  einem 

schwarzen  Vrdstreifen,  welcher  die  Zelle  erreicht,  sich  hinter  der  Zelle  bis  zur  Rippe  5  ausdehnt,  gewöhnlich 
auch  einen  Fleck  im  Felde  4  bildet  und  etwa  in  der  Mitte  zwischen  der  Zelle  und  die  Flglspitze  endet;  hinter 
ihm  gewöhnlich  ein  kleiner  schwarzer  Vrdfleck ;  die  Unterseite  ganz  wie  die  Oberseite  aber  heller.  Hflgl  unten 
mit  .schwarzen  Wurzel-  und  Discalpunkten,  sonst  wie  oben.  Britisch  Ost-Afrika.  —  Entspricht  der  Danaida 
dorippus  und  Acraea  encedon  f.  daira  (56  g). 

coBÜeyi.  M.  costleyi  Harn.  Druce  ist  der  3/.  »warsÄaZ/i  (62  c)  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  weiße 

Subapicalbinde  der  Vflgl  viel  breiter  ist  und  an  der  Rippe  4  den  rotgelben  Hrdfleck  berührt,  daß  die  Saumbinde 
der  Hflgl-Oberseite  schmäler  ist  und  besonders  dadurch,  daß  die  Hflgl  unten  am  Saume  dreieckige,  durch  schief  ge- 
stellte schwarze  Linien  begrenzte  Flecke  haben.    Nyassa-Land. 

skopMes.  M.  skoptoles   Harn.    Druce.      Vflgl   oben   schwarz   mit   weißer,    aus    4 — 5   Flecken   der   Felder  4 — 6, 

9,  10  gebildeter  Subapicalbinde  und  einem  großen  orangegelben  Hrdfleck,  welcher  die  ganze  Wurzelhälfte 
mit  Ausnahme  eines  schwarzen  Querflecks  an  der  Zellenspitze,  einer  schwarzen  Linie  in  der  Zelle  und  am  Vrd 
bedeckt;  die  Unterseite  weicht  nur  durch  gelbliche,  von  schwarzen  Strahlen  begrenzte  Saumflecke  ab.  Hflgl 
oben  bis  zur  Wurzel  orangegelb  mit  3 — 4  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde,  unten  eintönig  gelb  mit  9  schwarzen 
Wurzelpunkten  und  lang  ausgezogenen  dreieckigen,  von  einer  dicken,  tief  zackigen,  schwarzen  Linie  begrenzten, 
graugelben  Saumflecken.    Nigeria. 

gdinia.  .  M.  gelitiia  Oberth.  (62  b)  ist  der  vorigen  Art  so  ähnlich,  daß  es  genügt  die  L^nterschiede  hervorzuheben. 
Die  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl  besteht  aus  zwei  Abteilungen,  welche  einander  an  der  Rippe  6  berühren; 
die  vordere  Abteilung  besteht  aus  drei  Flecken  in  6,  8,  9  und  die  hintere,  welche  mehr  saumwärts  steht, 
aus  zwei  P'lecken  in  5  und  4,  von  denen  der  in  4  sehr  klein  und  punktförmig  ist  oder  fehlt;  außerdem  findet  sich 
ein  weißer  Submarginalfleck  in  Feld  2  etwa  4  mm  vom  Saume  entfernt.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl- 
Oberseite  nach  innen  etwas  unregelmäßig  begrenzt.  Die  Hflgl  sind  unten  rotgelb^^mit  schwarzen,  hellgelb 
gesäumten  Rippen  im  Discalfelde.    Usambara. 

poulioni.  M.  poultoni  Neave  ( =  luteomaculata  Griinh.).  Vflgl  oben  schwarz  mit  fast  gerader,  gleichbreiter,  schwefel- 

gelber Subapicalbinde  und  rotgelber  Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  4  erreicht,  nach  vorn  verschmälert  ist  und  die 
Wurzel  der  Felder  1  b — 3  oft  erreicht;  auf  der  Unterseite  ist  die  ganze  Mittelzelle  rot  mit  einigen  schwarzen 
Punkten  und  der  Saumteil  hat  wie  gewöhnlich  dunkle  Längsstrahlen.  Hflgl  oben  schwarz  mit  einer  etwa  8  mm 
breiten,  rotgelben  Mittelbinde,  unten  mit  gelbgrauem,  schwarzgeflecktem  Wurzelfeld,  etwa  5  mm  breiter  hell 
gelber  Mittelbinde  und  7  mm  breiter  Saumbinde,  welche  6  graugelbe,  dreieckige  Saumflecke  und  schwarze 
Längsstrahlen  einschließt.  Britisch  Ost-Afrika:  Kavirondo  und  Uganda.  —  Ist  durch  Farbe  und  Zeichnung 
der  Acraea  sotikensis  E.  Sharpe  (56  a)  sehr  ähnlich. 

neavei.  M.  neavei  Eltr.  (63  b).    Flgl  oben  schwarz  mit  einer  gemeinsamen,  etwa  6  mm  breiten,  ockergelben 

Mittelquerbinde,  welche  sich  vom  Ird  der  Hflgl  bis  zur  Rippe  4  der  Vflgl  erstreckt,  auf  den  Hflgln  gebogen  und 
auf  den  Vflgln  gerade  ist;  Vflgl  außerdem  mit  einer  aus  drei  Flecken  der  Felder  5,  6,  8  gebildeten  ockergelben 
Subapicalbinde.  Flgl  unten  mit  dunkelgrauer  Grundfarbe  und  langen,  schwärzhchen,  dreieckigen,  hellgelb 
gesäumten  Saumflecken;. die  Mittelbinde  ist  weißhchgelb  auf  den  Vflgln  breiter  (9  mm),  auf  den  Hflghi  schmäler 
(4  mm)  als  oben;  Subapicalbinde  der  Vflgl  fast  ^veiß ;  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  groß  mit  16 — 19  schwarzen 
Wurzel-  und  Discalpunkten,  von  denen  jedoch  einige  Discalpunkte  in  der  Querbinde  stehen.   Kamerun.  —  Ein 


MIMAORAEA.     Von  Dr.  C.  Aurivilluts.  317 

wunderbar  getreuer  „Nachahmer"  von  Acraea  oberthüri  Btlr.  (56  c,  d),  sogar  die  Anzahl  der  schwarzen  Punkte  im 
Wurzelteil  der  Hflgl-Unterseite  ist  fast  ganz  genau  dieselbe.  Tatsache  ist,  daß  Acraea  oberthüri  von  den  nahe  ver- 
wandten Arten  {viviana-,  karschi,  cabira  und  anderen,  welche  nur  12 — 14  solche  Punkte  haben)  durch  17 — 18 
schwarze  Punkte  der  Hflgl-Unterseite  abweicht  und  daß  Mimacraea  neavei  sich  ebenso  von  allen  anderen  bekann- 
ten Mimacraeen  durch  die  zahlreicheren  deutlichen  schwarzen  Punkte  der  Hf  Igl-Unterseite  abweicht.  Wie  soll  aber 
diese  Aehnlichkeit  erklärt  werden  ?  Kann  sie  durch  natürhche  Auswahl  zustande  gekommen  sein  ?  Wenn  man 
ein  Kennzeichen  dadurch  erklären  will,  muß  man  auch  darlegen  können,  daß  sie  im  Kampf  ums  Dasein  von  Be- 
deutung sein  kann.  Die  Mimicry-Theorie  sagt  nun,  daß  die  Acraeen  von  Vögeln  und  anderen  Feinden  nicht 
oder  ungern  gefressen  werden  und  daß  die  Mimacraea  neavei  durch  Nachahmung  der  Acraea  oberthüri  geschützt 
wird.  Wenn  wir  auch  diese  Erklärung  ohne  weiteres  als  richtig  annehmen,  drängt  sich  uns  jedoch  die  Frage  auf: 
Wäre  nicht  M.  neavei  ebenso  gut  geschützt,  wenn  sie  nur  14  schwarze  Punkte  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  hätte 
oder  wenn  die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  etwas  breiter  oder  etwas  schmäler  als  bei  Acraea  oberthüri 
und  nicht  genau  ebenso  breit  wäre?  Niemand  wird  doch  glauben,  daß  die  Vögel,  ehe  sie  die  Schmetterlinge 
wegschnappen,  die  schwarzen  Punkte  der  Unterseite  zählen  oder  die  Breite  der  hellen  Querbinde  in  MilUmeter 
schätzen.  Wahrscheinhcher  wäre  anzunehmen,  daß  18  Punkte  in  Vergleich  mit  14  Punkten  einen  so  verschiede- 
nen Gesamtheitseinch-uck  machen  könnten,  daß  sie  von  Bedeutung  im  Kampf  ums  Dasein  wären.  Auch  daran  ist 
es  mir  jedoch  nicht  möglich  zu  glauben,  besonders  da  es  andere  sehr  ähnliche  Acraeen  gibt,  welche  nur  14  oder 
noch  wenigere  schwarze  Punkte  haben  und  jedoch  wohl  auch  für  die  Vögel  als  ekelhaft  oder  giftig  bekannt 
sein  müssen.  Wäre  es  vielleicht  möglich,  daß  A.  oberthüri  ungenießbarer  als  andere  ähnliche  Acraeen  wäre  und  daß 
es  darum  vorteilhafter  wäre  ilir  genau  zu  gleichen  als  die  anderen  ?  Diese  Frage  kann  nur  durch  Versuche  in 
der  Natur  beantwortet  werden.  Wenn  sie  auch  bejahend  beantwortet  wird,  scheint  es  mir  doch,  daß  die  Aehn- 
lichkeit zwischen  Mimacraea  neavei  und  Acraea  oberthüri  zu  groß  ist,  um  allein  durch  den  Kampf  ums  Dasein 
erklärt  zu  werden.  Die  Nachahmung  geht  viel  weiter  als  nötig  zu  sein  scheint,  um  die  Feinde  der  Schmetter- 
linge zu  täuschen.  Es  ist  hier  nicht  der  Platz,  die  interessante  und  vielumstrittene  Theorie  der  Mimikry  ausführ- 
lich zu  besprechen ;  ich  habe  nur  die  Gelegenheit  benutzen  wollen,  um  eines  der  vielen  Probleme,  welche  damit 
verbunden  sind,  hervorzuheben  und  Anlaß  zu  weiteren  Untersuchungen  in  der  Natur  zu  geben. 

M.  flavofasciata  A.  Schnitze  (62  c,  d)  scheint  nach  der  Beschreibung  mit  neavei  sehr  nahe  verwandt  zu  flavofas- 
sein.  Die  kurze  Beschreibung  lautet:  ,, Diese  Art,  welche  ober-  und  unterseits  an  Acraea  oberthüri  erinnert,  ^iafei. 
gehört  zu  der  Gruppe  mit  hellgelber  Querbinde  über  die  Mitte  der  Hflgl-Unterseite ;  Oberseite :  Vflgl  schwarz 
mit  ockergelbem  nach  vorn  etwas  verjüngtem  Hrdsfleck  in  den  Feldern  1 — 3,  der  im  Felde  1  wnrzelwärts  aus- 
gezogen ist,  und  ockergelber  Subapicalbinde  in  4 — 6,  und  8,  9 ;  Hflgl  schwarz  mit  ca.  5  mm  breiter  ockergelber, 
an  den  Rippen  nach  außen  gezähnter  Mittelbinde,  welche  durch  die  Spitze  der  Mittelzelle  läuft  und  die  Wurzel 
der  Felder  3  und  4  bedeckt.  Die  Unterseite  stimmt  last  genau  mit  der  von  M.  apicalis  überein.  Flglspannung 
48  mm."    Süd-Kamerun. 

M.  krausei  Dew.  (62  b  als  kraiisi).  Vflgl  oben  schwarz  mit  gelber  Subapicalbinde  in  4 — 6,  9  und  einer  roten  krausei. 
Halbbinde,  welche  sich  vom  Hrd  bis  zur  Rippe  4  erstreckt,  etwa  5  mm  breit  ist  und  hinter  der  Mitte  liegt,  außer- 
dem mit  roten  Flecken  an  der  Wurzel  der  Felder  2 — 4,  einer  gezackten  roten  Längshnie  in  der  Mittelzelle  und 
zwei  roten  Linien  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  b;  Hflgl  oben  schwarz  mit  5 — 6  mm  breiter  roter  Mittelbinde; 
Vflgl  unten  fast  wie  oben,  aber  am  Saume  mit  hellen  und  dunklen  Längsstrahlen;  Hflgl  unten  schwärzhch 
mit  3  mm  breiter  zitrongelber  Mittelbinde,  etwa  14  großen  schwarzen  Wurzel-  und  Discalpunkten  und  im  Sau m- 
teil  mit  schwarzen  und  hellen  Längsstrahlen.    Bei  Mukenge  im  Congo-Gebiet. 

M.  masindae  Baker.  „Vflgl  braun  mit  einer  hellgelben,  breiten  Subapicalbinde  nahe  an  der  Spitze  und  masindae. 
den  Vrd  fast  berührend;  ein  Hrdfleck,  welcher  das  Feld  1  a  und  die  Wurzel  der  Felder  1  b — 3  bedeckt,  ist  orange- 
gelb, erreicht  die  Rippe  4  und  ist  von  dort  bis  zum  Hinterwinkel  schief  abgeschnitten.  Hflgl  braun  mit  fast  der 
ganzen  Zelle  (außer  an  der  Wurzel  und  am  Vrd)  und  der  ganzen  medianen  Area  quer  über  die  Mitte  breit  orange- 
gelb.  LTnterseite:  Vflgl  wie  oben,  im  Saumteil  aber  mit  dolchähnlichen  Längsstrahlen,  wie  auf  den  Hflgln.  Hflgl 
gelbhch  grau  mit  4  Wurzelpunkten  in  einer  Querlinie  und  jenseits  diesen  mit  4  anderen  Punkten  in  einem  Bogen, 
von  denen  die  zwei  hinteren  dicht  an  einander  stehen ;  die  obere  Discocellularrippe  mit  einem  schwarzen  Punkte ; 
im  Saumteil  bis  zur  Zelle  finden  sich  gelbliche,  grau  gesäumte  Längsstrahlen  und  schmutzgelbe  Längslinien ;  eine 
feine  Saumlinie;   Fransen  ockergelb.   Flglspannung  58  mm."   Britisch  Ost-Afrika:   Masindi  im  Budongo-Wald. 

M.  pulverulenta^.  (ScÄMtee  (62  d)  ,, steht  der  fulvaria  am  nächsten,  unterscheidet  sich  aber  von  dieser  pulvern- 
sofort  dadurch,  daß  die  zusammenliängende  rotgelbe  Querbinde  der  Vflgl  in  zwei  getrennte  helle  Felder  aufge-  *"  "' 
löst  ist,  nämlich  einen  großen  nach  vorn  verjüngten,  nach  außen  mehr  oder  weniger  deutlich  begrenzten  Hrds- 
fleck in  Feldern  1 — 3  und  eine  kleinere  Subapicalbinde  m  4 — 6  und  8,  9.  Auf  den  Hflgln  ist  die  schwarze 
Saumbinde  nach  innen  sehr  undeuthch  begrenzt  und  dringt  bei  3  cJc?  in  Form  dicht  quergestrichelter  Strahlen 
auf  den  Zwischenaderfalten  bis  zur  Mittelzelle  vor;  ja  bei  zwei  Stücken  ist  sogar  die  ganze  Mittelzelle  dicht 
mit  schwarzen  Schüppchen  bestreut.  Dagegen  dringt  am  Ird  die  rotgelbe  Grundfarbe  bis  Feld  2,  bzw.  Feld  3 
in  Form  einer  ganz  schmalen  Binde  zwischen  die  Saumbinde  und  die  schwarzen  Fransen.  Bei  dem  einzigen  $ 
ist  die  Subapicalbinde  schwefelgelb.  Auf  der  Unterseite  unterscheidet  sich  die  neue  Art  von  fulvarianuv  dadurch. 


318 


PSEUDERESIA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLnrs. 


daß  auch  hier  die  Querbinde  der  Vflgl  in  Hrdsfleck  und  Subapicalbinde  aufgelöst  ist.  Flglspannung  ^  50 — 53, 
$  44  mm".    Congo  am  Stanley-Pool. 

graeseri.  M.  gracserl  A.  Schultze  (63  d)  „steht  der  vorigen  sehr  nahe,   unterscheidet  sich  aber,  abgesehen  von  der 

weit  geringeren  Größe,  durch  die  abweichende  Färbung  der  Hflgl.  Diese  sind  schwarz  mit  einer  gut  begrenzten, 
an  den  Rippen  zackig  ausgezogenen  Mittelbinde.    Flglspannung  39  mm".    Congo  am  Stanley-Pool. 

schubolzi.  M.  schubotzi  A.  Schultze  (62  d)  , .steht  ebenfalls  der  fulvaria  sehr  nahe  und  unterscheidet  sich  von  dieser 

lediglich  dadurch,  daß  die  Querbinde  der  Vflgl  in  Hrdsfleck  und  Subapicalbinde  aufgelöst  ist.  Flglspannung 
51  mm.  Diese  Art  muß  vielleicht  als  Lokalform  zu  der  vorigen  gezogen  werden".  Süd-Kamerun  im  Urwald 
bei  Yukaduma. 

Die  drei  letzterwähnten  Arten  sind,  wie  die  Abbildungen  zeigen  und  Dr.  A.  ScHULTZE    auch    nunmehr   selbst  zu- 
gibt, am  nächsten  mit  M.  landbecki  Bruce  verwandt. 


8.  Gattung:  Pseuderesia  Btlr. 

Diese  Gattung  wurde  schon  1874  von  Butler  aufgestellt,  und  später  von  Röber  genau  beschrieben. 
Die  Vflgl  haben  12  Rippen,  von  denen  2 — 4  getrennt  entspringen,  4  aus  der  Hinterecke  der  Zelle;  5  ent- 
springt viel  näher  an  der  Spitze  der  Zelle  als  an  der  Rippe  4,  6  geht  weit  hinter  der  Zellenspitze  aus  dem 
Stiele  von  7,  8,  9  aus  und  die  Rippen  10  (gewöhnUch)  und  11  frei  aus  dem  Vrd  der  Zelle.  In  den  Hflgln  ent- 
springt die  Rippe  4  aus  dem  Hinterwinkel  der  Zelle,  die  Rippe  5  nahe  an  der  Zellenspitze  und  die  Rippen  6 
und  7  auf  gemeinsamem  Stiele  aus  der  Spitze  der  Zelle;  die  MittelzeUe  ist  von  normaler  Größe  vmd  erreicht 
wenigstens  die  Flglmitte.    Dadurch  iinterscheidet  sich  Pseuderesia  sofort  von  Mimacraea. 

KiRBY  und  Grose- Smith  haben,  durch  die  Farbe  und  Zeichnung  getäuscht,  viele  Arten  als  Pseuderesia 
beschrieben,  welche  tatsächhch  zu  Liptena  gehören.  Von  Liptena  unterscheiden  sich  die  Pseuderesia- Äxten 
sofort  dadurch,  daß  die  Rippe  6  aus  dem  Stiele  von  7 — 9  entspringt. 

Alle  Arten  sind  oben  schwarz  mit  roten  oder  rotgelben  Flecken  oder  rotgelb  mit  .schwarzer  Spitze  der 
Vflgl,  schwarzen  Rändern  und  einigen  schwarzen  Punkten.  Die  Geschlechter  sind  oben  sehr  verschieden,  indem 
die  (JcJ  mehr  schwarz  mit  kleineren  rotgelben  Flecken  und  die  S$  weit  mehr  rotgelb  sind. 

Ueber  die  Entwicklungsstadien  ist  bisher  nichts  veröffentlicht  worden. 

Die  Lebensweise  der  Schmetterlinge  wird  von  D.  Cator  in  folgender  Weise  geschildert:  Man  muß  sie 
genau  suchen,  denn  sie  leben  auf  schattigen  Stellen  und  sind  sehr  schwer  im  Fluge  zu  fangen,  erstens  infolge 
ihrer  dunklen  Unterseiten-Farbe  und  der  geringen  Ausdehnung  der  hellen  Farbe  der  Oberseite,  .so  daß  sie  während 
des  Fluges  nur  auf  Augenblicke  sichtbar  sind  und  zweitens  weil  sie,  werm  nicht  beim  ersten  Versuche  gefangen, 
leicht  verscheucht  werden  und  wegfliegen.  Entdeckt  man  sie  dagegen  sitzend,  so  sind  sie  leicht  zu  fangen;  man 
muß  sie  aber  genau  suchen;    sie  setzen  sich  auf  blattlose  Zweige  und  Ranken. 

Die  Arten  sind  noch  wenig  bekannt  und  von  vielen  ist  nur  das  eine  Geschlecht  beschrieben.  LTm  die 
Bestimmung  der  Arten  zu  erleichtern,  liefere  ich  darum  für  jedes  Geschlecht  eine  besondere  Uebersicht. 


Uebersicht     der     Männchen. 

I.  Beide  Flgl  oben  mit  rotem  bis  gelbem  Felde  oder  Flecke. 

A.  Hflgl  unten  rot  oder  mit  roten  bis  orangegelben  Flecken  oder  Punkten. 

a.  Hflgl  unten  mit  roter  Grundfarbe  und  mit  2  mm  breiter,  schwarzer,  weißgrau  gefleckter  Saum- 
binde.   Der  rote  Hrdfleek  der  Vflgl-Oberseite  groß,  die  Rippe  4  erreichend     Ps.  lihentina. 

ß.  Hflgl  unten  mit  graugelber  bis  dunkler  Grundfarbe  und  roten  Flecken  oder  Punkten;  ohne  hellge- 
fleckte Saumbinde,  bisweilen  aber  mit  dunklen  Bogen  am  Saume  zwischen  den  Rippen. 

*.  Vflgl  oben  mit  großem  hellem  Hrdfleek,  welcher  wenigstens  die  Rippe  3  erreicht. 

§.  Die  Vflgl  unten  mit  einer  roten  Subapicalbinde.    Die  Hflgl  unten  hinter  der  Mitte  mit  einer 
gebogenen  roten  Discalbinde. 

1 .  Die  Subapicalbinde  der  Vflgl  geht  von  der  Rippe  3  bis  zur  Rippe  7  und  die  Discalbinde 
der  Hflgl  vom  Felde  1  c  bis  zu  Feld  7;  beide  sind  nach  innen  und  außen  schwarz  gesäumt. 
a.  Der  Hrdfleek  der  Vflgl  erreicht  die  Rippe  5. 

Ps.  moreelsi. 


b.  Der  Hrdfleek  der  Vflgl  erreicht  höchstens  die  Rippe  3. 


Ps.  tessmanni. 


PSEUDERESIA.     Von  Dr.  C.  Attrivillitjs.  319 

2.  Die  rote  Subapicalbinde  der  Vflgl-Unterseite  besteht  nur  aus  drei  Flecken  der  Felder  4 — 6 
und  die  Discalbinde  der  Hflgl  aus  6  großen  innen  schwarz  gerandeten  Flecken  der  Felder 
2 — 7.  Der  rote  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  nimmt  fast  den  ganzen  Hrd  auf  und  erreicht 
die  Rippe  4.  Ps.  favillacea. 

§§.  Die  Vflgl  unten  ohne  rote  Subapicalbinde.  Der  tief  orangerote  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite 
sehr  groß,  die  Rippe  6  erreichend.  Die  Hflgl  unten  hinter  der  Mitte  mit  freien  roten  Flecken 
in  2,  3,  5  und  bisweilen  auch  m  7.  Ps.  dinora. 

Ps.  carlota. 
**.  Vflgl  oben  mit  sehr  kleinem  roten  Hrdfleck,  welcher  höchstens  die  Rippe  2  erreicht. 

1.  Der  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  lang  und  schmal  und  bedeckt  das  Feld  1  a  außer  an  der  Wurzel 
und  am  Saume.  Ps.  gordoni. 

Ps.  bakeriana. 

2.  Der  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  liegt  hinter  der  Mitte  des  Hrds,  ist  gerundet  oder  viereckig 
und  erreicht  wenigstens  die  Mitte  des  Feldes  1  b.  Ps.  isca. 

B.  Hflgl  unten  ohne  rote  oder  orangegelbe  Flecke. 

a.  Die  Flgl  oben  tief  schwarz  mit  scharf  begrenzten  roten  Feldern.  Der  rote  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite 
ist  sehr  groß,  erreicht  die  Rippe  6,  bedeckt  aber  nicht  die  Mittelzelle.  Ps.  lussulus. 

ß.  Beide  Flgl  oben  orangegelb  mit  schwarzem  Discalfleck,  Spitze  und  Saum  der  Vflgl  und  schwarzer 
Saumbinde  der  Hflgl;  die  schwarze  Farbe  nicht  scharf  begrenzt.  Ps.  cellularis. 

II.  Die  Hflgl  oben  einfarbig  schwarz ;   die  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  roten  Fleck,  welcher  hinter  der  Mitte 
in  den  Feldern  (1  b)  2 — 4  liegt  und  weder  den  Saum  noch  den  Hrd  erreicht. 

a.  Der  rote  Fleck  der  Vflgl-Oberseite  ist  ziemHch  groß,  nach  außen  abgerundet  und  erreicht  die  Rippe  1. 

Ps.  catharina. 

Ps.  moyambina. 
ß.   Der  rote  Fleck  der  Vflgl-Oberseite  ist  schmal  und  länghch  fast  senkrecht  stehend,  von  den  Rippen  2  und 
4  begrenzt.  Ps.  eleaza. 

Ps.  picta. 

III.  Vflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen;    Hflgl  oben  schwarz  mit  einem  roten  oder  orangegelbem 
Felde. 

a.  Hflgl  oben  rot  mit  schwarzem  Ird  und  schwarzer  Saumbinde.  Ps.  minium. 

Ps.  mildbraedi. 
Ps.  rutilo. 
Ps.  phaeochiton. 
ß.  Hflgl  oben  schwarz  mit  breiter  orangegelber  Vrdbinde,  welche  die  Flglspitze  und  nach  hinten  höchstens 
die   Rippe  4  erreicht. 
*.  Hflgl  unten  schwärzlich  mit  undeutlichen  rotgelben  Flecken.  Ps.  bicolor. 

**.  Hflgl  unten  dunkel  gelbbraun  mit  schwarzen  Flecken,  aber  ohne  rote  Zeichnungen. 

Ps.  sernirufa. 
Ps.  fusca. 
y.  Hflgl  oben  schwarz,  am  Ird  mit  einem  orangegelben  Felde,    welches  den  Analwinkel,  nicht  aber  die 
Mittelzelle  erreicht.   Hflgl  unten  mit  roten  Flecken.  Ps.  debora. 

Ps.  catori. 

IV.  Beide  Flgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen.    Vflgl  unten  mit  roter  Subapicalbinde.   Hflgl  unten 
mit  roten  und  schwarzen  Flecken. 

a.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  schwarzgrau.  Ps.  deborula. 

ß.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  rot  oder  rotgefleckt.  Ps.  nigra. 


Uebersicht    der    Weibchen. 
I.  Hflgl  unten  rotgefleckt  oder  mit  roter  Grundfarbe. 

A.  Hflgl  unten  mit  1 — 2  mm  breiter,   schwarzer,  weißhch  gefleckter  Saumbinde  und  roter  Grundfarbe, 
welche  mehrere  schwarze,  weiß  gesäumte  Punkte  oder  Flecke  einschließt.  Ps.  libentina. 

B.  Hflgl  unten  ohne  scharf  begrenzte,  schwarze,  hell  gefleckte  Saumbinde. 


320  PSEUDERESIA.    Von  Dr.  0.  Aurivilliüs. 


1 


a.  Vflgl  unten  mit  roter  oder  orangegelber  Subapicalbinde  oder  solchen  scharf  hervortretenden  Sub- 
apicalf lecken  *). 
*.  Der  rote  oder  rotgelbe  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseit«  ist  groß  und  erreicht  die  Rippe  6.    Das  rote 
Mittelfeld  der  Hflgl-Oberseite  erreicht  weder  die  Wurzel  noch  die  Ränder. 

1.  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  ungefleckt.  Die  Subapicalbinde  der  Vflgl-Unterseite  ist  aus  4 
eckigen  Flecken  der  Felder  3 — 6  und  einem  fast  abgetrennten  Fleck  in  9  gebildet ;  alle  Flecke 
sind  innen  und  außen  von  einer  dicken  schwarzen  Linie  begrenzt.  Ps.  jnoreelsi. 

2.  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  mit  einem  schwarten  Fleck  in  1  b.  Die  Subapicalbinde  der  Vflgl- 
Unterseite  nur  aus  drei  rot«n  Flecken  der  Felder  4 — 6  gebildet.  Ps.  favillacea. 

**.  Der  rote  oder  orangegelbe  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  dehnt  sich  höchstens  etwas  über  die  Rippe 
4  hinaus.    Subapicalbinde  der  Vflgl-Unterseite  aus  4  Flecken  der  Felder  3 — 6  gebildet. 

1.  Subapicalbinde  der  Vflgl-Unterseite  in  3  und  4  rot  und  viel  schmäler  als  in  5  und  6,  wo  sie 
orangegelb  ist.  Ps.  variegata. 

2.  Subapicalbinde  der  Vflgl-Unterseite  rot  und  mehr  gleichbreit.  Ps.  tessmanni. 

Ps.  nigra. 
ß.  Vflgl  unten  ohne  rote  Subapicalbinde,  bisweilen  aber  im  schwarzen  Apicalteil  fein  rötlich  gewässert  **). 

*.  Hrdfleck   der   Vflgl-Oberseite   rot,    bis    zur  Rippe  4  breit,  dann  in  4  und  5  nur  1  mm  breit. 

1.  Der  Hrdfleck  der  Vflgl-Unterseite  ungeteilt,  von  der  Wurzel  der  Felder  2  und  3  weit  ent- 
fernt. Ps.  isca. 

2.  Der  Hrdfleck  der  Vflgl-Unterseite  in  den  Feldern  2  und  1  b  durch  einen  schwarzen  Quer- 
strich geteilt;  die  innere  Abteilung  der  Wurzel  dieser  Felder  genähert.   Ps.  minium. 

**.  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  orangegelb,  groß  und  in  den  Feldern  4  und  5  etwa  4  mm  breit. 

1.  Hflgl  unten  hell  graugelb  mit  scharfen  schwarzen  und  roten  Flecken.     Ps.  dinora. 

2.  Hflgl  unten  schwarzgrau  ohne  freie  schwarze  Flecke.  Ps.  bakeriana. 

II.  Hflgl  unten  ohne  rote  Zeichnungen  ***). 

a.  Beide  Flgl  oben  bis  zur  schwarzen  Saumbinde  orangegelb,  an  der  Wurzel  dunkel  bestäubt;    Vflgl 
oben  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  der  Zelle,  in  1  b  und  an  der  Zellenspitze.    Ps.  cellularis. 

ß.  Flgl  oben  schwarz;  die  Vflgl  mit  orangegelbem  Hrdfleck;  die  Hflgl  mit  solchem  Vrdstreif. 

Ps.  fusca. 

Ps.  libentina  weicht  von  allen  anderen  Arten  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  unten  rot  sind  mit  einer  2  mm 
breiten  schwarzen  Saumbinde,  welche  7  weißliche  Flecke  einschließt;  in  der  roten  Grundfarbe  stehen  schwarze 
Wurzelpunkte  in  1  c  und  7,  ein  Punkt  am  Zellende  und  schwarze,  grau  gesäumte  Querstriche  in  1  c — 7 ;  Vflgl 
mentina.  unten  mit  breiter  orangegelber  Subapicalbinde.  —  libetltina  Heiv.  wurde  nach  einem  $  abgebildet,  bei  dem  der 
zerUa.  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  nur  die  Rippe  5  erreicht.  Alt-Calabar.  —  zerita  P/ö/2  (62  f)  (J.  Flgl  oben  schwarz ; 
die  Vflgl  mit  einem  großen  roten  Hrdfleck,  welcher  am  Hrd  etwa  8  mm  breit  ist,  die  Rippe  3  oder  4  erreicht 
und  die  MittelzeUe  frei  läßt;  die  Hflgl  mit  großem  rotem  Mittelfelde,  welches  die  Ränder  nicht  erreicht,  gegen 
den  Ird  breiter  wird  und  die  Spitze  der  Zelle  bedeckt;  Vflgl  unten  schwarz  ohne  Hrdfleck;  das  9  weicht 
dadurch  ab,  daß  der  Hrdfleck  der  Vflgl  noch  größer  ist,  die  Rippe  6  erreicht,  einen  Querstrich  in  der  Zelle  bildet 
und  auch  unten  vorkommt;  das  rote  Feld  der  Hflgl-Oberseite  ist  auch  größer  als  beim  ^.   Kamerun  bis  Gabun. 

pieia.  Ps.  picta  Smith  (63  e)  3.   Flgl  oben  schwarz;   die  Vflgl  mit  einem  roten  Querfleck  in  der  Mitte  der  Fel- 

der 2,  3  (und  4);  Vflgl  unten  schwarz  mit  einem  roten  Querstrich  in  der  Zelle  und  an  ihrer  Spitze,  roten 
Subapicalflecken  in  3 — 6  und  am  Saume  weißgrau  mit  einer  schwarzen  Submarginallinie ;  Hflgl  unten  bis  zur 
grauen  Saumbinde  weißhch,  aber  fast  vollständig  rot  überzogen,  mit  je  einem  großen  schwarzen  Wurzelf  leck  in 
1  c,  7  und  der  Mittelzelle  und  mit  dicken  schwarzen  Querstrichen  in  der  Mitte  der  Felder  in  1  c — 7;  die  Saum- 
binde mit  schwarzen  Submarginalstrichen  in  1  c^6.    $  unbekannt.   Nigeria  bei  Warri. 

moyamUna.  Ps.  moyambina  Baker  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:    „^.  Beide  Flgl  braun,  Vflgl  mit  einem 


*)  Zu  dieser  Abteilung  gehören  wahrscheinlich  auch  die  unbekannten  $?  von  Ps.  picia,  catkarina,  eleaza,  debora,  debo- 
rula  und  moyambina. 

••)  Zu  dieser  Abteilung  gehören  wahrscheinlich  auch  die  unbekannten  ?$  von  Ps.  bicotnr,  carlota,  gordoni,  mildbraedi, 
rittilo  und  phaeochilon. 

••*)  Zu  dieser  Abteilung  gehören  wohl  sicher  die  unbekannten  ?$  von  Ps.  russulus  und  semirufa. 


Ferüggestellt  1914;  ausgegeben  Sept.  19 IS.      PSEUDERESIA.      Von  Dr.  G.  AURIVILLIUS.  321 

großen  orangeroten  Fleck  hinter  der  Mitte  am  Analwinkel;  Fransen  braun  und  weiß  gescheckt.  Unterseite: 
Vflgl  in  den  zwei  ersten  Drittel  braungrau,  im  letzten  Drittel  orangerot,  an  der  Spitze  und  am  Saume  gelbhch 
und  gegen  den  Hinterwinke]  ockergelb;  Vrd  grau,  dunkel  gesprenkelt;  eine  breite,  dunkle,  schief  gestellte  Quer- 
binde hinter  der  Zelle  im  roten  Felde  und  eine  gebogene  dunkle  Querlinie  vor  der  Spitze;  eine  schwarze  Saum- 
linie. Hflgl  hellgrau,  beinahe  völlig  rot  überzogen,  nur  hinter  der  Zelle,  am  Vrd  und  am  Saume  grau ;  ein  schwar- 
zer Punkt  hinter  der  Mitte  des  Vrds  und  ein  schwarzer  Wurzelpunkt  in  1  c,  ein  großer  schwarzer  hell  geringelter 
Fleck  vor  und  hinter  der  Zelle  und  an  ihrer  Spitze ;  eine  unregehuäßige,  fem  schwarz  begrenzte,  rote  Querbinde 
hinter  der  Mitte;   die  graue  Saumbinde  schwarz  gesprenkelt.    Flglspannung  34  mm."    Sierra  Leone. 

Ps.  catharina  5<;/-.  (62  f  als  eleaza).  Flgl  oben  schwarz  mit  weißgefleckten  Fransen;  die  Vflgl  mit  einem  eatharina. 
großen  orangeroten  Fleck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  2  und  3  nicht  bedeckt,  aber  auch  einen  kleineren  Fleck 
in  1  b  und  4  bildet ;  dieser  Fleck  ist  in  2  etwa  5  mm  breit  und  nach  außen  abgerundet ;  nahe  der  Zellenspitze  ein  roter 
Querstrich.  Vflgl  unten  braun  mit  silbergrau  gemischt,  die  Wurzelhälfte  mit  drei  dicken  schwarzen  Querbinden 
(zwei  in  der  Zelle  und  einer  an  ihrer  Spitze),  von  denen  die  zweite  und  dritte  durch  einen  roten  Fleck  in  der  Zelle 
getrennt  sind ;  hinter  der  Zellenspitze  ein  breiter,  fast  dreieckiger  orangeroter  Fleck,  welcher  den  Hinterwinkel 
fast  erreicht  und  gegen  den  Hrd  braun  überzogen  ist;  außerhalb  dieses  Fleckes  eine  breite,  zackige,  schwarze, 
nach  außen  rot  begrenzte  Subapicalbinde;  Saumteil  grau  mit  schwarzer,  in  5  und  6  fleckenartig  ausgedehnter 
Submarginal-  und  schwarzer  Saumhnie.  Hflgl  unten  silbergrau,  in  der  WurzeUiälfte  rötlich  gesprenkelt;  ein 
Fleck  an  der  Wurzel,  einer  an  der  Zellenspitze  und  einer  am  Vrd  rot ;  drei  kleinere  Flecke  an  der  Wurzel  und  drei 
größere  in  der  Mitte  schwarz  mit  weißlicher  Begrenzung ;  hinter  der  Mitte  eme  unregelmäßige  Querreihe  von  7 — 8 
schwarzen  nach  außen  rot  begrenzten  Flecke  oder  Querstriche ;  eine  submarginale  Reihe  schwarzer  Querstriche. 
$  unbekannt.    Bei  Whydah  an  der  Sklavenküste. 

Ps.  eleaza  Heiv.  ist  auch  nur  im  männlichen   Geschlecht  bekannt  und  steht  offenbar  der  vorigen  eleaza. 
Art  sehr  nahe.    Sie  weicht  davon  hauptsächlich  nur  dadurch  ab,  daß  der  rote  Fleck  der  Vflgl-Oberseite  nur  ak 
ein  roter  1 — 1,5  mm  breiter  Querstrich  der  Felder  1  b — 3  auftritt  und  daß  die  Grundfarbe  der  Vflgl-Unterseite 
dunkler,  schwärzlich  ist.    Alt  Calabar. 

Ps.  variegata  Smith  (62  f).  Von  dieser  Art  ist  nur  das  $  bekannt.  Nach  meiner  Ansicht  ist  es  aber  variegata. 
sehr  wahrscheinlich,  daß  variegata  das  $  von  eatharina  oder  eleaza.  ist.  Flgl  oben  schwarz  mit  gelben  Zeich- 
nungen; Vflgl  mit  gelbem  Hrdfleck,  welcher  nahe  am  Hinterwinkel  liegt,  am  Hrd  6  mm  breit  ist,  in  1  b  die  Wur- 
zel der  Rippe  2  erreicht  und  vorn  im  Felde  4  spitz  endet,  Mittelzelle  mit  zwei  kleinen  gelben  Querflecken  und 
nahe  am  Saume  4  gelbe  Submarginalflecke  in  3 — 6,  von  denen  die  in  5  und  6  weiter  vom  Saume 
stehen.  Hflgl  oben  gelb  an  der  Wurzel,  am  Vrd  und  Ird,  sowie  am  Saume  breit  schwärzlich  mit  kleinen  gelblichen 
Submarginalflecken  in  2- — 5.  Vflgl  unten  mit  großem,  dreieckigem,  hellgelbem  Hrdfleck,  welcher  den  Hinter- 
winkel und  den  Stiel  von  7 — 9  erreicht,  mit  roten  Submarginalpunkten  in  2  und  3  und  gelber  Subapicalbinde 
in  4 — 6,  welche  durch  eine  breite  schiefe  schwarze  Querbinde  vom  Hrdfleck  getrennt  sind,  im  Wurzelteil  drei 
schwarze  von  Rot  getrennte  Querflecke.  Hflgl  unten  mit  grauer  Grundfarbe  und  schwarzen  und  roten  Flecken, 
welche  wie  bei  eatharina  und  eleazi  angeordnet  sind.    Goldküste  bis  Sassa  am  oberen  Ubangi. 

Ps.  debora  Ky.  (62  f).  Nur  das  (J  ist  bekannt.  Flgl  oben  schwarz  mit  weißgefleckten  Fransen.  Vflgl  debora. 
unbezeichnet,  Hflgl  mit  einem  länglichen  orangegelben  Irdfleck,  welcher  die  Rippe  3,  aber  weder  die  Wurzel 
noch  den  Saum  erreicht.  Beide  Flgl  unten  eintönig  dunkel  schwarzgrau ;  Vflgl  nur  mit  einer  roten,  schwarz 
gesäumten  Subapicalbinde  in  4 — 6 ;  Hflgl  mit  2  roten  Punkten  an  der  Wurzel  des  Vrds  in  8,  je  einem  schwar- 
zen Wurzelpunkt  in  1  c  und  7,  einer  roten  Querbinde  über  die  Mitte  der  Zelle  aus  drei  Flecken  in  1  c,  7  und  in 
der  Zelle,  jenseits  dieser  Binde  mit  je  einem  schwarzen  Punkt  in  1  c  und  7,  dann  mit  emem  roten  Querstrich 
aus  Flecken  in  7  und  der  Zelle,  mit  einem  schwarzen  Punkt  auf  der  Querrippe  der  Zelle  und  hinter  der  Mitte 
mit  emer  aus  drei  Abteilungen  bestehenden  roten,  auf  beiden  Seiten  schwarz  gesäumten  Discalbinde;  die  erste 
Abteilung  ist  gerade  und  besteht  aus  drei  Flecken  der  Felder  1  c — 3,  die  zweite  liegt  näher  am  Saume  und 
besteht  ebenfalls  aus  drei  Flecken  (in  4 — 6)  und  die  dritte  liegt  viel  näher  an  der  Wurzel  und  besteht  aus  einem 
einzigen  Fleck  in  7;    Saumfeld  ohne  Zeichnungen.    Kamerun  bis  zum  Ogowe-Fluß. 

Ps.  catori  Baker  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  ,, Beide  Flgl  oben  schwarz  mit  weißgefleckten  catori. 
Fransen ;  Hflgl  mit  einem  tief  gelben  Felde  hinter  der  Mittelzelle  bis  zum  Ird  und  Analwinkel.  Unterseite  beider 
Flgl  schwarzgrau ;  Vflgl  mit  einer  roten  Subapicalbinde  aus  5  Flecken,  von  denen  der  erste  und  letzte  die 
kleinsten  sind ;  Hflgl  mit  dem  WurzeKeld  mehr  oder  weniger  rot  gefleckt  und  mit  drei  schwarzen  Flecken  in  einem 
Dreieck,  je  einem  in  1  c  und  7  und  einem  größeren  an  der  Zellenspitze ;  eine  submarginale,  sehr  unregelmäßige 
rote,  auf  beiden  Seiten  schwarz  gesäumte  Querbinde".  Sierra  Leone.  —  Scheint  mir  mit  Ps.  debora  identisch 
zu  sein. 

Ps.  deborula  Auriv.  (62  f)  wird  von  Grose-Smith  mit  Unrecht  als  $  von  debora  betrachtet.    Sie  weiclit  deborula. 
von  dieser  nur  dadurch  ab,  daß  beide  Flgl  oben  einfarbig  schwarz  sind  und  daß  die  beiden  ersten  Abteilungen 

XIII  41 


322  PSEUDERESIA.     Von  Dr.  C.  AuRmLUTis. 

der  roten  Discalbinde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  einen  zusammenhängenden,  mit  dem  Saume  gleichlaufenden 
Bogen  bilden.    Kuüu-Fluß. 

nigra.  Ps.  nigra  Cator  ^.  Beide  Flgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen ;  Fransen  weiß  gefleckt.  Vflgl 

unten  schwarz,  gegen  den  Hrd  schwarzgrau ;  Spuren  von  drei  schwarzen  Flecken  in  der  Mittelzelle  mit  einem 
roten  Fleck  zwischen  dem  zweiten  und  dritten;  die  Spitze  dunkel  gefleckt  mit  4  roten  Flecken,  zwei  vor  der 
Spitze  und  zwei  vor  dem  Saume;  Hflgl  grau,  den  Anschein  habend  als  ob  sie  abgeschuppt  wären,  mit  mehreren 
schwarzen  und  roten  Flecken;  die  Flglwurzel  rot  überzogen  mit  einem  kleinen,  hell  geringelten  schwarzen  Punkt 
an  der  Wurzel  des  Feldes  7  und  zwei  ähuMchen  Punkten  in  der  Zelle,  von  denen  der  äußere  größer  und  von  einem 
Punkt  in  1  c  begleitet  ist;  ein  großer  schwarzer  Fleck  in  7  die  Spitze  der  Zelle  gegenüber  wird  von  einem 
roten  Fleck  begleitet ;  eine  Querbinde,  welche  sich  von  der  Flglspitze  bis  zum  Ird  erstreckt,  ist  nach  innen  schwarz 
nach  außen  rot  und  in  der  Glitte  breiter.  —  Beim  $  sind  beide  Flgl  oben  heU  ockergelb ;  Vflgl  mit  dem  Vrd 
breit  schwarzbraun,  hinter  der  Zelle  noch  breiter  und  dann  alhuähhch  gegen  den  Hinterwinkel  verjüngt;  drei 
Flecke  in  der  Zehe  und  einige  hinter  derselben;  die  Grundfarbe  hinter  der  Zelle  in  1  b  und  1  c  fast  bis  zum 
Hrd  bräunhch  überzogen;  Fransen  braun,  weiß  gefleckt.  Hflgl  oben  am  Vrd  breit  braun  und  mit  sehr  breiter 
brauner  Saumbinde,  welche  gegen  den  Analwinkel  breiter  wird;  Wurzel  bräunlich;  Fransen  weiß  gefleckt. 
Vflgl  unten  hell  orangegolb,  Wurzel  und  Vrd  schwärzhch;  ^littelzelle  mit  drei,  in  Größe  zunehmenden  Flecken 
in  der  Zelle  und  einem  in  1  b,  welcher  den  zweiten  und  dritten  Fleck  der  Zelle  berührt;  Flglspitze  wie  beim  ^, 
die  Subapicalbmde  aber  nach  innen  von  einer  breiten  schwarzen  Binde  begrenzt.  Hflgl  unten  gelblich  grau  mit 
denselben  Zeichnungen  wie  beim  o  statt  der  roten  Flecke  aber  mit  orangegelben.  Flglspannung  30(5:) — 34(o) 
mm.  Sierra  Leone.  —  Das  $  kommt  der  Ps.  variegata  nahe,  und  das  ^  erinnert  offenbar  an  Ps.  catharina 
und  eleaza.    Meine  Vermutung,  daß  Ps.  variegata  das  $  von  eleaza  sei,  wird  dadurch  noch  wahrscheinhcher. 

ytioreelsi.  Ps.  moreelsi  Auriv.  (63  d)  cJ.  Flgl  oben  sch^varzbraun ;   Vflgl  mit  einem  großen  roten  Hrdfleck,  welcher 

nach  vorn  verschmälert  ist,  die  Rippe  5  erreicht  und  auch  einen  kleinen  Querfleck  in  der  Zelle  bildet;  die 
Hflgl  oben  mit  einem  orangerotem  Mittelfeld,  welches  die  Spitze  der  ]Mittelzelle,  die  innere  Hälfte  der  Felder 
2 — 4  und  eüien  Teil  der  Felder  1  c  und  5  bedeckt.  Beide  Flgl  unten  mit  grauer  Grundfarbe;  die  Vflgl  am 
Hrd  verdunkelt  und  vor  der  Spitze  mit  einer  roten  schwarz  gesäumten  Subapicalbinde,  welche  aus  5  Flecken  der 
Felder  2 — 5  und  9  gebildet  ist.  Hflgl  unten  mit  drei  roten  Querbinden  und  drei  schwarzen  Punkten ;  die  erste 
Querbinde  nahe  an  der  Wurzel  schmal  und  gerade  aus  4  Flecken  in  den  Feldern  1  c,  7,  8  und  der  Zelle;  die 
zweite  nahe  der  Zehenspitze  aus  drei  Flecken  m  den  Feldern  2,  7  und  der  ZeUe;  die  dritte  hegt  nahe  am  Saume 
ist  auf  beiden  Seiten  breit  schwarz  gesäumt  und  besteht  aus  8  Flecken  der  Felder  1  c — 8;  die  schwarzen 
Punkte  stehen  in  1  c,  7  und  an  der  Spitze  der  Mittelzelle.  —  Das  $  weicht  vom  o  nur  dadurch  ab,  daß  der 
rote  Hrdfleck  der  Vflgl-Überseite  größer  ist,  die  Rippe  6  erreicht  und  auch  unten  weim  auch  heUer,  auftritt. 
Das  rote  Feld  der  Hflgl-Oberseite  ist  auch  etwas  größer.    Congo-Gebiet  am  Hielemba-Fluß. 

favillacea.  Ps.  favillacea  Grünb.  (63  e)  (J.    Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  großen  roten  Hrdfleck,  welcher  fast  den 

ganzen  Hrd  einnimmt  und  nach  vorn  verschmälert  die  Rippe  4  erreicht ;  Hflgl  oben  schwarz  mit  ausgedehntem 
roten  Jlittelfleck.  Vflgl  unten  auf  der  IVIitte  schwarzbraiui ;  Vrd,  Spitze  und  Saum  aschgrau  mit  feiner,  weißer 
Sprenkelung ;  in  den  Feldern  4 — 6  eine  aus  3  einzehien  Flecken  gebildete  rote  Subapicalbmde ;  Irdfleck  wesent- 
hch  heller  als  oben  nur  bis  zur  Rippe  3  reichend.  Hflgl  unten  aschgrau  mit  leichtem  bläulichen  Ton  und  zer- 
streuter weißer  Sprenkelung;  über  der  Rippe  8  ein  kurzer  roter  Wurzelstrich,  in  der  Zelle  zwei  dicke  rote 
Querstriche,  der  innere  über  den  Hrd  der  Zelle  verlängert,  der  äußere  mit  einem  breiten  Fleck  im  Felde  7  begin- 
nend; die  scharfe  rote  Discalbinde  aus  6  großen,  innen  schwarz  gerandeten  Flecken  in  den  Feldern  2 — 7  gebildet ; 
DLscoceUularrippe  mit  scharfem  schwarzen  Fleck,  ferner  je  ein  scharfer  Fleck  über  und  unter  der  Zellenmitte.  — 
?.  Saum  der  Vflgl  an  der  Spitze  weiß  gefleckt;  der  rote  Hrdfleck  weiter  nach  vorn,  bis  zur  Rippe  6  reichend,  un- 
ter der  Wurzel  der  Rippe  2  einen  deuthchen  schwarzen  Fleck  einschließend;  die  Zelle  in  der  Mitte  ebenfaUs 
rot  gefleckt ;  im  Hflgl  ist  der  Fleck  auf  der  hinteren  Flglhälfte  beschränkt.  Im  Vorder-  und  Hflgl  sind  die  Flecke 
an  den  Rändern  unregelmäßig  zerrissen,  am  Ird  mit  schwarzer  Sprenkelung  durchsetzt.  Auf  der  Unterseite  reicht 
der  Hrdfleck  der  Vflgl  wie  oben  bis  zur  Rippe  6,  fehlt  der  äußere  Querstrich  in  der  Zelle  der  Hflgl  und  reicht  die 
Discalbüide  in  das  Feld  1  b  hmein.    Flglspannung  29 — 30  mm.    Spanisch  Guinea:  Alcu. 

mapongtta.  Ps.  mapongua  HoU.  dürfte  mit  Ps.  moreelsi  und  tessmanni  verwandt  sein  und  wird  m  folgender  Weise 

beschrieben:  ,,Ul)en  rot  mit  dem  Vrd,  der  Spitze  und  dem  Saum  beider  Flgl  breit  schwarz;  außerdem  füiden  sich 
auf  den  \'flgln  nahe  an  der  Wurzel  drei  oder  vier  dunkle  vereinigte  Flecke,  die  Hflgl  haben  einen  kleinen  schw  arzen 
Fleck  hinter  der  Zelle  am  Ird.  Die  Unterseite  ist  überwiegend  grau ;  Vflgl  mit  eüiem  großen  schwarzen  Fleck 
an  der  Spitze  der  ZeUe,  einer  subapicalen  Reihe  von  4  quadratischen  roten  Flecken,  welche  nach  innen  schwarz 
begrenzt  sind,  und  zwischen  dieser  und  der  MittelzeHe  mit  einer  breiten  orangeroten  Mittekiuerbinde,  welche  sich 
vom  Vrd  bis  zum  Hinterwinkel  erstreckt,  und  hinten  weißhch  wird ;  die  Hflgl  haben  zwei  kleine  sch\\  arze  Punkte 
nahe  an  der  Wurzel  und  eine  Binde  roter  Flecke  quer  über  die  Mittelzelle;  hinter  der  Zelle  und  an  deren  Spitze 
zwei  große  schwarze  Flecke;  dann  folgt  eine  gebogene  subniarginale  Reihe  von  sechs  roten  Flecken,  welche 
nach  innen  sehr  stark,  nach  außen  wenig  sch\\arz  begrenzt  sind:    beide  Flgl  mit  einer  feinen  schwarzen  Saum- 


PSEUDERESIA.     Von  Dr.  C.  Aueivillius.  323 

liiiie  und  die  grauen  Fransen  haben  schwarze  Flecke  an  den  Rippenenden."   Flglspannung  30  mm.    Ogowe-Tal 
bei  Kangwe. 

Ps.  tessmanni  Grünh.  (63  e)  ist  mit  den  beiden  letztgenannten  Arten  nahe  verwandt.  $.  Vflgl  oben  teasmanni. 
schwarz  mit  einem  roten  Hrdfleck,  welcher  höchstens  die  Rippe  3  erreicht  und  am  Hrd  6,5 — 8,5  mm  breit  ist. 
Der  Fleck  der  Hflgl  groß,  halbkreisförmig,  die  vordere  Partie  freilassend,  die  hintere  größere  Hälfte  bis  auf 
einen  schmalen  Saum  ausfüllend.  Unterseite  ähnlich  wie  bei  favillacea,  im  Vflgl  fehlt  der  Hrdfleck  oder  ist  nur 
am  Rand  schwach  angedeutet,  die  Subapicalbinde  erstreckt  sich  über  die  Felder  3 — 6;  im  Hflgl  sind  die  beiden 
breiten  basalen  Querstreifen  gewöhnlich  am  Vrd  der  Zelle  verschmolzen;  der  Wurzektreif  im  Felde  8  breit, 
rostfarben ;  Discalbinde  breit  und  scharf  in  den  Feldern  1  b — 7 ;  außer  dem  DiscoceUularfleck  5 — 7  schwarze 
Wurzelflecke.  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  Discalbinde  der  Hflgl  zeigen  innen  und  außen  scharfe  schwarze 
Einfassung  und  sind  außerdem  auf  der  Axißenseite  von  ziemhch  deuthchen  weißen  SubmarginaKlecken  begleitet. 
Vflgl  mit  deutlichem  schwarzen  DiscoceUularfleck.  —  $.  Der  Hrdfleck  im  Vflgl  breiter  etwas  über  die  Rippe  4 
hinausreichend,  in  der  ZeUe  ebenfalls  die  Andeutung  eines  roten  Fleckes.  Der  Fleck  der  Hflgl  oval,  weniger 
wurzelwärts  reichend  als  beim  i^.  Vflgl  unten  mit  ausgedehntem  gelbroten  Hrdfleck,  übrige  Merkmale  wäe  beim 
(J.    Spanisch  Guinea. 

Ps.  russulus  Harn.  Bruce  {63  e).  Flgl  oben  schwarz ;  Vflgl  mit  einem  großen,  nach  außen  bogenförmig,  russwius. 
nach  innen  fast  gerade  begrenzten  roten  Hrdfleck,  welcher  am  Hrd  etwa  9  mm  breit  ist  und  nach  vorn  die  Rippe 
6  erreicht;  Hflgl  mit  einem  großen  roten  Mittelfeld,  welches  die  Spitzenhälfte  der  ZeUe  und  den  inneren  Teil 
der  Felder  2 — 7  bedeckt;  Saumbinde  etwa  2  mm  breit.  Vflgl  unten  dunkel  gelbbraun,  schwarz  gesprenkelt, 
mit  einigen  schwarzen  Punkten  in  der  Zelle  und  schM  arzen  Rippen :  Hrdfleck  wie  oben  aber  viel  heller  und  in 
den  Feldern  3 — 5  nach  außen  schwarz  eingefaßt.  Hflgl  unten  gelblich  braun,  dunkel  bestäubt  mit  7 — 8  großen 
schwarzen  Punkten  an  der  Wurzel  (2  in  1  c,  2  in  der  Zelle.  3  in  7  und  einem  an  der  Zehenspitze)  und  mit  zwei 
gewellten  schwarzen  Bogenlinien  vor  dem  Saume,  welche  mondförmige  weiße  Submarginal-  iind  gelbhche  Saum- 
fleeke  einschließen.  Die  Art  weicht  von  allen  oben  ähnlich  gefärbten  Arten  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  unten 
roter  Flecke  entbehren.    Congo-Gebiet  am  oberen  Kassai. 

Ps,  cornucopiae  Holt,  wurde  als  Durbania  beschrieben,  gehört  aber  wahrscheinhch  zur  Gattung  Pseud-oornucopiae. 
eresia.  Die  Art  hat  eine  Flglspannung  von  nur  24  mm  und  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  ,,^.  Fühler 
Kopf,  Thorax  und  Hlb  oben  schwarz,  unten  grau ;  die  Grundfarbe  beider  Flgl  oben  warm  rot,  auf  den  Vflgln  auf 
eine  gebogene  Querbinde,  welche  sich  von  der  Mitte  des  Vrds  nach  hinten  allmählich  breiter  werdend  bis  zum 
Hmterwinkel  und  der  Mitte  des  Irds  erstreckt,  beschränkt ;  die  Querbinde  hat  dadurch  fast  die  Form  eines  Füll- 
hornes; die  Vflgl  sonst  dunkelbraun;  Hflgl  mit  unregelmäßiger  dunkler  Saumbinde  und  am  Ird  dicht  dunkel 
gesprenkelt.  Vflgl  unten  mit  derselben  roten  Querbmde  wie  oben,  die  rote  Farbe  jedoch  nicht  so  leuchtend; 
Vrd  und  Spitze  breit  violett-grau  mit  feinen  braunen  Pünktchen,  die  Wurzel  und  eine  subapicale  Querbinde 
rußbraun;  Hflgl  mit  derselben  violettgrauen  Grundfarbe  wie  die  Spitze  der  Vflgl  und  mit  kleinen  braunen 
Flecken  gesprenkelt ;  hinter  der  ]\Iitte  mit  einer  unregelmäßig  gebogenen  schmalen  schwarzen  Querlinie  und  am 
Saume  mit  fast  spießförmigen  braunen  Flecken  zwischen  den  Rippenenden".  Ogowe-Tal.  —  Wenn  diese 
Beschreibung  wirkhch  nach  einem  Männchen  gemacht  worden  ist,  dürfte  die  Art  mit  Ps.  russulVrS  am  nächsten 
verwandt  sein. 

Ps.  isca  Heiv.  (62  f,  g).  (J.  Vflgl  oben  tief  scliwarz,  hinter  der  Mitte  des  Hrds  mit  einem  sehr  kleinen,  isca. 
nur  etwa  1  mm  breiten  roten  Hrdfleck,  welcher  die  Falte  des  Feldes  1  b  erreicht.  Hflgl  oben  schwarz  mit 
einem  großen  roten  Vrdf  leck,  welcher  an  der  Wurzel  schmal  ist,  sich  nach  außen  allmähUch  erweitert,  nach  außen 
bogenförmig  abgerundet  ist,  nach  hinten  die  Rippe  3  erreicht  und  auch  einen  kleinen  dreieckigen  Fleck  in  2 
bildet ;  der  Ird  ist  demnach  sehr  breit  (bis  in  die  ZeUe  und  zu  der  Rippe  3)  schwarz  und  die  schwarze  Saumbinde 
ist  gegen  die  Flglspitze  allmählich  verjüngt.  Flgl  unten  schwarzgrau;  Vflgl  mit  einem  großen  orangeroten 
Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  4  erreicht  und  durch  kleme  rote  Flecke  fast  bis  zum  Vrd  fortgesetzt  wird ;  2 — 3 
feine  rote  Querstriche  in  der  Zelle  und  einige  undeuthche  rote  Flecke  im  Spitzenteil.  Hflgl  unten  dunkelgrau 
mit  4 — 5  roten  Punkten  an  der  Wurzel  und  einer  fast  zusammenhängenden  gebogenen  Querbinde  über  die  Mitte, 
welche  aus  7  roten,  schwarz  eingefaßten  Flecken  der  Felder  1  c— 7  besteht;  Saumteil  mit  einigen  undeuthchen 
roten  Strichelchen.  —  Das  2  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Zeichnungen  der  Oberseite  heller,  rotgelb  sind, 
daß  die  Vflgl  oben  einen  großen  Hrdfleck  haben,  welcher  bis  zur  Rippe  4  breit  ist  und  sich  dann  als  schmaler 
Streifen  fast  bis  zum  Vrd  fortsetzt,  daß  die  Vflgl  an  der  Wurzel  zwei  rote  Querstriche  in  der  ZeUe  und  einen  in 
1  b  haben  und  daß  der  rote  Fleck  der  Hflgl-Oberseite  fast  die  ganze  Zelle  bedeckt,  nur  einige  schwarze 
Flecke  zurücklassend.    Eine  recht  häufige,  von  Alt-Calabar  bis  zum  Congo-Fluß  vorkommende  Art. 

Ps.  minium  Harn.  Bruce  (62  g)  ist  der  Ps.  isca  sehr  ähnlich,  weicht  aber  m  beiden  Geschlechtern  da-  minium. 
durch  ab,  daß  das  rote  Feld  der  Hflgl-Oberseite  viel  größer  ist,  mdem  es  sich  bis  zur  Wurzel  und  zur  Rippe  1  b 
ausdehnt ;  die  Wurzel  mit  mehreren  schwarzen  Punkten.  Außerdem  sind  die  Vflgl  beim  ^  oben  einfarbig  schwarz 
ohne  Zeichnungen,  unten  ohne  Hrdfleck  und  der  Hrdfleck  der  Vflgl-Unterseite  beim  ?  durch  einen  schwarzen 
Querstrich  der  Felder  1  b  und  2  geteüt.    Kamerun,  bei  Bitje, 


324  PSEUDERESIA.     Von  Dr.  C.  Aumvillius. 

osheba.  Ps.  osheba  Holl.  ist  auch  nach  der  Beschreibung  nicht  sicher  zu  deuten,  wahrscheinhch  aber  mit  Ps. 

minium  Harn.  Druce  am  nächsten  verwandt.  Die  Beschreibung  lautet:  „Kopf  und  Körper  oben  schwarz;  Saum 
beider  Flgl  gewellt  und  die  Fransen  zwischen  den  Rippenenden  schmal  grau.  Vl'lgl  breit  schwarz  mit  einem  klei- 
nen roten  Fleck  nahe  an  der  Wurzel  und  einem  größeren  solchen  Fle;k  am  Hrd;  Hflgl  rot,  gleichmäßig  schwarz 
gesäumt,  bei  einigen  Stücken  ist  die  schwarze  Farbe  schmäler  am  Ird;  eine  Anzahl  kleine  schwarze  Flecke  an 
der  Wurzel.  Die  Unterseite  braun  mit  bleifarbigem  Glänze  und  ^\enige  schwarze  Flecke  an  der  Wurzel  beider 
Flgl;  der  rote  Hrdfle^k  der  Vflgl  tritt  auch  unten  auf  und  ist  nach  voi'n  von  einem  kleinen  roten  Fleck  be- 
gleitet; an  der  Wurzel  der  Hflgl  finden  sich  einige  wenige  rote  Punkte  und  eine  gebogene  Querbinde  roter 
Punkte  durchquert  die  Mitte  des  Flgls,  welcher  dort  dunkler  als  sonst  ist.  Das  $  Aveicht  in  der  Tat  nur  dadurch 
vom  o  ab,  daß  die  Spitze  der  Vflgl  stumpfer  ist.   Flglspannung  27  mm."    Gabun  am  oberen  Ogowe-Fluß. 

mUdbraedi.  Ps.  mildbrüedi  A.  Schnitze.    ,, Vflgl  oben  vollkommen  schwarz;   Hflgl  oben  brennend  ziegelrot,  Ird  und 

eine  nach  hinten  unmerklich  verjüngte  im  Durchschnitt  4  mm  breite  Saumbinde  schwarz ;  von  derselben  Farbe 
sind  die  scharf  begrenzte  mit  einigen  roten  Schüjjpchen  bestreute  Wurzel,  ein  Querfleck  in  Feld  1  der  nach  vorn 
durch  die  schwarze  Wurzel  von  Feld  2  fortgesetzt  wird,  sowie  ein  solcher  in  der  jMitte  und  am  Ende  der  Mittel- 
zolle. Unterseite  rußschwarz ;  Vflgl  mit  violettgrauem  seidig  schimmernden  Wurzeldrittel  und  ebenso  gefärbtem 
2  mm  breiten  Saume;  in  Feldern  1 — 5  je  ein  verschwommener  schwarzer  Discalfleck  (derjenige  in  Feld  4  und  5 
mehr  wurzciwärts),  je  ein  Fleck  von  derselben  Farbe  in  der  Mitte  und  am  Ende  der  Mittelzelle,  von  denen  er- 
sterer  deutlich  rot  beschuppt  ist.  Auf  den  Hflgln  ist  die  violettgraue  Färbung  noch  ausgedehnter,  indem  die  im 
Mittel  3  mm  breite,  nach  hinten  erweiterte  Saumbinde  mit  der  grauen  Wurzelliälfte  am  Ird  zusammenfließt; 
die  schwarzen  Discalflecke  sind  in  4 — ö  undeuthch,  in  den  übrigen  Feldern  ziemlich  groß  und  rot  ausgefüllt ;  außer- 
dem sind  je  zwei  rote  Wurzelpunkte  in  1  c  und  in  der  Zelle  vorhanden.  ?  unbekannt."  Süd-Kamerun,  bei  Sang- 
mclima.  —  Dürfte  nur  eine  Form  der  folgenden  Art  sein. 

ruülo.  Ps.  rutilo  Harn.  Druce  (63  e)  q.    Vflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen:    Hflgl  oben  schwarz 

mit  einem  orangeroten  Felde,  welches  den  Vrd  erreicht,  nach  außen  gebogen  und  von  der  fast  2  mm  breiten 
schwarzen  Saumbmde,  nach  innen  von  der  Rippe  2  begrenzt  ist  und  im  Felde  Ic  drei  kleine  rote  Flecke  bildet ; 
es  erreicht  die  AVurzel,  bedeckt  die  ganze  Mittelzelle  und  ist  dort  mit  einem  sch^^arzen  Punkt  in  der  Zelle  und  an 
der  Zeilenspitze  geziert.  Beide  Flgl  unten  rußschwarz,  an  der  Wurzel  und  am  Saume  violettgrau  ;  Hflgl  mit  einem 
roten  Punkt  an  der  Spitze  der  Zelle  und  mit  einigen  undeutlichen  roten  Pünktchen  an  der  Wurzel.'ik?  unbekannt. 
Kamerun,  bei  Bitje. 

phaeochiton.  Ps.  phaeochitoil  Grünb.  (63  e)  ^.    ,, Vflgl  oben  ganz  schwarz;    Hflgl  mit  ausgedehntem  roten,  von  der 

Wurzel  ausgehenden,  dem  Vrd  anliegenden  Fleck;  Ird  und  Saum  breit  schwarz;  innerer  Rand  des  Fleckes  mit 
unregelmäßigen  schwarzen  Einschnitten.  Unterseite  schwärzlich  grau  mit  ganz  unbestimmten  verschwom- 
menen fleckenartigen  dunkleren  Schatten;  Hflgl  auf  der  Mitte  rötlichbraun  beschuppt,  dicht  hinter  der  ZeUe 
mit  einer  Querreihe  ziemlich  undeutlicher  roter  Punkte  in  den  Feldern  1  b — 4;  ein  roter  Punkt  an  der  Zellen- 
wurzel und  2  auf  der  Zellenmitte  nur  schMach  angedeutet.  Flglspannung  23,5  mm."  $  unbekannt.  Spanisch 
Guinea:    Makomo. —  Auch  diese  Form  scheint  kaum  von  Ps.  rutilo  verschieden  zu  sein. 

gordoni.  Ps.  gordoni  llnm.  Druce  (62  g)  (J.  Vflgl  oben  schwarz,  am  Hrd  in  Feld  1  a  mit  emem  orangegelben  Längs- 

striche, welcher  weder  die  Wurzel  noch  den  Saum  erreicht  iindsich  der  rotgelben  Farbe  der  Hflgl  genau  anschließt. 
Hflgl  oben  orangegelb  mit  schwarzer  Saumbinde  und  schwarzem  Ird,  welcher  die  Rippe  1  b  erreicht.  Vflgl 
unten  matt  schwarzbraun,  am  Saume  heller;  zwei  rote  Flecke  in  der  Zelle  und  eine  ziemlich  breite  rote  Quer- 
binde hinter  der  Zelle  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  4.  Hflgl  unten  von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  hinaus  mit 
abwechselnden  orangegelben  und  braunen,  unterbrochenen  Querbinden;  die  Grundfarbe  hinter  der  Mitte  zu- 
erst dunkler  und  dann  am  Saume  heller.    $  unbekannt.    Benin-Küste. 

bakeriana.  Ps.  bakeriana  Cntor  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  der  vorigen  Art  nahe  zu  stehen.  (J.  Vflgl  oben 

schwarz,  am  Ird  mit  einem  orangegelben  Längsstrich,  welcher  sich  etwas  über  die  Rippe  1  hinaus  ausdehnt, 
aber  weder  die  Wurzel  noch  den  Saum  erreicht.  Hflgl  oben  orangegelb  mit  sehr  breiten  schw  arzen  Hinterrändern ; 
von  denen  sich  die  Saumbinde  gegen  den  Vrd  schnell  verjüngt.  Beide  Flgl  unten  schwarzgrau,  Hflgl  etwas 
heller;  Vflgl  am  Vrd  rot  gesprenkelt  mit  einem  roten  Vrdfleck  hinter  der  Zellenspitze;  dieser  Fleck  hängt  mit 
einer  roten  Stri'helung,  welche  sich  bis  zum  Hrd  ausdehnt,  zusammen:  in  der  roten  Färbung  ein  kurzer 
schwarzer  Strich.  Hflgl  unten  mit  drei  unregelmäßigen,  unterbrochenen  rötlichen  Querbinden;  die  cbitte  Quer- 
binde ist  nach  außen  von  einer  breiten  schwarzen  Binde  begrenzt,  darauf  folgen  rote  Strichelchen,  eine  schwarze 
Binde  und  endlich  wieder  rötliche  Strichelchen  bis  zum  Saume.  Beim  5  haben  die  mehr  gerundeten  Vflgl  oben 
und  unten  einen  großen  orangegelben  Hrdfleck;  Hflgl  oben  wie  beim  (J,  unten  auch  fast  wie  beim  ^,  aber  heller 
und  ohne  Rot.    Flglspannung  30 — 32  mm.    Sierra-Leone  während  der  Trockenzeit. 

dinora.  Ps.  dinora  Ä"?/.  (62  g)  ist  eine  besonders  unten  ganz  eigentümlich  gezeichnete  Art.  ^.  Vflgl  oben  schwarz 

mit  sehr  großem  orangcgelbcm  Hrdfleck.  welcher  die  Rippe  fi  und  den  Hinterwinkel  erreicht,  am  Hrd  etw  a  9  mm 
breit  ist  und  auch  einen  Querfleck  in  der  Zelle  bildet,  wodurch  der  große  schwarze  Mittelfleck  begrenzt  wird. 


CITRINOPHILA.     Von  D:.  C.  Attrivillius.  325 

Hflgl  oben  orangegelb,  an  der  Wurzel  am  Ird  und  am  Saume  schmal  schwarz;  ein  schwarzer  Querstrich  am  Zell- 
ende.  Vflgl  unten  schwarzgrau  mit  hellgelbem  Hrdfleck,  gelben  Saumflecken  in  2 — 4  und  großem  gelben  Apical- 
fleck,  welcher  durch  eine  schiefe  schwärzhche  QuerbLnde  vom  Hrdfleck  getrennt  wird;  Vrd  schwarz  ge- 
strichelt. Hflgl  unten  graugelb  mit  zahlreichen  sch\\  arzen  Punkten  (in  I  b,  3  in  1  c,  je  einem  in  2—6,  4  in  7,  1 
in  der  Zelle  und  I  großen  am  ZeUenende)  und  drei  großen  roten  Flecken  hinter  der  Mitte  in  2,  3  und  5 ;  am  Saume 
eine  in  den  Feldern  5 — 7  undeutHche  schwarze  Kappenhnie.  Das  $  weicht  nur  durch  hellere  und  etwas  größere 
gelbe  Felder  der  Oberseite  vom  ^  ab.    Kamerun. 

Ps.  carlota  Suff.  (63  e)  (J.  Vflgl  oben  schwarz  mit  großem  orangerotem  Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  6  carloUi. 
und  den  Hinterwinkel  erreicht ;  Hflgl  oben  an  der  Wurzel,  am  Ird  bis  zur  Rippe  2  und  am  Saume  in  einer  Breite 
von  1,5  mm  schwarz,  sonst  orangerot  mit  einem  schwarzen  Fleck  an  der  Zehenspitze.  Vflgl  unten  schwarzgrau 
mit  rotem  Anhauche ;  am  Vrd  kleine  graue  Striche  und  Punlvte ;  ein  gelber  MargmaKleck  in  9,  der  durch  undeut- 
liche weißgelbUche  Flecke  mit  einem  gelben  4  mm  breiten  Apicalfleck  verbunden  ist;  eine  feine  schwarze  Saum- 
linie, vor  dieser  in  den  Feldern  2 — 4  je  ein  undeuthcher  gelber  Submarginalfleck ;   die  äußere  Hälfte  des  Feldes 

1  b  und  das  äußere  Viertel  des  Feldes  2  sind  hell  orangerötlich  gefärbt.  Hflgl  unten  gelb,  saumwärts  stark  schwärz- 
Uch  mehert  und  punktiert:  2  schwarze  Wurzelflecke  nebeneinander  im  Felde  7;  an  schwarzen  Discalflecken 
finden  sich  10  vor,  nämlich:  2  in  1  c,  einer  an  der  Spitze  der  Zelle,  je  einer  in  2 — 8,  von  denen  der  in  5  einen 

2  mm  langen,  die  in  2,  3  und  7  einen  kürzeren  lebhaft  roten  viereckigen  Fleck,  welcher  fast  bis  an  die  Außenrd- 
binde  reicht,  entsendet:  Saumbinde  schwarz,  in  1  c  undeutlich,  in  2 — 4  breiter  und  je  einen  kleinen  gelben 
Fleck  einschließend;  in  den  Feldern  5 — 7  erweitert  sich  die  gelbe  Färbung  auf  Kosten  des  Schwarz  zu  analen 
Flecken,  welche  die  Spitze  dieser  Felder  bedeckt.  Nord-Kamerun:  Johann  Albrechthöhe.  —  Diese  Beschreibung 
paßt  so  genau  auf  Ps.  dinora,  daß  carlota  wahrscheinlich  davon  nicht  verschieden  ist. 

Ps.  bicolor  Smith  u.  Ky.  (62  f)  ^.  Vflgl  oben  schwarz  ohne  Zeichnungen;  Hflgl  oben  schwarz  mit  bicolor, 
einem  orangegelben,  nach  außen  erweiterten  Vrdstreifen,  welcher  nach  hinten  fast  gerade  abgeschnitten  ist  und 
die  Rippe  4  erreicht ;  saumwärts  ist  er  von  einer  schmalen  nach  vorn  zugespitzten  schwarzen  Saumbinde  be- 
grenzt. Beide  Flgl  unten  schwarz  mit  mehreren  undeutlichen  röthchen  Schuppenflecken  bestreut ;  Vflgl  hinter 
der  Mitte  mit  einem  rotgelben  Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  3  erreicht  und  auch  einen  kleinen  Fleck  in  Feld  3 
bildet.    $  unbekannt.    „Accu". 

Die  jetzt  folgenden  drei  letzten  Arten  unterscheiden  sich  von  allen  vorhergehenden  mit  Ausnahme  von  russuhts  dadurch, 
daß  die  Hflgl  unten  der  roten  Tlecke  völlig  entbehren. 

Ps.  semirufa  Smith  ist  oben  der  Ps.  bicolor  ganz  ähnlich  und  weicht  nur  durch  schmälere  Vflgl  ab.  Vflgl  semirufa. 
unten  schwärzlich  mit  einem  breiten  schmutzgelben  Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  3  erreicht ;   Hflgl  in  der  vor- 
deren Längenhälfte  schmutzgelb,  in  der  hinteren  schwarzgrau,  an  der  Wurzel  mit  7  schwarzen  Punkten  (2  in  1  c, 
einem  in  der  Zelle,  3  in  7  und  einem  am  Ende  der  Zelle)  und  vor  dem  Saume  mit  einigen  schwärzlichen  Punk- 
ten oder  Bogen.    Sierra  Leone. 

Ps.  fusca  Cator.  ^.  Vflgl  oben  einfarbig  schwarz;  Hflgl  schwarz  mit  orangegelbem  Vrdstreifen  ganz  fusca. 
wie  bei  bicolor  und  semirufa.  Vflgl  unten  dunkelgrau  mit  einem  kleinen  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  Zelle  und 
an  der  Wurzel  der  Rippe  2;  hmter  der  Zelle  eine  gebogene  discale  Querreihe  kleiner  schwarzer  Flecke  und 
eine  ähnliche  submarginale  Reihe;  Hflgl  unten  ockergelblich  braun  mit  2  schwarzen  Punkten  an  der  Wurzel 
in  Feld  7,  einem  am  Ende  der  Zelle  und  einem  in  1  c;  hinter  der  Zelle  eine  feine,  aus  Flecken  gebildete,  unter- 
brochene, schwärzliche  Querbinde  vom  Vrd  bis  zum  Ird  und  jenseits  dieser  eine  undeuthche  submarginale 
Reilie  schwarzer  Punkte.  —  $.  Beide  Flgl  oben  schwarz;  Vflgl  mit  einem  breiten  orangegelben  Hrdfleck, 
welcher  sich  bis  in  Feld  4  ausdehnt;  Hflgl  oben  wie  beim  (J,  nur  etwas  heller.  Flgl  unten  wie  beim  (J,  aber 
etwas  heller  und  die  Vflgl  am  Hrd  gelblich.    Sierra-Leone.  —  Dürfte  kaum  von  semirufa  verschieden  sein 

Ps.  cellularis  Ky.  (62  g).  Beide  Flgl  oben  orangegelb,  an  der  Wurzel  und  die  Hflgl  fast  überall  mit  celluhris. 
schwarzen  Schuppen  bestreut;  Vflgl  oben  mit  6 — 7  mm  breitem  schwarzen  Spitzenfleck,  welcher  die  Rippe  4 
erreicht  und  sich  dann  als  schmale  Saumbinde  bis  zum  Hinterisänkel  fortsetzt,  bisweilen  sind  die  Discal- 
flecke  4 — ^6  (wie  in  der  Figur)  vom  Spitzenfleck  abgetrennt  und  frei;  ein  schwarzer  Wurzelpunkt  in 
der  Zelle  und  in  1  b,  ein  großer  schwarzer  Mittelpunkt  und  außerdem  oft  auch  freie  schwarze  Submarginalpunkte 
in  2  und  3.  Hflgl  oben  mit  unregelmäßiger,  nach  innen  unscharf  begrenzter  schwarzer  Saumbinde.  Vflgl  unten 
grau  mit  orangegelbem  Hrdfleck.  die  graue  Farbe  schwarz  gesprenkelt  mit  schwarzem  Mittelpunkt  und  zwei 
Reihen  schwarzer  Flecke  vor  der  Spitze.  Hflgl  unten  mit  hell  gelblich  grauer,  etwas  schwarz  bestäubter  Grund- 
farbe, 6 — 7  schwarzen  Punkten  in  der  Wurzelhälfte,  6  scharf  hervortretenden  schwarzen  Submarginalpunkten 
in  1  c — 6  und  am  Saume  zwischen  den  Rippen  mit  dunklen  Bogen,  welche  5 — 6  gelbhche  Saumflecke  be- 
grenzen.    Das  0  ist  dem  ^  ähnlich,  nur  etwas  blasser  gefärbt.    Kamerun  bis  Ogowe-Fluß. 

9.  Gattung:  Citriiiophila  Ky. 

Im  Rippenbau  stimmt  Citri nophila  sehr  nahe  mit  Pseuderesia  überein  und  weicht  nur  durch  die  in  der 
Gattungsübersicht  angegebenen  Kennzeichen  ab.    Von  Teriomima  unterscheidet  sie  sich  durch  die  gestielten 


326  CITRINOPHILA.     Von  Dr.  G.  Aüriviluus. 

Rippen  ü  und  7  der  Hflgl  und  dadurch,  daß  die  Rippe  7  der  Vflgl  in  die  Spitze  oder  den  \'rd  mündet. 

Alle  Arten  sind  zitrongelb  —  schwefelgelb  —  weißgelb  mit  schwarzen  Saumflecken  oder  schwarzer 
Saumbinde,  oben  aber  ohne  Flecke  in  dc^r  C4rundfarbe. 

Bei  den  (^(J  ist  der  Vrd  der  Vflgl  nW.u  l)reit  und  tiefschwarz,  bei  den  $$  nur  schwarz  gesprenkelt  oder 
fast  ganz  gelb. 


Uebersichtdcr    Arten. 

A.  Die  breite  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  auf  der  Innenseite  deutlich  eingeschnitten  besonders 
in  den  Feldern  2  und  3.    Große  Art,  35 — 4.5  mm.  C.  erastus. 

B.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  nach  innen  fast  ganzrandig  und  fast  gleichmäßig  ausgeschweift. 

a.  Die  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  erreicht  nur  die  Rippe  2;    beide  Flgl  unten  mit  einem  schwarzen 
Punkt  an  der  Spitze  der  Mittelzelle.  C.  unijmnctata. 

ß.  Die   Saumbinde  der   Vflgl-Oberseite   erreicht   den  Hinterwinkel. 

*.  Flgl  unten  am  Saume  mehr  oder  weniger  schwarz  bestäubt,  aber  ohne  deutliche  Saumflecke. 

1.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  etwa  2  mm  breit  und  deutlich  gebogen.  C.  si7nilis. 

2.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  nur  1  mm  breit  und  fast  gerade,  an  der  Rippe  6  spitz  endend. 

C.  pusio. 

**.  Flgl  unten  am  Saume  mit  deutlichen  dunklen  Saumflecken  oder  Saumpunkten. 

1 .  Vflgl  unten  mit  einem  dunklen  Fleck  an  der  Zellenspitze.  Die  Hflgl  beim  $  oben  mit  freien  dunklen 
Saumpunkten.  C.  tenera. 

2.  Vflgl  unten  ohne  Fleck  an  der  Zellenspitze.   Die  Hflgl  beim  $  oben  mit  sehr  schmaler  schwarzer 
Saum  binde.  C.  serena. 

erasius.  C.  et AStus  Heiv.  {^J   =  erasmus  Ky.)  (62  h).    Flgl  mit  zitronengelber  (^)  oder  weißgelber  ($)  Grund- 

farbe, unten  an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger  hell  orangegelb  angeflogen.  Beide  Flgl  beim  (J  oben  mit  3 — 4  mm 
breiter  schwarzer,  auf  den  Vflgln  nach  innen  gezackter  Saumbinde  und  breiter  tief  schw  arzer  Vrdstreifen  der 
Vflgl,  welcher  wenigstens  die  vordere  Längshälfte  der  Mittelzelle  bedeckt ;  beim  $  ist  die  Saumbinde  der  Vflgl- 
oberseite  wie  beim  (^  gebildet,  die  der  Hflgl  dagegen  in  gerundete  Saumflecke  aufgelöst  und  der  Vrd  der  Vflgl 
nur  schmal  schwarzgrau  bestäubt.  Auf  der  Unterseite  haben  beide  Flgl  statt  der  Saumbinden  freie  oder  fast 
flaveola.  freie  schwarze  Saumflecke.  Ashanti  bis  Angola.  —  Als  ab.  ?  flaveola  Ky.  mag  eine  Abänderung  des  9.  bei 
der  die  Saumflecke  der  Hflgl-Oberseite  zu  einer  2 — 3  mm  breiten  Saumbinde  vereinigt  sind,  bezeichnet  wer- 
den.   Goldküste  und  Kamerun.  Als  (J  (!)  von  flaveola  beschrieb  Kirby  die  normale  Weibchenform 

unipunc-  C.  unipunctata  Baker  ist  mir  unbekannt  und  gehört  vielleicht  zu   Teriomima.  Die  Beschreibung  lautet: 

taia.  _^  ^  Beide  l'Mgl  zitronengelb;  Vflgl  mit  der  Spitze  breit  schwarz,  die  schwarze  Farbe  ist  nach  innen  gleichförmig 
gebogen  mit  einem  kleinen  Einschnitt  an  der  Rippe  4,  nach  hinten  verjüngt  und  an  der  Rippe  2  endend; 
Hflgl  mit  feiner,  oft  unterbrochener,  schwarzer  Saumlinie.  Auf  der  Unterseite  sind  beide  Flgl  heller  zitronen- 
gelb mit  einem  schwarzen  Punkt  an  der  Zellenspitze;  Vflgl  mit  der  schwarzen  Saumbinde  schwach  durchschei- 
nend; Vrd  und  Saum  mit  feinen  schwarzen  Punkten;  Hflgl  mit  feinen  schwarzen  Punkten  an  den  Rippen - 
enden.    Flglspannung  34  mm."    Congo-Gebiet :    Makala. 

tenera.  C.  tenera  Ky.  {^  =  limbatä  Ky.)  (62  g,  h).   Flgl  lebhaft  zitronengelb,  unten  mit  schwarzen  Saumflecken 

und  einem  unregelmäßigen  schwärzlichen  Fleck  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  (^.  Beide  Flgl  oben  mit 
3  mm  breiter,  tief  schwarzer  Saumbinde,  welche  sich  auf  den  Vflgln  am  Vrd  bis  zur  \\'urzel  fortsetzt  und  die  iVIit- 
telzello  fast  völlig  bedeckt.  —  ?.  Hflgl  oben  nur  mit  freien  Saumpunkten ;  Vflgl  oben  mit  halbmondförmiger 
Saumbinde,  welche  an  der  Mitte  des  Vrds  endet;  Wurzelliälfte  des  Vrds  nur  schmal  schwarz  bestäubt.  Kame- 
run bis  Gabun. 

serena.  C.  serena  Ky.  (62  h).   Das  ?  weicht  von  teiiera  ?  nur  durch  das  in  der  Uebersicht  angeführte  Kennzei- 

chen und  durch  sehr  kleine  Saumpunkte  der  Unterseite,  sowie  durch  schmälere  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite 
ab.    (J  unbekannt.    Sierra  Leone  bis  Kuilu. 

similia.  C.  similis  Ky.  (^   =  marginalis  Ky.)  (62  h).    Das  (j*  weicht  oben  von  tenera  S  kaum  ab,  hat  aber 

unten  beide  Flgl  aiu  Saume,  die  Vflgl  am  Vrd  und  die  Hflgl  am  Ird  schwarz  bestäubt  und  keine  deutliche  Saum- 
flecke (nur  auf  den  Fransen  stehen  schwarze  Flecke  an  den  Rippenenden) ;   die  Vflgl  haben  keinen  Fleck  an  der 


TERIOMIMA.     Von  Dr.  C.  AuBmLLnrs.  327 

Spitze  der  Mittelzelle.    Das  9  weicht  außerdem  durch  eine  etwa  2  mm  breite  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl- 
Oberseite  und  mehr  gleichbreite  Saumbinde  der  Vflgl  von  tenera  $  ab.    Goldküste. 

C.  pusio  Smith.   S-  Flgl  gelb;  Vrd  der  Vflgl-Oberseite  nur  bis  zur  Mittelzelle  schwarz;    Saumbinde  der  pv^io. 
Hflgl-Oberseite  nur  1  mm  breit,  fast  gerade  an  den  Rippen  1  c  und  6  spitz  endend ;    Flgl  unten  mit  feiner, 
schwarzer  Saumhnie  und  ohne  Saumflecke.     $  unbekannt.    Beninküste:  Warri. 


10.  Gattung- :  Terioiniiua  Ky. 

Die  Gattung  ^l■urde  von  Kirby  für  subpuncf.ata  aufgestellt.  Später  vereinigte  er  mit  dieser  Art  mehrere 
andere,  welche  jedoch  nicht  damit  im  Rippenbau  übereuistimmen,  und  verwechselte  Cürinophila  und  Terio- 
7ni»ia-Arten  miteinander.  Von  Cürinophila  weicht  Teriomima  durch  die  nicht  gestielten  Rippen  6  und  7  der 
Hflgl  ab.  Mit  Liptetia  ist  sie  sehr  nahe  verwandt  und  nur  dadurch  verschieden,  daß  die  Rippe  6  der  Vflgl  aus 
dem  Stiele  von  7 — 9  entspringt. 

Die  Teriomimen  sind  kleine  zart  gebaute,  dünnflügelige,  einfach  gezeichnete  Schmetterlinge  mit  weißer 
oder  gelber  Grundfarbe  beider  Flgl.    Sie  sind  wahrt cheinlich  auf  Ost-  und  Süd-Afrika  beschränkt. 

Uebersicht    der    Arten. 

I.  Die  Hflgl  unten  mit  kleinen  dunklen  Punkten  auf  weißem  oder  gelbem  Grunde.  Vflgl  oben  mit  emem  drei- 
eckigen, schwarzen  Spitzenfleck,  welcher  lünten  an  der  Rippe  3  oder  2  spitz  endet.  Hflgl  oben  einfarbig 
oder  nur  mit  kleinen  schwarzen  Saumpunkten. 

a.  Beide  Flgl  mit  weißer  Grundfarbe. 

*.  Der  dunkle  Apicalfleck  der  Vflgl-Oberseite  deuthch  länger  am  Saume  als  am  Vrd.  Unterseite  rein  weiß 
mit  zahlreichen,  zum  Teil  etwas  länglichen  dunklen  Punkten.  T.  subpunctata. 

**.  Der  dunkle  Apicalfleck  der  Vflgl-Oberseite  dreieckig  ebenso  lang  am  Vrd  wie  am  Saume.   Unterseite 
der  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl-Unterseite  gelbhch  angeflogen  mit  weniger  Punkten. 

T.  delicatula. 
ß.  Beide  Flgl  mit  gelber  Grundfarbe.    Die  Hflgl  unten  nur  mit  6 — 8  Punkten,  oben  einfarbig. 

*.  Die  Vflgl  mit  4  dunklen  Punkten  nach  einander  am  Vrd :  ihr  Apicalfleck  auf  der  Innenseite  nicht  ein- 
geschnitten.  Flglspannung  etwa  28  mm.  T.  puella. 

**.  Die  Vflgl  am  Vrd  nur  mit  2  dunklen  Punkten,  welche  vor  der  Mitte  stehen;  ihr  Apicalfleck  auf  der 
Innenseite  im  Felde  5  deutlich  eingeschnitten.  T.  puellaris. 

II.  Die  Hflgl  unten  ohne  dunkle  Punkte. 

A.  Hflgl  unten  hellgelb,  bis  zur  Mitte  mit  zahlreichen,  paarweise  geordneten,  dunkelgrauen,  feinen  Quer- 
strichen.   Spitze  der  Vflgl  unten  nicht  verdunkelt.  T.  micra. 

B.  Die  Unterseite  der  Hflgl,  sowie  die  Wurzel  und  die  Spitze  der  Vflgl-Unterseite  schwarzgrau  mit  zahl- 
reichen in  Querreihen  geordneten  orangegelben  Flecken  oder  rötlich  mit  hellen  Flecken.  Vflgl  oben  mit 
schwarzer  Spitze  und  mit  großen,  dunklen,  mehr  oder  weniger  vereinigten  Flecken  am  Vrd. 

a.  Unterseite  der  Hflgl  heU  röthchgelb  mit  noch  helleren  Flecken.  T.  pallida  $ 

ß.  Unterseite  der  Hflgl  schwärzhch  bis  dunkelgrau  mit  orangegelben  Flecken.     T.  pallida  ^ 

T.  aslauga. 

T,  subpunctataii!/.  (62h).  Flgl  oben  weiß ;  Vflgl  mit  einer  schwarzen  Saumbinde,  welche  sich  nach  hinten  subpunc- 
verjüngend  an  der  Rippe  2  endet;  Hflgl  oben  nur  mit  kleinen  schwarzen  Punkten  an  den  Rippenenden.    Flgl  ^^' 
unten  weiß ;   Vflgl  mit  grau  durchscheinender  Saumbinde,  zwei  Reiiien  schwarzer  Punkte  in  derselben  und  eini- 
gen schwarzen  Punkten  am  Vrd,  in  der  Zelle  und  hüiter  der  Zelle  in  4,  5  und   10.    Hflgl  unten  mit  zahlreichen 
(über  30)  kLeinen  Punkten,  von  denen  die  submargmalen  strichförmig  sind.    Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika. 

T.  delicatula  Ky.  (62  h ;  Spitzenfleck  der  Vflgl  unrichtig  geformt)  weicht  nur  durch  die  in  der  Ueber-  delicatula. 
sieht  angegebenen  Merkmale  von  suhpunctata  ab  und  ist  vielleicht  das  $  dieser  Art. .  Deutsch  Ost-Afrika :  Usagara. 

T.  pueila  Ky.  (62  h,  i).   Beide  Flgl  oben  und  unten  mit  gelber  Grundfarbe;   Vflgl  oben  mit  schwarzer,  puella. 
nach  hinten  zugespitzter  Saumbinde,    \\elche  an  der  Rippe  2  endet,  und  4  kleinen  Flecken  am  Vrd;  unten 
ohne  Saumbinde  aber  mit  einer  subapicalen  Querreiiie  von  5  schwarzen  Punkten  zwischen  dem  Vrd  und  der 


328  LARINOPODA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

Rippe  4  und  am  Vrd  mit  denselben  Flecken  wie  oben.  Hflgl  oben  unbezeichnet  unten  nur  mit  8  schwarzen 
Punkten,  je  einem  in  2,  3,  4,  6,  7  und  der  Zelle  und  zwei  in  1  c.  M'^urde  als  aus  Gabun  stammend  beschrieben; 
diese  Angabe  ist  jedoch  wahrscheinlich  falsch  und  die  Art  kommt  tatsächlich  in  Ost-Afrika  vor. 

puellaria.  T.  puellarls  Trim.  weicht  nur  durch  die  oben  angeführten  Kennzeichen  von  puella  ab  und  ist  vielleicht 

nur  eine  Rasse  derselben.    Maniealand. 

micra.  T.  micra  Smith  ist  eine  kleine,  nur  21  mm  spannende  Art  mit  orangegelber  Gnindfarbe.    Hflgl  oben 

unbezeichnet;  Vflgl  oben  mit  einigen  undeutlichen  kleinen  dunklen  Flecken  am  Vrd  und  einer  scliMarzen  Saum- 
binde, welche  bei  dem  einen  Geschlecht  die  Rippe  3  erreicht  und  nach  hinten  verjüngt  endet  und  beim  anderen 
($?)  nur  einen  kleinen  Spitzenfleck,  weklier  an  der  Rippe  5  endet,  bildet.  Vflgl  unten  nur  mit  einigen  undeut- 
hchen  Strichelchen  am  Vrd  und  vor  der  Spitze;  Hflgl  unten  mit  zahlreichen,  feinen,  dunklen,  paarweise  stehen- 
den Querlinien  an  der  Wurzel  und  in  der  Mitte  und  am  Saume  mit  einer  aus  Bogen  gebildeter  Submarginal- 
linie.    Britisch  Ost-Afrika,  am  Tana-Fluß. 

T.  aslauga  ist  eine  veränderliche  Art,  wejche  nach  Lokahtäten  und  Jahreszeiten  ( ?)  variiert.   Die  hier 
zusammengeführten  Formen  ^^■urden  früher  als  selbständige  Arten  betrachtet ;  da  sie  aber  ohne  scharfe  Grenze 
hüdegarda.  ineinander  übergehen,  betrachte  ich  sie  als  Formen  einer  Art.  —  Bei  hildegarda  Ky.  (=  freya  Smith  u.  Ky.) 
(()2  i)  haben  beide  Flgl  oben  eine  gemeinsame,  2 — 5  mm  breite,  schwarze  Saumbinde:  die  Grundfarbe  der  Ober- 
seite goldgelb  bis  orangegelb  und  die  Vflgl  am  \tA.  breit  schwarz  oder  schwarz  gefleckt ;   unten  sind  beide  Flgl 
schwärzlich  mit  scharf  hervortretenden  orangegelben  Flecken  und  einem  gebogenen,  am  Hrd  etwa  5  mm  brei- 
ten Hrdfleck  der  Vflgl.    Scheint  die  Regenzeitform  zu  sein  und  tritt  von  Angola  bis  Britisch  Ost-Afrika  auf.  — 
aslauga.  aslauga  Trim.  (62  e)  hat  oben  eine  orangegelbe  Grundfarbe  und  weicht  von  hildegarda  dadurch  ab.  daß  die  Saum- 
binde der  Hflgl  fehlt  (?)  oder  sehr  schmal  ist  und  daß  die  Saumbinde  der  Vflgl  nach  hinten  in  einer  Spitze  aus- 
läuft und  beim  $  den  Hinterwinkel  nicht  erreicht;    Unterseite  mit  etwas  hellerer  Grundfarbe  sonst  wie  bei 
pallida.  hildegarda.   Natal  bis  Britisch  Ost-Afrika.  —  Bei  pallida  Trim.  ist  die  Grundfarbe  der  Oberseite  heller  gelb  und 
die  schwarzen  Zeichnungen  noch  mehr  reduziert ;  die  Saumbinde  der  Hflgl  fehlt  völlig  und  die  der  Vflgl  ist  schmä- 
ler und  kürzer;  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ist  die  Grundfarbe  beim  (J  heller  grau  und  beim  ?  hell  rötUch  gelb 
mit  sehr  undeutlichen  Flecken.    Mashuna-Land  bis  Britisch  Ost-Afrika. 


11.  Gattung:  liariiiopoda  Btlr. 

Die  Larinopoden  sind  ziemüch  große  (32 — 34  mm)  breitflügelige  Lipteninen  mit  weißer  Grundfarbe  und 
schwarzen  Zeichnungen.  Beine  ockergelb  mit  schwarzgeringelten  Tarsen.  Die  Vflgl  haben  oben  einen  schwar- 
zen Spitzenfleck  oder  eine  dunkle  Saumbinde  und  unten  stets  einen  dunklen  Fleck  am  Vrd  der  Spitze  der  Zelle 
gegenüber.  Die  Hflgl  haben  unten  einen  schwarzen  Punkt  im  Felde  1  c  nahe  am  Ursprung  der  Rippe  2  und 
gewöhnhch  auch  einen  solchen  Punkt  im  Felde  6.  Der  Saum  der  Vflgl  ist  konvex,  bisweilen  nach  hmten  bauchig 
hervortretend.  Im  Rippenbau  kommt  Larinopoda  der  Gattung  Liptena  nahe,  zeichnet  sich  aber  dadurch  aus,  daß 
die  Hinterecke  der  Mittelzellen  stark  ausgezogen  ist  und  die  Spitze  der  Zelle  dadurch  breit  und  schief  abge- 
schnittien. 

Die  Geschlechter  sind  einander  fast  ähnlich;  die  ?$  jedoch  daran  kenntlich,  daß  die  zwei  vorletzten 
Ventralglieder  des  Hlbs  stark  halbkugelig  angeschwollen  sind. 


U  e  b  e  r  s  i  c  h  t   der   Arten. 
I.  Die  Hflgl  unten  ohne  schwarzen  Punkt  in  der  Mittelzelle. 

A.  Die  Hflgl  oben  einfarbig  weiß  ohne  Zeichnungen,  unten  ohne  Saumbinde  oder  Saumflecke,  aber  mit 
schwarzem  Wurzelpunkt  in  1  c  und  wenigstens  einem  schwarzen  Submarginalpunkt  (im  Felde  6). 

a.  Der  schwarze  Spitzenfleck  der  Vflgl-Oberseite  ist  höchstens  2  mm  breit  und  setzt  sich  als  schwarze 
Saumlinie  nur  bis  zur  Rippe  3  fort.  L.  lircaea. 

ß.  Der  schwarze  Spitzenfleck  der  Vflgl-Oberseite  ist  wenigstens  5 — 6  mm  breit  und  setzt  sich  als  breite 
Saumbinde  wenigstens  bis  zur  Rippe  2  fort.  L.  lagyra. 

B.  Die  Hflgl  wenigstens  unten  mit  dunkler  Saumbinde  oder  dunklen  Saumflecken.    Die  Spitze  und  der 
Saum  der  Vflgl  oben  wenigstens  bis  zur  Rippe  2  breit  schwarz. 

a.  Hflgl  unten  ohne  schwarze  Irdbinde. 

*.  Saumbinde  der  Hflgl  fast  in  Flecke  aufgelöst  oder  nach  innen  gezackt.        L.  hermansi. 


FertiggestelU  1914;  ausgegeben  Sept.  1918.      LIPTEXA.      Von  Dr.   C.  AuRIVILLIUS. 


329 


**.   Saumbinde  der  Hflgl  ganzrandig.  l.  aspidos. 

ß.  Die  breite  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  setzt  sich  am  Ird  bis  zur  Wurzel  fort. 

L.  latimarginata. 
II.  Die  Hflgl  unten  mit  einem  schwarzen  Punkte  in  der  Mittelzelle  und  außerdem  mit  einem  Wurzelpunkte  in 
1  c.   Die  Spitze  und  der  Saum  der  Vflgl  wenigstens  oben  breit  schwärzlich. 

a.  Die  Hflgl  unten  rein  weiß  mit  drei  schwarzen  Punkten  (in  1  c,  6  und  der  Zelle)  und  am  Saume  mehr  oder 
weniger  verdunkelt.  l    eurema. 

ß.  Die  Hflgl  unten  im  Wurzelteil  mit  drei  schwarzen  Punkten  (in  1  c,  7  und  der  Zelle)  und  hinter  der  Mitte 
mit  drei  braunen  Schattenbinden,  welche  am  Ird  vereinigt  smd;  die  erste  und  zweite  sind  breit,  die  dritte 
aber  schmal  und  aus  Halbmöndchen  zusammengesetzt;  die  erste  erreicht  gewöhnhch  nur  die  Rippe  5 
oder  6,    die  beiden  anderen  den  Vrd.    Der  schwarze  Submarginalpunkt  im  Feld  6  fehlt. 

L.  tera. 

L.  lircaea  Heic.  (63  d).  Flgl  weiß;   Vflgl  oben  mit  einer  schmalen  Lüiie  am  Vrd  und  einem  kleinen,  beim  lircaea. 
(J  höchstens  2  mm  breiten,  beim  $  fast  linienförmigen  Spitzenfleck,  welcher  höchstens  die  Rippe  3  erreicht, 
schwarz;  unten  wie  oben,  aber  ohne  Spitzenfleck  und  mit  einem  oft  gerundeten  schwarzen  Fleck  an  der  Mitte  des 
Vrds.    Hflgl  oben  unbezeichnet,  unten  nur  mit  zwei  schwarzen  Punkten,  einem  in  1  c  und  einem  in  6.    Alt- 
f'alabar  bis  zum  Kuilu-Fluß. 

L.  lagyra  weicht  von  lircaea  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  eine  wenigstens  5  mm  breite,  schwarze 
Saumbinde  haben.  —  Bei  der  Hauptform  lagyra  Hew.  ist  der  Vrdstreifen  der  Vflgl-Oberseite  schmal  und  hin-  lagjjm. 
ter  der  Zelle  undeutlich  und  die  Saumbinde  ist  hinten  im  Felde  2  spitz  ausgezogen.   Alt-Calabar.  —  ab.  gyrala  gyrala. 
Suff.  (63  f).    Die  Vrdbinde  der  Vflgl  setzt  sich  bis  zur  Saumbinde  fort;   die  Saumbinde  ist  am  Vrd  7  mm  breit 
und  endet  stumpf  an  der  Rippe  2  oder  erreicht  den  Hrd.    Hflgl  unten  außer  den  gewöhnlichen  Punkten  auch 
mit  je  einem  kleinen  schwarzen  Submarginalpunkt  in  5  und  7.    Kamerun.  —  brenda  Ham.  Dmce  weicht  nur  brenda. 
dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  unten  eine  vollständige  Reihe  dunkler  Submarginalflecke  haben.    Benin.  —  emJIia  emiiia. 
Suff,  wurde  als  besondere  Art  beschrieben  und  ward  noch  1910  von  Ham.  Druce  als  solche  betrachtet,  scheint 
mir  aber  nur  eine  Form  von  lagyra  zu  sein  und  nur  dadurch  abzuweiclien,  daß  die  Saumbinde  der  Vflgl-Ober- 
seite am  Vrd  noch  breiter  (9  mm)  ist  und  in  1  b  spitz  ausläuft.  Kamerun  bis  zum  Kassai-Fluß  im  Congo-Gebiet. 
—  ab.  punctata  //am.  Driice  weicht  von  emiiia  wie  hrenda  von  lagyra  ab,  indem  die  Hflgl  unten  eine  vollständige  punctata. 
Reihe  von  Submarginalpunkten  haben.    Kamerun. 

L.  hermansi  Auriv.  weicht  von  lagyra  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  6 — 7  große  drei-  hermansi. 
eckige  am  Saume  mehr  oder  weniger  mit  einander  vereinigte  schwärzHche   Saumflecke  haben;    Hflgl  unten 
nur  in  6  und  7  mit  Submarginalpunkten.    Congo-Gebiet  bei  Bangasso  am  oberen  Ubangi.  —  ab.  spuma  Ham.  spuma. 
Druce  (63  f)  unterscheidet  sich  von  der  Hauptform  dadurch,  daß  die  Hflgl  unten  wie  bei  brenda  und  pimctata 
eine  vollständige  Reihe  von  schwarzen  Submarginalpunkten,  die  jedoch  in   1  c — 5  mit  den  Spitzen  der  Saum- 
flecken vereinigt  sind,  haben.    Kamerun. 

L.  aspidos  Druce  weicht  wie  die  Arten-Uebersicht  angibt,  von  hermansi  dadurch  ab,  daß  die  Saumbinde  aspidos. 
der  Hflgl  nach  innen  ganzrandig  ist.    Togo  bis  Lagos. 

L.  latimarginata  Smith  (63  f).    Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  schmaler  schwarzer  Vrdbinde,  welche  die  latimargi- 
Saumbinde  erreicht;   diese  ist  sehr  breit,  auf  beiden  Seiten  tief  schwarz  und  erreicht  den  Hrd.   Hflgl  auf  beiden  ""'"• 
Seiten  mit  2 — 3  mm  breiter  ganzrandiger  schwarzer  Saumbinde  und  unten  außerdem  auch  mit  schwarzem  Ird- 
streif ,  welcher  die  Wurzel  erreicht ;    unten  mit  schwarzem  Punkt  in  1  c ;    der  Submarginalpunkt  in  6  von  der 
Saumbinde  bedeckt.    Beninküste:  Warri. 

L.  eurema  Plötz  (63  f)   weicht  von  allen  vorhergehenden  durch  einen  schwarzen  Punkt  in  der  Mittel-  eurema. 
zelle  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ab.    Die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl  ist  mehr  oder  Aveniger  breit  und  ge- 
wöhnhch auch  unten  deutlich,  aber  dort  bisweilen  durch  eine  weißliche  Submarginalbinde  geteilt.  Hflgl  beim  $ 
ohne  Saumbinde,  beim  ,^  mit  schmaler,  dunkler  Saumbinde.    Sierra-Leone  bis  Aschanti. 

L.  tera  Heir.  (63  f).   Vflgl  wie  bei  eurema.    Hflgl  oben  am  Analwinkel  und  am  Saume  mehr  oder  weniger  lera. 
bräunlich  überzogen,  unten  mit  schwarzen  Wurzelpunkten  Ln  1  c,  7  und  der  Zelle,  und  mit  3 — 4  Schatten- 
binden (vergl.  die  Artübersicht);  Submarginalpunkte  fehlen.    Kamerun  bis  Angola  und  Uganda. 

12.   Gattung:   liipteiia  Hew. 

Im  Rippenbau  stimmt  Liptena  nahe  mit  Larinopoda  überein.  Die  Vflgl  haben  12  Rippen,  von  denen  die 
Rippe  6  frei  aus  der  Spitze   der   ZeUe   entspringt.     Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl   aus   demselben   Punkte 

XIII  42 


330  LIPTENA.     Von  Dr.  C.  Attrivilijus. 

oder  kurz  gestielt,  selten  etwas  getrennt ;  die  Rippen  6  und  7  nicht  gestielt.  Die  Mittelzellen  sind  an  der  Spitze 
quer  abgeschnitten  und  nicht  am  Hinterwinkel  ausgezogen.  Die  Palpen  anliegend  beschuppt.  Fühlerkeule 
langgestreckt  fast  drehrund. 

Die  zahlreichen  Arten  können  nach  Farbe  und  Zeichnung  in  4  Gruppen  geteilt  werden.  Einige  dieser 
Gruppen  sind  als  Gattungen  betrachtet  worden.  Die  morphologischen  Kennzeichen  sind  indessen  nicht  stich- 
haltig und  darum  ist  es  besser  dieselben  als  Gruppen,  welche  durch  die  Färbung  unterschieden  werden  können, 
zu  betrachten. 


Uebersicht   der  Artengruppen. 

A.  Die  Flgl  oben  mit  weißer  bis  hell  ockergelber  Grundfarbe,  mit  oder  ohne  schwarae  Zeichnungen. 

a.  Die  Flgl  kurz  und  breit,  stets  oben  mit  weißer  Grundfarbe.  Der  Vrd,  die  Spitze  und  der  »Saum  der  Vflgl 
auf  beiden  Seiten  breit  schwarz  oben  stets  zusammenhängend  und  ungefleckt.  Die  Rippen  3  und  4 
der  Hflgl  fast  immer  getrennt  entspringend.  Erste  Gruppe. 

ß.  Die  Flgl  mehr  langgestreckt,  oben  mit  weißer  oder  gelber  Grundfarbe.  Die  Vflgl  oben  unbezeichnet  oder 
mit  einem  großen  schwarzen  Spitzenfleck,  welcher  sich  am  Saume  selten  bis  zum  Hrd  fortsetzt;  der  Vrd 
selten  und  nur  oben  schwarz.  Die  Hflgl  unten  einfarbig  oder  mit  mehreren  feinen  Querlinien  oder 
schwarzen  Punkten.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  gestielt  oder  aus  demselben  Punkte,  selten  (wie 
bei  fatima)  am  Ursprünge  getrennt.  —  Parapontia  RÖber  (=  Leucolepis  Karsch).        Zweite  Gruppe. 

B.  Die  Flgl  oben  einfarbig  schwarz  oder  schwarz  mit  orangeroten  Flecken  oder  orangegelb  mit  schwarzen 
Rändern.  Die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  aus  demselben. Punkte.  Die  Hflgl  nie  unten  mit  6 — 7  dunklen 
Querlinien  oder  Querbinden. 

a.  Die  Flgl  unten  schwärzlich  mit  hellen  Flecken  oder  gelblich  mit  schwarzen  Flecken,  oben  gewöhnlich 
mehr  oder  weniger  orangegelb  oder  rot,  selten  einfarbig  schwarz.  Die  Rippe  7  der  Vflgl  endigt  in  den 
Saum.  Dritte  Gruppe. 

ß.  Die  Flgl  oben  einfarbig  schwarz,  unten  weiß  mit  schwarzen  Zeichnungen.  Die  Rippe  7  der  Vflgl  endigt 
in  die  Spitze.  —  Tetrarkanis  Karsch.  Vierte  Gruppe. 


Erste  Artengruppe. 

Die  Arten  erinnern  teils  an  die  Larinopoden,  teils  täuschend  an  die  Pentila-Aiteu  der  Tirza- Gruppe.  Von  den  Pentila- 
Arten  sind  sie  durch  das  Fehlen  der  Praecostalrippe  der  Hflgl  und  durch  die  viel  kürzere  Mittelzelle  leicht  zu  unterscheiden. 
Geschlechter  einander  ähnlich. 


Uebersicht    der    Arten. 

I.  Die  schwarze  Spitze  der  Vflgl  unten  hellgefleckt  oder  mit  einem  weißen  Striche.  Die  Hflgl  oben  ohne  schwar- 
zen Mittelpunkt. 

A.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl  erreicht  den  Hrd  und  setzt  sich  in  gleicher  Breite  auf  der  Ober- 
seite der  Hflgl  bis  zum  Analwinkel  fort.    Hflgl  unten  mit  dunklem  Ird. 

a.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  der  schwarze  Vrd  hinter  der  Spitze  der  MittelzeUe  durch  einen  Vor- 
sprung der  weißen  Grundfarbe  von  der  schwarzen  Spitze  scharf  getrennt. 

*.  Hflgl  unten  am  Vrd  mit  schwarzen  Zeichnungen. 

1.  Hflgl  unten  mit  gelblicher  Grundfarbe;    die  MittelzeUe  ganz  hell  oder  nur  an  der  Spitze 
mit  schwarzem  Querstrich.  L.  lihyssa. 

2.  Hflgl  unten  mit  weißer  Grundfarbe;    die  MittelzeUe  an  der  Wurzel,  in  der  Mitte  und  an 
der  Spitze  schwarz.  L.  hollandi. 

**.  Hflgl  unten  am  Vrd  in  den  Feldern  7  und  8  einfarbig  weiß  ohne  Flecke.        L.  nubifera. 

ß.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  geht  der  schwarze  Vrd  aUmählich  ohne  tiefen  Einschnitt  in  die  schwarze 
Spitze  über.    Hflgl  unten  mit  sehr  breiter,  am  Saume  weißgefleckter  Saumbinde. 


LIPTEXA.     Von  Dr.  C.  Aurivilliüs.  331 

1.  Die  Hflgl  unten  mit  zwei  breiten,  schwarzen  Binden,  von  denen  die  eine  von  der  Mitte  des 
schwarzen  Irds  bis  zur  Mitte  des  Vrds  und  die  andere  aus  der  vorigen  quer  von  der  Spitze  der  Zelle 
bis  zur  schwarzen  Submarginalbüide  gelit  und  das  Feld  6  ganz  bedeckt.  Die  weiße  Grundfarbe 
wird  hierdurch  in  zwei  größeren  und  einen  kleineren  Fleck  geteilt.  L.  canifirrms. 

2.  Die  weiße  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  nicht  in  getrennte  Flecke  abgeteilt. 

a.  Die  Hflgl  unten  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  mit  einem  großen,  schwarzen,  sehr  ururegel- 
mäßigen  Fleck,  welcher  den  Vrd,  aber  weder  den  Ird  noch  den  Außenrand  erreicht. 

L.  melandeta. 

b.  Die  Hflgl  unten  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  mit  einem  großen  gerundeten  tief  schwarzen 
ganz  freien  Fleck.  L.  lyhia. 

B.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  ■wird  nach  hinten  allmählich  schmäler  und  erreicht  nur  die 
Rippe  2;  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  ist  sie  nur  durch  eine  sehr  feine  Saumünie  vertreten.  Hflgl  unten 
weiß  ohne  MitteKleck  und  mit  einer  3  mm  breiten,  imgefleckten  schwarzen  Saumbinde. 

L.  simplicia. 
II.  Die  schwarze  Spitze  der  Vflgl  sowie  der  Vrd  und  der  Saum  auf  beiden  Seiten  ohne  helle  Zeichnungen.    Hflgl 
unten  am  Ird  nicht  schwarz,  auf  beiden  Seiten  mit  schwarzer  Saumbinde. 

a.  Hflgl  nur  unten  mit  schwarzem  Mittelpunkt.  Saumbinde  der  Vflgl  nach  hinten  verjüngt,  an  der  Rippe 
2  oder  1  spitz  endend.  L.  suhmacula. 

ß.  Saumbinde  der  Vflgl  bis  zum  Hrd  3 — 4  mm  breit  und  in  gleicher  Breite  auf  den  Hflgln  fortgesetzt. 

*.  Die  Vflgl  auf  der  Querrippe  mit  einem  deutlichen  schwarzen  Fleck,  welcher  mit  dem  Vrd  vereinigt  ist. 

L.  confusa. 
**.  Die  Vflgl  ohne  deutlichen  Fleck  auf  der  Querrippe  der  Slittelzelle.  L.  opaca. 

L.  libyssa  Hew.  (=  margarita  Suff.)  (63  g).  Flgl  oben  weiß  mit  gemeinsamer  ungefleckter  schwarzer  Ubyssa. 
Saumbinde  und  schwarzem  Vrd  der  Vflgl.  Vflgl  unten  weiß  mit  dem  Vrd  bis  zur  Zellenspitze  breit  schwarz  und 
mit  schwarzer,  gelbgefleckter  Saumbinde,  welche  am  Vrd  7  mm  breit  ist,  sich  aber  nach  hinten  schnell  ver- 
schmälert und  an  der  Rippe  2  oder  in  1  b  spitz  endet.  Hflgl  unten  gelb  mit  dem  Ird  bis  zur  Rippe  1  c 
schwarz,  mit  schwarzer  Saumbinde,  welche  gewöhnlich  im  Felde  5  unterbrochen  ist  und  zwei  weiße  Flecke  in 
3  und  5 — 6  einschließt,  und  mit  4  schwarzen  Flecken,  von  denen  2  sich  dem  schwarzen  Ird  anschheßen 
(der  erste  kleinere  in  1  c  nahe  der  Wurzel,  der  andere  größere  in  1  c  und  2)  und  2  am  Vrd  stehen  (der  erste 
klein  und  gerundet  in  7,  der  andere  viel  größer  von  der  Mitte  des  Vrds  bis  zur  Spitze  der  ZeUe  und  der  Rippe  5. 
Alt-Calabar  bis  Angola.  —  orientalis  Baker  (=  confluens  Grünh.)  (63  f)  ist  die  östliche  Formund  weicht  da-  orienialia, 
durch  ab,  daß  die  Hflgl  unten  am  Ende  der  Mittelzelle  einen  schwarzen  Querstrich  haben,  welcher  den  großen 
Vrdfleck  mit  den  beiden  Irdflecken  verbindet;  der  Vrdfleck  ist  außerdem  im  Feld  6  auch  mit  der  Saumbinde 
vereinigt;  der  schwarze  Wurzelpunkt  im  Felde  7  fehlt  dagegen;  die  gelbUche  Grundfarbe  wird  hierdurch 
in  vollständig  getrennte  Flecke  geteilt.    Uganda. 

L.  hoUandi  Auriv.  (63  g)  ist  der  Form  orientalis  der  vorigen  Art  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  hollandi. 
auf  der  Unterseite  der  Hflgl  der  Wurzelfleck  im  Felde  7  groß  und  mit  dem  Vrdfleck  vereinigt  ist  und  einen 
schwarzen   Querstrich  über  die  Mitte  der  Zelle  bis  zum  Ird  sendet;    die  Grundfarbe  ist  fast  weiß  und  die 
Saumbinde  hat  4 — 5  weiße  Saumflecke.    Congo-Gebiet. 

L.  campimus  Holl.  (63  g).  Flgl  oben  wie  bei  den  vorigen  Arten;  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  geht  die  campimus. 
schwarze  Vrdbinde  ohne  Grenze  in  die  Saumbinde,  welche  nur  einen  weißen  Querstrich  an  der  Spitze  einschließt 
über.  Hflgl  unten  silberweiß  mit  einer  geraden  schwarzen  Querbinde  vom  Vrd  bis  zum  Ird  quer  über  die  Mittel- 
zelle, und  einem  gebogenen  schwarzen  Submarginalbüide,  welche  durch  einen  schwarzen  Längsstrich  des  Feldes 
6  verbunden  smd;  die  weiße  Grundfarbe  bildet  hierdurch  drei  größere  Felder,  eine  Saumbmde  und  einen 
Längsfleck  am  Ird.   Kamerun  bis  zum  Ogowe-Fluß. 

L.  melandeta  Holl.   Oben  weiß  mit  breiten  sch^\  arzen  Rändern  wie  bei  den  anderen  Arten ;  Vflgl  unten  mdandeta. 
wie  bei  campimus ;  Hflgl  unten  mit  schwarzem  Ird  und  Submarginalbüide  w  ie  bei  campimus,  sonst  aber  nur  mit 
einem  unregelmäßigen  schwarzen  Vrdfleck,  welcher  die  Zellenspitze  erreicht  und  einen  Zweig  quer  über  die 
Mitte  der  Zelle  entsendet.    Ogowe-Fluß. 

L.  lybia  Stgr.  (63  g  als  libya)  kommt  der  vorhergehenden  Art  sehr  nahe  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  lyUa. 
die  Hflgl  unten  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  einen  abgerundeten  freien,  schwarzen  Fleck  haben,  welcher  den 
Vrd  nicht  erreicht.    Gabun. 

L.  nubifera  Harn.  Bruce  (63  g).  Vflgl  oben  weiß  mit  der  Spitze  und  dem  Saume  breit  schwarzbraun;  nuUfera. 
Vrd  auch  bis  zur  Zelle  schwarzbraun;  an  der  Spitze  der  Zelle  em  schwarzer  Querfleck,  welcher  mit  dem  dunk- 


332  LIPTENA.     Von  Dr.  C.  AuRiviLLros. 

leii  \'rd  zusammenhängt;  unten  fast  wie  oben,  aber  mit  helleren  dunklen  Zeichnungen,  weißer  Linie  am  Saume 
und  verschmälerter  Saumbinde,  welche  an  der  Rippe  2  endet.  Hflgl  oben  weiß  mit  breiter  brauner  Saum- 
binde und  einem  kleinen  dunklen  Punkt  am  Ende  der  Zelle:  unten  zum  größten  Teil  hell  braun  überzogen  mit 
weißem  Vrd  und  weißen,  braun  gekernten  Saumflecken ;  ein  Punkt  an  der  Wurzel  und  einer  an  der  Spitze  der  Zelle 
schwärzlich.    Diese  abweichende  Form  scheint  am  besten  in  diese  Gruppe  zu  passen.    Kamerun:  Bitje. 

simpliciu.  L.  simplicia  Möschl.  Vflgl  oben  weiß  mit  dem  Vrd  bis  zur  Mittelzelle  schwarz  und  mit  schwarzer  Saum- 

binde, welche  hinten  an  der  Rippe  2  spitz  endet.  Hflgl  oben  weiß  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie.  Vflgl  unten 
wie  oben,  aber  mit  weißer  Submarginallinie  in  der  schwarzen  Saumbinde.  Hflgl  unten  weiß  mit  2  mm  breiter, 
nach  vorn  verjüngter  schwarzer  Saumbinde.    Elfenbeinküste  bis  Goldküste. 

aubmacula.  L.  submacula  Lathy  (62  a).    Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  schwarzem  Vrd  und  schwarzer  unbezeichneter 

Saumbinde,  welche  an  der  Rippe  2  oder  1  spitz  endet.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  einer  2  mm  breiten,  nach 
beiden  Enden  verjüngten  dunklen  Saumbinde  und  unten  außerdem  mit  schwarzem  Mittelpunkt.  Nigeria : 
Anambara  Creek. 

conftiaa.  L.  confusa  Auriv.    Beide  Flgl  oben  und  unten  weiß  mit  3 — 4  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde  und 

schwarzem  -Mittelpunkt,  welcher  auf  dem  Vflgl  mit  dem  breiten  schwarzen  Vrd  vereinigt  ist.    Kamerun. 

opaca.  L.  opaca  Ky.  (63  g)  weicht  von  confusa  nur  dadurch  ab,  daß  der  Mittelpunkt  der  Vflgl  fehlt  oder  vom 

breiten  Vrd  völlig  bedeckt  wird.   Hflgl  bei  der  Hauptform  auf  beiden  Seiten  mit  schwarzem  Mittelpunkt.  Kame- 
immaculata.  run  bis  Gabun.  —  ab.  immaculata  Grünh.   Hflgl  nur  unten  mit  schwarzem  Mittelpunkt.    Spanisch  Guinea  und 
vom  Kuilu-Fluß. 

Zweite   Artengruppe. 

Dift  Gruppe  ist  sehr  natürlich  und  besteht  aus  zart  gebauten,  dünnflügeligcn,  weißen  oder  gelben  Art«n,  welche  an  die 
Terionümeu  erinnern.  Die  Hflgl  unten  gewöhnlich  mit  einer  feinen  schwarzen  Submarginallinie  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6 
und  die  Vflgl  oft  mit  zwei  solchen  Linien  zwischen  der  Spitze  und  der  Kippe  4  oder  3.  Die  Geschlechter  sind  ähnlich  gefärbt 
und  gezeichnet. 

Uebersicht    der    Arten. 

I.  Beide  Flgl  oben  und  unten  mit  einem  schwarzen  Punkte  auf  der  Querrippe  der  Mittelzelle.    Die  Rippen 
3  und  4  der  Hflgl  an  ihrem  Ursprünge  ziemlich  weit  getrennt.    Grundfarbe  beider  Flgl  weiß. 

a.  Vflgl  oben  am  Vrd  an  der  Spitze  und  am  Saume  sehr  breit  schwarz.  Hflgl  unten  mit  3  schwarzen  Wurzel- 
punkten (in  1  c,  7  und  der  Zelle).  L.  perobscura. 

ß.  Vflgl  oben  nur  mit  einem  4  mm  breiten,  schwarzen  Spitzenfleck,  welcher  an  der  Rippe  4  oder  im  Felde  3 
endet.  Hflgl  oben  nur  mit  Mittelpunkt  und  unten  außerdem  nur  mit  sehr  feiner  schwarzer  Saumlinie; 
selten  mit  einem  Wurzelpunkt  in  1  c.  L.  fatima. 

II.   Beide  Flgl   ohne  Mittelpunkt.     Die  Rippe  3  und  4  der  Hflgl  aus  demselben  Punkte  oder  gestielt. 

A.  Die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  einfarbig  ohne  Zeichnungen  oder  nur  mit  einer  feinen  dunklen  Saumlinie 
oder  selten  unten  mit  drei  undeutlichen,  gelben   Querlinien.    Vrd  der  Vflgl-Oberseite  nicht  oder  nur 
schmal  schwarz. 
a.  Beide  Flgl  mit  weißer  Grundfarbe;    Vflgl  oben  mit  großem,  schwarzem  Spitzenfleck. 

1.  Der  Spitzenfleck  der  Vflgl  erreicht  nur  die  Rippe  4  oder  bUdet  höchstens  auch  einen  kurzen  Quer- 
strich im  Felde  3.    Hflgl  unten  dicht  vor  dem  Saume  mit  feiner  schwarzer  Linie. 

a.  Flgl  auf  beiden  Seiten  rein  weiß  mit  weißen  Fransen,  ausgenommen  am  Spitzenfleck,  wo  die 
Fransen  schwarz  sind.    Größere  Art,  33 — 35  mm.  L.  alluaudi. 

b.  Flgl  am  Vrd  der  Vflgl  und  unten  am  Saume  deutlich  gelb  angeflogen;    Fransen  der  Hflgl 
gelbhch.    Kleinere  Art,  29 — 31   mm.  L.  albicans. 

2.  Der  Spitzenfleck  der  Vflgl  erreicht  die  Rippe  3  oder  sogar  die  Mitte  des  Feldes  2,  ist  nicht 
hinten  zugespitzt  und  setzt  sich  am  Vrd  bis  zur  Wurzel  schmal  fort.  Hflgl  unten  ohne  schwarze 
Linie  am  Saume.    24 — 27  mm.  L.  decifiens. 

ß.  Beide  Flgl  mit  gelber  Grundfarbe. 

*.  Vflgl  oben  mit  schwarzem  Spitzenfleck.    AVenigstens  die  Hflgl  unten  mit  schwarzer  Linie  dicht 
am  Saume. 


LIPTENA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  333 

1.  Der  Spitzenfleck  derVflgl  ist  groß,  erreicht  nach  hinten  die  Rippe  2  und  setzt  sich  am  Vrd 
als  schmale  Binde  bis  zur  Wurzel  fort.  L.  xanihostola. 

2.  Der  Spitzenfleck  der  Vflgl  ist  klein  und  nach  hinten  von  der  Rippe  5  begrenzt. 

L.  bolivari. 
**.  Vflgl  ohne  schwarzen  Spitzenfleck,  am  Saume  und  an  der  Spitze  nur  ein  wenig  dunkler  gelb. 
Beide  Flgl  unten  ohne  schwarze  Saumlinie. 

1.  Hflgl  unten  ohne  Zeichnungen.    Flglspannung  32  mm.  L.  evanescens. 

2.  Hflgl  unten  hinter  der  Mitte  mit  drei  sehr  undeutlichen,  feinen,  gelbUchen  Querlinien.  Flgl- 
spannung 27—28  mm.  L.  immaculata. 

B.  Die  Hflgl  unten  mit  3 — 8  dunklen  Querlinien  oder  mit  dunklen  Discalpunkten.    Die  Vflgl  stets  oben 
mit  dunklem  Spitzenfleck. 

a.  Die  Hflgl  unten  mit  dunklen   Querlinien. 

*.  Die  Hflgl  unten  ohne  schwarze  Wurzelpunkte,  bisweilen  durch  Auflösung  der  Querbinden  mit 
emigen  freien  Flecken. 

§.  Die  Hflgl  unten  außer  der  SaumlLnie  nur  mit  4  gelbbraunen,  ebenen  Querlinien.  Grund- 
farbe weiß.  Die  Vflgl  oben  mit  großem  schwarzen  Spitzenfleck,  welcher  sich  längs  dem  Vrd 
bis  zur  Wurzel  und  am  Saume  bis  zur  Rippe  2  ausdehnt.  L.  subundularis. 

§§.  Die  Hflgl  unten  außer  der  Saumlinie  mit  6 — 7  dunklen  Querhnien  oder  Querbinden,  von  denen 
jedoch  nicht  alle  den  Vrd  erreichen. 

0.  Beide  Flgl  mit  gelber  Grundfarbe. 

f.  Grundfarbe   beider   Flgl   hellgelb. 

1.  Die  Querlinien  der  Hflgl-Unterseite  breit  und  dick,  schwarzbraun;  die  zwei  oder 
drei  ersten  vollständig,  die  übrigen  in  den  Feldern  4  und  5  oder  nur  in  5  breit 
unterbrochen.  Spitzenfleck  der  Vflgl-Oberseite  klein,  nur  die  Rippe  4  erreichend. 
Vrd  oben  nicht  oder  wenig  verdunkelt.  L.  flavicans. 

2.  Die  Querlinien  der  Hflgl-Unterseite  .schmal,  gelbbraun;  die  sechs  ersten  gerade, 
die  siebente  gebogen,  dem  Saume  gleichlaufend ;  die  dritte  abgekürzt,  die  übrigen 
vollständig  den  Vrd  erreichend  oder  fast  erreichend.  Der  schwarze  Spitzenfleck 
der  Vflgl  groß,  nach  hinten  die  Rippe  2  fast  erreichend.        L.  undina. 

t+.   Grundfarbe  beider  Flgl  oben  orangegelb  oder  braungelb. 

1.  Hflgl  unten  mit  hellgelber  Grundfarbe.  L.  praestans. 

2.  Hflgl  unten  mit  grauer  Grundfarbe.  L.  eukrines. 
00.  Beide  Flgl  oben  mit  weißer  Grundfarbe. 

1.  Hflgl  unten  gelblich  und  nur  mit  6  feinen  gewellten  Querlinien.  Der  Spitzenfleck  der 
Vflgl-Oberseite  erreicht  höchstens  die  Rippe  4,  ist  hinten  breit  und  auf  der  Innen- 
seite winkelig  eingeschnitten.  Vrd  oben  nicht  oder  nur  sehr  schmal  verdunkelt.  Die 
erste  Querlinie  der  Hflgl-Unterseite  sehr  fein,  oft  zum  Teil  undeutlich  oder  in  Flecke 
aufgelöst.  L.  undularis. 

2.  Hflgl  unten  weiß  mit  7  fast  ganzrandigen  und  scharf  hervortretenden  Querlinien. 
Vflgl  oben  am  Vrd  breit  verdunkelt;  ihr  Spitzenfleck  groß. 

a.  Der  Spitzenfleck  der  Vflgl  dehnt  sich  nach  hinten  kaum  über  die  Rippe  4  hinaus. 
Querhnien  der  Hflgl-Unterseite  fein  und  braun.  L.  seftistrigata. 

b.  Der  Spitzenfleck  der  Vflgl  erreicht  die  Rippe  2.     Querhnien  der  Hflgl-Unterseite 
dick  und  schwärzhch.  L.  ferryrnani. 

**.  Die  Hflgl  unten  strohgelb  mit  schwarzen  Wurzelpunkten  in  1  c,  7  und  der  Zelle  und  hinter  der  Mittel- 
zelle mit  drei  feinen  zackigen  Querhnien.  L.  subpunctata. 

ß.  Die  Hflgl  unten  ohne  Querlinien,  aber  mit  7  schwarzen  Flecken  (3  in  1  c  und  je  einem  in  2,  4,  6  und  7). 
Grundfarbe  beider  Flgl  gelb.  L.  homeyeri. 


334  LIPTENA.    Von  Dr.  0.  Aurivillius. 

perdbscura.  L.  perobscura  Haw.  Druce  (63  g,  h).  Vflgl  oben,  ganz  wie  bei  L.  libyssa,  schwarz  mit  großem  weißen 

Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  5  erreicht  und  die  hintere  Längsliälfte  der  Mittelzclle  bedeckt ;  unten  weiß  mit 
kleinem  schwarzem  Mittelpunkt,  zwei  gebogenen  Querreihen  dunkler  Punkte  hinter  der  Zelle  aus  je  3 — 4  Punk- 
ten in  4 — 6  und  zwei  feinen  schwarzen  Linien  vor  dem  Saume  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  2.  Hflgl  weiß  mit  kleinem 
schwarzen  Mittelpunkt,  außerdem  oben  mit  zwei  dicken  Submarginallinien,  welche  in  5  und  6  vereinigt  sind, 
und  unten  mit  drei  Wurzelpunkten  in  1  o,  7  und  der  Zelle,  einer  gebogenen  Querreihe  von  6  Discalpunkten 
in  1  c — 6  und  mit  zwei  feinen  schwarzen  Linien  vor  dem  Saume.   Kamerun:  Bitje. 

fatima.  L.  fatiiTia  Ky.  (63  h).  Beide  Flgl  weiß  an  der  Wurzel  gelblich  mit  schwarzem  Mittelpunkt  und  unten 

dicht  vor  dem  Saume  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie,  welche  jedoch  auf  den  Vflgln  in  Feld  3  endet.  Vflgl 
oben  mit  schwarzem  Spitzenfleck,  welcher  am  Vrd  6 — 7  mm  breit  ist,  an  der  Rippe  4  quer,  endet  und  innen 
winkelig  eingeschnitten  ist.    Kamerun  bis  zum  Kuilu-Fluß. 

alluaudi.  L.  aliuaudi  Mab.  (=  augusta  Suff.)  (63  h).  Zu  dem  was  in  der  Uebersicht  gesagt  worden  ist,  ist  nur  hin- 

zuzufügen, daß  der  Vrd  der  Vflgl  an  der  Wurzel  schmal  verdunkelt  ist  und  daß  auch  die  Vflgl  unten  dicht  vor  dem 
Saume  eine  feine  schwarze  Linie  haben,  welche  jedoch  höchstens  die  Rippe  3  erreicht.  Elfenbeinküste  bis 
Kamerun. 

albicans.  L.  albicans  Cator  (63  h)  weicht  nur  durch  die  in  der  LTebersieht  angeführten  Merkmale  von  alluaudi 

ab.    Sierra-Leone.    ,, Fliegt  gewöhnlich  hoch  oben  z\vischen  den  Bäumen." 

deeipiens.  ^-  decipiens  Ky.  (63  h).  Flgl  weiß,  unten  etwas  gelblich;    Hflgl  unbezeichnet;    Vflgl  oben  mit  großem 

schwarzen  Sphzenf leck,  welcher  am  Vrd  6  mm  breit  ist,  hmten  im  Felde  2  stumpf  endet  und  am  Vrd  als  schma- 
ler Streifen  die  Wurzel  erreicht,  unten  mit  schwarzen  Fransen  bis  zur  Rippe  3  und  mit  Spuren  einer  schwarzen 
SubmarginaUinie  in  5 — 7.    Kamerun  bis  Congo. 

xantho-  L.  xaiithostola  Holl.  {=  xantha  Smith)  (63  h).  Beide  Flgl  oben  und  unten  gelb ;  Spitzenfleck  der  Vflgl  wie 

slola.  ijßi  decipiens;   Hflgl  auf  beiden  Seiten  am  Analwinkel  mit  schwarzer  Linie  dicht  vor  dem  Saume.    Ogowe-Fluß 
bis  Uganda. 

bolivari.  L.  bollvari  Kheil  ist  mir  unbekannt,  weicht  aber  nach  der  Beschreibung  nur  durch  den  kleineren  Spitzen- 

fleck der  Vflgl  von  der  vorigen  Art  ab.    Spanisch  Guinea. 

evanescens.  L.  evanescens  Ky.  (62  i).    Beide  Flgl  hell  rahmgelb  ohne  Zeichnungen;   Vrd  der  Vflgl  schmal  schwärz- 

lich;   Fransen  rötlich.    Kamerun. 

imma-  L.  immaculata  Stgr.  ist  kaum  und  nur  durch  das  in  der  Uebersicht  angegebene  Kennzeichen  von 

culata.  evanescens  verschieden.    Ogowe. 

subundula-  L.  subundularis  Stgr.  (63h).    Flgl  weiß;    Vflgl  oben  mit  großem  schwarzen  Spitzenfleck,  welcher  sich 

'■'*•  am  Vrd  bis  zur  Wurzel  und  am  Saume  bis  zur  Rippe  2  erstreckt,  unten  an  der  Spitze  mit  zwei  braunen  abgekürz- 
ten Submarginallinien  und  einer  schwarzen  dicht  am  Saume.  Hflgl  unten  mit  4  fernen  braunen  Querlinien,  von 
denen  die  erste  nur  von  1  c  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  geht,  und  mit  schwarzer  Linie  am  Saume. ^Kamerun 
bis  Ogowe. 

flavicans.  L.  flavicans  Smith  w.  Ky.  (63  i).    Zu  den  in  der  Uebersicht  gegebenen  Kennzeichen  ist  nur  hinzuzufügen, 

daß  die  Vflgl  unten  einen  breiten  schwarzen  Vrdstreif,  welcher  kurz  hinter  der  Zellenspitze  quer  endet,  und  vor 
der  Spitze  zwei  breite  dunkle  Querbinden  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  5,  sowie  eine  schwarze  Linie  dicht 
am  Saume  haben.    Kamerun  an  der  Barombi-Station. 

praestans.  L.  praestans  Smith  ist  kleiner  als  flavicans  aber  größer  als  undina  und  steht  auch  in  bezug  auf  die 

Zeichnung  der  Hflgl-Unterseite  in  der  Mitte  zwischen  diesen  beiden  Arten;  die  Querlinien  sind  nämlich  dicker 
und  dunkler  als  bei  «ndiria  aber  nicht  so  dick  wie  bei /toi;jcans.  Beide  Flgl  oben  braungelb;  Vflgl  mit  dem  Vrd 
und  der  Spitze  breit  schwarz  und  am  Saume  von  der  Rippe  3  bis  zum  Hinterwinkel  schmal  schwarz;  Hflgl 
mit  einer  etwa  2  mm  breiten,  durch  eine  gelbe  Linie  geteilten,  dunklen  Saumbinde.  Vflgl  unten  fast  wie  oben, 
aber  mit  hellen  Flecken  am  Vrd  und  hellen  Querlinien  vor  dem  Saume ;  die  dunkle  Saumbinde  erreicht  höch- 
stens die  Rippe  2.    Hflgl  unten  mit  hellgelber  Grundfarbe  und  7  dunklen,  dicken  Querlinien.    Sierra  Leone. 

undina.  L.  undina  S7nith  u.  Ky.  (63  k)   ist  oben  der  L.  xanthostola  ganz  ähnhch;    auf  der  Unterseite  haben  die 

Vflgl  zwei  gebogene  braune  Querünien  vor  der  Spitze  und  die  Hflgl  7  gelbbraune  Querhnien  (vgl.  die  Ueber- 
sicht).   Kuilu-Fluß. 

mkrinea.  L.  eukrines  fl^«m.  I>rMce  (63  i).    Beide  Flgl  oben  orangegelb ;  Vflgl  mit  schwarzem  Vrdstreif,  welcher  an 

der  Spitze  der  Zelle  endet  und  durch  die  Grundfarbe  völlig  vom  schwarzen  Apicalfleck  getrennt  ist;  dieser 
erreicht  hinten  nur  die  Rippe  4,  wo  er  breit  endet;  dahinter  nur  eine  feine  Saumlinie;  Hflgl  oben  ohne  andere 
Zeichnungen  als  eine  feine  dunkle  Saumlinie.  Vflgl  unten  fast  wie  oben,  nur  dadurch  verschieden,  daß  der  Spit- 


LIPTENA.     Von  Dr.  0.  AuRiviLLnjs.  335 

zenfleck  kleiner,  weißlich  durchzogen  und  unscharf  begrenzt  ist.  Hflgl  unten  dunkelgrau  mit  6 — 7  unregelmäßi- 
gen, teilweise  in  Flecke  aufgelösten  QuerUnien.    Nordost-Ehodesia. 

L.  undularis  Hew.  (63  i).    Hinsichtüch  dieser  Art  verweise  ich  auf  die  Uebersicht.  Die  Flgl  besonders  die  undularis. 
Hflgl  sind  schmäler  als  bei  den  anderen  Arten.   Niger  bis  Congo. 

L.  septistrigata  (sie!)  Baker  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  nach^der  Beschreibung  '  zwischen! Mnrfi/-  gepiisiri- 
laris  und  ferrymani  zu  stehen.  , .Beide  Flgl  weiß.  Vflgl  mit  einem  breiten  dunklen  Vrd  und  einem  sehr  jjreiten  ?«'«• 
dunklen  unregelmäßigen  Spitzenfleck,  welcher  am  Vrd  die  ZeUenspitze  gegenüber  anfängt  und  sich  bis  zur 
,, dritten  Medianrippe"  erstreckt.  Hflgl  oben  nur  mit  einer  fernen  dunklen  Saumlinie  vom  Analwinkel  bis  zur 
,, dritten  Mediam-ippe".  Vflgl  unten  mit  einem  schmalen  braunen  Streif  längs  dem  Vrd  der  Mittelzelle  und  hinter 
dieser  mit  einem  kurzen  gebogenen  braunen  Querstrich  vom  Vrd  bis  zur  Mediam-ippe";  hinter  diesem  Quer- 
strich ist  eine  andere  gebogene  braune  Querbinde,  welche  nahe  am  Saume  an  der  Medianrippe  3  endet ;  näher 
an  der  Spitze  ist  eine  zweite,  scharf  begrenzte,  dunkelbraune,  gewellte,  schmale,  submarginale  Querlinie,  welche 
an  der  Mediaiu-ippe  2  endet;  dicht  am  Saume  eine  schwarze  durch  die  Rippen  unterbrochene  Linie.  Hflgl 
unten  mit  6  braunen  Querlinien,  von  denen  ■!  sich  von  der  Rippe  1  b  bis  ziim  Vrd  erstrecken,  die  drei  ersten 
unter  sich  und  die  drei  letzten  unter  sich  gleichlaufend  sind,  und  mit  einer  gebogenen  und  gewellten  Submar- 
gtnallinie,  welche  vom  Analwmkel  bis  zur  Spitze  geht  und  mit  der  feinen  Saumhnie  parallel  ist;  die  dritte  der 
drei  ersten  Linien  erreicht  nicht  den  Vrd,  sondern  endet  am  Vrd  der  Zelle  und  die  sechste  endet  an  der  ,, vierten 
Medianrippe".   Fransen  weiß".    Sierra  Leone. 

L.  ferrymani  Smith  u.  Ky.  (63  i).  Flgl  weiß.  Vflgl  oben  mit  breitem  schwarzem  Vrdstreif,  welcher  die  ferrymani. 
Wurzel  und  die  vordere  Längshälfte  der  Zelle  bedeckt,  hinter  der  Zelle  erweitert  ist  und  quer  endet,  und  mit 
schwarzem  etwas  unregelmäßigen  Spitzenfleck,  welcher  durch  die  weiße  Grundfarbe  vom  Vrdstreif  getrennt 
ist  und  am  Saume  die  Rippe  2  erreicht.  Hflgl  oben  weiß  mit  feiner  schwarzer  Linie  dicht  am  Saume  und  von 
unten  durchscheinenden  Querlinien.  Vflgl  unten  fast  wie  oben,  die  Saumbinde  aber  in  drei  Subapicalbinden 
aufgelöst.  Hflgl  unten  mit  7  scharf  hervortretenden,  dicken  schwarzen  Querlinien  und  schwarzer  Saumlinie; 
Rippen  auch  schwarz.    Diese  schöne  Art  ist  nach  Stücken  von  Lokoja  am  Niger-Fluß  beschrieben. 

L.  subpunctata  Baker  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  ,,Flgl  oben  weiß;  Vflgl  vom  letzten  Viertel  subpunc- 
des  Vrds  bis  zur  Rippe  3  schwarz,  an  der  Wurzel  ein  wenig  ockergelb  überzogen  und  am  ersten  Drittel  des  Vrds  '"'"• 
dunkelgrau;  Hflgl  oben  am  Saume  mit  einer  Binde  von  feinen  braunen  Strichelchen.  Vflgl  unten  weiß  mit 
einer  dunklen  QuerUnie  an  der  Spitze  der  Zelle;  Vrd  schwach  braun  gesprenkelt;  Spitzenteil  weiß  mit  drei 
feinen  braunen  Querlinien,  die  innerste  ist  zackig,  gebogen  und  erreicht  das  Feld  4,  die  zweite  erreicht  die 
Rippe  4  und  die  dritte  verläuft  dicht  vor  dem  Saume  bis  zur  Rippe  5;  Fransen  bis  zur  Rippe  3  schwarz, 
dahinter  weiß.  Hflgl  unten  hell  strohgelb  mit  zahlreichen  hellbraunen  Zeichnungen;  die  Wurzel  sehr  dünn, 
der  Ird  dichter  gesprenkelt;  je  ein  dunkler  Punkt  in  1  c,  7  und  der  ZeUe;  eiia  Querstrich  am  Zellende;  eine 
undeuthche  unterbrochene  Mittelquerhnie;  hinter  der  Mitte  eine  gebogene,  zackige,  an  den  Rippen  unter- 
brochene Linie  und  dann  eine  feine  gewellte  Submarginalhnie;  Fransen  weiß.  Flglspannung  39  mm.  Nigeria 
in  der  Kabba-Provinz. 

L.  homeyeri  Dew.  (63  i).  Flglauf  beiden  Seiten  mit  hell  ockergelber  Grundfarbe.  Vflgl  oben  mit  schwär-  homeyeri. 
zem  Vrdstreif,  welcher  an  der  Wurzel  anfängt,  an  der  Zellenspitze  quer  endet  und  durch  die  gelbe  Grundfarbe 
vom  großen  schwarzen  Spitzenfleck,  welcher  die  Rippe  3  erreicht,  getrennt  wird.  Hflgl  oben  ohne  Zeichnung 
(die  Flecke  der  Unterseite  deutlich  durchscheinend).  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  der  Vrdstreif  nur  durch 
schwarze  Wurzelflecke  der  Felder  9 — 11  und  der  ApicaKleck  durch  eine  breite  schwarze,  bis  zur  Rippe  4  aus- 
gedehnte Subapicalbuide  und  durch  eine  feine  schwarze,  bis  zur  Rippe  2  reichende  Saumlinie  vertreten.  Hflgl 
unten  mit  drei  schwarzen  Punkten  m  1  c  und  je  einem  in  1  b,  2,  4,  5,  7  und  8  (bisweilen  auch  mit  Submarginal- 
flecken  in  1  c — 5)  und  mit  dicker  schwarzer  Saumhnie.    Südliches  Congo-Gebiet  bis  Rhodesia. 


Dritte    Artengruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  erinnern  sehr  an  die  Pseuderesien  und  sind  früher  oft  auch  als  solche  beschrieben  worden. 
Von  den  echten  Pseuderesien  sind  sie  indessen  stets  durch  die  in  beiden  Flgln  freie  Rippe  6  leicht  zu  unterscheiden.  Die  $  $ 
weichen  oft  dadurch  von  den  ,S<S  ab,  daß  die  rotgelbe  Farbe  besonders  oben  mehr  ausgedehnt  ist. 


Uebersicht    der    Arten. 

I.  Die  Hflgl  unten  wenigstens  über  die  Mitte  hinaus  orangegelb  bis  graugelb,  gewöhnlich  mit  schwarzen  Wurzel- 
und  Discalpunkten. 


336  LIPTEXA.     Von  Dr.  C.  Axtrivillius. 

A.  Die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  (?)  oder  nur  unten  (<J)  mit  weißer  Subapicalbinde.       L.  subvariegata. 

B.  Die  Vflgl  ohne  weiße  Subapicalbinde. 

a.  Kleinere  Arten,  28 — 30  mm.  Hflgl  oben  von  der  Wurzel  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  und  bis 
zum  Vrd  rotgelb.  Vflgl  oben  mit  sehr  großem,  orangegelbem  Hrdfleck.  Beide  Flgl  unten  vor  dem 
Saume  mit  drei  dunklen  Querlinien  oder  Querbinden,  nämlich :  einer  dicken  Saumlinie  dicht  vor 
dem  Saume;  einer  gezackten  Submarginallinie  und  einer  Postdiscallinie,  welche  auf  den  Vflgln  durch 
den  breiten  Subapicalfleck  vertreten  ist.  Diese  Querlinien  sind  durch  die  gelbe  Grundfarbe  schmal 
getrennt  und  auf  den  Vflghi  nach  hinten  abgekürzt.    Geschlechter  einander  ähnlich. 

*.  Die  schwarze  Submarginallinie  der  Unterseite  beider  Flgl  tief  gezackt,  im  Felde  6  der  Vflgl  ebenso 
deutlich  wie  in  den  übrigen  Feldern.  L.  similis. 

**.  Die  schwarze  Submarginallinie  der  Unterseite  ist  eher  gewellt  als  gezackt  und  im  Felde  6  der 
Vflgl  undeutlich  oder  fehlend.  Dieses  Feld  dadurch  zwischen  der  Saumlinie  und  der  Subapicalbinde 
fast  einfarbig  gelb.  L.  turhata. 

ß.  Größere  Arten,  36 — 40  mm.  ^  Hflgl  oben  mit  breiter  rotgelber  Mittelbinde,  welche  den  Vrd  nicht 
erreicht;  Vflgl  oben  einfarbig  schwarz  oder  nur  mit  undeutlichen  rötlichen  DiscaKlecken  in  2 — 4. 
$  unbekannt. 

1.  Vflgllänglich.obenmit  Andeutung  gelblicher  Discalf lecken  in  2 — 4.  Hflgl  unten  mit  3  mm  breiter, 
schwarzgrauer  Saumbinde.  L.  tulliana. 

2.  Vflgl  kurz  und  breit,  oben  einfarbig  schwarz.    Hflgl  unten  rotbraun,  ohne  dunkle  Saumbinde, 
aber  mit  zwei  Querreihen  schwarzer  Flecke  in  der  Saumhälfte.  L.  tullia. 

II.  Die  Hflgl  unten  mit  dunkelbrauner  bis  schwarzer  Grundfarbe. 

A.  Die  Hflgl  unten  mit  graugelben  bis  rötlichen  und  gewöhnlich  auch  mit  schwärzlichen  Flecken.  Die  Flecke 
gewöhnlich  nicht  scharf  hervortretend.     Vflgl  oben  bei  den  (^^  einfarbig  schwarz. 

a.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  c  mit  1 — 2  roten,  gewöhnlich  schwarz  gekernten  Flecken. 
Vflgl  oben  bei  den  $$  hinter  der  MittelzeUe  mit  einem  roten  Längsstreifen,  welcher  den  Hrd  nicht 
erreicht.    Größere  Arten,  35 — 40  mm. 

1 .  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  oben  in  der  Mitte  mit   rotem  Querfleck,  welcher  weder  die  Wurzel 
noch  die  Ränder  erreicht.  L.  Catalina. 

2.  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  oben  einfarbig  schwarz  oder  schwarzbraun  ohne  Zeichnungen. 

L.  o-rubrvm. 
ß.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  c  ohne  rote,  schwarzgekernte  Flecke,  gewöhnlich  mit  Quer- 
reihen schwarzer  und  gelbhcher  Flecke  oder  undeuthch  gelbhch  gefleckt.  (J.  Hflgl  oben  schwarz 
mit  breitem  orangegelben  Vrdstreifen.  ?.  Vflgl  oben  mit  großem  orangegelben  Hrdfleck,  welcher 
die  Rippe  4  erreicht  und  sich  dann  als  schmale  Querbinde  fast  bis  zum  Vrd  erstreckt.  Hflgl  oben 
von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  hinaus  orangegelb.  L.  ideoides. 

L.  oblonga. 

L.  infima. 

B.  Die  Hflgl  unten  mit  zahhreichen  -weißen  oder  weißgelben  scharf  hervortretenden  Flecken  auf  schwarzem 

Grunde. 

a.  S-  Hflgl  oben  in  der  Mitte  mit  orangeroter  Querbinde.    $.  Der  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  erreicht 

wenigstens  das  Feld  4. 

1.  cJ.  Vflgl  oben  schwarz  ohne  Zeichnungen.   ?.  Der  Hrdfleck  der  Vflgloberseite  erreicht  fast  den  Vrd. 

L.  helena. 

2.  cj.  Vflgl  oben  mit  einem  kleinen  rotgelben  Hrdfleck,  welcher  nur  die  Rippe  2  erreicht.    $.  Der 
Hrdfleck  der  Vflgl  endet  im  Feld  4.  L.  sauberi. 

ß.  cJ.  Hflgl  oben  schwarz  ohne  Zeichnungen.    $.  Der  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  fehlt  oder  erreicht 
nur  die  Rippe  4.  L.  modesta. 

L.  despecta. 

»libvarie-  L.  subvariegata  Sm.  u.  Ky.  (62  e).    ^.  Vflgl  oben  schwarz  ohne  Zeichnungen,  unten  schwarz  mit  einer 

ä^"'"-  breiten  weißen  Subapicalbinde  in  4 — 6,  drei  weißen  Flecken  am  Vrd,  einem  orangegelben  Längsstrich  am  Hrd  der 

Mittelzelle,  einem  feinen  Querstrich  am  Zellende  und  zwei  vereinigten  orangegelben  Discalflecken  in  2  und  3. 

Hflgl  oben  schwarz  mit  einer  4—5  mm  breiten  rotgelben  Mittelciuerbinde,  welche  sich  vom  Ird  bis  zur  Rippe  6 

erstreckt  und  am  Ird  heller,  gelblich  ist ;   unten  hell  orangegelb  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  7  und  mit  einer 


Äusga/eben  26.  IV.  1920.  LIPTENA.      Von  Dr.  C.   AuRmi-LIUS.  337 

{Ferliiji/cstellt  .Juli  191 J.) 

schwarzen,  in  den  Feldern  1  b,  3,  6  und  7  weißgefleckten,  in  4  und  5  aber  fast  unterbrochenen  und  nur 
durch  2  schwarze  Saumflecke  vertretenen  Saumbinde.  $  mir  unbekannt.  Kamerun.  —  aliquantum  Harn,  aliquanim». 
Bruce  (64  a).  Das  (J  weicht  nur  dadurch  von  der  Hauptform  ab.  daß  die  Hflgl  unten  außer  dem  Wurzelpunkt  in 
7  aucii  2  in  der  Zelle  und  einen  in  1  c  haben.  Das  2  ist  vom  q  recht  abweichend ;  Vf  Igl  oben  schwarz  mit  weißer 
Subapicalbinde  und  sehr  großem  hell  braungelbem  Irdfleck,  welcher  die  Wurzel  erreicht,  die  ganze  ]\Iittelzelle, 
den  größeren  Teil  der  Felder  1  a — 3  und  das  erste  Drittel  von  4  und  5  bedeckt;  unten  wie  oben,  aber  mit  eini- 
gen weißen  Punkten  am  Vrd  und  am  Saume.  Hflgl  hell  braungelb,  oben  mit  et^^as  unregelmäßiger,  2 — 3  mm  brei- 
ter schwarzer  Saumbinde,  unten  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  1  c  und  je  2  in  der  Zelle  und  in  7,  am  Saume 
mit  freien  oder  fast  freien  schwarzen  Flecken  an  den  Rippenenden  und  in  Ib,  Ic,  2  und  7  mit  weißen  Submarginal- 
flecken,  welche  wurzelwärts  von  dicken,  schwarzen  Bogen  begrenzt  sind.  Congo-Gebiet  am  oberen  Kassai- 
Fluß. 

L.  tulliana  Smith  (65b).  Vflgl  oben  schwarzbraun  mit  undeuthchen,  analen,  rötlichen  Discalflecken  in  tulUana. 
2 — 4,  unten  mit  drei  schwarzen  Punkten  in  der  Zelle  und  emem  in  1  c  und  kurz  hinter  der  Mitte  mit  einer  gelb- 
lichen Querbinde,  welche  am  Hinterrand  etwa  3  mm  breit  ist  und  sich  gegen  den  Vrd  stark  verjüngt.  Hflgl 
oben  schwärzhch  mit  schwarzen  Wurzelpunkten  und  einer  orangegelben  Mittelbmde  fast  ganz  wie  bei  suh- 
variegata  aber  nach  außen  fast  geradlinig  begrenzt,  unten  graugelb  mit  schwarzgrauer  Saumbinde  und  6 — 7 
schwarzen  Punkten  im  Wurzelteil ;  am  inneren  Rande  der  Saumbinde  zeigen  sich  Andeutungen  von  schwarzen 
Piinkten.     Beni. 

L.  tullia  Stgr.  q.  Vflgl  oben  schwarz  ohne  Zeichnungen,  unten  matt  schwarz  mit  einer  unregelmäßigen  hdlia. 
licht  röthchbraunen  Querbinde  hinter  der  ]Mitte,  die  im  oberen  Teile  schmal  und  verloschen,  im  unteren  aber  breit 
und  deutlich  auftritt;  2 — 3  schwarze  Flecke  an  der  Wurzel;  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  3  eine  nach  hinten  ver- 
jüngte, rötlichbraune  Saumbinde,  welche  durch  die  schwarzen  Rippen  und  eine  siibmarginale  schwarze  Zacken- 
linie durchzogen  ist.  Hflgl  oben  schwarz  mit  rotbrauner  5 — 6  mm  breiter  Mittelquerbinde,  \\elche  vom  Ird  bis 
zur  Rippe  6  reicht  und  auch  einen  kleineren  Fleck  im  Felde  6  bildet ;  unten  ücht  rotbraun  mit  je  2  schwar- 
zen Wurzelpunkten  in  1  c,  7  und  der  Zelle,  einem  solchen  Punkt  an  der  Spitze  der  Zelle,  emer  gebogenen  ReUie  von 
7  schwarzen  Flecken  hinter  der  Mitte  und  einer  verloschenen  schwarzen  Zackenlinie  vor  dem  Saume.    Gabun. 

L.  similis  Ky.  (63  k).  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  großen  orangegelben  Irdfleck,  welcher  die  Wurzel  similis. 
erreicht,  am  Hinterrand  10  mm  breit  ist,  die  ganze  Mittelzelle  oder  wenigstens  ihre  hintere  Längshähte  bedeckt 
und  nach  vorn  die  Rippe  5  erreicht;  unten  fast  ähnlich,  aber  mit  hellerem  Irdfleck,  welcher  den  Vrd  fast 
erreicht  und  die  dunkle  Vrdbinde  vom  Spitzenfleck  abtremit;  der  Spitzenteil  gezeichnet  ^vie  in  der  Uebersicht 
gesagt  ist.  Hflgl  oben  orangegelb  mit  breiter  schwarzer  Saumbinde,  am  Vrd  und  am  Ird  mehr  oder  weniger 
verdunkelt,  unten  graugelb  mit  9 — 10  freien  schwarzen  Punkten  im  Wurzelteil  und  die  Saumbinde  durch  drei 
Bogenlinien  ersetzt.     Kamerun. 

L.  turbata  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  erwähnten  Merkmalen  von  similis  ab.  —  Bei  der  Uirbala. 
Hauptform  turbata  Ky.  (63  k)  ist  die  schwarze  Saumbinde  der  Vf Igl-Oberseite  in  den  Feldern  1  und  2  nur  etwa 
1  mm  breit  und  die  zwei  inneren  dunklen  Linien  vor  dem  Saume  der  Hflgl-Unterseite  unvollständig  oder  in  Flecke 
aufgelöst.    Kamerun  bis  zum  Kuilu-Fluß.  —  intermedia  Grünb.  weicht  nur  dadurch    ab,    daß    die  schwarze  intermedia. 
Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  in  den  Feldern  1 — 2  etwa  2 — 3  mm  breit  ist  und  die  Querlinien  der  Hflgl-Unter- 
seite zusammenhängend.    Kamerun  und  Spanisch  Guinea. 

L.  Catalina  Smith  u.  Ky.  (63k).  q.  Beide  Flügel  oben  schwarz;  die  Vflgl  ohne  Zeichnungen;  die  Hflgl  mit  cataVma. 
einem  kurzen  und  schmalen  ]\Iittelstreif,  ^^elcher  sich  in  den  Feldern  4  und  5  von  der  Spitze  der  ZeUe  gegen  den 
Saum  erstreckt  ohne  denselben  zu  erreichen  und  eine  Länge  von  etwa  6  mm  hat.  Flügel  unten  mit  schwärzhcher 
Grundfarbe;  Vflgl  in  der  Mitte  mit  einer  Querreihe  rötlicher  Punkte  in  2 — 6,  9,  von  denen  die  in  2  und  3 
größer  sind.  weißUchen  Punkten  am  Vrd  in  10 — 12  und  zwei  Reihen  undeutlicher  weißlicher  Möndchen  vor  dem 
Saume.  Hflgl  unten  mit  2  roten  Flecken  m  der  Zelle  und  zwei  in  Ic,  von  denen  wenigstens  der  äußere  schwarz 
gekernt  ist,  vor  dem  Saume  zwei  Reihen  undeutlicher,  weißhcher  Möndchen  und  oft  auch  eine  ähnliche  in  der 
Mitte.  Das  $  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  einen  gelbroten  Längsstreif  haben,  welcher 
an  der  Wurzel  des  Feldes  1  b  spitz  anfängt,  sich  bis  über  die  Mitte  der  Felder  2  und  3  ausdehnt  und  auch 
emen  kleinen  Fleck  in  4  bildet :  unten  setzt  sie  sich  sogar  fast  bis  zum  Vrd  schmal  fort.  Sierra-Leone  bis  Kamerun. 

L.  o-rubrum  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  beim  cj  beide  Flügel  und  beim  $  die  Hflgl  oben  einfarbig  o-ruhrum. 
schwarz  sind.  Die  Unterseite  fast  -nie  bei  Catalina  gezeichnet,  beim  (J  jedoch  ohne  rote  DiscaKlecke  der  Vflgl. 
—  o-rubrum  Holl.  ( =  daemon  Harn.  Bruce,).  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  mit  4  roten  Flecken,  zwei  schwarz  gekern- 
ten in  1  c.  einem  in  der  Zelle  und  einem  am  Zellende.  Beim  $  (64  a)  haben  die  Vflgl  wie  bei  Catalina-'^  einen 
roten  Längsstreif,  der  jedoch  etwas  breiter  ist  und  auf  beiden  Seiten  durch  eine  Querreihe  roter  Flecke  mit  dem  Vrd 
verbunden  ist.  Kamerun  bis  zum  Kassai-Fluß.  —  tripunctata  Smith  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  der  rote  Fleck  iripunclala. 
in  der  Mittelzelle  der  Hflgl-L^nterseite  fehlt.    Kuilu. 

XIII  43 


338  LTPTENA.     \'on  Dr.  C.  AuRiviLLros. 

ideoides.  L.  ideoides  Dew.  ($  =  girthi  Dew.)  (65  b).     Die  Geschlechter  sind  oben  ganz  verschieden.     Beim  ^ 

sind  die  Vtigl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen  und  die  Hflgl  auch  schwarz  aber  mit  einem  breiten  rot- 
gelben Vrd.-^treif,  welcher  nach  hinten  die  Rippe  4  erreicht  und  nur  durch  eine  schmale  schwarze  Saumlinie  vom 
Außenrand  getreinit  ist.  Beim  ?  haben  die  Vflgl  oben  einen  großen,  rotgelben  Hinterrandfleck,  welcher  am 
Hinterrand  5  mm  breit  ist,  die  Rippe  4  erreicht  und  dann  von  einem  schmalen  Querstrich  fast  bis  zum  Vrd 
fortgesetzt  wird;  die  Hflgl  sind  oben  rotgelb  mit  einer  schwarzen  etwa  3  mm  breiten  Saumbinde,  die  sich  am 
Ird  bis  zur  Wurzel  ausdehnt.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  beim  (^  schwarzbraun  mit  einigen  undeutlichen 
rötlichen  Zeichnungen,  beim  9  fast  wie  oben  aber  mit  3  rotgelbeii  Querstrichen  üi  der  Zelle.  Hflgl  bei  beiden 
Geschlechtern  unten  schwarzbraun  mit  zahlreichen  undeutlichen  gelblichen  Flecken.  Congo-Gebiet  bei  Mukenge. 
—  Das  (J  ist  dem  ^  von  Eresina  corynetes  (64  b)  und  dem  der  mit  bicolor  (62  f)  verwandten  Pseuderesia  Ar- 
ten so  ähnlich,  daß  eine  genaue  Untersuchung  der  verwandtschaftlichen  Beziehungen  dieser  Arten  sehr  zu 
empfehlen  ist . 

oilauga.  L.  otlauga  Smith  (62  i).     ^  unbekannt.    ^  dem  $  von  ideoides  (65  b)  ähnhch,  aber  größer  (Flügelspan- 

nung etwa  30  mm),  Irdfleck  der  Vflgl  vorn  etwas  breiter;  die  orangegelbe  Farbe  der  Hflgl  nach  hinten  gleich- 
förmig abgerundet,  die  Wurzel  der  Felder  1  c — 3  breit  ausfüllend.  Hflgl  unten  gelbhch  mit  5  Querreihen  oder 
Querbinden  schwarzbrauner  viereckiger  Flecke.    Niger  bis  Kamerun. 

infima.  L.  infima  Smith  (64a)    ist  auch   nur   im   weiblichen  Geschlecht  bekannt  und  ist  der  otlauga  (62  i)  so 

ähnlich,  daß  sie  wahrscheinlich  nur  eine  Abänderung  derselben  ist.  Sie  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl 
oben  an  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  der  Zelle  dünn  schwärzüch  beschuppt  sind  und  unten  eine  dunklere,  mehr 
rötliche  Grundfarbe  haben.    Sierra-Leone. 

Die  folgenden  vier  Arten  weichen  von  allen  übrigen  durch  die  zahlreichen  scharf  hervortretenden  weißen  Flecken 
der  schwarzen  Hflgl-Unterseite  ab. 

helena.  L.  Helena //aw.  ö»'«fp  (62  e).  ^.  Beide  Flügel  oben  schwarz,  die  Vflgl  einfarbig  ohne  Zeichnungen;  die 

Hflgl  mit  nur  2  mm  breiter  und  4 — 5  mm  langer  orangegelber  Mittelc[uerbinde,  welche  ^\eder  den  Ird  noch  den 
Vrd  erreicht.  Flügel  unten  schwarz  mit  zahlreichen  zum  Teil  in  Querreilien  geordneten  weißen  (oder  auf  den 
Vflgln  teilweise  rötlichen)  Punkten  oder  Flecken.  Das  5  oben  fast  wie  die  $$  von  ideoides  {Q5\))  und  otlauga 
(62ij  gezeichnet;  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  gelben  Irdfleck,  welcher  den  Vrd  fast  erreicht,  am  Ird  10  mm 
breit,  die  Wurzel  fast  erreicht  und  in  den  Feldern  4 — 6,  9  sehr  schmal  ist ;  Hflgl  oben  bis  über  die  Mitte  hinaus 
gelb  mit  zwei  schwarzen  Querstrichen  in  der  Mittclzelle  und  4  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde;  Flügel 
unten  fast  wie  beim  (^,  die  Vflgl  aber  mit  großem  hellgelbem  Irdfleck,  welcher  die  Rippe  4  erreicht  und  dann 
von  kleinen  weißen  Flecken  bis  zum  Vrd  fortgesetzt  wird  die  weißen  oder  schwach  gelblichen  Flecke  der  Hflgl 
größer  als  beim  ^,  besonders  der  Fleck  in  der  Mitte.    Aschanti  bis  Kamerun. 

sauberi.  L.  sauberi  -4.  Schnitze  (65c)  ist  mir  unbekannt.    Die  Beschreibung  lautet:    „^.  Oberseite  rußschwarz; 

auf  den  Vflgln  ein  rotgelber  nach  vorne  schmäler  werdender  Hrdsfleck  in  1  a — 2.deramHrd  7  mm,  an  der  Rippe 
2,25  mm  breit  ist;  auf  den  Hflgln  ist  die  Querbinde  viel  weiter  ausgedehnt  als  bei  helena;  sie  erreicht  in  Feld  1 
und  2,  wo  sie  schwarz  gestrichelt  ist,  die  Wurzel,  füllt  auch  die  Wurzel  von  Feld  3  vollkommen  aus,  greift  dann 
mit  einem  kleinen  Fleck  in  die  Spitze  der  Mittelzelle  über  und  bildet  noch  einen  Fleck  in  Feld  6;  nach  außen 
ist  sie,  vor  allem  deutlich  in  Feld  3 — 5,  strahlig  ausgezogen ;  außerdem  befinden  sich  in  der  Mittelzelle  noch  zwei 
rotgelbe  schwach  gestrichelte  Flecke.  Auf  der  schwarzen  Unterseite  stimmt  sauberi-^  in  Anordnung  und  Größe 
der  gelbUchweißen  Flecken  genau  mit  helena-,^  überein,  auf  den  Vflghi  befindet  sich  aber  statt  der  roten  Flecke 
in  Feld  2  und  3  ein  rotgelber  nach  vorn  stark  verschmälerter  Hrdsfleck  in  Feld  1  a — 4,  der  nach  vorne  durch  die 
weißen  Discalpunkte  zu  einem  deutlichen  Bogen  fortgesetzt  wird.  Das  $  unterscheidet  sich  auf  der  Oberseite 
dadurch  vom  helena-"^,  daß  der  rotgelbe  Hrdsfleck  der  Vflgl  in  Feld  1  a  nicht  die  Wurzel  erreicht  und  in 
Feld  4  aufhört,  wo  er  einen  kleinen  Fleck  bildet;  auf  der  Unterseite,  die  sonst  mit  der  von  helena-'^  überein- 
stimmt, sind  die  gelbhchweißen  Flecke  etwas  kleiner".  Süd-Kamerun;  fhegt  um  die  Spitzen  rankender 
Maranthaceen. 

modeata.  L.  modesta  Ky.  (62  e).    cj.  Beide  Flügel  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen ;  Unterseite  schwarz 

mit  weißen  Punkten,  welche  fast  wie  bei  helena-^  angeordnet  sind;  die  Discalpunkte  der  Felder  1  b — 3  der 
Vflgl  fehlen  jedoch  völlig.  Das  9  unterscheidet  sich  vom  helena-^  dadurch,  daß  der  Hrdsfleck  der  Vflgl  nur  die 
Rippe  4  erreicht.    Kamerun  bis  Kuilu. 

despecta.  L.  despecta  Holl.  ist  mir  unbekannt,  kommt  aber  nach  der  Beschreibung  der  vorigen  Art  nahe.    ,,^. 

Oberseite  gleichförmig  dunkel  rötlich  schwarz;  Unterseite  matt  schwarzgrau,  an  der  Wurzel  der  Vflgl  dunkler; 
beide  Flügel  mit  marginalen,  submarginalen  und  discalen  Querreihen  von  pfeilförmigen  weißen  Flecken ;  die 
Hflgl  außerdem  mit  einigen  kleinen  undeutUchen  Zeichnungen  an  oder  in  der  Zelle.  Das  9  gleicht  dem  (J,  aus- 
genommen daß  die  Spitze  der  Vflgl  weniger  scharf,  ihr  Saum  mehr  gerundet  und  die  Farbe  der  Oberseite  hell 
rötlichbraun  ist.   Am  oberen  Ogowe-Fluß. 


I 


MICROPEmiLA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  339 

Vierte  Artengruppe. 

Von  den  übrigen  Gruppen  weicht  diese  dadurch  ab,  daß  die  Rippe  7  der  Vflgl  in  die  Spitze  ausläuft; 
ein  bei  den  Lipteninen  sehr  seltenes  Verhältnis.  Beide  Flügel  oben  einfarbig  schwarz  oder  schwärzlich  ohne 
Zeichnungen  oder  nur  mit  durchscheinendem  schMarzeni  Mittelpunkt,  unten  Meiß  oder  weißlich  mit  scharf  her- 
vortretendem schwarzem  Punkt  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  und  wenigstens  mit  Andeutungen  von  einer  feinen 
Discaihnie  und  einer  SubmarginaUinie. 

L.  diversa  Baker  (63k).    Größer,  27—34  mm;  die  Vflgl  unten  am  Vrd  und  an  der  Spitze  mit  braunen  diversa. 
Strichelchen  gewässert;    Hflgl  unten  über  die  ganze  Fläche  mit  kleinen  Pünktchen,  und  Strichelchen  dünn 
bestreut;  beide  Flügel  unten  mit  einer  schwarzen  Linie  dicht  vor  dem  Saume  und  die  Vflgl  außerdem  mit  dunk- 
len Discalpunkten  in  2 — 6;  die  Hflgl  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  1  c.  Vielleicht  nur  eine  Rasse  der  folgenden. 
Sierra-Leone. 

L.  ilma  ist  kleiner,  18 — 26  mm,  und  hat  eine  reine,  nicht  oder  nur  am  Vrd  gesprenkelte  Unterseite.  —  i?»!o, 
ilma  Hew.  (65  c).  Beide  Flügel  unten  mit  einem  großen  schwarzgrauen  Spitzenfleck,  welcher  auf  den  Vflgln  größer 
ist  und  wenigstens  die  Mitte  zwischen  der  Spitze  und  dem  Mittelpunkt  erreicht.    Congo-Gebiet  bis  Angola 
und  Uganda.  —  Bei  Simplex  Auriv.  (64a)  fehlt  dieser  Fleck  oder  ist  auf  den  Vflgln  nur  durch  eine  dicke  Sub-  simplex. 
marginaUinie  vertreten ;  beide  Flügel  mit  einer  von  feinen  Strichen  gebildeten  dunklen  Postdiscallinie,  welche 
jedoch  auf  den  Vflgln  nach  hinten  nur  die  Rippe  4  erreicht.    Togo  bis  Kamerun. 

13.  Gattung:  Mieropeiitila  Awiv. 

Die  Rippen  sind  ganz  wie  hei  Liptena  angeordnet.  Die  Palpen  aber  sind  kürzer  und  ihr  MittelgUed  ist 
unten  mit  abstehenden,  borstenähnlichen  Haaren  oder  Schuppen  bekleidet.  Die  Arten  sind  alle  klein  mit 
schwarzer  oder  schwärzlicher  Grundfarbe  und  weißen  oder  gelblichen  Zeichnungen. 

Uebersicht    der    Arten. 
I.  Die  Fülgel  unten  mit  mehreren  hellen  Flecken  an  der  Wurzel  und  am  Saume. 

A.  Flügelfransen  weißgefleckt.    Hflgl  oben  einfarbig  schwarzbraun  oder  nur  mit  1 — 4  kleinen  weißen  oder 
weißlichen  Flecken;    Vflgl  oben  schwarzbraun  mit   1 — 5  kleinen  weißlichen  Flecken. 

a.  Die  Vflgl  oben  mit  zwei  Flecken  vor  der  Mitte  (in  1  b  und  in  der  Mittelzelle)  und  drei  hinter  der  Mitte 
(in  3,  6  und  9).    Größere  Arten,  22 — 32  mm. 

*.  Hflgl  oben  einfarbig  ohne  Zeichnungen.  M.  adelgunda. 

**.  Hflgl  oben  mit  4  weißlichen  Flecken.  M.  dorothea. 

ß.  Die  Vflgl  oben  nur  mit  2 — 3  hellen  Flecken  hinter  der  Mitte  in  (3),  ö  und  9.  Kleinere  Art,  17 — 20  mm. 
Hflgl  oben  einfarbig  oder  nur  mit  einem  weißen  Punkt.  M.  adelgitha. 

B.  FlügeKransen  einfarbig  ohne  Flecke. 

a.  Hflgl  oben  nur  mit  einigen  kleinen  gelblichen  Flecken,  welche  eine  gebogene  Querreihe  bilden.   Vflgl 
^  oben  hinter'  der  I\Iitte  mit  emer  schmalen,  unregelmäßig  gebogenen  gelben  Querbinde,  welche  sich 

vom  Vrd  bis  zur  Rippe  2  erstreckt.  M.  fuscula. 

ß.  Hflgl  oben  mit  einer  orangegelben  Mittelbinde,  welche  beim  q   am  Ird  deutlich  erweitert  ist  und  den 
Vrd  nicht  erreicht. 

*.  Vflgl  oben  beim  (J  hinter  der  Mitte  mit  einem  gelblichen  Querstreif.  M.  mabangi. 

**.  Vflgl  beim  ^  oben  einfarbig  schwärzlich  ohne  Zeichnungen.  M.  alberta. 

M.  cingulum. 

II.  Die  Flügel  unten  ohne  helle  Flecke  im  Wurzelteil  und  auch  ohxie Flecke  am  Saume  oder  nur  mit  weißlicher 
innerer  Begrenzung  der  schwarzen  Saumpunkte.    Hflgl  oben  wenigstens  am  Ird  mit  gelber  Mittelbinde. 

a.  Beide  Flügel  unten  dicht  vor  dem  Saume  mit  gerundeten,  schwarzen,  weiß   begrenzten  Punkten   und 
mit  gemeinsamer  weißlicher  Querbinde  hinter  der  Mitte.  M.  brunnea. 

ß.  Flügel  unten  ohne  schwarze  Punkte  am  Saume.    Vflgl  auf  beiden  Seiten  einfarbig  schwarz  ohne  Zeich- 
nungen. M.  triangularis. 


340 


ERESINOPSIDES.     Von  Dr.  C.  Axjrivillius. 


arlelgunda.  M.  adelgunda  Stgr.  (62  e)  Flügel  oben  schwarzbraun;  Vflgl  mit  5  gelblicliweißen  Punkten  oder  Flecken, 

einem  in  der  Zelle,  einem  in  1  b  vor  der  Glitte,  einem  in  der  Mitte  des  Feldes  3  und  zwei  nahe  am  Vrd  in  6  und  7 : 
Hflgl  ohne  Zeichnungen;  Fran.^en  zwischen  den  Rippenenden  weiß;  beide  Flügel  unten  schwarz  mit  zahl- 
reichen weißen  Flecken,  von  denen  2 — 3  in  der  Mittelzelle  und  zwei  gebogenen  Querreihen  vor  dem  Saume.  Vflgl 
am  Hrd  weißgrau.    Kamerun  bis  zum  Ogowe-Fluß. 

dorolhea.  M.  dorothea  Baker  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  scheint  nach  der  Beschreibung  nur  dadurch 

ab-^iuweichen,  daß  die  Hflgl  oben  4  helle  Flecke  haben,  einen  in  der  Wurzel  des  Feldes  3,  einen  jederseits  der  Rippe 
2,  einen  in  1  b  und  einen  am  Vrd  nahe  der  Spitze.    Flügelspannung  32  mm.    Sierra-Leone. 


adelgitha. 


Juscula. 


mabangi 


M.  adelgitha  Heu-.  (64  a.  als  adelgittä)  ist  kleiner  als  adelgunda,  unten  aber  ganz  ähnlich  gezeichnet 
und  oben  nur  dadurch  abweichend,  daß  die  Vflgl  in  der  Wurzelhälfte  unbezeichnet  sind  und  hinter  der  Mitte 
2 — 3  weiße,  in  einer  Bogenlinie  gestellte  Flecke  (in  [3]  5  und  9)  haben.  Hflgl  oben  mit  oder  ohne  weißen  Punkt 
in  Feld  4.    Kamerun  bis  Gabun. 

M.  fuscula  Sm.  Flügel  oben  schwarzgrau  mit  hell  gelbhchen  Zeichnungen;  Vflgl  in  der  Wurzelhälfte 
mit  einem  Punkte  in  1  b,  einem  in  der  Zelle  und  3  am  Vrd  und  hinter  der  Mitte  einer  unregelmäßigen,  fast  S-för- 
mig gebogenen  Querbinde,  welche  am  Vrd  anfängt,  hinten  an  der  Rippe  2  endet  und  in  Feld  3  etwas  verdickt 
ist;  Hflgl  mit  emer  gebogenen  Querreihe  von  kleinen  Strichen  oder  Punkten  in  1  a — 4.  Flügel  unten  schwärz- 
lich und  wie  bei  den  vorhergehenden  Ai'ten  mit  zahlreichen  weißen  oder  hellgelben  Flecken,  welche  teilweise  zu 
Querbinden  vereinigt  sind.    Benin-Küste  bei  Warri. 

M.  mabangi  Baker  wird  in  folgender  Weise  beschrieben :  ..Kopf,  Thorax  und  Oberseite  des  Hlbs  schwärz- 
lich; Hlb  unten  hellbraun;  Palpen  oben  schwärzlich,  unten  und  an  den  Seiten  rahmfarbig:  Beine  schwarz 
mit  hellen  Ringen.  Vflgl  schwarzbraun  hinter  der  Glitte  mit  einem  undeutHchen,  geeckten,  gelblichen  Streifen : 
Hflgl  schwarzbraun  mit  einer  breiten,  orangegelben  Mittelquerbinde  vom  Ird  bis  zur  Rippe  7.  Beide  Flügel 
unten  schwarzgrau  mit  gelblichen  Flecken  und  Strichen :  Vflgl  mit  zwei  Querstrichen  in  der  Zelle  und  einem 
größeren  am  Zellende;  vom  hellgelblichen  Hrd  geht  hinter  der  Mitte  gegen  den  Vrd  ein  an  der  Rippe  6  gebro- 
chener, gegen  den  Vrd  verschmälerter  orangegelber  Qiierstreif;  eine  feine  unterbrochene  helle  vSubmarginaUinic 
und  eine  dickere  Linie  vor  dem  Saume  sind  im  Felde  5  durch  einen  Fleck  vereinigt,  Hflgl  unten  mit  2  Wurzel- 
punkten, einer  Querreihe  von  3  Punkten  und  2 — 3  Punkten,  von  denen  der  am  Vrd  viel  größer  als  die  anderen 
ist;  Vrd  bis  zu  diesem  Fleck  breit  ockergelb;  eine  breite  unregelmäßige  Querbinde  etwas  hmter  der  Mitte  vom 
Vrd  bis  Ird  und  zwei  Submargmallinien.   Flügelspannung  28  mm."    Sierra-Leone. 


alberta. 


M.  albtrt&Stgr.  {62e).  ^.  Vflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen ;  Hflgl  oben  schwarz  mit  einer 
orangegelben  Querbmde,  welche  vom  Ird  bis  zur  Rippe  6  geht  und  gegen  den  Ird  breiter  ist.  Flügel  unten  schwärz- 
lich mit  kleinen  weißen  Flecken  an  der  Wurzel,  zwei  Reihen  solcher  Flecke  am  Saume  und  einer  Mittelquerbinde, 
welche  auf  den  Vflgln  schmal,  weiß  und  gebogen  auf  den  Hflgln  dick  und  gelblich  ist.  Das  $  weicht  dadurch 
ab,  daß  beide  Flügel  oben  eine  vollständige,  1 — 2  mm  breite  gelbe  Querbinde  und  mehrere  gelbliche  Punkte 
im  Wurzelteil  haben.   Auf  der  Unterseite  ist  die  Mittelbinde  breiter  und  gelblich.   Ogowe-Fluß. 

cingulum.  M.  cingulum  Harn.  Bruce  ,,ist  mit  alberta  nahe  verwandt  und  auf  der  Oberseite  nicht  abweichend:  unten 

weicht  sie  aber  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  statt  der  feinen  Linie  eine  submarginale  Reihe  von  Möndchen  haben'". 
Kamerun:  Bitje. 

brunnea.  M,  bfunnea  Ky.  (64  b).    Beide  Flügel  oben  schwärzlich  mit  einer  undeutlichen  gemeinsamen  grauen 

Querbinde,  welche  am  Ird  der  Hflgl  gelbhch  und  etwas  erweitert  ist.  Flügel  unten  schwärzlich  mit  einer 
schmalen  deuthchen  weißen  Querbinde  etwas  hinter  der  Mitte  und  dicht  vor  dem  Saume  mit  einer  Reihe 
schwarzer,  weiß  begrenzter  Punkte ;  Wurzelteil  ohne  Flecke.    West-Afrika. 

triangularis.  M.  trianguiarls  Auriv.  (64  b).    ^.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen.    Hflgl 

schwarz  oben  mit  einer  orangegelben  Querbinde,  welche  vom  Ird  bis  zur  Rippe  5  geht  und  am  Ird  sehr  erweitert 
ist;   unten  nur  mit  einer  fast  gleichbreiten  hellgelben  Querbinde,  welche  den  Vrd  erreicht.   Kamerun. 


14.  Gattung:  Eresiiiopsides  Strand. 

Zu  dem,  was  in  der  Gattungsübersicht  gesagt  worden  ist,  kann  hinzugefügt  werden:  ,, Palpen  behaart 
und  subsetos,  die  Stirn  weit  überragend;  das  Endglied  lang,  dünn,  subzylindrisch".  Die  Rippe  6  der  Vflgl  ent- 
springt fast  aus  der  Mitte  des  Stieles  von  8+9  (7  fehlt);   die  Rippen  10  und  11  frei  aus  dem  Vrd  der  Zelle. 

bichroma.  E.  bichroma  Strand  (64  b).    Schwarz,  oben  mit  lebhaft  orangegelber  Hrdpartie  der  Vflgl  und  Vrdpartie 

der  Hflgl;  diese  beiden  Flecke  bilden  zusammen  ein  unregelmäßig  begrenztes  querovales  Feld,  das  6  mm  lang 
und  8  mm  breit  ist  und  von  der  Wurzel  um  2 — 3  mm  entfernt  ist ;  am  Hrd  der  Vflgl  ist  es  vom  Analwinkel 
um  1 — 2  mm  entfernt  und  an  der  Vorderspitze,  die  bis  zur  Rippe  5  reicht,  um  5  mm  von  der  Flügekpitze  entfernt; 


ERESINA;  ARGYROCHEILA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  341 

diese  Vorderspitze  ist  als  ein  trapezförmiger  oder  fast  rechtwinkliger  Fleck  abgesetzt,  der  jedoch  mit  dem  übrigen 
gelben  Feld  zusammenhängt;  nach  hinten  erstreckt  letzteres  sich  zusammenhängend  bis  zur  Medianrippe  der 
Hflgl;  weiter  hinten  finden  sich  vereinzelte  gelbe  Punkte  an  den  Rippen;  Fransen  schwarz  mit  5  gelben  Flecken 
an  den  Hflgln  und  5 — 6  viel  kleineren  der  Vflgl;  am  Vrd  der  Vflgl  1—2  gelbe  Punktflecke.  Flügel  unten  orange- 
gelb; Vflgl  mit  6 — 7  schwarzen,  schrägen,  unregelmäßigen  Vrdstreifen,  von  denen  der  äußerste  sich  nach  hinten 
linienschmal  verlängert  und  der  vorletzte  die  Rippe  3  erreicht,  doppelt  so  lang  und  breiter  als  die  vorher- 
gehenden ist;  Saum  schmal  schwarz.  Hflgl  unten  mit  einer  aus  schmalen  zusammenhängenden  Mondflecken 
gebildeten  SubmarginaUinie,  emer  iti  der  Mitte  außen  stark  verbreiteten,  submedianen  Querbinde  und  2 — 3 
schmäleren  Binden  in  der  Wurzelhälfte  schwarz;  die  schwarze  Farbe  jedoch  mit  bleigrauen  Schuppen  stark 
gemischt.    Flügelspannung  25  mm.    Usambara. 


15.  Gattun"":  Eresiiia  Auriv. 


'& 


Fühler  mäßig  lang  mit  deuthcher,  ovaler  zusammengedrückter  Kolbe.  Palpen  beschuppt  und  borsten- 
haarig, die  Stirn  überragend.  Beine  kurz;  Hinterschienen  schwach  gebogen,  verdickt  und  etwas  zusammen- 
gedrückt. Vflgl  nur  mit  1 1  Rippen  (die  Rippe  7  fehlt) ;  Rippe  6  entspringt  hinter  der  Mitte  des  langen  Stieles 
von  8+9  und  die  Rippe  10  entweder  aus  demselben  Stiele  nahe  der  Zellenspitze  oder  aus  dieser  Spitze  selbst  und 
die  Rippe  11  aus  dem  Vrd  der  Zelle.   Die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  lang  gestielt. 

Die  Arten  sind  klein  und  erinnern  entweder  an  Pseuderesia-  oder  an  Liptena- Arten. 


Uebersicht    der    Arten. 

I.  Flügel  wellenrandig   mit  schwarzer   Grundfarbe  und   orangegelbem  Vrdstreif  der  Hflgl-Oberseite. 

E.  corynetes. 

II.  Flügel  ganzrandig  mit  orangegelber  Grundfarbe.  E.  gerda. 

E.  corynetes  Smith  u.  Ky.  (64  b).  J.  Vflgl  oben  schwarz  ohne  Zeichnungen,  unten  schwarz,  am  Saume  corynetes. 
gelblich  überzogen  mit  schwarzen  Mondflecken  dicht  vor  dem  Saume.  Hflgl  oben  schwarz  mit  orangegelbem 
Vrdstreif,  welcher  die  vordere  Hälfte  der  Mittelzelle  bedeckt  und  die  Rippe  4  fast  erreicht,  aber  vor  der  Flügel- 
spitze endet;  unten  schwarzgrau  an  der  Wurzel  und  in  der  Mitte  rostfarbig  gefleckt  und  am  Saume  mit  zwei 
Querlinien  schwarzer  Mondflecken.  Das  2  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  die  Vflgl  eine  am  Hrd  breite,  nach 
vorn  verschmälerte  und  an  der  Rippe  6  endende  orangegelbe  Mittelbinde  haben.    Niger  bis  Kamerun. 

E.  gerda  Ä" 2/-  (62  i).     Flügel  oben  orangegelb  am  Saume  etwas  dunkler;  Vflgl  mit  kleinem  schwarzen  gerda. 
Spitzenfleck,  welcher  die  Rippe  4  erreicht,   kleinem  dunklen  Mittelpunkt  und  kleinen  Discalpunkten  in  4,  5 
und  9.     Flügel  unten  braungelb,  am  Hrd  der  Vflgl  erhellt,  mit  zwei  aus  Möndchen  gebildeten,  dunklen  Linien  vor 
dem  Saum  und  einigen  dunklen  Discalpunkten   und    Strichelchen.    Kamerun.  —  unicolor  Auriv.  weicht  nur  unicolor. 
dadurch  ab,  daß  der  dunkle  Apicalfleck  der  Vflgl-Oberseite  vöUig  oder  fast  völlig  fehlt  und  die  Hflgl  unten  viel 
heller,  schwefelgelb  sind.    Kuilu-Fluß. 


16.  Gattung-:  Argyrocheila  Stgr. 

Diese  Gattung  ist  auf  einen  der  zartesten  und  eigentümhchsten  Tagfalter  gegründet.    Im  Rippenbau 
weicht  sie  von  Eresina  nur  dadurch  ab,  daß  die  Rippe  8  der  Vflgl,  wenn  auch  äußerst  klein,  vorhanden  ist.     . 
Die  Vflgl  sind  am  Ende  der  Rippen  4 — 7  stark  gelappt  und  der  Saum  tritt  an  der  Rippe  4  am  meisten  hervor. 
Die  Hflgl  sind  schwach  wellenrandig. 

A.  undifera  Stgr.  (64b).    Flügel  halbdurchsichtig,   weiß   mit  einigen  braunen  Pünktchen  oder  Strichel-  undifera. 
chen  am  Saume  und  am  Vrd  der  Vflgl  und  mit  einem  dunklen  Punkt  im  Felde  4  der  Hflgl;  Fransen  braun 
gescheckt.    Sierra-Leone  bis  Ogowe-Fluß. 


342  ASLAUGA.     Von  Dr.  ('.  Aurivillitjs. 

17.  Gattung:    Aslauj^a  Ky. 

lin  Rippeiibau  stimmt  Aslauga  fast  ganz  mit  Liptetin  überein  und  weicht  han})t«äclilicli  nur  durch  die 
ungewöhnliche  Form  der  Flügel  ab.  DieVflgl  sind  hinter  der  Spitze  am  Ende  der  Rippe  6  ausgerandet  oder  gerade 
und  treten  dann  an  den  Rijjpcn  3  und  4  bauchig  hervor;  ihre  Spitze  wird  hierdurch  schärfer  und  deutlicher 
als  bei  den  Liptena-Artcn.  Die  Hflgl  sind  am  Ird  zwischen  den  Enden  der  Rippen  I  a  und  1  b  breit  und  tief 
ausgeschnitten  und  der  Analwinkel  tritt  deutlich  hervor.  Palpen  ganz  glatt  und  anliegend  beschuppt,  schief 
vorgestreckt,  mit  ziemlieh  langem  Endgliede.  Fühler  kurz  und  dick  mit  drehninder  Keule  und  kurzen 
dicken  Gliedern,  welche  nicht  oder  kaum  länger  als  breit  sind.  Die  Vorderfüße  des  (^  sind  vollständig  gegliedert 
und  haben  zw'ei  Klauen;  sie  w^eichen  demnach  kaum  von  denen  des  $  ab.  Dadurch  ist  es  oft  schwer  zu  ent- 
scheiden, ob  ein  J  oder  9  vorliegt.  Rp  länglich,  unten  flach  oben  gewölbt  und  mit  einer  festen  schildförmigen 
Haut  bedeckt.  Sie  lebt  nach  den  interessanten  soeben  veröffentlichten  Entdeckungen  von  W.  A.  Lamborn 
von  Schildläusen. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    der    Arten. 
I.   Beine  einfarbig,  grau  bis  braun. 

A.  Die    Flügel    auf    beiden    Seiten    mit    ockergelber   Grundfarbe,   oben  am   Vvd  und    am    Saume    breit 
schwarzbraun  A.  vinimja-^. 

B.  Flügel  unten  mit  grauer,  violettbrauner   Grundfarbe,   oben  schwärzlich,   mehr  oder  weniger  blauschil- 
lernd oder  violett  überzogen. 

a.  Flügel  unten  ohne  dunkle  Querlinie.  ;^ 

*.  Der  Analwinkel  der  Hflgl  ist  fast  rechtwinklig  und  tritt  nicht  als  Schwänzchen  hervor. 

1.   Saum  der  Vflgl  zwischen  der  Spitze  und  der  Rippe  4  deuthch  konkav;     Saum  der  Hflgl 
zwischen  den  Rippen  3  und  4  winkelig  hervortretend.  A.  vininga  S- 

2.   Saum  der  ^^flgl  zwischen  der  Spitze  und  der  Rippe  4  ganz  gerade;    Saum  der  Hflgl  gleichförmig 
gebogen,  in  der  Mitte  nicht  winkelig  hervortretend.  A.  lamhorni. 

**.  Die  Hflgl  am  Analwinkel  mit  deuthch  hervortretendem  Lappen  oder  Schwänzchen. 

1 .  Beide  Flügel  unten   in  der  Mitte  schwärzhch  beschuppt  und  mit  einem  gelblichen  Querfleck 
an  der  Spitze  der  Mittelzelle.  A.  leonae. 

2.  Flügel  unten  an  der  V^^'urzel  und  am  Saume  dunkler  beschuppt  ohne  hellen  Fleck  am  Ende 
der  Mittelzelle.  A.  kallimoides. 

A.  cephreii. 
ß.   Beide  Flügel  unten  mit  einer  dunklen  geraden  Querlinie,  welche  in  denVflgln  vomVrd  nahe  der  Spitze 
bis  zur  Mitte  der  Rippe  2  und  in  den  Hflgln  von  der  Spitze  der  Rippe  8  bis  zur  Mitte  des  Irds  geht. 

A.  bella. 

A.  purpurascens. 
IL   Beine  braun  mit  weißen  Flecken.   Wenigstens  die  Vflgl  mit  einem  weißen  Punkt  oder  Fleck  an  der  Spitze 
der  Mittclzelle.    Große  Arten,  53 — 04  mm. 

a.  Vflgl  oben  von  der  Wurzel  bis  über  die  Zelle  hinaus  hellblau.  A.  aura. 

ß.  Beide  Flügel  oben  gleichförmig  dunkelbraun  ohne  Zeichnungen.  A.  pandora. 

vininga.  A.  vifiinga //eiiv  (9     -  marginata  Plötz).    ^  Flügel  oben  indigoblau;  die  Vflgl  am  Vrd  und  am  Saume 

breit  schwarz:  Unterseite  graubraun,  gegen  den  Saum  heller.  Beim  $  (64  b)  sind  die  Flügel  auf  beiden  Seiten 
ockergelb,  oben  mit  etwa  3  mm  breiter  schwarzbrauner  Saumbinde  und  einem  ähnlich  gefärbten  Vrdbinde, 
welche  den  Vrd  der  Mittelzelle  erreicht,  unten  ohne  Zeichnungen  nur  am  Saume  etwas  gebräunt.  Sierra- 
Leone  bis  Ogowe. 

lamhorni.  A.  lambomi  Baker  (04  b)  ist  der  A.  vininga  sehr  ähnlioii,  hat  aber  eine  verschiedene  Flügelform  (siehe 

oben!)  und  oben  einen  grünlichblauen  Schiller,  welcher  auf  den  Vflgln  den  Hinterwinkel  erreicht;  Unterseite 
grau,  bis  über  die  Mitte  hinaus  dicht  mit  braunen  Schuppen  bestreut.  Beim  $  sind  die  Flügel  oben  eintönig 
dunkelbraun.  Nigeria  bis  Kamerun.  —  Die  Rp  lebt  von  Schildläusen,  ist  selbst  schildförmig  und  oben  von  einer 
zähen,  fast  ungegliederten,  warzigen  Haut  bedeckt;  der  Kopf  ist  kleüi  und  kann  wie  bei  einer  Schildkröte 
hervorgestreckt  und  unter  das  Schildchen  eingezogen  werden. 


EULIPHYRA.     Von  Dr.  f!.  Attrivillitts.  343 

A.  leonae  n.  sp.  (64  c).  Auch  diese  Art  kommt  den  beiden  vorigen  nahe,  hat  aber  beim  <J  ein  deutHches  leonae. 
Schwänzchen  am  Analwinkel  der  Hflgl  und  der  Saum  der  Hflgl  ist  zwischen  den  Rippen  3  und  4  deutlich 
geeckt  oder  fast  gelappt.  Beide  Flügel  oben  stahlblau  schillernd,  die  Vflgl  an  der  Spitze  und  die  Hflgl  am 
Vrd  breit  schwarz  oder  schwarzbraun,  Saum  der  Vflgl  hinter  der  Spitze  cleuthch  ausgerandet;  unten  glänzend 
dunkelgrau  in  der  Mitte  breit  schwärzlich  beschuppt  mit  einem  kleinen  gelbüchen  Fleck  am  Ende  der  Mittel- 
zelle. Das  $  kommt  dem  ?  von  vininga  recht  nahe,  hat  aber  fast  abgerundete  Hflgl;  die  Vorderseite  ist 
lehmgelb,  ohne  schwarzen  Rand.     Sierra-Leone. 

A.  kallimoides  A.  Schnitze  (65  c).  Oberseite  einförmig  bräunlich  grauschwarz  (die  Rippen  und  ein  Imnimoides. 
schmaler  Saum  dunkler)  mit  deutlichem  indigoblauem  Schiller,  der  ^\-urzelwärts  etwas  ins  Grünliche  spielt; 
Unterseite  bräunhch  veilgrau,  «oirzel-  und  saumwärts  durch  braune  Schüppchen  wolkig  verdunkelt;  eine  ganz 
schmale  Saumlinie  braun;  vor  dieser  eine  V-  und  Hflgl  gemeinsame,  1  mm  breite,  nach  innen  undeutUch  begrenzte 
grünlichgraue  Saunibinde,  die  sich  auf  den  Vflgln  von  Feld  4  bis  zum  Vrd  stark  verbreitert,  auf  den  Hflgln  da- 
gegen in  Feld  6  undeutlich  wird  oder  verschwindet ;  Fransen  oben  und  unten  lederbraun.  Geschlechter  ähnlich 
gefärbt.  Südost-Kamerun  bei  Molundu,  wo  die  Art  im  Sonnenschein  auf  einer  Urwaldlichtung  in  reißendem 
Fluge  um  niedi-ige  Sträucher  flog,  auf  die  sie  sich  zeitweilig  zu  Ivurzer  Ruhe  mit  halbgeöffneten  Flügeln 
niederließ. 

A.  cephren  Harn.  Bruce  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  nach  der  Beschreibung  kaum  von  kallimoides  cephren. 
verschieden  zu  sein.  Oben:  gleichförmig  dunkel  purpurfarbig;  Vrd  der  Hflgl  breit  braun:  beide  Flügel  mit 
dunkelbrauner  Saumlinie;  Fransen  beider  Flügel  rostbraun.  Unterseite  hell  gelblich  braun  ohne  deutliche 
Zeichnungen  und  besonders  an  der  Wurzel  und  am  Saume  dicht  mit  rotbraunen  Schuppen  bekleidet;  die 
untere  Hälfte  des  Irds  der  Hflgl  ist  stark  konkav  und  der  Analwinkel  ist  in  einen  deutlichen,  nach  innen 
gerichteten  Lappen  ausgezogen.    Flügelspannung  42  mm. 

A.  bella  Baker  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt  und  \\m\  in  folgender  Weise  beschrieben:  hMa. 
Beide  Flügel  oben  grau  mit  schwachem  hellblauem  Anflug;  Vflgl  dunkel  braungrau  an  der  Wurzel  mit  einem 
bläulichen  Anflug,  welcher  fast  die  Spitze  der  Zelle  und  die  Mitte  des  Hrds  erreicht ;  ein  analer  weißlicher,  durch 
die  schwarze  Querrippe  geteilter  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle;  hinter  diesem  findet  sich  bis  zum  Hrd  eine  bläu- 
lichgraue Bestäubung,  welche  sich  dem  blanen  Wurzelfelde  anschließt;  Hflgl  hell  braungrau  in  der  Mittelzelle 
und  vor  der  Flügelmitte  blau  bestäubt ;  Fransen  der  Hflgl  weiß.  Beide  Flügel  unten  gelblich  weiß  mit  schoko- 
ladebraunen Schuppen  dünn  bestäubt;  Vflgl  mit  einem  braunen  Apicalfleck  und  einer  braunen  schiefen 
Linie,  welche  von  der  Spitze  bis  zur  Rippe  2  geht,  teilweise  doppelt  ist  und  sich  auf  den  Hflgln  von  der 
Mitte  des  Vrds  bis  zum  Ird  fortsetzt.    Flügelspannung  44  mm.    Nigeria,  bei  Lagos. 

A.  purpurascens  Holl.  (64  c)  zeichnet  sich  durch  die  in  der  LTebersicht  erwähnte  dunkle  Querlinie  der  purpuras- 
Unterseite  aus.    Beim  $  der  Hauptform  sind  die  Flügel  oben  violett-  oder  bläulichgrau  an  der  Wurzel  schwach  ''^"*- 
hellblau  überzogen;   Unterseite  hellgrau  mit  einigen  braunen  Schüppchen  bestreut.   Ogo«e-Fluß  bis  Kavirondo. 
—  marshalli  Btlr.  (64  c)  ist  oben  etwas  dunkler  und  hat  die  Querlinie  der  Unterseite  mehr  oder  weniger  unvoU-  marshalli. 
ständig  oder  undeutlich.    Mashunaland. 

A.  aura  Harn.  Bruce  ist  nur  im  \\ eiblichen  Geschlecht  bekannt  und  wii'd  in  folgender  Weise  beschrieben:  aum. 
Vflgl  oben  schwarzbraun  an  der  Wurzel  des  Vrds  grau;  der  Wurzelteil  bis  über  die  Zelle  hinaus  hellblau  mit 
einem  weißlichen,  durch  einen  schwarzen  Querstrich  geteilten  Fleck  am  Ende  der  Zelle;  Hflgl  dunkelgrau  und 
fast  bis  zum  Analwinkel  blau  überzogen;  dieser  ist  stark  au.sgezogen;  Fransen  der  Vflgl  braun,  der  Hflgl  weiß. 
LTnten  sind  beide  Flügel  rahmfarbig  und  dicht  mit  braunen  und  schwarzen  Schüppchen  gesprenkelt ;  Hrd  der 
Vflgl  bis  zur  Rippe  2  weißlich;  Saum  der  Vflgl  in  der  Spitzenhälfte  rotbraun  mit  zwei  grauen  und  schwarzen 
winkeligen  Zeichnungen  nahe  der  Spitze:  ein  kleiner  weißer  Punkt  an  der  Spitze  der  Zelle  und  eine  undeutliche 
dunkle  Büide  von  der  Spitze  bis  zur  Mitte  der  Rippe  2.  Hflgl  unten  mit  einer  braunen  Querlinie  von  der 
Mitte  des  Vrds  bis  zur  Mitte  des  Irds;  Palpen  rahmfarbig  mit  braunem  Endglied.  Flügelspannung  53  mm. 
Kamerun:  Bitje. 

A.  pandora  Harn.  Bruce  ist  eme  sehr  große,  64  mm  spannende  Art,  von  der  bisher  nur  das  $  bekannt  ist.  pandom. 
Beide  Flügel  oben  eintönig  dunkelbraun  ohne  Zeichnungen;  Fransen  beider  Flügel  und  der  Vrd  der  Vflgl  sehr 
schmal  rotbraun.  Unterseite  hellbraun,  dicht  mit  dunkelbraunen  Schüppchen  gesprenkelt  und  mit  einer  gemein- 
samen, ziemhch  schmalen  braunen  Querbinde,  welche  sich  von  der  Spitze  der  Vflgl  bis  zur  Mitte  des  Irds  der 
Hflgl  erstreckt;  Hrd  der  Vflgl  hell  gefärbt;  Fransen  braun;  beide  Flügel  mit  einem  weißen  Punkt  an  der 
Zellenspitze.  Palpen  hellgelb  mit  braunen  Schuppen  und  braunem  Endghed.  Die  Spitze  der  Vflgl  in  eine 
scharfe  Spitze  ausgezogen ;  Analwinkel  der  Hflgl  sichelförmig  ausgezogen.  Die  Rippe  6  der  Vflgl  ist  durch  eine 
deutliche  obere  Discocellularrippe  von  der  Spitze  der  Zelle  getrennt.    Kamerun  und  Unyoro  im  Budongo-Wald. 

18.  Gattung:  Euliphyra  Holl. 

Augen  nackt.  Fühlerkeule  deutlich  abgesetzt  drehrund.  Die  Vflgl  mit  12  Rippen:  Rippe  6  aus  dem 
Stiele  von  7 — 9;  Rippe  7  in  den  Saum  nahe  an  der  Spitze  oder  fast  in  die  Spitze,  10  und  11  frei  aus  dem 
Vrd  der  ZeUe;   die  Rippe  5  entspringt  etwas  näher  an  6  als  an  4.   Die  Hflgl  mit  8  Rippen:    die  Rippe  2  ent- 


344  TERATONEURA.     \'on  Dr.  C.  AuRiviLLnjs. 

springt  ungewöhnlich  nahe  an  der  Hinterecke  der  Zelle,  3  und  4  Icurz  vereinigt  aus  der  Hinterecke,  6  und  7 
getrennt.    Palpen  ziemlich  kurz  mit  kurzem  geneigtem  Endgliede. 

Mr.  W.  A.  L.AMBORN  hat  die  interessante  Entdeckung  gemacht,  daß  die  Raupen  von  E.  mirifica  im 
Neste  einer  afrikanischen  Ameise,  Oecophylla  smaragdina  var.  longinoda,  leben  und  sieh  auch  dort  verpuppen. 
Sie  sind  länglich  schildförmig  und  oben  von  einer  dicken  lederartigen  Haut  bedeckt,  welche  sie  gegen  die  An- 
griffe der  Ameisen  schützt. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    der    Arten. 

I.  Hflgl  mit  gleichförmig  gebogenem  Saume  und  etwas  ausgezogenem  Analwinkel.  Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe 
4  geeckt.  Beide  Flügel  oben  dunkelbraun  mit  einem  großen  weißlichen  Hrdfleck  in  1  a  und  Ib  der  Vflgl, 
unten  mit  violettgrauer  bis  brauner  Gnindfarbe  und  weißgelblichen  und  schw  arzbi'aunen  Zeichnungen. 

E.  mirifica  ^. 
II.   Saum  der  Hflgl  in  der  Mitte  deutlich  geeckt.    Hflgl  unten  mit  weißer  Gnindfarbe  und  ringförmigen  Zeich- 
nungen. 

a.   Saum  der  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  am  jneisten  hei-vortretend,  geeckt  oder  kurz  geschwänzt.    Flügel 
oben  einfarbig  rötlichbraun.  E.  hucyania  $. 

[i.  Saum  der  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  3  geeckt. 

*.  Die  Flügel  oben  braun,  gegen  die  Spitze  und  den  Saum  der  Vflgl  schwärzlich.  Die  Vflgl  oben  mit  einem 
großen,  weißlichen  Fleck,  welcher  die  Spitze  der  Mittelzelle,  die  Wurzel  der  Felder  2 — .'i  und  die 
Mitte  des  Feldes  1  b  bedeckt.  E.  mirifica  $. 

**.  Flügel  oben  weiß  mit  4 — .5  mm  breiter  schwarzbrauner  Saumbinde  und  ähnlich  gefärbtem  Vrd  der 
Vflgl.  E.  hucyania  $. 

mirifica.  E.  mirifica  Holl.  ($  =  hewitsoni  Auriv.)  (65  c)  o.   Flügel  oben  dunkelbraun;   Hflgl  ohne  Zeichnungen: 

Vflgl  mit  einem  großen  weißlichen  fast  quadratischen  Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  2  erreicht;  Unterseite  röt- 
lichbraun, am  Saume  und  an  der  Wurzel  der  Hflgl  heller,  violettgrau ;  Vflgl  wie  oben  mit  hellem  Hrdfleck,  außer- 
dem mit  einigen  braunen  Strichen  und  einer  dunklen  Submarginallinie;  Hflgl  an  der  Mitte  des  Irds  in  1  b  und 
1  c  mit  einem  unregelmäßigen,  schwarz  umzogenen  weißen  Fleck,  welcher  nach  vorn  von  emer  dunkelbraunen 
Querhnie  fortgesetzt  wird;  1 — 2  dunkle  Querstriche  am  Vrd  und  eine  dicke  schwarzbraune  nach  vorn  und  hin- 
ten zugespitzte  Submarginallinie.  Das  $  hat  oben  einen  viel  größeren  weißen  Hrdfleck  der  Vflgl.  welcher  die 
Rippe  6  erreicht  und  die  Spitze  der  Mittelzelle  bedeckt;  die  Unterseite  ist  fast  wie  beim  o  gezeichnet,  aber 
viel  heller  zum  großen  Teil  weißlich.  Die  vouLamborn  entdeckte  Rp  lebt  in  den  Nestern  von  Oecophylla  smarag- 
dina, erinnert  an  die  Rp  der  verwandten  asiatischen  und  aixstralischen  Gattung  Liphyra,  die  gleichfalls  bei 
Oecophylla  lebt,  und  gehört  zu  den  eigentümlichsten  bisher  bekannten  Tagfalterraupen.  Die  Unterseite  der  Rp  ist 
flach  und  von  der  schildförmig  ausgedehnten  Haut  der  Oberseite  völlig  bedeckt,  indem  der  scharfe  und  mit 
chitinisierten  kleinen  Zapfen  besetzte  Rand  des  Schildes  sich  überall  der  Unterlage  eng  anschließt.  Hier- 
durch wird  die  weiche  Unterseite  gegen  die  Angriffe  der  Ameisen  gut  geschützt.  Die  Oberfläche  des  Schildes 
ist  mit  dicht  gedrängten  sternförmigen  chitinisierten  Wärzchen  bedeckt  und  trägt  außerdem  auf  den  dunklen 
Flächen  chitinisierte,  aufgerichtete  pinselartige  Gebilde.  Die  Oberseite  ist  braungelb  mit  dunkelbraunen 
Flecken  und  hat  längs  der  Mitte  des  Rückens  einen  breiten  der  Länge  nach  tief  gefurchten  und  an  den  Seiten 
wellenförmigen  Längskiel.  Der  Kopf  ist  klein  und  sehr  beweglich  wie  bei  der  Rp  von  Aslaugn.  Pp  schwarz, 
kurz  uiul  dick.    Nigeria  bis  Ogowe. 

leiicyania.  E.  leucyatlia  Heir.  ($  =  sjöstedti  Auriv.)  (64  c).  ö .  Flügel  oben  einfarbig  rotbraun,  unten  weiß   mit 

grauen  oder  graubraunen  dunkelbegrenzten  Flecken  oder  Querbinden;  Vflgl  mit  3 — 4  solchen  Flecken  am 
Vrd,  und  hinter  der  Mitte  mit  zwei  solchen  Querbinden,  welche  am  Vrd  anfangen  und  die  Rippe  3  erreichen ; 
Hflgl  mit  mehreren  Flecken  in  der  Wurzelhälfte,  einer  breiten  fast  geraden  Querbinde  von  der  Flügelspitze 
bis  zur  Mitte  des  Irds  und  einer  etwas  gebogenen  Binde  vor  dem  Saume.  Beim  ?  sind  die  Flügel  weiß,  oben  an 
der  Wurzel  braun  gesprenkelt  mit  breiter  brauner  Saumbinde,  welche  die  Mittelzelle  und  die  Rippe  6  erreicht 
und  schwarzbraunem  V'rd;  Vflgl  unten  mit  einigen  kleinen  dunklen  Strichelchen  am  Vrd,  einer  Querreihe  von 
drei  ringförmigen,  braun  bestäubten  Flecken  etwa  in  der  Mitte  der  Felder  4 — 6  und  einer  submarginalen 
Reihe  von  4  solchen  Flecken  der  Felder  2 — 5;  Hflgl  unten  mit  einigen  undeutlichen  Flecken  an  der  Wurzel, 
einer  breiten  Mittelquerbinde  und  einer  Submarginalbinde,  welche  wie  die  Binden  der  Vflgl  aus  ringförmigen 
Flecken  gebildet  sind.    Nigeria  bis  Kamerun. 

19.  Gattung:   Teratonenra  Dudg. 
Diese  merkwürdige  Gattung  scheint  mir  am  nächsten  mit  Euliphyra  verwandt  zu  sein.   Palpen  mit  dem 
zweiten  Ghede  etwas  angeschwollen  und  dem  dritten  dünn.    Die  Fühler  sind  allmählich  verdickt  und  erreichen 


Ausgegelmi  4.  V.  1920.  IRIDANA.     Von  Dr.  C.  Attrivillius.  345 

fast  die  Mitte  des  Vrds.  Beine  dick ;  die  Hinterschienen  und  Hintertarsen  zusammengedrückt.  Saum  der  Vflgl 
zwischen  der  Spitze  und  der  Rippe  4  gerade,  an  der  Rippe  4  geeckt  und  dahinten  schwach  ausgerandet ;  Vrd 
gleichmäßig  schwach  gebogen.  Hflgl  an  der  Mitte  des  Außenrands  stumpf  geeckt  und  dadurch  etwas  viereckig ; 
ihr  Vrd  hinter  der  Mitte  tief  ausgerandet.  Vflgl  mit  12  Rippen:  2  und  3  nach  hinten  deutlich  gebogen,  5  fast  in 
der  Mitte  zwischen  4  und  6,  6  aus  der  Spitze  der  Zelle,  7,  8  und  9  auf  gemeinsamem  Stiele.  Hflgl  mit  8  Rippen: 
3  und  4  aus  der  hinteren,  0  und  7  aus  der  vorderen  Ecke  der  Zelle,  5  aus  der  Mitte  der  Querrippe. 

T.  isabellae  Dudg.  (65  c).  Vflgl  schwarzbraun,  oben  mit  einem  6 — 7  mm  breiten  orangegelben  Hrdfleck,  imbellae. 
welcher  die  Rippe  4  erreicht  und  von  drei  kleinen  orangegelben  Discalflecken  der  Felder  4 — 6  fortgesetzt  wird, 
unten  mit  den  Zeichnungen  der  Oberseite  matt  gelbUch  angedeutet  und  am  Saume  grau  und  braun  gefleckt. 
Hflgl  oben  hell  orangegelb  mit  einer  nur  2  mm  breiter  schwarzbrauner  Saumbinde ;  unten  schwarzbraun  am  Ird 
und  am  Saume  in  1  c — 3  grau  und  mit  silbernen  oder  bleifarbigen  Strichen  und  Flecken  geziert;  eme  breite  Quer- 
linie geht  von  der  Spitze  bis  zur  Mitte  der  Rippe  1  b  und  ist  dort  gespalten ;  ein  silberner  Fleck  am  Vrd  nahe  der 
Wurzel  und  zwei  weiße  Flecke  in  der  Mittelzelle.    Sierra-Leone. 


20.  Gattuii"':  Iritlaiia 


■)i07n.  nov. 


Diese  Gattung  wurde  zuerst  von  Staudingee  im  Jahre  1891-  als  Iris  beschrieben,  dann  1898  von  mir 
hidopsis  benannt.  Da  aber  beide  diese  Namen  schon  früher  in  der  Zoologie  verbraucht  sind,  bin  ich  genötigt 
worden  die  Gattung  noch  einmal  umzutaufen. 

Im  Rippenbau  kommt  Iridana  der  Gattung  Teratoneura  recht  nahe,  weicht  aber  besonders  dadurch  ab, 
daß  die  Rippe  8  (oder  wenn  man  will  die  Rippe  7)  fehlt  und  die  Rippe  7  vor  ihrem  Ende  halbkreisförmig 
gebogen  ist.  Die  Rippen  2  und  3  der  Vflgl  sind  scliwach  gebogen  und  die  Rippen  3  und  4  der  Hflgl  kommen  aus 
demselben  Punkte  oder  sind  gestielt.    Vrd  der  Vflgl  schwach  gebogen  oder  fast  gerade. 

Bei  allen  Arten  sind  die  Flügel  oben  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  lebhaft  blau  gefärbt ;  die  blaue  Farbe 
ist  bei  den  (J  mehr  ausgebreitet  und  bedeckt  wenigstens  den  größten  Teil  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Saum  der 
Vflgl  bei  den  ^  gerade  und  mehr  aufrecht,  bei  den  $  schräger  und  gebogen.  Die  Arten  sind  nahe  verwandt  und 
noch  ganz  ungenügend  bekannt;  die  Unterschiede  sind  darum  unsicher  und  die  folgende  Uebersicht  muß  nur 
als  provisorisch  betrachtet  werden. 


Uebersicht    der    Arten. 

A.  Flügel  unten  ohne  metallische  Submarginallinie.    Vflgl  unten  mit  einem  dreieckigen  hellen  Fleck  in  der 

Mittelzelle  am  Vrd.  /.  incredibilis. 

B.  Wenigstens  die  Hflgl  unten  vor  dem  Saume  mit  einer  glänzenden  grünen  oder  1)läulichen  Linie.   Vflgl  unten 
ohne  hellen  Fleck  in  der  Mittelzelle. 

a.  Flügel  unten  nur  mit  z^\•ei  kleinen  weißgrauen  Discalflecken  in  4  und  5.  /.  ferdita. 

I.  exquisita. 
ß.  Vflgl  unten  hinter  der  Zellenspitze  mit  einer  aus  4  Flecken  gebildeten  weißgrauen  Discalbinde  in  3 — 6, 
deren  Flecke  in  4  und  .5  lang  und  groß  sind.  /.  euprepes. 

I.  incredibilis  Stgr.  (9  =  ansorgei  S)nüh)  (65  c).  Beim  (^  bedeckt  die  grünblaue  stai-k  schillernde  Farbe  incredibilis. 
der  Oberseite  auf  den  Vflghi  die  Felder  1  a,  1  b  und  der  Mittelzelle,  den  größten  Teil  der  Felder  2  und  3  und  etwa 
die  Hälfte  der  Felder  4  und  5  und  die  ganzen  Hflgl  mit  Ausnahme  des  Vrds,  Irds  und  Saumes,  welche  in  einer 
Breite  von  1 — 2  mm  schwarz  sind.  Beim  $  sind  die  Vflgl  oben  schwarz  und  nur  im  Wurzelteil  der  Felder  1  b — 3 
breit  blau ;  auf  den  Hflgln  sind  die  Ränder  3  mm  breit  schwarz.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  matt  schwarz  mit 
drei  lichten  isabellfarbenen  Flecken  in  der  Mittelzelle,  hinter  derselben  und  im  Analwinkel),  einem  grauen  Vrd 
und  einem  lichten  stark  braun  gesprenkelten  Apicalteil,  der  ganz  an  der  Spitze  halbkreisförmig  grünUch  begrenzt 
wird;  nach  hinten  setzt  sich  der  schmale  grünliche  Halbbogen  als  schmaler  violetter  Außenrdstreif  fort.  Sehr 
eigentümlich  ist  die  Unterseite  der  Hflgl,  die  eine  licht  bräunlichgraue,  sehr  dicht  dunkel,  im  Außenteil  dunkel- 
braun gesprenkelte  Grundfärbung  hat;  durch  die  Mitte  verläuft  eine  ziemlich  breite,  bei  gewisser  Beleuchtung 
matt  silberglänzende  graue  Querbinde,  die  an  den  Rändern  mehr  oder  weniger  stark  schwarz  umsäumt  ist  und 
in  der  Mitte  eine  nierenförmige,  schwarzumzogene  Makel  hat ;  alle  diese  schwarze  Umrandungen  sind  mehr  oder 
weniger  rotbräunlich  begrenzt;  unmittelbar  vor  dem  Saume  steht  eine  ganz  schmale,  linienartige  matt  silber- 
grau glänzende  Querbinde,  die  nach  innen  schwarz,  nach  außen  vor  den  silbergrauen  Fransen  ganz  fein  rotbraun 
begrenzt  ist.    Sierra-Leone. 

XIII  44 


346  DELOXEURA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

perdUa.  I.  perdita  Ki/.  (04  c)  wird  in  der  Beschreibung  als  (^  angegeben  ist  aber  wahrscheinlich  ein  $.  Vflgl  oben 

mit  einem  blauen  Fleck  welcher  die  Wurzel  der  Felder  1  a — 3  bedeckt;  Hflgl  oben  mit  einem  großen  blauen, 
Fleck,  welcher  die  Mittelzelle  der  Felder  2 — 4  fast  bis  zum  Saume  und  die  vordere  Längshälfte  des  Feldes  1  c 
bedeckt.  Vflgl  unten  schwärziicli  mit  grauen  Discalflecken  in  1  b,  2,  4  und  5,  einem  rotbraunen  Fleck  vor  der 
Spitze  und  einer  grünlichen  Submarginallinie  vom  Vrd  bis  zur  Rippe  3  oder  2.  Hflgl  unten  rostbraun  mit 
grünüeher  Mittelbinde  und  grünlicher  Submarginalluiie.    Kamerun. 

exquisita.  I.  exquisita  Smith  weicht  von  der  vorigen  Art  nur  dadurch  ab,  daß  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  nur 

den  Vrd  und  den  Saum  der  Vflgl  sowie  die  Ränder  der  Hflgl  frei  läßt;  ferner  dadurch,  daß  die  Mittelbinde  und 
die  Submarginallinie  der  Hflgl-Unterseite  nur  wenig  metallisch  sind.  Ist  wahrscheinlich  das  (^  von  perdita. 
Ogowe-Fluß. 

ruprepei.  1.  euprepes  Harn.  Driice  ((»4  c)  stimmt  oben  völüg  mit  exquisita  überein  und  weicht  unten  durch  die 

Discalbinde  der  Vflgl  und  die  mehr  grünlich  beschuppten  Querlinien  der  Hflgl  ab.    Rhodesia. 

Zweite   Gattungsgruppe. 

Die  Rippe  6  der  Vflgl  ist  durch  eine  schief  gestellte,  gut  entwickelte  obere  Discocellularrippe  vom  Stiele 
der  Rippen  7 — 9  deutlich  getrennt;  dieser  entspringt  darum  sciicinbar  vor  der  Spitze  der  Mittelzelle.  Die  Vflgl 
stets  mit  12  Rippen. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  d  e  r   0  a  t  t  u  n  g  e  n. 

I.   Die  mittlere  Discocellularrippe  der  \'flgl  fehlt ;  die  Rippen  5  und  0  entspringen  daher  aus  demselben  Punkte, 
etwa  in  der  Mitte  zwischen  4  und  7.  21.   Deloneiira. 

II.  Die  mittlere  Discocellularrippe  der  Vflgl  ist  vorhanden;  die  Ri))pen  ">  und  6  daher  stets  an  ihrem  Urspninge 
getrennt. 

A.  Hrd  der  Vflgl  im  äußeren  Teil  ausgerandet.    Die  Rippen  8  und  9  der  Vflgl  auf  langem  Stiele  aus  7. 

23.  Tumerepefi. 

B.  Hrd  der  Vflgl  gerade  oder  schwach  convex.    Die  Rippen  8  und  9  der  Vflgl  nach  einander  aus  7. 

a.  Die  Rippen    in  und    II   der  Vflgl  auf  gemeinsamem  Stiele  aus  dem  Vrd  der  Mittelzelle. 

29.   Powellana. 
ß.  Die  Rippen  Kl  und  II  der  Vflgl  entspringen  beide  getrennt  aus  dem  Vrd  der  Zelle  oder  10  aus  dein 
Stiele  von  7 — 9  und   II  allein  frei  aus  der  Zelle. 

*.  Die  Rippe  9  der  Vflgl  ist  wenigstens  ebenso  lang  oder  gewöhnlich  viel  länger  als  der  Stiel  von  7 — 9. 

25.   Epitolinn. 
**.  Die  Rippe  9  der  Vflgl  ist  stets  viel  kürzer  als  der  Stiel  von  7 — 9. 

§.  Die   Rippe  1 1   der  Vflgl   ist   eine   lange    Strecke   mit   der   Rippe  12  vereinigt. 

2«.   Phijtala. 
§§.  Die  Rippe   11  der  Vflgl  verläuft  ganz  frei  oder  berüiut  die  Rippe  12  mir  in  einem  Funkte. 

1.  Die   Hinterecke   der   Mittelzelle   der   Hflgl   spitzwinkelig    hervortretend. 

24.  Neaveia. 

27.  Epitola. 

2.  Die   Hinterecke  der  Mittelzelle  der   Hflgl   rechtwinkelig,   nicht  hervortretend. 

28.  Hewitsonia. 

21.  Gattung:  ©eloiieura  Trim. 

Die  Gattung  wurde  von  Trimen  auf  eine  sehr  seltene  südafrikanische  Art  gegründet.  Später  sind  auch 
andere  Arten  entdeckt  worden  und  für  eine  derselben  ist  die  Gattung  Poultonia  Neave  aufgestellt  worden. 
Diese  kann  jedoch  von  Deloneura  nicht  unterschieden  werden. 

Delonenra  zeichnet  sich  besonders  dadurch  aus.  daß  die  Rippen  5  und  f>  der  Vflgl  aus  demselben 
Punkt  entspringen  und  durcii  eine  lange  schief  liegende  obere  Discocellularrippe  vom  Stiele  der  Rippen  7 — 9 
getrennt  sind. 

Die  cJc?  weichen  von  den  99  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  eine  schärfere  Spitze,  einen  mehr  bauchig  hervor- 
tretenden Saum  und  einen  langgestreckten  schmalen  Mehlfleck  auf  der  Rippe  1  haben  und  daß  die  Vorderfüße 
ungegliedert  sind. 


BATELUSIA;  TUMEREPES.     ^■o^  Dr.  C.  Aurivilliüs.  347 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    de  r    A  r  t  e  n. 

A.  Beide  Flügel  oben  und  unten  hellgelb  ohne  Zeichnungen.  D.  immaculata. 

B.  Flügel  mit  lebhaft  ockergelber  Gi-undfarbe.    Die  Vflgl  mit  schMarzem  \'rd  und  .schwarzer  Saumbmde  «wenig- 
stens bis  zur  Rippe  4. 

a.  Hflgl  oben  ohne  dunkle  Saumbinde.    Die  Saumbinde  der  Vflgl  i.st  nach  hinten  zugespitzt  und  erreicht 
höchstens  die  Rippe  3.  D.  millari. 

ß.  Hflgl  oben  mit  schwärzlicher  Saumbinde.    Die  Saumbinde  der  Vflgl  erreicht  den  Hinterwinkel.    Hflgl 
unten    mit    violettbrauner    Grundfarbe. 

1.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  etwa  3  mm  breit.    Saumbinde  der  Vflgl-Unterseite  hell  gefleckt.    Die 
Hflgl  unten   mit   halbmondförmigen,    in   zwei   Reihen  geordneten  hellen   Discalflecken. 

D.  barca. 

2.  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  nur  1  —  \,5  mm  breit.    Saumbinde  der  Vflgl-Unterseite  ungefleckt. 
Hflgl  unten  mit  einer  Querreihe  gerundeter  heller  Discalflecke  D.  ockrascens. 

D.  immaculata  Trim.  .hat  die  Flügel  einfarbig  hell  gelblich  ohne  Zeichnungen.    Kopf,  Thorax,  Palpen,  immacu- 
Fühler  und  Beine  schwärzlich.    Dieser  seltene  Schmetterimg  wurde  im  Jahre  1863  von  J.  Bowker  im  eigent-  '"'"■ 
liehen  Kaffernland  entdeckt,  ist  aber  später  nicht  wiedergefunden  worden. 

D.  millari  Trhn.  (64  d  als  millori).  Flügel  oben  lebhaft  ockergelb  oder  hell  orangegelb ;  Vflgl  mit  dem  millari. 
Vrd  bis  zur  Mittelzelle  und  zum  Stiele  der  Rippen  7 — 9  schwarzbraun  und  mit  solcher  Apicalbinde,  welche 
nach  hinten  zugespitzt  nur  die  Rippe  3  oder  4  erreicht;  Hflgl  oben  einfarbig  ohne  Zeichnungen.  Vflgl  unten 
fast  wie  oben  gefärbt  und  gezeichnet;  die  dunklen  Zeichmingen  jedoch  heller  gefärbt.  Hflgl  unten  beim  (^ 
schwarzbraun  mit  breiter  heller  braungrauer  Saumbinde,  beim  $  bis  zum  Saume  dunkelbraun  mit  zahlreichen 
schwärzlichen  Zeichnungen.   Natal. 

D.  h&na.  Smith.  (65  c).    Beide  Flügel  oben  hellockergelb  mit  etwa  3  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde  harca. 
und  schwarzem  Vrd  der  Vflgl.     Vflgl  unten  wie  oben  aber  heller  und  mit  kleinen  gelben  Submarginalflecken  in 
3 — 6.    Hflgl  unten  violettbraun  mit  einem  gelben  Fleck  an  der  Wurzel   des  Vrds,   etwa  6 — 7  gelben -Punkten 
im  Wurzelteil  und  einer  doppelten  gebogenen  Querreilie  von  halbmondförmigen  hellen  ■  Discalflecken.    Angola. 

D.  ochrascens  Neave  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  ange-  ochrascetts. 
führten  Kennzeichen  davon  ab.    Britisch  Ost-Afrika;  Kavirondo. 


22.  Gattung:   Bateltisia  Ham.  Druce. 

Diese  Gattung  habe  ich  nicht  untersuchen  können.  Die  Beschreibung  derselben  ist  äußerst  kurz  und 
lautet:  .,Mit  Powellann  Beth.-Baker  verwandt,  von  dieser  dadurch  abweichend,  daß  die  Rippen  10  und  11  der 
Vflgl  unmittelbar  aus  der  Zelle  entspringen  und  nicht  gestielt  sind  wie  bei  Pmvellana".  In  dieser  Hinsicht  stimmt 
also  Batelusia  mit  den  übrigen  Gattungen  der  Gattungsgruppe  überein.  Da  keine  anderen  Kennzeichen  an- 
geführt sind,  war  es  mir  nicht  möglich  die  Gattung  in  der  Gattungsübersicht  einzuführen.  Wenn  die  Abbildung 
richtig  ist,  entspringen  die  Rippen  5  und  6  der  Vflgl  aus  demselben  Punkte.  Wenn  es  sich  tatsächlich  so  ver- 
hält, gehört  Batelusia  ohne  Zweifel  in  die  Nähe  von  Deloneura.  Die  Rippen  8  und  9  der  Vflgl  sind  in  der  Figur 
nicht  angedeutet,  sind  aber  wahrscheinlich  vorhanden. 

B.  zebra  Ham.  Druce  (64  d).    Beide  Flügel  oben  sahnefarbig  ohne  andere  Zeichnungen  als  eine  am  Vrd  sebra. 
5  mm  breite,  nach  hinten  etwas  verschmälerte,  in  Feld  1  b  stumpf  endende  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl  und 
von  unten  durchscheinende  dunkle  Querlinien.    Flügel  auch  unten  sahnefarbig  mit  6  dunklen  Querlinien  und 
zwischen  diesen  zum  Teil  gelblich  überzogen:    die  dunkle  Saumbinde  der  Vflgl  fehlt  unten  völlig.    Kamerun: 
Bitje. 


23.  Gattung;:  Tuinerepes  Baker. 

Bethune-Baker  hat  die  Gattung  Tumerefedes  genannt.  Obwohl  ich  der  Ansicht  bin,  daß  man  sonst 
Gattungsnamen  nicht  ändern  darf,  scheint  es  mir  jedoch  unmögHch  einen  Namen  im  Pluralis  als  Gattungsname 
zu  brauchen.    Ich  benutze  darum  die  Singularisform  Tuinerepes.    Palpen  kurz;  letztes  Glied  nackt  und  etwa 


348  NEAVEIA;  EPITOLIXA:  PHYTALA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

so  lang  wie  die  beiden  ersten  zusammen.  .Sclienkei  und  iSelücnen  aller  Beine  deutlich  angeschwollen.  Fühler 
kurz.  Vflgl  mit  dem  Vrd  an  der  Wurzel  sehr  konvex  und  dem  Hrd  vor  der  Mitte  fast  bis  zum  Hinterwinkel 
ausgerandet.  Mittelzelle  der  Vflgl  kürzer  als  die  Hälfte  des  Flügels,  die  Rippen  2  und  3  entspringen  nalie  einander 
weit  vor  der  Hinterecke;  4  aus  der  Hinterecke,  ö  aus  der  Vorderecke,  (i  von  der  Zelle,  8  und  9  lang  gestielt  aus  7, 
10  und  11  frei  aus  der  Zelle,  diese  fast  aus  der  Mitte  der  Zelle.  Hflgl  mit  den  Rippen  3  und  4  kurz  gestielt  aus 
<ler  Hinterecke  der  Zelle,  .5  näher  an  6  als  an  4,  6  aus  die  Spitze  der  Zelle,  8  kurz  an  der  Wurzel  stark  ge- 
bogen. 

flava.  T.  flava  Baker.  Kopf,  Thorax,  Hinterleib  und  beide  Flügel  ockergelb ;  Vflgl  am  Vrd  und  am  Saume  sehr 

breit  schwarz;  Hflgl  mit  einer  sehr  breiten  schwarzen  Saumbinde,  welche  gegen  den  Analwinkcl  und  gegen  die 
Spitze  allmählich  verjüngt  ist.    Flügelspaimung  41   mm.    Am  oberen  Niger-Fluß. 


24.   (iattuiijr:   Xeaveia  Ha^n.  Bruce. 

Diese  Gattung  scheint  im  Rippenbau  ganz  mit  Epitola  übereinzustimmen.  Wie  sie  sich  von  Epitola 
unterscheidjBt  wird  nicht  angegeben.  Da  ich  die  Art  nicht  untersuchen  konnte,  muß  ich  die.se  Frage  offen  lassen. 
Beim  ^J  kommt  auf  der  Rippe  1  der  Vflgl-Oberseite  wie  bei  Deloneura  und  vielen  Epitola- Alten  ein  strich- 
förmiger  Mehifleck  vor. 

lamborni.  N.  lambortli  Harn.  Bruce  (64  d).   Beide  Flügel  oben  und  unten  gelblich  Mciß  etwas  grünlich  angeflogen; 

Vflgl  oben  am  Vrd  und  am  Saume  breit  schwarz  oder  braun ;  die  schwarze  Binde  an  der  Spitze  etwa  6  mm, 
am  Hinterwinkel  nur  1  mm  breit.  Hflgl  ohne  Zeichnungen.  Palpen  schwarz;  das  zweite  Glied  auf  der  Innen- 
seite mit  braunen  Haaren  bekleidet.   Nigeria,  bei  Oni. 


25.  Gattung-:  Epitoliiia  Auriv. 

Auch  diese  Gattung  ist  mit  Epitola  nahe  verwandt  luid  w  eicht  nur  durch  den  kurzen  Stiel  der  Rippen  7 — 9 
der  Vflgl.  ab.    Fühler  mit  langen  dünnen  Gliedern  und  deutlich  abgesetzter  Kolbe. 

Bei  den  cJ(^  sind  beide  Flügel  oben   schwarz   mit  stahlblauem  oder  etwas  violettem  Schiller;    bei  den 
$$  haben  die  Vflgl  einen  orangegelben  Fleck,  welcher  die  Rippe  1,  nicht  aber  den  Hrd  erreicht. 

dispar  E.  dispar.    Die  Unterseite  der  Hflgl  mit  wenig  deuthchen  rötlichen  oder  hellgelblichen  Flecken  oder 

(?uerbinden;  beim  $  ist  der  gelbe  Fleck  der  Vflgl  oben  im  Felde  2  etwa  2— 2, .5  mm  breit,  nach  vorn  verjüngt 
und  zugespitzt,  an  der  Rippe  (i  endend.    Bei  dispar  Ky.  (64  d)  ist  die  Discalbinde  der  Hflgl-Unterseite  verdickt 

cordelia.  und  breiter  als  die  übrigen  Binden.  Ashanti  bis  Ogowe.  —  cordelia  Ky.  ( ?)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Flek- 
kcnreihen  oder   (^uerbinden  der  Hflgl-Unterseite  alle  schmal  und  gleichbreit  sind.    Kamerun  bis  Gabun.  — 

melissa.  meiissa  Harn.  Bruce  hat  oben  beim  ^  eineäi  violetten  Schüler  und  stimmt  unten  mit  cordelia  überein  oder  hat 
eine  fast  ungefleckte  Unterseite.    Addah. 

catori.  E.  catori  Baker  scheint  von  dispar  dadurch  abzuweichen,  daß  die  Unterseite  scharf  begrenzte  rote  Zeich- 

nungen hat  und  daß  beim  $  der  orangegelbe  Fleck  der  Vflgl  sehr  breit  ist.    Sierra-Leone. 


2<).  Gattung:  Pliytala   We.'itw. 

Im  Rippenbau  weicht  Phytaln  nur  durch  die  eine  Strecke  weit  vereinigten  Rippen  II  und  12  der  Vflgl 
ab.  Bei  den  ^S  »^'"^1  <!'•"  Flügel  oben  zum  großen  Teil  lebhaft  blau  gefärbt.  Die  $?  sind  mit  Ausnahme  des 
$  von  elais  noch  unbekannt. 


U  e  b  e  r  s  i  (■  li  1    d  e  r    A  r  t  e  n. 

I.  Große  Art.  00— 7(i  nun.  Die  Flügel  unten  mit  abwechselnden,  hellen  und  dunklen,  breiten  Querbinden,  ^i 
Die  grünlichblaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  ohne  schwarze  Flecke ;  die  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  des  Hrds 
mit  schwärzhchem  Mehlfleck.  Ph-   elais. 

IL  Kleinere  Arten,  32—36  mm.  cJ.  Die  blaue  Farbe  der  \'flgi-überseite  mit  schwarzen  Flecken  in  der  Mittel- 
zolle und  in  der  Wurzel  der  Felder  (2,  3),  4 — 6. 


EPITOLA.     Von  Dr.  (J.  Auriviluus.  349 

A.  Die  Hflgl  unten  mit  breiter,  weißer  oder  weißlicher  Mittelbinde. 

a.  (^.  Vflgl   oben   an   der  Wurzel   des   Feldes  1  a   mit   einem   kleinen   ovalen   dunklen   Mehlfleck;    die 
Rippe  1  dadurch  an  ihrer  Wurzel  stark  vorwärts  gebogen. 

*.  Die  blaue  Farbe  der  Hflgl-Oberseite  erreicht  beim  (J  in  den  Feldern  1  c — 6  fast  den  Saum  und  ist 
nur  durch  eine  sehr  feine  schwarze  Saumlinie  von  den  dunklen  Fransen  getrennt. 

1.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl-X^nterseite  überall  fast  gleich  breit.  In  der  Mitte  zwischen  dem  Saume 
und  der  Mittclbinde  verläuft  eine  helle  Submarginallinie.  Ph.  hyetta. 

2.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  in  den  Feldern  5  und  ü  deutüch  nach  außen  erweitert; 
keine  helle  Submarginallinie.  Ph.  hyeUoides. 

**.  Die  Hflgl  des  (J  oben  mit  2  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde.  Ph.  hyettina. 

p.  cj.  Die  Vflgl  oben  ohne  Mehlfleck  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  a;  die  Rippe  1  an  der  Wurzel  fast 
gerade.  Ph.   intermixta. 

B.  Die  Hflgl  unten  ohne  helle  Mittelbinde.   Die  Vflgl  des  ^  ohne  Mehlfleck  an  der  Wurzel.   Die  Hflgl  oben 
fast  bis  zum  Saume  blau.  Ph.  he7ileyi. 

Ph.  elais  Doubl,  u.  Heir.  (64  f).  Diese  prachtvolle  Art  zeichnet  sich  durch  die  Größe  und  hell  gebänderte  cJais. 
Unterseite  vor  allen  übrigen  aus.  Beim  <^  sind  die  Flügel  oben  lebhaft  blau  mit  der  Spitze  und  dem  Saume  der 
Vflgl  breit  schwarz;  Vrd  der  Vflgl  und  Saum  der  Hflgl  schmal  schwarz;  Vrd  und  Ird  der  Hflgl  breit  schwarz. 
Beim  ?  sind  die  Flügel  oben  schwarzbraun  mit  undeutlichem  blauen  Anflug ;  die  Vflgl  zwischen  der  Mitte  des 
Vrds  und  der  Rippe  4  mit  einer  breiten  unregelmäßigen  gelben  Qiierbinde.  Ashanti  bis  Kuilu  und  Bangasso 
am  oberen  Ubangi.  —  catori  Baker  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  an  der  Zellenspitze  einen  großen  calori. 
schwarzen  Fleck  in  der  blauen  Farbe  haben.    Sierra-Leone. 

Ph.  hyetta  Heir.  (05  d).  (J  Vflgl  oben  tief  schwarz  mit  blauen  Flecken  in  der  Mittelzello  und  den  hyetta. 
Feldern  3 — 6  und  in  1  b  und  2  bis  über  die  Mitte  weit  hinaus  blau;  unten  schwarzbraun,  am  Saume  und  am 
Ird  weißgrau  und  mit  4  weißen  Flecken  (in  2,  5,  6  und  der  Zelle).  Hflgl  oben  lebhaft  blau  mit  schwarzen  Rip- 
pen, am  Vrd  bis  zur  Zelle  und  der  Rippe  6  oder  der  Mitte  des  Feldes  6  schwarz,  am  Ird  bis  zur  Rippe  1  b 
schwarzbraun ;  unten  dunkelbraun  mit  2  mm  breiter  gerader  weißlicher  Mittelbinde,  welche  vor  der  Spitze  bis 
zur  Mitte  des  Irds  geht,  und  mit  gebogener  heUer  Submarginalünie.    Angola. 

Ph.  hyettoides  Auriv.  (65  f ).   ^  Vflgl  oben  lebhaft  hellblau  am  Vrd,  an  der  Spitze  und  am  Saume  breit  hyettoides. 
schwarz  und  mit  einem  großen  schwarzen  Fleck  in  der  Wurzel  der  Felder  4 — 6;  unten  dunkelbraun  mit  grauem 
Ird  und  grauen  Discalflecken  in  2 — 6.  Hflgl  oben  wie  bei  hyetta,  unten  stark  seidenglänzend  mit  breiter  weißlicher 
Mittelbinde,  welche  in  den  Feldern  5  und  6  stark  erweitert  ist. 

Ph.  hyettina  Auriv.  (65  d)  ist  unten  der  vorigen  Art  ähnlich  und  weicht  oben  nur  dadurch  ab.  daß  die  hyettina. 
schwarze  Saumbinde  der  Hflgl  viel  breiter  und  der  schwarze  Fleck  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl  viel 
größer  ist.    Sierra-Leone. 

Ph.  intermixta  Auriv.  Das  (^  weicht  von  den  vorhergehenden  dadurch  ab,  daß  der  Mehlfleck  an  der  intermixta. 
Wurzel  der  Vflgl  völlig  fehlt.  Vflgl  oben  schwarz  mit  2—3  Flecken  in  der  Mittelzelle,  3  in  1  b  und  je  einem  in 
1  a,  2—6  und  9  lebhaft  blau ;  unten  schwarzgrau  am  Ird  breit  grau  und  mit  einer  discalen  und  einer  submar- 
ginalen Reihe  grauer  Flecke.  Hflgl  schwarz  in  der  Zelle  und  den  Feldern  1  c — 5  lebhaft  blau ;  die  Rippen  2—4 
schwarz  gesäumt;  die  schwarze  Saumbinde  etwa  2  mm  breit;  unten  mit  einer  geraden,  etwa  2  mm  breiten 
weißliclien  Mittelbinde.    Am  Kuilu-Fluß. 

Ph.  henleyi  Ky.  (64  d)  ^.  Flügel  oben  fast  wie  bei  hyettina  (65 dj  gefärbt  und  gezeichnet;  die  schwarze  henleyi. 
Saumbinde  der  Hflgl  jedoch   sehr  schmal.    Vflgl   unten   schwärzlich  am  Hrd  bis  zur  Rippe  2  grau,  mit  drei 
grauen    Discalflecken    (in  2,  4,  5)    und   solchen    Subniarginalflecken :    Hflgl   unten    dunkelbraun    ohne    helle 
Mittelbinde.     Vflgl  oben  ohne  Mehlfleck  an  der  Wurzel  des  Irds.    Kamerun. 


27.  Gattung:  Epitola  We-stn: 

Die  Gattung  Epitola  umfaßt  zahlreiche  besonders  im  männlichen  Geschlecht  sehr  schön  blau,  violett 
oder  grün  schillernde  oder  stark  metallglänzende  Arten.  Die  Mehrzahl  der  Arten  sind  selten  und  noch  unvoll- 
ständig bekannt.  Die  $$  weichen  gewöhnlich  oben  von  den  oJ  beträchtlich  ab,  sind  aber  noch  von  vielen  Arten 
nicht  beschrieben. 


1 


350  EPITOLA.     Von  Dr.  C.  Ax^RrviLLius. 


J)ie  Rippen  10  und  11  den-  \'tlgl  cnt^springen  normal  aus  dem  Vrd  der  Zelle  und  verlaufen  ganz  frei; 
bei  einigen  Arten  wie  bei  honorius.  carcina,  leonina  und  zelza  entspringt  die  Rippe  10  jedoch  aus  dem  Stiele  von 
7 — 9  oder  aus  demselben  Punkte  wie  dieser  und  bisweilen  berührt  die  Rippe  11  in  einem  Punkt  die  Rippe  12 
(posthumus-^,  doleta,  /eo«e/w/.s). 

Die  Abweichungen  im  Rippenbau  scheinen  nicht  geeignet  zu  sein,  die  Arten  in  natürlichen  Gruppen  zu 
verteilen.  Eine  Gnippieruiig  der  Arten  nach  der  Zeichnung  der  Unterseite,  nach  der  Flügelform  und  den  Mehl- 
flecken der  1^0  scheint  mir  dagegen  ein  besseres  Resultat  zu  liefern. 


U  e  b  e  r  s  i  c  h  t   der    A  r  t  e  u  g  r  u  p  p  e  n. 

A.  Die  Hflgi  unten  an  dci'  Wurzel  mit  schwarzen  Punktflecken  in  der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern  1  c,  7 
(und  8).  —  Q.  Die  Hfigl  oben  im  Felde  1  a  oder  auf  der  Rippe  1  mit  einer  Längsreihe  von  schwarzen 
nach  hinten  gerichteten  Haaren. 

a.  Saum  der  Hflgl  am  p]ndc  der  Ripj)e  3  stumpf  gelappt.    Hflgl  unten  an  der  Wurzel  dunkel  violettgrau. 

—  6  '■  ^'flgl  oben  ohne  Mehlfleck  in  den  Feldern  5,  6  und  9.  Erste  Artengruppe. 

ß.  Hflgl  ganzrandig  mit  stark  gebogenem  Saume,  unten  an  der  Wurzel  braungelb.  Die  Rippe  10  der 
\'flgl  entspringt  aus  dem  Stiele  von  7 — 9  weit  von  der  Zelle  entfernt.  —  ^ :  Vflgl  oben  mit  einem  großen 
schwarzgrauen  MehlfleL'k,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  5,  6  und  9  bedeckt.  — Untergattung:  Aethi- 
opana  Bak.  Zweite  Artengruppe. 

B.  Hflgl  unten  ohne  schwarze  Wurzelpunkte. 

y..  l'nterseite  der  Hflgl  nietalliscii  (gold-  oder  violett-)glänzend  mit  oder  ohne  grolJe  weiße  Flecke.  Vrd 
der  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  gold-  oder  messingglänzend.  —  ^J.  Die  Vflgl  oben  in  1  a  längs  der  Rippe  I 
mit  einer  Reihe  von  langen,  nacli  hinten  gerichteten  Haaren.  Dritte  Artengruppe. 

ß.  Flügel  unten  weißgrau  —  dunkelbraun  —  schwärzlich  mit  oder  ohne  Flecke,  stets  aber  ohne  Metallglanz. 

—  (^:  Die  Vflgl  ohne  Haarkamm. 

1.  J.  Die  Vflgl  oben  mit  einem  großen  dunklen  Mehlfleck.  Vierte  Artengnippe. 

2.  (J.  Die  Vflgl  ohne  besonderen  Mehlfleck. 

a.  (J.  Die  Submediana  oder  die  Mediana  der  Vflgl  oder  beide  oben  an  der  Wurzel  verdickt  und  dicht 
mit  schwarzen   Schuppen  bekleidet.  Fünfte  Artengruppe. 

b.  cj.  Keine  der  Rippen  der  Vflgl  an  der  Wurzel  verdickt.  Sechste  Artengruppe. 


Erste  Artengruppe. 

J)ie  beiden  Arten  dieser  kleineu  Gru})pe  weichen  von  allen  anderen  und  übcrhaujit  von  allen  bekannten 
Lipteninen  durch  die  Flügelform  ab.  Der  Saum  der  Vflgl  ist  zwischen  der  Spitze  und  der  Rippe  5  ganz  gerade, 
bildet  an  der  Rippe  5  eine  scharfe  Ecke  und  ist  dann  zwischen  5  und  3  tief  ausgerandet.  Der  Saum  der  Hflgl 
ist  etwas  uiu-egelmäßig  und  bildet  an  der  Rippe  3  einen  stumpfen  Zacken  oder  kurzen  Lappen.  Die  Hflgl  sind 
unten  dunkel  violettgrau  mit  mehreren  großen  schwarzen  Punkten  in  der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern  1  c  und 
7  und  bisweilen  auch  in  8. 

hewilsoni.  E.  Iiewilsoni  Muh.  (()5  d).  Beim  J  sind  beide  Flügel  oben  von  der  Wurzel  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus 

lebhaft  blau  ohne  schwarze  Flecke |  Vrd  der  Vflgl  schmal  (nur  bis  zur  Ri])pe  12)  schwarz;  die  schwarze  Saum- 
binde der  Vflgl  5 — 8  mm,  die  der  Hflgl  etwa  3  mm  breit.  Vflgl  unten  schwärzUch  violettbraun,  am  Ird  heller, 
vor  der  Spitze  mit  einer  geraden,  schiefen  Querreihe  von  5  weißlichen  Flecken  in  3 — 6  und  9  und  einigen  unbestimm- 
ten hellen  Flecken  näher  an  der  Spitze.  Hflgl  unten  dunkel  violettbraun  mit  12 — 14  schwarzen  Punkten  in  der 
Wurzelhälfte  und  zwei  Querreihen  schwarzer  Striche  oder  Flecke  in  der  Saumhälfte.  Das  mir  unbekannte  ? 
dürfte  wahrscheinlich  eine  weiße  Subapicalbinde  der  Vflgl-Oberseite  besitzen.  Flügelspanming  etwa  50  mm.  Die.se 
seltene  Art  wurde  bisher  nur  an  der  Nordseite  der  Mündung  des  Congo-Flusses  bei  Chuichoxo  und  Landana  er- 
beutet. 

miranda.  E.  iniranda  Styr.  (04  e)    weicht  von  hewitsoni  dadurch  ab,  daß  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  schön 

violett-blau  ist  und  auf  den  Vflgln  nur  die  Wurzel  der  Felder  1  b  und  2  bedeckt  und  freie  Flecke  in  3 — 6  und  9 
bildet;  die  Mittelzelle  ist  fast  ganz  schwarz;  auf  den  Hflghi  ist  die  schwarze  Vrdbinde  sehr  breit  und  erreicht  die 


EPITOLA.     Von  Dr.  C.  Aurivillitts.  351 

Mittelzelle  und  die  Rippe  6.  Die  Unterseite  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  im  Saumteil  die  Rippen  und  die 
Zwischenaderfalten  ttreit  sch\\arz  gesäumt  oder  von  schwarzen  Strichen  und  Flecken  begleitet  sind.  Das  $  ist 
unbekannt.    Sierra-Leone  und  Gabun  (?). 


Zweite   Artengruppe. 

Umfaßt  nur  eine  einzige  sehr  ausgezeichnete  Art.  deren  Geschlechter  oben  ganz  verschieden  sind. 

E.  honorius  hat  eine  ganz  eigentümliche  etwas  P/anerna-ähnliche  Unterseite:  Vflgl  unten  schwärzlich 
an  der  Spitze  gelblich,  beim  J  mit  weißen  Discalflecken  in  3 — 6  und  9  und  solchen  Flecken  am  Saume  in  1  b 
und  2  und  mit  kleinen  blauen  Flecken  an  der  Spitze  der  Zelle  und  im  Wurzelteil  von  4  und  5,  beim  $  statt 
der  Flecke  mit  breiter  weißer  Discalbinde.  Hflgl  unten  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  braungelb  mit  1 1  schwarzen 
Punkten  (3  nach  einander  in  1  c,  2  in  der  Zelle,  2  auf  der  Schlußrippe,  2  m  7  und  2  in  8),  dann  graubraun  mit 
schwarzen  Rippen  und  schwarzen  Längsstrahlen  zwischen  den  Rippen ;  vom  Vrd  etwas  hinter  der  Mitte  geht 
eine  1  mm  breite  weißliche  Querbinde  bis  zur  Rippe  4  und  setzt  sich  dann  im  Feld  3  schief  bis  zum  Saume 
fort.  Beim  (^  sind  die  Vflgl  oben  schwarz  mit  der  Mittelzelle,  den  Feldern  1  a — 2  fast  bis  zum  Saume  der  Wur- 
zelhälfte von  3  und  kleinen  Flecken  in  der  Mitte  der  Felder  4 — 6  und  9  lebhaft  blau;  die  Wurzel  der  Felder  5, 
6  und  9  ist  bis  zu  den  blauen  Discalflecken  von  einem  sehr  großen  schwarzgrauen  Discalfleck  ausgefüllt; 
die  Hflgl  von  der  Rippe  1  b  wenigstens  bis  zur  Rippe  6  lebhaft  blau  mit  einer  sehr  feinen  schwarzen  Saumlinie. 
Beim  $  sind  die  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  blauen  Längsstrich  an  der  Wurzel  in  1  b  und  einer  breiten  weißen 
Discalbinde  und  die  Hflgl  schwarzbraun  mit  der  Mittelzelle  und  der  Wurzel  der  Felder  1  a  und  2  hell  bläulich 
angeflogen.  —  honorius  F.  (64  e).  Beim  o  sind  die  blauen  Discalflecke  der  Vflgl  in  ."),  6  und  9,  größer  und  der  honorius. 
Mehlfleck  etwas  kleiner;  beim  $  endet  die  weiße  Discalbinde  der  Vflgl  im  Feld  2  und  die  Hflgl  haben  oben 
einen  großen  weißen  Fleck  in  3 — 5,  welcher  sich  dem  blauen  Wurzelfelde  anschließt.  Kamerun  bis  Congo  und 
Bangasso  am  oberen  Ubangi.  —  divisa  Btlr.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  beim  o  '^pi'  Mehlfleck  der  Vflgl  größer  divisa. 
und  die  blauen  Discalflecke  der  Felder  5,  6  und  9  kleiner  sind  und  daß  beim  $  die  weiße  Discalbinde  der  Vflgl 
die  Rippe  1   erreicht  und  das  weiße  Feld  der  Hflgl  fehlt.    Sierra-Leone  —  Ashanti. 


Dritte  Artengruppe. 

Auch  diese  Gnippc  umfaßt  große  oder  mittelgroße  Arten,  welche  besonders  durch  die  metallisch  glänzende 
und  mit  großen  hellen  Flecken  gezierte  Unterseite  ausgezeichnet  sind. 


U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    der    Arten. 

A.  Die  ganze  Mittelzelle  und  beim  c?  auch  der  Wurzelteil  der  Felder  4 — 6,  9  und  10  der  Vflgl-Oberseite  breit  blau, 
stark  metallisch  glänzend.  Die  Spitze  der  Vflgl  breit  und  stumpf  ausgezogen;  ihr  Saum  in  der  Mitte  tief  aus- 
gerandet.  —  ^  '■  Der  Haarkamm  der  Vflgl  liegt  dicht  an  der  Rippe  1  und  trennt  sich  erst  nahe  an  der  Wurzel 
von  ilir  ab.  E.  fosthumus. 

E.  Urania. 

B.  Die  Mittelzelle  wenigstens  teilweise  und  die  Felder  4 — 6  der  Vflgl-Oberseite  ganz  schwarz.  Die  Spitze  der 
Vflgl  nicht  oder  kaum  ausgezogen  und  ihr  Saum  gerade  oder  nur  wenig  konkav.  Hflgl  unten  mit  weißen  Zeich- 
nungen. —  (J :  Der  Haarkamm  der  Vflgl  verläuft  nur  eine  kurze  Strecke  dicht  an  der  Rippe  1  und  trennt  sich 
dann  wurzelwärts  allmählich  von  ihr  ab. 

a.  Größere  Art,  48 — 52  mm.  Flügel  unten  mit  dunkelviolettem  Glänze  und  weißen  Flecken.  Beimö"  bedeckt 
die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  auch  den  hinteren  Rand  der  Mittelzelle  und  die  Wurzel  des  Feldes  3; 
Vflgl  oben  ohne  Mehlfleck.  E.  crowkyi. 

ß.  Kleinere  Art,  40—46  mm.  Hflgl  unten  mit  gelblichem  Metallglanze.  Die  Mittelzelle  und  die  Wurzel  des 
Feldes  3  der  Vflgl-Oberseite  schwarz.  Vflgl  beim  (^  oben  mit  einem  kleinen  Mehlfleck  vor  der  Mitte  der 
Rippe  3.  E.  ceraunia. 

E.  posthumusi^.  (64  e)  (5*.  Beide  Flügel  oben  schön  blau,  grau hch  schillernd;  die  Spitze  der  Vflgl  etwa  posthumus. 
10  mm  breit  schwarz ;  die  schwarze  Saumbinde  wird  nach  hinten  schnell  schmäler  und  endet  spitz  an  der  Rippe  2 ; 


352 


EPITOLA..     Von  Dr.  C.  AuRiviLLnTS. 


das  Wurzeldrittel  des  Vrds  bis  zur  Zelle  schwarz,  an  der  ]\Iitte  des  Vrds  erreicht  die  blaue  Farbe  in  einer  Breite 
v'on  9 — 10  mm  fast  den  Vrd  oder  wenigstens  die  Rippe  1 1 ;  die  blaue  Farbe  bildet  nach  außen  einen  schwachen 
fast  gleichförmigen  Bogen.  Hfigl  oben  in  den  Feldern  1  c — 6  fast  bi.s  zum  8aume  blau  und  auch  im  Felde  7 
ziemlich  breit  blau  bestäubt :  die  schwarze  Saumlinie  ganz  schmal.  Unten  sind  die  Hflgl,  sowie  Spitze  und  Vrd 
der  \'flgl  bronzeglänzend  mit  einem  großen  helleren  goll)lich  schillernden  Fleck  an  der  Wurzel  des  Vrds  der 
Hflgl;  \'flgl  sonst  matt  schwarzbraun  mit  einem  weißlichen  Fleck  in  der  Zelle  und  grauen  Discalflecken  in 
2—6  und  9.  Beim  $  ist  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  heller  und  viel  weniger  ausgedehnt;  sie  bedeckt  auf  den 
Vflgln  nur  die  Mittelzelle,  den  größten  Teil  der  Felder  1  a  und  1  b  und  die  Wurzelhälfte  der  Felder  2  und  3; 
außerdem  finden  sich  drei  kleine  Flecke  am  Vrd  in  ti,  9  und  10;  die  Hflgl  haben  eine  sehr  breite  unregelmäßige 
an  den  Rippen  gezackte  schwarze  Saumbinde.    Sierra-Leone  bis  Congo. 

Urania.  E.  Urania  Kl/,  ist  nur  im  männlichen  CJeschlecht  bekannt  und  weicht  niir  wenig  vom  ^J  der  E.  j^ost- 

hiunus  ab.  Die  l)laue  J'^arbe  der  Vflgl  ist  am  \'r(l  in  den  Feldern  9  und  lü  nur  4  mm  breit  und  nach  außen  an 
den  Rippen  tief  und  unregelmäßig  eingeschnitten;  die  schwarze  Saumbinde  erreicht  den  Hinterwinkel  und  ist 
viel  breiter,  im  Felde  2  etwa  4  mm  breit;  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl  ist  auch  etwas  breiter 
und  an  den  Rippen  kurz  gezackt.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  dunkler  rotbräunlich.  Sierra-Leone  bis 
Kamerun. 

crowlet/i.  E.  crowleyi  Etn.  Sharpe  (64  e)  q.  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  großen  blauen  Fleck,   welcher  die  Fel- 

der 1  b,  2  und  '.i  bis  ',i — 5  mm  vom  Saume  bedeckt  und  auch  einen  Längsstreif  am  Hrd  der  Mittelzelle  bildet; 
die  Rippe  1  ist  S-förmig  gebogen  und  das  Feld  I  a  faat  ganz  schwarz  mit  einer  Reihe  langer  schwarzer  Haare; 
Hlgl  oben  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  blau  mit  2  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde;  Vflgl  unten  schwarz, 
an  der  Spitze  violettbraun  mit  einer  S-förmig  gebogenen  QuerreDie  von  7  länglichen  weißen  Discalflecken  in 
1  b — 6  und  9,  Vrd  bis  zur  Mitte  weißlich  und  an  der  Wurzel  gold-  oder  messingglänzend;  Hflgl  unten  weißlich 
mit  rotbraunen  Flecken  und  Längsstrichen,  die  Mittelzelle  fast  ganz  rotbraun.  Das  $  ist  größer  und  weicht 
dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  schwarz  sind  mit  einem  blauen  Längsstrich  in  1  b  und  weißen  Discalflecken  in 
2.4 — 6  und  9  und  daß  die  weiße  Farbe  der  Hflgl-Unterseite  mehr  ausgedehnt  ist;  die  Vflgl  unten  wie  oben,  aber 
ohne  blauen  Längsstrich  und  mit  2 — ',i  kleinen  weißen  Saumfiecken  in  3  und  4.  Sierra-Leone  bis 
Nigeria. 

ceraunia.  E.  cerautlia  Hcir.  (64  e)  (J.    Vflgl  oben  schwarz,  in  den  Feldern  1  b  und  2  bis  3  jnm  vom  Saume  blau  und 

mit  freien  blauen  Flecken  hi  3,  4  und  der  Mittelzelle,  unten  schwärzlich  mit  scharf  hervortretenden  weißen 
Flecken,  von  denen  zwei  in  der  Mittelzelle  nahe  an  der  Spitze  und  je  einer  in  den  Feldern  1  b — 6  und  9,  von 
denen  die  in  4  iind  5  nahe  am  Saume  stehen.  Hflgl  oben  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  blau  mit  schmaler  1  mm 
breiter  schwarzer  Sauinbindc:  unten  braun  mit  gelblichem  Glänze  und  einer  scharf  hervortretenden  weißen 
Querbinde  und  Längsstreif  am  Vrd  in  Feld  7.  Das  $  weicht  durch  graue  Discalflecke  in  3 — 6  und  der  Mittel- 
zeUe  der  Vflgl-Oberseite  und  4 — 5  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  ab ;  die  Hflgl  sind  unten 
heller  und  weniger  scharf  gezeichnet  als  beim  (J.  Die  Ppn  wurden  von  W.  A.  Lamboen  in  kleinen  Kolonien  auf 
der  Oberseite  von  Blättern  schief  aufrecht  befestigt  angetroffen.    Sierra-Leone  bis  Gabun. 


Saume. 


Vierte  Arfengruppe. 
Der  große  Mehlfleck,  welcher  die  Arten  dieser  Gruppe  auszeichnet,  liegt  bald  an  der  Wurzel  bald  am 


Uebersicht  der  Arten. 

A.  Die  Unterseite  heller  oder  dunkler  braun  mit  oder  oinie  helle  Flecke. 

a.  Unterseite  eintönig  graubraun  ohne  Zeichnungen.   Der  Mehlfleck  des  ^J  ist  sein-  groß,  tief  schwarz,  vier- 
eckig, erreicht  fast  den  Saum  und  bedeckt  den  größten  Teil  der  Felder  2 — 4.  E.  standingeri. 


p.   Unterseite  mit  doitlichen  hellen  Fleckenreihen. 

*.  ])er  Mehlfleck  liegt  am  Saume  in  den  Feldern  2 — 4  ganz  wie  bei  Maudinqeri. 


E.  gordoni. 


Ausgegehen  4.  V.  1920.  EPITOLA.     Von  Dr.  G.  AtTRiviLLiiTS.  353 

**.  Der  Mehlfleck  ist  hellgrau,  bedeckt  die  Wurzel  der  Felder  (1  a  und)  1  b  und  der  Zelle,  i.t  aber  durch 
eine  blaue  Lniie  der  Zelle  vom  dunklen  Vrd  getrennt.  e.  carcina 

^    ?i'  Vnlr'^'l  "''^^  /f , '^"f^T"  l^^'tT  rr^''^'''  ^"^  ^'^""^''-    ^^^^  ^i^^^^i^^ok  des  ^  bedeckt  die  Wurzel 
des  \flgls  und  erreicht  den  Vrd.    Die  Vflgl  des  ^  ohne  schwarzen  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle. 

ß.  gerina. 
E.  staudingeri  Ky    (65  d)  vveicht  durch  die  Lage  des  großen  schwarzen  Mehlfleckeo  der  Vflgl  vonaUen  staudinaeri 
übrigen  Arten  außer  goräom^  ab.    Beim  S  sind  beide  Flügel  oben  blau;  der  Vrd  der  Vflglist  schmal  schwarz 
Ihre  Spitze  nur  3  mm  breit  dreieckig  soliwarz  und  die  schwarze  Saumbinde  nur  1  mm  breit.   Hflgl  nur  mit  sehr 
Leone  unf  Gabutr    "''  '"      ^"^  ^'"^  ^''  '"'  ^'^^'  '  ''^'"^''-    ^'''''''''^^'  ungefleckt.    $  .„bekannt.    Sierra- 

fi    v.^'if",'''*""l^T"  ^'■''''  f  *'^^"  '^'^'"  ^  ''""  staudingeri  ganz  ähnlich  und  weicht  nur  durch  die  heU  goräoni 
ge'fleckte  Unterseite  ab;    ist  wahrscheinlich  nur  eine  Easse  von  dieser.    Bonny. 

.1      1  1  ?:  ''*/""^  ^"n  ^^l'^'^-  ■  ^^^'''^^  ursprünghch  nach  einem  ?  beschrieben.    Ob  das  hier  beschriebene  und  carcina 
abgebiklete  J  zu  dem  ?  gebort,  ist  leider  nicht  ganz  sicher.  S :  Flügel  oben  hell  zart  violettblau,  der  Vrd  der  Vflgl 
Rinne'  f   i'  "hl  ^'^'^Pf ";"  '^\ ^^«"'^  f«"  ^  mm  schwarz,   am  Saume  endet  die  schwarze  Farbe  spitz  an  der 
Kippe  1 ,  die  blaue  Parbe  der  \  flgl  ist  nach  außen  fast  geradlinig  begrenzt,  bedeckt  die  Wurzel  der  Felder  '>-6 

beHnlhf'r  m-,  f  "*' v'!l\'''  "'^^^^^^^  ^'^  d^'-  Wurzel  durch  den  großen,  etwa  3  mm  breiten  MehKleck 
beeinträchtigt^  Hflgl  am  Vrd  bis  zur  Rippe  6  schwarz,  am  Ird  in  1  a  und  1  b  grau;  die  schwarze  Saumlinie 
sehr  fein.  Unterseite  braun  mit  mehreren  Querreihen  weißlicher  Flecke.  —  Beim  $  haben  die  Vflgl  oben  nur 
einen  6  mm  breiten  blauen  Hrdfleck,  welcher  nur  die  Rippe  2  erreicht  und  nach  vorn  von  einer  etwas  geboge- 
nen Querreihe  von  5  kleinen  weißen  Discalflecken  der  Felder  2-6  begleitet  wird;  Hflgl  oben  nur  an  der  Mitte 

weißTn^n  t'  iT  'T  v^'T  ^o'"''  schwarzer  Saumbinde;  Unterseite  fast  wie  beim  3  aber  mit  scharfen 
weißen  Discalpunkten  der  Vflgl.    Sierra-Leone  bis  Kuilu. 

E  gtrinaHew.  (65  b)  weicht  durch  die  weißliche,  mit  hellbraunen  Fleckchen  und  Strichen  gezierte  Unter-  gerina. 
seite  von  den  anderen  Arten  dieser  Gruppe  ab.  Beim  ^  ist  der  Mehlfleck  der  Vflgl  etwa  5  mm  breit  und  be- 
deckt die  ganze  Wurzel  bis  zum  Vrd,  die  blaue  Farbe  wird  dadurch  auf  eine  7-8  mm  breite  Mittelbinde  welche 
den  Stiel  von  7-9  und  den  Hinterwinkel  erreicht,  beschränkt;  Hflgl  oben  wie  beim  ^  von  carcina  aber  am  Ird 
schwarzhch.  Wenn  Bruce  in  seiner  Vermutung,  daß  E.  goodi  Holl.  (65  e)  zu  gerina  gehört,  recht  hat,  muß 
goodid^s  ?  von  gerina  sem;  sie  weicht  nämlich  durch  das  Fehlen  des  Mehlfleckes  der  Vflgl  ab  (die  blaue  Farbe 
erreicht  die  Wurzel).  Die  hellbraunen  Zeichnungen  der  Unterseite  treten  scharf  hervor  und  sind  demnach  viel 
deutlicher  als  in  Hewitsons  Abbildung  des  J.    Gongo  und  Ogowe. 


Fünfte    Artengruppe. 

In  dieser  Gruppe  haben  die  Vflgl  des  S  keinen  großen  Mehlfleck,  statt  desselben  aber  eine  oder  zwei 
Kippen  an  der  Wurzel  verdickt  und  mit  schwarzen  Schuppen  bekleidet.  Die  Vflgl  unten  ohne  schwarzen  Längs- 
streit.  Die  c^^  sind  stets  oben  schwarz  und  blau  gefärbt  mit  linienförmiger  oder  sehr  schmaler  schwarzer  Saum- 
bmde  der  Hf  gl.  Bei  den  noch  wenig  bekannten  ??  ist  dagegen  die  blaue  Farbe  stark  reduziert  und  die  schwarze 
Saumbinde  der  Hflg  stets  breit;  auf  den  Vflgln  ist  die  blaue  Farbe  bisweilen  in  der  Mitte  durch  Weiß  er- 
setzt.    Saum  der  Vflgl  gleichmäßig  gebogen  oder  fast  gerade. 

A  . -u     ^'f  ^'^''n  ^""^  """^^  verwandt  und  üire  Unterschiede  noch  nicht  immer  genau  festgestellt.   Die  folgende 
Artubersicht  muß  darum  nur  als  ein  erster  Versuch  betrachtet  werden. 


U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 
I.   Flügel  unten  dunkelbraun  oft  mit  hellen  Zeichnungen. 

A.  o^  Nur  die  Mediana  der  Vflgl  ist  oben  an  der  Wurzel  verdickt  und  schwarz  beschuppt. 

a.  Fransen  .schwach  gewellt  und  weiß  gefleckt.  e.  marglnata. 

ß.  Fransen  ganzrandig  und  einfarbig. 

*.  cJ.Die  Mittelzelle  der  Vflgl-Oberseite  ganz  schwarz.   Die  blaue  Farbe  bildet  nur  einen  breiten   aber 
kurzen  Hrdfleck,  welcher  nach  vorn  von  der  Mittelzelle  und  der  Rippe  3  begrenzt  wird. 

E.  tumentia. 
XIII 


45 


354  EPITOLA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

**.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl-Überseite  ganz  oder  zum  größten  Teil  blau ;  die  blaue  Farbe  erreicht 
hinter  der  Zelle  wenigstens  die  Rippe  5,  gewöhnlich  den  Stiel  von  7 — it. 

§.  Die  Vflgl  oben  ohne  schwarzen  Querstrich  oder  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle*). 

f.  Die  bläulichweißen  Discal-  und  Submarginalflecke  der  Vflgl-Unterseite  sind  in  den  Fel- 
dern 1  a  und  2  zu  großen  3 — 4  mm  laugen  Flecken  vereinigt.  E.  cercene. 

tt-  Die  hellen  Flecke  der  Vflgl-Unterseite  nicht  zu  großen  Flecken  vereinigt. 

1.  Beide  Flüge!  unten  bis  zur  Wurzel  mit  zahlreichen  scharf  hervortretenden  weißgrauen 
Querstrichen  und  Querbinden.  E.  ulboinaculata. 

2.  Die  Flügel  unten  nur  am  Saume  mit  2—3    Querreihen  heller  Flecke. 

a.  Q.  Die  blaue  Farbe  derHflgl  wird  nach  Vorn  von  der  Rippe  6  begrenzt  oder  bildet 
nur  einen  schmalen  Streifen  im  Felde  6.    Hflgl  nur  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie. 

E.  badnra. 
b.  tJ.  Die  blaue  Farbe  der  Hflgl  bedeckt  auch  das  Feld  6.    Die  schwarze   Saumbinde 
der  Hflgl  fast  1  mm  breit.  E.  badia. 

§§.  Die  Vflgl  oben  mit  einem  schwarzen  Querstrich  oder  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  (zu  dieser 
AbteQung  gehört  auch  die  unvollständig  beschriebene  E.  umbratilis). 

1 .  Hflgl    oben    nur    mit    feiner    schwarzer    Saumlinie. 

a.  o  ■  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  erreicht  nur  die  Rippe  5  oder  bildet  in  5  und  6  nur  kleine 
freie  Schuppenflccke.  E.  leonina. 

h.  (J.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  erreicht  den  Stiel  von  7 — 9.  E.  khalifa. 

2.  Hflgl  oben  mit  einer  wenigstens  1  mm  breiten  schwarzen  Saumbinde.   Die  blaue  Farbe  der 
Vflgl  en-eicht  den  Stiel  der  Rippen  7 — 9. 

a.  Die  Unterseite  mit  zahlreichen  hellen  Zeichnungen.  E.  moyainbina. 

b.  Die  Unterseite  einfarbig  dunkelbraun  ohne  helle  Zeichnungen.   E.  uniforviis. 

B.  (^.  Die  Submediana  und  bisweilen  auch  die  Mediana  der  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  verdickt  und  mit 
schwarzen  Schuppen  bekleidet. 

a.  o .  Die  Vflgl  oben  ohne  schwarzen  Strich  am  Ende  der  Mittelzelle.   Flügel  unten  fast  wie  bei  E.  cercene. 

E.  balesi. 
ß.  (J.  Die  Vflgl  oben  am  Ende  der  Mittelzelle  mit  einem  dreieckigen  schwarzen  Einschnitt,  welcher  mit 
dem  schwarzen  ^'rd  zusammenliängt. 

1.  (J.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  schmal.  E.  cercetioides. 

E.  dorothea. 

2.  (J.  Die  schwarze  Sauiubindc  dci   Htlgl-Oberseite  selir  breit.  E.  oniei)sis. 

II.  Unterseite  beider  Fl  igel   weiß   mit   oder  ohne  dunkle  Zeichnungen.    Hierher  geiiört  auch  E.  virgitiea,  von 
der  nur  das  $  bekannt  ist,  und  wahrscheinlich  concepcion.   Die  Vflgl  oben  ohne  schwarzen  Strich  am  Ende 
der  Mittelzelle, 
a.  Unterseite  ohne  oder  mit  undeutlichen  Zeichnungen.  E.  zelica. 

ß.  Unterseite  mit  deutliclien  Zackenhnien.  E.  nitida. 

marginala.  E.  marginata  Ky.  (65  e).  (J.    Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  bedeckt  die  ganze  Zelle,  erreicht  den  Stiel  der 

Rippen  7 — 9.  ist  nach  außen  schief,  fast  geradlinig,  begrenzt  und  erreicht  am  Hrd  den  Hinterwinkel ;  vom  schwar- 
zen Vrd  dringt  am  Ende  der  Zelle  ein  dreieckiger  schwarzer  Fleck  in  die  blaue  Farbe  hinein.  Hflgl  oben  zwi- 
schen den  Rippen  1  b  und  6  fast  bis  zum  Saume  blau.  Unterseite  schwarzbraun  mit  2 — 3  bläulichweißen  Quer- 
linien im  Saumteil.  Beim  $  sind  die  Hflgl  oben  dunkel  braungrau  ohne  Zeichnungen  und  die  N'flgl  haben  an  der 
Stelle  der  blauen  Farbe  des  q  eine  weiße  nach  innen  violettblaue  Fläche  mit  einem  gebogenen  schwarzen  Strich 
am  Ende  der  Zelle,   l'nterseite  viel  heller  als  beim  (Jund  mit  weißer  Mittelbinde  der  Vflgl.   Kamerun  bis  Gabun. 

tumgnlia.  E.  tumentia  Hnm.  Bruce  (64  g)  J.  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  blauen  Hrdfleck.  welcher  nur  die  Rippe 

3  erreicht  und  nach  vorn  von  der  Mediana  begrenzt  wird;    Hflgl  oben  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  blau  mit 

*)   Zvi  dieser   Abteilung   gehört  atich   E.  zdza. 


EPITüLA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  ;ir)5 

schwarzer  Saunibinde,  welche  nach  vorn  breiter  wird  und  allmählich  in  den  schwarzen  Vrd  übergeht.   Unterseite 
gelbbraun  mit  undeutlichen  kleinen  weißen  Disealpunkten.    $  unbekannt.    Nord-Nigeria  bei  Afikpo. 

E.  cercene  Hew.   (65  f).    Der  große  blaue  Hrdfleck  derVflgl  bedeckt  die  ganze  Zelle,  erreicht  den  Stiel  ccrcene. 
von  den  Rippen  7— 9  und  geht  dann  in  sanftem  Bogen  fast  bis  zum  Hint«rwinkel;   Hflgl  oben  zwischen  den 
Rippen  Ib  und  0  und  bis  zum  8aume  blau;   Flügel  unten  graubraun  mit  Querreihen  bläulich  weißer  Flecke; 
die  Discal-  und  Submarginalreihen  der  Vflgl  sind  nach  hinten  in  den  Feldern  2  und  1  a  zu  großen  kegelförmigen 
Flecken  vereinigt,  welche  nach  innen  schwarz  begrenzt  sind.    9  unbekannt.    Kamerun  bis  Angola. 

E.  albomaculata  Baker  (65  c).    Ist  oben  der  vorigen  Art  ganz  ähnlich  und  weicht  unten  nur  durch  die  albomacu- 
zahlreichcii  hellen   Querstriche  und  Querlinien   ab,   welche  jedoch  in  den  Feldern  1  b  und  2  der  Vflgl  nicht  zu-  '"'"• 
sammengeflossen  sind.  Beim  ?  ist  die  blaue  Farbe  der  Vflgl  heller  und  weniger  ausgedehnt,  im  Felde  4  ein  weißer 
Subapicalfleck;  Hflgl  oben  mit  sehr  breiter  dunkler  iSaumbinde;    Unterseite  wie  beim  (^.    Sierra-Leone. 

E.  badura  Ky.  (64  g  als  baduia).    Das  ^  weicht  nur  durch  die  in  der  Artenübersicht  angeführten  Kenn-  badura. 
zeichen  vom  cercene-,^  ab.    Beim  ?  erreicht  die  blaue  Farbe  der  Vflgl  nur  die  Rippe  5  und  die  Hflgl  haben  eine 
4  mm  breite  schwarze  Saumbinde.    Kamerun  bis  Gabun. 

E.  badia  Ky.  (64  g)  ist  etwas  kleiner  als  hadum.  sonst  aber  nur  durch  die  oben  angeführten  Kennzeichen  badia. 
verschieden:    die  hellen  Fleckenreihen  der  Unterseite  sind  größer  und  deutlicher  als  bei  badura.    Kamerun. 

E.  zeiza  Hew.  (65e)  ist  offenbar  nach  einem  beschädigten  Stück  abgebildet  und  beschrieben;  die  Kenn-  zeha. 
zeichen  sind  darum  kaum  zuverlässig.  Die  Vflgl  weichen  nach  der  Figur*)  von  allen  anderen  Arten  dadurch 
ab,  daß  sie  oben  schwarz  sind  mit  zwei  blauen  Längsstrahlen,  von  denen  der  eine  aus  der  Wurzel  kommt 
das  Feld  1  b  bedeckt  und  den  Saum  fast  erreicht;  der  andere  bedeckt  die  Mittelzelle  und  ist  viel  kürzer ;  die 
Felder  2  und  3  sind  ganz  schwarz  und  bilden  einen  tiefen  Einschnitt  zwischen  den  Strahlen.  Die  Unterseite 
ist  abwechselnd  braun  und  grau  undeutlich  bandiert.    Alt-Calabar. 

E.  leonina  Stgr.  (65  e)  ^.  Vflgl  oben  mit  einem  blauen  Hrdfleck,  weldicr  die  Zeile  bedeckt,  den  Hinter-  leonhia. 
Winkel  fast  erreicht  und  nach  vorn  von  der  Rippe  5  begrenzt  wird;  kleine  bläuliche  Flecke  nahe  der  Mitte 
der  Felder  5  und  6;  ein  schwarzer  Querstrich  am  Zellende;  Hflgl  oben  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  bis  zum 
Saume  hell  blau;  eine  feine  schwarze  Saumlinie.  Beide  Flügel  unten  dunkel  graubraun  mit  undeutlichen  Flecken 
vor  dem  Saume.  —  Beim  9  haben  die  Vflgl  eine  weiße,  im  Feld  2  etwa  6  mm  breite  Mittekiuerbinde,  welche  sieh 
vom  Hrd  bis  zur  Rippe  10  erstreckt  und  im  Felde  9  nur  2  mm  breit  ist;  innerhalb  dieser  Binde  sind  die  Felder 
1  a,  1  b  und  die  Mittelzelle  grünlich  beschuppt;  ein  dreieckiger  schwarzer  Fleck  am  Ende  der  Zelle;  Hflgl  oben 
schwarzbraun,  in  die  Mittelzelle  und  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  c  grün  überzogen;  Unterseite  wie  beim  ^ 
aber  mit  weißer  Querbinde,  welche  fast  wie  oben  gebildet  aber  breiter  ist  und  den  Hinterwinkel  erreicht.  Sierra- 
Leone. 

E.  khalifa  Baker  steht  der  vorigen  Art  luihe,  weicht  aber  sowohl  durch  die  mehr  ausgebreitete  blaue  khalila 
Farbe  der  Vflgl  sowie  durch  die  an  der  Wurzel  sehr  stark  aufgeblasene  Medianrippe  des  ,^  ab.  Unterseite  grau- 
braun mit  undeutlichen  grauen  Zeichnungen.  Beim  9  ■'^i'icl  die  Vflgl  an  der  Wurzel  hellblau;  die  blaue  Farbe 
füllt  jedoch  die  Zelle  nicht  aus  und  ist  hinter  der  Zelle  von  4  weißen  Flecken  begleitet;  die  Hflgl  haben  eine  sehr 
breite  dunkle  Saumbinde;  die  Unterseite  ist  fast  ohne  Zeichnungen;  auf  den  Vflgln  scheinen  jedoch  die  weißen 
Flecke  der  Oberseite  durch.    Sierra-Leone. 

E.  moyatnbina  Baker  ist  mir  unbekannt  und  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:    Vflgl  schwarz,  vom  mayam- 
Hrd  bis  zur  Subcostalrippe  und  fast  bis  zum  Hinter\\inkel  glänzend  azurblau;  am  Ende  der  Mittelzelle  bildet      ""' 
die  schwarze  Farbe  einen  dreieckigen  Einschnitt;   Hflgl  grau-schwarz,  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  blau  mit 
einer  ziemlich  breiten  schwarzen  Saumbinde.    Beide  Flügel  unten  graubraun  mit  zahlreichen  wei.'^grauen  Zeich- 
nungen fast  bis  zur  Wurzel.    Sierra-Leone. 

E.  uniformis  Ky.  (64  h).   tTnterseite  dunkelbraun  ohne  Zeichnungen.   Das  (J  weicht  nur  durch  die  in  der  umformis. 
Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  vom  honina-^^  ab.    Beim  9  sind  die  blauen  Felder  heil  violettblau;    der 
Hrdfleck  der  Vflgl  erreicht  nur  die  Rippe 5 und  ist  vom  Hinterwinkel  wenigstens  2  mm  entfernt;  die  Saumbinde 
der  Hflgl  ist  2  mm  breit.    Die  Art  ist  kleiner  als  die  beiden  vorhergehenden  und  hat  eine  Flügelspannung  von 
32  bis  33  mm.    Kamerun. 

E.  umbratilis  Holl.    Die  kurze  Beschreibung  lautet:    ,,Mit  E.  marginata  verwandt,  aber  heller  blau  und  umhratilis. 
mit   ganzrandigen   nicht    weißgefleckten   Fransen.     Die  Unterseite  ist  gleichfalls  verschieden;    die  Gnindfarbe 
ist  dieselbe  aber  die  unregelmäßigen  zickzackförmigen  Zeichnungen  sind  zahlreicher  und  deutlicher  und  in  gut 
begrenzten  Querreihen  geordnet,    wodurch    die   Flügel  wie  gebändert  aussehen.    Ogowe-Fluß".    Diese  Kenn- 
zeichen sind  nicht  genügend  um  die  Art  sicher  zu  deuten. 

E.  cercenoides  Holl.    Auch  diese  Art  ist  mir  unbekannt.    (J.  Beide  Flügel  sind  oben  intensiv  dunkelblau  cerccnoides. 
mit  grünem  Schiller;    Vrd  der  Vflgl  schmal  und  Spitzendrittel  breit  schwarz;  ein  etwas  gebogener  schwarzer 

*)  Hewitson's  Figuren  sind  hier  (opierl. 


356  EPITOI^.     Von  Dr.  ('.  Aurivillius. 

Fleck  an  der  Spitze  der  Mittelzelle;  die  Mediana  und  Subniediana  an  der  Wurzel  schwarz  beschuppt.  Vrd  der 
Hflgl  breit  und  Saum  sehr  schmal  schwarz.  Beide  Flügel  unten  dunkel  bleigrau  mit  zahlreichen  Querreihen 
hellblauer  gewellter  Linien  und  pfeilförmiger  Flecke,  von  denen  die  am  Hinterwinkel  der  Vflgl  die  größten 
sind.    Ogowe-Fluß. 

doroOiea.  E.  dorothea  Baker  i.^t  offenbar  mit  cercenoides  nahe  verwandt.    Nach  der  Beschreibung  sind  die  Flügel 

beim  ^  oben  blau;  Vrd  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  12  schwarz,  ein  großer  schwarzer  Qiierfleck  am  Ende  der  Zelle; 
die  Subniediana  an  der  Wurzel  verdickt  und  überall  schwarz  beschuppt;  die  blaue  Farbe  nach  außen  an  den 
Rippen  tief  eingeschnitten;  Fransen  weißlich.  Hflgl  mit  dem  Vrd  bis  zur  Rippe  6  schwarz  aber  im  Felde  6 
mit  einigen  blauen  Schuppen  bestreut ;  Saum  .schmal  schwarz.  Flügel  unten  braungrau  mit  zahlreichen  weißliehen 
Zeichnungen  fast  von  der  Wurzel  ab.  Beim  5  sind  die  Vflgl  oben  schwärzlich  mit  einer  weißen  Mittelbinde 
zwischen  den  Rippen  I  und  11 ;  Feld  la  und  die  Mittelzelle  mit  blauen  Schuppen  bestreut;  Hflgl  oben  eintönig 
schwarzbraun  mit  einigen  blauen  Schuppen  am  Ende  der  Zelle;  Unterseite  wie  beim  (^;  die  Flügel  aber  wie  oben 
mit  weißer  Mittelbinde,  welche  den  Hrd  erreicht.    Sierra-Leone. 

oniensis.  E.  otiietisis  Baker  ist  eine  soeben  beschriebene  Art,  deren  Ppn  in  der  Nähe  eines  Nestes  der  Ameise 

Cremastogaster  hucheri  v.  aUigatrix  gefunden  wurden.  ^  •  Beide  Flügel  oben  lebhaft  glänzend  blau ;  die  Vflgl  an  der 
Spitze  der  Mittelzelle  mit  einem  keilförmigen  schwarzen  Fleck:  Vrd  und  Saum  sehr  breit  schwarz;  der  Saum 
gegen  den  Hinterwinkel  allmählich  schmäler;  sowohl  die  Mediana  wie  die  Submediana  an  der  Wurzel  verdickt 
und  schwarz  beschuppt ;  Hflgl  am  Vrd  bis  zur  Rippe  6  schwarz  und  mit  sehr  breiter  schwarzer  Saumbinde.  Beide 
Flügel  unten  rötlichbraiin  mit  weißlichen  Zeichnungen;  Vflgl  mit  wenigen  weißlichen  Schuppen  in  der  Zelle  und 
an  der  Wurzel  der  Rippen  6  und  3 ;  unmittelbar  hinter  der  Zelle  eine  feine  gebogene  unregelmäßige  Linie  zwischen 
den  Rippen  2  und  10;  eine  deutlichere  postmediane  zackige  Querlinie  von  Rippe  1  b  bis  10;  eine  undeutliche 
etwas  breitere  Submarginallinie  und  eine  Saumlinie.  Die  Hflgl  fast  ähnlich  gezeichnet,  aber  ohne  die  äußerste 
Linie  nächst  dem  Saume.    Flügelspannung  36  mm.    Nigeria  bei  Oni  in  der  Nähe  von  Lagos. 

tatest.  E.  batesi  Ham.  Druce  (64h)  ist  wie  aus  den  Figuren  hervorgeht,  den  beiden  letzten  Arten  sehr  ähnlich 

und  vielleicht  nur  durch  das  Fehlen  des  schwarzen  Striches  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  beim  o  verschie- 
den; die  Submediana  soll  nur  wenig  verdickt  sein.  Die  l'nterseite  stimmt  ziemlich  mit  der  von  E.  cercene 
überein.   Kamerun. 

zelica.  E.  zelica  Ki/.  (64  h)  zeichnet  sich  durch  die  rein  weiße,  beim  5  unbezeichnete,  beim  (J  nur  undeutlich 

gefleckte  L'nterseite  aus.  Die  blaue  Farbe  der  Oberseite  ist  hell  violettblau  und  bedeckt  auf  den  Vflgln  einen 
kleineren  Teil  der  Felder  2 — 6  als  gewöhnlich;  kein  schwarzer  Strich  am  Ende  der  Zelle;  Hflgl  mit  1  mm  breiter 
schwarzer  Saumbinde.    Kamerun. 

nitida.  E.  nitida  Ham.  Druce  (64  h).     Die  schöne  Abbildung  macht  eine  ausführliche  Besehreibung  überflüssig. 

Von  zelica  weicht  nitida  durch  die  dunklere  und  mehr  ausgedehnte  blaue  Farbe  der  Oberseite  und  durch  die  scharf 
gezeichnete  Unterseite  ab.  Beim  rj  sind  sowohl  die  Siibmediana  wie  die  Mediana  an  der  Wurzel  verdickt  und 
schwarz  beschuppt.  %  unbekannt.  Kamerun.  Drice  nennt  die  Art  ,,nitide"  \\as  jedoch  französisch  und  nicht 
lateinisch  ist. 

virginca.  E.  virginea  Baker.    J  unbekannt.    Beim  5  sind  die  Vflgl  oben  dunkelbraun  mit  hellblauen  Schuppen 

in  der  Zelle  und  am  Hrd  in  1  a  und  1  b  bis  über  die  Flüge  Imitte  hinaus;  am  Ende  der  Zelle  und  vor  der  Spitze, 
sowie  am  Ende  des  blauen  Hrdstreifens  ist  ein  weißer  Fleck.  Hflgl  oben  zwischen  den  RijJiJen  Ib  und  6  hell  azur- 
blau mit  sehr  breiter  dunkler  Saumbinde.  Unten  sind  beide  Flügel  weißlich  mit  braungrauon  Zeichnungen. 
Flügelspannung  40 — 41  mm.    vSierra-Leone. 

concepdon.  E.  cotlcepcion  Suff.  (65  a).    Geschlecht  nicht  angegeben ;  wohl  ?.    Flügel  oben  einfarbig  graubräunlich 

ohne  Zeichnungen.    Unterseite  weißlich  mit  fast  denselben  Zeichnungen  wie  bei  nitida.    Kamerun. 


Sechste    Arfengruppe. 

Bei  den  <^cJ  fehlen  die  Vflgl  Mehlflecke  und  keine  der  Rippen  ist  an  der  Wurzel  verdickt.  Auch  hin- 
sichtlich der  blauen  Farbe  der  Vflgloberseito  sind  sie  von  Arten  der  vorigen  Onippen  abweichend.  Dieselbe 
bedeckt  nicht  die  Wurzel  der  P'elder  3 — ti,  sondern  bildet  freie  Flecke  etwa  in  der  Mitte  dieser  Felder  und  d:e 
Mittelzelle  ist  mehr  oder  weniger  schwarzgefleckt  oder  bisweilen  fast  ganz  schwarz.  Manchmal  fehlt  auch  beim  o 
die  blaue  Farbe  der  Oberseite  völlig. 

Die  zahlreichen  Arten  sind  noch  sehr  selten  m  den  Sammlungen  und  ganz  ungenügend  bekamit. 


EPITOLA.     Von  Ur.  C.  Auriviluüs.  357 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t     d  e  r    A  r  t  e  11. 
I.  Beide  Flügel  oder  wenigstens  die  Vflgl  unten  mit  dunkler  Grundfarbe. 

A.  Die  Hflgl  unten  mit  dunkler  Grundfarbe. 

a.  Die  Vflgl  unten  ohne  schwärzlichen  Längsstreif  in  der  Mitte.  Beide  Flügel  unten  vor  dem  Saume  we- 
nigstens mit  Andeutungen  von  Querreihen  heller  Flecke.  Vflgl  beim  $  oben  mit  1—3  schwarzen 
Querstrichen  in  der  Zelle  und  einem  dicken  Querstrich  am  ZeUende.  Hflgl  oben  mit  einer  1 — 2  mm 
breiten  schwarzen  Saumbinde.    (Hierzu  wohl  auch  E.  mus,  mengoensis  und  mercedes.) 

*.  cJ.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  nach  hinten  von  der  Rippe  1  begrenzt.    Die  hellen  Zeichnungen 
der  Unterseite  deutlich.  E.  catuna. 

**.  (J.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  erreicht  den  Hrd.   Die  Zeichnungen  der  Unterseite  sehr  undeutlich. 

E.  elissa. 

ß.  Die  Vflgl  unten  in  der  Mitte  mit  einem  schwärzlichen  Längsstreif,  welcher  an  der  Wurzel  anfängt, 
nach  außen  allmählich  breiter  wird  und  hinter  der  Zelle  in  2 — 5  endet.  Die  Hflgl  gewöhnlich  unten 
einfarbig  bräunlich  ohne  Zeichnungen. 

*.  (J.  Die  Hflgl  oben  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  mit  scharf  begrenztem  blauen  Felde  und  einer 
1 — 2  mm  breiten  schwarzen  Saumbinde. 

§.  cJ.  Feld  1  a  der  Vflgl-Oberseite  ganz  oder  zum  großen  Teil  blau  beschuppt;  Mittelzelle  mit 
2  blauen  Flecken ;  die  Felder  1  a — 2  bis  zur  Wurzel  und  bis  zur  Nähe  des  Saumes  blau  be- 
schuppt. 

1.  (J.  Die  Vflgl  sonst  oben  nur  mit  2  kleinen  blauen  Discalf lecken  in  5  und  6. 

E.  doleta. 

2.  (J.  Die  Vflgl  oben  in  den  Feldern  3 — (>  mit  einer  etwas  gebogenen,  zusammenhängenden 
Querbinde  blauer  Discalflecke,  welche  sich  am  Hrdfleck  anschließt.  E.  barombiensis. 

§§.  (J.  Feld  1  a  der  Vflgl-Oberseite  schwarz  ohne  blaue  Flecke. 

0.  (^.  Die  blaue  Farbe  der  Hflgl-Oberseite  nicht  durch  einen  schwarzen  Längsstreif  geteilt. 

1.  (^.  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  mit  blauem  Fleck  oder  Flecken. 

a.  3*.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  oben  mit  einem  blauen  Längsstreif,  welcher  fast 
die  ganze  Zelle  ausfüllt.  Feld  1  b  der  Vflgl  bis  zur  Wurzel  und  bis  2  mm  vom  Saume 
blau,  Feld  2  mit  großem  blauen  Discalfleck,  der  jedoch  nicht  die  Wurzel  bedeckt; 
Feld  3  einfarbig  schwarz ;    Feld  4 — 6  mit  kleinen  blauen  Discalf  lecken. 

E.  conjuncta. 

b.  ^.  Die  Vflgl  oben  mit  zwei  blauen  Flecken  in  der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern 
1  b — 6  mit  je  einem  blauen  Fleck,  welcher  die  Wurzel  des  Feldes  nicht  erreicht; 
die  Flecke  in  I  b  und  2  größer  als  die  übrigen.  E.  rezia.   . 

2.  o-  Mittelzelle  der  Vflgl  einfarbig  schwarz  ohne  blau.    \'flgl  oben  mit  großen  blauen 
Discalfleckeii  in   1  b  und  2  und  kleinen  solchen  Hecken  in  5  und  0. 

E.  pinodoides. 
E.  leonensis. 
00.  (J.  Die  blaue  Farbe   der  Hflgl-Oberseite   ist   durch  eine    schwarze    Längslinie,    welclie 
dem  Hrd  der  Zelle  und  der  Rippe  4  folgt,  geteilt.  E.  benüensis. 

E.  sublusfri^. 
**.  ü-  Hflgl  oben  einfarbig  dunkelbraun  ohne  Zeichnungen  oder  schwach  blau  angeflogen. 

1.  (^.  Hflgl  oben  mit  blauem  Schiller.  E.  pinodes. 

2.  (^.  Hflgl  oben  ohne  blauen  Schiller.  E.  nigra. 

B.  Die  Hflgl  unten  schmutzig  gelblich  weiß,  am  Saume  schwärzlich  bestäul)t.  E.  adolphi  friderici. 
II.  Beide  Flügel  unten  fast  einfarbig  silberweiß  oder  weiß.  E.  ernesti. 

E.  catuna  Ky.  (04  g).   ^J.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  von  den  Rippen  1  und  6  begrenzt;  ein  oder  zwei  catuna. 
schwarze  Punkte  in  der  Zelle  und  ein  dicker  schwarzer  Querfleck  am  Ende  der  Zelle ;   die  blauen  Flecke  der  Fel- 
der 4  und  5  erreichen  fast  die  Wurzel  dieser  Felder,  sind  aber  durch  einen  schwarzen .  Querstrich  geteilt.    Vflgl 


358  EPITOLA.     Vom  Di.  C.  Airivillius. 

unten  mit  einem  gelblichen  Fleck  am  Zellende,  einer  gebogenen  Querreihe  .solcher  Discalfleoke  und  einer  Reihe 
gelblicher  Möndehen  nahe  am  Saume;  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  4  eine  subapicale  Reihe  solcher  Flecke. 
Hflgl  unten  mit  zwei  Reihen  vor  dem  Saume  und  einer  undeutlichen  Discallinie.    Kamenin  bis  Kuilu. 

elissa.  E.  elissa  Snüth  weicht  mir  durch  die  oben  angegebenen  Kennzeichen  und  die  2  mm  dunkle  iSaum- 

biiidc  der  Hflgi-Ober^eite  von  catuna  (64  g)  ab.    Nigeria,  bei  Warri. 

mus.  E.  mus  Suff.  ((>5a-)  (??).    Flügel  oben  einfarbig  dunkel  graubraun  ohne  Zpioiiiningen,  unten  mit  hell 

graubrauner  Grundfarbe.  Vflgl  unten  am  Hrd  bi>  Rippe  2  stahlgrau;  der  Wurzelteil  i>t  zwi.-^chen  der  Wurzel 
der  Rippe  2  und  dem  Vrd  durch  eine  stark  gebogene  weißliche  wenig  deutüche  Zackenlinie  begrenzt ;  eine  et- 
was gezackte  graugelbliche  Binde  vor  dem  Saume.  Hflgl  iMiten  in  der  Saumhälfte  mit  drei  Querreihen  heller 
gezackter  Strichelchen  otlcr  Bogen.    Kamerun:    Barombi. 

meti'joeiisis.  E.  mengoensis  Baker  {(iöa).    Flügel  oben  schwarzbraun.  N  flgl  in  der  Mitte  dunkel  violettblau  angeflo- 

gen: Hflgl  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  blau  mit  breiter  dunkler  Saumbinde.  Flügelunten  dunkelbraun  mit 
einer  discalen  (in  den  Vflgln  unvollständigen)  und  zwei  submarginalen  Querreihen  gelbbrauner  Flecken. 
^'flgl  mit  scharfer  Spitze  und  bauchigem  Saume.    Uganda;    Mengo. 

mercedcs.  E.  mercedes  Suff.  '2.  Flügel  oben  einfarbig  schwarzbraun  ohne  Zeichnungen,  bei  gewisser  Beleuchtung 

mit  schwachem  Violetten  S?himmer.  Vflgl  unten  in  der  Mitte  ebenso  dunkel  wie  oben,  an  den  Rändern  etwas 
heller.    Kamerun:  Johann  Albrechthöhe. 

doleta.  E.  doleta  Kl/.  (64g).  S-  Siehe  oben!  Vflgl  unten  nicht  weiß  am  Hrd;    Hflgl  unten  ganz  eintönig  braun- 

grau oder  mit  hellen  Zeichnungen  wie  bei  cntuna.    Sierra-Leone. 

cephcna.  E.  cephena  //(«'.  (65  o).    Nur  da-  2  bekannt.    Flügel  oben  .•schwärzlich:    Vflgl  oben   mit  einem  langen 

hellblauen  Fknk  in  1  b,  einem  bläulichweißen  in  2  und  zwei  weißen  Punkten  am  Vrd  in  6  und  9;  unten  sind 
alle  Flecke  weiß  und  die  Ränder  viel  heller  gefärbt,  nur  die  Mitte  schwärzUch.  Hflgl  oben  mit  einem  blauen 
Längsstrahl,  welcher  die  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder  4  und  5  bedeckt  und  4  mm  vom  Saume  endet, 
unten  hell  bräunlich  ohne  Zeichnungen,    (»abun. 

barombien-  E.  baromblensls  Kl/.  (65  a).    Oben  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  von  do- 

*•*•  leta  verschictlen.    Hflgl  unten  weißgrau,  braun  gesprenkelt,  am  Saum  dichter  als  an  der  Wurzel.    Kamerun; 
Barombi. 

conjuncla.  E.  conjuncta  Smith.   Q.  Zu  dem  was  oben  gesagt  worden  ist,  ist  nur  hinzuzufügen,  daß  die  Vflgl  unten 

am  ^'rd  des  schwarzen  Längsstreif  zwei  kleine  weißliche  Punkte  in  4  und  .">  haben  und  die  Hflgl  unten  ganz 
eintönig  braun  sind.  Das  ^  ist  oben  einfarbig  schwarzbraun  mit  4  kleinen  gelblichen  Discalflecken  in  4 — 6 
und  9.    Sierra-Leone. 

rezia.  E.  rezia  Sntilh  weicht  nur  dun!»  die  oben  angeführten  Kennzeichen  von  coujunctu  ah.  Kamerun  bis 

Gabun. 

pinod'jides.  E.  pidodoides  Sniit/i  i-t  mit  ilcn  vorigen  sehr  nahe  verwandt.    Die  Unterschiede  siiid  oben  angegeben. 

Sierra-lx'one  (und?  Uganda). 

leonensis.  E.  leonensis  Baker  (  =^  leona  Baker)  scheint  \o\\  pinodoides  nur  durch  eine  glänzend  schiefergraue  Unter- 

seite und  den  bis  zum  Hrd  ausgedehnten  schwarzen  Mittelstreifen  der  Vflgl-Unterseite  abzuweichen.  Beim  $ 
sind  beide  Flügel  oben  eintönig  dunkelbraun  ohne  Zeichnungen:  beide  Flügel  unten  ockergelb,  die  Vflgl  mit 
schwarzem  La ng.>;st reifen  und  zwei  kleinen  weißlichen  Discalflecken.    34 — 41  mm.    Sierra-Leone. 

»ubhisMs.  E.  sublustris  Baker.    ..N'flgl  dunkelbraun  mit  den  zwei  ersten  Dritteln  mit  sehr  dunkler  blauer  Farbe 

bedeckt,  die  blaue  Farbe  hat  einen  eigentümlichen  Glanz,  wie  von  dunklem,  ölig  gewordenem  Indigo;  Hflgl  leb- 
haft dunkelblau  mit  breiten  dunklen  Rändern,  die  Rippen  2 — 4  schwarz,  besonders  die  Rippe  4.  welche  bis  zur 
^^"urzel  schwarz  ist.  Beide  Flügel  unten  graubraun;  Vflgl  am  Hrd  weißlich  und  vor  diesem  bi:;  zur  Rippe  5 
schwärzlich  mit  zwei  weißlichen  Discalflecken  am  Vrd  der  schwarzen  Farbe.  Hflgl  unten  eintönig  graubraun 
mit  Andeutungen  einer  po.4 medialen  Fleckenreihe.  —  i.  Beide  Flügel  oben  eintönig  dunkelbraun  ohne  Zeich- 
nungen;   die  Unterseite  wie  beim  q.    Flügelspannung  34 — 36  mm.    Sierra-Leone. 

beitilensia.  E.  benitensis  Holl.  weicht  nach  Holland  nur  durch  den  schwarzen  Längsstrahl  der  Hflgl-Oberseite 

von  E.  rezia  ab.    Ogowe-Fluß. 

pinodes.  E.  pinodes  Hatn.  Druce  (65  a).  Beide  Flügel  oben  schwarzbraun  ohne  Zeichnungen,  beim  o  mit  schwachem 

blauen  Schimmer:  unten  hell  gelblich  braun:  Vflgl  mit  scharf  begrenztem  tief  schwarzem,  nach  außen  stark 
erweitertem  Mittelstreifen;  Hflgl  hinter  der  Mitte  mit  zwei  Qr.erreihen  gelblicher  Flecke.   Sierra-Leone bisLagos. 


HEWITSONIA.     Von  Dr.  0.  Aürivillitts. 


359 


E.  adolphi  friderici  A.  Srfinltze  (6'ih\  ^   Vfi^-i  r.i.  ,j.    i 

den  Feldern  1-4  enie  nadi  vorn  stark  U-r^chmälerte  ^^Ti       T  '"'•  f  ^^"^^''•1^^'"  WäuliclK^n  Schiller;  in  aäolpki  fri- 
gebildete  Mittelbinde,  d.e  nicht  d.e  ^^'urzel  dorTe  der  auSim^^^^^^^  "«''  f '"'  ^'^S'"--*"!  Di.scalfleeken  ''--'•- 

hläulich  weißer  Fleck;  von  derselben  Färbung  iJeneTunznf: Fle  7        ^''^^^''^  ""  ^ 

in  den  Feldern  4-6;  unten  niattschvvar.  mit  den  enttnr.T  r  v  .  ^'^'^'""■"engesetzte  Subapicalbinde 
ausgedehnter  und  von  schmutzig  gelblidfwe  le  ti^nf.  s  nH  T  ^"f  ™"gf  ''''  Oberseite,  die  aber  etwas 
bestäubten  Rippen  und  ZwischenaLfalten  h  cL  ^^^^^^  Sabaj.ealbnule  geht  durch  die  d.cht  weiß 

und  mit  5-  6  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde  lirRil^n.e™!^^^^^^^^^^^^  ""'•  7  ''""  T""''  -"""'^'=^"  ^'^'^^ä"''* 
zig  gelblichweiß,  am  Saume  schwärzHch  bestäubt     d  e  e  dun   iVS^    ^^^  unten schmut- 

schwarzen  Rippen  und  die  breite  weiße  BesS  bung  dir  t  h  h«ndS^^^^^^  wird  durch  die  weiß  eingefaßten 
rippe  der  Mittelzelle  deutlich  schwarz  bestäubt  I  öi  m  fl^a^"tur^"-\  ^'"'•'''°  ""^-'-'"-«^he";  «^W^ß- 
deutlicher  begrenzt.    Dr.  Arnold  Schi-ltzf  tmt  v  Mv  7      reißen  Zeichnungen  ausgedehnter  und  etwas 

bei  Ynkadun;;  in  Süd-Kamerr  Die  \^"e  ^^llt^^t^i^n  br"  '"f'^'f ''  '^'"'^^  '^^^^^  ^'''  ""  ^^^'^^ 
erinnerten  in  Form  und  Art  der  Befesti/i,ZT    t  !   I.  r  Tl  T^  /^^warzen    Fleckenzeichnungen   und 

E.ernesti  WM65a).o^  Flügel  oben  matt  blau  mit  etwas  sUbriger  Nuance- Hflcln.if,  r  .      • 

dunke^rauer  X  rdbmde,  welche  in  flachern  Bogen  durch  die  vorder     sX-S^de^/ill     1^^-  '^  """" 

dann  bis  zur  Mitte  des  Feldes  ]  b  mit  dem  Sauine  „arallel  und  en,l   ,  1    '"  fl^f  "^'^'V^^  ;l^i  f^^"«  bis  zar  Rippe  3, 


28.  Gattuii;^':  Hewitsoiiia /vy. 

Seite      We'™ ''in;;''''  f"""^  T'^"  T"^  ''^''""  Lipteninen  mit  einer  ganz  eigentümlichen  Zeichnung  der  Unter- 

S  d      elben  v    lli  en'td  ^^  "'  ^^^'^^^■^^™^^-  ^  ''^"""'  ^^'^'^'^^^  ^"^"^^^'"-  ^'^  ^'''P-  bedeckel^de    die  t 

Flügelwurzel  gegen  den  Vrd  gerichter'ind  dt  d.  e  .^"^'""^"l  ^'«"  ^^f  "f "  ^be  zwei  ersten  unmittelbar  aus  der 
Hinterecke  der  lelle  i  U  Im  Vrd  le  ff  ^  tulgemlen  nahe  am  Ird  anfangen  und  die  letzte  zwischen  der 
Rippe  Ib  bk.,;,.  aT  1  o  '^^'^'^"^*=  d'«  vie^-te  'St  immer  die  kürzeste  und  erstreckt  sich  nur  von  der 
rn^L^t  ^e^^Sriäf^f^^^'P^^  ^^   ^'^^   Q"^'"''"'-  ^^^  -'^^-  -'-■  ^-^^  unregelmäßig  und  bil^dt 

Winkel  in'd"  f:^:!^  nS^t^t'T  "^f  "'"^Ü;'?-  e^"'"  ^  '''^'^"^  ^^^  ^^"^^  '^'^^  ^^-^^^  --  Hin*- 
9  nn.l  1      h         o     .  I     a  '  ""^  ^"'^  blauweißhche  Sabapicalbinde  aus  4-5  Flecken  der  Felder  4_fi 

Ode  n  "■  De'HfM  ^V^^^^Pr^''-^'  ^"^'  ""'  '^^"^  Hinterwinkel  findet  sich  nur  ein  gelblicher  S^i'  1  b 
btn; "oLe  ZeiXlr'  '""^  ^  ^^""^^^"^^  ""  ''=^"'"^^"  ^^^^'  ^^^'•^'•-'  '~'  '^'-'  '-""  ?  ^^^er  einfarbig  dunktl 

in  der  H^b^^^'"  ''",'^  langgestreckt  mit  langen  Haarpinseln  an  den  Seiten.  Pp  ziemlich  dick  und  gedrungen 
Afterendi^  "".'"  ?M"''  ^'''^^' '  ""''''''  ""*  ''^'^'^''''  I^-'^"^'^^  R'-k^"  ""*  kurzen  steifr  ßf rs  r^am 
der:'    Zetir  mfi™''  ausgesperrten  langen   Haaren  der  zurückgelassenen   Larvenha^t  ^m^ 

den  Haaren  d^ff^vnh         ^Std^'""  "'""'^"^   "^^'■^"-    "■^'^'""  ''''  ^^^^'^^"^  ^^^'^-h-  ^^^  ^  -^^ 


360  POWELLAXA.     Von  Dr.  ('.  AuRmLLiiTS. 


U  e  b  c  r  s  i  c  h  t     der     Arten. 

A.  Das  Feld  2  der  Vflgl-l'nterseite  einfarbig  ohne  hellen  Fleck  oder  nur  am  Saume  hell  gefärbt.    Beim  9  li^g* 
der  längliche  gelbe  Fleik  am  Hinter« iiikel  der  \'flgl-über.seite  im  Feld  1  b. 

a.  Die  zweite  und  dritte  schwarze  Querlinie  der  Hflgl-Unter.seite  zusammenhängend.    Hflgl  unten  an  der 
Wurzel  der  Felder  2,  ti  und  7  orangegell).  H.  boisduvali. 

|i.  Die  zweite  und  dritte  Querlinie  der  Hflgl-Unterseite  je  in  4 — 5  Flecke  aufgelöst.  Die  Hflgl  unten  zum  Teil 
besonders  in  den  Feldern  f>  und  7  und  an  der  Außenseite  der  fünften  Querlinie  iji  1  b — ^2,  rötUchbraun. 

H.  similis. 

B.  Das  Feld  2  der  Vflgl-Unterseite  in  der  Glitte  mit  einem  großen  hellen  Fleck.    Hflgl  unten  fast  ganz  wie  bei  si- 
inili.s  gezeichnet.    Beim  ^  steht  dt-r  längliche  gelbe  Fleck  am  Hinterwinkel  der  Vflgl-Oberseite  im  Felde  2. 

H.  kirbyi. 

boisduvali.  H.  boisduvali  Hew.  (64  f)  (^.    Flügel  oben  schwärzlich  mit  hellblauer  weißgefleckter  Subapiealbinde  und 

großem  blauen  Fleck  am  Hinterwinkel  in  1  a — 2  der  Vflgl  und  einem  großen  blauen  Flecke  am  Saume  der  Hflgl, 
welcher  die  Felder  2 — 4  völlig  und  einen  Teil  der  Felder  5  und  6  bedeckt  und  durch  eine  schwarze  Linie  vom 
Saume  getrennt  ist.  Beim  5  haben  die  Vflgl  oben  eine  5  mm  breite  hellgelbe  Subapiealbinde  und  einen  läng^ 
liehen  hellgelben  Fleck  in  I  b  nahe  am  Hinterwinkel.    Ashanti  bis  südliches  Congo- Gebiet. 

similis.  H.  similis  Auriv.  weicht  nur  durch  die  in  der  l'^ebersicht  erwähnten  Kennzeichen  der  Unterseite  von 

boisduvali   al>.     Das  q   ist  mir  unbekannt.     Gabun. 

kirbyi.  H.  kirbyi  Dew.  (64  f).    Beim  ^J  haben  die  Vflgl  oben  einen  blauen  Fleck  in  der  Mitte  von  1  b  und  einen 

anderen  hinter  der  Mitte  von  2,  welche  einander  nicht  oder  kaum  berühren;  die  Subapiealbinde  ist  weiß  und 
besteht  nur  aus  kleinen  Flecken  der  Felder  5,  6,  9  und  10;  die  blaue  Färbung  der  Hflgl-Oberseite  ist  mehr  aus- 
gedehnt und  bedeckt  auch  das  Feld  1  c  bis  zur  Wurzel.  Beim  5  haben  die  Vflgl  oben  sehr  schief  gestellte  fast  5  mm 
breite  gelbe  Subapiealbinde,  welche  in  Feld  4  den  Saum  fast  erreicht  und  einen  langen  großen  Fleck  in  Feld  2; 
bi.sweilen  tritt  auch  in  1  b  ein  kleiner  gelber  Fleck  auf.  —  Rp  gelbhch  grau  mit  schwarzem  Kopfe,  überall  mit  äußerst 
feinen  und  kurzen  Haaren  bekleidet ;  jedes  Glied  hat  an  den  Seiten  einen  Fleischzapfen,  welcher  mit  einem  Pinsel 
langer  grauer  Haare  bekleidet  ist :  erstes  und  letztes  Glied  außerdem  mit  einem  Rückenpinsel  und  das  sechste 
Glied  mit  zwei  sehr  kleinen  weißen  Bürsten.  Pp  grau  oben  mit  kleinen  schwarzen  Pünlvtchen  bestreut ;  Flügel- 
scheiden dunkel  marmoriert.  Professor  Sjöstedt  fand  in  Kamerun  die  Ppn  auf  der  weißgrauen  etwas  gefleck- 
ten Rinde  eines  Baumes,  wo  sie  schwer  zu  entdecken  waren.    Kamerun  bis  Angola. 


29.   Gattung:   Powellaiia  Baker. 

Diese  Gattung  stimmt  im  Rippenbau  nahe  mit  den  beiden  letzten  Gattungen  überein,  initerscheidet 
sich  jedoch  von  allen  anderen  Lipteninen  dadurch,  daß  die  Rippen  10  und  11  der  Vflgl  mit  einander  gestielt 
sind.  Die  Fühler  erreichen  kaum  die  Mitte  des  Vrds  der  \'flgl  und  sind  schlank  mit  wenig  verdickter  zylindri- 
scher Kolbe.    Flügel  breit  mit  acliwach  gebogenem  Saum  und  stark  gebogenem  Vrd  der  Hflgl. 

cotloni.  P.  cottoni  Baker  (  =  weberi  Holl.)  (64  g)  ^.   Flügel  oben  lebhaft  blau;  Spitze  und  Saum  der  Vflgl  4  mm 

breit  schwarz;  Vrd  der  Vflgl  und  Saum  der  Hflgl  kaum  mehr  als  1  mm  breit  schwarz;  bisweilen  haben  die  Vflgl 
einen  weißen  Subapicalfleck  in  5  und  die  Hflgl  einen  in  6;  die  dunklen  Binden  der  Unterseite  scheinen  auf 
beiden  Flügeln  durch;  die  l^nterseite  beider  Flügel  weiß  mit  7 — 8  dunklen  Querbinden  oder  Querliiüen,  deren 
Anordnung  am  besten  aus  der  Figur  hervorgeht ;  die  dritte  und  vierte  sind  an  ihren  Enden  mehr  oder  wemger 
miteinander  vereinigt.  Beim  2  sind  die  Flügel  breiter,  oben  braun  mit  schwachem  blauen  Schimmer  und 
haben  eine  weiße  Querbinde,  welche  ^on  der  Mitte  des  Vrds  der  Vflgl  fast  bis  zum  Analwinkel  der  Hflgl  geht. 
Kamerun  bis  zum  Congo-CJebiet. 


Ausgegehen  S.  II.   192-2.  MEGAL0PALPU8.      Von   Dr.  0.   AURIVILLIUS.  361 


2.  Subfamilie :  Lycaeninae. 

Die  Unterschiede  zwischen  den  Lipteninen  und  Lycaeninen  sind  oben  S.  297  angegeben. 
Die  Lycaeninen  bilden  eine  mehr  artenreiche  und  in  allen  Weltteilen  vorkommende  Abteilung  und 
sie  -sind  überall  in  der  äthiopischen  Region  vertreten.   Am  zahlreichsten  jedoch  kommen  sie  in  Südafrika  vor. 
Die  vielen  hierher  gehörigen  Gattungen  können  wenigstens  auf  fünf  Gruppen  verteilt  werden. 

Uebersicht  der  Gattung-sg-ruppen. 

I.  Das  erste  Glied  aller  Tarsen  flachgedrückt  und  wenigstens  doppelt  so  lang  wie  die  übrigen  Glieder  zusam- 
men. Die  Hflgl  mit  langer  gegen  die  Wurzel  umgebogener  Präcostalrippe.  Die  Palpen  äußerst  lang,  den 
Kopf  weit  überragend.    Die  Augen  nackt.  Erste  Gattungsgruppe. 

II.   Das  erste  Tarsenglied  zylindrisch  und  von  gewöhnlicher  Länge.    Die  Hflgl  ohne  Präcostalrippe. 

A.  Alle  Beine  bis  zum  zweiten  Fußgliede  dicht  langhaarig.    Augen  haarig.    Hflgl  abgerundet  ohne  Ecken 
oder  Schwänzchen.  Zweite  Gattungsgruppe. 

B.  Wenigstens  die  Tibien  und  Tarsen  anliegend  beschuppt  ohne  lange  Haare;    sehr    selten  haarig,    die 
Augen  aber  in  diesem  Falle  nackt. 

a.  Die  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  1  b  gelappt,  geschwänzt  oder  geeckt,  selten  beinahe  abgerundet,  dann 
aber  die  Fühler  kurz,  kräftig  gebaut,  allmählich  verdickt  mit  undeutlich  abgesetzter  drehrunder 
Keule.  Der  Ird  der  Hflgl  fast  immer  zwischen  den  Rippen  1  a  und  1  b  mehr  oder  weniger  ausge- 
schnitten. 

*.  Die  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  1  b  auf  der  Innenseite  mit  einem  sehr  deutlichen,  nach  liintcn 
gerichteten  Lappen,  aber  ganz  ohne  Schwänzchen;  dagegen  an  der  Rippe  2  geschwänzt.  Die 
Augen  dicht  haarig.    Vflgl  stets  mit   11  Rippen,  von  denen  7  und  8  lang  gestielt  sind. 

Dritte  Gattungsgruppe. 

**.  Die  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  1  b  geschwänzt  und  gewöhnlich  auch  gelappt  (der  Lappen  jedocli 
nach  innen  und  nicht  nach  hinten  gerichtet),   selten  abgerundet  ohne  Lappen  oder  Schwänzchen. 

Vierte  Gattungsgruppc. 

ß.  Die  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  1  b  abgerundet  und  gewöhnlich  weniger  als  an  der  Rippe  2  hervor- 
tretend, an  der  Rippe  Ib  nie  gelappt,  geschwänzt  oder  geeckt,  höchstens  mit  einer  feinen  Haarquaste. 
Ird  der  Hflgl  gerade  oder  etwas  konvex,  selten  zwischen  den  Rippen  1  a  und  1  b  schwach  ausgerandet. 
Die  Fühler  sehr  fein,  ihr  Schaft  mit  langen  deutlichen  Gliedern  und  mit  mehr  oder  weniger  flach- 
gedrückter Kolbe.  Fünfte  Gattungsgruppe. 

Erste  Gattungsgruppe. 

Diese  Gruppe  ist  in  Afrika  nur  durch  eine  einzige  Gattung  vertreten.  Die  Rippe  6  der  Vflgl  entspringt 
aus  dem  Stiele  von  7  und  8  und  die  Rippe  9  fehlt;  die  Rippen  10  und  11  frei  aus  dem  Vrd  der  Zelle. 

1.  Gattung':  Heg'alopalpiis  Böber. 

Fühler  ziemlich  kräftig  gebaut;  ihr  Schaft  undeutlich  gegliedert  und  die  Kolbe  sehr  wenig  verdickt, 
drehrund.  Palpen  sehr  lang,  3 — 4mal  so  lang  wie  der  Kopf,  zusammengedrückt  und  anliegend  beschuppt.  Augen 
nackt.  Beine  anliegend  beschuppt.  Vflgl  mit  11  Rippen;  die  Rippe  5  aus  der  Mitte  der  fast  geraden  Querrippe 
der  Mittelzelle;  die  Rippen  3  und  4  beider  Flügel  fast  aus  demselben  Punkte;  die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl 
aus  demselben  Punkte  oder  ziemlich  weit  getrennt. 

Die  Geschlechter  sind  ähnlich  gefärbt,  unterscheiden  sich  aber  dadurch,  daß  der  Saum  der  Hflgl  bei  den 
(JtJ  fast  ganz  abgerundet  ist,  bei  den  9?  aber  in  der  Mitte  (am  Ende  der  Rippe  5)  breit  und  stumpf  hervortritt. 

Alle  Arten  sind  oben  weiß  mit  dem  Vrd  und  dem  Spitzenteil  der  Vflgl  schwarz. 

Herr  W.  A.  Lamboen  hat  kürzlich  die  Lebensweise  der  Raupen  von  M egalopalpus  entdeckt.  Diese  sind 
Raubtiere  und  leben  von  kleinen  Arten  der  Jassiden  und  Membraciden,  welche  sie  mit  den  Vorderbeinen, 
greifen.  Die  Homopterenlarven  werden  von  Ameisen  der  Gattung  Pheidole  aufgesucht  und  geschützt.  Die,- 
Ameisen  scheinen  sich  jedoch  nicht  oder  nur  sehr  wenig  um  die  Megalopalpus-Ra.ufen  zu  kümmern. 

XIII  46 


362  LACHNOCNEMA.    Von  Dr.  C.  Auriviliius. 


U  e  b  e  r  s  i  0  h  t     der    Arten. 


A.  Die  Unterseite  der  Vflgl  am  \'rd  (sehr  breit  bis  zur  Mediana)  und  an  der  Spitze  gelbbraun;  die  Hflgl 
unten  mit  Querreihen  von  Flecken,  welche  kaum  dunkler  als  der  Grund  sind  und  darum  nur  durch 
ihre  feine  weißliche  Begrenzung  deutlich  hervortreten;  bisweilen  ist  die  Unterseite  weißlich  und  fast 
ungefleckt.  Die  breiteste  und  deutlichste  dieser  Querreihen  Hegt  etwas  hinter  der  Mitte  und  bildet 
einen  vollständigen  Bogen  zwischen  dem  Analwinkel  und  dem  Vrd.   Erstes  Tarsenglied  ziemlich  schmal. 

7..  Hflgl  oben  mit  3 — 5  mm  breiter,  in  der  Mitte  nicht  unterbrochener,  schwarzer  Saumbinde. 

*.  Saum    der   Vflgl   ganzrandig   oder   fast    ganzrandig.  M.  zymna. 

**.   Saum  der  Vflgl  deutlich  gewellt.  M.  angnlosiis. 

[i.  Saumbinde  der  Hflgl-Ober.seite  höch.stens  •! — 3  mm  breit,  in  der  Mitte  sehr  schmal  oder  ganz  unter- 
brochen. M.  simplex. 

B.  Die  Unterseite  der  Vflgl  nur  an  der  Spitze  etwas  verdunkelt ;  die  Hflgl  unten  mit  3 — 4  unregelmäßigen, 
dunkelbravnien  Querbinden,  welche  auf  dem  helleren  Grunde  .scharf  hervortreten.  Die  Hflgl  oben  ein- 
farbig weiß  mit  bräunlichen  Fransen  oder  mit  einer  feinen,  schwarzen  Saumlinie  zwischen  den  Rippen 
1  b  und  5  oder  mit  schmaler  dunkler  Saumbinde.    Erstes  Tarsenglied  viel  breiter  und  mehr  abgeflacht. 

M.  metaleucits. 

zymmi.  M.  zynina  Dbl.  u.  Ht-ir.  (üöt).     \'rd   der    Vflgl   oben  bis   zur   Alittelzelle  dunkelbraun.     Hflgl  unten 

piillidri.  hellbraun  mit  sehr  undeutlichen  hellen  Querlinien.  Ashanti  bis  Gabun.  —  pallida  /.  nov.  Ein  mir  vorliegendes 
j  aus  Ruwenzori  weicht  dadurch  ab,  daß  der  Vrd  der  Vflgl  oben  weiß  ist  mit  kleinen  länglichen  schwarzen 
Flecken  am  Costalrande  selbst  und  daß  beide  IHügel  unten  weißlich  ohne  deutliche  Flecke  sind.  —  L.amboen 
beschreibt  die  Raupe  als  rindenbraun  mit  harter  Haut  der  Oberseite,  welche  dicht  mit  steifhaarigen  Warzen 
besetzt  ist.  Sie  lebt  teils  von  der  Jasside  Anekeln  ornata  Dist.  teils  von  Membraciden  der  Gattungen  Leptocen- 
(rtis.  Anchon  und  Garyarn.  welche  alle  von  der  Ameise  Pheidoh  Auririllii  v.  kasalensis  besucht  werden.  Lam- 
BORN  berichtet,  daß  dieselbe  Raupe  nicht  verschiedene  Homopteren  angreift.  Da  er  aber  nicht  immer  die  Schmet- 
terlinge gezogen  zu  haben  scheint,  wäre  es  möglich,  daß  unter  den  Raupen  auch  einige  der  anderen  nahe  ver- 
wandten .\rten  vertreten  waren. 

{Dtgulosu.'t.  M,  angulosus (ürünh.   ist   mir   unbekannt,    steht  aber  offenbar   der   vorigen  sehr  nahe.     Die  Beschrei- 

bung lautet :  ..W-rw  aiidt  mit  M.  zymna  Dbl.  u.  Hew.,  etwas  größer  und  von  abweichendem  Flügelschnitt ;  Flügel 
beim  o  länger,  schlanker,  elliptisch,  besonders  die  Hflgl.  die  an  der  Rippe  5  eine  abgerundete  Ecke  bilden;  Saum 
des  Vflgls  deutlich  schwach  gewellt ;  Vflgl  des  2  breiter,  an  der  Spitze  fast  rechtwinklig  geeckt,  der  Saum  deut- 
licher gewellt :  Hflgl  an  der  Rippe  5  lappig  vorgezogen,  fast  lanzettförmig,  die  vordere  Saumpartie  an  der  Rippe  (5 
flach  eingebuchtet.  Zeichnung  der  Oberseite  wie  bei  zymna,  der  breite  schwarze  Apicalfleck  der  Vflgl  füllt 
die  ganze  Spitzenhälfte  aus  und  schließt  die  obere  Zellenecke  ein.  Der  schwarze  Saum  der  Hflgl  ist  beim  o  -.5. 
beim  $  his  5  mm  breit.  Unterseite  sehr  ähnlich  wie  bei  zymna,  die  Binden  kaum  dunkler  als  die  graubraune 
Grundfarbe,  die  sie  einfassenden  weißen  Bogenlinien  mehr  oder  weniger  scharf,  die  postdiscale  Binde  im  Feld  ö 
rechtwinklig  gebrochen,  der  äußere  weiße  Grenzbogen  in  diesem  Felde  weit  nach  außen  verschoben.  Flügel- 
spannung 38.5 — 43,5  mm."'    Spanisch  Guinea. 

Simplex  M.  simpiex  Röb.  (=  similis  Ky.)  (62  h).    Ist  vielleicht  eine  Rasse  von  zymna  und  weicht  mir  dinch  die 

in  der  Uebersieht  angeführten  Kennzeichen  ab.    Kamerun  bis  Uganda. 

■mcialeuciis.  M.  metaleucus  Karsch  (65  f)  ist    an  der  Zeichnung  der  Ober-  und  Unterseite  der  Hflgl  leicht  kennt- 

lich.   Ashanti  bis  Kamerun. 

Zweite   Gattungsgruppe. 

Auch  diese  Gruppe  umfaßt  nur  eine  Gattung,  welche  keine  nahen  Verwandten,  weder  in  Afrika  noch  in 
anderen  Regionen  hat. 

2.  Gattung:  L<a<>]iiioeiieiiia  Triw. 

Kleine  bis  mittelgroße  Lycaeniden,  deren  Hflgl  abgerundet  sind  ohne  Ecke  oder  Schwänzchen.  Vflgl 
mit  deutlich  gewelltem  bisweilen  fast  gezacktem  Saume.  Fühler  dick  mit  kurzen  Gliedern  des  Schaftes  und  all- 
mählich verdickter  drehrunder  Kolbe.  Palpen  niäßig  lang,  unten  struppig  beschuppt.  Augen  dicht  haarig. 
Vflgl  mit  1 1 ,  Hflgl  mit  8  Rippen ;  die  Rippe  5  entspringt  in  beiden  Flügeln  aus  der  Mitte  zwischen  4  und  6 ;  die 
Rippe  G  und  der  Stiel  der  Rippen  7  und  8  der  Vflgl  aus  demselben  Punkte,  der  Spitze  der  Zelle:  die  Rippe  9 
der  Vflgl  fehlt  und  die  Rippen  10  und  11  frei  aus  dem  ^'rd  der  Zelle;  die  Rippen  6  und  7  der  Hflgl  weit  ge- 
. trennt.    Die  Vorderbeine  des  ^  sind  wie  bei  Arrugia  vollständig  entwickelt  mit  gegliederten  Tarsen. 


LACHNOCNEMA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  363 

Durch  die  Zeichnung  der  Hflgl-Unterseite  sind  die  Arten  von  allen  übrigen  leicht  kenntlich ;  es  kommen 
dort  mehrere  in  Querreihen  geordnete,  braune  oder  schwärzliche  Flecke  vor,  welche  mit  glänzenden,  silbernen 
oder  bleifarbigen  «chuppen  bestreut  oder  umzogen  sind.  Die  (^^  sind  oben  einfarbig  dunkelbraun  bis  schwarz- 
braun, die  $$  dagegen  in  der  Mitte  beider  Flügel  mehr  oder  weniger  weißlich  oder  gelblich  aufgehellt.  Die  Arten 
sind  einander  nahe  verwandt  und  noch  unvollständig  bekannt. 

Die  Raupen  sind  fleischfressend,  leben  von  Homopterenlarven   und  werden  von  Ameisen  begleitet. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Kleinere  Arten  mit  einer  Flügelspannung  von  15 — 30  mm. 

a.  Mittelquerbinde  der  Hflglunterseite  unregelmäßig,  am  Vrd  erweitert,  bisweilen  in  Flecke  aufgelöst 
oder  ganz  fehlend. 

*.  Mittelquerbinde  der  Hflglunterseite  vollständig  und  zusammenhängend  oder  nur  wenig  unter- 
brochen. Die  Discalf lecke  der  Hflglunterseite  stehen  wenigstens  ebenso  weit  von  den  Sub- 
marginalf lecken  wie  von  den  Mittelflecken  entfernt. 

t.  Die  Discalflecke  der  Hflglunterseite  stehen  in  einer  zusammenhängenden,  fast  geraden 
oder  schwach  gebogenen  Reihe  zwischen  dem  Ird  und  der  Rippe  6.  —  9-  Beide  Flügel  oben 
mit  einem  größeren  oder  kleineren,  weißen,  gut  begrenzten  Mittelfeld;  Vflgl  am  Ende  der 
Mittelzelle  mit  einem  großen  rektangulären  schwarzen  Mittelfleck.  L.  bibulus. 

tf.  Die  Discalflecke  der  Felder  2  und  3  der  Hflglunterseite  stehen  viel  näher  an  der  Wurzel 
als  diejenigen  der  Felder  4  und  5;  die  Reihe  ist  dadurch  unterbrochen  oder  stark  S-förmig 
gebogen.  —  (J.  Flügel  oben  heller  braun.  —  $.  Beide  Flügel  oben  braungrau  in  der  Mitte 
etwas  aufgehellt,  aber  ohne  helles  Feld;  Vflgl  nur  mit  kleinem  strichförniigem  Mittelpunkt. 

L.  durbani. 

**.  Die  Mittelquerbinde  der  Hflglunterseite  fehlt  und  ist  nur  durch  einen  Fleck  am  \'rd  und  einem 
auf  der  Querrippe  der  Mittelzelle  vertreten.  Die  Discalflecke  stehen  viel  näher  an  den  Sub- 
marginalflecken  als  an  der  Mittelzelle.  —  ?.  Hflgl  oben  bis  zum  Vrd  und  fast  bis  zur  Wurzel 
weiß  mit  einer  etwa  3  mm  breiten  schwarzen  Saumbinde.  L.  exigua. 

ß.  Mittelquerbinde  der  Hflglunterseite  gerade  und  fast  gleich  breit.  Die  Discalflecke  der  Felder  1  c — 5 
in  der  Mitte  zwischen  der  Mittelbinde  und  den  Submarginalflecken  oder  näher  an  jener.  —  $.  Flügel 
oben  dunkel  mit  einem  kleinen  quadratischen  weißlichen  Fleck  nahe  der  Wurzel  der  Felder  4  und  5 
der  Vflgl.  L.  brimo. 

B.  Größere  Arten  mit  einer  Flügelspannung  von  38 — 46  mm. 

a.   5.  Die  Vflgl  oben  mit  einem  weißen  Längsfleck,  welcher  den  Hrd  der  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der 
Felder  1  b — 3  bedeckt.   Die  Hflgl  oben  mit  einer  breiten  weißen  Querbinde  vom  Ird  bis  zur  Rippe  6. 

L.  magna. 
L.  busoga. 

ß.   $.  Beide  Flügel  oben  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle  mit  einer  gelben  Querbinde,  welche  auf  den 
Vtlgln  die  Wurzel  der  Felder  2  und  3  nicht  bedeckt.  L.  reutlingeri. 

L.  buna. 

L.  bibulus  F.  (=  emperamus  Snell.)  (65  g).  ,^.  Beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun  ohne  Zeich-  bibulus. 
nungen;  Fransen  der  Hflgl  tief  wellenrandig ;  Flügel  unten  mit  graubrauner  Grundfarbe  und  tief  rotbraunen  mit 
silbernen  Schuppen  bestreuten  Flecken,  welche  wie  beim  $  angeordnet  sind.  —  $.  Beide  Flügel  oben  mit 
einem  weißen  Mittelfelde  oder  einer  Querbinde;  welche  sich  vom  Ird  bis  zur  Rippe  6  ausdehnt  oder  bisweilen 
nur  die  Wurzel  der  Felder  4  und  5  bedeckt,  in  welchem  Falle  die  Felder  1  c — 3  mehr  oder  weniger  graublau 
überzogen  sind;  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  stets  ein  großer  eckiger  schwarzer  Fleck.  Unten  sind  die 
Flügel  in  der  Mitte  weiß  und  haben  dieselben  dunklen  mit  silbernen  Schuppen  gezierten  Flecke,  welche  für 
alle  Arten  der  Gattung  auszeichnend  sind;  die  Anordnung  denselben  geht  aus  den  Figuren  hervor.  L.\mborn 
fand  die  Raupe  in  Nigeria  von  Larven  einer  Homoptere,  Ossaua  bicolor  Bist.,  lebend,  liefert  aber  keine  Be- 
schreibung derselben.    Nigeria  bis  zum  Kaplande,  Ost-Afrika  und  Uganda. 

L.  durbani  Trim.  (65  g).     Das  (J  ist  dem  <J  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  nur  oben  etwas  heller  und  durhani. 
unten  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  verschieden.     Das  $  ist  oben   hell   braungrau, 
etwas  dunkler  an  den  Rändern;  die  Vflgl  haben  nur  einen  kleinen  schwarzen  Punkt  am  Ende  der  Zelle;  Unter- 
Seite  wie  beim  ^.    Kapland  bis  Brit.  Ost-Afrika.  .  _    . 


364  LACHNOCNEMA.     Von  Dr.  C.  Adriviixius. 

cj-hjut,  L.  exigua  lioll.  (65  g)  ist  nur  im  weiblichen  (Geschlecht  bekannt.     Vflgl  oben  schwarz  mit  großem 

weißem  Hrclfleck,  welcher  nach  vorn  verschmälert  die  Rippe  6  erreicht ;  Hflgl  oben  weiß  mit  3  mm  breiter 
schwarzer  Saumbinde.  Flügel  unten  fast  weiß;  die  Vflgl  am  Vrd  und  Saume  verdunkelt  und  mit  den  gewöhn- 
lichen Silberflccken,  aber  ohne  dunklen  Discalpunkt ;  Hflgl  mit  drei  silbernen  Flecken  am  Vrd  und  hinter  der 
Mitte  mit  Discalf lecken  in  1  c — 5,  welche  dicht  vor  den  Submarginalpunkten  stehen;  die  übrigen  Flecke  fehlen 
oder  sind  nur  schwach  angedeutet.   Am  Ogowe  und  Kuilu-Fluß. 

'"■'"">.  L.  brimo  Karsch.  (=  sudanica  Auriv.)  (65  g).    Fransen  der  Vflgl   kaum  gewellt,   weiß   mit  dunklen 

Flecken  an  den  Rippenenden,  (j'.  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun;  $.  Vflgl  oben  mit  einem  kleinen  hellen 
Fleck  hinter  der  Zellenspitze.  Unterseite  durch  die  in  der  Artenübersicht  angegebenen  Merkmale  ausgezeichnet. 
Togo  und  Nigeria. 

iiiagiia.  L.  magna  Auriv.  (65  g).    ,^  {=  umbra.  Smith).   Flügel  oben  einfarbig  schwarzbraun  ohne  Zeichnungen ; 

Fransen  der  Vflgl  tief  gewellt,  fast  gezackt ;  Unterseite  mit  brauner  oder  gelbbrauner  Grundfarbe  und  den 
gewöhnlichen,  mit  Silberschuppen  bekleideten  rotbraunen  Flecken;  die  Discalflecke  der  Hflgl  unregelmäßig  an- 
geordnet und  dem  Saume  genähert.  Das  $  (=  niveus  Harn.  Driice)  ist  in  der  Uebersicht  beschrieben  und  an  den 
scharf  begrenzten  weißen  Feldern  der  Oberseite  leicht  kenntlich.    Kamerun  und  Congo-Gebiet. 

divergens.  L.  divetgens  Gaede  (65  h)  ist  mir  unbekannt  geblieben.     Die  Beschreibung  lautet :  ,. Etwas  kleiner  als 

L.  magna  Auriv.  und  auf  der  Oberseite  von  dieser  nicht  abweichend;  unten  etwas  heller  braun  und  von  magna 
oder  andern  ähnlichen  Arten  sofort  zu  unterscheiden  durch  die  andere  Stellung  der  Hflglbinden;  bei  divergens 
trifft  der  äußerste  der  drei  Flecke  am  Vrd  bei  Rippe  6  zwischen  die  mittlere  und  äußere  Binde,  bei  magna  da- 
gegen auf  die  Mittelbinde.  Spannweite  30  mm."  Da  wir  noch  die  Variationsgrenzen  bei  den  Lachnocnema- 
Arten  und  besonders  bei  magna  nicht  kennen,  ist  es  unmöglich  zu  sagen,  ob  divergens  eine  selbständige  Art  oder 
nur  eine  Aberration  von  magna  ist.  Bei  bibuhis  ist  die  Stellung  des  genannten  Fleckes  veränderlich.  Kamerun 
bei  Dengdcng  von  Dr.  Mildbraed  erbeutet. 

busoija.  L.  busoga  Baker  ist  nach  einem  $  beschrieben  und  scheint  kaum  vom  $  der  L.  magna  (65  g)  abzuweichen. 

Die  Beschreibung  zieht  wenigstens  keine  bedeutenden  Unterschiede  an;  sie  lautet:  ,, Beide  Flügel  schwarzbraun 
mit  großem  weißem  Mittelfelde;  Vflgl  mit  dem  weißen  Felde  fast  an  der  Wurzel  anfangend,  nach  außen  bis 
zum  letzten  Viertel  des  Flügels  schnell  erweitert  und  von  der  Rippe  1  fast  bis  zum  Vrd  der  Zelle  ausgedehnt; 
Hflgl  mit  einem  sehr  großen  weißen  Feld,  welches  sich  vom  Ird  bis  zur  Rippe  6  und  von  der  Mitte  der  Zelle 
bis  in  die  Nähe  des  Saumes  erstreckt.  Vflgl  unten  weiß  mit  dem  Vrd  und  dem  Saume  breit  braun;  ein  kleiner 
Fleck  vor  der  Spitze,  nach  hinten  von  einem  größeren,  schief  gestellten  begleitet ;  Vrd  und  Spitze  mit  Gruppen 
von  silbernen  Schuppen.  Hflgl  unten  weiß,  am  Vrd  bis  zum  letzten  Viertel  mit  einem  sehr  großen,  scharf  be- 
grenzten fast  viereckigen  Fleck  welcher  in  der  Mitte  einen  schiefen  weißen  Strich  hat ;  an  der  Wurzel  1 — 2 
weiße  silberbraun  geringelte  Flecke  und  in  der  Mitte  eine  Querreihe  ähnlicher  Flecke;  eine  undeutliche  Reihe 
von  4 — 5  ähnlichen  Flecken  hinter  der  Mitte:  Saum  breit  verdunkelt.    Flügelspannung  46  mm."    Busoga. 

retitlingcri.  L.  reutlingeri  Holl.  (65  h).    (^  unbekannt.    Beim  $  sind  die  Flügel  oben  schwarzbraun  mit  einer  blaß- 

gelben Mittelquerbinde,  welche  sich  von  der  Rippe  1  bis  zur  Rippe  6  der  Vflgl  und  von  der  Rippe  1  c  bis  zur 
Rippe  6  der  Hflgl  ausdehnt ;  die  Querbinde  der  Vflgl  ist  in  den  Feldern  2  und  3  verschmälert  und  bedeckt  nicht 
die  Wurzel  dieser  Felder,  die  Querbinde  der  Hflgl  ist  etwa  4  mm  breit.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  geht  am 
Ittna.  besten  aus  der  Figur  hervor.  Benita.  —  luna  H am.  Druce  {65  h)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Querbinden 
der  Ober.seite  dunkler  gelb  sind  und  die  der  Hflgl  6  mm  breit  ist,  und  ist  wahrscheinlich  nur  eine  Abänderung 
von  reutlingeri.   Kamerun. 

Dritte    Gattungsgruppe. 

Die  Formen  dieser  Gruppe  sind  an  der  Bildung  der  Hflgl  von  allen  anderen  Lycaeniden  sehr  leicht 
zu  unterscheiden.  Die  Hflgl  liaben  am  Analwinkel  am  Ende  der  Rippe  1  c  einen  deutlichen  nach  hinten  ge- 
richteten Lappen  aber  kein  Sciiwänzchen ;  am  Ende  der  Rippe  2  sind  sie  dagegen  geschwänzt  und  an  den  Rip- 
pen 3  und  4  mehr  oder  weniger  gezackt,  geeckt  oder  geschwänzt. 

Im  Rippenbau  stimmen  alle  Arten  miteinander  überein;  die  Vflgl  haben  nur  11  Rippen  indem  die  Rippe 
9  fehlt;  die  Rippe  5  entspringt  in  der  Mitte  zwischen  4  und  6;  diese  aus  demselben  Punkte  wie  der  Stiel  von 
7  und  8;  10  und  11  ganz  frei  aus  dem  Vrd  der  Mittelzelle;  in  den  Hflgln  entspringt  die  Rippe  5  in  der  Mitte 
zwischen  4  und  6  und  die  Rippen  6  und  7  sind  an  ihrem  Ursprünge  ziemlich  weit  getrennt.  Augen  dicht  haarig. 
Palpen  anliegend  beschuppt  mit  dünnem  Endglied.  Fühlerschaft  dünn,  oft  haarfein,  mit  langen  deutlichen 
Gliedern;  Kolbe  drehrund  und  lang,  ziemlich  deutlich  abgesetzt. 

Die  Männchen  sind  oft  durch  Mehlflecke  oder  Haarpinsel  ausgezeichnet.  Man  hat  darauf  mehrere 
Gattungen  gegründet;  da  aber  die  Weibchen  dieser  ,, Galtungen"  durch  keinerlei  Kennzeichen  unter- 
schieden werden  können,  kann  ich  dieselben  höchstens  als  Untergattungen  oder  Artengruppen  betrachten. 

Die  Entwicklungsstadien  sind  sehr  wenig  bekannt;  die  Raupen  haben  die  gewöhnliche  Körperform 
der  Lycaeniden-Raupen  und  leben  bisweilen  im  Inneren  von  Früchten. 


DEUDORIX.     Von  Dr.  C.  Attrivillids.  365 


3.  Gattuuff:  I>euflorix  H 


ew. 


Die  zahlreichen  äthiopischen  Arten  der  Gattung  Deudorix  können  hauptsächlich  nach  Farbe  und  Zeich- 
nung auf  vier  Gruppen  verteilt  werden. 

Uebersicht  der  Artengruppen. 

I.  Flügel  unten  eintönig  gelb,  außer  am  Analwinliel  der  Hflgl  ohne  oder  mit  undeutlichen  Zeichnungen.  — 
(^.  Haarpinsel,  Mehltlecke  oder  sonstige  Auszeichnungen  fehlen.  —  Hypomyrina  Bruce.     Erste  Gruppe. 

II.   Die  Flügel  unten  nie  so  wie  in  Abteilung  I  gefärbt  oder  gezeichnet.  —  (J.  Die  Hflgl  oben  im  Felde  7  oder 
in  6  und  7  am  Vrd  der  Mittelzelle  mit  einem  deutlichen  Mehlfleck. 

A.  Flügel  unten  mit  graugrüner  oder  grüner  Grundfarbe,  im  Wurzelteil  wenigstens  bis  zur  Spitze  der 
Mittelzelle  ohne  Zeichnungen.  —  (^.  Vflgl  unten  mit  Haarpinsel  am  Hrd.  —  Actis  Karsch  +  Kopelates 
Bruce .  Zweite  Gruppe. 

B.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  nicht  grün  oder  grünlich. 

a.  Die  Flügel  unten  über  die  Mitte  hinaus  weiß  ohne  Zeichnungen,  tlann  aber  mit  einer  gemeinsamen 
gelben  oder  braunen,  schwarzgesäumten,  oder  schwarzen,  zusammenhängenden  und  geraden  oder 
fast  geraden  Querbinde.  ■ —  H ypokopelates  Bruce.  Dritte  Gruppe. 

ß.  Die  Flügel  unten  nicht  weiß,  gewöhnlich  grau  oder  schwärzlich,  oder,  wenn  weiß  oder  weißlich,  ohne 
zusammenhängende   Querbinde    der  Hflgl   oder  mit  deutlichen  Zeichnungen  in  der  Wurzelhälfte. 

Vierte  Gruppe. 

Erste  Artengruppe. 

Alle  Arten  sind  verhältnismäßig  klein  mit  einer  Flügelspannung  von  22 — 26  mm.  Stirn  gewöhnlich 
dunkel  mit  weißen  Seitenrändern  und  einer  weißen  Mittellinie  im  oberen  Teil,  selten  fast  ganz  weiß.  Hflgl  an 
der  Rippe  3  geeckt  oder  gezackt,  aber  nicht  geschwänzt.  Flügel  unten  eintönig  gelb  mit  keinen  oder  undeut- 
lichen Zeichnungen;  Hflgl  jedoch  unten  am  Saume  in  den  Feldern  1  c  und  2  mit  zwei  ganz  ähnlichen,  schwar- 
zen, mit  blauen  Schuppen  bestreuten  Mondflecken.    Vflgl  oben  schwarz  mit  orangegelbem  Hrdfleck. 

Uebersicht    der    Arten. 

A.  Hflgl  oben  orangegelb,  an  der  Wurzel  nur  schmal  schwarz,  am  Ird  bis  zur  Rippe  1  b  schwärzlich  und 
mit  sehr  feiner,  schwarzer  Saumlinie  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Rippe  6. 

a.  Der  orangegelbe  Hrdfleck  der  Vflgl  ist  sehr  groß  und  erreicht  wenigstens  die  Rippe  4. 

B.  nomenia. 

ß.  Der  orangegelbe  Hixlfleck  der  Vflgl  erreicht  höchstens  die  Rippe  2.  B.  nomion. 

B.  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  fast  bis  zum  Ende  der  Mittelzelle  schwarz,  dann  orangegelb  wie  in  der  Ab- 
teilung A.    Hrdfleck  der  Vflgl  groß,  wenigstens  die  Rippe  4  erreichend.  B.  acares. 

D.  nomenia  Heu\  (65  i).     Die  Art  ist  oben  in  der  Uebersicht   vollständig  beschrieben.     Sierra  Leone  nomenia. 
bis  Kongo. 

D.  nomion  Stgr.  (65  i)  weicht  nur  durch  die  schon  angeführten   Kennzeichen  von  nomenia  ab  und  ist  nomion. 
vielleicht  nur  eine  Form  derselben.    Sierra-Leone. 

D.  acares  Karsch  ist  auch  den  beiden  vorigen  Ai-ten  sehr  ähnlich  und  nur  durch  die  größere  Ausdeh-  acares. 
nung  der  schwarzen  Farbe  an  der  Wurzel  der  Oberseite  von  nomeriia  zu  unterscheiden.    Togo  und  Nigeria. 
• —  Ob  das  9  von  nomenia '! 

Zweite  Artengruppe. 

Diese  Gruppe  entspricht  den  ,, Gattungen"  Kopelates  Bruce  und  Actis  Karsch,  welche  nicht  voneinander 
unterschieden  werden  können ;  denn  die  Angaben  von  Karsch,  daß  die  Vflgl  der  (JcJ  bei  Actis  ohne  Pinsel  an 
der  Unterseite  des  Vrds  sind,  ist  nicht  zutreffend.  Stirn  schwarz  mit  feinen  weißen  Seitenrändern  und  gewöhn- 
lich auch  mit  einem  weißen  Punkte  oder  kleinem  Striche  oben  in  der  Mitte.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  3  ge- 
deckt ohne  Schwänzchen. 


366  DEUDORIX.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

U  e  I)  e  r  s  i  c  h  t     tl  e  r    Arten. 

A.  P'lügel  oben  mit  breiter,  gemeinsamer,  orangegelber  Mittelbinde,  welche  sich  von  der  Rippe  1  b  der 
Hflgl  bis  zur  Rippe  5  der  Vflgl  erstreckt  und  auch  auf  der  Unterseite  auftritt,  dort  aber  weiß  gesäumt 
ist  und  sowohl  den  Ird  der  Hflgl  wie  auch  den  Vrd  der  Vflgl  fast  erreicht.  D.  perigrapha. 

B.  Wenigstens  die   ^'flgl  oben  ganz  ohne  orangegelbe  Färbung. 

7..   Hflgl  oben  mit  gelbem  Längsstreif  am  \'rd  (hauptsächlich  im  Felde  6),  unten  mit  einem  gerundeten 
hellen  Vrdfleck.  D.  mimeta. 

[i.  Hflgl  oben  ohne  gelben  Längsstreif  und  unten  ohne  hellen  \'rdfleck. 

*.  cJ.  Beide  Flügel  oben  mit  mehreren  grünlich  blauen  Längsstreifen,  welche  den  Rippen  folgen. 
9-  Flügel  oben  matt  rauchbraun  oder  fast  schwarz.  D.  virgata. 

**:  (^.  Beide  Flügel  oben  fast  bis  zum  Saume  einfarbig  kaiscrblau  mit  feinem  schwarzem  Querstrich 
am  Zellende.    $.  unbekannt.  D.  ula. 

perigrapha.  D.  perigrapha  Karsch  (65  h)  ist  durch  die  graugrüne  Grundfarbe  und  die  gelbe,  unten  weiß  gesäumte 

Mittelbinde  ausgezeichnet.  Scheint  selten  zu  sein  und  ist  bisher  nur  in  Süd-Kamerun  und  im  Kongo-Gebiet  ange- 
iiiula.  troffen.  Das  ^  ist  mir  unbekannt.  —  unda  Gaede  ,,Auf  der  Oberseite  des  Hflgls  ist  die  orangefarbige  Mittelbinde 
nach  außen  hin  auf  den  Rippen  zackig  hervortretend;  unten  ist  die  Mittelbinde  des  Vflgls  zum  Vrd  hin  viel 
breiter,  ihre  Ränder  sind  fast  parallel,  während  bei  perigrapha  die  Form  fast  dreieckig  ist;  hinten  ist  die  Binde 
nicht  zackig,  doch  am  Ird  etwas  breiter  als  bei  perigrapha.    Spannweite  26  mm."    Kamerun  bei  Dengdeng. 

mimeta.  D.  mimeta  Kar.'^ch  (65  h).    Flügel  oben  schwarz:  Vflgl  mit  vereinzelten  blauen  Schüppchen  am  Vrd. 

an  der  Mediana,  am  Hrd  und  am  Saume;  Hflgl  am  \'rd  mit  gelbem  Längsstreif,  welcher  jedoch  die  Wurzel  und 
die  Rippe  5  nicht  erreicht,  in  1  a  und  1  b  und  1  c  blau  bestäubt.  Flügel  unten  dunkel  spangrün;  im  Vflgl  mit 
3  kurzen  Querstrichen  am  Zellende  und  2,  oft  undeutlichen,  zarten  welligen,  weißlichen  Querlinien,  jenseits 
der  Mitte;  Hflgl  unten  mit  rundlichem  lichtem  Fleck  zwischen  Vrd  und  der  Rippe  4  und  im  Anschluß  an  diesen 
nach  hinten  bis  zum  Ird  mit  einer  gelben,  schwarz  und  weiß  eingefaßten  Zickzacklinie ;  vor  dem  schwarzen  Anal- 
lappen mit  einer  Bogenreihe  gelber  Schuppen,  an  welche  auswärts  einige  blaue  anstoßen;  Feld  1  c  am  Saume 
schwarz  mit  \\eißlicher  Saumlinie  und  mit  blauen  und  gelben  Schuppen  bestreut ;  Feld  2  mit  großem  schwarzem, 
nach  innen  gelb  begrenztem  Saumfleck ;  Feld  3  mit  kleinerem  blau  bestäubtem  Saumfleck.  Süd-Kam.erun  bis 
Kongo-Gebiet  im  Urwalde  bis  an  den  6.   Grad  s.  Br.  —  Ob  das  rj  von  perigrapha''. 

virgata.  D.  vifgata  Ham.  Driice.  (65  k)  Flügel  oben  tief  schwarz  mit  lebhaft  blaugrünen  Streifen  längs  der  Rippen ; 

Hflgl  am  \'r(l  breit  schwarzbraun;  Anallappen  und  Schwänzchen  schwarz.  Flügel  unten  spangrün  hinter 
der  Mitte  mit.  zwei  gleichlaufenden  geschlängelten  feinen  weißen  Querlinien,  welche  auf  den  Vflgln  oft 
undeutlich  sind  oder  fehlen;  Hflgl  mit  .schwarzem  Anallappen  und  großem  schwarzen  Saumfleck  im  Feld  2. 
Beim  $  sind  die  Flügel  oben  matt  rauchbraun  bis  schwarz.    Sierra-Leone. 

"'"•  D.  ula  Karsch  (65  h).    ^.    Flügel   oben  schön  kaiserblau;    Vrd,  Spitze  und  Saum  der  Vflgl    schmal 

schwarz ;  Hflgl  am  Vrd  in  den  Feldern  7  und  6  schwarz  und  am  Ird  in  1  a  und  1  b  schwarz  oder  schwarzgrau 
mit  oder  ohne  blaue  Schuppen;  auf  beiden  Flügeln  treten  bisw'eilen  schwarze  Längsstriche  am  Saume  auf  den 
Zwischenadcrfalten  auf.  Hlb  mit  hellen,  oben  blauen,  unten  weißen  Querringen.  $  unbekarmt.  Süd-Kamerun 
und  Kongo- Gebiet. 

Dritte    Artengruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  sind  an  der  schneew  eißeii  und  bis  über  die  Mitte  hinaus  völlig  unbezeichneten 
Unterseite  beider  Flügel  leicht  kenntlich.  Die  Zeichiumg  der  Unterseite  erinnert  sehr  an  diejenige  der  Hypo- 
lycaena-Äx\.cn  und  Hewitsox  beschrieb  tatsächlich  dieselben  als  Hypolycaenen.  Bei  den  ^/^  sind  die  Flügel 
gewöhnlich  oben  schön  blau  gefärbt.  Die  9$  sind  selten  oben  hellblau  beschuppt,  gewöhnlich  schwarz- 
braun und  weiß  ohne  blaue  oder  rote  Färbung. 

U  e  b  c  r  s  i  c  h  l     de  r     A  r  t  e  n. 

A.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  3  nur  geeckt,  ohne  Schwanzanhang. 

a.  Die  postdiscale  Querbinde  auf  der  Unterseite  der  \'flgl  ist  gleichbreit  (etwa  2  mm  breit)  und  ver- 
läuft bis  zum  \'r(l  ganz  frei.    Anallappen  der  Hflgl  oben  rot  beschuppt. 


DEUDORIX.     Von  Dr.  C.  Aurivilltus.  367 

*■  <S-  Hflgl  oben  mit  großem  liraunrotem  Fleck,  welcher  die  Felder  1  b — 4  fast  vollständig  bedeckt; 
auch  die  Vflgl  gewöhnlich  oben  mit  kleinem,  solchem  Hrdfleck.  Sth-n  schwarz  mit  weißen 
Seitenrändern.  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  im  Felde  1  b  mit  großem  schwarzem  Längsfleck. 
Haarpinsel   der   Vflgl-Unterseite  dunkelbraun.  D.  aruma. 

**.  (J.  Hflgl  oben  bis  zum  Saume  blau  beschuppt;  Vflgl  oben  in  der  VVurzelhälfte  zum  größten  Teil 
blau.  B.  mera. 

rj..   Die  postdiscale  Querbinde  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  gegen  den  Vrd  erweitert  (dort  etwa  4 — 5  mm 
breit)  oder  völlig  mit  der  schwarzen  Saumbinde  vereinigt.  —  $.  Flügel  oben  zum  großen  Teil  blau. 

*.  Die  schwarze  Postdiscalbinde  der  Vflglunterseite  ist  nur  am  Vrd  mit  der  dunklen  Saumbinde 
vereinigt,  sonst  durch  die  weiße  Grundfarbe  davon  breit  getrennt.  Anallappen  der  Hflgl  oben 
ohne  rote  Schuppen.  —  ^.  Vflgl  oben  ohne  schwarzen  Mehlfleck.  —  $.  Das  Schwänzchen  an  der 
Rippe  2  der  Hflgl  lang  und  sehr  breit,  weiß.  D.  angelita. 

**.  Die  bräunliche,  dunkel  gesäumte  Postdiscalbinde  der  Vflglunterseite  ist  vollständig  mit  der 
schwarzgrauen  Saumbinde  vereinigt.  Anallappen  der  Hflgl  oben  rot  beschuppt.  Stirn  weiß, 
oben  orange  angeflogen.  —  cJ.  Vflgl  oben  hinter  der  Mittelzelle  mit  einem  sehr  großen,  gerundeten, 
schwarzen  Mehlfleck.  —  $  unbekannt. 

1.  cJ.  Der  große  Mehlfleck  der  Vflgloberseite  erreicht  nicht  die  schwarze  Saumbinde. 

D.  otraeda. 

2.  (J.  Der  große  Mehlfleck  der  Vflgloberseite  erreicht  die  schwarze  Saumbinde. 

D.  leonina. 
B.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  3  mit  deutlichem  Schwänzchen.    Die   Querbinde  der  Vflglunterseite  liegt 
fast  in  der  Mitte,  ist  gleichbreit  und  gewöhnlich  gelblich.    Stirn  weiß,  oben  mit  zwei  kurzen  dunklen 
Strichen  (ob  so  auch  bei  ituri  und  ehalodes'!).  —  rJ.  Vflgl  unten  mit  schwarzem  Längsfleck  im  Wurzel- 
teil des  Feldes  1  b:  Hflgl  oben  mit  einem  schwarzen  Haarpinsel  im  Felde  1  c. 

a.    Querbinde  der  Vflglunterseite  wenigstens  2  mm  breit  und  gelblich.    —    ^.  Haarpinsel  der  Vflgl- 
unterseite weiß  oder  hellgelb. 

*.  Die  Vflgl  oben  weit  über  die  Mittelzelle  hinaus  (fast  bis  zur  Mitte  des  Feldes  4)  dicht  blau  be- 
schuppt; die  Hflgl  oben  bis  zum  Saume  blau.  —  9-  Flügel  oben  wenigstens  bis  zur  Mitte  hell 
bläulich  beschuppt.  D.  eleala. 

**.  (J.  Vflgl  oben  nur  bis  zum  Ende  der  Mittelzelle  dünn  mit  blauen  Schuppen  bestreut  oder  ein- 
farbig schwarzbraun  ohne  blaue  Schuppen. 

1.  cJ.  Beide  Flügel  oben  mit  blauen  Schuppen  bestreut;  Hflgl  oben  ohne  Mehlfleck  im  Felde  1  c. 

D.  obscura. 

2.  ^.  Flügel  oben  ganz  ohne  blaue  Schuppen;  Hflgl  oben  etwa  in  der  Mitte  des  Feldes  1  c  mit 
einem  kleinen  hellen  Mehlfleck.  D.  fusca. 

ß.  Die  Mittelquerbinde  der  Vflglunterseite  sehr  schmal,  linienförmig  und  hellgelb.    Flügel  unten  am 
Saume  nicht  verdunkelt.  —  $.  Haarpinsel  am  Hrde  der  Vflglunterseite  schwarz.        D.  ehalodes. 

D.  ztumdi  Hetc.  (65  i).  Stirn  schwarz  mit  weißen  Seitenrändern.  ^  Flügel  oben  schwarz;  Vflgl  mit  aruma. 
einem  kleinen  roten  Fleck  nahe  an  der  Wurzel  in  den  Feldern  1  a  und  1  b ;  Hflgl  mit  einem  großen  roten  fast 
dreieckigen  Fleck,  welcher  die  Felder  1  c — 4  fast  völlig,  den  Anallappen  und  einen  Teil  der  Zelle  bedeckt.  Flügel 
unten  fast  wie  bei  eleala  gezeichnet.  Haarpinsel  der  Hflglunterseite  schwarz.  $  mir  unbekannt.  Kamerun  bis 
Gabun.  —  Bei  var.  Simplex  Schnitze  fehlt  cler  rote  Fleck  der  Vflgl.  Belg.  Kongo.  —  Als  $  von  aruma  beschreibt  .^hiiflex. 
Gaede  eine  Form,  welche  oben  ganz  mit  D.  himaculata  Hew.  (siehe  unten)  übereinzustimmen  scheint,  aber  viel 
kleiner,  nur  20  mm  ist. 

D.  mera  Hew.  (65  i).  (^.  Flügel  oben  blau;  Vflgl  am  Vi'd  schmal,  an  der  Spitze  breit  schwarz,  am  mera. 
Saume  bis  zum  Hinterwinkel  allmählich  schmäler  schwarz;  außer  dem  mit  einem  schwarzen  Fleck  in  der  Zelle 
und  am  Zellende;  Rippen  fein  schwarz.  Anallappen  der  Hflgl  oben  rot  beschuppt.  Flügel  unten  weiß  mit  fast 
gerader  gelber  Querbinde,  deren  Außenseite  am  Vrd  der  Hflgl  3  mm  vom  Saume  entfernt  ist;  Vflgl  am  Saume 
ziemlich  breit  verdunkelt;  Hflgl  dort  wenig  verdunkelt  mit  schwarzem,  gelb  umzogenem  Saumfleck  in  Feld  2. 
Kamerun  bis  Angola. 

D.  angelita  Suff.  (65  i)  wurde  nach  dem  hier  abgebildeten   $  beschrieben.    Stirn  weiß.    Flügel  oben  angelHa. 
schwarzbraun  mit  schwachem  blauen  Schiller;    Htlgl  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Rippe  5  oder  6  mit 
feiner  schwarzer  Saumlinie,  einer  weißen  Linie  vor  derselben,  einer  Reihe  submarginaler  schwarzer  Bogen  und 


368  DEUDORIX.     Von  Dr.  0.  Aurivillius. 

innerhalb  dieser  einer  Querbinde  weißer  Flecke;  an  der  Rippe  2  ein  10 — 12  nini  langes,  breites  Schwänzchen. 
Flügel  unten  rein  weiß:  Vflgl  hinter  der  Mitte  mit  einer  schwarzen  Querbinde  und  einer  fast  3  mm  breiten, 
durch  2  weiße  Linien  geteilten  dunklen  Saumbinde;  Hfigl  mit  einer  dem  Saume  gleichlaufenden  schwarzen 
Submarginalbinde  und  feiner  schwarzer  Saumlinie;  zwischen  diesen  mit  schwarzen  Flecken  in  1  c,  2  und  5. 
Süd-Kamerun.  Die  folgenden  beiden  Formen  gehören  wohl  sicher  zu  angelitn:  ich  besitze  jedoch  nicht  ge- 
nügendes Material,  um  zu  entscheiden,  ob  sie  als  Rassen  oder  nur  als  individuelle  Abänderungen  zu  betrachten 
mahala.  sind.  —  makala  Baker  (65  k)  ^.  Flügel  oben  schön  blau;  Vflgl  am  Vrd  und  am  Saume  schwarz;  die  Unter- 
seite fast  ganz  wie  beim  ty|)isehen  5;  die  Querbinde  der  Vflgl  jedoch  am  Vrd  mehr  erweitert.  Congo-Gebiet 
schullzei.  bei  Makala.  Ruwenzori.  ^ — SChultzei  ^«r«;;.  (05  k)  Stirn  schwarz  mit  weißen  Seitenrändern.  (J.  Flügel  oben  wie 
bei  maÄ:aZa  schön  blau;  Vrd  und  Saum  der  Vflgl  schmäler  schwarz;  Saumbinde  der  Vflglunterseite  nur  etwa 
1.5  mm  breit  ganz  ungeteilt;  Hflgl  unten  mit  2  mm  breiter  schwärzlicher  Saumbinde,  worin  kleine  schwarze 
wei(3geringelte  Punkte  der  Felder  3 — 7  stehen.  Beim  9  dehnt  sich  die  weiße  Submarginalbinde  kaum  über  die 
Rippe  3  hinaus  und  ist  viel  schmäler  als  bei  der  Hauptform;  das  Schwänzchen  an  der  Rippe  2  ist  nur  etwa 
8  mm  lang.  Wenn  Süffert's  Angabe  hinsichtlich  der  Farbe  der  Stirn  bei  angelita  richtig  ist,  dürfte  schultzei 
eine  selbständige  Art   sein.    Kamerun  bei  Mangeme;  von  Hauptmann  A.  ScHrLTZE  entdeckt. 

otraeda.  D,  otraeda  Hew.  (66  a).    (J.  Flügel  oben  blau;    Vrd  und  Saum  der  Vflgl  schmal,  Spitze  etwas  breiter 

schwarz;  in  der  Mitte  ein  runder  schwarzer  Mehlfleck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  2 — 5  bedeckt  und  ringsum 
von  der  blauen  Farbe  umgeben  ist.  Hflgl  zwischen  den  Rippen  1  c  und  6  fast  bis  zur  Wurzel  blau,  sonst  schwarz. 
Unterseite  weiß  mit  dunkler  Saumbinde,  welche  auf  den  Vflgln  vollständig  mit  der  postdiscalen  Querbinde 
vereinigt  ist.    Das  $  ist  nicht  beschrieben  und  mir  unbekannt.    Sierra-Leone  bis  Congo. 

leonina.  D.  leotlina  Baker  weicht  von  otraeda  nur  dadurch  ab,  daß  die  blaue  Farbe  der  Vflgloberseite  weniger 

ausgedehnt  und  die  schwarze  Saumbinde  dadurch  breiter  ist ;  der  runde  Mehlfleck  ist  nach  außen  mit  der  schwar- 
zen Saumbinde  vereinigt ;  alle  Rippen  treten  scharf  schwarz  hervor.  Auf  den  Hflgln  dehnt  sich  die  blaue  Farbe 
kaum  ülier  die  Rippe  5  hin  aus  und  die  Rippen  sind  schwarz.    $  unbekannt.    Sierra-Leone. 

eleala.  D.  eleala  Heir.  (66  a).    Stirn  weiß,   oben  an  den   Seiten  schwarz.    Hflgl  an  den  Rippen  2  und  3  mit 

Schwänzchen.  Flügel  unten  weiß,  hinter  der  Mitte  mit  fast  gerader,  orangegelber,  fein  schwarz  gesäumter  Quer- 
binde, welche  auf  den  Hflgln  an  der  Rippe  5  4  mm  vom  Saume  entfernt  ist;  Vflgl  mit  einer,  Hflgl  zwischen 
dem  Yrd  und  der  Rippe  3  mit  zwei  dunklen  Submarginallinien ;  Vflgl  am  Saume  breit  verdunkelt ;  ein  länglicher, 
schwarzer,  breit  orangegelb  umzogener  Saumfleck  in  2  der  Hflgl;  Anallappen  schwarz,  nach  innen  rot;  die 
schwarze  Farbe  blau  gesäumt.  —  ^.  Vflgl  unten  am  Hrd  mit  gelbem  Haarpinsel.  Flügel  oben  schön  blau; 
Spitze  und  Saum  der  Vflgl  brdt  schwarz,  am  Hinterwinkel  zugespitzt;  Anallappen  der  Hflgl  ohne  Rot. 
$  Flügel  oben  .schwarzbraun ;  Vflgl  in  der  Wurzelhälfte,  Hflgl  fast  bis  zum  Saume  dünn  graubläulich  bestäubt ; 
Anallappen  der  Hflgl  nach  vorn  und  innen  rot  beschuppt ;  eine  feine  weiße  Linie  dicht  vor  dem  Saume.  Sierra- 
Leone  bis  nördliches  Congo-Gebiet. 

Huri.  D.  ituri  Baker  (66  a)  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  nach  der  Figur  und  der  Beschreibung  der  vor- 

hergehenden Art  sehr  ähnlich  zu  sein  und  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  die  Oberseite  des  ^  kobaltblau  ge- 
färbt und  die  Querbinde  der  Unterseite  etwas  breiter  ist.  Der  Haarpinsel  am  Hrd  der  Vflglunterseite  hellgelb. 
Congo-Gebiet  bei  Makala. 

(Ascuru.  D.  obscura  Baker.   ^.  Beide  Flügel  oben  matt  schwarz,  zwischen  den  Rippen  ein  wenig  blau  bestäubt. 

Beide  Flügel  unten  weiß,  hinter  der  Mitte  mit  einer  ziemlich  schmalen  orangegelben  Querbinde;  Vflgl  unten 
mit  einem  schmalen  submarginalen  grauen  Streifen  und  am  Saume  breit  grau;  Querbinde  der  Hflgl  am  Ird 
deutlich  W-förmig  gezackt;  eine  feine  Submarginallinie  bis  zum  Saumfleck  des  Feldes  2;  Saum  fein  schwarz 
und  nach  innen  von  einem  grauen  Streifen,  welcher  nach  vorn  breiter  wird,  begleitet;  Saumfleck  des  Feldes  2 
tief  schwarz,  gelb  geringelt ;  .\nallappen  schwarz  mit  einigen  blauen  Schuppen,  nach  vorn  und  außen  orangegelb 
gesäumt.  $.  Beide  Flügel  oben  matt  braun;  Vflgl  einfarbig;  Hflgl  mit  schwarzer  Saumlinie,  einer  feinen  weißen 
Linie  vor  dem  Saume  und  weißen  Submarginalflecken;  Anallappen  schwarz,  blau  bestäubt  nach  innen  mit 
feiner  orangegelbcr  Linie;  Unterseite  wie  beim  ^,  die  orangegelben  Zeichnungen  jedoch  gelb.    Nigeria. 

juaca.  D,  fusca  ist  eine  neue  Art,   welche  in  „Ergebnisse  der  zweiten  deutschen  Zentral- Afrika-Expedition 

1910 — 1911"  beschrieben  werden  wird.    Sie  stammt  aus  Belg.  Congo. 

elmlodes.  D.  elealodes  Baker  (66  a)  ist  den  beiden  letzten  Arten  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Quer- 

binde der  Unterseite  sehr  schmal  ist  und  fast  in  der  Mitte  verläuft  und  daß  beide  Flügel  bis  zum  Saume  weiß 
sind  mit  feiner  Submarginallinie.  Der  Submarginalfleck  in  Feld  2  der  Hflglunterseite  ist  klein  und  sehr  hell- 
gelb umgeben;  Analflcck  schwarz  mit  blauen  Schuppen.  Der  Pinsel  am  Hrd  der  Hflglunterseite  schwarz. 
Flügel  des  ^  oben  blau  und  schwarz  wie  bei  eleala-^.   Das  $  ist  unbekannt.   Congo-Gebiet  bei  Makala. 

himacidaUi.  D.  biinaculata  Hew.  (66  a)  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt,  gehört  aber  wahrscheinlich  als 

Weibchen  zu  einer  der  oben  erwähnten  Arten  der  dritten  Gruppe.   Stirn  weiß  oben  in  der  Mit ..  gelblich  braun. 


.U,i,jegehen  ?3.   XII.  1921.  DEUDORTX.      V()]i  Dr.    f.   AurivillIuS.  360 

Flügel  oben  dunkelbraun:  Vflgl  nahe  der  Mitte  mit  einem  hellgelblichen  runden  Fleck,  welcher  die  Mitte  des 
Feldes  1  b  und  die  Wurzel  des  Feldes  2  bedeckt ;  Hflgl  zwischen  den  Rippen  1  c  und  5  mit  einer  breiten  ocker- 
gelben submarginalen  Querbinde  und  dicht  vor  dem  Saume  mit  einer  feinen  weißen  Linie  vom  Anallappen 
iiis  zur  Rippe  5  oder  6.  Vflgl  unten  weiß,  kurz  hinter  der  Mitte  mit  einer  fast  geraden,  1  mm  breiten  schwärz- 
lichen, etwas  schief  gestellten  Querbinde  vom  Vrd  fast  bis  zur  Rippe  1  und  am  Saume  mit  zwei  grauen,  nur 
durch  eine  weiße  Längslinie  unvollständig  getrennten  Saum  binden;  Hflgl  unten  mit  undeutlicher,  nur  durch 
zwei  dunkle  Linien  vertretener  Querbinde,  mit  zwei  dunklen  Subniarginallinien  in  3 — 6,  mit  einem  schwaizen. 
i'ot  umzogenen  Saumfleck  in  2.  einem  kleineren,  blau  beschuppten  solchen  Fleck  in  1  c  und  schwarzem,  blau 
bestäubten  Anallappen.    Derselbe  oben  schwarz,  rot  und  blau  beschuppt.    Sierra- Leone. 

Vierte  Artengruppe. 

Ich  vereinige  in  dieser  Gruppe  alle  Arten,  bei  denen  die  Grundfarbe  der  Unterseite  beider  Flügel  weder 
gelb,  noch  grün  oder  rein  weiß  ist.  Dazu  kommt,  daß  die  Vflgl  nie  unten  in  oder  etwas  hinter  der  Mitte  eine 
I — 2  nun  breite  dunkle  Querbinde,  sondern  höchstens  eine  oder  zwei  helle  Querlinien  haben. 

Es  ist  recht  schwer  eine  befriedigende  Uebersicht  der  zahlreichen  Arten,  welche  beide  Geschlechter 
umfaßt,  zu  liefern,  besonders  da  die  für  die  Einteilung  so  wichtige  Färbung  der  Stirn  in  den  Beschreibungen  leider 
oft  nicht  erwähnt  ist.    Um  die  Bestiinnning  der  .\rten  zu  erleichtern,  teile  ich  sie  in  drei  L^ntergruppen  ein. 

Uebersicht  der  Untergruppen. 

.\.  Die  Hflgl  unten  im  Wiirzcltcil  bis  zur  S])itzc  der  Mittelzclle  einfaibig  ohne  Zeichnungen  oder  höchstens 
mit  eiiu^r  feinen  weißen  t^ucrlinie  in  dci-  .Mittelzelle  hinter  deren  .Mitte  oder  mit  einer  Querbinde,  aber 
ohne  runde  Punkte. 

a.  Beide  Flügel  unten  schwarzluaun  bis  schwärzlich  mit  feinen  weißen  (^uerliiiien.  Stirn  schwarz  mit 
weißen  Seitenrändern.  Erste  Untergruppe. 

p.  Flügel  luiten  graubraun  bis  weißgrau,  mit  deutlichem  weißgesäumtem  Querfleck  am  Ende  der 
Mittelzelle.     Stirn  weiß,  oft  oben   in  der  Mitte  orangegelb  überzogen  *).       Zweite  Untergruppe. 

B.  Hflgl  unten  im  Wurzelteil  mit  1 — 4  roten  oder  schwarzen,  weißgeringelten,  scharf  hervortretenden 
Punkten  (in  den  Feldern  1  a,  1  c,  7  und  in  der  Mittelzelle).  Dritte  Untergruppe. 

Erste  Untergruppe. 

Die  Arten  sind  zwar  von  denen  der  beiden  übrigen  Gruppen  leicht  zu  unterscheiden,  unter  sich  aber 
nicht  völlig  homogen,  indem  die  diei  ersten  offenbar  von  den  übrigen  recht  beträchtlich  abweichen. 

Uebersicht    der    Arten. 

,\.  Saum  der  Vflgl  fast  gerade  oder  nur  wenig  konvex:  ihre  Spitze  stumpf  oder  rechtwinklig.  ■ —  cJ  Vflgl 
\u\ten  im  Feld  1  b  dicht  an  der  Mittelzelle  mit  einem  tief  schwarzen  glänzenden  Fleck,  oben  nie  bis 
zum  Saume  eintönig  glänzend  blau. 

a.  Hflgl  unten  auf  jeder  Seite  der  Schlußrippe  der  Mittelzelle  mit  einem  feinen  weißen  Querstrich, 
welcher  weit  von  der  Schlußrippe  getrennt  ist.  —  c?-  D-i'  Haarpinsel  am  Hrd  der  Vtlglunterseite 
schwarz. 

*.  Hflgl  oben  schwarz  mit  blauen  Saumtlecken  und  blauen  Längsstreifen  (S)  oder  ganz  rauehbraun 
($).  —  (J.  Hflgl  oben  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  c  mit  einem,  großen  an  der  Mediana  befestig- 
ten, gegen  den  Ird  gerichteten  schwarzen  Haarpinsel.  —  PiJodevdorix  Harn.  Bruce. 

D.  camerona. 

**.    Hflgl  oben  in  den  Feldern  I  c — 5  bis  zum  Saume  (<^)  oder  wenigstens  bis  über  die  Mitte  hinaus  ( 9) 
lebhaft  blau.  —  ,^.  Hflgl  ohne  Haarpinsel  im  Felde  1  c.  D.  koliU. 

p.  Hflgl  unten  bis  über  die  Spitze  der  Mittelzelle  hinaus  einfarbig  ohne  helle  Zeichnungen.  —  (j'.  Der 
Haarpinsel  am   Hrd  der  \'flglunterseite  gelb.    Flügel  oben  schwarz  mit  blauen  Längsstrichen. 

■     D.  diylhis. 


*)   Die    Stinilärbuiie;   von   valon    und    rjclniiiiiiiii    ist    iiiiv   unlii-kannt  gel)lii-l)eii. 

XIII  47 


.370  DEUDORIX.     Von  Dr.  (',  ArRiviLLirs. 

B.  Saum  der  \'flgl  mehr  oder  \\ eiliger  konvex,  bisweilen  fast  bauchig  hervortretend;  ihre  Spitze  scharf.  — 
o .  \'flgl  ohne  schwarzen  Fleck  auf  der  Unterseite  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  b.  Der  Mehlfleek  der  Hflgl- 
oberseite  bedeckt  die  Wurzel  der  Felder  0  und  7,  bisweilen  auch  einen  Teil  der  Mittelzelle.  Flügel 
oben  bis  oder  fast  bis  zum   Saume  intensiv  dunkelblau  oder  grünlichblau.  —  Diopetes  Karsch. 

a.  Vtlgl  unten  am  Hrd  wenigstens  bis  zur  Falte  des  Feldes  1  b  breit  weißlich;  die  helle  Farbe  scharf 
begrenzt. 

*.  Flügel  unten  nur  mit  weißliclien  Schattenbinden  oder  Flecken,  im  Saumteil  aber  ohne  die 
3 — 4  feinen  weißen  Querlinicn.  welche  den  anderen  Arten  dieser  Gruppe  eigentümlich  sind. 

D.  pnsteon. 
**.   Beide  Flügel  unten  im  Saumteil  mit  3  oder  4  feinen  weißen   (^iiciliiiien. 

1.  Kleiner.     (J.   Rippen  der   Hflgloberseite   schwarz.  D.  kednssn. 

2.  Größer.    (J.   Rippen   der   Oberseite   nicht   schwarz.  D.  rritnilri. 

ß.   Vflgl  unten  am  Hrd  nicht  oder  nur  wenig  erhellt  oder  nur  im  Felde  1  a  weißlich.     Beide  Flügel  unten 
im  Wurzelteil  bis  zur  er.sten  Querlinie  einfarbig  ohne  Zeichnungen. 

*.  Die  innerste  der  drei  weißen  Querlinien  der  Vflglunterseite  liegt  im  Felde  1  b  etwa  (i  mm  vom 
Saume  entfernt  und  ist  3 — 4mal  so  weit  von  der  zweiten  wie  diese  von  der  dritten  entfernt.  ■ — 
(J.  Flügel  oben  dunkel  violettblau,   nur  wenig  schillernd.  D.  vioJeüfi. 

**.  Die  innerste  weiße  Querlinie  der  \'flglunterseite  liegt  im  Felde  1  b  nur  3 — 4  mm  vom  Saume 
entfernt  und  höchstens  doppelt  so  weit  von  der  zweiten,  wie  diese  von  der  dritten. 

1.  (J.  Flügel  oben  rein  blau,  nur  wenig  schillernd. —  $.  Die  Flügel  oben  eintönig  braun,  etwas 
glänzend,  aber  ohne  blaue  oder  violette  Schuppen.  D.  deritas. 

2.  ^.  Flügel  oben  grünlich  blau,  sehr  stark  schillernd  und  darum  senkrecht  von  oben  gesehen 
nur  in  der  Wurzelhälfte  der  Vflgl  blau,  nach  außen  aber  schwärzlich.  —  9-  Flügel  oben  zum 
größten  Teil  matt  blau,  gegen  den  Saum  schwärzlich.  D.  corruscans. 

camerona.  D.  caiTierona  Plötz  (6.5  k).     Flügel  unten  schwärzlich  mit  einem  feinen  weißen  Querstrich  in  der  Zelle 

nahe  ihrer  Spitze,  einem  ähnlichen  Querstrich  kurz  hinter  der  Zelle  in  4  und  5,  2  weißen  Discallinien  und 
zwei  solchen  Submarginallinien;  die  Di.scal-  und  Submarginallinien  sind  oft  an  den  Rippen  unterbrochen  und 
bilden  gewöhnlich  in  jedem  Felde  einen  Bogen,  so  daß  die  Bogen  der  ersten  und  dritten  Linie  nach  innen, 
die  der  zweiten  und  vierten  nach  außen  konvex  sind,  Hflgl  außerdem  mit  feiner  weißer  Linie  dicht  am  Saume 
zwischen  den  Rippen  1  c  und  .5 ;  ein  schwarzer  rot  umzogener  Submarginalf leck  in  2 ;  Anallappen  oben  schwarz 
und  rot  mit  einigen  blauen  Schuppen,  unten  schwarz,  wurzelwärts  rot  begrenzt.  Flügel  oben  beim  (J  schwarz 
mit  blauen  Längsstrahlen  in  1  b,  4 — 6  und  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  in  1  c,  5  und  der  Mittelzelle  der 
Hflgl;  diese  außerdem  mit  blauen  Saumf lecken  in  2 — 4;  Felder  1  a  und  1  b  der  Hflgl  weißlich.  Beim  $  sind  die 
Flügel  oben  eintönig  rauchbraun,  violett  angeflogen  oder  an  der  Wurzel  blau  beschuppt.  Sierra-Leone  bis 
Kamerun. 

diytlus.  D.  diyllus  Hew.  (6t)  a,  b)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  außer  durch  die  in  der  Uebersicht  an- 

gegebenen Kennzeichen  nur  dadurch  verschieden,  daß  beim  (J  die  Felder  2 — 4  der  Hflgloberseite  fast  ganz  blau 
beschuppt  sind  mit  schwarzen  Rippen  und  daß  beim  $  die  Flügel  oben  eintönig  dunkel  rauchgrau  sind  ohne 
violetten  Anflug.  Die  Art  ist  etwas  kleiner  als  camerona.  cj.  Pinselam  Hrd  der  \'flgl-Unterseite  gelb.  Sierra-Leone. 

hohli.  D.  kohli  sp.  n.     r^.    Vflgl    oben    schwärzlich    mit    4 — .5  mm   breiter   dunkelbrauner  Saumbinde,    die 

schwarze  Farbe  ist  saumwärts  fast  geradlinig  begrenzt  und  erreicht  etwa  die  Mitte  der  Felder  3  und  4;  die 
Felder  1  a  und  1  b  bis  zur  braunen  Saumbinde  mit  blau.schillernden  Schuppen  dicht  bekleidet;  die  Schuppen 
der  Mittelzelle  und  diejenigen  im  Wurzelteil  der  Felder  2 — 6  sind  erhaben  und  bilden  einen  großen  Mehlfleck; 
Hrd  vor  der  Mitte  bauchig  erweitert.  Hflgl  oben  in  den  Feldern  1  c — 6  und  in  der  Mittelzelle  lebhaft  blau  mit 
einem  unscharf  begrenzten  schwarzen  Fleck  etwas  vor  dem  Saume  in  den  Feldern  2  und  3;  die  Felder  1  a  und 
1  b  dunkelgrau,  7  und  8  schwärzlich ;  eine  feine  schwarze  Saumlinie ;  Anallappen  rot,  schwarz  gesäumt ;  Schwänz- 
chen schwarz  am  Ende  weiß;  Saum  an  der  Rippe  3  stumpf  abgerundet.  Unterseite  dunkel  schiefergrau  mit 
einem  schwachen  Stich  ins  grünliche;  die  Zeichnungen  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe  und  darum  nur  durch 
die  weißen  Grenzlinien  deutlich  hervortretend;  ein  Querfleck  am  Zellende,  jederseits  von  einer  feinen  weißen 
Linie  begrenzt;  Discakiuerbinde  unregelmäßig,  von  viereckigen  Flecken  gebildet  und  nur  in  den  Feldern  1  b 
und  1  c  der  Htlgl  mit  einigen  gell)en  Schuppen  geziert;  zwei  weiße  Submarginallinien;  Fransen  dunkel  gefärbt ; 
Anallappen  der  Hflgl  unten  schwarz,  wurzelwärts  durch  einen  roten  Fleck  begrenzt;  im  Felde  2  ein  großer, 
schwarzer,  orangegelb  geringelter  Saumfleck;  eine  nach  vorn  undeutliche  feine  weiße  Saumlinie.  Spannweite 
2.')  mm.    Congo- Gebiet. 


I 


DEUDORIX.     Von  l)r.  C.  Aurwillius.  371 

D,  pasteon  Harn.  Dnice  (66  b).  ^.  Flügel  oben  dunkelblau;  yüg,l  am  Vrd  und  an  der  Spitze  telnväiz-  iiostvon. 
lieh:  Hflgl  am  Vrd  und  am  Ird  schwärzlich  und  mit  schwarzen  Rippen.  Flügel  unten  mit  brauner  Grundfarbe; 
\'flgl  am  Hrd  weiß  und  mit  weißlicher  Binde  am  Saume;  Querrippe  weißlich  gesäumt;  Hflgl  über  die  Spitze 
der  Mittelzelle  mit  einer  weißlichen  Schattenbinde,  welche  sich  von  der  Rippe  8  bis  zum  Ird  erstreckt,  und 
am  Saume  weißlich  beschuppt;  ein  schwarzer  Submarginalpunkt  in  Feld  6  und  ein  größerer  rot  umzogener 
in  2.    Kamerun:  Bit  je. 

D.  kedassa  Ham.  Dmce  (66b)  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  von  kedassa. 
der  folgenden    Art  ab.    Flügelspannung  etwa  27  mm.     Beim  $  entbehren  die  Flügel  oben  völlig  der  blauen 
Farbe  des  ^J.    Kamerun:  Bit  je. 

D.  catalla  Karsch  (65  k).  ^J.  Flügel  oben  schön  dunkelblau  mit  gleichfarbigen  Rippen,  Vflgl  am  calalla. 
Vrd  und  an  der  Spitze  schmal  schwarz,  Hflgl  bis  zum  Saume  blau  mit  schwarzen  Fransen,  nur  in  1  a,  1  b,  7  und  8 
schwarz,  die  Spitze  des  Feldes  7  jedoch  blau;  Mehlfleck  groß,  hellgelblich,  breit  schwarz  umzogen.  Flügel  unten 
dunkel  schwarzbraun;  in  der  Saumhälfte  der  Vflgl  mit  3  feinen  weißen  Querlinien,  von  denen  die  innerste  fast 
gerade,  die  äußeren  winkelig  gebrochen  sind ;  in  der  Saumhälfte  der  Hflgl  mit  4  feinen  weißen  Linien,  von  denen 
die  äußerste  dem  Saum  anliegt;  der  Wurzelteil  beider  Flügel  entweder  in  der  Zelle  und  am  Zellende  weiß 
beschuppt  und  gestrichelt  oder  bis  zur  ersten  Querlinie  ganz  einfai'big  ohne  Zeichnungen.   Togo  bis  Kamerun. 

D.  violetta  Auriv.  (68  a).    ,^.  Beide  Flügel  oben  bis  zum  Saume  sehr  dunkel  violettblau  ohne  Zeich-  violldla. 
nungen;  die  Unter.seite  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  von  den  verwandten 
Arten  ab.    $  mir  unbekannt.    Gabun  bis  Congo. 

D.  deritas   Hew.    (66  b)  weicht    nur    durch    die    in    der    Uebersicht   erwähnten    Kennzeichen  ab.    Die  dcritas. 
Hauptform  hat  eine  Flügelspannung  von  etwa  29  mm.    Kamerun  bis  Angola.  —  aucta  Karsch  hat  eine  Flügel-  nucfa. 
Spannung  von  38  mm,  stimmt  aber  sonst  genau  mit  deritas  überein  und  dürfte  nur  eine  Form  derselben  sein. 
Togo  bis  Kamerun. 

D.  corruscans  Auriv.   (66  b)  weicht  von  deritas  hauptsächlich  durch  die  stark  schillernde  und  gegen  comtscans. 
den  Saum  schwärzliche  Oberseite  der  Vflgl  des  ,^  und  die   sehr  dunkle,   bläulich-violette  Oberseite  des  $  ab. 
Anallappen  der  Hflgl  beim  (^  oben  schwarz,  unten  wurzelwärts  rot  begrenzt,  beim  $  oben  rot,  schwarz  umzogen, 
unten  wie  beim  ^.    Kamerun  bis  Ogowe. 

Zweite  Untergruppe. 

Beide  Flügel  unten  mit  deutlichem  Querstrich  oder  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle.  Hflgl  an  der 
Rippe  3  geeckt,  nicht  aber  geschwänzt. 

Uebersicht   der    A  r  t  e  n. 

A.  \i\g\  unten  zwischen  der  Mittelzelle  und  der  Submarginallinie  nur  mit  einer  einzigen,  fast  geraden, 
gewellten  oder  ebenen   Querlinie. 

a.  Unterseite  hellgrau  oder  weißgrau  mit  feiner,  gelber,  schwach  gewellter  Discalquerlinie.  —  (^  (so- 
weit bekannt) :  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  b  mit  schwarzem  Mehlfleck,  oben  zum  größten 
Teil  blau. 

*.  Die  Discalquerlinie  der  Unterseite  nach  außen  nicht  weiß  gesäumt.  —  (J.  Hflgl  oben  in  1  c  mit 
schwarzem  Haarpinsel.  D.  kafuensis. 

**.  Discalquerlinie  der  Unterseite  nach  außen  weiß  gesäumt.  —  (J.  Hflgl  ohne  Pinsel  im  Felde  1  c. 

D.  catori. 
D.  hemba. 
ß.  Unterseite  dunkelgrau,  mit  einem  schwachen  Stich  ins  Grüne.    Die  Discalquerlinie  der  Vflglunter- 
seite  schwärzlich  nach  außen  weiß  gesäumt;  die  der  Hflgl  unregelmäßig,  aus  schwarzgrauen,  nach 
außen  und  oft  auch  nach  innen  weiß  gesäumten  Querstrichen  oder  Querflecken  zusammengesetzt. 

D.  zela. 

B.  Vflgl  unten  zwischen  der  Mittelzelle  und  den  Submarginallinien  mit  zwei  weißlichen  Querlinien,  von 
denen  die  innere  saumwärts  und  die  äußere  wurzelwärts  braun  oder  schwärzlich  gesäumt  sind;  diese 
beiden  Querlinien  schließen  demnach  eine  mehr  oder  wenig  deutliche  Querbinde  ein. 

a.  Die  Discalbinde  der  Vflglunterseite  an  der  Rippe  i  deutlich  unterbrochen.  —  ^.  Flügel  oben  zum 
großen  Teil  hellblau;  Vflgl  oben  mit  großem  schwarzen  Sammetfleck  an  der  Spitze  der  Mittelzelle, 
unten  mit  schwarzem  Mehlfleck  an  der  Wurzel  des  Feldes  Ib.  D.  caerulea. 


:{72  REUDORIX.     Von  Dr.  ('.  Alrivillus. 

ß.  Discalbiiide  der  \'flglunterseite  zusammenhängend  und  fast  gerade.  —  ^.     \tlgl  olun  olnu-  Sanum  t- 
fleek  luid  uTitcii  uline  schwarzen  Mehlflec-k  in  1  b. 

*.  (J.  Flügel   oben   .-x-hwärziich,   bei   schiefer   Beleuchtung  in   der   .Saun)hälfte    mit    intensiv  blauen 
Schiller,  im  Wurzelteil   nicht  cdcr  nur  matt   bläulich.     O  unbekannt. 

1.  cJ.    Flügel    ohne    rotgelbc    Zeichnungen.  D.  odana. 

2.  (^.    Hflgl  oben  mit  rotgellier  Saumbinde  oder  wenigstens  mit  einem  rotgelben  Fleck  im  Felde  i. 

D.  i/dlathea. 
**.   _).   Flügel  oben  schwarzbraun  olme  blauen  Schiller;  die  \'tlgl  mit  einem  rotgelben  Hrdfkck,  welcher 
wenigstens  die  Rippe  2  erreicht;  Hflgl  von  der  Spitze  der  Mittelzelle  bis  zum  Saume  breit  orange- 
gelb.   $.  Flügel  oben  schwärzlich  bis  graubraun,  an  der  Wurzel  inid  in  der  Glitte  mehr  oder  weniger 
graublau  überzogen.  D.  diocles. 

/.■<//((t;i.s(.s.  D.  kafuensis  Neave.    (66  b).    J.    Flügel  oben  dunkelblau  mit  sehwaizen  Rippen,  \'Hgl  am  \'rde  bis  zur 

Mittelzelle,  an  der  Spitze  und  am  Saume  bis  zum  Hinterwinkel  ziemlich  breit  schwärzlich,  der  blaue  Wurzelteil 
fler  Felder  4  und  ö  etwa  3  mm  lang;  Hfgl  am  Vrde  bis  zur  Rippe  6  und  am  Irde  in  1  a  und  1  b  schwärzlich. 
Anallappen  orangerot  beschuppt.  Flügel  unten  weißgrau  mit  euiem  gelben  (.Querstrich  am  Ende  der  Mittelzellc 
und  einer  feinen  gelben  Discallinie;  Vflgl  mit  gelblicher  Submarginallinie  und  schwarzem  Mehlfleck  an  der 
Wurzel  des  Feldes  Ib;  Hflgl  mit  zwei  Submarginallinien,  einem  schwarzen,  orangerot  umzogenen  Subniarginal- 
fleck  in  2,  schwarzem,  blau  beschupptem  Anallappen  und  rotem  Strich  am  Irde  vom  Anallappen  l)is  zur  Rippe 
1  a.    $.  Dem  (J  ähnlich  gefärbt,  nur  etwas  heller  und  größer.    Nord-Rhodesia. 

mtui-i.  D.  catori  Baker  ist  mir  nur  durch  die  Beschreibung  bekannt;  dieselbe  lautet:  ^J.  Beide  Flügel  oben 

schwarz,  überall  mit  Kobaltblau  überzogen;  ^'tlgl  am  Vrde  bis  zur  Subcostalrippe,  an  der  Spitze  und  am  Saume 
schwarz;  die  sehwarze  Farbe  allmählich  gegen  den  Hinterwinkel  zu  einer  Linie  verschmäleit ;  Hflgl  mit  dem 
Anallappcn,  dem  Schwänzchen  inul  dem  Mehlfleck  am  \'rde  schwarz.  Beide  Flügel  unten  hellgrau  mit  dem 
gewöhnlichen  viereckigen  Querfleck  am  Ende  der  Zelle,  einer  gelben  nach  außen  weiß  gesäumten  Discallinie 
und  einer  ähnlichen  Submarginallinie,  welche  auf  den  Hflgln  am  Flecke  des  Feldes  2  endet;  die  Discallinie 
der  Hflgl  gegen  den  Ird  w-förmig  gezackt;  Submarginaltleck  des  Feldes  2  .schwarz,  nach  innen  und  an  den  Seiten 
lot  umzogen;  .\nallappen  schwarz,  nach  iimen  blau  beschuppt  und  am  Irde  von  einem  roten,  schwarz  gesäumten 
Streifen  begleitet.    Haarpinsel  am  Hrde  der  \'flgl-Unterseite  schwarz.    Sierra-Leone. 

ln-ii(b:i.  D.  bemba  Neave.  (66  b,  c).    Das  ^J  ist  nicht  bekannt;  die  oben  gelieferte  Beschreibung  der  Unter.seite 

von  D.  catori  Baker  stimmt  aber -so  genau  mit  der  Untenseite  von  bemba  überein,  daß  es  wahrscheinlich  ist,  das 
beinbn  das  9  '^'"ii  cntori  ist.  Flügel  oben  blau;  Vflgl  am  Vrde,  an  der  Spitze  fast  bis  zur  Zelle  und  am  Saume 
breit  schwarz;  Hflgl  ringsum  etwa  2  mm  breit  schwarz;  Anallappen  rot,  an  der  Spitze  schwarz  mit  blauen  Schup- 
pen.   Nord-Rhodesia. 

zelo.  D.  zela  Heir.    (66c).    ^.  Flügel  oben  schwärzlich   mit   bläulichem  Anflug:   ^'flgl  ohne  Zeichnungen: 

Hflgl  mit  lebhaft  blauen  Linien  längs  den  Rippen  1  b  und  2  und  mit  solchen  Saumstrichen  in  1  c — 6.  Die  Unter- 
seite ist  oben  in  der  Arteiuibersicht  beschrieben:  Anallappen  und  Submarginalfleck  des  Feldes  2  schwarz  nach 
zeUndes.  innen  rot  begrenzt.  Das  2  oben  eintönig  dunkel  rauchbiaun.  Sierra-Leone.  —  zeloides  Btlr.  scheint  die  südliche 
Form  zu  sein  und  .soll  nur  durch  hellere  Färbung  und  breitere,  mehr  unregelmäßige  Zeichnungen  der  Unter- 
seite abweichen.    \'flgl  oben  matt  grünlich  stahlblau;  Hflgl  oben  hellblau.    Rhodesia  und  Nyassa-Land. 

zcluniiina.  D.  zelotllima   Rbl.     Diese  mir  unbekannte  Art  ist  nach  einem  einzigen  (^  beschrieben;    ..ist  oberseits 

wie  D.  zela  Heir.,  weicht  aber  durch  reiner  aschgraue,  stark  })lau  glänzende,  viel  deutlicher  und  anders  ge- 
zeichnete Unterseite  davon  ab.  Die  Vflgl  zeigen  vor  dem  Saum  zwei  vollständige,  gegen  den  ird  konvergierende 
und  bis  zur  Analader  deutliche,  braune,  schwach  weißgesäumte  Querbinden.  Der  doppelte  Mittelstrich  ist 
hier  auch  braun  ausgefüllt  und  basalwärts  weiß  gesäumt.  Die  Hflgl  haben  eine  ähnliche  Zeichnungsanlage 
wie  zela,  nur  findet  sich  basalwärts  von  dem  braun  ausgefüllten,  doppelten  Mittelstrich  noch  eine  von  der 
Subcosta  bis  zum  C'ubitalstamm  reichende,  braune,  weiß  gesäumte  Querbinde,  Die  äußere  gebrochene  Quer- 
binde ist  heller  braun  ausgefüllt  und  der  schwarze  Punkt  in  Zelle  2  ist  wurzelwärts  blutrot  (und  niclit 
orangerot  wie  bei  zela)  begrenzt.    N'flgllänge  15  mm."    Xordwestufer  des  Tanganjika-Sees. 

ctivriilca.  D.  caerulea  Hatn.  Druce.  (66  c).   J.  Flügel  oben  glänzend  hellblau;  N'flgl  mit  dem  \'rd  fast  bis  zur  Mittcl- 

zelle  und  der  Spitze  sehr  breit,  etwa  4  mm,  schwarzbraun,  in  der  Mitte  mit  einem  großen  .schwarzen,  blau  be- 
stäubten Sammetfleck.  welcher  die  Spitze  der  Zelle  und  die  Wurzel  der  Felder  2 — 6,  9  und  10  bedeckt:  Hflgl 
in  1  a  und  1  b  und  am  A'rdc  bis  zur  Rippe  6  schwarzgrau,  in  1  c — ö  und  der  Zelle  blau  mit  feiner  schwarzer 
Saumlinie;  Anallappen  an  der  Spitze  schwarz  mit  blauen  Schuppen,  nach  innen  rot  beschuppt.  Die  Unter- 
seite ist  in  der  Uebersicht  beschrieben.  Haarpinsel  am  Hrde  der  \'flgl-Untciseite  schwarz.  Beim  $  sind  die 
Vflgl  oben  matt  violett-blau  mit  \'rd,  Spitze  und  Saum  i)rcit  dunkelbraun  und  die  Hflgl  auch  blau  mit  \'rd 
und  Spitze  breit  und  dem  Saume  .schmal  blau;  Anallapi)en  schwarz,  nach  innen  gelb  gesäumt.    Nigeria  und 


UEUDORIX.      Von  Dr.  C.  Avrivillius.  373 

Adaniaua.  —  obscurata  Trim.  i.st  die  südliche  Rasse  und  weicht  im  niännliclien  Geschlecht  dadurch  ab,  daß  ohsrurala. 
der  Sammettleck  der  Vflgl-Oberscite  noch  größer  ist,  einen  bedeutenden  Teil  der  Felder  2- — 5  bedeckt  und 
nach  außen  mit  dem  Saume  fast  parallel  verläuft;  Haarpinsel  der  \'flgl-Unterseite  gelbbraun  mit  schwarzer 
Spitze.    Ovambo-Land,  Manica-Land,  Portugiesisch  Ostafrika. 

D.  odana  Harn.  Druce.  (08  a).  q.  Flügel  oben  eintönig  dunkel  grauschwarz  mit  schwachem  blauem  imUhhi. 
Anflug  besonders  im  Wurzelteil  der  Vf Igl ;  der  quadratische  ]Mehlfleck  der  Hflgl  (an  der  Wurzel  der  Rippe  7)  bei 
gewisser  Beleuchtung  intensiv  kupferrot  schillernd ;  Anallappen  der  Hflgl  schwarz  mit  blauen  und  roten  Schup- 
j)en.  Unterseite  grau,  am  Saume  bräunlich,  beide  Flügel  mit  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle;  Vflgl  mit  breiter, 
zusammenhängender  weißgesäumter  Discalbinde,  welche  wenig  dunkler  als  die  Grundfarbe  ist,  und  schmaler 
undeutlicher  Submarginalbinde ;  Hflgl  mit  sehr  unregelmäßiger  Discalbinde  und  schwarzem  ringsum  rotumzo- 
genem  Submarginalfleck  im  Felde  2:  Anallappen  schwarz,  etwas  bläulich  bestäubt.  Beim  ?  sind  die  Flügel 
oben  gelblich  clunkelgrau.  bei  gewisser  Beleuchtung  mit  schwachem  blauviolettem  Schiller  und  schwarzer 
Saumlinie.    Nigeria  bis  Kamerun. 

D.  galathea  Sums,   weicht  nur  durch  die  rotgelbe  Färbung  am  Saume  der  Hflgl-Oberseite  von  odana  (jalalhca. 
ab.    Der  MehlfJeck  der  Hflgl  schillert  weiß  oder  goldig.    Sierra-Leone. 

D.  diocles  Heu-.  (66  c).  o.  \'flgl  oben  schwarz  mit  großem  orangeroten  Hrdlleck,  welcher  wenigstens  d'wcles. 
die  KipjH-  4  erreicht  und  am  Hrde  5 — 7  mm  breit  ist.  Hflgl  oben  orangerot,  an  der  Wurzel  bis  fast  oder  bis 
zur  Spitze  der  Zelle  schwarzgrau;  Fransen  schwarz;  Anallappen  blau,  schwarz  und  rötlich  beschuppt.  Flügel 
unten  schiefergrau  mit  dem  Submarginalfleck  im  Felde  2  der  Hflgl  nur  nach  innen  rot  begrenzt,  sonst  ganz 
wie  l)ei  den  beiden  letztgenannten  Arten  gezeichnet.  —  Das  9  ist  etwas  größer  und  hat  einen  weißlich  bläulich- 
grauen Mittelfleck,  welcher  den  Hrd  nicht  erreicht,  die  Mitte  des  Feldes  1  b  und  die  Wurzel  der  Felder  2- — 4 
bedeckt;  Hflgl  dunkelbraun  bläulich  grau  überzogen  mit  schwarzem  Submarginalfleck  in  2  und  schwarzer 
nach  innen  weiß  gesäumter  Saumlinie  der  Felder  1  c — 4:  Unterseite  wie  beim  o-  Natal  bis  British  O.stafrika.  — 
vosseleri  Strand.  Das  o'  weicht  dadurch  ab,  daß  der  orange  Fleck  der  \'flgl  kleiner  ist  und  nur  bis  zur  Rippe  2  vo.fsckn. 
reicht  und  daß  das  $  oben  dem  ?  von  antalus  (66  e)  ähnlich  ist,  aber  den  schwarzen  Submarginalpunkt  im 
Felde  1  c  der  Hflgl  vermissen  läßt.  Deutsch-Ostafrika.  —  Die  Rp  von  diocles  lebt  in  den  Hülsen  einer  Acacia- 
art  und  frißt  die  Samen  auf;  sie  ist  länglich  und  flach  gedrückt,  rötlichbraun  mit  gelben  Zeichnungen  und 
schwarzen  Punkten  auf  den  Gliedern  1,  2,  11  und  12,  die  Glieder  3—10  an  den  Seiten  grünlich.  Pp  stumpf,  dick 
und   abgerundet,  braun  mit  gelben  Flecken  auf  dem  Rücken. 

Dritte  Untergruppe. 

Die  hieher  gehörigen  Arten  unterscheiden  sich  sofort  von  allen  anderen  afrikanischen  Deudorlx-Arten 
durch  die  \\'urzelpunkte  der  Hflglunter.seitc.  Die  Geschlechter  sind  gewöhnlich  oben  unter  sich  verschieden 
gefärbt  und  die  (^^  haben  stets  einen  Mehlfleck  an  der  Wurzel  der  Rippe  7  der  Hflgloberseite  und  einen  schwar- 
zen Haarpinsel  am  Hrde  der  Vflglunterseite.  Die  $$  sind  einander  oft  .sehr  ähnlich  und  noch  unvollständig 
bekannt ;  liegen  mir  auch  von  mehreren  .\rten  nicht  vor.  Ich  konnte  sie  darum  in  der  folgenden  Uebersicht 
nicht   in   Beträcht  ziehen. 

Uebersicht  der  M  ä  n  n  e  h  e  n. 

A     Hflgl  oben  zum  größten  Teil  orangegelb  oder  gelbrot. 

K.  Vflgl  oben  einfarbig  schwarzbraun  mit  schwachem  blauem  Scliillci'.    Wurzelpunkte  der  Hflglunterseite  rot. 

D.  dariaves. 

ß.   Vflgl  oben   mit   kleinerem  oder  größerem,   rotem  Felde. 

*.   Vflgl  oben  schwärzlich  im  Felde  I  b  oder  in  1  b  und  2  mit  einem  gerundeten  rötlichen   Fleck,  welcher 
den  Hrd  nicht  erreicht. 

1.  Hflgl  oben  mit  einer  wenigstens  1  mm  breiten,  schwarzen  Saumbinde.    Stirn  schwarz  mit  breiten 
weißen  Seitenrändern.    Wurzelpunkte  der  Hflglunterseite  groß  und  tief  schwarz.       D.  lorisona. 

2.  Hflgl  oben  bis  zum  Saume  rotgelb  nur  mit  schwarzen  Fransen.   Wurzelpunkte  der  Hflglunterseite 
klein.  ^-  diopolis. 

**.  Vflgl  oben  mit  großem  orangerotem  Hrdfleck  oder  zum  größten  Teil  orangerot.  Hflgl  unten  höch- 
stens mit  3  Wurzelpunkten  (in  1  a.  7  und  in  der  Zelle).  Stirn  weiß  oder  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger 
orangegelb. 

§.  Vflgl  oben  am  Vrde  wenigstens  bis  zur  :\Iittelzelle  schwarz  oder  dunkel  grau, 
o.  Wurzeljjunkte   und    (^ucrlinicn   der   Hflglunterseite  rot. 


374  DEUDORIX.     Vom  Dr.  ('.  AiRrv^iLLius. 

1.  Der  oraiigerote  Hrclfleck  der  A'flgl  mäßig  groß  und  die  schwarze  Saumbinde  nach  vorn 
stark  erweitert,  an  der  Rippe  4  wenigstens  doppelt  so  breit  wie  an  der  Rippe  1. 

D.  licinia. 

2.  Der  orangerote  Hrdfleck  der  Vtlgl  sehr  groß;  der  \Vd,  die  Spitze  und  der  Saum  darum 
nur  schmal  schwarz ;  die  Saumbinde  zwischen  den  Rippen  1  und  4  fast  gleich  breit  und 
nur  etwa  2  mm  breit.  D.  dinochares. 

00.  Hflgl  unten  mit  2 — 3  schwarzen  Wurzelpunkten,  einem  in  der  Mittelzelle,  einem  im  Felde  7 
und  bisweilen  auch  einem   in    1  a.  D.  livin. 

D.  (lo/iertyi. 
§g.  Vflgl  oben  bis  zum  \'rde  orangerot.  nur  die  Spitze  und  der  Saum,  nach  hinten  sehr  verschmälert, 
schwarz.  D.  dinomeiies. 

B.  Flügel  oben  einfarbig  ohne  rote  Flecke  oder  Felder. 

a.  Flügel  oben  ziemlich  hell  eintönig  braun,  nicht  dunkler  an  den  Rändern  mit  schwachem  kupfrigem  Glänze 

und  an  der  Wurzel  der  Vflgl  violett  oder  blau  schillernd.  D.  antalus. 

ß.  Flügel  oben  schwarz,  am  Irde  der  Hflgl  hell  grau.  D.  caliginosa. 

y.  Flügel  oben  schwarzblau  und  mit  lebhaft  blauen  Schuppen  bestreut.  D.  tsiphana. 

Die  Unterseite  ist  bei  allen  Arten  ziemlich  ähnlich  gezeichnet.  Es  genügt  darum,  sie  liier  zu  l)esclneiben  und  bei  den 
einzelnen  Arten  nur  die  Unterscliiede  anzugeben.  Beide  Flügel  am  Ende  der  Zelle  jederseits  der  Querrippe  mil  einem  ge- 
raden scliwarzen  oder  rotbraunen  Qvu'rstrich.  dann  etwa  in  der  Mitte  zwischen  der  Zelle  und  dem  Saume  mit  einer  Discal- 
querbinde,  die  jedoch  nicht  oder  nur  wenig  dunkler  als  die  Giundfarbc  ist  und  dämm  nur  duicli  ilue  Begrenzung  heivor- 
Iritt:  sie  ist  nämlich  auf  beiden  Seiten  durch  dunkle,  weiß  gesäumte  Queistriche  begrenzt:  die  Querbinde  ist  auf  den  Vflgln 
breit  imd  fast  gerade,  höchstens  an  der  Rippe  4  etwas  unterbrochen,  indem  der  Fleck  in  3  nälier  an  der  Wurzel  stellt  als 
der  in  4.  Auf  den  Hflgln  i.st  sie  sehr  unregelmäßig  und  fast  ganz  in  eckige  oder  gebogene  Flecke  aufgelöst;  der  Fleck  (oder 
die  Querstriche)  in  7  viel  mehr  wurzelwärts  als  der  in  6,  dieser  etwas  näher  an  der  Wurzel  als  die  der  Felder  4  und  5, 
welche  gleich  weit  vom  Saume  entfernt  sind  und  eine  gerade  Querbinde  bilden:  die  Flecke  in  2  und  3  hängen  auch  zu- 
sammen, stehen  aber  etwas  näher  an  der  Wurzel  und  schief  gegen  die  vorigen :  der  Fleck  in  1  c  ist  stark  gekrümmt  imd  der  letzte 
Fleck  in  1  b  ist  lang  und  .schmal  und  sehr  .schief  gegen  die  Mitte  des  Irdes  gerichtet.  Vflgl  mit  einer,  Hflgl  mit  zwei  dunk- 
len Submarginal linieii.  von  denen  die  innere  schäifer  liervortritt,  sich  am  Ird  bis  zur  Rippe  1  fortsetzt  uncl  die  Submarginal- 
flecke  der  Felder  1  b — 2  wurzelwärts  begrenzt,  die  äußere  aber  an  der  Rippe  3  endet  oder  analwärts  undeutlich  ist.  Anal- 
lappen unten  schwarz  mit  blauen  Schuppen;  ein  kleiner  oft  querliegender,  blau  beschuppter  schwaizer  Submarginalf leck  in 
1  c  und  ein  größerer,  nach  innen  rotgelb  begrenzter  solcher  Fleck  in  2.   Eine  feine  dunkle,  innen  weiß  gesäumt«  Saumlinie. 

dariuvcif.  D.  dariaves  Hew.  (66  c).     q.  Vflgl  oben  einfarbig  schwarz  mit  schwachem  bläulichen  Schiller;   Hflgl 

rotgelb,  an  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  der  Zelle  und  am  Irde  schwarzbraun;  eine  feine  schwarze  Saumlinie.  Wurzel- 
punkte der  Hflglunterseite  groß  und  rot ;  Discalbinden  schwarz  gesäumt,  nur  im  Felde  7  der  Hflgl  nach  innen 
durch  einen  roten  Querfleck  begrenzt.  Beim  $  sind  beide  Flügel  oben  dunkel  schwarzgrau  in  der  Mitte  etwas 
aufgehellt  und  zwischen  den  Rippen  2 — 6  der  Hflgl  mit  einer  scharf  begrenzten  weißgrauen,  etwa  2  mm  breiten 
Submarginalbinde.     Delagoa-Bai  bis  British-Ostafrika. 

hirisomi.  D.  lorisona  Hew.  (66  d).    Stirn  schwarz  mit  weißen  Seitenrändern,    o '■  ^"flgl  oben  schwarz  mit  einem 

gerundeten  roten  Fleck  im  Felde  1  b;  Hflgl  an  der  Wurzel  und  am  Frde  fast  bis  zur  Rippe  2  schwarz  und  mit 
einer  1  nun  breiten  schwarzen  Saumbinde,  sonst  rotgelb;  Mehlfleck  am  Vrde  schiefergrau.  Auf  der  Unterseite 
sind. die  Discalbinden  dunkel  ausgefüllt  und  die  Hflgl  am  Vrde  breit  weißlich  aufgehellt:  Wurzelpunkte  groß 
und   schwarz.     Das    2   ist    mir   unbekannt.     Sierra-Leone  bis  Xiger.     (British-Ostafrika?). 

tliopolis.  D.  diopolis  Heu\  (o*  =  rutila  Mah.;  $  =  Wardi  Mab.)  (66  d)    weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht 

angi'fühiten  Kennzeichen  von  lorisona  ab.  Die  Hflgl  unten  am  ^'rde  nicht  heller.  Bei  dem  V-  welches  wahr- 
sclicinlich  zu  dieser  .Art  gehört,  sind  die  Vflgl  oben  sch\^arz  mit  einem  großen,  scharf  begrenzten  fast  weißen 
Fleck,  welcher  die  Felder  1  c  und  2  von  der  Wurzel  bis  etwa  4  mm  vom  Saume  bedeckt;  Hflgl  an  der  Wurzel, 
am  Vrde  und  Trde  breit  schwarz  in  den  Feldern  2 — 5  hell  blaugrau  mit  schwarzen  Submarginaljjunkten  in 
1  c  und  2.  Madagaskar. 
lUhiid.  D.  licinia  Mab.  {=  derona  Smith)  (&ad)*).    Das  ^  weicht   nur  durch  die  in  der  Uebersicht  erwähnten 

Kennzeichen  von  den  verwandten  Arten  ab.  Beim  $  sind  die  Vflgl  oben  schwärzlich  mit  einem  graublauen 
Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  4  erreicht  und  durch  eine  wenigstens  3  mm  breite,  am  Hrde  stark  erweiterte  dunkle 
Saumbinde  nach  außen  begrenzt  ist;  Hflgl  matt  graublau  an  der  Wurzel  etwas  dunkler  mit  den  gewöhnlichen 
balikeli.  Zeichnungen  am  Analwinkel.  Madagaskar.  —  batikeli  /JW..  die  nach  einem  5  beschrieben  wurde,  weicht  nach 
der  Abbildung  nur  durch  einen  etwas  größeren  graublauen  Hrdfleck  der  Vflgl  ab  und  ist  wahrscheinlich  nichts 
anderes  als  ein  9  von  licinia,  in  welchem  Falle  die  Art  balikeli  heißen  muß.  Mabille  erwähnt  zwar  im  Texte 
zu  CJKAXDTniERs  großem  Werke,  daß  das  (J  von  batikeli  dem  $  fast  ganz  ähidich  sei;  diese  Angabe  beruht  jedoch 
sicher  darauf,  daß  er  in  diesem  Falle  kleine   $$  für  ^^  angesehen  hat.    Madagaskar. 

dinuchures.  D.  dinochares  Smith    (=  licinia  Trim.    non  Mab.;   dieden  Karsch)  (66  d).     (J.  Vflgl    oIkii    orangerot, 

um-  ani  Vrde  bis  zur  Zelle,  an  der  Spitze  und  am  Saume  schwarz;  Spitze  etwa  4,  Saum  etwa  2  mm  lireit  schwarz; 

Hflgl  bis  zum  Saume  orangerot,  am  Irde  bis  zur  Rippe  1  b  und  an  der  Wurzel  nur  bis  zur  Mitte  der  Zelle 

*)  Unsere  Abbildung  66  d  ist  die  g.enaue  Wiedergabe  eines  von  der  Satellit-Insel  Nossi-Be  stammenden  Exemplars. 
Da  sie  aber  mit  der  Urbeschreibiuiff  nicht  gut  übereinstimmt,  ziehen  wir  sie  nur  unter  Zweifel  hierher. 


DEUDORIX.    Von  Dr.  C.  Aueivillitts.  375 

schwärzlich;  Grundfarbe  der  Unterseite  schiefergrau.  Das  $  unterscheidet  sich  vom  $  der  liciiiia  nur  dadurch, 
daß  die  blaugraue  Färbung  der  Oberseite  schwächer  und  mehr  diffus  auftritt.  Transvaal,  Matabele-Land, 
Mashuna-Land,    Delagoa-Bay,    Deutsch-    und    British-Ostafrika,    Madagaskar. 

D.  livia  Khtg  (66  e)  kommt  der  vorigen  Art  sehr  nahe  und  weicht  nur  durch  die  schwarzen  Zeichnungen  Jirin. 
der  Unterseite  ab;  die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgloberseite  des  (^  nach  hinten  stark  verschmälert  und  zuge- 
spitzt.   Flügel  beim  $  oben  heller  braun  bis  über  die  Mitte  hinaus  graubläulich  angeflogen.  —  Die  Raupe  ist 
jung  grün,  später  fleischfarbig  und  lebt  in  den  Schoten  von  Acacia  nilotica  und  farnesiana,  soll  auch  die  Früchte 
des  Granatbaumes  beschädigen.    British-Ostafrika,  Somali-Land,  Nubien,  Ai-abien  und  Nigeria. 

D.  dohertyi  Buk.  ist  mir  unbekannt.    Die  Vflgl  sind  nach  der  Beschreibung  ieim  (J  oben  bleigrau  mit  rlohrri>/i. 
einem   großen  orangegelben  fast   viereckigen  Hrdfleck,   welcher  sich  von  der  Mitte  des  Hrdes  bis  zur  Spitze 
der  Zelle  und  der  Rippe  5  ausdehnt  und  nach  außen  schief  abgeschnitten  ist;  Hflgl  orangegelb  mit  der  Wurzel, 
dem  Ird  und  dem  Vrd  bleigrau:  Saum  fein  scliwarz;  Unterseite  mit  gelbgrauer  Grundfarbe.    British-Ostafrika; 
Kikuyu. 

D.  dinonienes  Smith.   ^.  Flügel  oben  orangerot,  glänzend,  nur  die  Spitze  und  der  Saum  (sehr  schmal)  dinmnriirx. 
der  Vflgl  schwarz.    Wurzelpunktc  und  Querlinien  der  Unterseite  rot;  Vflgl  unten  am  Hrde  orangegelb.    $  dem 
9  von  dinochares  (66  d)  ähnlich,    oben  aber  mehr    grau  und  mit  einem  deutlichen  schwarzen  Submarginal- 
fleck  im  Felde   1  c.    Sierra-Leone ;  Transvaal  und  Delagoa-Baj'. 

D.  antalus  Hpffr.  (66  e).  S'-  Flügel  oben  eintönig  kupferig  braun  ohne  andere  Zeichnungen  als  zwei  (inlahnt. 
Ideine  schwarze  Submarginalpunkte  der  Hflgl  in  1  c  und  2;  Anallappen  schwarzblau  beschuppt,  am  Irde  gelb- 
lich; Unterseite  grau  mit  schwarzen  Wurzelpunkten  und  dunklen  Querlinien.  Das  $  ist  den  $$  der  verwandten 
Arten  sehr  ähnlich,  oben  braun,  über  die  Mitte  hinaus  blaugrau  bestäubt  und  in  der  Mitte  jedes  Flügels  weißlicli 
aufgehellt,  Submarginalf lecke  und  Anallappen  der  Hflgl  wie  beim  ^.  —  Die  Rp  lebt  in  den  Schoten  von 
Orotalaria  capensis,  ist  oben  gräulich  grau  oder  fleischfarbig  mit  schwarzen  Punkten  inid  Flecken  und  mit 
kurzen  schwarzen  Borsten  bekleidet;  erstes  und  zweites  Glied  gelb.  Pp  von  der  gewöhnlichen  Form  mit 
dem  Thorax  und  den  Flügelscheiden  schwärzlich  und  dem  Hinterkörper  rötlich  gelb,  dicht  mit  schwarzen  Pünkt- 
chen und  schwarzer  Rückenlinie.  Auf  dem  ganzen  Festlande  häufig,  auch  auf  den  Comoren  und  auf  Mada- 
gaskar. —  ab.  $  kitobolensis  Strand  ist  größer  und  hat  die  Grundfarbe  der  beiden  Flügel  unten  mehr  bräunlich  kUobolensis. 
grau  und  die  Querbinden  der  ^'flglunterseite  ein  wenig  schmäler;  die  Unterseite  der  Hflgl  zeichnet  sich  durch 
das  Vorhandensein  von  nur  2  deutlichen,  schwarzen  Wurzelpunktflecken  aus,  indem  derjenige  im  Dorsalfeld 
luu'  ganz  sch\\ach  angedeutet  ist.    Belgisch-Congo. 

D.  caliginosa  Lathy  (66  e).    (J.    Flügel  oben  schwärzlich  mit  Purpiu-glanz,  unten  dunkel  schiefergrau  raliginoxa. 
mit  den  gewöhnlichen  Zeichnungen,  aber  ohne  schwarze  Submarginalpunkte  auf  der  Oberseite  der  Hflgl.    $ 
unbekannt.    Nigeria. 

D.  tsiphana  Bsd.  ^.  Die  Flügel  sind  oben  schwarzblau  mit  hellblauen  Schuppen  bestreut.  Hflgl  oben  isiphana. 
am  Saume  in  den  Feldern  1  b — 2  graugelb  mit  .scharf  hervortretenden  schwarzen  Punkten  in  1  c  und  2.  Die 
Unterseite  ist  fast  weiß  und  weicht  in  der  Zeichnung  recht  erheblich  von  den  übrigen  Arten  ab.  Vflgl  mit 
einer  dicken  submarginalen  Schattenlinie  von  der  Rijjpe  1  bis  zur  Rippe  6  und  mit  einer  schiefen  Schatten- 
binde, welche  sich  vom  >Submarginalfleck  des  Feldes  1  b  bis  zur  Mitte  des  Vrdes  erstreckt;  die  Felder  4  und  5 
in  der  Mitte  ein  wenig  verdunkelt;  Hflgl  in  der  Mitte  etwas  verdunkelt  mit  schwarzem  Wurzelpunkt  in  7, 
einem  Querstrich  am  Zellende,  einem  breiten  Querfleck  in  7,  der  Spitze  der  Zelle  gegenüber  und  den  Grenzlinien 
der  undeutlichen  Discalbinde  graubraun  gefärbt ;  Submarginalfleck  des  Feldes  2  nach  innen  rotgelb  begrenzt ; 
Anallappen  lang  und  schmal;  Schwänzchen  kurz.  Beim  $  sind  die  Flügel  oben  schwarzgrau  an  der  Wiu-zel 
bläulich  überzogen.    Madagaskar. 

D.  rava  Holt.  ?  Oberseite  dunkelbraun  mit  einem  ovalen  orangefarbigen  Fleck  in  den  Vflgln  hinter  rava. 
der  Zelle  und  das  äußere  Drittel  der  Hflgl  vom  Vorderwinkel  bis  zum  Hinterwinkel  auch  orangegelb;  der  Saum 
der  Hflgl  ist  dunkelbraun  und  die  orangegelbe  Farbe  vor  dem  Schwänzchen  durch  einen  braunen  runden  Fleck 
unterbrochen;  Schwänzchen  schwarz  mit  weißer  Spitze.  Die  Unterseite  fast  wie  bei  eleala  Hew.  (66a)  ge- 
zeichnet. Diese  Beschreibung  ist  zu  dürftig,  um  die  Art  bestimmen  zu  können.  Möglicherweise  ist  rava  das  9 
von  arutna  oder   mit    lorisona  verwandt.     Ogowe-Fluß. 

D.  renidens  Mab.  ist  eine  zweite  mir  völlig  unbekannte  .Vi-t,  welche  als  Hypolycaena  beschrieben  wurde,  rmiden». 
wahrscheinlich  aber  zu  Deudorix  gehört.  ^.  Flügel  oben  schwarz;  Vflgl  hinter  der  Mitte  mit  einer  blauen, 
grün  schillernden  Aufhellung;  Hflgl  in  der  Mitte  mit  einem  dreieckigen  blauen  Fleck  und  einem  bläulichen 
Anallappen:  Fransen  schwarz.  Flügel  unten  matt  schwärzlich  Vflgl  in  der  Mittelzelle  mit  einem  dunkleren, 
nach  innen  weiß  gesäumten  Fleck  und  mit  dunkler  Saumbinde,  welche  gegen  den  Hinterwinkel  zugespitzt 
ist;  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  mit  3  schwarzen  weiß  umgebenen  Punkten,  in  der  Zelle  mit  2  Querstrichen, 
2  Reihen  weißer  Querstriche  in  der  Mitte  und  2  am  Saume;  ein  schwarzer,  rot  begrenzter  Saumfleck  im  Felde  2; 
Anallappen   mit   blauen   Schuppen.     Madagaskar. 


376  MYRTXA.     \'on  Dr.  ('.  Airiviixifs. 

Vierte    Gattungsgruppe. 

Diese  Gruppe  umfaßt  die  Mehrzahl  der  äthiopischen  Lyiaenineii-Gattuiigeu.  Bei  fast  allen  sind  die 
Hflgl  am  Ende  der  Rippe  1  b  geschwänzt  und  gelappt.  Nur  selten  sind  sie  dort  abgerundet,  in  welchem  Falle 
jedoch  die  Gattungen  durch  die  dicken  Fühler  von  den  Gattungen  der  nächsten  Gruppe  abweichen. 

Uebersicht  der  Gattungen. 

1.   J)ic  Kippen  ö  und  t>  der  Vflgl  gehen  von  demselben  Punkte  (.scheinbar  aus  der  Spitze  der  Mittelzelle)  aus. 
indem  die  obere  Discozellularrippe  der  Vflgl  lang  und  sehr  schief  gestellt  ist  und  die  mittlere  gänzlich  fehlt. 

4.   Myrina. 
II.  Die  Rippen  ö  und  6  der  ^'flgl  an  ihrem  Ursprung  deutlich  getrennt.   Die  mittlere  Discozellulairippe  ist  näm- 
lich immer  da,  wogegen  die  obere  fehlt  oder  sehr  kurz  ist. 

.V.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  geschwänzt. 

a.   Palpen  äußerst   kurz  und  klein.  5.    PKeuilnletifi. 

[i.  Palpen   normal  oder  lang. 

*.   \  flgl  mir  mit   10  Rippen;  die  Rijjpe  7  mündet  in  die  S])itze  oder  in  den  \'i(l ;  kciiu-  (hr  Ui])])cn 
gestielt  oder  imr  die  Rippen  6  und  7  kiwz  gestielt. 

§.  Fühler  schlank   mit  deutlichen  Gliedern,   welche  .3 — 4  mal   so   lang  wie  breit   sind,   und    mit 
deutlicher   Kolbe. 

().    Das   Schwänzchen  am    Ende»  dei-   Rippe    I  I)  der   Hflgl  stets  länger  als  die   übrigen. 

7.   H i/pol)/C(ie»(i. 
oo.   Das  Schwänzchen  am  Ende  der  Rippe  1  b  der  Hflgl  nicht  länger  als  das  an  der  Rij)j)e  2. 
Augen  nackt. 

!.  Hflgl  mit  drei  Schwänzchen  (an  den  Rippen  1  b.  2  mid  .'5).  Die  Rippen  6  und  7  der 
Vflgl  an  ihrem  Ursprünge  ziemlich  weit  getrennt.  6.  Oxylide-'^. 

2.  Hflgl  nur  mit  zwei  gleichlangen,  haarfeinen  Schwänzchen  (am  Ende  der  Rippen  1  b 
und  2).  Die  Rippen  fi  luid  7  der  Hflgl  an  ihrem  Ursprünge  mehr  oder  weniger  mit 
einander   vereinigt.  15.  Zeniis. 

*;§.  Fühler  dick  und  kräftig  gebaut,  gegen  die  Spitze  nur  allmählich  verdickt  ohne  deutliche 
Kolbe;  ihre  Glieder  kurz,  nicht  oder  wenig  länger  als  breit  und  wenig  deutlich.    .Vugen  nackt. 

8.  Stugeki. 
**.  \'flgl  mit  11  oder  12  Rippen,  im  ersteren  Falle  geht  die  Rippe  7  in  die  Spitze,  im  letzteren  in  den 
Saum  aus.    Hflgl  wenigstens  mit  zwei  Schwänzchen  (an  1  b  luid  2).    Fühler  kräftig  gebaut  mit 
kurzen   Gliedern. 

§.  Hflgl  fast  immer  an  der  Rippe  3  geschwänzt,  oder  wenigstens  geeckt:  sehr  selten  ganz  eben. 
In  diesem  Falle  haben  die  Flügel  unten  keine  metallische  Flecke. 

0.  -Vugen  dicht  haarig.  !).   Trichiolavs. 

00.  Augen  nackt. 

1.  Das  Schwänzchen  an  der  Rippe  1  b  der  Hflgl  kürzer  oder  wenigstens  nicht  länger 
als  das  an  der  Rippe  2.  —  ^.  Die  Hflgl  oben  in  der  Mitte  mit  einem  großen  hellgelb- 
liclien  Mehlfleck.  10.  Dapidodigma. 

2.  Das  Schwänzchen  an  der  Rippe  1  b  der  Hflgl  stets  länger  und  stärker  als  die  anderen. 

1 1 .  lolaus. 

§1;.  Hflgl  gewöhnlich  an  der  Rippe  3  weder  geschwänzt  noch  geeckt:  selten  schwach  geeckt. 
Die  Flügel  unten  mit  zahlreichen  metallischen  Flecken  orler  sogar  mit  metallischer  (!iund- 
farbe. 

o.  Vflgl    mit    12    Rippen.  12.  Aphnnens. 

00.   Vflgl  nur  mit    II  Rippen,  indem  die  Rippe  9  fehlt. 

1.  Die   Rippe    11    (erster   Subcostalast)   frei   verlaufend.  13.  Spindasis. 

2.  Die  Rippe  1 1  dci'  \'flgl  vereinigt  sich  bald  nach  ihiem  Ursprünge  eine  lange  Strecke 
mit  der  Rippe    12.  14.   Chhroselus. 

R.   Die  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  ohne  Schwänzchen  (mit  Ausnahme  von  l'/iii.sis  t/ieio  und  argyrrifipis). 

a.  \'flgl  nur  mit    Kt  Rippen,  indem  die  Rippen  8  und  9  fehlen.    Augen  nackt. 

*.    Die  Rippen  (i  und  7  der  \'flgl  gestielt.    Flügel  oben  mehr  odei'  weniger  lot  oder  rotgelb.    \'flgl 
oben   ohne    Augenfleck   am    Analwinkel.  17.  Axiocerses. 


11 


** 


Amgegeben4.I.l92-2.  MYRINA.     Von  Dr.  C.  AuKmLLius.  377 

**.  Die  Rippen  ß  und  7  der  Yflgl  frei  aus  demselben  Punkte.    Flügel  oben  nicht  rot.    Vflgl  oben  im 
Felde    1  b  am   Saume  mit  einem  schwarzen,   weißlich   geringelten  Augenfleck. 

18.  Leptomymia. 
p.  Vflgl  mit  11  oder  12  Rippen. 

^  Augen  dicht  langhaarig.    Vflgl  mit    11   Rippen.  19.  Cdpys. 

Augen  nackt. 

§.  Mittel-  und  Hinterschienen  mit  kleinen  Sporen.     Vordertarsen  des  r^  ungegliedert.     Fühler 
länger  als  der  Thorax. 

o.  Der  er.ste  Subcostalast   {Rippe  11)  der  Vflgl  ist  bald  nach  .seinem  Ursprünge  mit  der  Costal- 
rippe  vereinigt.  14.   CJiloroseliis. 

00.  Der  erste  Subcostalast  (Rippe  11)  der  Vflgl  ganz  frei  verlaufend. 
*.  Die  Rippe  6  der  Vflgl  frei  aus  der  Spitze  der  Mittelzelle. 

a.  Palpen  nicht  oder  mäßig  zusammengedrückt.    Hflgl  an  der  Rippe   I  b  fast  immer 
geeckt. 

a'.  Hflgl  am  Analwinkel  geeckt  oder  geschwänzt,  selten  abgerundet;  Vflgl  jedoch 
in  diesem  Falle  mit  12  Rippen.  Fransen  der  Hflgl  fast  immer  geeckt  oder 
gewellt.     {Anallappen    fehlt.)  20.   Pha.sis. 

I)'.  Hflgl  mit  kleinem  Anallappen  und  mit  kurzem  haarfeinem  Schwänzchen  am 
Ende  der  Rippe  1  b.  Fransen  der  Hflgl  ganzrandig.  Vflgl  inn-  mit  1 1  Rippen : 
die    Rippe    7    mündet    in    die    Flügelspitze.  21.  fmdori/i. 

b.  Palpen  sehr  stark  zusammengedrückt.    Hflgl  an  der  Rippe  1  I)  abgerundet,  ganz- 
randig.    Vflgl   mit    11    Rippen:   Rippe   7   in  die   Spitze.  23.  Spalgis 

**.  Die  Rippe  (i  der  ^"flgl  eine  Strecke  mit  der  Rippe  7  gestielt. 

1.  Fühlerkolbe  nur  allmählich  verdickt.     Endglied  der  Palpen  lang  zugespitzt.     Hflol 
an   der    Rippe    1  b    nur    kurz   gelappt.  22.  Eriksonia. 

2.  Fühlerkolbe  deutlich  abgesetzt,  zylindrisch,  stumpf.    Endglied  der  Palpen  sehr  kurz 
und   ziemlich   stumpf.     Hflgl  an   der   Rippe    1  b  mit  feinem   Schwänzchen. 

16.  Desmolycaemt. 
§§.  Mittel-  und    Hinterschieneii    ohne    Sporen.    \'ordertarsen  des  ^  wie  beim   5  gegliedert  und 
mit  zwei  Klauen  bewaffnet.    Vflgl  mit  11  Riijpen.    Fühler  nicht  länger  als  der  Thorax. 

24.  Arrugia. 

4.  Gattung-:  OTyriiia  F. 

Die  Myrina-Aiten  sind  an  der  Bildung  der  Hflgl  und  den  aus  einem  Punkte  ausgehenden  Rippen  5  und  0 
der  Vflgl  sofort  kenntlich.  Die  Augen  sind  nackt ;  die  Fühler  kurz  und  dick,  die  Spitze  der  Mittelzelle  bei  weitem 
nicht  erreichend,  allmählich  verdickt  ohne  deutlich  abgesetzte  Kolbe.  Vflgl  mit  11  Rippen;  die  Rippe  7  in 
die  Spitze.  Die  Hflgl  am  Analwinkel  nach  hinten  ausgezogen  mit  langem,  breitem  Schwanzanhang  an  der 
Rippe  1  b  und  mit  schwachem  schmalem  Anallappen  an  der  Innenseite  des  Schwänzchens;  an  der  Rippe  2 
ohne  Anhang  oder  höchstens  schwach  geeckt. 

Die  Raupen  leben  an  Ficus-Arten  und  werden  oft  von  Ameisen  aufgesucht:  die  Glieder  2 — 9  oben  in 
der  Mitte  buckelig  erhaben. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arte  n. 

A.  Flügel  unt?n  dunkel  lederbraun  bis  gelbbraun,  etwas  hinter  der  Mitte  mit  einer  gemeinsamen,  auf  den 
Vflgln  bisweilen  nur  am  Vrde  deutlichen,  bis  zur  Rippe  2  der  Hflgl  fast  geraden,  dann  aber  rechtwinkelig 
gegen  den  Ird  gebrochenen  gelben  Querlinie.  Beide  Flügel  oben  in  der  Wurzelhälfte  oder  über  die  Mitte 
hinaus  lebhaft  blau.    Stirn  jederseits  mit  rostbraunen  Borstenhaaren  bekleidet. 

7..  Vflgl  oben  im  schwarzen  Saumteil  mit  einer  breiten  rostgelben  Querbinde,  welche  jedoch  den  Saum 

nicht   erreicht,    oder   schwärzlich   ohne    Zeichnungen.  M.  silemts. 

ß.  Vflgl   oben   am    Saume    selbst    sehr   breit   rostbraun.  M.  ficedula. 

B.  Flügel  unten  eintönig  braungrau  oder  schwarzgrau;  Vflgl  unbezeichiaet ;  Hflgl  weit  hinter  der  Mitte 
mit  einer  unregelmäßig  gebrochenen  oder  geschlängelten,  schwarzen  Querlinie  und  mit  Submarginal- 
flecken  in   1  b — 2.    Stirn  schwarz  mit  weißen  Seitenflecken  oder  Seitenrändern. 

a.  Hflgl  unten  ohne  blutrote  Flecke  oder  nur  mit  Andeutung  eines  solchen  Fleckes  in  1  c. 

*.   Die  Querlinie  der  Hflglunterseite  ist  in  8  schwarze  gerundete  Flecke  der  Felder  1  b — 7  aufgelöst 
und  an  der  Rippe  5  fast  rechtwinkelig  gebrochen.  M.  sharpei. 

XIII  48 


378  PSEUDALETIS.     Von  D.  C.  Aurivillixts. 

**.  Die    Querlinie  der  Hflglunterseite  fast  zusammenhängend  und   aus   geraden   schwarzen    Quer- 
strichen, welche  wenigstens  in  1  b  und  1  c  wurzelwärts  weiß  gesäumt  sind,  gebildet. 

M.  suhornatn. 
ß.    Hflgl  unten  am  Analwinkel  mit  drei  großen  roten  zusammenstoßenden  Submarginalflecken  in  den 
Feldern  1  b,   1  c  und  2;  die   Querlinie  ist  schwarz,  weiß  gesäumt  und  zusammenhängend,  erreicht 
aber  nur  die  Rippe  3  oder  4.  M.  dermaptera. 

silcn^i'<-  M.  silenus  F.  (68  a).    Flügel  oben  schwarz,  an  der  \Yurzel  bis  zur  Spitze  der  Zelle  und  im  Wurzelteil 

der  Felder  1  a — 2  der  Vflgl  und  2 — 6  der  Hflgl  lebhaft  blau;  die  blaue  Farbe  beim  $  weniger  ausgedehnt  als 
beim  cj;  vor  dem  Saume  zwischen  den  Rippen  1  und  7  oder  2  und  7  ($)  mit  einer  in  der  Mitte  5  mm  breiten 
gelbbraunen  Submarginalbinde.  Die  schwarze  Sauinbinde  der  Hflgl  breit  und  nach  vorn  stark  erweitert,  im 
Felde  fünf  4  ((J) — 7(  J)  mm  breit.  Hflgl  unten  am  Irde  grau  gesprenkelt,  besonders  hinter  der  Discallinie.  — Die 
Raupe  ist  nach  L.\mboen  grün  mit  weißen  Tuberkeln  und  lebt  an  einer  Ficus-Art.  8ierra-Leone  bis  nördliches 
corax.  Congo-Gebiet :  Uganda,  Aequatoria  und  Abessinien.  —  ab.  $  corax  Cr.  Nach  Cr.^mers  Figur  sind  die  Vflgl 
oben  in  der  Saumhälfte  einfarbig  schwarz  und  die  Hflgl  oben  schwarz  mit  blaugrauer  Saumlinie.  Unterseite 
ganz  wie  bei  silenus.   Mir  unbekannt;  wahrscheinlich  nur  eine  Abänderung  des  $.    ,, Guinea". 

ficfdiila.  M.  ficedula  Trim.  (66  e,  i)  w-eicht  von  silenus  nur  dadurch  ab,  daß  die  rostbraune  Binde  der  Vflgloberseite 

den  Saum  erreicht  und  daß  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgloberseite  besonders  beim  ^  viel  schmäler  ist. 
Stellt  wahrscheinlich  nur  die  südliche  und  östliche  Form  von  silenus  dar.  Stücke  aus  dem  Zwischengebiete 
im  mittleren  Congo-Gebiet  sind  mir  indessen  unbekannt.  Angola  bis  zum  Kaplande  und  an  der  Ostküste  bis 
zum   Somali-Land.   —  Die  Raupe  lebt  an  Ficus- Arten.    Eier  smaragdgrün,  kugelförmig. 

shtir/iri.  M.  sharpei  Bnk.  (66  f).    Flügel  oben  schwarz;  Vflgl  in  der  hinteren  Längshälfte  der  Mittelzelle  und  an 

der  Wurzel  der  Felder  2  und  3  dunkelblau;  Hflgl  mit  einer  dunkelblauen  Querbinde,  welche  den  Wurzelteil 
der  Felder  2 — 6  bedeckt  und  in  2  den  Saum  fast  erreicht.   Uganda. 

sithornala.  M.  subornata   Lathi/  (66  f)   weicht   nur  durch   die   in   der   Uebersicht   angeführten   Kennzeichen  von 

sharpei  ab:  beim  q  ist  jedoch  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  mehr  ausgedehnt;  Anallappen  der  Hflgl  oben  an 
der  Wurzel  blutrot  gefärbt.  —  Raupe  an  Ficus-Arten.  —  Nigeria  und  Adamaua. 

dermaptera.  M.  dermaptera    Wallengr.  (66  f).    Flügel  oben  wie  bei  den  zwei  letzten  Arten;  die  blaue  Farbe  ist  je- 

doch weniger  ausgedehnt  und  kann  bisweilen  beim  $  ganz  fehlen.  ■ —  Puppe  dunkelbraun.  —  Natal  bis  British- 
Ostafrika. 

5.  Gattung-:  !Pse«daletis  Ham.  Bruce. 

Eine  sehr  merkwürdige  Gattung,  welche  ganz  isoliert  dasteht  und  für  West-Afrika  eigentümlich  ist. 
Die  Vflgl  sind  im  \'ergleich  mit  den  Hflgln  länger  als  gewöhnlich,  unter  den  Lycaeniden  und  am  Saume  konvex; 
Hflgl  mit  zwei  Schwänzchen  (an  1  b  und  2).  Die  9?  haben  einen  am  Ende  verdickten  und  dort  mit  dicht 
zusammengepackten  Haaren  (..Afterwolle'')  bekleideten  Hinterkörper:  mit  diesen  Haaren  werden  wahrschein- 
lich die  abgelegten  Eier  bedeckt. 

Die  Entwicklungsstadien  sind  leider  unbekannt.  Alle  Arten  haben  eine  ,, mimetische"  Färbung  und 
Zeichnung  und  gehören  zu  den  größten  Seltenheiten  der  äthiopischen  Tagfalterfauna.  Sie  sind  darum  noch 
ganz  ungenügend   bekannt. 

Uebersicht   der  Arten. 

A.  Flügel  mit  rotgelber  oder  rotbrauner  Grundfarbe  oder  schwarz  mit  rotgelben  Zeichnungen.    Hflgl  am 
Analwinkel  mit   drei  weißen  Flecken  in  der  schwarzen  Saumbinde. 

a.  Vflgl  oben  orangegelb,  am  Vrde  und  Saum  schmal,  an  der  Spitze  sehr  breit  schwarz  mit  weißen 
Submarginalflecken  in  4 — 6.   Hflgl  mit  schwarzer  weißgefleckter  Saumbinde,  am  Vrde  nicht  schwarz. 

Ps.  ngrippina. 

ß.  Vflgl  oben  schwarz  mit  einer  schiefen  orangegelben  Discalbinde  und  zwei  orangegelben  Fleckcji  in 
der  Zelle,  einem  an  der  Spitze  und  einem  dreieckigen  an  der  Wurzel.  Hflgl  orange,  an  Vrd,  Saum 
und  Ird  .schwarz.  P.  arrhon. 

B.  Flügel  weiß  bis  gelblichweiß  (sahnefarbig)  mit  schwarzen  Zeichnungen  oder  schwarz  mit  weißen  Flecken, 
a.  Hflgl  oben  bis  über  die  Mitte  hinaus  weiß  oder  sahnefarbig  ohne  Zeichnungen  (die  Zeichnungen  der 

Unterseite  scheinen  bisweilen  oben  durch),  am  Saume  mit  schwarzer  Saumbinde,  am  Vrde  und  Irde 
aber  weder  verdunkelt  noch  gefleckt. 

*.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgloberseite  am  Analwinkel  etwa  3  mm  breit,  nach  vorn  schnell 
verjüngt   und   an   der   Rippe    6   spitz   endend.  Ps.  clymenits. 

Ps.  zebrn. 


PSEUDALETIS.     Vun  Dr.  C.  AußmLLius.  379 

**.  Die  schwarze  Sanmbinde  der  Htlgloberseite  ist  gleichbreit  oder  am  Yrde  etwas  breiter  und  erreicht 
wenigstens  die  Rippe  7. 

§.  Hflgl  oben  ohne  schwarze  Querbinde  innerhalb  der  Saunibindo.  Vflgl  oben  über  die  Glitte 
hinaus  weiß  oder  sahnefarbig  mit  schwarzen  Zeichnungen,  ihre  schwarze  Saumbinde  am 
Vrde  etwa   11  mm  breit. 

o.  Vflgl  mit  dreieckigem  schwarzem  Fleck  in  der  Wurzel  des  Feldes   2.     Saumbinde  der 
Vflgloberseite  mit  2 — 3  weißen  Subapicalflecken  (in  den  Feldern  4,  5  und  6). 

1.  Mittelzelle  der  ^'flglobe^seite  wenigstens  bis  zur  Rippe  2  hellgelb.  Die  schwarze  Discal- 
cßierbinde  der  Vflglunterseite  geht  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  2.  Hflgl  unten  ohne 
schwarze   Querlinie  zwischen  dem  Irde  und  der  Rippe  1  b,  welche  fein  schwarz  ist. 

Ps.  antimachns. 

2.  Mittelzelle  der  Vflgl  von  der  Wurzel  bis  zur  Rippe  2  schwarz  mit  einer  feinen  weißen 
Querlinie.  Die  schwarze  Discalquerbinde  der  Vflglunterseite  endet  an  der  Rippe  3. 
Hflgl  unten  mit  einer  schwarzen  Querlinie,  welche  von  der  Mitte  des  Irdes  bis  zur 
Mitte  der  Rippe  1  b  geht  iind  sich  dann  längs  dieser  Rippe  bis  zur  Wurzel  fortsetzt. 

Ps.  maza7iguli. 
00.  Feld  2  der  Vflgloberseite  bis  zur  Saumbinde  weiß,  ohne  Flecke.    Saumbinde  der  Vflgl- 
oberseite einfarbig  schwarz,  ohne  helle  Flecke.    Vflgl  oben  bis  zur  Saumbinde  weiß,  am 
Vrde  gelbbraun  mit  zwei  schwarzen  Querflecken,  einem  in  der  Mitte  und  einem  am  Ende 
der  Zelle.  Ps.  batest. 

§§.  Hflgl  oben  innerhalb  der  Saumbinde  mit  einer  geraden  schwarzen  Querbinde,  welche  vom 
Vrde  ausgeht  und  sich  schon  an  der  Rippe  3  mit  der  Saumbinde  vereinigt  und  also  nur  in 
den  Feldern  3 — 7  durch  einen  schmalen  Streifen  der  Grundfarbe  von  der  Saumbinde  getrennt 
ist.    Vflgl  oben  schwarz  mit   3 — 4  völlig  getrennten  weißen  Flecken.  Ps.  leonis. 

ß.  Hflgl  oben  schwarz,  in  der  Mitte  mit  einem  weißen  Längs.streifen.  welcher  von  der  Wurzel  ausgeht, 
die  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder  2  und  3  bedeckt  und  etwa  3  mm  vor  dem  Saume  .spitz  endet. 
Vflgl  oben  schwarz  mit  einer  gegen  die  Mitte  des  Saumes  gerichteten  weißen  Querbinde  zwischen 
den  Rippen  2  und  6.  Ps.  nigra. 

Ps.  agrippina  Hain. Druce  (6(3 h).  Flügel  oben  rotbraun,  unten  etwas  heller,  rotgelb;  ^'flgl  mit  schmalem  agripjiina. 
schwarzem  Vrd,  etwas  breiterer  Saumbinde  und  breitem  schwarzen  Spitzenteil;  weiße  Subapicalflecke  in  1  b. 
4,  5  und  6;  an  der  Mitte  der  Zelle,  am  Vrde  hängend  ein  kleiner  schwarzer  Querfleck,  ein  größerer  solcher  Fleck 
am  Zellende.  Vflgl  unten  mit  weißen  Flecken  am  Vrde  und  zwischen  der  Rippe  4  und  dem  Hrde  ohne  Saumbinde. 
Hflgl  mit  einer  in  der  Mitte  stark  ver.schmälerten,  in  den  Feldern  1  b,  1  c,  4,  5  und  6  weißgefleckten  Saumbinde. 
Beim  9  ist  die  schwarze  Saumbinde  der  Oberseite  fast  gleich  breit  mit  weißen  Submarginalflecken  in  allen 
Feldern.    Erinnert  an  Aletis  helcita  und  gewisse  Telipna- Arten  und  kommt  in  Kamerun  vor. 

Ps.  arrhon  Harn.  Druce.  Vflgl  oben  .schwarz,  hinter  der  Mitte  mit  einer  orangeroten  schief  gestellten  arrhon. 
C^uerbinde.  welche  am  Vrde  anfängt  und  nahe  am  Saume  endet;  ein  viereckiger  orangegelber  Fleck  am  Ende 
der  Mittelzelle  und  ein  anderer  dreieckiger  an  der  Wurzel,  welcher  einen  schwarzen  Punkt  einschließt.  Vrd  zwi- 
schen der  Querbinde  und  der  Spitze  der  Zelle  orangegelb:  ein  solcher  Strich  an  der  Wurzel  der  Rippe  1.  Hflgl 
oben  orangefarbig,  am  Vrde,  am  Saume  und  am  Irde  schwarz,  die  Abdominalfalte  jedoch  hell  orangegelb; 
an  der  Mitte  des  Vrdes  ein  spitziger  schwarzer  Fleck;  drei  weiße  Submarginalf lecke  am  Analwinkel.  Vflgl  unten 
fast  wie  oben,  aber  ohne  orangegelben  Strich  auf  der  Rippe  1.  Hflgl  unten  fast  ganz  orangegelb;  der  schwarze 
\'rdfleck  mit  weißer  Mittellinie;  die  Flügelspitze  wenig  verdunkelt;  eine  .schwarze  Submarginallinie ;  Rippe  1  b 
schwärzlich  gesäumt;  am  Analwinkel  einige  weiße  mit  silbernen  Schuppen  bedeckte  Flecke.  Kopf  orangegelb. 
Kamerun. 

Ps.  clymenus  Ham.  Druce.  (66  h).  Vflgl  oben  sahnefarbig,  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle,  an  der  Spitze  dyiuoius. 
und  am  Saume  sehr  breit  schwarz  ohne  helle  Flecke;  ein  schwarzer  Querfleck  in  der  Mitte  und  einer  am  Ende 
der  Zelle  hängen  mit  dem  schwarzen  \'rde  zusammen.  Vflgl  unten  fast  wie  oben.  Hflgl  unten  gelblich  weiß  mit 
schwarzen  Fransen;  Analwinkel  ockergelb  mit  zwei  schwarzen,  silberweiß  geringelten  Flecken;  ein  feiner 
schwarzer  Streif  vom  Irde  bis  zur  Rippe  1  b  schließt  eine  weiße  Linie  ein  und  ist  saumwärts  von  einem  sil- 
bernen Streifen  begleitet.     Kamerun. 

Ps.  zebra  Holl.  ist  mit  clymenus  sehr  nahe  verwandt  und  scheint  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  die  zehra. 
schwarze  Saumbinde  der  Vflgloberseite  hell  gefleckt  i.st  und  daß  die  Hflgl  unten  keine  silberweißen  Zeichnungen 
haben.    Am   Ogowe-Fluß. 

Ps.  antimachus  Stgr.  (66g).    Flügel  oben  und  unten  mit  weißer  Grundfarbe,  an  der  Wurzel  und  am  cniUmadui.'i 
Hrtle  der  N'figl  und  beiderseits  der  Rippe  1  b  der  Hflgl  etwas  gelblich  angeflogen.    Vflgl  oben  am  ^'rde  bis  zur 


:JS()  UXYLIDES.     \'on  Dr.  C.  AiRiviLiirs. 

Mittelzclle  und  der  Rippe  H  schwarz,  mit  einem  feinen  Querstrich  in  der  Zeile  hinter  der  Mitte  und  einem  dicken 
t^uerfleckam  Zellende  gleichfalls  schwarz,  diese  beiden  Querflecke  vereinigen  sich  am  Hrde  der  Zelle,  bedecken  die 
Wurzel  des  Feldes  i  und  schließen  einen  runden  weißen  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle  ein;  Saumbinde  sehr  breit 
schwarz  mit  zwei  weißen  Subapicalflecken  in  4  und  5;  die  Unterseite  weicht  nur  dadurch  ab.  daß  die  Mittelzelle 
schwarz  ausgefüllt  ist  mit  weißem  Fleck  an  der  Spitze  und  daß  die  Saumbinde  in  eine  gebogene  Discalbinde 
und  eine  nur  1  mm  breite  Saumbinde  aufgelöst  ist;  die  Grundfarbe  bildet  also  hier  eine  breite,  im  Felde  2  stark 
verschmälerte  Submarginalbinde.  Hflgl  oben  mit  schmaler,  am  Vrde  etwas  breiterer  schwarzer  Saumbindc. 
welche  am  .Vnalwinkel  eine  feine  weiße  Linie  einschließt;  Rippe  I  b  an  der  Wurzel  schmal  schwarz  gesäumt. 
Die  Unterseite  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Saumbandlinie  schmal  ist  und  daß  eine  am  Vrde  dreieckige, 
dann  in  kleine  Flecke  aufgelöste  schwarze  Discalbinde  ausgebildet  ist;  dieselbe  endet  an  der  Rippe  2.    Gabun. 

mazanyiili.  Ps.  mazangul!  yeave  (66  g)  steht   der  vorhergehenden  Art  sehr  nahe.    Die  Unterschiede  sind   in  der 

Altenübersicht  erwähnt  und  gehen  aus  den  Figuren  hervor.    Congo- Gebiet :  Lualaba. 

baiesi.  Ps.  batesi  Harn.   Bruce  (66  g).     Die  Ober-seite  der  Vflgl  ist  schon  oben  beschrieben ;  auf  der  Unterseite 

ist  die  Mittelzelle  bis  zur  Spitze  schwarzgrau  mit  einem  schmalen  weißen  Querstrich  hinter  der  Mitte  der  Zelle, 
und  hinter  der  Flügelmitte  finden  sich  drei  graue  Schattenbinden,  von  denen  die  beiden  ersten  nach  hinten 
zugespitzt  bisRippe2  gehen,  diedritte  schmal  ist  und  die  Rippe  1  erreicht,  und  eine  2mm  breite  Saumbinde.  Hflgl 
auf  beiden  Seiten  weiß,  oben  imr  mit  einer  5  mm  breiten  schwarzen  ungefleckten  Saumbinde,  unten  am  Saume 
etwas  graulich  überzogen  mit  einer  feinen  dunklen  fast  geraden  Querlinie  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  2  und  einer 
ähnlichen  Submarginallinie.  welche  sich  an  der  Rippe  2  mit  der  Discallinie  vereinigt  und  sich  als  schwarze  Linie 
bis  zum  Irde  fortsetzt;  die  Felder  1  a  und  1  b  außerhalb  der  Submarginallinie  gelb  mit  einem  schwarzen  Punkte. 
Stirn  gelb.    Kamerun:  Bit  je. 

h-ijiiis.  Ps.  leonis  Stgr.  (66  g).    \'flgl   auf    beiden    Seiten   schwarz    mit    einem    länglichen   schmalen    Hrdfleck, 

welcher  die  Rippe  2  nicht  oder  kaum  erreicht,  einem  kleinen  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle,  einer  nach  v^orn  zuge- 
spitzten Discalbinde  der  Felder  2- — 5  und  emer  nach  hinten  zugespitzten  Subapicalbinde.  weiß;  beim  o  fehlt 
die  Subapicalbinde  auf  der  Ober.seite.  Die  Hflgl  weichen  durch  die  in  der  Artenübersicht  beschriebene  schwarze 
Discalbinde  von  allen  übrigen  Arten  ab;  auf  der  Unterseite  fehlt  die  schwarze  Saumbinde  völlig;  die  Discal- 
binde ist  weiß  ausgefüllt  und  ein  dicker  schwarzer  Längsstreifen  geht  von  der  Wurzel  längs  der  Rippe  1  b  bis 
zum  gelben,  schwarz  punktierten  Analfleck.    Sierre-Leone. 

iiiijni.  Ps.  nigra  Holl.  zeichnet  sich  dadurch  aus.  daß  beide  Flügel  oben  schwarz  sind  mit  weißen  Zeichnungen; 

\'flgl  mit  einem  weißen  Punkt  an  der  Zellenspitze  und  einer  schief  gestellten,  gegen  die  Mitte  des  Vrdes  fast 
senkrecht  .stehenden  Discalbinde,  weiß ;  Hflgl  oben  mit  einem  weißen  Längsstreifen  von  der  Wurzel  bis  zur  Mitte 
des  Feldes  2.  \'flgl  unten  mit  denselben  Zeichnungen  wie  oben  und  außerdem  mit  einem  weißen  Subapicalfleck. 
Hflgl  auch  unten  mit  dem  weißen  Mittelstreifen  und  außerdem  mit  zwei  bläulich  weißen  Querlinien  jenseits  der 
Mitte;  Ird  und  Analfeld  gelblich  olivenfarbig  mit  zwei  kurzen  silbernen  schwarz  gesäumten  Binden  am  Irde 
und  an  der  Wurzel  der  Schwänzchen  je  ein  schwarzer  Fleck,  der  nach  außen  silberblau  begrenzt  ist.  Ogowe- 
Fluß. 

6.  Gattuiio-:  Oxylide»  Hbn. 

Oxylides  ist  mit  der  folgenden  Gattung  verwandt,  aber  durch  die  Kennzeichen,  welche  in  der  Uebcr- 
sicht  angeführt  sind,  leicht  zu  unterscheiden.  Die  relative  Länge  der  drei  Schwänzchen  der  Hflgl  ist  besonders 
für  diese  Gattung  eigentümlich.  ■ —  Flügel  bei  allen  Arten  unten  weiß  mit  einer  dunklen  Querlinie  in  oder  etwas 
hinter  der  Mitte  und  mit  drei  schwarzen  mehr  oder  weniger  metallisch  beschuppten  Saumflecken  am  Anal- 
winkel der  Hflgl  in  den  Feldern  1  b,  1  c  und  2.  Bei  den  .^o  """ifl  f'ie  Flügel  oben  violettblau  mit  der  Spitzenhälfte 
der  \'flgl  und  der  Spitze  der  Hflgl  schwarz  und  der  Analgegend  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  weiß.  Haarpinsel. 
Mehlflecke  oder  sonstige  derartige  Auszeichnungen  fehlen  völlig. 
Die    Entwicklungsstadien    sind    unbekannt. 

U  e  b  c  ]■  s  i  c  h  t   de  r  A  r  t  c  n. 

.V.  Beide  Flügel  unten  im  Wurzelteil  bis  zur  Discalquerlinie  einfarbig  weiß  ohne  Zeichnungen.  Die  Quer- 
linie der  Vflgl  verläuft  fast  genau  in  der  Mitte  des  Flügels.  Hflgl  unten  vor  dem  Saume  mit  einer  zweiten 
Querlinie,  welche  von  der  Spitze  oder  von  der  Rippe  6  ausgeht  und  sich  bis  zum  Ende  der  Rippe  1  a 
erstreckt,  bisweilen  aber  in  den  Feldern  2  und  '^  unterbrochen  ist. 

a.  Die  Hflgl  unten  am  Analwinkel  nicht  gelb.  Die  Discalquerlinie  der  Unterseite  in  ihrer  ganzen  Länge 
braungelb,  fein  schwarz  gesäumt.  0.  faunvs. 

ß.  Die  Hflgl  unten  am  Analwinkel  zwischen  den  Analflecken  und  der  äußeren  Querlinie  in  den  Feldern 
1  b — -2  ausgedehnt  gelb  überzogen.  Die  Discallinie  der  Unterseite  vom  Vrde  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  .'5 
der   Hflgl   schwarz,    dahinter   gelb.  0.  hella. 


HYPOLYCAENA.     Von  Dr.  C.  AußiviLtius.  381 

B.  Wenigstens  die  Vflgl  unten  vor  der  Mitte  mit  einer  dunklen  Querlinie  vom  Vrde  quer  über  die  Mittel- 
zelle bis  zum  Ursprünge  der  Rippe  2.  Die  Discallinie  der  Vflgl  verläuft  etwas  hinter  der  Mitte  des  Flügels. 
Hflgl  unten  ohne  Submarginallinie,  am  Analwinkel  in  den  Feldern  1  b,  1  c  und  2  breit  gelb  überzogen, 
a.   Hflgl  unten  ohne  schwarze  Querlinien,  nur  die  Discallinie  durch  zwei  feine  schwarze  Linien  am  Irde 

vertreten.  0.  amasa. 

[i.   Hflgl  unten,    wie   die    Vflgl,   am   Vrde   mit   zwei   schwarzen    Querlinien.  O.  homeyeri. 

0.   inelanomitra . 
0.    faunus    Drury    (68  a).     Yilgl    breit    mit    stumpfer    abgerundeter    Spitze,    oben    beim    ^    violett-  ,'""""«. 
l)lau,  an  der  Spitze  und  am  Saume  sehr  breit  schwarz:  beim   0  einfarbig  schwarzbraun.    Hflgl  oben  beim  ^ 
blau  mit  schwarzer  Spitze  und  schwarzgrauem  Irde,  in  den  Feldern  1  a — 2  mit  schwarzen  Saumpunkten  und 
weißen  Submarginalflecken,  beim^  $  schwarzgrau  mit  großen  weißen  Submarginalflecken  in   1  b — 3.    Unten 
sind  beide  Flügel  bis  zum  Saume  weiß  mit  den  in  der  Uebersicht  erwähnten  Zeichnungen.     Sierra-Leone  bis 
Angola.  —  albata  Auriv.  {=  feminina  E.  Sharpe)  (67  a)  weicht  luir  dadurch  ab,    daß  die  Hflgl  oben  am  Irde  albaiu. 
wenigstens  in   1  a  weiß  oder  grauweiß  und  am  Analwinkel  viel  breiter  weiß  sind;  beim  ?  ist  die  weiße  Saum- 
bindc  im  Felde  2  wenigstens  4  mm  breit  und  erreicht  nach  vorn  die  Rippe  6.   Congo-Gebiet  und  Uganda. 

0.  bella  Auriv.  weicht  von  faunus  nur  durch  die  oben  erwähnten  Kennzeichen  und  durch  die  mehr  hcUa. 
ausgebreitete  weiße  Farbe  am   Analwinkel  der  Hflgloberseite  ab.    Am   Kuilu-Fluß. 

0,  amasa  Hew.  (66  h)  ist  mir  nur  durch  die  Originalfigur,  welche  offenbar  ein  ?  darstellt,  bekannt,  (mmsu. 
Die  Flügel  sind  oben  weiß  mit  einer  am  Vrde  etwa  6  mm  breiten,  nach  hinten  allmählich  verschmälerten 
schwarzen  Saumbinde  der  Vflgl;  Hflgl  am  Analwinkel  ein  wenig  gelb  angeflogen  mit  zwei  schwarzen  weiß, ge- 
kernten Saumpunkten  (in  1  c  und  2).  Flügel  unten  weiß;  V^flgl  mit  schmaler  schwarzer  Saumbinde,  schwar- 
zer Discalbinde  bis  zur  Rippe  2  und  einem  solchen  Querstrich  über  die  Mittelzelle;  Hflgl  mit  drei  schwarzen 
Saumpunkten  in  1  b — 2,  gelbem  Anflug  am  Analwinkel  und  2  feinen  schwarzen  Linien  zwischen  dem  Irde  und 
der  Rippe  1  b;  .sonstige  Zeichnungen  fehlen.    .\lt-Calabar. 

0.  homeyeri  Dew.  (66h).    S-    Flügel  oben  blau:   \'tlgl  mit   breiter  schwarzer  Saumbinde;  Hflgl  am  homeyeri. 
\'rde  und  an  der  Spitze  schwarz,  am  Analwinkel  in  1  b — 2  schmal  weiß  mit  den  gewöhnlichen  drei  schwarzen 
Punkten  und  drei  weißen  Schwänzchen.    Flügel  unten  weiß  mit  den  in  der  Uebersicht  erwähnten  Zeichnungen. 
H.\M.  Druce  sagt  in  seiner  Arbeit  ,,Illustrations  of  African  Lycaenidae",  daß  er  das  2  besitzt,  beschreibt  es 
aber  leider  nicht.    Nigeria  und  Angola. 

0.  melanomitra  Karsch  (66  h)  ist,  wie  die  Figuren  zeigen,  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  nur  da-  nwlanomii- 
durch  ver.schieden,  daß  der  schwarze  Apicalfleck  der  Hflgl  größer  ist  und  ihre  weiße  Saumlinie  dicker  und  bis  ™' 

zur  Rippe  6  fortgesetzt;  die  Schwänzchen  sind  .schwarz  mit  weißen  Fransen.  Auch  von  dieser  Art  erwähnt 
Druce  das  $  und  sagt,  daß  es  sich  vom  homeyeri-'^  dadurch  unterscheidet,  daß  das  Analfeld  der  Hflgl  breit  mit 
Orangegelb  überzogen  ist.    Kamerun. 

7.  Gattung-:  Hypolycaena  i^W/-. 

Beide  Flügel  halben  unten  in  der  Saumhälfte  zwei  Querlinien,  von  denen  die  iniieie  (die  Discalbinde) 
Ijreiter  ist  und  in  der  Mitte  oder  kurz  hinter  der  Mitte  und  die  andere,  feinere  (die  Submarginallinie)  nahe  am 
Saume  verläuft.  Am  Analwinkel  der  Hflglunter.«eite  stehen  in  1  b  und  2  zwei  schwarze,  mehr  oder  weniger 
metallisch  beschuppte  Flecke,  welche  gewöhnlich  nach  innen  durch  grelle  Farben  begrenzt  sind.  Stirn  schwarz 
l)is  orangegelb  mit  feinen  weißen,  erhabenen  Seitenrändern. 

Die  Vflgl  sind  mehr  dreieckig  und  haben  eine  schärfere  Spitze  als  bei  Oxylides. 

Die  Arten  können  auf  vier  Gruppen  verteilt  und  diese  nach  der  folgenden  Uebersicht  leicht  unter- 
schieden werden. 

Uebersicht  der  Artengruppen. 

A.  Beide  Flügel  unten  in  der  Wurzelhälfte  bis  zur  Discalbinde  einfarbig  weiß  ohne  Zeichnungen  (sehr  .selten 
mit  einem  Punkte  im  Felde  7  der  Hflgl).  Die  Discalbinde  braungelb,  schwarz  gesäumt;  die  Submarginal- 
linie schwärzlich.     Augen   haarig. 

a.  Das  Schwänzchen  an  der  Rippe  1  b  der  Hflgl  deutlich  länger  als  der  Hflgl  selbst  (von  der  Wurzel 
bis  zum  Analwinkel)  und  mehr  als  doppelt  so  lang  wie  das  Schwänzchen  an  der  Rippe  2.  —  Zeltus 
de  Nicev.  Erste  Gruppe. 

ß.  Das  Schwänzchen  an  der  Rippe  1  b  der  Hflgl  nicht  länger  als  der  Hflgl  selbst  und  nicht  doppelt  so 
lang  wie  das  Schwänzchen  an  der  Rippe  2.  Zweite  Gruppe. 


382  HYPOLYCAENA.    Von  Dr.  C.  Aukivillivs. 

B.  Flügel  unten  in  der  Wurzelhälfte  wenigstens  mit  einem  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelie  und  mit 
einem  Punkte  im  Felde  7  der  Hflgl.    Schwänzchen  der  Hflgl  stets  kürzer  als  der  Hflgl  selbst. 

y..  N'flgl  unten  ohne  Zeichimngen  zwischen  der  Wurzel  und  dem  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle. 
.\.ugen  haarig.  Dritte   Grupi^e. 

ß.  Vflgl  unten  in  der  Mitte  zwischen  der  Wurzel  und  dem  Zellende  mit  einem  rotgelben  Querstrich, 
welcher  sich  auch  auf  den  Hflgln  bis  zum  Irde  fortsetzt.  Augen  nackt.  Flügel  bei  beiden  Geschlech- 
tern üben  zum  großen  Teil  blau.  —  Hemiolauts  subgen.  nov.  Vierte  Gruppe. 

Erste   Gruppe. 

Stirn  schwarz  oder  .schwärzlich  mit  weißen  Seitenrändern.  Die  Flügel  sind  oben  bei  den  qq  mehr  oder 
weniger  blau  schillernd,  bei  den  $$  schwarzgrau  oder  schwarzbraun  mit  reißen  Flecken  am  Analwinkel  oder 
vor  dem  Saume  der  Hflgl.  Die  ^(^  gewöhnlich  ohne  Haarpinsel  und  Mehlflecke,  selten  mit  einem  sehr  kleinen 
•Mehlflcck  an  der  A\'urzel  des  Feldes  1  und  der  Rippe  1  der  Vflgloberseite. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Die  Discalbinde  der  X'flglunterseite  liegt  am  Hrde  viel  weiter  nach  außen  als  die  Discalbinde  der  Hflgl 
und  stößt  darum  nicht  mit  dieser,  sondern  mit  der  Submarginallinie  der  Hflgl  zusammen.  Der  schwarze, 
grünlich  beschuppte  Fleck  im  Anallappen  der  Hflglunterseite  ohne  rote  Begrenzung. 

K.  Q.  Vflgl  oben  mit  schwachem  blauem  Schiller;  Hflgl  oben  ohne  weiße  Flecke  in  den  Feldern  1  und  3 
oder  nur  mit  einem  kleinen  Saumfleck  im  Felde  3.  $.  Flügel  oben  mit  schwarzgraucr  Grundfarbe. 
Hflgl  oben  am  Saume  bis  zur  Rippe  3  oder  4  mit  2( — 3)  weißen  Binden.  H.  hatita. 

ß.  ^'flgl  oben  schwärzlich:  Hflgl  oben  mit  einem  weißen  Fleck  im  Felde  2  etwa  3  mm  vom  Saume  ent- 
fernt und  mit  zwei  weißen  Flecken  im  Felde  3,  von  denen  der  innere  viel  kleiner  oder  undeutlich 
ist.  —  (J.  Flügel  oben  mit  schwachem  blauviolettem  Schiller.    $.  Flügel  oben  ohne  blauen  Schiller. 

H.   nigra. 

B.  Die  Discalbinde  der  Vflglunterseite  liegt  fast  immer  genau  in  der  \'erlängerung  der  Discalbinde  der 
Hflgl.  Der  schwarze  Fleck  des  Anallappens  der  Hflgl  auf  der  Unterseite  wurzelwärts  und  gegen  die 
Rippe  1  b  von  einem  roten  Fleck  begrenzt. 

X.  Größere  Art  mit  einer  Flügelspannung  von  28 — 29  mm.  —  ^.  \  flgl  oben  in  der  Wurzelhälfte  schwach 
graublau,   wenig   schillernd:    unten   bis   zum    Hrde   weiß.  H.  antifaunua. 

ß.  Kleinere  Arten  mit  einer  Flügelspannung  von  20 — 24  mm.  —  J.  Vflgl  oben  schwarz,  wenigstens 
bis  zur  Mitte  blau  oder  grünlich  .schillernd,  unten  am  Hrde  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  ausgedehnt 
schwarz  überzogen;  oben  an  der  Wurzel  der  Rippe  1  mit  einem  schmalen,  strichförmigen,  mit  braunen 
Haaren  bekleideten  Mehlfleck. 

*.  Der  weiße  Ird  der  Hflgloberscite  ist  sehr  breit,  dringt   mehr  oder  weniger  in  das  Feld  2  ein 
und  ist  dort  beim  o   blau  überzogen.  —  ^.  Vflgl  oben  ohne  Mehlfleck  im  Felde  2. 

H.  lebonit. 
**.  Der  weiße  Ird  der  Hflgloberscite  ist  schmäler  und  nach  vorn  von  der  Rippe  2  begrenzt.  —  ^J. 
\'flgl  oben  im  Winkel  zwischen  der  Rippe  2  und  der  Mediana  mit  einem  sehr  kleinen  dreieckigen 
braunen  Mehlfleck.  H.  dubia. 

butita.  H.  hatita  Hew.  (68b).     ö-    Flügel   oben   schwärzlich    mit    blauem   Schiller  besonders  auf  den  Hflgln; 

diese  am  Irde  bis  zur  Rippe  2  graii  und  weiß  mit  einem  weißen  Submarginalfleck  in  1  c.  $•  Flügel  oben  schwarz- 
grau  ohne  blauen  Schiller;  die  Querlinien  der  Unterseite  als  dunkle  Linien  durchscheinend;  Hflgl  mit  weißen 
Saumflecken  in  1  c  und  3  und  weißen  Submarginalflecken  in  1  c — 3.  Zu  der  obigen  Beschreibung  der  Unter- 
seite ist  nur  hinzuzufügen,  daß  die  Vflgl  am  Sautne  ziemlich  breit  verdunkelt  sind.  Sierra-Leone  bis  Angola 
vyaniktc.  und  Congo-Gebiet.  —  ugandae  E.  Sharpe  ist  mir  unbekannt  und  etwas  undeutlich  beschrieben,  scheint  aber 
von  der  Hauptform  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  die  Flügel  unten  bis  zum  Saume  weiß  sind  ohne  dunkle 
Saumbinde.     Uganda;   Kiwu  und  Ukerewe. 

iiiijra.  H.  nigra  Ham.   Druce  (68  b)  wurde  schon  von  Hewitsox  als  hatiUi  (Fig.  23)  abgebildet,  ist  aber  erst 

in  diesem  Jahre  als  eigene  Art  von  Druck  aufgestellt.  Die  Art  ist  an  den  weißen  Flecken  der  Felder  2  und  3 
der  Hflgloberscite  leicht  kenntlich.    Raupe  grün,  asellenförmig.    Sierra-Leone  bis  Kamerun. 

antifaiains.  H.  antifaunus  Dhl.  u.  Hew.  (68  b).    (J.    Beide  Flügel  oben  in  der  Wurzelhäfte  bis  zu  der  von   unten 

(lurchsclu'inendcn  Discalbinde  deutlich  graublau  überzogen;  Hflgl  oben  mit  denselben  weißen  Flecken  wie  bei 
niijm-Q.  Das  J  ist  olx'U  dem  q  ähnlich  nur  etwas  heller.  Die  Unter.seite  i.st  in  der  Ucbersicht  beschrieben. 
Sierra-Leone  bis  Angola  und  Uganda. 


HYPOLYCAENA.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  383 

H.  lebona//e»r.  (67a,68b).  (J.  Beide  Flügel  oben  bis  über  die  Mitte  hinaus  dunkelblau,  am  Saume  breit  Jehmm. 
schwarz;  Ird  der  Hflgl  bis  oder  fast  bis  zur  Rippe  3  weiß  oder  hellblau  beschuppt.    Unterseite  fast  ganz  wie  bei 
antifaunus  gezeichnet.    Sierra-Leone  bis  Congo  und  Toro.  —  Die  Raupe  lebhaft  grün,  die  Oeffnung  der  Rücken- 
drüse rot  umzogen:  wird  von  Ameisen  der  Gattung  Pheidole  besucht.  —  ab.  scintillans  Auriv.  weicht  nur  da-  srhiHlUins. 
durch  ab,  daß  die  Flügel  des  (^  von  oben  gesehen  schwarz  sind  und  nur  wenn  sehr  schief  von  der  Seite  gesehen 
blau  schillern.    Kamerun.  —  ab.  caerulea  Auriv.  hat  die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl  nur  etwa  2  mm  breit  carrxiea. 
und  fast  gleichbreit;  die  Hflgl  oben  fast  bis  zum  Saume  blau,  nur  an  der  Spitze  schmal  schwarz.  Kamerun. 

H.  dubia  Auriv.  (68b)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich;  die  Unterschiede  sind  in  der  Ai-tenübersicht  (i^hia. 
angeführt.    Beim  ^  sind  die  Flügel  oben  .schwarz,  bis  über  die  Mitte  hinaus  sehr  dunkel  blau  schillernd.    Beim 
$  sind  die  Flügel  oben  schwarzgrau  ohne  Schiller;    Hflgl  in  la  und  Ib  weiß  und   mit   weißen   Flecken  in  Ic, 
2  und  3  und  feiner  weißer  Raumlinie  vom  Analwinkel  bis  zur  Rippe  4.    Kamerun. 

Zweite   Gruppe. 

Die  beiden  Aj-ten  dieser  Gruppe  schließen  sich  denen  der  vorigen  Gruppe  eng  an  und  sind  nur  durch 
das  kürzere  Schwänzchen  an  der  Rippe  Ib  der  Hflgl  verschieden.  Beim  (J  halben  die  Vflgl  oben  am  Ende  der 
Mittelzelle  einen  deutlichen  gerundeten  grauen  Mehlfleck,  welcher  die  Wurzel  der  Rippen  3 — 5  bedeckt;  beide 
Flügel  oben  wenigstens  im  Wurzelteil  blau;  Vrd  und  Saum  der  Vflgl  schwarz.  Die  Unterseite  bei  beiden  Ge- 
schlechtern fast   genau  wie  bei  H.  (intifaunus  gefärbt   und   gezeichnet. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

1.  Der  Anallappen  der  Hflgl  oben  rot  gefleckt.    Flügel  oben  im  Wurzelteil  graublau.         H.  Harn. 

2.  Der  Anallappen  der  Hflgl  oben  schwarz  ohne  rote  Schuppen.    Flügel  beim  ^  oben  azurblau. 

H .  naara. 

H.  liara  Ha»i.  Bruce.  (67  a).    Hflgi  oben  mit  dunkler  Discal-  und  Submarginalbinde.  —  cj.  Flügel  Uam. 
oben  schwarz;  Vflgl  im  Wiu-zeldrittel  hell  graublau  beschuppt;  Hflgl  von  der  Rippe  4  bis  zum  Irde  hell  blau- 
grau beschuppt.    Beim  $  sind  beide  Flügel  oben  in  der  Wurzelhälfte  bläulich  gi'au  überzogen;  die  Felder  1  b — 4 
der  Hflgl  sind  mit  zwei   Querreihen  weißer  Flecke  und  einer  weißen  Saumlinie  geziert.    Ashanti  bis  Congo, 
Uganda  und  Kavirondo. 

H.  naara  Hew.  (67  a).    o".  Flügel  oben  schön  azurblau;  Vrd  und  Saum  der  Vflgl  schmal,  nur  etwa  nanm. 
1  mm  breit,  schwarz:  Hflgl  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  weißen  Fransen.    $  unbekannt.   Angola. 

Dritte   Gruppe. 

Beide  Flügel  haben  unten  einen  deutlichen  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle  und  die  Hflgl  außer- 
dem einen  Punkt  an  der  Wurzel  des  Feldes  7.  Die  Augen  sind  haarig  und  die  Schwänzchen  der  Hflgl  ziemlich 
kurz  und  fast  gleich  lang.    Die  (Je?  haben  keine  Haarpinsel  oder  Mehlflecke. 

Einige  Arten,  die  ich  zu  dieser  Gruppe  stelle,  sind  mir  unbekannt  und  nicht  genügend  beschrieben, 
es  ist  darum  möglich,  daß  sie  nicht  zu  dieser  Gruppe  gehören. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Flügel  oben  mit  schwarzer,  dunkelbrauner  oder  grauer   Grundfarbe. 

a.  Beide  Flügel  oben  .schwarz.    Hflgl  mit  einigen  blauen  Schuppen  in  der  Falte  und  auf  dem  Anallappen. 

Fransen  der  Vflgl  schwarz,  der  Hflgl  weiß.  H.  moyamhinn. 

ß.  Flügel  oben  dunkelbraun  mit  violettem  oder  kupferigem  Glänze  (J)  oder  beim  ?  grau  bis  schwarz- 
grau mit  weißen  Zeichnungen  wenigstens  der  Hflgl. 
*.  Die  Discalbinde  der  Unterseite  auf  beiden  Flügeln  ähnlich  ausgebildet  und  mäßig  breit. 

§.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  oder  wenigstens  unten  am  Vrde  breit  goldgelb  oder  orangegelb  ge- 
färbt. ^-  auricostalis. 
§§.  Vrd  der  Vflgl  nicht   gelb  gefärbt. 

o.  Die  Querstriche  am  Ende  der  Mittelzelle  auf  der  Unterseite  sind  grau  oder  schwärzlich, 
weiß  ausgefüllt,  selten  auf  den  Vflgln  mit  schmalem  braunem  Striche.      H.  philippu.s. 

H.  kadiskos. 


384  H\TOLYCAENA.     "\'on  Dr.  f.  ArRmLurs. 

00.  Die    Querstriche  am   Ende  der  Mitteizelle  auf  der  Unterseite  sind   rolhraim  oder  gell), 
weiß  oder  dunkel  gesäumt. 

1.  Die  Flügel  unten  mit  grauer  Grundfarbe  und  dicker  Discalbinde.  H.  pachalim. 

H.  (tureolineata. 

2.  Die    Flügel    unten    mit    weiüer    (irundfarhe    und    feinen    gelix'n    Querlinien. 

H.  huxtoni. 
**.  Hflgl   unten   mit   «ehr   breiter,  orangegelber  am   A'rde  rötlicher   Discalbinde:   dieselbe  der  Vflgl 
nur    schwach    angedeutet.  H.  vittigera. 

B.  Beide  Flügel  oben  matt  orangerot   mit  schwarzer  Saumbinde.  H.  jacksoni. 

Dioi/finilihiii.  H.  moyambina  Baker  wurde  nach  einem  einzigen  ^J  beschrieben  und  ist  mir  uni)ekannt.    Die  Beschrei- 

bung lautet;  ..Beide  Flügel  schwarz:  Hflgl  mit  Spuren  eines  kurzen  feinen  Fleckes  von  blauen  Schuppen  in 
der  Falte  und  auf  dem  Anallappen;  Fransen  der  \'flgl  schwarz,  der  Hflgl  hinter  der  Spitze  weiß;  Thorax  und 

.  Abdomen  mit  Spuren  einiger  weniger  blauer  Schuppen.     Beide  Flügel  unten  weißlich.  Vflgl  an  der  Spitze  und 

am  Saume  grau  überzogen:  ein  rotbrauner  Mehlfleck  hinter  der  Mittelzelle;  eine  orangerote,  braun  gesäumte 
Discalbinde  und  eine  feine,  unterbrochene  nach  außen  weiß  gesäumte  Submarginallinie;  die  Mittelzelle  am 
Ende  mit  einem  weißen,  braun  gesäumten  Querstrich;  Hflgl  mit  einem  kaum  wahrnehmbaren  (Querstrich 
am  Ende  der  Mittelzelle  und  einer  breiten  orangeroten,  dunkel  gesäumten,  bis  zur  Rippe  .,1"  nicht  gewellten, 
dann  aber  bis  zum  Irde  W-förmig  gezackten  Discalbinde;  eine  feine  gewellte  Submarginallinie  und  aulJerhalb 
derselben  eine  Reihe  grauer  Flecke;  eine  schwarze  Saumlinie;  ein  sammetschwarzer,  mit  blauen  Schuppen 
umgebener  Fleck  des  Anallappens  ist  nach  innen  rot  begrenzt ;  ein  großer  schw'arzer  rot  geringelter  Saumflcck 
im  Felde  2  zwischen  den  weiß  gesäumten  Schwänzchen;  ein  weißer  Fleck  in  1  c."  Flügelspannung  28  mm. 
Sierra-Leone. 

rnirirn-iialis.  H.  auficostalis  Btlr.  (68  b)  ist  durch  den  orangegelben  Vrd  der  Vflgl  ausgezeichnet.    Butler  kannte 

nur  das  $;  die  später  von  Strand  beschriebene  H.  frommi  (68  c)  ist  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  das  (J 
von  BtTTLERs  Art.  (^.  (nach  Strand)  mit  H.  philippus  am  nächsten  verwandt  und  zwar  ist  interessanterweise 
dies  (^  dem  $  von  philippufi  am  ähnlichsten,  weicht  aber  durch  folgendes  ab:  Oberseite  aller  Flügel  mit 
bleiglänzendem  Schimmer,  aber  ohne  jeden  violetten  Anflug,  die  weißen  Submarginalflecke  in  den  Feldern  3, 
4  und  5  der  Hflgl  sind  dem  Saumein  wenig  näher  und  ihre  Reihe  konvergiert  nach  hinten  mit  dem  Saume  (bei 
philippus  parallel),  der  .schwarze  Saumfleck  im  Felde  2  ist  bei  philippus  innen  ganz  schmal  und  undeutlich 
orangegelb  eingefaßt,  während  bei  jrommi  daselbst  ein  orangegelber  Fleck,  der  sogar  größer  als  der  schwarze 
Saumfleck  ist,  sich  befindet;  ferner  sind  die  schwarzen  Saumflecke  ein  wenig  kleiner  und  mehr  ellipsenförmig 
und  der  vom  Saume  gebildete  Winkel  an  der  Rippe  3  weniger  deutlich,  während  der  schwarze  Analfleck,  der 
bei  philippus  iinien  grünlich  bestäubt  ist,  hier  orangegelbliche  Bestäubung  zeigt.  Unterseite  dunkler  als  bei 
philippus  $  und  zwar  aschgrau  mit  ähnlichen  Zeichnungen,  aber  die  beiden  Querbinden  der  Vflgl  sind  parallel 
(bei  philippus  nach  hinten  divergierend)  und  auch  vorn  unter  sich  ein  wenig  weiter  entfernt;  die  beiden  Binden 
dei-  Hflgl  sind  weniger  regelmäßig  :ils  lici  philippus  und  an  den  Rippen  deutlicher  unterbrochen:  sämtliche 
Binden,  auch  die  der  Vflgl  weniger  scharf  markiert  und  ebenso  wie  der  Basalfleck  der  Hflgl  ohne  rote,  wohl 
aber  mit  orangegelblicher  Bestäubung,  dagegen  sind  die  zwei  schwarzen  Saumflecke  innen  durch  je  einen  leb- 
luxft  orangefarbigen  Fleck  begrenzt.  Für  die  -Art  charakteristisch  ist  sodann,  daß  der  Vrd  der  Vflgl  bis  fast 
zur  Spitze  orangegelb  gefärbt  ist.  —  Das  $  ist  nach  Butler  mit  philippus  nahe  verwandt,  oben  aschgrau: 
Vflgl  mit  besonders  an  der  Wurzel  hell  goldig  ockergelbem  Vrd;  Rippen  dunkel;  Saum  rauchgrau;  vor  dem 
Saume  eine  gebogene  Reihe  von  sechs  in  Größe  zunehmenden  weißlichen  Discalf lecken;  ein  weißlicher  Ring- 
fleck am  Analwinkel;  Hflgl  fast  wie  bei  philippus  aber  am  äußeren  Schwänzchen  mit  einem  viel  größeren,  mehr 
hell  orangegelben  Fleck.  Unterseite  weißlich  mit  dunkelgrauen,  weiß  gesäumten,  am  Irde  orangegelb  ange- 
flogenen Zeichnungen.    Nyassa-Land. 

philipputi.  H.  philippus  F.  (67  a).     Flügel  oben  dunkelbraun,  beim  (J  mit  schwachem  bläulichen  oder  violetten 

Schimmer;  ^'flgl  unbezeichnet ;  Hflgl  mit  schwarzem  Submarginalfleck  in  1  b,  1  c  und  2,  von  denen  der  in 
2  nach  innen  von  einem  orangeroten  Fleck  begrenzt  ist;  die  schwarze  Saumlinie  nach  innen  weiß  begrenzt; 
das  $  hat  außerdem  vor  dem  Saume  zwei  Querreihen  weißer  Flecke  von  denen  die  äußere  aus  3  (oder  4)  Flecken 
in  den  Feldern  3 — 5( — 6)  und  die  innere  aus  3 — 4  Flecken  der  Felder  (Ic)  2 — 4  (und  5)  besteht;  die  äulJere  dieser 
Fleckctu'cihen  ist  bisweilen  aucii  beim  ,^  schwach  angedeutet.  Flügel  unten  grau  bis  weißhch  mit  orangegelben 
Zeichnungen:  N'flgl  mit  einem  Querstrich  am  Zellende,  einer  fast  geraden  Discallinie  und  einer  feinen  Sub- 
marginallinie; die  Hflgl  mit  einem  Wurzelpunkt  in  7,  einem  Querstrich  am  Zellende,  einer  etwas  unregelmäßigen, 
in  I  c  gegen  den  Ird  winkelig  gebrochenen  Discallinie  und  einer  feinen  Submarginallinie,  welche  am  Irde  in  1  b 
verdickt  und  deutlicher  ist;  Hflgl  außerdem  mit  genuidcten  schwarzen  Saumflecken  in  1  b  inid  2.  von  denen 
jener  blau  bestäubt  und  dieser  nach  innen  rotgelb  begrenzt  ist;  das  Feld  1  c  am  Saume  nur  etwas  verdunkelt, 
grau  und  mit  einigen  blauen  Schuppen;  die  gelben  Discallinien  sind  bisweilen  sehr  fein  schwärzlich  gesäumt. 
J)ie  Raujje  wird  nach  Lamborx  von  Ameisen  der  Gattungen  Pheidole  \nid  Cnmponotus  besucht.  Eine  häufige 
in   der   ganzen    äthiopischen   Region    vorkommende   Art. 


Ausgegeben  30.  I.\1923.       '    .'  HYPOLYCAENA.     Von  Dr.   C.  AuKIVilliTJS.  385 

H.  kadiskos  Harn.  Drc.  ist  mir  unbekannt.  Die  Beschreibung  teilt  folgendes  mit:  „Oberseite  matt  kadiskos. 
braunviolett;  Hflgl  in  der  Nähe  des  Aiialwinkels  mit  drei  undeutlichen  schwarzen  Saumpunkten,  M-elche  wurzel- 
wärts  weiß  gesäumt  sind;  Ird  bräunlich  mit  weißen  Härchen.  Unterseite  bräunlich  weiß,  mit  einer  braunen 
Discalbinde  und  den  übrigen  Zeichnungen  wie  bei  hatita,  aber  außerdem  mit  einem  braunen  Querstrich  am  Ende 
der  Zelle  der  Vflgl  und  einem  kleinen  braunen  Fleck  am  Vrde  der  Hflgl  nahe  an  der  Wurzel;  Fransen  weiß;  die 
Schwänzchen  bedeutend  kürzer  als  bei  hatita.  Kopf,  Thorax  und  Hlb  bräunlich;  Beine  und  Fühler  weiß  mit 
schwarzen  Ringen.  Diese  Art,  welche  oben  der  H.  biixtoni  (67  b)  ähnlich  ist,  scheint  unten  in  der  Mitte  zwischen 
hatita  und  fhilifpus  zu  stehen."  Lagos.  Es  geht  nicht  aus  dieser  Beschreibung  hervor,  wie  kadiskos  sich  von 
philippus  unterscheidet. 

H.  pachalica  Btlr.  (67  b)*)  ist  oben  der  H.  philippus  sehr  ähnlich  und  nur  durch  etwas  größeren  rot-  pachalica. 
gelben  Fleck  im  Felde  2  innerhalb  des  schwarzen  Saumtleckes  verschieden.  Auf  der  Unterseite  ist  sie  durch 
die  dicken  lebhaft  gelbroten  Discalbinden  und  Querstriche  an  der  Spitze  der  Mittelzellen  ausgezeichnet;  die- 
selben sind  weiß  gesäumt  und  der  Zwischem-aum  zwischen  der  Discalbinde  und  der  Submarginallinie  der  Hflgl 
ist  oft  mehr  oder  weniger  weiß  überzogen;  sonst  stimmt  auch  die  Unterseite  nahe  mit  derjenigen  von  philippus 
überein.  Deut.sch  und  Britisch  Ost-Afrika  bis  Wadelai  in  der  Aequatorialprovinz. — aureoHneata  J5.-5öfc.  ist  anreolhica- 
mir  unbekannt,  stimmt  aber  nach  der  Beschreibung  so  genau  mit  pachalica  übereiii,  daß  sie  wahrscheinlich  '"• 

nur  eine  Form  derselben  ist.  Bethune-Bakek  beschreibt  seine  Art  folgendermaßen:  ,;Fühler  braun,  weiß  ge- 
ringelt. Beide  Flügel  braun  mit  einem  purpurnen  malvenroten  Glänze,  von  der  Seite  gesehen  ist  diese  Farbe 
viel  heller ;  Saum  schmal  schwarz ;  Hflgl  mit  drei  schwarzen  Analflecken ;  der  erste  und  zweite  nach  innen  fein 
weiß  begrenzt,  der  dritte  nach  innen  mit  orangegelbem  Fleck.  Beide  Flügel  unten  lebhaft  steingrau  mit  lebhaft 
goldig  orangefarbigen  Flecken  und  Querbinden,  welche  fein  schwarz  und  weiß  gesäumt  sind.  Vflgl  am  Zell- 
ende mit  einem  orangefarbigen  Fleck,  dessen  schwarze  Begrenzung  kaum  merkbar  ist;  Discalbinde  breit,  auf- 
i-echt,  allmählich  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  2  etwas  verdickt,  dann  schnell  verjüngt  und  etwas  verdunkelt;  Sub- 
marginallinie viel  dünner;  der  Zwischenraum  zwischen  diesen  Linien  weißlich;  Saum  schmal  orangegelb.  Hflgl 
mit  einem  Subbasalfleck  und  einem  Querstrich  am  Zellende;  Discalbinde  breit,  vor  der  Rijjpe  1  b  winkelig 
gebrochen  und  am  Irde  endend;  die  Submarginallinie  schmäler,  der  Discalbinde  folgend  aber  an  der  Rippe  1  b 
gebrochen;  der  Zwischenraum  zwischen  diesen  beiden  Linien  weißlich;  eine  dunkle  Schattenbinde  zwischen 
der  Submarginallinie  und  dem  Saume,  Saum  orangegelb;  der  Analfleck  schwarz  mit  metallischen  Schuppen 
und  nach  innen  von  einem  hell  orangegelben  Fleck**)  begleitet;  ein  schwarzer  nach  innen  orangegelb  begrenzter 
Punkt  im  Felde  2;  beide  Schwänzchen  fein."    Uganda:  Toro. 

H.  buxtoni  Heio.  (67  b)  ist  mit  philippus  nahe  verwandt,  unterscheidet  sich  aber  sofort  durch  die  rein  lu.v/o>n. 
weiße  Grundfarbe  der  Unterseite  und  die  feineren  gelben  Querlinien  der  Unterseite.    Dazu  kommt,  daß  beide 
Flügel  beim  (J  oben  lebhaft  violettblau  sind  und  daß  beim  $  die  Vflgl  oben  eine  breite  etwas  unregelmäßige 
weiße  Mittelbindc,  welche  jedoch  den  Vrd  nicht  erreicht,  haben  und  die  Hflgl  in  der  Saumhälfte  weiß  sind  mit 
drei  schwärzlichen   Querlinien.    Kapland  bis  Nj'assa-Land. 

H.  vittigera  Mab.  ist  eine  sehr  .seltene  auf  Madagaskar  einheimische  Art,  von  der  bisher  nur  ein  Stück  vUiUjcm. 
bekannt  geworden  ist.  Flügel  oben  dunkelbraun,  in  der  Mitte  etwas  grau  übeizogen;  Hflgl  am  Saume  ziemlich 
breit  bläulichgrau  aufgehellt  mit  dunklen  Saumpunkten,  von  denen  die  in  1  b,  1  c  und  2  etwas  größer  und 
schwarz  sind;  der  in  2  nach  innen  breit  orangerot  begrenzt.  Beide  Flügel  unten  mit  weißer  Grundfarbe;  Vflgl 
unten  mit  einem  undeutlichen  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle,  einer  sehr  inideutlichen  schattenartigen 
Discalbinde,  einer  gewellten  Submarginallinie  und  einer  feinen,  laut  Beschreibung  blauen,  nach  der  Figur 
rötlichen  Saumlinie ;  Hflgl  unten  mit  einem  roten  Wurzelpunkt  in  7  und  mit  einer  2 — 3  mm  breiten  im  Felde  7 
roten,  dann  gelben  Discalbinde;  die  Submarginallinie  fehlt  und  die  Saumlinie  ist  sehr  fein;  die  Saumpunkte 
sind  klein  und  nur  in  1  b,  1  c  und  2  ausgebildet,  die  in  Ib  und  Ic  sind  blaugrau  umzogen  und  der  in  2  nach 
innen  hellgelb  begrenzt. 

H.  jacksoni  B.-Bak.  (68  c)  ist  nur  im  männlichen  Geschlecht  bekannt  und  weicht  von  allen  anderen  Ai'-  jacksoni. 
ten  durch  die  Färbung  ab.  Flügel  oben  matt  orangerot  bei  gewisser  Beleuchtung  mit  schwachem  Purpurschiller ; 
Vflgl  mit  einer  .sehr  breiten  Saumbinde;  Hflgl  mit  ziemlich  breiter  dunkler  Saumbinde,  welche  sich  gegen  den 
Analwinkel  schnell  verjüngt;  Analwinkel  bläulich  weiß,  Anallappen  gelb  gerandet;  Schwänzchen  lang,  das 
zweite  Schwänzchen  kürzer.  Beide  Flügel  unten  bis  zum  Saume  rein  weiß;  VÜgl  mit  einem  schiefen  orange- 
roten Querstrich  vom  Vrde  bis  zur  Wurzel  der  Rippe  2  und  einer  postmedianen,  schiefen,  gewellten,  orange- 
roten Querbinde,  welche  an  der  Rippe  1  endet;  eine  feine,  schwach  gebogene  dunkle  Submarginallinie.  Hflgl 
mit  einem  kurzen  orangeroten  Wurzelfleck  im  Felde  7,  einem  schiefen  orangeroten  Querstrich  bis  zur  Rippe  2, 
welcher  sich  dahinter  als  schwarze  Linie  fortsetzt  und  einer  feinen  schwach  gezackten  Discallinie,  die  sich 
hinten  gegen  den  Ird  umbiegt;  ein  schwarzer,  nach  innen  gelb  begrenzter  Punkt  in  2,  der  Fleck  in  1  b  schwarz 
mit  schmaler  gelber  Begrenzung  und  einem  hellen  metallisch  blauen  Fleck  näher  am  Saume;  Saumlinie  fein 
schwarz.    Uganda:  Toro. 

*)  Die  Figur  67  a  stellt  keine  typische  pavhaüca  dar. 
"*)  Dieser  Fleck  ist  bei  mir  vorliegenden  Stücken  von  pachalica  wenig  deutlich  oder  fehlt. 

XIII  *9 


386  HYPOLYCAENA.    Von  Dr.  C.  ArRmLLius. 

Vierte   Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  sind  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  von  den  übrigen 
Gruppen  scharf  getrennt  und  bilden  gewissermaßen  einen  Uebergang  zu  lolmis.  Wenn  man  dieselben  als  eine 
besondere  Gattung  oder  Untergattung  betrachten  will,  schlage  ich  für  dieselbe  den  Namen  Hemiolaus  vor. 

Stirn  rot  mit  feinen  weißen  Seitenrändern  und  dunkler  vertiefter  Mittellinie.  Die  cJ(J  stimmen,  soweit 
sie  mir  bekannt  sind,  darin  mit  den  Iolaus-^(^  überein,  daß  der  Hrd  der  ^'f  Igl  vor  der  Mitte  einen  großen  breiten 
Lappen  bildet,  welcher  einen  dunklen  Mehlfleck  in  der  Mittelzclle  der  Hflgl  bedeckt ;  .sie  weichen  aber  dadurch  ab, 
daß  der  Haarpinsel  nicht  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  sondern  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  nahe  der  Wurzel  des 
Feldes  1  c  bofcsfig)  und  nach  vorn  gerichtet  ist.  Hierdurch  können  die  q^  von  allen  anderen  afrikanischen 
Lycaeniden   unterschieden   werden. 

Uebersicht  der  Arte  n. 

A.  Die   Hflgl  unten  im  Felde  8  unbezeichnet  odei-  nur  mit   einem  unvollständigen  roten   Querstrich  oder 
einem  unregelmäßigen  roten  Fleck. 

a.  Die  Wurzelquerbinde  der  Hflglunterseite  zusammenhängend  oder  fast  zusammenhängend,  niciit  in 
Flecke  aufgelöst.    Beim  (J  ist  die  blaue  Färbung  der  Oberseite  auf  beiden  Flügeln  fast  ähnlich. 

*.  Die  Grundfarlje  der  Unterseite  an  der  Wurzel  und  am  Saume  mehr  oder  weniger  braun  oder 
dunkelgrau  überzogen,  zwischen  der  Discalbinde  und  der  Submarginalliiiie  weißlich  aufgehellt. 
Schwänzchen    rot,    schwarz   gesäumt.  H.  ceres. 

H.  dolores. 
**.  Die  Flügel  unten  mit  eintöniger  weißlicher  oder  weißgrauer  Grundfarbe.   Die  Schwänzchen  nicht 
oder  kaum  rot.  H.  coeculus. 

ß.  Die  Wurzelquerbinde  der  Hflglunterseite  in  4  rotbraune  weit  getrennte  Flecke  oder  Punkte  (in  1  a, 
1  b,  7  und  der  Mittelzelle)  aufgelösc.  Beim  ^  sind  die  Vflgl  oben  dunkler  und  mehr  violettblau  als 
die  Hflgl  und  die  blaue  Farbe  ist  der  Flügelspitze  gegenüber  abgerundet,  nicht  quer  abgeschnitten 
oder  ausgerandet ;  die  blaue  Farbe  der  Hflgl  erreicht  die  Rippe  7.  H.  cobaltina. 

B.  Die  Hflgl  unten  im  Felde  S  mit  zwei  weit  getrennten,  rotbraunen  oder  schwärzlichen,  hell  umzogenen 
Punkten.  H.  marijra. 

cercs.  H.  ceres  Hew.  (67  b)  wurde  von  Hew-itson  nach  einem  o  aus  dem  Zulu-Lande  in  BoiSDUVALs  Sammlung 

beschrieben  und  abgebildet  (wovon  wir  eine  Kopie  geben),  ist  aber  später  immer  ein  Rätsel  gewesen.  Früher 
betrachtete  ich  die  Art  als  einen  lolaus,  nachdem  ich  aber  jetzt  Gelegenheit  gehabt  habe  die  von  Suffeet  be- 
schriebene //.  dolores  keimen  zu  lernen,  bin  ich  überzeugt,  daß  dolores  und  ceres  sehr  nahe  verwandt  sein  müssen 
und  vielleicht  sogar  synonym  sind.  Ceres  scheint  mir  in  der  Tat  niu-  dadurch  von  dolores  abzuweichen,  daß 
die  Discalbinde  der  Vflglunterseite  nicht  gerade  sondern  in  den  Feldern  4  und  5  nach  außen  gebogen  ist.  — 
dolore,  dolores  Sujj.  (67  b).  Vflgl  oben  blau,  am  Vrde  schmal,  an  der  Spitze  sehr  breit  und  am  Saume  in  3 — 1  a  etwa 
■2 — -3  mm  breit  .schwarz;  die  blaue  Farbe  wird  hierdurcli  in  den  Feldern  4  und  5  mehr  oder  weniger  tief  ausge- 
randet; die  Ausbuchtung  an  der  Wurzel  des  Hrdes  ist  stahlgrau  gefärbt  und  luit  silbergrauen  Haaren  besetzt. 
Hflgl  oben  in  den  Feldern  1  c — 4  und  zum  Teil  aiich  in  5  bis  zum  Saume  blau,  mit  schwarzen  Saumpunkten  in  1  c 
und  2,  .schwarzer  Saumlinie  und  schwarzgrauen  an  der  Wurzel  weißen  Fransen ;  die  Felder  1  a  und  1  b  sind 
grau,  die  Mittelzelle  und  die  Felder  5 — 8  schwärzlich,  beim  o  mit  glänzendem  Mehlfleck  in  der  Zelle  und  schwar- 
zem Haarpinsel  in  Ic;  Anallappen  grünlich,  gelb,  rot  und  weiß  beschuppt;  das  $  weicht  nm*  durch  hellere  weiß- 
lichblaue Farbe  ab.  Die  Unterseite  ist  mehr  oder  weniger  verdunkelt,  besonders  an  der  Wurzel  luid  am  vorderen 
Teil  des  Saumes.  \\rn\  hat  dieselben  roten  Querzeichnungen  wie  bei  coeculus.  Delagoa-Bay  bis  Deutsch  Ost-Afrika. 

coecuVue.  H.  coeculus  Hpffr.  (67  b).    o .    Vflgl  oben  schön  violettblau,  am  Vrde  schmal,  an  der  Spitze  und  am 

Saume  sehr  breit  schwarz;  die  blaue  Farbe  wird  hierdurch  in  den  Feldern  4  und  5  deutlich  ausgebuchtet  und 
bedeckt  nicht  die  ganze  Wiu-zolhäfte  des  Feldes  3;  im  Feld  2  ist  die  schwarze  Saumbindc  etwa  3  mm  breit  und 
wird  gegen  den  Hrd  Jioch  etwas  breiter.  Auf  den  Hflgln  bedeckt  die  blaue  Farbe  die  Felder  1  c — 4,  -wird  aber 
in  1  c  und  2  durch  sehr  große  schwarze  Saumflecke  unterbrochen  und  in  3  und  4  durch  die  schwarze  Saum- 
bindc vom  Saume  getrennt;  Felder  1  a  und  1  b  grau,  ^littelzelle  und  die  Felder  5 — 8  schwarz.  Das  $  ist  größer 
und  weicht  oben  dadurch  ab,  daß  die  blaue  Farbe  heller  und  weniger  ausgedehnt  ist,  auf  den  Hflgln  ist  sie  ge- 
wöhnlich nach  vorn  von  der  Rippe  4  begrenzt.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grundfarbe  fast  gleichförmig  grau  mit 
scharf  hervortretenden,  wenigstens  wurzelwärts  fein  schwarz  gesäumten,  roten  oder  braunroten  Querbinden 
oder  Querstrichen;  einer  Wurzelquerbinde  über  die  Mittelzelle  der  Vflgl  und  von  Rippe  8  der  Hflgl  bis  zum 
Irde,  einem  Querstriche  am  Ende  der  Mittelzelle  beider  Flügel,  einer  Discalbinde,  welche  auf  den  Vflgln  fast 
gerade  und  in  den  Hflgln  an  der  Rippe  2  unterbrochen  und  im  Felde  1  c  winkelig  gebrochen  ist,  imd  einer  Sub- 
juarginallinie,  welche  bis  zur  4.  oder  3.  Ri})pe.  Hflgl  rot  und  dahinten  feiner  und  .schwarz  ist ;  eine  dicke  rote  Saum- 
iinie,  die  schwarzen  Saumflecken  der  Felder  1  b  und  2  wurzelwärts  breit  (bis  zur  Submarginallinie)  gelb  be- 


STUGETA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  387 

grenzt.    Südliches  Congo-Gebiet  und  Angola  bis  Manica-Land,  Nyassa-Land  und  Deutsch  Ost-Airika.  —  ab. 
obscura  Suff,  weicht  dadurch  ab,  daß  die  bei  der  Hauptform  roten  Binden  und  Striche  der  Unterseite  dunkel-  uhscum. 
braun  {S)  oder  schwarz  (?)  sind.    Beim  $  ist  außerdem  die  schwarze  Färbung  der  Oberseite  mehr  ausgebreitet. 
Deutsch  Ost-Afrika  bei  Mlionda. 

H.  cobaltina  Auriv.  (=  coeculus  Mab.)  (67  c)  ist  auf  Madagaskar  der  Vertreter  von  coeculus  und  durch  cohaliina. 
die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kemizeichen  leicht  kenntlich.   Besonders  verdient  hervoi'gehoben  zu  werden, 
daß  die  dunkelblaue  Farbe  der  Vflgloberseite  des  ^  in  den  Feldern  4  und  5  nach  außen  mehr  als  bei  coeculus 
hervortritt  und  abgerundet  ist;  hierdurch  wird  die  schwarze  Saumbinde  bis  zur  Rippe  6  oder  7  fast  gleich  breit. 

H.  maryra  Mab.  ist  mir  unbekannt,  nach  der  Abbildung  aber  oben  und  unten  der  vorigen  Art  sehr  mari/ra. 
ähnlich  und  hauptsächlich  nur  durch  die  beiden  loten  hell  umzogenen  Punkte  im  Felde  8  der  Hflglunterseite 
und  die  weniger  lebhaft  roten  Querzeichnungen  der  Unterseite  verschieden.  Von  den  beiden  Punkten  des  Feldes  8 
der  Hflgl  Hegt  der  eine  innerhalb  des  Punktes  im  Felde  7  und  der  andere  in  gerader  Linie  mit  dem  Quer- 
striche am  Ende  der  Mittelzelle;  die  Discalbinde  der  Vflglunterseite  ist  gewellt,  aber  wie  bei  cobaltina  fast  ge- 
rade. Madagaskar.  —  mabillei  no)n.  n.  (=  ceres  Mab.,  non  Heiv.).  Zwischen  den  Figuren  Mabillbs  von  maryra  mablUei. 
und  ,,ceres"  kann  ich  nur  den  Unterschied  entdecken,  daß  bei  ,,ceres''''  die  Discalbinde  der  Vflglunterseite 
an  der  Rippe  5  eine  große  Ausbuchtung  nach  außen  bildet  und  daß  dieselbe  Binde  in  den  Feldern  4 — 6  der 
Hflgl  in  dicke  Striche  fast  aufgelöst  ist.  Beim  $  ist  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  heller,  weniger  ausgedehnt 
und  am  Ende  der  Vflglzelle  mit  einem  weißen  Fleck  geziert.  Diese  Form  ist  wahrscheinlich  nur  eine  Rasse 
oder  Abänderung  von  maryra.    Madagaskar. 

H.  margites  L.  Mab.  ist  mir  unbekannt,  nach  der  Beschreibung  aber  dürfte  sie  mit  ceres  (dolores)  (67  b)  am  ntan/itcf!. 
nächsten  verwandt  sein.  ., Kleiner  als  ceres  Heic;  Vflgl  schwarz  mit  einer  dunkelblauen  Aufhellung  am  Hrde; 
Hflgl  außer  dem  Vrde  fast  ganz  blau ;  beide  Flügel  unten  rotbraun,  Vflgl  etwas  hinter  der  Mitte  mit  einer  weißen 
Querlinie,  dahinter  i.st  der  Saumteil  grauviolett  gegen  die  Spitze  und  rotbraun  am  Hinterwinkel;  der  violette 
Teil  ist  mit  kleinen  roten  Querstrichelchen  bestreut,  Feld  1  b  bläulich  und  glänzend;  die  Fransen  sind  grau  und 
und  von  einer  roten  Saumlinie  begleitet.  Hflgl  unten  wie  die  Vflgl  gefärbt  und  mit  weißer,  durch  die  rote  Discal- 
linie  geteilter  Querlinie;  an  der  Wurzel  finden  sich  zwei  rote  Qucrlinien:  eine  am  Ende  der  Zelle  und  eine  ge- 
wellte, näher  ander  Wurzel ;  beide  setzen  sich  auf  den  Vflgln  fort;  der  Saumteil  ist  hellgrau  mit  roter  Submarginal- 
linie,  am  Vrde  mehr  weißlich,  gegen  den  Analwinkel  rötlich;  dieser  endet  in  einem  langen  Schwänzchen,  welches 
an  der  W^urzel  einen  braunroten  Fleck  hat;    Saumlinie  rot."    Madagaskar. 


•-Ö" 


8.  Gattung:  f^tii$>X'ta  Drc. 

Die  Ai-teii  dieser  Gattung  wurden  früher  unter  lolaus  geführt.  Von  dieser  weichen  sie  dadurch  ab,  daß 
die  Vflgl  nur  10  Rippen  haben,  indem  die  Rippen  8  und  9  fehlen.  Dadurch  stimmen  sie  mit  Hypolycaena  überein, 
weichen  aber  durch  etwas  dickere  Fühler  mit  kürzeren  Gliedern  davon  ab.  Stirn  breit,  weiß,  in  der  Mitte 
längsgefurcht.  Palpen  lang,  anliegend  glatt  beschuppt,  ohne  Borsten.  Fühler  ziemlich  dick,  allmählich  verdickt 
mit  langer  drehrunder  Kolbe.  Vordertibien  auf  der  Innenseite  mit  steifen  Borsten.  Zeichnung  reich;  Quer- 
linien der  Unterseite  scharf  gezackt.  Geschlechter  einander  ähnlich.  Die  ^  ol"^e  Mehlflecke  oder  Haarpinsel. 
Die  dunklen  Zeichnungen  der  Unterseite  schließen  sich  denen  von  Hypolycaena  coeculus  (67  b)  ziemJich  nahe 
an.  Die  \'flgl  haben  einen  Fleck  an  der  Wurzel  der  Zelle,  eine  Querlinie  über  die  Mitte  der  Zelle  bis  zur  Rippe  1, 
einen  Querstrich  am  Ende  der  Zelle,  eine  gewöhnlich  sehr  dicke  unregelmäßig  gebrochene  Discalbinde,  eine 
feine  Submarginallinie  und  eine  dicke  Saumbinde.  Die  Hflgl  haben  über  die  Mitte  der  Zelle  eine  Querlinie,  welche 
die  Rippen  8  und  1  b  erreicht  und  sich  an  dieser  gegen  die  Wurzel  umbiegt,  einen  Querstrich  am  Eiide  der  Zelle, 
eine  scharf  gezackte  Discallinie  oder  Discalbinde,  eine  feine  gewellte,  in  den  Feldern  6  und  7  gewöhnlich  flecken- 
artig erweiterte  Submarginallinie  und  eine  Saumlinie.  Diese  Zeichnungen  treten  nur  bei  marmorea  (68  c)  völ- 
lig getrennt  auf  und  sind  bei  den  übrigen  Arten  stark  verdickt  und  mehr  oder  weniger  miteinander  zusammen- 
geflossen. 

Uebersicht  der  Arten. 

I.  Flügel  oben  mit  weißer  Grundfarbe  oder  mit  mehreren  weißen  Flecken. 

A.  Die  dunkle  Discalbinde  der  Vflgl  ist  auf  beiden  Seiten  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  2  oder  1  breit  und  zu- 
sammenhängend, ihre  Flecke  in  5—7  stets  kleiner  als  der  in  4.    Flügel  oben  bis  über  die  Mitte  hinaus 
hellblau,  in  der  Mitte  und  in  der  Saumhälfte  mit  getrennten  weißen  Flecken, 
a.  Die  Discalbinde  der  Hflglunterseite  ist  nicht  oder  mäßig  verdickt  und  überall  durch  eine  breite  Binde 

der   weißen    Grundfarbe   von   der    Submarginallinie   getrennt.  S.  howhen. 

ß.  Die  fast  schwarze  Discalbinde  der  Hflglunterseite  ist  am  Vrde  in  Feld  7  durch  einen  Querfleck 
mit  der  Wurzelbinde  vereinigt  und  bildet  in  den  Feldern  3  und  4  zwei  sehr  große,  4—5  mm  breite 
Flecke,  welche  die    Submarginallinie  erreichen.  S.  maria. 


388  STUGETA.    Von  Dr.   C.  Aurivilliüs. 

B.  Die  dunkle  schief  gestellte  Discalbinde  der  Vflgl  ist  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  3  gerade  und  fast  gleich 
breit,  setzt  sich  aber  in  den  Feldern  2  und  1  b  nur  als  schmaler  Querstrich,  welcher  viel  näher  an  der 
Wurzel  liegt,  fort.  Beide  Flügel  oben  wenigstens  beim  $  weit  über  die  Mitte  hinaus  weiß  mit  oder 
ohne  blauen  Schiller.  S.  marmorea. 

II.  Flügel  oben  ganz  ohne  weiße  Zeichnungen.  S.  mimetica. 

S.  bowkeri.  Vflgl  oben  bis  über  die  Mitte  hinaus  hell  blau  mit  weißen  Längsflecken  an  der  Wurzel 
der  Felder  4  und  5  und  weißen  Postdiscalf lecken  in  2—6,  von  denen  die  in  3  und  4  klein  sind  oder  fehlen;  hinter 
diesen  Flecken  und  der  blauen  Farbe  in  1  a  und  1  b  folgt  eine  etwa  3  mm  breite,  fast  gleichbrcite  schwarze 
Saumbinde,  die  weißen  Postdiscalflecken  sind  durch  die  schwarze  Discalbinde  von  der  blauen  Farbe  getrennt. 
Hflgl  oben  bis  zum  Saume  hell  blau  mit  einem  großen  schwarzen  Fleck  an  der  Spitze,  schwarzer  Discalbinde 
vom  Vrde  bis  zum  dritten  schwarzen  Submarginalmöndchen  und  schwarzen  Saumflecken;  zwischen  diesen 
schwarzen  Zeichnungen  treten  gewöhnlich  weiße  Postdiscal  und  Submarginalflecke  auf;  eine  feine  schwarze 
nach  innen  weiß  begrenzte  Saumlinie.  Flügel  unten  mit  weißer  Grundfarbe  und  die  oben  erwähnten  Quer- 
bnwkeri.  Zeichnungen  braun  bis  schwärzlich.  —  Bei  der  Hauptform  bowkeri  Trim.  (67c)  ist  auf  der  Unterseite  der  Zwi- 
schenraum zwischen  der  Submarginallinie  imd  dem  Saume  nicht  oder  kaum  verdunkelt  und  die  Discalbinde 
der  Vflgl  erreicht  nicht  die  Submarginallinie.  Angola  bis  zum  Kaplande  und  Britisch  Ost-Afrika.  —  ab.  sub- 
siihinfusca-  jnfuscata  Grünb.  (  =  nyanzana  Wichgr.)  (67  c)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  beide  Flügel  unten  eine  breite  dunkel- 
graue Saumbinde,  welche  nach  innen  von  der  Submarginallinie  begrenzt  ist,  haben,  daß  die  Discalbinde  der 
X'flgl  in  den  Feldern  3  und  4  die  Submarginallinie  erreicht  und  daß  der  Wurzelteil  der  Hflgl  zwischen  den  Quer- 
linien mehr  oder  weniger  vollständig  dunkelgrau  ausgefüllt  ist.  Damara  bis  Viktoria-Nyanza  unter  der  Haupt- 
iiioiiiixuac.  form.  —  mombasae  Btlr.  wird  mit  folgenden  Worten  beschrieben:  ,, Größer  und  blauer  als  Stücke  aus  Natal 
die  schwarze  Farbe  der  Vflgl  ist  auch  mehr  ausgebreitet,  wodurch  die  weißen  Flecke  verkleinert  werden.  Unten 
ist  die  Grundfarbe  weiß,  fast  ganz  ohne  graue  Beimischung  und  die  dunklen  Zeichnungen  mehr  rotbraun  oder 
orangerot".     Britisch  Ost-Afrika   und  Mombasa. 

maria.  S.  maria  Suff,  steht  der  vorigen  Art  sehr  nahe  und  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  gegebenen 

Kennzeichen  ab.    Angola  bis  Nj^assa-Land. 

marmorea.  $.  marmorea  Btlr.  (68  c)   ist  mir  leider  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt.    Beide  Flügel  oben 

weiß  an  der  Wurzel  nicht  oder  kaum  blau;  Vflgl  mit  etwa  3  mm  breiter,  gleichbreiter  schwarzgrauer  Saum- 
binde und  schief  gestellter  schwarzer  Discalbinde,  welche  an  der  Rippe  3  quer  endet :  übrigens  scheinen  die 
dunklen  Zeichnungen  der  Unterseite  etwas  durch;  Hflgl  oben  mit  schwarzgrauem  Spitzcnfleck,  aus  Bogen  ge- 
bildeter Submarginallinie  und  dicht  vor  dem  Saume  in  3 — 5  mit  einer  dickeren  zusammenhängenden  Quer- 
linie; schwarze  Saumflecke  in  Ib — 2,  wovon  die  in  Ib  und  1  c  silberblau  beschuppt  sind.  Unterseite  weiß  mit 
feinen  Querlinien;  nur  die  Querlinie  der  Vflgl  über  die  Mitte  der' Zelle  imd  die  Discalbinde  der  Vflgl  in  3 — 8 
sind  dick  und  schwärzlich;  auf  den  Hflgln  ein  kegelförmiger  schwärzlicher  Submarginalfleck  in  6;  Saumfleck 
des  Feldes  1  c  der  Hflgl  durch  einen  grauen  Schattenfleck  mit  metallischen  Schuppen  vertreten.  Im  nördlichen 
Teil  der  äthiopischen  Region  von  Ashanti  bis  Adamaua  und  dem  Weißen  Nil. 

mhiieiica.  S.  mimetiCH  Auriv.  Oben  in  beiden  Geschlechtern  dem  lolaus  nursei  (69  b,  c )  zum  Verwechseln  ähnlich ;  im 

Ri])))cnbau  vnid  in  den  übrigen  Kennzeichen  jedoch  mit  Stugeta  übereinstimmend  und  unten  mit  einer  Zeichnung, 
welche  sich  derjenigen  der  anderen  Stugetn- Axtcn  anschließt.  Von  allen  anderen  bekannten  Arten  der  Gattung 
Stugeta  durch  das  Fehlen  aller  weißen  Zeichnungen  der  Oberseite  verschieden.  (J.  Flügel  oben  schön  himmel- 
blau ;  Vflgl  an  der  Wurzel  dc^  Vrds  blaugrau,  an  der  Spitze  sehr  breit  (etwa  9  mm),  schwarz  und  von  der  Rippe  3 
an  mit  einer  etwa  3  mm  breiten  schwarzen  Saumbinde;  Hflgl  am  Vrd  nur  bis  zur  Rippe  7  schwarz  und  an  der 
Spitze  in  den  Feldern  5  und  6  mit  schwarzem,  4  mm  breitem  Spitzenfleck,  dann  mit  feiner  .schwarzer  Saum- 
linie, welche  innen  von  einer  bläulich  weißen  Linie  begrenzt  ist ;  schwarze  Submarginalstriche  oder  Punkte 
in  1  c — 5;  Anallappen  weiß  mit  schwarzem,  von  einigen  metallglänzenden  Schuppen  begrenztem  Punkt;  Fran- 
sen weiß,  auf  den  Vflgln  stellenweiße  verdunkelt  und  zwischen  dem  Hinterwinkel  und  der  Rippe  2  mit  breit 
schwarzen  S))itzen.  Die  Felder  1  a  und  1  b  weißlich  beschuppt.  Das  $  oben  dem  ^  fast  ganz  ähnlich,  nur  durch 
etwas  heller  blaue  und  weniger  tief  schwarze  Farbe  verschieden.  Beide  Geschlechter  unten  mit  violettgrauer 
Grundfarbe  und  denselben  dunkel  rötlich  braunen  Zeichnungen.  Die  Grundfarbe  i.st  beim  (J  wenig,  beim  $ 
ziemlich  dicht  mit  rötlich  braunen  Schu})})en  bestreut  und  erscheint  darum  beim  $  viel  dunkler  als  beim  (^. 
Die  Zeichnung  besteht  auf  den  Vflgln  aus  einer  an  der  Mediana  winkelig  gebrochenen,  dem  Zellende  genäherten 
Querlinie  im  Wurzelteil,  einem  Querstrich  am  Zellende,  einer  sehr  breiten  zusammenhängenden  und  fast  ge- 
raden Discalc[uerbinde  und  einer  fast  geraden  Submarginallinie:  diese  sind  oft  durch  einen  braunen  Schatten- 
fleck der  Felder  3 — 5  miteinander  verbunden;  zwischen  der  Submarginallinie  und  der  feinen  braunen  Saum- 
linie treten  dunkle  Striche  mehr  oder  wenig  deutlich  auf.  Die  Hflgl  haben  ganz  dieselben  Zeichnungen;  die 
Querlinien  sind  jedoch  feiner,  in  den  Feldern  1  b  und  1  c  winkelig  gebrochen  und  die  Discalbinde  ist  nur  zwi- 
schen den  Rippen  2  und  7  verdickt;  dagegen  bildet  die  Submarginallinie  einen  großen  tief  schwarzen  Fleck 
im  Felde  6  und  einen  kleineren  sok^hen  Fleck  in  7;  ein  schwarzer  von  metallglänzenden  Schuppen  begrenzter 


TRICHIOLAUS;  DAPIDODIGMA;  lOLAUS.     Von  Dr.  C.  Aueivillius.  389 

Saunifleck  in  2  und  auf  dem  Anallappen,  der  Augenfleck  in  2  innen  schmal  ockergelb  begrenzt;  im  Felde  1  c 
treten  zwei  Anhäufungen  metallischer  Schuppen  auf.  Stirn  weiß  mit  graugelblicher  Mittelfurchc.  Beine  weiß, 
oben  dunkel  gefleckt.  Palpen  weiß,  an  der  Spitze  schwärzlich.  Spannweite  30 — 31  mm.  Deutsch  Ost-Afrika 
bei  Madibira. 


9.  Gattuuff:  Tricliiolaus  A 


'» 


urtv. 


Augen  dicht  haarig.  Das  letzte  Glied  der  Palpen  kürzer  als  das  zweite.  Vflgl  beim  (J  mit  12,  beim  $ 
mit  11  Rippen.  Hflgl  mit  drei  Schwänzchen  (an  den  Rippen  1  b,  2  und  3),  das  letzte  sehr  kurz.  Weicht  nur 
durch  die  behaarten  Augen  von  lolaus  ab. 

T.  mermeros  Mab.  ö*.  ^"flgl  oben  schwarz  im  VVurzelteil  fast  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  und  mcrmcros. 
bis  zur  Rijjpe  3  lebhaft  blau  mit  silbernem  Glänze;  die  blaue  Farbe  in  1  a- — 2  durch  eine  nur  2—3  mm  breite 
schwarze  Saumbinde  vom  Saume  getrennt;  Hflgl  oben  bis  zum  Saume  schön  blau,  Felder  1  a,  1  b  und  der  Vrd 
schwärzlich,  die  schwarze  Vrdbinde  an  der  Spitze  erweitert,  die  Rippe  5  fast  erreichend;  große  schwarze  Saum- 
flecke in  1  b— 2,  der  in  1  b  gelb  und  glänzend  beschuppt.  Beide  Flügel  unten  schwarzgrau;  Vflgl  mit  einem 
feinen  kurzen  weiß  gesäumten  Querstrich  am  Ende  der  Zelle,  einer  feinen  schwarzen  nach  innen  weiß  gesäumten 
Discallinie  und  in  weißen  Punkten  aufgelöster  Submarginallinie;  Hflgl  mit  zwei  schwarzen  weiß  imizogenen 
Wurzelpunkten,  einem  in  der  Zelle  und  einem  in  7,  einem  kleinen  schwarzen  Punkt  in  1  a,  einer  am  Vrde  ge- 
raden schwarzen  nach  innen  breit  weiß  begrenzten  Discallinie  und  2 — 3  unregelmäßigen  weißen  Querlinien 
im  Saumteil ;  ein  schwarzer  mit  goldglänzenden  Schuppen  gezierter  Punkt  im  Anallappen  und  einem  schwarzen 
nach  innen  breit  orangerot  begrenzten  Saumpunkt  in  2;  Feld  1  c  am  Saume  weißlich  mit  zwei  dunklen  Schatten- 
flecken. Das  $  weicht  oben  vom  ^  dadurch  ab,  daß  der  Wurzelteil  der  Vflgl  nur  in  1  a,  1  b  und  der  Mittelzelle 
blau,  im  Felde  2  aber  weiß  und  kleiner  als  beim  (J  ist;  die  Unterseite  ist  etwas  heller  als  beim  (J.   Madagaskar. 

T.  leucoceros  Oberth.  (67  c)  weicht  nur  dadvu-ch  ab,  daß  die  Querlinie  der  Hflglunterseite  am  Vrde  etwas  leucoceros. 
gebogen  und  beim  J  wurzelwärts  sehr  breit  weiß  gesäumt  ist,  beim  $  ist  der  Wurzelteil  der  Vflgloberseite  fast 
ganz  weiß  und  die  Grundfarbe  der  Unterseite  rein  weiß.    Madagaskar. 

10.  Gattung':  Dapidodiguia  Karsch. 

Augen  nackt.  Palpen  lang,  fast  glatt  beschuppt.  Scheitel  borstenschuppig.  Fühler  ziemlich  dick  mit 
kurzen  Gliedern  und  nur  allmählich  in  eine  drehrunde  wenig  verdickte  Kolbe  übergehend.  Vorderbeine  beson- 
ders beim  ^  fast  bis  zur  Spitze  dicht  langhaarig.  Vflgl  mit  11  Rippen  und  fast  geradem  Saume.  Hflgl  mit  drei 
feinen  Schwänzchen  (an  1  b,  2  und  3),  von  denen  der  an  1  b  kürzer  oder  wenigstens  nicht  länger  als  der  an 
2  ist.    Saum  der  Hflgl  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Rippe  3  breit  ausgezogen,  dann  winkelig  eingeschnitten. 

Die  längst  bekannte  aber  ziemlich  seltene  Art  ist  an  der  Zeichnung  der  Unterseite  von  den  verwandten 
7otoM<s-Arten  leicht  zu  unterscheiden.  Die  Unterseite  hat  nämlich  auf  dunklem  Grunde  zahlreiche,  feine 
weiße  Querlinien.  Beim  (^  haben  die  Hflgl  oben  in  der  Mitte  einen  großen,  unscharf  begrenzten,  blaß  gelblichen 
Mehlfleck. 

D.  hymen  F.  (68  c).  ^J.  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  schmalen,  bläulich  weißen  Irdfleck,  welcher  hymen. 
die  Wurzelhälfte  oder  etwas  mehr  als  die  Hälfte  der  Felder  1  a  und  1  b  und  das  Wurzeldrittel  der  Mittelzelle 
bedeckt  und  am  Ursprung  der  Rippe  2  endet;  Hflgl  oben  bläulich  weiß  mit  kleinem  etwa  2  mm  breitem  und 
5  mm  langem  schwarzem  Spitzenfleck  und  feiner  schwarzer  Saumlinie;  Fransen  weiß,  am  Irde  lang  und  bräunlich ; 
der  blaßgelbe  Mehlfleck  bedeckt  fast  die  ganze  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der  Felder  2- — 5;  Vflgl  am  Irde  mit 
langen  weißen  Haaren.  Beide  Flügel  unten  schwarzbraun  mit  zahlreichen  feinen  weißen  Querlinien  und  Quer- 
strichen wie  die  Figur  am  besten  zeigt;  die  Hflgl  gewöhnlich  vor  der  Mitte  mit  einem  schief  gestellten  weißen 
Querstreif  von  der  Mitte  des  Vrds  gegen  den  inneren  Teil  des  Irdes.  Das  $  weicht  oben  dadurch  ab,  daß  die 
ganze  Wurzelhälfte  der  Vflgl  bis  zum  Vrde  und  etwas  über  die  Zellenspitze  hinaus  weiß  und  der  schwarze  Spitzen- 
fleck der  Hflgl  viel  größer  ist.    Sierra-Leone  bis  zum  Congo-Fluß. 

11.  Gattung:  lolaus  Hbn. 

Zu  dieser  formenreichen  Gattung  gehören  die  größten  und  schönsten  Vertreter  der  Lycaeninen  in  Afrika. 
Alle  Arten  sind  auf  das  Festland  Afrikas  (mit  Fernando  Po)  und  Arabien  beschränkt  und  fehlen  völlig  auf  Mada- 
gaskar, den  Comoren,  den  Mascarenen  und  auf  den  übrigen  kleinen  Inseln  im  indischen  Meere.  Eine  einzige 
Art  dringt  in  Palästina  bis  in  das  palaearktische  Gebiet  ein.  Augen  nackt,  Palpen  lang,  anliegend  glatt  be- 
schuppt. Fühler  kräftig  mit  kurzen,  sehr  undeutlichen  Gliedern;  gegen  die  Spitze  nur  sehr  schwach  und  all- 
mählich verdickt  mit  drehrunder  nicht  abgesetzter  Kolbe.  Vflgl  beim  ,^  mit  11  oder  12  Rippen,  in  letzterem 
Falle  die  Rippe  7  stets  in  den  Saum ;  beim  $  stets  mit   1 1  Rippen  und  mit  der  Rippe  7  in  die  Spitze  oder 


3»  lOLAUS.     Von  Dr.  C.  Atiaumrs. 

den  TrdL    Hfl^  mh  2  oder  3  Schwinzcben  lan  1  b.  f  nnd  3):  das  Schwänzelmi  an  1  b  stets  Unga  ak  die 
andereiL,  da?  an  der  Bij^ie  3  kurz  oder  fehlend.   Vorderbeine  anüegesd  beschuppt,  nicht  langhaarig 

Ha^  "    -  "ihre  1S91  den  Versuch  gemacht,  die  zahlreidien  .Arten  auf  mehreie 

Gattungen  iingen"  mit  Ausnahme  ron  SSfu^eta  (ädie  oben  ^.  387/ ond  Tomk- 

theira  aof  Kennzeichen  begründet  änd,  die  mir  bei  den  ££  Torkommen,  ist  es  muBÖ^ich,  die  generEche  Steihn^ 
eines  2  -         •    mmen.    ^  ^!che  ntrr  aof  das  eine  Geschlec'r  -  _   _    '    det  sind,  kann  ich  nicht 

ais  ber-r       _       o-^ehen.  .  -.  sehr  fraglich,  ob  zum  Beispiel  o4m^ Arten  miteinaiMler 

wirklich  näh^  verwandt  -^ind  ais  mit  gCTrissöi  Epamem-Arteti. 

För  diejemgen.  die  sich  für  die  genannten  ,, Gattungen"  interessier«»,  lielae  ich  hier  eine  Ueboacht 
derselben. 

I.  Vflgl  beim  3  mit  12  Rippen,  von  denen  die  Rippe  7  in  den  Saum  geht. 

X.  Das  Schwänzch«!  an  dex  Rippe  I  b  do^  Hflgl  sehr  lang  nnd  tveit.  Tammetkeira. 

S.  I^  Schwänzchen  an  der  Rippe  1  b  der  Hflgl  fein  nnd  wenig«^  l^ng.  Ar^iolam». 

U.  Vflgl  beim  ^  nur  mit  1 1  Rippen :  die  Rippe  S  fehh  und  die  Rippe  7  läuft  in  den  ^'^d  oder  ^^  S{»tze  aas. 

z.  Die  Hflgl  beim  ^  oben  mit  einem  großen  ^lehlfTeck.   Die  Vflgl  unten  an  der  3Iitte  des  Hrdes  mit  einem 
nach  Tom  umgeschlagenen  Haarpinsel. 

1.  Die  Vflgl  bom  o   unten  im  Felde  1  b  ohne  Mehifleck.  Ei.'iniiir'i. 

2.  Die  Vflgl  beim  ^   unten  im  Felde   1  b  mit  großem  Y.^'-'^'-/  LAiiiA-f. 

%  Die  Hflgl  beim  ^  ob«i  ohne  MefaMeck. 

1.  Vügl  beim  3  nnten  am  ganzen  Hrde  bis  zum  Hinterwinkel  mit  langen  Haaren  bekleidet 

2.  MIgl  beim  £•  nnten  am  Hrde  t^me  Haare  od^  Haarpinsel        "  ^^-hlfleck.  Apk»iokm». 

Die  heute  bekannten  Arten  passen  nicht  alle  in  dieses  Scher.  -      Wenn  man  dAmm  anf  dem 

von  DsrcE  gelegten  Gnmde  weiter  bauen  wolhe.  müßte  man  noch  zwei  ■  .  r  Grattimgea  emchten. 

Um  imung  der  noch  in  vielen  Fallen  unbekannten  ^'^  i  .        ^o,  teile  ich  üsx 

die  Gattung .„„.„„  ^.rruppen  ein.   Diese  Gruppen  sind  zwar  hauptsächlich  :._  ii^skennzeiehen 

gegründet,  schienen  mir  aber  natürlicher  als  die  auf  sekundären  Geschlechtscharakt'-  f  ^  aufgesteOten 

und  ha^  .    :'ür  beide  Geschlechter  gemeinsam  zu  sein.   Die  Stelltmg  einiger  Ar"  rieht 

selbst  n._  :_ _„  _,__:e,  ist  mir  leider  tmsicher.  weil  einige  Verfasser  in  ihren  Beschrei:  _._.,    _     ___  .ong 

der  Stirn  und  der  Beine  nicht  «wähnt  haben. 

Ueber  die  Lebensweise  tmd  Entwicklungsgeschichte  dieser  schönen  Tiere  ist  sehr  wenig  bekannt.  Lam- 
Boay  fand  die  Raupen  von  /.  alcibiade.*  und  iulu^  von  Ameisen  der  Gattung  Crem  astoga  st  er  besucht  und  A. 
ScHCLTZE  hat  mir  folgendes  über  ihre  Lebensweise  mitgeteilt :  ..Die  sehr  flüchtigen  Tiere  fliegen  in  den  heißesten 
Stunden  des  Tages  um  blühende  Bäume  1  höhere  Zweige).  In  den  späteren  Xachmittagsstunden  streben  in  dai 
Gebirgsgegenden  vor  allem  die  blauen  Arten  den  kahlen  Kappen  zu,  wo  sie  sich  auf  niedrigere  Sträocher  zum 
Sonnen  niederlassen.  Mit  ziemlicher  Sicherheit  sind  die  Arten  an  den  schmarotzenden  Loranthos- Arten  anzu- 
treffen. Za«st  beobachtete  ich  hier  die  1 1  bei  der  Hiablage.  später  fand  ich  an  dieser  Pflanze  auch  die  zwdfelkn» 
zu  loiftu-i  gehörenden  Raupen,  die  ich  mangels  genügender  Zuchtvorrichtungen  leider  nicht  zur  Entwicklung 
brachte.  Die  eine  Raupe  1  .\sselraupe)  war  mit  ziemlich  langen  Fleischzapfen  vösehen  und  war  durch  die  schwarz, 
braun  und  ^  :e  Farbe  einem  '  irement  sehr  ähnlich.    Die  andere  Art  glich  einer  kleinen  fcJa- 

/«rvii»-Raupr _    -r  seitlich  viel  mehr  _  - :nengedrückt :  sie  fraß  Randlöcher  in  die  fleischten  LoranthiK- 

Biätter.  die  sie  dann  mit  ihrem  Körper  auffüllte,  so  daß  sie  schwer  zu  fin«ien  war". 


Ueboaeht  der  ArcengnqipeB. 

Die  Stirn  nie  einfarbig  weiß.    Die  Palpen  an  der  Spitze  schwarz. 

A.  Vflgi  unten  wenigstens  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  einfarbig  ohne  Zeichnmigen. 

z.  Vflgl  tmten  an  d«  Spitze  der  )IittelzeQe  unbezeichnet  odo-  mit  einem  dunklen  Qnexstrich,  welcher 

viel  länger  als  dick  ist. 

*.  Die  Stirn  schwarz  mit  weißen  Seitenrändem :  diese  bisweilen  so  breit,  daß  die  schwarze  Farbe 

nur  eine  Mittellinie  bildet. 

f.  Das  Schwänzchen  an  der  Rippe  1  b  der  Hflgl  sehr  breit  ( 2  nun)  and  lai^  (18 — 20  nun)  ein- 
farbig weiß.  —  ^  Vflgi  mit  11  oder  12  Rippen  und  schwarzem  Haarpineel  am  Hrde. 

Erste  Gruppe. 
ff.  IXks  Schwäozcboi  an  der  Rippe  1  b  der  Hflgi  schmaler  nod  kürzer,  nie  einfarbig  weiß. 


II 


I0LAU8.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  391 

§.  Beine  einfarbig  weiß  oder  nur  längs  der  Außenseite  verdunkelt  oder  schwärzlich. 

Zweite  Gruppe. 
§§.  Schienen  und  Tarsen  weiß  mit  scharf  hervortretenden,  schwarzen  Flecken  oder  Ringen. 
—  (J.  Vflgl  mit  11  Rippen  und  schwarzem  Haarpinsel  am  Hrde.  Dritte  Gruppe. 

**.  Die  Stirn  wenigstens  oben  orangerot  oder  orangegelb,  oder  weiß  mit  orangeroten  Zeichnungen; 
bisweilen  orangerot  mit  weißer  Mittellinie. 

o.  Vflgl  unten  am  Ende  der  Mittelzelle  unbezeichnet  oder  nur  mit  einer  feinen  schwärzlichen 
Querlinie.  Vierte  Gruppe. 

CO.  Vflgl  unten  am  Ende  der  Mittelzelle  mit  dickem  Querstrich.  —  (J  Vflgl  nm-  mit  11  Rippen. 
f.  Stirn  nicht  einfarbig.    Beine  nicht  ganz  schwarz.    Palpen  nicht  an  der  Wurzel  gelblich. 
Flügel  unten  mit  grauer  oder   weißlicher  Grundfarbe.  ■ —  ^.  Vflgl  unten  am  Hrde  mit 
>Iehlfleck  und  schwarzem  Haarpinsel.    Hflgl  oben  mit  dunklem  Mehlfleck,  Melcher  die 
Spitze  der  Mittelzelle  nicht  oder  kaum  überragt.  Fünfte  Gruppe. 

tf.  Stirn  einfarbig  ockergelb.  Beine  schwarz,  unten  an  der  Wurzel  gelblich.  Palpen  an  der 
Wurzel  gelblich.  Flügel  unten  mit  gelber  Grundfarbe.  —  ^.  Mehlflecke  und  Haarpinsel 
fehlen  völlig.  Achte  Gruppe, 

ß.  Vflgl  unten  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  mit  einem  großen  viereckigen,  schwärzlichen  Fleck.  ■ —  ^. 
Vflgl  mit  11  Rippen  und  schwarzem  Haarpinsel.  Sechste  Gruppe. 

B.  Vflgl  unten  nahe  an  der  Wurzel  mit  einem  Querfleck  oder  einer  Querbinde,  welche  vor  der  Mitte  der 
Zelle  steht.  —  (J.  Vflgl  mit  11  Rippen  und  schwarzem  Haarpinsel  am  Hrde.  Siebente  Gruppe. 

ir.  Die  Stirn  breit,  einfarbig  weiß.    Palpen  bis  zur  Spitze  weiß  oder  gegen  die  Spitze  nur  etwas  verdunkelt, 
grau  oder  bräunlich.  — ■  ^.  Vflgl  nur  mit   11  Rippen.  Neunte  Gruppe. 


Erste  Artengruppe. 

Die  beiden  großen  Ai-ten  dieser  Gruppe  kommen  denen  der  folgenden  nahe,  sind  aber  an  den  langen, 
breiten  weißen  Schwänzchen  am  Analwinkel  der  Hflgl  von  allen  anderen  verschieden.  Druce  bildete  für  sie, 
die  Gattung  Tanuetheira,  welche  jedoch  nur  durch  das  Schwänzchen  von  Argiolaus  abweicht.  Da  die  beiden 
Arten  sonst  m  Farbe  und  Zeichnung  sehr  nahe  mit  vielen  anderen  Arten  übereinstimmen,  betrachte  ich 
sie  lieber  als  eine  Gruppe  der  Gattung  lolaus.  Beine  weiß,  längs  der  Außenseite  schwarz  oder  schwärzlich.  Bei 
allen  Stücken  von  I.  timon,  die  ich  untersucht  habe,  fehlt  die  Rippe  8  der  ^'flgl  und  die  Rippe  7  mündet  in 
den  ^'rd  nahe  der  Flügelspitze. 

I.  timon  F.  (67  d).  q.  Flügel  oben  tief  schwarz;  Vflgl  an  der  \\'urzel  bis  zur  Rippe  3  und  am  Hrde  bis  timon. 
über  die  Mitte  der  Rippe  1  hinaus  schön  hellgrünlichblau;  die  blaue  Farbe  bedeckt  nur  den  innersten  Teil  des 
Feldes  2  und  geht  dann  schief  und  fast  gerade  gegen  denHrd,  wo  sie  spitz  endet;  Lappen  des  Hrdes  ziemlich  klein, 
weiß  behaart;  Hflgl  in  den  Feldern  la  und  Ib  grau,  in  Ic — 3  fast  bis  zum  Saume,  am  Hrde  der  Mttelzelle  und 
im  Wurzelteil  des  Feldes  4  hellblau  wie  die  Vflgl ;  Mehlfleck  klein,  braun,  von  einem  glänzenden  gi-auen  Felde 
umzogen,  welches  den  größten  Teil  der  Mittelzelle  bedeckt.  Vflgl  unten  einfarbig  weiß  ohne  Zeichnungen.  Hflgl 
unten  bis  über  die  Mitte  hinaus  unbezeichnet,  weiß;  hinter  der  Mitte  mit  feiner  schwarzer  Postdiscallinie,  welche 
nach  vorn  undeutlicher  wird  und  mit  2  schwarzen  nach  innen  breit  rot  begrenzten  Submarginalpunkten  in  1  b 
und  2 ;  die  roten  Begrenzungen  dieser  Punkte  sind  in  1  c  durch  einen  roten  Querstrich,  welcher  oft  die  Postdiscallinie 
berührt,  verbunden;  Saumlinie  deutlich  schwarz,  Fransen  weiß.  Das  $  weicht  oben  dadurch  ab,  daß  die  blaue 
Farbe  der  Vflgl  etwas  mehr  ausgedehnt  ist,  die  Wurzel  des  Feldes  3  bedeckend  und  daß  dieselbe  Farbe  auf  den 
Hflgln  in  1  c — 3  etwa  6  mm  vom  Saume  aufhört ;  die  dadurch  entstandene  schwarze  Saumbinde  ist  mit  weißen 
Submarginal- und  Saumflecken  geziert;  unten  haben  beide  Flügel  zwei  deutliche  Submarginallinien,  die  roten 
und  schwarzen  Flecke  der  Felder  1  b- — 2  sind  mit  blauen  Schuppen  bestreut.   Sierra-Leone  bis  Kamerun. 

I.  Prometheus  H.  H.  Drc.  ist  mir  unbekannt  und  soll  sich  von  timon  nirr  dadurch  unterscheiden,  daß  promelheus. 
beim  ^  die  Vflgl  oben  in  der  Mitte  einen  gi-oßen  glänzenden  bronze-braunen  Fleck  haben  und  der  Mehlfleck 
der  Hflgl  größer  ist ;  das  $  soll  kaum  von  Hmon-^  abweichen.    Sierra-Leone  und  Unyoro. 


Zweite  Artengruppe. 

Durch  die  längs  der  Mitte  schwarze,  an  den  Seiten  weiße  Stirn  und  die  weißen,  nicht  schwarz  geringelten 
oder  gefleckten,  höchstens  an  der  Außenseite  matt  schwarz  gestreiften  Schienen  weichen  die  hieher  gehörigen 
Arten  von  den  übrigen  ab. 


392  lOLAUS.     Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

Die  meisten  Arten  sind  groß  und  die  (J^J  sind  fast  immer  oben  schwarz  und  blau  gefärbt;  nur  bei  zwei 
Arten  haben  die  ^'flgl  beim  (J  oben  eine  weiße  Grundfarl)e.  Beide  Flügel  unten  ohne  Querstrich  am  Ende  der 
Mittelzelle. 

Die  Mehrzahl  der  Alten  ist  nur  in  inänidichem  Geschlecht  bekannt.  Ich  bin  darum  genötigt  die  folgende 
Uebersicht  ausschließlich  auf  die  ^,^  zu  gründen.  Die  Färbung  der  Beine  von  /.  inores  ist  mir  unbekannt;  es 
ist  darum  nicht  ganz  sicher,  daß  sie  zu  dieser  Gruppe  gehört. 

Uebersicht  der  ^^. 

I.  Vflgl  mit  12  Rippen;  die  Rippe  7  in  den  Saum.  —  Argiolmis  Drc. 

A.  Haarpinsel  der  Vflgl-Unterseite  schwarz. 

a.  Vflgl  unten  einfarbig  weiß  oder  weißlich,  ohne  Zeichnungen   oder   höchstens    mit  feiner  Submargl- 
nallinie,  am  Saume  nicht  verdunkelt  oder  nur  etwas  rötlich  angeflogen,  ohne  dunklen  Hrdfleck. 

*.  Anallappen  der  Hflgl  oben  mehr  oder  weniger  rot  beschuppt. 

f.  Hflgl  oben  in  den  Feldern  7  und  8  weiß  oderweißgrau.   Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  in  Feld  1  b 
und  an  der  Rippe  1  wenigstens  3  mm  vom  Saume  entfernt.  I.  alcihiades. 

ff.  Hflgl  oben  am  Vrde  schwarz  oder  schwarzgrau.    Hflgl  unten  im  Felde  2  gewöhnlich  mit 
einfarbig  rotem,  bisweilen  schwarz  gekerntem  Submarginalfleck. 

o.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  erreicht  im  Felde  1  b  und  an  der  Rippe  1  fast  den  Saum  oder 
ist  nur   1   mm  davon  entfernt. 

§.  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  des  Vrdes  schwarz  mit  oder  ohne  blaue  Schuppen. 

1.  Die  blaue  Farbe  der  Oberseite  hell  himmelblau  ohne  grünlichen  Schiller. 

/.  menas. 

2.  Die  blaue  Farbe  der  Oberseite  dunkler,  bei  gewisser  Beleuchtung  mit  starkem 
grünlichen  Schiller.  /.  iulus. 

§§.  Vflgl   oben   an  der   Wurzel   des   Vrdes   weißlich.  /.  jamesoni. 

CO.  Die  blaue  oder  grüne  Farbe  der  Vflgl  ist  im  Felde  1  b  oder  an  der  Rippe  1  etwa  3  mm 
vom  Saume  entfernt. 

§.  Flügel   oben  mit  blauer   Grundfarbe. 

1.  Hfl,';l  oben  mit  breiter  schwarzer  in  den  Feldern  1  c  und  2  etwa  3  mm  breiter 
Saumbinde  und  unten  zwischen  dem  Anallappen  und  der  Rippe  3  mit  sehr  dicker 
schwarzer  Saumlinie.  Anallappen  oben  fast  ganz  schwarz,  nur  mit  wenigen  roten 
Schuppen.  /.  schnitze  . 

2.  Die  blaue  Farbe  der  Hflgl  erreicht  in  allen  Feldern  die  etwa  1  mm  dicke  seh  ize 
Saumlinie  und  schließt  in  den  Feldern  1  c  und  2  schwarze  Submarginalflecke 
ein.  Saumlinie  der  Unterseite  sehr  fein.  Anallappen'  oben  rot  mit  schwarzem 
Punkte  am  Irde.  /.  pampemta. 

§§.  Flügel    oI)cn    mit    metallglänzender   grüner    Grundfarbe.  /.  calisto. 

**.  Anallappcn  der  Hflgl  oben  schwarz  mit  hellgrünen  Schuppen  aber  ohne  Rot.    Die  blaue  Farbe 
der  Vflgl  erreicht  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  fast  den  Saum.  /.  catori. 

ß.  \'flgl  unten  mit  breiter,  gegen  den  Hinterwinkel  verschmälerter,  schwarzgrauer  Saumbinde  und  am 
Irde  in  1  a  und  1  b  breit  schwärzlich.  Hflgl  oben  am  Vrde  bis  zur  Rippe  6  schwarz.  Die  blaue  Farbe 
der  \'flt;l  in  den  Feld(>rn   1  a  und   1  b  wenigstens  3  mm  vom  Saume  entfernt.  /.  Inonides. 

I.  maesa. 

B.  Haarpin.sel  der  Vflgl-Unterseite  hellgelb  bis  braungelb.  Vflgl  unten  weiß,  gewöhnlieh  ganz  ohne  Zeich- 
niuigen. 

a.  Flügel  oben  blau  und  scln\arz. 

*.  Hflgl  oben  am  Vrde  hellblau  und  hinter  dessen  Mitte  mit  langen  weißen  oder  hellgelblichen, 
nach  hinten  gerichteten  Haaren;  ihre  Spitze  sehr  breit  und  stumpf  abgerundet;  Anallappen  der 
Hflgl  klein,  oben  schwarz  und  weiß  ohne  rote  Schuppen;  Schwänzchen  am  Ende  der  Rippe  1  b 
sehr  lang,  etwa  15  mm  und  an  der  Spitze  deutlich  spateiförmig  erweitert.  /.  caesareus. 

**.  Hflgl  oben  ohne  lange  helle  Haare  am  Vrde;  Anallappen  der  Hflgl  oben  rot  beschuppt;  Schwänz- j 
chen  am  Ende  der  Rippe  1  b  mäßig  lang,  an  der  Spitze  nicht  erweitert. 

f.  Die  blaue  Farbe  der  Hflgl  erreicht  den  Saum  (die  Saumlinie)  und  schließt  in  den  Feldern! 
1  c — 4  große  freie  schwarze  Submarginalflecke  ein.    Flügel  unten  ohne  Querlinien. 

I.  lukabas. 


I 


Ausgegehen  27.  I.  1922.  lOLAÜS.     Von  Dr.   C.   AuRiViLLlUS.  393 

tt-  Die  blaue  Farbe  der  Hflgl  ist  durch  eine  schmälere  oder  breitere  schwarze  Saumbinde  vom 
Saume  getrennt  und  schließt  keine  schwarzen  Submarginalflecke  ein.    Wenigstens  die  Hflgl 
unten  mit  schwarzer    Querlinie  in   1  b — 2. 
o.  Hflgl  oben  ohne  rote  Submarginalflecke  in   1  c  und  2. 

1.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  bis  zur  Rippe  1  b  breit,  an  der  Spitze 
etwa  3  mm,  im  Felde  1  c  noch  fast  2  mm  breit.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  in  la  und  1  b 
etwa  5  mm  vom  Saume  entfernt.  /.  fulitis. 

2.  Die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  viel  schmäler  besonders  nach  hinten. 
Die  blaue  Farbe  der  Vflgl  in  1  a  und  1  b  nur  2—3  mm  vom  Saume  entfernt. 

/.  silas  V.  lalos. 
00.  Hflgl  oben  im  Felde  1  c  und  gewöhnlich  auch  im  Felde  2  mit  rotem  Submarginalfleck. 

/.  silas. 
ß.  Flügel  oben  weiß,  am  Vrde,  Spitze  und  Saume  der  Vflgl  und  am  Saume  der  Hflgl  mehr  oder  weniger 
breit  schwarz  oder  schwarzgrau.  /.  ismenias. 

I.  piaggiae. 
II.  Vflgl  mit  11  Rippen;  die  Rippe  7  in  die  Spitze  oder  den  Vrd. 

(X.  Vflg,  unten  am  Hrde  mit  scharf  begrenztem,  schwarzem  Haarpinsel.  Hflgl  an  der  Rippe  3  mit  ziemlich 
langem,  haarfeinem  Schwänzchen.  —  Epamera  H.  H.  Drc.  —  Flügel  unten  mit  weißer  Grundfarbe. 

*.  Vflgl   unten   mit   dunkler    Saumbinde.  /.  Inon. 

**.  Vflgl  unten  am  Saume  nicht  oder  kaum  verdunkelt,  einfarbig  weiß  oder  nur  mit  feiner  dunkler 
Submarginallinie;  am  Analwinkel  in  1  a  und  1  b  schwärzlich,  die  dunkle  Farbe  jedoch  von  weißen 
Schuppen   mehr   oder   weniger   vollständig   bedeckt.  /.  adamsi. 

ß.  Vflgl  unten  am  ganzen  Hinterrande  von  der  Wurzel  bis  zum  Saum  mit  langen  schwarzen  Haaren  be- 
kleidet. Hflgl  ohne  Schwänzchen  an  der  Rippe  3.  — Sukidion  H.  H.  Drc.  —  Flügel  unten  mit  brauner 
Grundfarbe.  7.  inores. 

I.  aicibiades  Ky.  ((57  d,  f).  ^.  Flügel  oben  grünlich  blau ;  Vrd,  Spitze  und  Saum  der  Vflgl  breit  schwarz;  alcibiades. 
die  blaue  Farbe  bedeckt  die  Mittelzelle,  die  Wurzel  der  Felder  2  und  3  und  die  Felder  1  a  und  1  b  bis  etwa 
4  mm  vom  Saume.  Hflgl  am  Vrde  in  7  und  8  weißgrau ;  Saumlinie,  Rippenenden  und  submarginale  Querstriche 
in  1  c  und  2  schwarz;  Mehlfleck  weißlich  mit  breiter  dunkelgrauer  Zone;  Flügel  unten  weiß,  Vflgl  mit  roter 
Submarginallinie;  Hflgl  mit  roten  Submarginalf lecken  in  1  b  und  2,  aus  schwarzen  Bogen  gebildeter  Postdiscal- 
linie  und  einer  roten  Submarginallinie  von  der  Rippe  3  bis  zum  Vrde;  der  Analfleck  mit  schwarzem  Punkte. 
Das  9  weicht  durch  hellere  und  etwas  weniger  ausgedehnte  blaue  Farbe  und  durch  große  rote  Submarginal- 
flecke der  Felder  1  c  und  2  der  Hflgl-Oberseite  ab.  —  Die  Raupe  wird  nach  L.A.MBORN  von  der  Ameise  Cremasto- 
gaster  Buchneri  besucht;  sie  lebt  auf  einer  Aroidee,  Culcasia  scandens  Beauv. 

I.  menas  Harn.  Drc.  (67  d).  ^.  Oberseite  mit  hell  himmelblauer  Grundfarbe;  die  blaue  Farbe  der  Vflgl  vienaa. 
ist  nach  außen  bogenförmig  abgerundet,  erreicht  an  der  Rippe  1  fast  den  Saum,  bedeckt  mehr  als  die  Hälfte 
des  Feldes  2  und  etwa  das  erste  Drittel  des  Feldes  3.  Die  Hflgl  haben  eine  schwarze  Saumlinie,  sind  am  Vrde 
nur  in  den  Feldern  7  und  8  und  an  der,  Wurzel  des  Feldes  6  schwärzlich  und  haben  einen  gerundeten  tief  schwar- 
zen Mehlfleck  welcher  nur  nach  außen  schmal  grau  umzogen  ist;  Anallappen  rot  mit  einigen  silbergrünen  Schup- 
pen; Saum  an  1  b  und  2  geschwänzt,  an  3  nur  schwach  geeckt;  Vflgl  unten  weiß  ohne  Zeichnungen;  Hflgl  mit 
feiner  schwarzer  Postdiscal-  und  Saumlinie,  einfarbig  rotem  Submarginalfleck  in  2,  welcher  bisweilen  eine  feine 
Submarginallinie  entsendet  und  mit  rotem  schwarz  geflecktem  Analfleck.  Das  $(67g?)*)  weicht  dadurch  ab, 
daß  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  durch  milchweiße,  an  der  Wurzel  der  Vflgl  schwach  blau  angeflogene  Farbe 
vertreten  ist ;  Hflgl  auch  oben  mit  einer  Postdiscal- und  einer  Submarginallinie,  welche  aus  dunklen  Strichen 
oder  Punkten  der  Felder  1  c — 6  gebildet  sind;  der  Submarginalfleck  in  2  ist  größer,  gerundet  und  rötlich. 
Senegambien  bis  Gabun. 

I.  iulus  Heu\  (=  mathilda  Suff.)  (67  d,  e).  Ist  etwas  größer  als  menas  mit  grünem  Schiller  der  blauen  iulus. 
Farbe;  dieselbe  ist  auf  den  Vflgln  beim  ^J  nach  außen  mehr  unregelmäßig,  aber  fast  geradlinig  begrenzt.  Das  $ 
ist  vom  9  des  I.  menas  recht  verschieden;  die  helle  Wurzelarea  der  Vflgl  ist  violettgrau,  nach  außen  weißlich; 
die  Hflgl  sind  bräunlich,  an  der  Spitze  der  Zelle  und  im  Wurzelteil  der  Felder  2 — 4  grauviolett,  dann  mit  weißer 
Postdiscalbinde  und  weißer  Submarginallinie  in  1  c — 4( — 6)  und  zwischen  diesen  mit  dicken  dunklen  Quer- 
strichen, welche  in  1  c  rot  und  schwarz,  in  2  tiefschwarz  sind.  —  Die  Raupe  ist  nach  Lambokns  Angabe 
wundervoll  rubinrot  und  grün  gefärbt,  lebt  auf  einer  kletternden  Schmarotzerpflanze  und  wird  von  Ameisen  der 
Gattung  Cremastogaster  besucht ;  sie  hat  eine  deutliche  Rückendrüse.    Sierra-Leone  bis  Niger. 

I.  jamesoni  Harn.  Drc.  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  mit  iulus  nahe  verwandt  und  nur  durch  den  an  der  jamesonl. 
Wurzel  weißlichen  \vd  der  Vflgl-Oberseite  verschieden  zu  sein;  die  Beschreibung  gibt  wenigstens  keine  anderen 


Diese  und  einige  andere,  mit  ?  bezeichnete  Figuren  sind  nach  Stüclien  im  Berliner  Museum  angefertigt  und  waren 
ohne  Untei'siicluing  der  Exemplare  duich  den  Verfasser  leider   nicht  sicher  zu  bestimmen. 

XIII  50 


394 


lOLAUS.    Von  Dr.  C.  ArKmLLirs. 


Unterschiede  an;  sie  lautet:  „Mit  iulus  verwandt;  Oberseite  heller  und  weniger  glänzend  blau;  Vflgl  deutlich  weiß- 
lich an  der  AVurzel  des  Vrdcs;  Hflgl  mit  rein  weißen  Fransen;  ein  dunkelroter,  nach  hinten  von  einem  schwarzen 
Punkt  begleiteter  Fleck  nimmt  den  oberen  Teil  des  Anailappens  ein;  der  untere  Teil  weiß  mit  feiner  sciiwarzer 
Saumlinie;  die  Schwänzchen  weiß  mit  feiner  schwarzer  Mittellinie.  Unterseite  gelblich  weiß;  Vflgl  mit  dem 
Vrd  und  der  Spitze  etwas  rotgelb  überzogen:  Hflgl  mit  einer  scharf  licrvortretenden  orangefarbigen  Binde, 
welche  an  jeder  Rippe  etwas  verdickt  ist  und  von  der  Spitze  bis  zum  Analwinkel  geht,  wo  sie  sich  mit  dem 
roten  Analfleck  vereinigt;  sie  ist  auch  mit  dem  roten  schwarz  gekernten  Submarginalfleck  des  Feldes  2  vereinigt; 
eine  feine  unterbrochene  Submarginallinie  von  der  Spitze  bi.-<  zum  Irde;  Anallappen  mit  tief  schwarzem,  blau 
beschupptem  Fleck:  der  rote  Analfleck  mit  einigen  violettroten  Schüppchen;  eine  feine  schwarze  Saumlinie; 
Fran.sen  weiß;  Kopf  weiß;  Thorax  grau;  Palpen  unten  weiß,  oben  und  an  der  Spitze  schwarz;  Beine  weiß; 
Fühler  schwarz,  unten  mit  weißen  Punkten".    Kongo-Gebiet  am  Aruwimi-Fluß. 

schutlzei.  \.  schultzei  Auriv.  (67  e)  ist   durch   die  verdickte  schwarze   Saumlinie  der   Hflgl-Unter-seite  und  die 

übrigen  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  sehr  leicht  zu  erkeimen.  $  unbekannt.  Adamaua  in  den 
Atlant  ika-  Gebirgen . 

paneperain.  \,  paneperata  H.  Drc.  (=  elisa  Suff.)  (67  e).   Das  ^  kommt  oben  dem  ^  von  menas  nahe,   weicht  aber 

sofort  durch  die  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  viel  breitere  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl,  die  dickere  schwarze 
Saumlinie  der  Hflgl,  die  .schwarzen  Submarginalflecke  der  Felder  1  c  und  2  der  Hflgl  und  den  viel  größeren 
roten  Anallappen  der  Hflgl  ab.  Die  Unterseite  weicht  nur  durch  größeren,  roten  Analfleck  der  Hflgl  ab.  Saum 
der  Hflgl  an  der  Rippe  3  kurz  aber  deutlich  geschwänzt.    Nigeria  bei  Lagos  bis  Kongo. 

c'tltsto.  I.  calisto  Dbl.  u.  Heu\  (67  e).    Das  q  weicht  von  den  verwandten  Arten  dadurch  ab,  daß  die  hellen 

Partien  der  Oberseite  nicht  blau  sondern  metallisch  grün  sind.  Die  Unterseite  ist  weiß  mit  einer  undeutlichen. 
bräunlichen  Postdiscallinie;  ^'flgl  am  Vrde  und  Saume  rötlich  angeflogen;  Hflgl  mit  einem  großen  carminroten 
Fleck  in  2,  welcher  nach  außen  schwarz  gefärbt  ist ;  am  Analwinkel  ein  schwarzer,  nach  innen  rot  begrenzter, 
hellblau  beschuppter  Fleck;  eine  abgekürzte  schwarze  Submarginallinie;  Saumlinie  schwarz;  Fransen  weiß. 
Das  $  ist  etwas  größer  als  das  q  mit  den  hellen  Teilen  der  Oberseite  grauweiß;  Hflgl  hinter  der  Mitte  mit  einer 
etwas  unregelmäßigen,  braunen  Querbinde  von  der  Spitze  bis  zum  Irde,  dann  folgen  eine  undeutlichere  Sub- 
marginalbinde  und  eine  breite  dunkelbraune  Submarginaibinde;  Anallappen  orangerot  mit  einem  schwarzen 
Punkt ;  ein  orangeroter  Fleck  in  2 ;  beide  Flügel  an  der  Wurzel  mit  blaugrauen  Schuppen  schwach  überzogen : 
Fransen  der  Vflgl  braun,  der  Hflgl  weiß;  die  Unterseite  wie  beim  ^.    Senegambien  bis  Gabun. 

catori.  I.  catori  B.-Bak.  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  (J  Vflgl  tief  glänzend  blau,  an  der  Wurzel  und  in  der 

Mittelzelle  schwach  mit  hellen  blauen  Schuppen  gesprenkelt;  Vrd  breit  schwarz;  die  Spitze  bis  zum  Vorder- 
winkel der  Mittelzelle  schwarz;  Saum  breit  schwarz  nach  hinten  verschmälert  und  hinter  der  Rippe  2  linien- 
förmig;  einen  Pinsel  schwarzer  Haare  unten  am  Irde.  Hflgl  lebhaft  glänzend  blau  mit  emem  großen  dunkleren 
Fleck  in  der  Mitte;  dieser  erreicht  den  Ird  der  Mittelzelle  und  schließt  einen  purpurnen  und  grünlich  schillernden 
Mchlfleck,  welcher  den  ^'rd  erreicht  und  von  einem  Ringe  erzgrüner  Schuppen  umgeben  ist,  ein;  der  ganze 
Fleck  wechselt  bei  verschiedener  Beleuchtung  die  Farbe;  hinter  demselben  in  der  Mittelzelle  ein  purpurglän- 
zender Streifen.  Beide  Flügel  unten  rein  weiß;  Vflgl  ohne  Zeichnungen;  Hflgl  mit  einer  sehr  feinen  dunklen 
Submarginallinie,  welche  am  Analwinkel  deutlicher  ist  und  mit  einem  roten  Fleck  in  2;  der  kleine  AnallapiJen. 
welcher  oben  schwarz  mit  hellgrünen  Schuppen  ist,  ist  unten  am  Irde  glänzend  blau,  grün  und  violettrot  und 
oben  von  einem  roten  Mondfleck  begrenzt,  von  welchem  eine  feine  dunkle  Linie  zum  Irde  geht ;  drei  weiß  ge- 
säumten Schwänzchen,  von  deneii  das  an  der  Rippe  3  einen  langen  Zahn  bildet.  Flügelspannung  37 — 38  mm. 
Sierra-Lcone. 

laonides.  I.  laoiiides  Aur.  (67  e).    Durch  die  scharf  begrenzte,  dunkle  Saumbinde  der  Vflgl-Unterseite  weicht 

diese  Art  von  allen  vorhergehenden  ab.  Das  (J  ist  außerdem  durch  die  schwärzliche  Färbvuig  der  Felder  1  a  und  1  b 
auf  der  Unterseite  der  Vflgl  au.'jgezeichnet.  (J.  Die  dunkelblaue,  grünlich  schillernde  Farbe  der  Vflgl  ist  nach 
außen  abgerundet,  bedeckt  die  Mittelzelle,  die  AVurzel  der  Felder  2  luul  3  luid  hört  in  den  Feldern  1  a  und  1  b 
wenigstens  3  mm  vom  Saume  auf.  Auf  den  Hflgln  bedeckt  die  blaue  Farbe  die  Felder  1  c — 5  und  den  Hrd  der 
Mittelzelle  und  wird  durch  eine  schwarze,  im  Felde  ö  nach  vorn  stark  erweiterte  Saumlinie  begi-enzt;  Mehl- 
fleck gelbbraun  mit  schwarzer  Zone;  Anallappen  .schwarz  mit  grünen  und  weißen,  bisweilen  auch  mit  roten 
Schuppen;  oft  ein  schwarzer  Submarginalfleck  im  Felde  2.  Hflgl  unten  weiß  mit  schwärzlicher  Postdiscallinie 
zwischen  dem  Irde  und  der  Rippe  4  und  unregelmäßiger,  vorn  rotbrauner,  nach  hinten  roter  Submarginallinie, 
welche  sich  mit  den  schwarz  gekernten  Flecken  der  Felder  2  und  1  b  vereinigt ;  das  Schwänzchen  an  der  Rippe  3 
zahnförmig.  Das  2  ist  unten  dem  ,^  ähnlicli.  hat  aber  oben  eine  breite  schwarze  Saumbindc  beider  Flügel, 
große  schwarze  Submarginalflecke  in  den  Feldecn  1  b — 2  der  Hflgl  und  einen  schwarzen  postdiscalen  (Quer- 
strich in  den  Feldern  1  c  und  2  der  Hflgl.    Sierra-Leone. 


L  maesa  Hew.  (67  e,  f).   Von  dieser  Art  ist  nur  das  $  bekannt.    Ilnc  Stellung  ist  darum  unsicher.  Stirn 
weiß  mit  feiner  schwarzer  Mittellinie.    Die  Art  ist  größer  als  laonides,  scheint  aber  sonst  hauptsächlich  nur 


lOLAUS.     Von  Dr.  C.  Aürivillius.  395 

dadurch  abzuA\-eichen,  daß  auf  der  Unterseite  der  Yflgl  innerhalb  der  Saumbinde  eine  zweite  dunkle,  nach 
hinten  zugespitzte  und  im  Felde  1  b  aufhörende  Querbinde  auftritt.    Sierra-Leone. 

I.  parasilanus  Rbl.  ist  mir  unbekannt.  Das  Blau  der  Oberseite  ist  etwas  dunkler  als  bei  7.  iuhis  Heiv.;}mrasUanus. 
der  schwarze  Außenteil  hat  amiäliernd  die  gleiche  Ausdehnung,  ist  aber  am  Innenwinkel  noch  etwas  breiter  als 
bei  iiilus.  Der  ^"rd  der  Vflgl  sowie  deren  Fransen  sind  auch  hier  schwarz.  Die  Hflgl  zeigen  einen  breiten  schwar- 
zen Rand,  der  am  A'orderwinkel  die  Breite  von  3  mm  besitzt  und  sich  gegen  den  Analwinkel  langsam  verschmälert. 
Der  Anallappen  ist  kirschrot.  Die  Sexualmakel  besteht  aus  einem  kreisrunden,  dunkelgiauen,  innen  schwarz 
ausgefüllten  Vrdfleck,  welcher  den  Ird  der  ]Mittelzelle  nicht  ganz  erreicht.  Das  Schwänzchen  auf  Ader  Cu., 
(=  Rippe  2)  ist  5  mm  lang  und  an  der  Basis  und  Spitze  weiß.  (Das  Schwänzchen  auf  der  Analader  ist  verloren- 
gegangen.) Die  Fransen  sind  in  ihrer  Endhälfte  weiß.  Die  Unterseite  ist  silberweiß,  die  Vflgl  mit  einem  feinen, 
bräunlichen  Querstrich  am  Schlüsse  der  Mittelzelle,  einem  solchen  feinen  Querstreifen  bei  zwei  Drittel  und 
einem  weiteren  orangegelben,  parallel  verlaufenden,  zwischen  diesem  und  dem  Saume.  Auf  den  Hflgln  ist  der 
innere,  bei  zwei  Drittel  verlaufende  Querstreifen  fast  gerade  und  bräunlich,  erscheint  über  dem  Analwinkel 
scharf  gebrochen  und  in  seinem  gegen  den  Ird  zurückgehenden  Teil  schwarz.  Der  äußere  Querstreifen  ist  wie 
auf  den  Vflgln  auch  hier  orangegelb.  Im  Anallappen  liegt  ein  roter,  nach  innen  violett,  nach  außen  schwarz 
begrenzter  runder  ^lakel  und  in  Zelle  1  ein  viel  kleinerer  roter  Punkt.  Tarsen  scharf  schwai-z  geringt  (Rebel  i. 
litt).  Gehört  demnach  wohl  zm-  dritten  Gruppe,  ^^flgllänge  20  mm.  Im  Urwalde  am  Nordwestufer  des 
Tanganjika-Sees  erbeutet. 

I.  caesareus  Auriv.  (67  f )  ist  einer  des  .schönsten  und  eigentümlichsten  der  /o?rt?(s- Arten.  ^.  Zu  dem  was  caesareus. 
schon  olfen  gesagt  worden  ist  mag  hinzugefügt  werden,  daß  das  blaue  Wurzelfeld  der  ^'flgl  nach  außen  zwischen 
der  Spitze  der  Zelle  und  der  Rippe  1  fast  ganz  gerade  abgeschnitten  ist  und  in  1  a  und  1  b  den  Saum  fast  erreicht. 
Der  Mehlfleck  der  Hflgl  ist  sehr  klein,  aber  von  einer  sehr  breiten  Zone  umgeben;  die  blaue  Farbe  der  Hflgl 
geht  gegen  den  Vrd  in  hellblau  über  und  erreicht  überall  fast  völlig  den  Saum,  die  schwarze  Saumlinie  ist  äußerst 
fein,  fast  nur  an  den  Rippenenden  deutlich;  Felder  1  a  und  1  b  schwarz;  Anallappen  klein,  schwarz  und  weiß 
ohne  Rot.  Beide  Flügel  unten  weiß;  Vflgl  ohne  Zeichnungen;  Hflgl  mit  einem  kleinen  schwarzen,  nach  innen 
roten  Punkt  in  2  und  kleinem  schwarzen,  rot  begrenzten  und  blau  beschuppten  Analfleck;  Postdiscallinie  nui- 
angedeutet;  Submarginallinie  fehlt.    Das  $  ist  mir  unbekannt.    Kamerun. 

I.  lukabas  Harn.  Drc.  (67  f).  ^.  Das  blaue  Wurzelfeld  der  Vflgl  ist  nach  außen  abgerundet,  bedeckt  etwa  hikabas. 
die  Hälfte  der  Felder  2  und  3  und  ist  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  wenigstens  3  mm  vom  Saume  entfernt.  Hflgl 
oben  in  1  a  und  1  b  grau,  sonst  bis  zur  Rippe  7  und  bis  zur  feinen  schwarzen  Saumlinie  lebhaft  himmelblau 
mit  rotem  Analfleck  und  großen,  schwarzen  Submarginalflecken  in  1  c^ — 4.  Flügel  unten  weiß;  Vflgl  ohne 
Zeichnungen;  Hflgl  nur  mit  schwarzem,  nach  innen  rot  begrenztem  Fleck  des  Anallappens  und  einem  roten 
Punkt  in  Feld  2.    $  unbekannt.    Senegambien. 

I,  Julius  Stgr.  (68  e).  Das  ^  ist  dem  (J  der  vorigen  Ai-t  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  grün-  Julius. 
blaue  Farbe  der  Oberseite  viel  weniger  ausgedehnt  ist ;  auf  den  Vflgln  bedeckt  sie  nur  einen  Teil  der  !Mittelzelle 
und  nicht  oder  nur  wenig  die  Wm'zel  der  Felder  2  und  3 ;  auf  den  Hflgln  ist  sie  durch  eme  nach  innen  unregel- 
mäßig gelappte,  2 — 4  mm  breite  schwarze  Saumbinde  vom  Saume  getrennt.  Mehlfleck  olivenbraun  mit  schwar- 
zer glänzender  Umgebung.  Stattdingek  beschreibt  in  folgender  Weise  das  $:  ,,/.  Julius  2  ist  auf  der  Oberseite 
noch  gesättigter  blau  als  julianus  (=  alcibiades)-^  gefärbt,  ohne  den  starken  grünlichen  Anflug  der  letzteren 
Art;  die  schwarzen  Randteile  der  Vflgl  stechen  noch  mehr  vom  Blau  ab;  auf  den  Hflgln  ist  der  Vrd  nur  im 
obersten  Teil  (soweit  er  von  den  Vflgln  bedeckt  wird)  licht,  sonst  schwarz,  besonders  zwischen  Subcostalis  1 
und  2,  wo  er  im  größeren  inneren  Teil  bei  julianus  grauweiß  und  bei  julus  meist  etwas  licht  gefärbt,  niemals 
aber  so  gesättigt  schwarz  ist.  Oberhalb  des  von  beiden  anderen  Ai-ten  verschiedenen  braunroten  Analaugen- 
fleckes steht  ein  orangefarbener,  .scharf  schwarz  umrandeter  Fleck,  über  dem  noch  zwei  schwarze  Randflecke 
stehen,  von  denen  der  untere  in  der  Mitte  etwas  orangefarben  beschuppt  ist;  diese  drei  Außenrandsflecken 
stoßen  an  den  Rippen  zusammen;  vor  ihnen  stehen  drei  längliche,  scharfe,  schwarze  Flecke  in  der  blauen  Grund- 
farbe, die  von  den  vier  schwärzlichen  Strichen  bei  julianus  (alcibiades)-$  cder  gar  jidus-'^,  wo  sie  binden- 
artig zusammenfließen,  ganz  verschieden  sind." 

I.  aelianus  Stgr.  Von  dieser  mir  Hnbekamiten  Art  ist  nvu-  das  $  beschrieben  worden.  Staudinger  aelkmus. 
schreibt  1891  darüber  folgendes:  ,, Größe  40  mm:  die  Oberseite  hat  em  ähnliches  Blau  wie  das  beim  julius-2, 
vielleicht  ein  wenig  lichter  aber  durchaus  nicht  so  gi'äulich  wie  bei  julianus;  die  schwarzen  Randteile  der  Vflgl 
sind  etwas  breiter  als  die  bei  Julius  und  stechen  ebenso  scharf  vom  Blau  ab;  auf  den  Hflgln  ist  der  Vrdsteil 
zwischen  Subcostalis  1  und  2  (=  Rippe  6  und  7)  ebenso  schwarz  wie  bei  Julius-^;  der  braunrote  Analfleck  ist 
aber  verschieden,  mit  schwarzem  Fleck  nach  unten  wie  bei  julianus  und  julus;  verschieden . von  denen  der 
anderen  di-ei  Arten  sind  die  darüber  befindlichen  drei  schwarzen  Randflecken,  da  im  untersten,  der  bei  beiden 
aelianus-^'^  verloschen  auftritt,  keine  Spur  von  orangefarbenen  oder  rötlichen  Schuppen  auftritt;  die  beiden 
oberen  treten  scharf  auf  und  sind  durch  Medianast  2  (=  Rippe  3)  und  etwas  blaue  Färbung  voneinander  ge- 
trennt; vor  ihnen  steht  beim  Sierra-Leona-9  eine  scharfe  gezackte  schwarze  Querlinienzeichnung,  die  nach 
unten  undeutlich  wird  und  auch  bei  einem  anderen  $  nicht  so  breit  und  deutlich  auftritt ;  diese  schwarze  Linie 


396  I0LAU8.    Von  Dr.  C.  AuRiviLiJUS. 

stellt  weiter  von  den  Flecken  entfernt  und  verläuft  weit  schräger,  als  dies  bei  den  entsprechenden  J?  von /«7za?!?<s 
und  julus  der  Fall  ist.  Auf  der  Unterseite  steht  auf  allen  Flügeln  eine  breite  orangefarbene  Querlinie,  die  sich  auf 
den  Hflgln  nach  dem  Vrde  zu  verbreitert,  was  auf  denen  von  juliamis  und  juhis  nicht  der  Fall  ist; 
auch  ist  hier  der  untere  orangerote  Fleck,  in  den  sie  ausläuft  (bei  einem  Stück  mit  großem  schwarzen  Kern 
versehen)  mit  dem  braunroten  Analflecken  durch  eine  schmale  verblaßte  orangefarbene  Linie  vollständig  ver- 
bunden, was  bei  keiner  der  anderen  3  Arten  der  Fall  ist ;  auf  den  Vflgln  ist  der  apicale  Vrdsteil  ziemlich  breit 
und  scharf  bis  zum  Medianast  2  hinab  schwarzgrau,  während  er  bei  den  $$  der  anderen  3  .\rten  hier  nur  ganz 
schwach  verdunkelt  ist;  in  diesen  scharf  verdunkelten  oberen  Vrd  verliert  sich  die  sehr  breite  orangefarbene 
Querlinic,  die  wie  bei  Julius  dem  Außenrandc  nahe  steht  und  mit  ihm  parallel  verläuft.  Besonders  dieser  scharf 
dunkle  Apical-Außenrandsteil  der  Unterseite  der  ^'flgl,  sowie  die  verschiedenen  Zeichnungen  im  unteren  Außen- 
randsteil  der  Oberseite  der  Hflgl  trennen  diese  /.  aelianus-^^  von  denen  der  anderen  3  Arten;  am  nächsten 
kommen  sie  dem  Julius-'^.,  doch  glaube  ich  nicht,  daß  sie  eine  dimorphe  Form  desselben  sein  können.  Von  dem 
auf  der  Unterseite  dem  julnis  ziemlich  ähnlichen  calisto  Dhl.  u.  Heic.  kann  aelianus  das  $  nicht  sein,  da  calisto 
unten  weder  Spuren  der  orangefarbenen  Querlinien  noch  solche  des  scharf  dunklen  Apical-Außenrandteiles  zeigt." 

silania.  \.  silarus    H'im.  Drc.    wird    in    folgender    Weise    beschrieben:    q'  oben   Vflgl  glänzend    violettblau, 

mit  der  Spitze,  dem  Vrd  und  dem  Saume  schwarz;  Hflgl  mit  zwei  Schwänzchen  glänzend  blau,  mit  dem  Vrde 
breit  und  dem  Saume  schmal  schwarz;  Anallappen  karminrot  mit  violetten  Schuppen  und  schwarzem  Rande; 
ein  schwarzer  Fleck  zwischen  den  Rippen  1  c  und  2  schließt  einen  undeutlichen  roten  Punkt  ein;  ein  anderer 
kleinerer  roter  Fleck  liegt  zwischen  den  Rippen  2  und  3  und  schließt  auch  einen  undeutlichen  roten  Punkt  ein. 
Unterseite  glänzend  weiß;  Hflgl  mit  einer  deutlichen  geraden  roten  Submarginallinie,  welche  sich  von  der  Flügel- 
spitze bis  zu  einem  roten  Fleck  im  Felde  2  erstreckt;  Anallappen  violettrot  mit  schwarzem  Fleck;  innerhalb  des 
Anallappens  eine  schwarze  unterbrochene  Linie  bis  zur  Rippe  3.  —  $:  oben  Vflgl  violettblau,  weißlich  an  der 
Wurzel  der  Rippen  2  und  3;  die  Spitze,  der  Vrd  und  der  Saum  schwarzgrau;  Hflgl  violettblau  mit  der  Spitze, 
dem  Vrd  und  dem  Saume  schwarzgrau,  hinter  der  Mitte  mit  einer  unregelmäßigen  schwarzen  Querbinde,  welche 
zwischen  den  Rippen  1  c  und  3  rot  gesäumt  ist;  Anallappen  karminrot.  Fühler  schwarz.  Palpen  oben  schwarz 
unten  weiß.  Beine  weiß.  Ost-Afrika:  Delagoa-Bay.  —  Die  Art  ist  mir  unbekannt.  Dkitce  vergleicht  dieselbe 
mit  iulus  Heiv.\  aus  der  Beschreibung  geht  aber  nicht  hervor,  wie  sie  sich  von  silasWw.  und  dessen  Rasse  lalos 
unterscheidet. 

«iltts.  I.  silas   Wu'.  (67  d,  g).    ^.  Vflgl  oben  glänzend  blau ;  am  Vrde,  an  der  Spitze  (sehr  breit)  und  am  Saume 

.schwarz;  die  blaue  Farbe  ist  nach  vorn  und  außen  abgerundet  und  bedeckt  die  Mittelzelle,  die  Felder  1  a  und  1  b 
bis  2 — 3  mm  vom  Saume,  etwa  die  Wurzelhälfte  des  Feldes  2  und  einen  kleinen  Teil  der  Felder  3  und  4;  unten 
sind  die  \'flgl  einfarbig  weiß  ohne  Zeichnungen  oder  haben  eine  mehr  oder  weniger  vollständige  rotgelbe  Sub- 
marginallinie. Hflgl  oben  blau,  am  A'rde  bis  zur  Mitte  des  Feldes  6  und  am  Saume  schmal  schwarz,  am  Irde 
bis  zur  Rippe  1  b  weißgrau  bis  schwarzgrau;  die  schwarze  Saumlinie  ist  schmal  (etwa  1  mm)  und  erweitert 
sich  nur  an  der  Sj)itze  zu  einer  Breite  von  2 — 3  mm;  Anallappen  rot  mit  einigen  metallischen  Schuppen  be- 
streut, weiI3  umgeben  und  mit  kürzeren  schwarzen  und  längeren  weißen  Schuppen  geziert;  in  1  c  und  gewöhnlich 
auch  in  2  findet  sich  ein  orangegelber  mehr  oder  weniger  schwarz  umgebener  Submarginalfleck;  3  Schwänzchen, 
das  am  Ende  der  Rippe  3  kurz;  Hflgl  unten  weiß  mit  feiner  in  den  Feldern  1  a — 2  schwarzer,  in  3 — 7  rotgelber 
Postdiscallinie,  freiem  rotem  Submarginalfleck  in  2,  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  schwarzem  nach  innen 
breit  rot  begrenztem  Anallappen.  Der  Mehlfleck  der  Hflgl -Oberseite  ist  gelbbraun  und  von  einer  breiten  schwarz- 
grauen  Zone,  welche  den  größten  Teil  der  Mittelzelle  bedeckt,  umgeben.  —  Das  $  ist  unten  dem^  ganz  ähnlich, 
weicht  aber  oben  dadurch  ab,  daß  die  blaue  Farbe  weniger  ausgedehnt  und  grau  oder  weißlich  überzogen 
ist ;  die  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl  ist  an  der  Rippe  2  etwa  4  mm  breit ;  auf  den  Hflgln  hört  die  blaue  Farbe 
etwas  hinter  der  Mitte  auf,  wodurch  eine  5  mm  breite,  dunkle  Saumbinde,  die  große  gewöhnlich  vereinigte,  rot- 
laldx.  gelbe  Submarginalflecke  der  Felder  1  c — 5  einschließt,  gebildet  wird.  Kajjland  bis  Delagoa-Bay.  —  lalos  Harn.  Drc. 
(67  g;  f.  ?)  ist  die  etwas  größere  nordöstliche  Rasse  und  weicht  dadurch  ab,  daß  beim  J  die  roten  Submarginal- 
flecke der  Hflgl-Oberseite  fehlen  und  beim  $  beide  Flügel  oben  in  der  Mitte,  statt  bläulich,  breit  weiß  oder 
weißlich  sind;  die  rotgelben  Submarginalflccken  der  Hflgl-01)erseite  sind  beim  ?  groß  aber  gewöhnlich  nur  in 
Uuiiuti.  den  Feldern  1  c,  2  (und  3)  ausgebildet.  Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika.  —  ab.- 9  lasius  Siiff.  zeichnet  sich 
dadurch  aus,  daß  beide  Flügel  oben  wie  beim  (J  glänzend  tiefblau  gefärbt  sind  mit  Ausnahme  der  Rippen  2 — 4 
der  \'flgl,  die  beinahe  bis  zum  schwarzen  Saume  Mcißlich  bestäubt  sind;  auf  den  Hflgln  sind  die  Submarginal- 
flecke in  1  c  und  2  nicht  gelbrot  sondern  leuchtend  rein  rot  gefärbt,    ^'om  Nordende  des  Nyassa-Sees. 

cruwshitij}.  \.  crawshayi  Btlr.  (68  b).    Nur  das  $  dieser  Ai-t  ist  bcsclirieben  \\orden.    Butler  beschreibt  es  wie 

folgt:  ,,Am  nächsten  mit  trimeni  (der  hier  gemeinte  trirneni  ist  offenbar  nicht  der  echte  trimeni  sondern  wahr- 
scheinlich eine  $-Form  von  silas)  verwandt ;  die  blaue  Farbe  mehr  glänzend  als  beim  $  jener  Ai-t  und  ohne 
weiße  Färbung  der  Vflgl-Oberseite;  die  Medianrippe  und  die  Rippen  2 — 4  jedoch  breiter  schwarz;  Hflgl  am 
Vrde  und  in  den  Feldern  6  und  7  weißlich  mit  schwarzen  Rippen,  am  Saume  etwa  ebenso  breit  schwarz  wie 
bei  lalos  und  mit  zwei  fast  vereinigten  orangegelben  Submarginalflccken  gegen  den  Analwinkel;  Fransen  grau 


lOLAUS.    Von  Dr.  C.  Aurivillixjs.  397 

mit  weißen  Spitzen ;  Schwänzchen  schwarz  an  der  Spitze  weiß  und  am  Grunde  mit  weißen  Fran.sen ;  Anallappen 
weiß  mit  zwei  schwarzen  Punkten  und  einem  blutroten,  hellblau  gesprenkelten  Fleck,  welcher  die  Wurzelseite 
der  schwarzen  Punkte  fast  berührt;  Ird  dunkel  graubraun.  Unterseite  kreideweiß,  schwach  seideglänzend, 
Vflgl  mit  an  der  Spitze  dunklen  Fransen  und  Andeutungen  einer  blutroten  Submarginallinie ;  Hflgl  mit  einer 
blutroten  Postdiscallinie,  die  an  den  Rippen  6  und  3  geeckt  ist  und  an  der  Rippe  2  endet,  wo  sie  mit  einem 
dünnen  aus  blutroten  und  hellblauen  Schuppen  gebildeten  Submarginalfleck  zusammenhängt;  Anallappen 
schwarz,  nach  innen  von  zwei  blutroten  und  einem  bläulichen  Bogen  begrenzt;  innerhalb  des  Analfleckes  einige 
wenige  schwarze  Striche  und  Pünktchen,  eine  schwärzliche  Postdiscallinie  vom  Irde  zur  Rippe  2 ;  Körper  unten 
weiß.  Britisch  Ost-Afrika:  Kikiiyu.  —  Die  Art  stimmt  sehr  nahe  mit  dem  $  von  silas  überein  und  scheint  nur 
durch  lebhaft  blaue  Farbe  der  Oberseite  und  die  Färbung  des  Anallappens  abzuweichen. 

I.  ismenias  Klvg  (6Sd).  Beide  Flügel  oben  weiß  an  der  Wurzel  schwach  hell  bläulich  angeflogen;  Isiucniaf 
Vflgl  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle,  an  der  Spitze  (sehr  breit)  und  am  Saume  schwärzlich ;  Hflgl  mit  feiner  .schwarzer 
Saumlinie,  von  der  Spitze  bis  ziu-  Rippe  3  mehr  oder  weniger  breit  schwarzgrau,  im  Felde  2  mit  großem  roten 
und  im  Felde  1  c  mit  schwarzem  Submarginalfleck;  Anallappen  klein,  rot,  nach  außen  schwarz  und  bläulich 
beschuppt ;  beim  (J  ein  kleiner  hellgrauer,  scharf  begrenzter  Mehlfleck,  welcher  die  Wurzel  des  Feldes  6  und  die 
nächst  liegenden  Teilecler  Mittelzelle  und  des  Feldes  7  bedeckt.  Beide  Flügel  unten  weiß;  Vflgl  einfarbig  ohne 
Zeichnungen,  Hflgl  mit  schwarzer  in  Striche  aufgelöster  Postdiscallinie,  orangerotem  Submarginalfleck  in  2 
und  einem  wie  oben  gefärbten  Analfleck.  Das  $  entbehrt  die  bläuliche  Färbung  an  der  Wurzel  der  Vflgl-Ober- 
seite  und  den  Mehlfleck  der  Hflgl,  weicht  aber  sonst  vom  <^  kaum  ab.  Kommt  im  nördlichen  Teil  der  ätiopischen 
Region  von  Lagos  bis  Nubien  vor. 

I.  piaggiae  Oberth.  ist  mit  der  vorigen  Art  sehr  nahe  verwandt  und  stellt  wahrscheinlich  eine  geogra-  piagniae 
phische  Rasse  oder  eine  9-Form  derselben  dar.    Nur  das  $  ist  bekannt;  es  weicht  vom  $  des  /.  ismenias  da- 
durch ab,  daß  die  Hflgl  eine  breite  orangefarbene  Submarginalbinde,  welche  sich  auch  auf  den  Vflgln  bis  zur 
Rippe  3  fortsetzt,  haben;  dazu  kommt,  daß  beide  Flügel  oben  an  der  AVurzel  breit  blau  überzogen  sind  und 
die  Vflgl  einen  schwarzen  Strich  am  Ende  der  Mittelzelle  haben.    Abessinien. 

Die  beiden  folgenden,  nahe  verwandten  Ai'ten  weiclien  von  allen  bisher  erwähnten  Alten  dieser  Gruppe  dadurch  ab, 
daß  die  Vflgl  des  o  ""r  H  Rippen  haben;  sie  gehören  dadurch  der  „Gattung"  Epamera  H.  H.  Drc.  an.  Sie  zeichnen  sich 
übrigens  dadurch  aus.  daß  der  Mehlfleck  der  Hflgl-Oberseite  klein  und  weiß  ist  und  unmittelbar  zu  der  glänzend  blauen 
Grundfarbe  grenzt.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  ist  nach  außen  unregelmäßig  begrenzt  und  in  den  Feldern  1  a  und 
1  b  deutlich  .saumwärts  ausgezogen.  Der  Anallappen  der  Hflgl  ist  oben  am  Saume  breit  weiß,  nach  innen  schwaiz  und  nicht 
oder  nur  wenig  rot  beschuppt.  Das  Schwänzchen  an  der  Rippe  3  ist  etwa  4  nun  lang  und  der  Saum  bisweilen  auch  an  der 
lUppe  4  deutlich  geeckt.  Haarpinsel  der  Vflgl-Unterseite  schwarz.  Vflgl  beim  J  unten  am  Irde  in  1  a  und  1  b  mehr  oder 
weniger  schwärzlich. 

,  I.  laon  Heu-.  (67  g).  3*.  Vflgl  oben  glänzend  blau  am  Vrde,  an  der  Spitze  (sehr  breit)  und  am  Saume  laon. 
schwarz;  die  blaue  Farbe  bedeckt  die  Mittelzelle,  die  Wurzel  der  Felder  4 — 2  und  den  größten  Teil  der  Felder 
1  a  und  1  b;  in  1  b  tritt  sie  deutlich  saumwärts  hervor  und  ist  nur  durch  eine  etwa  2  mm  breite,  schwarze  Saum- 
binde vom  Saume  entfernt.  Die  blaue  Farbe  der  Hflgl  bedeckt  die  Felder  1  c — 6  und  der  Mittelzelle  (mit  Aus- 
nahme des  Mehlfleckes)  und  ist  nur  durch  eine  feine  schwarze  Linie,  welche  sich  jedoch  an  der  Flügelspitze  zu 
einer  Breite  von  3  mm  erweitert,  vom  Saume  getrennt;  ein  gerundeter  schwarzer  Submarginalfleck  in  1  c, 
welcher  einen  schwarzen  Querstrich  in  2  entsendet;  L-d  schwarzgrau,  weißlich  beschuppt.  Flügel  unten  weiß; 
Vflgl  am  Saume  breit  verdunkelt  oder  mit  drei  am  Vrde  zusammenstoßenden  dunklen  Querbinden;  Hflgl  mit 
breiter  orangefarbener  Submarginallinie  in  1  a — 6,  schwarzem  Submarginalfleck  in  1  b  und  2  und  einer  feinen 
scharf  gezackten  schwarzen  Postdiscallinie  zwischen  dem  Irde  und  der  Rippe  5.  Das  $  weicht  oben  dadurch 
ab,  daß  die  schwarzen  Saumbinden  viel  breiter  sind,  daß  die  Hflgl  drei  große  schwarze  Submarginalflecke 
(in  1  b,  Ic  und  2)  und  einen  dicken,  schwarzen,  discalen  Quer.strich  in  Ic  und  2  haben  und  unten  durch  die 
scharf  begrenzte  und  fast  schwarze  Saumbinde  der  Vflgl.    Goldküste  bis  Gabun. 

L  adamsi  Lathy  (68  d)  ist  dem  laon  (67  g)  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  dunkle  „thmixi. 
Saumbinde  der  \'figl-Unterseite  fehlt  und  daß  die  rotgelbe  Submarginallinie  der  Hflgl-Unterseite  in  den  Fel- 
dern 3 — 6  sehr  fein  oder  undeutlich  ist.    Nigeria.  —  emma  Suff,  ist  wahrscheinlich  mit  adamsi  identisch;  die  emnia. 
Abbildung  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  schwarzen  Submarginalflecke  der  Hflgl-Oberseite  kleiner  und  der 
Submarginalfleck  im  Felde  2  der  Unterseite  größer  ist.   Die  feine,  schwarze  Postdiscallinie  auf  der  Unterseite  der 
Hflgl  scheint  zu   fehlen.    Togo. 

L  inores  Heiv.  (67  g,  68  a)  ist  eine  ganz  eigentümliche,  sehr  seltene,  angeblich  aus  Gabun  stammende  iiwrca. 
Art.  Das  ^  weicht  von  allen  anderen  Arten  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  unten  längs  dem  ganzen  Irde  mit  langen 
schwarzen  Haaren  besetzt  sind.  Beide  Flügel  oben  bis  zum  Saume  lebhaft  hell  himmelblau,  die  Spitze  der 
Vflgl  in  einer  Breite  von  11  und  einer  Länge  von  9  mm  tiefschwarz;  Flügel  unten  braun,  Vflgl  am  Hrde  breit 
hellblau;  Hflgl  mit  einem  schwarzen  rot  begrenzten  Punkt  im  Felde  2,  einem  schwarzen  Punkt  am  Analwinkel 
und  einer  undeutlichen  dunklen  Postdiscallinie;  2  haarfeine  Schwänzchen;  Körper  oben  lebhaft  blau. 


398  lOLAUS.    Von  Dt.  C.  ArEmLLirs. 

Dritte  Artengruppe. 

Die  Stirn  ist  wie  hei  den  Arten  der  zweiten  Gruppe  schwarz  mit  weißen  Seitenrändern.  Die  Beine 
sind  auch  weiß,  haben  aber  scharf  hervortretende  schwarze  Ringe  oder  Flecke.  Anallappen  der  Hflgl  oben 
schwarz  und  weiß  mit  einigen  metalli.schen  .Schuppen,  aber  ganz  ohne  Rot.  Bei  allen  bekannten  (J^J  haben  die 
Vflgl  nur  11  Rippen.  Der  Mehlfleck  der  Hflgl-Ober.seite  ist  von  einer  großen  glänzenden  dunklen  Zone  um- 
geben.   Die  Hflgl  oben  mit  feiner  schwarzer,  bis\^•eilen  an  der  Flügelspitze  etwas  erweiterter  Saumlinie. 

Die  Flügel  sind  unten  weiß  und  haben  bei  allen  Arten  fast  ganz  dieselbe  Zeichnung;  Vflgl  unten  hinter 
der  Mitte  mit  zwei  breit  getrennten  schwarzgrauen  Linien,  welche  sich  auf  den  Hflgln  bis  zur  Rippe  3  fort- 
setzen und  oft  wenig  deutlich  sind:  Hflgl  dann  zwischen  der  Rippe  3  und  1  a  mit  einer  dicken,  unregelmäßigen 
rotgelben  oder  roten  t^uerbinde,  die  durch  eine  metallisch  glänzende  grünliche  oder  silberne  Linie  geteilt  wird; 
dazu  kommt  ein  schwarzer  Submarginalpunkt  im  Felde  2  und  am  Analwinkel.  Da  das  $  nur  von  einer  Art 
bekannt  ist,  gilt  die  folgende  Uebersicht  nur  für  die  ^<J. 

Uebersicht  der  (^^. 

A.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  bedeckt  fast  die  ganze  Mittelzelle  und  auch  die  Wurzel  der  Felder  2 
und  3. 

a.  Flügel   oben   hell    blau   mit   deutlichem  grünem   Schiller.  /.  bellina. 

ß.  Flügel  oben  tief  blau  ohne  grünen  Schiller. 

*.  Vflgl  am  Hrde  stark  und  breit  au.sgebuchtet.    Mehlfleck  der  Hflgl  sehr  groß.  /.  sappirus. 

**.  Vflgl  am  Hrde  mit  kleinerer  Ausbuchtung.    Mehlfleck  der  Hflgl  kleiner.  7.  gemmariiis. 

B.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  ist  sehr  reduziert,  bedeckt  höchstens  die  Wurzelhälfte  der  Mittel- 
zelle und  läßt  die  Felder  2  und  3  ganz  (oder  fast  ganz)  frei. 

7..  Vflgl  unten  bis  zur  inneren  Querlinie  verdunkelt  (die  äußere  Linie  undeutlich).  Die  äußere  Quer- 
linie der  Hflgl-Unterseite  gegen  die  Flügelspitze  verdickt  und  rotgelb.  Hflgl  oben  ohne  schwarzen 
Apicalfleck.  /.  sapphirinus. 

ß.  Hflgl  oben  mit  schwarzem  Apicalfleck.  Die  äußere  Postdiscallinie  der  Hflgl-Unterseite  am  Vrde  weder 
rot  noch  erw'eitert.  /.  sciaphilus. 

hdlina.  I.  bcIlIna  Plötz  (=  iaspis  Drc.)    (68  d).     Zu   dem   oben  gesagten  ist  nur  hinzuzufügen,  daß  die  Hflgl 

oben  im  Felde  1  c  gewöhnlich  zwei  schwarze  Flecke  haben;  diese  sind  beim  $  viel  größer  und  durch  einen 
weißen  Fleck  getrennt.  Das  $  weicht  sonst  vom  cJ  dadurch  ab,  daß  die  blaue  Farbe  weniger  ausgedehnt  ist 
und  einen  grauen  Ton  hat;  Vrd  der  Hflgl  bis  zur  Rippe  5  schwarz.    Sierra-Leone  bis  Kamerun. 

sappirus.  l.  sappIrus  //.  Dic.  (68  d)  weicht   w  ie  die  Figur  zeigt,  nur  durch  die  oben  angeführten  Kennzeichen 

von  bellina  ab.    Sierra-Leone. 

gemmariui.  .   I.  gemmarius  H.  Drc.  (68  d)  ist  wahrscheinlich  nur  eine  Rasse  der  vorhergehenden  Art.    Kamerun. 

sapphirinus.  I.  sapphiflnus  Aiir.  (=  aurivillii  Böb.)  (68  e)  ist  an  der  Form  des  blauen  Feldes  der  Vflgl  leicht  kennt- 

lich.   Gabun  am  Ogowe-Fluß. 

sciaphitua.  I.  SCiaphilus  Schnitze  (68  e)   habe  ich  nicht  gesehen.    Aus  der  Beschreibung  mag  folgendes  angeführt 

werden:  ,^  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  tief.schwarz  mit  großem  lebhaft  hellgrünlich  blauem  Wurzelfleck  (wel- 
cher dieselbe  Ausdehnung  wie  bei  sapphirinus  hat);  die  Hflgl  haben  oberseits  eine  lebhaft  hell  grünlichblaue 
Grundfarbe,  Felder  1  a  und  1  b  schwarz,  vom  Irde  bis  zur  Rippe  5  eine  feine  schwarze  Saumlinie,  dann  ein 
großer  tiefschwarzer  \'rdfleck ;  Duftfleck  sehr  groß,  bis  auf  einen  kleinen  blauen  Wurzelfleck  die  ganze  Zelle 
ausfüllend;  im  Felde  1  c  ein  mit  dem  Irde  zusammenhängender  schwarzer  Fleck  und  wurzelwärts  von  diesem 
ein  pfeiiförmiger  Fleck  auf  Rippe  2,  der  ebenfalls  mit  dem  Irde  durch  einen  breiten  schwarzen  Strich  verbun- 
den ist;  Anallappen  schwarz,  hinten  weiß,  meist  mit  einigen  metallisch  grünen  Schuppen;  Duftfleck  glänzend 
grau,  im  Zentrum  mit  stark  aufgerichteten  goldbraunen  Schuppen.  Unterseite  wie  bei  /.  bellina,  ausgenommen 
daß  die  metallische  Mittellinie  des  blutroten  Fleckes  sich  auf  der  vorderen  Seite  der  orangegelben  Farbe  gegen 
den  Anallappen  fortsetzt.  Das  $  weicht  vom  ^  dadurch  ab,  daß  die  Mittelzelle  der  Hflgl-Oberseite  blau  be- 
schuppt ist  und  die  Hflgl  ein  kurzes  Schwänzchen  an  der  Ripjjc  3  haben.  24- — 28  mm.  Kamerun  im  Gebiet 
des  oberen  ("ros.sflusses. 

Vierte  Artengruppe. 

Zu  dieser  Gruppe  stelle  ich  alle  Arten,  bei  denen  die  Stirn  oben  mehr  oder  \\eniger  gelb  oder  rotgelb 
ist  und  die  X'flgl  unten  wie  bei  den  drei  ersten  Gruppen  gezeichnet  sind.  Auch  hier  muß  ich  mich,  da  die  Mehr- 
zahl der  5$  unbekannt  sind,  in  der  Artenübersicht  auf  die  (J^  beschränken. 


lOLAUS.     Von  Dr.  C.  Aueiviilius.  399 

Uebersicht  der  ^^. 

I.  Die  Vflgl  mit  12  Rippen.    Haarpinsel  der  \'flgI-Unterseite  schiefergrau.    Beine  weiß  ohne  schwarze  Flecke. 

/.  trimeni. 
II.  Die  Vflgl  nur  mit   11   Rippen. 

A.  Die  Vflgl  unten  am  Hrde  mit  großem  Haarpinsel. 

*.  Haarpinsel  gelb.  /.  scintillans. 

**.  Haarpinsel  weiß.  /.  mermis. 

***,  Haarpinsel  schwarz  oder  schwärzlich. 

§.  Flügel  unten  mit  einer  unregelmäßigen,  dicken,  rotbräunlichen  Submarginalbinde,  welche 
an  den  Flügelspitzen  zu  einem  Apicalfleck  erweitert  ist.  Anallappen  der  Hflgl  oben  einfarbig 
blau  ohne  rote  Schuppen.  /.  creta. 

§§.  Vflgl  unten  hinter  der  Mitte  nur  mit  einer  oder  zwei  schwärzlichen  oder  roten   Querlinien. 
f.  Hflgl  oben  in  den  Feldern   1  c  und  2  ohne  schwarze  Submarginalpunkte. 

ß.  Die  hellblaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  bedeckt  zwei  Drittel  des  Flügels  und  erreicht 
den  Vrd;  die  schwarze  Spitze  kaum  mehr  als  5  mm  breit.   Hflgl  oben  bis  zum  Vrde  blau. 

/.  carina. 
ßß.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  bedeckt  selten  mehr  als  die  Wurzelhälfte  und 
erreicht  nicht  den  Vrd.    Hflgl  oben  wenigstens  an  der  Spitze  des  Vrdes  schwarz. 

+.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  bedeckt  ganz  oder  fast  ganz  die  Mittel- 
zelle, erreicht  die  Rippe  4  und  ist  nach  außen  mehr  oder  weniger  abgerundet. 

o.  Vflgl  oben  in  der  Mitte  mit  weißem  Fleck.  /.  albotnaculatus. 

oo.  Vflgl  oben  ohne  weißen  Fleck. 

1.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  bedeckt  nicht  die  Hälfte  des  Feldes  3. 

a.  Anallappen  der  Hflgl  weiß  mit  schwarzem,  grün  beschupptem  Fleck 
und  ohne  rote  Schuppen  oder  nur  mit  wenigen,  von  der  Behaarung 
fast  bedeckten  solchen  Schuppen. 

a'.  Die  glänzend  graue  Umgebung  des  Mehlfleckes  der  Hflgl-Oberseite 
ist  sehr  groß,  bedeckt  den  Wurzelteil  der  Felder  4 — 6  und  ist 
an  der  Rippe  5  nur  etwa  3  mm  vom  Saume  entfernt.  Flügel 
oben  hellblau.  I.  iasis. 

b'.  Die  glänzend  graue  Umgebung  des  Mehlfleckes  der  Hflgl-Oberseite 
ist  kleiner,  dehnt  sich  kaum  über  die  Spitze  der  Mittelzelle  hinaus 
und  ist  an  der  Rippe  5  wenigstens  5  mm  vom  Saume  entfernt. 
Flügel  oben  dunkler  blau.  /.  sibella. 

b.  Anallappen  der  Hflgl  oben  breit  rot  mit  schwarzem  Fleck;  die  graue 
Umgebung  ihres  Mehlfleckes  mäßig  groß  und  an  der  Rippe  5  etwa  6  mm 
vom  Saume  entfernt.  /.  cytaeis. 

2.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  bedeckt  den  größten  Teil  der  Felder  2 
und  3  und  ist  an  der  Rippe  3  nur  2  mm  vorti  Saume  entfernt. 

/.  cottoni. 
+  +.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  bedeckt   nur  die  Wurzelhäfte  der  Mittel- 
zelle und  eri'eicht  nur  die  Rippe  2  oder  bedeckt  höchstens  die  innerste  Wurzel 
des  Feldes  2. 

o.  Die  glänzend  weißgraue  Umgebung  des  Mehlfleckes  der  Hflgl-Oberseite 
ist  sehr  groß,  erreicht  in  den  Feldern  5  und  6  die  schw^arze  Saumbinde  und 
ist  dort  nur  2  mm  vom  Saume  entfernt.  Anallai:)pen  der  Hflgl  oben  nach 
innen  rot  beschuppt;  Flügel  oben  hell  blau.  /.  hemicyanus. 

oo.  Die  schwärzliche  Umgebung  des  Mehlfleckes  der  Hflgl-Oberseite  dehnt  sich 
kaum  über  die  Mittelzelle  hinaus  und  ist  an  der  Rippe  5  etwa  6  mm  vom 
Saume  entfernt.    Flügel  oben  tief  blau. 

1.  Das  erste  Schwänzchen  (an  der  Rippe  1  b)  der  Hflgl  breit,  etwa  9  mm 
lang  und  oben  weiß.  /.  neavei. 

2.  Das    erste    Schwänzchen    der    Hflgl    kürzer,    oben   schwarz    mit    weißen 
Fransen  und  nur  an  der   Spitze  ganz   weiß.  /.  agnes. 


400  TOLAUS.    Von  Dr.  C.  Aurivillitts. 

ff.  Hflgl  oben  in  1  c  und  2  oder  wenigstens  in  1  c  mit  schwarzem  oder  rotem  Submarginal- 
punkt.  Die  blaue  Farbe  der  ^'f]gl-Obe^seite  bedeckt  die  Mittelzelle  und  erreicht  wenigstens 
die  Rippe  4. 

o.  Die  Postdiscal-  und  Submarginallinien  der  Unterseite  wenigstens  bis  zur  Rippe  3  der 
Hflgl  fein  und  schwarzgrau.  \'flgl  unten  am  Ende  der  Mittelzelle  gewöhnlich  mit 
einer  feinen  dunklen  Querlinie.    Hflgl  mit  .drei  Schwänzchen. 

1.  Vrd  der  Hflgl  oben   fast  bis  zur  Rippe  6  schwarz.  /.  belli. 

2.  Hflgl  oben  am  Vrde  bis  zur  Rippe  7  weißlich,  dann  blau;  die  Rippe  7  und  ein  kleiner 
Spitzcnfleck   im  Felde   6   jedoch   schwärzlich.  I.  sila7ivs. 

00.  Vflgl  unten  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  2  mit  dicker  roter  Postdlscallinie  aber 
ohne  Submarginallinie;  Saumlinie  dick  orangegelb.  Hflgl  unten  mit  den  Postdiscal- 
und  Submarginallinien  vom  Vrde  bis  zur  Ripj)c  2  dick  und  rot.  Hflgl  oben  außerhalb 
des  ^Ichlfleckes  bis  zum  Vrde  oder  bis  zur  Rippe   7  blau.  I.  .siilus. 

B.  Die  Vflgl  unten  am  Hrde  ohne  Haarpinsel.    Das  blaue  Wurzelfeld  der  Vflgl  klein,  die  Flügelhälfte  nicht 
einnehmend.    Mehlfleck  der  Hflgl  sehr  groß,  glänzend  weiß.    Hflgl  })eim  q  nur  mit  2  Schwänzchen. 

/.  aethrifi. 

I.  harharn. 

I.  mildbraedi. 

I.  mirahilis. 

trhucni.  I.  trimeni   Wallengr.    (J.    Vflgl  oben  blau;  Vrd  (schmal),  Spitze  (sehr  breit)  und  Saum  schwarz;  die 

blaue  Farbe  nach  außen  bogenförmig  begrenzt  und  etwas  uneben;  Vrd  an  der  Wurzel  schmal  rötlich;  Hflgl 
oben  blau,  an  der  Wurzel  und  am  Vrde  schwarz  und  mit  einem  mäßig  großen  dunklen  Mehlfleck,  welcher  den 
größten  Teil  der  Mittelzelle  bedeckt;  Saum  schmal,  Ird  breit  schwarz;  zwei  schwarze  Submarginalflecke  nahe 
am  Analwinkel.  Flügel  unten  silberweiß;  Vflgl  ohne  Zeichnungen;  Hflgl  aber  mit  feiner  schwarzer  Postdiscal- 
linie  und  noch  feinerer  rotgelber  Submarginallinie,  welche  in  einem  gerundeten  roten  Submarginalfleck  des 
Feldes  2  endet;  Anallappen  rot,  nach  außen  schwarz  mit  bläulichen  Schuppen;  eine  feine  schwarze  Saumlinie; 
das  Schwänzchen  an  der  Rippe  1  b  weiß  mit  schwarzer  Mittellinie,  das  an  der  Rippe  2  schwarz  mit  weißer  Spitze. 
Fransen  weiß,  die  der  Vflgl  oben  grau.  Das  $  ist  nach  Trimen  unten  dem  (J  ähnlich,  weicht  aber  oben  dadurch 
ab,  daß  die  blaue  Farbe  der  Vflgl  nach  außen  mehr  oder  weniger  weißlich  ist  und  daß  die  blaue  Farbe  der  Hflgl 
etwa  4  mm  vor  dem  Saume  endet;  die  dadurch  gebildete  breite  Saumbinde  ist  bis  zur  Rippe  6  weißlich,  dann 
schwarz  und  schließt  zwei  Reihen  von  je  5 — 6  schwarzen  Flecken  ein;  in  der  submarginalen  Reihe  sind  die 
Flecke  der  Felder  1  c  und  2  größer  und  rot  gekernt;  die  Flecke  der  postdiscalen  Reihe  sind  strichförmig  und 
stehen  am  Außenrande  der  blauen  Farbe.  Eine  .seltene,  bisher  nur  in  Transvaal  angetroffene  Art.  —  Ham. 
Druce  behauptet  (Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1902,  2  p.  118),  daß  tn'yneni  zu  Epamera  gehöre.  Der  echte  /.  trimeni 
ist  aber  nach  Druces  System  ein  Argiolaus.  Es  ist  darum  offenbar,  daß  Druce  nicht  den  echten  /.  trimeni 
vor  sich  gehabt  hat.  Dasselbe  gilt  wahrscheinlich  von  der  Art,  welche  Butler  aus  dem  Mashunalande  als 
trimeni  erwähnt. 

sc'mlUlawi.  I.  scititlllans  Auriv.  (=  gazei  Ham.  Drc.)  (68  e).    Kopf  oben,  besonders  an  den  Fühlern  orangerot, 

Stirn  weiß  mit  orangegelber  Mittellinie.  Flügel  unten  weiß;  Vflgl  ohne  Zeichnungen  oder  mit  undeutlichen 
Querlinien,  am  Saume  bisweilen  schwach  gelblich  angeflogen;  beim  ^  an  der  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b 
ein  großer,  glänzender  nach  vorn  abgerundeter  grauer  Fleck;  Hflgl  mit  feiner,  freier,  schwarzer  Postdlscallinie 
zwischen  dem  \'rd  und  der  Rippe  I  a;  ihre  Submarginallinie  fehlt  oder  ist  nur  durch  einige  rote  Striche  der 
Felder  4 — 6  und  einer  Linie  in  1  b  vertreten:  ein  freier  schwarzer  Fleck  in  2  dicht  am  Saume,  Anallapj)eu  mit 
großem  rotem  und  kleinerem  schwarzem  Fleck;  jener  mit  violetten,  dieser  mit  grünlichen.  Schui3pen  geziert. 
Beim  ^  ist  der  Wurzelteil  der  Vflgl- Oberseite  bis  zum  Vrde  glänzend  blau;  die  blaue  Farbe  erreicht  die  Spitze 
der  Mittelzelle  und  die  Ripj)e4,  ist  nach  außen  abgerundet  und  erreicht  an  der  Rippe  1  (fast)  den  Saum;  beim 
9  ist  das  blaue  Feld  kleiner  und  heller  und  nach  außen  breit  weiß.  Die  Hflgl  beim  o  oben  zwischen  den  Rippen 
1  h  und  6  schön  blau  mit  feiner  schwarzer  an  der  Spitze  wenig  erweiterter  Saumlinie,  einem  schwarzen  Sub- 
marginalfleck in  1  c  und  braunem  Mehlfleck  mit  abgerundeter  schwarzgrauer  Umgebung:  Anallappen  rot. 
schwarz  und  weiß;  die  Felder  1  a  und  I  b  zum  größten  Teil  weißlich.  Beim  ^  sind  die  Hflgl  oben  weiß,  an  der 
Wurzel  etwas  blau  überzogen  und  hinter  der  Mitte  mit  zwei  dem  Saume  gleichlaufenden  schwärzlichen  Quer- 
binden.   Nigeria  bis  Sudan. 

mermis.  I.  mermis  Ilitm.  Drc.   (68  e).    ^.    \'flgl  oben    tief   .schwarz  mit  kleinem  hellblauem  Wurzelfelde:  die 

blaue  Farbe  bedeckt  kaum  mehr  als  die  Wurzelhäfte  der  IVIittelzelle,  einen  winzigen  Teil  des  Feldes  2  und  er- 
reicht 3  mm  vom  Saume  den  Ird.  Hflgl  oben  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  1  b  und  bis  zur  feinen  schwarzen  Saum- 
linie hellblau  mit  großem  gerundetem  Mehlfleck,  aber  ohne  andere  Flecke;  Felder  1  a  und  1  b  grau,  Anallappen 
weiß  mit  kleinem  roten  und  schwarzen  Fleck.  Flügel  unten  weiß  mit  sclnvarzgrauen  Postdiscal-  und  Submarginal- 
linien; diese  auf  den  Hflgln  von  der  Rippe  3  bis  zur  Rippe  1  a  verdickt,  rot  und  sowohl  mit  dem  Submarginal- 


Ausgegeben  IS.  X.  1923.  lOLAUS.     Von  Dr.   C.  AuRIVILLIüS.  401 

fleck  in  2  wie  mit  dem  Analfleck  vereinigt;  Vflgl  mit  einem  feinen  grauen  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle. 
Das  ?  weicht  oben  dadurch  vom  ^  ab,  daß  die  blaue  Farbe  der  Vflgl  nach  außen  in  Weiß  übergeht,  daß  der 
Vrd  der  Hflgl  breit  schwarz  ist  und  daß  die  Felder  1  c — 4  schwarze  Submarginalflecke  haben.  Deutsch-  und 
Britisch  Ost-Afrika.  —  Durch  den  w-eißen  Haarpinsel  der  Vflgl-Ünterseite  weicht  diese  Art  von  allen  anderen  ab. 

I.  creta  Heu-.  (68  f).  o".  Beide  Flügel  oben  himmelblau;  Spitzenhälfte  der  Vflgl  schwarz,  die  schwarze  creia. 
Farbe  an  der  Wurzel  der  Rippen  3  und  i  wiirzelwärts  ausgezogen,  am  Hrde  3  mm  breit;  Hflgl  in  1  a  und  1  b 
dunkelbraun,  nur  an  der  Spitze  schmal  schwarz ;  keine  Submarginalf lecke ;  Anallappen  weiß  und  schwarz  fast 
ohne  rot;  Mehlfleck  mäßig  groß,  gerundet,  braun  mit  breiter  grauglänzender  Zone.  Die  Unterseite  ist  weiß  und 
dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  braunen  Postdiscal-  und  Submarginallinien  unregelmäßig  stark  verdickt 
und  wenigstens  am  Vrde  miteinander  vereinigt  sind ;  der  Analfleck  und  der  Submarginalfleck  im  Felde  2  schwarz 
mit  roter  innerer  Begrenzung.  9  oben  heller  blau  mit  schwarzer  Vrdbinde  der  Hflgl  (bis  zur  Rippe  6);  Hflgl 
in  den  Feldern  1  b — 3  am  Saume  weiß  mit  schwarzer  Saumlinie  und  schwarzen  Submarginalquerstrichen  und 
dazu  noch  mit  einem  gerundeten  schwarzen  Fleck  im  Felde  2.    Congo-Gebiet. 

I.  carina  Heiv.  (68  f).  Diese  zart  gebaute  Art  ist  besonders  durch  die  große  Ausdehnung  der  hellen,  carhw. 
beim  fj  blauen,  beim  $  fast  weißen  Farbe  der  Oberseite  ausgezeichnet;  auf  den  Vflgln  erreicht  die  helle  Farbe 
den  Vrd,  dehnt  sich  weit  über  die  Spitze  der  IVIittelzelle  hin  aus  und  ist  nach  außen  stark  abgerundet ;  die  schwarze 
Spitze  ist  darum  nur  5  mm  breit  und  gegen  den  Hrd  allmählich  verschmälert.  Die  Hflgl  haben  beim  ^  einen 
kleinen  Mehlfleck,  eine  feine  schwarze  Saumlinie  und  einen  grauen  Ird;  beim  $  nur  eine  schwarze  in  Flecke 
aufgelöste  Submarginallinie,  sonst  sind  sie  beim  ^  blau,  beim  $  weißlich.  Unterseite  mit  zwei  breit  getrennten, 
feinen,  rötlichen  Querlinien  von  denen  die  innere  über  die  Mitte  verläuft  und  die  äußere  der  Postdiscallinie  der 
anderen  Arten  entspricht ;  die  Submarginallinie  fehlt ;  ein  kleiner,  schwarzer  Submarginalpunkt  am  Analwinkel 
und  im  Felde  2;  beide  wurzelwärts  orangegelb  begrenzt.    ,, West-Afrika". 

I.  iasis  Hetv.  (=  bertha  Suff.)  (68  f ).  Flügel  unten  weiß  mit  feinen  schwarzgrauen  Postdiscal-  und  Sub-  iasis. 
marginallinien;  Vflgl  am  Saume  schwach  verdunkelt;  die  Submarginallinie  der  Hflgl  vereinigt  sich  im  Felde  2 
mit  der  roten  Begrenzung  des  Submarginalf  leckes  und  ist  dann  bis  zur  Rippe  1  a  verdickt  und  orangegelb; 
Anallappen  weiß  mit  schwarzem  nach  innen  rotem  Fleck,  welcher  wie  gewöhnlich  mit  einigen  metallischen 
Schuppen  bestreut  ist.  Die  Oberseite  des  (J  ist  schon  in  der  Uebersicht  (S.  399)  beschrieben.  Das  $  weicht  oben 
dadurch  ab,  daß  das  blaue  Wiu-zelf eld  der  Vflgl  kleiner  und  nach  außen  besonders  in  1  b,  2  und  3  weißlich  ist ; 
Hflgl  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle  und  der  Rippe  5  schwarz,  in  der  Mittelzelle  und  dem  Wurzelteil  der  Felder 
1  c — 3  hell  bläulich,  dann  in  1  c — 4  violettgrau  oder  weißlich  mit  schwarzen  postdiscalen  Querstrichen  in  1  c 
und  2  und  mit  einem  schwarzen  Submarginalfleck  in  1  c;  Anallappen  wie  beim  ^;  Ird  grau;  Fransen  weiß. 
Senegambien  bis  Kuilu. 

I.  albomaculatus  i^m.  Sharpe  ist  mir  unbekannt.    Die  kurze  Beschreibung  lautet:  mit  /.  iasis  {ß8  t)  dbomacu- 
verwandt,  aber  durch  den  weißen  Fleck  der  Vflgl  leicht  unterschieden.   ^.  Vflgl:  Vrd  und  Spitze  schwarz,  gegen  Jatus. 

den  Hinterwinkel  stark  verschmälert ;  die  Mitte  tief  blau,  durch  einen  weißen  Fleck  im  oberen  Teil  der 
Mitte  erhellt;  Hflgl  denen  von  /.  insis  ähnlich,  die  blaue  Farbe  etwas  mehr  purpurfarbig;  die  Unterseite 
weicht  nicht  von  derjenigen  des  /.  iasis  ab.    Toro. 

I.  sibeila  Ham.  Drc.  (68  g)  weicht  oben  von  iasis  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kenn-  sibella. 
zeichen  ab.    Die  Unterseite  ist  weiß  und  der  von  iasis  ähnlich,  ausgenommen,  daß  beide  Querlinien  der  Vflgl 
und  die  Submarginallinie  der  Hflgl  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  3  fehlen  oder  undeutlich  sind.   Kamerun. 
Fernando  Po. 

I.  cytaeis  Hew.  (68g).  ^.  Flügel  oben  tief  blau;  Vflgl  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle,  an  der  Spitze  cytaeis. 
sehr  breit  (etwa  8  mm)  und  am  Saume  bis  zum  Hrde  (etwa  3  mm  breit)  schwarz;  die  blaue  Farbe  nach  außen 
abgerundet;  die  schwarze  Saumlinie  der  Hflgl  an  der  Spitze  zu  einer  2 — 3  mm  breiten  Binde  erweitert.  Die 
Unterseite  ist  weiß  und  weicht  von  derjenigen  von  iasis  nur  dadurch  ab,  daß  die  Submarginallinie  und  die 
roten  Submarginalflecken  der  Hflgl  zwischen  der  Rippe  3  und  dem  Irde  zu  einer  breiten  orangeroten  Binde 
vereinigt  sind.     $  unbekannt.    Fernando  Po. 

I.  cottoni  B.-Bak.  (68  g).  Das  rj  dieser  Art  weicht  von  allen  verwandten  Arten  dadurch  ab,  daß  coitoni. 
die  dunkel  grünlich  blaue  Farbe  der  Oberseite  auf  den  Vflgln  den  größten  Teil  der  Felder  2  und  3  bedeckt, 
wodurch  zwischen  der  Rippe  4  und  dem  Hrde  eine  nur  2( — 3)  mm  breite  schwarze  Saumbinde  übrig  bleibt; 
in  den  Feldern  4 — 6  erreicht  dagegen  die  schwarze  Farbe  die  Spitze  der  Mittelzelle.  Hflgl  am  Vrde  bis  zur 
Rippe  6  und  am  Irde  in  1  a  und  1  b  schwarz;  eine  sehr  feine  schwarze  Saumlinie;  Fransen  weiß;  Mehlfleck 
glänzend  schwarz  die  Mittelzelle  bedeckend.  Flügel  unten  weiß,  an  der  Spitze  und  am  Saume  der  Vflgl  bis 
zur  Rippe  2  verdunkelt ;  Postdiscallinie  der  Vflgl  nur  die  Rippe  3  erreichend ;  Hflgl  mit  scharf  hervortretender 
rötlicher  Pcstdiscallinie,  aber  ohne  Submarginallinie;  ein  freier  roter  Submarginalfleck  in  2;  AnaLfleck  schwarz 
mit  roter  Begrenzung  an  der  Innenseite.    Congo-Gebiet:  bei  Makala  und  Beni. 

XIII  51 


402  lOLAüS.     Von  Dr.  C.  Apkivillius. 

bilineutd.  I.  bilineata  B.-Bak.    Da  mir  das  $  dieser  Art  bekannt  ist  konnte  ich  sie  in  der  Uebersicht  nicht  auf- 

nehmen. Vflgl  braun  mit  diei  Vierteln  der  Falte,  der  Mittelzelle  und  dem  Winkel  zwischen  den  Rippen  2  und  4 
M'cißlich.  nach  innen  mehr  oder  weniger  mit  sehr  heller  blauer  Farbe  überzogen;  Hflgl  bräunlich  mit  den  inneren 
zwei  Dritteln  hell  bläulich  überzogen;  eine  weiße  Submarginallinie  teilt  die  breite  dunkle  Saumbinde  in  zwei 
Teile;  Analfleck  rot;  ein  schwarzer  Saumfleck  mit  metallischen  Schuppen  bestreut.  Beide  Flügel  unten  weiß, 
Vflgl  an  der  Spitze  und  am  Saume  verdunkelt  mit  den  beiden  gewöhnlichen  Querlinien  braun;  Hflgl  mit  brauner 
Postdiscallinie  und  gelbbrauner  Submarginallinie  bis  zur  Kippe  3;  zwischen  der  Rippe  3  und  dem  Irde  eine 
breite  rote  Binde  mit  schwarzem  Punkt  in  Feld  3  und  am  Analwinkel;  drei  Schwänzchen.  Congo-Gebiet: 
Makala. 

hemicyanus.  I.  hemlcyatius  Em.  Sharpe.       Zu  den  schon  oben  in  der   Arten-Uebersicht  erwähnten   Kennzeichen 

des  (J  ist  nur  hinzuzufügen,  daß  die  Hflgl  am  Vrde  sehr  stark  konvex  sind,  daß  die  Flügel  unten  weiß  sind  mit 
den  gewöhnlichen  dunklen  Querlinien  und  mit  einem  feinen  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle  der  \'flgl  und 
daß  der  schwarze  Submarginalfleck  im  Felde  2  und  am  Analwinkel  der  Hflgl  wurzelwärts  breit  rotgelb  be- 
grenzt sind.    Uganda. 

neavei.  I.  neavei  Harn.  Drc.  (68  h)  ist  der  folgenden  Art  sehr  ähnlich  und  scheint  nur  durch  die  Bildung  des 

ersten  Schwänzchen  der  Hflgl  abzuweichen.    Kamerun. 

agnes.  l.  agnes  Auriv.     (J.     Stirn     oben    einfarbig   orangegelb,    unten    weiß.    Schienen     und    Tarsen     mit 

scharf  hervortretenden  schwarzen  Flecken  oder  Ringen.  Das  blaue  Wurzelfeld  der  Vflgl-Oberseite  ist  sehr 
klein  und  nach  außen  sehr  schief  und  fast  geradlinig  scharf  begrenzt;  es  bedeckt  niu-  die  Wurzelhälfte  der  Mittel- 
zelle, erreicht  nur  die  Rippe  2  und  endet  an  der  Rippe  1  und  am  Irde  etwa  3  mm  vom  Saume  entfernt. 
Hflgl  am  Vrde  bis  zur  Rippe  7  und  am  Irde  in  1  a  und  1  b  schwarz,  sonst  tief  blau  mit  sehr  feiner  schwar- 
zer, im  Felde  6  schwach  erweiterter  Saumlinie  und  schwärzlichem  Mehlfleck.  Beide  Flügel  unten  weiß  mit 
den  beiden  gewöhnlichen  schwarzgrauen  Querlinien.  Hflgl  am  Saume  etwas  verdunkelt ;  die  Postdiscallinie 
der  Hflgl  am  Irde  zwischen  der  Rippe  1  a  und  der  Mitte  des  Feldes  1  c  nach  außen  breit  rotgelb  gesäumt; 
die  Submarginallinie  geht  im  Felde  2  in  die  rote  Begrenzung  des  schwarzen  SubmarginaKleckes  über  und  ist 
dann  bis  zum  Irde  verdickt,  rotgelb  und  mit  einigen  silberbläulichen  Schuppen  geziert;  Anallappen  oben  weiß 
mit  schwarzem  Querfleck,  dessen  innere  rote  Begrenzung  fast  völlig  von  den  langen  schwarzen  Haaren  des 
Feldes  1  b  bedeckt  wird,  unten  mit  schwarzem  und  breit  rotem  Analfleck,  Hflgl  mit  2  Schwänzchen,  an  der 
Rippe  3  nur  geeckt.     9  unbekannt.    Kamerun. 

belli.  I.  belli  Hey.  (68  g).    ,^.  Zu  den  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  ist  noch  hinzuzufügen, 

daß  der  Mehlfleck  der  Hflgl  ziemlich  klein  ist  und  die  Mittelzelle  nicht  überragt,  daß  der  Submarginalfleck 
in  Ic  groß  und  viereckig  und  der  in  2  klein  und  gerundet  ist;  Anallappen  oben  schwarz,  nach  innen  rot, 
am  Saume  weiß.  Unterseite  weiß,  Postdiscallinie  der  Hflgl  bis  zum  Irde  schwarz  ohne  rotgelbe  Begrenzung; 
die  Submarginallinie  zwischen  der  Rippe  3  und  dem  Irde  verdickt  und  rotgelb:  Submarginalfleck  des  Feldes  2 
groß  schwarz,  auch  auf  den  Seiten  breit  rotgelb  begrenzt.  Das  }  weicht  oben  vom  ^  dadurch  ab,  daß  die  blaue 
Farbe  der  Vflgl  weniger  ausgedehnt,  am  Hrde  4  mm  vom  Saume  entfernt  ist,  daß  der  schwarze  Vrd  der  Hflgl 
die  Rippe  5  erreicht  und  daß  die  Felder  1  c — 4  schwarze  Submarginalstriche  oder  Flecke  und  die  Felder  1  c 
und  2  außerdem  je  einen  gerundeten  schwarzen  Postdiscalfleck  haben.    Sierra-Leone  bis  Kamerun. 

silanu.s.  I.  silanus  Smith  (68  h)  ist  mir  unbekannt,  scheint  aber  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  erwähnten 

Kennzeichen  von  /.  belli  abzuweichen.  Das  5  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  ,, Oberseite,  Vflgl  hellblau, 
gegen  die  Wurzel  grau  in  der  Mitte  weiß  überzogen;  Spitzendrittel  schwarzgrau.  Hflgl  mit  den  unteren  drei 
Vierteln  blau,  grau  überzogen  und  gegen  den  Saum  weiß  gefleckt;  Vrd  und  Spitze  grau:  eine  gewellte  dunkel- 
graue Postdiscallinie;  Analflcck  schwarz  und  rot;  breite  schwarze  Submarginalflecke  in  1  c  und  2.  Deutsch- 
und  Britisch-Ost-Airika. 

sidufi.  I,  sidus  Trim.  (68  h)  weicht  recht  erheblich  von  den  übrigen  Arten  ab.    Stirn  fast  ganz  braunrot  mit 

undeutlicher  weißer  Mittellinie.  Beine  weiß,  nur  die  Tarsen  mehr  oder  weniger  schwarz  gefleckt.  Hinterleib 
unten  mit  orangegelber  Längslinie.  Zu  der  schon  gelieferten  Beschreibung  der  Unterseite  ist  hinzuzufügen, 
daß  die  Vflgl  einen  schwarzen  Querstrich  in  1  b  nahe  am  Saume  haben  und  daß  die  Postdiscallinie  der  Hflgl 
zwischen  den  Rippen  1  a  und  2  fein  und  schwarz  und  die  Submarginallinie  dagegen  dort  rot  oder  orangegelb 
und  verdickt  ist.  (^.  Flügel  oben  zart  hellblau;  die  blaue  Farbe  der  Vflgl  erreicht  die  Rippe  4  und  ist  nach 
außen  fast  geradlinig  begrenzt;  Hflgl  mit  hellgelbem  schwarz  umzogenem  Mehlfleck  und  rotem  oder  schwarzem 
Submarginalpunkt  in  1  c;  Anallappen  fast  ganz  rot.  Beim  $  sind  die  blauen  Teile  des  (J  weißlich-violett,  an 
der  Wurzel  bläulich;  Hflgl  mit  schwarzem  Vrde,  zwei  dunklen  Querlinien  hinter  der  Mitte  und  eineni  orange- 
roten schwarz  gekernten   Submarginalfleck  auch  im  Felde  2.    Süd-Afrika,  vom  Kaplande  bis  zum  Zululand. 

"Die  folgenden  vier  Formen  sind  miteinander  sehr  nahe  verwandt  und  bilden  eine  eigentümliche  natürliche  Gruppe, 
welche  durch  das  Fehlen  des  Haarpinsels  der  Vflgl  beim  ^  ausgezeichnet  ist.  Die  9?  sind  nur  von  einer  Art  bekannt;  die  ^S 
aber  sind  einander  so  ähnlich,  daß  eine  gemeinsame  Beschreibung  derselben  hier  gegeben  werden  kann.  Stirn  orange,  unten 
weiß.    Palpen  weiß,  an  der  Spitze  schwarz.    N'flgl  durch  die  starki'  Huiidung  des  Hinter-  und  Außenrandes  fast  elliptisch,  oben 


lOLAUS.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  403 

schwarz,  im  Wurzelteil  bis  zur  Rippe  2  (oder  3)  hell  blau;  die  blaue  Farbe  nimmt  gewöhnlich  nur  die  innere  Hälfte  der  Mittel- 
zelle ein,  ist  nach  außen  fast  gerade  schief  abgeschnitten  und  an  der  Rippe  1  etwa  3  mm  vom  Saume  entfernt;  der  schwarze 
Spitzenteil  erreicht  hierdurch  in  der  Mitte  eine  Breite  von  etwa  10  mm.  Hflgl  oben  hell  blau  mit  feiner  schwarzer,  in  den 
Feldern  5  und  6  zu  einem  2 — 3  mm  breiten  Spitzenfleck  erweiterten  Saumlinie  und  selir  großem  silbergraueni  Fleck  am 
Vrde;  der  eigentliche  Mehlfleck  (aus  besonderen  aufgerichteten  Schuppen,  welche  bei  anderen  Arten  in  der  Mitte  dieses  glänzen- 
den Fleckes  auftritt)  scheint  hier  völlig  zu  fehlen:  die  Felder  la  und  Ib  grau  bis  schwärzlich.  tJnterseite  weiß;  Vflgl  an  der 
Spitze  und  am  Saume  bis  zur  Postdiscallinie  deutlich  verdunkelt  (besonders  im  Spitzenteil):  die  Querlinien  sind  graubraun; 
auf  den  Hflgln  ist  die  ganze  Postdiscallinie  und  die  Submarginallinie  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  3  grau,  braun  oder  schwärzlich: 
zwischen  der  Rippe  3  und  dem  Irdo  ist  die  Submarginallinie  dagegen  verdickt,  gezackt  und  orangerot;  sie  vereinigt  sich  im 
Felde  2  mit  dem  schwarz  gekernten  Submarginalfleck  und  berührt  in  diesem  Felde  auch  die  Postdiscallinie.  Anallappcn  lot, 
schwarz  und  weiß  oder  oben  ohne  Rot.  ^'flgl  unten  am  Hrde  breit  perlmutterglänzend  oder  hell  bläulich;  nach  A.  Schultze 
bei  niildbraedi  beiderseits  der  Rippe  1  mit  einem  federförmigen,  aus  blaßockergelben  Schuppen  gebildeten  Duftfleck,  welcher 
den  Saume  fast  erreicht;  ein  solcher  Fleck  wird  in  den  Beschreibungen  der  anderen  Arten  nicht  erwähnt:  kann  jedoch  von 
den  Verfassern  übersehen  worden  sein. 

Sdffert  und  Schultze  vergleichen  ilire  Arten  nicht  mit  dem  früher  von  Karsch  beschriebenen  /.  aethria.  Da 
ich  von  den  hierher  gehörenden  Arten  nur  mildbraedi  untersuchen  konnte,  ist  es  leider  immöglich  zu  sagen,  ob  und  wie  die 
Arten  sich  voneinander  unterscheiden.    Avis  den  Beschreibungen  und  Figuren  gehen   nur   geringfügige   Unterschiede   hervor. 

I.  aethria  Karsch  (68  h).    Mehlfleck  der  Hflgl-Oberseite  durch  die  blaue  Farbe  vom  schwarzen  Spitzen-  aethria. 
fleck  getrennt;  Vflgl  unten  mit  schwarzem  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle,  am  Hrde  breit  bläulich.   Beine 
schwarz  und  weiß  geringelt.    Togo-Land. 

I.  mirabilis  Harn.  Druce  entbehrt  des    Querstrichs  am  Ende  der  Mittelzelle  auf  der  Unterseite    der  mirabilis. 
Vflgl,  stimmt  aber  sonst  mit  aethria  überein.    Sierra-Leone. 

I.  mildbraedi  Arn.  Schultze  (70  h).  Der  Mehlfleck  der  Hflgl-Oberseite  erreicht  den  schwarzen  Spitzen-  mildbraedi. 
fleck  und  verdrängt  demnach  in  ö  und  6  völlig  die  blaue  Farbe;  Vflgl  unten  mit  einem  feinen  Querstrich  am 
Ende  der  Mittelzelle;  am  Hi-de  perlmutterglänzend  mit  dem  oben  erwähnten  Mehlfleck.  Beine  weiß,  schwarz 
geringelt.  Das  9  hat  die  für  die  /ofcww-??  normale  Flügelform,  die  blaue  Farbe  ist  hell  violettblau,  bedeckt 
auf  beiden  Flügeln  die  ganze  Mitteizelle:  die  etwa  2  mm  breite  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl  ist  durch  eine 
weiße  Binde  geteilt  und  vom  Saume  durch  eine  feine  weiße  Linie  der  Felder  1  c — 3  getrennt.  Unterseite  wie 
beim  c?-    Süd-Kamerun. 

I.  barbara  Suff.  (68  g).    Hflgl    oben    am  Vrde  bis  zum  schwarzen  Spitzenfleck  glänzend  grau.    Vflgl  harbara. 
unten  ohne  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle.    ,, Beine  weiß."    Kamerun:  Victoria. 

Fünfte  Artengruppe. 

Diese  Gruppe  umfaßt  die  typische  Ait  der  Gattung  und  weicht  nur  durch  den  dicken  Querstrich  am 
Ende  der  Mittelzelle  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  von  der  vierten  Gruppe  ab.  Postdiscallinie  der  Vflgl  und 
der  Hflgl  bis  zur  Rippe  2  auch  dick  und  gelbbraun;  Submarginallinie  auch  etwas  verdickt  und  ähnlich  gefärbt, 
zwischen  den  Rippen  1  a  und  3  der  Hflgl  wie  gewöhnlich  rot  gefärbt.  Anailappen  oben  rot  mit  schwarzem 
Punkt  und  weißer  Saumlinie.    Hflgl  mit  drei  Schwänzchen. 

Uebersicht  der  ^,^. 

A.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  bildet  nur  eine  5  mm  breite  Hrdbinde,  welche  die  Felder  1  a  und  1  b 
fast  zum  Saum  und  den  Wurzelteil  der  Älittelzelle  bedeckt.  Hflgl  oben  bis  zur  Spitze  nur  mit  feiner  schwarzer 
Saumlinie.    Unterseite  braungrau.    Stirn  oben  rotgelb,  unten  weiß.  /.  eurisus. 

B.  Die  blaue  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  erreicht  fast  den  Vrd,  ist  nach  außen  abgerundet,  dehnt  sich  über  die 
Mittelzelle  hinaus,  ist  aber  am  Hinterwinkel  durch  eine  2  mm  breite  schwarze  Binde  vom  Saume  getrennt. 
Die  schwarze  Saumlinie  der  Hflgl-Oberseite  an  der  Spitze  etwas  erweitert.  Unterseite  sahnefarbig.  Stirn 
weiß  in  der  Mitte  gelbbraun.  /.  bolissus. 

I.  eurisus  Cr.  (=  thuraui  Suff.)  (69  a).    Beim  9  ist  das  Wurzelfeld  der  Vflgl-Oberseite  an  der  Wurzel  eurism. 
bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  hell  blau,  dann  im  Wurzelteil  der  Felder  2 — 5  und  im  äußeren  Teil  des  Feldes  1  b 
weiß.   Hflgl  oben  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle  und  der  Rippe  5  schwärzlich,  in  1  c — 4  bläulich  grau,  nach  außen 
weißlich  mit  schwarzer  Discalquerlmie,  schwarzen  Rippen,  schwarzen  Submarginalflecken  in  1  c — 3  und  feiner 
weißer  Saumlinie;  Unterseite  mit  weißer  Grundfarbe.    Sierra-Leone  bis  Kamerun. 

l.  bolissus  Hew.  (69  a,  b)  ist  unten  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  oben  nur  durch  die  schon  erwähn-  boliasus. 
ten  Kennzeichen  verschieden.    $  unbekannt.    Kamerun  und  Congo. 

Sechste  Artengruppe. 

Zu  dieser  Gruppe  gehört  nur  eine  einzige,  durch  die  Zeichnung  der  Unterseite  von  allen  anderen  ab- 
weichende Art. 


404  lOLAUS.    Von  Dr.  C.  Aurivilliüs. 

tilipnus.  I,  alienus  Trim.  (69  b).     Stirn  weiß,  oben  in  der  Mitte  schwarz  oder  rotgelb  besciiuppt.     Beine  weiß. 

Unterseite  weiß,  am  Saume  fast  bis  zur  Submarginallinie  schwarzgrau  verdunkelt ;  Submarginallinie  fein  schwärz- 
lich, Postdiscallinie  schwärzlich,  auf  den  Vflgln  oft  undeutlich  und  auf  den  Hflgln  in  Striche  aufgelöst,  auf 
beiden  Flügeln  am  Vrde  stark  verdickt,  zwei  tiefschwarze  Flecke  bildend,  welche  auf  den  Vflgln  in  6  und  8, 
auf  den  Hflgln  in  6  und  7  stehen ;  Vf Igl  außerdem  am  Ende  der  Mittelzelle  mit  einem  großen  viereckigen  Doppel- 
fleck, welcher  die  Wurzel  der  Felder  4  und  5  bedeckt:  Hflgl  mit  zwei  Schwänzchen,  am  Analwinkel  dreieckig 
ausgezogen:  Anallappen  auf  beiden  Seiten  weiß  mit  schwarzem  grün  beschupptem  Punktfleck,  aber  ganz  ohne 
rote  Schuppen;  ein  schwarzer,  wenigstens  unten  nach  innen  rotgelb  beschuppter  Submarginalfleck  im  Felde  2. 
O .  Vflgl  oben  am  Vrde  bis  zur  Zelle,  an  der  Spitze  sehr  breit  und  am  Saume  in  einer  Breite  von  4  mm  schwarz, 
sonst  hell  blau;  Hflgl  am  \'rde  bis  zur  Rippe  6  schwarz  und  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie.  Das  o  -weicht 
oben  dadurch  ab,  daß  das  blaue  Wurzelfeld  der  Vflgl  nach  außen  in  den  Feldern  1  b — 4  weiß  ist  und  daß  auf 
den  Hflgln  die  Querlinien  der  Unterseite  auch  oben  deutlich  sind.  Mashunaland  und  Deutsch-Ostafrika  bei 
Kigonsera. 

Siebente  Artengruppe. 

Die  .schönen  Arten  dieser  Gruppe  sind  von  allen  anderen  daran  kenntlich,  daß  beide  Flügel  unten  eine 
breite  orangegelbe  bis  rotbraune  Wurzelbinde  haben.  Dazu  kommt,  daß  der  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle 
der  Vflgl  und  die  Postdiscalbinde  beider  Flügel  auch  sehr  breit  und  orangegelb  bis  rotbraun  sind.  Beide  Flügel 
außerdem  gewöhnlich  mit  ähnlich  gefärbter  Saumbinde.  Stirn  orangegelb.  Hflgl  an  der  Rippe  3  geeckt  oder 
geschwänzt.    Hlb  unten  mit  gelber  Längslinie. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Submarginallinie  der  Unterseite  beider  Flügel  breit,  zusammenhängend  und  rotbraun.  Hflgl  unten  mit 
einer  rotbraunen  schwarz  gesäumter  Längsbinde  von  der  Wurzel  längs  der  Rippe  1  b  bis  zur  Submarginal- 
binde.  I.  arborifera. 

B.  Die  Submarginallinie  der  Unterseite  auf  beiden  Flügeln  durch  schwarze  Punkte  oder  Striche  vertreten. 

a.  Hflgl  unten  vor  demirde  in  1  b  mit  einem  breiten  orangegelben  Längsstreif,  welcher  sich  von  der  Wurzel 
bis  zur  Postdiscalbinde  erstreckt.  Wurzelbinde  der  Hflgl-Unterseite  vom  Vrde  bis  zur  Mitte  der  Rippe  2 
zusammenhängend.    Flügel   beim    0  oben  zum  Teil  weiß.  /.  aphnaeoides. 

ß.  Hflgl  unten  ohne  Längsstreif  im  Felde  1  b,  ihre  Wurzelquerbinde  ist  kurz  und  besteht  nur  aus  einem 
Querstrich  zwischen  der  Rippe  8  und  der  Mediana  und  aus  einem  Fleck  in  1  a.  Flügel  beim  $  oben  ohne 
weiß.  /.  aemulus. 

arborifera.  l.  arborifera  Btlr.  (69a).     cJ.     Vflgl  oben  lebhaft  hell  blau:  der  Vrd,  die  Spitze  und  der  Saum  breit 

schwarz ;  das  blaue  Feld  nach  vorn  und  außen  abgerundet :  Hflgl  oben  blau  mit  2  mm  breiter  schwarzer  Saum- 
binde, am  Vrde  in  6  und  7  weiß;  Mehlfleck  schwarz,  abgerundet.     $  unbekannt.    Britisch-Ostafrika :  Kikuyu. 

aphnaeoides.  I.  aphnaeoldes  Trim.  (69  b).     Das  (J  weicht  oben  nur  wenig  vom  (J  der  vorigen  Art  ab.     Beim  ?  sind 

die  Hflgl  und  die  Mitte  der  \'flgl  oben  weiß,  an  der  Wurzel  sind  beide  Flügel  verdunkelt  und  hellblau  überzogen; 
Vflgl  mit  einem  schwarzen  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle;  Hflgl  mit  schwarzer  Postdiscal-  und  Submarginal- 
diameira.  linie;  die  letztere  in  Flecke  aufgelöst.  Südafrika  vom  Kapland  bis  Xyassa-Laiid.  —  diametra  Karsch  (69  a) 
v\ird  von  Hain.  Bruce  als  von  aphnaeoides  niclit  verschieden  betrachtet.  Obgleich  ich  nicht  genügendes  Material 
besitze  um  die  Frage  endgültig  zu  entscheiden,  bin  ich  geneigt,  c^iawie/ra  als  die  nordöstliche  Rasse  zu  betrachten. 
Das  $  scheint  wenigstens  dadurch  von  der  Hauptform  abzuweichen,  daß  beide  Flügel  oben  reiner  weiß  sind 
mit  schärferen  schwarzen  Zeichnungen  und  mit  wenig  Blau;  der  .schwarze  Querfleck  am  Ende  der  Mitteizelle 
der  Vflgl  ist  dreieckig  und  zugespitzt.  Deutsch  Ost  Afrika:  Nord-Usambara  und  am  Meru-Berg.  Die  Quer- 
zeichnungen der  Unterseite  sind  gelbbraun  statt  hell  orangegelb  bei  der  Hauptforui. 

aemulus.  l.  aemulus  Trim.  (68  h).     o-    ^'f'gl  oben  schwarz,    im  Wurzelteil  hell  blau;  die  blaue  Farbe  erreicht 

kaum  die  Spitze  der  Zelle  und  die  Rippe  4;  Hflgl  oben  hell  blau,  am  Vrde  bis  zur  Rippe  6  schwarzgrau  mit 
feiner  schwarzer  Saumlinie  und  schwarzen  Submarginalflecken  in  1  c  und  2;  Anallappen  weiß,  schwarz  gekernt; 
Felde  rl  a  und  1  b  weiß  oder  grau.  Beim  $  ist  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  dunkler  und  an  der  Wurzel  schwarz- 
grau  überzogen:   die  schwarze  Farbe  ist  am  Vrde  und  Saume  mehr  ausgedehnt.   Natal  bis  Deutsch  Ost-Afrika. 

Achte  Artengruppe. 

Die  einzige  hieher  gehörige  Art  weicht  von  allen  übrigen  durch  die  Färbung  ab.  Hflgl  nur  mit  2  Schwänz- 
chen, welche  einfarbig  schwarz  sind. 


lOLAUS.    Von  Dr.  C.  Axjeivillius.  405 

I.  pallene  Walhngr.  (69  b).  Beide  Flügel  oben  hell  ockergelb  oder  fast  sahnefarbig;  Hflgl  am  Analwinkel  pallene. 
orangegelb;  eine  feine  Sauralinie  und  die  Friinsen  schwarz;  die  S^iitze  der  Vflgl  von  der  ]\Iitte  des  Vrdes  bis 
zur  Eippe  3  oder  2  schwarz;  Anallappen  der  Hflgl  mit  schwarzem  Querstrich.  Flügel  unten  orangegelb  mit 
schwarzem  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  schwarzer  Discallinie  beider  Flügel,  welche  in  1  c 
der  Hflgl  unterbrochen  ist;  ein  schwarzer  Querstrich  dicht  am  Saume  in  Ib  (1  c)  und  2.  Das  2  ist  dem  (J 
ähnlich,  nur  etwas  blasser  gefärbt.    Deutsch-Südwestafrika.  Transvaal,  Natal  und  Deutsch-Ostafrika. 

Neunte  Artengruppe, 

Ich  vereinige  in  dieser  Gruppe  einige  Arten,  welche  von  Ham.  Druce  zu  Epamera  geführt  werden, 
in  vielen  Beziehungen  aber  einen  für  die  Gattung  fremdartigen  Habitus  haben.  Sie  sind  durchschnittlich  kleiner 
als  die  anderen  lolaiis-Aiten  und  leben  in  offenen,  trockenen  oder  sogar  wüstenartigen  Gegenden,  wo  sie  schein- 
bar die  Akazien,  wahrscheinlich  aber  eigentlich  die  auf  den  Akazien  schmarotzenden  Loranthaceen  aufsuchen. 
Ihre  Raupen  dürften  nämlich  auf  diesen  Schmarotzerpflanzen  leben.  Bisher  sind  die  Arten  nur  in  Südafrika, 
im  Somali-Lande,  Arabien  und  Sudan  angetroffen  und  fehlen  sicher  völlig  in  den  bewaldeten  Gegenden  Afrikas. 
Eine  Art  hat  sich  von  Arabien  bis  zum  südöstlichen  Teil  der  palaearktischen  Region  verbreitet. 

Durch  die  breite,  weiße  oder  weißgraue  einfarbige  Stirn  können  sie  sofort  von  den  übrigen  Arten  unter- 
schieden werden.  Hflgl  nur  mit  2  Schwänzchen,  von  denen  das  an  der  Rippe  1  b  wenigstens  doppelt  so  lang 
wie  das  an  der  Rippe  2  ist. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Hflgl  unten  etwa  in  der  Mitte  zwischen  der  Wurzel  und  dem  Di-scalquerstrich  (am  Zellende)  mit  einer  deut- 
lichen, oft  scharf  gezackten  dunklen   Querlinie.  ^ 

OL.  Die  Submarginallinie  der  Hflgl-Unterseite  bis  zum  Vrde  fein  und  deutlich.  —  (J.  Vflgl  unten  am  Hrde 
mit  schwarzem  Haarpinsel.    Hflgl  oben  am  Ursprung  der  Rippen  6  und  7  mit  schwarzem   Mehlfleck. 

*.  Beide  Flügel  unten  mit  weißer  oder  weißgrauer  Grundfarbe.    Querlinien  der  Unterseite  rötlich  braun. 

/.  mimosae. 

**.  Beide  Flügel  unten  schwarzgrau  mit  violettem  Schiller.    Querlinien  rein  schwarz.        /.  obscurus. 
ß.  Die  Submarginallinie  der  Hflgl-Unterseite  geht  am  Vrde  in  den  Feldern  (5)  6  und  7  in  einen   großen 
dunklen  Fleck  über  (fehlt  leider  in  der  Fig.  69  c). 
*.  Die  blaue  Farbe  der  Oberseite  lebhaft  azur-  oder  kobaltblau;  Hflgl  unten  zwischen  der  Discallinie 
und  der  Submarginallinie  in  den  Feldern  4  und  5  nicht  oder  nur  unregelmäßig  verdunkelt.  —  c?- 
Vflgl  unten  mit  schwarzem  Haarpinsel  am  Hrde;  Hflgl  oben  am  Ursprung  der  Rippen  6  und  7  mit 
schwarzem  Mehlfleck.  I-  nursei. 

I.  lajoracus. 

**.  Die  blaue  Farbe  der  Oberseite  zart  violettblau.  Hflgl  unten  zwischen  den  Querlinien  in  den  Feldern 
4  und  5  gleichmäßig  verdunkelt,  wodurch  ein  großer  dunkler  fast  viereckiger  scharf  begrenzter  Fleck 
entsteht.  I-  umhrosus. 

B.  Hflgl  unten  im  Wurzelteil  wenigstens  bis  zum  Ende  der  Mittelzelle  einfarbig  weiß  ohne  Zeichnungen. 

a.  Die  Discal-  und  Submarginallinien  der  Unterseite  fein  und  undeutlich  oder  ganz  fehlend.  —  cj.  Vflgl 
unten  am  Hrde  mit  schwarzem  Haarpinsel;  Hflgl  oben  ohne  dunkeln  Mehlfleck.  /.  hicaudatus. 

ß.  Die  Discal-  und  Submarginallinien  der  Unterseite  schwarz,  zusammenhängend  und  scharf  hervortretend.  ■ — 
(J.  Vflgl  ohne  Haarpinsel;  Hflgl  oben  am  Ursprung  der  Rippen  6  und  7  mit  deutlichem,  schwarzem 
Mehlfleck.  I-  jordanus. 

I.  glaucus. 

l.  mimosae  Trim.  (70  e).  ^.  Flügel  oben  glänzend  hell  blau;  Vflgl  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle,  an  mimosae. 
der  Spitze  bis  zum  Ende  der  Mittelzelle  und  der  Rippe  3  und  zwischen  der  Rippe  2  und  dem  Hrde  etwa  2 — 3  mm 
breit  schwärzlich ;  Hflgl  oben  am  Vrde  bis  zur  Rippe  7  schwärzlich,  am  Irde  in  1  a  und  1  b  weißgrau  und  am 
Saume  mit  sehr  feiner  schwarzer  Linie,  welche  an  der  Spitze  im  Felde  6  bisweilen  fleckenartig  erweitert  ist; 
Anallappen  weißlich  mit  schwarzem,  grün  beschupptem  Fleck;  ein  schwarzer  Saumfleck  in  2  und  ein  solcher 
Querstrich  in  1  c ;  der  Mehlfleck  liegt  an  der  Wurzel  des  Feldes  6,  ist  tief  schwarz,  scharf  begrenzt  und  von 
einer  schmalen  weißgrauen  Zone  umgeben.  Unterseite  hell  grau  mit  rötlichbraunen  Querlinien;  Vflgl  mit  Quer- 
.strich  am  Ende  der  Zelle  und  den  zwei  gewöhnlichen  Querlinien  hinter  der  Mitte;  Hflgl  mit  Wm-zelquerlinie, 
einem  feinen  Strich  am  Ende  der  Mittelzelle,  dicker  imregelmäßiger  Discalquerlinie  und  feiner  Submarginal- 
linie. Das  $  weicht  nur  wenig  vom  ^  ab;  der  dunkle  Vrd  der  Hflgl  erreicht  die  Rippe  6  und  schwarze  submar- 
ginale Striche  treten  in  allen  Feldern  auf.    Kapland  bis  Somali-Land. 


406 


lOLAUS.    V^on  Dr.  C.  Aürivillius. 


ohxriini.i.  I.  obscurus  sp.  nov.    steht    der    vorigen  Art    nahe  und    ist    oben  derselben    sehr    ähnlich,    aber  mit 

viel  dunkler  blauer  Farbe.  Unten  weicht  sie  durch  die  schwarzgraue  ins  Violette  schillernde  Grundfarbe  und 
die  schwarzen  Zeichnungen  ab;  die  Vflgl  haben  einen  Querstricli  am  Zellende  und  zwei  Querlinien  hinter  dem 
Zcllende  schwarz;  auf  den  Hflgln  ist  die  Wurzelquerlinie  durch  einige  schwarze  Striche  oder  Flecke  vertreten 
und  die  unregelmäßige  Discalquerlinie  ist  zwischen  den  Rippen  2  und  1  b  sehr  fein  oder  ganz  unterbrochen; 
ein  s(;hwarzer  Saumfleck  im  Felde  2.  Beide  mir  vorliegenden  Stücke  stammen  aus  Windlmk  im  Damara- 
lande  und  sind  mir  gütigst  durch  Direktor  L.  PERrNGUEY  mitgeteilt  \Aorden. 

hicaudalus.  !.  bicaudatus  Auriv.  (69  c)    ist  der  vorigen  Art  ähnlich,    hat  aber  verschieden  gebildete,    am  Anal- 

winkel lang  dreieckig  ausgezogene  Hflgl,  noch  hellere  blaue  Farbe  der  Oberseite,  fast  unbezeichnete  Unterseite 
und  einen  deutlichen  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Eigentümlich  ist  auch,  daß  beim  ^  der 
Mehlfleck  der  Hflgi  fehlt  oder  kaum  angedeutet  ist.    Nigeria  in  der  Gegend  von  Yola. 

Jordaniia.  I.  jordanus  Sigr.  (Bd.   1,  Taf.  77  g).   Diese  Art  kommt  auch  in  Palästina  vor  und  ist  darum  in  Band  1 

beschrieben  worden.  Flügel  oben  schwarzgrau,  im  VVurzelteil  mehr  oder  weniger  blau  beschuppt;  Hflgl  beim  r? 
mit  scharf  hervortretendem  scliwarzen  Mehlfleck  an  der  Wurzel  des  Feldes  6 ;  am  Saume  mit  schwarzem  Anal- 
fleck und  schwarzem  Punkt  in  2,  Anallappen  und  Feld  1  c  am  Saume  grünlich  beschuppt.  Unterseite  weiß- 
grau mit  zwei  schwarzen  Qucriinien  und  auf  den  Vflgln  außerdem  mit  einem  solchen  Querstrich  am  Ende  der 
Mittelzelle;  dieser  Querstrich  fehlt  auf  den  Hflgln;  Anallappen  schwarz  mit  grünen  Schuppen  und  durch  eine 
weißgelbe  Linie  mit  der  Rippe  1  a  verbunden;  der  schwarze  Submarginalfleck  im  Felde  2  nach  innen  weißgclb 
(sahnefarbig)  begrenzt;  einige  grüne  Schuppen  in  1  c  nahe  am  Saume.    Arabien. 

(jlaiuus.  I.  glaucus  Btlr.  ist  nach  einem  beschädigten  Stück  beschrieben,  wahrscheinlich  aber  dieselbe  Art  wie 

jordanus.  Die  Beschreibung  lautet:  ,,Am  nächsten  mit  /.  hdli  verwandt;  Vflgl  oben  schwärzlich  mit 
einem  großen  hell  violett  blauen  Wurzel-  und  Hinterrandfleck,  welcher  etwa  die  Hälfte  des  Flügels  einnimmt; 
Hflgl  schwarzgrau,  heller  gegen  den  Ird.  welcher  fast  weiß  ist;  Mitte  des  Flügels  dicht  mit  lebhaft  violetten 
Schuppen  bedeckt,  eine  submarginale  Reihe  von  Flecken,  welche  nach  innen  schwarz,  nach  außen  weißlich  sind ;  ein 
schwarzer,  nach  innen  grün  und  gelb  beschuppter  Analfleck  und  wahrscheinlich  ein  ähnlicher  Fleck  zwischen 
den  Schwänzchen;  Fransen  weiß;  ein  sammetschwarzer  Fleck  von  verdickten  Schuppen  an  der  Wurzel  der 
subcostalen  Aeste  (Rippen  6  und  7);  Flügel  unten  weiß  mit  zwei  scharf  hervortretenden  Querlinien  (die  innere 
der  V^flgl  an  den  Rippen  unterbrochen)  und  die  Saumlinie  schwarz;  die  Querlinien  wie  bei  belli  gebildet;  der 
schwarze,  grüne  und  gelbe  Analfleck  größer  als  oben;  ein  kleiner  solcher  Fleck  oberhalb  des  Anallappens. 
Somali-Land:  Duderi. 

Utjoniciis.  I.  tajoracus    Wlk.  ist  mir  unbekannt  geblieben;  der  Typus  scheint  sogar  nicht  mehr  in  England  auf- 

zutreiben zu  sein.  Die  Beschreibung  lautet:  ,, Flügelspannung  1  Zoll  6  Linien  (engl.).  Purpurblau.  Vflgl:  ein 
breiter  Streifen  am  Vrde,  eine  breite  Saumbinde  und  das  Spitzendrittel  des  Flügels  schwarzbraun;  ein  schwarzer 
Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle.  Hflgl:  ein  großer  Spitzenfleck  und  eine  unregelmäßige  Saumbinde  schwarz- 
braun; die  Saumbinde  ist  weiß  gesäumt  und  schließt  an  ihrer  Mitte  einen  tiefschwarzen  Punktfleck  ein;  Ird 
bläulich  weiß.  Unterseite  weiß;  ein  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle  und  zwei  etwas  gezackte  Querlinien 
im  Saumteil  schwarzbraun.  Hflgl:  eine  schmale,  gewellte  schwarzbraune  Binde  zwischen  der  Wurzel  und  dem 
Querstriche  und  eine  feine,  schief  gestellte  schwarzbraune  Linie  zwischen  dieser  Binde  und  der  Wurzel ;  die  erste 
äußere  Querlinie  bildet  nahe  am  Irde  einen  langen  und  scharfen  Winkel ;  die  zweite  äußere  Querlinie  nahe  am 
Irde  unterbrochen  und  verkürzt,  an  der  Flügelspitze  in  einen  Fleck  endend;  ein  tief  schwarzer  Punktfleck  wie 
oben;  einige  metallglänzende  giüne  Schupjien  zwischen  diesem  Punktfleck  und  dem  Analwinkel.  Kojjf,  Brust, 
Beine  und  Unterseite  des  Hinterleibes  weiß."    Tajora  (Tadjura)  an  der  Nordostküste  des  Somali-Landes. 

nursci.  l.  nursei  Btlr.  (69  b,  c)  fällt  vielleicht   mit  tajoraca  zusammen.    Die  Beschreibung  Butlers,  welche 

nicht  ganz  genau  mit  der  Abbildung  übereinstimmt,  lautet:  „Mit  /.  umbrosa  nahe  verwandt,  die  Flügel  aber 
dIh'u  hell  kobaltblau  mit  zwei  weißlichen  Punkten  übereinander  im  Discus  der  Vflgl  nahe  an  der  schiefergrauen 
Saumbinde;  Fransen  reiner  weiß,  gegen  den  Analwinkel  ganz  weiß;  Hflgl  oben  mit  2 — 3  un.scharf  begrenzten 
weißen  Discalpunkten  in  einer  mit  dem  Saume  gleichlaufenden  Reihe ;  Saum  weiß,  nach  innen  durch  einen  dunklen 
Streifen,  welcher  die  gewöhnlichen  dunklen  Flecke  einschließt,  und  nach  außen  von  der  scharf  hervortretenden 
schwarzen  Saumlinie  begrenzt;  Fransen  rein  weiß  mit  grauer  Linie;  Flügel  unten  perlweiß  mit  denselben  Zeich- 
nungen wie  bei  unibrosa,  die  Querlinien  aber  schwarzbraun  statt  rötlich.  Arabien:  Aden;  Somali-Land.  — 
erlli.  vai'.  ertli  Auriv.  ist  unten  im  Wurzelteil  diaikler;  die  blaue  Farbe  der  Hflgloberseite  erreicht  in  der  Mitte  den 
Vrd  und  in  1  c — 4  die  schwarze  Saumlinic,  die  schwarzen  Submarginalpunkte  ganz  einschließend.  Deutsch- 
Ostafrika:  Madibira. 

wnbrosus.  I.  umbrosus  Btlr.      Flügel    oben  |hell   violettblau;   Vflgl    am    Vrde,  an  der   Spitze    (sehr  breit)  und 

am  Saume  schwarz,  die  blaue  Farbe  bedeckt  die  Zelle,  die  Wurzel  der  Felder  2  (und  3)  und  den  größten  Teil 
der  Felder  1  a  und  1  b;  Hflgl  am  Vrde  bis  zur  Rippe  6  .schwärzlich,  am  Saume  .schmal  weißlich  mit  schwarzen 
Submarginalstrichen  und  Saumlinie;  Anallappen  weißlich  mit  schwarzem,  grün  beschupptem  Fleck.    Flügel 


APHNAEUS.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  407 

unten  weißlich,  an  der  Wurzel,  am  Vrde  und  am  Saume  mehr  oder  weniger  schwarzgrau  überzogen  oder  mit 
großen  solchen  Flecken  wie  die  Abbildung  zeigt ;  Vflgl  mit  einem  Querstrich  am  Ende  der  Zelle  und  zwei  Quer- 
linien rötlich;  Hflgl  mit  einem  Querstrich  am  Ende  der  Zelle,  einer  Wurzelquerlinie  und  zwei  äußeren  Quer- 
linien, ebenfalls  rötlich.  Somaliland.  —  sudanicus  Auriv.  ist  kleiner  und  weicht  dadurch  ab.  daß  die  sudanicus. 
Unterseite  fast  eintönig  weißgrau  ist  mit  schwärzlichen  Querlinien.  Sudan:  in  der  Nähe  des  Tsad-Sees. 
Dr.  Abn.  Schultze,  welcher  diese  Form  entdeckte,  schreibt  über  ihre  Lebensweise:  ,,Die  Art  flog  ganz 
wie  ein  lolaus  um  die  Blüten  von  Loranthus,  der  auf  den  spärlichen  Mimosen   der  öden  Tirki-Landschaften 

schmarotzte". 

*  * 

* 

Als  Anhang  führe  ich  hier  eine  von  G.  Ehrmann  im  Jahre  1894  als  ,,Argiolus''  (Argiolmisl)  beschriebene 
Form  auf,  welche  ich  nicht  deuten  kann  und  deren  systematische  Stellung  unsicher  ist. 

I.  (?)  hollandi  Ehnn.  ^.  —  Oberseite:  Thorax  und  Hinterleib  bräunlich  mit  hellblauen  Schuppen  hollandi. 
bestreut ;  Vrd  und  Saum  braun,  an  der  Spitze  am  breitesten ;  ein  schwarzer  Querstrich  in  der  Flügelmitte :  der 
übrige  Teil  der  Vflgl  schön  azurblau.  Hflgl-Oberseite :  Vrd  und  Ird  hell  braun;  von  der  Wurzel  bis  zur  Mitte 
des  Vrdes  ein  breiter  schwarzer  Streifen;  der  übrige  Teil  des  Flügels  azurblau;  Analwinkel  mit  einem  orange- 
farbenen, schwarz  gekernten  Fleck;  Fransen  braun;  die  Schwänzchen  schwarz  mit  weißer  Spitze.  Beide  Flügel 
unten  mit  hell  rehfarbiger  Grundfarbe  und  sechs  unregelmäßigen  weißen  Binden  der  Hflgl  und  vier  der  Vflgl, 
außerdem  findet  sich  ein  großer  schwarzer  halbmondförmiger  Fleck  auf  den  Vflgln  hinter  der  Mitte  der  Zelle; 
Analfleck  der  Hflgl  tief  kastarüenbraun  mit  schwarzem  Kern;  zwischen  den  Rippen  2  und  3  findet  sich  außer- 
dem ein  orangegelber,  schwarz  gekernter  Augenfleck,  welcher  auf  der  Oberseite  nicht  angedeutet  ist.  Das  $ 
ist  dem  cJ  ähnlich,  ist  aber  weniger  glänzend  und  hat  eine  breitere  mehr  gerade  abgeschnittene  Saumbinde 
der  Vflgl-Oberseite.    Flügelspannung  etwa  28  mm."    Liberia:  Grand  Sess. 

12.  Gattung':  Aphiiaeiis  Hbn. 

Obwohl  die  Aphnaeus- \.vten  im  Rippenbau  völlig  mit  den  <So  der  größeren  /o^a?f.s-Formen  überein- 
stimmen, weichen  sie  doch  im  Habitus  recht  erheblich  von  lolaus  ab.  Die  ApJmaeus  sind  kräftig  gebaute, 
hesperidenähnliche  Schmetterlinge  mit  scharf  spitzigen  fast  dreieckigen  Vflgln  und  an  den  Rippen  1  b  und  2 
geschwänzten  Hflgln,  welche  auf  beiden  Seiten  der  Rippe  1  b  gelappt  sind.  Fühler  dick  mit  kurzen  undeut- 
lichen Gliedern.  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern  mit  12  Rippen.  Stirn  und  Beine  oft  bunt  gefärbt.  Palpen 
glatt  beschuppt,  nicht  oder  nur  zum  kleineren  Teil  weiß  gefärbt.   Hinterleib  gewöhnlich  weiß  geringelt. 

Die  2  gewöhnlich  oben  dem  ^  ganz  unähnlich.    Die  Entwicklungsstadien  sind  unbekannt. 

Die  Zeichnungsanlage  der  Unterseite  ist  sehr  charakteristisch  und  tatsächlich  bei  allen  Arten  dieselbe, 
obgleich  die  Entwicklungsstufe  bei  verschiedenen  Arten  ganz  verschieden  ist.  Die  Zeichnung  be-iteht  aus  zahl- 
reichen hellen,  dunkel  umzogenen,  gewöhnlich  sUbernen  Flecken  auf  dunklem  Grunde.  Diese  Flecke  sind  bald 
klein  und  voneinander  getrennt,  bald  groß  und  mehr  oder  weniger  miteinander  verbunden.  Bisweilen  sind  auch 
mehrere  derselben  reduziert  oder  ganz  fehlend.  Die  typische  Anordnung  derselben  (vgl.  asterius)  ist  die  folgende. 
Vflgl :  ein  Punkt  nahe  der  Wurzel  der  Mittelzelle,  zwei  übereinander  in  der  Mitte  der  Zelle  (gewöhnlich  zu  einer 
Querbinde  oder  Querfleck  vereinigt),  zwei  oder  drei  am  Ende  der  Zelle  in  4,  5  und  9  (gewöhnlich  eine  Quer- 
binde bildend ;  je  ein  Discalfleck  in  1  b — 6.  9  und  10;  der  Discalfleck  in  1  b  ist  schief  gestellt  und  oft  strichförmig 
und  der  im  Felde  4  steht  regelmäßig  näher  am  Saume  als  die  übrigen) ;  außerdem  kommen  bisweilen  Submarginal- 
flecke  in  1  b,  6  und  7  oder  sogar  noch  mehrere  oder  ein  dunkler  Submarginalstreifen  vor;  die  Submarginalflecke 
sind  oft  dunkel  gefärbt. 

Die  Hflgl  haben  normal:  3  Wurzelpunkte  (in  1  a,  7  und  der  Zelle),  2—3  Punkte  am  Ende  der  Mittelzelle, 
eine  um-egelmäßige  Bogenreihe  von  Discalflecken  in  1  b — 7  und  eine  dunkle,  bisweilen  hell  gefleckte  Submarginal- 
binde;  dazu  kommt  der  große  verschieden  gefärbte  Analfleck.  Wie  auf  den  Vflgln  können  auch  hier  die  Flecke 
oder  Punkte  mehr  oder  weniger  miteinander  zu  größeren  Komplexen  verschmolzen  sein,  so  sind  z.  B.  die  Flecke 
am  Ende  der  Mittelzelle  miteinander  und  oft  auch  mit  dem  Discalfleck  in  7  zu  einer  Querbinde  verbunden,  auch 
die  übrigen  Discalflecken  können  vergrößert  und  miteinander  in  Gruppen  oder  zu  einer  langen  Querbinde 
vereinigt  sein. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

I.  Hflgl  mit  zwei  deutlichen  Schwänzchen,  einem  längeren  an  der  Rippe  1  b  und  einem  kürzeren  an  2. 

A.  Die  Flecke  in  der  Mitte  und  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl-Unterseite  sind  miteinander  zu  zwei 
Querbinden  vereinigt. 
OL.  Die  Flecke  der  Unterseite  süberglänzend.    Flügel  oben  mit  schwarzer  .Grundfarbe. 


408 


APHXAEUS.    Von  Dr.  C.  AuRn'iLLius. 


hoUandi. 


O. 


Die  Discalflecke  der  Felder  2 — 6  der  Vflgl  sind  wie  auch  2 — 7  der  Hflgl  zu  breiten  geraden  Quer- 
binden vereinigt.  Die  Wuizelflecke  der  Mittelzelle  und  des  Feldes  7  der  Hflgl  bilden  auch  eine 
breite   silberne   Binde.     Augen    haarig.  A.  orcas. 

Der  Discalfleck  4  der  Vflgl-Unterseite  liegt  viel  näher  am  Saume  als  die  übrigen,  die  Reihe  der 
Discalflecke  ward  dadurch  im  Felde  4  scharf  unterbrochen. 

Vflgl  oben  ohne  weiße  Flecke  im  schwarzen  Spitzenteil. 

1.  Vflgl  unten  ohne  Wurzelfleck  am  Vrde  im  Felde  12.  Der  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle 
der  Hflgl-Unterseite  ist  mäßig  groß  und  wenigstens  mit  dem  Discalfleck  7  vereinigt. 

a.  Die  Discalflecke  2  und  3  der  Hflgl-Unterseite  berühren  den  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle 
und  bildet  mit  diesem  und  den  Discalflecken  6 — 7  eine  fast  gerade  Querbinde.  Augen 
haarig.  ^4.  propinquus. 

h.  Der  Discalfleck  2  der  Hflgl-Unterseite  hängt  nicht  mit  dem  Fleck  am  Ende  der  Zelle 
zusammen  und  liegt  näher  am  Saume  als  dieser.  A.  argyrocycliis. 

2.  Vflgl  unten  am  Vrde  im  Felde  12  mit  einem  silbernen  Wurzelfleck,  welcher  mit  dem 
Wurzelfleck  der  Zelle  vereinigt  ist.  Der  Silberfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Hflgl- 
Unterseite  groß  und  abgerundet,  von  den  Discalflecken  völlig  getrennt.      A.  brahami. 

Vflgl  oben  mit   weißen  Discalflecken  im  schwarzen  Spitzenteil  und  einem  solchen  Fleck 
am  Ende  der  Mittelzelle,  unten  an  der  Wurzel  des  Vrdes  mit  Silberfleck  im  Felde  12. 


oo. 


1 


Flügel  oben  am   Saume  schwärzlich. 

Flügel  oben  am   Saume  mit  rostbrauner  Binde. 


B. 


A.  hutchinsoni. 
A.  dntcei. 
p.  Die  Flecke  der  Unterseite  nicht  silberglänzend,  ockergelblich  mit  dunklem  Ring,  klein  und  fast 

alle  getrennt.    Flügel  oben  mit  rotbrauner  Grundfarbe,  an  der  Wurzel  blau.  A.  rex. 

Die  Flecke  in  der  ]\litte  und  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Hflgl-Unterseite  sind  klein  punktförmig,  silber- 
weiß, schwarz  geringelt  und  voneinander  getrennt.    Stirn  mit  weißen  Seitenrändern.        A.  asterius. 

II.  Hflgl  mit  nur  einem  Schwänzchen,  an  der  Rippe  1  b. 

a.  Discalflecke  der  Hflgl-Unterseite  klein  und  getrennt. 

*.  Flügel  oben  an  der  Wurzel  blau;  ihre  Grundfarbe  schwarz  oder  nur  am  Saume  gelbbraun.    Flecke 
der  Unterseite  nicht  oder  wenig  silberglänzend.  A.  questiauxi. 

**.  Flügel  oben  mit  lebhaft  gelbbrauner  Grundfarbe  ohne  Blau  an  der  Wurzel.    Flecke  der  Unterseite 
stark  silberglänzend.  A.  marshalli. 

ß.  Discalflecke  der  Hflgl-Unterseite  zu  einer  braungelben,  schwarz  gesäumten    Querbinde  zwischen  den 
Rippen  2  und  6  vereinigt.  .-1.  erikssoni. 

A.  orcas  Drury  (69  c).  ^.  Vflgl  oben  glänzend  blau,  am  Vrde  schmal,  am  Saume  3 — 5  mm  breit, 
.schwarz,  in  der  Mittelzelle  und  hinter  derselben  mit  3  gerundeten  schwarzen  Flecken.  Hflgl  oben  schwarz, 
am  Irde  in  1  a,  1  b  und  1  c  dunkelbraun;  hintere  Längshälfte  der  Mittelzelle  und  die  Felder  2 — 5  bis  2  mm 
vom  Saume  glänzend  blau  beschuppt ;  die  Rippe  I  b  nach  außen  blau  gesäumt ;  Analgegend  breit  rostbraun 
mit  schwarzen  Flecken:  Schwänzchen  .schwarz  mit  weißer  Spitze.  Unterseite  mit  ockergelblicher  Grundfarbe, 
welche  jedoch  zwischen  den  großen  silbernen,  breit  purpm-rot  gesäumten  Flecken  und  Binden  nur  als  schmale 
Linie  wahrnehmbar  ist;  Vflgl  mit  folgenden  silbernen  Zeichnungen:  einem  gerundeten  Wurzelpunkt  in  der 
Zelle,  einer  Querbinde  über  die  Mitte  der  Zelle  bis  zur  Rippe  12,  einer  solchen  Querbinde  am  Ende  der  Zelle  bis 
zur  Rippe  11,  einer  breiten  fast  geraden  Discalbinde  zwischen  den  Rippen  2  und  9,  einem  schief  gestellten  Fleck 
in  1  b  hinter  der  Mitte,  einem  Fleck  im  inneren  Teil  desselben  Feldes  und  einigen  Punkten  in  der  dunkelroten 
Submarginalbinde;  die  Hflgl  haben  eine  Querbinde  nahe  der  Wurzel  in  der  Zelle  und  in  7 — 8,  eine  sehr  breite 
Discalbinde  zwischen  dem  Vrde  und  der  Mitte  des  Feldes  1  c  (sie  ist  durch  Vereinigung  der  Discalflecken  und 
des  Fleckes  am  Ende  der  Mittelzelle  entstanden),  drei  Flecke  am  Ird  in  1  a — I  c  und  einige  silberne  Schuppen 
auf  der  breiten  purpurroten  Submarginalbinde;  Analfleck  wie  oben  aber  viel  heller,  orangegelb.  Stirn  rotbraun 
mit  weißern  Rändern ;  Palpen  bräunlich,  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  weiß.  —  Das  $  ist  demrj  auf  beiden 
Seiten  ganz  unähnlich.  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun,  in  der  Saumhälfte  etwas  heller,  graubraun;  Vflgl 
bisweilen  mit  einem  gerundeten,  helleren  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle.  Die  Unterseite  macht  dadurch  einen 
ganz  abweichenden  Eindruck,  daß  die  Zeichnungen  und  besonders  die  purpurne  Einfassung  der  SUberflecke 
in  hohem  Grade  reduziert  sind ;  die  hell  graugelbe  Grundfarbe  wird  dadurch  vorherrschend ;  die  Flecke  und  Binden 
sind  sonst  dieselben ;  die  Discalflecke  sind  jedoch  abgerundet  und  treten  als  selb.ständige,  aber  aneinander  stoßende 
Flecke  auf;  auf  den  Hflgln  sieht  man  genau,  daß  der  Fleck  am  Ende  der  Zelle  an  der  Bildung  der  Discalbinde 
teUniramt.  Sierra-Leone  bis  Gabun.  —  hollandi  Bür.  (=  rattrayi  Em.  Sharpe,  heliodorus  Schnitze)  ist  die 
südliche  und  östliche  Rasse  und  weicht  nur  durch  eine  dunklere  Unterseite  von  der  Hauptform  ab.  Congo-Gebiet 
und  Toro. 


Ausgegeben  IS.  X.  1923.  APHNAEUS.    Von  Dr.  C.  Afrivillius.  409 

A.  propinquus  Holl.  (69  c).    Das  ^  ist  oben  der  vorigen  Art  ähnlich,  weicht  aber  unten  dadiu-eh  ab,  propinqmts. 
daß  alle  Silberflecke  kleiner  sind  und  die  Grundfarbe  dunkel  kastanienbraun  ist;  der  Discalfleck  4  der  Vflgl 
liegt  näher  am  Saume  als  die  anderen  und  von  denselben  abgetrennt;  auf  den  Hflgln  bilden  der  Mittelfleck 
(am  Ende  der  Zelle)  und  die  Discalflecke  2,  3,  6  und  7  eine  fast  gerade  Querbinde;  die  Discalflecke  4  und  5 
stehen  dagegen  frei  außerhalb  dieser  Querbinde.     2  unbekannt.    Ogowe-FIuß. 

A.  argyrocyclus  Holl.  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt  und  weicht  unten  nur  durch  die  in  der  argymcy- 
Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  von  propinquus  ab.    Die  Oberseite  ist  nach   Holland  dunkel  grünlich  *^'"*" 

braun,  bei  gewisser  Beleuchtung  blau  glänzend;  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ein  großer  weißer  Fleck  und 
hinter  demselben  eine  subapicale  Reihe  von  sehr  kleinen  und  undeutlichen  Flecken.  Dürfte  das  $  von  propijiquus 
sein.    Ogowe. 

A.  brahami  Lathy  (69  c).     ^.     Flügel   oben   schwarz;    Vflgl   mit   einem  blauen  Wurzelfleck,   welcher  bmhumi. 
die  Wurzel  der  Felder  1  a — 2  und  der  Mittelzelle  bedeckt ;    Hflgl  in  der  Mitte  mit    einer   dreieckigen  blauen 
Felde  fast  wie  bei  orcas;  auf  der  Unterseite  sind  alle  Discalflecke  deutlich  und  frei  oder  nur  paarweise  vereinigt. 
Nigeria. 

A.  hutchinsoni  Trim.  (69  d).    (J.  Vflgl  oben  schwarzbraun,    im  Wurzeldrittel  blau  und  im  Spitzenteil  ÄufcAtnsoni. 
mit  einem  gerundeten  weißen  Fleck  am  Ende  der  Zelle  und  je  einem  weißen  Discalfleck  in  2 — 6;  Hflgl  oben 
fast  völlig  wie  bei  orcas  gefärbt  und  gezeichnet.    Die  Unterseite  ist  olivenfarbig  und  durch  die  großen,  meist 
gerundeten,    zunächst   schwarz,   dann   purpurrot    umzogenen    Silberflecke   ausgezeichnet.     Stirn  rotbraun  mit 
weißen  Seiten.     Augen  feinhaarig.     9   mir   unbekannt.     Natal  bis  Britisch  Ost-Afrika. 

A.  drucei  Neave  weicht  nur  durch  das  in  der  Uebersicht  erwähnte  Kennzeichen  und  den  bis  zur  Mitte  drucei. 
rotbraunen   Vrd   der   Vflgl-Oberseite   von   hutchinsoni   ab.     Deutseh  Ost- Afrika. 

A.  asterius  Plölz  (69  d)  ^.  Flügel  oben  tief  schwarz;  Vflgl  in  la — 2  bis  nahe  am  Saume  blau  imd  as/erius. 
mit  blauen  Flecken  oder  Punkten  in  der  Zelle  und  in  3 — 6;  Hflgl  mit  einem  dreieckigen  blauen  Felde,  welches 
den  größten  Teil  der  Felder  2 — 4  und  den  Hrd  der  Mittelzelle  bedeckt.  Unterseite  tief  rostbraun  mit  kleinen 
punktförmigen,  schwarz  geringelten  Silberflecken,  welche  alle  als  selbständige  Flecke  auftreten  und  so  wie 
S.  407  in  der  Beschreibung  der  Gattung  erwähnt  ist,  angeordnet  sind;  der  Discalfleck  4  der  Vflgl  ist  etwas  größer 
als  die  übrigen  und  der  in  1  b  ist  lang,  schief  gestellt  und  strichförmig.  Augen  nackt.  Stü'n  schwarzbraun, 
in  der  Mitte  heller  mit  weißen  Seitenrändern.  Palpen  gelbbraun,  an  der  Spitze  schwarz.  Sierra- Leone  bis  Ogowe. 
—  ab.  argenteola  Holl.  (69  d)  hat  die  Punkte  der  Unterseite  kleiner  und  den  Discalfleck  4  der  Vflgl  lang  und  argcnteola. 
schmal,  strichförmig.    Ogowe. 

A.  rex  Auriv.  (69  h)  ist  der  größte  und  schönste  aller  bekannten  Arten  und  bildet  durch  seine  Fär-  rex. 
bung  und  Zeichnung  einen  Uebergang  zu  den  Arten  mit  einem  Schwänzchen  der  Hflgl.  ^J:  Flügel  oben  schön 
kastanienbraun  mit  schwarzer  Saumlinie  und  weißen  Fransen;  Vflgl  in  1  a  und  1  b  bis  4 — 5  mm  vom  Saume 
und  in  der  Wurzelhälfte  der  Mittelzelle  blau,  am  Ende  der  Zelle  mit  rundem  hellgelbem  Fleck  und  kleinen 
ringförmigen,  weißlich  gekernten  Discalflecken  in  1  b — 6;  Hflgl  in  der  Zelle  und  in  1  c — 4  bis  über  die  Mitte 
hinaus  blau  überzogen;  zwei  weißgekernte  Discalflecke  (in  4  und  5);  Schwänzchen  gelbbraun.  Unterseite  gelb- 
braun mit  dunkel  geringelten,  heller  gelb  ausgefüllten,  freien  Flecken.  Stirn  rotgelb  mit  silberweißen  Seiten- 
streifen. Palpen  weißgelb;  die  Spitze  des  zweiten  Gliedes  und  das  dritte  Glied  braungelb  oder  braun.  Beine 
zum  größten  Teil  rotbraun.  Brust  und  Älittellinie  des  Bauches  sowie  die  Segmentränder  des  Hinterleibes  weiß. 
Deutsch  Ost-Afrika  bei  Kigonsera. 

A.  questiauxi  Auriv.  (69  h).    Diese  Art  ist  in  der  Zeichnung  und  oft  auch  in  der  Färbung  der  vorigen  quesiktuxi. 
sehr  ähnlich,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Flügel  oben  eine  schwärzliche  Grundfarbe  haben,  gegen  welche 
die  weißen  Discalflecke  scharf  hervortreten;  beim  (^  ist  die  Grundfarbe  am  Saume  breit  rostbraun  überzogen. 
Unterseite  bald  lebhaft  braungelb,  bald  gelblich  grau.    Südliches  Congo-Gebiet :  Katanga. 

A.  marshalli  Neave  (69  d).  (^.  Flügel  oben  lebhaft  kastanienbraun  mit  schmaler  schwarzer  Saum-  niarsIuxUi. 
binde  und  weißen  oder  grauen  Fransen;  Vflgl  außerdem  am  Vrde  mehr  oder  weniger  schwarz  und  mit  ring- 
förmigen schwarzen  hell  gekernten  Discalflecken,  wenigstens  m4 — 6;  em  gerundeter  hellgelber  Fleck  am  Ende 
der  Zelle;  Schwänzchen  der  Hflgl  rostgelb.  Flügel  unten  etwas  dunkler  kastanienbraun  als  oben  mit  mäßig 
großeia  schwarz  geringelten  freien  Silberflecken ;  die  Discalflecke  2  und  3  der  Vflgl  und  3 — 5  der  Hflgl  scheinen 
oft  zu  fehlen ;  Analgegend  der  Hflgl  und  Hrd  der  Vflgl  gelb.  $  unbekannt.  Diese  hübsche  Art  wurde  im  Mashuna- 
Land  und  in  der  Gegend  von  Tanganjika  im  oberen  Tal  des  Lofu-Flusses  angetroffen. 

A.  erikssoni  Trim.  (69  d).     ^.   Beide  Flügel  oben  kastanienbraun,   am  Saume  schmal  schwarz;  Vflgl  erik^soni. 
an  der  AVurzel  in  den  Feldern  1  a,  1  b  und  in  der  Zelle  schmal  hellblau  mit  gerundeten  gelben,  schwarz  geringelten 
Discalflecken  in  2 — 6  und  solchem  Mittelfleck ;  Hflgl  längs  der  Rippe  1  b  etwas  blau  beschuppt  und  mit  kleinen 
gelben  Discalflecken  in  4  und  5.   Unterseite  mit  rötlichgrauer  Grundfarbe  und  schwarz  geringelten  braungelben 

XIII  52 


410  SPINDASIS.    Von  Dr.  C.  Attrivillius. 

Flecken,  die  Discalflecke  der  Hflgl  bilden  eine  zusammenhängende  schwach  gebogene  Binde  und  beide  Flügel 
haben  eine  vollfitändige  Reihe  von  Submarginalflecken,  welche  auf  den  Hflgln  zusammenhängend  ist :  Schwänz- 
chen rostgelb.  Das  O  ist  etwas  größer  und  weicht  dadurch  ab,  daß  der  blaue  Wurzelfleck  der  \'flgl  fehlt  und 
die  Grundfarbe  viel  dunkler,  etwas  rauchig  ist,  besonders  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  schwärzlich  überzogen. 
Angola.  Rhodesia  und  Mashuna-Land. 


•o 


13.  Gattung:  ^ipiiidasis   Walkngr. 

Die  Spindasis-Avten  weichen  von  Aphnaeus  sowohl  durch  die  Zeichnungsanlage  wie  durch  den  Rippen- 
bau ab.  Vflgl  nur  mit  11  Rippen,  von  denen  die  Rippe  7  in  die  Spitze  oder  den  Vrd  ausläuft.  Hflgl  stets  mit 
zwei  Schwänzchen.  Augen  nackt.  Fühler  kräftig  gebaut  mit  kurzen  Gliedern.  Die  Entwicklungsstadien  der 
ethiopischen  Arten  sind  unbekannt.    Die  Gattung  kommt  auch  in  der  indo-malaiischen  Region  vor. 

Die  zahlreichen  Arten  können  auf  zwei  Gruppen  verteilt  werden. 

Uebersicht  der  Artengruppen. 

I.  Die  Querbinden  auf  der  Unterseite  der  \'flgl  fangen  alle  am  Vrde  selbst  an.    Die  Vflgl  oben  am   Saume 
wenigstens  1 — 3    mm  breit  .sch\4arzbraun.  Erste   Gruppe. 

11.  Die  Zeichnungen  der  Vflgl-Unterseite  erreichen  nicht  den  Vrd,  sondern  sind  alle  durch  einen  deutlichen 
Zwischenraum  davon  getrennt.  Zweite  Gruppe. 

Erste  Artengruppe. 

Die  Arten  sind  nahe  verwandt  und  haben  alle  auf  beiden  Seiten  eine  ähnliche  Zeichnung. 

Die  schwarze  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  fast  immer  an  der  Wurzel  imd  am  Hrde  der  \'flgl  und  über 
die  Mitte  der  Hflgl  hinaus  heller  oder  dunkler  blau;  die  blaue  Farbe  schillert  mehr  oder  weniger  und  ist  nicht 
scharf  begrenzt.  Vflgl  normal  mit  drei  orangegelben  Querflecken  oder  Querbinden,  welche  selten  grau  und 
undeutlich  sind,  die  erste,  welche  oft  klein  ist,  liegt  in  der  Mitte  des  Flügels  und  besteht  aus  einem  Fleck  in 
der  Zelle  und  oft  auch  aus  Flecken  in  2  und  1  b;  die  zweite  ist  von  Discalflecken  der  Felder  (1  b)  2 — 6  gebildet 
und  die  dritte  ist  von  3 — 6  Submarginalfleeken  der  Felder  (1  b — 3)  und  4 — 6  zusammengesetzt.  Wenn  alle 
Flecke  der  zweiten  und  dritten  Binde  da  sind,  verschmelzen  die  Binden  gewöhnlich  in  den  Feldern  1  b — 3  zu 
einer  Binde.  Die  Hflgl  haben  gewöhnlich  einen  orangegelben  Analfleck  und  weiße  Striche  oder  Punkte  vor  dem 
Saume  in  den  Feldern  1  c — 3  oder  4. 

Die  Zeichnung  der  Unterseite  ist  von  großer  Bedeutung  für  die  Unterscheidung  der  Arten  und  ver- 
dient darum  hier  ausführlich  besprochen  zu  werden.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  weiß  bis  strohgelb 
oder  ockergelb  und  die  Zcichnimgen  sind  fast  immer  dunkel  umzogen  und  metallisch  ausgefüllt. 

Auf  der  Vflgl-Unterseite  finden  sich:  1.  ein  oder  zwei  Flecke  dicht  an  der  Wurzel,  die  Wurzel- 
flecke; 2.  ein  Fleck  im  ersten  Viertel  der  Mittelzelle,  welcher  sich  auch  in  das  Feld  12  hinein  verlängern 
kann,  den  Vrd  aber  nicht  erreicht,  der  Subbasalfleck;  3.  eine  Querbinde  vom  Vrde  über  die  Mitte 
der  Zelle  wenigstens  bis  zur  Wurzel  der  Rippe  2,  d  i  e  e  r  s  t  e  Q  u  e  r  b  i  l  d  e;  4.  eine  Querbinde  vom  Vrae 
quer  über  die  Schlußrippe  der  Mittelzelle,  diez  weite  Querbinde;  5.  ein  Querfleck  am  Vrde,  welcher 
gewöhnlich  sclK>n  an  der  Rippe  6  endet,  d  i  e  d  r  i  t  t  e  Q  u  e  r  b  i  n  d  e;  6.  eine  Querbinde  in  der  Mitte  zwischen 
der  Mittelzelle  und  der  Flügelspitzc,  welche  sich  mit  dem  Saume  fast  gleichlaufend,  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  4 
oder  noch  weiter  erstreckt,  d  i  e  v  i  e  r  t  e  Q  u  e  r  b  i  n  d  e  und  7.  zwei  mit  dem  Saume  gleichlaufende,  dunkle 
S  u  b  m  a  r  g  i  n  a  1  1  i  n  i  e  n  .  von  denen  die  innere  hie  und  da,  nie  aber  in  ihrer  ganzen  Länge,  doppelt  oder 
verdickt  sein  kam). 

Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  kommen  folgende  Zeichnungen  vor:  1.  sechs  oder  sieben  Wurzel- 
punkte, welche  entweder  getrennt  und  in  zwei  Querreihen  geordnet  sind  (erste  Reihe  in  1  a,  der  Mittelzelle 
und  8;  zweite  in  1  c,  der  Mittelzelle  und  7)  oder  zu  einer  breiten  Wurzelbinde  vereinigt  sind;  2.  ein  Längs- 
strich auf  der  Rippe  I  b  von  der  Wurzel  bis  zur  Mitte  der  Rippe;  3.  eine  Querbinde,  welche  eine  Fortsetzung 
der  ersten  Querbinde  der  Vflgl  bildet,  sich  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  2  in  fast  gerader  Linie  erstreckt  und  sich 
dann  in  scharfem  Winkel  gegen  die  Mitte  des  Irdes  umbiegt,  d  i  e  e  r  s  t  e  Q  u  e  r  b  i  n  d  e;  4.  eine  Querbinde, 
welche  am  Vrde  nahe  an  der  Spitze  anfängt  und  wenigstens  die  Rippe  4  erreicht,  d  i  e  z  w  e  i  t  e  Q  u  e  r  b  i  n  d  e; 
■5.  zwei  S  u  b  m  a  r  g  i  n  a  1  1  i  n  i  e  n  .  von  denen  die  innere  mehr  oder  weniger  verdickt  oder  unregelmäßig 
verdoppelt  sein  kaiui. 

Um  die  folgende  Artenübersicht  benutzen  zu  können,  muß  man  die  oben  gegebene  Beschreibung  der 
Zeichnung  genau  beachten. 


SPINDASIS.     Von  Dr.  C.  Aubivillius.  411 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  d  e  r  A  r  t  e  n. 
I.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  wenigstens  zum  großen  Teil  weiß,  mit  oder  ohne  Silberglanz. 

A.  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrdes  im  Felde  12  rotgelb  oder  gelb,  ohne  Wurzel-  und  8ubbasalflecke. 
Querbinden  beider  Flügel  getrennt.    Grundfarbe  der  Unterseite  stark  silberglänzend. 

a.  Beide  Flügel  oben  mit  violettblauem  Schiller;  Vflgl  mit  mehr  oder  weniger  entwickelten  gelben 

Zeichnungen.  s.  phanes. 

ß.  Beide  Flügel  oben  braun  ohne  blauen  Schiller:  Vflgl  ohne  gelbe  Zeichnungen.  S.  waggae. 

B.  Vflgl  unten  mit  Wurzel-  und  Subbasalf lecken,  welche  mehr  oder  weniger  zusammengeflossen  sind. 
Die  Querbinden  der  Unterseite  mehr  oder  weniger,  bisweilen  fast  netzförmig,  zusammengeflossen. 

a.  Grundfarbe  der  Unterseite  silberglänzend.    Vflgl  oben  mit  orangegelben  Flecken.      «S".  namaqua. 
ß.  Grundfarbe  der  Unterseite  weiß  ohne  Silberglanz.    Die  Flecke  der  Vflgl-Oberseite  wenigstens  zum 
Teil  rein  weiß.  s_  somalina. 

II.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  strohgelb  bis  ockergelb. 

A.  Die  vierte  Querbinde  der  Vflgl-Unterseite  ist  zusammenhängend,  gerade  oder  fast  gerade  und  endet 
frei  an  der  Rippe  4  oder  im  Felde  3.  Die  dritte  Quer  binde  der  Vflgi-Unterseite  ist  sehr  kurz  und  erreicht 
höchstens  die  Rippe  6;  die  zweite  erreicht  dagegen  wenigstens  die  Rippe  2,  gewöhnlich  auch  die  Rippe  1. 
a.  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  des  Vrdes  schwarzgrau  oder  schwärzlich. 

*.  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrdes  (im  Felde  12)  mit  einem  Wurzel-  und  gewöhnlich  auch 
einem  Subbasalpunkt;  der  letztere  mit  dem  Subbasalfleck  der  Mittelzelle  zu  einer  kleinen  Quer- 
binde vereinigt.  Die  gelben  Querbinden  der  Vflgl-Oberseite  gewöhnlich  deutlich,  beim  ^  frei; 
beim  $  sind  die  beiden  äußeren  nach  hinten  vereinigt  und  die  erste  weiß  oder  M'eißlich.  Saum- 
striche der  Hflgl-Oberseite  dick  und  deutlich.    Stirn  hellgelb  mit.  seh  warzer  Mittellinie. 

1.  Die  zweite  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  bis  zum  Vrde  gerade. 

a.  Die  innere  Submarginallinie  der  Vflgl-Unterseite  am  Vrde  deutlich  erweitert  wie  doppelt. 
Die  erste  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  2  fast  gerade;  die  Sub- 
marginallinien  deutlich,  rotbraun  und  fast  vollständig.  S.  natalensis. 

b.  Die  innere  Submarginallinie  der  Vflgl-Unterseite  am  Vrde  nicht  erweitert.  Die  erste  Quer- 
binde der  Hflgl-Unterseite  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  2  deutlich  wurzelwärts 
gebogen;  die  innere   Submarginallinie  schwefelgelblich,  die  äußere  unvollständig. 

»S^.  nyassae. 

2.  Die  zweite  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  am  Vrde  geknickt  oder  etwas  unterbrochen,  indem 
der  Fleck  in  7  näher  am  Saume  steht  als  der  in  6.  Submarginallinien  der  Vflgl-Unterseite 
einfach  und  fast  gerade.  Erste  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  schwach  gebogen.  Erster 
Querfleck  der  Vflgl-Oberseite  auch  beim  ^  weiß.  S.  victoriae. 

**.  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrdes  (im  Felde   12)  ohne  Flecke. 

§.  Der  schwarze  Wurzelstreif  im  Felde  1  b  der  Vflgl-Unterseite  erreicht  höchstens  die  Wurzel 
der  Rippe  2  oder  ist  undeutlich. 

o.  Die  Querbinden  der  Unterseite  hellgelb  oder  orangegelb  ausgefüllt,  schwarz  gesäumt. 
Die  Querzeichnungen  der  Vflgl-Oberseite  normal  entwickelt,  orangegelb.  Stirn  hellgelb 
mit  schwarzer  Mittellinie.  S.  inozambica. 

00.  Die  Querbinden  der  Unterseite  rostfarbig,  nur  auf  den  Vflgln  schwarz  gesäumt.    Sub- 
marginallinien auch  rostfarbig.    Stirn  mehr  oder  weniger  orangegelb.         8.  apelles. 
§§.  Der  schwarze  Wurzelstrich  im  Felde  1  b  der  Vflgl-Unterseite  ist  schmal  und  setzt  sich  bis 
über  die  Mitte  der  Rippe  2  hinaus  fort.    Querbinden  der  Vflgl  schwarz  silberweiß  ausgefüllt,  der 
Hflgl    rostgelb    ohne    schwarze    Begrenzung.  S.  avriko 

ß.  \i\g\  oben  an  der  Wurzel  des  Vrdes  (im  Felde  12)  orangegelb  und  mit  breiten  orangegelben  Quer- 
binden.   Hflgl  oben  mit  lebhaft  blauem  Schiller. 

*.  Zeichnungen  der  Unterseite  wenig  dunkler  als  der   Grund,  grau,   schwarz  gesäumt. 

S.  modesta. 
**.  Zeichnungen  der  Unterseite  rostgelb:  Querbinden  braun  gesäumt.    Beide  Querbinden  der  Hflgl- 
Unterseite  unregelmäßig   wie  in  Abteilungen  geteilt,  im  Felde  6  aneinander  stoßend. 

8.  Iiomeyeri. 

B.  Die  vierte  Querbinde  der  Vflgl-Unterseite  unregelmäßig,  bis  zur  Rippe  2  oder  1  au.sgedehht,  aber  bisweilen 
im  Feldes  unterbrochen.   Vflgl  unten  an  der  Wm-zel  des  Vrdes  mit  Wurzel  und  Subbasalfleck  im  Felde  12. 


412  SPINDASIS.    Von  Dr.  C.  AuRiviLLitTS. 

OL.  Die  dritte  Querbinde  der  Vflgl-Unterseite  ist  (wie  bei  allen  Alten  der  Abteilung  A  sehr  kurz  und 
erreicht  höchstens  die  Rippe  6:  die  zweite  endet  an  oder  etwas  hinter  der  Wurzel  der  Rippe  3  oder 
ist  von  einem  selbständigen  schief  gestellten  Fleck  im  Felde  2  begleitet. 

*.   Die  vierte   Querbindc  der  \'flgl-Unterseite  etwas  geschlängelt,  aber  bis  zur  Rippe  1  zusammen- 
hängend. 

1.  Die  gewöhnlichen  gelben  Querzeichnungen  der  Vflgl-Oberseite  groß  und  deutlich:  Unter- 
seite mit  strohgelber  Grundfarbe  und  schmalen  hellgelb  ausgefüllten  Querbinden :  die  vierte 
Queibitule  der  \'flgl-Unterseite  an  der  Rippe  4  dmcli  ihre  schwarze  Begrenzung  überbiückt. 

S.  ella. 

2.  Die  gelben  Zeichnungen  der  Vflgl-Oberseite  beim  o  schmal  und  wenig  deutlich;  Unterseite  niit 
gelber  Grundfarbe  und  breiten  rostgelb  ausgefüllten  Querbinden;  die  vierte  Querbinde  der 
Vflgl-Unterseite  ganz  ununterbrochen.  S.  tavetensis. 

**.  Die  vierte    Querbinde  der   \'flgl-Unterseite  sehr  unregelmäßig,   aus    2: — 3   Abteilungen,   welche 
völlig  getrennt    sind  oder  einander  nur  berühren,   bestehend. 

1.  Die  erste  Abteilung  der  vierten  Querbinde  der  Vflgl-Unterseite  geht  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  4, 
wo  sie  sich  im  scharfen  Winkel  gegen  den  Saum  umbiegt  und  die  innere  Submarginallinie 
erreicht,  nach  innen  und  hinten  stößt  sie  an  einem  gerundeten  Fleck  im  Felde  3  an  und  wird 
weiter  von  ähnlichen  Flecken  in  2  und  1  b  fortgesetzt.  S.  trimeni. 

2.  Die  er.ste  Abteilung  der  vierten  Querbinde  der  Vflgl-Unterseite  geht  vom  Vrde  nur  bis  zur 
Rippe  6;  die  zweite  Abteilung  steht  sehr  schief,  fängt  an  der  Rippe  6  dicht  innerhalb  der  ersten 
Abteilung  an  imd  bemhrt  an  der  Rippe  4  die  äußere  Submarginallinie;  die  dritte  Abteilung 
liegt  frei  und  schief  zwischen  den  Rippen  4  und  2  und  in  fast  gerader  Fortsetzung  der 
dritten  Querbinde,  zu  der  sie  auch  gerechnet   werden  konnte.  S.  ynenelas. 

ß.  Die  dritte  Querbinde  der  Vflgl-Unterseite  erreicht  die  Rippe  5.  ist  im  Felde  4  schmal  unterbrochen 
und  setzt  sich  dann  wemgstens  bis  zur  Rippe  2  fort.  Die  vierte  Querbinde  besteht  aus  zwei  getrennten 
Flecken,  einem  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  6  imd  einem  im  Felde  4.  Die  Querbinden  der  Hflgl-Unter- 
seite  in  der  Glitte  unterbrochen.  S.  iza. 

S.  crusfaria. 

Da  die  für  fast  alle  Arten  gemeinsame  Zeichnung  der  Oberseite  schon  oben  beschrieben  worden  ist 
und  die  Unterschiede  der  Unterseite  in  der  Artenübersicht  besprochen  sind,  halte  ich  es  für  unnötig,  die  Arten 
nochmals  ausführlich  zu  beschreiben  imd  füge  darum  nur  eiiiige  ergänzende  Bemerkungen  zu. 

phanes.  S.  phanes  Trim.  (69  d,  e).    Vflgl  unten  nur  am  Vrde  bis  zu  den  Rippen  5  oder  6  silberglänzend,  dann 

weiß  oder  gelblich  weiß ;  die  innere  Submarginallinie  beider  Flügel  verdickt  und  auf  den  Hflgln  an  den  Rippen 
2  und  ")  resjicktive  oft  mit  den  geschlängelten  Querbinden  vereinigt :  hiedurch  a\  ird  die  silberglänzende  Grundfarbe 
in  getrennte  Längsbinden  geteilt.  Das  $  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Querbinden  der  A'flgl-Oberseite  viel  breiter 
sind,  die  er.ste  ist  weißlich  und  die  beiden  anderen  in  den  Feldern  3 — 1  b  miteinander  vereinigt;  die  Hflgl,  welche 
beim  q  oben  einfarbig  und  blausehillernd  sind,  haben  beim  $  hinter  der  Mitte  zwei  helle,  bisweilen  ganz  orange- 
gelbe Quei-hinden,  welche  in  den  Feldern  2  und  3  zu  einer  vereinigt  sind.   Damaraland  bis  Transvaal  undNatal. 

waggae.  S.  waggae  E.  Sharpe  ist  mir  unbekannt ;  da  die  Beschreibung  nichts  über  die  Wurzel-  und  Subbasalflecke 

der  N'flgl  sagt,  ist  es  unsicher,  ob  die  Art  zu  Abteilung  I  A  oder  I  B  der  Uebersicht  gehört.  Die  Beschreibung 
lautet :  ,,Am  näctisten  bei  S.  namaqua  Trimen  hinsichtlich  der  Färbung  der  Unterseite,  sofort  durch  das  Fehlen 
der  blauen  Farbe  der  Ober.seite  zu  imter.sc beiden.  (^.  Vflgl  oben  einfarbig  braun,  etwas  bronzeglänzend  mit 
zwei  schwarzen  F'lecken,  dem  ersten  am  Ende  der  Zelle,  dem  anderen  näher  an  der  Wurzel.  Hflgl  den  V.flgln 
ähnlich,  aber  ohne  Bronzeglanz;  am  Analwinkel  i<t  ein  lebhaft  orangefarbener  Fleck,  welcher  bis  zur  Mitte 
des  Saumes  von  weißlichen  Submarginalstrichen  begleitet  wird.  Unterseite  mit  brauner  Grundfarbe  *)  und 
weißen  silberglänzenden,  .schwarz  gesäumten  Flecken,  welche  über  die  ganze  Fläche  verbreitet  sind  ohne  regel- 
mäßige Binden  oder  Reihen  zu  bilden  mit  Ausnahme  von  einer  Reihe  weißer  Submarginalpunkte;  der  orange- 
gelbe Analfleck  der  Hflgl  ist  von  einem  silbernen  Fleck  geteilt  und  hat  nahe  am  Irde  einen  schwarzen  Fleck. 
Das  $  ist  dem  ^  ähnlich,  aber  größer  und  oben  auf  beiden  Flügeln  bronzeglänzend:  der  orangegelbe  Analfleck 
ist  nicht  so  lebhaft  gefärbt."    Somali-Land. 

luimaqiia.  S.  namaqua   Trim.  (69  e).    cj.    Hflgl  oben   fast   ganz  und  die  A'flgl  am  Hrde  breit  dunkelblau;   die 

orangegelben  Querzeichnungen  der  Vflgl  klein  und  fi^i.  Beim  $  sind  beide  Flügel  oben  orangegelb  mit  schwarzen 
Rändern  und  einigen  schwarzen  Querliinden  oder  Flecken.    Kapland  und  Xamaqua-Land. 


*)  Es  ist  offenbar,  daß  Miss  SllATlPE  die  Zeichnimgoii  dor  l'nterseite  als  die  GrundfarlK'  und  die  Griindf;u"be  als 
Flecke  betrachtet. 


SPINDASIS.    Von  Dr.  C.  Aueivillius. 


413 


S.  somalina   Btlr.  (69  e).    Die  Flügel  oben    bei    beiden   Geschlechtern    in   gewöhnlicher  Ausdehnung   xomathm. 
lebhaft  dunkelblau  glänzend;  die  Flecke  der  Vflgl-Oberseite  beim   $  rein  weiß,  beim  J  wenigstens  teilweise 
weiß.    Die  Binden  der  Unterseite  tonfarbig  mit  bleiernen  Punkten,  geschlängelt  und  unter  sich  verbunden, 
so  daß  die  weiße  Grundfarbe  in  Flecke  geteilt  wird.    Somali-Land. 

S,  natalensis  Dbl.  u.  New.  (69  e).    Beim   ^    der  Hauptform  haben  die  Vflgl  oben  die  drei  gewöhnlichen    naialensis- 
orangegelben  Querflecke  und  unten  einen  deutlichen  Subbasalfleck  im  Felde  12,    Süd- Afrika  bis  zum  Damara- 
Lande,    den   Victoria-Fällen,    dem  Manica-Land  und   Querimba  in  Portugiesisch  Ost-Afrika.  —  ab.  obscura    obscura. 
ab.  nov.  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Spitzenhälfte  der  Vflgl  oben  fast  ganz  schwarz  ist,  nur  mit  Andeutung  eines 
rotgelben  Discalfleckes  im  Felde  4  und  daß  der  Subbasalfleck  im  Felde  12  der  Unterseite  fehlt  (der  Wurzelfleck 
ist  dagegen  vorhanden).    Natal. 

S.  nyassae  Bllr.  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  mitgeteilten  Kennzeichen  von  natalensis  ab    nyassae. 
und  dürfte  nur  eine  Ra=^se  derselben  sein.    Nyassa-Land. 

S.  victoriae  Btlr.       Auch  diese  Art    ist  mit  n'italensis  nahe  verwandt.    Die  Unterschiede   sind  oben   v'irtorme. 
in  der  Artenübersicht  angeführt.    Owambo-Land,  Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika. 

S.  mozartibica  Bertol.   (69e,  f)  ist  etwas  kleiner  als  natalensis  und  hat  einen  größeren  orangegelben    niozamhica. 
Analfleck  der  Hflgl-Oberseite;  die  Unterseite  i-;t  hellgelb  mit  hellgelb  oder  orangegelb  au.sgefüllten  Querbinden, 
welche  auf  den  Vf Igln  schwarz,  auf  den  Hf Igln  fein  schwarz  oder  rostbraun  gesäumt  sind ;  die  innere  Submarginal- 
linie  der  Hflgl-Unterseite  ist  lebhaft  orangegelb  und  nach  hinten  stark  erweitert.    Sierra-Leone  bis  Togo;  Süd- 
Afrika  bis  Owambo-Land  und  Nyassa-Land. 

S.  apeUes  Oberlh.  (69  f )   weicht  nur  durch  die   in  der  Uebersicht  angefülu-ten  Kennzeichen  von  mozam-    apcUex. 
hica  ab.    Die  Qaerbinden  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  sind  bald  nur  angedeutet  und  graulich,  bald  schmal  und 
orangegelb.    Deutsch  Ost-Afrika.  —  nairobiensis  E.  Sharpe  ist  eine  Rasse  oder  Zeitform,  welche  nur  durch  die    nairohien- 
breiten,   scharf  begrenzten  gelben    Querbinden  der  Vflgl-Oberseite  abweicht.     Britisch   Ost-Afrika,  Narrobi,  ***• 

Belgisch  Congo,  Nyassa-Land. 

S.  avriko  Karsch  (69  f)  ist  wahrscheinlich  nach  einem  weiblichen  Stück  beschrieben.  Die  Oberseite  avriko. 
ist  dunkelbraun  ohne  blauen  Schiller  und  mit  breiten  aber  schwärzlich  überzogenen  und  darum  undeutlichen 
gelben  Qaerbinden  der  Vflgl,  von  denen  die  beiden  äußeren  nach  hinten  vereinigt  sind;  Analfleck  der  Hflgl 
orangegelb  mit  zwei  schwarzen  silberweiß  gekernten  Punkten.  Die  Unterseite  i.st  der  von  mozambica  ähnlich 
und  nur  dadurch  abweichend,  daß  die  Wurzelpunkte  der  Hflgl  größer  und  rotgelb  gekernt  sind  und  daß  die 
.schwarze  Linie  im  Felde  1  b  der  Vflgl  so  stark  verlängert  ist.    Togo. 


S.  modesta   Trim.  ist  mir  inibckannt,  scheint  aber  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  erwähnten  Kenn- 
zeichen von  der  folgenden  Art  abzuweichen.    Owambo-Land. 


modesta. 


S.  homeyeri  Deiv.  (69  f)  ist  die  am  lebhaftesten  gefärbte  Art  der  Gattung  und  sofort  an  der  rotgelb  homcyeri. 
gefärbten  Wurzel  des  Vrdes  der  Vflgl  kenntlich.  Querbinden  der  Vflgl-Oberseite  breit,  .scharf  hervortretend, 
lebhaft  orangegelb ;  der  blaue  Schiller  der  Oberseite  sehr  lebhaft ;  Zeichnungen  der  Unterseite  fast  gänzlich  rot- 
gelb. Stirn  heller  oder  dunkler  gelb  ohne  schwarze  Mittellinie.  Südliches  Congo-Gebiet,  Angola,  Owambo-Land, 
Rhodesia,  Manica-Land,  Nyassa-Land,  Deutsch  Ost-Afrika.  —  kallimon  Harn.  Drc.  weicht  nur  durch  dunklere,  loJ/hnnn. 
vollständig  rostbraun  ausgefüllte  Zeichnungen  der  Unterseite  ab  und  ist  sicher  nur  eine  Zeitform  von  homeyeri. 
Rhodesia. 

S.  ella  Hew.  (69  f,  g).    Zu  der  ausfülu"lichen  Beschreibung  in  der  Uebersicht  ist  nur  hinzuzufügen,  daß    ella. 
die  Flügel  oben  wie  bei  mozimhica  blau  schillernd  sind,  daß  aber  der  orangegelbe  Analfleck  der  Hflgl-Oberseite 
fehlt.     Kapland  bis  Deutsch   Oit- Afrika. 

S.  tavetensis  Lathy  (69  g)    weicht  nur  durch  die  in  der  Artenübersicht  erwähnten  Kennzeichen  von    tavetensis. 
ella  ab  und  dürfte  eine  Rasse  derselben  sein.    Britisch  Ost-Afrika  bei  Taveta. 

S.  trimeni  Neave  (69  g).  Diese  .Art  wird  von  Neave  mit  »S'.  natalensis  und  victoriae  verglichen  und  ist  irimeni. 
auch  oben  der  letztgenannten  Art  sehr  ähnlich.  Wenn  man  aber  die  Unterseite  in  Betracht  zieht,  gehört  trimeni 
meiner  Ansicht  nach  in  die  Nähe  von  ella  und  weicht  nur  durch  die  oben  hervorgehobenen  Kennzeichen  von 
ihr  ab.  Die  erste  Querbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  weiß  und  von  einem  großen  solchen  Fleck  im  Felde  1  b 
begleitet;  die  Querbinden  der  Hflgl-Unter.seite  sind  unregelmäßig,  in  Abteilungen  geteilt,  die  zweite  endet 
frei.    Rhodesia. 

S,  menelas  Harn.  Druce  (69  g)    ist   nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt  und  weicht  sowohl  durch   menelas. 
die  Färbung  der  Oberseite  wie  auch  durch  die  ganz  uru-egelmäßige  Anordnung  der  Zeichnungen  der  Unterseite 
von  allen  schon  erwähnten  Arten  ab.  Beide  Flügel  oben  schwarz  mit  großem  orangegelbem  Mittelflecke,  welches 
auf  den  Vflgln  zwischen  dem  Hrde  und  der  Rippe  6  liegt  und  5  schwarze  Flecke  (in  2^ — 5  und  der  Mittelzelle) 


414 


SPIXDASIS.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 


crustaria  ■ 


einschließt  und  auf  den  Hflgln  die  Wurzel  der  Felder  2 — 5  und  die  Spitze  der  Mittelzelle  bedeckt  und  am  Vrde 
zwei  tiefe  Einschnitte  der  schwarzen  Grundfarbe  hat.  Die  zweite  Querbinde  der  Vflgl-Unterseite  ist  kurz  und 
endet  an  der  Wurzel  der  Rippe  3  von  den  übrigen  Zeichnungen  völlig  getrennt.  Die  er.ste  sehr  unregelmäßige  Quer- 
binde der  Hflgl  ist  in  den  Feldern  3  und  4  unterbrochen,  die  Oeffnung  wird  aber  von  der  zweiten  im  Felde  6 
unterbrochenen  Querbinde  geschlossen;  die  innere  Submarginallinie  der  Hflgl  ist  stark  erweitert  und  silberweiß 
au.sgefüllt.    Nigeria. 

S.  iza  Heiv.  (69  g)  weicht  von  allen  übrigen  Aiten  durch  die  oben  beschriebene  Zeichnung  der  Unter- 
seite ab.  Hevvitsox  beschrieb  die  Art  nach  einem  $  (angeblich  (^)  und  sagt  von  der  Oberseite  „braun  mit 
dunklen  Flecken".    Die  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  rostbraun.    Gabun. 

S.  crustaria  Holl.  (69h)  wurde  nach  einem  ^  beschrieben:  ..Flügel  oben  morphoblau;  \'rd  und  Spitzen- 
drittel der  \'flgl  sowie  die  Analgegend  der  Hflgl  schwarz."  Die  Zeichnung  der  Unterseite  scheint  mit  denen 
von  iza  übereinzustimmen  und  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  die  Flecke  rötlich  grau  gesäumt  sind.  Ist  wahr- 
scheinlich lun-  eine  Rasse  von  iza.  Ein  mir  vorliegendes  $  stimmt  oben  ganz  mit  der  Beschreibung  von  iza.  hat 
aber  die  silbernen  Zeichnungen  der  Unterseite  breit  schwarz  gesäumt;  die  Hflgl  haben  unten  3  schwarze  Sub- 
marginallinien.    Ogowe  und  Congo-Gebiet. 


Zweite  Artengruppe 

Obwohl  die  Zeichnungen  der  Unterseite  hauptsächlich  wie  in  der  ersten  Gruppe  angeordnet  sind,  ist 
es  für  alle  Arten  der  zweiten  Gruppe  eigentümlich,  daß  dieselben  den  Vrd  der  Vflgl  nie  völlig  erreichen.  Bei  den 
letzten  Arten  hat  die  Oberseite  eine  vom  normalen  Spiiulasis-Typui^  ganz  abweichende  Färbung. 


Uebersicht  der  Arten. 

A.  Vflgl  oben  mit  einer  deutlichen,  geraden,  schwarzen,  vom  Saume  durch  die  hellere  Grundfarbe  getrennten 
Submarginalbinde.  Beide  Flügel  unten  mit  drei  Submarginallinien,  von  denen  die  äußerste  bisweilen  in 
Punkte  aufgelöst  ist  und  die  beiden  inneren  zu  einer  Binde  vereinigt  sein  können. 

a.  Grundfarbe  der  Oberseite  hell  orangegelb  oder  ockergelb  mit  reduzierten,  auf  den  Vflgln  schwarzbraunen, 
auf    den    Hflgln    gelbbraunen    Querzeichnungen.  <S'.  beUairix. 

fi.  Flügel  oben  mit  weißgelber  oder  weißlicher  Grundfarbe,  welche  jedoch  durch  die  breiten  und  kräftig 
entwickelten  schwarzen  Querbinden  oder  Querflecken  zum  großen  Teil  verdrängt  wird  und  oft  nur  in 
der  Mitte  und  am  Vrde  der  Vflgl  mehr  ausgedehnt  ist. 

*.  Die  zweite   Querbinde  der  Vflgl-Unterseite  ist  nicht  gerade  und  mehr  oder  weniger  unterbrochen. 

S.  nilus. 

S.  kaduglii. 

**.  Die  zweite  Querbinde  ist  gerade,  zusammenhängend  und  erreicht  die  Rippe  1.  S.  suhaurea. 

ß.  Vflgl  oben  wenigstens  am  Vrde,  an  der  Spitze  und  am  Saume  schwarz,  ohne  besondere  Saumbinde;  sonst 
violettblau  oder  orangegclb  oder  nur  mit  orangegelbem  Hrdfleck.  Hflgl  oben  zum  größten  Teil  orangegelb 
oder  violettblau.  Vflgl  unten  vor  dem  Saume  mit  zwei  Querreihen  von  je  6 — 7  Punkten,  von  denen  die 
inneren  deutlich  und  mit  Silber  ausgefüllt  sind,  die  äußeren  aber  undeutlich  sind  oder  ganz  fehlen. 

a.  Hflgl  unten  mit  dunkler  graubrauner,  am  Saume  rostbrauner  Grundfarbe.  Flügel  oben  ausgedehnt 
violettblau  (q)  oder  orangegelb  ($). 

1.  $  Hflgl  oben  am  Vrde  breit  schwarz.  S.  aderna. 

2.  $  Hflgl  am  Vrde  nicht  breit  schwarz.  S.  hxura. 

ß.  Beide  Flügel  unten  hell  weißgelb  mit  scharf  hervortretenden  rostfarbigen  Zeichnungen.  Vflgl  oben 
schwarz  mit  orangegelbem  Hrdfleck,  welcher  bisweilen  beim  ^  sehr  klein  ist.  S.  leoniym. 

bellalrij-.  S.  bellatrix  Btlr.  ist  wahrscheinlich  nur  eine  südliche  Rasse  der  palaearktischen  Art  S.  acamas  Klug. 

(Bd.  1,  S.  279,  Taf.  75  i).  Flügel  oben  hell  ockergelb  längs  dem  Vrde  der  Vflgl  bis  zur  Mediana  heller  und  am 
Analwinkel  der  Hflgl  weißlich;  Vflgl  mit  einer  Querbinde  am  Ende  der  Mittelzelle  bis  zur  Rippe  2,  einem  Quer- 
fleck hinter  der  Zelle,  welcher  die  Rippe  4  erreicht  und  einem  dritten  Fleck,  welcher  die  Rippe  6  erreicht;  dazu 
konitnt  eine  fast  in  Flecke  aufgelö.ste  Submarginalbinde,  welche  hinten  an  der  Rippe  2  endet:  diese  Zeichnungen 
sind  matt  bräunlich.  Saum  neb.st  den  Fransen  schmal  schwärzlich;  Hflgl  oben  ohne  andere  Zeichnungen  als 
die  matt  durchscheinenden  Querbinden  der  Unterseite;  Analgegend  weißlich.  Unterseite  matt  weiß  mit  hell 
gelblich  ausgefüllten  (^uerbinden :  der  Raum  zwischen  den  beiden  inneren  Submarginallinien  ist  auch  gelb 
ausgefüllt,  wodurcli  eine  deutliche  Submarginalbinde  entsteht;  die  äußerste  Submarginallinie  in  Punkte  auf- 
Nubien  bei  Suakin  und  im  Somali-Land. 


SPINDASIS.    Von  Dr.  C.  Atieivillius. 


415 


S.  nilus  Hew.  ist  mir  nur  durch  die  Abbildung  des  weiblichen  Typexemplares  bekannt.  Flügel  oben  n'üus. 
an  den  Rändern  .schwärzlich,  sonst  dunkelgrau  bis  gelblich  weißgrau  mit  dicken  schwärzlichen  Querbinden; 
Vflgl  mit  einem  Querfleck  an  der  Mitte  der  Zelle,  einer  Querbinde  an  der  Spitze  der  Zelle,  einer  zwischen  dem 
Vrde  und  der  Rippe  4  und  einer  breiten  etwas  gebogenen  Submarginalbinde,  welche  sich  im  Felde  1  b  mit  der 
zweiten  Querbinde  vereinigt;  zwischen  diesen  Binden  ist  die  Grundfarbe  am  hellsten,  gelblich  weißgrau,  aber 
durch  die  dritte  Querbinde  geteilt;  auf  den  dunkleren  Hflgln  drei  schwärzliche  Querbinden,  eine  vom  Vrde 
über  die  Spitze  der  Zelle  bis  zum  Analwiiikel,  eine  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  4  und  eine  vollständige  gebogene 
Submarginalbinde.  Unterseite  weißgrau  am  Saume  etwas  dunkler  mit  schwarz  umzogenen  Querbinden,  welche 
nicht  oder  nur  wenig  dunkler  als  die  Grundfarbe  sind:  die  beiden  inneren  Submarginallinien  treten  darum 
als  Linien  auf:  Hflgl  mit  rotem  Fleck  am  Ende  der  Rippe  1  b.    Am  weißen  Nil  und  (?)  in  Nigeria. 

S.  kaduglii  Beth.  Baker  wird  als  mit  S.  victoriae  nahe  verwandt  angeführt.  Aus  der  Beschreibung  geht  kaduglii. 
aber  sicher  hervor,  daß  diese  Art  entweder  mit  S.  nilus  Hew.  zusammenfällt  oder  nur  eine  Rasse  derselben  ist. 
Die  Beschreibung  lautet:  ..q.  Kopf  und  Halskragen  sehr  hell  rehfarbig:  beide  Flügel  verblichen  strohfarbig, 
durch  schwärzliche  Zeichnungen  sehr  verdunkelt:  N'flgl  mit  der  Wurzel  hell  bräunlich,  in  eine  dunklere  Quer- 
binde endend;  Vrd  breit  hell  bräunlich;  postmedianes  Band  breit,  an  der  Rippe  4  nach  außen  winkelig  ge- 
brochen, bis  hinter  der  Rippe  2  fortgesetzt  und  an  der  Rippe  2  mit  der  breiten,  dunklen  Submarginalbinde, 
welche  vom  Vrde  gegen  den  Hinterwinkel  allmählich  breiter  wird,  vereinigt :  das  subco.stale  Dreieck  von  Flecken 
berührt  auch  die  Submarginalbinde;  zwischen  dieser  und  der  Saumbinde  finden  sich  Spuren  einer  hellen  Linie. 
Hflgl  fast  völlig  verdunkelt;  der  kurze,  breite  Subapicalfleck  und  der  breite  submarginale  Streifen  sind  die 
einzigen  deutlichen  Zeichnungen."  Die  übrige  Beschreibung  paßt  völlig  sowohl  auf  S.  nilus  wie  auf  S.  subaurea. 
Kordofan. 

S.  subaurea  Smith  (69  g)  ist  oben  der  vorigen  Art  ähnlich  aber  mit  hellerer,  weißlicher  Grundfarbe  in  subaurea. 
der  Mitte  und  zwischen  der  Saumbinde  und  der  Submarginalbinde  deutlich  hellgelb  aufgehellt.  Unterseite 
mit  gelblich  weißer,  sahnefarbiger  Grundfarbe  und  am  Saume  bis  zur  innersten  Submarginallinie  hell  braungelb 
verdunkelt ;  die  Zeichnungen  sind  schwarz  oder  rostgelb  umzogen  und  nicht  oder  wenig  dunkler  als  die  Grund- 
farbe und  mit  silber-  oder  bleiglänzenden  Flecken  geziert ;  auf  den  Vf Igln  vereinigt  sich  die  zweite  Querbinde  im 
Felde  1  b  mit  der  ersten  (und  zweiten)  Submarginallinie ;  die  dritte  Querbinde  besteht  nur  aus  einem  kleinen  Fleck 
in  8,  die  vierte  aber  aus  drei  Flecken  in  6 — 4,  von  denen  jedoch  der  in  5  viel  näher  an  der  Wurzel  als  der  in  6 
steht;  man  könnte  darum  die  Flecke  in  5  und  4  fast  ebensowohl  als  zur  dritten  Querbinde  gehörend  rechnen. 
Die  erste  Querbinde  der  Hflgl  ist  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  1  b  fast  gerade,  die  zweite  endet  an  der 
Rippe  4;  die  Rippe  1  b  ist  bisweilen  an  ihrer  Spitze  orangegelb.     Nigeria   bei  Lokoja  und  in  Nord-Kamerun. 

S.  lutosa  Plötz  ist  nach  einem  so  schlecht  erhaltenen  Stück  beschrieben,  daß  ich  die  Art,  als  ich  vor  hifosa. 
vielen  Jahren  den  Tj-pus  sah,  nicht  sicher  deuten  oder  beschreiben  konnte.  Die  Originalbeschreibung  lautet: 
,,Die  Oberseite  ist  braun,  gegen  den  Saum  der  Hflgl  mit  blauem  Anflug,  die  Unterseite  ist  hellbraun  mit  einigen 
dunkler  braunen  weißlich  gekernten  Querflecken  und  einem  schmutzig  weißen,  fast  dreieckigen  Fleck,  dessen 
breiteste  Basis  sich  in  Zelle  1  befindet,  hinter  der  Mitte  der  Vflgl.  Die  beiden  Schwänze  der  Hflgl  sind  feiu 
und  kurz.  Vflgl  14  mm."  Aschanti,  bei  Aburi.  Die  Art  kann  nur  durch  eine  neue  Untersuchung  des  Typ- 
exemplares gedeutet  werden. 

S.  aderna  Plötz  (q  =  fallax  E.  Sharpe;  $  =  latifimbriata  E.  Sharpe)  (70  a).  Flügel  unten  mit  brauner  udema. 
besonders  auf  den  Hflgln  grau  schillernder  Grundfarbe,  welche  am  Hrde  der  Vflgl  breit  gelblich  aufgehellt  ist ; 
die  Zeichnung  besteht  aus  silbernen  Strichen  oder  Punkten,  welche  gewöhnlich  fein  schwarz  und  dann  breiter 
rotbraun  oder  rostbraun  begrenzt  sind;  Vflgl  mit  zwei  solchen  Strichen  in  der  Mittelzelle,  einem  am  Ende  der- 
selben, einem  Wurzelpunkt  in  1  b,  einem  discalen  fast  geraden  Querstrich  zwischen  den  Rippen  1  und  4,  einem 
etwas  mehr  saumwärts  stehenden  Querstrich  zwischen  4  und  6  und  je  einem  Punkt  in  6,  8  und  9:  ziemlich  weit 
vor  dem  Saume  eine  Querreihe  von  7  silbernen  nur  nach  außen  schwarzen  Punkten  in  den  Feldern  1  b — 6;  die 
Hflgl  mit  zwei  Punkten  in  der  Mittelzelle  und  je  einem  in  1  a,  1  c,  7  und  8,  einem  Querstrich  am  Ende  der  Zelle, 
einer  nur  an  der  Rippe  7  unterbrochenen,  sonst  fast  zusammenhängenden,  im  Felde  1  c  aber  rechtwinkelig 
gegen  den  Ird  umgebogenen  Discalbinde  und  einer  ähnlichen,  aber  ganz  zusammenhängenden  und  .schon  an 
der  Rippe  2  umgebogenen  Submarginalbinde;  diese  hat  zwi.schen  den  Rippen  2  und  7  gewöhnlich  keine  silberne 
Schuppen  und  ist  darum  dort  einfarbig  rostbraun ;  Anallappen  mehr  oder  weniger  schwarz,  ein  silberner  Saum- 
fleck in  1  c.  Oben  sind  die  Geschlechter  ganz  verschieden;  beim  ^  sind  die  Flügel  lebhaft  violettblau,  die  Vflgl 
an  der  Spitze  breit,  am  Saume  und  Vrde  schmal  schwarz,  die  Hflgl  ringsum  schwarz  mit  großem  orangegelbem 
Analfeld;  beim  $  haben  die  Vflgl  einen  großen  orangegelben  Hrdfleck,  welcher  wenigstens  die  Rippe  ö  erreicht; 
die  Hflgl  orangegelb,  nur  am  Vrde  breit  schwarz  und  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie.  Sierra-Leone  bis  zum 
Congo-Gebiet  und  Kavirondo  in  Uganda.  —  spindasoides  Auriv.  Durch  einen  bedauerlichen  Beobachtungs-  spindasoi- 
f elller  wurde  ich  verleitet,  diese  Form  als  einen  Aphnaeiis  zu  beschreiben;  bei  genauer  Untersuchung  finde  ich  '^**- 

nämlich,  daß  die  Vflgl  nur  11  Rippen  haben,  indem  die  Rippe  8  fehlt  und  die  Rippe  7  wie  bei  allen  Spindasis- 
Arten  in  die  Flügelspitze  mündet.    Die  Form  ist  tatsächlich  so  nahe  mit  »S.  aderna  verwandt,  daß  ich  sie  nun- 


416 


CHL0R0SELA8.    Von  Dr.  C.  ArRmLLitrs. 


'  mehr  nur  als  die  östliche  Rasse  derselben  ansehen  kann.  Das  o  weicht  vom  q  der  S.  aderna  dadurch  ab,  daß 
die  Analgegend  der  Hflgl-Oberseite  dunkel  umbrabraun  (nicht  orangegelb)  ist.  Das  $  ist  mir  unbekannt. 
,, Deutsch  Ost-.Afrika":  Kigonsera. 

loxiira.  S.  loxura  Rebel  ist  mir  unbekannt  und  nach  einem  einzelnen  2  aus  der  Rutschurii-Ebene  in  Zentral- 

-Vfrika  be.><chricben.  A'flgl  schwarz  mit  einem  sehr  großen  bis  zur  Rippe  4  reichenden  rotgelben  Hrdfleck,  der 
die  Flügelwurzel  breit  si-hwarz  läßt  und  auch  am  Hinterwinkel  noch  durch  einen  schwarzen  Rand  vom  Saume 
getrennt  bleibt.  Hflgl  rotgelb  mit  feinem  schwarzen  Saum  und  schwärzlichem  Anallappen,  der  ein  5  mm  langes, 
grobbeschupptes,  braunes  Schwänzchen  mit  schwarzer  Mittellinie  trägt;  auf  Rippe  2  ein  viel  feineres  kurzes 
Schwänzchen.  Die  Unterseite  gleicht  sein-  jener  von  <S'.  aderna  ist  aber  dunkler  und  viel  schärfer  gezeichnet, 
namentlich  tritt  der  äußere  braune  Querstreifen  der  Hflgl  sehr  scharf  hervor.  Die  Vflgl  haben  eine  schärfere 
Spitze  und  einen  stärker  ausgebogenen  Saum  als  bei  S.  aderna,  bei  welcher  letzteren  die  Hflgl  auch  am  Vrde 
breit  .schwarz  gesäumt  sind.    Vflgllänge  14  mm. 

S.  leonina  weicht  durch  die  eigentümlich  gezeichnete  Unterseite  vcn  allen  anderen  .\iten  ab.  Die 
Grundfarbe  der  Unterseite  ist  sehr  blaß,  hellgelb  mit  scharf  begrenzten  rotbraunen  oder  rostbraunen  Mittel- 
feldern und  oft  auch  mit  solchen  Saumbinden  oder  solchen  Flecken  am  Saume;  die  silbernen,  schwarz  umzogenen 
Flecke  fehlen  ganz  oder  fast  ganz  in  der  hellen  Grundfarbe  und  treten  nur  in  den  rotbraunen  Feldern  deutlich 
auf ;  die  Wurzel  beider  Flügel  ist  stets  von  der  hellen  Grundfarbe  bedeckt.  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  größeren 
oder  kleineren  orangegelben  Hrdfleck.  Hflgl  oben  orangegelb  an  der  V\'urzel  mehr  oder  weniger  schwarz.  — 
leonina.  leotiina  E.  Sharpe  (70  a).  Beide  Flügel  iinten  mit  zusammenhängender,  etwa  2  mm  breiter  orangegelber  bis 
roti)rauner  Saumbinde.  q.  Hrdfleck  der  X'flgl-Oberseite  sehr  klein  oder  strichförmig.  i.  Der  Hrdfleck  der 
paradoxa.  Vflgl  liegt  hinter  der  Mitte  und  erreicht  die  Rippe  4  oder  5.  Sierra-Leone  und  Togo.  —  paradoxa  Schullze. 
Die  orangerote  Saumbinde  der  Unterseite  ist  auf  den  Vflgl n  nur  in  den  Feldern  1  b — 3  wohl  entwickelt,  sonst 
fehlend  oder  nur  durch  kleine  Flecke  angedeutet  und  fehlt  auf  den  Hflgln  an  der  Mitte  des  Saumes  völlig;  das 
Idtbraune  Mittelfeld  der  X'flgl  dehnt  sich  von  der  Rippe  2  bis  zum  \'rde  aus  und  bedeckt  die  Spitze  der  Zelle 
und  die  Wurzel  der  Felder  2 — 6,  8  und  9:  das  rotbraune  Mittelfeld  der  Hflgl  geht  vom  Vrd  bis  zum  Irde,  eine 
breite  Querbinde,  welche  am  Irde  .stark  verbreitet  ist,  bildend,  ^'flgl  des  o  oben  wie  bei  der  Hauptform.  Xord- 
bitje.  west-Kamerun.  —  bitje  //.  Bruce  weicht  von  den  beiden  schon  beschriebenen  Rassen  dadurch  ab.  daß  die 
dunklen  Saumbinden  der  Unterseite  völlig  fehlen.  Vflgl  oben  beim  q  mit  großem  orangegelben  Hi-dfleck, 
welcher  die  Mittelzelle  erreicht.    Kamerun  bei  Bitje  am  Ja-Fluß 


14.  Gattung :  Cliloru$!»elas  Btlr. 

Chloroselas  kommt  der  Gattung  Spindasis  äußer.st  nahe  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  der  erste 
Subcostalast  der  Vflgl  (=  die  Rippe  11)  sich  bald  nach  seinem  Ursprünge  mit  der  Costaiis  vereinigt.  Er  kann 
dadurch  leicht  übersehen  werden.    Die  Augen  sind  nackt. 

Flügel  oben  beim  2  schwarzbraun  bis  kupferbraun  mit  einem  orangegelben  Fleck  am  Analwinkel  der 
Hflgl,  beim  ^  mit  blau  schillerndem  Hrdfleck  der  Vflgl  und  dem  größten  Teil  der  Hflgl  blau ;  Vflgl  außerdem 
beim  (J  am  Ende  der  Mittelzelle  mit  einem  schwarzen  Mehlfleck  oder  Querbinde.  Der  orangegelbe  Analfleck 
der  Hflgl  wie  beim   i.    Unterseite  graugelb  bis  rötlich  mit  schwarzen,  metallisch  gekernten  Flecken. 

Die  kleinen  Arten  sind  wenig  bekannt  und  bisher  nur  in  Süd-  und  Ost-Afrika  angetroffen  worden. 
Die  Unterschiede  zwischen  den  .\rten  sind  noch  ziemlich  unsicher  und  werden  noch  dadurch  zweifelhaft,  daß 
die  von  Butler  und  Trimen  gelieferten  Figuren  nicht  mit  den  Beschreibungen  übereinstimmen. 


11, 


Uebersicht  der  Arten 

Hflgl  nur  mit   einem  kurzen  Schwänzchen  (an  der  Rippe    1  b). 
Hflgl   mit  zwei  kurzen  Schwänzchen,  einem  an    I  b  und  einem  an 


Oh.  tamaniha. 
Ch.  pseudozeritis. 


tamaniha.  Ch.  tamatiiba   117^.     Die  kurze  Beschreibung  dieser  Art   lautet:   ,, Bronzebraun;    Vflgl  bei  gewisser 

Beleuchtung  blau  an  der  Wurzel  und  in  der  hinteren  Hälfte;  Hflgl  blau  mit  einer  schmalen  braunen  Saum- 
binde: ein  orangegelber  Fleck,  welcher  an  das  Schwänzchen  stößt  und  sich  in  diesem  ausdehnt,  ist  nach  außen 
glänzend  stahlblau  begrenzt;  Unterseite  rötlich  grau  mit  glänzenden  metallischen  Flecken  und  einer  schmalen 
Submarginalbinde  von  derselben  Farbe;  einige  der  Flecke  saumwärts  tief  schwarz  begrenzt  oder  von  tief 
schwarzen  Flecken  begleitet;  einige  schwarze  Flecke  zwischen  der  Submarginalbinde  und  dem  Saume;  Fransen 

esmeralda.  hell  grau  an  der  Wurzel  schwarz".  Hör  Tan  aniba.  —  esmeralda  Btlr.  (69  g)  wurde  weit  später,  1886,  nach  Stücken 
aus  dem  Somali-Lande  mit  folgenden  Worten  beschrieben:  ,, Vflgl  oben  mit  der  Hrdhälfte  bis  zur  Wurzel,  aber 
mit  Ausnahme  des  Vrdes  glänzend  smaragdgiün,  bei  gewisser  Beleuchtung  purpurglänzend  und  bei  anderer 
grau  rötlich  schillernd;  die  Wurzelhälfte  des  Vrdes  stets  von  dieser  Färbung;  Spitzenhälfte  rauchbraun;  ein 


Ausgegeben  2J.ni.i92J.  ZERITIS.    Von  Dr.  C.  AüRIVTLLITjS.  417 

schwarzer  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle"  (in  der  Figur  sind  die  Vflgl  oben  schwärzlich  mit  einem  dreieckigen 
grünlich-blauen  Hrdfleck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  1  a — 3  bedeckt  nicht  aber  in  die  Zelle  hineindringt). 
„Hflgl  glänzend  grün  mit  dem  Vrde  breit  rauchbraun  und  dem  Irde  hell  bronzebraun;  Anallappen  goldorange, 
an  jeder  Seite  schwarz  und  silberweiß  gefleckt.  Körper  oben  schwarzblau;  Kopf  weißlich;  Palpen  weiß;  Fühler 
und  Hinterleib  weiß  geringelt;  Fühlerkeule  mit  orangegelber  Spitze.  Flügel  unten  hell  lehmgelb,  überall  mit 
schwarzen  silberweiß  gekernten  Flecken  geziert;  Vflgl  am  Hrde  weißlich;  ein  Silberfleck  nahe  an  der  Wurzel 
des  Vrdes,  etwa  6  solche  Flecke  in  der  Mittelzelle,  eine  unregelmäßige  Querreihe  solcher  Flecke  hinter  der  Zelle 
und  noch  zwei  solche  Querreihen  vor  dem  Saume;  Fransen  weiß;  Hflgl  mit  4  oder  5  Wurzelpunkten,  einer 
Querreihe  von  4  Flecken  mit  feinen  schwarzen  Strichen  im  ersten  Drittel  und  einer  discalen  Querreihe  silberner 
Flecke,  welche  mit  6  schwarzen  Punkten  gemischt  sind;  die  submarginalen  Reihen  wie  auf  den  Vflgln.  Anal- 
lappen wie  oben;  Körper  unten  weiß.  Flügelspannung  21- — 22  mm."  Als  Unterschied  von  tamaniba  hebt  Butler 
in  einer  späteren  Arbeit  besonders  die  geringere  Größe  hervor.  Wenn  man  aber  weiß,  wie  die  Größe  in  solchen 
Ländern  wie  das  Somali-Land  von  den  Witterungsverhältnissen  während  der  Entwicklung  abhängig  ist,  scheint 
mir  dieser  Umstand  an  und  für  sich  nicht  entscheidend  zu  sein  und  ich  halte  es  immerhin  für  wahrscheinlich, 
daß  esmeralda  nur  eine  Zwergform  von  tamaniba  ist.    Somali-Land. 

Ch.  pseudozeritis  Trim.  (70  a)  wurde  im  östlichen  Kaplande  im  Bathurst-Distrikt  von  Miss  Fanny  Bowker  pseudoze- 
entdeckt  und  erhielt  seinen  Artnamen  davon,  daß  die  Zeichnung  der  Unterseite  sehr  nahe  mit  derjenigen  von  '"'''*• 

Phasis  (,,ZerUis"  Trim.)  übei-einstimmt.  Beim  ^J  sind  die  Flügel  oben  schwarzbraun  und  blau;  auf  den  Vflgln 
bildet  die  blaue  Farbe  einen  Hrdfleck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  1  a  imd  1  b  bedeckt,  nm*  Mcnig  die  Mitte 
des  Hrdes  und  die  Rippe  2  überschreitet  und  kaum  in  die  Zelle  hineindi-ingt .  Hflgl  oben  lebhaft  blau,  am  Vrde 
breit  (bis  zur  Rippe  6),  am  Irde  und  am  Saume  schmal  schwarz;  am  Analwinkel  mit  einem  orangegelben  Fleck, 
welcher  zwei  schwarze  Saumpunkte  einschließt  und  nach  innen  mit  einigen  bronzefarbigen  Schuppen  geziert 
ist.  Die  Unterseite  ist  matt,  hell  graugelb  mit  dunklen,  eckigen,  metallisch  gekernten  Flecken.  Flglfransen 
einfarbig,  weißlich.  $  oben  braun.  Kapland,  Natal,  Tran.svaal.  —  azurea  Btlr.  scheint  dadurch  abzu-  azurea. 
weichen,  daß  beim  (J  der  blaue  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  fast  bis  zum  Saume  reicht,  ohne  jedoch  in 
das  Feld  2  und  die  Zelle  einzuch-ingen.  Das  $  weicht  vom  (J  dadurch  ab,  daß  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  fehlt; 
die  Flügel  sind  darum  oben  einfarbig  dunkel  kupferbraun  mit  orangegelbem  Analfleck  der  Hflgl.  British  Ost- 
Afrika. 

15.  Gattung:  Zeritis  (Bsd.)  Auriv. 

Der  Name  Zeritis  wmde  zuerst  von  dem  bekannten  französischen  Lepidopterologen  Boisdua'al  1836 
im  ersten  Bande  seiner  ,,Species  Generales  des  Lepidopteres"  angewendet.  Er  lieferte  jedoch  keine  Beschrei- 
bung der  Gattung,  bildete  aber  eine  Ait  {neriene)  als  die  typische  ab  und  fügte  auch  eine  Abbildung  des  Geäders 
bei.  Diese  Figur-  konnte  demnach,  wenn  man  nicht  allzu  streng  ist,  als  Charakterisierung  der  Gattung  gelten. 
Das  mißliche  ist  aber  nun,  daß  das  Geäder  falsch  gezeichnet  ist  und  demnach  nicht  auf  die  Gattung  paßt. 
Dazu  kommt  noch,  daß  auch  die  Figur  von  neriene  unrichtig  ist,  indem  die  beiden  Schwänzchen  der  Hflgl, 
welche  für  die  Gattung  auszeichnend  sind,  völlig  fehlen.  Die  Figm-  ist  wahrscheinlich  nach  einem  beschädigten 
Stücke  verfertigt.  Die  Kennzeichen,  welche  Boisduval  mitgeteilt  hat,  treffen  also  auf  die  vorliegende  Gattung 
nicht  zu.  Ob  man  dessen  ungeachtet  Boisduval  als  Autor  der  Gattung  betrachten  kann,  will  ich  Andere  ent- 
scheiden lassen.  Um  jedoch  unnötige  Namensänderungen  zu  vermeiden,  habe  ich  den  Namen  Boisduvals 
gebraucht. 

Fühlerkolbe  sehr  lang,  länger  als  die  Hälfte  des  Schaftes,  wenig  deutlich  abgesetzt.  Palpen  kiu-z; 
ihr  letztes  Glied  vorgestreckt,  zylindrisch,  fast  nackt.  Augen  nackt.  Die  Rippen  der  Vflgl  10.  Die  Hflgl 
mit  zwei  gleichlangen,  haarfeinen  Schwänzchen,  von  denen  das  eine  am  Ende  der  Rippe  1  b,  das  andere  am 
Ende  der  Rippe  2  entspringt.  Die  Rippen  6  und  7  der  Vflgl  an  ihrer  Wurzel  mehr  oder  weniger  vereinigt.  Die 
Flügel  sind  unten  sehr  bunt  gefärbt  mit  Querreihen  von  viereckigen,  gelben  Flecken. 

Die  Gattung  stimmt  im  Rippenbau  völlig  mit  Axiocerses  überein,  weicht  aber  davon  und  von  den 
übrigen  verwandten  Gattungen  durch  die  beiden  Schwänzchen  der  Hflgl  ab. 

Nur  drei  Arten,  welche  alle  selten  und  wenig  bekannt  sind,  wurden  bisher  beschrieben.  Die  Gesohlechts- 
unterschiede  sind  mir  unbekannt. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Flügel  oben  und  unten  mit  schwarzen  Submarginalpunkten  oder  Strichelchen  in  den  Feldern  1^6.    Flügel 
oben  orangegelb  mit  schwarzen  Zeichnungen  oder  wenigstens  in  der  Saumhälfte  mit  großen,  rotgelben, 
mehr  oder  weniger  aneinander  stoßenden  Flecken  und  mit  rotgelber  Saumbinde. 
*.  Beide  Flügel   unten   mit  deutlichen,   schwarz  begrenzten,   meist  viereckigen  Flecken. 

a.  Beide  Flügel  oben  an  der  Wurzel  breit   schwarzbraun   mit  oder  ohne   kleine  rotgelbe  Flecke  oder 
Punkte.  Z.  neriene. 

XIII  53 


418 


ZERITIS.     Von  Dr.  C.  AxjEn'iLUTTs. 


B. 


ß.  Beide  Flügel  oben  auch  in  der  Wurzelhälfte  leuchtend  orange  mit  kleinen  schwarzen  Flecken  oder 
Punkten.  Z.  auririllii. 

**.  Beide  Hflgl  unten  eintönig  lebhaft  orangegelb  mit  freien  schwarzen  Strichen  oder  kleinen  Flecken. 

Z.  jmlcherrima. 
Flügel  ohne  dunkle  Submarginalpunkte    in  der  gelben  Saunibinde.    Flügel  oben  bis  weit  über  die  I\Iitte 
hinaus  schwarzbraun  mit  oder  oline  kleine  rotgelbe  Discalf lecke;  vor  der  feinen  schwarzen  Saumlinie  mit 
einer  rotgelben  Saumbinde,  \\elche  aus  viereckigen,  nur  durch  die  schwarzen  Rippen  getrennten  Flecken 
besteht.  .  Z.  sorhageni. 


neriene.  Z.  nerlene   Bsd.   (70  a)    wurde    niemals  beschrieben  und    nur  nach  der  Unterseite   von  BoiSDXTVAL 

abgebildet.  Als  ich  aber  die  Art  in  meiner  Arbeit  ,,Rhopalocera  Aethiopica"  aufnahm,  lag  mir  auch  eine  Ab- 
bildung des  einzigen  tyi)ischen  Stückes  von  der  Oberseite  vor.  Diese  wurde  mu-  gütigst  von  Herrn  Charles 
Oberthür  inRennes,  welcher  die  Sammlung  Boisdüvals  besitzt,  mitgeteilt  und  ist  hier  wiedergegeben  worden. 
Die  Schwänzclien  der  Hflgl.  fehlen.  Ob  aber  dieselben  tatsächlich  bei  neriene  fehlen,  wage  ich  nicht  zu  ent- 
scheiden.    Statt  einer  nach  der  Figur  gemachten  Beschreibung  genügt  es  auf  die  Figur  zu  verweisen.    Die  Aus- 

amine.  dehnuiig  der  schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite  scheint  etwas  veränderlich  zu  sein.  Guinea,  Rhodesia.  —  amine 
Btlr.  (69  h)  habe  ich  früher  als  synonym  von  neriene  betrachtet.  Da  aber  sowohl  Butler  (An.  Mag.  Nat.  Hist.  [7] 
8  S.  58,  1901)  wie  Drucb  (Trans.  Ent.  Soc.  London  1905,  p.  252)  jedoch  ohne  Unterschiede  anzugeben,  be- 
haupten, daß  neriene  und  amine  verschieden  sind,  will  ich  bis  auf  weiteres  amine  als  eine  besondere  Form  be- 
trachten. Daß  aber  amine  sehr  nahe  mit  neriene  verwandt  ist  und  kaum  mehr  als  eine  Form  derselben  sein 
kann,  .scheint  mir  aus  der  völligen  Uebereinstimmung  in  der  Zeichnungsanlage  beider  hervorzugehen.  Wenn 
man  von  den  Schwänzchen  absieht,  scheint  amine  nur  durch  größere  Ausdehnung  der  schwarzen  Zeichnungen 
der  Oberseite  und  der  rotgelben  der  Unterseite  abzuweichen;  ein  Kennzeichen,  welches  kaum  von  größerer 
Bedeutung  sein  kann,  besonders  da  auch  bei  neriene,  wie  oben  bemerkt  ist,  diese  Ausdehnung  nicht  unveränder- 
lich ist.    Ashanti,  Dahomey  und  Niger. 

(turicillii.  Z.  aurivillii  Schnitze  (70  a)  liegt  mir   nicht  vor;  Schltltze  beschreibt  sie  in  folgender  Weise:  Oberseite: 

Grundfärbung  leuchtend  orange  wie  bei  neriene  aber  die  schwarzen  Zeichnungen  weit  spärlicher  wie  bei  dieser. 
Es  sind  davon  nur  vorhanden:  auf  den  Vflgln  zwei  nebeneinandei'stehende  undeutliche  Punkte  in  der  Mittelzelle, 
die  aus  rechteckigen  Flecken  (in  1  a,  2  und  Ende  der  Mittelzelle  stehend)  zusammengesetzte  unregelmäßige 
Mittelbinde,  die  aus  ebensolchen  Flecken  bestehende  Discalbinde  (Flecken  in  1  b — 5),  winzige  Submarginal- 
punkte in  1  b — -6,  sowie  eine  ganz  feine  schwarze  Saumlinie.  Auf  den  Hflgln  .sind  von  den  schwarzen  Zeichnungen 
nur  vorhanden:  ein  verschwommener  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  Rudimente  der  Discalbinde  in  Feld  5 
sowie  undeutliche  Submargina!j)iuikte  in  Feld  1  c — 7  und  gleichfalls  eine  feine  schwarze  Saumlinie.  Unterseite: 
Grundfarbe  glänzend  rötlich  isabellfarben.  Wurzelpunkte,  Mittelbinde  und  Discalbinde  vollständig;  die  Sub- 
marginalpunkte der  Vflgl  sind  zu  (nach  innen  offenen)  Halbmöndchen  erweitert,  die  der  Hflgl  wenigstens  deut- 
licher als  auf  der  Oberseite.  Bei  neriene  .sind  die  Binden  dunkler  als  die  Grundfarbe,  wodurch  wenigstens  die 
Hflgl  ein  schachbrettartiges  Aussehen  erhalten;  bei  aurivillii  dagegen  sind  die  Flecken  zum  gi'ößten  Teil  nicht 
anders  gefärbt  als  der  Grundton,  so  daß  nur  die  die  Flecke  nach  außen  und  innen  begrenzenden  Querstriche 
sich  abheben,  wodurch  die  Unterseite  wie  gestrichelt  erscheint.  Querstriche  und  Submarginalpunkte  sind 
orange  mit  schwarzer  und  zum  größten  Teil  auch  dicht  silberner  Beschuppung.  Flecken  von  ähnlicher  Färbung 
befinden  sich  auf  den  Vflgln  in  Feld  8 — 10.  Die  Schwänzchen  (soweit  vorhanden)  schwarz,  die  Fransen  grau." 
Das  einzige  Stück,  ein  (^,  wurde  von  Schultze  selbst  bei  Demssa  in  Adamaua  um  blühende  Akazien  fliegend 
erbeutet;  .später  auch  in  Süd-Kamei'un  angetroffen. 


■pulcherrima.  Z,  pulcherrima  ^4wr('«.  (69  h?;  ohne  Schwänzchen!).    Stirn  weißlich   mit  einigen  schwarzen  Punkten 

und  Borsten.  Palpen  weiß;  letztes  Glied  oben  schwarz;  Brust,  Beine  und  Bauch  weißlich;  Rücken 
schwärzlich  mit  rostgelbem  Halskragen;  Hlb  oben  und  an  den  Seiten  rotgelb  mit  schwarzer  Rückenlinie. 
Fühler  schwarz,  fein  weiß  geringelt.  Flügel  oben  lebhaft  rotgelb  mit  schwarzen  Zeichnungen,  welche  an 
der  Wurzel  und  am  Vrd  der  Hflgl  wie  bei  neriene  zusammengeflossen  sind,  ^'flgl  oben  im  Wm-zelteil  bis 
zur  Spitze  der  Mittelzelle  schwarz  mit  einem  rotgelben  Fleck  in  der  Mittelzelle  nahe  an  ihrer  Spitze;  die 
schwarze  Farbe  bedeckt  auch  die  inner.ste  Wurzel  der  Felder  2 — 5;  Vrd  bis  zur  Rippe  10  schwarz,  an  der 
Wurzel  breit  rotgelb  beschuppt;  kurz  hinter  der  Mitte  .steht  eine  unregelmäßige  Querreihe  großer,  eckiger, 
schwarzer  Discalflecke  in  1  b — 6;  die  Disealflecke  1  b — 3  sind  mehr  oder  weniger  mit  dem  schwarzen 
Wurzclteil  vereinigt  und  tremien  dadurch  drei  rotgelbe  Flecke  der  Grundfarbe  ab ;  die  Discalflecke  4  und  6 
stehen  mehr  saumwärts  als  die  übrigen;  ein  kleiner  schwarzer  Discalf  leck  im  Felde  7;  dann  folgt 
zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  1  eine  fast  gerade  schwarze  Querlinie,  welche  außen  mit  schwarzen 
Submarginalpunkten  oder  Strichen  der  Felder  2 — 5  ( — 6)  vereinigt  ist ;  eine  feine  an  den  Rippen  verdickte 
schwarze  Saumlinie;  Fransen  .schwarzgrau.  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  bis  zum  Ende  der  Mittelzelle  und  am 
Vrd  fast  bis  zur  Spitze  und  zur  Rippe  6  schwarz;  Discalflecke  1 — 6  länglich,  bald  schmal  und  frei,  bald  größer 


DESMOLYCAENA,  AXIOCERSES.     Von  Dr.   C.  AuRiviLLms.  419 

und  miteinander  vereinigt,  der  im  Felde  5  mit  der  schwarzen  Vrdbinde  vereinigt;  vor  dem  Saume  zwei  mit 
dem  Saume  gleichfaufende  Reihen  kleiner  schwarzer  Punkte;  eine  äußerst  feine,  in  1  c  fehlende  schwarze  Saum- 
linie; Fransen  grau,  teilweise  gelblich;  die  Schwänzchen  schwarz;  das  am  Ende  der  Rippe  Ib  an  der  Wurzel 
gelb.  Die  Unterseite  beider  Flügel  eintönig  lebhaft  orangegelb  und  mit  freien,  schwarzen  Strichen  und  Flecken 
geziert;  dieselben  entsprechen  offenbar  den  Grenzlinien,  welche  bei  neriene  und  amine  die  orangegelben  Flecke 
vom  helleren  Grunde  trennen;  auf  den  Vflgln  sind  fast  alle,  auf  den  Hflgln  nur  wenige  Flecke  von  silbernen 
Schuppen  begleitet;  die  Vflgl  haben  5  Querstriche  in  der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern  4  und  5;  6  im  Feld  2; 
4  im  Felde  3;  drei  in  6,  je  zwei  punktförmige  in  7  und  11  und  einen  im  Felde  10;  im  Feld  1  b  finden  sich 
ein  breiter  Längsstreif  an  der  Wurzel,  zwei  große  viereckige  Flecke  in  der  Mitte  und  zwei  kleinere  Querstriche 
vor  dem  Saume;  die  Hflgl  sind  mit  etwa  50  kleinen,  fast  gleich  großen,  völlig  getrennten  schwarzen  Strichen 
(oder  Punkten)  geziert;  dieselben  bilden  7 — 8  zum  Teil  unregelmäßige  oder  unvollständige  Querreihen;  nur 
einige  der  Wurzelstriche  und  alle  der  ersten  submarginalen  Querreihe  sind  mit  silbernen  Schuppen  geziert. 
Das  einzige  mir  vorliegende  Stück  scheint  ein  $  zu  sein  (die  Vorderbeine  sind  leider  nicht  vollständig  da). 
Ost-Sudan  bei  Wau. 

Z.  sorhageni  Deuitz  (70  a)  ist  an  der  dunklen  Oberseite  und  an  der  scharf  begrenzten,  ungefleckten  sorhageni. 
gelben  Saumbinde  leicht  kenntlich.  Die  Art  liegt  mir  nicht  vor,  ich  gebe  darum  die  Beschreibung  Dewitzs 
wieder.  ,, Oberseite  schwarzbraun;  die  Saumlinie  wird  von  einer  Reihe  gelber,  fast  viereckiger  Fleckchen  be- 
gleitet und  vor  dieser  steht  eine  zweite  Reihe  kleinerer,  bläulich  silberner  Fleckchen;  einige  wenige  kleine  gelbe 
Fleckchen  oder  Pünktchen  liegen  im  Discus  beider  Flügelpaare  zerstreut.  Die  Unterseite  bietet  ein  buntes, 
mosaikartiges  Aussehen,  indem  gelbe  und  silberne  Fleckchen  die  schwarzbraune  Grundfarbe  des  Discus 
beider  Flügelpaare  durchsetzen;  regelmäßig  angeordnet  sind  nur  die  Flecken  der  sich  auch  oberseits  findenden 
den  Saum  begleitenden  beiden  Reihen,  von  denen  die  äußere  aus  gelben,  die  innere  aus  silbernen  Flecken  be- 
steht; die  übrigen  den  Diskus  beider  Flügelpaare  besetzenden  gelben  und  silbernen  Flecken  stehen  unregel- 
mäßiger. An  Rippe  1  b  des  Hflgls  steht  ein  schwarzes  Schwänzchen;  ein  zweites  an  Rippe  2  ist  bei  dem  einzigen 
vorliegenden  Exemplar  nur  noch  teilweise  erhalten.  Körper  schwarz;  Hinterleib  unterseits  gelb  geringelt; 
Kopf  gelb  gezeichnet;  Beine  und  Fühler  schwarz;  Palpen  gelb."    Angola  im  Inneren. 

16.  Gattung:   ]>esiuolycaciia  Tnm. 

Zu  den  in  der  Gattungsübersicht  (S.  377)  angeführten  Kennzeichen  ist  nur  hinzuzufügen,  daß  die  Palpen 
lang  und  vorgestreckt  sind.    Die  Flügelform  geht  aus  der  Abbildung  hervor. 
Bisher  ist  nur  eine  einzige  Art  dieser  Gattung  beschrieben  worden. 

D.  tnazoensis  Trim.  (70  a).    (J.    Flügel  oben  graubraun  überall  init  starkem    hell  violettem    Schiller,  mazoensis. 
Die  Unterseite  beider  Flügel  braungrau  mit  zahlreichen  silbernen  und  schwarzen  Punkten  oder  Fleckchen, 
deren  Anordnung  aus  der  Figur  hervorgeht.    Das  $  ist  unbekannt.    Die  Art  wurde  von  G.  A.  K.  Marshall 
im  Mashuna-Lande  entdeckt. 

17.  Gattung:  Axiocerses  Hbn. 


'o 


Fühler  mit  langer,  zylindrischer,  allmählich  abgesetzter  Kolbe.  Saum  der  Vflgl  beim  (J  mehr  gerade 
und  hinten  deutlich  ausgerandet,  beim  $  fast  gleichförmig  abgerundet.  Vflgl  nur  mit  10  Rippen,  indem  die 
Rippen  8  und  9  fehlen;  6  und  7  gestielt,  10  und  11  frei  aus  dem  Vrde  der  Mittelzelle.  Hflgl  am  Analwinkel  breit 
aber  kurz  gelappt  mit  einem  Schwänzchen  am  Ende  der  Rippe  1  b ;  Ird  hinter  der  Rippe  1  a  tief  ausgerandet ; 
Saum  schwach  gewellt. 

Die  Vflgl  sind  oben  schwarz  oder  schwärzlich  mit  einem  größeren  oder  kleineren,  roten  bis  gelben, 
einfarbigen  oder  schwarzgefleckten  Hrdfleck.  Hflgl  oben  fast  ganz  oder  wenigstens  zum  größten  Teil  rot  bis 
gelb  mit  (?)  oder  ohne  1  oder  2  Querreihe  dunkler  Flecke  hinter  der  Mitte.  Unten  sind  die  Flügel  mit  zahl- 
reichen kleinen  silbernen  oder  goldenen,  dunkel  umrandeten  Flecken  bestreut.  Vrd  der  Vflgl  unten  an  der 
Wurzel  hell  gefärbt.  Die  Flügelflecke  sind,  wenn  vorhanden  oben  stets  schwarz,  unten  aber  gewöhnlich  metallisch 
gekernt;  sie  kommen  normal  in  folgender  Anzahl  vor;  Vflgl:  zwei  Wurzelflecke  in  der  Mittelzelle  und  je  einer 
in  1  b  und  2;  ein  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle;  je  ein  Discalfleck  in  1  b  (doppelt  gekernt)  2 — 7  und  10 
und  zwei  in  11;  eine  fast  gerade  Reihe  von  6  oft  strichförmigen  Submarginalflecken.  Die  Hflgl  haben  Wurzel- 
flecke in  1  c,  2,  7  und  der  Mittelzelle  (2);  einen  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle;  Discalflecke  in  1  a— 7  und 
Submarginalf lecke  oder  Striche  in   1  b — 7. 

Die  Geschlechter  weichen  durch  Flügelform  und  Färbung  der  Oberseite  recht  erheblich  von  einander  ab. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Vflgl  unten  im  Felde  1  b  ohne  lange  süberne  Längslinie.  —  ^.    Die  helle  Färbung  der  Oberseite  nicht  sehr 
dunkel,  rot  bis  rotgelb. 


420  AXIOCERSES.    Von  Dr.  C.  Aurivillitts. 

a.  Die  Vflgl  unten  mit  doppeltem,  hell  gekerntem  Discalfleck  etwas  hinter  der  Mitte  des  Feldes  1  b.   Fiihler- 
schaft  schwarz  wei(3  geringelt.      <?.    Vflgl  oben  an  der  Wnrzel  des  Vrdes  schwarz  oder  gelb. 
*.  Hflgl  oben  gclbrot  bis  rot  mit  schwarzer  Wurzel  und  feiner  schwarzer  Saumlinie  (cJ)  oder  rotgelb 
mit  schwarzen  Zeichnungen  ($). 

a.  (J.    Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  4  deutlich  vortretend.  A.  harpar. 

b.  (J.    Saum  der  Vflgl  fast  gleichmäßig  gebogen.  A.  bambana. 
**.  Hflgl  oben  „bräunlich-schwarz,  goldbraun  schimmernd".                                        A.  argenteomaculata. 

ß.  Die  Vflgl  oben  und  unten  ohne  Discalfleck  im  Felde  1  b  oder  nur  mit  Andeutung  eines  solchen  Flecks. 
Fühlerschaft  oft  braun,  sehr  fein  weiß  geringelt  oder  nur  weiß  punktiert.   ^.  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  des 
Vrdes  breit  orangegelb. 
*.  Vflgl  oben  am  Vrde,  am  Saume  und  gewöhnlich  auch  an  der  Wurzel  breit  schwarz  oder  schwärz- 
lich.   Hflgl  oben  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie. 
a.  M'lgl  unten  an  der  \\'urzel  des  Vrdes  nur  schmal  weißgelb  mit  einer  Reihe  silberner  Schuppen  am 

Hrde  der  gelben  Farbe.  A.  mendeche. 

h.  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrdes  breit  silberweiß  beschuppt.  A.  amanga. 

**.  (J.  Vflgl  oben  fast  ganz  gelblich  ziegelrot,  niu-  der  Vrd  vom  Ende  der  Älittelzelle  bis  zur  Spitze  und 
am  Saume  schmal  schwarz;  die  dunkle  Saumbinde  an  der  Spitze  nur  2  mm  breit  nach  hinten  allmäh- 
lich verjüngt.  Beim  $  sind  die  Vrd-  und  Saumbinde  nur  durch  einige  schwarze  Schuppen  ver- 
treten.  Hflgl  oben  einfarbig  ziegelrot  ohne  Zeichnung  und  ohne  dunkle  Saumlinie.  A.  baumi. 

B.  Vflgl  unten  im  Felde  1  b  mit  einem  silbernen  Längsstrich  an  der  Wurzel  und  dann  mit  einer  langen, 
silbernen,  gewöhnlich  schwarz  eingefaßten,  schiefen  Längslinie,  welche  nahe  an  der  Wurzel  der  Rippe  2 
entspringt  und  die  Rippe  1  weit  hinter  ihrer  Mitte  fast  erreicht.  —  ^.  Die  hellen  Felder  der  Oberseite 
sehr  dunkel  blutrot.  A.  punicea. 

harpax.  A.  harpax  F.  (70  c).    (J.   Vflgl  oben  schwarz,  an  der  Wurzel  des  Vrdes  rotgelb  und  mit  einem  großen 

gelbroten  Hrdfleck,  welcher  wenigstens  die  Rippe  5  erreicht  und  1 — 5  freie  oder  fast  freie  schwarze  Flecke 
(der  Discalfleck  m  1  b,  die  Wurzelflecke  in  2  und  der  Mittelzelle  und  den  Querstrich  am  Ende  der  Zelle)  ein- 
schließt; Hflgl  oben  gelbrot  ungef leckt  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  dunklen  Fransen,  an  der  Wurzel 
schmal  schwarz  überzogen.  Die  Unterseite  ist  dunkler  oder  heller  violett  braun,  am  Hrde  der  Vflgl  breit  rotgelb; 
die  Flecke  sind  gewöhnlich  alle  da  und  metallisch  gekernt.  Beim  $  sind  die  Vflgl  oben  nur  an  der  Wurzel,  am 
Vrde  bis  zur  Rippe  7  und  am  Saume  schwarz;  die  Saumbinde  ist  2 — 3  mm  breit  und  nach  hinten  nicht  oder 
kaum  verjüngt;  die  schwarzen  Discalflecke  in  1  b — 5  oder  6  sind  alle  deutlich  inid  frei  oder  fast  frei,  ebenso 
die  Flecke  am  Ende  der  Mittelzelle;  die  Submarginalflecke  aber  sind  von  der  Saumbinde  bedeckt;  die  Hflgl 
weichen  von  denen  des  ^  dadurch  ab,  daß  sie  zwei  deutliche  Querreihen  schwarzer  Flecke  (die  Discal-  und 
Submarginalflecke)  haben;  die  Unterseite  fast  wie  beim  (J  gefärbt  und  gezeichnet,  nur  heller.  Ganz  Afrika 
perion.  von  Sierra-Leone  bis  zum  Kaplande  und  Ost-Afrika.  —  perion  Cr.  stellt  ein  $  dar,  bei  dem  auf  der  Oberseite 
die  Discalflecke  der  A'^flgl  und  die  Discal-  und  Submarginalflecke  der  Hflgl  zu  Querbinden  vereinigt  sind.  Als 
(J  dieser  Form  betrachte  ich  die  Stücke,  bei  denen  der  rote  Hi-dfleck  der  Vflgl  viel  kleiner  und  schmäler  ist  und 
denniach  keine  freie  schwarze  Flecke  einschließt.  Unter  der  Hauptform,  mir  aber  nicht  aus  Süd-Afrika  be- 
styx.  kannt.  —  Bei  styx  Hebel  ist  der  rote  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  noch  kleiner  und  erreicht  höchstens  die  Rippe  2. 
Deutsch-Ost-Afrika   in   den   Magara-Bergen    bei    Zanzibar. 

bambana.  A.  bambana  Smith  (70  c)  ist  mir  unbekannt,  kommt  aber  nach  der  Abbildung  der  vorigen  Art  sehr  nahe 

und  .scheint  nur  durch  den  gebogenen  Saum  der  Vflgl,  die  oben  auftretenden  Submarginalpunkte  der  Hflgl 
und  eine  silberne  Linie  dicht  vor  dem  Saume  der  Hflgl-Unterseite  abzuweichen;  der  rote  Hrdfleck  der  Vflgl- 
Oberseite  ist  schmäler  als  gewöhnlich:  ähnliche  Stücke  liegen  mir  jedoch  auch  von  perion  vor.  0.st-Afrika: 
Moyabamba  und  Pugu. 

argenteoma-  A,  argenteomaculata  Pag.    Die  Beschreibung  lautet:  ,, Fühler  schwarz  weiß  geringelt;  Kolbe  rötlich- 

culata.  braun;  Palpen  und  Beine  unten  weißlich;  Bauch  weißlich,  Bru.st  und  Hlb  oben  bräunlich  mit  rotbraunen  Schup- 
pen; die  Vflgl-Oberseite  ist  am  Rande  schwärzlich,  in  der  Mitte  goldbraun  glänzend;  vor  den  weißliehen  auf 
den  Adern  schwarzen  Fransen  steht  eine  schwärzliche  Marginalbinde.  Hflgl-Oberseite  bräunlich  schwarz, 
goldbraun  .schimmernd;  am  Schwanzende  mehrere  silberblau  glänzende  Schüppchen.  Vflgl  auf  der  Unterseite 
hellbrami  mit  silberweiß  glänzenden,  schwarz  umzogenen  Pmiktfleckchen,  welche  in  einer  submarginalen  und 
in  drei  unregelmäßigen  inneren  Reihen  stehen;  Hrd  heller  gelb,  Grund  rötlichbraun.  Hflgl-Unterseite  hell- 
braun, schwärzlich  Übergossen,  mit  silberglänzenden  Fleckchen,  die  in  einer  submarginalen  und  discalen  Reihe 
stehen;  am  schwarz  gerandeten  und  schwarz  gefransten  Analfortsatz  einige  rotbraune  Schuppen;  Fransen 
weißlich,   auf  den   Adern  schwärzlich".     Flügelspannung   20  mm.     Abessinien  bei  Burka. 

A.  mendeche  weicht  nur  durch  das  in  der  Uebersicht  erwähnte  Kennzeichen  von  amanga  ab  und  ist 
vielleicht  nur  eine  Form  derselben.   Die  Flecke  oder  Striche  der  Hflgl-Unterseite  sind  sehr  undeutlich  oder  zu 


LEPTOMYRINA.    Von  Dr.  C.  Aitrivillicjs.  421 

feinen  dunklen  Querlinien  vereinigt  und  nicht  weiß  gekernt;  solche  Stücke  kommen  jedoch  auch  bei  amanga 
vor.  —  mendeche  Smith  (70  c)  hat  eine  am  Hrde  etwa  7  mm  breite  Mittelbinde  der  Vflgl-Oberseite  und  zwei  mendeehe. 
ähnlich  gefärbte  Flecke  in  der  Mittelzelle;  die  Binde  ist  beim  ^J  gelbrot,  nach  vorn  von  der  Rippe  5  begrenzt 
und  dort  etwa  4  mm  breit,  beim  $  erreicht  sie  die  Rippe  7,  ist  bis  zm-  Rippe  6  fast  gleichbreit  iind  rotgelb  ge- 
färbt.   Britisch  Ost-Afrika  bei  Mombasa,  wahrscheinlich  aber  auch  in  anderen  Gegenden  Ost-  und  Süd- Afrikas, 
obgleich  bisher  mit  amanga  verwechselt.  —  ab.  (;J  bistrigata  ab.nov.  Vflglobeu  in  den  Feldern  2  und  3  in  der  roten  Mstrigata. 
Farbe  mit  freien  oder  fast  freien  schwarzen  Discalstrichcn,  welche  bei  der  Hauptform  völlig  fehlen.    Matabele- 
land  und  Deutsch  Ost-Afrika.   —    borealis  Aimv.    weicht    von    der    Hauptform    nur    dadm-ch    ab,    daß    die  borealis. 
Mittelbinde  der  Vflgl-Oberseite  schmäler  ist  (beim  q  am  Hrde  etwa  4  mm  und  an  der  Rippe  4  nur  etwa  2,5  mm 
breit)  und  daß  die  hellen  Flecke  der  Mittelzelle  ganz  fehlen  (cj)  oder  nur  angedeutet  sind  ($).    In  Adamaua 
von   SCHXTLTZE   entdeckt. 

A.  amanga  Westiv.  (70  b,  c)  zeichnet  sich  durch  die  sehr  breite,  fast  in  Uirer  ganzen  Breite  silberweiß  amringa. 
beschuppte  Wurzel  des  Vrdes  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  aus.  Wie  bei  den  übrigen  Arten  wechselt  besonders 
beim  ^  die  Breite  und  Länge  des  roten  Hrdf leckes  der  Vflgl-Oberseite  sehr;  bei  einem  ^  (aus  dem  Mashuna- 
Lande)  ist  er  fast  gleich  breit  und  erreicht  die  Rippe  6,  bei  einem  anderen  aus  Daressalam  ist  er  auf  einen 
Strich  in  1  a  und  einen  kleinen  Fleck  in  1  b  reduziert ;  bei  den  übrigen  Stücken  nimmt  er  eine  Zwischenstufe 
zwischen  den  genannten  Extremen  ein.  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  des  Vrdes  breit  orangegelb.  Deutsch  Süd- West- 
Afrika,  Matabele-Land,  Natal,  Transvaal,    Mashuna-Land,  Nyassa-Land,  Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika. 

A.  bautni  Weym.  ist  mir  unbekannt,  aber  wie  Weymer  selbst  hervorhebt  mit  amanga  nahe  verwandt,  bamni. 
Zu  den  Kennzeichen,  welche  in  der  Altenübersicht  erwähnt  sind,  kann  folgendes  zugefügt  werden:  Auf  der  Ober- 
seite der  Vflgl  ist  die  dunkle  Emfassung  am  Vrd  in  der  Mitte  zirka  1  mm,  an  der  Spitze  2  mm  breit,  am  Außen- 
rand mißt  sie  unter  der  Spitze  nur  1,5  mm  und  nimmt  bis  zum  Hinterwinkel  an  Breite  allmählich  ab,  so  daß 
sie  an  letzterem  in  feiner  Spitze  ausläuft ;  über  die  Schlußrippe  der  IMittelzelle  zieht  ein  feiner,  brauner,  hinten 
spitz  zulaufender  Strich,  der  nach  vorne  mit  dem  dunklen  Vrd  zusammenhängt;  an  der  Wurzel  des  Hrdes 
liegt  etwas  schwarze  Bestäubung,  jedoch  nur  1,5  mm  breit;  die  braune  Farbe  des  Saumes  ist  stellenweise  mit 
roten  Schuppen  untermischt,  während  braune  Schuppen  sich  vom  Rande  aus  längs  der  Rippen  nach  innen 
ausdehnen.    Die  Wurzel  der  Hflgl-Oberseite  ist  etwa  1  mm  breit  braun  bestäubt.    Angola. 

A.  punicea  Smith  (70  b,  c)  i.st  sofort  von  allen  anderen  Arten  durch  den  silbernen  Längsstreif  im  Felde  1  b  punicea. 
auf  der  Unterseite  der  Vflgl  zu  unterscheiden.  J.  Flügel  oben  tief  schwarz;  Vflgl  an  der  Wurzel  des  Vrdes 
gelbrot  und  mit  einem  dunkel  blutroten  Hrdsfleck,  M'elcher  bald  die  Rippe  6  bald  nur  die  Rippe  3  erreicht; 
Hflgl  mit  einem  großen  blutroten  Felde,  welches  die  Analgegend  und  den  Hrd  bis  zur  Spitze  der  Rippe  I  a 
bedeckt,  nach  vorn  sich  bis  zur  Rippe  5  oder  6  ausdehnt  und  nach  innen  die  Spitze  der  Mittelzelle  erreicht; 
Unterseite  rotbraun,  violett  schillernd  und  mit  silberweiß  gekernten  Flecken.  Beim  ?  sind  die  Flügel  oben 
blaß  ockergelblich  mit  breiter  schwärzlicher  Saumbinde  der  Vflgl  und  gewöhnlich  auch  der  Hflgl ;  Mittelzelle 
der  Vflgl  und  Vrd  der  Hflgl  auch  mehr  oder  weniger  verdunkelt;  Unterseite  wie  beim  ^  gezeichnet,  aber  mit 
heller  gelblicher  Grundfarbe.    Manica-Land;  Deutsch-  und  Britisch  Ost-Afrika. 

18.  Gattung-:  Jjeptoin^^^riiia  Btlr. 

Fühlerschaft  dünn,  fadenförmig  mit  langen  Gliedern ;  Kolbe  deutlich  abgesetzt,  kurz,  mehr  oder  weniger 
zusammengedrückt.  Palpen  lang,  vorgestreckt  oder  etwas  aufgebogen;  erstes  und  zweites  Glied  unten  borstig; 
drittes  Glied  lang,  scharf  zugespitzt,  dünn  anliegend  beschuppt.  Augen  nackt.  Die  Vflgl  mit  10  Rippen  (8  und  9 
fehlen);  Rippe  5  aus  der  Mitte  der  Querrippe;  6  und  7  aus  demselben  Punkte,  der  Spitze  der  Älittelzelle ;  7  in 
die  Spitze  auslaufend;  10  und  11  frei  aus  dem  Vrde  der  Mittelzelle.  Die  Hflgl  haben  wie  gewöhnlich  8  Rippen 
und  sind  am  Analwinkel  entweder  scharf  geeckt  oder  gelappt  und  geschwänzt. 

Die  Ai-ten  zeichnen  sich  dadurch  aus,  daß  beide  Flügel  oben  am  Hinterwiukel  (resp.  Analwinkel)  ein 
oder  zwei  schwarze,  hell  geringelte  Augenflecke  haben. 

Uebersicht  der  Arten. 

A.  Hflgl  am  Analwinkel  lang  ausgezogen,  gelappt  und  mit  langem  Schwänzchen  am  Ende  von  1  b.  Hflgl 
unten  mit  deutlichen  Querzeichnungen  und  mit  zwei  schwarzen,  nach  innen  gelb  begrenzten  Augenflecken, 
einem  auf  dem  Anallappen  in  1  b  und  einem  am  Saume  in  Feld  2. 

a.  Flügel  oben  hell  bläulich  grau;  das  Spitzendrittel  der  Vflgl  und  2 — 3  gewellten  Submarginallinien  schwärz- 
lich. L.  phidias. 

ß.  Flügel  oben  schwarzgrau  oder  dunkel  braungrau;  Hflgl  am  Saume  mit  weißlichen  Ringen  und  vor  den- 
selben mit  einer  solchen  gewellten,  unterbrochenen   Querlinie. 

*.  Grundfarbe  der  Unterseite  weißlich  oder  weißgrau.  L.  hirundo. 

**.  Grundfarbe  der  Unterseite  steingrau.  .  L.  makala. 


422  LEPTOMYRIXA.    Von  Dr.  ('.  Aurivillius. 

B.  Hflgl  am  Analwinkel  etwas  ausgezogen  und  mehr  oder  weniger  scharf  geeckt,  aber  weder  mit  Schwänzchen 
noch  mit  Anallap])oii.  Hflgl  unten  grau,  schwarz  und  braun  gesprenkelt  ohne  deutliche  Zeichnungen  und 
ohne  schwarze  .Saumflccke.   —  Gonatomyrina  suh.  nov.  —  Flügel  oben  mit  kupferig  brauner  Grimdfarbe. 

L.  lara. 

phidias.  L.  phidias  F.  (70  b).    Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  einem  schwarzen,  weiß  geringelten  Augenfleck  in 

Ib  am  Hinterwinkel;  Hflgl  oben  mit  tief  schwarzen,  weiß  geringten  Saumflecken  in  Ic  und  2  und 
einem  dunklen  Fleck  auf  dem  Anallappen,  unten  ist  der  Fleck  in  1  c  fast  völlig  von  bläulichen  Schuppen 
bedeckt,  der  Fleck  in  2  nach  innen  gelb  begrenzt  und  der  nach  außen  weiße  Anallappen  nach  innen  schwarz 
mit  einigen  gelben  und  bläulichen  Schuppen.  Flügel  unten  hellgrau  mit  dunkelgraucn,  weißlich  umzogenen 
Zeichnungen;  diese  bestehen  auf  den  Vflgln  aus  einem  Quer.strich  am  Ende  der  ilittelzelle  und  Discalstrichen 
oder  Punkten  in  1  b — 7  und  10,  einer  aus  Bogen  gebildeten  Postdiscallinie  und  aus  gerundeten  Saumflecken, 
von  denen  nur  der  in  1  b  tiefschwarz  und  deutlich  ist.  Hflgl  mit  einem  Wurzelpunkt  in  7,  einem  Querstrich 
am  Zellendc,  einer  unregelmäßigen  Discallinie,  einer  Postdiscallinie  und  Saumfleckcn,  von  denen  die  in  den 
Feldern  3 — 6  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe  sind.  Das  $  ist  etwas  größer  als  das  (J,  weicht  aber  sonst  davon 
kaum  ab.    Madagaskar. 

hirumlo.  L.  hirundo    Wallemjr.  (70b).     Flügel  oben   schwärzlich    mit   schwachem   violettem   oder   bläulichem 

Schiller  (J)  oder  braungrau  ohne  Schiller  (  J):  Vflgl  mit  einem  schwarzen,  bläulich  (j')  oder  weißlich  ($)  um- 
zogenen Saumfleclv  in  1  b,  Hflgl  mit  zwei  solchen  Flecken  in  1  c  und  2  und  außerdem  auch  mit  schwarzem, 
gräulichgelb  bestäubtem  Fleck  auf  dem  Anallappen.  Unterseite  beider  Flügel  weißlich  mit  ganz  denselben 
Zeichnungen  wie  bei  phidias,  die  Discalflecke  aber  oft  beim  ^  gelblich;  Vflgl  mit  gelblicher,  Hflgl  mit  schwärz- 
licher Saumlinie.    Kajjland,   Kaffernland,  Natal,  Delagoa-Bay  und  Britisch  Ost-Afrika. 

makahi.  L.  makala  Baker  muß  nach  der  Beschreibung  sehr  nahe  mit  hiriindo  verwandt  sein  und  scheint  nur 

durch  die  dunklere  Unterseite  abzuweichen.  Die  Beschreibung  Bethune-Bakers  lautet :  ,, Beide  Flügel  dunkel 
braungrau;  \'flgl  mit  einem  oder  zwei  Augenflecken  am  Hinterwinkel,  ihr  Kern  schwärzlich,  ihr  Ring  sahne- 
farbig ;  Hflgl  mit  zwei  solchen  Flecken  am  Analwinkel  und  vor  denselben  mit  einer  Saumlinie,  welche  auf  jeder  Seite 
von  einer  feinen,  gelblich  weißen,  an  den  Rippen  unterbrochenen  Linie  begrenzt  ist ;  eine  zweite  weißliche  gleich- 
falls unterbrochene  Linie  näher  an  der  Mittelzelle.  Unterseite  \\arm  steingrau;  Vflgl  mit  der  Mittelzelle  von 
einem  hell  braunen,  weiß  ausgefüllten  Quer.strich  geschlossen,  über  diesem  und  etwas  außerhalb  derselben  zwei 
kleine  braune  Cost alpunkte ;  die  Discalbinde  braun,  weiß  gesäumt,  hinter  der  Rippe  4  schwach  gebrochen ;  die  Sub- 
marginallinie  braun,  weiß  gesäumt,  in  entgegengesetzter  Richtung  wie  die Discallmie  gebogen,  am  Hinterwinkel 
mit  einem  schwarzen  Fleck:  Hflgl  mit  einem  hellbraunen,  weiß  gekernten  Querstrich  am  Ende  der  ^Mittelzelle; 
vor  demselben  hinter  der  ('ostalrippc  (Rippe  12)  und  näher  an  der  Wurzel  ein  Doppelfleck  ;  ein  zw  eiter  Punktficck 
etwa  an  der  Mitte  des  Vrdes;  am  Irde  ein  Fleck  hinter  dem  Querstrich  der  Zelle;  eine  sehr  unregelmäßige, 
hinter  der  Rippe  4  stark  unterbrochene  Discallinie  (,,postmediar'line);  die  Submarginallinie  wenig  unterbrochen 
und  ausgebogen,  außerhalb  derselben  eine  zweite  undeutliche  Linie;  ein  schwarzer  Fleck  zwischen  den  Rippen  2 
und- 3  und  ein  anderer  auf  dem  Anallappen,  beide  wurzelwärts  orangegelb  gesäumt;  ein  langes,  braunes, 
weiß  gesäumtes   Schwänzchen.     Flügelspainuuig    29 — 31    mm."     Congo-Gebiet   bei   Makala. 

hoschi.  L.  boschi  Strand  (70  b).     Strand  selbst  glaubt,  daß  sie   mit  makala   nahe   verwandt   ist,  vergleicht 

sie  aber  in  der  Beschreibung  nur  mit  lara.  welche  zu  einer  anderen  Abteilung  der  Gattung  als  hirundo 
luid  makala  gehört  und  bemerkt  nur,  daß  sie  von  makala  durch  das  Vorhandensein  von  zwei  Augen- 
flecken im  Hinterwinkel  der  Unterseite  der  Vflgl  abweicht.  Die  Beschreibung  lautet:  ,, Verglichen  mit 
L.  lara  L.,  ist  zuer-st  die  Färbung  der  Oberseite  abweichend,  indem  diese  als  hell  aschgrau,  nur  im  Saum- 
felde mit  schwachem  bräunlichem,  und  im  Wurzclfclde  scheint  Andeutung  grünlichen  Anflugs  vorhanden 
zu  sein,  zu  bezeichnen  ist.  Das  Saumfeld  der  Vflgl  trägt  zwar  wie  bei  lara  zwei  schwarze  Ozellen  hinten, 
diese  sind  aber  fast  gleich  groß,  während  bei  lara  der  vordere  bei  weitem  kleiner  ist,  außerdem  ist  durch 
das  Vorhandensein  eines  weißen  Rings  ein  dritter  Ozellus  angedeutet.  Im  Saumfelde  der  Hflgl  sind  nur  zwei 
tief  schwarze  Ozellen  vorhanden,  durch  das  Vorhandensein  von  weißen  Ringen  werden  aber  noch  weitere  4  oder 
5  Ozellen  angedeutet;  innen  wird  diese  ganze  Ozellenrcihe  durch  eine  aus  dunklen  zusammenhängenden  Halb- 
monden gebildete  Binde  begrenzt.  Saumlinie  beider  Flügel  schwarz,  die  Fransen  weißlich.  An  der  Unter- 
seite sind  die  Vflgl  heller  als  l)ei  lara,  die  Hflgl  ungefähr  wie  bei  dieser  Art ;  die  ^'flgl  mit  quergestelltem, 
heller  umrandetem  Discozellularfleck  und  dem  gegenüber  am  Vrde  ist  ein  dunkler  Punkt  und  zwischen  diesem 
und  der  po.stmedianen  Querbinde  ist  ein  zweiter,  hell  umringelter  Punktfleck;  diese  Querbinde  besteht  aus  6 
dunklen,  scharf  weiß  gerandeten,  zusammenhängenden  Flecken  und  ist  fast  gerade,  am  Analwinkel  zwei  schwarze 
Flecke  wie  oben  und  weitere  4  dunkle,  hell  unuandete  Flecke  lassen  sich  vorn  erkennen,  diese  Reihe  wird  innen 
von  braunen  Halbmonden  begrenzt.  Das  Saumfeld  der  Hflgl  zeigt  eine  undeutliche  Sublimbalbinde,  die  mitten 
durch  dunkle  Bestäubung  erweitert  ist  und  einen  kleinen  tief.schwarzen  Fleck  im  Analwinkel,  ferner  schimmert 


CAPYS.    Von  Dr.  C.  Attrivillitts.  423 

der  vordere  der  schwarzen  Flecke  der  Oberseite  durch;  eme  aus  bräunlichen  Flecken  gebildete  Postmedian- 
binde erreicht  weder  Vrd  noch  Hi'd,  ist  fast  gerade,  aber  mitten  deutlich  unterbrochen;  etwa  an  der  Mitte  des 
Irdes  findet  sich  ein  schräger  Querfleck,  dem  gegenüber  am  Vrdc  ist  ein  Querfleck,  der  senkrecht  auf  den  Vrd 
gerichtet  ist,  und  hinter  diesem  ist  ein  doppelter  quergestellter  Discalfleck;  das  Wurzelfeld  wird  außen  von 
einer  gebogenen  Reihe  von  4 — 5  kleinen  dunklen  Querfleckchen  begrenzt,  die  alle  unter  sich  deutlich  getrennt 
sind  und  zwar  der  vordere  am  deutlichsten.    Flügelspannung:  29  mm."     Abessinien. 

L.  lara  L.  (70  b)  weicht  durch  die  Bildung  des  Analwinkels  der  Hflgl  so  erheblich  von  den  übrigen  Jam 
genau  bekannten  .li'ten  ab,  daß  sie  als  Typus  einer  besonderen  Untergattung  (siehe  oben)  gelten  kann.  In  der 
Zeichnungsanlage  schließt  sie  sich  jedoch  den  anderen  Arten  ziemlich  eng  an,  ausgenommen  daß  die  Zeich- 
nungen der  Hflgl-Unterseite  ganz  undeutlich  und  verschwommen  sind.  Flügel  oben  kaffeebraun  etwas  glänzend 
und  an  der  Wurzel  mit  Perlmutterglanz,  beide  am  Saume  mit  zwei  tief  schwarzen,  weiß  geringelten  Augen- 
flecken in  den  Feldern  1  b  (resp.  1  c)  und  2  und  bisweilen  auch  mit  einem  solchen  Fleck  im  Felde  3  (=  ab. 
gorgias  Stoll);  Hflgl  bisweilen  innerhalb  der  Augenflecken  mit  Andeutung  einer  weißlichen  Querlinie;  Fransen  gonßas. 
weiß,  an  den  Rippenenden  dunkel  gefleckt.  Flügel  unten  weißgrau,  Vflgl  bisweilen  bräunlich;  Vflgl  mit  denselben 
Zeichnungen  wie  die  übrigen  Arten  und  2—3  .schwarzen  Augenflecken  in  1  b,  2  (und  3);  Hflgl  dunkler,  grau, 
braun  und  schwarz  gesprenkelt,  nebelig  ohne  deutliche  Zeichnungen  und  ohne  schwarze  Saumflecke.  Süd- 
und  Ost- Afrika  vom  Kaplande  bis  Kavirondo  und  Abessinien. 

19.  Gattung:  Capys  Hew. 

Fühler  mäßig  dick  mit  langer,  deutlicher,  drehrunder  Kolbe.  Palpen  anliegend  beschuppt  mit  dünnem, 
spitzem  Endgliede.  Augen  dicht  haarig.  Vflgl  mit  11  Rippen  (die  Rippe  9  fehlt)  und  fast  geradem  ((J)  oder 
gebogenem  (2)  Saume.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  1  b  kurz  und  stumpf  geschwänzt,  an  der  Rippe  2  nicht  ge- 
schwänzt; ihr  Saum  gewellt  oder  gezackt. 

Dm-ch  die  haarigen  Augen  und  die  Anordnung  der  Rippen  stimmt  diese  Gattung  mit  Deudorix  überein, 
weicht  aber  nicht  nur  durch  das  Fehlen  des  Schwänzchen  an  der  Rippe  2  der  Hflgl  sondern  auch  dadurch,  daß 
die  Hflgl  an  der  Rippe  1  b  geschwänzt  und  nicht  gelappt  sind,  davon  ab.  Nach  meiner  Ansicht  ist  Capys  unge- 
achtet der  äußeren  Aehnlichkeit  der  Oberseite  mit  einigen  .Aitcn  der  Gattung  Deudorix  nicht  näher  mit  dieser 
verwandt. 

Die  ^^  haben  gewöhnlich  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  über  die  Wurzel  der  Rippen  6  und  7  einen  kleinen 
glänzenden  hellgrauen  Mehlfleck,  aber  keinen  Haarpinsel  am  Hrde  der  Vflgl. 

Die  Flügel  haben  unten  eine  graue  Grundfarbe;  Wurzelflecke  fehlen  und  die  Zeichnung  besteht  aus 
einem  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  einer  auf  den  Vflgln  fast  geraden,  auf  den  Hflgln  unregelmäßigen 
Querreihe  von  Discalflecken  und  aus  undeutlichen  Submarginal-  oder  Saumflecken;  die  Flecke  sind  schwarz 
oder  rötlich  gesäumt  oder  geringelt. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

I.  Flügel  oben  nicht  einfarbig  schwarzbraun.    (^.   Hflgl  oben  am  Ursprung  der  Rippen  6  und  7  mit  deutlichem 

Mehlfleck. 

A.  Beide  Geschlechter  oben  mit  schwarzer  Grundfarbe  und  in  der  Mitte  der  Flügel  mit  einem  großen  orange- 
roten Felde.    Fransen  weiß  an  den  Rippenenden  und  an  der  AVurzel  schwärzlich.  C.  alphaeus. 

B.  Fransen  weiß  mit  roter  Wurzellinie.  ^J.  Flügel  oben  schwarzbraun,  in  der  Mitte  sehr  breit,  bisweilen 
fast  ganz  orangerot.  ?.  Flügel  oben  dunkelgrau  mit  violett-bläulichem  Anfluge,  in  der  Mitte  etwas 
heller  aber  ohne  rot;  Hflgl  oben  am  Saume  mit  roten  Mondflecken.  C.  disjunctus. 

II.  Flügel  oben  einfarbig  schwarzbraun.    ^.    Hflgl  ohne  Mehlfleck.  C.  brunneus. 

C.  alphaeus  Cr.  (70  d).  Das  rote  Mittelfeld  der  Oberseite  ist  auf  den  Vflgln  breit,  mehr  oder  weniger  alphaeus. 
abgerundet,  erreicht  oft  den  Hrd  und  bedeckt  die  Mitte  des  Feldes  1  b,  die  Wm-zel  der  Felder  2 — 5  und  die 
Spitze  der  Mittelzelle  und  ist  auf  den  Hflgln  länger  und  schmäler.  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern  unten  mit 
einem  großen  orangegelben  Hrdfleck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  1  a — 3  und  die  hintere  Längshälfte  der 
Mittelzelle  bedeckt  und  in  den  Feldern  1  a — 3  die  Discalflecke  fast  völlig  verdi-ängt ;  die  Discalflecke  6  und  7 
der  Hflgl  .stark  verbreitert  und  mit  dem  Querfleck  am  Zellende  zusammenhängend;  beide  Flügel  unten  am  Saume 
mehr  oder  weniger  breit  verdunkelt.    Kap-Kolonie,  Natal,  Transvaal. 

C.  disjunctus  Trim.  (70d).    Das  ^  weicht  vom  ^  der  vorigen  Art  dadurch  ab,  daß  die  roten  Felder  disjunctus. 
der  Oberseite  mehr  ausgedehnt  sind,  auf  den  Vflgln  die  Wurzel  fast  erreicht  und  beinahe  die  ganze  Mittelzelle 
bedeckt  und  auf  den  Hflgl  nur  eine  schmale  nach  vorn  etwas  breitere  dunkle  Saumbinde  und  den  schwarzen 
Ird  frei  läßt;  die  Discalflecke  der  Unterseite  sind  mehr  undeutlich.   Das  $  ist,  wie  aus  der  Beschreibung  in  der 


424  PHASIS.    Von  Dr.  C.  AuRmLLiTjs 

Artenübersicht  hervorgeht,  oben  vom  (J  und  vom  $  des  C.  alphaeus  ganz  verschieden;  die  Unterseite  ist  blasser 
als  beim  ^J  mit  scharf  hervortretenden  und  auch  auf  den  Vflgln  bis  im  Felde  l  b  vollständig  entwickelten  Discal- 
flccken;  das  gelbe  Hrdsfeld  ist  niiiulicli  sehr  blaß  oder  nur  angedeutet.  I.  F.  Leigh  fand  die  Raupe  in  Natal 
in  den  Früchten  von  Protea  hirta;  die  Eier  werden  auf  die  jungen  Früchte  gelegt;  die  Raupe,  die  ganz  jung 
fast  .schwarz  ist,  allmählich  heller  wird  und  ausgewachsen  fast  wie  die  Raupe  von  Cossus  ligniperda  gefärbt 
ist,  bohrt  sich  in  die  Frucht  ein  und  verpuppt  sich  auch  dort,  nachdem  sie  eme  Oeffnung  in  der  holzartigen 
Wand  der  Frucht  gemacht  hat ;  Puppe  braun :  die  Raupen  werden  von  kleinen  Ameisen  aufgesucht  und  beleckt. 
connexivus.  Natal,  Transvaal  und  Mashuna-Land.  —  connexivus  Rtlr.  (70  g)  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  beim  o  die  rote 
Farbe  der  Oberseite  weniger  ausgebreitet  ist  und  auf  den  Vflgln  nicht  die  Wurzel,  auf  den  Hflgln  nicht  den  Vrd 
erreicht.  Das  $  weicht  kaum  vom  $  der  Hauptfonn  ab,  die  Grundfarbe  der  Oberseite  soll  jedoch  nach  Butler 
hnmcnda-  mehr  lavendelfarben  sein.  Nyassa-Land.  —  bamendanus  Schullze  wurde  von  Oberleutnant  A.  Schultze  bei 
Ulis.  Bami  im  Graslande  im  Inneren  Kameruns  entdeckt  und  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  auf  der  Oberseite  des  ^ 
die  Vflgl  wie  bei  der  Hauptform,  dieHflgl  aber  wie  bei  connexivus  gefärbt  und  gezeichnet  sind.  Die  Entdeckung 
dieser  bisher  nur  aus  Süd- Afrika  bekannten  Art  im  Hinterlande  von  Kamerun  ist  in  geogi-aphischer  Hinsicht 
sehr  interessant. 

brunneus.  C.  brunneus  Auriv.    cJ.    Flügelform  und  Vorderfüße  wie  beim  (J  von  connexivus;  Hflgl  jedoch  ohne 

Mehlfleck  am  Ursprung  der  Rippen  6  und  7;  beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkel  schwarzbraun  mit  schwach 
violettem  oder  etwas  kupferigem  Schiller ;  Vflgl  hinter  der  Mittelzelle  im  Felde  4  undeutlich  rötlich  beschuppt; 
Fransen  weißlich  mit  schai-f  hervortretender  roter  Wurzellinie;  Unterseite  wie  bei  connexivus,  die  Zeichnungen 
jedoch  undeutlich.    Spannweite  26  mm.    Deutsch  Ost-Afrika:  Kigonsera. 

20.  Gattung:  Pliasis  Hbn. 

Fühler  ziemlich  dick;  Fühlerschaft  mit  kurzen  Gliedern;  Kolbe  zylindrisch,  allmählich  abgesetzt .  Palpen 
lang,  vorgestreckt,  mit  dünnem  spitzigem  Endgliede,  unten  entweder  borstig  oder  nur  grob  beschuppt.  Vflgl 
gewöhnlich  mit  12  Rippen,  die  Rippe  7  mündet  in  diesem  Falle  stets  in  den  Saum;  wenn  es  nur  11  Rippen  sind, 
fehlt  die  Rippe  9  und  die  Rippe  8  ist  bisweilen  sehr  kurz,  die  Rippe  7  geht  in  die  Flügelspitze  aus;  die  Rippe  6 
entspringt  frei  aus  der  Spitze  der  Mittelzelle;  Hflgl  am  Saume  gezackt  oder  gewellt,  selten  ganzrandig;  am 
Analwinkel  gewöhnlich  scharf  geeckt  oder  kurz  geschwänzt  ohne  Anallappen,  selten  abgerundet. 

Die  Flügel  sind  fast  immer  oben  orangegelb  mit  schwarzen  Zeichnungen  oder  schwarz  mit  orangegelben 
oder  gelben  Zeichnungen,  selten  ganz  schwärzlich  oder  silbergrau.  Vflgl  bei  allen  Arten  unten  mit  der  gleichen 
Zeichnung,  welche  aus  folgenden  schwarzen  oder  dunklen,  oft  weiß  ausgefüllten  Flecken  besteht:  2  Punkte  oder 
Flecken  nacheinander  in  der  Mittelzelle  einen  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  einem  Wurzelfleck  in  Feld  1  b; 
einer  unregelmäßigen  Querreihe  von  6 — 7  Discalflecken  in  1  b — 6  und  9,  einer  dunklen  Postdiscalbinde  oder 
Fleckenquerreihe  und  dunklen  Submarginalstrichen  oder  Flecken;  die  beiden  letztgenannten  Zeichnungen 
sind  jedoch  oft  undeutlich  oder  fehlen.  Die  Hflgl  sind  bei  den  verschiedenen  Ai-ten  sehr  verschieden  gezeichnet 
und  bisweilen  ganz  ungefleckt;  wenn  die  Zeichnung  dort  deutlich  hervortritt,  kann  sie  auf  folgende,  gewöhnlich 
weiß  oder  silberglänzend  ausgefüllte  Flecken  zurückgeführt  werden:  je  einen  Wurzelfleck  in  1  a,  7  und  8,  zwei 
Wurzelflecken  in  1  b  und  in  der  Zelle;  einen  Querfleck  am  Ende  der  Zelle;  einen  unregelmäßigen  Bogen  von 
8  Discalflecken  (in  1  b,  1  c,  2 — 7),  eine  fast  gleichförmig  gebogene  oder  beinahe  gerade  Reihe  von  8  Postdiscal- 
flecken  in  1  b — 7  und  endlich  auf  5 — 6  Submarginal-  oder  Saumflecken.  Die  schwarze  Begrenzung  der  Flecke 
der  Hflgl  fehlt  bisweilen  völlig;  die  Flecke  treten  dann  als  weiße  oder  silberne  Flecke  auf. 

Die  zahlreichen  Arten  können  auf   3  Altengruppen  oder  Untergattungen  verteilt  werden. 

Uebersicht  der  Arteng'ruppen. 

A.  Hflgl  mit  zwei  Schwänzchen,  einem  am  Ende  der  Ripjjc  1  b  und  einem  am  Ende  der  Rippe  2.    Vflgl  mit 
12  Rippen,  die  Rippe  7  mündet  in  den  Saum.  —  Phasis  Hbn.  s.  str.  Erste  Artengruppe. 

B.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  1  b  geeckt  oder  geschwänzt,  an  der  Rippe  2  stets  ohne  Schwänzchen. 

a.  Vflgl  oben  ohne  .schwarze  Discalbinde  oder  freie  schwarze  Discalf lecke,  stets  mit  12  Rippen;  die  Rippe  7 
mündet  in  den  Saum.    Palpen  unten  grob  beschuppt  ohne  Borstenhaare.  ■ —  Aloeides  Hbn. 

Zweite  Artengruppe. 

ß.  Vflgl  und  oft  auch  die  Hflgl  oben  mit  schwärzen  Discalflecken  auf  hellem  (orangegelbem)  Grunde  oder 
die  Vflgl  oben  mit  einer  zusammenhängenden  schwarzen  Discalbinde,  welche  sich  nur  im  Felde  1  b  und 
am  Vrde  mit  der  schwarzen  Saumbinde  vereinigt.  —  Poecilmitis  Bllr.  und  Chrysoritis  Btlr. 

Dritte  Artengruppe. 


Ausgegeben  2:'.   T.   1924.  PHASIS.     Von   Dr.   C.   AußlVILLIUS.  425 

Erste  Artengruppe. 

Diese  Gruppe  umfaßt  nur  zwei  große  Arten,  die  unter  sich  recht  verschieden  sind.  Die  erste  Art  steht 
ganz  isoliert  da  und  zeigt  keine  nähere  Verwandtscliaft  mit  den  übrigen  Arten  der  Gattung.  Die  zweite  Art 
schließt  sich  offenbar  den  Arten  der  folgenden  Gruppe  an.  Fransen  weiß  mit  großen  schwarzen  Flecken  an 
den  Rippenenden. 

ü  e  b  e  r  s  i  c  h  t  d  e  r  A  r  t  e  n. 

A.  Flügel  oben  schwarzbraun  an  der  Wurzel  orangegelb  überzogen;  Vflgl  mit  großen  orange-roten  Flecken 
in  der  Mitte;  Hflgl  mit  einer  Reihe  von  1 — 4  roten  Submarginalflecken  in  1  b — 4.  Vorderschienen  unbe- 
waffnet. Ph_  thero. 

B.  Flügel  oben  orangegelb  oder  rotgelb  ohne  Flecke  mit  breiter,  schwarzer,  gegen  die  Spitze  der  Vflgl  erweiterter 
und  gegen  den  Analwinkel  der  Hflgl  verjüngter  Saumbinde.  Vorderschienen  mit  einem  kleinen  Dorn  an 
der  Spitze.  Ph.  argyraspis. 

Ph.  thero  L.  (70  d,  c).  Von  den  orangegelben  Flecken  der  Vflgloberseite  liegt  einer  in  der  Mittelzelle,  ihem. 
einer  am  Ende  der  Mittelzelle,  einer  im  Felde  1  b  vor  der  Mitte  und  fünf  Discalflecke  in  den  Feldern  2 — 6;  diese 
sind  bald  frei  (J)  bald  mehr  oder  weniger  vollständig  miteinander  zu  einer  Binde  vereinigt  (?).  Vflgl  unten 
orangegelb,  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle  und  am  Saume  sehr  breit  grau  oder  braungrau,  in  der  Mitte  mit  mehreren 
schwarzen,  silberweiß  gekernten  Flecken.  Hflgl  unten  graubraun  bis  braun  mit  mehreren  unregelmäßigen, 
silbernen  Flecken.  Schwänzchen  an  Rippe  2  bisweilen  sehr  kurz.  Diese  schon  von  Linne  beschriebene  Art 
ist  nur  aus  dem  Kaplande  bekannt  und  liebt  trockene,   sandige    Gegenden. 

Ph.  argyraspis  Trim.  (70  e).  Vflgl  unten  orangegelb,  am  Hrde  in  1  a  und  1  b  breit  hellgelb,  die  Saum-  anjyrasins. 
binde  fast  wie  oben,  aber  mit  silbernen  Flecken  geziert;  die  Wurzel  des  Vrdes  und  alle  vorhandene  Flecke  mit 
Ausnahme  der  großen  schwarzen  Submarginalflecke  der  Felder  1  b — 3,  silberweiß  mit  oder  ohne  feine  dunkle 
Ringe;  der  Wurzelfleck  in  1  b  und  die  Discalflecke  in  1  b — 3  fehlen  gewöhnlich;  die  Spitze  bis  zu  den  Discal- 
flecken  4,  5  und  9  und  eine  schmälere  Saumbinde  braungrau.  Hflgl  unten  dunkel  graubraun  mit  großen  freien 
eckigen  silbernen  Wurzel-,  Discal-  und  Submarginalflecken.    Kap-Kolonie. 

Zweite  Artengruppe. 

Alle  Arten  dieser  Gruppe  stimmen  im  Rippenbau  miteinander  überein  und  sind  offenbar  nahe  unter- 
einander verwandt.  Vorderschienen  bei  allen  von  mir  untersuchten  Arten  an  der  Spitze  mit  einem  Dorn  be- 
waffnet. Die  Abgrenzung  der  nahe  verwandten  Arten  ist  noch  unsicher  und  die  Artenübersicht  daher  nur 
als  eine  provisorische  anzusehen.  —  Die  Abteilungen  Ba  und  B  |3  sind  nicht  scharf  getrennt. 


U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  de  r  A  r  t  e  n. 

I.  Saum  und  Fransen  der  Hflgl  geeckt  oder  wenigstens  gewellt.  Hflgl  am  Analwinkel  deutlich  geeckt  oder 
kiu'z  geschwänzt.  Flügel  oben  gelb  mit  schwarzen  Zeichniuigen  oder  schwarz  bis  schwärzlich,  nnt  oder 
ohne  helle  Flecke  oder  Felder. 

A.  Flügelfransen  auf  beiden  Seiten  mit  sehr  deutlichen,  weißen  Flecken,  welche  sich  auf  der  Unterseite 
gewöhnlich  nach  innen  strichförmig  verlängern.  Hflgl  unten  mit  zahlreichen  weißen  oder  silberglänzen- 
den Flecken. 

a.   Hflgl  am  Analwinkel  deutlich  ausgezogen,     oben  an  der  Wurzel  nicht  oder  wenig  verdunkelt. 

Ph.  wallengreni. 

ß.  Vflgl  oben  am  Vrde  olivengrau  gefärbt.  Kleinere  Art.  Hflgl  am  Analwinkel  fast  ganz  abgerundet, 
oben  im  Wurzelteil  breit  verdunkelt.  Ph.  malagrida. 

B.  Flügelfransen  wenigstens  unten  ohne  deutliche  weiße  Flecke. 

a.  Vflgl  oben  wenigstens  im  Wurzeldrittel  vom  Vrde  bis  zum  Hrde  einfarbig  gelb  oder  rotgelb.  Die 
gelbe  Farbe  der  Oberseite  ist  auf  beiden  Flügeln  sehr  ausgebreitet  und  läßt  gewöhnlich  nur  eine 
dunkle  Saumbinde  und  einen  solchen  Costalfleck  übrig.  Die  Flecke  der  Hflgl-Unterseite  gewöhnlich 
frei,   gerundet   und  klein. 

*.  Hflgl  unten  mit  lebhaft  violettroter  oder  rosenroter  Grundfarbe,  am  Analwinkel  deutlich  aus- 
gezogen. Ph.  arandu. 

**.  Hflgl   unten   mit   bräunlicher,   grauer   oder   gelblicher    Grundfarbe. 

§.  Vflgl  oben  bis  zum  Hinterwinkel  mit  schwarzer  Saurabinde  oder  wenigstens  mit  schwarzen 
Saum-  oder  Submarginalflecken. 

XIII  54 


426  PHASIS.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

o.  Die  Disc.al-  und  Postdiscalf lecke  der  Hflgl-Unterseite  liegen  nahe  aneinander  und 
bilden  fast  gleichlaufende  Bogenreihen.  Costalfleck  der  Hflgl-Oberseite  nach  hinten 
ausgezogen.     Flügclfransen    oben    mit    deutlichen    hellen    Flecken.         Ph.  molomo. 

00.  Die  Discalflecke  der  Hflgl-Unterseite  bilden  wie  gewöhnlich  eine  sehr  unregelmäßige 
Reihe,  welche  mit  den  Postdiscalflecken  nicht  gleichlaufend  ist.  Costalfleck  der  Hflgl- 
Oberseite  querliegend  oder  fehlend. 

1.  Discalflecke    der    Hflgl-Unterseite    weißlich    ausgefüllt.     Flügelfransen  breit,   oben 
hell   gefleckt.  Ph.  damarensis. 

2.  Discalflecke  der  Hflgl-Unterseite  klein  und  schwarz.    Flügelfransen  oben  ohne  deut- 
liche helle  Flecke.  Ph.  marshaUi. 

§§.  Beide  Flügel  oben  nur  mit  feiner  dunkler  Saumlinie,  welche  nur  an  der  Spitze  der  Vflgl 
erweitert  ist.  Grundfarbe  der  Unterseite  hell  graubraun  mit  weißlich  ausgefüllten  Discal- 
flecken.  Ph.  simplex. 

ß.  Vflgl  oben  mit  breiter  dunkler  Vrdbinde,  welche  die  Wurzel  oder  wenigstens  das  Wurzeldrittel  er- 
reicht, oder  ganz  schwärzlich,    q.    Vflgl  fast  dreieckig  mit  fast  geradem  Saume.    $.    Vflgl  länger 
.     und   stumpfer   mit   stark   gebogenem    Saume. 

*.  Die  Wurzelhälfte  der  Hflgl-Oberseite  wenigstens  in  den  Feldern  1  c — 3  oder  4  und  5  gelb  oder  rot- 
gelb.   Vflgl  oben  in  großer  Ausdehnung  gelb  oder  rotgelb. 

§.  Die  Discalflecke  der  Hflgl-Unterseite  wenigstens  zwischen  den  Rippen   1  a  und  5  zu  einer 
breiten  weißgrauen    Querlinie  vereinigt.  PA.  thyra. 

§§.  Die  Discalflecke  der  Hflgl  getrennt  wenn  auch  aneinander  stoßend.  Ph.  almeida. 

**.  Hflgl  oben  wenigstens  über  die  Mitte  hinaus  .schwarzgrau  oder  schwärzlich.    Vflgl  oben  ganz 
schwarz  oder  nur  mit  gelbem  bis  weißlichem  Discalfelde  oder  solcher  Postdiscalbinde. 

§.  Hflgl  unten  mit  lebhaft  rosenroter  Grundfarbe  und  freien  oder  fast  freien,  hellen,  bisweilen 
undeutlichen  Discalflecken.  Ph.  conradsi. 

§§.  Hflgl  unten  mit  grauer,   gelblicher  oder  bräunlicher   (nie  roter)   Grundfarbe. 

1.  Die  Postdiscalflecke  der  Vflgl-Unterseite  einfarbig  schwarz.  Vflgl  oben  mit  oder  ohne 
gelbem  Fleck  in  der  Mitte  [in  (1  b)  2,  3  (4)],  Hflgl  oben  stets  mit  einem  großen  orangegelben 
Fleck  am  Saume  in  den  Feldern  1  c — 3( — 5)  und  mit  schwarzen  Saumpunkten  zwischen 
den  Rippen.  Ph.  pierus. 

2.  Die  Postdiscalflecke  der  \'flgl-Unterseite  wenigstens  in  1  b — 3  mit  einem  silbernen  Punkte. 
Vergl.  hier  auch  Ph.  damarensis  var.  —  ^J.  \'flgl  oben  ohne  Zeichnungen  oder  mit  einer 
weißlichen  Subapicalbindc  oder  in  der  Mitte  schwach  gelblich  aufgehellt:  Hflgl  oben  ein- 
farbig ohne  Zeichnungen  oder  mit  gezackter  weißlicher  oder  gelblicher  Submarginallinie. 
Beim  $  haben  die  Vflgl  gewöhnlich  eine  helle  (weißliche  oder  rotgelbe)  Po.stdiscalbinde 
und  die  Hflgl  eine  solche  Saumbinde  oder  Saumliiiie,  welche  schwarze  Saumpunkte  ein- 
schließt. 

a.  cJ.  Hflgl  oben  mit  gelblicher  Submarginall)in(lc.  J.  Hflgl  oben  mit  breiter  orange- 
gelber   Saumbinde,    welche   freie   schwarze    Saumpunkte   einschließt. 

Ph.  taiko.sama. 

h.  (J.  Hflgl  oben  cinfail)ig  schw ärzlich  ohne  Zeichnungen  oder  nur  mit  einer  gezackten 
grauen,  undeutlichen  Submarginallinie.  $.  Hflgl  oben  mit  gezackter,  gelblicher  Sub- 
marginallinie. Ph.  orthrus. 

II.  Saum  und  Fransen  der  Hflgl  gaiizrandig.     Hflgl  am  Analwiiikcl  völlig  abgerundet  ohne  Ecke  oder  Lap])cn. 
Flügel  oben   mit    bläulich    weißer    Grundfarbe.  Ph.  barklyi. 

tmllengrciü.  PH.  wallengreni  Tiim.    q.    A'flgl  oben  schwarz,  am  Vrde  fast  bis  zur  Spitze  orangegelb  und  mit  einem 

großen  solchen  Hidfleck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  1  b — 4  und  die  hintere  Längshälfte  der  Mittelzclle 
bedeckt;  die  schwarze  Farbe  bildet  demnach  eine  breite  in  der  Mitte  verschmälerte  Saumbinde  und  dringt 
zwischen  dem  Vrde  und  dem  Hidfleck  als  nach  innen  zugesjjitzter  Längsstreifen  bis  zur  Wurzel  vor;  Hflgl 
oben  orangegelb  mit  schwarzer  Saumbindc,  welche  am  Vrde  sehr  breit  (etwa  5  mm)  ist  und  sich  hinter  der 
Rippe  4  sehr  schnell  zu  einer  Saumlinie  verjüngt;  die  Wurzel  in  einer  Breite  von  etwa  3  mm  verdunkelt;  auf 
der  Unterseite  sind  die  Hflgl  sowie  die  S])itzc  und  Saumbinde  der  Vflgl  gelblich  oder  rötlich  braun  mit  zahl- 
reichen silbernen  Flecken.  Das  $  ist  heller  und  weicht  sonst  oben  dadurch  ab,  daß  der  gelbe  Hrdfleck  der  ^'flgl 
sich  als  schmale  Submarginalstreifen  bis  zur  Rippe  fi  oder  7  fortsetzt  und  daß  die  gelbe  Farbe  der  Vflgl  durch 
eine  dunkle  postdiscale  Schattenbinde  in  einen  discalen  und  einen  submarginalen  Teil  geteilt  ist.    Kapland. 


PHA8IS.    Von  Dr.  C.  Aueivillius.  427 

Ph.  malagrida  Wallengr.  i.st  der  vorigen  Art  ähnlich   aber   etwas  kleiner  und  besonders  dadurch  ver-  mdhigiidn. 
schieden,  daß  beide  Flügel  oben  bis  zur  Mitte  schwarzgrau  sind;  die  orangegelbe  Farbe  bildet  darum  auf  den 
Vflgln  nur  einen  Mittelfleck,  welche  die  innere  Hälfte  der  Felder  2  und  3  bedeckt,  und  auf  den  Hflgln  eine  Sub- 
marginalbinde  in  1  c — -4;  die  Flecke  der  Unterseite  sind  eher  weiß  als  silbern;  die  Discalbinde  der  Hflgl-Unterseite 
geschlängelt,    schmal   und   zusammenhängend.     Kapland   bis   Transvaal. 

Ph.  aranda   Wallengr.  (70f,  g).  Flügel  oben  hell  orangegelb,  ander  Wurzel  wenig  oder  kaum  verdunkelt;  ara«rfa. 
Vflgl  mit  gleichbreiter,  etwa  2  mm  breiter,  schwarzer  Saumbinde  und  einem  damit  mehr  oder  weniger  zusammen- 
hängenden, dreieckigen  Vrdfleck,  welcher  die  Eippe  5  oder  4  erreicht ;  Hflgl  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie 
und  einem  großen  schwarzen  Vrdfleck.    Kapland  bis  Transvaal.  —  ab.  rougemonti  Oberth.  weicht  nur  dadurch  r<nigcntonü. 
ab,  daß  der  Vrdfleck  der  Vflgl  strichförmig  und  nach  hinten  von  der  Rippe  6  begrenzt  ist.  Transvaal.  ■ —  zilka  zUka. 
Smith  ist    eine  andere  Aberration,    welche   wie    rougemonti   einen   schmalen,    nach  hinten  von    der  Rippe  6 
begrenzten  Vrdfleck  der  Vflgl  hat  und  sich  außerdem  dadurch  auszeichnet,  daß  die  Saiimbinde  der  Vflgl  schmäler 
und  nach  hinten  vexjüngt  ist,  wozu  noch  kommt,  daß  der  Vrdfleck  der  Hflgl  klein  ist  oder  völlig  fehlt ;  die  Grund- 
farbe der  Unterseite  ist  auch  weniger  rot,  mehr  bräunlich.   Unter  der  Hauptform:  ein  Stück  dieser  Form  findet 
sich  auch  unter  den  Typexemplaren  Wallengrens. 

Ph.  marshalll  nov.  sper.  Diese  neue  Ai-t  schließt  sich  der  Ph.  aranda  nahe  an  und  weicht  davon  »lurshalli. 
nur  dadurch  ab,  daß  die  Saumbinde  der  Vflgl-Obcrseite  an  der  Rippe  2  endet  und  kleine  gelbliche  Saumflecke 
wenigstens  in  den  Feldern  2 — 4  ein.schließt  und  daß  die  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  graugelblich  oder 
rötlich  gelb  ist  mit  schwarzen  Discalf lecken.  Die  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  hell  orangegelb  und  die  Hflgl 
haben  nur  eine  sehr  feine  schwarze  Saumlinie  und  dunkle  nach  außen  gelbliche  Fransen.  Der  schwarze  Vrd- 
fleck der  Vflgl  ist  bald  schmal  strichförmig  und  von  der  Rippe  6  begrenzt,  bald  mehr  dreieckig  und  bis  zur  Rippe  5 
oder  4  ausgedehnt,  der  der  Hflgl  ist  klein  oder  fehlt  völlig.  Gaza-Land  von  G.  A.  K.  Marshall  entdeckt  und 
mir  mitgeteilt. 

Ph.  Simplex  Trim.  ist  hinsichtlich  der  Reduktion  der  .schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite  die  extremste  simplex. 
Form  dieser  Gruppe.    Beide  Flügel  oben  hell  orangegelb  mit  einer  feinen  schwarzen  Saumlinie,  welche  nur  an 
der  Spitze  der  Vflgl  etwas  erweitert  ist;  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  unten  hell  graubraun  mit  weißlichen 
dunkel  umzogenen  Flecken;    Discalflecke   der   Hflgl   frei,  nicht  wie  bei  thyra  zusammengeflossen.    Damara- 
Land  bis  Matabele-Land. 

Ph.  damarensis  T/im.  (70  g)  weicht  von  den  drei  letztgenannten  Arten  durch  die  breiteren,  oben  deutlich  (/a)«rt)fi!.sis. 
hell  (weißlich)  gefleckten  Flügelfransen  ab.  Flügel  oben  bis  zur  Wurzel  rotgelb  mit  schwarzer  Saumbinde  und 
schwarzem  Vrdfleck,  welcher  am  Vrde  mehr  oder  weniger  mit  der  Saumbinde  vereinigt  ist;  Saumbinde  der 
Vflgl  2 — 3  mm  breit,  ziemlich  gleichbreit,  nach  innen  aber  oft  an  den  Rippen  tief  eingeschnitten;  Saumbinde 
der  Hflgl  schmal  linienförniig  oder  in  Punkte  aufgelöst;  Vrdfleck  der  Hflgl  groß  und  breit,  quadratisch  oder 
querliegend;  selten  ist  die  ganze  Vrdhälfte  der  Hflgl-Oberseite  schwarz  (eigene  Art?);  Vflgl  unten  in  der  Mitte 
mehr  oder  weniger  rotgelb ;  Hflgl  und  die  Ränder  der  Vflgl  heller  oder  dunkler  bräunlich ;  die  Flecke  frei  und 
hell  ausgefüllt,  nur  die  Postdiscalflcckc  der  Hflgl  zu  einer  gezackten  Bogenlinie  vereinigt.  In  trockenen  Ge- 
genden des  inneren  Süd- Afrika  vom  Damara-Lande  bis  Delagoa-Bay.  —  ab.  punctata  »6.  nov.  (=damarensis  punctata. 
Trim.  var.  1904)  weicht  oben  dadurch  ab,  daß  die  Vrdflecke  beider  Flügel  fehlen  und  die  Saumbinde  nur  durch 
kleine  freie  schwarze  Punkte  vertreten  ist;  statt  des  Vrdflecks  der  Vflgl  stehen  zwei  kleine  Submarginal- 
punkte  (in  6  und  7);  Unterseite  wie  bei  der  Hauptform.    Kimberley. 

Ph.  molonio  Trim.  (70  f )  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  schwarze  molomo. 
Saumbinde  der  Vflgl  breiter,  nach  innen  fast  ganzrandig  ist  und  daß  der  Vrdfleck  der  Hflgl  schmäler,  nach 
hinten  ausgezogen  und  darum  eine  abgekürzte  oder  fast  vollständige   Submarginalbinde  bildend ;  die  Unter- 
schiede der  Unterseite   sind  in  der  Artenübersicht  erwähnt.    Vom  Kaplande  nördlich  bis  Ovambo-Land  und 
östlich  bis  Zambezi. 

Ph.  thyra  L.  (70g).  Flügel  oben  schwarz;  Vflgl  mit  einem  großen  orangegelben  Hrdfleck,  welcher  thyra. 
die  Wurzel  fast  erreicht,  beim  (^  nach  vorn  von  der  Rippe  3  (oder  4)  begrenzt  wird,  beim  $  aber  durch  zwei 
kleine  Flecke  der  Felder  4  und  5  fortgesetzt  wird;  Hflgl  oben  mit  einem  großen  orangegelben  Felde,  welches 
die  Felder  1  c — 3  fast  bis  zum  Saume,  die  Wurzel  der  Felder  4 — 6  und  wenigstens  die  Spitze  der  Mittelzelle 
bedeckt.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  wechselt  von  lebhaft  violettrot  bis  dunkel  graubraun;  die  Vflgl  sind 
wie  gewöhnlich  in  der  Mitte  ausgedehnt  orangerot;  die  Flecke  sind  normal  entwickelt,  die  Discalflecke  der 
Hflgl  aber  sind,  wie  in  der  Artenübersicht  angegeben  ist,  zu  einem  unregelmäßigen  Querstreifen  vereinigt. 
Kapland    bis   Transvaal. 

Ph.  almeida  Fldr.  (70  g)  ist  der  Ph.  thyra  sehr  ähnlich  und  nur  durch  die  Zeichnung  der  Hflgl-Unterseite  almeida. 
sicher  zu  unterscheiden.    Kapland  bis  Transvaal.  —  Die  Figur  ist  sehr  wenig  ähnlich. 

Ph.  dentatus  Sivierstra  ist  mü-  unbekannt.    Die  Beschreibung  lautet:   oben  orangegelb   mit   schwarz-  dentatus. 
braunen  Rändern;  Vflgl  an  der  Wurzel  heller  als  in  der  Mitte,  etwas  schwarz  beschuppt;  die  schwarze  Saum- 


428  PHA.SIS.    \'()ii  Dr.  C.  Aurivillius. 

binde  fängt  lünter  der  JMitte  des  Vrdes  an,  ist  an  der  Spitze  am  breitci^tcn  und  plötzlich  an  der  Kippe  4  ver- 
schmälert und  dann  bis  zur  Rippe  1  gleich  breit;  die  Saumbinde  der  Hflgl  fängt  am  Vrde  hinter  der  Mitte  an, 
ist  bis  zin-  Rip])c  4  sehr  l)reit,  einen  qiiadiatischen  Fleck  l)ildeiid  und  dann  bis  zum  Hintenvinkel  viel  schmaler 
und  auf  der  Innenseite  tief  gezackt;  Fransen  bräunlich;  auf  tlcr  Unterseite  sind  die  Hflgl.  sowie  die  Spitze  und 
Saumbinde  der  Vflgl  purpurrot  mit  den  gewöhnlichen  Flecken  und  Strichen  beider  Flügel;  Vflgl  orangegelb, 
fast  wie  oben,  heller  gegen  den  Hrd  ;  drei  schwarze,  silberweiß  gekernte  Flecke  in  der  Mittelzelle;  eine  postmediane 
Reihe  von  5  schwarzen,  wurzchvärts  weiß  begrenzten  Flecken,  von  denen  der  zweite  der  Wurzel  am  nächsten 
steht  und  mit  dem  ersten  am  Vrde  und  dem  dritten  einen  Winkel  bildet;  der  vierte  und  fünfte  in  einer  QuerT 
reihe;  eine  submarginale  Reihe  von  7  ähnlichen  aber  etwas  größeren  Flecken  und  am  Saume  eine  Reihe  von 
8  schwarzen,  wenig  deutlichen  Flecken,  welche  saumwärts  weiße  l'unkte  haben.  Hflgl  unten  mit  einer  Quer- 
reihe von  4  weißen,  schwarz  geringelten  Subbasalflecken,  einer  medianen  Querreihe  von  drei  solchen  Flecken, 
von  denen  der  mittlere  am  Zellende,  einer  gebogenen,  weißlichen  außen  dunkel  begrenzten,  gezackten  Mittelbinde 
und  kleinen,  weißen  Saumflecken.  i\Iit  Ph.  thyra  (70  g)  nahe  verwandt,  aber  mit  größerem  Ajjicalfleck  und 
schmälerer  Saumbinde   der   Vflgl.     Transvaal. 

Iiirnis.  Ph.  pierus  Cr.  (70  f ).    (J.    \'flgl  oben  einfarbig  .schwarzgrau  oder  schwärzlich  oder    nur  mit   einem 

kleinen  unsciiarf  begrenzten  orangegelben  Fleck  in  der  Mitte  der  Felder  2  und  3;  Hflgl  oben  mit  einer  abge- 
kürzten orangegelben  Submarginalbinde,  welche  sich  zwischen  den  Rippen  1  b  und  5  (oder  6)  ausdehnt  und 
in  den  Feldern  2  und  3  am  breitesten  ist,  ohne  jedoch  die  Wurzel  dieser  Felder  völlig  zu  erreichen,  üas  '^  weicht 
durch  die  Flügelform  und  durch  etwas  größere  gelbe  Felder  der  Oberseite  ab.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  durch- 
weg heller  und  weniger  eintönig  als  bei  thyra  inid  almeida.    Kapland  und  Kaffernland. 

conradsi.  Ph.  cotiradsi  Auriv.   (7üd,  e)  bildet  durch  die  Färbung  der  Oberseite  einen  Uebergang  zwischen  den 

vorhergehenden  und  den  beiden  folgenden  sehr  dunklen  Arten.  Beim  (^  sind  die  Flügel  oben  .schwarzgrau  bis 
schwärzlich;  die  ^'flgl  in  der  Mitte  schwach  graulich  aufgehellt,  so  daß  die  schwarzen  Flecke  der  Unterseite 
durchscheinen  und  vor  den  dunklen  Saumbinden  mit  kleinen  gelblichgrauen  Flecken;  Hflgl  ungefleckt  am  Irde 
und  am  Analwinkcl  mehr  grau;  Fransen  rötlich,  an  den  Rippenenden  verdunkelt.  Beim  '^:  sind  die  Flügeloben 
schwärzlich;  die  \'flgl  in  der  Mitte  .schwach  gelblich  aufgehellt  mit  von  unten  durchscheinenden  schwarzen 
Flecken  und  mit  einer  zusammenhängenden  nach  außen  scharf,  nach  innen  unscharf  begrenzten  ockergelben 
Submarginalbinde  zwischen  den  Rippen  1  und  6;  Hflgl  zwischen  den  Ri])i)en  I  b  und  6  mit  einer  breiten  gelben 
Saumbinde,  welche  nur  durch  die  gezackte,  schwarze,  zwischen  den  Jtippcn  punktförmig  erweiterte  Saumlinie 
vom  Saume  getrennt  ist,  nach  innen  aber  die  Wurzel  der  Felder  1  c- — 3  bei  weitem  nicht  erreicht.  Hflgl  unten 
violettrot  mit  gelblichen,  meist  freien  Flecken.     Deutsch  Ost- Afrika:  Ukerewe. 

taikosama.  Ph.  taikosania    W'tilleiKjr.  (70d,f).    Hinsichtlich  dieser  Art  genügt  es  auf  die  Uebcrsicht  der  Arten  und 

die  Figur  zu  verweisen.     \'om   Ka])lande  bis  zu   Kikuyu  in  Britisch  Ost-.Vfrika  verbreitet. 

orlhrtts.  Ph.  orthrus  Trim.  (70 e,  f)  ist  die  dunkelst e.Ait  der  Gattung  und  «eicht  nur  durch  die  oben  angeführten 

Kennzeichen  von  taikosama  ab.  Die  Geschlechter  stimmen  in  der  Flügelform  näher  als  bei  den  anderen  Arten 
miteinander  überein.  Die  Unterseite  weicht  kaum  von  derjenigen  von  taikosama  ab.  Natal,  Zulu-Land,  Trans- 
vaal, Delagoa-Bay. 

barklyi.  Ph.  barklyi   Tri  Dl.  (70  i).    Flügel  oben  ungefleckt,  etwas  bläulich  silbergrau  mit  .schmaler  schwarzer 

Saumbinde  der  X'flgl  und  schwarzem  Subapicalfleck  der  Hflgl;  beim  J  liegt  iinierhalb  der  Saumbindc  der  A'flgl 
zwischen  den  Rippen  2  mid  7  ein  großes  t)rangegelbes  Feld,  welches  die  Spitze  der  Zeile  erreicht;  \  flgl  unten 
lebhaft  rotgelb  mit  schwarzgrauem  \'rde  und  Saume  und  den  gewöhnlichen  Flecken;  Hflgl  unten  dunkel  schwarz- 
grau mit  undeutlichen,  g(>ll)lichcn  und  schwärzlichen  Flecken.  Diese  ganz  eigentümliche  Art  wurde  bisher  nur 
in  den  westlichen  Teilen  des  Kaplaudes  erbeutet;  sie  hat  einen  .schnellen  Flug  und  ist  sehr  scheu;  wurde  an 
Blumen  einer  Mesembryanthemum-Ai-t  saugend  angetroffen. 

Dritte  Artengruppe. 

Fast  alle  Ai'ten  dieser  Gruppe  sind  kleiner  als  die  der  beiden  ersten.  Sie  sind  gewöhnlich  an  den  schwarzen 
Discalflecken  der  Oberseite  der  \'figl  kcrnitiich,  nur  bei  P/i.  plinsphnr  fehlen  diese  Flecke,  indem  sie  oben  mit 
der  sehr  breiten  schwarzen  Saumbinde  völlig  vereinigt  sind.  Die  \'flgl  haben  bald  12  Rippen  (die  Rippe  7 
mündet  in  den  Saum)  bald  nur  11  Rippen,  in  welchem  Falle  die  Rippe  9  fehlt  und  die  Rippe  7  in  die  Flügel- 
spitze ausgeht. 

Alle  Arten  sind  auf  Süd--\.frika  beschränkt ;, mehrere  kojnmen  nur  im  Kaplande  selbst  vor  und  haben 
eine  sehr  lokale  Verbreitung.  Durch  die  zuvorkommende  Güte  des  Herrn  L.  PERiNGtrEY  habe  ich  zwar  Ge- 
legenheit gehabt,  fast  alle  Arten  zu  untersuchen;  da  ich  aber  nur  wenige  Stücke  gesehen  habe,  kann  ich  mich 
über  die  Veränderlichkeit  derselben  nicht  äußern.  Die  folgende  Art  Übersicht  kann  darum  nur  als  ein 
erster  Versuch  betrachtet  werden.  Bei  den  von  mir  untersuchten  Arten  haben  die  Palpen  unten  deutliche 
Borsten  zwischen  den   Schuppen. 


PHASIS.    Von  Dr.  C.  Aubivillius.  429 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arte  n. 

A.  8auni  der  Vflgl  an  der  Rippe  4  oder  5  deutlich  geeckt,  gezackt  oder  ausgebuclitet.    Vflgl  mit  12  Rippen. 

a.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  1  b  deutlich  geschwänzt.    Vflgl  oben  mit  großem  schwarzem  Fleck  am  Ende 
der  Älittelzelle  und  bisweilen  auch  mit  solchem  Punkt  in  der  Zelle.   Hflgl  oben  mit  zusammenhängender, 
aber  nach  hinten  oft  verschwindender,  schwarzer  Postdiscalbinde. 
*.   Große  .\rt  mit  einer  Flügelspannung  von  40 — 55  mm.    \^flgl  oben  mit  einer  schwarzen  zusammen- 
hängenden  Discalbinde,   welche  im   Felde    1  b  gewöhnlich   mit  der  breiten  schwarzen   Saumbinde 
vereinigt  ist.    Die  Postdiscalbinde  der  Hflgl  erreicht  nur  die  Rippe  2  und  ist  vorn  stark  erweitert. 

Ph.  sardonyx. 
**.  Kleinere  Art  mit  einer  Flügelspannung  von  etwa  30  mm.    Vflgl  oben  mit  sehr  breiter  schwarzer 
Discalbinde,  welche  die  Discalflecke  in  sich  völlig  einschließt.    Hflgl  oben  an  der  Wurzel  und  am 
Vrde  breit  schwärzlich;  ihre  Postdiscalbinde  erreicht  den  Ird.  Ph.  phosphor. 

ß.  Hflgl  am  Analwinkel  scharf  ausgezogen,  aber  nicht  geschwänzt.    Beide  Flügel  oben  mit  5 — 7  freien 
schwarzen   Discalf lecken. 

*.  Beide  Flügel  oben  an  der  Wurzel  breit  verdunkelt  mit  lebhaftem  silberblauem  Glänze. 

f.  Hflgl  unten  fast  einfarbig  ockergelb  ohne  Silberfleckc.  Ph.  osbecki. 

tt-  Hflgl  unten  mit  mehreren  unregelmäßigen  oder  H-förmigen  Silberflecken.  Ph.  thyshe. 

**.  Beide  Flügel  oben  fast  bis  zur  Wurzel  orangerot  ohne  Blau.    Hflgl  unten  bunt  mit  Silberflecken. 

Ph.  palmus. 

B.  Saum  der  Vflgl  gleichförmig  abgerundet.    Hflgl  am  Analwinkel  nur  kurz  ausgezogen  oder  geeckt. 

a.  Beide  Flügel  oben  an  der  Wurzel  breit  schwarz  und  dicht  blau  beschuppt.    Vflgl  mit  12  Ri2:»pen. 

Ph.  pyroeis. 

p.  Flügel  oben  nicht  blau  an  der  Wurzel. 

*.  Flügelfransen   ungefleckt   oder   mit  hellen   Flecken   zwischen   den   Rippenenden. 

o.  Flügelfransen  breit,  schwarz  mit  großen  Meißen  Flecken  zwischen  den  Rippenenden.  Hflgl 
unten  mit  goldenen  oder  silbernen  Flecken.  Vflgl  oben  mit  5,  Hflgl  höchstens  mit  3  schwarzen 
Discalf  lecken.    \'flgl  nur  mit  II  Rippen.  Ph.  chrysanlas. 

00.  Flügelfransen    nicht    oder    nur    undeutlich    hell    gefleckt. 

§.  Hflgl  oben  ohne  Discalflecke  (oder  nur  in  5  und  6  mit  kleinen  Punkten)  und  nur  mit  mehr 
oder  weniger  vereinigten  schwarzen  Saumflecken.    Vflgl  mit   12  Rippen. 

1.  Hflgl  oben  am  Vrde  nicht  oder  schmal  verdunkelt;  Vflgl  oben  mit  einer  Querreilie  von 
3 — 7  oft  fast  zusammenhängenden  Discalpunkten.  Ph.  lycegenes. 

2.  Hflgl  oben  am  Vrde  wenigstens  bis  zur  Rippe  6  breit  schwarzbraun.    Vflgl  oben  nur  mit 
1 — 3  ganz  freien  Discalpunkten.  Ph.  lynctirium. 

§§.   Beide  Flügel  oben  hinter  der  Mitte  mit  einer  Querreihe  von  3 — 7  schwarzen  Discalf  lecken. 

f.  Hflgl  unten   mit  silbernen  Flecken.    Vflgl   mit    12  Rippen.  Ph.  aethon. 

tt-  Hflgl    unten    ohne    silberne    Flecke. 

1.  Die   schwarze    Saumbinde   der    Vflgl-Oberseite    mit   rotgelben    Saumflecken   geziert. 
Vflgl  mit  12  Rippen.  Ph.  felthami. 

2.  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  ungefleckt. 

a.  Der  Discalfleck  im  Felde  1  b  der  Vflgl  liegt  näher  am  Saume  als  der  Discalfleck  in  2 
Vflgl  mit  12  Rippen.  Ph.  chnjsaor. 

h.  Der  Discalfleck  im  Felde  1  b  der  Vflgl  liegt  weiter  vom  Saume  entfernt  als  der 
Fleck  in  2.    Vflgl  nur  mit   11  Rippen.  Ph.  zeuxo. 

**.  Flügelfransen  mit  weißen  Flecken  an  den  Rippenenden.  Beide  Flügel  oben  mit  deutlichen  Discal- 
flecken  oder  Discalpunkten.  Hflgl  unten  mit  silbernen  Zeichnungen.  Vflgl  nur  mit  11  Rippen.  — 
Chrysoritis  Btlr.  Ph.  oreas. 

Ph.  sardonyx  Trim.  Durch  Größe  und  Flügelform  schließt  sich  diese  stattliche  Art  den  Arten  sardony.r 
der  ersten  Gruppe  an,  durch  die  Zeichnungsanlage  der  Oberseite  paßt  sie  am  besten  in  diese  Gruppe,  durch 
die  Zeichnung  der  Hflgl-Unterseite  aber  weicht  sie  von  allen  anderen  Arten  ab.  Der  Saum  der  \'flgl  ist  an 
der  Rippe  4  deutlich  geeckt  und  derjenige  der  Hflgl  an  den  Rippenenden  gezackt  und  am  Ende  der  Rippe  1  b 
kurz  geschwänzt.  Das  ^  ist  kleiner  als  das  $  und  hat  spitzigere  Vflgl  mit  fast  geradem  Saume.  Flügel  oben 
gelbrot  mit  schwarzen  Zeichnungen,  an  der  Wurzel  schmal  verdunkelt,  Vflgl  mit  einer  etwa  3  nun  breiten, 


430 


PHASIS.    ^'oll  Dr.  ('.  AußiviLLius. 


an  der  >Spitze  und  am  Analwinkel  etwas  erweiterten  schwarzen  Saumbinde,  schwarzem  Vrdstreifcn  von  der 
Mitte  des  Vrdes  bis  zur  Saumbinde,  schwarzer  aus  den  Discalflecken  gebildeter  Discalbinde,  welche  sich  ge- 
wöhnlich vom  Vrde  bis  in  das  Feld  1  b  erstreckt  und  eine  Subniarginalbinde  der  Grundfarbe  abtrennt,  und 
mit  einem  größeren  schwarzen  Fleck  am  Ende  der  ^littelzelle  und  einem  solchen  Punkt  in  der  Zelle;  Hflgl 
mit  gewellter  schwarzer  Saumlinie,  welche  sich  an  der  Flügelspitze  zu  einem  großen  dunklen  Vrdfleck  erweitert, 
dieser  Fleck  ist  entweder  mehr  abgerundet  und  erreicht  nur  die  Rippe  4  oder  setzt  sich  als  eine  Discalbinde 
bis  zur  Rippe  2  fort;  Analgegend  etwas  verdunkelt.  Fransen  weiß,  an  den  Rippenenden  schwarz  gefleckt.  Auf 
der  Unterseite  haben  die  Hflgl  sowie  der  Saumteil  und  der  Vrd  der  Vflgl  eine  matt  braunrote  bis  dunkel  rost- 
gelbe Grundfarbe;  ^'flgl  in  der  Mitte  hell  rotgelb  mit  silbernen,  schwarz  umzogenen  Punkten;  zwei  in  der  Mittel- 
zclle,  einem  am  Zellende  und  sechs  Discalpunkten  in  2 — 6  und  9;  die  Flecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  durch 
weiße  Striche  ersetzt,  von  denen  sich  zwei  im  Felde  7  und  je  einer  in  den  Feldern  1  a — G  finden,  die  zusammen 
peringueyi.  eine  Discalquerlinie  bilden.  Fliegt  im  inneren  des  Kaplandes  in  trockenen  Gegenden.  —  ab.  peringueyi  ab.  nov. 
weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  unten  einfarbig  rostbraun  sind  ohne  weiße  oder  silberne  Zeichnungen. 
Kapland. 
t 
phosphor.  Ph.  phosphor  Trim.    Diese  kleine  seltene  Art  weicht  von  allen  anderen  durch  das  haarfeine  Schwänz- 

chen am  Analwinkcl  der  Hflgl  ab  und  ist  offenbar  am  näch.sten  mit  Ph.  sardonyx  (74  i)  verwandt.  Vflgl 
oben  glänzend  goldorange  mit  einer  sehr  breiten,  gegen  den  Analwinkel  verjüngten  Saumbinde  und  einem  Fleck 
am  Zcllende  sciiwarz;  die  Saumhinde  erreicht  die  ]\Iitte  des  \'rdes  und  hängt  dort  mit  dem  Querflcck  zusammen; 
andere  Flecke  fehlen;  die  \\'urzel  etwas  verdunkelt;  Hflgl  oben  orangegelb,  an  der  Wurzel,  am  Vrde  und  Irde 
breit  schwärzlich,  vor  dem  Saume  mit  einer  Reihe  oft  vereinigter  schwarzer  Submarginalpunkte  oder  Flecke. 
Flügel  unten  mit  graugelblichcr  Grundfarbe  und  metallischen,  schwarz  umzogenen  Flecken,  reiche  ebenso 
viele  wie  bei  den  übrigen  Ai-ten,  aber  in  anderer  Weise  angeordnet  sind,  der  Wurzelfleck  in  1  I)  der  Vflgl 
steht  gerade  hinter  dem  zweiten  Fleck  der  Mittelzelle  und  die  Discalflecke  1  b  und  2  bilden  einen  Querstrich, 
welcher  die  Hinterecke  der  Zelle  fast  berülnt  und  die  Discalflecke  2  und  4  stehen  demnach  nicht  viel  näher 
am  Saume  als  die  übrigen.  Bisher  nur  im  eigentlichen  Kaffcrnlandc  an  den  Tsomo-  und  Bashee-Flüssen 
angetroffen. 

palmus.  Ph.  palmus  (V.  weicht  von  <%s6e  (70h)  nur  dadurch  ab,  daß  die  rotgelbe  Grundfarbe  der  Oberseite  auf 

beiden  Flügeln  fast  die  Wurzel  erreicht ;  die  Sainiibinde  und  die  Discalflecken  fast  Avie  bei  thijsbe.    Kapland. 


thyshc. 


nigricans. 


osbecki. 


pyroeis. 


Ph.  thysbe  L.  (70  h).  Flügel  oben  orangegelb,  an  der  Wurzel  bis  oder  fast  bis  zur  Mitte  schwärzlich 
mit  lebhaftem,  silberblaucm  Schiller;  Vflgl  am  Vrde  schmal  schwarz  und  mit  schmaler  schwarzer  Saumbinde, 
welche  kleine  rotgelbe  Saumflccke  einschließt;  ein  schwarzer  Querflcck  am  Ende  der  Zelle  und  5 — Geckige 
schwarze  Discalflecke  in  (1  b)  2 — 6,  von  denen  die  in  2  und  4  näher  am  Saume  als  die  übrigen  liegen,  Hflgl 
oben  mit  freien  schwarzen  Discalflecken  in  1  c — 6,  von  denen  die  in  2  mid  4  näher  am  Saume  liegen  und  mit 
schmaler  schwarzer  Saumbinde,  weiche  sich  jedoch  nur  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  6  oder  4  erstreckt  und  dahinten 
von  schwarzen  Saumpunkten  ersetzt  wird;  Flügelfransen  orangegelb  mit  eingemischten  weißen  Schuppen 
und  mit  schwarzen  Punkten  an  den  Rippenenden.  Vflgl  unten  orangegelb  mit  den  gewöhnlichen  schwarzen, 
zuni  Teil  weiß  gekernten  Flecken,  am  Vrde  und  am  Saume  bräunlich  oder  braungrau  mit  dunklen  Rippen  und 
hellen  Längsstrichen  zwischen  den  Rip])en ;  Hflgl  unten  mit  abwechselnder  rostbrauner  und  gelbbrauner  Grund- 
farbe und  scharf  hervortretenden  winkeligen  oder  eckigen  Silberflecken,  von  denen  ein  Strich  und  ein  dreieckiger 
rostbraun  begrenzter  Fleck  im  Felde  7,  zwei  oft  V-förmig  zusammenstoßenden  Striche  in  der  Zelle,  ein  H-förmiger 
im  Felde  3  und  andere,  unregelmäßig  geeckte  in  1  c,  5  und  G.  \'om  Ka[)lande  liis  zum  Zulu-Land  verbreitet. 
Die  Art  variiert  recht  erheblich;  eine  Rasse,  welche  in  gewissen  Gebirgsgegenden  des  Kaplandes  vorherrschend 
zu  sein  scheint,  verdient  besonders  hervorgehoben  zu  werden.  —  nigricans  var.nov.  (70h)  \\eicht  dadurch  ab, 
daß  auf  der  Oberseite  des  ^  die  orangegelbe  Farbe  ganz  oder  fast  ganz  durch  die  Ausdehiuuig  der  schwarzen 
Zcithnungen  verdrängt  worden  ist;  die  Spitzenhälfte  der  \'flgl  ist  entweder  einfarbig  schwarz  oder  .schließt 
lun-  2 — 5  freie  gelbe  Flecke  ein  und  auf  den  Hflgln  ist  die  orangegelbe  Farbe  auf  eine  nur  2  mm  breite,  von 
den  schwarzen  Rippen  geteilte  Sauini)in(ie  zwischen  dem  Irde  und  der  Rippe  G  beschränkt;  das  2  weicht  nur 
wenig  vom   '1  der   Hauptform   ab.     Ka|jland,    besonders   auf   Muizenberg. 

Ph.  osbecki  Anriv.  weicht  nui  durch  die  eintönig  braungelbe,  ganz  ungefleckte  Unterseite  der  Hflgl 
von  thysbe  ab  und  dürfte  vielleicht  nur  eine  Rasse  oder  Aberration  dieser  Art  sein.  Auch  die  Vflgl  sind  unten 
am  V'rde  und  ani  Saume  eintönig  braungelb  ohne  Zeichnungen ;  Hflgl  unten  mit  feiner  rötlichgelber  Saum- 
linie. Diese  Form  wurde  im  Kaplandc  1750  von  Linnks  Schüler  P.  Osbeck  auf  seiner  Reise  nach  China  ent- 
deckt, ist  bisher  wenig  bekannt  und  nur  in  wenigen  Stücken  erbeutet  worden. 

Ph.  pyroeis  Trim.  Beide  Flügel  oben  an  der  Wurzel  breit  schwarz  und  dicht  blau  beschuppt ; 
das  schwarze  \\'urzelfeld  erreicht  auf  den  A71gln  die  Mitte  der  Zelle  und  des  Hrdes  und  ist  demnach  nach  außen 
schief  abgeschnitten;  auf  den  Hflgln  erreicht  es  am  Irde  wenigstens  die  Spitze  der  Rippe  1  a  und  am  Vrde  fast 
die  Flügel.spitze,  in  der  Mitte  aber  nur  die  Spitze  der  Mittelzellc;  außerhalb  des  Wurzelfeldes  sind  beide  Flügel 
oben  orangegelb  mit  kaum  2  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde  und  schwarzen  Discalflecken;  Vflgl  außerdem 


CRUDARIA.    Von  Dr.  C.  Aijrivillius.  431 

mit  schwarzer  Vrdbinde,  schwarzem  Punkte  in  der  Zelle  und  schwarzem  Querfleck  am  Zellende;  die  Discal- 
flecke  der  Vflgl  sind  6  (in  1  b — 6)  und  liegen  etwas  näher  am  Saume  als  gewöhnlich,  diejenigen  der  Felder  4 — 6 
stoßen  aneinander  und  liegen  in  einer  schiefen,  gegen  die  Mitte  des  Saumes  gerichteten  geraden  Linie;  Hflgl  mit 
6  freien  Discalflecken,  in  der  Mitte  auch  außerhalb  des  Wurzelfeldes  dexitlich  blau  schillernd.  Unten  sind  die 
Hflgl,  sowie  der  Vrd  und  die  Spitze  der  Vflgl  rostbraun  gefärbt;  Vflgl  sonst  rotgelb  mit  den  gewöhnlichen 
schwarzen  Flecken  und  dicht  vor  dem  Saume  mit  einer  Reihe  von  schwarzen  Submarginalpunkten;  Hflgl 
fast  unbezeiclmet,  jedoch  gewöhnlich  mit  einer  gebogenen  Reihe  weißer  Postdiscalpunkte.  Kapland,  in 
den   südwestlichen   Teilen. 

Ph.  chrysantas  Trlm.  Von  dieser  Ait  ist  nur  das  $  bekannt  und  be.schrieben  worden.  Flügel  oben  chrysantas. 
hell  orangegelb  mit  schmaler  schwarzer  Saumbinde  und  schwarzen  Discalflecken  in  gewöhnlicher  Anzahl  und 
Anordnung;  die  Saumbinde  ist  nach  hinten  verjüngt  und  schließt  an  der  Spitze  einen  gerundeten,  weißen 
Fleck  ein;  Hflgl  oben  orangegelb  mit  oder  ohne  Discalflecke  und  mit  schmaler,  gezackter  Saumbinde;  die  Art 
ist  besonders  durch  die  breiten  weißgefleckten  Fransen  ausgezeichnet.  Unten  sind  die  Hflgl  und  der  Vrd  und 
Saum  der  Vflgl  hell  grau  mit  den  gewöhnlichen  Flecken  von  denen  einige  goldig  au.sgefüllt  sind.    Kapland. 

Ph.  lycegenes  Trim.  (70  i).  Flügel  oben  kupferglänzend  orangegelb,  an  der  Wurzel  wenig  verdunkelt,  Ujcegenes. 
am  Saume  mit  schmaler  .schwarzer,  mehr  oder  weniger,  gezackter  Saumbinde;  Hflgl  son.st  gewöhnlich  unbe- 
zeiclmet; Vflgl  mit  einem  Wurzclpunkt  in  1  b,  einem  Punkt  in  der  Zelle,  einem  am  Zellende  und  einer  fast  zu- 
sammenhängende Reihe  von  Discalpunkten  schwarz.  Vflgl  unten  orangerot  am  Vrde  und  an  der  Spitze  grau 
mit  denselben  Flecken  wie  oben  und  außerdem  mit  kleinen  schwarzen  Submarginalpunkten.  Hflgl  unten  gelb- 
lich braungrau  mit  kleinen  Wurzelpunkten  und  strichförmigen  zu  einer  Linie  vereinigten  Discalpunkten.  Natal. 

Ph.  lyncuriuni   Trim.  (70  i)  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  von  lyncurium. 
lycegenes  ab.    Hflgl  unten  vor  dem  Saume  mit  mehr  oder  weniger  deutlichen  orangegelben  Submarginalbogen. 
Nur  im  Kaffernland  am  Tsomo-Fluß  angetroffen. 

Ph.  aethon   Trim.  (70  h).     Flügel  oben  orangerot  mit  schwarzer  Saumbinde  inid  5 — 6  .solchen  Discal-  aeihoH. 
flecken;  ^'flgl  außerdem  mit   Querfleck  am  Zellende,  Wurzelfleck  in   1  h  und  gewilhnlieh  auch  in  der  Mitte  der 
Zelle;  Vflgl  unten  außerdem  mit  Submarginalpunkten  in   1  b — 7;   Hflgl  unten  hell  rostbraun  mit  mehreren 
silbernen  Flecken.    Transvaal. 

Ph.  felthami  Trim.  (70  h).  Flügel  oben  orangerot  mit  schwarzem  Mittelfleck  und  schwarzen  Discal-  fellhami. 
flecken,  welche  normal  angeordnet  sind;  Vflgl  außerdem  mit  gleichbreiter  schwarzer  Saumbinde,  welche  kleine 
Saumflecke  der  Grundfarbe  einschließt;  Hflgl  statt  der  Saumbinde  mit  freien  schwarzen  Submarginalpunkten; 
Saum  der  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  4  deutlich  geeckt.  Hflgl  unten  isabellengrau  mit  großen,  ringförmigen, 
aber  undeutlichen  Zeichnungen.  Unter  den  Sandhügeln  am  Minzenberg-Fluß  im  Kaplande  im  Jahre  1900 
von  Herrn  H.  L.  L.  Feltham  entdeckt;  hat  einen  sehr  schnellen  Flug  und  setzt  sich  stets  auf  Sträuchern  und 
nicht   auf  dem    Grunde  nieder. 

Ph.  chrysaor  Trim.  (70  i)    ist  der  folgenden  Art  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  durch  schmälere  Saum-  chrysaor. 
binde  der  Oberseite,  mehr  glänzende  Grundfarbe,  mehr  ausgezogenen  Anahvinkel  der  Hflgl  und  besonders 
durch  die  abweichende  Stellung  des  DLscalf leckes  in  1  b  der  ^'flgl  ab.    Kapland,  Kaffernland  und  Natal. 

Ph.  zeuxo  L.     Flügel   oben   goldglänzend    orangerot    mit   schwarzem   Mittelfleck   und   Discalflecken,  zetixo. 
welche  normal  angeordnet  sind;    Vflgl  außerdem  mit  schwarzer  gleichbreiter  Saumbinde  und  einem  kleinen 
Punkt  in  der  Mittelzelle;   Hflgl  mit  schmaler  an  der  Spitze  breiterer   Saumbinde  und  deutlichen  schwarzen 
Submarginalf lecken.    Vflgl  unten  rotgelb  am  Vrde  und  Saume  dunkelgrau,  Flecke  deutlich.    Hflgl  unten  grau 
mit  ziemlich  undeutlichen  Flecken.    Kapland,  in  der  Umgebung  von  Kapstadt. 

Ph.  oreas  Trim.  (70  i).  Flügel  oben  orangegelb,  an  der  Wurzel  schwärzlich  bestäubt;  die  Bestäubung  orcos. 
erreicht  auf  den  Hflgln  die  Mitte  oder  die  Discalflecken;  beide  Flügel  oben  mit  Discalflecken  und  Saumbinde; 
diese  ist  auf  den  Vflgln  breit  und  zusammenhängend,  auf  den  Hflgln  schmal  oder  in  Flecke  aufgelöst;  Flügel- 
fransen an  den  Rippenenden  weiß  gefleckt;  Vflgl  unten  orangegelb  normal  gefleckt  und  mit  deutlichen  Sub- 
marginalf lecken;  Hflgl  unten  rostfarbig  mit  zahlreichen  silbernen,  eckigen  oder  strichförmigen  Flecken  oder 
Zeichnungen.    Natal,  bisher  nur  auf  einem  kleinen   Gebiete  in  den  Drakenbergen  angetroffen. 

21.  Gattung':  Crudaria   Witlkngr. 

Ich  habe  fiüher  diese  Gattung  mit  Phasis  vereinigt,  führe  sie  hier  jedoch  nicht  ohne  Bedenken  als 
besondere  Gattung  auf.  Crmhtria  zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  die  Vflgl  nur  11  Rippen  haben,  indem  die 
Rippe  9  fehlt  und  die  Rippe  7  in  die  Sj)itze  oder  in  den  Vrd  dicht  vor  der  Spitze  mündet,  und  daß  die  Hflgl 
am  Analwmkel  gelappt  und  mit  einem  haarfeinen  Schwänzchen  am  Ende  der  Rippe  1  b  versehen  sind.    Beide 


432  ERIKSSONIA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

Kennzeichen  können  jedes  fiii'  sicli  bei  Phasis-Arten  vorkommen,  treten  aber  so  viel  ich  weiß  nicht  vereinigt 
dort  auf.  Fiügelsaum  und  Fransen  ganzrandig.  Palpen  lang,  anliegend  beschuppt  ohne  Bor.sten.  Vorder- 
schienen unbewaffnet.  Hinsichtlich  der  Zeichnung  mag  hervorgehoben  werden,  daß  die  Discalflecke  nur  nach 
innen  und  außen  (nicht  ringsum)  sehwarz  begrenzt  sind  und  daß  die  Discalflecke  der  Felder  1  b — -1  der  Vflgl 
in  einer  fast  geraden  Linie  stehen.  Hinterleib  des  $  an  der  Spitze  mit  dichtem  Sehuppenballen.  Nur  eine  Ait 
ist  bekannt. 

/eroma.  C.  lerotlia  Walhngr.    (70  i).      Beide  Flügel   oben   eintönig   hell   schwarzgrau   ohne   Zeichnungen    (die 

Flecke  der  Unterseite  scheinen  etwas  durcli);  Fransen  nach  außen  weißlich;  Anallappen  schwärzlich  beschuppt. 
Unterseite  heller  grau  mit  weißlichen  Flecken  der  Vflgl  und  undeutlichen  oder  weißen  der  Hflgl;  Vflgl  mit  einem 
breiten  .schwarzen  Längsstricii  an  der  \\'iirzel  des  Feldes  1  b,  einem  silbernen  Punkt  an  der  Wurzel  und  einem 
größeren  nach  hinten  schwarz  begrenzten  in  der  Mitte  der  Zelle,  einem  Querfleck  am  Zellende  und  8^ — 9  Discal- 
flecken,  von  denen  die  der  Felder  1  b — 5  nur  weißlich,  die  der  Felder  6,  8 — 11  mehr  silberglänzend  ausgefüllt 
sind;  kurz  außerhalb  der  Discalflecken  eine  Reihe  undeutliclicr,  silberner  Postdiscalstriche;  Hflgl  unten  mit 
Wurzel-  und  Discalflecken,  Postdiscalstrichcn  und  Saumflecken,  welciie  alle  gewöhnlich  sehr  undcutlicii  sind, 
ulU„„av,ihi-  bisweilen  aber  weiß  und  scharf  hervortreten,  alboniaculata  Form.  nov. ;  Analgegend  gelblich,  Anallappen  schwarz ; 
'"•  Schwänzchen  schwarz  mit  weißer  Spitze.  Die  .Vrt  wurde  von  W.\r-i,EN(!REN  nach  Stücken  aus  J.  A.  Wahlbergs 
Sammlung,  welche  wahrsciu'inlich  aus  Natal  oder  Transvaal  stammten,  beschrieben  und  ist  später  im  Kap- 
lande,   im  Damara-  und  Mashuna-Landc  und    sogar   in  Deutsch  ()st-.\fiika  hei  Kigonsera  angetroffen  worden. 


22.  Gattung:  EriksKoiiia    Trim. 

Augen  nackt.  Palpen  lang,  vorgestreckt,  unten  mit  haarartigen  Schuppen  dicht  bekleidet.  Fühler 
mäßig  lang,  nach  der  Spitze  nur  allmählich  verdickt  ohne  deutlich  abgesetzte  Kolbe.  Vflgl  mit  12  Rippen; 
die  Ri])pe  7  in  den  Saum;  Rippe  fi  eine  Strecke  mit  Rippe  7  gestielt.  Hflgl  am  Anahvinkel  deutlich  gelappt 
oder  geeckt  ohne  Schwänzchen.  Vorderschienen  beim  <S  an  der  Spitze  nnt  einem  kräftigen  Dorn  bewaffnet. 
Mittel-  und    Hinterschienen  mit  sehr  kurzen  Endsporen. 

Die  Arten  dieser  Gattung  erinnern  in  Farbe  und  Zeichnung  an  gewisse  Formen  der  Lipteninen,  schließen 
sich  aber  tatsächlich  der  Gattung  Plinsis  eng  an  und  weichen  von  allen  Lipteninen  durch  die  am  .\naJwinkel 
deutlich   ausgezogenen  Hflgl  ab. 

Beide  Arten  stimmen  in  der  .Vnzuhl  und  Anordnung  der  schwarzen  Flecken  der  Unterseite  nahe  mit- 
einander überein.  Die  Vflgl  haben  zwei  Punkte  nacheinander  in  der  Mittelzelle,  einen  Qucrfleck  am  Zellende, 
gewöhnlich  einen  Wurzelpunkt  in  1  I)  uiul  5 — (5  Di.scalflecke,  von  denen  diejenigen  der  Felder  1  b — 3  näher  an 
der  Wurzel  als  die  anderen  stehen,  die  Discalflecke  in  4 — fi  stehen  in  einer  fast  geraden  Querlinie,  der  Fleck 
in  1  b  fehlt  bisweilen;  2 — .'{  mm  vom  Saume  läuft  eine  zusammenhängende  dunkle  Submarginallinie  oder  eine 
Reihe  Submarginalstriehe.  Hflgl  unten  mit  einem  Wurzelpunkt  in  1  b,  2  in  1  c,  2  in  der  Zelle  und  1  in  7,  einem 
Querfleck  am  Zellendc  und  7 — 8  Discalputdvten,  von  denen  der  im  Felde  7  größer  ist  und  gerade  vor  dem  Fleck 
am  Zellende  steht ;  hinter  den  Discalflecken  verläuft  wie  auf  den  Vflgln  eine  dunkle,  mehr  oder  wenig  gebogene 
Submarginallinie.   welche  die   Saumbindc   nach    innen   begrenzt. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t   der  A  r  1  e  n. 

A.  Saumbinde  der  Oberseite  schmal,  nur  1  mm  breit.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Rippen  am  Saume  nicht 
oder  nur  fein  schwarz,  die  Grundfarbe  dort  nicht  in  Flecke  abgeteilt.  E.  acrneina. 

ß.  Saumbinde  der  Oberseite  breit,  auf  den  N'flgln  wenigstens  2  mm  l)rcit.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Rippen 
zwischen  dem  Saume  und  der  Submarginallinie  breit  schwarz  und  teilen  die  Grundfarbe  in  6 — 7  helle  Saum- 
flecke ein.  E.  cooksoni. 

acraeina.  E.  acraeina  Trim.  (71  a).    Flügel  oben  orangegelb  mit  etwa    1   nun  breiter  schwarzer  Saumbinde  und 

von  imten  schwach  durch.scheinenden  Zeichnungen;  Vflgl  mit  schwarzer  N'rdbinde,  welche  an  der  Mitte  der  Zelle 
anfängt  und  die  Spitze  erreicht,  vor  der  Spitze  aber  durch  die  Grundfarbe  im  Felde  6  tief  eingeschnitten  ist, 
bisweilen  treten  auch  oben  einige  der  Discalflecke  deutlich  auf;  Hflgl  oben  unbezeichnet  oder  mit  deutlicher 
schwarzer  Submarginallinie.  Unterseite  heller  oder  dunkler  orangegelb  mit  den  oben  erwähnten  Zeicluuuigen ; 
die  Wurzel-  und  Discalflecke  klein  oder  mäßig  groß.  Im  Owambo-Land  von  dem  schwedischen  Reisenden 
Axel  W.  Eriksson   entdeckt. 

cooJcsoni.  E.  cooksoni  Harn.  Druce  (71  a)  ist  größer  und  dunkler,  nuhr  reit  lieh  als  acraeina,  besonders  auf  der 

Unterseite,  wo  die  Hflgl  an  der  Wurzel  und  zwischen  den  Di.scalflecken  und  der  Submarginallinie  rot  überzogen 
sind:  \\'urzel])unkte  gToß;  die  Submarginallinie,  die  schwarze  Saunilinie  und  die  breit  schwarzen  Ripj)enenden 


Ausgegehen  IS.  X.  1923.  '  SPALGIS;   ARRUGIA.     Von  Dr.  C.   AuRiViLLiUS.  433 

bilden   zusammen  eine  3,5 — 4  mm  breite  schwarze  Saumbinde,  welche  große  weißliche  oder  gelbliche  Flecke 
einschließt.     Nordwe.st-Rhodesia. 

23.  Gattung:  SSpalgis  Moore. 

Stirn  schmal.  Augen  nackt.  Palpen  sehr  lang,  gerade  vorgestreckt,  dünn  anliegend  beschuppt ;  End- 
glied lang.  Fühler  kurz  und  dick,  gegen  die  Spitze  allmählich  verdickt  mit  undeutlich  abgesetzter  drehrunder 
Kolbe;  die  Glieder  des  Fühlerschaftes  kurz,  nicht  länger  als  breit.  Flügel  breit,  fast  ganzrandig;  Hflgl  ohne 
Schwänzchen,  am  Analwinkel  völlig  abgerundet.  Vflgl  mit  11  Rippen;  die  Rippe  9  fehlt;  Rippe  7  in  die  Spitze; 
10  und  1 1  frei  aus  dem  Vrde  der  Mittelzelle ;  Rippe  8  länger  als  der  Stiel  von  7  und  8 ;  Rippe  6  frei  aus  der 
Spitze  der  Mittelzelle.     Vorderschienen   unbewaffnet. 

Durch  die  völlig  abgerundeten,  schwanzlosen  Hflgl  stimmt  diese  Gattung  mit  vielen  Arten  der  letzten 
Gattungsgruppe  überein,  unterscheidet  sich  aber  sofort  von  allen  Formen  dieser  Gruppe  durch  die  Fühler- 
bildung. 

Kleine,  schlank  gebaute  Schmetterlinge,  deren  Flügel  weiße  Grimdfarbe  haben  und  unten  mit  zahl- 
reichen, feinen,  schwarzen  oft  unregelmäßig  verlaufenden  Querlinien  geziert  sind;  Saum  an  den  Rippenenden 
fast  unmerklich  eingeschnitten  und  wenigstens  unten  schwarz  punktiert.  Geschlechter  einander  fast  ähnlich, 
die  Vflgl  des  ^  jedoch  mehr  dreieckig  und   mehr  zugespitzt. 

Die  Raupen  leben  von  Schildläusen  und  werden  von  Ameisen  besucht.  Puppen  frei  aufgehängt,  vom 
Rücken  gesehen  angeblich  dem  Kopfe  eines  Affen  ähnlich. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Die  Hflgl  unten  nur  mit  wenigen,    7 — 9,  dunklen    Querlinien.    Vflgl  oben  ohne  dunkle  Hrdbinde. 

a.   Grundfarbe  beider  Flügel  weiß.    Hflgl  ohne  dunkle  Vrdbinde.  S.  lemolea. 

ß.   Grundfarbe  beider  Flügel  im  Wurzelteil  hell  strohgelb.   Hflgl  oben  wenigstens  beim  9  mit  breiter  schwärz- 
licher Vrdbinde.  S.  pilos. 

B.  Die  Hflgl  unten  besonders  im  Wurzelteil  sehr  dicht  mit  kleinen  dunklen  Punkten  und  Querstrichelchen, 
welche  in  17 — 20  Querreihen  .stehen,  geziert.  Vflgl  oben  auch  am  Hrde  breit  verdunkelt;  die  weiße  Grund- 
farbe tritt  demnach  nur  in  der  Mitte  des  Flügels  auf.  S.  tintinga. 

S.  lemolea  Harn.  Druce  (71  b).  Flügel  weiß;  Vflgl  oben  an  der  Wurzel,  am  Vrde,  an  der  Spitze  und  lemolea. 
am  Saume  breit  schwarz  oder  schwärzlich ;  Hflgl  oben  nur  mit  kleinen  schwarzen  Punkten  an  den  Rippenenden 
oder  auch  mit  feiner  dunkler  Saumlinie;  beim  $  bisweilen  mit  schwarzgrauer  Saumbinde.  Beide  Flügel  unten 
mit  feiner,  an  den  Rippenenden  verdickter  Saumlinie  und  7 — 8  mehr  oder  weniger  unterbrochenen  feinen  dunklen 
Querlinien,  welche  offenbar  die  Striche,  welche  die  verschwundenen  Flecken  der  Unterseite  nach  innen  und 
außen  begrenzen,  entsprechen.  Die  eigentümliche  schildlausähnliche  Raupe  wurde  schon  1891  am  Ogowe- 
Fluß  vom  amerikanischen  Missionar  A.  C.  GooD  entdeckt  und  dann  von  Holland  1892  beschrieben  und  ab- 
gebildet; sie  lebt  von  Schildläusen  der  Gattung  Dactylopius  und  ist  den  Schildläusen  so  ähnlich,  daß  sie  unter 
denselben  schwer  zu  entdecken  ist.  Die  Puppen  sind  an  Blättern  befestigt  und  ihre  Rückenfläche  soll 
einem  Menschen-  oder  Affengesicht  merkwürdig  ähnlich  sein.  Ganz  West-Afrika  von  Senegambien  bis  Rhodesia 
und  Kavirondo  in  Uganda. 

S.  pilos  Harn.  Druce  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekarmt  und  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  piUs. 
erwähnten  Kennzeichen  von  letnolea  verschieden.    Vielleicht  nur  eine  Form  derselben.    Gambia. 

S.  tintinga  Bsd.  ist  kleiner  als  die  Arten  des  Festlandes  und  weicht  besonders  durch  die  Zeichnung  tintinga. 
der  Unterseite  (siehe  oben)  von  ihnen  ab.  Vflgl  oben  schwärzlich  etwas  bläulich  angeflogen,  in  der  Mitte  mit 
einem  großen  weißlichen  Felde,  welches  die  Spitze  der  Zelle  und  die  Wurzel  der  Felder  1  b — 4  bedeckt;  die 
feinen  schwarzen  Zeichnungen  der  Unterseite  in  dem  weißen  Felde  durchscheinend.  Hflgl  oben  weiß,  an  der 
Wurzel  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  schwarzgrau  verdunkelt ;  die  Zeichnungen  der  Unterseite  dm-chleuchtend. 
Madagaskar. 

24.  Gattung:  Arriigia   Wallengr. 

Fühler  kurz  und  kräftig  gebaut,  fast  von  der  Wurzel  an  allmählich  gegen  die  Spitze  (=  die  Kolbe  fängt 
nahe  an  der  Wurzel  an)  verdickt  mit  kurzen  Gliedern.  Palpen  lang,  vorgestreckt,  anliegend  beschuppt. 
Stirn  breit.  Augen  nackt.  Vorderschienen  unbewaffnet.  Vorderfüße  auch  beim  ^  deutlich  gegliedert  und  mit 
zwei  Endklauen.  Vflgl  mit  11  Rippen;  Rippe  7  in  die  Flügelspitze;  10  und  11  frei  verlaufend;  6  frei  aus  der 
Spitze  der  Mittelzelle. 

XIII  55 


434  ARRUGIA.     Von   Dr.  C.  AuEiviLLirs. 

\'flgl  mit  1 — 2  Punkten  in  der  ^littelzelie.  einem  AVurzelpunkt  in  1  b.  einem  Querfleck  am  Zellende, 
6 — 7  Discalfleckcn  und  kleineren  Subniarginalflecken  schwarz  oder  schwärzlich ;  die  Discalflecke  der  Felder 
1  b — 3  sind  wurzelwärts  gerückt;  oben  sind  diese  Flecke  oft  zum  Teil  undeutlich.  Die  Hflgl  haben  je  einen 
Wurzelfleck  in  1  a — l  c,  7  und  der  Zelle,  einen  Querfleck  am  Zellende,  6 — 7  Discalflecke,  von  denen  die  der 
Felder  1  c — 4  gewöhnlich  in  einer  geraden  Linie  stehen,  und  kleine  Submarginalflecke  oder  Punkte:  alle  diese 
Flecke  können  oft  auch   unten  undeutlich  sein. 

Die  Schmetterlinge  lieben  sehr  heiße -und  trockene  Stellen,  setzen  sich  auf  den  nackten  Erdboden 
und  fliegen  nur  kurze  Strecken. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Beide  Flügel  oben  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  ockergelb  aufgehellt.  A.  proiumnus. 

B.  Flügel  oben  in  der  Mitte  grau  oder  weißlich  oder  gar  nicht  aufgehellt. 

a.  Wenigstens  die  Vflgl  oben  in  der  Mitte  oder  hinter  den  tief  schwarzen  Discalflecken  weißlich  aufgehellt. 
Fühler  wenigstens  7  mm  lang.  A.  bas%ita. 

ß.  Vflgl  oben  nicht  in  der  Mitte  aufgehellt.    Die  Fühler  erreichen  nicht  eine  Länge  von  6  mm. 

A.  brachycera. 

proiumnus.  A.  protuiTinus  L.   (71  b).    Flügel  oben  schwarzbraun,   in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  ockergelblich 

aufgehellt,  gegen  die  ockergelbe  Farbe  treten  die  dunklen  Discalflecke  und  auf  den  Vflgln  auch  der  Querfleck 
am  Ende  der  Mittelzclle  scharf  hervor;  die  Discalflecke  (I  b)  2 — 4  der  Vflgl  .stehen  in  einer  fast  geraden  schief 
gestellten  Linie,  welche  einen  fast  rechten  Winkel  mit  den  Discalflecken  4 — 6  bildet;  beim  2  sind  die  Discal- 
flecke  2  und  3  wurzelwärts  verlängert  und  füllen  die  Wurzel  ihrer  Felder  aus,  beim  o  dagegen  sind  sie  klein 
und  fast  ganz  von  der  breiten  mattgrauen  Beschuppung  der  Rippen  2 — 4  verdrängt ;  diese  Beschuppung  bildet 
einen  Mehlfleck,  wodurch  die  (^^  am  leichtesten  von  den  $$  unterschieden  werden  können.  Vflgl  unten  hell 
ockergelblich  mit  scharf  hervortretenden  .schwarzen  Flecken,  welche  jedoch  kleiner  als  auf  der  Oberseite  sind; 
am  Vrde  und  am  Saume  grau  und  braun  gesprenkelt:  Hflgl  unten  mit  weißgrauer  Grundfarbe  und  braungrauen, 
unter  sich  mehr  oder  weniger  vereinigten,  großen  Wurzel-  und  Discalflecken.  Flügelfransen  wenigstens  der 
Vflgl  mit  deutlichen  weißen  Flecken  zwischen  den  Rippenenden.    Vom  Kaplande  bis  Transvaal  verbreitet. 

basuia.  A.  basuta    WdUengr.  (71  a).     Flügel    oben    schwarzgrau    mit    schwarzem    Mittelfleck    und    schwarzen 

Di.scalfleckcn,  welche  jedoch  beim  o  auf  den  Hflgln  sehr  undeutlich  sein  können;  Vflgl  mit  einem  weißen  Fleck 
in  der  Wurzel  der  Felder  4  und  5  und  eine  zusammenhängende  Querreihe  von  viereckigen  grauen  oder  weißen 
Flecken  in  1  b^ — ^6  unnüttelbar  außerhalb  der  Discalflecken;  beim  9  treten  solche  Flecke  auch  auf  den  Hflgln 
auf,  beim  o  aber  sind  sie  dort  nur  schwach  angedeutet;  das  ^  auf  der  Oberseite  der  \'flgl  in  der  Wurzel  der 
Felder  2  und  3  und  auf  dem  Wurzelteil  der  Rippen  2 — 4  mit  einem  mattgrauen  Mehlfleck.  Unterseite  beim 
(J  mit  weißgrauer  Grundfarbe  und  kleinen  undeutlichen  Flecken  der  Hflgl,  beim  S  weißlich  mit  größeren  und 
deutlicheren   Flecken   der   Hflgl.     Kapland   bis   Transvaal. 

brachycera.  A.  brachyccra  Trim.  (71  a,  b)  Lst  an  den  oben  schwarzgrauen  oder  schwärzlichen  Flügeln  leicht  kenntlich; 

der  Mittelfleck  und  die  schwarzen  Discalflecke  treten  gegen  die  dunkle  Grundfarbe  nur  undeutlich  hervor. 
Flügel  unten  grau  nüt  schwarzen  Discalflecken,  welche  gewöhnlich  auf  beiden  Flügeln  in  einer  Bogenreihe 
stehen.    Diese  durch  die  kurzen  Fühler  ausgezeichnete  Art  ist  bisher  imr  im  Kaplande  angetroffen  worden. 

Fünfte   Gattungsgruppe. 

Durch  die  in  der  Uebersicht  (S.  361)  angeführten  Kennzeichen  zeichnen  sich  die  hieher  gehörenden 
Gattungen  von  den  übrigen  Lycaeniden  aus.  Sie  sind  an  den  langen  dünnen  Gliedern  des  Fühlerschaftes,  den 
am  Analwinkel  völlig  abgerundeten  Hflgln  leicht  kenntlich  und  bilden  eine  ganz  natürliche,  sehr  artenreiche 
Abteilung, 

N'iele  Verfasser  teilen  diese  Gattungsgruppe  in  eine  sehr  große  Anzahl  von  Gattungen  ein.  Aus  Gründen, 
die  unten  näher  hervorgehoben  werden  sollen,  werde  ich  hier  diese  ,, Gattungen"  niu-  als  Untergattungen  von 
drei  großen  und  sehr  natürlichen  Gattungen  betrachten.  Alle  sind  nämlich  darüber  einig,  daß  die  Arten,  welche 
hier  zu  den  Gattungen  Lycaenesthes,  Cupido  und  Heodes  gestellt  w^erden,  unter  sich  näher  verwandt  sind,  als 
mit  den  Arten  der  anderen  Gattungen.  Dasselbe  kann  dagegen  nicht  gesagt  werden  von  den  Untergattungen, 
deren  Unterschiede  solcher  Natur  sind,  daß  es  sehr  möglich  ist,  daß  sie  nur  auf  Analogien  und  lücht  auf  Homolo- 
gien gegründet  sind  und  demnach  nicht  eine  w'irkliche  Verwandtschaft  darlegen.  Als  erste  Eigenschaft  einer 
natürlichen  Gattung  nuiß  nämlich  gefordert  werden,  daß  die  darin  zusammengebrachten  Arten  miteinander 
näher  als  mit  Arten  jeder  anderen  Gattung  verwandt  sein  müssen. 


LYCAENESTHE8.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  435 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Gattungen. 

A.  Die  Hflgl  am  Saume  mit  3  (oder  selten  nur  mit  2)  Haarquasten  am  Ende  der  Rippen  1  b,  2  und  3. 

25.  Lycaenesthes. 

B.  Die  Hflgl  ganz  ohne  Schwänzchen  oder  Haarquasten  oder  nur  am  Ende  der  Rippe  2  kurz  geschwänzt. 

a.  Die  obere  Discozellularrippe  der  Vflgl  vorhanden  und  gewöhnlich  sehr  schief  gestellt;  die  Rippe  7  oder 
der  Stiel  von  7  und  8  der  Vflgl  entspringt  darum  getrennt  von  der  Rippe  6  und  scheinbar  etwas  vor  der 
Spitze  der  Mittelzelle.    Die  Vflgl  nie  unten  in  der  Mittelzelle  mit  mehr  als  einem  schwarzen  Punkte. 

26.  Cupido. 

ß.  Die  obere  Discozellularrippe  der  Vflgl  fehlt;  die  Rippen  6  und  7  der  Vflgl  darum  stets  aus  demselben 
Punkte  oder  kurz  gestielt.  Vflgl  unten  in  der  Mittelzelle  mit  zwei  schwarzen  Punkten,  welche  in  gerader 
Linie  mit  dem  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  liegen.  27.  Heodes. 

25.  Gattung:  l^ycaeiiesthes  Moore. 

Die  afrikanischen  Arten  dieser  auch  in  Süd- Asien  vorkommenden  Gattung  sind  kürzlich  Gegenstand 
einer  vorzüglichen  Monographie  von  G.  F.  Bethuxe-Baker  (Trans.  Ent.  Soc.  London  1910,  p.  1- — 84,  13  Taf.) 
gewesen.  Obwohl  ich  wenigstens  bis  auf  weiteres  als  ratsam  ansehe,  seine  Gattungen  als  Untergattungen  zu 
betrachten,  werde  ich  sonst  in  allem  wesentlichen  dieser  Monographie  folgen.  Bethune-Bäker  stellt  fünf 
Gattungen  auf,  welche  er  in  folgender  Weise  unterscheidet. 

A.  Vflgl  mit  11  Rippen;  die  Rippe  9  fehlt,  die  Rippe  8  aber  ist  deutlich,  wenn  auch  bisweilen  sehr  kurz. 
OL.  Die  Rippen  10  und   11  entspringen  aus  dem  Vrde  der  Mittelzelle  und  verlaufen  ganz  frei. 

Cupidesthes. 
Lycaenesthes  s.  str. 
ß.  Die  Rippe  11  der  Vflgl  entspringt  frei,  vereinigt  sich  aber  dann  eine  Strecke  mit  der  Rippe  12;  die  Rippe  8 
sehr  kurz.  Neurypexina. 

B.  Vflgl   mit    10  Rippen;   die  Rippen   8  und   9  fehlen  beide. 

a.  Die  Rippe   11   verläuft  frei,   ohne  sich   mit  der  Rippe   12  zu  vereinigen.  Neurellipes. 

ß.  Die  Rippe  11  ist  eine  Strecke  mit  der  Rippe  12  vereinigt.  Triclema. 

Cupidesthes  wurde  von  mir  1895  für  eine  Art  mit  nackten  Augen  (alle  andere  Arten  haben  deutlich, 
oft  sehr  dicht  behaarte  Augen)  aufgestellt.  Bethune-Bakek  hat  den  Gattungsbegriff  erweitert  und  zu  Cupidesthes 
mehrere  Arten  mit  haarigen  Augen  geführt.  Wie  aber  in  solchem  Falle  Cupidesthes  und  Lycaenesthes  unter- 
schieden werden  können  ist  mir  leider  unklar;  denn  die  Unterschiede  in  Größe,  Körperstärke  und  Flügelform 
bilden  keine  scharfe  Grenze.  Die  übrigen  Gattungen  sind  leicht  zu  unterscheiden;  es  fragt  sich  aber,  ob  das 
Verschwinden  der  Rippe  8  oder  die  Verschmelzung  der  Rippe  11  mit  der  Rippe  12  bei  verschiedenen  Arten 
nicht  ganz  selbständig  zustande  gekommen  sein  kann,  und  daß  also  Arten  mit  10  Rippen  nicht  unter  sich  näher 
als  mit  Arten,  welche   11   Rippen  haben,  verwandt  sind. 

Dazu  kommt,  daß  der  Rippenbau  bei  derselben  Art  wechseln  kann.  Es  liegen  nüi'  z.  B.  melrrere  Stücke 
von  L.  lusones  vor,  bei  denen  die  Rippe  8  der  Vflgl  deutlich  ist  und  die  Rippe  11  eine  kurze  Strecke  mit  12  ver- 
einigt ist.  Es  ist  mir  darum  unmöglich  die  ,, Gattungen"  Neurypexina,  Neurellipes  und  Triclema  noch  als  Arten- 
gruppen aufrecht  zu  halten. 

Uebersicht  der  Artengruppen. 

A.  Augen  nackt  —  Untergattung  Cupidesthes  Auriv.  Erste  Gruppe. 

B.  Augen  deutlich,  gewöhnlich  sehr  dicht  behaart. 

1.  Vflgl  unten  von  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  einfarbig  ohne  Zeichnungen  oder  nur  mit  einem 
schwarzen  Längsstrich  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  b.    Palpen  unten  glatt  beschuppt  ohne  Borsten. 

Zweite  Gruppe. 

2.  Vflgl  unten  auch  im  Wiu'zelteil  mit  Zeichnungen.  Dritte  Gruppe. 

Erste  Artengruppe. 

Diese  Gruppe  umfaßt  nur  eine  Art.  Die  übrigen  Arten,  welche  Bethune-Baker  damit  vereinigt, 
führe  ich  zur  zweiten  Gruppe.  Vflgl  mit  11  Rippen;  die  Rippe  11  frei  verlaufend.  Palpen  anliegend  beschuppt, 
ohne  Borsten. 


436  LYCAENESTHEvS.    Von  Dr.  C.  Aürivilliüs. 

robiista.  L.  robusta  Auriv.  (71  b).    ^.    Flügel  oben  schwärzlich  mit  scharf  begrenztem  blauem  Felde;  das  blaue 

Feld  der  Vflgl  liegt  an  der  Wurzel,  bedeckt  die  Felder  1  a  und  1  b  bis  über  die  Mitte  hinaus  (der  schwarze  Teil 
von  1  b  etwa  4  mm  breit),  fast  die  ganze  Mittelzelle  und  das  Wurzelviertel  von  Feld  2;  auf  den  Hflgln  bedeckt 
die  blaue  Farbe  die  Mittelzelle,  die  vordere  Längshälfte  von  1  c.  die  Felder  2  und  3  fast  bis  zum  Saume  und 
die  Felder  4  und  5  bis  2  mm  vom  Saume.  Flügel  imten  weißlich  mit  braun  begrenzten  Discalflecken  und  solchem 
Querfleck  am  Ende  der  Mittelzellc.  Vflgl  außerdem  mit  einem  bräunlichen  weißgeringelten  Fleck  in  der  Mittel- 
zelle (dieser  Fleck  fehlt  bei  allen  anderen  von  Bethuxe-Baker  „u  Cupidesthes  geführten  Arten)  und  die  Hflgl 
mit  vier  solchen  Wurzelflecken.  Hflgl  in  der  Analgegend  mit  vier  schwarzen,  silberweiß  beschuppten  Punkten 
am  Saume,  einem  in   1  b.  zwei  in   1  c  und  einem  in  2.     2  unbekannt.     Kamerun. 

Zweite  Artengruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  sind  sehr  zahlreich,  aber  alle  sofort  daran  kemitlich,  daß  die  Vflgl  unten  bis 
zur  Spitze  der  Mittelzelle  einfarbig  sind  ohne  Zeichnungen  oder  nur  mit  ^inem  schwarzen  Längsstrich  an  der 
Wurzel  des  Feldes  1  b. 

Beide  Flügel  haben  unten  einen  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  und  eine  mehr  oder  weniger  unregel- 
mäßige Reihe  von  Discalflecken.  Diese  Flecke  sind  gewöhnlich  in  der  Mitte  nicht  dunkler  als  die  Grundfarbe, 
sind  aber  jederseits  zuer.st  von  einem  dunklen  und  dann  von  einem  weißen  oder  weißlichen  Querstrich  oder 
Querbogen  begrenzt.  Auf  den  Vflgln  folgt  dann  eine  Querreihe  von  6 — 7  weiß  begrenzten  Submarginalflecken 
und  eine  oft  nach  innen  weiß  begrenzte,  dunkle  Saumlinie.  Hflgl  unten  gewöhnlich  mit  1 — ^4  Wurzelpunkten, 
zwei  weißen,  aus  Bogen  zusammengesetzten  Submarginallinien  und  eine  weiße  und  eine  dunkle  Saumlinie: 
hiezu  kommen  gewöhnlich  schwarze,  metallisch  beschuppte,  nach  innen  gelb  oder  rot  begrenzte  Augenflecke 
in    1  b,    1  c    und    2. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    der    Männchen. 

I.  Vflgl  unten  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  b  nicht  schwarz  gefärbt.  Stirn  borstenhaarig,  schwarz  mit  feinen 
weißen  Seitenlinien,  selten  auch  längs  der  Mitte  weißgrau  aufgehellt.  Hflgl  mit  drei  bis  fünf  Haarquasten, 
am  Ende  der  Rippen   1  b,  2  und  3  (4  und  5). 

A.  Hflgl  unten  ganz  ohne  Wurzelpunkte  oder  Wurzelflecke  und  also  bis  zur  Spitze   der  Mittelzelle  ein- 
farbig ohne  Zeichnungen. 

a.   Beide   Flügel   oben   eintönig   dunkel   bläulich   violett   ohne   Zeichnungen. 

*.  Alle  Discalf lecke  der  Hflgl  von  der  Farbe  des  Grundes  (nicht   rot).  L.  musagetes. 

**.   Wenigstens  der  Discalfleck  in  Feld  1  b  der  Hflgl  rot  ausgefüllt. 

1.  Der  Discalfleck   in   7  der  Hflgl  ist  rot   und  })unktförmig.  L.  anadetna. 

2.  Alle    Discalflecke   der    Hflgl   rötlich    ausgefüllt.  L.  ituria. 

ß.  Flügel  oben  dunkelbraun  ohne  violetten  Anflug;  die  Hflgl  oben  mit  breiter  orangegelber  Saumbinde 
und   schwarzen    Saumpunkten   in    1  b — 5.  L.  rnbricincta. 

B.  Hflgl  unten  wenigstens  im  Felde  7  mit  einem   Wurzelpunkt  oder  Wurzelfleck 

a.  Der  Wurzelfleck  im  Felde  7  der  Hflgl  tritt  nicht  scharf  hervor  und  ist  nie  schwarz  mit  hellem  Ring; 
er  ist  nicht  dunkler  als  die  Grundfarbe  oder  wenigstens  nicht  dunkler  als  die  Discalflecke. 

*.  iS-  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  deutlichen  hellblauen  Hrdfleck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder 
1  a  und  1  b  erreicht.  Stirn  schwarz  mit  feinen  weißen  Seitenlinien  aber  ohne  helle  Mittellinie. 
Hflgl  unten  ohne  Fleck  in  der  Mittelzelle;  oben  fast  ganz  blau  oder  hell  grünlich.  (Bethxjne- 
Baker  führt  diese  Arten  zu  Cupidesthes.) 

§.  cJ-  Der  blau-grünliche  Hrdfleck  der  Vflgl-Oberseite  bedeckt  nicht  die  Mittelzelle,  sondern 
nur  die  Wurzel  der  Felder  1  a  und  1  b.  Die  dunkle  Querlinie,  welche  auf  der  Unterseite 
der  Vflgl  den  Discalfleck  in  1  b  nach  innen  begrenzt,  ist  weit  wurzelwärts  gerückt  und  erreicht 
fast  die  Wurzel  der  Rippe  2.  —  $  mit  Afterwolle.  Beide  Flügel  oben  in  der  Mitte  oder  zum 
größten  Teil  weiß.  • 

1.  (J.    Hrdfleck  der  Vflgl  und  die  Oberseite  der  Hflgl  bis  zum  Irde  violettblau. 

L.  voltae. 

2.  <J.    Hrdfleck  der  \'flgl  hell  silbeublau  oder  grünlich;  Hflgl  oben  am  Vrde  .schwarz,  am  Irde 
breit  weißlich,  sonst  hell  silberblau  oder  grünlich.  L.  arescopa. 

§§.  cJ.  Der  blaue  Hrdfleck  der  Vflgl  bedeckt  die  Mittelzelle  und  erreicht  in  1  a  (und  1  b)  fast 
den  Saum.  —  $  ohne  Afterwolle.  Beide  Flügel  oben  dunkel  graubraun,  in  der  Mitte  nicht 
oder  nur  schwach  aufgehellt. 


LYCÄENESTHES.    Von  Dr.  C.  AuRmLLius.  437 

1.  Die  Discalflecke  der  Unterseite  sind  groß  und  die  innere  dunkle  Begrenzungslinie  des 
Discalfleckes  in   1  b  der  Vflgl  erreicht  fast  die  Wurzel  der  Rippe  2.  L.  lithas. 

2.  Die  Discalflecke  der  Unterseite  kleiner;  die  innere  Begrenzung  des  Discalfleckes  1  b  der 
Vflgl  weit   von  der  Wurzel  der  Rippe   2  entfernt.  L.  thyrsis. 

**.   ^.    Flügel  oben  braun  oder  ganz  dunkel  violettblau  ohne  besonderen  Hrdfleck  der  Vflgl. 

§.  Flügel  oben  dunkelbraun  ohne  violetten  Schiller.     Hflgl  unten  ohne  Fleck  in  der  Mittelzelle. 

L.  leonina. 
§§.  (^.    Flügel  oben  dunkler  oder  heller  violett  blau,  bisweilen  am  Vrde  und  Saume  schwarz. 
t-  Flügel  unten  mit  brauner  oder  dunkelgrauer  Grundfarbe. 

o.  Hflgl    unten    ohne    Fleck    in    der    Mittelzelle.  L.  chirinda. 

L.  pauperula. 
oo.  Hflgl   unten   mit    Wurzelfleck   in  der   Mittelzelle. 

1.  (J.    Vflgl   oben   fast   bis   zum    Saume  dunkel  ^ violettblau.  L.  ligures. 

2.  1^.    Vflgl  oben  mit  einer  wenigstens  an  der  Spitze  etwa  2  mm  breiten,  schwarzen 
Saumbinde. 

a.  Die   schwarze    Saumbinde   der   Vflgl   gleichbreit.  L.  afra. 

L.  alberta. 

b.  Saumbinde  der  Vflgl  gegen  den  Hinterwinkel  allmählich  stark  verjüngt. 

L.  amanica. 
tf.  Flügel  unten  mit  heller,  weißgrauer  Grundfarbe.    Mittelzelle  der  Hflgl  mit  oder  beim 
(J  oft  ohne  Wurzelfleck.   (S.   Vflgl  oben  bis  zum  Saume  ziemlich  hell  violettblau.   $.   Beide 
Flügel  oben  mit  deutlichen  schwarzen  Discalflecken  und  großem  Älittelfleck. 

L.  definita. 

ß.  Der  Wurzelfleck  im  Felde  7  der  Hflgl  tritt  stets   scharf   hervor,    ist   schwarz-rot,   gerundet,   punkt- 
förmig und  von   einem   hellen   Ring  umzogen. 

*.  (^.    Hflgl  unten  mit    1 — 2   Wurzelpunkten  oder   Wurzelflecken  in  der  Mittelzelle. 

§.  (^.    Flügel   oben  wenigstens   im   Wurzelteil   deutlich   blau. 

f.  o-    Flügel  oben  bis  oder  fast  bis  zum  Saume  dunkel  violettblau,  höchstens  mit  feiner, 
schwarzer  Saumlinie. 

o.  Wenigstens   einer  der   Wurzelpunkte  der   Hflgl-Unterseite  rot   oder  rotbraun  aus- 
gefüllt. 

1.  Nur  die  Discalflecke  7  und   1  b  der  Hflgl  rot  ausgefüllt.         L.  rubrimaculata. 

2.  Alle  Discalflecke  der  Unterseite  mehr  oder  weniger  vollständig  rot  ausgefüllt. 

L.  hohleyi. 

3.  Die  Discalflecke  der  Unterseite  nicht  rot  ausgefüllt,   von  der  Farbe  des  Grundes. 

L.  lernnos. 
L.  loa. 
00.  Die  drei  Wurzelpunkte  der  Hflgl-Unterseite  schwarz  ausgefüllt. 

1.  Die    Discalflecke    der    Hflgl-Unterseite   von   der   Farbe   des    Grundes. 

L.  indefinita. 

2.  Die  Discalflecke  der  Hflgl-Unterseite  mehr  oder  weniger  dunkel  ausgefüllt,  be- 
sonders der  im  Felde  7.  L.  sylvanxis. 

tt-  S-    Flügel  oben  nur  an  der  Wurzel  blau  oder  wenigstens  mit  breiter  schwarzer  Saum- 
binde der  Vflgl.  L.  millari. 

L.  otacilia. 
§§.  (j.    Flügel  oben  einfarbig  braun  ohne  Blau. 

a.  Hflgl  unten  nur  im  Felde  2  mit  schwarzem  Saumfleck.  L.  minima. 

b.  Hflgl  unten  mit  je  einem  schwarzen,  gelb  geringten  Saumfleck  in  2 — 5. 

L.  gemmifera. 
**.  (J.    Hflgl  unten  ohne  Fleck  in  der  Mittelzelle. 

§.  cj.   Vflgl  oben  bis  zum  Saume  dunkelviolett  oder  bläulich,  höchstens  mit  einer  feinen  schwar- 
zen Saumlinie, 
f.  Der  Discalfleck  7  der  Hflgl  ist  wie  die  übrigen  Discalflecken  groß  und  eckig,  nicht  oder 
wenig  dunkler  als  diese. 


438  LYCAENESTHES.    Von  Dr.  C.  Auriviluus. 

1.  Der  Saumpunkt  im  Felde  2  der  Hflgl  nach  innen  blutrot  begrenzt.         L.  smithi. 

2.  Der  Saumpunkt  im  Feld  2  der  Hflgl  nach  innen  gelb  oder  rotgelb  begrenzt. 

a.  Der  Wurzelpunkt  im  Felde  7  der  Hflgl  rot  ausgefüllt.  L.  bihe. 

b.  Der   Wurzelpunkt    im   Felde   7   der   Hflgl  schwarz   ausgefüllt.  L.  liodes. 

L.  nigro punctata. 

tt-  Der  Discalfleck  7  der  Hflgl  ist  ganz  wie  der  Wurzelfleck  desselben  Feldes  gerundet, 
punktförmig  und  entschieden  dunkler  und  schärfer  hervortretend  als  die  übrigen  Discal- 
flccke. 

1.  Sowohl  der  Wurzel-,  wie  auch  der  Di-scalpunkt   im  Felde  7  der   Hflgl  rot  au.sgefüllt. 

L.  lasti. 

2.  Beide  Punkte  des  Feldes   7  der  Hflgl  schwarz  ausgefüllt.  L.  princeps. 

L.  Uganda. 

§§.  (J.    Vflgl  oben  an  der  Spitze  und  gewöhnlich  auch  am  Vrde  und  am  Saume  breit  schwarz. 

t-   Hflgl  oben  am  Saume  im  Felde  2  mit  einem  schwarzen  nach  innen  orangegelb  oder  röt- 
lich begrenztem  Punkte. 

1.  Der  Discalfleck  im  Felde  7  der  Hflgl  groß  und  eckig,  nicht  punktförmig  und  nicht 
dunkler  als  die  übrigen  Discalf lecken.  L.  livida. 

2.  Der  Discalfleck  7  der  Hflgl  ist.  ganz  wie  der  Wurzelfleck  desselben  Feldes,  gerundet, 
punktförmig  und  entschieden  dunkler  und  schärfer  hervortretend  als  die  anderen 
Discalflecken.  L.  lunulata. 

L.  sanguinea. 

tt-  Hflgl  oben  ganz  ohne  rotgelbe  oder  gelbe  Flecke  am  Saume.  Discalfleck  7  der  Hflgl 
eckig,  nicht  punktförmig.  L.  levis. 

II.  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  im  Felde  1  b  breit  schwarz  ausgefüllt;  die  schwarze  Farbe  erreicht  fast  die  Mitte 
der  Mittelzelle.  Stirn  weiß  mit  zwei  schwarzen  Borstenlinien.  Hflgl  nur  mit  zwei  Haarquasten  (am  Ende 
der  Rippen  1  b  und  2),  unten  mit  4  schwarzen  weißgeringelten  Punkten  nach  einander  im  Felde  7. 

L.  amnrnh. 

Die  5$  weiclioii  iikht.  mir  oben,  sondern  luerkwüi-digerweise  auch  unten  oft  beträcht liili  von  den  <Jo  "b.  Sie  sind 
in  vielen  Fällen  noch  niclit  oder  ungenügend  bekannt  und  es  ist  mir  leider  darum  nicht,  möglich,  eine  Uebersicht  derselben 
zu  liefern.  In  der  Regel  unterscheiden  sich  die  $$  oben  durch  eine  graue  oder  giauljraune  Grundfarbe  ohne  Blau  oder  niit 
starker  Reduzierung  der  blauen  oder  violetten  Farben.  Dazu  kommt,  daß  beide  Flügel,  oder  wenigstens  die  Vflgl,  oft  oben 
in  der  Mitte  weißlich  aufgehellt  sind.  Di,'  Unter.seite  ist  gewöhnlich  viel  heller  als  beim  o,  mit  kleineren  mehr  getrennten 
oder  teilweise  fehlenden  Flecken. 

mmaijetes.  L.  musagetes  Holl.  (72  a).    Beide  Flügel  oben  bis  zum  Saume  dunkel  bläulich-violett,  ohne  Zeich- 

nungen; Fransen  schwärzlich,  Haarquasten  weiß.  Flügel  unten  braun  ohne  Wurzelflecke;  Mittelfleck  und  Di.scal- 
flecke  eckig,  weiß  begrenzt,  nicht  oder  wenig  dunkler  als  der  Grund;  Hflgl  mit  drei  schwarzen,  nach  innen 
orangerot  begrenzten  und  mit  einigen  bläulichen  Schupi^en  gezierten  Saumpunkten,  je  einem  in  1  b,  1  c  und  2; 
der  in  2  \iel  größer  als  die  anderen.    $  mir  unbekannt.    Sierra-Leone  bis  Angola  und  Uganda. 

anadfiiia.  L.  anadema  Hnm.    Drnce    (71  b)   weicht   von  musagetes   nur  dadurch   ab,    daß   die   Discalflecke  der 

Felder  1  b  und  7  der  Hflgl  rot  ausgefüllt  und  die  Fransen  oben  hellbraun  mit  weißen  Spitzen  sind.  $  unbekannt. 
Nordwest-Rhodesia. 

iluria.  L.   itufia  B.-Bak.  (71  c)  hat  eine  rötlichbraune  Unterseite  und  alle  oder  fast  alle  Di-sCalflecke  der  Hflgl 

orangerot  ausgefüllt;  .stimmt  sonst  mit  musagetes  überein.  $  unbekannt.  Im  Inneren  des  Congo-Gebietes 
bei  Beni,  Makala  und  Mawambe.  h^ 

Tuhricincla.  L.  fubficincta  Holl.  (72  a)  ist  als  J  beschrieben,  wahrscheinlich  aber  ein    $.      Flügel  oben  eintönig 

dunkelbraun:  die  Hflgl  zwischen  dem  Ird  und  der  Rippe  6  mit  einer  gelben,  etwa  4  mm  breiten  Saumbinde, 
welche  6  kleine  .schwarze  Saumpunkte  einschließt  und  nur  durch  eine  sehr  feine  dunkle  Linie  von  den  Fransen 
getrennt  ist.  Flügel  unten  bräunlich  grau,  an  der  Wurzel  bis  zum  Mittelfleck  unbezeichnet ;  Discalflecke  eckig, 
kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe;  Saumflecke  in  1  c  luul  2  nach  iiuien  rotgelb  begrenzt.    Ogowe-Fluß. 

voUac.  L.  voltae   Em.  Sharpe  (71  b).    Geschlechter  ganz  verschieden,    q.    Vflgl  oben  schwärzlich  mit   einem 

hell  violettblauen  Hrdflcck,  welcher  die  Wurzel  der  Felder  1  a — 2  bedeckt,  sich  wenig  über  die  Mitte  des  Hrdes 
ausdehnt  und  nach  vorn  abgerundet  ist ;  Hflgl  oben  ganz  hell  violettblau  mit  schmaler,  schwarzer,  an  der  Spitze 
zu  etwa  2  mm  erweiterter  Saumbindc.  Flügel  unten  weißgrau;  Mttelfleck  und  Discalflecke  dunkel  begrenzt, 
kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe;  Discalflecke  breit  und  eckig;  Hflgl  nur  mit  einem  Wurzelpunkt  (in  7);  am 
Saume  mit  sehr  kleinen  schwarzen,  nach  innen  nicht  gelb  begrenzten  Punkten  in  1  b,  1  c  und  2.    Beim  $  sind 


LYCAENESTHES.    Von  Dr.  C.  Aueivillitts. 


439 


die  Flügel  oben  weiß;  Vflgl  am  Vrde  (bis  zur  Zelle)  schmal,  an  der  Spitze  sehr  breit  schwarzgrau;  der  schwarz- 
graue  Saumteil  ist  an  der  Spitze  etwa  7  mm  breit,  verschmälert  sich  aber  schnell  nacli  hinten  und  läuft  am  Hinter- 
winkel fast  in  einer  Spitze  aus;  Hflgl  mit  einer  etwa  2,5  mm  breiten  dunkelgrauen  Saumbinde,  welche  eine 
gewellte  weiße  Submarginallinie  einschließt.  Unterseite  rein  weiß  mit  denselben  Zeichnungen  wie  beim  (J;  alle 
Flecke  jedoch  von  derselben  Farbe  wie  der  Grund  und  sehr  undeutlich  begrenzt ;  der  Wurzelpunkt  im  Felde  7 
der  Hflgl  scheint  zu  fehlen.  Sierra-Leone,  Ashanti  und  Uganda.  —  gabunica  Auriv.  weicht  vom  typischen  5  gabunica. 
dadurch  ab,  daß  die  Saumbinde  beider  Flügel  viel  breiter,  etwa  5  mm  breit  ist  und  daß  die  Hflgl  oben  am  Vrde 
bis  zur  Rippe  6  dunkelgrau  sind.    Gabun. 

L.  arescopa  B.-Bnk.  (71  c).  q.  M'lgl  oben  schwarz  mit  einem  kleinen  hellblauen  Hrdfleck,  welcher  aresc^pa. 
nach  vorn  abgerundet  ist  und  weder  die  Zelle  noch  die  Wurzel  des  Feldes  2  bedeckt ;  Hflgl  oben  hell  silberblau, 
gegen  den  Ird  weißlich,  am  Vrde  bis  zur  Rippe  6  schwarz;  die  schwarze  Vrdbinde  setzt  sich  als  Submarginal- 
binde  wenigstens  bis  zur  Rippe  4  fort ;  die  Unterseite  stimmt  fast  völlig  mit  der  Unterseite  von  voltae  überein  (in 
der  Originalfigur  findet  sich  jedoch  in  der  Mittelzelle  ein  Wurzelfleck,  welcher  in  der  Beschreibung  nicht  er- 
wähnt wird).  Beim  2  sind  die  Flügel  oben  dunkelbraun  mit  einem  weißen  Mittelfeld  der  Vflgl  und  dem  Wurzelteil 
der  Hflgl  von  der  Rippe  6  bis  zum  Irde  gleichfalls  weiß.  Kamerun,  am  Ja-Fluß.  Es  wäre  möglich,  daß  diese 
Art  mit  gabunica  identisch  sein  köiuite.  Bethune-Baker  liefert  in  seiner  Arbeit  eine  unrichtige  Besclireibung 
von  gabunica. 

L.  lithas  Heu\  (71  c,  ^  Oberseite  als  lunulala).  q.  Vflgl  oben  .schwärzlich  mit  einem  hellblauen  /(7/ia.s. 
Wurzelfleck,  welcher  die  Mittelzelle  und  den  größten  Teil  der  Felder  1  a  und  1  b  bedeckt,  das  Feld  2  aber 
freiläßt;  Hflgl  oben  hell  blau  mit  kleinem  schwarzen  Spitzenfleck  und  feiner  .schwarzer  Saumlinie;  Flügel 
unten  mit  grau  weißer  Grundfarbe  und  großen  breiten  Discalf lecken ;  Hflgl  mit  schwarzem  Wurzelpunkt  im 
Felde  7  und  kleinen  schwarzen,  blau  beschuppten,  nach  innen  rotgelb  begrenzten  Submarginalpunkten  in  1  c 
und  2.  Das  5  ist  oben  braun,  in  der  Mitte  der  Vflgl  hinter  der  Zelle  ein  wenig  weißlich  aufgehellt  und  mit 
4  schwarzen  Flecken  am  Saume  in  der  Analgegend  der  Hflgl.    Sierra-Leone  und  Ashanti. 

L.  thyrsis  Kirby  (71  d).  Das  o  \veicht  oben  vom  lithas-Q  nur  dadurch  ab,  daß  die  blaue  Farbe  der  ihyrsis. 
"\'flgl  auch  den  Wurzelteil  des  Feldes  2  bedeckt;  die  Unterseite  weicht  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten 
Kennzeichen  sowie  durch  die  größeren,  nach  innen  von  dicken  orangegelben  Bogen  begrenzten  Saumflecke 
der  Felder  1  c  und  2  der  Hflgl  ab ;  der  Wurzelfleck  in  Feld  7  der  Hflgl  ist  matt  und  wenig  deutlich,  weder  schwarz 
noch  punktförmig.  Das  9  ist  oben  schwarzbraun  mit  einem  dreieckigen  weißen  Feld  der  Vflgl  zwischen  den 
Rippen  1  und  4  und  mit  zwei  schwarzen  Submarginalpunkten  in  den  Feldern  1  c  und  2  der  Hflgl.  Fernando-Po, 
Gabun,  Französisch  und  Belgisch  Congo.  —  ab.  2  unicolor  a&.  nor.  Beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun  unicolor. 
ohne  Zeichnungen ;  scheint  die  gewöhnlichste  Form  des  Weibchens  zu  sein.  Obgleich  Bethune-B.\ker  Hewit- 
SONs  Figur  des  £  anführt,  erwähnt  er  in  der  Besehreibung  nur  die  Form  vnicolor. 

L.  leonina  B.-Bak.  ist  mir  unbekannt.  Die  Beschreibung  lautet:  ,,cJ.  Beide  Flügel  dunkelbraun;  leonina. 
Hflgl  mit  einem  bleiartigen  Schiller  in  und  hinter  der  Mittelzelle  und  mit  4 — 5  dunklen,  nach  innen  hell  ge- 
säumten Saumflecken.  Unterseite  beider  Flügel  dunkelbraun  mit  hell  begrenzten  Flecken;  Vflgl  mit  einem 
Fleck  am  Zellende  und  einem  über  demselben;  Discalbinde  breit,  dritter  und  vierter  Fleck  (wohl  =  Discal- 
fleck  5  und  4)  vereinigt  saumwärts  gerückt,  fünfter  näher  an  der  Wurzel,  sechster  größer  und  mehr  wurzel- 
wärts  stehend,  und  der  siebente  (=  Discalfleck  1  b)  sehr  groß  und  weit  näher  an  die  Wurzel  gerückt;  Saumteil 
weißlich  mit  einer  Reihe  gebogener  Striche  zwischen  den  Rippen ;  Hflgl  mit  einem  Wurzelpunkt  im  Felde  7 
und  einem  am  Irde;  ein  Fleck  am  Zellende;  die  Discalbinde  beginnt  und  endet  gerade  vor  und  hinter  dem  Fleck 
am  Zellende;  der  zweite  Fleck  (=  Discalfleck  6)  steht  etwas  nach  außen,  der  dritte  und  vierte  (=  Discalflecke  5 
und  4)  vereinigt  und  noch  mehr  sau.mwärts,  der  fünfte  und  sechste  klein,  beide  eingerückt,  der  siebente  undachte 
(=  Discalflecke  1  b  und  1  c)  winkelig  und  noch  mehr  wurzelwärts  stehend;  Saumteil  breit  weißlich  von  einer 
Kappenlinie  geteilt;  ein  schwarzer  Punkt  im  Felde  2  und  am  Analwinkel,  beide  nach  innen  gelb  begrenzt  und 
mit  einigen  glänzenden  Schuppen.  Spannweite  32  mm.  —  Das  $  ist  ganz  braun ;  ich  besitze  jedoch  ein  Stück 
aus  Busoga  mit  einem  weißen  Discalfeld  der  Vflgl  und  einem  gebogenen  Submarginalstreifen  der  Hflgl."  Sierra- 
Leone  bis  Uganda. 

L.  brunnea  Sm.  u.  Ky  (71  d,  e).  Das  ^  ist  unbekannt.  Beim  $  sind  beide  Flügel  oben  und  unten  brunnea. 
eintönig  dunkelbraun;  Vflgl  oben  ohne  Zeichnungen;  Hflgl  oben  mit  schwarzen,  weiß  umzogenen  Saumpunkten 
in  1  c,  2  und  3;  Vflgl  unten  mit  sehr  breiten  Discalf  lecken;  die  innere  Begrenzung  des  Discalfleckes  1  b  erreicht 
fast  die  Wurzel  der  Rippe  2;  Hflgl  unten  nirr  mit  einem  Wurzelpunkt,  welcher  schwarz  ist  und  im  Felde  7  steht; 
Discalfleck  7  schwarz,  punktförmig  und  viel  dunkler,  als  die  übrigen  Discalflecken,  welche  kaum  dunkler  als 
die  Grundfarbe  sind;  Saumflecke  fast  wie  oben,  nur  etwas  kleiner  und  nach  innen  schmal  gelb  begrenzt.  Die 
Art  ist  besonders  durch  den  Saumfleck  im  Felde  3  auf  beiden  Seiten  der  Hflgl  ausgezeichnet.    Ogowe-Fluß. 

L.  mimetica  Ham.  Druce  (7 1  c.  d).  Auch  diese  Art  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt.  Das  $  schließt    mimetica. 
sich  dem  0  von   voltae  (71  b)  an.    Flügel  weiß;  Vflgl  oben  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle,  an  der  Spitze  und  am 


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LYCAENESTHES.     Von  Dr.  AuRn'iLLius. 


Saume  sehr  breit  schwarzbraun,  die  Saumbindo  erreicht  an  der  Ri])j)e  (>  fast  die  Spitze  der  Mittelzelle,  wird 
aber  nach  hinten  allmählich  schnüilor  und  ist  am  Hrde  kaum  mehr  als  2  mm  breit;  Hflgl  oben  mit  einer  etwa 
3  mm  breiten  dunkelbraunen  Saumbinde,  welche  7  (zwei  in  1  c  und  je  einen  in  2 — 6)  dreieckige,  fein  weiß  um- 
zogene,  schwarze  Saumflecke  einsdilicßt:  Fransen  braun.  Beide  Flügel  unten  mit  einer  nach  innen  unregel- 
mäßig begrenzten  hell  bräunlichen  Saumbinde,  welche  die  Discalflecke  einschließt  oder  wenigstens  erreicht; 
die  Discalflecke  stehen  näher  am  Saume  als  gewöhnlich,  diejenigen  des  Feldes  1  b  der  Vflgl  und  der  Felder  1  b 
und  1  c  der  Hflgl  jedoch  weit  mehr  wurzelwärts  als  die  arideren;  Discalfleck  7  der  Hflgl  klein,  schwarz,  punkt- 
förmig; Hflgl  mit  sehr  kleinem  Wurzelpunkt  in  1  a  und  7.    Kamerun,  bei  Bit  je  am  Ja-Fluß. 

chirinda.  L.  chirinda  B.-ßak.  (11  d).    o-    Beide  Flügel  oben  dunkel  violettblau  mit  .sehr  feiner  schwarzer  Saum- 

linie, unten  grau  mit  fein  weiß  gesäumten  Flecken,  welche  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe  sind;  die  Discalflecke 
2- — 6  der  Vflgi  bilden  eine  zusammenhängende  schwach  gebogene  Binde,  der  Discalfleck  1  b  steht  mehr  wurzel- 
wärts und  ist  vom  Discalfleck  2  völlig  getrennt;  Hflgl  mit  zwei  wenig  deutlichen  Wurzelflecken,  einem  in  1  a, 
einem  in  7,  und  zwei  nach  innen  rotgelb  begrenzten  schwarzen  Saumpunkten  in  1  c  und  2.  i.  Flügel  oben  braun 
mit  einem  breiten  weißen  Fleck  der  Hflgl,  unten  mit  weißer  Grundfarbe.  Gaza-Land  im  Chirinda- Walde;  Kap- 
land und  Kilima-Ndjaro;  Ost-Sudan:  Wau.  —  Das  ^  ist  dem  q  von  definita  (71  e)  sehr  ähnlich  und  nur  durch 
die  dunklere  Unterseite  verschieden. 

pauperuhi.  L.  pauperula  Strand  (72  a).    Strand  beschrieb  diese  Form  als  eine  Aberration  von  ukereirensis.  welche 

nur  durch  das  Fehlen  des  Wiu'zelflec-kes  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl  von  der  Hauptform  abweicht.  Bethcke- 
Baker  betrachtet  pauperuln  als  eine  mit  chirinda  sehr  nahe  verwandte  Form,  welche  nur  durch  eine  etwas  ver- 
schieden gebildete  Discalbinde  der  Vflgl  abweicht.    Deutsch-Ost- Afrika  am  Ufer  des  Victoria-Nyanza. 

ligures.  L.  Hgures  Hew.  (=  emolus  Mab.)  (71  f).    o-    Flügel  oben  bis   zur  feinen  dunklen  Saumlinie  dunkel 

violettblau ;  Hflgl  dicht  vor  dem  Saume  mit  einem  schwarzen  Querstrich  oder  zw-ei  Punkten  im  Felde  1  c  und 
einem  Punkte  in  2.  Flecke  der  Unterseite  nicht  dunkler  als  die  braune  Grundfarbe,  fein  grauweiß  begrenzt: 
die  Discalflecke  2 — 7  der  Vflgl  bilden  eine  zusammenliängende  wenig  gebogene  Querbinde,  der  Discalfleck  1  b 
liegt  dagegen  so  weit  mehr  wurzelwärts,  daß  seine  äußere  Grenzlinie  mit  der  inneren  des  Discalfleckes  2  zusam- 
menfällt. Hflgl  unten  mit  drei  AA'urzelflecken  (in  1  a,  7  und  der  Mittelzelle),  welche  weder  punktförmig  noch 
dunkler  als  der  Grund  sind,  und  mit  drei  silberblau  beschuppten,  ringsum  rotgelb  umgebenen  schwarzen  Saum- 
flecken in  1  b,  1  c  und  2;  der  Fleck  in  2  ist  größer  als  die  anderen,  deren  rotgelbe  Begrenzung  sich  stricliförmig 
bis  zum  Ende  der  Rippe  1  a  fortsetzt.  Das  Qist  oben  hell  braun,  am  Saume  der  Hflgl  mit  einer  breiten  weißlichen 
Binde,  welche  z\\ei  dunkle  Linien  einschließt,  und  mit  schwarzen  Saumflecken  in  Feld  2  und  am  Analwinkel; 
Unterseite  weiß  mit  denselben  Zeichnungen  wie  beim  ^.    Ganz  West-Afrika  von  Sierra-Leone  bis  Angola  und 

amanica.  Östlich  bis  Nandi  und  dem  Kilima-Xdjaro.  —  amanica  Strand.  Von  dieser  Form,  welche  Strand  zuer.st 
für  liodes  ansah,  liegen  mir  zwei  Stücke  vom  Kilima-Xdjaro  vor;  auf  das  eine  derselben  paßt  Strands  Beschrei- 
bung vollständig  und  ich  zweifle  darum  nicht,  daß  er  ein  solches  Stück  vor  sich  gehabt  hat.  Das  andere  ist 
oben  etwas  abweichend  und  bildet  eüien  Uebergang  zu  der  Hauptform.  Es  geht  daraus  hervor,  daß  amanica 
eine  Rasse  von  ligure-s  ist.  Sie  stimmt  unten  völlig  mit  ligitres  überein,  ausgenommen  daß  der  Discalfleck  1  b 
der  Vflgl  näher  am  Saume  steht  und  w'eicht  oben  nur  dadurch  ab,  daß  beide  Flügel  eine  schwarze  Saumbinde 
haben;  diese  Saumbinde  ist  an  der  Spitze  der  Vflgl  etwa  2  mm  breit,  nach  dem  Hinterwinkel  aber  allmählich 
verjüngt  und  bildet  an  der  Spitze  der  Hflgl  einen  Fleck,  welcher  den  größten  Teil  des  Feldes  6  bedeckt,  ist  aber 
liguroides.  dahinten  sehr  schmal.  Deutsch  Ost-Afrika:  Amani  und  Kilima-Ndjaro.  —  liguroides  Strand  (72a)  ist  mir  unbe- 
kannt, wii'd  aber  in  folgender  Weise  beschrieben:  ., Weicht  von  der  typischen  Form  ab  durch  geringere  Größe 
(Flügelspannung  25,  Flügellänge  14  mm);  der  Di-scozellularfleck  der  Vflgl  ist  von  der  postmedianen  Binde 
um  weniger  als  seinen  kürzeren  Durchmesser  entfernt,  genannte  Binde  ist  kaum  gebrochen  und  hinter  der 
Rippe  2  im  allgemeinen  kaum  zu  erkennen;  die  Hflgl  zeigen  unten  im  Wurzelfelde  am  Vrde  einen  grauen,  aber 
eigentlich  nur  durch  die  helle  Umrandung  erkennbaren  runden  Fleck;  die  dann  folgenden  Binden  treten,  weil 
ihre  Umgebung  heller  ist,  stärker  hervor  als  bei  ligures;  Fühlerkolben  unten  meist  hell  rötlich.  Abessinien,  bei 
likereiroi.si.t.  Eli.  —  ukercwensis  Strand  stelle  ich  nur  vorläufig  hierher.  Das  c  gehört  nach  Bethune-Baker  zu  ligures,  das 
cJ  aber  vereinigte  er  mit  lemnos.  Strand  gibt  jedoch  an,  daß  diese  Bestimmung  ganz  unrichtig  ist.  Nach  der 
Beschreibung  weicht  das  o  vom  ligures-o  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  oben  eine  3  mm  breite  braune  Saumbinde 

albicans,  haben.  Deutsch  Ost-Afrika.  —  albicans  Grünb.  weicht  durch  rein  weiße  Grundfärbung  der  Unterseite  ab. 
Sesse-Inseln. 

afra.  L.  afra  B.-Bak.  (71  c).     Das  ^  weicht  oben  von  ligures  nur  dadurch  ab,  daß  beide  P'lügel  oben  am 

Vrde  bis  zur  Miltelzelle  und  am  Saume  bicit  schwarz  sind;  die  L^nterseite  weicht  nur  dadm-ch  ab,  daß  die  Wurzel- 
flecke der  Hflgl  viel  kleiner  und  gerundet  sind,     i^  unbekannt.    Kamerun  und  im  Congo-Gebiet  bei  Makala. 

alberta.  L.  alberta  B.-Bak.  (71  d)    ist    auch    den  beiden  vorigen  Arten  .sehr  ähnlich  und  weicht  von  afra  nur 

durch  die  dunklere  braune  Unterseite,  die  breiteren  Discalflecken  sowie  die  Stellung  des  Discalfleckes  1  b  der 
Vflgl  ab;  dieser  steht  mehr  saumwärts,  so  daß  seine  äußere  helle  Grenzlinie  die  Mitte  des  Discalfleckes  2  trifft. 
$  unbekannt.    Congo;  Angola,  Uganda  und  am  Albert-Edward-See. 


Ausgegeben  18.  X.  1923. 


LYCAENESTHES.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 


441 


ruicenzori- 

Cd. 


L.  ruwenzorica  Grünh.  steht  offenbar  den  beiden  letztgenannten  Arten  sehr  nahe  und  fällt  vielleicht 
mit  der  aus  denselben  Gegenden  stammenden  alberta(71d)  zusammen.  Die  Beschreibung  genügt  nicht  um 
diese  Frage  zu  entscheiden;  sie  lautet  wie  folgt:  „Verwandt  mit  L.  ligures  Heiv.  und  ukeretvensis  Strand.  ^■.  Flügel- 
Oberseite  stark  dunkel  violett  schimmernd,  mit  schmalem,  scharfem,  tief  schwarzem  Saumband,  welches  sich 
am  Analwinkel  der  Hflgl  in  den  Feldern  2  und  1  c  zu  dreieckigen  Flecken  erweitert ;  Saumschuppen  und  Schwänz- 
chen des  Hflgls  hell  graubraun;  Grundfarbe  der  Unterseite  hell  bräunlichgrau,  Binden  und  Außenrand  dunkler 
graubraun  mit  deutlich  rostfarbenem  Anflug;  Zeichnungen  ähnlich  wie  bei  ligures,  aber  diffuser,  die  dunkle 
Begrenzung  nur  schwach  angedeutet,  auch  die  hellen  Säume  wenig  ausgebildet;  Discalbinde  im  Vflgl  bis  zur 
Ader  2  mehr  geradlinig  verlaufend,  weniger  gebrochen;  die  hellgesäumten  Basalpunkte  im  Hflgl  unscharf  oder 
ganz  diffus;  Analflecke  im  Hflgl  hell  rostgelb,  die  schwarzen  Kernflecke  vom  Rande  losgelöst,  ziemlich  klein, 
mit  glänzend  blauen  Schuppen  bestreut.  —  2:  Oberseite  (etwas  abgerieben)  matt  schwarzbraun  ohne  schwarzes 
Saumband ;  Saumschuppen  weißlich ;  im  Hflgl  zwischen  den  Adern  1  b  und  6  eine  schmale  weiße  Linie  vor  dem 
Saum,  eine  weißliche  Submarginalbinde  nur  schwach  angedeutet;  der  ch-eieckige  schwarze  Saumfleck  im  Felde  2 
innen  unscharf  gelb  gesäumt;  Unterseite  weiß  mit  besonders  im  Hflgl  ganz  verloschener,  graubrauner  Zeichnung; 
die  gelben  .Analflecke  blaß  und  verwaschen,  die  schwarzen  Kernflecke  scharf.  Länge  des  Vflgls  ^  15 — 17,  $ 
15  mm;  Flügelspannung:  o  -'^ — 30,5,   c  28  mm."    Albert-Edward-See  und  Ruwenzori."' 

L.  definita  Btlr.  (=  nigrocaudata  Pag.)  (71  e).  Butler  gab  1899  diesen  Namen  der  Ai-t,  welche  Trimen  definita. 
zuerst  als  emolus  (1866),  dann  als  liodes  (1887)  beschrieb  und  abbildete.  Dessen  ungeachtet  führt  Bethttne- 
Baker  in  seiner  Revision  Trimens  Art  zu  liodes  Hew.  und  nicht  zu  definita,  was  natürlich  unrichtig  sein  muß. 
Definita  ist  eine  mit  ligures  (71  f)  nahe  verwandte,  durch  die  helle  weißliche  Unterseite  und  die  scharf  gezeich- 
nete Oberseite  des  $  ausgezeichnete  Art.  (J.  Flügel  oben  dunkel  violettblau  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und. 
gewöhnlich  mit  schwarzen  Saumpunkten  oder  Strichen  in  1  c  und  2  der  Hflgl;  Unterseite  hell  weißlich,  so 
daß  die  weißen  Grenzlinien  der  Mittel-  und  Discalflecken  oft  ganz  verschwinden:  die  Discalflecke  3 — 6  und  8 
bilden  eine  zusammenhängende,  fast  gerade  Binde,  auch  der  Fleck  in  2  liegt  sehr  wenig  mehr  wurzelwärts; 
der  Fleck  in  1  b  aber  ist  schmal  und  liegt  so  weit  nach  innen,  daß  er  den  Fleck  2  nicht  berülirt;  Hflgl  mit  einem 
matten  braunen  Wurzelfleck  im  Feld  7  und  auch  mit  einem  solchen  Fleck  in  der  Zelle,  der  jedoch  oft  ganz 
undeutlich  oder  auch  gar  nicht  wahrnehmbar  ist ;  am  Saume  in  1  b,  1  c  und  2  je  ein  schwarzer,  blau  beschuppter 
und  rotgelb  begrenzter  Punkt.  Das  $  weicht  von  allen  anderen  mir  bekannten  Lycaenesthes-^'^  dadurch  ab, 
daß  beide  Flügel  oben  scharf  begrenzte  viereckige  schwarze  Flecke  haben  (Mittelfleck  und  4 — 6  Discalflecke) ; 
beide  Flügel  oben  hell  weißlich  grau  mit  hell  bläulichem  Schiller,  welcher  gegen  die  Wurzel  stärker  ist;  Vrd 
bis  zm-  Mittelzelle  und  eine  etwa  2  mm  breite  Saumbinde  schwärzlich ;  die  Saumbinde  ist  auf  den  Hflgln  und 
in  den  Feldern  1  b  und  2  der  Vflgl  oft  von  einer  gewellten  weißen  Linie  geteilt;  Unterseite  fast  wie  beim  ^  aber 
mit  deutlichem  Wiuzelfleck  in  der  Mitteizelle.  In  Süd-  und  Ost-Afrika  vom  Kaplande  bi'^  Britisch  O.st-Afrika 
und  Uganda  verbreitet.  —  TßiMEN  beschreibt  die  Puppe  als  oben  hell  gelblichgrün,  unten  viel  blasser  glänzend 
weiß  grün,  halbdurchsichtig;  auf  dem  Rücken  eine  feine  dunkle  Mittellinie,  welche  an  der  Grenze  zwischen 
Thorax  und  Hinterleib  einen  deutlichen  lachsfarbigen,  braun  umzogenen  Fleck  hat.  • 

L.  rubrimaculata  Strand  (72  a,  b).    ,,Oben  schwarzbraun,  an  der  Basis  mit  einigen  lebhaft  blau  gefärbten   ruhrimacu- 
Schuppen  (die  Exemplare  nicht  ausgezeichnet  erhalten!),  Saumlinie  schwarz,  am  Saume  der  Hflgl  im  Felde  2  ""• 

ein  runder,  tief  schwarzer,  innen  orangegelb  begrenzter  Fleck  und  dahinter  ein  zweiter,  schwarzer,  quer  ge- 
stellter, undeutlicher,  innen  nicht  orangegelber  Fleck.  Unterseite  grauweißlich  mit  imdeutlichen  grauen,  weißlich 
begrenzten  Zeichnungen,  die  eigentlich  nur  aus  Linien  bestehen,  welche  die  Kontm'en  der  gewöhnlichen  Flecke 
und  Binden  andeuten;  die  Querbinde  ist  weit  saumwärts  gerückt  und  an  den  Rippen  2  und  4  so  scharf  gebrochen, 
daß  die  Innenseite  des  vorhergehenden  Abschnitts  fast  mit  der  Außenseite  des  folgenden  zusammenfällt.  Am 
Saume  eine  anderthalb  Millimeter  breite  graue  Binde,  welche  durch  eine  weiße,  an  den  Rippen  unterbrochene, 
dem  Irde  dieser  Binde  am  nächsten  gelegene  Querlinie  geteilt  wird.  Saumlinie  aller  Flügel  scharf  markiert, 
braun.  An  den  Hflgln  ist  besonders  auffallend  drei  in  einer  saumwärts  schwach  gekrümmten  Querreilie  gestellte, 
lebhaft  orangerote  oder  blutrote,  runde,  scharf  markierte  Subbasalflecke,  von  denen  der  vordere  von  der  Flügel- 
basis um  1,8  mm,  von  dem  folgenden  Fleck  um  2  mm  entfernt  ist,  während  die  beiden  hinteren  unter  sich 
um  2,5  mm  entfernt  sind.  Ein  ebenso  gefärbter,  aber  größerer  und  viereckiger  Fleck  findet  sich  am  Vrde  in 
5  mm  Entfernung  von  der  Basis  und  an  der  Mitte  des  Irdes  ein  wenig  deutlicher,  ebenso  gefärbter  Schrägfleck, 
welche  beiden  Flecke  die  Enden  der  recht  undeutlichen  Querbinde  bilden.  Die  grauen  Zeichnungen  etwa  wie 
auf  dem  Vflgl  und  sämtlich  wenig  deutlich  und  wenig  regelmäßig.  Der  die  drei  Haarpinsel  tragende  Teil  des 
Hflglsaumes  charakteristisch  erweise  etwas  ausgezogen  (verlängert),  so  daß  die  Mitte  der  daselbst  liegenden 
schwarzen,  grünlich  beschuppten  und  innen  orangegelb  begrenzten  Augenflecke  im  Niveau  mit  dem  Saume  der 
Felder  3  und  4  sich  befindet.  Flügelspannung  24,  Flügellänge  13 — 14  mm."  Ein  mir  vorliegendes  ?  gehört 
sicher  zu  dieser  Art.  Flügel  oben  schwarzbraun;  Vflgl  unbezeichnet ;  Hflgl  am  Saume  zwischen  den  Rippen  1  b 
und  6  mit  zwei  feinen  weißen  Linien,  welche  schwarze  Saumflecke  einschließen,  der  Saumfleck  im  Felde  2 
größer  und  innen  von  einem  dicken  orangegelben  Bogen  begrenzt;  Unterseite  rein  weiß;  die  weiße  Begrenzung 
der  Flecke  darum  verschwunden  und  die  Discalflecke  oft  nur  durch  ihre  äußere  dunkle  Begrenzung  angedeutet ; 


XIII 


56 


442 


LYCAEXESTHES.    Von  Dr.  C.  Aiteivilliüs. 


hobleyi. 


lemnos. 


loa . 


die  kleinen  VVurzelpunkte  sowie  die  Discalflecke  in  1  b  und  7  der  Hflgl  rot  ausgefüllt.  Deutsch  Ost-.\frika 
bei  Amani.  —  Bethune-Baker  erklärt  diese  Art  als  mit  lasti  (71  g)  identisch;  wenn  aber  der  Wurzelfleck  in  der 
Mittelzelle  der  Hflgl  überhaupt  als  Artkennzeichen  zuverlässig  ist.  hat  Strakd  darin  recht,  daß  rubriinaculata 
von  lasti  verschieden  sein  muß. 

L.  hobleyi  Neave  (71  e).  ^.  Beide  Flügel  oben  bis  zum  .Saume  dunkel  violcttblau  mit  feiner  schwarzer 
Saumlinie;  Hflgl  mit  schwarzen  Punkten  oder  Querstrichen  am  Saume  in  1  c  und  2;  Flügel  unten  dunkeigrau 
mit  deutlichen  mehr  oder  weniger  rot  ausgefüllten  oder  rot  begrenzten  Discalflecken  und  drei  roten,  scharf 
hervortretenden,  weiß  umzogenen  Wurzelpunkten  der  Hflgl  (in  1  a,  7  und  der  Mittelzelle);  Saumflccke  in  1  b 
und  •!  der  Hflgl  wie  gewöhnlich  innen  rot  begrenzt ;  beide  Flügel  mit  rötlicher  Saumlinie.  Beim  9  sind  die  Flügel 
oben  am  Vrde  und  Saume  sehr  breit  schwarz;  Hflgl  oben  mit  rotgelb  begrenztem  Saumfleck  in  2:  Unterseite 
heller  als  beim   ^.     Britisch  Ost-.\frika  und  Uganda. 

L.  lemnos  Hew.  (71  e,  f).  ^.  Flügel  oben  glänzend  violettblau  mit  feiner  dunkler  Saimilinie.  unten 
graubraun  mit  weiß  begrenzten  Discalflecken,  welche  nicht  oder  nur  wenig  dunklei  als  die  Grundfarbe  sind, 
nur  der  Discalfleck  7  der  Hflgl  ist  oft  dunkel  ausgefüllt:  Hflgl  mit  drei  Wurzelpunkten  (in  1  a.  7  und  der  Mittel- 
zelle), welche  alle  oder  wenigstens  die  beiden  vorderen  rotbraun,  kastanienbraun  oder  dunkel  braun  ausgefüllt 
sind;  schwarze,  grün  beschuppte  und  innen  rotgelb  begrenzte  Saumpunkte  wie  gewöhnlich  in  1  c  und  2.  Beim 
9  erreiclit  die  blaue  Farbe  der  V^flgl-Oberseite  nur  die  Spitze  der  Mittelzelie  und  die  Mitte  des  Feldes  2;  Hflgl 
bis  zur  Mitte  hellblau,  dann  in  großer  Ausdehnung  weiß  mit  schwarzer  Submarginallinie  und  schwarzen  Saum- 
flecken, von  denen  der  in  2  innen  orangegelb  begrenzt  ist;  Unterseite  viel  heller  als  beim  ^,  aber  mit  denselben 
Zeichnungen.  Natal  bis  Britisch  Ost-Afrika  und  Uganda.  —  loa  Strand  scheint  mir  höchstens  eine  Form  von 
lemnos,  die  offenbar  etwas  veränderlich  ist,  zu  sein.  Strand  sagt  von  loa,  welche  er  zuer.st  als  lemnos  beschrieb : 
,,Die  Originalabbildung  von  lemnos  weicht  auf  den  ersten  Blick  dadurch  ab,  daß  die  zwei  vorderen  der  sub- 
basalen Flecke  der  Hflgl  hellrot  sind,  Avährend  bei  meinen  Exemplaren  der  vordere  ganz  oder  jedenfalls  größten- 
teils schwarz  ist,  der  andere  dagegen  mehr  oder  weniger  rötlich  oder  bräunlich  gefärbt;  ferner  tragen  die  Hflgl 
am  Saume  unten  nur  einen  schwarzen,  irmen  rot  umringten  Fleck,  während  meine  Form  außerdem  einen  oder 
zwei  solche  Flecke  im  Analwinkel  trägt.  Hierzu  sei  bemerkt,  daß  die  Wurzelpunkte  der  Hflgl  in  Hewttsons 
Figur  ohne  Zweifel  zu  grell  gefärbt  sind  (im  Text  nennt  Hewitsox  dieselben  nur  ,,rufons")  und  daß  die  schwarzen 
Saumpunkte  am  Analwnnkel  bei  vielen  Lycaenesthes-Arten  veränderlich  sind  (Hewitson  gibt  im  Text  an,  daß 
dort  eine  gelbe  Begrenzung  vorhanden  ist,  welche  in  der  Figur  fehlt).  Ich  möchte  darum  loa  als  die  Form  von 
lemnos  betrachten,    bei  der  nur  einer  der  Wurzelpunkte  der  Hflgl  rötlich  oder  braun  ist.    Deutsch  Ost-Afrika. 


indelinita.  L.  indefinlta  B.-Bak.  (71  c)  weicht  im  männlichen  Geschlecht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  ange- 

führten Kennzeichen  von  den  letzterwähnten  Arten  ab  und  dürfte  nicht  immer  scharf  von  lemnos  unterschieden 
werden  können.  Das  9  hat  nach  Bethune-Baker  die  Flügel  oben  braun;  Vflgl  hinter  der  Zelle  und  der  Rippe  3 
hell  blau;  Hflg!  jnit  dem  radialen  Teil  bis  zum  Saume  hell  bläulich  mit  einer  scharf  hervortretenden  schwarzen 
Submarginalbinde  und  schwarzem,  nach  innen  dunkelgelb  begrenztem  Fleck  in  Feld  2.  beide  Flügel  unten  weiß, 
aber  -mit  denselben  Zeiciinungen  w'ie  beim  (J.  Die  Figur  entspricht  nicht  genau  dieser  Beschreibung,  indem 
die  Hflgl  oben  im  Saumteil  breit  weißlich  sind  ohne  gelbe  Begrenzung  des  Saumfleckes  im  Felde  2,  aber  mit 
deutlichen  schwarzen  Discalpunkten  in  2 — 5;  auf  der  Unterseite  fehlen  die  Wurzelpunkte  in  1  a  inid  in  der  Zelle. 
bigamica.    STRAND  betrachtet  das  9  als  eine  andere  Art  und  netmt  sie  bigamica.    Britisch  Ost-.Airika;  Uganda;  Ruwenzori. 

aylvanus.  L.  sylvanus  Dr.  (74 f).    Diese  altbekannte,  in  West-;\i'rika  weit  verbreitete  Alt  ist    an  den  ch-ei  schwarz 

ausgefüllten  Wurzelpunkten  der  Hflgl  und  den  nach  außen  mehr  oder  weniger  lederbraun  oder  dunkelbraun 
ausgefüllten  Discalflecken  der  Unterseite  kenntlich.  Die  Discalflecke  2 — 6  der  Vflgl  bilden  eine  zusammen- 
hängende fast  gerade  Querbindc;  der  Fleck  in  1  b  aber  liegt  so  weit  mehr  \\urzel«ärts,  daß  er  den  Fleck  in  2 
nicht  oder  nur  mit  seiner  Vorderecke  berührt.  Beim  9  ^i'^d  beide  Flügel  oben  dunkel  schwarzgrau;  die  Vflgl 
bisweilen  in  der  Mitte  aufgehellt,  die  Hflgl  zwischen  den  Rippen  1  b  und  5  oder  6  mit  einer  feinen  weißen  Sub- 
marginallinie und  in  2  mit  einem  nach  innen  gclljlich  begrenzten  schwarzen  Saumfleck;  Unterseite  rein  weiß, 
so  daß  die  weißen  Grenzlinien  der  Flecke  völlig  verschwinden ;  der  Wurzelpunkt  in  der  Zelle  ist  st^hr  klein  oder 
fehlt  und  von  den  Discalflecken  ist  gewöhnlich  nur  die  dunkle  (schwarze)  Ausfüllung  übrig.  Sierra-Leone 
bis  Angola.   —  Die  Raupe  ist  grün   und   wird   von  Ameisen  besucht. 

millari.  L.  miliar!  Trim.  (71  f).    ^J.    Vflgl  oben  schwarzgrau,  die  Mittelzelle  und  der  Wurzelteil  der  Felder  1  a 

und  I  b  hellblau  bestäubt;  Hflgl  oben  noch  heller  blau  mit  schwarzer  V'rdbinde,  welche  die  Zelle  und  die  Rippe  6 
erreicht,  und  einer  etwa  1,5  mm  breiten  Saumbintlc.  welche  die  gewöhnliche  weiße  Submarginallinie  und  die 
schwarzen  Saumflecke  einschließt ;  der  Saumfleck  in  2  ohne  gelbe  Begrenzung;  beide  Flügel  mit  einem  schwarzen 
Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle.  Die  Unterseite  hell  grau  mit  deutlichen  Discalflecken,  welche  in  2  und  3 
nahe  an  der  Zelle  liegen.  Hflgl  mit  drei  dunklen  Wurzelpunkten  (in  1  a,  7  und  der  Mittelzelle)  und  den  gewöhn- 
lichen nach  innen  gelb  begrenzten  Saumflecken  in  1  b,   1  c  und  2.   9  unbekannt.    Natal. 


LYCAENESTHES.     Von  Dr.  C.  Aubivillius. 


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L.  otacilia  Trim.   (=  dulcis  Pag.)   ist   der  vorigen   Art   ähnlich,   weicht  aber   oben  dadurch   ab,   daß   dfariiia. 
die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl  breiter  ist  und  keine  weiße  Submarginallinie  einschheßt;  Unterseite  dunkler, 
graubraun,  nur  zwischen  den  Discalflecken  und  der  Submarginallinie  weißlich.    $  oben  hell  bräunlich,  mit  oder 
ohne  bläulichen  Schiller  an  der  Wurzel.     Vom   Kaplande  bis  Uganda.    —   kikuyti    B.-Bak.   weicht   dadurch    kikuyu. 
ab,  daß  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  mehr  ausgedehnt  ist,  so  daß  die  Vflgl  nur  eine  2^ — 3  mm  breite  schwarze 
Saumbinde    haben.     Britisch    Ost-Afrika,    bei    Kikuyu. 

L.  suquala  Pag.  ist  nach  Bethüne-Bakee,  welcher  das  schlecht  erhaltene  typische  Stück  untersucht  siiquala. 
hat,  nahe  mit  otacilia  verwandt.  Die  Art  wird  von  Pagen.stecher  mit  folgenden  Worten  beschrieben: 
„In  der  Größe  von  ama.ra/i ;  Oberseite  aller  Flügel  tief  dunkelbraun  schimmernd  mit  schwärzlichem  Rande  und 
weißen  Fransen;  die  Hflgl  tragen  einen  schwarzen,  nach  innen  gelV)rot  eingefaßten  Augenfleck.  Die  Unterseite 
aller  Flügel  ist  grau;  die  Vflgl  haben  vier  dunkelbraune,  weißlich  umzogene  Fleckenstreifen,  die  Hflgl  ebenso 
und  am  Vrde  zwei  schwarze  Punkte  und  zwischen  dem  oberen  und  mittleren  Schwänzchen  einen  schwarzen 
Fleck,  der  nach  innen  orange  umzogen  i.st  und  nach  außen  silberhelle  Schüppchen  trägt;  ein  ähnlicher  kleiner 
Fleck  steht  am  hinteren  Schwänzchen;  vor  den  grauen,  nach  außen  dunkleren  Fransen  eine  schwärzliche  Mar- 
ginalbinde."  Wer  sich  mit  Lycaenesthes-Arten  beschäftigt  hat,  sieht  sofort  ein,  daß  diese  Beschreibung  unge- 
nügend ist,  um  die  Art  zu  bestimmen;  sie  paßt  nämlich  ebenso  gut  auf  mehrere  Arten.  Da  nicht  einmal  ange- 
geben wird,  ob  die  Hflgl-Unterseite  einen  Wurzelfleck  in  der  Mittelzelle  hat  oder  nicht,  weiß  ich  nicht  ob  dw- 
Art  in  die  Nähe  von  otacilia  oder  von  Hodes  zu  stellen  ist.    Abessinien:  Suquala. 

L.  minima  Trim.  (71  f)  ist  eine  kleine  Art,   welche  von  allen  verwandten  Formen  dadurch  abweicht,    ininima. 
daß  beide  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun  sind  ohne  Blau ;  Flecke  der  Unterseite  nicht  dunkler  als  die  Grund- 
farbe, wenig  deutlich;  Hflgl  n>it  3 — 4  schwarzen  Wurzelpunkten.    Das  $  hat  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  eine 
weiße  Submarginallinie,  weicht  aber  .sonst  kaum  vom  ^  ab.    Flügelspannung  etwa  22  mm.    Natal  bis  Rhodesia. 

L.  gemmifera  Neave  (72  b)  weicht  von  allen  anderen  Lycaenesthes-Aiten  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl.  'jemmifera. 
auch  am  Ende  der  Rippen  4  inid  5  kurze  Haarquasten  und  auf  der  Unter.seite  4  gleichgroße,  grünlich  beschuppte 
und  rotgelb  geringte,  schwarze  Saumflecke  (in  den  Feldern  2 — 5)  haben.  Flügel  oben  einfarbig  schwarzbraun, 
etwas  bronzefarbig.  Flügel  unten  dunkelbraun  mit  schwärzlichen,  weiß  begrenzten  Zeichnungen,  welche  wie 
gewöhnlich  in  dieser  Artengruppe  angeordnet  sind.  Bethune-Baker  führt  die  Art  zu  seiner  Gattung  Neu- 
rellipes.    Rliodesia. 

L.  smithi  Mab.  (71  g).  ^.  Flügel  oben  einfarbig  hell  bläulich  violett  mit  kupferigem  Glänze  und  .sinHlü. 
feiner  dunkler  Saumlinie;  Unterseite  ziemlich  hell  braungrau  mit  weiß  begrenzten  jVIittel-  und  Discalflecken, 
welche  alle  nicht  oder  wenig  dunkler  als  die  Grundfarbe  und  eckig  sind;  Hflgl  mit  einem  blau  (oder  schwarz) 
ausgefüllten  Wurzelpunkt  im  Felde  7  und  schwarzen,  grün  beschuppten  Saumpunkten  in  (1  b),  Ic  und  2; 
flie  beiden  letzteren  oder  wenigstens  der  in  2  innen  von  einem  blutroten  Fleck  begrenzt.  Beim  $  sind 
dife  Flügel  oben  schwarzbraun;  Vflgl  mit  unscharf  begrenztem  violett  bläulichem  Hrdfleck,  welcher  die  Rippe  4 
erreicht,  aber  nur  einen  Teil  der  Zelle  bedeckt ;  Hflgl  an  der  Wurzel  bläulich  beschuppt  und  am  Saume  violett- 
blau mit  dunkler  Submarginallinie  und  schwarzem  Fleck  im  Felde  2.    Madagaskar. 

L.  bih^  B.-Bak.  (71  g).    (^.    Flügel  oben  dunkel  violettblau  mit  schwarzem  Vrd  und  Saumbinde  der   hiiw. 
Vflgl  und  schwarzem,  innen  rotgelb  begrenztem  Saumfleck  im  Felde  2  (und  1  b)  der  Hflgl;  Vrd  der  Hflgl  bis 
zur  Rippe  7  schwarz;  Unterseite  ziemlich  hell  grau  mit  dunkleren,  scharf  hervortretenden,  weißlich  begrenzten 
Discalflecken,  welche  alle  eckig  sind  und  in  einer  scharf  gebrochenen  Querreihe  stehen;  Hflgl  mit  rot  ausgefülltem 
Wurzelpunkt  im  Felde  7  und  einem  schwarzen  in   1  a;   Saumpunkte  fast  wie  oben.     $  unbekannt.    Angola. 

L.  liodes  Hetv.  ist  Gegenstand  von  vielen  Verwechslungen  mit  anderen  Arten  gewesen.  Butler,  welcher  liodcs. 
das  tjrpische  Stück  aus  Gabun  untersuchte,  hebt  als  Unterschiede  von  definita  Btlr.  (71  e)  (=  liodes  Trim.) 
folgendes  hervor:  ,, die  Grundfarbe  ist  mehrgold  bronzefarbig  als  bei  definita  und  die  Zeichnungen  der  Unterseite 
sind  mehr  braun;  in  den  Vflgln  ist  die  Discalbinde  in  drei  fast  gleichbreiten  und  fast  gleichgroßen  Abteilungen, 
welche  mit  ihren  Ecken  zusammenstoßen,  zerlegt,  wogegen  bei  definita  die  beiden  vorderen  Abschnitte 
zu  einer  zusammenhängenden  Binde  vereinigt  sind;  hinter  der  Costalrippe  der  Hflgl  findet  sich  nahe  an  der 
Wurzel  ein  scharf  begrenzter  schwarzer  Punkt  mit  weißem  Ring;  bei  definita  fehlen  im  Hflgl  die  schwarzen 
Flecke  am  Vrde."  Dazu  mag  noch  Hewitsons  Beschreibung  abgedruckt  werden:  ^J.  Flügel  oben  dunkel 
violettblau  mit  schmaler  dunkelbrauner  Saumbinde  und  weißen  Fransen;  Hflgl  mit  zwei  oder  drei  schwarzen, 
nach  außen  blauweiß  begrenzten  Punkten  nahe  am  Analwinkel;  Unterseite  grauweiß,  beide  Flügel  mit  einem 
Fleck  am  Zellende  und  etwas  hinter  der  Mitte  mit  einer  aus  Flecken  gebildeten  Discalbinde  und  mit  zwei  Sub- 
marginalbinden,  alle  hell  graubraun;  Hflgl  mit  einem  schwarzen  Punkt  an  der  Wurzel  und  am  Analwinkel 
mit  zwei  schwarzen  Punkten,  welche  innen  orangegelb  begrenzt  und  mit  einigen  silbernen  Schuppen  be- 
stäubt  sind.     Sierra -Leone  bis   Angola   (und   Nyassa-Land  ?). 

L.  nigropunctata  B.-Bak.  (71  g).    Steht  der  L.  liodes  sehr  nahe  und  weicht  hauptsächlich  nm'  durch   nigropunc- 


die  viel  dunklere  schiefergiaue  Unterseite  und  die  oben  bis  zum  Saume  lebhaft  violettblaue  Oberseite  ab.  Discal- 


lata. 


444  LYCAENESTHE8.     Von  Dr.  C.  Aueivillius. 

flecke  der  Unterseite  alle  eckig  und  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe;  Hflgl  nur  mit  einem  Wurzelpunkt  (in  7), 
welcher  schwarz  ausgefüllt  ist :  Saumpunkle  oben  schwarz,  unten  nach  innen  rotgelb  begrenzt.  Rhodesia  und 
Kigonsera  in  J)eutsch  Ost-Afrika. 

tis,nii,„ii.  L.  tisamena  Holl.  (71  h  als  ,,ticamenu-s")  ist  mir  unbekannt,  muß  aber  nach  der  von  Beth. -Baker  mitge- 

teilten Abbildung  in  die  Nähe  von  liodes  gestellt  werden.  Beth. -Baker  führt  die  Art  zu  seiner  Gattung  Triclema. 
Holland  beschreibt  die  Art  in  folgender  Weise:  Flügel  oben  einfarbig  dunkel  violett,  unten  mit  hell  rötlich- 
grauer Grundfarbe.  Vflgl  luiten  kurz  hinter  der  Mittelzelle  mit  einer  dunklen  Querbinde,  welche  zwischen  den 
Medianrippen  unterbrochen  und  auf  beiden  Seiten  begrenzt  ist  (es  geht  aus  der  Figur  hervor,  daß  diese  ,,  Quer- 
binde" aus  dem  Mittelfleck  am  Zellende  und  aus  dem  Discalfleck  des  Feldes  1  b  besteht);  dann  folgt  eine  breitere 
und  dunklere  Querbinde  vom  \'rde  bis  zur  Rippe  2  und  endlich  eine  schmale,  braune  Submarginallinie;  Fransen 
dunkelbraun.  Hflgl-Unterseite  mit  zwei  dunkelbraunen  fast  schwarzen,  etwas  dreieckigen  Flecken  am  Vrde, 
einem  am  Ende  der  Mittclzelle  (in  der  Figur  undeutlich)  und  einem  nahe  der  Mitte  des  Irdes;  diese  Flecke 
sind  in  der  Saumhälfte  von  dunklen,  saumwärts  hell  begrenzten  Schattenflecken  begleitet;  die  Submarginal- 
linie der  Hflgl  setzt  sich  auf  den  Hflgln  fort  und  ist  im  Felde  2  und  am  Analwinkel  zu  roten,  schwarz  gekernten 
Flecken  erweitert;  Fransen  wie  auf  den  Vflgln.    Palpen  und  Hinterleib  unten  weiß.    Ogowe-Fluß. 

lasti.  L.  lasti  Sm.  u.  Ky.  (71  g).    o.    Beide  Flügel  oben  bis  zum  Saume  dunkel  violettblau;    Hflgl  am  Vrde 

bis  zur  Rippe  7  schwärzlich  und  mit  schwarzen  Saumpunkten  in  1  b  und  2.  Unterseite  hellgrau  mit  deutlichen 
weiß  begrenzten  Discalflecken,  von  denen  wenigstens  die  in  1  b  und  7  der  Hflgl  rot  ausgefüllt  sind  und  der  in 
7  abgerundet  ist;  Hflgl  mit  roten  weiß  geringelten  Wurzelpunkten  in  1  a  und  7:  Saumflecke  der  Hflgl  in  1  b, 
1  c  und  2  innen  breit  rotgelb  begrenzt.  Das  $  ist  oben  braun  mit  einem  weißen  Felde  in  der  Mitte  der  Vflgl 
und  einem  solchen  Streifen  vor  dem  Saume  der  Hflgl.    Gaza-Land,  Rhodesia,  Deutsch  und  Britisch  Ost-Afrika. 


jtnnu'fis. 


L.  princeps  Btlr.  (  =  neglecta  Trini.)  (71  h).  q.  Flügel  oben  bis  zum  Saume  und  Vrde  hell  bläulich  violett 
mit  deutlichem,  bräunlichem  oder  fast  kupferigem  Glänze;  eine  äußerst  feine  dunkle  Saumlinie;  bisweilen  ein 
schwarzer  Saumpunkt  im  Felde  2  der  Hflgl;  Unterseite  ziemlich  hellgrau  mit  deutlichen,  etwas  dunkleren,  weiß 
begrenzten  Discalflecken,  welche  auf  den  Vflgln  vier  Abschnitte  (die  Flecke  in  1  b,  2  und  3.  4  und  5,  6  undS  ) 
bilden;  Discalfleck  7  der  Hflgl  dunkel  ausgefüllt  mehr  oder  weniger  abgerundet,  selten  etwas  eckig;  ein  schwarz 
gefüllter  Wurzelpunkt  im  Felde  7  und  bisweilen  auch  in  1  a.  Beim  9  sind  die  Flügel  oben  braun,  nur  an  der 
Wurzel  ein  wenig  blau  bestäubt;  Vflgl  bisweilen  in  1  b,  2  und  3  undeutlich  aufgehellt  und  die  Hflgl  am  Saume 
mehr  oder  weniger  weißlich;  Unterseits  ganz  wie  beim  ^.  Von  Sierra-Leone  bis  Natal  und  Abessinien  verbreitet. 
ii,i„,i,i„.  —  Uganda  B.-Bak.  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Flügel  oben  grau  violett  sind  mit  feiner  schwarzer  Saumbinde 
und  einer  schmalen  schwarzen  Vrdbinde  der  Vflgl;  Unter.seite  aschgrau  zwischen  der  Discalbinde  und  der  Sub- 
marginallinie  weißlich.    Uganda. 

;;,.;,/„.  L.  Hvida  Trim.  (12g)    ^J.    Vflgl  oben  schwarzbraun  mit  einem  blauen  Wurzelfeld,  welches  höchstens  die 

Mittelzelle  und  den  größten  Teil  der  Felder  1  a,  1  b  (und  2)  bedeckt;  ein  schwarzer  Querfleck  am  Zellende; 
Hflgl  oben  wenigstens  bis  zur  Mitte  blau  mit  schwarzem  Querstrich  am  Zellende  und  im  Saumteil  mehr  oder 
weniger  \\eiß  mit  nach  innen  gelb  begrenzten  Saumflecken  in  1  b  und  2.  Unterseite  hell  grau  mit  dunkleren 
Discalflecken  und  einem  schwarz  gefüllten  Wurzelpunkt  im  Felde  7.  Das  §  ist  dem  q-  recht  ähnlich  aber  blasser, 
mit  heller  blauer  Farbe  der  Oberseite.     Kapland  bis  Abessinien. 

biniihita.  L.  lunulata  Trim.  (=  hewitsoni  Auriv.;  grosei   Auriv.)   (71c  als  WAas  Obers.,  f,  g,  h).  q.   Vflgl  oben 

blauviolett  schillernd,  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle  und  an  der  Spitze  breit  schwarzbraun  und  dann  mit  oder 
ohne  dunkle  Saumbinde;  Hflgl  ebenfalls  violettblau,  am  Vrde  bis  zur  Rippe  6  breit  schwarz,  am  Saume  schmal 
schwarz  oder  nur  mit  feiner  dunkler  Saumlinie,  im  Felde  2  stets  mit  schwarzem,  nach  innen  sehr  breit  rotgelb 
begrenztem  Saumfleck;  Unterseite  grau  mit  wenig  dunkleren  weiß  begrenzten  Flecken;  die  Discalflecke  der 
Vflgl  bilden  drei  Abschnitte  in  l  b,  2  und  3,  4—8);  der  Discalfleck  im  Felde  7  der  Hflgl  ist  gerundet,  tief 
schwarz  oder  mehr  oder  weniger  mit  rotglänzenden  Schuppen  bedeckt ;  Hflgl  mit  zwei  schwarzen  oder  rot 
beschuppten  Wurzelflecken,  einem  in  1  a  und  einem  in  7;  Saumflecke  der  Felder  1  b,  1  c  und  2  innen  breit 
rotgelb  begrenzt.  Beim  $  ist  die  blaue  Farbe  der  Oberseite  lebhafter  und  reiner  blau  aber  viel  weniger  au.sge- 
dehnt,  auf  den  Vflgln  oft  nur  einen  Streifen  in  1  b  bildend;  Unter-seite  wie  beim  ^.  Eine  recht  häufige  von 
Sierra-Leone  bis  Angola,  Mashuna-Land  und  Mombasa  in  Britisch  Ost-Afrika  verbreitete  Art. 

L.  sanguinea  B.-Bak.  (71h)  kommt  der  lunulata  äußerst  nahe  und  scheint  nur  durch  die  weißliche 
Grundfarbe  der  Unterseite  abzuweichen.    Angola  und  Rhodesia. 


sangitiiKd. 


'o^ 


lerh.  L.  levis  Heu:  (71  i)   ist  eine  kleine,  sehr  ausgezeichnete  Art,  welche  sich  in  gewisser  Hinsicht  den  Arten 

der  folgenden  Gruppe  an.schließt.  S-  Vflgl  oben  schwarz,  in  der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  fast 
bis  zum  Saume  lebhaft  veilchenblau;  Hflgl  in  der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern  1  c— 5  bis  zur  2  mm  breiten 
Saumbinde  ebenfalls  lebhaft  veilchenblau;  also  am  Vrde  bis  zur  Rippe  6  schwarz;  Saumbinde  mit  zwei  sehr 
feinen  bläulichen  Linien,  welche  die  Saumflecke  einschließen,  diese  nicht  rotgelb  begrenzt;  Unterseite  dunkel- 


LYCAENE8THES.     Von  Dr.  C.  ArRniLLiFS.  445 

grau  mit  weiß  begrenzten  Flecken;  die  Di.scalflecke  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe,  oft  aber  an  ihrer  Außen- 
Seite  flecken-  oder  punktförmig  schwärzlich  ausgefüllt,  ganz  wie  bei  vielen  Arten  der  folgenden  Gruppe;  Hflgl 
mit  zwei  schwarzen  Wurzelpunkten  (einem  in  1  a,  einem  in  7)  und  am  Saume  mit  innen  rotgelb  begrenzten 
schwarzen  Punkten  in  1  b,  1  c  und  2.  Beim  ^  sind  die  Flügel  oben  eintönig  dunkelgrau  mit  1 — 3  feinen  weißen 
Querlinien  am  Saume  der  Hflgl  und  schwarzem  nicht  gelb  begrenztem  Saumfleck  in  2;  Unterseite  wie  beim  3. 
Sierra-Leone  bis  Rhodesia. 

L.  amarah  Gner.  (72  b).  Nach  meiner  Ansicht  ist  diese  kleine  Art  unter  allen  afrikanischen  Arten  amarah. 
die  am  meisten  abweichende.  Stirn  weiß,  oben  mit  zwei  Reihen  schwarzer  Borsten;  Hflgl  an  der  Rippe  3  ohne 
Haarquaste;  Zeichnung  der  Unterseite  ganz  abweichend.  ^.  Beide  Flügel  oben  bis  zum  Irde,  Vrde  und  Saum 
hellgrau  mit  deutlichem,  messingfarbigem  oder  kupferigem  Glänze  und  sehr  feiner  dunkler  Saumlinie;  Hflgl 
mit  feiner  weißer  Saumlinie  und  schwarzem,  nach  innen  wenig  gelb  begrenztem  Saumfleck  in  2;  auch  in  1  c 
ein  kleinerer  solcher  Fleck ;  Unterseite  hell  grau  mit  weißen,  dunkelgrau  und  weiß  begrenzten  Discal-  und  Mittel- 
flecken: Vflgl  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  b  fast  bis  zur  Mitte  der  Zelle  tief  schwarz:  Discalfleck  2  sehr  breit,  so 
daß  er  an  der  Rippe  2  mit  dem  Submarginalstrich  des  Feldes  1  b  zusammenhängt ;  der  Discalfleck  1  b  auch 
breit,  aber  mehr  wurzelwärts  stehend;  Hflgl  unten  mit  7  tief  schwarzen,  weiß  umzogenen  Punkten,  je  einem 
Wurzelpunkt  in  1  a.  1  c,  der  Zelle  und  7,  einem  kleineren  an  der  Wurzel  der  Rippe  8,  einem  Discalpunkt  und 
einem  Submarginalpunkt  in  7;  außerdem  haben  die  Hflgl  die  gewöhnlichen  schwarzen,  silbergrün  beschuppten 
Saumpunkte  in  1  b,  1  c  und  2;  dieselben  sind  nach  innen  nur  schwach  gelb  begrenzt;  die  äußeren  weißen  Grenz- 
linien der  Discalflecken  2 — 4  sind  mit  den  inneren  weißen  Grenzlinien  der  Submarginalstriche  der.selben  Felder 
zu  viereckigen  weißen  Flecken  vereinigt.  Das  £  ist  oben  braun  ohne  Metallglanz  mit  zwei  weißen  Querlinien 
im  Saumteil  der  Hflgl  und  viel  dickerer  rotgelber  Begrenzung  der  Saumflecken;  unten  fast  wie  beim  0*. 
Ueberall  auf  dem  Festlande   Afrikas  von   Sierra-Leone  bis  zum  Kaplande  und  Abessinien. 

Dritte  Artengruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  stimmen  entweder  im  Rippenbau  mit  den  Arten  der  beiden  ersten  Gruppen 
völlig  überein  oder  weichen  dadurch  ab.  daß  die  Rippe  8  fehlt  und  die  Rippe  11  mit  12  vereinigt  ist.  Sie  sind 
immer  daran  kenntlich,  daß  die  Vflgl  unten  im  WurzelteU  deutliche  Zeichnungen  haben. 

Die  oft  ganz  verwickelte  und  scheinbar  völlig  unregelmäßige  Zeichnung  der  Unterseite  ist  tatsächlich 
auf  folgende,  bei /arj/r/as  Cr.  (71  h)  deutliche  Grundzeichnung  zurückzuführen:  1.)  Die  Wurzelflccke  oder 
\\'  u  r  z  e  1  p  u  n  k  t  e;  sie  liegen  im  Wurzelteil  innerhalb  des  Ursprunges  der  Rippe  2.  2.)  Der  Mittelfleck; 
am  Ende  der  Mittelzelle.  3.)  Die  Discalflecke;  bilden  eine  mehr  oder  weniger  gebogene  oft  sehr  unregel- 
mäßig gebrochene  oder  unterbrochene  Querreihe  vom  Hrd  oder  Ird  bis  zum  Vrde  in  den  Feldern  1  b — 6,  8 
(und  10- — -11)  der  Vflgl  und  1  a — 7  der  Hflgl;  die  Discalflecke  in  10  und  11  der  Vflgl  sind,  wenn  überhaupt  vor- 
handen, klem  und  natürlicherweise  wurzelwärts  gerückt,  so  daß  sie  zwischen  dem  Vrde  und  dem  Mittelfleck 
stehen.  4.)  Die  S  u  1)  m  a  r  g  i  n  a  1  s  t  r  i  c  h  e  (oder  S  u  b  m  a  r  g  i  n  a  1  f  1  e  c  k  e),  welche  oft  zusammen  eine 
dunkle  S  u  b  m  a  r  g  i  n  a  1  1  i  n  i  e  oder  S  u  b  m  a  r  g  i  n  a  1  b  i  n  d  e  bilden  und  5.)  Die  S  a  u  m  f  1  e  c  k  e  oder 
Sau  m  punkte. 

Alle  diese  Zeichnungen  sind  dunkler  als  die  Grundfarbe  oder  wenigstens  .so  dunkel  wie  diese  und  beider- 
seits (nach  innen  und  außen)  weiß  begrenzt  oder,  wenn  punktförmig,  von  einem  hellen  Ring  umzogen;  diese 
weiße  Begrenzung  der  Flecke  oder  Striche  benenne  ich  die  innere  und  äußere  Grenzlinie.  Die  äußere 
Grenzlinie  der  Submarginalstriche  dient  gewöhnlich  zugleich  als  innere  Grenzlinie  der  Saumflecke.  Wenn 
die  Flecke  ganz  von  der  Farbe  des  Grundes  sind,  treten  nur  die  weißen  Grenzlinien  hervor  und  die  Zeichnung 
der  Unterseite  tritt  scheinbar  als  eine  völlig  fremde  auf.  Um  aber  die  folgende  Artenübersicht  zu  verstehen 
und  benutzen  zu  können,  ist  es  notwendig,  die  Identität  der  weißen  Grenzlinien  festzuhalten  und  die  Zeichnung 
stets  mit  derjenigen  von  larydas  zu  vergleichen. 

Auch  in  dieser  Gruppe  muß  ich  die  Artenübersicht  auf  die  ,^,^  beschränken. 

Hinsichtlich  der  folgenden  Uebersicht  ist  noch  hervorzuheben,  daß  die  Zeichnung  im  Wurzelteil  der  Vflgl  stets  nur 
aus  zwei  eckigen  Wurzslflecken  besteht,  einem  viereckigen  in  1  b  und  einem  oft  fast  dreieckigen  in  der  Mittelzelle;  diese  Flecke 
liegen  entweder  so,  daß  ihre  inneren  Grenzlinien  miteinander  Winkel  bilden  oder  bei  der  Mehrzahl  der  Arten  so,  daß  diese 
Grenzlinien  eine  ganz  gerade  schief  gestellte  Linie  bilden:  auch  die  äußeren  Grenzlinien  bilden  in  diesem  Falle  eine  gerade, 
weniger  schief  gestellte  Linie  und  beide  Flecke  zusammen  ein  tief  schwarzes,  weiß  begrenztes  Dreieck.  Die  Zeichnung  im  Wurzel- 
teil der  Hflgl  besteht  ursprünglich  wie  bei  larydas  aus  5(— 6)  schwarzen,  mehr  oder  wenig  abgerundeten  und  also  selbständigen 
Flecken  je  einem  in  1  a  (1  b),  1  c  und  7  und  zwei  dicht  aneinander  in  der  Mittelzelle.  Bei  der  Mehrzahl  der  Arten  sind  indessen 
diese  Warzelflecke  zu  einem  geraden,  tief  schwarzen,  jederseits  durch  eine  gerade  weiße  Linie  begrenzten  Querstreif  vereinigt. 

Uebersicht  der  ^^. 

I.  Die  Wurzelflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  mehr  oder  weniger  getrennt  und  bilden  nie  eine  gerade  zusammen- 
hängende Querbinde;  der  Fleck  im  Feld  7  fast  immer  abgetrennt  und  abgerundet. 


446  LYCAENESTHES.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

A.  Die  \A'urzelf lecke  der  Vflgl  und  ihre  Grenzlinien   bilden  miteinander  einen   deutlichen  Winkel  (selten 
fehlt  der  Fleck   in    1  b). 

a.  Flügel  oben  bis  zum  Saume  sehr  dunkel  bläulich  violett.  Unterseite  braungrau:  die  Wurzelflecke 
und  die  Discalf lecke  4,  5  und  7  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  schwarz  ausgefüllt,  deutlich  dunkler 
als  die  Grundfarbe. 

*.  Vflgl  unten   mit   Wurzelfleck  im  Felde   1  b.  L.  larydas. 

**.  Vflgl  unten  ohne  Wurzelfleck  im  Felde   Ib.  L.  abrvpta. 

ß.  Flügel  oben  ziemlich  hell  blau  violett.  Unterseite  heller  grau:  ihre  Flecke  nicht  oder  kaum  dunkler 
als  der  Grund.  L.  crawsliayi. 

B.  Die  Wurzelflecke  der  Vflgl  liegen  gerade  hinter  einander  so,  daß  ihre  Grenzlinien  gerade  Linien  bilden. 

a.  Der  Wurzelfleck  in  1  b  der  Vflgl  ist  nicht  breiter  als  der  in  der  Zelle;  beide  bilden  darum  eine  gleich- 
breite Querbinde.    Beide  Flügel  oben  blau  violett.  L.  paraUela. 

[i.  Der  Wurzelflcck  in  Felde  1  b  der  Vflgl  ist  viel  breiter  als  der  AA'urzelfleck  in  der  Zelle,  welcher  nach 
vorn  zugespitzt  ist;  beide  bilden  daher  ein  großes  Dreieck  mit  geraden  Seiten  und  geraden  oder 
fast  geraden  weißen  Grenzlinien.  —  Vflgl  gewöhnlich  nur  mit  10  Rippen  und  die  Rippe  11  eine 
kurze  Strecke  mit  der  Rippe  12  vereinigt. 

*.  Vflgl  oben  zum  größten  Teil  violettblau  oder  wenigstens  mit  blaugrauen  kleinen  Flecken.  Hflgl 
unten  mit  tief  schwarzem,  grün  beschupptem  Saumfleck  im  Felde  3.  Innere  Grenzlinie  der 
Saumflecke  vollständig. 

1.  Beide  Flügel  oben  fast  bis  zum  Saume  lebhaft  violettblau  schillernd  mit  schwarzem  \'rde; 
Vflgl  auch  mit  nach  hinten  verjüngter  schwarzer  Saumbinde.  L.  coerulea. 

2.  A'flgl  oben  schwärzlich  mit  mehreren  kleinen  freien  graublauen  Flecken;  Hflgl  mit  zwei  solchen 
Querli)iien  im  Saumteil.  L.  lamias. 

**.  Vflgl  oben  schwärzlich  ohne  Blau,  bisweilen  mit  grauer  Submarginallinie  oder  mit  gelbem  Discal- 
fleck.  Hflgl  unten  im  Felde  3  nur  mit  kleinem  Saumstriche.  Die  innere  Grenzlinie  der  Saum- 
flecke fehlt    in    1  b  und  2. 

§.  Flügel  oben  schwärzlich  ohne  helle  Zeichnungen.  L.  hades. 

L.  phoenicis. 

§§.  N'flgl    oben    mit    braungelbem    Discalfleck.  L.  marskalli. 

L.  rtffoplugata. 

§§§.  Beide  Flügel  oben  mit  einer  grauen  oder  weißlichen  Submarginallinie. 

1.  Flügel  unten  mit  brauner  Grundfarbe.  L.  kamilüa. 

2.  Flügel  unten  mit  grauer  Grundfarbe.  L.  nigeriae. 

II.  Die  Wurzelflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  zu  einer  geraden  oder  fast  geraden,  tief  schwarzen,  beiderseits 
dinch  eine  fast  gerade  weiße  Grenzlinie  begrenzten  Querlinie  oder  Querbinde  so  vollständig  vereinigt,  daß 
die  einzelnen  Flecke  nicht  wahrnehmbar  sind ;  diese  Wurzelquerbinde  erreicht  nicht  den  Vrd,  sondern  endet 
an  der  Rippe  8. 

A.  X'flgl  oben  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  blau  oder  violett  oder  mit  solchen  Flecken  und  Linien  geziert, 
a.  Hflgl  unten  am  Vrde  im  Felde  8  zwischen  der  inneren  Grenzlinie  der  Wurzelbinde  und  der  inneren 
der  Submaiginalbinde  weiß.  Vflgl  oben  mit  dunkel  violettblauem  Hrdfleck,  welcher  wenigstens  die 
Rippe  2  erreicht.    Hflgl  unten  im  Felde  3  ohne  rot  begrenzten  und  metallisch  beschuppten  Saumfleck. 

*.  Hflgl  oben  in  der  Mitte  mit  einem  großen  dunkel  violetten  Fleck,  welcher  die  Felder  2 — ö  bedeckt 
und  nur  eine  etwa  3  mm  breite  Saunibinde  frei  läßt.  Die  äußere  Grenzlinie  des  Wiu-zelf leckes 
der  Mittelzelle  und  die  innere  Grenzlinie  des  Mittelfleckes  wenigstens  in  den  Vflgln  getrennt. 
Die  Wurzel  der  Felder  2  und  3  ganz  oder  fast  ganz  weiß  ausgefüllt.  Die  innere  Grenzlinie  der 
Submarginalbinde  der  X'flgl  am  Vrde  nicht  fleckenförmig  erweitert.  L.  lachares. 

**.  Hflgl  oben  nur  mit  einem  dunkelblauen  Submarginalstreifen  zwischen  den  Rippen  2  und  5. 

L.  versatilis. 

ß.  Hflgl  unten  nicht  weiß  an  der  Mitte  des  Vrdes.  Die  äußere  Grenzlinie  des  Wurzelfleckes  und  die 
innere  des  Mittelfleckes  in  beiden  Flügeln  \\cnigstens  vorne  zu  einem  weißen  Fleck  oder  Querstrich 
vereinigt. 

*.  Flügel  oben  mit  einem  blauen  oder  violetten  Felde,  welches  auf  den  Vflgln  einen  Hrdfleck  oder 
Hrdstreifen  bildet  und  auf  den  Hflgln  einen  gi-ößeren  oder  kleineren  Teil  der  Wurzel  und  der 
Mitte  bedeckt. 


LYCAENESTHES.     Von  Dr.  C.  Aurivillius.  447 

§.  Die  äußere  Grenzlinie  des  Wurzelfleckes  und  die  innere  des  Mittelfleckes  wenigstens  auf  den 
Hflgln  nur  vorn  vereinigt  und  hinten  getrennt.  Die  innere  Grenzlinie  der  Submarginalbinde 
der  Hflgl  am  Vrde  in  6  oder  7  oder  in  beiden  fleckenförmig  erweitert.  Vflgl  mit  1 1  Rippen 
und  der  Rippe  11  frei  verlaufend.  L.  lysicles. 

§§.  Die  äußere   Grenzlinie  des  Wurzelfleckes  und  die  innere  des  Mittelfleckes  vollständig  zu 
einem  Fleck  vereinigt.    Vflgl  nur  mit  10  Rippen,  indem  auch  die  Rippe  8  fehlt. 

1.  Beide  Flügel  oben  mit  einem  dunkelviolett  schillernden  Felde,  auf  den  Vflgln  am  Hide, 
auf  den  Hflgln  in  der  Mitte.    Rippe  11  der  Vflgl  eine  Strecke  mit  der  Rippe  \i  vereinigt. 

L.  fasciata. 
L.  obscura. 

2.  Nur  die  Vflgl  oben  mit  einem  dunkelvioletten  Hrdstreifen;  Hflgl  oben  einfarbig  schwarz- 
braun mit  zwei  feinen  weißen   Linien  am   Saume.  L.  staudmgeri. 

**.  Beide  Flügel  oben  mit  zahlreichen  lebhaft  blauen  Querlinien  und  Ringen.  Die  äußere  Grenz- 
linie des  Wurzelfleckes  und  die  innere  des  Mittelfleckes  in  beiden  Flügeln  zu  einem  breiten  fa.st 
quadratischen  Fleck  in  der  Mittelzelle  vereinigt.  Die  Grenzlinie  der  Submarginalbinde  der  Hflgl 
in  6  und  7  fleckenförmig  erweitert.     Vflgl  nur  mit    10  Rippen.  L.  lucretilis. 

B.  Vflgl  oben  ganz  ohne  violette  oder  blaue  Felder  und  Zeichnungen  oder,  wenn  etwas  violett  schillernd, 
mit  gelbem  Discalfleck. 

a.   Vflgl  oben  ohne  gelben  Fleck  oder  gelben  Streifen,  höchstens  in   1  b  und  2  undeutlich  und  unscharf 
gelblich  aufgehellt . 

*.  Hflgl  oben  wenigstens  hi  Feld  2  mit  deutlichem  rotgelbem  Bogen  als  innere  Begrenzung  des  Saum- 
fleckes. Die  äußere  Grenzlinie  der  Wurzelbinde  und  die  innere  des  Mittelfleckes  wenigstens 
in  den  Vflgln  völlig  getrennt.    Vflgl  mit   11  Rippen. 

1.  Hflgl  oben  ohne  gelbrote  Submarginalbogen  in  1  c  und  3.    Mittelfleck  der  Vflgl-Unter.seite 
schwarz  ausgefüllt.  L.  lychnides. 

2.  Hflgl  oben  auch  in  1  c  und  3  mit  .schwarzem,  innen  gelbrot  begrenztem  Saumfleck.    Mittel- 
fleok  der  Vflgl-Unterseite  von  der  Farbe  des  Grundes.  L.  rvfomarginata. 

**.  Hflgl  oben  ganz  ohne  gelbe  Zeichnungen.    Vflgl  mit   10  oder  11  Rippen. 

§.  Die  weißen  Grenzlinien  der  Unterseite  sind  sehr  breit  und  miteinander  vereinigt,  so  daß 
die  Grundfarbe  fast  völlig  verdrängt  wird  und  die  Unterseite  weiß  erscheint  mit  weit  ge- 
trennten schwarzen  Flecken  und    Querlinien.  L.  lamprocles. 

§§.  Die  weißen  Grenzlinien  der  Unterseite  von  gewöhnlicher  Breite.    Die  Grundfarbe  tritt  daher 
wie    gewöhnlich  hervor. 

1.  Die  schwarzen  Zeichnungen  der  Unter.seite  Schemen  oben  deutlich  durch. 

a.  Vflgl  oben  ohne  gelbliche  Flecke.  L.  lyzanius. 

b.  Vflgl  oben  in  2  mit  einem  und  in  1  b  mit  zwei  kleinen  eckigen  undeutlichen  gelblichen 
Flecken.  L.  flavomaculata. 

2.  Die  dunklen  Zeichnungen  der   Unterseite  scheinen  oben  nicht  durch.  L.  lacides. 

L.  inconspicua . 

ß.  Vflgl  oben  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  orangegelb  oder  wenigstens  mit  einem  abgerundeten  oder 
elliptischen  gelben  Fleck  in   1  b  (und  2). 

*.  Hflgl  oben  schwärzlich  ohne  gelben  Fleck,  aber  oft  mit  weißlichen  oder  bläulichen  Querlinien 
vor  dem  Saume. 

§.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  der  Hflgl  durch  die  erweiterten  und  zusammengeflossenen 
weißen  Grenzlinien  völlig  oder  fast  völlig  verdrängt.  Vflgl  oben  zwischen  den  Rippen  1  und  3 
mit  einem  großen  abgerundeten  gelben  Fleck.  L.   xavthopoecila. 

§§.  Die  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  tritt  zwischen  den  feinen  Grenzlinien  auf  den  gewöhn- 
lichen Stellen  deutlich  hervor. 

o.  ^'flgl  unten  ohne  gelbliche  Aufhellung  in  1  b   nahe    am   Hinterwinkel.    Der  gelbe  Fleck 
der  Vflgl-Oberseite  steht  nur  im  Felde  1  b  oder  dringt  wenig  in  das  Feld  2  ein. 

a.  Die  innere  Grenzlinie  der  Submarginalbinde  der  Hflgl-Unterseite  am  Vrde  in  6  und  7 
zu   einem    weißen    Fleck   erweitert.  L.  kampala. 

b.  Die  innere  Grenzlinie  der  Submarginalbinde  der  Hflgl-Unterseite  bis  zum  Vrde  schmal 
und  fein.  L.  maeander. 


448  LYCAENESTHES.    Von  Dr.  C.   Aubivillius. 

oo.  Vflgl  unten  mit  deutlicher  gelblicher  Aufhellung  in    1  b  (und  2)  nahe  am  Hintcrwinkel. 

L.  lusones. 

**.  Hflgl  oben  fast  ganz  orangegelb  oder  mit  gelbem   Felde   oder  wenigstens  mit  einer   Querreihe 
gelber  Flecke. 

§.  Die  Anordnung  der  Discalflecken  und  der  übrigen  Zeichnungen  der  Unterseite  wie  bei  allen 
vorhergehenden  Arten  dieser  Gruppe.  Die  Discalflecke  bilden  nicht  eine  zusammen- 
hängende dunkle  Quorbinde:  der  Discalfleok  1  b  der  Vflgl  steht  an  oder  vor  der  Mitte 
des  Feldes.  1  b  und  ist  vom  Discalfleck  2  mehr  oder  weniger  breit  getrennt. 

o.  Hflgl  oben  nur  am  Saume  orangegelb.  Vflgl  oben  mit  den  Rippen  1.  2 — 4.  6  und  7  gelb 
gesäumt  und  außerdem  im  Felde  2  an  der  Wurzel  und  am  Saume  mehr  oder  weniger 
gelb.  Die  innere  Grenzlinie  des  Mittelfleckes  und  die  äußere  des  AVurzelfleckes  m  beiden 
Flügeln  voneinander  getrennt.  L.  radiata. 

oo.  Hflgl  oben  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  orangegelb.    Rippen  dei'  Vflgl 
nicht  gelb  gesäumt. 

t-  Hflgl  oben  nur  mit  schmaler,  aus  Flecken  der  Felder  1  c — 4  gebildeter,  gelber  Di.scal- 
binde.  Die  innere  Grenzlinie  des  Mittclfleckes  und  die  äußere  des  Wurzelfleckes 
in  beiden  Flügeln  zu  einem  weißen  Fleck  in  der  Mittelzelle  vereinigt.        L.  bitje. 

tt.   Hflgl    oben   wenigstens   mit    großem   gelbem    Mittelfeld,   oft   fast   ganz   orangegelb. 

.•  .  Vflgl  oben  am  Vrde  wenigstens  bis  zur  Mittelzelle  und  Rippe  6  breit  schwarz : 
ihre  schwarze  Saumbinde  wenigstens  1,5  mm  breit  und  nach  hinten  nicht 
verschmälert. 

+.  Hflgl  oben  mit  orangegelbem  Mittelfeld,  welches  den  Wurzelteil  der 
Felder  2- — 5  und  die  Spitze  der  Zelle  bedeckt,  aber  ohne  gelbe  Zeich- 
nungen am  Saume.  Grenzlinien  der  Unterseite  erweitert  und  vereinigt, 
blaßgelb,  nicht  weiß:  Flecken   schwarz.  L.  locuples. 

+  +.  Hflgl  mit  orangegelbem  Mittelfeld  und  solcher  Saumbinde,  welche  entweder 
durch  eine  schwarze  Linie  getrennt  oder  fast  ganz  vereinigt  sind.  Die 
Saumbinde  mit  .schwarzen  Saumpunkten  in  allen  oder  fast  allen  Feldern. 

— .  Die  Grenzlinien  rein  weiß,  stark  verbreitet,  einen  weißen  Grund, 
auf  dem  die  schwarzen  Flecke  scharf  hervortreten,  bildend. 
Discalflecke  2 — 6  der  Vflgl  alle  schwarz,  eine  zusammenhängende 
Binde  bildend.  L.  erythropoecila. 

.   Grenzlinien  wie  gewöhnlich  zum  großen  Teil  getrennt  verlaufend. 

Die  Discalflecke  2- — 6  der  Vflgl  stehen  nicht  in  einer  zusammen- 
hängenden Reihe  und  sind  nicht  alle  gleich  gefärbt. 

1.  Das  rotgelbe  Feld  der  Vflgl-Oberseite  ist  abgerundet  und 
die  schwarze  Saumbinde  darum  gegen  die  Flügelspitze  stark 
erweitert.  L.  Jeptines. 

L.   makala. 

2.  Das  rotgelbe  Feld  der  Vflgl-Oberseite  ist  sehr  groß  und  gegen 
die  Flügelspitze  ausgezogen,  so  daß  die  Saumbinde  fast  ganz 
gleich  breit  wird.  L.  mahota. 

X  X .  Vflgl  oben  fast  ganz  rotgelb  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  feiner  schwar- 
zer Vrdbinde. 

+.  Die  schwarze  Vrdbinde  der  Vflgl-Ober.seite  gleich  breit,  etwa  1  mm 
breit;  die  Saurabinde  nach  hinten  zugespitzt.  Die  schwarze  Vrdbinde 
der  Hflgl-Oberseite  setzt  sich  am  Saume  bis  zur  Rippe  4  breit  fort. 

L.  lychnaftes. 

-\--\-.  Die  schwarze  Vrdbinde  der  Vflgl-Oberseite  sehr  schmal  und  in  der 
Mitte  völlig  oder  fast  völlig  unterbrochen;  die  der  Hflgl  nach  hinten 
von  der  Rippe  6  begrenzt. 

1.  Die  Spitze  der  Vflgl  oben  in  einer  Breite  von  2 — 3  mm  schwarz. 

L.  pyroptem. 
L.  leptala. 

2.  Die  Spitze  der  Vflgl  oben  nur  sehr  fein  schwarz.      L.  scintillula. 

L.  aurea. 


449 


Äus,e,eben  20.  IX.  1924.  LYCAENESTHES.     Von  Dr.  C.  Aüeivilliits. 

§§.  Die  Discalflecke  beider  Flügel  sind  zu  einer  zusammenhängenden,  mehr  oder  weniger  ge- 
bogenen fast  ganzrandigen  Discalbnide,  welche  vom  Vrde  bitzum  Hrde  resp.  Ird  gefe  4r- 
emigt  D*.- Disea^fleck  1  b  der  Vflgl  steht  hinter  der  Mitte  seines  Feldes.  Die'^äußerS  Grel 
mien  der  W  urzelflecke  und  die  inneren  der  Discalflecke  sind  auf  beiden  Flügeln  zu  eh.em  groTen 
S™T'f "  ?f ''?  °^'^  Mittelfleck  veremigt.  Beide  Flügel  auße^rdem  zwischeTder 
Discalbmde  und  der  Submargmalbinde  mit  einem  oder  zwei  weißen  Feldern    welche  duich 

bi^i^^ssif -^d'^^^"  "--^"^^- '-  ""--'^'-^^  -^  ^-  ^—  de;  submi^h;:;: 

'■  ^r^'S^f^  ^'"  ^^^^^  '"'  ^-^1  ^''^^'  "'^^  '^^"g*  "^^r  ^'"  ^'^  "•«!  Ir^l  '"it  der  Sub- 
maigmalbuKle  zusammen;  zwischen  den  Binden  findet  sich  demnach  nur  ein  .roßer 
länglicher  weißer  Fleck,  welcher  in  1  b— 5  liest  r  f 

2.  Die  Discalbinde  der  Hflgl  ist  im  Felde  2  nach  außen  gebogen  und  stößt  dort  mit  der  Sub- 
S:r  getem:  """""■    ''''^'""'  "'"'  '"  ''''''  ^'^'^  ^-^^^^-  ^-  ß"^de"  h^  zwei 

nicht  eilrfii^.t'lSd;«"'""''^  ""'  '''"'  •^"'  •""■  ''•^  ??  ^^^^-^^=  -  1--"*-  ^^-"-  i"  ^^-  UeJI^ht 


deutlich  hervortritt,  empfohlen  werdet.      '*'"""'  vertritt,  und  L.  lusones  (72  e),  bei   der   die   Zeichnung  besonders   klar   und 

Linie  ani'viä  t\SX^TchS  Z  ^rrre?,^„l^S%'eTle'^^^^  '^^  «"-«-^-"gefleckt  oder  mit  einer  weißen 

und  den  inneren  des  Mittelfleckes  und  des  DMIeckefltri^  '^T  ''"'^f^  Grenzlinie  der  Wuz-zelflecke 

Die  innere  Grenzlinie  des  Mittelfleckes  ist  iedoch  oft  erw^r/pV,  n.l  ,,r      f 

weniger  vereinigt,  einen  weißen  Flecrird  f  mtelzeUe  b  l.l'n.       T)       '  """n' '"  .«^^"^^'»"^  des  Wurelfleckes    mehr   oder 

fleckes  1  b  liegen  in  einer  geraden  Lhüe^  s^d  aber  norna  drc^  ^l  fT'T  ^''^^''^'T.  "^"^  Mittelfleckes  und  des  Discal- 
folgt  eine  gerade  oder  fast  gerade,  mit  den  leLtgenan  teTs  e  ch  a^.fe  »1.^^^^^  -     •  ^''^^'  ^  voneinander  getrennt.    Dann 

welche  aus  der  ä  u  ß  e  r  e  S  Grenzlinie  des  Disfalftcke Tl  b  de  f  n^  7  ^  Querhn.e  zwischen  den  Rippen  1  und  6  oder  10, 
fleckes  und  bisweilen  auch  aus  dem  innerL  Grenzpunkt  des  DKcälfl.  cLV^"  "IY'^"*^  n'"^''  ^  ""^  ^'  «^^^  ^"ß'^'-"^  des  Mittel- 
Ich  nenne  diese  Linie  die  w  e  i  ß  e  D  i  s  c  a"  H  nTe  sie  vereiniVf  i.  ?  ^  und  dem  äußeren  des  Discalfleckes  10  gebildet  ist. 
marginalstriche.  Weiter  folgt  eine  etwas  sei  ie  geste'llte  ml '  'Ipr  '  ^"  der  B.ppe  1  oft  mit  der  inneren  Grenzlinie  der  Sub- 
1  i  n  i  e  ,  welche  sich  an  der  Rippe  2^t  der  iLlS  Grenzl  nie  de^  S^^^^  ^'-^"fT^  Z''^"  ^"""'  die  w  e  i  ß  e  P  o  s  t  d  i  sc  a  1- 
linien  der  Discalflecken  2  und  3  und  den  innererder  DiscäflecLn^^  ""d  aus  den  äußeren  Grenz- 

flecke 4-6(-S)  bilden  eine  ^-usammenhänS  oder  aS™^  ^^  ^^'^"n  ''«    ^J'  ^"''"'"^  Grenzlinien  der  Discal- 

Rippe  4  sich  gewöhnlich  mit  der  inneren  Ch-eLCTe  der  MnC^J^f^^^^^^^  w  e  i  ß  e  S  u  b  a  p  i  c  a  1  1  i  n  i  e  ,  welche  an  der 
und  zusammenhängend  und  wird  al^die  weiße  Submarel^^nph^^l"^  vereinig  .     Diese  Grenzlinie    ist  stets  deutlich 

fast  inuner,  auch  bei  Arten  bei  denen  dir&m  df^rf^st  7«  f  v^M  ^i"'^^  '^]'  ""'^  "^'^  ^^*'^«'^  Subapicallinie  tritt 

der  Felder  4-0  auf.  Am  Saume  veruX  noch  zwei  we  ße  T  inien  df  ^^''drangt  ist,  die  Grundfarbe  als  eine  dunkle  Binde 
Saumpunkte.  enauien  nocn  zwei  weiße  Linien,  die  äußere  und  innere  Grenzlinie  der  Saumstriche  oder 

überein.  ™' G^tlSS'r^^t In  ?ertS"e?;LtrTuf'odt^If  '^^^'^  ""T  ^^'^^f /«"•^t-dig  mit  derjenigen  der  Vflgl 
Streifen  am  Vrde.     Dann  folgen  die  weiß  begrenzten  W^^^^^^  "^T   J  ^""^t  °der  Querstrich  und  einen  solchen 

binde  vereinigt  sind:  ihre  äußere  GrenXielsf  bald  gan  Jfrei  u^^  entweder  selbständig  auftreten  oder  zu  einer  Quer- 

inneren Grenzlinie  des  Mittelfleckes  zu  "  inem  ÄTpieck  ,n  d^r  7    ,  «'^^"tert  und  mehr  oder  weniger  vollständig  mit  der 

gebrochene  Grenzlinie  der  Discalflecken  iTun^lcsTvorn  ^  Zelle  vereinigt.   Die  innere,  an  der  Rippe  1  b  stets  winkelig 

wie  in  den  Vflgl  durch  die  GrundfarbT  des  Feldes  -1;°^  Sunt"'  D^f  «'-nzlinie  des  Mitt^lfleckes  gerichtet,  aber  ganz 
die  inneren  der  Discalflecke  2  und  3  die  äußere  des  AmtlTfl  *^,  ""'*;  ,^"'.  äußeren  Grenzlinien  der  Discalflecke  1  b  und  1  c, 
Vflgln  eine  zusamnienhängende  oder  Lt  zusLimenhät^end^  und  die  inneren  der  D  scalflecke  6  und  7  bilden  wie  in  den 
mehr  oder  weniger  geschlängelt  ist  Datn  totTTZlT^^l  J  «  ^  ^  ^  D  >  s  c  a  1  1  i  n  i  e  ,  die  jedoch  nicht  gerade,  sondern 
d  i  s  c  a  1 1  i  n  i  e  ,  welche  aus  den  änlVrl,?  P ,.  ?  Jedoch  an  den  Rippen  i  und  6  oft  etwas  unterbrocliene  w  e  i  ß  e  P  o  s  t- 
den  äußeren  der  bS^^ken  fünf  7  zusamm^^^^^^^^^^  ^^'^  '''■  ^-'^  !f"--  der  Discalflecken  4  und  5  und 

weißen  Querstrich,  welcher  an  den  Rippe.rr    nd  f  lewö^  Discalflecken  4  und  5  bilden  einen 

äußeren  Grenzlinien  der  Discalflecken  tHtt  dirGVnnd?rrh.f^cf  ,"  '^'^^'narginallinie  berührt;  zwischen  dieser  und  den 

marginallinie  ist  oft  am  Vrde  in  6  und  ffleckeS  e  erwS  T""      '  '^T^^t  ^^/''^'  '^^"^  ^'^^'^^  ^'^"'°'"-    ^^^  ^^«^^  «"b- 

aus  nach  außen  offenen  Bogen  und  fSi It  WsweHen  ^»7^1  '^'''''^  '^f  ^""^"^f^  ^<^''^^»  Samiilinien  besteht  fast  immer 

Bogen  der  Sauniflecke  vertreten  ist  Die  HfM  haben  w  °der  wenigstens  m  den  Feldern  1  b-2,  wo  sie  durch  die  rotgelben 
elliptische,  mit  glänzenden  M^grünen  od«  fi  beÄenS^.Z^  anderes  angegeben  wird,  di-ei  tiefschwarze,  gerundeti  oder 
in  2  der  größte  und  der  in  1  b  derkl^i^te  ist  die  beiden  T'^"'  bestreute  Saumpunkte  in  1  b,  1  c  und  2,  von  denen  der 
Rippe  1  b  getrennt  sind:  alle  drei  sin^d^^efmet  S  w  iger  vol  ändtlS^lbtegreTzf''^'-'  '"  '"^'  ■^''^  """^  '^^'"^^^  ^'« 
treten  mÄ  L^  ^^ÜÄ  SiS-^S^Ut^i^I^l^ "  f  ""^  "^^f  f^Ä^tß  die  Rippen  deutlich  hervor- 
zu  benutzen.  Die  alten  Figuren  z.B  ^n  HEWItIoV  sWl  'f/.«.  "'1"^°^"^  dieselbe  für  eine  scharfe  Trennung  der  Arten 
neueren  sind  auch  nicht  hinreichLdxunvLled^rwAtfJnKe^.nii-/''''"^  der  Unterseite  kaum  brauchbar  und  viele  der 
suchen  konnte,  war  es  mir  daru.n  n  cht  ni^güThX  Smm^  H    \'' '  mehrere  Arten  nicht  selbst  unter- 

es zweifellos  verdient.  'ogucn  aie  /.eichnung  der  Unterseite  in  der  Artenubersicht  so  zu  benutzen,  wie  sie 

SaumlinL'  Untoike  bi^i'nnlt   ^''f'^^f^f  «ben  einfarbig  dunkel  bläulich  violett  mit  äußerst  feiner  schwarzer  larydas. 

fleck  I  ^^^y^t^:^':::^^;:^  ^^^  ^-  wurz.- 

weiche  sowi;a^h^rä=Lr:,=^^;;f^^^^ 

XIII 

57 


450 


LYCAENESTHES.     Von  Dr.  ('.  AuRiviLUtrs. 


linic  ist  nicht  völlig  normal  ausgebildet  sondern  oft  in  den  Feldern  1  c— 3  ein  wenig  unregelmäßig  oder  unter- 
brochen; die  weiße  Submarginallinie  bei  der  Hauptform  fein  und  frei  verlaufend.  Das  ?  ist  oben  schwarzbraun 
ohne  violetten  Schüler  mit  grauer  Aufhellung  in  den  Feldern  1  b-3  der  Vflgl  und  drei  weißlichen  Querlinien 
im  SaumteU  der  Hflgl,  von  denen  die  beiden  inneren  aus  Bogen  gebildet  sind;  ein  tief  schwarzer  haumtie<>k 
im  Felde  2-  die  Unterseite  fast  wie  beim  ^  aber  mit  dickeren  Grenzlinien.  Häufig  und  von  Sierra-Leone  bis 

kerste,,;.  Natal  und  Uganda  verbreitet.  -  kitrsttm  Gerst.  weicht  nur  durch  hellere  Oberseite  mit  mehr  durchschemen- 
den  Flecken  der  Unterseite  und  durch  etwas  hellere  Unterseite  mit  dickeren  Grenzlmien  ab;  die  weiße  bub- 
marginallinie  oft  mehr  oder  weniger  mit  den  äußeren  Grenzlinien  der  Discalflecken  vereinigt.  Beim  ?  ist  die 
Aufhellung  der  Vflgl-Oberseite  weißlich.    Kommt  hauptsächlich  in  Süd-  und  Ostafrika  vor. 

ahn.pla  L.  afirupta  anede.    „Oberseite    mit  der  von  larydas  Cr.  (71h)  übereinstimmend;  auf  der  Unterseite 

des  Vflcrls  ist  bei  larydas  die  weiße  Randlinie  dos  ersten  basalen  Doppelfleckes  außen  fast  geradlinig,  innen 
von  der^Mitte  ab  einwärts  gebogen;  bei  abrupta  hört  die  innere  Linie  auf  der  Medianrippe  auf,  die  äußere  macht 
etwas  über  der  Medianrippe  einen  kleinen  Bogen  nach  außen  und  endet  auf  dieser  Rippe;  das  ganze  untere 
Stück  des  Basalfleckes  fehlt  also;  der  Mittelfleck  zwischen  Rippe  1  und  Rippe  2  ist  bei  larydas  wie  die  übrigen 
weiß  begrenzt,  bei  abrupta  ist  nur  ein  brauner  spitzer  Fleck  ohne  helle  Randlinie  vorhanden;  der  dann  zwischen 
Rippe  1  und  Rippe  2  folgende  Randfleck  ist  bei  abrupta  innen  nicht  begrenzt  sondern  nur  durch  die  helle 
Grundfarbe  vom  Mittelfleck  getrennt;  Hflgl  wie  bei  larydas  Spannweite  25  mm."  Nach  einem  einzigen  Stuck 
beschrieben  Da  der  emzige  Unterschied  zwischen  dieser  Form  und  larydas  in  der  Ausbildung  der  Flecke  im 
F  e  1  d  e  1  b  der  Vflcrl-Unterseite  besteht,  liegt  der  Verdacht  nahe,  daß  sie  auf  ein  abnormes  Stuck,  bei  dem 
eine  Entwicklungshemmung  der  Zeichnung  dieses  Feldes  eingetreten  ist,  gegründet  wurde.  Kamerun,  im 
Yaunde-Bezirk. 
crawshayi.  L.  crawshayi  Btlr.  (71  h)  ist  durch  die  ganz  verschiedene  Farbe  der  Oberseite  des  ^  leicht  kenntlich; 

unt<Mi  stimmt  sie  fast  völlig  mit  larydas  überein,  hat  aber  kleinere  Wurzelflecke  der  \flgl,  welche  jedoch  bei 
der  Hauptform  ganz  wie  bei  larydas  stehen.  Das  ?  ist  matt  grau  an  der  Wurzel  beider  Flügel  bläulich  beschuppt. 
paralMa.  Sierra-Leone  bis  Uganda.  -  ab.  parallela  ab.  nov.  stimmt  oben  mit  der  Hauptform  überein  und  weicht  unten 
nur  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  ab.  Da  einige  Stücke  von  der  Hauptform  Annäherung 
zu  parallela  zeigen,  ist  sie  wahrscheinlich  nur  eine  Form  von  craivshayi.    Deutsch-Ostafrika. 

roendea  L.  coerulea  Auriv.  (71  i)  c?.    Flügelspannung  22  mm;    Palpen  unten  borstig  beschuppt;  Flügel  oben 

■  ziemlich  hell  violettblau;  Vflgl  mit  schwarzem  Vrde  und  schwarzer  gegen  den  Hinterwinkel  verjüngter  Saum- 
binde- Hflcrl  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle  und  Rippe  6  schwarz  am  Saume  mit  feiner,  innen  weiß  begrenzter 
Saumiinio  und  mit  .schwarzen  Flecken  oder  Strichen  in  1  c-5.  Unterseite  dunkelbraun  niit  etwas  dunkleren 
Flecken  und  feinen  weißen  Grenzlinien ;  die  weiße  Discallinie  der  Vflgl  an  den  Rippen  2  und  4  etwas  unterbrochen 
indem  die  inneren  Grenzlinien  der  Discalflecken  2  und  3  etwas  mehr  wurzelwärts  als  die  äußeren  Grenz  nuen 
des  Discalf  leckes  Ib  und  des  Mittelfleckes  stehen ;  Wurzelfleck  7  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  eckig  vom  halbkreis- 
förmigen Wurzelfleck  der  Mittelzelle  völlig  getrennt;  die  innere  Grenzlinie  des  Discalfleckes  5  trütt  vorn  die 
Mitte  des  Discalfleckes  6,  wodurch  die  weiße  Po.stdiscallinie  hier  völlig  unterbrochen  wu'd;  em  schwarzer  grün 
beschuppter  Saumfleck  auch  im  Felde  3,  derselbe  ist  nur  gegen  die  Rippe  3  rotgelb  begrenzt.  Bei  den  beiden 
mir  vorliegenden  Stücken  haben  die  Vflgl  nur  10  Rippen  und  die  Rippe  11  ist  eine  sehr  kurze  Strecke  mit  der 
Rippe   12  vereinigt.    Das   $  ist  unbekannt.    Kamerun. 

,„>„ia.  L.  lamias^  Hew.  (71  i).    Das  ^  weicht  von  allen  anderen  Arten  durch  die  in  der  Uebersicht  beschriebene 

■  Zeichnung  der  Oberseite  ab;  die  Flecke  der  Vflgl  haben  oft  einen  länglichen  dunklen  Kern ;  J«" ^j'^;^;^  ^^^'^^'^ 
fi.ide.i  siHi  auf  den  Vflgln  4  im  Felde  1  b,  3  in  2,  je  einer  in  3-6,  einer  auf  der  Schlußrippe  der  M.ttelzelle  und 
ein  feiner  Längsstrich  in  1  a.  Flügel  unten  dunkelgrau  mit  schwarzen  oder  schwärzlichen  Flecken  und  dicken, 
teilweise  vereinigten  Grenzlinien;  Vflgl  ganz  normal  gezeichnet;  Hflgl  mit  fast  vereinigten  A\ urzelflecken, 
der  Wurzelfleck  in  1  a  jedoch  frei  und  abgerundet  und  der  in  7  auch  etwas  abgerundet  und  mehr  oder  weniger 
schief  bestellt  ■  in  der  Mittelzclle  sind  die  äußere  Grenzlinie  des  Wurzelfleckes  und  die  mnere  des  Mittelfleckes 
zu  einem  weißen  viereckigen  Fleck  vereinigt;  die  weiße  Submarginallinie  ist  in  4  und  5  vollständig  oder  fast 
vllständig  mit  den  äußeren  Grenzlinien  der  Discalflecken  vereinigt;  die  Grundfarbe  tritt  als  Querstriche  oder 
Querlinien  hauptsächlich  nur  im  Felde  7  zwischen  dem  Wurzel-  und  dem  Discalflecke.  ""Fe  de  6  zwischen 
dem  Discalfleck  und  der  weißen  Submarginallinie,  in  den  Feldern  4  und  5  zwischen  dem  Mittelf  eck  uml  den 
Discalflecken  und  in  den  Feldern  Ib  und  Ic  zwischen  den  Wurzelflecken  und  den  Discalflecken  auf ;  am  Saume 
ein  schwarzer,  grün  beschuppter  Fleck  im  Felde  3  und  dunkle  Saumstriche  zwischen  den  weißen  Saumlinien 
in  4-6  Beim  $  sind  die  Flügel  oben  einfarbig  braun  mit  zwei  undeutlichen  weißen  Linien  oder  Reiheri  von 
Bogen  vor  dem  Saume  der  Hflgl  und  schwärzlichen  Saumpunkten  in  1  c-3;  die  Unterseite  wie  beim  c?  aber 
mit  breiteren  Grenzlinien,  wodurch  die  Grundfarbe  noch  mehr  verdrängt  «ird.  Sierra-Leone  bis  zum  Ogowe-J^  luß. 

Die  drei  folgenden  Arten  sind  offenbar  sehr  nahe  verwandt    Die  Unterschiede  ^^^^J^^l^^^J^^^^^^;^;^^ 
und  Figuren  Bktih-ne-BakeRs   nicht,  ernütteln,   besonders   w<-il  die  Besclu-e.btingen  und  die  -'^'^'"'«l"'  « "'!,"; l>Vha^^^^^^^^^^^^ 
bereins  i.mnen     So  z.  H.  sagt  er  in  der  JBeschreib,.ng.  daß  die  Hflgl  oben  einen  .schwarzen  Sauinfleck  im  Felde  - ]  f»;    \JIfß 
h        t      Z  n  ^^e„,    laren  übereinstimmt,  in  der  Figur  a'  er  haben  die  Hflgl  eine  feine  zusammenhangende,  außen  «eiß 


LYCAENESTHES.   Von  Dr.  C.  Aurivillius.  451 

begrenzte,  schwarze  Saunilinie.  Weiter  sagt  Bethune-Baker  in  der  Beschreibung  von  L.  marshalli,  diese  unterscheide 
siclx  von  phocnicis  dadurcii,  daß  di»  Discalflecke  1  b  und  1  c  der  Hflgl  ganz  dunkel  ausgefüllt  sind,  wälu-end  sie  dagegen  bei 
phoenicis  ganz  von  der  Farbe  des  Grundes  sind;  in  den  Figuren  aber  sind  sie  bei  beiden  Arten  fast  gleich  dunkel  gefärbt.  Bei 
mir  vorliegenden  Stücken  aus  Kamerun,  die  ich  als  phoenicis  betrachte,  sind  sie  auch  deutlich  dunkler  als  die  Grundfarbe. 
Andererseits  treten  in  den  Figuren,  z.  B.  auf  der  Oberseite  der  Hflgl,  Unterschiede  auf,  welche  in  den  Beschreibungen  nicht 
erwähnt  werden.  Wenn  man  sich  auf  die  Figuren  verlassen  dürfte,  wären  die  drei  Arten  in  folgender  Weise  leicht  zu  unter- 
scheiden: 

A.  Hflgl  oben  am  Saume  ohne  schwarze  Zeichnungen,  in  1  c  mit  feiner  weißer  Saumlinie.        L.  hades. 

B.  Hflgl  oben  am   Saume   mit   schwarzen  Flecken  oder   schwarzer    Querlinie. 

a.  Hflgl  oben  zwischen  dem  Ird  und  der  Rippe  6  mit  einer  feinen  schwarzen,  außen  weiß  begrenzten 

Saumlinie.  L.  phoenicis. 

ß.  Hflgl  oben  in  den  Feldern  1  c — 5  mit  freien  schwarzen  nach  innen  abgerundeten  Saumflecken. 

L.  marshalli. 

Wenn  diese  Unterschiede  stichhaltig  sind,  müssen  die  mir  vorliegenden  Stücke  aus  Kamerun  zu  hades,  von  der  sie 
jedoch  durch  den  schwarzen  Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl-Oberseite  abweichen,  geführt  werden. 

Alle  drei  Arten  sind  wahrscheinlich  nur  Formen  einer  etwas  veränderlichen  Art.  Da  ich  aber  diese  Frage  jetzt  nicht 
entscheiden  kann,  muß  ich  mich  darauf  beschränken,  die  Originalbeschreibungen  der  drei  Formen  wiederzugeben. 

L.  hades  B.-Bak.  (71  i)  cj.  ,, Beide  Flügel  emtönig  dunkelbraun,  Vflgl  mit  eimem  undeutlichen  hades. 
dunklen  Fleck  am  Zellende  und  einer  gleichbreiten  dunklen,  gebogenen  Submarginallinie,  welche  vom  Vrde 
bis  zum  Hrde  geht  und  mit  dem  Saume  nicht  parallel  verläuft  (in  der  Figur  ist  sie  mit  dem  Saume  gleichlaufend). 
Unterseite:  beide  Flügel  dunkelbraun  mit  wenig  dunkleren,  fein  weiß  begrenzten  Flecken;  Vflgl  mit  einem 
breiten,  keilförmigen  Wurzelfleck,  einem  länglichen  Fleck  am  Zellende,  vor  denen  ein  kleiner  Fleck  am  Vrde 
steht ;  Discalbinde  unregelmäßig,  Di>;calf lecke  6  und  7  vereinigt,  6  größer  als  7,  4  und  5  noch  größer  und  näher 
am  Saume,  4  mehr  saumwärts  als  5,  3  und  2  wurzelwärts  gerückt,  hinten  den  Mittelfleck  berührend,  2  größer 
als  3  und  ein  wenig  mehr  wurzelwärts,  der  Discalfleck  in  1  b  schief  gestellt,  der  Wurzel  so  stark  genähert,  daß 
er  den  Wurzelfleck  fast  berührt;  eine  gebogene  ziemlich  breite  Submarginallinie,  welche  oben  durchscheint 
und  eine  feine  dunkle  Saumlinie.  Hflgl  mit  der  Wurzelbinde  in  zwei  Abschnitte  geteilt;  der  vordere  Teil  fast 
eiförmig,  der  hintere  unregelmäßig,  am  Hrde  der  Mittelzelle  gebrochen  und  dahinten  zusammengeschnürt; 
ein  länglicher  Mittelfleck;  Discalbinde  unregelmäßig;  die  Discalflecke  6  und  7  vereinigt,  7  größer  und  dunkler 
als  6,  4  und  5  vereinigt  weit  mehr  saumwärts  stehend,  3  sehr  klein  weit  melir  wurzelwärts  gerückt,  2  größer  mit 
ihrer  Innenseite  den  Mittelfleck  berührend;  die  Discalflecke  in  1  c  und  1  b  bilden  miteinander  einen  Winkel  und 
sind  soweit  gegen  die  Wurzel  gerückt,  daß  sie  die  Wurzelbindefast  berühren;  eine  gebogene  Submarginalbinde ; 
vier  kleine  fast  halbmondförmige  schwärzliche  Saumflecke  in  4 — 7;  ein  schwarzer,  mit  metallglänzenden  blauen 
Schuppen  bestreuter,  innen  orangegelb  begrenzter  Saumfleck  in  2  und  ein  ähnlicher  Fleck  am  Analwinkel." 
Sierra-Leone. 

L.  phoenicis  Karsch  (71  i).  ,, Gestalt,  Größe  und  Habitus  durchaus  wie  bei  Triclema  lucretilis  Hetv.,  phoenicis. 
nur  sind  die  Flügel  oberseits  einfarbig  dunkelbraun  ohne  die  zierlichen  blauen  Schuppenringe  von  lucretilis, 
die  Unterseite  der  Flügel  ist  nicht  dunkelbraun  von  Grundfarbe,  sondern  graubraun  und  die  hellen  Binden, 
welche  die  Grundfarbe  in  schmale  ungleich  breite  Querfelder  geteilt  erscheinen  lassen,  sind  nicht  so  blendend 
weiß  wie  bei  lucretilis;  auf  der  Vflgl-Unterseite  schließen  wurzelwärts  zwei  vorn  konvergierende  weiße  Quer- 
striemen ein  dunkelbraunes  dreieckiges  Feld  ein,  auf  welches  nach  außen  hin  zunächst  ein  graubraunes,  schmales 
Querfeld,  dann  ein  die  Flügelmitte  durchziehendes  graubraunes  vor  und  hinter  seiner  Mitte  verdunkeltes 
Querfeld,  alsdann  jenseits  der  Mitte  ein  schmales,  auf  der  Mitte  zwei  dunkelbraune  Flecke  führendes  Querfeld, 
dann  eine  am  Vrde  breite  zwischen  oberer  Radialis  (Rippe  6)  und  unterer  (Rippe  5),  untere  Radialis  und  3.  Me- 
dianast (Rippe  4)  einen  dunkelbraunen  Fleck  führende  und  am  1.  Medianast  (Rippe  2)  verschmälert  zulaufend 
abbrechende  Querbinde,  endlich  saumwärts  außer  der  schmalen  schwärzlichen  Saumlinie  noch  ein  schmales, 
nur  hinter  dem  1.  Medianast  etwas  verbreitertes,  inneres,  dunkler  braunes  und  ein  sehr  schmales,  äußeres,  grau- 
braunes Querfeld  folgen.  Im  Hflgl  wurzelwärts  zwei  große  dunkelbraune  außen  und  innen  .schmal  weiß  ge- 
säumte Flecke,  der  vordere  zwischen  Costaiis  (Rippe  8)  und  Subcostalis  (Rippe  7),  der  hintere  hinter  der  Sub- 
costalis  beginnend  und  etwas  eingeengt  bis  zum  Analrande  ziehend,,  alsdann  am  Vrde  ein  kleinerer  Fleck,  auf 
der  Mitte  zwei  nebeneinander  liegende  Flecke  und  jenseits  der  Mitte  noch  zwei  zwischen  dem  2.  (Rippe  3)  und 
1.  Medianast  (Rippe  2) ;  zwischen  letzterem  und  der  Submediana  (Rippe  Ib)  liegende,  schwanzartig  eingeengt  zum 
Analrande  auslaufende  Flecke  dunkelbraun;  alle  Flecke  innen  und  außen  von  verworrenen  schmalen  weißen 
Querzügen  begleitet;  zwischen  dem  2.  und  1.  Medianast  und  auf  der  Submediana  hier  durch  die  am  Ende  rot 
beschuppte  Ader  geteilt,  liegt  noch  je  ein  großer  schwarzbrauner,  metallischblaue  Schuppen  tragender,  innen 
rot  gerandeter  Fleck,  welcher  auch  bei  lucretilis  nicht  fehlt,  bei  dieser  Art  aber  nicht  rot  gerandet  ist."  Sierra- 
Leone  bis  Uganda  und  Rhodesia. 

L.  marshalli  B.-Bak.  (71  i).    (J.    ,, Unterscheidet  sicfj  von  phoenicis  Karsch  durch  die  Unterseite,  welche  marshalli. 
brauner  ist  mit  den  Wurzelflecken  beider  Flügel  sehr  dunkel  braun;  bei  Karschs  Ai't  sind  sie  von  der  Farbe 


452  LYCAENESTHES.    Von  Dr.  C.  Aukivillius. 

des  Grundes,  d.  h.  grau:  alle  Flei'kc  sind  mehr  braun  ausgefüllt  und  die  Discalfleeke  in  I  b  und  1  c  der  Hflgl 
sind  ganz  dunkel  in  marshaUi,  während  sie  bei  phoenicis  ganz  von  Farbe  des  Grundes  sind."  Sierra-Leone  und 
Nigeria. 

rufoplagafa.  L.  rufoplagata  B.-Bak.  (71  k).    Stimmt  unten  fast  völlig  mit  L.  pJwenicis  überein,  weicht  aber  oben 

dadurch  ab.  daß  die  ^'flgl  in  der  Mitte  einen  großen  abgerundeten  braungelben  Fleck,  welcher  die  Wurzel  der 
Felder  2  und  3  und  die  angrenzenden  Teile  des  Feldes  1  b  und  der  Mittelzelle  bedeckt,  sowie  einen  schwarzen 
Strich  am  Zellende  haben.  Bei  Stücken  aus  dem  Kongo-Gebiet  haben  die  Hflgl  oben  am  Saume  zwei  feine 
weißliche  Linien.    Sierra-Leone  und  Congo-Gebiet. 

kumilila.  L.  kamilila  B.-Bak.  (71  k).    o   ui^d   ?■    Flügel  oben  .schwarzbraun  mit  grauer  oder  weißlicher  Sub- 

marginallinie  und  wenig  deutlichen  dunklen  Saumflecken;  Vflgl  mit  undeutlichem  dunklem  Mittelfleck.  Unter- 
seite kaffeebraiui  mit  dunkleren,  breit  weiß  begrenzten  Flecken  in  gewölinlicher  Anordnung;  die  Wurzelflecke, 
der  Mittelfleck  und  die  Discalfleeke  1  b — 5  der  Vflgl  und  1  b,  3,  -t  und  7  der  Hflgl  sind  scli\\ärzlich  ausgefüllt; 
die  weiße  Submarginallinie  der  Hflgl  in  den  Feldern  3 — 7  zu  viereckigen  Flecken  erweitert.  Sierra-Leone  und 
Nandi-Land. 

nigeriae.  L.  nigetiae  Auriv.  (72  b).     ^.     Zweites  Glied   der  Palpen  untcMi  struppig  behaart ;    Vflgloben   ehitönig 

schwarzgrau  mit  schwarzem  Striche  am  Ende  der  i\Iittc^lzelle  inid  feiner  schwarzer  Saumlinie;  ehie  weißliche 
Submarginallinie  nur  in  den  Feldern  1  b — 3  deutlich ;  dicht  vor  dem  Saume  sind  zwei  helle  Linien  teilweise 
schwach  angedeutet :  Hflgl  an  der  Wurzel  scliwärzlich,  in  der  IMitte  grau  behaart ;  die  schwarze  Saumlinie  ist 
unmittelbar  nach  innen  von  einer  vollständigen  «eißen  Linie  begleitet,  worauf  in  den  Feldern  1  b,  3,  4  und  5 
weiße  Bogen  und  im  Felde  2  ein  schwarzer  Fleck  stehen;  dann  folgt  eine  in  den  Feldern  2 — 5  deutliche  weißliche 
Submarginallinie ;  Fransen  an  der  Wurzel  weiß,  dann  grau ;  Haarquästchen  weißlich ;  die  Zeichnung  der  L^nterseite 
ist  fast  normal  und  geht  am  besten  aus  der  Abbildung  hervor;  die  weiße  Submarginallinie  der  Hflgl  ist  fem 
und  fast  gleich  breit.    Spannweite  19  mm.    Nigeria  bei  Lokoja. 

oculata.  L,  oculata  Sm.  u.  Ky.  (72  b).  Von  dieser  kleinen,  nur  etwa  17  mm  messenden  Art  ist  nur  das  $  bekannt. 

Die  Art  hat  nach  Betiitne-Baker  nur  10  Rijipen  der  Vflgl  und  wird  von  ihm  zur  Gattung  Trichma  geführt. 
BeideFlügel  oben  braun ;  \üg\  ohne  Zeichnungen,  llt'lgl  mit  weißer  Submarginallinie  xnid  scluvarzen  Saumflecken, 
welche  beiderseits  weiß  begrenzt  sind;  die  Saumflecke  in  2  und  3  groß  tief  schwarz  und  deutlich.  Auf  der  Unter- 
seite sind  die  Grenzlinien  vollständig  zu  einem  weißen  Grunde  zusammengeflossen,  auf  dem  die  Flecke  und  die 
eigentliche  Grundfarbe  als  dunkle  Querstreifen  (Vflgl)  oder  feine  Querlinien  (Hflgl)  auftreten.  Hflgl  mit  großen, 
rotgelb  begrenzten  Saumflecken  in  2  und  3.    Ogowe-Fluß. 

lacliarcs.  L.  lachares  Hew.  ($  =  liparis  Gr.-Sm.,  ^  pulcher  S»i.  u.  Ky.)  (71  k).    q.   Flügel  oben  schwarzbraun 

mit  einem  großen,  halbdurchsichtigen,  in  Dunkelviolett  schillernden  Fleck  in  der  Mitte;  dieser  Fleck  bedeckt 
auf  den  \'flgln  den  größten  Teil  des  Feldes  1  b.  mehr  als  die  Hälfte  von  2  und  die  Wurzel  des  Feldes  3,  auf  den 
Hflgln  dagegen  die  Felder  2 — ö,  eine  breite  Saumbinde  jedoch  freilassend;  dieA'flgl  haben  am  Ende  der  Mittelzelle 
obsoksceiLt.  einen  unscharf  begrenzten,  gelblichen  Fleck,  der  jedoch  oft  ganz  fehlen  kann,  ab.  obsolescens  B.-Bak.  Die 
LTntcrseite  ist  schwarzgrau  bis  schwärzlich  mit  breiten  Grenzlinien,  welche  mehr  oder  weniger  vereinigt  sind, 
wodurch  die  Zeichnung  der  Unterseite  sehr  veränderlich  wird;  die  äußere  Grenzlinie  der  Wurzelbinde  und  die 
iiuiere  des  Mittelfleckes  sind  bald  ganz  frei,  bald  wenigstens  in  den  Hflgln  ganz  vereinigt;  die  äußeren  Grenz- 
linien der  Discalflecken  und  die  innere  der  Subnun-ginalbinde  sind  bald  ganz  getrennt,  eine  schmale  gebogene 
Binde  der  Grundfarbe  zwischen  sich  frei  lassend,  bald  mehr  oder  weniger  miteinander  vereinigt.  Beim  '^  (71  k) 
sind  beide  Flügel  oben  dunkelbraun;  A'flgl  gewöhnlich  mit  einem  länglichen,  gelblichen  Fleck  im  Felde  2;  Hflgl 
mit  weißer  Saumlinie,  weißlichen  Bogen  vor  dem  Saume  und  Andeutung  einer  hellen  Submarginallinie  und 
bisweilen  auch  mit  einem  gelblichen  Postdiscalf leck ;  die  Unterseite  ist  durch  die  Vereinigung  der  Grenzlinien 
weiß,  die  dunklen  Zeichnungen  des  q  sehr  reduziert  und  die  Grundfarbe  in  ganz  normaler  A\'eise  verdrängt. 
Die  Raupe  ist  grün,  vor  der  Verpuppung  rötlieh,  lebt  auf  der  Unterseite  der  Blätter  üirer  Nährpflanze  und  wird 
von  Ameisen  der  Gattung  Pheidole  eifrig  aufgesucht.    Sierra-Leone  bis  Gabiui. 

vcrsaiilis.  L.  versatilis  B.-Bak.  (71  k).    (J.     Steht  offenbar  der  vorigen  Ai't  selir  nahe  mid  weicht  oben  dadurch 

ab.  daß  die  ^'flgl  nur  einen  violettblauen  Längsstreif  im  Felde  1  b  und  die  Hflgl  einen  dunkelblauen  Querstreif 
in  den  Feldern  2 — 4  haben.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Grenzlinien  zu.-^ammengeflosscn  und  die  Zeichnungen 
denen  von  lachares  recht  ähnlich.    $  unbekannt.    Gabun. 

hiicliholzi.  L.  buchholzi  Platz.    ,.Die  Oberseite  des  ^  ist  einfach  blauschwarz,  die  des  ?  schwarzbraun  mit  einem 

eiförmigen,  orangen  Fleck  in  einiger  Entfcriunig  vom  Hrd  und  Hiiiterwinkel  der  Vflgl.  am  Saume  der  Hflgl 
zeigen  sich  in  Zelle  1  und  2  je  ein  feiner,  blauer  Strich  und  in  letzterer  ein  demselben  zugekehrtes  oranges  Mönd- 
chen.  Die  Unterseite  ist  der  von  L.  larydas  sehr  ähnlich,  auffallend  unterscheidet  sie  sich  aber  durch  den  an 
der  Wurzel  weißen  Vrd  der  Vflgl  und  die  schräge,  r.eiße  Linie  daneben,  sowie  durch  die  einwärts  orange  Em- 
fassung  der  beiden  Augenflecken  am  Saum  der  Hflgl."    „Vflgl  13 — 14  mm."    Kamerun  bei  Mctoria.  —  Ob- 


LYCAEXESTHES.    Von  Dr.  C.  AuEmixirs.  453 

gleich  die  Beschreibving  ungenügend  ist  um  die  Art  sicher  zu  bestimmen,  bin  ich  jedoch  überzeugt,  daß  sie 
entweder  mit  L.  lachares  oder  lysicles  identisch  sein  muß.  Die  Frage  kann  nur  durch  Untersuchung  des  typischen 
Stückes  im  Greif swalder  Museum  gelöst  werden.  Bethu>'e-Bakzb  hat  die  Beschreibung  des  q  unrichtig  übersetzt 
und  dadurch  unverständlich  gemacht. 

L.  melambrota  HoU.  (72  c)   Ist  eine  kleine  Art,   von  der  bisher  nur  ein  Stück  f2?)  bekannt  Ist.   Die  melambro- 
Beschreibung  lautet :  Oberseite  ist  schwärzlich  mit  bläulichem  Schiller;  Hflgl  mit  grauen  Fransen;  eine  schmale  '"• 

schwarze  Saumlinie  nach  innen  durch  eine  ebenso  feine  weiße  Linie  begrenzt  und  dann  eine  Serie  von  schwarz 
gekernten  grauen  Augenflecken.  Unterseite  weiß  mit  hellgrauen  und  .schwarzen  verwickelten  Zeichnungen 
geziert ;  am  Saume  beider  Flügel  eine  Reihe  von  schwarz  gekernten  Augenflecken  mit  weißen  oder  in  den  Feldern 
2  und  3  der  Hflgl  rotgelben  Pdngen :  die  Augenflecke  sind  in  beiden  Flügeln  nach  innen  von  einer  dunkelbraunen 
Linie  begrenzt.    Französisch  Congo:  Ogowe. 

L.  lysicles  Heu:.  (11  k).  o-  Flügel  oben  schwärzlich ;  Vflgl  mit  glänzend  dunkelblauem  Längsstreif  in  1  a  lyncles. 
und  1  b;  Hflgl  mit  dreieckigem  blauem  Fleck  am  Hrde  der  Mittelzelle  und  an  der  Wurzel  der  Felder  2  und  3", 
mit  breiter  blauer  Submarginalbinde  zwischen  den  Rippen  2  imd  4  und  feiner  blauer  oder  weißer  Saumlinie 
von  der  Rippe  1  b  bis  zur  Rippe  4.  Unterseite  dunkel  .schwarzgrau  mit  gleich  gefärbten  oder  teilweise  dunkleren 
(die  Dlscalflecke  1  b,  1  c,  4,  5  und  7,  sowie  der  Mittelfleck  und  der  Wurzelfleck  der  Hflgl  sind  oft  fast  schwarz) 
Flecken  und  mäßig  breiten  Grenzlinien;  Feld  3  der  Hflgl-Unterseite  ohne  Augenfleck  am  Saume;  die  weißen 
Dlscal-  und  Postdlscallinien  der  Vflgl  fast  ganz  gerade.  Das  5  ist  oben  einfarbig  dunkelbraun  mit  feiner  weißer 
Saumlinie  imd  Bogen  und  imdeutlicher  Submarginallinie  der  Hflgl;  L'nterseite  wie  beim  ^  aber  mit  breiteren 
Grenzlinien.    Sierra-Leone  bis  Gabun. 

L.  fasciata  Auriv.  (=  subnitens  B.-Bak.)  f 72  c),  ^.  Flügel  oben  schwärzlich;  Vflgl  mit  der  Mittel-  fascitOa. 
zelle  und  einem  breiten  Hrdstreifen  in  1  a  imd  1  b  wenigstens  bis  zur  Mitte  der  Rippe  2  dunkel  violettblau 
schillernd ;  Hflgl  mit  einem  großen  dreieckigen,  ähnlich  gefärbten  Felde,  welches  die  Mittelzelle  und  die  Felder 
1  c — 5  bis  etwa  2  mm  vom  Saume  bedeckt,  und  mit  zwei  feinen  undeutlichen  solchen  Linien  am  Saume.  Unter- 
seite schwarzgrau  mit  normal  entwickelten  freien  Grenzlinien  und  wenig  dunkleren  Flecken;  nur  in  der  Mittel- 
zelle Ist  die  äußere  Grenzlinie  des  Wurzelfleckes  mit  der  inneren  des  Mittelfleckes  vereinigt;  die  Discalflecke 
2 — 5  der  Vflgl  und  1  b,  1  e,  2 — 5  und  7,  wie  auch  der  Mittelfleck  der  Hflgl  mehr  oder  weniger  schwarz  ausgefüllt; 
Hflgl  nur  mit  einem  voll.ständigen  Augenfleck  (im  Felde  2),  die  in  1  b  und  1  c  winzig  klein  oder  fehlend  und  ohne 
rotgelbe  Begrenzung.  Beim  2  sind  die  Flügel  oben  .schwarzbraun  mit  einer  gebogenen,  aus  Flecken  oder  Strichen 
gebildeten  weißlichen  SubmarginaUinie  und  die  Hflgl  außerdem  mit  den  gewöhnlichen  beiden  hellen  Saum- 
linien. Die  Unterseite  weicht  von  derjenigen  des  rj  nur  dadurch  ab,  daß  die  Grenzlinien  der  Mittelzellen  ge- 
trennt oder  fast  getrennt  bleiben  und  daß  die  weiße  SubmarginaUinie  der  Hflgl  im  Felde  6  fleckenartig  entwickelt 
ist.  Spannweite  19 — 21  mm.  Palpen  unten  beim  jj  fast  glatt,  beim  $  borstig  beschuppt.  Sierra-Leone  bis 
zum  Congo- Gebiet. 

L.  obscura  Harn.  Drc.  (12  b).    Das  ^  Ist  dem  o  von  fasciata  (72  c)  sehr  ähnlich  imd  scheint  niu-  durch  obsrura. 
die  dunklere,  mehr  eintönig  schwärzliche  Unterseite  und  die  feineren  Grenzlinien  derselben  abzuweichen;  die 
weiße  SubmarginaUinie  der  Hflgl  im  Felde  6  fleckenartig  erweitert.    5  unbekannt.    Kamerun  bei  Bit  je. 

L.  staudingeri  Sm.  u.  Ky.  (72  c).  q.  Flügel  oben  schwarzbraun;  Vflgl  mit  einem  divakelhlauen  sfaudingerL 
Hrdstreif en  im  Wurzelteil  von  1  a  und  1  b ;  Hflgl  nur  mit  zwei  feinen  hellen  Linien  am  Saume.  Die  Unterseite 
ist  schwärzlich  mit  feinen,  aber  steUenwelse  erweiterten  oder  vereinigten  Grenzlinien;  auf  beiden  Flügeln  findet 
sich  in  der  Mittelzelle  nahe  ihrer  Spitze  ein  weißer  Fleck,  welcher  in  gewöhnlicher  Weise  durch  Vereinigung 
der  Grenzlinien  entstanden  ist;  die  weiße  SubmarginaUinie,  welche  sonst  sehr  fein  oder  sogar  unterbrochen 
ist,  bUdet  am  Vrde  beider  Flügel  in  den  Feldern  6  und  7  einen  weißen  Fleck;  Augenflecke  der  Hflgl  wie  bei 
fasciata  und  lucretilis,  der  im  Felde  2  jedoch  innen  ohne  rote  Begrenzung  niu"  mit  weißem  Bogen.  Diese  Art 
ist  offenbar  einerseits  mit  fasciata,  andererseits  mit  lucretilis  nahe  verwandt  und  es  scheint  mir  nicht  natürUch, 
dieselbe  generisch  von  diesen  zu  trennen.  Beim  einzigen  mir  vorliegenden  Stück  (aus  Sierra-Leone)  ist  übrigens 
die  Rippe  11  deutlich  mit  der  Rippe  12  eine  Strecke  vereinigt!  Beim  2  sind  die  Flügel  oben  braun  mit  einer 
weißUchen  SubmarginaUinie  der  Vflgl  und  heUerer  Unterseite.    Sierra-Leone  bis  zum  Congo- Grebiete. 

L.  lucretilis  Hev:.  (72  c).  Beim  q  sind  die  Flügel  oben  schwarz  mit  zahlreichen  feinen  lebhaft  blauen  lucretilis. 
Querstrichen  und  QuerUnien,  welche  die  Grenzlinien  der  Unterseite  entsprechen;  durch  diese  Zeichnung  weicht 
die  Art  von  aUen  anderen  bisher  bekannten  sofort  ab.  Die  Unterseite  ist  fast  schwarz  mit  feinen  Grenzlinien 
und  ist  derjenigen  von  staudingeri  ganz  ähnUch;  die  MittelzeUen  durch  Verschmelzung  der  Grenzlinien  mit 
einem  weißen  Fleck  und  die  weiße  SubmarginaUinie  am  Vrde  (T>esonders  der  Hflgl)  fleckenartig  erweitert; 
die  rote  Begrenzung  der  Augenflecke  der  Hflgl  fehlt  oder  ist  nur  im  Felde  2  schwach  entwickelt.  Beim  2  sind 
die  Flügel  oben  rauchschwarz  ohne  blaue  Linien,  aber  mit  den  Flecken  der  Unterseite  durchscheinend  und 
die  blaue  SubmarginaUinie  beider  Flügel  durch  eine  weiße  ersetzt ;  Unterseite  wie  beim  o  •  —  Die  Rp  l&bt  in  Ver- 
tiefiingen  oder  Höhlen  im  Stamme  einer  nicht  näher  bestimmten  Pflanze  und  wird  von  der  Ameise  Cremasto- 


454 


LYCAENESTHES.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 


lucrctia.  gaster  buclineri  besucht.  8ierra-Leone  bis  Angola.  —  ab.  lucretia  Sm.  u.  Ky.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die 
Augenflecke  der  Hflgl  nach  innen  breit  rot  begrenzt  sind;  die  blauen  Linien  der  Ober.seite  sind  auch  etwas  ver- 
schieden entwickelt,  indem  die  Submarginallinie  der  Vflgl  nach  hinten  verschwunden  ist.    Kamerun. 


lychnides. 


rufomargi- 
nata. 


lamprocles. 


L.  lychnides  Hew.  (72  c,  d).  <;J.  Flügel  oben  .schwarzbraun ;  Vflgl  unbezeichnet ;  Hflgl  mit  feiner  weißer 
Saumlinie  und  großem  innen  rotgelb  begrenztem  Augenfleck  im  Felde  2;  Unterseite  schwarzgrau  mit  ziemlich 
dicken,  normal  angeordneten  Grenzlinien;  Hflgl  ohne  Augenfleck  im  Felde  3.  Beim  $  sind  die  Flügel  oben 
dunkelbraun  mit  einem  länglichen  gelben  Fleck  im  Felde  1  b  der  Vflgl  und  wie  beim  ,^  mit  großem  Augenfleck 
im  Felde  2  der  Hflgl;  die  Felder  3 — 5  der  Hflgl  mit  recht  deutlichen  schwarzen  Saumflecken;  Unterseite  wie 
beim  <J.    Alt-Calabar. 

L.  rufomarginata  B.-Bak.  (72  d).  ^.  Flügel  oben  schwarzbraun:  Hflgl  mit  gelb  begrenzten  Augen- 
flecken am  Saume  in  den  Feldern  I  b — 3.  Flügel  unten  ziemlich  hellgrau  mit  feinen  Grenzlinien  und  hellen 
Flecken;  nur  die  Di.scalflecke  2 — 5  der  Vflgl  und  1  b,  1  c,  4,  5  und  7  der  Hflgl  sind  .schwärzlich  ausgefüllt;  die 
weiße  Submarginallinie  der  Hflgl  stark  verdickt,  die  übrigen  Grenzlinien  fein  und  frei;  Hflgl  unten  ohne  Augen- 
fleck im  Felde  3.  $  dem  ^  ähnlich  aber  mit  einem  sclir  undeutlichen  gelbroten  Fleck  im  ,, Medianfelde"  der 
Vflgl.    Spannweite  29 — 31  mm.    Congo-Gebiet:  Makala  und  am  Albert-Edward-See. 

L.  lamprocles  Hew.  (72b).  ^.  Flügel  oben  ehifarbig  schwärzlich;  die  schwarzen  Flecke  der  Unter- 
seite mehr  oder  weniger  durchscheinend:  Hflgl  mit  feiner  weißer  Saumlinie  wenigstens  in  1  c  und  2.  Flügel 
unten  durch  Erweiterung  und  Vereinigung  der  Grenzlinien  weiß  mit  stark  reduzierten,  schwarzen  oder  .schwarz- 
grauen Zeichnungen;  diese  bestehen  auf  den  Vflgln  aus  den  Wurzelflecken,  einem  grauen  Querstrich  der  Grund- 
farbe vor  der  Spitze  der  Zelle,  dem  Mittelfleck,  dem  großen  Discalfleck  in  1  b,  einer  Querbinde  zwischen  den 
Rippen  1  und  4,  welche  aus  dem  Discalfleck  2  und  in  1  b  und  3  aus  einem  Striche  der  Grundfarbe  gebüdet 
ist,  einer  schief  gestellten,  aus  den  Discalflecken  3 — 6  und  8  gebildeten  Qiierbinde,  aus  einer  schiefen  Subai^ical- 
binde  der  Grundfarbe  in  5,  6  und  8  und  endlich  aus  der  Submarginalbinde  und  der  Saumlinie,  welch  letztere 
gegen  den  Hinterwinkel  sehr  fein  wird  oder  ganz  verschwindet.  Auf  den  Hflghi  tritt  die  Grundfarbe  als  schwar- 
zer Strich  dicht  an  der  Wurzel  auf;  dann  folgen  die  schmale  Wurzelbinde  zwischen  dem  Irde  und  der  Rippe  8, 
der  Mittelfleck,  die  Discalflecke,  welche  vier  völlig  getrermte  Paare  (1  b  +  1  c,  2  +  3,  4  +  5,  6  -f  7)  büden; 
der  Discalfleck  in  6  ist  jedoch  sehr  klein  und  punktförmig;  zwischen  den  Discalflecken  treten  bisweilen  auch 
feine  Querstriche  oder  Querlinien  als  Re.ste  der  Grundfarbe  auf;  die  beiden  weißen  Saumlinien  sind  vollständig 
zu  einer  weißen  Saumbinde,  welche  nur  durch  den  Augenfleck  im  Felde  2  unterbrochen  wird  und  nach  innen 
von  der  zusammenhängenden  Submarginalbinde  begrenzt  ist,  vereinigt.    Das  $  ist  mir  unbekannt.    Kamerun. 

L.  lyzanius  fl'eji'.  (=  regilla  fl'oZ?. ;  turbata  Sm.u.  Ky.)  (72 d,  e).  Ist  kleiner  als  lamprocles,  weicht  aber 
sonst  nur  durch  die  in  der  Artenübersicht  erwähnten  Kennzeichen  ab.  Das  $  ist  oben  heller,  im  Wurzelteil 
der  Felder  4  und  5  zwischen  dem  Jlittelfleck  und  den  Discalflecken  fast  weiß  und  ebenso  in  den  Feldern  2  und  3 
außerhalb  der  Discalflecken  weißlich  aufgehellt,  Hflgl  mit  zwei  weißen  Linien  am  Saume;  die  Unterseite  ist 
durch  Erweiterung  der  Grenzlinien  fast  weiß  und  der  Unterseite  von  lamprocles  q  sehr  ähnlich.  —  Die  Rp  wird 
nach  Lamborxs  Beobachtungen  von  der  Ameise  Pheidole  rotundata  besucht.  Sierra-Leone  bis  Angola.  — 
Die  Rippe  8  der  Vflgl  ist  gewöhnlich  vorhanden  aber  sehr  kurz ;  es  liegt  mir  ein  sonst  völlig  typisches  Stück 
aus  Kamerun  vor,  bei  dem  sie  völlig  fehlt.   Die  Art  tritt  also  bald  als  Triclemi  bald  als  Neurypexina  auf. 

L.  flavomaculata  Sm.  u.  Ky  (72  d).  Diese  Art,  welche  nach  Bethune-Baker  eine  echte  Lycaenesthes 
ist,  also  eine  freie  Rippe  11  der  Vflgl  hat,  kommt  der  L.  lyzanius  so  nahe,  daß  ich  sie  nur  durch  die  kleinen 
gelblichen  Flecken  der  Vflgl-Oberseite  und  durch  die  Vereinigung  der  beiden  Grenzlinien  in  der  Mittelzelle  der 
Vflgl  zu  einem  weißen  Fleck  unter.scheiden  kann:  bei  lyzinius-^  sind  diese  Linien  breit  getrennt.  Lamborn 
erzog  auch  diese  Art  (cJ  und  $)  aus  Raupen,  welche  von  Ameisen  besucht  waren;  er  beschreibt  aber  das  $  nicht 
und  sagt  nichts  über  die  Unterschiede  zwischen  dieser  Art  und  lyzinius.   Nigeria  bis  Angola. 

lacidcs.  L.  lacides  Hew.  (72  d).     Beide  Flügel  oben   einfarbig  schwarz,   ohne  Zeichnungen;    Grundfarbe   der 

Unterseite  sowie  die  Flecke  fast  schwarz;  Grenzlinien  mäßig  dick,  frei  und  normal  angeordnet;  ein  rotbegrenzter 
Augenfleck  im  Felde  2  der  Hflgl.    Kamerun  bis  Angola. 

inconspicua.  L.  inconspicua  Harn.  Drc.  (72  e)  weicht  von  lacides  nur  dadurch  ab,  daß  die  äußere  Grenzlinie  des 

Wurzelflcckcs  und  die  innere  des  Mittelfleckes  zu  einem  weißen  Fleck  in  der  Mittelzelle  vereinigt  sind  und 
daß  die  weiße  Submarginallinie  beider  Flügel  viel  dicker  ist.  Kamerun  bei  Bitje.  —  Wahrscheinlich  nur  eine 
Aberration  von  lacides. 

xanthopoc-  L.  xanthopoccila  Roll.  (=  lycotas  Sm.,  lükokescha  Knrsch)  (72  e).    ^.    Flügel  oben  schwarz;  Vflgl 

cila.  jjjit  einem  abgerundeten,  orangegelben  Discalfleck,  welcher  die  Mitte  des  Feldes  1  b  und  die  Wurzel  des  Feldes  2 

bedeckt ;  Feld  1  b  zwischen  der  Wurzel  und  diesem  Fleck  mit  blauschillernden  Schuppen  bekleidet ;  Hflgl  zwischen 

den  Rippen  1  b  und  6  mit  einer  nach  vorn  ve-^    hmälerten  violettblauen  Postdiscalbinde,  welche  mehr  oder 

weniger  breit  ist  und  am  Saume  mit  einer  aus  ^  jgen  gebildeten,  weißlichen,  in  den  Feldern  2  und  3  rotgelben 


lyzanius. 


flavomacu- 
lata. 


LYCAENESTHES.    Von  Dr.  C.  Atjrivillius.  455 

Submarginallinie  und  einer  feinen  weißen  Saumlinie.  Die  sehr  scharf  hervortretende  Zeichnung  der  Unter.seite 
geht  am  besten  aus  der  Abbildung  hervor.  Das  $  weicht  oben  dadurch  ab,  daß  der  Fleck  der  Vflgl  und  die 
Postdiscalbinde  der  Hflgl  hellgelb  smd.    Französisch  und  Belgisch  Kongo. 

L.  kampala  B.-Bak.  (72  e)  kommt  der  vorigen  Art  recht  nahe,  hat  aber  einen  kleineren,  nur  im  Felde  1  b  kampala. 
liegenden  gelben  Fleck  der  Vflgl-Oberseite  und  keine  blaue  Zeichnungen.    Die  Unterseite  weicht  durch  die  in 
der  Uebersicht  angegebenen  Kennzeichen  ab.     $  oben  schwarzbraun  ohne  gelbe  Flecke.    Uganda. 

L.  maeander  Plötz  (=  chryseostictus  B.-Bak.)  (72  e).    (J.    Flügel  oben  schwärzlich;  die  Vflgl  hinter  maeander. 
der  Mitte  des  Feldes  1  b  mit  einem  rot-  oder  bj-aungelben,  gerundeten,  kleinen  Fleck,  welcher  selten  auch  etwas 
in  das  Feld  2  eindringt;  Hflgl  einfarbig  mit  feiner  bläulichweißer  Saumlinie  zwischen  den  Rippen  1  b  und  3 
und  mehr  oder  wenig  deutlichen  schwarzen  Saumflecken,  von  denen  der  im  Felde  2  bisweilen  einen  rotgelben 
Ring    hat,   ab.   chryseosticta  B.-Bak.     Das   5  ist  durchschnittlich  kleiner  und  hat   deutlichere  Zeichnungen  chryseostic- 
der  Hflgl-Oberseite.    Die  Unterseite  ist  der  von  lusones  ähnlich,  aber  sofort  durch  das  Fehlen  des  gelben  Hrd-  ^• 

fleckes  der  Vflgl  zu  unterscheiden.    Sierra-Leone  bis  Congo. 

L.  lusones  Hew.  (=  fulvimacula  Mab.)  (72  f).     Diese   Art    ist    weit   verbreitet   und   an   den   gelben  Imones. 
Hrdfleck  der  sonst  dunklen  Vflgl-Unterseite  leicht  kenntlich.    Die  Oberseite  ist  derjenigen  von  maeander  sehr 
ähnlich,  hat  aber  einen  größeren  gelben  Fleck  der  Vflgl,  welcher  gewöhnlich  die  Rippe  3  erreicht.  Der  Rippenbau 
der  Vflgl  ist  veränderlich  so  daß  die  Rippe  8  bald  fehlt,  bald  vorhanden  ist  und  die  Rippe  1 1  bald  frei  verläuft 
bald  etwas  mit  der  Rippe  12  vereinigt  ist.    Sierra-Leone  bis  Angola. 

L.  radiata  B.-Bak.  (72  f).    Diese  mir  unbekannte  Art  macht  fast  den  Eindruck  einer  Aberration,  ist  radiata. 
aber  nach  Betii. -Baker  eine  selbständige  mit  rufomarginata  nahe  verwandte  Alt.    Durch  die  in  der  Arten- 
übersicht angeführten  Kennzeichen  und  die  nach  Bakers  Arbeit  wiedergegebene  Figur,  kann  sie  leicht  iden- 
tifiziert werden.    Sierra-Leone. 

L.  bitje  Harn.  Drc.  (72  f)  ist  mir  unbekannt,  kann  aber  nach  den  Kennzeichen  in  der  Artenübersicht  bUje. 
und  der  Figur  ohne   Schwierigkeit   bestimmt  werden.     Süd-Kamerun. 

L.  locuples  Sm.  (72  f).  Mit  dieser  Art  fangen  die  Lycae7iesthes-Formen  an,  bei  denen  die  Oberseite  Jocuples. 
beider  Flügel  wenigstens  in  der  Mitte  ausgedehnt  orangegelb  ist.  —  Vflgl  oben  lebhaft  orangegelb,  an  der  Wurzel, 
am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle,  an  der  Spitze  wenigstens  bis  zur  Mitte  der  Felder  4  und  5  und  am  Saume  etwa 
2  mm  breit  schwarz;  die  Saumbinde  am  Hrde  wurzelwärts  spitz  ausgezogen;  ein  schwarzer  Querstrich  am  Ende 
der  Mittelzelle.  Hflgl  oben  in  der  Mitte  mit  einem  größeren  oder  kleineren,  orangegelben  Felde,  welches  die 
Spitze  der  Mittelzelle  und  einen  großen  Teil  der  Felder  1  c — 5  bedeckt.  Die  Unterseite  mit  hell  orangegelber 
Grundfarbe,  gegen  welche  die  tief  schwarzen  Zeichnungen  sich  scharf  hervorheben;  die  Grenzlinien  der  Flecke 
sind  auch  gelb  und  daher  nicht  von  der  Grundfarbe  zu  unterscheiden;  die  schwarzen  Zeichnungen  sind  fast 
ganz  dieselben,  wie  bei  xanthopoecila.    Nigeria  und  Süd-Kamerun. 

L.  erythropoecila  HoU.  (72  h)  habe  ich  nicht  untersuchen  können.    Die  wichtigsten  Kennzeichen  sind  erylhropoe- 
in  der  Uebersicht  angeführt  und  die  Zeichnung  der  Unterseite  geht  aus  der  Figm-  hervor.   Französisch  Congo:  "^^  "* 

Ogowe-Fluß. 

L.  leptines  Heu\  (72  f)  ist  oben  von  der  vorigen  Art  kaum  verschieden,  unten  aber  dadurch  ausge-  lepünes. 
zeichnet,  daß  die  weißlichen  Grenzlinien  sich  etwas  von  der  schmutzgelben  Grundfarbe  abtrennen  und  daß 
nur  wenige  Flecke  schwarz  und  die  übrigen  mattgrau  sind.    Beim  $  ist  der  orangegelbe  Fleck  der  Vflgl-Oberseite 
viel  kleiner,  nur  die  Wurzel  der  Felder  2  und  3  und  einen  kleinen  Teil  des  Feldes  1  b  bedeckend  und  die  Hflgl 
oben  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  schwarz.    Französisch  und  Belgisch  Congo;  Süd-Kamerun. 

L.  makala  B.-Bak.  (Tl  f,  g)  kommt  der  vorigen  Art  sehr  nahe.    Baker  hebt  hervor,  daß  die  gelben  malala. 
Felder  der  Oberseite  größer  sind  und  die  Zeichnung  der  Unterseite  in  vielen  Einzelheiten  verschieden.    Diese 
Unterschiede  gehen  aus  den  Abbildungen  hervor,  scheinen  mir  aber  ziemlich  geringfügig  zu  sein  mit  der  einzigen 
Ausnahme,  daß  die  Grenzlinien  fast  weiß  sind.    Congo- Gebiet  bei  Beni  und  Makala. 

L.  mahota  Sm.  {1-2  g)  ist  dadurch  ausgezeichnet,    daß    das  orangegelbe  Feld  der  Vflgl  fast  dieselbe  mahoia. 
Form  wie  der  Flügel  selbst  hat,  wodurch  die  schwarzen  Ränder  fast  gleichbreit  werden.     Die  Grenzlinien  der 
Unterseite  sind  dick  und  weiß.  Wurde  von  Delagoa-Bay  beschrieben,  soll  aber  auch  in  Kamerun  zu  Hause  sein. 

L.  lychnaptes  Holl.  (72  g)  weicht  von  den  folgenden  Arten  durch  die  gleichbreite  dunkle  Vrdbinde  lychnaptes. 
der  Vflgl-Oberseite  ab.   Die  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  tief  schwarz  mit  weißen  Grenzlinien.   Französisch 
Congo:  Ogowe-Fluß. 

L.  pyroptera  Aiiriv.  (72g).    Beide  Flügel  oben  lebhaft  hell  orangegelb,  an  der  Wurzel  schmal  schwarz;  pyroptera. 
Vflgl  an  der  Spitze  breiter  schwarz,  die  Saumbinde  nach  hinten  schnell  verjüngt  und  am  Hinterwinkel  selir 
schmal  und  spitz  endend.    Hflgl  am  Vrde  höchstens  bis  zur  Rippe  6  schwärzlich,  dann  mit  sehr  feiner  dunkler 


4;i(> 


LYCAEXESTHES.    Von  Dr.  C.  AuBiviLLirs. 


Saumlinie  und  einem  kleinen  schwarzen  Submarginalpunkt  im  Felde  2:  die  Felder  1  a  und  1  b  schwärzlich. 
Auf  der  Unterseite  sind  fast  alle  Flecke,  sowie  auch  die  Grundfarbe  gelblich  mit  breiten  weißen  Grenzlinien; 
schwarz  oder  schwärzlich  sind  nur  auf  den  Vflgln  der  Wurzelfleck  in  1  b  luid  die  Discalflecke  der  Felder  1  b, 
'2  (3),  4,  ö  (und  6)  und  auf  den  Hflglu  die  Wurzelquerbinde,  die  Discalflecke  1  e.  2.  4.  5  und  7  und  die  Saum- 
flecke in  1  c  und  '2.  Diese  kleine,  schlank  gebaute  Art  ist  aus  Kamerun  und  dem  Gebiete  des  Congoflusses 
bekannt. 

IcpUilii.  L.  leptala  Comr.  scheint  oben  vollständig  mit   pifioptera  übereinzustimmen,    unten   aber   durch  die 

dunkle  Farbe  aller  Flecke  abzuweichen.  Covrvoisiek  vergleicht  sie  nur  mit  Icptiiies  und  »uikala,  von  denen 
sie  recht  verschieden  ist,  luid  besehreibt  sie  in  folgender  Weise:  ,,Flügelsehnitt  genau  wie  bei  kptine.s  und  makala; 
auch  die  Färbung  der  Oberseite  wie  bei  jenen  beiden  in  orange,  wenig  glänzend;  dagegen  abweichend  durch 
ausgesprochen  schwarze  und  viel  schmälere  Flügelsäume,  welche  an  der  \"flgI-Costa  1  mm  breit  beginnen,  ihr 
entlang  feiner  weiter  verlaufen,  am  Apex  bis  zu  2  mm  sich  verbreitern  und  gegen  den  hinteren  Winkel  wieder 
sehr  fein  auslaufen:  an  den  Hflgln  sind  Costa  und  Ird  bis  1  mni  breit,  der  übrige  Flügel  nur  linienförmig  schwarz 
berandct :  im  Analwinkel  und  in  Zelle  Cü  (Feld  2)  des  Hflgls  je  ein  kleiner  .-schwarzer  Eandpunkt.  —  Unterseite: 
Grundfarbe  hell  orange;  die  schwer  zu  beschreibende  Zeichnung  ungemein  ähnlich  derjenigen  der  beiden  oben 
genannten  Arten,  aber  sowohl  die  schwarzen  Punktpaare,  wie  die  weißen  Qucrlinien  stärker  hervortretend; 
im  Analwinkel  und  in  Zelle  Cu  (Feld  2)  zwischen  den  Ursprüngen  der  beiden  äußeren  Schwänzchen  je  ein  leb- 
haft   metallisch    beschuppter,    schwarzer,    rötlich    eingefaßter    Fleck."     ,, Deutsch- Westafrika'"    (Kamerun?). 

bakcri.  L.  bakcri  Harn.  Drc.  (72  g).   Von  dieser  schönen  Art  ist  nur  ein  $  bekannt  und  ihre  nächste  Verwandt- 

schaft darum  unsicher.  ..^lit  L.  »riknla  B.-Bak.  verwandt:  Oberseite  lebhaft  orangegelb:  Vflgl  mit  dem  Vrd 
und  dem  Saum  breiter  dunkelbraun;  ein  brauner  Querstrich  am  Zellende  ist  mit  dem  Vrde  vereinigt.  Die  Unter- 
seite mit  braunen  Flecken  und  weißen  Binden  fast  wie  hei  makala,  doch  diese  weniger  zahlreich ;  das  ganze  Discal- 
feld  der  Vflgl  und  die  äußere  Hälfte  der  Hflgl  mit  lebhaft  orangegelber  Grundfarbe:  vier  schwarze  Saumfleeke  in 
der  Analgegcnd  mit  blauen  Schuppen  bestreut;  Tliorax  und  Hinterleib  oben  braun,  unten  hell  gefärbt:  Beine 
schwarz  luid  weiß;  Palpen  weiß  mit  schwarzer  Spitze  und  schwarzen  Haaren."  Bclgisch-Congo :  Kassai-Fluß. 

sciiitillula,  L.  scintillula  HoU.  (72  g).     Flügel  oben  glänzend  orangerot  mit  von  unten  durchscheinenden  dunklen 

Querbiiulen.  an  der  Wurzel  recht  breit  verdunkelt :  Vrd  der  Vflgl  an  der  Wurzel  bis  zur  Zelle  schwarz  nach 
außen  schnell  verjüngt  und  hinter  der  Zellenspitze  sehr  schmal,  dann  an  der  Spitze  wieder  erweitert  und  dort 
bisweilen  fast  2  mm  breit;  Saumbinde  viel  schmäler  fast  gleichbreit;  Hflgl  am  A'rde  bis  zur  Rippe  6  und  am 
Irde  in  1  a  und  1  b  breit  schwarz,  am  Saume  nur  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  mit  schwarzen  Flecken 
in  den  Feldern  1  c — 5:  diese  Flecke  sind  mit  der  Saumlinie  vereinigt,  der  Fleck  im  Felde  2  ist  groß  und  vier- 
eckig und  der  in  1  c  besteht  aus  zwei  Flecken,  von  denen  der  mnere  dreieckig  ist  und  der  äußere  transversal, 
die  Flecke  in  1  e  und  2  sind  durch  eine  feine  weißliche  Linie  von  der  schwarzen  Saumlinie  getrennt.  Die  Grund- 
farbe der  Unterseite  ist  mehr  oder  weniger  gelblich  mit  dicken  weißlichen  GrenzUnien  und  zum  größten  Teil 
schwärzlichen  Zeichnungen.  Das  $  weicht  vom  q  durch  breiten  schwarzen  Vrd  und  Saum  und  durch  schmalen 
schwarzen  Hrd  der  Vflgl-Oberseite  ab:  Hflgl  oben  mit  breiterer  schwarzer  Saumlinie,  welche  an  den  Rippen 
durch  die  rotgelbe  Farbe  unterbrochen  wird.    Sierra-Leonc    bis  Congo. 

aurca.  L.  aufca  B.-Bnk.  (72  h)  ist  mir  unbekannt,  kommt  aber  wie  die  Abbildung  zeigt  der  L.  scintillula 

sehr  nahe  und  soll  hauptsächlich  durch  eüie  mehr  goldgelbe  Grundfarbe  der  Oberseite  und  eine  mehr  gelbliche 
Unterseite  abweichen,     i  unbekamit.     Goldküste. 


:enkeri.  L.  zenkeri  Karsch  (72  li)  weicht  durch  die  Zeichniuig  der  Unterseite  vollständig  von  allen  vorhergehenden 

Arten  ab.  Flügel  oVien  schwarz:  die  Vflgl  mit  großem  orangegelbem  Hrdfleck.  welcher  die  Rippe  5  oder  0  erreicht 
und  auch  einen  Teil  der  Zellenspitze  bedeckt :  Hflgl  mit  gelbem  Jlittelfeld  (üi  1  c — 5)  und  undeutlichen  schwarzen 
Saumflecken.    Die  Unterseite  ist  schon  in  der  Artenübersicht  beschrieben  worden.    Kamerun  bis  Congo. 

/i(6<j.  L.  juba  F.  (72  h)  ist  oben  der  vorigen  -\it  ähnlich,  hat  aber  größere  orangegelbe  Felder  beider  Flügel 

und  rotgeringelte  Saumfleeke  der  Hflgl-Oberseite.  Die  Unterseite  erinnert  auch  .«ehr  an  diejenige  von  L.  zenkeri, 
weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Discalbinde  der  Hflgl  sich  im  Felde  2  mit  der  Submarginalbinde  vereüiigt. 
Sierra-Leone   bis  Nigeria. 

pythagoras.  L.  pytliagoras  F.  ist  nur  durch  die  ganz  ungenügende  Besclireibung  von   Fabkichs  und  die  walu- 

scheüdich  niclu  naturgetreue  Abbildung  üiDoxovaxs  ..Insccts  of  India"  (Taf.  39  Fig.  3)  bekannt.  Die  Oberseite 
und  die  Unterseite  der  ^'flgl  kann  ohne  allzugroße  Schwierigkeit  als  L.  juba  gedeutet  werden:  die  Unterseite 
der  Hflgl  aber  ist  so  abweichend,  daß  es  nicht  möglich  ist,  dieselbe  mit  derjenigen  von  juba  zu  identifizieren. 
Doxov.\x.  welcher  wahrscheinlich  beide  Formen  gesehen  hat.  veremigt  indessen  mi  Text  juba  und  pythagoras 
als  dieselbe  Ait. 

Infolge   der    jetzt   herrschenden   schwierigen   Verhältnisse   sind   die  Abbildungen   der  Arten  dieser    Gattung    mu- 
mittelmäßig  gelungen  und  müssen  stets  mit  den  Be'^chreibungen  verglichen  werden. 


Ausgeoeben  4.  VIU.  1924.  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  AURIVILLIUS.  457 

26.  Gattung:   C'iipido  Schranck. 

Viele  Verfasser  werden  sicher  entrüstet  darüber  sein,  daß  ich  die  hier  besprochenen  Arten  nicht  auf 
zahlreiche  Gattungen  verteilt  habe,  wie  es  jetzt  so  bräuchlich  ist.  Da  ich  aber,  ganz  wieauch  Sir  G.  F.  Hampsox, 
aus  prinzipiellen  Gründen  nur  solche  Artengruppen  als  Gattungen  anerkennen  will,  welche  auf  Kennzeichen 
beider  Geschlechter  und  nicht  nur  auf  sekundären  Geschlechtscharakteren  des  einen  Geschlechtes  begründet 
sind,  ist  es  mir  unmöglich  gewesen,  die  Gattung  in  mehrere  zu  zerlegen. 

Es  steht  indessen  jedem  frei,  die  hier  nach  Kennzeichen  beider  Geschlechter  aufgestellten,  aber  zum 
größten  Teil  nur  auf  Zeichnungsunterschiede  begründeten  Gruppen  als  Gattungen  oder  Untergattungen  zu 
betrachten. 

Die  Unterschiede  nach  dem  männlichen  Geschlechtsapparat  können  übrigens  nur  durch  Figuren  ver- 
ständlich gemacht  werden  und  da  .solche  in  dieser  Abteilung  des  Werkes  nicht  eingeführt  sind,  wäre  es  verfehlt, 
Beschreibungen  zu  liefern,  die  nicht  benutzt  werden  könnten.  Ich  hoffe  darum,  daß  die  Leser  mir  dankbar 
.sein  werden,  daß  ich  versucht  habe,  die  Gruppen  so  zu  charakterisieren,  daß  die  ^^  bestimmt  werden  können 
und  die  i^'S  auch  ohne  Untersuchung  des  Genitalapparate?,  dessen  große  wissenschaftliche  und  biologische  Be- 
deutung ich  natürlicherweise  sonst  nicht  im  mindesten  unterschätze. 

Diejenigen,  welche  sich  für  den  Wert  und  die  Anwendbarkeit  von  verschiedenen  morphologischen 
Kennzeichen  für  die  Einteilung  der  Cupido-Aiten  in  Gruppen  interessieren,  ver\*eiße  ich  auf  die  Besprechung 
dieser  Gattung  in  meiner  Arbeit  Rhopalocera  aetfiiopica  *). 

Wieviel  in  der  Systematik  der  Cupido-Aitcn  noch  zu  tun  ist,  geht  unter  anderem  aus  der  Zusammen- 
stellung in  Lepidoplera  indica  von  den  ,, Gattungen"  Lycaenopsü,  Megisba,  Neopithecops.  Spalgiii(!),  Taraka, 
Caatalius,  Tarucu-s  und  Zizera  in  einer  besonderen,  jedoch  vorsichtigerweise  nicht  charakterisierten  ,, Unter- 
familie" LycaeTiopsinae  hervor. 

Ueber sieht  der  Gruppen  oder  Untergattungen. 

].  Die  Vflgl  stets  mit  II  Rippen,  indem  nur  die  Rippe  8  fehlt. 

A.  Die  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  mit  einem  dunklen  Längsstrich,  welcher  der  Hinterseite  der  Rippe  12 
folgt,  oder  im  Felde  12  mit  dunklen  Flecken  oder  hellen  Querlinien;  sehr  selten  fehlen  .sowohl  der  Längs- 
strich wie  auch  die  Zeichnungen  im  Felde  12,  in  diesem  Falle  aber  sind  beide  Flügel  unten  an  der  Wurzel 
des  Vrds  deutlich  gelblich  angeflogen. 

a.  Die  Vflgl  unten  ohne  Längsstrich  im  Felde  11,  aber  gewöhnlich  mit  dunklen  Querzeichnungen  in 
der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern  11  und  12.  Wenn  diese  Querzeichnungen  fehlen,  sind  beide  Flügel 
unten  an  der  Wurzel  gelblich  überzogen.    Augen  fast  immer  haarig. 

*.  Hflgl  unten  ganz  ohne  Querfleck  oder  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzellc,  am  Ende  der  Rippe  2 
geschwänzt.  —  Phlyaria  Kursch.  Erste  Gruppe. 

**.   Hflgl  unten  mit  Querfleck  oder  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle. 

o.  Flügel  unten  mit  scharf  hervortretenden,  eckigen  oder,  ringförmigen  dunklen  Zeichnungen. 

1.  Die  Diskalbinde  der  Vflgl-Unterseite  ist  an  der  Rippe  .3  dadurch  unterbrochen,  daß  der 
DLskalfleck  2  viel  mehr  wurzelwärts  steht  als  der  Diskalfleck  3.  Hflgl  an  der  Rippe  2 
geschwänzt.    —  Uranothautna  BuÜ.  Zweite  Gruppe. 

2.  Die  Diskalbinde  der  Vflgl-Unterseite  zusammenhängend.  Die  Rippe  11  der  A'flgl  ge- 
wöhnlich frei  verlaufend. 

a.  Hflgl  an  der  Rippe  2  nur  schwach  geeckt.  —  Harpendyreus  Heron. 

Dritte  Gruppe. 

b.  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt.  —  Cacyreus  Butl.  Vierte  Gruppe. 

oo.  Flügel  unten  mit  dunkler  Grundfarbe,  welche  kaum  heller  als  die  Zeichnungen  ist.  Diese 
sind  darum  imdeutlich  und  hauptsächlich  nur  durch  ihre  feinen  weißen  Grenzlinien  sichtbar.  — • 
Nacadvba  Moore.  Neunte  Gruppe. 

ß.  Die  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  mit  einem  deutlichen  scharf  begrenzten  schwarzen  Längsstrich  oder 
Längsstrahl,  welcher  wenigstens  das  von  der  Mittelzelle  und  den  Rippen  11  und  12  begrenzte  Feld  11 
ausfüllt. 

*.  Augen  nackt.  —  Tarncus  Moore   -~  Castalius  Hübn.  Fünfte  Gruppe. 

**.  Augen  haarig. 


•)  Swensk.  Weton.sk.  .\kad.   Handl.  31    (1899)  .S.  353  ff. 

XIII  58 


458  C'UPIDO.    Von  Dr.  C.  AuElviLLitTS. 

o.  Hflgl  ohne  Schwänzchen.    Eippe  11  der  Vflgl  eine  Strecke  mit  der  Rippe  12  vereinigt. 

1.  Hflgl  oben  mit  rein  weißer,  zusammenhängender,  breiter  Mittelbinde.      Sechste  Gruppe. 

2.  Hflgl  oben  ohne  weiße   Querbinde.  —  Aza^ius  Moore.  Siebente  Gruppe. 

oo.  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt.  Rippe  11  der  Vflgl  ganz  frei  verlaufend.  —  Syninrucus  Biitl. 

Achte  Gruppe. 

B.  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  immer  ohne  dunklen  Längsstrahl  und  ohne  Zeichnungen  am  \'rde  im  Felde  12  *) 
gewöhnlich  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  unbezeichnet. 

a.  Beide  Flügel  unten  am  Ende  der  Mittelzelle  mit  einem  Querstrich  oder  Querfleck. 

*.  Beide  Flügel  unten  ganz  ohne  schwarze  Punktflecke  an  der  Wurzel. 

o.  Die  Hflgl  unten  höchstens  mit  zwei  tief  schwarzen  Saumflecken  in  Ic  und  2.  Augen  haarig. 
Die  Mittelzclle  der  ^'flgl  unten  der  Rippe  2  gegenüber  mit  einem  großen,  oft  nin  durch  seine 
weiße  Grenzlinien  angedeuteten  Fleck. 

1.  Die  Rippe  11  der  Vflgl  eine  lange  Strecke  mit  der  Rippe  12  vereinigt.  —  Nacadvbn  Moore. 
— ■  Hflgl   bei  den  afrikanischen  Alten   ohne  Schwänzchen.  Nemite  Gruppe. 

2.  Die  Rippe  11  der  ^'flgl  frei  verlaufend. 

a.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  mit  Schwänzchen.    Der  Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl- 
Unterseite  wurzelwärts  gelb  begrenzt.  —  Lampides  Huhn.  Zehnte  Gruppe. 

b.  Hflgl  ohne  Schwänzchen;  ihre  Saimiflecke  nicht  nach  innen  gelb  begrenzt  inid  bis- 
weilen fehlend.  — ■  Cyclyrius  Butl.  Elfte  Gruppe. 

oo.  Die  Hflgl  unten  wenigstens  mit  vier  großen,  tiefschwarzen  metallisch  bestäubten  Saum- 
flecken (in  den  Feldern  2 — 5).    Augen  nackt.  —  Brephidium  (Scudd.)   B.-Baker. 

Zwölfte  Gruppe. 

**.  Wenigstens  die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  oder  am  Vrde  mit  1 — 4  scharf  hervortretenden,  schwar- 
zen, gewöhnlich  weiß  umzogenen  Punkten. 

X.  Hflgl  unten  in  den  Fehlern  3 — G  ohne  Saumflecke  oder  nur  mit  undeutlichen  hellen  (gelb- 
liehen) Flecken.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  mehr  oder  weniger  gelblich  überzogene 
Diskalflecke  beider  Flügel  schwarz  und  getrennt  oder  fast  getrennt.  Flügel  auf  beiden  Seiten 
mit  scharf  begrenzter,  schwarzer  Saunilinie  und  Fransen.  —  Neochrysops  B.-Baker  (ex  parte) 

Vierzehnte  Gruppe. 

X  X .  Hflgl  unten  in  den  Feldern  3 — 6  mit  deutlichen  dunklen  (grauen,  braunen  oder  schwarzen) 
hell  (weißlich)  umzogenen  Saumflecken.  Selten  sind  diese  Flecke  undeutlich,  stets  jedoch 
dunkel.    Grundfarbe  der  Unterseite  nie  gelblich. 

o.  Rippe  11  der  Vflgl  völlig  frei  imd  gerade. 

t-  Die  Diskalflecke  1  c — 6  der  Hflgl-Unterseite  heller  als  die  Subbasalpunkte  oder 
wenigstens  lieller  als  der  Subbasalpunkt  7;  selten  fast  schwarz,  kaum  heller  als  die 
Subbasalpunkte,  in  diesem  Falle  aber  wenigstens  in  den  Feldern  4  mid  5  groß,  eckig 
und  aneinander  liegend.  Gewöhnlich  sind  sie  wenig  dunkler  als  die  Grundfarbe 
und  nur  zufolge  ihrer  dicken  weißlichen  Begrenzung  deutlich  hervortretend. 

1.  Die  Diskalflecke  nie  Mciß  gekernt.  Alle  Subbasalflecke  der  Hflgl  mit  schwarzem 
Kern.  Der  Saumfleck  2  der  Hflgl-Unterseite  nach  innen  orangegelb  begrenzt 
oder  bi.sweilen  ohne  besondere  Begrenzung.  —  Euchrysops  Butl.  und  Neochrysops 
B.-Bnker  (ex  parte).  Fünfzehnte  Gruppe. 

2.  Hflgl  mit  4  Subbasalfleckcn  (in  1  a,  1  c,  7  und  der  Zelle),nur  aber  der  Subbasal- 
fleck  in  7  mit  schwarzem  Kern.  Der  Sauinfleck  2  der  Hflgl-Unterseite  nach  innen 
blutrot  begrenzt.    Augen  liaarig.    Hflgl  geschwänzt.  Siebzehnte  Gruppe. 

tf.  Die  Diskalflecke  1  c — 6  der  Hflgl-Unterseite  nicht  oder  kaum  heller  als  die  Sub- 
basalpunkte mit  oder  ohne  hellen  Ring,  oft  getrennt  und  punktförmig,  nie  groß 
und  querliegend.  Sechzehnte  Gruppe. 

oo.  Die  Rippe  11  der  A'flgl  stets  gegen  die  Rippe  12  gebogen,  oft  dieselbe  berührend  oder 
damit  vereinigt. 

f.  Die  Diskalflecke  1  c — ^G  der  Hflgl-Unterseite  weder  schwarz  noch  punktförmig. 
Augen  nackt. 


*)  Bei  den  Arten  der  neunten  Gruppe  (Nacadiiha)  kommen  indessen  bisweilen  feine  weiße  (undeutliche)  Querst licho 
im  Felde   12  vor. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  459 

§.  Hflgl  ohne  Schwänzchen. 

1.  Hflgl  unten  ohne  Wurzelpunkt  im  Felde  1  c  und  nur  im  Felde  2  mit  großem 
schwarzem  Saumfleck.  Achtzehnte  Gruppe. 

2.  Hflgl  unten  mit  Wurzelpunkt  im  Felde  1  c  und  mit  drei  fast  gleichgroßen, 
.schwarzen,  nach  innen  orangerot  begrenzten  Saumflecken  (in  1  c,  2  und  3).  — 
Chilades  Moore.  Neunzehnte  Gruppe. 

§§.  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt.    Saumfleck  2  der  Hflgl  wurzelwärts  nicht 
oder  nur  wenig  gelb  begrenzt.    Hflgl  unten  ohne  Wurzelpunkt  im  Felde  1  c. 

1.  Unterseite  mit  heller  oder  dunkler  grauer  Grundfarbe  und  weiß  umrandeten 
Flecken.  Einundzwanzigste  Gruppe. 

2.  Unterseite  mit  weißer  Grundfarbe  und  darum  ohne  besondere  weiße  Um- 
randung der  Flecke.  Z\\  eiundzwanzigste  Gruppe. 

ff.  Die  Diskalflecke  1  c — 6  der  Hflgl-Unterscite  schwarz,  punktförmig  und  frei  liegend. 
—  Zizera  Moore  +  Zizeeria  Chapm.  +  Zizina  Chapni.  +  Zizula  Chajnn.  +  Actizera 
Chapm.  Vierundzwanzigste  Gruppe. 

ß.  Beide  Flügel  unten  ohne  Querstrich  oder  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  \nid  mit  weißer  Grund- 
farbe. —  Oboronid  Karsch   -\-  Athysanola  Knrsch   -\-  Termoniphas  Karsch. 

Dreiundzwanzigste  Gruppe. 

ir.  Die  Vflgl  nur  mit  10  Rippen,  indem  sowohl  die  Rippe  S,  Mie  auch  die  Rippe  9  fehlen. 

a.  Hflgl  unten  mit  großen  schwarzen  Saiimpunkten  in  den  Feldern  2 — 5,  aber  ganz  ohne  innere  gelbe  Be- 
grenzung derselben.    Sehr  kleine  Art.  — •  Oraidium  B.-Baker.  Dreizehnte  Gruppe. 

ß.  Hflgl  luitcn  nur  im  Felde  2  mit  großem,  schwarzem  Saumfleck,  welcher  nach  innen  von  einem  sehr  großen 
orangegelben  Fleck  begleitet  ist.  Größere  Arten,  25 — 32  mm.  —  Neolycaena  Karsch.  (nee  De  Nie.)  + 
Cupidopsis  Karsch.  Zwanzigste  Gruppe. 

Erste   Gruppe. 

Diese  Gruppe  entspricht  Karschs  Gattung  Phlyaria  und  ist  sofort  an  der  reduzierten  Zeichnung  der 
Unterseite  kenntlich,  kann  aber  nicht  durch  morphologi.sche  Kennzeichen  von  den  übrigen  Gruppen  unter- 
schieden werden.  Karsch  gibt  an,  daß  die  Rippe  11  der  Vflgl  mit  der  Rippe  12  eine  Anastomose  bildet.  Dieses 
Kennzeichen  ist  aber  nicht  zuverlässig.  Bei  zwei  mir  vorliegenden  Stücken  von  der  typischen  Art,  C.  cyara 
Hew.  verläuft  die  Rippe  11  bei  dem  einen  ganz  frei  und  ist  bei  dem  anderen  eine  kurze  Strecke  mit  der  Rippe  12 
vereinigt. 

Durch  die  Zeichnung  der  Unterseite  erinnern  die  hieher  gehörigen  Arten  sehr  an  gewisse  Pentila-Arten, 
ahmen  aber  nach  Poulton  gewisse  Pieriden  nach.  Die  Hflgl  sind  an  der  Rippe  2  geschwänzt.  Die  Vflgl  führen 
unten  auf  dem  weißen  oder  gelblichen  Grunde  ungleich  große  schwarze  Saumflecke  und  einen  größeren  Vrdsfleck, 
sowie  auch  (wenigstens  beim  f^)  einen  schwarzen  Wurzelfleck  im  Felde  1  b.  Die  Hflgl  unten  wenigstens  mit 
zwei  schwarzen,  blau  oder  grün  beschuppten  Saumflecken  in  1  b  und  2  und  einem  schwarzen  Fleck  am  Ende 
der  Rippe  5. 

Oben  sind  die  Vflgl  beim  (J  dunkel  violettblau  mit  schwarzer  Saumbinde  und  die  Hflgl  haben  eine 
weiße  oder  weißliche  Querbindo,  welche  bisweilen  sehr  breit  ist  und  die  ganze  Fläche  mit  Ausnahme  der  Wurzel 
und  einer  dunklen  Saumbinde  bedeckt.  Fransen  beider  Flügel  zwischen  den  Rippen  weiß  gefleckt.  Die  Augen 
sind  mäßig  lang  und  dicht  behaart. 

Die  Männchenschuppen  (And'-okonien)  sind  ziemlich  breit  und  stumpf.  Sie  bilden  keine  Makeln  oder 
Samtstriche,  sondern  sind  über  die  Oberfläche  der  Vflgl  unter  den  gewöhnlichen  Schuppen  verteilt. 

U  e  b  e  r  s  i  0  h  t  der  Arten. 

A.  Flügel  initen  an  der  Wurzel  des  Vrdes  deutlich  gelblicli  angeflogen.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  nicht  oder 
kaum  schwarz  beschuppt,  vor  der  Mitte  mit  einem  schwarzen  Punkt  auf  der  Rippe  1  b.  Beide  Flügel  unten 
ohne  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle.  Vflgl  unten  am  Vrde  nur  mit  einem  schwarzen  Fleck,  welcher 
etwa  in  der  Mitte  z«'ischen  der  Mittelzelle  und  der  Flügelspitze  steht. 

a.  Hflgl  unten  im  Felde  7  mit  zwei  schwarzen  Punkten,   oben  violettgrau  mit  dunklerer  Saumbinde  und 
einer  unscharf  begrenzten,  weißlichen  Diskalbinde,    welche  am  Irde  breit  anfängt  und  nach  vorn  all- 
mählich verjüngt  an  der  Rippe  4  oder  5  endet.  C.  stactalla. 
ß.  Hflgl  unten  ohne  Zeichnungen  im  Felde  7,  oben  mit  sehr  breiter,  scharf  begrenzter,  weißer  Mittelbinde, 
welche  die  Rippe   6   erreicht.  C.  cyara. 


460  CUPIDO.    Von  Ur.  C.  Aueivillius. 

B.  Beide  Flügel  unten  mit  rein  weißer  Grundfarbe.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  in  allen  Feldern  schwarz  be- 
schuppt, aber  ohne  schwarzen  Pui\kt  auf  der  Rippe  1  b.  Wenn  die  Vflgl  initen  nur  einen  Vrdsfleck  haben, 
liegt  dieser  an  der  Jlittc  des  Vrds  die  Spitze  der  Mittelzclle  gegenüber. 

a.  Vflgl  unten  ohne  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  und  nur  mit  einem  Vrdsfleck  (in  den  Feldern  10 — 12). 
—  (J  Vflgl  oben  mit  weißem  Hrdstreifen,  welcher  wenigstens  die  Falte  des  Feldes  1  b  erreicht.  Hflgl 
oben  mit  schmaler,  nur  etwa  2  mm  breiter  Saumbinde.  C.  chibonotana. 

ß.  Vflgl  unten  mit  4  großen  schwarzen  Qiierflecken  am  Vrde,  von  denen  der  mittelste  auch  die  Spitze 
der  Mittel/.elle  bedeckt.  Saumbinde  der  Htigl-Oberseite  '1 — 5  mm  breit.  —  ^J  Hrd  der  Vflgl  oben  nicht 
oder  ganz  unbedeutend  weiß  beschuppt.  C.  heritsia. 

stactalla.  C.  stactalla  Krrrsch  (72  h).    Das  cj  ist  oben  hinreichend  beschrieben  und  von  der  folgenden  Art  durch 

die  schwarzen  Punkte  im  Felde  7  dei  Hflgl-Unterseite  sofort  zu  unter.scheiden;  die  weißliche  Querbinde  der 
ilflgl-Oberseite  ist  wahrscheinlich  hinsichtlich  ihrer  Breite  recht  veränderlich.  $  mir  unbekannt.  Sierra-Leone 
bis  Nigeria. 

ri/am.  C.  cyara  Heir.  (72  h)  kommt  von  Kamerun  bis  Angola  uiul  Brit.  Ostafrika  vor  und  ist  an  den  oben 

irmum'irtß-  angeführten  Kennzeichen  leicht  kenntlich.  — •  tenuimarglnatus  Grünb.  ist  von  der  typischen  Form  durch  die 

ncdits.  jjiu"  schwach  angedeutete  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  und  die  starke  Reduktion  der  schwarzen  Flecke  der 

Unterseite  verschieden;  im  Vflgl  der  ^'rdfleck  an  der  Mündung   der   Rippe  9  sowie  die  Saumflecke  von  der 

Spitze  bis  zur  Rippe  2  .sehr  klein,  im  Hflgl  nur  ein  schwarzer  Punkt  an  der  Basis  des  Feldes  1  a  und  zwei  kleme 

Saumflecke  in  1  b  und  2.    Uganda. 


vhihoiiola-  C.  chibonotanus  Anriv.  bildet  einen  schönen  Uebergang  zwischen  cyara  und  heritsia,  scheint  mir  aber 

"""■•  nunmehr  entsciüeden  näher  mit  dieser  als  nüt  jener  Art  verwandt  zu  sein.  Vflgl  oben  dunkel  violettbraun  mit 
.schwärzlicher  Saumbinde  und  am  Hrde  mit  einem  weißen,  etwa  2  mm  breiten  Streifen,  welcher  jedoch  weder 
die  Wm'zel  noch  den  Saum  erreicht;  Hflgl  oben  rein  weiß  mit  einer  schwarzen,  2  mm  breiten  Saumbinde  und 
an  der  Wurzel  schmal  schwarz  beschuppt.  Beide  Flügel  miten  rein  weiß;  die  Vflgl  mit  einem  kleinen  Vrdfleck 
nahe  au  der  Wurzel  und  einem  größeren  der  Spitze  der  Mittelzelle  gegenüber  und  am  Saume  mit  unregelmäßigen 
schwarzen  Flecken.  Die  Hflgl  haben  ein  kleines  unregelmäßiges,  schwarzes  Wurzelfeld,  zwei  kleine,  undeutliche 
Vrdflecke,  zwei  gerundete,  blau  beschuppte  Saumflecke  in  1  c  und  2  und  zwei  wenig  deutliche  Saumflecke  in 
4  und  5.    KUimandjaro  z\\ischen  13ÜÜ  und  1900  m. 

/i'''7si(/.  C.  heritsia  Hew.  (72  i).    Diese  schon  lange  bekannte  Art  weicht  oben  von  chibonotanus  besonders  durch 

die  breitere  Saumbinde  der  Hflgl  ab ;  unten  ist  sie  durch  die  vier  großen  Querflecke  oder  Querbinden  am  Vrde 
der  Vflgl  und  die  zwei  deutlichen  \'rdflecke  der  Hflgl  ausgezeichnet.  Das  $  stimmt  unten  nüt  dem  ^  überein, 
hat  aber  oben  einen  sehr  großen  weißen  Hrdfleck  der  \i\g\,  welcher  die  Rippe  G  erreicht  und  auch  einen  Fleck 
in  der  Mittelzelle  bildet;  es  wui-de  früher  als  eigene  Ai-t  {virgo  Butl.)  be.schiieben. 

Zweite   Gruppe. 

Sowohl  die  nKjrpliologLschen  Kennzeichen  wie  auch  die  Zeichnung  der  Unterseite  zeigen  deutlich,  daß 
die  Formen  dieser  Gruppe  mit  denen  der  vorigen  nahe  verbunden  sind.  Die  Augen  sind  lang  und  dicht  behaart. 
Die  Rippe  11  der  Vflgl  ist  wenigstens  gewöhnlich  auf  eine  kurze  Strecke  mit  der  Rippe  12  vereinigt  oder  liegt 
dieser  sehr  dicht  an.  Die  Flügelfransen  sind  wie  bei  den  Arten  der  vorigen  Gruppe  in  der  Mitte  zwischen  den 
Rippenenden  weiß  gefleckt.  Hflgl  oben  mit  deutlichen  schwarzen,  bisweilen  blau  beschuppten  Saumflecken 
in    1  c  lind  2. 

Die  Androkonicn  sind  mehr  langgestreckt,  oft  haarähnlich  und  gewöhnlich  einen  großen  Fleck 
oder  Längsstriche  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  bildend.  Nur  bei  C.  antinorii  sind  sie  wie  bei  den  Arten  dei  vorigen 
Gruj)))e  über  die  ganze  Oberseite  verbreitet  ohne  Flecke  zu  bilden. 

Die  Zeichnung  der  Unterseite  ist  vollständig  entwickelt  und  besteht  aus  dunklen  eckigen  oder  ring- 
förmigen Flecken  oder  Querstrichen.  Die  Vflgl  haben  1.  freie  oder  vereinigte  schwarze  Wurzelflecke  in  den 
Feldern  1  b,  12  und  in  der  Mittelzelle;  2.  einen  oder  zwei  dunkle  Querstriche  oder  Querbinden,  welche  am  Vrde 
selbst  anfangen  mid  quer  über  die  Mittelzelle  wenigstens  die  Mediana  erreichen;  3.  einen  Querfleck  am  Ende 
der  Mittelzelle;  4.  eine  an  der  Rippe  3  unterbrochene  Reihe  von  8 — 9  Diskalflecken  in  den  Feldern  1  b — 0,  8,  9,  10 
und  5.  zwei  aus  dunklen  Strichen  oder  Flecken  gebildeten  Submarginallinien.  Die  Unterseite  der  Hflgl  hat  mehr 
oder  weniger  zusammengeflossene  schwarze  Wurzelflccke,  einen  oder  zwei  Flecke  in  der  Mittelzelle,  subbasale 
Flecke  in  den  Feldern  1  a,  1  b  und  1  c,  einen  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  eine  oft  sehr  unregelmäßige 
Reihe  von  8  Diskalflecken,  einen  Fleck  vor  der  Mitte  des  Feldes  7,  zwei  schmale  .schwarze  Längsstriche  am  Vrde 
im  Felde  8,  welche  mit  den  Flecken  des  Feldes  7  zusammenhängen  und  endlich  zwei  aus  Strichen,  Bogen  oder 
Flecken  zusammengesetzte  Submarginallinien,  von  denen  die  äußere  in  den  Feldern  1  c  und  2  je  einen  großen 
gerundeten  schwarzen,  blau  oder  grün  beschuppten  Fleck  bildet. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  461 

Der  Saum  der  Hflgl  tritt  am  Analwinkel  etwas  eckig  hervor  und  hat  am  Ende  der  Rippe  2  ein  deutliches 

Schwänzchen. 

Die  ?  zeichnen  sich  dadurch  aus,  dal]  die  Grundfarbe  der  Oberseite  heller  ist  mit  deutlichen  schwarzen 

Diskalf lecken  der  Vflgl. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t   der  Arten. 

^    Die  innere  (proximale)  Submarginallinie  der  Hflgl-Unterseite  ist  nicht  längs  der  Rippe  2  mit  dem  Saume 
verbunden     Die  Diskalflecke  beider  Flügel  weiß  ausgefüllt,  ringförmig.  —  ^.  Vflgl  oben  dunkel  violett- 
blau ohne   Samtflecke  oder   Samtstriche.  C.  antinorii. 
B    Die  innere  Submarginallinie  der  Hflgl-Unterseite  setzt  sich  längs  der  Rippe  2  bis  zum  Saume  fort.  Wenigstens 
die  Diskalflecke  der  Vflgl  nicht  weiß  ausgefüllt.  —  cj-    Vflgl  oben  mit  großem  schwarzem  Samtfleck  am 
Ende  der  Mittelzelle  oder  mit  getrennten  dunklen  Längsstrichen  in  den  Feldern  1  b— 6. 
a    Die  Mittelzelle  der  Vflgl  unten  zwischen  dem  Wurzelfleck  und  der  Spitze  mit  zwei  deutlichen  schwarzen 
oder^  braunen   Querbinden.    Die  Diskalflecke  der  Hflgl-Unterseite  mehr  oder  weniger  abgerundet  und 
getrennt,  in  der  ]\Iitte  weiß  ausgefüllt,  ringförmig. 
*.  Größer,  35—40  mm.    Beide  Flügel  oben  schön  violettblau  schillernd  (^),  oder  wenigstens  die  Vflgl 
zum  o-rößen  TeU  blau  beschuppt.  —  ^.   \'flgl  oben  mit  großem  schwarzem  Samtfleck  hinter  der  Spitze 
der  Mittelzelle.                                                                                                                              ^-  <^raivshayi. 
**.  Kleinere  Arten  mit  einer  Spannweite  von  25-30  mm.   Beide  Flügel  oben  mit  kupferbrauner  Grund- 
farbe und  ohne  oder  fast  ohne  violetten  Schiller. 
1.  (J.  Vflgl  oben  mit  einem  großen  Samtfleck  in  der  Mitte. 

a.  S-    Der  Samtfleck  ist  fast  herzförmig,  bedeckt  die  Spitze  der  Mittelzelle,  die  Wurzelhälfte 
der  Felder  4  und  5  und  einen  großen  Teil  der  Felder  3  und  6  sowie  einen  kleinen  Teil  des  Feldes  2, 
erreicht  aber  nicht  die  Rippe  2.  C.  cordatus. 

b    (?     Der  Samtfleck  ist  mehr  langgestreckt  und  nach  hinten  ausgezogen,  so  daß  er  die  Rippe  1 
■  erreicht.  ^-  ^"'**/^''- 

2    ö^.    Vflgl  oben  mit  7  getrennten,  mehr  oder  weniger  in  der  Länge  ausgezogenen  Samtflecke,  zwei 
'  in  1  b  "und  je  einer  in  2—6.  <^-  podg^i. 

ß    Die  Mittelzelle  der  Vflgl  unten  zwischen  dem  großen  Wrurzelfleck  und  der  Spitze  nur  mit  einer  dunklen 
Querbinde.   Die  Diskalflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  viereckig,  mehr  oder  weniger  zu  einer  Querbinde 
vereinigt  und  nicht  oder  niu-  selten  teilweise  weiß  ausgefüllt. 
*.  (J.   Vflgl  oben  mit  einem  großen  herzförmigen  schwarzen  Samtfleck  zwischen  der  Mittelzelle  und  der 

Spitze,  fast  ganz  wie  bei  C.  cordatus.  ^-  nubifer. 

**    ^    Vflgl  oben  in  den  Feldern  1  b— 6  und  in  der  Mittelzelle  mit  feinen  schwarzen  Strichen  auf  den 
Falten.   Der  Diskalfleck  2  der  Vflgl-Unterseite  liegt  weit  mehr  wurzelwärts  als  der  Fleck  im  Felde  3. 

a    Vflgl  kürzer  und  breiter  ganz  ^^ie  bei  nubifer;  Schwänzchen  der  Hflgl  etwa  3  mm  lang.   Oberseite 

,       ,      ,    ,  ,      „„  C.  delatorum. 

sehr  dunkel  braun. 

b    Vflgl  etwas  länger  und  schmäler ;  Schwänzchen  der  Hflgl  nur  2  mm  lang.  Oberseite  hell  kupferbraun 
''  ^  C.  falkensteini. 

C    antinorii  Oberth.    hat   oben   dunkel  violette,    schwärzlich   gesäumte   Yttgl  und   bläidich   graue    am  anUmrii. 
Saume  und  an  der  ^^'urzel  dunklere  Hflgl;  wurde  zuerst  aus  Abessinien  beschrieben,  kommt  aber  in  Ostafrika 
bis  zur  Rhodesia  und  dem  Maniealande  vor  und  wurde  von  A.  Schültze  auch  bei  Bamenda  in  Kamerun  ange- 
troffen; $  unbekannt. 

C  crawshayi  Butl  (72  k)  ist  die  größte  Art  dieser  Untergattung  und  diu'ch  die  oben  angeführten  Kenn-  crawshayi. 
zeichen  leicht  kenntlich;  das  ?  ist  oben  im  Winzelteil  der  Vflgl  grünlich  blau  beschuppt,  hat  einen  Querstrich 
in  der  Mittelzelle,  einen  großen  Fleck  am  Ende  der  ÄLttelzelle,  eine  zusammenhängende   Querbinde  von  6 
Diskalflecken  und  die  Saumbinde  schwarz  oder  schwärzlich.    Nyassa-Land. 

C    cordatus  Em    Sh    (72  i)  hat  beim  (^  oben  dunkel  kupferbraune  Flügel  ohne  andere  Zeichnungen  cordatus. 
als  den  Samtfleck  der  Vflgl  und  die  beiden  Saumflecke  der  Hflgl,  welche  mit  einigen  blauen  Schuppen  geziert 
sind;  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  fehlen  die  Diskalflecke  der  Felder  1  b  und  2;  ?  unbekannt.  Britisch  Ostafrika 
bei  Kavirondo  und  Kikuyu. 

C.  lunifer  Bebd  stimmt  unten  mit  der  vorhergehenden  Art  überein  und  Meicht  oben  nur  dadurch  lunifer. 
ab   daß  der  Samtfleck  der  Vflgl  nach  hinten  ausgezogen  ist  und  die  Rippe  1  erreicht  ;■  dadurch  bildet  sie  emen 
Ue'bergang  zu  der  folgenden  Art.    Nach  einem  einzigen  ^  aus  Bukoba  m  OstafrUia  beschrieben. 


462  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  AuRiviLLirs. 

poggei.  C.  poggei  Dew.  (72  k)  wird  gewöhnlich  wegen  der  freien  Samtstreifen  der  Vflgl-Oberseite  in  der  nächsten 

Nähe  von  C  jalkensteini  gestellt,  schließt  sicli  aber  durch  die  Zeichnung  der  Unterseite  näher  den  vorhergehenden 
Arten  an.  Kommt  in  Angola,  Rhodesia,  Manica-Land,  X3-assa-Land  und  Britisch  O.stafrilia  vor.  —  Als  poggei  ? 
(72  i)  Lst  eine  mir  unbekannte  oder  unrichtig  gezeichnete  Art  abgebildet. 

nubifer.  C.  nubifcf  Trim.  (=  pelotus  Karsch)  (72  i)    ist    oben    dem  C.  cordatus   sehr  ähnlich,  ausgenommen, 

daß  die  beiden  Saumflecke  derHflgl  klein  sind  und  keine  metallischen  Schuppen  haben,  weicht  aber  unten  durch 
die  in  der  Ucbcrsicht  angeführten  Kennzeichen  ab  und  hat  große,  schwarzgraue,  schwarz  begrenzte,  länglich 
viereckige,  miteinander  zu  einer  Querbinde  vereinigte  Diskalflecke  der  Hflgl-Unterseite ;  der  Zwischenräum 
zwischen  den  Submarginallinien  der  Hflgl  ist  ganz  oder  zmn  großen  Teil  dunkel  bleigrau  ausgefüllt.  Beim  $ 
fehlt  oben  der  Samtfleck  und  treten  schwarze  Diskalflecke  und  ein  solcher  Fleck  am  Ende  der  Zelle  aiif. 
distinclesig-  Natal  bis  Britisch  Ostafrika ;  auch  in  Kamerun  bei  Bamenda  von  Dr.  A.  Schultze  gefunden.  —  ab.  distinctesigna- 
yialiis.  tus  Straml  (72k  als  distinctissima)  unterscheidet  sich  dadurch,  daß  die  weißen  Zeichnungen  der  Unterseite 
beider  Flügel  schärfer  hervortreten.  Abessinien;  ähnliche  Stücke  liegen  mir  aber  auch  aus  Kilima-Xdjaro  und 
Ruwenzori  vor. 

delatorum.  C.  delatoruitl  Heron  stimmt  in  der  Zeichnung  völlig  mit  der  folgenden  Art  überein,  weicht  aber  durch 

eine  verschiedene  Flügelform,  welche  mit  derjenigen  von  nuhijer  (72  i)  übereinstimmt,  ab.  Dieser  Unterschied 
kann  so  au.sgedrückt  werden,  daß,  «enn  man  zwei  gleich  große  und  ähnlich  gespannte  Stücke  miteinander 
vergleicht,  der  Abstand  zwischen  der  Spitze  der  Vflgl  und  dem  Anahvinkel  der  Hflgl  bei  delatorum  größer  ist 
als  bei  falkensteini.  Es  liegen  mir  indessen  Stücke  aus  Ruwenzori  vor,  welche  in  der  Mitte  zwischen  beiden 
Formen  stehen  und  ich  halte  es  darum  für  wahrscheinlich,  daß  delatorum  nur  eine  Rasse  von  falkensteini  ist. 
Ruwenzori,  Etgon  und  von  den  Randgebirgen  im  Nordwesten  des  Tanganjika-Sees. 

falkensicini.  C.  falkensteini  Dew.  (73  a)  ist  an  den  feinen  schwarzen  Samtlinien  der  Vflgl-Oberseite  des  (J  von  allen 

anderen  Arten  der  Gattung  mit  Ausnahme  von  delatorum  verschieden.  Das  mir  nicht  vorliegende  5  hat  eine 
weißliche  Grundfarbe  der  Oberseite  mit  breiter  schwarzer  Saumbiude  beider  Flügel,  dunklem  Vrdc  der  ^'flgl 
und  schwarzen  Diskalflecken.  Die  Hauptform  ist  von  Sierra- Leone  bis  Angola  und  Britisch  Ostafrika  verbreitet. 
arlemenes.  —  artemenes  Mab.  (72  k)  ist  die  auf  Madagaskar  vorkommende  Form  und  scheint  sich  nur  durch  die  rein  weiße 
Grundfarbe  der  Vflgl-Unterseite  zu  unterscheiden. 

Dritte   Gruppe. 

Diese  Gruppe  wurde  1909  von  F.  A.  Heron  als  besondere  Gattung  Harpendijreus  fi'u  eine  neue  Art 
aus  Ruwenzori  aufgestellt.  Sie  steht  tatsächlich  in  der  Mitte  zwischen  der  zweiten  und  vierten  Gruppe  und 
zeigt  wie  nahe  diese  beiden  miteinander  verbunden  sind. 

Die  Vflgl  haben  nur  11  Rippen  und  die  Rippe  11  verläuft  ganz  frei,  ohne  sich  mit  der  Rippe  12  zu  ver- 
einigen. Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  schwach  geeckt  ohne  Schwänzchen.  Ob  die  Augen  nackt  oder  behaart 
sind,  wird  nicht  erwähnt.  Wahrscheinlich  sind  sie  behaart,  in  v,e\chem.Fa,\le Harpendi/reus  nur  dm'ch  das  Fehlen 
des  Schwänzchens  der  Hflgl  von  den  Arten  der  zweiten  und  vierten  Gruppe  unterschieden  werden  kann.  Da 
aber  das  Schwänzchen  der  Hflgl  in  der  Gattung  Cupido  von  so  geringer  systematischer  Bedeutung  ist,  daß 
es  bei  Rassen  derselben  Ai-t  felüen  oder  vorlianden  sein  kann,  ist  es  offenbar,  daß  die  Gattung  Harpendyreus 
sehr  schwach  begründet  ist. 

In  der  Zeichnung  der  Unterseite  schließt  sich  die  einzige  bekannte  Art  den  .Ai'ten  der  zweiten  Gruppe, 
besonders  dem  C.  antinorii  Oberth.  eng  an,  weicht  aber  dadiu-ch  ab,  daß  der  Diskalfleck  2  der  Vflgl  fast  gerade 
hinter  dem  Diskalfleck  3  und  nicht  viel  mehr  wurzelwärts  steht. 
rcginnldi.  C.  reginaldi  Heron  liegt  mir  nicht  vor,  hat  aber  nach  Heroxs  Beschreibung  und  Abbildung  die  Größe 

und  Flügelform  von  C.  falkensteini  (73  a).  cJ.  Flügel  oben  matt  violettblau  mit  breiter  schwärzlicher  Saum- 
binde und  schwach  durchscheinenden  Zeichnimgen  der  Unterseite;  Fransen  weiß  mit  dunklen  Flecken  an  den 
Rippenenden;  Hflgl  am  Saume  im  Felde  2  mit  einem  kleinen,  gerundeten,  schwarzen,  blau  bcschupi^ten  und 
nach  innen  gelblich  begrenzten  Fleck  aber  ohne  solchen  Fleck  in  1  c.  Unten  haben  die  Hflgl  und  die  Spitzen- 
hälfte der  \'flgl  eine  weißgraue,  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  dagegen  eine  braune  Grundfarbe;  die  Diskalflecke 
der  Vflgl  sind  ringförmig  und  bilden  eine  schwach  gebogene,  zusammenhängende  Qiierbinde  vom  ^'rd  zum 
Ird;  die  innere  Submarginallinie  ist  gewellt  und  zusammenhängend,  die  äußere  besteht  aus  getrennten  dunklen 
Punkten  je  einer  in  jedem  Felde;  die  Flecke  der  Unterseite  sind  fast  ganz  wie  bei  C.  antinorii  geordnet,  aber 
dunkler  und  mehr  gedrängt.  Das  $  ist  auf  beiden  Seiten  viel  dunkler  als  das  ^  und  oben  kaum  blau  angeflogen. 
Ruwenzori. 

Vierte  Gruppe. 

Diese  Gruppe,  welche  von  Butler  Cacyreus  benannt,  aber  nie  charakterisiert  wurde,  schließt  sich  den 
vorigen  Gruppen  so  eng  an,  daß  sie  vielleicht  besser  damit  vereinigt  werden  sollte.  Ich  glaubte  früher,  daß  die 
beiden  Gruppen  dadurch  unterschieden  werden  könnten,  daß  die  Rippe  11  der  Vflgl  bei  den  Arten  der  zweiten 
Gruppe  mit  der  Rippe  12  eine  Strecke  vereinigt,   bei  Caegreus  aber  frei  verliefe.    Bei  genauer  Untersuchung 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  463 

hat  sich  aber  gezeigt,  daß  die  Rippe  11  auch  bei  den  Uranothamna- Alten  frei  verlaufen  kann  und  daß  Stücke 
von  C.  lingeus  vorkommen,  bei  denen  sie  eine  Strecke  mit  der  Rippe  12  vereinigt  ist.  Dieses  Kennzeichen  ist 
demnach  für  die  Trennung  der  beiden  Gruppen  völlig  wertlos. 

Da  weiter  in  beiden  Gruppen  die  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  kurz  geeckt  und  geschwänzt  sind  und  die 
Rippe  9  der  Vflgl  ausgebildet  ist,  bleibt  um  die  Gruppen  zii  unterscheiden  nur  die  Zeichnung  der  Unterseite 
übrig.  Dieselbe  ist  wie  aus  den  Figuren  hervorgeht  ganz  eigentümlich,  besteht  aber  tatsächlich  aus  denselben 
Flecken  wie  bei  der  zweiten  Gruppe.  Als  leicht  wahrnehmbare  Unterschiede  mag  hervorgehoben  werden,  daß 
der  Diskalfleck  im  Felde  2  der  \'flgl  mehr  saumwärts  steht  luid  den  Diskalfleck  im  Felde  3  berührt  und  daß 
der  Mittelfleck  im" Felde  7  der  Hflgl  eine  dunkle  Querbinde  bildet,   welche  die  Mittelzelle  vollständig  erreicht. 

U  e  b  e  r  s  i  0  h  t  der  Arte  n. 

A.  Vflgl  unten  in  der  Mittelzelle  mit  4  weißen  und  drei  dunklen  abwech-selnden  Querstrichen.   Die  Flügel  beim 
cJoben  hellblau,  beim  $  schwarzbraun  mit  weißen  Flecken  und  blauem  Schiller  im  Wurzelteil.  Augen  haarig. 

C.  lingeus. 

B.  Vflgl  unten  in  der  Mittelzelle  niu"  mit  einer  dunkler,  weiß  begrenzten  Querbinde.    Flügel  oben  kupferbraun 
mit  oder  ohne  violettem  Schiller.    Fransen  gleichförmig  weiß  gefleckt. 

OL.  Augen  haarig.    Flügel  oben  mehr  oder  weniger  blau  schillernd.  C.  palemon. 

ß.  Augen  nackt.    Flügel  oben  bronzebraun  ohne  blau.  C.  niarshalli. 

C.  lingeus  Cr.  (73  a).    ^.    Flügel  oben  hellblau,    am  Saume  etwas  verdunkelt,  die  Zeichnungen  der  litujdi.t. 
Unterseite  schwach  diu'chscheinend ;  Fransen  der  Vflgl  mit  ungleich  großen  weißen  Flecken;  die  Diskalflecke 
2 — -6,  9  der  Vflgl-Unterseite  bilden  eine  zusammenhängende  schwach  gebogene  fast  schwarze  Querbinde;  der 
Diskalfleck  2  der  Hflgl-Unter.scite  liegt  weit  mehr  wm'zelwärts  als  der  Diskalfleck  3  und  wird  nach  außen  von 
einem  scharf  hervortretenden  weißen  Fleck  begleitet.    Das   $  hat  einen  deutlichen,  auf  beiden  Seiten  durch 
einen  weißen  Fleck  begrenzten  schwarzen  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  außerdem  einige 
weiße  Submarginalflecke;  seine  Hflgl  sind  oben  mehr  oder  weniger  weißlich  aufgehellt,  selten  fehlen  fast  völlig 
die  weißen  Zeichnungen  der  Oberseite,  ab.  $  virilis  ab.  nov.   Die  Art  kommt  überall  auf  dem  Festlande  und  auf  virilis. 
allen  Inseln  der  äthiopischen  Region  vor.    Manders  traf  die  Raupe  auf  Coleus  hybrida  und  beschreibt  sie  als 
feinhaarig,  hell  rötlichgrün,  die  Rüekenlinie  mid  die  Seitenlinien  rot  und  mit  zwei  schief  gestellten  Querlinien 
jeder  Seite  gleichfalls  rot.    Pupjie  ähnlich  gefärbt,  feinhaarig,  mit  einem  schwarzen  Rückenfleck  jederseits  an 
der  Wurzel  der  Flügelscheiden.  —  ciliaris  Auriv.  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Fransen  der  Vflgl  weiß  mit  gleich-  ciliarh. 
großen  schwarzen  Flecken  und  die  der  Hflgl  fast  einfarbig  weiß  sind.    Ostafrika:  Meruberg. 

C.  palemon  Cr.  (73  a).    Flügel  oben  kupferbraun  mit  schwachem  violettem  Schiller  und  beim  $  bis-  palemon. 
weilen  im  Wurzelteil  blau  beschuppt;  Fransen  weiß  mit  gleichgroßen  schwarzen  Flecken  an  den  Rippenenden ; 
die  ganz  eigentümliche,  verwickelte  Zeichnung  der  Unterseite  geht  am  besten  aus  der  Figxu"  hervor.    Süd-  und 
Ostafrika  bis  zum  Ruwenzori.  —  fracta  Grünb.  hat  die  dunkelbraune,  weiß  eingefaßte  Postdiskaibinde  der  fracia. 
Vflgl-Unterseite  in  den  Feldern  3 — 1  b  scharf  abgesetzt  und  nach  innen  verschoben  in  der  Weise,  daß  in  jedem 
dieser  Felder  die  äußere  weiße  Säumung  die  Fortsetzung  der  inneren  dunkelbraunen  des  vorhergehenden  Feldes 
bildet.    Ruwenzori. 

C.  marshalli  Bull,  ist  kleiner  als  palemon.  weicht  aber  sonst  nru'  durch  die  oben  angefülirten  Kenn-  marshnUi 
zeichen  ab.    Kapland  bis  Natal  und  Transvaal.    Lebt  an  Geranium-Arten. 

Hier  mag  erwähnt  weiden,  daß  Staudinokr  in  seinem  Werk  ,,Exot.  Schmolt."  I  p.  271  angibt,  daß  in  West-  und 
Ost-Afrika  eine  Form  von  Ciipido  (Talicada)  nijsciis  vorkommt,  welche  sich  nur  durch  das  Fehlen  des  Schwänzchens  der  Ilflgl 
von  der  ostindischen  Ilauptform  unterscheiden  soll  und  darum  später  von  Butler  var.  ecaudata  benannt  wurde.  Da,  soviel 
ich  weiß,  diese  Art  später  niemals  in  Afiika  gefunden  worden  ist.  beruht  die  Angabe  Staudinoers  wahrscheinlich  auf  einer 
Verwechslung  des  Vaterlandes  .seiner  Stücke.  Die  Art  ist  im  Bande  IX  dieses  Werkes  beschrieben  und  abgebildet  (S.  024  und 
Taf.   145  k). 

Fünfte   Gruppe. 

Ich  vereinige  in  dieser  Gruppe  die  Arten,  welche  gewöhnlich  auf  die  ,, Gattungen"  TaruCMS  J/oore  und 
Castalius  Hübn.  verteilt  werden.  Diese  beiden  ,, Gattungen"  sind  neuerdings  (1917)  von  Bethune-Baker  und 
Fruhstorfer  hinsichtlich  des  Baues  der  männlichen  Begattungsorgane  revidiert  worden,  ohne  daß  die  beiden 
Verfasser  über  die  Unterschiede  der  Gattungen  einig  geworden  sind.  Es  werden  z.  B.  die  asiatischen  Arten 
ananda  de  Nie.  und  fasciatus  Röb.  von  Bethune-Baker  zu  Tariccus,  von  Fruhstorfer  aber  zu  Castalius 
geführt. 

Wenn  man  von  der  Bildung  der  männlichen  Begattungsorgane,  welche  in  diesem  Werke  nicht  in  Be- 
tracht gezogen  werden  können,  absieht,  unterscheiden  sich  die  Tarucus  und  Castalius-(^(^  nm-  dadurch,  daß  die 
Männchenschuppen  bei  jenen  vorhanden  sind,  bei  diesen  aber  fehlen.  Die  $$  aber  sind  nicht  durch  morpholo- 
gische Unterschiede  voneinander  zu  trennen. 


iU  CUPIDO.    \'()ii  Dr.  C.  AuRiviLLius. 

Die  folgende  Uebersicht  ist  für  beide  Geschlechter,  soweit  sie  mir  bekannt  sind,  gültig  und  hauptsächlich 
auf  die  dunklen  Zeichnungen  der  Unterseite  begründet.  Dieselben  bestehen  auf  den  Vflgln  aus  einem  scharf 
hervortretenden  Längsstrich  im  Felde  H,  je  einem  Wurzelfleck  in  1  b  und  2  sowie  einem  Fleck  in  der  Mittel- 
zelle (alle  drei  oft  zu  einem  schiefen  Querstrich  vereinigt),  aus  einem  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle,  aus 
6 — -7  ganz  lun'egelmäßig  stehenden  Diskalflecken  oder  Diskalpnnktcn,  aus  einer  })ostdiskalen  oder  submarginalcn 
gebogenen  Kcihe  von  7 — S  freien  oder  zu  einer  Binde  vereinigten  Flecken  und  aus  6 — 7  kleineren  Flecken  vor 
dem  Saume  (Saumflecke).  Die  Hflgl  haben  freie  schwarze  Wm-zelpimkte  oder  einen  durch  die  Vereinigung 
der  Punkte  entstandenen  Querstrich  an  der  Wurzel,  drei  Subbasalpunkte  in  1  c,  7  und  der  Mittelzelle,  einen 
Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle,  der  jedoch  auch  fehlen  kann,  2 — 8  gewöhnlich  umegelmäßig  geordnete 
Diskalpimkte,  acht  freie  oder  vereinigte  postdiskale  oder  submarginale  Flecke  und  acht  schwarze  oft  teilweise 
grün  beschuppte  Flecke  vor  dem  Saume  (Saumflecke). 

Bei  den  gewöhnlich  zu  Castalius  geführten  Arten  fehlen  oft  mehrere  dieser  Flecke  oder  sind  dem  Saume 
stark  genähert.  C.  hintzi  bildet  jedoch  auch  in  dieser  Hinsicht  einen  schönen  Uebergang  zu  den  Tarucus-Y ovmen. 

Uebersicht  der  Arten. 

I.  Die  Diskalflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  groß  viereckig  und  bilden  eine  zusammenhängende,  fast  gerade 
Querbinde,  welche  von  der  Mitte  des  Irdes  gegen  die  Flügelspitze  gerichtet  ist.  Die  weiße  Grundfarbe 
bildet  eckige  Flecke  zwischen  den  dunklen  Zeichnungen,  wodurch  die  Unterseite  stark  an  die  der  i/esyjena- 
Arten  erinnert.  Flügelfransen  weiß  mit  scharf  hervortretenden,  schwarzen  Flecken  an  den  Rippenenden. 
Schwänzchen  der  Hflgl  kurz. 

a.  Die  dunklen  Saumflecke  der  Unterseite  klein  oder  undeutlich,  bisweilen,  besonders  im  Felde  3  der  Hflgl, 
ganz  fehlend.  —  ^.  Flügel  oben  ganz  blau  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie.  —  $.  ^'fIgl  oben  nur  mit 
4 — -5  eckigen  weißen  Flecken.    Hflgl  oben  mit  unscharf  begrenzten,  grauen  Flecken.  C.  thespis. 

ß.  Saumflecke  der  Unterseite  alle  deutlich  und  scharf  begrenzt.  — ■  ^.  Flügel  oben  violettblau  mit  breiter 
schwärzlicher  Saumbinde.  —  $.    Beide  Flügel  oben  in  der  Mitte  weiß.  C.  bowkeri. 

II.  Die  Diskalflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  imregelmäßig  angeordnet  und  bilden  nie  eine  zusammenhängende 
Querbinde. 

A.  Die  Diskalflecke  der  Hflgl-Unterseite  vollständig  vorhanden  und  alle  oder  fast  alle  vor  der  Mitte  ilires 
Feldes  stehend.   Die  Hflgl  stets  unten  mit  dunklem  Querstrich  oder  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle. 

a.  Die  Postdiskaiflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  weit  vom  Saume  entfernt  und  stellen  wenigstens 
in  den  Feldern  3 — 5  nur  wenig  hinter  der  Mitte  dieser  Felder.  Die  Saumflecke  1  c — 3  ( — 5)  der  Hflgl- 
Unterseite  mit  grünlichen  Schuppen  bestreut. 

*.  Diskal-   und  Postdiskaiflecke  der   Hflgl  alle  vollständig  frei  und  gerundet,  pimktförmig. 

C.  syharis. 

**.   Diskal-  und  Po-stdiskalflecke  der  Hflgl  weder  alle  gerundet,  noch  alle  frei. 

o.  Die  Diskalflecke  1  b  und  2  der  Vflgl  bilden  mit  den  Diskalflecken  3 — 5  eine  zusammen- 
hängende, etwas  schief  stehende,  schwärzliche  Querbinde.  Stirn  schwarz  mit  weißen  Seiten- 
rändern. — •  (J.    Vflgl  oben  schwarzbraun  ohne  Blau.  C.  grammicus. 

oo.  Die  Diskalflecke  1  b  und  2  der  Vflgl  stehen  in  einer  Linie  mit  dem  Querstrich  am  Ende  der 
Mittelzelle,  nicht  aber  mit  dem  Diskalflcck  im  Felde  3,  welcher  mehr  saumwärts  gerückt 
ist.    Stirn  weiß.  — ■  ^.    Flügel  oben  lebhaft  blau  oder  violettblau.  C.  quadrattis. 

C.  theo'pJirastus. 
C.  mediterrayieae. 

p.  Die  Postdi.skalflccke  der  Hflgl-Unterseite  sind  strichförmig,  dem  Saume  stark  genähert  inid  stehen 
alle  weit  hinter  der  Mitte  ilirer  Felder;  sie  können  darum  alle  als  Submarginalflecke  bezeichnet  werden. 
Nur  die  Saumflecke  1  c  und  2  der  Hflgl-Unterseite  blau  beschuppt;  der  Diskalflcck  5  der  Hflgl  liegt 
weit  hinter  der  Mitte  des  Feldes  5,  dicht  bei  dem  Submarginalfleck  5.  C.  hiniza. 

B.  Die  Diskalflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  gewöhnlich  ivcht  alle  da,  stehen  aber  alle  oder  fast  alle  dicht 
an  den  Submarginalflecken,  oder  sind  sogar  mit  denselben  vereinigt.  Die  Flügel  auch  beim  ^  oben 
schwarz  mit  weißen  Flecken  oder  zum  großen  Teil  weiß. 

a.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  deutlichem  schwarzem  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle.  Vllgl  oben 
fast  imnicr  mit  deutlichem  weißem  Fleck  in  der  schwarzen  Saunibiiide  im  Felde  4  (und  5).  Hflgl 
ohne  Diskalflcck  im  Felde  5. 

*.  Der  Diskalflcck  im  Felde  7  der  Hflgl  steht  weit  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle.    Die  Diskal- 
flecke 1  c — 4  sind  alle  oder  fast  alle  vorhanden. 


Ausgegeben  4.  VIII.  1924.  CUPIDO.     Voll  Dr.   C.   AuBIVILLruS.  465 

o.  Der  Diskalfleck  7  der  ELflgl-Unterseite  steht  etwa  in  der  Mitte  zwischen  der  Spitze  der  Mittel- 
zelle und  dem  Diskalfleck  6  und  ist  von  beiden  völlig  getrennt.  C.  calice. 

DO.  Der  Diskalfleck  7  der  Hflgl-Uiiterseite  ist  weit  mehr  saumwärts  gerückt  so,  daß  er  den  Saum- 
fleck 6  berührt  oder  fast  gerade  vor  demselben  steht. 

1.  Das  weiße  Mittelfeld  der  Vflgl-Oberseite  ist  groß,  erreicht  den  Hrd  und  ist  dort  etwa 
5  mm  breit.    Die  weiße   Querbinde  der  Hflgl-Oberseite  erreicht  den  Vrd.         C.  ertli. 

2.  Der  weiße  Mittelfleck  der  Vflgl-Oberseite  ist  viel  kleiner,  erreicht  niclit  den  Hrd,  ist 
im  Felde  1  b  nur  2^2,5  mm  breit  und  an  der  Hinterecke  der  Mittelzelle  diuxli  die  schwarze 
Farbe  tief  eingeschnitten  oder  fast  unterbrochen. 

a.  Flügel  unten  mit  weißer  Grundfarbe  und  schwarzen  Zeichnungen.  C.  melas. 

h.  Flügel  imten  mit  hell    gelblichgrauer   oder   rahmgelber  Grundfarbe  und  bräunlichen 
Zeichnungen.  C.  griquus. 

**.  Der  Diskalfleck  7  der  Hflgl  ist  groß  und  steht  näher  an  der  Wurzel,  so  daß  er  eine  Fortssetzung 
des  Querstriches  am  Ende  der  Mittelzelle  bildet.  Die  Diskalflecke  1  c — 5  der  Hflgl  fehlen  völlig 
oder  sind  nvu*  dm'ch  einen  Punkt  in  2  vertreten.  C.  gregorii. 

ß.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  oder  wenigstens  unten  ganz  ohne  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle,  selten 
unten  mit  einem  undeutlichen  gelblichen  Querstrich.  Flügel  oben  mit  breiter  gemeinsamer,  weißer 
Querbinde,  welche  sowohl  den  Hrd  der  Vflgl  wie  den  Vrd  der  Hflgl  erreicht. 

*.  Flügel  unten  mit  deutlichen,  schwarzen  Diskal-  und  Submarginalflecken  in  allen  oder  fast  allen 
Feldern.    Diskalfleck  5  der  Hflgl  gewöhnlich  vorhanden. 

o.  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  unregelmäßig  mit  1 — 4  scharf  hervortretenden  weißen  Flecken. 
Die  Submarginallinie  der  Vflgl-Unterseite  völlig  zusammenhängend,  nicht  diu-ch  die  hellen 
Rippen  unterbrochen.  C.  cretosus. 

CO.  Sautnbiade  der  Vflgl-Oberseite  breiter  und  weniger  unregelmäßig,  oft  ganz  ungefleckt.  Die 
Submarginallinie  der  Vflgl-Unterseite  durch  die  hellen  Rippen  in  getrennte  Flecke  auf- 
gelöst. C.  carana. 

**.  Diskal-  und  Submarginalflecke  der  Unterseite  undeutlich,  grau  oder  blaß  gelblich;  nur  die  Wurzel- 
flecke luid  die  Flecke  des  Feldes  1  b  der  Hflgl  und  der  Felder  C — S  der  Vflgl  sowie  die  Saumflecke 
der  Hflgl  gewöhnlich  schwarz  oder  schwärzlich.  C.  margaritaceus. 

C.  thespis  L.  (73  a).  (^.  Flügel  oben  einfarbig  blau  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  weißen  an  thespis. 
den  Rippenenden  scharf  schwarz  gefleckten  Fransen;  die  Rippen  besonders  gegen  den  Saum  fein  schwärzlich. 
Die  Unterseite  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  alle  dunkle  Zeichnungen  dick  und  groß  sind  und  eckige  mitein- 
ander vereinigte  Flecke  bilden;  die  weiße  Grundfarbe  tritt  darum  nur  als  eckige  Flecke  auf  und  bildet  nur  am 
Saume  eine  fast  zusammenhängende  Reihe  von  großen  Flecken,  in  deren  Mitte  die  dunklen  Saumflccke  fehlen 
oder  klein  und  undeutlich  sind.  Die  hellen  Flecke  sind  im  Wurzelteil  etwas  blaugrau  angeflogen,  dann  in  der 
Mitte  reiner  weiß;  von  den  größeren  Flecken  stehen  2  in  der  Mittelzelle,  je  ein  dreieckiger  an  der  Wurzel 
der  Felder  2  und  3,  zwei  viereckige  im  Felde  4  und  je  einer  in  5  und  0.  — ■  $.  Flügel  oben  schwarzbraiui,  in 
der  Wm-zelhälfte  bläulich  schillernd,  im  Saumteil  mit  einigen  weißen  Flecken.  Unten  wie  beim  <^  aber  mit  größeren 
und  schärfer  begrenzten  rein  weißen  Flecken.    Kaplaiid  (und  Natal?). 

C.  bowkeri   Trim.  (73  b)  ist  der  vorigen  Ai-t  ähnlich,  weicht  aber  durch  die  kleineren  schwarzen  Flecke  bowkeri. 
der  Unterseite  und  durch  die  in  der  Uebersicht  angegebenen  Unterschiede  ab ;  ist  auch  etwas  größer  als  thespis. 
Natal. 

C.  sybaris  Hpff.  (73  a).  (^.  Flügel  oben  violettblau  mit  schwarzem  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzell^  sybaris. 
der  Vflgl  und  mit  einer  1 — '1,5  min  breiten,  dunklen,  auf  den  Hflgln  oft  in  Flecke  aufgelösten  Saumbinde; 
Fransen  an  der  Wurzel  breit  schwarz,  dann  grau  oder  weißlich ;  eine  feine  weiße  Saumlinie  der  Hflgl  wenigstens 
in  1  b — i.  Unterseite  beider  Flügel  rein  weiß  mit  freien  gerundeten  schwarzen  Diskal-,  Submarginal-  und  Saum- 
flecken; nur  auf  den  Vflgln  stoßen  die  Diskalflecke  bisweilen  paarweise  (1  und  2,  3  und  4)  zusammen;  die  Saiun- 
flecke  1  b^3  ( — -4)  der  Hflgl  sind  mit  grünen  Schuppen  geziert.  Die  Flügel  des  9  sind  oben  schwarzbraun  mit 
weißen  Flecken  in  der  Mitte  der  Vflgl  und  hinter  der  Mitte  der  Hflgl;  die  Wurzel  beider  Flügel  schwach  bläulich 
angeflogen.  Kapland  und  ganz  Ostafrilva  bis  Somali-Land  und  Abessüiien.  —  linearis  var.  nov.  (^^  aus  Damara  linearis. 
und  Transvaal  weichen  dadurch  ab,  daß  die  dunkle  Saumbinde  der  Oberseite  völlig  fehlt.  Die  blaue  Farbe 
ist  also  nur  durch  eine  sehr  feine  schwarze  Saumlinie  vom  Saui".<'  getrennt;  die  Saumlinie  ist  scheinbar  dick, 
iadam  sie  ohas  deutliche  Grenze  in  den  schwarzen  Wurzelteil  der  Fransen  übergeht.  Es  ist  wahrscheinlich 
diese  Rasse,  welche  in  Angola  und  dem  Owambo-Lande  vorkommt. 

XIII  59 


466  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  AuRn'iLLiL's. 

yramniicus.  C.  grammicusör.  Smith.  (=  louisae  Em.  Sh.)  (lii)  weicht  von  allen  anderen  Arten  dieser  Gruppe  dadurch 

ab,  daß  die  Flügel  auch  beim  (J  oben  schwärzlich  sind,  ohne  blau.  Stirn  schwarz  mit  weißen  Seitenrändern.  Vflgl 
oben  einfarbig  schwarz  (<;J)  oder  wie  die  Hflgl  oben  mit  gerundeten  auf  beiden  Seiten  weiß  begrenzten  Saum- 
flecken. Unterseite  weiß  mit  schwarzen  Zeichnungen;  Vflgl  mit  langem  und  breitem  Wiu-zelstrich  bis  zur  Mitte 
des  Vrdes,  einem  nach  hinten  erweiterten  Querfleck,  welcher  von  den  vereinigten  Subbasalflecken  der  Felder  1  b, 
2  und  der  Mittelzelle  gebildet  ist,  einem  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  einer  zusammenhängenden  vom 
Hrde  gegen  die  Flügelspitze  gerichteten  Querbinde,  welche  von  den  Diskalflecken  1  b — 5  gebildet  ist,  einem 
großen  und  langen  Diskalfleck,  welcher  nahe  der  Wurzel  des  Feldes  6  steht  und  sich  mit  dem  Querstriche  am 
Zellende  vereinigt  .sowie  mit  den  gewöhnlichen  Submarginal-  und  Saumflecken,  von  denen  jene  mehr  oder 
weniger  vereinigt,  diese  aber  ganz  frei  sind.  Die  Diskalf lecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  paarweise  nütcinander 
zu  Querstrichen  vereinigt,  so  daß  die  Flecke  1  c  und  2  einen  Querstrich,  3  und  4  einen  anderen  und  6  und  7 
einen  dritten,  der  die  Spitze  der  Mittelzelle  berührt,  bilden;  der  Di.skalfleck  5  liegt  mehr  saumwärts  als  die 
übrigen,  hängt  aber  gewöhnlich  mit  dem  Diskalfleck  4  zusammen;  die  Submarginalflecke  sind  alle  voneinander 
frei,  liegen  ahier  weit  vom  Saume  entfernt  und  berühren  oft  die  Diskalflecke  Ic — 5;  Saumflecke  gerundet,  ganz 
frei,  in  den  Feldern  1  c — 5  mit  grünen  Schuppen  geziert.  Diese  kleine  Art  scheint  selten  zu  sein  und  wiu-de 
bisher  nur  in  Deutsch  und  Britisch  OstafrUia  sowie  im  Somali-Land  gefunden.  Sie  wurde  zuerst  von  Grose- 
Smith  als  eine  Lycaenesth&s  beschrieben. 

quadratus.  C.    quadratus    Gmnt    ist    kleiner    (Flügelspannung    16 — 19  mm)    als    die   folgende    Art    und    weicht 

nach  Rebel.s  und  Bethune-Bakers  Untersuchungen  auch  durch  die  Bildung  des  männlichen  Genital- 
apparates von  jener  ab.  In  Färbung  und  Zeichnung  stimmt  sie  dagegen  sehr  nahe  mit  theophrastus  überein. 
Insel  Sokotra. 

iheophras-  C.  theophrastus  F.  (Bd.  I,  Taf.  77  i)  ist  im  ersten  Bande  beschrieben  und  abgebildet.    Da  alle  Stücke 

'"■'•  aus  dem  äthiopischen  Gebiete,  die  ich  gesehen  habe,  der  folgenden  ^\i-t  angehören,  ist  es  unsicher  ob  theophrastus 
dort  vorkommt. 

medilerra-  C.  niediterraneae  B. -Baker  (74  a)    ist   mit  der  vorigen  Art  sehr  nahe  verwandt  und  wurde  erst  neuer- 

neae.  dings  (1917)  von  Bethune-Baker  in  seiner  ,, Revision  der  yaracMS-Formen"  als  besondere  Art  abgetrennt. 
Sie  unterscheidet  sich  von  theophmMm  in  der  Zeichnung  nur  dadurch,  daß  die  Submarginalflecke  beider  Flügel 
strichförmig  und  zu  einer  zusammenhängenden  Linie  vereinigt  sind;  bisweilen  sind  alle  Flecke  der  Hflgl-Unter- 
seite (mit  Ausnahme  der  gerundeten  Saumflecke)  hellbräunlich  oder  gelblich  statt  schwarz;  solche  Stüc^kc 
sind  durchschnittlich  kleiner  und  stellen  wahrscheinlich  die  Trockenzeitform  dar ;  die  Saumflecke  1  c^ — 5  der 
Hflgl-Unterseite  sind  mit  grünen  oder  silbernen  Schuppen  geziert.  Nach  Bethune-Baker  weicht  die  Art  auch 
durch  die  Bildung  des  männlichen  Genitalapparates  recht  erheblich  von  theophrastus  ab  und  wird  darum  sogar 
von  ilim  in  eine  andere  Abteilung  von  Tarucus  gestellt.  Beide  Arten  fliegen  in  Algerien  untereinander.  Ob- 
gleich es  natürlich  möglich  ist,  nniß  es  doch  wohl  noch  als  eine  offene  Frage  betrachtet  werden,  ob  es  wirklich 
Arten  gibt,  welche  einzig  und  allein  durch  den  Bau  des  männlichen  Genitalapparates  unterschieden  Mcrden 
können  und  ganz  ähnliche,  nicht  voneinander  abweichende  $  haben.  Diese  Frage  ,  die  Variabilität  oder  even- 
tueller Dimorphismus  des  männlichen  Genitalapparates,  kann  nur  durch  die  Untersuchung  dieses  Apparates 
bei  einer  großen  Anzahl  von  demselben  Pärchen  stammender  ^(^  gelöst  werden.  —  Die  Art  liegt  mir  aus  Nubien, 
Khartum,  Kordofan  und  den  Veregcbirgen  in  Adamaua  vor. 

hinfr.li.  C.  hintza  Trim.  (73  b)  bildet  einen  deutlichen  Uebergang  zwischen  den  vorhergehenden  Ai'ten  (Taru- 

cus) und  den  folgenden  (Castalius),  indem  die  Diskalflecke  wie  bei  jenen,  die  Submarginalflecke  wie  bei  diesen 
stehen,  cj.  Flügel  oben  zart  violettlilau,  die  Zeichnungen  der  Unterseite  mehr  oder  weniger  durchscheinend; 
mit  kleinen,  länglichen,  getrennten  dunklen  Saumflccken,  welche  nur  in  I  c  und  2  der  Hflgl  größer  und  schwarz 
sind.  Die  Unterseite  mit  den  normalen  schwarzen  Zeichnungen  und  fast  alle  Flecke  frei,  die  Diskalflecke  2 — 4 
und  6  der  Hflgl  sind  gerundet  und  stehen  nahe  an  der  Wurzel  ihrer  Felder;  der  Diskalfleck  5  beider  Flügel  mid  der 
Diskalfleck  3  der  Vügl  stehen  dagegen  weit  saumwärts  dicht  an  den  Submarginalf lecken;  Subnuxrginalf lecke 
beider  Flügel  getrennt,  strichförmig;  Saumflecke  klein  und  getrennt,  nur  in  den  Feldern  1  c  und  2  größer  mul 
grün  beschuppt;  Stirn  weiß  mit  zwei  kurzen  schwarzen  Borstenlinien.  Das  $  unten  dem  (J  ähnlich,  oben  schwärz- 
lich, in  der  Älitte  weiß  mit  schwarzen  Kippen  und  Diskalflecken,  wodiuxh  die  weiße  Farbe  in  mehrere  eckige 
Flecke  geteilt  wird;  beide  Flügel  an  der  Wurzel  etwa  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  bläulich  überzogen.  Kapland 
resplendens.  bis  Nyassa-Land  und  Rhodesia.  —  resplendens  Butl.  aus  Abe.ssinien  ist  mir  unbekannt  und  nach  einem  $  be- 
schrieben; aus  der  Beschreibung  gehen  keine  andere  Unterschiede  von  hiniza-'f  hervor,  als  daß  die  dunkle 
Submarginalbmde  der  Vflgl-Oberseite  nicht  völlig  mit  der  Saumbinde  verbunden  ist. 

Die  folgenilen  Ai'Um  dieser  Gruppe  sii\(i  leicht  daran  kennllieh.  daß  die  Fliip;«'!  oben  in  beiden  Gescblecbtern  scliwaiz 
und  weiß  sind,  ohne  blauen  Schiller.  Uie  weiße  Farbe  bildet  auf  den  Vl'lf,'ln  einen  großen  Ihdfleck  oder  JMittelfleck,  welcher 
wenigstens  die  Kippe  6  erreicht,  und  außerdem  auch  gewöhnlich  1 — 3  weiße  Flecke  in  der  diuiklen  Samnbinde.  Der  weiße 
Mittelfleck  bildet  au(-h  stets  einen  kleinen  od  :r  größeren  Fleck  in  der  .Mittelzelle.  Die  Hflgl  haben  eine  weiße  IMittclbiiide, 
w<dche  inunor  den  Ird,  oft  auch  den  \'rd  eri,.>icht.  Der  Diskalfleck  5  der  \'rigl  is(  groß,  saumwärts  ausgezogen,  aber  mit  den 
anderen  vereinigt. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aueivillixts.  467 

C.  calice  Hpff.  (73  b)  hat  ein  mittelmäßig  großes  weißes  Mittelfeld  der  Vflgl-Oberseite,  welches  den  calice. 
Hrd  erreicht  oder  fast  (die  Rippe  1)  erreicht,  einen  oft  sehr  kleinen  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  einen  langen 
Fleck  im  Felde  3  bildet;  die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  erreicht  nicht  den  Vrd.    Die  Unterseite  weicht  durch 
die  Stellung  der  Diskalflecke  6  und  7  der  Hflgl  von  derjenigen  der  übrigen  Arten  ab.    Kongo- Gebiet:  Kassai, 
Angola,  Ovambo-Land,  Natal,  Zulu-Land,  Mossambik,  Nyassa-Land  und  Rhodesia. 

C.  ertli  Auriv.  ist  der  vorhergehenden  Art  sehr  ähnlich,  durch  die  in  der  Uebersicht  angefülirten  Kenn-  irüi. 
zeichen  aber  leicht  zu  unterscheiden.    Durch  den  großen  weißen  Hrdfleck  der  Vflgl  erinnert  sie  auch  sehr  an 
C.  carana  Hew.  (73  c),  von  der  sie  sich  jedoch  sofort  durch  den  schwarzen  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle 
der  Hflgl  unterscheidet.    Nyassa-Land. 

C.  melas  Trim.  (73  b  als  melama)  ist  durch  die  stark  reduzierten  weißen  Zeichnungen  der  Oberseite  aus-  mehts. 
gezeichnet.  Der  weiße  Mittelfleck  der  Vflgl  erreicht  hinten  nicht  die  Rippe  1  und  vorne  kaum  die  Rippe  6 
und  ist  in  der  Mitte  fast  unterbrochen,  indem  der  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle  und  der  schwarze  Diskal- 
fleck  des  Feldes  2  sich  an  der  Wurzel  der  Rippe  3  fast  erreichen.  Der  weiße  Submarginalfleck  im  Felde  5  ist 
dagegen  stets  groß  und  deutlicli.  Die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  erreicht  nicht  den  Vrd.  Beide  Geschlechter 
einander  ähnlich.    Ganz  Südafrika   bis   Angola,    Rhodesia   und   Britisch    Ostafrilia. 

C.  griquus  Trim.  ist  mir  nur  durch  Tbimens  Beschreibung  bekannt  und  scheint  nm'  durch  die  in  der  griquus. 
Artenübersicht  erwähnten  Kennzeichen  von  melas  abzuweichen.    Nach  Stücken  aus  dem  Griqua-Lande  in  der 
Kap-Kolonie  beschrieben. 

C.  gregorii  Butl.  (74  a)  hat  einen  großen  Hrdfleck  der  Vflgl,  welcher  den  Hrd  völlig  erreicht,  dort  greyorü. 
etwa  4,5  mm  breit  ist,  vorne  die  Rippe  6  oder  7  erreicht  und  auch  einen  kleinen  Fleck  in  der  Mittelzelle  bildet; 
der  weiße  Submarginalfleck  ist  groß  und  steht  in  4  und  5;  die  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  breit  und  ungefleckt 
oder  fast  ungefleckt,  erreicht  aber  nicht  den  Vrd.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  fehlen  die  Diskalflecke  1  c- — 5 
völlig  oder  sind  nur  durch  einen  Punkt  in  2  dicht  vor  der  Submarginalbinde  vertreten;  der  Diskalfleck  6  ist 
groß,  gerundet  und  steht  frei  etwa  in  der  Mitte  des  Feldes;  der  Diskalfleck  7  dagegen  steht  viel  mehr  wurzel- 
wärts  und  iiängt  mehr  oder  weniger  vollständig  mit  dem  Querstriche  am  Ende  der  Mittelzelle  zusammen.  Die 
Saumflecke  der  Vflgl  klein  oder  fehlend,  die  der  Hflgl  etwas  größer  und  in  den  Feldern  1  c — 3  oder  4  grün  be- 
schuppt.   Kilima-Ndjaro  und  Britisch  Ostafrika. 

C.  cretosus  zeichnet  sich,  wie  die  Artenübersicht  angibt,  dadm-ch  aus,  daß  die  Saumbinde  der  Vflgl- 
Oberseite  große  weiße  Flecke  hat  und  die  Submarginalbinde  der  Unterseite  zusammenhängend  ist.  Sie  tritt 
in  mehreren  Formen  (Lokalrassen?)  auf,  deren  Unterschiede  noch  nicht  genau  festgestellt  sind.  —  Die  Haupt- 
form cretosus -ß«</.  stammt  aus  Abessinien;  sie  hat  oben  drei  ^^ciße  Flecke,  von  denen  der  mittlere  viel  größer  cretosus. 
ist,  in  der  dunklen  Saumbinde  der  Vflgl  und  in  den  Hflgln  zwei  lineare  weiße  Querstriche  außerhalb  der 
Mittelbindo  und  drei  submarginale  Striche  nahe  am  Anahvinkel;  die  Diskalbinde  der  Hflgl  bildet  drei  Abtei- 
lungen, welche  nahe  bei  der  Submarginalbinde  stehen,  die  vorderste  besteht  aus  zwei  vereinigten  Flecken.  — Bei 
lactinatus  Butl.  sind  die  schwarzen  Zeichnungen  kleiner  und  schmäler  und  die  weiße  Farbe  ist  dementsprechend  lacthudus. 
mehr  ausgebreitet  und  bildet  sogar  eine  weiße  Linie  vor  dem  Saume  auf  der  Oberseite  der  Vflgl.  Somali-Land 
und  Kordofan.  — ■  Von  nodieri  Oberth.  (=  anomalogi-amma  B.  Bak.)  liegt  mir  eine  Kotype  vom  Senegal  r.odieri. 
vor,  auf  die  Bakers  Beschreibung  von  anomalogramma  so  gut  paßt,  daß  sie  ohne  Zweifel  zu  derselben  Form 
gehört.  Von  der  Hauptform  scheint  nodieri  dadurch  abzuweichen,  daß  der  weiße  Submarginalfleck  im  Felde  2 
der  Vflgl-Oberseite  mit  dem  großen  Hrdfleck  vereinigt  ist  und  daß  der  Diskalfleck  5  der  Hflgl  völlig  fehlt; 
dazu  kommt,  daß  der  Diskalfleck  2  der  Hflgl  etwas  mehr  wurzelwärts  als  die  Diskalflecke  1  b  und  1  c  steht. 
Bei  dem  einzigen  mir  vorliegenden  Stück  von  cretosus  aus  Kordofan  sind  alle  Diskalflecke  der  Hflgl  vorhanden 
und  bilden  drei  Querlinien  oder  Querstriche,  einen  aus  den  Flecken  1  b — 2,  einen  aus  den  Flecken  3- — 5  und 
den  dritten  am  Vrde  aus  den  Flecken  6  und  7;  von  diesen  stehen  die  Flecke  3 — 5  näher  am  Saume  als  die 
übrigen.  Ob  diese  Unterschiede  zuverlässig  sind,  kann  ich  nicht  entscheiden.  Senegal.  • —  usemia  Neave  kann  usemia. 
ich  auch  nur  als  eine  Form  von  cretosus  betrachten.  Sie  weicht  von  den  übrigen  Formen  dadurch  ab,  daß  die 
weißen  Submarginalflecke  der  Vflgl-Oberseite  reduziert  sind,  so  daß  nur  ein  Fleck  im  Feld  4 — 5  übrig  bleibt; 
durch  das  Fehlen  des  Diskalfleckes  5  der  Hflgl  stimmt  sie  mit  nodieri  überein.  Britisch  Ostafrika:  Kavirondo 
und  am  Weißen  Nil. 

C.  carana  Hew.  (73  c)  hat  dieselbe  Grundzeichnung  und  Färbung  wie  die  vorige  Art,  weicht  aber  außer  carana. 
durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  dadurch  ab,  daß  die  Diskalflecke  nicht  strichförmig 
sondern  dick  und  gerundet  sind;  sie  stoßen  zwar  gewöhnlich  aneinander,  bilden  aber  nicht  solche  Querstriche 
oder  Qaerbinden  wie  bei  cretosus.  Kamerun  bis  Angola.  —  kontu  Karsch  (73  c)  ,,ist  stets  etwas  größer  inid  der  kontu. 
breite  schwärzliche  Saum  am  Außenrande  der  Oberseite  beider  Flügelpaare  ist  durch  eine  Doi^pelreilie  weißer 
Bogenfleckchen  unterbrochen".  In  Drxjces  Abbildung  des  typischem  Stückes  sind  diese  Bogenfleckchen  auf 
den  Vflgln  nicht  zu  sehen.   Auf  den  Hflgln  kommen  sie  auch  bei  der  Hauptform  vor.   Togo-Land. 

C.  margaritaceus  Em.  Sharpe  (73  c)  ist  diejenige  Art,  bei  der  die  weiße  Farbe  am  ausgedehntesten  margarita- 
ist  und  die  schwarzen  Zeichnungen  besonders  unten  am  wenigsten  ausgebildet  sind.   Die  schwarze  Saumbinde  '^''^®- 


468  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  AüRIVILlius. 

der  Vflgl-Oberseite  ist  breit  und  ungcfleckt,  der  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle  aber  ist  ganz  kuiz  und 
erreicht  nicht  den  Hintcrwinkol  der  Zelle  und  die  Wurzel  ist  höchstens  bis  zur  Rippe  2  schwarz.  Hflgl  oben 
weiß,  an  der  Wiu-zel  schmal  schw  arz  (nur  bis  zur  Rippe  2)  und  mit  schmaler  schwarzer  Saunibinde,  in  der  zwei 
feine  weiße  Linien  die  länglichen  schwarzen  Saumflecke  begrenzen.  Die  Unterseite  ist  oben  in  der  Uebersicht 
beschrieben;  hier  mag  nur  noch  hervorgehoben  werden,  daß  der  schwarze  Wurzclstrich  der  Vflgl  viel  kürzer 
als  bei  den  übrigen  Arten  ist.   Kommt  in  den  höheren  Gegenden  Ostafrikas  von  Kiliraa-Ndjaro  bis  Elgonberg  vor. 

Sechste   Gruppe. 

Die  einzige  hieher  gehörige  Art  schließt  sich  der  vorigen  Gruppe  eng  an  und  wird  von  Fruhstorfer 
als  ein  Castalius  angesehen.  Da  aber  die  Augen  haarig  und  die  Hflgl  schwanzlos  sind  imd  dazu  kommt,  daß 
die  (5*^?  Androkonien  haben,  scheint  es  mir  besser  fiü-  C.  isis  eine  besondere  Griippe  beizubehalten.  Die  Rippe  11 
der  V'^flgl  ist  eine  lange  Strecke  ganz  mit  der  Rippe  12  vereinigt. 

Auch  die  Zeichnung  der  Unterseite  weicht  recht  erheblich  von  derjenigen  der  Castalitts-YoTmon  ab, 
indem  der  Subbasalfleck  1  b  der  Vflgl  fehlt  oder  nur  als  Schatten  auftritt  und  die  Hflgl  hinter  der  Mitte  eine 
breite  zusammenhängende  Submarginalbinde  haben,  welche  entweder  durch  Vereinigung  der  Diskal-  und 
Submarginalflecke  oder  durch  Erweiterung  dieser  entstanden  sein  muß.  Im  letzteren  Falle  fehlen  die  Diskal- 
flecke  der  Hflgl  völlig. 

C.  isis  Drurij  (73  b,  c).  <^.  Flügel  oben  lebhaft  hellblau;  Vflgl  in  der  Mitte  mit  einem  weißen  Fleck, 
welcher  die  Wurzel  der  Felder  2 — 4  bedeckt;  Hflgl  oben  mit  einer  weißen,  etwa  4  mm  breiten  Mittelbincle, 
welche  sowohl  den  Xid  wie  den  Ird  erreicht  und  nahe  dem  Vrde  durch  einen  dunklen  Fleck  im  Wurzelteil  des 
Feldes  6  verschmälert  wird.  Beim  $  sind  die  Flügel  oben  schwarz  und  weiß  an  der  Wurzel  schwach  bläulich 
schillernd;  die  weiße  Mittclbinde  der  Hflgl  wie  beim  ,^;  der  weiße  Fleck  der  Vflgl  aber  stark  erweitert  und  den 
Hrd  erreichend;  dazu  kommt  ein  weißer  Subapilvalfleck  in  4  und  5,  welcher  beim  q  fehlt.  Sierra-Lcone  bis 
Angola,  Uganda  und  Aequatoria. 

Siebente   Gruppe. 

Eine  leicht  kenntliche  Gruppe.  Augen  dicht  haarig.  Hflgl  ohne  Schwänzchen  und  oben  ohne  weiße 
Mittclbinde.  Rippe  11  der  Vflgl  eine  Strecke  mit  der  Rippe  12  vereinigt.  Der  Wurzelstrich  der  Vflgl-Unterseite 
ist  lang  und  breit,  gewöhnlich  die  Spitze  der  Mittelzelle  erreichend,  aber  nur  an  der  Wurzel  rein  schwarz  dann 
heller  oder  dunkler  braun;  ein  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle;  die  Diskalflecke  3—6  (und  9)  bilden  eine 
fast  gerade  Querbinde;  wogegen  der  Diskalfleck  2  mehr  wurzelwärts  steht.  Die  Submarginalflecke  sind  schmal, 
strichförmig  und  bilden  gewöhnlich  eine  zusammenhängende  Submarginallinie.  Die  Saumflecke  gerundet, 
getrennt  und  bisweilen  zum  Teil  undeutlich.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  bilden  die  Wurzelpunkte  gewöhnlich 
einen  kurzen  Strich,  welcher  der  Hinterseite  der  Rippe  8  folgt;  ein  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle;  die 
Diskalflecke  bald  gerundet  und  schwarz,  bald  teilweise  strichförmig  und  heller  oder  ganz  fehlend.  Submarginal- 
und  Saumflecke  wie  auf  den  A'flgln. 

Wie  völlig  unsicher  die  Begrenzung  der  modernen  sogenannten  Gattungen,  in  denen  man  die  Cujndo- 
Artcn  verteilt  hat,  ist,  geht  unter  anderem  daraus  hervor,  daß  viele  Verfasser  C.  eleusis  Dem.  in  dieselbe 
Gattinig  wie  jesous  gestellt  haben  und  die  Gattung  bald  Lmnpides  bald  Azanns  nennen.  Durch  welche  Kenn- 
zeichen aber  diese  ,, Gattung"  sich  von  der  übrigen  unterscheidet,  unterläßt  man  zu  erwähnen.  C.  eleusis  hat 
die  Augen  nackt,  die  Rippe  11  der  Vflgl  ganz  frei  und  die  Hflgl  geschwänzt  und  weicht  auch  in  der  Zeichnung 
ganz  erheblich  von  den  Arten  der  vorliegenden  Gruppe  ab. 

Uebersicht  d  e  r  A  r  t  c  n. 

A.  Die  X'flgl  unten  mit  cuiem  dunklen  Punkte  in  der  Mittelzelle  der  Wurzel  des  Feldes  2  gegenüber.  Der  Diskal- 
fleck ft  der  Vflgl-Unterseite  steht,  wenn  vorhanden,  gerade  vor  dem  Diskalfleck  6.  Die  Saumflecke  1  c  und  2 
der  Hflgl-Unterseite  mit  blauen  Schuppen  bestreut.  Flügelfransen  weißgrau  oder  grau,  oft  deutlich  ge- 
fleckt. 

a.  Der  Diskalfleck  3  der  Hflgl  ist  größer  als  die  Diskalflecke  4  und  5,  welche  bisweilen  ganz  fehlen,  und 
steht  chcht  an  der  Submarginallinie.  Der  Diskalfleck  4  der  Vflgl  an  der  Rippe  4  nach  außen  mehr  oder 
weniger  ausgezogen  .  Der  Saumfleck  2  der  Hflgl-Unterseite  nie  nach  innen  gelb  oder  rot  begrenzt. 

C.  natalensis. 

ß.  Der  Diskalfleck  3  der  Hflgl  bildet  mit  den  Diskalflecken  4  und  5  eine  gerade  Querlinie  und  ist  stets  kleiner 

als  der  Diskalfleck  4.    Der  Diskalfleck  4  der  Vflgl  nach  außen  gerade  abgeschnitten  oder  abgerundet. 

*.  Der  Saumfleck  2  der  Hflgl-Unterseite  nicht  nach  innen  gelb  oder  rot  begrenzt.  —  J.    Flügel  oben 

mit  einer  etwa  1  min  breiten,  dunklen  Saumbinde.  —  $.    Flügel  oben  braun,  in  der  Mitte  nicht  oder 

undeutlich  aufgehellt.  C  moriqua. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  469 

**.  Der  Saumfleck  2  der  Hflgl-Unterseite  wurzelwärts  mit  gelblicher  oder  roter  Begrenzung.  —  (J.  Flügel 
oben  nur  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie. 

§.  Der  Saumfleck  2  der  Hflgl-Unterseite  nach  innen  schmal  gelblich  oder  orangegelb  begrenzt.  — 
$.    Vflgl  oben  in  der  Mitte  weißlich  aufgehellt. 

1.  Unterseite  weiß  oder  gelblichweiß  mit  scharf  hervortretenden  schwarzen  Zeichninigen. 

C.  mirza. 

2.  Unterseite  mehr  grauweiß  oder  bräunlichgi-au.    Di.skalflecke  2- — 6  der  Vflgl  xmd  1  c — 6  der 
Hflgl  braun.  C.  jesous. 

§§.  Saumfleck  2  der  Hflgl-Unterseite  nach  innen  mit  blutroter  Begrenzung.  C.  rubrojmncta. 

B.  Die  Vflgl  unten  ohne  dunklen  Punkt  in  der  Mittelzelle.  Der  Diskalpimkt  9  der  Vflgl  ist  schwarz  und  steht 
viel  näher  an  der  Wurzel  als  der  Diskalfleck  6;  auch  im  Felde  10  ist  ein  Diskalpunkt  vorhanden.  Die 
Saumflecke  1  c  und  2  der  Hflgl-Unterseite  tief  schwarz  ohne  blaue  Schuppen.  Fransen  beider  Flügel  lang, 
einfarbig  weiß.  C.  ubaldus. 

C.  natalensis  Trim.  (73  c).  ^.  Flügel  oben  violettblau  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  schwach  nataJcnsis. 
dirrchscheiuendcn  Zeichnungen  der  Unterseite;  ein  schwarzer  Punkt  am  Analwinkel  der  Hflgl.  Flügel  unten 
weiß  mit  schwarzen  oder  schwarzbraunen  Zeichnungen;  Vflgl  am  Vrde  bis  über  die  Mitte  hinaus  mit  breiten 
Längsstreifen,  mit  einem  Punkt  in  der  Mittelzelle,  einem  Querstrich  am  Zellende  und  sieben  eckigen  Diskal- 
flecken,  von  denen  der  in  1  b  schmal  und  strichförmig,  der  in  2  mehr  wurzelwärts  steht  und  die  der  Felder  3 — 6 
und  9  zu  einer  fast  geraden,  gegen  den  Vrd  fast  senkrechten  Querbinde  vereinigt  sind;  die  Submarginallinie 
ist  schmal  und  zusammenhängend  und  die  Saumflecke  sind  frei  und  getrennt.  Hflgl  mit  schwarzem  Querstrich 
an  der  Wurzel,  schwarzen  Subbasalfleckcn  in  1  a,  1  b,  1  c,  7  und  in  der  Mittelzelle,  feinem  Querstrich  am  Zellende 
und  freien  gerundeten  Diskalf lecken,  von  denen  der  im  Felde  3  groß  ist  und  gewöhnlich  nahe  an  der  Siibmarginal- 
linie  steht  (die  Diskalflecke  4  und  5  fehlen  bisweilen  völlig);  Submarginallinie  wie  in  den  Vflgln,  Saumflecke 
größer  und  in  den  Feldern  1  c  und  2  blau  beschuppt.  Stirn  mit  zwei  schwarzen  Borstenreihen  oder  fast  ganz 
schwarz  mit  feinen  weißen  Seitenrändern.  — •  Beim  $  sind  die  Flügel  oben  in  der  Mitte  weiß  oder  weißlich  mit 
breiten  dunklen  Rändern  inid  scharf  hervortretenden  schwarzen  Diskalflecken;  nur  an  der  Wurzel  schwach 
bläulich  angeflogen;  Unterseite  wie  beim  ^.  Kommt  von  Natal  bis  Abessinien,  Ruanda  und  Französisch 
Kongo  vor. 

C.  nioriqua  Wallengr.  (73  d)  ist  etwas  kleiner  als  natalensis  und  weicht  übrigens  hauptsächlich  nur    „loriqua. 
dadurch  ab,  daß  die  Diskalflecke  3 — -5  der  Hflgl  einander  berühren  und  in  einer  Qucilinie  etwa  in  der  Mitte 
zwischen  der  Mittelzelle  und  dem  Saume  stehen  und  daß  der  Diskalfleck  2  kleiner  als  3  ist.    Beim  ^J  ist  der 
dunkle  Saum  der  Oberseite  breiter  und  beim  $  sind  die  Flügel  oben  in  der  Mitte  aufgehellt  aber  ohne  andere 
schwarze  Fleske  als  der   Qiierfleck  am  Zellende.     Angola  bis  Natal  und  Delagoa-Bay,   auch  am  Tschad-See. 

C.  jesous  Guer.  (73 d,  als  ubaldus  U.)  ist  schon  im  Band  1  (S.  294,  Taf.  77  k)  beschrieben  und  abgebildet  jesous. 
worden.   Er  kommt  in  ganz  Ostafrika  und  Südafrika  bis  ziir  Mündung  des  Kongoflusses  sowie  auch  in  Südarabien 
nicht  selten  vor.  —  soalalicus  Karsch  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Wurzelpunkte  der  Mittelzelle  und  des  soalalicus. 
Feldes  7  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ganz  getrennt  und  nicht  zu  einer  Querlinie  vereinigt  sind.    Madagaskar. 

C.  mirza  Plötz  (73  d)  kommt  der  vorigen  Art  sehr  nahe,  hat  aber  oben  beim  ^  eine  mehr  rein  blaue  nür~a. 
Grundfarbe  und  unten  schwarze  Zeichnungen  auf  weißem  oder  gelblichem  Grunde.    Sierra-Leone  bis  Nyassa- 
Land,  Deutsch-  und  Britisch  Ostafrilia;  soll  auch  in  Natal  und  bei  Delagoa  gefunden  sein. 

C.  rubropuncta  Lathy.  ^.    Beide  Flügel  oben  einfarbig  matt  violettblau  mit  feiner,  an  der  Spitze  der  ruhropunc- 
Vflgl  etwas  erweiterter,  schwarzer  Saumlinie  und  schwarzen  Fransen.   Die  Unterseite  hat  eine  weißgraue  Grund-  '"• 

färbe  und  ist  besonders  dadurch  ausgezeichnet,  daß  der  Wurzelfleck  im  Felde  7  der  Hflgl  frei  und  gerundet 
ist  und  ihr  Saumfleck  im  Felde  2  nach  innen  von  einem  blutroten  Fleck  begrenzt;  der  Längsstrich  am  Vrde 
der  Vflgl  ist  wenig  deutlich.  Beim  $  sind  die  Flügel  oben  braungrau,  nur  an  der  Wmzel  und  in  der  Mitte  hell 
bläulich  überzogen,  Unterseite  wie  beim  ^.    Madagaskar. 

C.  ubaldus  Cr.  (=  zena  Moore;  ethpda  Walk.;  itea  Walh.;  thebana  Stand.)  (73  d)  liebt  trockene  mit  ubaldus. 
Akaziengebüsch  bewachsene  Gegenden  und  kommt  auch  in  Südasien  und  an  der  Grenze  der  paläarktischen 
Region  vor.  Er  ist  darum  im  Band  1  (S.  2i)4)  und  Band  IX  (S.  294,  Taf.  153  e)  beschrieben  und  abgebildet 
worden.  Das  ^J,  dessen  Flügel  oben  hell  blauviolett  sind,  ist  durch  eine  auf  den  Vflgln  breite,  auf  denHflgln 
dreieckige,  sauitartige,  dunklere  Querbinde,  welche  aus  cS'-Schuppen  gebildet  ist,  ausgezeichnet.  Beim  $  (73  d) 
sind  die  Flügel  oben  hell  gelblichbraun  mit  schwachem  violettem  Schiller.  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern 
oben  mit  deutlichen  schwarzen  Saumpunkten  in  1  c  und  2.  Die  Raupe  lebt  an  Akazienarten.  Kapland  bis 
Somaliland  und  Nubien,  Arabien. 


470  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  ArRivn.Tjrs. 


Achte   Gruppe. 


Augen  dicht  haarig.  Rippe  11  der  Vflgl  frei  verlaufend,  fast  gerade  oder  gegen  die  Rippe  12  mehr  oder 
wenio'er  gebogen.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  geschwänzt.  Wie  bei  vielen  Lycaene-sthes- Arten  scheint  die  Zeich- 
nung der  Unterseite  beider  Flügel  sehr  verwickelt  und  von  der  normalen  CH;)irfo-Zeicbnung  abweichend  zu 
sein.  Wie  bei  LycaenerSthe-s  hängt  dieselbe  davon  ab,  daß  die  hellen  Grenzlinien  aller  Flecke  stark  erweitert 
sind  und  davon  daß  die  Flecke  und  die  Grundfarbe  ganz  denselben  dunkelbraimen  Ton  besitzen.  Es  entsteht 
dadurch  eine  Mehrzahl  von  dunklen  Flecken  imd  Querbinden  auf  weißem  oder  hellerem  Grunde.  Diese  dunklen 
Zeichnungen  sind  recht  veränderlich  und  braiichen  hier  nicht  näher  beschrieben  zu  werden.  Die  Vflgl  haben 
stets  unten  einen  dunklen  Längsstrahl  von  der  Wurzel  längs  der  Hinterseite  der  Rippe  12,  wenigstens  bis  zur 
Rippe  11.  Die  Hflgl  haben  unten  gerundete,  tief  schwarze,  blau  beschuppte  und  von  emem  (orange )gelben 
Ring  umgebene  Saumflecke  in  1  c  und  2  imd  gerundete  oder  strichförniige  Saumflecke  in  3 — 6;  die  Submarginal- 
linie  ist  zusammenhängend  und  aus  Bogen  oder  Querstrichen  gebildet ;  keine  genmdete,  tiefschwarze  Wurzel- 
punkte.  Die  Anordnimg  der  Diskalflecke  der  Vflgl  ist  am  besten  auf  der  Oberseite  des  $  zu  sehen. 

Uebersicht  der  Arten  (oder  Formen). 

A.  Der  Saumfleck  1  c  der  Hflgl-Unterseite  durch  einen  weißen  oder  weißüchen  Strich  längs  der  Hinterseite 
der  Rippe  2  vom  Saumfleck  2  getrennt.  Die  innere  weiße  Begrenzung  der  Submarginallinie  in  beiden  Flügeln 
unregelmäßig  und  mehr  oder  weniger  unterbrochen.  Diskalflecke  4  und  5  nicht  strichförmig,  mehr  oder 
weniger  verdickt  imd  unregelmäßig. 

a.  o-  Flügel  oben  hell  blauviolett;  die  dunklen  Zeichnungen  der  Unterseite  deutlich  diu-chscheinend.  — 
2.  Bside  Flügel  oben  mehr  oder  weniger  weiß  gefleckt  oder  wenigstens  mit  weiß  umrandeten  Diskal- 
fiecken.  f-  telicanus. 

ß.  cj.  Flügel  oben  dunkel  blauviolett,  nicht  durchsichtig.  —  ?.  Flügel  oben  ohne  weiße  Zeichnungen. 
Vflgl  oben  wenigstens  bis  zu  den  Diskalflecken  4  und  5  blau.  C.  rabefaner. 

B.  Die  dicken  gelben  Ringe  der  Saumflecke  1  c  und  2  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  aneinander  stoßend.  Die 
innere  weiße  Begrenzung  der  Submarginallinie  auf  der  Unterseite  beider  Flügel  zusammenhängend  und 
fast  gleichbreit,  wiu"ze!wärts  von  einer  gleichfalls  zusammenhängenden  dunklen  Querlinie  der  Grimdfarbe 
begrenzt.  Die  Diskalflecke  4  und  5  bilden  zusammen  einen  schmalen,  geraden,  gegen  die  Rippen  senki-echt 
stehenden  Querstrich.  C.  socotranus. 

UUcnnui.  C.  telicanus  Ling   ist  schon  im  Band  1  (S.  293,  Taf.  77  h)  beschrieben  und  abgebildet.    Die  Haupt- 

form kenne  ich  nicht  aus  der  äthiopischen  Region,  wenn  auch  einige  Stücte  besonders  aus  den  Gebirgsgegenden 
pfiniijs.  derselben  nahekommen.  —  plinius  F.  (Bd.  IX,  Taf.  153  b)  zeichnet  sich  durch  die  hellere,  fast  weiße  Farbe  der 
Unterseite  und  die  kleiiierea  dunklen  Zeichnungen  derselben  aus.    Beim  $  sind  beide  Flügel  oben  weißgefleckt 

insuJanw--.  und  besonders  die  dimklen  Diskalflecke  der  \'flgl  weiß  umzogen.  Ganz  Afrika  nebst  allen  Inseln.  —  var.  insu- 
lanus  Auriv.  Die  Unterseite  ist  so  abweichend,  daß  sie  einen  ganz  fremdartigen  Eindruck  macht;  die  diuiklen 
(grauen)  Zeichnungen  sind  nämlich  so  ausgedehnt,  daß  die  weiße  Farbe  nur  als  feine  Grenzlinien  derselben 
hervortritt.  2  oben  ganz  einfarbig  grau  ohne  helle  Zeichmmgen.  Insel  Em-opa  (im  Kanal  von  Mozambik).  — 
nnrgituins.  ab,  <J,  marginalis  ab.  tiov.  Beide  Flügel  oben  mit  einer  2  mm  breiten,  schwärzlichen  Saumbinde.  Ruwenzori. 
rabefaner.  C.  rabefaner  Mab.  kommt  dem  typischen,  europäischen  C.  telicanus  (Bd.  1,  Taf.  77  li)  nahe  und  weicht 

nur  diu-ch  die  in  der  Uebersicht  erwähnten  Kennzeichen  ab.  Das  q  wiu-de  auch  tatsächlich  \on  Mabille  (in 
Gr^vxdidiers  Arbeit)  als  telicanus  abgebildet.  Diu-chsclinittlich  kleiner  als  C.  plinius  und  unten  viel  dunkler.  — 
O.  Vflgl  oben  blau  am  Vrde  bis  ziu-  Mittelzelle  und  am  Saume  breit  schwärzlich;  der  schwarze  Mittelfleck  und 
die  Diskalflecke  2 — 5  treten  auf  dem  blauen  Grunde  scharf  hervor,  Hflgl  oben  in  der  ;Mittelzelle  imd  den  Fel- 
dern 1  c — 4  bis  zur  Submarginallinie  hell  graublau ;  Saumflecke  recht  deutlich,  in  1  c — 4  wurzelwärts  blau  be- 
grenzt. Ob  diese  Form  eine  besondere  Art  oder  eine  Rasse  von  C.  telicanus  ist,  kann  nur  durch  Zucht  und  durch 
Untersuchimg  der  Genitalapparate  des  o  entschieden  werden, 

socotranus.  C.  socotranus  Grant   ist    oben   dem  C.   telicanus  v,  plinius   sehr  ähnlich,    unten   aber   durch   die   in 

der  Artenübersicht  angegebenen  Kemizeichen  leicht  kenntlich.  Das  2  ist  oben  schwarzbraun  ohne  Diskalflecke 
und  ohne  weiße  Flecke  der  Vflgl:  die.se  niu-  an  der  Wiu^el  bis  ziu-  Rippe  S  blauviolett,  Hflgl  über  die  Mitte 
hinaus  violett  angeflogen  mit  deutlichen  schwarzen,  weiß  begrenzten  Saumflecken,    Insel  Sokotra. 

Neunte   Gruppe. 
(A"aca</Mia-Gruppe.) 

Diese  Gruppe  bildet  in  der  Zeichnung  der  Unterseite  einen  offenbaren  Uebergang  z\\ischen  den  vorher- 
gehenden und  den  folgenden  Gruppen  dadurch,  daß  die  Vflgl  bisweilen  unten  weißliche  Querstriche  im  Felde  12 
haben. 


CüPIDO.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  471 

Die  Flecke  der  Unterseite  sind  nicht  oder  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe  inid  darum  nur  durch  die 
feinen,  weißlichen  Striche,  von  denen  sie  beiderseits  begrenzt  sind,  bemerkbar.  Sehr  charakteristisch  ist  es 
auch,  daß  jeder  Fleck  diu-ch  eine  feine  (oft  undeutliche)  helle  Mittellinie  in  zwei  Hälften  geteilt  ist.  Die  Wurzel- 
flecke der  Hflgl  sind  gewöhnlich  nur  durch  einen  kurzen  Strich  an  der  Wurzel  der  Rippe  8  vertreten,  die  Sub- 
basalflecke  bilden  dagegen  eine  zusammenhängende  Querbinde.  Die  Diskalflecke  sind  groß  inid  breit  aneinander 
stoßend;  die  Flecke  4  und  5  stehen  in  beiden  Flügeln  etwas  näher  am  Saume  als  die  anderen  und  die  Flecke  6 
und  7  der  Hflgl  senki-echt  gegen  den  Vrd.  Die  Unterseite  hat  nur  zwei  (bis  drei)  schwarze  Punkte,  die  Saum- 
flecke in  den  Feldern  1  c  mid  2( — -3)  der  Hflgl,  welche  weißlich,  bisweilen  metallisch  umzogen  sind.  Oben  fehlen 
diese  Punkte  gewöhnlich  völlig.    Zart  gebaute,  dünnflügelige  Arten. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Die  Flecke  der  Unterseite  nicht  dunkler  als  die  Grundfarbe.   Die  Saumflecke  1  c  und  2  der  Hflgl-Unterseite 
nicht  wurzelwärts  gelb  begrenzt. 

a.  Flügel  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen  und  ohne  blauen  Schiller.  C.  aethiops. 

ß.  Flügel  beim  c?  oben  einfarbig  dunkel  violettblau,  beim  $  graubraun  mit  blauem  Wurzelfelde  der  Vflgl. 

C.  sichela. 

B.  Die  Flecke  der  Unterseite  deutlich  dunkler  als  die  Grundfarbe.   Die  schwarzen  Saumflecke  der  Felder  1  c — 3 
der  Hflgl-Unterseite  nach  innen  gelb  begrenzt.  0.  mandersi. 

C.  aethiops  Mab.  (73  d)   weicht  von  allen  anderen   äthiopischen   Cupido- Arten  diu-ch   die  einfarbig  («//nops. 
schwarze  Oberseite  und  die  weiß  gestrichelte  Unterseite  ab.    Das  $,  welches  mir  nicht  vorliegt,  weicht  nach 
Holland  nicht  vom  ^  ab.    Gabun  bis  Kongo  (imd  Abessinien?). 

C.  sichela   Wallengr.  (73  d)  ist  durch  die  oben  erwähnten  Merkmale  leicht  kenntlich.    Von   Sierra-  sidiela. 
Leone  bis  zum  Kaplande  und  Ostafrika  verbreitet;  auch  auf  Madagaskar. 

C.  mandersi  Harn.  Bruce  ist  mir  nur  durch  die  Beschreibung  und  die  von  Manders  gelieferte  Abbildung  mandersi. 
bekannt.  Da  Druce  nicht  sagt,  ob  die  Rippe  11  der  Vflgl  frei  verläuft  oder  nicht,  ist  die  Stellung  dieser  Art 
nicht  ganz  sicher.  Die  Flecke  der  Unterseite  sind  offenbar  diuikler  und  deutlicher  als  bei  den  vorhergehenden 
Arten,  scheinen  aber  in  derselben  Weise  angeordnet  zu  sein.  Ueber  die  Lebensweise  und  die  Entwicklungs- 
stadien teilt  Manders  folgendes  mit :  Die  Fhigweise  ist  ganz  verschieden  von  derjenigen  der  übrigen  in  Mauri- 
tius vorkommenden  Lycaeniden;  er  fliegt  hoch  über  dem  Erdboden  und  läßt  sich  oft  mit  anderen  Individuen 
seiner  Art  in  heftige  Kämpfe  ein.  —  Die  Eier  sind  flach,  hellgrün  und  werden  auf  die  Unterseite  von  jungen 
Blättern  der  Caesalpinia  bonduceUa  abgelegt.  Die  Raupe  ist  zuerst  grünlichweiß  luit  weißer  Behaarung,  wird 
wenn  halberwachsen  hell  apfelgrün  mit  einer  gelben  Linie  jederseits  des  Rückens  und  einer  ähnlichen  an  den 
Atemlöchern.  Voll  ausgewachsen  erreicht  sie  eine  Länge  von  10  mm  und  wechselt  in  der  Farbe  von  hellgrün 
bis  braungrün  mit  rötlichem  Anflug  und  hat  auch  rötliche  Längslinien.  Kopf  schwarz.  Puppe  hell  rötlichgrau 
mit  purpurroten  Zeichnungen.    Mauritius. 

Zehnte   Gruppe. 

(Lat7ipides-GruY>Y>e.) 

Früher  wurde  diese  Gruppe  von  Scudder  (1878)  und  Moore  (1881)  als  Polyommatus  bezeichnet. 
Nunmehr  wird  dieser  Name  wohl  mit  bes.serem  Recht  (vgl.  die  Bedeutung  von  Polyommatus,  vieläugig)  fik 
C.  iciirus  und  verwandte  gebraucht.    Hübners  Name  Lampides  wird  jetzt  für  diese  Gruppe  angewendet. 

Die  Zeichnung  der  Unterseite  wirkt  beim  ersten  Anblick  etwas  befremdend  und  abweichend,  ist  aber 
tatsächlich  recht  normal,  wenn  man  nm'  bemerkt,  daß  alle  Diskalflecke  und  auch  die  meisten  Wurzelflecke 
durch  einen  dicken  weißen  Querstrich  in  zwei  Hälften  geteilt  sind.  Ein  Diskalfleck  besteht  demnach  aus  vier 
Querstrichen,  einem  weißen  in  der  Mitte  und  jederseits  einem  braunen  Strich  luid  einer  dicken  weißen  Grenzlinie. 
Die  äußeren  Gi'enzlinien  der  Diskalflecke  bilden  in  den  Hflgln  eine  scharf  hervortretende,  fast  gerade  weiße 
Querbinde  vom  Ird  bis  zum  Vrd.    Ein  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl.    Nur  eine  afrikanische  Ai-t. 

C.  boeticus  L.  (Band  1,  S.  290,  Taf.  77  h).    Hflgl  oben  mit  schwarzen  Saumpunkten  in  1  c  und  2.  hoeücus. 
cj.   Flügel  oben  hell  violettblau  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie.    ?.  Flügel  oben  grau  mit  blauem  Schiller  in  der 
Mitte.   Hflgl  hinter  der  Mitte  mit  weißer  Binde  (entspricht  der  Binde  der  Unterseite)  und  weißen  Submarginal- 
bogen.    Gaiiz  Afrika  und  Arabien,  sowie  auf  allen  Inseln.  —  Raupe  in  den  Früchten  von  Legaminosen  (siehe 
Bd.  1,  S.  291  und  Band  IX,  S.  895). 

Elfte   Gruppe. 

( Cyclyri  us-  Gruppe . ) 

Augen  haarig.  Rippe  11  der  Vflgl  frei  verlaufend.  Hflgl  ohne  Schwänzchen.  Die  Flecke  der  Unterseite 
treten  gewöhnlich  niu:  dm-ch  ihre  helle  Begrenzung  hervor  und  sind  in  den  Vflgl  bisweilen  fast  ganz  verwischt. 


472  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

Vflgl  normal  mit  großem  Fleck  in  der  Mittelzelle.  Die  VVurzelf lecke  der  Hflgl  sind  undeutlich,  die  Subbasal- 
flecke  aber  zahlreich  (5 — G)  und  fast  zu  einer  Querbinde  verbunden.  Die  Diskalflecke  sind  groß  und  zu  einer 
Querbinde,  welche  gewöhnlich  fast  gerade  ist,  vereinigt;  damit  hängt  zusammen,  daß  der  Diskalfleck  7  bei 
solchen  Arten  ebenso  nahe  am  Saume  wie  der  Diskalfleck  G  steht.  Eigentümlich  für  die  Gruppe  ist  auch,  daß 
der  schwarze  Saumfleck  im  Felde  1  c  der  Hflgl  fast  immer  fehlt.  Die  Arten  scheinen  höher  gelegene  Gegenden 
vorzuziehen  und  einige  sind  offenbar  Gebirgsbewohner. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  d  e  r  A  r  t  e  n. 

A.  Der  Diskalfleck  7  der  Hflgl  liegt  nicht  näher  an  der  Wurzel  als  der  Diskalfleck  G.    Die  Diskalbinde  daher 
fast  gerade. 

a.  Flügclfransen  nicht  gescheckt. 

*.  Hflgl  luiten  mit  graubrauner  Grundfarbe,    ^'flgl  unten  mit  deutlichen,  wenn  auch  nicht  scharf  her- 
vortret  enden  Zeichnungen. 

1.  Der  Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl  klein,  punktförmig  oder  ganz  fehlend.  • —  q.  Flügel  oben 
braun,  nur  an  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  der  Zelle  violettblau  überzogen.  C.  tsomo. 

2.  Der  Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl  groß  und  tiefschwarz.   —   q.  Flügel  oben  hell  violettblau; 
Vflgl  mit  breiter,  Hflgl  mit  schmaler  dunkler  Saumbinde.  C.  noquasa. 

**.  Hflgl  unten  mit  weißlicher  Grundfarbe  und  scharf  hervortretenden  Zeichnungen.  Vflgl  unten  mit 
ganz  verwischter  Zeichnimg.  C.  kisaba. 

ß.  Flügelfransen  weiß  und  schwarz  gefleckt. 

*.  Hflgl  unten  ohne  weiße  Querbinde.  —  ^.    Flügel  oben  hellblau  mit  dunkler  Saumbinde. 

C.  notoha. 

**.  Hflgl  unten  hinter  der  Mitte  mit  weißer,  zusammenhängender  oder  in  der  Mitte  unterbrochener 
Querbinde,  am  Vrde  zwischen  der  Diskalbinde  und  dem  Subbasalfleck  im  Felde  7  sowie  in  der  vorderen 
Längshälftc  der  Mittelzelle  weißlich  aufgehellt.    Saumfleck  der  Hflgl  gelblich  umzogen. 

1.  Kleiner,   IS — -20  mm.  —  ^.    Flügel  oben  blau  mit  schmaler  schwarzer  Saumbinde. 

C.  aequatorialis. 

2.  Größer,  etwa  25  mm.    Flügel  oben  von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  hinaus  violett  oder  blau 
schillernd,  am  Saume  sehr  breit  braun.  C.  juno. 

B.  Der  Diskalfleck  7  der  Hflgl  liegt  viel  weiter  vom  Saume  entfernt  als  der  Diskalfleck  6.   Flügelfransen  weiß 
gefleckt.  G.  crawshayinus. 

C.  subdüus. 

Uomo.  C.  tsomo   Trim.     Flügel    bei   beiden    Geschlechtern    oben  dunkelbraun,  beim  ^  im  Wurzelteil  bläu- 

lich- schillernd,  beim  $  fast  einfarbig  braun.  Flügel  unten  mit  grauer  Grundfarbe  und  weißlich  begrenzten 
Flecken.  Zeichnungen  der  Vflgl  matt,  aber  nicht  verwischt;  die  Diskalbinde  der  Hflgl  saumwärts  durch  eine 
matte  weißgraue   Querbinde  begrenzt.    Kapland  und  Kaffernland. 

noquasa.  C.  noquasa  Trim.  (74  g)  steht  der  vorhergehenden  Art  sehr  nahe  und  weicht,  außer  durch  die  in  der 

Uebersicht  angeführten  Kennzeichen,  auch  dadurch  ab,  daß  die  hellen  Grenzlinien  der  Diskalflecken  der  Unter- 
seite und  die  helle  Querbinde  der  Hflgl  weißer  sind  und  dadurch  mehr  hervortreten.  Kapland,  Natal  und 
Deutsch  Ostafrika. 

kisaba.  C.  kisaba  Joic.  u.  Talb.  ist  neuerdings  (1021)  als  Catochrysops  beschrieben  und  mir  nur  durch  die  Be- 

schreibung lind  Abbildung  bekannt.  Die  Beschreibung  lautet  etwas  verkürzt  wie  folgt:  Oben  dunkel  schwarz- 
braun ohne  andere  Zeichnungen  als  ein  kleiner,  gerundeter,  schwarzer  Saumfleck  im  Felde  2.  Vflgl  unten  hell 
ockerbraun  mit  einem  undeutlichen  Fleck  in  der  Mitte  und  am  Ende  der  Zelle  imd  einer  solchen  Saumlinie. 
Hflgl  unten  mit  weißer  Grundfarbe  und  scharf  begrenzten  dunkelbraunen  Zeichnungen.  Das  Wurzelfeld  mit 
weißen  Haaren  bekleidet ;  ein  Wurzelfleck  in  7,  ein  solcher  in  der  Zelle  und  in  1  b ;  ein  Subbasalfleck  in  7,  ein 
solcher  im  hinteren  Teil  der  Mittelzelle  und  ein  dritter  zwischen  der  Rippe  2  und  dem  Ird;  die  Diskalbinde  ist 
zusammenhängend  und  besteht  aus  9  Flecken,  von  denen  der  in  4  saumwärts  länger  ausgezogen  ist  und  der 
in  2  etwas  näher  an  der  Wurzel  als  die  übrigen  steht;  ein  runder,  schwarzer,  orange  und  braun  geringelter  Saum- 
fleck in  2;  ein  brauner  Saunifleck  in  3.  Wurde  im  Kisabawalde,  östlich  vom  Kivu-See,  in  einer  Höhe  von  2200  m 
von  F.  A.  Barns  erbeutet. 

notoha.  C.  nofoba  Trim.  hat  eine  braungraue,  etwas  gelbliche  Unterseite  mit  ein  wenig  dunkleren,  durch  die 

weißen  Grenzlinien  hervortretenden  und  in  normaler  Anzahl  vorhandenen  Flecken.  Beim  o  «i'^d  beide  Flügel 
oben  bis  zur  schmalen  Saumbinde  hellblau,  beim  $  nur  im  Wurzelteil  blau  schillernd.    Kapland  bis  Transvaal. 


Auggegeben  20.  IV.  1925.  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  AtJRlVlLLnjS.  473 

C.  aequatorialis  E.  Sharpe  (73  d).     Die  dunkle  Saumbinde  der  Vflgl-Oberseite  ist  beim  ^  scharf  be-  aequatoria- 
grenzt  und  an  der  Flügelspitze  etwa  2  mm  breit,  nach  hinten  allmählich  verjüngt.    Beim  9  S'ind  die  Flügel  ''*• 

oben  dunkelbraun  mit  einem  blauen  Längsstrahl  im  Felde  1  b  der  Vflgl  iind  ein  wenig  Blau  an  der  Wurzel  der 
Hflgl.    Die  weiße  Querbinde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  nicht  unterbrochen.   Auf  den  ostafrikanischen  Hoch- 
gebirgen wie  Elgon  (8500  engl.  Fuß),  Ruwenzori,  Kenia,  Kilimandjaro  (3000 — -4000  m)  und  Birunga  (2900  m). 
—  ab.  sharpiae  Butl.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  weiße  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  in  der  Mitte  durch  sharpiae. 
die  Verlängerung  des  Diskalfleckes  4  nach  außen  unterbrochen  ist. 

C.  juno  Butl.  (73  e)  steht  der  vorhergehenden  Art  sehr  nahe  und  weicht  nur  durch  die  in  der  Ueber-  jimo. 
sieht  angeführten  Kennzeichen  ab.  Beim  $  sind  die  Flügel  oben  dunkelbraun  mit  einem  blauen  Längsstrahl 
im  Felde  1  b  der  Vflgl  und  etwas  blau  an  der  Wurzel  der  Hflgl.  Bei  der  Hauptform  sind  die  Zeichnungen  der 
Vflgl-Unterseite  deutlich.  Nyassa-Land.  —  meruanus  Auriv.  Vflgl  unten  eintönig  kupferbraun  ohne  deutliche  meruanus. 
Zeichnungen  mit  der  Spitze  und  einer  feinen  SauniUnie  weißlich;  von  den  Querzeichnungen  der  Mittelzelle 
und  den  Diskalflecken  der  Hauptform  ist  nur  bei  gewisser  Beleuchtung  eine  Andeutung  zu  sehen.  Die  weiße 
Postdiskaibinde  der  Hflgl-Unterseite  bald  zusammenhängend,   bald  in  der  Mitte  vmterbrochen.  Meru-Berg. 

Die  beiden  folgenden  Arten  habe  ich  nicht  untei  suchen  können.  Obgleich  der  Diskalfleck  7  der  Hflgl 
eine  ganz  verschiedene  Stellung  hat,  glaube  ich  doch,  daß  dieselben  zu  der  Cyciyrms- Gruppe  gehören.  Unter 
sich  sind  die  beiden  Formen  offenbar  nahe  verwandt  und  vielleicht  nur  Rassen  einer  Art.  Sie  zeichnen  sich 
auch  dadurch  aus,  daß  die  Subbasalf lecke  der  Hflgl  dunkler,  hell  geringelt  sind  und  dadurch  viel  schärfer  hervor- 
treten als  bei  den  übrigen  Arten  dieser  Gruppe.  Die  Diskalbinde  der  Vflgl,  welche  sonst  ziemlich  parallel  mit 
dem  Saume  verläuft,  ist  hier  schief  gestellt  und  schmäler.  Flügel  oben  fast  einfarbig  dunkelbraun,  am  Saume 
dunkler,  an  der  Wurzel  mit  oder  ohne  blaue  Schuppen  (angeblich  ^).  Hflgl  wenigstens  unten  mit  rundem, 
schwarzem  Saumfleck  im  Feld  2.  Beide  Arten  wurden  von  ihren  Autoren  in  die  ,, Gattung  Scolitantides''''  ge- 
stellt. 

C.  crawshayinus  nom.  nov.  (=  crawshayi   Butl.).     Flügel  unten  mit  brauner  Grundfarbe  und  weiß-  crawshayi- 
geringten  Flecken.     Vflgl  mit  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  an  der  Spitze  derselben;  die  Diskalf lecke  Ib — 6  ""*• 

bUden  eine  gerade  Diskalbinde,  welche  die  Hinterecke  der  Mittelzelle  berührt,  ein  Diskalfleck  in  9  steht  mehr 
wurzelwärts;  vor  dem  Samne  zwei  weißliche  Bogenlinien.  Hflgl  mit  Subbasalf  lecken  in  1  c  imd  7,  Querfleck 
am  Ende  der  Zelle  und  große  schwärzliche  Diskalflecken  in  4 — 6  und  7;  die  Diskalflecke  2  xmd  3  scheinen  von 
einer  breiten,  an  der  Rippe  2  scharf  winkelig  gebrochenen  weißen  Linie  verdrängt  zu  sein.  (Nach  Butlers 
Abbildung  beschrieben.)    Britisch  Ost-Afrika:  Machakos. 

C.  subditus  Gr.  Smith.  ,,^.  Oberseite:  dem  S .  crawshayi  Butl.  ähnlich,  aber  etwas  größer;  die  Fransen  .mhditus. 
der  Vflgl  sind  weniger  deutlich  weißgefleckt  und  die  Hflgl  haben  im  Felde  2  einen  schwarzen  Saumfleck,  welcher 
von  einem  imdeutlichen  hellen  Ring  umgeben  ist.  Unterseite :  Die  Vflgl  weichen  von  denjenigen  des  >S'.  crmvshayi 
dadurch  ab,  daß  der  erste  Diskalfleck  (in  1  b)  doppelt  und  nach  außen  gebogen  ist  und  daß  der  Diskalfleck  in  9 
und  der  Fleck  in  der  Mittelzelie  fehlen.  Die  Hflgl  haben  eine  unregelmäßige  Querbinde  (Diskalbinde)  von 
braunen  Flecken,  welche  in  verschiedener  Weise  als  bei  S.  crawshayi  angeordnet  sind;  der  V-förmige  weiße 
Strich  ist  durch  eine  mattgraue  Binde  vertreten  und  die  Fransen  sind  grau  mit  undeutlichen  braunen  Flecken." 
Britisch  Ost- Afrika:  Nandi. 


Zwölfte   Gruppe. 

Brephidiurn- Gruppe. 

Augen  nackt,  ffilgl  abgerundet  ohne  Schwänzchen.  Vflgl  mit  11  Rippen;  die  Rippe  8  fehlt  und  die 
Rippe  11  vereinigt  sich  bald  vollständig  mit  der  Rippe  12.  Stirn  weiß  mit  zwei  Reihen  schwarzer  Borsten. 
Palpen  unten  struppig  behaart. 

Die  ,, Gattimg"  Brephidium  wurde  für  zwei  nordamerkanische  tatsächlich  sehr  ähnliche  Arten  aufge- 
stellt (Bd.  5,  S.  820,  Taf.  144  k).  Wie  diese  kleinen  Bläulinge  sowohl  in  Nordamerika  wie  in  Südafrika  vor- 
kommen können,  ist  ein  geographisches  Problem  von  größtem  Interesse. 

C.  metophis  Wallengr.  (73  e)  ist  oben  einfarbig  dunkelbraun  mit  weißen,  wenigstens  in  den  Vflgln  metophl'!. 
braun  gefleckten  Fransen;  Hflgl  mit  5  schwarzen  Saumpunkten,  von  denen  die  in  1  c  und  2  oft  noch  innen 
von  einem  weißen  Fleck  begrenzt  sind.  Flügel  unten  mit  graubrauner  Grundfarbe  und  ähnlich  gefärbten,  nm- 
durch  üire  dicken  weißen  Grenzlinien  hervortretenden  Flecken.  Vflgl  unten  bis  zur  Spitze  der  Zelle  unbezeichnet, 
dann  mit  14  weißen  Querstrichen  und  zwei  Reihen  solcher  Striche  vor  dem  Saume.  Hflgl  unten  ähnlich,  aber 
auch  im  Wurzelteil  mit  weißen  Querstrichen  und  am  Saume  mit  4 — 6  tief  schwarzen,  metallisch  beschuppten 
runden  Flecken.     Süd-Afrika   von   Damara-Land  bis   Delagoa-Bai. 

XIII  60 


474  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  ArEiviLLirs. 

Dreizehnte   Gruppe. 
Ora  idium-  Gruppe . 

Augen  nackt  ?  Hflgl  abgerundet  ohne  Schwänzchen.  Vflgl  nur  mit  10  Rippen,  indem  Rippe  8  und  9 
fehlen;  Rippe  11  frei  verlaufend. 

Die  einzige  liieher  gehörige  Art  ist  dem  C.  metophis  so  ähnlich,  daß  sie  sogar  von  Butler  nm:  als  Form 
demselben  erklärt  wiu-de.  Da  aber  die  Vflgl  einen  verschiedenen  Rippenbau.  haben  und  der  männliche  Genital- 
apparat nach  Eethcxe-Bakers  Untersuchung  (1914)  auch  abweichend  ist,  habe  ich  mich  entschlossen,  diese 
Gruppe  beizubehalten.    Da  mir  die  Art  nicht  vorliegt,  habe  ich  die  Augen  nicht  untersuchen  können. 

harheToe.  C.  barberae  Trim.  ist  die  kleinste  aller  Cupido-Aiien  Afrikas.     Flügel  oben  dmikelbraun  mit  langen 

weißen,  an  den  Kippenenden  braun  gefleckten  Fransen.  Flügel  unten  fast  wie  bei  C.  metophis  gezeichnet, 
die  Flecke  aber  etwas  dunkler  als  die  Grundfarbe.  Vflgl  mit  einem  bei  metophis  fehlenden  Diskalfleck  im  Felde  9 
(zwischen  den  Rippen  7  und  10).  Hflgl  fast  wie  bei  metophis  und  mit  denselben  großen,  schwarzen  Saumpunkten 
in  2 — -5;  die  Subbasalpunkte  sind  dunkler  imd  deutlicher  als  bei  metophis.    Kapland  bis  Natal. 


Vierzehnte   Gruppe. 
Seochrysops-  Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  sind  zwar,  wie  Bethuxe-Baker  gezeigt  hat,  sehr  nalie  mit  denen  der  folgenden 
Gruppe  verwandt,  durch  die  Zeichnung  der  Unterseite  aber  so  verschieden,  daß  ich  sie  als  eme  besondere  Gruppe 
betrachte. 

Augen  (fein)  haarig.  Palpen  anliegend  beschuppt ;  zweites  Glied  luiten  ohne  oder  niu"  mit  wenigen 
Borstenhaaren.  Stirn  weiß  oder  in  der  Mitte  gelblich;  die  Borstenreihen  schwach  entwickelt.  Rippe  11  der 
Vflgl  frei  und  fast  gerade;  Rippe  7  mündet  in  die  Flügelspitze.  Die  Unterseite  hat  wenigstens  zum  TeU  eine 
gelbliche  Grundfarbe  und  bei  allen  Arten  eine  ähnliche  Zeichnung.  Vflgl  luiten  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle 
ohne  Flecke;  Mittelfleck  schwarz  mid  mäßig  oder  sehr  (^)  groß;  die  Diskalflecke  sind  5 — 7  (in[l  b].  2^6  [9]) 
xmd  so  angeordnet,  daß  die  Flecke  1  b  und  4  näher  am  Saume  stehen  als  die  übrigen;  sie  sind  alle  getrennt  und 
mit  oder  ohne  weißen  Ring;  Saumfeld  unbezeichnet  oder  mit  schwarzer  Siibmargmallinie  (resp.  -Strichen) 
und  undeutlichen  Saumflecken.  Hflgl  unten  mit  4  gerimdeten  schwarzen  Sxibbasalpunkten  in  1  a,  1  b,  7  imd 
der  Mittelzelle  (der  Punkt  in  1  c  scheint  stets  zu  fehlen),  einem  großen  Mittelfleck  und  sieben  getrennten,  fast 
gerundeten,  .schwarzen,  oft  weiß  geringelten  Diskalflecken,  von  denen  diejenigen  der  Felder  1  c  und  4  näher 
am  Saume  als  die  übrigen  und  der  in  7  melir  wiu-zehvärts  an  der  Mitte  des  Vrdes  stehen.  Die  Submarginallinie 
besteht  bald  aus  (orange )gelben  Bogen  oder  Strichen  in  1  o  und  2  und  aus  schwarzen  in  3 — 7,  oder  ist  bisweilen 
verwischt  und  ganz  gelblich.  Der  Saumfleck  in  2  und  bisweilen  auch  m  1  b  ist  schwarz  mit  blauen  Schuppen, 
die  übrigen  sind  undeutlich,  gelblich  oder  ganz  verwischt.  Die  schwarze  Saumlinie  inid  die  an  der  Wurzel  tief 
schwarzen  Fransen  bilden  auf  beiden  Seiten  eine  scharfe  Begrenzung  der  Flügelfläche.  Die  Zeichnungen  der 
Unterseite  scheinen  bei  allen  Arten  und  beiden  Geschlechtern  oben  durch. 


Uebersicht  der  Arten. 

A.  Vflgl  unten  mit  deutlicher,  schwarzer  Submarginallinie  oder  Submarginalstrichen. 

a.  Große  Arten  mit  einer  Flügelspannung  von  öO — 64  mm.  —  q.   Flügel  oben  lebhaft  violettblau  mit  emem 
schwarzen  Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl. 

*.  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt.  Diskalfleck  4  der  Vflgl  langgestreckt,  querliegend,  saumwärts 
ausgezogen.  Hflgl  unten  im  Felde  1  c  mit  einem  querliegenden,  grün  beschuppten  Saumfleck  und 
schwarzem  Submarginalstrich.  C.  gigantetis. 

**.  Hflgl  ohne  Schwänzchen.   Diskalfleck  4  der  Vflgl  gerundet,  den  Flecken  der  Felder  3  inid  5  ähnlich. 
Hflgl  ohne  schwarzen  Saumfleck  im  Felde   1  c.  C.  stormsi. 

3.  Kleinere  Arten  mit  eüier  Flügelspannung  von  3.5 — 45  mm.    Hflgl  ohne  Schwänzchen. 

*.  Der  Diskalfleck  4  der  Vflgl  in  die  Länge  gezogen  und  schief  gestellt. 

1.  Hflgl  unten  ohne  schwarzen  Saumfleck  im  Felde  1  c.  —  q*-    Beide  Flügel  oben  zart  graublau. 

a.  Q.    Vflgl  unten  niu-  mit  4  Diskalflecken  (in  3 — 6).  C.  rhodesensis. 

b.  \i\g\  luiten  mit  6  Diskalflecken  (in  1  b — ^6).  C.  delicatus. 

2.  Hflgl  unten  mit  schwarzem,  giiin  beschupptem  Saumfleck  im  Felde  1  c.  —  q.   Beide  Flügel  oben 
hell  braungrau  ohne  blauen  Schiller.  C.  peculiaris. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aueivilliits.  475 

**.  Der  Diskalfleck  4  der  Vflgl  abgerundet  wie  die  anderen.  Hflgl  unten  ohne  schwarzen  Saumfleck  im 
Felde  1  c.  —  (J.  Flügel  oben  einfarbig  braungrau  mit  schmalen  schwarzen  Mittelflecken  und  einem 
undeutlichen  schwarzen  Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl.  C.  neavei. 

B.  Vflgl  unten  ohne  Submarginalstriche  und  Saumflecke. 

a.  Hflgl  ohne  Schwänzchen;  unten  ohne  Saumfleck  im  Felde  1  c.  —  ^.  Flügel  oben  hell  graublau  mit  kleinem 

Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl.  C.  mashunus. 

ß.  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt,  auf  beiden  Seiten  mit  schwarzem,  grün  beschupptem  Fleck  im  Felde 
1  c.  —  (J.   Flügel  oben  lebhaft  kupferbraun.  C.  cupreus. 

Die  (J,^  haben  alle  o-Schuppen  (Andioconien)  von  der  gewöhnlichen  Form  und  mit  breit  abgerundeter  Spitze. 

Die  2?  aller  Arten  sind  oben  ähnlich  gefärbt  vmd  gezeichnet.  Sie  sind  oben  hellblau  mit  dunklen  Rippen,  am  Vrde 
beider  Flügel  bis  zur  Mittelzello  braun  und  mit  breiter  dunkler  Sa.imibinde,  welche  jedoch  gewöhnlich  durch  die  weiße  Begren- 
zung d 'r  großon  gerundeten  Saumflecke  mehr  oder  weniger  aufgehellt  ist.  Die  Mittelflecke  sind  groß  und  treten  scharf  hervor. 
Die  dunkle  Submarginalbinde  ist  d?utlich  auch  in  dem  Falle,  daß  sie  auf  der  Unterseite  fohlt. 

C.  giganteus  Trim.  (74  a)  ist  die  größte  afrikanische  Cujndo-Äit  und   ist  aus  dem  Mashuna-Land,  r/njanteus. 
Rhodesia  und  der  Gegend  des  Viktor ia-Nyanza  bekannt. 

C.  stormsi  Robbe  (74  b)   ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  durch  die  oben  angeführten  Kennzeichen  siormsi. 
aber  sofort  zu  unterscheiden.    Südliches  Congo-Gebiet  und  am  Tanganjika-See. 

C.  rhodesensis(ae)  B.-Bak.  ist    nur    im    männlichen  Geschlecht  bekannt.    Die  Submarginallinie  der  rhodesensis. 
Unterseite  ist  mattgrau  oder  gelblich  gefärbt  luid  unscharf  begrenzt.    Nordost-Rhodesia. 

C.  delicatus  B.-Bak.  (74  b)   ist   der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  weicht  aber  auch  dadurch  ab,  daß  die  delicatus. 
Submarginallinie  der  Unterseite  deutlicher  und  schwärzlich  ist.    Das  $  ist  oben  auch  am  Irde  der  Hflgl  breit 
verdunkelt  und  bisweilen  fast  ganz  braun.    Nyassa-Land  und  Portugisisch  Ost-Afrika. 

C.  mashunus  Trim.    Das  (J  ist  oben  den  beiden  vorhergehenden  Arten  sehr  ähnlich.    Mashuna-Land.  mashimus. 

C.  peculiaris  Rogenh.  (74  d,  e)  ist  die  zuerst  bekannte  Art  dieser  Gruppe  und  durch  die  dunkle  Oberseite  pecuUaris. 
des  cJ  von  den  bisher  erwähnten  Arten  verschieden.    Von  Rhodesia,  Nyassa-Land  und  Manica-Land  bis  Mom- 
basa  und  Nairobi  in  Britisch  Ost-Afrika  verbreitet. 

C.  neavei  B.-Bak.  kann  nur  durch  die  oben  angeführten  Kennzeichen  von  C.  peculiaris  unterschieden  neavei. 
werden.    Nyassa-Land  und  Portugisisch  Ost- Afrika. 

C.  cupreus  Neave  (74  c)  ist  eine  durch  das  Schwänzchen  der  Hflgl,  das  Fehlen  der  Zeichnungen  am  cupreus. 
Saume  der  Vflgl  -Unterseite  und  die  Färbung  der  Oberseite  des  cj  sehr  ausgezeichnete  Art.  Nordorst-Ehodesia. 


Fünfzehnte   Gruppe« 

Euchrysops- Gruppe. 

Bethune-Baker  hat  in  diesem  Jahre  eine  ganz  vorzügliche  Monographie  der  afrikanischen  Arten 
dieser  Gruppe  veröffentlicht  und  verteilt  dort  dieselben  auf  zwei  ,, Gattungen"  Neochrysops  B.  Baker  und 
Euchrysops  Butl.  Trotzdem,  daß  ich  die  Beschreibungen  der  beiden  Gattungen  genau  miteinander  verglichen 
habe,  ist  es  mir  nicht  gelungen  einen  einzigen  stichhaltigen  Unterschied  zwischen  diesen  ,, Gattungen"  zu  ent- 
decken. Auch  in  Betreff  des  Genitalapparates  des  ^  und  der  Androkonien  gibt  der  Verfasser  im  Text  keine 
Unterschiede  an  und  eine  Vergleichung  der  AbbUdungen  gibt  auch  keine  Anhaltspunkte  für  eine  Trennung 
der  Gattungen.  Die  Harpagmes  scheinen  unter  den  Arten  derselben  Gattung  ebensoviel  voneinander  ab- 
weichen zu  können,  wie  zwischen  Arten  der  beiden  Gattungen;  ebenso  die  Androkonien. 

Butlers  Gattung  Euchrysops  ist  übrigens  etwas  anderes  als  die  Bethune-Bakers.  Butler  gibt  als 
Kennzeichen  seiner  Gattung  an:  ,,Secondaries  invariably  tailed"  (Hflgl  stets  geschwänzt)  und  ,,eyes  quite 
smooth  instead  of  hany"  (Augen  ganz  glatt,  statt  haarig).  Bethune-Baker  sagt  zwar  auch  in  der  Beschreibung 
der  Gattung:  ,,Ashort  fine  tail  from  the  end  of  vein  2",  stellt  aber  dessenungeachtet  mehrere  Alten  v/ie  z.B. 
albistriatus  und  nvilnthana,  welclie  kein  Schwänzchen  haben,  zu  Euchrysops.  Ebenso  rechnet  er  emige  Arten 
mit  haarigen  Augen  zu  dieser  Gattung.  Da  ich  auch  selbst  keine  durchgreif  enden  Unterschiede  zwischen  „Eu- 
chrysops'' und  Neochrysops  auffinden  konnte,  war  ich  gezwungen,  dieselben  mit  Ausnahme  der  Ai'ten  der  vier- 
zehnten und  sechzehnten  Gruppe  hier  in  einer   Gruppe  zu  vereinigen. 

Augen  haarig  oder  nackt.  Stirn  weiß  mit  zwei  Reihen  schwarzer  Borsten.  Palpen  anliegend  beschuppt 
gewöhnlich  mit  keinen  oder  wenigen  schwarzen  Borsten  auf  der  Unterseite  des  zweiten  Gliedes.  Vflgl  mit 
11  Rippen  (die  Rippe  8  fehlt)  und  die  Rippe  11  ganz  frei  und  fast  gerade.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  ist 
sehr  charakteristisch  und  bei  allen  Arten  ziemlich  ähnlicli.  Vflgl  bis  zur  Spitze  der  Mittelzeile  unbezeichnet ;  ein 
weißbegrenzter  brauner  Querstrich  oder  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle;  Diskalflecke  gewöhnlich  gerundet, 
weiß  geringelt  und  zusammenstoßend;  Submarginalstriche  und  Saumflecke  deutlich  und  weiß  begrenzt.  Hflgl 
ohne  Wurzelpunkte,  aber  stets  mit  3  runden,  tief  schwarzen,  weiß  geringelten  Subbasalpunkten  in  1  a,  7  und 


476  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Axjbivilijus. 

der  Mittelzelle,  bisweilen  auch  mit  solchem  Punkte  in  1  c.  Die  Diskalf lecke  in  1  b  imd  7  sind  fast  immer  ganz 
wie  die  Subbasalpuukte  tief  schwarz,  gerundet  und  weißgeringelt;  sie  sind  auch  von  den  übrigen  DLskalflecken 
abgetrennt ;  diese  sind  heller  oder  dunkler  braun,  weiß  umzogen  und  Menigstens  durch  die  weißen  Ringe  mit- 
einander zu  einer  unregelmäßigen  Querbinde  vereinigt.  Die  Submarginal-  und  Saumflecke  sind  deutlich  und 
jene  gewöhnlich  wurzelwärts  durch  große,  dreieckige  oder  kegelförmige,  weiße  Flecke  begrenzt.  Der  Saumfleck 
im  Felde  2  schwarz,  gerundet,  metallisch  beschuppt  und  gewöhnlich  nach  innen  gelb  begrenzt. 

Uebersichtder  Arten. 

I.  Diskalflecke  der  Hflgl  dunkelbraun  bis  schwärzlich;  die  Diskalflecke  4  und  5  oder  wenigstens  der  Diskal- 
fleck  4  querliegend,  lang  und  viereckig,  rechteckig,  nicht  abgerundet,  den  Mittelfleck  berührend  oder 
mit  demselben  ganz  vereinigt.    Augen  haarig. 

A.  Hflgl  abgerundet  ohne  Schwänzchen. 

a.  Flügelfransen  weiß  mit  dunklen  Flecken  an  den  Rippenenden.    Die  Diskalbinde  der  Vflgl  verläuft 
näher  an  der  Mittelzelle  als  am  Saume. 
*.  Flügel  oben  einfarbig    schwarzbraun    ohne    blau.     Stün  irad    zweites    Palpenglied    dicht    mit 
langen  schwarzen  Borsten  bekleidet. 

1.  Die  weißen  Flecke  der  Fransen  fast  so  groß  oder  größer  als  die  dunklen.    Saum  ohne  weiße 
Punkte.  C.  methymna. 

2.  Die  weißen  Flecke  der  Flügelfransen  klein,  punktförmig  und  oben  von  einem  winzigen  weißen 
Saumpunkte  begleitet.  C.  jmncticilia. 

**.  Flügel  oben  ganz  (q)  oder  Menigstens  an  der  Wurzel  blau.  C.  orUjgia. 

ß.  Flügclfransen  nicht  gefleckt.    Flügel  oben  wenigstens  im  Wurzelteil  blau.    Die  Diskalbinde  der  Vflgl 
stellt  näher  am  Saume  als  an  der  Mittelzelle.  C.  grahami. 

B.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  geschwänzt.  Flügelfransen  nicht  gescheckt.  Flügel  oben  beim  (J  ganz,  beim 
$  im  Wurzelteil  blau. 

a.  Flügel  unten  mit  weißer  Grundfarbe.    Der  Subbasalfleck  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl  langgestreckt, 
fast  strichförmig.  C.  reichenowi. 

C.  pampolis. 

ß.  Flügel  unten  mit  braungrauer  Gnmdfarbe.    Der  Subbasalfleck  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl  abge- 
rundet.    . 

*.  Der  Diskalfleck  4  der  Vflgl  nicht  größer  als  die  in  3  und  5  und  vom  Mittelfleck  völlig  getrennt. 
Diskalfleck  1  b  der  Vflgl  doppelt,  aber  kleiner  als  die  anderen.  —  ^.  Flügel  oben  glänzend  hell 
violettblau  mit  sehr  feiner  schwarzer  Saumlinie.  C.  asteris. 

**.  Der  Diskalfleck  4  der  Vflgl  lang,  querliegend,  den  Mittclfleck  erreichend;  Diskalfleck  1  b  einfach, 
so  groß  oder  größer  als  die  anderen.  —  ^.  Flügel  oben  matt  violett  blau;  Vflgl  mit  einer  wenigstens 
1  mm  breiten,  dunklen  Saumbinde.  C.  trimeni. 

II.  Die  Diskalflecke  4  und  5  der  Hflgl  stets  völlig  vom  Mittelfleck  getrennt,  gewöhidich  braun  und  abgerundet, 
selten  sch\Aärzlich  oder  etwas  ciuerliegend  und  eckig. 

A.  Hflgl  unten  ohne  schwarzen  Saumfleck  in  der  M  i  1 1  e  des  Feldes  1  c,  entweder  ganz  ohne  Saumfleck 
in  1  c  oder  nur-  mit  1 — 2  schwarzen  Punkten.  Wenn  nur  ein  Pimkt  vorhanden  ist,  liegt  er  dicht  an  der 
Rippe  1  b.    Augen  haarig,  selten  nackt,  Hflgl  in  diesem  Falle  aber  ohne  Schwänzchen. 

a.  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt. 

*.  Die  Diskalflecke  4  und  5  der  Hflgl  größer  als  die  anderen  Diskalflecke,  etwas  querliegend,  vier- 
eckig, schwärzlich  oder  dunkelbraun. 

o.  Hflgl  ohne  Subbasalpunkt  im  Felde  1  c;  oben  ohne  deutliche  gelbe  Begrenzung  des  Saum- 
fleckes in  2.  C.  intermedius. 

oo.  Hflgl  mit  deutlichem  Subbasalpunkt  im  Felde  1  c ;  oben  mit  deutlicher,  innerer,  gelber  Be- 
grenzung des  Saimifleckes  in  2.  C.  neonegus. 

**.  Die  Diskalflecke  4  und  5  der  Hflgl  abgerundet,  nicht  oder  kaum  größer  als  die  anderen,  heller 
als  die  Subbasalpuukte. 

o.  Hflgl  mit  Subbasalpunkt   im  Felde   1  c. 

f.  Flügelspannung  48 — 54  mm.  —  i^.  Beide  Flügel  oben  emfarbig  graubraun  ohne  blauen 
Schiller.  C.  plebejus. 

tf.  Flügelspannung  etwa  25  mm.  —  (5'.    Flügel  oben  lebhaft  hellblau.  ?  C.  elicola. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  477 

oo.  Hflgl  ohne  Subbasalpunkt  im  Felde  1  c.  —  cj.    Flügel  oben  lebhaft  blau,  grün  oder  violett. 
f.  Flügelspannung  30 — 54  mm. 

X.  Flügel  oben  mit  gi'ünem  Schiller.  C.  chloauges. 

X  X .  Flügel  oben  heller  oder  dunkler  blau  oder  violettblau. 

^.  Flügel  oben  hell  silberblau.  C.  ghucus. 
.  Flügel  oben  blau  bis  violettblau. 

§.  Hflgl  unten  höchstens  mit  einem  schwarzen,  nach  innen  gelb  begrenzten 
Saumpimkt  im  Felde  1  c. 

+■  Hflgl  unten   ganz  ohne  schwarze  Saumpunkte  im  Felde  1  c. 

1.  Größere  Art,  44—48  mm.  Die  Diskalflecke  1  b— 4  der  Vflgl 
in  einer  fast  geraden  Querreilie.  —  cj.  Hflgl  oben  ohne  Querstrich 
am  Ende  der  Mittelzelle.  C.  quassi. 

2.  Kleinere  Art,  34—39  mm.  Die  Diskalflecke  1  b— 4  der  Vflgl 
stehen  nicht  in  gerader  Querreihe.  —  c?.  Hflgl  oben  mit  feinem 
schwarzem    Querstrich  am   Ende  der  Mittelzelle. 

C  variegatus. 
-\ — I-  Hflgl    initen    im    Felde   1  c  dicht    an    der  Rippe   1  b  mit    einem 
schwarzen,   grün  beschuppten   und  wurzelwärts  gelb  begrenzten 
Saumpunkte.   ■ —   (J.     Hflgl   oben   ohne   dunklen    Querstrich   am 
Ende  der  Jlittelzelle. 

1.  Subbasalpunkt  1  a  der  Hflgl  groß  und  deutlich.  Diskalflecke 
der  Vflgl  abgerundet.  —  Größere  Arten  iC- — 54  mm. 

a.  (^.    Hflgl  oben  ohne  deutliche  hell  umzogene   Saumflecke 
in  den  Feldern  3- — 6.  C.  jjatricius. 

b.  (J.    Hflgl  oben  mit  deutlichen  hell  umzogenen  Saumflecken 
der  Felder  3 — 6.  C.  aethiopia. 

2.  Der  Subbasalpunkt  1  a  der  Hflgl  fehlt  oder  ist  winzig  klein. 
Diskalflecke  2  und  3  der  Vflgl  langgestreckt,  etwas  strich- 
förmig;  ihr  Diskalfleck  6  steht  weit  hinter  dem  Ursprung  der 
Rippe   9.     Kleinere  Art,   30 — 34  mm.  C.  barkeri. 

§§.  Hflgl  unten  mit  zwei  schwarzen,  nach  imien  gelb  begrenzten  Saum- 
punkten im  Felde  1  c ;  die  gelbe  Begrenzung  büdet  auch  oben  einen  großen 
gelben   Querfleck  zwischen  den  Rippen  1  b  und  2.  C.  carsoni. 

ff.  Flügelspannung  nur  20 — 28  mm. 

1.  Flügel  oben  nicht  hell  silbergrau.  C.  antoto. 

C.  masai. 

2.  Flügel    oben    hell    silbergraublau.  C  naidina. 

ß.  Hflgl  abgerundet  ohne  Schwänzchen. 

*.  Der  Diskalfleck  im  Felde  1  b  der  Hflgl  schwarz  und  punktförmig. 

§.  Hflgl  •\venigstens  mit  zwei  schwarzen,  hell  geringelten  Subbasalpunkten  (in  7  und  in  der 
Mittelzelle). 

f.  Hflgl   oben   ohne   breite,   orangegelbe    Saumbinde   zwischen  dem  Analwüikel   und  der 
Rippe  4  oder  5. 

o.  Flügel  wenigstens  beim  <J  oben  einfarbig  graubraun  bis  dunkelbraun  ohne  blau 
oder  violett,  mit  oder  ohne  Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl. 

+.  Hflgl  unten  ohne  Subbasalpunkt  im  Felde  1  c. 

X.  Flügel  oben  dunkelbraun  bis  schwarzbraun;  die  Zeichnungen  der  Unter- 
seite scheinen  beim  cJ  oben  nicht  dm-ch. 

1.  Unterseite    mit    braungrauer    oder    schwarzgrauer    Grundfarbe.     Die 
9$  den  (J(J  ähnlich.    Kleinere  Arten,  33 — 40  mm.         C.  lerothodi. 

C.  skotios. 
C.  letsea. 


478  CUPIDO.     Von  Dr.  C.  Aurivillifs. 

2.  Unterseite  mit  grauer  Grundfarbe.  Die  9?  oben  im  \\'iu-zelteil  blau 
überzogen  und  mit  scharf  hervortretenden  schwarzen  Diskalflecken 
auf  der  Oberseite  der  Hflgl.    Große  Art,  40 — 48  mm.      C.  victoriae. 

X  X .  Flügel  oben  graubraun  mit  von  unten  durchscheinenden  Zeichnungen. 

C.  cinereus. 

-| — \-.  Hflgl  unten  mit  schwarzem  Subbasalpunkt  im  Felde  1  c.  C.  farsimon. 

00.  Flügel  in  beiden  Geschlechtern  oben  ganz  oder  zum  gioßen  Teil  blau  oder  violett. 
Hflgl  gewöhnlich  ohne  Subbasalpiinkt   im  Felde   1  c. 

+.  Die  Diskalflecke  der  Vflgl  groß,   tiefschwarz,  ganz  abgerundet  und  in  emer 
gleichmäßig  gebogenen  Linie  stehend.  C.  ahyssinicu.". 

-\ — |-.  Die  Di-skalflecke  der  Vflgl  nicht   tiefschwarz,   von   gewöhnlicher  Giöße  und 
mehr  oder  weniger  unregelmäßig  angeordnt?t. 

X .  Größere  Arten  mit  einer  Flügelspannung  von  38 — 50  mm. 

— .  Hflgl   wenigstens   unten   mit   großem   schwarzem    abgerundetem 
imd  nach   innen  breit   gelb   begienztem   Saumfleck  im  Felde  2. 

1.  Alle   Di.skalflecke   der   Hflgl   gerundet    und   fast    schwarz;   die 
in  1  c — 6  aneinander  stoßend.  C.  dolhnani. 

2.  Die  Diskalflecke  der  Hflgl  nicht  oder  wenig  dunkler  als  die 
Grundfarbe. 

a.  Q.    Flügel  oben  mit  blauer  Grundfarbe. 

a'.  (J.    Vflgl  oben  nur  mit  dunkler  Saumlinie. 

a".  Unterseite  mit  braungrauer  Grundfarbe. 

C.  synchremutizus. 

b".  Unterseite  mit  weißgrauer  Grundfarbe. 

C.  polydialectiis. 

h\  cj.    Vflgl  oben  mit  dunklen,  nach  innen  hell  begrenzten 
Saumflecken.  C.  negus. 

b.  (J.    Flügel  oben  violett-rotviolett    oder  dunkel  mit  starkem 
violettem  Schiller. 

a'.  (J-     Flügel    oben    matt    grauviolett    mit    feiner    dunkler 
Saumlinie.  C.  pteron. 

b'.  (J.    Flügel  oben  rötlich  violett  mit  feiner  dinikler  iSaum- 
linie.  C.  soltcezii. 

c'.  (J.    Flügel  oben  braun  mit  starkem  violettem  Schiller. 

C.  jefferyi. 

.  Hflgl  unten  im  Felde  2  mit  einem  kleinen,  nach  innen  spitzigen 

und  nicht   oder  kaimi  gelb   begrenzten   Saumfleck. 

C.  hypopolia. 

XX.  Kleinere  Arten  mit  einer  Flügelspannung  von  25 — 30  mm. 

c.  Hflgl  ohne  Subbasalpvmkt  im  Felde  1  e. 

— .  (J.   Vflgl  oben  bis  zum  Vrde  blau  oder  violett  mit  oder  ohne  dunkle 
Saumbinde. 

1.  (J.    Vflgl  oben  ohne  dunklen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle. 

C.  dolorosus. 

C.  suhpaUidus. 

C.  matiensis. 

2.  cJ.     ^'flgl   oben   mit   dunklem    Querstrich   oder    Querflcck   am 
Ende  der  Mittelzelle. 

a.  Die  orangegelbe,  innere  Begrenzung  des  Saumfleckes  2  der 
Hflgl-Unterseite  bildet  auch  einen   Querfleck  im  Felde  1  c. 

C.  albistriatus. 
C.  katangae. 

b.  Die  Hflgl  unten  ganz  ohne  gelbe  Färbung  vor  dem  Saume 
im  Felde  1  c.  C.  procerus. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Atjrivillius.  479 

.  cj.    Vflgl  oben  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle  oder  etwas  in  diese 

hinein  und  am  Saume  sehr  breit  dunkelbraim.        C.  nandensis. 

CO.  Hflgl  mit  Subbasalpunkt  im  Felde   1  c.  C.  latrunculatus . 

ff.  Hflgl  oben  mit  einer  breiten  orangegelben  Saumbinde  zwischen  dem  Analwinkcl  luid 
der  Rippe  4  oder  5.  Flügel  oben  dunkelbraun  ohne  blauen  oder  violetten  Schiller.  Flügel- 
spannung 24 — 28  mm.  C.  kabrosae. 

§§.  Subbasalpimkte  der  Hflgl  fehlend  {^)  oder  winzig  klein  ($).  C.  nevillei. 

**.  Der  Diskalfleck  im  Felde  1  b  der  Hflgl  \^eder  schwarz  noch  punktförmig,  ganz  wie  die  Diskal- 
f lecke   1  c — 6  gefärbt  und  geformt.  C.  malathana. 

B.  Hflgl  unten  in  der  Mitte  des  Feldes  1  c  mit  einem  schwarzen,  blau  oder  grün  beschuppten,  nach  innen 
gelb  begrenzten  Saumfleck,  welcher  ebenso  groß  oder  wenig  kleiner  als  der  Saumfleck  im  Felde  2  ist. 
Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  geschwänzt.    Augen  nackt.  — ■  Euchrysops  Bull. 

a.  Flügel  oben  wenigstens  zum  Teil  violett  oder  blau. 

*.  (^.    Vflgl  oben  fast  bis  zum  Saume  zart  rötlich  violett.  C.  osiris. 

,    **.  cj.    Vflgl  oben   blau   mit   breiter,   nach  hinten  erweiterter  schwärzlicher   Saumbinde. 

C.  cyclopteris. 

ß.  Flügel  oben  braun,  etwas  rötlich  angeflogen  und  mit  schwachem  Bronzeschiller.         C.  hrunneus. 

Bei  einigen  der  kleineren  Arten  der  Abteilung  II,  A,  ß,  §  oo,  ft?  ><  x  die  icli  untersuchen  konnte,  ist  die  Rippe  11  der 
Vflgl  nicht  gerade  sondern  etwas  gegen  die  Rippe  12  gebogen.  Dieselben  unterscheiden  sich  jedoch  von  den  Arten  der  Grvippen 
18,  19,  21  und  22  durch  die  haarigen  Augen. 

C.  methymna  Trim.  (74  b)  ist  durch  die  oben  angeführten  Kennzeichen  leicht  kenntlich.    Die  Diskal-  methymna. 
flecke  der  Vflgl  kleiner  und  gerundet  oder  größer  und  im  Felde  4  mit  dem  Mittelfleck  vereinigt.    Die  Diskal- 
flecke  4  und  5  der  Hflgl  langgestreckt  und  völlig  mit  dem  Mittelfleck  vereinigt;  die  Submarginalflecke  3 — 5 
lang,  kegelförmig,  w\irzclwärts  von  scharfwinkeligen  weißen  Bogen  begrenzt ;  Saumfleck  2  klein  schwarz  mit 
einigen  grünen  Schuppen,  gewöhnlich  auch  oben  als  schwarzer  Punkt  auftretend.    Kapland  bis  Natal. 

C.  puncticilia  Trim.  (73  h)  weicht  von  der  vorhergehenden  Art  auch  dadurch  ab,  daß  die  Diskalflecke  pvndicilia. 
der  Vflgl  viel  undeutlicher  sind  und  durch  die  scharf  hervortretenden  weißen  Ringe  der  Sauinflecke  der  Unter- 
seite.   Kapland. 

C.  ortygia  Trim.  (73  f)  ist  unten  dem  C.  methym,na  sehr  ähnlich  aber  mit  schärfer  hervortretenden  oriygia. 
Zeichnungen  imd  schwarzen  Saumflecken  in  allen  Feldern ;  der  Diskalfleck  5  der  Hflgl  erreicht  bisweilen  nicht 
den  Mittelfleck.  — •  (^.  Flügel  oben  lebhaft  blau;  Vflgl  mit  schmaler  schwarzer  Saumbinde;  Hflgl  mit  kleinen 
Saumflecken  in  allen  Feldern.  — ■  $.  Vflgl  oben  von  der  Wurzel  bis  zu  den  Diskalflecken,  welche  oben  deutlich 
zu  sehen  sind,  lebhaft  violettblau  am  Vrde  und  am  Saimie  breit  braun.  Hflgl  oben  bläulich,  am  Vrde  bis  zur 
Rippe  6  braun,  am  Saume  mit  großen  schwarzen  Saumflecken  in  1  c — G.    Kapland  bis  Transvaal. 

C.  grahami  Trim.  (73  e).    c?-    Flügel  oben  hell  violettblau  mit  feiner  dunkler  Saumlinie;  Hflgl  nur  yrahomi. 
in  2  mit  schwarzem  Saumfleck.  —  $.  Flügel  oben  schwarzbraun ;  Vflgl  mit  großem  Mittelfleck  und  von  der  Wurzel 
bis  etwas  über  die  Mitte  hinaus  violettblau;  Hflgl  nur  an  der  Wurzel  etwas  bläulich  beschuppt,  im  Felde  2 
mit  schwarzem,  gelb  begrenztem  Saumfleck.    Kapland  und  Natal. 

C.  reichenowi  Dew.  (73  e).    Die  Färbung  und  Zeichnung  dieser  mir  nicht  vorliegenden  Ai-t  geht  aus  nichenotcL 
der   Abbildung   hervor.     Angola. 

C.  pampolis  Bruce  ist  der  vorhergehenden  Art  sehr  ähnlich  und  vielleicht  damit  identisch.    Nach  den  pampoHs. 
Abbildungen  weicht  sie  jedoch  dadurch  ab,  daß  beide  Flügel  unten  vor  dem  Saume  zwei  deutliche  Reihen 
schwarzer  Striche  oder  Flecke  (Submarginal-  und  Saumflecke)  statt  nirr  einer  bei  reichenowi  haben.    Nord- 
Rhodesia. 

C.  asteris  God.  (=  caffrariae  Trim.)  (73  f  als  trimeni)  ist  schon  oben  in  der  Artenübersicht  genau  be-  asteris. 
schrieben.    Die  dunklen  Submarginalflecl^e  der  Hflgl  nach  innen  breit  und  stumpf.    Kapland  bis  Natal. 

C.  trimeni  B.-Baker  (=  asteris  Trim.)  ist  mit  asteris  nahe  verwandt  und  wurde  von  Teimen  als  der  Irimeni. 
wahre  asteris  God.  betrachtet.    Die  Submarginalflecke  der  Hflgl-Unterseite  sind  nach  innen  lang  zugespitzt, 
dreieckig  oder  kegelförmig.    Bei  beiden  Arten  sind  die  $$  oben  braun  und  bis  über  die  Mitte  hinaus  blau  über- 
zogen.   Kapland. 

Als  Anhang  zu  den  vorhergehenden  Arten  führe  ich  die  folgende  mir  \inbekannte  Art  auf.  Der  Verfasser  vergleicht 
seine  Art  mit  C.  reichenowi.  Nach  der  Beschreibung  aber  ist  es  wahrscheinlich,  daß  die  Art  zu  meiner  Abteilung  II  der  vor- 
liegenden  Gruppe  gehört. 


480  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  ArRiviLLitrs. 

butha.  C.  butha  Strand  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  „Mit  C.  reichenowi  Dew.  am  nächsten  verwandt, 

aber  durch  folgendes  abweichend.  Größe  bedeutender  (Flügelspannung  30  mm),  die  Blaufärbung  der  Oberseite 
scheint  etwas  intensiver  zu  sein  xuid  die  Zeichnungen  der  Unterseite  schimmern  nicht  oder  kaum  durch;  der 
schwarze  Diskozellularfleck  der  Vflgl  bildet  einen  ganz  schmalen  quergestellten  Halbmond;  beide  Flügel  mit 
1,5  mm  breiter,  schwarzer  Saumbinde,  im  Augenfleck  der  Hflgl  ist  der  schwarze  Kern  größer,  aber  die  orange- 
gelbe  Einfassung  schmäler  und  niu-  an  der  Innenseite  vorhanden.  An  der  Unterseite  beider  Flügel  ist  die  Griind- 
farbe  mehr  graulich,  die  dunklen  Zeichnungen  kleiner  und  weniger  scharf  markiert;  der  Diskozelhilarfleck 
der  Vflgl  bildet  einen  schmalen  gekrümmten  Querstreif;  die  postmediale  Querbinde  be.steht  aus  sechs  kleineren, 
rundlichen  z.  T.  nicht  zusammenhängenden  Flecken  und  am  Saume  befinden  sich,  nahe  beisammen,  zwei  fast 
ebenso  breite  sch\\arze  Saumbinden,  von  denen  die  innere  aus  etwa  halbmondförmigen  Flecken  gebildet  wird; 
an  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  wie  bei  reichenowi  und  zwar  in  derselben  Anordnung  fünf  tiefschwarze  Flecke 
vorhanden,  die  aber  viel  kleiner  sind  und  die  beiden  am  Irde  sind  außerdem  unter  sich  weiter  entfernt  inid 
derjenige  in  der  Zelle  ist  nicht  in  die  Länge  gezogen ;  der  Diskozellularfleck  ist  frei  und  wie  im  Vflgl  geformt 
und  von  diesem  entfernt  befindet  sich  eine  postmediale  aus  sechs  kleinen  rundlichen  unter  sich  getrennten 
schwärzlichen  Flecken  gebildete  Querbinde,  ähnlich  wie  die  der  Vflgl  und  schwach  S-förmig  gekrümmt.  Am 
Saume  wie  in  den  Vflgln  zwei  nahe  beisammengelegene  dunkle  Binden  (außer  der  dunklen  Saumlinie)  und, 
wie  an  der  Oberseite,  mit  einem  großen,  innen  rotgelb  umrandeten  Auge,  das  am  Außem-ande  lebhaft  hellblau 
bestäubt  ist."    Goldküste. 

Die  ji>tzt  folgenden,  sehr  zahlreichen  Art  'n  haben  fast  alle  dieselbe  Zeichnung  der  Unterseite  (siehe  oben  S.  475,  476) 
und  können  nur  durch  oft  ganz  geringfügige  Kennzeichen,  über  deren  Beständigkeit  wir  noch  allzviweuig  wissen,  unterscliieden 
werden.  In  der  Avtbeschreibung  habe  ich  mich  darum  auf  solche  Kennzeichen,  die  von  der  Normalzeichnung  abweichen 
oder  nicht  schon  in  der  TTebersicht  der  Arten  angeführt  sind,  beschränkt.  Hinsichtlich  der  Reihenfolge  der  Arten  bin  ich  der 
Monographie  Bethune  B.\KERS  ziemlich  genau  gefolgt. 

doiimani.  C.  dollmatii  B.-Bak.  (74  e).   cj.   Flügel  oben  bläulich  grün  mit  etwa  4  mm  breiter  dunkler  Saumbinde 

und  einer  die  Mittelzelle  erreichenden  solchen  Vidbinde  der  Vflgl.  Alle  Diskalf lecke  der  Unterseite  gerundet 
und  fast  schwarz.  Hflgl  luaten  mit  winzigem  schwarzem  Saumpunkt  in  1  b  und  1  c  dicht  an  der  Rippe  1  b. 
^  unbekannt.     Rhodesia. 

inlcrmedius.  C.  itltertnedius  B.-Bik.   (74  b).    ^.    Flügel  oben  hellbraun  mit  violettem  Schiller  und  diu-chscheinen- 

den  Zeichnungen  der  Unter.seite.  Die  Unterseite  der  Hflgl  durch  die  großen  unrl  langgestreckten,  fast  schwarzen 
Diskalflecke  4  und  5  an  diejenige  von  G.  asteris  und  trimeni  erinnernd.  9-  Hflgl  oben  hinter  der  Mitte  mit 
zwei  Querreihen  weißer  Flecke.    Portugiesisch  Ost- Afrika. 

jitcron.  C.  pteron  B.-Bak.   Diese  mir  unbekannte  Art  hat  beim  ^  die  Flügel  oben  hell  grauviolett  mit  dunk- 

lem Mittelfleck  der  Vflgl  und  feiner  Saumbinde  beider  Flügel.  Unterseite  hell  grau  mit  kaum  dunkleren  Diskal- 
flecken.    Kavirondo. 

letsea.  C.  letsea  Trim.  (=  ftmiosus  Butl.)  (73  k).    Flügel  oben  bei  beiden  Geschlechtern  einfarbig  braun  mit 

einem  schwarzen,  nach  innen  gelb  begrenzten  Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl,  beim  $  auch  in  1  c  ein  gelber 
Flecji.  Unterseite  braungrau  mit  normaler  Zeichnung;  ein  schwarzer  Saumpunkt  im  Felde  1  c  dicht  an  der 
Rippe  1  b.    Kapland,  Rhodesia,  Somali-Land. 

Icrothodi.  C.  lerothodi  Trim.   Flügel  oben  einfarbig  dimkelbraun  ohne  alle  Flecke.   Unterseite  etwas  heller  grau- 

braun mit  fast  schwarzen,  weißgeringelten  Diskalflecken  und  undeutlichen  Saumflecken  ohne  deutliche  gelbe 
Begrenzinig.    Basuto-Land. 

skolios.  C.  skotios  Bruce.     Flügel   oben   einfarbig   dunkelbraun   ohne   Zeichnungen.    Unterseite  kaum   heller 

als  die  Oberseite  mit  wenig  dunkleren,  weißgrau  geringelten  Di.skalflecken  und  deutlichem,  rotgelb  begrenztem, 
schwarzem  Saumfleck  in  2.    Nordwest-Rhodesia. 

cinereus.  C.  cinereus  B.-B(ik.   (J.    Flügel  oben  hell  braungrau  mit  schwarzem  Saumfleck  im  Felde  2  der  Hflgl. 

Unterseite  normal  gezeichnet,  jedoch  mit  undeutlicher  gelber  Begrenzung  des  Saumfleckes  in  2.  Nordwest- 
Rhodesia. 

jcfjeryi.  C.  jefferyi  Swiestra.    Diese  schon   1909  beschriebene  Art  wird  von  Bethune-Baker  nicht  erwähnt, 

muß  aber  wie  auch  Swie.stra  selbst  vermutet,  nahe  mit  den  vorhergehenden  vier  Arten  verwandt  sein.  Laut 
der  Beschreibung  sind  die  Flügel  oben  olivbraun  mit  starkem  violettem  Schiller  und  dunkelbraunen  Rändern ; 
Vflgl  überall  violettschillernd  mit  dunklem  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle;  Hflgl  mit  schwarzem  Fleck 
im  Felde  2,  an  der  Spitze  mid  am  Irde  braun;  kein  Schwänzchen;  Flügelfransen  braiui,  nach  außen  weißlich ; 
Zeichnung  der  Unterseite  normal,  mit  den  Diskalflecken  wenig  dunkler  als  die  Grundfarbe.  Der  Verfasser  führt 
weiter  folgendes  an:  Am  nächsten  mit  C.  skotios  Bruce  verwandt,  aber  oben  verschieden  durch  den  violetten 
Schiller  der  Oberseite  und  die  weißen  Fransen  und  unten  d\u'ch  die  graue  (statt  olivbraune)  Grundfarbe  mit 
weniger  deutlichen  Zeichnungen  sowie  auch  durch  die  kaum  bemerkbaren  weißen,  pfeilförmigen  Flecke  auf  der 
Innienseite  der  Submarginalbogen  der  Hflgl,  welche  bei  C.  skotios  deutlich  sind.    Größe  etwa  38  mm. 


Ausgegehen  20.  IV.  1925.  CUPIDO.     Von   Dr.   C.   AuRIVILLIUS.  481 

C.  plebejus  Bllr.  (74  a).  Hflgl  geschwänzt,  unten  mit  Subbasalpnnkt  in  1  c  tind  einem  kleinen  schwär-  plebejus. 
zen  grünbeschuppten  und  nach  innen  gelb  begrenzten  Saumpunkt  im  Felde  1  c,  dicht  an  der  Rippe  Ib.  —  cJ. 
Flügel  oben  einfarbig  hell  graubraun  mit  von  unten  dxirchsch einenden  Zeichnungen;  Hflgl  mit  Augenfleck  im 
Felde  2.  —  $.  Flügel  oben  blau;  Vflgl  mit  breiter  braimer  Vrd-  und  Saumbinde  und  großem  Mittelfleck; 
Hflgl  mit  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle,  zwei  Querreihen  weißlicher  Flecke  hinter  der  Mitte  und  oft  auch 
mit  deutlichen,  dunklen  Diskalf lecken  in  3 — 5;  Saumfleck  2  groß  und  deutlich.  Natal,  Transvaal,  Mashuna- 
Land,  Rhodesia. 

C.  parsimon  F.  (=  abyssiniensis  Strand,  loveni  Auriv.,  kivuensis  Joic.  u.  Talb.)  (73g,  h).  Hflgl  ohne  parsimon. 
Schwänzchen,  unten  mit  Subbasalpimkt  im  Felde  1  c.  —  ^.  Flügel  oben  einfarbig  braun  ohne  von  unten  durch- 
scheinende Zeichnungen;  Saumfleck  2  der  Hflgl  schwach  entwickelt.  —  2.  Flügel  oben  braini,  von  der  Wurzel 
bi.s  über  die  Mitte  hinaus  weißlich  mit  violettblauer  Beschuppung;  Vflgl  mit  großem  Mittelfleck  iind  brauner 
Submarginalbinde,  welche  durch  helle  Flecke  von  der  ebenfalls  dunklen  Saumbinde  getrennt  wird.  Sierra- 
Leone  bis  Angola,   Rhodesia,   Viktoria-Nyanza  und  Uganda. 

C.  victoriae  Karsch  (=  acholi  B.-BaJc.)  (73  g).  Hflgl  ohne  Schwänzchen  und  ohne  Subbasalpnnkt  victoriac. 
im  Felde  1  c.  —  (J.  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun  ohne  von  unten  durchscheinende  Zeichntuig,  mit  Augen- 
fleck im  Felde  2  der  Hflgl.  —  $.  Flügel  oben  weißlich  mit  blauer  Beschuppung,  an  der  Wurzel  schwärzlich;  Vflgl 
am  Vrde  schmal,  am  Saume  breit  verduiikelt;  Hflgl  mit  dunklen,  hell  begrenzten  Saumflecken  und  dem  gewöhn- 
lichen Augenfleck  im  Felde  2.  Besonders  aber  sind  sie  dm-ch  die  schai-f  hervortretenden,  schwarzen  Diskal- 
flecke  ausgezeichnet;  solche  treten  auch  oft  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  auf.    Britisch  Ost-Afrika,  Uganda. 

C.  quassi  Karsch  (=  phasma  Butl.)  (73  i).  Hflgl  geschwänzt,  unten  ohne  Subbasalpnnkt  und  schwarze  quassi. 
Saumpunkte  im  Felde  1  c.  —  (J.  Flügel  oben  matt  violettblau  mit  1 — 2  mm  breiter,  schwarzer  Saumbinde; 
Hflgl  mit  Augenfleck  im  Felde  2.  —  $.  Flügel  oben  braini,  im  Wurzelteil  violettblau,  hinter  der  Mitte  breit 
weißlich  aufgehellt;  Vflgl  mit  großem  Mittelflcck,  mit  oder  ohne  Diskalflecke  und  mit  einer  ReUie  STibmarginal- 
f lecke;  Hflgl  oben  mit  Querstrich  am  Ende  der  Zelle,  zwei  oder  mehreren  Diskalflecken  und  großen  Saumflecken, 
von  denen  der  in  2  gelb  begrenzt  ist.  Aschanti;  Lagos.  Raupe  an  einer  Labiatc.  Die  Puppe  ruht  im  Nest 
einer  Ameise  Camponotus  mandatus. 

C.  synchrematizus  B.-Balc  (74  d).      Hflgl  ohne  Schwänzchen  und  ohne  Subbasalpnnkt  im  Felde  1  c.  —  xynchrema- 
cJ.    Flügel  oben  matt  violettblau;   \'flgl  mit  Mittelfleck;  Hflgl  gewöhnlich  mit  schwarzem  Saumfleck  in  2.  — ■  ihus. 

$.  Flügel  oben  braun  an  der  Wurzel  aber  in  den  Vflgln  bis  über  die  Mitte  hinaus  blau  beschuppt;  Hflgl  mit 
großen    Sainnf lecken,   der  in   2  nach  innen  gelb  begrenzt.     Sierra-Leone.  ' 

C.  solwezü  B.-Balc.  (74  c)  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  von  der  sohvc^ii. 
vorhergehenden  Art  ab.  ■ —  (J.   Vflgl  mit  undeutlichem  Mittelfleck,  Hflgl  mit  deutlichem  Augenfleck  in  2.  Nord- 
west-Rhodesia  und  am  Tanganjika. 

C.  glaucüs  Trim.  (74  d)  weicht  von  allen  anderen  Arten  durch  die  glänzende  hell  silberblaue  Ober-  ijhmcus. 
Seite  beider  Flügel  beim  rj  ab.  Beide  Flügel  oben  mit  den  Rippen  im  Saumteil  fein  schwarz  und  mit  schmaler 
schwarzer  Saumlinie ;  ^'flgl  mit  feinem  Querstrich  am  Ende  der  Zelle ;  Hflgl  im  Felde  2  mit  schwarzem,  gewöhn- 
lich gelb  begrenztem  Saumfleck.  Das  2  ist  den  $$  der  verwandten  Arten  ähnlich;  Flügel  oben  an  der  Wurzel 
bis  über  die  Mitte  hinaus  hell  glänzend  blau  mit  braunem  Vrde  und  Saumbinde  mid  nur  auf  den  Vflgln  mit 
Mittelfleck.    Transvaal,  Matabele-  und  Mashuna-Land. 

C.  chloauges  B.-Bak.  stimmt  in  allen  Einzelheiten  genau  mit  C.  glaucus  {IAA)  überein  und  weicht  nur  chJoawjes. 
dadurch  ab,  daß  die  silberblaue  oder  blaue  Farbe  der  Oberseite  bei  beiden  Geschlechtern  durch  eine  metallisch 
glänzende,  gelbgrüne  Farbe  ersetzt  worden  ist.    Rhodesia. 

C.  polydialectus  B.-Bak.   (74  d).     Hflgl  ohne  Schwänzchen  und    ohne  Subbasalpnnkt  im  Felde   1  c,  poUjdlalec- 
auf  beiden  Seiten  mit  Augenfleck  im  Felde  2  und  luiten  mit  kleinem  schwarzem  grünbeschupptem  und  gelb  '"«• 

begrenztem  Saiunpvuikt  in  1  c  dicht  an  der  Rippe  1  b.  Unterseite  mit  sehr  heller,  weißgrauer  Grundfarbe.  — 
o.  Flügel  oben  hell  violettblaii  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  feinen  Querstrichen  am  Zellende.  —  $. 
Flügel  oben  wie  bei  den  verwandten  2$  am  Vrde  und  am  Saume  breit  braun,  sonst  weißlich  mit  starker  violett- 
blauer BesehiippTuig.    Ost-Afrika:  Kadugli,  Ullal,  Kibwezi. 

C.  aethiopia  B.-Bak.  (74  e).  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt,  unten  im  Felde  1  c  ohne  Subbasal-  aethinpia. 
fleck  aber  jnit  schwarzem  Saumpmdit  dicht  an  der  Rippe  Ib.- —  cj.  Flügel  oben  hell  blauviolett;  Vflgl  mit 
schwarzem  Mittelfleck  inid  breiter,  dunkler  Saumbinde;  Hflgl,  wie  sonst  nur  bei  den  $$,  oben  mit  großen  dunk- 
len, hell  umzogenen  Saumflecken  in  1  c — 6,  die  Flecke  in  1  c  und  2  nach  innen  gelb  begrenzt.  Das  $  weicht 
vom  (J  nur  dadurch  ab,  daß  beide  Flügel  am  Vrde  und  Saume  sehr  breit  braun  sind.  Natal  und  Portugiesisch 
Ost-Afrika. 

C.  nyasae  B.-Bak.  (74  e)  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt  und  konnte  darum  in  der  Arten-  nyasac, 
Übersicht  nicht  eingetragen  werden.    Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt,  unten  im  Felde  1  c  mit  Subbasalfleck 
und  schwarzem  Saumpunkt  an  der  Rippe  1  b.    Grundfarbe  der  Unterseite  weißlich.    Vflgl  oben  violett  blau 

XIII  61 


482 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Atmi\iLLius. 


palririua 


beschuppt,  am  Vrde  bis  zur  Zelle  und  der  Rippe  6  schwarzbraun,  am  Saume  mit  einer  etwa  3  mm  breiten  dunk- 
len Binde,  welche  dunkle  Saumflecke  und  eine  nach  innen  weiß  begrenzte  Submarginallinie  einschließt ;  Hflgl 
bis  zur  Mitte  oder  etwas  weiter  hinaus  blau  bestäubt,  dann  mit  großen  weißen,  fast  dreieckigen  Grenzflecken 
der  aus  Bogen  gebildeten  SubmarginaUinie  und  zwischen  dieser  und  dem  Saimie  mit  großen  schwarzen,  weiß 
imigebenen  Saumflecken,  von  denen  der  in  2  eine  dicke  innere  gelbe  Begrenzung  hat  und  der  in  1  c  strichförmig 
ist.  \71gl  mit  großem,  dickem,  Hflgl  mit  schmalem  Mittelfleck.  Beide  Flügel  oben  wenigstens  mit  Andeutungen 
von  schwarzen  Diskalflecken.    Xyassa-Land. 

C.  patricius  Trim.  (73  i).  Hflgl  mit  Schwänzchen  an  der  Rippe  2,  unten  ohne  Subbasalpunkt  im  Felde 
1  c,  auf  beiden  Seiten  mit  Augenfleck  im  Felde  2.  Unterseite  hell  braungrau  mit  normaler  Zeichnung.  —  ^ 
Flügel  oben  hell  blauviolett  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  nur  in  den  Vflgln  mit  schwarzem  Mittolfleck.  — 
Wie  das  $  sich  von  den  $$  der  nächst  verwandten  Arten  mit  erscheidet,  ist  mir  nicht  klar.  Süd-  und  Ost-Afrika 
vom  Kaplande  bis  Abessinien. 


C.  carsoni  Btlr.  (74  c).    Hflgl  mit  Schwänzchen,  unten  im  Felde   Ic  ohne  Subbasalpunkt,  aber  mit 
einen  schwarzen  Saumpunkten,  welche  nach  innen  von  einem  großen,  gelben,  aiich  oben  deutlichen 

Flügel  oben  violettblau  mit  schmaler,  dunkler  Saumbinde;  Vflgl  mit,  Hflgl 


zwei 

Querfleck  begleitet  sind.  —  ^ 

ohne  Mittelfleck.  —  9.  unbekannt.    Sehr  nahe  mit  C.  patricius  (73  i)  verwandt.    Ost-Afrika:  Fwambo 


iicijuti.  C.  negus  Feld.  (73  g)  wurde  nach  einem    $  aus  Bogos  in  Abessinien  beschrieben.    Nach  Bethune- 

Baker  gehört  diese  Art  zu  denjenigen,  deren  q^J  eine  an  die  $$  erinnernde  Zeichnung  der  Oberseite  haben. 
Ob  diese  Deutung  richtig  ist,  muß  dahingestellt  bleiben,  da  die  Geschlechter  nicht  zusammen  angetroffen 
wurden.  Hflgl  ohne  Schwänzchen  und  unten  ohne  Subbasalpunkt  in  1  c,  auf  beiden  Seiten  mir  Augenfleck 
in  2  und  luiten  mit  weißgrauer  Grundfarbe  \uv\  normaler  Zeichnung.  —  q.  Beide  Flügel  oben  bis  zur  Submar- 
ginalbinde  violett  blau  mit  dunklem  Querstrich  am  Ende  der  Zelle,  mit  bis  zur  Zelle  und  Rippe  6  braunem  \'rde, 
breiter  dunkler  Saumbinde  mit  deutlicher  Submarginalbinde  und  dunklen  nach  innen  weiß  begrenzten  Saum- 
flecken. —  $.  Flügel  oben  wie  beim  o  gezeichnet,  aber  nur  wenig  über  die  Mitte  hinaus  blau;  dadurch  entsteht 
zwischen  dem  blauen  Wurzelteil  und  der  schwärzlichen  Submarginallinie  eine  breite  hellbraime  Zone.  Abessi- 
ti-au.  nien:  Bogos.  Britisch  Ost-Afrika:  Nairobi.  —  wau  Wichgr.  soll  sich  durch  die  große  Präzision  der  Zeichniuigen 
imd  die  .scharfen  Kontraste  zwischen  Grundton  und  den  Zeichnungselementen  unterscheiden.  Die  Beschreibung 
paßt  sonst  recht  gut  auf  das  von  Bethune-Baker  abgebildete  o  ;  der  Diskalfleck  2  der  Vflgl  soll  jedoch  ebenso 
nahe  am  Saume    stehen  wie  der  in  1  b.    Ost-Sudan:  ^^'au. 

nconenii.'-:  C.  neonegus   B.-Bitk.  (74  c).     Hflgl  mit   Schwänzchen    an    der  Rippe  2    vnid  mit   Subbasalpunkt   im 

Felde  1  c,  unten  diuch  die  verlängerten  eckigen,  dunkelbraunen  Diskalflecke  2 — 6  ausgezeichnet;  Saumfleck  2 
auf  beiden  Seiten  deutlich  mid  gelb  begrenzt.  —  ^.  Flügel  oben  hellblau  bis  violett  schillernd,  am  Saume  schmal 
schwarz;  ^'flgl  mit.  Hflgl  ohne  Mittelflcck.  —  2.  Flügel  oben  braun,  wie  bei  anderen  Arten  von  der  Wurzel 
bis  über  die  Mitte  hinaus  blau  beschuppt;  Hflgl  hinter  der  Mitte  mit  weißlicher  Grxmdfarbe.  Britisch  Ost- 
Afrika  :   Nairobi. 

var'icgatus.  C.  \2iX\tg&\\xs  B.-Bak.  (74  c,  d)  bildet   einen  Uebergang  zu   den  folgenden  durchschnittlich   kleineren 

Ai'ten.  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt,  unten  im  Felde  Ic  ohne  Subbasalpunkt  und  wahrscheinlich  auch  ohne 
schwarze  Saumpunkte  (dieses  geht  weder  aus  der  Beschreibung  noch  aus  der  Abbildung  ganz  sicher  hervor).  — • 
cJ.  Flügel  oben  violettblau  mit  schmaler,  dunkler  Saumbinde  und  Querstrich  am  Ende  der  Zelle,  am  Saume 
der  Hflgl  stehen  rmidc  schwärzliche,  nicht  hell  gcringte  Saiimflecke,  von  denen  der  im  Felde  2  nach  innen  gelb- 
lich begrenzt  ist.  Gnmdfarbe  der  Unterseite  weißgrau,  Zeichmnig  normal.  —  $.  Flügel  oben  braun,  an  der  Wurzel 
und  nach  hinten  blau  beschuppt,  hinter  der  Mitte  weißlich;  Vflgl  mit  diniklen  Diskalflecken.  Nairobi-District 
in  Britisch  Ost-Afrika. 

C.  nevillei  B.-Bak.  (74  e)  weicht  von  allen  anderen  Arten  dieser  Gruppe  dadurch  ab.  daß  die  Sub- 
basalpunkte  der  Hflgl  völlig  fehlen  oder  beim  $  winzig  klein  sind.  Hflgl  ohne  Schwänzchen  inid  ohne  schwarze 
Saumpunkte  im  Felde  1  c;  Augenfleck  in  2  auf  beiden  Seiten  vorhanden.  —  (J.  Flügel  oben  grauviolett,  etwas 
bleiglänzend  mit  dunklem  Querstrich  am  Zellende.  —  $.  Vflgl  am  \'rde  und  am  Saume  breit  braun.   Süd-Rhodesia. 

C.  naidina  Btlr.  ist  beim  (^  oben  hell  bläulich  silbergrau  mit  feiner  schwarzer  Saumlinic.  Hflgl  mit 
Schwänzchen  an  der  Rippe  2,  miten  ohne  Subbasalpunkt  im  Feld  1  c.  Unterseite  steingrau  mit  dunklen  \\eiß- 
geringelten  Flecken ;  Mittelfleck  mid  Diskalflecke  der  Vflgl  fast  schwarz,  der  Diskalfleck  in  1  b  steht  näher 
am  Saume  als  die  in  2 — fi.  welche  eine  schwach  gebogene  Reihe  bilden.  Hflgl  mit  Subbasalpunkten  in  1  a, 
7  und  der  Zelle;  ihre  Diskalflecke  in  1  b  und  7  wie_  gewöhnlich  schwarz  und  punktförmig,  der  Mittelfleck  luid 
die  abgerundeten  Diskalflecke  1  c — 6  leberbraun;  Submarginallinie  braun  mit  großen  inneren  weißen  Grenz- 
flccken ;  schwärzliche  weiß  geringelte  Saimiflecke  in  allen  Feldern  (die  in  1  c  und  2  nach  der  Beschreibung  nach 
innen  gelb  begrenzt,  in  der  Abbikhmg  aber  ohne  solche  Begrenzung).    Somali-Land. 

prnccrus.  C.  procerus  Trim.  (73h).     Hflgl   ohne    Schwänzchen,    unten   in    Ic   ohne   Subbasalpunkt   und  ohne 

schwarze  Saumpunkte.    Flügel  unten  aschgrau  mit  normaler  Zeichnung  imd  den  Diskalflecken  wenig  dunkler 


nevillei. 


naidina. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aueivillius.  483 

als  die  Grundfarbe;  Vflgl  mit  5  Diskalflecken,  von  denen  der  in  4  länglich  rnid  schief  gestellt  ist;  die  innere 
gelbe  Begrenzung  des  Saunif leckes  2  der  Hflgl  ist  undeutlich  oder  fehlt.  —  (J.  Flügel  oben  matt  violettblau 
am  Vrde  und  Saume  breit  braun;  Vflgl  mit,  Hflgl  ohne  Mittelfleck.  ■ —  Beim  $  ist  die  blaue  Farbe  heller,  noch 
mehr  zurücktretend  und  der  Mittelfleck  der  Vflgl  größer.    Natal;  Transvaal. 

C.  barkeri  Trim.  (73  k).  Hflgl  mit  Schwänzchen,  unten  im  Felde  Ic  ohne  Subbasalpunkt,  aber  mit  barhcri. 
einem  kleinen  schwarzen,  metallisch  beschuppten  und  wurzelwärts  gelb  begrenzten  Saumpunkt  dicht  an  der 
Rippe  1  b;  der  Subbasalpunkt  in  1  a  fehlt  oder  ist  nur  angedeutet;  Grundfarbe  der  Unterseite  hell  grau.  ■ —  (J. 
Flügel  oben  zart  violett  mit  \nischarf  begrenzter  dunkler  Saumbinde  und  vor  dem  Saume  mit  feiner  weißer 
Linie  in  1  c — 3;  Augenfleck  in  2  groß  und  deutlich.  —  Das  $  weicht  oben  dadiu'ch  ab,  daß  die  violettblaue 
Farbe  reduziert  ist  und  eine  breite  braune  Vrdbinde  frei  läßt;  dazu  kommt,  daß  die  weißen  Grenzflecke  der 
Siibmarginallinien  und  die  weißen  Ringe  der  Saumflecke  (der  Hflgl)  auch  oben  sichtbar  sind.  Sierra-Leone, 
Congo,  Angola,  Natal  bis  Deiitsch  Cst-Afrilia,  Rhodesia,  Ruwenzori. 

C.  dolorosus  T/tw.  (73f).    Hflgl  ohne  Schwänzchen,  unten  im  Felde  1  c  ohne  Subbasalpunkt,  aber  mit  dolorosus. 
einem  schwarzen,  metallisch  beschuppten  Saumpunkt  dicht  an  der  Rippe  1  b.   Unterseite  braun  mit  den  Flecken 
wenig  dunkler.  —  i^.  Flügel  oben  dunkel  matt  violett,  am  Saume  schmal  braun,  ohne  Mittelflecke;  Hflgl  am 
Saume  mit  schwarzen,  nach  außen  durch  eine  feine  weiße  Linie  begrenzten  Saumflccken.  —  $.  Vflgl  oben  am 
Vrde  und  am  Saume  sehr  breit  braun.    Natal;  Transvaal,  Tanganjika- Gegend. 

C.  subpallidus  B.-Bak.  (74  c)    steht  der  vorhergehenden  Art    sehr  nahe    imd    scheint  hauptsächlich  siApaHidits. 
inu"  durch  die  hellere  Unterseite  mit  dunkleren  Diskalflecken  abzuweichen.  —  ^.  Flügel  oben  hell  violett ;  Vflgl 
sowohl  am  Saume  wie  am  Vrde  breit  braun ;  Hflgl  mit  feiner,  cUuikler  Saumlinie  und  angedeuteten  Saumflecken 
in  3 — 6;  Saumfleck  2  schwarz.   ■ —  $.  Flügel  oben  braun  mit  lebhaft  violett  blauen  Schuppen  an  der  Wurzel 
und  in  der  Mitte.    Britisch  Ost- Afrika  und  Rhodesia.    —   major  B.-Bak.  weicht  nur  diu-ch  bedeutendere  Größe  major. 
(34 — 36  mm)  und  tiefer  violette  Farbe  der  Oberseite  ab.    Nairobi,  Laitokitok,  Kibwezi,  Rhodesia. 

C.  mauensis  B.-Bak.  ist,  wie  auch  die  vorige  Art,   nih  unbekannt  und  soll  sich  nur  durch  die  dunklere  mauensis. 
Grxuidfarbe  der  Unterseite  und  die  schmäleren  dunklen  Ränder  der  Oberseite  beim  (J  unterscheiden.  Hflgl  auf  bei- 
den Seiten  mit  gelber  Begrenzung  des  Saumfleckes  in  2.   Britisch  Ost-Afrika:  Mau. 

C.  aibistriatus  Capr.  Stirn  weiß,  oben  mit  zwei  Reihen  schwarzer  Borsten.  Hflgl  ohne  Schwänz-  albisMatus, 
clien,  unten  im  Felde  1  c  ohne  Subbasalpunkt  und  ohne  schwarzen  Saumpunkt  (ein  solcher  bisA\eilen  chu-ch 
einige  metallische  Schuppen  angedeutet)  aber  mit  gelbem  Querstreif  nahe  am  Saume;  Unterseite  weißgrau  mit 
normaler  Zeichnung,  ausgenommen,  daß  die  gelbe  Begrenzung  des  Saumfleckes  2  sehr  breit  ist  und  sich  in  die 
Felder  1  c  und  3  hinein  ausdehnt.  —  ^.  Flügel  oben  hell  blau;  Vflgl  mit  breiter,  scharf  begrenzter  dunkler  Saum- 
binde;  Hflgl  mit  Andeutungen  von  Saumflecken  auch  in  3 — 6  und  in  1  c — 3  mit  feiner  weißer  Linie  vor  dem 
Saume.   $  mir  unbekannt.    Sierra-Leone,  Congo-Gebiet,  Uganda. 

C.  latrunculatus  Grünb.  ist  mir  unbekannt  und  wird  mit  folgenden  Worten  beschrieben:   „^.   Ober-  lalruncula- 
seite  .stumpf  blauviolett  mit  bronzcfarbenem  Ton.    Vflgl  mit  scharfem,  schwärzlichem  Diskozellularfleck  inicl  "'*• 

1,5 — 2  mm  breitem  schwärzlichem  Saumband.  Saumband  der  Hflgl  etwas  schmäler,  Vrd  der  Hflgl  ebenfalls 
dunkler  gefärbt;  der  schwarze  Randfleck  im  Felde  2  außen  sehr  schmal  bläulichweiß,  innen  breiter  orangegelb 
umrandet.  Unterseite  silbergrau  mit  bräunlichem  Ton,  Diskalflecke,  Diskal-  und  Saumbinden  etwas  chmkler 
als  der  Grundton  und  scharf  weiß  umrandet.  Diskalflecke  in  unregelmäßiger  Reihe,  da  in  beiden  Flügeln  der 
Fleck  im  Felde  2  etwas  nach  innen  verschoben  ist.  Im  Hflgl  4  scharfe,  weiß  umrandete  Wurzelflecke  je  einer  in 
den  Feldern  1  a,  1  b  und  7  sowie  in  der  Zelle;  der  Diskalfleck  im  Felde  7  ebenso.  Randfleck  im  Felde  2  tief 
schwarz,  außen  mit  einigen  hellblauen  Schuppen  gerandet,  innen  breit  orangegelb  gesäumt;  die  braunen  Rand- 
flecke der  Felder  1  c  und  3  ebenfalls  innen  gelb  gesäumt.  Hflgl  imgeschwänzt.  Flügelspannung  29  mm." 
Kamerun:  Yaunde- Gebiet.  Die  Art  ist  nach  Grünbeegs  Ansicht  mit  C.  aibistriatus  Capr.  nahe  verwandt 
und  scheint  nur  diu'ch  den  Subbasalpunkt  im  Felde  1  c  der  Hflgl  abzuweichen. 

C.  katangae  B.-Bak.  steht  der  vorigen  Art  sehr  nahe  und  weicht  nur  dacUu-ch  ab,  daß  das  Feld  1  c  katcmgac. 
der  Hflgl  auch  oben  am  Saume  einen  großen  gelben  Fleck  hat  und  daß  die  Flügel  beim  <^  oben  eine  matt  violette 
Farbe  haben.    Beim  $  sind  oben  zwei  Drittel  der  Flügel  weißlich  mit  blauem  Schiller.     Südliches  Congo-Gebiet ; 
Kambowe. 

C.  nandensis  Neave.  Stirn  .schwarz  mit  weißen  Seitenrändern.  Augen  haarig.  Hflgl  ohne  Schwänz-  nandensis. 
chen,  unten  im  Felde  1  c  ohne  Subbasalpunkt  und  ohne  schwarze  Saumpunkte,  aber  mit  rotgelbem  Querfleck 
vor  dem  Saume.  Unterseite  dunkel  braun  mit  scharf  hervortretenden  weißen  Zeichnungen  und  wenig  dunlderen 
Diskalflecken.  —  (J.  Flügel  oben  schwarzbraun;  ^"flgl  nur  am  Hi-de  der  Mittelzelle  und  im  Wurzelteil  der  Felder 
1  a^4  schwach  violettblau  beschuppt;  Hflgl  in  den  Feldern  1  c — 5  bis  zur  breiten  Saumbinde  und  in  6  an  der 
Wurzel  violettblau  beschuppt;  die  Saumflecke  durch  bläuliche  Schuppen  undeutlich  begrenzt  und  wenigstens 
in  2  und  3  wurzelwärts  gelbrot  umgeben.    $  unbekannt.   Britisch  Ost-Afrika. 


484  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  AcKiviLLirs. 

kabrosae.  C.  kabrosae  B.'Bak.  (74  f).    Hflgl  ohne  Schwänzchen,  unten  ohne  Subbasalpunkt  in  1  c.    o^.    Beide 

Flügel  oben  braun  ohne  andere  Zeichnungen  als  eine  breite  orangegelbe  Binde  am  Saume  der  Hflgl  mit  einem 
f;ch Warzen  Saumpunkt  in  2.  Unterseite  mit  brauner  Gnmdfarbe  und  der  für  diese  Gruppe  normalen  Zeichnung; 
\flgl  mit  5  frerundtten  Diskalflccken.    Britisch  0-t -Afrika:  Kabros,  Njoro. 

malalhana.  C.  Hialathana  Boi'id.  (73  f).    Diese  wohlbekannte  und  weitverbreitete  Ait  unterscheidet  sich  von  allen 

schon  erwähnten  Arten  dieser  Gruppe  dadurch,  daß  der  Diskalfleek  in  1  b  der  Hflgl  nicht  wie  bei  allen  anderen 
schwarz  imd  punktförmig,  sondern  blaß  und  wie  die  Diskalf lecke  1  c — 6  gebildet  ist.  Hflgl  ohne  Schwänzchen, 
unten  im  Felde  1  c  mit  Subbasalfleck  und  am  Saume  gewöhnlich  mit  einem  deuthchen  schwarzen  Saumpimkt 
nahe  bei  der  Rippe  1  b;  Saumfleck  2  auf  beiden  Seiten  deutlich  mit  breiter  gelber  Begrenzimg;  Augen  dicht 
haarig;  Stirn  weiß,  oben  mit  zwei  schwarzgrauen  Borstenreilien.  —  5*.  Flügel  oben  grau  mit  schwachem  bläulich- 
grauem Glänze  und  feiner  schwarzer  Saumlinie;  ^  tlgl  mit  feinem  Quer.-^trich  am  Ende  der  Mittelzelie.  Hflgl 
ohne  solchen  Querstrich  aber  gewöhnlich  hinter  der  Mitte  mit  einer  Querreihe  dreieckiger  weißlicher  Flecke 
in  den  Feldern  2 — 5  und  mit  undeutlichen  weißlichen  Bogen  innerhalb  der  Saumflecke  der  Felder  3 — 5.  Das 
$  kt  oben  mehr  braun  mit  blauem  Schiller  in  der  Mitte  der  Vflgl.  Ueberall  auf  dem  Festlande  und  in  Süd-Arabien 
nilotka.  sowie  auf  den  Inseln  Madagaskar,  Aldabra  und  Sao  Thome.  —  nilotica  Auriv.  weicht  durch  eine  helle,  zart  grau- 
blaue oder  silbergraue  Färbiing  der  Oberseite  imd  blassere  Unterseite  ab.  \Yahrscheinlich  eine  Trockenzeit  form. 
Am  Xil-Fluß  bei  Kaka. 

osiri.1.  C.  osiris  Hpffr.  (=  anubis  Snell.,  phoa -S«e?/.,  pyirhops  J/a6.,  cxipiescens  E.  Sharpe)  (73  h).    Hflgl  mit 

Schwänzchen  an  der  Rippe  2,  unten  im  Felde  1  c  ohne  Subbasalpimkt,  aber  mit  großem  schwarzem,  rot  be- 
grenztem Saumpunkt  in  der  Mitte  des  Feldes  und  im  Felde  1  b  mit  blassem  querliegendem,  nicht  punktförmigem 
Diskalfleek.  Unterseite  mit  weißgrauer  Grundfarbe  und  wenig  dunkleren,  meist  strichförmigen  Diskalflccken. 
Flügel  oben  rötlich  violett  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  schwarzen  rot  begrenzten  Saumflecken  in  1  c 
und  2  der  Hflgl.  —  $.  Flügel  oben  braun,  Vflgl  in  der  Mitte,  Hflgl  an  der  Wiuzel  violettblau  beschiippt ;  diese 
wie  bei  malatkana  vor  dem  Saume  mit  zwei  Querreihen  weißer  Flecke  oder  Bogen,  sonst  und  unten  wie  beim  ^. 
brunneus.  Ueberall  auf  dem  Festlande.  Magdagaskar  und  Annobon.  —  brunneus  B.-Bak.  weicht  nur  dadiuch  ab,  daß 
beim  £  die  Flügel  oben  braun  sind  mit  leichtem  roten  Anflug.   Britisch  Ost-Afiika:  Nairobi. 

cijcloptcrU.  C.  cyclopteris  Butl.  (74  e,  f).    Hflgl  mit  Schwänzchen  an  der  Rippe  2,  unten  im  Felde  Ic  ohne  Sub- 

basalpunkt, aber  mit  dunklem  Saumpunkt  in  der  Mitte  des  Feldes.  Unterseite  hellgrau  mit  normaler  Zeichnimg; 
Diskaiflecke  der  Vflgl  klein,  punktförmig  und  der  Submarginalreihe  genähert ;  Diskalfleek  1  b  der  Hflgl  schwarz, 
punktförmig.  —  rj.  Flügel  oben  hell  violettblau  mit  breiter,  nach  hinten  erweiterter  dunkler  Saumbinde  und 
dunkler  Querstrich  in  der  Mitte  der  ^'flgl.  —  2.  unbekannt.   Sierra-Leone,  Nigeria,  Abessinien. 

Die  beiden  folgenden  Arten -weichen  durch  die  undeutlichen  Diskal-  und  Sauniflecken  auf  der  Unterseite  der  Hflgl 
von  den  schon  beschriebenen  ab  imd  bilden  einen  Vcbergang  zu  den  Formen  der  sechz?hnten  Gruppe.  Stirn  weiß  mit 
zwei  Reihen  schwarzer  Borsten.  Die  gelbe  innere  Begrenzung  des  Saumfieckes  im  Felde  2  der  Hflgl  fehlt  oder  ist  schwach 
entwickelt   und  unten  kleiner  als  oben,    llflgl  ohne  Schwänzchen  und  ohne  Subbasalpunkt  im  Feld  1  c. 

hypopolia.  C.  hypopolia  Triin.  (74  f).    Augen  haarig.    Rippe  11  der  Vflgl  ganz  gerade.    Flügel  unten  dunkelgrau, 

mehr  oder  weniger  (besonders  die  Hflgl)  mit  rauhen  weißlichen  Schuppen  bekleidet,  die  Ringe  der  Diskai- 
flecke hellgrau  statt  weiß,  ebenso  die  übrigen  hellen  Grenzflecken  oder  Grenzlinien,  nur  die  inneren  Grenz- 
flecken der  SubmarginaUinien  sind  bisweilen  (besonders  beim  i)  heller,  weißlich ;  Vflgl  mit  5  Di-skalflecken  in  2 — 6, 
welche  in  einen  schwachen  Bogen  stehen;  Hflgl  mit  3  Siibbasalpunkten  (in  1  a,  7  und  der  Zelle)  und  8 Diskal- 
flccken in  normaler  Anordnung ;  die  in  1  b  und  7  klein,  schwarz  und  punktförmig,  die  übrigen  giößer  aber  wenig 
deutlicli;  die  Saumflecke  Ijeim  q  sehr  undeutlich,  beim  x  durch  helle  Rmge  begrenzt,  ganz  von  der  Farbe  des 
Grundes  mit  Ausnahme  des  Fleckes  in  2,  welcher  tief  schwarz  nach  innen  zugespitzt  und  schmal  gelb  begrenzt 
ist  und  nach  außen  einige  grünliche  Schuppen  trägt.  —  q.  Flügel  oben  matt  violettblau  mit  dunkler,  unscharf 
begrenzter  Saumbinde,  nur  die  Vflgl  mit  Querstrich  am  Ende  der  Zelle;  Hflgl  im  Felde  2  mit  schwarzem, 
schmal  gelb  begrenztem  Saumfleck.  Das  $  weicht  oben  durch  breitere  (etwa  3  mm)  braune  Vrd-  und  Saum- 
binden beider  Flügel,  mehr  blauen  Schiller  an  der  Wurzel  und  in  der  Mitte,  durch  dicken  Mittelfleck  der  Vflgl 
und  deutliche  Saumflecke  in  allen  Feldern  der  Hflgl  ab;  unten  ist  die  Giundfarbe  heller  und  alle  Zeichnimgen 
dadurch  viel  deutlicher.    Natal,  Transvaal,  Mashuna-Land. 

abyarinicHs.  C.  abyssinlcus  Aitriv.    Augen  nackt.    Rippe  11  der  Vflgl  sehr  schwach  gekiümmt.    ^'flgl  unten  mit 

braunem  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  und  6  großen  tief  schwarzen,  ganz  gerundeten  Diskalflccken,  welche 
einen  starken  Bogen  bilden;  Submarginallinie  zusammenhängend,  biaun,  ^\eiß  begrenzt ;  Saumflecke  weniger 
deutlich  länglich.  Hflgl  unten  grau  aber  mit  großen  länglichen  weißen  Schuppen  rauh  bekleidet ;  Subbasalpunkte 
wie  gewöhnlich  drei  (in  1  a,  7  und  der  Zelle)  klein  uHd  schwarz;  Mittelflcck  b!aß,  halbmondförmig;  Diskaiflecke 
8  in  gewöhnlicher  Anordnung,  nur  der  in  7  tief  schwarz,  die  übrigen  blaß  braun,  klein  (fast  punktförmig)  und  ge- 
trennt; ihre  hellen  Ringe  treten  gegen  den  weißlichen  Giund  nur  schwach  hervor;  Saumflecke  länglich,  grau- 
braun, nur  der  in  2  tief  schwarz,  mit  einigen  metallischen  Schuppen,  aber  ohne  innere  gelbe  Begrenzung;  ein 
winziger  schwarzer  Punkt  am  Analwinkel  in  1  b.  —  q.  Flügel  oben  violettblau  mit  starkem  Schiller  und  scharf 
begrenzter,  etwa  3  mm  breiter,  dunkler  Saumbinde,  aber  ohne  solche  Vrdbinde  der  Vflgl.   Hflgl  mit  deutlichen, 


CUPIDÜ.    Von  Dr.  C.  Aukivillius.  485 

braunen  (im  Felde  2  schwarzem)  Saumflecken;  eine  mattgelbe  undeutliche  innere  Begrenzung  des  Saumfleckes 
im  Felde  2.    $  unbekannt.    Abessinien. 

Als  Anhang  zu  dieser  Gruppe  fühi-e  ich  die  folgenden  mir  unkebannten  Arten,  deren   Stellung  unsicher,  ist.  auf. 

C.  antoto  Strand  (74  t).  „Hflgl  geschwänzt  und  unten  mit  folgenden  Zeichnungen:  im  Basalfeld  eine  auMo. 
ganz  schwach  saumwärts  konvex  gebogene  Reihe  von  3  tiefschwarzen  Subbasalpunkten  *),  von  denen  der 
vordere  unmittelbar  hinter  der  Rippe  8  gelegen  und  breiter  als  lang  ist,  der  mittlere  in  der  Zelle,  der  hintere 
auf  dem  Innenrande;  der  dunkelgraue  Diskozellularfleck  erscheint  als  ein  schmaler,  ganz  schwach  saiimwärts 
konvex  gebogener  Querstrich  zwischen  den  Rippen  4  und  6  und  vor  diesem  ein  wenig  weiter  saumwärts  ver- 
schoben finden  sich  zwei  eine  Querreihe  bildende  tiefschwarze  Flecke,  von  denen  der  vordere  größer  ist  und 
breiter  als  lang;  hinter  dem  Diskozellularfleck  findet  sich  zuerst  ein  runder  Fleck,  der  dunkelgrau  ist  und  als 
der  folgenden  Binde  angehörig  betrachtet  werden  kann,  dann  unmittelbar  vor  dem  Irde  ein  tiefschwarzer  Fleck; 
von  dem  hinter  der  Diskozellulare  gelegenen  runden  Fleck  bis  zur  Rippe  6  erstreckt  sich,  fast  auf  die  Vflglspitze 
gerichtet  und  saumwärts  konvex  gebogen  eine  Reihe  von  3  dunkelgrauen  Flecken,  von  denen  die  beiden  vorderen 
erheblich  größer  und  quergestcllt  sind  und  hinter  und  etwas  weiter  saumwärts  von  dem  Fleck  im  Felde  2  ist  ein 
Querfleck  und  im  Felde  7  ist  ebenfalls  einer,  der  als  Fortsetzung  der  Binde  in  den  Feldern  3 — 5  betrachtet 
werden  kann.  Im  Saumfelde  finden  sich  zwei  Reihen  dunkelgrauer  Sublimbaiflecke  und  ebenso  gefärbte  Saum- 
linie; im  Felde  2  ist  ein  tief  schwarzer  cpiereiförmiger  Fleck,  dem  innen  ein  größerer  orangegelber  Halbm.ond 
anliegt.    Flügelspannimg  20,  Flügellänge  10,5  mm.    Abessinien:  Antotos."    q- 

Da  jede  Beschreibung  der  Oberseite  und  der  Unterseite  der  Vflgl  fehlt  bin  ich  niclit  imstande  die  StcHung 
dieser  kleinen  Art  näher  zu  bestimmen. 

C.  elicola  Strand  (74  f).  Die  Beschreibung  lautet :  ^.  ,,Mit  C.  barkeri  Trim.  verwandt,  aber  im  Felde  1  c  dkola. 
der  Hflgl  ist  ein  schwarzer  Puiiktfleck  vorhanden;  der  am  irde  gelegene  der  drei,  eine  gerade  Reihe  bildenden 
schwarzen  Punktflecke  des  Wurzelfeldes  ist  von  der  Diskalbindc  tun  kaum  mehr  als  seinen  längsten  Druchmesser 
entfernt  und  ebenso  groß  wie  die  beiden  anderen  Flecke  derselben  Reilie;  die  beiden  hinteren  zusammenliängen- 
den  Flecke  der  Diskalreilie  liegen  hinter  dem  Diskozcllularfleck  während  sie  bei  barkeri  deutlich  weiter  saum- 
wärts geschoben  sind;  die  Diskalbinde  i.-.t  von  der  Sublimbalbinde  deutlicher  entfernt  und  zwischen  beiden 
liegen  scharf  markierte,  rein  weiße  Keilflecke ;  auch  im  Felde  3  findet  sich  ein  Ozellus,  der  allerdings  viel  kleiner 
und  undeutlicher  als  der  im  Felde  2  ist,  und  im  Felde  1  c  sind  zwei  Ozellen  angedeutet.  Die  Unterseite  der 
Vflgl  weicht  von  derjenigen  von  C.  barkeri  hauptsächlich  dadurch  ab,  daß  alle  Zeichnungen  schärfer  markiert 
sind  imd  der  Diskozellularfleck  näher  der  Diskalbinde  (von  dieser  nur  um  iliren  größten  Radius  entfernt),  deren 
beide  hinteren  Flecke  daher,  ebenso  wie  im  Hflgl,  etwa  hinter  den  Diskozellularfleck  zu  liegen  kommen.  Die 
Basalhälfte  der  Unterseite  der  Fransen  beider  Flügel  tiefschwarz.  Oberseite  beider  Flügel  lebhaft  hellblau 
glänzend,  die  vorderen  mit  schmalem,  schwarzem,  strichförmigem  Diskozellularfleck  und  1,5  mm  breiter  tief- 
schwarzer Randbinde:  die  hinteren  mit  ebensolcher  Randbinde,  die  Zeichnungen  ähnlich  wie  bei  barkeri  auf- 
weist, aber  die  Ozellen  sind  noch  Ideiner  und  nur  diejenige  im  Felde  2  hat  inneii  einen  obendrein  ganz  kleinen 
orangegelben  Fleck.    Flügelspannung  25,  Flügellänge  13 — 14  mm".    Abessinien:  Eli. 

Der  Verfasser  erwähnt  nicht,  ob  die  Hflgl  geschwänzt  sind  oder  nicht.  Bei  dem  \'ergleich  mit  C.  barkeri 
wäre  es  wahrscheinlich,  daß  dieselben  ein  Schwänzchen  hätten.  Die  Beschreibung  paßt  aber  sonst  recht  gut 
auf  die  kleineren  mit  C.  suhpallidus  ver\\  andten  Arten,  von  denen  jedoch  andererseits  C.  elicola  durch  den  Sub- 
basalpunkt  im  Felde  1  c  abweicht. 

C.  masai  B.-Bak.  wurde   als  Eueres  beschrieben  und  wird   nicht    in    Bethune-Bakees  Monographie  mas(n. 
von  Neochrysops  und  Euchrysops  erwähnt;  sclieint  aber  nach  Farbe  und  Zeichnung  mit  den  Arten  der  vorlie- 
genden Gruppe  nahe  verwandt  zu  sein. 

„(^.  Beide  Flügel  violettblau.  Vflgl  am  Vrde  und  Saume  sehr  schmal  schwaiz.  Hflgl  am  Vrdc  breiter 
braun,  am  Saume  schmal  schwarz,  mit  t-ehr  feinem,  an  der  Spitze  weißem  Schwänzchen  und  vor  diesem  einem 
kleinen  dunklen  Fleck.  Fransen  graaweiß,  nach  außen  dvmkler.  Unterseite  weißgrau.  Vflgl  mit  kleinem  schwar- 
zem weißgeringeltem  Mittelpunkt;  Diskalreihe  aus  sechs  getrennten  weißgeringelten  schwarzert  Flecken  r.nd 
der  Spur  eines  sehr  kleinen  am  Vrde;  die  vier  vorderen  Flecke  bilden  einen  Bogen  nach  außen,  der  zweite  (vom 
Vrde  gerechnet)  steht  dem  Saume  am  nächsten,  der  fünfte  weit  mehr  wiu'zelwärts  und  der  sechste  ein  wenig 
mehr  saumwärts;  eine  doppelte  submarginalc  Reihe  von  weißbegrenzten  Mondflecken;  eine  feine  schv/arze 
Saumlinie.  Hflgl  mit  zwei  schwarzen  Subbasalpunkten,  einem  in  der  Zelle  und  einem  im  Felde  7,  und  einem 
kleinen  Punkt  am  Irde;  über  dem  blaßbraunen  Punkt  am  Zellende  findet  sich  ein  schwarzer  Punkt  am  Vrde 
(Diskalfleck  7)  und  hinter  demselben  ein  ähnlicher  Punkt  am  Irde  (=  Diskalfleck  1  b);  die  Diskalreihe  be- 
steht außerdem  aus  sechs  hellbraunen  Flecken  (in  gewöhnlicher  Anordnung);  eine  unregelmäßige  hellbraune 
Submarginalbinde  wird  nach  außen  von  einer  Reihe  hellbrauner  Saumflecke  begrenzt;  eine  feine  schwarze 
Saumlinie;  im  Felde  2  ein  tief  schwarzer  Fleck  mit  einigen  metallisch  blauen  Schuppen  und  nach  innen  von 
einem  orangegelben  Bogen  begrenzt.   Alle  Flecke  und  Binden  weiß  begrenzt.  —  $.   Vflgl  graubraun  mit  einem 

*)  Dieses  Wort  fehlt  in  der  Originalbeschreibung. 


486  CUPIDO.    Von  Dr.  ('.  Aurivillius. 

kleinen  lebhaft  violcttblauem  Felde  an  der  Wmzel  und  in  der  Mitte.  Hflgl  fast  bis  zu  den  Sauraflecken  blau; 
diese  nach  innen  von  einem  blauen  Bogen  begrenzt;  der  Saumfleck  in  2  nach  innen  orangegelb  begrenzt.  Flügel- 
spannung:  27 — 28  mm."    Britisch   Ost-Afrika:  Kikuw. 

Sechzehnte   Gruppe. 

Die  A'io6e- Gruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  stellen  denen  der  vorigen  nahe,  weichen  aber  durch  die  rein  schwarzen,  oft 
kleinen  und  punktförmigen  Diskalflecken  1  c — 6  der  Hflgl  ab,  welche  alle  getrennt  oder  nur  teilweise  mitein- 
ander vereinigt  sind.  Saumfleck  2  der  Hflgl  oben  und  gewöhnlich  auch  unten  ganz  ohne  innere  gelbe  Begren- 
zung.   Rippe  11  stets  frei  und  gerade.    Hflgl  ohne  Subbasalpunkt  im  Felde  1  c. 

Männchenschuppen  (Androconien)  vorhanden. 

U  c  b  e  r  s  i  c  h  t    der  Arten. 

A.  Hflgl  ohne  Schwänzchen  unten  mit  grauer  bis  .schwärzlicher  Grundfarbe.    Der  Diskalfleck  2  der  Hflgl  steht 
nahe  an  der  Wurzel  des  Feldes  2  und  fast  gerade  hinter  dem  Mittelquerstrich. 

a.  Flügel  oben  bei  beiden  Geschlechtern  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  violett  oder  violettblau. 

*.  A'flgl  oben  ohne   Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle.    Die  Submarginallinie  der  Unterseite  beider 
Flügel  breit,  dunkelbraun,  bindcnförmig,  nach  innen  mit  weißlichen  Grenzflecken. 

1.  Diskalflecke   1  b — 0  der  Hflgl  klein,  punktförmig;  einige  bisweilen  undeutlich.    Saiimflecke  der 
Hflgl  sehr  undeutlich,  der  in  2  bisweilen  schwarz,  aber  klein  und  ohne  gelbe  Begienzung. 

a.  Flügel  unten  mit  dunkel  braungrauer  Grundfarbe  mit  deutlicher  weißlicher  Querbinde  zwischen 
den  Diskalflecken  und  der  Submarginalbinde  (=  die  inneren  Grenzflecke  der  Submarginal- 
binde).  C.  niobe. 

b.  Flügel  unten  bis  zur  Sid)marginalbinde  hellgrau  oder  in  den  Hflgln  weißlich,  wodurch  die 
Ringe  der  Diskal])unkte  und  die  Grenzflecke  der  Submarginalbinde  sich  nur  schwach  gegen 
die    Grundfarbe  abheben.    Augen  nackt.  C.  lacrimosus. 

2.  Diskalflecke  1  b — 6  der  Hflgl  von  normaler  (Jröße  und  die  der  Vflgl  .sehr  groß,    Grundfarbe  der 
Unterseite  sehr    dunkel   mit   deutlichen   weißen   Zeichnungen.  C  ariadne. 

**.  Vflgl  oben  mit  dunklem  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle.  Die  Submarginallinie  der  Unterseite 
fein,  aus  Strichen  oder  Bogen  gebildet,  mit  kleinen  und  vuideutlichen  inneren  Grenzflecken.  Saum- 
flecke sehr  klein,  punktförmig  oder  fehlend.    Augen  haarig.  C.  tantalus. 

[i.  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun  ohne  Zeichnungen. 

*.  Die  weißen  Grenzflecke  der  Submarginallinie  beider  Flügel  schmal,  fein,  bogenförmig.  Augen  haarig. 

C.  ignotus. 

**.  Die  weißen  inneren  Grciizflecke  der  Sul)marginallinie  sind  auf  beiden  Flügeln  sehr  groß,  erreichen 
die  Diskalflecke  und  bilden  eine  breite  weiße  Querbinde,  die  sich  gegen  die  braungraue  Grundfarbe 
scharf  abhebt.  C.  pephredo. 

B.  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt,  unten  mit  weißer  Grundfarbe  und  rein  schwarzen  Flecken  ohne  hellen 
Ring  oder  Grenzflecke.  Hflgl  ohne  Subbasalpunkt  in  1  e.  Saumfleeke  der  Hflgl  auf  beiden  Seiten  schwarz, 
gerundet  oder  strichförmig,  die  in  1  c  und  2  auf  der  Unter.seite  metallisch  beschuppt  und  diese  außerdem 
wurzelwärts  schmal  gelb  begrenzt.  C.  leucon. 

viobc.  C.  niobe   Trim.    Unterseite  besonders  am  Saume  dunkelbraun.  —  q-    Flügel  oben  matt  violett  ohne 

Flecke,  am  Saume  breit  verdunkelt.  —  $.  Flügel  oben  braun,  au  der  Wurzel  und  in  der  Mitte  violett  beschuppt. 
Kapland  bei  Knysna. 

larrimosus.  C.  lacrimosus  B.-Bak.  (74  d)  weicht   von   niobe  nur  dadurch  ab,   daß  die  Grundfarbe  der  Unterseite 

viel  heller  ist,  besonders  auf  den  Hflgln,  wo  die  Fläche  mit  großen  weißen  Schuppen  mehr  oder  weniger  dicht 
mnior.  bekleidet  ist.    Natal,  Zulu-Land,  Transvaal.    —    ma\OT  B.-Biik.  ist  größer  (44  mm)  oben  dunkler  und  reiner 
violett  lind  unten  noch  heller.    Natal. 

ariadne.  C.  ariadne    Btlr.      Die    Grenzfleeken    der    Submarginalbinde   bilden   in   beiden    Flügeln   eine     scharf 

hervortretende  weiße  Querbinde,  welche  den  Zwischenraum  zwischen  den  Diskalflecken  und  der  Saumbinde 
ganz  ausfüllen.  —  ^.  Flügel  oben  violettblau  mit  dunkler  Saumbinde,  aber  ohne  Mittelflecke.  —  ?.  Flügel 
oben  braun  an  der  Wurzel  matt  violett  beschuppt ;  Hflgl  hinter  der  Mitte  mit  einer  Querreihe  bläulicher  Flecke. 
Natal. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  487 

C.  tantalus  Trim.  (74  f)    hat  eine  hell  weißgraue  Unterseite  mit  sehr  kleinen  Subbasalpunkten  der  laniahis. 
Hflgl;  Diskalflecke  schwarz  luid  etwas  eckig;   Submarginallinie  fein  mit  kleinen  oder  imdeutlichen  inneren 
Grenzflecken;  Saumpunkte  sehr  undeutlich  oder  fehlend,  die  in  1  c  und  2  bisweilen  schwarz.  • — ■  ^.  Flügel  oben 
zart  violett  mit  feiner  dunkler  Saumlinie  und  in  den  Vflgln  mit  Querstrich  am  Ende  der  Zelle.  • —  ?.  Flügel 
oben  braun,  von  der  AVurzel  bis  über  die  Mitte  hinaus  blau;  Mittelfleck  der  Vflgl  dicker.  Kaffernland  und  Natal. 

C.  ignotus  Trim.  (74  f).     Unterseite  grau  mit  schwarzen  weiß  begrenzten  Flecken  und  weißen,  feinen  ignoius. 
Grenzbogen  der  Submarginal-  und  Saumflecken;   Svibbasalpunkte  der  Hflgl  sehr  klein;  Diskalflecke  beider 
Flügel  klein,  punktförmig  und  frei.    Natal,  Transvaal. 

C.  pephredo   Trim.     Unterseite    braungrau;    Subbasalpunkte    der  Hflgl   winzig    klein  oder  fehlend;  pephredo. 
Mittelflecke  weiß  umgeben ;  Diskalflecke   1  c — 6  der  Hflgl  gerundet  schwärzlich,  getrennt ;  Saiimflecke  matt 
braiin,  gerundet.    Natal. 

C.  leucon  3Iab.  weicht  von  den  vorhergehenden  Arten  so  beträchtlich  ab,  daß  er  vielleicht  am  besten  leucon, 
als  Vertreter  einer  besonderen  Gruppe  betrachtet  würde.  Da  ich  aber  die  Art  nicht  selbst  untersuchen  konnte, 
stelle  ich  sie  vorläufig  in  diese  Gruppe.  Vflgl  unten  mit  schwarzem  Mittelfleck,  fünf  Diskalf lecken,  von  denen 
die  in  2  und  3  frei  und  gerundet,  die  in  4 — 6  aber  zu  einem  schief  gestellten  Querstrich  vereinigt  sind,  und  freien 
schwarzen  Submarginal-  und  Saumstrichen  in  1  b — 6.  Hflgl  mit  drei  großen  Subbasalpunkten  (in  1  a,  7  und 
der  Zelle),  großem  Mittelfleck  und  8  ungleich  großen  Diskalflecken  in  1  b — 7,  von  denen  die  der  Felder  1  c,  4 
und  5  näher  am  Saume  stehen  als  die  anderen.  —  ^.  Flügel  oben  schön  glänzend  blau;  Vflgl  am  Vrde  schmal, 
an  der  Spitze  breit  und  am  Saume  schmäler  .schwarz,  mit  feinem  schwarzem  Querstrich  am  Ende  der  Zelle; 
Hflgl  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  schwarzen  Saumstrichen  in  allen  Feldern.  —  $.  Flügel  oben  weiß; 
Vflgl  am  Vrde  bis  zur  Mittelzelle  und  an  der  Spitze  sehr  breit  schwarz,  dann  mit  gegen  den  Hinterwinkel  sehr 
schnell  verjüngter  Saumbinde;  ein  feiner  schwarzer  Strich  am  Ende  der  Zelle.  Hflgl  oben  am  Vrde  bis  zur 
Kippe  6  schwarz,  am  Saume  mit  schwarzen  Saumflecken  und  feiner  schwarzer  Saumlinie.   Madagaskar. 

Siebzehnte   Gruppe. 

Eine  sehr  ausgezeichnete  Gruppe.  Stirn  in  der  Mitte  schwarz  mit  weißen  Rändern.  Augen  dicht  haarig. 
Hflgl  mit  Schwänzchen  am  Ende  der  Rippe  2,  unten  mit  4  Subbasalflecken  in  1  a,  1  c,  7  und  der  Zelle,  von 
denen  jedoch  nur  der  in  7  schwarz  mit  (blauem  Kern  und)  weißem  Ring  ist;  die  übrigen  sind  groß  und  ganz 
wie  die  Diskalflecke  gebildet.  Mittelflecke  beider  Flügel  von  der  Farbe  des  Grundes  mit  weißer  Umrandung. 
Alle  Diskalflecke  mit  Ausnahme  desjenigen  des  Feldes  7  der  Hflgl  von  der  Farbe  des  Grundes  mit  dickem  weißem 
Ring;  Diskalf  leck  7  der  Hflgl  ganz  wie  der  Subbasalpunkt  desselben  Feldes  tief  schwarz  mit  (blauem  Kern 
und)  weißem  Ring.  Die  Submarginalbogen  mäßig  breit,  nach  innen  mit  weißen  Grenzflecken.  Saumflecke 
der  Vfgl  und  1  c,  3—6  der  Hinterflügel  strichförmig  von  Farbe  des  Grundes;  der  Saumfleck  in  2  gi'oß,  gerundet, 
.schwarz  nach  innen  blutrot  begrenzt.    Am  Analwinkel  in  der  Spitze  des  Feldes  1  b  ein  schwarzer  Strich. 

C.  scintilla  Mab.  (=  quadriocularis  SaaJm.)  (73  i).  Unterseite  mit  grauer  Grundfarbe;  die  Subbasal-  sciniUla. 
flecke  in  1  a,  1  b  und  der  Zelle,  die  Mittelflecke  und  die  Diskalfecke'  (der  in  7  der  Hflgl  ausgenommen)  von  der 
Farbe  des  Grundes,  aber  mit  weißlichem  Kern.  —  ^.  Flügel  oben  schön  hell  himmelblau,  am  Saume  der  Hflgl 
etwas  grünlich  angeflogen,  mit  sehr  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  tiefschwarzem  Saumpunkt  ina  Felde  2 
der  Hflgl.  Fransen  des  Feldes  1  b  der  A'flgl  und  der  Hflgl  wenigstens  zwischen  den  Rippen  7  und  5  rein  weiß. 
—  $.  Vflgl  oben  blau  am  Vrde  bis  zur  Zelle  und  dann  bis  zur  Rippe  5  schwarz  und  mit  etwa  3  mm  breiter 
dunkler  Saumbinde.  Hflgl  oben  blau,  am  Yrde  bis  zur  Rippe  6  schwärzlich  und  vor  dem  Sauiue  in  den  Feldern 
1  c — 5  mit  kleinen  schwarzen  Sarnnst riehen.    Madagaskar. 

C.  sanguigutta  Mab.  (=  caeruleoarcuata  Saalm.)  (73  k)  steht  der  vorigen  Art  sehr  nahe  und  weicht  .w»;/»;</»//a. 
hauptsächlich  nur  durch  etwas  geringere  Größe  und  nicht  weiß  gekernte  Flecke  der  Unterseite  ab.  Dazu  kommt, 
daß  die  Farbe  der  Oberseite  mehr  violett  ist.    Madagaskar. 

Achtzehnte   Gruppe. 

Augen  nackt.  Rippe  11  der  Vflgl  gegen  die  Rippe  12  aufgebogen  und  dieselbe  berührend.  Hflgl  ohire 
Schwänzchen,  unten  mit  drei  schwarzen  Wurzelpunkten  (in  1  a,  7  und  der  Zelle);  die  Diskalflecke  1  c— 6  sind 
grau  und  stehen  in  einer  fast  geraden  Querreihe  weit  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle ;  Hflgl  nur  mit  einem 
schwarzen  Saumfleck  (in  2).    Unterseite  grau  mit  weiß  umrandeten  Flecken. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Hflgl  oben  nur  im  Felde  2  mit  einem  kleinen  gelben  Fleck  vor  dem  Saume  oder  ganz  ohne  gelbe  Zeichnungen.' 
Vflgl  oben  ganz  ohne  rotgelbe,  kupferglänzende  Beschuppung.  C.  messaptis. 


488  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  AiRmLurs. 

B.  Hflgl  oben  vor  dem  Saume  mit  einem  größeren  rotgelben  Fleck  in  1  c,  2  und  3.  —  q.  Vflgl  oben  mehr  oder 
weniger  mit  kupferglänzenden  rot  gelben  Schuppen  bedeckt.  G.  mahallakoaena. 

C.  nandianus. 
C.  koaena. 

mcssaptis.  C.  messapus  Gorf.  (73  k).  Unterseite  grau ;  Mittelfleck  und  Diskalflecke  der  Vflgl  schwarz  und  deutlich : 

Hflgl  mit  scliwarzen  Wurzc'l])unkten  in  1  a.  7  und  der  Zelle  und  schwarzen  Diskalpiinkten  in  1  b  und  7:  die 
Diskaiflecke  1  c — 6  blaß  und  oft  sehr  undeutlich;  der  schwarze  Saumfleck  im  Felde  2  wuizelwärts  mit  kleinem 
rotgelbem  Grenzfleck,  übrige  Saumflecke  undeutlich,  weißlich  umrandet.  —  (J.  Flügel  oben  fast  bis  zum  Saume 
dunkel  blau  violett  ohne  ^littelflecke,  aber  mit  schwarzem  (gelb  begrenztem)  Saumpunkt   im  PVlde  2.  —   Q. 

scbayadis.  Flügel  oben  einfarbig  braun,  sonst  wie  beim  ,J.  Kapland.  Kaffernland,  Abessinien.  —  ab.  sebagadis  Guer.  Hflgl 
unten  mit  rotgclbem  Grenzfleck  auch  im  Felde   1  c.    Abessinien. 

mahaUa-  C.  mahallakoaena  WnUengr.  (73  i)  ist  unten  fast  ganz  wie  die  vorige  Art  gezeichnet,  nur  etwas  heller 

koaetia.  ^,.,(1  j^jj  clcutlifhcrcr  Zeichnung,  weicht  aber  dadurch  ab,  daß  die  Saumflecke  in  2  und  3  beide  nach  innen  von 
dicken  orangeroten  Bogen  begrenzt  sind.  ■ —  q.  Flügel  oben  dunkel  violett ;  Vflgl  und  bisweilen  auch  die  Hflgl 
an  der  Wurzel  und  in  der  Glitte  mit  gelbroten  kupferglänzenden  Schuppen  überdeckt;  diese  Färbung  dehnt 
sich  (jft  strahlenförmig  an  den  Rippen  saumwärts  aus.  —  -!.  Flügel  oben  einfarbig  braun,  nur  in  den  Feldern 
1  c,  2  und  3  der  Hflgl  mit  rotgelbem  Saumfleck.  Owambo-Land  bis  Kapland  und  dann  bis  Britisch  Ost-Afrika. 
iri.tUjwtim.  —  ab.  tfisignatus  <S7;y/.  Strand  führt  diese  Form  zu  C.  messapus.  Wenn  aber  einerseits  der  Unterschied  in  der 
Ausdehnung  dei-  rotgelben  Farbe  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  nicht  durchgreifend  ist  und  anderseits  die  kupfer- 
glänzende Bestäubung  der  Oberseite  beim  ^  von  mahallakoaena  fehlen  kann,  sehe  ich  nicht  ein,  wie  die  beiden 
Arten  geti'ennt  gehalten  werden  können.  Strand  teilt  über  trisignatus  unter  anderem  folgende  Kennzeichen 
mit;  ,, Größe  wie  bei  messnpiis,  22  mm"  (mir  liegt  ein  q  von  mahallnkoaenn  mit  einer  Flügelspannung  von  nur 
20  mm  vor);  ,, die  Oberseite  wie  bei  messapus  gefärbt,  abgesehen  davon,  daß  die  Hflgl  in  3  Zellen  orangegelb  ge- 
fleckt sind.  Die  Unterseite  weicht  von  derjenigen  von  7nessnpus  durch  hellere  Grundfarbe  ab  mid  durch  das 
^'o^handensein  von  ähnlicher  orangcgelber  Saumfärbung  wie  an  der  Oberseite,  die  aber  hier  wegen  der  helleren 
Umgebung  nicht  so  deutlich  fleckförmig  erscheint,  sondern  vielmehr  wie  ein  zickzackförmig  gebrochenes  Quer- 
band, das  sich  auch  noch  ein  wenig  in  die  Zelle  4  hineinstreekt  und  in  der  Zelle  2  einen  kleinen  schwarzen  Punkt- 
fleck \imfaßt,  erscheint".    Abessinien. 

nandwmis.  C.  nattdianus  B.-Bak.  wurde  als  eine  Catochrysops  beschrieben  und  ist  mir  unbekannt.   Die  Beschrei- 

bung ist  folgende:  ..Beide  Flügel  hell  violettblau  mit  dem  Saum  schmal  schwarz;  A'flgl  mit  Spuren  der  kupfer- 
glänzenden Bestäubung,  welche  den  ('.  mahallakoaena  so  sehr  auszeichnet ;  bei  nandianus  aber  sind  nur  schwache 
Spuren  der  Kupferfarbe  zu  sehen  und  bei  geflogenen  Stücken  verschwinden  auch  diese  völlig;  Hflgl  zwischen 
den  Rippen  1  a  und  2  *)  mit  einem  schwarzen  Saumfleck,  welcher  nach  innen  von  einem  kleinen  roten  Fleck 
begrenzt  ist.  Unterseite  der  von  mahallakoaena  ähnlich,  aber  mit  sehr  heller  Grundfarbe  inid  etwas  größeren 
Flecken,  welche  eine  breitere  weiße  Umrandung  haben.  Flügelspannung  2C  mm."  Nandi.  Nach  der  Beschrei- 
bung scheint  auch  diese  Form  ein  Bindeglied  zwischen  messapus  imd  mahallakoaena  zu  bilden. 

koaciia.  C.  Roaena  Strd.  (74  g)  wurde  nach  einem  einzigen  9  beschrieben  und  ist  nach  Strand  mit  C.  mahalla- 

koaena verwandt.  Für  eine  solche  Verwandtschaft  spricht  zwar  die  Zeichnung  der  Unterseite,  nicht  aber  die 
Oberseite,  welche  von  den  52  der  anderen  Arten  dieser  Gruppe  völlig  verschieden  ist.  Aus  der  Beschreibung 
mag  angeführt  werden:  $.  ,, Oberseite  hell  blau  mit  schwarzen  Rippen  und  breiter  schwarzer  Saum-  und  Vrd- 
binde;  im  Vflgl  ist  erstere  3  mm  breit  und  zwar  überall  gleichbreit  .  .  .;  die  Vrdbinde  ist  an  der  Basis  schmäler 
als  die  Saumbinde,  saumwärts  aber  schwach  erweitert  und  an  der  Flügelspitze  ist  ihre  Breite  etwa  5  mm;  Disko- 
zellularfleck tiefschwarz  abgerundet,  reichlich  so  breit  (2  mm)  wie  lang,  größtenteils  in  der  dunklen  Vrdbinde 
gelegen".  Hflgl  mit  etwa  3  mm  breiter  Vrds-  und  Saumbinde;  letztere  wird  aber  durch  die  darin  eingeschlossenen 
Zeichnungen  zum  großen  Teil  verdrängt ;  in  den  Feldern  1  b  (soll  1  c  heißen.  ^4«/'«'.)  2  und  3  je  ein  orangegelber, 
hall)mondförniig  geUrünunter  Fleck,  der  in  den  Feldern  2  inid  3  länger  als  breit  ist ;  im  Felde  2  schließt  dieser 
Fleck  einen  tiefschwarzen  kreisrunden  Fleck  ein."  ,, Unterseite  aschgrau."  ,  Vflgl  mit  schwarzen,  rein  weiß  be- 
grenzten Flecken."  ..Hflgl  im  Wurzelfelde  mit  einer  geraden  Querreihe  von  3  tief  schwarzen,  weiß  geringten, 
luiter  sich  etwa  gleich  weit  entfernten  Flecken"  .  .  .;  .,das  Saumfeld  hinter  der  Rippe  4  mit  einem  orangeroten. 
G  mm  breiten,  vorn  3  mm  langen  Fleck,  der  im  Felde  2  einen  kleinen  tief  schwarzen,  außen  und  beider.seits  schmal 
blau  geringten  Augenfleck  einschließt,  in  den  benachbarten  Feldern  sind  nur  wenige  blaue  Schuppen  erkenn- 
bar." Flügelspaniumg:  27 — 28  mm.  Deutsch  Ost-.\frika:  Xeuwied-Ukerewe.  Ob  das  2  von  C.  alberta  Btlr. 
(1901)? 

Neunzehnte   Gruppe. 
Ch  Hades-  Gruppe . 

Augen  nackt.    Stirn  .schmal,  nach  oben  etwas  verjüngt.   Rippe  II  der  Vflgl  frei,  aber  eine  Strecke  dicht 
an  der  Rippe  12  verlaufend.    Hflgl  ohne  Schwänzchen  unten  im  Felde  1  c  mit  schwarzem  Wurzelpunkt  und 

*)  Diese  Angabe  muß  auf  einem  Schreibfehler  beruhen. 


Au-^gegeben  17.11.1925.  CÜPIDO.    Von  Dr.  C.  ArRniLLms.  48Ö 

am  Saume  in  der  Mitte  mit  großem,  tief  schwarzem,  metallisch  beschupptem  xim\  nach  innen  gelbrot  begrenztem 
Saumfleck.  Diskalflecke  der  Vflgl  und  1  b  und  7  der  Hflgl  sowie  die  4  Subbasalpunkte  derselben  tief  schwarz 
und  punktförmig.  DiskaKlecke  1  c — 6  der  Hflgl  von  der  Farbe  des  Grundes.  Alle  Flecke  der  Unterseite  weiß 
umrandet.    Schwarze,  breit  gelb  begrenzte  Saumf lecke  auch  in  den  Feldern  2  und  3  der  Hflgl. 

C.  trochylus  i^^-eyer  (74  a  imd  Band  1,  S.  297,  Taf.  77  k).   ^.  Flügel  oben  braun  mit  deutlichem,  bläulich  irochyhts. 
grauem  Schiller.    —    $.    Flügel   oben  schwarzbraun  ohne  bläulichen  Schiller.     Süd-Afrika  nördlich  bis  zum 
Damara-Land,  Ost- Afrika  bis  Abessinien  und  Nubien,  Arabien,  Sokotra. 

C.  alberta  Btlr.  wurde  als  eine  C'hilades  beschrieben,  gehört  aber  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  nicht  aJberia. 
zu  dieser  Gruppe.  ,,cJ.  Flügel  oben  aschbraun  mit  lebhaftem  violettem  Schiller;  Ränder  und  Rippen  sowie  auch 
Diskozellularflecke  und  Fransen  rauchbraun ;  Hflgl  mit  rauchbraunen  Saumflecken,  der  vorletzte  (im  Felde  2 
schwärzlich  und  die  drei  letzten  (in  1  c — 3)  saiimwärts  weiß  begrenzt;  die  Fransen  der  Vflgl  gegen  den  Hintqy- 
winkel  und  die  der  Hflgl  mit  weißer  Wurzellinie;  Körper  normal;  Unterseite  fast  wie  bei  Euchrysops  cyclopteris, 
ausgenommen,  daß  die  drei  letzten  (in  1  c — 3)  Saumflecke  der  Hflgl  nach  innen  von  orangegelben  Flecken  be- 
grenzt sind;  der  letzte  Fleck  kurz  und  linear.  • —  Das  $  ist  größer  und  mehr  blau  als  das  ^  mit  wohl  begrenzter 
dinikler  Saumbinde  und  Diskozellularfleck  der  Vflgl;  Vrd  beider  Flügel  breit  verdunkelt;  die  Hflgl  oben  mit 
großen  orangegelben  Bogen  innerhalb  der  drei  letzten  Saumflecken  (in  Ic — 3);  Unterseite  mehr  weißlich  als 
beim  o  mit  etwas  kleineren  und  mehr  undeutlichen  Zeichnungen.  Flügelspannung:  27 — 30  mm."  Equatorial- 
Afrika.  —  Die  Beschreibung  des  $  stimmt  genau  mit  derjenigen  von  C.  Icoaena  Strd.  (1911)  überein. 


Zwanzigste   Gruppe. 

Cupidopsis-  Gruppe . 

Palpen  unten  glatt  beschuppt  ohne  Borsten.  Stirn  dunkel  mit  weißen  Seitenrändern.  Augen  nackt. 
Die  Rippen  8  und  9  der  Vflgl  fehlen  ganz  und  die  Rippe  11  ist  frei  und  gerade.  Diskalf lecke  frei  und  punkt- 
förmig, tief  schwarz  oder  ockergelb.  Hflgl  unten  mit  drei  schwarzen  Subbasalpunkten  (in  1  a,  7  und  der  Zelle), 
in  1  c  ohne  Subbasalpunkt  aber  mit  zwei  getrennten  Diskalpunkten  (ein  sehr  wichtiges  und  gewiß  phylogene- 
tisch altes  Kennzeichen),  und  mit  zwei  oft  zu  einem  Querstrich  vereinigten  dunklen,  nicht  aber  schwarzen 
Saumflecken.  Nur  der  Saumfleck  in  2  ist  auf  beiden  Seiten  tief  schwarz.  Die  Felder  1  c- — 3  unten  und  bis- 
weilen auch  oben  mit  orangegelber,  in  1  c  bisweUen  unterbrochener  Querbinde  innerhalb  der  Saumflecke. 
Bemerkenswert  ist  auch,  daß  der  Diskalfleck  im  Felde  2  der  Hflgl  ebenso  weit  oder  weiter  nach  außen  steht 
wie  die  beiden  Diskalflecke  des  Feldes  1  c,  während  er  bei  allen  Arten  der  Gruppen  15 — 19  mehr  wurzelwärts 
als  der  Diskalfleck  1  c  steht. 

Uebersicht  der  Arten. 

A.  Hflgl  ohne  Schwänzchen.  Vflgl  unten  mit  schwarzem  Punkt  in  der  Älittelzelle  hinter  ilirer  Glitte.  Der  Diskal- 
fleck 6  der  Vflgl  steht  viel  näher  an  der  Wurzel  als  der  Diskalfleck  in  5.  —  Neolycaena  Karsch. 

C.  cissus. 

B.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  geschwänzt.    Vflgl  unten  normal  ohne  schwarzen  Punkt  in  der  Mittelzelle.   Der 
Diskalfleck  6  der  Vflgl  steht  wenig  mehr  wm-zelwärts  als  der  Diskalfleck  in  5.  —  Cupidopsis  Karsch. 

C.  iobates. 

C.  cissus  Godt.  (74  g)  ist  eine  an  den  schon  angefülirten  Kennzeichen  leicht  kenntliche  Ait.  i^.  Flügel  cissits. 
oben  matt  blau  violett,  Vflgl  am  Vrde  schmal,  an  der  Spitze  und  am  Saume  breiter  dunkelbraun,  Hflgl  am 
Vrde  bis  zur  Rippe  7  und  am  Saume  bis  zur  Rippe  6  braun,  dann  mit  dimklen  Saumflecken  und  feiner  dunMer 
Saumlinie;  Saiimfleck  2  mit  dickem  gelbem  Fleck  an  der  Wurzelseite,  bisweilen  auch  ein  kleiner  gelber  Sub- 
marginalfleck  am  Analwinkel  in  1  c  und  selten  auch  einer  in  3 ;  wenigstens  in  1  c — 3  eine  feine  weiße  äußere 
Grenzlinie  der  Saumflecke.  Das  $  ist  oben  am  Vrde  beider  Flügel  und  an  der  Spitze  und  am  Saume  der  Vflgl 
sehr  breit  schwarzbraun  (an  der  Spitze  der  Vflgl  fast  bis  zur  Wurzel  des  Feldes  5  und  am  Vrde  der  Hflgl  bis 
zur  Rippe  6) ;  die  blaue  Farbe  ist  heller,  kaimi  violett  und  geht  oft  nach  außen  besonders  in  den  Feldern  2  und 
3  der  Vflgl  und  3 — 5  der  Hflgl  in  Weiß  über.  Saumflecke  der  Hflgl  wie  beim  (J,  aber  deutlicher.  Ganz  West-, 
Süd-  und  Ost-Afrika,  nördlich  bis  Sierra-Leone  und  Uganda.  Madagaskar.  —  ab.  aberrans  Btlr.  ist  niu"  eine  aberrans. 
dm-ch  Zusammenfließen  und  Zerteilung  oder  durch  Verschwmden  der  Diskalflecke  der  Unter.seite  ent.standene 
Mißbildung,  welche  bei  fast  allen  Cupido-Asien  auftreten  kann.   Madagaskar. 

C.  iobates  Hopf  f.  (72  k).    Subbasal  und  Diskalpunkte  der  Hflgl  bei  der  Hauptform  schwarz.    Sub-  iobaies. 
marginalbinde  der  Hflgl  auf  beiden  Seiten  vom  Irde  wenigstens  bis  zur  Rippe  4,  beim  $  oft  fast  bis  zum  Vrde 

XIII  62 


490 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aueivilutts. 


orangegelb  ausgefüllt.  —  ^.    Flügel  oben  zart  violettblau,  an  der  Spitze  luid  am  Saume  breit  dunkelbraun; 

gelbe  Submarginalbinde  der  Hflgl  besonders  oben  schmäler  und  kürzer.  —  $.    Flügel  oben  mit  hellerer  blauer 

Grundfarbe;  A'flgl  am  Vrde,  an  der  Spitze  und  am  Saume  breiter  schwarzbraun;  Hflgl  besonders  oben  mit 

der  orangegelben  Saumbinde  breiter  und  länger.    Süd-Afrilca  bis  Angola  und  ganz  O.^t-Afrilca  bis  Uganda  und 

o:hreopunc-  Abessüiien.  —  ab.  ochreopuncta  ah.  n.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Subbasal-  und  Diskalpuiikte  der  Hflgl 

'«■  ockergelb  sind.    Damara-Land,  Griqua-Land,  Transvaal,  Delagoa-Bai.  —  ab.  conjungens  Strd.    zeigt  eine  An- 

onjungens.  j^^herung  an  C.  cissus  dadurch,  daß  die  Vflgl  unten  einen  kleinen  schwarzen  Punlvt  in  der  Mittelzelle  haben 

Deutsch  Ost- Afrika. 

Einundzwanzigste   Gruppe. 

Die  hier  zu  besprechenden  Arten  wurden  bisher  zu  der  Gattung  Catochrysops  gestellt,  weichen  aber, 
wie  schon  Bethuxe-Baker  bemerkt  hat,  von  der  CatocÄrysops- Gruppe  (Tj-pus  C.  strabo)  ab.  Unter  den  äthio- 
pischen Arten  lagen  mir  leider  nur  C.  eleusis  und  confractus  vor.  Dieselben  zeichnen  sich  durch  folgende  Kenn- 
zeichen aus.  Augen  nackt.  Stirn  weiß  mit  keinen  oder  wenigen  schwarzen  Borsten.  Die  Rippe  11  der  Vflgl 
berülirt  die  Rippe  12  oder  liegt  ihr  sehr  nahe  an.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  geschwänzt,  unten  im  Felde  Ic 
ohne  Subbasalpunkt,  aber  mit  zwei  schwarzen  metallisch  beschuppten  Saumpunkten.  Die  Subbasalpunkte 
der  Felder  1  a,  7  und  der  Zelle  sind  klein  oder  fehlen.  Hflgl  oben  wenigstens  in  2  mit  deutlichem  schwarzem 
Saumpunkte.    Kleine  Arten  mit  einer  Flügelspannung  von  18 — 27  mm. 


Uebersicht  der  Arten. 

A.  Hflgl  oben  ohne  gelben  Submarginalfleck  im  Felde  2  oder  beim  $  mit  undeutlichem  blaßgelbem  solchem 
Fleck. 

a-  Diskalfleck  1  b  der  Hflgl  klein,  schwarz  und  punl^tförmig  oder  ganz  fehlend;  wenn  vorhanden,  viel  näher 
an  der  Wurzel  als  der  Fleck  in  1  c.  C  eleusis. 

C.  nigeriae. 
C.  lois. 

ß.  Diskalfleck  1  b  der  Hflgl  blaß  und  querliegend,  wenig  näher  an  der  Wurzel  als  der  Diskalfleck  1  c.  Diskal- 
flecke  1  b — 3  der  Vflgl  und  1  c — 5  der  Hflgl  lang  gestreckt,  strichförmig.  C.  contractus. 

B.  Hflgl  oben  im  Felde  2  mit  orangegelbem  Submarginalfleck  innerhalb  des  schwarzen  Saumfleckes.    Diskal- 
fleck 1  b  der  Hflgl  blaß  und  qucrliegend,  ebenso  der  Diskalfleck  in  1  c.  C.  distracius. 

C.  eleusis  Demais.  Diese  Art  ist  unten  recht  veränderlich  und  tritt  wenigstens  in  zwei  Formen  auf; 
die  eine  mit  strichförmigen  und  die  anderen  mit  gerundeten  Diskalf lecken  in  den  Feldern  1  c — 5  der  Hflgl. 
Auch  die  schwarzen  Saumflecke  in  1  c — 3  der  Hflgl  sind  sehr  veränderlich,  bald  größer,  bald  sehr  klein.  Auch 
die  Grundfarbe  der  Unterseite  der  Hflgl  wechselt  von  fast  weiß  bis  hell  gelbbraun.  Da  die  älteren  Verfasser 
die  Zeichnung  der  Unterseite  nur  sehr  oberflächlich  ohne  Vergleich  mit  der  Normalzeichnung  der  Cm^jc^o- Arten 
beschrieben  haben,  ist  es  nicht  möglich,  sicher  zu  entscheiden,  welche  Formen  sie  tatsächlich  vor  sich  gehabt 
cleuaia.  haben.  Ich  sehe  indessen  die  folgende  Form  als  die  typische  an.  —  eleusis i)emais.  (74  g).  Beide  Flügel,  besonders 
aber  die  Hflgl,  unten  mit  graugelblicher  Grundfarbe.  Die  Diskalflecke  1  e — 6  der  Hflgl  abgerundet  und  von  der 
Farbe  des  Grundes,  die  der  Vflgl  bald  niu-  5  (in  2 — 6)  blaß  imd  abgerundet,  bald  6  dunkler  inid  strichförmig; 
die  Diskalflecke  1  c  und  2  der  Hflgl  liegen  nicht  gleich  weit  von  der  Wiirzel  und  stehen  nicht  in  einer  gegen 
den  Ird  senkrechten  Querlinie.  Saumflecke  1  c  und  3  der  Hflgl-Unterseite  klein,  piuiktförmig  inid  mit  sUbernen 
Schuppen  bedeckt.  Fransen  breit  -neiß  mit  dunlder  Wiu'zellinie.  —  q.  Flügel  oben  hell  zart  violettblau  mit 
feiner  dunkler  Saumlinie  und  einem  kleinen  schwarzen  Saumpmikt  im  Felde  2,  Saumpmakte  der  anderen  Felder 
undeutlich.  —  $.  Flügel  oben  dunkelbraun,  in  und  hmter  der  Zelle  bläulich  bestäubt;  Saumflecke  der  Hflgl 
größer  und  deutlicher,  weiß  geringt,  der  Fleck  in  2  außerdem  nach  innen  hellgelb  begrenzt ;  vor  den  Saumflccken 
strujaius.  in  den  Feldern  1  c — 4  eine  Querreilie  weißer  Submarginalflecke.  Senegal,  Nubien,  Abessinien.  ■ —  strigatus  form. 
nov.  cJ.  Oben  dem  o  von  eleusis  ganz  ähnlich,' aber  mit  4  deutlichen  schwarzen  Saumflecken,  zwei  Ideinen  in 
1  c,  einem  großen  in  2  und  einem  kleineren  in  3.  Grundfarbe  der  Unterseite  fa.st  weiß  mit  gelbbraunen  strich- 
förmigen Zeichnungen ;  schwarz  sind  niu'  die  Subbasalpunkte  (inla,  7  und  der  Zelle),  die  Diskalflecke  Ib  und  7 
sowie  auch  die  Saumflecke  1  c — ^3  und  ein  winziger  sj)itzer  Fleck  am  Analwinkel  in  1  b  der  Hflgl;  die  Saum- 
flecke 1  c^ — 3  wie  oben,  aber  mit  einigen  metallischen-Schuppen ;  Saumflecke  4 — -6  schmal,  strichförmig,  gelbbraun 
wie  auch  alle  Saumflecke  der  Vflgl ;  dann  folgt  auf  beiden  Flügeln  eine  gelbbraune  Submarginallinie  und  zwischen 
dieser  und  den  Diskalflecken  eine  unregelmäßige,  etwas  gezackte,  unscharf  begi'cnzte  luid  in  den  Feldern  1  c  und  2 
(respektive  1  b  und  2)  mehr  wurzelwärts  gerückte,  blaß  gelbbraune  Querlinie,  welche  offenbar  ein  Rest  der 
ursprünglichen  Grundfarbe  sein  muß.  Die  Diskalflecke  1  c — 6  der  Hflgl  und  1  b^6  der  Vflgl  sind  strichförmig 
und  etwas  unregelmäßig  angeordnet,  indem  die  Flecke  1  c  und  2  der  Hflgl  und  1  b  und  2  der  Vflgl  viel  näher 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aukivillitts.  491 

an  der  Wurzel  stehen  als  die  anderen;  jene  bilden  einen  fast  geraden  Querstrich,  welcher  eme  fast  gerade  Fort- 
setzung des  Querstriches  am  Ende  der  Mittelzelle  bildet.    $  unbekannt.   Nubien.    Ob  besondere  Alt  ? 

C.  nigeriae  Em.  Sharpe.  „Vflgl  oben  hell  aziu-blau,  die  Spitze  und  der  Saum  mit  feiner  dunkler  Linie;  nigeriae. 
Fransen  grauweiß;  Hflgl  wie  die  Vflgl  mit  feiner  brauner  Saumlinie  und  fast  weißen  Fransen;  vor  dem  Saume 
eine  Reihe  von  weißen  dunkel  gekernten  Flecken,  von  denen  der  größte  und  dunkelste  im  Felde  2  steht,  nahe 
am  Analwinkel  eine  zweite  Reihe  von  undeutlichen  weißen  Flecken.  Unterseite  derjenigen  von  Catochryso'ps 
contracta  Btlr.  ähnlich  Eine  extra  Fleckenreihe  im  marginalen  Teil  beider  Flügel  mit  den  Flecken  größer  und 
mehr  gedrungen,  als  bei  der  genannten  Art ;  sie  bestehen  aus  vier  schmalen  braunen  Linien  mit  weißen  Flecken 
auf  jeder  Seite  zwischen  den  Rippen;  Wurzelfeld  der  Hflgl  mit  den  gewöhnlichen  drei  schwarzen  Punkten; 
der  große  Saunxfleck  in  2  mit  metallischen  silbernen  Schuppen  am  Hrde ;  zwei  Punkte  in  1  c  und  einer  in  3 
mit  denselben  metallischen  Schuppen."  Nigeria.  Die  Art  ist  mir  unbekannt,  dürfte  aber  kaum  von  C.  eletisis 
verschieden  sein. 

C.  lois  Btlr.  ,,cJ.  Dunkel  bronzebraun,  die  internobasale  Fläche  der  Flügel  breit  violettblau;  Hflgl  lois. 
immittelbar  vor  dem  Schwänzchen  mit  einem  kleinen  schwarzen,  außen  weiß  umrandeten  Fleck;  eine  zweite 
kurze  weiße  Linie  am  Ende  der  inneren  Medianfläche;  eine  schwarze  Saumlinie;  Fransen  zum  Teil  weiß.  Flügel 
unten  hell  steingrau,  die  Zeichnungen  der  Unterseite  fast  wie  bei  C.  pandava  *)  aus  Indien;  Vflgl  mit  einem  hell 
umrandeten  braunen  Fleck  am  Ende  der  Älittelzelle ;  eine  ähnlich  gefärbte  Diskalbinde  schief  vom  Vrde  zur 
Rippe  3,  dann  etwas  näher  an  der  Wurzel  inid  in  zwei  Flecke  geteilt ;  die  gewöhnlichen  augenf leckähnlichen  Saum- 
flecke sind  von  abwechselnden  ^^•eißen  und  braunen  Bogen  und  Flecken  zusammengesetzt.  Hflgl  nahe  der  Wurzel 
mit  einer  Querreilie  von  drei  weiß  geringten  schwarzen  Punkten,  von  denen  der  am  Vrde  der  größte  ist;  ein 
weiß  uiru-andetes,  braunes  Diskozellularmöndchen ;  eine  gebogene  und  etwas  geschlängelte  Diskalreihe  von 
weißgeringten  Flecken,  der  erste  am  Vrde  schwarz,  die  anderen  von  jenem  etwas  getrennt  und  braun,  die  Reihe 
hinter  der  Rippe  3  fast  unterbrochen;  die  gewöhnlichen  Saumflecke  sind  AM.u-zelwärts  von  breiten  weißen  Bogen 
begrenzt,  die  beiden  am  nächsten  dem  Analwinkel  sind  schwarz.  Körper  unten  weiß.  Flügelspannung:  25  mm." 
Somali-Land.  Diese  Beschreibung  ist  offenbar  nach  einem  $  und  nicht  nach  einem  (^  gemacht  und  paßt  gut 
auf  mir  vorliegende  Weibchen  von  C.  eleusis.  Wenn  meine  Deutung  richtig  ist,  muß  die  Art  C.  lois  benannt 
werden. 

C.  sancti-thomae  Em.  Sharpe.   Auch  diese  auf  die  Insel  S.  Thome  beschränkte  Art  ist  mir  unbekannt,  sancli-tho- 
Die  kurze  Beschreibung  lautet:  Mit  C.  ella  Btlr.  (=  contractus  Btlr.)  verwandt,  aber  etwas  größer.   Das  (J  ist  '""''• 

oben  mehr  bräunlich  violett.  Die  Unterseite  weicht  erheblich  ab,  indem  sie  eintönig  braun  ist  mit  dunkleren, 
weiß  oder  hell  grau  umrandeten  Zeichnungen ;  Hflgl  mit  drei  schwarzen,  orangegelb  begrenzten  und  saumwärts 
metallisch  grün  beschuppten  Augenflecken.  Das  $  hat  ein  stark  glänzendes  metallisch  blaues  Feld  der  Vflgl 
und  eine  sehr  breite  brainie  Binde  am  Vrde  und  Saum.  Hflgl  auch  mit  einem  ähnlichen  Wurzelfeld,  das  jedoch 
weniger  glänzend  ist;  Vrd  und  Saum  braun  mit  einem  undeutlichen  schwarzen  Fleck  im  Felde  2.  Unterseite 
wie  beim  ^J,  nur  etwas  unschärfer  gezeichnet." 

C.  contractus  Btlr.  Unterseite  mit  weißgrauer  Grundfarbe  luicl  dunkler  grauen,  weiß  umrandeten  contractus. 
Zeichnungen.  Vflgl  mit  6  Diskalf lecken,  die  in  1  b- — 3  strichförmig,  die  in  4- — 6  gerundet,  die  der  Felder  1  b 
und  2  etwas  mehr  wurzelwärts  stehend;  Submarginal-  und  Saumflecke  strichförmig,  ziemlich  undeutlich; 
Grundfarbe  zwischen  den  Diskalflecken  und  der  Submarginallinie  eintönig  grau  ohne  Flecke.  Hflgl  mit  drei 
winzigen  Subbasalpunkten  (in  1  c,  7  und  der  Zelle);  Diskalflecke  1  b — 6  alle  matt  grau,  länglich  oder  strich- 
förmig, der  in  7  dagegen  tief  scliMarz,  punktförmig;  die  Diskalflecke  1  c  und  2  bilden  miteinander  einen  geraden 
Querstrich,  der  etwas  innerhalb  des  Diskalf  leckes  3  steht;  der  DiskaKleck  1  b  noch  etwas  mehr  wurzelwärts; 
deutliche  Saumflecke  in  1  c — 6,  aber  nur  die  beiden  in  1  c  und  der  in  2  schwarz  und  metallisch  beschuppt,  der 
in  2  avißerdem  nach  innen  mit  blaßgelbem  schmalem  Grenzfleck.  Die  Grundfarbe  zwischen  den  Diskalflecken 
und  der  Submarginalbinde  mit  schwachen  Andeutungen  von  grauen  Flecken.  —  <?.  Flügel  oben  ganz  wie  bei 
C.  eleusis  hell  blau  violett  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  einem  kleinen  schwarzen  Saumpunkt  in  2  und 
oft  aiich  zwei  undeutlichen  in  1  c.  Das  $  ist  mir  aus  Arabien  nicht  bekannt,  soll  aber  in  Ostindien,  wo  die  Art 
auch  vorkommt  **),  auf  der  Oberseite  dem  oben  beschriebenen  $  von  eleusis  ähnlich  sein.   Arabien. 

C.  distractus  Joann.  (^.  Flügel  oben  blauviolett  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie ;  Hflgl  am  Saume  vom  distraclus. 
Irde  bis  zur  Rippe  2  mit  zwei  feinen  weißen  Linien  und  einem  schwarzen,  nach  innen  orangerot  begrenzten 
Saumfleck  in  2.  Unterseite  grau;  Vflgl  mit  grauem,  weiß  umrandetem  Mittelfleck  und  5  schwarzen,  gerundeten 
Diskalpunkten  in  2 — 6  und  einem  länglichen  Diskalfleck  in  1  b ;  am  Saume  zwei  Reihen  dunkler,  weiß  begrenzter 
Bogen.  Hflgl  mit  drei  schwarzen  Subbasalpunkten  (in  1  a,  7  und  der  Zelle)  und  ähnlichem  Diskalpunkt  in  7; 
die  übrigen  Diskalflecke  wenig  dunkler  als  die  Grundfarbe,  teils  gerundet  (in  2,  3  und  6)  teUs  länglich  oder 
strichförmig  (in  1  b,  1  c,  4  und  5);  Saumflecke  deutlich,  der  in  2  schwarz  mit  blauen  Schuppen  und  orange- 
rotem Grenzfleck,  der  in  1  c  strichförmig.    Flügelspannung:  22  mm.    ?  unbekannt.    Abessinien. 

*)  Vgl.  Bd.  9,  p.  922,  Tat.  153  k. 
**)  Vgl.  Bd.  9,  p.  922. 


492  CÜPIDO.    Von  Dr.  C.  AuBmLUUS. 

Zweiundzwanzigste   Gruppe. 

Stirn  schwarz  mit  feinen  weißen  Seitenrändern.  Aiigen  nackt.  Rippe  11  der  Vflgl  eine  kurze  Strecke 
mit  der  Rippe  12  vereinigt  oder  derselben  dicht  anliegend.  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  geschwänzt.  Flügel 
unten  mit  weißer  Grundfarbe  und  länglichen  oder  .'^trichförmigcn  Diskalflecken  wenig.'^tens  in  1  b — 3  der  Yügl 
und  1  b — 5  der  Hflgl.    Hflgl  unten  mit  schwarzen  Subbasalpunkten  in  7  und  der  Zelle  und  oft  auch  in  1  a,  in 

1  c  ohne  Subbasalpunkt  und  mit  querliegendem  Saumfleck.  Diskalfleck  7  punktförmig  und  schwarz.  Diskal- 
fleck  1  b  schwarz  aber  querliegeiul;  übrige  Diskalflecke  heller,  nicht  rein  schwarz.  Die  Querstriche  am  Ende 
der  Zelle  in  beiden  Flügeln  sehr  fein  und  blaß. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Der  Diskalfleck  6  der  Hflgl  fehlt  oder  steht  gerade  hinten  dem  Fleck  in  7.  Der  Saumfleck  2  der  Hflgl  wenig- 
stens unten  mit  schmalem,  orangerotem  Grenzfleck  auf  der  Innenseite.  ■ — ■  ^.  Flügel  oben  schwarzbraun 
ohne  Blau,  an  der  Spitze  der  Vflgl  schmal  weißlich.  —  0.  Vflgl  oben  nur  in  der  Mitte  bläulich  überzogen. 

C.  hippocrßtes. 

B.  Der  Diskalfleck  6  der  Hflgl  steht  wie  gewöhnlich  näher  am  Saume  als  der  Diskalfleck  7.  Saumfleck  2  weiß 
umrandet  inid  metallisch  beschuppt,  aber  ganz  ohne  rotgelbe  Begrenzung.  Flügel  oben  mit  blauer  oder 
weißlicher  ($)  Grundfarbe. 

a.  Diskalflecke  beider  Flügel  zu  einer  Linie  vereinigt.   Vflgl  oben  in  der  Mitte  blau,  am  Vrde  und  am  Saume 
selir  breit  schwarzbraini.  C.  micylus. 

ß.  Diskalflecke  beider  Flügel  getrennt.  ■ —  ^.  Vflgl  oben  bis  zum  Vrde  zart  violettblau,  mit  dunkler  Saum- 
binde. —  $.  Flügel  oben  mit  weißlicher  Grundfarbe.  C.  togara. 

hippocra-  C.  hippocrates  F.  (74g).    Flügel  unten  grauweiß;  Diskalflecke  der  Vflgl  schwarz,  die  in   Ic — 5  der 

'*"*•  Hflgl  grau ;  Submarginallinie  beider  Flügel  sowie  die  Saumflecke  der  Vflgl  und  3- — 6  der  Hflgl  grau ;  Saumfleck 

2  der  Hflgl  gerundet,  schwarz,  der  in  1  c  strichförmig  oder  geteUt  schwärzlich;  ein  kleiner  keilförmiger  schwarzer 
Fleck  am  Analwinkel  in  der  Spitze  des  Feldes  Ib.- —  (J.  Flügel  oben  schwarzbraun  mit  feiner  schwarzer  Saum- 
linie und  schwarzem  Saumpunkt  in  2;  Vflgl  an  der  Spitze  schmal  weiß.  —  $.  Vflgl  oben  längs  der  Mitte  (und 
am  Hrde)  hell  bläulich  überzogen;  Hflgl  oben  am  Hrde  inid  an  der  Wurzel  dunkelbraun,  dann  bläulich  mit 
deutlichen  weiß  geringten  Saumflecken.    Sierra-Leone  bis  Natal  und  Abessinien,  Madagaskar. 

micylus.  C.  Hlicylus  Cr.    (74h;    ?    $    als   togara)  ist  mir  nur  durch  Ceamebs  Abbildung  bekannt.    Die  in  der 

Uebcrsicht  angeführten  Kennzeichen  sind  von  den  Figuren  genommen.  Bethtjne-Baker  teilt  mit,  daß  micylus 
eine  von  togara  verschiedene  Art  ist  und  daß  das  ^  einen  verschiedenen  Genitalapparat  hat,  sagt  aber  nichts 
über  die  äußeren  Unterschiede  der  beiden  Alten.    Sierra-Leone. 

togara.  C.  togara  Plölz  (74h;  &\s  micylus).   Flügel  unten  weiß  oder  weißlich ;  Vflgl  mit  strichförmigen,  getrenn- 

ten, schwarzen  oder  grauen  Diskalflecken  von  denen  die  der  Felder  1  b  und  2  mehr  wurzelwärts  stehen,  Sub- 
margiiial-  und  Saumstriche  deutlich.  Hflgl  unten  mit  großen,  tiefschwarzen  Subbasalpunkten  in  der  Zelle  und 
im  Felde  7,  bisweilen  auch  mit  einem  winzigen  solchen  Punkt  in  1  a;  Diskalflecke  1  b  und  7  auch  schwarz,  jener 
querliegend,  dieser  gerundet,  Diskalflecke  1  c- — 6  heller  grau,  der  in  1  c  viel  näher  an  der  Submarginallinie  als 
die  übrigen;  Submargmallinie  scharf  hervortretend  aus  9  Bogen  gebildet  (zwei  in  1  c,  und  je  einer  in  1  b,  2 — 7); 
Saumflecke  in  1  c  luid  2  stets  schwarz  auch  die  anderen  bisweilen  schwärzlich.  Beide  Flügel  mit  feiner  schwarzer 
Saumlinie.  ■ —  ^.  Flügel  oben  hell  violettblau  mit  etwa  2  mm  breiter  schwarzer  Saumbinde,, Melche  in  den  Vflgln 
ungefleckt,  auf  den  Hflgln  aber  eine  vollständige  Reihe  weiß  umrandeter  Saiimflecke  einschließt;  Vflgl  bis  zum 
Vrde  blau,  Hflgl  am  Vrde  bis  7mi  Rippe  7  braun,  am  Irde  aber  bis  zur  Rippe  1  a  blau  beschuppt.  —  $.  Flügel 
oben  weißlich,  an  der  Wurzel  bis  zur  Mitte  grau  und  schwach  bläulich  beschuppt;  Vflgl  mit  dunklem  Mittel- 
fleck und  etwa  5  mm  breitem  Spitzenfleck,  von  dem  eine  weit  schmälere  Saumbinde  bis  zum  Hinterwmkel 
verläuft;  diese  Saumbinde  in  den  Feldern  1  b — -3  mit  je  2  weißlichen  Strichen;  die  Diskalflecke  oft  auch  oben 
deutlich;  Hflgl  auch  o))en  mit  deutlichen  Diskalflecken  und  am  Saume  wie  beim  (J  gezeichnet.  Kamerun  bis 
Congo  und  Ruwenzori. 

Dreiundzwanzigste   Gruppe. 

Obofonia-  Gruppe . 

Diese  Gruppe  .schließt  sich  der  vorigen  eng  an  imd  kann  als  ein  durch  Ausdehnung  der  weißen  Faibe 
und  Reduzierung  der  Zeichnungen  der  Unterseite  entstandener  Zweig  derselben  betrachtet  werden. 

Augen  nackt.  Stirn  schwarz  mit  feinen  weißen  Seitenrändern.  Palpen  unten  glatt  beschuppt  ohne 
Borsten.   Vflgl  mit  11  Rippen;  Rippe  11  frei  verlaufend  und  gewöhnlich  von  der  Rippe  12  breit  getrennt,  bis- 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Atjrivillius.  493 

weilen  jedoch  derselben  stark  genähert.  Beide  Flügel  oben  \ind  unten  ohne  Fleck  oder  Querstrich  am  Ende 
der  Mittelzelle.  Grundfarbe  bei  beiden  Geschlechtern  unten  und  gewöhnlich  auch  oben  weiß.  Vflgl  stets  oben 
mit  schwarzer,  an  der  Spitze  erweiterter  Saumbinde;  Hflgl  mit  dunklem  Spitzenfleck,  schwarzen  Saumflecken 
und  feiner  schwarzer  Saumlinie;  oft  auch  mit  dunkler  Submarginallinie. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Hflgl  an  der  Rippe  2  geschwänzt. 

a.  Die  Hflgl  unten  mit  schwarzen  Subbasalpunkten  in  der  Zelle  und  in  7  bisweilen  auch  in  1  a,  nicht  aber 
in  1  e.   Diskalflecke  1  c — 6  matt,  strichförmig,  der  in  7  groß  und  schwarz. 

*.  Flügel  oben  beim  ^  mit  graublauer  Grundfarbe.  C.  bibundanus. 

**.  Flügel  oben  mit  weißer  Grundfarbe. 

1.  Vflgl  oben  an  der  Wmrzel  mit  einem  graublauen  oder  bläulichen  Fleck,  welcher  die  Rippe  2  und 
die    Mitte    des    Vrdes    fast    erreicht.  C.  rutshurensis. 

2.  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  nicht  oder  sehr  wenig  verdunkelt.  C.  plurilimbatus. 

ß.  Die  Hflgl  unten  ganz  ohne  Subbasalpunkte. 

*.  Hflgl  unten  mit  deutlichem,  schwarzem  Diskalfleck  im  Felde  7;  Diskalflecke  1  c^ — 6  matt,  strich- 
förmig, undeutlich  oder  fehlend,  der  Submarginallinie  stark  genähert.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit 
deutlicher,  oft  dicker  Submarginallinie,  welche  die  Saumflecke  nach  innen  begrenzt. 

1.  Vflgl  oben  am  Vrde  breit  und  gewöhnlich  bis  zur  Saumbinde  schwarzgrau.  Hflgl  unten  ohne 
Diskalfleck  in  1  b.  C.  punctatus. 

2.  Vflgl  oben  am  Vrde  niu-  an  der  Wurzel  etwas  dunkel  bestäubt.  Hflgl  unten  mit  schwarzem  Diskal- 
punkt  im  Felde  1  b.  C.  pseudopunctatiis. 

**.  Der  Diskalfleck  im  Felde  7  der  Hflgl  ist  undeutlich  und  blaß  oder  fehlt  völlig.   Uebrige  Diskalflecke 
fehlen  oder  sind  sehr  undeutlich. 

1.  Die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  und  die  Vflgl  unten  mit  deutlicher  dvnikelbrauner  Submarginallinie, 
welche  die  Saumflecke  nach  innen  begrenzt. 

a.  Vflgl  oben  am  Vrde  bis  zur  Mitte  oder  bis  zur  Saumbinde  schwarzgrau  bestäubt. 

C.  bueronicus. 

b.  Vflgl  nur  an  der  Wurzel  schwach  grau  bestäubt.  C.  albicosta. 

2.  Die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  und  die  Vflgl  unten  ganz  ohne  Submarginallinie.  Die  Saumfleoke 
darum  ganz  frei  liegend.  Vflgl  oben  am  Vrde  ganz  weiß  oder  nur  dicht  an  der  Wmzel  ein  wenig 
verdunkelt.  C.  güssfeldti. 

B.  Hflgl  ohne  Schwänzchen  — •  Athysanota  Karsch.  Hflgl  unten  ohne  Subbasalpunkte,  aber  mit  schwarzem 
Diskalfleck  im  Felde  7.  Die  Submarginallinie  beider  Flügel  luiten  undeutlich  oder  fehlend.  Nur  die  drei 
Saumflecke  1  c — 2  der  Hflgl-Unter.seite  schwarz  und  deutlich.  C.  ornatus. 

Da  die  Arten  schon  oben  bei  der  Charakterisierung  der  Gruppe  luid  in  der  Artenübersicht  hinreichend 
beschrieben  worden  sind,  genügt  es  im  folgenden  ihre  Verbreitung  zu  erwähnen. 

C.  bibundanus  Grünb.   bildet  durch   die   Grundfarbe  der   Oberseite  einen  schönen  Uebergang  zu  C.  bibundanus. 
togara  Plötz.     $  unbekannt.    Kamerun:  Bibundi. 

C.  rutshurensis  Joic.  u.  Talb.  wurde  nach  einigen  ?$  beschrieben.    Ein  (^  aus  Ruwenzori  liegt  mir  vor  rutshuren- 
und  weicht  oben  vom   $  nm:  dadurch  ab,  daß  die  Rippen  der  Hflgl  nur  hinter  ilirer  Mitte  schwarz  und  die  *'*• 

Diskalstriche  undeutlicher  sind.  Die  Unterseite  des  ^  stimmt  nach  der  Beschreibung  völlig  mit  der  des  $ 
überein.    Rutshuru-Fluß.    Ruwenzori. 

C.    plurilimbatus    Karsch  {=  tryphevotu»  B.- Buk.).    Bakers  Beschreibung  von  i/'y^J^jerotos  paßt  genau  plurillmba- 
auf  plurilimbatus  luid  ist  sicher  dieselbe  Art.    Congo-Gebiet:  Mukenge  und  Makala.  ■ —  Ein  fragliches  $  dieser  '"*'• 

Art  habe  ich  neulich  bei  der  Bearbeitung  der  Lycaeniden  der  zweiten  deutschen  Zentral- Afrikaexpedition 
erwähnt  und  beschrieben. 

C.  punctatus  Dew.  (74  i;    U.  als  pseudopunctatus)  zeichnet    sich  oben  durch   die  kräftig  entwickelten  ■pimdalus. 
Saumbinden  beider  Flügel  tnid  die  fast  immer  vollständige  Vrdbinde  der  Vflgl  aus.  Lamboen  entdeckte  in  Nigeria 
die  Raupe  und  beschreibt  ausführlich  ihre  Lebensweise.  Sie  lebt  in  den  Blütenknospen  von  Costus  afer  (Scitami- 
neae)  und  wird  von  Ameisen  besucht  und  beschützt.    Auch  die  Puppe  ruht  in  den  trockenen  Blütenknospen. 

C.  pseudopunctatus  Strd.    i.st    mir  unbekannt.     Die   Beschreibung   lautet:    ,,Der    vorigen   Art    {punc- pseudopunc- 
tatus) sehr  ähnlich,  aber  dadurch  ausgezeichnet,  daß  das  Costalfeld  der  Vflgl  in  der  Mitte  gar  nicht  und  an  der  latus. 


494  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Aurivilliüs. 

Basis  nur  ganz  leicht  dunkel  bestäubt  ist;  die  Saumbinde  der  Hflgl  ist  nur  etwa  1,5  mm  breit  und  nur  am  Vorder- 
ende, wo  sie  unbedeutend  erweitert  ist  (etwa  1,8  mm  breit)  schwarz,  sonst  dunkelgrau;  an  der  Unterseite  der 
Hflgl  ist  der  schwarze  Costalfleck  ebenso  groß  wie  der  Saumfleck;  nahe  der  Mitte  des  Irdes  der  Hfigl  findet 
sich  ein  sclu\arzer  Punkt  fleck;  die  Unterseite  der  Vflgl  ohne  eine  gi-aue  postmediane  Punktreihe;  die  Saum- 
fiecke  beider  Flügel  erscheinen  als  höchst  verwischte  Querstriche.  Flügelspannung  33  mm.  Kamerun. 
bueroniciis.  C.  bueronicus /TarscA.  (74  h ;  U.  als  güssfeldti).    Deutsch  Ost -Afrika:  Usambara.    Kennzeichen  s.  in  der 

Tabelle  S.  49:5. 
albicosta.  C.  albicosta  Gaede  wird  mit  folgenden  Worten  nach  einem  einzigen  ,^  beschrieben:  ,,Aehnlich  punctatus 

Dew.  imd  pseudopunctatus  Strd.  Vflgl  nur  an  der  Wiuzel  schwach  dunkel  bestäubt,  am  Außenrande  etwas 
breiter  schwarz  als  pseudopunctatus  mehr  dem  punctatus  entsprechend.  Am  Hflgl  ist  die  Randbinde  so  breit 
wie  bei  punctatus,  doch  treten  die  weißen  Ringe  darin  nur  undeutlich  hervor.  Unten  sind  auf  beiden  Flügeln 
die  schwarzen  Augen  mit  weißen  Ringen  deutlicher  als  bei  punctatus.  Am  Hflgl  smd  alle  Randflecke  schwarz, 
nicht  nur  derjenige  in  Feld  2,  der  blaue  Schuppen  hat,  ähnlich  wie  punctatus.  Am  Vrde  der  Hflgl  fehlt  der  Fleck 
und  nur  Spuren  von  submarginalen  gelben  Linien  sind  am  Irde  und  zwischen  R  4  bis  R  6  erkennbar.  Spann- 
weite 3U  miTi."  Kamerun. 
güssfeldti.  C.  güssfeldti  Dew.  (74  h)  ist  an  den  völlig  freien  Saumflecken  der  Hflgl  leicht  erkennbar.  Sierra-Leone 

bis  Angola. 
ornaius.  C.  omatus  i/a6.  (=  pseudosoyauxi  ^Ärwj.).    Vflgl  oben  an  der  Wm-zel  bis  ziu- Mitte  des  Vrds  dunkel- 

grau bestäubt.   Bei  der  Hauptform  fehlt  oben  die  Submarginallinie  der  Hflgl,  die  Saumflecke  darum  niu'  durch 
veatnlh.  die  schwarzen  Rippenenden  getrennt.    Sierra-Leone  bis  Togo.  — •  vestalis  Auriv.    Hflgl  oben  mit  deutlicher  an 
flava,  den  Rippen  verdickter  Submarginallinie.     Sierra-Leone  bis  Congo.  ■ —  flava  Holt.    Grundfarbe  beider  Flügel 
strohgelb  statt  weiß.    Gabun:  Benito. 

Als  Anhang  mag  hier  C.eloreaF.  {Donov.)  erwähnt  werden.  Etwas  Aehnliches  ist  später  nicht  wieder 
gefunden  worden  und  das  typische  Stück  war  wahrscheinlich  aus  zwei  verschiedenen  Arten  zusammengesetzt, 
die  Vflgl  einer  Larinopoda  und  die  Hflgl  von  C.  ornatus. 

Vierundzwanzigste   Gruppe. 

Zj'zera- Gruppe. 

Augen  nackt  oder  selten  fein  haarig.  Stirn  schwarz  mit  weißen  Seitenrändern.  Palpen  unten  stark 
borstig.  Vflgl  mit  11  Rippen,  die  Rippe  8  fehlt.  Hflgl  ohne  Schwänzchen.  Durchweg  kleine  Arten  (Flügel- 
spannung: 15 — 24  mm)  mit  allen  Diskalflecken  der  Unterseite  klein,  schwarz,  frei  und  punktförmig  (nur  der 
Diskalfleck  in  1  c  ist  gewöhnlich  querliegend,  strichförmig,  was  daraus  zu  erklären  ist,  daß  er  aus  zwei  vereinigten 
Punkten  besteht). 

U  e  b  e  r  p  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Hflgl  unten  mit  schwarzem  Subbasalpunkt  im  Felde  1  c. 

a.  Die  Rippe  11  der  Vflgl  ist  nur  eine  kin-ze  Strecke  frei  und  vereinigt  sich  dann  vollständig  mit  der  Rippe  12 
ohne  sich  wieder  von  der.selbcn  zu  trennen.  Vflgl  ohne  schwarzen  Punkt  in  der  Mittelzelle,  aber  mit 
Diskalpunkten  in  7  -F  8,  9  und  10.  Hflgl  am  Ursprung  der  Rippe  8  mit  einem  kleinen  schwarzen  Wurzel- 
fleck; ihr  Diskalpunkt  in  6  viel  näher  am  Saume  als  der  in  7.  —  Zizula  Chapm.  C.  gaika. 

p.  Die  Rippe  11  der  Vflgl  ganz  frei  oder  nur  die  Rippe  12  berülirend. 

*.  Flügel  oben  ganz  ohne  Flecke  oder  höchstens  mit  Andeutmigen  von  Saumfleckcn  der  Hflgl. 

f.  Vflgl  imten  ohne  schwarzen  Punlvt  in  der  Mittelzelle  und  ohne  Diskalpunkte  in  7 — 10.  — •  Zizina 
Chapm. 

1.  Der  Diskalfleck  6  der  Hflgl  steht  nicht  näher  am  Saume  als  der  Diskalfleck  7;  diese  beiden 
stehen  darum  in  einer  gegen  dvn  Vrd  fast  senkrechten  Linie.  C.  antanossa. 

2.  Der  Diskalfleck  6  der  Hflgl  steht  wie  gewöhnlich  viel  näher  am  Saume  als  der  Diskalfleck  7. 

C.  minusculus. 

tt-  ^  flgl  unten  mit  schwarzem  Punkt  oder  Querstrich  in  der  Mittelzelle.  Der  Diskalfleck  in  6  der 
Hflgl  steht  viel  näher  am  Saume  als  der  Fleck  in  7,  die  Diskalfleckc  5^ — 7  stehen  demzufolge 
in  einer  fast  geraden  Linie. 

1.  V'flgi  unten  nur  mit  drei  großen,  li.efschwarzen  Diskalpunlvten  (in  4^ — 6);  wenn  andere  Diskal- 
])unkte  da  sind,  sind  sie  sehr  klein  und  undeutlich.    Hflgl  mit  Wurzelpunkt  im  Felde  7. 

C.  atrigemmatus. 

2.  Vflgl  unten  wenigstens  mit  7  deutlichen  Diskalpunkten  in  1  b — 6  und  9. 

a.  Hflgl  unten  ohne  weißen  Längsstrich  an  der  Rippe  5.   Vflgl  ohne  Diskalpunkt  im  Felde  10 
xmd  gewöhnlich  auch  ohne  Wurzelfleck  im  Felde  1  b.  C.  lysimon. 


CUPIDO.    Von  Dr.  C.  Atjbivillius.  495 

b.  Hflgl  unten  mit  weißem  Längsstrich  an  der  Rippe  5  vom  Mittelfleck  bis  zur  Snbmarginal- 
linie.  Vflgl  auch  im  Felde  10  mit  Diskalpunkt  und  mit  großem  gerundetem  Wurzelfleclc 
in  1  b.  C.  lucidus. 

C.  drucei. 

**.  Flügel  oben  schwarzbraun  mit  schwarzen,  durch  ihre  dicken  weißen  Ringe  scharf  hervortretenden 
Mittel-  und  Diskalf lecken.  Vflgl  mit  großem  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  ähnlichem  Wmrzelfleck 
im  Felde  1  b.  C.  stellatus. 

B.  Hflgl  unten  ohne  Subbasalpunkt  im  Felde  1  c.    Vflgl  ohne  Punkt  in  der  Mittelzelle.       C.  unigemmatus. 

C.  gaika  Trim.  (=  mylica  Guen.,  perparva  Saalm.)  (74  i).    (J.    Flügel  oben  hell  graublau  mit  dunkler,  gnila. 
in  den  Vflgln  breiter,  in  den  Hflgln  schmaler  Saumbinde.    $.   Flügel  oben  matt  braun.    Ashanti.    Süd-  und  Ost- 
Afrika  vom  Owambo-  bis  Somali-Land,  Abessinien  und  Nubien.    Arabien,  Madagaskar,  Mauritius.    Bourbon. 
Seychellen,  Amiranten. 

C.  antanossa  3Iab.  (74  i   und   Bd.  9,    Taf.  153  e)  unterscheidet    sich  von   allen  übrigen  Ai'ten  dieser  anianossa. 
Gruppe  mit  Ausnahme  von  stellatus  durch  die  Stellung  des  Diskalf  leckes  6  der  Hflgl.  —  ^.  Flügel  oben  schwarz- 
braini  von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  hinaus  blau  bestäubt  mit  schwach  angedeuteten  Sauraflecken.  —  $. 
Flügel  oben  schwarzgrau  mit  einigen  wenigen  blauen  Schuppen  im  Wurzelteil.    Tsad-See,   Südwest-Sudan, 
Ruwenzori,  Gabun,  Congo,  Mashuna-Land,  Natal,  Ost-Afrilia,  Madagaskar,  Mauritius. 

C.  tninusculus  Auriv.    Von  die.ser  kleinen  Art  (17- — 18  mm)  ist  nur  das  $  bekannt.    Flügel  oben  ein-  mlnusculus. 
farbig  schwarzgrau  ohne  blauen  Schiller;  Fransen  weißgrau;  Unterseite  mit  grauer  Grundfarbe.    Südwest- 
Madagaskar. 

C.  atrigemmatus  Btlr.   Vflgl  unten  ohne  Wurzelfleck  in  1  b.    cj.    Flügel  oben  blau  mit  feiner  schwarzer  atrigemma- 
Saumlinie  und  mehr  oder  weniger  breit  verdunkelter  Spitze  der  Vflgl.    Unterseite  mit  dunkelgrauer  Grund-  '"*• 

färbe.     ?  mir  unbekannt.    Madagaskar. 

C.  lysimon  Hbn.  (Band  1,  S.  295,  Taf.  79  c).    c?-   Flügel  oben  violettblau,  am  Saume  breit  verdunkelt,  lysimon. 
?.    Flügel  oben  schwarzbraun  an  der  Wui'zel  der  Vflgl  mehr  oder  weniger  graublau  bestäubt.    Eine  in  ganz 
Afrika  häufige  Art.   Kommt  auch  in  Arabien  und  auf  den  Inseln  Sao  Thome,   Prinzen-Insel,  Komoren,  Mada- 
gaskar, Mauritius,  Boiirbon,  Seychellen  und  Sokotra  vor. 

C.  lucidus  Trim.  (74  i).    Hflgl  unten  mit  schwarzem  Wurzelfleck  im  Felde  7  an  der  Winzel  der  Rippe  8.  luddus 
—  (J.   Flügel  oben  hell  blauviolett  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie  und  außerdem  mit  unscharf  begrenzter  dunk- 
ler Saumbinde  der  Vflgl  und  undeutlichen  Saumflecken  der  Hflgl.  Unterseite  hellgrau.  —  ?.  Flügel  oben  schwarz- 
braun, nm-  an  der  Wiu-zel  und  am  Hrde  bläulich  bestäubt.    Süd-Afrika  von  Angola  bis  zum  Kapland  und  von 
dort  in  Ost -Afrika  bis  Britisch  Ost- Afrika. 

C.  drucei  B.-Bak.  ist  mh-  unbekannt,  muß  aber  nach  der  Beschreibung  mit  C.  lucidus  nahe  verwandt  drucei. 
sein.  ,,(J.  Beide  Flügel  oben  rauchbraun,  überall  dicht  blau  bestäubt;  Vflgl  mit  einer  mäßig  breiten,  dunklen 
Saumbinde,  an  deren  Innenseite  Spuren  einer  Reihe  schwarzer  Flecke  bemerkbar  sind;  Hflgl  den  Vflgln  ähnlich. 
Beide  Flügel  unten  kaffeebraun  mit  schwarzen,  weiß  geringt en  Flecken ;  Vflgl  mit  zwei  Flecken  der  Mittelzelle, 
der  zweite  groß ;  etwas  näher  am  Saume  als  dieser  am  Vrde  ein  kleiner  Punkt ;  dann  eine  gebogene  Reihe  von 
4  Diskalf  lecken,  von  denen  der  hinterste  sehr  klein;  eine  undeutliche  submarginale  Reihe  von  dimklen  Flecken, 
welche  an  die  weiße  Begrenzung  der  submarginalen  (soll  wahrscheinlich  ,, marginalen"  heißen)  Reilie  stoßen.  Hflgl 
an  der  Wurzel  mit  einer  Reihe  von  4  kleinen,  aber  deutlichen  Punkten,  denen  eine  ähnliche  subbasale  Reihe 
von  größeren  Punkten  folgt ;  ein  Fleck  am  Zellende ;  eine  stark  gebogene  Reilie  von  7  Diskalflecken ;  ein  feiner 
weißer  Strich  geht  vom  Mittelfleck  zu  dem  dritten  und  vierten  Fleck  der  Diskalreihe ;  die  Submarginalreihe 
und  die  Saumflecke  wie  in  den  Vflgln.   Flügelspannung:  20  mm."    $  unbekannt.   Madagaskar. 

C.  stellatus  Trim.  (74  i)  weicht  von  allen  mir  bekannten  Cwpido-Axien  dadurch  ab,  daß  die  dunklen,  stellatus. 
mit  dicken  weißen  Ringen  versehenen  Flecke  der  Unterseite  auch  oben  auftreten.    Die  Diskalf  lecke  6  und  7 
der  Hflgl  stehen  wie  bei  antanossa.  —  cj$.    Flügel  oben  mit  schwarzbrauner  unten  graubrauner  Grundfarbe. 
Kapland,  Nyassa-Land,   Kilima-Ndjaro. 

C.  unigemmatus  Btlr.  liegt  mk  nicht  vor  und  gehört  vielleicht   nicht  zu  dieser  Gruppe.     Sie  wiu'de  nnigemmn- 
zwar  als  eine  Zizera-Äxt  beschrieben,  später  aber  (1900)  sagt  der  Verfasser  daß  sie  zu  Chilades  gehört  und  nahe  <«^- 

mit  messapus  verwandt  ist.  Ein  neuer  Beleg  für  die  Unsicherheit  in  der  Begrenzung  der  sogenannten  „Gattungen" 
dieser  Formgruppe.  ,,ö*.  Mit  Z.  lijsimon  verwandt:  oben  rauchbraun  mit  schwachem  violettblauem  Schiller 
und  feiner  schwarzer  Saumlinie ;  Hflgl  im  Felde  2  mit  einem  schwarzen,  hell  umrandeten  Saumfleck  nach  innen 
schwach  orangegelb  begrenzt;  Fransen  rauchgrau,  dunkler  in  den  Vflgln,  mit  schwärzlicher  Subbasallinie. 
Körper  schwärzlich.  Unterseite  mausgrau  mit  der  Zeichnung  fast  wie  bei  Z.  lysimon,  die  Vflgl  aber  mit  hell 
umrandetem,  nierenförmigem  Mittelfleck;  die  Diskalreüie  besteht  aus  fünf  weiß  geringten  schwarzen  Diskal- 
flecken und  zwei  weißen  Querstrichen  in  1  b  statt  des  bei  Z.  lysimon  vorhandenen  Fleckes.    Submarginal-  und 


496  CUPIDO.    Von  Dr.  C.  AFRmLtlTTS. 

Saumflecke  normal.  Hflgl  nur  mit  drei  fast  gleich  weit  getrennten,  schwarzen,  weiß  geringten  Subbasalpunkten 
und  nur  mit  dem  Diskalfleck  7  schwarz;  von  den  Saumflecken  ist  der  sechste  (in  2?)  schwarz,  am  Rande  blau 
beschuppt.   riügcLspannung:  23  mm."   Nyassa-Land. 

Die  Beschreibung  und  die  Figur  stimmen  nicht  miteinander  überein.  In  der  Abbildung  sind  alle  Diskal- 
flecke  der  Hflgl  klein,  schwarz  imd  punktförmig,  nicht  nur  der  in  7  und  weder  von  der  orangegelben  Begren- 
zung des  Saumfleckes  der  Hflgl-Oberseite  noch  von  dem  Saumfleck  selbst  ist  eine  Spin-  zu  entdecken. 

Unsichere   Gruppen. 

Es  ist  mir  nicht  möglich  gewesen,  die  folgenden  Ai-ten  nach  den  Beschreibungen  oder  Abbildungen  in 
einer  der  vcui  mir  aufgestellten  Gruppen  mit  Sicherheit  einziu'eihen. 

kcdonrja.  C.  kedonga  Gr.-Sm.  (=  pidchristriata  B.-Bak.).    „^.    Oberseite:  Vflgl  bläulich  gi-au  mit   silberweißen 

Rippen,  Saum  schmal  dunkelgraii.  Hflgl  hell  silberblaii  am  Saume  mit  einer  Reihe  von  gerundeten  schwar- 
zen Flecken,  welche  alle  gleich  groß  sind  mit  Ausnahme  der  beiden  kleinen  am  Analwinkel;  die  Flecke 
nach  außen  fein  weiß  umrandet;  eine  feine  dunkelgraue  Saumlinie;  ein  feines  schwarzes  Schwänzchen.  Unter- 
seite grau.  Vflgl  mit  Subbasal-  und  Diskalflecken  fast  in  derselben  Anordnung  wie  bei  Everes  fischeri  Ev. 
(Bd.  9,  Taf.  153  h)  und  E.  filicauda  Pryer  (Bd.  9,  Taf.  153  h).  Hflgl  mit  Subbasalpunkten  und  Diskalflecken, 
welche  die  Zelle  in  fast  derselben  Weise  wie  bei  den  genannten  Arten  umgeben;  hinter  den  Diskalflecken  folgt 
eine  breite,  unregelmäßige  orangegelbe  Querbinde  von  der  Rippe  8  bis  zum  Irde  und  dann  kommt  eine  Reihe 
gerundeter,  schwarzer,  metallisch  be.schuppter  Saumflecke  im  hellgrauen  Saumfelde;  Fransen  beider  Flügel 
grauweiß." 

Die  Art  wurde  als  eine  Everes  beschrieben,  ob  sie  aber  wirklich  näher  mit  E.  argiades  Pallas  (dem 
Typus  von  Everes  Hbn.  Bd.  1,  Taf.  78  a)  verwandt  ist,  vermag  ich  nicht  zu  entscheiden. 

Dagegen  stimmt  die  ausfülirliche  und  genaue  Beschreibung  Bethtne-Bakers  von  Lycmna  pulchristriata 
(1905)  so  vollständig  mit  kedonga  überein,  daß  ich  die  Identität  beider  Arten  nicht  bezweifeln  kann. 

Nach  den  Abbikhingen  und  Beschreibungen  sind  folgende  Kennzeichen  dieser  Art  besonders  hervor- 
zuheben: Hflgl  am  Ende  der  Rippe  2  geschwänzt;  alle  Diskalflecke  inid  Subbasalpunkte  der  Unterseite  beider 
Flügel  tief  schwarz,  gerundet  und  weiß  geringt.  Vflgl  vmten  mit  zwei  Subbasalpiuikten,  dic'ht  hintereinander 
in  der  Zelle  mid  in  1  b ;  Diskalflecke  1  b  und  2  stehen  senkrecht  gegen  den  Hrd  etwas  innerhalb  der  anderen 
Diskalflecken.  Submarginalbinde  imd  Sauuiflecke  deutlich.  Hflgl  unten  mit  drei  Subbasalpunkten  (in  1  a,  7 
und  der  Zelle)  und  acht  Diskalpunkten  (in  1  b,  1  c,  2 — -7),  von  denen  der  in  2  dicht  an  der  Hinterecke  der  Mittel- 
zelle steht  und  die  in  5 — 7  wie  gewöhnlich  in  einer  fast  geraden  Linie  stehen;  außerdem  steht  am  Vrde  außer- 
halb des  Diskalflecks  7,  aber  innerhalb  der  roten  Querbinde  ein  den  Diskalflecken  ganz  ähnlicher  Punkt,  welcher 
wahrscheinlich  als  der  Saumfleck  des  Feldes  7  zu  deuten  ist.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  und  in  beiden  Geschlechtern 
außerhalb  der  roten  Querbinde  mit  7  gerundeten  schwarzen  Saumflecken,  von  denen  zwei  klein  sind  und  im 
Felde  1  c  stehen. 

paludicola.  C.  paludicola  Holl.    ,, Oberseite  mit  dunkelgrauer  Grundfarbe;  Hflgl  mit  feiner  Saumlinie  und  gegen 

den  Analwinkel  mit  6  etwas  dreieckigen  schwarzen,  blau  gerandeten  Saumflecken.  Unterseite  heller  als  die 
Oberseite;  beide  Flügel  am  Ende  der  i\Iittelzelle  mit  einer  doppelten,  weiß  gesäumten  Querlinie;  darauf  folgen 
auf  beiden  Flügeln  Qucrreüien  dunkler,  heller  begrenzter  Zeichnungen  und  eine  submarginale  Reihe  ähnlicher 
Bogen.  Die  Hflgl  haben  außerdem  zwei  fast  quacb-atisehe  dunkelbraune  Flecke  am  Vrde,  der  eine  an  der  Mitte, 
der  andere  nahe  an  der  Wm-zel,  und  einen  ähnlichen  aber  punktförmigen  Fleck  am  Irde  nahe  an  der  Wiu-zel. 
^'^on  den  auf  der  Oberseite  deutlichen  Saunif lecken  treten  auf  der  Unterseite  nur  die  in  1  c,  2  und  3  deutlich 
hervor;  von  diesen  sind  die  in  1  c  undeutlicii,  die  in  2  und  3  aber  groß  und  scharf  hervortretend;  dieselben  sind 
alle  \viu'zelwärts  von  roten  Bogen  begrenzt  und  sind  in  der  Mitte  glänzend  grün  beschuppt.  Flügelspannung: 
28  mm."    Französisch  Congo:  Ogowe-Fluß. 

serrula.  C.  Serrula  Mab.    ,,$.    Oben  schwarzbraun  mit  weißen  Fransen ;  Hflgl  am  Hrde  mit  zwei  Reihen  weißer 

Flecke,  welche  gegen  den  Vrd  undeutlich  werden;  am  Saume  drei  schwarze  Flecke,  der  erste  am  Analwinkel 
aus  zwei  vereinigten  Punkten,  der  nächste  sehr  groß,  der  dritte  klein  und  etwas  undeiitlich,  darnach  Spuren 
von  zwei  andern;  die  innere  weiße  Querbinde  ist  fast  in  Flecke  aufgelöst,  dehnt  sich  aber  mehr  vorwärts 
als  die  äußere  und  erreicht  fast  den  Vorderwinkel;  sie  begrenzt  demnach  nach  innen  die  schmale  braune  Quer- 
linie zwischen  den  beiden  Binden.  Unterseite  mit  graubrauner  Grundfarbe;  in  den  Vflgln  finden  sich  sechs 
etwas  wellenförmige  Reihen  hellbrauner  Flecke;  die  beiden  inneren  bilden  vor  dem  Irde  ein  Knie,  die  dritte 
ist  fast  gerade,  die  vierte  vereinigt  sich  mit  der  fünften,  welche  submarginal  ist  und  einen  Bogen  bildet;  zwischen 
diesen  beiden  findet  sich  eine  andere,  die  jedoch  die  Zelle  nicht  überschreitet;  die  Saumreihe  endlich  besteht 
aus  Punkten;  eine  dicke  Saunilinie  vor  den  Fransen.  Die  Hflgl  haben  dieselbe,  aber  etwas  mehr  unregelmäßige 
Zeichnung;  die  Submarginallinic  ist  sehr  deutlich,  etwas  gewellt  und  verläuft  innerhalb  der  Saumflecke,  von 
denen  der  erste  und  dritte,  vom  Analwinkel  gerechnet,  durch  schwarze  Flecke,  denen  der  Ober.seite  entsprechend, 


1 


Ausgegehen  17.  IL  1925.  HEODES.    Von  Dr.  C.  AuRIVlLLlXTS.  497 

vertreten  sind;  dieselben  sind  an  ihren  Rändern  mit  metallisch  blauen  Schuppen  geziert.    Flügelspannung: 
20  mm."    Senegal.    Diese  Art  muß  mit  dem  $  von  C.  eleusis  Dem.  nahe  verwandt  oder  identisch  sein. 

Drei  andere  im  Jahre  1870  von  Walker  als  Lam.pide.s  ??  beschriebene  Arten  gehören  wahrschein- 
lich auch  in  die  Nähe  von  C.  eleusis  und  contrachis.  Es  wird  nicht  erwähnt,  ob  die  Hflgl  ein  Schwänzchen  haben 
oder  nicht.    Die  Größe  wechselt  zwischen  20  und  25  mm.    Diese  Arten  sind: 

C.  lyce  Walk.  ,,?.  Metallischbraun  am  Saume  dunkelbraun;  Fransen  weiß.  Hflgl :  eine  submarginale  ?2/ce. 
Binde  von  weißen  Flecken;  drei  tief  schwarze  Flecke  am  Saume  nahe  am  Analwinkel.  Unterseite  weiß,  gegen 
die  Wmzel  grau ;  sieben  braune,  mehr  oder  weniger  unregelmäßige  Querlmien,  die  siebente  vor  dem  Saume  und 
in  Flecke  aufgelöst.  Hflgl  mit  zwei  tief  schwarzen  Punkten  an  der  Wurzel  und  mit  drei  tief  schwarzen  Flecken 
am  Analwinkel,  welche  mit  metallischblauen  Schuppen  geziert  und  nach  innen  ockergelb  begrenzt  sind." 
Somali-Land:  Tajora. 

C.  bura   Walk.    ,,$.    Metallischbraun;  Saumlinie  dunkelbraun;  Fransen  weiß.    Unterseite  hell  braun  bum. 
mit  acht  kaum  gewellten  weißen  Querlinien,   von  denen  die  beiden  innersten  unterbrochen  und  abgekürzt  sind. 
Hflgl  unten  mit  einem  tief  schwarzen,  weiß  geringten  Punkt  in  der  Mitte  nahe  an  der  Wurzel  und  mit  drei 
größeren  tiefschwarzen  Flecken  nahe  beim  Analwinkel ;    dieselben  sind  mit  glänzend  blauen  Schuppen  geziert 
und  nach  innen  ockergelb  begrenzt."    Somali-Lancl:  Tajora. 

C.  pandama   Walk.    „$.    Metallischbraun  mit  schwachem  blauem  Anflug,  an  der  Wm-zel  tief  blau,  pandama. 
Fransen  weiß.    Unterseite  weiß  mit  verschiedenen,  unregelmäßigen  oder  unvollständigen,  mehr  oder  weniger 
hellbraunen  Querbinden,  von  denen  einige  dunkelbraune  Ränder  haben.    Hflgl  mit  weniger  und  mehr  unregel- 
mäßigen Binden  und  mit  zwei  tief  schwarzen  Saumflecken  auf  jeder  Seite  des  Schwänzchens;  dieselben  mit 
glänzend  blauen  Schuppen  geziert."    Sudan:  Hor-Tamanib. 

27.  Gattung:  Heodes  Dabn. 

Diese  Gattung  ist  besser  unter  dem  Namen  Chrysophamis  Hbn.  bekannt  (vgl.  Bd.  1,  S.  281 ;  Bd.  5,  S.  812 
und  Bd.  9,  S.  931)  muß  aber  Heodes  benannt  werden,  da  dieser  Name  sicher  älter  ist. 

Augen  nackt.  Stirn  mäßig  breit  mit  gelben  oder  grauen  Borsten  und  sehr  feiner  oder  undeutlicher 
weißer  Seitenlinie.  Fühler  mäßig  lang,  die  Mitte  der  Vflgl  wenig  überragend  oder  kaum  erreichend.  Vflgl 
nur  mit  11  Rippen,  indem  die  Rippe  8  fehlt;  Rippe  11  frei  verlaufend;  die  obere  Diskozellularrippe  fehlt  und  die 
Rippen  6  und  7  -|-  9  gehen  darum  von  demselben  Punkte  aus. 

In  der  Zeichnung  weichen  die  Heodes-Avten  von  denjenigen  der  Gattung  Cupido  dadurch  ab,  daß  die 
Mittelzelle  der  Vflgl  unten  zwei  große  schwarze,  nacheinander  und  in  gerade  Linie  mit  dem  Jlittelfleck  gestellte 
Punkte  hat;  der  äußere  dieser  Punkte  tritt  gewöhnlich  auch  oben  auf;  außerdem  haben  die  Vflgl  auf  beiden 
Seiten  eine  unterbrochene  Querreüae  von  5 — 7  Diskalflecken  und  unten  gewöhnlich  auch  einige  dunkle  Sub- 
marginalstriche ;  ihre  Saumflecke  fehlen  dagegen  völlig  oder  sind  nm-  unten  an  der  Spitze  schwach  angedeutet. 
Die  Hflgl  haben,  wie  auch  bei  den  Cupido-Arten,  3  Subbasalpurrkte,  einen  Querstrich  am  Ende  der  Mittelzelle, 
schwarze  Diskalflecke  in  1  b — 7,  eine  gebogene  vom  Saume  breit  entfernte  Reihe  schwarzer  Submarginalpunkte 
und  ähnliche  mit  der  Saumlinie  vereinigte  Saumflecke;  alle  diese  Flecke  sind  jedoch  gewöhnlich,  besonders 
unten,  zum  großen  Teil  undeutlich  oder  ganz  verschwunden. 

Die  Gattung  kommt  hauptsächlich  niu-  m  der  palaearktischen  und  der  nearktischen  Region  vor,  dringt 
aber  auch  mit  einigen  wenigen  Formen  in  die  äthiopische  Region  hinein.  Von  diesen  Formen  sind  zwei  kaum 
etwas  anderes,  als  geographische  Rassen  der  palaearktischen  H.  phlaeas  L.,  die  dritte  aber  eine  für  Süd-Afrika 
eigentümliche  ganz  selbständige  Art. 

Ueber  sieht   der  Arten. 

A.  Saum  der  Hflgl  zwischen  den  Rippen  1  b  und  2  etwas  ausgerandet  und  am  Analwinkel  deutlich  geeckt, 
a.  Hflgl  oben  schwarz  mit  breiter  roter  Saumbinde  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Rippe  6. 

H.  phlaeas  v.  pseudophlaeas . 
ß.  Hflgl  oben  glänzend  kupferrot  mit  deutlichen  schwarzen  Diskal-,  Submarginal  und  Saumflecken,  nur  am 
L:de  breit  und  am  Vrde  schmal  schwarz.  .  H.  ahhoti. 

B.  Saum  der  Hflgl  gleichförmig  abgerundet,  nicht  am  Analwinkel  geeckt.  H.  orus. 

H.  phlaeas  L.  var.  pseudophlaeas  Lucas  (=  menelicki  Thierry-Mieg)  ist  der  allbekannten  europäische  pseudo- 
H.  phlaeas  (Bd.  1,  Taf.  77  b)  sehr  ähnlich  und  weicht  niu:  dm-ch  etwas  hellere  Grundfarbe  der  Vflgl-Oberseite        phlaeas. 
und  die  bräunlich  gelbe  Unterseite  der  Hflgl  ab.    Dazu  kommt,  daß  die  dunkle  Saumbinde  auf  der  Unterseite 
der  Vflgl  nicht  grau  und  scharf  ist,  sondern  gelblich  und  an  der  Spitze  ohne  Grenze  in  die  Grundfarbe  übergeht; 

XIII  63 


498 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Lycaeniden. 


cthiopica.  nur  gegen  den  Hinterwiiik(  1  ist  sie  etwas  hellgrau  bestäubt.  Abessinien.  —  ethiopica  Poulton  kommt  der 
psevdophlaeas  sehr  nahe,  hat  aber,  wie  auch  gewöhnlich  die  paläarktischcn  Formen,  innerhalb  der  roten 
Saumbinde  der  Hflgloberseite  kleine  blasse  Punkte,  welche  bei  p.'<e,utlophlaeas  fehlen.  In  Südwest-Uganda 
und  im  Gebiete  zwischen  Tanganjika  und  Ruwenzori. 

abhoti.  H.  abboti  Holl.  (74  i).    Flügel  oben  mit  glänzender,   kupferroter  Grundfarbe.    Vflgl  mit   etwa  2  mm 

breiter,  schwarzer  Sauiiibinde,  einem  schwarzen  Punkt  in  der  Mittelzelle,  einem  dicken  Mittelfleck  und  6  Diskal- 
flecken,  welche  in  drei  Gruppen  angeordnet  sind  (ein  Querfleck  in  1  b,  zwei  Flecke  etwas  mehr  saiuuwärts  in 
2  und  3  inid  drei  Punkte  in  einenj  Bogen  in  4 — 6).  Unterseite  der  Vflgl  wie  oben  aber  ohne  Saumbmde  und 
noch  mit  einem  Wurzelpunkt  in  der  Zelle  und  mit  schwarzen  Submarginalstrichen  wenigstens  in  1  b — 3.  Hflgl 
unten  mit  rötlicher  Grundfarbe  auf  der  die  Flecke  nur  undeutlich  hervortreten.  2  größer  mit  deutlichen  Flecken. 
In  Gebirgsgegenden  vom  Nj^assa-Land  bis  Britisch  Ost-Afrika. 

onis.  H,  orus  Cr.  (74  i).     Flügel   schmäler  und   länger  als  bei  den  vorhergehenden  Arten  imd  am  Saume 

weit  mehr  abgerundet.  Stirn  und  Palpen  weißlich  oder  hellgrau  beschuppt.  Flügel  oben  kupferglänzend  gelbrot 
mit  schwarzer  an  der  Spitze  etwas  erweiterter  Saumbinde,  welche  in  den  Hflgln  durch  Vereinigung  der  Saum- 
flecke entstanden  ist  und  darum  nach  innen  wellenrandig  ist ;  ^'flgl  oben  mit  ]Mittclfleck  und  Diskalflecken  und 
bisweilen  auch  mit  einem  kleinen  Punkt  in  der  Mittelzelle ;  Hflgl  oben  gewöhnlich  mit  Querstrich  am  Ende  der 
Zelle  und  mit  einigen  kleinen  Di.skalflecken  (besonders  in  2,  4,  5,  6  und  7);  der  Fleck  in  6  steht  gerade  hinter 
dem  Fleck  in  7  wenn  beide  vorhanden  smd.  Vflgl  unten  fast  wie  oben,  aber  mit  2  Punkten  in  der  Mittelzelle, 
am  Vrde  und  Saume  grau  gesäumt  mit  dunklen  Submarginalstrichen  in  1  a — 6.  Hflgl  miten  grau,  etwas  braun 
gefleckt  mit  selir  undeutlichen  Zeichnungen;  mu-  die  Submarginalstriche  treten  etwas  mehr  deutlich  hervor. 
$  größer  mit  deutlicheren  und  vollständig  vorhandenen  Di-skalflecken  der  Oberseite.  Kapland  bis  Natal  und 
Transvaal:  auch  bei  Kikuvu  in  Britisch  Ost -Afrika. 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  aethiopischen  Lycaeniden  aufgeführten  Formen. 
*  bedeutet,  daß  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


abboti  TTeod.  HoU.  Entomologist  2.5,  Suppl..  p.  W. 
aberrans  Cup.  Btlr.  Ann.  Mag.  Xat.  llist.  (5)  2.  p.  2SS. 
abraxas  Pont.  Dhl.  &  Heic.  Gen.  Diuin.  I^cp.  Tat.  77.  * 
abriipta  Lyc.  Gaede  Int.  Ent.  Zeitschv.  !l,  p.  72. 
abvssinioiis  Cup.  Aur.  Voyage  Maiu-.Hotsch.  Lep.  p.  307.  * 
acäros  Deud.  Karsch  Berl".  Ent.  Ztsclir.  3S,  p.  219. 
aiTaca  Telipna  nhl.<X:  Heic.  Gen.  Diuin.  Lep.  (18.52).  Taf.  77.  * 
aiTat'ina  Eriks.   Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  92.  * 
acrat'iiides  Telip.  Sm.&  Ky.  Rhop.  Ex.  13,   Lyc.  Afr.  p.  39.  * 
ai-liiiotiiia  Telipna  Laihy  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1903,  p.  194.* 
adaiiisi  lol.  J.alky  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   1903,  p.  199.   * 
adflu'itha  Microp.  Heic.  Ent.  Jlonth.  Mag.  11,  p.  36. 
adeliriiiida  Microp.  SIgr.  Iris  4  (1891)  p.  219. 
adtTiia  Spind.   Plöh  Stett.  Ztg.  41  (1880)  p.  203. 
addliilii-friderid  Epit.  Schuihe  Iris  25  (1911)  p.  95. 
at'liaiuis   lol.  SIgr.   Iris  4   (1891)  p.  148. 

acniulus  lol.    Trhii.  Trans.  Ent.   Soc.  Lond.   1895,  p.   192.   ♦ 
aftlliopia  Cup.  li.-liak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  131.  * 
acthiops  Cup.   Mab.  Bull.   Soc.   Zool.  Fr.  2  (1877).  p.  219. 
apihiin  Phas.   Trim.  South-Afric.  Butt.  2.  p.  170.  * 
aethria    lol.   Karsch.  Beri.   Ent.   Ztschr.  38,  p.  220. 
aiM|iiatorialis  Cup.  E.  Sh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891.  p.  037.* 
afra   Lvc.   B.-Bak.  Trans.  Ent.   Soc.   Lond.   1910,  p.  27.   * 
asriics  iol.  Aur.  Entomol.  Tidskr.   18.  p.  219. 
airrippina  Pseudal.  H.  Drc.  Ent.  .Montli.  Mag.  24,  "p.  259. 
alba  Pent.  Deic.  Deutsche  Ent.  Ztschr.  ,30,  p.  428.  * 
albata  Oxvl.  Aur.  Entomol.  Xachr.  21.  p.  382. 
allxTta  Clip.   Bür.  Ann.  Mag.  Xat.  llist.   1901.  p.  291. 
albcrta   Lvc.   B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   1910,  p.  28.   * 
alberla  Miciop.  Sigr.  Iris  4  (1891)  p.  220. 
albicans  Lipt.  Cat.  Ann.  .Alag.  Xat.  llist.   1904,  13,  p.  70, 
albicans  Lvc.  Grünb.  Sitz.-Ber.  Naturf.  Fr.   1910,  p.  153. 
albiciista  Cup.  Gaede  Int.  Ent.  Zeitschr.  9  (1915),  p.  112. 
albistriatus  Cup.  Capr.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  Bull.  33  p.   121. 
albiil'asciata  TeUpna  Aur.  Ann.  .Mus.  Geuov.  4,  p.  520. 
alboiiiaculata   Crud.    Aur.  Seitz,   Groß-Sclnnett.   13,    p.  432. 
albomaciilata  Epit.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  X.  IL  1903,  12,  p.329. 


albtiniaculatus  lol.  E.-Sh.  Entomologist  1904,  p.  204. 

aicibiades   lol.  Ky.  Cat.  Diurn.  Lep.  p.  409. 

alionus  lol.    Trim.  Trans.   Ent.   Soc.  Lond.   1898,  p.   10.   * 

aliquantiun  Lipt.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  369.* 

alliiaiidi   Lipt.   .1/rtft.  Ami.  Soc.  Entom.  Fr.  (6)  10.  p.  23.  * 

alnieida  Plias.  Fklr.  Verh.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien  12,  p.  478. 

alphaeiis  Cap.  Cr.  Papil.  Exot.  2.  p.  131.  * 

amakosa  Durb.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  401. 

ainangu   Axioc.   Wh\   Gates  Matabele-Land,  p.   351. 

anianica  Lvc  .Strd.  Entomol.  Zeitsclu-.  Stuttg.  23,  p.  125. 

ainarah  Lyc.  Guer.  Lefebvre  Voy.  Abyss.  6,  p.  384.  * 

ainasa  Oxyl.  Heic.  III.  Diurn.  Lep.  Suppl.  p.  4.  * 

aniazoiila  Alaena  B.id.  Voy.  Deleg.  2,  p.  591. 

anieiialda  l'cnt.  TIew.  Exot.  Butterfl.   * 

anu'iiaidana  Pent.  SIrd.   Archiv  f.  Xatm'g.  A.  77  :  1,    p.  193. 

ann'iniidoidos  Pent.  Holl.   Entomol.  Xews   1892,  p.  23. 

aniiiip  Z.T.  Bllr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874.  p.  533.  * 

aiiadenia  Lyc.  H.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905,  p.  258.  * 

aiierelita  Deud.  Suif.  Iris  17  (1904),  p.  54. 

ailGrillosiis  -Megal.  Grünb.  S.-B.  Ges.  Xatm-f.  Berl.  1910,  p.  478. 

antaliis  Deud.  Hpjir.  Mon.-Ber.  Akad.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  041. 

antanossa  Cup.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1877  Bull.  p.  72. 

antitauniis  Hypol.  DM.  &:  Hew.  Gen.  Dimn.  Lep.  Tab.  75.  * 

antiinachiis  l'scudal.  SIgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  276.  * 

antiiuirii  Cup.  Oberlh.  Anal.  Mus.   Genov.   18,  p.  731.  * 

aiituto  Cup.  ,'<lrd.  Entom.   Rundschau  28.  p.   138. 

apelles  Spind.  Oberlh.   Etud.   d'Ent.  3,  p.   22. 

aphiiaeoides  lol.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Ijond.  1873,  p.  110. 

apicalis  Miinacr.  Sm.d:  Ky.  Rhopal.  Exot.  13,  Lyc.  Atric.p.41.* 

aranda  l'lias.  Wallgr.  Rhopal.  Caffr.  p.  43. 

arborifera   lol.    Bllr.  Proc.  Zool.   Soc.  Lond.   1900,  p.  927.   * 

aicscopa  Lyc.   B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  9.  * 

arircnti'ola  .\plin.  Holl.  Psyche  5,  p.  430. 

iirwnteiiinaciilata  Axioc.  Pag.  Jahrb.  Xass.  Ver.  Xat.  öö,  p.  154. 

aiiryraspis  Plias.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1873,  p.  114.  * 

arsrvrocvclus  Aphn.  Holl.  Psyche  5,  p.  431. 

ariiidue'Cup.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1898,  p.  193.  * 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Lycaenideu. 


499 


arrhon  Pseudal.  Bam.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  11,  p.  360. 
arteiiienes  Cup.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  Bull.  23,  p.  16. 
aruiiia  Deud.  Ueic.  Ent.  Montli.  Mag.  10,  p.  121. 
aslau^a  Teiiom.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1873,  p.  117. 
aspasia  Pent.  Grünb.  S.-B.  Ges.  Xaturf.  Fr.  Beil.  1910,  p.  473. 
aspidus  Larin.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6),  5,  p.  25. 
asteris  Cup.  Oodt.  Encycl.  M^thod.  9,  p.  657. 
asterius  Aplm.  Fliitz  Stett.  Ztg.  11,  p.  201. 
atrigeinniatiis  Cup.  Btlr.  Ann.  .Mag.  Xat.  HLst.  (5)  2,  p.  290. 
aucta  Deud   Karsch  Entomol.  Xachi'.  21  (1895).  p.  31.S. 
aiiga  Pent.  Karsch  Entomol.  Nachr.  21.  p.  293. 
aura  Asl.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  11,  p.  358. 
aurea  Lyc.   B.-Bak.  Trans.  Ent.   Soc.  Lond.   1910,  p.  59.   * 
aureolineata  Hypol.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1906,  p.  310. 
aurifostalis  Hypol.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  832.  * 
aurivlllii  Zer.  Schnitze  Societ.  Entomolog.  23,  p.  131. 
avrik«!  Spind.  Karsch  Berl.  Ent.  Ztschr.  38,  p.  223.   • 
azurea  Chloros.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1899,  p.  967.  * 

badia  Epit.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  441. 

badiira  Epit.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  271. 

bakeri  Lyc.  H.  Drc.  Tran.s.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,   p.  374.   * 

bakeriana  Pseuder.  Cat.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)   13,  p.  73. 

bainbana  Axioc.  ,Sm.  Rhopal.  Exot.  (3)  26  Lyc.  Afric.  jj.  123.* 

haniendaiius  Cap.  Schnitze  Societas  Ent.  24,  p.  19. 

barbara  lol.  Suff.  Iris  17  (1904),  p.  62. 

barberae  Cup.    l'rim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868,  p.  89.  * 

barca  Delon.  Sm.  Rhopal.  Exot.  55,  Lyc.  Afr.  p.  128.  * 

barkeri  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  129.  * 

barklyi  Phas.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  338.  * 

baronibiensis  Epit.  A'^.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (li)  6,  p.  274. 

basiita  Arrug.  Wallgr.  Rhopal.  ("affr.  p.  46. 

batesi  Epit.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  366.   * 

batesi  Pseudal.  Ham.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  370.* 

batikeli  Deud.  Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  24.  * 

baiinii  Axioc.  Weym.  Ent.  Zeitschr.  15,  p.  63. 

bella  Asl.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1913,  p.  500. 

bella  Oxyl.  Aiir.  .Svensk.  Vet.  .Utad.  Handl.  31,  p.  313. 

bellatrix  Spind.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1886,  p.  369. 

belli  lol.  Heu-.  lU.  Diurn.  Lep.  Suppl.  p.  9.  * 

bt'lliiia  lol.  Plötz  Stett.  Ztg.  41,  p.  200. 

beinba  Doud.  Xeave  Proc.  Zool.  .Soc.  Lond.  1910,  p.  44.  * 

beiiitensis  Epit.  HoU.  Psyche  5,  p.  425. 

bibulus  Lachn.  F.  Eutom.  System.  3  (1),  p.  307. 

bibuiidanus  Cup.  Grünb.  S.-B.  Ges.  Nat.  Fr.  Berl.  1910,  p.  479. 

bicaudatiis  lol.  Aur.  Arkiv  f.  Zool.  2  :  12,  p.  14.  * 

bk'hi'oiiia  Ere-sinops.  Strd.  Archiv  Naturgesch.  77  (1),  p.  193. 

bicolor  Pseuder.  Sm.  A:  Ky.  Rhop.  Exot.  14.  Lyc.  Afr.,  p.  44.  * 

bisraniica  Lyc.  Strd.  Arcidv  Natiu-gesch.  A.  77  :  1,  p.   197. 

bihe  Lyc.   B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  34.  » 

bilineata  lol.  B.-Bak.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  190.S,  p.  113. 

biinacula  Telipna   Plötz   Stett.   Ztg.   1880,  p.   19». 

biinai-iilata  Deud.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874.  p.  353. 

bistrigata  Axioc.  Aur.  Seitz,  Groß-.ScImiett.  13,  p.  421. 

bitje  Lyc.  H.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  374.  * 

bitje  Pent.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910.  p.  358.  * 

bitje  Spind.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  372. 

boetieus  Cup.  L.  Syst.  Nat.   (XII),  p.  789. 

boisdiivali  Hewit.  Heiv.  lU.  Diurn.  Lep.   Suppl.   p.   1.   * 

bolissus  lol.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  10,  p.  123. 

bolivari  Lipt.  Kheil  Mem.  Soc.  Espan.  1,  p.  173. 

boreaiis  Axioc.  A^tr.  Arkiv  f.  Zool.  2  :  12,  p.  16. 

hoschi  Leptom.  Strd.  Entom.  Rundsch.  28,  p.  137. 

bowkeri  Cup.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1883,  p.  351. 

bowkeri  Stug.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  176. 

brachycera  Arrug.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1883,  p.  353. 

brahaiiii  Aphn.  Lathy  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1903,  p.  199.  * 

breiida  Larin.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1903.  9,  p.  69. 

briino  Lachn.  Karsch  Berl.  Ent.  Ztschr.  38,  p.  217. 

brunnea  Lyc.  Sm.  Rhopal.  Exot.  26  Lyc.  Afiic.  p.  106.  * 

brunnea  Microp.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  368. 

brunneiis  Cap.  Aur.  Arkiv  f.  Zool.  10  :  14,  p.  5. 

brunneus  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922.  p.  361.   * 

biichholzi  Lyc.   Plötz  Stett.  Ztg.  41,  p.  202. 

bueroniciis  Cup.  Karsch  Entomol.  Nachricht.  21,  p.  301. 

biira  Cup.  Wkr.  Entomologist  5,  p.  54. 

busoea  Lachn.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (1906).  p.  105. 

butha  Cup.  Strd.  Stett.  Ent.  Ztg.  72,  p.  369. 

buxtoili  Hypol.  Heu:  Ent.  Month.  Mag.  10,  p.  206. 

caerulea  Deud.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  5,  p.  28. 
caerulea  Hypol.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  6,  1895),  p.  210. 
caesareus  lol.  Aur.  Entomol.  Tijdskr.  16,  p.  213. 
caissa  Alaena  Bbl.  &  Bog.  Baumanns  Massai-Land,  p.  336. 


caliee  Cup.  Hpffr.  Mon.  Ber.  Akad.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  642. 
caliginosa  Deud.  Lathy  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1903,  p.  197.  * 
calisto  lol.  Dhl.  &  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  p.  487.  * 
canierona  Deud.   Plötz  Stett.  Ztg.  41   (1880),  p.  201. 
caiupimus  Lipt.  Holt.  P.syche  5,  p.  427. 
caraua  Cup.  Hetv.  Exot.  Butt.  Lycaen.  1.  * 
carcina  Epit.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  10,  p.  150. 
carina  lol.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  10,  p.  122. 
carlota  Pseuder.  Suff.  Iris  17,  p.  47. 

carnuta  Telipna  Hew.  Entom.  Month.  Mag.  1873,  p.  125. 
carsonl  Cup.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1901,  p.  290. 
catalla  Deud.  Karsch  Entomol.  Nachr.  21,  p.  318. 
Catalina.  Lipt.  Sm.  &  Ky.  Rhop.  Exot.  1  Lyc.  Afric.  p.  4.  * 
catharina  Pseuder.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  532.* 
catori  Deud.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1903  (2),  p.  331. 
catori  EpitoUna  B.  Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1904,  p.  227. 
catori  lol.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1904,  14,  p.  233. 
catori  Pent.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  18.  (1906),  p.  339. 
catori  Phyt.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  12,  p.  328. 
catori  Pseuder.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1903,  12,  p.  328. 
cellularis  Pseuder.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  262. 
cepheiia  Epit.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  10,  p.  151. 
cephreii  .\sl.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  11,  p.  358. 
ceraunia  Epit.  Hew.  Ent.  Month.  .Mag.  10,  p.  149. 
cercene  Epit.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  10,  p.  150. 
cercenoides  Epit.  Holt.  Psyche  5,  p.  424. 
Ceres  Hypol.  Hew.  111.  Diiirn.  Lep.  p.  39.  * 
chariiiiau  .Mimacr.  Sm.  &  Ky.  Rhop.  Exot.  13.  Lyc.  Afr.,  p.  42.  * 
chibonotaniis  Cup.  Auriv.  KUimandjaro-Meru-Esped.  9,  p.  9. 
ehirinda  Lyc.  B.  Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  27.  • 
chloauges  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  328.  * 
chrysaiitas  Phas.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868,  p.  85.  * 
chrysaon  Phas.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2.  p.  177. 
chryseostictus  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  67* 
Christina  Pent.  Suff.  Iris  17   (1904),  p.  45. 
ciliaris  Cup.  Aur.  Sjöst.  Kilim.  Exp.  Lep.,  p.  9. 
cinereus  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  314.  * 
cinerulum   Micr.   H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  364. 
clssus  Cup.  Godt.  Encycl.  Method.  9,  p.  683. 
clarensis  Pent.  Neave  Ent.  Month.  Mag.  39,  p.  136. 
cloetensi  Pent.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  18,  p.  214.  * 
clymenus  Pseudal.  Ham.  Drc.  Ent.  Month.  Mag.  22,  p.  155. 
cobaltina  IIvpol.  Aur.  Svensk.  Vet.  Akad.  Handl.  31,   p.  317. 
coeculus   Hypol.   Hpffr.  M.-B.  Ak.  Wiss.  Berl.   1855,  p.  642. 
coneepcion  Epit.  Suff.  Iris  17  (1904),  p.  54. 
conlusa  Lipt.  Aur.  Swensk.  Vet.  Akad.  Handl.  31,  p.  276. 
congoana  Alaena  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  299. 
conjnncta  Epit.  Sm.  Rhop.  Exot.  23  Lyc.  Afric.  p.  86.   * 
conjungens  Cup.  Strd.  Arch.  Xaturgesch.  78,  A.  1. 
connexivus  Cap.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  831.  * 
oonradsi  I'has.  Aur.  Arkiv.  Zoolog.  3  (Xr.  19),  p.  3. 
eontractus  Cup.   Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1880,  p.  406.  * 
cooksoni  Eriks.  H.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905,  p.  255. 
corax  Mvr.  CV.  PapU.  Exot.  4.  p.  176.   * 
eordatus"Cup.  E.  Sh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,   p.  636.  * 
oordelia  Epitolina  Ky.  Ann.  Xat.  Hist.  (6)  6,  p.  270. 
eormicopiae  Pseuder.  Holt.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  10,  p.  285. 
corruscans  Deud.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  18   (1898),   p.  216. 
corynetes  Eresina  Sm.  <fc  Ky.  Rhop.  Exot.  14  Lyc.  AJric.  p.  47. 
costleyi  Mimacr.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1912  (9),  p.  636. 
eottoni  Powell.  B.-Bak.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1908,  p.  114.  * 
cottoni  lol.  B.-Bak.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1908,  p.  113.   * 
crawshavi  Cup.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  631.  * 
crawshavi  Lyc.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899  (4),  p.  342. 
crawshayi  lol.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1900,  p.  926.* 
crawshayina  Cup.   Aur.   Seitz,   Groß-Sclmiett.   13,  p.  473. 
ereta  loi.  Hew.  lU.  Diurn.  Lep.  Suppl.  p.  24.  * 
cretosus  Cup.   Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.   (4)  18,  p.  485. 
orowleyi  Epit.  E.-Sh.  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.  (6)  6,  p.  106. 
crustaria  Spind.  Holt.  Psyche  5,  p.  430. 
cupreus  Cup.  Xeavc  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.,  1910,  p.  58.  * 
oyara  Cup.  Hew.  Exot.  Butterfl.  Lycaena  1.  * 
cvdaria  Pent.  Sm.  Novit.  Zoolog.  1898,  p.  355. 
cvclopteris  Cup.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18.  p.  483. 
cytaeis  lol.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  11,  p.  182. 

dama  Pent.  Suff.  Iris  7,  p.  46. 

dauiarensis  Phas.  Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  90.  * 

dariaves  Deud.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  13,  p.  205. 

darwinia  Mimacr.  Btlr.  Lepid.  Exot.  p.  104.  * 

debora  Pseuder.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  264. 

deborula  Pseuder.  Aur.  Swensk.  Wet.  Akad.  Handl.  31,  p.  268. 

deeipiens  I>ipt.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6),  p.  268. 

definita  Lyc.  Btlr.   Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899  (4),  p.  342, 


500 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Lycaeniden. 


delatornm  Cup.  Heran  Trans.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,    p.  161. 
delicatula  Teriom.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (6)  6.  p.  267. 
delieatus  Cup.  B.-ßak  Trans.  Ent.  .Soc.  Lond.  1922.  p.  303.  • 
dentatus  Phas.  .'itiriestra  Ann.  Transv.  Mus.  1,  p.  177. 
derema  Pent.   SM.  Archiv  f.  Xatiirg.  A.   77  :  1,  p.   193. 
deritas  Deud.  Heic.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  3.52. 
dermaptera  Myr.  Wallgr.  Lep.  Rhopal.  Caffr.  p.  34. 
despeota  Lipt.  Holt.  Psyche  5,  p.  426. 
diametra  lol.  Karsch  Entomol.  Xachr.  21.  p.  306. 
dinofhares  Deud.  Sm.  Ann.  3lag.  Xat.  ITist.  (.5)  19.  p.  64. 
diiiiiinenes  Deud.  Sm.  Ann.  Mag.  Xat.   llist.   (.5)   19,  p.  65. 
dinora  Pseuder.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (6)  6,  p.  26.5. 
dioeles  Deud.  IIcw.  TU.  Diiirn.  Lep.  Suppl.  p.  12.  * 
diopoli$  Deud.  Hcir.  111.  Dium.  Lep.  Suppl.  p.  30.  * 
disjunctus  Cap.  rri„i.  Trans.  Ent.  .Soc.  Lond.  1895,  p.  190.  * 
dispar  Epitohna  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  19,  p.  367. 
distinctesisnatus  Cup.  Sird.  Entomol.  Rundschau  28.   p.  138. 
distractus  Cup.  .Joann.  Bull.  Soc   Ent.  Ital.  1913,  p.  118. 
diversens  Lachn.  Gaede  Int.  Entomol.  Zeitschr.  9,  p.  72. 
diversa  Lipt.   B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (7)  14,  p.  225. 
divisa  Kpit.   Bllr.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (7)  7,  p.  289. 
dirllus  Deud.  Hcic.  lU.  Diurn.  Lep.  Suppl.  p.  32.   * 
dohertji  Deud.  B.-Bak.  Xovit.  Zoolog.  12,  p.  192. 
dohertvi  Mimacr.  Rothsch.  Novit.  Zoolog.  8,  p.  219.  * 
doletaEpit.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  6,  p.  273. 
dullniaili  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  309.  * 
dolores  Hypol.  Suif.  Iris  17  (1904),  p.  57. 
dolorosus  Cup.   Trim.  South-^Vfric.  Butt.  2,  p.  41. 
dorothea   Epit.    ß.-BaA.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (7)   14,   p.   227. 
dorothea  Microp.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1903, 12,  p.  327. 
drucei  Aphn.  S'cave  Xovit.  Zoolog.  11.  p.  338.  * 
dubia  Hypol.  .4((r.  Entomol.  Tidskr.  16  (1895),  p.  211. 
durbani  Lachn.  Trim.  South-AJric.  Butt.  2,  p.  236. 

echo  TeUpna  Sm.  A-  Ky.  Rhopal.  Exot.  13.  Lyc.  Afr.  p.  40.  * 

elais  Phyt.  Dbl.  &■  Heic.  Gen.  Diurn.  Lep.  Taf.  77.  * 

cleala  Deud.  Heic.  111.  Diurn.  Lep.  p.  52.   • 

elealodes  Deud.  B.-Bak.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1908,  p.  112.  * 

eieaza  Pseuder.  Heic.  Exot.  Butt.  Pent.  &  Lipt.  p.  2.  * 

eleusis  Cup.  Demais.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1888,  BuU.  p.  66. 

plicola  Cup.  Strd.  Entom.  Rundsch.  28,  p.  138. 

elissa  Epit.  .'<m.  XoN-it.  Zoolog.  5,  p.  354. 

ella  Spind.  Heic.  111.  Diurn.  Lep.  p.  63.  * 

elpinice  Pent.  Grünh.  Sitz.-Ber.  Ges.  Xat.  Fr.  Berl.  1910,  p.  474. 

eltriuffhanii  .Alim.  H.-Drc.  Ann.  Mag.  Xat.  H.  1912  (9),  p.  635. 

eniilia  Larin.  Suff.  Iris  17  (1904),  p.  48. 

eniuia  lol.  5u/7.  Iris  17  (1904),  p.  69. 

erastus  Citr.  Heir.  Exot.  Butt.  Pieris  8.  * 

erica  TeUpna  Suff.  Iris  17  (1904),  p.  41. 

orikssoni  Aphn.    Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  86.  * 

ernesti  Epit.  Kurscli  Entomol.  X'achr.  21  (1S95)  p.  290. 

ertliCup.  Aur.  Ark.  f.  Zoolog.  3  Xr.  19,  p.  3. 

ertli  lol.  Aur.  .\rkiv  f.  Zoolog.  10  :  14,  p.  2. 

erjihropopcila  Lyc.  Holl.  Entomol.  Xews.  4,  p.  26. 

esmeralda  Chloros.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1S85,  p.  765.* 

elhiopiea  Heod.  Pauli.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  1921.  p.  86. 

pukrines  Lipt.  H.-Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905,  p.  253.* 

euprepes  Irid.  H.-Orc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905.  p.  254.* 

eurema  Larin.  Pfö/-  .Stett.  Ztg.  41  (1880),  p.  199. 

purisus  lol.  Cr.  Papil.  Exot.  3,  p.  47.  * 

evaneseens  Lipt.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  19,  p.  3()1. 

exi^ua  Lachn.  Holl.  Psyche  5,  p.  427. 

exquisita  Irid.  Sm.  Xovit.  Zoolog.  5,  p.  353. 

falkensteiui  Cup.  Deio.  Xov.  Act.  Acad.  X.  Ciu-.  41  (2),  p.  204.  * 

fasoiata  Lvc.  Aur.  Entomol.  Tidski'.  16,  p.  218. 

latinia  Lipt.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (6)  6,  p.  268. 

launus  Oxvl.  Drury  111.  Exot.  Insect.  2,  p.  2.  * 

taviUacea  Pseuder.  Griinb.  S.-B.  Ges.  Xat.  Fr.  Berl.  1910,  p.  475. 

lehhami  Phas.    Trim.  Trans.  Ent.   Soc.  Ix)nd.  1904,  p.  233.  • 

ferrymani  Lipt.  Srn.A-  Ky.  Rhop.  Exot.  15  Lyc.  Afric.  p.  öu." 

fiecdula  Myr.  Trim.  Trans.  Ent.  .Soc.  Lond.  1879,  p.  340. 

llava  Cup.' Ho».  BuU.  Amer.  Mus.  43  (1920),  p.  235. 

flava  Tum.   B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (8)  11,  p.  565. 

tlaveola  Citr.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  19,  p.  366. 

flavicans  Lipt.  Sm.  «t-  Ky.  Rhop.  Kxot.  15  I.,yc.  Afric.  p.  50.* 

thirofast'iata  >limacr.  Schullze  Entomol.  Rundsch.  29,  p.  50. 

Ilavoniaculata  Lyc.  .s'm.  &  Ky.  Rhop.  Ex.  26  Lyc.  Afr..  p.  104.  * 

fracta  Cup.  Griinb.  Deutsche  Zentral-Afr.  Exped.  3,  p.  .545. 

lulraria  .Mimacr.  Aur.  Entomol.  Xachr.  21,  p.  381. 

lusca  Pseuder.  Cat.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (7)  13,  p.  75. 

lusca  Deud.  Aur.  II.  Deutsche  Zentr.-Afrika-Exp.  l.p.  1216.  * 

tuscula  Microp.  Sm.  Xovit.  Zoolog.  5  (1898)  355. 


^abuniea  Lyc.  Aur.  Svensk.  Vet.  Akad.  Handl.  31,    p.  349. 
gaika  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  403. 
galathea  Deud.  Swns.  Zool.  lUustr.  2.  Taf.  69.   » 
ffelinia  Mimacr.  Oberth.  Etud.  d'Entom.  17,  p.  31.  * 
gemmarius  lol.  H.-Drc.  Proc.  Zool.  .Soc.  Lond.  1910,  p.  372.* 
gemmifera  Lyc.  Seave  Proc.   Zool.   Soc.   Lond.   1910,  p.  54. 
^erda  Eresina  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  6,  p.  265. 
gerina  Epit.  Heic.  lU.  Diurn.  Lep.  Suppl.  p.  19.  * 
^iganteus  Cup.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  189s.  p.  4.  * 
srla^oessa  Pent.  Hall.  Entomol.  Xews  4,  p.  22.  * 
glaücus  Cup.   Trim.  South- Afric.  Butt.  2.  p.  21. 
glaucus   lol.    Btlr.  Proc.   Zool.   Soc.   Lond.    1885,   p.   766. 
gordoni  Epit.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1903,  9,  p.  70. 
gordoni  Pseuder.  Ham.  Drc.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1903,  p.  69. 
gorgias  Leptom.  Stall  Suppl.  Cram.  PapU.  Exot.     p.   150.  * 
graeseri  Mimacr.  Schultze  Entomol.  Rundsch.  29,  p.  50. 
grahanii  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  123.  * 
gramniicus  Cup.  Sm.d:  Ky.  Rhop.  Ex.  26  Lyc.  Afr.  p.  102.  * 
gregorü  Cup.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1894,  p.  568.  * 
griquus  Cup.    Trim.  South-.\fr.  Butt.  2.  p.  84. 
güssfoldti  Cup.  Deic.  Xov.  Acta  Akad.  X.  Cur.  41  (2),  p.  206.» 
gyrala  Larin.  Suff.  Iris  17  (1904),  p.  49. 

hades  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  p.  74.  * 
harpax  Axioc.  F.  System.  Entom.  p.  829. 
hatita  Hypol.  Heic.  lU.  Dium.  Lep.  p.  51.  * 
hautteeoeuri  Alaena  Oberth.  Etud.  d"Ent.  12,  p.  7.  * 
helcna  Lipt.  H.-Drc.  Ent.  Month.  Mag.  25,  p.  108. 
heujievaneus  lol.  E.-Sh.  Entomologist  1904,  p.  203. 
heuleyi  Phyt.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  6,  p.  272. 
heritsia  Cup.  Heic.  Exot.  Butterfl.  Lycaena  1.  * 
herniansi  Larin.  Aur.  Oefv.  Vet.  Akad.  Förh.  53,  p.  435. 
hewitsoni  Epit.  Mab.  BuU.  Zool.  Soc.  Fr.  2  (1877),  p.  221. 
hewitsoni  Pent.  Sm.A:  Ky.  Rhopal.  Exot.  10  Lyc.  Afric.  p.  3.* 
hiendlniareri  Pent.  Deu:.  Deutsch.  Ent.  Zschr.  30,  p.  429.* 
hildegarda  Teriom.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  19,  p.  367. 
hintza  Cup.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1864,  p.  177. 
hippocrates  Cup.  F.  Entomol.  .System.  3  (1),  p.  288. 
hirundo  Leptom.  Wallgr.  Lep.  Rhopal.  Caffr.  p.  35. 
hobleyi  Lvc.  Xeai-e  Xovit.  Zoolog.  11,  p.  339. 
hoUaüdi  Äphn.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1902  (1),  p.  49.* 
hoUandl  lol.  Ehrm.  Journ.  X.-York  Ent.  Soc.  2,  p.  77. 
hoUandi  Lipt.  Aur.  Entom.  Tidskr.   16  (1895),  p.  200. 
homeveri  Lipt.  Dew.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  28,  p.  188.    * 
honieyeri  Oxyl.  Dexc.  Xov.  Act.  Akad.  X.  Cur.  41  (2),  p.  206.* 
homeyeri  SpLnd.  Deic.  Deutsche  Ent.  Zeitschr.  30,  p.  429.   * 
honorius  Epit.  F.  Entom.  System   3  (1),  p.  151. 
hutehlnsoni  Aphn.   Trim.  South-Afric.  Butt.  2,  p.  148. 
hvetta  Ph%-t.  Heic.  Ent.  Month.  Mag.   10,  p.   150. 
hvettina  Phvt.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  18,  p.  214. 
hyetloides  Phyt.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  16,  p.  206. 
hyiupn  Dapid.  F.  Syst.  Entom.  p.  519. 
hypopoHa  Cup.   Trim.  South-Afric.  Butt.  2,  p.  30. 

lasis  lol.  Heic.  lU.  Diurn.  Lep.  p.  42.   * 

ideoides  Lipt.  Deic.  Deutsche  Ent.  Ztschr.  30,  p.  428. 

ignotus  Cup.    Trim.  South-.\fric.  Butt.  2,  p.  39. 

ilma  Lipt.  Heic.  Exot.  Butt.  Pent.  &  Lipt.  2.  * 

inimaeulata  Delon.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868,  p.  83.* 

inimai'ulata  lApt.  Griinb.  Sitz.-B.  Ges.  Xat.  Beri.  1910,  p.  477. 

imniaculata  Lipt.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  268.  * 

ininiai-iilata  Pent.  Suff.  Iris  17,  p.  46. 

iiicoiispieua  Lyc.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Söc.  Lond.  1910,  p.  374.* 

inconspicua  Pent.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  357.* 

incredibilis  Irid.  Stgr.  Iris  4,  (1891),  p.  141.  * 

indetinita  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  25.* 

inlinia  Lipt.  Sm.  Rhop.  Exot.  14  Lyc.  Afric.  p.  46.  * 

iiiores  lol.  Heic.  Ent.  Month.  Mag.  11,  p.  85. 

insulanus  Cup.  Aur.  Voeltzk.  Reise  (1909)  2.  p.  324. 

intermedia  I^ipt.  Grünb.  Sitz.-Ber.  Xat.  Fr.  Berl.  1910,  p.  477. 

intcrniedius  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  .Soc.  Lond.  1922,  p.310.  * 

interniixta  Phvt.  Aur.  EntomoL  Tidskr.  18,  p.  215. 

iuterposita  Alaena  Btlr.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (5)  12,  p.  103. 

iobates  Cup.  Hpffr.  Mon.-Ber.  Akad.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  642. 

isabellae  Teraton.  Dudg.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.   1909,  p.  LI. 

isea  Pseuder.  Hew.   Exot.  Butt.  Pent.   &  Lipt.  2.   * 

isis  Cup.  Drury  lUustr.  Exot.  Insect.  2,  p.  6.  * 

isnienias  lol.  Klug  Svmbol.  Phvsic.  Taf.  40.  * 

ituri  Deud.  B.-Bak.  Proc.  Zool.  .Soc.  Lond.   1908,  p.  111.   * 

ituria  Lyc.   B.-Bak.  Trans.  Ent.   Soc.  Lond.   1910,    p.  22.   * 

inlus  lol.  Hew.  lU.  Diurn.  Lep.  Suppl.  p.  9.  * 

iza  Spind.  Heic.  lU.  Diurn.  l>ep.  p.  62.  * 

jacksoni  Hypol.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1906,  p.  106. 

jamesoni  löl.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  8,  p.  145. 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiojiischen  Lycaeniden. 


501 


jeHeryi  Cup.  Swiestra  Ann.  Transv.  Mus.  1  (1909),  p.  176. 

jesous  Cup.  Guer.  Lef.  Voy.  Abyss.  6,  p.  383.  * 

Johanna  Alaena  E.-Sh.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (6)  .5,    p.  442. 

jnrdanus  lol.  Stgr.  Iris  10,  p.  153.   * 

juba  Lyc.  F.  Mantiss.  Insect.  p.  82. 

Julius  lol.  SUjr.  Iris  4  (1891)  p.  146. 

juno  Cup.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1896,  p.  830.   * 

kabrosae  Cup.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1706,  p.  107. 
kadiskos  Hvpol.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (6)  3,  p.  27. 
kaduglii  Sp"ind.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (8)  17,  p.  .379. 
kafuensis  Deud.  Xeave  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  44.  * 
kallinioides  Asl.  Schxilf::e.  Entoniol.  Rundsch.  29,  p.  43. 
kallinion  Spind.  H.-Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  L.  190.5,  p.  254.  * 
kaniilila  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  76.  * 
kanipala  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p-  52.* 
katan^ae  Cup.  i?.-jBofc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  354.  * 
kedassa  Deud.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  369.* 
kedonga  Cup.  Sm.  Novit.  Zoolog.  5  (1898),  p.  357. 
kersteni  Lyc.  Gersi.  Arcli.  Natiu-gesch.  37  (1)  p.  359. 
khalifa  Epit.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  1904,  14,  p.  229. 
kikuyu  Lyc.   B.-Bak.  Trans.  Ent.   Soc.  Lond.   1910,  p.  37.  * 
kirbyl  Hewit.  Dew.  Nov.  Act.  Akad.  N.  Cur.  41  (2),  p.  207.  * 
kirbyi  Pent.  Atir.  Entomol.  Tidskr.  16,  p.  198. 
kisaba  Cup.  J.  et   Talb.  BuU.  Hill.-Jlus.  1  (1921),  p.  100. 
kitobolensis  Deud.  Strd.  Arcliiv.  f.  Naturg.  A.  78  :  9,  p.  145. 
koaena  Cup.  Strd.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  55,  p.  145. 
kohli  Deud.  Aur.  .Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  370. 
kontu  Cup.  Karsch  Berl.  Entom.  Ztsclir.  1893,  p.  227. 
krausei  Mimacr.  Deiv.  Entomol.  Nachr.  15,  p.  106.  * 

lachares  Lyc.  Hew.  111.  Dimn.  I>ep.  p.  225.  * 

lacides  Lyc.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  348. 

lacriniosus  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  281.  * 

lactinatus  Cup.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  764.   * 

laeta  Mimacr.  ScMzc.  Entomol.  Rundsch.  29,  p.  49. 

lasyra  Larin.  Hew.  Exot.  Butt.  Pent.  &  Lipt.  1.  * 

lalos  lol.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  17,  p.  286. 

laniborni  Asl.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1913,  p.  499. 

laniborni  NeaveiaH.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  364." 

laiiiias  Ijyc.  Hew.  111.  Diurn.  Lep.  p.  227.  * 

laniprocles  Lyc.  Hew.  111.  Diurn.  Lep.  p.  225.  * 

laudbecki  Mimacr.  U.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1010,  p.  358.  * 

laon  lol.  Heie.  lU.  Diurn.  Lep.  Suppl.  p.  28.   * 

laonides  lol.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  18,  p.  218. 

lara  Leptom.  L.  Mus.  Ulric.  p.  320. 

larydas  Lyc.   Cr.  Papil.   Exot.  3,  p.   160.    * 

lasius  lol.  Suff.  Iris  17  (1004),  p.  70. 

lasti  Lyc.  Sm.  &•  Ky.  Rhopal.  Exot.  27  Lyc.  At'ric.  p.  109.  * 

last!  Pent.  Sm.  et'  Ky.  Rhopal.  Exot.   10  Lyc.  Afric.  p.  31.* 

latiniarifinata  Larin.  ^»i.  No^-it.  Zoolog.  5,  p.  354. 

latruncuhitHsCup.tfriO!&.  S.-B.  Ges.  Nat.  Fr.  Berl.  1910,  p.  478. 

laura  Pent.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  267. 

lehona  Hypol.  Heir.  111.  Diurn.  Lep.  p.  51. 

leinnos  Lyc.  Heic.  111.  Diurn.  Lep.  p.  221.   * 

Icinolea  Spalgis  Harn.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  II Ist.  ((>)  5,  p.  26. 

leonae  Asl.  Aur.  Seitz,   Groß-Schmett.   13,  p.  343.    * 

leoneusis  Epit.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (7)  14,  p.  227. 

Iponina  Deud.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (7)  14,  p.  231. 

leonina  Epit.  Styr.  Exot.  Tagt.  1.  p.  268. 

leonina  Lyc.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  1903.  12,  p.  333. 

li'onina  Spind.  E.  Sh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  (i.  p.  104. 

Iconis  Pseudal.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  276. 

leptala  Lyc.  Courv.  Lepid.  Niepelt.  1,  p.  43.  * 

Ifptincs  Lyc.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  348. 

Icronia  Crud.  WaUgr.  Rhopal.  Caffr.  p.  42. 

lorothodi  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1904,  p.  242.  * 

lefsca  Cup.    Trnn.  Trans.    Ent.    Soc.    Lond.   1870,  p.  362.   * 

li'ucoceros  Trich.  Oberth.  Etud.  Lepid.  Compar.  11,   p.  173.    * 

leucon  Cup.  Mab.  Petit.  Nouv.  Entom.  2,  289. 

leuoyania  Euliph.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,   p.  355. 

levis   Lyc.   Heil'.   lU.   Diurn.   Lep.   p.   221.    * 

liara  Hypol.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  27. 

libentina  Pseuder.  Hew.  Exot.  Butt.  Pent.  <£,■  Lipt.  1.  * 

libyssa  Lipt.  Hew.  Exot.  Butt.  Pent.  et-  Lipt.   1.   * 

licinia  Deud.  Mab.  Bull.  Soc.  Zool.  France  3,  p.  83. 

lilfures  Lyc.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  349. 

liguroides  Lvc.  Strd.  Entomol.  Rundsch.  28,  p.   138. 

linibata  Dur'b.   Trim.  South-Afric.  Butt.  2.  p.  217. 

limbata  Pent.  Holt.  Entomol.  News  4,  p.  23.   * 

linearis  Cup.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  j).  465. 

lingeus  Cup.  Cr.  Papil.  Exot.  4,  p.  176.  * 

liodes  Lyc.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  349. 

liroaea  Larin.  Hew.  Exot.  Butt.  Pent.  «&  Lipt.  1.  * 


lithas  Lyc.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  24. 

livia  Deud.  Klug  Symbol   Phvsic.  Taf.  40.  * 

livida  Lyc.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  443. 

loa  Lyc.  Strd.  Archiv  Naturgesch.  77  (1),  p.  196. 

locuples  Lyc.  Sm.  Novit.  Zoolog.  5,  p.  357. 

lois  Cup.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  762. 

lorisona  Deud.  Heiv.  lU.  Diurn.  Lep.  p.  37.  * 

loxura  Spind.  Bbl.  Ann.  Wien.  Hofmus.  28,  p.  266. 

lucidus  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  479. 

lucretia  Lyc.  Sm.&  Ky.  Rhopal.  Exot.  27  Lyc.  Afric.  p.  111.* 

lucretilis  Lyc.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  349. 

lukabas  lol.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  30. 

luna  Lachn.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  368.  * 

lunaris  Pent.  Weym.  Stett.  Ztg.  53,  p.  95. 

lunifer  Cup.  Rbl.  Ann.  Wien.  Hofmus.  28,  p.  268. 

lunulata  Lyc.    Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1894,  p.  51.   * 

lusones  Lyc.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  347. 

lutosa  Spind.  Platz  Stett.  Ztg.  41  (1880),  p.  200. 

lybia  Lipt.  Stgr.  Iris  4   (1891)  p.  217. 

lyce  Cup.  Wkr.  Entomologist  5,  p.  54. 

lycegenes  Phas.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  337.  * 

lychnaptes  Lyc.   Holt.  Psyche  6,  p.  51. 

lychnides  Lyc.  Hew.  111.  Diurn.  Lep.  p.  224.  * 

lyncurium  Phas.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868,  p.  86. 

lysicles  Lyc.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  348. 

lysimon  Cup.  Hbn.  Smmlg.  Eor.  Schmett.  1.  * 

lyzanius  Lyc.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  11,  p.  36. 

mabangri  :Microp.   B.-Bak.  Ann.  Mag.  N.  H.   1904,  p.  226. 
mabillei  Hypol.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  387. 
maculata  Pent.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  363. 
maeander  Lyc.  p'lötz  Stett.  Ztg.  41   (1880),  p.  202. 
inaesa  lol.  Heiv.  Hl.  Dim-n.  Lep.  p.  27.  * 
magna  Lachn.  Aur.  Entomol.  Tidsla'.  16,  p.  209. 
niahala  I^eptom.  B.-Bak.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1908,  p.  115. 
niahallakoaena  Cup.  Wallgr.  Rliopal.  Caffr.  p.  41. 
mahota  Lyc  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  65. 
major  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  351. 
major  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  252.  * 
makala  Deud.  B.-Bak.  Proc.  ZooL  Soc.  Lond.  1908,  p.  111.  * 
makala  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  58.* 
malagrida  Phas.  Wallgr.  Rhop.  Caffr.  p.  43. 
malathana  Cup.  Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  25. 
mandersi  Cup.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1907,  p.  219. 
mapongua  Pseuder.  Holt.  pjnt.  News  6,  p.  24. 
marffaritaeeus  Cup.  E.-Sh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  636.* 
niarginalis  Cup.  .4 Mr.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  470. 
marginata  Epit.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  443. 
margites  Hypol.  Mab.  BuU.  Mus.  Paris  1899,  p.  375. 
maria  Stug.  Suff.  Iris  17  (1904),  p.  60. 
niarmorea  Stug.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  2,  p.  169. 
marshalli  Aphn.  Xeave  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  48.  * 
marshalli  Asl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1898,  p.  908. 
marshalli  Cup.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1897,  p.  845.   * 
marshalli  Lyc.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1903,  12,  p.  332. 
marshalli  Mimacr.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  13.  * 
marshalli  Phas.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  427. 
maryra  Hypol.   ^^ab.  Hist.  Madagasc.  Lep.  1,  p.  230.  * 
mashunus  Cup.  Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1894,  p.  48. 
masiudae  Mimacr.  B.-Bak.  Aim.  Mag.  Nat.  Hist.  (8)  11,  p.  565. 
maiiensis  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  352.  * 
mazanguli  Pseudal.  Neare  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  370.* 
mazoensis  Desmol.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.8.* 
mediterraneae  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1917,  p.  281 . 
melambrota  Lyc.  HoU.  Entomol.  News  4,  p.  27. 
melandeta  Lipt.  Holl.  Entomol.  News  4,  p.  25.  * 
melanomitra  Oxyl.  Karsch  Entomol.  Naclir.  21  (1895),  p.  308. 
melas  Cup.   Trim.  South-Afr.  Butt.  2,  p.  82. 
melissa  Epitolina  Ham.-Drc.  Ent.  Month.  Mag.  25,  p.   109. 
menas  lol.  H.-Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  5,  p.  29. 
mendeche  Axioc.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  135. 
menelas  Spind.  H.-Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1907,  p.  80.  * 
mengoensisEpit.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1906,  17,  p.  105. 
mera  Deud.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  10,  p.  124. 
mercedes  Epit.  Suff.  Iris  17  (1904),  p.  53. 
mermeros  Trich.  3Iab.  Bull.  Soc.  Zool.  France  3,  p.  82. 
merrais  lol.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  17,  p.  285. 
meruana  Cup.  Aur.  Sjöst.  Kihm.  Exp.  Lep.  (1910),  p.  10. 
messapus  Cup.  Godt.  Encycl.  M^thod.  9,  p.  682. 
metaleucus  Megal.  Karsch  Berl.  Entomol.  Ztschr.  38,    p.  217. 
methymna  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1862,  p.  280. 
metophis  Cup.  Wallgr.  Wien.  Entom.  Mon.  1860,  p.  37. 
micra  Teriom.  Sm.  Novit.  Zoolog.  5,  p.  356. 
micylus  Cup.  Cr.  PapU.  Exot.  3,  p.   160.   * 


502 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Lycaeniden. 


iiiildhiaedi  lol.  SchuUze  Ent.  Rundschau  29,  p.  93. 
iiiililltruedi  Pseuder.  Schultze  Kntomol.  Rundschau  29,  p.  43. 
iiiiiliiri   Di-lon.    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.   Lond.   liHlf,  p.  69.   • 
niillari    Iac.    Trint.  Trans.   Euf.   Soc.    Lond.    1893,  p.    K«.    ♦ 
iiiiiiicla  Deud.  Karxch  Entoinol.  Xachr.  21   (1S9.")),  p.  :?lä. 
iiiinietica  Lyc.  H.-Drc.  l'roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  :}7:!. 
minii-lira  .Stug.  Aiir.  Arkiv  f.  Zool.  10  :  11  p.  1. 
riiiinosae  lol.    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   1871,  p.  ;13().  * 
ininiina  Lyc.    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   189.3,  p.   18.5.   * 
niiniuin  Pseuder. //o//i.  />rc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  859. 
nihiiisi'iihis  Cup.  Aiir.  Reise  Ost-Afr.  2.  p.  825. 
iiiirahilis  l(.l.  //.  fJrc.  Ann.  :VIag.  Nat.  Ilist.  1908,  p.  71. 
iniraiida  Epit.  .Slgr.  Entoni.  Xachi'.  15.  p.  17(5. 
niirilfica   Euliph.  Holl.  Psyche  5,   p.  428. 
niirza  Cup.  J'lötz  Stett.  Eiitom.  Ztg.  41.  p.  208. 
nnidi-vta  Lipt.  Ky.  Ann.  i\ng.  Nat.  Ilist.  (0)  («,  p.  270. 
illod«-sta   Spind.    Trim.  Proc.  Zool.  .Soc.   Lond.   1891,  p.  87.* 
iiiuliiino  Phas.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  878.  * 
inoinl*asa<>  Pent.  Si>i.<S.-  Ky.  Rhopal.  Exot.  10  Lyc.  Afr.  p.  81.* 
nioinltasap  .Stug.  Bllr.  Ann.  Mag.  Xat.   Ilist.  (7)  7.  p.  29. 
inorcdsi  Pseuder.  Aur.  Entouiolog.  Tiskr.  22,  p.   118. 
iiioriqua  Cup.  Whr.  Rhopal.  Caffr.  p.  89. 

inovanihina  Epit.  B.-liak.  Ann.  .Mag.  Xat.  Uist.  1903,  p.  880. 
inoyaniliina  Ilypol.  H.-BaK.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  1904,  p.  232. 
nioyaiiibina  Pseuder.  li.-liak.  Ann.  Mag.  X'.  II.  (7)  14,  p.  224. 
niozaniltica  .Spind.  licrlol.  Mem.  Acad.  Pologn.  2,  p.  177. 
niuhata  Piiit.  Deiv.  Deutsche  Ent.  Zeitschr.  80.  p.  428  * 
niiilti|dai.'ata  Pent.  B.-Bak.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1908.  p.  111. 
niuIti|Miiictata  Pent.  Liühij  Trans.  Ent. .Soc.  Lond.  1903,  p.  195.  * 
iniis  Epit.  ^'i(;7.  Iris  17  (1904),  p.  53. 
iniisagetes  Lyc.  Holt.  Entouiol.  X'ews  4.  p.  25. 

naara  Hypol.  Hew.  Ent.  .Month.  Mag.  10,  p.  124. 

naidina  Cup.  Bllr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  7(52.  * 

nairobii-nsis  Spind.  E.-Sli.  Entomologist  87,  p.  183. 

naiuaqua  Spind.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  187L  p.  334.  * 

nandensis  Cup.  Xeave  Xovit.  Zool.  1 1 ,  p.  339.  * 

iiataloiisis  Cup.  Trim.  South-Afr.  Uutt.  2,  p.  77 

natalciisis  .Spind.   l)bl.  di-  Ileir.   Gm.  Diurn.  Lep.  Taf.  75.   * 

neavei  Cup.    B.-Bak:   Trans.   Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  307.  * 

neavei  lol.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910  p.  872.  * 

neavei  Mimacr.  EUr.  Entotn.  .Aloiith.  Mag.  45,  p  172. 

neavei  Schetf.  //.  Drc.  Ent.  Month.  Jlag.  48,  p.  128.   * 

negus  Cuj).  Fldr.  Reise  Xovara  Lep.  3,  p.  279.  * 

ncokotiin  Mimacr.  H.  Drc.  Trans.  Knt.  .Soc.  Jjond.  1907,  p.  79.* 

neunei;us  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  337.  * 

ncricne  Zer.   B.id.  Spec.   Gen.  Lep.    \,  (p.  (>)•  * 

nero  Pent.  Sm.  et-  Ky.  Rhopal.  Exot.  29  Lyc.  At'r.  p.  119.  * 

neurata  .Mimacr.  Holl.  ICutomoI.  Xews  0,  p.   IGß. 

nevillei  Cup.   B.-Bak.  Trans.  Ent.  .Soc.  Lond.  1922,  p.  840.  * 

nigerhip  Cup.  E.  Sli.  Eutomologist  1902,  p.  102. 

nisreriae  Lvc.  Attr.  Arkiv.  Zoolog.  4   (12),  p.  1(5.   * 

Hier»  Epit".   B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.   Ili.sL   1908,  12,  p.  381. 

nigra  llypol.  //.  Urc.  Trans  Ent.  Soc.  Loml.   1913,    p.   502. 

nierra  Pseuder.  Cat.  Ann.  ^lag.  Xat.  Ilist.  (7)   13,  p.  74. 

nigra  Pseudal.  IIoll.  Ami.  Mag.  Xat.  Ilist.  (15)  10,  p.  28(i. 

nigra  Telipna  Suff.  Iris  17  (1904),  p.  42. 

nigrieans  Phas.  .4!(r.  Seitz,   Gi'oß-.Schra.  18,  p.  430.   * 

nigropunctata  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  .Soc.  Lond.  I  910.  p.  80* 

nilutica  Cup.  .4i<r.  Jägcrkiöld  Exped.  Xr.  8,  p.  3. 

nllus  .Spind.  Hew.  111.  üiurn.   Lep.  p.  (52. 

niobe  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)   I,  p.  282. 

nitida   Epit.  //.  7-»rc.  Proc.  Zool.   Soc.  Lond.   1910,  p.  3(50.   * 

nodieri  Cup.  Obertli.  Ann.  Soc.  Ent.Pr.  1888  IJull.,  p.  12. 

nonu-nia   Deud.  Hcic.  Trans.   Ent.  Soc.  Lond.   1874.  p.  353. 

nomitin  Deud.  Stf/r.  Iris  4   (1891).  p.  15(5  * 

noquasa  (  up.  Trim.  South-Afr.  Butt.  2.  p.  (54. 

nutoba  Cup.    Trim.  Trans.  Ent.   Soc.  Lond.   1895,  p  91. 

ntcbi  Pent.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (7)  17  (190(5),  p.  I(i5. 

nubifer  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  liond.   1895,  p.  187.  * 

niibitera  Lipt.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  8li2. 

nnrsei  lol.  Bllr.  Proc.  Zool.   Soc.   Lond.  1890,  p.  251.  * 

nyaiiza  Telipna  Seave  Xovit.   Zoolog.  11,  p.  885.  * 

nyasae  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  882.  * 

nyassae  Alaena  He«'.  Ent. Month.  Mag.  14.  p.  (5. 

nyassae  Spind.  litlr.  Ent.  Month.  .Mag  2o,  )).  250. 

nyassanu  Pent.  Anr.  Svensk.  Akad.   Ihindl.   189S,  p.  201.   * 

oberthuri  Alaena  .4i(r.  Svensk  .Vet.  Akad.  llandl.  1898,  p.  25(5. 
obscura  Deud.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1913,  p.  501. 
obseura  Mypol.  Suff.  Iris  17  (1904),  p.  60. 
obseura  Lyc.  //.  Drc.  Pioc.  Zool.  .Soc.  Lond.  1910,  !>.  875.  * 
obscura  Spind.  Aur.  Seitz,  Groß-iSchmett.  13,  p.  413. 
obscurata  Deud.   Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  84.  * 


obscurus  lol.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  406. 
obsolescens  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p  48.  * 
oecidentaliiiiil  Pent.  Aur.  Svensk.  Vet.  .Vk.  llandl.  31,  p.  262.  * 
ochracea  .Vlaena  Bllr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  659. 
ochrasceus   Delon.  Seave  Xovit.  Zool.   11,  p.  336.   * 
üchreopuncta  Cup.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  18,  p.  490. 
oculata  Lyc.  Sm.d:  Ky.  Rhopal.  Exot.  20  Lyc.  jVfric.  p.  101.  * 
«dana  Deiid.  //.  Drc.  Ent.  Month.  Mag.  28,"  p.  204. 
onieiisis  Epit.   B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1918.    p.  .301, 
opaca   liipt.  Ky.  .\nn.  .Mag.  Xat.  Ilist.  (6)  6,  p.  260. 
oreas  .\phn.   Drury  llhistr.  Exot.  Ins.  8,  p.  46.  * 
oreas  Phas.   Triiu.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1891.  p.  176. 
orieiitalis  Lipt.  B.-Bak.  .A.nn.  Mag.  Xat.  Ilist.  (7)  18,  p.  339. 
orrnttiis  Cup.  Mab.  Ann.  .Soc.  Entom.  Fr.  1890.  p.  24.  * 
(irlhrus  Phas.    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  810.   * 
ortygia  Cup.    Trim.   South-Airic.  Butt.  2,  p.  26. 
ii-riibruni  Lipt.  Holl.  Psvche  5,  p.  425. 
orus  Ileod.  Cr.  Papil.  Exot.  4,  p.  84.  » 
osbeeki  Phas.   Aur.  Mus.  Ulric.  Lep.  p.  117. 
oslieba  Pseuder.  Holl.  Psyche  5,  p.  428. 

(isiris  (Hip.  Hpffr.  Mon.-Ber.  -\kad.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  642 
otacilia  Lyc.    Trim.  Trans.  Ent.  .Soc.  liOnd.  1868,  p.  90. 
otlauga  Lipt.  Sm.  Rhop.  Exot.  14  Lyc.  Afric.  p.  46.  * 
otraetla  Deud.  Hew.  lU.  Diurn.  Lep.  p.  29.  * 

pachaliea   Ilypol.   Bllr.  Proc.   Zool.   Soc.   I^ond.    18S8.   p.  (59. 
palenion  Cup.  Cr.  Papil.  Exot.  4,  p.  209.  * 
pallene  lol.   Walhjr.  Lep.  Rhopal.  Caffr.  p.  36. 
pallida   .Megal.   Aur.   .Seitz,   Groß-Schmett.   13,  p.  362. 
pallida  Teriom.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  12.  * 
paliiius  Phas.   Cr.  PapU.  Exot.  4,  p.   100.   * 
pahidleola  Cup.  Holl.  Psyche  6,  p.  52. 

panipolis  Cup.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905,  p.  258.  * 
pandania  Cup.  ^Vkr.  Entomologist  5,  p.  5.  * 
pandora  .\sl.  Ham.  Drc.  .Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (8)  11,  p.  359. 
paneperata  lol.  //.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1902  (2J,  p.  117.* 
paradoxa  l'»'nt.  H.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  357.* 
paradoxa  Spind.  SchuUze  Societas  Ent.  23,  p.  130. 
paragora  Mimacr.  Bbl.  Ann.  Wien,  llofm.  24,  p.  409. 
parallela   Lyc.   Aur.   Seitz,   Groß-Schmett.   13,   p.  450. 
parapetreia  Pent.  Bhl.  Verh.  z.  b.  Ges.  Wien  58,  p.  159. 
parasilanus  lol.  Bbl.  Ann.  Hofmus.  Wien.  28,  p.  266. 
pardalena  Pent.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  357.  * 
parsinion  Cup.  F.  Syst.  Entomol.  p.  526. 
parva  Telipna  Ky.  .Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  19,  p.  362. 
pasteon  Deud.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  .Soc.  Lond.  1910,  p.  870.* 
patrieids  t;up.   Trim.  South  Afric.  Butt.  2,  p.  20. 
paiicipiiiit-tata  Pent.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (6)  6,  p.  263. 
pauIi  Pent.  Sl{ir.  Exot.  Tagf.  1,  p.  267. 
paiipi-riila   Lyc.  Strd.  Ent.  Zeitsclu-.  Stuttg.  28,  p.   I2(i. 
peculiarls  Cup.   Roijh.   Baumanns  l'sambara,  p.  831. 
pephredo  Cup.   Trim.  .South-.\fric.  Butt.  3,  p.  889. 
perdita  Irid.  Ky.  Ann.  Mag.  X'at.  Ilist.  (6)  6,  p.  27 L 
perfrasilis  Pent.   Holl.  Psj'che  5,   p.  427. 
periarapha   Deud.    Karsch   Entom.   Xachr.   21,   p.   818. 
pcriutfueyi   Plias.  Aur.  Seitz,   Groß-Schmett.   18,  p.  430. 
perion  .\xicic.  Cr.  Papü.  Exot.  4,  p.  176.  * 
perobseura  Lipt. //.  Z>re.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1010,  p.  362.* 
petreia  Pent.  Heu-.  .A.nn.  Jlag.  Xat.  Hist.  (4)  18,  p.  382. 
peucetia  Pent.  Hew.  Exot.  Butt.  Pent.  Ä:  Lipt.  1.  * 
phaeochiton  Pseuder.  Grünb.  .S.-B.  Ges.  Xat.  Berl.  1910,  p.  476. 
phanes  S])ind.    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   1878,  p.   III.* 
phidia  Pent.  Hew.  .Vnn.  Mag.  Xat.  Hist.  (4)  13,  p.  383. 
phidias  Leptom.  F.  Entom.  Systemat.  3  (1)  p.  286. 
philippus  Ilypol.  F.   Entom.   .System.  3   (1),  p.  283. 
pIiiM'iiii'is  Lyc.  Kariicli  Berl.  Ent.  Ztschr.  38,  p.  228. 
pliiisphiir  Plias.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.   178. 
pia:;siae  lol.  Oberth.  .\nn.  Mus.  Genov.  18,  p.  730. 
picata  .\Iaena  ^.-.s7i.  .\nn.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  17,  p.  125. 
picena  Pent.  Hew.  .A.nn.  31ag.  Xat.  Hist.  (4)  13,  p.  382. 
picta  I'seuder.  Sm.  Xovit.  Zoolog.  5,  p.  356. 
pierus  Phas.  Cr.  Papil.  Exot.  3,  p.  84.  * 

pilos  Spalgis  Hum.-Dre.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (6)  5,  p.  27. 
piin)d('s  Epit.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (6)  5,  p.  24. 
piiiodoides  Epit.  Sm.  Rhop.  Exot.  23  Lyc.  Afric.  p.  85.  * 
plebejus  Cup.  Bllr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1898,  p.  192.  * 
pliiiiiis  Cup.  /'.  Entomol.  System.  3  (1),  p.  284. 
phiriliiiihatus  Cup.  Karsch  Entomol.  Xachr.  21,  p.  308. 
pom;ci  Cup.  [)ew.  Xov.  jVct.  .4.cad.  X'.  Cur.  41   (2)  p.  205.  * 
polydialectustJup.  ß.-ÄoA-.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  829.  * 
piisthiinius   Epit.  F.   Entom.   System.  3  (1),  p.  149. 
piMiltoiii  .Munacr.  Seave  Xov^it.  Zoolog.  11,  p.  837.   * 
praestans   Lipt.   Sm.   Rhop.   Exot.  29,  Lyc.  Afric.   p.    HI.    * 
preussi   Pent.   Stgr.   Exot.  Tagf.   1,  p.   267. 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Lycaeniden. 


503 


prinoops  Lyc.  Btlr.  Ann.  jrag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  484. 
prooenis  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  p.  125.  * 
proiiiptheus  lol.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Uist.  (6)  8,  p.  149. 
propinquus  Aphn.  Holl.  Entomol.  News  4,  p.  25.  * 
protuiniius  Arrug.   L.  Mus.  UMc.  Lep.  p.  340. 
pseudophlaeas  Heod.  Luc.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1866,  p.  499. 
pseiidopunctatiis  Cup.  Strd.  Archiv  Naturg.   78  A.  2,  p.  137. 
pseudozeritis  Chlor.  Trim.  Tr.  Eut.  Soc.  Lond.  1873.  p.  113.  * 
pteroii  Cup.    B.-Bak.  Trans.   Ent.   Soc.  Lond.  1922,  p.  312.  * 
puella  Teriom.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  365. 
puellaris  Teriom.  Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1894,  p.  59.  * 
piilohprriina  Zer.   Aiir.  Seitz,   Groß-Schmett.   13,  p.  418.   * 
piilTenilenta  Mimacr.  Schidlx  Entomol.  Iluudsch.  29,  p.  50. 
punctata  Larin.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  361. 
punctata  Phas.  Aiir.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  427. 
puiictatus  Cup.  Dew.  Nov.  Acta  Acad.  N.  Cur.  41  (2)  p.  205.* 
puuotii'ilia  Cup.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1883,  p.  350. 
punicea  Axioc.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  134. 
piirpuraseens  Asl.  Holl.  Psyche  5,  p.  424. 
pyroeis  Phas.    Trim.  Trans.   Ent.   Soc.   Lond.  3   (2),  p.   178. 
pjToptera  Lyc.  Atir.  Entomol.  Nachr.  21,  p.  382. 
pusio  Citr.  Sm.  Novit.  Zoolog.  5,  p.  355. 
pythagoras  Lyc.  F.  Entom.  System.  (3)  I,  p.  259. 

quadratus  Cup.  Grant  Nat.  Hist.  Sokotra,  p.  305.   * 
quaRsi  Cup.  Karsch  Entomol.  Nachr.  21,  p.  305. 
questiauxi  Aphn.  Aur.  Arkiv.  Zoolog.  1,  p.  252.  * 

rabefaner  Cup.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Pr.  (5)  7,  1877,  p.  71. 

radiata  Lvc.   B.-Bak.  Trans.  Ent.   Soc.  Lond.   1910,  p.  55.* 

radiata  Pent.   Lathy  Trans.   Ent.   Soc.  Lond.   1903,  p.   195.* 

rava  Deud.  HoU.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  10,  p.  286. 

resfinaldi  Cup.  Heron  Trans.   Zool.   Soc.   Lond.   19,  p.   159.  * 

reichenowi  Cup.  Dew.  Nov.  Act.  Acad.  N.  Cur.  41  (2),  p.  203.  * 

renidens  Deud.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  28  BuU.    p.  186. 

resplendens  Cup.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  484. 

reticulata  Alaena  Bllr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6),  18,  p.  160. 

reutliiisreri  Lachn.  Holl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  10,  p.  286. 

rex  Aphn.  Aur.  Arkiv.  Zoolog.  5   (Nr.  5),  p.  5.   * 

rezia  Epit.  Sm.  &  Ky.  Rhop.  Exot.  23  Lyc.  Mr.  p.  86.  * 

rhodesensis  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  302.  * 

robusta  Lyc.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  16,  p.  215. 

rogersi  Telipna  H.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1907,  p.  78.  * 

roidesta  Pent.  Suff.  Iris  17,  p.  47. 

rollei  Alaena  Suff.  Insect.-Börse  1904,  p.  134. 

rotha  Pent.  Hew.  Exot.  Butterfl.  * 

rothi  TeUpna  Sm.  Novit.  Zoolog.  5,  p.  353. 

rougcnionti  Phas.  06eWA.  Etudes  Lepidopt.  Comp.  3,  p.   93.* 

rubricliicta  Lyc.  Holl.  Psyche  6,  p.  51. 

rubriinaculata  Lyc.  Strd.  Entomol.  Zeitsclu-.  Stuttg.  23,  p.  126. 

rubropunctus  Cup.  Lathy  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1921,  p.  208. 

rufiUa  Telipna  Sm.  Rhopal.  Exot.  57,  Lyc.  Afr.  p.  133.  * 

rufoniarginata  Lvc.    B.-Bak.  Trans.   Ent.   Soc.   Lond.    1910, 

p.  54.  * 
rufoplagata  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  72.* 
russulus  Pseuder.  H.  Drc.Vvoc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910.  Tab.  33.* 
rutilo  Pseuder.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  Tab.  33.  * 
rutshurensis  Cup.  /.  &  Talb.  Bull.  Hill.-Mus.  1,  p.  99  * 
ruwenzorica  Lyc.  Griinb.  Erg.  Deutsch.  C.-Afr.  Exped.  3,  p.  543. 

saga  Durb.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1883,  p.  353. 
sanctithoiuae  Cup.  E.-Sh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  556. 
sanguigutta  Cup.  Mab.  Bull.  Soc.  Philom.  (7)  3,  p.  132. 
sanguinea  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  41.  * 
saiiguinea  Telipna  Platz  Stett.   Zeitg.   1880,  p.   198. 
saphiriuus  lol.  Aur.  Entomol.  Tidski-.  18,  p.  218. 
sappirus  lol.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1902  (2),  p.  117.  * 
sardonyx  Phas.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868,  p.  83.  * 
sauberi  Lipt.  Schultze  Entomol.  Rundsch.  29,  p.  92. 
schubotzi    Mimacr.    Schnitze   Entomol.    Rundsch.   29,    p.    50. 
schultzei  Deud.  Aur.  Arkiv  Zoolog.  3,  (Nr.  19),  p.  2. 
sehultzei  lol.  Aur.  Arkiv.  Zoolog.  2,  p.  13.  * 
sciaphilus  lol.  Schultze  Archiv  f.  Natm-g.  A.  81  :     7,  p.  165. 
scintilla  Cup.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1877,  p.  72. 
scinlillans  Hypol.  Aur.  Entomol.  Tidskr.   16   (1895),  p.210. 
sclntillans  lol.  ^lor.  Arkiv.  Zoolog.  2,  p.  13.  * 
scintillula  Lyc.  Holl.  Psyche  6,  p.  50. 
scotios  Cup.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905),  p.  259. 
sebagadis  Cup.  Guer.  Lef.  Voyage  Abyssin.  6,  p.  385.  * 
seniirufa  Pseuder.  Sm.  Rhopal.  Exot.  59  Lyc.  Air.  p.  146.  * 
semirufa  Telipna  Sm.  fc  Ky.  Rhopal.  Exot.  10,  Lyc.  Afr.  p.  33.* 
septistrigata  Lipt.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  12,  p.  325. 
serena  Citr.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  269. 


serrula  Cup.  Mab.  Ann.  Soc.  Entom.  Pr.  1890,  p.  25. 
sharpei  Myr.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  17  (1906),  p.  106. 
sharpiae  Cup.   Bllr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  58,  p.  929.  * 
sibella  lol.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  372.  * 
sichela  Cup.  Wallgr.  Rhopal.  Caffr.  p.  37. 
sidus  loL   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  176. 
sigiensis  Pent.  Strd.  Societ.  Entomol.  25,  p.  6. 
silanus  lol.  Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  137. 
silarus  lol.  H.  Drc.  Ent.  Month.  Mag.  22,  p.  154. 
silas  lol.  Ww.  Gen.  Diurn.  Lep.  p.  481.  * 
silenus  Myr.  F.  Syst.  Ent.  p.  531. 
similis  Citr.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  366. 
similis  Hewit.  Aur.  Entomol.  Tidski-.  12  (1891),  p.  218. 
similis  Lipt.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  264. 
Simplex  Deud.  Schultze  Archiv  f.  Natmg.  A.  82  :  2.  p.  39. 
Simplex  Lipt.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  16  (1895),  p.  201. 
Simplex  Jlegal.  Röb.  Iris  1   (1886),  p.  51.  * 
Simplex  Phas.    Trim.  Trans.  Ent.   Soc.  Lond.   1893.  p.   136. 
simplicia  Lipt.  M-ichlr.  Abh.  Senckenb.  Ges.  15  (1888),  p.  63.* 
)   skoptolcs  Mimacr.  Ham.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   1907, 

p.  78.   * 
smithi  Lyc.  Mab.  BuU.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  7,  p.  72. 
soalalicus    Cup.  Karsch,  Entomolog.  Nachricht.  24,  p.  369. 
socotranus  Cup.  Grant  BuU.  Lin.-Mus.  2  (1899),  p.  10. 
solwezii  Cup.   B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  325.  * 
somalina  Spind.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1885,  p.  764.* 
sorhageni  Zer.  Dew.  Nov.  Act.  Ac.  Nat.  Cur.  41  (2).  p.  204.  * 
spindasoides  Spind.  Aur.  Arkiv  f.  Zool.  10  :  14,  p.  2. 
spuma  Larin.  W.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  361. 
staetalla  Cup.  Karsch.  Entomolog.  Nachricht.  21,  p.  302. 
staudingeri  Epit.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  271. 
staudingeri  Lyc.  S»t.  cfr  Ky.  Rhop.  Exot.  27  Lyc.  Afr.,  p.  112.  * 
steUatus  Cup.    Trim.  Trans.   Ent.   Soc.  Lond.   1883,  p.  349. 
Stormsl  Cup.  Robbe  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  36,  p.  132. 
strigatus  Cup.  .4  Kr.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  490. 
styx  Axioc.  Fbl.  Verh.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien.  58,  p.  159. 
subaurea  Spind.  Sm.  Novit.  Zoolog.  5,  p.  358. 
subditus  Cup.  Sm.  Rhopal.  Exot.  Lyc.  Afric.  p.  129.  * 
subinfuseata  Stug.  Grüub.  Denkschi".  Med.  Ges.  Jena  16,  p.  107. 
sublustris  Epit.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1904,  14,  p.  228. 
submacula  Lipt.  fMthy  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1903,  p.  196.  * 
subornata  Myr.  Lathy  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1903,  p.  198.  * 
subpallidus  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  350.  * 
subpunetata  Lipt.  ß.-BaA.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  18.  p.  340. 
subpunetata  Teriom.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  364. 
subundularis  Lipt.  Stgr.  Iris  4  (1891),  p.  215. 
subvariegata  Lipt.  Sm.  &  Ky.  Rhop.  Es.  14  Lyc.  Afr.  p.  43.  * 
sudanicus  lol.  Aur.  Arkiv  f.  Zool.  2  :  12,  p.  15. 
suquala  Lyc.  Pag.  Jalu'b.  Nassau.  Ver.  Nat.  55,  p.  155. 
sybaris  Cup.  Hpifr.  Mon.  Akad.  Wiss.  Berün  1855,  p.  642. 
sylpha  Pent.  Ky.  Ami.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  266. 
sylphida  Pent.  Stgr.  Iris  4,  p.  217. 
sylraiius  Lyc.  Drury  111.  Exot.  Insect.  2,  p.  5.  * 
synchrematizus  Cup.    B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.   192?, 

p.  323.  * 

tachyroides  Pent.  Dew.  Nov.  Act.  Acad.  Cm-.  41  (2),  p.  201.  * 
taikosama  Phas.  Wallgr.  Rhopal.  Caffr.  p.  43. 
tajoracus  lol.  Wkr.  Entomologist  5,  p.  51. 
taraaniba  Chloros.   Wkr.  Entomologist  5,  p.   51. 
tantalus  Cup.   Trim.  South-Airic.  Butt.  2,  p.  38. 
taretensis  Spind.  Lathy  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1906,  p.  6.  * 
telesippe  Pent.  Grünb.  Sitz.-Ber.  Ges.  Naturf.  Berl.  1910,  p.  473. 
telicanus  Cup.  Laug  Verzeichn.  Schmett.  Augsb.  p.  47. 
tenera  Citr.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  365. 
tenuimargitiatus  Cup.  Grünb.  Sitz.-Ber.  Ges.  Naturf.  Pr.  Berl. 

1908,  p.  50. 
tera  Larin.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  10,  p.  125. 
tessmanni  Pseuder.  Grünb.  Sitz.-Ber.  Ges.  Nat.  Fr.  Berl.  1910, 

p.  475. 
theophrastus  Cup.  F.  Entomol.  System.  3  (1),  p.  281. 
thero  Phas.  L.  Mus.  UMc.  p.  328. 
thespis  Cup.  L.  Mus.  UMc.  p.  318. 
thyra  Phas.   L.  Mus.   UMc.  p.  329. 
thyrsis  Lyc.  Ky.  Hew.  lU.  Dim-n.  Lep.  p.  224.  * 
thysbc  Phas.   L.  Mus.  UMc.  p.  330. 
timon  lol.  F.  Mant.  Insect.  2,  p.  65. 
tintinga  Spalgis  Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  27. 
tirza  Pent.  Herv.   Ent.   Month.   Mag.   10,   p.   125. 
tisamena  Lvc.  HoU.  Psvche  6,  p.  52. 
togara  Cup."  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  41,  p.  202. 
torrida  Pent.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  364. 
transverstigma  Teüpna  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910, 

p.  356.  * 


504 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Lycaeniden. 


tiiiiris.Milaris  Microp.  Aiir.  Entoinol.  Tidskr.  16  (1895),  p.  203. 

triinciii  Cup.   B.-Hak.  Trans.  Knt.  Soc.  Lond.   1922.  p.  295.  * 

triiiicni  Cooks.  //.  T)rc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905,  p.  257.* 

Irinifiii  lol.  Wallyr.  Oefv.  Vet.  Ak.  Pörh.  32,  p.  87. 

triiiifui  Spind.  .Ware  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  50.  * 

tripiiiictata  Lipt.  Sm.  Bhop.  Exot.  29  Lyc.  Afric.  p.  116.   * 

tripiinctata  Pent.  Aur.  Entomol.  Tidskr.   16,  p.  197. 

trisiifiiatiis  Cup.  »S7rd.  Entom.  Kundscli.  28,  p.   131. 

trochilus  Cup.  Frr.  Neu.  Bevtr.  5,  p.  98.  * 

Iriipicalis'  Pent.  Bud.  Voy.  lieleg.  2,  p.  589. 

tsiphana  Deud.  Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  25. 

Isoimt  Cup.    Trim.  Trans.   Ent.  Soc.  Lond.   1868.  p.  91. 

Iiillia   Lipt.  SUjr.  Iris  1  (1891)  p.  221. 

Iiilliaiia  Lipt.  Sm.  Khop.  Exot.  57  Lyc.  Air.  p.  134.  * 

tunifiitia  Epit.  H.  Vre.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1910,  p.  366.  * 

1url>ala  Lipt.  Ky  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  6,  p.  263. 

ubaldus  Cup.  Cr.  Exot.  4,  p.  209.  * 

Uganda  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1910,  p.  32. 

llgaiidac  llypoL  E.-Sh.  Entomologist  1904.  p.  203. 

ukprcwcnsis  \ac.  Sird.  EntomoL  Zeitschr.  .Stuttg.  23,  p.  125. 

lila  Deud.  Kiir.sch  Entomol.  Xaclu'.  21  (1895)  p.  316. 

uiiibratilis  Epit.  Hüll.  Psyche  5,  p.  425. 

iiinitrosiis  lol.    Btlr.  Proc.   Zool.   Soc.  Lond.   1885,  p.   766.    * 

iinda  Deud.  Gaede  Int.  Ent.  Zeitschr.  9,  p.  72. 

iiiMliiia  Lipt.  .S'w.  et-  Ky.  Rhop.  P:xot.  29  Lyc.  Afric.  p.  117.  * 

iiiidifcra  Argyr.  Slgr.  Iris  4  (1891),  p.  215. 

iiiididaris  Lipt.  Hew.  Exot.  Butt.  Pent.  &•  Lipt.  1.  * 

uiiicolor  Eresina  Aur.  Svensk.  Vet.  Akad.  Ilandl.  31,   p.  283. 

iiuicolor  Lyc.   Aur.   Seitz,   Groß-Schmett.   13,  p.  439. 

iinironnis  Epit.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  19,  p.  445. 

iinigeiiiiiiatiis  Cup.  Bllr.  Proc.  Zool.  .Soc.  Lond.  1895,  p.  630.* 

iinipiinctata  Citr.  B.-Bak.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1908,  p.  111. 

Urania  Epit.  Ky.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  19,  p.  441. 

iisciiiia  Cup.  \em-e  X'ovit.  Zoolog.  11  (1904),  p.  340. 


Tariegata  Pseuder.  Sm.  Rhopal.  Exot.  14  Lyc.  Afric.  p.  45.* 
variepiliis  Cup.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1922,  p.  338.  * 
rersatilis  Lyc.  B.-Bak.  Trans.  Ent.  .Soc.  Lond.  1910.  p.  49.  * 
vcstalis  Cup.  Aur.  EntomoL  Tidskr.   16,  p.  219. 
vietoriae  Cup.  Karsch  Entomol.  X^achricht.  21,  p.  300. 
victoriae   Spind.   Btlr.  Ent.   Mouth.  Mag.  20.  p.  251. 
Tininga  Asl.  Hew.  Ent.  >Ionth.  .Alag.  11,  p.  183. 
Tioletta  Deud.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  18,  p.  216. 
rirgata  Deud.  H.  Drc.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  7,  p.  365. 
virpinoa  Epit.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  X'at.  Hist.  1904,  14,  p.  230. 
virilis  Cup.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  463. 
vittigera  Hypol.  Mab.  Petit  Xouv.  Entom.  2,  p.  289. 
voltae  Lyc.  E.-Sh.  Ann.  :Mag.  Xat.  Hist.  (6)  6,  p.  105. 
vosseleri  Deud.  Sird.  Arch.  Xatmgesch.  77   (1),  p.   195. 

waggae  Spind.  E.-Sh.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1898,  p.  372. 
walleiigreni  Phas.   Trlm.  South-Afric.  Butt.  2,  p.  192. 
wau  Cup.  Wichgr.  Int.  Ent.  Zeitschr.  14  (1921   ),  p.  172. 

xanthopoerila  Lyc.  Holl  Entomol.  Xews  4,  p.  27. 
xauthostola  Lipt.  Holl.  Psyche  5,  p.  429. 

zebra  Batel.  H.-Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1910,  p.  368.   * 

zebra  Pseudal.  Holl.  Psyche  6,  p.  50. 

zela  Deud.  Hew.   111.  Diuru.   Lep.   Suppl.  p.   14.   * 

zelica  Epit.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  272. 

zeloides  Deud.  Bllr.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (7)  7,  p.  289. 

zelomima  Deud.   Rbl.  Ann.  Wien.  Hofmus.  28,  p.  265.  * 

zeiza  Epit.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  10,  p.  151. 

zenkeri  Lvc.  Karsch  Entomol.  Xachr.  21,  p.  293. 

zerita  Pseuder.  PK/^  Stett.  Ztg.  41  (1880),  p.  199. 

zeuxo  Phas.  L.  Mus.  L^lric.  Lep.  p.  331. 

zUka  Phas.  Sm.  Rhopal.  Exot.  (3)  24.  Lyc.  Afric.  p.  121.  * 

zyiuna  Megal.  Dbl.  d.-  Heu:  Gen.  Diurn.  Lep.  Tab.  76.  * 


Ausgegeben  4.  II.  1925.  HESPERIDAE.    Von  Dr.  C.  AuRiviLLitrs.  505 


9.  Familie:  Hesperidae. 

Die  Hesperiden  bilden  eine  sehr  scharf  umgrenzte  systematische  Einheit  *),  \\  eiche  keine  nähere  Be- 
ziehungen zu  den  übrigen  Rhopaloceren  aufzuweisen  hat  und  sicher  mit  denselben  nicht  in  genetischem  Zu- 
sammenhang steht.  Durch  die  Gattung  Euschemon  Dhl.,  bei  welcher  die  Hflgl  mit  Haftborsten  versehen 
sind,  schließen  sich  dagegen  die  Hesperiden  den  typischen  Heteroceren  an,  obgleich  .sonst  unter  den  jetzt 
lebenden  Lepidopteren  keine  andere  Verbindungsglieder  bekannt  sind. 

In  morphologischer  Hinsicht  sind  die  Hesperiden  besonders  durch  folgende  Charaktere  ausgezeichnet : 

Kopf  groß  und  breit.  Augen  groß  und  nackt.  Palpen  groß  und  breit;  ihre  beiden  ersten  Glieder  dicht 
und  breit  beschuppt,  der  Stirn  dicht  anliegend;  drittes  Glied  bald  klein  und  von  den  Haaren  oder  Schuppen 
des  zweiten  Gliedes  verborgen,  bald  lang  und  hervorragend,  stets  mit  sehr  dünner,  anliegender  Bekleidung 
gewöhnlich  als  ,, nackt"  bezeichnet).  Saugrüssel  lang  und  Icräftig  entwickelt.  Fühler  an  der  Wurzel  breit  getrennt 
mit  deutlichen  Kolben;  die  Kolben  oft  lang  mit  lang  ausgezogener,  gerader  oder  hakenförmig  umgebogener, 
selten  mit  abgerundeter  Spitze.  Die  verschiedene  Bildung  der  Kolben  ist  von  großer  systematischer  Bedeutung. 

Der  Thorax  ist  dick  und  kräftig  gebaut  und  schließt  stark  entwickelte  Flugmuskeln  ein.  Die  Flügel 
sind  verhältnismäßig  klein  und  haben  einen  sehr  einfachen  Rippenbau,  indem  alle  Rippen  aus  der  Flügelwurzel 
oder  aus  den  Mittelzellen  entspringen  und  voneinander  völlig  frei  verlaufen.  Die  Vflgl  haben  stets  12  und  die 
Hflgl  8  Rippen.  Die  Rippe  2  der  Vflgl  entspringt  gewöhnlich  nahe  an  der  FlügelwTirzel  weit  vor  der  Mitte 
der  Zelle;  die  Rippe  5  geht  von  der  Schlußrippe  der  Älittelzelle  aus,  bald  in  der  Mitte  zwischen  4  und  6 
bald  näher  an  einer  dieser  Rippen;  die  Rippe  11  anastomosiert  sehr  selten  mit  der  Rippe  12.  Die  Mittelzelle 
der  Vflgl  ist  bald  kaiim  länger  als  die  Hälfte  des  Vrds,  bald  so  lang  als  zwei  Drittel  desselben.  In  den  Hflgln 
i.st  die  Rippe  5  oft  schwach  ausgebildet  oder  fehlt  bisweilen  völlig. 

Alle  drei  Beinpaare  sind  vollständig  entwickelt;  die  Vorderschienen  fast  immer  mit  Schienenblatt 
und  die  Hinterschienen  normal  mit  4  Sporen. 

Die  Raupen  sind  langgestreckt,  nackt  oder  feinhaarig  und  besonders  durch  den  großen  Kopf  und  die 
kleinen  ersten  Körperglieder  ausgezeichnet,  wodurch  der  Körper  hinter  dem  Kopf  wie  eingeschnürt  erscheint. 
Sie  leben  gewöhnlich  verborgen  zwischen  zusammengesponnenen  Blättern  ihrer  Nahrungspflanzen. 

Die  Puppen  sind  länglich,  gewöhnlich  abgerundet  ohne  Ecken,  bisweilen  mit  ausgezogener  Kopfspitze. 
Sie  sind  durch  die  Haken  des  Cremasters  und  einen  Faden  um  die  Mitte  befestigt  und  ruhen  wie  die  Raupen 
zwischen  zusammengerollten  Blättern. 

Ungeachtet  der  verdienstvollen  Arbeiten  von  E.  Y.  Watson,  P.  Mabille,  W.  Holland  und  vieler 
anderer  läßt  die  systematische  Einteilung  der  Hesperiden  und  die  Begrenzung  der  Unterfamilien  und  Gat- 
tungen noch  sehr  vieles  zu  wünschen  übrig.  Ich  hatte  gehofft,  eine  neue  systematische  Bearbeitung  der  afri- 
kanischen Hesperiden  versuchen  zu  können.  Die  dringende  Notwendigkeit  diesen  Band  der  ,, Großschmetterlinge 
der  Erde"  baldmöglichst  fertig  zu  machen,  nötigt  mich  aber  auf  diese  Absicht  zu  verzichten.  Ich  habe  mich 
darum  hier  der  letzten  Einteilung  Mabilles  (in  ,, Genera  Insectorum")  ziemlich  eng  angeschlossen. 

Uebersicht  der  Unterfamilien. 

A.  Endglied  der  Palpen  lang,  gerade  wagrecht  vorgestreckt.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  so  lang  wie  zwei 
Drittel  des  Vrds  oder  länger.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  ganz  gerade  und  fast  genau  in  der  Mitte  zwischen  4 
und  5  verlaufend.  1.  Ismeninae. 

B.  Endglied  der  Palpen  nicht  wagrecht  vorgestreckt.  Die  MittelzeUe  der  Hflgl  fast  immer  kürzer  als  zwei 
Drittel  des  Vrds. 

K.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  an  ihrem  Ursprung  mehr  oder  weniger  nach  hinten  gebogen  und  dort  stets  näher 
an  der  Rippe  4  als  an  6.  2.  Pamphilinae. 

ß.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  von  ihrem  Ursprung  an  ganz  gerade. 


♦)  In  den  andern  Tagfalterbänden  dieses  "Werkes  sind  darum  die  Hesperiden  als  Grypoeera  von  den  übrigen  Tagfalter- 
familien abgetrennt  worden.    Vgl.  Bd.  1,  S.  329  und  Bd.  5,  S.  833. 

XIII  64 


506  PYRRHOCHALCIA;  RHOPALOCAMPTA.    Von  Dr.  C.  Aurivilutts. 

*.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  entspringt  etwas  näher  an  4  als  an  6,  selten  fast  in  der  !Mitte  zwischen  den 
Rippen,  in  welchem  Falle  jedoch  die  Querrippe  (mittlere  Discocellularis)  zwischen  den  Rippen  5  und 
6  gebogen  oder  verhältnismäßig  kurz  ist.  3.  Heteropterinae. 

**.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  entspringt  genau  in  der  Mitte  zwischen  den  Rippen  4  und  6  oder  näher 
an  G.  Die  beiden  Querrippen  (mittlere  und  untere  Discoeelhdaris)  zwischen  den  Rippen  4  und  6 
bilden  eine  gerade  Linie  und  sind  länger  als  bei  der  vorhergehenden  Unterfamilie. 

4.  Hesperiiiiae. 

Die  hier  nach  Mabille  angenommenen  Unteifamilien  sind  nicht  scharf  getrennt,  da  die  Rippe  5  dier 
Vflgl  bei  gewissen  Gattungen  und  Arten  nicht  ganz  unveränderlich  bleibt.  Dieses  gilt  besonders  hinsichtlich 
der  zweiten  xnid  dritten  Unterfamilie,  weil  es  oft  schwer  ist  zu  entscheiden,  ob  die  Rippe  5  ganz  gerade  oder 
am  Anfang  etwas  gebogen  i.st.  Es  ist  darum  ratsam  eine  Ait,  bei  welcher  die  Bildung  der  Rippe  5  unsicher 
scheint,  in  der  Gattungsübersicht  beider  Unterfamilien  zu  suchen. 

1.  Unterfamilie:  Isnieninae. 

Fühlerkolben  langgestreckt,  mäßig  verdickt  mit  lang  ausgezogenem,  mehr  oder  weniger  umgebogenem 
Spitzenteil.  Die  Rippe  5  der  Hflgl  fehlt  bei  den  äthiopischen  Gattungen  oder  ist  sehr  schwach  ausgebildet. 
Glasflecke  fehlen  vollständig. 

Große  Arten  mit  am  Analwinkel  mehr  oder  weniger  ausgezogenen  oder  breit  gelappten  Hflgln. 

Nur  zwei  afrikanische  Gattungen. 

1.  Gattung:  Pjrrhoclialeia  Mab. 

Weicht  von  der  folgenden  Gattung  nur  dadurch  ab,  daß  die  Rippe  3  der  Hflgl  vor  der  Hinterecke 
der  ^littelzelle  entspringt  und  daß  der  Anallappen  der  Hflgl  etwas  breiter,  kürzer  iind  mehr  abgerundet  ist. 
Geschlechter  verschieden.  Kopf,  Palpenglieder  1  und  2,  Halskragen  und  wenigstens  die  drei  letzten  Bauch- 
glieder orangerot  behaart.    Flügel  unten  metallisch  grün  mit  schwarzblauen  Rändern  und  Rippen. 

iphis.  P.  iphis  Drury  (Töh).    Halskragen  nur  am  Vrde  imd  Hlb  nur  auf  den  drei    letzten  Bauchgliedern 

orangerot  behaart.  —  ö.  Thorax,  Hlb  und  Flügel  oben  einfarbig  schwarz  mit  dunklem  blauem  Schiller.  — 
Das  ?  weicht  dadurch  vom  q  ^h,  daß  beide  Flügel  oben  vor  dem  Saume  große,  längliche  grünbeschuppten 
Flecke  haben.  Erreicht  eine  Flügelspannung  von  66 — 88  mm  und  ist  die  größte  aller  bekannten  Hesperiden. 
Raupe  jjolyphag,  kommt  im  Urwald  vor  und  ist  samtbraun,  etwas  ins  violette  ziehend  mit  zahlreichen  gelben 
Flecken  und  rotem  Kopf.  Puppe  glänzend  gelblieh(  ?)  mit  .schwarzen  Zeichnungen;  an  den  Vorderecken  des 
Mittelrückens  und  am  Kopfe  findet  sieh  je  ein  stumpfer,  rotbrauner  Vorsprung;  die  Analspitze  endet  mit 
zwei  langen,   rechtwinklig  abstehenden  Zweigen.     Sierra-Leone   bis   Congo-Gebiet. 

juno.  P.  juno  Plöiz  (75  h)  weicht  von  P.  iphis  nur  durch  geringere  Größe,  kürzeres  drittes  Palpenglicd  und 

zum  größten  Teil  rot  behaarte  Bauch.seite  ab.    ^  ™ir  unbekannt.    Goldküste. 

2.  Gattung-:  Ifikopaloeamptn  Wallcngr. 
Die  Rippe  3   der  Hflgl  geht   aus  der  Hinterecke  der  Mittelzelle.    Geschlechter  einander  fast  ähnlich. 

Uebersicht  der  Arten. 

A.  Die  Unterseite  der  Hflgl  einfarbig  ohne  Flecke  oder  andere  Zeichnungen,  höchstens  mit  dunkleren  Rippen 
und  hell  gefärbten  Fransen. 

a.  Kopf,  Palpen  und  Unterseite  des  Hinterleibes  orangerot.    Beide  Flügel  unten  mit  matt  schwarzblauer 
Grundfarbe.  Hh.  aeschylus. 

ß.  Palpen  weiß  oder  grau  mit  schwarzen  Längslinien.    Bauch  weiß  oder  gelblich. 

*.  Die  Fransen  der  Hflgl  vom  Analwinkel  fast  bis  zur  Rippe  2  orangegelb,  dann  schwärzlich.    Hflgl 
oben   zum    größten   Teil    mit    braungelben   Haaren    bekleidet.  Bh.  ratek. 

**.  Die  Fransen  der  Hflgl  weiß  oder  weißlich.    Beide  Flügel  oben  einfarbig  gra\ibraun  oder  .-ichwarzbraun 

Hh.  libeon. 

B.  Die  Unterseite  der  Hflgl  mit  scharf  hervortretenden  Zeichnungen. 

OL.  Hflgl  unten  mit  einem  weißen  oder  hellgelben  Fleck  oder  mit  einer  solchen  Querlinie. 


RHOP.ALOC^MPTA.    Vüii  Dr.  C.  Aueivillius.  507 

*.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ohne  tief  schwarze  Punkte  oder  Flecke. 

f.  Hflg  oben  am  Analw  inkcl  mit  weißem  Fleck  und  weißen  Fransen,  unten  hinter  der  Mitte  zwischen 
dem  Vrde  und  der  Rippe  1  b  mit  schmaler  weißer  Querbinde.  Ein  kleiner  weißer  Fleck  oder 
Querstrich  am  Ende  der  IVIittelzelle  beider  Flügel.  Rh    ramanatek. 

tt-  Hflg  oben  ohne  weißen  Fleck  am  Analwinkel. 

§.  Körper  oben  und  die  Flügel  wenigstens  im  Wurzelteil  grün  oder  blau  beschuppt.  Fransen 
der  Hflgl  dunkel  gefärbt.  Der  weiße  Fleck  der  Hflgl-Unterseite  mäßig  groß,  nur  etwa  die 
Hälfte  der  Flügelbreite  einnehmend.    Palpen  weiß  und  schwarz  gezeichnet. 

1.  Der  weiße  Fleck  der  Hflgl-Unterseite  steht  am  Vrde.  Rh.  chalybe. 

2.  Der  weiße  Fleck  der  Hflgl-Unterseite  steht  etwa  in  der  Mitte  des  Flügels  zwischen  den 
Rippen  1  b  und  6.  Rh.  bixae. 

§§.  Fransen  der  Hflgl  am  Analwinkel  gelb  oder  rotgelb.  Das  weiße  Feld  der  Hflgl-Unterseite 
ist  sehr  groß  und  bildet  zv\ischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  1  b  eine  nach  hinten  stark  ver- 
jüngte  Querbinde. 

1.  Hflgl  unten  ohne  weißen  Flecli  am  Irde  im  Felde  Ib.    Hflgl  oben  über  die  Mitte  hinaus 
lebhaft  rotgelb  behaart.  Rh.  fervida. 

2.  Hflgl  unten  am  L-de  im  Felde  1  b  mit  einem  freien  weißen  oder  weißlichen  Fleck. 

Rh.  forestan. 
**.  Die  Unterseite  der  Hflgl  mit  einem  oder  mehreren,  gerundeten,  tief  schwarzen  Pvmkten. 

■f.  Die  Hflgl  unten  nur  mit  einem   großen,  schwarzen  Punkt,  welcher  etwa  in  der  Mitte  des  Feldes 
1  0  steht. 

1.  Flügel  oben  fast  schwarz,  an  der  Wiu-zel  breit  grünbla\i  behaart.  Der  weiße  Fleck  der  Hflgl- 
unterseite  fängt  am  Vrde  an  und  erreicht  die  Rippe  1  b,  ist  aber  nach  hinten  stark  verjüngt. 
Ein  kleiner  weißer  Fleck  vor  dem  Saume  in  I  c.  Fransen  der  Hflgl  dunkel,  nur  unten  am 
Analwinkel  gelblich.  Rh.  pansa. 

2.  Flügel  oben  grau  oder  schwarzgrau  ohne  blaue  Beschuppung.  Der  weiße  Fleck  der  Hflgl- 
imterseite  erreicht  nicht  den  Vrd,  ist  bisweilen  in  Flecke  aufgelöst,  .stets  aber  im  Felde  1  c 
am  breitesten.  Ein  gelber  Fleck  vor  dem  Saume  in  1  c.  Fransen  der  Hflgl  weiß,  am  Anal- 
winkel gelblich. 

a.  Die  weiße   Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  zuisammenhängend.  Rh.  anchises. 

b.  Die  helle  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  in  Flecke  aufgelöst.  Die  Flecke  bisweilen  orange- 
gelb statt  weiß.  Rh-  jucunda. 

ff.  Die  Hflgl  initen  mit  2 — ö  schwarzen  Punkten,  von  denen  die  in  1  c  bisweilen  zu  einem  Quer- 
strich vereinigt  sind,  stets  aber  hinter  der  Mitte  dieses  Feldes  stehen.  Die  helle  Querbinde  der 
Hflgl-Unterseite  fängt  stets  am  Vrde  an  und  erreicht  wenigstens  die  Rippe  1  b.  Fransen  der 
Hflgl  in  der  Analgegend  stets  orangegelb. 

1.  Die  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  schneeweiß.  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  und  in  der  Mitte 
gelb  aufgehellt,  am  Saume  breit  schwärzlich.  Hflgl  unten  mit  je  einem  schwarzen  Punkt  in 
2  und  3  und  in  1  c  mit  einem  schwarzen  Querstrich  oder  mit  zwei  aneinander  stoßenden  schwarzen 
Punkten. 

a.  Hflgl  unten  ohne  schwarzen  Punkt  im  Felde  4.  Der  schwarze  Querstrich  im  Felde  1  c 
auch  saumwärts  weiß  begrenzt.  -R^-  pisistratus. 

h.  Hflgl  unten  a\ich  im  Felde  4  mit  schwarzem  Punkt ;  ihr  schwarzer  Querstrich  im  Felde  l  c 
saumwärts  von  einem  orangegelben  Fleck  begrenzt.  Rh.  hanno. 

2.  Die  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  hellgelb. 

a.  Flügel  oben  eintönig  grau,  kaum  dunkler  am  Saume.  Hflgl  unten  mit  je  einem  schwarzen 
Punkt  in  2 — A  und  mit  zwei  solchen,  einen   Querstrich  bildenden  Punkten  in  1  c. 

Rh.  necho. 

b.  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  und  am  Irde  breit  orangegelb  behaart,  am  Saume  breit  schwarz, 
unten  nur  im  Felde  2  mit  schwarzem  Punkt  und  in  1  c  mit  schwarzem  Querstrich,  welcher 
saumwärts  orangegelb  begrenzt  ist.  Rh.  sejuncta. 

ß.  Hflgl  unten  ohne  weißen  oder  weißlichen  Fleck  oder  Querbinde. 

*.  Hflgl  unten  in  der  Mitte  des  Feldes  1  c  mit  einem  gerundeten  tief  schwarzen  Fleck  in  orangegelbem 
Felde.  -ßA.  jucunda  var. 


508  RHOPALO:  A3IPTA.    Von  Dr.  C.  Araimiirs. 

**.  Hfl^  ohne  sok^iea  Heck,  in  der  Sanmhätfte  des  Feldes  1  c  aber  mit  einem  langgestreekten  otai^e- 
roten  Fleck,  vekh^  fa^t  völlig  durch  einen  schwarzen  Qaerstrich  geteilt  ist. 

1.  Vflgl  oben  dunkelbraun.  Hdgi  oben  <saiigegelb  behaart  mit  breitem  schwarzen  Saome  and  Trde. 

Bk.  keitklaa. 

2.  B^de  Flögel  oben  metallistji  violett  Man  mit  schwarzen  Saambind«i.  Bk.  boeagei. 

toAgittg.  Rh.  aescfaykis  P'-":    "■'>  ei     ..O^r^ite  ?*"hwarzgr5n.  Fransen  der  VQd  grau,  der  HfTgT  weiß,  am  Hinter- 

winkel rotgelb."    S-;:    - 

rmtek.  Kb.  ratek  Bsd.  (75  f).   Untoseite  beider  Flügel  ganz  eintön%  donkelbraim;  Thorax  oben  grünBch  be~ 

haart .    Mi  i :-.  gasfcar . 

Hbecm.  Rh-  lifeMfl  Dntee  soD  einen  nndeatlichen  weißen  Fleck  am  Analwintel  auf  der  Unterseite  der  Hilgl 

ttMieolor.  haben.  Angola.  —  laiicctor  JIcUt.  (75  f)  weicht  nnr  durch  das  Fehlen  dieses  Fleckes  ab.  Beim  2  sind  die 
Hflgl  unten  vor  dem  Saume  mehr  oder  weniger  dicht  mit  hellgrauen  Schupp"eii  bekleidet  i  =  anilgiais  Platz). 
K  "  -'  "  '"'-  Xatal  und  Delagoa.  —  Zc  dieser  Art  gehört  wahrscheinlich  auch  die  mir  unbekannte  nach  einem 
e        -  rkten   Stück  beschriebenen  brussauxi  Jlab.    Dieselbe  wird  mit  folgenden  Worten  beschrieben: 

-  :z  mit  ei  "liehen  S«:hinin;er  zwischen  den  Bippen  und  der  Discos  der  Vflgl  etwas 

. -iv._.  ^ciciio:.  üi.d.  ebenfi--  ._ -ajz  mit  den  Fransen  von  der  Rippe  -t  bis  zum  Analwinkel  schneeweiß: 
Unterseite  der  Flügel  schwarzbraun,  heiler  am  Saume;  das  Fdd  1  der  Vflgl  in  der  Mitte  hell  rötlich:  der 
Körper  auf  beiden  Seiten  schwarz;  Bauch  mit  weißen  Haaren."    C<Higo  am  Ubangi-Fluß. 

Rh.  ramanatek  Eid  (75  h).   Beide  Fl^j.  :\  schwärzlich,  in  der  Mitte  kaum  aufgeholt.    Von  alkn 

anderen  .\rte:i    lurch  den  ^hneeweißen  Ana^...„   -.r  Oberseite  der  Hügl  Terschieden.    Madagaskar. 

Aalgbe.  Rh.  dialj'be  Dbl.  d-  Hew.  (75  e)  —  Flügel  oben  fast  schwarz:  beim  o  sind  die  Vflgi  an  der  Wurzel  und 

die  Hflgl  bis  zum  Saume  intenär  blau  schillernd,  beim  2  änd  beide  Flügel  oben  nur  im  Wurzeheil  Uai^rän 
beschuppt.    Togo  bis  Congo. 

bijue.  Rh,  bixae  L.  (75  e).    Beide  FKgel  oben  tief  schwarzblau  ohne  Sc-hiD^.  unten  fast  schwarz.    West -Afrika. 

Wj.  fervida  E''       "  .      V-''_'    /  —'"raun,  nur  an  der  Wuzrel  etwas  rotgelb  behaart:  Hflgl 

unten  am  Anal  •>  Lnkei  r  Rippe  1  b  erreicht.    Palpen  weiß  mit  schwarzen  Linien. 

3Iadagaskar. 

Rh.  f*restan  Cr.  i7Si).  Vflgl  eben  fast  bis  zur  Wurzel  dunkel  graubraun:  Hflgl  aber  in  der  Mitte 
etwas  hellgelblich  aufgeholt;  Thorax  oben  mit  grauer  Behaarung.  Ueberali  auf  dem  Festlande  Afrikas,  süd- 
lich d^  Sahara.  Raupe  von  bläulicher  Grundfarbe,  mit  dunklen  Querstrichen  gezeichnet:  jedes  Glied  hat 
vom  eine  Iweite  dunkelbraune  Querbinde  und  dahinter  2 — 3  dunklere  Queilinien:  auf  den  Gliedern  1 — 3  er- 
reicht die  Querbinde  die  Füße,  sonst  nur  die  Höhe  des  Atemlochs:  auf  den  Gliedern  5 — 11  schließt  die  Quer- 
binde  jed»seits  einen  heOen  Strich  an  und  auf  den  Güedem  5 — 10  si^t  man  zwischen  den  beidoi  asten 
Quer'  'aeabgrfrärztelinieanf  der  Mitte  '- ^"  '       -.  Der  Bä>pf  ist  gelb  mit  zwei  Querreihen  schwarzer 

Puni^:  >ienen  die  ob^  aus  6  und  die  -    5  Punkten  besteht.    Puppe  grünlich,  weiß  bestäubt; 

sie  hat  zwei  kurze  schwarze  Spitzen  Jederseitä  am  vorderen  Rande  des  MrttelrückMis  und  eine  auf  der  IGtte 
mri>cga»tea.   '       ^'     "es.  —  artogistes  Gn.  (78  i)  ist  eine  besondre,  auf  Madagaskar  vorkommende  Rasse,  welche  nur 
abweicht,  daß  oben  da  Thorax  und  bade  Flügel  an  der  Wurzel  mit  hell  grünlich  grauen  Haaroi 
bekleidet  sind,  wozu  kommt,  daß  die  Hflgi  oben  in  der  Mitte  heiler  weißlichgiau  siitd. 

pow«.  Rh.  pama  Hete.  (75  e)  kommt  nur  auf  Madagaskar  vor. 

ndUea.  Wi.  ancfaises  Gergt.  Ciö  f)  ist  durch  die  in  der  Uebersicht  angegebenen  Merkmale  leicht  kenntlich.  Kommt 

in  Ost-Ai"'ka  von  Delagca-Bay  bis  zum  Somali-Lande  vor  und  wurde  auch  in  Arabien  bei  Aden  angetzoSen. 

/Hcwndd.  Rh.  Jticisida  P  '  '  .\rt  ganz  ähnlich,  weicht  aber  unten    '    "^  ab,  daß  die  weiße 

Qnerbinde  in  ct::^a  5  .  _  denen  einer,  der  größte,  im  Felde  1      -  und  den  schwarzen 

Punkt  einschließt,  einer  in  der  31ittelzelle  und  je  einer  in  den  Feldan  2 — 6  stehen;  die  letzteren  sind  gewöhn- 

I:^  --;-i----:  T-    -  -—         ■     -•-      ;.    j  -  -  —     die  Figur  (75f)  ist  eii>e  Kc^ie  von  Bctlebs  Original- 

^  -  r.e  Aberration  dar.  bei  der  alle  diese  Flecke  rotgelb  und 

-  rt  begrenzt  sind  und  Ger  Vrd  dar  Vflgl  unten  orange  gelb  ist.  Ist  der  Insel  Sokotra  eigentümlich.  — 
Di«r  Raupe  lebt  auf  einer  Rcusart,  ist  schwärzlich  mit  einer  gelben  Querbinde  in  der  Mitte  jedes  Gliedes 
und  einer  gelblichen  rotgefleckten  Seitenlinie  der  Glieder  4 — 10:  Kopf  rot  mit  schwarzen  Punkten  fast  wie  bei 
der  Raupe  von  Bi.  foresbn. 

pisigtrabti.  Rh.  ^sistnrtDS    ~      "'  .     i-t    v : n    Siena-Leone   bis    Süd-Afrika   verbreitet,   mir  aber  nicht  aus  Ost- 

Afrika  nördlich  von   '.        .  v  bekannt. 

hmtmo.  Rh.  haimo  Plöiz  (75  f)  ist  oben  dunkler  als  ptsigtirOin:  Vflgl  unten  mit  einem  kleinen  weißen  Fleck  in 

5  (und  6).    Sierra-Leone  bis  Gabtin. 


RHOPALOCAMTA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  509 

Rh.  necho  Plöfz  (75  h)  ist  durch  die  fast  eintönig  hell  graiibraiine  Oberseite  beider  Flügel  ausgezeichnet,  necho. 
Bei  allen  mir  vorliegenden  Stücken  fehlen  auf  der  Hflgl-Unterseite  die  beiden  äußeren  schwarzen  Punkte  im 
Felde  1  c,  welche  in  Plötzs  Beschreibung  und  in  seiner,  hier  wiedergegebenen  Abbildung  vorkommen.    Jene 
Form  mag  als  ab.  tripunctata  ab.  nov.  bezeichnet  werden.    Sierra-Leone  bis  Gabun.  irtpnnrlala. 

Rh.  sejuticta  Mnh.  <L-   Vuill.  (75  f)  ist  an  den  in  der  Uebersicht  angegebenen  Kennzeichen  leicht  zu  sejuucta. 
unterscheiden.    Ost -Afrika:  Usagara. 

Rh.  keithloa  Wallengr.  (75  g).  Beide  Flügel  unten  mit  eintönig  schwarzgrauer  Grundfarbe.  Hflgl  unten  keithloa. 
mit  einem  länglichen  orangegelben  Fleck  am  Analwinkel  im  Felde  1  b  und  mit  ähnlich  gefärbten  Fransen 
vom  Irde  etwa  bis  zur  Mitte  des  Saumes.  Kapland  bis  Delagoa-Bay.  —  Die  Raupe  erinnert  sehr  an  die 
von  Bh.  jorestan.  Kopf  herzförmig  orangerot  mit  zwei  horizontalen  Querreihen  purpurbrauner  Punkte,  4  in 
der  oberen  und  5  in  der  unteren  Reihe.  Körper  mit  gelber  Grundfarbe;  erstes  Glied  jedoch  einfarbig  braun; 
die  übrigen  vorne  mit  einer  breiten,  purpurbraunen  Querbinde  und  dahinten  mit  einer  (Glieder  2  und  3) 
oder  zwei  (die  übrigen)  ähnlichen  Querlinien;  Seitenlinie  a\if  den  Gliedern  2 — 12  hellrot;  Brustfüße  hellrot  mit 
gelben  Klauen.  Puppe  gelb  oder  rötlich"  und  mit  einem  kreideweißen  Reif  bedeckt.  —  tancred  Plötz  (75  g)  tancred. 
weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Fransen  der  Hflgl  bis  zur  Flügelspitzc  orangerot  sind  und  ist  wahrscheinlich 
nur  eine  Abänderung  von  keithloa.    Natal. 

Rh.  bocagei  Em.  Shp.  soll  auf  der  Unterseite  der  vorigen  Art  ähnlich  sein  Vflgl  unten  ganz  braun  hocagci. 
mit  schwachem  bläulichen  Glänze,  Hflgl  auch  unten  braun,  aber  mit  einem  etwas  dreieckigen  lebhaft  orange- 
roten  Fleck,  welcher  drei  große  schwarze  Flecke  einschließt  Der  erste  Fleck  im  Felde  1  e,  der  zweite  in  2  und 
der  dritte  in  4;  ein  kleiner  orangegelber  Fleck  außerhalb  des  größeren  Fleckes  und  ein  breiter  orangegelber 
Streif  am  Ende.  Kommt  nur  auf  der  Insel  St.  Thomas  vor  und  gehört  zu  den  hochinteressanten,  endemischen 
Formen  dieser  Insel. 

2.  Unterfamilie  Pamphilinae. 

Zu  dieser  Unterfamilie  werden  alle  Gattungen  gerechnet,  bei  denen  die  Rippe  5  der  Vflgl  an  ihrem 
Anfange  etwas  nach  hinten  gebogen  ist  und  deutlich  näher  an  die  Rippe  4  als  an  6  entspringt.  Da  ich 
entschieden  der  Ansicht  bin,  daß  comma  L.  und  nicht  palaemon  als  Typus  der  Gattung  Pamphila  F.  *)  betrachtet 
werden  muß,  habe  ich  diese  Unterfamilie  mit  dem  Namen  Pamphilinae  bezeichnet. 

I.  Drittes  Palpenglied  knoten-  oder  kegelförmig,  die  Behaarung  des  zweiten  Gliedes  gewöhnlich  nicht  oder 
wenig  überragend,  selten  deutlich  behaart  oder  beschuppt. 

A.  Die  Fühler  sind  lang  und  reichen  weit  über  die  Älitte  der  Vflgl  hinaus;  ihr  oft  umgebogener,  ver- 
schmälerter Spitzenteil  ist  auch  lang  und  viel  länger  als  der  größte  Querschnitt  der  Kolbe. 

a.  Palpen  vorgestreckt;  drittes  Palpenglied  groß  und  dick,  kegelförmig.  6.  Gamia. 

ß.  Palpen  aufgebogen,  der  Stirn  anliegend;  drittes  Glied  viel  kleiner,  nicht  vorgestreckt. 

*.  Die  Rippen  3  und  4  der  Vflgl  an  ihrem  Ursprung  ebenso  weit  oder  weiter  getrennt  als  die 
Rippen  4  und  5. 

t.   Saum   der   Vflgl   gerade.     Flügel,    oben   einfarbig   oder   nur  am  Vrde  der  Vflgl  etwas  auf- 
gehellt, ganz  ohne  Glasflecke.  1.  Acalloinstes. 

tt-  Saum  der  Vflgl  mehr  oder  weniger  gebogen.    Flügel  sehr  selten  oben  einfarbig. 

§.  Kopf  ganz  gclbrot  beschuppt.    Flügel  oben  zum  Teil  mit  bläulichem  oder  grünlichem 
Schiller  ohne  Glasflecke.  7.  Pteroteinon. 

§§.  Kopf  nicht  auffällig  gefärbt.    Flügel  oben  ohne  metallischen  Schiller,  Vflgl  aber  gewöhn- 
lich mit  hellen  Flecken, 
o.  Die  Rippe  2  der  Vflgl  entspringt  in  oder  vor  der  Mitte  der  Mittelzelle. 

-.  Hilgl  oben  einfarbig  schwarzbraun,  ohne  Flecke  oder  selten  weiß  gefleckt. 

8.     Caenides. 

.  Hflgl  oben  zum  großen  Teil  gelb  oder  gelbbraun  oder  mit  gelber  Diskalbinde. 

1.  Hflgl  unten  mit  einigen  weißen,  schwarz  umzogenen  Flecken.  Endglied  der 
Palpen  kurz,  kegelförmig.  —  <J  Hflgl  oben  im  Felde  1  c,  2  und  der  Mittelzelle 
mit  einem  scharf  begrenzten,  ovalen,  braunen  oder  schwärzlichen  Mehlfleck. 

23.  Osmodes. 


*)  In  der  Beschreibung  der  Gattung  Pamphila  gibt  F.\bbicit7s  an:  „Kolbe  mit  einem  kleinen  zurückgekrümmten 
Haken",  was  auf  comma,  nicht  aber  auf  ..paniscus"  paßt.  Eine  Art,  auf  welche  die  Beschreibung  iiicht  paßt,  kann  doch  nicht 
als  die  typische  betrachtet  werden. 


510  PAMPHILINAE.    Von  Dr.  C.  Aurivillids. 

2.  Hflgl  unten  t)line  weiße  Flecke. 

a.  Endglied  der  Palpen  klein  und  in  den  Schuppen  des  zweiten  Gliedes  fast 
verborgen. 

a'.  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  mit  einem  großen  schwarzen  Fleck,  welcher 
die  Wurzel  der  Mittelzelle  und  der  Felder  1  a  mid  1  b  bedeckt  und 
auch  etwas  in  das  Feld  2  hineindringt.  Hflgl  unten  ohne  Flecke.  — 
J  Vflgl  gewöhnlich  oben  mit  einem  feinen  schwarzen  Mehlstrich  vom 
Hrd  bis  zur  Rippe  5.  24.  Bhab(!o))ia)itis. 

b'.  Vflgl  unten  ohne  schwarzen  Wurzelfleck.  Hflgl  unten  mit  einigen 
schwarzen  Punkten.  —  q*.  Hflgl  in  der  Mitte  mit  einem  glasartigen  Fleck. 

25.  Osphantes. 

b.  Endglied  der  Palpen  groß  und  dick,  kegelförmig  und  gerade  vorgestreckt. 
Hflgl  unten  mit  schwarzen  Punkten.  —  ^.  Hflgl  oben  mit  einem  glatten 
grauen  Mchlfleck  in  der  Mittelzelle.  26.  Parosmodes. 

CO.  Die  Rippe  2  der  Vflgl  entspringt  viel  näher  an  der  Rippe  3  als  an  der  Flügelwiirzel. 
Diskalflecke  der  Unterseite  zum  Teil  mit  silbernem  Kern.  16.  Ceratrichia. 

**.  Die  Rippe  4  der  Vflgl  entspringt  näher  an  der  Rippe  3  als  an  5.    Flügel  gewöhnlich  oben  ein- 
farbig schwarz  ohne  Glasflecke.  9.  Semalea. 

li.  Die  Fühler  sind  kurz  oder  mäßig  lang,  selten  lang;  ihre  Kolbe  am  Ende  fast  abgerundet  ohne  Spitze 
oder  mit  einer  scharf  abgesetzten,  gewöhnlich  fast   rechtwinkelig  umgebogenen  Spitze,  welche  kurz 
und  nie  länger  als  die  doppelte  Dicke  der  Kolbe  ist. 
a.  Die  Fühler  oder  wenigstens  ihre  Kolbe  zum  Teil  mit  schneeweißen  Schuppen  bekleidet. 

1.  Spiralzunge  kurz,  verkümmert.  2.  Ploeizia. 

2.  Spiralzunge  lang,  kräftig  entwickelt.  :>.  Zophopetes.' 

4.  Chioneigia. 
5.  Chondrohpis. 
ß.  Fühler  ohne  schneeweiße  Beschuppiuig. 

*.  Die  Rippe  5  der  Hflgl  deutlich,  wenn  auch  bisweilen  schwächer  als  die  übrigen, 
f.  Fühlerspitze  wenigstens  so  lang  wie  die  Dicke  der  Kolbe. 
§.  Die  Rippe  2  der  Vflgl  entspringt  vor  der  Mitte  der  Zelle. 

1.  Die  Rippe  4  der  Vflgl  entspringt  näher  an  5  als  an  3  und  die  Rippe  5  der  Hflgl  näher 
an  6  als  an  4.    Große  Alten  mit  einer  Flügelspannung  von  40 — 52  mm.    10.  Artitropa. 

2.  Die  Rippe  4  der  Vflgl  entspringt  etwa  in  der  Mitte  zwischen  3  und  5,  selten  näher  an 
5  und  die  Rijipe  5  der  Hflgl  nicht  näher  an  6  als  an  4.  Ivleine  Arten  mit  einer 
Flügelspannung  von  niu-  25^30  mm.  17.  Xant/iodisca. 

§§.  Die  Rippe  2  der  Vflgl  entspringt  an  oder  hinter  der  Mitte  der  Zelle. 

1.  Drittes  Palpenglied  schief  vorgestreckt.  Flügel  oben  mit  lebhaft  gelben  Zeichnungen. 

18.  Pardakodes. 
19.  Padraona. 

2.  Drittes  Palpenglicd  fast  gerade  eniporgestreckt.  Flügel  oben  schwärzlich  oder  dunkel- 
braun, selten  gelbbraun.    Vflgl  mit  oder  ohne  kleine  Glasflccke..  20.  Parnara. 

tt-  Fühler  an  der  Spitze  ganz  abgerundet  oder  mit  einer  kleinen  Spitze,  welche  nicht  so  lang  wie 
der  Durchmesser  der  Kolbe  ist. 

1.  Fühler  sehr  kurz,   die   Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl   nicht  erreichend.    Mittelschienen 
fein  bedornt.  21.  Gegenes. 

2.  Fühler  etwas  länger,  die  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl  erreichend.  22.  Kedesles. 

**.  Die  Rippe  5  der  Hflgl  ganz  fehlend.    Drittes  Palpenglied  schief  nach  innen  gerichtet. 

12.  Paronymvs. 

II.  Drittes  Palpenglied  lang,    zylindrisch  oder  pfriemenförmig,  frei  hervorragend,  ,, nackt". 

a.  Die  Rippe  5  der  Hflgl  ganz  fehlend.   Fühler  mäßig  lang,  die  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl  erreichend. 
Drittes  Palpenglied  länger  und  dünner.  13.  Andronymus. 

ß.  Die  Rippe  5  der  Hflgl  deutlich,  wenn  auch  schwächer  als  die  andern.   Fühler  kiu-z,  die  Spitze  der  Mittel- 
zelle den  Vflgl  nicht  erreichend.    Drittes  Palpenglied  kürzer  und  dicker.  14.  Platylesches. 

15.  Gahrga. 


ACALLOPISTES;  PLOETZIA;  ZOPHOPETES.    Von  Dr.  C.  Aurivillius:  511 

1.  Gattung':  Acallopistes  Holl. 

Die  Stellung  dieser  Gattung,  deren  Arten  mir  mir  nach  den  Beschreibungen  und  Abbildungen  bekannt 
sind,  ist  etwas  unsicher.  Vflgl  dreieckig  mit  Saum  und  Hrd  gerade  und  gleich  lang;  Rippe  5  etwas  näher  an 
4  als  an  6,  Rippe  2  vor  der  Mitte  der  Zelle,  6 — 8  fast  aus  demselben  Punkte  der  Spitze  der  Mittelzelle.  Rippe  5 
der  Hflgl  vorhanden. 

A.  holocausta  Mab.  (80  f).    Flügel  oben  schwärzlich  am  Vrde  der  Vflgl  gelblich,  fast  überall  mit  gelb-  holocausta. 
braunen  Haaren  und  Schuppen  dicht  bekleidet;  Unterseite  schwarzbraun.    Kamerun:  Barombi. 

A.  ditnidia  Hall  (79  i).    Fühler.  Leib  und  Flügel  oben  und  unten  eintönig  dunkelbraun  mit    einem  dimidia. 
schwachen  grünlichen  Schiller  in  der  Mitte  der  Vflgl  beim  starken  Sonnenschein.    Palpen  unten  orangefarbig. 
Gabun. 

2.  Gattung-:  I»loetzia  Saahn. 

Sauger  klein,  fast  verkümmert.  Palpen  gerade  vorgestreckt  mit  kurzem,  durch  die  borstige  Behaarung 
des  zweiten  Gliedes  bedecktem  Endgliede.  Hinterschienen  nur  mit  End.'iporen.  Vflgl  langgestreckt  mit  scharfer 
Spitze  und  vorne  geradem,  nach  hinten  etwas  gebogenem  Saume.  Hflgl  am  Analwinkel  abgerundet,  kürzer  als 
der  Hlb. 

P.  amygdalis  Mrtb.  (79  i).   Flügel  oben  einfarbig  schwarzbraun  am  Vrde  etwas  aufgehellt.   Vflgl  unten  amygdalis. 
schwarzbraun  im  Spitzenteil  weißlich  aufgehellt  mit  2 — .3  kleinen  schwarzen  Punkten.    Hflgl  unten  weißgrau, 
etwas  violett  angeflogen  mit  je  einem  schwarzen  Ring  in  1  c — 7  und  in  der  Mittelzelle.   Leib  oben  dunkelgrau, 
unten  weißhaarig.    Madagaskar. 

3.  Gattung:  Zopliopetes  Mab. 

Diese  Gattung  wurde  früher  mit  Ploetzia  vereinigt,  weicht  aber  durch  breitere  Vflgl,  lange,  normal 
entwickelte  Spiralzunge,  aufgebogene  Palpen  und  vier  Sporen  der  Hinterschienen  so  erheblich  ab,  daß  sie  mit 
Recht  als  eigene  Gattung  von  Mabille  aufgestellt  wurde.  Durch  die  eigentümliche  Zeichnung  der  Unterseite 
besonders  der  Hflgl  schließen  die  Arten  sich  jedoch  der  P.  amygdalis  offenbar  an.  Die  Geschlechter  der  meisten 
Arten  sind  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  verschieden.  Die  Arten  kommen  bisweilen  ans  Licht  und  die  silberglän- 
zende Fühlerkolbe  soll  dann  sehr  auffällig  hervortreten. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  A  r  t  e  n. 

A.  Vflgl  oben  ohne   Glasflecke.    Mittelschienen  bedornt.  Z.  fiara. 

B.  Vflgl  oben  mit  (gelblichen)  Glasflecken  in  der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern  2  und  3,  nicht  aber  in  4,  5, 
7 — 11.    Mittelschienen  ohne  Dornen. 

a.   Hflgl  unten  ohne  hellen  Rippen  oder  helle  Längslinien.    Nur  bei  den  (J(J. 

*.  Vflgl  oben  am  Saume  von  der  Spitze  bis  zur  Rippe  4  breit  weiß.   Vflglzelle  nur  mit  1  Glasfleck. 

Z.  dysmephila  q. 
**.  Vflgl  oben  nicht  weiß  am  Saume.   Vflglzelle  mit  2  Glasflecken. 

§.  Vflgl  oben  mit  einem  kleinen  Glaspunkt  im  Felde  6,  aber  ohne  Mehlstrich.    Hflgl  oben  am  Vrde 
breit  weiß.  Z.  cafronnieri  (^. 

§§.  Vflgl  oben  mit  einem  .schief  gestellten,  schwarzen  Mehlstrich  von  der  Wurzel  der  Rippe  3  bis 
in  das  Feld  1  b  hinein,  aber  ohne  Glaspunkt  im  Felde  6.    Hflgl  pben  nicht  weiß  am  Vrde. 

Z.  cerymica  <$. 
ß.   Hflgl  unten  mit  einem  oder  mehreren  hellen  Längsstreifen  oder  mit  hellen  Rippen.    Nur  $9- 

*.  Vflgl  nur  mit  einem  Glasfleck  in  der  Mittelzelle.   Hflgl  unten  nur  mit  einer  hellen  Längslinie,  w  eiche 
von  der  Wurzel  bis  zum  Saume  am  Ende  der  Rippe  6  verläuft.  Z.  dysmephila   2. 

**.  Vflgl  mit  zwei  Glasflecken  in  der  Mittelzelle. 

§.  Vflgl  ohne  Glaspimkt  im  Felde  6. 

1.  Hflgl  unten  vor  der  Mitte  mit  einem  breiten  Längsstreif,  welcher  an  der  Wurzel  anfängt,  gegen 
den  Saum  allmählich  breiter  wird  und  das  Feld  6  völlig  bedeckt.  Die  Rippen  2 — 4  heller  als 
die  Grundfarbe.  Z.  cerymica   9- 

2.  Hflgl  unten  nur  mit  hellen  Rippen,  aber  ohne  weißlichen  Längsstreif  und  im  Felde  6  dunkel 
gefärbt.  Z.  nobilior  9- 

§§.  Vflgl  mit  einem  Glaspunkt  im  Felde  6.  Z.  capronnieri  Q. 


512  CHJOXEIGL\.  CHOXDROLEPIS.    Von  Dr.  C.  ArRiviLLirs. 

fiara.  Z.  üara  Btlr.  (79  i).  Beide  Flügel  oben  dunkelbraun  ohne  Flecke;  die  Vflgl  an  der  Wurzel  schwach, 
die  Hflgl  in  der  Mitte  deutlich  ockergelblich  aufgehellt.  Flügel  unten  besonders  beim  £  heller,  violettgrau  und 
am  Saume  mehr  oder  weniger  schwärzlich  gesprenkelt :  bisweilen  ist  in  der  ilitte  der  Hflgl  eine  braune  Quer- 
binde angedeutet.  Süd-Atrika,  im  Kaplande  imd  Xatal.  G.  F.  Leigh  fand  die  grünen  Eier  auf  der  Oberseite 
der  Blätter  einer  >  -\rt.  —  Die  junge  Raupe  ist  lebhaft  rot  mit  schwarzem  Kopf  imd  lebt,  wie  die  meisten 

Hesperiden-Raup- em  durch  die  Umbiegimg  des  Blattrandes  gebildeten  Gehäuse.  Erwachsen  ist  sie  hell- 
grün mit  sehr  großem,  schwarzem  und  weißem  Kopfe  und  orangeroten  Atemlöchern;  das  letzte  Körperglied 
ist  oben  schwarz.    Puppe  hellbratui  mit  weißem  Reif. 

äjfamephila.  Z.  dvsmephila  Trim.  t^SOd).    Das  ^  ist  sofort  an  der  weißen  Saumbinde  der  Vtlgl  und  das  5  ^Q  der 

Zeichnung  tler  Htlgl-Unterseite  kenntlich.  Bei  diesem  ist  die  Gnmdfarbe  der  Hflgl-Unterseite  längs  der  Hinter- 
seite der  weißen  Längslinie  dunkler  als  sonst.  —  Die  Raupe  lebt  a\if  Dattelpalmen  und  hat  bisweilen  die  Pflan- 
zungen dieser  Palme  in  Südafrika  beschädigt.   Kapland  bis  Tabora  in  Ost -Afrika. 

schuUi.  Z.  schulzi  Plöiz  (79  b)  ist  offenbar  mit  dysmephUa  und  cerymica  verwandt,  mir  aber  nur  durch  die  hier 

kopiierte  Abbildimg  von  Plötz  bekannt.    Angola. 

eerjfmico.  Z.  cer>mica  Hew.  {=  quaternata  Mab.,  weiglei  Plötz)  (80 f).     Das  o  ist  oben  in  der  Uebersicht  be- 

schrieben und  auch  durch  die  Abbildimg  leicht  kenntlich.  Das  :$  (80  e)  ist  größer  und  oben  dmt?h  das  Fehlen 
des  Mehlstriches  der  Vflgl.  unten  durch  die  Zeichnung  der  Hflgl  ganz  abweichend.  Bei  einem  3  aus  dem  Congo- 
Gebiete  sind  die  Glasflecke  der  Vtlgl-Oberseite  lebhaft  goldglänzend  statt  matt  honiggelb.  —  Puppe  braun, 
feinkörnig;  der  Kopf  der  Raupe  scheint  weißlich  gewesen  zu  sein.  In  West -Afrika  von  Senegambien  bis  Congo 
verbreitet.   Die  hier  gelieferte  Abbildung  des  J  ist  nach  Plötz's  Originalfigur  von  tceiglei-^  kopiiert. 

eaproHNteri.  Z.  caproiinieri  Plölz  (80  e)  weicht  recht  erheblich  von  den  anderen  Arten  ab  und  ist  besonders  durch 

den  weißen  Vrvl  der  Hflgl-Oberseite  des  3  ausgezeichnet.  Das  c  ist  mir  imbekannt,  soll  aber  diesen  weißen 
Vrd  entbehren.    Goldküste  bis  Congo. 

Hobilior.  z.  nobilior  HolL  (SO b)  ist  nur  im  :J  Geschlecht  bekannt  und  durch  die  Unterseite  leicht  vom  2  der 

Z.  cerymica  zu  unterscheiden.    Französisch  Congo. 

4.  Gattung:  C'liioiieigia  Heron. 

Die  einzige  Art  dieser  Gattung  habe  ich  nicht  untersuchen  können.  Aller  Wahrscheinlichkeit  nach 
ist  jedoch  Chioneigia  mit  der  folgenden  Gattung  identisch.  Die  wichtigsten  von  Herox  angegebenen  Kenn- 
zeichen sind:  Fühler  ein  wenig  länger  als  drei  Viertel  der  Vflgl:  die  Kolbe  etwa  so  lang  wie  ein  Drittel  des  Stieles 
und  mit  unscharf  abgesetzter  Spitze,  welche  kaum  länger  als  der  halbe  Durchmesser  der  Kolbe  ist.  Palpen 
vorgestreckt  mit  von  den  Schuppen  des  zweiten  Gliedes  fast  verborgenem  Endglied.  Vflgl  mit  ziemlich  scharfer 
Spitze:  Mittelzelle  kürzer  als  zwei  Drittel  des  Flügels:  Rippe  5  an  der  Wurzel  gebogen  und  viel  näher  an  4  als 
an  6;  Rippe  2  ein  wenig  näher  an  der  Wurzel  als  an  der  Rippe  3.  Mittelzelle  der  Hflgl  etwa  die  Mitte  errei- 
chend: Rippe  5  schwach  entwickelt  fast  in  der  Mitte  zwischen  4  und  6:  die  Rippe  2  viel  näher  an  der  Rippe  3 
als  an  der  Flügelwurzel.    Hinterschienen  mit  einem  Paar  Sporen. 

legge».  Ch.  legge!  H(r.    j.   Fühler  oben  weiß,  unten  bräunlich.   Flügel  oben  dunkelbraun:  Vflgl  mit  7  kleinen 

gelblichen  Glasflecken  (zwei  in  der  Spitze  der  Zelle  und  je  einem  in  2.  3.  6 — S,  von  denen  der  in  2  etwas 
größer  und  querliegend  ist);  Hflgl  einfarbig  ohne  Zeichnungen.  Vflgl  unten  mit  denselben  Flecken  wie  oben, 
am  Saume  aber  violettgrau  aufgehellt  und  am  Irde  in  1  a  und  1  b  bis  über  die  Mitte  hinaus  gelblich.  Hflgl 
unten  violettgrau,  am  Irde,  an  der  Wurzel  und  am  Vrde  breit  dunkel  rotbraim  und  in  der  Mitte  mit  einer  von 
der  Flügelspitze  ausgehenden,  nach  innen  verjüngten  und  an  der  Rippe  1  b  spitz  endenden  dunklen  Querbinde: 
einige  ähnliche  Flecke  vor  dem  Saume.  Das  2  weicht  nur  durch  etwas  breitere,  am  Saume  mehr  abgerundete 
Vflgl  und  etwas  hellere  Unterseite  ab.  Flügelspannung:  33  mm.   Ruwenzori. 

5.  Gattung::   C'lioiidrolepis  Mab. 

Maibille  gründete  diese  Gattung  auf  seine  im  Jahre  1S90  beschriebene  Art  Pamphila  murga  aus  dem 
Kaffernlande.  Ich  habe  keine  authentische  Stücke  dieser  Art  gesehen,  nach  der  Beschreibung  aber  ist  murga 
zweifellos  dieselbe  Art  wie  Hesperia  nivticomis  Plötz  (78  g)  oder  wenigstens  mit  dieser  sehr  nahe  verwandt. 
Mabilles  B^sclireibung  der  Gattung  ist  wie  folgt":  ..Fühler  lang  und  steif.  Kolbe  spindelförmig  umgekehrt 
eiförmig  mit  kurzer,  kaum  umgebogener  Spitze,  welche  so  lang  wie  der  Querdurchmesser  der  Kolbe  ist.  Zweites 
Glied  der  Palpen  aufsteigend,  mit  steifen  Haaren  bekleidet  und  die  Augen  überragend ;  drittes  Glied  kurz,  kegel- 
förmig, stumpf,  schief  nach  vorn  gerichtet.  Vflgl  mit  scharfer  Spitze  und  fast  geradem  (j)  oder  in  der  Mitte 
gebotenem  Saume;  Vrd  an  der  Wurzel  gebogen,  in  der  Mitte  dem  Zellende  gegenüber  schwach  ausgerandet; 


Ausgegeben  4.  IL  192.5.  GAMIA;  PTEROTEIXON.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  513 

Rippe  5  an  ihrer  Wurzel  scharf  gebogen,  3  sehr  nahe  an  4  und  2  vor  der  Mitte  abgehend.  Hflgl  mit  der  Rippe  5 
entwickelt  und  2  und  3  einander  genähert.  Die  Schuppen  der  Unterseite  der  Flügel,- besonders  der  Hflgl  und 
des  Bauches  von  ungewöhnlicher  Größe.  Hinterschienen  kürzer  als  die  Tarsen  mit  reichlicher  weicher  Behaa- 
rung und  ein  Paar  Endsporen."'  Die  Vflgl  haben  bei  allen  Arten  oben  einen  gelben  Fleck  in  1  b  und  6  oder  7 
Glasflecke  (zwei  in  der  Spitze  der  Jlittelzelle,  einen  größeren  in  2,  einen  kleinen  dicht  an  der  Wurzel  des  Feldes  3 
und  je  einen  kleinen  Punkt  in  6,  7  und  8).   Hflgl  oben  einfarbig  ohne  Zeichnungen. 

Ch.  niveicomis  Plötz  (=  murga  Mab.,  albicornis  Btlr.)  (78  g).  Beide  Flügel  oben  mit  dunkelbrauner  nivekomia. 
oder  schwarzbrauner  Grundfarbe:  Vflgl  unten  am  Vrde  und  im  Spitzenteil  hell  rostbraun,  dahinter  schwärzlich 
und  zwischen  der  Rippe  4  und  der  Spitze  mit  einer  Reihe  dunkler  Flecke,  welche  auch  zu  einer  Submarginalbinde 
vereinigt  sein  können;  die  Glasflecke  wie  oben,  der  Punkt  in  8  oft  fehlend.  Hflgl  unten  hell  rostbraun  oder 
gelblichbraun;  hinter  der  Mitte  mit  einer  dunkleren,  bisweilen  undeutlichen  Querbinde,  welche  an  der  Rippe  Ib 
anfängt,  gegen  die  Flügelspitze  gerichtet  und  allmählich  verjüngt  ist;  mehr  oder  weniger  deutliche  dunkle 
Flecke  kommen  außerdem  im  Wurzelteil  und  am  Saume  vor.  Bei  allen  mir  vorliegenden  Stücken  (3  ^^)  haben 
die  Hinterschienen  4  Sporen.  Mabilles  Angabe  beruht  wahrscheinlich  auf  einem  Beobachtungsfehler.  Angola, 
Rhodesia,  ..Kaffernland'",  Nyassa-Land,  Kilimandjaro. 

Ch.  telisignata  Btlr.  ist  oben  der  vorigen  Art  ähnlich  und  weicht  nur  durch  dunklere  schwärzliche  ielisignaia. 
Grundfarbe  und  größere  Glasflecke  der  Vflgl  ab,  unten  ist  sie  auch  viel  dunkler  gefärbt  und  dadurch  ausge- 
zeichnet, daß  die  Hflgl  in  der  Mitte  einen  scharf  begrenzten  weißen  Fleck  oder  Querband  haben.   Palpen  sowie 
die  Vorderschienen  und  Vordertarsen  zum  Teil  weiß;  Brust  schwärzlich:  Bauch  mit  grauen  Haaren  dicht  be- 
kleidet; Analpinsel  weißlich.    Flügelspannung  32  mm.    Nyassa-Land  und  Britisch  Ost-Afrika. 


6.  Gattung':  Oaiiiia  Holl. 

Große,  bunt  gefärbte  Alten,  welche  sich  durch  die  kräftigen,  fast  gerade  vorgestreckten  Palpen  aus- 
zeichnen. Die  Stirn  unmittelbar  hinter  den  Palpen  mit  einer  Querleiste  von  aufgerichteten  Schuppen.  Saum 
der  Vflgl  in  der  Glitte  gebogen,  der  Hflgl  mit  deutlichem  Anallappen.  Die  Rippe  2  der  Vflgl  etwas  vor  der  Mitte 
der  Zelle,  die  der  Hflgl  hinter  der  Mitte.  Rippe  5  der  Hflgl  gut  entwickelt.  Spiralzunge  sehr  lang.  Hinterschienen 
mit  4  Sporen.   Vflgl  mit  großen  Glasflecken;  Hflgl  oben  mit  einer  Querreihe  gelber  Flecke. 

Für  die  bis  jetzt  bekannten  Formen  sind  die  folgenden  Zeichnungen  gemeinsam:  Vflgl  oben  in  1  b  an  der  Submediana 
mit  zwei  Flecken,  einem  gelben  vor  der  Glitte  und  einem  gelblichen  Glasfleck  ein  wenig  hinter  der  Mitte,  in  2  mit  einem  großen 
länglichen  gelben  Cilasfleck,  welcher  jedoch  die  Wurzel  des  Feldes  frei  läßt :  in  der  Mittelzelle  mit  einem  ähnlichen  Fleck,  welcher 
näher  an  der  Wurzel  anfängt,  die  .Spitze  der  Zelle  aber  nicht  erreicht:  in  3  mit  einem  viel  kleineren  und  etwas  helleren  Glas- 
fleck nahe  an  der  Mitte  des  Feldes  und  vor  der  Flügelspitze  in  den  Feldern  6 — 8  mit  drei  in  einer  schiefen  Querreihe  ge- 
stellten weißlichen  kleinen  Glasflecken,  von  denen  der  in  6  der  größte  ist.  Die  Unterseite  der  Vflgl  weicht  dadurch  ab,  daß 
der  Ird  in  1  a  imd  1  b  fast  völlig  gelb  ist.  daß  die  subapicalen  Glastlecken  ^-ier  sind,  indem  auch  in  9  ein  solcher  Fleck 
auftritt,  daß  der  Vrd  an  der  Wurzel  und  in  der  Mitte  mehr  oder  weniger  aufgehellt  ist  und  dadurch,  daß  die  Felder  4 — 7  mit 
gerundeten  dunkelbraunen  Saumflecken  geziert  sind.  Die  Hflgl  haben  oben  einen  gelbhaarigen  Längsfleck  in  der  Mittelzelle 
und  hinter  der  Mitte  eine  Querreihe  von  4 — 5  kleinen  gelben  Flecken  (in  1  b — .5).  l'nten  sind  diese  Flecke  weniger  deutlich 
rostbraun  oder  grünlich.  Fransen  dunkelbraun,  zwischen  Hinterwinkel  und  Rippe  2  der  Vflgl  und  zwischen  Analwinkel  und 
fast  bis  zur  Eippe  2   der  Hflgl  gelblich. 

G.  galua  HoU.  (=  ditissimus  Mab.,  zintgraffi  Kar.sch)  (79  h).    Hflgl  unten  mit  schwarzbraunen,  rost-  gahia. 
braunen  und  grauen  Zeichnungen  ohne  grüne  Flecke. 

G.  buchholzi  Plötz  (80  g).    9.    Hflgl  unten  mit  grünlichen  Diskalflecken  und  einem  dicken  grünlichen  buchhohi. 
Längsstrich  in  der  Mittelzelle.   Die  hier  wiedergegebene  Abbildung  ist  eine  Kopie  der  Originalfigur  von  Plötz. 
Das  (J  ist  unbekannt  und  ich  besitze  nicht  genügendes  Material  um  andere  Unterschiede  zwischen  den  beiden 
Arten  anzugeben.  —  basistriga  HoU..  welche  der  Autor  selbst  mit  huchJwhi  vereinigt,  scheint  mir  besser  mit  basistriga. 
galua  übereinzustimmen.    Bei  beiden  Arten  kommt  an  der  Wurzel  der  Hflgl-Unterseite  ein  mehr  oder  weniger 
deutlicher  weißer  Querstrich  vor.    Goldküste:  Aburi. 


7.  Gattung:  Pleroteiiion  Wts. 

jVIittelzelle  der  Vflgl  lang,  etwa  zwei  Drittel  des  Vflgls  erreichend.   Rippe  3  der  Vflgl  vor  der  Mitte  der 
Zelle  abgehend.   Rippe  5  der  Hflgl  deutlich.    Hinterschienen  haarig  mit  4  Sporen. 

Pt.  laufelia  Hew.  (80  g).    Flügel  oben  dunkelbraun,  Vflgl  fast  ganz,  Hflgl  am  Saume  breit  dunkelblau  laufella. 
oder  grün  schillernd,  Rippen  dunkler  gefärbt.    Vflgl  unten  am  Hrde  in  1  a  und  1  b  braun,    in  der  Mittelzelle 
und  im  Wurzelteil  der  Felder  2  und  3  bläulich  oder  grünlich  schillernd,  dann  heller  braun  mit  dunklen  Rippen. 
Hflgl  unten  hell  grünlich  mit  dunklen  Rippen.    Hlb  unten  an  der  Spitze  rotgelb  behaart.    Goldküste  bis  Congo, 
Madagaskar  (?). 

XIII  65 


514  CAENIDES.    Von  Dr.  C.  AuRiviLLirs. 

8.  Gattung':  Caeuules  Holl. 

Fühler  lang,  die  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl  erreichend;  ihre  umgebogene  Spitze  lang  und  dünn. 
Die  Rippe  1 1  der  Vflgl  gerade  und  von  der  Rippe  12  getrennt.  Rippe  5  der  Hflgl  deutlich.  Große  oder  mittelgroße 
Arten,  gewöhnlich  mit  großen  honiggelben  oder  kleineren,  weißlichen  Glasflecken  der  Vflgl. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  d  e  r  A  r  t  e  n. 

I.  Vflgl  oben  mit  Glasflecken. 

A.  Vflgl  oben  mit  Glasfleck  im  Felde  2. 

a.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  der  Vflgl  steht  immer  näher  an  der  Wurzel  als  der  Fleck  im  Felde  3. 

*.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  der  Vflgl  klein,  breiter  als  lang,  selten  fast  quadratisch  oder  in  die  Länge 
ausgezogen,  weißlich  oder  gelblich,  nicht  rein  weiß.  Feld  1  b  der  Vflgl  ohne  Fleck  oder  mit  einem 
kleinen  Fleck,  welcher  den  in  2  nicht  beiühit. 
§.  Vflgl  mit  einem  Glaspunkt  im  Felde  5*).  w'k  auch  in  4*). 

o.  Hflgl  unten  tief  schwarzbraun  ohne  Flecke  oder  höchstens  mit  einigen  winzigen  weißen 
Punkten;  oben  einfarbig  oder  mit  einer  Queireihe  heller  Punkte  ($). 

1.  Vflgl  in  der  Mittelzelle  mit  zwei  länglichen,  freien  oder  zu  einem  Fleck  vereinigten 
Glasflecken.  Hflgl  unten  am  Saume  violettgi au  aufgehellt.  —  ^.  Vflgl  oben  zwischen 
der  Wurzel  der  Rippe  2  und  der  Rippe  1  mit  einem  feinen  Mehl-(Androconien)Strich. 
Hflgl  mit  einem  großen  schwarzen  Haaifleck  in  der  Mitte. 

a.  Die  Glasflecke  der  Vflglzelle  getrennt  oder  nur  aneinanderstoßend;  der  Glasfleck  2 
kleiner  und  kurz  oder  nur  an  der  Rippe  2  in  eine  Spitze  ausgezogen.      C.  dacela. 

b.  Die  Glasflecke  der  Vflglzelle  zu  einem  großen,  recktwinkeligen  Fleck  vereinigt;  der 
Glasfleck  2  giößer  und  länglich.  C.  soritia. 

2.  Vflgl  in  der  Mittelzelle  nur  mit  zwei  völlig  getrennten  Glaspunkten.  Hflgl  unten 
bis  zum  Saume  brami,   nur  etwas  heller  als  in  der  Mitte.  —  ^  unbekannt. 

C.  corduba. 

oo.  Hflgl  unten  mit  weißgelber  Grundfarbe  und  schwarzbraunen  Flecken  und  Zeichnungen; 
oben  hinter  der  Mitte  mit  einem  gelben  Fleck  in  4  und  5.  ('.  lacida. 

000.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  weißer   Querbinde.  C.  malthina. 

§§.  Vflgl  ohne  Glaspunkt  im  Felde  5. 

o.  Vflgl  mit  Glaspunkt  im  Felde  4.   Hflgl  unten  auf  grauem  Grunde  mit  Querreihen  dunkler 
Flecke.  C.  cylinda. 

00.  Vflgl  oben  ohne  Glaspunkt  im  Felde  4. 

f.  Hlb  oben  bis  zur  Spitze  braun. 

1.  Hflgl  unten  einfarbig  dunkelbraun  mit  oder  ohne  1 — 3  kleinen  weißlichen  Punk- 
ten in  1  c — 3.  C.  kanguensis. 

C  arela. 

2.  Hflgl  unten  mit  dunklen  Zeichnungen  auf  hellerem  Grunde. 

a.  Große  Art;  Flügel.'^pannung  etwa  66  mm.  Die  Glasflecke  der  Mittelzelle  und 
der  Felder  2  und  3  der  Vflgl  groß  und  lebhaft  gelb.  C.  baienge. 

h.  Kleinere  Art;  Flügelspannung  etwa  33  mm.  Die  Glasflecke  der  Mittelzelle  und 
der  Felder  2  und  3  der  Vflgl  klein  und  weißlich.  Hflgl  unten  mit  weißlich  gelber 
Grundfarbe.  0.  zaremba. 

tt-  Hlb  oben  in  der  Spitzenhälfte  weiß.  C  cretacea  c?- 

**.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  der  Vflgl  ist  groß,  rein  weiß  (schneeweiß). 

o.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  ist  nur  durch  die  Rippe  2  von  einem  ähnlichen  Fleck  im  Felde  1  b 
getrennt;  diese  beiden  Flecke  und  der  ebenfalls  weiße  Fleck  in  der  Mittelzelle  bilden  zusammen 
eine  zusammenhängende  oder  fast  zusammenhängende  Querbinde. 

§.  Hflgl  unten  tief  schwarzbraun  gegen  den  Saum  etwas  heller,  aber  ohne  weiße  Querbinde. 

0.  hidarioides. 


•)  Beim  o  von  C.  dacela  bisweilen  winzig  klein. 


41 


CAENIDES.  Von  Dr.  C.  Aueivillius.  515 

§§.  Hflgl  unten  mit  breiter,  unscharf  begrenzter,  weißlicher  Mittelqiierbinde.     C.  caenira  3*. 
oo.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  der  Vflgl  ist  von  den  Flecken  in  1  b  und  in  der  Zelle  gut  getrennt. 

C  caenira  $. 

ß.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  der  Vflgl  ist  stets  groß,  langgestreckt,  gelblich  und  dehnt  sich  ebensoweit 
oder  weiter  saumwärts  aus  wie  der  Fleck  im  Felde  3.    Vflgl  ohne  Glasflecke  in  4  und  5. 

*.  Hflgl  unten  vor  der  Mitte  mit  einer  Querreihe  von  drei  silberweißen  Flecken  (in  1  c,  7  und  der 
Mittelzelle).  C.  leonora. 

**.  Hflgl  unten  ohne  Silberflecke. 

o.  Vflgl  mit  subapicalen  Glasflecken  wenigstens  in  6  und  7.  —  (J  Vflgl  im  Wurzelteil  des  Feldes  2 
innerhalb  des  Glasfleckes  mit  einem  strich-  oder  kommaähnlichen  Mehlfleck,  welcher  bis- 
weilen die  Rippe  1  erreicht. 

f.  Hflgl  oben  einfarbig  schwarzbraun  ohne  Zeichnung,  unten  tief,  eintönig  umbrabraun 
mit  einigen  kleinen  hellen  Punkten.   Vflgl  ohne  Glaspunkt  in  8. 

1.  Der  Glasfleck  im  Felde  6  der  Vflgl  gerundet,  weißlich  und  freiliegend.  Hflgl  unten 
mit  mehreren  kleinen,  weißen  Punkten.  C.  maracanda. 

2.  Der  Glasfleck  im  Felde  6  der  Vflgl  gelblich,  langgestreckt  und  den  Punkt  in  7  be- 
rührend.   Hflgl  unten  mit  2 — 4  gelben  Punkten  (in  3,  5,  7  und  in  der  Mittelzelle). 

C.  bmaevata. 

tt.  Hflgl  unten  heller,  bunt  gefärbt,  an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger  gelb  gefärbt  und  nach 
außen  gelb  gefleckt;  auch  oben  mit  gelben  Flecken.  Vflgl  oben  mit  drei  subapicalen 
Glasflecken  (in  6 — 8),  von  denen  der  im  Felde  6  stets  länger  und  größer  als  die  anderen  ist. 

1.  Thorax  oben  lebhaft  gelbbraun  behaart.  Der  Glasfleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl 
wurzelwärts  quer  abgeschnitten.  Hflgl  unten  ohne  dunklen  Punkt  im  gelben  Wurzel- 
teil. C.  stöhri. 

2.  Thorax  oben  grünlichbraun  behaart.  Der  Glasfleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  an 
der  Mediana  wurzelwärts  mehr  oder  weniger  ausgezogen.  Hflgl  unten  im  Felde  7 
mit  einem  dunklen  Punkt  im  gelben  Wurzelteil.  C.  luehderi. 

00.  Vflgl  ohne  Glasflecke  in  6 — 9.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  einfarbig  schwarzbraun  ohne  Flecke. 
—  (J.  Vflgl  ohne  Mehlfleck,  Hflgl  aber  oben  in  der  Mittelzelle  mit  einem  großen  schwarzen 
nach  außen  gerichteten  Haarpinsel.  '    C.  benga. 

B.  Vflgl  ohne  Glasfleck  im  Felde  2.    Glasflecke  der  Vflgl  klein,  nur  in  3  (4),  6—8  (und  in  der  Mittelzelle) 
auftretend. 

a.  Flügelspannung  etwa  42  mm.    Hflgl  oben  am  Saume  zwischen  den  Rippen  2  und  6  mit  schmaler, 
weißer,  nach  innen  gezackter  Saumbinde  und  weißen  Fransen.  C.  dacena. 

ß.  Flügelspannung  etwa  35  mm.    Hflgl  einfarbig  schwarzbraun,  ohne  weiße  Saumbinde.  —  (^.  Hflgl 
oben  mit  großem  schwarzem  Haarpinsel  in  der  Mittelzelle.  C.  dacenilla. 

II.  Vflgl  ohne  Glasflecke.    Hflgl  oben  einfarbig  schwarzbraun  ohne  Flecke  oder  nur  am  Analwinkel  gelb. 

a.  Hflgl  unten  mit  einer  scharf  begrenzten,  weißen  Mittelbinde  vom  Vrde  bis  in  Feld  1  c,  wo  sie  gegen  den 
Saum  in  einer  langen  Spitze  ausgezogen  ist;  oben  am  Analwinkel  mehr  oder  weniger  orangegelb. 

C.  orma. 
ß.  Hflgl-Unterseite  ohne  weiße   Querbinde. 

*.  Hflgl  unten  mit  schwarzem  Fleck  in  der  Mittelzelle  vmd  solchen  Diskalf lecken.    Vflgl  unten  am 
Hrde  breit  weiß. 

1.  Hflgl  unten  mit  grünlicher  Grundfarbe.    Wangen,  Seiten  der  Palpen  und  die  Vflgl  unten  an  der 
Wurzel  des  Vrdes  orangegelb.    Fransen  der  Hflgl  weiß.    Hlb  unten  orangegelb.       C.  iricolor. 

2.  Hflgl  unten  mit  rötlichbrauner  Grundfarbe.    Leib  ohne  orangegelbe  Behaarung.      C.  latercula. 

**.  Hflgl  unten  einfarbig  ohne  Flecke.   Vflgl  unten  am  Hrde  nur  schwach  erhellt.  C.  sextilis. 

Alle  Arten  dieser  Gattung  haben  oben  eine  dunkelbraune  bis  schwarzbraune  Grundfarbe  beider  Flügel  und  gewöhn- 
lich deutliche  Glasflecke  der  Vflgl.    Die  Hflgl  oben  bisweilen  dunkler  als  die  Vflgl,  gewöhnlich  einfarbig  ohne  Flecke. 

C.  dacela  Heiv.  (=  nydia  Plötz)  (80  a).    Beim  ö*  sind  die  Hflgl  oben  ungefleckt,  beim   $  haben  sie  dacela. 
einen  hellen,    oft   undeutlichen  Punkt    in   der  Mittelzelle   und  4 — 5  weißliche  Diskalpunkte.    Beim  $  findet 
sich  oben  im  Felde  1  b  der  Vflgl  ein  dreieckiger  heller  Fleck,  welcher  beim  (J  fehlt.    Kamerun,  Fernando-Po. 

C.  soritia  Hew.  (=  podora  Plötz,  xychus  Mab.,  xantho  Mab.)  (80  a)  weicht  nur  durch  die  in  der  Ueber-  sorUia. 
sieht  angeführten  Kennzeichen  von  dacela  ab.    Senegal  bis  Gabun, 


516  C'AENIDES.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

ri/linrla.  C.  cylinda  IJeir.  [=  calpis  Karsch)  (80(1).    An  der  Zeichnung  der  Unterseite  der  Hflgl  leieht  kenntlich. 

ilerda.  Togo  bis  Angola.  —  ilerda  Mschlr.  (80  c)  ist  kaum  verschieden.   Vgl.  die  Abbildungen.   Goldküste.  —  waga  Plötz 
warja.  (80  d)  .scheint  recht  abweichend  zu  sein,  ist  aber  wahrscheinlich  nach  einem  abgeflogenen  Stück  abgebildet. 

Goklküstc. 
lacida.  C.  lacida  Hew.  (80  d)  erinneit  an  die  vorhergehende  Art,  weicht  aber  durch  die  hellgelbe  Grundfarbe 

der  Htlgl-rnterseite  ab.    Gabun. 

zanutim.  C.  zaremba  Plölz  (80(1).    Auch  diese  Art  kommt  den  l)eiden  letzterwähnten  nahe,  ist  aber  kleiner  und 

durch  die  anders  angcor('neten  und  weniger  zahlreichen  dunklen  Flecke  der  Hflgl-Unterseite  verschieden.  Alt- 
Calabar  bis  Congo. 

haienge.  C.  baienge  HoU.  (80  c,  f)  ist  eine  große,  prachtvolle  Art,  welche  durch  die  großen,  lebhaft  gelben  Glas- 

flecke der  Felder  '2.  und  3  und  der  Mittelzelle  der  Vtlgl  zusammen  mit  kanguensis  einen  schönen  Uebergang 
zu  den  dann  folgenden  Arten  bildet.  Die  Unterseite  (80  f)  der  Hflgl  ist  heller  braun  etwas  nebelig,  am  Saume 
schmal  und  im  Felde  1  c  breit  graugelblich  anfgehellt  mit  weißen  schwarz  umzogenen  Punkten  in  2,  5  und  7, 
von  denen  der  in  5  groß  und  länglich  ist.    Sierra-Leone  und  Ogowe. 

kanguensis.  C.  kanguensls  Holt.  (80  a).    Das  f^  hat  wie  das  (^  von  dacela  einen  Mehlstrich  in  den  Feldern  1  c  und  2 

der  Vflgl  und  einen  großen  schwarzen  Haarpinsel  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl-Oberseite.  Das  $  hat  auch  im 
Felde  1  b  der  Vflgl  einen  hellen  Fleck.    Ogowe  und  Euwenzori. 

leonora.  C.  leonora  Plötz  (^80  b)  weicht  von  allen  anderen  Arten  durch  die  silbernen  Flecke  der  Hflgl-Unterseite 

ab.    Goldküste  bis  Französisch  Congo. 

niaracanda.  C.  maracanda  Hew.  (80  c  als  .,maracandica'')  ist  in  der  Artenübersicht  hinreichend  beschrieben.  Kame- 

run bis  j\ng()la. 

hinaevata.  C.  binaevata  Mab.  (80  b)  ist  mir  nur  aus  dem  Ogowe-Tal  bekannt. 

stöhri.  C.  stöhri  Karsch  (80  b)  ist  aus  Togo,  Kamerun  und   Gabun  bekannt. 

luehderi.  C.  luehderi  Plölz.    Diese  seltene  Art  kommt  der  vorhergehenden  recht  nahe,  kann  aber  durch  die  in 

der  Uebersicht  erwähnten  Kennzeichen  leicht  unterschieden  werden.  V^flgl  oben  im  Felde  1  b  mit  einem  (^) 
oder  zwei  (?)  gelben  Flecken.  Hflgl  oben  mit  einem  gelben  Fleck  in  der  ^littelzelle,  einem  in  2  hinter  der  Mitte 
und  gewöhnlich  auch  mit  einem  in  5.  Hflgl  unten  im  Wurzeldrittel  lebhaft  gelb  mit  einem  dunklen  Punkt  im 
Felde  7,  dann  C£ucr  über  die  Mitte  dunkelbraun  mit  undeutlichen  dunkel  umzogenen  braungclben  Diskalflecken 
und  einem  ähnlichen  Fleck  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  (ein  oder  zwei  Flecke  in  1  c  sind  weißlich  ausgefüllt), 
am  Saume  etivas  heller  gelbbraun.    Palpen,  Brust  und  Bauch  gelb;  Rücken  mit  braunen,  an  der  Spitze  gelb- 

iimbrhid.  liehen  Haaren  bekleidet.  Goklküstc  bis  Kamerun.  —  umbrina  Bhl.  liegt  mir  nicht  vor,  ist  aber  nach  der  Be- 
schreibung und  Abbildung  wahrscheinlich  die  ostafrikanischc  Kasse  von  luehderi.  Sie  scheint  nur  dadurch 
abzuweichen,  daß  der  Glasfleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  noch  weiter  wurzelwärts  ausgezogen  ist,  daß  auf 
der  Oberseite  der  Hflgl  gelbe  Flecke  auch  in  3  und  4  auftreten  und  daß  die  Unterseite  der  Hflgl  eine  reichere 
und  dcul liebere  Zeichnung  aufweist.    Bei  Moera  im  Urwalde  nördlich  vom  Edward-See  erbeutet. 

bciKjd.  C.  benga  Holl.  (80  c)  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  ungefleckt  sind  und 

die  Vflgl  nur  drei  gelbe  Glasflecke  (in  2,  3  und  der  Mittelzelle)  haben,  wozu  beim  f  ein  kleiner  gelber  Strich 
in  1  b  kommt.    Kamerun;  Ogowe. 

corduba.  C.  corduba  Hew.  (=  massiva  Mab.  n.   Viiill.)  (80  c)  ist  nur  im  $  Geschlecht  bekannt  und  durch  die 

oben  angeführten  Kennzeichen  kenntlich.    Sierra-Leone  bis  Gabun. 

cretacea.  C.  cretacea  Snell.  (=  gonessa  Hew.,  leucosoma  Mab.,  camerona  Plötz)  (77  e  *)).    Warum  diese  Art, 

welche  in  der  Flügclform,  im  Rippenbau  und  in  der  Bildung  der  Fühler  genau  mit  Caenides  übereinstimmt, 
zu  Hypoleucis  gestellt  wurde,  ist  mir  unerklärlich.  Das  (J  ist  durch  die  oben  weiße  Spitzenhälfte  des  Hlbes 
kenntlich.  Das  $  stimmt  völlig  mit  dem  9  ^'"'^  arela  überein.  Beide  Geschlechter  haben  auf  den  Vflgln  zwei 
getrennte  oder  einander  berührende  Glasflecke  in  der  Mittelzellc,  je  einen  Diskalfleck  in  1  b — 3  und  drei  Sub- 
apicalpunkte  in  6 — 8,  von  denen  der  in  7  kleiner  ist  und  gewöhnlich  etwas  mehr  wurzelwärts  steht.  Hflgl  oben 
ohne  Zeichnungen  oder  mit  einem  Paare  winziger  undeutlicher  grauer  Punkte.  Vflgl  unten  am  Hrde  in  1  a 
und  1  b  bis  zum  Saume  weiß  oder  grau.  Hflgl  unten  etwas  nebelig,  fast  unbezeichnet  oder  gewöhnlich  mit 
einigen  hellgrauen  Punkten  oder  Strichen  hinter  der  Mitte  zwischen  den  Rippen  1  b — 7  oder  selten  mit  dunkleren 
hell  begrenzten  Submarginalflecken  in  denselben  Feldern.  Sierra-Leone  bis  Congo.  —  Ob  imd  wie  C  arela 
sich  von  cretacea-^  unterscheidet,  kann  ich  vorläufig  wegen  Mangel  an  Untersuchungsmaterial  nicht  entscheiden. 
ploctziana.  —  ploetziana  nennt  Str.\xd  eine  Form  aus  Kamerun,  bei  der  die  Glasflecke  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ver- 
einigt sind. 

arela.  C.  arela  Mab.  (=  paucipunctata  B.-Bak.)  ("8f)  erinneit  an  C.  corduba  ist  aber  kleiner  und  entbehrt 

der  Diskalf lecke  4  und  5  der  Vflgl.  Die  Art  wurde  früher  zu  Parnara  gestellt,  stimmt  aber  durch  die  Bildung 
der  Fühler  und  den  Rippenbau  besser  mit  Caenides  überein.    West -Afrika:  Ogowe-Tal,  Rhodesia. 


*)  Die  Abbildung  nach  1'lötz  Originalfigur  von  ca)>ierona. 


SEMALEA.    Von  Dr.  ('.  Aurivillius.  517 

C.  dacena  Heic.  (80  c)  stimmt   in   Größe,    Flügelform  und  Färbung  mit   corduba  recht  nahe  überein  dacena. 
und  ist  möglicherweise  das  c?  davon.   Beide  Arten  sind  auch  aus  denselben  Gegenden  bekannt.  Dacena  zeichnet 
sich  von  allen  anderen  Caewi^^es-Arten  durch  die  gezackte  weiße  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  aus.    Sierra- 
Leone  bis  Gabun. 

C.  dacetliUa  sp.  n.  Von  dieser  neuen  Art  liegen  mir  zwei,  einander  ganz  ähnliche  ^^  aus  Kamerun  dacenilla. 
vor.  Beide  Flügel  oben  schwarzbraun;  Vflgl  mit  zwei  kleinen,  viereckigen,  nur  durch  die  Falte  getrennten, 
weißlichen  Glasflecken  in  der  ]\Iittelzelle,  einem  Punkt  in  3  und  je  einem  winzigen  Punkt  in  6  und  7,  unten 
an  der  Spitze  und  am  Hrde  graulich  aufgehellt.  Hflgl  ohne  Flecke,  oben  in  der  Mittelzelle  mit  großem,  schwarzem, 
nach  außen  gerichtetem  Haarpinsel,  unten  am  Saume  etwas  aufgehellt.  Leib  dunkelbraun  behaart;  Palpen 
mit  eingemischten  hellgrauen  Schuppen.  Fühler  schwärzlich;  Spitze  der  Kolbe  lang,  umgebogen,  gelbbraun. 
Flügelspannung:   Si — 36  mm. 

C.  hidarioides  Auriv.  (=  aitopta  Drc.)  (80  a)  weicht  besonders  durch  die  dunkle,  ungefleckte  Unterseite  hidarioides. 
der  Hflgl  und  die  kleineren  Glasflecke  der  Vflgl  vom  ^  der  folgenden  Art  ab.   Kamerun  bis  Congo. 

C.  caenira  Hew.  ($  =  calpis  Plöiz)  (79  h,  80  c).  Die  Geschlechter  weichen  voneinander  ganz  erheblich  caenira. 
ab.  Beim  J  sind  die  Glasflecke  in  1  b,  2  und  der  Mittelzelle  groß  und  miteinander  zu  einer  Querbinde  vereinigt 
und  die  Unterseite  der  Hflgl  hat  eine  zusammenhängende,  breite,  weiße,  violett-rötlich  bestäubte,  unscharf 
begrenzte  Mittelbinde.  Beim  $  (79  h,  80  c)  sind  dagegen,  wie  die  Abbildung  zeigt,  die  Glasflecke  der  Vflgl 
kleiner  und  voneinander  getrennt  und  die  Hflgl  unten  ohne  zusammenhängende  Mittelbinde.  Kamerun  bis 
Congo.  —  ceucaenira  H.  Druce  ist  mir  unbekannt.  Sie  wird  in  folgender  Weise  beschrieben.  ^.  Nahe  mit  C.  ccucaenira. 
caenira,  verwandt.  Oberseite  heller  und  die  perlweiße  Querbinde  der  Vflgl  viel  schmäler  ruid  durch  die 
braiuien  Rippen  geteilt.  Auf  der  Unterseite  ist  der  helle  Teil  der  Flügelfläche  weit  mehr  ausgedehnt  und 
ohne  rotviolette  Bestäubung  in  der  Spitzengegend.  Thorax,  Hlb,  Palpen  und  Beine  dunkelbraun.  Congo: 
am  oberen  Kassai. 

C.  orma  Plötz  (79  k)  ist  eine  sehr  abweichende  und  leicht  kenntliche  Art.    Die  Fransen  der  Hflgl  orma. 
hinter  der  Rippe  3  gelb.   Die  weiße  Querbinde  der  Hflgl- Unterseite  wechselt  sehr  in  Breite  und  kann  bisweilen 
fast  linienförmig  sein.    Togo-Land  bis  Ogowe. 

C.  iricolor  HoII.  (SO  e)  ist  oben  in  der  Artenübersicht  vollständig  beschrieben.    Kamerun  bis  Ogowe.  iricolor. 

C.  latercula  Holl.  (79  k)    erinnert  sehr  an  die  vorhergehende  Art,    ist  aber  kleiner  und  entbehrt  der  lakrcula. 
gelben  Zeichnungen  derselben.    Ogowe. 

C.  sextilis  Plötz  (79  k)  nach  Plötz  (XX,  Taf.  1352)  abgebildet,    ist  mir  unbekannt.     Die  kurze  Be-  sextilis. 
Schreibung  enthält  nur  das  folgende:  ,, Dunkelbraun,  unten  schwarzgrau,  nur  gegen  den  Hrd  der  Vflgl  etwas 
matter.    Die  Vflgl  sind  etwas  gespitzt,  die  Hflgl  auch  am  Hinterwinkel  gerundet.    15  mm  (Vflgllänge)."    Gold- 
küste: Aburi. 

C.  proxima  Plötz  (79  k).    Ob  diese  Art  zu  Caenides  gehört  ist  unsicher.    Plötz  beschreibt  sie  nur  mit  proxima. 
folgenden  Worten:  ..Dunkelbraun.    Die  Vflgl  sind  oben  auf  der  Saunihälfte  kupferrot  angeflogen,  unten  gegen 
den  Hinterwinkel  mattbraun;  sie  haben  in  Zelle  2,  3  und  6  sehr  schwache  Glaspunkte  wie  parvipuncta  H. -Schaf f. 
Die  Fransen  sind  gelbbraun.    15  mm.   West-Afrika."  Die  Abbildung  soll  nach  Plötz  Figur  kopiert  sein,  stimmt 
aber  nicht  mit  der  Beschreibung  überein  *). 

C.  malthina  Hew.  (=  euryspila  Mab.)  ist  an  der  Zeichnung  leicht  kenntlich  und  gehört  wegen  der  Bil-  malthina. 
düng  der  Fühler  zu  Caenides  und  nicht  zu  Parnara.   Vflgl  oben  schwärzlich  mit  einem  doppelten  Glasfleck  in 
der  Mittelzelle  und  6 — 7  ähnlichen  Diskalf lecken,  je  einem  in  2 — 4  (5),  6 — 8.    Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  einer 
breiten  weißen  oder  weißlichen  Mittelquerbinde,  welche  oben  in  den  Feldern  (1  c)  2 — 4  steht  und  unten  sich 
zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  erstreckt,  sonst  ganz  ohne  Zeichnungen.    Sierra-Leone  bis  Gabun. 


9.  Gattung:  Seiualea  Holl. 

Diese  Gattung  ist  sehr  schwach  charakterisiert.  Von  Caenides,  mit  der  sie  in  der  Bildung  der  Fühler- 
kolbe  übereinstimmt,  weicht  sie  nur  dadurch  ab,  daß  die  Rippe  3  der  Vflgl  gewöhnlich  sehr  nahe  an  der  Rippe  4 
entspringt  ruid  von  Parnara  nur  durch  die  längere  Spitze  der  Fühlerkolbe.  Die  Stellung  der  Rippe  3  der  Vflgl 
ist  indessen  auch  bei  den  Cae/MV/es-Arten  nicht  immer  dieselbe. 


*)  Unsere  Figur  ist  eine  Wiedergabe  der  Figuren  auf  der  1402ten  Hesperidentafel  in  Plötz  Werk  und  diese  enthält 
die  Angabe:  West- Afrika, 


518  ARTITROPA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

U  e  b  e  r  s  i  c  li  t  der  (^  (J. 
1.  Vflgl  ganz  ohne  weiße  Flecke. 

A.  Hflgl  oben  mit  einem  großen,  tief  schwarzen  Mehlfleck,  welcher  die  Mittelzelle  und  die  Wurzel  der 
angrenzenden  Felder  bedeckt.    Vflgl  unten  am  Hi-de  mit  Haarpinsel.  S.  pulvina. 

S.  carba. 

B.  Hflgl  oben  ohne  Mchlfleck.   Vflgl  oben  nahe  an  der  Wurzel  in  den  Feldern  1  b  und  2  mit  einem  dicken, 
aber  undeutlichen  Mehlfleck,  welcher  von  der  Rippe  2  geteilt  ist.  Vflgl  ohne  Haarpinsel  unten  am  Hrde. 

S.  nox. 
II.  Vflgl  mit  einigen  kleinen  weißen  Punktflecken  wenigstens  in  2,  3  und  (5.  S.  ilias. 

pulvimt.  S.  pulvina  Plötz  (79  a).    Flügel  auf  beiden  Seiten  einfarbig  schwarzbraun.    Beim  cj  haben  die  Vflgl 

unten  einen  großen,  bis  zur  Rippe  3  ausgedehnten,  etwas  seidenen  Hrdfleck,  der  jedoch  nur  bei  gewisser  Be- 
leuchtung deutlich  hervortritt  und  den  Saum  nicht  erreicht.    Sierra-Leone  bis  Gabun. 


(■{ 


arbu.  S.  carbo  Mab.  wurde  schon  1896  von  Holland  als  mit  pulvina  identisch  aufgeführt.    Mabille  be- 

trachtet sie  jedoch  noch  1903  als  selbständige  Ai-t,  gibt  aber  keine  Unterschiede  an.  Die  Originalbeschreibung 
lautet:  ,,Tief  schwarz  mit  Glanz.  An  der  Wurzel  beider  Flügel  ein  schwarzes  Feld  mit  dunkelblauem  Schiller. 
Unterseite  schwarz.  Vflgl  au  der  Wurzel  und  an  der  Spitze  mit  gelben  Schuppen  bestäubt;  am  Hrde  ein  großer, 
seidenglänzender,  dreieckiger  Fleck,  welcher  in  das  Feld  (3)  2  hineinreicht .  Ein  Pinsel  von  schwarzen,  anliegenden 
Haaren  im  Felde  1  a  wird  von  den  Hflgln  bedeckt.  Diese  sind  mit  glänzenden,  rot  schillernden  Schuppen  be- 
stäubt. Flügelspannung:  26  mm.''  Die  Beschreibung  paßt  auf  mir  vorliegende  Stücke  von  ä. /»«/yj/i«  aus- 
genommen, daß  ich  den  erwähnten  roten  Glanz  der  Hflgl-Unterseite  nicht  entdecken  kann. 

atr'io.  S.  atrio  Mab.  ist  auf  beiden  Seiten  vollständig  schwarz,  Hrd  der  Vflgl  heller  besonders  am  Analwinkel, 

wo  er  rußfarbig  ist.  Palpen  dunkelgrau,  drittes  Glied  kegelförmig,  kaum  vorstehend.  Hinterschienen  mit 
zwei  Paar  Sporen,  mit  steifen  anliegenden  Haaren  bekleidet.  Hlb  ein  wenig  länger  als  die  Hflgl,  diese  kürzer 
als  die  Vflgl,  fast  wie  reduziert.   25  mm.   Kamerun.  Wahrscheinlich  das  $  von  pulvina. 

'w-r.  S.  nox  Mab.  (79  a).   Einfarbig  schwarz.   Das  (J  an  den  oben  erwähnten  Kennzeichen  leicht  kenntlich. 

Nigeria  bis  Gabun. 

corvina.  S.  corvina  Mab.    gehört  wahrscheinlich  als  $  zu  nox.     ,, Tiefschwarz,  in  der  Mitte  der  Hflgl  rußfarbig. 

Vflgl  unten  schwarz  mit  den  Feldern  1  a  und  1  b  in  ihrer  ganzen  Länge  weißgrau.  Fransen  und  Leib  schwarz. 
Halsschild  mit  dunkelgrauen  Haaren.   Flügelspannung:  22  mm."    Sierra-Leone. 

Ums.  S,  ilias  Plötz  (78h).    Diese  Art  wiuxle  bisher  zu  der  Gattung  Parnara  gestellt.    Die  Fühler  sind  aber, 

wie  auch  die  Abbildung  zeigt,  länger  als  bei  der  genannten  Gattung  mit  schlanker  Kolbe,  welche  nach  außen 
gebogen  ist  und  allmählich  in  die  lange  Spitze  übergeht,  ganz  wie  bei  Senialea.  <J.  Beide  Flügel  oben  schwarz- 
braun; Vflgl  mit  kleinen,  weißen  Diskalpunkten  in  2.  3,  6  und  bisweilen  auch  in  7,  unten  am  Hrde  gra\i  aufge- 
hellt, sonst  wie  oben.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  einfarbig  schwarzbraun.  Das  5  hat  außerdem  einen  kleinen 
weißen  Punkt  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  gewöhnlich  auch  ein  Subapicalpunkt  in  8.    Kamerun;  Gabun. 


10.  Gattung':  Artitropa  Hall. 

Spitze  der  Fühlerkolbe  mäßig  lang,  kürzer  als  der  doppelte  Querdurchmesser  der  Kolbe.  Mittelzello 
der  Vflgl  lang,  wenigstens  so  lang  wie  zwei  Drittel  des  Vrdes;  ihre  Spitze  ausgezogen.  Hinterschienen  mit 
4  Sporen. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    der  Arte  n. 

A.  Vflgl  mit  deutlichen  Glasflecken. 

a.  Die  Fransen  der  Vflgl  wenigstens  zwischen  der  Spitze  und  der  Rippe  2  einfarbig  dunkelbraun. 

§.  Glasflecke  der   Vflgl   weißlich   und   klein   (vgl.   margaritala   80  f);  Mittelzelle  der  Vflgl  nur  in  der 
vorderen  Längshälfte  mit   Glasfleck,  ihre  Fransen  braim. 

*.  Hflgl  vniten  mit  einer  unregelmäßigen,  breiten,  weißen,  silberglänzenden  und  schwärzlich  ge- 
säumten Querbinde  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  1  b;  auch  am  Irde  in  1  a  mit  großem, 
langem,  weißem  Fleck,  welcher  sich  bisweilen  mit  der  Mittelbinde  vereinigt.  Rippen  der  Hflgl- 
Unterseite  nicht  weiß  noch  weißlich.  A.  comus. 
**.  Hflgl  unten  mit  einem  breiten,  weißen  (nicht  silberglänzenden)  Querfelde,  welches  am  Vrde 
anfängt   und  den   Ird  erreicht   oder  fast   erreicht,  stets  aber  wenigstens  in  der  Mittelzelle  und 


ARTITROPA.    Von  Dr.  C.  Afrivillius.  519 

in   6 — 8  durch  große  schwarze  längliche  Flecke    geziert    oder  tniterbrochen  ist.     Rippen  der 
Hflgl-Unterseite  weiß  oder  wenigstens  etwas  heller  als  die  Grundfarbe.  A.  erinnys. 

§§.  Die  Glasflecke  in  der  Mittelzelle  und  im  Felde  2  der  Vflgl  groß  und  gelb.    Fransen  der  Vflgl  zwi- 
schen dem  Hinterwinkel  und  der  Rippe  2  gelb,  sonst  braun.  A.  shelleyi. 

ß.  Die  Fransen  der  Vflgl  gelb  mit  dunklen  Flecken  an  den  Rippenenden.  Die  Hflgl  oben  ganz  dunkel- 
braun, nur  hinter  der  Mitte  mit  einer  Querreihe  von  ö — 6  kleinen,  gelben  Diskalflecken  in  1  c — 5;  ihre 
Fransen  gelb.    Der  Glasfleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  größer  und  so  breit  wie  die  Zelle  selbst. 

A.  hollandi. 

B.  Vflgl  ohne  Glasflecke,  oben  einfarbig  dunkelbraun  nur  an  der  Wurzel  und  am  inneren  Teil  des  Irds  etwas 
graugelblich  überzogen.  A.  boseae. 

A.  cotnus  Cr.  (80  f).    Fransen  der  Vflgl   bis  zum  Hinterwinkel  einfarbig,   dunkelbraun.    Vflgl  unten  romus. 
am  Hrde  nur  schwach  gelbgraii  aufgehellt.    Hflgl  oben  mit  breiter  gelber  Mittel qiierbinde,  welche  sich  von 
der  Rippe  6  bis  zum  Irde  erstreckt  und  fast  gleichbreit  ist,  unten  mit  breiter  silberweißer  Querbinde,  welche 
bald  wie  in  der  Abbildung,  bald  fast  wie  bei  m.argaritata  gebildet  ist.   Saum  der  Hflgl  an  der  Rippe  1  b  etwas 
ausgezogen,  zwischen  den  Rippen  1  a  und  2  schmal  gelb  mit  gelben  Fransen.    West-Afrika,  von  Sierra-Leone 
bis  Congo.  —  ab.  reducta  Auriv.  weicht  oben  dadurch  ab,  daß  der  Ird  der  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  zum  reducta. 
Analwinkel  und  bis  zur  Rippe   1  b  lebhaft  orangegelb  und  die  gelbe  Mittelbinde  verschmälert  und  wurzel- 
wärts  verdunkelt  ist.   Auf  der  Hflgl-Unterseite  bedeckt  die  weiße  Mittelbinde  auch  das  Feld  1  b  und  ist  also 
bis   zum  Ird   zusammenhängend.     C'ongo-Gebiet :   Kimuenza.    —    margaritata  Holt.  (80  f)   ist    mir  in  "N&tuv  margarUa- 
unbekannt,  scheint  aber  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  der  Hrd  der  Vflgl-Unterseite  bis  zur  Rippe  2  weiß  '"■ 

ist  und  daß  der  weiße  Fleck  in   1  a  der  Hflgl-Unterseite  fehlt.    Ogowe-Tal. 

A.  erinnys  Tr.  (80  g  als  erynnis)  weicht  oben  von  comus  dadurch  ab,  daß  die  gelbe  Mittelbinde  der  erinnys. 
Hflgl  nach  vorn  .stark  verjüngt  ist  und  unten  durch  die  schwarzen  Flecken  beider  Flügel.    Süd-Afrika,  wenig- 
stens bis  zum  Zulu-Land.   —  ehlersi  Knr.sch  (=  unifasciata  Auriv.)   stellt  die  ostafrikanische  Rasse  dar  und  ehlersi. 
zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  die  gelblich  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  zwischen  dem  Irde  und 
der  Rippe  5  scharf  begrenzt  und  mit  Ausnahme  von  einem  schwarzen  Punkt  in  1  c  ungefleckt  ist.     Kiliman- 
djaro.  —  comorarum  Oberth.  ist  oben  dadurch  ausgezeichnet,  daß  das  Feld  1  b  der  Hflgl  in  seiner  ganzen  Länge  comomnim. 
bis  zum  Saume  lebhaft  orangegelb  ist.    Unten  erreicht  die  in  Flecke  aufgelöste  weiße  Mittelbinde  niu-  die 
Rippe   1  b.    Comoren. 

A.  shelleyi  £'?».  Sharpe.  ist  mir  unbekannt  geblieben.     Aus  der  ausführlichen  Beschreibung  mag  das  shellei/i. 
Folgende  hinreichend  sein,  um  die  Art  zu  erkennen.    Fransen  der  Hflgl  gelb  mit  kleinen  dunklen  Flecken  an 
den  Rippenenden.     Hflgl  oben   mit    einem  gelben  Fleck  nahe  an  der  Wurzel  und  einer  schmalen   Querreihe 
von  gelben  Flecken  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6.    Die  Unterseite  ist  derjenigen  von  A.  erinnys  ähnlich, 
ist  aber  am  Hrde  der  Vflgl  bis  zur  Rippe  2  breit  gelb.    West-Afrika:  Fantee. 

A.  hollandi  Oberth.  Flügel  unten  an  der  Spitze  der  Vflgl  und  an  der  Mitte  des  Saumes  der  Hflgl  breit  hollandi. 
veilgrau  bestäubt;  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  in  1  c,7  und  8  imd  der  Mittelzelle  mit  4 — 5  schwarzen,  nach 
außen  grau  begrenzten,  länglichen  Flecken.  Bei  der  Hauptform  haben  die  Vflgl  oben  nur  zwei  subapicale  Glas- 
punkte (in  6  und  7)  und  die  gelbe  Fleckenquerreihe  der  Hflgl  ist  gegen  den  Ird  gerichtet.  Madagaskar: 
Antsianaka.  —  alaotrana  Oberth.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  drei  subapicale  Glaspimkte  haben  alaoirana. 
und  daß  die  ein  wenig  breitere,  gelbe  Fleckenreihe  der  Hflgl  gegen  den  Analwinkel  gerichtet  ist.  Madagaskar: 
am  Alaotra-See. 

Da  ich  die  folgende  Art  nicht  untersuchen  konnte,  muß  ich  ihre  generische  Stelhnig  offen  lassen. 
Saalmüller  führte  dieselbe  zu  „Hesperia"  und  Oberthür  (1916)  zu  ,,  Proteid  es",  Holland  (1896)  aber  und 
Mabille  (1904)  zu  Artitropa. 

A.  ?  boseae  Saalm.  (79  i).  Hflgl  oben  graugelb,  am  Vrde  und  Saume  breit  schwarzbraun;  der  äußere  boseae 
Teil  des  graugelben  Feldes  durch  eine  unvollständige  Schattenquerbinde  nach  innen  begrenzt  vmd  durch  die 
dunklen  Rippen  in  5  Flecke  geteilt.  Vflgl  unten  dunkelbraun  vor  der  Spitze  veilgrau  gemischt  mit  gerundeten 
schwärzlichen  Saumflecken;  am  Vrde  zwei  dreieckige,  hell  violettgraue  Flecke,  der  erste  an  der  Mitte  des 
Vrdes  mit  seiner  Spitze  in  die  Mittelzelle  hineinreichend,  der  zweite  hinter  der  Mitte  länger  und  etwas  gebogen 
hinter  diesem  in  5 — 1  b  eine  schiefe  Reihe  kleiner  unscharf  begrenzter  Discalflecke.  Hflgl  unten  braun  und 
veilgrau  gemischt,  nahe  der  Wurzel  mit  einer  veilgrauen  Querlinie.  Fransen  am  Analwinkel  orangegelb.  Mada- 
gaskar: Nossi-Be.  —  aaron  Oberth.  weicht  oben  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  eine  schärfer  begrenzte  gelbe  aaron. 
Diskalbinde  haben  und  an  der  Analgegend  breiter  orangegelb  gesäumt  sind  und  unten  dadurch,  daß  die  veil- 
graue,  subbasale  Querlinie  den  Ird  nicht  erreicht.    Nord-Madagaskar. 


520  PERROTIA:  PAROXYML'S.    Von  Dr.  C.  ArRiviLLnrs. 

11.  Gattung:  Perrotia  Oberth. 

Diese  mir  unbekannte  Gattung  gehört  wahrscheinlich  in  die  Nähe  von  Ariitropa  oder  fällt  damit  zu- 
sammen. Ueber  den  Rippenbau  wird  nichts  gesagt.  In  der  Bildung  der  Fühler  und  durch  die  Zeichnung  stimmt 
sie  nahe  mit  Artitropa  überein.  Als  wichtigster  Unterschied  scheint  mir  indes.sen  die  Form  der  Hflgl  her- 
vorzuheben zu  sein;  dieselben  sind  nämlich  am  Analwinkel  völlig  abgerundet.  Die  Vflgl  haben  5 — 6  kleine  Glas- 
flecke (2  aneinander  .«toßende  in  der  Mittelzelle  und  je  einen  in  2.  3,  6  (und  7).  außerdem  einen  gelben  Fleck 
oder  Längsstrich  in  1  b.  welcher  auf  der  Unterseite  weiß  ist.   Nur  oo  *üid  bekannt. 

albiplagn.  P.  albiplaga  Oberth.  Glasflecke  der  Vflgl  oben  gelblich,  unten  weiß.    Hflgl  oben  orangegelb,  am  Hrde 

bis  zur  Mittelzelle  und  der  Rippe  6  breit  schwarz  und  mit  schwarzer  Saumbinde,  welche  am  Analwinkel  spitz 
endet.  Hflgl  unten  rein  weiß,  am  Hrde  bis  zur  Mittelzelle  und  der  Rippe  7.  am  Irde  bis  zur  Rippe  1  b  imd 
am  Saume  tief  schwarz;  die  .-ichwarze  Saumbinde  ist  im  Felde  1  c  etwa  2.5  mm  breit,  gegen  den  Vorderwinkel 
aber  allmählich  verjüngt  und  dort  nur  linienschmal.  Fransen  der  Analgegend  oben  gelb  unten  weiß.  Flügel- 
albimacula.  Spannung  40  mm.  Madagaskar:  Fenerive.  —  albimacula  Oberth.  weicht  oben  nur  dadurch  ab.  daß  die 
schwarze  Saumbinde  der  Hflgl  nicht  gegen  den  Analwinkel  verjüngt  ist  und  etwa  an  der  Mitte  des  Irdes 
spitz  endet  und  dadurch,  daß  die  schwarze  Saumbinde  in  1  c  nur  2  mm  breit,  in  2 — 5  aber  6  mm  breit  ist 
und  dann  an  der  Spitze  völlig  fehlt.  Das  weiße  Feld  erreicht  also  dort  den  Saum,  ist  aber  in  der  Mitte  tief 
ausgeschnitten.    Xord-Madagaskar :  Antakares. 

12.  Gattung:  Paroii;i']uus  gen.  nov. 

Die  Arten  dieser  Gattung  wurden  fiüher  zu  Pard-ileodes  (Holland  1896)  oder  zu  Andronymus  (M.\bille 
1903)  gerechnet.  Von  beiden  Gattungen  unterscheiden  sie  sich  jedoch  sofoit  dadurch,  daß  die  Rippe  5  der 
Hflgl  völlig  fehlt  oder  nur  durch  eine  Falte  angedeutet  ist.  Die  Rippe  2  der  Vflgl  etwas  vor  der  Mitte 
der  Zelle,  die  Rippe  4  viel  näher  an  5  als  an  3  abgehend.  Spitze  der  Fühlerkolbe  gewöhnlich  gerade  vor- 
gestreckt, nicht  doppelt  so  lang  wie  die  Dicke  der  Kolbe.  Vflgl  mit  zwei  kleinen  gewöhnlich  getrennten  Glas- 
flecken in  der  Mittelzelle  und  je  einem  in  2,  3,  6 — 8,  außerdem  mit  einem  kleinen  Fleck  in  1  b  an  der  Rippe  1. 
Hflgl  oben  mit  großem  hellen  Discalfleck  oder  solcher  3Iittelbinde.  unten  zum  größten  Teil  mit  heller  Grund- 
farbe und  mit  einem  schwarzen  Fleck  nahe  der  Mitte  des  Feldes  1  c. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t   der  Arten. 

A.  Spitzenhälfte  des  Hlbs  oben  weiß  oder  selten  nur  an  der  Spitze  verdunkelt.    Die  Diskalbinde  der  Hflgl- 
Oberseite  in  den  Feldern  2  und  3  glasartig,  halb  durchsichtig. 

■  a.   Querbinde  der  Hflgl-Oberseite  zusammenhängend  und  gelblich.    Vflgl  unten  in  den  Feldein  4  und  5 
nahe  am  Saume  mit  einem  weißlichen  Wischfleck.  P.  Ugora. 

ß.   Querbinde  der  Hflgl-Oberseite  im  Felde   1  c  fa.st  unterbrochen,  rein  weiß.    Vflgl  unten  ohne  hellen 
Submarginalfleck  in  4  und  ö.  P.  nevea. 

B.  Hlb  oben  grau  oder  dunkelbraun.    Diskalfeld  der  Hflgl-Oberseite  nicht  in  der  Mitte  durchscheinend,  gelb 
gefärbt . 

OL.  Hflgl  unten    ohne  zu-^amnienhängende    dunkle  Saumbinde,    statt  derselben  nur  mit  einigen  dunklen 
Flecken.  P.  xanthias. 

P.  nlenica. 
P.  kehmhaensi'i. 

ß.  Hflgl  unten  mit  zusammenhängender  dunkler,  nach  vorn  verjüngter  Saumbinde  und  gelber,  fast  un- 
gefleckter Grundfarbe.  P-  xanthioide^. 

Ugora.  P.  llgora  Heic.  (=  thersander  Mab.)  (79h).    Die  gelblichweiße  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  er.<treckt 

sich  von  1  a  bis  6  und  i.st  fast  gleich  breit  (?)  oder  nach  vorn  verjüngt  (J).  Unten  sind  die  Hflgl  weiß, 
am  Vrde  im  Felde  8  und  dicht  vor  dem  Saume  zwischen  dem  Irde  imd  der  Rippe  6  mit  einer  breiten,  gegen 
den  Ird  verbreiteten  schwarzen,  in  1  a  und  2 — 4  rotbraunen  Binde.  Dazu  kommt  ein  gewöhnlich  frei  liegender, 
tiefschwarzer  Fleck   in    1  c.     Sierra-Leone  bis  Angola. 

nnea.  P.  nevea  H.  Bruce  (79 d)   ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  und  unterscheidet  sich  nur  durch  die  in 

der  Uebersicht  erwähnten  Kennzeichen.    Congo-Gebiet :  Kassai. 

xanthias.  P.  xanthias  Mab.  (79  du     Hflgl  oben  mit  großem  gelben,  auf  allen  Seiten  schwarz  begrenzten  3Iittel- 

felde.    Fransen  und  in  1  a,  und  1  b  auch  eine  schmale  Saumlinie,  gelb.    Unten  sind  die  Hflgl  hellgelb,  an  der 


Ausgegeben  10.  IL  1925.  ANDRONYxMUS.    Von  Dr.  C.  AuRiViLLlUS.  521 

Wurzel  des  Vrdes  sehr  schmal  schwarz  und  mit  einem  großen  schwarzen  Diskalfleck  in  1  c — 3 ;  die  dunkle 
Sannibinde  ist  durch  drei  Gruppen  Saumflecke  vertreten,  eine  in  1  a  und  1  b,  eine  in  1  c  und  3  und  die 
dritte  an  der  Flügelspitze  in  6  und  7.    Nigeria  bis  Gabun. 

P.  alenica  Strand  ist  mir  unbekannt.  „Mit  Pard.  xanthias  Mab.  verwandt.  Flügel  matt  schwarz,  alenica. 
Vflgl  mit  6  schmutzig  weißen  Flecken,  und  zwar:  drei  kleine  gleich  große,  etwas  eckige  Punktflecke,  die  ein 
Dreieck  bilden,  das  um  4,5  mm  von  der  Flügelspitze  und  um  1  mm  von  dem  Vrde  des  Flügels  entfernt, 
sowie  1,7  mm  breit  und  1  mm  lang  ist.  Ein  ebensolcher  Punktfleck  liegt  in  der  Zelle  am  Ende  derselben 
mid  hinter  der  Zelle  findet  sich  ein  subcpiadratischer,  saumwärts  leicht  ausgerandeter  Fleck  von  etwa  1,2  mm 
Durchmesser  an  der  Basis  des  Feldes  2,  während  ein  nur  halb  so  großer,  trapezoidischer  oder  dreieckiger  Fleck 
an  der  Basis  des  Feldes  3  gelegen  ist.  Fransen  grauweißlich  mit  dunklerer  Basis.  Hflgl  mit  goldgelbem  Median- 
fcld,  so  daß  von  der  schwarzen  Grundfärbung  nur  eine  den  Saum  und  den  Vrd  bedeckende  Binde  von  2,5 
bis  3  mm  Breite  übrig  bleibt,  vom  Analwinkel  aus  sind  jedoch  die  sonst  schwarzen  Fransen  in  einer  Länge 
von  4  mm  gelb  und  die  Spitze  des  Vrdes  der  Hflgl  i^t  linienschmal  gelb.  Im  Felde  5  ist  die  schwarze  Saum- 
binde verschmälert;  im  Dorsalfelde  erstreckt  sich  das  gelbe  Feld  fast  bis  zur  Flügelbasis,  schließt  jedoch  da- 
selbst einen  schwarzen  Längsstreifen  ein.  —  Unten  sind  die  Vflgl  wie  oben,  jedoch  in  der  Mitte  des  Dorsal- 
feldes mit  einem  weißlichgelben,  bis  zum  Fleck  im  Felde  2  erstreckenden  Feld.  Die  Hflgl  sind  unten  weiß- 
lichgelb mit  zwei  schwarzen,  subellipsenförmigen,  unter  sich  im  Felde  5  imi  nur  1  mm  entfernten  Saumfleck 
und  mit  4 — 5  kleinen  dunklen  Fleckchen  im  Dorsalfelde.  —  Körper  oben  schwarz,  Hlb  jedoch  mit  etwas 
graugrünlicher,  undeutliche  Binden  bildender  Behaarung;  die  Unterseite  des  Körpers  ist  weiß,  die  Beine 
teilweise  dunkel.    Flügelspannung  29,  Flügellänge   16,5,  Körperlänge   14  mm".    Süd-Kamerun:  Alen. 

P.  kelembaensis  Strand,  liegt  mir  auch  nicht  vor.    ,,Aehnelt  Pardaleodes  xanthias  Mab.  und  xanthioides  kelemhaen- 
Holl,  imterscheidet  sich  aber  durch  die  Unterseite  usw.    Letztere  ist  im  Vflgl  wie  oben,  jedoch  ist  der  gelbe  *'•'''■ 

Fleck  in  der  Mitte  des  Dorsalfeldes  etwas  größer  und  nicht  scharf  begrenzt,  sondern  geht,  insbesondere  nach 
außen,  allmählich  in  die  Färbung  der  Umgebung  über.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  größtenteils  von  der  orange- 
gelben Färbung  des  Medianfeldes  der  Oberseite  nur  das  Costalfeld  ist  verwischt  dunkelbräunlich  bestäubt, 
insbesondere  in  den  distalen  zwei  Dritteln  seiner  Länge,  zeigt  jedoch  daselbst  drei  kleine  vermischte  hellgelb- 
liche Flecke,  während  im  proximalen  Drittel  des  Costalfeldes  die  gelbe  Färbung  bis  nahe  an  den  Vrd  sich 
verbreitet.  Die  Saumlinie  ist  schwärzlich  und  3 — -4  kleine,  rmregelmäßige,  dunkle  Sublimbaiflecke  sind  vor- 
handen. Die  Fransen  in  ihrer  Basalhälfte  so  dunkel  wie  die  Saumlinie,  in  der  Apicalhälfte  graulich.  —  Ober- 
seite der  Hflgl  mit  abgerundetem,  saumwärts  leicht  gezacktem,  den  Dorsalrand  erreichendem,  vom  Costalrande 
um  3  mm  entfernt  bleibendem,  im  Analwinkel  aber  dem  Saum  stark  genähertem  Medianfeld,  sonst  sind  die 
Hflgl,  ebenso  wie  die  Vflgl,  braunschwärzlich.  Letztere  mit  weißlichem,  2,5  mm  langem  und  1,2  mm  breitem, 
viereckigem  Fleck  nahe  der  Basis  des  Feldes  2,  dahinter  und  zwar  etwas  weiter  wurzelwärts  gerückt  ein  etwa 
gleich  großer,  aber  abgerundeter  und  orangegelber  Fleck;  im  Felde  3  um  1,5  mm  von  dem  viereckigen  Fleck, 
ist  ein  abgerundeter,  im  Durchmesser  etwa  1  mm  messender  weißlicher  Fleck  und  ein  noch  kleinerer,  aber 
ähnlicher  Fleck  befindet  sich  im  Felde  6 ;  dieser  und  die  beiden  anderen  weißlichen  Flecke  bilden  eine  schräge, 
saumwärts  leicht  konvex  gebogene  Reihe,  die  zusammen  mit  dem  gelben  Dorsalfleck  gegen  das  Ende  des 
basalen  Drittels  des  Dorsalrandes  iind  gegen  den  Costalrand  kurz  innerhalb  seiner  Spitze  gerichtet  ist.  End- 
lich findet  sich  ein  weißlicher  Punktfleck  in  der  Zelle  vor  dem  großen  viereckigen  Fleck;  diesem  Punktfleck 
entsprechen  auf  der  Unterseite  zwei  solche,  in  Querreihe  angeordnete  Punktflecke.  Vflgl-Länge  18  mm."  Congo- 
Gebiet:  Kelemba. 

P.  xanthioides  Holl.  (79  f )  ist  an  die  Zeichnung  der  Vflgl,  die  ununterbrochene  Sanmbinde  und  die  xanthioides. 
reingelbe   Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  leicht  zu  erkennen.    Die  gelbe   Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite 
erreicht  den  Vrd  imd  hat  nur  einen  kleinen  schwarzen  Punkt  im  Felde  1  c.    Ogowe-Tal. 


13.  Gattung:  Audroiiyniiis  Holt. 

Schließt  sich  durch  die  Zeichnung  und  das  Fehlen  der  Rippe  5  der  Hflgl  der  vorigen  Gattung  eng 
an,  weicht  aber  durch  das  lange,  pfriemenförmige.  ,, nackte"  Endglied  der  Palpen  ganz  erheblich  ab.  Die 
Gattung  Aeromecis  Mab.  (1903)  ist  hier  mit  Andronymus  vereinigt. 

Die  Vflgl  haben  6—7  weiße  Glasflecke  (1  oder  2  in  der  Mittelzelle,  je  einen  in  2,  3,  6 — 8),  von  denen 
der  in  2  der  größte  ist  und  die  in  6—8  wie  gewöhnlich  punktförmig  sind;  der  in  6  steht  immer  näher  am 
Saume  als  diejenigen  in  7  und  8.  Hflgl  auch  mit  einem  (großen)  Glasfleck  in  der  Mittelzelle  und  gewöhnlieh 
auch  mit  drei  kleineren  in  den  Feldern  1  c — 3.  Saum  der  Vflgl  an  der  Rippe  4  am  meisten  hervortretend 
dahinten  etwas  ausgerandet.  Die  beiden  ersten  Palpenglieder  glatt  beschuppt.  Hinterschienen  mit  4  Sporen. 
Spitze  der  Fühlerkolbe  kurz.  Die  Palpen  bei  allen  Arten  weiß  mit  der  Spitze  des  zweiten  Gliedes  und  das 
ganze  dritte  Glied  braun. 

XIII  60 


522 


PLATYLESCHES.    Von  Dr.  C.  ArRiviLLirs. 


U  e  b  c  r  s  i  c  h  t   der  Arten. 

A.  Die   Glasflecke  der  Hflgl-Oberseite  stehen  in  einer  weißen  oder  gelben  Mittelbinde  oder  sind  bisweilen 
oben  undeutlich. 

a.  Hlb  oben  in  der  Mitte  mit  weißem  Gürtel,  welcher  bisweilen  durch  dunkle  Rückenflecke  unterbrochen 
ist.     Querbinde  der  Hflgl-Oberseite  weiß.  Ä.  philander. 

9j.  Hlb  ohne  weißen  Gürtel.    Glasflecke  der  Vflgl  und  Mittelfeld  der  Hflgl-Oberseite  gelb  oder  gelblich. 

*.  Das  gelbe  Mittelfeld  der  Hflgl-Oberseite-  kleiner  und  weiter  vom  Saume  entfernt.  A.  leander. 

**.  Das  gelbe  Mittelfeld  der  Hflgl-Oberseite  ist  größer  und  dem  Saume,  besonders  in  1  b  und  5,  mehr 
genähert  oder  ihn  fast  erreichend.  A.  fenestrella. 

B.  Die  Hflgl  oben  schwarzbraim  ohne  andere  Zeichnimgen  als  die  weißen  Glasflecke.  ^4.  neander. 

philander.  A.  philander  Hopff.  (79  h).    Hflgl  unten  denen  von  P.  ligora  Heic.  sehr  ähnlich,  rein  weiß  mit  einem 

kleinen  Punkt  in  der  Wurzelhälfte  des  Feldes  1  c  und  großen  zusammenhängenden  braunen  Dkkalflecken  in  1  c 
und  2.  Die  Saumbinde  besteht  aus  zwei  im  Felde  1  c  getrennten  Abteilungen,  von  denen  die  erste  in  den 
Feldern  1  a — 1  c  steht,  vom  Saume  durch  eine  weiße  Linie  getrennt  imd  in  1  a  rotbraun,  und  die  zweite 
braun  bestäubt  ist,  sich  dem  Saume  anschließt  und  an  der  Rippe  8  spitz  endet.  An  der  Mitte  des  Hrdes  der 
Vflgl-Unterseite  ein  unscharf  begrenzter  weißer  Fleck,  welcher  die  Rippe  2  erreicht.  West-Afrika:  Togo-Land 
bis  Angola.  Portugiesisch  Ost-Afrika.  —  Raupe  grün,  weiß  gepudert  mit  rotem  gelbgeflecktem  Kopfe.  Die 
Puppe  ruht  in  einem  zusammengesponnenen  Blatte  und  ist  grauweiß  mit  etwas  dunklerer  Rückenseite. 

leander.  A.  leander  Plötz  (=  coander  Mab.)  ("9  g)  weicht  nur  durch  die  in  der  L^ebersicht  angeführten  Kenn- 

zeichen von  philander  ab.  und  ist  wahrscheinlich  eine  Form  dieser  Art. 

fenestrella.  A.  fenestrella  B.-Bak.    Das  o  wird  vom  Autor  mit  folgenden  Worten  beschrieben:  ..Vflgl  rußschwarz 

mit  einem  Glasfleck  in  dem  Winkel  der  Rippe  2,  einem  kleinen  nahe  der  Wurzel  des  Feldes  3  und  drei  Glas- 
punkten im  Dreieck  am  Vrde,  etwa  ein  Drittel  von  der  Flügelspitze.  Hflgl  rußschwärzlich  in  der  Glitte  mit 
einem  großen  diu-chsichtigen  Felde,  welche  von  hellgelber  Färbung  umgeben  und  geteilt  ist;  ein  hell  gelblicher 
Streif  längs  der  Falte;  der  Haarpinsel  des  o  lieU  braungrau,  an  der  Spitze  grau."  Zu  dieser  Beschreibung 
fügt  Xe.we,  welcher  die  Art  in  Rhodesia  sammelte,  später  noch  hinzu:  ,,Die  22  sind  durch  eine  größere 
Ausdehnung  des  ockergelben  Teil  der  Hflgl-Oberseite,  welcher  zwi.schen  den  Rippen  2  und  7  und  am  Anal- 
winkel fast  den  Saum  erreicht,  ausgezeichnet ;  dieses  i.st  besonders  unten  deutlich.  Die  für  das  ^  kennzeichnen- 
den Glasflecke  der  Hflgl  fehlen".  Es  liegt  mir  nur  ein  von  Xeave  erbeutetes  $  aus  Rhodesia  vor.  Dasselbe 
hat  die  Hflgl-Unterseite  fast  ganz  gelblichweiß  ohne  andere  dunkle  Zeichnungen  als  einen  kurzen  Streifen  im 
Felde  8  an  der  Wurzel  des  Vrdes,  einen  undeutlichen  braunen  Punkt  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  c  und 
zwei  große,  völlig  getrennte,  schwarze  Saumflecke,  der  eine  in  2 — 4,  der  andere  in  6  und  7;  die  weiße  Grund- 
farbe erreicht  demnach  in  1  a — 1  c  und  in  5  den  Saum.    Congo-Gebiet :  Makala-Beni  iind  Rhodesia. 

neander.  A.  neander  Plötz  {=  producta  Trim.)  (79  g,  h).    Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  dunkel  violettgrau  mit 

einigen  schwärzlichen  Flecken  und  außer  den  Glasflecken  n\ir  mit  einem  länglichen  weißlichen  Fleck  in  der 
Wurzelhälfte  des  Feldes  1  b.    Gabun  bis  zum  Kaplande  iind  Delagoa. 

14.  Gattung:  .Platjlesehes  Holl. 

Kräftig  gebaute,  dickleibige  iind  breit  flügelige  Hesperiden  mit  kurzen  Fülilern  imd  aus  der  Beschup- 
pung des  zweiten  Palpenglicdes  hervorragendem  Englied  der  Palpen.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  entspringt  viel 
näher  an  4  als  an  6.   Hinterschienen  mit  4  Sporen.   Kleinere  Arten  mit  einer  Flügelspannung  von  25 — 38  mm. 

Diese  Kennzeichen  sowie  auch  die  bei  allen  Arten  fast  ähnlich  gefärbte  und  gezeichnete  Oberseite 
beider  Flügel  machen  es  sehr  leicht  die  Angehörigkeit  einer  Art  zu  dieser  Gattung  einzusehen..  Beide  Flügel 
oben  schwärzlich  bis  schwarzbraun.  Vflgl  oben  mit  8  kleinen  weißen  Glasflecken  (2  länglichen  nahe  der  Spitze 
der  Mittelzelle  und  je  einem  in  2 — 4  und  6 — 8;  der  in  2  stets  eckig  und  etwas  größer  als  die  anderen)  und 
einem  dreieckigen,  weißen  oder  gelblichen  Fleck  in  1  b  nahe  an  der  Mitte  der  Rippe  1  b;  die  innere  Hälfte 
des  Hrdes  mit  einem  schmalen,  weiß  oder  gelblich  behaarten  Streifen.  Hflgl  oben  mit  einer  Querreihe  von  4 — 6, 
weißen  oder  gelblichen,  haarigen,  nicht  durchsichtigen  Diskalf lecken.  Vorderbrust  und  L'nterseite  der  Palpen 
weiß  oder  gelblich.  Unter  sich  sind  die  Arten  einander  sehr  ähnlich  und  hauptsächlich  nur  durch  die  Zeich- 
nung der  Hflgl-Unterseite  verschieden. 


U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Die  Spitze  des  Hlbs  oben  rein  weiß.  Die  Diskalflecke  3  und  4  der  Vflgl  sind  klein  fa.st  punktförmig,  völlig 
voneinander  getrennt  und  stehen  mit  dem  Fleck  in  2  in  einer  fast  geraden,  gegen  die  Flügelspitze  gerichteten 
Linie.    Glaspunkt  8  der  Vflgl  fehlt  gewöhnlich  auf  der  Oberseite. 


PLATYLESCHES.    Von  Dr.  C.  Aubivillius.  523 

a.  Hflgl  unten  eintönig  dunkelbraun  mit  einer  gebogenen  Eeihe  dunkler,  oft  hell  geringter  Flecke  in  2 — 6, 
bisweilen  auch  mit  weißem  Fleck  in  1  c.  P.  galesa. 

ß.  Hflgl  unten  am  Saume  weißlich  bestäubt  und  mit  helleren  Rippen,  ein  weißer  Fleck  in  1  c.    Vflgl  unten 
in  1  b  mit  einem  deutlichen  weißen  Längswisch.  P.  nigricans. 

?  P.  depygatus. 
B.  Hlb  oben  an  der  Spitze  dunkel  gefärbt. 

a.  Hflgl  unten  mit  heller  Mittelquerbinde  wenigstens  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  1  b. 
*    Die    Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  im  Felde  1  b  unterbrochen. 

§.  Die    Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  sehr  unscharf  begi-enzt,  violettgrau  und  wischartig;  die 
Flügelfläche  zwischen  dem  Saume  und  der  Binde  dunkelbraun.  P.  moritili. 

§§.  Die  Querbhide  der  Hflgl-Unterseite  scharf  begrenzt,  weiß  oder  gelblich. 

1.  Die  Glasflecke  3  und  4  der  Vflgl  klein,  punktförmig  und  getrennt.  Querbinde  der  Hflgl- 
Unterseite  nur  etwa  2  mm  breit,  weiß.  Saum  der  Vflgl  vor  dem  Hinterwinkel  deiitlich  aus- 
gerandet.  P.  jncanini. 

2.  Die  Glasflecke  3  und  4  der  Vflgl  länglich  nur  durch  die  Rippe  4  voneinander  getrennt.  Quer- 
binde der   Hflgl-Unterseite  etwa  4  mm  breit,  hell  gelblich.  P.  goetzei. 

3.  Der  Glasfleck  in  4  fehlt.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  nur  mit  einem  Glasfleck,  welcher  nahe 
am    Hinterwinkel   steht.  P.  sttbnoiatus. 

**.  Die  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  vom  Vrde  bis  zum  Irde  zusammenhängend,  scharf  begrenzt 
in  den  Feldern  1  a— 1  c  weiß,  in  2 — 6  gelb.    Glaspunkte  3  und  4  der  Vflgl  getrennt.      P.  lartiba. 

ß.  Hflgl  unten  ohne  helle  Querbinde,  gewöhnlich  aber  wie  oben  mit  einer  Querreihe  heller  Flecke. 

*.  Beide  Flügel  oder  wenigstens  die  Hflgl  unten  am  Saume  von  der  Farbe  des  Grundes,  dunkelbraun 
oder  schwärzlich.  Hflgl  unten  mit  einer  gewöhnlich  deutlichen  Querreihe  heller  Flecke.  Die  Glas- 
flecke 3  und  4  der  Vflgl  klein  \md  getrennt. 

1.  Hflgl-Unterseite    mit    grauer    Grundfarbe   und    deutlichen    Diskalf lecken.  P.  amadhu. 

2.  Hflgl-Unterseite  mit  schwärzlicher  Grundfarbe.  P.  chamaehon. 

**.  Beide  Flügel  unten  am  Saume  zwischen  der  Spitze  und  der  Rippe  2  mehr  oder  weniger  mit  hel- 
leren Schuppen  bekleidet,  im  Felde  1  b  der  Hflgl  aber  eintönig  dunkelbraun. 

1.  Fast  die  ganze  Unterseite  der  Hflgl  mit  kleinen  grauen  Schuppen  dünn  bestreut.       P.  ayresi. 

2.  Beide  Flügel  unten  zwischen  der  Spitze  und  der  Rippe  2  mit  breiter,  violettgrauer  Saumbinde. 

P.  rohustns. 
P.  ertli. 

P.  galesa  Hew.  (79  a)  ist  die  größte  Art  der  Gattung  und  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  galesa. 
Kennzeichen  leicht   zu  erkennen.     Guinea.  —  nigerrimus   Bth.   (79  b)  weicht,  wie  die  Abbildung  zeigt,  nur  nigerritmis. 
recht  unerheblich  von  der  Hauptform  ab.    Britisch  Zentral- Afrika. 

P.  nigricans  Holl.  (79  b).     Beide  Flügel  oben  schwarz;  die  Hflgl  mit  weißen  Fransen;  sonst  besonders  lüyricans. 
durch  die  hell  bestäubten  Rippen  und  die  schwarze  Farbe  des  äußeren  Teiles  der  Felder  1  a — 1  c  der  Hflgl- 
Unterseite  ausgezeichnet.    Sierra-Leone  bis  Gabini. 

P.  depygatus  Strand  wurde  nach  einem  Stück  mit  fehlender  Hlbspitze  beschrieben  und  darum  depy-  depygatus, 
gata  (die  Afterlose)  benannt(!).  Die  ausführliche  Beschreibung  der  Oberseite  und  der  Unterseite  der  Vflgl 
enthält  keine  nennenswerte  Unterschiede  von  P.  nigricans;  die  Unterseite  der  Hflgl  dagegen  wird  mit  folgen- 
den Worten  beschrieben.  ,,Die  Hflgl  sind  unten  violettlich  angeflogen  insbesondere  im  Wiuzelf ekle ;  die  Zeich- 
nungen sind  verloschen  violett-weißlich  und  bestehen  aus  einer  postmedianen,  umegelmäßig  zickzackförmigen, 
zwischen  der  Dorsalrippe  8  sich  erstreckenden  schmalen  Binde,  deren  hintere  Hälfte  der  Binde  der  Ober- 
seite entspricht,  ferner  aus  einem  längs  des  ganzen  Dorsalrandes  verlaufenden  hellen  Längsstreifen,  einem  Fleck 
in  der  Zelle  am  Vrde  und  endlich  sind  die  Rippen  zum  großen  Teil  heller  gefärbt  und  stellenweise  durch  helle 
Querstriche  verbunden;  das  Ganze  bildet  eine  verloschene,  unregelmäßig  netzförmige,  verwischte  Zeichnung." 
Nyassa-Land.  AAVnn  die  Spitze  des  Hlbs  weiß  ist,  gehört  depygata  wahrscheinlich  als  eine  östliche  Rasse  zu 
nigricans. 

P.  moritili  Wallengr.  (79  a)  ist  die  längst  bekannte  Ait  der  Gattung  und  kommt  in  ganz  Süd-Afrika  moritili. 
bis  zum  Congo-Gebiet  vor.    Sie  ist  besonders  durch  die  unscharf  begrenzte  Querbinde  der  Hflgl-Unterseite  aus- 
gezeichnet.   Die  Fransen  der  Hflgl-Unterseite  sind  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Rippe  2  breit  einfarbig 
weiß  oder  hellgelb,  dann  zwischen  2  und  7  grau  oder  wenigstens  mit  breiter  grauer  Wurzellinie.  —  costalis  form,  costalis. 
nov.  weicht  dadurch  ab,  daß  der  Vrd  der  Hflgl-Unterseite  in  seiner  ganzen  Breite  bis  zur  Mittelzelle  und 


524  PLATYLESCHES.    Von  Dr.  C.  Aueivillius. 

nach  außen  zur  Eippe  8  gelb  ist  und  die  Fransen  der  Hflgl-Unterseite  zwischen  den  Rippen  2  und  7  an  der 
Spitze  gelblich.    Congo-Gebiet. 

zephora.  P.  zepHora  Plötz  (78  b,  79  c;  nach  Plötz)  ist  mir  unbekannt.    Sie  wird  in  folgender  Weise  beschrieben: 

Hflgl  unten  bleich  rötlichgrau,  braun  bestäubt  oder  gewässert,  meistens  mit  breitem  dunklen  Saum  und  weißen 
Fransen.  Gestalt  kräftig.  Fühler  halb  so  lang  wie  die  Vflgl;  diese  haben  in  Zelle  1  a  einen  gelben  Längsstreif, 
in  Zelle  1  b  einen  solchen  Fleck,  in  Zelle  2  einen  weißen  Glasfleck,  darüber  in  der  Mittelzelle  zwei,  in  3  und  4 
zwei  übereinander,  desgleichen  drei  Punkte  in  6 — 8.  Hflgl  oben  mit  einer  ziemlich  schmalen,  gebogenen,  hell- 
gelben, von  den  schwarzen  Rippen  durchschnittenen  Querbinde  von  1  c — G,  unten  ist  Zelle  1  b  und  der  Saum 
ungleich  breit  braun.    13  mm.    Angola."    Ist  sicher  eine  Platylesches-Art. 

picanini.  P.  picanini  Holl.  (79  b,  c)  weicht  durch  die  Form  der  Vflgl  von  den  übrigen  Arten  ab.    Holland  gibt 

zuerst  Liberia,  dann  nur  Ogowe  als  Vaterland  an,  aiich  im  südlichen  Congo-Gebiet  vorkommend. 

'       (joeizei.  P.  goetzei  Grünb.  (=  junodi  Oberth.)  (79  h)  aus  der  Beschreibung  \md  der  Abbildung  geht  hervor,  daß 

die  Ai  t  sich  besonders  durch  die  breite,  hellgelbe,  scharf  begrenzte,  in  1  c  aber  unterbrochene  Querbinde 
der  Hflgl-Unterseite  auszeichnet.    Portugiesisch  iind  Deutsch  Ost-Afrika  bis  zum  Tanganjika-See. 

suhtwlaius.  P.  (?)  subnotatus  Holl.  (79  c)  wurde  als  Parnara  (?)  beschrieben  und  später  von  Mabille  zu  Platylesckes 

geführt.  Die  Art  ist  mir  nur  durch  die  Abbildung  bekannt.  Sie  zeichnet  sich  besonders  dadurch  aus,  daß  die 
Vflgl  nur  einen  Fleck  in  der  Mittelzelle  (am  Hinterwinkel)  und  nur  4  Diskalflecke  in  (1  b,  2,  3  und  6)  haben. 
Die  Hflgl  haben  oben  wie  bei  den  meisten  Platylesch es- Arten  eine  gelbliche  Querbindc  in  der  Mitte  hinter  der 
Zelle  und  sind  unten  ockergelb  mit  einer  gelben  Diskalbinde  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  2,  4 — 5  schwärz- 
lichen, gelb  gekernten  Prmkten  im  Wurzelteil  und  einer  submarginalen  Serie  von  schwarzen  Punkten.  Fransen 
dunkelbraun.    Ogowe-Tal. 

kimba.  P.  lamba  Neave  ist   die  einzige  bekannte  Art,   bei  der  die  Querbinde  der  Hflgl-L'^nterseite  völlig  zu 

sammenhängend   ist.     Südliches   Congo-Gebiet. 

aniadhu.  P.  amadhu  Mab.  (=  heterophyla  Mab.)  (79  b)  ist  mit  den  beiden  folgenden  Arten  so  nahe  verwandt, 

daß  es  schwer  hält,  einige  stichhaltige  Unterschiede  anzugeben.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  grau,  in  1  b  schwärz- 
lich und  die  hellen  Diskalflecke  deutlich  und  zahlrcicli  (in  !  c — 6):  Vflgl  unten  am  Saume  violettgrau  aufgehellt. 

bulunfjac.  Natal,  Transvaal  und  Britisch  Zentral-Afrilva.  —  batangae  Holl.  (79  c)  ist,  wie  die  Abbildungen  zeigen,  so  wenig 
von  amadhu  verschieden,  daß  ich  sie  bis  auf  weiteres  nur  als  eine  Rasse  derselben  betrachte.   Kamerun. 

chamaeleon.  P.  chamaeleon  3Iab.  (79  b)  weicht  von  der  vorhergehenden  Art  dadurch  ab,  daß  die  Unterseite  der 

Hflgl  schwärzlich  ist  mit  einem  weißen  Diskalfleck  in  1  c  und  statt  der  anderen  Diskalflecke  nur  mit  grauen 
Schaft  enf  lecken.    Sierra -Leone. 

ayrcsii.  P.  ayresü  Trim.  ist  an  der  Unterseite  der  Hflgl,  welche  überall  (ausgenommen  in  1  b  und  einem  Teil 

von  1  <•)  mit  kleinen  getrennten  violettgrauen  Schuppen  gesprenkelt  ist,  leicht  kenntlich.  Süd-Afrika  bis 
Rhodesia,  nur  im  Hochlande. 

robustus.  p.  robustus  Vßace  ist  eine  kräftig  gebaute  Art  mit  kurzen  dickkolbigen  Fühlern  \nid  allen  Flügelflecken 

mehr  oder  weniger  gelblich.  Glasflecke  3  und  4  der  Vflgl  nur  durch  die  Rippe  4  getrennt  xukI  fast  gerade  über- 
einander stehend.  Die  Unterseite  ist  sehr  charakteristisch.  Die  Grundfarbe  beider  Flügel  ist  rein  brarm  und 
mit  hell  violettgrauen  Zeichnungen  geziert;  auf  den  Vflgln  ist  nur  eine  Saumbinde  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  2 
(in  den  Feldern  4  und  5  am  breitesten)  und  eine  feine  Saumlinie  zwischen  der  Rippe  2  und  dem  Hinterwuikel 
violettgrau ;  auf  den  Hflgln  aber  sind  die  Wurzel,  der  Vrd  bis  zur  Rippe  8,  der  Ird  in  1  a  und  in  der  Wurzel 
von  1  b.  sowie  eine  sehr  breite,  bis  zu  den  rnideutlichen  hellen  Diskalflecken  der  Felder  1  c — 6  ausgedehnte 
Saumbiiule  vom  Vrde  bis  zur  Mitte  des  Feldes  1  c  dicht  mit  violettgrauen  Schuppen  bedeckt.    Körper  imten 

crlli.  weiß.  Rhodesia,  Mashuna-Land,  Nyassa.  —  ertli  Gaede.  Ueber  diese  Form  teilt  der  Autor  folgendes  mit.  ,,Die 
Unterseite  entspricht  fast  der  von  robustus;  auf  dem  Vflgl  ist  gar  kein  L'^nterschied  anzugeben,  nur  am  Hflgl 
ist  das  Mittelfeld  hei  ertli  weniger  hell,  so  daß  die  dunkle  Sprenklung  nur  im  Randteil  des  Älittelfeldes  vor- 
handen und  auch  dort  nicht  so  grob  ist  wie  bei  robustus.  Spannweite:  22 — 24  mm."  Deutsch  Ost-Afrika: 
Kigonsera. 
nffinissi-  P.  affitlissimus  Strand  wird  vom  Autor  nüt  P.  depygatus  und  «igrncows  verglichen,  da  aber  dieHlbspitze 

mus.  (jjirii^pi  ii^t^  gehört  die  Art  nicht  zu  derselben  Gruppe  wie  nigricans,  sondern  ist  wahrscheirdich  nahe  mit 
P.  amadhu  und  chamaeleon  verwandt.  Die  Unterseite  der  Hflgl  wird  in  folgender  Weise  beschrieben :  ,,Die  Hflgl 
haben  unten  in  der  Mitte  des  Feldes  1  c  einen  rein_  weißen,  etwa  viereckigen  Fleck,  sonst  sind  nur  einige  bläu- 
liche Wische  vorhanden,  die  als  Bruchstücke  der  Zeichnung  der  vorhergehenden  Art  {depygatus)  aufgefaßt 
werden  können,  im  Dorsalfelde  ist  ein  heller  Längsstreifen  nur  in  der  Basalhälfte  angedeutet;  die  Grimdfarbe 
der  Hflgl-Unterseite  ist  so  dunkel  wie  die  der  Vflgl  und  ohne  violettem  Anflug;  die  Rippen  sind  dunkel."  Was 
hier  über  die  Hflgl-Unterseite  gesagt  wird  stimmt  gut  mit  ÄLibilles  Abbüdung  von  chamaeleon  (79  b)  überein. 
Nyassa-Land. 


GALERGA;  CERATRICHIA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  525 

15.  Gattung:  Oalerga  Mab. 

„Die  Fühler  erreichen  nicht  die  halbe  Länge  der  Vflgl;  Kolbe  eiförmig  mit  kurzer,  stumpf winlielig  umge- 
bogener Spitze.  Palpen  vorgestreckt,  borstig;  drittes  Glied  spitzig,  nackt,  schief  vorgestreckt.  Vflgl:  „Saum 
von  der  Spitze  bis  zur  Rippe  4  schief,  dann  in  entgegengesetzter  Richtung  bis  zum  Hinterwinkel  schräg  gerichtet ; 
Rippe  5  an  ihre  Wiurzel  gebogen  und  etwas  näher  an  4  als  an  6;  Rippe  3  nahe  am  Hinterwinkel  und  2  von  der 
Mitte  der  Zelle.  Hflgl :  Rippe  2  außerhalb  der  Mitte  der  Zelle  und  3  sehr  nahe  am  Hinterwinkel  abgehend ; 
5  deutlich.  Hinterschienen  mit  4  Sporen.  Das  $  ohne  Geschlechtsauszeichnungen."  Nach  Mabille.  Die 
einzige  Art  dieser  Gattung  ist  mir  unbekannt  geblieben. 

G.  hyposticta  Mab.  ,, Flügel  rötlich  schwarz  oder  etwas  purpurglänzend.  Vflgl  mit  drei  kleinen  weißen  hypostida. 
Subapicalpunkten  in  schief  gestellter  Linie;  in  der  Mitte  drei  kleine  rötliche  Diskalpimkte  in  1  b— 3,  der  in 
3  sehr  klein  oder  fehlend.  Hflgl  unbezeichnet  und  mit  gleichfarbigen  Fransen.  Vflgl  unten  dunkelbraun,  am 
Vrde  und  an  der  Spitze  rötlich ;  ein  rein  weißer  Fleck  am  Vrde  an  der  Mitte  der  Zelle  und  darnach  eine  Reihe 
von  5  weißen  Flecken,  die  Subapicalpunkte  der  Oberseite  eingerechnet;  von  der  Spitze  geht  eine  Reihe  von 
violettgrauen  Flecken ;  die  Felder  1  a  und  1  b  sind  grau ;  Hflgl  unten  mit  zwei  violettgrauen  Querbinden,  einer 
am  Saume  und  einer  in  der  Mitte,  zwischen  diesen  Binden  imd  am  Vrde  schwarz;  im  Felde  6  zwei  rote  Flecke." 
Madagaskar. 

16.  Gattung:  Ceratrichia  Btlr. 

Die  morphologischen  Kennzeichen  dieser  Gattung  sind  sehr  unbedeutend.  Die  Fühlerkolbe  ist  lang 
und  dünn  mit  langer  Spitze.  Endglied  der  Palpen  kurz  und  klein,  durch  die  Schuppen  des  zweiten  Gliedes 
verborgen.  Saum  der  Vflgl  kürzer  als  der  Hrd.  Die  Rippe  2  der  Vflgl  entspringt  viel  näher  an  3  als  an  der 
Flügelwurzel.    Rippe  5  der  Hflgl  schwach  ausgebildet  besonders  nach  innen.    Hinterschienen  mit  4  Sporen. 

Die  Arten  sind  jedoch  sofort  an  der  ungewöhnlichen  Anordnung  der  Diskalflecke  beider  Flügel  kenntlich. 
Dieselben  (oft  nur  unten  vorkommend)  sind  nämlich  dem  Saum  genähert  und  stehen  wenigstens  im  Felde  5 
viel  näher  am  Saume  als  an  der  Spitze  der  Mittelzelle;  die  Felder  8 — 10  der  Vflgl  haben  gewöhnlich  nahe  am 
Vrde  deutliche  Diskalflecke.  Hierzu  kommt,  daß  alle  oder  wenigstens  einige  Diskalflecke  silberglänzende  Kerne 
haben. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Hflgl  oben  einfarbig  schwärzlich  ohne  Flecke  oder  Punkte,   unten   mit   weißer  Grundfarbe  und  dunkler 
Saumbinde. 

a.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  weißen  Punkten.   Die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  am  Irde  mit 
silberweißen,  dunkel  geringten  Punkten. 

*.  Die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  endet  spitz  nahe  dem  Analwinkel  und  ist  in  der  Mitte 
(an  der  Rippe  5)  tief  eingeschnitten.  C.  nothus. 

**.  Die  dunkle  Saumbinde  der  Hflgl-Unterseite  endet  breit  und  quer  an  der  Rippe  2  und  ist  wurzelwärts 
schwach  konvex.  C.  ialemia. 

ß.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  ohne  weiße  Punkte.  C.  brunnea. 

B.  Hflgl  oben  mit  großem  gelbem  Felde  oder  fast  ganz  gelb. 

a.  Der  Diskalpunkt  im  Felde  7  der  Vflgl-U^nterseite  liegt  (wenn  vorhanden)  ganz  nahe  an  der  Flügelspitze 
und  viel  näher  am  Saume  als  der  Diskalpunkt  in  6. 

*.  Vflgl  oben  eintönig  schwarz  mit  oder  ohne  kleine  weiße  Diskalpunkte  und  höchstens  mit  einem 
kleinen    weißen    Glaspunkt  in  der  Mittelzelle  nahe  an  ihrem  Vrde.  C.  phocion. 

**.  Vflgl  oben  im  Wurzelteil  hellgelb  oder  wenigstens  in  der  Mitte  mit  gelber  Querbinde,  selten  beim  5 
fast  einfarbig  schwarz  jedoch  stets  mit  einem  gelben  Fleck  in  der  Mittelzelle  wenigstens  auf 
der  Unterseite.  C.  flava. 

ß.  Der  Diskalpunkt  im  Felde  7  der  Vflgl  liegt  weit  von  der  Flügelspitze  entfernt  und  näher  an  der  Mittel- 
zelle als  der  Diskalfleck  in  6. 

*.  Die  Unterseite  der  Vflgl  zum  größten  Teil  mit  gelber  Grundfarbe,  nur  am  Hrde,  in  1  a,  an  der  Wurzel 
luid  in  der  Gegend  des  Hinterwinkels  schwarzbraun  überzogen.  C.  argyrosticta. 

**.  Die  ganze  Unterseite  der  Vflgl  schwarzbraun  mit  den  gewöhnlichen  Flecken  gelb  oder  weiß. 

C.  aureu. 

Die  Ccratrkhia-Ai-ten  können  auf  zwei  leicht  unterschiedenen  Gruppen  verteilt  werden.  In  der  ersten  Gruppe,  welche 
die  PÄocion- Gruppe  genannt  werden  kann,  steht  der  Diskalpunkt  7  der  Vflgl  nahe  an  der  Flügelspitze,  viel  näher  am  Saume 
als  der  Diskaltleck  in  ö  und  steht  mit  den  Punkten  in  8,  9  und  10  in  einer  fast  geraden,  mit  dem  Vrde  fast  gleichlaufenden 


526  CERATRICHIA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

liinie.  —  In  der  zweiten  Gruppe,  die  Argyroslicta-GtuTppe,  steht  der  Diskalpunkt  7  der  Vflgl  viel  weiter  vom  Saume  entfernt 
als  derjenige  in  6. 

Phocion-  Gruppe. 

nothus.  C.  nothus  F.  (=  enantia  Karsck)   (78  i,  79  g).    Beide  Flügel  oben  mit  schMarzbrauner   Grundfarbe, 

die  Vflgl  mit  scharf  hervortretenden  Meißen  Punkten,  die  Hflgl  ohne  Zeichnungen.  Vflgl  imten  fast  wie  oben; 
die  Hflgl  unten  weiß  mit  dunkler  Saumbinde  und  kleinen  schwarzen,  zum  Teil  silbergekernten  Punkten 
oder  Flecken.   Die  Anordnung  derselben  geht  aus  den  Abbildungen  hervor.   West-Afrika. 

ialemia.  C.  ialemia  Bruce  weicht  nur  durch  das   in   der  Uebersicht  angegebene  Kennzeichen  von  nothus  ab. 

Kamerun. 

hrimnca.  C.  brunnea  B.-Bak.  ist  offenbar  mit  den  beiden  vorhergehenden  nahe  verwandt,  mir  aber  nur  durch 

die  Beschreibung  bekannt.  ,, Beide  Flügel  eintönig  dunkel  umbrabraun  ohne  Zeichnungen.  Unterseite:  Hflgl 
weiß,  am  Saume  olivbraun  getönt;  Vrd  bis  zur  Rippe  8  braini;  ein  sehr  großer  brauner  Fleck  bedeckt  den 
ganzen  Saum,  ist  nach  innen  gebogen,  wodurch  der  weiße  Teil  nach  außen  halbmondförmig  ausgerandet  wird; 
die  braune  Saumbinde  ist  an  der  Rippe  4  eingeschnitten  und  endet  an  der  Rippe  2;  im  weißen  Felde  findet 
sich  ein  dunkler  Fleck  an  der  Rippe  8  mit  zwei  schief  gestellten  Punkten  vor  demselben  und  zwei  kleine  Flecke 
unter  der  Rippe  2.    Flügelspannung:  34  mm."   Nandi. 

phocion.  C.  phocion  F.  (79  g).     Hinsichtlich  der  Geschlechter  und  der  Variabilität  dieser  und  der  folgenden 

Art  herrscht  eine  große  Verwirrung,  welche  nur  durch  Zucht  und  Beobachtungen  in  der  Natur  gelöst  werden 
kann.  Xach  Holland  (1920)  ^väre  argyrosticta  Plötz  das  $  von  phocion.  Rebel  betrachtet  dagegen  und  wohl 
mit  Recht  (siehe  unten)  argyrosticta  als  eine  selbständige  Art.  Eine  andere  Schwierigkeit  ist,  daß  einige  $$, 
welche  als  ^-Formen  von  flava  und  deren  Rassen  beschrieben  wurden,  kaum  von  typischen  phocion  unter- 
schieden werden  können.  Ob  der  in  der  Uebersicht  hier  angeführte  Unterschied  zwischen  phocion  und  flava 
stichhaltig  ist,  wage  ich  nicht  zu  entscheiden.  Joicey  luid  Talbot,  welche  ein  sehr  großes  Material  vor  sich 
hatten,  teilen  (1921)  mit,  daß  sie  nicht  imstande  waren  zu  entscheiden,  welche  ?$  zu  phocion  und  welche  zu 
flava  gehörten.  —  (J  und  $:  Vflgl  oben  schwarzbraun  einfarbig  ohne  weiße  Punkte  {^)  oder  mit  einigen  kleinen 
weißen  Punkten  in  4 — 8,  selten  auch  mit  je  einem  solchen  Punkte  in  2,  3  und  der  ^Mittelzelle  (o,  $);  unten 
sind  die  Punkte  gewöhnlich  vollständiger  vorhanden  und  der  Punkt  im  Vorderwinkel  der  Mittelzelle  fast  immer 
deutlich,  am  Vrde  tind  im  Spitzenteil  kommt  bisweilen  eine  braungelbe  Bestäubung  vor.  Hflgl  oben  heller 
oder  dunkler  gelb,  an  der  Wurzel  und  am  Vrde  bis  zur  Rippe  5  oder  6  schwarzbraun,  am  Irde  selten  länger 
als  bis  zur  Mitte  verdiuikelt;  Punkte  oder  Flecke  fehlen  ganz;  die  Unterseite  ist  ganz  hellgelb  mit  kleinen,  silber- 
weißen, mehr  oder  weniger  durch  bravme  Schuppen  begrenzten  Punkten,  die  selten  ganz  fehlen  (ob  besondere 
Form  ?)  und  bisweilen  (beim  $)  mit  feiner  dmikler  Linie  am  Vrde  und  kleinem  dunklem  Fleck  am  Vorderwinkel; 
Fransen  gelb,  an  der  Flügelspitze  bisweilen  braun.    Sierra-Leone  bis  zum  Congo-Gebiete. 

C.  flava.    Die  ^,^  dieser  Art  sind  sofort  an  der  lebhaft  gelben  ungefleckten  Wurzelhälfte  der  Vflgl- 

Obcrseite  kenntlich.  Die  Ausdehnimg  dieser  gelben  Farbe  und  in  Zusammenhang  damit  die  Breite  der  schwarzen 

Saumbinde  wechselt  dagegen  beträchtlich.    Die  Hflgl  sind  bei  allen  Rassen  oben  gelb  ohne  Flecke  oder  nur 

mit  kleinen  dmiklen  Saumpunkten  an  den  Rii^penenden  und  mit  schmalem  dunklem  Spitzenfleck,  welcher 

externa,  «i^^h  selten  etwas  längs  dem  Vrde  ausdehnt.  —  extensa  form.  nov.  (J.  Die  gelbe  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  erreicht 

zwischen  der  Wurzel  und  der  schwarzbraunen  Saumbinde  völlig  den  Vrd  und  bedeckt  auch  die  Wurzelhälfte 

der  Felder  4 — 6 ;  die  Saumbinde  wird  dadurch  in  diesen  Feldern  nur  etwa  3  mm  breit  und  ist  nur  in  den  Feldern 

7 — -9  wurzelwärts  etwas  ausgezogen.    An  der  Wurzel  findet  sich  nur  ein  kurzer  schwarzer  Strich,  Avelcher  der 

flava.  Rippe  12  folgt.  Die  hellste  Form  des  ^.  Kamerun.  —  flava  Hew.  (=  charita  Plötz)  (79  g).    cJ.  Die  gelbe  Farbe 

der  Vflgl-Oberseite  erreicht  den  Vrd,  nicht  aber  die  Wurzel  der  Felder  4 — -6,  welche  dagegen  von  der  Saumbinde 

bedeckt  sind  und  höchstens  einen  kleinen  gelben  Fleck  im  Felde  5  haben.   Die  dunkle  Saumbinde  ist  zwischen 

icollasloni.  dem  Hrde  und  der  Rippe  4  fast  gleich  breit.  Kamerun  bis  Congo.  —  wollastoni  Heron  cJ.   Steht  flava  sehr  nahe 

und  weicht  inu-  dadurch  ab,  daß  die  dunkle  Saimibinde  der  "^'flgl-Oberscitc  auf  der  Imienseite  fast  geradlinig  vom 

Hinterwinkel  bis  zur  Mitte  des  Vrdcs  begi-enzt  ist  und  nur  einen  .sehr  kleinen  gelben  Fleck  in  der  Wurzel  des 

Feldes  3  frei  läßt.    Auf  der  Unterseite  ist  die  Saumbinde  fast  ähnlich  ausgebildet  aber  heller,   mehr  braun. 

semlikensis.  Ruwenzori  und  im  f'ongo-Gebiet.  —  semlikensis  Joic.  u.  Talb.  (=  flava  Rebel  1914).     Das  ^  weicht  von  den 

vorhergeheliden  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  von  der  Wurzel  bis  zur  Saumbinde  eine  schwarze  die  Mittelzelle 

erreichende  Vrdbinde  haben.     Die  Saumbinde  ist  noch  breiter  als  bei  wollastoni  inid  scheint  auch  die  Wurzel 

des  Feldes  3  zu  bedecken;  auch  die  AVurzcl  ist  breiter  schwarz  überzogen.  In  der  Gegend  nördlich  vom  Tanganjika- 

jascMla.  See  und  im  Scndiki-Tal.  —  Als  ?$  zu  diesen  «J-Forznen  gehören  wahrscheinlich  die  folgenden:  fasciata  Auriv. 

Vflgl  oben  schwarzbraun,  in  der  Mitte  mit  einer  unregelmäßigen  gelben  Querbinde,  w  eiche  aus  4  Flecken  besteht 

(einem  unscharfen  Querfleck  in  1  b,  einem  gi-ößeren  in  2,  einem  Fleck  quer  über  die  Spitze  der  Mittelzelle  und 

einem  Punkt  in  10);  außerdem  finden  sich  ein  winziger  gelber  Fleck  in  3  und  kleine,  weiße  Punkte  in  (3  \n\A  7, 

der  letztere  nahe  an  der  Flügelspitze.    Unten  sind  die  Vflgl  am  Vrde  sehr  breit  hellgelb  aufgehellt ;  die  gelbe 

Mittelquerbinde  fast  wie  oben  tind  vorne  mit  der  Vrdbinde  vereinigt;  dicht  vor  dem  Saume  läuft  zwischen 


C!ERATRICHIA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  527 

dein  Vrde  und  der  Rippe  3  eine  braungelbe  Binde ;  die  weißen  Punkte  sind  schwarz  geringt  deutlicher  als  oben 
und  koiumen  in  den  Feldern  4 — ^9  oder  10  vor.  Hflgl  oben  orangegelb,  am  Vrde  breit  schwarz  und  mit  dunklem 
Streifen  am  Irde  von  der  Wurzel  bis  über  die  Jlitte  hinaus.  Die  Unterseite  fast  wie  bei  den  c^(J  gezeichnet. 
Kamerun.  Als  $  von  flava  beschreibt  und  bildet  Rebel  ein  $  ab,  welches  der  fasciata  sehr  nahe  kommt 
und  nur  dadurch  abzuweichen  scheint,  daß  die  gelbe  Querbinde  der  Vflgl  etwas  schmäler  ist  und  die 
dunkle  Vrd-  und  Saumbinde  der  Hflgl-Oberseite  noch  breiter.  Zentral- Afrika.  Das  $  von  semlikensis,  welches 
JoiCEY  luid  Talbot  abbilden  ist  noch  dunkler,  indem  die  gelbe  Querbinde  der  Vflgl  völlig  fehlt  und  diese  demnach 
oben  einfarbig  schwarz  sind  mit  1^3  weißen  Punkten  vor  der  Spitze.  Semliki-Tal.  Eine  vierte  $-Form  betrachtet 
Heeon  als  $  von  wollastoni;  dieselbe  kommt  der  C.  phocion  sehr  nahe;  die  Vflgl  sind  oben  einfarbig  schwarz- 
braun ohne  gelbe  Mittelquerbinde,  aber  statt  derselben  mit  einem  kleinen  gelblichen  freien  Fleck  in  2  und  einem 
ähnlichen  Fleck  im  Hinterecke  der  Mittelzelle;  außerdem  sind  die  gewöhnlichen  kleinen  weißen  Punkte  vor 
der  Spitze  da,  unten  sind  die  Vflgl  ganz  wie  oben  gefärbt  und  gezeichnet.  Hflgl  fast  wie  bei  phocion  unten,  aber 
am  Vrde  breit  dunkelgrau  gefärbt.  Ruwenzori.  Als  möglicherweise  hier  gehörig  sind  noch  zwei  von  Strand 
beschriebenen  Formen  zu  erwähnen:  iessmanniana  Strand.  ,,Ist  C.  wollastoni  Heron  $  sehr  ähnlich  und  zwar  Ussmannia- 
weicht  die  Oberseite  von  derjenigen  von  wollastoni,  nach  der  Abbildung  zu  urteilen,  nur  dadurch  ab,  daß  die  '"*• 

vier  subapicalen  Punkte  der  Vflgl  rein  weiß  sind,  und  die  beiden  hinteren  der  drei  diskalen  Flecke  sind  unter  sich 
nur  undeutlich  oder  gar  nicht  entfernt".  ,,An  der  Unterseite  der  Hflgl  fehlt  die  bei  wollastoni  vorhandene  dunkle 
Bestäubung  des  Gostalfeldes  und  kleine  schwarze  Saumflecke  sind  vorhanden.  Die  Unterseite  der  Vflgl  zeichnet 
sich  aus  durch  gelbgefärbtes,  in  der  Endhälfte  allerdings  schwarz  gestricheltes  Costalfeld;  im  Saumfelde  er- 
streckt sich  die  gelbe  Färbung  als  eine  schmale  Binde  nach  hinten  bis  zur  Rippe  3,  wobei  jedoch  der  Saum  sowie 
der  Vrd  des  Flügels  schwarz  bleiben.  Den  Diskalflecken  der  Oberseite  entsprechend  zeigt  die  Unterseite  eine 
gelbe,  dui'ch  die  diuikleren  Rippen  unterbrochene,  hinten  wiiiklig  gekrümmte  Querbinde.  Die  Subapicalpunkte, 
die  in  dem  gelben  Feld  gelegen  sind,  liegen  in  schwarzen  mehr  oder  weniger  in  der  Länge  gezogenen  Flecken 
inid  treten  daher  ziemlich  deutlich  hervor.  Der  Hrd  der  Vflgl  ist  hellgraulich  gefärbt.  Flügel spanniuig :  25, .5  mm." 
Süd-Kamerun.  Die  Beschreibung  der  Vflgl-Unterseite  stimmt  sehr  mit  derjenigen  von  fasciata  überein  und 
tessmanniana  scheint  eine  Zwischenform  zwischen  fasciata  und  ,, wollastoni-^"  zu  sein. 

C.  indeterniinabilis  Strand.  Aus  der  Beschreibung  mag  folgendes  angefülirt  werden:  ,, Vflgl  matt  indetermi- 
schwarz  mit  kleinen  weißen  Punktflecken  vnid  zwar  4,  die  eine  leicht  saumwärts  konvex  gebogene  Schrägreihe  nabüis, 
von  der  Mitte  des  Hrds  bis  zum  Felde  6,  daselbst  von  der  Flügelspitze  um  4  mm  entfernt,  bildet;  der  hinterste 
dieser  Flecke  ist  der  größte,  dreieckig,  etwas  gelblich  xmd  liegt  der  Vorderseite  der  Rippe  1  b  an,  dann  kommt 
ein  Fleck  im  Felde  2,  der  als  eine  Querbinde  zwischen  den  Rippen  2  und  3  erscheint,  während  der  Fleck  zwischen 
3  und  4  fast  kreisförmig  ist,  was  auch  mit  dem  Fleck  im  Felde  6  der  Fall  ist ;  vor  letzterem,  ein  wenig  weiter 
wurzelwärts  gerückt,  sind  zwei  kleine,  weiße,  nahe  beieinander  gelegene,  eine  auf  dem  Vrd  senkrecht  gerichtete 
Querreihe  bildende  Flecke  vorhanden.  Ferner  ist  ein  weißer  Punktfleck  in  der  Zelle,  dem  Vrde  stark  genähert, 
aber  von  der  Diskozellulare  entfernt,  vorhanden.  Die  Fransen  sind  .schwarz,  schimmern  aber  etwas  graulich; 
die  Flügelfläche  zeigt  im  Costalfelde  vereinzelte  grüngelbe  Schuppen  iind  im  Dorsalfelde  unweit  der  Basis  ein 
ebenso  gefärbter  Längsfleck.  Die  Hflgl  sind  lebhaft  hellgelb,  das  Costalfeld  bis  zur  Rippe  5  jedoch  schwarz, 
der  Vrd  schmal  gelblich;  die  gelbe  Partie  schließt  im  Wurzelfelde  zwei  schwärzliche  Längswische  ein,  die  wohl 
bisweilen  zusammengeflossen  sind.  Vflgl  unten  schwarz,  die  Flügelspitze  iind  eine  schmale  Längsbinde  an  der 
Basis  des  Co.stalfeldes  sind  gelb,  das  Apicalfeld  ist  jedoch  sehr  spärlich  gelb  beschuppt.  Hflgl  unten  gelb,  aber 
blasser  gelb  als  an  der  Oberseite,  in  der  Mitte  mit  einem  subtriangulären  und  in  der  Mitte  zwischen  diesem  und 
dem  Hrde  mit  einem  subquadratischen  schwarzen  Fleck.  Ferner  ist  ein  schwarzer  Sublimbalfleck  im  Felde  1  b 
vorhanden  und  kleinere  nach  vorn  an  Größe  abnehmende  ebensolche  können  in  den  Feldern  2 — -4  vorhanden 
sein.  Sonst  sind  zwei  kleine,  undeutliche  schwarze  antemediane  Querstriche  in  der  Zelle,  einige  submediane 
solche,  sowie  eine  postmediane  Querreilie  ebensolcher  zwischen  den  größeren  Flecken.  Körper  oben  schwarz 
spärlich  mit  grüngelben  Schuppen  bestreut,  unten  gelb.  Beine  gelb  mit  dunkleren  Tarsen.  Flügelspannung: 
26,5  mm."  Süd-Kamerun.  Aeußerlich  muß  diese  Art  der  C.  phocion  recht  ähnlich  sein;  da  aber  die  Stelhing 
des  Diskalpunktes  7  der  Vflgl  nicht  ganz  klar  ist,  kann  ich  nicht  sicher  entscheiden,  ob  die  Art  zu  der  Phocion- 
Gruppe  oder  zu  der  folgenden  gehört. 

Argyrosticta- Gruppe. 

C.  argyrosticta  Plötz  (79  f ).  Vflgl  oben  schwarz  im  Wurzelteil  mit  drei  gelben,  nicht  durchsichtigen  argyroMcla. 
Längsstreifen,  einem  breiten  am  Vrde,  einem  schmalen  in  der  Mittelzelle  und  einem  breiten,  bisweilen  flecken- 
artigen im  Felde  1  b,  welche  bisweilen  die  Winzel  nicht  völlig  erreicht,  vmd  in  der  Mitte  mit  7  hellgelben,  fast  in 
einem  Kreise  angeordneten  Glasflecken,  von  denen  zwei  längliche  in  der  Mittelzelle,  ein  größerer  in  2  und  je  einer 
in  3,  4,  6  und  7 ;  auf  der  Unterseite  sind  diese  Flecke  noch  deutlicher,  schwarz  umzogen,  und  in  den  Feldern  4,  6,  7 
nach  außen  mit  silberglänzendem  Kern,  dazu  kommen  Punkte  mit  silbernem  Kern  in  den  Feldern  5,  8,  9  und  10. 
Die  Hflgl  sind  auf  beiden  Seiten  fast  ganz  wie  bei  C.  aurea-^  (79  f )  gefärbt  und  gezeichnet.  Das  $  ist  mir  unbe- 
kannt.  Kamerun  bis  Mawambi  im  Inneren  des  Congo-Gebietes. 


528  XAXTHODISCA;  PARDALEODES.    Von  Dr.  C.  AuRiviLLlus. 

aitrea.  C.  aurea  Harn.  Druce  (79  f.  g)  kommt  der  vorigen  Art  sehr  nahe  und  weicht  hauptsächlich  nur  durch 

die  dunkle  Unterseite  und  die  etwas  kleineren  Flecken  der  Vflgl  ab.  Beim  $  sind  die  Flecke  der  Vflgl  ^veiß 
statt  gelb.    Congo-Gebiet :  Kassai. 

hollandi.  C.  hollandi  B.-Bak.  ist  mir  unbekannt,  gehört   aber  offenbar  zu  dieser  Gruppe.    Die  Beschreibung 

lautet:  ,,(^  ^  flgl  schwärzlich  mit  einem  kleinen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle;  zwei  kleinere  hintereinander 
nahe  an  der  Spitze  hinter  den  Rippen  8  und  7,  ein  Punkt  hinter  der  Rippe  6  näher  am  Saume,  ein  anderer  näher 
der  Wurzel  hinter  5  und  noch  einer  mehr  proximal  hinter  4;  Hflgl  mit  der  Wurzel  und  dem  Vrd  bis  zur  Rippe  6 
imd  zum  Saume  schwärzlich;  die  übrige  Fläche  zitrongelb,  am  Saume  schwach  orangegelb.  Unterseite". 
Vflgl  schwärzlich,  gelblich  längs  dem  Vrde  mid  im  Spitzenteil;  alle  Flecke  der  Oberseite  vorhanden  imd  schwarz 
geringt;  Hflgl  zitrongelb  mit  dem  Vrde  schmal  braun  und  einem  braunen  Fleck  an  der  Spitze;  ein  brauner 
Punkt  an  der  Sj^itzc  der  ]\Iittelzelle  mit  einem  braunen  Fleck  auf  jeder  Seite  (vorn  und  hinten);  zwei  Punkte 
auf  der  Wurzelseite  des  Apicalfleckes;  ein  Fleck  in  der  Mitte  der  Falte  luid  ein  Punkt  im  Felde  2  nahe  am  Saume; 
fast  alle  Flecke  mit  gcil)em  Kern.    Flügelspannung:  38  mm."   Toro:  Fort  Portal. 


17.  Gattung:  Xautliodisca  gen. 


nov. 


Die  Formen  dieser  Gattung  sind  bisher  zur  Gattung  Pardaleodes  geführt  worden.  Um  aber  die  Be- 
grenzung dieser  Gattmig  zu  ermöglichen,  wurde  ich  genötigt,  für  sie  eine  neue  Gattung  zu  errichten.  Alle  Formen 
sind  sehr  nahe  verwandt  und  weichen  auch  diu-ch  Flügelform,  Farbe  und  Zeichnung  von  Pardaleodes  ab.  Im 
Rippenbau  zeichnen  sie  sieh  dadurch  aus.  daß  die  Rippe  2  der  Vflgl  weit  vor  der  Mitte  der  Zelle  ent.springt. 
Hinterschieiien  mit  4  Sporen.  Fühler  lang,  die  Mitte  der  Vflgl  weit  überragend,  ihre  Kolbe  langgestreckt  mit 
mäßig  langer  Spitze.  Endglied  der  Palpen  kurz,  kegelförmig,  wenig  hervorragend.  Rippe  2  der  Vflgl  nahe  an 
der  Flügelw^n'zel  abgehend,  4  fast  in  der  Mitte  zwischen  3  und  5,  11  von  12  gut  getrennt.  Rippe  5  der  Hflgl 
deutlich.  Vflgl  kurz,  di-eieckig  mit  fast  geradem  Saume.  Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen. 
Vflgl  schwarz  mit  großem  orangegelbem  oder  rötlichem  Mittelfelde. 

viMus.  X.  vibius  Hew.  (79  f).    Das  große  gelbe  Mittelfeld  der  Vflgl  erreicht  weder  den  Vrd  noch  den  Hrd 

und  wird  nacli  hinten  von  der  Rippe  1  begrenzt ;  es  besteht  aus  eineiu  langen  dreieckigen  Fleck,  welcher  fast 
die  ganze  Mittelzelle  ausfüllt,  einem  ähnlichen,  aber  kleineren  Fleck  in  3,  welcher  die  ganze  Wurzelhälfte  des 
Feldes  3  bedeckt,  einem  langen  rechtwinkligen  Fleck  in  2.  welcher  sich  ebensoweit  wie  der  Fleck  in  3  saimiwärts 
ausdehnt,  die  Wurzel  des  Feldes  2  aber  nicht  völlig  erreicht,  und  aus  einem  fast  ebenso  großen  Fleck  in  1  b. 
Die  Wurzel  des  Feldes  2  ist  beim  ^  von  einem  schwarzgrauen  Mehlfleck  erfüllt  und  hinter  der  Wurzel  der  Rippe  1 
liegt  ein  ähnlicher  schwarzer  Mehlstrich.  Gabun  bis  Ruwenzori  und  der  Rut.schuru-Ebene.  $  mir  imbekannt. 
reget.  —  rega  Mab.  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  ,, Vflgl  schwarz  in  der  Mitte  rotgelb;  die  schwarze  Farbe 
bildet  an  allen  Rändern  eine  regelmäßige  Randbinde,  welche  imter  der  Spitze  einen  viereckigen  schwarzen 
Fleck  aussendet,  welcher  drei  apicale  gelbe  Flecke  abtrennt ;  ein  kleiner  langgestreckter  schwarzer  Fleck  an  der 
Wurzel.  Hflgl  schwarz  mit  einer  graugelben  Aufhellung  zwischen  den  Rippen.  Unterseite  ähnlich  aber  heller. 
Die  Hflgl  zwischen  den  Rippen  mit  einer  gebogenen  gelblichen  Querbinde,  welche  deutlicher  als  auf  der  Ober- 
seite ist.  Leib  oben  schwärzlich.  Hlb  und  Palpen  gelblich.  Sierra-Leone."  Diese  Form  scheint  nur  durch  die 
kleinen  gelben  Flecken  vor  der  Spitze  der  Vflgl  mid  die  Fleckenreihe  der  Hflgl  von  vibius  abzuweichen.  — 

sierrae.  sierrae  Holt.  (79  f)  ist  eine  unbedeutende  Form  von  rega,  welche  nur  dadurch  abweicht,  daß  der  große  gelbe 
Mittelfleck  der  Vflgl  den  Hrd  erreicht.   Die  Hflgl  mit  oder  ohne  Flecke.    Sierra-Leone. 

18.  Gattung:  Pardaleoiles  Btlr. 

Fühler  lang,  die  Sjiitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl  überragend,  ihre  umgebogene  Spitze  mäßig  lang.  Drittes 
Palpenglied  kurz,  die  Borsten  des  zweiten  Gliedes  wenig  überragend.  Saum  der  Vflgl  deutlich  gebogen.  Rippe  2 
der  Vflgl  an  oder  hinter  der  Zellenmitte  ausgehend,  Rippe  11  gegen  die  Rippe  12  gebogen  und  dieselbe  eine 
Strecke  anliegend.  Rippe  3  der  Hflgl  aus  der  Hinterecke  der  Mittelzelle,  Rippe  5  deutlich,  in  der  Mitte  zwischen 
4  inid  6.    Hinterschienen  mit  4  Sporen. 

Flügel  oben  schwarz  mit  gelben  Feldern  oder  Flecken.  Die  Hflgl  bisweilen  oben  ohne  Zeichnung.  Die 
Arten  können  auf  zwei  Gruppen  verteilt  werden,  von  denen  die  erste  sich  durch  die  Zeichnung  der  Gattinig 
Xanthodiscn  sehr  eng  ansehließt,  aber  genau  denselljcn  Rippenbau  wie  Pardaleodes  besitzt. 

U  c  b  e  r  s  i  c  h  t  der  A  r  t  e  n 

A    Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  deutliche  Zeichnungen. 

1.  Vflgl  oben  mit  einer  breiten  gelbroten  oder  orangegelben  Querbinde,  welche  den  Vrd  erreicht  oder  fast 
erreicht.  P.  jan. 


Ämgrgeho,  27.  IL  1925.  PARDALEODES.    Von  Dr.  C.  At-eivillitjs.  529 

2.  Vflgl  oben  nur  mit  kleinen  gelben  Flecken.  P.  idis. 

B.  Hflgl  oben  mit  einem  gelben  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  einem  großen  gelben  Felde  außerhalb  der  Mittel- 
zelle, beide  bisweilen  miteinander  vereinigt,  so  daß  die  Hflgl  oben  zum  größten  Teil  gelb  werden. 

a.  Hflgl  oben  in  der  Mittelzelle  mit  einem  kleinen  gelben  Fleck,  welcher  völlig  oder  fast  völlig  vom  großen 
gelben  Diskalfelde  getrennt  ist. 

*.  Diskalflecke  der  Vflgl  alle  oder  fast  alle  durchsichtig,  hellgelb. 

1 .  Der  gelbe  Diskalfleck  in  1  b  der  Vflgl  ist  länglich  und  fast  genau  so  lang  wie  der  Glasfleck  in  2 ; 
Diskalflecke  4  und  5  viereckig  und  einander  berührend,  gewöhnlich  nicht  durchsichtig;  Diskal- 
flecke 6 — 8  länglich.  P.  edtpus. 

2.  Der  gelbe  Diskalfleck  in  1  b  der  Vflgl  querliegend,  viel  kürzer  als  der  Glasfleck  in  2:  Diskalflecke 
4  und  5  punktförmig,  getrennt,  durchsichtig;  Di.skal flecke  6 — 8  klein,  punktförmig.      P.  sator. 

Vgl.  auch  reic/tenoivi-^ 

**.  Alle  Flecke  der  Vflgl-Oberseite  gelb  oder  orangegelb,  nicht  durchsichtig. 

1.  Vflgl  oben  mit  großen,  zum  größten  Teil  vereinigten,  gelben  Flecken.  Das  Diskalfeld  der  Hflgl- 
Oberseite  i.st  groß,  abgerundet  und  erreicht  in  den  Feldern  3 — 5  fast  den  Saum.  P.  incerta. 

2.  Vflgl  oben  mit  kleineren,  orangegelben  Flecken.  Der  Diskalfleck  der  Hflgl-Oberseite  bildet  zwischen 
den  Rippen  2  und  6  eine  etwa  2  mm  breite,  fast  gleichbreite  Querbinde,  welche  überall  vom  Saume 
breit  getrennt  ist.  P.  herilus. 

ß.  Hflgl  oben  zum  größten  Teil  gelb,  nur  am  Vrde,  an  der  Wurzel  und  am  Irde  schwarz  gefärbt,  selten  bis 
zur  Spitze  der  Mittelzelle  schwarz,  in  diesem  Falle  aber  ohne  gelben  Fleck  in  der  Mittelzelle. 

*.  Der  gelbe  Fleck  oder  Doppelfleck  in  der  Spitze  der  Vflglzelle  ist  nicht  durch  feine  gelbe  Längstriche 
mit  der  Flügelwurzel  verbunden.  Die  Diskalflecke  6 — 8  der  Vflgl  sind  wie  gewöhnlich  klein,  punkt- 
förmig oder  etwas  länglich,  bilden  aber  nie  zusammen  ein  gleichseitiges  Dreieck. 

§.  Diskalflecke  der  Vflgl  durchsichtig,  gelb  oder  selten  weißlich. 

1.  Wenigstens  die  Diskalflecke    Ib — 3  der  Vflgl-Oberseite   miteinander   vereinigt,    nur  durch 
die  Rippen  getrennt.  P.  reichenoivi. 

2.  Alle  Diskalflecke  der  Vflgl  klein  und  voneinander  getrennt.   Das  helle  Feld  der  Hflgl-Oberseite 
erreicht  völlig  den  Saum.  P.  bule. 

§§.  Alle  Flecke  der  Vflgl  gelb  oder  braungelb,  nicht  durchsichtig. 

1.  Die  Diskalflecke   1  b — 3  der  Vflgl-Oberseite  voneinander  getrennt.  P.  xanthopeplus. 

2.  Die  Diskalflecke  1  a — 3  der  Vflgl-Oberseite  miteinander  zu  einer  schief  gestellten  Binde  ver- 
einigt (^)  oder  wenigstens  die  Flecke  2  und  3  aneinander  stoßend.  P.  ariel. 

**.  Der  gelbe  Fleck  in  der  Spitze  der  Vflglzelle  ist  durch  zwei  gelbe  Längsstriche  mit  der  Flügelwurzel 
vereinigt.  Die  DLskalf lecke  6 — 8  der  Vflgl  bilden  zusammen  ein  fast  gleichseitiges  Dreieck,  indem  der 
Fleck  in  6  lang  ist,  der  in  7  kürzer  und  der  in  8  punktförmig  ist.  P.  astrape. 

P.  fan  HoU.  stimmt  im  Rippenbau  völlig  mit  Pardaleodes,  in  der  Färbung  und  Zeichnung  aber  mit  /««. 
den  Formen  der  vorigen  Gattung  überein.  Flügel  oben  tief  schwarz;  Vflgl  in  der  Mitte  mit  einer  etwa  6  mm 
breiten  rotgelben  Querbinde  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  1 ;  dieselbe  besteht  aus  länglichen  nur  durch  die  ebenfalls 
gelben  Rippen  getrennten  Flecken  in  1  b,  2,  3,  9 — 12  und  in  der  Mittelzelle,  der  Fleck  in  12  erreicht  nicht  ganz 
den  Vrd,  sondern  liefert  eine  feine  Linie  der  Grundfarbe  frei.  Hflgl  oben  einfarbig  ohne  Zeichninigen,  unten 
mit  undeutlichen  eckigen  schwarzen  Flecken  auf  etwas  hellerem  Grunde.  Bei  der  typischen  Form  ist  der  schwarze 
Spitzenteil  der  Vflgl  oben  unbezeichnet.  hat  aber  unten  drei  winzige  weiße  Punkte,  einen  in  4  und  je  einen  in  7 
und  8.  Süd-Kamerun.  — ■  kamagamba  B.-Bah.  scheint  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  die  Vflgl  oben  gelbe  kamagamha. 
Diskalpunkte  in  4,  5,  7  und  8  haben.  Kamagambo.  —  scalaris  Grilnb.  ,,Die  beiden  hellen  Subapicalflecke  unter  Scolaris. 
der  Costa  (YrA)  des  Vflgls  und  der  kleine  Submarginalfleck  im  Felde  4,  welche  bei  P.  fan  auf  die  Unterseite  be- 
schränkt sind,  sind  hier  auch  auf  der  Oberseite  vorhanden;  der  Submarginalfleck  ist  orangegelb  wie  die  Mittel- 
binde, die  beiden  vorderen  Fleckchen  sind  weißlichgelb.  Auf  der  LTrterseite  sind  sie  sämtlich  weißlichgelb. 
Die  breite  gelbe  Mittelbinde,  bei  fan  wesentlich  senkrecht,  ist  hier  schräg  nach  außen  gerichtet;  die  innere  Be- 
grenzungslinie verläuft  nahezu  geradlinig  vom  Vrd  etwas  vor  dem  Ende  des  ersten  Drittels  bis  zur  Hrdsmitte; 
der  Außenrand  ist  auf  der  Ader  4  nach  auswärts  verschoben  und  verläuft  von  hier  bis  zur  Ader  1  senkrecht  mit 
leichter   Wölbung    nach   außen."    Flügelspannung:    29,.5   mm.     Sesse-Inseln ;   Ruwenzori;    Rutschuru-Ebene. 

P.  edipus  Cr.  (79  c)  ist  nach  der  Artenübersicht  und  der  Abbildungen  leicht  zu  bestimmen.    Sierra-   edipus. 
Leone  bis  Kamerun. 

XIII  67 


530 


PARDALEODES.    Von  Dr.  C.  Aubivillitts. 


salor.  P.  sator  Dil.  M.  Hew.  (=  pusiella  Mab.)  (79  d)  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich  mid  wurde  früher 

als  das  $  von  edipus  betrachtet.  Es  liegen  mir  jedoch  von  beiden  Arten  <5'cj*  und  $$  vor.  Durch  die  in  der  Ueber- 
sicht  der  Arten  angegebenen  Kennzeichen  ist  sator  sofort  von  edipvs  zu  unterscheiden.    Ashanti  bis  Congo. 

inceria.  P.  incerta  Snell.  (=  diluta  Robbe,  murcia  Plötz)  (79  e)  ist  besonders  durch  die  stark  vergrößerten  und 

dadurch  miteinander  vereinigten  nicht  hyalinen  gelben  Flecken  der  Vflgl-Oberseite  au.sgezeichnet ;  dadurch 
werden  zwei  schwarze  Längstriche  im  Wurzelteil  der  Felder  4  und  5  gewöhnlich  vollständig  von  der  schwarzen 
Saumbinde  und  oft  auch  vom  Vrde  abgetrennt.     Congo-Gebiet    bis  Ruwenzori  und  der  Rutschuru-Ebene. 

herilus.  P.  herllus  Hopjf.  (79e).  Die  Flecke  der  Oberseite  sind  tiefer  gelb  und  kleiner  als  bei  den  vorhergehenden 

und  die  I'leckc  der  Mittclzelle  von  den  übrigen  getrennt.   Portugiesisch  und  Deutsch  O.st -Afrika. 

rcichcnowi.  P.  reichenowi  Plölz  (=  festus  i/a6.)  (79  e)  ist  im  männlichen  Geschlecht  an  dem  großen,  ungeteilten, 

den  Saum  wenigstens  in  1  c  erreichenden,  gelben  Felde  der  Hflgl-Oberseite  kenntlich,  steht  aber  sonst  der  P. 
sator  (79d)  sehr  nahe.  Das  2  dagegen  kommt  dem  $  von  sator  so  nahe,  daß  es  nur  durch  die  bedeutendere  Größe 
iorensis.  abzuweichen  scheint.  —  torensis  B.-Bak.  ,, Beide  Flügel  dunkelbraun  mit  bedeutenden  orangegelben  Feldern; 
Vflgl  an  der  Wurzel  braun,  in  der  Älitte  bis  zur  Rippe  1  orangegelb,  worin  die  braune  Farbe  am  Ende  der  Mittel- 
zclle  und  am  Vrde  hineindringt;  die  Mittelzelle  am  Ende  mit  zwei,  fast  eirunden,  gelblichen,  durchsichtigen 
Flecken;  die  Wurzelhälfte  der  Felder  2  und  3  gelblich  und  durchsichtig  so,  daß  der  letztere  Fleck  sich  länger 
als  der  vorige  saumwärts  erstreckt,  über  dem  Fleck  in  3  ein  kleiner  orangegelber  Fleck;  ein  größerer  orange- 
gelber  Fleck  steht  näher  am  Vrd  und  näher  an  der  Mittelzelle.  Hflgl  zwischen  den  Rippen  2  und  6  hell  orange- 
gelb,  welche  Farbe  auch  etwas  in  das  Feld  1  c  eindringt ;  Saum  schmal  braun.  Flügelspannung  39  mm."  , .Diese 
aurivilin.  Form  ist  möglicherweise  die  östliche  Rasse  von  P.  reichenowi. ''  Ost -Afrika :  Toro.  —  aurivillii  Beuss.  , .Vflgl 
dunkelbraun  an  der  Wurzel  grünlichgelb  bestäubt.  Die  Flügelmitte  durchzieht  eine  breite  orange  Binde, 
welche  in  den  mittleren  Feldern  zwischen  den  Adern  halbdurchsichtig  erscheint,  während  sie  am  Vrde  und  im 
Felde  1  b  normal  pigmentiert  ist;  nahe  der  Wurzel  findet  sich  in  1  b  ein  kleiner  normal  pigmentierter  orange- 
gelber Fleck  und  im  Apikalfeld  noch  drei  kleine  halbdurchsichtige  Flecke:  Fransen  braun.  Hflgl  braun  wie  die 
Vflgl,  längs  des  Irdes  gelb  behaart;  zwischen  dem  in  schmaler  braunen  Linie  abschließenden  Saume  und  der 
Mittelzelle  befindet  sich  zwischen  den  Adern  1  b  und  6  ein  großer  orangegelber  Fleck,  der  vor  dem  Anal- 
winkel halbmondförmig  eingebuchtet  ist,  und  innerhalb  der  Diskalzelle  schließt  sich  noch  ein  kleiner  Fleck 
gleicher  Fnrbe  an;  die  Fransen  .sind  orangegelb.  Unterseite:  Die  Vflgl  zeigen  eine  hellere  Wiedergabe  der  Ober- 
seitenzeichnung und  Färbung,  jedoch  sind  der  Vrd  und  das  Apicalfeld  sowie  der  Außensaum  bis  herab  zu  der 
Ader  2  gelb  überstäubt,  eine  Kette  kleiner  brauner  Saummonde  folgt  dem  Saume  bis  zur  Ader  2  und  die  Apical- 
f lecke  glänzen  weißlich;  die  Fransen  sind  statt  bräunlich  gelb  gefärbt.  Hflgl  braun  aber  so  stark  gelb  über- 
stäubt, daß  das  Braun  mehr  als  Zeichnung  erscheint.  Zwischen  dem  in  ganzer  Länge  rein  gelben  Ird  und  der 
Diskalzelle  bleibt  ein  brauner  Wisch  übrig,  in  welchem  zwei  Paar  längliche  Silberflecken  auffallen,  ebenso  steht 
eine  braune  Wolke  im  Außenwinkel  mit  einem  kleinen,  silbernen  Flecken  an  der  inneren  Grenze  unterhalb 
der  Ader  6.  Eine  Kette  brauner  Saummonde  folgt  dem  Außensaume  bis  Ader  2,  zwischen  dieser  und  der  Ader  1  b 
steht  ein  größerer  halbmondförmiger  Fleck  etwas  weiter  vom  Saume  abgerückt,  worauf  die  schon  erwähnten 
.silbernen  Flecke  im  braunen  Felde  nach  der  Wurzel  hin  folgen.  Zwischen  den  Saummonden  und  der  Mittel- 
zelle, aber  etwas  näher  dem  Saume,  geht  bis  zur  Ader  2  eine  Kette  kleiner,  brauner  Flecke  und  zwei  braune 
Ringflecke  im  gelben  Grunde  unterhalb  des  braun  und  fein  gelb  gesäumten  Vrdes  zeigen  die  Endpunkte  von 
zwei  weiteren  braunen  Querbinden,  wovon  die  erste  in  der  Flügelmitte  als  braune  Linie  die  beiden  schon  ge- 
nannton braunen  Wische  vom  Irde  oder  vom  Vrde  aus  gesehen  zu  einer  Z-förmigen  Zeichninig  verbindet,  M'ährend 
die  zweite  die  Mittelzelle  teilt  und  als  braune  Linie  distalwärts  an  der  oberen  Ader  (0  D  C)  abbiegend  diese  bis 
zur  Ader  4  säumt.  Das  so  umgrenzte  gelbe  Feld  der  Mittelzelle  ist  schwach  silberglänzend.  Flügelfransen  gelb. 
Leib  braun,  gelb  behaart.  Fühler  oben  braun,  unten  heller,  gelblich.  N.  Kamerun."  Die  Lliiterschiede  zwischen 
dieser  Form  und  P.  reichenoiri  sind  nicht  hervorgehoben  und  es  ist  mir  aas  der  Beschreibung  nicht  klar,  wie 
die  beiden  Formen  auseinandergehalten  werden  können.  Die  Unterseite  der  Hflgl  scheint  jedoch  etwas  bunter 
und  schärfer  gezeichnet  zu  sein. 

bule.  P.  bule  Holl.  (=  makala  B.-Bak.)  (79  d,  e).   Die  Abbildungen  und  der  Beschreibung  in  der  L'^ebersicht 

sind  hinreichend  um  beide  Geschlechter  dieser  Art  zu  erkennen.  Kamerun  bis  zum  inneren  Congo-Gebiet  und 
der  Rutschuru-Ebene. 


xanthope- 
plus. 


P.  xanthopeplus  Holl.  (79  e)  auch  im  Betreff  dieser  Art  genügt  es,  auf  die  Abbildungen  und  die  Art- 
übersicht zu  verweisen.    Französisch  Congo,  im  Ogowe-Tal. 


ariel.  P.  aricl  Mab.  habe  ich  nicht  untersuchen,  können  und  weiß  darum  nicht,   ob  sie  im  Rippenbau  mit 

Pardaleodes  übereinstimmt.  In  der  Zeichnung  der  Vflgl-Oberseite  stimmt  sie  fast  völlig  mit  P.  herilus  (79  e) 
iiberein  weicht  aber  durch  die  viel  größere  Ausdehnung  der  gelben  Farbe  der  Hflgl-Oberseite  ab;  dieselbe  bildet 
nicht  wie  bei  herilus  eine  schmale  Querbinde,  sondern  ist  mehr  (^)  oder  weniger  abgerinidet.  Die  Unterseite 
der  Hflgl  ist  heller  gelb  mit  wenigen  schwarzen  scharf  begrenzten  Punkten.  Beim  $  ist  das  gelbe  Diskalfeld 
der  Hflgl-Oberseite  in  1  c  durch  einen  .schwarzen  Längsstrahl  unterbrochen.   Madagaskar. 


II 


PADRAONA;  PARNARA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  531 

P.  idis  Oberth.  Flügel  oben  schwarzbraun;  Hflgl  ohne  Zeichnungen;  Vflgl  mit  zwei  gelben  Flecken  in  idis. 
der  Spitze  der  Mittelzelle  und  mit  mäßig  großen  gelben  Diskalflecken  in  1  b,  2,  3,  6,  7  und  8;  die  Diskal- 
flecke  2  und  3  sind  von  dem  Fleck  der  Mittelzelle  breit  getrennt,  berühren  sich  aber,  indem  der  Fleck  2 
fast  in  der  Mitte  des  Feldes  2  steht  und  der  Fleck  3  die  Wurzel  seines  Feldes  nicht  bedeckt ;  im  Felde  1  b  eine 
schwache  Andeutung  eines  vorderen  gelben  Fleckes.  Vflgl  unten  wie  oben  gefleckt,  aber  am  Vrde  bis  zur  Mittel- 
zelle, an  der  Spitze  bis  zur  Rippe  P  und  am  Saume  bis  zur  Rippe  2  gelbbraun  überzogen.  Hflgl  unten  graugelb 
mit  Andeutung  eines  etwas  helleren  Längsstreifen  durch  die  Mittelzelle  und  das  Feld  5  bis  zum  Saume  und  mit 
einigen  winzigen  schwärzlichen  Punkten  oder  Strichelchen,  je  einem  in  der  Mittelzelle,  an  der  Wurzel  des  Feldes  7 
und  hinter  der  Mitte  in  2 — 7.  Die  vorliegende  Art  stimmt  in  der  Zeichnung  so  nahe  mit  gewissen  Arten  der 
Gattung  Ampittia  (z.  B.  mirza,  cariate  und  bernieri),  daß  sie  leicht  mit  denselben  verwechselt  werden  kann. 
Da  aber  die  Rippe  5  der  Vflgl  an  ihrer  Wurzel  gegen  die  Rippe  4  deutlich  gebogen  und  die  Fühlerkolbe  lang, 
dünn  und  lang  zugespitzt  ist,  stelle  ich  sie  zu  Pardaleodes  in  die  Nähe  von  P.  ariel.  Madagaskar. 

P.  astrape  Holl.  (—  parcus  Karsch)  (79  e)  weicht,  wie  die  Abbildung  zeigt,  von  den  übrigen  Ai-ten  durch  aslrapc. 
die  gelben  Längsstrahlen  am  Vrde  und  Hrde  der  Mittelzelle  und  der  ungewöhnlichen  Form  des  Subapicalfleckes 
der  Vflgl  ab.    Togo  und  Gabun. 

19.  Gattung:  Padraoua  Mr. 

Die  einzige,  sichere,  äthiopische  Art  dieser  Gattung  steht  der  Gattung  Pardaleodes  recht  nahe,  weicht 
aber  dadurch  ab,  daß  die  Rippe  11  der  Vflgl  von  der  Rippe  12  völlig  getrennt  verläuft  und  die  Rippe  3  fast 
aus  dem  Hinterwinkel  der  Mittelzelle  und  weit  von  der  Rippe  2  entspringt ;  diese  kommt  aus  der  Mitte  der  Zelle. 
Spitze  der  Fühlerkolbe  sehr  scharf  aber  wenig  länger  als  die  Dicke  der  Kolbe. 

P.  zeno  Trim.  (=  coanza  Plötz,  splendens  Mab.,  watsoni  Btlr.)  (79  d).  Die  Flügel  sind  oben  schwarz-  ^cno. 
braun  mit  lebhaft  gelben  Zeichnungen,  deren  Anordnung  aus  der  Abbildung  hei  vorgeht.  Besonders  hervorzu- 
heben ist,  daß  die  ganze  Mittelzelle  der  Vflgl  gelb  ausgefüllt  ist,  daß  die  Diskalflecke  1  a— 3  eine  schief  gestellte 
von  der  Mittelzelle  getrennte  Binde  bilden,  daß  die  Diskalflecke  4  und  5  aneinanderstoßend  nahe  am  Saume 
stehen  und  daß  die  Diskalflecke  6 — 8  langgestreckt  sind.  Das  $  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Mittelzelle  der  Vflgl- 
Obeiseite  an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger  schwarz  ist.  Süd-Afrika  bis  Angola  und  in  ganz  Ost-Afrika  bis 
zum  Elgon-Berg.  —  zenides  Strand  ist  offenbar  auf  ein  2  gegründet,  bei  dem  der  Diskalfleck  1  b  der  Vflgl  in  zenidcs.. 
zwei  Flecke  geteilt  ist.    Ganz  ähnliche  $$  liegen  mir  auch  aus  Ost-Afrika  vor.   Congo  im  Sassa-Gebiet. 

P.  ?  colastus  Plötz  ist  mir  unbekannt,  wird  aber  von  Holland  als  eine  fragliche  Padraona-Art  ange-  colastus. 
führt.  Plötz  führt  die  Art  zu  Apaustus  und  beschreibt  sie  wie  folgt:  ,,  Seh  warzbraun  mit  rotgelber  Bezeichnung, 
nur  am  Hinterwinkel  der  Hflgl  sind  die  Fran.sen  gelb.  Körper  und  Flügel wurzel  sind  oben  dicht  ockergelb 
behaart.  Ein  schmales  in  Zelle  1  eingeschnürtes  rotgelbes  Schrägband  zieht  in  den  Vflgln  von  Rippe  1 — -4, 
in  Zelle  4  und  5  erscheinen  saumwärts  nur  schwache  Staubflecke,  Zelle  6 — 8  haben  Spitzflecke.  Der  Vrd  ist 
ha'b  und  soweit  auch  die  Mittelzelle  rotgelb,  in  letzterer  befindet  sich  noch  ein  brauner  Strahl.  Die  Hflgl  haben 
eine  rotgelbe  in  Zelle  1  c  etwas  vrerschmälerte  Binde  von  Rippe  1 — 6.  Der  (^  hat  auf  den  Vflgln  eine  graue  Narbe, 
welche  dicht  vor  der  gelben  Binde  mit  derselben  parallel  läuft,  in  den  Zellen  1 — 3  kleine  Möndchen  bildend. 
Leib  und  Palpen  sind  unten  gelb.    Vflgllänge:  16  mm.    Delagoa-Bay. 

20.  Gattung:  Paruara  Mr. 

Fühler  eher  kurz  als  lang,  die  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl  nicht  oder  kaum  erreichend;  ihre  umge- 
bogene Spitze  nicht  oder  wenig  länger  als  der  Durchmesser  der  Kolbe.  Drittes  Palpenglied  kurz  und  stumpf, 
selten  aus  der  Bekleidung  des  zweiten  Gliedes  hervorragend.  Rippe  2  der  Vflgl  an  oder  hinter  der  Mitte  der 
Zelle  ausgehend,  Rippe  5  nahe  an  4  und  Rippe  11  nicht  gegen  die  Rippe  12  aufgebogen.  Rippe  5  der  Hflgl  deut- 
lich, aber  schwächer  als  die  übrigen,  2,  3  und  4  nahe  aneinander.   Hinterschienen  mit  4  Sporen. 

Die  zahlreichen  Arten  sind  alle  oben  dunlvelbraun  oder  selten  gelbbraun  gefärbt  mit  oder  ohne  helle 
Flecke  und  können  oft  nur  durch  die  Anzahl  und  Stellung  dieser  Flecke  unterschieden  werden.  Da  diese  Flecke 
nicht  immer  konstant  auftreten  und  bisweilen  bei  den  Geschlechtern  derselben  Art  verschieden  entwickelt 
sind,  ist  es  schwer,  die  Arten  durch  stichhaltige  Merkmale  scharf  zu  trennen.  Die  folgende  Uebersicht  kann 
darum  nur  als  ein  erster  Versuch  betrachtet  werden. 

Uebersicht  der  Arten. 

I.  Kopf  oben  einfarbig  ohne  helle  Flecke  oder  Punkte. 

A.  Mittelzelle  der  Vflgl-Oberseite  einfarbig  ohne  Flecke  oder  höchstens  mit  einein  kleinen  Glasfleck  am 
Vrde  der  Rippe  10  gegenüber. 


532  PARNARA.    Von  Dr.  C.  Airivillius. 

a.  Vflgl  oben  wenigstens  mit  2 — 3  iiellen  Glasflecken  (in  2 — 4). 

*.  Beide  Flügel  oben  von  der  Wurzel  fast  bis  zum  Saume  dicht  mit  braungelben  Schuppen  über- 
zogen.   Mittelzelle  der  Vflgl  ohne  Flecke. 

1.  Diskalflecke  der  Vflgl-Oberseitc  gelb  oder  orangegelb,  nicht  durchsichtig,  nur  in  2  und  3  vor- 
handen oder  auch  in  6 — 8  angedeutet.  Vflgl  unten  am  Hrde  und  Hflgl  oben  am  Vrde  breit 
schwärzlich.  Hflgl  gewöhnlich  auf  beiden  Seiten  mit  4 — 5  kleinen.  un.scharf  begrenzten  gelben 
Punkten.  P-  micans. 

2.  Diskalflecke  der  Vflgl  weiß  und  durchsichtig,  in  ( 1  b)  2—4,  6 — 8  vorhanden  und  deutlich. 
Hflgl"  mit    2 — 5   gelben   Punklficcken.  P.  auritincta. 

**.  Beide  Flügel  oben  dunkelbraun  bis  scln\arzbraun  ohne   braungelbe  Schuppen,  im  Wurzelteil 
aber  oft  mit  grünlichen  oder  braunen  Haaren  bekleidet. 
-r.  Vflgl  oben  ohne  hellen  Glasfleck  in  der  Mittelzelle, 
o.  Vflgl  oben  mit  Diskalfleck  im  Felde  1  b. 

-.  Hflgl  oben  in  der  Mitte  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  mit  einer  Querbinde  weißer 
Glasflecke.  P.  melphis. 

— .  Hflgl  oben  ohne  Glasflecke. 

1.  Diskalfleck  1  b  der  Vflgl-Oberseite  weiß  und  durchsichtig. 

a.  Unterseite  beider  Flügel  eintönig  braun  oder  sch-warzbraun  ohne  deutliche 
gelbe  Schuppen. 

a'.  Kleiner,  28 — 30  mm.  Vflgl  unten  am  Hrde  etwas  aufgehellt.  Hflgl  unten 
dunkel  schwarzbraun  mit  oder  ohne  Andeutung  einer  noch  dunkleren 
Submarginalbinde.  P.  alberti  $. 

b'.  Größer,  35 — 37  mm.  V'flgl  initen  am  Hrde  verdunkelt,  schwärzlich. 
Hflgl  unten  dunkelbraun  mit  3 — 4  hellen  (schwarz  geringten)  Diskal- 
j)unkten  in  2,  3  (5)  und  6. 

a".  Hflgl  unten  in  der  Glitte  am  Zellende  grau  aufgehellt.    P.  fatvella. 
h".  Hflgl  unten  eintönig  braun.  P.  caffraria  $. 

b.  Flügel  unten  lebhaft  rotbraim;  Vflgl  unten  am  Hrde  breit  schwarz 

P.  ferruginea. 

2.  Diskalfleck  1  b  der  Vflgl-Oberseite  undurchsichtig  und  gelblich.  Unterseite 
der  Vflgl  längs  dem  Vrde  und  der  Hflgl  fast  gänzlich  mit  großen  länglichen 
gelben  Schuppen  dicht  bekleidet ;  Hflgl  außerdem  mit  weißen,  schwarz  ge- 
ringten Diskalpunkten  in  2,  3,  (4,  5)  und  6.  P.  horhonica. 

oo.  Vflgl  oben  ohne  Diskalfleck  im  Felde  1  b,  stets  aber  mit  Glasflecke  in  2  und  3. 

-.  Hflgl  oben  einfarbig  ohne  Punkte  oder  Flecke. 

/\ .  Vflgl  oben  mit  drei  deutlichen  subapicalen  Glaspunkten  in  den  Feldern  6 — 8. 
von  denen  der  in   7  stets  etwas  mehr  wurzehvärts  als  die  übrigen  steht. 

t.  Vflgl  unten  am  Hrde  ebenso  dunkel  oder  dimkler  als  am  Vrde. 

1.  Hflgl  unten  in  der  Mitte  am  Ende  der  Zelle  grau  aufgehellt;  das 
imscharf  begrenzte  graue  Feld  durch  große  graue  Schuppen  ge- 
bildet; außerdem  mit  3 — 4  hellen,  dunkel  geringten  Diskalpunkten 
in  2,  3  (4—5)  und  6.  P.  fatuella, 

2.  Hflgl  unten  dunkel  sch^^ arzbraun  oder  dunkelgrau  ohne  Aufhellung 
in  der  Mitte. 

a.  Größere  Arten,  34 — 35  mm.  P.  caffraria  $. 

P .  maranga  ?. 

b.  Kleinere  Art,  etwa  30  mm.  P.  ursula  $. 

tt-  Vflgl  unten  am  Hrde  deutlich  grau  aufgehellt. 

1.  Hflgl  unten  mit  dunkler  Submarginalbinde.  P.  lugens  $. 

2.  Hflgl  unten  eintönig  dunkelbraun  ohne  Zeichnungen.    P.  alberti  J. 

P.  entebbea. 
?P.  xylos. 

/\/N  .  Vflgl  oben  ohne  subapicale  Glaspunkte  oder  nur  mit  1 — 2  solchen  Punkten 
in  6  und  7  oder  nur  in  6. 


PARNARA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 


533 


1.  Vflgl-Unterseite  am  Vrde,  an  der  Spitze  und  am  Saume  und  die  Hflgl 
unten  fast  gänzlich  mit  gelben  oder  rostbraunen  Schuppen  dicht  be- 
kleidet. 

a.  Schuppenbekleidung  der  Unterseite  gelb.  P.  poutieri. 

h.  Schuppenbekleidung  der  Unterseite  rostgelb  oder  rotbraun. 

P.  morella. 
P.  marchalii. 
■2.  Beide  Flügel  unten  mit  aschgrauer  Grundfarbe. 

a.  Hflgl  unten  in  der  Mitte  dunkel  bezeichnet. 

a'.  Hflgl  unten  in  der  Mitte  mit  dunkler  Querbinde.  Flügelspannung: 
26—27  mm.  p    j^^^^i 

b'.  Hflgl  unten  in  der  Mitte  mit  einer  nach  vorn  rechtwinkelig  ge- 
brochene Querreihe  dunkler  bisweilen  hell  gekernter  Punkte. 
Flügelspannung:  etwa  35  mm.  p.  aures. 

b.  Hflgl  unten  ohne  dunkle  Zeichnungen,  aber  mit    3  kleinen  weißen 
Punkten.  p    ^ana. 

— .  Hflgl  oben  mit   1—5  hellen  Punkten.  p    alhigutta. 

P.  anelia. 
?  P.  neoba. 

+  +.  Vflgl  oben  in  der  Mittelzelle  am  Vrde,  der  Rippe  10  gegenüber,  mit  einem  kleinen  weißen 
Glasfleck. 

o.  Vflgl  oben  mit  Diskalfleck  im  Felde   1  b. 

t-  Palpen  unten  weißlich  oder  hellgrau. 

-.  Hflgl  oben  ganz  unbezeichnet. 

1.  Vflgl  oben  mit  3  Subapicalpunkten  (in  6—8).  Hflgl  unten  mit  3  Diskal- 
punkten  (in  2,  3  und  6). 

a.  Vflgl  unten  am  Vrde  und  an  der  Spitze,  Hflgl  fast  gänzlich  mit  großen 
gelblichen  Schuppen  bekleidet.  P.  borbonica  var.  senegaknsis. 

b.  Beide  Flügel  unten  mit  grauer  Grundfarbe.  P.  gemella. 

?  P.  aequalis. 

2.  Vflgl  oben  nur  mit  einem  Subapicalpunkt  (in  6).  Hflgl  unten  mit  6  braunen, 
weißgekernten  Diskalpunkten  in  2 — 6.  P.  koltzi. 

— .»Hflgl  oben  wenigstens  mit  Andeutungen  von  hellen  Diskalpunkten;  unten 
sind  diese  .stets  deutlich. 

1.  Flügel  oben  von  der  Wurzel  aus  mit  langer,  ockergelber  Behaarung,  welche 
auf  den  Vflgl  drei  Längsstreifen  (am  Hrde,  längs  der  Mediana  in  1  b  und 
am  Vrde)  bildet  und  die  Hflgl  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  bekleidet 

P.  detecta. 

2.  Flügel  oben  an  der  Wurzel  braun  oder  grünlich  braun  behaart.  P.  gemina. 

P.  perobscura. 
P.  chambezi  $. 
tt-  Palpen  schwärzlich  ohne  weiße   Schuppen,  Diskalfleck   1  b  der  Vflgl  klein  und 
schmal  oder  fehlend;  der  in  2  groß  und  quadratisch.    Hflgl  auf  beiden  Seiten 
ohne  Diskalpunkte.  P.  punctata. 

oo.  Vflgl  oben  ohne  Diskalfleck  im  Felde  1  b. 

-.  Hflgl  oben  ohne  Punkte  oder  Flecke.  P.  caesia. 

P.  aequalis. 

— •  Hflgl  oben  mit  deutlichen  hellen  Diskalpunkten,  welche  auf  der  Unterseite  nach 
außen  schwarz  begrenzt  sind. 

1.  Flügel  unten  mit  rostgelber  oder  rostbrauner  Grundfarbe,  Palpen  unten  hell 
gelblich.  p.  subochracea. 

P.  chambezi. 

2.  Flügel  unten  mit  dunkelgrauer  Grundfarbe  und  grünlich  gelber  Bestäubung. 

■  P.  monasi. 


5:U  PARNARA.    Von  Dr.  C.  ArRiviLurs. 

fj.  Flügel  oben  einfarbig  dunkelbraun  oder  schwarzbraun  ohne  Glasflecke  oder  andere  Zeichnungen. 

*.  Fransen  der  Hflgf  weiß  oder  weißlich.  P.  palocampta. 

P.  maranga  ^. 

**.  Fransen  der  Hflgl  von  der  Farbe  des  Saumes  oder  dunkelgrau. 

ü.  Hflgl  oben  von  der  Wurzel  bis  weit  über  die  ilitte  hinaus  dicht  mit  gelblichbraunen  Haaren 
bekleidet ;  der  behaarte  Teil  tritt  darum  scharf  gegen  den  Vrd  und  den  Saum,  die  schwärzlich 
sind,  hervor.    Große  Art,  38 — 39  mm.  P.  sinnis. 

oo.  Hflgl  oben  im  Wurzelteil  nicht  mit  langen,  von  dem  Grunde  abweichend  gefärbten  Haaren 
bekleidet.    Kleinere  Arten,  26 — 33  mm. 

1.  Beide  Flügel   unten   wenigstens   mit    Andeutung   einer   breiten,   dunkleren   Saumbiiide. 

P.  lugevs  Q. 

2.  Flügel  auch  unten  ohne  Zeichnung. 

a.  Größere  Art,  etwa  33  mm.  P.  noctula. 

h.  Kleincrc  Arten,  etwa  26 — 27  mm.  P.  ursula  (J. 

P.  dolens. 

B.  ilittelzelle  der  Vflgl  stets  mit  zwei  weißen  Glasflecken,  einem  am  Vrde,  der  Rippe  10  oder  11  gegenüber 
und  einem  am  Hrde,  der  Wurzel  des  Feldes  2  gegenüber;  diese  Flecke  stehen  näher  an  der  Wurzel  als 
der  Fleck  im  Felde  2;  die  beiden  Zcllflecke  bisweilen  zu  einem  Querfleck  vereinigt. 

a.  Hflgl  oben  unbezeichnet  oder  mit  einigen  hellen,  nicht  zu  einer  Binde  vereinigten  Diskalpunkten 

*.  Hflgl  oben  ohne  weißen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle. 

§.  Hflgl  unten  mit  eintöniger  Grundfarbe. 

+  .  Die  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  graubraun,  gelbbraun  oder  gelblich  grau,  mit 
oder  ohne  helle  Diskalpunkte. 

/V.  Die  weißen  Flecke  in  der  3Iittelzelle  der  Vflgl  getrennt. 

o.  Vflgl  oben  mit   3  weißen  subapicalen  Diskalpunkten  (in  6 — 8). 

1.  Vflgl  oben  im  Felde  1  b  beim  (J  mit  einem  schwärzlichen,  durch  eine 
feine  weiße,  schief  gestellte  Linie  geteilten  Mehlfleck  und  beim  $  mit 
zwei  gelblichen,  nicht  durchsichtigen  Flecken,  von  denen  der  eine, 
größere,  an  der  Rippe  1  und  der  andere  kleinere  an  der  Rippe  2  hinter 
dem  Diskalfleck  2  steht  und  gewöhnlich  punktförmig  ist.  Vflgl  mit 
Diskalflecken  in  2  und  3  und  mit  kleinem  Diskalpunkt  in  4  und  bisweilen 
auch  in  5.  P-  mathias. 

2.  Vflgl  oben  beim  ^  ohne  Mehlfleck  und  mit  einem  kleinen  weißen  Diskal- 
tleck im  Felde  1  b. 

a.  Vflgl  oben  mit  Diskalfleck   in    4.  Hflgl  oben  mit  2  weißen  Punkten 
in  4  und  5,  unten  ohne  Fleck  in  der  Mittelzelle.  P.  fallax. 

b.  Vflgl  oben  ohne  Diskalfleck  im  4.    Hflgl  oben  mit  zwei  weißen  Fleck- 
chen, je  einem  in  2  und  3  und  unten  mit  hellem  Fleck  in  der  Mittelzelle. 

P.  mabea. 

oo.  Vflgl  nur  mit  drei  weißen  Diskalpunkten,  je  einem  in  2.  3  und  6. 

P.  hatiri. 

/V/V.  Die  weißen  Flecke  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  miteinander  zu  einem  in  der  Glitte 
zusammengeschnürten    Querfleck  vereinigt.    Vflgl  mit  Diskalflecken  in   2 — 4 
und  Subapicalpunkten  in  6,  7  (und  8).    Hflgl  oben  mit  zwei  weißen  Diskal- 
punkten. P-  argyrodes. 
-f-f.  Hflgl  unten  mit  violettgrauer  oder  glänzend  violetter  Grundfarbe.    Die  Flecke  in 

der  Mittelzellc  der  Vflgl  getrennt. 

1.  Hflgl  unten  mit  zwei  Querreihen  weißlicher,  nach  innen  schwarz  begrenzter  Flecke, 
der  einen  vor,  der  anderen  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle.  Vflgl  oben  mit  kleinen 
Diskalflecken  in  2 — 4( — 5)  und  Subapicalpunkten  Ln  6  und  7.  Hflgl  oben  ohne 
Zeichnung.  P-  saxkola. 

2.  Hflgl  unten  glänzend  violett,  auf  beiden  Seiten  mit  hellen  Punkten  in  2  und  3. 
Vflgl  mit  Diskalf  lecke  in  1  b — 3  und  drei  in  gerader  Linie  stehenden  Subapicalpunk- 
ten in  6—8.  P-  Icirm. 


PARNARA.    Von  Dr.  C.  Afrivillius.  535 

§§.  Hflgl  unten  in  der  Analgegend  und  am  Saume  heller  als  im  Wurzelteil,  breit  bläulichgrau 
aufgehellt.  Vflgl  oben  mit  Diskalflecken  in  1  b — 3  imd  Subapicalpunkten  in  6 — 8.  Hflgl 
oben  mit  zwei  weißen  Diskalpunkten  (in  2  und  3).  P.  leucophaea. 

§§§.  Hflgl  unten  am  Saume  dunkler  als  im  Wurzelteil  mit  einer  weißen  Längslinie  im  Felde  1  c 
und  mit  mehreren  weißen  Diskalpunkten;  oben  mit  einer  Querreihe  kleiner  weißer  Diskal- 
flecken zwischen  den  Rippen  2  und  6.  P.  unistriga. 

**.  Hflgl  oben  mit  einem  weißen  Glasfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  und  mit  zwei  Glaspunkten  (in 
2  und  3).  Vflgl  mit  weißen  Diskalflecken  in  1  b — 4  und  Subapicalpunkten  in  6 — 8.  Flügel  unten 
ähnlich,  ausgenommen,  daß  die  Vflgl  einen  größeren  weißen  Wischfleck  in  1  b  und  die  Hflgl 
einen  weißen  Punkt  in  7  haben.  P.  ogrugana. 

ß.  Hflgl  oben  mit  einer  hellen  Querbinde  von  länglichen  miteinander  ganz  oder  wenigstens  zum  Teil 
vereinigten  Diskalflecken. 

*.   Querbinde  der  Hflgl  weiß. 

§.  Die  Glasflecke  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  getrennt. 

1.  Hflgl  unten  dunkel  oder  gelbgrau  mit  weißen  Diskalflecken,  aber  ohne  zusammenhängende 
dunkle  Saumbinde. 

a.  Vflgl  mit  weißen  Diskalflecken  in  1  b — 4( — 5)  und  zwei  Subapicalpunkten  (in  6  und  7). 
Hflgl  oben  mit  hellem  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  gerader  Diskalquerbinde,  unten 
gelblich  mit  denselben  Flecken  wie  oben ;  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  b  inicl  am  Saume 
mit  schwarzen  Flecken  oder  Binden.  P.  tarace. 

h.  Vflgl  mit  weißen  Diskalflecken  in  2 — 4  und  zwei  Subapicalpunkten  (in  6  und  7).  Hflgl 
auf  beiden  Seiten  mit  einer  geraden  Querbinde  von  4  weißen  Diskalflecken  (in  2 — 5),  unten 
eintönig  gelblichbraini  mit  einem  Punkt  in  der  Mittelzelle.  Fransen  grau.      P.  ivamho. 

2.  Hflgl  unten  hellgelb  mit  schwarzer  Saumbinde  und  zwei  dreieckigen  schwarzen  Flecken 
in  1  c  und  2,  aber  ohne  Diskalflecke,  oben  mit  wurzelwärts  gebogener  weißer  Querbinde 
zwischen  den  Rippen  1  b  und  5.  Flügel  oben  schwarz;  Vflgl  oben  mit  weißen  Diskalflecken 
in  1  b — 4,  aber  ohne  Subapicalpiuiktc,  unten  mit  zwei  länglichen  Subapicalpunkten  (in 
6  und  7).  P.  statirides. 

§§.  Die  Glasflecke  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  zu  einem  Querfleck  vereinigt.  Flügel  auf  beiden 
Seiten  schwarzbraun,  unten  am  Saume  braun  aufgehellt.  Vflgl  mit  weißen  Diskalflecken 
in  1  b — 5  und  drei  Subapicalpunkten  (in  6 — 8).  Hflgl  oben  mit  schmaler  weißer  Querbinde 
in  2 — 5  und  unten  außerdem  mit  dreieckigem  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  Wurzelpiankt  in  7. 

P.  statira. 

**.  Querbinde  der  Hflgl  gelb.  Vflgl  mit  gelbem  Diskalfleck  in  1  b,  weißen  Diskalflecken  in  2 — 4 
und  den  gewöhnlichen  drei  Subapicalpunkten  in  6 — 8.  Die  Glasflecke  in  der  Mittelzelle  der 
Vflgl  getrennt. 

P.  flavifasciola. 

II.  Kopf  und  Palpen  mit  weißen  Flecken  geziert.  Vflgl  oben  nur  mit  drei  Diskalflecken,  einem  gelblichen  in 
1  b  und  je  einem  weißen  in  2  und  3;  die  Subapicalpunkte  gewöhnlich  fehlend.  Hflgl  oben  mit  weißen 
oder  gelblichen  Diskalflecken.  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  2  übereinander  .stehenden  getrennten  oder  vereinig- 
ten Glasflecken.  P.  netopha. 

P.  micans  Holl.  (=  marchalii  Snell.)  (78  g)  bildet  zusammen  mit  der  folgenden  Ait  eine  besondere,  micans. 
leicht  kenntliche  Gruppe  und  kommt  vom  Ogowe-Tal  quer  über  Zentral-Afrika  bis  Britisch  Ost-Afrika  vor. 

P.  auritincta  Btlr.  (=  pyrrhobaphes  Mab.)  (78  f)    steht    der  vorigen  Art  sehr  nahe  und  scheint  nur  miriimcla. 
durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  abzuweichen.    Tanganjika  bis  Britisch  Ost-Afrika. 

P.  melphis  Holl.    Flügel  oben  schwarz  an  der  Wurzel  grünlich  behaart;  Vflgl  mit  weißen  Glasflecken  mriphis. 
in  1  b,  2 — 7,  von  denen  der  in  5  winzig  klein  ist  und  die  in  2  und  3  die  größten.    Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit 
einer  weißen  Querbinde,  welche  sich  wenigstens  zwischen  den  Rippen  1  b  und  6  erstreckt.    Ogowe-Tal. 

P.  borbonica  ist  an  dem  hellgelblichen  undurchsichtigen  Diskalfleck  1  b  der  Vflgl  und  der  mit  großen 
gelblichen  Schuppen  bekleideten  Unterseite  kenntlich.    Sie  ist  häufig,  weit  verbreitet  und  tritt  in  zwei  nicht 
scharf  getrennten  Formen  auf.  —  borbonica  Bsd.  (78  e,  f)  entbehrt  jedes  Glaspunktes  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  borbonica. 
Madagaskar.  — senegalensis  Klug  (=  continentalis  Strd.)  weicht  nur  dadurch  ab,   daß  die  Mittelzelle  der  Vflgl  senegalen- 
gewöhnlich  einen  kleinen  Glasfleck  am  Vrde  der  Rippe  10  gegenüber  besitzt.    Ueberall  auf  dem  Festlande  der  «'«• 

äthiopischen  Region. 

P.  fatuella  Hpffr.  (78  e)  steht  der  vorigen  Ai-t  sehr  nahe  und  wird  oft  damit  verwechselt,  kann  aber  fatuclla. 
durch  die  in  der  Uebersicht  angegebenen  Kennzeichen  leicht  unterschieden  werden.    Der  Diskalfleck  in  1  b 


Ö3fi  PARNARA.    Von  Dr.  ('.  AuRmixirs. 

der  Vflgl-Oberseitc  fehlt  gewöhnlich  heim  o-  i*^  aber  beim  $  stets  deutlich  und  weiß.  Sierra-Leone  bis  Süd- 
und  Ost -Afrika. 

cajjrarm.  P.  caffraria  Plötz  (=  fatuellus  Wall.)  (78  e)  unterscheidet  sich   von  fatuella  nur  durch   die  eintönig 

dunkelbraune,  ungefleckte  oder  mit  3 — 4  hellen  Punkten  versehene  Unterseite  der  Hflgl.  Kamerim  bis  Süd- 
und   Ost-Afrika. 

ferruginea.  P.  ferruginea  sp.  n.    Beide  Flügel  oben  schwarzbraun;  die  Vflgl  mit  6  kleinen  Diskalf lecken,  einem 

gelblichen  in  1  b  und  je  einem  Glasfleck  in  2,  3,  6,  7  und  8;  Hflgl  einfarbig  ohne  Flecke.  Vflgl  unten  am 
Vrde,  an  der  Spitze  und  am  Saume  bis  zur  Rippe  2,  Hflgl  fast  überall  lebhaft  rostbraun.  Vflgl  unten  am  Hrde 
bis  in  die  Mittelzelle  und  bis  zur  Rippe  2  oder  3  schwärzlich,  Hflgl  auf  beiden  Seiten  der  Rippe  1  b  verdunkelt. 
Flügelspannung:   30  mm.    Ost-Afrika:  Daressalaam. 

cntehbea.  P.  entebbea  Sicfi.  ist  mir  unbekannt.     Aus  der  Beschreibung  geht  hervor,  daß  Leib  und  Flügel  fast 

eintönig  braunschwarz  sind,  die  Vorder-  und  Mittelbeine  und  die  Hintertarsen  orangegelb;  Vflgl  oben  mit  zwei 
hyalinen  Diskalflecken,  von  denen  der  hintere  größer  ist  und  drei  Subapicalpunkten,  von  denen  der  mittlere 
etwas  näher  an  der  Wurzel  steht;  beim  $  kommt  außerdem  ein  kleiner,  unterer  Diskalfleck  vor;  Vflgl  unten 
am  Hrde  breit  aufgehellt;  sonst  keine  Zeichnungen.  Uganda:  Entebbe.  —  Kann  nach  dieser  Beschreibung 
nicht  von  der  folgenden  Art  unterschieden  werden. 

nlhrrli.  P.  albcfti  Holl.  (78  f).    (J.    Flügel  schwarzbraun;  Vflgl  mit  weißen  Diskalflecken  in  2,  3,  6 — 8,  der 

Fleck  in  7  näher  an  der  Wurzel,  unten  am  Hrde  bis  zur  Rippe  2  etwas  aufgehellt:  Hflgl  auf  beiden  Seiten  ein- 
farbig ohne  Zeichnungen.  Das  5  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  einen  kleinen  Diskalfleck  hinter  der 
Mitte  der  Rippe  1  haben.    Kamerun  bis  Gabun,  Ruwenzori  und  Usambara. 

xylos.  P.  xylos  Mab.  (78  g)  steht,  wie  die  Abbildung  zeigt,  der  vorigen  Art  sehr  nahe,  ist  aber  größer  und 

hat  ander.s  geformte  Diskalflecke  der  Vflgl.    Gabun. 

potiUeri.  P.  poutieri  Bsd.  (=ibara  Plötz)  (78  e,  f).  Flügel  oben  schwärzlich ;  Vflgl  mit  drei  gewöhnlich  sehr  kleinen 

Diskalflecken  (in  2,  3  und  6);  Hflgl  ungefleckt.  Vgl.  son.st  die  Uebersicht  der  Arten  und  die  Abbildungen. 
Madagaskar. 

ttifirrhalii.  P-  mafchalü  B.sd.  weicht  nur  durch  die  lötliche  Beschuppuiig  der  Flügel-Unterseite  von  der  vorher- 

gehenden Alt  ah.    Madagaskar:  Nossi-Be.    Mauritius. 

moreUa.  P.  morella  Joannis  .stammt  von  den  Sechellen-Inseln  und  scheint  nur  dadurch  von  P.  marchaUi  abzu- 

weichen, (laß  die  Vflgl  oben  einen  Diskalpunkt  im  Felde  6  haben  und  daß  die  Diskalpunkte  der  Unterseite 
schwarz  geriugt  sind. 

hnvri.  P.  havei  Bsd.  (78f,  g).    Vflgl  nur  mit  zwei  Diskalflecken  (in  2  und  3):  beide  Flügel  unten  mit  giauer 

Grundfarbe  und  die  Hflgl  in  der  Mitte  verdunkelt.    Madagaskar. 

aures.  P.  aures  Mab.    Flügel  oben  graubraun;  Vflgl  mit  Glasflecken  in  2  und  3  und  gewöhnlich  mit  Glaspunkte 

in  6;Hflgl  unbezeichnet.  Vflgl  unten  wie  oben  gefleckt  und  außerdem  mit  einem  weißen  Fleck  in  1  b.  Die  Unter- 
seite der  Hflgl  ist  in  der  Uebersicht  beschrieben.   Mashuna-Land  und  Ost -Afrika. 

,-(u\fi.  P.  cana  Lathy  (77  d).     Flügel  oben  olivenbraun;  Vflgl  mit  Glasflecken  in  2  und  3  und  Glaspunkto 

in  (i  und  7.  Hflgl  oben  unbezeichnet,  unten  grau  mit  violettem  Anflug  und  drei  kleinen  weißen  Diskalpunkten. 
Nyassa-Land. 

(lUiiipiltii.  P.  albigutta  M(dj.    Flügel  oben  schwarzgraii,  unten  heller  grau;  Vflgl  )nit  Glasflecken  in  2,  3  (und  4) 

und  subapicalen  Glaspxuikten  in  6  und  7;  Hflgl  oben  mit  weißen  Punkten  in  2  und  3  luid  unten  gewöhnlich  auch 
in  4 — 6.   Die  Fühler  sind  kürzer  als  gewöhnlich  bei  den  Parreara-Aiten.   Madagaskar. 

anelia.  P.  anelia  B.-Bak.  ist  mir  unbekannt.    Die  Beschreibung  lautet:  ,, Beide  Flügel  schmutzig  braun  mit 

hyalinen  Flecken.  Vflgl  mit  einem  Fleck  in  2  und  einem  kleineren  in  3,  einem  winzigen  Punkt  in  4,  einem  Punkt 
in  7  und  einem  kleinen  in  8.  Hflgl  mit  einer  kurzen  Querreihe  von  4  Diskalpunkten  zwischen  den  Rippen  2 
und  ().  Die  Unterseite  graulich  mit  denselben  Glasflecken  wie  oben.   32  mm."  Congo-Gebiet :  Mawamba-Makala. 

neoha.  P-  neoba  Mab.    ,, Flügel  oben  rauchbraun;  Vflgl  mit  5  ungleich  großen,  weißlichen  Flecken,  nämlich 

zwei  Punkten  an  der  Spitze  und  drei  kleinen  Flecken  in  den  Feldern  2,  3,  4;  derjenige  des  Feldes  2  dreieckig 
und  viel  größer.  Hflgl  mit  einer  Reihe  von  5  weißgelben  Punkten  in  den  Feldern  3,  4,  5  und  6;  derjenige  des 
Feldes  5  doppelt.  Fransen  grau.  Vflgl  unten  schwärzlich,  dunkler  am  Saume;  die  Flecke  wie  oben.  Hflgl  unten 
gelbgrau,  mit  denselben  Punkten  wie  oben;  dieselben  sind  jedoch  nach  außen  schwarz  begrenzt.  Palpen  grau. 
Fühlcrkolbe  unten  weißlich,  an  der  Spitze  .schwarz.    21  mm."    Kamerun. 

Die  hier  folgenden  sieben  Arten  zeichnen  sich  <lii(lui(h  aus.  daß  die  cj<?  oben  einfarbig  dunkelbraun  oder  schwarz- 
braun sind  ohne  Flecke  od<'r  Zeichnungen.  Die  oft  unbedeutenden  l'nterschiede  der  Arten  sind  in  der  Vebersicht  mitgeteilt 
und  brauchen  hier  nicht  wiederholt  zu  werden. 

palocampta.  P.  palocampta  Harn.  Drc.    Schwarzbraun;  Vflgl  unten  am  Hrde  etwas  aufgehellt.    Kamerun. 


Ämgeoebcn  27.  IL  1925.  PARNARA.    Von  Dr.  C.  Aueivillius.  63? 

P.  noctula//aw.  Drc.   Einfarbig  braunschwarz  mit  gleichfarbigen  Fransen.   Palpen  dicht  mit  schwarzen  noclula. 
und  weißen  Haaren  bekleidet.    Fühler  schwarz  mit  kastanienbrauner  Spitze. 

P.  maranga  Btlr.    ^.   Flügel  dunkel  rauchbraun;  Vflgl  oben  mit  drei  bronzebraunen,  nur  bei  gewisser  maranga. 
Beleuchtung  deutlichen  Längsstrichen  an  der  Mediana  und  an  den  Rippen  2  und  3,  unten  mit  weißen  Sub- 
kpicalpunkten  in  6 — -8.    Das  $  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  auf  beiden  Seiten  fünf  Glasflecke  (in  2,  3, 
6 — 8)  haben.  32  mm.   Britisch  Ost-Afrika  am  Muthambi-Fluß  auf  der  Südseite  des  Kenia-Berges. 

P.  sinnis  Mab.  (=  weymeri  Saalm.)   (78  g).     Palpen  unten  dunkelgrau.     Die   mir  vorliegenden  (^^  sinnis. 
sind  den  $$  ganz  ähnlich  und  haben  keinen  Mehlfleck  der  Vflgl.   Madagaskar. 

P.  albirostris  Mab.    Holland  führt  diese  Art  als  das  <^  von  sinnis  auf,   in  welchem  Falle  jedoch  das  albirostris. 
(J  von  sinnis  dimorph  sein  sollte.    Da  aber  dazu  kommt,  daß  die  Palpen  von  albirostris  nach  Mabille  unten 
schwefelgelb  gefärbt  sind,  ist  wohl  albirostris  eine  von  sinnis  verschiedene  Art.    Die  Vflgl  haben  oben  beim 
(^  hinter  der  Mittelzelle  einen  schief  gestellten,  gebogenen,  glänzend  schwarzen  Mehlfleck.    Madagaskar. 

P.  dolens  Mab.    Ganz  dunkel  schwarz ;  Hflgl   oben  an  der  Wurzel  mit  rotbraunen  Haaren  bekleidet,  dolet^s. 
Fransen  beider  Flügel  dunkelgrau.    Vflgl  unten  von  der  Wiuzel  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  mit  einem  tief- 
schwarzen  Streifen.    Palpen  gelbgrau.    Comoren. 

P.  lugens  Hpffr.  (78  e).    Das  $  besitzt  gewöhnlich  Glasflecke  in  2.  3  und  6 — 8  der  Vflgl.    Delagoa-  lugens. 
Bai  bis  Kilimandjaro  und  Ruwenzori. 

P.  Ursula  Holl.  (77  i).   Das  ^  ist  auf  beiden  Seiten  ganz  einfarbig  dunkelgraubraun  ohne  Zeichnungen;  ursula. 
das  $  hat  dieselben  Glasflecke  der  Vflgl  wie  das  $  von  P.  lugens  (78  e)  entbehrt  aber  die  dunkle  Saumbinde 
der  Hflgl -Unterseite.    Ost -Afrika. 

Die  folgenden  12  Arten  zeichnen  sicli  von  allen  vorher  erwähnten  (mit  Ausnahme  der  Festlandsform  von  borbonica) 
dadurch  aus.  daß  die  Mittelzelle  der  Vflgl  auf  beiden  Seiten  am  Vrde  nahe  an  der  Spitze,  der  Wurzel  der  Rippe  10  gegen- 
über, einen  kleinen  weißlichen,  gewöhnlich  länglichen  Glasfleck  besitzt.  Es  muß  künftigen  Untersuchungen  vorbehalten 
bleiben,  zu  entscheiden,  ob  dieses  Kennzeichen  stets  stichhaltig  ist. 

P.  getnella  3Irtb.  (=  ellipsis  <S'«n^m.)  unterscheidet  sich  von  P.  6or6onfca  außer  durch  die  in  der  Ueber-  gemella. 
sieht  angeführten  Kennzeichen  auch  dadurch,  daß  die  drei  Glaspunkte  in  6- — 8  der  Vflgl  nicht  in  einer  geraden 
Linie,  sondern  in  einem  stumpfen  Dreiecke  stehen.    West-Madagaskar  und  auf  den  Inseln  Mafia  und  Juan 
de  Nova. 

P.  holtzi  Plötz  (79  a).    Die  Kennzeichen  dieser  Art  gehen  aus  der  Artübersicht  und  der  Abbildung  hoUzi. 
hervor.    Angola. 

P.  detecta  Trim.  Vflgl  oben  mit  kleinem  gerundetem  Diskalfleck  in  1  b  hinter  der  Mitte  der  Rippe  1  detecta. 
und  mit  Glasflecken  in  2 — 4,  6,  7  (8),  von  denen  diejenigen  der  Felder  4,  6 — 8  klein  rmd  punktförmig  sind. 
Hflgl  oben  normal  mit  fünf  kleinen  weißlichen  Diskalpunkten  in  den  Feldern  2 — 6,  von  denen  jedoch  die  in 
2 — 4  gewöhnlich  undeutlich  oder  von  der  langen  brainigelben  Behaarung  verdeckt  sind.  L^nterseite  beider 
Flügel  graubraun,  sparsam  mit  gelblichen  Schuppen  bestreut;  die  Flecke  wie  oben.  Der  Glaspunkt  im  Felde  7 
der  Vflgl  steht  immer  etwas  mehr  wurzelwärts  als  die  beiden  anderen.  Natal  bis  Kilimandjaro.  —  karschi  foryn.  kar.whi. 
nov.  (=  borbonica  Karsch)  liegt  mir  in  einem  tj^Dischen  Stück  aus  Togo  und  auch  aus  dem  Congo-Gebiete  vor. 
Sie  hat  etwas  kürzere  und  stumpfere  Vflgl  und  dünnere  mehr  braune  Behaarung  im  Wurzelteil  der  Oberseite 
beider  Flügel;  die  hellen  Diskalpunkte  der  Hflgl-Oberseite  sind  dadurch  alle  deutlich;  die  in  3  und  5  sind  stets 
kleiner  und  etwas  näher  am  Saume  gerückt.  Da  keine  andere  LTnterschiede  zu  entdecken  sind,  kann  ich  karschi 
nur  als  eine  nördliche  Rasse  von  detecta  betrachten.  Diese  Form  wurde  von  Mabille  (in  litt.)  als  falarus  be- 
zeichnet. 

P.  gemina  Gaede  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  ,, Grundfarbe  beider  Flügel  oben  gleichmäßig  gcmhm. 
dunkelbraun;  auf  den  Vflgl  die  Zcllflecke  weiß  hyalin;  der  Fleck  über  Rippe  1  gelblich;  an  Subapicalflecken 
nur  zwei  vorhanden,  gleich  dem  zweiten  und  dritten  ähnlicher  Arten,  sie  stehen  fast  neben-  und  nicht  unter- 
einander; Zellfleck  klein.  Die  Diskalflecke  in  Feld  3,  2  und  1  weit  kleiner  als  bei  borbonica  und  etwas  größer  als 
bei  fatuella.  Auf  dem  Hflgl  2  gelblichweiße  Flecke  in  Feld  2  und  4.  Unterseite  beider  Flügel  dunkel  ocker- 
braun, Hflgl  im  Mittelfelde  etwas  heller  und  mit  je  einem  gelblichen  Fleck  in  Feld  2,  4  und  6;  auf  dem  Vflgl 
die  Flecke  wie  oberseits.  Spannweite  28  mm."  Kamerun:  Yaunde.  —  trigemina  Gaede  weicht  nur  dadurch  irigcmhm. 
ab,  daß  die  Vflgl  drei  Subapicalflecke  und  die  Hflgl  Diskalflecke  in  2,  3,  4  und  6  haben.   Togo. 

P.  perobscura  Ham.  Bruce  ist  mir  ebenfalls  unbekannt.    Der  Autor  beschreibt  sie  wie  folgt:  „^.  Oben  Tperobsmra. 
eintönig  dunkelbraun,  schwach  gi'ünlich  an  der  Wurzel  beider  Flügel.   Vflgl  mit  einem  kleinen,  halbdurchsichti- 
gen weißen  Fleck  in  der  Mittelzelle  hinter  der  Mitte  und  dicht  am  Vrd  gewöhnlich  zwei,  bisweilen  ein  oder 
drei  kleinen  weißen  Subapicalpunkten ;  ein  Glasfleck  an  der  W\irzel  des  Feldes  3  und  ein  größerer  mehr  oder 
weniger  halbmondförmiger  Fleck  mehr  wurzelwärts  im  Felde  2 ;  im  Felde  1  b  nahe  an  der  Mitte  und  der  Rippe  1 

XIII  68 


538  PARXARA.    \'on  Dr.  C.  Aueivilliüs. 

aufliegend  ein  kleiner,  lebhaft  gelber  Fleck.  Auf  dem  Hflgl  nahe  an  der  Mitte  finden  sich  ein  oder  zwei  winzige 
weißliche  Punkte,  welche  auch  ganz  undeutlich  sein  können.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  dunkelbraun 
mit  der  Fläche  beider  Flügel  außer  am  Hrde  der  Vflgl  dicht  mit  dunkel  ockerfarbigen  .Schuppen  überzogen; 
die  Flecke  wie  oben.  Fransen  giaubraun  heller  gegen  den  Hinterwinkel.  Palpen  hell  gelblich  mit  einigen  braunen 
Haaren.  Fühler  unten  hell,  oben  schwarz.  Hlb  oben  braun,  unten  hell  gelblich.  30 — 34  mm.  —  Das  $  ist  deig 
(J  ähnlich,  aber  heller;  gewöhnlich  mit  Subapicalpunkt  im  Felde  8  der  Vflgl  und  mit  den  Diskalpunkten 
der  Hflgl  schärfer  hervortretend.    Goldküste:  Addah  und  Uganda. 

punctalti.  P.  punctata  Auriv.    Flügel  auf  beiden  Seiten  schwarzbraun;  Hflgl  ohne  Flecke;  Vflgl  mit  einem  kleinen 

länglichen,  gelblichen  Fleck  in  1  b  fast  an  der  Mitte  der  Rippe  1  (fehlt  bisweilen  ganz)  und  mit  sechs  Glasflecken, 
einem  punktföriiiigcn  in  der  Mittelzelle  und  je  einem  in  2,  3,  6 — 8;  von  diesen  ist  der  in  2  groß,  quadratisch 
oder  abgerundet  und  der  in  7  steht  ein  wenig  mehr  wuizelwärts  als  die  in  6  imd  8.  Deutsch-Ost-Afrika:  Kili- 
mandjaro. 

caesia.  P.  caesia  Gaede  wird  mit  P.  cana  verglichen  und  als  von  ihr  in  folgenden  Punkten  abweichend  ge- 

schildert:  ,,Am  \'flgl  ist  nur  ein  einziger  sehr  kleiner  weißer  Subapicalpunkt  im  Felde  6  vorhanden,  dafür  aber 
noch  ein  ebenso  kleiner  weißer  Punkt  in  der  Zelle,  der  für  cana  nicht  angegeben  ist.  Unten  ist  der  Vflgl  etwas 
heller  braun  als  oben;  Vrd,  Apex  luid  Außenrand  sind  nur  schmal  grauviolett  Übergossen;  außer  den  Flecken 
der  Oberseite  ist  noch  ein  verwaschener  gelbweißer  Fleck  in  der  Subm.edianfalte  vorhanden.  Hflgl  grauviolett 
Übergossen,  nur  am  Analwinkel  reiner  braun;  eine  Mittelbindc  aus  etwa  5  verloschenen  braunen  Flecken  zwi- 
'        sehen  den  Rippen  2  und  7  schwach  erkennbar.    29  mm."    Deutsch  Ost-Afrika:  Madibira. 

aeqiialis.  P.  aequalis  Gaede  ,,ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich".     Grundfaibe  der  Oberseite  ebenfalls  violett- 

braun. Am  Vflgl  stehen  die  drei  weißen  Subapicalpunkte  so,  daß  der  mittlere  etwas  einwärts  verschoben  ist; 
der  Punkt  in  der  Zelle  ist  strichförmig  verlängert;  die  fast  viereckigen  Diskalflecke  wie  bei  der  vorigen  Art  und 
außerdem  noch  ein  verloschener  weißer  Punkt  im  Felde  1  b;  Hflgl  unbezeichnet.  Unterseite  in  der  Grundfarbe 
stärker  von  der  vorigen  Art  abweichend,  reiner  gelbbraun  ohne  violetten  Schimmer;  am  Vflgl  außer  den  Flecken 
der  Oberseite  noch  ein  feiner  Subaj^icalpinikt  im  Felde  5 ;  der  Fleck  in  1  b  gi-ößer  und  gelber  als  auf  der  Oberseite ; 
am  Hflgl  ist  die  mittlere  Reihe  brauner  Flecke  sehr  undeutlich;  dafür  sind  2  weiße  Punkte  vorhanden,  die  bei 
caesia  fehlen,  der  eine  im  Felde  4,  der  andere  in  5  an  der  Querrippe."   Deutsch-Ost -Afrika :  Madibira. 

subochracea.  P.  subochracea  Holl.  (78  f)  ist  durch  die  Abbildung  und  die  Kennzeichen  in  der  Artenübersicht  leicht 

zu  erkennen.    Ogowe-Tal. 

chamheii.  P-  chambczi  Neave  steht  der  vorigen  Art  nahe,  ist  aber  kleiner,  26 — 28  mm,  und  hat  deutlichere  Flecke 

auf  der  Ober.^eite  der  Hflgl;  Flügelfransen  gelblich,  an  der  Wurzel  schmal  schwarz  und  gegen  die  Spitze  der 
Vflgl  mehr  oder  weniger  verdunkelt ;  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  dehnt  sich  die  schw  arze  Farbe  des  Hrdes  fast 
über  die  ganze  Mittelzellc  aus.  Wahrscheinlich  nur  eine  Rasse  von  subochracea.  Beim  $  sind  alle  Flecke  der 
Oberseite  größer,  mehr  langgestreckt  und  ein  schmaler  Strich  im  Felde  1  b  der  Vflgl  bisweilen  vorhanden. 
Rhodesia  und  Ruwenzori. 

monasi.       ■         P.  monasi  Trim.    Vflgl  mit  länglichem  Glasfleck  in  der  Mittelzelle,  zwei  Subapicalpunkt en  (in  6  und  7) 
und  drei  diskalen  Glasflecken  je  einem  in  2,  3  und  4;  der  letztere  ganz  klein.   Natal. 

Alle  folgenden  Arten  zeichnen  sich  dadurch  aus,  daß  die  Mittelzelle  der  Vflgl  zwei  voneinander  getrennte  oder  mit- 
einander vereinigte,  weiße  Glasflecke  besitzt  und  sie  sind  dadurch  sofort  von  allen  schon  erwähnten  Arten  zu  unterscheiden. 

maihias.  P.  mathias  F.  (=  inconspicua  Bert.,  micipsa  Trim.)  (B.  I,  Taf.  88  f,  g)  ist  weit  verbreitet  und  durch 

die  in  der  Uebersic'ht  angeführten  Kennzeichen  leicht  kenntlich.    Hflgl  unten  normal  mit  weißem  Punkt  in 
mohopaani.  der  Zelle  und  ähnlichen  Diskalpunlden  in  2 — 6.    Die  ganze  äthiopische  Region.  —  ab.  $  mohopaani  Wallengr. 
Hflgl  auf  beiden  Seiten  ungefleckt  oder  unten  nur  mit  zwei  undeutlichen  winzigen  Punkten.    Kaffernland.  — 
elcgans.  elegaiis  Mcfb.  (=  octofenestrata  Saalm.)  ist  die  auf  Madagaskar  vorkommende  Form.   Sie  weicht  von  der  Haupt- 
form nur  dadurch  ab,  daß  sie  etwas  kleiner  ist  mit  kleineren  Flecken  der  Vflgl;  die  Hflgl  sind  oben  oft  unge- 
lodra.  fleckt,  imtcn  grau  überzogen  mit  deutlichen  dunkel  geringten  Diskalpunkten.  —  lodra  Plöfz  weicht  nur  durch 
etwas  geringere  Größe,  dunklere  Grundfarbe  der  Unterseite  und  hellere  fast  weiße  Fransen  ab.    Kamerun, 
Gabun. 
nmhrata.  P.  unibtata  Btlr.  habe  ich  nicht  deuten  können;  sie  scheint  jedoch  mit  der  folgenden  Ait  nahe  ver- 

wandt zu  sein  aber  ohne  den  Mehlfleck  des  ^.  ,,Mit  P.  borhonica  aus  Madagaskar  verwandt,  dunkel  rauch- 
braun mit  einer  gebogenen  Diskalreihe  von  weißen  Glasflecken;  die  drei  vordersten  nur  durch  die  Subcostal- 
rippcn  getrennt ;  der  größte  an  der  Wurzel  des  Feldes  2,  das  ^  mit  zwei  weißen  Glaspunkten  in  der  Mittelzelle: 
Palpen  an  den  Seiten  \\ciß;  Analpinsel  weiß  an  der  Spitze  schwarz;  Mitte  der  Brust  und  des  Bauches  weiß. 
Hflgl  unten  mit  einem  weißen  Punkt  in  der  Mittelzelle  und  4  oder  5  Punkten  in  einer  gebogenen  Querreihe 
in  der  Mitte  zwischen  der  Zelle  und  dem  Saume.  Das  $  hat  breitere  imd  etwas  kürzere  Flügel  als  das  (J."  Co- 
moren:  Insel  Johanna. 

fallax.  P.  fallax  Gaede  ^.    Flügel  oben  schwarzbraun,  an  der  Wurzel  weniger  dicht  mit  grünlich  gelblichen 

Haaren  bekleidet;  diese  Haare  kommen  auf  den  Vflgln  nur  in  1  a  und  1  b  vor.   Vflgl  mit  zwei  getrennten  Glas- 


PARNARA.    Von  Dr.  C.  Aueivillius.  539 

flecken  in  der  Mittelzelle  und  7  Diskalf lecken,  von  denen  ein  gelber  punktförmiger  in  1  b  dicht  an  der  Rippe  1 
und  je  ein  Glasfleck  in  2,  3,  4,  6 — 8;  der  Fleck  in  4  ist  punktförmig  (oder  selten  fehlend)  und  steht  in  fast  gerader 
Linie  mit  den  Punkten  der  Felder  6 — 8;  unten  braungrau  und  sparsam  mit  gelblichen  Schuppen  bestreut. 
Hflgl  oben  gewöhnlich  nur  mit  2  unten  mit  2 — 5  Diskalpunkten,  aber  ohne  Punkt  in  der  Mittelzelle.  Fransen 
der  Vflgl  braungrau,  der  Hflgl  nach  außen  weißlich.  Palpen  unten  weißlich.  Brust  und  Bauch  grau  oder  gelb- 
lich behaart.  Das  $  mir  unbekannt.  Diese  Art  stimmt  so  nahe  mit  mathias  überein,  daß  sie  tatsächlich  fast 
nur  durch  das  Fehlen  des  Mehlfleckes  der  Vflgl  und  durch  die  Anwesenheit  eines  kleinen  Diskalpunktes  in  1  b 
abweicht.  Dieses  beweist  wie  unnatürlich  es  ist,  P.  mathias  als  Typus  einer  besonderen  Gattung  (Chapra) 
aufzustellen.  Kamerun  und  Ruwenzori.  —  hias  Strd.  ist  nach  einem  ^  aus  dem  Nyassa-Lande  beschrieben  Mas. 
und  soll  wie  fallax  einen  hellen,  nicht  hyalinen  Punktfleck  im  Felde  1  b  der  Vflgl  haben,  wodurch  sie  sich  offen- 
bar von  mathias-^  unterscheidet.    Sie  gehört  darum  wahrscheinlich  zu  fallax. 

P.  mabea  HoH.  (11  e).   Flügel  dunkelbraun,  unten  etwas  heller  und  auf  den  Hflgln  etwas  rötlich  ange-  vmhea. 
flogen.    Sonst  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  angefülirten  Kennzeichen  von  fallax  abweichend.    Ogowe-Tal. 

P.  bauri  Platz  (79  a)  ist  nach  Plötz  Originalzeichnung  abgebildet.   Die  Beschreibung  lautet:  ,, Oberseite  hauri. 
schwarzgrün;  Vflgl  mit  2  weißen  Glaspunkten  schräg  übereinander  in  der  Mittelzelle  und  je  einem  in  2,  3  und  6, 
alle  voneinander  entfernt.  Der  Körper  ist  nicht  stark.  DieFühler  sind  halb  solang  wie  die  Vflgl.   15  mm.  Aburi." 
Die  Art  ist  mir  sonst  unbekannt. 

P.  argyrodes  Holl.  (78  h).    Zu  dem,  was  in  der  Uebersicht  mitgeteilt  wurde,  ist  hinzuzufügen,  daß  die  argyrodes. 
Hflgl  unten  dunkelbraun,    am  Saume  purpurfarbig  angeflogen  sind  und   4  silberglänzende  Fleckchen  haben. 
Ogowe-Tal. 

P.  saxicola  Neave  ist  eine  breit  flügelige,  etwa  35  mm  große  Art,  welche  durch  die  schon  oben  in  der  sammla. 
Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  zu  erkennen  ist.   Flügel  oben  dunkel  graubraun;  die  Flecke  in  der  Mittel- 
zelle der  Vflgl  getrennt.    Katanga  im  südlichen  Co ngo- Gebiet. 

P.  larea  Neave.    Flügel  breit  und  gerundet,  oben  dunkelbraun;  Fransen  lang  weißlich  oder  gelblich;  larea. 
Palpen  gelblich.    Rhodesia. 

P.  leucophaea  Holl.  (11  b).    Die  beiden  weißen  Flecke  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  getrennt  und  schief  leucophaea. 
gestellt,  sonst  in  der  Uebersicht  beschrieben.    Oben  schwarz,  die  Vflgl  und  der  Wurzelteil  der  Hflgl  auch  unten 
schwärzlich;  Hflgl  unten  mit  einem  weißen  Punkt  in  der  Mittelzelle.   Ogowe-Tal. 

P.  unistriga  Holl.    Fühler  schwarz ;  Unterseite  der  Kolbe  lebhaft  gelb,  die  der  Palpen  weißlich,  der  Brust  unistrifja. 
grau  und  des  Bauches  rein  weiß.    Vflgl  oben  schwärzlich  mit  grünlichen  Haaren  an  der  Wurzel;  Mittelzelle 
mit  kleinen  getrennten  Flecken;  Diskalflecke  in  1  b — 4,  6  und  7;  Hflgl  unten  mit  weißem  Punkt  in  der  Mittel- 
zelle.   Ogowe-Tal. 

P.  ogrugana  Lathy  (79  c).     Durch  den  großen  weißen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  der  Hflgl  von  ogrugana. 
übrigen   Arten   dieser    Gruppe   kenntlich.     Nigeria. 

P.  tarace  Mab.  ist  in  der  Uebersicht  hinreichend  beschrieben.    Sierra-Leone.  iaracc. 

P.  wambo  Plölz  (11  c)  ist  in  der  Uebersicht  beschrieben.    Angeblich  aus  Afrika.  wambo. 

P.  statirides  Holl.  (78  i)  ist  eine  durch  die  Unterseite  der  Hflgl  sehr  ausgezeichnete  Art.  Ogowe-Tal.  staiirides. 
P.  statira  Mab.  (78h)  ist  in  der  Uebersicht  vollständig  beschrieben.    Sierra-Leone.  statira. 

P.  flavifasciola  Ha7ii.  Bruce  weicht  von  allen  übrigen  Arten  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  flavifasdo- 
eine  scharf  begrenzte  gelbe  Mittelquerbinde  haben;  oben  ist  diese  Querbinde  nur  etwa  2  mm  breit,  nach  vorii  '"• 

etwas  verschmälert;     unten    ist  sie  viel  breiter  bis  zur  8  ausgedehnt  und  im  Felde  7  etwa  5  mm  breit.    Süd- 
Kamerun. 

P.  netopha  Hetv.  (78  h).    Fühler  schwarz.    Flügeldecken  am  Irde  rot  behaart.    Hlb  unten  weiß    mit  neiopha. 
zwei  Reihen  schwarzer  Flecke.    Außer  durch  die  in  der  Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  unterscheidet  sich 
diese  Art  von  allen  anderen  dadurch,  daß  die  Hflgl  unten  mit  neun  scharf  hervortretenden,  schwarzen  Punkten 
geziert  sind;  von  denselben  stehen  zwei  nahe  an  der  Wurzel  (in  1  c  und  7),  einer  an  der  Spitze  der  Mittelzelle 
und  sechs  Diskalflecke  in  einem  Bogen,  je  einer  in  1  c — 7.   Die  Grundfarbe  der  LTnterseite  ist  sehr  veränderlich 
und  hat  Anlaß  gegeben  zur  Aufstellung  mehrerer  Formen,  die  jedoch  ohne  scharfe  Grenzen  ineinander  über- 
gehen.   Bei  der  Hauptform  sind  die  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  unten  gelblich  mit  oder  ohne  rötlichen  An- 
flug und  mit  kurzen  schwarzen  Längslinien  am  Saume  auf  den  Zwischenaderfalten  und  mit  feiner  schwarzer 
Saumlinie.   West-Afrika  bis  L^ganda.  —  nyassae  Hew.  (=■  roncilgonis  Plötz,  cojo  Karsch)  (78  h).   Auf  der  Unter-  nyassae. 
Seite  haben  die  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  eine  violettgraue  Grundfarbe,  deutliche  dunkle  Strahlen  am  Saume 
auf  den  Zwischenaderfalten  und  sehr  feine  oder  bisweilen  auf  den  Vflgln  ganz  fehlende  schwarze  Saumlinie. 
Togo;  Angola;  Rhodesia;  Mashuna-Land.  —  ab.  ennuari  Riley  weicht  nur  durch  hellere  Unterseite  von  nyassae  ennuari. 
ab.    Solwezi. 


540  GEGEXES.    Von  Dr.  C.  xU-rivillius. 

Als  Anhang  führe  ich  die  folgende,  mir  unbekannte,  als  C'hapra  beschriebene  Art  von  Detagoa-Bai  auf: 

marcus.  P.  marcus  Strd.     ,,^.    Oberseite  braun,  die  Endhälfte  der  Fransen  heller  (an  den  Vflgln  5 — 6  mal 

dunkel  unterbrochen);  Vflgl  mit  der  dem  (J  eigentümlichen  Narbe  (Stigma)  als  einem  tiefschwarzen,  3 — 4  mm 
langen,  wurzclwärts  ganz  schwach  konvex  gebogenen,  1  mm  breiten  Schrägstrich,  der  vom  Hrde  um  1,3  mm 
entfernt  ist  und  nach  vorn  bis  zur  Basis  der  Rippen  3 — 4  sich  erstreckt;  vor  der  Spitze  der  Narbe  in  1  mm  Ent- 
fernung liegt  ein  heller  Punktfle(  k  und  außerhalb  der  Spitze,  in  mehr  als  der  doppelten  Entfernung  findet  sich 
ein  ebensolcher;  beide  wenig  deutlich.  Am  Vrde  auf  demselben  ziemlich  senkrecht  gerichtet,  von  der  Flügel- 
spitze um  4  mm  entfernt,  findet  sich  eine  gerade,  von  drei  kleinen,  aber  scharf  markierten,  weißlichen,  in  die 
Länge  gezogenen  Punktflecken  gebildete  Querreihe.  Hflgl  mit  Andeutung  zweier  hellerer  Punktflecke  in  der 
Vordei'hälfte  des  Saunifeldes,  eine  senkrecht  auf  den  Vrcl  gestellte  Querreihe  bildend;  diese  Flecke  werden 
bisweilen  wahrscheinlich  ganz  fehlen.  — •  Unterseite  aller  Flügel  heller  braun  mit  schwachem  grüngelblichem 
Schimmer  und  mit  reichlicherer  und  schärfer  markierter  weißlicher  Punktierung:  Vflgl  am  Vrde  mit  drei  eine 
Qiicrreihc  bildenden  Punkten,  wie  oben;  an  der  Spitze  nahe  dem  Saume  eine  Querreihe  von  2  oder  3  höchst 
undeutlichen,  bisweilen  wohl  fehlenden,  weißlichen  Punkten;  in  den  Feldern  2,  3,  4  und  5  je  ein  weißer  Punkt- 
fleck, von  denen  die  in  4  und  5  ganz  klein  sind  und  hinter  der  Spitze  der  Querreihe  liegen,  während  der  Fleck 
im  Felde  2  viel  größer  ist,  sowie  schräg  gestellt  ist,  die  von  diesen  4  Flecken  gebildete  Reihe  sehr  schräg  gestellt 
(am  Vorderende  um  2,  am  Hinterende  um  4  mm  vom  Saume  entfernt)  und  ganz  schwach  saumwärts  gebogen. 
In  der  Zelle  nahe  der  Diskozellulare  ein  runder  Punktfleck,  der  mit  den  beiden  hinteren  der  Schrägreüie,  ein 
gleichschenkliges,  längsgerichtetes  Dreieck  bildet.  Hinter  diesem  die  Endhälfte  des  Hrdfeldes  ausfüllend  ein 
unbestimmter  weißlicher  Wisch.  Hflgl  unten  mit  einer  aus  6 — 7  kleinen  länglichen  weißen  Punktflecken  gebilde- 
ten, fast  halbkreisförmig  saumwärts  konvex  gekrümmten,  vorn  um  etwa  2,  hinten  um  etwa  3,5  mm  vom  Saume 
entfernten  Querreihe,  sowie  mit  je  einem  weißen  Punktfleck  am  Ende  der  Zelle  und,  der  Wurzel  etwas  näher, 
in  der  Mitte  zwischen  diesem  Fleck  und  dem  Vrde;  die  hellen  Fransen  nicht  dunkel  unterbrochen.  Körper 
oben  dunkelbraun  unten  gräulich.  Fühler  sch\\arz,  weiß  geringt,  die  gekrümmte  Spitze  rot,  die  Basis  des  Kol- 
bens unten  weißlich.   Flügelspannung:  30  mm.   Flügellänge  15  mm.    Körperlänge  16  mm." 

21.  Gattung-:  C*ej|;eues  Hbn. 

Diese  Gattung  ist  besonders  durch  die  sehr  kurzen  Fühler,  welche  die  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl 
nicht  erreichen,  und  eine  sehr  kurze  iind  feine,  bisweilen  undeutliche  Spitze  der  Fühlerkolbe  ausgezeichnet. 
Mittel-  und  Hinterschienen  fein  bedprnt.  Rippe  2  der  Vflgl  hinter  der  Mitte  der  Mittelzelle  ausgehend.  End- 
glied der  Palpen  versteckt  oder  kegelförmig  und  kurz  hervorragend.  Flügel  bei  den  i^^  oben  dunkel  ohne  helle 
Flecke,  Vflgl  bei  den  $$  gewöhnlich  mit  hellen  Diskalfleeken  in   1  b,  2.  3,  4  (5),  6,  7,  (8). 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  d  e  r  A  r  t  e  n. 

A.  Die  Palpen  unten  weiß  oder  weißgrau.    Hflgl  unten  mit  aschgrauer  oder  weißgrauer  Grundfarbe  oder  in 
2 — 7  mit  grauen  Schuppen  auf  braunem  Grunde.  G.  nostrodmmis. 

G.  monochroa. 
G.  occulta. 

B.  Die  Palpen  unten  gelblich.    Hflgl  unten  mit  gelber  Grundfarbe.  G.  niso. 

nosiroda-  G.  nostrodamus  F.  (=  gambica  Mab.)  ist  im  Bd.  I  (p.  349,  Taf.  88  e)  beschrieben  und  abgebildet. 

mus.  Senegambicn,  Sahara,  Nubien    —  karsana  Moore,  ist  eine  Lokalrasse,  welche  sich  durch  hellbraune  Oberseite 
karsana.  yj^^j  stark  weißgrau  glänzende  Unterseite  auszeichnet.    Arabien. 

monochroa.  G.  monochroa  Rebel  ist  nur  von  der  Insel  Sokotra   bekannt   und   steht  der  folgenden  Art  sehr  nahe. 

,, Ziemlich  gedrungen,  Palpen  und  Brustunterseite  gelblichweiß,  die  Flügel  in    beide  n    Geschlechtern  ober- 
seits  zeichnungslos  tiefschwarz;  unterseits  etwas  mehr  bräunlich,  Vflgl  mit  ganz  verloschenen  blassen  Punkten 
in  Zelle  2 — 5  und  drei  untercinanderstehenden  Costalpurüvten,  Hflgl  mit  kaum  erkennbaren  helleren  Punkten 
namentlich  in  Zelle  6." 
occLiltu.  G.  occulta  Trhn    ist  der  G.  nostrodamus  sehr  ähnlich  und   wohl  nur  eine  südliche  Rasse  dieser  Art. 

Beim  (J  sind  die  Vflgl  oben  in  der  Wurzelhälfte  schwärzlich,   beim  $  haben  sie  wie  beim  9  von  nostrodamus 
weißliche  Diskalflecke. 
„i.s„.  G.  niso  L.  (=  letterstedti    Wallengr.,    breyicornis  Plöiz,   hottentotta  Trim.).    Man  hat  die  Identität 

dieser  Art  mit  niso  L.  bezweifelt.  Die  noch  in  der  Bibliothek  der  Akademie  der  Wissenschaften  in  Stockholm 
aufbewahrte,  in  Linnes  eigener  Handschrift  als  niso  bezeichnete  Originalzeichnung  Cleecks  (später  von  mir 
in  Rccensio  crit.  I.epid.  Musei  Lud.  L^lr.  veröffentlicht)  zeigt  aber  zur  Genüge,  daß  keine  andere  südafrikanische 
Hesperide  Linne  vorgelegen  haben  kann.  Die  kurzen  Fühler  und  die  gelbliche  Unterseite  der  Hflgl  (dieselbe 
ist  leider  auf  meiner  Tafel  nicht  so  gut  gelungen  wie  in  der  Originalzeichnung),  sowde  die  Fleckenzeichnung 


KEDESTES.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  541 

der  Vflgl  kommen  nämlich  bei  keiner  anderen  südafrikanischen  Hesperide  zusammen  vor.  —  (^.    Beide  Flügel 

oben  gelblichgrau  ohne  Zeichnungen  etwas  mehlig  beschupi^t,  Hflgl  bis  über  die  Mitte  hinaus  gelblich  behaart. 

Vflgl  unten  im  Wurzelteil  und  am  Vrde  gelblich  mit  länglichen  aber  unscharf  hervortretenden,  hellgelben  Diskal- 

flecken  in  2—8;  Hflgl  unten  zum  größten  Teil  hellgelb  am  Vrde  und  am  Irde  besonders  in  1  b  und  1  c  dunkler, 

bräunlich  und  mit  Andevitungen  von  dunkleren  Diskal-  und  Submarginalflecken  in  2—6.    Brust  und  Bauch 

gelblich  behaart.    Das  $  weicht  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  oben  deutliche  weißgelbe  oder  gelbe  Diskalflecke 

in  1  b— 8  haben  und  daß  die  Grundfarbe  der  Unterseite  lebhafter  gelb  ist  und  deutlichere  Zeichnungen  hat. 

Die  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  dunkler  als  beim  (J  und  nicht  mehlig  beschuppt.    Süd-Afrilca  und  Ost-Afrika 

bis  Euwenzori  und  Elgon.  —  hottentotta  Latr.  (=  obumbrata  Trim.)  soll  nach  Butler,  Neave  und  anderen  hoüenioüa. 

Autoren  nur  eine  Form  von  7iiso  sein.    Das  (J  macht  einen  ganz  verschiedenen  Eindruck,  indem  die  Vflgl  oben 

an  der  Wurzel  und  am  Vrde  bis  über  die  Mitte  hinaus  gelb  und  im  Saumteil  dunkelbraun  sind  und  zwischen 

diesen  Farben  in  den  Feldern  1  b  und  2  einen  großen  fast  schwarzen  Mehlfleck  haben.   Das  $  ist  mir  unbekannt, 

soll  aber  mit  den  $2  von  niso  gaui,  übereinstimmen.    Das  (J  ist  übrigens  durchschnittlich  kleiner  als  niso-(S 

und  hat  schmälere  und  spitzigere  Vflgl.    Süd-Afrika  und  West-Afrika  bis  Liberia. 

22.  Genus:  Kedestes   Wts. 

Die  Arten  dieser  Gattung  unterscheiden  sich  von  den  Gegenes-Aiten  durch  längere  Fühler  und  die  scharf 
hervortretenden  hellen  (gelben  oder  weißen)  Zeichnungen  der  Oberseite.  Fühlerkolbe  stumpf  oder  etwas  zuge- 
spitzt aber  ohne  umgebogene  Spitze.  Drittes  Palpenglied  wagerecht  vorgestreckt.  Rippe  2  der  Vflgl  an 
oder  vor  der  Mitte  der  Zelle  abgehend,  Rippe  11  gerade  und  frei  verlaufend.  Rippe  5  der  Hflgl  deutlich.  Hinter- 
schienen mit  4  Sporen.  Die  Vflgl  haben  oben  .stets  zwei  helle  Flecke  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  und  Diskal- 
flecke in  1  b,  2,  3,  6,  7  und  8,  bisweilen  auch  in  4  und  5.  Hflgl  oben  ohne  Zeichnungen  oder  mit  1 — 2 
Flecken  an  der  Spitze  der  Mittelzelle  und  2  bis  mehreren  Diskalf lecken.  Beide  Flügel  außerdem  bei  mehreren 
Arten  mit  rotgelben  Flecken  dicht  vor  dem  Saume. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Hflgl  oben  wenigstens  mit  einem  gelben  Fleck  in  der  Mitte,  unten  ohne  weiße  Längsstrichc    oder  weiße 
Rippen. 

a.  Beide  Flügel  oben  ohne  rotgelbe  Submarginalflecke  zwischen  den  Rippen,  bisweilen  aber  mit  den  Rippen 
am  Saume  gelb  gefärbt. 

*.  Hflgl  unten  einfarbig,  hellgelb  ohne  Zeichnungen.  Ä'.  lepenula. 

**.  Hflgl  unten  mit  Punkten  oder  Flecken. 

§.  Der  Diskalfleck  2  der  Vflgl  steht  in  der  Mitte  seines  Feldes  und  deutlich  mehr  saumwärts  als 
die  Hinterecke  der  Mittelzelle,  im  Wurzelwinkel  des  Feldes  2  bisweilen  noch  ein  dreieckiger 
gelber  Fleck.  Vflgl  ohne  Diskalflecke  in  4  und  5.  Hflgl  unten  mit  mehreren  schwarzen  Punkten 
aber  ohne  weiße  Flecke. 

o.  Die  schwarzen  Punkte  der  Hflgl-Unterseite  klein,  zer.streut  und  weniger  zahlreich. 

1.  Die  Rippen  oben  am  Saume  nicht  hell  gefärbt.  K.  macomo. 

2.  Die  Rippen  oben  am  Saume  gelb.  K.  rogersi. 
00.  Hflgl  unten  mit  zahlreichen,  großen,  schwarzen  Wurzel-  und  Diskalpunkten  und  außerdem 

vor  dem  Saume  mit  einer  vollständigen  mit  dem  Saume  gleichlaufenden  Reihe  schwarzer 
Submarginalflecken.  K.  capenas. 

§§.  Der  Diskalfleck  2  der  Vflgl  steht  nahe  an  der  Wurzel  seines  Feldes  und  fast  gerade  hinter  der 
Spitze  der  Mittelzelle. 

o.  Hflgl  luiten  einfarbig  gelb  mit  einigen  schwarzen  Punkten,  aber  ohne  helle  Flecke.    Vflgl 
ohne  Diskalflecke  in  4  und  5.  K.  Untiginosa. 

oo.  Hflgl  unten  mit  einer  vollständigen  Reihe  von  hellgelben  oder  weißen,  schwarz  umzogenen 
Diskalflecken  in  den  Feldern  1  c — 7  und  einem  solchen  Fleck  an  der  Spitze  der  Mittelzelle. 

1.  Hflgl  unten  hellgelb  mit  zwei  schwarzen  Wurzelpunkten,  je  einem  in  1  c  und  7.  Vflgl 
mit  Diskalflecken  in  4  und  5.  Hflgl  oben  mit  deutlichen  Diskalflecken  und  Mittelfleck. 
Alle  Diskalflecke  der  Oberseite  gelblich.  Ä'.  callicles. 

2.  Hflgl  unten  gelbbraun  ohne  schwarze  Wurzelpunkte,  statt  derselben  aber  mit  zwei  weißen 
schwarz  geringten  Flecken.  Vflgl  ohne  Diskalflecke  in  4  und  5,  ihre  Flecke  weiß  und  durch- 
sichtig. Hflgl  oben  fast  einfarbig  schwarzbraun  nur  mit  Andeutung  von  2 — 3  Diskal- 
flecken. K.  malm. 


542  KEDESTES.    Von  Dr.  C.  AuRiviLLirs. 

ß.  Wenigstens  die  Vflgl  oben  z  \v  i  s  c  h  e  n  den  Kippen  mit  einer  deutlichen  Reihe  roter,  rotgelber  oder 
weißlicher  Submarginalflctkc ;  unten  sind  diese  Flecke  zu  einer  Submarginalbinde  vereinigt.  Flügel- 
fransen  weiß  oder  weißlich,  an  den  Rippenenden  schwarz  gefleckt.  Hflgl-Unterseite  bunt  gefärbt  mit 
zahlreichen  schwarzen  Punkten  und  zwischen  den  Rippen  1  b  und  7  mit  einer  zusammenhängenden 
weißen  oder  weißlichen  Diskalcjuerbinde.  deren  Flecke  wurzelwärts  und  saumwärts  durch  schwarze 
Punkte  oder   Qucr.striche  begrenzt  sind. 

*.  Vflgl  oben  ohne  Diskalflecke  in  4  und  5.  Hflgl  unten  im  Wurzelteil  orangerot  und  nur  mit  zwei  schwar- 
zen Punkten,  einen  in  der  Mittelzelle  und  einen  im  Felde  7;  alle  übrige  schwarze  Punkte  begrenzen 
die  hellgraue  Diskalbinde,  welche  in  den  Feldern  2 — 7  sehr  breit  ist ;  das  Feld  7  der  Hflgl-Unterseite 
demnach  nur  mit  3  schwarzen  Punkten.  K.  mohozutza. 

**.  Vflgl  oben  mit  Diskalflecken  in  4  und  5  oder  wenigstens  in  4.  Hflgl  unten  im  Felde  7  wenigstens 
mit  4  schwarzen  Punkten  oder  Querstrichen,  zwei  nahe  der  Wurzel  und  einem  jederseits  der  Diskal- 
binde. 

o.  Hflgl  unten  im  Wurzelteil  ohne  weiße,  scharf  begrenzte  Wurzelflecke,  aber  mit  freien  schwarzen 
Punkten,  zwei  in  7  und  je  einem  in  1  b  und  in  der  Zelle;  ihre  Diskalbinde  schmal  und  fast  gleich- 
breit. 

1.  Hflgl  unten  mit  feiner  dunkler  Saumlinie.  K.  paola. 

•2.  Saumlinie  der  Hflgl-Unterseite  in  Striche  oder  Flecke  aufgelöst.  K.  tucusa. 

00.  Hflgl  unten  im  Wurzelteil  mit  drei  weißlichen,  beiderseits  schwarz  begrenzten  Flecken,  je  einem 
in  1  c,  7  und  der  Mittelzelle;  Grundfarbe  orangerot;  Diskalbinde  in  1  b- — 3  verschmälert. 

K.  chaca. 

B.  Hflgl  oben  einfarbig  schwärzlich  oder  höchstens  mit  einem  weißen  Diskalfleck,  unten  mit  hellen  Rippen 
oder  hellen  Streifen  vom  Saume  fast  bis  zur  A^'m'zel. 

a.  Flügelfransen  weiß  mit  schwarzen  Flecken  an  den  Rippenenden.  Hflgl  oben  mit  einem  hellen  Fleck 
am  Ende  der  Mittelzelle,  unten  mit  zwei  hellen  Längsstreifen,  einem  in  1  c  und  einem  in  der  Mittelzelle 
und  Feld  5.    Vflgl  mit  Diskalfleck  im  Felde  5.  K.  barberae. 

ß.  Flügelfransen  ungefleckt,  grau  oder  weißlich.  Hflgl  oben  ohne  Zeichnungen.  Vflgl  ohne  Diskalfleck 
im  Felde  5. 

*.  (Jrundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  hellbraun  oder  gelbbraun  ohne  freie  schwarze  Punkte,  aber  mit 
helleren  Rippen. 

o.  Vflgl  ohne  DLskalfleck   im   Felde  4. 

1.  Hflgl  unten  ohne  weißen  Längsstreifen  am  Vrde  der  Zelle. 

a.  Hflgl  unten  mit  einer  dunklen  Linie  von  der  Wurzel  durch  die  Mittelzelle  und  das  Feld  4 
bis  zum  Saume;  Feld   1  b  in  seiner  ganzen  Länge  verdunkelt.  K.  brtmneostriga. 

b.  Hflgl  unten  ohne  dunkle  Linie  in  der  Mittelzelle,  am  Irdc  in  1  a — 1  c  und  an  der  Spitze 
in  6  und  7  aber  mehr  oder  weniger  verdunkelt.  K.  fenestrata. 

2.  Hflgl  unten  mit  einem  weißen  Längsstreif,  welcher  die  vordere  Längshälfte  der  Mittelzelle 
und  das  ganze  Feld  5  ausfüllt;  ein  ähnlicher,  aber  schmälerer  Streif  geht  von  der  Mitte  des 
Feldes  1  c  bis  zum  Saume.    Auch  der  Ird  in  1  a  weiß.  K.  icallengreni. 

00.  Vflgl  im  Felde  4  mit  einem  Diskalfleck,  welcher  gerade  vor  dem  Fleck  in  3  steht. 

K.  niveostriga. 

**.  Hflgl  unten  mit  schwärzlicher  Grundfarbe,  grauen  Rippen  iind  einigen  freien  schMarzen  Punkten 
in  5 — 7.    Vfl^l  mit  Diskalfleck  im  Felde  4.    Hinterschienen  nur  mit  Endsporen.  K.  leiiia. 

Icitcinila.  K.  lepenula    Wallengr.  (=  chersia  Hew.).    Flügel  oben  braun  mit  hellgelben  Zeichnungen,  unten  ein- 

farbig hellgelb  ohne  Zeichnungen,  nur  im  Wurzelteil  des  Feldes  1  b  der  Vflgl  verdunkelt  schwärzlich ;  Vflgl 
oben  im  Wmv.elteil  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  hellgelb,  dann  mit  einer  nur  in  4  und  5  imterbrochenen  Quer- 
reihe von  gioßen  länglichen  Diskalflecken  in  Ib — 3  (5),  6 — 8.    Süd-Afrika:  Kapland-Transvaal. 

iiKinniio.  K.  maconio  Tri»i.  {=  aleta  Plötz)  (78  b).    Hflgl  oben  mit  gelbem  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  einer 

unregelmäßigen  aber  vollständigen  Reihe  gelber  Diskalflecke.  Die  Haupt  form  weicht  von  der  folgenden  Form 
dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  u.nten  fast  eintönig  gelb  und  mit  etwa  zehn  kleinen  schwarzen  Punkten  gezeichnet 
marshalli.  sind.  Süd-Afrika  bis  Delagoa-Bai.  —  marshalli  for7n.  nov.  ist  etwas  größer  oben  aber  der  Hauptform  ganz 
ähnlich,  unten  dadurch  abweichend,  daß  die  Hflgl  am  Irde  und  längs  der  Mitte  (in  der  Mittelzelle  und  den 
Feldern  4  und  5)  orangegelb  sind  und  nur  6  etwas  größere  schwarze  Punkte,  je  einen  in  I  b — 3,  6 — 8,  haben. 
Mashuna-Land ;  Umtali,  von  G.  A.  K.  Maeshall  entdeckt. 


KEDESTES.    Von  Dr.  0.  Aurivillius.  543 

K.  rogersi  H.  Drc.  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  weicht  aber  oben  durch  die  am  Saume  gelb  ge-  rogersi. 
färbten  Rippen  und  unten  durch  die  langen  feinen  schwarzen  Längslinien  am  Saume  auf  den  Zwischenader- 
falten  ab.   Die  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  fast  wie  bei  macomo  (78b);  die  schwarzen  Punkte  aber  nur  6  in 
zwei  Querreihen;  die  innere  Queireihe  aus  drei  Punkten  in  1  c,  der  Mittelzelle  und  7,  die  äußere  auch  aus  drei 
Punkten  in  2,  4  und  6  bestehend.    Usambara  und  Britisch  Ost-Afrika. 

K.  capenas  Heiv.  (78  c)  ist  durch  die  Uebersicht  und  die  Abbildung  leicht  zu  bestimmen.    Die  Rippen  rapetws. 
oben  am  Saume  gelb  gefärbt.    Zambesi.  —  derbice  Hew.  weicht  nur  dadurch  ab.  daß  die  Rippen  der  Oberseite  dcrhirc. 
bis  zum  Saume  schwarz  sind.    ]\Ianica-  und  Xyassa-Land. 

K.  lentiginosa  HoU.  (78  d)  weicht,   wie  die  Abbildung  zeigt,  oben  erheblich  von  den  übrigen  Arten  ab.  lenüglnosa. 
Gabun. 

K.  callicles  Heu\  (78  c)  ist  in  der  Uebersicht  hinreichend  beschrieben.    Südliches  Congo-Gebiet,  Angola,  rallidcs. 
Damara-Land.  Xatal  inid  Ost-Afrika  bis  zum  Somali-Land. 

K.  malua  Neave  (78  d)  kann  durch  die  in  der  Uebersicht  mitgeteilten  Kennzeichen  leicht  von  callicles  malKct. 
unterschieden  werden.    Rhodesia. 

K.  mohozutza  WaUengr.  (?  =  nerva  F.)  (78  d)  ist  durch  die  breite  Diskalbinde  der  Hflgl-LTnterseite  innho-ntza. 
und  die  übrigen  in  der  L^ebersicht  angeführten  Kennzeichen  ausgezeichnet.    Kaffernland,  Natal,  Zululand 
und   Transvaal. 

K.  paola  Platz  (78  d)  ist  hier  nach  Plötz  Originalfigur  abgebildet.    Angola.  paola. 

K.  tucusa  Trim.    Die  Grundfarbe  in  der  Wuizelhälfte  der  Hflgl-Unterseite  ist  zum  größten  Teil  gelb-  iucum. 
lieh  weiß  mit  scharf  hei  vortretenden  schwarzen  Pmikten.    Beim  ^  sind  die  Submarginalflecke  der  Oberseite 
nur  schwach  angedeutet.   Hflgl  oben  ohne  Diskalflecke,  beim  $  aber  mit  gelbem  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle. 
Natal  und  Transvaal. 

K.  chaca  Trim.  (78c)  ist  an  die  Färbung  und  Zeichnung  der  Unterseite  der  Hflgl  sofort  kenntlich,  rhara. 
Vflgl  mit  Diskalf lecken  in  4  und  5.    Süd-Afrika  bis  Angola. 

K.  chacoides  Gaede  ist  mir  unbekannt,  soll  aber  der  vorhergehenden  Art  sehr  ähnlich  sein.    Diskal-  charoides. 
flecke  der  Vflgl  weiß  und  alle  vorhanden,  der  in  1  b  beim  ^  doppelt,  beim  $  einfach.   Nach  der  Beschreibung 
scheint   der  wichtigste  Unterschied    von    chaca    darin    zu  bestehen,    daß  die  rotbraune  Mittelbinde  der  Hflgl 
in  Flecke  aufgelöst  ist  und  daß  die  Diskalbinde  graubraun  (nicht  weißlich)  ist.   Kamerun. 

K.  protensa  Bllr.  wird  in  folgender  Weise  beschrieben:  ..Mit  A'.  hicusa  Ttitn.  verwandt,  aber  bedeutend  pmiensa. 
größer  (35  mm);  Vrd  der  Vflgl  und  Ird  der  Hflgl  viel  länger;  Hflgl  oben  ohne  Diskalflecke  und  bisweilen  auch 
ohne  den  haarigen  weißen  oder  gelblichen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle ;  die  Färbung  der  Unterseite  ist  kräftiger ; 
Vflgl  am  Vrd  und  an  der  Spitze,  sowie  die  Submarginalflecke  ledergelb  mit  orangegelbem  Anflug;  die  Hflgl 
fast  wie  bei  mohozutza  abwechselnd  gelblich  und  orange;  die  schwarzen  Diskalpunkte  der  Hflgl  bilden  nicht 
wie  bei  tucusa  ein  regelmäßiges  W,  sondern  stehen  fast  parallel  zu  der  submarginalen  Reihe ;  es  findet  sich  auch 
ein  dunkler  submedianer  nach  innen  verjüngter  Streif  vom  Saume  bis  zur  Wiuzel."  Nigeria. 

K.  barberae  Trim.  (78  c)  weicht  von  allen  anderen  Arten  durch  die  Zeichnung  der  Unterseite  ab.   Kap-  barberae. 
land  und  Transvaal. 

K.  brunneostriga  Plötz  (78  b)  ist  nach  Plötz  Originalfigur  abgebildet.    Angola.  brunneosiri- 

K.  fenestrata    Btlr.    (78  d)    v.eicht    nur    durch    die    in   der  Uebersicht  mitgeteilten  Kennzeichen  von  .  jj^^^^,^^^ 
brtinneostriga  ab.    Nyassa-Land  bei  Zomba. 

K.  wallengreni  Trim.  (78  c)  ist  durch  die  beiden  weißen  Streifen  der  Hflgl-Unterseite  ausgezeichnet,  wallengrenl. 
Natal,  Mashuna-Land,  Kilimandjaro. 

K.  niveostriga  Trim.  ist  der  K.  jenestrata  sehr  ähnlich,  von  dieser  und  übrigen  verwandten  aber  durch   niveoslriga. 
die  Anwesenheit  und  Stellung  des  Diskalfleckes  4  der  Vflgl  abweichend.    Kapland  bis  Zululand. 

K.  lema  Neave  (78  c).    Die  grauen  Rippen  der  Hflgl-Unterseite  sind  in  der  Flügelmitte  dmch  einige  Icma. 
hellere  Querstriche  verbunden,  wodurch  einige  dunkle  Flecke  oder  Punkte  der  Grundfarbe  abgetrennt  werden. 
Südliches  Congo-Gebiet:  Katanga. 

K.  ?  tniranda  Btlr.  ist  mir  unbekannt  und  wurde  nach  einem  einzigen  Q  aus  Britisch  O.st-Afrika  (Massai-  mimwU. 
Land)  beschrieben.  Aus  der  langen  Beschreibung  mag  das  folgende  angeführt  werden:  ,,Der  K.  fenestrata  oben 
am  meisten  ähnlich,  Fransen  jedoch  gelbbraun  und  die  hyalinen  Flecke  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle  größer, 
weniger  schief  gestellt  und  nur  durch  die  Rippe  3  getrennt;  die  Mittelzelle  der  Vflgl  und  die  Wurzelhälfte  der 
Hflgl  mit  ockergelben  Haaren  bekleidet.  Vflgl  unten  schwärzlich,  am  Vrde  ockergelb  und  an  der  W\nzel  rötlich 
überzogen,  gegen  die  Flügelspitze  zu  einen  hellgelben  dreieckigen  Fleck  erweitert;  die  subapicalen  Glasfleoke 
nach  außen  schwarz  begrenzt ;  der  dreieckige  gelbe  Spitzenfleck  nach  außen  durch  eine  schwärzliche  Flecken- 
linie und  eine  breite  rostbraune  Binde  begrenzt;  Fransen  rötlichbraun.  Hflgl  unten  hell  ockergelb.  Vrd,  Ird 
und  Saum  rostfarbig,  im  Wurzeldrittel  vier  dunkel  rostbraune  Punkte,  zwei  in  der  Mittelzelle  und  je  einer  in 


544  OSMODES.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

1  c  und  7 ;  ein  großer  viereckiger  Fleck  nahe  am  \'idc  violettgrau  und  zum  Teil  schwarz  begrenzt;  schief  dahinter 
ein  kleiner  gespaltener  Fleck;  zwischen  der  Rippe  1  b  und  der  Spitze  eine  scharf  hervortretende  dunkel  rost- 
braune Binde  und  außerhail)  dieser  eine  ähnliche  unvollständige  Linie,  welche  zum  Teil  dem  Saume  anliegt; 
eine  Reihe  braune  Saumpunkte;  Fransen  rötlichbraun.     Flügelspannung:  33  mm." 


28.  Gattung:  Osniodes   Wts.    . 

Alle  Arten  dieser  Gattung  sind  sofort  an  den  weißen  oder  silbernen,  dunkel  umzogenen  Pinikten  oder 
Fleckender  Hflgl-Unterseite  (gewöhnlich  4  in  1  c,  5,  7  und  der  Mittelzelle)  und  die  qq  an  dem  braunen  Mehlfleck 
der  Hflgl-Ober.seite  kenntlich.  Palpen  wenig  aufgebogen  mit  kurzem  kegelförmigem  Endglied.  Fühlerkolbe 
spindelförmig  ohne  scharfe  Spitze.  Rippe  2  der  Vflgl  vor  oder  an  der  Mitte  der  Zelle,  Rippe  5  an  ihrem  Ursprung 
schwach  aber  deutlich  gebogen,  11  frei  verlaufend.  Die  Geschlechter  sind  oben  einander  so  iniähnlich,  daß  sie 
in  der  Artübersicht  für  sich  behandelt  werden  müssen. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  (^  (J. 

Beide  Flügel  oben  zum  großen  oder  größten  Teil  gelb,  rotgelb  oder  gelbbraun.  Vflgl  unten  am  Hrde 
mit  einem  schwarzen  oder  grauen  Haarpinsel. 

A.  Vflgl  oben  mit  einer  fast  gleichbreiten,  nach  innen  scharf  begrenzten  schwarzen  Saumbinde.     Der  Mehl- 
fleck der  Hflgl  erreicht  nicht  die  Flügelwurzel. 

a.  Hflgl  oben  bis  zum  Vrde  gelb,  nur  an  der  Spitze  und  am  Hrde  schmal  schwarz.    Die  gelbe  Farbe  der 
Vflgl-Oberseite  erreicht  die  Wurzel. 

*.  Größer,  etwa  31  mm ;  oben  heller  gelb.  Die  gelben  Subapicalflecke  der  Felder  6 — 9  der  Vflgl-Oberseite 
sind  durch  einen  gelben  Fleck  im  Felde  5  mit  der  übrigen  <:;elben  Farbe  vereinigt  und  trennen  einen 
schwarzen  Doppelfleck  am  Ende  der  Mittelzelle  von  der  Saumbinde  ab.  0.  laronia. 

**.  Kleiner,  etwa  27  mm,  oben  mehr  orangegelb.    Die  Subapicalflecke  6 — 9  der  Vflgl-Oberseite  bilden 
einen  frei  gelegenen  dreieckigen  Fleck,  indem  das  Feld  5  einfarbig  schwarz  ist.  O.  adosus. 

ß.  Hflgl  oben  am  Vrde  wenigstens  bis  zur  Mittelzelle  breit  schwarz. 

*.  Die  gelbe  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  erreicht  soAvohl  in  1  a  \ind  I  b  wie  auch  in  der  Mittelzelle  wenn 
auch  etwas  verdunkelt  die  Flügelwurzel.  Mittelzelle  ohne  schwarzen  Längsfleck  im  Wurzelteil. 
Subapicalfleck  flcr  Vflgl  frei  und  abgerundet. 

1.  Hflgl  unten  hellgelb  mit  weißen  Flecken  in  1  c.  2,  7  und  der  Zelle.  0.  thora. 

2.  Hflgl  unten  dunkelbraun  mit  weißen  Flecken  in  1  c,  5,  7  und  der  Zelle.  0.  distinctus. 

**.  Die  gelbe  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  erreicht  in  der  Mittelzelle  nicht  die  Flügelwurzel  oder  ist  dort 
von  einem  schwarzen  Längsfleck  geteilt. 

+  .  Die  gelbe  Farbe  der  Vflgl-Oberseite  dehnt  sich  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  bis  zu  der  Flügel- 
wurzel aus.    Hflgl  unten  gewöhnlich  mit  weißen  Diskalflecken  auch  in  2 — 4. 

1.  Vflgl  oben  im  Wurzelteil  der  Mittelzelle  mit  schmalem  schwarzem  Längsfleck  oder  ganz 
schwarz.  Hflgl  unten  zwischen  den  weißen  Diskalflecken  imd  der  feinen  schwarzen  Saum- 
linie graugelb  aufgehellt.  0.  chrysatige. 

2.  Vflgl  oben  im  Wurzelteil  ganz  schwarz.  Hflgl  unten  zwischen  den  weißen  Diskalflecken 
und  der  dunklen  Saumbinde  lebhaft  gelb  aufgehellt.  0.  thops. 

+  -\-.  Vflgl  oben  an  der  Wurzel  in  allen  Feldern  wenigstens  bis  zur  Wurzel  der  Rippe  2  schwarz, 
selten  am  Vrde  gelblich  überzogen. 

1.  Der  gelbe  Diskalfleck  des  Feldes  2  der  Vflgl-Oberseite  füllt  die  Wurzel  .■seines  Feldes  ganz 
oder  fast  völlig  aus  und  liegt  dem  gelben  Fleck  der  Mittelzello  dicht  an.  Mehlfleck  der 
Hflgl-Oberseite  dunkel  und  scharf  hervortretend. 

a.  Vflgl  mit  gelben  Diskalflecken  in   I  a.   1  b.  2,  3.  (i,  7.  8.  0.  adon. 

h.  Vflgl  oben  ohne  gelbe  Diskalflecke  in  I  a  und  1  b  oder  nur  mit  einem  Längsstrich  am 
Vrde  in  1  b,  aber  in  2 — S-mit  gelben  Diskalflecken.  0.  bangkaasi. 

2.  Der  gelbe  Diskalfleck  des  Feldes  2  der  Vflgl  ist  durch  die  schwarze  Grundfarbe  von  dem 
Fleck  der  Mittelzelle  breit  getrennt.    ^Mehlfleck  der  Hflgl  hell  gefärbt.  0.  lux. 

B,  Vflgl  oben  am  Saume  nur  allmählich  etwas  dunkler  braun  mit  schwarzen  Ripi^en  und  feiner  schwarzer 
Saumlinie.    Der  Mchlfleck  der  Hflgl  ist  groß  und  erreicht  fa.st  die  Flügelwurzel.  0.  costatv.s.   .■ 


Ausgegeben  27.  IL  1925.  RHABDOMANTIS.     Von  Dr.   C.   AURIVILLITTS.  545 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der   ?  ?. 

Die  ?$  weichen  von  den  cJ(^  dadurch  ab,  daß  beide  Flügel  oben  schwarzbraun  sind  mit  gelben  Diskal- 
f lecken  und  1 — 2  gelben  Flecken  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  der  Vflgl. 

A.  Der  Doppelfleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  der  Diskalfleck  2  oder  3  der  Vflgl  einander  berührend  (nur 
durch  die  dunkle  Medianrippe  getrennt).   Vflgl  oben  ohne  Diskalflecke  in  1  a  (4),  5  (und  8). 

a.  Größere  Arten,  etwa  31  mm. 

*.  Hflgl  unten  im  Wurzelteil  stark  verdunkelt,  braun  oder  grünlich  braun.  0.  laronia. 

**.  Hflgl  unten  im  Wurzelteil  hellgelb.  0.  thora. 

ß.  Kleinere  Arten,   25 — 28  mm. 

*.  Der  Diskalfleck  3  der  Vflgl  ist   scharf  dreieckig  und  bedeckt  vollständig  die  Wurzel  des  Feldes  3. 

0.  adon. 

0.  chrysauge. 

0.  adosus. 

O.  hanghaasi. 

O.  distindiis. 

0.  tho'ps  *). 

**.  Der  Diskalfleck  3  der  Vflgl  ist  wurzelwärts  abgekürzt  und  bedeckt  nicht  die  Wurzel  des  Feldes  3. 

0.  costatus. 

B.  Der  Doppelfleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  durch  die  schwarze  Grundfarbe  vollständig  von  den  Diskal- 
flecken  getrennt. 

a.  Vflgl  oben  mit  gelbem  Läiigsstrich  in  1  a,  aber  ohne  Diskalfleck  in  4.    Diskalflecke  der  Hflgl-Oberseite 
groß  und  lang.  0.  lux. 

ß.  Vflgl  oben  in  1  a  unbezeichnet,  aber  mit  Diskalflecken  in  4 — 6.    Diskalflecke  der  Hflgl-Oberseite  klein, 
punktförmig.  0.  staudingeri. 

Da  fast  alle  Arten  dieser  Gattung  abgebildet  und  in  den  Artübersichten  beschrieben  sind,  beschränke 
ich  mich  hier  auf  Angaben  über  ihre  geographische  Verbreitung.  Alle  gehören  der  tropischen  Urwaldregion 
West-Afrikas  an. 

0.  laronia  Heiv.  (77  f).    Goldküste  bis  Gabun,  Ituri  und  Ruwenzori.  laronia. 

0.  thora  Plötz  (77  f).    ,, Guinea".    Gabun.  thora. 

0.  adon  Mab.  (11  g).    Sierra-Leone  bis  Gabun.  adon. 

0.  chrysauge  Mab.  (77g).    Nigeria:  Loko.    Kamerun.  chrysauge. 

0.  adosus  Mab.  (77  h).    Sierra-Leone  bis  Gabun.  adosus. 

0.  thops  Holl.  (77  h).    Togo.    Gabun.  "«op.?. 

0.  distinctus  Holl.  (77  h).    Gabun.  disündus. 

0.  banghaasi  Holl.  {11  h).    Französisch  Congo.  -  hanghaasi. 

0.  lux  Holl.  {11g).    Ogowe-Tal;  Belgisch  Congo.  '"•»• 

0.  costatus  Auriv.  {=  cottoni  B.-Bak.).  Das  ^  weicht  von  allen  anderen  Arten  dadurch  ab,  daß  costatus. 
die  Vflgl  oben  bis  zur  feinen  Saumlinie  braun  sind  mit  schwarzen  Rippen  und  gelbbraunen  nach  außen  unscharf 
begrenzten  Diskalflecken  und  einem  ähnlichen  kleinen  Fleck  in  der  Mittelzelle ;  tief  schwarz  sind  nur  ein  läng- 
licher Fleck  in  der  Zelle,  ein  dreieckiger  Fleck  hinter  dem  Zellende  in  (3),  4  und  5  und  ein  Querfleck  am  Hrde 
hinter  der  Mitte  der  Felder  1  a  und  1  b.  Hflgl  oben  an  der  Wurzel  und  am  Irde  schwarz  in  der  Saumhälfte 
tief  gelb  mit  feiner  dunkler  Saumlinie.  Das  ?  ist  von  den  ?$  der  übrigen  Arten  wenig  abweichend.  Kamerun 
und  Congo-Gebiet. 

0.  staudingeri  Holl.  (77  g).   Von  dieser  Art  ist  nur  das  $  bekannt  und  es  ist  nicht  ganz  sicher,  daß  sie  staudingeri. 
zur  Gattung  Osmodes  gehört.    Ogowe-Tal. 

24.  Gattung:  Rhabdoiuautis  Holt. 

Diese  Gattung  weicht  nur  wenig  von  Osmodes  ab,  hat  aber  eine  verschiedene  Zeichnimg  beider  Flügel 
Nur  eine  Art.   ^.  Vflgl  unten  ohne  Haarpinsel  am  Hrde. 

Rh.  galatia  Hew.  (=  rhabdophorus  Mab.)  (77  h   $)  ist  im  $  Geschlecht  durch  die  Abbildung  leicht  galatia. 
kenntlich.    Das  cj  tritt  in  zwei  Formen  auf;   bei  beiden  Formen  sind  die  Hflgl  oben  gelbbraun  und  am  Vrde 


•)  Die  Untersclüede  der  ?$  dieser  sechs  Arten  sind  geringfügig  und  mir  noch  nicht  klar. 

XIII  69 


546 


OSPHANTES;  PAROSMODES.    Von  Dr.  C.  Atjrivillitts. 


bis  zum  Hrde  der  Mittelzelle  sehr  breit  schwarz,  und  beide  Flügel  unten  gelbbraun  bis  braungelb,  heller  am 
Hrde  der  Vflgl  und  am  Irde  der  Hflgl  aber  ohne  Flecke.  Bei  der  Hauptform  sind  die  Vflgl  oben  dunkler  braun, 
an  der  Spitze  und  am  Saume  sehr  breit  verdunkelt  und  an  der  Färbungsgrenze  mit  einer  scharf  hervortretenden 
schwarzen,  aus  Androconien  (Mehl schuppen)  gebildeten  geraden  Querlinie  zwischen  der  Rippe  5  und  dem  Hrd. 
Hlb  jcderscits  mit  einem  Haarpinsel  und  die  Hflgl  am  Irde  mit  einer  hellen  Längsrinne.  —  Bei  der  Q-Form 
sosia.  sosia  Mab.  sind  die  Flügel  auf  beiden  Seiten  heller  gelbbraun,  die  Vflgl  oben  gegen  den  Saum  weniger  verdun- 
kelt und  ganz  ohne  schwarzen  Mehlstrich,  dagegen  mit  einem  dunklen  dreieckigen  Fleck  hinter  der  Mittelzelle 
in  4  und  5.  Hlb  ohne  Haarpinsel  imd  die  Hflgl  am  Irde  mit  schwarzer  Rinne.  Die  Art  kommt  von  Sierra-Leone 
bis  Mossambik  vor. 

25.  Gattung:  Ospliaiiies  Holl. 

Die  einzige  hierher  gehörige  Art  ist  mir  unbekannt  geblieben  und  scheint  nur  durch  die  Zeichnung  von 
Osmodes  abzuweichen. 

ogowena.  0.  ogowena  Mab.    Flügel  oben  schwarzbraun  mit  gelben  Zeichnungen;   Vflgl  oben  am  Vrde  bis  über 

die  Mitte  hinaus  orangegelb,  am  Ende  der  Mittelzelle  mit  einem  gerundeten  gelben  Fleck  und  mit  gelben  Diskal- 
flecken  in  1  b — 8,  von  denen  der  in  1  b  groß  ist  und  einen  Strahl  bis  zur  Wurzel  entsendet.  Hflgl  oben  mit  gelben 
Diskalfiecken  in  2 — 6  und  auch  in  der  Zelle  gelb;  ein  glasartiger  Fleck  an  der  Wurzel  des  Feldes  1  c.  Flügel 
unten  gelb;  Vflgl  mit  den  Flecken  fast  wie  oben,  aber  hellgelb,  am  Hrde  in  1  a  und  Ib  weißlich  und  fast  unbe- 
schuppt;  Hflgl  nur  mit  2  winzigen  schwarzen  Punkten  in  1  c  und  5  und  am  Saume  etwas  verdunkelt.  Ogowe-Tal. 


26.  Gattung: 


Parosmodes  Holl. 


Auch  diese  Gattung  ist  mit  Osmodes  nahe  verwandt,  weicht  aber  durch  die  Bildung  des  Endgliedes 
der  Palpen  ab.  Die  Fühlerkolbe  hat  eine  mäßig  lange  aber  scharfe,  fast  rechtwinkelig  umgebogene  Spitze. 
(J.  Vflgl  unten  mit  einem  schwarzen  Haarpinsel  am  Hrde.  Nur  eine  sichere  Art  ist  mir  bekannt;  die  übrigen 
gehören  wahrscheinlich  zu  der  Gattung  Oxypalpus. 

morantii.  P.  morantü  Trim.  (77  i).  (?.  Vflgl  oben  am  Vrd  in  12  und  11  gelb  und  mit  quadratischem  gelben  Fleck 

am  Ende  der  ^littelzclle,  großen  Diskalfiecken  in  1  b — 3,  kleinem  oder  keinem  in  4  und  recht  großen  in  5 — 7. 
Hflgl  oben  mit  Diskalqucrbinde  in  (1  c)  2 — ^5.  Fransen  beider  Flügel  gelb.  Vflgl  unten  am  Hrde  in  1  a,  am 
Hinterwinkel  und  im  Wurzelteil  der  Mittelzelle  schwarz  und  mit  schwarzem  Querstrich  am  Zellende.  Sonst 
ranoha.  mit  gelber,  (ab.  ranoha  Wtr.)  oder  rotbrauner  Grundfarbe  und  hellgelben  Diskalfiecken  in  1  b- — 3.  Hflgl  unten 
hellgelb  oder  rotbraun,  der  Ird  breit  gelb,  stets  mit  8 — 9  kleinen  schwarzen  PunJcten.  Süd-Afrika  bis 
Owambo-Land  und  Zambesi. 

rubeacen-i.  '  P.  fubescens  Holl.  {11  c).  Holland  stellt  diese  mir  unbekannte  Art  wegen  der  Bildung  der  Palpen 
zu  der  Gattung  Gorgyra,  deren  Arten  sie  sonst  sehr  unähnlich  ist.  Da  aber  die  Palpen  der  Gattung  Parosmodes, 
denen  von  Gorgyra  ähnlich  sind  und  ruhescens  viel  besser  mit  P.  morantii  durch  Zeichnung  und  Färbung  überein- 
stimmt, stelle  ich  sie  vorläufig  zu  Parosmodes.  Die  Abbildungen  machen  eine  weitere  Beschreibung  überflüssig. 
Ogowe-Tal. 

icteria.  F.  icteria  Mab.     Diese  nie  abgebildete  Art  wurde  bisher  gewöhnlich  mit  Oxypalpus  biseriatus  Mab. 

(vgl.  S.  553)  vereinigt.  Da  aber  Holland  versichert,  daß  icteria  ,,strictly  congeneric  with  morantii''  ist  und  dazu 
kommt,  daß  die  Beschreibung  von  icteria  auch  nicht  auf  eine  der  Ozypalpus-Axten  paßt,  betrachte  ich  bis  auf 
weiteres  icteria  als  eine  mir  noch  unbekannte  Art.  Mabille  beschreibt  die  Art  wie  folgt:  Flügel  oben  schwarz 
mit  großen  goldgelben  Binden  und  Flecken;  die  Vflgl  haben  eine  breite  gelbe  Binde  von  der  Wurzel  bis  zur 
Spitze,  wo  sie  den  Vrd  erreicht,  und  voit  der  Mittclzelle  begrenzt:  diese  ist  schwärzlich  gestreift,  ausgenommen 
an  der  Spitze,  wo  sich  ein  großer,  heller  graugelb  umgebener  Fleck  befindet.  Die  Saumbinde  ist  schwarz,  breiter 
am  Hinterwinkel  und  der  Hrd  ebenfalls  schwarz.  Die  Wurzelhälfte  ist  bräunlich.  Die  Fransen  sind  goldgelb. 
Hflgl  mit  einem  großen  gelben  Fleck,  ringsum  bis  zu  den  Fransen  schwarz  umgeben.  Unterseite  gelb:  Vflgl 
mit  einem  Strich  in  der  Zelle  und  einem  recht  großen  Schatten  am  Hinterwinkel  schwarz.  Hflgl  goldgelb  mit 
einem  schwarzen  Punkt  an  der  Wurzel  und  4 — 5  rauchbraunen,  in  einem  Bogen  stehenden  Diskalpunkten. 
25  mm."    Transvaal. 


3.  Unterfamilic :    Heteropterinae. 

Steht  der  vorigen  Unterfamilie  sehr  nahe  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Rippe  5  am  Anfang  ganz 


gerade  und  nicht  gegen  die  Rippe  4  gebogen  ist. 


AMPITTIA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  547 

Uebersicht  der  Gattungen. 

I.  Fühler  kurz,  die  Spitze  der  Vflglzelle  nicht  oder  kaum  erreichend.  Fühlerkolbe  kurz  und  ganz  gerade, 
spindelförmig,  an  ihrer  Spitze  stumpf  oder  kurz  kegelförmig.  Drittes  Palpenglied  kurz  und  fast  verbor- 
gen, aber  gerade  vorgestreckt.    Hinterschienen  normal  mit  4  Sporen.  Flügel  ohne  Glasflecke. 

A.  Rippe  11  der  Vflgl  frei  verlaufend,  von  der  Rippe  12  völlig  getrennt. 

a.  Palpen  rauh  beschuppt,   aber  ohne  lange,   schwarze  Haare.    Endglied  kurz.  1.  Ampittia. 

ß.  Palpen  mit  langen  schwarzen  Borstenhaaren  bekleidet;  ihr  Endglied  länger,  gerade  vorgestreckt. 

2.  Heterofterus. 

B.  Rippe  11  der  Vflgl  mehr  oder  weniger  mit  der  Rippe  12  vereinigt;  das  Feld  11  dadurch  nach  außen 
geschlossen.  3.  Cydopides. 

II.  Fühler  lang,  die  Spitze  der  Vflglzelle  erreichend  oder  überragend.     Fühlerkolbe   mehr  langgestreckt   und 
in  eine  scharfe  mehr  oder  weniger  umgebogene  Spitze  ausgezogen.  Rippe  11  der  Vflgl  frei  verlaufend. 

A.  Hinterschienen  mit  4  Sporen. 

a.  Drittes  Palpenglied  sehr    lang    und  dünn,    aufrecht  oder  schief  seitwärts  gerichtet,    ,, nackt"   und 
sehr  spitzig. 

*.  Beide  Flügel  oben  zum  größten  Teil  gelb  oder  wenigstens  mit  gelben  Flecken.  4.  Oxypalpus. 

5.  Teinorhinus. 

**.  Flügel  oben  einfarbig  schwarz  oder  mit  kleinen  weißen  Flecken. 

1.  Fransen  der  Hflgl  und  die  Hlbs-Spitze  dunkel.  6.  Prosopalpus. 

2.  Fransen  der  Hflgl  und  die  Hlbs-Spitze  weiß.  7.  Ackros. 

ß.  Drittes  Palpenglied  kurz  oder  mäßig  lang,  beschuppt  und  kegelförmig.    Flügel  oben  schwarz  mit 
weißen  Glasflecken. 

*.  Drittes  Palpenglied  lang,  dick,  fast  zylindrisch,  wagerecht  vorgestreckt  oder  etwas  hängend. 

1.  Hflgl  unten  zum  größten  Teil  weiß.  8.  Hypoleucis. 

2.  Hflgl  unten  nur  mit  weißen  Glasflecken.  9.  Gorgyra. 

10.  Oedaloneura. 

**.  Drittes  Palpenglied  kurz,  knopfförmig  nicht  wagerecht  vorgestreckt.  11.  Gastrochaeta. 

B.  Hinterschienen  nur  mit  zwei  Sporen.    (Nach  Mabille). 

a.  Erstes  Glied  der  Hintertarsen  beim  ^  stark  aufgeblasen.  12.  Malaza. 

ß.  Hintertarsen  nicht  aufgebla.«en.  13.  Manorina. 


1.  Gattung:  Anipittia  Moore. 

Die  Gattung  ist  schon  in  Band  9  beschrieben  worden.  A.  lynx  Mschlr.,  welche  als  eine  fragliche  afri- 
kanische Art  beschrieben  wurde,  stammt  wohl  sicher  aus  Asien  und  dürfte  dieselbe  Art  wie  maroides  De  Nicev. 
sein. 

Uebersicht  der  Arten. 

A.  Hflgl  oben  in  der  Mitte  mit  großem  gelbem  oder  weißem  Felde  und  nur  an  den  Rändern  wenigstens  am 
Vrde  schwarz. 

a.  Hflgl  oben  ringsum  (am  Vrd,  Saum,  Ird  und  an  der  Wurzel)  schwarz. 

*.  Der  gelbe  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl-Oberseite  ist  sowohl  mit  den  DLskalflecken  1  b— 4,  wie 
auch  mit  einem  Längsstreif  in  der  Wurzelhälfte  des  Vrdes  zu  einem  großen,  unregelmäßigen  gelben 
Felde  vereinigt.  A.  coroller. 

**.  Die  Diskalf lecke  der  Vflgl  vom  Fleck  der  Mittelzelle  völlig  getrennt. 

§.  Der  gelbe  Fleck  der  Hflgl-Oberseite  steht  hinter  der  Spitze  der  Mittelzelle.    Die  Flügelwurzel 
und  die  Mittelzelle  darum  ganz  schwarz.    Kleine  Art,  Flügelspannung  etwa  20  mm. 

A.  parva. 


548 


AMPITTIA.    Von  Dr.  C.  Aukivillius. 


§§.  Der  gelbe  oder  weiße  Fleck  der  Hflgl-Oberseite  ist    sehr  groß  und  bedeckt    sowohl  einen  Teil 
der  Mittelzelle  wie  auch  die  Wurzel  des  Feldes  1  c.    Flügelspannung  26 — 32  mm. 

1.  Unterseite  der  Hflgl  ganz  hellgelb  oder  an  den  Rändern  mehr  oder  weniger  verdunkelt.  Fran- 
sen gelb.  A.  pardaliniis. 

2.  Unterseite  der   Hflgl   schneeweiß.     Fransen   schwäizlich.  A.  dispar. 
ß.  Hflgl  oben  gelb  nur  am  Vrde  bis  zur  Rippe  7  schwarz.                                                             A.  amena. 

B.  Hflgl  oben  einfarbig  schwarzbraun  ohne  Zeichnungen. 

a.  Unterseite  der  Hflgl  schwärzlich  mit  scharf  begrenzten  hellgelben  Flecken  und  mit  gelblichen  Schuppen 
dünn  besprenkelt.    Flügelspannung:   20 — 23  mm.  A.  rhadama. 

ß.  Unterseite  der  Hflgl  eintönig  braungelb  oder  graugelb  ohne  Zeichnung  oder  mit  undeutlichen  blaßgelben 
Flecken.  Vflgl  oben  mit  1  oder  2  Flecken  in  der  Mittelzelle  und  Diskalflecken  wenigstens  in  2  und  3. 
Flügelspannung  etwa  27  mm. 

*.  Hflgl  unten  mit  matt  gelben  Flecken  A.  cariate. 

A.  bernieri. 

**.  Hflgl  unten  graugelb  ohne  Flecke.  A.  mirza. 

coroller.  A.  coroller  Bsd.    Flügel  oben  schwarz  mit   orangegelber  Zeichnung.    Vflgl  oben  am  Vrde  fast  von 

der  Wurzel  bis  zur  Rippe  9  mit  gelbem  Streifen,  welcher  auch  die  vordere  Längshälfte  der  Mittelzelle  bedeckt 
und  sich  mit  einem  quadratischen  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle  vereinigt ;  dieser  berührt  die  Diskalflecken 
in  2  und  3,  welche  ihrerseits  mit  den  Flecken  in  1  b  und  4  zusammenhängen;  ein  freier  gelber  Subapicalfleck 
in  5 — 8.  Hflgl  oben  in  der  Mitte  mit  großem  gelbem  Felde,  welches  aus  großen  Diskalflecken  der  Felder  1  c^ — -5 
besteht  und  auch  mehr  oder  weniger  in  die  Spitze  der  Mittelzelle  eindringt.  Vflgl  unten  fast  ganz  braungelb, 
nur  in  I  a  und  1  b  mit  schwarzer  Grundfarbe  und  mit  schwarzen  Submarginalflecken  in  2 — 7,  die  beiden  ersteren 
groß,  die  anderen  punktförmig.  Hflgl  unten  gelb  mit  undeutlichen  diniklen  Flecken  im  Wiirzelteil  und  schwärz- 
lichen Diskalstrichen  hinter  der  Älitte  in  1  c — 7.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  ist  nicht  ganz  gerade  und  die  Füliler 
etwas  länger  als  bei  den  übrigen  Alten.  Dazu  kommt,  daß  auch  die  Zeichnung  abweichend  ist.  Ich  kann 
darum  coroller  nur  als  eine  abweichende  Ampittia-Art  betrachten.  Die  Fühlerkolbe  ist  indessen  kurz  mit 
stumpfer  gelber  Spitze. 

parva.  A.  parva  sp.  n.    Flügel  oben  schwarz  mit  goldgelben  Zeichnungen.    Vflgl  oben  vor  der  Mittelzelle 

mit  einem  gelben  Streifen,  welcher  die  Spitze  der  Mittelzelle,  aber  nicht  den  Vrd  selbst  erreicht ;  in  der  Mittel- 
zelle nur  ein  kurzer  Längsstrich  am  Hrd,  der  Rippe  2  gegenüber;  die  Diskalflecke  1  b — 3  bilden  einen  Quer- 
fleck außerhalb  der  Spitze  der  Mittelzelle;  ein  gelber  gerundeter  Subapicalfleck  in  (5)  6 — 8,  welcher  fast  gerade 
vor  der  Diskalbinde  steht.  Hflgl  oben  hinter  der  Mitte  mit  einer  gelben  Diskalbinde  in  1  c — 5,  welche  nicht 
in  die  ^littelzelle  hineindringt.  Vflgl  unten  schwarz  mit  denselben  gelben  Zeichnungen  wie  oben  und  außerdem 
mit  einer  gelben  Saumbinde  zwischen  der  Spitze  und  der  Rippe  3.  Hflgl  unten  gelb,  in  der  Mitte  tiefer  gelb, 
mit  schwarzen  Sauniflecken  in  1  c — 7,  Diskalflecken  in  1  c,  2  und  7  und  einigen  unscharf  begrenzten  schwarzen 
Zeichnungen  im  Wurzelteil.  Endglied  der  Palpen  lang,  vorgestreckt,  rauh  beschuppt.  Usambara :  Mombo 
(Sjösteüt).  Erinnert  stark  an  das  ^J  der  indischen  ^4.  maro  F.  (Band  1,  Taf.  87  d),  ist  aber  noch  kleiner  und  hat 
eine  andere  Unterseite  der  Hflgl.   Das  $  ist  mir  unbekannt. 

A.  pardalina.    Bei  allen  Formen  dieser  Art  sind  die  Vflgl  oben  schwarz  mit  einem  gelben  Fleck  in  der 

Mittelzcile  und  zwei  Gruppen  gelber  Diskalflecken  einer  in  2  und  3  und  einer  vor  der  Spitze  in  fi — 8  oder  wenig- 

pardalina.  stens  in  6  und  7.    Hflgl  oben  mit  großem  orangegelbem  Mittelfelde.    Madagaskar.  —  pardalina  Btlr.    Vflgl  auf 

beiden  Seiten  mit  kleinem  Diskalpunkt  nahe  am  Saume  im  Felde  5  und  mit  Subcostalpurikt  in  10.   Der  Fleck 

labordei.  in  der  Mittelzelle  wurzelwärts  quer  abgeschnitten.   —  labordei  Oberth.   weicht  nur  dadurch  ab,  daß  der  Fleck 

der  Mittelzelle  am  Hrde  in  einem  gelben  Strich,  welcher  die  \\'urzel  beinahe  erreicht,   ausgezogen  ist.  —  Bei 

saclavuf).  SHClavus  Mab.  fehlt  der  Diskalpunkt  5  der  Vflgl,  nicht  aber  der  Punkt  in  8.  —  gallieri  Oberth.  weicht  nur  durch 

(jaUieri.  r]as  Fehlen  des  Diskalpunktes  8  der  Vflgl  von  snclaru.s  ab.  —  Bei  allen  Formen  sind  die  Hflgl  unten  gelb,  aber 

ringsum  mehr  oder  weniger  verdunkelt  oder  mit  dunklem  Längsstrich  in  1  c  und  dunklen  Submarginalflecken. 

dispar.  A.  dispar  3Iab.  ist  durch  die  schneeweiße  Unterseite  der  Hflgl  ausgezeichnet.    Vflgl  nur  mit  4  oder  5 

kleinen  Flecken  oder  Punkten,  einem  in  der  Mittelzelle  iind  je  einem  in  2,  3,  6  (und  7),  von  denen  nur  die 
in  2  und  3  einander  berüliren.  Der  Mittelfleck  der  Hflgl-Oberseite  beim  (J  schwefelgelb,  beim  $  weiß.  Mada- 
disparilis.  gaskar.  —  disparilis  Oberth.  scheint  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  der  Vrd  der  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  breit 
weiß  ist  und  daß  der  große  dottergelbe  ((J)  oder  weiße  ($)  Mittelfleck  der  Hflgl-Oberseite  etwas  kleiner  und 
mehr  abgerundet  ist.    Madagaskar. 

atiiena.  A.  amena  Gr.-Sm.    ist   mir  imbekannt.    Vflgl    oben    dunkelbraun    mit    einem    großen  gelben  Makel, 

welcher  den  Vrd  und  die  Mittelzelle  fast  bis  zur  AVurzel  bedeckt  und  sich  auch  hinter  und  außerhalb  der  Mittel- 
zelle bis  zur  Rippe  2  ausdehnt ;  ein  gelber  Subapicalquerstrich  und  ein  gelber  Punkt  hinter  diesem  näher  am 


HETEROPTERUS.    Von  Dr.  C.  Aurh-illius.  549 

Saume.    „Die  Unterseite  wie  oben,  au,sgenommen  daß  die  ganze  Flügelspitze  breit  gelb  ist.    Die  Hflgl  ganz 
gelb,  am  Vrde  schwarz  gesprenkelt."   Madagaskar. 

A.  rhadama  Bsd.  (78b).    Flügel  oben  schwarzbraini ;  Hflgl  ungefleckt;  Vflgl  mit  kleinen  gelblichen  rhadama 
Diskalpunkten  in  1  b— 3,  6—8  und  gewöhnlich  auch  mit  einem  solchen  Punkt  in  der  Mittelzelle,  unten  am  Vrde 
und  an  der  Spitze  braun  oder  gelblich.    Madagaskar. 

A.  bernieri  Bsd.  (78  c).    Diskalfleck  3  der  Vflgl  klein,  näher  am  Saume  als  der  Fleck  in  2  und  von  hermtri. 
diesem  getrennt.   Hflgl  unten  dunkelgelb,  schwärzlich  bestäubt  und  mit  einigen  gerundeten  oder  quatratischen, 
unscharf  hervortretenden  matt  gelben  Flecken.    Madagaskar. 

A.  cariate  Hew.  (78  b).   Der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  Vflgl  aber  mit  Diskalfleck  auch  in  1  b  und  mit  cariaie. 
den  Diskalf lecken  2  und  3  einander  berührend.  Hflgl  unten  mehr  braungelb,  sonst  aber  wie  bei  bernieri  gefleckt. 
Madagaskar. 

A.  mirza  Mab.  weicht  oben  von  den  beiden  vorhergehenden  Arten  nur  dadurch  ab,  daß  die  Diskal-  mirsa. 
flecke  2  und  3  der  Vflgl  mehr  saumwärts  gerückt  sind  und  fast  gerade  hintereinander. stehen.   Hflgl  unten  grau- 
gelb  ohne  Flecke.    Madagaskar. 

2.  Gattung:  JSeteropterus  Dum. 

Die  folgenden  äthiopischen  Arten  passen  besser  in  diese,  als  in  jede  andere  bisher  aufgestellte  Gattung. 
Mabille  führt  drei  derselben  {kijehtieri,  tsila  und  inornahis)  zu  Leptalina;  da  aber  die  Hintertibien  von 
Leptalina  nur  2  Sporen  haben,  die  der  genannten  Arten  aber  4,  können  sie  nicht  zu  dieser  Gattung  gestellt 
werden.  Von  Cyclofides  unterscheiden  sie  sich  sofort  durch  die  frei  verlaufende  Rippe  11  der  Vflgl.  Unter 
sich  weichen  die  Arten  durch  die  Länge  der  Fühler  und  die  Bildung  der  Fühlerkolbe  etwas  voneinander  ab. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t   der    Arten. 

I.  Mittelzelle  der  Vflgl  auf  beiden  Seiten  ganz  unbezeichnet.    Beide  Flügel  oben  schwarzbraun  ohne  Zeich- 
nungen. 

A.  Flügelfransen  nicht  an  den  Rippenenden  dunkel  gefleckt. 

a.  Hflgl  unten  von  der  Wurzel  bis  zum  Saume  mit  zwei  weißen  Längslinien,  der  einen  in  1  c,  der  anderen 
in  der  Mittelzelle  und  über  Rippe  5.    Vflgl  auch  unten  ohne  Zeichnungen. 

*.  Die  beiden  Längslinien  der  Hflgl-Unterseite  breit  und  sehr  scharf  hervortretend.    H.  lepeletieri. 

**.  Die  beiden  Längslinien  der  Hflgl-Unterseite  fein  und  w  enig  deutlich ;  die  Rippen  zwischen  den- 
selben oft  weißlich.  H.  tsita. 

ß.  Hflgl  rniten  ohne  weiße  Längslinien. 

*.  Flügel  unten  ohne  Flecke  oder  nur  mit  einem  grauen  Diskalpunkt  und  einigen  kleinen  weiß- 
lichen Diskalpunkten.  H.  inornatus. 

**.  Vflgl  unten  ohne  Flecke.    Hflgl  unten  mit  einem  dunkleren  Schattenfleck  am  Zcllende  und  einer 
diskalen  Schattenbinde.  H.  niangarensis. 

B.  Flügelfransen  an  den  Rippenenden  .schwarz  gefleckt.  Vflgl  unten  mit  schwarzen  Saumflecken  zwischen 
den  weißlichen  Rippenenden  und  einer  an  der  Rippe  5  winkelig  gebrochenen  grauen  Diskallinie.  Hflgl 
unten  schwarzgrau  mit  vier  sehr  feinen,  gebogenen,  grauen  Querlinien.  H.  abjectus. 

IL  Mittelzelle  der  Vflgl  an  der  Spitze  mit  1 — 2  weißen  Punkten. 

a.  Flügelfransen  hell  mit  dunklen  Flecken  an  den  Rippenenden. 

*.  Vflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen  oder  nur  mit  2 — 3  winzigen  weißen  Subapicalpunkten 
und  einigen  Diskalpunkten.  Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Flecke,  unten  mit  hellgelber  Grund- 
farbe und  schwarzen  Zeichnungen.  H.  anomaeus. 

**.  Vflgl  oben  mit  einer  vollständigen,  im  Felde  5  gebrochenen  Reihe  weißer  Diskalpunkte  (in  1  b — 8). 

1.  Hflgl  oben  ohne  Flecke,  einfarbig  schwarz.  Vflgl  unten  am  Vrde  und  in  der  Mittelzelle  und  die 
Hflgl  unten  überall  mit  gelblicher  Grundfarbe  und  schwarzen  RipiDen.  Hflgl  unten  mit  gr-oßen 
weißen,  schwarzgeringten  Diskalflecken  in  den  Feldern  Ic — 7;  der  Fleck  in  1  c  doppelt. 

H.  stellatus. 

2.  Hflgl  oben  mit  einigen  kleinen  weißen  Diskalflecken  nahe  dem  Vrde.  Beide  Flügel  unten  mit 
grauer  Grundfarbe.  Hflgl  mit  hellen  Rippen,  kleinen  weißen  Diskalflecken  und  ähnlichen  halb- 
mondförmigen Saumflecken.  H.  punctulaHis. 


550  CYCLOPIDES.    Von  Dr.  C.  Aurivillus. 

ß.  Flügelfransen  ohne  dunkle  Flecke  an  den  Rippenenden.  Diskalflecke  der  Vflgl  -weiß,  vollständig, 
(in  1  b — 8),  dem  Saume  genähert  und  mit  demselben  fast  gleichfaufend.  Hflgl  oben  mit  5 — 6  kleinen 
weißen  Diskalpunkten.  Vflgl  unten  wie  oben,  aber  mit  weißgelben  Saumstrichen  an  den  Rippen.  Hflgl 
unten  mit  .scharf  hervortretenden  hellgelben  Rippen  und  8  weißlichen  Diskalpunkten.     H.  icallacei. 

lepelelieri.  H.  lepeletieri  Latr.  (=  romi  Robbe)  (77  k).    Süd-Afrika  bis  Congo  und  Ruwenzori. 

isiUi.  H.  tsita   Trim.  ( ?   =   monochromus  Mab.)  (77  k).    Kapland  bis  Transvaal. 

inornalus.  H.  inomatus  Trim.  (77  k).    Kapland  bis  Zululand. 

niangaren-  H.  niangarensis  HoU.    Nordöstliches  Congo-Gebiet. 

sis. 

abjectus.  H.  abjectus  Snell.  (=  furvus  Mab.;  uniformis  Karsch.)    Sierra-Lcone  bis  Congo. 

annmacus.  H.  anomaeus  Plötz  (77  k).    Unterseite  der  Palpen  gelblich.    Die  eigentümliche  Zeichnung  der  Hflgl- 

Unterseite  geht  aus  der  Abbildung  hervor.    Goldküste:  Abiiri. 

stellatus.  H.  stellatus  Mab.  (=  mineni  Trim.)   (78  a).    Ost -Afrika:  Manica-Land  bis  Mombassa. 

yunclulaiua.  H.  punctulatus  Butl.  {11  a).   Congo-Gebiet  und  am  Tanganjika. 

wallacei.  H.  wallacei  Neave  (78  a).    Rhodesia. 

3.  Gattung:  C^clopides  Hb». 

Von  allen  anderen  Gattungen  dadurch  abweichend,  daß  die  Rippe  11  der  Vflgl  eine  lange  Strecke  mit 
der  Rippe  12  vereinigt  ist.   Flügel  stets  oben  mit  schwarzbrauner  Grundfarbe. 

Uebersicht  der  Arten. 

I.  Hflgl  unten  ohne  weißen  Längsstrich  auf  dunklem  Grunde. 

A.  Hflgl  unten  mit  schwarzbrauner  oder  graugelber  Grundfarbe  und  ähnliche  Rippen. 

a.  Beide  Flügel  oder  wenigstens  die  Vflgl  oben  mit  scharf  begrenzten  lebhaft  gelben  oder  orangegelben 
Flecken. —     il/e<i's- Gruppe. 

§.  Vflgl  mit  gelbem  Fleck  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  und  am  Vrde  in  9  und  10  gewöhnlich  mit 
einem  ähnlichen,  damit  oft  vereinigten  Fleck;  außerdem  mit  gelben  Diskalflecken  in  2 — 8  und 
oft  auch  in  1  b,  welche  drei  oder  vier  getrennte  Gruppen  (in  1  b,  2  und  3,  4  und  5,  6 — 8)  bilden; 
die  in  4  und  5  stehen  immer  viel  Jiäher  am  Saume  als  die  übrigen. 

-|-.  Hflgl  wenigstens  oben  mit  deutlichen  gelben  Flecken,  einem  großen  Diskalfleck  in  4  und  5, 
einem  kleinen  in  2  und  einer  Reihe  vor  dem  Saume. 

1.  Beide  Flügel  oben  an  der  Wurzel  schwarz  ohne  gelben  Fleck  oder  nur  am  Vrde  der 
Vflgl  gelb  beschuppt.    Die  gelben  Flecke  der  Oberseite  mäßig  groß  oder  klein. 

a.  Hflgl  unten  dunkelbraun  und  nur  mit  einem  kleinen  gelben  Punkt  nahe  der  Wurzel 
des  Vrdes  ((J)  oder  mit  einigen  matt  rötlichgelben  Flecken,  denen  der  Oberseite 
entsprechend.  C.  metis. 

b.  Hflgl  unten  fast  schwarz,  ungefleckt  {^)  oder  mit  matten  rötlichen  Diskal-  und  Sub- 
marginalf lecken.  Alle  Flecke  der  Oberseite  klein.  Der  Diskalfleck  1  b  der  Vflgl- 
Oberseite  ist  punktförmig  oder  fehlt  gänzlich.  C.  quadrisignatus. 

c.  Hflgl  unten  graugclb  oder  blaß  braungelb  mit  matt  gelben  Flecken.  Die  Flecke 
der  Oberseite  klein  und  braungelb.  C.  malgacha. 

d.  Hflgl  unten  am  Vrde  und  am  Saume  bis  zur  Rippe  2  rötlich  braun,  am  Irde  in  1  a, 
1  b  und  1  c  bis  zur  Falte  schwarz  und  sonst  in  der  Mitte  schwärzlich  grau;  ein  Wurzel- 
fleck in  der  Mittelzelle,  ein  sehr  großer  Di.«kalfleck  in  4  und  5,  welcher  die  Mitte 
dieser  Felder  erreicht  oder  etwas  überragt  und  kleinere  Diskalflecke  in  1  c  und  2 
sind  weißlich  und  treten  gegen  den  dunklen  Gnnid  scharf  hervor.  Die  Submarginal- 
flecke  stehen  in  der  braunen  Saumbinde  und  heben  sich  nur  schwach  gegen  die 
Grundfarbe  ab.  C  alticola. 

2.  Die  gewöhnlichen  gelben  Flecke  der  Oberseite  vergrößert;  Vflgl  außerdem  mit  einem 
gelben  Wurzclflcck  im  Felde  1  b  und  die  Hflgl  mit  einem  länglichen  gelben  Fleck  an 
der  Wurzel.  C.  midas. 


CYCLOPIDES.    Von  Dr.  C.  AuRiviLLnJS.  551 

+  +.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  einfarbig  schwarzbraun  ohne  Flecke.  C.  kambove. 

§§.  Vflgl  ohne  Fleck  in  der  IVIittelzelle  oder  in  9  und  10  und  also  niir  mit  Diskalf lecken.  Hflgl  unten 
ohne  Flecke,  oben  mit  3 — 4  gelblichen  Submarginalf lecken. 

1.  Die  Diskalf  lecke  der  Vflgl  wie  bei  den  vorhergehenden  Arten  auf  drei,  wohl  getrennte  Gruppen 
in  2  +  3,  4+5,  6 — 8)  verteilt.  C.  trisignatus. 

2.  Die  Diskalflecke  der  Vflgl  bilden  eine  zusammenhängende  gelbe    Querbinde  zwischen  den 
Rippen  1  und  8.  C.  decipiens. 

ß.  Flügel  oben  einfarbig  schwarzbraun  ohne  gelbe  Flecke  oder  höchstens  mit  Andeutung  von  drei  kleinen 
gelblichen  Subapicalpunkten  in  6 — 8  der  Vflgl.  C.  aegipan. 

B.  Hflgl  unten  mit  weißer  Grundfarbe  und  scharf  hervortretenden  schwarzen  Rippen.    Vflgl  unten  mit 
weißen  oder  gelblichen  Saumflecken  oder  Saumstrichen. 

y..  Hflgl  unten  mit  orangegelben  Basal-,  Diskal-  und  Subniarginalflecken  und  dadurch  sehr  bunt  ge- 
färbt. —  Fortnosus-GTUY>\ie. 

*.  Die  Diskalflecke  4  und  5  der  Vflgl  sind  klein,  dem  Saume  genähert  und  bilden  zusammen  eine 
von  den  übrigen  Diskalflecken  völlig  getrennte  Gruppe. 

1.  Vflgl  mit  gelbem  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  mit  einem  damit  vereinigten  Costalfleck  in 
9  und  lü.  C.  perexcellens. 

2.  Vflgl  ohne  Fleck  in  der  MittelzeUe,  unten  am  Vrde  bis  zur  Mitte  gelb  beschuppt.    C.  carsoni. 

**.  Die  Diskalflecke  4  und  5  der  Vflgl  sind  groß  und  bilden  mit  den  übrigen  Diskalflecken  eine  zu- 
sammenhängende gelbe  Querbinde  oder  dringen  wenigstens  zwischen  die  Diskalflecke  3  und  6 
hinein  und  berühren  dieselben  mehr  oder  weniger. 

§.  Hflgl  unten  mit  vollständiger  Reihe  von  orangegelben  Submarginalflecken  (in  [1  b]  1  c — ^7). 
Vflgl  wenigstens  oben  ohne  gelben  Fleck  in  der  Mittelzelle.  C.  formosus. 

§§.  Hflgl  unten  ohne  Submarginalfleck  im  Felde  5. 

1.  Hflgl  unten  mit  rotgelbem  Submarginalfleck  im  Felde  4. 

a.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  ohne  gelben  Fleck  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  und  im  Felde  2. 
Die  gelben  Flecke  der  Oberseite  reduziert.  C.  tsadicus. 

h.  Vflgl  mit  gelbem  Fleck  in  der  Spitze  der  MittelzeUe.    Die  gelben  Flecke  der  Oberseite 
groß  und  vollständig  vorhanden.  C.  cooksoni. 

2.  Hflgl  unten  ohne  rotgelben  Submarginalfleck  im  Felde  4.  C.  ogwanyi. 

ß.  Diskal-  und  Submarginalflecke  der  Hflgl-Unterseite  von  der  Farbe  des  Grundes  und  darum  nur 
durch  ilire  schwarzen  Grenzlinien  bemerkbar.  MittelzeUe  der  Vflgl  ohne  Flecke.  Hflgl  oben  ohne 
Zeichnungen.  Vflgl  oft  mit  sehr  reduzierten  gelblichweißen  Diskalflecken  (gewöhnlich  in  3,  5,  6 — 8 
deutlich)  und  auch  oben  mit  weißgelben  Saumflecken.    Hinterschienen  nur  mit  Endsporen. 

C.  wilhmi. 

II.  Hflgl  unten  schwärzlich  mit  zwei  scharf  hervortretenden  weißen  Längsstrichen,  einem  in  der  MittelzeUe 
und  einem  in   1  c. 

a.  Flügel  imten  mit  kleinen  dreieckigen  gelben  Saumflecken.    Hflgl  unten  am  Irde  weiß.        C.  meninx. 

ß.  Flügel  unten  ohne  helle  Saumflecke.    Hflgl  unten  am  Irde  nicht  weiß.  C.  syrinx. 

C.  metis  L.  (77  k)  bei  der  südafrikanischen  Form  (Kapland  bis  Transvaal  und  Angola  ?),  sind  beim  meüs. 
cj  die  Hflgl  unten  ganz  einfarbig  dunkelbraun  ohne  Spur  von  Diskalflecken,  nur  mit  einem  winzigen  gelben 
Fleck  an  der  Wurzel  des  Vrdes.  —  In  ganz  Ost-Afrika  bis  zum  Elgon-Berg  kommt  eine  Rasse  orientah's  form,  orienialis. 
nov.  vor,  bei  der  die  Hflgl  des  $  wie  beim  $  rötlich  gefleckt  sind,  aber  ohne  gelben  Fleck  an  der  Wurzel  des 
Vrdes. 

C.  quadrisignatus  Btlr.  weicht  nur  durch  die  schon  angeführten  Kennzeichen  von  metis  ab.   Nyassa-  quadrisig- 
Land,  Kilimandjaro.  nahts. 

C.  midas  Btlr.  (=  santhometis  Mab.)  (77  k).    Nyassa-Land.  midas. 

C.  alticola  sp.  n.  Weicht  oben  kaum  von  metis  und  von  deren  Rasse  orientalis  ab,    hat  aber  eine  ver-  allicola. 
schiedene  Unterseite  der  Hflgl.    Zentral-Afrika :  Birunga-Vulkan  und  auf  dem  Elgon-Berg  in  Ost-Afrika.    Xur 
(JcJ  sind  mir  bekannt. 

C.  malgacha  Bsd.  (=  limpopona  Wallengr.)  ist  besonders  an  der  helleren  Grundfarbe  der  Unterseite  malgacha. 
der  Hflgl  kenntlich.    Kapland  bis  Transvaal.    Madagaskar. 

C.  kambove  Neave  (11  i).    Vflgl  fast  ganz  wie  bei  metis,  aber  ohne  gelben  Streif  an  der  Wurzel  des  kambove. 
Vrdes  und  unten  ohne  solchen  Streif  in  der  MittelzeUe.   Xord-Rhodesia. 


552 


CYCLOPIDES.    Von  Dr.  C.  Aurivillics. 


irisignaius. 
decipiens, 


C.  trisignalus  Xeave.    Uganda. 


C.  decipiens  Btlr.    Obgleich  die  gelbe  Diskalquerbinde  der  Vflgl  ganz  wie  bei  C.  jormosus  gebildet  ist, 
gehört  dic»Q  Art  nahe  mit  den  vorhergehenden  zusammen  und  weicht  durch  die  einfarbige  Unterseite  der  Hflgl 
ahsc'issa.  völlig  von  der  i^o>->?;o.S'«,s-Gruppe  ab.  Nyassa-Land.  —  abscissa  Gaede  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  der  Diskalfleck 
1  b  der  Vflgl  fehlt  und  die  gelben  Flecke  der  Hflgl-Oberscite  wenig  deutlich  sind.    Ost -Afrika:  Kigonsera. 


perexcel- 
len.s. 


C.  perexcellens  Btlr.    Hflgl  imtcn  mit  gelben  Diskalflecken  in  1  c,  2,  4—7  und  Submarginalflecken 
in  1  b — 5  und  außerdem  mit  einigen  gelben  Wurzelfleoken ;  oben  nur  mit  undeutlichen  Diskal-  (2)  und  Submar- 
ginalflecken (5  oder  fi).    Vflgl  unten  mit  zusammenhängender,  durch  die  scliA^arzen  Rippen  geteilte  Saumbinde. 
awjolanus.  Xyassa-Land.  —  angolanus  i?///-.  weicht  durch  giößere  gelbe  Flecke  und  durch  2  Flecke  in  der  Mittelzelle  der 
Vflgl  ab.    Angola. 


carsoni.  C.  carsoiii  Btlr.    Mir  unbekannt.    Aus  der  Beschreibung  mag  angefülirt  werden:  Fransen  der  Hflgl 

dunkelbraun  gefleckt;  Vflgl  unten  in  der  Wuizelhälfte  mit  gelbem  Streif  am  Vrde,  aber  ohne  Fleck  in  der 
Mittelzelle;  Hflgl  unten  sahnefarbig  mit  schwachem  Silberglanz;  Rippen  und  Saumlinie,  nicht  aber  der  Ircl 
schwarz;  die  gelben  Flecke  wie  bei  perexcellens.    Flügelspannung:  34  mm.    Fwambo  am  Tanganjika-See. 

formosiis.  C.  formosus  Btlr.  (78  a).    Palpen  orangegelb.    Matabele-  und  Xyassa-Land. 

tsadicus.  C.  tsadlcus  Amiv.    Palpen  grau.    Die  gelben  Zeichnungen  der  Oberseite  sind  reduziert,  indem   der 

Diskalfleck  2  der  Vflgl  fehlt  und  der  in  3  kürzer  ist.   Am  Tsad-See. 

cooksoni.  C.  cooksoiii  H.  Drc.  (78  a).    Rhodesia. 

ogn-anyi.  C.  ogwanyi  B.-Bak.  ist  wahrscheinlicn  nur  eine  Lokalrasse  von  cooksoiii.    Uganda. 

icUlemi.  C.  vvillemi   WaUengr.   (=  cheles  Heic.)  (78  a,  b).     Von    allen    anderen    Arten    dieser    Gattung    durch 

die  L^nterscite  der  Hflgl  verschieden.    Damara-Land,  Tran.svaal  und  Somali-Land. 

vicninx.  C.  meninx  Trim.  (=  argenteostriatus  Plötz)  (78  a).    Die  Hinterschienen  haben  nach  Teimex  bei  dieser 

Art  nur  Endsporen.    Xatal  und  Transvaal. 

syriii.r.  C.  syrinx  Trim.  (78  a).    Beide  Flügel  oben   mit   kleinen,  unscharf  begrenzten,  matten,  hellgelblichen 

Flecken  und  an  der  Wurzel  mit  gelblichen  Schuppen  bestreut.  Vflgl  unten  am  Vrde  und  an  der  Spitze  gelb- 
braun.    Hflgl   unten   mit  gelbbrauner   Grundfarbe.    Kapland,  auf  Berggipfeln. 

acgipan.  C.  aegipatl  Trim.  (78  a).  Oben  einfarl)ig  dunkelbraun  und  sehr  an  die  ^e^ero^jierwÄ- Arten  erinnernd;  vor 

der  Spitze  der  \'llgl  gewöhnlich  drei  längliche  matt  gelb  beschuppte  Subapicalflecken  in  6 — ^8,  welche  oft 
auf  der  Unterseite  deutlicher  sind,  aber  auch  doit  fehlen  können.  Unten  sind  die  Hflgl  und  die  Vflgl  am  Vrde 
und  an  der  Spitze  dunkel  gelbbraun;  Ird  der  Hflgl  jedoch  in  1  a  und  1  b  dunkler  schwärzlich.  Die  Rippe  11 
der  Vflgl  ist  wenig.stens  bei  dem  vorliegenden  Stück  nur  eine  kurze  Strecke  mit  der  Rippe  12  ver.schmolzen.  Die 
Hinterschienen  haben  bei  meinem  Stücke  4  Sporen  (nach  Trimex  kommen  nur  End.sporen  vor).  Kapland  bis 
Transvaal  und  Mashuna-Land.    Auch  diese  Art  kommt  nur  auf  Bergen  vor. 

argenleogul-  C.  argenteogutta  Btlr.  I  78  b)  habe  ich  nicht  \mtersuchen  können.    Xach  der  abweichenden  Zeichnung 

•  der  Unterseite  zu  beuiteiien  gehöit  sie  wahrscheinlich  nicht  zu  Cyclopides.    Die  Vflgl  nach  Butler  oben  mit 

drei  unregelmäßigen  schiefen  Querbinden,   einigen   Submarginalpunkten  und  den  Fransen  gelb.     Hflgl  oben 

mit  einem  Punkte  an  der  Wurzel,  einer  unregelmäßigen  Mittelbinde,  drei  Submarginalpunkten  und  den  Fransen 

gelb.    Körper  schwarz.    Xubien. 

Schließlich  mag  hier  eine  von  Fr.  Walker  im  Jahre  1870  aus  Hör  Tamanib  in  Xubien  am  Roten  Meer 
■plMyle.  beschriebene  Art,  C.  phidyle,  er\\ähnt  werden,  welche  bisher  nicht  gedeutet  \\urde  und  wahrscheinlich  nicht 
zu  Cyclopides  gehört.  Die  Beschreibung  lautet:  Rostbraun:  Kopf  vorne  inid  Leib  unten  gelblich;  Fransen 
grau,  an  ihrer  A\'\uzel  braun;  Vflgl:  eine  dunklere,  unregelmäßige  Binde,  welche  nach  außen  gerundet  und 
gedrungen  ist  und  dort  einen  Längsstreifen  entsendet,  welche  mit  einer  kurzen,  vorderen,  am  Vrde  erweiterten 
Binde  vereinigt  ist;  eine  dunklere  Saumbinde;  in  der  Mitte  einige  weiße,  in  drei  Gruppen  geordnete  Glasflecke; 
die  erste  Gruppe  aus  1 — -2  PunJ^ten  näher  an  der  Wurzel  als  die  zweite,  welche  querliegend  ist  und  aus  2 — 3 
Punkten  besteht ;  die  dritte  Gruppe  zwischen  den  beiden  anderen,  aber  weit  mehr  vom  Vrde  entfernt  und  aus 
einem  Fleck  und  einem  Punkt  gebildet.  Hflgl  mit  drei  dunkleren  aus  Flecken  gebildeten  Binden  und  einer 
zusammenhängenden  Saumbinde.  Flügel  unten  gelblich ;  Vflgl  mit  einem  braunen  Fleck  in  der  Mitte  und 
außerhalb  desselben  mit  zwei  unregelmäßigen  Binden,  von  denen  der  erste  breiter  als  der  zweite,  welche  am 
Saume  läuft,  ist.  Hflgl  mit  drei  unregelmäßigen,  von  braunen  Flecken  gebildeten  Binden.  Flügelspannung 
1  inch  5  lin.  (englisch). 


Ausgegehen  27.  11.  1923.  OXYPALPUS.     Von  Dr.   C.   AuRIVILLIXJS.  SS.'J 

4.  Gattung':  Oxypalpiis  Wts. 

Die  Rippe  2  der  Vflgl  aus  der  Mitte  der  Zelle.   Die  Rippe  3  und  4  der  Hflgl  aus  demselben  Punkte  oder 
beim  ^  oft  kurz  gestielt. 

Uebersicht  der  Arten. 

A.  Hflgl  unten  ohne  helle  Längsstreifen  zwischen  den  Rippen. 

a.  Hflgl  unten  ohne  schwarze  Punkte  oder   Querreihe  dunkler  Ringe. 

*.  Hflgl  unten  einfarbig  hell  braungelb,  höchstens  mit  sehr  feiner,  schwarzer  Saumlinie  und  dunldem 
Längsstreifen  im  Felde   1  c ;  oben  zum  größten  Teil  orangegelb.  0.  igniius. 

**.  Hflgl  unten  in  der  Mitte  und  am  Irde  dunkel  braunrot,  an  der  Wurzel,  am  Vrde,  am  Saume  und 
in  1  c  schwarz,  oben  schwarz  mit  zwei  feinen  rötlichen  Längsstrahlen  von  der  Wurzel.  0.  niger. 

p.  Hflgl  unten  mit  mehreren  schwarzen  oder  braunen  Punkten,  mit  dunklen  Ringen  oder  mit  dunkleren 
Quer  binden. 

*.  Die  Diskal-  und  Submarginalf lecke  der  Hflgl-Unterseite  von  der  Farbe  des  Grundes,  aber  schwarz 
geringt  und  dadurch  scharf  hervortretend.  Vflgl  oben  ohne  Diskalflecke  in  4  und  5  und  ohne  gelben 
Streifen  an  der  Wurzel  des  Vrdes,  in  der  Mittelzelle  mit  zwei  kleinen  Flecken.  0.  annulifer. 

**.  Hflgl  unten  ohne  Ringflecke. 

1.  Hflgl  unten  heller  oder  dunkler  braungelb  mit  mehreren  braunen  oder  schwärzlichen  Punkten 
und  einem  dreieckigen  schwarzen  Saumfleck  in  Ib.  Von  den  dunklen  Punkten  steht  einer  an 
der  Wirrzel  des  Feldes  7,  4  in  einer  Reihe  quer  über  die  Spitze  der  Mittelzelle  (2  in  1  c,  1 — 2  in 
der  Zelle  und  1  in  7)  und  die  übrigen  in    einer    submarginalen    Doppelreihe,    je    2    in    1  c — ^6. 

O.  biseriata. 

2.  Hflgl  unten  mit   zwei  dunkleren,   undeutlichen    Querbinden.  0.  numa. 

B.  Hflgl  unten  mit  mehreren  weißlichen  Längsstreifen  zwischen  den  hellgelblichen  Rippen.       0.  harona. 

0.  ignitus  ist  eine  veränderliche  Art,  deren  Formen  jedoch  ohne  scharfe  Grenze  ineinander  überzu- 
gehen scheinen.  Beim  ^  findet  sich  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  ap  der  Wurzel  der  Rippen  2 — ^4  ein  kleiner 
Mehlfleck,  welcher  mehr  oder  weniger  von  einem  gelben  Haarpinsel  der  Mittelzelle  bedeckt  ist.  Vflgl  oben  am 
Vrde  von  der  Mitte  ab,  an  der  Spitze  und  am  Saume  breit  schwarz,  außerdem  mit  schwarzen  Streifen  in  der 
Mittelzelle,  einem  kegelförmigen  schwarzen  Fleck  in  4  und  5  hinter  der  Zellspitze  und  mehr  oder  weniger 
ausgebildeten  schwarzen  Längsstrahlen  in  1  a  und  1  b,  welche  von  der  Saumbinde  ausgehen.  Beim  $  sind  die 
gelben  Zeichnungen  der  Vflgl  stark  reduziert  und  bilden  nur  eine  schmale  unregelmäßige  Diskalbinde  in  1  b^ — 8 
und  einen  damit  zusammenhängenden  Längsstreifen  am  Vrde  bis  zur  Wurzel,  ignitus  Mab.  {^  =  pyrosa  ignUus. 
Plöiz;  $  =  gisgon  Mab.)  (77  e).  Mehlfleck  der  Hflgloberseite  von  der  Farbe  des  Grundes,  nicht  verdunkelt. 
Vflgl  oben  mit  kräftig  entwickelten  schwarzen  Zeichnungen,  unten  aber  ohne  schwarzen  Mehlfleck  hinter  der 
Mitte  der  Rippe  1,  nur  an  der  Wurzel  und  am  Hrde  in  1  a  über  die  Mitte  hinaus  schmal  schwarz.  Sierra-Leone 
bis  Ogowe.  —  woilastoni  Heron.  ^.  Älehlfleck  der  Hflgl-Oberseite  durch  eingemischte  schwarze  Schuppen  troUastonl. 
mehr  oder  weniger  verdunkelt.  Vflgl  oben  mit  etwas  verkleinerten  schwarzen  Zeichnungen,  unten  wenigstens 
mit  Andeutung  eines  schwarzen  Fleckes  hinter  der  Mitte  der  Rippe  1.  Kamerun.  Ruwenzori.  — •  fulvus  Lathy  fidrus. 
(77  f).  cj.  Hflgl  oben  mit  deutlichem  schwarzen  Mehlfleck.  Die  schwarzen  Zeichnungen  der  Vflgl-Oberseite  noch 
mehr  verkleinert.  Vflgl  unten  hinter  der  Mitte  der  Rippe  1  mit  einem  länglichen  schwarzen  Fleck.  Nigeria.  Itmi. 

0.  niger  H.  Drc.  (77  e).    Vflgl  oben  einfarbig  braunschwarz,  unten  mit  braunroten  Flecken  wie  aus  niger. 
der  Abbildung  hervorgeht.    Congo-Gebiet  am  Kassai-Fluß. 

0.  annulifer  HoU.  (77  d).      Die    Abbildung    macht    eine    nähere   Beschreibung   überflüssig.      Gabun:  anmiUfer. 
Ogowe-Tal. 

0.  biseriafus  Mab.  (=  zimbazo  Tr.,  icteviana  Slrd.)  (11  i).   Die  ausgezeichnete  Beschreibung  Mabilles  biscriaius. 
beweist,  daß  seine  auch  von  ihm  selbst  später  nicht  genau  untersuchte  Pamphila  biseriata  (sie  wird  in  Genera 
Ins.  zu  Pardakodes  gestellt)  ganz  sicher  mit  zimbazo  Trim.  identisch  i.st.    Bisher  wurde  P.  icteria  Mab.  mit 
dieser  Art  vereinigt,  Strand  hat  aber  darin  recht,   daß  die  Beschreibung  von  icteria  nicht  auf  zimbazo  paßt. 
Die  Art  ist  durch  die  Abbildung  und  die  Uebersicht  leicht  zu  bestimmen. 

0.  numa  Drc.  wurde  als    eine  Parosmodes  beschrieben,    aber  init  icteria  Mab.  (vermutlich  biseriaius)  nimm. 
verglichen.   Da  ich  die  Art  nicht  imtersuchen  konnte,  muß  ich  ihre  generische  Stellung  als  unsicher  betrachten. 
Nach  der  Beschreibung  ist  der  Körper  oben  schwarz,  unten  wie  auch  die  Beine  graubraun.   Vflgl  schwarz:  ein 
gelbbrauner  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  und  ein  anderer  mehr  saumwärts  am  Vrde;  von  diesem  Fleck  geht 

XIII  70 


554  TEIXORHIXUS;  PROSOPALPUS;  ACLEROS.    Von  Dr.  C.  AuRmLLirs. 

eine  Reihe  von  kleineren  Flecken  bis  zum  Hrde.  Hflgl  schwarz  mit  einem  kleinen  gelbbrainien  Fleck  an  der 
Spitze  der  Mittelzelle  und  dann  mit  einer  breiten  gelbbraunen  Querbinde  vom  Anahvinkel  fast  bis  zum  „Irde" 
(sie!;  wohl  Vrde?).  Fransen  gelb.  Vflgl  unten  fast  wie  oben,  aber  mehr  braun.  Hflgl  iinten  rotbraun  mit  zwei 
xnideutlichen  mehr  rötlichen  Querbinden  zwi.schen  dem  Vrde  und  Irde;  Flügelfläche  leicht  mit  kleinen  rötlichen 
Flecken  besprenkelt.    $  dem  q  .sehr  ähnlich,  nur  mehr  schwärzlich.    Üst-Afril^a ;  Daressalaam. 

harona.  0.  harona   Westiv.  {=  merops   Weym.)    ist   durch  die  Unterseite  der  Hflgl  von  allen  übrigen  Alten 

verschieden.  Bei  der  Hauptforra  sind  die  gelben  Zeichnungen  der  Oberseite  sehr  aiisgedehnt.  Vflgl  oben  an 
der  Wurzel  nur  bis  zur  Rippe  2,  am  Hi'de  in  1  a,  am  Saimie  in  einer  Breite  von  etwa  2  mm  inid  am  Vrde  .sehr 
schmal  schwarz;  außerdem  mit  einem  schwarzen  Längsstrich  in  der  Mittelzelle  und  einem  davon  getrennten, 
kegelförmigen  schwarzen  Fleck  in  4  imcl  5.  Hflgl  oben  nur  an  den  Rändern  schwarz.  Matabele-Land;  Rho- 
ruso.  desia;  Ost-Afrika.  —  niSO  Mah.  (11  e)  weicht,  wie  die  Figur  zeigt,  nur  dadurch  ab,  daß  die  schwarze  Färbung 
der  Oberseite  viel  mehr  ausgedehnt  ist.  Fliegt  in  denselben  CTCgenden  wie  die  Hauptform  inid  dürfte  eine  Zeit- 
form derselben  sein. 


5.  Gattuiiff:  Toinorliiuiis   117 


s. 

Weicht  von  Oxypalpus  nur  dadurch  ab,  daß  die  Spitze  der  Vflgl  mehr  abgerundet  ist  und  daß  dem  ^ 
der  Mehlfleck  der  Hflgl  fehlt. 

waisom.  T.  watsoni  Holl.  (77  f)  ist  durch  die  Abbiklung  genügend  charakterisiert.    Gabun.    Hewitsox  ver- 

wechselte in  seiner  Sammlung  diese  Art  mit  Dalla  diras'pes  aus  Rio-Janeiro. 

6.  Gattung:  Prosopalpiis  Holl. 

Die.se  Gattung  umfaßt  nur  zwei  kleine  schwarze  Arten,  die  ich  leider  nicht  untersuchen  konnte.  Das 
zweite  Palpenglied  ist  sehr  lang  vorgestreckt,  und  mit  seiner  halben  Länge  die  Stirn  überragend  und  das  dritte 
Glied  auch  lang,  vorgestreckt,  zugespitzt  und  fast  nackt.  Rippe  5  der  Hflgl  deutlich,  die  Rippen  1  a  und 
1  b  gebogen. 

duplex.  P.  duplex  Mab.  {11  i).    Flügel  oben  scliMarz,  unten  vor  dem  Saume  mit  einer  oder  zwei  Querreihen 

grauer  Punkte.    Sierra-Leone. 

debilis.  P.  debilis  Plötz  (77  i).     ,,  Seh  warzbraun,  oben  ganz  einfach,  unten  haben  alle  Flügel  einen  tiüb  lila 

Mittelpunkt  und  nahe  dahinter  eine  solche,  schmale,  gebogene- von  den  dunkeln  Rippen  durchschnittene  Quer- 
binde, auch  eine  gleichfarbige  feine  Saumlinie;  die  vorderen  noch  unter  der  Spitze,  vor  dem  Saum  5  Punkte. 
Die  Fühler  sind  ^/j  so  lang  wie  die  Vflgl."'   Vflgllänge  12  mm.   Kamerun.   Nach  Plötz  Originalfigur  abgebildet. 

7.  Gattung::  Acleros  Mab. 

Kleine,  nahe  verwandte  und  unsicher  begrenzte  Arten,  welche  fast  immer  an  dem  langen,  dünnen  und 
spitzigen  Endglied  der  Palpen  (nur  bei  placidus  ist  dieses  Endglied  kürzer  und  dicker,  mehr  kegelförmig),  dem 
an  oder  vor  der  Sj)itze  weißen  Hlb  und  den  weißen  Fransen  der  Hflgl  erkannt  werden  können.  Bei  den  (J(J 
sind  die  Vflgl  oben  einfarbig  schwarz  oder  haben  höchstens  Spuren  grauer  Flecke,  bei  den  $$  dagegen  treten 
gewöhnlich  2 — -3  weiße  oder  weißliche  Diskalflecke  in  1  b,  2  (und  3),  selten  auch  zwei  Punkte  in  der  Mittelzelle 
auf.  Die  Unterseite  der  Hflgl  hat  eine  eigentümliche,  verwickelte,  aus  Strichelchen  imd  unscharfen  Schuppen- 
flecken auf  hellerem  Grunde  bestehende  Zeichnung. 

L^  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Vflgl  unten  am  Hrde  dunkel  gefärbt,  schiefergrau  oder  schwärzlich,  höchi-tens  n  it  einem  weißen  Saum- 
fleck am  Hinterwinke]. 

a.  Vflgl  unten  mit  weißem  Saumfleck  in  1  a  und  1  b  und  vor  diesem  mit  weißlicher,  dunkel  gestrichelter 
Saumbinde  bis  zur  Rippe  6  oder  7.  Hflgl  unten  weiß  mit  schwarzen  Strichelchen,  welche  am  Vrde  und 
in  der  Mitte  vom  Irde  bis  zur  Rippe  4  dichter  stehen.  A.  sparsus. 

ß.  Vflgl  unten  ohne  weißen  Saumfleck  am  Hinterwinkel. 

*.  Hflgl  unten  ohne  breite  dunkle  Saum.binde  oder  nur  mit  dunkleren  Flecken. 

1.  Kleinere  Art;  Flügelspannung  etwa  23  mm.    Hflgl  oben  am  Saume  in  1  b — 2  breit  (etwa  2  mm) 
weiß.  A.  leucopygus. 


ACLEROS.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  555 

2.  Beim  $  {(^  unbekannt)  sind  die  Hflgl  unten  fast  eintönig  graubraun  mit  weißem  Mittelfleck  und 
■weißlichen,  dunkel  gekernten  Saumflecken  zwischen  den  Rippen  in  1  b — 3.  A.  kasai. 

**.  Hflgl  unten  mit  breiter,  dunkler,  nach  innen  oft  etwas  bauchiger  Saumbinde,  welche  die  Wurzel 
der  Rippen  3  und  4  erreicht  und  gegen  die  weißliche  Mittelbinde  recht  scharf  begrenzt  ist;  an  der 
Mitte  des  Saumes  ist  sie  zwischen  den  Rippen  2  und  6  mehr  oder  weniger  durch  graue  Schuppen 
erhellt.  A.  macheni. 

B.  Vflgl  unten  am  Hrde  breit  weiß  oder  weißlich  aufgehellt. 

a.  Hflgl  unten  in  der  Saumhälfte  mit  breiter,  dunkler,  nach  innen  oft  konvexer  und  am  Saume  in  der  Mitte 
aufgehellter  Saumbinde. 

*.  Vflgl  ohne  Subapicalpunlcte  in  6—8.  A.  plötzi. 

A.  instabilis. 

**.  Vflgl  mit  weißen  Subapicalpunkten  in  6 — 8.  A.  olaus. 

ß.  Hflgl  unten  ohne  dunklere  Saumbinde,  fast  überall  gleichförmig  gezeichnet. 

*.  Hflgl  unten  weiß  mit  dunlvlen  Strichelchen  und   Querlinien.  A.  substrigattis. 

**.  Hflgl  unten  schwarzgrau,  dicht  mit  graubläulichen  Schuppenflecken  fast  gleichförmig  bestreut. 
Endglied  der  Palpen  kurz,  kegelförmig.  A.  placidtis. 

A.  sparsus  H.  Drc.  (77  b).    Hflgl  oben  am  Saume  schmal  weiß.    $  unbekannt.    Kamerun.  sparsus. 

A.  leucopygus  Mab.  ( ?  =  minusculus  Bbl.).  Wurde  aus  Madagaskar  beschrieben,  soll  aber  nach  Ham.  leucopygus. 
Drttce  auch  auf  dem  Festlande  Afrikas  vorkommen  und  dürfte  dieselbe  Art  wie  minuscidus  Rbl.  sein.  Rebel 
sagt  von  seiner  Art  folgendes:  ,, Steht  der  vorigen  Art  (inackeni)  nahe,  ist  jedoch  viel  kleiner  und  zeigt  auf  den 
Hflgln  längs  des  Saumes  vor  und  im  Afterwinkel  von  den  weißen  Fransen  ausgehende  weiße  Flecke  in  der  Flügel- 
fläche. Unterseits  sind  die  Flügel  heller  als  bei  inackeni,  namentlich  entbehren  die  bläulich  weißen,  braun  ge- 
sprenkelten Hflgl  vollständig  der  bindenartigen  Verdunkelung  vor  dem  Saume.    Vflgllänge  11  mm." 

A.  kasai  H.  Drc.    Flügel  oben  schwarzbraun.   Vflgl  mit  zwei  weißen  Punkten  in  der  Spitze  der  Mittel-  kasal. 
Zelle,  weißen  Diskalflecken  in  2  und  3  und  weißen  Subapicalpunkten  in  6 — 8.    Hflgl  auch  oben  mit  weißem 
Mittelfleck.    Vflgl  unten  fast  wie  oben  mit  großem  gespaltenem,  weißem  Diskalfleck  in  Ib.    Congo- Gebiet : 
Kassai.  —  dualensis  Strd.  weicht  nur  dacku-ch  ab,  daß  der  helle  Mittelfleck  der  Hflgl-Oberscite  fehlt  und  die  dualensis. 
Vflgl  nur  einen  Subapicalpunkt  (in  6)  haben.    Kamerun :  Duala. 

A.  mackeni  Trim.  (11  a).    Vflgl  beim  (J  oben  ohne  deutliche  Diskalflecke,  beim   $  gewöhnlich  mit  mackcni. 
weißlichen  Diskalflecken  in  1  b  und  2.    Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  mit  weißen  Fransen  oder  hinter  der  Mitte 
am  Saume  schmal  weiß.  Natal  bis  Angola  und  Kilimandjaro.  —  nyassicola  Strd.  soll  durch  gelbliche  Diskalflecke  nyassicola. 
der  Vflgl  und  mit  ockerbräunlichen  Schuppen  dicht  bestäubtes  Wurzelfeld  der  Hflgl-Unterseite  abweichen. 
Nyassa-Land.  —  aurifrons  Strd.   ?.    Vflgl   oben  mit  drei  unter  sich  verbundenen  oder  mrr  durch  die  Rippen  anrifrons. 
getrennten  Diskalflecken  (in  1  b — ^3)  und  mit  drei  kleinen  Subapicalpunkten  in  6^ — 8.    Beim  ^  haben  die  Vflgl 
nur  2  undeutliche  Diskalflecke  und  keine  Subapicalpunkte.    Nyassa-Land. 

A.  plötzi  3Iab.  (77  a)  ist  an  der  scharf  gezeichneten  Unterseite  leicht  kenntlich.    Beim   $  haben  die  j^Iötzi. 
Vflgl  einen  weißen  Punkt  in  der  Mittelzelle  und  je  einen  Diskalfleck  in  1  b  und  2.    Goldküste  bis  Congo. 

A.  instabilis  Mab.  (77  b)  ist  mit  plötzi  nahe  verwandt,  ist  aber  etwas  größer  und  hat  wie  die  Figur  inslabilh. 
zeigt,  eine  viel  hellere  Unterseite.    Ost-Afrika. 

A.  olaus  Plötz  (77  b)  weicht  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  erwähnten  Kennzeichen  von  ^^Zö/zi  ab.  olaus. 
West -Afrika  vom  Togo-Land  bis  Loango. 

A.  substrigatus  HoU.  (77  a).    Kamerun  und  Gabun.  subsirigaius. 

A.  biguttaius  Mab.  ist  mir  unbekannt.    ,,(J.    Schwarz  oben  ohne  Flecke;  Fransen  der  Vflgl  weißgrau,  bigullaUis. 
der  Hflgl  weiß,  Flügel  unten  graubläulich.  Vflgl  am  Hrde  mit  großem  weißem,  dreieckigem  Felde.  Die  Hflgl  sind 
mit  weißen  Schuppen  bestreut  und  haben  zwei  feine,  weiße  Längs.strahlen  am  Irde.  —  $  dem  cJ  ähnlich,  aber 
auf  der  Oberseite  der  Vflgl  mit  zwei  kleinen  weißen  Flecken  in  1  b  und  2.    Hflgl  am  Saume  weiß ;  die  weiße 
Farbe  ist  zweimal  erweitert  in  1  b  und  3."   Flügelspannung  des  cJ  17  mm.    Sierra-Leone. 

A.  placidus  Plötz  (77  a)  weicht,  wenn  ich  ihn  richtig  gedeutet  habe,  von  allen  anderen  Arten  durch  placidus. 
das  kurze  Endglied  der  Palpen  ab  und  sollte  vielleicht  als  Typus  einer  besonderen  Gattung  betrachtet  werden . 
Die  Hflgl  sind  bald  ganz  schwarz,  bald  am  Saume  schmal  und  unregelmäßig  weiß.  Beim  $  haben  die  Vflgl 
zwei  weiße  Punkte  in  der  Mittelzelle  und  kleine  weiße  Diskalflecke  in  1  b  ur^d  2.  Goldküste  bis  Kamerun.  — 
displacidus  Ml.  soll  von  placidus  nur  ,, durch  das  Hineinragen  der  weißen  Fransenfärbung  in  die  Fläche  der  displacidus. 
Hflgl"  abweichen.  Es  kommen  indessen  Zwischenstufen  zwischen  dieser  Form  und  der  Form  mit  ganz  schwarzen 
Hflglia  vor,    Zentral-Afrika,  im  L'rwald. 


556  HYPOLEUCIS;  GORGYRA.    Von  Dr.  C.  AuRmLLii-s. 

8.  Gattung:  U^ipoleuois  3Iab. 

Fühler  mit  langer  umgebogener  Spitze,  welche  mehr  als  doppelt  so  lang  m  ie  der  Durchmesser  der  Kolbe 
ist.  Palpen  dicht,  fast  glatt  beschuppt;  Endglied  kurz  knopfförmig.  Rippe  5  der  Vflgl  viel  näher  an  4  als  an  6, 
Rippe  2  fast  aus  der  Mitte  der  Zelle.    Rippe  5  der  Hflgl  schwach  entwickelt. 

Vflgl  mit  zwei  Glastlecken  in  der  ilittelzelle  und  8  Diskalf lecken,  von  denen  die  in  1  b — 5  in  einer  fast 
geraden,  gegen  die  Flügelspitze  gerichtete  Linie  und  die  Subapicalpunkte  in  6 — 8  mehr  wurzelwärts  stehen. 
Nur  zwei  Arten. 

iripunctaia.  H.  tripunctata  Mab.  (=  titanota   Karsch.)  (11  c).    Hflgl  oben  nur  mit    3 — 4  kleinen  weißen  Diskal- 

flecken  (in  2 — 5)  und  am  Anahvinkel  weißlich  aufgehellt;  Fransen  vom  Analwinkel  bis  zm-  Rippe  6  schneeweiß; 
unten  rein  weiß  mit  schwarzen  dreieckigen  Saumflecken  in  1  b — 5  und  breiter  schwarzer  Vrdsbinde,  welche 
die  Rippe  6  fast  erreicht  und  oft  2 — 3  weiße  Punkte  einschließt.   Togo-Land  bis  Gabun. 

ophiusa.  H.  ophiusa  Heic.  (77  d).    Vflgl  auf  beiden  Seiten  fast  wie  bei  H.  tripunctata.    Hflgl  oben  mit  einer  fast 

geraden  Querreihe  von  6  weißen  Diskalflecken  (in  1  b — 5)  nicht  aber  am  Anahvinkel  aufgehellt ;  unten  mit 
denselben  scharf  begrenzten  Diskalflecken  und  auch  mit  solchen  in  6  und  7;  die  Flügelfläche  innerhalb  der 
Diskalflecken  fast  ganz  mit  weißen  Schuppen  bekleidet,  Vrd  und  Saum  außerhalb  der  Diskalflecken  dagegen 
ganz  oder  zum  großen  Teil  schwarzbraun. 

9.  Gattung-:  CÄorgjra  Holl. 

Die  Gattung  ist  durch  das  dicke  und  verhältnismäßig  lange,  vorgestreckte  Endglied  der  Palpen  ausge- 
zeichnet. Die  Rippe  5  der  Vflgl  deutlich  näher  an  4  als  an  6.  —  Als  Eigentümlichkeiten  in  der  Zeichnung  ist 
hervorzuheben,  daß  die  Vflgl  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  zwei  Glasflecke  haben,  welche  mit  dem  Glasfleck  in  2 
in  einer  geraden  Querlinie  stehen.  Die  Hflgl  haben  oben  fast  immer  einen  Glasfleck  in  der  I\Iittelzelle  und  je 
einen  in  2  und  3,  unten  sind  diese  Glasflecke  schwarz  geringt  \md  die  übrigen  Diskalflecke  ganz  schwarz  oder 
hell  gekernt. 

Uebersicht  der  Arten. 

A.  Vflgl  oben  mit  zwei  kleinen  Glasflecken  oder  Glaspunkten  in  der  Spitze  der  Mittclzellc  gerade  übereinander, 
a.  Hflgl  oben  mit  Glasflecken  in  2  imd  3  und  auch  mit  einem  Glasfleck  in  der  !Mittelzelle.   Vflgl  mit  weißen 
Subapicalpunkten  in  6^ — 8. 

*.  Vflgl  auch  im  Felde  4  mit  deutlichem  Glasfleck.    Hflgl  unten  mit  dunkelgrauer  Grimdfarbe  und 
schwärzlichen  Diskal-   und   Submarginalflecken.  G.  afikpo. 

**.  Vflgl  ohne  Glasflcck  im  Felde  4. 

§.  Fransen  der  Hflgl  ganzrandig,  ungefleckt.   Hlb  oben  an  der  Spitze  weiß.   Hflgl  unten  mit  dunkler 

Grimdfarbe.  G.  aburae. 

§§.  Fransen  der  Hflgl  schwarz  und  weiß  gescheckt.    Hlb  oben  bi.s  zur  Spitze  dunkel.    Hflgl  unten 
mit  gelblicher   Grundfaibe. 

1.  Hflgl  unten  fast  überall  mit  gi  unlieb  gelber  oder  graugelblicher  Grundfarbe  nur  am  Anal- 
winkel mehr  verdunkelt.  G.  mocquerysi. 

2.  Hflgl  an  der  Wurzel,  am  Vrde  und  am  Irde  breit  hellgelb  und  fast  ungcfleckt  (mit  Ausnahme 
eines  dunlilen  Flecks  an  der  Mitte  des  Vrdes),  dazwischen  graubraun  mit  diuiklen  Flecken. 

G.  aretina. 
ß.  Hflgl  oben  ohne  Glasflecke  in  2  und  3. 

*.  Hflgl  oben  mit  Ideinem  Glasfleck  in  der  Jlittelzelle,  unten  zum  Teil  gelb  oder  rostgelb. 

G.  snbfacata. 
G.  vosseleri. 

**.  Hflgl  oben  ohne  weißen  Fleck  in  der  Mittelzelle  oder  mit  sehr  undeutlichem  solchen  Fleck,  unten 
mit  dunkler,  nie  gelblicher  Grundfarbe. 

§.  Kleinere  Arten  mit  einer  Flügelspannung  von  etwa  20 — 25  mm.   Hflgl  unten  ohne  weiße  Zeich- 
nungen. G.  johnstoni. 

G.  minima. 

§§.  Größere  Art,  etwa  30  mm.     Hflgl    auf  beiden  Seiten  mit  unregelmäßiger  weißer  Saumbinde 

G.  indusiata. 


OEDALONEURA;  GASTROCHAETA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  557 

B.  Vflgl  oben  in  der  Mittelzelle  nur  mit  einem  kleinen  Glasfleck  am  Hinterwinkel.  Hflgl  oben  ohne  Fleck  in 
der  Mittelzelle  aber  mit  zwei  dreieckigen  Glasflecken  (in  2  und  3),  unten  mit  strohgelber  Grimdfarbe.  Vflgl 
nur  in  1  b,  2,  3  und  6  mit  kleinen  hellen  Diskalf lecken.  G.  suhflavida. 

G.  afikpo  H.-Drc.  (11  d)  ist  etwas  größer  als  die  übrigen  Arten  und  weicht  von  allen  durch  den  Diskal-  ajikpo. 
fleck  im  Felde  4  der  Vflgl  ab.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  geht  aus  der  Abbildung  hervor.  Kamerun  und  Gabun. 

G.  aburae  Plötz  (11  h,  79  c).     Die  Flecke  in  der  Mittelzelle  und  die  Diskalflecke  2  und  1  b  der  Vflgl-  abwae. 
Oberseite  stehen  bei  dieser  Art  in  gerader  Linie.  Goldküste  bis  Gabun.  —  diversata  Holl.  weicht  nur  durch  hellere  diversaia. 
Unterseite  von  der  tj^ischen  Form  ab.    Ogowe-Tal. 

G.  mocquerysi  Holl  (11  c).    Der  Diskalfleck  1  b  der  Vflgl  steht  viel  mehr  wuizelwäits  als  der  Diskal-  mocqucrysi. 
fleck  2.    Hflgl  unten  mit  kleinen  schwarzen  Saumflecken  und  drei  schwarzen  Punkten  im  Felde  7.   Französisch 
Congo. 

G.  aretina  Hew.  (=  dolus  Plöiz)  (77  c)  ist  am  leichtesten  an  der  Unterseite  der  Hflgl  kenntlich.   Togo-  areiina. 
Land  bis  Gabun. 

G.  subfacata  Mab.  (11  b).  Auch  die.se  Art  weicht  durch  die  Zeichnung  der  Unterseite  von  den  übrigen  ■■iuhfacaia. 
Arten  ab.   Die  Spitze  des  Hlbs  ist  nicht  weiß  wie  in  Hollands  Figur  unrichtig  angegeben  ist. 

G.  vosseleri  Grünb.  (11  e)  ist  mir  unbekannt,  dürfte  aber  nach  der  hier  gelieferten  Abbildung  der  Unter-  vosselcri. 
Seite  bestimmt  werden  können.    (J.    Vflgl  oben  nur  mit  drei  Glasflecken,  2  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  und 
einem  im  Felde  3.    Das  $  hat  außerdem  dort  einen  Diskalfleck  in  1  b  und  2 — 3  Subapicalpünktchen  in  6 — ^9. 
Ost-Afrika  bei  Amani. 

G.  johnstoni  Btlr.  (11  h).    Vflgl  oben  mit  6  kleinen  Glaspunkten,  2  in  der  Mittelzelle  und  je  einem  in  johnsioni. 
2,  3,  6  und  7,  unten  außerdem  mit  einem  feinen  weißen  Längsstrich  am  Vrde  der  Mittelzelle  und  einem  Diskal- 
fleck in  1  b.   Hflgl  oben  ohne  Flecke,  unten  dunkel  gefärbt  mit  dunkelbrauner  Binde  und  violettgrauem  Längs- 
streifen an  der  Rippe  1  b.    Britisch  Zentral-Afrika  und  Gabun. 

G.  minima  Holl.  (11  c)  ist  der  vorigen  Art  äußerst  ähnlich,  i.st  aber  noch  etwas  kleiner  und  hat  eine  minima. 
etwas  verschiedene  Unterseite  mit  gerundeten  dunklen  Submarginalflecken  beider  Flügel  und  ohne  weißen 
Längsstrich  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl.    Französisch  Congo. 

G.  indusiata  Mab.  weicht  von  den  übrigen  Arten  recht  erheblich  ab.  Vflgl  oben  schwarz  mit  7  kleinen  induaiata. 
Glaspunkten,  2  in  der  Mittelzelle,  einem  etwas  größeren  in  2  gerade  hinter  denjenigen  der  Zelle  und  je  einem 
in  (1  b)  3,  6,  7,  8,  welche  auch  fast  in  einer  Querlinie  stehen,  unten  etwas  heller,  am  Vrde  gelblich,  vor  der  Spitze 
grau  aufgehellt  und  in  1  b  mit  großem,  weißlichem  Wischfleck;  Fransen  grau.  Hflgl  oben  schwarz  ohne  Glasflecke 
aber  mit  weißer  etwa  2  mm  breiter,  nach  innen  gezackter  Saurabinde  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Rippe  6; 
Fransen  lang  und  weiß.    Kamerun. 

G.  subflavida  Holl.  (11  b)  ist  nach  der  Uebersicht  und  der  Abbildung  leicht  zu  bestimmen.   Ost-Afrika:  suhjUnida. 
Usagara. 

10.  Gattung-:  Occlaloiieiira  Mab. 

Weicht  von  Gorgyra  nur  dadurch  ab,  daß  die  Rippe  2  der  Vflgl  und  der  angrenzende  Teil  der  Mediana 
zu  zwei  einander  anliegenden,  glänzend  weißen  Blasen  erweitert  sind.  Palpen  wagerecht  vorgestreckt.  Die  ein- 
zige Art  liegt  mir  nicht  vor.  Die  eigentümliche  Verdickung  der  Rippe  2  und  der  Mediana  der  Vflgl  kommt 
wahrscheinlich  nur  beim  (J  vor. 

Oe.  heterochrus  Mab.  stimmt  in  Größe,  Flügelform  und  Fleckenzeichnung  beider  Flügel  mit  Gorgyra  hckrochrus. 
aburae  (11  b)  genau  überein  und  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  die  Hflgl  auf  beiden  Seiten  am  Irde  breit  weißlich 
aufgehellt  sind;  Hflgl  sonst  unten  mit  gelblicher  Grundfarbe,  ebenso  die  Vflgl  unten  am  Vrde  und  an  der  Spitze. 
Von  den  angeschwollenen  Vflglrippen  ist  an  Mabilles  Figuren  gar  nichts  zu  entdecken.   Ob  $$?   West-Afrika. 

11.  Gattung:  Oastrochaeta  Holl. 

Mit  Gorgyra  nahe  verwandt  und  nur  durch  die  etwas  kürzere  Spitze  der  Fühlerkolbe,  das  kurze  auf- 
gerichtete Endglied  der  Palpen  und  in  der  Zeichnung  durch  den  mehr  saumwärts  gerückten  Glasfleck  2  der 
Vflgl  abweichend.  Die  Glasflecke  sind  sonst  dieselben  wie  bei  G.  aburae  (11  b). 

Uebersicht  der  Arten. 

A.  Vflgl  mit  kleinem  Glasfle«k  im  Felde  4,  welcher  mit  den  Glaspunkten  in  6 — 8  in  einer  Linie  steht.    Hflgl 
oben  mit  Glasfleck  in  der  Mittelzelle  und  zwei  bis  drei  undurchsichtigen  weißlichen  Diskalflecken  in  2 — 4. 

G.  meza. 


558  GASTROCHAETA,    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

B.  Vflgl  ohne  i)i.skalflcck  im  Felde  4.  Hflgl  oben  mit  drei  Glasflecken,  einem  in  der  Mittelzelle  und  je  eiiieni 
in  2  und  3. 

a.  Hflgl  unten  gelblich  mit   dunkler  Saumbinde.  G.  mabillei. 

ß.  Hflgl  unten  schwarzgrau  und  auf  beiden  Seiten  mit  Glasflecken  auch  in  2  und  3.  G.  cyieutes. 

vicza.  G,  meza  Hew.  {=  batea  Plötz,  bubovi  Karsch).   Die  Subapicalpunkte  der  Vflgl  sind  alle  klein  punkt- 

förmig und  stehen  in  gerader  Linie.  Hflgl  unten  dunkelbraun  mit  z^^ei  noch  etwas  dunkleren  Queibinden, 
einer  an  der  Wurzel,  sehr  breit,  und  einer  hinter  der  Älitte;  die  Diskalf lecke  der  Oberseite  in  2 — 4  sind  hier  gelb- 
braun und  ^^cnig  deutlich,  in  der  Mitte  und  am  Saume  ist  die  Grundfarbe  mehr  oder  weniger  mit  violettgrauen 
Schuppen  bestreut.    Togo-Land  bis  Angola. 

mabillei.  G.  mabiUet /^oZ/.  (77d)  Ist  oben  der  folgenden  Art  sehr  ähnlich,  weicht  aber  durch  die  helle  Grundfarbe 

der  Unterseite  der  Hflgl  ab;  dieselbe  hat  zwei  schwarze  Längsstriche  von  der  Wurzel  bis  zum  Glasfleck  der 
Mittelzelle,  einen  schwarzen  Wurzelpunkt  in  7  und  einige  kleine  dunkle  Diskalpunkte,  gewöhnlich  je  einen  in 
1  c,  4,  5,  und  7.     Ogowc-Tal. 

cybcides.  G.  cybeutes  Holl.  (77  d).   Der  Subapicalpunkt  6  der  Vflgl  ist  etwas  größer  und  steht  näher  am  Saume 

als  die  beiden  anderen.  Die  Hflgl  sind  unten  schwarzgiau  und  haben  außer  den  Glasflecken  weiße  Wurzelpunkte 
in  1  c  (und  7),  einige  solche  Diskalflecke  (wenigstens  2)  in  1  c  und  einen  weißlichen  Saumfleck  in  1  b.   Kamerun 

pallida.  und  Französisch  Kongo.  —  pallida  Boll.    Hflgl  luiten  heller  mit  undeutlichen  Zeichnungen. 

Die  Arten  der  folgenden  beiden  Gattungen  sind  mir  nur  durch  die  Beschreibungen  und  Abbildungen  Taekannt.  Sie 
sind  groß  oder  mittelgroß  und  .sehr  kräftig  gebaut  mit  dickem  Körper  und  kommen  nur  auf  ^ladagaskar  vor.  p]ine  aus  Ost- 
Afrika  von  Trimex  beschriebene  Art  gehört  wahr.scheinlich  nicht  hieher.  Früher  wurden  sie  zu  der  nur  aus  Australien  bekannten 
Gattung  Trapezites  gestellt,  worden  aber  von  ^Mabille  in  seiner  Bearbeitung  der  Ilesperiden  in  ..Genera  Insectorum"  auf  die 
beiden  folgenden  neuen  Gattungen  verteilt.  Da  Mabiiles  Gattungen,  wie  in  der  Uebersicht  angegeben  ist,  nm-  dmch  die  Bil- 
dung der  iiintertarsen  des  (J  unterscliieden  werden,  wobei /a.S'^»osi(.s  und  empyreus  zu  Manorina:  caiuculinus  und  carmides  aber 
zu  Malaza  geführt  werden,  ist  es  mir  unmöglich  die  übrigen  Arten,  welche  von  :M.\bili.e  vorläufig  zvi  I'ardoleodes  gesteht  wer- 
den, sowie  die  später  von  Obehthi'r  als  Trapczdes  beschriebenen  auf  Mabilles  Gattungen  zu  verteilen.  Ich  bin  darum  genötigt, 
eine  gemeinsame  l'ebersicht  aller  walirscheinlich  zu  dieser  Abteilung  gehörenden  Arten  zu  liefern  und  ihre  generische  Stellung 
offen  zu  lassen. 

Uebersicht     der     bisher     aus     Madagaskar     als     ,,T  r  a  p  e  z  i  t  c  s"     beschriebenen 

Arten. 

A.  Hflgl  oben  mit  zwei  gelben  Querbinden,  einer  über  die  Spitze  der  Mittelzelle  und  emer  hinter  der  Mitte. 
Vflgl  oben  entweder  ohne  Flecke  oder  nur  mit  drei  kleinen,  ganz  getrennten  Flecken,  einem  (doppelten) 
in  der  Mittclzelle  und  je  einem  in  2  und  3. 

X.  Hflgl  unten  rötlichbraun  oder  violettbraun  ohne  schwarze  Flecke.  —  Malaza  Mab. 

*.  Hflgl  unten  einfarbig  ohne  Flecke.  M.  catocalina. 

**.  Hflgl  unten  in  der  Mitte  mit  einem  großen  gerundeten  Silberfleck.  M.  carmides. 

ß.  Hflgl  unten  lebhaft  rot  mit  schwarzen  Flecken  wenigstens  an  der  Wurzel  und  vor  dem  Saume  und  mit 

schwarzem  Längsstrich  im  Felde  1  b,  außerdem  mit  2 — 4  großen  gelben  oder  weißlichen  Flecken.  — 

Majiorina  31  ab. 

*.  Hflgl  unten  mit  zwei  großen  gelben  nach  innen  und  außen  diu"ch  schwarze  Punkte  begrenzten  Flecken. 

Flügelspannung  etwa  35  mm.   Vflgl  beim  ^  ohne  Flecke,  beim  $  mit  drei  kleinen  gelblichen  Flecken. 

M.  empyrea. 

**.  Hflgl  unten  mit  4  großen  gerundeten  oder  eckigen  silbernen  Flecken,  einem  in  der  Zelle,  einem  in 
4  und  5  an  der  Zellspitze  und  zw  ci  in  1  c,  dem  äußeren  doppelt.  Flügelspannung  etwa  52  mm.  Vflgl 
luigefleckt.  M.  fastuosa. 

B.  Hflgl  oben  nur  mit  einer  gelben  Querbinde  oder  unbezeichnet,  nur  in  der  Mitte  und  an  der  ^^'ulzel  giau 
oder  gelblich  behaart.  Vflgl  oben  mit  gelbem  Diskalf  leck  in  1  b  und  stets  mit  einem  Doppclfleck  in  der 
Mittclzelle  und  Diskalflecke  in  2  und  3,  welche  einander  'berühren  oder  wenigstens  sehr  nahe  stehen. 

a.  Hflgl  unten  ohne  Flecke  oder  nur  mit  undctitlichcn  dunklen  Punkten  oder  Flecken. 

*.  Hflgl  oben  mit  wohl  begrenzter,  aus  deutlichen  Flecken  bestehender,  gelber  oder  gelblicher  Quer- 
binde. 
§.  Hflgl  unten  am  Irde  heller,  weißlich  gefärbt.    Subapicalpunkte  der  Vflgl  fehlen  oder  sind  nur 
durch  einen  vertreten. 

1.  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  gelblich.  T.  (?)  Jioica. 

2.  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  braun  oder  grünlichgrau.  T.  (?)  varians. 
§§.  Hflgl  unten  nicht  heller  am  Irde.   Vflgl  mit  drei  weißlichen  Subapicalpunkten. 


MALAZA;  MANORINA;  TRAPEZITES.    Von  Dr.  C.  Atjrivilliüs.  559 

1.  Hflgl  unten  cam  Irde  verdunkelt.  T.  (?)  malchus. 

2.  Hflgl  unten  überall  mit  gleicher  Grundfarbe. 

a.  Hflgl  unten  mit  einigen  schwarzen  Diskalpunkten.  T.  (?)  paroechns. 

b.  Hflgl  unten  ohne  deutliche  schwarze  Punkte.  T.  (?)  ismael. 

**.  Hflgl  oben  ohne  wirkliche  gelbe  Flecke,  aber  längs  der  Mitte  und  am  Irde  mehr  oder  weniger  mit 
grauen  oder  gelblichen  Haaren  bekleidet. 

1.  Hflgl:  Fransen  gelb;  Unterseite  rotbraun.  T.  .{''■)  giUias. 

2.  Hflgl:  Fransen  hellbraun;  Unterseite  hellgelb  mit  rostbraunen  Zeichnungen.        T.  (1)  chirala. 

p.  Hflgl  unten  auf  braunem  Grunde  mit  großen,  scharf  begrenzten,  weißen  Wurzel-,  Diskal-  und  Saum- 
flecken; die  letzteren  sind  nur  durch  die  braunen  Rippen  getrennt.  T.  (?)  apostrophia. 

12.  Gattung:  Malaza  Mab. 

M.  catocalina  3Iab.  (77  a).   Vflgl  oben  ohne  Flecke  unten  am  Hrde  breit,  bis  zur  Spitze  der  Mittelzelle  caiocalina. 
weiß  aufgehellt.    Madaga.skar. 

M.  carmides  Heir.  (77  a).     Durch   den   großen   weißen   Mittelfleck   der   Hflgl-Unterseite   sehr  au.sge-  carmides. 
zeichnet.    Madagaskar. 

13.  Gattung-:  Iflaiioriiia  3Iah. 

M.  empyrea  Mab.  ist  in  der  Uebersicht  hinreichend  beschrieben.   Madagaskar.  empyrea. 

M.  fastuosa  Mab.  mit  empyrea  nahe  verwandt,  aber  durch  bedeutendere  Größe  und  die  verschiedene  iaii(i(o.-ia. 
Unterseite  der  Hflgl  abweichend.    Madagaskar. 

14.  Gattung:  Trapezites  Hbn. 

Da  ich  die  generische  Stellung  der  folgenden,  offenbar  miteinander  nahe  verwandten  Arten  nicht  unter- 
suchen konnte,  bin  ich  gezwungen,  sie  bis  auf  weiteres  in  der  Gattung,  in  der  sie  von  Holland  untergebracht 
worden  sind,  zu  belassen. 

Bei,  allen  Arten  haben  die  Vflgl  einen  oben  gelben  oder  orangegelben  Diskalfleck  in  1  b  und  4  Glas- 
flecke (2  oft  vereinigte  in  der  Mittelzelle  und  je  einen  in  2  und  3);  diese  4  Flecke  stoßen  gewöhnlich,  besonders 
bei  den  $$,  miteinander  zusammen  oder  sind  nur  schmal  getrennt.  Die  Subapicalpunkte  fehlen  selten  völlig 
und  sind  bei  den  $$  oft  größer  und  länglich, 

T.  (?)  howa  Mab.     Querbinde  der  Hflgl-Oberseite  aus  mehreren  aber  kleinen  gelblichen  Diskalflecken  howa. 
der  Felder  2 — 5  bestehend;  Fransen  der  Hflgl  graulich.    Madagaskar. 

T.  (?)  varians  Oherth.  ist  der  vorigen  Art  ähnlich,  hat  aber  eine  kleinere  fast  nur  aus  einem  Mittelfleck  varianx. 
(in  4  und  5  ?)  bestehende  Querbinde  der  Hflgl-Oberseite  und  eine  braune,  in  den  Feldern  1  a — 1  c  viel  hellere, 
gelbliche  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite.    Madagaskar.  —  pallida  Oberth.  weicht  nur  durch  hellere,  grünlich-  pallida. 
gelbe  Unterseite  der  Hflgl  ab.    Madagaskar. 

T.  (?)  malchus  Mab.  (=  jqisilon  Saahn.).    Vflgl   mit  drei   Subapicalpunkten  (^J)  oder  -Flecken  (9)-  malchiw. 
Hflgl  mit  mäßig  großer,  fast  geteilter,  gelber  Querbinde  der  Oberseite  und  orangegelben  Fransen.   Madagaskar. 

T.  (?)  paroechus  Mab.  (79  f),    Hflgl  oben  mit  ovalem  gelbem  Mittelfleck  (cJ)  oder  mit  langer  gelber  parocchus. 
Querbinde  (9),  welche  gegen  den  Ird  breiter  wird  und  denselben  fast  erreicht.  Hflgl  unten  mit  dunklerer  Schatten- 
querbinde (^)  oder  mit  einigen  schwarzen  Diskalpunkten  ($).    Vflgl  unten  schwarz,  am  Vrde  schmal  und  an 
der  Spitze  sehr  breit  hell  rotgelb.    IMadaga.skar. 

T.  (?)  ismael  Oberth.  ist  nur  im  $  Geschlecht  bekannt  und  scheint   sehr  wenig  vom  9  des  paroechus  ismael. 
Mab.  abzuweichen.    Oberthür  betrachtet  ihn  sogar  als  dieselbe  Art,  welche  Mabille  als  9  von  paroechus  an- 
nahm und  behauptet,  daß  das  wahre  9  von  paroechus  völlig  mit  dem  $  übereinstimmt.    Das  von  Oberthür 
abgebildete  9  unterscheidet  sich  indessen  vom  paroechus-'^  Mab.  dm-ch  kürzere  Querbinde  der  Hflgl-Oberseite 
und  dunklere,  braune  Unterseite,  welche  keine  wahren  schwarzen  Punkte  auf  den  Hflgln  hat.    Madagaskar. 

T.  (?)  gillias  Mab.  {=  kingdoni  Btlr.)   unterscheidet  sich  von  allen  vorhergehenden  Arten  dadurch,  gilUas. 
daß  die  Hflgl  oben  nicht  gelb  gefleckt  sind.    Vflgl  mit  drei  Subapicalpunkten.    Hflgl  unten  dunkelbraun  ohne 


560  TRAPEZITES.    Von  Dr.  C.  Acrivilliüs. 

ephnalchus.  Flecke,  Fransen  gelb.    Diskalflcck  1  b  der  Vflgl-Oberseite  kurz  (durchsichtig??).    Madagaskar.  —  epimalchus 
perroü.  Oberth.    Diskalfleck  1  b  der  Vflgl-Oberseite  kurz,  oval,  gelb.    3Iadagaskar.  —  perroti  Oberth.    Diskalflcck    1  b 
auf  der  Oberseite  der  Vflgl  dreieckig,  wurzelwärts  in  eine  lange  Spitze  ausgezogen.    Madaga.skar. 

aposhophia.  T.  (?)  apostropliia  Oberth.  Vflgl  mit  drei  weißen  Subapicalpunkten  und  langen  schmalen  gelben  Diskal- 

flecken  in  1  a  und  1  b.  Hflgl  oben  mit  gelber  Diskalquerbinde  und  goldgelben  Fransen.  Vflgl  unten  mit  weißen 
Saumflecken  in  4 — 7.  Von  allen  übrigen  Alten  durch  die  oben  beschriebene  Unterseite  der  Hflgl  sehr  abweichend. 
Madagaskar :  Fianarant.soa. 

chirahi.  T.  (?)  chitala  Trim.    Beide  Flügel  oben  matt  dunkelbraun  mit  etwas  heller  braunen  Fransen;  Vflgl 

oben  mit  (i  kleinen  Glasflecken  (zwei  in  der  Mittelzelle  und  je  einem  in  2,  3,  6,  7,  welche  fast  ganz  wie  bei  den 
Arten  aus  Madagaskar  angeordnet  sind)  und  einem  gelblichen  Fleck  in  1  b.  Hflgl  oben  ohne  Flecke,  in  der  Mitte 
aber  etwas  gelblich  aufgehellt.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  lebhaft  hellgelb  und 
mit  rostbraunen  Zeichnungen  geziert.  Von  dieser  seltenen  Art  i.st,  soviel  ich  weiß,  bisher  nur  ein  einziges  $, 
welches  im  Mineni-Tal  im  Manica-Land  schon  im  Jahre  1892  von  F.  C.  Selous  erbeutet  wurde,  bekannt. 

4.  Unterfamilie:    Hesperinae. 

Bei  den  Gattungen  dieser  Unterfamilie  ist  die  Rippe  5  der  Vflgl  ganz  gerade  und  entspringt  genau  in 
der  Mitte  zwischen  4  und  6  oder  näher  an  6. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Gattungen. 

A.  Fühlerkolbe  stumpf,  nicht  in  eine  scharfe  Spitze  ausgezogen,  gerade  oder  nahe  ihrer  Wurzel  gegen  den  Fühler- 
schaft umgebogen. 

a.  Fülilerkolbe  fast  gerade.    Kleinere  Formen,  17 — 26  mm.    —    $  ohne  Afterwolle. 

1.  Saum  und  Fransen  der  Hflgl  ganzrandig  oder  fast  ganzrandig.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  zahheichen, 
nicht  diu'chsichtigen,  weißen  Flecken;  gewöhnlich  zwei  weiße  Punkte  in  der  Mittelzelle.  Fransen 
weiß  mit  dunklen  Flecken  an  den  Rippenenden.  1.  Hesperia. 

2.  Saum  und  Fransen  der  Hflgl  gewellt.  Die  weißen  Flecke  der  Vflgl  etwas  hyalin;  keine  weißen  Punkte 
in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  vor  ihrer  Spitze.  2.  Carcharodus. 

ß.  Fülilerkolbe  vor  ihrer  Mitte  gegen  den  Fühlerschaft  n:ehr  oder  weniger  umgebogen.    Größere  Alten, 
28—35  mm.  —  $  mit  Afterwolle. 

1.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  entspringt  in  der  Mitte  zwischen  4  und  6.  Saum  der  Hflgl  an  der  Rippe  3  abge- 
rundet oder  gerade.    Hrd  der  Vflgl  gerade.  3.  Abantis. 

2.  Die  Rippe  5  der  Vflgl  entspringt  deutlich  näher  an  6  als  an  4.  Saum  der  Hflgl  am  Ende  der  Rippe  3 
deutlich  geeckt.   Vflgl  am  Hrde  mehr  oder  weniger  ausgerandet.  4.  Caprona. 

B.. Fühlerkolbe  in  eine  scharfe,  oft  lange  xmd  umgebogene  Spitze  au.sgezogen. 

a.  Vrd  der  Vflgl  vor  der  Spitze  deutlich  au.sgerandet,  wodurch  die  Spitze  besonders  hervorgehoben  wird. 

5.  Procamptn. 
p.  Vrd  der  Vflgl  im  Spitzenteil  gebogen  oder  gerade. 

*.  Vflgl  ohne  hellen  Punkt  oder  Fleck  am  Vrde  im  Felde  12. 

§.  Die  ^lediana  der  Vflgl  zwischen  den  Rippen  2  und  3  deutlich  gebogen.  6.   Tagiades. 

§§.  Die  Mediana  der  Vflgl  zwischen  den  Rippen  2  und  3  gerade  oder  fast  gerade. 

o.  Drittes  Palpenglied  lang,  fast  zylindrisch  und  gerade  vorgestreckt.  Saum  der  Hflgl  zwi- 
schen den  Rippen  4  und  6  bogenförmig  ausgerandet.  Vflgl  ohne  Glasfleck  im  Felde  11.  —  cJ. 
Vflgl  ohne  C'ostalumschlag.  7.  Calleagris. 

00.  Drittes  Palpcnglied  knopfförmig  oder  kurz  kegelförmig. 

-f.  cJ.   Hflgl  oben  ohne  Mehlfleck  am  Vrde  und  die  Vflgl  unten  ohne  Haarpinsel  am  Hrde. 

1.  c?.    Vflgl  am  Vrde  mit  deutlichem  Costalumschlag.  8.  Eagris. 

2.  (J.    Vflgl  ohne  Costalumschlag.  9.  Sarangesa. 

+  +.  cj.    Hflgl  oben  mit  Mehlfleck  am  Vrde  und  die  Vflgl  unten  am  Hrde  mit  Haarpinsel. 

10.   Tricoseineia. 

**.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  hellem  Fleck  oder  Punkt  am  ^'rdc  im  Felde  12.    Endglied  der  Palpen 
kurz,  knopfförmig. 

1.  Mediana  der  Vflgl  zwischen  den  Rippen  2  und  3  ganz  gerade.  11.  Celaenorrhinus. 

2.  Mediana  der  Vflgl  zwischen  den  Rippen  2  und  3  deutlich  gebogen.  12.  Ortholexis. 


i 


Ausgegeben  27.  II.  192-5.  HESPERIA.    Von  Dr.  C.  AuRlVILLltrS.  561 

1.  Gattung :  Hesperia  F. 

Die  äthiopischen  Arten  sind  ganz  wie  die  palaearktischen  oben  schwarz  oder  schwarzbraun  mit  zahl- 
reichen kleinen  weißen  Flecken  geziert.  Bei  den  (JcJ  fehlt  der  Costalumschlag  der  Vflgl  und  der  Haarpinsel  der 
Hinterschienen.  Die  Arten  kommen  nur  auf  dem  Festlande  und  in  Arabien  vor,  fehlen  aber  auf  Madagaskar 
und  auf  allen  anderen  Inseln  der  äthiopischen  Region.  Die  meisten  Ai'ten  sind  indessen  auf  Süd-Afrika  be- 
schränkt. 

Um  Wiederholungen  in  der  üebersicht  der  Arten  und  in  der  Beschreibung  zu  vermeiden,  liefere  ich  hier 
eine  Darstellung  der  für  die  Gattung  tyi^ische  Zeichnung.  Vflgl:  Auf  der  Oberseite  kommen  auf  schwärzlichem 
oder  dunkelbraunem  Grunde  folgende  weiße  Punkte  oder  Flecke  vor:  2 — 3  Wurzelflecke  (in  1  b  oft  geteilt 
oder  .strichförmig,  in  der  Mittelzelle  vor  ihrer  Mitte  und  in  12  [gewöhnlich  fehlend),  ein  Fleck  in  oder  etwas 
hinter  der  Mitte  der  Zelle,  ein  winziger  Punkt  hinter  diesem  in  1  b  (oft  fehlend),  deutliche  Diskalflecke  in 
1  b — 3  (selten  in  4  und  5),  6 — -8  (von  denen  der  in  1  b  gewöhnlich  geteilt  und  demnach  aus  2  Flecken  besteht,  von 
denen  ich  den  inneren  m.ehr  wurzelwärts  stehenden,  der  Rippe  1  anliegenden  als  Diskalfleck  1  b^  und  den 
anderen  als  Diskalfleck  1  b^  bezeichne)  und  Submarginalpunkte  in  1  b — 8.  Außerdem  kommen  am  Vrde  selbst 
am  Ende  der  Felder  8 — 11  vier  kurze  weiße  Längsstriche  vor.  Es  ist  der  Gattung  ganz  eigentümlich,  daß  an 
der  Wurzel  der  Felder  4  mid  5  unmittelbar  außerhalb  der  Querrippen  ein  halbmondförmiger  Querfleck  der 
M  i  t  t  e  1  m  o  n  d  ,  vorkommt,  welcher  also  nicht,  wie  oft  angegeben  wird,  in  der  Spitze  der  Mittelzelle  steht. 
Unten  sind  die  Vflgl  ganz  ähnlich  gezeichnet,  die  Flecke  aber  oft  größer  und  der  Wurzelfleck  der  Mittelzelle 
bisweilen  strichförmig. 

Die  Hflgl  sind  oben  schwärzlich  oder  dunkelbraini  und  haben  normal  folgende  weiße  Zeichnungen: 
ein  Wurzelpunkt  in  der  Mittelzelle,  eine  Diskalquerbinde  aus  Flecken  in  1  b — 5  und  eine  Reihe  Subm_arginal- 
punkte  in   1  b — 5. 

Auf  der  Unterseite  sind  die  Hflgl  gewöhnlich  bunt  gezeichnet  und  bei  den  vielen  Arten  mehr  oder  weni- 
ger verschieden.  Als  Grundlage  der  Zeichniuig  mag  hervorgehoben  werden,  daß  die  Grundfarbe  weiß  oder 
gelblichweiß  ist  und  am  Irde  in  den  Feldern  1  a  und  1  b  gewöhnlich  ohne  Verdunkelung  oder  Flecke  rein  auf- 
tritt, daß  dagegen  die  übrige  Flügelfläche  von  zwei  dunklen  Querbinden,  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  1  b  ver- 
laufend, durchgequert  ist,  daß  diese  Querbinden  durch  eine  helle  ilittelbii\de  getrennt  sind,  welche  entweder 
zusammenhängend  ist  oder  ein-  bis  zweimal  durch  dunkle  Querstriche  unterbrochen  wird.  An  der  Wurzel 
treten  oft  dunkle  Flecke  auf,  die  sich  mehr  oder  weniger  mit  der  inneren  dunklen  Querbinde  vereinigen,  so 
daß  entweder  der  ganze  Wurzelteil  verdunkelt  wird  oder  helle  Flecke  der  Gnnidfarbe  an  der  Wurzel  auftreten. 
In  ähnlicher  Weise  kann  auch  die  äußere  dunkle  Querbinde  mit  dunklen  Submarginalflecken  vereinigt  werden, 
so  daß  der  Saumteil  des  Flügels  fast  wie  oben  dunkel  wird  und  kleine  helle  Submarginalf lecke  einschließt.  Von 
Bedeutung  ist  auch  die  Richtung  der  hellen  Mittelbinde,  indem  sie  bald  von  der  Mitte  des  Vrdes  mehr  oder 
weniger  gebogen  gegen  den  Ird  gerichtet  ist,  bald  vor  der  Mitte  des  Vrdes  abgeht  und  gegen  den  Hinterwinkel 
oder  den  Saum  des  Flügels  gerichtet  ist. 

Ich  bedaure  sehr,  daß  die  Abbildungen  der  Unterseite  (Taf .  75  c,  d)  mehreren  Arten  sehr  viel  zu 
wünschen  übrig  lassen  und  teilweise  völlig  unkenntlich  sind.   Näheres  darüber  bei  den  einzelnen  Arten. 

C!h.  OBEETHtJR  hat  im  Jahre  1912  ganz  ausgezeichnete  Abbildungen  fast  aller  afrikanischen  Hesperia- 
Arten  geliefert  (Etudes  de  Lepidopterologie  comparee  6,  Taf.  142,  143,  Fig.  1301 — 1332).  Auf  dieselben  ver- 
weise ich  Diejenigen,  welche  diese  schwierige  Gruppe  näher  studieren  wollen. 

Oberthür  war,  wie  bekannt,  ein  eifriger  Anhänger  der  Ansicht,  daß  eine  Schnietterlingtait  niu-  durch 
eine  Abbildung  festgestellt  werden  kann.  Ich  kann  ihm  jedoch  darin  nicht  beipflichten,  denn  eine  naturgetreue 
Abbildung  ist  zwar  viel  besser  als  eine  schlechte  Beschreibung,  kann  aber  nur  ein  Indidivuum,  nicht  eine  Art 
darstellen.  Der  Artbegriff  soll  die  Kennzeichen,  welche  für  alle  Individuen  der  Art  gemeinsam  sind  und  die- 
selbe von  anderen  Arten  unterscheidet,  umfassen  und  kann  demnach  nur  durch  eine  Beschreibung  festgestellt 
werden.  Aus  dem  Vergleich  zweier  Figuren  geht  nicht  ohne  weiteres  hervor,  auf  welche  Unterschiede  man 
sich  verlassen  soll. 

Üebersicht  der  Arten. 

I.  Hflgl  unten  mit  ganz  verschiedener  Zeichnung  als  auf  der  Oberseite. 

A.  Vflgl  oben  wenig.stens  in  der  IMittelzelle  mit  weißem  Wurzelfleck,  also  mit  zwei  weißen  Punkten  in  der 
3Iittelzelle.    Beide  Flügel  oben  mit  Submarginalpunkten. 

a.  Die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  ist  gegen  den  Saum  am  Ende  der  Rippe  2  gerichtet  und 
bisweilen  nach  hinten  in  zwei  Aeste  gespalten;  sie  erreicht  den  Saum  oder  ist  durch  dunkle  Farbe 
davon  abgetrennt.  Die  dunklen  Binden  bisweilen  fast  ganz  in  dunkle  Striche  oder  Flecke  aufgelöst. 
Auch  oben  bilden  die  Diskalflecke  3—6  eine  aufrechte,  gegen  den  Saum  gerichtete  Binde. 

H.  ploetzi. 

XIII  71 


562  HESPERIA.    Von  Dr.  C.  Axtrivillius. 

ß.  Die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  ist  gegen  den  Hinterwinkel  oder  den  Ird  gerichtet  und 
mündet  in  den  hellen  Ird  oder  ist  gegen  denselben  gerichtet. 

*.  Die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  nicht  unterbrochen,  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe 
1  b  zusammenhängend,  höchstens  durch  einen  dunklen  Fleck  in  1  c  begrenzt,  selten  fast  so  dunkel 
wie  die  Grundfarbe  und  dadurch  wenig  deutlich  und  nur  durch  ihre  äußere  Begrenzungslinie 
markiert . 

§.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  mit  Diskalflecken  in  4  und  5  oder. wenigstens  in  4  und  oft  auch  mit 
weißen  Strichen  in  10  und  11.  H.  agyUa. 

H.  asterodia. 
H.  machacoana. 
H.  abscondita. 
§§.  Vflgl  wie  gewöhnlich  ohne  Diskalflecke  in  den  Feldern  4  und  5. 

+  .  Vflgl  oben  ohne  Wurzelfleck  im  Felde  1  b. 

/A.  Der  äußere  Fleck  der  Mittelzelle  der  Vflgl  vom  Mittelmond  weit  getrennt. 

o.  Hflgl  unten  ohne  deutliche  Wurzelflecke;  ihre  Mittelquerbinde  oft  ver- 
dunkelt bräunlich,  stets  aber  nach  außen  durch  eine  fein  zackige  dunkel- 
braune oder  schwärzliche  Linie  begrenzt.  H.  secessa. 

oo.  Hflgl  unten  mit  deutlichen  weißlichen  Wiirzelflecken  auf  dunklerem  Grunde; 
ihre  Mittelbinde  hell  imd  nicht  nach  außen  durch  eine  dunkle  Linie  be- 
grenzt. H.  transvaaliae. 

/^/^.  Der  äußere  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  steht  nahe  an  der  Spitze  der  Zelle 
und  kann  sogar  mit  dem  Mittelmond  vereinigt  sein.  H.  kituina. 

-f -f-.  Vflgl  oben  mit  weißem  Wurzelfleck  im  Felde  I  b. 

/N  .  Hflgl  unten  im  Wurzelfelde  mit  einigen  deutlichen  dunklen  Flecken  und  zwischen 
diesen  mit  3 — 5  weißlichen  Flecken,  von  denen  der  in  1  c  kurz,  nicht  strich- 
förmig  ist.  H.  dronius. 

/^  /^ .  Hflgl  unten  im  Wurzelfelde  ohne  deutliche  Flecke  oder  nur  am  Vrde  im  Felde  8 
mit  dunklem  Fleck.  Das  Wurzelfeld  mit  derselben  Grundfarbe  wie  die  helle 
Mittelbinde. 

o.  Der  Diskalfleck  1  b^  der  Vflgl-Oberseite  fehlt  oder  ist  winzig  klein,  punkt- 
förmig, der  Diskalfleck  1  b^  aber  groß,  vom  Diskalfleck  2  getrennt  und 
mehr  wurzelwärts  stehend.  H.  zaira. 

H.  leucomelas. 

oo.  Der  Diskalfleck  1  b-  der  Vflgl-Oberseite  ist  verhältnismäßig  groß,  steht 
genau  hinter  dem  Diskalfleck  2  und  ist  bisweilen  durch  die  Falte  geteilt. 
Diskalflecke  1  b^  dagegen  klein  oder  undeutlich.  Vflgl  oben  mit  zwei  Flecken 
oder  Strichen  nahe  der  Wurzel  des  Feldes  1  b,  fast  gerade  hinter  dem  Wurzel- 
fleck in  der  Mittelzelle.  Submarginalpunkte  der  Vflgl-Oberseite  klein  und 
gleich   groß.     Hflgl   unten   im   Wurzelfelde   weißlich,   ohne  Flecke. 

H.  diomus. 

H.  ferax. 

H.  lacreuzei. 

**.  Die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  ist  ein-  oder  zweimal  unterbrochen,  im  ersteren  Falle 
einen  Fleck  und  eine  Binde,  im  letzteren  Falle  drei  getrennte  Flecke  bildend.  Vflgl  oben  im 
Felde  1  b  mit  weißem  Wurzelfleck  und  zwei  fast  gleichgroßen  Diskalflecken,  von  denen  der  äußere 
(=  1  b^)  gerade  hinter  der  DLskalflecke  2  steht  und  mit  diesem  einen  Doppelfleck  bildet. 

§.  Hflgl  unten  nicht  eintönig  dunkel  mit  scharf  getrennten  weißlichen  Flecken;  ihre  helle  Mittel- 
binde nur  im  Felde  6  durch  die  braune  Farbe  der  äußeren  Querbinde  unterbrochen. 

H.  spio. 
H.  mafa. 

§§.  Die  dunkle  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  schließt  zwischen  dem  Vrd  und  der  Rippe  1  b 
2 — 3  helle  Wurzelflecke  und  3  Diskalflecke  ein;  diese  sind  als  Reste  der  unterbrochenen 
Mittelbinde  zu  betrachten.  H.  adenensis. 

B.  Vflgl  oben  ganz  ohne  weiße  Wurzelflecke  oder  wenigstens  nur  mit    eine  m    weißen  Punkt  oder  Fleck 
in  der  Mittelzelle. 


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HESPERIA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  563 

a.  Beide  Flügel  wenigstens  oben  mit  weißen  Submarginalpunkten. 

*.  Vflgl  wie  gewöhnlich  mit  weißen  Diskalflecken  in  1  b — 3,  6 — 8. 

§.  Hflgl  unten  schwärzlich,  am  Irde  nur  in  der  Saumhälfte  der  Felder  1  a  und  1  b  weißlich, 
in  der  Mitte  mit  zwei  (oder  drei)  schmalen  weißen  schwarz  gesäumten  Querlinien,  von  denen 
die  erste  (vor  der  Mitte  weder  den  Vrd  noch  die  Rippe  1  b  erreicht  und  der  äußerste  hinter 
dem  Vrd  beginnt,  das  helle  Feld  1  b  aber  erreicht  und  stark  gebogen  ist;  Vrd  demnach  in 
seiner  ganzen  Länge  dunkel.  H.  sandaster. 

§§.  Hflgl  unten  viel  heller,  mehr  bunt  gefärbt  und  mit  breiter  weißlicher  Mittelquerbinde. 

+  .  Hflgl  unten  ohne  weiße  Submarginalbinde,  höchstens  mit  einigen  getrennten  weiß- 
lichen Flecken  vor  dem  Saume  in  4 — 6;  die  helle  Mittelbinde  fast  gleichbreit. 

H.  sataspes. 
H.  nana. 

+  +.  Hflgl  unten  (dicht)  vor  dem  Saume  mit  einer  zusammenhängenden,  weißen  oder  weiß- 
lichen Submarginalbinde. 

1.  Diskalfleck  2  der  Vflgl-Oberseite  einfach. 

a.  Die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  sehr  breit,  nach  hinten  etwas  ver- 
jüngt. Diskalfleck  1  b^  der  Vflgl-Oberseite  durch  die  Falte  in  zwei  Striche  ge- 
teilt, 1  b'^  sehr  klein,  punktförmig.    Größere  Art,  etwa  26  mm.        H.  rehfousi. 

b.  Die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  schmal,  gerade  und  gleich  breit, 
Diskalfleck   1  b^  der  Vflgl-Oberseite  einfach.    Kleinere  Art,  etwa  21  mm. 

H.  delagoae. 

2.  Diskalfleck  2  der  Vflgl-Oberseite  in  zwei  Flecke  geteilt;  ihr  Diskalfleck  1  b^  durch 
die  Falte  in  zwei  Striche  geteilt.  Diskalbinde  der  Hflgl-Oberseite  lang  und  schmal, 
zusammenhängend.  H.  zebra. 

**.  Vflgl  ohne  Diskalflecke  in  2—8.  H.  melaleuca. 

ß.  Beide  Flügel  ganz  ohne  weiße  Submarginalpunkte.  H.  mangana. 

II.  Beide  Flügel  unten  fast  wie  oben  mit  getrennten  weißen  Punkten  oder  Flecken  auf  braunem  oder  rotbraunem 
Grunde.  H.  colotes. 

H.  ploetzi  A^iriv.  (=  spio  Plötz  (75  c).  Die  Abbildung  ist  zwar  nach  Plötz  Originalfigur  ausgeführt,  plocizi. 
ist  aber  offenbar  ganz  roh  oder  sie)  stellt  eine  seltene  Aberration  dar.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist 
in  der  Zeichnung  recht  veränderlich,  stets  aber  dadurch  ausgezeichnet,  daß  die  gelblich  weiße  Mittelbinde 
nur  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  3  einfach  und  zusammenhängend,  dann  aber  durch  zwei  dunkle  Längsflecke  der 
Felder  2  und  1  c  entweder  ganz  ausgefüllt  oder  in  zwei  feine  Zweige  geteilt  ist,  von  denen  der  innere  die  Rippe  1  b 
nahe  ihrer  Mitte  und  der  andere  die  Spitze  der  Rippe  2  erreicht.  Die  Rippen  sind  mehr  oder  weniger  weißlich, 
wodurch  die  dunklen  Querbinden  oft  in  langgestreckte  Flecke  aufgelöst  werden;  Wurzelfeld  hell,  ungefleckt. 
Vflgl  mit  Wurzelflecken  in  1  b  und  der  Zelle,  Diskalflecken  in  1  b— 3,  6—8  (Flecke  1  b^  groß;  1  b^  klein,  gerade 
hinter  dem  in  2),  mit  feinem  Mittelmond  und  deutlichen  Submarginalpunkten.  Die  Oberseite  der  Hflgl  weicht 
von  derjenigen  allen  anderen  Arten  dadurch  ab,  daß  die  Diskalflecke  3—6  eine  fast  gleichbreite,  aufrechte,  gegen 
den  Saum  gerichtete  Querbinde  bilden.  Sierra-Leone  bis  Congo.  —  rebeli  Higgins  (=  zebra  Rbl.)  ist  nur  eine  der  rebeli. 
vielen  Abänderungen  dieser  Art  und  zeichnet  sich  durch  die  helleren  Rippen  der  Hflgl-LTnterseite  und  durch 
einen  hellen  schiefen  Streifen,  welcher  von  der  Mittelbinde  im  Felde  7  ausgeht  und  den  Saum  an  der  Spitze 
der  Rippe  5  erreicht,  aus.    Am  Tanganjika-See,  ein  ähnliches  Stück  (?)  liegt  auch  aus  Kamerun  vor. 

H.  asterodia  Trim.  (75  c;  durch  grelle  Färbung  und  ungenaue  Zeichnung  ganz  irreführend).  Vflgl  asterodia. 
oben  mit  länglichen  weißen  Flecken  am  Vrde  in  9— 11 ;  Diskalfleck  1  b^  hinter  dem  in  2,  5  oft  fehlend.  Wurzel- 
fleck Ib  undeutlich  oder  fehlend.  Hflgl  oben  ohne  oder  mit  undeutlichem  Wurzelpunkt;  ihre  Diskalbinde 
lang,  aus  oft  etwas  freien  Flecken  der  Felder  1  c— 6(— 7).  Hflgl  unten  mit  weißlicher  oder  gelblicher  Grund- 
farbe, im  Wurzelfeld  fast  ungefleckt ;  die  helle  Mittelbinde  zusammenhängender,  gegen  den  Ird  oft  etwas  ver- 
schmälert nicht  aber  unterbrochen;  die  dunklen  Querbinden  sind  braun,  oft  mit  schwarzen  Querstrichen  und 
die  äußere  ist  nicht  selten  an  die  Rippe  5  schmal  unterbrochen;  der  helle  Saumteil  mehr  oder  weniger  gefleckt. 
Kapland  und  Transvaal. 

H.  agylla  Trim.  ist  mir  unbekannt,  aber  nach  Tkimen  mit  asterodia  sehr  nahe  verwandt.     Sie  ist  agylla. 
kleiner  mit  reinweißen  Zeichnungen  und  größeren  Diskalflecken  der  Oberseite.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grund- 
farbe der  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  dunkler  und  die  Fransen  an  den  Rippenenden  sind  deutlich  schwarz 
gefleckt.    Die  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  dunkel,  aber  mit  einer  kurzen  weißen  Subbasalbinde,  welche  durch 
1 — 2  sehr  feine  weiße  Linien  mit  der  weißen  Mittelbinde  verbunden  sind.    Kapland. 


564  HESPERIA.    Von  Dr.  C.  AukivilliüS. 

machacoa-  H.  niachacoana  Btlr.  ist  gleiclifalls  der  H.  asierodia  sehr  ähnlich,  aber  giößer  (31  mm)  mit  hellerer  Gnind- 

""•  färbe  der  Hflgl-Uiitcrscite  und  mehr  unregelmäßigen  dunklen  Querbinden.    Diskalflccke  1  b-  der  Vflgl  giößer 

gerade  hinter  dem  Diskalfleck  2;  Wurzelfleck  Ib  groß,  doppelt.    Es  geht  weder  aus  der  Beschreibung  noch 

aus  der  Figur  sicher  hervor,  ob  die  Felder  9 — 11  der  Vflgl-Oberseitc  weiße  Flecke  haben  oder  solcher  entbehren. 

Britisch  Ost-Afrika. 

abscondüa.  H.' abscondita  Plöiz  (75  d)  is-t  mir  nur  durch  die  Beschreibung  und  die  hier  kopierte,  unzweifelliaft 

etwas  roh  ausgeführte  Abbildung  von  Plötz  bekannt.  Die  Art  scheint  durch  den  dxmklen  Längsstreif  an  der 
Rippe  1  b  im  Wurzelt  eil  der  Hflgl-Unterseite  ausgezeichnet  zu  sein  und  gehört  wahrscheinlich  zu  der  .4.5^eTOf/ta- 
Gruppe.  Plötz  beschreibt  die  Axt  .wie  folgt :  Vflgl  in  Zelle  1  (=  1  b)  wurzelwärts  mit  weißem  Punkt  und  einem 
halben  t3q)ischen  Fleck  (=  Diskalfleck  1  b'-)  unter  dem  der  Zelle  2.  Hflgl  mit  einem  Wuizclpunkt  und  einem 
etwas  schiefen  Querfleck  auf  der  Mitte,  alle  weiß.  Hflgl  miten  weiß  mit  2  schrägen  welligen  dunkeln  Binden, 
welche  breiter  werdend  vom  Vrde  bis  in  Zelle  1  c  reichen.  Gegen  die  AYurzel  steht  noch  ein  schmaler,  in  Zelle  1  c 
mit  der  ersten  Binde  zusammenhängender  Fleck.  Der  Raum  zwischen  der  zweiten  Binde  imd  dem  Saum,  vom 
Vrd  bis  Rip])e  2  ist  grünlichgrau,  weiß  eingefaßt."   Vflgllänge  13  mm.    ,,Afrüva". 

secessa.  H.  secessa  Trim.    Die  zuer.st  beschriebene  Trockenzeit  form  weicht  von  den  übrigen  Arten,  dadmch 

ab,  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  stark  verdunkelt,  hell  rostbraun  ist  und  sich  dadurch  weder  von 
dem  ebenso  gefärbten  Wurzelteil  noch  von  der  inneren  dimklen  Querbinde  deutlich  abhebt;  diese  ist  nur  durch 
einige  undeutliche  Schattenflccken  vertreten;  nach  außen  aber  i.st  die  Mittclbinde  durch  eine  schwarzbraune 
Linie  scharf  begrenzt ;  diese  Linie  bildet  den  Ird  der  äußeren  dunklen  Querbinde,  welcher  sonst  nur  wenig  dunkler 
als  die  Grundfarbe  ist.  Noch  eigentümlicher  sind  die  sehr  breiten  Fransen  der  Vflgl;  dieselben  sind  oben  in 
ihrer  inneren  Hälfte  tief  schwarz  mit  sehr  kleinen  weißgrauen  Flecken  an  den  Rippenenden,  in  der  äußeren 
Hälfte  aber  einfarbig  hell  rötlichgrau,  unten  einfarbig  rötlichgrau  ohne  Flecke.   Damara-Land,  Owambo-Land, 

friiiwrii.  Rhodesia,  Mashuna-Land.  —  trimeni  form.  nov.  (75  d,  als  ,,secussa")  dürfte  die  Regenzeitform  sein  und  weicht 
von  der  Trockenzeitform  dadurch  ab,  daß  die  Grundfarbe,  wie  die  Abbildung  zeigt,  gelblich  weiß  ist  mit  scharf 
hervortretenden  dunklen  Querbinden.  Flügclfranseir  in  gewöhnlicher  Weise  schwarz  und  weiß  gescheckt 
Rhodesia. 

iransvaa-  H.  transvaaliae  Trim.  ist  eine  kleine  Axt,  welche  sich  den  folgenden  Alten  anschließt,  aber  den  Wuizel- 

''"''•  fleck  1  b  der  Vflgl  entbehrt.  Vflgl  oben:  Wurzelfleck  der  Mittelzelle  klein  länglich;  Mittelmond  groß,  fast  qna-^ 
dratisch;  Diskalfleck  1  b'  auch  groß  und  quadratisch,  1  b-  fehlend,  2  wenigstens  bisweilen  geteilt.  Hflgl  oben 
mit  Wurzelpunkt  und  vollständiger  gerader  Mittelbinde  in  1  b — 7.  Beide  Flügel  oben  mit  vollständiger  oder 
fast  vollständiger  Reihe  von  Submarginalflecken.  Vflgl  unten  fast  wie  oben  gefleckt  am  Hrde  wenig  aufgehellt. 
Hflgl  im  Wurzelfeld  dimkel  mit  deutlichen  weißen  Flecken,  je  einem  quadratischen  in  den  Feldern  7  und  8  und 
in  cler  Mittelzelle,  und  einem  Längsstrich  in  1  c;  iMittelbinde  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  1  b  zusammenhängend 
und  fast  gleich  breit,  aber  mit  unebenen  Ränd^ern;  Saumteil  schwarzgrau  mit  einigen  weißen  Submarginal- 
flecken.   Transvaal  und  Zulu-Land. 

kiluiiia.  .        H.  kituina  Karsch  (=  bettoni  Btlr.).    Die  Beschreibung  legt  dar,  daß  diese  bisher  fast  verschollene 

Art  dieselbe  wie  //.  bettoni  ist.  Ich  gebe  hier  die  Originalbeschreibung  Kaeschs  Mieder.  ,,Flügcloberseite  schwärz- 
lichgrün, die  Unterseite  heller.  Vflgl-Ober.seite  mit  weißen  Fleckchen:  in  der  Zelle  einem  kleinen  Punktfleck 
diesseits  der  Mitte  und  einem  größeren  Fleck  jenseits  derselben  sehr  nahe  einer  feinen  weißen  Zellschlußlinie; 
hinter  dem  größeren  Fleck  der  Zelle  zwei  größere  Flecke  je  einem  in  2  und  1  b,  von  denen  der  vordere  etwas 
mehr  nach  außen  gerückt  steht;  ferner  liegen  zwischen  der  Zelle  und  der  Flügelspitze  in  6 — 8  drei  gehäufte 
Fleckchen  und  hinter  diesen  ein  isoliertes  Fleckchen  in  3;  endlich  befinden  sich  zwei  noch  deutliche  kleine  Fleck- 
chen nahe  dem  Außenrande  in  4  und  5,  welche  einer  dem  Saume  parallelen  Reilie  fast  ganz  erloschener  Fleckchen 
angehören.  Hflgl-Oberseite  mit  einem  weißen  Punktfleck  in  der  Zelle  nahe  an  der  Wurzel,  einer  größeren  gleich 
jenseits  des  Zellendes  liegenden  weißen  Fleckenbinde,  welche  vorn  breit  gestutzt  in  den  Raum  zwischen  den 
Rippen  8  und  7  hineinragt,  außen  und  innen  .schwach  zackenrandig  ist  und  hinten  zum  Irde  auf  den  Analwinkel 
gerichtet  schmal  ausläuft,  sowie  mitten  zwischen  dieser  Binde  und  dem  Außenrande  eine  diesem  parallele  Reihe 
weißer  Fleckchen,  von  denen  je  einer  in  2,  4  und  5  deutlicher  hervortritt.  Auf  der  L^nterseite  des  Vflgls  sind 
alle  Flecke  größer  als  oberseits  und  der  Hrd  auf  der  Außenhälfte  weißlich.  Die  Hflgl-Unterseite  durchzieht 
gleich  jenseits  des  Zcllendes  eine  am  Vrde  erweiterte  und  hier  einen  runden  dunkelgi'ünen  Fleck  einschließende, 
außen  und  innen  schwach  zackenrandige,  weiße  Schrägbinde  in  Richtung  auf  den  Ird  nahe  dem  Analwinkel 
und  auch  die  Wurzel  ist  weißlich  gefärbt.  Fransen  schwarz  und  weiß  gescheckt.  Spannweite  19  mm."  Britisch 
Ost-Afrika:  Kitui.  Durch  die  Stellung  des  zweiten  weißen  Fleckes  in  der  Zelle  der  Vflgl  sowie  durch  den  dunklen 
Fleck  am  Vrde  (in  7)  in  der  Meißen  Mittclbinde  der  Hflgl-Unterseite  weicht  diese  Art  von  allen  anderen  afrikani- 
schen Arten  ab. 

dromus.  H.  dromus  Plötz  (75  c).    Vflgl  oben:  Mittelmond  schmal;  Diskalfleck  1  b^  groß,  I  b-  sehr  klein  oder 

fehlend;  keine  weiße  Flecke  in  9 — 11.  Hflgl  oben  mit  Wurzelpunkt  und  breiter,  schwarz  gebogener  Mittel- 
binde in  1  c— 6.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  geht  aus  der  Figur  hervor;  die  Grundfarbe  der  Hflgl  jedoch 
oft  mehr  gelblich.    Natal  bis  Kilimandjaro  und  Gabun. 


HESPERIA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  565 

H.  zaira  Plötz  (75  d)  ist  mir  nur  durch  Plötzs^ Beschreibung  und  seine  hier  kopierte,  gewiß  wenig  zaira. 
brauchbare  Figur  bekannt.  Die  Abbildung  stimmt  nicht  mit  der  Beschreibung  überein.  Die  Art  ist  sicher  sehr 
nahe  mit  dromus  verwandt,  wie  auch  Plötz  selbst  durch  die  Uebersicht  angegeben  hat.  Seine  Beschreibung 
enthält  außer  dem,  was  für  beide  Arten  gemeinsam  ist,  nur  folgendes:  ,,Hflgl  unten  schmutzig  grünlichweiß  mit 
zwei  breiten  vom  Vrde  bis  in  Zelle  1  c  reichenden  olivengrünen  Querbinden,  von  denen  eine  wurzelwärts,  die 
andere  saumwärts  bräunlich  verwaschen  ist.  Vflgi  in  Zelle  1  b  auf  der  Mitte  mit  großem  weißen  Fleck,  einem 
Punkt  unter  dem  Fleck  der  Zelle  2  und  einem  kleinen  Fleck'wurzelwärts.^  Uebrigens  ist  die  Oberseite  wie  bei 
vindex."    Congo. 

H.  leucomelas  Oberth.  Flügel  oben  schwarz  mit  scharf  hervortretenden  weißen  Flecken.  Vflgl  oben  lewoinclas. 
mit  Wurzelstrich  in  Ib  und  Wurzelfleck  in  der  Mittelzelle,  Mittelmond  mäßig  groß  oder  strichförmig;  Sub- 
marginalflecke  4  und  5  groß ;  Fransen  oben  in  der  Wurzelhälfte  schwarz  mit  winzigen  kleinen  weißen  Strichen 
am  Ende  der  Falten.  Hflgl  oben  mit  A^'urzelpunkt  und  weißer  Mittelbinde  fast  wie  bei  dromus  und  spio.  Unter- 
seite wie  bei  dromus,  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  aber  nur  mit  einem  dunklen  Fleck  (in  8).  Flügelspannung :  24  mm. 
Ost-AfrUca:  Mpala;  Nyangao. 

H.  diomus  Hpffr.  (75  c;  schlecht  und  schematisch,  zu  grell  gefärbt).  Diese  und  die  beiden  folgenden  diomus. 
Arten  bilden  eine  kleine  Gruppe,  welche  dadurch  ausgezeichnet  ist,  daß  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  nahe  am 
Hrde  zwei  kleine  gegen  den  Hrd  senkrecht,  und  darum  miteinander  parallel  stehende,  weiße  Querstriche  auf- 
treten, von  denen  der  eine  aus  den  Wurzelflecken  in  1  b  und  in  der  Mittelzelle  und  der  andere  aus  den  Diskal- 
flecken  1  b'^  und  2  zusammengesetzt  sind;  da  die  Flecke  in  1  b  oft  durch  die  Falte  geteilt  sein  können,  bestehen 
die  beiden  Querstriche  oft  jeder  aus  drei  Abteilungen.  Die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  fängt  etwa 
an  der  Mitte  des  Vrdes  an,  ist  schwach  gebogen  und  darum  nicht  so  aufrecht  wie  bei  der  folgenden  Art.  Portu- 
giesisch inid  ..Deutsch"  Ost -Afrika. 

H.  ferax   Walkngr.  {—  ferox  Oberth.)  (75  c)  weicht  von  diomus  nur  dadurch  ab,  daß  die  helle  Mittel-  ferax. 
binde  der  Hflgl-Unterseite  vor  der  Mitte  des  Vrdes  anfängt,  fast  gerade  ist  und  dadurch  mehr  aufrecht  steht. 
Wohl  nur  eine  südliche  Rasse  von  diomus.   Kapland  bis  Damara-Land  und  Transvaal. 

H.  lacreuzei  Oberth.  kenne  ich  nur  durch  die  Abbildung.  Sie  ist  etwas  größer  als  die  beiden  vorher-  lacrcuzci. 
gehenden  Arten  mit  ganz  derselben  Fleckenzeichnung  der  Vflgl.  Hflgl  oben  mit  weißem  Wurzelpunkt  und 
weißer  Mittelbinde,  welche  aus  einem  freien  gerundeten  Punkt  in  1  c,  einem  länglichen  Fleck  in  2,  einem  winzi- 
gen Dreieck  in  3,  einem  großen  viereckigen  Fleck  in  4  +  5  und  einem  winzigen  Punkt  in  6  besteht.  Hflgl  unten 
auf  eintönigem  weißem  Grunde  nur  mit  den  gewöhnlichen  drnüden  Querbinden  und  ohne  dunkle  Flecke  oder 
Binde  am  Saume;  die  dunklen  Querbinden  sind  schmal,  fast  in  Flecke  aufgelöst  und  enden  an  der  Rippe  1  b, 
sie  erreichen  nicht  ganz  den  Vrd.    Transvaal. 

H.  spio  L.  (=  vindex  Cr.)  (75  c).    Diese  altbekannte  Art  ist  durch  die  Abbildung  und  die  in  der  spio. 
Uebersicht  angeführten  Kennzeichen  leicht   von  allen  übrigen  zu  unterscheiden.    Kapland  bis  Delagoa-Bay, 
Kiliniandjaro  (und  Angola?). 

H.  mafa  Trim.  (75  c)  hat  kleinere  mehr  gleichgroße  Subirarginalpunkte  der  Vflgl  und  eine  schmälere,  mafa. 
mehr  in  Flecke  aufgelöste  Mittelbinde  auf  der  Oberseite  der  Hflgl,  stimmt  aber  sonst  sehr  genau  mit  spio  übercin ; 
die  helle  Mittelbinde  der  Hflgl-Unterseite  ist  bisweilen,  doch  nicht  immer,  durch  einen  dunklen  Fleck  an  der 
Rippe  1  b  gegen  den  hellen  Ird  abgegrenzt.    Kapland  bis  Transvaal. 

H.  adenensis  Btlr.  ist  oben  den  beiden  vorigen  Arten  ähnlich,  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  aber  von  adcnensis. 
allen  anderen,  hier  behandelten  Arten  dadurch  abweichend,  daß  dieselbe  mit  Ausnahme  des  weißlichen  unge- 
fleckten Irds  (in  1  a  und  1  b)  eintönig  dunkelgrau  ist  mit  scharf  begrenzten,  weißlichen  Flecken,  3  im  Wurzel- 
felde, 3  quer  über  die  Mitte  und  einige  kleinere  am  Saume.  Arabien :  Aden.  —  Ist  nach  Rebel  nur  eine  Rasse  der 
indischen  H.galbaF.   (Bd.  9,  Taf.  165i). 

H.  oberthüri  .sp.  nov.  (=  transvaaliae  Oberth.)  Mit  diesem  Namen  bezeichne  ich  eine  kleine  von  Ober-  obertMri. 
THÜR  als  transvaaliae  abgebildete,  mir  sonst  unbekannte  Art,  die  jedoch  offenbar  nicht  dieselbe  Art  sein  kann 
wie  Trimens  transvaaliae.  Nach  der  Abbildung  stimmt  oberthüri  oben  ganz  mit  H.  mafa  überein,  ausgenommen 
daß  der  Wurzelfleck  im  Felde  1  b  der  Vflgl  zu  fehlen  scheint.  Auch  die  Unterseite  der  Vflgl  weicht  kaum  ab, 
es  scheinen  jedoch  dort  kleine  Diskalflecke  in  4  und  5  vorhanden  zu  sein.  Die  Hflgl  aber  sind  unten  ganz  ab- 
weichend, indem  sie  überall  auch  bis  zum  Irde  fast  eintönig  hell  graubraun  sind,  ohne  deutliche  dunkle  Quer- 
binden und  ohne  andere  Zeichnungen  als  zwei  abgerundete  weißliche  Diskalflecke,  der  eine  in  4  -|-  5  und  der 
andere  in  6  +  7.    Kimberley. 

H.  sandaster  Trim.  (75  c)    weicht  durch  die  Unterseite  der  Hflgl  von  den  übrigen  Arten  erheblich  sandasUr. 
ab  und  ist  darum  durch  die  Beschreibung  in  der  Uebersicht  und  die  leider  sehr  mäßig  gelungene  Abbildung 
leicht  kenntlich.    Kapland.  —  Soll  nach  HiGGiNS  nur  zwei  Sporen  der  Hinterschienen  haben  und  gehört  viel- 
leicht einer  anderen  Gattung  an. 


566  CARCHARODUS.    Von  Dr.  C.  Aueivillius. 

sataspes.  H.  sataspes  Trim.  (75  c;   zu   grell  und  hell  gefärbt).      Beide  Flügel  oben   ohne  Wurzelpunkte;    Vflgl 

nur  mit  einem  Punkt  in  der  Zelle  und  deutlichem  Mittelmond;  Diskalt'leck  1  b^  klein,  strichförmig  oder  fehlend, 
1  b^  fehlend.  3,  4,  6 — -8  deutlich,  bisweilen  auch  ein  winziger  Punkt  in  5;  Submarginalpunkte  gleichgroß;  Hflgl 
oben  mit  schmaler  Diskalbinde,  welche  nur  aus  drei  Flecken  (in  2,  4  und  5)  besteht,  Submarginalflecke  klein. 
Fransen  beider  Flügel  an  der  Wurzel  schwärzlich  mit  kleinen  weißlichen  Flecken  zwischen  den  Rippenenden. 
Vflgl  unten  mit  schwarzgrauer  Grundfarbe  (kaum  dmikler  in  der  Mitte)  und  derselben  weißen  Zeichnung  wie 
oben  oft  aber  mit  Diskalpunkten  in  4  und  5.  Hflgl  unten  an  der  Wurzel  gelblich  oder  schwarzgrau  und  oft 
ohne  scharfe  Grenze  in  die  innere  wenig  dunklere  Querbinde  übergehend,  davon  jedoch  durch  einen  subbasalen 
weißlichen  Querstrich  in  7  und  8  getrennt;  die  äußere  dunkle  Querbinde  allmählich  in  den  braunen  oder  wenig 
helleren  Saumteil  übergehend  oder  davon  durch  eine  Reihe  kleiner  weißlichen  Submarginalflecken  getrennt. 
Kapland  und  Natal. 

}>a)i(i.  H.  nana  Trim.  (75  c;  schlechte  Abbildung)  kommt  der  vorigen  Art  sehr  nahe,  ist  aber  noch  etwas 

kleiner,  hat  eine  etwas  gebogene  Diskalbinde  der  Hflgl-Oberseite  und  eine  viel  hellere,  braune  Unterseite  der 
Hflgl  mit  unregelmäßiger,  ge.schlängelter,  zweimal  (in  2  und  5)  stark  vcrschn^älerter  weißer  Mittelbinde.  Kapland. 

rehfoiisi.  H.  rehfousi  Oberth.  ist  in  der  Artenübersicht  nach  Oberthürs  Abbildung  beschrieben.    Die  Unterseite 

der  Hflgl  hat  überall  eine  weißgraue  Grundfarbe  (ebenso  hell  wie  am  Irde  in  1  a  und  1  b),  auf  der  sich  vier  dunk- 
lere, graue  Querbinden  abheben,  eine  sehr  kurze  und  kleine  an  der  Wurzel,  weder  den  Vrd  noch  der  Rippe  1  b 
erreichend,  eine  am  Saume  zwischen  dem  Vorderwinkel  und  der  Rippe  2  und  die  beiden  anderen  breit  getrennten 
wie  gewöhnlich  zwischen  dem  Vrde  und  der  Rippe  1  b.   Mpala  am  Tanganjika-See. 

dela/joac.  H.  delagoae  Trim.  .stimmt  oben  fast  völlig  mit  H.  sataspes  überein  und  weicht  unten  nur  dadurch  ab, 

daß  der  ganze  Wurzelteil  der  Hflgl  einfarbig  dunkelgrau,  ungefleckt  und  die  helle  Mittelbinde  schärfer  begrenzt 
und  mehr  ganzrandig  ist.  Dazu  kommt  als  Michtigster  Unterschied,  daß  die  hellen  Submarginalflecke  zu  einer 
gezackten  Submarginallinie  vereinigt  sind. 

zebra.  H.  zcbra  Btlr.  (75  d)  ist  durch  die  obige  Beschreibung  und  die  Abbildung  hinreichend  gekennzeichnet. 

Natal.  *) 
melaleuca.  H.  melaleuca  Oberth.  \\eicht,  wenn  die  Abbildung  richtig  ist  (im  Texte  wird  nichts  darüber  gesagt) 

von  allen  mir  bekannten  Arten  der  Gattung  dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  nur  einen  einzigen  Diskalfleck  (in  1  b) 
haben.  Die  Vflgl  haben  also  auf  beiden  Seiten  nur  einen  Punkt  in  der  Mittelzelle  vor  ihrer  Mitte,  einen  Mittel- 
mond, einen  Wurzelstrich  und  einen  Diskalfleck  in  1  b,  sowie  ungleich  große  Submarginalflecke  in  allen  Saum- 
feidern.  Hflgl  oben  mit  AVurzelpunkt,  breiter  zusammenhängender  Mittelbinde  und  Submarginalflecken;  unten 
sind  sie  an  der  Wurzel  weißlich,  haben  eine  breite,  helle  Mittelbinde,  gioße,  durch  die  dunkleren  Rippen  ge- 
trennte Submarginalflecke  und  recht  schmale,  unregelrräßige  drmkle  Querbinden,  welche  wie  gewöhrilich 
vom  Vrde  bis  zur  Rippe  1  b  gehen.    ..Deutsch  O.st-Afrika":  Kitanga. 

manyana.  H.  mangana  Bbl.  ist  sofort  daran  kenntlich,  daß  beide  Flügel  oben  und  unten  ohne  Submarginalflecke 

sind.  Vflgl  auf  beiden  Seiten  fast  ganz  ähnlich,  dinikel  braungiau  mit  7 — 9  weißlichen  Flecken  (nämlich  einem 
Punkt  in  der  Mittelzelle,  einem  deutlichen  Mittelmond,  Diskalflecken  in  1  b — 3  (5),  6 — 8  und  einem  undeutlichen 
Wurzelfleck  in  1  b.  Hflgl  oben  mit  drei  sehr  kleinen  Diskalflecken  und  unten  bis  zur  Wurzel  dunkel  braungrau 
mit  ganz  gerader  schmaler,  weißlicher  Mittelbinde;  Ird  zum  größten  Teil  verdunkelt.    Arabien. 

colotes.  H.  colotes  Drc.  (75  d;  Vergrößert;  in  Wirklichkeit  i.st  die  Art  kaum  größer  als  nora)  weicht  von  den 

übrigen  Arten  durch  die  gleichförmig  braune,   wie  oben  gezeichnete  Unterseite  beider  Flügel  ab.    Angola.  — 

nora.  nora  Plöiz  (75  d)  weicht  von  colotes  nur  durch  dunklere  Oberseite  und  rostbraune  Unterseite  ab.  Die  Abbildung 

nach   Plötzs  Originalzeichnung.    Französi.sch  Congo :  Lcango. 

Anmerkung:  Erst  nach  Beendigung  dieser  Bearbeitung  hatte  ich  Gelegenheit  von  L.  G.  Htgoiss  Abhandlung 
über  die  äthiopischen  Arten  der  Gattung  Hcsperia  (Trans.  Ent.  Soc.  Ijond.  1024.  S.  fit — 120,  Taf.  7 — 10)  Kenntnis  zu  nehmen. 
Da  diese  Arbeit  nicht  mehr  benutzt  werden  konnte,  gestatte  ich  mir,  hier  auf  dieselbe  zu  verweisen.  HiCiGi>s  ver- 
teilt die  von  ihm  anerkannton  IS  .Vrten  auf  9  Gruppen,  die  nach  der  Zeiclinung  unterschieden  werden:  2  Arten,  H.  paula  und 
bifida  und  5  Varietäten  (3  von  //.  transraalica  Tri)»,  und  2  von  H.  droiinix  I'lölz  werden  als  neu  beschrieben. 

H.   lei)c(»tiela.'<  Oberth.  wird  als  .Synonym  von  dromus  Plöiz;  H.  lacreu:ci  als  .Synonym  von  ferax  Wallengr.;   H.  macha- 
coana  Btlr.  und  abncondita  Plöiz  als  Synonym  von  dioniiis;  H.  rejousi  Oberth.  als  Synonym  von  depauperata  Strd.   betrachtet. 

2.  Gattung':  Careliarodiis  Hbn. 

Diese  Gattung,  welche  schon  in  Band  1,  S.  335  beschrieben  worden  ist,  steht  der  vorigen  nahe  und 
weicht  nur  durch  die  in  der  Gattungsübersicht  erwähnten  Kennzeichen  ab.   Nur  eine  äthiopische  Art. 

elma.  C.  elma  Trim.  (75  d;  zu  grell  gefärbt).    Flügel  oben  graubraun.    Vflgl  ana  Vrde  und  an  der  Wurzel 

diuikler,  kurz  vor  der  Mitte  mit  einem  feinen,  schwarzen,  schwach  gebogenen  Querstrich  zwischen  der  Rippe  1 
und  11 ,  in  den  Feldern  4  und  5  mit  dunklem ,  .schief  gestelltem  Fleck  und  am  Saume  in  2  und  3  breit  verdunkelt ; 
außerdem  mit  folgenden  Glasflecken:  einem  Querstrich  vor  der  Spitze  der  Mittelzelle.   Diskalflecken  in  2  und  3 

*)  Auf  S.  336  von  Bd.  1  ist  der  Name  zebra  (in  zelva  Btlr.  verdruckt)  von  P.  Mabili.e  als  Synonym  zu  galba  F. 
gezogen.  Dort  ist  Taf,  85  b  die  großfleckige  Form  aus  dem  palaearktischen  Teil  K.\scu.MtPs,  in  Bd.  9,  Taf.  156  i  die 
kleinfleckige  Form  von  (jalba     aus  dem  tropischen  Indien  (Gebirgst'orm  aus  den  Xilgiris)  abgebildet. 


ABANTIS.    Von  Dr.  C.  Aiteivillius.  567 

und  Subapicalpvnikten  in  6 — 8.  Hflgl  oben  mit  weißem  Wurzelpunkt  und  gerader  weißer  Mittelbinde  in  1  c — 6. 
Die  Unterseite  ist  mehr  eintönig  dunkelgrau  mit  fast  denselben  weißen  Zeichnungen  aber  mit  zwei  Wurzel- 
flecken der  Hflgl.  Die  Vflgl  haben  oben  im  Saumteil  einen  sehr  schwachen  grünlichen  Anflug  bei  weitem  nicht 
so  wie  in  der  Figur.    Kapland  bis  Angola,  Nyassa  und  Usambara. 


3.  Gattung:  Abautis  Hpjjr. 

Diese  Gattung  unterscheidet  sich  von  den  übrigen  sofort  durch  die  in  der  Gattungsübersicht  mitge- 
teilten Kennzeichen.  Sie  enthält  mehrere  hübsche  aber  meist  recht  seltene  Ai-ten,  welche  auf  dem  Festlande 
Afrikas  weit  verbreitet  sind,  aber  auf  Madagaskar  und  den  übrigen  Inseln  fehlen. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t  der  Arten. 

A.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  5 — 7  scharf  begrenzten  schwarzen  Punktflecken,    2  im  Felde  7,  2  in  der  Mittel- 
zelle und  1 — 3  in  1  c.    Hinterkörper  schwarz  mit  weißen  Hinterrändern  der  Segmente.  A.  tettensis. 

B.  Hflgl  ohne  schwarze  Punktflecke. 

a.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  schwarz  oder  stahlblau  mit  drei  großen  weißen  Flecken  (in  1  c,  7  und  der  Mittel- 
zelle sowie  der  Wurzel  von  4  und  5)  und  2 — 3  kleinen  (in  2  [3]  und  6);  alle  durch  die  dimklen  Rippen  ge- 
trennt. Vflgl  mit  2 — 3  weißen  oder  gelblichen  Flecken  in  1  b,  je  einem  Wurzelfleck  in  2  und  in  der 
Mittelzelle  und  7  Glasflecken  (einem  großen  in  der  Spitze  der  Zelle  und  je  einem  in  2,  3,  5 — -7  oder  8). 
Stirn  vor  den  Fühlern  weiß.  Halskragen  jederseits  mit  rotem  Fleck.  Hlb  bunt  gefärbt  mit  orange- 
gelbem oder  rotem  Analpinsel. 

*.  Flügel  mit  schwarzer  Grundfarbe.  Hlb  oben  mit  4  breiten,  roten  Querbinden,  bisweilen  auf  dem 
Rücken  unterbrochen.  Schulterdccken  mit  weißlichem  Fleck  an  der  Wurzel  und  länglichem  orange- 
rotem Mittelfleck.  Mittelrücken  jederseits  mit  orangegelbem  Fleck.  Hinterrücken  jederseits  mit 
großem  schwarzem,  am  Vrde  weißem  Haarpinsel.  Vflgl  gewöhnlich  ohne  Glasfleck  im  Felde  8. 
Hflgl  auf  beiden  Seiten  im  Felde  1  a  weiß,  in  1  b  schwarz.   Palpen  unten  ockergelb.     A.  paradisea. 

**.  Flügel  mit  etwas  grünglänzender  stahlblauer  Grundfarbe.  Hlb  jederseits  in  der  Mitte  mit  einem 
großen,  durch  die  zusammengeflossenen  Querbinden  gebildeten,  weißen  oder  rotgelblichen,  oben 
durch  eine  dunkle  Rückenlinie  getrennten  Fleck.  Schulterdecken  mit  weißem  Fleck  an  der  Wurzel 
(oft  verdeckt)  und  solchem  Fleck  in  der  Mitte.  Mittelrücken  jederseits  mit  weißem  Fleck.  Hinter- 
rücken jederseits  mit  großem,  rotem  Haaipinsel.  Palpen  unten  schwarz  mit  zwei  großen  weißen 
Flecken,  einem  auf  dem  ersten  und  einem  auf  dem  zweiten  Gliede.  Vflgl  mit  Glasfleck  im  Felde  8. 
Die  Felder  1  a  iind  1  b  der  Hflgl  auf  beiden  Seiten  blauschwarz  oder  fast  schwarz.     A.  zambesiaca. 

ß.  Flügel  nie  so  wie  in  a  gefärbt  und  gezeichnet. 

*.  Vflgl  oben  dunkel  gefärbt  mit  oder  ohne  helle  Zeichnungen. 

§.  Hflgl  ohne  dunklen  Querfleck  am  Ende  der  Mittelzelle.   Vflgl  fast  immer  mit  weißen  Glasflecken. 

o.  Vflgl  oben  wenigstens  im  Saumteil  tief  schwarz  mit  großen  länglichen  oder  linienförmigen 
Flecken  in  den  Feldern  1  b — 8  oder  wenigstens  in  1  b — '3,  6 — 8  und  in  der  Mittelzelle. 

-f.  Beide  Flügel  unten  lebhaft  gelb  mit  feiner  schwarzer  Saumlinie,  einigen  dunklen 
Flecken  in  der  Mitte  der  Vflgl  luid  den  Rippen  wenigstens  zum  Teil  schwarz.  Vflgl  oben 
bis  zur  Wurzel  schwarz  mit  gelben  Flecken:  drei  Wurzelflecken  (2  in  1  b,  einem  in  der 
Zelle),  8  Diskalflecken  (in  1  b — 8)  und  einem  Querfleck  in  der  Spitze  der  Mittelzelle. 
Hflgl  oben  gelb  am  Saume  und  am  Irde  schwarz.  A.  hicolor. 

-f -f.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  nicht  gelb.  Vflgl  mit  weißen  Zeichnungen.  Hflgl  auf 
beiden  Seiten  weiß  mit  dunklen  Rändern.  Vflgl  oben  schwarz  im  Wurzeldrittel  mehr 
oder   weniger   gelb   oder  rotgelb   überzogen. 

-.  Vflgl  statt  der  Flecken  mit  feinen  weißen  Längslinien,  je  zwei  in  1  b  und  der 
Mittelzelle  und  je  einer  in  2 — 8.  A.  lencogaster. 

— .  Vflgl  mit  weißen  Diskalflecken  in  1  b — 3  (4),  5 — 8  und  einem  großen  viereckigen 
Fleck  in  der  Mittelzelle.  A.  hismarcki. 

00.  Vflgl  oben  braun,  gelbbraun  oder  gelblich  mit  deutlich  hervortretenden  schwarzen  Rippen 
und  weißen  Glasflecken  wenigstens  in  6 — 8  (Subapicalflecken).    Feld  1  b  stets  ungefleckt. 

4-.  Vflgl  mit  Glasflecken  in  2,  3  und  in  der  Mittelzelle  (einem  oder  2  länglichen). 


568  ABANTIS.    Von  Dr.  C.  AueivilliüS. 

-.  Vflgl  oben  von  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  hell  braungelb  dann  rauchbraun,  unten 
ganz  ockergelb.    Hflgl  auf  beiden  Seiten  weiß  mit  dunkeln  Rändern.        A.  lofu. 

— .  Vflgl  oben  nicht  oder  nur  im  Wurzeldrittel  gelblich. 

1.  Hflgl  an  der  Wurzel  mit  drei  länglichen  Glasflecken,  2  in  der  Mittelzelle  und 
einem  im  Felde  7.  A.  ja. 

2.  Hflgl  ohne  Glasflecke. 

a.  Hflgl  ob?n  in  der  Mitte  sehr  ausgedehnt  weiß  oder  wenigstens  mit  heller 
Mittolbindc. 

a'.  Hflgl  oben  schwarzbraun  mit  einer  nur  4  mm  breiten,  gelblichweißen 
Mittelbinde  von  der  Rippe  8  bis  zur  Falte  des  Feldes  1  c. 

A.  elegantula. 
b'.  Hflgl  oben  mit  breiter  weißer  Mittelbinde  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  1  b 
oder   1  a,  oder  in  noch  größerer  Ausdehnung  weiß  oder  weißlich. 

A.  nigeriana. 
A.  lucretia. 

h.  Hflgl  oben   braungelb   mit   allen   Rippen    und   einer  schmalen   Saumbinde 
schwarz.  A.  venosa. 

+  +.  Vflgl  ohne  Glasflecke  in  2,  3  und  der  Mittelzelle. 

1.  Vflgl  mit  Glaspunkten  in  6 — 8.   Hflgl  fast  weiß,  oben  an  der  Wurzel  breit  schwärz- 
lich und  am  Vorderwinkel  und  am  Irde  mehr  oder  weniger  verdunkelt. 

A.  efulensis. 

2.  Vflgl  ganz  ohne  Glasflecke.    Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  braungelber  Grundfarbe. 

A.  venosa  var.  vldurt. 

§§.  Vflgl  oben  ganz  ohne  Glasflecke  oder  andere  helle  Flecke  hell  rötlichgrau  mit  schwarzen  Rippen. 
Hflgl  blaß  rötlich  mit  schwarzen  Rippen  und  dunklem  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle. 

A.  rubra. 

**.  Beide  Flügel  oben  und  unten  von  der  Wurzel  bis  weit  über  die  Mitte  hinaus  rein  weiß.  Vflgl  mit 
schwarzer,  gleichbreiter  Saumlinie,  einer  ähnlichen  etwas  gewellten  Submarginallinie,  welche  durch 
die  schwarzen  Rippen  mit  der  Saumlinie  verbunden  wird,  wodurch  eine  Reihe  weißer  Saumpunkte 
abgetrennt  werden,  und  einer  schwarzen  schief  gestellten  Subapicalbinde  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  4, 
wo  sie  sich  gewöhnlich  mit  der  schwarzen  Submarginallinie  vereinigt.  Durch  diese  Subapicalbinde 
wird  eine  zweite  Reihe  von  5 — 6  weißen  Flecken  abgetrennt.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  schwarzer, 
gegen  den  Hinterwinkel  ein  wenig  verbreiterter  Saumlinie.  Fransen  beider  Flügel  schwarz  und  weiß 
gescheckt.  —  Leucochitonea  Wallengr.  A.  levebu. 

iellenslf.  '  A.  tettensis  Hpffr.  (75  a).  Palpen  unten  hellgelb.  Schulterdecken  schwarz  mit  weißen  Rändern. 
Vflgl  oben  schwarzgrau  mit  weißlichem  Wurzelstrich  am  Vrde  und  in  1  b  (dieser  saumwärts  in  zwei  Flecke 
geteilt),  zwei  weißen  Flecken  in  der  Mittelzelle,  weißen  Diskalflecken  in  1  b — 8  und  solchen  Saumflecken;  diese 
und  die  Diskalflecke  teilweise  zusammenfließend.  Hflgl  oben  weißlich,  unten  mehr  gelblich  mit  schwarzer, 
oft  weiß  gefleckter  Sauinbinde.    Flügelfransen  schwarz  und  weiß  gescheckt.    Kapland  bis  Angola  und  Zambesi. 

paradiica.  A.  paradisea  Btlr.  (=  namacjuana  Ww.)  (76  i)  ist  durch  die  Abbildungen  und  die  Beschreibung  in  der 

Uebersicht  hinreichend  gekennzeichnet.  Die  Vorderbrust  und  die  Unterseite  der  Palpen  sind  ockergelb.  Natal, 
Owambo-Land,  Rhodesia  und  Madibira. 

zambcsiaca.  A.  zambesiaca   Wiv.  (=  zambesina  Platz,  trimeni  Btlr.)  (75  a)    ist  oben  ausfülirlich  beschrieben.    Der 

große  weiße  Seitenfleck  des  Hlbs  wird,  wenn  die  weißen  Schuppen  abgerieben  oder  beschädigt  werden,  gelblich 
oder  rötlich,  wie  ein  mir  vorliegendes  Stück  zeigt.   Zambezi,  Mashuna-Land,  Rhodesia. 

hicolor.  A.  bicolor  Trim.    (76  i)  weicht  durch  Farbe  und  Zeichnung  von  allen  übrigen  Arten  beträchtlich  ab. 

Diese  seltene  Art  ist  nur  aus  dem  Kaffern-Lande,  Natal  und  dem  Zulu-Lande  bekannt. 

Inimi/iixirr.  A.  leucogastcf  Mab.  (75  a)   ist  durch  die  weißen  Längslinien  der  Vflgl  von  allen  übrigen  Arten  ver- 

schieden. Kopf  und  Thorax  schwarz  mit  weißen  Tropfenflccken ;  Schidterdecken  an  der  Spitze  gelb  behaart. 
Mittel-  und  Hinterrücken  jederseits  mit  gelbem  Haarpinsel.  Hlb  weiß  mit  schwarzer  Rückenbinde  und  einer 
solchen   Seitenlinie  jederseits  des  Bauches;  Analpinsel  schwärzlich.    Sierra-Leone  und  Süd-Kamerun. 

hismarcki.  A.  bismarcki  Karsch  (75  a).     Das  abgebildete  Stück  stellt  ein  $  dar.    Nach  Kar.sch  weicht  indessen 

das  (J  nur  wenig  vom  $  ab,  hauptsächlich  nur  dadurch,  daß  der  Diskalfleck  1  b  kleiner  ist  und  der  weiße  PunJct 

in  2  fehlt.   Der  Diskalfleck  3  ist  klein  und  unregelmäßig.    Saumbinde  der  Hflgl  breit  und  weiß  punktiert.  Togo- 

arctotnargi-   Land.  —  arctomarginata  Lathy  weicht  nur  dadmch  ab,  daß  der  Diskalfleck  3  der  Vflgl  gleichbreit  und  länglich, 
>ia/<i. 


Axisgegehen  24.  III.  1925.  ABANTIS.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  569 

etwa  so  lang  wie  der  Fleck  in  1  b  und  die  Saumbinde  der  Hflgl  schmäler  (kaum  2  mm  breit)  und  fast  unge- 
fleckt ist.  Nyas.sa-Land.  —  neavei  form.  nov.  Neave  beschrieb  und  bildete  diese  Form  als  das  ?  von  A.  lofu  neavei. 
ab.  Wenn  aber  Karsch  darin  recht  hat,  daß  die  Geschlechter  von  A.lismarcki  einander  ganz  ähnlich  sind, 
ist  es  nicht  wahrscheinlich,  daß  diese  Form  und  der  mit  ganz  verschieden  gefleckten  Vflgl  ausgestattete  A.  lofu 
die  Geschlechter  derselben  Ait  sind,  neavei  ist  der  arctomarginata  sehr  ähnlich,  hat  wie  diese  einen  länglichen 
Diskalfleck  im  Felde  3  der  Vflgl,  weicht  aber  durch  die  scharfen  weißen  Flecke  der  etwas  breiteren  schwarzen 
Saumbinde  der  Hflgl  ab.  Nach  der  Figur  Neaves  zu  urteilen  stellt  dieselbe  ein  (J  und  nicht  ein  9  dar.  Ehodesia. 

A.  lofu  Neave.  (75  a)  ist  die  erste  Art  einer  Reihe  Formen,  bei  denen  die  Vflgl  3 — 4  Glasflecke  in  der  Mu. 
Mitte  und  drei  subapicalen  Glaspunkte  haben;  die  Flecke  in  der  Mitte  berühren  gewöhnlich  einander.    Hflgl 
unten  am  Vrde  in  Feld  8  und  zum  Teil  am  Saume  ockergelb.    Rhodesia. 

A.  ja  H.-Drc.  (75  b).    Flügel  oben  mit  brauner  Grundfarbe  und  einer  helleren  gelbbraunen  Submarginal-  ja. 
binde  der  Hflgl,  unten  mit  fast  eintöniger  gelbbrauner  Grundfarbe,  hellerem  Ird  der  Hflgl  und  allen  Rippen 
schwarz.     Süd-Kamerun. 

A.  elegantuia  Mah.    Flügel  oben  schwarzbraun;  Vflgl  mit  freiem  Glasfleck  im  Felde  3  unten  am  Irde  elegantula. 
in  1  a  und  1  b  weißlich  aufgehellt.    Hflgl  unten  von  der  Rippe  8  bis  zum  Irde  mit  etwa  6  mm  breiter,  weißer, 
von  den  schwarzen  Rippen  durchzogener  Mittelbinde  und  schwarzen  Rändern;  die  Saumbinde  4  mm  breit 
ohne  helle  Flecke.    Sierra-Leone.    Kamerun. 

A.  nigeriana  Btlr.  Diese  mir  unbekannte  Art  wird  von  Butler  mit  zamhesiaca,  paradisea  und  pleroiica  nigeriana. 
verglichen,  dürfte  aber  am  nächsten  mit  lucretia  und  venosa  verwandt  sein.  Aus  der  Beschreibrnig  mag  das 
folgende  angeführt  werden:  Glasflecke  wie  bei  -4.  plerotica,  außerdem  ein  weißer  Strich  im  Felde  10,  ein  weißer 
Wurzelfleck  in  der  Mittelzelle  und  zwei  weiße  Punkte  an  der  Flügelwurzel.  Hflgl  weißlich  mit  der  Wurzel, 
den  Rippen  und  dem  Saum  mit  den  Fransen  schwarzbraun;  Schulterdecken  sehr  lang,  mit  einem  weißen  Punkt 
an  der  Wurzel,  einem  in  der  Mitte  imd  orangegelber  Spitze;  Thorax  an  der  Seite  und  der  Spitze  mit  rostgelben 
Pinseln;  Hlb  an  der  Wurzel  und  an  der  Spitze  rauchgrau,  in  der  Mitte  silberweiß  mit  schwärzlicher  Rücken- 
linie: Analpinsel  orangegelb.  an  rler  Wurzel  schwarz.  Fühler  schwarz;  Kolbe  unten  weiß.  Flügel  unten  wie  oben, 
aber  die  Vflgl  am  Hrde  weißlich  mit  braunen  Rippen ;  Hflgl  schneeweiß,  Vrd  und  Saum  tiefer  schwarz.  Brust 
rnid  Palpen  ockergelb;  Bauch  weiß  mit  dunkler,  nach  hinten  gelblicher  Seitenlinie.    Nigeria. 

A.  lucretia  H.-Drc.  Vflgl  schwarzbraun,  an  der  Wurzel  mehr  oder  weniger  braungelb  oder  rostgelb  lucreiia. 
beschuppt  mit  Glasflecken  in  der  ^littelzelle  (oft  nur  1),  in  2,  3  und  6 — 8.  Hflgl  an  der  Wurzel  in  7  und  8 
rostgelb,  auf  beiden  Seiten  zwischen  den  Rippen  1  und  8  mit  breiter  weißer  Mittelbinde  und  am  Saume  mit 
4  mm  breiter  dunkler  Saumbinde  mit  schwarzen  Rippen  und  weißlichen  Saumpunkten  in  I  b — ^3  oder  4.  Pal- 
pen unten  gelb.  Hlb  weiß,  an  der  Wurzel  schwarz,  oben  mit  dunkler  Rückenlinie,  rmten  mit  schwarzen  Seiten- 
linien, an  der  Spitze  mit  gelbem  Pinsel.    Kamerun  und  C'ongo. 

A.  venosa  Trnn.  (75  a).    Durch  die  eintönig  gelbbraune  Oberseite  der  Hflgl  ausgezeichnet.    Vflgl  oben  venosa. 
braun  mit  Glasflecken  in  der  Mittelzelle,  in  2,  6 — 8  tmd  oft  auch  mit  einem  kleinen  freien  Fleck  in  3;  an  der 
Flügelwurzel  mit  zwei  weißen  Punkten.    Flügelfransen  kurz  und  dunkel,  am  Analwinkel  der  Hflgl  länger  und 
gelb.   Vflgl  unten  wie  oben,  aber  am  Irde  in  1  a  und  1  b  weißlich.    Hflgl  miten  schneeweiß,  an  der  Wurzel,  am 
Vrde  in  8  und  am  Saume  schwarz  ohne  helle  Flecke;   Vrd  an  der  Wurzel  weißlich;  Saumbinde  nach  hinten 
breiter;  Rippen  nur  am  Irde  und  nahe  der  Saumbinde  schwarz.    Unterseite  der  Palpen  und  Vorderbrust  gelb. 
Transvaal  bis  Rhodesia.  —  umvulensis  E.-Sh.  ist  die  extreme  Trockenzeitform  und  dadurch  au.sgezeichnet,  daß  umvulensis. 
die  Hflgl-Unterseite  eintönig  braungelb  ist  ohne  weißes  Mittelfeld  und  ohne  schwarze  Ränder.   Mashuna-Land. 
—  plerotica  Kar.sch  soll  die  extreme  Regenzeitform   sein  und  scheint  nach  der  Beschreibung  nur  wenig  von  plerotica. 
der  Hauptform,  vielleicht  nur  durch  etwas  größere  Ausdehnung  der  weißen  Farbe  der  Hflgl-Unter.seite,  abzu- 
weichen.   Ost-Afrika.  —  vidua  Wei/m.  weicht  von  umvulensis  nur  dadurch  ab,  daß  alle  Glasflecke  der  Vflgl  vidua. 
fehlen.    Angola.    Mashuna-Land. 

A.  efulensis  Holl.  (75  b)  weicht  wie  die  Abbildung  zeigt,  durch  die  Zeichnung  der  Oberseite  und  die  efulemis. 
unten  bis  zum  Saunu^  weißen  Hflgl  von  alleir  anderen  Arten  ab.    Kamerun  und  nördliches  Congo-Gebiet. 

A..  rubra  Holl.  ist   in  der  Uebersicht  beschrieben  und  an  ihren  rötlichen,  oben  und  unten  ähnlichen  rubra. 
Flügeln  sofort  kenntlich.    Congo-Gebiet:  Medje. 

A.  levebu  tritt,  wie  es  mir  scheint,  in  mehreren  ineinander  übergehenden  Lokalrassen  und  Zeitformen 
auf.  —  Bei  levebu  Wallengr.  (=  lactea  Plötz),  von  der  mir  die  di-ei  Typen  (2  $,  1  $)  vorliegen,  ist  der  Vrd  der  levebu. 
Vflgl  auf  beiden  Seiten  schwarz,  die  Saum-  und  Submarginalbinden  sowie  der  schwarze  Subapicalbogen  der 
Vflgl  schmal  und  nur  durch  die  schwarzen  Rippen  verbunden  und  demzufolge  sind  die  weißen  Saumflecke  groß 
und  die  6  weißen  Subapicalflecke  alle  deutlich  und  länglich.  Hflgl  unten  mit  schwarzem  Längsstrahl  längs 
der  Rippe  8  bis  zur  Mitte  des  Vrdes ;  die  Rippen  1  a — 4  und  die  Falte  in  1  c  mehr  oder  weniger  schwarz  gesäumt. 
Halskragen  jederseits  und  die  Schulterdecken  im  Wurzelteil  orangegelb  beschuppt.   Palpen  unten  weiß.    Kap- 

XIII  72 


570  CAPRONA;  PROCAMPTA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius. 

defecla.  land  bis  Damara-Land  und  Rhodesia.  —  defecta  form.  nov.  (75  b,  als  levebu)  ist  eine  extreme  Trockenzeitform, 
welche  nnr  durch  noch  schmälere  schwarze  Zeichnungen  der  Vflgl  und  durch  das  Fehlen  des  schwarzen  Längs- 

imncris.  Strahles  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  abweicht.  —  amneris  Bbl.  u.  Bog.  (75  b,  als  lactea)  ist  offenbar  eine  Regen- 
zeitform, welche  .sich  dm'ch  die  größere  Ausdehnung  der  schwarzen  Flecke  am  Saume  und  an  der  Spitze  der 
Vflgl  und  die  dadurch  ent.standene  Verkleinerung  der  weißen  Flecke  au.szeichnet.  Dagegen  fehlen  die  schwarze 
Färbung  am  Vrde  der  Vflgl  und  der  schwarze  Längsstrahl  im  Felde  8  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.  Ost -Afrika: 
hindei.  ilassai-Land  und  iladibira.  — -  hindei  H.  Drc.  ist  nach  der  Beschreibung  eine  extreme  Form  von  amneris, 
bei  aer  die  Saumbinde  der  Vflgl  noch  breiter  ist  \nid  den  Hrd  erreicht  und  die  Hflgl  unten  einen  deutlichen 
schwarzen  Längsstrahl  im  Felde  8  haben.    Britisch  Ost-Afril^a :  Kitui. 


4.  Gattung:  C^aproua  Wallengr. 

^Vie  Ahaniis  kommt  auch  diese  Gattung  nur  auf  dem  Festlande  Afrikas  vor  und  fehlt  in  der  madagassi- 
.schen  Subregion.  Für  die  eine  {canofus)  der  drei  Arten  hat  Mabille  neuerdings  eine  besondere  Gattung  Neiro- 
balane  aufgestellt.  Die  L^nt er. schiede  sind  indessen  so  geringfügig,  daß  ich  vorziehe,  beide  Arten  in  deiselljen 
Gattung  zu  belassen. 

U  e  b  e  r  s  i  eh  t    der    Arten. 

A.  Hflgl  unten  ohne  runden  schwarzen  Fleck  im  Felde  1  b  nahe  am  Hinterwinkel.  Flügel  oben  mit  grauer 
Grundfarbe;  Vflgl  mit  deutlichen,  scharf  begrenzten  Glasflecken;  Hflgl  ohne  deutliche  Glastlecke.  —  q*  Vor- 
derhüfte mit  einem    sehr   langen,    der  Brust   nach    hinten   anliegenden,    schwarzen  Haarpinsel.    —    Caproixt 

^]'((ll(^l|t/|■. 

X.  Htlgl-Unterseite  ohne  runden  scharf  hervortretenden,  schwarzen  Fleck  im  Felde  1  c.  C.  piUaamt. 

jS.  Htlgl-Unterseite  in  der  ilitte  des  Feldes  1  c,  der  Wurzel  der  Rippe  2  fast  gegenüber  mit  einem  gerundeten 
schwarzen  Fleck.  ('.  adclica. 

B.  Hflgl  unten  im  Felde  1  b  nahe  am  Saume  mit  einem  gerundeten  schwarzen  Fleck.  Beide  Flügel  mit  weißer 
Grundfarbe,  braunen  oder  sch^Yarzen  Zeichnungen  und  grauen  Glasflecken.  —  ^  Vorderhüften  ohne  Haar- 
pinsel. —  Untergattung:    Netrohahne  Muh.  C.  anwpiis. 

piUatnia.  C.  pillaana   WalhiKjr.  (=  hcterogyna  Muh.)  (76  i).     Die  Zeichnung    der   Oberseite  geht    aus    der  Figur 

hervor.     Unten    sind    die   Flügel    viel    blasser   mit    undeutlichen    Zeichnungen.     Natal    bis    Damara-Land   und 
Rhodesia. 

qdelmi.  C.  adelica  Kiirscli  weicht  nur  durch  den  Fleck  in  1  c  der    Hflgl-Unterseite    und    den   mehr  gerundeten 

cassualalld.  Saum  der  Htlgl  von  pillaana  ab.  Togo-Land.  —  cassualalla  B.-Bal;.  Der  Autor  betrachtet  später  diese  Form 
als  eine  bunte  Form  von  aileliva;  seine  Beschreibung  stimmt  in  allen  Einzelheiten  genau  mit  dem  Typus  von 
pillaana,  von  der  sie  nur  durch  etwas  mehr  rostbraune  Färbung  an  der  Wurzel  und  am  Saum  der  Htlgl-Ober- 
seite  abzuweichen  scheint.  Von  dem  schwarzen  Punkt  in  1  c  der  Unterseite  wird  nichts  gesagt.  Angola.  — • 
kordo/aiii.  kordofatii  li.-liak.  Die  kurze  Beschreibung  lautet:  ..Kopf,  Thorax,  Hlb  und  die  Flügel  sehr  hell  rötlichgrau 
mit  den  gewöhnlichen  Zeichnungen  von  adelica ;  das  breite  helle  Mittelfeld  aber  ist  mehr  oder  weniger  mit 
Strichclchen  oder  Linien  ausgefüllt".    Kordofan  (?). 

t«/i()/«(.s.  C.  canopus   'J'rint.  (76  i).     Die  Zeichnungen  der  Oberseite  sind  in  der  Figur  genau    wiedergegeben ;    die 

dunklon  Flecken  sind  beim  q  mehr  schwärzlich,  beim    ^_  mehr  braun.     Unten  fehlen  die  dunklen  Zeichnungen 
an  der  Wurzel  beider  Flügel.    Kapland  bis  Transvaal. 


5.  Gattung:  Procain |»ta  Holl. 

„Palpen  mäßig  lang,  schlank,  vorgestreckt,  anliegend;  ihr  zweites  Ghed  dicht  haarig:  Endglied  schlank. 
Vflgl  an  der  Wurzel  gerundet,  an  der  Mitte  des  Vrdes  konvex  und  vor  der  Spitze  schwach  ausgerandet ;  die 
Spitze  quer  abgestutzt  und  der  Saum  dann  fast  gerade;  Hinterwinkel  nicht  abgerundet;  Hrd  gerade.  Hflgl 
birnförmig  mit  stark  abgerundetem  Saume." 

P.  rara  IIuU.  (76  g).  Flügel  oben  und  unten  dunkelbraun  (unten  etwas  heller)  mit  Querreihen  von 
eckigen,  schwarzen  Flecken.  Vflgl  mit  einem  Fleck  in  der  Sjjitze  der  Mittelzelle,  einer  schiefen  geraden  Reihe 
Diskaltiecke  von  der  Spitze  bis  zum  Hrde  und  einer  Reihe  Submarginalflecke;  außerdem  ein  schwarzer  Fleck 
in  1  b  und  1 — 2  hinter  der  Zelle  nahe  am  Vrde.  Vflgl  mit  einem  winzigen  Glaspunkt  in  der  Zelle  und  drei 
im  Dreieck  vor  der  Spitze  in  6 --8.     Hflgl  mit  drei  gebogenen    Querreihen   schwarzer   Flecke.     Ogowe-Tal. 


TAGIADES;  GALLEAGRIS.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  571 

6.  Gattung:  Tag-iaclcs  Hbn. 

Endglied  der  Palpen  kurz,  knöpf-  oder  kegelförmig.  Rippe  2  der  Vtlgl  vor  der  Mitte  der  Zelle,  5  in 
der  Mitte  zwischen  4  und  6  abgehend,  11  und  12  breit  getrennt.  Rippe  5  der  Hflgl  deutlich,  Saum  an  ihrer 
Spitze  nicht  ausgerandet. 

Kopf  oben  mit  einigen  winzigen  weißen  Punkten.  VHgl  mit  Glasfleck  im  Felde  11  und  bisweilen  auch 
in   12.     Htlgl  unten  zum  größten  Teil  weiß. 

Ueber  sieht    der    Arten. 

A.  Hflgl  oben  dunkel  gefärbt,  ohne  weißes  Feld.    Hlb  oben  dunkelbraun. 

a.  Saum  der  Hflgl  fast  gleichförmig  abgerundet.     Größere  Art  -40 — 47  mm.  T.  flesus. 

ß.  Saum  der  Hflgl  zwischen  den  Rippen  G  und  7  etwas  hervortretend,    dann  bis  zur  Rippe  Ib  fast  gerade. 
Kleinere  Arten  etwa  35 — 38  mm. 

*.  Vflgl  unten  an  der  "Wurzel  des  Vrdes  nicht  weiß.  Hflgl  unten  mit  zusammenhängender  dunkler 
Vrdbinde  und  hinter  der  Mitte  in  Ic— 6  mit  einer  Reihe  schwarzer  Diskalflecke,  welche  nahe  an  der 
dunklen  Sauiubinde  stehen ;  außerdem  zwei  schwarze  Flecke  im  Felde  7,  sonst  aber  keine  dunklen 
Flecke  in  der  weißen  Farbe.  T.  insiilaris. 

**.  Vflgl  unten  an  der  Wurzel  des  Vrdes  weiß.  Flügel  oben  heller  braun,  Hflgl  mit  drei  Querreihen 
schwarzer  Flecke,  welche  auch  unten  in  der  weißen  Farbe  auftreten.  Hflgl  unten  am  Vrde  nur 
schwarz  bestäubt.  T.  sni/fJii. 

B.  Hflgl  auch    oben    zum    größten  Teil    weiß,    nur    an    der  Wurzel  und  am  Vrde  schwarz.     Hlb  oben  an  der 
Wurzel  schwarz,  dann  weiß.  T.  hicfcus. 

T.  flesus  F.  (=  ophion  Dr.)  (76  c).    Vflgl  mit  Glasflecken  oder  Glaspunkten  in  2  -  8  und  ]  1  und  in  der  flesus. 
Mittelzelle  (2),  nie  aber  in  1  b;  die  Flecke  in  4  und  5  gewöhnlich  klein  oder  fehlend.    Hflgl  oben  in  der  Saum- 
hälfte beim  ,^  bläulich  grau  mit   deutlicher  Querbinde    dunkler. Flecke,    beim   $  heller    grau   mit    undeutlichen 
Flecken.     Sierra-Leone  bis  Natal  und  Usambara  in  Ost-Afrika. 

T.  insularis  Mab.  (=  ophion  Bsd.)  (76  c)    weicht   nur  durch  die  in  der    üebersicht    angeführten  Kenn-  insuhiris. 
zeichen  von  T.  flesus  ab.     Die  Glasflecke  der  Vflgl  sind  oft  sehr  klein,  bisweilen  kommt  ein  Punkt  in  Ib  vor. 
Madagaskar. 

T.  smithi  Midi.  (?  =  samborana  Siuiflt]  ist  mir  nur  durch  die  Beschreibung  bekannt,  ist  aber  durch  die  ■•^^mitlii. 
oben  mitgeteilten  Kennzeichen  von  insularis  zu  unterscheiden.     T.  sanihoraiia   kann  nach  Smiths  Beschreibung 
nicht  von   T.  smitlü  unterschieden  werden  und  ist  wahrscheinlich  dieselbe  Art,  welche  wohl  aus  Versehen  zwei- 
mal nach  Stücken  in  Grose-Smiths  Sammlung  beschrieben  wurde.     Madagaskar. 

T.   lacteus  Muh.    (==  dannatti  Ehrni.)    (76  c)    braucht  nicht  näher  beschrieben    zu  werden.     Liberia  und  ladeus. 
Congo- Gebiet. 

7.  Gattung":  Calleagris  gen.nov. 

Endglied  der  Palpen  lang,  vorgestreckt.  Vflgl :  Rippe  2  vor  der  Mitte  der  Zelle,  3  nahe  am  Hinter- 
winkel, 5  aus  der  Mitte  zwischen  4  und  6,  11  von  12  breit  getrennt.  Hflgl:  Rippe  2  etwas  hinter  der  Mitte 
der  Zelle,  3  nahe  an  der  Hinterecke,  5  deutlich.  Saum  der  Hflgl  abgerundet,  zwischen  den  Rippen  4  und  6  aber 
tief  ausgerandet.  —  J  Vflgl  ohne  Costalumschlag,  Hinterschienen  aber  mit  Haarpinsel. 

Diese  neue  Gattung  weicht  durch  die  Bildung  der  Palpen  und  die  Zeichnung  recht  erheblich  von 
EiKjris  ab. 

C,  jamesoni  E.-Sh.  (76  d).    Die  Abbildung  macht  eine  nähere  Beschreibung  der  Färbung  und  Zeichnung /„(»f.so»;. 
dieser  ausgezeichneten  Art  überflüssig.    Die  Glasflecke  der  Vflgl  sind    meist    gerundet    und    schwarz    umzogen; 
sie  kommen    in    der  Mittelzelle    (ein  einziger)    und    in  den  Feldern    1  b— 8  vor.    Endglied  der  Palpen  schwarz. 
Die  Grundfarbe  der  Vflgloberseite  ist  bei  der  Regenzeitform  dunkler,  mehr  braun  als  bei  der  Trockenzeitform. 
Damara-  und  Mashuna-Land.    Rhodesia.  —    kigonserensis    Wichgr.    „Vflgl  mausgrau  mit  brauner  Bestäubung,  fägonseren- 
namentlich  nach  innen  und  am  Hrde."     „Der  große  weiße  Fleck   am  Schluß   der  Zelle  ist   nicht  so  rund  wie  «'« 

bei  den  Exemplaren  vom  Tanganjika-See,  sondern  etwas  quadratischer."    Die  Glasflecke  in  1  b  und  2  erscheinen 
als  ein  großer  zusammenhängender  Fleck.    Ost- Afrika:    Kigonsera. 


572  EAGRIS.    Von  Dr.  C.  Aveivillus. 

8.  Gattung:  JEa^rii«  Gn. 

Endglied  der  Palpen  mäßig  lang  oder  kurz,  kegelförmig.  Vagi:";  Rippe  2  nahe  an  der  Wurzel  der  Zelle 
5  etwas  näher  an  6  als  an  4,  II  ganz  frei.  Hfigl:  Rippe  2  wenig  hinter  der  Mitte  der  Zelle,  5  deutlich.  Saum 
der  HHgl  zwischen  den  Rippen  4  und  (i  ausgerandet.  —  j  VHgl  mit  Costalumschlag.  Hinterschienen  mit  Haar- 
pinsel.   Erstes  Glied  der  Hintertarsen  ohen  haarig.  —    --Hlb  mit  AfterwoUe. 

U  eher  sieht    der    Arten. 

A.  HHgl.  unten  mit  dunkelbrauner,  gelbbrauner,  gelber  oder  hellgelber  (nie  aber  weißer)  Grundfarbe. 

a.  Hdgl  ganz  ohne  Glasflecke. 

*.  ^.  Flügel  auf  beiden  Seiten  mit  schwarzbrauner  Grundfarbe  und  wenig  deutlichen  schwarzen  Diskal- 
und  Mitteltlecken.  Ytlgl  nur  mit  zwei  Glaspunkten  in  7  und  8.  Palpen  unten  lebhaft  rostgelb.  — 
9.  Elügel  oben  matt  hell  rötlichbraun  mit  schwarzgeringten  Glasflecken  in  fast  allen  Feldern.  Beide 
Flügel  unten  mit  weißlicher  Saumlinie.  E.  nottoaua. 

**.  Ytigl  mit  zahlreichen  Gla&tlecken  und  braungelber,  gelber  oder  grauer  Grundfarbe.    Flügel  unten  ohne 
weißliche  Saumlinie. 

§.  Hdgl  olien  am  Saume  so  dunkel  wie  ihre  Grundfarbe    oder   wenigstens  mit  dunklen  Zeichnungen. 

0.  HHgl  unten  am  Yrde  in  den  Feldern  7  und  8  von  der  Farbe  des  Grundes  (gelb   oder  braun- 
gelb), in  7  aber  mit  1  —  2  schwarzen  Flecken. 

1.  Hflgl  unten  mit  dunklerer  (J)  oder  hellerer  (^)  braungelber  Grundfarbe.    —    ,j".  GlasHecke 
der  Vflgl  klein  oder  teilweise  fehlend.  E.  sabuclhis. 

2.  Hflgl  unten  mit  reiner,  hellgelber  Grundfarbe.    Glastiecke  der  Vtlgl  bei  beiden  Geschlechtern 
groß  und  zahlreich.  E.  astvria. 

00.  Htigl  unten  am  Yrde  dunkel  bestäubt  oder  mit  dunkler  Yrdbinde. 

1.  Flügel  oben  mit  dunkelbrauner  Grundfarbe.    Hflgl  unten  mit  lebhaft  gelber  Grundfarbe. 

E,  dccasliiiiiKi. 

2.  Flügel  oben  braungrau,  in  der  Mitte  schwach  gelblich    aufgehellt.   Htigl   unten  mit  gelblich 
grauer  Grundfarbe.  E.  ocinaina. 

§§.  Hflgl  oben  am  Saume  zwischen  dem  Analwinkel   und  der  Rippe  2    (oder  3  oder  4)    breit  weißlich 
gelb  oder  graugelb  ohne  Zeichnungen.  E.  dcnitba. 

ß.  Hflgl  mit  großem  Glasfleck  in  der  Mittelzelle  und  kleineren  solchen  Flecken  in  1  b  und  7.      E.  hindbcclci. 

B.  Hflgl  unten  mit  rein  weißer  Grundfarbe  und  dunkler  Yrdbinde,  ohne  Glastiecke. 

a.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  der  Yflgl  ist  groß  und  länglich  und  steht  mit  seinem  inneren  Ende  gerade  hinter 
dem  zweiten  Fleck  der  Mittelzelle.    Hflgl  oben  am  Saume  nicht  oder  kaum  erhellt.  E.  phijUoiilida. 

ß.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  der  Yflgl  ist  schief  cjuerliegend  und  steht  weit  mehr  saurawärts  als  die  Flecke  der 
Mittelzelle  und  gerade  hinter  dem  Fleck  in  3.  Hflgl  oben  an  der  Mitte  des  Saumes  breit  hellgrau  aufgehellt. 

E.  fnscosa. 

noUoaiHi.  E.  nottoana   WuUeiup:  (=  melancholica  Mnh.)  (76  d)  ist  im  männlichen  Geschlecht  sehr  dunkel  und  hat 

nur  zwei  Glaspunkte  der  Yflgl.     Das  mir  unbekannte  -  ist  viel  heller  und  oben  in  der  Uebersicht  nach  Trimex 
beschrieben.     Kapland  bis  Delagoa-Bay. 

mhadius.  E.  sabadius  Giaij  (=  andracne  B^d.,  hyalinata  Saidin.)  (76  c,  d).     Beim  j*  sind  die  Flügel  oben  fast  eintönig 

braun  mit  denselben  schwarzen  Flecken  wie  beim  5,  aber  viel  kleiner  und  undeutlicher.  Die  Glasflecke  der 
Yflgl  sind  auch  dieselben,  wie  beim  C,  aber  klein  und  punktförmig  oder  fehlend  und  nur  durch  ihre  schwarze 
Umgebung  vertreten.  Die  Unterseite  ist  lebhaft  braungelb  (dunkler  als  beim  :,)  mit  schwarzen  Diskalflecken 
mauriitana.  der  Htigl.  Die  Zeichnung  des  +  geht  aus  der  Abbildung  hervor.  Madagaskar.  —  mauritiana  Muh.  und  BouU. 
weicht  nur  dadurch  ab,  daß  beim  j"  die  Glaspunkte  der  Yflgl  noch  kleiner  sind  oder  fehlen  und  daß  die 
schwarzen  Diskalflecke  der  Unterseite  der  Hflgl  auch  sehr  klein  sind  oder  fehlen.  Mauritius.  Madagaskar.  — 
aldabrami.  aldabtana  Fri/cr  ist  etwas  kleiner  und  heller  als  die  Hauptform,  sonst  aber  damit  übereinstimmend.  Insel  Aldabra. 

asiorUi.  E.  astoria  lIoU.  (=  epira  Karsch,   pJiicda  Btlr.).    Yflgl  mit  zwei,  beim  3  getrennten,  beim  i  vereinigten 

Glastiecken  in  der  Mittelzelle  und  solchen  Flecken  in  Ic  — 9  und  11;    von    denselben   stehen  2  in  Ib   und  mit 
denen  in  2  und  3  in  gerader  Linie,  die  in  4  und  5  sind  sehr  klein  oder  bisweilen  fehlend. 

dccastüjmc.  E.  decastigma  Mal.  (76  d)  ist  durch  die  Beschreibung  in  der  Uebersicht    und    die  Abbildung  leicht  zu 

bestimmen.     Sierra-Leone  bis  Gabun. 


SARANGESA.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  573 

E.  ochreana  ImIIui  weicht  durch  die  viel  hellere  Grundfarbe  beider  Flügel  ab.    Die  Vtlgl  haben  Glas-  uchrcana. 
Hecke  in  1  b— 3,  6—9  und  11  und  wie  gewöhnlich  2  in  der  Mittelzelle.    Die  Diskalflecke  4  und  5  sind  wenigstens 
beim  typischen  Stück  nur  durch  schwarze  Flecke  vertreten.     Nyassa-Land. 

E.  denuba  Flötz  (=  decolor  Mab.)  (76  d,  e).  Die  helle  Grundfarbe  der  Hflgl  ist  gewöhnlich  hell  und  demiha. 
rein  weißgelb,  nicht  hellgrau  wie  in  den  Figuren.  Die  Vtlgl  haben  wie  gewöhnlich  je  zwei  GlasHecke  in  der 
Mittelzelle  und  in  Ib  und  je  einen  in  2  — 9  und  11;  der  Fleck  in  2  ist  groß,  fast  quadratisch  und  steht  mehr 
wurzelwärts  als  der  Fleck  in  3,  gerade  hinter  dem  zweiten  Fleck  der  Zelle.  Hflgl  oben  an  der  Wurzel,  am 
Irde,  am  Vrde  und  an  der  Spitze  dunkelgrau  oder  braun ;  sie  haben  zwei  schwarze  Flecke  im  Felde  7,  je  einen 
in  4— ü  und  zwei  kleine  oder  undeutliche  in  1  c.     Sierra-Leone  bis  Kamerun. 

E.  lucetia  Hcir.  (76  f).    Diese  ausgezeichnete  und  seltene  Art  ist  mir  nur  durch  die  Abbildung  der  Ober-  Im-eliu. 
Seite  bekannt  und  konnte  darum  nicht  in  die  Uebersicht  eingereiht  werden.     Angola.    Rhodesia. 

E.  landbecki  H.-l)rc.  (76  e)  zeichnet  sich  von  den  übrigen  Arten  durch  die  Glasflecke  der  Hflgl  aus.    Die  landbccki. 
Vflgl  haben  je  einen  Glasfleck  oder  Glaspunkt  in  1  b  — 9  und  11  und  zwei  in  der  Mittelzelle.    Von  den  übrigen 
Arten  unterscheidet  sie  sich  auch  dadurch,  daß  das  Feld  Ib  nur  einen  Fleck  hat  und  daß  die  Flecke  1—4  in 
einer  geraden,    gegen    die  Flügelspitze    gerichteten  Linie    stehen.      Ob    eine    echte  Ea[jris?     Congo-Gebiet    am 
Kassai-Fluß. 

E.  ptiyllophjla  Trim.  {~  opliion    Wallciiijr.)  (76  c,  d)  ist  durch  die  Abbildungen  leicht  kenntlich.    Natal.  i,hyH„i,hUii. 
Delagoa-Bai. 

E.  fuscosa  HoJl.  (76  d)    ist    durch    die   in  der  Uebersicht    hervorgehobenen  Kennzeichen    leicht    von  F.  fuscosa. 
pliyjlophila  zu  unterscheiden.     Ogowe-Tal. 

9.  Gattung:  ^araugesa  Mr. 

Diese  Gattung  ist  sehr  schwach  von  den  übrigen  Gattungen  abgegrenzt  und  wenig  natürlich.  Es  fehlt  mir 
jedoch  jetzt  an  Zeit  und  Material  um  eine  Revision  der  Gattung  auszuführen.  Ich  schließe  mich  darum  der 
bisherigen  Einteilung  der  Arten  ziemlich  genau  an. 

Uebersicht    der    A  r  t  e  n  g  r  u  p  p  e  n. 

A.  Saum  der  Hflgl  zwischen  den  Rippen  4  und  6  tief  ausgerandet,  die  Fransen  an  den  genannten  Rippen  ver- 
längert, zahnförmig  ausgezogen.  Mediana  der  Vflgl  zwischen  den  Rippen  2  und  3  ganz  gerade;  untere 
Discocellularis  der  Vflgl  gerade  und  fast  senkrecht  gegen  die  Rippe  4  stehend.  —  ^-Hinterschienen  mit 
langem  Haarpinsel.     Erstes   Glied   der  Hintertarsen  anliegend  beschuppt   ohne  Haare.  —  Erd'is  Mab. 

Erste  Gruppe. 

B.  Saum  der  Hflgl  gleichförmig  gebogen,  zwischen  den  Rippen  4  und  6  nicht  oder  nur  schwach  ausgerandet; 
Fransen  gleich  breit,  gewellt  oder  fast  ganzrandig.  Mediana  der  Vflgl  zwischen  den  Rippen  2  und  3  schwach 
gebogen. 

a.  Die  Rippe  5  entspringt  in  beiden  Flügeln  deutlich  naher  an  6  als  an  4;  vordere  Discocellularis  der  Vflgl 
schief  gestellt.   —   J.  Hinterschienen  mit   Haarpinsel.     Erstes  Glied  der  Hintertarsen  oben  haarig. 

Zweite  Gruppe. 

[i.  Die  Rippe  5  entspringt  in   beiden  Flügeln   in    der   Mitte   zwischen  4  und  6;    untere   Discocellularis   der 
Vflgl  gerade  und  fast  senkrecht  gegen  die  Rippe  4. 

*.   3-  Hinterschienen  auf  der  Rückenseite  lang  behaart  aber  ohne  eigentlichen  Pinsel.    Erstes  Glied  der 
Hintertarsen  anliegend  beschuppt; ohne  Behaarung.  —  Hi/da  Mab.  Dritte  Gruppe. 

**.  ^.  Hinterschienen   mit  langem   Haarpinsel.     Erstes  Glied   der  Hintertarsen    oben    behaart.     (Ob  bei 
allen  Arten?)  Vierte  Gruppe. 

Erste  Artengruppe. 

Die  Arten  dieser  Gruppe  sind  durchschnittlich  kleiner  und  mehr  breittiügelig  als  die  Arten  der  zweiten 
und  vierten  Gruppe  und  besonders  durch  den  unregelmäßigen,  gezähnten  Saum  der  Hflgl  ausgezeichnet.  Auch 
die  Vflgl  sind  am  Saume  zwischen  den  Rippen  1  und  2  mehr  oder  weniger  ausgerandet.  Hflgl  ohne  Glasflecke; 
Vflgl  gewöhnlich  mit  kleinen  Glasflecken  in  1  b,  2,  3,  6  —  8  und  11,  selten  aber  in  der  Mittelzelle.  Flügeroben 
dunkelbraungrau  mit  schwarzen  in  (:^uerbinden  oder  Querreihen  geordneten  Flecken.  Die  Vt  "i^*-  hellerer 
Grundfarbe  und  deutlicher  Zeichnung. 


574  SARANGE8A.    Von   Dr.  ('.  Adriviluus. 

l'  e  1)  e  r  s  i  c  L  t    der   Arten. 

A.  Mittelzelle  der  Ytigl  ohne  Glasflecke  oder  ziemlicli  weit  vor  ihrer  Spitze  mit  1  —  2  Glaspunkten. 

Ä.  Flügel  .unten  mit  rotgelber,  rotbrauner  oder  gelbbrauner  Grundfar'De  oder  wenigstens  mit  einigen  solchen 
Flecken  zwischen  den  dunklen  Flecken. 

*.  Rippen  nicht  dunkler  als  die  Grundfarbe. 

1.  VHgl  mit  Glasflecken  in  (I  b),  2,  .3,  6-8,  (10),  11.  ,S'.  djaelaclac. 

2.  Yflgl  nur  mit  drei  Glaspunkten  (in  6 — 8).  .S'.  melania. 
'**.  Rippen  beider  Flügel  schwarz,  besonders  unten  scharf  hervortretend.  S.  iwz. 

3.  Flügel  unten  von  dunkelgrauer  oder  schwarzbrauner  Grundfarbe  und  ohne  hellere  rötliche  Flecke. 

*.  VHgl  ohne  Glaspunkte  in  der  Mittelzelle. 

§.  Vflgl  mit  drei   subapicalen   Glaspunkten  (in   G  — 8)    und    außerdem    mit   Glastlecken    in    2,    'S,    10 
und   11.  ^-  liil/iiis. 

S.  (jcmi/i. 

gj;.  Vflgl  ohne  andere  Glastiecke  als  zwei  Subapicalpunkte  (in  7  und  8).  S.  pcrpaupera. 

*".  Vflgl  in  der  Mittelzelle  mit  2  Glaspunkten,  welche  beide  mehr  wurzelwärts  als  der  Fleck  in  2  stehen. 

(S.  hcreirardl. 

E.  .Mittolzelle  der  Vflgl  dicht  vor  ihrer  Spitze  mit  einem  weißen  (Querstrich.  S.  c.rprompla. 

djaclaelae.  S.  djaelaelae  Wtilicufii:  (=  umbra  Trim.)  (76  h)  ist  besonders  an  der  rötlichen  Unterseite   und  den  zahl- 

reichen Glasriecken  der  Vflgl  kenntlich:  ihre  Mittelzelle  ist  gewöhnlich  ohne  Glasflecke,  selten  mit  einem  undeut- 
lichen solchen  Punkte.  Süd-Afrika  bis  Angola,  Somali-Land  und  Abessinien,  auch  in  Senegambien.  —  Bei 
Stücken  aus  Ost- Afrika  ist  die  rötliche  Farbe  der  Unterseite  dunkler  und  mehr  oder  weniger  in  Flecke  aufgelöst: 

macuUfem.  maculifera  Muh.  u.  BohII.  —  punctigera  Muh.  u.  Boull.  weicht  nur  dadurch  ab,  daß  der  Glasfleck  im  Felde  2  der 

puncdgera.  yf^gl  größer  ist.    Britisch  Ost- Afrika. 

melania.  S.  melania  Mah.  ist  mit  der  vorigen  Art  sehr  nahe  verwandt  und   weicht   nach   der  Beschreil)ung  nur 

dadurch  ab,  daß  die  Vflgl  beim  q  keine  anderen  Glasflecke  als  die  drei  Subapicalpunkte  haben  und  daß  die 
Unterseite  dunkler  ist.     Beim    :   kommen  Glasflecke  auch  in  (1  b)  2  und  3  vor.     Gabun,    Togo-Land. 

„„,,.,  S.  nox  Xeave  ist  durch  die  schwarzen  Kippen  und  die  dunkelbraune  Unterseite,  •  auf  der  in  den  Hflgln 

nur  ein  schwacher,  dunkelrotbrauner  Anflug  und  in  den  Vflgln  drei  rotbraune  Flecke  in  4,  5  und  der  Mittel- 
zelle zurückgeblieben  sind,  ausgezeichnet.    Rhodesia. 


*o^ 


IwjcHs.  ■      S.  lugens  Fiog-  (,^  =  morosa   IUkj)   (7Gh,  als  himis)   nur   durch    die  schon  erwähnten  Kennzeichen  von 

(IJacldcliw  abweichend.  Beim  J  siiid  wie  auch  beim  j'  von  djaclachin  die  Außenseite  der  Vorderschenkel  und  die 
Vorderscliienen  weiß  beschuppt  oder  behaart.    „Deutsch"-  und  Britisch-Ost-Afrika  bis  Ruwenzori. 

ijiniyl.  S.  ganyi  B.-Bnl;.  ist  mir  unbekannt,  muß  aber  nach  der  Beschreibung  der  ,S'.  hujena  sehr  ähnlich  sein: 

„J'.  Beide  Flügel  dunkelgrau;  Vflgl  mit  den  ersten  zwei  Dritteln  dunkler;  ein  doppelter  Glaspunkt  an  der 
Wurzel  der  Rippe  11  und  ein  anderer  doppelter  Fleck  am  Winkel  der  Rippe  3;  drei  kleine  Punkte  nicht  in 
gerader  Linie  am  Vrde  näher  an  der  Flügelsjjitze;  hinter  diesen  die  Spur  einer  postmedianen  Fleckenreihe, 
deren  Flecke  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe  sind:  Hflgl  ebenfalls  mit  Spuren  einer  subbasalen  und  einer 
postdiskalen  Fleckenreihe  kaum  dunkler  als  die  Grundfarbe.  Unterseite  wie  oben,  aber  mit  etwas  deutlicheren 
Zeichnungen.  Das  ;,  dem  J  ähnlich,  aber  mit  viel  größerem  Glastieck  in  2  und  deutlicheren  dunklen  Binden." 
Acholi-Fiand. 


perpuuperu. 


S.  perpaupera  lIoU.  (76  h)  weicht  von  ,s'.  liujcnH  nur  durch  die  bis  auf  zwei  reduzierten  Glaspunkte  der 
Vflgl  ab.     Sierra- licone  bis  Gabun. 


hcrcii-ardi.  S.  herewardi  IHIcii  ist  etwas  größer  als  die  schon  erwähnten  Arten  dieser  Gruppe  und  hat  oben  einen 

bronzeartigen  Schimmer.  Vflgl  mit  7  Glasflecken :  2  in  der  Mittelzelle  zwischen  der  Wurzel  von  den  Rippen  3 
und  11  und  je  einem  in  2,  3,  C  — 8,  von  denen  wie  gewöhnlich  derjenige  in  2  der  größte  ist.  Zwei  gerundete 
dunkle  Wurzclflecke  in  1  b  und  mehrere  andere  dunkle  Flecke  oder  Querbinden  wie  bei  den  übrigen  Arten, 
licide  Flügel  unten  am  Saume  etwas  heller  gefärbt.     Rhodesia. 

exprompta.  S.  exptompta  HoU.  (76  g,  als  djaclaelae)  unterscheidet  sich  von   den    übrigen  Arten  durch    den    weißen, 

hyalinen  Querstrich  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Dieselben  sonst  mit  Glastiecken  in  lb-3,  6  — 8  und  11.  Die 
Unterseite  ist  heller  als  die  Oberseite  und  mehr  oder  weniger  rötlich  gefleckt.     Goldküste.    Abessinien. 


SARANGESA.    Von  Dr.  ('.  Aurivillius.  575 

Zweite  Artengruppe. 

Die  einzige  zu  dieser  Gruppe  gehörige  Art  weicht  auch  in  der  Zeichnung  von  den  übrigen  Arten  ab, 
indem  die  Htigl  auf  beiden  Seiten  mit  den  dunkelbraunen,  weißgekernten  Punkten  geziert  sind,  von  denen  drei  im 
AVurzelteil  (in  1  c,  7  und  der  Zelle)  und  die  8  übrigen  eine  gebogene  diskale  Reihe  (in  lb-7)  bilden.  Vtlgl 
mit  2  ähnlichen  Wurzelpunkten  in  1  b  und  außerdem  mit  Glasfiecken  in  (1  b),  2,  3,  6  —  8  und  in  der  Mittel- 
zelle ;  die  beiden  in  der  Zelle  bisweilen  miteinander  zu  einem  vereinigt.  Vtlgl  langgestreckt  mit  fast  recht- 
winkeliger Spitze. 

S.  hollandi  Btlr.    Flügel  oben  eintönig  braun  ohne  dunkle  Zeichnungen,   unten   ist   der  Wurzelteil  der  holhnuli. 
Vflgl  und  die  Htigl  fast  völlig  mit  hell  violettgrauen  Schuppen  bekleidet.    Ijeib  und  Palpen  oben  braun,  unten 
weißgrau.     Nyassa-Land;  Rhodesia  und  "Kigonsera  in  Ost- Afrika. 

Dritte  Artengruppe. 

In  Größe  und  Flügelform  kommen  die  Arten  dieser  Gruppe,  denen  der  ersten  Gruppe  nahe.  Fühler 
weiß  geringelt  mit  langer  dünner  Kolbe. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    der    Arten. 

A.  Vtlgl  mit  ungleich  großen  Glastiecken,  von  denen  viele  eckig  oder  unregelmäßig  sind;  die  Mittelzelle  mit 
zwei  oft  zu  einem  Quertleck  vereinigten  Glastiecken.  Beide  Flügel  mit  deutlichen  schwarzen  Flecken  auf 
etwas  hellerem  Grunde. 

a.  Die  Grundfarbe  beider  Flügel  (nicht  aber  die  schwarzen  Flecke)  sind  auf  beiden  Seiten,  doch  besonders 

oben,  mit  graublauen  Schuppen  bestreut.  iS.  (jrisca. 

ß.  Flügel  fast  ganz  ohne  bläuliche  Schuppen. 

*.  Der  Glastieck  in  der  Mittelzelle  der  Vtigl  querliegend  oder  aus  zwei  Flecken  bestehend.  -S'.  vinjorella. 

**.  Der  Glastieck  in  der  Mittelzelle  der  Vtigl  ist  unregelmäßig  winkelig  gebrochen  und  bildet  gewöhnlich 
drei  Spitzen,  von  denen  eine  saumwärts  gerichtet  ist.  S.  tricerata. 

B.  Flügel  sehr  dicht  beschuppt.  Vtigl  nur  mit  winzigen  aber  zahlreichen,  gleichgroßen  Glaspunkten.  Htigl  mit 
ähnlichen,  weißlichen,  nicht  aber  durchsichtigen,  oft  sehr  undeutlichen  Punkten.  Flügelfransen  breit.  Beide 
Flügel  mit  winzigen  hellen  Saumpunkten  zwischen  den  Rippenenden. 

a.  Flügelfransen  hell  getieckt.  S.  astriijera. 

ß.  Flügelfransen  ohne  helle  Flecke.  S.  neavei. 

S.  grisea  Hcir.  (=  micacea  Mali.)  (IG  g)  kann  von  allen  anderen  Arten  durch  die  graublaue  Beschuppung  grisra. 
der  Flügel  und  des  Körpers  unterschieden  werden.    Vtigl  mit  Glastiecken  in  2,  3,  6  —  8,  11  und  zwei   oft  ver- 
einigten in  der  Mittelzelle.    Liberia  bis  Gabun. 

S.  niajorella  Mal.  (=  motozi  Kaisch)  (76  g)  Vtigl  mit  denselben  Glasflecken  wie  bei  [/risea  und  außer-  majorcUu. 
dem  oft  mit  1  —  2  Glaspunkten  in  Ib;    die  Glastiecke  besonders   der  in  2  sind  oft  größer   als   bei  ijrisea.     Bei 
schwacher  Vergrö^ßerung  zeigt  es  sich,  daß  die  Oberseite  der  Flügel  sparsam  mit  kleinen  hellgrauen  Schuppen, 
die  nur  an  der  Spitze  der  Vtigl  etwas  dichter  stehen,  bestreut  ist.    Sierra-Leone. 

S.  tricerata  Mali.  (7G  g)   weicht   nur   durch   die   Form    des  Glastiecks    in    der  Mittelzelle    der  Vtigl  ab;  iricemla. 
dürfte  vielleicht  nur  eine  Abänderung  von  S,  niajorella  sein.     Sierra-Leone. 

S.  astrigera  Jltlr.  ^76  li|.     Vtigl    gewöhnlich    mit   hellen   Punkten    in  lb-8,  11  und  in  der  Mittelzelle    asirigera. 
oft  auch  mit  zwei  Wurzelpunkten  in   1  b.     Htigl  wenigstens  mit  einem  Punkt  in  der  Zelle  und  einer  gebogenen 
Reihe  von  Diskalpunkten,    oft  auch   mit    einigen   anderen  Punkten.    Nyassa-Land.    Rhodesia.    —    neavei  ]'il<'[i  nmvei. 
scheint  nur  dadurch  abzuweichen,  daß  die  Flügel  dunkler  und  ihre  Fransen  ungetieckt  sind.     Rhodesia. 

Vierte  Artengruppe. 

Von  den  zablreichen  Arten  dieser  Gruppe  liegen  mir  viele  nicht  vor:  ich  bin  darum  genötigt,  die  fol- 
gende Uebersicht  nur  auf  die  Färbung  zu  gründen. 

U  e  b  e  r  s  i  c  h  t    der    Arten. 

I.  Htigl  oben  bis  zum  Saume  mit  dunkler  Grundfarbe  ohne  helle  Saumbinde. 

A.  Htigl  unten  mit  dunkler  Grundfarbe,  oder  selten  mit  gelber  Grundfarbe,  aber  mit  vollständiger  dunkler 
Fleckenzeichnung. 


576  SARANGESA.    Von  Dr.  C.  Afrivillius. 

a.  Hflgl  mit   gerundetem  Glasfleck   am  Ende    der  Mittelzelle.     Die  Glasflecke  2  und  3  der  Vagi  groß 

und  eckig.  S.  motozi. 

ß.  Hflgl  ohne  Glasflecke  oder  nur  mit  einem  Glaspunkt  weit  vor  der  Spitze  der  Zelle. 
*.  Der  Glasfleck  2  der  Vflgl  groß  und  viereckig. 

1.  Hflgl  unten  dunkelbraun  mit  großen,  viereckigen,  nur  durch  die  Rippen  getrennten,  in  4  Quer- 
reiben geordneten  schwarzen  Flecken.  <S'.  haph)}ia. 

2.  Hflgl  auf  beiden  Seiten  gelb  gefleckt.  '  S.  motozloidcs. 
**.  Alle  Glasflecke  der  Vflgl  klein,    punktförmig,  oder  der  in  2  (und  3)    etwas   größer,    einen  Quer- 
strich bildend. 

ij.  Vflgl  oben  ohne  deutliche  schwarze  Mittelquerbinde. 

0.  Flügel   unten  dunkelbraun   bis   schwärzlich    ohne   gelbe  Flecke   oder  höchstens    vor   dem 
Saume  der  Hflgl  etwas  gelblich  aufgehellt. 
-\.  Die  Glasflecke  2  (strichförmig)  und  3  der  Vflgl  stehen  wie   gewöhnlich   nahe   an  der 
Mittelzelle;  die  der  Felder  4  und  5  fehlen. 

1.  Vflgl  mit  Glaspunkt  in  11,  aber  ohne  solchen  Punkt  in  der  Mittelzelle.    S.  pUslonicus. 

2.  Vflgl  ohne  Glaspunkt  in  11;  wenigstens  beim    1  mit  Glaspunkt  in  der  Mittelzelle. 

.S'.  hicidclla. 

ff.  Vflgl  in  den  Feldern  Ib  — 8  mit  Glasflecken,  welche  in  den  Feldern  Ib  — 5  viel  näher 
am  Saume  als  gewöhnlich  stehen. 

1.  Alle  Glasflecke  der  Vflgl  punktförmig.    Hflgl  mit  gelblichen   an    den  Rippenenden 
schwarzen  Fransen.  N.  kohcla. 

2.  Der  Glasfleck  2  der  Vflgl  schmal  winkelig  gebrochen,  der  in  3  strichförmig.  S.  bnuila. 

00    Wenigstens  die  Hflgl  unten  mit  lebhaft  ockergelber  Grundfarbe  und  Querreihen  deutlicher 
dunkler  Flecke.  S.  maxima. 

S.  jmndaensiif. 
§§.  Vflgl  oben  in  der  Mitte  vom  Vrde  bis  zur  Rippe  1  mit  einer  schwarzen  oder  schwärzlichen, 
nach  außen  scharf,  nach  innen  unscharf  begrenzten,  in  den  Feldern  2  und  3  nach  außen  ge- 
bogenen (^uerbinde,  an  deren  Außenrand  die  Glasflecke  in  2  und  in  der  Mittelzelle  stehen, 
wenn  sie  überhaupt  vorhanden  sind.  Vflgl  außerdem  am  Vrde  genau  innerhalb  der  Subapical- 
punkte  mit  einem  großen  dunklen  Vrdfleck  von  quadratischer  oder  rhomboidischer  Form. 

1.  Hflgl  unten  mit  dunkelgrauer,    nicht   oder  nur  schwach  gelblich  angeflogener  Grundfarbe. 
Vrdfleck  der  Vflgl  in  den  Feldern  4  und  5  in  eine  kegelförmige  Spitze  ausgezogen. 

2.  Hflgl  unten  mit  lebhaft  ockergelber  Grundfarbe  und  gebogenen  Querreihen  dunkler  Flecke. 
Vrdfleck  der  Vflgl  an  der  Rippe  5  fast  rechtwinkelig  gebrochen.  S.  eliminaia. 

B.  Hflgl  unten  mit  hellgelber  oder  weißer  Grundfarbe  und  mehr  oder  weniger  reduzierten  dunklen  Flecken. 

OL.  Hflgl  unten  mit  hellgelber  Grundfarbe.  S.  houv/cri. 


'ö^ 


S.  princei. 

S.  tsava. 

S.  hi/po.raiifJtiiia. 

S.  seineri. 

ß.  Hflgl  unten  mit  bläulich  weißer  oder  rein  weißer  Grundfarbe. 

*.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  der  Vflgl  ist  klein,  punkt-  oder  strichförmig. 

o.  Mittelzelle  der  Vflgl  mit  zwei  Glaspunkten. 

1.  Hflgl  unten  mit  bläulich  weißer  Grundfarbe   und    dunklen  Fransen;    oben    auch   in  1  c— 3 
und  der  Zelle  mit  dunklen  Flecken.  -S'.  thecla. 

2.  Hflgl  unten  mit  rein  weißer,  nur  an  der  Wurzel  bläulicher  Grundfarbe  und  weißen  Fransen. 
Oben  ohne  dunkle  Flecke  in  den  Feldern  1  a — 3.  S.  tlicclidcs. 

00.  Mittelzelle  der  Vflgl  ohne  Glaspunkt  oder  nur  mit  einem  solchen  Punkt.  S.  siihalhida. 

**.  Der  Glasfleck  im  Felde  2  der  Vflgl  groß  und  quadratisch.  S.  mamlata. 

S.  sithaihicans. 

II.  Hflgl  oben  am  Saume  zwischen  dem  Analwinkel  und  der  Rippe  G  oder  7  mit  (breiter)  gelber  oder  orange- 
gelber Saurabinde.    Der  Glasfleck  im  Feld  2  der  Vflgl  ist  punktförmig  oder  fehlt  völlig. 
a.  Saumbinde  der  Hflgl  oben  schmal  und  kurz,   unten   heller,    aber   viel   breiter,  die  Spitze   der  Mittelzelle 
und   die   Rippe  (i  erreichend  und  mit  einigen  schwarzen  Diskalflecken  geziert.     Vflgl  nur  mit  drei  Glas- 
punkten (in  6—8).  S.  brigkklla. 


Ausgegeben  20.  IV.  1925.  SARANGESA.    Von  Dr.  C.  Attrivillius.  577 

ß.  Sa^^mbinde   der  Hflgl  oben  3—6  mm    breit,    vom  Ird  bis  zur  Eippe  6  ausgedebnt.    Tflgl  mit  5—8  Glas- 
punkten.    Hrigl  unten  fast  bis  zur  Wurzel  und  zum  Vrde  orangegelb  oder  gelb. 

1.  Saumbinde  der  Htlgl  auf  der  Oberseite  nur  3—4  mm  breit  orangegelb  (^)  oder  hellgelb  ($).    S.  hrigkla. 

2.  Saumbinde  der  Hflgl- Oberseite  etwa  6  mm  breit  und  mit  schwarzen  Diskalflecken  in  4  und  5.     S.  hereus. 

S.  motozi    Wallengr.  (—  pato  Trim.,    helmi  KarscJi,    $  =  pertusa  Nah.)  (70  e)  weicht  von  allen  anderen  molozi. 
Arten  durch  den  Glasfleck  in  der  Mitte  der  Hflgl  ab.    Vflgl  mit  Glasflecken  in  2,  3,  6—8,  11  und  mit  einem 
oft  großen  Querfleck  in  der  Mittelzelle ;  bisweilen  auch  mit  1 — 2  Flecken  in  1  b.     Unterseite  besonders  der  Hflgl 
gelb  gefleckt.    Kapland  bis  Angola,  Somali-Land  und  Abessinien.    Senegambien.  —  ophthalmica  Mah.  \ie,iQ\xtn\xv  ophthalmi- 
dadurch  ab,    daß  die  gelben  Flecke  der  Unterseite  besser   entwickelt    sind  und  auch  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  '^"" 

auftreten.    Delagoa-Bai,   —   ophthalmicodes   Strd.   ist   auf  ein  $,  bei  dem   der  Glasfleck  der  Hflgl  punktförmig  ophthalmi- 
ist,  gegründet.     Deutsch  Ost-Afrika:  Mkatta.  ''°^^^- 

S.  motozioides  Holl.  ist  mir  unbekannt,  dürfte  aber  nach  den  in  der  üebersicht  angegebenen  Kennzeichen  motozioides. 
bestimmt  werden  können.     Ogowe-Tal  und  Britisch  Ost-Afrika. 

S.  haplopa  Swh.  (76  g,   als  haploa).     Die  Abbildung  macht   eine  nähere  Beschreibung  überflüssig.    Ru-  haplopa. 
wenzori. 

S.  plistonicus  Flöts  (76  g)  ist  der  folgenden  Art  sehr  ähnlich.     Hflgl  auf  beiden  Seiten  mit  zahlreicheren  TpUstonicus. 
und  deutlicheren  dunklen  Flecken.     Goldküste  bis  Rhodesia.    Abbildung  nach  Plütz. 

S.  lucidella  Mal.  (76  e)    weicht  nur  durch  schon  erwähnte  Kennzeichen  von  S.  plistonicus  ab.    Deutsch  lucldella. 
Ost- Afrika.' 

S.  kobela  Trim.  (76  f).      Die   Zeichnung   der  Oberseite   geht    aus   der  Figur   hervor.    Unten   fehlen  oft  kobeJa. 
einige  der  hellen  Punkte  der  Oberseite  und  die  Hflgl  haben  eine  gebogene  Querreihe  von  schwarzen,    oft  weiß 
gekernten  Diskalflecken,  die  bisweilen  auch  oben  sichtbar  sind.     Kapland  bis  Transvaal. 

S.  lunula  H.-Drc.  (7(j  g).     Hflgl  auf  beiden  Seiten    mit   schwarzer   Saumbinde,   oben    in  der  Mitte   nur  homhi. 
sehr  schwach,  unten  etwas  deutlicher  braungelb  aufgehellt,  so  daß  die  großen  schwarzen  Flecke  sichtbar  werden. 
Tn  der  Abbildung  sind  die  Hflgl 'zu  dunkel.     Congo-Gebiet:    Kassai, 

S.  maxima  Kcurc.  Vflgl  mit  je  einem  Glaspunkt  in  der  Mittelzelle  und  in  den  Feldern  2,  3,  G  — 8,  ma.vima. 
unten  mit  ockergelben  Flecken  in  der  Zelle,  an  der  Wurzel  der  Felder  4  und  5  und  hinter  der  Mitte  mit  einer 
Querreihe  eckiger  gelber  Flecke  in  Ib  — 7;  am  Saume  jederseits  der  Falten  mit  einem  gelblichen  Punkt.  Hflgl 
oben  graubraun  mit  deutlichen  schwarzen  Flecken :  je  einem  Wurzelfleck  in  1  c,  7  und  der  Zelle,  einem  Mittel- 
fleck an  der  Spitze  der  Zelle,  Diskalflecken  in  1  c  — 7  und  Submarginalflecken  in  denselben  Feldern.  Hflgl 
unten  mit  ganz  denselben  Flecken,  welche  gegen  die  lebhaft  gelbe  Grundfarbe  scharf  hervortreten.  Rhodesia. 
—  flava  Rilci/  weicht  dadurch  ab,  daß  beide  Flügel  oben  mit  großen  eckigen  orangegelben  Flecken  geziert  flava. 
sind  und  wird  als  die  Trockenzeitform  betrachtet.     Rhodesia. 

S.  pandaensis  Joicri/  ii.  Talhof.     Oberseite   schwarz,    dicht   mit  graubraunen  Schuppen  bestreut  und  mit  jjanrfafnsis. 
Flecken  dieser  Farbe.     Vflgl  mit  je  einem  Glaspunkt  in  der  Zelle  und  in  Ib,  2,  3,6,  8,  graubraunen  Flecken 
und  grauer    Saumlinie.     Hflgl   mit   den    gewöhnlichen   Querreihen   von   graubraunen  Flecken.     Vflgl  unten  mit 
schwarzer  Grundfarbe  und  gelben  Flecken  ähnlich  wie  bei  maxima.     Hflgl  unten  schwarzbraun  mit  Querreihen 
orangegelber  Flecke.     Congo-Gebiet :   Luflra-Tal. 

S.  laelius    Mab.    (=  synestalmenus   Karsch)   ist   etwas   größer   als   die   folgende  Art  und  sofort  an  der  laelUis. 
dunklen  Unterseite  kenntlich.     Vflgl   mit  Glasflecken    in    2  und  3.     Togo-Land    bis  Gabun.  —  tristis  T!hl.  (76  f  IrisUs. 
als  lacUus).     Vflgl   ohne  Glasflecke  in  2  und  3.     Ost- Afrika:  Bukoba.  —  laelioides  P>.iley  ist  dunkler  und  beide  laeUoides. 
Flügel   sind   unten   am   Saume   breit   gelbgrau   aufgehellt;    die   Anzahl   der  Glaspunkte  der  Vflgl  veränderlich. 
Rhodesia. 

S.  eliminata  Hall.  (76  f).    Vflgl  in  der  Regel  mit  Glaspunkten  in  2,  3,  6  —  8  und  in  der  Zelle  am  Vrde.  cUmhmta. 
Hflgl  oben  mit  undeutlichen  dunklen  Flecken.     Beide  Flügel  unten  mit  gelber  Grundfarbe  und  dunklen  Flecken- 
reihen.    Deutsch  Ost-Afrika  bis  Abessinien.  —    deserticola  I!hl.    ist  die   Trockenzeit-   und   Wüsten-Form.     Sie  dexeriicola. 
weicht  nur   durch   eine  mehr   olivengrüne  Grundfarbe   der  Oberseite  und  hellere   gelbe  Grundfarbe  der  Unter- 
seite ab,     Sahara;  Sudan;  Kordofan;  Arabien. 

Die  folgenden  fünf  Arten  (?),  welche  eine  gelbe  Unterseite  der  Hflgl  mit  reduzierten  dunklen  Zeich- 
nungen haben,  sind  mir  leider  nur  durch  die  Beschreibungen  und  Abbildungen  bekannt.  Es  war  mir  darum 
nicht  möglich,  dieselben  in  der  Üebersicht  näher  zu  unterscheiden  und  ich  kann  hier  nur  das  wichtigste  der 
Beschreibungen  wiedergeben. 

S.  bouvieri  il/rt^.  (=  philotimus  P/öfe,   moiozioiAes  ^  Holl.)  (76  e;   die  Originalfigur  \on  pJiilotimus  Flöts).  bouvieri. 
Vflgl  mit  zwei  Glaspunkten  in  der  Mittelzelle  und  je  einem  in  2,  3,  6 — 8,  11.    Plütz  sagt  in  der  Beschreibung 
nichts  über  die  dunklen  hell  umzogenen  Submarginalpunkte   der  Oberseite  der  Vflgl.     Noch  weniger  paßt  Ma- 

XIH  73 


678 


SAR  ANGESA.    Von  Dr.  C.  ArEmLLirs. 


BiLLEs  Beschreibung  von  hoiakti  und  Hollands  von  molozioklcs  auf  die  vorliegende  Abbildung.  SwrsHOE 
aber  vereinigt  (1908)  ohne  Bedenken  houvieii  und  pliUotimus  als  dieselbe  Art.  Ich  muß  diese  Frage  ofleu  lassen. 
Goldküste,  Togo-Land,  Gabun,  Congo-Gebiet. 

princei.  S.  priticei  KarscJi.    „Flügeloberseite  braungrau   ganz  wie  bei  5.  homkri  Mal.  [moto.zioklcs  IMl.  5)  ge- 

zeichnet und  getleckt,  jedoch  weist  die  YHglzelle  nicht  z\Yei  Glasäecke,  sondern  nur  einen  einzigen  und  zwar 
den  vorderen  Glasfleck  auf.  Flügelunterseite  braungelb,  seidig;  die  Vflgl  mit  den  6  Glasflecken  der  Oberseite, 
zu  denen  noch  ein  lialbdurchscheinender  Fleck  in  11  hinzukommt.  Hflgl  mit  zwei  dem  Außenrande  parallelen, 
welligen,  braunen  Bogenzügen,  einem  diesseits  und  einem  jenseits  der  Mitte ;  jeder  derselben  begrenzt  einwärts 
einen  gelbbeschuppten  Fleck,  die  innere  Bogenlinie  den  Fleck  nahe  am  Zellende,  die  äußere  Bogenlinie  den 
Fleck  zwischen  4  und  G;  mehr  nach  vorn  zu  hebt  sich  zwischen  den  Rippen  7  und  8  ein  gelbbeschuppter  Punkt- 
Heck  ab,  welcher  mit  den  beiden  anderen  Flecken  die  Winkel  eines  Dreiecks  bildet.  Spannweite  34  mm.'- 
Deutsch  Ost-Afrika. 

hava.  S.  tsava  B.-Bnl-.     „Beide  Flügel    dunkelbraun;    VHgl    mit   einem    gelblichbraunen  Fleck    am  Zellende; 

die  Mitte  schwärzlich  und  mit  einem  schwärzlichen  Fleck  hinter  dem  gelbbraunen  Fleck  und  vier  Glaspunkten 
am  Vrde;  zwei  Glaspunkte  am  Vrde  der  Spitze  der  Zelle  gegenüber,  der  hintere  den  gelben  Fleck  berührend; 
Glasflecke  in  2  und  3:  Saumgegend  schwach  gelblich.  Hflgl  mit  Spuren  einer  dunklen  Linie  hinter  der  Mitte, 
außerhalb  derselben  ist  der  Saum  schwach  gelblich.  Yflgl  unten  heller  als  oben  mit  dem  gelbbraunen  Fleck 
der  Oberseite  ockergelb.  Hflgl  unten  ockergelb  mit  der  Wurzel  und  dem  Yrd  grau  und  einem  dunkelgrauen 
Spitzenfleck;  eine  dunkle  Mittellinie  und  eine  unscharf  begrenzte  dunkelgraue  Linie  hinter  der  Mitte:  Saumlinie 
dunkel;  Fransen  hell  mit  dunkler  Mittellinie.'-    Spannweite  34  mm.     Britisch  Ost-Afrika:  Tsavo-Fluß. 

hypoxanthi-  S.  hypoxatlthina  JIaJ>.  lt.   BonJI.     Yflgl  schwarz,  besonders  an  der  Wurzel  mit  feinen  gelben  Schuppen 

"«•  bestreut;  sie  haben  11  hellgelbe  Glasflecke:  5  an  der  Spitze  (wohl  in  4  —  8)  und  6  in  der  Mitte,  von  denen  ein 
großer  in  der  Zelle,  je  einer  in  2,  3,  11  und  2  in  1  b.  Hflgl  oben  braun  mit  drei  Querreihen  großer  gelbhaariger 
Flecke.  Die  mittlere  Querreihe  mit  dem  Fleck  der  Zelle  größer  und  gelber.  Yflgl  unten  schwarz  mit  den 
Flecken  ein  wenig  größer  als  oben;  die  zwei  kleinen  Punkte  in  1  b  grenzen  an  einen  großen  gelben  Fleck, 
welcher  den  ganzen  Hinterwinkel  bedeckt  und  sich  längs  des  Saumes  fortsetzt.  Die  Hflgl  sind  unten  lebhaft  gelb, 
an  der  Wurzel  schmal  schwarz  und  haben  einen  schwarzen  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  eine  halbkreisförmig 
gebogene  Reihe  von  6  Diskalflecken.  Fransen  gelb  mit  schwarzen  Flecken.  Leib  oben  braun;  Hlb  gelb  geringelt. '- 
Spannweite  30  mm.     Ost-Afrika. 

scineri.  S.  Seinen  Slnl.     „Größe   sowie   Färbung   und  Zeichnung  der  Oberseite  fast  wie   bei  .S'.  macuhda  Mab., 

aber  die  schattenförmigen  helleren  Zeichnungen  der  Oberseite  ein  wenig  deutlicher  und  heller  grau,  ein  dunk- 
leres Feld  an  der  Spitze  der  Hflgl  und  die  Glasflecke  der  Yflgl  etwas  abweichend:  die  drei  subapicalen  sind 
etwa  gleich  groß  und  bilden  eine  fast  gerade  Reihe ;  an  der  Spitze  der  Zelle  findet  sich  ein  quergestellter,  in 
der  Mitte  verschmälerter,  anscheinend  durch  das  Zusammenfließen  zweier  Flecke  gebildeter,  in  der  hinteren 
Hälfte  dreieckig  geformter  Fleck,  der  unmittelbar  an  und  ein  wenig  basalwärts  von  dem  kleinen  runden  Sub- 
costalfleck  gelegen  ist;  die  vier  übrigen  Flecke  wie  bei  S.  maculata,  jedoch  der  Fleck  in  der  Zelle  2  ein  wenig 
kleiner,  außen  kurz  keilförmig  zugespitzt,  innen  dagegen  leicht  ausgerandet,  von  Form  also  5-  oder  6-eckig. 
Yon  ,S'.  iiKuiilata  ist  .S'.  seiiieri  sofort  durch  die  Unterseite  der  Hflgl  zu  unterscheiden,  indem  die  hellen  Partien 
trüb  ockergelblich  (bei  S.  maculata  weißlich)  sind;  die  dunklen  Zeichnungen  daselbst  bestehen  aus  zwei  Quer- 
reihen schattenartiger,  höchst  undeutlicher  Flecke,  einem  ebensolchen  Wisch  an  der  Spitze  und  wahrscheinlich 
auch  an  der  Basis.  Körper  oben  schwarz,  unten  ockergelblich.  Fühler  schwarz,  fein  weiß  geringt:  der  Kolben 
mit  breiterem  weißen  Ring  an  der  Basis."     Spannweite  31  mm.     Zambesi. 

theda.  S.  thecia  Tlöiz  (=  semialba  2L0j.)   (76f.  ?;    Färbung   der  Hflgl- Unterseite  fehlerhaft,  soll  bläulich  weiß 

sein).  „Hflgl  unten  hellblau,  gegen  die  Wurzel  dunkler  mit  schmalem  grauem  Yrd,  am  Yorderwinkel  und  in 
Zelle  7  steht  je  ein  großer  brauner  Fleck;  ein  kleiner  steht  wurzelwärts  in  Zelle  7  und  in  der  Mittelzelle; 
7  stehen  im  Bogen  hinter  der  Mitte  und  graue  Flecke  vor  dem  Saum"  (nach  PlütZl  Yflgl  mit  zwei  Glas- 
punkten in  der  Mittelzelle  und  je  einem  in  2  (strichförmig)  3,  G  — 8,  11. 

thcdides.  S.  Iheclides  //"//.  (7G  f.)  ist  durch  die  Abbildung  sofort  kenntlich.     Gabun. 

subalbida.  S.  subalbida  HoU.  (?  76  h).     „Fühler  und  Oberseite   des  Körpers   schwarz;    Unterseite  der  Palpen  und 

Brust  gelblich ;  Beine  und  Bauch  weißlich.  Beide  Flügel  oben  grau  und  am  Außenwinkel  schwärzlich  ver- 
dunkelt. Yflgl  mit  7  winzigen  weißen  Glaspunkten,  4  vor  der  Flügelspitze  fast  im  Yiereck  geordnet  und  3  in 
einer  diskalen  Reihe  hinter  der  Mitte.  Yflgl  unten  fast  wie  oben  aber  heller  und  am  Hrde  weißlich.  Hflgl 
unten  bläulich  weiß,  an  der  Wurzel  blaugrau  bestäubt,  an  der  Spitze  schwarz  gefleckt  und  nahe  am  Yrde  hinter 
der  Mitte  mit  einem  kleinen  schwarzen  Fleck.  Ogowe-Tal.  Die  hier  durch  Seitz  gelieferte  Abbildung  stimmt 
weder  mit  der  Beschreibung  noch  mit  der  schwarzen  Figur  Hollands  gut  überein. 

maculata.  S.  maculata  Mal.  erinnert  oben  durch  Flügelform  und  die  Zeichnung  der  Yflgl  an  S.  viotoci,  bat  aber 

nur  zwei  kleine  Glaspunkte  in  der  Mittelzelle  und  viel  dunklere  Grundfarbe.     Hflgl  unten  fast  genau   wie  bei 


TRICHOSEMEIA.    Von  Dr.  C.  Aüeivilliüs.  579 

S.  tlicda  gefärbt  und  gezeichnet.    VUgl  mit  2  Glaspunkten  in  Ib  und  je  einem  Glasfleck  in  2,  3,  6—8  und  11; 
derjenige  in  2  groß  und  quadratisch.    Mossambik  und  nördliches  Congo-Gebiet. 

S.  subalbicans  B.-Bul;.  ist  mir  unbekannt,  aber  offenbar  mit  S.  macidafa  nahe  verwandt.  :,Vflgl  hell  suhalbicans. 
bräunlich;  ein  kleiner  Glaspunkt  in  der  Zelle  gegenüber  der  Rippe  3  und  einer  vor  diesem  außerhalb  der  Zelle" 
(im  Felde  11?);  ein  ähnlicher  Subapicalpunkt;  ein  Glaspunkt  in  3,  ein  großer  quadratischer  in  2  und  zwei 
Glaspunkte  in  1  b ;  eine  dunkle  Submarginalbinde  ist  hinter  dem  Submarginalpunkte  gewinkelt.  Htlgl  etwas 
dunkler  mit  Spuren  einer  dunklen  Mittelbinde  und  einer  dunklen  Fleckenreihe  hinter  der  Mitte.  Htlgl  unten 
weiß  mit  braunem  Yrd;  ein  kleiner  brauner  Wisch  vor  der  Zelle  und  ein  großer  brauner  Fleck,  von  dem  eine 
gebogene  Fleckenlinie  bis  zur  Rippe  Ib  ausgeht;  ein  kleiner  Fleck  am  Zellende;  zwei  große  vereinigte  braune 
Flecke  an  der  Flügelspitze  und  Spuren  einer  Reihe  dunkler  Submarginalflecke".     Britisch  Ost- Afrika.    Kisumu. 

Die  folgenden  drei  Arten  wurden,  obgleich  beim  ^  sowohl  der  Mehlfleck  der  Hflgl  wie  auch  der  Haar- 
pinsel der  Vflgl  fehlen,  fraglich  in  die  Gattung  Irkhosemeia  gestellt.  Es  liegen  mir  zwar  keine  ^^q  vor, 
doch  scheint  es  mir  nicht  möglich,  dieselben  von  der  Gattung  Saranc/esa  zu  unterscheiden. 

S.  brigidella  PHit^    (=  aurimargo  Holl.)  (76  f.,  g,    als    aurimargo).     Vflgl    auf  beiden    Seiten    einfarbig  hrüßdeUa. 
schwarzbraun  ohne  andere  Zeichnungen  als  drei  Glaspunkte  in  6  —  8,  ein  Dreieck  bildend.  Hflgl  auch  schwarz- 
braun mit  orangegelber  Saurabinde  in  der  Ausdehnung  wie  die  Figuren  zeigen.     Sierra-Leone;   Gabun;  Njam- 
Xjani. 

S.  brigida  PJöt~  (76  h,  i;  nach  Plütz).     Vflgl  oben  dunkelbraun  mit  5  Glaspunkten,  je  einen  in  3,  6—8  hrigida. 
und  der  Zelle,  unten  mit  einigen  großen,   helleren  Flecken.     Die  Zeichnung   der  Hflgl   geht    aus   den  Figuren 
hervor.     Kamerun. 

S.  hereus  Drc.  (76  i).    Das  ^  ist  nicht  bekannt.     Beim   £  haben  die  Vflgl    10  Glaspunkte,  je  einen   in  hcrem. 
2—9,  11  und  in  der  Zelle.    Bei  einem  mir  vorliegenden   5  fehlen  die  Glaspunkte  der  Felder  2—5,  11  und  der 
Mittelzelle.     Hflgl  unten  fast  wie  bei  hrif/ida  (76  h)  gezeichnet,   aber  mit   schwefelgelber  Grundfarbe.    Ob  eine 
Weibchenform  von   Itigida  ?    Angola.    Ituri. 


10.  Gattung:  Tricliosenieia  Holl. 

Diese  Gattung  scheint  nur  durch  die  in  der  Uebersicht  mitgeteilten  sekundären  Geschlecbtskennzeichen 
des  rj  von  Sarangcaa  abzuweichen  und  darf  darum  nach  meiner  Ansicht  nicht  als  besondere  Gattung  (nur  als 
Untergattung  von  Sarcnu/csa)  beibehalten  werden.  Sehr  bemerkenswert  ist  indessen,  daß  alle  Arten  vier  sub- 
apicale  Glaspunkte  der  Vflgl  (in  6—9)  haben.  Der  Punkt  in  9  kommt  sonst  sehr  selten  vor  (vgl.  jedoch  S,  hereus). 
Vflgl  beim  ^   oben  einfarbig  schwärzlich  nur  mit  den  4  Glaspunkten  der  Felder  6  —  9. 

Uebersicht    der    Arten. 

A.  Hflgl  unten  mit  lebhaft  gelber  oder  orangegelber  Grundfarbe. 

OL.  Hflgl  oben  einfarbig  schwarz  ohne  Zeichnungen.  T.  tetrastigma  ^. 

|3.  Hflgl  oben  mit  sehr  breiter  gelber  oder  orangegelber  Saumbinde.  T.  quafcrna. 

B.  Hflgl  unten  mit  graugelber  oder  hell  olivenbrauner  Grundfarbe  mit  schwarzen  Fransen ;  Feld  Ib  fast  ganz 
verdunkelt.  T.  suholiuescens. 

T.  tetrastigma  Mah.    j".  Vflgl  auf  beiden  Seiten  eintönig  schwärzlich  mit  winzigen  Glaspunkten  in  4- 9.   tetrastigma. 
Hflgl  oben  schwarz  ohne  Zeichnungen,  unten  lebhaft  gelb  mit  schwarzen  Fransen,  an  der  Wurzel  und  am  Vrde 
kaum  verdunkelt,  aber  mit  schwarzen  gerundeten  Diskalpunkten  in  1  c,  4  —  7  und  einem   solchen  Wurzelpunkt 
in  7.     '___  mir  unbekannt.     Kamerun. 

T.  quaterna  MaJi.  (76  h).    ^.  ?  Vflgl^auf  beiden  Seiten  schwarz  nur  mit  vier  Glaspunkten  in  6—9.  Hflg  quaicrna. 
oben  in  der  Wurzelhälfte  schwarz;  in  der  Saumhälfte  gelb  und  orange  mit  zwei  tief  schwarzen  Saumflecken  in 
G  und  7 ;  unten  ist  die  gelbe  Farbe  noch  mehr  ausgebreitet  und  liefert  einen  großen  schwarzen  Fleck  in  7  und 
einen  kleinen  in  6  frei.     Hlb  oben  gelb  geringelt.    Das   2  (76  h)  hat  längere  und  hellere  Vflgl  mit  Glaspunkten 
in  Ib  — 9,  11  und  der  Zelle.     Sierra-Leone. 

T.   subolivescens  Holl.  (76  h).    Die  hier  wiedergegebene  Abbildung  von  Hollands  Figur  des  j'?  macht  suboUves- 
jede  weitere  Beschreibung  überflüssig.     Das  $  ist,  so  viel  ich  weiß,  nicht  bekannt.     Matabele-Land.  '^''"*- 

Zu  dieser  Gattung  gehört  möglicherweise  auch  tristifica  (76  b).  Die  Abbildung  wurde  nach  einem  Stücke  tnstiiica. 
im  Berliner  Museum  verfertigt  ohne  Angabe  über  die  Gattung.    Die  Art  ist  wahrscheinlich  unbeschrieben  und 
mir  völlig  unbekannt,  ebenso  ihr  Vaterland. 


580  CELAENüRRHINUS.    Von  Dr.  C.  Aubivillius. 


11.  Gattuii"-:  Celaeiiorrhiiiiiü»  Hb 


'o 


n. 


Diese  weitverbreitete  und  artreiche  Gattung  ist  auch  in  der  äthiopischen  Region  durch  viele  Arten  ver- 
treten. Sie  haben  alle  oben  eine  schwarze  oder  dunkelbraune  Grundfarbe  mit  zahlreichen  oft  großen  gelben 
oder  selten  weißen  Flecken  der  Vilgl  und  oft  auch  der  Htigl.  Die  VHgl  haben  oft  einen  Wurzeltieck  in  1  b 
und  bisweilen  auch  in  11  und  12  und  Diskaltiecke  in  Ib  — 8,  11,  12  und  in  der  Mittelzelle;  der  Fleck  in  der 
Zelle  besteht  aus  zwei  großen,  stets  vereinigten  Flecken.  Hdgl  oben  mit  einem  oder  mehreren  scharf  begrenzten 
gelben  Flecken  oder  selten  ohne  solche  Flecke  aber  wie  bei  vielen  der  Sayangcfui- Kvi^w  mit  (i>uerreihen  großer 
dunkler   Flecken,    welche  gegen  den  etwas  helleren  Grund  deutlich  hervortreten. 

Vfl"l :  Rippe  2  vor  der  Mitte  der  Zelle,  3  etwa  ebensoweit  von  -4  wie  diese  von  5,  5  in  der  Mitte 
zwischen  4  und  (1,  11  frei  verlaufend.  Htlgl:  Rippe  2  weit  hinter  der  Mitte  der  Zelle,  3  fast  aus  der  Hinter- 
ecke, 5  deutlich.  Saum  der  Htigl  zwischen  den  Rippen  Ib  und  3  fast  gerade  oder  etwas  ausgerandet.  Fühler- 
kolbe  fast  in  der  Mitte  umgebogen  mit  langer  und  scharfer  Spitze.  Endglied  der  Palpen  kurz  kegelförmig  oder 
knopfförraig.  —  J.  Hinterschienen  mit  Haarpinsel;  erstes  Tarsenglied  anliegend  beschuppt,  ohne  Haare. 

lieber  sieht    der    Arten. 

I.  Die  beiden  Diskaltlecke  des  Feldes  Ib  der  VHgl- Überseite  sind  getrennt,  berühren  einander  nur  in  einem 
Punkt  oder  sind  zu  einem  schmalen  (^uerdeck  vereinigt,  dessen  vordere  Abteilung  quadratisch  oder  nur 
wenig  länger  als  breit  ist. 

A.  Alle  Flecke  der  Vflgl  gelb,  orange-  bis  honiggelb,  mehr  oder  weniger  durchsichtig. 

a.  Htigl  oben  dicht  rostbraun  behaart  mit  schwarzen  Rippen,  schwarzem  Vrde  und  schwarzer  Saumbinde. 

*.  Htlgl  oben  ohne  schwarze  Flecke  im  rostbraunen  Teil.  C.  rntUuns. 

**.  Htigl  oben  mit  einigen  großen  schwarzen  Flecken  im  rostbraunen  Teil.  C.  rutilans  v.  lügroimndatus. 

ß.  Htigl  oben  schwarzbraun  ohne  rostbraune  Behaarung. 

•j-.  Htlgl  oben  mit  einem  oder  mehreren  gelben  Flecken. 

*.  HHgl  oben  am  oder  nahe   am  Saume  mit  lebhaft   gelben  Flecken   oder   mit   gelbem  Saumfelde. 
VUgl  fast  immer  oben  mit  2—3  AVurzeltlecken  (in  Ib,  11  [und  12]). 

§.  Htlgl  mit  großem  gelbem  Saumfelde,    welches   wenigstens   den  größten  Teil  der  Felder  2 — 5 
bedeckt. 

1.  Vtlgl  in  4  und  5  mit  gelben,   zu  einem  kleinen  Querstrich  vereinigten  Diskaltlecken  nahe 
am  Saume.  C.  yalenus. 

2.  VUgl  ohne  Diskaltlecke  in  den  Feldern  4  und  5.  C.  Iiomeijni. 

§§.  Htlgl  in  den  Feldern  4  und  5  bis  zum  Saume  gelb,  einfarbig  oder  mit  1 — 2  schwarzen  Flecken; 
den  Fleck  in  4  und  5  oft  mit  kleineren  gelben  Flecken  der  Felder  3  und  6  vereinigt.  Vflgl 
gewöhnlich  mit  Diskalpunkten  in  4  und  5. 

1.  Der   gelbe  Fleck    der  Felder  4  und  5  der  Hflgl   ungefleckt,   die  beiden  Felder  ganz  aus- 
füllend. ('.  nüermi.ifus. 

2.  Der  gelbe  Fleck  der  Felder  4  und  5  der  Hflgl  schließt  zwei  schwarze  Flecke  ein,    welche 
bisweilen  den  gelben  Fleck  (^fast)   in    zwei  Hälften,    eine   innere   und    eine  äußere,    teilen. 

C.  hiseriattis. 

**.  Hflgl  oben  ohne  gelbe  Flecke  am  Saume,    nur  in  der  Mitte  am  Ende  der  Mittelzelle  mit  scharf 
hervortretendem  gelbem  Fleck.  C.  molccezl. 

ff.  Hflgl   oben   ganz    ohne   gell)e  Flecke,    auf  etwas    hellerem  Grunde  mit   Querreihen   dunkler   Flecke. 

C.  modcsins. 
C.  heitoni. 
B.  Alle  Flecke  der  Vflgl  weiß  und  durchsichtig. 

a.  Hflgl  ganz  wie  bei  ('.  molecsi  (76  b)  mit  gelbem  Mittelfleck.  C.  humhluti. 

ß.  Hflgl  ohne  gelbe  Flecke,  schwarzgrau  mit  Querreihen  schwarzer  Flecke.  C.  proximus. 

II.  Die  Diskalflecke  des  Feldes  Ib  der  Vflgl-Oberseite  stets   zu  einem  Fleck  vereinigt;    die  vordere  Abteilung 
dieses  Fleckes  langgestreckt,  mehr  als  doppelt  so  lang  wie  breit. 

A.  Die  Flecke  der  Vflgl  durchsichtig,  weiß.    Hflgl  oben  schwarz  ohne  Zeichnungen.  C.  macrostkftis. 

B.  Alle  Flecke  der  Vflgl  gelb  oder  honiggelb,  mehr  oder  weniger  durchsichtig. 

a.  Der  Diskaltleck  in  Ib  der  Vflgl  ist  nur  mäßig  lang  (gewöhnlich  nur  halb  so  lang  als  der  Fleck  in  2) 
und  seine  hintere  Abteilung  viel  kleiner  als  die  vordere,  quadratisch  oder  strichförmig. 


CELAENORRHINUS.    Von  Dr.  C.  Aueivillius.  581 

*.   Vrigl  oben  mit  sehr  großem    i|uadratischem    oder  rechteckigem   gelbem  Wurzeltleck  im  Felde  1  b. 

C.  iiicditrina  ^. 

**.  Der  Wurzeltieck  im  Felde  1  b  der  VHgl  ist  klein,  punkt-  oder  strichförmig  oder  fehlt  \ullig. 
0.  VHgl  oben  mit  Wurzeltieck  im  Felde  1  b. 

1.  HHgl  oben  hinter  der  Spitze  der  IMittelzelle  (in  4,  5)  mit  einem  viereckigen  gelben  Fleck 
und  mit  5 — 7  deutlichen  gelben  Submarginaltiecken.  C.  mcdilrina   $. 

2.  Hflgl  oben  ohne  gelben  Fleck  an  der  Spitze  der  Zelle  und  ohne  eigentliche  gelbe  Submar- 
ginalflecke;  statt  derselben  nur  einige  undeutliche,  durch  Anhäufung  kleiner  gelblicher 
Borsten  gebildete  Flecke.  C.  poounus. 

00.  VHgl  oben  ohne  Wurzeltieck  im  Felde  1  b.     Hflgl  oben  ohne  gelben  Fleck    im  Wurzelteil  der 
Felder  4  und  5. 

1.  Hflgl  oben  schwarz  ohne  Submarginalflecke,  aber  mit  einem  scharf  begrenzten  gelben  Saum- 
tieck  in  5  und  G,  unten  schwarz  ohne  Flecke.  C.  atmtus  ^. 

C.  plützi  ^. 

2.  Hflgl.  oben  nur  mit  .3—5  freien,  gelben  Submarginaltiecken  in  2—6.  C.  atrutus  -. 

C.  perJustris. 

ß.  Die  beiden  Diskalflecke  des  Feldes  1  b  der  Vflgl  sind  vollständig  zu  einem  einzigen  sehr  großen  und 
langen  Fleck  vereinigt,  welcher  ebenso  groß  oder  größer  als  der  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  wenig 
kürzer  als  der  Fleck  in  2  ist. 

*.  Hflgl  oben  schwarz  mit  großem  gelbem  Saumfleck  an  oder  etwas  hinter  der  Spitze,  unten  ohne 
Zeichnungen  oder  nur  mit  einigen  kleinen  gelben  Flecken.  Der  gelbe  DiskalÜeck  1  b  der  Vflgl- 
Oberseite  dehnt  sich  wurzelwärts  nicht  oder  nur  wenig  weiter  als  der  Fleck  in  2  aus. 

1.  Vflgl  mit  Diskalflecken  in  3,  4  und  5.    Die  gelbe  Mittelquerbinde  der  A'flgl  sehr  breit,  in  2  etwa 
7  mm,  honiggelb.     Der  gelbe  Saumfleck  der  Hflgl  erreicht  nicht  den  Vrd.  C.  loadicea. 

2.  Vflgl  ohne  Diskalflecke  in  3  — .5.     Die  gelbe  Mittelbinde  der  Vflgl  nur  etwa  4,5  mm  breit,  gold- 
gelb.   Der  Saumfleck  der  Hflgl  erreicht  den  Vrd.  C.  cJin/soglossa. 

**.  Hflgl  oben  schwarzbraun  mit  gelben  Flecken  vor  dem  Saume.  Der  gelbe  Diskalfleck  im  Felde  Ib 
der  Vflgl  dehnt  sich  wurzelwärts  länger  als  der  Fleck  in  2  aus  und  erreicht  fast  die  Wurzel  der 
Rippe  2.  C-  illustris. 

C.  rutilans  Muh.  (=  tergeminus //<;((,■.)  (76  a;  die  rotbraune  Behaarung  der  Hflgl  und  an  der  Wurzel  der  ridilans. 
Vflgl  tritt  nur  undeutlich  hervor).  Vflgl  mit  Wurzelfleck  in  1  b  und  durchsichtigen  Diskalflecken  in  1  b^8  und 
der  Mittelzelle;  dieser  und  der  in  2  sehr  groß;  Felder  11  und  12  etwas  vor  der  Mitte  des  Vrdes  mit  orange- 
gelben Längsstrichen.  Palpen  unten  und  Beine  gelblich;  Hinterschienen  des  ^  mit  schwarzem  Haarpinsel. 
Hlb  schwarz,  oben  rotbraun  behaart.  Hflgl  unten  schwarz,  am  Vrd  wenigstens  in  7  und  8  orangegelb  mit  drei 
freien  schwarzen  Flecken,  einem  in  8  und  zwei  in  7,  außerdem  oft  mit  gelben  Flecken  in  den  angrenzenden 
Feldern.  Eine  etwas  veränderliche,  aber  von  allen  anderen  scharf  getrennte  Art.  Kamerun  bis  Congo.  — 
nigropunctatus  B.-Bak.  (?  =  woermanni  riöts)  dürfte  nur  eine  Rasse  von  ndilans  sein  und  weicht  nur  durch  „iijmpunc- 
etwas  kürzere  und  breitere  Flügel  und  die  dunklen  Flecken  der  Oberseite  der  Hflgl  ab.     Beim   ^  fehlen  nach  '«'"*■• 

Rebel  die  Diskalflecke  4  und  5  der  Vflgl.    Plötz  Beschreibung  von  C.  tvoennanni  scheint  mir  besser  auf  dieser 
Form  als  auf  die  Hauptform  zu  passen.     Congo-Gebiet. 

C.  galenus  F.  {—  fulgens  3Iah.)  (76  a)  ist  eine  weitverbreitete,    durch  die  Abbildung    und  die  Angaben  .jaU-nus. 
in  der  üebersicht  leicht  kenntliche  Art.     Beim  $  ist  der  gelbe  Saumfleck  der  Hflgl  kleiner  und  in  den  Feldern 
2  und  3  mehr  oder  weniger  in  Flecke  aufgelöst.     Das  Feld  1  c  hat,  wie  auch  beim  ^,  zwei  Paare  gelber  Flecke. 
Senegambien  bis  Manica-Land.  —  alluaudi  Mab.  n.  Boidl.   soll   sich    durch   bedeutendere  Größe,   kleineren  mit  aUuawU. 
zwei  schwarzen  Punkten  in  4  und  5  gezierten  gelben  Saumfleck  der  Hflgl  und   deutlichere    andere  Flecke   der- 
selben unterscheiden.     Scheint  mir  mit  hiserküus  zusammenzufallen.    Usambara.    Kilimandjaro. 

C.  homeyeri  l'Iöt.:  weicht  nur  durch  geringere  Größe  und  das  Fehlen  der  Diskalflecke  4  und  5  der  Vflgl  liomcyeri. 
von  C.  (/(den US  ab.     Kamerun  bis  Angola. 

C.  intermixtus  Auric.  ist  durch  den  scharf  begrenzten,  rechtwinkligen,  lebhaft  gelben  Fleck,  welcher  die  intermixlus. 
Felder  4  und  5  der  Hflgl  ausfüllt,    sehr  ausgezeichnet;    Hflgl  außerdem  oben  nur  mit  kleinen  freien  oder  fast 
freien  Flecken  in  2,  3  und  5.     Vflgl  mit  deutlichen  miteinander  vereinigten  Diskalflecken  in  4  und  5.     Kamerun. 
—  opalinus  Btlr.  weicht  nur  dadurch  ab,    daß    die  Diskalflecke  4  und  5  der  Vflgl  fehlen.     Rhodesia.    Britisch  opali 
Ost-Afrika.  —  jeanneli   M(dj.  u.  Boull.  bildet  eine  Zwischenform  zwischen  opaJinus    und   /idcnu/.ifns,   indem  die  jeanndi 
Vflgl  in  4  und  5  je  einen  winzigen  Punkt  haben.     Britisch  Ost-Afrika  und  Ituri. 

C.  biseriatus  Btlr.  (=  maculatus  Hmps.;   hoehneli  Bog.)   (76a  %;  .^  ah  iiiacidafits)  Vflgl  mit  Wurzelfleck  öisma/Hs. 
in  1  b  und  Diskalflecken  in  4  und  5.     Die  Art  ist  dadurch  ansgezeichnet,  daß  der  gelbe  Fleck  der  Felder  4  und 


luni.1. 
li. 


582 


CELAEX0RRHI^'Ü8.    Von  Dr.  C.  Aurivillics. 


5  der  HHgl  zwei  kleine  schwarze  Punkte  oder  durch  Vereinigung  derselben  einen  größeren  schwarzen  Fleck 
einschließt ;  beim  5  ist  dieser  schwarze  Fleckoft  so  groß,  daß  er  die  Rippen  4  und  6  erreicht  und  den  gelben 
Fleck  in  zwei  gelbe  Flecke,  den  einen  am  Saume,  den  anderen  an  der  Wurzel  der  Felder  teilt.    Ost-Afrika. 

mokeezi.  C.  mokeezi    WaJloif/r.    (=    amaponda     Trim.:     separata    Strd.)    (76  b,     als   mookezi)   weicht    von    den 

übrigen  Arten  dadurch  ab,  daß  die  Diskalflecke  4—8  der  Vtlgl  zu  einer  fast  geraden  Querbinde  vereinigt 
sind,  daß  die  übrigen  Flecke  eine  schmale  Binde  bilden,  daß  alle  "Wurzelflecke  fehlen  und  die  Hfigl  nur  in 
der  Mitte  einen  gelben  Fleck  haben.  Strand  gründete  auf  diese  Art  die  neue  Gattung  Apallaga.  gibt  aber 
keine  Unterschiede  zwischen  der  neuen  Gattung  und  Celaotonhiiuts  an.  —  Die  Rp  lebt  auf  einer  Justicia-Art, 
hat  die  gewöhnliche  Körperform  der  Hesperiden-Raupen,  einen  großen  dunkelroten  Kopf  und  hellgrünen  Körper 
mit  weißlicher  Längslinie  und  zwei  roten  Flecken  auf  dem  ersten  Gliede.  Pp  hell  grün  mit  stumpfer  Kopf- 
spitze und  einigen  kleinen  schwarzen  Zeichnungen ;  Scheide  der  Spiralzunge  länger  als  der  Hlb,  an  der  Spitze 
Icivuetisis.  rötlich.     Kapland  bis  Transvaal.  —  kivuensis   Joic.  ii.  TaW.    ist  etwas  kleiner  und  hat  die  Subapicalbinde  der 


Vtlgl  im  Felde  ."j  unterbrochen.     Kivu : 


Xiragongo-Wald. 


uindesius.  C.  modestus  TthL  ist  durch  die  dunkle,    nicht   gelb  gefleckte  Oberseite   der  Hflgl,    welche    an   die    von 

C.proximH!<  {Ibh)  erinnert,  ausgezeichnet.  VHgl  mit  kurzen,  fast  quadratischen  Flecken  in  der  Zelle  und  in  2  ;  der 
Diskaltleck  in  5  fehlt  bisweilen.  Hflgl  unten  mit  zwei  Querreihen  lebhaft  gelber  Flecken,  welche  oben  nur 
durch  schwach  gelbliche  Haardecke  vertreten  sind.    Spannweite  etwa  32  mm.     Mashuna-Land. 

belioni.  C.  bettoni  Bfir.  ist  mir  unbekannt,  wird  aber  von  Butler  mit  dem  indischen  C.  amhareesa  Mr.  (Band  9 

Taf.  1G4  a)  verglichen  und  soll  oben  nur  durch  die  gelben  Glasdecke  der  Vflgl  abweichen.  Unten  sind  die 
Vtlgl  dunkel  schokoladebraun  mit  der  Wurzelhälfte  des  Vrdes  ockergelb;  die  Glasflecke  sind  gelb  gerandet;  die 
Mittelquerbinde  endet  nahe  am  Saume  mit  einem  quadratischen  Fleck  in  1  b :  Hrd  weißlich  gelb.  Hflgl  unten 
lebhaft  ockergelb  mit  zahlreichen  großen  dunkelgrauen  Flecken.  Spannweite  38  mm.  Xach  der  Beschreibung 
muß  diese  Art  dem  C.  moäestus  ähnlich,  aber  größer  sein.     Massai-Land. 

humbloli.  C.  humbloti  31ah.    Vflgl  mit  großen,  fast  quadratischen,  weißen  Glasflecken  in  2  und  in  der  Mittelzelle, 

Glaspunkten  in  Ib  (2  getrennten),  3—8  und  einem  Strich  in  11  und  12.  Unterseite  beider  Flügel  ganz  wie 
oben.     Madagaskar. 

yroxlmus.  C.  proximus  Mnh.  (=  elmina  Plötz)    (75  b)   ist  an  den  weißen  Flecken  der  Vflgl  und  der  nicht  hellge- 

fleckten Oberseite  der  Hflgl  leicht  kenntlich.     Sierra-Leonc  bis  Gabun. 

macrosiic-  C.  macfostlctus  IIoU.  (76  b)  ist  der  vorhergehenden  Art  ähnlich,  hat  aber  viel  größere,  miteinander  ver- 

'"•'•  schmolzene  Diskalflecke  im  Felde  Ib  der  Vflgl. und  ganz  ungefleckte  Hflgl.     Ogowe-Tal. 

meditrina.  C.  meditfina  Hill-.  (=|interniplaga  Mal.)   (76  a,  ^).     Die   Geschlechter   sind   recht   verschieden.    Das  ^ 

zeichnet  sich  vor  den  anderen  Arten  durch  den  großen,  gelben,  nicht  durchsichtigen  Wurzelfleck  des  Feldes  Ib 
und  den  breiten  gelben  Streifen  im  Wurzelteil  des  Vrdes  aus.  Die  Diskalflecke  und  besonders  der  Diskalfleck 
in  1  b  sind  dagegen  bei  beiden  Geschlechtern  fast  ganz  ähnlich.  Beim  2  ist  der  Wurzelfleck  in  1  b  klein,  punkt- 
förmig. Die  Hflgl  haben  5—7  gelbe  Submarginalflecke  in  1  b  — 6  und  8  —  5  gelbe,  von  den  SubmarginaWecken 
ganz  getrennte  Diskalflecke  in  2 — 5,  von  denen  die  in  4  und  5  einen  größeren  Fleck  bilden.     Kamerun. 

pooanus.  C.  pooanus  Aiirif.    ist   etwas  kleiner,    weicht   aber   sonst  nur  durch   die  Zeichnung    der  Hflgl  (vgl.  die 

üebersicht)  ab.     Der  Diskalfleck  3  der  Vflgl  ist  schmäler,  mehr  strichförmig.     Insel  Fernando-Po. 

atratm.  C.  atratus  ^lah.  (=  coUucens  Ulli!.)  7Ka;  q).    Das  ^J  ist  durch  die  Abbildung  leicht  kenntlich;    das  5 

ist  dem  '^  von  C.  mcd/tiiiia  sehr  ähnlich  und  weicht  nur  durch  die  in  der  Üebersicht  mitgeteilten  Unterschiede 
ab.    Kamerun. 
plötzi.  C.  plötzi  Sich.  ,  ^.  Dunkel  schwarzbraun  mit  gelblicliem  Anflug;  oberer  Teil  der  Fühler  und  die  Kolbe 

unten  ockergelb.  Vflgl  mit  einer  sehr  breiten  ockergelben  Mittelbinde,  welche  den  Vrd  und  den  Hrd  nicht  völlig 
erreicht  und  ein  wenig  schmäler  gegen  den  Vrd  ist;  ihr  innerer  Rand  etwas  vor  der  Flügelmitte  und  fast  gerade, 
ihre  Außenseite  etwas  gebogen  und  vorne  uneben;  ein  orangegelber  Subapicalfleck.  Hflgl  mit  einem  großen 
orangegelben  Spitzenfleck.  Unterseite  wenig  heller;  Vflgl  wie  oben:  Hflgl  ungedeckt.  Palpen  und  Stirn  orange- 
gelb; Hlb  und  Beine  unten  gelblich."  Kamerun.  Scheint  von  C.  alniius  q  durch  Fehlen  der  Diskalflecken  8—5 
der  Vflgl  abzuweichen.     '^  unbekannt. 

pcrluslris.  C.  pcflustris  7?W.  .,  5*.   Die  schwarzbraune  Grundfarbe  aller  Flügel  ist  durch  lebhaft  ockergelbe  Schuppen 

und  Haare  getrübt,  nur  der  Vrd  der  Hflgl  bleibt  rein  schwarz.  Die  Vflgl  führen  eine  aus  vier  Flecken  be- 
stehende goldgelbe  Mittelquerbinde,  welche  wie  bei  biseriatus  Bth:  (76  a)  geformt,  aber  breiter  ist.  Auch  die 
sechs  Suba])ikalflecke  sind  in  gleicher  Weise  zu  drei-Flecken  angeordnet  wie  bei  bistr/afiis.  Die  Hflgl  gleichen 
in  der  Zeichnungsanlage  sehr  ilhixfn.s  Mah.  (76  b),  d.  h.  sie  besitzen  nur  eine  Marginalreihe  von  fünf  goldgelben 
kleinen  Flecken  und  goldgelbe,  an  den  Adern  (Rippen)  schwarz  durchschnittene  Fransen.  Unterseits  sind  die 
Vflgl  gleich  gezeichnet,  aber  blasser  als  oben,  die  Hflgl  vorwiegend  schwarzbraun  mit  verloschenen  goldgelben 
Flecken  im  Mittelraume  und  vor  dem  Saume.  Die  Palpen  sind  unterseits  gelb  behaart.  Vflgllänge  22  mm." 
Inneres  Congo-Gebiet,  im  Urwalde. 


ORTHOLEXIS;  KATREUS.    Von  Dr.  C.  Aurivillius.  583 

C.  boadicea  Hvw.  (76  b)  ist  dem  C.  afmhts  (76  a)  ähnlich,  aber  sofort  durch  den  sehr  großen  und  langen  boadicea. 
gelben  Fleck  in  1  b  der  Vflgl  zu  unterscheiden.     Das  9  ist  mir  unbekannt.     Kamerun  bis  Gabun. 

C.  chrysoglossa  Mab.  (76  b)  kann  mit  keiner  anderen  Art  verwechselt  werden.     Kamerun.  dhrysoglos- 

sa. 
C.  illustris  Muh.   (7ii  b)    gehört   zu   den  größten   und   schönsten    Arten    der  Gattung  und  ist  besonders  iUusiris. 

durch  die  große  Breite  der  gelben  Mittelquerbinde  der  Vflgl  ausgezeichnet ;  beim  5  ist  die  Binde  jedoch  schmäler 

als  beim  (^.     Kamerun  bis  Ogowe-Tal. 

C.  beni  B.-Bul;.  ist  mir  unbekannt  und  konnte  nach  der  Beschreibung  nicht  in  der  Arten-Uebersicht  heni. 
eingereiht  werden,  weil  aus  derselben  nicht  sicher  hervorgeht,  ob  die  Art  zur  Abteilung  I  oder  II  gehört.  — 
,,^.  Beide  Flügel  schwarz,  mehr  oder  weniger  mit  orangebraunen  Schuppen  bestreut.  Vflgl  mit  einer  lebhaft 
gelben,  durchsichtigen,  sehr  unregelmäßigen  Mittelquerbinde  vom  Vrde,  über  die  äußere  Hälfte  der  Zelle  fast 
bis  zum  Hinterwinkel,  hinter  der  Rippe  2  durch  die  Grundfarbe  tief  eingeschnitten;  ein  durch  drei  Punkte 
gebildeter  Subapikalfleck;  ein  kleiner  submarginaler  Doppelpunkt  quer  über  der  Rippe  5;  ein  keilförmiger  Fleck 
mehr  wurzelwärts  in  3.  Hflgl  am  Vrde  bis  zur  Rippe  7  schwarz,  sonst  hell  orangebraun  mit  einer  orangegelben 
Subapicalbinde,  welche  auch  in  den  dunklen  Vrd  eindringt  und  sich  längs  des  Saumes  als  eine  Fleckenreihe 
fortsetzt;  eine  orangegelbe  (^hierlinie  am  Zellende.  Unterseite  rauchbraun;  Vflgl  mit  allen  Glasflecken  der  Ober- 
seite; Hflgl  schwach  gelbbraun  überzogen  mit  einem  gelben  Fleck  in  der  Zelle,  welche  durch  einen  gelblichen 
Wisch  geschlossen  ist.  Fransen  orange,  an  den  Rippen  unterbrochen.  Bei  einigen  Stücken  kommt  auf  der 
Unterseite  der  Vflgl  auch  eine  postdiskale  mit  dem  Saume  fast  gleichlaufende  Reihe  gelber  Flecke  vor.'"  — 
„Das  9  ist  dem  3  ähnlich,  aber  dunkler  und  auf  den  Hflgln  mit  einer  Reihe  von  4  Submarginalflecken  zwischen 
den  Rippen  4—7.'-    Spannweite  44  (^)— 54  (i)  mm.     CongoGebiet :  Makala-Beni. 

12.  Gattung':  Ortliolexis  Karsch. 

Fühlerkolbe  mit  langer  Spitze,  halbkreisförmig  gebogen.  Endglied  der  Palpen  klein  und  kurz.  Vflgl- 
zelle  die  Mitte  der  Vflgl  wenig  überragend;  Rippe  2  vor  der  Mitte  der  Zelle,  5  näher  an  6  als  an  4,  11  frei  ver- 
laufend. Hflgl  abgerundet;  Ripjie  2  weit  hinter  der  Zellenmitte;  Schlußrippe  der  Zelle  stark  wurzelwärts  ge- 
bogen; Rippe  5  schwach  und  undeutlich.    Hinterschienen  mit  4  Sporen,  beim  ^  sehr  lang  behaart. 

0.  melichroptera  Karsch.  Beide  Flügel  oben  und  unten  eintönig  schwarzbraun,  ohne  andere  Zeich-  meliclirop- 
nungen  als  eine  schief  gestellte,  halbdurchsichtige,  gelbe  Querbinde  der  Vflgl,  welche  am  Vrde  etwas  hinter  der 
Mitte  anfängt  und  an  der  Rippe  2  endet;  sie  liegt  ganz  jenseits  der  Mittelzelle,  füllt  aber  die  Wurzel  der  Felder 
5  —  9  ganz  oder  fast  völlig  aus:  ihr  Fleck  in  2  ist  dreieckig  und  erreicht  mit  seiner  Spitze  die  Rippe  2;  beim 
cJ  ist  diese  Binde  in  der  Mitte  breiter,  nach  außen  abgerundet  und  im  Felde  1  b  etwa  3  mm  vom  Saume  ent- 
fernt, beim  $  ist  sie  fast  gleich  breit  und  in  1  b  kaum  mehr  als  1  mm  vom  Saume  entfernt.  Palpen  gelb,  unten 
mit  graubraunem  Längsstreif.     Spannweite  43  {^) — 53  mm.     Kamerun. 

0.  hollandi  H.  Dir.  (=  johnstoni  Holl.)  ist  kleiner  (etwa  36  mm)  und  weicht  vom  ^  der  0.  mdichroptera  holhnidi. 
dadurch  ab,  daß  die  helle  (^)uerbinde  der  Vflgl  ganz  schmal,    weißlich   und   viel   kürzer  ist,    indem  sie  nur  die 
Rippe  4  erreicht.     '1  mir  unbekannt.     Kamerun  und  G'ongo-Gebiet. 


tcra. 


Anhang. 

Als  Anhang  führe  ich  die  folgenden  Gattungen,  die  ich  nicht  untersuchen  konnte  und  deren  Stellung 
unter  den  Hesperiden  unsicher  ist,  hier  auf. 

Gattung:  Katreiis  Watson. 
(=  Choristoneitra  Mab.;  Loxokxis  Karsch) 

Fühler  lang,  länger  als  der  halbe  Vrd  der  Vflgl;  Kolbe  lang  und  dünn.  Endglied  der  Palpen  völlig 
versteckt.  Flügel  breit.  Mittelzelle  der  Vflgl  sehr  lang,  so  lang  wie  -/,  des  Vrdes  mit  lang  ausgezogener  Spitze 
und  gebogener  Schlußrippe:  Rippe  2  weit  vor  der  Mitte  der  Zelle,  5  gerade,  aber  näher  an  4  als  an  6,  11  frei 
verlaufend.  Hflgl  breit  abgerundet:  Rippe  2  fast  von  der  Mitte  der  Zelle;  5  sehr  zart,  undeutlich,  Schlußrippe 
fast  gerade.     Hinterschienen  mit  4  Sporen,  unten  dicht  bedornt;  beim  ^  mit  langem  Haarpinsel. 

K.  johnstoni  Butl  (=  apicalis  3I(ib.;  percnoptera  Karsch)  (76b,  als  oiwra/Zs).  ist  durch  Größe,  Färbung  johnsfoni. 
und  Zeichnung   der  Ortholexis  meVichroptera  Karsch    sehr   ähnlich   und   weicht    außer   durch    die  Gattungskenn- 


584  TIMOCOXL\.    Von  Dr.  C.  ArRiviLLnis. 

zeichen  nur  dadurch  ab,  daß  die  gelbe  Querbinde  der  Vflgl  an  der  Rippe  3  endet  (nur  mit  einem  kleinen 
Punkttieck  in  2),  einen  Fleck  in  der  Mittelzelle  bildet  und  durch  schwarze  Rippen  geteilt  ist.  Sierra-Leone 
bis  Kamerun. 

Gattung:  Tiuioooiiia  >'^t)-d. 

„Fühler  etwa  bis  zur  Mitte  der  Flügel  reichend;  der  Kolben  in  eine  feine  scharfe  Spitze  endend,  die 
aber  ganz  gerade  ist,  während  der  Kolben  selbst  in  oder  kurz  innerhalb  der  Mitte  stark  gekrümrat  (aber  nicht 
so  stark  wie  bei  Ahard'is  pkrotka  Karsrh-'-)  ist  und  dadurch  einen  Haken  bildet.  Palpen  wie  hei  Chapra  i)ia- 
ihias  F.,  aber  das  Endglied  gerade  nach  vorn  etwas  divergierend  gerichtet.  Saum  der  Vtlgl  weniger  schräg 
als  bei  Chnpta.  derjenige  der  Htlgl  breit  gerundet,  ohne  irgendwelche  lappenförmige  Verlängerung  zu  bilden. 
Rippe  5  der  Vflgl  gleich  weit  von  4  und  6,  Rippe  5  der  Hflgl  gut  entwickelt.  Vflgl  mit  stark  entwickelter 
Narbe.  Hflgl  unten  ganz  zeichnungslos.  Hinterschienen  mit  zwei  Paar  Sporen,  von  denen  die  der  Außenseite 
nur  halb  so  lang  wie  die  beiden  anderen  sind." 

ihidci.  T.  thielei   -SY«/.    „3.   Alle  Flügel  braun,   schwach   goldgelblich   schimmernd.     Vflgl  mit  einem  von  der 

Mitte  des  Hrdes  bis  zur  Rippe  4  sich  erstreckenden,  gegen  die  Flügelspitze  gerichteten,  tiefschwarzen,  gleich- 
breiten (etwa  1  mm),  5  mm  langen,  geraden  Schrägstrich  (.,Xarbe'-)  und  weißlichen  Zeichnungen :  in  der  distalen 
Hälfte  der  Zelle,  längs  dem  Hrde  derselben  ein  2,5  mm  langer  Strich,  der  am  proximalen  Ende  scharf  zuge- 
spitzt, am  distalen  aber  nach  vorn  gebrochen  ist,  so  daß  er  sich  in  einen  parallel  zur  Diskozellulare  gerichteten, 
etwa  1.5  mm  langen,  schräggestellten  Querstrich  verlängert;  nahe  der  Außenseite  der  Spitze  der  schwarzen 
Narbe  zwischen  den  Rippen  3  und  4  ein  viereckiger  Querfleck  und  zwischen  den  Rippen  6—9  drei  runde  Punkt- 
flecke, von  denen  der  hintere  ein  wenig  größer  ist  und  die  unter  sich  um  den  Durchmesser  der  kleineren  Flecke 
entfernt  sind;  sie  bilden  eine  gerade  Reihe,  die  um  2,5  mm  von  dem  weißen  Striche  in  der  Zelle  entfernt  und 
senkrecht  auf  den  Vrd  gerichtet  ist.  Unterseite  aller  Flügel  grau  bräunlich  mit  ebensolchen  Fransen :  die  Vflgl 
mit  denselben  hellen  Zeichnungen  wie  oben,  die  aber  weniger  scharf  markiert  sind,  und  einem  unbedeutend 
dunkleren  undeutlichen  Längsstrich  aus  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte;  die  Hflgl  unten  ganz  einfarbig."  Spann- 
weite 29  mm.     Delagoa-Bai. 

dorix.  „Xisoniadc.s''  doris   Wh:    „2.  Braun.    Kopf  vorn,  Leib  unten  und  Beine  weiß.  Fühler  weiß  mit  schwarzer 

Spitze.  Hlb  mit  einer  weißen  (^uerbinde  am  Hrde  jedes  Gliedes.  Flügel  mit  weißen  Zeichnungen.  Vflgl :  zwei 
Flecke  in  der  Mitte,  der  erste  nahe  an  der  Wurzel;  eine  unregelmäßige  äußere  Binde  aus  4  Flecken  und 
2  Punkten;  eine  submarginale  aus  8  Punkten  gebildete  Binde;  Fransen  braun  und  weiß  gescheckt.  Hflgl:  ein 
Fleck  nahe  an  der  Wurzel,  eine  äußere  Binde  aus  drei  Flecken  und  eine  submarginale  Binde  wie  in  den  Hflgln ; 
Fransen  weiß.  Vflgl  unten  am  Vrde  weißlich  mit  fast  denselben  Zeichnungen  wie  oben.  Hflgl  unten  grünlich 
rehfarbig,  am  Irde  breit  weiß  und  mit  denselben  Zeichnungen  wie  oben.  Spannweite  etwa  26  mm  (1  In.  1  lin.). 
Tajora  (=  Tadjura  in  französisch  Somali-Land). 


Alphabetisclies  Verzciclinis 

Zum  Nachweis  der  L'rbeschreibungen  der  unter  den  äthiopischen  Hesperiden  aufgeführten  Formen. 
*  bedeutet  daß  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet   ist. 

aaron  Art.  Obertli.  Et.  Lep.  Comp.  11,  p.  241.   *  alhirostris  Parn.  ^fah.  Grand.  :Madagasc.  18.  p.  361.   * 

abjeetiis  Het.  Snell.  Tijd.  voor  Ent.  1872,  p.  52.  •  aldal)rana  Kasrr.  Fryfr.  Trans.  Linn.  See.  Lond.  15,  p.  20.  * 

abscessa  ("vcl.  Gaede  Int.  Knt.  Zeitschr.  11  (l!tl7),  p.  29.  alenita  l'ar.  Strd.  Archiv.  Xaturgeseh.  78  A   (9),  p.   108. 
abscoiidlta"  Hesp.  Plöt:  Mitt.  Xat.  Ver.  X.-Vorp.  1884,  p.  21.       alluaiidi  C'el.  Mab.  &  BouU.  Bull.  See.  Ent.  Fr.  1916.  p.  244. 

aburae  (iorg.  T'löl:  Stett.  Ent.  Ztg.  40.  p.  359.  alliciila  Cycl.  .4«^.   Seitz.  Groß-Sehmett.   13,  p.  551. 

adplica  l'apr.  Karsch.  Entomolog.  Xachricht  18.  p.  242.  aiiiadhu  Plat.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35.  p.  178. 

adeneiisis  Hesp.  BÜr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884.  p.  493.  ainciia  Anip.  .s'm.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  7.  p.  127. 

adoii  Osni.  .1/06.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1889,  p.  149.  anineris  Ab.  libl.iV  Roy.  Baumann  Mass.-Land.  p.  3:i8. 

adoMi*  ().sni.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  9,  p.  149.  ainvKdalis  Ploetzia  Mab.  Bull.  Soc.  Zool.  Fr.  1877,  p.  234. 

a('sri|ian  Cvcl.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868.  p.  94.  *  ancliise^  Rhop.  Gerst.  Glied.-Thier-Fauna  Sansibar,  p.  374.  * 

aequalis  Parn.  Gaede  Int.  Ent.  Zeitschr.  11   (1917),  p.  31.  aiiditnslnls  Rhop.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  45.  p.  60. 

aeschyliis  Khop.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  45.  p.  65.  aiielia  Parn.  B.-Bak.  Ann.  3Iag.  Xat.  Ilist.  1908  (2),  p.  480. 
afrinissiniiis   Plat.  .S7rrf.  Arch.  Xaturg.  m  A  7    (1921),  p.  163.       aiisrtdana  Cycl.  Karsch  Entomolog.  Xachricht  22.  p.  375. 

afikpo  Gorg.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1909.  p.  411.  *  annulifer  Ox.  HoU.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1892.  p.  293. 

asfVila   Hesp.    Trim.   South.  Afr.  Butt.  3.  p.  286.  anoniacus  Het.  Plöt:  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  358. 

ahidtrana  Art.  Oberth.  fit.  L^p.  Comp.   11,  p.  244.   *  apiolrophia  Trap.  Oherth.  Et.  Lep.  Comp.   11.  p.  239.   • 

alherli  l'arn.  Holt.  Proc.  Zool.  Soc.  I>ond.  1896.  p.  67.  arbosrastc^  Rhop.  6'/i.  Maill.  R<^un.  Ann.  G.  p.  19. 

alhiLMitta   Parn.  Mab.  Grandid.  Madagasc.   18.  p.  357.   *  arctoniar^inala  .\b. /,o//ii/ Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1901.  p.  34.  • 

alMniainla  Perr.  Oberth.  Et.  L«ip.  Comp.  11.  p.  240.  *  arela  Ca.n.  .Mab.  C.-R.  Ent.  Soc.  Belg.  1891,  p.  49. 

albiplasa  Perr.  Oberth.  Et.  L^p.  Comp.  1 1 .  p.  240.  *  arclina  Gorg.  Heir.  Ann.  Mag.  X'at  Hist.  (5)  1,  p.  343. 


Ausgegehen   22.  V.  1925. 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Hesperiden. 


585 


areenteoe;utta  Cycl.  Bllr.  Lepid.  Exot.  p.  188.  * 
argyroeles  Farn.  Holl.  Entomolog.  Xews  5.  p.  93.  * 
ar^yrnstieta  Cer.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  356. 
ariel  Paid.  Mai.  Petit.  Xouv.  Entom.  2,  p.  285. 
asterodia  Hesp.    Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  178. 
astoria  Eagr.  Holl.  Proc.  Vn.  St.  Xat.  Mus.  18,  p.  763. 
astrape  Pard.  Holl.  Ann.  :sia.g.  Xat.  Hist.  (6)  10,  p.  290. 
astrisrera  Sar.  Bilr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893.  p.  669. 
atratus  Cel.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  74. 
atrio  Sem.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  82. 
aurea  Cer.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  377.  * 
aures  Parn.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  Bull.  1883,  p.  64. 
aurifrons  Acl.  Strd.  Archiv  Xaturgesch.  Sii  A.  7,  p.  154. 
auritincta  l'adr.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1898,  p.  416.  * 
aurivillii  Pard.  Neuss  Entomolog.  Rundschau  1921. 
ayresii  Plat.   Trim.  South-Afr.  Butt.  3,  p.  321.   * 

baleiiee  Caen.  Holl.  Entomolog.  News  2,  p.  4. 

ban^haasi  Osm.  Holl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  42.  * 

barberae  Ked.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1873,  p.  120.  * 

basistri^a  Garn.  Holl.  Entomolog.  Xews  5,  p.  29.  * 

batangae  Plat.  Holl.  Entomolog.  News  5,  p.  92.   * 

bauri  Parn.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  47,  p.  98. 

beilga  Caen.  Holl.  Entomolog.  News  2,  p.  4. 

beni  Cel.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1908  (2),  p.  479. 

bernieri  Amp.   Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  68.  * 

bettoni  Cel.  Btlr.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1907.  p.  32. 

bioolor  Ab.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2.  p.  180. 

bigiiftatus  Acl.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  9,  p.   167. 

binaevata  Caen.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35,  p.  112. 

biseriatus  Cel.   Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1888,  p.  97. 

biseriatus  Ox.  Mah.  Ann.  Soc.  Ent.  Beige  1893,  p.  54. 

bisniarcki  Ab.  Karsch  Entomol.  Xachricht.  18,  p.  228. 

bixae  Rhop.  L.  Syst.  Xatur.  (X),  p.  485. 

boadicea  Cel.  Hei'v.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (4)  20,  p.  323. 

boi'agei  Rhop.  E.-Sh.  Proc.  Zool.  Loc.  Lond.  1893,  p.  557. 

borboiiica  Parn.   Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  65.   * 

boseae  Art.  Saalm.  Lepid.  ^Madagasc.  p.  105.  * 

boiivieri  Sar.  Mab.  Bull.  Soc.  Zool.  Fr.  1877,  p.  239. 

brigida  Sar.  Plötz  .Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  361. 

brigidella  Sar.  Plötz  Exot.  Schmett.  Hesp.  (XX)  Taf.  1563.  * 

bruiiiiea  Cer.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.   (7)  18,  p.  343. 

briinnoostriga  Ked.   Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  45,  p.  392. 

buehhuizi  Gam.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  354. 

bule  Pard.  Holl.  l'roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  76. 

eaenira  Caen.  Heiv.  Exot.  Butt.  4.   * 
caesia  Parn.  Gaede  Int.  Ent.  Zeitschr.  11   (1917),  p.  30. 
eaffraria  Parn.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  44,  p.  43. 
callicles  Ked.  Hew.  Descr.  100  New  Hesper.  p.  42. 
cana  Parn.  Lathy  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1901,  p.  35.  * 
canupus  Capr.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  180. 
i'apenas  Ked.  Heiv.  Descr.  100  New  Hesper.  p.  43. 
capronnierl  Zoph.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  353. 
carbo  Sem.  Plötz  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  9,  p.  169. 
cariate  Amp.  Hew.  Descr.  100  New  Hesper.  p.  44. 
carinides  Mal.  Hew.  Descr.  100  New  Hesper.  p.  41. 
castori  Cycl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1898,  p.  57. 
casiialalla  Capr.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1911  (8),  p.  506. 
catüoalliia  Mal.   Mab.  Petit.  Nouv.  Ent.  2,  p.  285. 
ceryiiiiea  Zoph.  Hew.  Exot.  Butt.  4.   * 

ceucaenira  Caen.  H.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  378. 
ehaoa  Ked.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1873,  p.  118.  * 
ohaeoides  Ked.  (laede  Int.  Ent.  Zeitschr.  11  (1917),  p.  29. 
chalybe  Rliop.  Dbl.  &  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tab.  79.  * 
chainaeleon  Plat.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35,  p.  179. 
ehainbezi  Parn.  Neave  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  80.  * 
ohirala  Trap.    Trim.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1894,  p.  76.  * 
chrysauge  Osm.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  172. 
chrysog:lossa  Cel.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35,  p.  107. 
colotes  Hesp.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  416. 
comororum  Art.  Oberth.  Et.  L(5pid.  Comp.  11,  p.  242.  * 
oomus  Art.  Cr.  Papil.  Exot.  4,  T.  391.  * 

cooksoiii  Cycl.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905,  p.  260.  * 
oordiiba  Caen.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  454. 
eoroller  Amp.   Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  66.   * 
corviniis  Sem.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  9,  p.  169. 
costalis  Plat.   Aar.   Seitz,   Groß-Schmett.   13,  p.   523. 
eostatus  Osm.  Aar.  Entomolog.  Tidskr.  17,  p.  284. 
cretacea  Caen.  Snell.  Tijd.  voor  Ent.  1872,  p.  27.  * 
cybeutes  Gastr.  Holl.  Entomolog.  News  5,  p.  94.   * 
cyllnda  Caen.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  449. 

XIII 


dacela  Caen.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  451. 
dacena  Caen.  Heiv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  453. 
dacenilla  Caen.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  517. 
debilis  Pros.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  360. 
deoastigiua  Eagr.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  62. 
deeipiens  Cycl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  130.  * 
defecta  Ab.  Aur.  Seitz,   Groß-Schmett.   13,  p.  570. 
delagoa  Hesp.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  15. 
denuba  Eagr.   Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  361. 
depygata  Plat.  Strd.  Archiv  Naturgesch.  86  A  7,  p.  163. 
derbice  Ked.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  20,  p.  327. 
deserticola  Sar.  Rbl.  Denkschr.  Ak.  Wien  71  (2),  p.  75. 
detecta  Parn.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  41,  p.  141.  * 
dimidia  Acall.  Holl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  97.  * 
dionius  Hesp.  Hpffr.  Mon.-Ber.  Ak.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  643. 
dispar  Amp.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  7,  p.  73. 
disparilis  Amp.  Oberth.  fit.  L(^p.  Comp.  11,  p.  235.  * 
displaeidus  Acl.  Rbl.  Ann.  Wien.  Hofm.  28,  p.  272. 
distincta  Osm.  Holl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  43.  * 
diversata  Gorg.  Holl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  32. 
djaelaelae  Sar.  Wallgr.  Sw.  Vet.  Ak.  Handl.  1857,  p.  54. 
dolens  Parn.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1897,  p.  214. 
doris  Tim.  Wkr.  Entomologist  5,  p.  56. 
dromus  Hesp.  Plötz  Mitt.  Nat.  Ver.  X.-Vorp.   1884,  p.  6. 
dualensis  Acl.  Strd.  Archiv  Naturgesch.  SO  A  (2),  p.  160. 
duplex  Pros.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  9,  p.  169. 
dysniephila  Zoph.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868,  p.  96.  * 

edipus  Pard.   Cr.  Papil.   Exot.   4.    * 

efnleiisis  Ab.  Holl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  21.  * 
ehlersi  Art-.  Karsch  Entomolog.  Nachricht.  22,  p.  376. 
elegaiis  Parn.  Mab.  Bull.  Soc.  Zool.  Fr.  1877,  p.  232. 
elegantula  Ab.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1890,  p.  32. 
elimiiiata  Sar.  Holl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  9.  * 
elina  Carch.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  288. 
einpyrea  Man.  Mab.  Petit.  Nouv.  Ent.  2,  p.  285. 
ennuori  Parn.  Riley  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1921,  p.  257. 
entebbea  Parn.  Swh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1909,  p.  90. 
eriniivs  Art.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  290. 
ertli  Plat.  Gaede  Int.  Ent.  Zeitschr.  11  (1917),  p.  30. 
exproinpta  Sar.   Holl.  Entomolog.   News  1894,  p.  26.   * 
extensa  Cer.  .4»r.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  526. 

fallax  Parn.  Gaede  Int.  Ent.  Zeitschr.  9  (1916),  p.  126. 

fall  Pard.  Holl.  Entomolog.  News  5,  p.  91.  * 

fasciata  Cer.  Atir.  Entomol.  Tidskr.  17,  p.  286. 

fatuella  Parn.  Hpffr.  Mon.-Ber.  Ak.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  643. 

feiiestrafa  Ked.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  673. 

fenestrella   Andr.    B.-Bak.   Ann.    Mag.    Nat.    Hist.  1908   (2), 

p.  481. 
ferax  Hesp.  Wallengr.  Wien.  Ent.  Mon.  1863,  p.  137. 
ferruginea  Parn.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.   13,  p.  536. 
lervida  Khop.  Btlr.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  5,  p.  339. 
fiara  Zoph.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  503. 
flava  Cer.  Hew.  Ami.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  1,  p.  343. 
flava  Sar.  RH.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1921,  p.  255. 
flavifasciata  Parn.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,  p.  412.  * 
flesiis  Tag.  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  135. 
forestan  Rhop.  Cr.  Papil.  Exot.  4.  * 

forniosus  Cycl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  670.  * 
fulvus  Ox.  Lathy  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1903,  p.  203.  * 
fuscosa  Eagr.  Holl.  Entomolog.  Xews  1894,  p.  27.   * 

galatia  Rhabd.  Heie.  Descr.  Hesper.  p.  36. 

galenus  Cel.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  350. 

galesa  Plat.  Hew.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (4)  19,  p.  79. 

gallieri  Amp.  Oberth.  Et.  Lep.  Comp.  11,  p.  235.  * 

galua  Gam.  Holl.  Entomolog.  Xews  2,  p.  3. 

gaiivi  Sar.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (7)  17,  p.  109. 

gemella  Parn.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  28,  p.  187. 

geniina  Parn.  Gaede  Int.  Ent.  Zeitsclir.  1916,  p.  126. 

gilias  Trap.  Mab.  Petit.  Xouv.  Ent.  2,  p.  285. 

goetzei  Plat.  Grünb.  Deutsch.  Entom.  Zeitschr.  1907,  p.  578. 

grisea  Sar.  Heic.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  1,  p.  344. 

hanno  Rhop.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  63. 
haplopa  Sar.  Swh.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1907,  p.  431. 
harona  Ox.  Ww.  Oates  Matabeleland  App.  p.  353. 
havei  Parn.  Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  64. 
bereits  Sar.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  417. 
herewardi  Sar.  RH.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1921,  p.  257. 

74 


586 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Hesperiden. 


licrilus  Paid.  Ilitiir.  .\[on.-Her.  Ak.  Wiss.  Bcrl.   1855,  p.  043.    ' 
hcterofhnis  Ued.  Mah.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (0)  10,  p.  31.  * 
hiiis  J'arn.  Strd.  Archiv  Xaturgescli.  80  A  7,  p.  1(33. 
hidaroides  Caen.  Axtr.  Kntomol.  Tidskr.  7,  p.  289. 
hindei  Ab.  Drr.  Ann.  .Mag.  Xat.  Ilist.  1903,  p.  636. 
holliiiidi  Alt.  Obcrth.  fit.  Lop.  Comp.  11,  p.  243.  * 
iiolliuidi  Cor.  B.-Bak.  Ann.  .Mag.  Xat.  Ilist.  1908  (2),  p.  481. 
Iiiillandi  Orch.  Drc.  l'roc.  Zool.  Soc.  hond.  1909,  p.  407. 
hcillaiidi  Sar.  tiUr.  J'roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896.  p.  840.  • 
liolocaiista  Acall.  Mab.  C.-K.  Soc.  Ent.  Helg.  1891.  p.  111. 
holtzi  l'arn.  l'löiz  Stett.  Ent.  Ztg.  44,  p.  43. 
honieyiTi  Cel.   IHötz  Stett.  Ent.   Ztg.  41,  p.  307. 
Iiotteiitottn  Geg.   iMir.  Encycl.  Method.  9,  p.  777. 
howa  Trap.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  5,  p.  215. 
hiinibloti  Col.  Mab.  HuU.  Soc.  Ent.  Belg.  1884,  p.  187. 
hv|»oxan)hina  Sar.  Mab.  &  Boidl.  Bul).  Soc.  Ent.  Fr.   1910, 
"p.  240. 

laloniia  Cer.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,  p.  413.  * 
icteria  Faros.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35,  p.  153. 
idis  Pard.  Obcrlh.  fit.  L(?p.  Comp.  11,  p.  234. 
ignitus  Ox.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  7,  p.  40. 
ilerda  Cacn.  Mschlr.  .\bh.  Sonckenb.  Ges.  15,  p.  05.  * 
ilias  Sein.  PUilz  Stott.  Ent.  Ztg.  40,  p.  355. 
illiistris  (VI.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Bolg.  1891,  p.  73. 
iiicerta  l'ard.  SneU.  Tijd.  voor  Entoni.  1872,  p.  29.  * 
indrtorniinabilis  Cer.  Strd.  Archiv  Xaturgesch.  78  A  (9),  p.  109. 
indiisiala  Gorg.  .Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35,  p.  113. 
iiiornatiis  Hot.    Trim.  Trans.   Ent.   Soc.  Lond.  (3)  2,  p.   179. 
iiistaliilis  Acl.  .Vab.  BuH.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  9,  p.  108. 
iiisularis  Tag.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  187ö,  p.  272. 
intcrniixtiis  Cel.  Aar.  Entomol.  Tidski'.  17,  p.  280. 
iphis  Pyrrh.  Drury  111.   Exot.  Ent.  2,  Tab.   15.   * 
Iricdlor  Caen.  HoU.  Entomol.  X'ews  1,  p.  150. 
isiiiael  Trap.  Obcrlh.  Et.  Lep.  Comp.  11,  p.  239.   * 

ja  Ab.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,  p.  408.  * 
janips(>ni  Call.  E.-Sli.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (0)  0,  p.  348. 
jcanncli  Col.  Mab.iX:  Boiill.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1910,  p.  245. 
jdhnstoiii  (iorg.  Bllr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  673. 
jiphn>(oni  Katr.  Bllr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  115. 
jiieunda  Rhop.  Bllr.  Proc.  Zool.  vSoc.  Lond.  1881,  p.  179.  * 
juno  Pyrrh.  I'lötz,  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  364. 

kainatraniba  Pard.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  18,  p.  110. 
Uinnliove  Cycl.  Xcavc  Proc.  Zool.  Soc.  Ijond.  1910,  p.  76.  * 
Uansrvensis  Caon.  Holl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  87.  * 
karsaiia  Geg.  Mr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874.  p.  570.  * 
Uarschi  Parn.  Aar.  Seitz,  Groß-Schmett.    13,  p.  537. 
kasai  Acl.  Drr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,  p.  410.  * 
kcifiiloa  Rlioj).  Wallor.  Sw.  Vet.  Ak.-Ilandl.  1857,  p.  48. 
kclenihaensis  Par.  Strd.  Int.  Ent.  Zeitschr.  12,  p.  103. 
kiniriinscri'iisis  Call.  U'klujr.  Int.  Ent.  Zeitschr.  14,  p.  180. 
kitiiiiia   llosp.   A'«r.srÄ.   Entomolog.   X'achricht.   22,  p.  374. 
kivuciisis  Cel.  Joic.  A:   'falb.  Bull.   llill.-.Mus.   1,  p.  102. 
kolii'la  Sar.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  180. 
ki.lassiis  Padr.   I'lötz  Berl.   Ent.   Zeitschr.   29.   p.   229. 
kordotani  Capr.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Ilist.  (8)  17,  p.  380. 

lahitrdoi  Ani|).  Obcrth.  Et.  Lop.  Comp.   11,  p.  230.   * 

lacida  Caen.  Jleic.  Ann.  Mag.  .Vat.  Hist.  (4)  18,  p.  453. 

hicrciizt'i  llesj).  Obcrlh.  Et.  l^ep.  Comp.  0,  p.  117.  * 

lacteus  Tag.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  7,  p.  39. 

laelioides  Sar.  Bil.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1921,  p.  253. 

hieliiis  Sar.  Mab.  Bull.  Soc.  Zool.  Fr.,  1877,  p.  240. 

hiniliu  Plat.  Xeavc,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  84.  * 

hindbecki  Eagr.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.   1910,  p.  375.  * 

larca  l'arn.  Xeave  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  81.  * 

laronia  Osm.  Ilew.  Descr.  Ilosperid.  p.  35. 

laterciilus  Caen.  Holt.  Entomol.  X'ews  1,  p.  156. 

hiiilcMa  Ptor.  H7.s.  Exot.  Butt.  4.   * 

Icaiidcr  .Vndr.  Plötz  Stett.  Ent..  Ztg.  40.  p.  360. 

lc!,'i.'ei  Zoph.  Her.  Trans.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,  p.  173. 

lenia  Ked.  .Vcnre  J'roc.  Zool.  .Soc.  Lond.  1910,  p.  77.  * 

lentii^inosa  Ked.  Hott.  Proc.  Zool.  Soc.  l^ond.   1896,  p.  50. 

leoMora  Caen.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  355. 

Icpelelieri  Het.  Lair.  Encycl.  M(?thod.  9,  p.  777. 

Icpeniila    Ked.  Wallcngr.   Sw.   Vet.  Ak.   Ilandl.   1857,    p.  50. 

JeiicosastiT  Ab.   Mab.  Ann.   Soc.  Ent.  Fr.   1890,  p.  32. 

leiK-onu'las  Hesp.  Obcrth.   VA.   Lep.  Comp.  0.  p.    118,  344.    * 

It'uouphaea  Parn.  Holl.  Entomolog.  Xews  5,  p.  93.  * 

leucupyga  Acl.  Mab.  BuU.  Soc.  Ent.  Fr.  1877,  p.  101. 


levebii  Ab.  Wallenf/r.  .Sw.  Vet.  Ak.  Handl.  1857,  p.  52. 

libtMin  Hhop.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  410. 

liirora  Par.  Hctc.  Ann.  Mag.  X'at.  Hist.  (4)  18.  p.  450. 

lodra  Parn.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  355. 

lofu  Ab.  Xcarc  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  72.  * 

liK'ptia  Eagr.  Hew.  Illustr.  Exot.  Butt.  5.  * 

lui-idelhis  .Sar.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891.  p.  07. 

huTctia  Ab.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1909.  p.  409.  * 

luehderi  Caen.  Plötz  .Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  357. 

Intens  Parn.  Hpjir.  Mon.-Ber.  Ak.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  043. 

Iug:eiis  .Sar.  Bog.  Ann.  Wien.  Hofmus.  6.  p.  46. 

luniila  Sar.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  375.  * 

lux  Osm.  Holl.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1892,  p.  291. 


luabea  Parn.  HoU.  Entomolog.  X'ews  5,  p.  92.  * 
inabillei  Gastr.  Holt.  Entomolog.  X'ews  5,  p.  28.  * 
inachacoaiia  Hesp.  Bllr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1899,  p.  426.  * 
mackeni  Acl.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868.  p.  95.  * 
luaconio  Ked.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1.  p.  405. 
inacrostictus  Cel.  Holl.  Entomolog.  X'ews  1894,  p.  27. 
niaculata  Sar.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891.  p.  68. 
inaeulifera  Sar.,  Mab.&  Boutl.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1916.  p.  240. 
niafa  Hesp.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  386.  * 
iiiajorella  Sar.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  67. 
malehus  Trap.  Mab.  Bull.  .Soc.  Philomat.  1877,  p.  136. 
nialg-afha  Cycl.   Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  67. 
nialthiiia  Caen.  Hcic.  Ann.  Mag.  X'at.  Hist.  (4)  18,  p.  457. 
mallia  Ked.  Xcavc  Proc.  Zool.  .Soc.  Lond.  1910,  p.  78.  * 
maiigana  Hesp.  Bbl.  Sitz.-Ber.  Ak.  Wiss.  Wien  1899,  p.  360. 
iiiararanda  Caen.  Heu-.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (4)  18,  p.  450. 
niaraii£:a  Parn.  Bllr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1899,  p.  975.  * 
marehalii  Parn.  Bsd.  Faun.  ^ladagasc.  p.  06. 
niarius  Parn.  Strd.  Internat.  Ent.  Zeitschr.  3,  p.  176. 
mariEraritata  Art.  Holl.  Entomolog.  X'ews  1,  p.  155. 
inarshalli  Ked.  Aar.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  542. 
mathias  Parn.  F.  Ent.  Svst.  Sppl.  p.  433. 
maiiritiana  Eagr.  Mab.iÜ-'BouU.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1916,  p.  247. 
inaxiina  Sar.  Xcavc  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910.  p.  375.  * 
meditrina  Cel.  Hew.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (4)  20.  p.  322. 
im'lah'iica  Hesp.  Obcrth.  fit.  Li^'p.  Comp.  6,  p.  113.  * 
melania  Sar.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  71. 
nielicliroptera  Orch.  Karsch  Entomol.  Tidskr.  17,  p.  288. 
nieipbis  Padr.  Holl.  Entomolog.  X'ews  1894,  p.  31.  * 
nieniox  Cycl.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1873,  p.  121.  * 
iiietis  Cycl.  L.  Mus.  Ulric.  p.  325. 

meza  Gastr.  Heic.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (4)  19.  p.  79. 
inicans  Padr.  Holl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  63.  * 
niidas  Cycl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  265.  * 
minima  Gorg.  Holl.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  33.  * 
miranda  Ked.  Bllr.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  1902,  p.  33. 
inirza  Amp.  Mab.  Grandid.  Jladagasc.  18,  p.  345.  * 
inocquervsii  Gorg.  Holl.  I'roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  33.  * 
iliodestus  Cel.   Rbl.  Ann.  Wien.  Hofm.   1914,  p.  271. 
niohopaani  Parn.  Watlcmjr.  Sw.  Vet.  Ak.  Handl.  1857,   p.  48. 
niohozutza  Ked.  M'allenyr.  Sw.  Vet.  Ak.  Handl.  1857,    p.  50. 
inokeezi   Cel.    Wallemjr.    Sw.   Vet.   Ak.   Handl.    1857,    p.  54. 
moiiasi  Parn.    Trim.   South.  Afr.  Butt.  3,  p.  317. 
Ili(iiii>('hr<ia  Geg.  tibi.  Denkschr.  Ak.  Wiss.  Wien  71  (2),  p.  77.  * 
nioraiitii  Paros.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.    Lond.  1873,   p.  122. 
morilili  Plat.  ^Vall(/r.  Sw.  Vet.  Ak.   Handl.  1857,  p.  49. 
inotozioides  Sar.  Holt.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  10,  p.  288. 
motozi    Sar.    Wallengr.    Sw.    Vetensk.    Akad.    Handl.     1857, 
p.  53. 


nana  Hesp.    Trim.  Rhop.  Afr.  Austr.  2,  p.  290. 
neander  Andr.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  45,  p.  154. 
neavei  Ab.  Aar.   Seitz,   Groß-Schmett.   13.  p.  569. 
neavei  .Sar.  RH.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1921,  p.  252. 
neoba  l'arn.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35,  p.  188. 
nctopha  Parn.  Heic.  Ann.  Mag.  X'at.  Hist.  (5)   1,  p.  345. 
nevca  l'ar.  H.-Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  370.  * 
niansroronsis  Het.  Holt.  Bull.  Am.  X'at.  Mus.  43.  p.  256. 
nisfcr  Ox.    Drc.  Proc.   Zool.   Soc.   Lond.   1910,  p.  370. 
niuieriana  Ab.   Btlr.  Ann.  Mag.  X'at  Hist.   1901,  p.  59. 
nisrerriniiis   Plat.   Bllr.  Proc.   Zool.   Soc.  Lond.   1893,  p.  672. 
niaricans  Plat.  Holt.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  73. 
nigropunotatus  Cel.    H.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Hi.st.   1908  (2), 

p.  478. 
niso  Geg.   I..  Mus.  T'lric.  (1764)  p.  339. 
niveicomis  Chondr.  I'lötz  Stett.  Ent.  Ztg.  44,  p.  3. 
niveostriga  Ked.   Trim.  Trans.  Ent.   Soc.  Lond.  (3)  2,   p.  179. 
nobilior  Zoph.  Holl.  I'roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1890,  p.  95.   * 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Hesperiden. 


587 


noctula  Farn.  H.-Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,  p.  411.  * 
nostrodamiis  Geg.  F.  Entomol.  Syst.  3  (1),  p.  328. 
nothiis  Cer.  F.  Mant.  Ins.  2,  p.  88. 

nottoana  Eagr.  Wallengr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1883,   p.  54. 
llox  Sar.  Neave  Proc.  Zool.  vSoc.  Lond.  1910,  p.  70.  * 
nox  Sem.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Balg.  1891,  p.  168. 
numa  Ox.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1901,  p.  432. 
nyassae  Parn.  Hctp.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (5)  1,  p.  345. 
nyassicola  Acl.  Strd.  Archiv  Naturgesch.  86  A  7,  p.  153. 

oberthüri  Hesp.  Aur.  Seitz.  Groß-Schmett.  19,  p.  565. 
oodilta  Geg.  Trini.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891.  p.  103. 
ofhreana  Eagr.  Latluj  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1901,  p.  34.  * 
(iSTowena  Osph.  Mab'.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  121. 
ofrrugana  Parn.  Lathy  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1903,  p.  204.  * 
Offwanvi  Cycl.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  17,  p.  110. 
olaiis  Acl.  Plöfz  Stett.  Ent.  Ztg.  45,  p.  156. 
ophiusa  Hvp.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2.  p.  497. 
ophthalmica  Sar.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  68. 
ophtlialniicodes  Sar.  S/rd.  Archiv  iVaturgesch.  78  A  (1),  p.  80. 
orieiitalis  Cycl.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  551. 
onna  Caen.  Plöt:  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  363. 

pallida  Gastr.  HoU.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  39. 
pallida  Trap.  Oberth  t,t.  Up.  Comp.  11.  p.  238  * 
palocaiiipta  Parn.  H.-Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,  p.  411.  * 
pandaensis  Sar.  Joic.  <fc  Talb.  Bull.  HiU-Mus.  Ij  pt.  1. 
pansa  Rhop.   Hew.   Exot.  Butt.   4.    * 
paola  Ked.   Plöiz  Stett.  Ent.  Ztg.  45,  p.  391. 
paradisea  Ab.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  499. 
pardalina  Amp.  Btlr.  Ann.  !Mag.  Xat.  Hist.  (5)  4,  p.  233. 
paroeehus  Trap.  Mab.  Grandid.  Madagasc.  18,  p.  334.  * 
parva  Amp.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.   13,  p.  548. 
pavanus  Gel.  Atir.  Ann.  Mus.  Genova  44,  p.  521. 
piToxcellens  Cycl.  Btlr.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (6)  18,  p.  161.  * 
perlustris  Cel.' Rbl.  Aim.  Wien.  Ilofm.  1914,  p.  270.  * 
perobseura   Parn.  H.-Drc.   Ann.    Mag.   Nat.   Hist.    1912  (9), 

p.  504. 
perpauppra  Sar.  HoU.  Entomol.  News  1894,  p.  26.  * 
perroti  Trap.  Oberth.  t^t.  Lop.  Comp.  11,  p.  230.  * 
phidyle  Cycl.  Wkr.  Entomologiste  5,  p.  50. 
philaudor    Andr.    Hpfjr.    Mon.-Ber.    Ak.    Wiss.    Berl.    1855, 

p.  643. 
phocion  Cer.  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  138. 

phyllophila  Eagr.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1883,   p.  362. 
picanini  Plat.  Holt.  Entomol.  News  5,  p.  91.  * 
pillaaiia  Capr.  Wallenyr.  Sw.  Vet.  Ak.  Handl.   1857,   p.  51. 
pisistratus  Rhop.  F.  Entom.  System.  3  (1),  p.  345. 
plaeidus  Acl.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  360. 
plerotica  Ab.  Karsch  Entomol.  X'achr.  22,  p.  374. 
plistoiiiciis  Sar.  Plöts  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  362. 
pluetzhuia   Caen.    Strd.   Archiv  Natm'gesch.    86   A  7    (1921), 

p.   155. 
plötzi  Acl.  Mab.  BuU.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  9,  p.  168. 
plötzi  Cel.  Swh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1907,  p.  434. 
plötzi  Hesp.  Aur.  Entomol.  Tidskr.  1891,  p.  227. 
poutieri  Parn.  Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  65. 
priiieei  Sar.  Karsch  Entomolog.  Nachricht.  22,  p.  373. 
protensa  Ked.   Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.   1901,  p.  60. 
proxlnia  Caen.   Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  47,  p.  95. 
proxiimis  Cel.  Mab.  Bull.  Soc.  Zool.  Fr.,  1877,  p.  231. 
pulvina  Sem.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  353. 
punctata  Parn.  Aur.  Kilimandj.-Meru-Exp.  9,  p.  15. 
punctigera  .Sar.  Mab.  &  Boull.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1916,  p.  247. 
punctulatus  Het.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1895,  p.  265.  * 

qiiadrisia:natus  Cycl.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1893,  p.  670.  * 
quateriia  Trich.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Fr.  1889,  p.  156, 

ramanatek  Rhop.   Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  62.   * 
ranoha  Faros.   Ww.   Gates   Matabeleland  App.   p.   353. 
rara  Proc.  HoU.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1892,  p.  293. 
ratek  Rhop.  Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  61.  * 
rebeli  Hesp.  Hujg.  Trans.  Eut.  Soc.  Lond.  1924,  p.  101. 
reducta  Art.   Aur.   Seitz,   Groß-Schmett.   13,  p.   519. 
rega  Xanth.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  9,  p.  169. 
rehfousi  Hesp.  Oberth.  Et.  Ls^p.  Comp.  6,  p.  117.  * 
reiehenowi  Pard.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  357. 
rhadania  Amp.  Bsd.  Faun.  Madagasc.  p.  69.   * 
robustus  Plat.  Xeave  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  83.  * 
rogersi  Ked.  Drc.  Trans.  Ent  Soc.  Lond.  1907,  p.  81.  * 
rubeseens  Faros.  HoU.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  35. 


rubra  Ab.  HoU.  Bull.  Amer.  Mus.  43  (1921),  p.  253. 
ruso  Ox.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  25.  p.  183. 
rutilans  Cel.  Mab.  BuU.  Soc.  Zool.  Fr.  1877,  p.  235. 

sabadius  Eagr.  Gray  Griff.  Anim.  Kingd.   15.   * 
saclavus  Amp.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35,  p.  107. 
sandaster  Hesp.  Trim.  Trans.  Soc.  Ent.  Lond.  1868,   p.  92.  * 
sataspes  Hesp.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  178. 
sator  Pard.  DU.  et  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tab.  79.  * 
saxieola  Parn.  Neave  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1910,  p.  82.  * 
schulzi  Zoph.  Plöiz,  Stett.  Ent.  Ztg.  43,  p.  326. 
secessa  Hesp.    Tritn.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1891,  p.  102.  * 
seiner!  Sar.  Strd.  Archiv.  X^aturgesch.  75  (1),  p.  383. 
sejunota  Rhop.  Mab.  &  VuUl.  Xovit.  Lepid.  3.  p.  19.  * 
semlikensis  Cer.  .Joic.  &   Talb.  Bull.  HUl.-Mus.  1,  p.  102. 
senegalensis  Farn.  Klug  Dbl.  Verz.  Senegal  Ins. 
sextilis  Caen.  Plöiz  Stett.  Ent.  Ztg.  47,  p.  89. 
slielleyi  Art.  E.-Sh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  6,  p.  349. 
sierrae  Cer.  Holt.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  78.  * 
sinnis  Farn.  Mab.  Petit.  Nouv.  Entom.  2,  p.  285. 
sniithi  Tag.  Mab.  Grandid.  Madagasc.  18,  p.  354.  * 
soritia  Caen.  Hew.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (4)  18,  p.  453. 
sparsus  Acl.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,  p.  410.  * 
spio  Hesp.  L.  System.  Xatur  (XII),  p.  796. 
statira  Parn.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35,  p.  180. 
statirides  Parn.   HoU.   Proc.    Zool.    Soc.   Lond.    1896.   p.   69. 
StaiidiiiKeri  Osm.  HoU.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  42.  * 
stellatus  Het.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  65. 
stöhri  Caen.  Karsch  Berlin.  Entom.  Zeitsclu-.  'iii,  p.  252.  * 
subalbioaiis  Sar.  B.Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  18,  p.  342. 
subalbida  Sar.  HoU.  Entomolog.  News  1894,  p.  26.  * 
subFacata  Gorg.  Mab.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  (6)  9,  p.  168. 
siibflavida  Gorg.  HoU.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  34.  * 
subnotatiis  Plat.  HoU.  Entomolog.  X'ews  5,  p.  94.  * 
subochracea  Farn.  HoU.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  63.  * 
subolivesoens  Trich.  HoU.  Ann.  :Mag.  Nat.  Hist.  1892,  p.  294. 
substriffatus  Acl.  HoU.  Entomol.  News  1894,  p.  28.  * 
syriiix  Cycl.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1868,  p.  93.  * 

tancred  Rhop.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  45.  p.  62. 
tarace  Farn.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  35.  p.  179. 
telisisriiata  Chondr.  BUr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  133.  * 
tessniaiiniana  Cer.  Strd.  Archiv  X'aturgesch.  78  A  (9),  p.  109. 
tetrastiffiua  Trich.   Mab.  C.-R.   Soc.   Ent.  Belg.   1891,  p.  65. 
tettensis  Ab.  Hpffr.  Mon.-Ber.  Ak.  Wiss.  Berl.  1855,  p.  643. 
thecla  Sar.   Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  40,  p.  361. 
theelides  Sar.  HoU.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  8.  * 
thieloi  Tim.  Strd.  Intern.   Entom.  Zeitschr.  3,  p.   176. 
thops  Osm.  HoU.  l'roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  43.  * 
thora  Osm.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  15,  p.  145. 
toreiisis  Pard.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  18,  p.  110. 
traiisvaalica  Hesp.   Trim.  South-Afr.  Butt.  3    p.  286. 
tricerata  Sar.  Mab.  C.-R.  Soc.  Ent.  Belg.  1891,  p.  106. 
trisreinina  Parn.  Gaede  Int.  Ent.  Zeitschr.   1916,  p.  126. 
trinieiii  Hesp.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  564. 
tripunctata   llyp.   Mab.  C.-R.   Soc.   Ent.  Belg.   1891,  p.   HO. 
tripiiiietata  Rhop.  Aur.  Seitz,  Groß-Schmett.  13,  p.  509. 
trlsiffnatus  Cycl.  Neave  Novit.  Zoolog.   11,  p.  343.   * 
tristlfica  Trich.  Aur.  Seitz,   Groß-Schmett.   13,  p.  579.   * 
tristis  Sar.  Ebl.  Ann.  Wien.  Ilofm.  1914,  p.  269. 
tsadicus  Cycl.  Aur.  Arkiv.  Zoolog.  2,  No.  12. 
tsera  Sar.  B.-Bak.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (7)  1,  p.  341. 
tslta  Het.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  386.  * 
tucusa  Ked.   Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1883,  p.  359. 

urnbrina  Caen.  Rbl.  Ann.  Wien.  Hofm.  28  (1914),  p.  275.  * 
univulensis  Ab.  E.-Sh.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.   (6)  6,  p.  348. 
unicolor  Rhop.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (5)  7,  p.  39. 
uuistriga  Farn.  Holt.  Entomolog.  News  5,  p.  30.   * 
Ursula  Parn.  HoU.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1896,  p.  64.  * 

varius  Trap.  Oberth.  Et.  Lop.  Comp.  11,  p.  238.* 

venosa  Ab.   Trim.  South. -Afr.  Butt.  3,  p.  339, 

vibius  Cer.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  1,  p.  343. 

vidua  Ab.  Weym.  Entom.  Zeitschr.  15,  p.  66. 

vosseleri  Gorg.  Grilnb.  Deutsch.  Ent.  Zeitsclu-.  1907,  p.  577. 

waga  Caen.   Plöiz  Stett.  Ent.   Ztg.  47,  p.   108. 

wallacei  Het.  Neave  Proc.   Zool.   Soc.   Lond.   1910,  p.   70.    ' 

wallengreni  Ked.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1883,  j),  361. 

waniboParn.  Plötz  Stett.  Ent.  Ztg.  47,  p.  97. 

watsoni  Tein.  HoU.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1892,  p.  292. 

ffilleiui  Cycl.  Wallengr,  Sw.  Vet.  Akad.  Handl.  1857,  p.  50. 


588 


Urbeschreibungsnachweis  der  aethiopischen  Hesperiden. 


wollastoni  Cer.  Her.  Trans.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,  p.  171.  * 
wollastoni  Ox.  Her.  Trans.  Zool.  Soc.  Lond.  1909,    p.  171.  * 

xanthias  Par.  Mab.  C.-B.  Soc.  Ent.  Bolg.  1891.  p.  117. 
xanUiioides  Par.  Holl.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.   ((5)   10,  p.  290. 
xaiithopeplus  Pard.  Holl.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (Ü)  10,  p.  289. 
xylos  Parn.  Mab.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  (0)  10,  p.  31.  * 


zaira  Hesp.   Plöiz  Mitt.  Xat.  Ver.  X.-Vorponun.  1884,  p. 
zainbesiaca  Ab.  Ww.  Thes.  Ent.  Oxon.  (1874),  p.  183.  * 
zaremba  Caen.  Plöiz  Stett.  Ent.  Ztg.  43,  p.  376. 
zebra  Hesp.  BÜr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1912,  p.  388.  * 
zenides  Padr.  SM.  Int.  Ent.  Zeitschr.  12  (1918),  p.  104. 
zeno  Padr.  Trim.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  179. 
zephora  Parn.  PlöU  Stett.  Ent.  Ztg.  44,  p.  150. 


Verzeichnis  neuer  Formen. 


589 


Verzeichnis 


der  in  Band  i3  aufgestellten  Arten,  Formen  und  Namen. 


afCinis  (Amauris)  Aur.  75. 
albus  (Teracol.  phisadia)  Aur.  51. 
albida  (Acraea  natalica)  Aur.  2(jS. 
albidus  (Teracol.  erone)  Aur.  äi. 
albofasciata  (Acr.  aglaonice)  Aur.  270. 
albomaciilata  (Crud.  leroma)  .-1»^.  432. 
albomaeiilatus  (Teracol.  puniceus)  Aur.  55. 
alticnla  (Cyclopides)  Aur.  551. 
anoinalus  (Teracol.  bacchus)  Aur.  55. 
aurantiaea  (Coenyr.  hebe)  Aur.  108. 
aiistralis  (Diestog.  atossa)  Aur.  170. 


bistrisata  (Axioc.  mendeche)  Aur.  421. 


olarus  (Euph.  edwardsi)  Atir.  189. 
coniniixta  (Papil.  rex)  Aur.  12. 
rongoana  (AI.  amazoula)  Aur.  299. 
continua  (Myl.  poppea)  Aur.  33. 
costalis  (Platyl.  moritili)  Aur.  523. 
crawshayinus  (Cupido)  Aur.  473. 


daeenilla  (Caenides)  Aur.  517. 
deteeta  (Ab.  levebu)  Aur.  570. 
dubiosa  (tinoph.  parmeno)  Aur.  83. 


extensa  (Ceratr.  flava)  Aur.  526. 

faseiata  (Euryph.  cutteri)  Aur.   179. 
faseiata  (Planema  umbra)  Aur.  241. 
ferruginea   (Parnara)  Aur.  536. 
flaviis  (Teracol.   daira)  Aur.  58. 
tlavus  (Teracol.  amatus)  Aur.  50. 
flavescens  (Teracol.  puniceus)  Atir.  55 
flavidus  (Teracol.  daira)  Aur.  58. 
Flavomacula  (Teracol.  regina)  Aur.  55. 
fiiliiosa  (Acr.  encedon)  Aur.  258. 


incerta  (Diestogyna)  Aur.  165. 
intermedia  (Mylothris)  Aur.  82. 


jordani  (Precis  coelestina)  Aur.  222. 


liarsolii  (Parn.  deteeta)  Aur.  537. 
kigonserae  (Mycal.  ena)  Aur.  93. 
kohli  (Deudorix)  Aur.  370. 


leonae  (Aslauga)  Aur.  343. 
leonis  (Cym.  anitorgis)  Aur.  153. 
linearis  (Cup.  sybaris)  Aur.  465. 


mabillei  (Hypolyc.  maryra)  Aur.  387. 
niaeularis  (Pieris  thysa)  Aur.  43. 
maoiilata  (Euryph.  barce)  Aur.  178. 
niaoulata  (Terias  brenda)  Aur.  64. 
niarffinalis  (Cup.  telicanus)  .4»»-.  470. 
niarniorata  (Hen.  andravahana)  Aur.  100. 
marshalli   (Phasis)  Aur.  427. 
niarshalli   (Ked.  macomo)  Aur.  542. 

neavei   (Ab.  bismarcki)  Aur.  569. 
nigricans  (Phas.  thysbe)  Aur.  430. 
nigrirans  (Pier.  Uliana)  Arir.  47. 
nigricans  (Teracol.  vestalis)  Aur.  51. 
nuptilla  (Leptos.  acesta)  A^ir.  31. 


oberthüri   (Hesperia)  Aur.  565. 
obliqua  (Planema)  Aur.  243. 
obseura  (Spind,  natalensis)  Aur.  413. 
obscurus  (lolaus)  Aur.  406. 
obtusangula   (Diestogyna)  Aur.   160. 
ooeidentalis  (Pseudacr.  fickei)  Aur.  190. 
oehraceus  (Terac.  phisadia)  Aur.  51. 
oehreopuncfa  (Cup.  iobates)  Aur.  490. 
orlentalis  (Cycl.  metis)  Aur.  551. 

pallida  (Megal.  zymna)  Aur.  362. 
parallela   (Lyc.  crawshayi)  Aur.  450. 
parva  (Ampittia)  Atir.  548. 
peringueyi  (Phas.  sardonyx)  Aur.  430. 
plagiata  (Melan.  leda)  Aur.  83. 
pulcherrima  (Zerites)  Aur.  418. 
punctata  (Phas.  damarensis)  Aur.  427. 

radians  (Acr.  oreas)  Aur.  251. 
reducta  {Artitr.  comus)  Aur.  519. 

sliarpci  (Terocol.  evarne)  Aur.  60. 
sjöstedti  (Papilio)  Aur.  15. 
striata  (Myl.  sagala)  Aur.  36. 
strigatus  (Cup.  eleusis)  Aur.  490. 
sulfureus  (Terac.  hetaera)  Aur.  55. 
sulphurescens  (Acr.  penelope)  Aur.  254. 

thersandroides  (Pap.  phorcas)  Aur.  17. 
trimeni  (Cym.  alcimeda)  Aur.  152. 
trimeni  (Hesp.  secessa)  Aur.  564. 
tripiinetata   (Rhop.  necho)  Aur.  509. 
tristifica  (Trichosemeia)  Aur.  579. 
tschadica  (Pieris  gidica)  Aur.  40. 


unicolor  (Lyc.  thyrsis)  Aur.  439. 
varlegata  (Euph.  luperca)  Aur.  184. 
vlrilis  (Cup.  lingeus)  Aur.  463. 


590 


Index. 


Die  Zahl  direkt    hinter  dem  Namen  gibt   die  Seitenzahl  des  Textes  an.     Die  Namen   mit  großen  Anfangs- 
buchstuben   bedeuten   die    Gattungen,   die   in  liegender  Schrift  bedeuten   Synonymen   sowie   gelegentliche 

Erwähnungen. 


A. 

aaron  Oberllt.  iVi't.  519 
abadima  Rbb.  Acr.  268 
Abantis  Hpffr.  567 
abasa  Hew.  Diest.   102       .     . 
abboti  Holt.  Heod.  498      .     . 
abbotti  HoU.  Lachn.  230 
abdera  Hew.  Acr.  278 
aberrans  Btlr.   Cup.  489 
aberrans  Stgr.  Euph.   187 
abesa  Hew.  Euryph.   172  .     . 
Abisara  Fldr.  295 
abjectus  Snell.  Het.  550 
abnormis  Dudg.  Myc.  96 
Abraxas  7 
abraxas    Dbl.   &    Hexe.    Pent. 

309 

abrupta  Gaede  Lyc.  450 
abrupta  Grünb.  Acr.  263 
abscissa  Gaede  Cycl.  552 
abscondita  Plölz  Hesp.  564     . 
absolon  F.   Euryph.   172    .     . 
abti  Suff.  Pier.  44    ...      . 
aburae   Platz   Gorg.  557 
abyssinica  Fldr.  Ant.  228 
abyssinioa  Luc.  Pier.   40    . 
abyssinica  B.d:  J.  Kurvt.  209 
abyssinica  liolhsrh.  Euph.  189 
abyssinicus  Aur.  ("up.  484 
abyssinicus    lillr.   Terac.   53 
abyssinicus  lidthsch.  Char.  129 
ahyssiniensM    SM.    Cup.    481 
Aeallopistes  Holl.  511 
acamos  Spind.  414 
acara  Hew.  Acr.  280 
acara  Acr.  281 
acares  Karsch  Dcud.  365 
acastc  Klug  Terac.  53 
aceno  Suff.  l'ap.   13 
acerata  Hew.  Acr.  264 
achacmenes  Fldr.  Char.  129 
achaemenes  Char.   135 
acheloia  Wallgr.   Byb.   208      . 
achillaena   Hart.  Euryph.   178 
achine  Cr.  Terac.  57   . 
achlys  Hpffr.  Euryph.   156     . 
achli/t  Euryph.   157 
acholi  B.-Bak.  Cup.  481 
Aeleros  Mab,  554 
Acontia  6 

acontias  Wie.  Acr.  274       .     . 
Acraea  F.  246 

Acraea  3,  5,  21,  194,  240,  312 
acraea  Dbl.  &  Hew.  Tel.  301    . 
Acraeldae  239 
acraeina  Xyctemera  5 
acraeina  Trim.  Eriks.  432   . 
acraeoides  Drc.  Char.   137 
acraeoides  Sm.  &  Ky.  Tel.  301 


Taf. 


39  b 
74  1 

54  f 


41  d,  e 


61g 


75  d 
41  d,  f 

12  d 
77  b 
52  d 

13  a 


54  b,  0 

16  d,  o 
56  a 


49  b 

40  b 
19  d,  o 
36  e 


55  c 

61  c 

71  a 
61  d 


Taf. 

acrita  Hew.  Acr.  275    .     .     .       55  b 

acrUa  Acr.  274,  276 

acritoides  Eltr.  Acr.  274 

acronycla  Ww.  Acr.  271 

actia  Dwf.  Prec.  223     ..     .       51  d 

Actinote  4 

actinotina  Lathy  Tel.  302    .     .        62  a 

actisanes  Hew.  Erg.  208    .     .       49  d 

Aciizera  Chapm.  459 

acuminatiis    Thur.   Char.    139 

acutangula  Aur.  Diest.   160 

aculipennes  Lathy  Acr.  274 

adamastor  Bds.  Pap.  24     .     .         3  c 

adamsi  Lathy  lol.  397    ...       68  d 

adela  Cym.   154 

adola  Stgr.  Cym.  152 

adelgitha  Hew.  Micr.  340    .     .       64  a 

adelgitta    =   adelgitha  340 

adelgunda  Stgr.   Micr.   340      .       62  e 

adeUca  Bart.  Euph.  188 

adelica  Karsch  Capr.  570 

adelina  Hew.  Cym.   152      .     .       35  d 

adenensis  Btlr.  Hesp.   565 

aderna  Plötz  Spind.  415     .      .        70  a 

adjectus   Thur.  Pap.  26 

admatha  Hew.  Acr.  285     .     .        53  e 

adolphi-friderici    Schtz.    Epit. 

359 

adon  Mab.  Osm.  545     .     .     . 
adonina  Heic.  Euph.  187     . 
adosus  Mab.  Osm.  545    . 
adrasta  Weyix.  l'Ian.  242    . 
adusta    linthsrh.    Char.    134 
aegipan   Trim.  Cycl.  552     . 
aelianus  Stgr.  lol.  395 
aelyus  Suff.  Pap.   19 
aemulus    Trim.   lol.   404 
aequalis  Gaede  Parn.  538 
aequalis  /?.  &  J.  Acr.  250 
aequatorialis  E.-Sh.  Cup.  473 
aequatoriaUs    Neave  Acr.    269 
aequimargo   Thur.  Myl.  36 
aeschyhis  Pliitz  Rhop.  508 
aethiopia  B.-Bak.  Cup.  481     . 
aothiopica  R.  &  J.  Atell.  230 
aetliiops  Mab.  Cup.  471 
aethiops  Pal.  Sal.  217    .      .      . 
aetliiops  R.  &  .1.  Acr.  249 
aethiops  R.  &  ./.  Amaur.  74 
aethiops  R.  et  ./.  :\rvc.  93 
aetliiops  R.  et-  J.  l'ap.  19 
nettion, Trim.  Vhas.  431      .      . 
aethria  Karsch  lol.  403 
affinis  .4i/r.  Amaur.  75   . 
affinis  Mab.  Pier.  48 
affinissimus  Strd.  l'lat.  524 
afikpo  Drc.  Gorg.  557     .      .     . 
afra  B.-Bak.  Lyc.  440    ..     . 
africana  Frühst.  Melan.   82 


05  b 
77  g 
44  b 

77  h 
57  f 

78  a 


68  h 


73  d 
00  g 
12  b 
75  e 

74  d 
52  f 
73  d 
50  b 


70  h 
68  h 


77  d 
71  c 


afzelii  Aur.  Lachn.  230 
afzeHiF/a!r.  Euph.  187    .     .     . 
agamedes  Ww.  Pap.  24   .      .      . 
aganice  Hew.  Plan.  242 
Agaristidae  6 

agatha  Stall  Nepfc.  200       .     . 
agathina  Cr.  Myl.  34     .   10  f,  11 
agathina  Myl.  45 
aglaja  Argynn.  231 
aglaonice  Ww.  Acr.  269 
agnes  Aur.  lol.  402 
agnes  Btlr.  Euph.  184    .     . 
agoye  Wallgr.  Terac.  60     . 
agraphis  Karsch   Älyc.  90   . 
agrippina  Drc.  PseudoL  379 
agrippina  Fldr.  Pier.  40 
agrippina  Thysania  6 
agrippinides  Holl.  Pier.   41 
Agrotis  6 

agvlla  Trim.  Hesp.  563 
Aläena  Bsd.  298 
alaotrana  Oberth.  Art.  519 
alarnii  Suff.  Pier.  43 
alba  Dew.  Pent.  310 
alba  Wallgr.  Pier.  46     .     . 
albata  Aur.  Ox.  381 
alberta   B.-Bak.   Lyc.   440 
alberta  Btlr.  Cup.  489 
alberta  Elw.  Acr.  256     . 
alberta   Stgr.   ilicr.   340      . 
alberti   Holl.  Parn.   536      . 
albicans  Caf.  Lipt.  334 
albicans  Grünb.  Lyc.  440 
albicans  Suff.  Pap.  20 
albicolor  Karseh  Plan.  244 
albicosta  Gaede  Cup.  494 
albida  Aur.  Acr.  208 
albida  Bllr.   Ypth.   110 
albida  Mab.  App.  38 
albida  Suff.  Prec.  225     .      .     . 
albidus  Aur.  Terac.  54 
albigutta   Mab.   Parn.  536 
albiniacula  Oberth.  Perr.  520 
albiiiKicuIala   Amaur.  215 
alhiniaculata  Btlr.  Amavu'.  76 
albimaculata   Xcare   Acr.   251 
albin  US  Dan.  258 
albinus  Lanz  Dan.  72 
albiplaga  Oberth.  Perr.  520 
albirostris  Mab.  Parn.  537 
albistriatus  Capr.  Cup.  483     . 
albistriatus  Cup.  475 
albitrimacula   Strd.   Byb.   208 
albivittula   Mab.    Yptii.    114 
albofasciata  Aur.   Acr.   209 
albofasciata  Anr.  Tel.  301 
albofasciata  Stgr.  Eurypli.  158 
albofasciata    Suff.    Prec.    223 
albomaculata  B.-Bak.  Epit.  355 


43  b 

3c 

58  d 

48  d 

a,  14  d 

45  a 
15  f 
27  f 
66  li 
12  f 


14  d 

07  a 
71  d 

60  e 

62  e 
78  f 

63  h 


■j7  c,  58  b 


51  b 


74  f 


65  e 


II 


INDEX. 


591 


albomaculatus  Äur.  Terac.  55 
albomaciüatus  E.-Sh.  lol.  401 
albopunctata  Aitr.  Diest.  164 
alboradiata  Aur.  Acr.   281 
alboradiata   Suff.   Acr.    268 
albostriata     Lathy    Pseudacr. 

194 
albovittata  Aur.   Euph.   184 
albula  Suff.  Euryph.  157 
albiüa   Thur.   Euph.  184 
albus  Aur.  Terac.  51     .     .     . 
alcesta   Cr.   Lept.   31      ... 
alcibiade.s  Kt/.   lol.   393 
alcihiades  lol.  390,  395 
alcimeda  Godt.  CyLU.  152 
alcinoe  Fldr.  Plan.   241      .     . 
alciope  Hciv.  248       .... 
alciope  Acr.  240,  247 
alcippina  Aur.  Acr.  258 
alcippina  Acr.  72 
alcippoides  Btlr.  Hypol.  213  . 
alcippoides  Hypol.  72 
alcippoides  Mr.  Dan.  72 
alcippus  Cr.  Dan.  72 
aicippus  Dan.  258 
aldabrana    Trycr   Eagr.    572 
aldabrensis  Holl.  Terac.  53 
alenica  Strd.  Paron.  521 
aleta  Plötz  Ked.  541 
Aletis  190.  379 
aleiu-ona  BÜr.  Catops.  03 
alexander  Suff.   Cyni.   149 
alicia  E.-Sh.  Acr.  263     . 
aliena  Bilr.  Terias  65 
alienus    Trini.  lol.  404    . 
alinda  Mab.   Euryt.  210     .      . 
aliquantum  Drc.  Lipt.  337 
alladinis  BÜr.  Char.  136     .      . 
alluaudi  Mab.d:  Boull.  Cel.  581 
alluaudi  Mab.  Lipt.  334     . 
almansor  Honr.   Pap.  24 
almeida  Fldr.  Phas.  427     .     . 
alphaea  Drury  Erg.  208 
alphaeus  Cr.  Cop.  423 
althea  Drury  Cym.  149 
althoffi  Dcw.  Acr.  262    ..     . 
alticola  Aur.  Cycl.  551 
amadhu  Mab.  Plat.  524     .     . 
arnakosa   Trim.  Diirb.  303 
amanga  Wie.  Axioc.  421     . 
amanica  Sird.  Hen.  97 
amanica  Sird.  Lyc.  440 
amaniensis  ^'oss.  Sal.  218 
amarah  Gurr.  Lyc.  445    . 
amarah  Lycaen.  443 
amaranta  Karsch  Diest.   169  . 
amaranta  Diest.   160,   163,   165 
amasa  Heu\  Ox.  381     . 
amatus  F.  Terac.  50 
Ainaurina  Aur.  77 
Amaurina  Aur.   71 
Amauris  Hbn.  72 
Amauris  2,  4,  71,   124 
amauroptera  E.-Sh.  Ant.  229 
amazoula  Bsd.  AI.  299       .     . 
ainazoula  Mab.  Cren.  206 
ambigua    Trim.  Acr.  275 
amelia  Luc.  Terac.  52 
ameliae  Doum.  Char.   133 
amena  Sm.  Amp.  548 
ämenaida  Hew.  Pent.  307    .      . 
amenaidana  Sird.  Pent.  307 
amenaidoides  HoU.  Pent.  307 
amenides  Heic.  Cyni.  152    . 
amestris  Drury  Prec.  224 
amicea  Diestog.   167 
amicia  He!<'.  Diest.  167   .     .     . 
amicitiae  Heran  Acr.  259     . 
amine   Btlr.   Zer.  418      .     .      . 
amiru  Suff.   Kall.  211 
amneris  Rbl.  &  Bog.  Ab.  570 
ampedusa  Heio.  Diest.  169     . 
amphicede  Cr.  Cym.   151 


Taf. 

18  b 

38  d 
54  c 


16  a 

10  a 

67  d, 

f 

57  f 

57  e 

47  a 


56  b 

69  b 
49  e 
64  a 


63  h 

70  g 

50  d 


79  b 

62  a 

70  b,  c 

72  b 

38  f 

66  h 

61  c 

31  b 
61  f 

35  d 


37  d 
59  f 
69  h 

75  b 
37  b 


amphiprotea   BÜr.   Acr.   248 
Ainpittia  Mr.  547 
amulia  Aster.  204 
amulia  Cr.  Cren.  205    .     .     . 
amygdalis  Mab.  Ploetz.  511  . 
anacardii  L.  Sal.  217 
anacreon   Trim.  Acr.  276 
anacreon  Acr.  282 
anacreontica  Sm.  Acr.  276     . 
anadema  Drc.  Lyc.  438 
anaemia  Elir.  Acr.  269 
analava  Ward  Char.  138 
anali  Suff.  Pier.  47 
analis  Aur.  Myc.  87 
analis  ,4i(r.  Jlyl.  32    ...     . 
Anaphcla  6 

anax  Sm.  Terac.  55       .      .      . 
anchises  Gerst.  Rhop.  508    . 
ancoata  Sm.  Libyth.  294 
andara  Ward  Char.  126 
andorlides  Sm.  Pap.   16 
andonginis  I'löl::  Rhop.  508 
andrachne   Bsd.   Eagr.   572 
andranodorus  Mab.  Char.   127 
andravahana   Mab.   Hen.    100 
andremiaja  Bsd.  Prec.  221 
andriana  Mab.  Ypth.  114 
andi'iba  Ward  Char.   140 
andrivola  Mab.  Hen.   104 
andronicus  Ward  Pap.  16 
Andronyniiis  Holl.  521 
anelia  B.-Bak.  Parn.  536 
anemosa  Hew.  Acr.  281 
anganavo   Ward  Hen.    100 
angeUta  Suff.  Deud.  367     .      . 
angolana  BÜr.  Cycl.  552 
angolana  Laihy  Acr.  251 
angolanus  Gz.  Pap.  21    . 
angulata  Aur.  Prec.  220 
angulata  Aur.  Euryt.  210    . 
angulata  Suff.  Plan.  244    . 
angxdifascia  Aur.  Cym.  153    . 
angulifascia   BÜr.  Hen.   101 
angulosa  BÜr.  Myc.  95    .     .     . 
angulosus  Grünb.  Megal.  362 
angustata  Aur.  Euryt.  209 
angustata  Bart.  Elymn.  82 
angustata  Fldr.  Catun.  192 
angustifasciata    Grünb.    Plan. 

246 
angustus  Boih.'ich.  Char.  126 
anisops  Karsch  Myc.  92 
anitorgis  Hew.  Cym.  153     . 
anjuana  Btlr.  Terias  64 
ankaratra  Ward  Hen.   102 
ankoma  Mab.  Hen.   103     . 
ankova  Ward  Hen.   101 
annae  Wallyr.  Terac.  56     . 
annulifer  Holl.  Oxyp.  553    . 
anomaeus  Plöiz  Het.  550    . 
anomala  BÜr.  Pier.  48    . 
anomalogramma  B.-Bak.  Cup 

467 
anomalus  Aur.  Terac.  55    . 
anselUca  BÜr.  Eux.  124     . 
ansorgei  E.-Sh.  Amaurina    77 
ansorqei  E.-Sh.   Myc.   90,   96 
ansorgei    Marsh.   Terac.    51 
ansorgei   R.  &  J.   Cren.   206 
ansorgei  R.  &  J.  Eux.  124 
ansorgei  Rothsch.  Char.  126 
ansorgei    Rothsch.    Kall.    211 
ansorgei   Rothsch.   Melan.   83 
ansorgei  Rothsch.  Pap.  17 
ansorgei  Rothsch.  Sal.  217 
ansorgei  Sm.  Acr.  250 
ansorgei  Sm.   Irid.   345 
antahala  Ward  Hen.  103    . 
antalus  Hpffr.  Deud.  375 
anlalus  Deud.  373 
antamboulou   Luc.    Char.    138 
Antanartia  R.  &  J.  227 
Antanartia  121 


Taf. 


49  a 
79  i 

55  a 

55  b 
71b 

31  c 


12  a 

17  c.  d 

75  f 


30  f 


65  i 


7  b 

49  e 
59  b 
36  b 

27  g 


30  a 

27  g 
36  c 

28  c 
28  d 

18  d 
77  d 
77  k 
15  b 


17  b 
29  f 
24  d 


28  d 
66  e 

32  a 


46  a 


56  c 
69  f 
69  b 


Tivf. 

antanossa  Mab.  Cup.  495    .     .       74  1 

antenor  Drury  Pap.  20     .     .         9  c 

antenor  PapiUo  3 

anteva  Ward  Sal.  217    .     .     .       50  a 

antevippe   Bsd.  Terac.   57 

antevorta  Dist.  Hypol.  213     .       47  a 

anthedon  Dbl.  Hypol.  215     .       47  c 

anihedon  Hypol.  74,  181 

Antheraea  6 

antheus  Cr.  Pap.  25     .     .     .         9  a 

anticlea  Drury  Char.  134    .     .       33  d 

antifaunus  Dbl.  &:  Heu\  Hypol. 

382 ."  .     .       08  b 

antigone  Bsd.  Terac.  59 

antilope  Feisth.  Prec.  224 

antimachus  Drury  Papil.  11  .  1  a 

antiniachus  Papiho  3,  21,  279 

antimachus  Stgr.  Pseudal.  379        00  g 

antinorii  Oberih.  Acr.  256 

antinorii  Oberih.  Cup.  461 

antinorii  Oberih.  Pap.  14     .      .  2  a 

antoto  Sird.  Cup.  485    ...       74  g 

antsianaka   Ward    Pier.    47 

anubis  Sncll.  Cup.  484 

anvatara  Bsd.  Byb.  208 

anynana  BÜr.  ^Myc.  94 

Apallaga  Sird.   582 

apaturoides    Fldr.     Pseudacr. 
198 

Apaturopsis  Aur.  212 

Apaturopsis  121 

Apaustus  531 

apecida  Oberih.  Acr.  263     . 

apelles  06pW/i.  Spind.  413    . 

aphnaeoides   Trim.  lol.  404 

Aphnaeus  Hbn.  407 

Aphnaeus  4,  297 

Aphysoneura  Karsch  105 

Aphy.'ioneura  104 

apicalis  Mab.  Katr.  583 

apicalis  Mimacr.  317 

apicalis  Sin.  &  Ky.  Mim.  315       62  b 

Apisa  5 

apostrophia  Oberih.  Trap.  560 

Appias  Hbn.  36 

Appias  4,  30 

aquilia   Thur.  Acr.  275 

aquilina  Sird.  Acr.  275 

arabica  Ellr.  Acr.  269 

arabica  Hpffr.  Eron.  63 

arabica  Rbl.  Acr.  285 

aramis  Hew.  Cym.  153    . 

aranda  Wallgr.  Phas.  427    . 

arbogastes  Guen.  Rhop.  508 

arborifera  BÜr.   lol.  404     . 

arcadius  F.  Euryph.  178    . 

archesia  Cr.  Prec.  221    . 

archesia  Prec.  222 

arcticincta  BÜr.  Acr.  281  .     .       54  c 

Arctiidae  5 

arctomarginata  Laihy  Ab.  368 

areca  Mab.  Acr.  279     ...       54  e 

areca  Acraea  194 

arela  Mab.  Caen.  516     ...       78  f 

arenaria  E.-Sh.  Plan.  244 

arenicolens  BÜr.  Terac.  51 

arescopa  B.-Bak.  Lyc.  439     .       71  c 

aretina  Heic.   Gorg.   557     .     .        77  c 

argentata  Bari.  Ypth.  116 

argentea  Ellr.  Acr.  254 

argenteogutta  Btlr.  Cycl.  552       78  b 

argenteola  Holl.  Aphn.  409     .        69  d 

argenteomaculata  Pag.  Axioc. 

420 
argenieostriatus  Plöiz  Cycl.  552 
argia  F.  Eron.  62      ...      .        21  c,  d 
argiades  Pall.  Ev.  496 
argillaceus  Btlr.  Terac.   51      .        16  c 
Argiolaus  390,  400,  407 
argynnides  Wie.  Char.   138 
Argynnidinae  229 
Argryniiis  F.  231 
Argynnis  121,  138,  192 


36  c 

70  f. 

K 

78  i 

09  a 

40b 

52  a 

592 


INDEX. 


arpyraspis   Trim.  Phas.  425 
argyrina   Muh.  Ypth.   113 
Argyrofheila   Stgr.  311 
argyrocyc-Ius  HoU.  Aphn.  409 
argyrodes  HoU.  Parti.  539    .      . 
argyrosticia  Pliiiz  Cer.  526,  527 
ariadne  Bür.  Cup.  486    .     .     . 
Arichalca  5 
arida  Aur.  Prec.  220 
aridatlia  Heic.  Diest.  162    . 
ariol  Mal).  Pard.  530 
aristophontcs  Oberth.   Pap.  19 
arne  Klwj  Terac.  51 
Aroa  5 

arrhon  Drc.  Pseudal.  379 
Arrusria  M'allgr.  433 
artaxia  Hcw.  Prec.  219     .     . 
artaynta  Mschlr.  Euph.  188 
art^mene.s  Mab.  Cup.  462    .      . 
artcmisa  SMl  Act.  268 
Artitropa   HoU.  518 
artoptd   Drr.  Caen.  517 
arunia  //("■.   Deud.   367      .      . 
(irKDia    Deud.   375 
asboloplintha  h'ar.<ich  Acr.  283 
ascrepticia  Sfrd.  Acr.  258 
as(>iiia  Heu:  Acr.  278     . 
Asiaiisra  Ky.  342 
aslauga   Trim.  Teriom.  328     . 
asochis  Hetv.  Myc.  88     .      .      . 
a.spasia  (Irünh.  Pent.  309    .     . 
a.sphodclus  Bür.  Myl.  33     .     . 
aspidos  Drc.  I^ar.  329 
astarte  BUr.  Pier.  45     .     .     . 
asteris  Godl.  Cup.  479    .     .     . 
asteris    Trim.  Cup.  479 
asterius  Plöt:  Aph-i.  409     .     . 
asterodia   Trim.  Hesp.  563 
Asterope  Hbn.  204 
asteropo  Klug  Ypth.   115    . 
astoria  HoU.  Eagr.  572 
astrape  HoU.  Pard.  531 
astrigera   Bür.  Acr. 
astrigera  BHr.   Sar. 
Atella  Dhl.  230 
AtcUa  3,   192 
atorgatis   Wie.  Acr. 
Atprica   Bsd.  191 
Alcrica  121,  142,  143 
alhenc   W'cym.   Weyineria   190 
Athysaiiola   Karsch  459,   493 
aUantica   Saturnia  6 
atolmis  IVw.  Acr. 
alolmis  Acr.  277 
atossa  Heir.  Diest. 
atratus  Mab.  Cel. 
atrigcinniatus  BUr.  Cup.  495 
atrio  Mab.   Sem.  518 
atropurpurea  Aur.  Diest.  163 
atrovirens   Mab.   Diest.    162    . 
atroi-iren-1  Die.st.   163,  164 
avibyni   EUr.   Acr.  257   . 
aucta  Karsch  Deud.  371 
auga  Karsch  Pent.  309    . 
augusta   .S'»//.   I^ipt.  334 
augustina   Bsd.  Sal.  217 
augustina  Salamis  78 
am-a  Drc.  Asl.  343 
aurantiaca  Aur.  Coen.    108 
aurantiaca  Aur.  Eurvph.  157 
aurantiaca   BUr.  AI.  299 
aurantiaca  Heron  Erg.  208 
aurata   Carp.    Euph.    186   .     . 
aurea    B.-Bak.    Lyc.    456    . 
aurea  Drc.  Cer.  528  .... 
aurea  Cerat.  527 
aureojasciata  Laihy  Euph.  185 
aureola  EUr.  Acr.  273   . 
aureola  Ky.  Euph.  187  . 
aureolineata    B.-Bak.    Hypol. 

385 
aures  Mab.  Parn.  536 
auricostalis   Bttr.   Hypol.   384 


281 


268 


274 

169 

582 


Taf. 

70  e 


78  h 
74  a 

39  c 


69  d 


29  c 

79  e 
60  f 
76  h 


52  a 

72  k 

()5  i 

54  a 

OD  a 

62  e 

27  c 

63  c 

10  a 

22  b 

73  f 

37  a,  b 
76  a 


39  a 
39  a,  b 

60  a 

61  h 


44  a 
72  h 
79  f, 

g 

60  c 
43  c, 

d 

Taf. 

27  c 

3b 

15e 

.   78  f 
.   38  b,  c 

70  a 
57  e 

68  b 


auricruda  BUr.  Myc.  89  . 
aurifrons  Slrd.  Acl.  555 
auriger  BUr.  Pap.  23  . 
auriginea  BUr.  Pier.  41 
aurigiueus  BUr.  Terac.  51 
aurimarginata    Suff.    Eurvph 

158 
aurimargo  HoU.   Sar.  579 
auritincta  BUr.  Parn.  535 
aurivillii  Bart.  Diest.  165 
auriviUii  BUr.  Myc.  96 
aurivillii   Eeuss  Pard.  530 
auriviUii    Röb.   lol.  398 
aurivillii  Schtz.   Zer.  418 
aurivillii  Stgr.  Acr.  248 
aurivillii  Stgr.   Cym.   1.50 
aurivillii  Suff.  Terac.  54 
avirivillius  Kef.  CoHas  66        .       22  f 
aurivilliusi  Sceldr.   Pap.  23 
auroguttata  Chalcidica  6 
aurora  Aur.   Euryph.   175 
aurora  Suff.   Ei'un.  62         .      .        15  c 
ain'orina   Btlr.   Prec.  223 
australis  Aur.   Diest.   170 
austrinus  Rothsch.  Char.   139 
auxo   Luc.  Terac.  60      .     .      .        20  c 
avelona  Ward  Hen.   103    .      .        28  e 
a\Tiko  Karsch   Spind.  413        .        69  f 
axina  Wu\  Acr.  269      ...        55  e 
Axiooerses  Hbn.  419 
Axiocerses  417 
ayresi    Trim.  Lachn.  230 
ayresii    Trim.  Plat.  524 
Azania  Mart.  203 
Azanus  Mr.  458,  468 
azota  Heic.  Char.    129         .     .        33  d 
azurea  Bth.  Chloros.  417 


B. 

bacchus  Btlr.  Terac.  54  .     .     .       17  b 

bachi  Suff.   App.  37       ...        12  d 

badia  Ky.  Epit.  355.    ...        64  g 

badiata  Grünb.  Byb.  207 

badura  Ky.   Epit.  355        .      .        64  g 

badwia  —  badura  Epit.  355 

baetica  Lycaena  2,  3 

bakeri  Drc.   Lyc.  456     ...        72  g 

bakeriana  Cat.  Pseuder.  324 

bakossua  Strd.  Acr.  248 

balangensis  Rbl.  &  Rag.  Pier. 

43         

baienge   HoU.    Caen.   516    . 

balfouri  BUr.  Char.   139 

balina  Karsch  Acr.  263 

bambana  Sm.  Axioc.  420 

bamondanus  Schlz.  424 

baminakoo  Wu:   Elymn.  82 

banghaasi  Holt.   Osm.  545 

banka  Eltr.  Acr.  264 

Baoris  5 

barbara  Suff.  lol.  403        .     . 

barberae   Trim.  Cup.  474 

barberae   Trim  Ked.  543 

barberi    Trim.  Acr.  281 

barca  Sm.  Del.  347       .     .     . 

barcaa  Xudaurelia  6 

barce  Dbl.   Euryph.   178 

baringana   Rthsch.  Char.   127 

barkeri    Trim.  Cup.  483     . 

barklyi    Triyn.  Phas.  428 

baronibiensis   Ky.   Epit.  358 

barombina   Aur.   Diest.    165   . 

baronibina  Stgr.  Euryph.  181 

bartteloti  Sm.   Hypol".  214 

basalis  Aur.  Myl.  33 

basistriga  HoU.   Gam.  513 

basuta  Wallgr.  Arr.  434     .      . 

batangae  Holt.   Plat.  524 

batea   Plötz  Ciastr.  558 

Batclush»  Drc.  347 

batesi  Drc.  Epit.  356    ...       64  h 


15  a 

80  e,  f 

56  b 

70  c 

26  a 

77  h 

68  g 

78  c 

65  c 

73  k 

70  i 

65  a 

38  c 

44  d 

71  a 

79  c 

batesi  Drc.  Pseudal.  380    .     . 
batesi  FIdr.   Vpth.   114 
batikeh   Bsd.   Deud.  374 
baumanni  Karsch   Myc.  91 
baumanni  RhI.  et'  Rog.  Arg.  232 
baumanni   Rog.    Char.    134 
baumi  Wcym.  Axioc.  421 
bauri   Plötz  Parn.  539  . 
baxteri   E.-Sh.  Acr.  283     .      . 
bebra  Roth.ich.  Char.  139 
beckeri  H. -Schaff.  Cym.  145  . 
beethoveni  Suff.   .Mvl.  33 
Belemis  Hbn.  39  ' 
beUa  Aur.   Ox.  381 
bella  B.-Bak.  Asl.  343 
bella  Wcym.  Acr.  275 
bellatrix   BUr.   Spind.  414 
belli  Heic.   lol.  402   ...      . 
beUi   lol.  406 

belUna   Plötz  lol.  398     ..     . 
bellona  Wcym.  Acr.  275    . 
bemba  Xcave  Deud.  372   . 
benacus   Mab.   Hen.    102 
benga  HoU.   Caen.   516 
benguelae  Chapm.  Cren.  204 
benguelae  Crenis  158 
beni   B.-Bak.  Acr.  274 
beni  B.-Bak.  Cel.  583 
benio  Suff.   Pap.   13 
benitensis'  HoU.   Epit.  358 
bennetti  Dixey  Pap.  20 
bera  Hew.  Xeoc.  111. 
Berethis   Mr.   73 
bernice  Hew.   Myl.  35    . 
bernieri   Bsd.  Amp.  549     . 
bernieri  Amp.  531 
bertha  Suff.  lol.  401 
betaniniena  Luc.   Char.   140 
betsimena   Bsd.   Onoph.  83 
betsimisaraka   Law.   Char.   140 
bethoni   BUr.  Cel.  582 
hethoni   BUr.   Hesp.  504 
bethoni   BUr.  Terac.  54 
bewsheri   Btlr.  Hypol.  210 
beivsheri   Hypol.  215 
biafra  Ward.   Xept.  201 
bibulus  F.  Lachn.  363 
bibundanus   Orünb.    Cup.    493 
bicaudatus  Aur.   lol.  406 
bichroina  Strd.  Eres.  340 
bicolor  Aur.  Pseudacr.   195 
bicolor  Bart.   Gnoph.  85    . 
bicolor  Eres.  338 
bicolor   Sm.  <£•    Kij.    Pseuder. 

325 

bicolor    Trim.  Ab.  368        .      . 
bicristata   Mab.  Hen.   100 
bifida   Hesp.  566 
biganiica  Sfrd.  Lyc.  442 
biguttatus  Mab.  Acl.  555 
bihe   B.-Bak.  Lvc.  443       .     . 
biUneata  B.-Bak.   lol.  402 
bimacula   Plötz  Tel.  301     .      . 
biniaculata  Hew.   Deud.  368 
bimaculata   Hew.  Deud.  367 
bimaculatus  Suff.  I'ap.   17 
binaevata    .11«/).   Caen.  516 
binucleolata  Strd.  Ypth.  115    . 
biocellata    Strd.    Ypth.    115    . 
biocelligera  Strd.   Ypth.   115  . 
bipunctatus  Rothsch.  Char. 

132 
bipupiUata  Strd.  Prec.  226 
biraca  Suff.  Acr.  2t)3 
biseriatus  Litlr.  Cel.  581 
biseriatus  Mab.   Oxyp.  553 
biseriatus   Mab.   Oxyp.  546 
bisinuata   Btlr.  Terias  64  . 
bismarcki    Karsch  Ab.  368 
bistrigata  Aur.  Axioc.  421 
bitje  Drc.  Lvc.  455 
bitje  Drc.  Pent.  310      .     . 
bitje  Drc.  Spind.  416 


laf 

66 

g 

27 

0 

33 

c 

79 

a 

54 

a 

34  c 


68  g 


68  d 
59  f 
66  b, 

c 

80  c 
49  b 

28  g,  29  a 

12  c 
78  c 


65  g 

69  c 
64  b 

20  d 


62  f 
76  i 


Vlg 


61  c, 
66  a 

d 

80  b 
29  d 
29  d 
29  d 

76  a 


22  d 
75  a 

72  f 
63  c 


Auxgegeben  20.  VI.  1925. 


INDEX. 


593 


bixae  L.  Rhop.  50S 
lilanca  Suff.  Terac.  50 
blanda  Rotliscli.  Char.   134 
blassi  Weym.  Oym.  144 
lioadicea  Hew.  Cel.  583 
bocagei  E.-Sh.  Rhop.  509 
boeticus  L.  Cup.  471 
boguensis  Fldr.  Pier.  41 
bohemanni  Fldr.  Char.   131 
hohemanni  Char.  137 
boisduvali  Dbl.  Pseudacr.  194 
boisduvali  Hew.  Hewit.  300  . 
lioisduvaU  Wallyr.  Cren.  205  . 
bolina  L.  Ilypol.  213 
linlina  Ilypominas  121 
lioHssus  Hew.  lol.  403 
bolivari  Klieil  Lipt.  334 
Bolocera  6 
Boloria  231 
bomba  Sm.  Acr.  270 
bombeaiia  Sird.  Euph.   1S5 
bonasia  F.  Acr.  2ö3 
homisia  Acr.  312 
boniiyi  Sm.  Cym.   147 
hoopis    Trim.  Prec.  220 
hiiosi  Suff.  Pap.   13 
borbonica  Bsd.  Parn.  535 
horhonica  Karsrh  Parn.  537 
Ijorbonica  Oberth.  Ant.  228 
boschi  Sird.   Lpptom.  422 
boseae  Saahn.  Acr.  257 
))oseae  Saahn.  Art.  519 
boueti  Feixlh.  Char.   130 
bouvieri   Mab.   Sar.  577 
bowkerl    Trim.  Cup.  405 
bowkeri    Trim.  Lept.  107 
l)owkeri    Trim.   Steeg.  388 
l)0\vkeri    Trim.  Terac.  00 
boydi  Dixey  Byb.  208 
lirachycora   Trim.  Arr.  434 
braesia  Godm.  Acr.  271 
braliami  Lalht/  Aphii.  409 
l)rahmsi  Suff.  Acr.  264 
brasidas  Fldr.  l'ap.  22 
brassicoides  Guer.  Pier    49 
braytoni  E.-Sh.   Euryi  li.   174 
brenda  Dbl.  <t-  Heiv.  l'orias  04 
brenda  I)re.  Lai-.  329 
Brenihin  231 

Brephidiiim  Scdd.  458,  473 
brevicornis  Plötz   Geg.  540 
brigida  Plötz  Sar.  579 
brigidella  Plötz  Sar.  579 
brigitta  Cr.  Terias  65   . 
brimo  Karsch.  Lachn.  304 
bromius  Dbl.  Pap.  19   . 
brontes  Godm.  Pap.   19 
brunliilda  Ky.   Eurypli.   173 
brunnea  B.-Bak.  Cer.  526 
brunnea  Ettr.  Acr.  281 
brunnea  Ky.  Micr.  340 
brunnea  Sm.  «t'  Ky.  Lyc.  439 
brunneostriga  Plötz  Ked.  543 
brunnescens    Rothsch.    Char. 

127 
brunneus  Aur.  Capys  424 
brunneus  B.-Balc.  Cup.  484 
brussauxi  Mab.  Rhop.  508 
brutus  Cr.  Char.   120     .      . 
bubovi  Karsrh  Gastr.  558 
buchholzi   Plötz  Garn.  513 
buchliolzi   Plötz  Lyc.  452 
bueronicus  Karsrh  Cup.  494 
bukoba  Eltr.  Acr.  250 
htikoba  Weym.  Acr.  205 
bulbifera  Sm.  Amaur.  74 
bule  Holt.  Pard.  530      .     . 
bumilleri    Laiiz   Amaur.    75 
Biinaca  0 

buqueti  Bsd.  Eron.  03 
bura  Wkr.  Cup.  497 
burni  Btlr.  Acr.  280 

XIII 


Taf. 

buschbecki  Dew.  Acr.  25Ö 
busoga   B.-Bak.  Lachn.  304 
butha  Strd.  Cup.  480 
butleri  Aur.  Acr.  250 

70  b  butleri  Aur.  Acr.  247 

butleri  Aur.  Diest.  160 
butleri  Grünb.  Cym.  147 
butleri   Rothsch.  Char.   131 

33  a  büttneri  Bog.  Acr.  277 

buxtoni  Btlr.  Acr.  265 
buxtoni  Acr.  204 

04  f  buxtoni  Btlr.  Terac.  54 

48  g  buxtoni  Hew.  I]  vpol.  385 

Bybila  Hbn.  207* 
Byblia  121 

09  a,  b 

€. 

cabira  Hpffr.  Acr.  203 
rabira  Acr.  317 
JO  b         I   cabiroides   Poult.  Acr.  203 

cacta  F.  Sal.  218      .... 
cacuthis  Hew.  Char.   129 
Cacyreus  Btlr.  457,  402 
)    Cadytis   Mr.  73 

78  o,  f     '   caeca  Cannav.  Pier.  40 
caecilia  /''.  Acr.  208 
Caeiiides  Holt.  514 

70  b  Caenidcs  5 

56  g  caenira  Hew.  Caen.  517 

79  i  caenis  Drury  Cym.   151 
caenis  Cym.   152 

76  e  caere  Fldr.  Pier.  44 

73  b  caerulea  A  ur.  Ilypol.  383 
caerulea  Drr.  Doud.  372    . 

07  o  raeruleoarcuata     Saalm.    Cup. 

15 f  487 

caerulescens  Sm.   Euph.    185 

71  a,  b      caesareus   Aur.    lol.    395    . 
caesia  Gaede  Parn.  538 

09  c  caftra  Fldr.  Acr.  281 

caffraria  Plötz  Parn.  530 
d  caffrariae   Trim.  Cup.  479 

12  f  caissa  Rbl.  &  Rag.  AI.  300    . 

Calais  Cr.  Terac.  50 

22  c  caldarena  Hew.  Acr.  270 

calice  Hpffr.  Cup.  407 
calida  Btlr.  Acr.  200 
caliginosa  Lathy  Deud.    375 
calisto  Dbl.  et-  Hew.  lol.  394 
CalleaRris  Aur.  571 
callianira  Mab.  Herp.  32 
callicles  Hew.  Ked.  543 
callina  Sm.   Pseudath.    150 
Callyphthima  Btlr.   114 
Calopieris  Aur.  49 
CaJopieris  20 
calpis  Karsch  Caen.  510 
calpis  Plötz  Caen.  517 
calypso    Drury   l'ier.    42    . 
camaena  Drury  Acr.  285  . 
camarensis  Ward.   Diest.    159 
i   camerona  Plötz  Caen.  510 
1   camerona    Plötz   Deud.    370    . 
camerunica  Aur.  Plan.  241    . 
camUlus  F.  Cjt.  203     ..     . 
campa   Karsch    Myc.    91    . 

30  a  campaspe  Fldr.   Euph.   187 

;   campimus   Holt.    Lipt.    331     . 

SO  g         I   campina  Aur.   Myc.  94 
cana  Lathy  Parn.  530 

74  h         '   cana  Parn.  538 

candica  Fllr.  Acr.  269 
candidus  Btlr.  Terac.  53 

25  a  candiope    Godt.    Char.    138     . 

79  d,  e      canopus   Trim.    Capr.    570     . 

24  b  caoncius  Suff.  Acr.  208 

capella  Ward.  Cym.   150    . 

21  e  capenas  Hew.  Ked.  543 

capensis  Hpffr.  Eron.  03 
capricornus  Ward  Pier.  45 


70  h, 

i 

.   70  f, 

g 

.   22  f 

05  g 

5  b, 

c 

5  a 

.   00  f 

04  b 

)   71  d, 

e 

{   78  b 

Taf. 

57  a 

31  a 

54  f 

.56  a 

67  b 

50  c 

79  h,  80  c 

35  c 

00  c 

67  f 

78  e 

03  b 

55  d 

73  b 

00  e 

67  e 

78  c 


13  d 
53  f 
39  d 

65  k 
58  e,  f 
49  b 
27  f 

63  g 
28  a 

77  d 

32  a 

70  1 

35  b 
78  c 

14  b,  c 


caprina  Aur.  Cym.  150 
l'aprona  Wallgr.  570 
capronnieri  Plötz  Zoph.  512 
Capys  Hew.  423 
carana  Hew.  Cup.  467        .     . 
carbo  Mab.   Sem.  518 
Carfharodus  Hbn.  500 
carcina  Hew.  Epit.  353      .     . 
carcina  Epit  350 
cardui  L.  Pyr.  227 
cardui  Pyrameis  2,  121 
cariate  Hew.  Amp.  549 
cariale  Amp.  531 
carina  Hew.  lol.  401 
carlota  Suff.  Pseuder.  325 
carloia  Pseuder.  321 
carmontis  Dbl.  &  Hew.  Acr. 

249 

carmides  Heiv.  Mal.  559    . 
carnifer  Btlr.  Terac.  50 
carnuta  Hew.  Tel.  302        .     . 
carshena  Hero.  Em-yph.  171     . 
carsoni  Btlr.  Cup.  482 
carsoni  Btlr.  Cycl.  552 
carteri  Btlr.  130 
Caryatis  5 

casphor  Suff.  Pap.  18 
caspi  Suff.  Myl.  33 
cassina  Btlr.  Lept.  107 
cassius  Godt.  Pseud.  109    . 
cassualalla  B.-Bak.  Capr.  570 
cassus  L.  Lept.   107 
casta  Gerst.  Terac.  59   . 
castalis  Sigr.  Terac.  51 
Ca-stalius   457,   403,   400,   408 
castanea  Eltr.  Acr.  249 
castor  Cr.  Char.  127     .     .     . 
('atacroptera  Karsch  218 
Catacroptera  121 
Catalina  Sm.  tt'  Ky.  Lipt.  337 
catalla  Karsch  Deud.  371 
catharina   Btlr.   Pseuder.   321 
Catocala  0 

catocalina  Mab.  Med.  559  .     . 
catochrous  Stgr.  Chr.  136 
Catochrysops  472,  488,  490 
catochrysops   Btlr.    Terac.   52 
Catopsilia  Hbn.  03 
catori  B.-Bak.  Acr.  257 
catori   B.-Bak.   Deud.  372 
catori    B.-Bak.   Epitola   349 
catori   B.-Bak.  Epitohna  348 
catori  B.-Bak.  lol.  394 
catori  B.-Bak.  Pent.  308 
catori  B.-Bak.  Pseuder.  321 
ratuna  Ejiit.  358 
("aluiia  Ky.  192 
Catuna  121,  142.  143,  159,  100. 

170 
cebrene   Trim.  Prec.  226  . 
cebron  Ward  Pier.  44    .     .     . 
cedreatis  Heiv.  Char.   137 
Celaenorrhinus  Hbn.  580 
Celaenorrhinus  5 
celerio  Celerio  2 
celimene  Luc.  Terac.  52    . 
cellularis  Ky.  Pseuder.  325 
cenea  Stall  Pap.   13 
centralis  Aur.  Hen.  98 
cephena  Heic.   Epit.  358    . 
cepheus  Ehrm.  Pseud.  30 
cepheus  i.  Acr.  278 
cephonius  Hpffr.  Pap.   13 
cephren  Drc.  Asl.  343 
cerannia  Hew.   Epit.  352    . 
cerasa  Hew.  Acr.  287    . 
C'eratrichia  Btlr.  525 
cerberus  Aur.  Hypol.  215 
cercene  Hew.  Epit.  355 
cercenoides  Holl.  Epit.  355 
ceres  Btlr.  Terias  04      .      .     . 
ceres  F.  Euph.  187        ... 

75 


Taf. 

80  e 
73  c 

05  d 

78  b 

08  f 
03  e 


57  e 
77  a 

(!1  e 
41  d,  f 
74  e 


28  f 

28  g 


lO'g 
10  c 

59  a 
30  a 


63  k 
65  k 
62  f 

77  a 


10  c,  d 


51  a 
14  b,  c 
33  c 


10  e, 

f 

02  g 

65  e 

54  f 

64  e 

53  b 

65  f 

22  d 
43  a 


594 


INDEX. 


S)c 
U  e,  f 

1)2  b 
(i  a 

20  c 


54  c,  ijo  a 


Taf. 

cercs  Hcic.  Ilypol.  380       .     .       67  b 

Ceres  Mab.  Hypol.  387 

cerita  E.-Sh.  Acr.  287        .     .       60  e 

ceruana  R.  &  J.  Free.  224 

Cerura  6 

cerymica  Heic.  Zoph.  512       .       80  f 

ceryne  Bsd.  Prec.  224        .     .       51  d 

Cethosia  4 

ceucaonira  Drc.  Caen.  517 

chaca   Triiii.  Ked.  543       .     .       78  c 

cliacoides  (iaedf   Ked.  543 

chaeribula  Ohcrih.  Acr.  275  .55  b 

cbaei-ibulula  Strd.  Acr.  275 

Chalcidica  6 

thalcis  Fldr.  Eurypb.   157       .       30  d 

Chalrofiia  5 

('liidfo.siinae  5 

clialybe   Dhl.  tt    Heu:    Rhop. 

508 75  e 

chamaeleon  Mab.  Plat.  524   .       79  b 
chanibezi  Xeave  Acr.  274 
chanibezi  .\tiivc  Parn.  538 
cliaiilori  IIoll.  t'har.   135 
chapkowskii  Suff.  Pap.   19  5  c 

ohapmani   Heu\    Hypol.   214 
cbapunga  Heiv.  Prec.  221 
Charaxes  O.  124 
Chamxcs   3,   4.    121,    122 
Charuxidiiiae  122 
cliarcedonius  Karsch  Pap.  24 
cliarina   Bsd.  Pier.  40    .     .     . 
rimrita   Plölz  Cer.  526 
cliariuiaii  Sm.&  Ky.  ^Mim.  314 
charopus  Ww.   I'ap.   18 
cheles  Hew.  Cycl.  552. 
ehelys  F.   Gnoph.  83      .      .      . 
rhersia  Hew.  Ked.  541 
cliibonotatus  Aur.  Cup.  400 
Cliikidcs  488,  495. 
ehilo  (lodm.  Acr.  282  . 
rhilo  Acr.  277 
rliilonis  Hew.   Euryph.   180 
Chidiieit^ia   Henm   512 
iliirala   Triiii.  Trap.  500 
cliirinda  5.-߫fc.  Lyc.  440  .     .       71  d 
cliloauges  B.-Buk.  Cup.  481 
chloeropsis    B.-  Bak.    Eurvph. 

178 
chlorig  F.  Myl.  32     ...     .       10  rf 
('Moriipoea   Aur.   193 
»hlorosclus    mir.   416 
('lioii(Jroli'|isis  Mab.  512 
chorimenc  (luer.  l'rec.  220  .     .       52  b 
Chorisliineuru   Mab.   583 
cliriemliilda  Slyr.  Euryph.  173        44  d 
christiiia  Suff.   Peiit.  308  .     .        61  /( 
christyi  A\-.s7i.   PUiph.   191 
chroiuiferus  Rofh.sch.  Tcrac.   55      18  6,  c 
ohrysantas   Triiu.  Phas.  431 
chrysaor    Trim.   Phas.  431       .        70  j 
chrysauge   Mab.   Osni.   545      .        77  g 
cliryseosticta  B.-Bak.  Lyc.  455 
chrysipellu.s  Sird.  Dan.  72 
cliry.sippus   f..  Dan.   71 
rhri/sippus  Dan.   2,   197,  213,  258 
ihrysoglo.ssa   .1/«/;.   Cel.   583   .        70  b 
(hrysoiuctli   Btlr.  Terac.  53 
chrysonomo   Klug  Torac.  51 
Chrysophanus  4,  497 
ciceronis  Ward  Cym.  153  .     .       35  e 
Cigaritis  4 

piliari.s  Aur.  Cup.  403 
cinacthon  Hew.  Eui'ypli.  170  .        40  e 
cinerea  Neuve  Acr.  250 
cinereus  B.-Bak.  Cep.  480 
cingulina  Mab.   Ilen.   103 
cinguluni  iJrc.  Micr.  340 
cinyras  7Vi»!.  I^ibyth.  294   .     .       fil  n 
circeis  Drury  Acr.  253 
cissalma  Suff.  Ilypol.  214 
cissus  Codi.  Cup.  489       ...        lA  g 
cithaeron  Fldr.  Char.  132  .     .        31  ft 
rithaeron  Char.    131 


40  ö 


51a 
50  e 
21  b 

52  r 

35  a 


60  Ä 

28/ 

07  c 

40  c 

36  b.  c 

07  b 

Taf. 

citreus  Btlr.  Terac.  60  .     .     .       20  d, 

citri  na  Aur.  Myl.  34  .     .     .     .        12  d 

Citrinophila  Ky.  325 

clara  .S'i(//.  Terac.  56 

clarei  Neave  Nept.  201 

clarei  Neave  Acr.  268 

clarensis  Neave  Pent.  .307 

clarissa  Btlr.  Jlyl.  32 

clarki   Btlr.  Pseudacr.  197  . 

clarki  Pseudacraea  138 

clarus  Aur.   Euph.   189 

claudianus  Drc.   Euryph.   158 

rlaudianus  Euryph.   157 

clelia  Cr.  Prec."  226  .     .     . 

cleocharis  Hew.  Apat.  212  . 

cleodora  Hbu.  Eron.  61   . 

cloanthe  Cr.  Catacr.   218   . 

cloetensi  Atir.  Pent.  309 

cloetensi   Seeldr.    Cym.    140 

cloetensi  Cymoth.   142 

clymenus?  Drc.  Pseudal.  379 

clytus  X.  Lept.  107  . 

coander  Mab.  Andr.  522 

ct>au:a   T'lötz  Pacb-.  531 

cobaltina  .4  ur.  Hypol.  387  . 

cocalia  F.  Euryph.  177  . 

coccinata    Hew.    Cj-m.     153 

coeculus  Hpffr.   Ilypol.  386 

coeculus  Mab.  Ilypol.  387 

coelestina  üew.  Prec.  222  .     .       51  e 

cuelestis  =  coelestina,   Prec. 

222 
coenobita  F.  Pseudonept.  193       4(i  d 
Codiyra  Hew.   108 
Coenyra   107 

coerulea  Aur.  Lyc.  450  .     .      .        71  i 
coguata  (Irünb.   Eurypli.   179 
cojo   Karsch  Parn.  539 
Colaeuis  4 

cohistus  Plötz  Padr.  531 
Coliudinae  63 
('i)lius  F.  65 
Colias  63 

collucens  Stall  Cel.  582 
cohnanti  Aur.   Cym.    147 
colonna  Ward  Pap.  2()       .      .  8  c 

colotes  Drc.  Hesp.  560  ...        75  d 
columbina  Cr.  Atell.  230   .      .        52  f 
colvillei   Bllr.  Pseudacr.   194 
coniDui  L.  Pamph.  509 
comnüxta  Aur.  Pap.   12 
conioraua  Aur.  Amaur.  75 
comoiaua   Oberlh.   Amaur.    77 
comorana  Oberth.  Pseudaci'. 

198 
comoranus  .4  ur.  Char.  139 
comoranus  Bothsch.  Char.  127 
comoraruni  Oberth.  Art.  519 
comoraruni  Oberth.  Nept.   190 
comus  Cr.  Art.  519  . 
comus  Ward  Euryph.  170    . 
concepcion  Suff.  Epit.  356  . 
concolor  Aur.  ,Myc.  90 
concolor  Aur.  Pieris  44 
concordia  Hj>ffr.   Crenid.    159 
conftuens  Grünb.  Lipt.  331 
confluens  Suff.  Acr.  262 
eonformis  Aur.  Cym.  151 
confusa    Aur.    Cym.    146     31  a,  b,  36  a 
confusa  Aur.  I^ipt.  332 
confusa  Mab.   App.  38 
confusa  Bog.  Acr.  250 
congoana  Aur.  AI.  299 
congoanus  Rollisch.  Pap.  17 
congoensis  Suff.   Cym.    147 
congolensis  Capr.   Euryph.   173 
conjuncta  Blach.  Acr.  285 
conjuncta  Sdi.  Acr.  249 
conjuncta  Sni.   Epit.  358 
conjungons  Aur.  Diest.  103     .       .38  f 
conjungens  Strd.  Cup.  490 
connexa   Thur.  Acr.  205 
connexivus   litlr.  Capys   124   .        70  g 


48  c 
SOf 
40  e 
65  a 


46  f 


conrad-si  Aur.  Phas.  428   .     . 
conradsi  Strd.  Ypth.   110  . 
coiu'adti  Oberth.  Acr.  257  . 
coni'adti  Oberth.  Pseudacr.  195 
consanguinea  Aur.  Plan.  195 
consanguinea  Aur.  Plan  244  . 
consanguinea   Aur.   Pseudacr. 

195 
consanguis  Aur.  Cym.  151  . 
consayiguis  Cym.   152 
consors  R.  &  J.  Cren.  206 
conspicun  Neave  Nept.  201 
constantinus  Ward  Pap.   17   . 
continentalis  Heyn  Pier.  47   . 
continentalis   Strd.   Parn.    535 
continua  Aur.  Myl.  33 
continuata  Holt.  Xept.  201 
contracta   Btlr.  App.  38 
contractus  Bllr.  Cup.  491 
contraria  Grünb.  Acr.  279 
contraria  Slrd.  Acr.  265 
contraria  TFe^»i.  Char.  136 
cooksoni  Drc.  Cycl.  552  . 
cooksoni  Drc.  Eriks.  432   . 
cooksoni  Drc.  Euph.   189 
cooksoni  Drc.  JMyc.  92 
cooksoni  Drc.  Xeoc.   112 
cooksoni  Neoc.   111 
Cooksonia  Harn.  Drc.  302 
Cooksonia  298 

coprates  Drc.  Euph.   190  .     . 
coranus  Sm.  Cym.   151 
corax  Cr.  Myr.  378 
cordatus  E.-Sh.  Cup.  461  . 
cordelia   Ky.   Epit.   348 
cordula  Hew.  Caen.  516  . 
cornucopiae  Hall.  Pseuder.  323 
coroller  Bsd.  Amp.  548 
corruscans  Aur.  Deud.  371  .     . 
corsandra  Drc.  Cym.  152 
corvina  Mab.   Sem.  518 
coryndoni  Rothsch.  Char.  137 
corynetes  Sm.  A:  Ky.  Eres.  341 
corynetes,  Eresina  338 
Cossidae  6 

costalis  Aur.  Plat.  523 
costatus  ,4i(r.  Osm.  545 
costleyi  Drc.   Mim.   316 
cottoni   B.-Bak.   Euryph. 
cottoni   B.-Bak.   IoL"401 
cottoni  B.-Bak.  Osm.  545 
cottoni  B.-Bak.  Pow.  360 
cottoni  E.-Sh.   Euph.   188 
cowani   Bllr.  Char.   138 
cowani  Btlr.  Hen.  101   . 
crameri  Aur.  Byb.  208  . 
crawshayi  Btlr.  Amaur.  77 
crawshayi  Btlr.  Cüp.  401 
crawshayi  Btlr.  Cup.  473 
crawshayi  Btlr.  lol.  396  . 
crawshayi  Btlr.  Lyc.  450 
crawshayi  Btlr.  Myl.  36  . 
crawshayi  Btlr.  Pier.  41  . 
crawsliayinus  Aur.  Cup.  473 
Creiiidiiniinias  Karsch  158 
Crenidouiimas  121,   143 
Creuis  Bsd.  204 
Crenis  121,  158 
creona  Cr.  Pier.  40  . 
creta  Hew.  lol.  401  . 
cretacea  Ellr.  Acr.  248 
cretacea  Snell.  Caen.  516 
cretosus  Btlr.  Cup.  467 
crithea  Drury  Catun.  192 
crocea  Bllr.  Myl.  34  .     .     . 
croceus  Geoffr.    Colias  65 
crockeri  Btlr.  Euph.  185 
croesus  Chry.siridia  (> 
crossei  E.-Sh.  Euph.  185 
crossleyi  Ward  Eux.   124 
crowleyi  E.-Sh.  Epit.  352  . 
crowleyi  E.-Sh.  Terac.  50  . 
crowleyi  Ky.   Eupt.   155 


174 


Taf. 
70  d,  o 
29  c 
56  f 


58  b 


35  a 


4c 

12  e 


78  a 
71  a 


42  a, 

b 

35  c 

72  i 

80  c 

06  b 

04  b 


.  .   08 

g 

.  .   04 

g 

28  b 

.  .   49 

c 

24  d 

.  .   72 

k 

.  .   68  b 

.   .   71 

li 

11 

d 

.   .   13 

c 

13  b 

08  f 

77  e 


04  e 
16  a 


INDEX. 


595 


Criidaria  Wallgr.  431 

crustaria  Hol!.  Spind.  414  .     .       69  h 

crystallina  .s'»(.  Acr.  282   .     .       54  a 

cuama  Hew.  Prec.  224 

Culapa  Mr.  84,  97 

ciiparia  Cr.  Ater.   191 

Cupidcsfhes  Aur.  435,  436 

Oupido  ,Schk.  457 

Cupido  434 

Cupidopsis  Karach   459,  488 

cuprescens  E.-Sh.  Cup.  484 

cupreus  Seave  Cup.  475  . 

cutteri  Hcic.  Eviryph.  179  . 

tutteri  Euryph.   180 

cuva  .S'/)(.  Acr.  288 

cyara  Heiv.  Cup.  460  .... 

cyara  Cup.  459 

cybeutes  HnU.  Gastr.  558  . 

cyclades  Ward  Cym.   147   . 

cycladina   Grünh.    Cym.    147 

Cyclopides  Hbn.  550 

Cyclopides  5,  549 

cyclopis  B.  &  J.  Pap.   19 

cyclopteris  Bür.  Cup.  484  . 

Cyclyrius  Bür.  458,  471 

cydaria  Sm.  Pent.  308 

cygnophila  Suff.  Eron.  62  . 

cylinda  Heic.  Caen.  516  . 

cymodoce  Cr.  Kall.  211  . 

Cymothoe  Hbn.  143 

Cymoihoe  3,  4,   121,   142,   150 

Cyiiandra  Schatz-Böh.  191 

Cynandra   121,   143 

cynorta  F.  Pap.   15 

cynthia  Bilr.  Char.  130  .      .     . 

cynthius  Drury  Aer.  264 

cyparissa  Cr.  Euph.   186 

cypraeofila  Btlr.  Pap.   16  .     . 

Cyrestis  Ww.  203 

cyrnus  Bad.  Pap.  22  .     .     . 

cytaeis  Hew.  lol.  401  .... 

cytila  Bothsch.  Char.  136 

cytora  Dbl.  <k  Hcic.   Sal.   216 


74  c 
40  a 


72  h 

77  d 
34  b 


74  c,  f 


15  c 
80  d 
49  f 


31  a 


1  c 

3c 
68  g 


dacela  Hew.  Caen.  515  .      .     .        80  a 

dacena  Heu-.  Caen.  517  .     .     .       80  c 

dacenilla  Aur.  Caen.  517 

daedalusi^.  Haman.  191       .     .       46  f 

dacdalus  Hamanum.  142 

daemon  Drc.  Lipt.  337 

daemona  Stijr.  II y pol.  215 

daenionides  Stgr.  Hypol.  215 

dagera  Suff.  Pier.  46 

daira  G.  &  S.  Acr.  258 

daira  Acraoa  72,  316 

daira  Klug  Terac.  58  ...     .       19  a 

Dalaca  6 

Dolla   Mab.  554 

dania  Suff.  I'ent.  307 

daniarensis  Trim.  Phas.  427  . 

dainarensis    Trim.    (1904)   427 

dainmii  Voll.  Acr.  288  .      .      . 

damocles    Beauv.    Aniaur.    74 

damoclea  Aniaur.   77 

damoclides  Stgr.  Amaur.  74  . 

danioclina    Trim.    Hypol.    215 

Daiiaida   Latr.  71 

Damtkla  123,  197,  258 

Danaididae  71 

Danais  3,  4 

danckelnaanni    Roy.    Myc.    93 

danckelmanni  Myc.  88 

dannaüi  Ehrni.  Pag.  571 

dannfelti  Aur.  Amaur.  76 

d-aphne  Argynn.   231 

Dapidodignia  Karsch  389 

daplidice  L.  Pier.  48 

dardanus  Brown  Pap.   13  .     .  2  a 

dardatiKS  Pap.   11,  74 

daresa  SM.  ilyc.  94 


70  g 

53  b 

25  b 

47  b, 

c 

Taf. 
daria  B.  &  J.  Char.  136 
dariaves  Hew\  Deud.  374  .     .       66  c 
darius  B.  <£•  J.  Amaui-.  75 
darwinia  Btlr.  !JIim.  315 
Dasychira  5 

deannulata  Strd.  Myc.  94 
debilis  Plötz  Prosop.  554  .     .        77  i 
debora  Ky.  Pseuder.  321  .     .       62  f 
deborula  Aur.  Pseuder.  321   .       62  f 
deeastigma  Mab.  Eagr.  572   .       76  d 
deceptor   Trim.  Hypol.   214   .       47  c 
deceptor  Hypol.  75 
decliroma  Strd.  Ater.   191 
decipiens  Btlr.  Cycl.  552 
decipiens  Ky.  Lipt.  334  .      .     .        63  h 
decira  Plät:  Hen.  99 
decius  Cr.  Palla  141  ...      .        32  d 
decolor  Mab.  Eagr.  573 
decora   Thur.   :Myl.   36   .      .     .        12  b 
decora  Weym.  Acr.  274 
dedecorus  Fldr.  Terac.  56 
detasciata  Suff.  Acr.  268 
defecta.4.i<r.  Ab.  570  .     ...       75  b 
deficiens     Karsch      Pseudacr. 

194 
definita  Btlr.  Lyc.  441  .     .     .       71  e 
degesta  Stgr.  Cym.  146 
deidamioides  Aur.  Terac.  59  .        15  f 
delagoae   Trim.  Hesp.  566 
delalandei  Godt.   Pap.   17   .      .  6  b 

dclalandci  Pap.   18 
delatorimi  Heran  Cup.  462 
deleta  Epit.  350 
deUcata  Lathy  Abis.  296 
delicatula  Ky.  Teriom.  327   . 
delicatus  B.-Bak.  Cup.  475   . 
delius  Drury  Ant.  229    .     .     . 
Deloiieura   Trim.  346 
deludens  Sm.  Hypol.  215 
demetra  Godt.  Euryph.   175   . 
deniodocus  Esp.  Pap.  20 
demodocus  Papilio  3,  II 
demoleus  L.  Pap.  20 
dendrophUus  Trim.  Jlen.  106 
dentata  E.-Sh.   :Mvc.  92 
dentatus   Btlr.   31yl.   30   .     . 
dentatus  Sicics.  Phas.  427 
dentigera  Btlr.  Pier.  42  .     . 
denuba  Plötz  Eagr.  573  . 
depauperafa  Hesp.  566 
depunctella'.SVrrf.  Aer.  253 
depupillata  Strd.  Ypth.  116 
depygatus  Strd.  Plat.  523 
derbice  Heie.  Ked.  543 
derema  Strd.  Pent.  308 
deritas  Hew.  Deud.  371. 
dermaptera  Wallgr.  Myr.  378 
derona  Sm.  Deud.  374 
derubescens  Eltr.  Acr.  254  . 
deserticola  Bbl.  Sar.  577 
desjardinsi  Bad.  Terias  65  . 
desjardinsi  Gucr.  Euploea  78  . 
Desmolvcaena    Trim.  419 
desolatä  Btlr.  Myc.  93 
despecta  Holt.  Lipt.  338 
detecta  Neave  Acr.  271 
detecta  Trim.  Parn.  537 
Deudorix  Hew.  365 
Deudorix  4,  423 
dewitzi  Aur.  Abis.  296 
dewitzi  Aur.  Acr.  254 
dewitzi  Btlr.  Char.  136 
dewitzi  Stgr.  Plan.  243 
dexithea  Hew.  Hypol.  213  .     .       47  a 
Diacrisia  5 

diametra  Karach  lol.  404    .     .       69  a 
diavina  Suff.  Acr.  264 
Dichora  Scudd.  293 
Dicranura  6 
Dicranuropsis  6 
dido  Arctia  5 
dieden  Karach  Deud.  374 
Diestog:yiia  Karsch  159 


66  b 
66  f 

57  b 

22  e 
25  d 


62  li 

74  b 

52  c 

41  b 

4a 

29  e 

11  c 

15  b 

76  d,  e 

72  k 


Taf. 

Diestogyna  4,  121.  143,  158, 
170,  171,  191 

difficilis  E.-Sh.  Terac.  54 

difficihs  Mab.  Hen.  101 

diffusa  Btlr.  Hvpol.  216 

dilatata  Btlr.  Eron.  62  .     .     .       21  e,  f 

diluta  Robbe  Pard.  530 

diluta  R.  &■  J.  Ant.  228 

dilutus  Rothach.  Char.  140 

dimidia  Holt.  Acall.  511...        79  i 

diniidiata  .4 i/r.  Myl.  33  .     .     .       12  b 

dimorpha  Bart.  Ater.  191 

dinarcha  Hew.  Hypol.  214  .     .       47  c 

dingana   Trim.  Lept.   107 

dinochares  Sm.  Deud.  374  .     .        66  d 

dinomenes  Sm.  Deud.  375 

dinora  Ky.  Pseuder.  324  .     .       62  g 

diocles  Heir.  Deud.  373  ...        66  c 

diogenes  Suff.  Acr.  273  ...       55  f 

diomus  Hpffr.   Hesp.  565       .       75  c 

dionysoides  Aur.  Pap.  14 

dionysus  Dbl.  A  Hew.  Pap.  13 

diopoüs  Hell'.  Deud.  374  .     .       66  d 

diplijaa  Karsch  Cym.  149  .     .       35  a 

dira  Neave  Amaiu'.  76 

diraapes  Dalla  554 

discoguttata  Strd.  Acr.  281 

discopunctatus  Suff.  Pap.  13 

disjuncta  Sm.  Acr.  249   ...        60  c 

disjunctus  Trim.  Cap.  423 

dispar  Ky.  Epit.  348  ....       64  d 

di.spar  Mab.  Amp.  548 

diaparilis   Bad.   Pap.    18 

disparilis  Oberlh.  Amp.  548 

displacidus  Rbl.  Act.  555 

dis.sociatus  Btlr.  Terac.  60  .     .       20  d,  e 

distincta  Holt.   Osm.  545   .     .        77  h 

distinctesignatus  Strd.  Cup 
462 

di.itinctissima  =  distinctesigna- 
tus 462 

distorta  Btlr.  Pier.  49 

distractus  Joann.  Cup.  491 

ditiasimus  Mab.  Gam.  513 

divergens  Gacde  Ijachn.  364    . 

diversa  B.-Bak.  Lipt.  339  .     . 

di versa  Btlr.  Gnoph.  83  .      .     . 

diversata  Holt.  Gorg.  557 

divisa  Btlr.  Epit.  351 

dixeyi   Neave   Pier.   45 

diyllus  Heic.  Deud.  370  .     .     . 

djaelaelae  Wallgr.  Sar.  574  . 

docusdemo  Suff.  Pap.  20 

dohertyi    B.-Bak.    Deud.    375 

dohertyi    Rothach.    'Slim.    316 

dohertyi  Mimacr.  72 

dolens  Mab.  Parn.  537 

doleta  Ky.  Epit.  358  .... 

doleta  Ky.   Ypth.   115  .      .      . 

doUmaniß.-ßöA-.  Cup.  480.      . 

dolomena  Hew.  Pseudacr.  194 

dolores  Suff.  Hypol.  386   .     . 

dolorosus  Trim.  Cup.  483 

dolus  Plötz  Gorg.  557 

dominicanus  Trim.  Amaur.  74 

donaldsoni  E.-Sh.  Pap.   19 

dopero  Suff.  App.  37 

doriclea  Drury  Diest.   168 

dorippoides  Aur.  Hypol.  213 

dorippoidea  Hypol.   72 

dorippoides  Papil.   72 

dorippua  Dan.  213,  258,  316 

dorippus  Klug  Dan.   72 

doria  Wkr.  Nisionades  584 

doris  Wkr.  Timoc.  584 

dorothea    B.-Bak.    Epit.    356 

dorothea    B.-Bak.   Eupt.    154 

dorothea  B.-Bak.  Micr.  340 

dorothea  Cr.  !Myc.  90 

dorotheae  E.-Sh.  Acr.  249  .     .       57  d 

doubledayi  Aur.  Char.  141  .     .       32  c 

doubledayi  Guer.  Acr.  269  .      .        55  e 

doubledayi  Hpffr.  Terac.  51  .       15  d 


65  h 
63  k 
26  c 


66  a,  b 
76  h 


64  g 
29  c 
74  e 
46  c 
67  b 


23  c 


596 


INDEX. 


Taf. 

doubledayi    WaVgr.    Pier.     10 

doxo  Oodt.  IMer.  -16  ...     .        M  «• 

drepana  Dbl.  m.  Heic.  Tleter. 

104 28  ,• 

dromus  T'lötz  Hesp.  5(U  ...       75  c 

druceanus  lillr.  Cliar.  128  .      .       30  c 

drucei   li.-liak.   Cup.   495 

drucei  Blir.  Ilypol.  210 

drvicoi  EUr.   Acr.  2()2 

di'iicei  AV«cp  Aphn.    109 

dryope  Cr.  Kuryt.  210 

iliialensis  Strd.  Acl.  055 

dubia  Aiir.  App.  38 

dubia  Aur.  IIvpoI.  383  ...       08  b 

dubia  Aur.  Myc.  91       ...       27  b 

dubia  Aiir.  Myl.  33 

dubia  Pal.  Ilypol.  215  ...       48  a 

dubiösa  Aur.   CJnoph.  83   .     .       20  c 

dubiosa  Strd.  ("reu.  205 

dubiosa  Suji.  Acr.  281 

dubius   lIvi)ol.    74,    121,    l.sl, 

212 
ducissa   /)o</n.  Teiac.  61 
dulcis   l'<i<i.  Lyc.  443 
dulcis  Tlnir.  Myl.  30  ...      .        12  h 
duiiieusis  Strd.  Cyna.   151 
duinetoi'UQi  Bsd.   Ne])t.   19!) 
duodeciniputtctafa  ISnell.  Fseud- 

aig.   193 
duplex  Bflr.  Xeoc.  112  .      .      .       29  a 
duplex  Neoc.   111 

duplex  Mab.  Proso]).  554  .      .        77  i 
duprei   r//i.s-.   Sal.  217 
durbani  Tr'tm.  Lachu.  .303  .      .        05  g 
(hiihani    Triiii.    Pseudou.    110 
Durbaiiiii   Trim.  302 
Durbanm  297,  323 
duseni  Aur.  Diest.  101  .     .     .        39  f 
J)!/sau.res  5 

dyscola  Mab.  Yptli.   113  .      .     28  f,  29  < 
dysmephila  Trim.  Zoph.  512  80  d 


Eagris  (in.  572 

Eagris  571 

eberti  Aur.  Euph.   187  ...        I  I  d 

echeria  SloU  Anuiur.   70     .      .        21c 

echerioide.s  Tri  in.  Pap.  11  .      .  2  c 

echo  ,s'»(.  et-  K}j.  Tel.  301 

edipus  Cr.  Pard.t529  ....        79  c 

edvvai'dsi  Iloev.  Kupli.  189        .        42  c 

cfulensis  Hall.  Ab.  509  ...        75  b 

cgesta  Cr.  t'yrn.  140  ....       34  b 

egialea  Cr.  Amaur.  70  .     .     .       25  c 

cykilia  Amaup.  215 

egina  Aur,  P.seudacr.  197 

egina   Cr.   Acr.   279   .      .      .      .        51  d 

egina  Acraea  194.   197 

egitwidea  Srhllsc.  l'seudacr.  197 

cginopsis  Aur.  Acr.  279 

Egybolis  5 

ehlersi  Karsch  Art.  519 

ohtnckei   /)cu\  Char.   140 

ehiiickei  Dcw.  Cym.  152  . 

elabontas  Heu\  Eupt.  154  . 

elais  Dbl.ifi-  Hcu\  Kpit.  349  . 

eleala  JIeu\  Deud.  308  . 

eleala  Hcw.  Doud.  375 

elealodes  B.-Bak.  Deud.  308 

eleaza  Heu:.  Pseuder.  321 

electo  L.  C'oUas   65   . 

elegans.lur.  Ilarm.  158  .     . 

elegaus  Bad.   Vyv.  203   . 

elegans  ISlab.  Parn.  538 

elegantula  Mab.  Ab.  569 

clcora  F.   Cup.   491 

eleus  Drurij  Euph.  190  . 

elcus  Euph.  155 

eleusis  Dem.  Cup.  490  . 

eleusis  Cup.  468,  497 

eljneda  Suff.  Pent.  309 


35 

d 

50 

<l 

Ol  f 

(iO 

a 

06 

a 

»^lO 

f 

45 

d 

49  b 

42 

b 

7f 

g 

elgiva  Ilew.  Prec.  220    ..     . 
elgoncnsis,  E.-Sh.  Terac.   55   . 
eliana  Strd.  Acr.  265 
eliasis  Hcw.  Hen.  99  . 
elicola  Slrd.  Cup.  485   . 
eliensis  Heic.  Euryph.  180 
Eligma  5 

eliminata  Mab.  Sar.  577   . 
elisa  Suff.  lol.  394 
elisa   \'oll.  Pier.  40 
elisi  K<(rsch  Ilen.  98   ...     . 
eli.ssa  Sm.   Epit.  358 
ella  Bflr.  Cup.  491 
ellft  Ellr.  Acr.  209     .... 
ella  Hcw.  Si)ind.  413     .     .     . 
ellenbocki   Pag.   Euph.   182 
ellioti  Bllr.  Aniaurina  77 
ellipsi.'^  Saalni.  Parn.  537 
elma   Trim.  Carch.  500 
elmina  Plöl:  Cel.  582 
elongata  Btlr.  Plan.   244      .     . 
ehnigata  Plan.   197 
elpinice  Griinb.  Pent.  309  . 
elpinice  Hew.   Euryph.   171 
EIna  Honr.  72 
eltringhanii  Drc.  Mim.  315 
elwesi  Aur.  Ypth.   114        .     . 
Elymiiias  81 
Elyniniinae  81 
Elyniniopsis  Pruhsf.  81 
emilia  Suff.  Lar.  32!) 
einini  Btlr.  Terac.  5!)    . 
cniini  Weijm.  Acr.  281 
enima  Suff.  lol.  397 
emolus  Mab.  Lyc.  440,  lli 
enipyrea  ]\Iab.  Manor.  559 
ena  Heu-.   Myc.  93 
cuantia  Karsch  Cer.  526 
encedon  L.  Acr.  258      .     .     . 
enecdon  Acr.  72,  310 
eiidochus  Bsd.  Pap.  21       .     . 
cDiperamu.'i  Sucll.  Lachn.  363 
ennuari  Bit.  Parn.  539 
enotrea  Cr.  Erg.  208     .     .     . 
entalis  Jord.  Plan.  243 
cntebbea  Swh.  Parn.  536 
entebbia  Eltr.  Acr.  250 
entebbiae  Lathij  Euryph.   172 
epaea  Cr.  Plan.  245 
Epamcra  390,  393,  397,   400, 

405 
epaphia  Cr.  App.  38     .     .     . 
epliorus  Weym.  Myc.  85 
ephyia  Klug  Terac.  59 
ophyra  Oodt.   Char.   130 
epiclea   Bsd.  I'rec.  226 
epidica  Oberth.  Acr.  257     . 
epigoa   fitlr.  I'seudacr.   195 
cpijasius   Jieiche   Char.    125    . 
epimalchus  Oberth.    Trap.  500 
epiphorbas   Bsd.  Pai».   18   .     . 
epiprotea  Btlr.  Plan.  215 
cpira  Karsch  Eagr.  572 
Epiiaxis  5 

epitellus  Stgr.  Plan.  245 
Epifola  Wte.  349 
Epitola  348 
Epitolina  Aur.  348 
egytatorialix   (acquator.)  270 
erasmus  Ky.  Citr.  326 
erastus  Hcu\  Citr.  326 
Erebus  6 
Eresina  Aur.  341 
Eresina  297.  338 
Ert'siiKipsides  Strd.  340 
Eretis  Mab.  57;l- 
Ersolis  Ww.  208 
erica  Suff.  Tel.  302        .     .      . 
erikssoni    Trim.  Aphn.  409 
Erikssoiiia   Trim.    132 
Erihssonia  297 
erinnys   Trim.  Art.  519 
eriphia  Oodt.   llurp.   31        .      . 


51  f 

18  d 

28  d 

74  g 

28  a 

00  b 
09  f,  g 

25  b 

75  d 

58  b,  c 

03  c 


()3d 
29  b 


20  a 


50  e 
7c 

49  c 

58  a 

II  f 
19  g 

51  a 

50  f 

30  a 

Ob 

58  b 


02  h 


Ol  e 
09  d 


80  g 
10  c 


cris  Aur.  Cym.  151 
eris  Klug  Terac.  53        ... 
erithonioides  Sm.  Pap.  20 
erlangen   Pag.   Myl.  34 
ernesti  Karsch  Epit.  35!)  . 
erncsti-baumanni    Karsch 

Diest.   167 

erone  Angas  Terac.  54 

Eronia  Bsd.  61 

Eronia  4,  49 

ertli  Aur.  Acr.  248 

ertli  .4  ur.  Cup.  467 

ertli  .4»?-.  lol.  400 

ertli  Caedc  I'Iat.  524 

ertli  Suff.   Myl.  35 

erxia  Hew.   Eron.  02        .     .     . 

Erycinidae  293 

erynnis    —    erinnys  Art.   519 

erysichton  Ehrm.  Myc.  96 

erythropoecila    Holl.   Lyc.  455 

esebria  Hcw.  Acr.  248 

csebria  Acr.  312 

esmeralda  Btlr.  Chloros.  416  . 

Estigmenc  5 

etesipe  Oodt.  Char.   128      ,     . 

etesipe  Char.   129 

ethalion   Bsd.  Char.   137 

eihalion  Char.   135,  136 

etheocies  Cr.  Char.   135 

ctlicncles,  Charaxes    121,    134, 

137 
ethiopica  Poult.  Heod.  498 
ethoda  Mkr.  Cup.  469 
ethosea   Druri/  Mes.  208     . 
Euelilot'  Hbn.  49 
EuchrijS'ips  Btlr.  458,  475, 

479' 
eudoxus  IJrury  Char.   128 
eugenia  Karsch  Acr.  287  . 
cuki'ines  Drc.  JApt.  334     .     . 
eulimene  Klug  Callop.  49  . 
Eullpliyra  Holl.  343 
Euliphyra  297 
eumelis  .Jord.  Plan.  245     . 
Eunioinao  204 
eunoma  Hpffr.   Terac.  55 
eupale  Drury  Char.  140     . 
oupalus  F.  Euph.   183  . 
Euphaedra  Hbn.  181 
Eupliuedra  3.  4,  121,  143.  170, 

178,   191,   192 
euplion  /•'.  Euploea  78 
euphranor    Trim.  Pap.   17 
Euploea  F.  77 
Euploea  4.  71 
eupompe  Klug  Terac.  50 
euprepes  Drc.   Irid.  340 
Euptera  Stgr.  154 
Euptcra  121,  142 
eurema  Plöiz  Lar.  329 
eurinome  Cr.  Eux.   124 
eurisus  Cr.  lol.  403 
eurodoce  Ww.  Prec.  222    . 
Euryphaedra  Stgr.  158 
Euryphaedra  121,  142 
Euryphene  TT'jc.  170 
Eur'yphcnc    4,    121.    143,    156 
Euryph ura  Stgr.   156 
Euryphura   121,   143 
curi/spita   Mab.   Caen.   517 
Eurytela   Bsd.  209 
Eurytela  208 
Euryleliiiae  206 
eurytus  L.  Psoudacr.   195 
eurytus  Pseudacr.  240 
Euschemon  Dbl.  7,  505 
eusemoides  Sm.  &  Ky.  Euph. 

190 

Euthalia    181 

euthalioides  A'^.  Cym.   151 

Eutomis  .5 

Eu.xantlio  123 

Euxanthc  121,   122 


Inf. 

Kif 

9  b 

12c 

05  a 

38  a 
17  a 


21b,  c 

72  h 

09  g 
30  c 

33  b 
49  b 


53  b 
63  i 
16  a 


59  a 

18  b,  c 
32  c 
45  b 


23  c 
9  a 


64  c 

()3  f 

09  a 
51  e 


16  c 


42  a 


INDEX. 


597 


evadae  Cr.  JVIyc.  8S       .     .     . 
evagore  Klug  Tera.c.  58   .   19  a,  b, 
evanescens  Ky.  Lipt.  334  . 
evanida   Thur.  llen.  98 
evanthe  Bsd.  Terac.  57 
evanthides  Holl.  Terac.  57 
evarne  Klug  Terac.  60  .     .      . 
evenina  Wallgr.  Terac.  59  . 
evenus    Hpffr.    Myc.    93    . 
Evercs  485,  496 
evippe  L.  Terac.  57       ... 
evombar  Bsd.  Pap.  25 
evombaroides   Eimer  Pap.   25 
exalbescens  Elfr.  Acr.   254 
exaleuca  Karsch  Nept.  202 
excellens  Bllr.   Ypth.   114 
excelsior  Btlr.  Arg.  232     . 
excelsior  E.-Sh.  Acr.  266 
excelsior  Bhl.   Diest.   168 
exceutrica   Tlnir.  Acr.  265 
excisa  BUr.  Plan.  244    ..     . 
exigua  Hol/.   Lachn.  364    . 
eximia    Thur.    Terias    65    . 
cxocellata  ^^(lh.   Ilen.   100 
expansa   Bilr.   Pseudacr.   197 
expi'omiJta  Holl.   Sar.  574 
exquisita  Sni.   Irid.  346 
extensa  Aur.  Cer.  526 
extensa  Bari.  Euph.   186 
extensa  Bllr.  Neoc.   112     . 
extensa  Neoc.   111 
extensa  Heran  Ater.  191 


'I'at. 

27  b 

c,  20  d 

62  i 

19  f 

19  f 

20  b 

19  g 

27  e 

18  e 

8c 

9  a 

56  a 


58  c 
65  g 
22  b, 

46  a 
76  g 


29  a 


F. 

fularus    Mab.    i.    l.    Parn.    537 

falkensteini  l)ew.   Cup.   462   .       73  a 

falkensteini  Pier.  45 

fallax  E.-Sh.  Spind.  415 

faUax  Gaede  Parn.  538 

jallax  Bog.  Acr.   250      ...        57  c 

falloui  All.  Euchloe  49 

fan  Holl.  Pard.  529 

fasciafa  Arctia  5 

fasciata  Aur.  Cer.  526 

fasciata   Aur.    Euryph.    179    .        40  a 

fasciata  Aur.  Hypol.  214  .     .       47  d 

fasciata  Aur.  I^yc.  453  ...        72  c 

fasciata  Aur.  Plan.  241 

fasciata  R.  et-  J.  Byb.  208 

fasciatus  Su/f.  Char.  129 

fastuosa  Mab.  Monor.  559 

fatima  K>j.  Lipt.  334    ...       63  h 

fatma  Flilr.  Terac.  53 

fatuella  Hpffr.  Parn.  535       .       78  e 

fatuellus  Wall.  Parn.  536 

faunus  Drury  Ox.  381  ...       68  a 

faustus  Oliv.  Terac.  50 

favillacea  Grünh.  Pseuder.  322        63  e 

feae  Aur.  Mvc'  86 

felicia  Bilr.  Diest.   167 

felthami  Trim.  Phas.  431  .      .        70  h 

fi'nütüna  E.-Sh.   Ox.  381 

fenestrata  Aur.   Amaur.    75    .        25  b 

fenestrata  Bllr.  Ked.  543 

fenestrella  B.-Bak.  Andr.  522 

ferax  Wallgr.  Hesp.    565  .     .       75  c 

fernanda  Frühst.   Euph.   184 

feronia   Stgr.    Diest.    164    .     .       38  d,  e 

fcrox  Oberth.  Ilesp.  565 

ferruginea  Aur.  Parn.  536 

ferruginea  Stgr.  Euph.   190 

ferrymani    Sm.   &•    Ky.    Lipt. 

335 63  i 

fervida    Btlr.    Rhop.    508    .     .       75  g 

festus  Mab.  Pard.  530 

fiara   Bllr.    Zoph.   512    .     .     .       79  i 

ficedula   Trim.  ilyr.  378   .     .       66  e,  f 

fickei  Weym.  Pseudacr.   196 

filaprae  Suff.  Paji.   16 

filicauda  Pryer  Ev.  496 


123 


fiiicheri  Ev.  Ev.  496 
flaminia  Stgr.   Euryph.   176    . 
flaminia  Eur.  175 
flava  B.-Bak.  Tummer.  348 
flava  Hew.  Cer.  526 
flava  Holl.  Cup.  494 
flava  Bbl.  Cer.  526 
flava  RH.  Sar.  577 
flava  Terac.  55 
flaveola  Ky.  Citr.  326 
flavescens  Aur.   Euryt.  209 
flavescens  Aur.  Terac.  55 
flavescens  Oberth.  Acr.  250 
flaviana  Sm.  Myl.  34 
flavicans  Sin.  (t-  Ky.  Lipt.  334 
flavida  Mab.  App.  38 
flavidus  A  ur.  Terac.  58 
flavidus  Mab.  Terac.  61 
flavifasciatus  Btlr.  Char.   127 
flavifasciola  Drc.  Parn.  539 
flaviniacula  Aur.  Terac.   55   . 
flavisparsus  Frühst.  Pap.  26 
flavofasciata  Schtz.  Mim.  317 
flavomaculata  Sm.  &  Ky.  Lyc 

454 

flavus  Aur.   Terac.  50   . 
flavus  Aur.  Terac.  58   . 
flesus  F.  Tag.  571    .      .      . 
florella  F.  Catops.  63 
florella  Catopsilia  2 
floricola  Bsd.  Terias  64 
flotowi   Suff.  Terac.  55 
foliaceus   Btlr.   Terac.   55   . 
forestan    Cr.    Rhop.    508    . 
forcstan  Rhopalocampta  5 
formosa  Btlr.  Pier.  41 
formosa    Bllr.    Plan.    243 
formosa   Godm.    Dan.    73 
formosa   Godm.    Dan.    13, 
formosus  Btlr.  Cycl.  552 
fornax  Btlr.  Acr.  266    . 
fracta  Grünb.  Cup.  463 
francina  Godt.  Euph.  189 
fraterna    Btlr.    Ilen.    102 
fraudata   Thur.  Euph.   184 
frederica  Dld.   Cym.   145 
freya  Sm.  &  Ky.  Teriom.  328 
frobenia  F.  Nept.   199  . 
frobeniusi   Strd.   Pier.   42 
frobeniusi  Strd.   Prec.   222 
frommi  Strd.   llypol.   384 
fulgens  Mab.  Cal.  581 
fulgens  Rothsch.  Char.   136 
fulgui-ata  Aur.  Char.   135 
fulgurata  Aur.   Euryph.   173 
fulgurata  Bsd.  Neptid.  209 
fuliginosa  Mab.  Hen.   100 
fuUeri  Sm.  Pap.  23 
fulleri  Pap.  22 

fulminea    Bart.    Euryph.    157 
fulvaria   A}ir.    Mim.    315    . 
fidvaria  Btlr.  Pseudacr.  196 
fulvescens  Aur.  Char.   139 
fulvescens  Guen.   Melan.   83   . 
fulvescens  Oberth.  Acr.  250 
fulvescens  Acr.   72 
fulvimacula  Mab.  Lep.  455 
fulvus   Lathy   Oxyp.   553    . 
fumana    Ww.    Cym.    148    . 
funiana  Cj^m.    149 
fumata    R.  et-   J.    Prec.    220 
fumida    Ellr.    Acr.    248 
fumida  Mab.  Acr.  267 
fumosa  Aar.   Aer.   258 
fumosa    Stgr.    Cym.    149    . 
fumosus   Btlr.   Cup.   480 
funebris  Guer.  Myc.  95 
fui-cata   R.  &  J.   Prec.   223    . 
furvus  Mab.  Het.  550 
fusca   Aur.   Deud.   368 
fusca  Bartel  Sly].  32 
fusca   Cat.  Pseuder.'  325 
fuscata  R.  &  J.  Catacr.  218 


r-.it. 
40  e 

79  g 


18  b 


63  i 


17  c 

62  c,  d 

72  d 
16  a 
19  a 

7()  c 


22  d 
15  d 
17  e 

78  i 


59  b 
23  b 

78  a 
55  g 

42  d 
28  b 


4h  c 


63  a 
26  b 


77  f 
34  e 


35  a 
51  d 


fuscomarginata    Bart.    Diest. 

167 

fuscosa   Holl.   Eagr.    573    .     . 
fuscula  Sm.  Micr.  340 
füUeborni   Bart.   !Myc.   94    . 
fidleborni  Mycal.  93 
füUeborni    Karsch   Pap.    15    . 
füUeborni  Neoc.   111 
füUeborni. Tä!«-.  Acr.  283 
füUeborni    Thur.   Neoc.   113   . 


Taf. 

37  d 
76  d 

27  g 

2c 

29  a 


«. 

gabunica  Aur.  Lyc.  439 

gaekwari   E.-Sh.   Acr.   270 

gaika  Trim.  Cup.  495  ...       74  i 

galami  Prec.  223 

galathea  Swn.s.  Deud.  373 

galathinus  Btlr.  Terac.  59 

galatia    Hctv.    Rhabd.    545     .        77  h 

galba  F.  Ilesp.  565,  566 

galene  Brown  Ater.   191     .     .       48  a,  b 

galenus  F.  Cel.  581 

Galerga  ^fab.  525 

galesa  Hew.  Plat.  523         .     .        79  a 

gaUenga   Sm.   Pier.   46 

gallienus  Dist.  Pap.  16  .      .      .  1  c 

gallieri  Oberth.  Amp.  54« 

galua  Holl.   Gam.  513  ...       79  )i 

gambiae  Feisth.  Diest.   169     .        37  a 

gambica   Mab.   Geg.  540 

(Jainia  Holl.  513 

ganyi  B.-Bak.  Sar.  574 

garega  Karsch  Cren.  206 

Gastrofhaeta  Holl.  557 

gaudens    Btlr.    Terac.    51    .     .        15  e 

gausape   Bllr.  Euph.  186 

gausapc  Euph.  185 

gavisa  Wallgr.  Terac.  57    .     .       19  d,  e 

gazei  Drc.  lol.  400 

Gegencs  Hbn  540 

gelinia  Oberth.   Mim.   316   .     .        62  b 

gelonica  U.  &  .J.  Acr.  255 

gemella  Mab.  Parn.  537 

gemina  Gaede  Parn.  537 

geminus  Rothsch.  Char.   127 

gemmarius   Drc.    lol.    398        .       68  d 

gemmifera  Neave  Lyc.  443     .       72  b 

gerda  Ky.  Eres.  341  ....        62  i 

gerda  Sm.  tt-  Ky.  Pier.  46        .        14  f 

gerina  Heu\  Epit.  353  ...        65  b 

gerontes  F.  Abis.  296 

geryon  Stgr.  Abis.  296 

giara  Suff.   Eron.  63 

gidica  Godt.  Pier.  39 

gigantea  Wlk.  Papil.  12 

giganieus  Phassus  6 

giganteus    Trim.   Cup.    475    .       74  b 

gillias  Mab.  Trap.  559 

girthi  Dew.  Lipt.  338 

gisgoti  Mab.  Oxyp.  553. 

glagoessa  Holl.  Pent.  310 

glaucina  Guen.  Pseudacr.  198 

glauconome  Klug  Pier.  48 

glaucus  Btlr.   lol.  406 

glaucus    Trim.   Cup.   481    .     .       74  d 

glauningi    Schnitze   Terac.    55 

ghicki  Suff.  Pier.  44      ...        15  b 

glutophrissa  Btlr.  36 

Giiophodes  Ww.  83 

godarti  Aur.  Char.  127      .     .       30  b 

godmanni  Bllr.  Plan.  241 

goetzei  Grünb.  Plat.   524   .     .        79  h 

goetzei   Thur.  Acr.  266 

goetzi  Thj(r.  Myc.  94 

golo   Aur.  Myc.   91    ...     .       27  e 

Gonatomyrina  Aur.  422 

gonessa  Heiv.  Caen.  516 

goniogramma    Karsch    Diest. 

160 39  d 

goochi    Trim.    Xcpt.    202  , .     .        48  f 
goodi  Epit.  353 


598 


INDEX. 


gordoni  Drc.  Epit.  353 
gordoni  Drc.  Pseuder.  324 
gordoni  Pseuder.  320 
gorgias  Stall  Leptoin.   123 
Gorgyra  Uoll.  ö56 
Gorgyra  546 

gottbergi  Dnc.  Pseudacr.   197 
goudoti  Bsd.  Euploea  7S  . 
goudoti  Bsd.  Proc.  220 
goudoti  Mah.  Ypth.  113 
gracilis  Wichgr.  Acr.  278 
graoseri   Schtz.   Mini.   318. 
gi-ahami    Trim.    Cup.    I7!l 
gi'anxniicus  Sm.  Cup.   KHi  . 
grandidicri  Mab.  Catops.  (il 
grandidieri  Mab.   Ilypol.  215 
graudidieri  .1/«').  Pier.  41  . 
gi-anti   }{.  A-  ./.  Atoll.  231 
granulosa  litlr.   Yptli.   115 
tiraphidahra  Karsch  -Mvc.  8!) 
giatilla  Mah.  Xept.  200 
gregorii  Btlr.  Cup.  4(i7  .     .     . 
gregorii  Btlr.  Neoc.  112 
gregorii  Neoc.   111 
gregorii  Btlr.  Prec.  220 
griqvius  Trim.  Cup.  467 
grisea    Hew.    Sar.    575    . 
grogani  E.-Sh.  Amaurina  77 
grogam  E.-Sli.  ünoph.  83 
grosci  Aiir.   Lyc.  444  ■ 
gi-osesmithi  .S/f/r.  Diest.    I(i2   , 
grosvonoi'i  Ettr.  Aar.  255   . 
(Irjipoccra  505 

guderiana    I>cu\    Char.    135    . 
ijuderiana  Char.   129 
guenei  Mab.  Terac.  56  . 
guülemei    Obcrth.  Aer.  274     . 
guruana  Bog.  Prec.  221 
güssfeldti   Detc.  Cup.  494   .     , 
Gynanixa-  6 
gyrala  .Sii/f.   I^ar.   329   .     .     . 


H. 

hachci   hcir.   Pap.   23 
liades    B.-Bak.    Lyc.    451    .      . 
liadrianus  Ward  Char.    133     . 
hadrope    l)t>l.    <t-    Unv.    Vvcc 

225 

haendeli  >'"//.   Ajip.   38 
haiiuodia  Stn.   Cyni.    153 
Halali   Marnch.  Acr.  274 
lialiiurda     Kliu/    Terac.     53     . 
hallinioides   Schh.    Asl.   343    . 
halyattes  Btlr.  Terac.  57 
halVrua  F.  ilyc.  «8 
Maiiianuinida   llbn.  191 
Ihntiiniiiuiiilii    121,    142,    113 
liaiiuiiij,'t(iiii   mir.  Aiuaur.  77  . 
liamiiiigtoiii    Hllr.  Terac.  52   . 
hanningtoni   Klio.   Arg.   232    . 
haniio    Plötz    Rhop.    50«    .     . 
hansali  Fldr.   Char.    127 
liapale    Mab.    Terias    65    . 
haploa  =  haplupa   Sar.   577 
liaplopa    jS'ic/i.    Sar.    577    . 
Hariiiilhi  Aur.  158 
IhiniiUla    121,   143 
harnüUa  Hew.  Cym.   151 
haroldi    Drc.   Hon.    98 
haroiia  Ww.   Oxyp.  554 
liarpa  Karsch   Gnoph.  84 
liarpalyce  Cr.    Euph.   183   . 
liarpax  F.  Axioc.  420   .      .      . 
Harpendyrcus  Heran  457,  462 
harpyia  F.    I'rec.   223    . 
harrisoni  E.-Sh.  Acr.  279 
hatita   Hew.   Ilypol.   382   .     . 
hatila  Ilypol.  385 
liauttecoeuri  Obcrth.  AI.  299  . 
havei   Bsd.   Parn.   536   . 
iMydni  Suff,  l'lau.  242 


T«f. 
62  g 


46  b 
23  b 
52  b 


63  d 

73  e 

74  f 


13  e 


?4  a 


76  g 


39  c 
60  b 

33  b 

18  e 
55  c 

74  h 

63  f 


71  i 

31  d 

50  c,  51 

a 

16  d 

65  c 

24 

b 

15 

e 

52 

0 

75 

f 

22 

d 

76 

e 

45  b 
70  c 

51  d 

68  b 

62  i 

78  f, 

g 

Euph.    186 


Taf. 

havnae    Deic.    Cym.    149    .     .       3()  a 

hebe   Trim.  Coen.  108 

hecataea    Hew.    I>acha.    230 

hecatc  Argynn.  231 

hecate    Btlr.  Aniaur.    75    .     ,       21b 

hecaie  Amaiu'.  215 

hecate  Streck.  Colias  66 

hecatoides  .4i/r.  Amaur.   75   .       25  c 

heokmanni   Thur.  Xooc.  112  .        29  a 

heckmanni  Neoc.   111 

hedwiga  Suff,  l'ent.  309 

hedyle  Cr.  Pier.  44  ...     .        14  b 

hegemone  Godt.  Pseudarg.  192        46  f 

heimsi  Suff.  Pap.  13 

helcida  Bsd.  I'ier.  44 

helcita   Aletis    72,    190,   379 

helena  Drc.   Lipt.  338   ...        62  e 

helona  Sm.   Pier.  47 

heliada    Heic.    Cvm.    148    .      .        35  b 

helice    L.   Pier.    48    ...     .       14  f 

Helicanius  4 

holicaustus  Btlr.  Terac.  53 

heliodorus  Schtz.  Aphn.  408 

lieliogenes  Btlr.  l'seudacr.  197 

Heliothis  C 

Jiehiii   Karsch  Sar.   577 

helviiuaculata   Eltr.   Acr.    255 

helvülus   Btlr.   Terac.   51 

hemiclilora   Mah.   App.  38 

honiicyauus  E.-Sh.  lol.  402 

Hciiiialaus  Aur.  382.  386 

henlovi   Ky.   Epit.  340 

Henoioshi  Btlr.  97 

Hcnotcsia  3,   104 

Heodes  Dalm.  497 

Heodes  4,  434 

Hepialiduc  6 

herborti   E.-Sh. 

höre  Lang  l'rec. 

horeroica  Grünb.  Ypth.  115 

horcus   Drc.    Sar.    579    . 

herewardi  litt.  Sar.  574 

herilus  Hpffr.   Pard.   530   . 

horitsia  Heu-.  Cup.  460  . 

hernian.si   Aur.   bar.   329 

herminia   Sni.    Vyni.    149    . 

Hcrpaeiiia  Btlr.  31 

Hirjiitcii'ia  29,  30 

herwigi  Dcw.  Abis.  296 

liesioilina  Schtz.  Cym.   148 

hesiodotus    Stgr.    Cym.    147 

hosiodus  Hcic.  Cym.  148 

hesiouc  ]\'cyni.  Cym.  147 

Hespcrhi  F.  561 

Hcs})cr'iii   519 

Hcspci-hliic  5115 

Hospcriiiac  56ii 

heisperus  Ww.  J'ap.  16  . 

hetaera   Gerst.    Terac.    55    . 

heterochrus  Mab.  üed.  557 

hcterogyna   Mab.  Capr.  570 

Hetcranyuipha    1 

heterophytu   Mah.  Plat.  524 

HofiTopsis   Wu:   Ktl 

Hi-tcriiptcrinao  516 

Hclcroptcrus   /)um.  549 

hcuijUni  Fldr.  Terac.  58 

hewitsoni  Aur.    iOuIiph.  344 

hewitsoni  Anr.  Lyc.  444 

hewitsoni  Aur.  l'Ian.  211 

lu^witsoni  Daum.   Gnoph.  85  .        20  d 

hewitsoni  Mab.  Epit.  350  .     .       6S  d 

hewitsoni  Stgr.  Cym.  150  .     .        35  b 

hewitsoni  Sm.A  Ky.  Pent.  308        61  g 

Honitstmia  Ky.  359 

Hrwitsonia   297 

hiarbas    ürury    Eui'yt.    209     .       49  c 

hias  Strd.  Parn.   539 

hidarioides  Aur.   Caen.   517    .        80  a 

hiondlniayeri  Dcw.   Pent.  304        61  e 

/( icra   I  'ar.   1 05 

hilara  Karsch   .Myl.  33  .     .     .        10  e 

hildebrandti  Dcw.  Char.  131  .       33  c 


64  d 


44  b 


76  i 

79  e 
72  i 

35  a 


31  d 


4  b 
17  e 


hildebrandti  Stgr.  Terac.  56  . 
hildogarda  Ky.  Teriom.  328    . 
Himantoplerinue  5 
hindei  J>rc.  Ab.  570 
hintza   Trim.  Cup.  466  .     .     . 
liippia  Cr.  Pseud.   109  .     .     . 
hippocoon  F.  Pap.   13   .     . 
hippacoon  PapU.  74 
hijjpocoonoides  Haase  l'ap.  13 
hippocoonoides  Paph.  74 
hippocrates  F.  Cup.  492   . 
hippomene  Hbn.  Ant.  228  . 
hirundo   Stgr.   Eupt.    155    .     . 
hirundo  Wallgr.  Loptom.  422 
hobarti   Btlr.  Cym.   154 
hobleyi  Xeave  Diest.  166 
hobleyi   Xeave   Lyc.   442    . 
hobleyi  Xeave  Pseudacr.  196 
hoehiieU  Holt.  Ypth.   116  .     . 
hoem-li   Rag.  Cel.  581 
hoUandi   Aur.    Lipt.    331    .     . 
hollandi  B.-Bak.  Cor.  528 
hollandi    Btlr.   Aphn.   408 
hollandi  Btlr.  Char.  130 
hollandi  Btlr.  Sar.  575 
hollandi  Drc.   Orth.   583 
hollandi  Ehrm.   lol.   407 
hollandi  Obcrth.  Art.  519 
holocausta   Mab.  Acall.  511    . 
holtzi  Plötz  Parn.  537  .     .     . 
homeyeri  Dcw.  Char.  139  . 
homeyeri  Char.  140 
homeyeri  Dew.  Lipt.  335 
homeyeri   Deic.   Ox.    381    . 
homeyeri   Hew.   Spind.   413    . 
homeyeri  Plötz  Cel.  581 
homeyeri   Plötz  Pap.   15   . 
homochroa  Jord.  Plan.   246   . 
honorius  F.  Epit.  351   . 
hornimani   Dist.  Pap.   18    . 
horribilis  Btlr.  Pap.   17 
horta  L.  Acr.  285        .     .     . 
hospitis  Weym.   Pier.   42 
liostilia  Drury  l'seudacr.  194 
liottentotta  Latr.   Geg.  541 
hiiltcntotta   Trim.   Geg.  540 
hova  Bsd.  Acr.  286        .      .     . 
howa  Mah.  Trap.  559 
howensis  Stgr.  Cren.  206  . 
humbloti  j/f/&.  Cel.  582 
humbloti  Obcrth.  M\l.  32 
humbloti  Obcrth.  Pap.   14   .     . 
humilis  E.-Sh.  Acr.  256 
h\itschinsoni  Trim.  Aphn 
liyal(!  L.  Colias  65 
hyalhiata  Saabn.  Eagr.  572 
hyalitos  Btlr.  Amaur.  76  . 
hyalitcs  Amaur.  215 
hyarbita  Hew.  Cym.   145 
hyarbitina  Aur.  Cym.  145  . 
hyblaea   Bsd.  Catops.  63 
hvbrida  .4«r.  Euph.   19(1 
Hydci  Mah.  573 
hydriigriiplius  Piolus  6 
hvdrophobus  Suff.  Terac.  ;" 
liyetta  Hew.  Epit.  349  .      . 
liyettina   Aur.    Epit.   349   . 
hyottoides  Aur.   Epit.  349 
hymon  /'.   Dapid.   389   . 
H ypiDuirtia  Ky.  228 
liypatha  Hew.   Cym.   148   . 
hypatia  Drury  Acr.  2(i8 
liypi  lanthus  Bak.  ,Myc.  87 
hy]H'rbius    /„   Arg.   231 
hypcrhius  Argynnis   121 
hyporbius   L.  l'seudon.    109 
H  yjiiiki)pelales  Drc.  365 
hypoleiR-a   Trim.  Acr.  277 
hypoli'uca  Acr.  282 
Hypoh'uois  Mab.  556 
Hvpolininas  Hbn.  212 
H'ypidimnas  3,   121,  181 
Hypoljcaena  Fldr.  381 


riif 

18 

c 

62 

1 

73 

b 

28 

K 

2 

b 

2b 

74  g 
52  d 
50  d 
70  b 


71  e 
29  b 
63  g 


80  f 

70  a 

31  d 

63  i 

66  h 

69  f 

2  d,  3  a 

59  e 

64  e 

6a 

53  e,  f 


.     .       53  c 

.     .       48  g 

lue 
9b 

409        ()9  d 


24  a 

36  a 
35  b 


65  d 
65  d 

68  c 

34  d 


28  g 


INDEX. 


599 


Hypolycaena  375 
HypnmcJacna  Aur.   122,   123 
Hypntni/rliia  Drc.  365 
hypopolia  Trim.  Cup.  484  . 
})yposticta  Mab.  Galerga  525 
hypo.ranVia   Jord.   Pseudacr. 

197 
hypoxanthina  Mah.  &•  Boull. 

Sar.  578 
Hypsidae  5 


I. 

ialemia  Drc.  Cer.  526 
ianthe  T)bl.  Pier.  44 
jasis  Hew.  lol.   401   .     .     .     . 
iaspis  Drc.  lolaus  398 
ibara   Plötz  Parn.  536 
ibitina  Ward  Ypth.   113 
iboina  Ward  Hen.   101 
iccius   Hcw.    Myc.    85     .      .     . 
icteria  Mab.  Parosni.  546 
icteriana,  Sfrd.  Oxyp.  553 
ideoides    Dcw.    Lipt.    338    . 
idis  Obcrlh.  Pard.  531 
Idmais   Bsd.  50 
idotea    Bsd.   Eron.   62    .     .     . 
igati  Bsd.  Acr.  288  .     .     .     . 
ignitus   Mah.    Oxyp.   553    . 
ignobilis  Btlr.  Myc.  87        .     . 
ignotus    Trim.    Cup.    487    . 
igola   Trim.  Acr.  256 
ikelemba  Aur.  Euryph.   176  . 
ilerda   Mschlr.   Caen.   516   . 
ilias  riöfz  Sein.  518  . 
ilithyia  Drury  Bvb.  207 
ilithyia  Byblia  121 
illustris    ilab.    583    ...      . 
illyris  Hew.  Pap.  26  ...      . 
ilma  Hew.  Lipt.  339  .... 
imitan.s  Holl.  Euph.  190 
Imitator  Trim.  Pseudacr.  195 
immaculata   Aur.    Lept.    31    . 
ininiaculata  Grünb.  Lipt.  332 
immaculata  Sfgr.  Lipt.  334 
immaculata  Suff.  Pent.  308 
immaculata   Trim.  Del.  347 
immaculatus  Suff.  Pap.  17 
iniperator  Btlr.  Terac.  54 
imperialis  Btlr.  Char.  132 
imperialis   Char.    136 
imperialis  Lind.  Euph.   185 
impleta  Grünb.  Pseudacr.  196 
impunctata  Bart.  Euph.   183 
impura  Elw.  A-  Edw.  Ypth.  1 16 
inaequabilis    Thiir.   Euph.   183 
inanum   Btlr.   Euph.    188   . 
inaria  Cr.  Ilypol.  213 
inaria  Hypol.  72 
inaureata  Eltr.   Acr.   249   . 
incerta    Aur.    Diest.    165    . 
increta  Grünb.   Kall.  211 
incerta  Snell.   Pard.   530    . 
incisa  Rothsrh.  Ater.   191 
incongrua    Btlr.    Nept.    203 
inconspirua  Bert.  Parn.  538 
iiiconspicua  Drc.  Lyc.  454  . 
inconsi)icua    Drc.   Pent.   307 
incrcdibilis  Siyr.  Irid.  345  . 
incretus    Btlr.    Terac.    60    . 
incrclus  Terac.   62 
indamora  Heu\  Cyni.   150 
indefinita  B.-Bak.  Lyc.  442 
indentata  Btlr.  Plan.  244  . 


Taf. 


74  f 


68  f 


26  d 


0)5  b 


21  d 

.53  a 

77  e 

27  b 

74  f 

41  e 

80  c 

78  h 

76  b 

8  a 

65  c 

10  a 


12  d, 

44  c 

)7  d, 
38 

59  d 
c 

79  e 

48  f 

72  e 
63  a 
65  c 
20  e 


indeterminabilis  Strd.  Cer.  527 
indosa  Trim.  Afen.  106  . 
induna  Trim.  Acr.  276  . 
indusiata  Mah.  Gorg.  557 
interna   Btlr.   Amaur.   76    . 
inferna  Amaur.   215 
intida  Btlr.  Pier.  41  ...     . 
infima  Siii.    Lipt.   338   . 


71  e 
59  e 

29  e 
r,ry  b 


24  b 

13  b 
64  a 


infracta  Roy.  Prec.  225 
infumata  Aur.  Dan.  72 
infumatus  Btlr.  Terac.  58  . 
infusca  Capr.  Diest.  168 
infuscata   Bartel  Jlyl.  32 
infuscata  Styr.  Acr.  258 
innocua  Sin.iti-  Ky.  Euryph.  180 
innocua   Euryph.    179 
ino  Argynn.  231 
inocellata  Strd.  Ypth.  115 
inores  Hew.  lol.  397  .      . 
inornatus  Trim.  Ilet.  550 
insignis  Dist.  Acr.  284  . 
instabilis   Mab.   Acl.   555 
insulanus  Aur.  Cup.  470 
insularis  Aur.  Plan.  245 
insularis  E.-Sh.  Acr.  251 
insularis   3Iah.   Tag.   571    .     . 
interjecta  Eltr.  Acr.  249 
intermedia  Aur.  Abis.  296  . 
intermedia  Aur.  Elymn.  82 
intermedia  Aur.  Myl.  32   . 
intermedia  Aur.  Plan.  244 
intermedia   Bart.   Euryph.   ISO 
intermedia  Grünb.  Lipt.  337 
intermedia  Wichyr.  Acr.  271 
intermediana  Strd.  Acr.  2(55 
intermedius  B.-Bak.  Cup.  480 
intermixta   Aur.   Diest.    168   . 
intermixta  Aur.   Epit.  349 
intermixtus  Aur.   Cel.  581 
intorniplaga   Aur.   Pap.   22 
inlerniplat/a   Mah.  Cel.  582 
interposita  Btlr.  AI.  299 
interrupta  Eltr.  Acr.  249 
interrupta   Strd.    Ypth.    1 15    . 
interrupta   Th.ur.  Acr.  281 
interruptella  Strd.  Acr.  263 
intricata  Aur.  Eupt.  154 
iobates   Hpffr.   Cup.   489   .     . 
lolaus  Hhn.  389 
lolaus  4,  257.  386 
iole  F.  Lachn.  230    ...     . 
ione  Godt.  Terac.  54  . 
iphis  Drury  Pyrrh.  506 
iranica  Bien.  Pier.  48 
iricolor  Holl.  Caen.  517  . 
Iridaiia  Aur.  345. 
Iridopsis  Aur.  345 
iris  Aur.  Diest.  166  .... 
iris  Bart,   tinoph.  84 
Iris  St(jr.  345 

irrorata  Trim.  Pseudon.  109 
isabella  Dudy.  Terat.  345 
isca  Hcw.  Pseuder.  323  . 
isis  Drury  (lup.  468  .... 
ismael  Oberth.  Trap.  559 
Ismene  5 
Isineninae  506 
isnienius  Kluy  lol.  397  . 
isokani  Sm.   App.   37 
istaris  Plöts  Myc.  90 
italus  Hcic.  Myc.  86  .      .      .     . 
itea  Wkr.  Cup.  4(59 
iterata  Btlr.  llerp.  31 
ithonus  Btlr.  Terac.  57  .      . 
itonia  Hew.   Ypth.   116 
itumbana  Jord.  Plan.  242 
ituri   B.-Bak.   Deud.   368   . 
ituria   B.-Bak.    Lyc.   438    . 
iturina  Karsch  Euryph.   173 
iturina  Sm.  Acr.  287 
iulus  Hew.   lol.  393  .      .      . 
iulus  lol.  390,  396 
iza  Hcw.  Spind.  414       .     . 


J. 

ja  Drc.   Ab.   569   .... 
jacintha  Don.  Ilypol.  213 
jacksoni  B.-Bak.  Hypol.  385 
jacksoni   E.-Sh.  Acr.  248   . 


Taf. 


18  f 


.   29  d 

67  g,  08 

a 

.   77  k 

53  e 

77  b 

7(i  c 
61  a 
12c 


71  b 
39  e 


29  d 


72  k 


52  f 
17  b 
75  h 

80  e 


37  e,  f 


62  f.  g 
73  b,  c 


68  d 


26  e 


15  f,  19  c,  d 


66  a 
71  c 
41  b 

67  d.  e 
69  g 


68  c 
57  d 


jacksoni  E.-Sh.  Amaur.  76      .       24  c 

jacksoni  E.-Sh.  Kall.  211       .       50  a 

jacksoni  E.-Sh.  Myl.  36 

jacksoni   E.-Sh.    Pap.    15    .     .2  d,  3  a 

jahlusa    Trim.   Char.    138   .     .        31  d 

jalema  Godt.  Acr.  280 

jalone   Btlr.  Terac.  54   .     .     .        16  g 

jainesoni  Drc.   lol.  393 

jame.soni  E.-Sh.  Calleagr.  571         76  d 

janiesoni  Godm.    Nept.    202    .       48  f 

janetta  Btlr.  Euph.   187 

janisca  Godt.  Acr.  264 

jansei  Swiestra  Lept.  106 

jasius  L.  Char.  126 

jasius  Char.  121,  124 

Jason  L.  Ciliar.   126 

jeanneli  Mab.  &  Boull.  Cel.  581 

jefferyi  Swies.  Cup.  480 

jesous  Guer.  Cup.  469   ...        73  d 

jobina  Btlr.  Terac.  54  .     .     .       16  g 

jodutta  /•'.  Acr.  249  57  e 

jodutta  Acr.  240 

jodutta  Ww.  Cym.  152  .      .     .        35  c 

jodutta  Cym.   153 

Johanna  E.-Sh.  AI.  300  .     .      .        63  a 

johnstoni  Btlr.  Cym.   150 

johnstoni  Btlr.  Gorg.  557  .     .        77  b 

johnstoni  Btlr.  Katr.  583   .     .        76  b 

johnstoni  Bflr.  Terac.  54 

johnstoni  Crowl.  Pier.  48  .     .        15  a 

johnstoni  Godm.  Acr.  250  .      .        57  d 

johnstoni  Holl.  Orth.  583 

jordani  Aur.  Prec.   222,  225 

jordaiü  Neave  Nept.  200  .     .       48  d 

jordani  Rbl.  Neoc.  112  ..     .       29  a 

jordani  Neoc.  111 

jordanus  Styr.  lol.  406 

juba  F.   Lyc.   456      ....       72  h 

jucunda   Btlr.   Rhop.   508   .     .        75  f 

Judith  Wcym.  Euph.   186 

julianus  lolaus  395,  396 

Julius     lol.    395 68  e 

junius  Ohcrlh.  Char.  126 

juno  Btlr.  Cup.  473        ...        73  e 

juno  Plötz  I'yrrh.  506  ...       75  h 

junodi  Oberth.  Acr.  274 

junodi  Oberth.  Platyl.  524 

junodi    Trim.   Pap.    26 

justitia  Stgr.  Euph.   186 


K. 

kabrosae    B.-Bak.   Cup.   484   . 
kadiskos  Drc.  Hypol.  385 
kaduglii   B.-Bak.   Spind.  415 
kaffana  7?.  <t-  J.  Cren.  205 
kaffana  Rothsch.  Acr.  279  .      . 
kafuensis   Neave  Deud.   372   . 
kahldeni  Char.    140 
kahldeni  Hern.  &   Deic.   Char. 

139 
kakana  Eltr.  Acr.  287  .      .     . 
Kallima  Ww.  211 
kallimon  Drc.   Spind.  413 
kamagamba  B.-Bak.  Pard.  529 
kambove  Neave  Cycl.  551  . 
kamilila  B.-Bak.  Lyc.  452  . 
kampala   B.-Bak.   Lyc.   455    . 
kanguensis  Holl.   Caen.   516   . 
karsana  Mr.  Geg.  540 
karschi  Aur.  Acr.  202     ...        56  c 
kar.schi  Acr.  317 

karschi  ^4 nr.  Diest.  166  .     .     .        37  d,  e 
karschi  Aur.   I'arn.  537 
karschi  Bart.  PJuph.   186 
karschi  Frühst.  Pseudacr.   196 
kasai  Drc.  Acl.  555 
kassaiensis  Niep.  Kall.  211 
katana  Eltr.   Acr.   264 
katangae  B.-Bak.  Cup.  483 
katangae  Neave  Amaur.  77 
Katreus  T17.S-.  583 


74  f 


59  f 
(i6  b 


60  e 


77  i 

71  k 

72  e 
80  a 


600 


INDEX. 


Taf. 
kedassa  Dre.  Deud.  371  .     .     .       06  b 
Kcdestes  Wis.  541 
kedonga  Sm.  f"up.  496 
keithloa  Wallgr.  Rhop.  509  .       75  g 
kelembaensis  Strd.  Paron.  521 
kenia  Eltr.  Acr.  250 
kenia  Kofi.  Myc.  89  ...     .        27  c 
kersteni  (ierst.  Lvc.  450 
khalifa  B.-Bak.  Epit.  355 
kheUi  Stgr.  Char.    135   .     .     .       33  c 
kigonserae  Aur.  Myc.  93 
kigonserensis  Wichgr.  CaUeagr. 

571 
kikideli    Bsd.    Xcpt.    200    .     .       48  d 
kikuvuensis  Bart.  .Myl.  34 
kikuyu  B.-Bak.  Lyc.  443 
kilusa  Sm.  Apat.   212   ...       50  e 
kingdoni  Bllr.  Trap.  559 
kinugnana  S»i.  JKupt.   155 
kirbyi  Aur.  Pent.  311   .      .     .        61  i 
kirhyi   Btlr.  Uvpol.  215 
kirbyi  Deic.  llewit.  300  ...       64  f 
kirbvi   Hew.   Pap.   26    .     .     .         8  a 
kirki   Btlr.  Char.  136 
kisaba  Joic.  &  Talb.  Cup.  472 
kitobolensis   Strd.   Deud.    375 
kituina  Kar.ich  Ilesp.  564 
kitungulensis  SIrd.   Hiar.   137 
kivuaua  Jnrd.   Plan.   246 
kivueii-sis    Joic.   &    Talb.    Gel. 

.582 
kiriirti.'ii'i   Joic.  &    Talb.   Cup. 

4SI 
kiwuensis  Griinb.  Jlyl.  34 
kiwueruiis  Griinb.  Acr.  279 
knutsoni  Axir.  ^lyl.  36  .     .     .        11  d 
koaena  Strd.  Cup.  488  ...       74  g 
kobela  Trim.  Sar.  577  ...        76  f 
kochi  Griinb.  Myc.  85 
kohli  Aiir.  Deud.  370 
kontu  Karsrh  Cup.  4(i7  ...        73  c 
kordofaui   B.-Bak.   Capr.   570 
kraka   .1  ur.   Acr.    287    .     .     .       53  b 
krausei  Deic.  Mim.  317  .     .     .       62  b 
krausi  =  krausei,  >Iira.  317 
kiickeni  Suff.  Pier.  45 
künowi  Dar.  Pseudacr.   197  .       46  b 


labdaoa  IT' (f.  Libyth.  293  .     . 

labordoi  Oherth.  Anip.  548 

lachares   Heic.    Ijyc.    452    . 

Iiachiioeneina   Trim.  362 

Laclmoptera  Dhl.  229 

J.achnoptcra   3,   121 

lacida  Hew.  Caen.  516  .     .     . 

lacides  Heic.  Lyc.  454  . 

lacreuzei  Obertli.  Hesp.  565 

lacriinosus   B.-Bak.   Cup.   486 

laden  I'lötz  Ab.  569,  570 

lacteipenuis  Bllr.  Horp.  31 

lactetinctus  Karsch  Char.  130 

lacteus  Mab.  Tag.  571  .     .     . 

lactiniaculata  Eltr.  Acr.  255  . 

lactiiiatus   Btlr.   Cup.   467 

lacus   Thur.  Ilen.  98 

laeUoides  Bbl.  Sar.  577 

laelius  Mab.  Sar.  577 

laeta  Schtz.  Mim.  314   .     .     . 

laeta   ^Vel/m.   Pier.   44   .      .      . 

laetitia    l'löh    Euryph.    174    . 

laetitia  Eur.   173 

lais  Btlr.  Terac.  57    ...     . 

laius   Trim.   Libyth.  294      .      . 

lakuma  Btlr.  Euph.   183 

lalos   Drc.    lol.   396    ....        67  f,  g 

lamani  Aur.   Myc.   91    .     .     .       27  e 

Jamba  Xcare  Plat.  524 

laniborni    B.-Bak.    Asl.   342    .        64  b 

lainborni  Drc.  Xeav.  348   .     .        64  d 

lainborni  KItr.  Acr.  259 


61  a 

71  k 

80  d 
72  d 

74  d 

10  b.  c 
30  d 
76  c 

(iO  a 

62  c 

15  a 

41  c 

19  e 

61a 

laniias  Hew.  Lyc.  450  .     .     .     . 
iMmpides  Hbn.  458,  468.  471 
lamprocles   Heic.    Lyc.    454    . 
landbecki  Drc.  Eagr.  573  . 
landbecki  Drc.   Mim.  315  . 
languida  Bart.  Sal.  218 
lauzi    Bart.    Terac.    56    . 
laodice  Drury  Char.    141    . 
laon  Hew.   lol.  397   .... 
laonides  Aur.  lol.  394  . 
lapydes  Suff.  Pap.  21 
lara  L.  Leptom.  423  .... 
larea  Xeave  Parn.  539 
larima   Bsd.  Pier.  43 
Larinopoda  Btlr.  328 
Larin(>i>oda  310,  494 
laronia  Heic.  Osm.  545  . 
larydas   Cr.   Lyc.   449    .     .     . 
larydas  Lyc.  445,  450,  452 
Lasiocampidae  6 
lasius  Suff.  lol.  396 
lasti   Sm.   App.   37    ...     . 
lasti  Sm.  Char.   130  .     .      .      . 
last!  Sm.  (£•  Ky.  Lvc.  444    . 
la.sti  Sm.  &  Ky.  Pent.  308  .      . 
lasti  Sm.  Ky.  Pier.  48 
lata  Ncave  Pier.  41 
latercula  Holt.  Caen.  517  . 
lathyana  Strd.  Pier.  45 
laticinctus  Btlr.  Char.   127 
latifasciata  E.-Sh.  Plan.  242  . 
latifasciata  Griinb.  Acr.  248 
latefasciata  Suff.  Plan.  243     . 
latifimhriata  E.-Sh.  .Spind.  415 
latimarginata  Sm.   Lar.  329   . 
lativittata  Strd.  Xept.  200 
latreillanus  Godt.  Pap.  22  .     . 
latrunculatus  Griinb.  Cup.  483 
laufella  Hew.  Pter.  513  . 
laura  Ky.'Fent.  308  .      .     .      . 
leander   Plötz  Andi'.   522    . 
lebona  Hew.  Hvpol.  383  .      . 
leda   Bsd.   Eron.   62        ... 
leda  Gerst.  Phvsc.  109  .     .     . 
leda  L.  Melan.  82 
leda  Melanitis  4 
leggei  Her.  Chion.  512 
legonuca  Suff.  Pap.  23 
lema  Xeave  Ked.  543   . 
leninos  Hew.  Lyc.  442  . 
lemiios  Lyc.  440 
leniolea  Drc.    Spalg.    433    .      . 
Lrmoniidae  293 
L(>nioniiiiae  294 
lentiginosa  Holt.  Ked.  543  . 
leodice   Cr.   Prec.   223 
leona  B.-Bak.  Epit.  358 
leona  Stgr.  Acr.  255 
leonae   Aur.   Asl.   343    .     .     . 
leonensis  B.-Bak.  Epit.  358 
leonensis  Epit.  350 
leonidas  F.  Pap.  22  ...     . 
leonidas  Pap.   11 
leonina  B.-Bak.  Acr.  255 
leonina  B.-Bak.  Deud.  368 
leonina   R.-Bak.  Lyc.  439 
leonina  E.-Sh.  Spind.  41b  . 
leonina  Stgr.  Epit.  355  . 
leonina  Epit.  350 
leoninus   Btlr.  Char.   140   . 
leonis  Aur.  Cym.   153   . 
leonis  Aur.  Diest.  169  . 
leonis  Stgr.  Pseudal.  380   . 
leonora    I'lötz   Caen.   .516    . 
leopoldi  Suff.  Pap.   17 
leopoldina  ,4i(r.-Plan.  242  .      . 
lepeletieri   Latr.   llet.   550    . 
lepenula  Wallgr.  Ked.  542 
leptala  Courc.   Lyc.  450 
Leptalina  Mab.  549 
leptines   Hew.    Lyc.    455    . 
leptis  Jord.  Plan.  242   . 
leptogloia  Karsch  Myc.  93 


Taf. 
71  i 


Taf. 


72  b 

76  e 

63  b,  c 

18  c 

32  c 

67  g 

67  e 

70  b 


77  f 
71  h 


11  e 
31  a 
71g 
61  g 


79  k 


58  d 

59  c 

63  f 

3d 

80  g 
61  g 
79  g 
7  a.  68  b 
21  e 
28  f 

78  c 
71e,  f 

71  b 

78  d 

64  c 
7  d 


70  a 

65  e 

32  b 

36  b 

37  c,  40  a 

66  g 
80  b 

59  c 
77  k 


72  f 
59  d 


Leptoinyrina   Btlr.  421 

Leptoneura  Wallgr.  106 

Leptoneura   104 

Loptosia  Hbn.  31 

Leptosia  30 

leptotvpa     B.-Bak.     Eurvph. 

179' 
lermanni  Aur.  Xept.  202  . 
leroma  Wallgr.  Crud.  432  . 
l'erothodi   Trim.  Cup.  480 
Leto  6 

letsea   Trim.  Cup.  480  .     .     . 
leucoceros  Oberth.  Trieb.  389  . 
Leucochitonea  Wallgr.   568 
LeiicocMoe  48 

leucogaster  Mab.  Ab.  368  .     . 
leucographa  Rbb.  Acr.  285  . 
leucogyne  Btlr.  Pier.  41 
Leucolepis  Karsch  330 
leucomelas  Oberth.   Ilesp.   565 
leucon  Mab.  Cup.  487 
leucophaea  Holt.  Parn.  539   . 
Leucophasia   198 
leucopyga  Aur.  Acr.  273  . 
leucopyga  Mab.  Acl.  555 
leucosoma   Mab.  Caen.  516 
leucospUus  Rothsch.  Pap.   14 
leucotincta  Strd.  Prec.  225 
leucyania  Hew.   Eidiph.  344 
levassori  Oberth.  l'ap.  23   . 
levebu  Wallgr.  Ab.  569 
le\is  Hew.  Lyc.  444  . 
leviibu  =  levebu,  defecta   .Vb 

570 
lia   Mab.   Acr.   285    .     .     . 
liacea  Suff.  Acr.  268 
liagore  Klug  Terac.  59  . 
liara  Drc.  Ilypol.  3.S3   .     . 
libentina  Heic.  Pseuder.  320 
libeon  Drc.  Rliop.  508 
libya   Dist.   Melan.   83    . 
libyssa  Hew.  Lipt.  331  .      . 
lihi/ssa  Lipt.  334 
Libythea  F.  293 
Libythea  4 

Uchas  Dbl.  Char.  139 
Ucinia  Mab.  Deud.  374  .     .     . 
licinia    Trim.  Deud.  374 
ligata  R.  <t-  ./.  Catacr.  218 
ligora  Hew.  Paron.  520  . 
ligora  Paron.  522 
ligures  Hew.  Lyc.  440   . 
liguroides  Strd.   Lyc.  440 
liliana  Sm.  Pier.  47  ...     . 
Limacodidae  5 
limbata  Crowl.  Hvpol.  215 
limbata  Holt.  Perit.  308 
limbata  Ki/.  Citr.  326 
limbata   Trim.  Durb.  .303 
limnoria  Klug  Prec.  221 
limonata  Eltr.  Acr.  253 
limpopona  Wallgr.  Cycl.  551 
lindica  Strd.  Acr.  275 
lindneri  Dew.  Pier.  45  . 
linearis  Aur.  Cup.  465 
lineata  Aur.  Eur>^.  210 
lingeus  Cr.  Cup.  463  .      .     .     . 
liodes  Hew.  Lyc.  443 
liodes  Lyc.  441 
Liparidae  5 
lipari.'i  Sm.  Lyc.  452 
Liphyra  344 
liponesco  Siiif.  Pap.  25 
Liptena  Hew.  329 
Liptena  4,  64,  310.  318,  327, 

328,  341 
Lipteninae  297 
IJptenini  311 
lircaea  Hew.   Lar.  329   . 
lisidora  Aur.  Euryph.   158 
li.szti   Suff.  Acr.   273 
lita  R.  <t-  J.  Em-n.  209 
litha.s   Hew.    Lyc.   439   .     .     . 


48  f 
70  1 

73  k 
67  c 

75  a 
53  e 

77  b 
55  e 


04  c 
9b 

71  i 


53  e 

19  a 
67  a 


20  b 

63  g 


06  d 

79  h 
71  f 
14  f 


12e,  14e 
73  a 


63  d 


?1  c 


Aii!<(/f(irbt'ii    ?S.  Vn.  192-1. 


INDEX. 


601 


TAthosiidae  5 
littoralis  El/r.  Act.  275 
livia  Kluij  Deud.  375    . 
livida   Trini.  Lyc.  444   . 
livingstoiiei  Suff.   Xept.   200 
loa  SIrd.   I.yc.  442 
loboiiiba  Kllr.  Acr.  282  .      . 
lobenfiTula  E.-Sh.  Aniaur.  77 
locuples  Siii.  Lyc.  455   . 
lodia  Pldiz  Parn.  538 
lofu  Xeare  Ab.  5G9  . 
lofua  KIfr.  Acr.  273  . 
lois  Bllr.   Cup.  491 
loncoiia  Suff.  Pap.  26 
l()nt/ij)cn)iifi  Wkr.  Xanthospil 

190 
lorisoiia  Heic.  Deud.  374 
lornieii   Dist  Pap.  20    . 
lorti  E.-Sh.  Terac.   55   . 
lortzingi  Suff.  Pier.  44  . 
losinga  Heu\    Kuph.    183 
louisa  Suff.   Terac.   55   . 
louisae  E.-Sh.  Cup.  46G 
loveni  Aur.  Cup.  481 
T.o.rolcjri.i  Karsch  583 
loxura  EM.   Spind.  416 
lualabae  Xrai'e  Acr.  275 
lucasi  Doum.  Cym.  146  . 
lucani  Cymoth.   142 
lucasi  (Iraiid.  Terac.  Gl  . 
Iiirpus   =   lugen.s  Sar.  571 
lucetia  Hinr.  Eagr.  573  . 
lucida    Hllr.   Physc.   108 
lucidella  Mab.  Sar.  577  . 
lucidus  Trim.  Cup.  495  . 
lucretia  Cr.  Pseudacr.  197 
lurret'ia  l'seudacr.  216 
lucretia  Drc.  Ab.   5G9 
lucretia  Sm.  &  Ky.  Lyc 
lucretili.s   Heu\    Lyc.   453    . 
lucrefilis  Triclema  451 
liicretiu.s  Cr.  Char.  130  . 
lüderitzi  Suff.  Terac.  57 
Ludia   Wallgr.   G 
luehderi  P/ö/::  Caen.  516 
lugens  Hpffr.   Parn.   537    . 
lugens    Rog.    Sar.    574    . 
lugens  Schtzc.  Kall.  211 
lukabas   Drc.    Toi.   395    .      . 
luktikcsrhii   Karsch   Lyc.  451 
luuiiri    li.-liuk.   Acr.   264    . 
luiia   Drc.    Lachn.   364    . 
lunaris  Weym.  Pent.  308 
lunifer   KM.   Cup.  4G1 
lunigera  liothsch.  Char.   137 
lunula  Drc.  Sar.  577  . 
luuulala   =   lunulata  439 
lunulata    Trim.   Lyc.  444   . 
luperca  Hew.  Euph.   184 
hipercd  Euph.   18.5 
lurida  Btlr.   Cym.   147   .     . 


454 


Taf 


66  e 

72  g 


54  c 
25  d 
72  f 

75  a 
GO  e 


6G 

d 

8 

a 

17  d. 

18 

a 

12 

f 

45 

b. 

c 

17 

c 

31  a 

21  a 

76  f 

7G  e 
74  i 
4(i  a 

72  c 
30  d 


78  e 
76  h 

67  f 

60  g 
65  h 


/(.  g 


71  c,  f.  g,  Ii 


Pap. 


455 


lurlinus   Btlr. 
lusones  Hew.  Lyc. 
lusones  Ijyc.  435 
lustella  Suff.  Plan.  245 
hitacea  Bothsch.  Char.  136 
lutealba  Ettr.  Acr.  249 
luteofasciata  Bnri.  Euph.   184 
luteola    B.-Bak.    Euryph.    179 
lufeoiiinculata  Cirünb.  .Mim.  316 
luteostriata  B.-Bak.  Die.st.  161 
hitosa  Plölz  Spind.  415 
lutosa  Suff.  Plan.  245 
lux  Hall.  Osm.  545   .... 
lyaeus    Db/.   l'ap.    19     .      .     . 
lybia  >S7;/;-.  Lipt.  331  .      .     .     . 
Lyeaenesthes   Mr.  434 
Lycacnc^fhes  4,  434,  466,  470 
liyeaenidae  297 
Lycaciiinai'  3G1 
LycacHiii).-<inae  457 
l.ycacnnjuii.'s  457 

XIII 


34  d 

72  f 


39  e 


77  g 

5  b 

63  g 


lyce  TTÄT.  Cup.  497 
lycegeues    Trim.    Phas.    431 
lychnaptes  HoU.  Lyc.  455  . 
lychnides  Heic.  Lyc.  454   . 
lycia  F.  Acr.  258  .... 
lycoa  (ladt.  Acr.  250 
lycoroidcx  Bsd.  Acr.  253 
lycotan  Sm.   Lyc.  454 
lygus  Drc.  Acr.  271 
Lymaiilria  5 

lyncuriuni    Trim.  Phas.  431 
lyn.r  Mschlr.  Ami).  5-17 
lysandra  Stoll  Diest.   IGS   . 
lysicles  Hew.  Lyc.  453  . 
Jy.simon  Hl)n.  Cup.  495 
lyzanius  Hcu>.  Ijyc.  454  . 


M. 


340 


mabangi   B.-Bak.   Micr. 
mabea  HoU.  Parn.  539  . 
mabella  Sm.  l'ier.  47 
mabillei  Auriv.  Herp.  32  . 
mabillei  Aur.  Ilypol.  387 
mabillei  Aur.  Pseudon.   109 
mabillei  Aur.  Ypth.  114 
nxabillei  HdU.    üastr.  558 
Macaria  7 

macaria  7^.   Plan.   240    . 
macarina    Btlr.   Acr.   248    . 
macarioidcs  Aur.  Plan.  241     57 
macarista  E.-Sh.   Plan.   243    . 
machacoana  Btlr.  Hesp.  5G4 
machequena    Sm.    Acr.    286    . 
mackeni  Trim.  Ad.  555 
mackinnoni   E.-Sh.   Pap.    17   . 
maconio   Trim,  Ked.  542  . 
»lacrops  l'atula  6 
macrosticha  B.-Bak.  Plan.  242 
macrostictus  HoU.   Cel.   582   . 
macularis   Aur.    Pier.    43    . 
maculata  Aur.  Euryph.  178  . 
maculata  Aur.  l'ier.  44 
maculata  Aur.  Terias  64   . 
maculata  Ky.   Pent.   309   . 
maculata  ^fab.  Sar.  578 
maculatissima  Suff.  Pap.  17 
maculatus  Huipx.  Cel.  581 
maculatus  Suff.  C'har.   126 
maculatus  Suff.  Pap.   13 
maculatus  Suff.  Char.   126 
maculitera  Mab.  <t'  Boull.  Sar. 

574 
maculiventris  Sm.  d'  Ky.  Acr. 

256 
niadagascariensis    Bsd.     Crcn. 

206        

madagascariensis  Guen.   Prec. 

226 
madagascariensis     Luc.     Eux. 

124 

madagascariensis   Mab.  Atell. 

231 
madagascariensis  Mab.  Hvpol. 

216 
madegassorum  .4i/r.  Ant.  228 
maderakal  (luer.  Pai".  105  . 
maderakal  I'arage  4 
madetes  Hew.  Myc.  89  .     .     . 
maeander  Pliitz  Lyc.  455  . 
maera  Par.   105 
maesa  Hew.  lol.  394  .... 
maeva  Mab.  11  en.  102 
maevius  Slqr.  Hen.  97  .      .      . 
mafa  Trim.  Hesp.  565  . 
mafiae  Sigr.  C'ren.  205 
magna  Aur.   Lachn.   364   . 
magniplaga  Heran  Gnoph.  84 
magus   /''.   P.seud.    109   . 
mahallakoaena  Wallgr.  Cup.  488 


Taf. 

70  i 
72  g 
72  c,  I 
56  e 


70  i 

37  c 

71  k 

72  d,  e 


(  (  e 


57  f 

57  e 

f.  58  ( 

59  b 

.53  d 

77  a 

4c 

78  b 

76  b 

14  a 

40  a 

22  c 

61  h 

49  a 


29  e 


28  f 

27  d 

72  e 

67  e,  f 

28  a 
75  c 

65  f 

29  c 

73  i 


Taf. 

mahela  Bsd.  Acr.  286  ...       53  c 

mahobo  Sm.  Pier.  47 

mahoboides  Holt.  Pier.  46 

mahota  Sm.   Lyc.  455   ...        72  g 

maimuna  Btlr.  Terac.  54 

mairessei  Aur.  Acr.  253 

major  B.-Bak.  Cup.  483,  486 

major  Trim.  Neoc.  112 

majorella  Mab.   Sar.  575    .     .        76  g 

majungana  .S'»;.  App.  37 

niakala   B.-Bak.   Deud.   368   .        65  k 

makala  B.-Bak.  Euryph.   179 

makala  B.-Bak.  Leptom.  422 

makala  B.-Bak.  Lyc.  455  .      .        72  f,  g 

makcda  Lyc.  45() 

makala   B.-Bak.  Pard.  530 

malagrida   Wallgr.    Phas.    427 

malaria  Suff.  Pier.  43 

malathana  Bsd.  Cup.  484  .     .       74  f 

malathana   Cup.   475 

Malaza  Mab.  559 

malchus  Mab.  Trap.  559 

malgacha  Bsd.  Cycl.  551 

malthina  Hciv.  Caen.  517 

malua  Seaee  Ked.  543  ...       78  d 

Mamestra  6 

nianandaza  Ward  Acr.  286     .        53  d 

mananhari  ]Vard  Terac.  61     .       20  g 

manca    Tliur.  Acr.  275 

mandanes  HeH\   Jlyc.  89   .     .        27  c 

mandarinula  HoU.  Terias  65  .        22  e 

mandersi   Drc.   Cup.   471 

mandinga /"Wc.  Euryph.  172  .        41  d 

mangana   Rbl.   Hesp.  566 

mangoura   Hew.   Pap.   18 

manica  Trim.  Char.  137       .     .        33  b 

maujaca  Bsd.  Acr.  265 

manlius  F.  Pap.   19 

Manoiina  Mab.  559 

manoro  Ward  vSmer.  229    .     .       52  d 

mansya  Eltr.  Acr.  274    ...        60  a 

mapongua  Holt.  Pseuder.  322 

maracanda  Hew.   Caen.   516   .       SO  c 

»uiracaudica  =  maracanda  516 

maranestra  Ward  Acr.  286 

maranga  Btlr.  Parn.  537 

marchalii   Bsd.  Parn.  536 

marcus  .Slrd.  Parn.  540 

mardania  F.  Euryph.  177  .     .       40  c,  d 

margarita  Suff.   Lipt.  331 

margaritacea  E.-Sh.  Pier.  39 

margaritaceus  E.-Sh.  Cup.  467       73  c 

margaritata   HoU.   Art.    519    .        80  f 

marginaUs  Aur.  Cup.  470 

marginalis  Ky.  Citr.  326 

marginata  Ky.   Epit.  354  .     .        65  e 

marginaia   Platz  A.sl.  341 

marginatus  R.  <£■  ./.  Char.  132 

marginea  Mab.   Lept.  31 

margites  Mab.  Ilypol.  387 

maria  Suff.   Stug.  388 

marianna,  Suff.  Pent.  307 

marmorafca  Aar.  llen.   100 

marmorata  Sm.  Acr.  277 

marmorea  Btlr.  Stug.  388  .     .       68  c 

marnoana  Rog.  Colias  65 

marnois  Rog.  Acr.  268 

maroides  Xic.  Amp.  547 

Marpesia  203 

Marpesiinae  203 

marpessa  Hpffr.  Xept.  199 

marshalli  Aur.  Ked.  542 

marshalli  Aur.   Phas.   427 

marshalli   B.-Bak.   Lyc.   451    .        71  i 

marshalli  Btlr.  Asl.  343  ...        64  c 

marshalli  Bllr.  Cup.  463 

marshalli  Bür.  Terias  65   .     .        22  e 

marshalli  Neave  Aphn.   409   .       69  d 

marshalli  Snell.  Parn.  535 

marshalli  Trim.  Mim.  316  .     .        62  c 

marshalli  Mimacr.  72 

martius  F.  .Alyc.  95  ....        27  f 

76 


602 


INDEX. 


marlius  Myc.  91 

raaryra   Mab.   Hypol.   387 

iiiasai  B.-Btik.  ("up.  485 

inasamba  Ward  Acr.  257    .     .       56  g 

inasaris  Oberth.  Acr.  249  .     .       57  c 

masluina    Triiit.   Ypth.    110   .       29  b 

niasliunus  TrUn.  Cup.  475 

inasikora   Mab.  Hen.   101 

maslndae  ß.-Bak.  Jlim.  Iil7 

tnasouia  Heiv.  Ileii.  102 

masniva  Mab.  <t   Vidll.  t'aeii. 

51(5 
»lathia-'i  Chapra  584 
luatliias  F.  Tarn.  538 
malhitda  Suff.  lol.  393 
iiiatuta  Karscli  Myc.  96  .     .     .       27  g 
iiiauonsis   Ji.-Bak.   Cup.   483 
luauritiana  Mab.d:  Boull.  Eagr. 


niauiitiana   Mand.  Ant.  228 
iiiawamba  B.-Bak.  Diest.  163 
niaxiuia  Xcave   fSar.   577 
-.naxiniiana  SUjr.  Eurypli.  176 
iiiaximiana  Eur.  175 
iiiayottensis  Oberth.  Xept.  199 
niazanguli  Xeave  Pseudal.  380 
mazoensis   Trim.  Desm.  419  . 
uiechowi  Deic.  Ilypol.  214  . 
niechowi  Rothxch.  Char.   128  . 
mechowianus   Deic.  Pap.   16   . 
niedea  Cr.  Acr.  279  . 
niedesaga  Suff.  Pap.  24 
media  EUr.  Acr.  250 
inediterraneae    B.-Bak.    Cup. 

466 

ineditrina  Heiv.  Cel.  582    . 
medon   X.   Euph.    184   . 
tnedon  Euph.    176 
inodontias  Heu\    Gnoph.  85   . 
iiiodusa    Cr.    l^ept.   31    .     .      . 
tiirijaesfa  .Styr.  (."yiii.   146 
.^Ie!;alupal|ius  Böb.  361 
mctjeru   Pai'arge  3 
Meyi.sba  457 

»lelaena    =    taelas   Cup.   467 
luelaina  EUr.  Acr.  274  . 
inelaleuca  Oberth.  llcsp.  566 
niflanibrota   Holt.   Lyc.   453   . 
»lelaena  =   luelas  Cup.  467 
luclanarge  Btlr.  Ilerp.  31  . 
melancholieu  .Mab.  Eagr.  572 
in.-landeta  Holt.  Lipt.  331 
ML.laiiia   Mab.   .Sar.  574 
.^Iclaiiitis  /•'.  ,S2 
iiiclauoniitra  Karseh  Ox.  :!81 
iiielanops  Aur.  Diost.  168  . 
luelanoxantha  E.-Sh.  Acr.  253 
melas  Oberth.   Acr.   265 
iiiflas   Trim.  Cup.  467  . 
iiu'ldolae   Btlr.  Pier.  43 
lueleagris    Cr.    Ilaiiian.    191    . 
iiK'licerta   Drury   Xept.   202    . 
iiielicortula  Strd.  Xept.  202 
iiiclichroptera     Karsch     Ortli. 

583 
inelina   Thur.  Plan.  246 
Meliuda   Mr.   72 
meli.s.sa  I)re.   Epit.  348 
inelplii.'i  Hiill.    Farn.   535 
inelusina   7-'.    Mye.    90    . 
nieiianiena  Mab.   Hen.   102 
nienas  Drc.  lol.  393  .... 
mendeche  Sm.  Axioc.  421  . 
nienelas  Dre.   Spind.  413   . 
metielieki  Thierr.-M.  lleod.  497 
Meneris  Wie.  105 
Metieris  4,  104 
menestheus  Driiry  Pap.  20 
niengoensis  B.-Hak.  Epit.  358 
nieninx    Triiu.   Cyd.   552   . 
nienippe  Drury  Acr.  280   . 
niera  Heic.  Deud.  367  . 
mercedes  Suff.  Epit.  358 


.38  e 


48  c 
66  g 
70  a 
47  d 
30  c 
3a 
54  d 

57  c 

74  a 
76  a 
45  a 

20  e 
10  a 


59  t 


66  li 
37  e 


73  b 

46  f 
48  e 


67  d 
70  c 
69  g 


78  a 
54  b 
65  1 


Taf. 

nicrcedonia  Karseh  Dan.  72  .       23  b 

mereedonia  Karseh  Dan.   13 

mercutius  Sm.  &  Ky.  Pap.  25 

Dieriones  Fldr.  Pap.  14 

niermeros  Mab.  Trieb.  389 

niermis  Dre.  lol.  400  ....       68  e 

merope  Cr.  Pap.  13 

merops  Weym.  Oxyp.  554 

nieruana  Bog.  Plan.  242 

nieruanus  Aur.  Cup.  473 

niesentina  Cr.  Pier.  41 

inesogena    Kar.^eh    'Slyc.    89    .        27  d 

Mesoxantha  Aur.  208 

Mesoxaiitha   121 

messapus  Godt.  Cup.  488  .     .       73  k 

messapus   Cup.    495 

Metacrenis  Btlr.   158 

nietagone  Holt.  Terac.  59 

metaleucus  Karseh  Megal.  362        65  f 

nietanira  Holt.  Xept.  201 

nietaprotea  Btlr.  Acr.  248 

Metarctia  5 

nieteUa  Dbl.  <£•  Hew.  Xept.  199        48  c 

uiethymna    Trim.   Cup.   479   .       74  c 

metis  L.  Cycl.  551   ....       77  k 

metophis  Wallyr.   Cup.   473   .       73  e 

nieza  Hetc.  Gastr.  558 

mhondana  Suff.  Acr.  281 

mhondana    Suff.    Eron.    62    .       21  d 

micacea  Mab.  Sar.  574 

micans  Aur.  Euryph.   172 

micans    Holt.    Parn.    535    .     .        78  g 

micipsa   Trim.  Parn.  .538 

niicra  Sm.  Teriom.  328 

microoceUata  Strd.  Ypth.  116 

Mieropentila  Atir.  339 

microps  E.  &  J.  AteU.  230 

niicylus   Cr.   Cup.   492    ...        74  h 

niidas   Btlr.   Cycl.   551    .     .      .        77  k 

niilca    Hew.    ^'anessiüa   227    .        52  e 

niildbraedi  Seht-.  lol.  403  .      .        70  h 

mildbraedi  Sehtz.  Pseuder.  324 

mildbraedi  Pseuder.  320 

miles   Btlr.   Terac.   56 

millori  =  millari  347 

mUlari  Aur.  Hvpol.  210 

millari   Trim.  Del.  347  .     .     .       64  d 

millari  Trim.  Lyc.  442  ...       71  f 

milnei  Heu-.  Diest.  167  ...        37  f 

milonia  Fldr.  Prec.   223 

milyas  Hetc.  Myc.   92   .     .     .     27  g 

niima  yeare  Acr.  2(59 

mima    Trim.  llypol.   216   .      .        48  a 

mima   Hypol.  215 

-Miinacraea  Btlr.  312 

^^^marraea  3,  4 

minieta    Karseh    Deud.    366    .        65  li 

mimetica  .1  ur.  Stug.  388 

nümetica    Dre.    Lyc.   439    .      .        71  c. 

mimeticus  Rothseh.  l'ap.   12  .  1  a 

mimetieus  Papil.  72 

mlmosae    Trim.   lol.   405    .     .        "He 

minchini  Heron  Gnoph.  84 

miueiii    Trim.  Het.  5.50 

minima   J/ull.    Gorg.   557   .     .       77  c 

minima    Trim.    Lyc.   443    .      .        71  f 

Miniodes  6 

mininunn  Dre.  Pseuder.  323  .        62  g 

mint  ha  Geyer  l^ept.   107 

minusculus  Aur.  Cup.  495 

minttsculus  Rbl.  Acl.  5.55 

mirabilis  Bart.  Euph.   185 

mirabilis   Btlr.  Acr.  266 

mirabilis  Dre.   lol.  403 

iniranda   Btlr.    Ked.   543 

mlranda   Styr'  Epit.   350    .      .        65  o 

Mire.ia  5 

miriam  F.  Myc.  90  ...      .        27  d 

miriam  Fldr.  Terac.  53 

mirifica  Holt.  Eiiliph.  34  1  .      .        05  c 

luirifica  J.athy  Acr.  27(> 

mirifiea  Acr.  282 

mirza  Mab.  Amp.  549 


mirza  Anip.  531 
mirza    Plut:   Cup.   409    .     .     . 
misa  Strd.  Cym.  153 
misippus  X.  Hypol.  213 
7nisippus  Hypolinm.  72 
mixophyes  Holt.  Xept.  202 
niixta  Aur.   Eron.  62 
mixta  Aur.  Pap.  14 
mixtus   Rothseh.   Char.    132 
möbü    Suff.    Pap.    23    .     .     . 
mocquerysi   Holt.    Gorg.    557    . 
modesta  Ky.  Lipt.  338  . 
modesta  .Si(//.  Acr.  268 
modesta   Trim.  Spind.  413 
modestus  Rbl.  Cel.  582 
moforsa  Suff.  Plan.  243 
mohopaani  Wallgr.  Parn.  538 
mohozutza  Wallyr.  Ked.  543  . 
mokeezi  Wallgr.  Cel.  582   . 
mollitia   Karseh   Myc.   90    . 
molomo   Trim.  Phas.  427  . 
mombasae  Btlr.  Stug.  388 
mombasae  Sm.  Acr.  288 
mombasae  Sm.d:  Ky.  Pent.  307 
mombasae  Pent.  308 
monasi    Trim.  Parn.   538 
monitor  Rot.seh.  Char.  139 
monochroa  Rbl.  Geg.  540 
monoehromus   Mab.   Het.    550 
montana  Btlr.  Plan.  241   .     . 
montetri  Styr.  Char.   131 
monteironis   Btlr.   Acr.   249    . 
monteironis  Drc.   Hypol.   214 
Monura  Mab.  128 
mookezi  =  mokeezi  Cel.  582 
mopsus  Mab.  Ypth.  114 
morania  Arg.  Pap.  22   .     .      . 
morantii  Trim.  Cren.  205  . 
morantü    Trim.    Parosm.    546 
moreelsi  .4  Mr.  Euryph.  174 
moreelsi  .4Mr.  Pseuder.  322   . 
morella  .Joanu.  Parn.  536 
morgeni    Honr.    Dan.    72    . 
moriqua    Wallgr.    Cup.    469    . 
moritUi  Wallyr.  Plat.  523  . 
niorondavana  Sm.  Pap.  20 
morosa  Bog.   Sar.  574 
mosana  Suff.  Acr.  281 
mossambicensis  Hpffr.  Eron.  63 
motozi   Wallgr.    Sar.   577    . 
motozi  Karsch   Sar.  574,  578 
motozioides  Holt.  Sar.  578 
motozoides  Holt.  Sar.  577 
moyarabina  B.-Bak.  Epit.  355 
movambina     B.-Bak.     Hvpol. 

384 
movambina  B.-Bak.  Pseuder. 

320 
mozambica  Bart.  Spind.  413  . 
mozarti  Suff.  Amaui-.  74 
msam\-iae  >7rrf..  Acr.  275 
nmhata    Deic.   Pent.   311    . 
mulsa    Thm.   AI.   299 
multiplagata  B.-Bak.  Pent.  307 
raultipunctata  I.athy  Pent.  307 
mundula  Griiub.  Diest.  160 
murcia   Platz  Pard.  530 
murga   Mab.  Pamphila  512 
murimi    Hart.   Erg.  208 
mus  Suff.  Epit.  358  .... 
niusa  Guer.  Prec.  221 
musagetes  Hall.  Lyc.  438  . 
mutans    Btlr.    Terac.    51    .     . 
mutata  A7/r.   Acr.   249 
mweruensis  Xeave  Eupt.    151 
Mycalesis  Hbu.  84 
.Myealcsis  3,   4 
mycerina  Godt.  Char.  141 
mi/lica  Guen.  Cup.  495 
Mvlothris  Hbn.  32 
M'ytothris  29.  30 
M yopsyehe  5 
Mvriiia  F.  377 


Taf. 

3d 


9c 
71  c 
62  e 


78  d 
76  b 

70  f 


61  f 


58  d 

57  d 
47  b 


7  b.  c 

48  g 
77  i 

63  d 

23  a 
73  d 
79  a 


76  e 


69  e.  f 


65  a 


16  d 


INDEX. 


603 


naara  Hetc.  IIvpol.  383  ...        Gl  a 

Xacaduba  Mr.  4.57,  470 

nachtigalli  Deiv.  Prec.  219 

nagare  Siii.  App.  37 

iiaib  Guer.  Prec.  221 

iiaidina  Bllr.  Cup.  482 

nalrobiensi.s  E.-Sh.  Spind.  413 

namaqua   Trini.  Spind.  412   .       (59  e 

namaquana  Ww.  Ab.  568 

nana  Obcrth.   Pap.    18 

nana  Triiii.  Hesp.  5t5()  ...        75  c 

tiandensis  E.-Sh.  Acr.  249 

nandensis  Neare  Cup.  483 

nandianus  B.-Bak.  Cup.  488 

nandina  An-'iorye  Myc.  9(3 

nandina  R.  &  J .  Pap..  18 

nandina  Bofh-sch.  Char.  131 

nanodes  Sin.  Gnoph.  85 

narchadi  Suff.  Ilypol.  214 

narcissus  Bilr.  App.  37 

narci.ssus  Bttr.  Jlyl.  3() 

narcissus  F.  Hen.  102   ...        28  c 

narcissus  Hen.  97 

narena  Stii.  Pier.  46 

narica  F.   Lept.   31    ...      .        10  b 

narinda  Ward  Eui-ypt.  210 

narova  Mab.   Hen.   103 

narycia  M'allgr.  Pseudon.   110       28  g 

Natada  5 

natalensis  Bsd.  Cren.  206 

natalensis  Dbl.  &  Hew.  Spind. 

413         69  e 

natalensis  Hpffr.  Caen.  206 
natalensis  SItjr.   Acr.  263   .      .        56  c 
natalensis  Slijr.  Char.  126 
natalensis  Strjr.  Prec.  224  .      .        51  c 
natalensis    Trini.    Cup.    4(59    .        73  c 
natalica    Bsd.    Acr.    2(57    .     .       55  f 
natalica  Fldr.   Prec.    220    .      .        52  c 
natalii   Bsd.   Neoc.   111 
natalii  Neoc.  110,  111 
Xeaera  5 

neander  Plötz  Andr.  522   .      .        79  g,  h 
neanthes  Heu\  Char.  140  .     .       32  b 
neavei   Aur.   Ab.   569 
iieavei  B.-Bak.  Cup.  475 
neavei  Drc.  lol.  402  68  h 

neavei  Drc.  Sheff.  303  ...        63  a 
neavei  Ellr.   Mim.  316   .      .     .        63  b 
neavei  .Miniacr.  317 
neavei   /i'(7.   Sar.   575 
Ncaveia  Drc.  348 
nebetheo  Suff.  Cym.   144 
nebrodos  Hew.  Nept.  202 
ncbulosa   Fldr.    .Myc.    95    .      .        27  f 
nebulosa    7'rini.   Sal.   217   .      .        50  b 
necho  I'löi:  Rhop.  509  .      .      .        75  h 
necoda  Hew.  Acr.  258  ...       56  e 
neglecta  Thur.  Myr.  95 
neglecta    Trini.  Lyc.  444 
negus  Fldr.   Cup.   482    ...       73  g 
neita  Walhjr.  Pseudon.   110 
nelsonl  .S'»(.  Plan.  243 
■  neluska    Obcrth.    Acr.     271      .        55  d 
Nenieobiiiiae  294 

nemetes  Hew.   Nept.   200   .      .        48  c 
neoba  Mab.  Parn.  536 
neobula  IM.  &  Hew.  Acr.  285        53  f 
neobule  Acr.  282,  285 
Neochri/sops  B.-Bak.  458,  474 
Neocoenyra  Btlr.  HO 
Neococnyra   109 

neokoton  Drc.   Mim.  316   .      .        63  c 
Neolycaena  Karsch  459,  488 
neonegvis   B.-Bak.   Cup.  482    .        74  e 
neophron  Hpffr.   Eiiph.   182   .        45  c,  d 
Neopithecops  457 
Ncptidinae  198 

neptidina  Karsch  Pseudath.  156 
Neptidopsis  Aur.  209 
Neplidopsis  121 


Neptis  F.  198 
Neptis  3,  155,  156,  209 
neriene   Bsd.   Zer.  418   . 
nero  Btlr.  Acr.  271 
nero  Sm.  &  Kij.  Pent.  307  .      . 
nerva  F.  Ked.  543 
nesaea  Sin.  Char.  131 
netopha  Heiv.  Parn.  539  .      .      . 
Netrobalane  Mab.  570 
neumanni  E.-Sh.  Myl.  36 
neumanni  Rotlisch.  Char.  132 
neumanni   Rothsch,  Dan.  73 
neumanni  Rolsch.  Euph.   189 
neumanni   R.  &  J.  Arg.  231 
neumanni   Thur.  Pseudacr.  197 
neurata  Holt.  Mim.  315 
Neurellipes  B.-Bak.  435 
Neurosymploca  Wall.  5 
yeurypexina  B.-Bak.  435 
nevea  Drc.  Paron.  520  . 
neviUei  B.-Bak.  Cup.  482  . 
newtoni  E.-Sh.  Acr.  255 
ngaziya  Oberth.   j\Iyl.   35    . 
iiia  Sird.  Acr.  258 
niangarensis  Holt.  llet.  550 
niavius  L.   Amaur.   74   .      .     . 
iiiavius  Amam-.  215 
mavoides  Kheil  Pap.  14 
nicega  Suff.  Plan.  242 
nichetes  >S'*(i.  Char.  140  . 
nicobule  Holt.  Neptis  202 
nicodice  (irünb.  Nept.  202 
nicomedes   Hew.  Nept.  201 
nicoteles  Hew.  Nept.  202  . 
nicotcles  Neptis  156 
nidama  Suff.  Acr.  288 
niger    Drc.     Oxyp.    553     . 
nigeriae  Aur.  Lyc.  452  . 
nigeriae  E.-Sh.  Cup.   491 
nigeriana  Btlr.  \h.  5()9 
nigerriinus    Btlr.    l'kit.    523    . 
nigi'a   B.-Bak.   Epit.   359 
nigi'a  Cat.  l'seuder.  322 
nigra  Drc.  Ilypol.  382  . 
nigra  Holt,  l'seudal.  380 
nigra  Suff.  Tel.  301 
nigrescens  B.-Bak.  Ilen.  99 
nigroscens  Eimer  Pap.  25  . 
nigrescens  Eltr.  Acr.  279  . 
nigrescens  Marl.  Cyr.  203 
nigrescens  Suff.  Ant.  229 
nigricans  Aur.  Phas.  430  .     . 
nigricans  Aur.  Pier.  47 
nigricans  Aur.  Terac.   51 
nigiicans  Holl.  Plat.  523 
nigroapicalis  Aur.  Acr.  25(5 
iiiyrocaudata  Paij.  Lyc.  441 
nigrocilia    Lathy   Euph.    187    . 
nigropunctata  B.-Bak.  Lyc.  4  13 
nigropunctata  ,4  ur.  Diest.  165 
nigropunctata  Diest.   159 
nigropunctatus  B.-Bak.  Cel.  581 
nilotica  Aur.  Cup.  484 
nilus  Hew.  Spind.  415 
nina  Stgr.  Nept.  201 
ninapo  Suff.  Acr.  264 
niobe   Aur.   Pap.   13 
niobe  E.-Sh.  Acr.  279 
niohc  Acr.  282 
niobe    Triin.  Cup.  486 
nioboides  Aur.  Pap.  13 
nireus    L.    Pap.    19    .      .      .      . 
nireus  Pap.  11 
niso  L.   üeg.   54(1 
nitida  Aur.  Pier.  46 
nitida   Drc.    Epit.   35(i   .      .      . 
nivaria  Ward  Eiu'yph.    176     . 
iiivaria  Yiui:   175 
niveata  Btlr.  Ypth.  115 
niveicornis  Plöh  Chondr.  513 
niveicornis  Chondr.  512 
niveostriga   Triin.  Ked.  543 
niveovittata  Aur.   Euph.   187 


T,af, 

70  a 
61  c 

78  h 


79  d 
74  e 

11  a,  b 
23  d 

32  b 

48  e 


77  e 
72  b 


79  b 


68  b 


9a 
54  f 


70  h 

16  c 
79  b 


41  a 
71  K 
38  b 

76  a 


niveus  Btlr.  Terac.  53  . 
niveus  Drc.  Lachn.  364 
njami  Stgr.  Euph.   189 
njaninjami  Stgr.   Euph.   189 
nobicea  Suff.  Pap.   16 
nobiUor  Holl.    Zopli.   512 
nobUis   Aur.   Myc.   87    . 
nobilis  Drc.  Char.  133   . 
nobilis    Rag.    Pap.    16    . 
nobilis  Stgr.  Euryph.  156 
nobilitata   Thur.  Vrec.  219 
noblemairei  J.  Myc.  88 
noctula  Drc.  Parn.  537 
nodieri  Oberth.   Cup.   467 
nohara  B.sd.  Acr.   274   . 
nomenia  Hew.  Deud.  365  . 
nomion   Stgr.   Deud.   365    . 
noquasa   Trhii.  Cup.   472   . 
norcyta  Suff.  Pap.   15  . 
normaUs  Stgr.  Euph.  187  . 
northcotti  Rothsch.  Char.  13 
nossima   Ward   Amaur.    75 
nossima  Amaur.   124,  215 
nostrodamtis  F.   Geg.  540 
nothodes  Jord.  Char.  129 
nothus  F.  Cer.  526  . 
nothus  Mab.  Terac.  61  .     .     . 
notoba  Trim.  Cup.  472 
Nolodontidae  5 

nofctoana  Wallgr.  Eagr.  572   . 
nouna  Luc.  Terac.  58 
nox  Mab.  Sem.  518  .... 
nox  Neave  Sar.  574 
ntebi  B.-Bak.  Pent.  311 
nubifer    Trim.    Cup.    462    . 
nubifera   Drc.   Lipt.   331    .     . 
nubila   Capr.   Pap.   20    .     .     . 
nubila  Mschlr.  Myl.  33       .     . 
nubilata  Eltr.  Acr.  249 
nucleata  Grünb.  Neptid.  200 
Nudaurclia  6 
numa  Drc.  Oxyp.  5'53 
numenes  Char.  137 
nuinenes  Hew.  Char.   132  . 
nupta   Btlr.   Lept.   31    .     .     . 
nuptiUa  Aur.  Lept.  31  .     .     . 
nm-sei    Btlr.    lol.    406    ..     . 
niirsei  lolaus  388 
nuscyrus  Suff.  Pap.  22 
nusprica  Suff.  Pier.  45 
nutra  Mr.  Euploea  78  .      .      . 
nyanza  Neave  Tel.  302 
nyanzana   Wichgr.    Stug.    388 
nyasae  B.-Bak.  Cup.  481  .     . 
nyasana  Btlr.  App.  38  . 
nyasana  Btlr.  Char.   129 
nyassae  Bart.  Pseudarg.  192   . 


64  h 
40  e 


78  g 
44  b 


nyassae  Bart. 

nyassae  Btlr. 

nyassae  Btlr. 

nyassae  Hew. 


Melan.  83 
Pap.  25 
Spind.  413 
AI.  299  . 
539 
31 
307 
555 
275 


nyassae  Heiv.  Parn. 
nyassae    Lanz   Herp. 
nyassana  Aur.  Pent. 
nyassicola  Strd.  Acl. 
nyassicola  Strd.  Acr. 
Nyctemcra  5 
Nyctemeridae  5 
nydia  Plötz  Caen.  515 
nyikanus  7?.  &  .T.  Pap.  17 
Nymphalidue  121 
Nyniphaliiiae  142 
nyseus  Guer.  Talic.  463 
nysiades  Hew.  Nept.  200   . 
nysiades  Neptis  201 


o. 

obeira  Hew.  Acr.  285  . 
oberthüri  Aur.  AI.  300  . 
oberthüri  Aur.  Hesp.  505 


15  b 


80  b 
27  b 
32  c 
4c 
36  e 


5o  c 
651 
65  i 

^ig 

2d 
43  d 

23  d 


78  i,  79  g 
20  g 

76  d 
70  a 


72  1 

63  g 

4a 

11  b 


31  c 
10  b 
10  b 
69  b,  c 


25  d 


74  d 
22  a 

46  f 


61  c 
78  h 
10  b 


48  e 


53  d 
62  a 


(3(14 


INDEX. 


oboidiüri    Jillr.   Acr.   2ti2    .     . 
oherthüri   lillr.  Acr.  :U7 
oberthueri  Karsch  ("at\iii.   1112 
obli<(ua  Aiir.   I'lan.  2t;{ 
OliDrotiia  Kdr.srh  4.59,  ■li)2 
ob.scuia  Atir.   .Myc.  91    .     .      . 
obscura  Aiir.  Spind.  413 
obsciu'a  B.-Ii(ik.  Dciid.  3(is 
obscura  lirc.  Lyc.    15:1  . 
obscura  \euve  Pscudacr.    195 
obscura  Pseudacr.  210 
obscura  .S'(///.  Acr.  208 
obsciu-a  Suff.   Hypol.  :587 
obscurataC/rii/i/).  l'scuilarg.  192 
obscurata    Triiii.   Duud.  :i7:5 
obscuratus  Suff.  Cliar.  140 
obscurior  Siijr.  VaXiicv.  218 
obscurus  Aur.   lol.  406 
obsolcscens   li.-liak.  Lyc.  452 
obsoli'ta   Grünb.    Diost.    l(>:i    . 
obtusa  R.  et-  fr.   Nept.   200 
obtiisangula  Aur.  Diest.  KiO  . 
obtusdiK/ula   Diest.   Kil 
obunil)rata  Weym.  l^ier.  43 
ocalc  Jisd.  Teiac.  57      ... 
occidi'iitalis  Aur.  Pscudacr.  19(i 
occidciitalis  /iarl.  Yi)tli.  lUi 
occi<l(iitaliuiu  .1  «r.  Peut.  308 
occidciitaliuiu  ^fab.  Civu.  205 
occidcutis  Jiltr.  Pier.   10 
occuUa   Triiu.   (Jeg.  51(( 
occlIa(us    litlr.   Terac.   51    .      . 
occlllticra  SIrd.  ,Myc.  91 
oclilca    B.sd.    Ainaur.    75    . 
ocbleides  SUjr.  Aiuaur.  75 
oclu-acoa  A  ur.  Myl.  31. 
ochracea  Bari.  Kuiy))li.   157 
ocliracca   Btlr.  AI.  299 
oclu'acca  Ilcron  Pier.  41 
ocluvicea    Laih.    Uen.    99    .     . 
ochracea  Nearr   Ne])!.   203 
ocliracea  liulhsch.  Cliar.   130  . 
ochracea  t'har.   134 
ochraceus  Aur.   Terac.   51    . 
ochrascens  E.-Sh.  Acr.  2(i5 
ochrascen.s  Scave  Del.  347 
oclu'ca   Bart.   App.  37 
ochreana    fAiDiy   Kagi-.   573 
oclii'eata  Eltr.  Acr.  2(12 
ocliroata  Clrünb.  Acr.  287 
ochreata  Sui.  f'ym.   1  17 
ocbr(K)l)uncta    .\ur.    Cup.     19(1 
octavia   Cr.   Prec.   221    . 
octobalia  Karscli  Acr.  250 
octofeueMrata  Saalni.  Parn.  538 
octograinma  S)ii.&:  Ki).  Eurvpli. 

181 
oculata   Sni.  «t    Ky.   452    . 
odana  Drc.   Deud.   373 
odenatus  Wu\  Pap.   Ifi 
odiira   lOrebus  (i 
odysseus   Sl(jr.   Char.    130    . 
OeduIciiHMira   .Mab.  557 
oemilius  1>ou>n.  Cyiii.  145  . 
oemUius  Oyniot.h.  142 
oenone   L.   Prec.  225 
ocnone  Precis  121 
ogova  Plölz  Cym.   151    .      .      . 
ogowena   .^fah.  Ospli.  5lti 
ogrugana  /.atli.  Parn.  539  .      . 
ogwanyi   li.-liak.  C'ycl.  552 
ogygia   Trim.   l'ier.    12 
olaus    Platz    Acl.    555    .      .      . 
oliva  Suff.  Kuryph.   157 
olivacea  (irüuh.    Kuph.    189 
onipliale  Hadt.   Terac.   57   . 
oniplialoidcM  Hllr.  Terac.  58 
omrora    Triiu.   Acr.    278 
oncaea   Hpffr.    Acr.    268     .     . 
onerata   Triiu.  Acr.  273 
onidale  Suff.   l'ap.  22 
oniensis   B.-Bak.    Kpit.  356 
opaca   Ky.    Lipt.    332    . 


•l'af. 

56  c,  d 
46  d,  e 

28  a 

72  b 


39  a 
39  d 

18  e 

61  g 
48  g 

1 6  b,  c 
24  a 
10  f 

28  c 
33  b 
16  b 


U  b 


72  1) 

()8  a 

30  d 

34  a 

36  b 
79  c 


18  e 


63  : 


oiiali-scens    litlr.    Terac.    53    . 
opalinus  Jillr.  Cel.  581 
Ol>hidcres  (i 

ophidicephalus  Obcc///.  Pap.  20 
opliion    li.^d.  Tag.   571 
opliion   Drc.   Tag.   571 
ophion  Wall.   Kagr.  573 
opliione   Cr.   Neptid.   209   .      . 
opliione  Xeplid.   216 
Ophiu.'ia  6 

ophiusa  Hcu\   llypol.  556  . 
oplitlialniica  .1/«^.  Sar.  577 
oi)htlialmico(Ies  SIrd.  .Sar.  577 
opinatus  Her.  Char.  134 
opis    hrury    Cyn.    192    . 
oppidia  Hcw.  Acr.  255  . 
Oraidium   li.-liak.  459,  474 
orbona  Geyer  Pier.  46 
orcas    Drury    Aphn.    408    . 
orcas  Aphn.  409 
oreas   hJ.-SIi.  Acr.   251    . 
oreas   Trim.  l'has.  431  . 
ori'stia  Heu\  Acr.  256   . 
Orgyja  5 

oribazüs  B.fd.  Pap.   18  . 
Orientalis  Aur.  C'vcl.  551 
Orientalis  B.-Bak.  Lipt.  331 
oriontalis   Rolhseh.   Kuph.    19( 
orientis    Aur.    Acr.    253 
orientis  .A  ur.  Dan.  72 
orientis  Karscli  Euryph.   177 
orina    [leu\    Acr.    256    . 
oriuala  Obcrth.  Acr.  256 
orineta  Eltr.  Acr.  256 
orithya  i.  I'rec.  226 
orilhya  Precis   121 
orma   f'lölz  Caon.   517   . 
ornatus  Mab.  Cup.  494 
Oriiilhoplera  3 
orphnina  Karich  Cyni.   117 
((rthiilcxis   Kursch  583 
oitliosia   Kill//  Prec.  220 
orthrus    Triru.   l'lias.    128   . 
ort  ygia    Triiu.    Cup.    479    . 
o-riibruni  llnll.  Lipt.  337    .     , 
orus     haliii.     lleod.     498     . 
osbecki  Aur.   I'has.  430 
oscari    Bol/incli.    Acr.    282    . 
oscari  Bolliscli.  Pap.    1  1 
oscarus    Thur.    Aniaur.    76 
osliel).)    Hall.   Pseuder.   321 
osiris   llpffr.   Cup.   481 
Osiiiodcs  ir/.s.  544 
(»sphaiilfs  llull.  516 
otacilia   Trim.   Ia'C.    113 
otheUo  Suff.  Char.  139  .      .      . 
otlauga  Siii.   Lipt.  338  .      .      . 
otraeda  Hcie.   Deud.   3(i8   . 
odoiiis  Aar.   Pap.  26 
oxione     Heie.     Kuryph.     172     . 
Oxylldt's   llbii.  380 
oxylus    Trim.   I^ept.    1(17 
Oxypulpus  ll'/.s.  553 
Oxypalpus  546 


I». 

paclialica    Jillr.    Hypol.   385 

l'adrnoiui  Mr.  .531 

paetula  Trim.  Pseudon.  110 

pagenstechei-i  Suff.  Erg.  208 

palaeiuoii    l'aniph.   509 

)ialeni()n   (V.   Cup.    1()3   . 

l'alla  Hbn.  111    - 

/'«//«   121 

palleiie   Hjiffr.   Terac.   58   . 

palleiie  Ti'iac.   57 

palleiie    ]]'all(/r.    lol.     195    . 

pallida  Aur.   .\legal.  362 

pallida  Holt.   Uastr.  558 

pallida  Obcrth.  Trap.  559 


•tat. 

16  f 


8  a 


19  d 


46  e,  f 
57  a 


69  c 

57  c 

70  i 
56  g 

6  a 

63  f 


10  d 
57  a 


79  k 


70  e,  f 
73  f 

()  I  a 

71  i 

(>(l  d 
21  d 
73  h 


31  d 
62  i 
66  a 

41  c 


()7  b 


49  c 

73  a 

18  f 

69  b 

p.iUida    Trim.  Terioni.  328 
pallidepicta  SIrd.  Acr.  258 
palnuis  Cr.  Phas.  430 
paloeampta  Drc.  Parn.  536 
paludicola  Stall  Cup.    196 
l'amphila   F.   509 
Paiiiphilina*'  509 
liMiiipolis  J)re.  Cup.    179 
pancalis  Jurd.  Plan.  213 
panda  Bsd.  Physc.  198  .      .      . 

pandaensis  Joic.  et-   J'alb.  Sar. 
577 

pandania  Wkr.   Cup.    197 

paitdava  JJornf.   ('atochr.   491 

pandoia   Drc.  Asl.  313 

paneperata   JJrc.   lol.   391    . 

panganiensis   Thur.  Terac.  (io 

pansa  Heir.  Rhop.  508  . 

paola    J'lölz   K.'d.   543   .     .      . 

paphiii  Argynu.  231 

paphianus  ll'nrd  Char.  139    . 

Papilio  i.   11 

T'apilio  3 

Papilionidao   1 1 

j)aradisea    lillr.    Ab.    5()8    . 

Paradoxa  Jtrc.  l'ent.  311    . 

paiadoxa    FIdr.    Pseiid.    30    . 

Paradoxa  Mab.  Uen.  104  . 

paradoxa    Scace    Euph.    189 

paradoxa  Schlz.  Spind.  116 

paragea  Siii.  I'lan.  246  . 

paragora   Jibl.   -Mini.   315 

paralhda  ,4  ur.   Lyc.   450 

parallelopupillata  Karscli  Neoc, 
113 

parallelopupillata   Neoc.   111 

l)arapetreia  Rbl.  l'ent.  308 

J'araponlia   Hob.  330 

Pararge  JJbn.   105 

J'ararije  3,   104 

I'arasa  5 

parasilanus   Hbl.    lol.   395 

parciis  Karscli   Pard.   531 

pardalena   Drc.  Pent.  308  .      . 

J'ardaleodes  Btlr.  528 

J'iirilaleiides  5,   520,   ,553 

])ai(laliiia    lillr.   Anip.   548 

Pardopsis    Trim.   288 

l'ardopsis  40() 

l'arcroiiia   (il 

parhassus   Drury   Sal.   217 

paris    Trim.   I'rec.  226 

parineno  Dbl.  <t'  Jleic.  (iiKjpli. 
83  

Pariiara  Mr.  531 

J'uriiara  516,  518,  524 

J'aniassius  246 

I)aroe(luis    Mab.    Trap.    559    . 

ParoiiyiiMis  .4i(r.  520 

ParosiiKidcs  Jliill.  546 

l'anismodes  ,553 
parrhasia  /•'.   Acr.'  25.5   ... 
parrhoppidia  Slr/r.  Acr.  255 
parsinion  /'.   Cup.   481 
IJartita  Aur.  Euryph.  172  . 
parva   .4i(r.  Anip.  548 
parva  lillr.  Ilen.  101 
paiva    Ky.   Tel.   302 
parvidens   AJab.  Ilen.    103 
parripuncla    H .-Schaf I.    Cacn. 

517 
parvipunctis  SIrd.   I'rec.  222 
passandava  ]Vard,  Ilen.  104 
pasteon    Drc.    Deud.    371    . 
pasicuri  Sncll.   Neptis   199 
palo   Trim.  Sar.  577 
patricius   Trim.  Cup.  482  . 
I'aliila  6 
paucipunctala     li.-Jiak.    Caen. 

516 
I)aiui|)unctata  Ky.  Pent.  308 
paiila  JIcsp.  566 
paula  Stgr.  Nept.  201   .     .     . 


28  f 


67  e 

75  e 
78  d 

32  a 


76  i 
63  c 
10  a 

28  e 


59  c 


29  a 


63  a,  b 


26  1> 


9  f 


J7  a,  50  e 
41  c 


66  b 
73  i 

61  f 

48  f 


II 


pauli  Sli/r.   l'ent.  307 
pauperata    Thur.  Acr.  275 
paupeiula  SIrd.  Lyc.  440  . 
pavonis   Bllr.   >Iyc.   92 
pechueli  I)cu\   Cren.   204 
peculiaris  Latby  Char.   129 
peculiaris   Lafhy  Euph.   183 
peculiaris  Xeave  Pap.  15 
peculiaris   Rof/.  Cup.  475   . 
peeli  Dixei/  Fier.  41 
peitho    Plöt:   Hen.   99    .     . 
jjelaiga  F.   Free.   223 
pelargoides  Aur.  Free.  222 
pelasgis  Godt.   Free.   221    . 
pelasgius  Sin.   Acr.   255 
peUas    Cr.    Char.    127    . 
pelias  Charaxes  123,  135 
pelodurus    Btlr.    Fap.    17    . 
pelopeia  Stgr.   Acr.   254 
pelopidas  Oherth.  Fap.  22 
pdoina  Karsch  Cup.  4(32 
pemptolipus  Aur.   Fap.    14 
peiieleos  Ward  Acr.  255     . 
pcneleos  Acr.   254 
penella  Eltr.  Acr.  254 
penelope   Sigr.    Acr.    254    .      . 
penricei   Bothsch.   Char.   129 
peiu-icei   B.  tt-  J.  Cren.  205 
pcntapolis   Ward   Acr.    257     . 
l'entila   Wir.  303 
/'cntila  4.  459 
IVntilini  298 

pephredo    Trhii.  Cup.    187 
perdita  Btlr.   Hen.   103 
perdita   Ky.   Irid.   346   . 
perenna  Dhl.  &:  Hew.  Acr.  279 
perexceUens  Bilr.  Cycl.  552 
perfragihs  HiiU.  Fent.  311 
perigrapha  Karmh  Deud.  3(il) 
peringueyi  Aur.  Fhas.  430 
perion  Cr.  Axioc.  420 
periphanes  Obcrih.   Acr.  274   . 
perhu-ens  Bllr.  App.  30 
perlustris   Bhl.   Cel.   582 
permixtuiu  Bllr.  Eupli.  18(3 
perobscura   Drc.    Lipt.   334    .   . 
jjerobscura  Drc.  Farn.  537 
jicrparva  Saahu.  Cup.  495 
perpaupera    Hol!.    Sar.    571    . 
perroti  Ohcrih.  Trap.  5()0 
Porrotia  Obrrlh.   520 
perseis  Drury  Eui)h.    190   . 
persimili.s  .s'»i.  <t'  Ky.  Fier.  18 
perspicua   Trim.   Hen.  97   . 
pertusa   Mali.  Sar.  577 
petivcrana  Dhl.ii:  Hew.  Dan.  72 
pclivcrana  Dan.   13 
petraea  Bsd.  Acr.  277  . 
petreia  Hew.  Fent.  307 
petrina  Suff.  Acr.  277 
peucetia  Hew.  Fent.   311    . 
phaea  Karsch  Hen.  98  . 
phacacus  SIgr.   Char.    135 
Ijliacdon  F.  Amaur  77  .      .      . 
Iiliacdu.sa  Biuiaea  (5 
)}haenu.s  Bllr.  Terac.  5(3 
pliaeocliiton  Grünh.    lösender. 

324 

phaeochilon  Fseuder.  320 
phaetliusa  Bllr.   Euph.   188 
phaeus  Hcv\   Char.    137 
phalantha  Drury  Atell.  230 
phalaniha    Drury    Atella   121, 

192 
phalanthus  SIgr.  M yi:  SÜ  . 
I'halcra  6 

plialusco  Suff.  Fap.  20 
phanera  .Jord.  Char.  140 
phanes   Trim.  Spind.  412  . 
phantasia  Hew.   Euryph.    17(3 
phanlasia  Eur.  175 
phantasiella  SIgr.  Euryph.  17(3 
phantasietla  Eur.  175 


74  c 
28  a 

52  a 

30  b 

4  b 

57  b 
57  b 
5(3  e 


(34  c 
54  e 


05  h 


(i3  g,  h 

7(>  h 

12  a 

28  a 

23  a 

54  f 

(31  i 

28  b 

24  d 


63  ( 


09  d, 
41  a 


INDEX. 


phantasina  Stgr.  Eurypli.   176 
phaola   Dbl.    App.    37    .     .     . 
pharis    Bsd.    Eron.   62    .      .      . 
Pharmacophagus  3 
phar.sa  Frühst   Fseudacr.   194 
pharsaloides  Holl.  Acr.  258 
pharsalus  Ward  Acr.  258   . 
Phasis  Hbn.  424 
Phasl'i  297 

phasnia   Btlr.  Cup.  481 
Phassus  6 

phegea  F.   Elymn.  82   .     .     . 
pheusaca  Suff.  Acr.  279 
phidia  Hew.' Yent.  309 
phidias  F.   Leptom.   422    .     . 
phidyle  Wkr.  Cycl.  552 
philander  Hpffr.   Andr.  522   . 
phileris    Bsd.    Myl.   35    . 
pliiliberti  Joan».  Atell.  230 
philippsi   Btlr.  Terac.   60   .     . 
philippus  F.  Hypol.   384   .     . 
philonoe   Ward   Pap.   24     . 
Philosamia  6 
philothiius  Platz  Sar.  577 
phisadia  Godt.  Terac.  51 
phlaeaji  Chrysoplianus  3 
phlaea.s  Heodes  497 
phlegetonia    Bsd.   Terac.   59    . 
phlegyas   Btlr.   Terac.   54   . 
Phlyaria  Karsch  457,  459 
phocioii  F.  Cer.  526  .... 
phocio»    Siicll.   Cup.    184 
phoebe  Bllr.  App.  38 
phoebus    Bllr.   Cliar.    127    .      . 
phoenicis    Karseh    I.,yc.    451    . 
pholoe  Wallgr.  Terac.  52 
phorbanta   L.  Fap.   18  .      .      . 
phorhauta  Bsd.  Pap.   19,  78 
phoreas  Cr.  Pap.  17  . 
phosphor   Trim.  Fhas.  430 
phosphor  Phasis  428 
phranza   7/f»c.    Euryph.    173   . 
phraortes  J)l)l.  Char.  127 
jihraortes  Cliar.   128 
])hreone  Feislh.   l'^iuypli.    17  1 
l'hrissura   Bllr.  30 
phrynon   Drc.   l'ap.   23 
/'hi/llochnris  Schal:  30,  49 
lihylli)phila   Trim.  Eagr.  .573  . 
IMivscaenoura  Wulli/r.   108 
Phjtahi  Ww.   318 
piaggiae  Oherth.    lol.   307 
pica  Fllr.  Acr.  249 
picanini    Holl.    Fiat.    524    . 
picata   F.-Sh.   AI.   300    .      .      . 
picena  Hew.  Fent.  310 
])icta  Bothsch.  Cliar.   135 
picta   Sni,    l'.scuder.    320    . 
jiida  Neavc  Pier.  43 
Pielus  6 
Pierida«'  29 
Pieris  Schh:  39 
l'icris  4,  30 
Pieriiiae  30 

pierus    Cr.    Fhas.    428    . 
pigea  Bsd.  Fier.  46  ...     . 
pigmentaria  Karsch  Aphys.   Kl 
l)illaana    Wallgr.    Capr.    570    . 
pilos  Drc.  Sjialg.  433 
Pinacopteryx  Wallgr.  30 
pinodes  Drc.  Epit.  358  . 
pinodoides  Sm.   Epit.  358 
pione  Godiii.  Physc.   108     . 
pisistratus  F.   Rhop.   508   .      . 
placidus    Plötz    Acl.    555    . 
plagiata  .4((r.   Diest.   167   . 
plagiata  Aur.  ]\lelan.  83 
plagiata  Stich.  Papil.   12 
plagiatus  Aur.  Pap.   15 
plagioscia  B.-Bak.  Plan.  243 
Planeina  Dhl.  &■  Hew.  239 
Planema   193.   194.   214,   246, 
312,  351 


Tuf. 

41  a 
11  d,  e 
21  c 

56  d 

26  a 

70  b 

79  h 
11  b 

20  b 

67  a 

7a 

19  h, 20  a 
17  a 

79  g 

30  c 
71  i 

6b 

6c 

41  b 

76  c,  d 

70  b,  c 
61  c 

63  e 

70  t 
14  d 

70  i 

65  a 

28  f 
75  g 
77  a 
37  d 

planemoides  Triiu.  l'ap.  14 
platydema  B.  et-  J.  Hvpol.  214 
Platylesohes  Holl.  522 
platyptera  B.  tt-  J.  Xeptid.  209 
platyxaniha  Jord.  l'lan.  245 
plautilla    Hew.     Euryph.     158 
plaulilla    Euryph.    157 
plebejus  Btlr.  Cup.  481  . 
plejone  Klug  Terac.  53 
plerotica  Karsch  Ab.  569 
plcrotica  Abantis  584 
plicata  Btlr.  Eagr.  572 
plinius  F.  Cup.  470 
plistonax  Hew.  Eiu'yx^h.   177  . 
plistonicus  Plötz  Sar.  577  . 
ploetzi  Aur.  Hesp.  563 
plötzi   Bart.   Myc.   90 
plötzi    Jlab.   Acl.   555    . 
plötzi  Philosamia  6 
plötzi  Su^h.  Cel.  582 
Ploetzia  Saalm.  511 
ploetziaua  SIrd.  Caen.  516 
]ihu"ilimbatus  Karsch  Cu)i.  493 
phuixiupillata  SIrd.  Ypth.  116 
pluto  Ward  Eupt.  155 
plutonica  Btlr.  l'seudath.   156 
podora  Plötz  Caen.  515 
poggei  Dew.  Cup.  462   . 
poggei  Dew.  Plan.  243 
poggei  Planema  197 
poggei  Deu\  F.seudacr.  197 
poggei  I'seudacr.  72 
poggianus  Honr.  Pap.  24 
policenes  Cr.  Pap.  25 
policcncs  Pap.   11 
polinice  Cr.  Byb.  207 
poli.stratus  Sm.  Fap.  25 
poUux    Cr.    Char.    127'.      .     . 
polychroma  Rbl.  Acr.  259 
polydialectus  B.-Bak.  Cup.  481 
polytrophus  />'.  <t'  J.  Pap.   13 
pooanus  Aur.  Cel.  582 
poppea  Cr.  Myl.  33  ...      . 
poppea  Don.  Eron.  62  . 
Porphyrien  Ward  F.wryph.    156 
porphyriim  Euryph.  158 
porthaon  Hew.  Pap.  26  .      .      . 
porthos  Sm.  Cliar.  141 
posterior  SIrd.  T'rec.  22!3 
posthumus  F.    Epit.   351    . 
posthumus  Epit.  350 
poultoni  Xeave  Alim.  31(3 
Poultonia  Neace  34(i 
]50utieri  Bsd.  Farn.  536  .     .     . 
Powelhuia   B.-Bak.  :!(30 
Pou-elluna   B.-Bak.   317 
praeclarus  Btlr.  Terac.  52 
praecyola  Suff.  Pap.  Ki 
praeponina  SIgr.  Acr.  264 
praestans  Sm.  Lipt.  334 
Preois  Hbn.  218 
Prccis  3,   121 
preussi  Stgr.  Cym.  153  . 
preussi  Cym.  155 
preussi   Stgr.    Euph.    189    . 
preussi  Stgr.  Fent.  307  . 
preu.ssius  Karsch  Pap.   15 
primuUna  Btlr.  Myl.  33 
princei  Karsch  Sar.  578 
princeps    Btlr.    Lyc.    444    . 
Procampta  Holl.  570 
proeerus   Trim.  Cup.  482   . 
procora,  Karsch  Myc.  87 
producta   Trim.  Andr.  522 
Prometheus  Drc.  lol.  391 
prominens  Grünb.  Amaur.  76 
propinquus  Holl.  Aphn.  409  . 
Prosopaipiis  Holl.  554 
protea    Trim.  Acr.   249 
Proieides  519 
protensa  Btlr.  Ked.  543 
protoclea  Feislh.  Char.  129     . 
protoclca  Char.  134 


ÜU5 

Taf. 


49  d 
36  d 

74  a 


40  e 
76  g 


77  a 


72  k 


30  b 

7  1  d 


III  ,■ 
21  d 
36  e 

8c 


64  e 


78  e,  f 


35  e 

42  d 
61  f 


71  h 
73  h 

69  c 
57  c 

33  d 


606 


INDEX. 


Taf. 


pi-otomedia  Klutj  Tcrac.   52   . 
pi'otracta  Titlr.  Pseudacr.  Itl7 
])t(i(iimiius  -/y.  AiT.  tlH  . 
proxima   I'löh  Cafii.  517   . 
l)roxiiuus   Mal).   lV-1.   5!S2    . 
l)S('udacast('   /ilh:  Tcrac.  5() 
I'st'udacriii'u   W'iv.   193 
I'si'iutiirnim  121,  138,  112,  113, 

211,  210 
PsciidaloUs  Drc.  378 
I'soudart'ynnis   Karsrli   1!J2 
l'sciiildriiiinn'is    121.    11.3 
Psciidatliynia   Stgr.   155 
r.scndalln/ma   121.  112 
psoudatolmis  Kllr.  Acr.  271 
I)seudof;ina  ]\'ir.  Acr.  208  . 
Iisciidcpaca.  J>iiä(/.  Acr.  202 
I'sciidcrcNia   /;//)•'.  318 
l'xemicrcsia  1,  338,  341 
pseudcuryta  6'.  &  S.  Plan.  213 
pscudolyria    litlr.    Acr.    281    . 
/'.•«'iifliinurUa  ."> 
l'sciidoiipptis  ,s'/if//.   103 
J'Mtxloncplis   121,    142,    1  13 
liscudoiiireus  FIdi:    Pap.    liJ   . 
I'sciidi)ti.viii|iha  Wd/lijr.  Kill 
l).sciul(jphlaeas  J^uc.  lleod.  107 
l).s(Midoplatyptera  Strd.  Neptid. 

21)0 
l's('ud(»|irintia   Plöts  30 
J'sriidoiiontiii  3,  4,  20 
l'seiidopontiiniic  30 
|)scudoprotca   Jitlr.  .Acr.  218 
pseudüpuiiütatus     SIrd.     Cup. 

493 
jisctidofioi/anxi  Ehriii.  Cup.  491 
liscudo/.crili.s  Trliii.  Cliloro.s.  4  17 
/'■ii/ehiddc  5 

])syttalca    I'lülz   Aniaur.    74    . 
pfi'rou    li.-lidk.  Cup.  ISO 
IMcnitciiioii   Il7s.  513 
/'li/clioloma   0 
pulilius  Stgr.  Palla  141 
pudora  Aur.  Acr.  208   . 
puilorcUa  Aur.   Acr.   271    . 
pudorina   Slf/r.    Acr.    275    . 
IMulla  Aur.  Ncpt,  201 
piulla    h'y.    Terioni.    327    .      . 
inicllaiis   Tr'nii.  Tcrioni.  328 
l)iilclii'lt<i  Dciopeia  2 
pukliella   Bsd.   Tcrias  05   . 
jiiililifr  .Si)i.  <V;-  Kl/.  Lyc.  452 
pulclicrrima  Aur.  Zer.  418 
pulrliri/ilriala  li.-lidk.  Ev.  400 
pullula  Üriinl).   Acr.   20  1 
judvcrulcnta  Sclilz.   Miiu.    317 
))ulviiia    Platz    (Sem.    518    . 
liunctata  .4i(c.  Parii.  538 
punctata  Aur.  l'lias.    127 
punctata  Drc.  Lar.  320 
IJunctatissiina  ß.sr/.  l'ard.  288 
piiHctallns'utia  Pard.  301 
l)Uiictatu.s  Dcw.  Cup.  403  .     . 
punctoUata  Eltr.  Acr.  274 
p\intticilia    Trim.    Cup.    470    . 
punclifcra  SIrd.  Alyc.  00 
l)unctiKcra   Lanz   Terac.   51     . 
l)unctigera  Mab.  &  Boiill.  Sar. 

574 
piuictinolata    Btlr.    Teria.s   05 
l)unctulatus    Bllr.    Hot.   5.50    . 
puiiicca   Sm.    Axioc.   421    .      . 
puuiccus   Btlr.   Terac.   55   .      . 
pupillari.s    litlr.   Yptli.    1  Ki 
purpurascciis  Holt.  Asl.  313  . 
pusii'lla  Mol).  l'ard.  530 
I)usio  Sm.  Citr.  327 
pygmaeus  Aur.  Pap.  20 
liyladcs  F.  Pap.  21   ...      . 
I'yrameis  Uhu.  227 
l'i/ranicts   121 
l)yrcne  Swnu.  Catops.  03 
pyriformi.s  Btlr.  l'rcc.  223 


10 


71  b 
70  k 
75  b 


58  c 
60  f 


0  a 


r,r,  d 
55  b 


22  f 
00  Ii 


02  d 
70  a 


53  a 
71  i 
73  11 
10  g 


77  a 

70  b. 

c 

18  a, 

b 

()4  c 


7  c 


pyroeis  Trim.  Phas.  430 
pyroptcra   Anr.   Lyc.  455   . 
pijrosd    l'lötz  Oxyp.  553 
P!/rrluitid])hix  Mali.  Parn.  .535 
l'yrrlii(cli;dfia  Mdh.  50() 
p!/rr/i(ips   Mdb.   Cup.   4SI 
pyrrlioptcrus  Btlr.  Terac.  58 
))ytliagnras  /•'.  l.yc.  450 
l)yUua  /'.    (inopli.   81    . 
pythodoris  llcic.  Cliar,  131 


<|uadratu.s  (Irant  Cup.  400 
((uadricolor   Bog.   Plan.   242    . 
quadricolor  Plan.  315 
iiuadriocellata  >s7rf/.  Ypth.  llii 
quadriuculdrix  Saalm.  Cup.  487 
(juadripunctata  Strd.  Ypth.  1 15 
Huadrisignatus  Btlr.  Oycl.  551 
<(uassi   Karsch   Cup.    481    . 
((uateiTia    Mdh.    Trich.    579    . 
qudtcrudta  Mdb.  Zoph.  512 
(jue-stiauxi  .1  ur.  Aph.  409  . 
quinquepunctata     Strd.     Ypth. 

115 
quintiUa  Mab.  Nept.  201 
(luirina  F.  Acr.  287  . 
((üirinalis  Sm.  Acr.  250 


R. 

labbaiae   \V(trd  Acr.  288     . 
rahbdide  Acr.  28.5 
rabefaner  Mdb.  Cup.  470 
rabena  B.<:d.  Ater.  101   .      . 
rabuma  Suff,  l'lan.  24 1 
radians  Aur.  Acr.  251 
radiata  Aur.  Acr.  258 
radiata  B.-Bak.  Lyc.  455  . 
radiata  (iurii.  Acr.  200 
ladiata    l.dtlii/  Pent.   3(l7    . 
raffrayi  Oberih.  Pier.  30  .      . 
raliira  B.sd.  Acr.  207  .     .      . 
i-akcli    B.id.  Acr.  207 
rakoto  Mdrd   \pth.   114 
ramanatek  Bsd.  llhop.  508  . 
ramona  Sm.  Pier.  48 
rona  Stijr.  Euph.  188 
lanavalona    /i.id.    Acr.    280 
rangatana  Fllr.  Acr.  205   . 
ranoha  Wtv.  Par().sm.  540 
rara  Holt,  l'roc.  570  . 
latek   Bsd.   Rhop.   508   .      . 
rotheo  Suff.   VU-v.   44 
ratidcu(/i  Suff,   l'ier.  42 
ratrayi  F.-Sh.  Elynm.  82  . 
ratirdiji    F.-Sh.  Aphn.    108 
rattrayi  F.-Sli.  Euph.   100 
lattrayl  F.-Sh.  Kall.  211 
rauana  Sm.  Prec.  22.'! 
rava  Ifoll.  Deud.  375 
ravola   11  cw.    Euph.    188    . 
reata  Suff.  Aniaiu-.  7 1 
rebeli  flii/tj.  llcsp.  503 
recaklana  Suff.  Acr.  271 
rectans  B.  &  ./.  Char.   130 
reducta  .lur.  Art.  510 
reducta   /iurl.   Anuiiu'.   75 
reducta    /iorl.    lOupli.    187 
rega  .1/«/).   Xanth.  528 
regalis   Ohcrilu  Acr.    271     . 
regalis  Bothxih.  Char.   130 
rcijiltd   Hott.    Lyc.   454 
ii'gina  Trim.  Terac.  5.5  . 
leginaldi  Heran  Cup.  402 
regularis   Bllr.   Terias  05    . 
relifousi  Obcrth.  Ilesp.  500 
reichenowi    I)ew.    Cup.    479 
reichenowi   Plötz  Pard.   530 


Taf. 


':ig 


20  b 


38  c 


7.3  i 
70  h 

00  h 


53  b 


53  a 


48  b 


72  f 

()2  a 
2  f,  13  a 
55  g 


75  h 


53  c, 
00  a 

70  g 
75  f 


20  a 


43  b 


15  d,  17b,  c 


73  e 
70  c 


301 


545 


reinieri  lioLsch.  Char.   127 
reinholdi  Plötz  Cym.    145 
rembina  Plötz  Myl.  32  . 
reniden.s  Mab.  Deud.  375 
resplendens  Btlr.  Cup.   100 
roticulata   litlr.  AI.  200 
reticuldta  Alaena  30(1 
reuteri  Strd.  Aniaur.   70 
reuteri  Strd.  Cym.   153 
reutlingeri  .S7«//  Lachn. 
re versa  Fltr.  Acr.  253 
rex  Aur.  Aph.  400  . 
rex  Obcrth.  Pap.  12  .     . 
rex  Papilio  73 
rezia  Hew.  Euph.   188   . 
rezia  .S')/(.   Epit.  358 
Rhahdoina Iltis  Hüll.  545 
rhabdophorua  Muh.  Hhabd 
rhacotis  Hru\  ^lyc.  Ol 
rhadama  /f.srf.  Anip.  549  . 
rhadama   Bsd.   Prec.   220   . 
rhena  DM.   l'ier.  44 
lihinopolpa  210 
rhiphcus  Chrysiridia  0 
rhodesensis  B.-Bak.  Cup.  475 
rhodesiana  Wirhijr.  Acr.  2t)0  . 
rhodesinus  Bllr.  Terac.  51 
rhodina    Rothsch.    Acr.    253    . 
rhodina  Acr.  258 
ihodope  F.  App.  37  . 
rhodopc  App.  30 
Hhopalocainpta  Wdllijr.  500 
liliopdlocdmptd   4,   5 
ribensis  Ward  Diest.  160    . 
ribensis   Diest.    101 
richolnianni  IIV .(/»(.  Eupt.  155 
riehelnianni  W'ei/m.  Pap.  25 
rideschi  Suff.  I'ap.   14 
ridleyanus  TI7u7c  I'ap.  21   . 
limala   Suff.    Pier.    43    . 
rip]>oiu  Böb.  Pap.   13 
robusta  Aur.  Lyc.  436  . 
robustus  Neave  Plat.  524 
logeri  Geyer  Euploea  78 
rogersi  Drc.  Abis.  200   . 

Drc.  Ked.  543 

Drc.   Tel.   302 

Heu-.  Acr.  258 

Trim.  l'.seudacr. 

Sulf.   Acr.   277    . 
roidcsta  Suff.  Pent.  310 
rollei  Suff.  AI.  299 
llomalaesoma   BIch.  4 
romi   Aur.   Diest.    101    . 
ro)iii   Bohlic    II et.   550 
roncilgonis  Plötz  Parn. 
rosa  Fltr.  Acr.  287 
rosa  Hew.  Cren.  205  . 
rcsae   Btlr.  Char.   137 
rosae  Crenis   158 
rotha  Hew.   Pent.   307   . 
rothi  Sm.  Tel.  301 
rothschildi  F.-Sh.  Terac. 
rougenuinti  Oherth.  Phas. 
rougeti  (luer.  Acr.  205 
rougeti  Acr.  200 
rowena  Fltr.  Acr.  201    . 
ruandae  (Irünh.  Acr.  204 
ruandana  Strd.  .Myl.  .30 
rubescens  Fltr.  Acr.  283 
rubescens  Holt.  Parosni.  5I()  . 
rubra    Eltr.    Acr.    253    . 
rubra   Holt.   Ab.   5()0 
rubricincta  Holl.  Lyc.  438  . 
rubricosta  ^1/«?).  Myc.  35  . 
rubriinacidata  SIrd.    Lyc.    111 
rubrobasalis  .4!(r.  Pseudacr.  104 
rubrobasalis  Latiz  Pier.  45 
rubrocostata  Aur.  Euryph.  181 
ruhrocostdta  Aur.  Eur.  185 
rubrotasciata    .4!/r.    Acr.    262 
rubrofasciata  Suff.  Prec.  223 
rubropuncta  Lathy  Cup.  460 


12  a 


rogersi 
rogersi 
rogersi 
i'ogersi 
rohlfsi 


105 


■)30 


65  h 

60  h 
1  b 

43  a,  b 


78  b 
52  c 


d,  00  b 
00  d 
11  d,  c 

39  e 


1  a 

12  c 

71b 

Ol  a 

00  d 


30  f 


40  a 


Ol  (; 

51  . 

Ki  b 

127 

50  b 


77  e 
(iO  d 

72  a 
11  c 
72  a,  b 


INDEX. 


GOT 


rubrosignata  Wei/iii.  Pier.  43 
rufilineata  Bilr.  Neoc.   112 
rufilla  Sm.  Tel.  301  ...      .        Ol  d 
rufiplaga   Trtni.  Coen.  108 
rufolincaia  Neoc.  111 
rufomarginata    B.-Bak.    Lyo. 

4.54       .......'.       72  d 

rufoplagata  B.-Bak.  Lyc.  452       71  k 

riifosparsa   Catops.   63    .     .      .        21  a 

ruhama    Hew.    Pseudacr.    19.5        4G  c 

ruha»ia  Pseudacr.  197 

rumia  Dbl.  &:  Wie.  Kall.  211  .        49  f 

rupicola  Schtz.  Acr.  2ü2 

riippelli  Koch  Myl.  34  .     .     .       10  f 

rüppelü  Myl.  38 

ruso   Mab.   Oxyp.   554   ...       77  e 

ruspinn  Aiir.  Tuerta  190 

ruspina  Hew.  Euph.   190   .     .       42  b 

ruspina  Euph.  72 

ruspina  Kheil  Pap.  14 

russulus   Drc.   Pseuder.   323    .       63  e 

russulus  Pseuder.  320 

rutlierfordi   Hetv.   Abis.   290    .        61  a 

rutila  Mab.  Deud.  374 

rutilans  Mab.  Cel.  581  ...        76  a 

rutilo   Drc.   Pseuder.   324    .      .        63  e 

rutilo  Pseuder.  320 

rutshurensis  Jojc. <fc  Talb.  Cup. 

493 
ruwenzorica  Oriiiib.  Lyc.  441 


sabacKri  Triiii.  P.seudon.  109 
sabadius  Oray  Eagr.  572    , 
sabina  Fldr.   App.   38    .     .      . 
.saclava  Bsd.  Nept.  199  . 
saclavus  Mab.  Amp.  548 
safie  Fldr.  Acr.  255  .... 
safitza   Heio.   Myc.   93    .      .      . 
saga   Tr'un.  Durb.  303  . 
.sagala  Sm.   Myl.   35 
salaami  Suff.  I'ap.  13 
salambo  Sm.  Acr.  259  .     .     . 
Salamis  Bsd.  210 
salmacis  Drury  Hypol.   214    . 
salupha  Suif.  Acr.  258 
salvini  Btlr.  Plan.  241 
sambavae  Ward  Acr.  257 
samboraiui  Sm.  Tag.  571 
sanibulos    Hew.  Myc.    89    . 
sanaos  Myc.  90 
sancti-thomae  E.-Sh.  Cup.  491 
sandace  Hew.  jNIyc.  89  .     .     . 
sandaster  Trim.  Ilesp.  505  . 
sangaris  Godt.  Cym.  153 
■fangaris  Cjan.    154 
sanguigutta  Mab.  Cup.   487   . 
sanguinoa  B.-Bak.  Lyc.  444   . 
sanguinea  Plöh  Tel.  302   . 
sanguinea  Tel.  72 
saphirina  Karscli  Diest. 
sapphira  Aster.  204 
.sapphirinus   Aur.    lol. 
sappirus  Drc.  lol.  398 
Saraugesa  Mr.  573 
sarcoi^tera  Btlr.  Euph. 
sardonyx    Trim.  Phas. 
.larepteiisis  Styr.  Colias 
Saribia  Btlr.  295 
sarita  E.-Sh.    Euph.    189    . 
■mrila  Euph.  187 
sartina  .Jord.  Plan.  244 
sataspes  Trim.  Ilesp.  5(i0  . 
satis  It'ffrrf  Acr.  284    .     .     . 
sator  Dbl.  et-  Hew.  Pard.  530 
Sfilurnia  0 
Sartunidue  0 

saturnus  Btlr.  Char.   127    = 
sarturnus  Char.   129,   135 
Satyridae  81 
S<iti/rus  I.utr.    1,   lOö 


160 


398 


180 
429 
i  65 


76  c. 

d 

11  e. 

f 

48  c 

57  b 

27  e 

62  a 

56  d 

47  b 

27  d 
75  c 


73  k 
71  h 
61  d 

37  f 

68  e 
68  d 


44  c 


l.i  c 

54  a 
79  d 


30  b 


sauberi   Schtz.   Lipt.   338    .     . 
saussurei   Dew.   Myc.   96   . 
saxicola  Neave  Parn.  539 
scalaris  Grünb.  Pard.  529 
scaüvittata   Bilr.  Plan.   242   . 
schaeneia  Trim.  Ant.  228  . 
schecana  R.  <t-  J.  Acr.  248 
schuberti  Suff.  Terac.  61   . 
schubotzi  Grünb.  Plan.  245 
schubotzi   Schiz.    JMim.    318    . 
schultzei  Aur.  Deud.  308  . 
schultzei  Aur.  Diest.  165  . 
schultzei  Diestog.   168 
schultzei   Aur.    lol.  394 
schultzei  Aur.  Pap.   12 
schultzei  Grünb.  Pseudon.  110 
schulzi    Plötz   Zoph.    512    .     . 
schumanni  Suff.  Myl.  33 
sciaphilus  Schize  lol.  398  . 
sciathis  Heic.  Myc.  86  .      .      . 
scintilla  Mab.  Cup.  487  .      .      . 
scintillans  Aur.  Hypol.  383 
scintillans   A  ur.    lol.   400    . 
scintiUula  Holl.  Lyc.  450  . 
Scolitantides  473 
sebagadis  Guer.  Cup.  488 
sebetus  Hew.  Myc.  85 
secessa   Trim.  Hesp.  564 
secussa  =  trimeni  Ilesp.  5<)4 
seeldrayersi  Aur.  Euryph.  171 
seeldrayersi  Aur.  Nept.  200   . 
seiner!  Strd.  Sar.  578 
seiner!  Strd.  Terac.  58 
seis  Peisth.  Acr.  285 
seiizi  Röb.  Pier.  49 
sejuncta  Mab.  <£.•  Vuill.  Rhop. 

509 

selousi   Trim.  Myc.  93 
Seiiialea  Holl.  511 
semialba  Aur.  Pier.  44  . 
.semialba  Mab.  Sar.  578 
semialbescens  Oherth.  Acr.  250 
semicoeca  Strd.  3Iyc.  93 
semiflava  Aur.  Eron.  02 
semipunctella  Strd.  Acr.  253 
semire  Cr.  Pseudacr.  194  . 
semirufa  Sm.  Pseuder.  325 
semirufa  Pseuder.  320 
semirufa  Sm.  <t:  K y.  Tel.  .301  . 
seinivitrea  Aur.  Acr.  253   . 
seniitypica  Aur.  Prec.  221 
.senilikensis  Joic.  (t'  Talb.  Cer. 

526 
seneca  Ky.  Cym.  15.3 
senegalensis   Bsd.   Terias  64    . 
senegalensis  H.-Schdff.  Eurviili. 

177 

senegalensis  Klug  Parn.  535 
sepia  Eltr.  Acr.  255 
septemoceUata  .S7crf.  YptJi.  115 
septistrigata  B.-Bak.  Lipt.  335 
serena  Ky.  Citr.  326 
seriata  R.  <£•  J.  Byb.  208 
seriata  Roihsch.  Char.  136 
serrula  Mab.  Cup.  496 
servona  Godt.  Acr.  253  . 
sesamus   Trim.  Prec.  224   . 
severina   Cr.    Pier.    40    .     .      . 
severin!  Aur.  Eui'yph.  174 
sextilis    Plötz    Caen.    517    . 
sextilla  Mab.  Nept.  201 
sganzin!    Bsd.    Acr.    258    . 
sharpei  Aur.  Terac.  60  .      .      . 
sharpei  B.-Bak.  :\lyr.  378  .      . 
sharpiae   Btlr.   Cup.  473 
Sheftieldia  Ham.  Drc.  303 
Sheffieldia  298 
Shelley!  f:.-Sh.  Art.  519 
siabona  Suff.  Acr.  204 
sibella  Drc.  lol.  401  .     .     .     . 
sibyllina   Sigr.   Pseudath.    156 
sichelaira/Zf/r.  Cup.  471  .     .     . 
sidamona  R.  <£•  .J.  Acr.  281 


T.if 

65  0 

27  g 

58  d 

52  d 

15  d 

62  d 

(i5  k 

37  e 

67  e 


79  b 

68  e 
27  a 
73  i 

68  e 

72  g 


48  d 


75  f 
1 5  b 

46  a 


61  d 

57  b 


22  c 
10  (1 


62  h 


57  b 
51  c 
13  b 

79  k 

56  e 
20  c 
60  f 

68  g 
49  e 
73  d 


sidus    Trim.    lol.    402    .     . 
sierrae  Holl.   Xanth.   528   . 
siga  Mab.  Terac.  56 
sigiensis  Strd.  Pent.  307 
siginna  Suff.  Acr.  284  . 
sigLrrensis  Sird.  Pier.  40 
sikorana    Bog.    Catun.    192 
silacea  Eltr.  Acr.  249 
silanus    Sm.    lol.    402    . 
silarus  Drc.   lol.  396 
silas  Ww.   lol.   396   .     .     . 
silenus  F.  Mjt.  378  . 
silia  Mab.  Acr.  257  . 
simana  Hpffr.  Pier.  46 
simia   Wallgr.   Prec.   224    . 
similis  Aur.  Hewit.  300 
similis  Cr.  Pap.  22 
similis    Ky.    Citr.    320    . 
similis   Ky.   Lipt.   337    . 
similis  Ky.  Megal.  362 
simüis  Lathy  Myl.  34    .     . 
Simon!  Aur.  Pap.  23 
.simonsii  Btlr.  Ilen.  98  . 
Simplex    Aur.    Lipt.    339    . 
Simplex  Btlr.  Terac.  57  .     . 
Simplex   Röb.  Megal.  302   . 
Simplex  Schiz.  Deud.  307 
Simplex   Sigr.   Diest.    164   . 
Simplex    Trim.  Phas.  427 
simpMcia   Btlr  Ypth.  115 
simpUcia  Mschlr.  Lipt.  332 
simplicioceUata     Strd.     YiJth. 

115 

Simulator  Bilr.  Pseudacr.  190 
siualata    Suff.    Eron.    02    .     . 
sinapis  Leucophasia  198 
sinnis  Mab.  Parn.  537  . 
sinuata    Plötz   Prec.    222    . 
sipylus    Swh.    Terac.    59    .     . 
Sirene  Sigr.  Eupt.  154 
sisenna  Mab.  Pap.  25  .     .     . 
sjö.iiedti  Aur.  Euliph.  344 
sjöstedti  Atir.  Pap.  15 
sjöstedti  Aur.  Myl.  33  . 
skoptoles  Drc.  jMini.  316 
skotios  Drc.  Cup.  480 
smaragdalis  Btlr.  Char,   131 
smaragdifera  Bilr.  Arg.  232  . 
Siii*>rina  Hew.   229 
Suicrina   121 

smitlü   Mab.  Lyc.  443   .     .     . 
sinithi    ]\/ab.    Myl.    35    . 
smitlü  Mab.  Tag.  571 
smitlü  Mab.  Ypth.  114 
soalalicus  Karsch  Cup.  469 
socotrana  Bilr.  Myc.  95 
socotrana  Rbl.  Acr.  285 
socotranus  Grant  Cup.  470 
solilucis  Btlr.  Pier.  44   .     . 
solwezü  B.-Bak.  Cup.  4SI  . 
somalicus  Rothsch.  Char.  120 
.somahna    Btlr.    Spind.     113 
Sophia    F.    Prec.    225    . 
sophrosyne  Plötz  Älyc.  90 
sophus   /•'.    Euryph.    171     . 
sorhageiii   Derr.   Zer.   419   . 
soritia  Hew.  Caen.  515  . 
sosia  Mab.  Rhabd.  546 
sosia  R.  et-  J.  Pap.   19 
sotikensis    E.-Sh.    Acr.    204    . 
soiikensis  Acr.  316 
Spalgis  Mr.  433 
Spalgis  457 

siiarsus  Drc.   Acl.   .555   . 
spatiosa  Mab.  Euph.  183  . 
spatiosa  Euph.   176 
speciosa  Wichgr.  Acr.  276 
Sphingidne  6 

spica  Mschlr.   Myl.  33   .     .     . 
spilleri  Spill.   Pier.  46   .      .      . 
Spinilasis   Wallgr.  410 
spindasoides  .4m;-.  Si)ind.  415 
spio  L.   Ilesp.  5()5       .     .      .      . 


Taf. 
68  h 
79  f 


54  a 
46  d 

68  h 

67  d,  g 

68  a 
50  g 


51  b 


02  h 

03  k 

22  a 

28  d 

64  a 

15  f 

62  h 

38  e,  f 


29  d 
46  d 
15  c 

78  g 
51  e 
19  f 

8  c.  9  a 


11  a 


71g 
12  b 


11  a 

74  d 

09  e 
51  b 

41  b 

70  a 
80  a 


56  a 


77  b 
45  c 


10  d 

11  c 


(i08 


INDEX. 


.s/.io  piiiiz  iicsp.  ."(>;? 

üjilenden^  Muh.  I'adr.  ö:{l 
spurna  Dri:  J.ar.  32»  ...  03  f 
stactalla  Kar.srh  Cup.  4(jO  .  72  h 
.statira  Mal).  I'arn.  Ö3J)  .  .  7S  h 
.statirides  Holl.  I'ain.  .53!»  .  .  78  i 
staudingoH  Aiir.  C'ym.  150 
staiuliiifffri  Aur.  Kurypli.  178  40  b 

staiidiiiRci'i  /Mr.  Prec.  221 
.staiidiiifjcii   Uiill.   Osin.   ölö    .        77  R 
.staiidingeri    K i/.    Kpit.    353    .        05  d 
staudingoi-i    Sm.  A   Ky.    I^yc. 

l.->3 72  c 

stavelia  Suff.   Plan.   240    .     .       5»  a 
.steckeri  Kheil  Amaur.  70 
stcllatus    yidh.    \U't.    550    .      .        7S  a 
st<'llatiis    Triiii.  ("up.  495   .      .        71  i 
stcnobwi   W'tillijr.  Acr.  271 
stictica  lt.  tt-  ./.  Amaur.  75 
Slictonarlia   5 

stiihri   Kar.ich   Caen.   516    . 
stoi-iusi    Robbe   Cup.   475    . 
stmbo   F.   Catochr.   490 
.straniinca  Aiir.   Ilcrp.  31   . 
.Strato  Mab.   Ilfii.   100 
.strattipocles  Oberth.   Acr.   257 
striata  Aur.  .Myl.  30 
striata  Aur.  J'rec.  222 
striata    liUr.   Pseudacr.    1!)5    . 
.strigata   Aur.   Xept.   201    . 
strigatus  Aur.  Cup.  490 
strigula    Mab.    Ilen.    100    .      . 
Stiigeta   Drc.  387 
st\'gia  Aur.  Prec.  220   . 
styx  Rbl.  Axioc.  420 
subalbicans  B.-Iiuk.   Sar.  579 
subalbiila   Ilall.   .Sar.   57.S   . 
subapicalis  Aur.  .Myc.  94 
subaurca  Sni.  S|)ind.  415  . 
subbipiipillata  Strd.  l'rec.  220 
subditus  Sui.  Cup.  473 
suboida  Fldr.  l'ier.  42  . 
subepiciea  Strd.  Vvec.  220 
subfacata    Mab.    Gorg.    557    . 
subfasciatus  .s'»'«.«.  Terac.  00  . 
subflavida   floll.    Gorg.   557    . 
subfulva  Fllr.  Acr.  249 
subinfuscata  driiitb,  Stug.  388        07  c 
sublineata  ImIIii/  Cyr.  203 
sublurida  Frulmt.  V\)u.   147 
.sublustris    B.-lUtk.    Epit.    35S 
subinacula   Lathy  Lipt.  332   .       02  a 
.subniaevius  Strd.  Ilen.  97 
subnileu.'i  li.-Bak.  Lyc.  4.53 
subnotatus    Holl.    l'lat.    524    .        79  c 
subocellata   Hurt.  Gnopli.  85  .        20  e 
subocellata  SIrd.  Ypth.   110 
subocbracca  Holt.  Parn.  538  .        78  f 
.suborliriutu   (iriinb.    Acr.    253 
subolivosci'us  IIolI.  Trieb.  579        70  li 
subornata    l.athy  ilyr.  378      .        0()  f 
subpallidus   li.-fiah'.  l'np.  483        74  e 
subpuiutata  li.-Hak.  Lipt.  335 
siilipunctata  K y.  Teriom.  327        02  li 
sub.sercna  Siii.  Acr.  204 
subsimilis   /illr.   Ilen.   101 
subsquaniia    Thur.  Acr.  283 
sub.strigatus   Hotl.   Acl.   555    .        77  a 
subteiityris  SIrd.  Euryph.  172 
subtriof'ellata  Strd.  Prec.   220 
subundularis    Stt/r.    Lipt.    334        03  h 
subvariegata  Sm.  <?•  Ky.  I.,ipt. 

336 (i2  e 

subimriee/ata    Lipt.   337 

sucepha  Suff.  Acr.  279 

sudanicu  Aur.  Lachn.  36t 

sudanicus  Aur.   lol.  407 

sudanicus  .4  ur.  Terac.  52 

sufterti  Aur.   Ypth.    114 

suffusa   FItr.  Acr.  249 

suffusa   R.  A-  ./.   Prec.  225 

Sukidion  Drc.  393 

sulfuratus  Karsch  Tcrac.  Ol    .       20  f,    g 


SOb 

74  b 

22  g 

56  f 

10  d 

48  e 

28  b 

52  b 

70  li 

09  g 

13  c 

77  b 

20  f 

77  b 

sulturea  Aur.  Myl.  33  .     .     . 
sulfureus  Aur.  Terac.  55   . 
sulphiu-ea  Aur.   Eron.  02 
sulphureotincta  .SVrrf.   Myl.  35 
sulphurcscens    Aur.    Acr.    254 
sulpburosus    Thur.    Tcrac.    50 
superba  Aur.  Cym.   149 
superbus  Seht:.  Char.   133 
suiipoiiiiia  Slijr.  Acr.  204    . 
suiiuala    l'(t(i.   Lyc.  443 
swaynei   Rtlr.   .Myl.  30 
swinhoei   Htlr.  Terac.  58    . 
sybaris    flpf/r.    Cup.    405    . 
svkesi  F.-Sli.  Acr.  269 
sylpba   Ky.    Pent.  311    .      .      . 
sylphida   Stijr.    I'eiit.   311.      . 
sylvander    S)ii.    l'ier.    42    . 
sylvanus  Driiry  Lyc.  442  . 
Sylvia  Aur.  App.  30 
sympboiia  B.-Bak.  Eupb.  185 
Synchlov   Hbn.   39 
synchreniatizus  B.-Bak.  Cup.  481 
syuestalinruux  Karncli  Sar.  577 
Syniarurus   Btlr.  458 
Syiitoniidae  5 

syrinx    Trim.    Cycl.    552    . 
.y/rtutus  Btlr.  Terac.  60 


taborana  Suff.  Acr.  277 
taborarni.s   Oberth.    l'ap.    22    . 
tacbyroides    Detr.    Pent.    310 
tadema   Ileu\   Diest.    105    . 
taeiiia.s  II ew.   Myc.  87   . 
Tagiadcs  Ilbii.  571 
tagyra  Hiir.   Lar.  329 
taikosama  Walhjr.  Pho.s.  128  . 
tajoracus  Wlk.  lol.  406 
talantu.s   Aur.   Abis.   296    . 
Talicada  463 

taniauiba  II'Ar.  Chloros.  410 
tamatavae  Und.  Ypth.  113 
tancred    I'lntz   Rhop.  509   .      . 
tanganjikae  Lanz  l'ier.  41  . 
tantalus  Hew.   Abis.   296   . 
tantalus    Trim.   Cup.  487   . 
Tanuetheira  390,  391 
tarace  Mab.  Parn.  539 
Taraka  457 

tarquinia  Triui.  Pseudacr.  198 
tartarea    Mab.    Amaur.    74    . 
tartarea  Amaur.  215 
Tarucus  457,  463,  466 
Tascia  5 

taveta  Roy.  Prec.  221    . 
tavetensis  Lathy  Spind.  413    . 
tavetensis   Rothsch.  Cliar.    129 
technatis  I/iir.  Myc.  89 
Teinorhliuis   117.^.  554 
teitensis  F.-Sh.  Terac.  53 
telesippe    (iriinb.    Pent.    309    . 
tclicanus   Laixj  Cup.  470 
Telipna   Aur.  300 
Telipna  379 

telisignata  Btlr.  Chondr.  ; 
tella  Eltr.  Acr.  248 
telloides  Fllr.   .^icr.  262 
tellus   Aur.   Plan.   245   . 
tellun  Planema  262 
temora  Fldr.  Sal.  216 
tenebrosa  Fllr.  Acr.  253 
tenella   Fikj.   Acr.  204 
tenelloides    l'oult.  Aci 
tenera    Ky.    Citr.    32() 
tentyris   IIeu\    Eury])h 
tenlyri-'i  Ein'yi)li.   172 
teiiuiniargiiiatus^iV»»'^.  Cuj).  100 
tepahi    Bsd.    Sar.    295    .      .      . 
tera  IIi'w.   Lar.  329  .... 
Tcracidlnap   19 
Teracohis  Su'nx.  49 


Taf. 
10  f 

17  e 


513 


263 


171 


56  b 


19  c 

73  a 

61  i 
Ol  i 
22  a, 

74  f 


n  d 


78  a 


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Ol  h.  : 
38  a 
27  b 


70  d.  t 


61  a 


13  b, 
61  a 
74  f 


40  a 
25  a 


52  b 

09  g 
30  d 


(i3  c 


-.Sa 


62  g, 
41  f 


Ol  a 
()3  f 


Teracohis  2.  3,  29 

teratia    Kar.trh    Ilen.    98    . 

Teratiineura  Dudg.  344 

terea  Drury  I'rec.  220  .     .     . 

tereoides  Btlr.  Prec.  221 

lergeminus  Hew.  Cel.  581 

Terias  Swns.  64 

Tcrias  63 
Terioniiniii  Ky.  327 

Trrimiiiinit   OL  325 

'l'eniionipha.s   Kar.irh   459 
terpsichore    A.  Acr.   2ti4 
terpsichore  Acr.  200 
terra  Xcave  Pseudacr.   195 
terra  P.seudacraea  240 
te.s.smanni  (irünl).   Euryph.  180 
tessmanni  O'riinb.  Pseuder.  .323 
te.ssmanniana  Strd.  Cer.  .527 
tethys  Röb.  Terac.  53 

Tetrarhanis  Karsch  330 
tetrastigma  Mab.  Trieb.  579 
tettensis  Hpffr.   Ab.  5(i8    .      . 
thalassina  Bsd.   Ei'on.  02  . 

Thaleropis  St(jr.   212 
t  liauma  .s7(/c  Euryphaedra  158 
tliauruma   Rrak.  Catops.  03   . 
theane  Aster.   204 
thebaua  Stijr.   Cup.  469 
thecla    Plötz   Sar.   578   .     .     . 
theclides   Holt.    Sar.  578     . 
thelestis  Oberth.  Acr.  257   . 
themis  Hbn.  Euph.  186  . 
theobene  I>bt.  A-  Hew.  Cyni.   14 
theocranta  Karsch  Cym.   146 
theodo.sia  Sti/r.  Cym.   146  . 
theodota  Heu-.  Cym.   145 
tlieogiiis  Hew.    Euryph.   177   . 
theogone    Bsd.   Terac.   58   . 
theophane  Hpffr.  Ater.   191    . 
theophrastus  /•'.  Cup.  406 
theora    Dbl.    Pier.    43    .      .      . 
theorini  Aur.   Pap.  22   .     .     . 
theorini  Aur.  P.seudacr.   195 
thero    A.   Phas.  425   .... 
thersander  F.    Pap.    17 
thersander  Mab.  Paron.  520 
thersandroides  Aur.  Pap.   17 
thespis    />.    Cup.    465 
fhesprio  Oberth.  Acr.  279   . 
theuszi   Dew.   Pier.   44    .     .      . 
thielei  Strd.  Timoc.  (Eagr.)  584 
thinaga  Suff.  INIyl.  35 
thomasius  Stgr.  Char.  138 
tliomen.sis  Aur.  Hypol.  214 
thops  Holl.  üsm.  545   . 
thora    Plötz  üsm.   545   . 
thore  Brenthis  231 
thruppi  Btlr.  Terac.  58  . 
thm-aui  Karsch   Pap.  19 
thuraui  Suff.  lolaus  403 

Tht/maridae  5 

th\T-a  L.  Phas.  427  .     .     .     . 

Thyrctes  5 

thysa//w7f.  Pier.  43  .... 

Thysania  6 

thysbe  L.  Phas.  430  .... 
thyrsis    Ky.    Lyc.   439    . 
thysi   Capr.  Char.   134   . 
tia  Suff.  Euryph.  174 
tiberius  S)n.   Eux.   123 
tibullus  Ky.  Pap.  13       ... 
Tliiioi'onia  Strd.  581 

timon  /•'.  lol.  391 

tintinga  Bsd.  .Spalg.  433 
tippelskirchi  Suff.  l'ap.    17 
tirica  Fllr.  Acr.   250 
tiridates   Cr.   Char.    132    . 
tiruMes  Char.   134,   137 
tiriken.sis  .Vcore  Myl.  31 
tirikensis  Seare  I'seudacr.   196 

Tirunuila   Mr.   72 
tirza  Hew.  Pent.  311 
ti-samena   H<dl.    Lvc.  444    . 


'I'af. 
28  c 
51  f 


56  a 


03  c 


to  a 

15  c,  21 

0 

50  a 

21  a 

76  f 

76  f 

50  f 

43  c 

4   34  d 

36  a 


40  c 

19a 

48  a. 

b 

13  e 

3d 

70  d. 

0 

0  c 

73  a 

54  <■ 

11  a 

77  h 
77  f 

19  b,  c 


70  g 

3e.  14  a 

70  h 
Vld 
33  c 

2  a 

07  d 

:ii  b 


n  h 


Ausgegehen  2S.  VII.  1925. 


fitaywta  Karxch  Hypol.  506 
togara  Platz  Cup.  J92   .      .     . 
iogoensis  Bart.  Pseudacr.   ISHi 
togoensis  Suff.  Euryph.  15(5 
toka  Strd.  Act.  265 
tolosa  l'lötz  Myc.  95 
tolosa   Myc.   88 

topha   Wallgr.   Terac.   60    .      . 
toi-ensis  B.-Bak.  Pard.  530 
toirida   Ky.  Pent.  310  .      .      . 
torr'ul4i  Terac.  54 
tnruna  Sit).  Acr.  250 
touhilimasa    Vuitt.   Pi-ec.   219 
trajanus  Ward  Kux.  123    .      . 
transienda  Strd.  Xct.  253 
transiens  Bart.  Myc.  85 
transieiis  Suff.   Dan.   72 
transita  Eltr.  Acr.  256 
translucida    Eltr.    Acr.    25-1 
transvaaliae   Triui.  Hesp.  561 
traufiiaaliae  Oliertli.  Hesp.  565 
transvaalica  Hesp.  566 
transverstigma  Drr.  Tel.  302  . 
Trapczites  Hbii.  559 
TrapezUes  558 

triangularis   Aur.   Jlicr.   ."^lO   . 
tiiccrata  Mal).  Sar.  575  . 
Trifliiolaus  Aur.  389 
Trichosoineia  Holt.  579 
Triclema  B.-Bak.  435,  444 
trigemma  Gacde  I'arn.  537 
tiigouophora  Btlr.  Xept.  201  . 
trimeni  Aur.  Acr.  281 
triineni  Aur.  Oren.  206   .      .      . 
trinieni  Aur.  C'yiii.  152  . 
ttinieni    Aur.    llesp.    561    .      . 
tiiiaeiii  B.-Bak.  Cup.  479 
trimeni   Btlr.  Ab.  568 
trinieni  Btlr.  Prec.  224  . 
trimeni   Btlr.  Pseudacr.    191    . 
trinieni  Btlr.  Pseudon.   110 
trinieni   Drr.    Cooks.   302    .      . 
trimeni  Cooks.  72 
trinieni    Xeave    Spind.    413    . 
trinieni  Oberth.  Krön.  62 
trinieni   J'oult.  Pap.   14 
trinieni   Waller.   lol. 
trinwni  lolaiis  :*>9l) 

Trinienia   Btlr.  Myl 

tiiocellata  Bart.  Pseud.  109 
friocellata  Strd.  Prec.  226 
triocellata  Strd.  ^'ptli.  115. 
tiioplithalnia  Mal).  Vptli.    1 1  1 
tripunctata   Aur.    l'ent.    309 
tripunctata  Aur.  Rliop.  509 
tripunctata  Mab.  Ilypol.  556  . 
tripunctata  S)u.  \Ä\)t.  337 
tripunctata  Strd.  Ypth.  115 
trisignatus  Neave  Cycl.  552 
trisignatus  Strd.  Cup.  488 
trislifica    Sar.    579      .... 
tristis  Holt.  Sar.  577 
trochylus  Frr.  Cup.  489  .      .     . 
trophonissa  .l»/-.  Pap.  13    . 
trophonius  Ww.  Pan.  13 


400 


3;- 


trophonius  Pap. 
tropicalis  Black.  Acr.  254 
tropicalis  Bsd.  Pent.  308     . 
Iri/pherotus   B.-Bak.  Cup.  4 
tsadicus  Aur.  Cycl.  552 
tsava  B.-Bak.  Sar.  578 
tschadica    Aur.    Pier.    40 
tsiandava  Sm.  Libyth.  294 
tsiphana  B.^d.  Deud.  375 
tsita    Trim.    Jlet.    550    .     . 
tsomo    Tri)n.  Cup.  472   . 
tucusa  Tri)n.  Ked.  543 
Tuerla  Wkr.   190 
tugela    Trim.    Prec.    223    . 
tukuoa  Wallgr.  Prec.  224 
tuUbaghia   /,.   Men.    105      . 
tullia  Strd.  Lipt.  337 

XIII 


Taf. 

74  h 


20  d 
61  h 

29  f 

60  e 
63  a 


64  b 

76  g 


48  e 

49a 
35  e 
75  d 


51  c 
46  b 

63  a 

69  g 


11c,  d 


29  d 
29  b 
61  h 


76  b 

74  a 
2  b 


Ol  f 


12  f 


77  k 

73  e 

51  c 

51  c 

29  e 

INDEX. 


tulliana  Sm.  Lipt.  337  . 
tumentia  Drc.   Epit.   354 
Tuinerepes   B.-Bak.  347 
turbata  Btlr.  Hen.  101 
turbata  K;/.  Lipt.  337  . 
turbata  S)n.  <t-  Ki/.  Lyc.  454 
turna  Mab.  Acr.  276 
tynderaeus  /•'.   Pap.   22 


ubaldus   Cr.   Cup.   460   . 
ubenica  Tliur.  Hen.  97  . 
ucalegon  Hew.  Pap.  23  . 
ucalegonides  Stgr.  Pap.  23 
udei  Suff.   App'.  38   .     .      . 
ufipana  Strd.  Acr.  281 
Uganda  Aur.  Euph.  183 
Uganda  B.-Bak.  Lyc.  444 
Uganda  Lathy  Pap.  24 
ugandae  E.-Sh.  Hypol.  382 
ugandae  Orütib.  p:iynin.  82 
ukerewensis  Strd.   Lyc.  440 
ula  Karsfh  Deud.  3(36  .      .      . 
umanus  R.  &  J.  Pap.  22 
unibra    Drury   Plan.   241    . 
unibra   Holt.   Pent.   307 
utnbra  Sm.   Laclin.  3(M 
unibra    Tri)n.  Sar.  574 
tnnbrata  Btlr.  Parn.  538 
unibrata  Suff.  Acr.   268 
nnibrata  Wichgr.  Acr.  278 
unibratilis  Iloil.  J<:pit.  355 
umbrina  .4  ur.  Acr.  268 
umbrina  Aur.  Diest.    164   . 
umbrina  Karsch  Cren.  206 
umbrina  Ji'bl.   Caen.  516 
unibrosus   /itlr.  lol.  40(i 
uniida  Wic/igr.  Acr.  274 
umvulensis  E.-Sh.  .Vb.  569 
una   Plötz   Myc.   85    . 
uncinata  Thur.  Hen.  97 
unda  (lacde  Deud.  '.WiS 
unditera  Stgr.  Argyr.  3(1    . 
undina  .S'»/(.  <t-  A'y.   Lipt.  .331 
undularis  Heu\  Lipt.  335  . 
unicolor  Aur.   Eres.  341 
unicolor  Mab.  Rhop.  508  .      . 
uiüfa.iciala  Aur.  Art.  519 
uniformis   Bart.   Ypth.   116 
uniformis   B.-Bak.   Myc.  89 
unif')rmis  Karseh   Ilet.  550 
uniformis  Ky.   Epit.  355   .     . 
unigemmatus   Btlr.  Cup.  495 
uniniaculata  Sm.  Acr.  287 
uniocellata  Strd.   Ypth.    115   . 
unii)unctata  B.-Bak.  t^itr.  326 
unij)U)ictafa  B-Bak.  Diest.  I(i8 
unipunctella  Strd.  Acr.  253 
unistriga  Holt.  Parn.  539 
Urania  Ky.   Epit.   352 
{'/■(Diiidae  (i 

Cranothau)iui   Btlr.  457,  463 
Ursula  Holt.  Parn.  537  .      .     . 
urungensis  Strd.  Acr.  281 
urungensis  Strd.  Nept.  201 
usagarae  Stgr.  Pseudacr.   194 
usambara  Aur.   Eron.   63 
iisanibara  Ward  Hypol.  216 
usaramensis  Strd.  Acr.  275 
usenia  Xeave  Cup.  467 
ussheri  Btlr.  Palla  141   .      .     . 
utenguleusis   Thur.  Acr.  275 
utuba  H)nps.  Pap.  25 
uvui  S)n.  Acr.   263   .... 


Vanessa  21(5 
Vanessiiii  210 
Vaiipssiila  I)eu\  227 


■laf. 

65  b 
64  g 


63  k 


73  d 

28  d 

3  b 

12  d 


(i5  h 

58  1 


38  d 


20  e 


61  b 
63  k 
63  i 

75  f 


()  1  h 


29  d 


32  d 

56  b 


Vanessula  121 
varanes  Cr.  Char.   139 
varia   Trim.   Eron.   62 
varians  Oberth.  Trap.  559 
variegata    Aur.    Euph.    184 
variegata  S)n.  l'seuder.  321 
variegata  Pseuder.  322 

variegatus  B.-Bak.  Cup.  482 

vashti  Btlr.  Aniaur.  73  .      . 

velleda  Mab.  Neptid.  209  . 

velox  Graut  Char.  138 

venata   Btlr.   Pier.   47 

vendita  Grüiib.   Plan.   243 

venosa   Trim.  Ab.  569  .     . 

venosus   Stgr.    Terac.    52    . 

Ventura  Hetc.  Acr.  265  . 

Ventura  Acr.  266 

venturina   Thur.  Acr.  265 

Venus  Leto  6 

venustus    Btlr.    Terac.    51    . 

veronica  Cr.   Diest.   164      .     . 

veronica  Diest.   165 

versatiUs    B.-Bak.   I^yc.   452   . 

verulana  Ward  Eron.  62 

vesperaüs   ,S'j)(.   Acr.    257    . 

vesta  Reiche  Terac.  51  .     . 

vestahs  Aur.  Cup.  494 

vestalis   Btlr.  T<'iac.  51 

vestalis /■'/*•.  Plan.  2(0  . 

vestalis  l'lan.   195 

vetula  Rothsch.  Char.  ]:?7 

vetusta   Btlr.   Euph.    187   .     . 

vi  Sv:h.   Terac.   50 

vibius  Hew.   Xanth.   528    .      . 

vicaria    Thur.   ,\Iyc.   95 

victoriae  Atir.  Neoc.   112 

i'ictoriae  Neoc.   1 1  1 

victoriae   Btlr.   Spind.  4  13 

victoriae  Spind.  415 

victoriae  Karsch  Cup.  481  .      . 

victorina  Ww.  II  en.  97 

vidua  Btlr.  Pier.  46  ...      . 

vidua  Weytii.  Ab.  569 
vigilans    Trim.    Pseud.    109    . 
rilis  FIdr.  Dicranurojisis  (i 
rillica.  Arctia  5 
rinde.r  Cr.  He.sp.  565 
vinidia  New.  Acr.  264  .      . 
vininga  Hcu\  Ast.  342  .      .      . 
vinsoni    (in.    Ypth.     114     .      . 
Viola  Btlr.  Cliar.   137 
violacea  Btlr.  Euph.  182 
violacea  Rothsch.  Char.  136 
violarum    Bsd.    Acr.    277    . 
violascens  Aur.  Myc.  91 
violetta   Aur.   Deud.   371    .     . 
violetta  Sm.  Char.  132  .      .      . 
violinitens  Crowl.  I^alla    1  11 
virescons  Suff.   Sal.  216 
^irescens  Siiff.  Ya'oh.  62 
virgata  Drc.  Deud.  366  .     .      . 
virginea  B.-Bak.  Epit.  356 
virgo   Btlr.   Cup.  460 
viridata  Strd.  Prec.  226 
viridicaerulea  Bart.  Euph.    188 
viridinotata  Btlr.  Euph.   184 
viridis  Suff.   Euph.    189 
virilis  Aur.   (kip.   463 
virilis  Rothsch.  Char.   136 
viriüs  Strd.   Prec.   226 
vitrea  Eltr.  Acr.  254 
vittigera   Mab.   Hypol.   385 
viviana  Stgr.  Acr.  262        .      . 
viviana   Acr.   307 
voeltzkowi   Karsch  Pier.   41    . 
vola  Ward  Hen.   101 
vologeses  Mab.  Char.  139  .      . 
voltae  E.-Sh.  Lyc.  438  .     .     . 
vosseleri   Grihib.    Goig.    557    . 
vosseleri  Strd.   Deud.  373 
vosseleriana  Strd.  Prec.  226 
vuilloti  .Mab.  Acr.  258  .     .     . 


609 


T;.f. 


45  a 

02  f 

74  e 

23  d 

49  d 

75  a 
16  d 
55  a 


15  6 

38  b 

71  k 

5()  f 
15  e 


58  e 

44  a 
79  f 


'73  g 
11  d,  c 

28  g 


56  a 
(>5  f 
29  b 


68  a 
31  a 


65  k 


44  c 


50 

c 

13 

d 

32 

d 

71 

b 

77 

o 

56  d 


610 


INDEX. 


vulgaris  Bllr.  Myc.  95  . 
vulgaris   Styr.    Byb.    208    . 
vulneratus   Styr.    Terac.    (50 


w. 

waga  Plötz  Caen.  510   . 
waggae  E.-Sh.  Spiad.  412 
wagneri  Sufj.  Pier.  45 
VHihlhergl  AntlicTaca  6 
wahlbcrgi  Wiilli/r.  Mypol.  210 
wakefieldi   Ward  Kux.    124 
walensensis    E.-Sh.    Pseudacr. 

198 
walkeri  Btlr.  Teiac.  50 
wallacei  .Wniv?  11  et.  550    . 
wallengrcni   lillr.  Terac.   50 
wallengi-eni    Trim.  Ked.  543 
wallengreni    Trim.   Phas.   420 
wambo    l'UHz   Parn.    5:^9    . 
warburgi  Aitr.  Pseutlacr.  194 
wardi  Drc.   Kuph.   l,s:!   .      . 
wardi   Mal).   Deud.  :i74 
wardi   .1/«^.   Ileii.   10.3 
tralaoni   littr.   Padr.   531 
watsoni  Hall,  'l'ciii.   551 
wau  Wuh(jr.   Cup.   4S2 
ri'-briuiHia   li.-liith.  Cliar.   139 
rveberi  Hall.  Pow.  300 
weberi   Sufj.   App.   38    .      .     . 
veifilei   l'liitz  Zoi>h.  512 
urllinaiiiii   ]\'c!/iii.    Ilon.    99 
welwitsclii    Ifo/j.   .\cv.  281    . 
Wflwitsflii    /i'o;/.    Pier.   42   . 
werilzelae   Tliiir.  Neoc.  112 
wertliei-i  Korsrh  Pap.   14 
westeinianni  IC«-.  Prec.  225    . 
westwoodi   Widliir.   Pier.   40    . 
weymeri  Saiiliii.  Parn.  537 
weymeri   Suji.    Cyiii.    119. 
weynieri  Oym.   150 
M'i'ynirriii    190 
wiiitrialli  Xritre  Pap.  16 
vvhytei   Hllr.  Ainaur.  77 
wiggiiisi  Xi'iirt;  Ai-r.  270 
ici;/(/)*i.si   .\cr.  282 
«illenii   W'allijr.  Cycl.  552  . 
wilwertlii   Aitr.   Kurypli.   175  . 
wintgcnsi  Strd.  Prec.  223 
wiatoniana  li.-Sh.  Myl.  35 
ivi.4man»i  Suff.  Terac.  58 


Taf. 

27  g 
49  c 

211  f 


80  d 


S       47  d 
.   29  f 

a 
78  d 

18  c,  e 

78 

77  c 

40  c 

41  d 

12  d 


il  d.  00  g 
12  e 


50e.  51 
13  a 

35  c 


78  a,  1) 
4  I  a,  b 


wissnianni  Xiep.  Euph.  188 
wodwardi  E.-Sh.   Xept.  203 
icoer)n(inni   J'lölz  Cel.  581 
woUastoiii  Heran  Cer.  526 
woUastom  Hcrou  Oxyji.  553 


xantha  Sm.  Lipt.  334 
xanthias  Miib.  I'aron  520  .      .        79  d 
xanthionides  Iloll.  Paroii.  521  .        79  f 
.ranthi)   Muh.   Coen.  515 
Xaiithddisoa  Aur.  528 
xantholeucus  E.-Sh.  Terac.  59 
xaiühomcÜH  Mab.  Cycl.  551 
xantliopeplus  Holl.  Pard.  530 
xanthopoecila  Iloll.   L,yc.  454 
Xanthos/)iloplcry.r  0,  190 
xantliostola   /lall.    Lipt.  334    . 
xantlius   Sirh.    Terac.   59    . 
xeneas  fleir.   ,Myc.   80   . 
xiphares  Cr.  Char.  131   .      .      . 
j-ychiis  Mab.  Caen.  515 
xylos  Mab.  Parn.  530   . 
xypete  Heu\   Kuph.   185     . 
xypete  Euph.   180 


yaunda  Karsch  Pent.  309 

yerburei   Sich.   Terac.   58    .     .        19  c 

yi»:il()ti  Sdiitiii.  Trap.  559 

Y|ithiiiia  ilbii.  113 

Ylithhiia  3,  4,   109 

yptlünioides  lillr.  Xeoc.  112 

ypthhiioiilv.i  .Veoc.    111 

yulei   Hllr.  .Mvl.  31   ...     .       22  a 


z. 

zaddachi  Dew.  Euph.  190  .     .        II  c 
zaiia    /'/')/.:   //c.s-p.   505   ...        75  d 
zahuoxis  llcir.  l'ap.   12       .     .        1  b 
zalmoris  Papilio  3 

zambesiaca  H'ic.  Ab.  308  .     .       7'i  a 
zarnbesina  .4»r.  Acr.  285 
zambi'sina  I'lOtz  Ab.  568 


79  e 
72  e 

03  h 
20  a 
27  a 
31  c 

78  g 
44  b 

zampa  Wir.  Euph.  190  . 
zanjuga  Mab.   Ypth.   113   . 
zareniba  Plötz  Caen.  516  . 
Zebra   Btlr.   Hesp.   50(! 
Zebra   Drc.   Batel.  347   . 
zebra  Holl.  l'seudal.  379 
zebra  Bbl.  Ilesp.  563 
zela  Ilew.   Deud.   372    . 
zelica  Btlr.   Char.    141    . 
zelica    Ky.    Kpit.    350    . 
zeloides   Btlr.   Deud.   372 
zeloHiinia  Bbl.  Deud.  372 
zelva  llesp.  500 
zelza  Hetv.   Epit.   355    . 
zelza  Epit.  350,  354 
zena   .Mr.  Cup.  409 
zenides  Strd.  l'adr.  531 
zenkeri   Karxch   Lyc.  450   . 
zeno    Trim.   l'adr.  531   . 
zenobia  F.  Pap.  16  .      .      . 
zophora  Plötz  Plat.  524  .      . 
zephyrus  Marsh.  Terac.  tiO 
zerita   I'lötz  Pseuder.  320  . 
Zeritis  Bsd.  417 
rWr.s  Acr.  277,  288 
zete.s  L.  Acr.  280 
zi'tterstedli  Wallrjr.  Geg.  540 
zeuxo   A.  Plias.  431 
zilka  Sm.  l'has.  427 
zimba~.(>   Trim.  Oxyp.  553 
zinebi  Btlr.  :Myc.  80 
zinglia  Stull  Char.  128    .      . 
zinti/raffi  Kar.sch   Gem. 
zilenidfs  Eruhsi.  Melan. 
zitja   Bsd.  .Vcr.  200  . 
Zizccsiu   Chapm.   459 
Zizera  Mr.   4,  457,  459 
Xizina  Chapm.  459,  494 
Zizula  Chapm.  459,  491 
zochalia   Bsd.  Pier.  4 1   . 
zoe   (Irand.    Terac.    52    . 
zoe   Hpffr.   Terias  (i5    . 
zonara  Btlr.  Euryph.  172 
zonata  Hctr.  Acr.  288   . 
zonata  Acr.  285 
zoolina  H'if.  Char.  14il  . 
Zophopclcs  Mab.  511 
zoroastrcs  Dnire  l'ap.   15 
Zutulba  5 
Zygaena  5 
Zygaenidae  5 
zyiiina  Itbl.  <t-  Heu:  .Alegal.  302 


513 

83 


494 


Taf. 

42  c 
29  b 
80  d 
75  d 
64  d 


0()  c 
32  b 
64  h 


05  e 


72  h 
70  d 
3b 
78  b,  79 

62  f 


32  d 


oo  g 


12e 
16  e 
22  f 
41  d 
53  a 

32  b 


65 


Druckfehler- Verzeichnis  zu  Band  13.  611 


Druckfehler -Verzeichnis  zu  Bd.  13. 

S.       6  Zeile  20  von  unten  statt   „Bombyciden"  setze  „Bombyces". 

S.     18  Zeile     6  von  unten  statt  (6  b  (J)  setze:  (6  b  ?). 

S.     37  Zeile  24  von  oben  statt  (11  c  ^J  setze  (11  e<^. 

S.     44  Zeile  17  von  unten  ergänze  den  Kandnamen  ,,glucki". 

S.     45  Zeile  26  von  oben  statt  (14  ec?  setze:  (14  c  o'). 

S.     51  Zeile   14  von  oben  statt  (Bd.  9  Taf.  73  c)  setze  (Bd.  9,  Tuf.  73  b) 

S.     61  Zeile     5  von  oben  hinter  (20  f,  g  ergänze:  ,,als  ducissa". 

S.     61  Zeile     9  von  oben  statt  (14  d)  lies:  (15  d). 

S.     62  Zeile     6  von  oben  statt  (21  e,  f)  setze  (21  b,  c). 

S.     66  Zeile     2  von  oben  hinter  (22  f  ergänze:  als  eleclo  ab  U. 

S.     85  Zeile     7  von  oben  statt  (26  c)  lies:  (26  e). 

S.     93  Zeile     6  von  unten  statt  ,,fiillehornr'  setze:  „fülleboini". 

S.   100  Zeile     7  von  oben  hinter  Ward  setze:  (?  28  b). 

S.   113  Zeile  10  von  unten  hinter  (29  c  setze:  „als  discala''. 

S.   115  Zeile  17  von  oben  hinter  (29  d  setze:  „als  binucleata". 

S.   116  Zeile  16  von  unten  hinter  (29  c  setze:  „als  albida". 

S.   118  Zeile  30  von  oben  statt  „p.  85"  lies:  „p.  83". 

S.   121  Zeile   19  von  unten  statt  Antanarctia  lies:  Antanartia. 

S.   127  Zeile     5  von  oben  hinter  (30  b  setze:  „als  castor  U." 

S.   127  Zeile  27  von  oben  statt  „hat  der"  lies:  „hat  den". 

S.   132  Zeile     8  von  oben  hinter  (31  b  setze:  „als  citkaerion". 

S.   133  Zeile  21  von  unten  statt  (32  c)  setze:  (31  c). 

S.   148  Zeile     2  von  unten  statt  (34  e)  setze:  (34  c). 

S.   168  Zeile  19  von  oben  statt  (37  e)  lies:  (37  c). 

S.   169  Zeile     7  von  unten  hinter  atossa  setze:  ,,Heu\"'. 

S.  193  Zeile  10  von  oben  statt  (46  d)  setze  (46  d,  e). 

S.  208  Zeile     5  von  oben  statt  „aclielaia"'  lies  ,,acheloia'\ 

S.  208  Zeile  14  von  unten  hinter  49  c  setze:  „als  murina''\ 

S.  213  Zeile  12  von  unten  statt  „Teilen"  lies  „Teile". 

S.  214  Zeile  22  von  oben  statt  ,,chapmanni"  lies  ,,chapmani'\ 

S.  218  Zeile  19  von  unten  statt  „ist  der"  lies:  „ist  die". 

S.   221  Zeile   12  von  oben  statt  (50  f)  lies  (51  f). 

S.  223  Zeile     5  von  oben  statt  (51  c)  lies  (51  e). 

S.  224  Zeile  29  von  unten  statt  „im  Senegal"  setze  „am  Senegal". 

S.   230  Zeile   17  von  oben  hinter  ,,Jiecataea"  setze:  (52  f). 

S.  253  Zeile  24  von  unten  hinter  „semipunctella  setze:  ,,Strd.'\ 

S.  270  Zeile  24  von  oben  statt  „aequatorialis"  lies:  „equatorialis" . 

S.   295  Zeile     7  von  oben  statt  (61  a)  setze  (61  a,  b). 

S.  296  Zeile  16  von  oben  hinter  ,,Hew."  ist  (61  a)  zu  streichen. 

S.  296  Zeile  21  von  oben  hinter  ,,Auriv.''''  ist  (61  a)  zu  streichen. 

S.  308  Zeile  16  von  unten  statt  (63  a,  b)  setze  (63  a). 

S.  309  Zeile  29  von  unten  hinter  ,,Grünb."  ist  (63  c)  zu  streichen. 

S.  342  Zeile  11  von  unten  hinter  ,,Plöiz"  ergänze:  (65  f). 

S.   345  Zeile     7  von  unten  hinter  „Dudg.''  ist  (65  c)  zu  streichen. 

S.   349  Zeile  22  von  unten  hinter  ,,Auriv."  ist  (65  f)  zu  streichen. 

S.  364  Zeile  11  von  oben  statt  (65  g)  lies:  (65  f). 

S.  366  Zeile  15  von  unten  hinter  „Karsch^'  ist  (56  h)  zu  streichen. 

S.  367  Zeile     3  von  unten  statt  (65  i)  lies:  (65  i,  k). 


G12  Druckfeliler-Verzeichnis  zu  Bd.  13. 

S.   :571  Zeile   10  von  oben  hinter  ,.K(tr.ich"  ist  (liö  k)  zu  .streichen. 

S.  371  Zeile  17  von  oben  hinter  (68a  ergänze:  „als  deritas"'. 

S.  382  Zeile     4  von  unten  hinter  ,Meir.'-  ist  ((58  b)  zu  streichen. 

S.  -439  Zeile   18  von  oben  statt  ,,luHul(dn"  lies:  homlala. 

S.  442  Zeile  17  von  unten  hinter  „sylvanus  Dr.  ist  (74  f)  zu  streichen 

S.  443  Zeile  23  von  oben  hinter  Neuve  ist  (72  b)  zu  streichen. 

S.  444  Zeile  24  von  unten  liinter  Trim.  ist  (72  g)  zu  .streichen. 

S.  462  Zeile  1  von  luiten  statt  Caegreus  lies  Cacyreus. 

S.  471  Zeile     6  von  unten  statt  „Lcgaminosen"  lies  ,,Lcguniinü.sen". 

S.  503  (A)  Zeile  6  von  unten  statt  „scotios  lies  „skotios"'  und  transf.  auf  S.  503  (B)  hinter  Zeile  21  v.  oben. 

S.  511  Zeile     8  von  oben  statt  „Hall."'  lies  „Holl'\ 


Berichtigungen  zu  den  Tafeln  von  Band  13. 


613 


Berichtigungen  zu  den  Tafeln  von  Band  13. 


T.f. 

Taf. 

9a 

2.  Fig.    stü 

itt  hiiiiililoli         Set 

ic  Iniiiibluti 

53  c 

1,2,3. 

Fig.  statt  liiiira               setze 

hova 

15  a 

3.     „ 

,     riilhco                    , 

,     lacta 

54  c 

2. 

,,         , 

,     barberi 

,, 

vhilo 

15  b 

1.     „ 

,     sein  iiilli  IIS            , 

,     scniialba 

54  c 

4. 

,     welwitchi 

lobemba 

15  f 

5.     „ 

,     deidamiaidcs 

,     deidamioidca 

54  f 

5. 

,     abdera 

nigresvens 

Kig 

1.      „ 

,     torrida                 , 

,     piinciigcra 

55  b 

1. 

,»         , 

,     anacreon 

,',' 

anacreontica  (1) 

Kis 

4.     „• 

,     bu.rfn>ii                , 

,     jalonc 

55  c 

5. 

,,         , 

,     alolniis 

?» 

aenntias 

17  a 

1,-'.     ,. 

hu.rloni                  , 

,      phlcgya.-i 

55  d 

4. 

,,         , 

,     nelusca 

jl 

neluska 

18  b 

2. 

olhotiiaculalus    , 

,     albomaculala 

55  d 

t). 

,,         , 

,     agiaonicc 

rhodesiana 

18  e 

2.     " 

ijiirn'i                      , 

,     gitcnei 

56  a 

3. 

,,         , 

,     ro  ugcii 

,, 

bu.rtonl 

18  f 

7.      „ 

pfillrtir  ,^  V          , 

,     pattenc  ?  U 

56  b 

2,3. 

,,         , 

,     piarponiiia 

^, 

roiecna 

19  b 

2,3.     „ 

,      hciKiliiii                , 

,     cvagorc 

57  a 

3. 

»»         , 

,     orinalu 

)» 

vrina 

19  c 

5,  (i.     „ 

,       ijcrburi               , 

,     yerb  urci 

57  b 

1. 

,,         , 

,     peneleos 

J» 

derubcsccns 

19  e 

1-     ., 

,     omphale  ?           , 

,     gavisa  $ 

57  c 

1. 

,,         , 

,     lyma 

»» 

media 

20  f 

5.      „ 

,     ducissa               , 

,     sulfiiratus 

57  d 

2. 

,,         , 

,     umphiprolea 

inaureata 

20  s; 

1.      „ 

,           ,,                    , 

,          ,, 

57  d 

3. 

,,         , 

pseudoproiea 

,, 

dnrofheae 

22  d 

3.  11.  4.      „ 

,     floricida              , 

,     floricola 

57  d 

5. 

,,         , 

,     meiaprolca 

J» 

dnrotheae 

22  e 

1.     „ 

,     puHctilineata      , 

,      pHurtinofala 

58  c 

i. 

,,         , 

,     dcwiizi 

^> 

pseitdevryta 

22  f 

9.      ., 

,     clccto  ab.             , 

,      (iKririllius 

58  f 

1. 

,,         , 

,     umbra 

)) 

macarioides 

23  d 

3.     „ 

iiiamiis                , 

niavius 

58  f 

2. 

,,         , 

,      umbra  q 

umbra  $ 

25  0 

3.     „ 

,     coniiiriiuiis          , 

.      nf/hiis 

61a 

3. 

,, 

,     ancoala  var. 

*J 

laius  var.  (?) 

25  d 

I.      „ 

,     alhimacula          , 

,     lohcrigula 

61b 

3. 

,, 

,      geryon 

)» 

rogersi 

25  d 

•> 

,     lohenf/tda             , 

,      (ilbitnacula 

62  b 

4. 

,, 

,     krausi 

)» 

krausei 

28  f 

4'.     " 

,     dyscala                , 

,     dysrola 

62  f 

2. 

,,         , 

,     cleaza 

i» 

eafharina 

29  b 

(i.      „ 

,     itonia                  , 

,     hoehnell 

62  i 

4! 

,, 

,     heauliecoeuri 

)? 

hcauttecoeuri 

29  c 

3.      „ 

,     dysrala                , 

,     dyscola 

63  £ 

4. 

,, 

,     gyrula 

)» 

gyrata 

29  c 

i-      „ 

,     albida                  , 

,     conradxi 

63  g 

5,6. 

», 

,     libya 

lybia 

29  d 

1.     „ 

,     hinKcIrdlii 

biniiricolafa 

64  a 

6. 

,     adelgiUa 

,j 

adelgitha 

29  f 

1-      „ 

,     eiiriniiiiic 

(in.sellica 

64  d 

1.  u.  2. 

,, 

,     millori 

)> 

millari 

30  b 

1.      „ 

,     ca.slor                   , 

,     godarfi 

64  g 

5. 

,, 

,     baldiria 

?» 

baldura 

30  c 

3.      „ 

,     rudoj'us               , 

,     »techotvi 

66  b 

3.  u.  4. 

,, 

,     deritas 

>» 

violclla 

31  a 

1.     „ 

,     hoiu'li.                   , 

,     la.sli 

67  c 

7,8. 

,» 

,     mernieros 

le  urore.ros 

31  a 

3.     „ 

,     smaragdaUs       , 

,     bidleri 

68  a 

2,3. 

,, 

,     deritas 

5» 

violetta 

31  b 

l-     „ 

,     cifhaerion            , 

,     cUluwron 

68  e 

6,7. 

,,         , 

,     sciophila 

)j 

sciaphila 

31  d 

0 

,     lirhas                   , 

,     Othello 

70  f 

I. 

*, 

,     orihrus    9 

5» 

taikosama  $ 

32  b 

3.      „ 

,     7iichetaji               , 

iiiehelen 

70  f 

4. 

,,         , 

,     taikosama  V 

)? 

orthrus  $ 

32  d 

1.      „ 

,     var  eines                , 

vologesen 

71  c 

5. 

,,         , 

,     lunulata 

)5 

lithas 

31  d 

1.      „ 

,     hypotha              , 

hypatha 

71  c 

6. 

,,         , 

,     lilhas 

J» 

lunulata 

34  d 

3.      „ 

,     hesiodus  ^          , 

Iwsiodus  $ 

71  d 

0. 

,,         , 

,     brtmnea 

»» 

brmineus 

35  a 

2. 

,     fumosa  $            , 

fuiHosa  (^ 

71  e 

1. 

,,         , 

,, 

J> 

,, 

35  b 

3'     ",         \ 

,     hyorbilina          , 

hyarbitina 

71  h 

3.11.4. 

,, 

,     iicamenus 

7» 

iisamcna 

35  c 

9 

— •     ,,         , 

,     jodiilhi                 , 

jod  ulfa 

72  b 

3. 

,» 

,      amarah 

J» 

am  arah  ( vergi'ö  ß . ) 

35  d 

4,5.     „ 

,     ehmkci                 , 

ehmckel 

72  b 

6. 

,, 

,     obseura 

J> 

obcurus 

35  e 

"•     ,. 

,     alcimeda              , 

Mmeni 

72  k 

.5. 

,,         , 

,     dislinelissima 

»> 

distinetesiy  natus 

36  c 

2. 

,     araniis                 , 

anitorij'is 

73  b 

6.  9. 

,,         , 

,     melaena 

)» 

melas 

37  d 

0 

,     amicea                 , 

(i)iiiria 

73  f 

9. 

,     trimeni 

asieris 

37  e 

3.'     ,',' 

,     schulzcl                , 

■sehulhei 

73  1 

1. 

.,         . 

,     makalahocna 

•* 

muhalakoacna 

39  d 

4.     „ 

,     ribensis               , 

oMusnngula 

73  1 

2.3. 

,,         5 

,     Patricia 

>» 

palricius 

39  e 

1,2.     „ 

,     acut  a)ii/ lila         , 

ribensis 

73  i 

6. 

,,         , 

glauca 

») 

glaueus 

40  a 

1,2.      „         , 

,      cuücri                  , 

jasciata 

74  f 

9. 

,,         , 

,      ignota 

,, 

ignoius 

40  a 

4.     „ 

,     barce                     , 

»laculata 

74  h 

1. 

,,         , 

,     logära 

,, 

micylus  $ 

41  a 

1.     „ 

,     tcilverthi             , 

icihrerthi 

74  h 

2,3,4. 

,,         , 

,     micylus 

,, 

togara 

41  b 

1.     „ 

,              ,,                  , 

,, 

74  h 

6. 

,»         , 

,     pseiidopunvlai 

is„ 

punctaius 

42  a 

3,4.     „ 

,     Jiybridics              , 

enprates 

74  h 

8. 

,,         , 

,     gussfeldii 

,» 

bueronicus 

42  b 

2_ 

,     riispina               ,, 

eleus 

75  b 

1,2. 

,,         , 

,     lactaca 

,, 

amneris 

42  b 

3'     ",         ' 

,     eleits                     , 

ruspina 

75  b 

3. 

,,         , 

,     levubu 

,, 

defeeta 

42  c 

3.4.     „ 

,     edivardsi  ^         „ 

cdwardsi  $ 

75  d 

1. 

,,         , 

,     seciissa 

,, 

trimeni 

44  a 

2.      „ 

,     gausape              , 

caeriilesecns 

76  a 

5. 

niaculatus 

,, 

biseriatus  ^ 

44  c 

r>.    „ 

,     rana                    ,, 

viridimacula 

76  a 

6. 

,,         , 

biseriatus 

,, 

biseriatus  ? 

45  a 

1.    „ 

,     luperca                „ 

variegaia 

76  b 

4. 

,,         , 

mookezi 

,, 

mokcczi 

47  d  . 

•1.    „ 

,     chapmani            „ 

fasciata 

76  b 

6. 

,,         , 

apicalis 

,, 

johnstoni 

48  a 

]_.    „ 

dubiiis                  „ 

dubia 

76  f 

5. 

.,         » 

,     laelius 

,, 

tristis 

48  a 

ö.       „            , 

,     thcophana           „ 

theophanc 

76  f 

7. 

,,         , 

aurimargo 

,, 

brigidella 

48  b 

3,4.     „ 

,. 

,, 

76  g 

1. 

,,         , 

,, 

,, 

,, 

48  d 

4,  5.     „ 

agatha  ab.          ,, 

jordani 

76  h 

2. 

,,         , 

lucens 

,, 

lugens 

48  g 

6.      „ 

umbrina              „ 

howensis 

77  h 

2. 

,,         , 

distincta 

,, 

distinrtux 

49  c 

2. 

vulgaris               ,, 

crameri 

77  1 

3. 

,,         , 

kinnbowe 

,, 

kamborc 

49  c 

•J-     „          > 

murina                ,, 

pa/jenslechcri 

77  k 

5. 

,,         , 

lepcletierii 

,, 

lepeleticri 

49  e 

1.     „ 

dryope                 „ 

anyulata 

78  d 

2. 

5,                   , 

mohozura 

,5 

mohozutza 

50  b 

3.     „ 

anacardii            „ 

neb  ulosa  3 

78  d 

3.  4. 

,,                   , 

ienestratus 

,, 

fenestrata 

51  d 

galami                „ 

furcala 

79  b 

1,2. 

,,                   , 

schullzi 

,, 

schulzi 

51  e 

5-     „         , 

coelestis                ,, 

coelestina 

80  a 

4. 

,,                   , 

hidaroides 

,, 

hidarioidcs 

51  f 

3.     „ 

■»iiisa                    „ 

andrem  ia ja  q 

80  b 

2. 

,,                   , 

binacvatus 

binaevata 

52  d 

3.     „ 

schoeneia            ,, 

sehaeneia 

80  c 

3! 

,,                   , 

niaracandica 

,, 

maracanda 

52  f 

3.     „ 

phalanta             „ 

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Iiisekteiileiiii  11.     Lani-'sani  trocknend,  wasserlöslich,  nicht  fadenziehend,  zum  Zusammenziehen  von  Flügel- 

risscn.  Kmset'.en  von   Flügelstücken  usw.     Flasche  M.  — .25. 
täeliraiK'listVfti-se   Ködermass«'.     Nur    mit    beigefügtem    Fliischchen   konz.    Fruoht-Aether    (Apfel-    und 

Kirnen- Actiier)    kurz   vor  dem   Anstreichen   zu   mischen.      '/-" '^'''■■'' ''l**    ""^'    1   Fliischchen  Aelher    M.  1.20. 

l-i'fd.Uhis   und   1    Fliischchen  Aether  Jl.   2.10.     Pinsel  dazu   M.  —.20. 
<<lHttepiilver.     Kine   Messerspitze    voll    auf    das    Spannbrett    gestreut   und    mit   dem    Finger    verrieben   er- 

leiciitert  dns  Spannen  ungemein,  verhütet  das  Ankleben  der  Flügel  und  schützt  das  Brett  vor  btaubläusen. 

Sehiichtel  M.  -   .40. 
\ic-otiiiloMiiiis  eheniiseli  rein,  wasserliell.  Zum  Töten  mit  Spritze,  einige  Tropfen  genügen.  Flasche  M.  —.SO. 
Tötiiii^N-Spritzen  im   Flui  mit  zwei  Krsatznadeln,  Hartgummi.     Stück  M.  1.50. 
\elKbiij:el.    4teilig.    bedeutend    verbessert,    sorgfältig  ausgeführt.     Klemmsteg    nnd   alle  Nieten  abgerundet, 

oiiue  schalte  Kanten,  Stotf  und  Taschen  schonend.    Stabiler  Halt  durch  eingefräste  Nute,  nicht  wackelnd. 

Stück  31.  I.7Ö. 
Meine  I'iiiparate  sind   auf  wissenschaftlicher  Grundlage    aufgebaut,    von    iiraktischen    Kntomologen   jahrelang 
erprobt.  —  Versand  gegen  Nachnahme  oder  Voreinsendung  des   Betrages.  —  Porto  extra. 
Postscheckkonto:  IMünclien  Nr.  45i)7.S.  —  Bestellungen  von  M.  10. —  ab  franko  Inkl. 

Kiiioiiiolo^i^iscliOK   l.ial>oraf  «»riiiiii  Miiiiclieii  A.,  Aii^iisiciistr.  41. 

Emil  Kicmel,  ^'cl'(lienst•Me(laille  der  köni^l.-h»}  r.  AJiadeiuie  der  Wissenschaften. 


DIE 
GROSS-SCHMETTERLINGE 

DER  ERDE 


EINE  SYSTEMATISCHE  BEARBEITUNG  DER  BIS 
JETZT  BEKANNTEN  GROSS-SCHMETTERLINGE 


IN  VERBINDUNG  MIT  NAMHAFTEN   FACHMÄNNERN 

HERAUSGEGEBEN  VON 

Prof.  Dr.  AD  ALBERT  SEITZ 


I.  ABTEILUNG  —  PALAEARKTISCHE  FAUNA  —  BAND  1—4 
II.  ABTEILUNG  —  EXOTISCHE  FAUNA  —  BAND  5  —  16 


13.  BAND 


ALFRED  KERNEN  VERLAG  STUTTGART 

1925 


DIE 

\FRIKANISCHEN 
TAGFALTER 


MIT  80  TAFELN 


TAFEL- BAND 


ALFRED  KERNEN  VERLAG  STUTTGART 

19-5 


Alle  Rechte,  besonders  die  der  Ucbcrsetzung, 
vorbehalten. 

Printed  in   Germany. 

Copyright  1925  by  Alfred  Kernen  Verlag,  Stuttgart. 


Druck  vou   H.   Laupp  jr,  'l'Ubingori. 


13.  Band. 

Inhalts- Verzeichnis  der  Tafehi. 

Die  beigesetzten  Ziffern  bezeichnen  die  Tafelnummern. 

Auf  jeder  Tafel  ist  des  Raumes  wegen  nur  die  erste  und  letzte  der  auf  der  Tafel  vertretenen  Gattungen  angegeben  z.  B. 
auf    Tafel  52  nur    Precis-Lachnoptera   während   sie  aucli    Abbildungen  aus  den  Gattungen  Antanartia,  Argynnis  usw.  ent- 
hält, wie  im  Text  (S.  228 — 231)   angegeben. 


Abantis  75,  7(5 
Aeallopistes  79,  80 
Acleros  77 

Acraea  53 — 57,  59,  60 
Alaena  61 — 63 
Amaurina  24,  25 
Amauris  23 — 25 
Ampittia  78 
Andronymus  '79 
Antanartia  52 
Apaturopsis  50 
Aphnaeus  69 
Aphvsoneura  28 
Appias   11.    12,   22 
Argynnis  52 
Argyrocheila  64 
Arrugia  71 
Artitropa  79,  80 
Aslauga  64,  65 
Atella  52 
Aterica  48 
Axiocerses  70 

Batelusia  64 
Byblia  49 

Caenides  77 — SO 
Calleagris  76 
Calopieres   16 
Caprona  76 
Capys  70 
Carcharodes  75 
Catacroptera  52 
Catopsilia  21 
Catuna  46 

Celaenorrhinus  75,  76 
Ceratrichia  78,  79 
Charaxes  30 — 33 
Chondrolepis  78 
Choroselas  69,  70 
Citrinophila  62 
Colias  22 
Cooksonia  63 
Crenidomimas  46 
Crenis  48,  49 
Crudaria  70 
Cupido  72—74 
Cyclopides  77,  78 


C'ymothoe  34 — 36 
Cynandra  46 
Cyrestis  49 

Danaida  23 
Dapidodignia  68 
Deloneura  64,  65 
Desmolycaena  70 
Deudorix   65,  66,  68 
Diestogyna  37 — 40 
Durbania  62 

Eagris  76 
Elymniopsis  26 
Epitola  64,  65 
Epitolina  64 
Eresina  62,  64 
Eresinopsides  04 
Ergolis  49 
Erikssonia  71 
Eronia  15,  21 
Euliphyra  64,  65 
Euphaedra  42 — 45 
Euploea  23,  25 
Euptera  50 
Euryphaedra  50 
Euryphene  40,  41,  44 
Eurvphura  36 
Eurytela  49 
Euxanthe  29 

Gamla  79,  80 
Gastrochaeta  77 
Gnophodes  26 
Gorgyra  77,  79 

Hamanumida  46 
Harmilla  45 
Henotesia  28 
Heodes  74 
Herpaenia   10,  22 
Hesperia  75 
Heteropsis  28 
Heteropterus  77,  78 
Hewitsonia  64 
Hypoleucis  77 
Hypolimnas  47,  48 
Hypolycaena  67,  68 


lolaus  67—70 
Iridana  64,  65 

KaUima  49,  50 
Katreus  76 
Kedestes  78 

Lachnocnema  65 
Lachnoptera  52 
Larinopoda  63 
Leptomyrina  70 
Leptoneura  28 
Leptosia   10 
Libythea  61 
Liptena  62 — 65 
Lycaenesthes  71,  72 

Malaza  77 

Megalopalpus  62,  65 
Melanitis  26 
Meneris  29 
Mesoxantha  49 
Micropentila  62,  64 
Mimacraea  62,  63 
Mycalesis  26 — 28 
Mylothris   10—12,   14,  22 
Myrina  66,  68 

Neaveia  64 
Neocoenyra  28,  29 
Neptidopsis  49 
Neptls  48 

Osmodes  77 
Oxylides  66—68 
Oxypalpus  77 

Padraona  79 
Papllio   1—9 
Pararge  28 
Pardaleodes  79 
Pardopsis  53 
Parnara  77 — 79 
Paronymus  79 
Parosmodes  77 
Pentlla  61—63 
Phasls  70 
Physaneura  28 
Phytala  64,  65 


Pieris   12—15,  22 
Planema  57 — 59 
Platylesches  78,  79 
Ploetzia  79 
Powellana  64 
Precis  50 — 52 
Procampta  76 
Prosopalpus  77 
Pseudacraea  46 
Pseudaletis  66 
Pseudargynnis  46 
Pseudathyma  49 
Pseuderesia  62,  63 
Pseudoneptis  46 
Pseudonympha  28,  29 
Pseudopontia   10 
Pteroteinon  80 
Pyrrhochalcia  75 

Rhabdomantis  77 
Rhopalocampta  75,  78 

Salamis  50 
Sarangesa  76 
Saribia  61 
Semolea  78,  79 
Scheffieldia  63 
Smerina  52 
Spalgis  71 
Spindasis  69,  70 
Stugeta  67,  68 

Tagiades  76 
Teinorhinus  77 
Telipna  61 — 63 
Teracolus  15 — 21 
Terias  22 
Teriomima  62 
Trapezites  79 
Trlchiolaus  67 

Vanessula  52 

Xanthodisca  79 

Ypthima  28,  29 

Zerites  69,  70 
Zophopetes  79,  80 


XIII. 


PAPILIO 


cypraeofila 


cypraeofila  U 


gallienu 


Pars  11.    Fauna  africana  1. 


Xlll. 


PAPILIO 


2. 


Pars  II.     rauna   africana  1. 


XIII. 


PAPILIO 


Pars  II.     Fauna  africana  1. 


PAPILIO 


4. 


Pars  II.     Fauna  africana  1. 


XIU. 


PAPILIO 


5. 


chrapkowskii 


bromius 


bromius  U 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


XIII 


PAPILIO 


phorcas- 


thersander 


ansorgei 


Pars  II     Fauna  africana  !. 


PAPILIO 


Pars  II.     Fauna   africana    I 


XIII. 


PAPiLIO 


sisenna 


t-vombar 


porihaon 


colonna 


Pars  II.     Fauna  africana   1. 


1 


XIll 


PAPI  LI  O 


moebii 


charcedonius 


Pars  II.    Fauna  afrikana   1. 


XIII 


PSEUDOPONTIA  -  MYLOTHRIS 


10 


chloris  d 


chloris  U 


chloris  ( 


spica  d' 


spica  5 


nni 


hiIjir,T  ^ 


hilara  U 


hilara  ( 


asphodelus  6      asphodelus  U 


sulphiirea 


ochracea 


agathina  U 


agathina  c?  riippelli  cT 


rüppelli  5 


Pars  II.    Fauna  afrlcana  1. 


XIII 


MYLOTHRIS-APPIAS 


11 


r 


• 


agatliiii.i 


sjöstedti  6 


•  0  0 

ngaziva  c?  •    • 


ngaziya  ^ 


sabina  cf 


epaphia  d" 


epaphiac^U  epaphia  <^ 


Pars  11     Fauna  africana   1. 


XIIL 


MYLOTHRIS-PIERIS. 


12. 


XTtZ..-^ 


-sSrajn 


Pars  EL     Paona  africana  1. 


XIII 


P  '  E  RIS 


•  raffrayi  q 


ritacea  westwoodi  rf''  westwnodi  o 


abyssinica  cT  1 1 


creona  - 


scverina  cf 


nitida  ^ 


infidagU  SLVciiiiapU 


tanganjikae  c? 


L 


T 


tanganjikae  $  tanganjikae  c/ U       crawshayi<?U  subeida  d' 


subeida  5 


subeida  d'U 


voeltzkowi  §  ^ä-  ^^^^^ 


calypso  cT 


ivjcfL) 


calypso  5 


theora  c? 


grandidieri  o 


0  i 
f 
f  • 


f 


tlnysa  c? 


thysa  U 


Pars  11.    Fauna  afiicana   1. 


PI  ERIS 


Pars  II.    Fauna  africana   1. 


xni. 


PIERIS-TERACOLUS. 


15. 


auaer.s 


n;veus    -         niveus 


agoye  bowkeri 


deidamiaides  simpiex 


*  > 

ithoniis 


Pars  II.     Fauna  africana  1. 


CALOPIF^^S  -TERACOLUS 


16 


eulimeneö_  crowicyio  ^.üwieyi  g^iiava     crowleyi  ^    crowleyi  (.  flavaJJ^  rothschtidigf.  alba 


i. 


rothschiidiö'L 


-thS«..!:. 


.idi  $  • 


ocellatus 


'••      •- 


^> 


castaiis  l: 


.\' 


^      /- 


^..iaceus  ; 


r^i% 


i   t 


venosus  6  halimede  <?  halimede  9 


acaste  cT 


jobiiia  g  U 


DuAlori!  j 


looina  <^ 


»LM!)<1     V      I.    dlUiUci 


Pars  II.    Fauna  airicaiia 


xm 


TERACOLUS 


17 


Pars  II.    Pauna  africana  1 


XIII 


TERACOLUS 


18 


pallene  ^  pallene  d*  infumatusrf"       infumatuscTU    infumatus  ^  infumatus  5 ab.  paJIenec^U 


Pars  II.    Pauna  africana    I 


XIII 


TERACOLUS 


IQ 


^^i  ■.  w^  *  "•.  jj_^  -*^  theogone 

'leogone  c? 


0 
I 


/ 


^11^^.     "f 


iieuglinid^U     heuglini  :^         thruppi  fl^       thninmoll    thruppi$  heuglini  $ 

^^^^^     t  ab.  flynidi-, 


iagore  o  daira  c? 


f 

t 

daira  ^       dairao  ab.  flav.. 


cT 
ithonus  I 


>.--■' ^J'    'Cr- 1 


frrv^  r^  r 


evanthe  ö 


evantne 


X  evanthides  c? 


iiithides  9 


sipylus  ö"  sipylus  § 


IT  1  c' 


cjji! y  ut  <-' 


"phyia  $ 


ephyiaö'U 


citreus  d" 


scfU 


citreus  § 


antigone  cf 


phlegetonia  d" 


Pars  II.    Fauna  africana    1. 


XIII 


TERACOLUS 


Pars  II.    Fauna  africana   1. 


XIII 


TERACOLUS-ERONIA 


21 


rxr 


8 


1/ 


■■Y'\ 


1/ 


'I 


lucasi  9  tnauruma  d  rutosparsa  $  ^^^^^ 

cleodora  o  ^^^  ^^^^  ^^^r  ^^^^ 


C  i 


Ä  poppea  5  ^ 


irgiad'U 


ledacf 


buqueti  c? 


buqueti  5  buqueti  U 


Pars  11.    Fauna  africana   1. 


AUi 


APPIAS  -  HERPAENIA 


22 


1 


f"  r>nirf^!&ö 


electo  ab  U 


ftraminea 


melanarge 


Pars  11.    Fauna  africana  1. 


Xlll 


DANAIDA-AMAURIS 


23 


mercedonia  z 


goudoti  t? 


vasriö  <s 


nianius  cf 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


AMAURIS-AMAURINA 


24 


Pars  II.    Fauna  africana   1. 


XIII 


AIVIAURIS  -  EUPLOEA 


25 


tartarea 


bulbifera 


psyttalea 


fenestrata 


ellioti 


damociides 


hecatoides 


cgialeac? 


comoranus 


albimacula 


lohengula 


mitra 


desjardinsi 


Pars  11.    Fauna  africana  1. 


ELYIVINIOPSIS  -  iviiOiHi.£SIS 


26 


Pars  II.    fauna  af'^^"^'»      ' 


IVIYCALESIS 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


XIII 


IVIYCALES 1 S  -  N  EOCO ENYR A 


28 


simonsi 


eiiasis 


ubenica 


antahala 


ankotna  U 


avelona  U  avelona  paradoxa  drepana  c?  pi 


drepana  c?  pigmentaria 


hippia  j 


cassius  vlgilans 


hyperbius  narycia  beracT  berad'U 


Pars  11.    Fauna  africana  1. 


XIII 


NEOCOENYRA- EUXANTHE 


29 


fülieborr 


parai,e.opi:p;:;at2 


KM 


asterope  g  l  magus 


*MtÜ«€ 


itO^tlLLtld 


Pars  11     Fauna  africana   1 


XIII 


CHARAXES 


Pars   II.     f-"auna  africana    1 


XIII 


CHARAXES 


Pars   II.    Fauna   africana    1 


Xlll 


CHARAXES 


32 


varanes 


fulvescens 


deciits  <f 


ussheri  ^ 


zingha 


Pars  II.    Pauna  africana  1. 


XIII 


CHARAXES 


33 


Pars  II.    Fauna  africana    1 


XIII 


CYMOTHOE 


34 


hypotha  d 


turida  d* 


hesiodotus  d" 


theobene  c? 


theobene  > 


Pars  n.  Fauna  afrkana  1 


Xll! 


CYMOTHOE 


35 


ciceronis 


ciceronis  U 


preussi  § 


alcimed;i 


Pars  11.    Fauna  africana  1. 


XIII 


CYIV]  OTH  O  E  -  EU  RYPH  U  RA 


Pars  II.    Fauna  africana  1 


XIII 


DIESTOGYNA 


\ 


XIII 


DI  ESTOGYN  A 


Pars   II.     Fauna    Mfrir^na    1 


XIII 


Dl  ESTOGYN  A 


39 


Pars  II.    Fauna  africana  1 


t 


XIII 


EURYPH  ENE 


Fauna    africana    1 


1 


t 


U  RYPH  ENE 


41 


Pars   II.    I'auna    africaiia    1. 


XIII 


EUPHAEDRA 


42 


edwaidsi  o 


edwaidsi  o 


francina 


piei;. 


manuiii  o 


inanuni 


Pars  II.    Fauna  africana   1 


XIII 


EUPHAEDRA 


43 


aureola  $ 


aureola  c? 


normalis 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


Xlll 


EUPHAEDRA- EURYPHENE 


44 


nigrocilia  U 


zaddachi 


eberti  U 


gausape  U 


vetusta  U 


cyparissa  U 


aurnta  i  '• 


inanuni  U 


sarita 


sarita  U 


barombina 


chriemhilda 


wardi  U 


Pars  II.    Fauna   africana    1. 


XIII 


EUPHAEDRA-HARMILLA 


45 


neophron  c? 


neophron  U 


elegans 


Pars  II.    Fauna  africana   I. 


PSEUDACRAEA-CRENIDOMIMAS 


46 


Pars  1!.    Pauna   africana   1. 


XIII 


HYPOLIIVlNAS 


47 


Pars  II.    Fauna   africana   1. 


XII 


HYPOLI^NAS-CREINIS 


Pars  II.    Fauna    africana    1. 


CREN  IS  -  K  ALLI  MA 


49 


cj'inodoce 


Pars  II     Fauna    africana    1. 


XIII 


KALL!  (V)  A-  PRECIS 


50 


Pars  II.    Fai 


ana  1. 


1 


XIII 


PRECIS 


51 


andrcm.aja  g 


andrcmiaja  ^  musa 


terea 


elgiva 


Pars  II.    Paiina  africana  1. 


PRECIS  -  LACHNOPTERA 


52 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


XIII 


PARDOPSIS  -  ACRAEA 


53 


horta  5 


horta  o  U 


neuDuic  o 


camoena 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


XIII 


ACRAEA 


areca  S 


perentia  S 


thesprio  $ 


petraea 


petraea 


cepheusci' 


abdcra  c? 


büttneri 


Pars  II.    Fauna  africana  1 


I 
1 


ACR AEA 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


1 


XIII 


ACR AEA 


56 


m  ^ 


terpaii-liufe  <j       ttipsiclioie  ^  U      rougetio  Ventura 


acerata  excelsior 


vinidia  sotikensis 


daira 


boseae 


ortstia  masnmba  J'        masambad'U        masamba  5 


silia 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


XIII 


ACRAEA - PLANEMA 


57 


alcinoe 


macana 


adrastad" 


macarioides  cf  mpcarioides  o 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


XIII 


PLA  N  E  M  A 


umbra( 


camerunica  2 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


PLANEMA-ACRAEA 


59 


Pars  II.    Fauna  africana   1. 


ACRAE  A 


vtelwitscliii  d 


welwitschii  ? 


equatorialis  c? 


Pars  II.    Fauna   africana    1. 


XIII 


LIBYTHEA-PENTILA 


61 


t^l^^ 


ameiiaiua 


••^v 


mombas.i  mcmbas 


pautipunctata      ^"'I'' 


\    '    .rU 


last: 


(u^identaliuni 


r^ 


t:     '  *) 


•      -"*    V. 


hewitsoiii 


-y- -^  ^  j^-^ r 


abraxas  abraxas  l' 


macLilata  auga 


tripunctata 


J 


Christina  torrida 


tachyroides 


tachyroides  U 


peucetia 


kirbvi 


muhata 


sylphida 


Pars  II.    Fauna  african«   1. 


WArr.pr   m    VVinter 


1 


XIII 


PENTI  LA- DURBAN  lA 


9 
flavofasciata 


jdesta  3        iiiüUcsta  U 


alherta^         alberta  9       albertal'        lu-kiKi 


tal'         h..\..„-.  W  ^^^  adelgunda 


/ 


lauga 


puclla  U  hilUcgaidad  liildcgarda  $  huauliccoeuri  turbata 


ouauga 


Pars  11.    Fauna  africana   1. 


Werner  u.  Winter,  Frankfurt  a.  M.  ad  nat.  rcpr. 


mi 


XIII 


MIMACRAEA-  LIPTENA 


63 


f^^acea        tessiiiaiiii 


r- 


russulus 


picta  U 


^  '^^  '7^07'- 


l.itimarginata      ^    latiniarßinata       eiircma  U  ^p^ 


gyrula 


Orientalis  U 


ibyssa 


perobscura  U 


■/   I. 


t 


I 


libya  canipimus  V  „paca 


t 


V 


^ 


fntim. 


alluaudi 


albicans  ^^^^decipieiis 


xaiunosloi.i 


subundularis 


ü 
subundularis 


i^ 


^ 


fiavi^aiis  U 


eukrines        eukrines  U     undularis  U 


undina  undina  L)  turbata  turbata  U        siniilis  U 


Catalina 


suDunauiaris  ß^r 


l^-nyni.iMi         homeyeri 


Catalina  diversa  U 


Pars  11.    Fauna    africana   1. 


Werner  u.  Winter  repr.  ad  nat. 


XIII 


LI  PTENA-EPITOLA 


64 


^- 


o-rubrum 


o-rubrum 


aliquantum 


infima  s'mplex  U     aaeigitta 


% 


W  V\(t  1^1^ 


brunnea      bruruiea  U 


triangularis  corynetes       bichroma  undifera       undifera  U  lainbor 


iMinga 


uniformis  ^        uniformis  §  baies:  0" 


Pars  II.    Fauna    africana   1. 


Werner  u.  Winter  repr.  ad  nat. 


EPITOLA-DEUDORIX 


Werner  &  Winter,  Frankfurt  a.  M. 


XIII 


DEUDORIX-OXYLIDES 


Pars  11.    I^auna  africana  1 


Werner  u.  Winter,  Fr«nkturt  «  M 


Xlll 


HYPOLYCAENAIOLAUS 


XIII 


HYPOLYCAENA-IOLAUS 


silanuscJ' 


Pars   11.    Fauna  africana   1 


Werner  u.  Winter,  Frankfurt  a  M. 


1 


XIII 


OLAUS-APHNAUS 


69 


crustaria  3'       crustaria 


Pars   11.    Fauna  africana   1. 


W«rn«r  u.  Winter,  FranMurt  a  M. 


XIII. 


SPINDASIS-PHASIS 


I   lyce-  genes  rium      cITrysaor      chfysAOr         oreas        orcas 

Pars  II.    Fauna  africanal 


Werner  &  Winter,  Frankfurt  a.  M. 


XIII 


ERIKSSON  lA-LYCAENESTHES 


g 


acraeina         acraeina  acraeina         cooksoni  (^  cooksoniU  basuta«? 


\<\l 

M  ^ 


basuta$ 


uiiiLnycera 


W^  J 


brachycera  U 


lemolea 


robusta 


robusta  U  voltae 


voltae  U     anadema  U 


€€ 


w 


!y 


ituria 


iturial'  arescopa         arescopaU 


lunulata<?        ''^has  lithasU 


•V,T 


/.<S 


afra 


mimetica  tnyrsisU 


I 


thyrsis  (i* 


thyrsis? 


4^ 


afrfi  L"  mimetica U 

/ 


•  0    O- 

chirin.in         chirindaU         alberta         albfrfaTi         brunneus 
brunneus       definita  ö"         dciumau        definita"^     hobleyi^  hobieyi  u        indefinita  c?      indefinita?      indefinitaU         lemnos 


^^:^ 


leinnosU  ligures  liguresU 

lunulata$      lunulataU         smithi      smithi  U 


lemnos? 


bibe;? 


/- 


^ 


^^U 


miliar!  millariU        niinima      minimaU  lunulata,? 

biheU     nigropunctata    nigropum-fata       lastiU  lästig? 


crawshayi  larydas? 


M%|| 


ticamenus   ticamenus     pnnceps     lunulata  <?         lunulataö       lunulataU       sanguinea     sanguineal 


lamias  U  iatnias  levis  U 

IP  w  ^ 


levis? 


evis  d 
\ 


i 


caerulea 


caerulea  U       hades        hades    phoenicis   marshalli 


^^1^ 


kamilila  kamililaU     versatiiis    versatilisU  lysicies      ly^idesU      lachares  U  lachares  rufoplagata  rufoplagata 


Pars  II.    Fauna  africana   1. 


Wern«r  U.  Wl"'-r     Frankli.n    ;,   M 


1 


XIII. 


LYCAENESTHES-CUPIDO 


rubricincta  J 


musagetes  ^  (?)  rubricincta  $       rubricincta  pauperula 


oculata  2       oculata  2  U  obsura  ^  lamprocles  nigeriae  $ 


meUmbro-     {asciata  ^     fasciata  $      fasciata  U         staiidin?»"  '^  staudingeri      lucreiilis  cf       .u^.^>....  ^         lucretilis       i    'T'-dsiJ 


avomacul   tri             lacides  ^  lacides  $ 

"^fl    i$^l    ':i^     -^     ^^  v^^     :^ 

1^7  i^  ^  ^^   10  M  ^9 

V  ^  W  €  1^  ^^  ly 


k# 


'              '"         ff,        rt""^  rufo-'''^5'^  IT               ~^                                ""^                                        ^"*^  ~  j 

lychnides  $               ^^^^    o  in?'-ii"='t=           flavomacul   tn             lacides  ^J  lacides  $      lacides  U  lyzanius  U  | 

lyzanius             inconspicua       xanthopoeci-  xantbo- ^     xantbopoe-         xantho-,,    kampala,.  kampala        maean-  maeanderU 

'-  '  poecila                       «I»         ,---.    IJ                    U                               4„  ^ 


Pars  II.    Fauna  africanal. 


Werner  &  Winter,  Frankfurt  a.  M. 


XIII. 


CUPIDO 


73. 


Pars  IL     Fauna  africanal. 


Werner  u.  Winter  6.  nn.  b.  H  ,  Frankfurt  a.  M. 


I 


XIII 


CUPIDO-HEODES 


Pars    II.     Fauna    Africana    1. 


W«rn«r  u.  Wlnt«r,  FranKfurt  o.  M. 


XIII 


ABANT'*^     RHOPAi  nr/\\\ADT/\ 


zambesiaca 


leucogaster 


1nclo=i 


m 


Itvubu  U 


dromus  U  spio 


V 


plätzi 


pluczi         sataspes       diomus        asterodia  mafa 


ierax  sandaster       nana 


Pars  11.    Fau 


c  a  n  a 


Werner  &  Wintei.  Frankfurt  a.  M. 


CELAENORHINUS-ABANTIS 


brigidrt?  hereus 


anopus  bicolor 


paradisea  rf' 


paradisea$ 


Pars  11.    Fauna  africana  1. 


Werner  u.  Wfoter,  FranKfurt  a  M. 


1 


1 


XIII. 


MALAZA-CYCLOPIDES 


77. 


/■ 


/^ 


U 


^ 


plötzi  ^  punctulatus  macker 


mackeni        substri-  placidus  ^ 

gatus  U 


olaus  U  instabilis  subflavida 


W%l 


sparsus  U        Icucophaeu  aburae  aburae  U 


subfacata  johnstoni 


mocquerysii  aretina  U  rubescens  (J 


rubescens  $  wambo  U  Iripunctata 


afikpo  U        cybeutes  mabiUei 

/ 


annulifer 


ophiusa  U  ophiusa 


W^^  wl^ 


leri  niger 


ruso  U 


f  ulvus  (5 


waUom 


laronia      o  laronia  ^  thora  J  thora  V 


,       .  adon  ^  ^     •       —  lux  y 

adon  ,5  chrvsautfe  t  * 

adosiis  '  distincta  ?  thops  +  thops  ^ 


^"^ 


lux  5 


staudingeri  $ 


banghaasi  $ 


galatia  $ 


.  ^  ^^    .  i,„„u„..,„Tl  •.„nr,„t:i  biseriatus  Ursula  duplex_^  debilis  L 


biseriatus  biseriatus 


kambowe  U  morantii  biseriatus 


metis 


midas 


midas  U- 


Disenaius  ui»uio  — t---^^  

anomaeus  lepcleEerii  U tsita  U        inornatus 


Pars    II.     Fauna    Africana    1. 


Werner  u.  Winter,  Frankfurt  «.  M. 


1 


1 


XIII. 


CYCLOPIDES-HYPOLEUCIS 


78. 


—  - — -     ^  j  U      wallen-  ^-mmtf    TT 

bernieri  chaca  U  callicles  callicles         caliicles  greni  U     '^""^  üj,  capenas  capenas  ü 


^' 


u 


ienestratus  fenestfatus  U  ientiginosa  lentiginosa  paola  paola  U 

lugens  lugens  U  caffraria  caffraria  U  fatuella  ^^fatuella         borbonica  poutien 


^^ 


poutieri  U 


subochrai 


^^F     ▼       ^^  alberti,^  havei  U 


borbonica  U 


auritincla 


statirides 


arbogastes 


forestan 


forestan  U 


Pars    II.     Fauna    Africana    1. 


Werner  u.  Winter.  Frankfurt  a.  M. 


XIII 


PARNARA-CAENIDES 


•JX^,^'       "  "^  ""      xanlhopeplus      xanthopeplus      xanthopeplus  ytf^M 

f    ^P  ^,ä?^    L         ^-anthioides     ..^„^"l'''  sierrae  vibius  nsmochus 


herilus  U  incerta  $ 


U  aurea  U 


argyrosticta     argyr^ticta 


latercula 


proxima  proxima  U   -       sextilis 


sextilis  U 


Pars    II.     F 


a  u  n  a 


Africana    1. 


Werner  u.  Winter,  Frenkfurt  ».  M. 


XIII 


COENIDES-PTERQTEINON 


Pars  II.    Fauna  africana  1. 


Werner  &  Winter,  Frankfurt  a.  M- 


k 


542 
S4 

Bd. 13 
Ent.